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Anzeiger Michelsamt Nr. 6 | 6. Februar 2014 (2)

Region

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Unglaubliche Riesenstimmung an den Jahreskonzerten des Männerchors Gunzwil

«Forever young» – mehr als junggebliebene, singende Männer Am vergangenen Wochenende haben in der zweimal bis auf den letzten Platz gefüllten Lindenhalle die Jahreskonzerte des Männerchors Gunzwil stattgefunden. Wie man es sich von diesem Verein fast schon gewohnt ist, wurde nebst tollem Gesang noch vieles mehr geboten. Die Jahreskonzerte des Männerchors Gunzwil sind mittlerweile ein echter Publikumsmagnet. Das war auch am vergangenen Samstag und Sonntag wieder so. Sämtliche Plätze in der Lindenhalle waren schon lange vor Konzertbeginn besetzt. Am Samstagabend blieb zudem nicht eine einzige der zusätzlich organisierten Sitzgelegenheiten frei. «Der Publikumsaufmarsch war einmal mehr sensationell und der schönste Lohn für unseren Aufwand», meinte Toni Dörig. Entsprechend herzlich bedankte sich der Präsident des Männerchors Gunzwil bei den Konzertbesucherinnen und -besuchern.

Kurzweiliges, vielfältiges Programm Während andere Männerchöre mit Mitglieder- und Publikumsschwund kämpfen, ziehen die Jahreskonzerte des Männerchors Gunzwil seit Jahren. Weshalb das so ist, zeigte sich heuer bereits wieder bei der Konzerteröffnung. Der Auftakt war mit «Lueget vo Bärge ond Tal» ganz klassisch gehalten. Doch schon nach den ersten Strophen stürmten die Jugendlichen des Sekundarschulchors Beromünster die Bühne, die Männerchörler entledigten sich ihrer Krawatten und auf der Bühne wurde herzhaft geschunkelt, gewippt und natürlich

Gelungene Zusammenarbeit – Der Männerchor Gunzwil und der Sekundarschulchor Beromünster brachten ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit vielen Highlights auf die Bühne. weiter gesungen. Der Funke sprang augenblicklich aufs Publikum über, das schon nach diesem ersten Highlight frenetisch applaudierte. Die stets kurzweiligen und abwechslungsreichen Konzertprogramme mit klassischen Männerchorliedern aber auch modernen Stücken sind ein Grund für den Erfolg des Männerchors Gunzwil. Ein anderer sind die immer wechselnden Gastformationen an den Jahreskonzerten. Heuer war das der angesprochene Sekundarschulchor Beromünster unter der Leitung von Silvia Estermann. Die jungen Sängerinnen und Sänger genossen den Auftritt auf der grossen Bühne sichtlich und ernteten für ihre Darbietungen mehrmals grossen Applaus.

Toni Dörig ehrt Toni Dörig Im ersten Konzertteil gab der Männerchor Gunzwil unter der bewähr-

Claudio Leitgeb fuhr mit einer Kawasaki auf die Bühne – Die Konzerte des Männerchors Gunzwil sind immer für eine Überraschung gut.

Toni Dörig junior. Ausserdem stellte der Vereinspräsident mit Nicolas Engelke, Markus Tschopp und Martin Estermann jene drei Sänger vor, die erstmals aktiv bei einem Jahreskonzert mitwirkten. Seit jeweils 30 Jahren im Männerchor Gunzwil dabei sind Urs Estermann, Othmar Gut und Guido Estermann. Noch beeindruckendere Zahlen bekamen die Gäste bei der Vorstellung von Sepp Galliker (seit 52 Jahren Vereinsmitglied), Hansruedi Stocker (55 Jahre) und Hans Estermann (58 Jahre) zu hören.

Starkes Medley – mehrere Zugaben

Ansagerin Nicole Wagner führte durch die beiden Konzertabende. ten Leitung von Philippe Gantenbein bekannte Titel wie «Sommer ‘68» von Polo Hofer oder die Udo-Jürgens-Klassiker «Ich war noch niemals in New York» und «Mit 66 Jahren» zum Besten. Diese bekannten und vom Männerchor gekonnt dargebotenen Melodien animierten genauso wie «Schuld war nur der Bossa Nova» von Barry Mann im Publikum zum Mitsummen und Mitsingen. Präsident Toni Dörig, der zusammen mit Ansagerin Nicole Wagner mit Schalk durchs Programm führte, durfte im Rahmen der Jahreskonzerte auch eine ganz spezielle Ehrung vornehmen. Sein Vater Toni Dörig senior ist seit 50 Jahren Mitglied im Männerchor Gunzwil und wird zum Ehrenveteran ernannt. «Dass der Sohn seinen Vater ehren darf, hat es in unserem Verein noch nie gegeben», so

