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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation NR. 08 • 2016 • HEFT 445 • 37. JAHRGANG • EURO 10

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UMFASSENDES PARTNERSERVICE Interview mit Mag. Klaus Kretz Leiter Makler- und Agenturvertrieb ERGO Austria International AG

40 JAHRE - GUTE GESCHÄFTE ALLES RECHT! Interview mit Dr. Matthias Effinger CEO ARAG SE Direktion Österreich

GROSSE DIENSTLEISTUNGSPALETTE Interview mit Besim Akinci CEO Europ Assistance Österreich

EIN UNABDINGBARES ARBEITSTOOL Interview mit Arno Slepice Geschäftsführer VARIAS OG

Unternehmen in Österreich

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33


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EDITORIAL

Zahn- und / oder hirnlos? Liebe Leserin, Lieber Leser! Die Ausbildungspflicht bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist per 1. August 2016 in Kraft getreten. Es soll sichergestellt werden, dass Jugendliche bis zum angegebenen Alter entweder eine Schule besuchen, eine Lehre oder eine anderwertige Ausbildung absolvieren. Auch ein Praktikum oder eine AMS-Schulung ist in dieser Pflicht inkludiert. Sollte es seitens des Jugendlichen keine Bemühungen in Richtung einer ordentlichen, wie obenangeführten, Ausbildung geben, können die Eltern zur Kasse gebeten werden. Die Strafsätze liegen zwischen 100 Euro und im Wiederholungsfall bis 1.000 Euro, das aber nur als allerletztes Mittel. Nun liegt es bei den Eltern, die Pflicht ihrer lieben Kinder zu begleiten. Matura, Fachhochschule oder, wenn es denn sein muss, eine Lehre. Eine Frage am Rande, liebe Parlamentsabgeordnete die ihr dieses Gesetz beschlossen habt. Liefert ihr auch eine Liste von freien Ausbildungsplätzen mit? Ferner drängen sich mir noch ein paar Fragen auf: Ist mit dieser Pflicht ein Jugendlicher, der sich als Individualist bezeichnet, sich dem sinnlosen Nichtstun hingeben möchte, und mit keinem noch so gut gemeinten Rat zu einer Ausbildung zu bewegen ist, bekehrbar? Nicht nur Eltern werden in die Pflicht genommen, sondern auch Lehrer und Lehrerinnen, wenn auch „nur“ in moralischer Hinsicht, oder? Wäre es sinnvoller das System Schule attraktiver zu gestalten und hiermit einigen „verlorenen“ Seelen wieder Spaß am Lernen zu vermitteln? Es gibt bereits Lehrer und Innen, die das Können besitzen. Aber nicht nur an sauteuren und wunderschönen Privatlehranstalten, ein Wort das eigentlich verboten gehört, sondern auch an öffentlich- rechtlichen Schulen. Aus eigener Erfahrung könnte ich Ihnen da einiges erzählen, Sie würden sich wundern oder auch nicht, wenn Sie selbst schulpflichtige Kinder daheim hatten

und haben. Auch wenn der „Pflichtauszubildende“ einen Lieblingsberuf erlernen möchte, eine Lehrstelle zu finden ist gleichzusetzen mit einem Sitzplatz in einer klimatisierten U-Bahn in Wien, einem Parkplatz auf der Donauinsel im Hochsommer oder einer klaren Sommernacht in der Wachau ohne Mücken. Weitere Beispiele nach eigenem Wunsch bitte einsetzen. Nun wird die Suche noch erschwert, denn bis vor kurzem war es nur der Drang des Jugendlichen eine bestimmte Ausbildung zu machen, nun ist es Pflicht. Hoffentlich kommt damit nicht jedwede Berufswunschwahl zu kurz. Und der kleine Kreis der Jugendlichen welche die Ausbildungen abbrechen und sich dem System entziehen wird es sicher auch nicht wirklich beeindrucken. Oder? Ihre Doris Schachinger

Urkunde risControl, Oberthern A16-05487 Magazin "risControl" 8/August 2016 - 4 52s. - PUR Diese Urkunde bestätigt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch zusätzliche Klimaschutzprojekte. CO2-Äquivalente

1.984 kg Unterstütztes Klimaschutzprojekt

Wasserkraft Renun Indonesien ClimatePartner-ID

11293-1608-1002 Ausgestellt am

08.08.2016

Über folgende URL erhalten Sie weitere Informationen über die Kompensation und das unterstützte Klimaschutzprojekt:

risControl 08/16 03

www.climate-id.com/11293-1608-1002


INHALT

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EDITORIAL

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03 Zahn- und/oder hirnlos?

KARRIERE 06 Neuer Vorstand | OeKB 06 Neuer Partner | DIE Maklergruppe 07 Rechnungswesen und Risikocontrolling | D.A.S. 10 Zuwachs | g&o Versicherungsund Finanzgruppe 10 Verstärkung | VIG 11 Geschäftsleitung | GrECo

NEWS 06 Überraschendes Urteil | HDI Gerling Industrie Versicherung AG/Welt 06 Fondspolizzen | EIOPA 06 Auszeichung | VIG Group 08 Expansion | VERAG 09 Lust auf mobiles Shopping 10 Einkauf | ERGO Austria International 11 Griechenland | ERGO/Welt 04 risControl 08/16

INTERVIEW 12 40 Jahre - gute Geschäfte alles Recht! | ARAG SE Direktion Österreich 30 Umfassendes Partnerservice | ERGO Austria International AG 32 Ein unabdingbares Arbeitstool | VARIAS OG 50 Große Dienstleistungspalette | Europ Assistance Österreich

TITELGESCHICHTE 16 Unternehmen in Österreich

KOMMENTAR 24 Abfertigung ALT | Arno Slepice 26 Warum und wie betrieblich Vorsorgen? | Mag. Christian Schuster 27 Über die neue EU-Richtlinie | Dr. Christian Gassauer-Fleissner

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VERSICHERUNG 25 Gesetzliche Vorschriften 46 Jubiläum | D.A.S. Rechtsschutz AG 46 Gute Positionierung | Österreichische Länderversicherer 47 Neues BU Rating | Morgen & Morgen 48 Neuer Partner | TOGETHER/ Die Niederösterreichische Versicherung 48 Lebensgefährliches Leben | Allianz Gruppe 48 Versicherungswirtschaft | FMA

MARKT 34 "Brexit" als Chance für die EU | Allianz 35 Bausparkassen News


INHALT

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Inhalt

August 2016 FINANZEN 45 Tipps zum Einstieg in die Anlageklasse ETP 45 "Warum der Brexit - zumindest für Großbritannien - kein besonderes Problem sein sollte" | Fachverband der Finanzdienstleister

REISE 36 Mystisches Waldviertel

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VERANSTALTUNG 28 Managment & BU Workshop | Continentale Assekuranz Service GmbH 40 Ergebnis | ÖGVS 40 Youngster Camps | Merkur Die Vorsicherung 41 Einfach - sicher - digital: Mehr Zeit für die Kunden durch effiziente IT 42 Hoher Besuch | Hagelversicherung 42 Wenn Kunst Spaß macht | UNIQA Österreich 43 Die kreativen Liebesg'schichten und Versicherungssachen | Wiener Versicherungsmakler 44 Globale Partnerschaft | Allianz SE 44 Charity Projekt | Helvetia Versicherung 44 Klassische Musik-Matinée zu Gunsten neunerhaus

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SCHLUSSPUNKT 54 Vorschau 54 Impressum

Ausgabe-Nr.: 08 risControl 08/2016 Heft-Nr.: 445 37. Jahrgang

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KARRIERE / NEWS HDI Gerling Industrie Versicherung AG/Welt

Überraschendes Urteil Das Oberste Gericht des Vereinigten Königreiches sprach gegen die HDI Gerling Industrie Versicherung AG ein überraschendes Urteil. Ein Versicherer muss einen Schaden begleichen, auch wenn er nachweislich vom Versicherungsnehmer belogen wurde.

