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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

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Österreichische Post AG MZ 13Z039586 M

NR. 03 | 2018 HEFT 465 39. JAHRGANG

KONSEQUENZ ALS ERFOLGSREZEPT Interview mit Manuela Kumpitsch, Vertriebsrepräsentantin für Kärnten und Steiermark der ARAG SE Direktion Österreich

WENN’S AM SCHÖNSTEN IST, SOLL MAN AUFHÖREN Interview mit Erwin Mollnhuber

DIE MIFID II AUS DER SICHT DER ALLTÄGLICHEN BERATUNGSPRAXIS Interview mit Peter Gross, Geschäftsführer der Wiener Privatconsult

Autonome Fahrzeuge auf der Überholspur Das selbstfahrende Auto wird die Welt wohl genauso nachhaltig verändern, wie es das Auto vor mehr als 120 Jahren getan hat. Heute wie damals begann der Siegeszug der neuen Technologie mit einem Wettbewerb, der den Start eines unumkehrbaren Prozesses einläutete.

GELDANLAGEN FÜR EIN GEFÄHRLICHES MARKTUMFELD Finanzkolumne von Michael Kordovsky

EIN TAG, DER GENERATIONEN BILDET Nachbericht über den 16. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler


Demner, Merlicek & Bergmann

WER SORGT SICH SO UM MICH, WIE ICH MICH UM ANDERE SORGE?

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IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN


EDITORIAL

Digitalisierung findet man nah und fern Der kurze und kalte Winter liegt hinter ßen und die wundervollen Artefakte zu uns, die ersten Frühlingsboten zeigen bewundern. Es ist für mich unerheblich, sich. Die Reise- und Veranstaltungszeit welcher Religion das Bauwerk zuzuordist voll im Gange. Keine Woche vergeht nen ist. Wichtig ist für mich die Ruhe ohne unzählige Seminarangebote, und Stille und die Möglichkeit, eines der Roadshows, Symposien oder Fachverkleinen, fast immer vorhandenen Kerzerl anstaltungen. Sollten Sie, lieber Leser, anzünden zu können. Auch Menschen, all die angebotenen Weiterbildungs-, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, Produkt- und Fachvorträge besuchen finden darin vielleicht etwas Seelenfriewollen, müssten Sie sich klonen lassen. den. Mir gelingt das gut. Aber leider sind Es ist unmöglich, alle – seien sie noch so viele Kirchen nur mehr zu bestimmten Nr. 785 interessant – besuchen zu können. InforZeiten für Besucher offen. Daher kann es miert sollten wir jedoch alle sein: über schon einmal passieren, dass genau zum riscontrol.at die rechtlichen Neuerungen, die ProZeitpunkt der Stillesuche eine kirchliduktvorstellungen, Tarifveränderungen che Veranstaltung zelebriert wird – wie online.riscontrol.at oder was auch immer angeboten wird. zuletzt geschehen in einem kleinen Dorf issuu.com/riscontrol Zum Glück hat die Digitalisierung im im Waldviertel. Weit weg vom Alltagstrufacebook.com/riscontrol Veranstaltungsbereich Einzug gehalten. bel, mitten im geografischen Nichts, eine Webinare sind seit einigen Zeiten bereits wunderschöne kleine Kirche mit einem eine sehr gute Möglichkeit, Menschen fast schon kitschigen Kirchturm, der in Informationen zur Verfügung zu stellen, ohne sie einer der Sonne leuchtet. Wahnsinnig kalt und windig war langen Anreisezeit und Verweildauer aussetzen zu der Tag, aber eben wunderschön. Ein Ort der einlud, müssen. Laptop, Tablet und Smartphone sind aus keiEinhalt zu gebieten, weit weg von Eile, Stress und nem Informationsbereich des täglichen Lebens wegzusämtlichem digitalen Handwerkzeug, da es für meine denken. Nun hat der Mensch neben seiner beruflichen Geräte kein „Netz“ gab. Gerade als ich mein obligaTätigkeit hoffentlich auch ausreichend Lebenszeit tes Kerzerl entzünden wollte, begann eine Messe in zur freien Gestaltung. Und darüber handelt meine der Kirche. Ich setzte mich also leise auf eine Bank Geschichte: Hin und wieder müssen auch Redakteure in der letzten Reihe und wartete. Die Bänke waren sich um ihren inneren Frieden kümmern. Ich begebe abgenutzt, ebenso der schöne Mosaikfliesenboden, mich dazu gerne in Kirchen, um die Ruhe zu geniein dem sich das Sonnenlicht spiegelte. Die Kirche war also nicht nur heute gut besucht. Dann setzte Musik ein, ein Chor mit Orgelmusik, die einem Stephansdom würdig war: Nur: Statt eines Orgelmusikers auf der Empore war dort nur ein Lautsprecher angebracht. Und dann sah ich das Erstaunlichste, das mir in den letzten Jahren begegnete: Ein Pfarrer, der mittels Tablet zunächst eine Musikdatei öffnete und danach seine Predigt vom Tablet ablas. Inmitten dieser stillen Waldesruh und Kirchenstille ist die Digitalisierung eingezogen. Also wenn es dort gelingt, dann gelingt es auch in allen anderen Lebensbereichen. Die Musik war übrigens von einem Stephansdomkonzert, ich habe nachgefragt. Ihre Doris Schachinger risControl 03/18 03


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INHALT EDITORIAL 03 Digitalisierung findet man nah und fern

NEWS Wechsel im Vorstand | VAV Versicherung Warnung | FMA Vorstandsressort | Allianz Versicherung Achtung Trickbetrüger! Neue Koordinatorin | DONAU Versicherung AG CEO-Wechsel | VIG Vienna Insurance Group Regionalleitung | VAV Versicherung Allianz übernimmt Euler Hermes | Allianz Welt Neuer Leiter | Generali Versicherung Neue Prokuristen | VAV Versicherungs-AG Sherlock | Welt Neuer Leiter | VIG Vorstand | Valida Vorsorgekasse Datenschutz-Leitfaden für Versicherungsagenten | Bundesgremium der Versicherungsagenten 14 Fußball | Allianz Global Assistance

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TITELGESCHICHTE 32 Autonome Fahrzeuge auf der Überholspur

INTERVIEW 18 Konsequenz als Erfolgsrezept | Manuela Kumpitsch 24 Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören | Erwin Mollnhuber 28 Die MIFID II aus der Sicht der alltäglichen Beratungspraxis | Peter Gross

MARKT 14 Künstliche Intelligenz ist entscheidender Wachstumsfaktor für die Zukunft 42 Vorläufige Zahlen 2017 und Prognose für 2018 | Versicherungswirtschaft 43 Studie über Versicherungsverhalten | Helvetia Versicherung 44 Erfreuliches Jahresergebnis 2017 | Helvetia Versicherung 44 Volle Kriegskassa | UNIQA 46 Private Vorsorgeplanung | NÜRNBERGER Versicherung 46 Österreichs Korruptionsniveau stagniert | Transparency International – Austrian Chapter 48 Risiko nimmt weltweit zu | Global Risks Report 49 Allianz trotzt den Wetterkatastrophen | Allianz SE 49 Zinspolitik auf dem Rücken der heimischen Haushalte | Allianz Gruppe 50 Exklusive Partnerschaft | ARISECUR / schlau-finanziert 50 Beliebte Investitionsziele | KPMG Austria GmbH 52 Ergebnisse des Trendbarometers | Maklervereinigungen 52 IDD-Richtlinie vorzeitig umgesetzt | Oberösterreichische Versicherung 52 Insolvenzstatistik 2017 | Creditreform 53 Gutes Ergebnis – Übernahmen am Markt geplant | ARAG Österreich 53 Pensionskassen 54 Internationales Inkasso Ranking | ACREDIA 54 Branchenreport Industrie | CRIF 54 Ausbildung und Karrierechancen | DONAU Versicherung 56 Softwareanbieter

FINANZEN 20 Das Bauherrenmodell auf dem Prüfstand | Michael Kordovsky 40 Geldanlagen für ein gefährliches Marktumfeld | Michael Kordovsky

VERANSTALTUNG 38 Ein Tag, der Generationen bildet | Wiener Versicherungsmakler 55 Hans Glaser-Ausstellung | ÖBV Versicherung 55 Architektur im Ringturm | Wiener Städtischer Versicherungsverein

SCHLUSSPUNKT 58 Vorschau 58 Impressum risControl 03/2018 | Heft-Nr.: 465 | 39. Jahrgang risControl 03/18 05


NEWS

VAV Versicherung

Wechsel im Vorstand

Dr. Norbert Griesmayr beendet seine Vorstandstätigkeit mit 31. März 2018. Finanzvorstand Dipl. oek. Sven Rabe wird sein Nachfolger. Norbert Griesmayr ist seit dem Jahre 2000 Vorstandsvorsitzender und hat die VAV in diesen 18 Jahren erfolgreich geführt. In seine

Dr. Norbert Griesmayr

Ära fallen unter anderem Meilensteine wie die gänzliche Erneuerung der versicherungstechnischen Informationstechnologie, die Etablierung des Online-Vertriebs und der Gewinn zahlreicher Auszeichnungen und Preise als Versicherer mit exzellentem PreisLeistungs-Verhältnis. „Wir danken Dr. Griesmayr für seine langjährige Vorstandstätigkeit, in der er die VAV maßgeblich geprägt und mit unternehmerischer Weitsicht und großem persönlichen Engagement als feste Größe im österreichischen Markt und erfolgreichen Teil der VHV Gruppe etabliert hat“, würdigt Uwe H. Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der VAV und Vorstandsvorsitzender der VHV Gruppe, die Leistungen Griesmayrs. „Auch in Zukunft wollen wir auf die Expertise von Dr. Griesmayr für die VAV nicht verzichten. Ich werde daher der Hauptversammlung vorschlagen, ihn zum Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen.“ Auch Griesmayer richtet zum Abschied dankende Worte an das Unternehmen: „Die VAV ist ein wunderbares Unternehmen und fit für die Zukunft. Ich bin sehr glücklich darüber, meine Arbeit als Vorstandsvorsitzender jetzt abschließen und in eine neue Rolle schlüpfen zu können. Ich bleibe der VAV und der VHV

Dipl. oek. Sven Rabe

Gruppe eng verbunden.“ Der neue Vorstandsvorsitzende Sven Rabe ist bereits seit 2009 im Vorstand der VAV und hat in den letzten Jahren sukzessive wichtige Verantwortungsbereiche – weit über die des Finanzvorstandes hinaus – übernommen. Davor war er für die VHV Gruppe, die Konzernmutter der VAV mit Sitz in Hannover, tätig. Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Christian Sipöcz (39) wird er ab April das Unternehmen leiten.

FMA

Warnung

Die drei Europäischen Regulierungsbehörden, EBA für Banken, ESMA für Wertpapiere und Märkte und EIOPA für Versicherungen und Pensionskassen, haben eine gemeinsame Warnung zu virtuellen Währungen veröffentlicht. Sie machen darin Investoren auf die erhöhten Risiken beim Kauf virtueller Währungen aufmerksam. „Die FMA hat im Rahmen der europäischen Aufsichtszusammenarbeit intensiv an diesem Warnhinweis mitgearbeitet und wir unterstützen ihn vollinhaltlich. Verbraucher, die ihr Geld in virtuelle Währungen investieren möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihr ganzes investiertes Geld verlieren können. Schon alleine der Begriff ‚Währung‘ ist irreführend, da sie nur sehr punktuell als 06 risControl 03/18

Mag. Klaus Kumpfmüller und Mag. Helmut Ettl

Zahlungsmittel akzeptiert werden und völlig unreguliert sind. Virtuelle Währungen sind hochspekulative Produkte und wir können nur

vor einem Investment warnen,“ so der Vorstand der Finanzmarktaufsicht Österreich, Mag. Klaus Kumpfmüller und Mag. Helmut Ettl.


NEWS

Achtung Trickbetrüger!

Allianz Versicherung

Vorstandsressort

Dipl.Kffr. Eva Meyer-Schipflinger hat mit 1. März das Vorstandsressort Finanzen der Allianz Gruppe in Österreich übernommen. Sie folgt damit Christina Franz (47), die ihre Karriere innerhalb der Allianz SE fortsetzt. Meyer-Schipflinger studierte an der LMU in München Betriebswirtschaftslehre. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums im Jahr 1996 startete sie ihre Karriere als Steuerberaterin bei KPMG in München. Im Jahr 2001 wechselte sie zur Allianz SE, wo sie die Leitung des Bereichs „TaxPlanning und Reporting“ übernahm. 2008 wurde sie für zweieinhalb Jahre nach Singapur entsandt, und zwar als „Regional Chief Tax Officer Asia“. Nach ihrer Rückkehr aus Asien war Meyer-Schipflinger im Bereich „Group Planning und Controlling“ der Allianz SE tätig. Anfang 2012 wurde sie zum „Regional Chief Financial Officer“ Allianz Asia Pacific in Singapur bestellt. Wieder zurück in München

Dipl.Kffr. Eva Meyer-Schipflinger

leitete sie ab Mitte 2015 das Office des CFO der Allianz Gruppe. Meyer-Schipflinger ist künftig in Österreich für das Vorstandsressort Finanzen der Allianz Gruppe verantwortlich, d. h.für Bilanzierung/Rechnungswesen, Controlling, Aktuariat Leben/Kranken sowie das Risikomanagement der österreichischen Allianz Versicherungsgesellschaften.

Telefontrickbetrüger kommen auf immer „bessere“ Ideen. Zurzeit geben sich Betrüger als Mitarbeiter der FMA aus und fordern unter dem Deckmantel „Schutz vor Kontosperren“ Geldüberweisungen sowie die Bekanntgabe von Kontonummern. Begründet werden die Forderungen mit einer drohenden Kontosperre, die nur durch den Beitritt zu einem „Schutzprogramm“ oder zu einer „Geschädigtengemeinschaft“ abwendbar sei. Zum Teil werden dafür auch Zahlungen gefordert. Oder es wird argumentiert, dass man irrtümlich im Internet eine hohe Zahlungsverpflichtung eingegangen sei, und die FMA das Konto bis zum Erwirken einer Kulanzlösung zum Schutz sperren müsse. Trickbetrüger verwenden dazu teilweise missbräuchlich die Telefonnummer der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) – die dann auf dem Display aufscheint (+43 (0)1 40 420).

DONAU Versicherung AG

Neue Koordinatorin

Bianca Reindl hat die Aufgabe der Koordinatorin der DONAU Brokerline Wien übernommen. Damit ist die regionale Vertriebsmanagerin für 15 Mitarbeiter verantwortlich, die gemeinsam die Vertriebspartner in Wien umfassend betreuen. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt im Bereich der Bianca Reindl Gewerbe- und Wohnhausgesamtversicherung. Nach ihrer Tätigkeit als geprüfte Vermögensberaterin bei einem Makler hatte Bianca Reindl verschiedene Vertriebspositionen bei einer Versicherung inne. Vor ihrem Einstieg bei der DONAU im März 2017 war sie mehr als drei Jahre lang erfolgreich in der Makler- und Agenturbetreuung aktiv. „Bianca Reindl hat uns mit ihrem Konzept der Nähe zum Vertriebspartner überzeugen können. Mit ihr haben wir eine junge, äußerst kompetente und erfolgsorientierte Führungskraft in einer Top-Position an das Unternehmen binden können. Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern werden wir den Erfolg der DONAU Brokerline in Wien weiter ausbauen“, zeigt sich Landesdirektor Thomas Fischill überzeugt. risControl 03/18 07


NEWS

VIG Vienna Insurance Group

VAV Versicherung

Nach Fusion der Konzerngesellschaften Wiener osiguranje und dem Bankenversicherer Erste osiguranje in Kroatien gibt es nun einen CEO-Wechsel: Jasminka Horvat Martinovic löst Walter LeonhartsbergerSchrott mit 1. Mai 2018 als CEO der Wiener osiguranje ab. Jasminka Horvat Martinovic war seit dem Jahr 2014 Mitglied des Vorstands der Wiener osiguranje. Die Mathematikerin und lizenzierte Aktuarin hat im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeiten ausgezeichnete Kenntnisse der Versicherungswirtschaft erworben. Im Vorstand wird sie weiterhin für die Bereiche Sachversicherung und Rückversichung sowie für die IT verantwortlich sein. Walter Leonhartsberger-Schrott war seit dem Jahr 2005 für die VIG in Kroatien tätig. Er hat die Entwicklung der VIG in Kroatien seit dem Jahr 2008 als Generaldirektor der Cosmopolitan Life, danach als Generaldirektor der Helios und der Wiener osiguranje begleitet. „Ich danke Walter Leonhartsberger-Schrott als Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener osiguranje herzlich für den erfolgreichen Aufbau der Gesellschaft zu einem der Top Player am kroatischen Versicherungsmarkt. Er hat die Wiener osiguranje zu einem erfolgreichen und modernen Versicherer entwickelt“, bedankt sich Mag. Peter Höfinger. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verschmelzung der Erste osiguranje mit der Wiener osiguranje wird Walter Leonhartsberger-Schrott in den Ruhestand gehen.

Seit Anfang Februar ist Martin Kaiser der neue Regionalleiter im Makler- und Agenturvertrieb für Oberösterreich und Salzburg bei der VAV Versicherung. Gemeinsam mit Udo Burggraf übernimmt er die Betreuung der unabhängigen Vertriebspartner in der Region. Der gebürtige Mühlviertler bringt 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit. „Ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis und eine innovative Produktgestaltung zeichnen die VAV aus. Ich freue mich daher besonders darauf, diesen Erfolgsweg gemeinsam mit unseren unabhängigen Vertriebspartnern weiterzugehen und diese bestmöglich dabei zu unterstützen“, so Kaiser.

CEO-Wechsel

Jasminka Horvat Martinovic 08 risControl 03/18

Regionalleitung

Martin Kaiser

Allianz Welt

Allianz übernimmt Euler Hermes

Die Allianz Gruppe steht laut Presseberichten kurz davor, auch die restlichen Anteile am weltweiten Warenkreditversicherer Euler Hermes zu übernehmen. 1,8 Milliarden Euro bietet die Allianz angeblich für die Anteile.

An der Strategie von Euler Hermes soll sich nach der Übernahme nichts verändern. In Österreich ist Euler Hermes unter anderem zu 49 Prozent an der Acredia Versicherung AG beteiligt.

Generali Versicherung

Neuer Leiter Mario Klug (43) hat per 1. März 2018 die Leitung des Bereichs „Unabhängige Vertriebe“ der Generali Versicherung in den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg (Regionaldirektion Mitte) übernommen. Er folgt in dieser Position Josef Harsch (63), der nach über 40-jähriger erfolgreicher Tätigkeit bei der Generali in den verdienten Ruhestand geht. Josef Harsch kam 1977 zur damaligen Ersten Allgemeinen in Oberösterreich. 1993 zeichnete er als Gebietsleiter für das Verkaufsgebiet Linz Stifterplatz und später Linz-Land verantwortlich. 2007 übernahm er die Leitung des Makler Partner Service Oberösterreich und seit 2010 trug Harsch als Leiter des Bereichs „Unabhängige Vertriebe“ der Regionaldirektion Mitte wesentlich zum Erfolg dieser Vertriebsschiene bei. Mario Klug trat 1995 bei der Generali Versicherung

Mario Klug

im Bereich „Leben“ ein und avancierte Anfang 2000 zum Verkaufstrainer und Verkaufsförderer in der Sparte „Personenversicherung“. Seit 2014 ist Klug mit der Verkaufsförderung „Personen“ für die Unabhängigen Vertriebe der Generali Versicherung in Oberösterreich und Salzburg betraut.


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Lebenssituationen sind vielfältig. Die Generali Kfz- Versicherung auch. Sprechen Sie mit uns über unsere Kfz-Versicherungspakete. Egal ob Panne oder Unfall, wir sorgen dafür, dass Sie und Ihre Kunden schnell weiterkommen. Im Fall der Fälle kümmern wir uns um alles: Insassenschutz, Sonderklasse und Invaliditätsleistung. So kommen Sie und Ihre Kunden sicher Daheim an. www.generali.at/partner Unter den Flügeln des Löwen.


NEWS

Dr. Sabine Hartzhauser

Mag. Markus Bacherer

Mag. Robert Kühberger

Die studierte Juristin berichtet direkt an den Vorstand. Markus Bacherer (35) ist seit September 2017 im Unternehmen tätig und leitet die Abteilung Finanzen. Der studierte Betriebswirt ist für klassische Finanzthemen, die Berichterstattung gemäß Solvency II, aber auch für die weitere Prozessoptimierung verantwortlich. Robert Kühberger (44) ist

mit der Leitung des Bereichs Produktmanagement für Privatkunden betraut und seit September 2016 im Unternehmen aktiv. Der studierte Jurist ist für die Weiterentwicklung des Produkt-Portfolios in den KFZ- und Sachversicherungssparten sowie für das gesamte Underwriting im Privatkundengeschäft verantwortlich.

VAV Versicherungs-AG

Neue Prokuristen

Ende Februar hat der Aufsichtsrat der VAV Versicherungs AG Dr. Sabine Hartzhauser, Mag. Markus Bacherer und Mag. Robert Kühberger zu Prokuristen bestellt. Sabine Hartzhauser (41) ist bereits seit Juli 2016 für das Unternehmen tätig und leitet seit Jänner 2018 den Bereich Personal / Marketing & Unternehmenskommunikation.

Welt

Sherlock

Das deutsch-niederländische Start-up „Brightmaven“ hat mit seiner innovativen Dienstleistungssoftware „Sjerlok“ bei der „AXA Startup-Night“ den ersten Preis erhalten. Brightmaven hilft dabei, entwendete Kraftfahrzeuge, Boote, Baumaschinen, aber auch Schmuck mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wiederzufinden. Dabei durchforstet die Software weltweit sämtliche Datenbanken nach dem Diebesgut. Besonders bei Gegenständen mit hohem immateriellen Wert für den Geschädigten ist der digitale „Sjerlok“ höchst interessant. In Österreich bietet Brightmaven seinen digitalen Versicherungsdetektiv für Versicherungsunternehmen, Miet- und Leasingfirmen an. 10 risControl 03/18


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NEWS

VIG

Neuer Leiter

Mag. Harald Londer hat mit März 2018 die Leitung des neu geschaffenen Bereichs der Bankenkooperation übernommen. Londer wird die strategische und operative Betreuung sowie die Weiterentwicklung der Bankenkooperation innerhalb der gesamten Gruppe koordinieren. In seiner Funktion wird er die Entwicklung und Umsetzung von konzernweiten strategischen Initiativen steuern. Die Stärkung des Bankversicherungsgeschäfts ist eine wesentliche Zielsetzung der VIG im Rahmen des Managementprogramms „Agenda 2020“. Insbesondere steht hier die Kooperation mit der Erste Group im Fokus.

Bereits im Vorjahr wurden die Fusionsprozesse der Bankversicherungsgesellschaften mit den lokalen Allspartenversicherern in Ungarn, der Slowakei, Österreich, Kroatien und Tschechien eingeleitet. „Wir betonen die hohe Bedeutung des Bankversicherungsgeschäfts durch die Etablierung dieser Funktion und direkte Zuordnung in meinen Verantwortungsbereich. Es freut mich, dass wir diese Stelle mit Mag. Harald Londer, einem profunden Kenner der Bankversicherungsszene in Österreich und im CEE-Raum, besetzen können“, erklärt Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group.

