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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

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NR. 08 | 2017 HEFT 458 | 38. JAHRGANG

HARTE KRITIK Interview mit Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Beamtenversicherung

EINE IDEE TROTZT DEN REGULATORIEN Interview mit Mag. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin der RWB Austria

ZUKUNFTSFÄHIG Interview mit Margit Eidenhammer, Geschäftsführerin der OVB Allfinanzvermittlungs GmbH

GEZEITENWENDE AM ÖSTERREICHISCHEN KREDITMARKT Kolumne von Michael Kordovsky

Noch interessant? Ist die klassische Lebensversicherung im „Out“? Was benötigen Kunden um sich für eine Vorsorge zu entscheiden? - Sicherheit, Garantien oder Rendite? Schließt das eine das andere aus? Ist die fondsgebundene Lebensversicherung das Rettungsprodukt des Lebensversicherungsbereiches?

THE "LAST" BIG THING Kommentar von Andreas Büttner

IN FERNEM LAND Reisegeschichte von Mario Passini


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Schadenfall?

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EDITORIAL

Datenschutzgrundverordnung Die, mit Mai 2018 umzusetzende Datenschutzgrundverordnung, wird die Kommunikation der modernen Zeit rasant in die Vergangenheit zurückschleudern. Eine Schadensmeldung inklusive sensibler Daten über WhatsApp seinem Vermittler zusenden, wird ab nächstem Jahr nicht mehr möglich sein. Die jahrelange Eroberung der digitalen Welt durch die Nutzung von elektronischen Kommunikationswegen mit einem Schlag wieder weg? Ist schon allen bewusst, was nächstes Jahr noch erlaubt sein wird? Die Speicherung sensibler Daten ist nur mit Zustimmung der Kunden möglich, eine Aufbewahrung der Daten ist nicht erlaubt. Im Zuge des Rechnungslegungsgesetztes ist dies aber in bestimmten Fällen gesetzlich notwendig. Die Zusendung eines Antrages mittels Fax nur mehr möglich, wenn die Leitung gesichert und verschlüsselt ist. Eine Übersendung mittels E-Mail in einer nicht sicheren Übermittlungsart und vielleicht auch noch in einem Dateiformat wie Excel ist ein absolutes No-Go. Die Problematik des 20. Jahrhunderts waren die Heerscharen von Arbeitslosen. Nach der Einführung eines neuen Datenschutzgesetztes wurde schlagartig klar, was mit diesen Heerscharen zu tun ist. Eine neue Dienstleistung wurde erfunden – die Datenträger – und somit gab es keine Arbeitslosen mehr. - Damals im 20. Jahrhundert. Heute ist die Kommunikation ja sowieso gesichert, weil sie nur mehr mittels Gedankentransponder erfolgt. Nachdem die veralteten, digitalen Kommunikationsmittel im Hinblick auf die Sicherheit nicht mehr tauglich waren, wurde diese neue Dienstleistung – die Datenträger – ins Leben gerufen. Sensible Daten wurden in verschlüsselter Form auf Papier niedergeschrieben und mittels Datenträger transportiert. Dieser Datenträger war mit der Verschlüsselungsstruktur nicht vertraut. Dafür gab es in jeder großen Organisation „Entschlüssler“. Dieser übernahm die Papierdaten, entschlüsselte sie und gab diese im Unternehmen an die richtige Stelle. Um den Datenschutz zu garantieren musste jeder, der das Papier in die Hand nahm auf einem weiteren Papier unterschreiben und bestätigen, dass er sich garantiert nichts davon merkt. Nach kürzester Zeit gab es keine Arbeitslosen mehr, es gab sogar Arbeitskräftemangel. Die Kommunikation wurde zwar etwas langsamer, um nicht zu sagen träge, aber sie war sicher. Nichts mehr wurde digital übermittelt, was manchmal zu einem erheblichen Papierverbrauch führte und die ISO Zertifizierungen der papierlosen Büros in Luft auflöste. Aber man fühlte sich sicherer. Schwierig war es nur mit den „Datenaufbewahrern“. Diese mussten

sich Daten merken, doch nicht nur, dass sie nicht darüber sprechen durften, mussten sie ihren Datenbereich auch auf Abruf frei aufsagen können. Hier kam es anfangs zu erheblichen Pannen. Der Beruf des Datenaufbewahrers war nur einem kleinen Teil der Bevölkerung vorbehalten. Problematisch wurde es nur, als ein Datenträger das Papier statt zu einem Datenentschlüssler, zum Datenaufbewahrer trug, dieser die Daten nicht mehr lesen konnte und sich so auch nichts mehr merken konnte, aber darüber auch nicht sprechen durfte! Fatale Situation, ein sogenanntes Datenleck. So verschwanden einfach wichtige Daten, wie schon in der datenschutzlosen Zeit davor. Kurz bevor man dazu überging sensible Daten auf Steinquadern in verschlüsselter Weise einzumeißeln, wurde über eine Novellierung der Verordnung nachgedacht und sogar umgesetzt. Heutzutage ist das alles kein Problem mehr. Mittels Stimmverschlüsselung werden meine Gedanken in das allgemeine Sicherheitscomputersystem übermittelt und wann immer ich möchte und will, kann ich darauf zugreifen und allen anderen den Zugriff gestatten. - Oder auch nicht. Zurück in der Gegenwart setzen wir auf das, worauf ein gelernter Österreicher immer setzt: Es wird schon nicht so heiß gegessen werden wie es gekocht wird - warten wir es einmal ab…

Ihre Doris Schachinger

Nr. 785

riscontrol.at online.riscontrol.at issuu.com/riscontrol facebook.com/riscontrol

risControl 08/17 03


INHALT

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EDITORIAL

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03 Datenschutzgrundverordnung

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KARRIERE 06 Wechsel im Vorstand | Allianz Gruppe 07 Neue Geschäftsführung | TOGETHER CCA 08 Versicherungsbetrieb | VAV Versicherung AG 10 Prominenter Wechsel | Zürcher Kantonalbank Österreich AG

NEWS 06 Weltweite Wirtschaftsdynamik | ACREDIA Versicherung AG 06 Übernahme | Cigna Corporation 06 Zusammenschluss 07 Wohnungen | Deloitte 08 Nachholbedarf | Studie 08 Umzug | Standard Life 08 Vertriebszulassung | Jyske Capital 09 Schadenkalkulation | faircheck 09 Kaufen – Verkaufen 09 Sammelaktion beendet | VKI 10 Masterplan für den ländlichen Raum 10 BU Rating | Gothaer Versicherung 10 Einstieg in England | Allianz Gruppe 12 neovoltaic - Crowdinvestoren betroffen | Creditreform 12 Formula E | Allianz 04 risControl 08/17

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VERSICHERUNG 14 Positive Bilanz | Continentale 14 Drohnen-Haftpflicht | UNIQA Österreich 15 Gute Halbjahresbilanz | ARAG Österreich 15 Vergleichsportale | Generali Versicherung 16 Maklernetz | Zurich Versicherung 16 KFZ-Versicherer getestet | ÖGVS 17 Cyber Sicherheit | Wiener Städtische Versicherung 18 Halbjahrszahlen | Oberösterreichische Versicherung 18 BU-Rating | MORGEN & MORGEN 19 Bonus-Malus-System | Wiener Städtische Versicherung 19 Neue Photovoltaik-Versicherung | ERGO

INTERVIEW 21 Harte Kritik | Josef Trawöger 34 Eine Idee trotzt den Regulatorien | Mag. Birgit Schmolmüller 40 Zukunftsfähig | Margit Eidenhammer

TITELGESCHICHTE 24 Noch interessant?

KOLUMNE 32 Gezeitenwende am österreichischen Kreditmarkt | Michael Kordovsky


INHALT

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38

44

17

Inhalt KOMMENTAR

38 The "last" big thing | Andreas Büttner

REISE 44 In fernem Land | Mario Passini

MARKT 50 Rechtsfallen für Youtuber | D.A.S. Österreich 50 Übertrag | VBV Gruppe 52 Crowdinvesting | Fachverband Finanzdienstleister 52 Stresstest | Österreichischer Versicherungsmaklerring 52 Halbjahresbericht | Munich Re 53 Spezial Berufshaftpflichtversicherung | Höher Insurance Service GmbH 53 Versicherungsassistent | LIEMMEC BCA & netinsurer (HKR GmbH)

VERANSTALTUNG 54 Auszeichnung | Merkur Versicherung 54 Charity Golf | NÜRNBERGER Versicherung 55 Kooperation verlängert | Tiroler Versicherungsmakler 55 Partnerschaft | UNIQA Österreich

SCHLUSSPUNKT 58 Vorschau 58 Impressum risControl 08/2017 Heft-Nr.: 458 38. Jahrgang risControl 08/17 05


KARRIERE / NEWS

ACREDIA Versicherung AG

Weltweite Wirtschaftsdynamik

Unter Berufung auf den Euler Hermes Konjunkturbericht, der das erste Quartal in 20 Ländern analysiert, sieht die ACREDIA Kreditversicherung zwar eine weltweite stabile Wirtschaftslage, die jedoch von sehr uneinheitlichen, regionalen Entwicklungen geprägt ist. So mussten weltweit 74 Großunternehmen Insolvenz anmelden mit einem kumulierten Umsatz von 19,1 Mrd. Euro, das entspricht einer Steigerung von 34 % zum Vorjahresvergleichszeitraum. Europa ist vom

Anstieg dieser Großinsolvenzen besonders stark betroffen. Gleichzeitig stellen die Experten eine Zuspitzung der Situation durch die Konzentration von Bargeldbeständen auf Rekordniveaus in einigen Regionen und Industrien fest. Im vergangenen Jahr haben Liquiditätspositionen in Unternehmensbilanzen, die nicht zum Finanzsektor gehören, eine Rekordsumme von 7 Billionen USD erreicht. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich das Bargeldvolumen von 3,5 Billionen USD

Allianz Gruppe

Wechsel im Vorstand

Dr. Wolfram Littich, Jahrgang 1959, übergibt den Vorstandsvorsitz der nächsten Generation: Als Nachfolger wird Mag. Rémi Vrignaud (40) vorgeschlagen. Littich leitet seit 2001 die österreichischen Allianz Gesellschaften. Aktuell schenken 1,2 Millionen Kunden der Allianz das Vertrauen und bestätigen im Konkurrenzvergleich die höchste Zufriedenheit. Im Hinblick auf den Geschäftserfolg zählt die Allianz seit über zehn Jahren zu den profitabelsten Unternehmen der Branche, verfügt über ein gesundes Portfolio und wächst über dem Markt. In Littichs Ära fällt die Entwicklung einer innovativen Kern-IT, die jetzt Benchmark ist und Vorbild in der internationalen Allianz Gruppe. Dies darf als Weichenstellung für die heutige Digitalisierungsstrategie gelten. Programma-

Mag. Rémi Vrignaud 06 risControl 08/17

tisch wird aktuell das gesamte Unternehmen auf zukunftsweisende Kunden-Convenience ausgerichtet, sprich, es den Kunden „einfach“ zu machen. Digital, mobil, analog: Der Kunde entscheidet, bevorzugt er den persönlichen Kontakt und/oder nützt er die neuen „smarten“ Online-Services. Rémi Vrignaud, gebürtiger Niederösterreicher, startete seine Karriere nach erfolgter Absolvierung seines IBWL-Studiums an den Universitäten Wien und Melbourne 2000 bei der Bank Austria im Bereich Treasury. 2001 wechselte er zur Allianz als Assistent des Vorstandsvorsitzenden Wolfram Littich und übernahm infolge rasch Führungsverantwortung. 2012 wurde ihm der Vorstandsvorsitz der Allianz-Tiriac SA in Rumänien überantwortet. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen in wenigen Jahren zur Nummer Eins am Markt. Seit 2016 leitete Vrignaud das CEO-Office der Allianz SE. Abhängig davon, dass die Finanzmarktaufsicht keinen Einwand erhebt und von den erforderlichen Beschlüssen des Aufsichtsrats, übernimmt Vrignaud am 25. August 2017 den Vorstandsvorsitz in den österreichischen Allianz Versicherungsgesellschaften. Geplant ist, zum Jahresbeginn 2018 diese Unternehmen in die Neuorganisation der Region Zentral- und Osteuropa einzubeziehen. Die aktuell sieben Länder umfassende Einheit erwirtschaftet einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro. Die Allianz Österreich wird mit einem Prämienaufkommen von 1,4 Mrd. Euro neues Flagship der Region.

verdoppelt. Bemerkenswert dabei: Der Technologiesektor hält das höchste Bargeldvolumen und überholt damit die Öl und Gas-, sowie Automobilbranche. Die Zahlungsmoral der Unternehmen ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Österreichische Unternehmen zahlen im Durchschnitt innerhalb von 44 Tagen und gehören damit zu den Schnellsten. Die durchschnittlichen Zahlungsziele in anderen Ländern sind: Türkei 80 Tage, Italien 85 Tage, Griechenland 88 Tage und China 89 Tage.

Cigna Corporation

Übernahme

Cigna Corporation, ein globaler Gesundheitsdienstleister, hat die Übernahme der Zurich Insurance Middle East abgeschlossen. Das Unternehmen ist im ganzen mittleren Osten tätig. Durch den Erwerb will Cigna noch personalisiertere Produkte für Einzelpersonen, Arbeitgeber und staatliche Einrichtungen bereitstellen. Damit bietet es einen Rund-um-die-Uhr-Kundendienst, mehrsprachige Call Center an neun weltweiten Standorten, spezialisierte klinische Dienstleistungen und einen Zugang zu weltweit einer Million Medizin- und Gesundheitsexperten, sowie Einrichtungen an.

Zusammenschluss Nachdem die beiden Softwareunternehmen LIEMMEC und netinsurer im Mai eine Kooperation bekannt gegeben haben, folgt nun der nächste Schritt. Die LIEMMEC insurance business software solutions GmbH wird eins mit der HKR GmbH und ihrer Marke netinsurer. Das gemeinsame Projekt “Der Versicherungsassistent” soll ab Sommer Vermittler bei ihrer Beratungsdokumentation als intelligente Beratungssoftware unterstüten. Für bestehende Kunden von LIEMMEC wird das Programm noch vor der öffentlichen Nutzung bereitgestellt. Roland Bedernik agiert als Head of Product, Thomas Hajek ist CEO von netinsurer.


KARRIERE / NEWS

TOGETHER CCA

Neue Geschäftsführung

Mag. Alexander Petzmann hat nach siebenjähriger erfolgreicher Geschäftsführertätigkeit das Unternehmen verlassen. Zu seinem Nachfolger wurde Ing. Mag. Gerhard Schuster bestellt. „Gemeinsam den Wandel beschreiten“ – mit diesem Leitsatz übernimmt Gerhard Schuster mit August die Geschäftsführung der TOGETHER CCA GmbH. Die Berufung von Schuster lässt erkennen: Individualisierungs- und Digitalisierungsströme machen auch vor der Versicherungsbranche nicht Halt. Um Kundenbedürfnisse auch künftig umfassend erfüllen zu können, braucht es Digitalisierungsexperten, die Potenziale ausbauen und nachhaltige Umsetzungsschritte setzen. Nach einem intensiven Auswahlverfahren unter Marktexperten fiel die Wahl auf Gerhard Schuster. Die einstimmige Entscheidung der Eigentümer Atos IT Solutions, BOC Asset Management GmbH, Donau Versicherung AG, Generali Versicherung AG, GrECo International Holding AG, UNIQA Insurance Group AG und Wiener Städtische Versicherung AG ist somit ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Jahrzehntelange Führungserfahrung im nationalen und internationalen IT-Umfeld und mehr als zehn Jahre Verantwortung für den Banken- und Versicherungsbereich bei Sie-

mens/Atos sind grundlegende Qualifikationen, die Gerhard Schuster mitbringt. Darüber hinaus zeichnete der gebürtige Wiener zuletzt als Geschäftsführer für den Bereich Sales und Services von T-Systems Austria verantwortlich – auch Vertriebsoptimierung ist somit kein Fremdwort für den 48-jährigen. Zusätzlich hat Schuster große Erfahrung als Unternehmensberater gesammelt. Im Rahmen dieser Tätigkeit war er unter anderem für Projekte rund um Themen wie Culture Change, Prozessveränderungen oder Kommunikationsoptimierung im Finanzbereich zuständig. Hervorzuheben ist auch, dass TOGETHER CCA kein unbekanntes Pflaster für den studierten Betriebswirt ist: Aufgrund seiner Funktion als Prokurist bei Siemens und Senior Vice President bei Atos, war er mehrere Perioden als Beiratsvorsitzender der auf Versicherungs- und Maklerprozesse spezialisierten Plattform Together, sowie des Anbieters der Makler-Bestandsverwaltungssoftware CCA tätig. „Digitalisierung und Individualisierung – zwei Schlagworte, die auch vor der Versicherungsbranche keinen Halt machen. Damit TOGETHER CCA auch weiterhin marktgerechte und konkurrenzfähige Konzepte anbieten kann, gilt es nun das bestehende Know-how der Mitarbeiter nachhaltig einzu-

Ing. Mag. Gerhard Schuster setzen und langfristig auszubauen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den TOGETHER CCA-Spezialisten und auf ein Team, das bereits in der Vergangenheit mit innovativen und kreativen Lösungen glänzen konnte. Ich bin überzeugt, dass sich dieser Wandel im Markt gemeinsam am besten umsetzen lässt und wir auch in Zukunft den Versicherungsalltag erheblich erleichtern können“, so Ing. Mag. Gerhard Schuster, Sprecher der Geschäftsführung TOGETHER CCA.

Deloitte

Wohnungen

Bereits zum sechsten Mal vergleicht der Deloitte Property Index den Wohnmarkttrend in europäischen Ländern. Wie schon in den Vorjahren, zeigt sich Österreich wieder als Spitzenreiter in Sachen Wohnbauvorhaben. In keinem der anderen analysierten Länder wurde im Jahr 2016 mit der Errichtung so vieler neuer Wohnungen pro Einwohner begonnen. Bei den Kosten für eine 70 m² Eigentumswohnung in Österreich liegt man im europäischen Mittelfeld. In Wien zahlt man durchschnittlich für einen Quadratmeter rund 4.000 Euro und liegt dabei über dem europäischen Durchschnitt. Wir, Österreicher, mieten lieber unsere Wohnobjekte, damit befinden wir uns auf dem dritten Platz der europäischen Länder. risControl 08/17 07


KARRIERE / NEWS

Studie

Nachholbedarf

Die österreichischen CEOs sind laut einer internationalen Studie schwach bei der Nutzung von Social Media Kanäle. Nur jeder siebente CEO ist auf Twitter aktiv, bei LinkedIn haben zumindest 41 % einen Account. In Frankreich sind die Aktivitäten im Social Media Bereich der CEOs am stärksten ausgeprägt, an zweiter Stelle folgt Norwegen, am dritten Platz Australien. Überraschend sind die Ergebnisse aus den USA. In dem vermeintlichen Social Media Vorreiterland sind nur fünf CEOs auf Twitter und sieben auf LinkedIn. Allerdings haben die CEOs dort am meisten Follower. An erster Stelle weltweit steht Apple-Chef Tim Cook mit mehr als fünf Millionen Followern auf Twitter. Zum Vergleich: Frankreichs TopCEO hat auf dem Kurznachrichtendienst über 37.000 Follower. Die unangefochtene Nummer eins auf LinkedIn ist MicrosoftChef Satya Nadella mit über 1,5 Millionen Followern. Das Fazit der Studie: Die größten Unternehmen dieser Welt sind fast alle in den Social Media Kanälen aktiv, allerdings scheuen die meisten CEOs die Kommunikation in sozialen Netzwerken, obwohl sie als Gesicht eines Konzerns große Verantwortung für den Erfolgskurs tragen. Die Studie wurde vom PR Netzwerk ECCO International Communications durchgeführt.

Standard Life

Umzug

Der britische Versicherer Standard Life plant seine Zentrale für das Europageschäft von Edinburgh nach Dublin zu verlegen. Christian Nuschele, Head of Sales Deutschland und Österreich, meint: „Damit ist es sichergestellt, dass wir unsere Produkte weiterhin in Europa anbieten können - unabhängig davon, wie die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission im Bezug auf den Brexit ausgehen.“ Abschließend bemerkte Nuschele, dass die Regulierungen in Großbritannien ein Mehr an Qualität für den Konsumenten gebracht hat, daher sollte man auch in Europa den bestehenden und kommenden Regulierungen positiv gegenüberstehen. 08 risControl 08/17

VAV Versicherung AG

Versicherungsbetrieb

Markus Krassnig Seit Juli 2017 ist Markus Krassnig (33) Abteilungsleiter des Versicherungsbetriebes der VAV. Krassnig hat bereits 11 Jahre Erfahrung in der Branche und war zuletzt bei der D.A.S. Rechtschutz AG für die Leitung der Abteilung Vertragsservice zuständig.

Nun ist er insbesondere dafür verantwortlich, die Automatisierung des Standardgeschäfts voranzutreiben. Ein wesentlicher Hebel ist die intensive Zusammenarbeit zwischen Produktentwicklung und Vertragsservice, damit noch effizientere und schnellere Abläufe zum Wohle der Kunden und Vertriebspartner geschaffen werden. „Wir freuen uns mit Markus Krassnig einen ausgewiesenen Experten im Bereich Vertragsservice an Bord zu haben. Auch mit dieser personellen Verstärkung zielen wir darauf ab, für unsere Partner und Kunden noch schneller, einfacher und transparenter zu werden.“ so Sven Rabe, Vorstandsmitglied. „Die größte Herausforderung sehe ich darin, dem immer größer werdenden Wunsch nach Flexibilität am Markt gerecht zu werden und dabei das Thema Automatisierung nicht außer Acht zu lassen. Meine verstärkte Mitarbeit im Produktentwicklungsprozess und in weiterer Folge die Intensivierung des Testmanagements sehe ich daher als Schwerpunkte meiner neuen Tätigkeit“, so Markus Krassnig.

