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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

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NR. 10 | 2017 HEFT 460 | 38. JAHRGANG

10-JÄHRIGES JUBILÄUM Die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle der Versicherungsmakler feiert ihr 10-jähriges Bestehen.

KRYPTOWÄHRUNGEN – DIE „TULPENSPEKULATION“ DES 21. JAHRHUNDERTS Kolumne von Michael Kordovsky

Ach Irma Seit 61 Jahren trifft sich die Crème de la Crème der Rückversicherungswelt in Monte Carlo zum „Rendezvous de Septembre“.

DAS LEBEN IST LEBENSWERT risControl begleitet die Roadshow der HDI Lebensversicherung AG

MR. MILLIONENSHOW ALS KEYNOTESPEAKER Acht österreichweite Partner Cercle Veranstaltungen der Helvetia Versicherung finden heuer statt.


Demner, Merlicek & Bergmann

ICH BIN STÄNDIG UNTERWEGS. ABER WER GIBT MIR NEUES WISSEN MIT AUF DEN WEG?

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IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN


EDITORIAL

Wie die EU unser Familienleben beeinflusst Die meisten Geburtstagsfeiern in unserer Familie werden im letzten Quartal des Jahres gefeiert und da kommen alle Familienmitglieder aus ganz Österreich zusammen. Die Einen mit mehr, die Anderen mit weniger Freude. Das größte Familienzusammentreffen findet Anfang Oktober statt, wo von den vielen Geburtstagen drei bis vier zusammengefasst werden. Da gibt es die meisten Mitfahrgelegenheiten, denn so mancher Städter in unserer Familie ist auto- bzw. führerscheinfrei und unsere Erbtante hat die größte Auswahl an Mitfahrgelegenheiten. Wir lieben sie alle, unsere alte Tante, sie bezeichnet sich gerne selbst als Erbtante, wobei das von ihr jemals zu erwartende Erbe ein altersschwacher Kanarienvogel ist, aber sie liebt den Erbtantenstatus, etwas schwerhörig aber höchst belesen, interessiert an der aktuellen Weltpolitik und mit Vorliebe Kaffetrinkerin und Pommes-Esserin. Diesmal war im Vorfeld aber etwas Verstimmung seitens unserer Tante zu verspüren, jedoch teilte sie uns den Grund dafür nicht mit. Dann endlich der Tag der Tage, wie jeden Oktober finden sich alle ein und der Satz „Lasset die Feier beginnen“ nahm Gestalt an. Doch wie aus heiteren Himmel lies unsere Tante wortreich eine sogenannte Bombe platzen, es wäre ihre letzte Familienfeier, denn sie lasse sich nicht in ihren Speiseplan hineinreden, schon gar nicht in ihrem Alter. Blankes Unverständnis in allen Gesichtern, doch die Rede ging noch weiter, sie käme nur mehr wenn wir die Feierlichkeiten in ein geheimes Treffen umändern und auf alle Fälle ginge sie nie wieder mit uns in ein öffentliches Lokal und zu guter Letzt meinte sie, mit einem geheimnisvoll geschwängerten leisen Ton: „Ihr wisst ja, worum es sich handelt“! Wir wussten es nicht. Sie jammerte weiter: „Nie und nimmer lasse ich mir das bieten, in meinem Alter muss ich mich noch beim Essen verstecken, da wird man ja behandelt wie ein Verbrecher“. Schön langsam wurde uns bang bei der Triade unserer Erbgodl, endlich hörte das Wehklagen auf und wir versuchten, den Grund für ihre Erbostheit zu erfahren. Mit lauter anklagender Stimme rief sie: „Ich will meine Pommes dunkel und knusprig und meinen Kaffee schwarz und heiß wie immer“. Oh, daher kam die Unzufriedenheit, die Pommesverordnung, die Farbpalettenbestimmung der Erdäpfel, die EU Bestimmung zur Vermeidung von Acrylamid sowohl bei zu braun geröstetem Kaffee als auch bei den zu heiß frittierten und daher dunklen Pommes.

Ja leider liebe Tante, es ist zu spät, wahrscheinlich hat sich ein EU Kommissär bei einem kleinen „Schwarzen“ den Mund verbrannt und bei den knusprigen Pommes seine „Brücke“ beschädigt und daher wird es nun mittels Verordnung geregelt, die Farbgebung und der Röstgrad. Aber bitte, das geschieht doch nur ob der Sorge über unsere Gesundheit. Und noch ist es ja nicht in nationales Recht umgesetzt und wer weiß wie lange das noch dauert, denn du weißt ja, manchmal dauern Umsetzungen in unserem Land ja etwas länger. Und außerdem gilt das für Gastronomen, aber doch nicht für unsere Privatküchen, also keine Sorge liebe Tante. Wir mussten ihr Versprechen weiterhin bei unseren Feierlichkeiten, die rechtlich nicht korrekt dunkel frittierten Erdäpfel und ihren kleinen Schwarzen zu servieren, solange die Pommes im Privathaushalt nicht farbgeprüft werden, ist doch noch alles in Ordnung. Jedoch, um auch Privathaushalte zur Herstellung von hellen Pommes zu verpflichten, werden vielleicht die zu erreichenden Temperaturen der Fritteusen beschränkt, aber dagegen gibt es dann doch ein letztes Hausmittel. Zurück zu Schweineschmalz und Pfanne am Herd, da bleibt man dann sozusagen unter dem Fritterradar. Der EU sei Dank, es wird uns niemals fad. Ihre Doris Schachinger

Nr. 785

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INHALT

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NEWS EDITORIAL 03 Wie die EU unser Familienleben beeinflusst

KARRIERE 06 Ehrung | Wiener Städtische Versicherung 07 Wechsel in der Geschäftsführung | Allianz Worldwide Partners 08 Führungswechsel in Deutschland und Italien | Allianz Gruppe 08 Neuer Generalsekretär | VIG 10 Neuer CEO | wefox 10 Neues Aufsichtsratsmitglied | VIG Group 10 Fach- und Vertriebsbereich | VerCon GmbH 12 Generalsekretariat | Donau Versicherung AG 14 Head of Casualty | XL Catlin 14 Fachabteilung | Wiener Städtische Versicherung 04 risControl 10/17

06 Top-Dienstleistungsqualität | ARAG / Swiss Life Select 06 Neuauflage | Fachverband der Versicherungsmakler 06 Worldwide Tax 07 Insolvenzstudie | Coface Austria 08 Vignette | ASFINAG 09 Negativzinsen | VKI 09 Blockchain 11 Soziale Leistung | Nürnberger Versicherung 11 Bulgarien | Vienna Insurance Group 11 Mobile Jugend | Reisetrends 12 Praxistauglich | Fachverband der Finanzdienstleister 12 OttoCar Trophäe | VAV Versicherung 13 Datenschutz-Grundverordnung | Fachverband der Versicherungsmakler 13 Frauen sorgen vor | UNIQA Versicherung 14 Zulassungsstelle | muki Versicherungsverein 14 Aufsichtsbehörde 14 Lehrgang | Wiener Städtische Versicherung

Inhalt

TITELGESCHICHTE

46 Ach Irma | Mario Passini

VERSICHERUNG 15 EPU-Initiative für Selbstständige | D.A.S. Rechtsschutzversicherung 34 Unfallort Haushalt | VVO 34 Tschechien | Merkur Versicherung

KOLUMNE 20 Kryptowährungen – die „Tulpenspekulation“ des 21. Jahrhunderts | Michael Kordovsky 42 Kreditzinskonditionen: Die Karten wurden neu gemischt | Michael Kordovsky


INHALT

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VERANSTALTUNG 16 Tetraktys | ÖBV Versicherung 16 Vorsicht Versicherungsfalle | Wiener Versicherungsmakler 18 10-jähriges Jubiläum 24 150 Jahre | DONAU Versicherung 30 VitalTruck geht in Pension | 52 UNIQA Österreich 30 Grüne Auszeichnung | Helvetia Versicherung 32 Das Leben ist lebenswert | MARKT HDI Lebensversicherung 36 Mr. Millionenshow als 15 ARGE für digitale Keynotespeaker | Beratungsprozesse | netinsurer / Helvetia Versicherung Varias 40 Rekord-Teilnahme | ARAG SE 26 Verlegung nach Frankreich | Chubb 40 Kongress in Seggau | Limited Steirische Versicherungsagenturen 26 Innovation Lab | wefox 50 Spezialausbildung in der 27 Kooperation mit adesso | netinsurer Versicherungswirtschaft | 27 Datenschutzgrundverordnung Universität Graz 28 RDB für Versicherungsmakler | 50 Kick off einer neuer Dienstleistung | Fachverband der Versicherungsmakler/ Generali Versicherung MANZ Verlag 52 Versicherungen adapt or die | FMVÖ 28 Infotour | DIE Maklergruppe

SCHLUSSPUNKT 54 Vorschau 54 Impressum risControl 10/2017 Heft-Nr.: 460 38. Jahrgang risControl 10/17 05


KARRIERE | NEWS

ARAG / Swiss Life Select

Wiener Städtische Versicherung

Das Unternehmen Swiss Life Select hat kürzlich den 2. Service Award verliehen. Bewertet wurde die Dienstleistungsqualität der rund 80 Produktpartner. Die Beurteilung wurde von den Swiss Life Select-Financial Planner auf Basis verschiedener Fragen vorgenommen. Der Rechtsschutzspezialist ARAG wurde unter die Top 3 gewählt. ARAG Key Account Manager Mag. Bernhard Schweder: „Diese Auszeichnung hat uns sehr gefreut. Es zeigt, dass unsere starke Fokussierung auf Dienstleistungsqualität von unseren Partnern klar wahrgenommen wird. Das motiviert uns sehr, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuführen.“

Generaldirektor Robert Lasshofer wurde von Bundesminister Thomas Drozda für seine Verdienste um die Versicherungsbranche mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ geehrt. „Robert Lasshofer hat fast sein ganzes berufliches Leben der Versicherungswirtschaft gewidmet und diese in Österreich auch maßgeblich geprägt. Daher freut es mich besonders, dass sein Wirken mit dieser Würdigung ausgezeichnet wird“, sagt Günter Geyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung. Lasshofer, in Wien geboren, wurde 1999 zum Vorstandsmitglied der Wiener Städtischen Versicherung ernannt. Mit Oktober 2007 wurde ihm der Titel „Generaldirektor-Stellvertreter‘‘ verliehen. Am 3. August 2010 übernahm der studierte Volkswirt den Vorstandsvorsitz der Wiener Städtischen. Darüber hinaus bekleidet er Aufsichtsratsmandate innerhalb und außerhalb des Vienna Insurance Group-Konzerns. Lasshofer setzt auch die lange Tradition des sozialen und kulturellen Engagements der Wiener Städtischen fort. So hat er als Generaldirektor unter anderem 2012 das Projekt „PflegerIn mit Herz“ mitinitiiert und auch die Förderung von NGOs wie Caritas, Hilfswerk und Volkshilfe sind ihm ein zentrales Anliegen. Im Kulturbereich werden unter anderem die Wiener Festwochen, das Burgtheater, das Volkstheater oder die Bregenzer Festspiele unterstützt.

Top-Dienstleistungsqualität

Mag. Bernhard Schweder

Fachverband der Versicherungsmakler

Neuauflage

Das Skriptum „Aktuelles Rechts- und Versicherungswissen für Versicherungsmakler“ wurde neu aufgelegt. In insgesamt vier Bänden bzw. auf rund 1.500 Seiten findet sich profundes Fachwissen zu den Themenkomplexen Allgemeine Rechtskunde und Versicherungsvertragsrecht, Fachkunde, Personenversicherungen und Kfz-Versicherungen, Sachversicherungen bzw. Vermögensversicherungen und schließlich Versicherungsmaklerrecht. Aktuelle Entwicklungen aus Gesetzgebung und Rechtsprechung, wie beispielsweise recht-

liche Änderungen infolge des VAG 2017, des Steuerreformgesetzes 2016/2017 sowie des Strafrechtsänderungsgesetzes 2016 wurden dabei hinreichend berücksichtigt. Als Verfasser des aktualisierten Skriptums konnten auch heuer wieder praxiserprobte Experten aus den jeweiligen Themengebieten gewonnen werden. Das Skriptum ist ab sofort in Buchform im WKÖ-Webshop unter https://webshop.wko.at erhältlich. Der Preis für alle vier Bände beläuft sich auf 126 Euro für Fachverbandsmitglieder bzw. 192 Euro für Nichtmitglieder.

Ehrung

Worldwide Tax Die Steuerexperten von PwC haben erneut die geltenden Steuersätze und aktuellen Änderungen im Steuerrecht in 157 Ländern überarbeitet und neu zusammengestellt. Die Worldwide Tax Summaries 2017/18 sind eines der umfassendsten Steuerhandbücher weltweit und bieten auf über 2.700 Seiten neue Informationen zu den geltenden Steuersätzen und im Steuerrecht. Die Länderberichte umfassen Ausführungen zu Steuerbegünstigungen, Kapitalertragssteuern, Körperschafts- und Gewerbesteuern, sowie Informationen zu indirekten Steuern, Steu06 risControl 10/17

eranreizen und der Steuerverwaltung der jeweiligen Länder. Bernd Hofmann, Partner und Leiter der Steuerabteilung bei PwC Österreich: „Überall auf der Welt entwickeln sich Steuersysteme ständig weiter. Unternehmen müssen darüber auf dem Laufenden sein und mit den geänderten Steuervorschriften, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, Schritt halten können. Unser Bericht macht die aktuellsten Informationen auf einen Klick zugänglich und hat sich zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für Unternehmen entwickelt.“

KR Robert Lasshofer


KARRIERE | NEWS

Allianz Worldwide Partners

Wechsel in der Geschäftsführung Dipl.-Kfm. Erik Heusel (46) ist per 1. September 2017 zum Geschäftsführer der AWP Austria GmbH und ständigen Vertreter bei der AWP P&C S.A. bestellt worden. Er folgt damit Dr. Christoph Heißenberger (50), der in die Funktion Head of Strategy & Growth für Allianz Worldwide Partners SEE wechselt. Damit verbunden ist der verstärkte Fokus von Allianz Worldwide Partners auf die Wachstumsmärkte in den SEE-Ländern. Heusel, gebürtiger Deutscher, studierte Betriebswirtschaft in Würzburg und Caen. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Diplomkaufmann startete er 1996 seine Laufbahn als Produktmanager in der Konsumgüterindustrie, ehe er 2002 als Senior Strategic Brand Manager zur internationalen Allianz Gruppe nach München wechselte. Nach vier Jahren im Market Management führte ihn seine Karriere zur Allianz Tochter Fireman’s Fund in die USA, wo er zum Senior Vice President avancierte. 2008 kam er zurück nach Europa, und übernahm dann 2011 die

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Dipl.-Kfm. Erik Heusel globale Verantwortung als Chief Marketing Officer bei Allianz Worldwide Partners in Paris. Zuletzt führte er Allianz Worldwide Partners als CEO in der Türkei.

Coface Austria

Insolvenzstudie Der internationale Kreditversicherer Coface präsentierte die Insolvenzzahlen von 2016 für Zentral- und Osteuropa mit einer positiven Entwicklung für die Region. Die Unternehmensinsolvenzen sanken im vergangenen Jahr um 6 %. Insgesamt wurden im letzten Jahr sechs von tausend Unternehmen in CEE pleite. Diese positive Entwicklung ist auf das günstige makroökonomische Umfeld zurückzuführen, bedingt durch Verbesserungen am Arbeitsmarkt mit niedrigeren Arbeitslosenquoten und steigenden Löhnen. Dennoch liegt, mit Ausnahme von Rumänien und der Slowakei, die Anzahl der Insolvenzen in den meisten Ländern weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2008. In den 14 untersuchten CEE Ländern herrscht eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Acht Länder meldeten für 2016 weniger Insolvenzen, allen voran Bulgarien mit einem Rückgang von -35,6 Prozent.

Besonders positiv war die Situation für die Branchen Pharma, IT und Bildung, in welchen kaum Unternehmen insolvent wurden. Wohingegen Ungarn mehr als doppelt so viele Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr verzeichnen musste. Der starke Anstieg ist vor allem auf eine höhere Anzahl der von Amts wegen initiierten Anträge zurückzuführen, die in den Statistiken von 2015 kaum berücksichtigt wurden. In Litauen stieg die Anzahl aufgrund der proaktiven Prüfung und Bereinigung durch die Steuerbehörde um +35,2 %. In Polen wiederum ist der Anstieg von +2,6 % auf Gesetzesnovellen zurückzuführen, die insolvente Unternehmen, aber auch solche mit Zahlungsschwierigkeiten betroffen haben. Für die kommenden Jahre prognostiziert Coface einen positiven Ausblick und erwartet für das heurige Jahr wiederum einen Rückgang der Insolvenzen in CEE um 3,9 % und für das Jahr 2018 um weitere 2,3 %.

Wachsender BU-Markt in Österreich Viele Ihrer Kunden bekommen keine staatliche Invaliditäts- bzw. BU-Pension mehr, die private Absicherung der Arbeitskraft wird somit immer wichtiger! Mit den flexiblen BU-Tarifen der Dialog, SBU-solution® und SBU-professional, haben Sie für alle Kundengruppen den richtigen Tarif – egal ob Student mit kleinem Geldbeutel oder Geschäftsführer eines großen Betriebes. III. I. Das

I. Das Tarifa

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Quelle: Statistisches Handbuch der Stand der Invaliditätspensionen österreichischen Sozialversicherung nach Krankheitsgruppen 2014, Dezember 2013

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KARRIERE | NEWS

Allianz Gruppe

Führungswechsel in Deutschland und Italien Mit Wirkung zum 1. Jänner 2018 wurde Dr. Klaus-Peter Röhler zum Vorstandsvorsitzenden der Allianz Deutschland bestellt.

Dr. Manfred Knof scheidet im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Konzern aus und wird sich aus gesundheitlichen Gründen eine Aus-

Dr. Klaus-Peter Röhler

Dr. Manfred Knof

ASFINAG

VIG

Die neue PKW Vignette für das nächste Jahr wird um 1 % teurer, ist kirschrot und wird 87,30 Euro kosten. Für Motorradfahrer wird diese 34,70 Euro betragen. Mit dem Vignettenjahr 2018, also ab Dezember 2017, bekommt die österreichische Klebevignette eine digitale Schwester. Die digitale Vignette ist an das Kennzeichen gebunden und kann ab November online auf www. asfinag.at oder über die ASFINAG-App „Unterwegs“ gekauft werden. Die Vorteile: Kein Kleben oder Kratzen, jederzeit und ortsunabhängig kaufen und kein Aufwand mehr bei Scheibenbruch. Es wird genau wie bei der Klebevignette sowohl Zehn-Tages-, Zwei-Monats- und Jahresvignetten geben. Auch bei den Kosten wird es keinen Unterschied geben – dieselbe Gültigkeitsdauer und dieselben Preise. Jedoch ist die digitale Vignette auf Grund er Europäischen Richtlinie für Konsumentenschutz (14 Tage Rücktrittsrecht vom Online-Kauf - per Mail oder Post, deshalb drei weitere Tage) erst ab dem 18. Tag nach dem Tag des Kaufs gültig.

Dr. Philipp Bardas leitet seit 1. Oktober 2017 das Generalsekretariat der Vienna Insurance Group (VIG). Als Generalsekretär ist er mit seinem Team unter anderem für länder- und bereichsübergreifende Projekte, die Erstellung der Geschäfts- und Zwischenberichte sowie die Koordination der Organsitzungen zuständig. Er tritt die Nachfolge von Mag. (FH) Sabine Stiller an. „Dr. Bardas verbindet hohe Fachkompetenz mit strategischem Denken und engagierter Tatkraft“, weiß Prof. Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group. „Als führender Versicherungskonzern in Österreich und CEE bietet die Vienna Insurance Group vielfältige Karrierechancen. Dr. Bardas hat mehrfach seine Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen in den Gesellschaften der VIG unter Beweis gestellt und ist die ideale Besetzung für die Position des Generalsekretärs.“ Dr. Philipp Bardas ist 1978 geboren und hat seine juristische Ausbildung im Jahr 2003 mit dem Doktorat an der Universität Wien abgeschlossen. Nach Ablegung der Rechtsan-

Vignette

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zeit nehmen. Die Position von Dr. Klaus-Peter Röhler bei der Allianz Italia SpA als CEO wird Giacomo Campora, zurzeit Generaldirektor für Markt und Vertrieb und CEO der Allianz Bank Financial Advisors bei Allianz Italia übernehmen. Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, sagte: „Ich danke Manfred Knof für seine erfolgreiche Führung der Allianz Deutschland. Sie hat bei der Erneuerungsagenda für die Allianz Gruppe immer wieder eine Vorreiterrolle eingenommen. Ich bedauere die Entscheidung von Manfred Knof, respektiere und unterstütze sie aber und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Ich bin überzeugt, dass wir mit Klaus-Peter Röhler die passende Nachfolge gefunden haben. Er verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz in der Sach- und Lebensversicherung und hat bei der Digitalisierung des italienischen Geschäfts sehr gute Ergebnisse erzielt.“

Neuer Generalsekretär waltsprüfung war er ab September 2008 in der Rechtsabteilung der Wiener Städtischen tätig, ehe er im Juli 2010 zur Donau Versicherung in das Generalsekretariat wechselte, dessen Leitung er im Februar 2012 übernahm. Im April 2015 wurde er zum Generalsekretär der Donau Versicherung ernannt. Dr. Bardas ist verheiratet und hat drei Kinder.