Mag. Harald Londer

Valida Vorsorgekasse

Vorstand

Mag. Beate Wolf

Mag. Beate Wolf wurde in den Vorstand der Valida Vorsorgekasse, Valida Plus AG, berufen. Sie trat ihre Funktion Mitte Februar 2018 an und folgte damit auf Stefan Teufer, der sich im Oktober 2018 nach langjähriger erfolgreicher beruflicher Tätigkeit in den Ruhestand verabschieden wird. Mag. Beate Wolf wird künftig für die Unternehmensbereiche Operative Abwicklung (Kundenservice), IT-Management, Finanzen und Risikomanagement verantwortlich zeichnen sowie gemeinsam mit Mag. Martin Sardelic für die strategische Ausrichtung, die Umsetzung und die Erreichung der Unternehmensziele. Die studierte Handelswis-

senschaftlerin ist seit dem Jahr 2010 in der RSC Raiffeisen Service Center GmbH in führender Position tätig, seit dem Jahr 2015 fungierte sie als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. „Die Abfertigung Neu ist ein spannendes Themenfeld. Von unseren Services profitieren Arbeitnehmer wie Unternehmer. Die Valida Vorsorgekasse punktet mit Top-PerformanceWerten und höchsten Nachhaltigkeits-Standards in der Veranlagung. Daran gilt es, mit voller Kraft weiter zu arbeiten. Es freut mich besonders, eine Vorstandsfunktion in diesem erfolgreichen und führenden Unternehmen übernehmen zu dürfen“, so Mag. Wolf.

Bundesgremium der Versicherungsagenten

Datenschutz-Leitfaden für Versicherungsagenten

Zur Einführung in die Thematik der Datenschutzgrundverordnung und um die branchentypischen Datenlagen eines Versicherungsagenten näher zu beleuchten, hat das Bundesgremium der Versicherungsagenten den renommierten Rechtsanwalt Dr. Gustav Breiter (Kanzlei Viehböck, Breiter, Schenk & Nau) mit der Erstellung eines für Versicherungsagenten zugeschnittenen DSGVO-Leitfadens sowie eines Musters 12 risControl 03/18

für eine Datenschutzerklärung beauftragt. Gerade im Versicherungsbereich sollte ein erhöhtes Augenmerk auf den Datenschutz gelegt werden, insbesondere, wenn „sensible Daten“ (z. B. bei der Vermittlung von Kranken- und Lebensversicherungen) verarbeitet werden. Mit der Verpflichtung zu datenschutzrechtlich konformem Handeln ist quasi eine betriebsinterne „Inventur“ der Datenprozesse und -abläufe innerhalb der Versicherungsagen-

tur bzw. des Datenaustauschs mit Dritten im Außenverhältnis vonnöten. Mit dem neuen DSGVO-Leitfaden, sowie den weiteren durch die WKO bereitgestellten Serviceunterlagen, haben Versicherungsagenten das ideale Rüstzeug, um den Vorgaben der DSGVO und des Datenschutzanpassungsgesetzes bis zum 25. Mai 2018 nachzukommen. Die Unterlagen zum Datenschutz sind online unter www.dieversicherungsagenten.at bereitgestellt.


Wiener Städtische ∙ Donau Leasing - Neues Tool ermöglicht Finanzierungszusage just in time! Gründe warum man ein neues Fahrzeug haben möchte, gibt es viele: die Familie ist gewachsen und man braucht mehr Platz; vielleicht ist es auch die Sicherheit, die im Vordergrund steht, weil man beruflich viel unterwegs ist oder das bestehende Fahrzeug ist aufgrund von Reparaturen zur Sparbüchse geworden.

Leider verzögern oft die hohen Anschaffungskosten das „Vorhaben Neues Auto“. Das muss nicht sein! Leasing ist mit einer Miete vergleichbar: Man bezahlt nicht die gesamten Anschaffungskosten und schont damit das Budget. Die Höhe der Anzahlung, die im Jahr gefahrenen Ihre Vorteile: • Erweiterung Ihrer Produktpalette • Nutzen von Synergien aus Versicherung und Finanzierung • KundInnen-Bindung • Attraktive Verdienstmöglichkeiten • Rasche und unbürokratische Abwicklung • Flexibles Kalkulationsprogramm mit Ampelsystem • Starker, verlässlicher Partner an Ihrer Seite

Kilometer und wie lange der Vertrag läuft sind ebenfalls wählbar. Danach richtet sich dann die Höhe der monatlichen Zahlung. Am Ende der Laufzeit kann auf ein neues Fahrzeug umgestiegen, der Vertrag verlängert oder das Leasingfahrzeug ins Eigentum übernommen werden. „Leasing ist eine moderne und flexible Art der Finanzierung. Sie kann ganz individuell nach den persönlichen Bedürfnissen der KundInnen gestaltet werden. Mehr als jeder dritte Private finanziert bereits über Leasing sein Fahrzeug“, so Andre Löhlein, Geschäftsführer Wiener Städtische ∙ Donau Leasing. „Leasing sollte in keinem Produktportfolio eines/r Beraters/in von Finanzdienstleistungen fehlen“. Neues Tool ermöglicht Finanzierungszusage just in time! Beraten, kalkulieren, Vertrag abschließen einfach, schnell und unbürokratisch 7 Tage / 24 Stunden die Woche

Andre Löhlein

Um die Beratung und vor allen Dingen die Abwicklung so einfach wie möglich zu gestalten, stellt Wiener Städtische ∙ Donau Leasing jetzt ein Online-Tool zur Verfügung, das nicht nur eine Leasingkalkulation sondern auch sofort bei positiver Bonitätsprüfung grünes Licht für den Abschluss gibt – in diesem Fall kann direkt vor Ort beim KundInnen-Gespräch eine Zusage erteilt werden. Sie möchten über Leasing und das OnlineTool mehr erfahren? Fragen Sie Ihre/n BeraterIn von Wiener Städtische ∙ Donau Leasing – er/sie berät Sie gerne. www.wsd-leasing.at

Gemeinsam besser sein! Gute Qualität & Optimale Lösungen mit einzigartigen Produkten. Vereinbaren Sie ein Kooperationsgespräch. Oder Sie besuchen uns am g&o Messestand beim ÖVM-Forum 2018 in Linz.

Versicherungs- und Finanzgruppe www.go-gruppe.at

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MARKT

Künstliche Intelligenz ist entscheidender Wachstumsfaktor für die Zukunft Künstliche Intelligenz (KI) wird bis 2030 das globale Bruttoinlandsprodukt um 14 Prozent erhöhen. Das geht aus der PwC-Studie „Sizing the prize“ hervor. Die denkenden und lernenden Maschinen erhöhen dabei aber nicht nur die globale Produktivität, sondern werden die Kräfteverhältnisse in der Wirtschaftswelt empfindlich durcheinanderwirbeln. Einer der größten Profiteure von KI ist China. Die Studie untersuchte die wirtschaftlichen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Volkswirtschaften, Unternehmen und einzelne Branchen und kommt zum Schluss: KI wird der Wirtschaft ein Plus von 15,7 Billionen US-Dollar bescheren. Die höchsten BIP-Zuwachsraten durch KI werden für China (+26%) erwartet. Nordamerikas Wachstum wird mit 14% prognostiziert. Europa wird durch die intelligenten Maschinen bis 2030 sein BIP um neun bis zwölf Prozent steigern können. Verhältnismäßig gering fällt die prognostizierte Wachstumsrate in den Entwicklungsländern aus. Aufgrund der niedrigen Digitalisierungsrate soll dort KI nur für sechs Prozent Wachstum sorgen. PwC rechnet damit, dass automatisierte Prozesse sowie Robotik das globale BIP-Wachstum bis 2030 um rund 6,6 Billionen US-Dollar steigern werden. 9,1 Billionen US-Dollar des globalen BIP-Wachstums werden verbraucherseitig beigesteuert und stammen aus Produktverbesserungen sowie Verschiebungen bei der Verbrauchernachfrage. „Die Auswirkungen auf die Produktivität allein könnten den Wettbewerb umwälzen. Unternehmen, die KI nicht einsetzen, könnten in punkto Durchlaufzeiten, Kosten und Erfahrungen rasch zurückfallen und als Folge daraus wesentliche Marktanteile verlieren“, meint Gerald Dipplinger, Partner und Digital Leader bei PwC Österreich. KI könnte also für viele Unternehmen aber auch für viele Märkte zum Game-Changer werden. Aus makroökonomischer Sicht bieten sich daher besonders Chancen für Schwellenländer, besser entwickelte Länder zu überholen. „Ein heutiges Start-up oder ein noch nicht gegründetes Unternehmen 14 risControl 03/18

Gerald Dipplinger

könnte in zehn Jahren bereits Marktführer sein“, so Dipplinger. Chinas Versicherer sind Vorreiter Auch die Versicherungsbranche kann stark von den Errungenschaften Künstlicher Intelligenz profitieren. China und der asiatische Raum haben dabei eine Vorreiterposition eingenommen. So zeigt die Boston Consulting Group in einer anderen Studie „Warum chinesische Versicherer den Weg zu digitaler Innovation weisen.“ Dabei kommen die Autoren zum Ergebnis: „Viele Versicherungen außerhalb Chinas

hinken der digitalen Entwicklung weit hinterher, speziell im Vergleich mit chinesischen Branchenvertretern. Laut den Studienautoren müssen die Versicherer lernen vor allem Big Data effizienter einzusetzen. So könnten durch die Blockchain-Technologie, Cloudcomputing oder dem Internet der Dinge in Fahrzeugen, Kosten verringert werden und die Effizienz erhöht werden. WeChat, das chinesischen Pendant von WhatsApp hat gemeinsam mit einer chinesischen Assekuranz eine Online-Krankenversicherung auf dem Markt gebracht. WeChat mit fast einer Milliarde Nutzer verfügt demgemäß über eine riesige Datenmenge von Kunden inklusive deren Bewegungsprofil. Damit ist WeChat auch in der Lage, potenzielle Interessenten bereits vorab selektieren zu können. Die Studienautoren führen unter anderem das chinesische Fin-Tec-Unternehmen Ant Financial an, dass einige Werkzeuge für die Versicherungswirtschaft entwickelt hat. So werden durch künstliche Intelligenz Unfallfotos analysiert und gleichzeitig daraus der Unfallhergang abgeleitet. Das System lernt mit jedem weiteren Schadensfall. Am Ende soll eine verlässliche Bewertung binnen Sekunden erfolgen. Ein anderes Tool des chinesischen Fintec-Startups überprüft das individuelle Risiko von Versicherungsnehmern anhand von Beruf, Fahrverhalten und anderen Daten. Die Technologien werden bereits von Onlineversicherern in China angewendet. Mit Blick auf die europäische Versicherungsbranche betont die Boston Consulting Group, dass ein Übernehmen und Anpassen einiger Digitalstrategien aus China nützlich wäre. „Neues Denken kann neue Möglichkeiten eröffnen.“


NEWS

Allianz Global Assistance

Fußball

Obwohl unser Nationalteam gar nicht mit dabei ist, haben sich bereits 50.000 Österreicher laut Auskunft der FIFA um Tickets für die heurige Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) beworben. Nach der letzten Verkaufsphase gibt es jetzt nur noch Restkarten im Last-Minute-Verkauf. Die Ticketpreise sind beachtlich und liegen zwischen 87 und 917 Euro, hinzu kommen die Kosten für ein entsprechendes Reisearrangement. Insgesamt wird in den fünf WMWochen in 12 Stadien gespielt. Die Eröffnung durch Gastgeber Russland und Saudi-Arabien findet ebenso wie das Finale in Moskau statt, dazwischen stehen Reiseziele wie Jekaterinburg, Nischni Nowgorod, Rostow am Don und viele mehr auf dem Programm. Auf Anordnung der russischen Behörden müssen alle WM-Gäste via Internet eine sogenannte Fan-ID beantragen. Sie dient als offizielles Identitätsdokument und ermöglicht kosten-

freies Reisen zwischen den WM-Spielorten und Gratis-Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs an Spieltagen. Speziell für die Fussball Weltmeisterschaft in Russland bietet Allianz Global Reiseversicherung ein Russland-Paket an. „Neben den sportlichen Highlights bietet die WM zusätzlich gute Gelegenheit, dieses Reiseland näher kennenzulernen“, meint Dipl. Kfm. Erik Heusel, Geschäftsführer AGA Österreich. Als Traumreiseziel der Österreicher steht Russland gemäß einer aktuellen Allianz Global Assistance Umfrage nämlich noch im Schatten. Mit dem Russland-Versicherungspaket lasse sich die Reise entspannter antreten, so Heusel. Gedeckt sind stationäre und ambulante medizinische Behandlungen inklusive allfälligem Heimtransport, Kostenersatz bei Gepäckverlust oder erheblich verspäteter Auslieferung sowie die Kosten bei vorzeitiger oder verspäteter Heimreise. Zudem

Dipl.Kfm. Erik Heusel

steht den WM-Besuchern eine 24-StundenNotrufzentrale zur Verfügung. Das inkludierte Stornopaket umfasst nicht nur die Erstattung der Reiserücktrittskosten, sondern auch den vollständigen WM Ticketpreis. Wichtig ist nur, dass man Belege aufhebt, um diese im Stornofall vorlegen zu können.

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Kfz-Versicherung – ganz individuell und schnell Erfahrung und Know-how des Beraters sind auch bei der KfzVersicherung das Um und Auf, um den Kundenbedarf optimal abzudecken. Wie kaum in einer anderen Sparte sind dabei aber noch zwei Kriterien wesentlich: schnell und einfach muss es gehen. Ihre Kunden bei der Autoversicherung mit einem Einheitsbrei aus Haftpflicht- und Kasko abzuspeisen, bringen Makler nicht mit ihrem hohen Berufsethos unter einen Hut. Schließlich geht es auch im Kfz-Geschäft darum, die für die Kunden beste Lösung zu finden: Dafür braucht es Erfahrung, Knowhow – und auch die entsprechende Produktpalette. „Autos sind unterschiedlich, die Nutzung ist unterschiedlich – mit dem modularen Angebot der Allianz können Makler ganz individuell die für Ihren Kunden passende Lösung bauen“, sagt Claudia Schlosser, Bereichsleiterin Maklervertrieb bei der Allianz, „wichtig ist dann aber auch noch, dass es schnell und einfach geht. Denn der Kunde will sein Kennzeichen und fahren.“ Beratungsgesamtpaket Was so schnell und einfach gesagt ist, erfordert im Hintergrund gewaltige Anstrengungen. Die Allianz hat genau diese Anstrengungen unternommen und nun für ihre Maklerpartner

ein Gesamtpaket in der Kfz-Versicherung, das diesen hohen Erwartungen gerecht wird. Denn der neue Kfz-Tarif 2018 wurde noch stärker auf das mit Abstand größte Segment des Kfz-Bestands ausgerichtet: günstigere Mittelklassewagen und Gebrauchtfahrzeuge. Dafür wurde das Prämienniveau teils deutlich abgesenkt, der Übergang von Voll- auf Teilkasko für gebrauchte Fahrzeuge attraktiver gestaltet, und bei Leasing-Fahrzeugen gibt’s nun eine echte Gap-Deckung. Zusätzlich hat das Kfz-Assistance-Produkt ein ordentliches Upgrade erfahren und ist nun als Allianz Mobilitäts-Hilfe eine echte Alternative zu den diversen Schutzbriefangeboten der Autofahrerclubs. „Denn sie kostet weniger, kann mehr – und gilt für alle vom Versicherungsnehmer gelenkten Fahrzeuge: selbst für Mietwagen und Car Sharing!“, fasst Schlosser zusammen. Da der Abschluss unabhängig vom Kfz-Vertrag erfolgen kann, ist die Allianz Mobilitäts-Hilfe also ein wahrer Türöffner bei Zielkunden.

Die Allianz Mobilitäts-Hilfe gilt für alle vom Versicherungsnehmer gelenkten Fahrzeuge - selbst für Mietwagen und Car Sharing. 16 risControl 03/18

Claudia Schlosser

Pfeilschnell und rechtssicher Das umfassendste Angebot ist aber immer nur so gut, wie es beim Kunden auch ankommt. Mit der Quote & Buy Funktion von Allianz Now Partner (ANP) geht das pfeilschnell. Denn der Makler kann damit eine Versicherungsprämie mit wenigen Klicks berechnen und den Antrag online an die Allianz weiterleiten – was eine bislang unvorstellbare Geschwindigkeit und Einfachheit in der Abwicklung ermöglicht. Der Versicherungsvertrag wird digital beantragt, und sofern fachlich keine weitere Bearbeitung notwendig ist, umgehend polizziert. Sämtliche Polizzendokumente stehen dann im Topmaklerportal als PDF zur Verfügung und können auch dem Kunden elektronisch übermittelt werden bzw. kann dieser sich die Polizze bei Bedarf auch weiterhin ausgedruckt per Post schicken lassen. „Das ist für den Kunden beeindruckend schnell“, erklärt Schlosser, „und dem Makler gibt es Rechtsicherheit.“ Denn mit ANP erfüllt die Datenübertragung zwischen Makler und Allianz die höchsten Sicherheitsvorschriften und damit auch die schon in Kürze geltenden Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).


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INTERVIEW | ARAG SE DIREKTION FÜR ÖSTERREICH

Konsequenz als Erfolgsrezept Manuela Kumpitsch ist seit 25 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Nach ihren Anfängen bei einem Makler wechselte sie zur NÜRNBERGER Versicherung und zum EFM. Seit nunmehr zwei Jahren ist sie Vertriebsrepräsentantin für Kärnten und Steiermark der ARAG SE Direktion Österreich. Wir haben mit ihr über Kommunikation, ihren Erfolg und Frauen in der Branche gesprochen.

Was fasziniert Sie an der Versicherungsbranche? Kumpitsch: Ich finde es ansprechend, dass kein Tag dem anderen gleicht und jeden Tag neue Herausforderungen auf mich warten. Wo sehen Sie aktuell Versicherungsbedarf bei Privatkunden? Wie präsent ist die Rechtsschutzversicherung bei den Kunden? Kumpitsch: Ein großer Bedarf herrscht sicher im Bereich der existentiellen Risiken, etwa rechtliche Streitigkeiten mit dem Sozialversicherungsträger über eine Berufsunfähigkeitspension. Privatkunden sind wir schon auf dem richtigen Weg. Der Bereich des Betriebsrechtsschutzes verlangt noch einiges an Aufmerksamkeit, aber hier sprechen wir auch von anderen Kosten. Sind die Österreicher ihrer Meinung nach streitlustiger geworden? Kumpitsch: Der Trend in Richtung des amerikanischen Systems, also einer schnellen Klage, ist schon bemerkbar. Auch steigt der Wunsch nach einem Rechtsschutz, weil die Kunden weitgehender informiert sind als früher. Jedoch ist das Problem in der Rechtsschutzversicherung, dass eine Vielzahl an Kunden glaubt, dass der Rechtsschutz einfach alles versichert – das ist sicher ein Thema, das Aufklärung benötigt. Was ist Ihnen wichtig in der Kommunikation mit den Vertriebspartnern und ihrem Team? Kumpitsch: Mir ist es sehr wichtig, dass Kommunikation auf Augenhöhe und lösungsorientiertes Denken stattfinden – das ist in meiner 18 risControl 03/18

Funktion als Schnittstelle ein entscheidender Faktor. Für unsere Vertriebspartner ist es von großer Bedeutung, dass wir jederzeit erreichbar sind und in Problemfällen eine gemeinsame Lösung finden. Die klassischen Bürotermine, bei denen man einmal im Monat bei dem Vertriebspartner vorbeischaut, sind nach meinem Empfinden nicht mehr so ausschlaggebend in der Zusammenarbeit wie früher. Viel wichtiger ist die Erreichbarkeit bei Problemen, darauf liegt auch unser Schwerpunkt.

Unterstützung zu haben, um im Vertrieb zu überleben. In den Städten ist es für Frauen mittlerweile sicher einfacher, Fuß zu fassen, als in den ländlichen Gebieten. Was empfehlen Sie Frauen, die in dieser Branche Karriere machen wollen?

Kumpitsch: Man sollte an sich selbst glauben und sich Ziele setzen. Für mich war auch die Ausbildung zum lösungsorientierten Coach eine große Unterstützung. Zu Beginn meiSie sind als Vertriebsrepräsentantin für ner Karriere habe ich schnell den Fehler gemacht, alles persönKärnten und die lich zu nehmen und Steiermark sehr Für unsere Vertriebspartner die geschäftlichen erfolgreich. Was ist ist es von großer Bedeutung, Probleme mit nach Ihr Erfolgskonzept? Hause zu nehmen. dass wir jederzeit erreichbar Diese Eigenschaft ist Kumpitsch: Ich bin sind und in Problemfällen durch meine Ausbilsehr konsequent in eine gemeinsame Lösung dung zwar nicht verder Abwicklung alfinden. schwunden, doch ich ler meiner Fälle. Enthabe gelernt, positiv scheidend ist wohl auch, dass man – egal welchen Job man hat damit umzugehen. Jeder sollte für sich selbst – mit ganzem Herzen bei der Sache ist und erfahren, wo seine Schwachpunkte liegen und zu hundert Prozent hinter dem Unternehmen wie man damit umgehen kann. steht. Ohne diese zwei Eigenschaften hätte ich mir diesen Erfolg nicht in dieser Form Welche sind Ihre weiteren beruflichen Ziele? aufbauen können. Zudem sind meine Kollegen eine wichtige Unterstützung, ohne diese wäre Kumpitsch: Ich möchte dafür sorgen, dass die ARAG SE als Spezialversicherer im Süden ich nicht so weit gekommen. Österreichs flächendeckend abgebildet ist. Wie stehen sie zur Thematik „Frauen“ in Woher holen Sie sich ihre Energie für den der Branche? Alltag? Kumpitsch: Meiner Meinung nach haben Frauen Chancen verdient, dennoch wird es Kumpitsch: Meine Familie hält mich in Baohne Förderung nicht funktionieren. Ich lance. Weiteren Ausgleich hole ich mir durch hatte das Glück, einen Chef zu haben, der Sport mit meinem Labrador. mich gefördert und an mich geglaubt hat. Es ist von großem Vorteil, anfänglich eine Vielen Dank für das Gespräch.