Jyske Capital

Vertriebszulassung

Die zweitgrößte börsennotierte Bank Dänemarks, die Jyske Bank wurde 1967 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, Jyske Capital ist Teil dieser etablierten Bank, verwaltet derzeit ein Vermögen in Höhe von rund 21 Mrd. Euro und hat die Vertriebszulassung für Österreich erhalten. Ab sofort stehen österreichischen Kunden vier Fonds der dänischen Investmentboutique zur Auswahl. Jyske Invest Stable Strategy EUR (DK0016262058) plus USD- und GBPTranchen, Jyske Invest Balanced Strategy EUR (DK0016262132) plus USD-Tranche, Jyske Invest Equities Low Volatility CL (DK0060512358) und Jyske Invest High Yield Corporate Bonds CL (DK0016262728). „Die Vertriebszulassung für Österreich ist ein wichtiger Schritt auf unserem Wachstumskurs im deutschsprachigen Raum.“, so Henning Mortensen, Head of Jyske Capital. Für das Österreich Geschäft ist Thomas Justen zustän-

dig, er betreut die österreichischen Kunden vom Standort Frankfurt am Main aus zusammen mit seinem Kollegen Thomas Brand, der Ansprechpartner für institutionelle Kunden wie Pensionskassen und Versicherungen ist.

Thomas Justen


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KARRIERE / NEWS

Die österreichweite Ausbildungsakademie www.be1st.at

www.diemaklergruppe.at

faircheck

Schadenkalkulation

Die Pilotphase des Kalkulationstools von faircheck konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Das Schadenkalkulationstool, integriert in der „fairApp“, soll Schadenabwickler bei der Abwicklung der Schadenfälle unterstützen und die Qualität und Schnelligkeit der Gutachtenerstellung für die Versicherer erhöhen. In der Pilotphase des Kalkulationstools via

fairApp wurden die, für die einzelnen Leistungsgruppen hinterlegten, Preisspannen auf Plausibilität und Marktüblichkeit hin überprüft. Als Basis dienen Kalkulationspreise der Bauwirtschaft, aber auch Preislisten von Sanierungsfirmen für Leistungen wie beispielsweise Maler-, Putz- und Trocknungsarbeiten in ganz Österreich. Preisspannen für einfache, mittlere und hochwertige Ausführungen

Kaufen – Verkaufen Das weltweite Verkaufen und Kaufen geht weiter. Nun hat Talanx die Tochtergesellschaften der Generali in Kolumbien gekauft. Der Kaufpreis für die Mehrheitsanteile liegt bei rund 30 Mio. Euro. Die übernommenen Gesellschaften haben acht Zweigstellen innerhalb des Landes, der Hauptsitz ist in Bogota. Über die Marke HDI ist der Versicherungskonzern bereits in sechs Ländern Lateinamerikas vertreten. Torsten Leue, Vorstandsmitglied der Talanx AG und Vorstandsvorsitzender der Talanx International AG: „Die Übernahme ist ein strategischer Schritt zur Erschließung des fünftgrößten lateinamerikanischen Markts“. Noch muss die kolumbianische Aufsichtsbehörde dem Kauf zustimmen.

wurden berücksichtigt. Regionsabhängige Preisunterschiede ebenso. Ein selbstlernender Algorithmus unterstützt die Verlässlichkeit der eingearbeiteten und von den Schadenregulierern laufend erweiterten und ergänzten Datenbasis. Laut CEO Dr. Peter Winkler wird das Kalkulationstool Versicherern und Sachverständigen aber auch Hausverwaltungen und Dienstleistern angeboten werden.

VKI

Sammelaktion beendet

Torsten Leue

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) beendet die Sammelaktion zum Rücktritt bei Lebensversicherungen. Bis zum heutigen Tage sind bereits rund 4.700 Versicherungsverträge zur Überprüfung eingelangt. Mittlerweile haben bereits einige Gespräche mit Versicherern aufgrund der gegenteiligen Rechtsstandpunkte stattgefunden, die bislang zu keinem Ergebnis geführt haben. Sollte es laut VKI zu keiner Einigung kommen, wird man die Durchsetzung mittels Gericht anstreben. risControl 08/17 09


KARRIERE / NEWS

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Gothaer Versicherung

Günter Gorbach, bisheriger Vorstandsdirektor der Hypo Salzburg, wechselt zur Zürcher Kantonalbank. Zusammen mit Vorstandsmitglied Hermann Wonnebauer soll sich Gorbach künftig voll und ganz der Zielgruppe „Key Clients“ widmen. „Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist eine von ganz wenigen Banken, die in nachhaltiges Wachstum investiert. Eine weitere Bestätigung ist die mehrfach ausgezeichnete Performance in der Vermögensverwaltung. Dahinter steht mit dem Schweizer Mutterhaus beste Bonität und höchste Professionalität.“, erklärt Gorbach seine Beweggründe für den Wechsel.

Wie schon berichtet, hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN die Berufsunfähigkeitstarife der in Österreich angebotenen Versicherungen einem Rating unterzogen. Die Gothaer Lebensversicherung hat nun nach einer selbst auferlegten Pause am Rating wieder teilgenommen und hat mit dem Tarif BU Premium eine fünf Sterne (ausgezeichnet) Wertung erhalten. „Diese höchst erfreuliche Bewertung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“, zeigt sich der Direktor der Gothaer Österreich, Helmut Karner, zufrieden. Karner weist in diesem Zusammenhang auf die schon vor einiger Zeit eingeleitete Schwerpunktsetzung der Gothaer im Bereich der BU-Kollektivversicherung hin. Diese wird für Mitarbeitergruppen ab zehn Personen angeboten und bringt Vorteile für alle Beteiligten: Arbeitnehmer profitieren durch reduzierte Beiträge und eine vereinfachte Gesundheitsprüfung, Arbeitgeber stärken ohne großen Aufwand die Mitarbeiterbindung. „Die Gothaer sieht sich hier in einer Vorreiterrolle und wird im Herbst 2017 massiv auf dieses Thema setzen.“, erklärt Karner, dessen Team bereits Rahmenverträge mit namhaften Partnern abschließen konnte.

Prominenter Wechsel

BU Rating

Günter Gorbach

Masterplan für den ländlichen Raum Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat einen Masterplan für den ländlichen Raum vorgestellt. Seit Jahresbeginn haben mehr als 3.000 Teilnehmer aus ganz Österreich 2.000 konkrete Ideen und Maßnahmen für die Zukunft des ländlichen Raumes formuliert. Begleitet wurde die Erstellung des Strategiedokumentes von Prof. Peter Filzmaier und Prof. Gottfried Haber. Das Strategiedokument reicht von der Digitalisierung bis zur Dezentralisierung, von der Energiewende bis zum Ehrenamt, von der Kinderbetreuung bis zur Kultur, und von

Gesundheit bis zu Green Care. „Das beeindruckende Engagement tausender Menschen im Rahmen des Masterplan-Prozesses zeigt, dass wir eine neue Bewegung für´s Land initiiert haben. Starke Regionen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern unsere gemeinsame Verantwortung.“, so Bundesminister Rupprechter. In dem Masterplan ist auch eine Senkung des Bodenverbrauchs in Österreich um fast 90 % vorgesehen. In Zukunft sollen pro Jahr nur mehr 900 Hektar Boden verbaut werden, statt der im Moment im Durchschnitt 8.000 Hektar.

Allianz Gruppe

Einstieg in England

Die Allianz Gruppe steigt mit einem Milliardendeal beim britischen Versicherer Liverpool Victoria Friendly Society ein. Der gemeinsame Markenauftritt lautet „LV=General Insurance“. Im ersten Schritt wurde für die 49 % Beteiligung 500 Millionen Pfund Kaufpreis vereinbart, bis 2019 sollen weitere 20,9 % in Höhe von 213 Millionen Pfund in den Besitz des Versicherungskonzerns übergehen. Mit einem Prämienvolumen von 1,7 Mrd. Pfund wird das gemeinsame Unternehmen LV=General Insurance der drittgrößte Privatkundenversicherer in Großbritannien sein. 10 risControl 08/17


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KARRIERE / NEWS

Creditreform

neovoltaic - Crowdinvestoren betroffen Phosphat-Batterien in Verbindung mit einer Fotovoltaik Anlage für Einfamilienhäuser. Im September wurde eine Crowd Investing Kampagne gestartet um die neuen Vertriebsoffensiven zu finanzieren. Nun sind hunderte

Gläubiger und Investoren betroffen, in den Passiva von 3,06 Mio. Euro sind 1,09 Mio. Euro von Crowdinvestoren enthalten. Nun soll das Unternehmen fortgeführt und mithilfe von neuen Investoren saniert werden.

Mit ihrer weltweiten Präsenz, einer stetig wachsenden Fangemeinde (zwischen 20.000 und 40.000 Fans pro Rennen), zunehmenden Sendezeiten, zusätzlichen Austragungsorten und dem steigenden Interesse der Autohersteller und Technologieführer, bietet die Formula E eine gute Grundlage, um die Zukunft des Motorsports, aber auch die der urbanen Mobilität zu revolutionieren. Dies gilt ebenso für den Markt der massentauglichen Elektrofahrzeuge, das autonome Fahren und vieles mehr. Werden Sie Teil unserer Vision. „Wir sind stolz, Partner der Formula E, dem Pionier des elektrischen AutoVersicherungs- und Finanzgruppe rennsports, zu sein. www.go-gruppe.at Wir freuen uns da-

rauf, neue Wege zu gehen und die Zukunft der Mobilität gemeinsam zu gestalten“, sagt Jean-Marc Pailhol, Leiter Group Market Management und Distribution bei der Allianz SE. „Saubere Technologien zu unterstützen zahlt darüber hinaus auf unsere langfristige Nachhaltigkeitsstrategie ein. In der Allianz Explorer Zone, die wir in der kommenden Saison erweitern werden, zeigen wir unser Engagement für Innovation und die Entwicklung bahnbrechender Technologien.“ Alejandro Agag, Gründer und CEO der Formula E ergänzte, „Es sind tolle Neuigkeiten, die Verlängerung der Partnerschaft mit der Allianz bestätigen zu können. Neben den Automobilherstellern und den Gesetzgebern legen auch immer mehr führende Unternehmen wie die Allianz einen Fokus auf saubere Mobilität und Elektrifizierung. Dies haben unsere Partner mit ihrer langfristigen Zusage an die Formula E gezeigt. Ich freue mich sehr, die Partnerschaft wachsen zu sehen und den Fans auf der ganzen Welt aufregende und innovative Neuerungen präsentieren zu können.“

Das Unternehmen neovoltaic hat laut Creditreform einen Antrag auf Konkursverfahren gestellt. Es beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Energiesystemen auf Basis leistungsfähiger Lithium-Eisen-

Allianz

Formula E

Die Allianz hat ihre Partnerschaft als offizieller Partner der FIA Formula E Championship um weitere fünf Saisonen verlängert. Geplant ist, die Aktivitäten für Fans im eVillage und in der Allianz Explorer Zone weiterauszubauen.

Wir gestalten die Zukunft!

12 risControl 08/17


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VERSICHERUNG

Continentale

Positive Bilanz

Der Continentale Lebensversicherungsverbund wuchs 2016 erneut. Die Beitragseinnahmen stiegen um 3,5 % auf 3,67 Mrd. Euro. Der Verbund erzielte 2016 ein Rohergebnis von 480 Mio. Euro, nach 551 Mio. Euro im Jahr 2015. Die Differenz zum Vorjahr erklärt sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Das Eigenkapital liegt bei mehr als 1 Mrd. Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 3,5 % auf 21 Mrd. Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhten sich um 2,5 % auf 796,8 Mio. Euro. Der Vorstandsvorsitzende des Verbundes, Dr. Christoph Helmich, zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres: „Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Mitglieder, der Versicherten, sind wir auch im vergangenen

Jahr ertragreich gewachsen. Kunden, Vertriebspartnern und Mitarbeitern bieten wir weiterhin Sicherheit und Verlässlichkeit.“ Deutliches Beitragsplus in der Lebensversicherung Im Geschäftsfeld Lebensversicherung verzeichnete der Verbund einen kräftigen Sprung der Beitragseinnahmen von 5,7 % auf 1,09 Mrd. Euro. Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Beitragseinnahmen insgesamt um 5,4 % auf 734 Millionen Euro. Hierbei wuchsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 % und gegen Einmalbeitrag um 12,7 %. Die Gesellschaft bietet auch weiterhin ihre gesamte Produktpalette, einschließlich klassischer Produkte, an. Im Geschäftsjahr gewann sie erneut hauptsächlich Marktanteile im Bereich der Berufsunfähig-

Dr. Christoph Helmich keitsversicherung. Die Europa Lebensversicherung AG hat Ende 2016 354 Mio. Euro Beitragseinnahmen ausgewiesen, das bedeutet eine Steigerung von 6,1 %.

UNIQA Österreich

Drohnen-Haftpflicht

Seit 2014 hat sich die Anzahl der bewilligten Drohnen laut Daten der Austro Control verhundertfacht. Waren es 2014 erst 150 neue Bewilligungen so werden es laut aktuellsten Hochrechnungen

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heuer bereits 1.550 Drohnen sein. Andreas Kößl, Vorstand UNIQA Österreich: „Die Drohnen-Versicherung ist dank der starken Nachfrage von einem individuellen zu einem Standardprodukt geworden. Wir haben auch

schon davor Drohnen versichert, allerdings waren das vereinzelte Speziallösungen.“ Wer in Österreich eine Drohne fliegt, die mehr als 250 Gramm hat (lt. Luftfahrtgesetz ein §24c Modell), braucht eine Fluggenehmigung von der Austro Control. „Damit verpflichtend verbunden ist eine Haftpflichtversicherung.“, so Kößl. Das Drohnen-Versicherungsprodukt umfasst eine maximale Versicherungssumme im Worst Case von einer Million Euro, jedenfalls gedeckt ist aber die gesetzlich geforderte Summe. Die jährliche Prämie liegt bei 75 bzw. 60 Euro für Stammkunden pro Drohne. Die Versicherung gilt ausschließlich in Österreich, in einem Vertrag sind der Versicherungsnehmer und alle mit ihm im gleichen Haushalt lebenden Personen ab 16 Jahren versichert. Kommt es zu einem Schaden durch die Drohne, fällt ein Selbstbehalt von zehn Prozent oder maximal 2.000 Euro an. Bei Personenschäden entfällt der Selbstbehalt. „Wir schließen mit dem Produkt eine RisikoLücke, die die Digitalisierung mit sich bringt“, freut sich Kößl.


VERSICHERUNG

ARAG Österreich

Gute Halbjahresbilanz

CEO Dr. Matthias Effinger resümierte das gute Halbjahresergebnis: „Wir konnten viele positive vertriebliche Akzente setzen und haben ein ausgezeichnetes Vertriebsteam. Viele unserer wichtigen Vertriebspartner haben nach unserer Schwächephase inzwischen ihr vormaliges Produktionsniveau wieder erreicht. Für uns ein wichtiges Zeichen, dass wir viel Vertrauen zurückgewinnen konnten“. Der Rechtsschutzspezialist ARAG Österreich präsentiert eine gute Halbjahresbilanz per 30. Juni 2017. Das reine Neugeschäft hat im Vorjahresvergleich ( Januar-Juni) mit plus 31,77 Prozent erneut deutlich angezogen. Die Gesamt-Produktion (Neu- und Mehrgeschäft) liegt für die ersten 6 Monate bei 3,3 Millionen Euro und damit 31,09 Prozent über dem Vorjahr. Die Bestandsprämie ist um 4,59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt per 30. Juni 60,4 Millionen Euro. Damit legte die Bestandsprämie seit Jahresanfang um 2,52 Prozent zu, was für das Gesamtjahr 2017 ein Wachstum von rund 5 Prozent erwarten lässt. Die Combined Ratio hat sich mit 74,2 Prozent gegenüber dem bereits guten Vorjahr (76,4 Prozent per 30.06.2016) nochmals verbessert. Gestiegene Ausgaben für Provisionen (wachstumsbedingt), sowie Sonderaufwendungen, wie beispielsweise für Solvency II oder DSGVO konnten durch gutes Kostenmanagement aufgefangen werden. Die Gesamtschadenreserve ist gegenüber dem Jahresabschluss 2016 leicht um 0,8 Prozent gesunken und beträgt jetzt 129,7 Millionen Euro. Dr. Effinger weiter: „Dennoch werden wir uns auf unseren Erfolgen nicht ausruhen, sondern weiter hart daran arbeiten, um unsere

Position als der führende Rechtsschutzspezialist der ungebundenen Vermittler weiter auszubauen“, kündigt er an. Besonders erfolgreich war der Bereich Key Account unter der Verantwortung von Mag. Bernhard Schweder. Mit einem Portfoliovolumen von inzwischen über 15 Millionen Euro und zweistelligen Wachstumsraten konnten die Erwartungen klar übertroffen werden. Im Schadensbereich werden mittlerweile mehr als ein Fünftel aller gemeldeten Schadensfälle für die Inhouse Juristen abgeschlossen. Seit Jahresanfang pilotiert ARAG hierbei eine Kundenbefragung per SMS zur Beratungsqualität. In den ersten Auswertungen von März bis Juni 2017 lag der NPS (Net Promoter Score) jeweils zwischen 50 und 70 Prozent, also „ausgezeichnete Werte“. „Von den unabhängigen Vermittlern erhalten wir sehr positives Feedback. Wir sind auf dem richtigen Weg und nutzen das kritisch-konstruktive Feedback unserer Vertriebspartner, sowie un-

seres Maklerbeirats optimal“, erläutert Mag. Birgit Eder, Mitglied der Geschäftsführung für die Bereiche Schaden, Vertrag und Produkt. „Gegenwärtig sind die Aussichten auf dem österreichischen Rechtsschutzmarkt sehr gut. Allerdings sind für dieses Segment – langfristig betrachtet – starke Schwankungen bei den Schäden typisch“, führt CFO Alexander Plank aus. Immer wieder sind im lokalen Markt über die letzten Jahrzehnte Masseschäden aufgetreten, die wesentlich zu einer starken Ergebnis-Zyklizität beigetragen haben. Plank, der neben Finanzen-Controlling-Risk auch die BO/IT und HR verantwortet, richtet seinen Blick daher auf eine rollierende 10-Jahres-Combined-Ratio. Diese beträgt für den Zeitraum 2007-2016, trotz zuletzt guter Jahre, immer noch defizitäre 108,0 Prozent (vor Rückversicherung). „Erst wenn wir hier wieder in die Nähe von 100 Prozent kommen, können wir von einem langfristig zufriedenstellenden Ergebnis sprechen“, fügt er hinzu.

Dr. Matthias Effinger, Birgit Eder und Alexander Plank

Generali Versicherung

Vergleichsportale

Das Leben ist nicht immer planbar, die Risikovorsorge schon. Die Generali Versicherung steht mit den entsprechenden Produktangeboten als Versicherungspartner für individuelle Vorsorgekonzepte gerne zur Verfügung. Gerade die Absicherung der Arbeitskraft sollte stärker im Fokus stehen, denn vor einer plötzlichen

schweren Erkrankung oder einem Unfall ist niemand sicher und monatliche Fixkosten, Leasing- und Kreditraten wollen weiter bezahlt werden. Ein Problem, wenn neben körperlichen Einschränkungen auch beachtliche Einkommensverluste drohen. Die Berufsunfähigkeitsver-

sicherung ist daher eine gute Lösung um das Einkommen und den Lebensstandard bei einem Verlust der Arbeitskraft abzusichern. Zur Unterstützung und um den optimalen Überblick zu bekommen, bietet die Generali ihren SBU-Tarif auf chegg.net und neuerdings auch auf VARIAS an. risControl 08/17 15


VERSICHERUNG

Zurich Versicherung

Maklernetz

Versicherungsmakler können mit der neuen Funktion „Meine Vorlagen“ im Zurich Maklernetz Zeit sparen und Offerte schneller tarifieren. Seit Ende Mai gibt es drei vordefinierte Vorlagen: Medium, Large und XL. Sie umfassen vordefinierte Einstellungen und bilden einen unterschiedlichen Deckungsumfang ab. Dabei handelt es sich um keine festgeschriebenen Produktpakete, sodass trotz der Vorlagen eine „maßgeschneiderte“, kunden-

orientierte Deckung angeboten werden kann. Zusätzlich zu den vordefinierten Vorlagen können eigene Musterofferte erstellt und zur künftigen Anwendung abgespeichert werden. Die Funktion „Offert als Vorlage speichern“ wird mit nur drei Klicks direkt im Rechner aktiviert. Jede Vorlage kann unter einem frei zu wählenden Namen abgespeichert und bei der Berechnung eines neuen Angebotes mit zwei Klicks ausgewählt werden. Jene Musteroffer-

te, die am häufigsten zum Einsatz kommen, können individuell als favorisierte Vorlage abgespeichert werden. Neben der Eigenheimund Haushaltsversicherungen stehen auch Vorlagen für den Bereich KFZ zur Verfügung. Diese können ebenso konfiguriert und individualisiert werden. Das Zurich Maklernetz als Serviceportal für Maklerpartner wird laufend ausgebaut und verbessert. Es wurde vor 15 Jahren lanciert und mehrfach ausgezeichnet.