Nach der Pause, in welcher ein Grossteil der Gäste sein Glück mit Losen der prächtigen Tombola versuchte, gehörte die Bühne dem Sekundarschulchor Beromünster. Passend zum Motto der Konzerte sangen sie «Forever young» von «Alphavil-

le». Auch mit «I will follow him» und «Broken strings» begeisterten die jungen Sängerinnen und Sänger. Das Publikum forderte vehement eine Zugabe. Es sollte nicht die letzte bleiben... Schon vom gemeinsam von Männerchor und Sekundarschulchor vorgetragenen und von Vize-Direktor Attillio Mazzotta dirigierten Medley mit Hits wie «Live is life», «gimme, gimme, gimme», «Manhatten» oder «Tage wie diese» konnten die Zuhörer fast nicht genug kriegen. Und der Applaus ebbte auch nach den letzten beiden Stücken «Solang man Träume noch leben kann» und «D’Wält wär voll Blueme» nur langsam ab. Die Protagonisten auf der Bühne kamen dem Wunsch des Publikums nur zu gerne nach und gaben zwei weitere Lieder zum Besten, nämlich «Heimweh» von Freddy Quinn und «I hätt no viu blöder ta» von «Gölä».

60-Jahr-Jubiläum steht an Es war ein mehr als würdiger Abschluss der diesjährigen Jahreskonzerte. Und manch ein Gast dürfte sich schon wenig später bereits wieder auf die nächsten Jahreskonzerte des Männerchors Gunzwil gefreut haben. Dass sich der innovative Verein bis dann wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen wird, scheint klar. Erst recht wenn man weiss, dass der Männerchor Gunzwil im 2015 sein 60-Jahr-Jubiläum feiert... Patrik Birrer weitere Bilder von den Jahreskonzerten des Männerchors Gunzwil auf www.anzeigermichelsamt.ch

Aussergewöhnliche Ehrung – Präsident Toni Dörig junior ehrt seinen Vater Toni Dörig senior für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft. (Bilder: Patrik Birrer)

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Schauen Sie sich die olympischen Winterspiele an? Am Freitag werden die 22. olympischen Winterspiele in Sotschi (Russland) eröffnet. Die Schweiz tritt mit einem Rekordaufgebot von 163 Athletinnen und Athleten an. Der «Michelsämter» wollte von vier Passanten wissen, ob sie sich überhaupt für die olympischen Winterspiele interessieren und was sie den Schweizerinnen und Schweizern bei den Spielen am Schwarzen Meer zutrauen...

Annabelle Helfenstein, Familienfrau Schlierbach

Max Bolliger, Landwirt Walde

Franziska Steinmann, Polizistin/Familienfrau, Schlierbach

Peter Zumstein, Maler Gunzwil

«Ich habe mich zwar noch nicht gross mit den olympischen Spielen in Sotschi auseinandergesetzt und weiss beispielsweise noch nicht, wann welche Entscheidungen anstehen. Aber ich werde die Wettkämpfe sicherlich verfolgen. Grundsätzlich interessieren mich alle Sportarten, weshalb ich abends wohl dann und wann die Zusammenfassungen schauen werde. Speziell fasziniert bin ich von Curling. Wenn es zeitlich passt, werde ich mir deshalb sicher einige Spiele der Schweizer anschauen.»

«Selbstverständlich werde ich mir die Wettkämpfe in Sotschi anschauen. Besonders interessieren mich die Abfahrten der Damen und Herren. Ich weiss im Grossen und Ganzen auch schon, wann welche Medaillenentscheidungen stattfinden. Der Schweizer Delegation traue ich sechs Medaillen zu. Aber wenn es mehr werden, habe ich auch nichts dagegen. Persönlich würde ich es Carlo Janka sehr gönnen, wenn er noch einmal zuschlagen könnte. Er hatte zuletzt eine recht schwere Zeit.»

«Ich bin kein allzu grosser Sportfan. Die Wettkämpfe der anstehenden Winterspiele werde ich deshalb höchstens vereinzelt verfolgen. Mein Mann ist eher interessiert und er weiss auch meistens besser, wann was läuft. Einen Fixtermin gibt es aber auch für mich: Das Zweier-BobRennen der Frauen mit Fabienne Meyer will ich auf keinen Fall verpassen. Ihr drücke ich auch besonders die Daumen. Ich denke, die Schweizerinnen und Schweizer werden insgesamt vier Medaillen holen.»

«Bei mir ist die Vorfreude auf die olympischen Spiele gross. Ich freue mich wirklich darauf, die Wettkämpfe im Fernsehen mitzuverfolgen. Vor allem die Abfahrten der Damen und Herren sind für mich ein Highlight. Es wäre sensationell, wenn LauberhornSieger Patrick Küng dort zuschlagen könnte. Ansonsten bin ich auch sehr gespannt auf die Auftritte von Dario Cologna im Langlauf. Eine gute Sache sind auch die Zusammenfassungen am Abend. Dann weiss man, was geganUmfrage: Michelsämter gen ist.


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