ARAG SE DIREKTION FÜR ÖSTERREICH | INTERVIEW

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FINANZEN

Immobilien als anfänglicher Steuerabschreibposten und langfristige Vorsorge

Das Bauherrenmodell auf dem Prüfstand Bei einem Bauherrenmodell wird man Miteigentümer eines Wohnhauses. Im Zuge einer Sanierung profitieren Anleger nach anfänglichen steuerlichen Verlusten von soliden Renditen, Landesförderungen und der Sicherheit einer Grundbucheintragung. risControl sprach mit Wolfgang P. Stabauer, geschäftsführenden Gesellschafter der auf steueroptimierte Immobilien-Investments spezialisierten ÖKO-Wohnbau SAW Gmbh, über konkrete Details bei Investments in Bauherrenmodelle. von Michael Kordovsky Die Bemessungsgrundlage zur Einkommenssteuer lässt sich mit Hilfe von Bauherrenmodellen durch anfängliche Verluste aus Vermietung und Verpachtung verringern. Bei besserverdienenden Berufsgruppen wie Steuerberatern, Rechtsanwälten, Notaren, Ärzten, Geschäftsführern, Vorständen und Führungspersonen der ersten und zweiten Ebene im ASVG sind Bauherrenmodelle eine mögliche Investmentalternative. Stabauer entdeckte zuletzt einen weiteren Trend: „Seit einigen Jahren zeichnen Bauherrenmodelle auch Klienten, die nicht in der Steuerprogression von 48% sind, sondern durchaus auch in der Steuerprogression 35%. Diese Investorengruppe weiß, dass sie weniger Verlustzuweisungen hat, aber oftmals finden hier Barzeichnungen statt, was dann wiederum bei Fertigstellung des Objektes in dem Zeitraum der 1/15 AfA zu steueroptimierten Mieteinnahmen führt.“

Flächen gemäß den Förderrichtlinien des Landes Steiermark liegen bei ca. 3,78 Euro zuzüglich 0,50 Euro Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag sowie 50 Euro pro Einheit für eine zusätzliche Wohnungsausstattung. Das Gesamt-Investitionsvolumen liegt bei 4,43 Millionen Euro. Aufgrund der Miteigentümergemeinschaft (MET) besitzen alle Investoren gemeinsam nach Anteilshöhe die ganze Liegenschaft. Es gibt also keine individuelle Zuordnung, was eine breite Diversifikation auf viele Mieter bedeutet. Die Vollvermietung ist ab 1. September 2020 vorgesehen. Die langfristige Leerstandsquote wird mit 3% angenommen. Für einen Anteil von 4% gelten folgende Eckdaten:

Kalkulationsbeispiel eines aktuellen Bauherrenmodells

Gesamtinvestition inkl. aller Kaufnebenkosten: 177.200 Euro Eigenkapitaleinsatz 2018/ 2019/ 2020: insgesamt 40.800 Euro Bankdarlehen der Besitzgemeinschaft umgelegt auf 4%-Anteil: 70.563 Euro (Laufzeit: 17 Jahre, ab 2020; Fixzinssatz von 2,6% p.a.) Sanierungsdarlehen mit Annuitätenzuschüssen vom Land Steiermark: 65.837 Euro (Laufzeit 15 Jahre, ab 2020; 1,5% p.a. Zinsen)

In einer zentralen Grazer Wohnlage, der Lazarettgasse 37 und 37a soll das auf einer Grundfläche von 840 m2 befindliche Bestandsgebäude samt Nebengebäuden einer umfassenden Sanierung unterzogen und gemäß den gültigen Bebauungsbestimmungen umgebaut werden. Insgesamt sind in der Wohnanlage 22 Wohneinheiten, teilweise mit Terrasse bzw. Balkon geplant. Diese sollen langfristig vermietet werden. Die gesamte ertragsbewertete Nutzfläche liegt bei ca. 1.151 m2 und die kalkulierten Mieten pro m2 für geförderte 20 risControl 03/18

Musterberechnung Bauherrenmodell mit ca. 23% Eigenkapitalanteil (Grenzsteuersatz: 48%)

Das Eigenkapital muss über den Errichtungszeitraum eingezahlt werden: Jahr 07/2018: 13600 Einzahlung, Steuerliches Ergebnis (ohne anteilige Mieteinnahmen

Michael Kordovsky

und Zinsen): -12.360 Euro, was bei einem Grenzsteuersatz von 48% eine Steuerersparnis von 5.933 Euro bedeutet In den darauffolgenden Jahren (03/19 u. 03/20) liegen die Steuerersparnisse bei je 5.123 bzw. 4.706 Euro. Betrachtet man die Steuerersparnis sinkt der Netto-Eigenkapitaleinsatz auf 25.038 Euro. Inklusive Darlehen sinkt der Nettokapitaleinsatz auf 161.438 Euro. Im ersten vollen Vermietungsjahr (2021) liegt die Nettomiete inklusive Zuschuss bei 5.452 Euro, woraus eine Rendite auf den Nettokapitaleinsatz inklusive Darlehen von 3,4% resultiert. Rücklagen von 2% und ab dem 19. Jahr (2038) 0,33% der Herstellungs- inkl. Anschaffungskosten als zusätzliche Rücklagenbildung.


FINANZEN

Indexierung der Mieteinnahmen: 1,9% ab 2018 Auf 17 Jahre liegt die durchschnittliche monatliche Zuzahlung nach Steuer bei 233 Euro und die Mieteinnahmen ab Entschuldung im Jahr 2038 sollten bei 6.529 Euro liegen, woraus, laut Planrechnung, eine Rendite auf den effektiven Kapitaleinsatz nach Steuer von 9% resultiert. Laut vorliegender Total-GewinnBerechnung soll 2038 ein positives kumuliertes steuerliches Ergebnis erreicht sein. Mit 60 % Eigenkapital wäre dieser bereits 2032 erreicht. Achtung: Wer sich auf ein Bauherrenmodell einlässt, sollte die Plausibilität der Planzahlen von Immobilienexperten des Vertrauens überprüfen lassen. Auch sollten zwecks Schaffung eines Sicherheitspolsters ausreichend Eigenmittel eingesetzt werden. Wer vorsichtig ist, setzt mindestens 50% ein. Denn: Laut Gesetz muss beim Bauherrenmodell in einem Zeitraum von 25 Jahren und drei Jahren Bauzeit der Totalüberschuss erreicht werden, ansonsten drohen Rückzahlungen der Steuervorteile. Je näher man sich zeitlich den 25 bzw. 28 Jahren nähert, umso problematischer könnten äußerliche Einwirkungen (Zinserhöhung) die komplette Modellrechnung beeinflussen. Eine Sicherheitsmaßnahme während der Laufzeit wäre daher, die raschere Abzahlung der Verbindlichkeiten. Zweitmarkt für Bauherrenmodelle Schwierig wird die Situation für diejenigen Miteigentümer, die dringend Geld benötigen und daher ihre Anteile verkaufen müssen, denn dies ist im Grunde genommen nicht vorgesehen und entsprechend eng ist der Sekundärmarkt. Aber es gibt eine Lösung in Österreich. Dazu Stabauer: „Die ÖKOWohnbau und ihre Geschäftsführer haben in Österreich einen einzigartigen Zweitmarkt für Bauherrenmodelle aufgebaut. In den letzten 7 Jahren wurden nahezu 360 Anteile am Markt platziert.“ Allerdings ist bei Verkauf vor Erreichen des steuerlichen Totalüberschusses entsprechend den akkumulierten steuerlichen Verlusten mit Nachzahlungen der erzielten Einkommenssteuervorteile ans Finanzamt zu rechnen. Am höchsten sind die steuerlichen Verluste

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Wolfgang P. Stabauer

nach 6 bis 9 Jahren. Daher rät Stabauer den Investoren: „Grundsätzlich empfehlen wir den Investoren ein Bauherrenmodell keinesfalls vor Erreichung des Totalgewinns am Zweitmarkt zu verkaufen. Der erste Verkaufsparameter kann aber auch schon die dreijährige Projekterrichtungszeit und der Ablauf der 1/15 AfA sein – nach insgesamt somit 18 Jahren bis zum Erreichen des Totalgewinns (bei unserem Beispiel im 21. Jahr), sind die steuerlichen Konsequenzen überschaubar. Ein Verkäufer hat zu diesem Zeitpunkt meist eine Ersparnis von rd. 55% lukriert (Steuervorteile, Förderung, Mieteinnahmen) und platziert dann den Anteil. Seit einigen Jahren muss beim Verkauf die ImmoESt berücksichtigt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit ein Bauherrenmodell nach 7-8 Jahren zu verkaufen, wenn die wirtschaftliche Notwendigkeit besteht. Hier hat der Kunde mit massiven Einschränkungen bzw. Steuerrückzahlungen zu rechnen.“ Ausnahme wäre der Verkauf infolge eines Konkurses. Aktuell wird am Zweitmarkt nicht viel gehandelt. „Derzeit ist die Marktsituation (Angebot und Nachfrage) sehr schlecht und es gibt wenige Angebote für den Zweitmarkt. Der Grund liegt darin, dass die Investoren, die ein Bauherrenmodell verkaufen möchten, ungern rund 5%ige Ertragsimmobilienanteile verkaufen, damit sie dann das Geld auf das Sparbuch legen und 0,125% Zinsen bekommen“, erklärt Stabauer.

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FINANZEN

Einen Nachteil gibt es am Zweitmarkt noch für die Käufer der Anteile, die laut Stabauer in den meisten Fällen die Förderungen, Annuitätenzuschüsse, aber auch die 1/15 AfA nicht übernehmen können. Es gibt nur noch die normale Abschreibung der Immobilie auf 67 Jahre. Sonst sind keine Steuervorteile mehr vorhanden. Das heißt, je kürzer die Laufzeit eines Bauherrenmodells und seine Veräußerung, umso schwieriger ist dies am Markt zu platzieren. Vor und Nachteile des Bauherrenmodells im Vergleich zum pazifizierten Eigentum Vorteile: • Werbungskosten können meist in den ersten 3 Jahren zur Gänze abgeschrieben werden. Der Rest wird auf 15 Jahre aufgeteilt, also Abschreibung im Rahmen der 1/15 AfA gegenüber dem parifizierten Wohnungseigentum (67 Jahre). • Die ganzen Baukosten werden ebenfalls in den nächsten 18 Jahren abgeschrieben. • Zusätzlich kann der Investor die Zinsen für das Sanierungsdarlehen und das freie Bankdarlehen geltend machen. • Zugang zu Förderungen und Annuitätenzuschüssen auch bei hohem Einkommen, aufgrund der Objektförderung, die dann sehr wohl auf die Einzelpersonen durchgreift.

selten vor, aber es gibt sogar Bauherrenmodelle, die am Fiskus scheitern. „Uns sind nur zwei Modelle bekannt, die tatsächlich steuerlich nicht anerkannt wurden. Schiefgegangen ist meist die Kalkulation, da diese zu optimistisch vorgenommen wurde. Bei Bauherrenmodellen ist es wichtig, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Kosten, den Mieteinnahmen und der steuerliche Situation herrscht“, erzählt Stabauer aus der Praxis. Seine Tipps zur Verringerung des „Liebhaberei-Risikos“ lauten: • Anleger sollten grundsätzlich von jedem Emittenten eine absolute Transparenz in punkte Berechnungsgrundlagen verlangen, denn einige Anbieter am Markt lassen sich diesbezüglich nicht in die Karten schauen. • Weiters ist es das Recht des Kunden die Werbungskosten, die seitens der Finanz gedeckelt sind, klar und transparent zu erfragen.

• Wichtig ist auch der Zinssatz, der bei den Darlehen zugrunde gelegt wird – hier muss eine absolute Realität zugrunde gelegt werden bzw. es ist derzeit sehr modern von Beginn an über die kompletten 18 oder 19 Jahre Fixzinssätze zu vereinbaren. Wenn bei Fixzinssätzen dann noch die Möglichkeit der Sondertilgung ohne Pönale besteht, wird das Risiko minimiert. • Jeder Anleger sollte auch die Höhe der zugrunde gelegten Mieten im jeweiligen zeitlichen Korridor hinterfragen und er sollte sich vergewissern, dass die zugrunde gelegten Förderbeträge auch den Tatsachen entsprechen. Fazit: Jeder Anleger ist gut beraten, erfahrene Produktemittenten für sein Investment auszuwählen.

Nachteile: • Die Klienten sind unflexibel, wenn sie das Bauherrenmodell zu Geld machen möchten. • Finanzierende Banken akzeptieren ein Bauherrenmodell (prozentuelles ideelles Miteigentum) als Sicherheit oftmals schlechter, als parifiziertes Wohnungseigentum. Bauherren-Modell: Liebhaberei-Risiken in der Praxis Zu diesem Punkt äußerst sich Stabauer wie folgt: „Teilweise sind uns in den letzten 25 Jahren Kalkulationen von Bauherrenmodellen vorgelegt worden, die sehr scharf an der Grenze des Möglichen waren. Der Fiskus hat auch schon einige Male Modellrechnungen nicht akzeptiert und Kosten, die z.B. bei vernünftiger Kalkulation in den ersten drei Jahren anerkannt werden, auf 15 Jahre aufgeteilt.“ Es kommt 22 risControl 03/18

In einer zentralen Grazer Wohnlage, der Lazarettgasse 37 und 37a soll das auf einer Grundfläche von 840 m2 befindliche Bestandsgebäude samt Nebengebäuden einer umfassenden Sanierung unterzogen und gemäß den gültigen Bebauungsbestimmungen umgebaut werden.


Foto: Martina Siebenhandl

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INTERVIEW

Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören Vor vier Jahren wurde Erwin Mollnhuber in den Vorstand der Wüstenrot Gruppe berufen. Nach dieser relativ kurzen Zeit verlässt der erfolgreiche Vertriebsprofi das Unternehmen und wird sich neuen Aufgaben widmen. Wir haben mit ihm über seine Zeit beim Salzburger Konzern gesprochen.

Sie waren vier Jahre Vertriebsvorstand bei der Wüstenrot Gruppe. Was waren die wichtigsten Meilensteine? Mollnhuber: Der wichtigste Meilenstein war sicher die seit 1. Jänner 2017 geltende neue Organisationsstruktur des Vertriebs der Wüstenrot Gruppe. Es wurde die Betreuungsmannschaft, insbesondere im Stammvertrieb, um ein Drittel reduziert und wesentlich verjüngt. Gleichzeitig wurde die Qualität der Betreuung in allen Vertriebswegen ausgebaut. Das ist an sich keine ungewöhnliche Übung in der Finanzdienstleistungsbranche. Die Geschwindigkeit, mit der diese Reformstruktur umgesetzt wurde, war aber sehr beeindruckend. Noch dazu können wir heute, trotz oder wegen dieser Veränderungen, auf die besten Vertriebsergebnisse seit meinem Amtsantritt 2014 im Jahr 2017 zurückblicken. Wesentlich mitbeeinflusst und zu 100 Prozent mitgetragen haben dies die drei Regionaldirektoren Alexander Knezevic, Tobias Kohl und Manuel Tauchner. Was waren die bewegendsten Momente? Mollnhuber: Da gibt es sehr viele, aber zwei habe ich besonders gut in Erinnerung. Auf der einen Seite das 50-jährige Dienstjubiläum des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bausparkasse, Dr. Herbert Walterskirchen. Es war sehr schön zu beobachten, wie jemand, der so lange und immer in Top-Führungspositionen für ein Haus tätig war und ist, auch nach so langer Zeit in jeder Hinsicht up to date ist. Für mich ist er ein großes Vorbild. Andererseits war es besonders schön, miterleben zu dürfen, wie die Bausparkasse 2016 erstmals in ihrer über 90-jährigen Geschichte den ersten Platz im Bereich Finanzieren erringen konnte – und Marktführerschaft ist immer etwas Schönes. Es gelang, nicht 24 risControl 03/18

das Finanzdienstleistungsunternehmen einen verlässlichen, rechtlichen Rahmen vorfinden. Leider wird seitens des Gesetzgebers dabei manchmal übersehen, mit welchem extremen Aufwand dies verbunden ist. Ich habe den Eindruck, dass der Kunde hier zu Tode geschützt wird. Gleichzeitig bin ich der Wie hat sich der Vertriebsbereich in den Überzeugung, dass sowohl die Vermittler als auch die Unternehmerseite zu 99 Prozent letzten Jahren verändert? sehr vorsichtig und immer im Interesse des Mollnhuber: Nun, ich glaube hier hat sich Kunden mit ihrer Verantwortung umgehen, einiges in der gesamten Branche und natürlich aber unter dieser administrativen Last leiden. auch bei der Wüstenrot geändert. Nehmen Und wenn es wirklich einmal ein schwarzes Schaf gibt, dann hilft wir als Beispiel den hier keine Regel der Maklervertrieb her. Der regulatorische Appetit Welt, weil genau diese Aufgrund des allder Aufsichtsbehörden Gruppe sehr genau gemeinen Kostenhat sicher zugenommen, weiß, wie sie diese druckes ist es nicht Regel umgeht. mehr möglich, dass sowohl in Europa als auch in Dazu kommt, dass der MaklerbetreuÖsterreich. ich die letzten reguer dauernd vor Ort latorischen Vorgaben sein kann. Er steht als kompetenter Ansprechpartner in vertriebli- für einen sehr weiten Eingriff in das unterchen, organisatorischen, aber auch rechtlichen nehmerische Handeln sowohl des Versicherers Fragen zur Verfügung. Dabei spielt einerseits als auch des Vermittlers halte. die Qualität der Ausbildung eine sehr große Rolle und auf der anderen Seite die Erreich- Das Jahr 2018 ist ein Jahr der Herausforbarkeit. Auch glaube ich umgekehrt, dass der derungen für die Versicherungsbranche. Makler selbst nicht dauernd einen Makler- Wie ist Ihre Meinung dazu? betreuer nach dem anderen in seinem Büro sehen will, sondern dann, wenn er ein Problem Mollnhuber: Jedes Jahr ist für die Versichehat, rasch einen verlässlichen Ansprechpartner rungsbranche eine Herausforderung! Das braucht. Ob persönlich oder am Telefon ist Jahr 2018 ist im Zusammenhang mit den gesetzlichen Vorschriften, die umzusetzen dabei nebensächlich. sind, sicher spannend. Damit meine ich nicht Wie sehen Sie die regulatorischen Rahmen- nur das Thema IDD, hier gibt es ja noch einen kleinen zeitlichen Spielraum. Mindestens bedingungen in unserer Branche? genauso herausfordernd wird die Umsetzung Mollnhuber: Der regulatorische Appetit der der Datenschutzgrundverordnung. Das klingt Aufsichtsbehörden hat sicher zugenommen, harmlos, ist aber ein Hammer! Alleine die sowohl in Europa als auch in Österreich. Sanktionen – im Extremfall reden wir hier Regeln sind wichtig und auch notwendig, von 20 Millionen Euro Bußgeld – werden die damit der Kunde, aber auch der Makler und Unternehmen zwingen, hier ein noch engeres nur die eigenen Mitarbeiter auf diese Sparte einzuschwören. Auch unsere Maklerpartner haben erkannt, dass die Wüstenrot hier ein modernes und flexibles Angebot bieten kann. Mittlerweile ist der Maklervertriebsweg in dieser Sparte der Zweitwichtigste.


INTERVIEW

Netz um das Thema Datenschutz zu spannen. Das heißt, wir können davon ausgehen, dass hier auch der bürokratische Aufwand für alle Beteiligten stark steigen wird. Auf der Produktseite wird insbesondere das Thema Lebensversicherung interessant werden. Auf der einen Seite sind aufgrund der Höchstzinssatzverordnung die garantierten Zinsen überschaubar. Ich sehe hier eine große Chance für die fondsgebundene Lebensversicherung, um hier mit einem guten Fondsmanagement für den Kunden einen kontrollier- und steuerbaren Ertrag erzielen zu können. Auf der anderen Seite wird sich die Lebensversiche-

rung wieder auf ihre ursprünglichen Werte konzentrieren müssen: Vorsorge für Pension, Ableben und Berufsunfähigkeit.

steht einer weiteren erfolgreichen Entwicklung nichts im Weg. Und was werden Sie machen?

Wo wird der Weg der Wüstenrot hingehen? Mollnhuber: In eine sehr gute Zukunft. Das Unternehmen ist gut aufgestellt. Der neue CSO, Manuel Tauchner, wird gemeinsam mit dem neuen zentralen Bereichsleiter Paul Pittino und den beiden Regionaldirektoren Alex Knezevic und Tobias Kohl den Vertrieb weiterhin auf Erfolgskurs halten. Im Vorstand werden sie Dr. Grünbichler berichten. Somit

Mollnhuber: Vorerst einmal gar nichts (lacht)! Nein, ich habe vier sehr schöne und erfolgreiche Jahre bei der Wüstenrot hinter mir, habe in meiner ersten Vorstandsperiode viel dazu gelernt und freue mich auf eine neue Aufgabe. Mir wird nicht fad werden, jetzt nicht und auch nicht in Zukunft, da bin ich mir sicher! Wir danken für das Gespräch. risControl 03/18 25


Die Zeit läuft – DSGVO 2018 Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit tritt mit 25. Mai 2018 die EUDatenschutz-Grundverordnung („DSGVO“) in Kraft und löst die bisher geltende österreichische Datenschutzrichtlinie ab. Besonders die Versicherungsbranche steht momentan vor der Herausforderung ihre Geschäftsorganisation zeitgerecht an die Neuerungen im Bereich des Datenschutzes anzupassen. Im Geschäftsmodell einer Versicherung gehört das Verarbeiten von personenbezogenen und somit dem Schutz der Verordnung unterliegenden Daten zum Tagesgeschäft. Durch das Anbieten von Kranken- sowie Lebensversicherungen wird dieser Schutzbedarf durch das Vorliegen sogenannter „sensibler Daten“ nach dem DSG 2000 bzw. „Daten besonderer Kategorien“ nach der DSGVO 2018 nochmals erhöht und mit einem besonderen Fokus beleuchtet. Die Versicherungswirtschaft ist sich dieser Sonderstellung im Bereich des Datenschutzes bewusst und nimmt dieses Thema bereits seit Jahren – unabhängig von der neuen Datenschutz-Grundverordnung – sehr ernst. Die KundInnen vertrauen auf das traditionelle Geschäftsmodell und die oftmals seit Jahrzehnten etablierte Geschäftsorganisation ihrer

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Versicherer. Themen wie Cyberkriminalität, Datenverlust und technische Sicherheitslücken haben im Versicherungssektor jedenfalls keinen Platz und datenschutzrechtliche Compliance wird für diesen Bereich ohnehin als Selbstverständnis gesehen. Wo steht die Versicherungsbranche in den letzten Monaten der Vorbereitung? Während größere Unternehmen bereits sehr frühzeitig mit einem strukturierten und vor allem systematischen Vorgehen die Neuerungen im Datenschutz aufgegriffen haben, sind es Großteils die kleineren Markteilnehmer, die in der Vorbereitung auf das Inkrafttreten der neuen Datenschutzbestimmungen noch den einen oder anderen Meilenstein vor sich haben. Sollte tatsächlich der Notfallplan zur DSGVO-Compliance erforderlich sein, empfiehlt KPMG die Beachtung maßgeblicher Prinzipien und die Setzung zielführender Prioritäten. Unternehmen sind aufgefordert, in einem

ersten Schritt ihre eigene Geschäftsstruktur unter dem Gesichtspunkt der Datenverarbeitung zu verstehen, um darauf aufbauend unternehmensindividuell den passenden Datenschutz zu implementieren. Für das Erreichen datenschutzrechtlicher Compliance mit Mai 2018 geht es nicht um die einmalige Umsetzung einzelner Gesetzesbestimmungen. Vielmehr muss die Implementierung eines effektiven – aber dennoch flexiblen – und auf das konkrete Geschäftsmodell abgestimmten Datenschutzes erfolgen. Die zeitgerechte Implementierung eines effektiven Datenschutzprogramms wird die Versicherungsbranche aber spätestens im Mai 2018 mit der Wahrnehmung als „Trusted and Secure Insurance Partner“ auszeichnen und belohnen. Sind Sie Versicherungsvermittler und suchen nach gezielter Unterstützung im Bereich Datenschutz bzw. hoffen auf den Notfallplan im letzten Moment? – Wir haben Ihre Lösung: www.fitfor2018.kpmg.at


OMDS 3.0 Österreichischer MaklerDatenService Der digitale Fortschritt verändert rasant die Welt. Die Gefahr für ein Unternehmen, dabei unterzugehen, ist so groß wie nie. Ebenso groß wie nie sind allerdings auch die Chancen, als Unternehmen zu wachsen, sich von seinen Mitbewerbern zu unterscheiden und am Markt zu bestehen. Geändertes Kundenverhalten, legistische Regulierungen, die Konkurrenz durch junge dynamische Unternehmen aus dem Bereich der FinTechs sowie steigender Kostendruck zwingen auch den unabhängigen Berater, ins digitale Zeitalter einzutreten. Der freie Vermittler ist zur Interaktion mit den unterschiedlichsten Unternehmen gezwungen. Ein von allen Marktteilnehmern akzeptierter und angewendeter Standard führt zu schlanken Prozessen und zu Kostensenkungen bei Versicherern und deren Vertriebspartner. OMDS 3.0 in der Umsetzung Die OMDS 3.0 Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht diese Standards für die Informationstechnologie im Versicherungsbereich zu erarbeiten und unternehmensübergreifende Prozesse zu vereinheitlichen. Zu den bereits veröffentlichen Standards gehören die Authentifizierung, die Übermittlung von OMDS - Daten und Dokumenten sowie

der Deep-Link und die Schadenmeldung. Services für Offert - und Antragserstellung in den Massensparten, Änderungsgeschäftsfälle und die Übermittlung von Provisionsnoten und grünen Karten stehen auf der Agenda für 2018. Es ist liegt an allen Beteiligten, den größtmöglichen Nutzen aus der OMDS 3.0-Initiative zu erzielen. Die in Österreich aktiven Versicherungen sind gefordert, zu investieren und ihre digitalen Geschäftsmodelle weiter auszubauen. Im Gegenzug müssen auch die auf Maklersoftware spezialisierten Unternehmen ihren Kunden die durch OMDS 3.0 normierten, automatisierten Prozesse zur Verfügung stellen. Der Grad der Umsetzung reicht derzeit von „keine Maßnahmen“ ergriffen bis zu „alles umgesetzt“. Dies gilt sowohl für Softwarehersteller als auch für Versicherungsunternehmen. Der Softwarehersteller Basic Systems ist gerade dabei, die ersten Normen zu implementieren. Der Geschäftsführer, Mario Milchberger, sieht in OMDS 3.0 große Vorteile für alle

Beteiligten. Durch die Digitalisierung werden Prozesse schneller, transparenter und kostengünstiger maschinell abgewickelt. Einheitliche Normen ermöglichen unterschiedlichen Marktteilnehmern, effizient, sicher und integrativ miteinander zu kommunizieren. Wahrung aller Interessen Die Organisationform, wie und in welcher zeitlichen Abfolge Normierungen erarbeitet werden, stellt die Wahrung aller Interessen der betroffenen Marktteilnehmer am digitalen Normierungsprozess sicher. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der österreichischen Versicherungsunternehmen, der Maklerschaft und der einschlägigen Softwarehersteller, erarbeitet, unter Patronanz des VVO, Normen und Standards. Die Unterlagen zu den fertiggestellten Standarddefinitionen stehen allen Interessenten kostenlos auf der VVO-Website zum Download zur Verfügung.