ÖGVS

KFZ-Versicherer getestet

Die Gesellschaft für Verbrauerstudien hat die KFZ-Versicherer unter die Lupe genommen. Drei Hauptkategorien waren für das Testurteil ausschlaggebend: Tarifgestaltung mit Leistungen und Vertragsbedingungen, Tranparenz & Komfort und der Kundendienst. Die Leistungen in den Kategorien Tarife, sowie Transparenz & Komfort wurden durch Experten analysiert. Der Kundendienst wurde durch qualifizierte und verdeckte Tester bewertet, dabei wurde jeder Anbieter fünf Mal per E-Mail und fünf Mal telefonisch getestet. 15 nationale und regionale Versicherer wurden in den Test eingeschlossen. Zur Analyse der Tarife wurden sowohl die Prämien als auch die Versicherungsleistungen genauer betrachtet. Pro Tarif wurden für je drei Beispielkunden in unterschiedlichen Regionen Österreichs die Prämien für eine reine Haftpflichtversicherung, eine Haftpflichtversicherung inkl. Teilkaskoschutz und eine Haftpflichtversicherung inkl. Vollkaskoschutz ermittelt. Diese wurden in Relation zu den entsprechenden Tarifleistungen wie z. B. Deckungssumme, gedeckte Schadensfälle oder Auslandsschutz gesetzt. Dabei zeigten sich auf Seiten der Prämien deutliche Unterschiede zwischen den Versicherern – in der Spitze lassen sich durch Wechsel in den günstigsten Tarif bis zu 62 % sparen. Das größte Einsparpotenzial ergibt sich beim Vergleich einer Teilkaskoversicherung, doch auch für die Vollkaskoversicherung oder die reine Haftpflichtversicherung verlangt der jeweils günstigste Versicherer bis 16 risControl 08/17

zu 55 % bzw. 54 % weniger als der teuerste. Und dies gilt in ähnlichem Ausmaß für alle untersuchten Beispielkunden, d.h. sowohl für den jungen Single, der noch nie ein Auto versichert hatte, als auch für die Familie auf dem Land oder die Vielfahrerin. Die besten Tarife mit den besten Preis-/Leistungsverhältnis fanden die Tester bei der ERGO Versicherung, gefolgt von der Zurich Connect und der VAV Versicherung. Führend im Bereich Transparenz & Komfort war die Direktversicherung Zurich Connect, dicht gefolgt von der VAV. Bei der Kategorie Kundendienst wurde die Erreichbarkeit und Kompetenz ermittelt. Dazu wurden telefonisch als auch per E-Mail Fragen zu Tarifwahl, rechtlichen Belangen oder Leistungsumfang gestellt. Mängel zeigten sich hier v.a. im Bereich der Kompetenz der Kundendienst-Mitarbeiter: Fragen wurden öfter falsch oder gar nicht beantwortet. Auch bei Erhalt einer Antwort fiel diese – v.a. im E-MailVerkehr – oft nur sehr knapp aus. Insgesamt wurden nur bescheidene 41 % der E-Mail- und immerhin 64 % der telefonischen Anfragen korrekt und vollständig beantwortet. Positiv zu beurteilen war hingegen die Freundlichkeit der Mitarbeiter, sowohl am Telefon als auch im E-Mail-Verkehr. Den besten Kundendienst erfuhren die Tester bei der VAV. Der Gesamtsieger der Studie ist die VAV Versicherung, gefolgt vom Direktversicherer Zurich Connect und ERGO Versicherung. Dr. Norbert Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der VAV: „Der Testsieg zum 4. Mal in Folge macht

Dr. Norbert Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der VAV mich unglaublich glücklich. Die VAV ist die Nummer 1 bei KFZ-Versicherungen. Und das wollen wir auch bleiben. Dass wir als einziger Versicherer ein „Sehr Gut“ beim Kundenservice bekommen haben, bestätigt unseren Fokus auf dieses Thema und wir werden auch weiterhin alles daran setzen, unseren Kunden neben einem erstklassigen Preis-Leistungs-Verhältnis auch das berühmte „Quäntchen mehr“ in Sachen Kundenservice zu bieten.“


VERSICHERUNG

Wiener Städtische Versicherung

Cyber Sicherheit

Österreichs Klein- und Mittelunternehmen sehen Absicherungsbedarf vor finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität. Wie schnell die Bedrohung aus dem Netz wächst, zeigt die Anzeigenstatistik des Innenministeriums: Von 2015 auf 2016 wurde ein Plus von 31 Prozent verzeichnet. Ein Angriff kann jeden, ungeachtet der Branche, treffen – kein Unternehmen ist zu klein, zu unbedeutend, zu entlegen. „Diese Tatsache manifestiert sich immer mehr im Bewusstsein der Unternehmer, das Interesse an einer Absicherung vor finanziellen Schäden ist dementsprechend groß und nimmt wöchentlich zu. Unser Produkt ist seit Jänner dieses Jahres am Markt und es trifft ins Schwarze“, erklärt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung. Die Top-Branchen Seit Jahresanfang wird ein Produkt zum Schutz vor finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität und im Ernstfall rund um die Uhr Expertenunterstützung durch das

Cyber-Center angeboten. „Cyber-Protect“ wird von den unterschiedlichsten Branchen nachgefragt, ganz besonders jedoch von Finanzdienstleistungsunternehmen, Hotelbetrieben sowie dem öffentlichen Sektor. Nachdem die meisten Unternehmen in Ballungsräumen angesiedelt sind, ist hier auch der Bedarf am größten – quer durch ganz Österreich. Hinsichtlich der Unternehmensgröße erfolgen die meisten Anfragen von Betrieben, die zwischen elf und 50 Mitarbeiter beschäftigen, dicht gefolgt von jenen, die mehr als 50 Mitarbeiter haben. Etwas weniger aktiv waren bisher Unternehmen mit zwischen fünf und zehn bzw. mit weniger als fünf Mitarbeitern. Um auch Kleinst- und Ein-Personen-Unternehmen einen Zugang zu einer Cyber-Versicherung zu ermöglichen, bietet die Wiener Städtische ab sofort die Möglichkeit einer umsatzabhängigen Prämienreduktion von bis zu 50 Prozent. „Für einen Installateur mit einem Jahresumsatz von 500.000 Euro würde das beispielsweise für eine Basisdeckung eine monatliche Prämie von 20 Euro bei einer Versicherungssumme

Doris Wendler von 100.000 Euro bedeuten. Im Vergleich zu den möglichen finanziellen Folgen eines Cyber-Angriffes zahlt sich diese Investition mehr als aus“, rechnet Wendler vor. Sollte der Versicherungsfall eintreten, steht das Cyber-Center 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Seite: am Telefon, per Fernwartung und bei Bedarf auch persönlich vor Ort. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass das Interesse am Schutz vor finanziellen Folgen eines Cyber-Angriffes stark ist. Woran es leider noch zu oft fehlt, ist eine ausreichende IT-Sicherheit und grundlegende Maßnahmen zur Risikominimierung. „Wir sind die Feuerwehr, wenn es einmal brennt. Besser ist es natürlich, wenn es gar nicht dazu kommt. Anhand einer Checkliste erarbeiten wir gemeinsam mit dem jeweiligen Unternehmer, welche Maßnahmen es braucht, das Unternehmen umfassend zu schützen. Hierfür stellen wir gerne unsere Expertise zur Verfügung“, betont Wendler. Eine weitere Neuerung: „Cyber-Protect“ ist bereits jetzt, knapp ein Jahr vor in Krafttreten (25. Mai 2018) der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, fit für diese Anforderungen. Das bedeutet: Die Wiener Städtische bietet schon jetzt die Deckung der Abwehrkosten bei einem datenschutzrechtlichen Verfahren nach einer Datenschutzverletzung durch eine Cyber-Attacke. risControl 08/17 17


VERSICHERUNG

Oberösterreichische Versicherung

Halbjahrszahlen

Die Ziffern der Halbjahresbilanz der Oberösterreichischen Versicherung wurden veröffentlicht. In der Schaden/Unfallversicherung wurde ein Prämienwachstum von 3,8 % und in der KFZ-Kaskoversicherung eine Steigerung von 7 % gemeldet. „Während das vergangene Versicherungsjahr noch sehr verhalten verlief, sind die durchwegs positive Stimmung in der Wirtschaft und die getätigten privaten Investitionen im Versicherungsgeschäft deutlich spürbar“, freuen sich Generaldirektor Dr. Josef Stockinger und sein Stellvertreter Mag. Othmar Nagl. Im Segment

klassische Lebensversicherung mussten 3,1 % Rückgang verzeichnet werden, wobei die reine Risikoversicherung ein Plus von 3,9 % aufweist. Die Keine Sorgen Schutzengel© Kfz Produkte können bereits in den ersten vier Monaten nach Einführung eine Abschlussquote von 18.000 Verträgen aufweisen. Die Schadensquote ist im ersten Halbjahr um 3,9 % zurückgegangen, da Oberösterreich erfreulicherweise im ersten Halbjahr von großflächigen Elementarereignissen, wie etwa Stürmen, Starkregen oder Hagelschlag verschont geblieben ist.

Dr. Josef Stockinger und Mag. Othmar Nagl

MORGEN & MORGEN

BU-Rating

Das Analysehaus MORGEN & MORGEN hat die österreichischen BU Tarife unter die Lupe genommen. Es wurde die Qualität der Bedingungen der Berufsunfähigkeitstarife bewertet. Das Rating ist tarifbezogen und nicht gesellschaftsbezogen. Für jeden Tarif werden die, bei den 31 Fragen jeweils erreichten Punkte entsprechend Erfüllungsgrad und Gewichtung der Frage aufsummiert und eine Gesamtpunktzahl berechnet. Diese Punktzahlen werden nun anhand festgelegter Benchmarks in die Ratingskala von 1 bis 5 Sternen überführt. Zusätzlich zu den reinen Punktzahlen werden weitere Mindestkriterien gefordert, um die jeweilige Ratingklasse zu erreichen. Das Rating besteht aus 31 Leistungsfragen. Diese Fragen beurteilen

Dr. Barbara Neumayr, Produktmanagerin in der NÜRNBERGER Versicherung 18 risControl 08/17

Sachverhalte und Produkteigenschaften, die als wesentlich für die (Bedingungs-) Qualität eines Produktes anzusehen sind. Die Kundenfreundlichkeit steht hier klar im Fokus, ebenso die Eindeutigkeit der Aussagen im Bedingungswerk. Selbstverständlich werden hier auch unübliche Einschränkungen erfasst und beurteilt. Die Fragen sind entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet und zwar in den Kategorien „sehr wichtig“ (5 Punkte), „wichtig“ (3 Punkte), sowie „weniger wichtig“ (1 Punkt). Die Leistungsfragen sind entweder „voll erfüllt“ (100 % der Punkte), „eingeschränkt erfüllt“ (50 %) oder „nicht erfüllt“ (0 Punkte). Jedoch nicht alle Versicherer stellen ihre Versicherungsbedingungen zur Verfügung. Peter Schneider, Geschäftsführer MORGEN & MORGEN: „Auch auf Nachfrage erhalten wir manchmal keine Informationen. Wir verfolgen das Ziel der Transparenz beharrlich und freuen uns auf jeden weiteren Teilnehmer des Ratings. Wir werden auch unterjährig das Rating aktuell halten und gegebenenfalls weitere Tarife raten“. Es wurden 30 Tarife untersucht, 25 erhielten fünf Sterne (ausgezeichnet) drei Tarife wurden mit 4 Sternen ausgezeichnet und nur ein Tarif erhielt 3 Sterne (durchschnittlich). Bewertet wurden die Tarife folgender Versicherungsgesellschaften: Continentale, Dialog, Donau, ERGO, Generali, Gothaer, HDI Leben, NÜRNBERGER, Oberöster-

Peter Schneider, Geschäftsführer MORGEN & MORGEN reichische, Raiffeisen, Standard Life, UNIQA, Wiener Städtische Versicherung, WWK und Zürich Dt. Herold. Vor allem bei Jungen und Selbständigen sieht Vorstandsdirektor Harald Riener, DONAU Versicherung, hohen Bedarf für eine Absicherung bei Berufsunfähigkeit, denn die staatlichen Leistungen sichern den Erhalt des Lebensstandards nicht ausreichend ab. Dr. Barbara Neumayr, Produktmanagerin in der NÜRNBERGER Versicherung zur fünf Sterne Bewertung: „Wir zählen zu den Pionieren in der Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden und Vertriebspartnern BU-Tarife mit einer erstklassigen Produktqualität und einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten. Das Rating von MORGEN & MORGEN ist ein Beweis dafür, dass wir mit unseren BU-Lösungen zu den Besten in Österreich zählen“.


VERSICHERUNG

Wiener Städtische Versicherung

Bonus-Malus-System

Das am 1. August 1977 eingeführte Bonus-Malus-System feiert seinen 40-jährigen Geburtstag. Seit Einführung brachte das System einen deutlichen Rückgang in der Schadenshäufigkeit. Gleich in den ersten beiden Jahren nach der Einführung sanken die Schadens- und Leistungsfälle deutlich. Verglichen mit den jährlich steigenden Kfz-Haftpflichtrisiken sanken die Schadensfälle gemessen am Fahrzeugbestand im ersten Jahr um 4,4 Prozentpunkte auf 22,5 Prozent und im darauf folgenden Jahr sogar auf 16,7 Prozent. Dass das Bonus-Malus-System auch langfristig Wirkung zeigt, spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen wider. 2016 lag die relative Häufigkeit bei 7,9 Prozent und

hat sich damit seit dem Start um drei Viertel reduziert. „Das Bonus-Malus-System ist ein voller Erfolg und in der Prämienberechnung der Kfz-Haftpflichtversicherung ein wichtiger Bestandteil. Es ist außerdem eine Win-WinSituation: die Schadenshäufigkeit sinkt, weil Kleinschäden wegfallen und damit auch deren Aufwand für Versicherer. Für Kunden schlägt es sich in niedrigeren Prämien nieder, ebenso wie der sogenannte „Bonushunger-Effekt“ durch vorsichtiges Fahren“, erläutert Wiener Städtische-Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Der europaweite Trend der sinkenden Schadenshäufigkeiten aufgrund niedrigerer Durchschnittsgeschwindigkeiten, dem Aufkommen

von Assistenzsystemen wie Einparkhilfen, Abstandswarner oder Notbremsassistenten führt dazu, dass der Anteil der Versicherten in den besten Bonusstufen drastisch ansteigt. Die Schadenshäufigkeiten in Europa sind regional unterschiedlich. Während im Norden die Häufigkeiten niedriger sind, sind diese im Süden deutlich höher. Bei der Wiener Städtischen haben knapp zwei Drittel aller Versicherungsnehmer die Bonusstufe null, mehr als zwölf Prozent die Stufe neun. In den Stufen eins bis acht sind durchschnittlich je 2,6 Prozent aller Wiener Städtischen KfzHaftpflichtkunden. Lediglich 0,02 Prozent sind in der höchsten Stufe 17.

ERGO

Neue Photovoltaik-Versicherung

Die neue Photovoltaik-Versicherung der ERGO sorgt für die Absicherung der nachhaltigen Energiegewinnung und schützt bei Reparaturen und Ertragsausfällen. Gedeckt sind alle Bestandteile einer privat oder gewerblich genutzten Photovoltaikanlage, wie etwa Schäden an Solarmodulen inklusive Tragekonstruktion, Wechsel-/Laderichter, Akkumulatoren, Überspannungsschutzeinrichtungen, Verkabelungen, Einspeise- und Bezugszähler, sowie Mess-, Steuer- und Regelungskomponenten. Weiteres können neben Diebstahl, Raub, Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Vandalismus, Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler, Kurzschluss, Überstrom oder Überspannung, Versagen von Mess-, Regel- oder Sicherheitseinrichtungen und Tierbisse auch Schäden durch Naturgewalten eingeschlossen werden, sofern diese nicht schon in der Eigenheimversicherung gedeckt sind. Bei einem Totalschaden übernimmt die ERGO die kompletten Reparatur- bzw. die Wiederbeschaffungskosten zum Neuwert. Die Versicherung leistet auch bei Ertragsausfall, wenn die Anlage defekt ist und Verbindlichkeiten aber weiter bedient werden müssen. Bei einem versicherten Schaden einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage wird der entstandene Ertragsausfall für bis zu sechs Monate ersetzt

– nicht nur für den Strom, der ins öffentliche Stromnetz gespeist wird, sondern auch für den selbst genutzten Solarstrom. Zusätzlich

werden die Aufwendungen übernommen, um Unterbrechungsschäden zu verhindern oder zu verringern.

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ÖBV ÖSTERREICHISCHE BEAMTENVERSICHERUNG

Harte Kritik Vorstandsvorsitzender Josef Trawöger von der Österreichischen Beamtenversicherung hat mit uns über das neue Unfallversicherungsprodukt, ein ausgezeichnetes Jahresergebnis und die bevorstehenden Regulatorien gesprochen.

Das neue Unfallversicherungsprodukt wurde vor kurzem auf den Markt gebracht und soll innovative neue Bausteine haben? Josef Trawöger: „Der ÖBV Unfallschutz Bausteine für meine Sicherheit“ ist unser neues Produkt mit wirklich innovativen Bausteinen, die nicht nur für unsere Kernzielgruppe sehr interessant sind. Es ist ein flexibles Versicherungsprodukt mit einer Basisabsicherung, die je nach Bedarf und Lebenssituation durch zusätzliche Bausteine ergänzt werden kann. Das Risikoverhalten der Menschen in der Freizeit ändert sich und damit muss sich auch der Risikoschutz verändern. Denken Sie beispielsweise ans Mounteinbiken, bei dem es immer häufiger zu gefährlichen Situationen und schweren Verletzung kommt. Aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens haben sich auch die Unfallfolgen in den letzten 15 Jahren sehr verändert. 75 % aller Unfälle passieren in der Freizeit und nicht alle Unfallfolgekosten sind durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Das Bewusstsein dazu ist zwar in der Bevölkerung stärker geworden, aber bei weitem noch nicht lückenlos ausgeprägt. Dabei ist das Preis- Leistungsverhältnis von Unfallversicherungsprodukten in Österreich ausgezeichnet; ein privates Unfallversicherungsprodukt ist leistbar, die Folgen bei einer Nichtabsicherung eher nicht. Welcher Baustein ist besonders bemerkenswert? Trawöger: Die Fixkostenpauschale. Unser Versicherungsnehmer kann ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall eine Fixkostenpauschale, deren Höhe er bei Vertragsabschluss festlegt, beziehen. Der Kunde muss keinen Rechnungsnachweis erbringen, denn wir glauben unseren Kunden, dass Sie Fixkosten haben - das unterscheidet unser

Produkt von den Produkten, die bereits am Markt sind. Die Fixkostenpauschale ist eine zeit- und aufwandsparende Innovation sowohl für den Kunden als auch für unser Unternehmen. Bei den privaten Unfallkosten sind wir bestrebt, den Zug der Zeit zu berücksichtigen, und haben alternativmedizinische Unfallfolgebehandlungen in die Deckung eingeschlossen. Es sind viele Kleinigkeiten, die am Ende ein herausragendes Produkt ausmachen.

erzielen. Trotz der Malversationen im Lebensversicherungsbereich, sind wir eines der wenigen Versicherungsunternehmen, das in unserem Kerngeschäft der Lebensversicherung im Segment laufende Prämie ein Wachstum zu verzeichnen hatte. Auch heuer sind die ersten Ergebnisse zufriedenstellend.

Hat sich das Risikobewusstsein in der Bevölkerung stark verändert in den letzten Jahren?

Trawöger: Ja, genau.

Trawöger: Es ist besser als vor zehn Jahren, aber bei weitem noch nicht ausreichend. Dass sämtliche Kosten von Freizeitunfallfolgen, sei es kurz- oder langfristig, seitens des Staates übernommen werden ist nicht richtig und diese Informationslücke gehört geschlossen. Dieses Thema ist auch eine der seltenen Gelegenheiten, wo Versicherungswirtschaft und Konsumentenschützer eine einheitliche Linie vertreten. Denn sogar der VKI rät Konsumenten zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Es ist ein „must have“, um seine Freizeitrisiken abzusichern. Wir möchten mithelfen, die Absicherung in der Bevölkerung zu steigern. Unser neues Produkt ist sicherlich ein weitererer Schritt in die richtige Richtung. Die Österreichische Beamtenversicherung hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich, wie ist die weitere Entwicklung? Trawöger: Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation der Branche haben wir letztes Jahr eine sehr positive Bilanz gelegt. Man muss berücksichtigen, dass unser ITProjekt das Ergebnis maßgeblich belastet hat und trotzdem konnten wir das zweitbeste Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte

Meinen Sie mit Malversationen das Thema Rücktritt bei den Lebensversicherungen?

Wie weit betrifft das auch die ÖBV? Trawöger: Wir haben einige Fälle, wobei auch kuriose Fälle dabei sind. Nach Zeitungsberichten haben Kunden nachgefragt, ob sie auch Geld bekommen könnten ohne wirklich von der Thematik betroffen gewesen zu sein. Aber ernsthaft, ja wir haben einige Fälle, es sind aber keine mit einem sehr hohen Forderungsanspruch. Vor zwei Jahren wurde die Strategieoffensive der ÖBV gestartet, wie geht es bei der Umsetzung? Trawöger: Wir führen unseren Weg, den wir eingeschlagen haben, konsequent fort. Von den 33 strategischen Projekten konnten mehr als die Hälfte bereits abgeschlossen werden. Einige beginnen heuer, weil es noch an der technischen Umsetzungsmöglichkeit gefehlt hat. Ein Meilenstein war die Neuausrichtung unser IT, diese ist nun unabhängig und zukunftsfähig, auf dieser Umstellung aufbauend beginnen wir nun die Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie umzusetzen. Das betrifft den gesamten Antragsprozess, das Kundenportal, das Kundenservice und noch einiges mehr. Retrospektiv betrachtet haben wir alle im Unternehmen in den letzten Jahren risControl 08/17 21


INTERVIEW

Es wäre ein völlig inakzeptabler Zustand, wenn der Gesetzgeber die Versicherungsunternehmen derart in Stich ließe.