Der Schaden – der Verlust eines Schiffes – war sowieso gedeckt, die Lüge war in der Tat irrelevant. Das Erstgericht bezeichnete es als betrügerischen Vorsatz und gab dem Versicherer Recht nicht in Deckung gehen zu müssen, das Oberste Gericht sieht den

Sachverhalt anders. Die Versicherung muss die Summe von 3,2 Mio. Euro auszahlen, da der Entstandene Schaden gemäß den Versicherungsbedingungen gedeckt war gleichgültig wie der Eintritt des Schadens dargestellt wurde.

OeKB

EIOPA

Neuer Vorstand

Fondspolizzen

Mit 1. August übernimmt Mag. Helmut Bernkopf den Vorstand der Oesterreichischen Kontrollbank AG. Der erfahrene Kommerzbanker folgt Rudolf Scholten, der 1997 zum Vorstand bestellt wurde. Bernkopf wird das auf Services für die Exportwirtschaft und den Kapitalmarkt spezialisierte Institut gemeinsam mit Angelika Sommer-Hemetsberger leiten. Zuletzt verantwortete Bernkopf als Vorstandsmitglied der UniCredit Bank Austria AG bis Ende März 2016 das Privat- und Firmenkundengeschäft. In dieser Rolle und als Aufsichtsratsmitglied der Oesterreichischen Kontrollbank AG war er mit den Anforderungen der Exportwirtschaft und der Geschäftstätigkeit der OeKB bereits lange vertraut.

EIOPA möchte von den Versicherungsunternehmen wissen, wie die Geschäftsgebarungen im Bereich Fondspolizzen funktionieren. Welche Provisionen weitergereicht, wieweit sie die Auswahlprozesse im Bereich Fondspolizzen beeinflussen und ob es Auswirkungen auf Konsumenten dadurch gibt. Gabriel Bernardino Vorsitzender der Europäischen Aufsichtsbehörde begründet die Maßnahme damit, dass Kundeninteressen geschützt werden müssen und das die EIOPA ein besseres Verständnis über die ablaufenden Prozesse bekommt, wie Versicherer Investments auswählen. Die Befragung der Konzerne soll bis Ende September laufen, die Ergebnisse werden Anfang nächsten Jahres erwartet.

Mag. Helmut Bernkopf

VIG Group

DIE Maklergruppe

Auszeichnung

Neuer Partner

TÜV Austria hat der VIG Abteilung „Internationale Prozesse und Methoden“ das Zertifikat für Qualitätsmanagement nach EN ISO 9001:2015 ausgestellt. Die VIG ist das einzige Versicherungsunternehmen Österreich, dessen Abteilung unter Leitung von DI (FH) Christian Walter, über dieses aktuelle Qualitätssiegel verfügt. Die Auszeichnung wurde nach einer neunmonatigen Anlaufphase für das Prozessmanagement der VIG vergeben. Damit wird die ergebnis- und effizienzorientierte Abwicklung der Prozesse in der VIG bestätigt. Bei der Einführung hat sich die VIG Unterstützung durch die Beraterfirma Procon eingeholt.

Markus Putz aus St. Koloman ist neuer Maklergruppenpartner in Salzburg. Der seit 2005 selbstständige Versicherungs- und Vermögensberater hat sich für das Konzept der Maklergruppe entschieden. In seiner Freizeit interessiert er sich für Musik, Oldtimer, Natur und ist begeisterter Sportler. Ebenfalls ein neuer Partner ist die Atzenhofer GmbH aus Garsten. Das Team umfasst inklusive den Geschäftsführern Thomas und Herbert Atzenhofer 10 Mitarbeiter und betreibt ein schönes, großzügiges Büro mit KFZ-Zulassungsstelle im Zentrum von Garsten. Das Unternehmen wird bereits in zweiter Generation geführt. Als akade-

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Markus Putz mische Versicherungskaufleute können die Geschäftsführer auch eine profunde Ausbildung vorweisen.


KARRIERE / NEWS D.A.S.

Rechnungswesen und Risikocontrolling Die beiden Bereiche haben neue Leiter. Matthias Schmautz übernimmt die Leitung des Bereichs Rechnungswesen, Andreas Houska die Bereichsleitung des RisikoControllings der D.A.S. Rechtsschutz AG. Beide verfügen über mehrjährige einschlägige Berufserfahrung im Finanzbereich im In- und Ausland. Schmautz war zuletzt als stellvertretender Leiter der Konzernrevision der Generali Gruppe Österreich tätig, Houska als Berater für diverse Finanz- und Versicherungsdienstleister in Zürich. Matthias Schmautz wird als Leiter Rechnungswesen schwerpunktmäßig die Themen Finanzbuchhaltung, Vermögensverwaltung, Cash Management sowie das Finanzcontrolling verantworten. Er folgt auf Pedro Schwarz, der mit April in den Vorstand aufgerückt ist. Schmautz ist promovierter Betriebswirt, „Certified IFRS Accountant“ und Financial

Risk Manager (FRM) sowie Autor internationaler Fachpublikationen im Finanzbereich. Berufliche Stationen führten ihn unter anderem nach München, Köln und Triest. „Ich freue mich sehr auf die interessanten Aufgaben und Herausforderungen bei der D.A.S. Zusammen mit meinem Team werde ich die erfolgreiche Arbeit im Finanzbereich fortführen und damit einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten“, zeigt sich der neue Bereichsleiter engagiert. Andreas Houska bringt umfassende Erfahrung als Aktuar und Risikomanager ein, die er sich unter anderem bei der Bawag PSK Versicherung, der Generali Personenversicherung in Zürich und zuletzt als Unternehmensberater in der Finanzdienstleistung aneignen konnte. Der 33-jährige studierte Finanz- und Versicherungsmathematik und ist anerkannter

Andreas Houska Matthias Schmautz Aktuar der österreichischen versicherungsmathematischen Interessenvertretung. Als Inhaber der beiden Governance Funktionen „Risikomanagement“ und „Versicherungsmathematische Funktion“ ist er verantwortlich für das Risikomanagement der D.A.S sowie für Themen rund um das neue europäische Versicherungsaufsichtssystem Solvency II.