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INTERVIEW

Die MIFID II aus der Sicht der alltäglichen Beratungspraxis Die MIFID II erschwert den Beratungsprozess von Finanzdienstleistern zusätzlich. Hinzukommt, dass nun auch die Veranlagungsgeschäfte von Versicherungsmaklern unter diese Regelung fallen. Aber es gibt Haftungsdächer, die ihre Kooperationspartner in der Umsetzung der MIFID II aktiv unterstützen. Eines davon ist die Wiener Privatconsult, gegründet vom Industriellen Dr. Josef Taus und Dr. Manfred Drennig, ehemaliger Vorstand der Länderbank. Die Privatconsult ist zudem noch in den Bereichen Vermögensverwaltung, Fondsmanagement und Vermögensplanung tätig. risControl sprach mit Peter Gross, Geschäftsführer der Privatconsult über die korrekte Umsetzung der MIFID II. Wo liegt Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der MIFID II für einen normalen Vermögensberater? Gross: Darin, dass der regulatorische und administrative Aufwand so bewältigt wird, dass die Dienstleistungen für Kunden nicht darunter leiden oder verkürzt werden. Die bestmögliche Erfüllung von Kunden-Interessen – trotz der neuen gesetzlichen Bestimmungen – das ist große Herausforderung, Tag für Tag. Was bedeutet dies im Detail? Gross: Vermögenberater müssen sich auf einen viel umfangreicheren und zeitintensiveren Beratungsprozess, neue Abläufe in der gesamten Beziehung zwischen Kunden, Haftungsdach und Depotbank sowie auf eine Reihe zusätzlicher Informationspflichten gegenüber den Kunden einstellen. Herauszustreichen ist hierbei sicher die Überprüfung des sogenannten Zielmarkts sowie die Feststellung der Geeignetheit des einzelnen Produkts für den Kunden. Vor Erbringung der Wertpapierdienstleistung ist außerdem eine umfangreiche und möglichst detaillierte Darstellung der bei Investition in Wertpapieren anfallenden Kosten (ex-ante Kostenvorschau) zu erstellen und dem Kunden zu übergeben, nachträglich sind einmal jährlich alle Provisionen offenzulegen. Bei Umschichtungen hat eine Kosten/ Nutzen Analyse zu erfolgen. Gemeinsam mit der Deklaration ob die Dienstleistung unabhängig oder nicht-unabhängig erbracht wird, 28 risControl 03/18

dass die Erstellung der endlosen Profile und die Abfrage und das Offenlegen von sensiblen und sehr persönlichen Daten einzig und allein Welche Unterstützung bieten Sie hier bzw. (so der Gesetzgeber) dem wohl des Kunden welche Tipps zur Bewältigung der Heraus- gilt. Unser Tipp ist, sich bestmöglich mit forderung können Sie einem Finanzdienst- dem WAG 2018 und der delegierten Verordnung (EU) 2017/565 auseinanderzusetzen leister geben? sowie auch mit den vorherigen Versionen und Gross: Um die Herausforderungen, in der wir Entwürfen und den darin festgeschriebenen uns mit der Umsetzung der MiFID II in die Erwägungsgründen, um dem Kunden die Hintergründe der neuen nationalen Gesetze Verpflichtungen in befinden, erklären Vermögenberater aller Klarheit darlezu können, ist es wie gen zu können. Da so oft nützlich in die müssen sich auf einen dies einen enormen Vergangenheit zu viel umfangreicheren zeitlichen Aufwand blicken. Schon kurz und zeitintensiveren für jeden einzelnen nach ImplementieBeratungsprozess, neue Berater bedeuten rung der MiFID Abläufe in der gesamten würde, sehen wir in den nationalen unsere Aufgabe als Gesetzen im Jahr Beziehung zwischen Haftungsdach darin, 2007 wurde mit deKunden, Haftungsdach unsere Berater bestren Überarbeitung und Depotbank sowie auf möglich zu unterstüt– ZUM SCHUTZ eine Reihe zusätzlicher zen. Gerne begleiten DER ANLEGER Informationspflichten wir Berater zu Kun– begonnen. Die dengesprächen und Finanzkrise bestägegenüber den Kunden stehen telefonisch tigte die europäische einstellen. wie auch im persönKommission in ihrer lichen Gespräch bei Mission. Mit Jahresbeginn ist nun die neue vermeintlich für die allen administrativen, gesetzlichen aber auch Kunden verbesserte Version der MiFID in fachlichen Fragen zur Verfügung. Bei der Kraft. Das groteske an der Sache: weder Kunde ganzen Aufregung um die neuen gesetzlichen noch Berater fühlen sich mit der neuen Ge- Regelungen sollten wir niemals vergessen, dass setzeslage wohl. Der Berater steht nun vor der das wichtigste dennoch die optimale WertpaHerausforderung, dem Kunden zu erklären, pierdienstleistung für unsere Kunden bleiben sind das wohl die größten, wenngleich nicht die einzigen Veränderungen für den Berater.


INTERVIEW

sollte. Mir scheint, das haben manche Marktteilnehmer in letzter Zeit etwas aus den Augen verloren.

keit von Beratern und dem Angebot, eine regelmäßige Beurteilung der Eignung der Finanzinstrumente welche dem Kunden empfohlen wurden sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln, die einen Mehrwert für den Kunden aufweisen. Die Annahme von Provisionen setzt redliches und professionelles Handeln im bestmöglichen Interesse des Kunden voraus. Die Existenz, die Art und der Betrag des Vorteils (Provision) sind dem Kunden vor Erbringung der betreffenden Wertpapier- oder Nebendienstleistung in umfassender, zutreffender und verständlicher Weise unmissverständlich offen zu legen. Ist die Höhe des Betrages nicht feststellbar, so ist die Art und Weise der Berechnung dem Kunden offen zu legen.

Der Empfang von Provisionen ist nur bei einer nicht-unabhängigen Wertpapierdienstleistung möglich und an qualitätsverbessernde Maßnahmen für Kunden gebunden.

Alle Produkte, die angeboten werden, müssen einen Qualitätssicherungsprozess durchlaufen. Das Ergebnis ist ein für jedes Produkt definierter Zielmarkt. Wie wird dieser Qualitätssicherungsprozess bei Ihnen in die Praxis umgesetzt?

Gross: Hier muss unterschieden werden zwischen den Produktanbietern, die eine Zielmarktdefinition zur Verfügung stellen müssen und den Beratern bzw. den Haftungsdächern die dafür zu sorgen haben, dass die Produkte für den jeweiligen Kunden geeignet sind. In der Praxis sieht das bei uns so aus, dass die Zielmarktdaten in das von uns benutzte Kunden- und Depotmanagementsystem eingespielt werden und dem Berater somit die Daten für alle investierbaren Fonds zum Abgleich zur Verfügung stehen. Bei jeder Wertpapiertransaktion muss die Übereinstimmung der Zielmarktdaten mit den Angaben des Kunden im zuvor erstellten Anlegerprofil überprüft werden. Dies wird bei uns in einem eigens dafür angefertigten Formular sowohl vom Kunden als auch vom Berater bestätigt. Laufende indirekte Vergütungen müssen nun jährlich dem Kunden mitgeteilt werden. Einmal im Jahr sind Kunden über die Höhe einer etwaigen Bestandsprovision im Vorjahr zu unterrichten. Für diese muss eine laufende höherwertige Dienstleistung geboten werden (z.B. laufende PortfolioOptimierungs-Vorschläge, jährliche Beratung...). Was bedeutet das konkret? Gross: Der Empfang von Provisionen ist nur bei einer nicht-unabhängigen Wertpapierdienstleistung möglich und an qualitätsverbessernde Maßnahmen für Kunden gebunden. Diese sind den Kunden offenzulegen, wie z.B. der Zugang zu einer breiten Palette an Finanzinstrumenten (wichtig auch von Anbietern die nicht in enger Verbindung zum Rechtsträger stehen – Eigenprodukte), Vorort-Verfügbar-

Gibt es Ihrer Meinung nach eine einfache effiziente Lösung dies gesetzeskonform umzusetzen? Gross: Einfache und effiziente Lösungen sind gerade am Anfang der Gesetzesumsetzung schwer möglich. Zwar behaupten einige Haftungsdächer und/oder Anbieter von geeigneten Softwarelösungen, dass es die tollen Lösungen gibt, die Praxis sieht leider anders aus. Starre oder nicht funktionierende Systeme sind die Realität, kombiniert mit fehlenden Daten und Schuldzuweisungen an Depotbanken, ob berechtigt oder nicht. Es ist gerade bei den Marktführern eine „friß oder stirb“ Politik gegenüber den angebundenen VGVs und WPVs zu bemerken.

gikeit. Einfache und effiziente Lösungen und Umsetzung durch Software-Anwendungen sind leider starr und noch lange nicht verlässlich. Das Wichtigste ist, dass unsere angebundenen Vertriebspartner jede Unterstützung durch uns bekommen, sodass alle Dienstleistungen gegenüber Kunden vollumfänglich erbracht werden können – das bedeutet für die Privatconsult die eigentliche Umsetzung der Intention des Gesetzgebers. Versteckte Einschränkungen in der Produktpalette mit fadenscheinigen Ausreden finden bei uns nicht statt. Die Ressourcen die wir in der persönlichen Betreuung aufwenden müssen sind enorm, aber auch wenn es altmodisch ist, eine elektronische Anfrage an eine Software (eventuell verbunden mit einer Gebühr für persönliche Ansprache und Betreuung) sind abzulehnen und nicht Stil der Privatconsult. Trotz aller IT-Unterstützung und softwarebasierten Lösungen machen wir immer noch Geschäft mit, für und zwischen Menschen. Ein angebundener Vertriebspartner muss sich auf seinen/ihren Kunden konzentrieren können um die bestmögliche Dienstleistung erbringen zu können. Wenn es anfänglich der persönlichen Unterstützung durch einen Mitarbeiter der Privatconsult bedarf, dann begleiten wir auch unsere Vertriebspartner zu Kundenterminen. Worauf ist in punkto Provision zu achten?

Gross: Die Annahme von laufenden Abschlussfolgeprovisionen bei einmaliger Beratung ist gesetzlich erlaubt, sofern den Kunden qualitätsverbessernde Maßnahmen angeboten werden. Solche Angebote können von den schon erwähnten Portfolio-OptimierungsVorschlägen und zusätzlichen Beratungsterminen über stichtagsbezogenen Überprüfungen der Geeignetheit der Produkte oder Wie geht die Privatconsult als Haftungs- die automatisierte Zusendung regelmäßiger standardisierter Vermögensübersichten und dach damit um? vielem mehr reichen. Wichtig ist, dass der Gross: Für die PrivatKunde über das Anconsult steht immer Zwar behaupten einige gebot des jeweiligen das KundeninteresHaftungsdächer und/oder Haftungsdachs in se im Mittelpunkt, Anbieter von geeigneten Kenntnis gesetzt schlussfolgernd Softwarelösungen, dass es wurde. stehen auch die angebundenen Verdie tollen Lösungen gibt, die Wir danken für das triebspartner zentral Praxis sieht leider anders aus. Gespräch. im Fokus unserer TätrisControl 03/18 29


Der Hund liegt im Detail begraben Dieses bekannte Sprichwort trifft auch und ganz besonders auf die Haftpflichtversicherung zu. Vor allem weil ein kleines Detail im Wording ungeahnte finanzielle Ausmaße nach sich ziehen kann. Bei den raschen Veränderungen in unserer Arbeitswelt birgt so manches Bedingungswerk die Gefahr einer Deckungslücke. R+V Österreich überprüft daher ständig seine Produkte auf Aktualität und Nutzen für die Kunden. So wurde die Produkthaftpflichtversicherung für Hersteller und Händler den Bedürfnissen der Unternehmen folgend um eine umfassende Maschinenklausel erweitert. Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Prozesse und Abläufe werden immer mehr automatisiert. Mehrere Arbeitsschritte erfolgen ohne Unterbrechung fließend hintereinander. Problem der mehrstufigen Verarbeitung Durch diese Automatisierung der Produktionsprozesse und die Personaleinsparungen bei Produktion und Qualitätssicherung werden Mängel oft nicht sofort nach der fehlerhaften Produktionsstufe, sondern erst verspätet nach weiteren Arbeitsschritten entdeckt. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Haftpflichtversicherung der Hersteller aus. Denn liefert beispielsweise ein Maschinenhersteller eine Maschine mit ungenauen Toleranzen und der Abnehmer bemerkt den Fehler an seinem Produkt erst nach mehreren Arbeitsschritten, wären die Folgekosten beim Abnehmer im Rahmen einer herkömmlichen Produkthaftpflichtversicherung nicht automatisch mitversichert. Erweiterte Maschinenklausel von R+V Dementsprechend geht R+V bei seiner Produkthaftpflichtversicherung in die Deckungstiefe und bietet eine erweiterte Maschinenklausel für Hersteller und Händler an. Dabei sind nun auch Kosten und Vermögensnachteile mitversichert, die durch gelieferte Maschinen auf einer weiteren, nachfolgenden Verarbeitungsstufe des direkten Abnehmers entstehen. „Mit dieser neuen Maschinenklausel reagieren wir auf die mittlerweile üblichen mehrstufigen 30 risControl 03/18

Verarbeitungsprozesse der Hersteller und schließen mögliche Deckungslücken. Unseren Vertriebspartnern, den Maklern, steht damit eine bis ins Detail durchdachte Versicherungslösung zur Verfügung, mit der sie auch ihr eigenes Beraterrisiko erheblich minimieren“, ist Mag. Rainer Hörmann, Spartenleiter von R+V Österreich überzeugt. R+V Expertentag zur Haftpflichtund Kreditversicherung Für die Wichtigkeit der Details im Wording und das Bewusstsein für Unterschiede in Bedingungswerken möchten die Experten von

R+V auch ihre Vertriebspartner sensibilisieren. So lädt R+V im April zu einer Schulung zur Haftpflicht- und Kreditversicherung ein. Der R+V Expertentag ist für das Weiterbildungszertifikat für Versicherungsmakler der Wirtschaftskammer Österreichisch anrechenbar. Teilnehmende Makler erhalten dafür 70 Weiterbildungspunkte. Termine: am 18.04. in Salzburg, am 19.04. in Wien und am 25.04. in Graz Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf www.events-ruv.at.


TITELGESCHICHTE

Autonome Fahrzeuge auf der Überholspur Das selbstfahrende Auto wird die Welt wohl genauso nachhaltig verändern, wie es das Auto vor mehr als 120 Jahren getan hat. Heute wie damals begann der Siegeszug der neuen Technologie mit einem Wettbewerb, der den Start eines unumkehrbaren Prozesses einläutete. 1894 lud die französische Zeitung Le Petit Journal zum ersten Autorennen der Welt von Paris nach Rouen. Die Zeitung wollte dabei die Frage nach der besten Antriebsart (Dampf, Elektrizität oder der Benzinmotor) beantworten. Dementsprechend war die Geschwindigkeit alleine nicht ausschlaggebend für den Sieg in diesem Wettbewerb. In vier Kategorien wurden die Teilnehmer bewertet: Geschwindigkeit, Sicherheit, Einfachheit der Bedienung, Kosten des Fahrbetriebes. Nach 126 Kilometer und sieben überfahrenen Hunden stand der klare Sieger des Wettbewerbs fest. Es war der Erfinder Gottlieb Daimler, dessen Verbrennungsmotor die vier erstplatzierten Fahrzeuge antrieb und damit den Siegeszug des Benzinmotors im nächsten Jahrhundert einleitete. Auch das moderne Zeitalter des autonomen Autos begann mit einem Wettbewerb der 2004 über die Bühne ging. Organisiert wurde dieser Kontest von DARPA, einer Abteilung des USVerteidigungsministeriums. Die unbemannten

Roboterautos sollten in der Mohave-Wüste eine 241 Kilometer lange Strecke bewältigen. Von den 15 Teams, die sich schließlich für den Wettbewerb qualifizierten schaffte es jedoch kein einziges Fahrzeug ins Ziel. Noch am weitesten kam der Favorit „Sandstorm“, von der Eliteuniversität Carnegie Mellon, der nach zwölf Kilometer von der Strecke abkam, ein Hindernis rammte Feuer fing. Schon 18 Monate später als DARPA den zweiten Wettbewerb mit erhöhtem Preisgeld (Sieger erhielt zwei Millionen US-Dollar) organisierte war alles ganz anders. Fünf der 23 Teilnehmer absolvierten den Kurs von 212 Kilometer und nur einer der Teilnehmer blieb unter der Distanz des Vorjahresbesten. Ein weiterer DARPA-Contest im Jahre 2007, zeigte die rasante technische Entwicklung auf diesem Gebiet. Die Roboterboliden mussten in einem urbanen Gebiet mit Verkehrssignalen und anderen Verkehrsteilnehmern zurechtkommen und schafften dies zum Großteil mit Bravour.

Die erste Automobilwettfahrt fand am 22. Juli 1894 als Zuverlässigkeitsfahrt zwischen Paris und Rouen statt. Die vier erstplatzierten Fahrrzeuge waren mit nach Daimler-Lizenz produzierten Motoren unterwegs. 32 risControl 03/18

Auf dem Sprung zum autonomen Auto im öffentlichen Verkehr Die großen Konzerne wurden durch die schnelle Entwicklung ermutigt selbst in die Technologie der selbstfahrenden Autos zu investieren. Viele ehemalige Teilnehmer der DARPA-Wettbewerbe kamen bei Google, Uber oder Tesla als Entwickler ihrer autonomen Fahrzeugprojekte unter. Gerade die kalifornische Regierung unterstützte die Entwicklungsarbeit ihrer Vorzeigeunternehmen. Die Prototypen der selbstfahrenden Autos wurden 2012 erstmals auf kalifornischen öffentlichen Straßen zugelassen. Seitdem haben sie Millionen von Testkilometer hinter sich gebracht und sind mit einem rasanten Tempo immer zuverlässiger geworden. Jedoch ist die Technologie noch nicht marktreif. Ein vollautonomes Auto muss drei unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Wahrnehmung (Was passiert gerade); Prognose (Was wird passieren), Entscheidung (angemessene Aktion). Falls

Ein Foto von "Stanley" auf der DARPA Grand Challenge 2005. Stanley, vom Stanford University Racing Team erstellt, gewann das Rennen und die 2 Millionen US-Dollar Preis.