Großartiges geleistet und darauf können wir sehr stolz sein. Natürlich gibt es auch noch viel zu tun, der Wettbewerb wird immer enger, die Regularien nicht unbedingt weniger, es ändert sich die Produktwelt, die Rahmenbedingungen auf der Kapitalmarktseite ändern sich stetig, aber mit all diesen Veränderungen die wir in den letzten Jahren geschafft haben, glaube ich, dass wir auf die Dynamik der Herausforderungen gut vorbereitet sind. Wir sind im Unternehmen alle hoch motiviert und stehen der Zukunft sehr positiv gegenüber. Die nationale Umsetzung der IDD lässt wahrscheinlich länger auf sich warten als geplant, Ihre Meinung? Trawöger: Es wäre ein völlig inakzeptabler Zustand, wenn der Gesetzgeber die Versicherungsunternehmen derart in Stich ließe. Wir sind seitens der europäischen Gesetzgebung aufgefordert etwas zu tun, was dem Konsumentenschutz dient. Dazu sind wir auch bereit, nur mangelt es an den Details dazu. Was wir trotzdem tun: wir nehmen die Richtlinie als Grundlage und versuchen uns bestmöglich auszurichten in der Hoffnung, dass der nationale Gesetzgeber dann nicht etwas komplett anderes beschließt. Eines muss klar sein: je strenger der österreichische Gesetzgeber die Richtlinie auslegt, desto schwieriger wird die Umsetzung und umso länger braucht es an Vorbereitungszeit. Diejenigen, die die 22 risControl 08/17

Folgen möglicherweise nicht rechtskonformen Handelns aufgrund fehlender nationaler Rechtsgrundlagen zu tragen haben, sind die Versicherungsunternehmen. Denn im Falle des Falles interessiert in einem Gerichtsstreit der Umstand, dass man statt drei Jahren, nur wenige Wochen zur Umsetzung der Richtlinie Zeit hatte, niemanden. Am Beispiel „Rücktrittsrecht in der Lebensversicherung“ sieht man, was es bedeuten kann, wenn der österreichische Gesetzgeber EU Recht nicht oder zu spät in nationales Recht umsetzt. Wer zahlt hier die Zeche zwanzig Jahre später? Die österreichischen Versicherungsunternehmen. Die IDD Richtlinie sehe ich trotz der unklaren Situation als große Chance. Sie fordert eine hochqualitative Beratung und Dokumentation und kann damit für die gesamte Branche nur zum Vorteil werden. Es wird mehr Augenmerk auf Aus- und Weiterbildung gelegt, und dem Kundenwunsch von der Risikoanalyse bis hin zu ganzheitlichen Beratung wird nachgekommen. Für den Berater bietet es den Vorteil, dass der Kunde über seine individuelle Risikosituation umfassend informiert wird und er sich daher mit dem Thema Versicherung viel intensiver beschäftigt. Das nächste heiße Thema, Datenschutzgrundverordnung. Trawöger: Ich glaube, dass wir uns in der Branche noch gar nicht bewusst sind, welche

Dimensionen dieses Thema haben wird. Das Strafausmaß ist wirklich enorm und meiner Meinung nach schon fast unverhältnismäßig. Natürlich versucht der Europäische Gesetzgeber die missbräuchliche Verwendung von personenbezogenen Daten zu vermeiden und zu verbieten, das ist verständlich. Als Konsument befürworte ich das ebenfalls, wenn es aber den Anschein macht, sich in Kleinigkeiten zu verlieren, kann das nicht der richtige Weg sein. Was hier im Moment verlangt wird, ist möglicherweise nicht zu erfüllen. Die Frage stellt sich, ob sich jemand Gedanken darüber gemacht hat, ob die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung mit den Anforderungen anderer Gesetzesmaterien – z.B. der Belegaufbewahrungspflicht des Rechnungslegungsgesetzes – kompatibel sind. Auch hier sehe ich derzeit noch eine unklare Gesetzesumsetzung. Wir haben im Unternehmen bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Thematik in der ÖBV auseinandersetzt. Wie bei der IDD stehen wir ein dreiviertel Jahr vor der Umsetzung und haben noch keine Details. Die Folgen sind auch hier nicht vollständig abschätzbar. Wir danken für das Gespräch.

risControl Fragekarussell Urlaub – Meer oder Bergurlaub? Sowohl als auch, im September steht beides am Programm, 4 Tage am Meer und einige Tage bergwandern. Freizeitsport – Golfen oder Fahrradfahren? Auf alle Fälle Fahrradfahren. Urlaubserinnerung? Die schönste Urlaubserinnerung habe ich an einen wildromantischen Urlaub in der Türkei, abseits von bekannten Urlaubsorten. Ein unerwartet schöner Urlaub mit außergewöhnlicher Landschaft, netten Menschen und einer beinahe schon kitschigen Stimmung.


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TITELGESCHICHTE

Noch interessant? Ist die klassische Lebensversicherung im „Out“? Was benötigen Kunden um sich für eine Vorsorge zu entscheiden? - Sicherheit, Garantien oder Rendite? Schließt das eine das andere aus? Ist die fondsgebundene Lebensversicherung das Rettungsprodukt des Lebensversicherungsbereiches?

Wir haben bereits im Jahre 1995, als das Produkt fondsgebundene Lebensversicherung ein Novum am österreichischen Markt war, folgendes geschrieben: „Vermögensplanung, Vermögensaufbau und das noch dazu mit einem vernünftigen Versicherungsschutz, das ist eine der möglichen Perspektiven einer fondsgebundenen Lebensversicherung - wenn man die richtige wählt.“ Damals wurde die fondsgebundene Lebensversicherung von einigen Versicherungsunternehmen mit keiner großen Begeisterung gesehen, da diese die Möglichkeit der anderen Kapitalverwendung in der Gesellschaft nicht mehr möglich macht. Eine der interessantesten Aussagen vor 22 Jahren war, dass die Gratwanderung zwischen ewig zufriedenen Kunden und auf ewig verlorenen bei der

Vermittlung einer fondsgebundenen ein sehr schmaler Grad wäre. Aber es sind auch noch viele andere Entscheidungsgründe, die Konsumenten dazu bewegen Lebensversicherungsprodukte abzuschließen. Bei der nachhaltigen Anlage des Kapitals, zwar ist Nachhaltigkeit in der Produktauswahl noch nicht stark erkennbar, gibt es aber sehr wohl eine Tendenz in diese Richtung. Wir haben uns am Markt umgehört, welche Produkte Kunden auswählen und wie es sich bei der Wiederveranlagung nach Ablauf einer Erlebensversicherung verhält und einiges mehr. Lesen Sie die Antworten der Versicherungsgesellschaften hier (die Reihung ist keine Wertung und erfolgt nicht nach dem Alphabet).

Allianz Versicherung AG

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Werden Lebensversicherungen noch abgeschlossen? Eidenhammer: Die klassische Lebensversicherung wird nicht mehr nachgefragt. Die Fondsgebundene Lebensversicherung ist das Produkt der heutigen Zeit. In der momentanen Zinslandschaft in der wir uns bewegen geht es fast gar nicht mehr anders. Auch im Hinblick auf die zu erwirtschaftenden Zinsen, weil ohne Beimischung von Aktien hat man sonst keine Möglichkeit mehr. Fragen Ihre Kunden nach nachhaltigem Investment im Bereich der Fondsgebundenen Lebensversicherung nach? Eidenhammer: Noch nicht, ein wichtiger Faktor ist für unseren Kunden der Faktor Sicherheit. Es ist sehr wichtig als Berater die Wünsche und Ziele des Kunden gut zu kennen, denn eine Fondsgebundene Lebensversicherung ist nicht für kurzfristige Ansparformen geeignet. Bei uns im Vertrieb ist es wichtig darauf zu achten, das die Wünsche und Ziele des Kunden erkannt und Produkte genauestens erklärt werden.

Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? Besonders stark wird das zu Beginn des Jahres 2015 eingeführte Lebensversicherungsprodukt „Fixkosten Plus“ von unseren Kunden nachgefragt. „Fixkosten Plus“ ist mit einer Garantie auf die Sparanteile ausgestattet und weist eine Top-Gesamtverzinsung auf. Die gesamte Kundenrendite liegt bei diesem Produkt um durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte höher als bei einer konventionellen Lebensversicherung mit Garantiezins. Derzeit basieren rund 93 Prozent unseres Neugeschäfts auf dieser Produktlinie. Grundsätzlich: Welche Art der Garantie ist heute wichtig? Die zentrale Frage für einen heute 30-Jährigen lautet: Welches Institut wird es in sechzig Jahren noch geben? Der Fokus liegt somit auf der finanziellen Solidität des Instituts.

Margit Eidenhammer, Geschäftsführerin der OVB, über Lebensversicherungen:

Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Mag. Ernst Schneckenleitner, Lebensversicherungsexperte der Allianz Die Allianz hat das beste Rating aller in Österreich tätigen Versicherungsgesellschaften (S&P-Rating „AA“, Outlook: stable).

Beim Wiederveranlagungsverhalten sehen wir keine Veränderungen. Die Stornos sind in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt?


TITELGESCHICHTE

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TITELGESCHICHTE

im Bereich Leben – langfristig unerlässlich, um den aktuellen Lebensstandard auch nach Ende der Erwerbsarbeit aufrecht zu erhalten. Die Donau Versicherung ist sich dieser Verantwortung den Kunden gegenüber bewusst und wird deshalb weiterhin auf umfassende Information und verstärkte Beratung im gesamten Bereich der Alters-, Pflege- und Gesundheitsvorsorge setzen.

Die Veranlagung überwiegt in Anleihen und Rentenfonds von Schuldnern mit hoher und höchster Bonität. Der Aktienanteil liegt in einer Größenordnung von 3 bis 5 Prozent. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Aufgrund der Nachfragen sehen wir ein steigendes Interesse unserer Kunden am Thema Nachhaltige Veranlagung, auch Makler und Berater tendieren immer stärker in diese Richtung. Wie eine Umfrage von Allianz Global Investors aus dem Jahr 2016 zeigt, berücksichtigt ebenso bereits jeder zweite institutionelle Anleger Nachhaltigkeitsaspekte in der Veranlagungsstrategie. In Österreich ist die Allianz Vorreiter in Sachen nachhaltig Investieren: Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG), die vom WWF in Österreich in Kooperation mit 40 Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft erstellten Modell festgelegt worden sind, werden hierbei konsequent für den eigengemanagten Teil des Portfolios im Umfang von rund 7 Milliarden Euro der Allianz Österreich angewendet. Die Ziele der Allianz Österreich bestehen darin, den Nachhaltigkeitsgrad ihres Portfolios gegenüber Ende 2014 um fünf Prozentpunkte bis 2020 steigern und den Anteil der als „nicht nachhaltig“ bewerteten Investments um fünf Prozentpunkte zu verringern. In den Jahren 2015 und 2016 konnten bereits 530 Millionen Euro vom nicht nachhaltigen Bereich in den überdurchschnittlich nachhaltigen Bereich verschoben werden.

Donau Versicherung AG Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? Herr und Frau Österreicher sind traditionell stark auf Sicherheit bedacht, weshalb Produktlösungen mit Garantiekomponenten im Vordergrund stehen. Wie die letzten Monate gezeigt haben, stehen die Menschen aber auch der fondsgebundenen Lebensversicherung durchaus wieder positiv gegenüber. Besonders beliebt sind daher Produkte, die sowohl eine Garantiekomponente aufweisen als auch über attraktive Ertragschancen durch 26 risControl 08/17

In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt?

Mag. Kurt Grabler leitet den Bereich Lebensund Krankenversicherung bei der DONAU eine Teilnahme am Kapitalmarkt verfügen, wie z.B. unser SmartGarant, eine Kombination von klassischer und indexgebundener Lebensversicherung mit Nettoprämiengarantie. Erfreulicherweise findet aber auch eine Rückbesinnung zum ursprünglichen Zweck von Vorsorgeprodukten, nämlich der Absicherung biometrischer Risiken, wie Ableben oder Berufsunfähigkeit, statt. Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Es gibt viele, die das angesparte Vermögen nicht unmittelbar benötigen und daher gerne die Möglichkeit einer Wiederveranlagung nutzen. Es ist aber auch verständlich, dass einige Kunden, die lange Jahre Geld angespart haben, dieses im Erlebensfall auch konsumieren wollen, sich damit lang gehegte Wünsche erfüllen oder geplante Investitionen tätigen möchten und daher an einer Wiederveranlagung nur bedingt Interesse haben. Eine durch die anhaltend angespannte wirtschaftliche Situation ausgelöste Verunsicherung der Menschen sowie der Trend zu kürzeren Laufzeiten in der Lebensversicherung bedeutet, dass auch wir vermehrt mit Kündigungsanfragen konfrontiert sind. Hier zeigt sich aber, dass es dringend notwendig ist, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Kunden über die mit der Kündigung einer Lebensversicherung verbundenen Folgen zu informieren. Darüber hinaus ist die private Vorsorge – nicht nur

Die Kapitalveranlagung der Donau Versicherung AG setzt sich wie folgt zusammen: Anleihen, Darlehen, Immobilien, Investmentfonds, Bankguthaben, Aktien. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Derzeit ist die Nachfrage nach nachhaltigen Veranlagungsformen verhalten, wir gehen jedoch davon aus, dass die Bedeutung dieses Themas in der Bevölkerung zunimmt, weil den Menschen immer stärker bewusst wird, dass wir für unsere Welt in ökologischer, ethischer und sozialer Hinsicht die Verantwortung tragen. Kunden, die daran Interesse zeigen, bieten wir im Rahmen unserer fondsgebundenen Lebensversicherung Fonds an, deren Anlagepolitik durch Nachhaltigkeit gekennzeichnet ist, das heißt, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (in diesem Fall Ertrag)

DI Heinrich Plametzberger, Leiter Aktuariat & Produktmanagement, Helvetia Versicherung


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mit ökologischer und ethischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit verbinden.

Helvetia Versicherung AG Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? In Zeiten eines niedrigen Rechnungszinses im klassischen Bereich tendieren unsere Kunden zu fondsgebundenen Lebensversicherungen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass diese dem Wunsch vieler Sparer nach mehr Flexibilität entsprechen und die erwirtschafteten Erträge zu 100% steuerfrei sind. Gefragt sind auch hybride Lösungen. Mit dem Helvetia Sicherungskonto müssen sich die Kunden nicht bei Vertragsbeginn entscheiden, ob sie klassisch oder fondsgebunden vorsorgen möchten. Sie haben während der gesamten Laufzeit die Möglichkeit, ihre Veranlagung an individuelle Bedürfnisse anzupassen – mal risikoreicher mir höherem Fondsanteil, mal sicherer mit höherem Anteil von bis zu 100% am Helvetia Deckungsstock. Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Wiederveranlagungen bei den Erlebensversicherungen werden bei Helvetia nicht mehr getätigt. Der Anteil stornierter Verträge liegt hier etwa im marktüblichen Bereich. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt? Der klassische Deckungsstock wird bei Helvetia in ein breit diversifiziertes Portfolio von Anlageklassen investiert. Den größten Anteil haben Schuldverschreibungen, gefolgt von Darlehen, Aktienfonds, Immobilienfonds, Immobilien und gemischten Fonds. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Im Rahmen der CleVesto Produktpalette bietet Helvetia in den beiden Tarifen CleVesto Fondssparplan und CleVesto Platinum Investmentfonds an, welche sich durch eine besonders soziale und/oder ökologische

Mittelverwendung kennzeichnen. Unsere Kunden können aus einer Auswahl von über 180 Investmentfonds wählen. Darunter sind mehr als zehn Fonds mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit, welche im Rahmen der beiden oben genannten Produkte individuell gezeichnet werden können. Der Anteil des Kapitals, welches in diese Fonds fließt ist bisher jedoch verhältnismäßig sehr gering.

Generali Versicherung AG Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? Der Generali LifePlan, unser Hybridprodukt, steht bei unseren Kunden hoch im Kurs. Dabei handelt es sich um eine fondsorientierte Lebensversicherung, bei der die Sicherheit des klassischen Deckungsstocks mit einer fondsgebundenen Veranlagung flexibel kombiniert wird. Damit wird gerade in Phasen extrem niedriger Zinsen die Chance auf höhere Erträge gewahrt. Das Ertrags-/Risikoverhältnis kann individuell festgelegt werden. Das erfolgt über eine Mischung von Anleihe- und Aktienkomponenten, die über die individuelle Zusammensetzung des Fonds-Portefeuilles oder über gemischte, aktiv gemanagte Fonds umgesetzt werden kann. Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos?

Wolfgang Ortner, Leiter der Abteilung Lebensversicherung der Generali Versicherung AG ein. Immobilien bilden unverändert einen bedeutenden Bestandteil im Portfolio. Die Qualität als auch der attraktive laufende Ertrag sprechen für diese Asset-Klasse. Langfristige Aktieninvestments mit Dividendenschwerpunkt sind ebenso ein fixer Bestandteil. Wir halten unverändert an unserer risikobasierten Anlagepolitik fest und suchen laufend nach Möglichkeiten, den Herausforderungen des aktuellen Niedrigzinsumfelds zu begegnen. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten?

Für die Neuveranlagung von abreifenden Lebensversicherungen bieten wir den Generali LifePlan in Form des Einmalerlages an. Hierbei erfolgt die Veranlagung zu mindestens 50 % in Fonds. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt? Versicherungen sind aufgrund ihres Geschäftsmodells zwar vornehmlich Anleihe-Investoren, die Generali legt dabei aber größten Wert auf Diversifikation. Unser Hauptgeschäft ist in Europa und daher sind europäische Anleihen und hier insbesondere Staatsanleihen für uns entscheidend. Einen immer größeren Schwerpunkt nehmen Unternehmensanleihen in der Allokation des Deckungsstocks

Dr. Martin Sturzlbaum, Chief Insurance Officer (CInsO) Leben/Kranken der Generali Versicherung AG risControl 08/17 27


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cherung, zweitens die guten Ertragschancen einer Veranlagung in weltweit erfolgreiche Fonds und drittens die hohe Flexibilität und Wahlmöglichkeit in allen Lebenslagen. Der zweite Trend in der Lebensversicherung geht in Richtung Biometrie. Neben dem Top-Schutz aus unserer Berufsunfähigkeitsversicherung verzeichnen wir sehr starke Nachfrage nach unserem günstigen Existenzschutz MULTI PROTECT. Das Produkt bietet einen österreichweit einzigartigen Existenzschutz, der dabei unterstützt, selbst kritische Lebenssituationen zu meistern und die finanzielle Existenz abzusichern, wenn der Gesundheitszustand geschwächt ist.

Dr. Christine Dornaus, Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung Nachhaltigkeit hat bei den Kunden der Generali bereits einen sehr hohen Stellenwert – mit steigender Tendenz. In dem von der Generali meist verkauften Vorsorgeprodukt, dem Generali LifePlan, kann der Kunde bewusst einen Schwerpunkt setzen und aus zwei hervorragenden, ausgewiesenen Nachhaltigkeitsfonds auswählen. Dabei handelt es sich einerseits um den 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds und andererseits um den Invesco Umwelt und Nachhaltigkeits Fonds. Die Auswahl der Fonds erfolgt in der fondsorientierten Lebensversicherung durch den Kunden, der aus unserer gesamten Fondspalette wählen kann.

Wiener Städtische Versicherung AG Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? Ein spürbarer Trend in der Lebensversicherung geht in Richtung Fondspolizzen. Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sind die Kunden auf der Suche nach Renditechancen. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten unterstützt diese Entwicklung. Trotzdem wollen Kunden auf Sicherheit nicht verzichten. Bei unseren Produkten PLUS INVEST und SMILE INVEST hat der Kunde gute Ertragschancen und muss auf Sicherheit nicht verzichten. Im Detail zeichnen sich unsere Produkte durch folgende Komponenten aus: Erstens die Sicherheit aus der klassischen Lebensversi28 risControl 08/17

Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Klassische Lebensversicherungen werden typischerweise langfristig abgeschlossen, üblicherweise bis zum Pensionsantritt und dann kann eine lebenslange garantierte Rente in Anspruch genommen werden. Hier stellt sich die Frage nach einer Weiterveranlagung also nicht. Die sich zuspitzenden demografischen Entwicklungen führen außerdem dazu, dass die Stornorate konstant niedrig bleibt – eine private Absicherung ist so wichtig wie nie zuvor. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt? Unser Deckungsstock zeichnet sich durch ein hohes Maß an sicheren und langfristigen Vermögenswerten aus. Dass diese konservative Veranlagung auch ertragreich ist, liegt daran, dass der Deckungsstock über viele Jahrzehnte historisch gewachsen ist. Neben einem substantiellen Anteil an werthaltigen Immobilien befinden sich darin auch langfristige, solide verzinste Anleihen, insbesondere aus öffentlicher Hand. Langfristige strategische Beteiligungen runden das Portfolio ab. Auszug aus dem Geschäftsbericht 2016: Liegenschaften 4,7%, Darlehen 12,0%, Beteiligungen 13,4%, Wertpapiere 69,7%, Sonstige 0,2%. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Unsere Kunden können aus unserer Fondspalette selbstverständlich auch nachhaltig aus-

Kurt Möller, Mitglied des Vorstandes, Zurich Versicherung gerichtete Veranlagungen wählen. Derartige Fonds investieren nach streng definierten ethischen Richtlinien. Unseren Kunden ist es nicht gleichgültig was mit den investierten Geldern passiert, wir verzeichnen auch in diesem Bereich stetes Interesse.

Zurich Versicherung Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen? Bei den Ansparprodukten teilt sich das Neugeschäft zwischen klassischer Lebensversicherung und fondsgebundener Lebensversicherung ziemlich genau im Verhältnis 50:50 auf. Dies zeigt sehr schön, dass je nach Kundenbedürfnis die gesamte Palette von möglichst hoher Sicherheit bis hin zu möglichst hoher Ertragschance genutzt wird. Bei den Absicherungsprodukten sieht man neben reinen Ablebensversicherungen einen Trend zu Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherungen. Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Im Bereich der Wiederveranlagung von ablaufenden Verträgen haben wir eine erfreuliche Anzahl an Kunden, die unser Angebot auf Verlängerung gerne annehmen. Was die


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Stornoquoten betrifft, sehen wir keine Zunahme. Ganz im Gegenteil. Angesichts des aktuellen Niedrigzinsumfeldes ist es wenig sinnvoll, hochverzinste Altverträge im Bereich der klassischen Lebensversicherung zu stornieren. Im jetzigen Zinsumfeld lässt sich kaum eine bessere Veranlagung mit derselben Sicherheit, die ein klassischer Deckungsstock bietet, finden. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt? Die der Lebensversicherung zurechenbaren Kapitalanlagen sind in festverzinslichen Wert-

papieren, in Aktien, sowie in Grundstücken und Bauten veranlagt. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Momentan wird die Frage nach nachhaltiger Veranlagung beim Abschluss von Lebensversicherungen nur selten gestellt. Nichtsdestotrotz sind wir davon überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit in Zukunft immer wichtiger werden wird und auch das kundenseitige Interesse zunehmen wird. Daher arbeiten wir intensiv an Lösungen, um das Thema Nachhaltigkeit auch im Investment von Lebensversicherungen mehr in den Vordergrund zu stellen.

NÜRNBERGER Versicherung AG Zu welchem Lebensversicherungsprodukt tendieren Kunden in Zeiten wie diesen?

Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender NÜRNBERGER Versicherung

Ganz eindeutig zur Fondsgebundene Lebensversicherung. Die FLV ist ein langjährig bewährtes Produkt. Sie bietet ein breites Anlagespektrum von sehr konservativen Strategien über ausgewogene Konzepte bis zu sehr dynamischen Veranlagungen sowie eine hohe Flexibilität während der Laufzeit. Dazu kommt die Möglichkeit biometrische Risiken wie Berufsunfähigkeit oder Pflege in Kombination mit der FLV in einem Vorsorgepaket abzudecken.