Dr. Philipp Bardas


KARRIERE | NEWS

VKI

Negativzinsen In mehreren Verfahren hatte der Oberste Gerichtshof bestätigt, dass Banken bei Krediten nicht einseitig eine Zinsuntergrenze in Höhe des Aufschlages festlegen dürfen. Manche Banken kündigten daraufhin an, die zu viel verrechneten Zinsen gutzuschreiben. Raiffeisen hingegen wollte noch die Entscheidung des Verfahrens gegen die Raiffeisenbank Bodensee abwarten. Darin wurde bestätigt, dass es nicht

rechtskonform ist, wenn der Zinsindikator einseitig bei 0 Prozent eingefroren bzw. ein Mindestzinssatz in Höhe des vereinbarten Aufschlages verrechnet wird. Daher stellt der VKI die Forderung an die Raiffeisen, wie auch an die anderen betroffenen Banken, die zu viel verrechneten Zinsen den Konsumenten zurückzubezahlen und in Zukunft eine Richtigstellung der Zinsberechnung zu veranlassen.

Blockchain Im Oktober 2016 wurde die Blockchain Initiative B3i gegründet. Die Mitglieder, es sind bereits fünfzehn globale Rück- und Erstversicherer der B3i-Initiative untersuchen gemeinsam, wie sich mit Hilfe der Distributed-Ledger-Technologie der Datenaustausch zwischen Erst- und Rückversicherern noch effizienter gestalten lässt. Bei der RVS Konferenz in Monte Carlo wurde nun der voll funktionsfähige Blockchain Prototyp vorgestellt. Paul Meeusen von B3i sagte dazu: „Ich freue mich sehr über die Einführung. In den vergangenen vier Monaten hat ein engagiertes Team aus B3i-Mitgliedsunternehmen einen funktionsfähigen Prototypen mit jenen Kernfunktionen erstellt, die für ein dezentrales intelligentes Vertragsverwaltungssystem für Property Cat XoL-Verträge erforderlich sind. Die Bereitstellungsarchitektur steht unmittelbar vor der Produktionsreife und das Team arbeitet bereits an Funktionserweiterungen des Prototypen sowie einem ersten Einsatz im Jahre 2018.“ Darüber hinaus hat das B3i-Team auch ein Geschäftsszenario für die Plattform entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt. Die Unternehmen erwarten einen Produktivitätsgewinn von bis zu 30 Prozent. Sylvain De Crom von B3i ergänzte, dass alle betroffenen Parteien von dieser Effizienz profitieren würden. Das bedeutet, dass sowohl Makler, Versicherer als auch Rückversicherer gleichermaßen in den Genuss geringerer Verwaltungskosten kommen und künftig attraktivere Tarife und Gebühren anbieten können. Als unmittel-

bar nächster Schritt steht im Oktober 2017 ten. Sowohl die bestehenden Mitglieder als die Aufnahme eines Betatestprogramms für auch die neuen Testteilnehmer werden in die den Prototypen am Markt an. Die derzeitige Anlagemöglichkeiten, die sich durch diese Führungs- und Mitgliederstruktur von B3i nächste Phase bieten, aktiv miteinbezogen auf Grundlage der Vertragsvereinbarung zwi- und laufend darüber informiert. schen den 15 Unternehmen bleibt bis zum 31. Dezember 2017 bestehen. Momentan wird die Schaffung einer Wir bewegen Vorsprung dauerhaf ten Operation als eigene juristische Einheit im Jahre 2018 geprüft. Ziel dieses Rechts100% Effizienz? trägers ist die We i t e r e n t Nimm ARISECUR. wicklung von Infrastruktur und Prozessen, um Dynamik im Entschei- Johann Ruf, Versicherungsmakler dungsprozess, Ta l e n t r e k rutierung und künftige F&E-FähigSie wollen mehr Zeit für die keiten der schönen Seiten Ihrer Berufung? Plattform zu ge w ä h r l e i s -

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KARRIERE | NEWS

wefox

Neuer CEO Tasos Chatzimichailidis (53) ist ab sofort neuer CEO des InsurTechs wefox. Er folgt auf Julian Teicke, der vor wenigen Wochen mit der Bekanntgabe den eigenen Versicherer ONE zu starten, als CEO in die wefox-Holding wechselte. In dieser Funktion wird sich Julian Teicke als CEO der wefox Group auf die strategische Führung der Gruppe mit den beiden internationalen Unternehmen ONE und wefox konzentrieren. Werner Holzhauser leitet als CEO von wefox Austria weiterhin die Geschicke der Österreichischen Tochter. Tasos Chatzimichailidis ist ein international erfahrener Versicherungsmanager und Entrepreneur, der sehr erfolgreich zuletzt in den USA ein eigenes Broker-Netzwerk mit einem Jahresumsatz von 300 Millionen US-Dollar

aufgebaut hatte. Im Anschluss war er mehrere Jahrzehnte für die Allianz in führenden Vertriebs- und Marketingfunktionen in Europa, den USA, in Asien und Australien tätig. Bei allen Projekten richtete Chatzimichailidis einen besonderen Fokus auf die Customer Experience. Tasos Chatzimichailidis sagt zu seiner Berufung als CEO: „Die globale Versicherungsindustrie befindet sich an einem Wendepunkt von einer produktzentrierten zu einer kundenfokussierten Ausrichtung. wefox gibt mir die perfekte Plattform, die digitale Transformation für Kunden, Makler und Versicherer mitgestalten zu können. Ich freue mich sehr, wefox in der nächsten Phase von einem Tech-Startup zu einer effizienten Distribution Company zu führen und für

Tasos Chatzimichailidis unsere Stakeholder in den kommenden Monaten und Jahren nachhaltig überzeugende Ergebnisse zu erreichen.“

VIG Group

Neues Aufsichtsratsmitglied Die Vienna Insurance Group gewinnt den ehemaligen Ministerpräsidenten Polens, Prof. Marek Belka als Aufsichtsratsmitglied in der Compensa Leben, der Compensa Nicht-Leben und der InterRisk. „Wir sind sehr stolz, dass Professor Marek Belka für uns als Aufsichtsratsmitglied in Polen zur Verfügung steht. Die Vienna Insurance Group kann durch seine umfangreichen nationalen wie internationalen Erfahrungen

enorm profitieren. Wir sehen seine profunden Kenntnisse des Finanzmarktsektors als große Bereicherung für die Verfolgung der Ziele unserer Gesellschaften in Polen“, erklärt Franz Fuchs, Vorstandsmitglied der Vienna Insurance Group und Länderverantwortlicher für Polen. Marek Belka wurde 1952 in Lodz geboren. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler war von 2004 bis 2005 polnischer Ministerprä-

sident und von 2010 bis 2016 Präsident der polnischen Notenbank. Er vertrat Polen im Europäischen System der Zentralbanken. Seine internationale Karriere führte ihn in den Internationalen Währungsfonds (IWF), dessen Europaabteilung er bis Juni 2010 leitete. 2016 wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

VerCon GmbH

Fach- und Vertriebsbereich

Mag. Gerald Struggl 10 risControl 10/17

Mag. Gerald Struggl leitet seit September den Fach- und Vertriebsbereich der VerCon Wirtschaftsberatung GmbH, einem renommierten Unternehmen im Gewerbe- und Industrieversicherungsbereich. Er wird zukünftig für den Ausbau des Kundenstocks und für die fachlich qualifizierte Betreuung der Kunden verantwortlich zeichnen. Seit 25 Jahren ist Mag. Gerald Struggl im Versicherungswesen als anerkannter Experte in der Haftpflicht und im Bereich von „Special Lines-Versicherungen“ tätig. Nach

leitenden Positionen bei renommierten Industrieversicherern hat er auch in diversen Fachausschüssen im Versicherungsverband gearbeitet. „Mit seinem nationalen und internationalen Netzwerk an Versicherungspartnern und Unternehmen, sowie seinem Wissen über qualifizierte, individuelle Versicherungslösungen wird er die Aktivitäten von VerCon ergänzen und erweitern“, so die Geschäftsführung von VerCon GmbH , Dr. Peter Kainz und Elisabeth Bicik.


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Nürnberger Versicherung

Soziale Leistung

Die Nürnberger Versicherung hat heuer bereits zwei soziale Einrichtungen mit dem Erlös des traditionellen Golfturniers und der Unternehmerspende unterstützt. Insgesamt wurden 10.000 Euro an den Verein „Hilfe Leben“, der Patienten mit Krebsdiagnose im Alltag unterstützt und an „Active“, dem Verein der Freizeitbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht, überreicht. „Als erfolgreiches Versicherungsunternehmen sehen wir es als unsere Pflicht, unserer sozialen Verantwortung nachzukommen und uns für wohltätige Zwecke einzusetzen. Ein besonderer Dank gilt unseren Freunden und Geschäftspartnern, die dies mit ihrer Teilnahme an unserem Golfturnier immer wieder möglich machen“, so Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender.

Dr. Brigitta Pallauf, Präsidentin des Salzburger Landtages; Margit Waldner, Verein Hilfe Leben; Karin Zuckerstätter, BA, Verein Active; Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender, NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich

Vienna Insurance Group

Bulgarien

Die beiden VIG Konzerngesellschaften Bulstrad und Bulstrad Life sind nach aktuellen Angaben der bulgarischen Finanzaufsichtsbehörde die Nummer 1 auf dem bulgarischen Versicherungsmarkt. Die VIG kommt in Bul-

garien auf einen Marktanteil von insgesamt 14,5 Prozent und hat Bruttoprämien in Höhe von rund 84 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftet. Bulgarien hat rund 7,2 Mio. Einwohner, die pro Jahr im Schnitt etwa

150 Euro für Versicherungen ausgeben. Zum Vergleich: In Österreich liegen die Versicherungsausgaben pro Kopf bei rund 2.000 Euro im Jahr. Der große Unterschied verdeutlicht das enorme Potential dieses Marktes für die VIG.

von Reiseabbruchs- oder Rückreisekosten umfasst. Gestaffelt nach Reisedauer und Geltungsbereich ist er ab 51,- Euro pro Monat erhältlich und kann bis zum Abreisetag, also auch „last minute“, noch gebucht werden. Zusätzlich kann man sich auf der Website der Allianz Global Assistance (allianz-assistance. at) umfassend über empfohlene Impfungen

für das betreffende Land informieren. „Die Mobilität und das Engagement der jungen Menschen finde ich toll. Es ist uns bei Allianz Global Assistance ein großes Anliegen, sie bei ihren Vorhaben zu unterstützen und ihren Bedürfnissen entsprechend abzusichern“, betont Österreich-Geschäftsführer Dipl.Kfm. Erik Heusel.

Reisetrends

Mobile Jugend Mehr als die Hälfte aller österreichischen Studierenden war bereits zu Studienzwecken im Ausland, hat konkrete Pläne dafür oder zieht dies in nächster Zeit zumindest in Erwägung. Daneben boomt auch das internationale Volunteering-Angebot – Freiwilligenarbeit für junge Menschen in fernen Ländern. Allianz Global Assistance hat speziell für Auslandsaufenthalte von 6 bis 24 Monate ein passendes Reiseschutz Package für Auslandssemester, Au-pairs und Work & Travel entwickelt. Mit dem „Study & Explore“ Reiseschutz Produkt sind neben dem kompletten medizinischen Schutz inklusive Nottransport auch Unfall-, Gepäck- und Haftpflichtversicherung sowie die Deckung

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Donau Versicherung AG

Fachverband der Finanzdienstleister

Generalsekretariat Mit 1. Oktober übernahm Elisabeth Starsich (30) die Leitung des Generalsekretariats. Zukünftig wird Starsich Vorstands- sowie Aufsichtsratsthemen federführend leiten. Weiters ist sie für die Steuerung von Projekten innerhalb der DONAU, die Abstimmung mit den österreichischen Konzerngesellschaften sowie

Elisabeth Starsich

die Kommunikation mit den relevanten Aufsichtsbehörden, verantwortlich. Starsich hat ihr Betriebswirtschaftsstudium in Wien mit Spezialisierung auf Steuerrecht und Organisation abgeschlossen. Ein Auslandssemester führte sie nach Portugal an die Universidade Nova de Lisboa. Die Wienerin ist seit April 2015 im Generalsekretariat tätig. Sie übernimmt die Leitung des Bereiches von Philipp Bardas, der nach sieben Jahren bei der DONAU als Generalsekretär zur Vienna Insurance Group wechselt. Generaldirektor Peter Thirring zeigt sich erfreut über die Entscheidung: „Die Donau setzt auf die Entwicklung und Förderung von Talenten in allen Bereichen. Elisabeth Starsich kennt das Unternehmen und ist mit den relevanten Themen, die uns die nächsten Jahre beschäftigen werden, bestens vertraut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr.“

Praxistauglich Der Fachverband der Finanzdienstleister hat in der Wissensdatenbank des Fachverbandes Antworten auf die wesentlichsten Praxisfragen in Bezug auf MiFIDD II gesammelt. Inhaltlich sind diese den Rubriken Zielmarkt, Produktregulierung, Organisationsrecht, Telefonaufzeichnungen und Kommunikation, Portfolioverwaltung, Wohlverhaltensrecht, Informationen und Berichte zugeordnet – ganz neu ist das Dossier „Erfüllungsgehilfen“. Weiters sind in der Wissensdatenbank Skripten, Rechtsartikel und der Newsletter des Fachverbandes zum Nachlesen gesammelt. https://www.wko.at/branchen/ information-consulting/finanzdienstleister/ wissensdatenbank.html

VAV Versicherung

OttoCar Trophäe Bei der IAA in Frankfurt wurden zum 13. Mal 59 begehrte OttoCar Trophäen in Gold, Silber und Schwarz für die besten Wirtschaftsfilme, Werbespots, TV-Formate, Websites, sowie Online-, Interactive- und Multimediaproduktionen in der Automobilindustrie vergeben. Eine 13-köpfige, unabhängige, internationale Jury bestehend aus Fachleuten aus der Wirtschaft, der Agenturbranche, sowie Filmproduzenten und Medienexperten wählt dabei aus einer Vielzahl an Einreichungen in den verschiedensten Kategorien die Sieger aus. Die VAV Versicherungs-AG erhielt für ihren Werbespot – Til Schweiger in „Die Nummer 1“ – in der Kategorie Versicherung, Finanzierung, Leasing den silbernen OttoCar und reiht sich damit in eine prominente Gewinner-Riege ein, die das Who is Who der internationalen Automobilbranche umfasst. Der, von der Agentur Scholz & Friends Hamburg GmbH in Zusammenarbeit mit Barefoot Film GmbH für die VHV Gruppe produzierte Werbespot wurde heuer erstmals parallel zur TV-Ausstrahlung auch in den österreichischen Kinos gezeigt und erhöhte die Markenbekanntheit der VAV Versiche12 risControl 10/17

rung in Österreich seit 2015 um ganze 70 %. „Wir freuen uns sehr über den OttoCar und werden ihn in Ehren halten. Es zeigt uns, dass wir mit einem herzlichen und humorvollen Werbespot nicht nur die Werte der VAV perfekt transportieren können, sondern auch genau den Puls der Zeit getroffen haben und damit die Jury überzeugen konnten“, erklärt

Dr. Sabine Hartzhauser, Marketingleitung der VAV, die den Preis gemeinsam mit Dr. Norbert Griesmayr (Vorstandsvorsitzender VAV Versicherungs-AG), Dr. Per-Johan Horgby (Vorstandsmitglied VHV Allgemeine Versicherung AG, Hannover) und Markus Daubenbüchel (Geschäftsführer Kreation, Scholz & Friends Hamburg GmbH) entgegen nahm.


KARRIERE | NEWS

Fachverband der Versicherungsmakler

Datenschutz-Grundverordnung Die Wirtschaftskammer Österreich hat zur Datenschutz-Grundverordnung ausführliche Informationen auf Ihrer Website veröffentlicht. Das Serviceangebot hat der Fachverband der Versicherungsmakler nun speziell auf die Bedürfnisse der Versicherungsmakler erweitert. Unter Involvierung von Rechtsanwalt Dr. Roland Weinrauch und einiger Versicherungsmaklerbüros hat insbesonders Dr. Klaus Koban

als Leiter des Arbeitskreises Recht im Fachverband in den letzten Wochen intensiv daran gearbeitet, diese spezifischen Informationen aufzubereiten. Zusätzlich zu diesen neuen Servicedokumenten organisiert der Fachverband in Kooperation mit den regionalen Fachgruppen Ende November/Anfang Dezember 2017 insgesamt vier Informationsveranstaltungen zum Thema Datenschutz „Neu“, Geldwäsche und

Terrorismusfinanzierung. Dabei werden neben allgemeinen Informationen zum Datenschutz insb. die Auswirkungen der DSGVO auf die Unternehmer im Allgemeinen und die damit verbundenen praktischen Anforderungen an die Versicherungsmakler im Speziellen ausführlich erörtert. Für die Veranstaltung werden 40 Credits für das Weiterbildungszertifikat angerechnet.

UNIQA Versicherung

Frauen sorgen vor Immer mehr Frauen entscheiden sich privat vorzusorgen, im Jahr 2016 konnten beim UNIQA Konzern bereits 42 % aller Lebensversicherungsverträge Frauen zugeordnet werden. Im Jahr 2011 waren es nur 36 %. Der Bedarf nach zusätzlicher Eigenvorsorge im Hinblick auf die Pensionshöhe in der Zukunft steigt. UNIQA Österreich hat sich in einer internen Auswertung angesehen, ob das Vorsorgebewusstsein jener Menschen, die besonders von Altersarmut betroffen sind, bereits gestiegen ist: „Die Antwort ist eindeutig ja. Wir sehen, dass die Menschen, die heute privat vorsorgen, im Schnitt um zehn Jahre jünger sind, als das noch vor 15 Jahren der Fall war. Außerdem setzen immer mehr Frauen, die oft aufgrund

Andreas Brandstetter

von Teilzeitarbeitsverhältnissen weniger nehmerveranlagung gestrichen. Das sind alles staatliche Pension erhalten werden, auf die Signale, die der privaten Altersvorsorge nicht private Absicherung.“ Für Versicherungen ist gerade in die Hände spielen. Die Politik sollte es angesichts des tiefen Zinsniveaus immer jedenfalls wieder Anreize/Erleichterungen schwieriger Produkte für die private Vorsorge schaffen, um die Bevölkerung dazu zu motianzubieten. Angesichts der angespannten Situ- vieren, auch privat für das Alter vorzusorgen.“ ation rund um die staatliche Pension wäre es an der Zeit, dass die Politik wieder positive Signale für den Abschluss der privaten Vorsorge setzt. Brandstetter: „Die Zukunftsvorsorge war schon - Johann Ruf ein sinnvoller Versicherungsmakler Ansatz. Leider sind die Vorgaben, die für das Produkt geschaffen wurden, im aktuellen Niedrigzinsumfeld nicht sinnvoll umzusetzen. Zudem wurde auch die steuerliche Absetzbarkeit in der Arbeit-

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Wir bewegen Vorsprung

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KARRIERE | NEWS

XL Catlin

Wiener Städtische Versicherung

Mag. Leopold Schallengruber wurde zum Head of International Casualty mit Verantwortung für die Regionen Austria & Central Eastern Europe bei XL Catlin ernannt.Leopold Schallengruber kommt von AXA Corporate Solutions Austria zu XL Catlin. Dort war er für das internationale Haftpflichtgeschäft verantwortlich. Zuvor hatte er verschiedene Underwriting Positionen bei AIG, Funk International Europa und Zurich Insurance inne. Er ist bei XL Catlin für Österreich, Mittel- und Osteuropa zuständig. „Als einer der führenden Anbieter Globaler Versicherungsprogramme wollen wir auch im Bereich der komplexen internationalen Haftpflichtrisiken unsere Position als wichtiger Partner für Unternehmen in Österreich und der Region weiter ausbauen“, sagte Mukadder Erdönmez, Head International Casualty, Continental Europe/Latin America/Middle East & Africa. „Wir haben ambitionierte Ziele für profitables Wachstum

In Zusammenarbeit mit der IMC Fachhochschule Krems findet der zweite Lehrgang „Versicherungswirtschaft“ für 20 Mitarbeiter der Wiener Städtischen Versicherung statt. Dieser Lehrgang richtet sich schwerpunktmäßig an Kundenberater, die sich weiterqualifizieren möchten und wird berufsbegleitend mit einer Ausbildungsdauer von drei Semestern angeboten. Voraussetzung für den Abschluss ist die positive Beurteilung aller, im Curriculum vorgesehenen Module, sowie die Abschlussarbeit und -prüfung. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs erlangen die Teilnehmer den Titel „Akademischer Versicherungskaufmann/akademische Versicherungskauffrau“.

