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Die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation Südtirol

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Die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation Südtirol

Wichtigste Eckdaten, tabellarisch dargestellt nach den Grundsätzen der Sozialbilanz

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser Folder über die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation in Südtirol stellt den ersten Versuch dar, die Bruttowertschöpfung der Raiffeisenorganisation summarisch, exemplarisch und tabellarisch darzustellen. Die Bruttowertschöpfung im Jahr 2008 ergibt den Betrag von 595 Mio. €. Den Daten sind die vollständigen Bilanzarchive zugrunde gelegt. Die Vorgehensweise zur Errechnung der Bruttowertschöpfung entspricht den Vorgaben des ISTAT.

Die für die Mitglieder der landwirtschaftlichen Genossenschaften der Sparten Obst-, Wein- und Milchwirtschaft erbrachten Leistungen in Form von Auszahlungen für die angelieferten Waren beziffern sich auf etwa 542 Mio. €.

Die Leistungen zu Gunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Raiffeisenorganisation übertreffen 300 Mio. €.

Zum 31.12.2008 gehören dem Raiffeisenverband insgesamt 356 Genossenschaften mit über 115.000 Einzelmitgliedern und 25 Körperschaften ohne Revisionspflicht an. Das sind 39 Prozent aller Genossenschaften Südtirols.

Diese Zahlen verdeutlichen augenscheinlich welch bedeutende wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Rolle die Raiffeisenorganisation in Südtirol spielt. Allein anhand der Entwicklung der Mitgliederanzahl wird der Grad der Verwurzelung der Raiffeisenorganisation in der Bevölkerung deutlich.

Der Raiffeisenverband Südtirol

Die Raiffeisenorganisation Südtirol

Raiffeisenkassen

Gruppe

5 Raiffeisen Landesbank Südtirol u.

Anzahl (31.12.2008)

(a) Betriebswirtschaftliche Ermittlungsmethode (aus Bilanzen) – (b) addierte Bilanzsumme – (c) addiertes Eigenkapital – (d) Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2008/2009 – (e) darunter Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2008/2009 – (f) Bruttowertschöpfung beschränkt auf RUN und RVD

Die Beträge in der Grafik stammen aus den Bilanzen aller Mitglieder und Hilfsgesellschaften. Diese wurden jeweils je homogene Gruppe addiert. Es wurden keine Konsolidierungen vorgenommen, wodurch sich bei den Molkereigenossenschaften Abweichungen zu der Darstellung der Kennzahlen und Eckdaten im Jahresbericht ergeben.

Alle angeführten Geldbeträge wurden mit dem Koeffizienten des ISTAT aufgewertet und auf den Stand von Jahresende 2008 gebracht. Dadurch sind die Effekte des Wertverlustes im Zeitverlauf neutralisiert.

Die Entwicklungsdaten betreffend die Obstgenossenschaften auf der Innenseite umfassen jene Mitgliedsgenossenschaften, die in der Raiffeisen-Obststatistik berücksichtigt sind. Die nicht berücksichtigten Obstgenossenschaften weisen lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen auf. Ein ähnlicher Sachverhalt gilt, in eingeschränktem Maße, auch für die Kellereigenossenschaften.

Die Tabellen auf den Innenseiten beschränken sich auf die Mitgliedsgruppen Raiffeisenkassen, Obst-, Kellereiund Molkereigenossenschaften.

Raiffeisen-Genossenschaften

Einzelmitglieder Entwicklung der gesamten Mitgliederanzahl

Die gesamte Mitgliederanzahl der Raiffeisen-Genossenschaften hat sich seit 1978 mehr als verdoppelt. Ende 2008 gab es 115.269 Einzelmitglieder. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich auch um Doppel- oder Mehrfachmitgliedschaften handeln kann, die als solche nicht ausgewiesen sind.

Raiffeisenkassen

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet

Quelle: Statistik Raiffeisen Geldorganisation

Entwicklung der Einlagen und Ausleihungen

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet

Quelle: Statistik Raiffeisen Geldorganisation

Für Kunden und Mitarbeiter und die örtliche Gemeinschaft wendeten die Südtiroler Raiffeisenkassen im Jahr 2008 insgesamt 378 Mio. € auf. Im Jahre 1993 wurden 283 Mio. € an Zinsen ausbezahlt. Damals lag der Diskontsatz der Banca d‘Italia am Jahresende bei 8,00 Prozent, während der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank am Ende des Jahres 2008 auf 2,5 Prozent gesunken war. Entsprechend reduzierte sich der Anteil der Zinsen an der Bilanzsumme von 5,6 auf 2,6 Prozent.

Die Einlagen der Südtiroler Raiffeisenkassen wiesen am Jahresende 1948 den Stand von 41 Mio. € auf, während die Ausleihungen gerade einmal 4 Mio. € erreichten. Am Ende des Jahres 2008 betrugen die Einlagen 7.679 Mio. € und die Kredite 6.970 Mio. €. Inflationsbereinigt sind die Einlagen somit etwa um das 190-fache und die Ausleihungen um circa das 1.600-fache angestiegen. Das Investitionsverhältnis ist in dieser Zeit von 10,8 auf 90,8 Prozent gewachsen.