Wie verhält es sich mit der Wiederveranlagung bei den Erlebensversicherungen? Wie mit den Stornos? Unsere Erlebensversicherungen haben in der Regel sehr lange Laufzeiten. Kunden entscheiden sich am Ende, in welcher Form sie die Ansparsumme konsumieren wollen, ob sie die Ablaufleistung wiederveranlagen, sich eine Rente auszahlen oder in eine Pflegevorsorge investieren wollen. Das Stornoverhalten der Kunden hat sich in den letzten Jahren geändert bzw. sind die Storni rückläufig. Viele Kunden wissen, dass sie in Zeiten von Niedrigzinsen gut beraten sind, auf den höheren Rechnungszins bei älteren Verträgen nicht zu verzichten. In welchen Anlageklassen wird der Deckungsstock veranlagt? Der Deckungsstock Leben ist zu über 80% in festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen veranlagt. Legen Kunden Wert auf nachhaltige Veranlagung bei Lebensversicherungsprodukten? Wir haben gerade mit dem Market-Institut eine österreichweite Kundenbefragung durchgeführt, die ergab, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ für jeden 2. Befragten eine wichtige Rolle spielt. Dies deckt sich auch mit der Nachfrage unserer Kunden. Wir verzeichnen dabei ein stetiges Wachstum im Bereich der nachhaltigen Investments.

AUF DIE ARBEIT

FOLGT DAS

VERGNÜGEN

LOKDOKTOR.AT risControl 08/17 29


Unspektakulärer Dauerbrenner Auch beim anhaltend tiefen Zinsniveau können Anleger mit einer klassischen Lebensversicherung ruhig schlafen. Denn sie macht zuverlässig das, was schon immer ihre Aufgabe war. Zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis Kapital zur Verfügung stellen.

Schon Mark Twain wusste, dass Prognosen eine schwierige Sache sind – vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Manche Prognosen sind dagegen vergleichsweise einfach und treffsicher zu erstellen: So wird Österreichs Pensionssystem über kurz oder lang wohl vor weiteren Reformen stehen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) empfiehlt Österreich eine schnelle Erhöhung des effektiven Pensionsalters – denn die erwartbaren, steigenden Kosten durch die Alterung der Gesellschaft seien "sehr hoch", heißt es im jüngsten OECDLänderbericht. Dabei ist es an sich eine gute Nachricht, dass seit den 1970er-Jahren die Lebenserwartung

von Dekade zu Dekade um zwei bis drei Jahre gestiegen ist. Doch damit wächst auch die Sorge der Menschen, wie sie im Alter ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen. „Die staatliche Pension alleine wird im Ruhestand die Fixkosten nicht decken können, deshalb führt kein Weg an der privaten und betrieblichen Vorsorge vorbei“, sagt Claudia Schlosser, die Bereichsleiterin Maklervertrieb bei der Allianz. Deshalb war der Kundenbedarf noch nie so hoch wie heute. Gut versorgt von Anfang an Und vorgesorgt kann bekanntlich nie zu früh werden. War es einst ein Bausparvertrag, der in die Wiege gelegt wurde, wird nun immer

öfter mit einer Lebensversicherung für die Zukunft der Kinder und Enkel vorgesorgt. Schließlich ist die inflationsbereinigte Gesamtverzinsung der Lebensversicherung derzeit im langjährigen Durchschnitt mehr als nur passabel, und ebenso wichtig wird deren Rolle als Risikoträger für Schicksalsschläge gesehen. Als Start ins Leben bietet die Fixkosten Plus der Allianz eine garantierte Mindestkapitalauszahlung am Ende der vereinbarten Ansparphase und eine am Markt einzigartige Flexibilität: zuzahlen, abheben, liegen lassen. Geht alles. Ein weiterer großer Vorteil ist die Möglichkeit, das Kind als zweite versicherte Person anzuführen und so die Vermögensweitergabe an die nächste Generation zu sichern. Um beim Tod des Versorgers das Sparziel nicht zu gefährden, steht auf Wunsch im Ablebensfall die vereinbarte Ablebenssumme sofort zur Verfügung – und nicht wie sonst oft erst am Ende der Laufzeit. Auch für eine Berufsunfähigkeit des Versorgers lässt sich vereinbaren, dass die Allianz dann die weitere Prämienzahlung übernimmt und so das Sparziel erreicht wird. Sicher mit gutem Gewissen

Claudia Schlosser, die Bereichsleiterin Maklervertrieb bei der Allianz 30 risControl 08/17

Eine Lebensversicherung ist ein Versprechen über oft mehrere Jahrzehnte. Zur Sicherheit der Allianz, die mit dem Rating AA die höchste Finanzkraft in Österreich ausweist, wird dabei am Markt einem anderen Argument immer mehr Augenmerk geschenkt: der Nachhaltigkeit der Veranlagung. Die Allianz hat dazu als Pionier in der Branche ihre gesamten Kapitalanlagen nach einem innovativen Bewertungsmodell des WWF evaluiert. Bis 2020 sollen so 88 Prozent aller Kundengelder „grün“ veranlagt sein. „Da ist die Allianz Vorreiter in der Finanzwelt“, sagt Schlosser, „das gibt es sonst nirgendwo.“


Auf die Donau ist Verlass.

Was mir an der Donau so gefällt? Als regionaler Versicherer spricht sie wie ich einfach die Sprache unserer gemeinsamen Kunden. Und ich kann Versicherungen mit umfangreichem Deckungsumfang anbieten. Dank der breiten Produktpalette der Donau ist fßr jeden Kunden etwas dabei. So stell ich mir das vor. Mehr auf donaubrokerline.at


KOLUMNE

Michael Kordovsky

Wie eine Reihe von OGH-Urteilen das Kreditangebotsspektrum verändern

Gezeitenwende am österreichischen Kreditmarkt Die neue Rechtssicherheit bei der Weitergabe von Negativzinsen im Referenzzinssatz schafft völlig neue Rahmenbedingungen am Kreditmarkt. Fixzinskredite werden zum Produktflaggschiff der Wohnbaufinanzierung, während variabel verzinste Kredite an Bedeutung verlieren.

In den vergangenen Monaten ergingen 5 OGH-Urteile bezüglich der Weitergabe von Negativzinsen im Indikator von Verbraucherkrediten. Mit dem Urteil 9 Ob 35/17p vom 28.6. ist nun die OGH-Rechtsprechung zur "Negativzinsen"-Problematik gefestigt. Es ist nun unzulässig, einseitig die Marge als Untergrenze festzulegen. Auch die Argumentation der Banken mit ihrer wirtschaftlichen Situation bei Weitergabe von Negativzinsen im Indikator bietet keinen Anlass mehr, von dieser ständigen Judikatur abzuweichen. Die daraus resultierenden Grundsätze bei Verbraucherkrediten lauten somit: „Gleiche Verteilung von Zinschancen und Zinsrisiken“ und „Keine Zinsuntergrenze ohne Obergrenze“. Bis zu einem gesamten Sollzinssatz von Null Prozent müssen Banken im Indikator nun nachträglich die zu viel kassierten Zinsen rückerstatten. Die meisten Institute haben mit 1. Juli oder 1. August ihre Zinsberechnung umgestellt. Eine Zinsgutschrift erfolgt in der Regel automatisch bis zum 30.09.2017. Für den Fall, dass diesbezüglich keinerlei Änderung zu beobachten ist, sollten Kunden proaktiv auf die betreffende Bank zugehen, denn nur innerhalb

Bei der Erste Bank werden mittlerweile acht von zehn Wohnbaukredite mit Fixzins abgeschlossen, denn Zinssicherung über langjährige Zeiträume ist im historischen Vergleich günstig. 32 risControl 08/17

einer dreijährigen Verjährungsfrist können Kunden ihre Rechte geltend machen. Bestehende Verträge mit einseitiger Untergrenze müssen umgestellt werden und dabei darf die Bank nicht nachträglich die Marge erhöhen. Gemäß eines ersten Marktüberblicks dürfte die Umstellung weitgehend reibnungslos über die Bühne gehen. Die Untergrenze kommt weg und die ursprünglichen Margen bleiben gleich. Bei Neuabschluss: Fixzinskredite werden forciert Banken setzen nun auf absolute Zinserträge und forcieren Fixzinskredite, deren relative Konditionen (im Verhältnis zu den betreffenden Swapzinssätzen) zunehmend günstiger werden. Bei der Erste Bank werden mittlerweile acht von zehn Wohnbaukredite mit Fixzins abgeschlossen, denn Zinssicherung über langjährige Zeiträume ist im historischen Vergleich günstig. 2,125 Prozent p.a. auf 15 Jahre oder 2,375 Prozent p.a. auf 20 Jahre sind – je nach Institut - Anfang August 2017 machbar. Eine weitere Finanzierungsvariante sind Bandbreiten-Darlehen mit einer

Zinsober- und Untergrenze. Innerhalb einer bestimmten Zinsbandbreite sind die Kreditzinsen an den Drei- oder SechsmonatsEuribor als Indikator gebunden. Dabei ist der Aufschlag umso höher je niedriger die Zinsuntergrenze ist und umgekehrt. Radikale Umbrüche sind indessen am Kreditmarkt bei den variabel verzinsten Krediten zu erwarten. Diese werden immer mehr zu Nischenprodukten. Vereinzelte Kreditinstitute haben diese schon faktisch aus ihrem Sortiment verbannt (Infostand 8. August 2017). Beispielsweise wurde von einer Regionalbank bekannt, dass sie ihre Aufschläge von einst 1,25 bis 1,50 auf 1,75 bis 2,50 Prozentpunkte auf den 3-Monats-Euribor anhob. Das macht dort die variable Variante völlig unattraktiv. Der neue Vertriebsschwerpunkt liegt nun auf Fixzinskrediten, während variabel verzinste Kredite dort nur noch „Sonderprodukt-Status“ haben. Erste Reaktionen der Großbanken lassen nichts Gutes erwarten. Die Margen bei variabel verzinsten Krediten werden empfindlich teurer. Allerdings dürfte diese Phase nur so lange anhalten bis alle relevanten Indikatorzinsen (v.a. im Euribor) wieder positive Werte aufweisen. Doch bis dahin könnte noch viel Zeit vergehen. Konkret bedeutet dies: Kreditnehmer mit bestehenden Verträgen, die niedrige Aufschläge von 1,0 bis 1,50 Prozentpunkte auf den Drei- oder Sechsmonats-Euribor aufweisen, können sich glücklich schätzen. Wer hingegen vor Neukredit-Aufnahme steht, sollte an 15 bis 30jährige Fixzinsbindungen denken. Im derzeit komplexen Kreditmarkt können dabei ungebundene Wohnfinanz-Experten beratend zur Seite stehen und bei der Suche nach einer passenden Finanzierung helfen.


AssCompact Trendtag 2017: Orientierung in bewegten Zeiten TV Moderator Dr. Armin Wolf, Microsoft Österreich General Managerin Dr. Dorothee Ritz, Genetiker Prof. Markus Hengstschläger, der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer – prominente Keynote Speaker und topaktuelle Themen gibt es am AssCompact Trendtag am 19. Oktober in der Pyramide in Wien/Vösendorf.

Der Branchenevent des Jahres steht unter dem Motto „Alles bleibt anders – Orientierung in bewegten Zeiten“. AssCompact Herausgeber und Trendtag-Veranstalter Franz Waghubinger zum Themenschwerpunkt: „Dass unsere Branche derzeit bewegte Zeiten durchläuft, ist offensichtlich. Die Gründe liegen einerseits in neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen wie der IDD und Datenschutzgrundverordnung, anderseits in neuen gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen wie der Digitalisierung und neuen Formen der Kommunikation. Unsere Branche muss aber in diesen bewegten Zeiten für Stabilität und Sicherheit stehen und den Spagat zwischen diesen neuen Herausforderung und der gelebten Kontinuität schaffen.“ Das Kongress- und Workshop-Programm bietet daher einen thematischen Schwerpunkt zu den angesprochenen Entwicklungen – mit einem starken Fokus auf die Digitalisierung und die nahende Ausbildungsverpflichtung. Der AssCompact Trendtag 2017 startet mit

AssCompact Herausgeber und TrendtagVeranstalter Franz Waghubinger

drei 15-minütigen Impulsvorträgen zum Thema „Der Einfluss der Digitalisierung und der Stellenwert der individuellen Aus- und Weiterbildung auf die Arbeitswelt der Zukunft“ mit Armin Wolf, Dorothee Ritz und Prof. Markus Hengstschläger. Auch das brisante Thema IDD erhält beim Trendtag einen prominenten Platz: Zum Beispiel mit einer Podiumsdiskussion mit den drei Bundesobmännern Christoph Berghammer, Horst Grandits und Hannes Dolzer, Allianz-Vorstand Werner Müller und Maklerkonsumentensprecher Rudolf Mittendorfer unter Diskussionsleitung von Klaus Koban. Den Schlusspunkt im Hauptkongress setzt der blinde Ausnahmekletterer, Bergführer und Autor Andy Holzer, der vor wenigen Wochen auf dem Gipfel des Mount Everest stand. Er wird in seinem Vortrag „Den Sehenden die Augen öffnen“ darüber sprechen, wie man schwierige Situationen und Herausforderungen beruflich und privat meistert und außergewöhnliche Leistungen möglich werden.

Fix sind auch die Workshop-Themen: • Versicherungsrecht: Schadenbearbeitung – das Plus des Versicherungsmaklers • Digital – und es betrifft uns doch! • Vorsorge in einer Welt ohne Zinsen • Vertrieb: Die Zukunft braucht den persönlichen Kontakt • Innovationen der Gesellschaften • Update für Versicherungsagenten Auch das Netzwerken kommt beim AssCompact Trendtag nicht zu kurz. Dafür sorgen 70 Austeller aus den Bereichen Versicherung, Investment, Kapitalanlagen, Finanzen und Dienstleistungen wie IT/Software, die ihre Produkte und Angebote für den Vermittlermarkt präsentieren. Nutzen Sie den AssCompact Trendtag 2017 zum Wissensupdate und zum Networking an den Ständen der Aussteller und sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Gratisticket: Anmeldung und detailliertes Trendtagprogramm unter www.asscompact.at risControl 08/17 33


INTERVIEW

Eine Idee trotzt den Regulatorien Private Equity steht für die Finanzierung nicht börsennotierter Unternehmen mit Eigenkapital. Große zukunftsweisende Entscheidungen in einem Unternehmen erfordern meist den Einsatz von Fremdkapital. Kreditfinanzierungen sind im heutigen Bankenumfeld oft schwer möglich, manchmal von Unternehmern auch gar nicht gewünscht. Dann ist Private Equity eine Möglichkeit zu Kapital zu kommen. Jedoch ist Private Equity durch das AIFM Gesetz im Jahre 2014 fast vom österreichischen Kapitalmarkt verbannt worden, wurde doch die Mindestinvestitionssumme bei privaten Investoren auf 100.000 Euro angehoben. Durch einen Parlamentsbeschluss vom 29. Juni 2017 wurden folgende Änderungen beim Alternativ Investmentfonds Manager Gesetz umgesetzt. Qualifizierte Kunden müssen nur noch über unbelastete Finanzmittel von 250.000 Euro (bisher 500.000) verfügen und können damit bereits ab 10.000 Euro in einen alternativen Investmentfonds investieren. Auch „nicht qualifizierten“ Privatkunden ist nun der Zugang zu dieser Kapitalanlage wieder möglich. Diese brauchen einen Nachweis über unbelastetes Finanzvermögen in Höhe von 100.000 Euro um dann höchstens 10% davon, aber mindestens 10.000 Euro, in einen einzelnen AIF investieren zu dürfen. Wir haben mit Mag. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin der RWB Austria, über die Materie gesprochen. Frau Magister Schmolmüller, wer ist die RWB PrivateCapital GmbH?

unterschiedlichsten Branchen und geografischen Regionen.

Magister Schmolmüller: Die RWB ist im deutschsprachigen Raum der größte Anbieter von Private Equity Dachfonds. Das Unternehmen wurde 1999 gegründet, mit dem absoluten Fokus auf Private Equity. Die RWB Austria ist eine Tochter der RWB Group AG in Deutschland und hat seit ihrer Gründung

Abseits von Aktienkursen eine sichere Anlageform? Schmolmüller: Aufgrund der sehr breiten Streuung in unseren Dachfonds geht sogar das Teilverlustrisiko gegen 0, das ist richtig. Private Equity läuft relativ unabhängig von

Private Equity ist die größte und älteste Anlageklasse der Welt. Es wird nur in Unternehmen angelegt, die nicht börsennotiert sind. in 2006 ihre Zentrale in Innsbruck. Letztes Jahr feierten wir unser 10-jähriges Bestehen. Die Verwaltung für österreichische Kunden und Vertriebspartner wird aus Innsbruck gesteuert. Private Equity ist die größte und älteste Anlageklasse der Welt. Es wird nur in Unternehmen angelegt, die nicht börsennotiert sind. Investitionen in Private Equity Fonds sind normalerweise erst ab fünf Millionen Euro möglich. Die RWB wurde gegründet, um diese Investitionsform auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, und zwar über extrem breit streuende Private Equity Dachfonds. Die RWB Dachfonds investieren weltweit in tausende Unternehmen aus den 34 risControl 08/17

Aktienkursen. Eine geringe Abhängigkeit besteht darin, dass Unternehmen bei ihren regelmäßigen Bewertungen auch anhand festgelegter Kennziffern, die sich an Aktienbewertungen orientieren, gemessen werden. In den vergangenen Finanzkrisen hat sich

Private Equity läuft relativ unabhängig von Aktienkursen. gezeigt, dass Private Equity das stabile Schiff im Sturm war. Gewisse Unternehmensverkäufe haben sich zeitlich verzögert, aber die Rendi-

ten blieben stark. In keinem breit streuenden Private Equity Dachfonds am Markt haben Anleger bisher Geld verloren. Das spricht absolut für diese Anlageklasse und das Konzept des Dachfonds. Der Anleger muss sich nur über den längeren Anlagehorizont seines Investments bewusst sein. Ab wann kann ein Investor einsteigen? Schmolmüller: Je nach Dachfonds bereits ab 2.500 Euro einmalig und 50 Euro monatlich. Durch das neue AIFM-Gesetz, das frühestens Anfang 2018 in Kraft treten wird, ergeben sich dann in Österreich Mindestanlagesummen von 10.000 Euro. Wir bieten seit 2014 auch eine fondsgebundene Lebensversicherung mit einem Versicherungspartner aus Liechtenstein an. Das Produkt RWB PREMIUM SELECT investiert zu ca. 60% in Private Equity, zu rund 40% in physische ETFs. Hier kann der Anleger schon ab 5.000 Euro einmalig und ab 100 Euro monatlich einsteigen. Zuzahlungen sind jederzeit gebührenfrei möglich. Wie ist die Geschäftsentwicklung in Österreich? Schmolmüller: Seit dem Start in Österreich sind wir kontinuierlich gewachsen, bis zum Jahr 2014 kam ein sehr relevanter Umsatzanteil


INTERVIEW

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INTERVIEW

der RWB Gruppe aus dem Österreichgeschäft. Wie schon angesprochen ist es seit der Einführung des AIFM Gesetzes schwierig geworden, Anleger zu finden, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Durch die Einführung des Versicherungsproduktes haben wir uns breiter aufgestellt und sind zufrieden mit der Entwicklung. Eine Anlageform mit hohem Potenzial, das durch Regulatorien eingeschränkt wurde. Schmolmüller: Es ist meiner Ansicht nach die Anlageklasse mit dem allerhöchsten Potenzial überhaupt. Das hat nichts mit dem Unternehmen RWB zu tun, das sind einfach die vorhandenen Fakten. Private Equity ist die renditestärkste Anlageklasse der Welt und outperformt den Aktienmarkt längerfristig gesehen um rund 3 %. Österreich, eigentlich jedes Land, könnte diese Anlageklasse für Privatanleger extrem gut gebrauchen. Klassische Produkte bringen in unserer Niedringzinsepoche keine Rendite mehr. Die Österreicher

darum, dem Kunden die Unsicherheit zu nehmen und mit statistischen Daten aufzuzeigen, dass es keine reinere Form der Anlage als Private Equity gibt, da der Kunde direkt an

Private Equity ist die renditestärkste Anlageklasse der Welt und outperformt den Aktienmarkt längerfristig gesehen um rund 3 % der Quelle der Wertschöpfung investiert. Es gibt keine künstlichen Konstrukte, der Kunde investiert in eine Vielzahl von Unternehmen und streut damit sein Risiko. Selbst wenn man die Rendite nicht vorhersagen kann, ist eines sicher: Das Verlustrisiko ist bei diesem Konzept fast gleich Null. Sie sind Geschäftsführerin in einer männerdominierenden Branche, wie kam es dazu? Schmolmüller: Eigentlich bin ich eine Quereinsteigerin in dieser Branche. Vor meiner Tätigkeit bei der RWB Austria war ich nicht

Es geht darum, dem Kunden die Unsicherheit zu nehmen und mit statistischen Daten aufzuzeigen, dass es keine reinere Form der Anlage als Private Equity gibt, da der Kunde direkt an der Quelle der Wertschöpfung investiert. gehen bekanntlich nur mit rund 7 Prozent ihres Vermögens in Aktien, denn die meisten scheuen das vermeintliche Risiko. Private Equity wäre eine ausgezeichnete Alternative, die kaum Schwankungen unterliegt und die Kunden ruhig schlafen lässt. Ist genug Vermögen da? Schmolmüller: Auf alle Fälle, das bestätigen all unsere Finanzberater. Nur die Skepsis bei den Kunden ist sehr groß, viele sind auf Grund der Ereignisse der letzten Jahre verunsichert. Wie verkauft man das Produkt Private Equity, wie kann man Kunden für diese Anlageklasse gewinnen? Schmolmüller: Unsere Vertriebspartner sind diesbezüglich von uns sehr gut geschult. Wir haben eine sehr starke persönliche Betreuung und ein gutes Schulungskonzept. Es geht 36 risControl 08/17

Thema. Ich persönlich hatte noch nie ein Problem mit Gleichberechtigung, das liegt aber auch daran, dass ich in einem Unternehmen arbeite, wo eine völlige Gleichstel-

in der Finanzbranche tätig, zwar immer im Vertrieb aber in anderen Branchen. 2008 habe ich im Vertriebsinnendienst bei der RWB begonnen und wurde 2010 zur Vertriebsdirektorin ernannt. Meine Aufgabe war es den ganzen Vertrieb zu organisieren, zu strukturieren, auf- und auszubauen. Ende 2016 wurde ich zusätzlich in die Geschäftsführung berufen und leite somit den Vertrieb und die Geschäftsführung der RWB Austria GmbH. Das Thema Private Equity hat mich von Anfang an begeistert und ich stehe zu 100 % hinter dieser Idee und dem Konzept. Ich sehe es als meine Mission, viele potenzielle Kunden und Vertriebspartner von der Thematik zu überzeugen und zu begeistern. Ist Gleichberechtigung ein Thema in der Branche? Schmolmüller: Es ist insgesamt in der Gesellschaft und in der Branche sicherlich ein

lung der Geschlechter gelebt wird. Es gibt in unserem Unternehmen sehr viele Frauen in Führungspositionen und jeder macht seinen Job so gut wie nur möglich. Was die Beraterschaft betrifft, ist das die ganz persönliche Entscheidung der Menschen in dem Bereich tätig zu werden. Ich glaube, dass viele Frauen die Branche als zu technisch und zahlenlastig ansehen. Wobei es um Beratung geht und hier Frauen definitiv keinen Nachteil gegenüber Männern haben. Ein größerer Frauenanteil in der Branche wäre sicher sinnvoll, denn es geht darum, Kunden zu begeistern und zu informieren und das ist sicherlich eine weibliche Stärke. Was sind Ihre Ziele, was würden Sie gerne noch erreichen? Schmolmüller: Ich möchte das Thema Private Equity noch publiker machen und den Unternehmergeist in Österreich wecken. In Österreich wollen nur 10 % der Menschen selbstständig sein, selbst junge Menschen denen alle Türen offenstehen, denken nicht an die Selbstständigkeit. Es ist aber eigentlich eine Voraussetzung für solche Anlageprodukte, denn man ist damit Mitinhaber vieler Firmen. Wenn kein Vertrauen in die Wirtschaft existiert, funktioniert irgendwann die komplette Weltwirtschaft nicht mehr. Mein persönlicher Antrieb und mein Ziel ist es, den Unternehmensgeist und das Finanzverständnis zu fördern. Wo holen Sie sich die Energie für Ihren Alltag? Schmolmüller: Aus diesem faszinierenden Thema, welches mir persönlich sehr wichtig ist und das riesen Potenzial im Privatkundensegment hat. Natürlich auch durch Hobbies wie Reisen, Sport und Musik. Wir danken für das Gespräch.


generali.at/partner

Das Schlimmste überhaupt? Von heute auf morgen kein Einkommen mehr zu haben.. Bernhard D., 39, Eisenstadt

Verstanden: ali Die Gener gkeits-Vorsorge. hi Berufsunfä

Belohnt wird, wer sich auszeichnet. Die Generali Versicherung wurde im aktuellen BU-Rating* von dem unabhängigen Analysehaus MORGEN & MORGEN mit fünf Sternen ausgezeichnet. Sowohl für die Berufsunfähigkeitsversicherung als auch für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung gab es die Höchstnote. Um zu verstehen muss man zuhören.