TITELGESCHICHTE

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TITELGESCHICHTE

die Wahrnehmung also nicht zu hundert Prozent funktioniert hat dies Auswirkungen auf Prognose und Entscheidung. So machte speziell die Identifikation von Gegenständen den Google Autos in der Vergangenheit immer wieder Schwierigkeiten. Die Autos des Internet-Riesen verwechselten Plastiktaschen mit fliegenden Kindern und führten dementsprechend unvorhergesehene Notbremsungen durch. Auch ganz normale Regenpfützen verwirrten die Roboterfahrzeuge. Aufgrund des Prinzips des „Flottenlernens“ – Autos lernen von den Erfahrungen aller anderen Autos einer Flotte – sind es aber gerade die „First Mover“, in dieser Zukunftsbranche, die einen fast nicht wieder gutzumachenden Vorsprung in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge gewonnen haben. Dabei machen sich die Millionen Testkilometer von Google langsam bezahlt. Schon heute fahren die autonomen Fahrzeuge von Googles Schwesterunternehmen Waymo durchschnittlich 9.000 Kilometer, ohne dass ein Sicherheitsfahrer eingreifen muss. Mercedes hingegen hat in dieser Statistik ein wenig den Anschluss verloren. Die selbstfahrenden Mercedes-Autos, die Urenkelkinder des Mercedes-Gründers Gottlieb Daimlers und damit des großen Siegers von 1894, brauchen heute noch alle paar Kilometer menschliche Hilfe und sind daher weit davon entfernt erste Preise in der neuen Technologie zu ergattern. Die Stufen der Autonomie Allgemein werden die Entwicklung des automatisierten Fahrens in fünf Stufen eingeteilt (siehe Kasten). Die bisherigen Tests auf öffentlichen Straßen wurden mit einem

Wägen etwa in zwei menschlichen SiDer Weg zum Roboterauto Jahren bereitzustellen. cherheitslenker in fünf Stufen „Derzeit stehen wir am durchgeführt, der Übergang von Stufe eingreifen konnte, • Level 0: Das klassische Fahren. Der zwei zur Stufe drei“, falls das System Fahrer führt alle Aktivitäten selbst meint Doris Wendler, mit einer Situaaus. Vorstand der Wiener tion überfordert • Level 1: Der Fahrer erhält Städtischen Versiwar (Level-4). Der Unterstützung durch Spurhaltecherung und sieht vor US-Bundesstaat oder Geschwindigkeitsassistenten, allem im steigenden Kalifornien erlaubt hat jedoch die völlige Kontrolle Mischverkehr ein gronun seit diesem über das Auto. ßes Sicherheitsrisiko Jahr Level-5-Autos • Level 2: Das Auto kann unter für die nächsten Jahre. (ohne Fahrer) im öfbestimmten Bedingungen auch „Wir rechnen damit, fentlichen Verkehr die Lenkung übernehmen, der dass in der Überzu testen. Auch Fahrer ist aber immer noch voll gangsphase hin zum die Autonomie der für das Steuern verantwortlich vollautonomen Fahmarkttauglichen (Hands-Off-Modus) ren die Unfallgefahren Autos wird Schritt • Level 3: Das Auto lenkt und nicht abnehmen, sonfür Schritt angebeobachtet die Straße selbst, dern – im Gegenteil hoben. Audi plant der Fahrer wird in bestimmten – steigen könnten“, bereits im nächsten Situationen benötigt, um die warnt Wendler, weil Jahr als erster HerKontrolle zu übernehmen (Eyesdie hochtechnisiersteller mit den A8 Off-Modus) ten Autos den Faktor ein Level 3-Auto auf • Level 4: Das Auto übernimmt Mensch falsch beden Markt zu brindas Fahren weitgehend selbst, rechnen. Ein gewagtes gen. Der A8 erleauch wenn der Fahrer trotz eines Überholmanöver, zu digt dabei mit dem Aufrufs des Systems nicht reagiert hohe GeschwindigStaupiloten auf der (Mind-off-Modus) keit oder eine durch Autobahn Anfah• Level 5: Es gibt keinen Fahrer Alkoholkonsum beren, Beschleunigen, mehr, das Fahrzeug steuert einflusste Fahrweise Lenken und Bremganz ohne menschliches Zutun sind für die Software sen in seiner Spur (vollständige Automation). nicht antizipierbar, so selbstständig. Die Wendler. Andere ExKonkurrenz bleibt perten sehen gerade in aber nicht untätig. Waymo oder Uber planen direkt Autos für der Verantwortungsaufteilung zwischen Fahrer Level-4 auf den Markt zu bringen. Noch und Auto bei den Stufen zwei und drei eine weiter geht Tesla-Chef Elon Musk als er 2017 hohe Verkehrsgefahr, weil die Fahrer weiterhin verkündete, Level-5-Autonomie für seine auf den Verkehr achten müssen, was ihnen wiederum schwerfällt, weil sie dem Auto die Kontrolle übergeben haben. So wurde bei einer Testfahrt der Fahrer eines Level-2-Tesla getötet, als das Auto einen Lastwagen rammte. Untersuchungen ergaben, dass der Fahrer trotz Warnungen des Autos, seine Augen nicht auf dem Verkehr gerichtet hatte. Gefährdungshaftung vs. Produkthaftung

Durch die neuen Vision-Kameras, Sensoren und die erhöhte Rechenleistung kann Tesla nun mit Hilfe des Lenkassistent+ selbstständig über komplexere Straßenführungen navigieren. 34 risControl 03/18

Aber auch wenn die Gefahren durch Unachtsamkeit steigen, wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass steigende Digitalisierung zu größerer Verkehrssicherheit beiträgt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in


TITELGESCHICHTE

Deutschland gehen heute etwa 90 Prozent der Unfälle auf menschliche Fehler zurück. Eine US-Studie, durchgeführt von der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) bewertete den Sicherheitsgewinn auch monetär. Die Forscher zeigten, dass sich Assistenzsysteme im Verhältnis 1:10 positiv auswirken; d.h. jährliche Ausgaben von KäuferInnen in der Höhe von 25 Milliarden US-Dollar reduzieren die direkten Unfallkosten um 250 Millionen US-Dollar, wobei in dieser Rechnung die gesellschaftlichen Kosten (Behandlung im Spital usw.) noch nicht miteingerechnet sind. „Ich erwarte, dass die Unfallzahlen mit der Verbreitung von autonomen Autos zurückgehen“, erklärt Joachim Müller, Vorstand der Sachversicherung bei der Allianz gegenüber “Die Welt“. Rückläufige Zahlen bei selbst verschuldeten Unfällen werde die Allianz bei den Tarifen und der Einstufung der Fahrzeuge berücksichtigen, kündigte er an. Für eine vollständige Reform des Versicherungs- und Haftungssystems sieht Müller hingegen keine Notwendigkeit. Das heutige Prinzip der Gefährdungshaftung des Halters als stärkster Eckpfeiler im Kfz-Haftungskonzept kann dabei auch bei Level-5-Autos beibehalten werden. „Wem die Vorteile zugutekommen, der soll auch die Nachteile tragen“, erklärt er den ethischen Zugang zur Gefährdungshaftung. Auch die in Österreich seit Dezember 2016 in Kraft gesetzte Automatisiertes-FahrenVerordnung ändert diesen Grundsatz nicht. Dementsprechend geht der Wiener Rechts-

Dr. Norbert Griesmayr: „Das Fahren mit einem Oldtimer ist die perfekte Antithese zu unserer rasend schnell gewordenen digitalen Welt. Ich fühle mich in beiden Welten wohl; das analoge Entschleunigen tut aber richtig gut! Der Oldtimer ist kein modernes Auto mit Assistenzsystemen. Bitte immer daran denken! Keine Servolenkung, keine Servobremse, kein Airbag - und vielleicht auch kein Sicherheitsgurt. Also immer schön langsam und bedächtig! Und gut versichert!“

anwalt Heinz Templ nicht davon aus, dass es in diesem Bereich zu gravierenden Veränderungen kommen wird. „Der Gesetzgeber hat mit der Figur der Gefährdungshaftung eine von Verschulden und Rechtswidrigkeit losgelöste Haftungsgrundlage geschaffen, die die Durchsetzung von Haftungsansprüchen auf Kfz-Unfälle stark erleichtert.“ Es ist damit durchaus denkbar, dass die Hersteller in Zukunft zur Befriedigung allfälliger Produkthaftungsansprüchen eher auch dazu tendieren werden, dieses „neue Risiko abzufedern“, so

Audi steht mit seinem neuen A8 in einer klar definierten Stausituation voll für das System und seine Sicherheit ein und erteilt der Kundschaft damit tatsächlich eine Haftungs- bzw. eine Steuerbefreiung.

Templ. Dementsprechend schreibt in etwa der Dachverband der mächtigen bayrischen Wirtschaft VBW in einem Positionspapier: „Die Halterhaftung ist beizubehalten. Es muss kein neuer Gefährdungstatbestand für den Bereich des automatisierten Fahrens geschaffen werden.“ Es gibt jedoch Experten, die diese Problematik nicht so eindeutig beantworten. „Die entscheidende Frage, die es zu klären gilt, ist, wer bei einem Unfall mit einem autonom fahrenden Auto haftet. Der Fahrzeuginhaber oder beispielsweise der Programmierer der fehlerhaften Software der autonom fahrenden Autos“, schreibt der Rechtsanwalt Thomas Nikodem im Trend. Damit kommt der Produkthaftung eine zentrale Bedeutung zu. „Wenn also ein autonom fahrendes Auto einen Fußgänger überfährt, wird es zu einer Produkthaftungsthematik kommen.“ Audi steht mit seinem A8 im Gegensatz zu anderen Herstellern, die für ihre Assistenzsysteme zur Entlastung des Fahrers keine Haftung übernehmen, in einer klar definierten Stausituation erstmals voll für das System und seine Sicherheit ein und erteilt der Kundschaft damit tatsächlich eine Haftungs- bzw. eine Steuerbefreiung. Jedoch fehlt dafür noch der Segen des Gesetzgebers, der bislang klar vorschreibt, dass der Lenker immer eingreifen können muss, wie Günter Albrecht vom heimischen VersirisControl 03/18 35


TITELGESCHICHTE

cherungsverband gegenüber der APA erklärt. „Im heimischen Recht werde immer davon ausgegangen, dass der Fahrer das Fahrzeug lenke“, so Albrecht im Gespräch mit der APA. Neue Risiken durch autonome Fahrhilfen Der schleichende Paradigmenwechsel in der Fahrzeugsteuerung durch programmierte Algorithmen führt vor allem zu neuen Risikofeldern. Die größte Sorge betrifft dabei Hacker-Angriffe auf vernetzte Fahrzeuge, denn selbstfahrende Autos sind strenggenommen Computer auf Rädern und damit gefährdet durch Hacker und Computerviren unterwandert zu werden. Die Ingenieure, die an den

Roboterautos arbeiten sind sich dieser Gefahr bewusst. Gerade der Überfluss an Sensoren und Kontrollsystemen der eingebaut wurde um das Auto sicher zu machen soll dabei auch für einen gewissen Schutz sorgen. So werden Schutzmechanismen in den Sensoren eingebaut, die bei ungewöhnlichem Verhalten den Sensor automatisch stilllegen. Schlussendlich wird die gesellschaftliche Akzeptanz und die Verbreitung der neuen Systeme maßgeblich davon abhängen, ob neue Unfallmuster und Serienschäden etwa durch Hacker-Angriffe oder Softwarefehler erfolgreich vermieden werden können, heißt es in einer Studie der deutschen Versicherungswirtschaft GDV. Softwarefehler wird man auch in Zukunft

nicht vermeiden können. Jedoch fallen mit der Digitalisierung Risiken wie übermüdetes Fahren oder Ablenkung durch Smartphones weg. Letzteres wird in Österreich trotz Verbot unter den Autofahrern als Kavaliersdelikt angesehen. Laut einer Umfrage von AutoScout24 gibt fast jeder Vierte Autofahrer in Österreich (22%) zu, dass er manchmal am Steuer das Handy ans Ohr hält (bei den deutschen Nachbarn sind es vergleichsweise nur neun Prozent). Nachrichten während der Fahrt schreiben immerhin auch 15 Prozent der Autofahrer. Würde das autonome Fahrzeug schlussendlich salonfähig werden, könnten wir uns ganz unseren elektronischen Kommunikationsmitteln widmen, ohne damit andere zu gefährden.

Beschreibung

To-do-Liste

Fahrzeuginnenraum

Lüften und auf Feuchtigkeit überprüfen

Ledersitze

Konserviertes Leder jetzt polieren

Zündschloss

Ein paar Tropfen Öl oder Graphitpulver ins Schloss – verlängert die Lebensdauer

Gummidichtungen

Auf poröse Stellen überprüfen

Scheiben

Abstauben und mit Pflegemittel konservieren

Scheibenwischer

Auf Beschädigungen prüfen, Wischwasser ggf. auf- bzw. wieder einfüllen

Karosserie

Waschen, trocknen, Lack ggf. polieren und anschließend konservieren

Lack

Autopyjama vorsichtig abnehmen – nicht über den Lack ziehen

Unterbodenschutz

Sichtprüfung

Chrom

Konservierungsmittel entfernen, polieren

Cabrioverdecke

Gründlich abbürsten (Stoff) und sorgfältig imprägnieren

Tür und Kofferraumschlösser

Ein paar Tropfen Öl oder Graphitpulver ins Schloss, verlängert die Lebensdauer

Technik

Starten: Kabel von der Zündspule abziehen und Anlasser drehen lassen, bis Öldruck aufgebaut ist – Vorsicht, Hochspannung! Bei Katalysatorfahrzeugen wie gewohnt starten

Technik

Kabel wieder montieren – Motor starten, kurz laufen lassen bis er rund läuft und anschließend im mittleren Drehzahlbereich warm fahren – auf Geräusche achten!

Öl

Ölstand prüfen

Tank / Benzinleitungen

Spritleitungen auf Dichtheit prüfen und auf poröse Stellen untersuchen

Auspuff

Ölgetränkten Lappen entfernen, auf Durchrostungen prüfen

Hand- / Feststellbremse

Auf Gängigkeit achten

Achsen / Fahrwerk

Bei aufgebocktem Fahrzeug Radlager und Achsspiel überprüfen

Reifen

Auf Beschädigungen (einseitig abgefahren) prüfen und Luftdruck korrigieren

Kühlwasser / -system

Kühlwasserstand überprüfen, Schläuche auf poröse Stellen hin untersuchen

Batterie

Vorm ersten Starten sollte die Batterie stets frisch geladen sein

Zündkerzen

Prüfen und reinigen, ansonsten tauschen (optimales Kerzenbild ist rehbraun

Zündkabel

Prüfen und einige Tropfen Multiöl in den Zündkerzenstecker sprühen

Zündspule

Kabel prüfen, ggf. korridierte Verbindungen reinigen und konservieren

Zündverteiler

Kappe abnehmen und auf Feuchtigkeit, Risse und Verschleiß überprüfen

Verteiler/ -welle

Filz der Verteilerwelle mit Motoröl ölen (wird häufig vergessen) Geschäftsführer Werner Widauer von CASCAR Classic and Sports Car Assekuradeur GmbH empfiehlt diese Checkliste, um den Oldtimer wieder fit für den Frühling zu machen.

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www.safe7.at

Die Partnervorteile Innovatives Produktdesign

Qualitätsgesicherte Top-Produkte mit Haftungssicherung.

Bestandssicherung & Nachfolge

Sicherung des Bestandes & Fortbestand sowie eine fixe Ablöseoption zur 1,5-fachen Folgeprovision des Bestandes, sorgen für eine gesicherte Zukunft.

Rechtliche Sicherheit & Haftungsbegrenzung

Gesichertes Formularwesen und gesetzeskonforme Protokolle sorgen für rechtliche Sicherheit und begrenzte Haftung. endvariante dunkelblau – cmyk 85 / 65 / 35 / 15 schrift (Holding) – Helvetica Neue Bold

Zeitgewinn & einfache Abwicklungsprozesse

ida zahradnik

Durch fertige Prozesse, verhandelte Courtagen und optimierte Produkte gewinnt jeder SAFE 7 Partner wertvolle Zeit, die für Kundenbetreuung genutzt werden kann oder durch mehr Freizeit zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt.

Netzwerk

Ansprechpartner, Ausschüsse, Fachabteilungen und Experten aus der gesamten SAFE 7 Gemeinschaft bieten ein breites Netzwerk an Know-how und Erfahrung im gesamten Finanzdienstleistungsbereich.

Akademie

Laufende Aus- und Weiterbildungen fördern den Nachwuchs innerhalb der Branche und stellen die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen für Büro und Vertrieb sicher.

Gewinnbeteiligung

Zusätzlich partizipiert jeder Partner mit seinem Umsatz am Gesamtgewinn der SAFE 7.

Die neue Dimension der Versicherungbranche


VERANSTALTUNG

Obmann Helmut Mojescick, WKW Präsident DI Walter Ruck, Obmann Stv. Brigitte Kreuzer, Obmann Stv. Mag. Wilhelm Hemerka

Wiener Versicherungsmakler

Ein Tag, der Generationen bildet

Der 16. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler war wieder ein voller Erfolg. Kaum ein Thema wird so emotional diskutiert wie Bildung. Bildungsreform, Weiterbildung und Allgemeinbildung beschäftigen unsere Gesellschaft bereits seit Generationen. Aufgrund des raschen technologischen Wandels und des steigenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt lebenslanges Lernen eine zentrale Rolle ein – und zwar für alle Generationen! Denn Weiterbildung kann nicht nur die individuelle Beschäftigungsfähigkeit erhalten und verbessern, auch der Wissenstransfer zwischen den Generationen wird dadurch gefördert. Doch es fehlen den Kindern und Jugendlichen von heute grundlegendes Wissen und Qualifikationen, die man im Berufsleben braucht. Unser Bildungssystem legt derzeit zu wenig Wert darauf, Schülern alltagstaugliches Wissen, wie beispielsweise zum Thema Versicherung und Vorsorge, zu vermitteln. Weil es bald mehr Pensionisten als junge erwerbstätige Menschen in Österreich geben wird, ist eine langfristige persönliche Finanzplanung mit privater Vorsorge wichtiger als je zuvor. Die sogenannte Generation Z sollte deshalb wis38 risControl 03/18

sen, was später im Leben wirklich wichtig ist. Denn wer bereits in jungen Jahren vorsorgt, kann die „demographische Last“ im Alter besser tragen und wird nicht von ihr erdrückt. Das stellt auch die Versicherungsbranche vor große Herausforderungen. Vorsorge darf nicht mehr nur Rendite zum Ziel haben. Im Vordergrund muss die Absicherung für das Alter stehen. Das gilt für alle Altersgruppen, damit nachkommende Generationen nicht noch mehr belastet sind. Darüber ist man sich in der Branche einig. „Wir reden seit Jahrzehnten über Allgemeinbildung – dabei sollten wir schon längst von Überlebensbildung sprechen. Es genügt nicht, dass die Versicherungswirtschaft immer innovativere Produkte gestaltet und individuell auf die Bedürfnisse der Kundengruppen eingeht. Oder können wir das Rad noch ein wenig runder machen? Wichtig ist, Kinder und Jugendliche bereits in den Schulen für Versicherungsschutz und private Vorsorge zu sensibilisieren. In den letzten Jahren haben wir es allerdings geschafft, das Thema Versicherung für die junge Generation unattraktiv zu machen. Sowohl als Dienstleister wie auch als Arbeitgeber. Die Frage, die wir uns deshalb stellen müssen:

Wie machen wir Versichern für die kommenden Generationen wieder „smart“?“, betonte Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. In seinem Vortrag erläuterte der Arbeitsforscher Prof. Dr. Christian Scholz, warum die Generation Z extrem realistisch ist und sie lieber heute 100 Euro ausgibt, als in 30 Jahren 105 Euro nicht zu haben. Junge Menschen informieren sich vorwiegend im Netz, brauchen Struktur und Sicherheit, suchen aber auch sogenannte „Kuratoren“. Das sind reale Menschen, die ihnen bei den vielen großen und kleinen Entscheidungen des Lebens helfen. Diese Kuratoren verbinden persönliche Vertrauenswürdigkeit mit fachlicher Expertise – und: sie gehören meist der jüngeren Generation an. Ob man diesen Kuratoren auf YouTube folgt oder ob man sie auf Events trifft, bleibt dabei gleichgültig. Im nachfolgenden Gespräch mit Dr. Peter Thirring (Generaldirektor der DONAU Versicherung AG) und Werner Panhauser (Vorstand für Vertrieb und Marketing der Helvetia Versicherungen AG) kamen die Experten überein, dass es nicht mehr genügt, jede Information im Netz verfügbar zu machen.


VERANSTALTUNG

Die Botschaft muss auch leicht verständlich sein. Für die Versicherungsbranche bedeutet das, die Ansprüche der jungen Generation besser verstehen lernen und richtig darauf zu reagieren. Bildung hat seit jeher eine Multiplikatorwirkung. Sowohl hinsichtlich der Beschäftigungsaussichten als auch in Bezug auf den gesellschaftlichen Status. Wenn wir heute von Bildung sprechen, geht es meist um Wissen oder das Schulsystem. Schule sollte aber in erster Linie neugierig auf das Leben machen, bekräftigte Bestsellerautor und Lehrer Niki Glattauer im Interview mit Moderator Tarek Leitner. Denn Bildung ist mehr als nur faktenbasiertes Wissen, wovon Kinder und Jugendliche ohnehin genug haben. Was ihnen fehlt, ist die entsprechende Erfahrung, um Inhalte zu bewerten und aus dem breiten Informationsangebot das Wesentliche herauszufiltern. Die Aufnahme von Finanzwissen in unser Schulsystem wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Im Anschluss las Niki Glattauer aus seinem Buch „Best of Schule“ und beleuchtete dabei mit viel Galgenhumor die Diskussion zum österreichischen Schulsystem. Ein besonderes Highlight war, wie jedes Jahr, die Verleihung der begehrten Auszeichnung der Branche, des Hammurabi Preises. Über die Siegerstatue aus Bronze, die von Fachgruppenobmann-Stv. Mag. Wilhelm Hemerka übergeben wurde, freute sich heuer Mag. Dr. Stefanie Gusenleitner, die für ihre Einreichung „Die vorvertragliche Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers“

zusätzlich 2.000 Euro Preisgeld erhält. Die Arbeit widmet sich unter anderem der Frage, welche Konsequenzen bei verschuldeter oder unverschuldeter Anzeigepflichtverletzung entstehen können. Die Einreichungen von Dr. Felix Kernbichler (Vertragsschutz in der Insolvenz) und Maximilian Feldmann, B.A. (Der Nutzen von Dienstleistungsmarketing zur Imageverbesserung von österreichischen Banken im Business-to-Customer Bereich) wurden mit je 1.000 Euro prämiert. Rund 400 Gäste ließen den interessanten Abend im wunderschönen Ambiente der Sofiensäle ausklingen. Darunter auch DI Walter

Ruck (Präsident Wirtschaftskammer Wien), Ing. Martin Heimhilcher (Spartenobmann Information und Consulting der WKW ), Dr. Peter Thirring (Vorstandsvorsitzender Donau Versicherung), Kurt Molterer (Vorstandsvorsitzender Nürnberger), Dr. Martin Sturzlbaum (Vorstandsmitglied Generali Versicherung AG), Mag. Hermann Fried (Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen), Werner Panhauser (Vertriebsvorstand Helvetia), die Hammurabi-Juroren Prof. Dr. Michael Theil (WU Wien) und Dr. Hans Peer sowie viele namhafte Vertreter der Versicherungsbranche und österreichischen Maklerschaft.