ERGO Service-Line Makler- und Agenturvertrieb Die Mitarbeiter des ERGO VertriebsService stehen Ihnen in der Zeit von Montag bis Mittwoch Donnerstag Freitag

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KARRIERE / NEWS VERAG

Expansion Der traditionsreiche Wiener Versicherungsmakler VERAG – Veselka-MittendorferWanik expandiert, mit einem weiteren Gesellschafter und neuen Geschäftsräumlichkeiten. MMag. Michael Degen, der frühere Inhaber und CEO der Firma Supervac steigt als Partner in die Kanzlei ein und wird vor allem das spezielle Betreuungsangebot für eigentümergeführte Gewerbe- und Industrieunternehmen verantworten sowie strategisch ausbauen. Er bringt sowohl langjähriges unternehmerisches Know-how als auch juristischen Background mit und wird in Zukunft wesentlich zur weiteren Expansion der Kanzlei beitragen. Michael Degen studierte an der Universität Wien und stieg nach Studienabschluss an der WU sowie am Juridicum direkt bei Supervac als Geschäftsführer ein. Der gebürtige Wiener ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnt mit seiner Familie in Perchtoldsdorf. MMag. Michael Degen zu seiner neuen Aufgabe bei VERAG: „Der Wechsel in die Versicherungsmaklerbranche ist spannend und ich freue mich schon sehr auf die gemeinsame Arbeit im Team. Mein Ziel ist es, meine langjährige Erfahrung sowohl in der Industrie als auch im Beratungsbereich gewinnbringend für die VERAG-Klienten einzusetzen. Schlussendlich geht es immer darum, die jeweils beste Lösung

Mag. Marcel Mittendorfer, KommRat Rudolf Mittendorfer und MMag. Michael Degen für ganz individuelle Aufgabenstellungen zu finden.“ Gleichzeitig mit der Erweiterung des Managementteams wurde die Vergrößerung der Kanzleiräumlichkeiten in Wien-Döbling mit Vertretern der Versicherungsbranche und Partnern gefeiert. Die starke Expansion des Unternehmens und die Aufstockung des Teams erforderte mehr Platz, außerdem konnte mit der zusätzlichen Fläche ein ei-

Mag. Robert Lasshofer, Vorstandsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung 08 risControl 08/16

gener stilvoller Klientenbereich geschaffen werden. Unter den Gästen waren u.a. Mag. Robert Lasshofer, Vorstandsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung, Ing. Gerhard Bernard, Vorstandsmitglied Allianz Versicherung und Mag. Martin Moshammer, Niederlassungsleiter von ROLAND Österreich.Senior-Gesellschafter KommR Rudolf Mittendorfer brachte in launiger Begrüßung seine Freude über die gelungene räumliche und personelle Erweiterung bei VERAG zum Ausdruck. Die planmäßige Vergrößerung und Verjüngung der Geschäftsführung sei gerade in Zeiten großer Umbrüche eine existentielle Notwendigkeit in einer Branche mit bedeutenden wirtschaftlichen wie regulatorischen Veränderungen. KommR Mittendorfer ist als langjähriger Wiener Maklerobmann sowie als Konsumentensprecher und stellvertretender Fachverbandsobmann der österreichischen Versicherungsmakler intensiv in die aktuell stattfindende Umsetzung einer EU-Richtlinie eingebunden, welche gravierende Veränderungen der Beraterbranche mit sich bringen wird. Er bleibt als Partner und im Geschäftsführungsteam der Kanzlei weiter tätig. Zur personellen Erweiterung: „Die Erweiterung unserer Gesellschafterebene durch Michael Degen signalisiert gleichermaßen Erneuerung und Kontinuität. Genau jene beiden Parameter, die in unserer Branche der Schlüssel zum Erfolg sind.“


KARRIERE / NEWS

Lust auf mobiles Shopping InsurTech, der neue Name für moderne Technologien in der Versicherungsbranche, soll die gesamte Branche in der Zukunft umkrempeln. Die Startups-Unternehmen wie Knip, Gatesafe, und Clark wollen den Zugang zu Versicherungsprodukten und Versicherungsdienstleistungen revolutionieren. Der jüngste deutsche Startup, Online Makler Clark, konnte laut Zeitungsberichten über 13,2 Mio. Euro neues Kapital von Investoren einholen, eine Branche die von Investoren übrigens heiß begehrt ist. Was sagen aber Kunden dazu, haben diese schon ausreichend Lust auf mobiles Shopping? In Österreich hat die Einkaufsbereitschaft via Sofa im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zugelegt. So waren es im Vorjahr noch 47 %, die ihren Einkauf per mobilem Endgerät erledigten. Und nicht nur beim Shopping ist die rasante Entwicklung der mobilen Internetnutzung deutlich - auch die Anzahl der User von Mobile Banking stieg zuletzt von

48 % auf gleich 61 %. Auch beim Internet Einkauf sind logischer Weise die Zugriffe geschlechterunterschiedlich, Frauen kaufen mehr Bekleidung, Männer mehr Elektronik.

Auch bei den eigenen Finanzgeschäften vertrauen immer mehr Mobilen Payment Apps heuer stieg der Anteil um 3 % auf bereits 21 %.

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KARRIERE / NEWS g&o Versicherungs- und Finanzgruppe

VIG

Zuwachs

Verstärkung

Die Gschwendtner Versicherungsmakler GmbH aus Pfarrwerfen hat am 29. Juli 2016 den Kooperationsvertrag mit der g&o Versicherungs- und Finanzgruppe unterzeichnet. Mit diesem traditionsreichen und erfahrenen Unternehmen aus dem Kerngebiet Salzburg konnte die g&o Gruppe neuerlich einen höchst professionellen Partner gewinnen. Das Familienunternehmen wird bereits in 3. Generation geführt und vereint nunmehr fast 70 Jahre an Erfahrungen in der Versicherungsbranche. Die Beweggründe für eine Mitgliedschaft in der g&o Gruppe beschreibt Gerhard Gschwendtner wie folgt: „Durch

den Eintritt in die g&o Gruppe können wir in diesen herausfordernden Zeiten den Kundenbedürfnissen noch besser gerecht werden und ein Optimum an Versicherungsschutz garantieren. Als Teil der g&o Gruppe wollen wir konstruktiv am Innovationsprozess im Versicherungsbereich teilhaben und effektiv mitgestalten.“ Die Expansion mit Schwerpunkt Westösterreich geht weiter – angestrebt wird stetiges und kontinuierliches Wachstum mit ausgewählten, professionellen Maklerbüros, um das Expertenwissen innerhalb der Gruppe zu stärken und auszubauen.

Ivana Jurčíková wird mit 1. September 2016 in den Vorstand der VIG Re berufen und übernimmt die Position des Chief Financial Officer. Die Berufung erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung durch die Tschechische Nationalbank. Johannes Martin Hartmann, Vorstandsvorsitzender der VIG Re: „Ivana Jurčíková hat 20 Jahre Managementerfahrung in Finance und Controlling sowie einen überzeugenden Track-Record im Projektmanagement und in der Prozessoptimierung. Mit diesen Eigenschaften wird sie maßgeblich zur Umsetzung unserer Wachstumsstrategie beitragen. Ich bin begeistert, sie als neues Mitglied des Management Teams an Bord zu haben.” Zuvor war Jurčíková Financial Controller bei Provident Financial. Davor war sie bis zum Jahr 2013 bei der AXA Bank Europe als CFO für die Tschechische Republik und die Slowakei zuständig. Sie arbeitete in der Vergangenheit auch elf Jahre lang bei der Citibank a.s., wo sie unterschiedliche Managementpositionen innehatte, unter anderem jene des CFO´s bis zum Jahr 2005. Jurčíková studierte Wirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Prag und absolvierte Postgraduate-Programme in Großbritannien.