Unter den Flügeln des Löwen. *Stand Juli 2017


KOMMENTAR

Andreas Büttner

The "last" big thing Wie eine dunkle Wolke wabert die Drohung der digitalen Revolution über der Branche. Um der Investorensuche willen verkündet manch InsurTech, es hätte schon längst das disruptive Geschäftsmodell in der Tasche. Währenddessen fragt sich der produktive Teil des Marktes, aus welcher Richtung "the next big thing" zu erwarten ist und wie man seine begrenzten Ressourcen am besten einsetzt um sich dagegen zu wappnen.

Dabei wird ein wesentliches Merkmal von Disruptionen allzu gern übersehen: Disruption geschieht in der Regel gerade nicht durch völlig unerwartete neue Technologien oder die eine durchschlagende Innovation allein. Auf den Grundbedürfnissen basierende Kundenwünsche ändern sich nämlich nicht über Nacht; wohl aber die Art, wie man die Befriedigung dieser Wünsche umsetzt. Neue Umsetzungswege bestehender Erfolgsmodelle sind in der Regel greifbarer. Statt also in Garagen mit skurrilen Geschäftsmodellen zu investieren, sollten Unternehmen am herkömmlichen ansetzen. Dort sind ungewöhnliche Herangehensweisen dringend nötig. "The next big thing verbirgt sich sehr wahrscheinlich in the last big thing.", meint dann auch Hannes Heilenkötter, Geschäftsführer des Berliner IT-Start-ups Dionera. "Die meisten InsurTechs haben großartige Ideen, aber null Erfahrung, und was noch schlimmer ist: Sie haben weder Kunden noch die Infrastruktur, um ihre Ideen auszuprobieren. Etablierte Unternehmen verfügen hingegen bereits über alle nötigen Hebel. Es braucht lediglich die Bereitschaft, die eigenen Prozesse radikal neu zu denken." Der Schlüssel zu außerordentlichen Erfolgen liege grundsätzlich in den Daten. Fast jeder außerordentlich erfolgreichen Firma der letzten zwei Jahrzehnte ist ihr Sprung an die Spitze über die Gewinnung und das Management von Daten gelungen. Daten sind aber gerade das, was alteingesessene Unternehmen bereits hätten. Es hapere lediglich an dem Management der Daten. "Vorstände haben einen CEO, einen CFO oder einen 38 risControl 08/17

COO. Im deutschen Bereich gibt es häufig spezielle Vertriebsvorstände.", moniert Hannes Heilenkötter. "Für das wertvollste Kapital - die Daten - sucht man vergeblich nach einem CDO oder Datenvorstand. Das Bewusstsein um die Ressource ist auf der Führungsebene unterrepräsentiert." Genau hier setzt das Geschäftsmodell der Dionera an. Ein Schwerpunkt liege beim Einsatz der Daten als Service-Element, wie er beispielsweise in der von ARISECUR in Österreich eingesetzten App 'simplr' zum Einsatz kommt.

"Viele Marktteilnehmer sehen 'simplr' als Konkurrenzmodell zu Digitalmaklern, tatsächlich liegt der Schwerpunkt aber ganz woanders.", erklärt Andreas Büttner, Geschäftsführer bei ARISECUR. 'simplr' bringt den Kunden bequem in die Verfügungsgewalt seiner Daten und verschafft ihm die Möglichkeit diese selbst zu beeinflussen, etwa indem er Adressänderungen selbst veranlassen kann oder seine bestehenden Verträge mit anderen Angeboten des Marktes abgleicht. Primäres Ziel ist die Bindung bestehender Kunden an den Vermittler." Der Vermittler leiste laut Büttner jahrelang eine Arbeit im Verborgenen. Er manage den Versicherungsschutz des Kunden; Dokumente würden archiviert; Vertragsdaten sorgsam gepflegt. Von alledem bekäme der Kunde bloß nichts mit. "Im Grunde bleibt eine der größten Leistungen von Vermittlern, Vertrieben und Versicherern für den Kunden unsichtbar.", so Büttner. "Mit 'simplr' ändern wir das. Über den Transport der Daten in den direkten Zugriff des Kunden machen wir Service fühlbar." Der zweite Schwerpunkt liegt in der Automatisierung der Daten- & Dokumentenpflege. Der Wiener Maklerpool ARISECUR biete seinen Maklern und Vertrieben beispielsweise eine komplette Übernahme aller BackOfficeTätigkeiten an. In der Vergangenheit hat das Haus diese Arbeiten mit einem Heer an Service-Kräften bewältigt. "Das hat den Nachteil, dass der Service nur begrenzt skalierbar ist.", erläutert Hannes Heilenkötter. "Wenn der Umsatz zu schnell wächst, gelingt es nicht, die erforderlichen Ressourcen


KOMMENTAR

schnell genug anzuflanschen. Schon deswegen kommt es darauf an, das Datenmanagement so vollständig wie möglich zu automatisieren." Für die Geschäftspartner der ARISECUR gestaltet sich das schwieriger als es nötig wäre, denn Österreichs Versicherer streiten nicht nur darum, wie ein Standard aussehen müsse, sondern immer noch darum, ob man überhaupt einen will. Zu groß sei die Angst, damit vor allem deutschen Versicherungskonzernen den Weg in den heimischen Markt zu erleichtern. Das Mutterhaus der ARISECUR in Deutschland holt mittlerweile mehr als 80% aller Dokumente vollautomatisch vom Versicherer ab und archiviert diese rechtssicher - ohne dass ein Mensch einen Handschlag tun muss. Bei der Datensynchronisation sei man in Deutschland sogar noch weiter: Hier würden mittlerweile wesentliche Vertragsdaten von insgesamt 138 Versicherern vollautomatisiert mit dem Bestand abgeglichen. "Mit der Lieferung von Dokumenten oder der Veränderung von Daten sind immer auch prozessuale Abläufe im Unternehmen verbunden. Mal muss

der Kunde über eine Mahnung aufgeklärt werden, ein anderes Mal muss ein Vertrag nach Bestandsübertragung aktiviert und das Forderungsmanagement ausgelöst werden.", so der IT-Chef aus Berlin. "Wir haben diese Folgeprozesse digitalisiert.". Der Traum vom Vermittlerbetrieb ohne Verwaltungsarbeit; in Deutschland wird er bereits gelebt. "Wer das live erlebt, weiß, was 'big thing' bedeutet.", kommentiert Andreas Büttner. Bei ARISECUR ist man es nun leid zu warten. Mit Hilfe der deutschen Mutter hat man nun Datensynchronisation und Dokumenten-Archivierung für alle in Österreich tätigen Deutschen Versicherer umgesetzt, da die diese ihre Standards ohne großen Aufwand auch für Österreich freischalten konnten. “Der Versuch, einen Standard zu verzögern, schützt Österreichs Versicherer nicht, sondern produziert genau das Gegenteil.” ARISECUR habe sicherlich noch nicht eine derart entscheidende Marktbedeutung, um Österreichs Versicherer zum Umdenken zu bewegen, doch der einmal geöffnete Weg stehe nun jedem

E N E D E I R F ZU DEN. KUN WIR AFFEN SCH . S A D

Makler und jedem MVP-Hersteller offen. “Wenn die Maklerverbünde erst merken, dass ihre Mitglieder sich fast vollständig vom Innendienst entlasten können, wenn man auf die Deutschen Versicherer setzt, werden sie das ihren Maklern kaum vorenthalten wollen und die Standards auch schnell in ihre Technik integrieren. Dann stehen die deutschen Versicherer auf einmal mit einem unschlagbaren Wettbewerbsvorteil da.” Noch sei für Österreichs Versicherungswirtschaft Zeit, da auch Makler vorrangig daran interessiert seien, ihre gewachsenen Partnerschaften vorrangig zu erhalten. “Irgendwann kommt aber der Zeitpunkt, wo Österreichs Makler nicht länger auf die Kosteneinsparungen ihrer deutschen Kollegen verzichten wollen. Immerhin reden wir hier über rund 10.000 Euro Kosteneinsparung je Arbeitsplatz in einem durchschnittlichen Vermittlerbetrieb. Das ist auf Dauer zu viel um darauf zu verzichten.”, meint Büttner. “The next big thing” wird hoffentlich nicht “the last big thing” für Österreichs Versicherer.

Recommender Award 2017: Wir freuen uns, dass unsere Kunden die NV gerne weiterempfehlen.

Die Niederösterreichische Versicherung

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Wir schaffen das.

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OVB ALLFINANZVERMITTLUNGS GMBH

Zukunftsfähig 1992 wurde die OVB gegründet, mit 5.000 Finanzvermittler ist sie in 14 europäischen Ländern vertreten. Wir haben mit Margit Eidenhammer, Geschäftsführerin der OVB, über die Erfolgsgeschichte der OVB und ihrem wesentlichen Anteil daran gesprochen. Denn Margit Eidenhammer ist seit 23 Jahren im Unternehmen tätig.

Die OVB hat 25 Jahre in Österreich gefeiert, eine Erfolgsgeschichte? Margit Eidenhammer: Auf alle Fälle, 25 Jahre als Allfinanzvermittler in Österreich tätig zu sein ist eine Erfolgsgeschichte. Ich begleite das Unternehmen nun seit 23 Jahren, habe im Innendienst als Sekretärin und Assistentin begonnen, wurde später zur Prokuristin ernannt und bin nun seit Jänner 2014 als Geschäftsführerin tätig. Was uns auszeichnet ist, dass wir in 14 Ländern europaweit tätig sind, dass wir einen hohen Qualitätsanspruch bieten und ein ausgezeichnetes Team haben. Natürlich ist es hilfreich, sich in einem großen Konzern eingebettet zu wissen um auf Synergien zurückgreifen zu können. Durch unser Netzwerk und unsere Größe ist es auch möglich, sich rechtzeitig auf alle Anfordernisse des Marktes vorzubereiten. Wieviele Mitarbeiter hat die OVB? Eidenhammer: Die OVB hat derzeit rund 600 Mitarbeiter, davon sind ca. 210 hauptberuflich als vertraglich gebundene Vermittler tätig, die

vorbeigeht. Man wollte bzw. will zum Kundenschutz mehr Aufklärung und Transparenz schaffen, der Kunde wird aber mit der Information, die ihm zur Verfügung gestellt wird, einfach überbordet. Schon vor dem ersten Gespräch muss man Vereinbarungen schließen betreffend der Datenschutzgrundverordnung über Datenabfrage und um überhaupt eine Ist-Stand- Erhebung durchführen zu können.

Wie herausfordernd sind die neuen Regularien für die OVB? Eidenhammer: Es ist eine Herausforderung, jedoch denke ich, dass einige an dem Grundgedanken, dem Schutz des Konsumenten 40 risControl 08/17

Eidenhammer: Die Datenschutzgrundverordnung ist für uns ebenso eine Herausforderung als die MiFid 2 und die IDD Richtlinie. Die IDD Richtlinie ist für uns, als Unternehmen, das sich auf das WAG 2007 einstellen musste, überschaubar, hier sind eher noch politisch

Es müssen wirklich alle enger zusammenrücken, sowohl Makler als auch Vermögensberater und Versicherungsagenten. Das ist sowohl für Berater als auch für Kunden sehr herausfordernd. Wir haben durch die Umsetzung des WAG 2007 schon sehr viel gelernt und haben dadurch sicherlich einen Vorteil gegenüber Unternehmen, die im Versicherungsgeschäft tätig sind. Betreffend der Umsetzung zur IDD Richtlinie, auch wenn man diese im Detail noch nicht kennt, wie Geeignetheitstests, Abfragen, ein Kundenprofil zu erstellen, ist für uns nicht fremd und leicht umsetzbar. Haben wir doch auch den Vorteil,

Man wollte bzw. will zum Kundenschutz mehr Aufklärung und Transparenz schaffen, der Kunde wird aber mit der Information, die ihm zur Verfügung gestellt wird, einfach überbordet. anderen Mitarbeiter sind Geschäftsvermittler und Tippgeber.

Was bedeutet die Datenschutzgrundverordnung für die OVB ?

dass wir durch unser „Zwei-Termine-System“ einige der Anforderungen bereits erfüllen. Denn die Beratung erfolgt bei uns nie beim ersten Kundentermin. Der erste Termin ist zum Kennenlernen, zum Vertrauensaufbau, um zu übermitteln, was die OVB anbietet, um den Datenstand zu erheben und gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, erst beim zweiten Termin erfolgt die Beratung.

geprägte Punkte offen, die für uns noch interessant werden könnten. Zum Beispiel, wie werden sich die Versicherungsunternehmen verhalten, aber generell werden die Punkte der Transparenz, der Offenlegung der Provisionen, ein Kundenprofil zu erstellen und den Kunden über Portale zu informieren, einen Zielmarkt zu definieren für uns nicht die Herausforderung sein. Dass die Umsetzung der IDD ins nationale Recht doch länger dauern wird als angenommen sehe ich als nicht richtig an. Die Datengrundschutzverordnung wird sicher auch für die gesamte Branche eine Herausforderung sein, da diese, meiner Meinung, nach komplett unterschätzt wird. So ist in der Datenschutzgrundverordnung eine Kommunikation mit dem Kunden über WhatsApp und andere Chatsrooms schwierig, diese Umstellung wird sowohl Berater als auch Unternehmen fordern. Es wird schon schwierig sein, die Differenzierung zwischen einfachen und schützenswerten Daten zu finden. Bei der Umsetzung wird man Fachleute zu Rate ziehen müssen. Wir machen das im Unternehmen, und die Zeit drängt, bis Mai 2018 müssen alle Vorgaben erfüllt sein. Es ist auch nicht außeracht zu lassen, dass das


INTERVIEW

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INTERVIEW

Strafmaß bis zu 4% des Holdingumsatzes pro Fall betragen kann. Sie müssten von jedem einzelnen Kunden eine Zustimmung zur Verarbeitung und Speicherung seiner Daten haben? Eidenhammer: Genau, wir werden uns so aufstellen, dass man im ersten Kontakt bevor man überhaupt irgendwelche Daten aufnimmt, eine Vereinbarung mit dem Kunden über die Datenerhebung treffen muss. Es wird nicht anders gehen sich abzusichern. Und wir müssen unseren Vertrieb dahingehend schulen,

zum eigenen Freundeskreis zählt. Hier haben wir noch viel Arbeit vor uns, hier beginnen bereits in Kürze Schulungen und Seminare in unserem Haus für unsere Mitarbeiter zu diesem Thema. Aus- und Weiterbildung, wie wichtig ist das für die OVB und gibt es genug Nachwuchs? Eidenhammer: Wir legen viel Wert auf Ausund Weiterbildung und haben mit Nachwuchs kein Problem. Im Jahr 2012 haben wir eine Ausbildungsoffensive gestartet und die Erfolge machen sich bereits bemerkbar. Denn mit

Chatten, um sensible Daten auszutauschen, wird nicht mehr möglich sein, auch dann nicht wenn der Kunde zum eigenen Freundeskreis zählt. mit den gewohnten Kommunikationsmöglichkeiten richtig umzugehen. Chatten, um sensible Daten auszutauschen, wird nicht mehr möglich sein, auch dann nicht wenn der Kunde

Ausbildung kann man gerade junge Menschen und neue Mitarbeiter durchaus gewinnen. Wir bieten hausinterne Weiterbildungen und Seminare an. Im Bereich Ausbildung unterscheiden

wir zwischen eigener interner Vertriebsausbildung und der fachlichen Ausbildung über die Wirtschaftskammer. Alle unsere Mitarbeiter müssen die Ausbildung zum Versicherungsagenten und Vermögensberater machen. Jeder Berater, der beim Kunden sitzt und wirklich jede Frage gut beantworten kann hat schon einen Vorteil und das ist unser Gewinn. Wir bilden viele neue Mitarbeiter aus und nehmen dafür auch viel Geld in die Hand. Was ich nicht so gut finde, ist die Uneinigkeit zwischen den verschiedenen Fachgremien. Diese sind sich oft nicht einig, wie es mit der zukünftigen vorgeschriebenen Weiterbildung funktionieren soll, ob es eine Anrechnung zwischen den beiden Gewerken geben wird. Zwar hat es schon viele Gespräche gegeben, nur sehe ich noch einige Hürden in der Bürokratie. Die Versicherungsmakler versuchen sich immer noch etwas anders zu positionieren, aber durch den neuen Fachgruppenobmann wird es auch dort etwas leichter. Es müssen wirklich alle enger zusammenrücken, sowohl Makler als auch Vermögensberater und Versicherungsagenten. Es sind unsere Interessensvertreter und die sollten mit einer Stimme sprechen und sich auch einstimmig gegenüber dem Versicherer klar positionieren. Also keine Nachwuchsproblematik? Eidenhammer: Nein, wir haben das nicht. Wir möchten zwar gerne noch mehr Mitarbeiter haben, aber wir sind sehr zufrieden, wir haben nach wie vor jeden Monat Zuwachs. Auch im Bereich der personellen Fluktuation können wir zufrieden sein, unsere Berater haben eine sehr gute berufliche Perspektive bei uns im Haus. Gibt es noch das „Keilerimage“ beim Kunden, oder ist dies schon lange Vergangenheit? Eidenhammer: Ja, es ist Vergangenheit, ich bin seit 23 Jahren in der Branche und kann das wirklich bereits gut beurteilen, das Image ist auf alle Fälle besser geworden. Wir merken das auch bei Kundengesprächen, wenn es Nachfragen gibt. Da wir ein TÜV zertifiziertes Unternehmen sind, ist Kundenzufriedenheit etwas sehr wichtiges für uns. Wir haben ein eigenes Callcenter, das nach dem ersten Beratungsgespräch die Kundenzufriedenheit abfragt. Gerade das Servicetelefonat zeichnet

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INTERVIEW

Vermögensaufbau, als auch in der Absicherung. Kunden werden sich immer mehr im Internet informieren und im Vorfeld vergleichen, darauf muss man sich einstellen. Aber wir gehen weiterhin davon aus, dass schlussendlich die persönliche Betreuung für die Kunden sehr wichtig sein wird. Wie sehen Sie das Thema Frauen in der Branche? Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen? Eidenhammer: Man hat es als Frau schon schwerer in der Branche. Es wird zwar gerne die Meinung eingeholt, weil die Männerwelt oft neugierig ist, was Frauen zu sagen haben, aber eine Akzeptanz für Vorschläge und Anregungen muss man sich erst sehr schwer erarbeiten. Wie ist das Verhältnis bei den Beratern der OVB zwischen Männer und Frauen?

uns aus und wird von den Konsumenten sehr gut angenommen. Über 50 % aller Neuverträge kommen bei uns aus dem Bestand, das geht nur wenn man laufend mit dem Kunden in Verbindung steht und dieser zufrieden ist.

einigen Jahren. Es ist auch der Zugang zur Thematik ein anderer geworden, Pensionslücken werden nicht mehr tot geschwiegen und dass unser Gesundheitssystem sehr belastet

Haben Einzelkämpfer am Markt noch Chancen?

Wir haben den Vorteil in einer großen Gruppe eingebettet zu sein und auf Synergien zurückgreifen zu können und haben dadurch einfach auch mehr Möglichkeiten.