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FINANZEN

Geldanlagen für ein gefährliches Marktumfeld In den vergangenen Jahrzehnten führte ein Wechsel an der Spitze der Fed immer wieder zu Turbulenzen an den Finanzmärkten. Diesmal kommen noch eine weltweit straffere Geldpolitik und ein von den USA ausgehender „Zollkrieg“ hinzu – und das in einem Wahljahr in wichtigen Schwellenländern wie Mexiko, Brasilien und Russland. Dieses Umfeld erfordert eine spezielle Portfolio-Ausrichtung, um trotzdem noch in der Lage zu sein, anhaltend positive Renditen zu erzielen. von Michael Kordovsky Genau am Montag, dem 5. Februar, dem ersten Amtstag des neuen Fed-Präsidenten Jerome Powell, ging es los: Nachdem der S&P 500 schon die vorangegangenen 4 Werktage kontinuierlich abbröckelte folge ein Einbruch um 4,1%. Der CBOE Volatility Index schoss über Nacht von 17,3 auf 37,3 empor und in den USA gingen die High Yield Spreads zwischen dem 2. und 8. Februar von 3,36 auf 3,82 Prozentpunkte auseinander. Der US-Dollar und der Schweizer Franken tendierten fester. Führungswechsel an Fed-Spitze zu kritischem Zeitpunkt Was ist passiert? US-Arbeitsmarktdaten schürten Zinsängste: In den USA, wo die Arbeitslosenquote mit 4,1% auf den tiefsten Stand seit Dezember 2000 verharrt, sind im Jänner die durchschnittlichen Stundenlöhne um 2,9% ( Jahresbasis) anstiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit 8,5 Jahren. Die Angst davor, die Fed könnte unter neuer Führung die Leitzinsen rascher als erwartet anheben, ließ die Renditen der US-Treasuries am langen Ende emporschnellen und setzte die Aktienkurse unter Druck. Turbulenzen unter einer neuen Fed-Spitze sind nichts Neues. Eine schon länger zurückliegende Studie des Bankhauses Julius Bär kam zu dem Ergebnis, dass die seit dem Jahr 1914 vollzogenen 12 Führungswechsel an der Fed-Spitze in der Regel mit einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten einhergingen. In den vergangenen 40 Jahren, war mit Ausnahme von Janet Yellen jeder neue Fed-Präsident in seiner Amtszeit mit einer größeren Krise bzw. größeren Marktturbulenzen beschäftigt. Alan Greenspan war am 19. Oktober 1987 rund 2 40 risControl 03/18

Monate nach Amtsantritt mit dem „Schwarzen Montag“, dem großen Börsenkrach konfrontiert bei dem innerhalb eines Tages der Dow Jones 22,6% einbrach. Nach 2000 platzte in seiner Ära die Technologieblase. Sein Nachfolger Ben Bernanke, war rund 1,5 Jahre nach Amtsantritt sogar mit der größten Finanzkrise seit der Grossen Depression konfrontiert. Unabhängig davon, was sich diesmal an der Wirtschaftsfront zusammenbraut, es dauert einige Zeit, bis sich die Märkte an den neuen Kommunikationsstil von Jerome Powell gewöhnen und bis dahin könnten seine Aussagen für Nervosität an den Märkten sorgen. Hinzukommen noch der Ende Oktober 2019 bevorstehende Wechsel an der EZB-Spitze, der nach der jüngsten EZB-Ratssitzung geänderte geldpolitische Kommunikationsstil der EZB (Passage mit möglicher Ausweitung der Anleihenkäufe bei Bedarf wurde weggelassen) und der begonnene Handelskonflikt durch US-Strafzölle auf ausländische Stahl- und Aluminiumprodukte. Letzteres wirkt durch Importverteuerung in den USA zusätzlich inflationstreibend. Ernüchternde Perspektiven Diese Rahmenbedingungen erfordern eine völlig neue Art der Geldanlage. Klassische 50:50 Aktien/Anleihen-Mischfonds könnten bald stärker unter Druck geraten. In die gleiche Kerbe schlägt auch Reinhold Vögerl, Senior Portfolio-Manager der Privatconsult: „Direktionale Anlagestrategien, die in den vergangenen Jahren von steigenden Aktienmärkten und gleichzeitig fallenden Zinsen profitierten, könnten in einem Börsenzyklus steigender Zinsen gepaart mit volatileren

Aktienmärkten zumindest einen Großteil der Gewinne wieder abgeben. Der Schein trügt oftmals insbesondere bei bislang stabil scheinenden risikogesteuerten Mischfondsstrategien, die ihre Investitionsquoten vorrangig auf Basis von Volatilitäts- und Korrelationsdaten steuern.“ In nächster Zeit sind die Ertragspotenziale sehr begrenzt: „Während freilich nicht alle Multi-Asset Fonds diese risikogleichgewichteten Veranlagungstechniken anwenden, werden laut aktuellen Schätzungen doch zumindest 2.000 Milliarden US-Dollar weltweit auf diese Weise verwaltet. Selbst wenn es diesen Produkten gelingen sollte, durch schnelle Reaktionen auf steigende Volatilität in starken (und länger anhaltenden) Abwärtstrends zu setzen und damit Verluste zu begrenzen, ist das Potential zukünftiger Gewinne in dem besprochenen Szenario äußerst begrenzt“, erläutert Vögerl. Trotzdem sind einseitige Wetten auf fallende Märkte nicht unbedingt ratsam, was Vögerl wie folgt begründet: „Diese sind nicht nur äußerst riskant, sondern können einerseits bei einer Fortsetzung des Marktaufschwunges aber auch andererseits bei einer volatilen Seitwärtsbewegung sehr kostspielig werden.“ Sein möglicher Lösungsansatz: „Anleger sollten vielmehr Portfoliobausteine in Betracht ziehen, die sich möglichst unabhängig von den allgemeinen Marktschwankungen entwickeln können. Ohne Zweifel ist es für den privaten Investor zumeist äußerst schwierig, die Risiken der relativ komplexen sogenannten „alternativen Investmentstrategien“ im Einzelnen zu bewerten und natürlich stellt diese Maßnahme isoliert zunächst lediglich den Austausch von sogenannten „klassischen“ Marktrisiken zu „alternativen“ Strategierisi-


FINANZEN

ken dar. Im Portfoliokontext ermöglicht ein themenübergreifender Strategiemix allerdings auch im aktuellen Marktumfeld ein verbessertes Chance/ Risiko – Profil gegenüber klassische Portfolien bestehend aus Aktien und Anleihen (Fonds) auszuweisen“. Diversifikation ist also der richtige Ansatz. Doch es bedarf passender Produkt-Ideen:

seren Konditionen für neue Veranlagungen. Die sicheren Bundesschätze mit 3monatiger Laufzeit bieten jedoch derzeit keinerlei Verzinsung, weshalb eine mögliche Alternative (bis zur Höhe der Einlagensicherung) in täglich fälligen Konten bei Online-Banken liegt: Beispielsweise bieten die Addiko Bank und die Renault Bank dafür 0,60% p.a..

Ziel ist ein Portfolio, das eine geringere Volatilität, eine geringere Korrelation zu den Aktienmärkten und eine bessere risikoadjustierte Performance aufweist als ein Long-only Fund. Ergebnis: 5-Jahres-Performance von 47,8% bei Volatilität von 9,9%; 12-Monats-Plus von 26,2% (per 8.3.). Im laufenden Jahr liegt der Fonds bereits 4,3% im Plus!

Short ETFs auf Staatsanleihen

Wer Währungs- und höhere Ausfallsrisiken in Kauf nimmt, setzt auch hochverzinste Geldmarktveranlagungen:

Als marktneutraler Long/Short-Equity Fund, der jeweils im gleichen Ausmaß aussichtsreiche Aktien kaufen und als Gegenposition korrekturgefährdete leer verkaufen muss, heuer mit 1,6% im Plus (per 9,3.) ist der: Old Mutual Global Equity Absolute Return Fund (ISIN: IE00BLP5S460). Er profitiert an der Performance-Differenz der beiden Aktien-Gruppen und liegt bei einer Volatilität von nur 4,15% in den vergangenen 5 Jahren 33,1% im Plus. Wer es noch ruhiger haben will, wirft einen Blick auf den Muzinich LongShort Credit Yield Fund (IE00BF8H6M17).

Steigende Zinsen treffen vor allem Staatsanleihen in den entwickelten Volkswirtschaften. Insbesondere deutsche Bundesanleihen drohen massiv unter Druck zu geraten, umso stärker, je länger deren Laufzeiten sind. Mit Short-ETFs auf Anleihenindizes, die das gewinnen, was der zugrundeliegende Index an Wert verliert, kann Profit aus steigenden Zinsen geschlagen werden. Unter diesem Aspekt kommt der Xtrackers II Eurozone Government Bond Short Daily Swap UCITS ETF (ISIN: LU0321463258) in Frage, der als Short-ETF invers an die Bewegung eines Staatsanleihenindex gekoppelt ist, in dem die Länder Frankreich, Italien und Deutschland mit jeweils 24,2, 23,7, bzw. 17,1 Prozent am stärksten gewichtet sind. Besonders in Deutschland sind Renditen 10jähriger Staatsanleihen von 0,40 bis 0,70% viel zu niedrig, weshalb hier noch mittelfristig eine größere Korrektur bevorstehen könnte, bei der Anleger vereinfacht ausgedrückt doppelt so viel gewinnen können, was der Bund-Future an Wert verliert. Dies ermöglicht der LYXOR DAILY DOUBLE SHORT BUND UCITS ETF (ISIN: FR0010869578), der heuer bereits gut 2% im Plus (per 8.3.) liegt. Noch besser entwickelte sich im laufenden Jahr (YTD) der Lyxor 10Y US Treasury Daily (-2x) Inverse UCITS ETF (ISIN: FR0011607084), der das 2-Fache gewinnt, was der 10jährige USTreasury verliert. Heuer (per 8.3.) liegt der ETF bereits 5,3% im Plus. Bundesschätze und Hochzins-Geldmarktfonds Auf der relativ sicheren Seite bei steigenden Zinsen sind Anleger mit Geldmarkt(nahen) High-Yield- und EM-Bond-Funds und Bundesschätzen mit nur 3monatiger Laufzeit, denn steigen die Zinsen so gibt es gleich nach Auslaufen der Altveranlagung die bes-

Kurzlaufende höher verzinste Titel aus Schwellenländer bietet beispielsweise der UBS(Lux)Emerging Economies Fund Global Short Term (ISIN: LU0509218169), der in den vergangenen 12 Monaten 7,5% (per 7.3.) im Plus liegt. Die durchschnittliche Laufzeit des Portfolios darf 12 Monate nicht überschreiten. Mit je 10,0 bzw. 9,7% am stärksten gewichtet sind der Chinesische Renminbi Yuan und der Koreanische Won, gefolgt von Mexikanischem Peso, Singapur-Dollar und Indischer Rupie. Als Länder sind Brasilien, Mexiko und Südafrika mit je 16,5%; 14,5% und 10,7% die größten Positionen. Zwar kein Schutz bei höheren Ausfallsraten und stark steigenden High Yield Spreads, aber ein gewisser Schutz gegen steigende Zinsen ist der M&G Global Floating High Yield Fund (ISIN: GB00BMP3SF82), der auf 3 Jahre (per 9.3.) 6,3% im Plus liegt. Der Fonds investiert in variabel verzinste Unternehmensanleihen mit niedrigem Rating. Alternativen die laufen und Low Vola Produkte Was läuft derzeit? Ein Screen durch in Österreich steuerlich als Meldefonds eingestufter Produkte brachte den Credit Suisse(Lux)Small and Mid Cap Alpha Long/Short Fund (ISIN: LU0525285697) ans Tageslicht. Dieser handelt mit europäischen Aktien, wobei der Fokus auf dem deutschsprachigen Raum liegt. Bei Small und MidCaps nützt das Fondsmanagement Marktineffizienzen aus. In Aktien mit höheren Korrekturrisiken wird auf fallende Kurse gesetzt und jene mit Aufholpotenzial (subjektiv wahrgenommen) werden als Long Positionen ins Portfolio aufgenommen. Per 31. Jänner liegen die Long-Positionen bei netto 22%.

Solide Portfoliobausteine mit 2 bis 3% p.a. netto sind noch diverse offene Immobilienfonds wie zum Beispiel der Real Invest Austria (ISIN: AT0000634365) oder der SemperReal Estate (ISIN: AT0000615158). Letzterer brachte es in den vergangenen 12 Monaten (per 9.3.) auf eine Performance von 2,05%. Strategische Schlussfolgerung Die hier beschriebenen Alternativen stellen Möglichkeiten zur Beimischung in ein klassisches Portfolio dar. Wer jedoch jetzt neu veranlagen möchte und vorsichtig ist, könnte sich an folgendem Portfoliovorschlag orientieren: Neuveranlagungs-Orientierungshilfe für Vorsichtige (Veranlagungsvolumen: 100.000 Euro) 35% Täglich fälliges Geld auf Online-Sparkonten 20% Geldmarkt(orientierte)-EM-Fonds und HY-Bond-Funds 15% Alternative Low Vola Produkte 15% Offene Immobilienfonds 15% Alternativen, die laufen Ziel dieser Veranlagung: Nettoperformance (nach Kosten und Steuern) von langfristig 1,5 bis 2,0% p.a. risControl 03/18 41


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Versicherungswirtschaft

Vorläufige Zahlen 2017 und Prognose für 2018 stiegen die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung um 8,6 Prozent. Die Steigerung in der Krankenversicherung betrug 5,2 Prozent. Katstrophenjahr 2017 2017 war das Jahr mit der zweithöchsten je registrierten Schadensumme durch Naturkatastrophen nach 2011. Weltweit hat sich die Schadensumme gegenüber dem Jahr 2016 nahezu verdoppelt. Sie stieg von 175 Milliarden US-Dollar auf 175 US-Dollar an. Auch Österreich blieb davon nicht verschont. Engagement im Ausland

Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove und Präsident KR Mag. Dr. Othmar Ederer

Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Barock-Suiten im Museumsquartier präsentierten Generalsekretär Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove und Präsident KR Mag. Dr. Othmar Ederer des österreichischen Versicherungsverbandes VVO die vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2017. Prämienentwicklung 2017 Ersten Berechnungen zufolge stiegen im Geschäftsjahr 2017 die Prämien sowohl in der Krankenversicherung (+3,0 Prozent) wie auch in der Schaden-Unfallversicherung (+3,2 Prozent). In der Lebensversicherung zeigt sich,

wie auch im vergangenen Jahr, ein Rückgang der Prämienentwicklung (-5,1 Prozent). Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen um 0,3 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 53,6 Prozent auf die Schaden-Unfallsparten, 34,0 Prozent auf die Lebensversicherung und 12,4 Prozent auf die Krankenversicherung. „Die gesamten Versicherungsleistungen des Jahres 2017 beliefen sich auf 14,2 Milliarden Euro – das ist ein Minus von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove. Der Rückgang der Leistungen beruht auf weniger Auszahlungen in der Lebenssparte (-12,7 Prozent). Allerdings

„Einige österreichische Versicherungsunternehmen haben sich in der Vergangenheit richtig entschieden und in die Staaten Zentral- und Südosteuropas expandiert“, so der Präsident Dr. Othmar Ederer. Mit rund 100 Töchtern sind die österreichischen Versicherer in über 20 CESEE-Staaten vertreten. Sie haben rund 40.000 Mitarbeiter und nehmen in vielen Staaten die Marktführerschaft ein. Das im Ausland erwirtschaftete Prämienvolumen betrug 2017 6,5 Milliarden Euro. Stabilität und Zuverlässigkeit Dr. Ederer bewertet die Erfolge der österreichischen Versicherungswirtschaft als Stabilitätsfaktor der Wirtschaft und von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Versicherungsunternehmen beschäftigen direkt und indirekt mehr als 60.000 Personen in ganz Österreich. Ausblick 2018 Die ersten Prämienprognosen für 2018 sind positiv und liegen für die Gesamtprämienentwicklung bei 1 Prozent. Der Wachstumstrend in der Schadenunfallversicherung sowie auch in der Krankenversicherung setzt sich auf gleichem Niveau fort, die Negativentwicklung in der Lebensversicherung wird sich verlangsamen. Der Präsident der VVO wünscht sich, auch im Hinblick auf IDD und DSGVO, etwas weniger Bürokratie und Verwaltungsaufwand in den kommenden Jahren.

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Helvetia Versicherung

Studie über Versicherungsverhalten

Die Helvetia Versicherung hat 500 junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren, die gerade den ersten Job angetreten haben oder demnächst antreten, zu ihrem Versicherungsverhalten und ihren Zukunftsplänen und -sorgen online befragt. Durchgeführt hat die Studie das Marktforschungsinstitut meinungsraum.at. Die Ergebnisse: 66 Prozent der österreichischen Berufseinsteiger gehen davon aus, für ihren Lebensabend nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. Geldsorgen über die Leistbarkeit von Wohnraum belastet 61 Prozent und 53 Prozent sorgen sich um die Leistbarkeit einer eigenen Familie. Mit 48 Prozent liegen die Sorgen über die eigene Gesundheitsvorsorge an dritter Stelle des Sorgenrankings der Generationen Y & Z. Junge Eltern machen sich deutlich mehr Sorgen über die Pflege ihrer Eltern und die eigene Pensionsabsicherung, über Arbeitsverlust sowie über Gewaltverbrechen und Internetkriminalität. Auffallend entspannt sind dagegen die 16–20-Jährigen: Ihnen bereiten zwar Ausbildungskosten mehr Sorgen als den 21–35-Jährigen, ansonsten ist ihr Sorgenniveau in allen Bereichen deutlich niedriger. Das größte Lebensziel ist für 86 Prozent der jungen Menschen ein gesunder und finanziell abgesicherter Lebensabend. Eine gute Partnerschaft folgt mit 82 Prozent auf Rang zwei, Hobbies finanzieren und ausüben zu können (77 Prozent) und ein eigenes Haus bzw. eine Eigentumswohnung (76 Prozent) liegen knapp dahinter. Die größten Unterschiede in den verschiedenen Altersklassen sind bei Freizeit und Beruf auszumachen: Reisen, eine steile berufliche Karriere und die eigenen Hobbies sind bei der Generation Z im Alter von 16 bis 20 Jahren deutlich wichtiger als bei den Millennials zwischen 21 und 35 Jahren. „Derzeit entspricht der Anteil dieser Altersgruppe etwa 11 Prozent unseres gesamten Polizzenportfolios. Mit über 90 Prozent zählen die meisten Verträge der Berufseinsteiger zum Bereich Schaden-Unfall, insbesondere zu KFZ (34 Prozent) und Haftpflicht/Rechtsschutz (33,5 Prozent). In die private Altersvorsorge und Unfallversicherung investieren mit 21 bzw. 10 Prozent aller „jungen Verträge“ noch viel zu wenige junge Erwachsene, obwohl das Bewusstsein für die Pensionslücke endlich

wächst“, erklärt Werner Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich. Versicherungsverhalten Trotz hoher Online-Affinität schließen junge Erwachsene Versicherungen nach wie vor am liebsten auf klassischen Wegen ab: Zwar informiert sich die Mehrheit (71 Prozent) gerne online, bei der Vertragsunterzeichnung wird dann aber der persönliche Abschluss (54 Prozent) dem Online-Abschluss (15 Prozent) deutlich vorgezogen. Männer (66 Prozent) stehen dem Online-Abschluss deutlich offener gegenüber als Frauen (44 Prozent) und informieren sich im Vergleich auch öfter online. Die wichtigste Hilfe bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt sind unter den Berufseinsteigern Empfehlungen von Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern (59 Prozent), erst danach folgen OnlineVergleichsangebote (41 Prozent) und unabhängige Berater (38 Prozent). Insgesamt ist die Gruppe der Berufseinsteiger auch wenig wechselwillig: Nur 24 Prozent geben in der Befragung eine hohe Wechselbereitschaft an. „Persönliche Beratung ist auch den jungen Generationen extrem wichtig – selbst den Digital Natives. Das zeigt sich auch daran, dass Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt essenziell sind – und oft bleiben die Kinder einfach beim Berater der

Eltern“, fasst Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich, zusammen. Die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für die Auswahl der Versicherung sind für Berufseinsteiger eine günstige Prämie und die finanzielle Stabilität des Anbieters, sowie ein maßgeschneidertes Angebot und persönliche Empfehlung. Die Verträge selbst verunsichern jedoch häufig: 62 Prozent halten Versicherungsverträge für sehr kompliziert und ebenso viele glauben, dass das „Kleingedruckte“ oft dazu führt, dass Versicherungen im Schadensfall nicht oder weniger zahlen. Daraus ergeben sich auch die drei wichtigsten Wünsche: schnelles und unkompliziertes Service, stete Erreichbarkeit der Versicherung und ansprechender Auftritt. Gefragt nach den Erwartungen an ein Versicherungsprodukt, nannten die Befragten am häufigsten erstens Leistbarkeit, zweitens Verständlichkeit bzw. Transparenz und – mit etwas Abstand – drittens dass die Produkte gut an die persönlichen Bedürfnisse angepasst sein müssen. Bei der Frage, welche Risiken in Zukunft versicherbar sein sollten, wurden die Bereiche Krankheiten mit spontanen Nennungen wie Zähne, Krebs, neue Krankheiten, Burn-out und Gesundheitsschäden durch digitale Geräte sowie Internetkriminalität (Identitäts- und Datendiebstahl, Onlinekäufe, Passwortschutz) an. Auch Umweltschäden, Smart Home-Technik und E-Mobility sind ein großes Thema.

Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich, Herbert Kling, Geschäftsführer von meinungsraum.at, Werner Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich risControl 03/18 43


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Helvetia Versicherung

Erfreuliches Jahresergebnis 2017

Äußerst zufrieden zeigt sich Vorstandsvorsitzender Dr. Otmar Bodner ob der veröffentlichten Zahlen des Jahresergebnisses 2017. Das Gesamtprämienaufkommen von Helvetia Österreich ist um 2,1 Prozent auf 494,9 Mio. Euro gestiegen (inkl. Transportgeschäft). Die Combined Ratio von 91,0 Prozent konnte um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Der Schaden-Unfallbereich ist um 4,3 Prozent auf 292,2 Mio. Euro gewachsen. Das KFZ-Segment legte um 4,4 Prozent auf 108,9 Mio. Euro zu. In den Sachsparten wurde ein Wachstum von 4,2 Prozent auf 183,2 Mio. Euro vermeldet. Stärkster Wachstumstreiber war die Unfallversicherung mit einem Prämienwachstum vom 5,2 Prozent. Der Netto-Schadensatz (IFRS) stieg aufgrund einiger Großereignisse leicht auf 62,1 Prozent an (2016: 61,3 Prozent). Die

Prämieneinnahmen im Lebensgeschäft liegen annähernd auf Vorjahresniveau – mit einem geringen Rückgang von 0,9 Prozent auf 202,8 Mio. Euro. Das Geschäft mit der fondsgebundenen Lebensversicherung konnte im Jahr 2017 um 11,8 Prozent ausgebaut werden. Der Ausblick auf 2018 ist weiterhin durch die Umsetzung der Strategie „Bester Partner und bester Arbeitgeber“ geprägt. Derzeit wird an der Entwicklung eines neuen Vertriebssystems, das noch besser auf die Bedürfnisse der Vertriebspartner zugeschnitten ist, gearbeitet. Werner Panhauser, Vertriebsvorstand: „Ziel ist, die technische Anbindung an Vermittler zu optimieren. Damit tragen wir dazu bei, den administrativen Aufwand für Vertriebspartner im Tagesgeschäft weiter zu reduzieren.“ Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der gesamten Helvetia Gruppe erhöhte sich um 2,2

Werner Panhauser

Prozent auf 502,4 Schweizer Franken. Das temporär maßgeblich von buchhalterischen Akquisitionseffekten beeinflusste IFRSErgebnis betrug 2017 CHF 402,9 Mio. und stieg damit um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Geschäftsvolumen betrug 2017 CHF 8.641,3 Mio., was einem Wachstum von 0,7 Prozent entspricht.