Lehrgang

Head of Casualty

Mag. Leopold Schallengruber für den Bereich, den Herr Schallengruber verantwortet. Mit seiner Expertise und hervorragenden Marktkontakten passt er ideal in unser lokales Experten-Team“, führte er weiter aus.

Fachabteilung

komplette Service-Paket rund um die KFZZulassung an. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 7:30 Uhr bis 15:00 Uhr und Freitag von 7:30 bis 17:00 Uhr. Erreichbar ist die neue muki KFZ-Zulassungsstelle unter Telefon 05 / 0665-2960, Telefax DW -3960 und per E-Mail unter zulassungsstelle.oberpullendorf@muki.com.

Mag. (FH) Sabine Stiller leitet seit 1. Oktober 2017 die KFZ Fachabteilung der Wiener Städtischen Versicherung. Die gebürtige Oberösterreicherin absolvierte ihr Studium der „Wirtschaftsberatung“ an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Im Jahr 2005 trat sie in die Wiener Städtische als Vorstandsassistentin im Generalsekretariat ein und setzte nach knapp zwei Jahren ihre Karriere innerhalb der Vienna Insurance Group in den tschechischen Konzerngesellschaften Česká podnikatelská pojišťovna (ČPP) und der Kooperativa fort. Sie leitete das Generalsekretariat der VIG seit 1. Jänner 2011.

der nationalen Aufsichtsbehörde wird gesprochen. Ein neues Finanzierungsmodell wurde vorgestellt, die beaufsichtigten Versicherung- und Finanzinstitute sollen bis zu 60 Prozent des Aufwandes der Behörde selbst begleichen. Eine Entscheidung, wohin die Bankenaufsicht EBA nach Austritt von Großbritannien aus der EU ziehen wird, ist noch nicht gefallen.

Mag. (FH) Sabine Stiller

muki Versicherungsverein

Zulassungsstelle

Anfang Oktober hat muki seine erste KFZZulassungsstelle im Burgenland eröffnet. In der Eisenstädter Straße 3 in 7350 Oberpullendorf stehen dann alle Serviceleistungen rund ums KFZ für die Bezirke Eisenstadt (E), Eisenstadt-Umgebung (EU), Mattersburg (MA), Oberpullendorf (OP) und Oberwart (OW ) zur Verfügung. Waltraud Zweiler und Judit Meszarich bieten das

Wiener Städtische Versicherung

Aufsichtsbehörde Die Fusion der Versicherungsaufsicht EIOPA und der Bankenaufsicht EBA soll laut gut informierten Kreisen nicht mehr aktuell sein. Das bisherige System der Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte werde weiterhin bestehen. Die EU-Kommission will die Kontrolle von Banken und Finanzmärkten nachhaltiger und effizienter machen, auch von Einschränkung 14 risControl 10/17


VERSICHERUNG | MARKT

D.A.S. Rechtsschutzversicherung

EPU-Initiative für Selbstständige

Die D.A.S. Österreich bietet seit Jahren maßgeschneiderte Lösungen für die stark gewachsene Gruppe der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) an. Aus diesem Grund unterstützt der Spezialrechtsschutzversicherer vidaflex die EPU-Initiative für Selbstständige der Gewerkschaft vida. Die maßgeschneiderte Ausrichtung auf die Interessen und Ziele der Gruppe der Ein-Personen-Unternehmer entspricht der neuen IDD- (Insurance Distribution Directive) Richtlinie. Das Produktentwicklungsteam hat bei allen angebotenen Produktlösungen für EPU die speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe im Fokus. „Es war klar, dass diese mittlerweile mehr als die Hälfte aller Unternehmen in Österreich ausmachende Gruppe, eine maßgeschneiderte Rechtsschutzversicherung benötigt“, erklärt Vorstandsvorsitzender Johannes Loinger. Als Selbstständige tragen diese Personen für alle Entscheidungen die alleinige Verantwortung. Doch nicht alles ist immer vorhersehbar und nicht über alles

weiß man bis ins Detail Bescheid. „Wir bieten selbstständig in der Wirtschaft arbeitenden Menschen mit vidaflex im Rahmen einer Basismitgliedschaft um 25 Euro im Monat zukünftig neben Interessenvertretung auch ein umfassendes steuerliches und rechtliches Service- und Schutzpaket sowie Aus- und Weiterbildungsangebote“, sagte vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit bei der Präsentation von vidaflex in einer Pressekonferenz. „Der Absicherungsbaustein im vidaflex-Schutz-Paket umfasst einen Schadensersatz-Rechtsschutz, welcher auch Beschädigungen des Betriebsobjektes abdeckt. Straf-Rechtsschutz mit strafrechtlicher Präventionsberatung sowie eine Ausfallsversicherung für Körperschäden und der Beratungs-Rechtsschutz inklusive Einholung einer zweiten Expertenmeinung sind ebenfalls inkludiert. Will man diese Rechtsschutzlösung entsprechend seiner persönlichen Bedürfnisse optimieren, wird das vidaflex-Paket selbstverständlich angerechnet“,

Johannes Loinger erklärt Ernst Bauer, Leiter D.A.S. Versicherungstechnik. Die Richtlinie EU 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb, die sogenannte Insurance Distribution Directive (IDD), verpflichtet Ersteller von Versicherungsprodukten, jedes Produkt an definierten Zielmärkten auszurichten. Das soll sicherstellen „dass die Produktdeterminanten mit den Interessen, Zielen und Charakteristiken der dem Zielmarkt zugehörigen Kunden wie etwa EPU im Einklang stehen“, so Loinger.

netinsurer / Varias

ARGE für digitale Beratungsprozesse

Die beiden Softwareunternehmen netinsurer und Varias haben die Arbeitsgemeinschaft „digitale Beratungsprozesse“ gegründet. Dabei widmet sich Varias dem Thema IDD konforme Beratung im Personenbereich und netinsurer

Arno Slepice

arbeitet zeitgleich an der rechtskonformen Umsetzung von Sachsparten im Privat- und Gewerbebereich. Die Beratungsprotokollierung soll in Zukunft hocheffizient und automatisch erfolgen. Gemeinsame Beratungsstandards sollen identifiziert, erarbeitet und somit die Beratungsqualität für den Kunden gesteigert werden. Die durch die ARGE „digitale Beratungsprozesse“ entwickelten Standards sollen die Komplexität der Beratungsdokumentation für Versicherer, Vermittler und Verbraucher senken und so mehr Transparenz schaffen. „Von einer richtig verstandenen und praktizierten Dokumentation profitieren alle Beteiligten. Der Kunde kann durch eine bessere Beratungsprotokollierung Lücken und Missverständnisse erkennen und erhält Transparenz über die Beratung. Dem Versicherer hilft eine saubere Dokumentation und auch der Vermittler hat ein vitales Eigeninteresse, Lücken und Missverständnisse in der Beratung zu erkennen

Thomas Hajek und diese nachbessern zu können“ so Thomas Hajek, CEO von netinsurer. Zukünftig sind regelmäßige Workshops geplant, in denen die ARGE „digitale Beratungsprozesse“ einheitliche Standards zur Beratungsdokumentation erarbeiten will und dabei kontinuierlich die aktuellen Gegebenheiten und Änderungen der nationalen Rechtsprechung berücksichtigt. risControl 10/17 15


VERANSTALTUNG

ÖBV Versicherung

Tetraktys

Die Würdigungsausstellung 2017 der Österreichischen Beamtenversicherung (ÖBV) ist dem im Jahre 1938 in Wien geborenen Künstler Hermann Josef Painitz gewidmet. Sein aktueller Zyklus bezieht sich auf die Summe der Zahlen 1, 2, 3 und 4, welche 10 ergibt. Dieser Zusammenhang nennt sich in der griechischen Sprache „Tetraktys“ (deutsch "Vierheit"). Die pythagoreische Lehre sah in der Tetraktys den Schlüssel zum Verständnis des Kosmos. In Painitz' Bildern findet die „Tetraktys“ ihren Niederschlag in Form konzentrischer Kreise,

nicht als gleichseitiges Dreieck. Die unterschiedlich großen, variabel eingefärbten und nach eigenen Gesetzen angeordneten Kreise und Ringfelder visualisieren die besagten Zahlenverhältnisse aus der Sicht eines nach logischer Kunst und der Poesie der Empirik strebenden Künstlers. Die bildgewordenen Möglichkeiten, die der geniale „Einzelkämpfer“ unter den österreichischen Künstlern der Nachkriegsavantgarde anbietet, können ab Anfang Oktober 2017 bis 5. Jänner 2018, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr im ÖBV Atrium besichtigt werden.

Wiener Versicherungsmakler

Vorsicht Versicherungsfalle

Im Rahmen der Wiener Universität „UniLeben“ von 2. bis 3. Oktober in Wien haben die Wiener Versicherungsmakler mit Ihrer Aktion „Vorsicht Versicherungsfalle“ mögliche Risiken beim Versicherungsabschluss aufgezeigt und interessierte junge Erwachsene für die richtige Absicherung im Leben sensibilisiert . Sei es die Gründung einer Wohngemeinschaft, die Anschaffung eines eigenen Autos oder das Studieren im Ausland – in kaum einem Lebensabschnitt verändert sich so viel wie zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr. Und

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mit diesen Veränderungen gehen auch Fragen zum Thema Sicherheit und Versicherung einher: Bin ich in meiner eigenen Wohnung abgesichert? Bin ich Haftpflicht versichert, oder muss ich für einen von mir verursachten Personen- oder Sachschaden mit meinem Privatvermögen haften? Rund 865.700 junge Österreicherinnen und Österreicher zwischen 18 und 25 Jahren stellen sich jedes Jahr genau diese Fragen. 206.400 davon in Wien. „Immer mehr junge Erwachsene nutzen mittlerweile Online-Vergleichsportale um sich zu informieren und Preise zu vergleichen. Sie entscheiden sich dann aufgrund ihrer geringen finanziellen Mittel, meist für die günstigste Prämie. Eine Versicherung abzuschließen ist relativ einfach, komplex wird es dann im Schadenfall. Dann stellt sich nämlich die Frage, an wen man sich wendet und ob der Schaden im eigenen Interesse abgewickelt wird. Laien verlieren bei den vielen angebotenen Versicherungsprodukten und deren kompliziert formulierten Vertragsbedingungen rasch den Überblick. Oft sind sich auch die Eltern über die Risiken, die mit einem Abschluss einhergehen, nicht bewusst. Ohne umfassende Beratung im Vorfeld besteht dann die Gefahr, sich für die falsche Versicherung zu entscheiden, was im Schadenfall teuer werden kann. Als Versicherungsmakler sehen wir es als unsere Aufgabe, junge Erwachsene auf mögliche Tücken hinzuweisen und für

die richtige Absicherung zu sensibilisieren“, betont Brigitte Kreuzer, Fachgruppenobmann-Stv. der Wiener Versicherungsmakler. In Workshops und am Informationsstand erfahren die Studenten unter anderem, dass die Unfall- und Haftpflichtversicherungen, die im Rahmen der ÖH-Mitgliedschaft abgeschlossen werden, zwar für den Aufenthalt an der Uni und den Weg dorthin gelten, nicht aber in der Freizeit. Wer also keine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung besitzt, erhält bei einem Unfall keinerlei finanzielle Unterstützung und muss, wenn er/sie einen Schaden verursacht selbst die Kosten tragen, was mitunter lebenslange Schulden und den Ruin eines jungen Menschen bedeutet. „In den persönlichen Gesprächen erleben wir immer wieder, dass 18 bis 25 Jährige glauben, ausreichend versichert zu sein. Sie wissen aber zum Beispiel nicht, dass bei Wohngemeinschaften der Versicherungsschutz oft nur für die Person gilt, die den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat, alle anderen im Haushalt lebenden Personen müssen extra versichert werden oder der Versicherungsschutz entsprechend ausgeweitet werden. Auch dass ein Versicherungsmakler ausschließlich im Auftrag seiner Kunden tätig wird und den gesamten Versicherungsmarkt kennt, wissen die wenigsten“, erklärt Brigitte Kreuzer, die seit über 20 Jahren als unabhängige Versicherungsmaklerin tätig ist.


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VERANSTALTUNG

Akad. Vkfm. Gunther Riedelsperger (Initiator der Rechtsservice- und Schlichtungsstelle der Versicherungsmakler), Mag. Erwin Gisch, MBA (Geschäftsführer des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten der WKÖ), Beate Blaschek (Leiterin Abteilung für Finanzdienstleistungen und Verbraucherbildung Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz), Ulrike Rabmer-Koller (Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich), Hofrat Dr. Gerhard Hellwagner (Vorsitzender der RSS, Senatspräsident des Oberlandesgerichts Wien i.R.), Christoph Berghammer, MAS (Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten der Wirtschaftskammer Österreich)

10-jähriges Jubiläum Die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle der Versicherungsmakler feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Im Juni 2006 hat der Fachverband der Österreichischen Versicherungsmakler unter dem damaligen Fachverbandsobmann Akad. Vkfm. Gunther Riedelsperger die Rechtsservice-und Schlichtungsstelle (RSS) ins Leben gerufen, 2007 wurde mit den operativen Tätigkeiten begonnen.

Trotz vieler Widerstände hat sich Gunther Riedelsperger nicht beirren lassen und an seiner Idee, den Versicherungsmaklern und ihren Kunden ein Serviceinstrument für eine außergerichtliche Streitbeilegung, festgehalten. Viel Engagement seitens des Fachverbandes und der Mitbegründer der RSS zeigen, wie 18 risControl 10/17

wichtig seine Idee war. Sen. Präs. d. OGH i.R. Dr. Ekkehard Scharlich war Vorsitzender der ersten Jahre, unter seinem Vorsitz wurden ca. 220 Fälle bearbeitet. Hofrat Dr. Gerhard Hellwagner, Senatspräsident des Oberlandesgerichts Wien i.R., wurde 2011 zum Vorsitzenden bestellt. Seit Gründung

wurden bereits 540 Fälle behandelt. Den größten Anteil sind zu 20 % der Sparte Eigenheim-Haushalt zuzurechnen, gefolgt von Rechtsschutzversicherungsfällen mit 16 %, wobei hier eine stark steigende Tendenz zu bemerken sei. Weitere Themen sind im Bereich Betriebshaftpflicht anzusiedeln und bei


VERANSTALTUNG

KR Rudolf Mittendorfer, Christoph Berghammer, MAS, Dr. Gerhard Hellwagner und Akad. Vkfm. Gunther Riedelsperger 10 % geht es um Provisionsstreitigkeiten. Im heurigen Jahr werden es laut Dr. Gerhard Hellwagner 90 Fälle sein, die die RSS behandelt. Seit 1. Jänner 2016 sind bei Einberufung eines Schlichtungsverfahrens keine Gebühren mehr zu entrichten. Schon letztes Jahr wurde der RSS eine besondere Anerkennung zuteil, die Europäische Kommission hat die RSS als Streitschlichtungsstelle zur Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten anerkannt. Auch diese Anerkennung hat bestätigt, dass die RSS sich nach zehn Jahren ihres Bestehens als etabliertes Serviceinstrument bewährt hat. Beim Festakt des 10-jährigen Jubiläums würdigte Fachverbandsobmann Christoph Berghammer die Bemühungen von Gunther Riedelsperger als „Vater der RSS“. Riedelsperger nahm in seiner Ansprache auch darauf Bezug, dass die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle Kunden und Maklern ein Instrument sei, das im Falle einer Streitigkeit vor einer Gerichtsverhandlung die Möglichkeit bietet, ein „privates Rechtsgutachten“ einzuholen. Denn ein durchschnittliches Zivilverfahren dauert zwischen

ein und zwei Jahren, die RSS arbeitet im Gegenzug dazu sehr schnell und kompetent. Auch bei Deckungsablehnungen, denn nicht alle von Versicherungsunternehmen abgelehnten Deckungen sind unberechtigt und mit Hilfe der RSS ist es möglich dem Kunden zu zeigen, dass es keinen Anspruch auf eine Schadensleistung gibt. Die durchschnittliche Verfahrensdauer bei der RSS dauert 2,5 Monate.

Die Kommission der RSS besteht aus fünf Fachleuten: Den Vorsitz hat Dr. Hellwagner und 4 Beisitzern, wobei einer davon vom Versicherer nominiert wird. Es wird eine rechtlich fundierte Empfehlung abgegeben, die zwar rechtlich unverbindlich ist aber aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz hohes faktisches Gewicht genießt. Im Gerichtsverfahren ist es mit einem Privatgutachten zu vergleichen. Über diese Tätigkeit hinaus fungiert die RSS auch als Verfasser von monatlichen Versicherungsrecht-News, in denen werden wesentliche versicherungsrechtliche und vermittlerrelevanten Entscheidungen österreichischer und europäischer Gerichte ebenso aufbereitet wie die Rechtsprechungen zu grundsätzlichen Rechtsthemen. Der Newsletter wird monatlich den Versicherungsmaklern mit dem Bundesnewsletter zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Feierlichkeiten nahm Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, MAS, auch Bezug auf die Bedeutung der RSS für die Zukunft im Hinblick auf die kommenden Anforderungen seitens der IDD. Der Fachverband nahm die Feierlichkeiten zum Anlass, Dr. Gerhard Hellwagner für sein unermüdliches Engagement für die RSS die silberne Ehrennadel des Fachverbandes zu verleihen. Nach dem offiziellen Teil wurde der Abend zum gemeinsamen Netzwerken genutzt.

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KOLUMNE

Michael Kordovsky

Der Tulpenkrach von 1637 – Ein Mahnmal für Cyberwährungs-Zocker

Kryptowährungen – die „Tulpenspekulation“ des 21. Jahrhunderts Kürzlich lief der Historienfilm „Tulpenfieber“ im Kino. Der historische Rahmen des Dramas lag in der ersten großen spekulativen Blase der Geschichte, der Tulpen-Manie der Jahre 1636/37. Noch brutaler ist heute die Spekulation mit den faktisch wertlosen Kryptowährungen. Der Tulpenkrach von damals ist deshalb eine ernstzunehmende Warnung an die heutige „Bitcoin-Community“.

In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangten Tulpenzwiebeln über Konstantinopel aus dem Osmanischen Reich nach Wien. Anfangs liefen in der Zucht noch botanische „Pilotprojekte“. Ab 1574 kultivierte der flämische Botaniker Carolus Clusius Tulpen im Garten Maximilians II. Bald verbreiteten sie sich über Westeuropa. Voneinander unabhängig wurden blühende Tulpen 1590 in Leiden, 1594 in Breslau und 1598 in Montpellier beschrieben. In Leiden entstand eine regelrechte „Tulpenszene“, denen viele Vertreter der Oberschicht angehörten. Die Hobbygärtnerei war im Vormarsch. Die Vermehrung der Tulpen erfolgte mittels Tochterzwiebeln, die nach der Blüte im Frühjahr bis zum Sommer an den Mutterzwiebeln wachsen und dann „gerodet“ werden können. In der Zucht entstanden die unterschiedlichsten Farbvarianten. Insgesamt waren in der Zeit 1630 bis 1650 ca. 800 verschiedene Tulpensorten namentlich bekannt. Die meisten davon, auch die damals wertvollste Tulpe, Semper Augustes (der immer Erhabene), sind heute ausgestorben. Termingeschäfte und Leerverkäufe gab es schon damals Der Handel war in Spot- und Terminmärkten organisiert. Gerodete Zwiebeln konnte man für kurze Zeit nach der „Ernte“ am Spotmarkt erwerben. Doch Händler wünschten Zugang zu Tulpen das ganze Jahr über und so erfolgte der Handel mit Zwiebeln, die erst nach der 20 risControl 10/17

Blüte ausgegraben werden. Diese Terminkontrakte konnten notariell beglaubigt werden oder wurden auf inoffiziellen Papierstreifen festgehalten. Da unklar war, ob die Tulpen die nächste Saison überhaupt blühten, bezeichnete der Volksmund diese Geschäfte auch als „windhandel“. Daraus entstanden spätestens 1634 Spekulationsgeschäfte. Kontrakte wurden gekauft und schnell wieder weiterverkauft. Vor allem der verbotene Leerverkauf blühte.