Eidenhammer: Bezogen auf die Bestandsbetreuung auf alle Fälle. Schwierig wird es sicherlich sein, alles umzusetzen, was die Vorschriften beinhaltet, da sehe ich die Problematik für den Einzelkämpfer. Wir haben den Vorteil in einer großen Gruppe eingebettet zu sein und auf Synergien zurückgreifen zu können und haben dadurch einfach auch mehr Möglichkeiten. Wie sehr hat sich das Kundenverhalten verändert in den letzten Jahren? Eidenhammer: Es ist nicht schwieriger beim Kunden geworden, es ist einfach ein Mehr an

ist, weiss jeder. Daher ist die Vorsorge bei biometrischen Risiken beim Kunden mehr im Fokus als in den letzten Jahren. Wie sehen Sie den kommenden Verkauf von Versicherungsprodukten über das Internet? Eidenhammer: In den Sparten wie Reiseversicherung, aber auch in der KFZ-Versicherung wird es in Zukunft vielleicht überhaupt keinen persönlichen Kundenkontakt mehr geben. Aber unsere Stärke ist es, ein Konzept für den Kunden zu entwickeln, dass sein gesamtes

Kunden werden sich immer mehr im Internet informieren und im Vorfeld vergleichen, darauf muss man sich einstellen. Dokumentation geworden. Auch das Beratungsgespräch hat sich nicht viel verändert, weil der Bedarf da ist, sogar mehr als vor

Risikomanagement betrifft, den Kunden auch über Jahre hinweg zu servicieren und zu betreuen, sowohl in der Vermögensberatung, im

Eidenhammer: Es überwiegen die männlichen Berater, wir haben einen sehr geringen

Frauenanteil. Wir haben eine Dame, die schon seit langer Zeit im Unternehmen ist, die nun den nächsten Karriereschritt geschafft hat und in der Regionaldirektion die erste Frau in der OVB Österreich sein wird. In anderen europäischen Ländern ist der Frauenanteil schon höher. Woran liegt es? Eidenhammer: Es liegt sicherlich an der österreichischen Mentalität, dass man Frauen nicht in der berufstätigen führenden Rolle sieht. Aber auch daran, dass wir Frauen uns das Leben mit Familie nicht so einfach organisieren können, wie es in den nordischen Ländern zum Beispiel funktioniert. Es gibt nicht die Möglichkeit einer umfassenden Kinderbetreuung, da sind wir in Österreich noch einen großen Schritt davon entfernt. Wir danken für das Gespräch. risControl 08/17 43


REISE

Mario Passini

In fernem Land Fortsetzung aus der letzten Ausgabe. Lesen Sie, u.a. warum es an Bord der Ganges-Queen zu einem Eklat kommt. Warum Leichen an den Kampl´s vorbeitreiben, was der Pepi, im Angesicht des Taj Mahal, seiner Holden ins Ohr flüstert und was man auf einem indischen Bahnhof erlebt, während man auf den Zug wartet…

Kushbagh & Mayapur Flussabwärts geht´s nicht schneller. Irgendwann kommt der Moment, wo einem jedes Ufer bekannt vorkommt. Man besichtigt Kushbagh und Mayapur. Hier ist der Hauptsitz der im Jahr 1966 in New York gegründeten ISKCON-Bewegung. Der Guru Chaitanya Mahaprabhu wurde hier 1486 geboren. Er wird als Inkarnation Krishnas verehrt. Die Kampls erkennen, diese Flussreise ist mit nichts zu vergleichen. Man wird immer wieder von einem Konzert aus Geräuschen, Gerüchen und Farben überrascht. Es ist ein wahrhaft exotisches Land. Abends gibt es Besonderes. Eine edle, elegante, würdevolle indische Lady, in feinem Sari gehüllt, wird vorgestellt. Sie ist Professorin an der Universität Kolkata. Sie wird aus der indischen Historie und dem Leben in Indien erzählen. Charlotte übersetzt

ihrem Pepi: Indien habe eine vieltausendjährige Kultur. Und bald leben eineinhalb Milliarden Menschen auf dem Subkontinent. Die indische Lady erzählt vom Freiheitswillen der Inder und vom gewaltfreien Wirken Mahatma Ghandis. Sie zitiert eines seiner berühmten Zitate: „Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.“ Sie erklärt die Bedeutung von Mantra und Karma. Und warum man nur mit der rechten Hand essen darf. Abschließend erklärt sie warum Hindus Tiere verehren. Für Hindus sei Gott in allem, auch in der Kreatur. In der Mythologie habe die Kuh ihre Heiligkeit dem Gott Krishna zu verdanken. Niemand darf sie behindern, sie wird verehrt, ohne angebetet zu werden, sie gilt als heilig und darf nicht geschlachtet werden. Wer einer Kuh das Leben nimmt, hat nach hinduistischem Glauben einen Mord begangen.

In Indien wird man immer wieder von einem Konzert aus Geräuschen, Gerüchen und Farben überrascht. 44 risControl 08/17

Das alles wird auch der Frau „von“ Wien übersetzt. Daraufhin verlässt sie die Lounge. Pepi ist nachdenklich geworden. Er realisiert, dass man Indien nicht in ein paar Tagen kennenlernen und begreifen kann. Morgen sollten sie etwas Deliziöses und Erhellendes erleben. Chardannagar Auf der „Ganges Queen“ vergehen die Tage wie im Flug. Nachmittag am Sonnendeck. Plötzlich ertönt ein Schrei! Alle schrecken auf. Kurze Zeit später erklärt der Kapitän: Es sei nur ein Cell- phone in den Fluss gefallen. Der Schrei kam aus der Mahardja-Suite. Die Frau aus Wien befiehlt dem Kapitän das Boot sofort zu stoppen und nach ihrem Handy zu suchen. Der erklärt: „Madam der Hugli ist ein mächtiger Strom mit einer mächtigen Strömung. Sicher ist ihr Cell-phone schon ins Gangesdelta gespült.“ „Das ist ja entsetzlich“, sagt die Frau „von“ Wien. „Da sind ja für mich unendlich wichtige Nummern drauf: Der Baron, die Gräfin und alle die anderen erhabenen Nummern. Ich muss sofort zurück, um der Katastrophe Einhalt zu gebieten“. Sie fordert sofort anzulegen. Was bei nächster Gelegenheit, in Chardannagar, geschieht. Sie verlässt die Ganges Queen und fliegt mit der nächsten Maschine nach Wien. An Bord kehrt Ruhe ein. Chandannagar war bis zur Mitte des 19. Jh. eine französische Enklave. Man spaziert zur Eglise du Sacré Coeur. Abends wird Tiefsinniges und Erhellendes geboten. Yogameister Silvenandranath, beschreibt den Fremden Yoga. Erklären kann man das nicht an einem Abend, übersetzt Charlotte ihrem Pepi. Silvenandranath besingt die fünf Arten des Yoga. Es


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sei so: „Wohlstand kann dem Menschen kaum Glück bringen. Er bringt ihm Leid, während er am Leben ist, und die Hölle nach dem Tode. Wer die endgültige Glückseligkeit erlangen will, distanziere sich von dem Teufelszeug Wohlstand. Geld ist das Reich des Teufels. Kontrolle des Geistes ist der höchste Yoga. Pepi hat sich nur den ersten Yoga gemerkt: Omm. In die heilige Stadt Indiens: Varanasi Die „Ganges Queen“ kehrt nach Calcutta zurück. Noch einmal ein Rundkurs durch Calcutta. Die Passagiere verbringen die Nacht an Bord. Am nächsten Tag fliegen die Kampls nach Varanasi. Ein Ort wie aus einer anderen Welt. Die Kampls erwartet das Unerwartete. Namaste! Willkommen in Varanasi, der heiligsten Stadt Indiens. Die Stadt heißt nach den beiden Flüssen Varuna und Asi, die hier in den Ganges münden. Varanasi gehört zu den ältesten, ununterbrochen von Menschen bewohnten Orten der Welt. Vom Flugplatz geht es, zum Hotel. Verkehr? Indisch. Das Hotel liegt direkt am Ganges. Der Guide erklärt, dass es für jeden Hindu das höchste Ziel seines Lebens sei, einmal nach Benares (wie Varanasi auch genannt wird. d. Red.) zu pilgern. Nach hinduistischer Vorstellung gilt es als besonders verdienstvoll, wenigstens einmal im Leben die heilige Stadt besucht zu haben und sich durch ein Bad im Ganges von

Nach hinduistischer Vorstellung gilt es als besonders verdienstvoll, wenigstens einmal im Leben die heilige Stadt besucht zu haben und sich durch ein Bad im Ganges von den Sünden reinzuwaschen. den Sünden reinzuwaschen. Wer das große Glück hat, gar am Gangesufer zu sterben, dem gilt Erlösung als sicher. Denn der Tod in Varanasi gilt als besonders verheißungsvoll. Wer in Varanasi verbrannt wird und dessen Asche in den Ganges gestreut wird, der entgeht dem Kreislauf der Wiedergeburt und ist besonders gesegnet. Von der Dachterrasse ihres Hotels sehen die Kampls direkt auf das Westufer des Ganges.

Varanasi gehört zu den ältesten, ununterbrochen von Menschen bewohnten Orten der Welt. 46 risControl 08/17

Nach der Besichtigung der Altstadt werden am Abend die Ghats bestaunt, das sind stufenförmige Uferbefestigungen. Alle paar Meter werden sie angesprochen, um irgendetwas zu kaufen, oder ob man eine Rikscha brauche? Von zwielichtigen Gestalten wird Zwielichtiges angeboten. Haschisch, Opium oder Kokain? Es ist eine besondere Stimmung, wenn abends alle Ghats und Tempel durch Öllampen und Kerzen beleuchtet sind und man die schwimmenden Lichter auf dem Ganges sieht. Leichen werden mit Prozessionen durch die Gassen zum Gath getragen oder per Boot von ihren Angehörigen zum Burnig Gath gebracht. Zurück im Hotel gibt es abends Dinner auf der Dachterrasse. Früh am Morgen des nächsten Tages, der Himmel ist wirkt unwirklich rötlich, fahren die Kampls mit einem Boot auf dem Ganges. Nirgendwo ist Varanasi faszinierender als bei den Ghats vom Fluss aus. Im Hintergrund sieht man prächtige Kaufmannshäuser, Tempeltürme und alte Paläste. Mit dem Boot vorbei an Verbrennungsplätzen, können die Kampls fromme Pilger beim rituellen Bad beobachten. Die Reinigung des Karmas kann bis zu vier Stunden dauern, wird erklärt. Hunderte von Schälchen aus Blättern mit kleinen Ölflammen schwimmen flussabwärts. Assi Ghat ist ein bekannter Badeplatz. Menschen baden im heiligen Wasser des Ganges und warten auf den Sonnenaufgang, damit sie ihren Morgen-


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aarti (Gebet) beginnen können. Beginnend bei Assi Ghat - dem Ort, an dem das Leben beginnt - und endet bei Manikarnika Ghat, die Einäscherung Ghat - der Ort, an dem das Leben endet. Angehörige tragen einen Verstorbenen auf einer Bambusbahre zum Fluss. Der Leichnam ist in glitzernde Seidentücher gehüllt. Mit dem Wasser des heiligen Flusses wird eine letzte Waschung vollzogen. Danach wird er dem Feuer übergeben. Nur Hüft- und Beckenknochen verbleiben. Sie werden dem Ganges übergeben. An einem bestimmten Zeitpunkt gehen die Angehörigen, um der Seele die Möglichkeit zu geben, Moksha (Erlösung) zu erlangen. Denn solange man sich ihr mit Trauer zuwendet, ist sie auf dieser Erde gefangen. Und noch eines: Je höher die Kaste des verstorbenen, desto näher am Fluss wird der Leichnam verbrannt Männer mit prächtigen Bärten und bunten Turbans, Frauen und Kinder, Arme, Kranke und Greise die den Tod am heiligen Ort erwarten, fromme Pilger, sie alle waschen sich unter rituellen Riten im eher trüben Flusswasser. Manche tauchen vollständig unter, andere waschen sich mit Seife, manche trinken das Gangeswasser. Kinder putzen sich mit dem gelbbraunen Wasser die Zähne. Eine irreal Szene: Das flackernde Feuer der Scheiterhaufen und ein paar Meter weiter

baden Männer und waschen sich die Haare. Im Wasser schwimmt alles Denkbare und Undenkbare. Charlotte erschrickt: Eine Leiche schwimmt vorbei. Der Guide erklärt: Einige Körper, jene von Heiligen, Kindern oder Schwangeren, werden nicht verbrannt, sondern nur mit einem Stein beschwert. Und manchmal geht die Schnur auf. Der Guide schmunzelt. Doch trotz Fäkalien, Leichen und Tierkadavern, der Ganges stinkt nicht. Den Kampls aber langt´s. Das haben sie nicht erwartet. Kulturschock. Am nächsten Morgen geht es weiter. Nach Jaipur. Nach Wien wäre ihnen lieber. Taj Mahal Nach einem Kurzausflug nach Sarnath dem Zentrum des Buddhismus mit unzähligen Klöstern, geht es mit Inlandsflug nach Jaipur. Es ist ganz schön anstrengend, denkt sich Pepi. Ich hab´ geglaubt das wird ein Urlaub. Er sollte mit einem der schönsten Erlebnisse belohnt werden. Jetzt sind wir in Rajasthan, dem Land der Maharadschas, sagt er zu seiner Charlotte. Zuerst ins Hotel und dann heißt es Jaipur anschauen. Natürlich Hawa Mahal, den Palast der Winde. Der Guide erklärt; Von den vergitterten Fenstern schauten einst die Frauen auf den Markt. Dann folgt die Besichtigung des Stadtpalastes und der Sternwarte

Hawa Mahal, der Palast der Winde, ist ein architektonisch außergewöhnliches Bauwerk in der Altstadt von Jaipur.

Jantar Mantar. Die ist aus dem 18. Jhd. notiert Charlotte. Nachmittags nach Amber. In der Palastfestung erleuchten tausend Spiegel mit dem Schein einer einzigen Lampe den riesigen Spiegelsaal. So, für heute genug gesehen. Zurück ins Hotel. Am Morgen geht es zur letzten Station, im Bus nach Agra. Indiens Landschaften ziehen vorbei. Diese Tour sollte man als junger Globetrotter machen, denkt sich Pepi, dann fallen ihm die Augen zu. In Agra geht es zuerst zum roten Fort und dann zum siebenten Weltwunder: dem Taj Mahal. Bis zum Eingang zu fahren ist verboten, sagt der Guide und verlässt sie mit der Versicherung er werde sie sicher wieder finden. Der örtliche Reiseleiter weist sich aus und auf geht’s durch strenge Sicherheitskontrollen. Beide bekommen eine Flasche Wasser und Stoffschuhe. Das ist im Preis inbegriffen, sagt der Reiseleiter. Er scharte seine Touristengruppe um sich und erklärte, dass der Großmogul Shah Jahan das Taj Mahal zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal, Arjumand Bano Begum erreichten ließ. Über 20.000 Arbeiter schufen es in zwölf Jahren. Da legte der Pepi seinen Arm um die Schulter seiner Charlotte und sagte ihr: „Weißt du Schatzi, ich kann dir zwar kein Taj Mahal bauen, aber ich habe dich mindestens genauso gern.“ Oh Gott, wie kitschig, dachte Charlotte und war doch tief gerührt. Der Reiseleiter erzählt weiter: Die Baumaterialien für das Mausoleum seien aus allen Teilen Indiens und anderen Teilen Asiens mit 1.000 Elefanten herangeschafft worden. Und achtundzwanzig verschiedene Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen seien in den Marmor eingesetzt worden. Eine weit verbreitete andere Legende besage, dass der Großmogul ursprünglich ein gleiches Bauwerk, diesmal aus schwarzem Marmor, auf der anderen Seite des Flusses habe bauen lassen wollen. Doch der Sohn von Shah Jahan, Muhammad Aurangzeb, meinte, dass genug Geld verschwendet worden sei. Er ließ den Alten abmurksen und verwendete das Geld für Besseres. Nämlich für sich. Das ist zugegeben keine ganz korrekte Übersetzung dessen was der Guide auf englisch erzählte, aber Pepi fand, dass könnte ein glaubwürdiger Ausgang der Geschichte sein. Tatsächlich soll Großmogul Shah Jahan den Rest seines Lebens als Gefangener im Red Fort verbracht haben. risControl 08/17 47


REISE

Das Ende der Reise Das Ende der Reise naht. Jetzt mit dem Express-Zug nach New Delhi und dann ab in die Kabane im Gänsehäufl. Darauf freut sich der Pepi schon. Fürsorglich bringt der Guide die Kampls zum Bahnhof Tundla, etwas außerhalb von Agra. Natürlich könnt ihr im Zug schlafen. Wir haben Schlafwagen reserviert. Das Service ist wahrhaft toll. Er bereitet Pepi auf die Ankunft in Delhi vor: „Bleib ruhig, auch wenn der Fahrer nicht da sein sollte. Er kommt bestimmt. Vielleicht wartet er am Bahnsteig oder draußen.“ Der Guide organisiert Gepäck-

sträger und informiert: Die wissen immer auf welchem Gleis der Zug abfährt.“ Und weiter: „Das Abfahrtsgleis ändert sich öfter aber die Gepäckträger erfahren das immer als erste. Fragt mich nicht wieso“. Die Träger nehmen mit Schwung die Koffer und laden sie sich auf den Kopf. Treppab, Treppauf endlich steht man am Bahnsteig an dem der Zug eintreffen soll. Es wimmelt von Menschen. Der Zug sollte laut Fahrplan um 21.04 abfahren. Doch die Wissenden haben sich offensichtlich auf eine längere Wartezeit eingestellt. Einige liegen auf ihren Taschen und Koffern. Viele liegen am Boden und schlafen. Die

Träger sind in der Nähe und erklären, dass der Zug vorrausichtlich eine Stunde Verspätung hat. „Das Gleis bleibt aber das Gleiche, ihr könnt hier stehen bleiben“ sagt er. Woher wissen die das? Es muss aber stimmen, denn alle anderen Bahnsteige sind leer. Der eine Kofferträger kommt mit guter Nachricht: „Bald kommt der Zug, nur noch eine weitere halbe Stunde“. Pepi will den Guide nach Hause schicken, doch der sagt: „Nein, ich lasse euch nicht alleine hier stehen. Außerdem will er sicher gehen, dass die Kampls das richtige Abteil erhalten.“ Endlich kommt der Zug. Die ersten Waggons sind total überfüllt. Menschen hängen an den offenen Türen. Die wartenden Passagiere laufen mit dem noch fahrenden Zug mit, um sich als erstes in die Tür drängeln zu können. Und wo müssen wir hin, fragt sich Pepi? Er hält sich an die Kofferträger. Die wissen alles. Der Zug hält nur fünf Minuten. Wer dann nicht im Zug ist hat Pech gehabt. Alle rennen durcheinander. Doch die Kofferträger kennen den richtigen Waggon. Sie laufen dem endlos langen Zug entlang und die Kampls hinterher. In Indien gibt es keine kurzen Züge. Die Kampls schaffen es samt Gepäck in den richtigen Waggon. Der Guide kontrolliert und sagt: „Ihr habt erste Klasse. Noch einen Waggon weiter.“ Pepi gibt den Kofferträgern ein ordentliches Bakschisch. Ein Pfiff der Lok, und dann geht es auf die letzten Kilometer. Charlotte notiert: Ruhiges Abteil. Reine Wäsche, Kopfpolster frischgewaschen und gebügelt. Alles sauber. Irgendwann schlafen die Kampls ein. Sie brauchen den Schlaf, den am nächsten Tag geht es Non-Stopp von New-Delhi nach Wien. Bye, bye India. Epilog Oft wird Indien für Reisende rückblickend ein Traumland. Auch für die Kampls. Mit Freuden erinnern sie sich an die Gastfreundschaft, an die unendliche Freundlichkeit der Menschen und an das faszinierende Land. Pepi lässt die Reise Revue passieren. Er erkennt: Nein, es gibt nicht nur ein Indien, es gibt viele. Sie räkelten sich wieder in den Liegestühlen vor ihrer Kabane. Das Wellenbar scheint ihnen doch ziemlich leer. Als man Pepi fragt: Na, wie war es in Indien? Antwortete er: „Indisch.“ Sein Karma versagt es ihm Einzelheiten zu erzählen.

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Das Team von risControl freut sich auf Sie.


MARKT

D.A.S. Österreich

Rechtsfallen für Youtuber

Die einfache Möglichkeit, Inhalte aus dem Internet zu vervielfältigen, verleitet häufig Anwender dazu, Videos oder Musik von anderen Webseiten zu kopieren und auf den eigenen Seiten einzufügen. „Jedoch birgt dieses Copy & Paste Verhalten eine Gefahr mit dem Urheberrecht in Konflikt zu geraten“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutz AG. So sind etwa Musikstücke im urheberrechtlichen Sinn eigentümliche, individuelle Schöpfungen, die rechtlich geschützt sind. Das Urheberrechtsgesetz regelt die Entstehung, den Schutz und die Verwertung des geschützten Werkes. Jede kommerzielle Nutzung ist rechtlich nur mit Zustimmung des Urhebers erlaubt. „Der Schutz erlischt erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers“, erklärt Kaufmann. Um auf

der sicheren Seite zu sein, empfiehlt Jurist Kaufmann neben eigenen Werken nur jene zu verwenden, bei denen eine kostenlose Nutzung geregelt ist. „Etwa räumen Autoren kostenfrei Nutzungsrechte an ihren Werken durch sogenannte Creative Commons Lizenzen ein. Es ist nicht erlaubt, andere Personen zu filmen und diese Videos anschließend einfach zu veröffentlichen”, erklärt Kaufmann. “Das sogenannte Recht am eigenen Bild wird auch im Urheberrechtsgesetz geregelt.“ Verboten ist die Veröffentlichung von Personenaufnahmen, wenn berechtigte Interessen des Abgebildeten verletzt werden. Dies ist meistens dann der Fall, wenn ein Video entwürdigend, herabsetzend, ent- oder bloßstellend wirkt oder wenn dadurch das Privatleben der Öffentlichkeit

preisgegeben wird. „Wir orten einen Trend bei sogenannten Prank-Videos, wo Personen mit versteckter Kamera in nicht immer lustigen Momenten gefilmt und teilweise auch bloßgestellt werden. Alleine auf Youtube findet man aktuell über 30 Millionen solcher Videos“, erklärt Kaufmann.

lionen Euro aus. Die Pensionskasse verfügt über insgesamt 3.282 Kunden (davon 959 Leistungsberechtigte). Die VBV-Gruppe verweist auf ein verwaltetes Vermögen von 9,4 Mrd. Euro. Mit ihren Tochtergesellschaften, der VBV-Pensionskasse AG und der VBV – Vorsorgekasse AG, betreut die VBVGruppe rund 3,2 Millionen Österreicher. Mit

dem Erwerb durch die VBV – Betriebliche Altersvorsorge AG wird die seit 1995 bestehende EVN Pensionskasse AG mit der VBV-Pensionskasse AG verschmolzen. Mit der Eintragung im Firmenbuch geht das Vermögen der EVN-Pensionskasse AG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die VBV-Pensionskasse AG über.