UNIQA

Volle Kriegskassa

Der UNIQA-Konzern konnte nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr mit 242,2 Millionen Euro Gewinn vor Steuern sein Ergebnis gegenüber 2016 um 7,4 Prozent steigern. Durch die Ergebnisverbesserung wird auch die Dividende von 49 auf 51 Cent pro Aktie erhöht. Insgesamt hat das Unternehmen über 700 Millionen Euro an Überschusskapital angehäuft. Mit der vollen Kriegskassa will die Assekuranz unter anderem ihr Digitalisierungsprogramm vorantreiben, erklärt UNIQA-Chef Andreas Brandstetter. Neben eigener Innovationszentren – 130 neue Mitarbeiter für Robotics, BigData und Machine Learning – und Kooperationen ist die UNIQA in sechs digitale Start-Ups investiert. Auch die Investitionen im Infrastrukturbereich sollen ausgebaut werden. Diese Investitionen seien in Zeiten niedriger Zinsen ein gutes Mittel für stabile und sichere Renditen, so Brandstetter und verweist auf Engagements bei französischen und slowakischen Autobahnen und den Flughafen Budapest. Nach dem Rückzug aus dem Italien-Geschäft will das Unternehmen auch verstärkt in die CEE-Kernmärkte investieren. Dort konnte 44 risControl 03/18

auch ein großer Teil des Prämienwachstums im vergangenen Jahr erwirtschaftet werden. Während in Österreich die verrechneten Prämien nur um 0,7 Prozent anstiegen, waren es im internationalen Geschäft 14,9 Prozent. Insgesamt stiegen die verrechneten Prämien 2017 um 4,9 Prozent. Höhere Umsätze, höhere Schadenssumme Dabei weisen alle drei Versicherungssparten 2017 positive Wachstumsraten auf. Die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen 2017 um 4,8 Prozent, in der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 3,8 Prozent und in der Lebensversicherung erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile vor allem durch einen starken Anstieg der Einmalerläge in Polen um 5,6 Prozent. Für den größten Teil der Umsätze in der Lebensversicherung sorgt der Bankenvertriebspartner Raiffeisen Versicherung. So werden rund drei Viertel aller Umsätze aus dem Neugeschäft in der Lebensversicherung über Raiffeisen lukriert.

Auf der Kostenseite erhöhten sich für die UNIQA die Versicherungsleistungen im vergangenen Jahr. Grund dafür waren die Naturkatastrophen in großen Teilen Österreichs. 120 Millionen Euro wurden dafür im letzten Jahr ausbezahlt. Im Durchschnitt liegt diese Quote jedoch lediglich bei 50 Millionen Euro, so Brandstetter. Insgesamt stiegen die Kosten bei Versicherungsleistungen um rund 140 Millionen Euro. Trotzdem konnte durch die gesunkene Kostenquoten bei der Lebensversicherung und der Krankenversicherung und durch eine Verbesserung des Combined Ratio (2016: 98,1%, 2017: 97,5%) das versicherungstechnische Ergebnis um 43,8 Prozent auf 106,2 Millionen Euro verbessern. Verkauf der Casino-Anteile Bestätigt wurde vor Journalisten auch der Verkauf eines 11,4-prozentigen Casino-AustriasAnteil an die tschechische Sazka-Gruppe. Durch die Differenz des Buchwerts von etwa konnte ein außerordentlicher Gewinn von rund 48 Millionen Euro erzielt werden, der im ersten Quartal 2018 ausgewiesen wird.


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NÜRNBERGER Versicherung

Private Vorsorgeplanung

Das Linzer Market Institut hat im Auftrag der NÜRNBERGER Versicherung erhoben, was Österreicher in Sachen privater Vorsorge planen. So gab rund ein Viertel der Befragten – dabei vorrangig die Jüngeren bis 29 Jahre – an, in nächster Zeit mehr Geld für die Vorsorge aufwenden zu wollen. Derzeit liegt die monatliche Investitionshöhe in der privaten Vorsorge bei knapp 40 Prozent der Befragten zwischen 50 und 150 Euro. Rund 25 Prozent – darunter vermehrt Ältere – legen monatlich mehr als 200 Euro zur Seite. Im Hinblick auf eine langfristige Vorsorge sind vor allem kostenfreie Änderungen und Ergänzungen wie Vertragsänderungen, Prämienänderungen oder Zuzahlungen ein Thema. Die Frage, wie wichtig es sei, dass in einer Altersvorsorge – zusätzlich zum Vermögensaufbau – auch eine Risikoabsicherung integriert ist, bewertete rund die Hälfte der Befragten mit „sehr wichtig“. Dabei war der Absicherungswunsch einzelner Risiken im

Detail sehr ähnlich ausgeprägt: Unfall 57 Prozent, Pflege 55 Prozent, Ableben 52 Prozent und Berufsunfähigkeit 47 Prozent. Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung Österreich: „Es ist erfreulich, dass sich die Menschen immer stärker mit dem Thema der privaten Altersvorsorge auseinandersetzen. Gehen doch knapp zwei Drittel der Befragten in unserer Studie davon aus, später mit der staatlichen Pension allein nicht das Auslangen für die Erhaltung des Lebensstandards zu finden. Was die Kombination von Anspartarifen mit Biometriezusätzen betrifft, gibt es sicher noch einigen Nachholbedarf. Den Menschen ist zwar bewusst, wie wichtig das Thema Risikoabsicherung ist, doch nicht immer macht sich dies in der Vorsorgeplanung bemerkbar.“ Aus diesem Grund hat die NÜRNBERGER Vorsorgepakete wie die „Dreifach-Vorsorge“ entwickelt, die neben einem Haupttarif für den Vermögensaufbau auch Zusatzversicherungen

Kurt Molterer

für den Fall der Berufsunfähigkeit und der Pflege im Alter umfasst. „Eine langfristige Altersvorsorge wird erst in Kombination mit der Sparzielsicherung und der entsprechenden Pflegevorsorge zu einem umfassenden Vorsorgekonzept“, so Molterer.

Transparency International – Austrian Chapter

Österreichs Korruptionsniveau stagniert

Im kürzlich veröffentlichten Corruption Perceptions Index (CPI) 2017 von Transparency International liegt Österreich gemeinsam mit Belgien und den USA auf Rang 16 von insgesamt 180 erfassten Staaten. Umso höher der Rang, umso weniger korrupt wird der Staat international wahrgenommen. Die ersten drei Ränge belegen heuer Neuseeland, Dänemark und Finnland – Somalia, Südsudan und Syrien bilden das Schlusslicht. Der Korruptionswahrnehmungsindex stützt sich auf verschiedene Umfragen und Untersuchungen, die von mehr als zehn unabhängigen Institutionen durchgeführt werden. Der Index ist zusammengesetzt aus vergleichenden Länderanalysen von NGOs, Stiftungen und Unternehmensberatungsagenturen sowie Umfragen unter Manager vor allem international tätiger Unternehmen aus den vergangenen ein bis drei Jahren. Nach einem Absturz Österreichs in den Jahren 2012 (Rang 25) und 2013 (Rang 26) und dem darauffolgenden leichten Aufwärtstrend, 46 risControl 03/18

zeigten sich in den letzten zwei Jahren keine signifikanten Veränderungen in der internationalen Wahrnehmung Österreichs hinsichtlich Korruption. Im EU-Vergleich liegt Österreich weiterhin nur im Mittelfeld. „Die weitgehende Stagnation Österreichs im CPI ist Besorgnis

erregend und ein deutliches Signal an Politik, Wirtschaft und Verwaltung“, warnt Prof. Eva Geiblinger, Vorstandsvorsitzende von Transparency International – Austrian Chapter (TI-AC). „Der zögerlich begonnene Weg in Richtung mehr Transparenz und Korruptionsfreiheit wird viel zu langsam und nicht konsequent genug weitergegangen.“ „Der CPI-Wert bildet den Mittelwert aus den für den jeweiligen Staat zugrundeliegenden Studien, umgerechnet auf eine Skala zwischen 0 (umfassende Korruption) und 100 (keine Korruption)“, erläutert Dr. Hubert Sickinger, Beiratsmitglied von TI-AC. Österreich erreicht auf dieser Skala heuer 75 Punkte. „Wenn Österreich langfristige und signifikante Verbesserungen bei der AntikorruptionsArbeit erreichen und wieder zurück in die Top 10 des CPI will, braucht es aber nicht nur ein öffentliches und glaubwürdiges Bekenntnis zu mehr Transparenz in Politik und Wirtschaft, sondern auch eine aktive Umsetzung der nötigen Schritte“, betont Prof. Eva Geiblinger.


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Global Risks Report

Risiko nimmt weltweit zu

Wie bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war, werden die globalen Risiken auch 2018, weiter zunehmen. Die Bereiche mit dem größten Gefahrenpotential sind Umwelt, Cyberbedrohungen und geopolitische Risiken. Das ist das Resultat des jährlichen Global Risks Reports des Weltwirtschaftsforums. Zwar bietet der weltwirtschaftliche Aufschwung eine Chance für Staats- und Regierungschefs, globale Lösungen für die weltweiten Risiken zu entwickeln, jedoch wird diese Möglichkeit zunehmend durch nationalistische und populistische Politik, die zu nationalstaatlichen Alleingängen führt ungenutzt gelassen, zeigt der Global Risks Report 2018. Der Global Risks Perception Survey (GRPS) des Weltwirtschaftsforums hat rund 1000 globale Experten und Entscheidungsträger zum Risikoverlauf im Jahre 2018 befragt. 59 Prozent der Antworten weisen auf eine Intensivierung der Risiken hin. Nur sieben Prozent der Antworten hingegen lassen auf abnehmende Risiken schließen. Unter allen Risiken gaben die Umweltrisiken den Experten am meisten Anlass zur Sorge. Alle fünf Risiken der Umweltkategorie – extreme Wetterereignisse, Verlust der biologischen Vielfalt, große Naturkatastrophen, vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen, Scheitern von Klimaschutz bzw. Anpassung an den Klimawandel – wurden sowohl in Bezug auf Wahrscheinlichkeit, als auch in Bezug auf die Auswirkungen hoch eingestuft. Extreme

Wetterereignisse stellen laut GRPS das größte Einzelrisiko dar. Cyberrisiken bedrohen ganzes Wirtschaftssystem Auch die Cybersicherheitsrisiken nehmen zu – sowohl hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit als auch was das Störpotential betrifft. So haben sich bereits in der Vergangenheit die Angriffe auf Unternehmen innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Beträchtliche Auswirkungen hatten zum Beispiel der WannaCryAngriff, von dem 300.000 Computer in 150 Ländern betroffen waren, und NotPetya, der bei einer Reihe betroffener Unternehmen Quartalsverluste von 300 Millionen USDollar verursachte. Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur schüren Befürchtungen, dass Angreifer im schlimmsten Fall einen Zusammenbruch der Systeme verursachen könnten, die für ein Funktionieren unserer Gesellschaften unentbehrlich sind. Groß angelegte Cyberangriffe werden von den Experten in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit an dritter Stelle gereiht, während die zunehmende Cyberabhängigkeit als zweitstärkster Faktor für die globale Risikolandschaft in den nächsten zehn Jahren gilt. „Zwar wird das Cyberrisikomanagement immer besser, aber Unternehmen und Regierungen müssen noch wesentlich mehr in Widerstandsfähigkeit investieren, wenn verhindert werden soll, dass

Das Schadprogramm WannaCry für Windowsurde im Mai 2017 für einen schwerwiegenden Cyberangriff genutzt und befiel 300.000 Computer in 150 Ländern (rot markiert), darunter auch mehrere global tätige Unternehmen. 48 risControl 03/18

John Drzik

die Schutzlücke zwischen wirtschaftlichen und versicherten Schäden genauso groß wird wie bei Naturkatastrophen“, erklärt dazu John Drzik, Chef von Global Risk and Digital bei Marsh. Geopolitische Reibungen gefährden Sicherheit Cyberbedrohungen nehmen auch deshalb zu, weil die stärker werdenden geopolitischen Reibungen dazu beitragen, dass solche Angriffe sowohl häufiger als auch komplexer werden. Denn während zwar die Wirtschaftsindikatoren darauf hindeuten, dass sich die Weltwirtschaft auf dem richtigen Weg befindet, verschlechtert sich die geopolitische Lage dramatisch. 93 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die politischen oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen Großmächten verschärfen werden und fast 80 Prozent erwarten eine Zunahme der Risiken, die mit einem Krieg unter Beteiligung von Großmächten verbunden sind. Hinzu kommt ein wachsender merkantilistischer und protektionistischer Druck vor dem Hintergrund einer zunehmend nationalistischen und populistischen Politik. Trotz der guten Ausgangslage der Wirtschaft in vielen Teilen der Welt wird die wirtschaftliche Ungleichheit und dabei insbesondere die negativen Folgen des technologischen Fortschritts und der damit verbundenen hohen strukturellen Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung als drittgrößtes Risiko weltweit gesehen.


MARKT

Allianz SE

Allianz trotzt den Wetterkatastrophen

Trotz Naturkatastrophen konnte die Allianz ihr operatives Ergebnis im vergangenen Jahr stabil halten (+0,4%). Der Nettogewinn sank leicht um 1,7 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Die Dividende soll dennoch um 40 Cent auf acht Euro pro Aktie erhöht werden. Im vergangenen Jahr zahlte die deutsche Assekuranz insgesamt allein für Naturkatastrophen Leistungen in der Höhe von 1,1 Milliarden Euro an Kunden aus. Dies führte auch dazu, dass der Bereich Schaden-Unfall mit einem operativen Ergebnis von -7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bilanzierte. Daher stieg auch die Schaden-Kosten-Quote um 0,9 Prozent auf 95,2 Prozent. „Aufgrund der

starken zugrundeliegenden Leistungskennzahlen halten wir an unserem Ziel fest, die Schaden-Kosten-Quote bis Ende 2018 auf nachhaltige 94 Prozent zu verbessern“, sagte Giulio Terzariol, Finanzvorstand der Allianz. Im Jahr 2017 wuchs das operative Ergebnis im Asset Management um 10,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Insgesamt flossen rund 150 Milliarden Euro von außerhalb des Konzerns in die Fonds und Anlagevehikel der beiden Vermögensverwalter Pimco und Allianz Global Investors. „Das war ein Meilenstein für den Geschäftsbereich Asset Management“, erklärt dazu Jacqueline Hunt, Mitglied des Vorstands der Allianz.

Jacqueline Hunt

Allianz Gruppe

Zinspolitik auf dem Rücken der heimischen Haushalte

Die aktuelle Allianz-Studie „Das Nettozinseinkommen der privaten Haushalte“ zeigt auf, welche dramatischen Auswirkungen die Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in den vergangenen neun Jahren im Euroraum hat. „Geldpolitik hat verteilungspolitische Wirkungen, extreme Geldpolitik hat extreme verteilungspolitische Wirkungen“, kommentiert Martin Bruckner, Vorstandssprecher der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Aus der Studie geht hervor, dass die österreichischen Haushalte durch die anhaltende Niedrigzins-Politik

seit dem Jahr 2008 insgesamt 10,4 Milliarden Euro an Nettozinseinkommen verloren haben – pro Kopf bedeutet das ein Minus von rund 1.300 Euro. Treiber dieser Entwicklung hierzulande seien vor allem die Zinserträge, die im Betrachtungszeitraum um 80 Prozent einbrachen – obwohl die Vermögenswerte um 20 Prozent zulegten. Zwei Seiten der Medaille Doch nicht nur Österreich müsse eine negative Entwicklung verkraften – auch die privaten Haushalte in den Niederlanden (-4,1 Milliar-

den Euro), Frankreich (-16,0 Milliarden Euro), Belgien (-41,5 Milliarden Euro), Deutschland (-95,9 Milliarden Euro) sowie Italien (-163,8 Milliarden Euro) haben kräftig verloren. Zu den Gewinnern zählen hingegen vor allem die privaten Haushalte in Finnland (11,2 Milliarden Euro), Portugal (26,1 Milliarden Euro) und Spanien (124,5 Milliarden Euro). Das positive Abschneiden dieser Länder sei vor allem auf deutlich verminderte Zinsausgaben (fallende Zinsen plus Schuldenabbau) zurückzuführen. Die Situation der österreichischen Volkswirtschaft als Ganzes habe sich dabei mit Blick aufs Nettozinseinkommen gegenüber dem Beginn der Krise kaum verändert. Jedoch gibt es auch dabei zwei Seiten: Während laut Studie die privaten Haushalte auf der „Verliererseite“ stehen, sind die Unternehmen in Österreich die großen Profiteure der Niedrigzinsen. Sie erzielten seit 2008 ein Plus von knapp 11 Milliarden Euro beim Nettozinseinkommen. Bei Banken und Staat kam es dagegen nur zu geringen Veränderungen. „Um den Folgen der Verteilungspolitik der EZB entgegenzuwirken, ist eine stärkere Ausrichtung auf kapitalmarktnahe Produkte notwendig. Das Sparbuch hat zum Zweck des Vermögensaufbaus schon lange ausgedient“, so Bruckner. risControl 03/18 49


MARKT

ARISECUR / schlau-finanziert

Exklusive Partnerschaft

ARISECUR, der Versicherungsprovider, hat mit schlau-finanziert einen neuen, exklusiven Partner für Immobilienfinanzierung gefunden. Neben einem umfassenden Maklerverwaltungsprogramm, einer Vielzahl an Vergleichsrechnern und eigenen Konditionen bei allen Versicherern, stellt die neue Kooperation ein weiteres und hochwertiges Service für alle ARISECUR-Partner dar. schlaufinanziert ist ein Salzburger Unternehmen mit derzeit fünf Filialen in Österreich. Es unterstützt im Rahmen der Zusammenarbeit mit ARISECUR die Vertriebspartner im gesamten Prozess der Immobilienfinanzierung

Mag. Josef Bauer

und positioniert sich als transparenter und kompetenter Partner für all jene Branchen, die sich immer wieder mit der Thematik der Finanzierung konfrontiert sehen. „schlaufinanziert versteht sich als Dienstleister, und das gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen leisten wir unsere Dienste direkt am Endkunden, und zum anderen unterstützen wir auch branchennahe Berufsgruppen mit unserer Fachkompetenz, damit diese ihre Kunden halten und gegebenenfalls weitere Verträge im Rahmen einer Immobilienfinanzierung abschließen können. Der wesentliche Vorteil besteht aber darin, dass wir über jahrelanges Know-how und einen Zugriff auf exklusive Kreditkonditionen verfügen, wodurch unsere Partner sicher sein können, dass ihre Kunden bei uns bestens aufgehoben sind“, weiß Mag. Josef Bauer, Geschäftsführer der schlau-finanziert-Finanzierungsvermittlung GmbH. „schlau-finanziert ist für uns der ideale Partner. Zum einen können Versicherungsvermittler durch die Zusammenarbeit mit den Finanzierungsvermittlern eine wichtige Lücke in ihrem Geschäftsfeld schließen und zum anderen können wir eine weitere inhaltliche Kompetenz für unsere Partner bereitstellen. Unser Ziel ist es, die Arbeit unserer Partner zu erleichtern – durch die exklusive Kooperation mit schlau-finanziert nähern wir uns diesem

Andreas Büttner

Vorhaben ein gutes Stück“, so Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR, erfreut. Die Idee hinter der Kooperation ist schnell erklärt. Denn es liegt im Interesse beider, einen starken und verlässlichen Kompetenzpartner an ihrer Seite zu wissen, um Kundenbedürfnisse vollumfänglich abdecken zu können. Damit dies gelingt, hat schlau-finanziert gleich mehrere Partnerschafts-Varianten entwickelt.. Für Makler besonders interessant sind dabei die Lizenzmodelle „Vertriebspartner light“ und „Tippgeber“. In diesen PartnerschaftsVarianten profitiert der Makler nicht nur durch die Erweiterung seines eigenen Portfolios – durch mögliche zusätzliche Versicherungen im Rahmen der Immobilien-Finanzierung –, sondern erhält eine Vermittlungsprovision oben drauf.

KPMG Austria GmbH

Beliebte Investitionsziele

Die weltweiten Investitionen in Fintechs sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: Wurden 2016 in Summe USD 24,7 Mrd. investiert, so kamen Fintechs im Jahr 2017 auf USD 31 Mrd. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen KPMG-Studie „The Pulse of Fintech“, bei der die weltweiten Investitionen in diesem Start-up-Segment analysiert werden. Waren die Investoren im letzten Jahr noch vorsichtig aufgrund von Brexit, der US-Präsidentschaftswahl und Schwankungen der Wechselkurse, legten sie im Jahr 2017 wieder kräftig zu. „Der globale FintechMarkt hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt“, sagt Michael Petritz, 50 risControl 03/18

KPMG Tax Partner und Start-up-Experte. „Der Sektor hat einen Reifegrad erreicht, wo Investoren nicht länger experimentieren. Ziel ist es, mithilfe von Fintechs die digitale Transformation ihres eigenen Geschäfts voranzutreiben.“ Global betrachtet stechen laut KPMG-Studie insbesondere die USA hervor: Hier wurde 2017 rund die Hälfte aller globalen Fintech-Investitionen im Wert von USD 15,2 Mrd. getätigt. In Europa kam es zu einer deutlichen Steigerung des Investitionsvolumens: von USD 2,2 Mrd. im Jahr 2016 auf USD 7,44 Mrd. im Jahr 2017. In Asien fielen die Investitionen im FintechSektor eher moderat aus und erreichten 2017

lediglich USD 3,85 Mrd. 2016 waren es noch USD 10 Mrd. Insurtech und Blockchain Im Hinblick auf die Teilbranchen des FintechSektors verzeichneten diese Bereiche im vergangenen Jahr ein rekordverdächtiges Investitions- und Venture Capital-Volumen. Flossen in Start-ups aus dem Versicherungsbereich im Jahr 2016 knapp USD 1,2 Mrd., konnte 2017 mit USD 2,1 Mrd. (247 Deals) eine erneute Steigerung erzielt werden. Im Bereich Blockchain wurden 92 Investmentgeschäfte in Höhe von USD 512 Mio. getätigt.


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MARKT

Maklervereinigungen

Ergebnisse des Trendbarometers

Immer mehr Versicherungsmakler schließen sich Vereinigungen an – das hat der aktuelle Trendbarometer der Marktforschungsgesellschaft wissma im Auftrag des Österreichischen Versicherungsmaklerringes ergeben. Die Entwicklung ist aus Sicht von wissmaChefin Katja Meier-Pesti vorgegeben: 37 Prozent der befragten Makler haben sich einer Maklervereinigung mit mehr als zehn Mitgliedern angeschlossen, fünf Prozent sind Mitglied einer Vereinigung mit weniger als zehn Mitgliedern, weitere acht Prozent wollen im nächsten Jahr einer Vereinigung beitreten. Damit wäre dann jeder zweite Makler (50 Prozent) bei einem Verbund, verglichen mit

39 Prozent im Befragungszeitraum 2015/16. Meier-Pesti erklärt diese Entwicklung mit den steigenden regulatorischen und administrativen Verpflichtungen. In der laufenden Befragung zum Trendbarometer beurteilen die Makler Sparten wie Berufsunfähigkeit, Kranken- und Unfallversicherung, Lebensversicherung, Eigenheim-Haushalt und Rechtsschutz. Die Ergebnisse fließen in den Assekuranz Award Austria (AAA) ein, der am 11. April 2018 zum zwölften Mal in Linz vergeben wird. Bis Mitte Februar haben rund 450 Makler an der Befragung teilgenommen, bis zum Ende am 5. März sollen es 600 werden. Wie auch in den vergangenen Jahren werden ausschließlich

Versicherungsmakler und Vermögensberater befragt. Um die Aktualität der Ergebnisse zu gewährleisten, werden nur Versicherungen bewertet, die in den letzten 12 Monaten vermittelt wurden. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Makler 2018 auch spartenmäßig verteilt genauso gerne vermitteln wie 2016. Nur in der Häufigkeit gibt es kleine Verschiebungen. So hat die Zahl der vermittelten Krankenversicherungen zugenommen (37 Prozent der Makler vermitteln Krankenversicherungen 2018 häufig, 2016 waren es nur 33 Prozent), während die Lebensversicherungen durch die Bank rückläufig sind.