Allerdings wurden diese Geschäfte nicht aktiv strafverfolgt, nur ihre Erfüllung war vor Gericht nicht einklagbar. Heisse Luft bis im Februar 1637 die Tulpenblase platzte Bereits in den 1620er-Jahren galten seltene Tulpensorten als „Sammlerstücke“ und der Hype nahm seinen Verlauf: Aufzeichnungen


KOLUMNE

Haarlem auf einmal die Nachfrage aussetzte. Plötzlich brach Panik aus und binnen weniger Monate verloren die Tulpen wieder 95 % an Wert. Das Vertrauen schwand und jeder wollte so schnell wie möglich Bargeld. Kredite wurden keine mehr vergeben und geliehenes Geld schnellstmöglich zurückgefordert, woraus eine Kreditklemme resultierte. Das Problem dabei: Geld das der Realwirtschaft zu Spekulationszwecken entzogen wurde, war auf diese Weise vernichtet worden und nun fehlten Händlern und Handwerkern die Kredite zum Neustart. Dass die heutige Kryptowährungs-Manie derartige volkswirtschaftliche Ausmaße annimmt, ist unwahrscheinlich. Die Marktkapitalisierung aller rund 870 Kryptowährungen zusammen berträgt ca. 140 Mrd. USD und laut ICO Tracker des Analysedienst CoinDesk konnten bei ICOs (Initial Coin Offerings) seit Jänner 2014 bis heute erst insgesamt umgerechnet 2,3 Mrd. USD aufgetrieben werden. Dennoch gibt es Ähnlichkeiten, nämlich neben einem

Foto: Martina Siebenhandl

aus dem Jahr 1623 zufolge kosteten alle 12 existierenden Tulpen der Sorte Semper Augustus schon damals je Zwiebel 1.000 Gulden, 1624 waren es schon 1200 und 1633 5.500 Gulden ehe im Jahr 1637 für 3 Zwiebeln 30.000 Gulden geboten wurden, also 10.000 Gulden pro Zwiebel. Am Höhepunkt der Spekulation gab es enorme Preissprünge: Vom 28. Dezember 1636 bis 12. Januar 1637 stieg der Preis der Sorte „Switserts“ von 125 auf 1.500 Gulden pro Pfund. Es folgte die Stunde der Blender und Zocker. Floristen verkauften Tulpen, die sie nicht liefern konnten, an Käufer, die nie die Absicht hatten, diese Zwiebeln einzupflanzen. Von 1634 bis zum Höchststand stiegen die Preise für manche Sorten sogar um das 50 bis 100Fache. Für eine Tulpenzwiebel wurde damals in den Niederlanden der Gegenwert eines luxurösen Hauses gezahlt. Jeder spekulierte auf den noch größeren Narren, der bereit wäre, für die Tulpenzwiebeln noch mehr zu bezahlen, bis am 3. Februar 1637 bei einer Auktion in

„inneren Wert“ von nahezu Null noch eine kleine „Insiderclique“, die daran profitierte. Damals verfügte diese über Know How in der Tulpenzucht, heute über jenes in der Programmierung einer Transktions-Blockchain. Im 17. Jahrhundert waren es ca. 300 Drahtzieher, von denen die meisten Beteiligten namentlich nachweisbar und untereinander stark vernetzt waren, die Tulpenauktionen organisierten und den Hype in Bewegung setzten. Diese waren von Anfang an dabei, während die breite Masse als Mitläufer per Saldo auf der Verliererseite stand. Dennoch ist der heutige Kryptowährungs-Boom viel raffinierter inszeniert als die damalige Tulpenmanie: Kryptowährungen sind faktisch ein Pyramidenspiel In der Rechtsprechung zählen weltweit die Absicht einer Vorgangsweise sowie Analogien zu vergleichbaren ausjudizierten Fällen. Die Kernfragen, die sich in diesem Zusammenhang

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KOLUMNE

stellen, sind: War es wirklich die Absicht der Bitcoin-Erfinder, eine neue globale Währung als einheitlichen Wertmesser für den Tausch von Waren und Dienstleistungen zu schaffen oder ging es primär um persönliche Bereicherung? Gibt es eventuell Analogien zwischen Kryptowährungen und Pyramidensystemen? Eine konkrete Antwort liefert schon folgender Einblick: Ein Bitcoin ist nur eine Zahl, die einer BitcoinAdresse zugeordnet ist. Eine Bitcoin-Adresse stimmt mathematisch einfach mit einem öffentlichen Schlüssel überein. Konnte man zu Beginn beim „Schürfen“ (produzieren) noch 50 Bitcoins pro Block verdienen so sind es seit Juli 2016 nur noch 12,5. Alle 210.000 Blöcke halbiert sich der Output. Die nächste Halbierung wird im Sommer 2020 erwartet. Dabei folgt im Laufe der Jahre eine Annäherung der Gesamtzahl an Bitcoins an die 21 Millionen, wobei diese Zahl nie erreicht wird. Der letzte Block aus dem Bitcoins generiert werden können ist Block Nr. 6.929.999 mit dem um das Jahr 2140 die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen virtuellen Münzen bei 20.999.999,9769 BTC stehen bleiben wird. Die Rechenoperationen erfordern immer mehr Hardware-Leistung. In Deutschland lohnt sich das Bitcoin-Mining erst ab Preisen von 2000 EUR (am 9.10.: 3880 USD). 90 bis 95% davon sind angeblich Stromkosten für die Rechner. Da mittlerweile 16,6 Mio. Bitcoins im Umlauf sind, entsteht der Eindruck knapper Resourcen. Doch dahinter steckt nur ein Rechenschema, das jenen Hilft, die früher einstiegen. Wie in einem Pyramidensystem haben es diejenigen, die später ihr Glück versuchen, schwerer beim Geldverdienen als die Initiatoren und Früheinsteiger. Mit dem Schwierigkeitsgrad beim Mining stieg auch der „Wechselkurs“ an den zahlreichen Bitcoin-Börsen. Am 25. April 2010 begann der Handel mit Bitcoins zu 0,3 US-Cent pro Einheit und am 10. Februar 2011 näherte sich der Kurs der Bitcoins bereits 1 US-Dollar an. Zuletzt lag der Bitcoin-Kurs bei 4603 USD (9.10.). Das wären auf Jahressicht ein Plus von 652% und ein Plus von rund 1200% in den vergangenen 3 Jahren. Wer im Juli 2010 damals pro Bitcoin 0,08 USD bezahlte und für 80 USD 1000 Bitcoins erwarb, verfügte genau 7 Jahre später über rund 2 Millionen US-Dollar. Der Preis für den 22 risControl 10/17

„Bitcoin-Rivalen“ Ethereum lag am 9. Oktober 2015 noch bei 0,66 USD und stieg exakt binnen 2 Jahren auf rund 305 USD. Diesen Erfolg möchten nun zahlreiche Glücksritter beim Börsenstart neuer Cyberwährungen wiederholen. Doch die Betrugsrisiken steigen. Deshalb die Kernfrage: Was hat das noch mit einer stabilen Währung zu tun? Von Absicht der Schaffung eines Tauschmittels fehlt hier jede Spur. Indizien einer Bereicherung durch die Initiatoren hingegen gibt es reichlich, genauso wie Verhaltensmuster eines sehr schlau konstruierten Pyramidensystems erkennbar sind. Ein generelles Verbot bisheriger Kryptowährungen in den USA und Europa ist somit wohl nur noch eine Frage der Zeit, wobei noch mehrere Jahre vergehen könnten. Es wird böse enden Kritische Stimmen werden lauter: Jamie Dimon, Chef der US-Großbank JPMorgan Chase, bezeichnet Bitcoin als Betrug. Auf einer Investoren-Konferenz in New York erklärte er, dass Cyberwährungen nicht funktionieren werden, da sie faktisch aus dem Nichts entstanden. Für ihn werde die Bitcoin-Story im Crash enden. Deshalb hat er auch klare Regeln für seine Mitarbeiter: Wer mit Cyberwährungen handelt, wird sofort gefeuert, da dies erstens gegen die Regeln der Bank verstoße und zweitens auch dumm ist. Diese Ansage und Nachrichten aus China, wonach die Aufsichtsbehörden die Schließung von Handelsplattformen für Kryptowährungen

erwägen, drückten auf den Kurs. Nun sind Börsengänge von Kryptowährungen in China verboten. Gleichzeitig schließen dort immer mehr Cyberwährungs-Börsen. In den USA und Europa haben Cyberwährungen mittlerweile auch einen kriminellen Touch, zumal sie als Tauschmittel des Darknet gelten, wo mit Drogen und Waffen gehandelt wird. Auch Geldwäscher setzen auf Bitcoin und Co.. Mittlerweile wurde bei der Einreise in die USA ein Darknet-Drogendealer aufgrund seiner Bitcoin-Transaktionen verhaftet. Auf seinem Laptop fanden DEA-Agenten Kryptowährungen im Wert von 500.000 USD. Doch so tief muss man nicht sinken, um sich strafbar zu machen. Es reicht schon, einen realisierten Kryptowährungs-Gewinn in der Steuererklärung nicht angeführt zu haben. Bei Kauf und Verkauf von virtuellen Währungen gilt innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr bei Erträgen von über 440 Euro der volle Einkommensteuersatz. Gnadenlos könnte bald die US-Steuerbehörde IRS gegen Steuersünder, der Cyberwährungs-Szene vorgehen. Mittlerweile können die US-Bundesbehörden Bitcoin-Transaktionen mitverfolgen. Die IRS hat bereits Blockchain-Analyseinstrumente implementiert, mittels deren Hilfe sich Einzelpersonen aufspüren lassen, die von Kryptowährungs-Investments profitiert haben. Auch hierzulande könnte es bald ähnlich laufen. Die tollen Bitcoin-Gewinne von heute drohen dann für viele die Finanzstrafen von morgen zu werden.


Programmiert auf Erfolg beim Kunden Die Allianz und ihre Maklerpartner haben eine ganz wesentliche Gemeinsamkeit: Sie wollen Geschäft machen und zufriedene Kundinnen und Kunden. Das von Maklern intensiv genutzte Bildungsprogramm der Allianz ist dafür ein wichtiger Erfolgsfaktor.

In den vergangenen Monaten hat die Allianz große Anstrengungen unternommen, um für die Maklerpartner die Zusammenarbeit mit ihr einfacher zu gestalten. Erste Erfolge zeigen, dass die Richtung passt – und noch immer viel zu tun ist. „Unsere Maklerpartner wollen Geschäft machen, wir auch. Unser Ziel muss es also sein, dass sie Geschäft mit uns ganz einfach machen können“, sagt Claudia Schlosser, Bereichsleiterin Maklervertrieb der Allianz. Experten zum Angreifen Neben dem Service durch das Allianz Team Österreich und moderner Technik, die das

Arbeiten erleichtern, setzt die Allianz dabei besonders auf die Weitergabe von Know-how. Was sie dieses Jahr mit zahlreichen lokalen Veranstaltungen für Maklerpartner mit Vorträgen und Workshops zu Spezialthemen ins Leben gerufen hat, soll künftig als „Experts on the road“ ein fixer Angebotsbaustein im Bildungsprogamm der Allianz sein. Denn Aus- und Weiterbildung wird immer wichtiger. Wer nachhaltig erfolgreich sein will, hat sich schon bisher regelmäßig weitergebildet. Mit der Umsetzung der europäischen Insurance Distribution Directive (IDD) in österreichisches Recht wird ab Februar 2018 diese Selbstverständlichkeit zum gesetzlichen Erfordernis. Damit müssen dann alle

Vermittler pro Kalenderjahr mindestens 15 Stunden Weiterbildung nachweisen. Erfolgsfaktor Wissen „Mehr Know-how war schon bisher die Antwort auf viele der aktuellen Herausforderungen, erklärt Schlosser: „Genau dieses Ziel verfolgen wir mit unseren Maklerpartnern seit Jahren mit der Allianz Top Partner Akademie.“ So wie auch beim Bildungsangebot für Betriebliche Altersvorsorge (BAV) sind die Seminare mit Credits versehen, die für das Weiterbildungszertifikat des Fachverbands der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten angerechnet werden und bereits jetzt den IDD-Anforderungen entsprechen. Auf dem Seminarplan sind Fach- und Expertenwissen zu Versicherungslösungen ebenso wie Personal Skills im Umgang mit Beschwerden oder schwierigen Kundenbeziehungen – jeweils präsentiert von anerkannten Fachleuten. Effizienz zählt

Claudia Schlosser, Bereichsleiterin Maklervertrieb der Allianz

Steigender Beliebtheit erfreuen sich „Web Based Trainings“ (WBT) sowie die verstärkt angebotenen Webinare, womit viele Inhalte ungleich effizienter als mit dem Besuch eines Seminars vermittelt werden: „Das spart Zeit und Wege“, fasst Schlosser die Rückmeldungen der Maklerpartner zusammen. Ob und wie auch diese Fortbildungsmaßnahmen vom Gesetzgeber anerkannt werden, bleibt noch abzuwarten – doch Gewinner sind so oder so die Kundinnen und Kunden: „Lebenslanges Lernen steht bei den ungebundenen Vermittlern schon immer ganz oben auf der Prioritätenliste. Davon können unsere gemeinsamen Kunden nur profitieren – und wir unterstützen unsere Maklerpartner dabei.“ risControl 10/17 23


VERANSTALTUNG

DONAU Versicherung

150 Jahre

Die DONAU Versicherung feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Ende März 1867 wurde sie gegründet, die Ursprünge des Versicherungsunternehmens sind bis 1824 zur Ersten Österreichischen Brandschadenversicherungsgesellschaft zurück zu verfolgen. 1873 vom Börsencrash verschont wird die Geschäftstätigkeit auf den Donauraum und darüber hinaus erweitert. 1918 bis 1938: Mit dem Zerfall der Monarchie verliert die Donau Versicherung das Geschäft in den ehemaligen Kronländern, nur Prag und Budapest bleiben erhalten. Dafür erfolgreiche Geschäftsabwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg mit Niederlassungen im damaligen Konstantinopel, Saloniki, Kairo und Palästina. 1938 bis 1945 Der Zweite Weltkrieg beendet den Aufschwund, sie steht unter deutscher Verwaltung und darf nur Kunden in Österreich und Italien behalten. Zwischen den Jahren 1954 und 1958 wird das Versicherungsunternehmen verstaatlicht und steht unter öffentlicher Verwaltung. Der Schweizer Versicherungskonzern Zürich Kosmos erwirbt die Aktienmehrheit, den Rest

erhält die Schweizer Rück. Unter großen Bemühungen wird ein Kundenstand aufgebaut. Ende der 1960er Jahre waren knapp 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 1971 übernimmt die Wiener Städtische Versicherung einen Mehrheitsanteil und bringt damit die Donau Versicherung wieder in österreichischen Besitz. 1990 ist das Unternehmen wieder zu 100 % in österreichischem Besitz, da der Aktienanteil der Schweizer Rück von der damaligen Girozentrale und Bank der österreichischen Sparkassen erworben wird. 2010 wird ihr die Konzessionen für die Krankenversicherung erteilt und damit können alle Versicherungssparten angeboten werden und im Jahr 2012 ist das Versicherungsunternehmen mit der neuen Landesdirektion wieder in allen Bundesländern vertreten. „Ich bin sehr stolz, dass ich heuer, im Jubiläumsjahr, über viele gute Nachrichten aus der Donau sprechen kann. Die Versicherung hat als fünftgrößter Player in Österreich sehr viel richtig gemacht. Wir haben uns klar für den österreichischen Markt entschieden und

Peter Thirring uns mit Landesdirektionen in allen neun Bundesländern stark aufgestellt. Mit über 80 Geschäftsstellen im Land sind wir überall erreichbar und präsent für unsere 750.000 Kunden. Wir treffen unsere Entscheidungen eigenständig und rasch vor Ort“, fasst Generaldirektor Peter Thirring die erfolgreiche Regionalitätsstrategie zusammen.

Eine rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte 1938–1945 1873 Die DONAU bleibt vom weltweiten Börsencrash verschont. Erweiterung der Geschäftstätigkeit auf den Donauraum und darüber hinaus.

Der Zweite Weltkrieg beendet den Aufschwung der DONAU Versicherung. Sie steht unter deutscher Verwaltung und behält nur Kunden in Österreich und Italien.

1954–1958 1918–1938

1867 Ende März Gründung der DONAU Versicherung. Johann Strauss komponiert im selben Jahr den Donauwalzer. Die Ursprünge der DONAU sind jedoch bis 1824 zur Ersten österreichischen BrandversicherungsGesellschaft zurück zu verfolgen.

Mit dem Zerfall der Monarchie verliert die DONAU Versicherung das Geschäft in den ehemaligen Kronländern, nur Prag und Budapest bleiben erhalten. Dafür erfolgreiche Geschäftsabwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg mit Niederlassungen im damaligen Konstantinopel, Saloniki, Kairo und Palästina.

Die DONAU Versicherung wird verstaatlicht und steht unter öffentlicher Verwaltung. Der Schweizer Versicherungskonzern Zürich Kosmos erwirbt die Aktienmehrheit der DONAU Versicherung, den Rest erhält die Schweizer Rück. Unter großen Bemühungen wird ein Kundenstand aufgebaut. Ende der 1960er Jahre waren knapp 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Lebensversicherungsprämien wurden daheim in Spardosen gesammelt und anschließend bei der DONAU bar einbezahlt.

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VERANSTALTUNG

Wichtig ist dem Generaldirektor auch das Thema Nachhaltigkeit, wenn es um die Zukunft geht: „In der DNA einer Versicherung muss stecken, dass sie nachhaltig und langfristig denkt – nicht nur ans nächste Quartal. Auch das unterscheidet uns von vielen anderen und wird auch die nächsten 150 Jahre unser Handeln lenken.“„Unser Verständnis von Kundenorientierung geht weg vom bisherigen Denken entlang von Produkt und Sparte, das Versicherungen jahrzehntelang geprägt hat – das interessiert den Kunden nicht. Er möchte, dass man ihn und seine Geschichte so gut versteht, dass man ihn punktgenau und damit richtig versichert und serviciert“, erklärt Vertriebsvorstand Harald Riener den Fokus in der Kundenbetreuung. „Wenn wir unsere Kunden von der Qualität und Sicherheit der DONAU überzeugen und wir direkt in ihren Regionen für sie da sind, dann ist der Grundstein für eine vertrauensvolle, nachhaltige Kundenbeziehung gelegt“, ergänzt Riener. Mit der Schärfung der Kundenorientierung wird auch das Vertriebsteam aufgestockt. „Die DONAU wird in den nächsten Jahren weiter wachsen – und das sowohl in allen Regionen als auch in den Segmenten Privat- und Gewerbekunden. Zudem werden in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in Pension gehen, deshalb sind wir österreichweit auf der Suche nach talentierten, engagierten Mitarbeitern für den Vertrieb – dabei sind Quereinsteiger ebenso willkommen wie Vertriebsprofis aus verwandten Branchen“, lädt Riener zur Bewerbung ein. Bei ihrer Digitalisierungsstrategie folgt das Unternehmen dem Leitsatz „regional vor digital“ – digitale Anwendungen kommen dort zum Einsatz, wo sie die Beratung erleichtern und die Kommunikation zwischen Kunden und Versicherung vereinfachen. Der neue Webauftritt, der im Oktober 2017 startet, bietet etwa die Möglichkeit, Schadensfälle unkompliziert und rasch zu melden und mittels Live-Chat bekommen die Kunden schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu ihrer Versicherung. Auch bei der Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern wird zukünftig mehr auf Technik gesetzt – so kommt beispielsweise ein modernes Beratungstool Anfang 2018 österreichweit zum Einsatz. Ralph Müller, derzeit Risikovorstand und designierter Vorstandsvorsitzender der Donau ab Mitte 2018, blickt optimistisch in die kommenden Jahre. „Angesichts der strategischen Positionierung, bei der wir unser Verständnis von Kundenorientierung klar geschärft haben und unserem Regionalitätsprinzip absolut treu bleiben, bin ich davon überzeugt, dass wir einen sehr erfolgreichen Weg in Österreich gehen werden. Ich freue mich auf diese gemeinsame Zukunft mit unseren Mitarbeitern und Kunden!“ Für Müller sind die zahlreichen Veränderungen, vor denen die Versicherungsbranche steht, aber nur mit entsprechender Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter umsetzbar. „Das Kunden- und Kommunikationsverhalten wird sich in den nächsten Jahren wesentlich verändern. Die Donau hat bereits seit längerer Zeit eine Weiterbildungsoffensive mit individuell abgestimmten, strukturierten Ausbildungsplänen gestartet, sodass unsere Mitarbeiter gut gerüstet in die Zukunft gehen – auch das ist unsere Verantwortung als Arbeitgeber.“

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MARKT

Chubb Limited

Verlegung nach Frankreich

Chubb Limited hat bekannt gegeben, dass die Firma ihren EU-Hauptsitz nach Frankreich verlegen wird, falls Großbritannien wie geplant im März 2019 die EU verlässt. Die Entscheidung, Frankreich als Chubbs bevorzugtes Post-Brexit-Hauptquartier für seine kontinentaleuropäischen Geschäftstätigkeiten zu wählen, ist abhängig von allen notwendigen regulatorischen und anderen staatlichen Genehmigungen. „Unseren Hauptsitz in der Europäischen Union nach dem Brexit nach Frankreich zu verlegen wäre eine gute Wahl für uns“, sagte Evan G. Greenberg, Vorsitzender und CEO. „In Paris ist das Hauptbüro für unsere

kontinentaleuropäischen Geschäftstätigkeiten und wir haben dort erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und Ausbildung der Mitarbeiter getätigt. Unsere jahrelangen Erfahrungen mit dem französischen Markt sowie die enge Zusammenarbeit mit den französischen Regulierungsbehörden ist mit ein Grund für diese Entscheidung, welche viele Vorteile für unsere Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner sowohl in Frankreich als auch am ganzen Kontinent mit sich bringt.“„Wir wurden durch die Unterstützung und Kooperation der französischen Regierung ermutigt, als wir unsere Post-Brexit-Optionen abgewogen haben und

wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit den französischen Behörden während wir dieses Projekt vorantreiben“, so Joseph Wayland, leitender Vizepräsident und Leiter der Rechtsabteilung. „Wir sind hinsichtlich der Verlegung des EU-Hauptsitzes nach Paris zuversichtlich, dass Chubb unabhängig von den endgültigen Bedingungen des britischen Ausstiegs aus der Europäischen Union so positioniert ist, um unseren Kunden zu dienen.“ Nach dem Brexit wird Chubb weiterhin eine umfangreiche Präsenz in London zusätzlich zu seinen Büros und Geschäftstätigkeiten in Großbritannien und EU haben.