ERGO Austria International

Einkauf Die ERGO Austria International AG und ERGO Versicherung AG haben 100 % der Anteile des rumänischen Schaden/Unfallversicherer Credit Europe Asigurari Reasigurari S.A. erworben. ERGO Österreich ist bereits seit 2010 mit der Lebensversicherungs-Gesellschaft ERGO Asigurări de Viaţă in Rumänien vertreten. Die Transaktion wurde nach der nunmehrigen Genehmigung der rumänischen Aufsichtsbehörde am 19.07.2016 abgeschlossen. Credit Europe Asigurări hat ihren Sitz in Bukarest. Die Produktpalette des Schaden-/ Unfallversicherers umfasst Kfz-, Unfall-, Haushalt/Eigenheim-, Haftpflichtversicherungen sowie Auslands-Krankenversicherungen. 2015 10 risControl 08/16

verzeichnete Credit Europe Asigurari einen Prämieneingang von 9,1 Millionen Euro und

nimmt aktuell Platz 16 am rumänischen Markt im Bereich Schaden-/Unfallversicherung ein.


KARRIERE / NEWS GrECo

ERGO / Welt

Geschäftsleitung

Griechenland

Thomas Eller (46), verstärkt ab sofort als Regionalleiter für die Region Tirol und als Mitglied der Geschäftsleitung das Management der GrECo International AG. Thomas Eller hat die Fachakademie für Finanzdienstleister in Wien abgeschlossen und war zuletzt als Finanzdienstleistungsspezialist bei der Allianz-Elementar Versicherungs-AG tätig. Der gebürtige Tiroler übernimmt als Regionalleiter die Führung des Mitarbeiterstamms sowie die Verantwortung über den Verkauf in Tirol. „Mit Thomas Eller, ist unser leistungsstarkes Team in der Region Tirol bestens für die Zukunft gerüstet. Als eines der führenden Unternehmen Europas im Bereich Risiko- und Versicherungsmanagement setzen wir mit Thomas Eller auf eine engagierte Persönlichkeit, welche sich dem weiteren Ausbau unserer Kundenbeziehungen in Tirol widmen wird“, freut sich Dr. Oliver

Die Tochter des weltweiten Rückversicherers Munich Re – die ERGO Versicherung – hat den Kauf der griechischen ATE Insurance SA mit 1. August nun doch abgeschlossen. Letztes Jahr war es zu einer durch die Griechenlandkrise ausgelöste Verzögerung gekommen, auch soll der Konzern über einen Rückzug aus den Verkaufsverhandlungen nachgedacht haben. Durch die Transaktion am griechischen Versicherungsmarkt wird die ERGO zum größten Schaden/Unfall Versicherer am Markt. Der Kaufpreis hat 90,1 Mio. Euro betragen.

Thomas Eller Zenz, GrECo JLT Vorstand Marketing und Account Management.

ENK, D A N I , MAR , R E H ERLO TLEDERER ANN, M A C TINE ASMIN GU RTA HÖRM IG, S I R H TH, R, C EITNER, J RFER, HE IEL KÖN R U A H M C BRIS CHINGL ELFERSTO ODA, DAN R, MARTIN , T U M L FAS TEFAN H HE UZE RZINGER LIW E D A R R K K A A GERHEL HAAS, S ER, VEREN CHRISTIANJA SCHWA HEK. DANI DIA HUEMNSTEINER, INER, TAN G TURETSC CLAU NE KOPPE LKE PEILSTEWOLFGAN SIMO E ÖTTL, SI HETZ UND t. SABIN AR SÜSC DAS. rschaf e n M t r N a G P DA CHAFFE Starke . m S a e R T WI rkes ice: Sta v r e s r kle NV Ma

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ARAG SE DIREKTION ÖSTERREICH

40 Jahre – gute Geschäfte – alles Recht! Die ARAG feiert Geburtstag, ein guter Zeitpunkt mit dem CEO Dr. Matthias Effinger ein Interview zu führen.

Wie kam es zur Gründung vor 40 Jahren? Matthias Effinger: ARAG Österreich wurde am 13. August 1976 gegründet, nicht nur wegen der kulturellen und sprachlichen Nähe zum Mutterhaus lag dies auf der Hand. In der damaligen Expansionswelle ist man zuerst dem deutschen Urlauber gefolgt, also z.B. nach Italien, Österreich und Holland. Aber schnell wurde in den Ländern auch eigenes Geschäft geschrieben und eine bis heute andauernde Wachstums-Erfolgsstory nahm ihren Lauf. Die Internationalität im ARAG Konzern überwiegt schon längst: von 842 Mio. EUR Prämienvolumen im Rechtsschutz entfallen bereits 61% auf die internationalen Märkte, Tendenz steigend. Hierbei sind die Spitzenreiter Holland, Spanien, Italien, USA und natürlich Österreich. Schnell konnte sogar aus der Not eine Tugend gemacht werden und eine beeindruckende Wachstumsstory begann. Was war das prägendste Ereignis der letzten 40 Jahre? Effinger: Sicherlich die Trennung von der BV im Jahr 2000. Somit fiel der Vertriebskanal von heute auf morgen weg. Aber die österreichische Maklerschaft und die damalige Belegschaft hatten ARAG durch eine fulminante Mobilisierung aller Kräfte vor dem freien Fall bewahrt. Die Maklerschaft wollte einen unabhängigen RechtsschutzSpezialisten und wir sind dafür bis heute äußerst dankbar. Schnell konnte sogar aus der Not eine Tugend gemacht werden und eine beeindruckende Wachstumsstory begann. Das Prämienvolumen verdoppelte sich in den 10 Folgejahren von 27 Mio. EUR im Jahr 2002 auf stolze 53 Mio. im Jahr 2011. 12 risControl 08/16

Welche Ereignisse haben die jüngere Vergangenheit geprägt? Effinger: Zum einen die Eingliederung der ARAG Österreich (und weiterer Länder) in eine neu geschaffene Europäische Aktiengesellschaft („SE“) im Jahr 2012. Dieser Prozess hat viele Kräfte und Synergien freigesetzt und wir verfügen heute über eine sehr moderne und effiziente Unternehmensstruktur. Zum anderen ist der sehr erfolgreiche Turnaround (2012 und 2013) im Anschluss an die Finanzkrise (2009) zu nennen. Wir haben dabei zahlreiche schwierige Hausaufgaben bewältigt. Heute sind wir ein äußerst ertragsstarkes Unternehmen und wir wurden zudem für unsere Servicequalität mit Bestnoten ausgezeichnet. Wie haben Sie das 40-Jahr Jubiläum gefeiert? Effinger: Wir haben die gesamte Belegschaft zu einer Dinner-Show im Wiener Prater

eingeladen und es wurde ausgiebig gefeiert. Weiter haben wir eine gelungene regionale Veranstaltung in Innsbruck mit Vertriebspartnern aus Tirol und Vorarlberg durchgeführt. Heute sind wir ein äußerst ertragsstarkes Unternehmen und wir wurden zudem für unsere Servicequalität mit Bestnoten ausgezeichnet. Wie lief das erste Halbjahr? Effinger: Wir sind sehr zufrieden. Die reine Neugeschäftsproduktion ist im Vorjahresvergleich um 60,3% angestiegen auf 1,93 Mio. EUR. Die Bestandsprämie ist um 1,63% auf 57,7 Mio. EUR gewachsen. Gleichzeitig erweisen sich unsere neu etablierten Strukturen und Prozesse als nachhaltig ertragsstark. Die Combined Ratio konnte mit 76,4% gegenüber dem bereits starken Vorjahr (78,1% per