Oberösterreichische Versicherung

IDD-Richtlinie vorzeitig umgesetzt

Die Oberösterreichische Versicherung AG hat als eine der ersten die neue EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD vor dem gesetzlichen Inkrafttreten umgesetzt. Kern der Neuerung ist ein umfassender Beratungsprozess, der am Ende zu einer informierten Kundenentscheidung führt. Mit dem neuen „Keine Sorgen Check“ werden vorerst die Risken des Kunden auf Basis seines persönlichen Umfelds ausgelotet. Der Versicherungsberater entwickelt daraus eine Empfehlung für den Kunden und informiert ihn über die Produkte anhand von branchenweit standardisierten Produktinformationsblättern. Am Ende soll der Kunde selbst entscheiden können, welchen Versicherungsschutz er für sich braucht. Das gesamte Beratungsgespräch

wird in einem Beratungsprotokoll festgehalten. Dadurch sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit auch im Nachhinein gesichert. „Die neue Form der Versicherungsberatung ist zwar deutlich aufwendiger und zeitlich anspruchsvoller, sie gewährleistet aber einen bisher in der Breite nicht da gewesenen Qualitätsanspruch und eine neue Transparenz im Verkauf von Versicherungsprodukten. Kunde und Berater erarbeiten gemeinsam den passenden Versicherungsschutz“, betont Generaldirektor Dr. Josef Stockinger. „Die Oberösterreichische Versicherung ist damit Qualitätsvorreiter. Wir haben ganz bewusst die von der EU eingeräumte Aufschubfrist für die Umsetzung von IDD bis Oktober nicht in Anspruch genommen und wollen ab sofort

Dr. Josef Stockinger

den Kunden den neuen Qualitätsanspruch in Sachen Versicherung ermöglichen.“

Creditreform

Insolvenzstatistik 2017

2017 gab es 13.494 Firmen- und Privatinsolvenzen in Österreich (-8,5 %). Die Firmeninsolvenzen sanken somit auf den niedrigsten Stand seit 2002. Alle Bereiche, auch die Abweisungen mangels kostendeckendem Vermögen, waren 2017 rückläufig. Die Hauptursachen der Insolvenzen liegen weiterhin 52 risControl 03/18

überwiegend bei kaufmännischen Fehlern im starken Wettbewerb und bei Forderungsverlusten. Positive Entwicklungen gab es in der Industrie, im Bau und im Handel dank starker Konjunktur. Jedoch ist im Jänner 2018 nichts mehr von der guten Entwicklung zu spüren, die Firmeninsolvenzen sind um 15,6

Prozent gestiegen. Bei den Privatinsolvenzen war das Jahr 2017 geprägt von der Reform des Insolvenzrechts: Die meisten haben das Jahr 2017 abgewartet. Bereits in den ersten vier Wochen des Jahres 2018 stieg daher die Zahl der Anträge auf Privatinsolvenz von 67 Prozent.


MARKT

ARAG Österreich

Gutes Ergebnis – Übernahmen am Markt geplant

„Gemäß unserer vorläufigen Bilanz blicken wir auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. So wachsen wir stärker als der Markt und dies bei gleichzeitig guter Ertragslage“, so das Resümee von Dr. Matthias Effinger, CEO der ARAG Österreich. Die Bestandsprämien sind um 4,8 Prozent auf 61,8 Mio. Euro gestiegen. Das reine Neugeschäft verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 24,8 Prozent und die Produktion, Neuund Mehrprämie verzeichnete einen Anstieg

Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender

von 22 Prozent. Die Stornos wurden um 6,3 Prozent auf 3 Mio. Euro gesenkt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 110. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist auf 20,1 Mio. Euro gewachsen. Hierbei entfallen 16,6 Mio. Euro auf das versicherungstechnische Ergebnis bei einer Combined Ratio von 72,6 Prozent. Die Gesamtschadenreserve in Höhe von 128,7 Mio. Euro ist aufgrund der guten Schadenentwicklung gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. Euro leicht gesunken. Aufgrund der starken Schaden-Zyklizität am lokalen Rechtsschutzmarkt erhebt die ARAG Österreich eine rollierende 10-Jahres-Combined Ratio. Trotz zuletzt ertragsstarker Jahre liegt diese mit 105,6 Prozent im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2017 immer noch über 100 Prozent, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr (108,3 Prozent) erneut klar verbessert. Über das gute Ergebnis ist Mehrheitseigentümer und Vorstandsvorsitzender des ARAG Konzerns, Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender, sehr zufrieden. „Wir haben das Geschäftsmodell der ARAG Österreich in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich neu ausgerichtet. Dabei konnten wir unsere Stellung als spezialisierter Partner der ungebundenen Vermittler in

einem für den Konzern strategisch wichtigen Markt weiter ausbauen. Diese Neuausrichtung war der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt, wobei wir unter anderem auch wertvolle Hinweise unserer lokalen, unabhängigen Vertriebspartner zielgerichtet umsetzen konnten. Unser Ziel ist es, in Österreich weiter zu wachsen – sowohl organisch als auch anorganisch. Sollten sich Kaufopportunitäten ergeben, so werden wir diese genau prüfen“, so Faßbender.

positiv sind, waren die Unterschiede zwischen den überbetrieblichen Pensionskassen in den einzelnen Veranlagungskategorien doch beträchtlich: In der Anlageklasse „aktiv“, die einen Aktienanteil zwischen 32 und 40 Prozent aufweist, liegen zwischen dem Bestplatzierten und dem Letztplatzierten 4,62 Prozentpunkte. Angesichts der noch immer anhaltenden Niedrigzinsphase ist die Performance der überbetrieblichen Pensionskassen beachtlich, was auch auf die stabile Weltwirtschaft im Jahr 2017 zurückzuführen ist. „Die Pensionskassen haben durch richtige taktische Asset Allokation und gezielten Fokus auf bestimmte Regionen das Beste daraus gemacht“, kommentiert Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich. Wichtig waren dabei neben einer aktiven Gestaltung der Asset Al-

lokation die stete Beobachtung und Reaktion des Kapitalmarkts. Der Fokus auf Emerging Markets und Alternative Investments haben ebenfalls performanceunterstützend gewirkt. Zum Teil gute Ergebnisse haben auch die acht Anbieter der Vorsorgekassen erwirtschaftet. Diese verwalten das Geld der „Abfertigung Neu“. Wegen der gesetzlich vorgesehenen kurzen Mindestbindefrist von drei Jahren wird das Kapital 2 von diesen Kassen sehr defensiv angelegt. Trotzdem konnte die VALIDA als bester Anbieter des Jahres 2017 eine Performance von 3 Prozent erzielen. Auf den Rängen zwei und drei liegen fair-finance mit 2,61 Prozent sowie die APK mit 2,29 Prozent. Im Durchschnitt aller Vorsorgekassen lag die Rendite 2017 bei 2,15 Prozent (2016: 2,25 Prozent).

Dr. Matthias Effinger

Pensionskassen Die Gesamtperformance der österreichischen Pensionskassen lag für das Jahr 2017 bei 6,13 Prozent (2016: 4,18 Prozent). Die überbetrieblichen Pensionskassen erwirtschafteten ein Plus von 6,34 Prozent, die betrieblichen Pensionskassen ein Plus von 4,07 Prozent (2016: 4,08 bzw. 5,13 Prozent). Bei den überbetrieblichen Pensionskassen belegen laut Mercer-Analyse APK und VBV je zwei erste Plätze: Die APK wurde Sieger in den durch ihren Aktienanteil definierten Anlagekategorien „konservativ“ ( Jahresrendite 6,94 Prozent) und „ausgewogen“ (7,10 Prozent), die VBV in den Kategorien „defensiv“ (4,61 Prozent) und „dynamisch“ (8,79 Prozent). Die VALIDA Pensionskasse führt das Ranking in der „aktiven“ Kategorie mit 8,99 Prozent an. Wenngleich die Ergebnisse der Spitzenreiter

risControl 03/18 53


MARKT

ACREDIA

Internationales Inkasso Ranking

Der Kreditversicherer ACREDIA, Mitglied der weltweiten Euler Hermes-Gruppe, hat Inkassoverfahren in 50 Ländern untersucht, um herauszufinden, mit welcher Wahrscheinlichkeit Exporteure ausständige Rechnungen bezahlt bekommen. Drei Hauptfaktoren wurden dabei berücksichtigt: Zahlungspraktiken, lokale Gerichtsverfahren sowie das Insolvenzverfahren in den betreffenden Ländern. Westeuropa punktet mit den effizientesten Inkassoverfahren: Deutschland, Schweden, die Niederlande sowie auch Österreich zählen zu jenen Ländern mit dem niedrigsten Komplexitätsgrad. Schweden und Deutschland führen das Ranking mit den besten Zahlungspraktiken, den einfachsten Gerichtsverfahren sowie dem wirksamsten Insolvenzrecht an. Griechenland und Italien

zählen in der gesamteuropäischen Betrachtung übrigens zu den einzigen beiden Ländern mit hoher Inkassokomplexität. ie Nahost-Länder Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bilden im Vergleich der 50 wichtigsten Handelsnationen das Schlusslicht: Das internationale Inkassoverfahren in Saudi-Arabien ist beispielsweise dreimal so kompliziert wie in Schweden. Ebenfalls mit hoher Komplexität auf der Inkasso-Skala: Malaysia, China, Russland, Mexiko, Indonesien und Südafrika. ACREDIA Vorständin Gudrun Meierschitz unterstreicht: „Österreichs Export-Weltmeister sind zumeist mittelständische Firmen. Unbezahlte Rechnungen können für sie schnell existenzbedrohend werden. Deswegen ist die umfassende Einschätzung der Vertragspartner

Gudrun Meierschitz

von Anfang an die verlässlichste Basis, vor allem in Ländern mit komplexen Rahmenbedingungen. Allgemein gilt: Ist das Geld nach 60 Tagen noch nicht da, wird es höchste Zeit, Inkasso-Experten mit internationaler Erfahrung einzuschalten.“

CRIF

Branchenreport Industrie

In der Erhebung zu Beginn des heurigen Jahres hat die Wirtschaftsauskunftei CRIF Österreich erstmals einen Blick auf die heimische Industriebranche geworfen. Ermittelt wurde unter anderem die Anzahl der Neugründungen und Insolvenzen der Jahre 2013 bis 2017. Im Jahr 2017 entfielen 4,0 Prozent der österreichweiten Neugründungen auf Industrieunternehmen. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von ca.

14,9 Prozent. Im Fünfjahresvergleich war das Jahr 2016 mit einem Anteil der neugegründeten Industrieunternehmen von 4,3 Prozent am stärksten. Oberösterreich (21,6 Prozent) und Niederösterreich (18,2 Prozent) führen auch 2017 das Bundesländerranking an; dort wurden am häufigsten neue Industriebetriebe gegründet. Die Schlusslichter bilden Vorarlberg (3,9 Prozent) und das Burgenland (3,5 Prozent). „Auch wenn unterm Strich im Jahr

2017 weniger Industrieunternehmen als im Vorjahr gegründet wurden, erlebt Österreichs Industrie im Moment eine klassische Hochkonjunktur. So entwickelt sich hierzulande derzeit kein anderer Wirtschaftsbereich dynamischer. Auch im internationalen Vergleich ist Österreich ein höchst wettbewerbsfähiger Industriestandort. Das stimmt auch für das Jahr 2018 optimistisch“, so Boris Recsey, Geschäftsführer CRIF Österreich.

DONAU Versicherung

Ausbildung und Karrierechancen

Auch heuer nimmt die DONAU Versicherung wieder 25 Lehrlinge auf. 50 Lehrlinge bildet die Versicherung derzeit in ganz Österreich aus. DONAU zählt damit zu den führenden Lehrlingsausbildnern der Versicherungsbranche. Am 15. März lädt die Versicherung zu einem Lehrlings-Info-Tag nach Wien ein. Dort werden unter anderem Lehrlinge, welche derzeit ihre Ausbildung absolvieren, Einblicke in ihr Berufs- und Ausbildungsleben geben. Zum weiteren Ausbau der Beratungskapazität 54 risControl 03/18

plant DONAU die Aufnahme von bis zu 100 neuen Versicherungs- und Vorsorgeberatern in ganz Österreich. „Unsere Strategie stellt Kunden und ihre Bedürfnisse klar in den Mittelpunkt. Wir setzen voll auf persönliche Vor-Ort-Beratung. Als einer der TopVersicherer in Österreich wollen wir unseren Anspruch der absoluten Kundenorientierung weiter ausbauen und langfristige Arbeitsplätze in allen Regionen Österreichs schaffen. Wir suchen Beratungstalente, die kundenorientiert

Mag. Harald Riener

denken und handeln“, erläutert Vertriebsvorstand Mag. Harald Riener.


VERANSTALTUNG

ÖBV Versicherung

Hans Glaser-Ausstellung

Mit dem Wiener Künstler Hans Glaser startete die ÖBV in das Ausstellungsjahr 2018. Unter

dem Titel DAILY NEWS zeigt Glaser einen repräsentativen Querschnitt seines vielfäl-

Josef Trawöger, ÖBV Vorstandsvorsitzender, Mag.art Hans Glaser, Künstler, Jacqueline Chanton, Kuratorin, Dr. Silvie Aigner, Laudatorin, Astrid Valek, MAS, MBA, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation, Alexander Czjzek, Musik, Günter Blumthaler, ÖBV Aufsichtsrat vor Hans Glasers „Daily News“, Öl auf Leinwand, im ÖBV Atrium

tigen Schaffens. Basis von DAILY NEWS sind Zeichnungen, deren Motive öffentlichen Printmedien entnommen sind. „Das tägliche Nebeneinander von Abbildungen unterschiedlichen Inhalts wie Liebe, Mord, Mode u.a. inspiriert und fasziniert mich“, erzählt der Künstler. „Mit den Arbeiten dieser Serie thematisiere ich die Absurdität des Nebeneinanders der täglichen Nachrichten und lasse daraus eine neue Geschichte entstehen.“ Glasers von Experimentierfreude gekennzeichnetes Gesamtwerk, welches Grafik, Bildhauerei, Medien- und Fotokunst umfasst – darunter spezifische Verfahren wie die fotografische Mehrfachbelichtung, Cyanotypie und Stencil-Technik –, spiegelt sein Studium und seine langjährige Lehrtätigkeit u.a. an der Universität für Angewandte Kunst in Wien wider, sowie seine ausgedehnten Reisen in Europa, den USA, Asien und Afrika. Die Ausstellung ist bis 4. Mai 2018 bei freiem Eintritt im ÖBV Atrium in Wien zu besichtigen.

Wiener Städtischer Versicherungsverein

Architektur im Ringturm

Die aktuelle Schau thematisiert die baulichen Entwicklungen Budapests und Wiens zwischen 1918 und 1970. Rund 130 ausgewählte Stadtbildpaare in direkter Gegenüberstellung geben Auskunft über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Architektur und Kultur beider Millionenstädte. Die spektakulären Fotografien lassen den Rezipienten in eine vergangene Realität eintauchen und vermitteln die Vielfalt an unterschiedlichen und doch sich ähnelnden urbanen Räumen. Im Rahmen der Ausstellung werden die wichtigsten architektonischen, städtebaulichen sowie gesellschaftlichen Debatten des 20. Jahrhunderts aufgegriffen. Auch ein Exkurs über die, die beiden Metropolen miteinander verbindende Donau sowie die Urbanisierung ihrer Flusslandschaften fehlt nicht. Der Wiener Städtische Versicherungsverein widmete sich bereits im Frühjahr 2015 einer vergleichenden Betrachtung beider Metropolen, die aktuelle Schau ist die unmittelbare Fortsetzung dieser

vor rund drei Jahren gezeigten Ausstellung. In Anwesenheit von Österreichs Außenministerin Dr. Karin Kneissl wurde gestern die Ausstellung von S.E. Dr. János Perényi, Botschafter von Ungarn in Wien, feierlich eröffnet. Der Einladung von Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener

Städtischen Versicherungsvereins, folgten zahlreiche Gäste, unter anderem Volksanwalt Dr. Peter Fichtenbauer, Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek, Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat und die Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien, Mag. Bettina Glatz-Kremsner.

Dr. Günter Geyer (Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins), Dr. Karin Kneissl (Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres) und S.E. Dr. János Perényi (Botschafter von Ungarn in Wien) im Rahmen der Ausstellungseröffnung risControl 03/18 55


MARKT

Softwareanbieter Sie sind als Versicherungsvermittler auf der Suche nach der richtigen Verwaltungssoftware bzw. dem passenden Kundenverwaltungsprogramm um ihre alltäglichen Aufgaben optimal zu bewältigen? Sie sind mit Ihrer derzeitigen Software nicht zufrieden und wollen dies ändern? Wir haben eine Umfrage unter den einschlägigen österreichischen Unternehmen gestartet und hoffen, durch die von uns erhobenen relevanten Fakten zum Thema Ver-

sicherungsvermittler-Software, einen Überblick und eine Entscheidungshilfe zu geben. In dieser und in den kommenden Ausgaben stellen wir Ihnen jeweils einen Anbieter und

sein Produkt vor. Nach der Vorstellungsrunde werden wir versuchen die einzelnen Leistungen der Anbieter detailliert gegenüberzustellen.

VERA VERA ist das Maklerverwaltungsprogramm der Firma Maklernet VA GmbH mit Sitz in Krumpendorf in Kärnten. Ein breites Spektrum Das Maklerverwaltungsprogramm VERA bietet dem ungebundenen Vermittlerbetrieb ein breites Spektrum prozessoptimierender Leistungen an. Der Kunde wird in allen wesentlichen organisatorischen und administrativen Aufgaben unterstützt oder sie werden ihm ganz abgenommen. Ein integriertes CRM-System ermöglicht eine gezielte und personalisierte Kundenpflege. Neben einer umfassenden Kunden-, Termin und Interessentenverwaltung, können Provisionen berechnet und kontrolliert oder Honorare administriert werden. Prozessorientierung VERA ist eine komplexe Software, die auf allen Ebenen eines Unternehmens eingesetzt werden kann. Im Fokus des Programmes stehen die Optimierung unternehmerisch wertschöpfender und administrativer Tätigkeiten. Der Umfang des Verwaltungsprogrammes erstreckt sich auf Angebotsund Antragsprozesse, Prozesse im Zusammenhang mit der Schadenmeldung und Schadenabwicklung, sowie auf diverse Änderungsprozesse. 56 risControl 03/18

Ein umfassendes Kunden „Onboarding“ ist integrativer Bestandteil der Software, da der Anfang einer Kundenbeziehung oft sehr entscheidende Auswirkungen auf die weitere Beziehung und den Geschäftserfolg hat. BIPRO und OMDS 3.0 VERA hat bisher alle von BIPRO und OMDS 3.0 definierten Normenimplementiert. Derzeit sind dies die Authentifizierung, die Daten- und Dokumentenübermittlung und der Direkteinstieg in ein Portal, ohne einen Schaden oder Vertrag vorher suchen zu müssen (Deep Link). Hand in Hand mit den Implementierungen weiterer Normen durch die Versicherungsunternehmen werden auch diese dem VERA-Kunden zeitnah zur Verfügung stehen. Volle Unterstützung für IDD und DSGVO Diese beiden Themen beschäftigen die gesamte Versicherungsbranche. Während Versicherungsunternehmen über entsprechende finanzielle und personelle Ressourcen verfügen, benötigen Makler und Agenten die volle Unterstützung durch ihre Software. Die Verpflichtung zur Auskunft über ge-

Christian Brandstätter, Geschäftsführer der Maklernet VA GmbH

speicherte Daten gegenüber dem Kunden erfolgt bei VERA ohne Zutun des Anwenders. Gespeicherte Kundendaten werden automatisiert zusammengestellt. VERA unterstützt ebenso das Recht auf Vergessen durch vollständige Löschung aller Kundendaten inklusive der Mailkommunikation mit und für den Kunden. Das Recht auf Berichtigung der Daten besteht schon von Anbeginn an. Weitere Prozesse, welche sich auf die in der DSGVO verordneten betrieblichen Angelegenheiten beziehen, wie zum Beispiel die Nachvollziehbarkeit von Berechtigungsänderungen, sind Bestandteil der Software. Den IDD-Vorgaben wird durch einen Beratungsworkflow sowie der lückenlos nachvollziehbaren Dokumentation aller Kundenkontakte entsprochen.


MARKT

schen und des deutschen Maklerdatensatzes und ermöglicht den Zugriff auf 34 Portale. Die zwei meistverwendeten Vergleichsrechner sind über eine Schnittstelle angebunden. Was sonst noch wichtig ist

Der User kann immer auf alle Funktionen des Programms zugreifen – unabhängig von der verwendeten Technik.

Vielfältig anwendbar Endgerät und Browser spielen bei der Anwendung von VERA nahezu keine Rolle. Es können Personal Computers und Notebooks mit Windows oder Mac für den Betrieb des Programmes verwendet werden. Android und IOS-Endgeräte, also Tablets und Handys, vervollständigen das Angebot.

Der User kann immer auf alle Funktionen des Programms zugreifen – unabhängig von der verwendeten Technik. Oberfläche und Bedienung sind geräteunabhängig immer gleich. VERA wird in einer Cloud betrieben, welche auch die Verfügbarkeit der Daten und deren Sicherung gewährleistet. VERA übernimmt die täglich automatische Beschaffung und Einspielung des österreichi-

Das Maklerverwaltungssystem kann unlimitiert eingesetzt werden. Die Software und die Datenbanken unterliegen keiner technischen Einschränkung. Jeder User, der über eine Lizenz verfügt, kann VERA auf mehreren Arbeitsplätzen oder mobilen Endgeräten nutzen. Der neue Kunde entscheidet selbst, ob er eine Schulung am Betriebsstandort mittels Telekommunikation oder persönlich bevorzugt. Zur Vertiefung der Materie gibt es Hilfevideos. Das Preismodell von VERA ist ein sogenanntes „named User Modell“ auf Mietpreisbasis. In der monatlich anfallenden Miete sind die Lizenz- und Betriebskosten, die Weiterentwicklung, die Wartung und der Support durch das Servicecenter inkludiert.

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SCHLUSSPUNKT

Vorschau

Lebensversicherungen im Einklang mit der IDD

Interview mit Gudrun Meierschitz, MA, Vorstand der Acredia Versicherung AG

Spezialistentum - mehr als eine Nische? Vertriebsprofis kommen zu Wort

Impressum “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteur; Isabella Schachinger, Geschäftsführer; Christian Proyer; Christoph Schönfellner, Layout; Michael Kordovsky; Mag. Christian Sec; Mag. Sigrid Hofmann. Fotos: Adobe Stock, Christoph Schönfellner, AUDI AG, Daimler AG, Martina Draper, Christian Husar, Dieter Steinbach, JB Photography, Wilke - Das Fotostudio, Thomas Fischer, Iryna Bucheqqer, Allianz, Klaus Mitterhauser, Ingo Folie, VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger, ideenwerk werbeagentur gmbh, Enst Kainerstorfer, Mag. Sebastian Reich, Karl Gabherr, Helmut Mitter. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung 58 risControl 03/18

eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2018 / (ca)


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