wefox

Innovation Lab

Der nächste wefox Partner für das neu gegründete Innovation Lab ist die HDI Versicherung. „Das Innovation-Lab ist für uns kein Symbol für eine Neuerfindung. Vielmehr stellt es den Fortschritt dar, der uns ermöglicht gemeinsam mit der HDI und den Maklern den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen“, erläutert Werner Holzhauser, CEO von wefox Österreich. Auch mit Blick auf neue und jüngere Zielgruppen, werden auf der Produkt- und Prozessseite Innovationen für Makler angestoßen und umgesetzt. „Wir befinden uns in einer Phase der Veränderungen, Kunden haben genaue Vorstellungen von ihrem Versicherungsprozess“, betont Holzhauser. Für

Günther Weiß 26 risControl 10/17

die HDI erschließt sich daraus auch eine neue dynamische Zielgruppe: jung, proaktiv und digital affin. Günther Weiß, Vorstandsvorsitzender HDI: „Gemeinsam mit wefox arbeiten wir in einem ersten Schritt daran, administrative Prozesse auf dem digitalen Weg ideal zu gestalten. Hier geht es u.a. um Themen wie Antragstellung, Vertragsänderungen sowie alle Aspekte der laufenden Betreuung von Bestandskunden. Im zweiten Schritt stehen Aspekte der kundenfreundlichen Abwicklungen von Geschäftsfällen wie zum Beispiel Informationszugang zu Dokumenten und Vertragsgrundlagen sowie Schadenfallerledigungen etc. im Fokus.“ In gemeinsamen Workshops sollen Grundlagen für einen effizienten Digitalisierungsprozess erarbeitet werden. Hierbei nehmen Lösungen zur Reduzierung von administrativen Tätigkeiten eine Hauptrolle ein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch für die eigenen HDI-Projekte genutzt werden, um so einen Mehrwert für alle Parteien zu schaffen. „Die Partnerschaft dient dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Verständnis der gegenseitigen Bedürfnisse. Versicherungsgesellschaften haben großes Interesse an IT-Verbesserungen, denn sie nutzen oftmals Systeme, die am Ende ihres Lebenszyklusses stehen – und genau hier können wir als wefox

Werner Holzhauser mit unserem technischen Background und unserem Know-How einen wichtigen Beitrag leisten“, so Holzhauser. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung der Makler in der Online- und Offline-Betreuung ihrer Kunden. Die Kunden-App sowie das Makler-Portal und die Back-Office-Unterstützung dienen als Kommunikationsnetz für Makler und Kunden. Makler erhalten Zugang zu digital affinen Kunden und können ihnen durch die Plattform eine digitale Lösung anbieten. wefox stellt hierfür die Technologie und die Prozess-Unterstützung zur Verfügung. „Wir glauben an eine Versicherungszukunft, in der der Makler ein fester Bestandteil ist. Wir leisten Unterstützung wo sie benötigt wird und garantieren den Maklern ihre Freiheiten“, so Holzhauser weiter.


MARKT

netinsurer

Kooperation mit adesso

Die beiden Software Spezialisten netinsurer und adesso bieten ab sofort gemeinsame Lösungen für eine moderne Kundenberatung. Ziel ist eine durchgängig IT-Gesamtlösung für innovative, rechtssichere und effiziente Kundenberatung. - Von der Bedarfsweckung bis zum Abschluss für alle Vertriebswege. Dabei liefert adesso das benutzerfreundliche und übersichtliche Modul zur interaktiven Bedarfsdeckung als visuelle Unterstützung zur klassischen Expertenberatung im Kundengespräch. Mit dem Versicherungsassistenten

können Vermittler auf Knopfdruck automatisch umfassende Beratungsprotokolle und ansprechende Deckungskonzepte aus dem Beratungsgespräch erstellen, verwalten und versenden. Die Integration des adesso BedarfsWeckers stellt dabei die logische Vorstufe der Bedarfserhebung dar. Mag. Stefan Schambron, Sales Manager bei adesso: „netinsurer setzt sich als junges, dynamisches Softwareunternehmen für die Modernisierung der Versicherungsbranche ein. Es macht Spaß, mit einem derart innovativen und motivierten Team

zusammen zu arbeiten und gemeinsam zur technologischen Weiterentwicklung der Versicherungsbranche beizutragen.“. Mag. Thomas Hajek, CEO von netinsurer: „Wir freuen uns, einen erfahrenen Player wie adesso vom Mehrwert unserer Lösung überzeugt zu haben. Die Integration des BedarfsWeckers löst den Spagat zwischen Unterstützung mittels verkaufspsychologischer Bildschirmgestaltung und rechtskonformen Versicherungsvertrieb und bietet somit einen echten Mehrwert für alle Vertriebswege.

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Datenschutzgrundverordnung Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union in Kraft. Eine Herausforderung sowohl für Unternehmen sind doch auch die Aufsichtsbehörden berechtigt, sehr hohe Geldbußen bei Verstößen gegen die DSGVO zu verhängen, bis zu 20 Millionen bzw. 4 % des globalen Jahresumsatzes eines Unternehmens. Ein kurzer Überblick bzw. wertvolle Tipps aufbereitet von PwC Österreich zur DSGVO: Der wichtigste Schritt ist, zu verstehen was Datenschutz für das Unternehmen bedeutet

und eine Strategie für den Datenschutz und den Umgang mit personenbezogenen Daten zu haben. Man sollte nachvollziehen können, welche Daten gesammelt werden, warum und wo die Daten gespeichert werden und wer Zugriff auf diese hat. Auch wenn man einen Dienstleister bei Verarbeitung und Speicherung der Daten nutzt, bleibt die Haftung für die Unternehmensdaten beim Unternehmen, man muss also sicherstellen, dass der Dienstleister mit den zur Verfügung gestellten Daten ordnungsgemäß umgeht. Risiken erkennen

und im besten Fall einen Experten zu rate ziehen um etwaige Verstöße zu vermeiden. Mitarbeiter im Bezug auf den Umgang mit den Daten schulen und sicherstellen, dass Daten nur zu vorab definierten Zwecken genutzt werden. Wichtig ist auch die Zustimmung und Einwilligung für den Umgang mit externen Daten zu erhalten, denn Betroffene sind berechtigt zu wissen, nicht nur wie und zu welchen Zweck die persönlichen Daten genutzt werden, sondern auch mit wem die relevanten Daten geteilt werden. risControl 10/17 27


MARKT

Fachverband der Versicherungsmakler/MANZ Verlag

RDB für Versicherungsmakler

Beim diesjährigen Expertentreffen in Alpbach wurde das gemeinsame Projekt „RDB für Versicherungsmakler“ präsentiert. Die RDB ist Österreichs marktführende Rechtsdatenbank und das seit mehr als 30 Jahren. Maßgebliche juristische Fachzeitschriften, Bücher und Entscheidungssammlungen von MANZ und anderen namhaften Verlagen stehen rund um die Uhr zur OnlineRecherche bereit. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband wurde dieses umfangreiche Angebot auf den Bedarf der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten hin überprüft und angepasst. Die „RDB für Versicherungsmakler“ umfasst versicherungsrechtliche Inhalte der RDB Rechtsdatenbank und solche, die eigens vom Fachverband der Versicherungsmakler produziert werden, zu einem neuen Paket zusammen. Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, MAS über die neue Rechtsdatenbank für Versicherungsmakler: „Wir Makler leben in

einem kontinuierlich komplexer werdenden Marktumfeld. Dies betrifft auch die rechtlichen, insbesondere versicherungsrechtlichen

Themenstellungen. Die Idee, mit dem MANZ Verlag eine auf den Maklerbedarf zugeschnittene Rechtsdatenbank zu entwickeln, war vom Gedanken getragen, die Möglichkeit zu schaffen, schnell und unkompliziert auf diejenigen Inhalte zugreifen zu können, die der Makler für seine tägliche Arbeit braucht. Ich denke, dass uns das gemeinsam mit dem MANZ Verlag zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gelungen ist.“ „Wir freuen uns sehr, dass das RDB Versicherungsmakler-Paket hier in Alpbach auf großes Interesse gestoßen ist“, so Mag. Elmar Ehm, Leiter des Key Account Management bei MANZ, der auch schon zahlreiche Abschlüsse verzeichnen konnte. „Mit diesem Paket haben wir eine, in Österreich einzigartige, Rechtsdatenbank für unseren Berufsstand entworfen. Die RDB für Versicherungsmakler ist ein Tool, das jeder Versicherungsmakler bei seiner täglichen Arbeit benötigt“, so Dr. Klaus Koban, Leiter des Arbeitskreises Recht im Fachverband.

sondern auch neue Interessenten umfassend über die digitalen Tools und über das Konzept der Maklergruppe informiert. Die Veranstaltungsreihe beginnt an den Vormittagen zunächst mit einer Einschulung der Partner und deren Mitarbeitern. Dabei w i rd i h n e n die Handhabung der neu entwickelten, digitalen Tools in einer persönlichen Schulung erklärt. An den Nachmittagen stellt dann der neue ProduktPartner der Maklergrup-

pe die „HDI Leben“ ihre neue Werbelinie sowie ihre Produkte vor. Großes Thema bei dieser Infotour ist natürlich auch die exklusive Kooperation der Maklergruppe mit dem InsurTech „wefox“. Die beiden Geschäftsführer von „wefox Österreich“ stehen dazu den Partnern Rede und Antwort, um alle noch offenen Fragen bezüglich dieser neuen Kooperation zu klären. Ab 16 Uhr besteht schließlich für neue Interessenten die Möglichkeit, in einer kompakten Präsentation mehr über das Konzept der Maklergruppe zu erfahren.

DIE Maklergruppe Unter dem Motto „Was wir tun und wohin wir wollen“ startet DIE Maklergruppe im November ihre Infotour durch Österreich. An vier Terminen in vier Bundesländern werden nicht nur bestehende Partner der Maklergruppe,

Infostop Landzeit jeweils von 16-18 Uhr • Mondsee, 13. Nov. 2017 • Angath, 15. Nov. 2017 • Steinhäusl bei Wien, 20. Nov. 2017 • Loipersdorf, 23. Nov. 2017 28 risControl 10/17

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Infotour


TOGETHER CCA setzt OMDS 3.0 als Erster um Als wichtiger Anbieter von Prozess- und Softwarelösungen für die Versicherungsbranche hat TOGETHER CCA die ersten Normen des OMDS 3.0 bereits jetzt erfolgreich in seine Software integriert – nur sechs Monate nach Veröffentlichung des Standards. Damit übernimmt TOGETHER CCA eine Vorreiterrolle in Österreich und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung von OMDS 3.0 für die gesamte Versicherungsbranche: Der Datenaustausch wird weiter vereinheitlicht und erheblich beschleunigt.

Die ersten Normen des OMDS 3.0 (Österreichischer Maklerdaten Service) hat der Österreichische Versicherungsverband (VVO) Ende März 2017 veröffentlicht. Mit diesem Schritt wurden die Standards für Authentifizierung, Dokumentendownload, OMDS Daten Download und Deep Links in den Systemen der Versicherungen festgelegt. Damit erfolgte auch der Startschuss für TOGETHER CCA, die neuen Normen Schritt für Schritt in die bereits etablierten Lösungen zu integrieren. Mit Oktober 2017 wurden bereits erste Normen erfolgreich realisiert. Ab sofort können sich Anbieter von Maklersoftware an die Schnittstellen anbinden. Damit können OMDS Daten aller Versicherungen der TOGETHER Plattform, Polizzenkopien von Donau und Wiener

Städtische, sowie Dokumente zu Generali Verträgen in Zukunft über den neuen Standard aktualisiert werden. Vorteile von OMDS 3.0 überzeugen Der bisherige OMDS 2.0 Datenstandard war ein wichtiger erster Schritt für die Vereinheitlichung der Bestandsdaten von Versicherungsunternehmen und hat die Zusammenarbeit in der Versicherungsbranche stark vereinfacht. Mit der Einführung von OMDS 3.0 werden nun zusätzlich alle Kommunikationskanäle - von der Identifikation, über die Antragsübermittlung bis hin zur Bestandsaktualisierung - standardisiert. Ing. Mag. Gerhard Schuster, CEO von TOGETHER CCA, zeigt

sich erfreut über die rasche Umsetzung: „Den OMDS 3.0 Standard zu implementieren, ist ein wesentlicher Meilenstein für das heurige Jahr. Damit profitieren Makler von einer zukunftssicheren Lösung - ein eindeutiger Mehrwert“. Eine zukunftsweisende österreichische Lösung 2016 hat der VVO OMDS 3.0 als österreichischen Standard festgesetzt und damit eine Lösung gewählt, bei der Geschäftsabläufe bereits die Anforderungen des österreichischen Marktes berücksichtigen. Die verschiedenen Normen zum Standard stehen auf der Homepage des VVO kostenlos zur Verfügung und werden laufend erweitert. risControl 10/17 29


VERANSTALTUNG

UNIQA Österreich

VitalTruck geht in Pension

„Nach gut 10 Jahren haben wir den UNIQA VitalTruck in Pension geschickt und bieten nun in neuen mobilen Gesundheitsboxen Fitnesstests und Vorsorgechecks an. Der LKW bringt die Boxen direkt vors Unternehmen“, sagt Peter Eichler, Vorstand UNIQA Österreich. Die Vorteile des neuen Gesundheitstrucks liegen auf der Hand: Die technischen Geräte sind auf dem neuesten Stand, mehr Platzangebot mit bis zu 70 Quadratmetern und ein individuelleres Angebot für Kunden. Mit dem UNIQA Mobile HealthCheck können jetzt drei unterschiedliche Programme angeboten werden: Das UNIQA FitnessProfil, der Rücken Check sowie ein Vorsorge Check. Eichler: „Die Gesundheitsboxen können vor allem von Firmen gemietet werden, um ihren Mitarbeitern einen Check im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung anzubieten.“ Eine eigene Stromversorgung, Klimaanlage, Tageslicht und Fußbodenheizung garantie-

ren den Testpersonen eine angenehme und komfortable Atmosphäre. Außerdem bietet der neue UNIQA Mobile HealthCheck einen barrierefreien Zugang. Mit an Bord sind bis

zu 18 Personen: Ein professionelles Team aus Ärzten, UNIQA VitalCoaches und Assistenten führt die Checks durch und berät über Gesundheitsvorsorge und Lebensstil.

Helvetia Versicherung

Grüne Auszeichnung

Die Generaldirektion der Helvetia Versicherung am Hohen Markt in Wien wurde mit der blueCARD der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft ausgezeichnet. Die Auszeichnung und das Qualitätssiegel geben Aufschluss darüber, inwieweit Immobilien intelligent, effizient und nachhaltig genutzt werden. blueCARD-Immobilien müssen nicht nur ressourcenschonend, energieeffizient und umweltfreundlich, sondern auch dem soziokulturellen Umfeld entsprechend behaglich und gesund für die Nutzer gestaltet sein. Die Helvetia Generaldirektion in Wien wurde nun als eines von drei historischen unter insgesamt 19 Gebäuden österreichweit prämiert. Thomas Neusiedler, Vorstand für SchadenUnfall, zeigt sich erfreut über die Auszeichnung: „Zukunftsorientiertes Handeln gehört zu den Kernkompetenzen einer Versicherung. Die ökologische Betriebsführung in Einklang mit Umwelt und Gesellschaft sehen wir nicht 30 risControl 10/17

Gerald Sabath (Umwelt & Energie, Team Facility Management, Helvetia), Mag. Thomas Neusiedler (Vorstand Schaden-Unfall, Helvetia), Peter Engert (Geschäftsführer ÖGNI) und Ing. Siegfried Sotular (Geschäftsführer energieeffizienz GmbH und Energieauditor) nur als unternehmerische Verantwortung, sondern auch als Bekenntnis zur Förderung des Wohlbefindens unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner.“

Federführend für das betriebliche Umweltmanagement ist Gerald Sabath, der auch den Prozess zur ÖGNI-Zertifizierung verantwortet hat.


Weil gutes Recht nicht teuer sein muss. So versichert man Rechtsschutz heute. Die neue VAV Rechtsschutzversicherung setzt weiterhin andere Maßstäbe in der Branche. Mit einer hohen Versicherungssumme, innovativen Deckungen und günstigen Extras sind Ihre Kunden zukünftig TOP geschützt bei Streitigkeiten in den Bereichen Privat- und Verkehrsrecht.

Erhöhte Prozessbereitschaft, steigende Anwaltskosten, komplizierte Rechtsprechung – damit haben Ihre Kunden in der heutigen Zeit immer öfter zu kämpfen. Vor allem die finanziellen Folgen von Rechtsstreitigkeiten sind groß. Mit der neuen Rechtsschutzversicherung bietet die VAV ein einzigartiges Produkt im Bereich Privatrechtsschutz und Verkehrsrechtsschutz und sichert Ihre Kunden optimal gegen finanzielle Folgen ab. Bester Schutz zu bestem Preis. Die VAV ist bekannt für preisattraktive Konditionen bei qualitativ höchsten Schutzmaßnahmen. Mit einer Versicherungssumme von bis zu EUR 250.000,00 setzt die VAV Rechtsschutzversicherung neue Maßstäbe am österreichischen Markt. Das neue Rechtsschutzprodukt ist in zwei Deckungsvarianten – TOP EXKLUSIV und EXKLUSIV/INDIVIDUELL – erhältlich und setzt sich aus Privatrechtsschutz und Verkehrsrechtsschutz zusammen. Beide Komponenten können in Kombination oder einzeln abgeschlossen werden. Die Versicherungssumme kann individuell gewählt werden. Zur Wahl stehen EUR 250.000,00 und EUR 125.000,00. Einzigartig ist nicht nur die hohe Versicherungssumme, sondern auch der umfangreiche Schutz. So sind beispielsweise nebenberufliche Erwerbstätigkeiten im Schadenersatz- und Strafrechtsschutz bis zu einem jährlichen Einkommen von EUR 5.000,00 mit umfasst. Ebenso die Übernahme der Kosten eines Mediationsverfahrens oder einer Diversion bis zu jeweils EUR 3.000,00. Abgedeckt ist auch der Kostenersatz für eine rechtliche Erstberatung bis zu EUR 75,00. Hier können Ihre Kun-

den entweder den Anwalt frei wählen oder einen der VAV Vertrauensanwälte in Anspruch nehmen. In beiden Deckungsvarianten – TOP EXKLUSIV und EXKLUSIV/ INDIVIDUELL – kann gegen Mehrprämie der ArbeitsgerichtsRechtsschutz auf ganz Europa (im geografischen Sinne) ausgeweitet werden, sofern die Geltendmachung in Österreich, Deutschland, Liechtenstein oder der Schweiz erfolgt. Im Privatrechtsschutz sticht auch die umfangreiche Deckung für Datenschutzstreitigkeiten ins Auge, die Ihren Kunden trotz der starken Veränderungen im Bereich Datenschutz Mag. Robert Kühberger, Leiter Produktmanagement Privatgeschäft hohe Sicherheit bietet. Ebenso ist ab sofort die Nutzung Im Verkehrsrechtsschutz besticht vor allem der nicht zulassungspflichtiger E-Bikes/Roller weltweite Lenker-Rechtsschutz. Als Lenker mitversichert, und Ihre Kunden sind auch von fremden Fahrzeugen (beispielsweise Leihals Fahrgast öffentlicher Fahrzeuge rechtlich wagen) haben Ihre Kunden weltweiten Schutz bis zur gewährleisteten Versicherungssumme. abgesichert. risControl 10/17 31


HDI LEBENSVERSICHERUNG AG

Das Leben ist lebenswert Die österreichweite Roadshow ist mit einer erfolgreichen Veranstaltung in Villach zu Ende gegangen. Auch nach acht Präsentationen des Neuauftrittes der HDI Leben in Österreich war der Enthusiasmus von Niederlassungsleiter Michael Miskarik zu spüren.