Obstgenossenschaften

Entwicklung der Leistungen für Mitglieder und Mitarbeiter

Der Betrag, den die Obstgenossenschaften alljährlich an die Mitglieder ausbezahlen, ist im Zeitraum zwischen den Geschäftsjahren 1978/1979 und 2008/2009 real um ca. 140 Prozent angestiegen. Die Personalkosten haben im selben Zeitraum ebenso real um etwa 150 Prozent zugenommen. Der an die Mitglieder ausgeschüttete Betrag erreichte im Geschäftsjahr 2008/2009 knapp die Hälfte der addierten Bilanzsumme, während der Anteil beispielweise im Geschäftsjahr 1988/1989 bei 34,4 Prozent lag.

Auszahlung an die Mitglieder Auszahlung an die Mitglieder (in % der Bilanzsumme)

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet Quellen: Jahresbericht Raiffeisenverband Südtirol, Raiffeisen-Obststatistik

Personalkosten (in % der Bilanzsumme)

Entwicklung der Kernobstproduktion und der Marktanteile

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Hatten die Obstgenossenschaften im Jahr 1978 noch einen Anteil an der Kernobstproduktion Südtirols von 68,0 Prozent, so lag dieser im Jahr 2008 bei beachtlichen 91,6 Prozent. Die von den Obstgenossenschaften produzierte Kernobstmenge wuchs im Betrachtungszeitraum von 275 Tsd. auf 970 Tsd. Tonnen (+ 253 Prozent). Der Mengenzuwachs hat den Auszahlungszuwachs also übertroffen, d. h. das Niveau des Auszahlungspreises ist gesunken.

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Kellereigenossenschaften

Entwicklung der Leistungen für Mitglieder und Mitarbeiter

Die Auszahlung an die Mitglieder der Kellereigenossenschaften konnte im Betrachtungszeitraum um knapp 40 Prozent gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 1998/1999 übertraf die Auszahlung die Hälfte der addierten Bilanzsumme. Die Personalkosten sind im Betrachtungszeitraum um ca. 70 Prozent gestiegen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 betrugen diese 15 Mio. € bzw. 12,1 Prozent der addierten Bilanzsumme. 0

Auszahlung an die Mitarbeiter Auszahlung an die Mitglieder (in % der Bilanzsumme) Personalkosten (in % der Bilanzsumme)

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet

Quellen: Jahresbericht Raiffeisenverband Südtirol, Raiffeisen-Weinstatistik

Entwicklung der Weinproduktion und der Marktanteile

Die Kellereigenossenschaften produzierten im Jahr 2008 rund 236 Tsd. Hektoliter Wein. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtproduktion von 70,9 Prozent. Die vielen Auszeichnungen der Südtiroler Weine in den letzten Jahren belegen die Entwicklung von der Quantität hin zu der Qualität.

Die Produktion Raiffeisen 2008 umfasst auch jene Weinmenge, die aus den Anlieferungen an die Kellereien Salurn und Brixen-Neustift hergestellt wurde – um die Vergleichbarkeit im Zeitverlauf zu gewährleisten, wurden Most und Konzentrat aus der Produktion Raiffeisen 2008 herausgerechnet.

Quellen: Handelskammer Bozen, Raiffeisen-Weinstatistik, Abteilung Landwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen

Molkereigenossenschaften

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Seit 1991 ist die Auszahlung an die Mitglieder real um ca. 5 Prozent gestiegen, allerdings beinhaltet diese vor 2004 in der Regel auch die Mehrwertsteuer. Die Personalkosten der Molkereigenossenschaften stiegen im Zeitraum zwischen 1991 und 2008 um etwa 133 Prozent. Im letztgenannten Jahr erreichten die Personalkosten 32 Mio. €, fast 14 Prozent der addierten Bilanzsumme. Das Auszahlungsvolumen hat sich real betrachtet nur geringfügig nach oben entwickelt. Das Verhältnis der Auszahlung zur addierten Bilanzsumme ist von 104,6 Prozent auf 69,3 Prozent gefallen.

Auszahlung an die Mitarbeiter Auszahlung an die Mitglieder (in % der Bilanzsumme) Personalkosten (in % der Bilanzsumme)

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet

Quelle: Jahresbericht Raiffeisenverband Südtirol

Entwicklung der Milchproduktion

Nahezu 100 Prozent der Südtiroler Milchproduktion ist genossenschaftlich organisiert. Innerhalb von 28 Jahren hat sich die Produktion der Molkereigenossenschaften mehr als verdreifacht. Fast verdreifacht hat sich die durchschnittliche Auszahlung an die Mitglieder. Die Mitgliederanzahl erfährt seit Jahren eine rückläufige Tendenz: im Jahre 1980 waren es noch 7.245 Milchbauern, im Jahr 2008 schrumpfte ihre Anzahl auf 5.966.

Beträge mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2008 aufgewertet

Quelle: Jahresbericht Raiffeisenverband Südtirol

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