INTERVIEW

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INTERVIEW bewerb zum Teil äußerst niedrig, bei vergleichsweise guten Deckungsumfängen. Es liegt auf der Hand, dass es zu Anpassungen im Rechtsschutz-Markt kommt. Zum Glück hat ARAG derlei unliebsame Hausaufgaben bereits erfolgreich abgeschlossen, so dass wir uns für die weitere Zukunft bestens gerüstet sehen. Heute erwarten Kunden Lösungen und Hilfestellungen – und nicht Streit um jeden Preis. Im ARAG-Logo sind jetzt keine Schwerter mehr? Effinger: Richtig. Das ARAG Logo wurde konzernweit modernisiert. Insbesondere beobachten wir, dass Ansätze zur alternativen Streitbeilegung, wie beispielsweise die Mediation, europaweit kontinuierlich auf dem Vormarsch sind. Und dazu passen Schwerter nicht mehr, die – laut Marktforschungserkenntnissen – eher als konfliktbeladen oder sogar bedrohlich empfunden werden können. Heute erwarten Kunden Lösungen und Hilfestellungen – und nicht Streit um jeden Preis. Design und Schriftbild wurden ebenfalls angepasst, so dass sich das ARAG Logo insgesamt moderner und attraktiver präsentiert.

30.06.2015) nochmals leicht verbessert werden, dies trotz produktionsbedingt gestiegener Provisionen sowie Sonderaufwendungen wie beispielsweise für Solvency II. Und mit einer Gesamtschadenreserve von 131,8 Mio. EUR sind wir komfortabel reserviert. Wir steuern auf ein weiteres Rekordergebnis 2016 zu. Wie erklärt sich der starke Produktionsanstieg? Effinger: Hier sehe ich drei Gründe. Unsere Mitte 2015 eingeführte aktuelle Tarifstruktur wurde sehr gut im Markt aufgenommen: Modularität, Leistungsumfang und Prämie passen. Gleichzeitig schätzen unsere Vertriebspartner unsere innovativen Services, 14 risControl 08/16

wie beispielsweise die rasche und effiziente außergerichtliche Erledigung von Schadenfällen durch hochqualifizierte ARAGInhouse-Juristen, sowie z.B. allgemein unsere proaktive Kommunikation rund um das Thema Schadenabwicklung im Rahmen von z.B. „push-mails“ an den Vertriebspartner. Und wir haben die richtigen vertrieblichen Akzente gesetzt. Wie sehen Sie die weitere Entwicklung am Rechtsschutz-Markt? Effinger: Zum Jahresbeginn 2016 sind die Anwaltstarife um 12% angehoben worden. Das Prämienniveau am Markt war in den letzten Jahren durch den aggressiven Wett-

Insbesondere beobachten wir, dass Ansätze zur alternativen Streitbeilegung, wie beispielsweise die Mediation, europaweit kontinuierlich auf dem Vormarsch sind. Wie gestalten Sie Ihre Freizeit? Effinger: Ich bin Vater von 6 Kindern, die Spanne reicht von 1 bis 18, entsprechend abwechslungsreich ist die Freizeitgestaltung. Derzeit ganz besonders beliebt sind Schwimmbad, Skaterbahn und Klettersteige. Im Winter stehen vor allem Ski, Snowboard, Eislaufen und Kletterhalle auf dem FreizeitProgramm. Und am Wochenende sind wir oft auf Achse, um die vielen schönen Ausflugsziele im Osten Österreichs Kennenzulernen. Vielen Dank für das Gespräch!


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KUNDENDIENST Teilkategorie im Test 12/2015, im Test: Tarife & Servicequalität, 9 Anbieter


TITELGESCHICHTE

Unternehmen in Österreich Kleine und mittlere Unternehmen stellen einen wichtigen Bereich der heimischen Wirtschaft dar. Nahezu 99,7 % der gesamten Unternehmen in Österreich zählen zu den KMU. Die Europäische Kommission hat folgende Definition für Klein- und Mittelbetriebe festgelegt. Als Kleinstunternehmen gelten Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigen und einem Umsatz bis zu 2 Mio. Euro, als Kleinunternehmen muss man bis zu 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von 10 Mio. Euro erreichen. Ein mittleres Unternehmen hat bereits über 249 Mitarbeiter, einen Umsatz von 50 Mio. Euro und eine Bilanzsumme von 43 Mio. Euro. Nach den neuesten Statistiken gibt es über 220.000 Betriebe die bis zu 9 Mitarbeiter beschäftigen, im Vergleich nur 1.080 Unternehmen haben 250 und mehr Mitarbeiter. Auch als Ausbildungsbetriebe können sich österreichische KMU sehen lassen, so stellen sie mit über 96 % die meisten Ausbildungsplätze zur Verfügung. Trotz ihrer hohen Bedeutung in der heimischen Wirtschaft stehen die meisten Unternehmen aber auch vor vielen Problemen. Rund 40% der österreichischen Großunternehmen haben ihren Firmensitz in Wien, gefolgt von Oberösterreich (16%) und Niederösterreich (12%) das Schlusslicht bildet Vorarlberg mit nur mehr 3,6%. Neben der Finanzierungsproblematik stehen oft auch fehlenden personellen Ressourcen durch eine hohe wirtschaftliche Lohnnebenkostenbelastung und die Abfertigung ALT im Raum. Das alte Abfertigungsrecht gilt weiterhin für jene Arbeitnehmer, deren Beschäftigungsverhältnis bereits vor dem 1. Jänner 2003 bestanden hat und das kann zu einer hohen wirtschaftlichen Belastung führen. Denn nach einer Dienstzeit von 20 Jahren kommt eine Abfertigung von 9 Monatsentgelten zur Auszahlung. Ein Wechsel in das nun geltende Abfertigungssystem war mit einer Abschlagszahlung in das neue System möglich, oder die bisher erworbene Abfertigungsanwartschaft ist erhalten geblieben und sozusagen eingefroren. Alles in allem eine Belastung, die ein kleines Unternehmen an den Rand der Finanzierbarkeit bringen kann. Betriebliche Altersvorsorge Für eine betriebliche Altersvorsorge besteht großes Potenzial bei den heimischen Klein- und Mittelbetrieben, von einer flächendeckenden Durchdringung ist man meilenweit entfernt. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut beträgt der Anteil der Kleinstunternehmen (1 bis 9 Beschäftigte), die ihren Mitarbeitern eine betriebliche Vorsorgelösung anbieten, lediglich 11 %. Nimmt man Betriebe mit 10 bis 19 Mitarbeitern sind es rund 15 %. Dagegen erreichen Konzerne ab einer Mitarbeiterzahl von 300 einen Verbreitungsgrad von mehr als 44 %. (Quelle: WIFO Studie 2009) „Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass viele Entscheidungsträger speziell im KMU-Bereich, die unterschiedlichen Möglichkeiten betrieblicher Vorsorgelösungen und deren steuerliche Vorteile gar nicht kennen“, so DI Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherung im Versicherungsverband 16 risControl 08/16