Mit seinem Zitat: „Wir leben in Österreich und das ist lebenswert und auch die HDI Leben wird als lebenswertes Unternehmen geführt“, zeigt, wie engagiert er der Niederlassung Österreich vorsteht und sein Engagement für das Thema private Pensionsvorsorge. Aber nicht nur der neue Auftritt, die übersichtlichen und neuartig präsentierten Versicherungsinformationen waren Thema der Roadshow, es wurde auch ein neues Produkt vorgestellt. Die HDI Lebensversicherung AG bietet mit "Two Trust Aktiv" eine fondsgebundene Rentenversicherung, die mit intelligenten Gestaltungsmöglichkeiten ausgestattet ist und sich so jederzeit individuell an Kundenbedürfnisse anpassen lässt, auch wenn sich diese im Laufe der Zeit ändern. "'Two Trust Aktiv' ist der ideale Begleiter für Menschen, die ihre finanzielle Zukunft aktiv mitgestalten wollen und Wert auf eine Veranlagung legen, welche sich auch während der Laufzeit an ihre Ziele und Bedürfnisse anpassen lässt", so Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich anlässlich der Präsentation des neuen Produktes auf der österreichweiten Roadshow. Als fondsgebundene Rentenversicherung vereint das Produkt die Vorzüge des klassischen Fondssparens mit jenen einer Rentenversicherung und punktet darüber hinaus mit einem Steuervorteil. Christian Wagner, Leiter Produktmanagement Österreich bei der HDI zum neuen Produkt: „Der Kunde kann bei "Two Trust Aktiv" zwischen rund 40 qualitätsgeprüften Investmentfonds sowie sieben Indexfonds – sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs) – renommierter internationaler Fondsgesellschaften wählen. Wer seine Investmentfonds nicht selbst auswählen möchte, kann alternativ auf aktiv gemanagte Portfolios von HDI Leben zurückgreifen“. Diese sogenannten Investment32 risControl 10/17

Auch nach acht Präsentationen des Neuauftrittes der HDI Leben in Österreich war der Enthusiasmus von Niederlassungsleiter Michael Miskarik zu spüren. Stabilitäts-Pakete (ISP) richten sich nach dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und der Anlegermentalität des Kunden. Je nach Risikotragfähigkeit und Lebensphase stehen acht verschiedene ISP zur Wahl. Ändern sich Ziele und Bedürfnisse unserer Kunden während der Laufzeit, so können Portfolios und Fonds jederzeit beliebig oft gewechselt werden. Kunden können die Prämienzahlung während der Laufzeit ihren Bedürfnissen entsprechend erhöhen und reduzieren, bei Zahlungsschwierigkeiten kann die Prämienzahlung bedingungsgemäß eingestellt und später wieder aufgenommen werden. Die Mindestprämie beträgt 50 Euro monatlich, Zuzahlungen sind jederzeit ab 200 Euro bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 100.000 Euro möglich. Mit diesen flexiblen Möglichkeiten berücksichtigt HDI Leben die verschiedenen Lebensphasen der Kunden. Zum Rentenbeginn kann der

Kunde zwischen einer Einmalzahlung, einer lebenslangen Rente und der Übertragung der Fondsanteile auf ein Wertpapierdepot wählen. "Wir sehen bei unseren Kunden derzeit noch eine Vorliebe für die Kapitalabfindung, aber der Trend geht deutlich in Richtung lebenslanger Rentenzahlung", erklärte Christian Wagner. Im Unterschied zur klassischen Rentenversicherung hängt die Höhe der Rente bei Fondspolizzen von dem erreichten Vertragsguthaben ab. Das lässt sich nicht garantieren, da die Wertentwicklung einer Fondsanlage naturgemäß den Schwankungen der Kapitalmärkte unterworfen ist. Um den Kunden eine gewisse Form von Sicherheit zu geben, bietet HDI Leben den garantierten Rentenfaktor an: Dabei garantiert sie den Kunden bei Vertragsabschluss ein fixes Umrechnungsverhältnis des Vertragsguthabens in eine lebenslange Rente zum festgelegten Rentenbeginn. Einen besonderen


VERANSTALTUNG

tragslaufzeit und es stehen neun Vergütungsvarianten zur Verfügung, wo der Vermittler die Höhe der Provision im angebotenen Rahmen selbst bestimmen kann. Die Kostenstruktur ist transparent und für alle einsichtbar, ein Stornoabschlag wird in den ersten 10 Jahren geltend gemacht.

Mag Harald Fuchs Absicherungs-Schutz für Hinterbliebene bietet die sogenannte Rentengarantiezeit: Stirbt die versicherte Person nach Rentenbeginn, wird die Rente bis zum Ende der Garantiezeit an die Hinterbliebenen weitergezahlt – längstens bis der Verstorbene 90 Jahre alt geworden wäre. Als fondsgebundene Rentenversicherung unterliegt "Two Trust Aktiv" nicht der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 %, die seit 1. Jänner 2016 auf Kapitalerträge anfällt. Bei laufender Prämienzahlung ist lediglich eine Versicherungssteuer von 4 % zu zahlen. Auch die Vergütung wurde neu aufbereitet schon im Hinblick auf die kommende IDD, so gibt es bei dem ungezillmerten Tarif eine Verteilung der Provision auf die gesamte Ver-

Neben der neuen „Lebenswert“ Kampagne und dem „TwoTrust Aktiv“ kamen auch Vertreter von Fondsgesellschaften zu Wort. Ampega Investment GmbH, die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Talanx Konzerns, die sowohl für Privatkunden als auch für institutionelle Anleger tätig ist. Ampega zählt zu den größten bankenunabhängigen Asset Management Unternehmen in Deutschland. Mit 343 Mitarbeitern verwaltet das Unternehmen ein Gesamtvermögen in Höhe rund 129,2 Mrd. Euro. Ein seit 50 Jahren bestehendes Unternehmen, das auch als bester Investor in Deutschland ausgezeichnet wurde. Jörg Burger, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, Fondsbuchhaltung- und controlling, brachte das Thema Rendite bei Vorsorgeprodukten auf den Punkt. „Bei der herrschenden Niedrigzinsphase hat man ohne Aktien im Portfolio keine Chancen auf Rendite“. Er vertritt auch die Meinung, dass es noch lange kein Ende der Niedrigzinsphase geben werde. Geldanlage ist eine Frage der Aufklärung, eine breite Aufstellung im Anlagebereich ist der Garant für Rendite. Mag Harald Fuchs, Director of Sale von C Quadrat Kapitalanlage dem international tätigen Asset Manager sieht ein immer größer

Jörg Burger werdendes Sicherheitsbedürfnis bei Anlegern, doch ohne Risiko wird es immer schwieriger werden Rendite zu erwirtschaften. Jedoch ist es sehr wohl möglich, Risiko zu definieren. Vermögensaufbau und Pensionsvorsorge mit einem Sparbuch ist seiner Meinung nach nicht empfehlenswert und eher nicht möglich. Christian Pabst, Director bei Fidelity International begleitete die Roadshow ebenfalls bei allen Veranstaltungen. Aus seiner Sicht verändert das Niedrigzinsumfeld alles aber auch er ist der Meinung, dass es sehr wohl noch Anlageklassen gibt, womit man eine gute Rendite erwirtschaften kann. Mehr von Christian Pabst in einer der nächsten Ausgaben von risControl.

Christian Pabst risControl 10/17 33


VERSICHERUNG

VVO

Unfallort Haushalt

Vier von zehn Unfällen in Österreich, im Jahr 2016 waren es 306.800, ereignen sich zu Hause oder in der näheren Wohnumgebung. Die häufigsten Unfallursachen sind Ablenkung und Unachtsamkeit. Auch bei Kleinkindern sind die Zahlen alarmierend, denn 66 % aller Unfälle bei Kindern unter 5 Jahren passieren ebenfalls zu Hause, im Vergleich nur 3 % der Unfälle mit Kindern erfolgen im Straßenverkehr. KR Prof. Elisabeth Stadler, Leiterin der Vienna Insurance Group und Vizepräsidentin des Roten Kreuzes: „Während die Unfallzahlen in anderen Lebensbereichen wie z. B. im Straßenverkehr zurückgehen, steigt die Zahl der Haushaltsunfälle an. Dass sich im Haushalt beinahe vier Mal so viele Unfälle wie im Straßenverkehr ereignen, ist vielen nicht bewusst“, so Stadler. Wie eine aktuelle Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigt, unterschätzt die österreichische Bevölkerung das Unfallrisiko in den eigenen vier Wänden: Nur etwa 3 % der Befragten schätzen das Risiko, zu Hause zu verunfallen, als hoch ein. Immerhin 21 % der

Generalsekretär Dr. Louis Norman-Audenhove, KR Prof. Elisabeth Stadler und Dr. Othmar Thann Befragten halten einen Unfall in den eigenen vier Wänden zumindest für wahrscheinlich. Im Vergleich deutlich höher schätzen die Befragten das Unfallrisiko im Straßenverkehrsbereich ein: 50 % der Befragten halten einen Unfall im Straßenverkehr für wahrscheinlich. „Im Straßenverkehr herrscht allgemein ein großes Unfallrisikobewusstsein. Tatsächlich

ist das Risiko zu Hause zu verunfallen viel größer“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Betrachtet man die Unfallzahlen nach Altersgruppen weiter, zeigt es, dass 88 % der zu Hause tödlich Verunglückten älter als 64 Jahre sind, 59 % aller Haushaltsunfälle betreffen Frauen und 83 % aller Unfälle beim Heimwerken passieren Männer.

Das Angebot der Merkur Versicherung AG für den tschechischen Markt umfasst Produkte der Gesundheits-, Unfall- und Sachversicherung. Die umfangreichen Vorsorge-Programme

und Lifestyle-Angebote für Erwachsene und Kinder werden passend für Tschechien adaptiert. Dafür wurde, wie auch in den übrigen Konzernländern der Merkur, ein eigenes Tochterunternehmen des Vorsorge-Spezialisten „Merkur Lifestyle GmbH“ gegründet. Die Merkur hat ihre Tätigkeit im Versicherungsvertrieb bereits gestartet. Parallel nimmt ein starkes lokales Netzwerk aus professionellen Partnern in den Bereichen Vorsorge und medizinische Leistungen Gestalt an, von Fitness-Anbietern über Ernährungs-Coaches bis zu Wellness und Wohlbefinden. Dementsprechend werden die Vorsorge-Services für Kunden in den kommenden Monaten kontinuierlich erweitert. Die umfassenden Vergünstigungen und Angebote aus den übrigen Konzernländern können in Tschechien ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Merkur Versicherung

Tschechien

Der Merkur Konzern weitet seine Tätigkeit auf Tschechien aus. Die ersten Merkur Kundinnen sind die beiden Top-Tennisspielerinnen Karolina Plíšková und ihre Schwester Kristýna.

Merkur Generaldirektor Gerald Kogler und Karolína Plíšková 34 risControl 10/17


Auf die Donau ist Verlass.

Was mir an der Donau so gefällt? Als regionaler Versicherer spricht sie wie ich einfach die Sprache unserer gemeinsamen Kunden. Und ich kann Versicherungen mit umfangreichem Deckungsumfang anbieten. Dank der breiten Produktpalette der Donau ist fßr jeden Kunden etwas dabei. So stell ich mir das vor. Mehr auf donaubrokerline.at


VERANSTALTUNG

Mr. Millionenshow als Keynotespeaker Acht österreichweite Partner Cercle Veranstaltungen finden heuer statt. Die ersten Stationen wurden erfolgreich absolviert und den teilnehmenden Gästen wurde ein äußerst interessantes Programm bei der lieb gewonnen Tradition geboten.

Der Ehrengast der heurigen Veranstaltungsreihe ist Armin Assinger – Weltrekordhalter, Skistar und seit 15 Jahren Mr. Millionenshow in Österreich. Unter dem Motto „Bergab oder doch Bergauf“ zeigt Assinger dass der Abfahrtslauf für ihn zur Metapher des Lebens geworden ist und zum Gegenstand von Reflexion. Der Weg zum Erfolg führt von der Vorbereitung, über das Selbstvertrauen und Motivation bis zum 36 risControl 10/17

Zielschluss. Selbstzweifel sind durch gute Vorbereitung und positiv eingesetzte Körpersprache überwindbar. Wie schwer aber auch leicht dieser Weg sein kann zeigt der charismatische Kärntner bei seinem Vortrag. Durch die Programmreihe führt Dir. Alexander Neubauer, Leiter Partnervertriebe, der bei seinen kurzen pointierten Begrüßungsworten Resümee über das höchst erfolgreiche Geschäftsjahr 2017 der Helvetia zog.

Auftakt in Linz Statt der Linzer Wiesn einen Besuch abzustatten kamen die Vertriebspartner der Helvetia Versicherung in das Linzer Lentos Museum. Die Lichter der Wiesn spiegelten sich in der Donau und der Partner Cercle machte seine eigene Motivationsmusik dazu. Werner Panhauser, Vertriebsvorstand: „Sowohl die Location als auch der besondere Gastredner


VERANSTALTUNG

Werner Panhauser, Vorstandsmitglied Helvetia Versicherung: „Motivation ist für mich, wenn aus vielen kleinen Einzelmaßnahmen ein großer Erfolg entsteht.“

Natalie Mittmannsgruber, Vertriebspartner Service Oberösterreich: „Meine Kinder sind meine Motivation.“

und unsere Vertriebspartner sind ein Garant für eine gelungene Veranstaltung.“ Über 200 Teilnehmer in Linz konnten den Ausführungen über Servicequalität, dem Partnerweb, das bereits über 3000 Usern als digitaler Partner zur Seite steht, zuhören. Bereits zwei von drei Anträgen werden elektronisch eingebracht. Wie sich der Geschäftsverlauf im heurigen Jahr entwickelt, welche Sparte überdurchschnittlich positiv ist und was es noch alles Neues gibt,

Dr. Otmar Bodner, CEO Helvetia Versicherung: „Erfolg ist für mich Motivation.“

können Sie im zweiten Teil unserer Berichterstattung lesen. Wir haben das Motto „Bergab oder doch Bergauf“ zum Anlass genommen, Anwesende über Ihre Motivation im Leben zu befragen. Motivation in der Wachau Nächste Station war das Stift Göttweig in Niederösterreich, das Benediktinerkloster

Karin Gradinger, Senior Financel Planner bei Swiss Life Select Österreich GmbH: „Motivation für mich sind zufriedene Mitarbeiter und eine gute Stimmung.“

hoch über dem Nibelungengau am Eingang der Wachau. Das im Jahre 1083 gegründete Stift war ehrenvoller Rahmen für den Helvetia Partner Cercle in Niederösterreich. CEO Dr. Othmar Bodner bedankte sich bei den Gästen für ihr Vertrauen und versprach auch weiterhin ein guter, regionaler, verlässlicher Partner für seine Vertriebspartner zu sein. Auch diese Station nahmen wir zum Anlass, Anwesende zu befragen.

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VERANSTALTUNG

Werner Panhauser, Dr. Otmar Bodner, Alexander Neubauer, Mag. Thomas Neusiedler und Mag. Andreas Bayerle

Verkaufsdirektor Akad. Vkfm. Ing. Markus Leibetseder, Regionalleiter Oberösterreich, Salzburg: „Mich motivieren Herausforderungen.“

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Akad. Vkfm Paul Saint: „Alles was Spaß macht ist für mich motivierend.“

Martin Kampleitner, Kampleitner KG: „Wohlbefinden ist für mich motivierend.“

Manfred Ebner, VertriebspartnerCoach der Finanzdienstleister Oberösterreich: „Für mich bedeutet Motivation, meine selbst gesteckten Ziele zu erreichen, sowohl im Sport als auch im Beruf.“


VERANSTALTUNG

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VERANSTALTUNG

ARAG SE

Rekord-Teilnahme

Wieder konnte die ARAG bei ihrer Schulungsveranstaltung zu den Musterbedingungen des VVO mit dem Thema „Rechtsschutzbausteine – was ist versichert, was ist ausgeschlossen?“ mit über 200 Teilnehmern in der Pyramide in Vösendorf eine RekordTeilnahme verzeichnen. Rekord insofern, als dies bereits ein Wiederholungs-Termin für den Standort Wien war, nachdem beim Ersttermin im Mai dieses Jahres schon über 240 Makler, Agenten und Vermögensberater der Einladung gefolgt sind. Entsprechend haben bisher allein am Standort Wien über 400 unabhängige Vermittler an diesem Weiterbildungs-Modul teilgenommen. Erläutert wurden sowohl die gemeinsamen, als auch die besonderen Bestimmungen. Regelungen, die in der Praxis häufig zu Fragen führen, wurden ausführlich anhand von konkreten Beispielen und Fallkonstellationen durchgespielt: Was genau ist eigentlich ein Fahrlässigkeitsdelikt, was unterscheidet es von einem Vorsatzdelikt und warum ist diese

Unterscheidung im Zusammenhang mit dem Versicherungsschutz relevant? Wie bestimmt sich der Versicherungsfall und warum sind die Behauptungen der Gegenseite zu berücksichtigen. Vermeintliche „Basics“, die sich in der Praxis nur allzu oft als kompliziert herausstellen und viele Fettnäpfchen bieten. Trotz der hohen Teilnehmerzahl wurden viele Fragen aus dem Publikum gestellt und es entwickelte sich so eine rege und konstruktive Diskussi-

on. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. So hielten Teilnehmer danach fest: „Ausgezeichnete Schulung, ich habe selten in der Branche eine so gute Präsentation bei solch einer komplexen Thematik erlebt“. Beim anschließenden Buffet blieb noch Zeit sich auszutauschen. Aufgrund des großen Erfolges und weiterer Anfragen wird dieses Seminar 2018 erneut stattfinden. Aufbauende Seminare sind bereits in Planung.

Leibnitz. Mehr als 100 Gäste lauschten den Vorträgen der Gastreferenten. Unternehmensberater Wolfgang Willim ging in seinen Aus-

führungen auf „Die Agentur als Unternehmen“ ein. Der Unternehmensberater ist überzeugt, dass in Zukunft mehr Eigenverantwortung und unternehmerische Kompetenz gefordert sind. Die Agentur als Unternehmen bietet den Vorteil von vertriebspolitischen Steuerungsmöglichkeiten sowie mehr Autonomie im Handeln. Der Kommunikationsexperte Dr. Martin A. Schoiswohl stellte in seinem Vortrag die Frage „futurewoman vs. superman – Löst die Frau den Mann ab?“. Bei dem Vortrag erfuhren die Teilnehmer wie Frau und Mann ticken, ob Roboter die lachenden Dritten sind und was Leben 5.0 ist. Beim Kongress wurde einmal mehr auf die Vorteile von Triple A prämierten Versicherungsagenturen aufmerksam gemacht. „Diese zeichnen sich durch ein hohes Maß an Seriosität, Vertrauensbildung und Dienstleistungsvermögen aus“, erklärten Gremialobmann KommR Karlheinz Hödl und Bundesobmann KommR Horst Grandits.

Steirische Versicherungsagenturen

Kongress in Seggau

Unter dem Motto „Meine Mehr-Sicherung, mein Fest“ stand der Kongress der Steirischen Versicherungsagenturen im Schloss Seggau bei

Gernot Haas (3.v.l.) sorgte für den vergnüglichen Teil des Kongresses. Die beiden Vortragenden Dr. Martin A. Schoiswohl und Wolfgang Willim, Gremialobmann KommR Karlheinz Hödl, Bundesobmann KommR Horst Grandits und Obmann-Stellvertreter Peter Zötsch (v.l.n.r.) gratulierten dem Kabarettisten zu seinem Programm. 40 risControl 10/17


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KOLUMNE

Michael Kordovsky

Kreditzinskonditionen: Die Karten wurden neu gemischt Nachdem eine Reihe von OGH Urteilen Banken verpflichten, an betreffende Verbraucher negative Indikatorzinsen nachzuzahlen, verteuern Sie bei Neukrediten im Schnitt ihre Aufschläge. Fixzinskredite werden hingegen forciert und günstiger. Das kann anhand eines messbaren Kredit-Indikators illustriert werden. Unklar bleibt indessen die Rechtslage in Bezug auf Weitergabe negativer Indikatorzinsen bei Firmenkrediten. Doch auch hier gibt es eine Orientierungshilfe.