Ingo Kaufmann

VBV Gruppe

Übertrag

Die EVN AG hat Ihre betriebliche Pensionskasse an die VBV übertragen. Die Übernahme wurde bereits durch die FMA offiziell genehmigt. Konkret erwirbt die VBV – Betriebliche Altersvorsorge AG die Pensionskasse der EVN AG. Die EVN Pensionskasse AG mit Sitz in Maria Enzersdorf wies zuletzt (31.12.2016) ein verwaltetes Vermögen von rund 170 Mil50 risControl 08/17


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MARKT

Fachverband Finanzdienstleister

Crowdinvesting

Paul Pöltner

Im ersten Halbjahr wurden bereits 56 Projekte mit einem Volumen von knapp 19,2 Mio. Euro finanziert, das bedeutet eine Steigerung um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Seit Bestehen der österreichischen Plattformen 2013 konnten insgesamt 53.689.540 Euro für 199 Projekte eingesammelt werden. 21 Projekte haben die Fundingschwelle nicht erreicht. Einen deutlichen Aufschwung brachte im Herbst 2015 das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG): Seit dessen In-Kraft-Treten sammelten die Plattformen 88 Prozent des bisher in Österreich durch Crowdinvesting

akquirierten Geldes ein“, analysiert Paul Pöltner, Vorsitzender des Fachausschusses Crowdinvesting Plattformen des Fachverbandes der Finanzdienstleister die Zahlen. Auch die Anzahl der Plattformen hat sich vervielfacht: Waren 2013 drei Plattformen am österreichischen Markt, so sind mittlerweile in der Statistik alle vierzehn CrowdinvestingPlattformen erfasst, die sich zur Einhaltung der Standes- und Ausübungsregeln für österreichische Crowdinvesting-Plattformen verpflichtet haben und daher das Gütesiegel des Fachverbands führen dürfen.

Österreichischer Versicherungsmaklerring

Stresstest

Der ÖVM hat für seine Mitglieder einen „Stresstest“ entwickelt, der Maklerunternehmen ein gutes Gespür für ihren aktuellen unternehmerischen Zustand vermitteln und sie für überraschende Eventualitäten gut aufstellen soll. Sowohl für die neuen Anforderungen durch die EU Richtlinie IDD, als auch für

den Ausfall des besten Vertriebsmitarbeiters oder dem Wegfall eines zahlungskräftigen Großkunden. ÖVM Vizepräsident Alexander Meixner: „Wir simulieren Situationen, die einen Maklerbetrieb unter Druck bringen und das Potenzial haben, sein Geschäft nachhaltig zu schädigen. Damit wollen wir das Bewusst-

sein schärfen, Lösungswege vorzeichnen und unsere Makler vor bösen Überraschungen schützen“. Unterstützung beim Stresstest wird von Sewico Geschäftsführer und Unternehmensberater Wolfgang Willim geleistet. Im Rahmen eines 2-Tagesseminars im Oktober wird der Stresstest den Mitgliedern vorgestellt.

Dollar. Insgesamt wurden bis Ende Juni 350 schadenrelevante Naturkatastrophen in der NatCatSERVICE-Datenbank der Munich Re

erfasst, 40 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, im 10-Jahresvergleich sind es zehn Schäden mehr.

Munich Re

Halbjahresbericht

Im ersten Halbjahr verursachten Naturkatastrophen Schäden im Ausmaß von 41 Mrd. US Dollar, mehr als die Hälfte war nicht versichert. Die höchsten Schäden verursachten Überschwemmungen in Peru mit einer Gesamtschadensumme von 3,1 Mrd. US Dollar. Das teuerste Ereignis für die Versicherungen war ein Gewittersturm in den USA Anfang Mai. Aufgrund der hohen Versicherungsdichte in den USA kostete diese Naturkatastrophe den Versicherungen 1,8 Mrd. US Dollar. Der Gesamtschaden lag bei 2,2 Mrd. US Dollar. In Europa halten sich die Schäden unter dem Durchschnitt und liegen bei einer Gesamtschadensumme von 5 Mrd. US Dollar, versichert waren davon Schäden von 1,9 Mrd. US 52 risControl 08/17


MARKT

Höher Insurance Service GmbH

Spezial Berufshaftpflichtversicherung

Höher Insurance bietet ab sofort eine Berufshaftpflichtversicherung speziell für Gerichtssachverständige, Versicherungsagenten und -Makler mit interessanten Deckungsvarianten an. Der Geschäftsführer René Hompasz dazu: „Unsere neuen Deckungskonzepte bieten einen, über die gesetzlichen Erfordernisse hinausgehenden Versicherungsschutz zu attraktiven Konditionen.“ Gerichtssachverständige haben nun neben den bisher sehr eingeschränkten Möglichkeiten zur verpflichtenden Berufshaftpflichtversicherung eine weitere Versicherungsmöglichkeit. Der Deckungsumfang entspricht den Vorgaben des § 2a SDG (Sachverständigen- und Dolmetschergesetz) und dies zu attraktiven Prämien. Wichtig ist, dass die Mitversicherung der Sachverständigentätigkeit im Rahmen einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung zu Deckungs(summen)problemen führen kann – daher ist ein eigener Vertrag für diese

Tätigkeit die beste Lösung. Bei der Berufshaftpflichtversicherung für Versicherungsmakler und Versicherungsagenten kann auch das Rechts- und Datenschutzpaket eingeschlossen werden. Der Versicherer gewährt hier bedingungsgemäßen Versicherungsschutz, wenn (österreichische/europäische) Aufsichtsbehörden und berufliche Standesvertretungen oder Schutzverbände gegen den Versicherungsnehmer aktiv werden. Im Bereich der Versicherungsagenten wurde bei der Deckung die für diese Berufsgruppe wichtige Deckungserweiterung (Agentenklausel) aufgenommen. Hätte ein Agent wie ein Makler zu haften, würde aufgrund der fehlenden Gewerbeberechtigung ein Deckungsausschluss zum Tragen kommen. Diese Lücke haben wir nun geschlossen und der Versicherungsagent hat somit einen umfassenden bedingungsgemäßen Versicherungsschutz.

Beitragsstabilität. Dafür steht die Dialog.

LIEMMEC BCA & netinsurer (HKR GmbH)

Versicherungsassistent

Das gemeinsame Projekt der LIEMMEC BCA und netinsurer (HKR GmbH) - der Versicherungsassistent - bietet eine moderne Alternative zu aufwendigen Dokumentationsaufgaben. Die beiden Softwareunternehmen sind spezialisiert auf Dienstleistungen für die Versicherungsbranche und haben nun gemeinsam ein Service für Versicherungsvermittler entwickelt, das Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen und nicht ersetzen soll. Die intelligente Beratungssoftware für Versicherungsvermittler dokumentiert automatisch Beratungsgespräche mit dem Kunden und spart so wertvolle und oft mühsame Arbeitsstunden im Innen- und Außendienst. Roland Bedernik, Head of Product bei netinsurer: „Die Verbesserung von Geschäftsprozessen im Versicherungsgeschäft steht schon immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Insbesondere zeitraubende Prozesse, wie die Beratungsdokumentation wollen wir erheblich optimieren, damit unsere Kunden noch erfolgreicher arbeiten können.“ Der Ver-

sicherungsassistent unterstützt bei Beratungen im Privat- und Gewerbebereich, lässt sich einfach intuitiv bedienen und kann sofort ohne Installation oder nervige Updates eingesetzt werden. Das persönliche Kundengespräch mit dem Vermittler erfolgt dabei wie gewohnt. Der Versicherungsassistent unterstützt mit Struktur und Dokumentation. Das Programm speichert alle Antworten automatisch und erstellt im Anschluss auf Knopfdruck das Beratungsprotokoll und ein Deckungskonzept. Der Vermittler und der Kunde können die gegebenen Antworten jederzeit gemeinsam überprüfen und korrigieren. Mag. Thomas Hajek, CEO von netinsurer: „Wir verstehen unter digitaler Transformation viel mehr als nur mit einer netten App oder einer hippen Kundenansprache bei digital natives zu punkten. Vielmehr wollen wir den bestehenden Playern Werkzeuge zur Verfügung stellen, um, dem sich ändernden Kundenverhalten gerecht zu werden und andererseits effizient, professionell und rechtssicher arbeiten zu können.“

Beitragsstabilität. Finanzstärke. Leistung. Darauf können Sie sich verlassen. Als Vertriebspartner der Dialog können Sie sich auf kundenfreundliche und stabile Tarife mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis verlassen: Seit Einführung der RLV und SBU wurden die Netto-Prämien für Bestandsverträge noch nie erhöht.

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VERANSTALTUNG

Merkur Versicherung

Auszeichnung

Der handgeschriebene Geschäftsbericht der Merkur Versicherung aus dem Jahr 2014 hat einen weiteren Preis, den German Brand Award 2017 erhalten. In Berlin ging die Merkur als Gewinner der Kategorie „Brand Campaign Classis & Print (international)“ hervor. Der German Brand Award wird vom „Rat für Formgebung" verliehen und prämiert innovative Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation. "Den Geschäftsbericht von allen Mitarbeitern von Hand schreiben zu lassen, macht das Medium absolut einzigartig, sorgt für ein hohes Maß an Identifikation und setzt als positives Zeichen nach außen ein sympathisches Signal wider die Anonymität und Austauschbarkeit", so die Begründung der Jury. Die aufwendige Gemeinschaftsarbeit "Eine neue Handschrift" wurde Anfang 2015 von 98 Merkur-Mitarbeitern verfasst

– vom Vorstand bis zum Portier. Auf knapp 170 Seiten sind ein ganzes Jahr Leben und Arbeiten in und für die Merkur in Tabellen, Zahlen und Buchstaben vereint. 365 Tage

gemeinsamer Anstrengungen, 52 Wochen Erfolge und Entwicklungen in einem Team von Menschen, die sich alle für das Wunder Mensch einsetzen.

Denn bei allem Geschäftserfolg dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Wir sind stolz und freuen uns, dass wir einen Betrag in Höhe von € 10.000 spenden können. Ein besonderer Dank gilt unseren Freunden und Geschäftspartnern, die dies mit ihrer Teilnahme am Turnier erst möglich gemacht haben“,

so Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich. In diesem Jahr dürfen sich zwei Vereine über eine Spende freuen: Der Verein „Hilfe Leben“, der Patienten mit Krebsdiagnose im Alltag unterstützt und der Verein „Active“, der Freizeitbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigung ermöglicht.

NÜRNBERGER Versicherung

Charity Golf

Das traditionelle NÜRNBERGER CharityGolfturnier fand Anfang Juli im Golfclub „Am Mondsee“ statt. Der aus den CharityBeiträgen stammende Erlös wurde von der NÜRNBERGER auf € 10.000 aufgerundet und wird demnächst zwei karitativen Vereinen gespendet. „Soziales Engagement ist für die NÜRNBERGER eine Herzensangelegenheit.

Michael Kretz, MSc, Geschäftsführer Bezirksblätter Salzburg GmbH; Günther Kerle, Interessensvertretung der österreichischen Automobilimporteure; Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich; Markus Ploner, Geschäftsführer Spängler IQAM Invest GmbH. 54 risControl 08/17


VERANSTALTUNG

Tiroler Versicherungsmakler

Kooperation verlängert

Mit den Teilnahmegebühren aus dem achten Expertentag der Tiroler Versicherungsmakler wurde erneut die Hauspatenschaft für das Haus Emil Lang im SOS-Kinderdorf in Imst übernommen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Unterstützung von Kindern aus der Region. Fachgruppenobmann Mag. Thomas Tiefenbrunner zeigte sich über die Fortsetzung der Kooperation sichtlich erfreut: „Es ist uns ein wesentliches Anliegen, dem SOS-Kinderdorf Imst finanziellen Rückhalt zu geben. So wird Kindern und Jugendlichen aus einem sozial schwächeren Umfeld eine Perspektive geboten.“ Auch Manuela Mader vom SOS Kinderdorf betont die Wichtigkeit derartiger Beiträge: „Die Zusammenarbeit mit den Tiroler Versicherungsmaklern zeigt nachhaltig Wirkung. Die Hauspatenschaft ermöglicht es dem SOS-Kinderdorf, Kindern hochwertige Schulmaterialien, Kleidung und andere grund-

legende Dinge zur Verfügung zu stellen.“ Zurzeit werden vier Familien im Zuge des Eltern-Kind-Wohnens unterstützt. In rund sieben Kinderwohngruppen leben aktuell über

40 Kinder, die in regelmäßigen Abständen Kontakt zu ihren Eltern haben und neben familienähnlicher Betreuung von Sozialpädagoginnen und -pädagogen begleitet werden.

Kurt Lorbek, Christopher Knapp, Michael Thaler, Thomas Tiefenbrunner, Manuela Mader, Winfried Vescoli, Florian Singer und Claus Zelger

UNIQA Österreich

Partnerschaft

Die UNQIA Österreich verlängert die Partnerschaft mit den Salzburger Festspielen und fördert bis 2020 das Jugendprogramm. Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich: „Kultur und Kunst fördert die Kreativität. Das ist gerade in einer Welt, in der Leistung an erster Stelle steht, sehr wichtig. Ich war selbst bei einigen Kinder-Opern dabei. Das sind großartige Aufführungen, die nicht nur die Herzen der Kleinsten höher springen lassen.“ Heuer wird beim Jugendprogramm der Salzburger Festspiele die Oper „Der Schauspieldirektor“ aufgeführt. Das Stück handelt vom Leben des Schauspieldirektors Frank, das alles andere als einfach ist: Um sein neues Stück auf die Bühne zu bringen, benötigt er dringend finanzielle Unterstützung. Bankier Eiler sagt ihm diese zu, jedoch nur unter der Bedingung, dass der Schauspieldirektor auch Eilers Freundin engagiert. Nachdem Frank endlich alle Rollen besetzt hat, streiten die Darsteller wieder ums liebe Geld. Erst als er droht, die

Premiere und damit die gesamte Produktion abzublasen, besinnen sich die Mitwirkenden

auf das Wesentliche: den Zauber des Theaters zu entfachen!

Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele, Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich, Helga Rabl-Stadler, Festspiel-Präsidentin und Peter Humer, Landesdirektor UNIQA Salzburg mit jungen Premierenbesuchern risControl 08/17 55


HDI Leben macht das Leben lebenswert Die diesjährige Roadshow der HDI Lebensversicherung AG steht ganz im Zeichen des neuen UnternehmensLeitspruchs „HDI Leben macht das Leben lebenswert“.

LEBENSWERT ist dabei für die Österreich-Niederlassung der HDI Lebensversicherung AG kein Werbeslogan, sondern ein ehrliches Anliegen und nachhaltiges Programm. „Wir wollen durch unser tägliches Handeln einen Beitrag zur Erhöhung des individuellen Lebenswerts unserer Kunden und Geschäftspartner leisten. Als moderner Versicherungsanbieter übernehmen wir die authentische Botschafterfunktion für dieses Thema. Erstmals wenden wir uns damit auch direkt an unsere Kunden und sind Österreichweit mit Outdoor-Werbung präsent“ sagt Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich. „Damit der Arbeitsalltag für uns alle LEBENSWERT ist und es auch bleibt pflegt HDI Leben eine auf gegenseitiger Wertschätzung und gegenseitigem Respekt basierende Unternehmenskultur“, erklärt Miskarik. Im Rahmen der LEBENSWERT-Roadshow wird Michael Miskarik seinen Geschäftspartnern das neue LEBENSWERT-Programm sowie die für Herbst geplante LEBENSWERT-Outdoor-Kampagne persönlich präsentieren.

Christian Wagner, Leiter Produktmanagement bei HDI Leben in Österreich 56 risControl 08/17

Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich TwoTrust Aktiv – neu im Portfolio Ein weiterer Themen-Schwerpunkt liegt auf dem neuen TwoTrust Aktiv, der die Produktpalette der HDI Lebensversicherung AG ab Anfang September ergänzen wird. Als lebensbegleitende fondsgebundene Rentenversicherung ist der TwoTrust Aktiv eine intelligente Lösung für all jene, deren Lebensmodell in kein vorgefertigtes Schema passt. Aufgrund seiner hohen Flexibilität passt sich der TwoTrust Aktiv zu jeder Zeit den sich ändernden Bedürfnissen der Kunden an. Der dritte Schwerpunkt der LEBENSWERTRoadshow liegt auf den internationalen Kapitalmärkten. Experten renommierter Investmenthäuser analysieren die zukünftige Entwicklung der Weltbörsen, präsentieren die derzeit attraktivsten Anlagemöglichkeiten für Kundinnen und Kunden und stehen als kompetente Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Die LEBENSWERT-Roadshow macht zwischen 11. September 2017 und 27. September 2017 Österreich-weit Station.

Im Anschluss an die Präsentationen lädt die HDI Lebensversicherung AG alle Teilnehmer zu einem Get-Together mit Fingerfood ein. Teilnahme nur mit Anmeldung Die genauen Termine, das Programm, die Veranstaltungsorte sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der Website der HDI Lebensversicherung AG unter www.hdi-leben.at. Eine Teilnahme ist nur bei rechtzeitiger Anmeldung möglich. Bitte beachten Sie auch, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Termine 11.9.2017 Wien 12.9.2017 Graz 15.9.2017 Wr. Neustadt 21.9.2017 Dornbirn 22.9.2017 Hall in Tirol 25.9.2017 Salzburg 26.9.2017 Linz 27.9.2017 Klagenfurt Mehr Informationen auf www.hdi-leben.at.


Zweiter Standort in Klagenfurt Die EFM Versicherungsmakler, mit über 50 Standorten die Nr. 1 in Österreich, freuen sich über einen namhaften Neuzugang in Klagenfurt. Robert Piskernig, bisher als Versicherungsagent tätig, wird zukünftig seine Kunden am Standort EFM Klagenfurt-Mitte betreuen. Anlässlich des Anschlusses an die EFM, baten wir Robert Piskernig zum Gespräch.

Herr Piskernig, warum haben Sie sich den EFM Versicherungsmaklern angeschlossen? Robert Piskernig: Als Versicherungsmakler zu arbeiten, eröffnet mir und damit meinen Kunden, viele neue Möglichkeiten. Nun kann ich unabhängig beraten und meinen Kunden das beste Angebot am gesamten Versicherungsmarkt anbieten! Mein hoher Qualitätsanspruch meine Kunden in Versicherungsangelegenheiten bestmöglich zu beraten, hat mich zu diesem Schritt bewogen. Welche Vorteile bringt Ihnen der Anschluss an Österreichs führenden Versicherungsmakler? Piskernig: Die Zusammenarbeit mit der EFM öffnet mir den Zugang zu einem Netzwerk, dem bereits mehr als 70.000 Kunden in Österreich vertrauen und macht es mir möglich, künftig noch stärker auf die Bedürfnisse meiner Kunden einzugehen. Mit der EFM bekomme ich einen erfahrenen und vielseitigen Partner, der wie ich höchsten Wert auf bestmögliche Kundenberatung legt. Außerdem ist der allgemeine Markenauftritt der EFM in ganz Österreich sehr stark, man wird nun von Kunden und den Versicherungen anders wahrgenommen. Ich bekomme viel Unterstützung aus der Systemzentrale und muss mich jetzt nicht mehr um Themen wie Website und Werbung kümmern und wenn meine IT nicht so funktioniert wie sie sollte, sind auch Experten in der Systemzentrale da, die mir weiterhelfen. Ebenfalls nimmt mir die EFM auch sehr viele administrative Tätigkeiten ab. Das bedeutet eine große Erleichterung in meinem Arbeitsalltag. Wie reagieren Ihre Kunden auf die vielen Veränderungen?

Piskernig: Meine Kunden reagieren durchwegs positiv auf diese Umstellung. Bisher gab es für meine Kunden keinen Grund zum Klagen. Warum auch? Sie haben dadurch ja sehr viele Vorteile. Die Produkte werden von der gesamten EFM für alle Makler ausverhandelt. Also bekommen wir durch diesen großen Auftritt bei den Versicherungen bessere Produkte und günstigere Prämien. Davon profitieren meine Kunden jetzt natürlich. Durch die Zeitersparnis im Allgemeinen kann ich mir für meine Kunden nun auch wieder viel mehr Zeit nehmen. Das klingt so, als wäre für Sie alles gut gelaufen. Wie war der Einstieg selbst? Piskernig: Natürlich kam viel Neues auf mich zu. Neue Computersysteme, andere Produkte und viele weitere Kleinigkeiten. Ich habe mir diese Umstellungen aber wesentlich

schwieriger vorgestellt. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase geht alles schon sehr gut „von der Hand“ und Unterstützung bekomme ich innerhalb der EFM auch mehr als genug. Welchen Tipp können Sie Ihren Maklerkollegen geben, die nicht bei der EFM sind? Piskernig: Ich würde ihnen raten, offen für neue Sicht- und Denkweisen zu sein. Selbst als erfolgreicher Versicherungsmakler, gibt es immer zahlreiche Dinge, die noch besser und effektiver gemacht werden können. Manchmal ist es notwendig über den eigenen Schatten zu springen, um seine eigene Arbeits- und Lebensqualität zu verbessern. Das kann ich jedem nur ans Herz legen! Danke für das nette Gespräch und weiterhin viel Erfolg. risControl 08/17 57


SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

Interview mit Besim Akinci, Hauptgeschäftsführer Europ Assistance Gesellschaft m.b.H.

Betriebliche Altersvorsorge - Zu wichtig um in Vergessenheit zu geraten

Interview mit Wenzel Staub, MBA, Vorsitzender des Vorstands muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteur; Isabella Schachinger, Geschäftsführer; Christian Proyer; Christoph Schönfellner, Layout. Titelfoto: Adobe Stock. Weitere Fotos: Katharina Schiffl, Christian Husar, Zuercher Kantonalbank Oesterreich AG, LAT Photographic, Martin Birkner, Alexandra Eizinger, Hubert Auer, www.malzkornfoto.de, Christoph Schönfellner, Ingo Folie, Lukas Lorenz, Franz Helmreich, Karl Michalski, ideenwerk werbeagentur gmbh, Klaus Mitterhauser, DieFotografen, Claudia El-Morsi, Christian Proyer, Foto Wilke, Joel Kernasenko, www.neumayr.cc, Foto Fayer, HDI Versicherungen/John M. John, Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte

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