VVO. Unternehmen, die heute betriebliche Altersvorsorge anbieten, übernehmen nicht nur soziale Verantwortung, sondern positionieren sich auch als attraktive Arbeitgeber, was ein immer wichtigeres Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb darstellt. Dass sich insbesondere die junge Generation auf eine wachsende Pensionslücke einstellen muss, ist mittlerweile bekannt. Zahlreiche Studien zeigen, dass das Bewusstsein junger Menschen für die Notwendigkeit zusätzlicher Pensionsvorsorge - ergänzend zur staatlichen Pension - bereits stark ausgeprägt ist. Betriebliche Vorsorgelösungen sind für eine moderne Personalpolitik, welche die langfristige Mitarbeiterbindung fördert und für (junge) Schlüsselkräfte attraktiv gestaltet sein soll, besonders gut geeignet. Wir haben uns in der Branche umgehört und einige Statements eingeholt. Kapital und Finanzen Kredite zu bekommen fällt vielen KMU aufgrund der neuen Bankenregularien schwer. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten zu Kapital zu kommen: Förderungen und Crowdinvesting. Als eine der wichtigsten Förderinstitute ist die AWS Ansprechpartner für Klein- und Mittelbetriebe. Das ERP KMU Programm gilt österreichweit und unterstützt Innovativ- und Wachstumsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen. Es können auch Prozessinnovationen förderbar sein, wenn sie mit der Einführung neuer Technologien verbunden sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zusätzlich im Bereich Umwelt- und Energietechnik. Es werden von Neugründungen und Betriebsansiedelungen, Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen bis hin zu Direktinvestitionen außerhalb der EU und des EWG in die Errichtung/Erweiterung von Produktionsniederlassungen, Tochterfirmen etc. gefördert. Es ist ratsam, in diesem Bereich eine der vielen Beratungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, so ist das doch ein fast undurchdringlicher Dschungel an Vorschriften und Regeln. Natürlich gibt es auch weitere Institutionen. Eine Finanzierung über Crowdinvesting wird bereits von vielen Unternehmen in Anspruch genommen. Ein aufstrebender Bereich in unserer Wirtschaft. So haben die heimischen Crowdinvestingplattformen im ersten Halbjahr 2016 bereits mehr als 13,5 Mio. Euro und damit um 4,8 Mio. Euro mehr als im gesamten Jahr 2015 eingesammelt. Seit Bestehen der österreichischen Plattformen wurden 106 Projekte finanziert. Die Gesamtsumme der Projekte beträgt bisher über 25 Mio. Euro. Führungskräfte in österreichischen Unternehmen Eine aktuelle Studie von CRIF Österreich GmbH hat interessantes im Bereich Führungskräfte in heimischen Unternehmen ergeben. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern sitzen im Osten Österreichs die meisten Frauen in Führungspositionen. So trifft dies bei 39 % der Unternehmen in Wien und für 36 % der Unternehmen in


TITELGESCHICHTE Niederösterreich und im Burgenland zu. In Tirol sitzen die wenigsten Frauen in den Chefetagen. Die CRIF-Erhebung zeigt auch, dass Frauen vor allem in traditionell stark weiblich besetzten Branchen an der Spitze stehen: In 7 von 9 Bundesländern führen Frauen am häufigsten ein Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. „Frauen sind in den Chefetagen noch immer unterrepräsentiert, dabei zeigen verschiedene Studien, dass Unternehmen mit einer Frau an der Spitze oft erfolgreicher sind als männlich geführte. Hier gibt es für Österreich auf jeden Fall noch einiges an Aufholbedarf“, so Boris Recsey, Geschäftsführer CRIF Österreich. Wirft man abschließend noch einen Blick auf das Alter der heimischen Führungskräfte, so ist Salzburg jenes Bundesland mit den ältesten Chefinnen und Chefs. Das Durchschnittsalter liegt bei 53 Jahren. In Wien sind die Führungskräfte am jüngsten – das durchschnittliche Alter liegt hier bei 47 Jahren.

Aktuelles Zwischen 1. Jänner und 30. Juni wurden in Österreich rund 30.000 Unternehmen gegründet – der Großteil davon als Kleinunternehmen. Die meisten Neugründungen erfolgten im Gesundheits- und Sozialwesen (ca 5.300) gefolgt vom Handel mit ca 5.000 Firmengründungen. Gegenüber diesen 30.000 neuen Unternehmen standen in dieser Zeit rund 2.500 eröffnete Insolvenzverfahren, das entspricht einem Anteil von 0,4 % aller österreichischen Unternehmen. Dabei waren Handelsunternehmen am meisten gefährdet. 24 % der Insolvenzen ließen sich dieser Branche zuordnen, gefolgt von der Baubranche mit 18 % sowie der Beherbergungs- und Gastronomiebranche mit 17 %. Quelle: aws, Statistik Austria, CRIF

Die betriebliche Altersvorsorge in Österreich spielt trotz laufender Kürzung des staatlichen Pensionssystems noch immer eine untergeordnete Rolle. Noch sind erst ca. 15% aller KMUs mit einer BaV ausgestattet. ZÜRICH VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BAV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter? Die betriebliche Altersvorsorge ist für viele KMU noch immer ein Thema, das als komplex eingestuft wird. Aber wir beobachten, dass Kleinbetriebe beginnen, sich neben der Risikoprüfung im Bereich der Schaden-/Unfallversicherung auch Gerhard Danler, Marktseg- mit dem Risikomanagement in mentleitung Betriebliche Bezug auf Unternehmensführung Altersvorsorge Life und Mitarbeitende auseinanderzusetzen. Bei Groß- und Mittelbetrieben hingegen steht die betriebliche Vorsorge schon länger auf der Agenda und gewinnt auch als Instrument der Personalpolitik und der Mitarbeiterbindung an Bedeutung. Das Um und Auf ist in diesem Zusammenhang die Beratung: Es gilt, gemeinsam mit den Unternehmen bedarfsgerechte Konzepte und langfristig orientierte und nachhaltige Vorsorgelösungen zu entwickeln Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Die Österreicher und Österreicherinnen sind in ihrem Anlageverhalten eher vorsichtig und legen Wert auf nachhaltige Absicherung. Die Vorsorgelösungen der Versicherungen und Pensionskassen bieten im 18 risControl 08/16