Einseitige Untergrenzen ohne Obergrenzen sind unzulässig und bis zu einem Kreditzins von 0% müssen Negativzinsen im Indikator weitergegeben werden. Bundesweit zahlen nun Banken an Verbraucher die zu viel kassierten Kreditzinsen zurück. Bis zum 1. Quartal 2018 sollten voraussichtlich alle Rückzahlungen erfolgt sein. Die von Medien kolportierte Gesamtsumme sollte sich dabei auf 360 Mio. EUR belaufen. Diese Aufwendungen versuchen Banken nun bei Neukrediten schrittweise zu kompensieren. Die Folge: Zahlreiche Institute versuchen, die Negativzinsphase einfach „auszusitzen“, indem sie auf Zeiträume von 2 bis 5 Jahren einfach den Zinssatz fixieren in der Hoffnung, dass danach die Negativzinsen wieder ins Plus drehen werden. Eine andere Methode ist ein sogenannter Außenzinssatz,

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der zwar optisch noch immer günstig aussieht, aber bereits eine entsprechende Marge im Indikator einpreist. Nimmt man beispielsweise einen Außenzins von 1,5% (Nominalzinssatz, den Kunde bezahlt) würde dies im 3-MonatsEuribor eine Marge von über 1,8 Prozentpunkte implizieren. Würde der 3-Monats-Euribor weiter ins Minus rutschen, würde sich der Außenzinssatz nach unten bewegen. Geht es in die andere Richtung, dann erhöht sich der Zinssatz natürlich entsprechend für den Kunden. Außergewöhnliche Konditionsverzerrungen Dass Banken in der Regel die Margen für Neukredite infolge der OGH-Urteile verteu-

ern, gilt mittlerweile als eine Binsenweisheit. Was jedoch bis dato noch fehlte, war eine genaue Messung des Ausmaßes der Verteuerung. Genau diese nahm der Infina Kredit Indikator (IKI) vor, der Negativzinsen von Anfang an berücksichtigte und somit immer korrekt kalkulierte. Der IKI vergleicht die realen Marktkonditionen von Krediten, wobei die Benchmark ein Immobilienkredit im Volumen von 100.000 EUR mit 25 Jahren Laufzeit ist. Dabei werden eine gute Bonität und volle Besicherung angenommen. Enthalten sind 12 österreichische Banken, sowohl bundesweit agierende Großbanken als auch bedeutende Regionalbanken. Das Ergebnis der gemessenen Veränderungen vom 2. auf das 3. Quartal: Von den beobachteten 12 Banken haben 9 ihre Aufschläge bei variabler Verzinsung erhöht und 3 unverändert gelassen. Im Schnitt erhöhten die Banken vom 3. Juli bis 2. Oktober ihre Margen um knapp 0,2 Prozentpunkte auf durchschnittlich 1,512%. Das ist der höchste Stand seit dem 3. Quartal 2015 (damals 1,533%). Die Bandbreite der Erhöhungen der Aufschläge bewegte sich zwischen 0,075 und 0,50 Prozentpunkten. Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Institut liegt im Aufschlag mit 0,625 Prozentpunkten zwar um einen Achtelprozentpunkt über dem Level des 2. Quartals, ist jedoch im historischen Vergleich noch immer verhältnismäßig niedrig. Das schließt auf eine weitgehend homogene Konditionsentwicklung, wobei Ausnahmen immer wieder die Regel bestätigen. Ein aktuelles Ausnahmebeispiel ist eine Deutsche Bank, die PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz,


KOLUMNE

die bis zu einem Beleihungswert von 60%, Nominalzinssätze ab 0,875% p.a. und bis zu 90% Beleihungswert ab 1,375% p.a. anbietet, wobei der Kreditzins an den Leitzinssatz der EZB gebunden ist. Dieser wird wohl noch mehrere Jahre auf relativ niedrigem Niveau bleiben. Während variabel verzinste Kredite bei manchen Banken bereits zu einem teuren Nischenprodukt werden, werden quer durch alle Bankensektoren Kredite mit Fixzinsbindungen forciert. Diese bringen zum einen den Banken für einen längeren Zeitraum fixe Erträge über dem aktuellen Niveau variabler Zinsen. Auf der Kundenseite schalten diese für die Bindungsdauer die Zinsrisiken aus, was für die Banken wiederum eine Verringerung von Ausfallsrisiken bedeutet. Der Konkurrenzkampf der Banken verlagert sich mittlerweile auf die Fixzinskredite. In der Folge kommen sie ihren Kunden mit den Konditionen entgegen. Obwohl der 10-Jahres-EUR-Swapzinssatz im Zeitraum vom 3. Juli bis 2. Oktober von 0,90 auf 0,91% anstieg, also faktisch unverändert blieb, gingen im IKI die Nominalzinsen bei neu abgeschlossenen 10-Jahres-Fixzinsbindungen um 0,131 Prozentpunkte auf 1,973% zurück. Die Bandbreite für Fixzinsbindungen bei Hypothekarkrediten mit voller Besicherung und bei guter Schuldnerbonität bewegt sich zuletzt zwischen 1,75 und 2,25%, wobei 1,875% von 4 Banken und 2,125% von 3 Banken der Marktstichprobe des IKI verrechnet werden. Die „Standardkonditionen“ bewegen sich also im Bereich von 2% (Bandbreite einen Achtelprozentpunkt auf und ab). Die generellen Konditionsbandbreiten 20jähriger Fixzinsbindungen liegen aktuell bei 2,125 bis 2,75% und 30jährige Fixzinsen gibt es zu 2,99% p.a.. Allerdings können sich die hier genannten Richtwerte schnell verändern, denn die Konditionen der Banken unterliegen einem raschen Wandel. Zivilrechtliche Bestimmungen und allgemeine Vertragsauslegungsregeln als Stütze für Firmenkunden Vereinzelt können auch Unternehmer, vor allem Firmengründer, den Verbraucherschutz genießen, was Rechtsanwalt Rupert Manhart (Kanzlei Manhart Einsle Partner Rechtsanwälte in Bregenz) wie folgt erklärt: „Bei näherem Hinsehen erhalten viele Unternehmer denselben Schutz wie Verbraucher, nämlich vor allem Kleinunternehmer, die Kreditverträge in Hinblick auf ein zu gründendes Unternehmen abgeschlossen haben. Solche "Vorbereitungsgeschäfte" unterliegen nämlich ebenfalls dem Konsumentenschutzgesetz.“ In anderen Fällen wird es wesentlich komplexer, da die konkrete Vorgangsweise von den Details der vertraglichen Formulierung abhängt. Betrachtet man die Seite der Bank, dann ist die sachliche Rechtfertigung von Konditionen für Firmenkredite ein wesentliches Thema. Rechtsanwalt Wolfgang Gartner (Kanzlei Gartner & Zwickl Rechtsanwälte, Wien) sieht unter dem Aspekt sachlicher Rechtfertigung von Bankkonditionen bei Unternehmenskrediten kaum Chancen auf Weitergabe negativer Indikatorzinsen: „Mit Ausnahme eines minimalen Anteils über langfristige Refinanzierungsgeschäfte bei der EZB haben die Banken keinen

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43 Ein Unternehmen derrisControl 10/17 Group


KOLUMNE

Zugang zu Negativzinsen. Die Verzinsung von Spareinlagen ist faktisch immer positiv. Um konkret die Zinsgestaltung auf sachliche Rechtfertigung zu prüfen, muss die Refinanzierungsstruktur der Bank einsehbar sein. Dies ist zwar bei Großbanken möglich. Bei kleineren Instituten hingegen ist diese Information sehr schwer zugänglich. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Refinanzierungskosten auf jeden Fall über Null Prozent p.a. liegen. Hingegen bei Instituten, die im Gremium sitzen, das die Euribor-Zinssätze mitbestimmt, kann damit argumentiert werden, dass diese auch entsprechende Refinanzierungszugänge haben.“ Eine mögliche Argumentationsschiene mittels allgemeiner zivilrechtlicher Bestimmungen zeigt Manhart auf: „In Frage kommen dabei vor allem § 864a ABGB - man spricht von Geltungskontrolle - und § 879 Abs 3 ABGB, die Inhaltskontrolle, aber auch allgemeine Auslegungsregeln.“ § 864a ABGB lautet: „Bestimmungen ungewöhnlichen Inhaltes in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern, die ein Vertragsteil verwendet hat, werden nicht Vertragsbestandteil, wenn sie dem anderen Teil nachteilig sind und er mit ihnen auch nach den Umständen, vor allem nach dem äußeren Erscheinungsbild der Urkunde, nicht zu rechnen brauchte; es sei denn, der eine Vertragsteil hat den anderen besonders darauf hingewiesen.“ Dazu Manhart: „Da die Bank nur den Unternehmer auf die Zinsklausel hinweisen muss, kann im Einzelfall die Anwendung ausgeschlossen sein“. Eine weitere Argumentationsmöglichkeit bietet § 879 ABGB Abs 1 und 3: Absatz 1: „Ein Vertrag, der gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig“ Absatz 3: „Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern enthaltene Vertragsbestimmung, die nicht eine der beiderseitigen Hauptleistungen festlegt, ist jedenfalls nichtig, wenn sie unter Berücksichtigung aller Umstände des Falles einen Teil gröblich benachteiligt.“ Dazu Manhart: „Die Anwendung dieser Bestimmung kann nicht ausgeschlossen werden. In der Tat könnte man mit diesen Bestimmungen durchaus mit Aussicht auf Erfolg 44 risControl 10/17

argumentieren, wenn die Zinsgleitklausel nur zugunsten der Bank wirkt. Noch fehlt zwar Rechtsprechung hierzu, eine Anfechtung "asymmetrischer" Klauseln - mit Untergrenze aber ohne Obergrenze - könnte im Einzelfall durchaus erfolgreich sein. Auch könnte es sein, dass unklare Zinsklauseln gröblich benachteiligend im Sinne dieser Bestimmung sind“. Auslegungsregeln bei Verträgen bieten die §§ 914 u. 915 ABGB: § 914 besagt: „Bei Auslegung von Verträgen ist nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften, sondern die Absicht der Parteien zu erforschen und der Vertrag so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht.“ Was können Unternehmen konkret tun, wenn sie sich durch Nicht-Weitergabe negativer Indikatorzinsen benachteiligt fühlen? • Nachforschen ob betreffende Bank in einem Gremium zur Bestimmung der Indikatorzinsen sitzt und Recherchen über Refinanzierungskosten des Instituts anstellen. • Individuelle Auslegung der vertraglichen Formulierungen. Dies erfordert den Einsatz eines im Bankenrecht versierten Rechtsvertreters. • Kleinere Unternehmen können ihre Interessen über einen einheitlichen Vertreter bündeln. Große Kreditvermittler können auf diese Weise eine Marktmacht erlangen, die laut Manhart „in Verhandlungen mit Banken gute Resultate erwarten lässt“ und führt weiter aus: „Mir sind Vermittler bekannt, die etwa in Tourismusregionen zahlreiche Unternehmer vertreten und so durchaus konstruktive Lösungen erarbeiten konnten.“ Hier geht schon aus dem „gesunden Hausverstand“ hervor, dass der Gesamtkreditzins niemals negativ sein kann. Auch kann eine variable Konditionsgestaltung nach Refinanzierungsgegebenheiten des Marktes eventuell bedeuten, dass die Bank ihre höheren Refinanzierungskosten durchaus auf Firmenkunden überwälzen kann, allerdings nicht im willkürlichen Ausmaß, denn hier käme nämlich § 879 Absatz 2, Zusatz 4 zum Tragen: Demnach sind insbesondere Verträge nichtig, „wenn jemand den Leichtsinn, die Zwangslage, Verstandesschwäche, Unerfahrenheit oder

Gemütsaufregung eines anderen dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten für eine Leistung eine Gegenleistung versprechen oder gewähren läßt, deren Vermögenswert zu dem Werte der Leistung in auffallendem Mißverhältnisse steht.“ Eine wesentliche Auslegungsregel enthält noch § 915 ABGB: Original-Text: „Bey einseitig verbindlichen Verträgen wird im Zweifel angenommen, daß sich der Verpflichtete eher die geringere als die schwerere Last auflegen wollte; bey zweyseitig verbindlichen wird eine undeutliche Aeußerung zum Nachtheile desjenigen erkläret, der sich derselben bedienet hat“ Konkret bedeutet dies für Manhart: „Bei unklaren Regelungen greift § 915 ABGB. Diese sind zum Nachteil desjenigen auszulegen, der sich der unklaren Regel bedient hat, also in der Regel der Bank, die den Kreditvertrag aufgesetzt hat. Eine Sanierung unklarer Regeln durch eine Vertragsänderung ist in der Regel nicht möglich, da dies eine unzulässige einseitige Vertragsänderung wäre“. Manhart illustriert dies anhand konkreter Beispiele: „So würde ich davon ausgehen, dass ein Kreditvertrag, der nur die "Zinsanpassung nach den jeweiligen Geldmarktbedingungen" vorsieht, zu einer Zinsanpassung in beide Richtungen verpflichtet. Wenn der Kreditvertrag konkrete "symmetrische" Klauseln enthält (etwa einen fixen Aufschlag auf den EURIBOR), ist diese Vertragsbestimmung natürlich auch vom Kreditinstitut einzuhalten und es sind einseitige Vertragsänderungen auch bei Unternehmern unzulässig. In diesem Fall könnte das Kreditinstitut allenfalls versuchen, Kreditverträge vorzeitig zu kündigen; die Zulässigkeit dieser Vorgehensweise hängt wiederum vom jeweiligen Kreditvertrag ab“. Rechtsanwalt Gartner ergänzt die Betrachtung von § 915 ABGB mit folgenden kritischen Details: „Nach § 915 ABGB sind zwar unklare Formulierungen zum Nachteil desjenigen auszulegen, der sich ihrer bedient hat. Doch muss einmal genau eruiert werden, ob die betreffenden Formulierungen auch wirklich unklar sind. Ansonsten gilt: Je unspezifischer Banken ihre Verträge gestalten, desto größer sind die Handlungsspielräume in der Konditionsgestaltung -und anpassung. Hingegen detaillierte Vertragsbestimmungen verpflichten auch Banken gegenüber Unternehmen zur Einhaltung.“


Hinter den Kulissen von VERDAS Österreichs erstes unabhängiges Komplettsystem für Mehrfachagenturen hat vor knapp einem Jahr die Arbeit aufgenommen. Mittlerweile gibt es VERDAS VersicherungsMehrfachagenturen bereits über drei Bundesländer verteilt und weitere werden in den kommenden Monaten folgen. Höchste Zeit also, hinter die Kulissen von VERDAS zu blicken.

Von erfahrenen Fachleuten der Versicherungsbranche gegründet, um Grundprobleme von Versicherungsvermittlern aufzugreifen und Lösungen für diese Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu bieten. Wie der Slogan also schon sagt „die neue Arbeitsqualität für Versicherungsvermittler.“ Doch was steckt dahinter? Für Versicherungsvermittler aller Art gibt es Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeitswelt, die sie immer wieder an ihre Grenzen stoßen lassen. Der angestellte Außendienst kämpft oftmals mit den Rahmenbedingungen und Vorgaben der jeweiligen Versicherung, Versicherungsagenturen sind selbstständig aber nicht unabhängig und viele Versicherungsmakler haben mit den gesetzlichen Richtlinien und der Haftung

zu kämpfen. Nicht zu vergessen sind die Herausforderungen der Zukunft mit IDD und Datenschutzverordnung. Hier setzt VERDAS an und bietet eine Lösung für alle Versicherungsvermittler, die ihre Zukunft in der Mehrfachagentur sehen. Darin enthalten sind ausverhandelte Produkte und ein EDV Komplettsystem. Dies ermöglicht dem Versicherungs-Mehrfachagenten einfach und ressourcenschonend mehrere Angebote verschiedenster Versicherer zu vergleichen, ohne die jeweiligen Rechner der einzelnen Versicherungsunternehmen nutzen zu müssen. Die Programme sind so miteinander vernetzt, dass die Verarbeitung leicht von der Hand geht und man kaum auf etwas vergessen kann. Auch die Courtagen und Rahmenbedingungen sind bereits mit dem Versicherer

Andreas Schiegl (Kufstein) und Manuel Obersteiner (St. Veit) sind neue Partner bei VERDAS.

vereinbart, sodass man als Versicherungsagent nicht mehr selbst mit den einzelnen Versicherungen in Verhandlungen gehen muss. Das sorgt neben einem schnelleren Einstieg in die Selbständigkeit auch für eine massive Zeitersparnis in der jährlichen Absprache mit den einzelnen Versicherungsunternehmen. Auch die Aus- und Weiterbildung ist ein großes Thema innerhalb der Gemeinschaft. Online- und Videoschulungen sorgen für Weiterbildungsmöglichkeiten auf modernster Ebene und Expertenrat gibt es aus den Bereichen Fachabteilung, Marketing sowie EDV und IT. Auch zu erwähnen ist, dass es über die Privatuniversität Schloss Seeburg und als Verdas Partner die Möglichkeit gibt, ein Studium zu absolvieren und mit dem Dipl. Versicherungskaufmann abzuschließen. Bei diesem Studium gibt es keine Anmeldefristen und man hat alle notwendigen Voraussetzungen, die man am österreichischen Markt für die Vermittlung von Versicherungsprodukten benötigt. Ein gemeinsamer Markenauftritt, bei der die jeweilige Versicherungsagentur dennoch immer im Vordergrund steht, sorgt für einen österreichweiten Wiedererkennungswert, während man dennoch mit seinem Namen als Versicherungs-Mehrfachagent in der Öffentlichkeit steht. Wenn dann die Zeit für den wohlverdienten Ruhestand kommt, ist auch die Nachfolge geregelt. Eine echte Alternative… …es geht um DICH! risControl 10/17 45


TITELGESCHICHTE

Mario Passini

Ach Irma Seit 61 Jahren trifft sich die Crème de la Crème der Rückversicherungswelt in Monte Carlo zum „Rendezvous de Septembre“. Natürlich waren auch die Kapazitäten der Erstversicherer dabei und Rückversicherungsmakler. Neben den gesellschaftlichen Events werden Erfahrungen ausgetauscht und der Preistrend für das kommende Vertragsjahr ausgelotet.

Worum geht es

Die Themen

Es geht um viel Geld im Firmenkundengeschäft. In Einzel- und Gruppengesprächen diskutieren die Profis über Probleme, etwa: „Wie lange die Branche weiterhin traditionell agieren kann, während die Performance als "wenig besser als Break-even" bezeichnet wird?“ Die Reserven der Rückversicherer schrumpfen. Sie hoffen schon einige Jahre, dass das Prämienniveau steigt.

Die Themata des Fünf-Tage-Programms reichten von „Verbesserung der Unternehmens-Profitabilität“ bis „Globale Unterversicherung unter erhöhten globalen Risiken“. Die offizielle Cocktailparty wird von der Regierung des Fürstentums Monaco und der Vereinigung des Rendezvous de Septembre gehostet. Zusätzlich bieten Rückversicherer in verschiedenen Locations eigene Events. Im Fairmont finden die offizielle Cocktailparty und die Podiumsdiskussionen statt. Es gilt:

Rendezvous mit Tradition Zur langjährigen Tradition gehört es, dass man sich im Fairmont Monte Carlo, 12 Avenue des Spélugues, 98000 Monaco trifft. Eines der luxuriösesten Nobelhotels des „Ortes“. Wohlfeil die Bleibe: In der Commodore-Suite wird man um 1.769 € verwöhnt. Pro Tag versteht sich. Ohne Breakfast. Dafür gibt es drei Restaurants, Bar, Shopping-Arkade, ein hauseigenes Casino und Wellness-Einrichtungen. Ein FitnessCenter und eine Dachterrasse mit Pool und Blick auf die Riviera. Fairmont beschreibt sich selbst so: Eine Insel für sich selbst im exklusivsten Teil der Welt. Das Luxusresort liegt auf einer Klippe über dem Meer. Es bietet seinen Gästen ein Helikopter-Service vom Flughafen Nizza nach Monte. Ein kostenloser ShuttleService bringt den Gast ins Hotel. Oder zum Casino Monte-Carlo, das nur wenige Schritte entfernt ist, sowie zum Fürstenpalast oder zum Ozeanographischen Museum. Auf Wunsch wird „geshuttlet“. In Monte gibt es nahezu für alles einen Shuttledienst. Niemand fährt noch selbst Auto. Ausgenommen natürlich die Piloten der Formel 1. 46 risControl 10/17

Während des offiziellen Cocktails ist kein anderes Event erlaubt. Mit Wahl der Veranstaltung und Anmeldung gelangt man zu den Workshops oder Konferenzen. Diese werden im Teilnehmerbuch, auf der Website und in Twitter veröffentlicht. Die Zuteilung von Slots für Workshops oder Konferenzen hängt von der Reihenfolge der Anfragen ab. Nach dem System: first come-first served. Leidenschaftliche Diskussionen gab es zu Themen wie Makler, hier vor allem die Rückversicherungsmakler, ihre Rolle in einem Markt mit beispiellosen Margendruck

Zur langjährigen Tradition gehört es, dass man sich im Fairmont Monte Carlo, 12 Avenue des Spélugues, 98000 Monaco trifft.


TITELGESCHICHTE

risControl 10/17 47


TITELGESCHICHTE

behaupten können. In einer Zukunft mit Digitalisierung und Zusammenlegung von Vertriebsketten, scheint es nur zwei Optionen für Broker zu geben: Sich verändern oder sterben. Ein Erkenntnis vorweg: Makler werden auch in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen, aber ihr Fokus muss sich verlagern. Über den weiteren Diskussionsinhalt berichten wir in einer der nächsten Ausgaben von risControl. Ein Topthema war: „Umfassende Adaptive ADR im Rückversicherungsmarkt. (ADR: Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route. Deutsch: Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße). Für jeden (Rück-)-Versicherer hat Rechtskosten sparen oft eine strategische Priorität. Streit-Eskalationsklauseln sind in Handelsvereinbarungen zunehmend üblich. Blockchain Die Blockchain-Initiative B3i hat einen Prototyp für einen „Smart Contract“-Workflow vorgestellt. B3i hat als Ziel, Standards für digitale Workflows der Versicherungsbranche zu entwickeln. B3i wurde im Oktober 2016 von Aegon, Allianz, Munich Re, Swiss Re und Zurich gegründet. Die Initiative besteht aus 15 Mitgliedern. Natürlich waren die Naturkatastrophen ein Thema. Hurrikan Irma, aber auch Hurrikan Harvey belasten die Bilanzen der Rückversicherer und gefährden deren Gewinnziele. Die Vorhersage eines Schadens durch Irma von bis zu 100 Milliarden US-Dollar scheint sich nicht zu realisieren. Für Irma werden

48 risControl 10/17

Schäden von über 30 Milliarden US-Dollar erwartet. Und allein die US-Farmers-Insurance erwartet Schadenersatzforderungen durch Harvey von über 500 Millionen USDollar. Allerdings ist mach sich bewusst, dass die Hurrikan-Saison noch nicht vorbei ist. Noch ein weiteres Ereignis und der Markt könnte ins "Schock-Territorium" wanken, heißt es. Adrian Halter, Reinsurance Leader Schweiz bei EY, geht davon aus, dass im wahrscheinlichsten Szenario rund 45 Prozent der Schweizer Erstversicherer bis 2030 aus den gesättigten Märkten verdrängt werden: „Nie zuvor waren Rückversicherer mit solch dramatischen Änderungen bei ihren Kunden konfrontiert." „Irma“ wurde als signifikanter Moment für alternatives Kapital wie ILS-Fonds anerkannt. (Insurance Linked Securities, ILS, sind verzinsliche Wertpapiere Nach dem Erwerb von Versicherungsrisiken über Rückversicherungsverträge werden diese als Wertpapiere verbrieft. Das Undenkbare denken Nach dem Motto: „Erwarten Sie das Unerwartete" verhält man sich vorsichtig. Einem der schon alles weiß, dem kann man nichts mehr erklären. Rückversicherer, so sagt man, müssen das Undenkbare denken, wenn sie überleben wollen. Rückversicherer agieren global. Ihr Wirken fördert Wachstum und Innovation, beides gäbe es ohne Rückversicherung gar nicht. Henry Ford I sagte einst einem staunenden Besucher auf der Plattform des New Yorker Empire State Buildings, mit einer umfassenden Handbewegung: „All dies

Joachim Wenning, der neue Chef der Munich Re wurde nur durch Versicherungen ermöglicht. Sie sind die eigentlichen Erbauer dieser Stadt.” Wer Fünf große Rückversicherer beherrschend den Markt. Es fehlt hier der Platz alle Kapazitäten aufzuzählen die dem „Rendezvous“ in Monte seinen Glanz verleihen. Einen wollen wir aber doch hervorheben. Joachim Wenning, den neuen Chef der Munich Re. 2009 wurde er in den Vorstand der Munich Re berufen und 2017 wird er der neunte Vorstandschef der Munich Re. Warum wir Wenning vorstellen? Er ging am Beginn seiner Karriere von Tür zu Tür. Man sagt auch Klingenputzen dazu. Er begann als Vertreter! Wenning heute: „Ich weiß seitdem wie es sich anfühlt, auch mal von Kunden abgewiesen zu werden. Ich habe seitdem großen Respekt vor der Tätigkeit im Vertrieb“. Und zu seinem neuen Job sagt er: „Durch die enge Zusammenarbeit mit Bomhard ahne er, was der neue Posten mit sich bringe. Ich werde meine künftige Aufgabe in schwierigen Zeiten antreten." Wirklich zur Sache geht es dann beim Branchentreff in Baden-Baden, wo Mitte Oktober traditioneller Weise die Kontrakte für die neuen Verträge realisiert werden. Aber das ist schon wieder einer andere RückversicherungGeschichte. Sie, liebe Leser, werden darüber, natürlich, in risControl lesen.


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VERANSTALTUNG

Universität Graz

Spezialausbildung in der Versicherungswirtschaft

Seit fast 30 Jahren wird der Universitätslehrgang für Versicherungswirtschaft bereits erfolgreich an der Universität Graz angeboten. Mit dem neuen berufsbegleitenden Masterlehrgang Versicherungswirtschaft (MBA Insurance) werden nun neue Wege beschritten. Zusätzlich zum bereits bestehenden Lehrgang bietet der neue Masterlehrgang bei UNI for LIFE, der Weiterbildungsinstitution der Uni Graz, eine derzeit in Österreich einzigartige universitäre Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeit für den Bereich der Versicherungswirtschaft. Der dreisemestrige Masterlehrgang befasst sich mit wirtschaftsund rechtswissenschaftlichen Fragestellungen, die besonders für die Versicherungswirtschaft von Bedeutung sind. „In klar strukturierten

Modulen werden speziell auf den Versicherungsbereich abgestimmte betriebswirtschaftliche und rechtswissenschaftliche Inhalte vermittelt“, sagt o.Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hinteregger, wissenschaftliche Leiterin, zum Start: 23. Februar 2018 Anmeldeschluss: 26. Januar 2018 Dauer: 3 Semester, berufsbegleitend Umfang: 90 ECTS Abschluss: Master of Business Administration in Insurance (MBA Insurance) Teilnahmebeitrag: EUR 9.800,neuen Lehrgang. Er wendet sich an Führungskräfte und den Führungskräftenachwuchs der Versicherungswirtschaft sowie an

alle anderen Personen, die in diesem Bereich ihr Wissen erweitern und vertiefen wollen. „Der neue Masterlehrgang, befähigt seine TeilnehmerInnen, Führungspositionen in der Versicherungswirtschaft zu bekleiden“, so em.o.Univ.-Prof. Dr. Attila Fenyves, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Lehrganges. In Wahlmodulen besteht die Möglichkeit eine Spezialisierung für VersicherungsmaklerInnen oder Versicherer zu wählen. Wie auch im Lehrgang für Versicherungswirtschaft, unterrichten auch im neuen Masterlehrgang erfahrene UniversitätslehrerInnen und hochkarätige Vortragende aus dem Versicherungswesen, die ihr Wissen aus der Praxis verknüpft mit theoretischen Inhalten weitergeben.

Generali Versicherung

Kick off einer neuer Dienstleistung

Die Generali Versicherung will mit dem neuen Gesundheits-, Bewegungs- und Präventionsprogramm Generali Vitality eine stärkere Kundenbeziehung forcieren und die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern. CEO Alfred Leu: „Generali Vitality ist Teil unserer strategischen Ausrichtung und ein innovativer Ansatz zur Prävention und Kundenbindung. Dank der Digitalisierung können wir erstmals ein umfassendes Gesundheitsprogramm online und als App anbieten, das die Komponenten Gesundheit, Ernährung und Bewegung vereint.“ Die Dienstleistung des südafrikanischen Dienstleisters Discovery wird bereits von über 6 Millionen Menschen auf der Welt genutzt. In Europa ist der Generali Konzern die erste Versicherung, die sich dem „Health Plan App“ bedient, die Kooperation wurde in einigen Ländern bereits gestartet. In Österreich gibt es das Programm, das als APP und über das Mitgliederportal nutzbar ist seit Anfang Oktober. Aufgrund unserer gesetzlichen Vorschriften wird die Dienstleistung als Stand-Alone Produkt angeboten und ist nicht an einen Generali Versicherungsvertrag gebunden, jedoch haben Kunden des Versicherungskonzerns einen Vorteil, die monatlichen 50 risControl 10/17

Kosten belaufen sich auf 9,98 Euro, bei nicht Generali Kunden beträgt die monatliche Gebühr 50 Euro. Ab dem 18. Lebensjahr und exklusiv über die Generali kann das neue Programm abgeschlossen werden. Zusätzlich zu der Möglichkeit seinen eigenen Gesundheitszustand zu beurteilen und der Motivation für seine Gesundheit aktiv zu werden, bietet das Programm bei Erlangen seiner selbst gewählten Ziele einige Goodies bei vielen Kooperationspartnern wie Adidas, Polar, Injoy, Garmin und Allen Carr`s an, weitere Koope-

Vitality Projektleiter Tilman Buchner, Vorstandsvorsitzender Alfred Leu und Vorstand für Vertrieb-Marketing Arno Schuchter

rationen sind bereits in Planung. Aber auch die Generali Versicherung bietet ihrerseits Vorteile. Die Staffelung der erreichten Punkte beginnt mit Bronze und endet über Silber und Gold bei Platin im Platin Status gibt es pro Jahr und neuem Versicherungsvertrag einen 200 Euro Prämienbonus pro Mitglied. Aber nicht nur Bewegung bringt Punkte sondern auch medizinische Vorsorgeuntersuchungen, die Teilnahme an Online-Test, die Erfassung erfolgt über das Vitality Mitgliederportal via Browser oder über die App.


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VERANSTALTUNG

Josef Redl (Vizepräsident FMVÖ), Helmut Ettl (Vorstand Finanzmarktaufsicht), Ewald Nowotny (Gouverneur, Oesterreichische Nationalbank), Liane Hirner (Partnerin PwC Österreich GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Alfred Leu (Vorstandsvorsitzender, Generali Holding Vienna AG und Generali Versicherung AG), Othmar Ederer (Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs), Martin Kwauka (Freier Finanzjournalist, FJF Finanzjournalistenforum)

FMVÖ

Versicherungen adapt or die

Bei der Veranstaltung des FMVÖ über das Thema „Versicherungen adapt or die“ wurde die Fragestellung: „Muss sich die Versicherungswirtschaft neu erfinden um zu überleben?“ erörtert. Finanzkrise Solvency II, niedrige Zinsen und IDD, alles aktuelle Themen die von der hochkarätigen Diskussionsrunde Helmut Ettl, Othmar Ederer, Liane Hirner, Alfred Leu sowie Ewald Nowotny und den Topreferenten behandelt wurde. Bei seinem Impulsreferat gab Helmut Ettl einen Überblick über die Lage und die vielfältigen Herausforderungen der Versicherungsbranche. Aus Sicht von Ettl sei die Frage „Adapt or die?“ ein Kontrast zu den aktuellen Marktzahlen, die der Versicherungsbranche ein gutes Zeugnis bescheinigen. Die Einführung von Solvency II sei gut erfolgt, allerdings habe man damit erst die Pflicht erfüllt und noch nicht die Kür. Handlungsbedarf orte er bei der Innovationsfähigkeit der Versicherungsbranche, wo es hinsichtlich Produktgestaltung und marktökonomischer 52 risControl 10/17

Veränderungen Luft nach oben gäbe. Auch beobachte man die Entwicklung bei Lebensversicherungen im Niedrigzinsumfeld mit Besorgnis. Es stelle sich die Frage, ob es nicht auch Wege gebe, anders zu denken, ohne das Prinzip des Versicherungsgedankens aufzugeben: „Wieso bringt man die Bedürfnisse der Jüngeren nach Wohnbau nicht mit denen der älteren Generation nach wertstabilen Zahlungsströmen im Rentenalter in Verbindung, oder investiert auch in die Ausbildung?“ Die Digitalisierung wird von den Versicherungen aus seiner Sicht zwar sicher nicht verschlafen, allerdings sei zu hinterfragen, ob man nicht in gewissen Bereichen die Geschwindigkeit des Veränderungszuges unterschätze. So könnten einige Unternehmen die Vorteile der Digitalisierung noch nicht ausschöpfen. Beim Thema Start-ups und Fintechs sei die Branche insgesamt aufgefordert, in neuen Kategorien zu denken, Innovationen zu fördern, in Startups zu investieren und eine jahrzehntelange

Komfortzone zu verlassen. Ebenso solle man Fintechs Raum zur Entwicklung geben, da dies eine Möglichkeit für die Branche sei, sich neu zu erfinden und volkswirtschaftlichen Nutzen zu stiften. Moderator Eric Frey (Chef vom Dienst, Der Standard) eröffnete die Diskussionsrunde mit der Frage an den Präsidenten des Versicherungsverbandes Othmar Ederer, wie belastend die Versicherungen die Einführung von Solvency II beurteilen würden. Ederer betonte, dass das Prinzip von Solvency II grundsätzlich zu begrüßen sei. Kritik vonseiten der Branche gäbe es jedoch am Kosten-Nutzen-Effekt: „Man hätte mit deutlich geringerem Aufwand weite Teile des gewünschten Ergebnisses auch erzielen können.“ Ein weiterer kritischer Punkt sei die Komplexität der neuen Systeme. Da diese gelebt und gesteuert werden müssten, aber schwer durchschaubar seien, sei das auf die Dauer keine gute Entwicklung. Hier ortete er Verbesserungspotenzial für die Zukunft. Auf


VERANSTALTUNG

die Frage, ob die Insurance Distribution Directive (IDD) die nächste Welle an Bürokratie und Kosten bringe, antwortete der Generali Vorstandsvorsitzende Alfred Leu, dass es zwar die nächste Regulierung sei, aber man nicht bei null beginne, da man ja bereits heute über entsprechende Vertriebsprozesse verfüge. Es kämen mit der IDD eine höhere Systematik sowie eine umfassendere Dokumentation und damit administrative Lasten auf die Branche zu. „Die IDD ist aber für Versicherungen eine große Chance, an der Reputation der Branche zu arbeiten und Qualitätssicherung bei der Beratung herbeizuführen. Daher sehen wir diesen Aspekt der IDD sehr positiv“, schloss Leu. Auch Liane Hirner, Partnerin der PwC Österreich GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, bestätigte, dass in der Branche enorme Kraftanstrengungen in Solvency II geflossen seien und man daher ein positives Zeugnis ausstellen könne. Zur Regulierung gäbe es allerdings Ansätze, wo den Versicherungen das Leben erleichtert werden könnte: „Gold Plating, also abweichende Regelungen durch die staatliche Regulierung, die schärfer sind als der Konsens der 28 EU-Staaten, ist nicht notwendig. Ebenso könnte man die Verzahnung mit bestehenden Gesetzen optimieren, indem bestehende Regulierungen durchforstet werden.“ Das würde mehr Rechtssicherheit und Transparenz für alle bringen. Auf die Frage, ob ihm die Versicherungsbranche auch Sorgen hinsichtlich gesamtwirtschaftlicher Risiken mache, wenn man nicht gegensteuere, antworte Nationalbank Gouverneur Ewald Nowotny, dass Versicherungen natürlich ein wichtiger Teil der Finanz- und Volkswirtschaft seien, wie die Verstaatlichung des weltgrößten Versicherers AIG im Zuge der Finanzkrise in den USA zeige. Dies sei natürlich ein Bereich, wo man auf alle Fälle achtgeben müsse, in Österreich sei man aber gut aufgestellt. Was Versicherer aufgrund ihrer langfristigen Ausrichtungen allerdings benötigen würden, sei Stabilität. Massive Dynamik und Unruhen machten es schwer, langfristige Verhältnisse daran anzupassen. Rückwirkend eingeführte Regelungen – wie das unbefristete Rücktrittsrecht von Lebensversicherungen bei mangelhafter Belehrung – und willkürliche Entwicklungen seien abzulehnen. Daher sei auch die aktuelle Gesetzesänderung der Regierung in diesem Bereich zu begrüßen: „Konsumentenschutz ist ein hohes Gut. Man muss aber schon

aufpassen hier nicht in Extreme zu kommen, die erhebliche gesamtwirtschaftliche Folgen haben.“ Auch in Sachen Sammelklagen zeigte sich Nowotny skeptisch und bezeichnete diese als wunderbare Einnahmequelle für Großkanzleien. Versicherungen im Niedrigzinsumfeld Auf die niedrigen Zinsen angesprochen, betonte Leu, dass man davon ausgehe, dass diese sehr lange sehr niedrig bleiben würden und man auch die Geschäftspolitik darauf ausrichte, daher sei die Generali gut aufgestellt. Man hoffe aber bei diesem Thema auf eine gute Hand bei den Nationalbanken: „Es ist für die gesamte Branche von enormer Bedeutung, dass hier sorgsam umgegangen wird.“ Auch Ettl betonte die Relevanz dieses Themas: „Man muss sorgfältig beobachten was bei den Lebensversicherungen passiert.“ So gebe es sowohl bei einem dramatischen Anstieg, aber auch bei langem Niedrigzinsumfeld Probleme. Falls dieses weiter anhalte, müsse in 3 bis 4 Jahren auf Reserven zurückgegriffen werden: „Ein langsamer Anstieg ist für die Versicherungen am besten.“ Laut Nowotny werde man noch länger mit niedrigeren Zinsen leben müssen, weil auch die Inflationsrate niedrig sei. Letztendlich seien zu hohe Zinsen und eine sehr hohe Inflation gefährlicher als zu niedrige. Neue Technologien und Herausforderer Solvency II habe laut Hirner für die Branche als Katalysator gewirkt, denn IT und Systeme seien zentrale Prozesse und sollten daher bereits für die Digitalisierung angepasst worden sein. Lediglich jene Unternehmen, die noch über unbewegliche Altsysteme verfügen, hätten Handlungsbedarf. Bei den CEOs stehe dieses Thema aber ganz oben auf der Agenda: „Man stellt sich diesem Thema und sieht es auch als Chance für künftige Entwicklungen.“ Artificial Intelligence biete zwar neue Möglichkeiten bei der Risikobewertung, stelle die Unternehmen aber vor große Herausforderungen bei der Datenanalytik und hier werde noch viel investiert werden müssen. Laut Ederer sei es eine der Fähigkeiten der Versicherungswirtschaft, zu verstehen, wie man den Herausforderungen von technischen Veränderungen Rechnung tragen könne. „Dass wir Google einholen

werden, wäre übertrieben. Aber wir sind nah bei den Kunden, verstehen ihre Bedürfnisse und kommunizieren mit ihnen auf jene Weise, die sie bevorzugen. Wir sind bereits in der Lage verschiedene Formen der Kommunikation ohne Brüche zu verarbeiten.“ Auch bei der Generali sei man auf einem guten Weg, eine gewaltige Bewegung sei im Gange. Man wolle weg vom Papier und wickle bereits 93 Prozent des Neugeschäfts papierlos ab. Zum Thema Datenschutz und Big Data betonte er, dass Datenschutz klare Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit böte. Anliegen der Versicherungen sei es, eine langfristige vertrauensvolle Beziehung mit dem Kunden herzustellen. Mehr Daten würden aber nicht unbedingt zu besseren Entscheidungen führen: „Man muss auch die Verhältnisse im Auge behalten. Ziel muss immer sein, den Service beim Kunden zu verbessern.“ Die Publikumsfrage, ob bessere Mittel der Datenanalyse die Übernahme gewisser Risiken künftig verhindern könnte, verneinte Leu: „Es gibt keine unerwünschten Risiken, nur falsch bepreiste.“ Man könne heute viel feiner tarifieren und daher glaube er nicht, dass gewisse Risiken keine Deckung mehr finden. Zur Thematik der neuen Herausforderer für die Versicherungsbranche sagte Ettl, dass die EU noch über keinen gemeinsamen Versicherungsmarkt verfüge. Die neuen Regularien wie IDD würden zu einer Standardisierung der Produkte führen und die Digitalisierung die Vertriebswege verändern. Beides würde die Situation für Neueinsteiger begünstigen, wodurch ein Konkurrent aus einem günstigeren Branchenumfeld als Österreich den Markt relativ leicht in den österreichischen Markt eindringen könne. „Hier könnten schon einige Themen auf uns zukommen, die man beobachten muss. Kreativere Lösungen sind eine Möglichkeit und man muss daher in neuen Kategorien denken um weiterzukommen.“ Laut Nowotny würden beispielsweise IT-Dienstleister wie Alibaba in China bereits Versicherungen als Teil der Produktpalette anbieten. Die technischen Möglichkeiten gäbe es, es sei aber fraglich ob das in Österreich auch passieren werde. Hinsichtlich der Zukunft der Versicherungsbranche prophezeite Ettl mehr Vielfalt und mehr Konkurrenz. „Im österreichischen Markt ging es lange Zeit sehr traditionell zu. Wer sich künftig durchsetzen wird, ist ergebnisoffen.“ risControl 10/17 53


SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteur; Isabella Schachinger, Geschäftsführer; Christian Proyer; Christoph Schönfellner, Layout.

Interview mit Besim Akinci, Hauptgeschäftsführer Europ Assistance Gesellschaft m.b.H.

Fotos: Adobe Stock, Christian Proyer, Christoph Schönfellner, Merkur Versicherung / Vlastimil Vacek, Christian Husar, leadersnet.at /G. Langegger, Wiener Städtische Versicherung/ Elke Mayr, Blu Cobalto Photography, Alessandra Schellnegger, Thomas Pitterle, Christian Schwarz, SCHEINAST.COM, Robert Jäger, Ian Ehm, Daniel Schaler, Foto Wilke, Ingo Floie, Mag. Sebastian Reich, Christoph Kerschbaum/ISHOOTPEOPLE.AT, MILAGROS MARTINEZ-FLENER, C. Halbauer, Foto Fischer, GERHARD PIERZINGER, andreas pohlmann, Kolarik Andreas. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr.

Interview mit Tobias Kohl, MBA, MSc - Leiter der Regionaldirektion Wien, NÖ und Burgenland der Wüstenrot Gruppe

Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird.

AssCompact Trendtag 2017 54 risControl 10/17

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