aktuellen Zinsumfeld durchaus attraktive Chancen, denn aufgrund der langfristigen Veranlagung können unterschiedliche Anlageklassen (wie z.B. Anleihen, Aktien, Immobilien, etc.) hinterlegt und damit größere Schwankungen vermieden werden. In der bAV geht es schließlich vorrangig um einen nachhaltigen und langfristigen Kapitalaufbau für die spätere Pensionsphase. Da die bAV auch steuerlich begünstig ist, ergibt sich auch in der derzeitigen Marktlage ein positiver Effekt für die Begünstigten. In immer mehr Branchen findet der Vorsorgegedanke Eingang in die Kollektivvertragsverhandlungen. Somit ist die BAV also weiterhin ein potenzieller Wachstumsmarkt. Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Ein vermehrtes Angebot von Qualifikationsmöglichkeiten ist positiv zu bewerten und wird in naher Zukunft aufgrund der Regelungen im Zuge der Vermittlerrichtlinie (IDD) immer wichtiger. Zurich bietet bereits seit Längerem in Kooperation mit der VermittlerAKADEMIE den Lehrgang "BeraterIn Betriebliche Altersvorsorge" und mit dem Zurich bAV-Competence-Center (Versicherung, Pensionskasse, Vorsorgekasse und Sozialkapitalbewertung) sowie mit unserem auf die betriebliche Altersvorsorge spezialisierten Netzwerk einen Mehrwert. Jede Initiative, die das Bewusstsein für die zweite Säule stärkt, ist zu begrüßen. Denn angesichts der Tatsache, dass das staatliche Pensionssystem immer mehr unter Druck gerät, ist die Aufklärung zu anderen Vorsorgealternativen die beste Basis für langfristige Absicherung der Österreicherinnen und Österreicher.

GENERALI VERSICHERUNG AG Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attrak-


TITELGESCHICHTE tiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter? Die betriebliche Altersvorsorge hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt. Daran erkennt man, dass sich UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen mit diesem Thema auseinander setzen. Bei der Gestaltung einer bAV-Lösung sind sehr viele Aspekte zu berücksichtigen. Betriebliche, kollektivvertragliche und steuerliche Themen sollten in die Überlegungen einfließen, um die optimale Lösung für Hemma Massera, einen Betrieb und dessen MitarbeiLeitung Betriebliche terInnen zu finden. Die Generali Personenversicherung unterstützt ihre Partner sehr gerne bei Kundenanfragen und deren Betreuung im Bereich der bAV.

ca. 10 Jahren ist eine spürbare Bewusstseinsänderung feststellbar, die allerdings stark in Richtung persönliche private Vorsorge zielt. Dieses Umdenken ist bereits ein Fortschritt. Die dritte Säule der Altersvorsorge, die betriebliche, ist im Bewusstsein vieler Menschen immer noch wenig bis gar nicht vorhanden. Dennoch ist auch hier ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Die BAV-Lösungen von UNIQA sind sicher attraktiv für Unternehmen. Andernfalls wäre die betriebliche LV nicht längst eine unverzichtbare Größe im Produktportfolio geworden. Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt?

Das umlagefinanzierte staatliche Pensionssystem stößt aufgrund der demographischen Entwicklung an seine Grenzen. Die Bevölkerung erkennt zunehmend, dass für die Erhaltung des gewohnten Lebensstandards auch für die Pension eine ergänzende Vorsorge unverzichtbar ist. Das Dreisäulen-System in der Altersvorsorge gewinnt an Bedeutung, also auch die betriebliche und die private Vorsorge. Nur mit einer Kombination aus allen drei Säulen wird das gewohnte Einkommensniveau annähernd erhalten bleiben können. Vorsorge bedeutet einen langfristigen, systematischen Vermögensaufbau. Dieser Prozess durchläuft unterschiedliche Kapitalmarktphasen, die wir bei der Ausgestaltung unserer Produkte bestmöglich auszugleichen versuchen.

Die Niedrigzinsphase hat hier nur einen sehr geringen Einfluss, da der BAV Markt auch in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen ist. Von Bedeutung ist viel mehr, ob die Unternehmer einen Nutzen erkennen, zusätzlich zu der staatlichen Vorsorge im Unternehmen für sich und/oder Ihre Mitarbeiter für eine lebenslange Zusatzpension vorzusorgen. Neben den steuerlichen Vorteilen kann dieser Nutzen u.a. auch in einer stärkeren Bindung von SchlüsselMag. Sabine Usaty-Seewald, mitarbeitern an das Unternehmen Leiterin Kunden- und bzw. in der Absicherung von im Vertriebsmanagement Unternehmen tätiger Familienmitglieder liegen. Was wir feststellen konnten ist, dass viele Unternehmer nicht über die Möglichkeiten der betrieblichen Vorsorge informiert sind. Unsere Maklerpartner vor Ort sind somit eine der wichtigsten Informationsquellen für die Unternehmer in der betrieblichen Altersvorsorge.

Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen?

Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen?

Die bAV ist ein geeignetes Instrument – mit Vorteilen für die Betriebe genauso wie für deren MitarbeiterInnen – um die Kaufkraft der Bevölkerung auch nach dem Erwerbsleben auf dem gewohnten Niveau zu halten. Die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Vorsorge muss klar und verständlich kommuniziert werden. Initiativen in diese Richtung werden von der Generali gefördert und unterstützt.

Bei UNIQA, als Marktführer in der BAV (gemessen an der laufenden Prämie), setzen wir mit unserer Maklerakademie künftig noch stärker auf fachliche Ausbildung. Die Detailplanungen zum Seminarprogramm 2017 starten nach dem Sommer. Ob die BAV ein explizierter Schwerpunkt darin wird, steht noch nicht fest. Überlegungen in diese Richtung wird es aber jedenfalls geben.

UNIQA ÖSTERREICH VERSICHERUNGEN AG

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG

Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter?

Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter?

Österreich ist ein Land, dessen Bevölkerung Jahrzehnte lang fast ausschließlich auf die staatliche Alterspension vertraut hat. Erst seit

In erster Linie liegt es daran, dass es in Österreich nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist, Bruttogehalt in betriebliche

Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt?

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TITELGESCHICHTE Vorsorge umzuwandeln. Dafür wäre eine Gesetzesänderung analog Deutschland notwendig. Der Vorteil dabei wäre, dass die Versteuerung erst in der Pensionsphase und damit in einer niedrigeren Progressionsstufe stattfinden würde. In vielen europäischen Ländern habe MitarbeiterInnen sogar das Recht, von ihrem Dienstgeber zu verlangen, dass Gehaltsbestandteile für ihre Altersvorsorge verwendet werden. Die Bereitschaft wäre auch in Österreich sehr hoch, wenn der Gesetzgeber das ermöglichen würde – das würde wirklich etwas auf diesem Sektor bewegen! Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Die BAV ist auch in Zeiten niedriger Zinsen attraktiv, da steuerliche Vorteile und Lohnnebenkostenersparnisse genützt werden können und somit die Nettorendite erhöht wird. In der Betrieblichen Kollektivversicherung gibt es einen begünstigten Versicherungssteuersatz von bloß 2,5 %. Aufgrund der demografischen Entwicklungen geht auch ein Arbeitskräftemangel einher. Schon heute findet ein immer größerer Wettbewerb um qualifizierte MitarbeiterInnen statt. Im Rahmen der Mitarbeiterbindung werden daher Zusatzleistungen immer wichtiger. Die betriebliche Altersvorsorge ist die wichtigste Zusatzleistung. Dadurch werden MitarbeiterInnen motiviert und an das Unternehmen gebunden. Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Die BAV zählt nach wie vor zu den Sparten mit den größten Wachstumschancen. Wer sich als kompetenter Fachberater positioniert und spezialisiert, sichert sich langfristig seine Zukunft und hebt sich von der Konkurrenz ab. Allerdings ist dazu großes Fachwissen erforderlich. Die Wiener Städtische bietet im Rahmen ihrer Ausbildungsoffensive „Partnercollege“ seit heuer auch eine zusätzliche „experts-Variante“ an, in der komplexe Themen wie die betriebliche Altersvorsorge erklärt werden. Darüber hinaus bieten wir Mag. Hermann Fried, auch Hilfestellung durch unsere Vorstandsdirektor hauseigenen SpezialistInnen. Das Wissen über die BAV ist generell noch nicht weit verbreitet. Eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit wäre sehr zu begrüßen und würde für alle Beteiligten nur Vorteile bringen.

ALLIANZ ELEMENTAR VERSICHERUNGS-AG Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv 20 risControl 08/16

für Unternehmen und deren Mitarbeiter? Unternehmer verstehen die Vorteile durchaus, die sie durch betriebliche Altersvorsorge haben – speziell in Zeiten wie diesen. Das sehen wir als Allianz daran, dass die Nachfrage nach direkten Leistungszusagen ungebrochen anhält: also Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte. Zurückhaltung orten wir eher im kollektiven BAV-Markt – also für Claudia Schlosser, den Rest der Belegschaft. AndererBereichsleiterin seits wird BAV für Arbeitgeber imMaklervertrieb mer bedeutender, um ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Denn Arbeitgeber werden mehr und mehr auch zum Pensionsgeber. Und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine Ersparnis durch Wegfall von Lohnnebenkosten und Steuern in einer BAVLösung für alle Beteiligten eine interessante Option. Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Auf jeden Fall, denn der aktuellen Niedrigzinsphase lassen sich durchaus auch positive Aspekte abgewinnen. Faktum ist nämlich, dass BAV bislang fast ausschließlich auf langfristigen Kapitalaufbau ausgelegt war, weil beim Verkauf gerne der Weg des geringsten Widerstands gegangen wird. Dabei kann BAV viel mehr – Stichwort: Risikovorsorge. Und da gibt es jede Menge zu tun. Pensionszusagen fanden in den letzten Jahren reißenden Absatz, doch in den wenigsten Fällen ist dabei auch eine Absicherung für den Todesfall, Hinterbliebene oder den Fall der Berufsunfähigkeit mit berücksichtigt worden. Das sind Themen, die auch in Zeiten niedriger Zinsen den Versicherungsgedanken in ein neues oder zumindest vergessenes Licht rücken. Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Wir als Allianz machen das mit unserer BAV-Akademie schon seit Jahren. Speziell im KMU-Bereich sind BAV-Lösungen noch rar, es müsste sich bloß jemand finden, der die Unternehmer und Betriebsräte darauf anspricht. Und wir merken, dass Bewegung in die Szene kommt. Denn an der BAV-Akademie der Allianz sehen wir vermehrt Teilnehmer, die bisher als reine „Sach“-Makler tätig waren und nun das in ihrem Bestand schlummernde Potenzial nutzen wollen. Wer sich als Experte und Ansprechpartner im BAV-Bereich positioniert, gewinnt schließlich für seine Klientel eindeutig an Profil und hebt sich von Mitbewerbern ab. Unsere Maklerbetreuer und regionalen BAV-Spezialisten der Allianz freuen sich darauf, die Maklerpartner dabei begleiten zu dürfen.


TITELGESCHICHTE DONAU VERSICHERUNG AG

VALIDA HOLDING AG

Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter?

Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BAV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter?

Eine „mangelnde Bereitschaft“ stellen wir bei unseren Kunden grundsätzlich nicht fest; Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben grundsätzlich eine Abzugsfähigkeit von richtig eingesetztem „Sozialkapital“; Die derzeitige geringe Durchdringung der BAV Akad.Vkfm. Michael Slechta, bei den KMUs liegt unserer ErVertriebs-Koordination, fahrung nach mehr an der NichtBetriebliche Altersvorsorge information derselben. Die aktuelle Kapitalmarktsituation ist für kapitalbildende Versicherungen natürlich eine Herausforderung, ebenso die mit 4% Versicherungssteuer belastete Prämie, aber bei der betrieblichen Altersvorsorge zählen eine lebenslange und in der Höhe garantierte Pensionszahlung mehr als eine kurzfristig hohe Rendite. Klassische Rentenversicherungen zeichnen sich durch eine garantierte Mindestverzinsung (aktuell 1,00%) und durch die Tragung des Langlebigkeitsrisikos (aktuelle Rententafel für die gesamte Vertragslaufzeit) aus. Sehen Sie als Versicherer die BaV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Ja – eine Ergänzung des gesetzlichen Pensionssystems ist immer sinnvoll und oft sehr notwendig, zB. dann, wenn Selbstständige in den ersten Jahren Ihrer Selbstständigkeit sehr niedrige Beiträge in das gesetzliche Sozialsystem einbezahlen und damit Ihren eigenen gesetzlichen Pensionsanspruch senken. (siehe Pensionskonto). Das wichtigste für eine betriebliche Altersvorsorge ist Zeit: je kürzer die Zeit bis zum gesetzlichen Pensionsantritt ist, desto geringer ist der Nutzen! Neben der Kapitalbildung für eine betriebliche Zusatzpension eignet sich die BaV auch zur Tragung verschiedener Risiken, wie zum Beispiel jenes der Berufsunfähigkeit. Hierbei spielt die aktuelle Niedrigzinsphase keine Rolle. Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Ja – die Donau Versicherung AG leistet dazu seit vielen Jahren im Rahmen des BaV-Makler-Kollegs einen wertvollen Beitrag und ist auch im Rahmen des Weiterbildungszertifikates der WKÖ für Versicherungsmakler gelistet. Jede Art der positiven Öffentlichkeitsarbeit hilft, die Durchdringung der BaV in Österreich zu erhöhen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Lebenstandards nach der aktiven Erwerbstätigkeit.

Betriebliche Vorsorgelösungen – wie beispielsweise Pensionskassenlösungen – schaffen eine Win-Win-Situation: Unternehmer nutzen Steuervorteile. Die laufenden Beiträge sind von Lohnnebenkosten befreit und als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Mitarbeiter profitieren von einer späteren Zusatzpension. Leider sind vielen Unternehmern – aber auch Arbeitnehmervertretern - die Vorteile der betrieblichen Vorsorge nicht bekannt. Sicher ist unser Geschäft komplex – aber der Nutzen, den man daraus zieht, ist auch evident. Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Im Geschäftsfeld Pensionskasse sehen wir vor allem starkes Potenzial durch die Übertragungen von der Abfertigung Neu – zwecks sinnvoller Verwendung der Abfertigung als lebenslange steuerfreie Zusatzpension. Weiters werden wir künftig verstärkt über die Möglichkeit informieren, auch die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge in die Pensionskasse zu übertragen.

Mag. Martin Sardelic, Vorstandsvorsitzender

Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Ja. Wir gehen in unserem Haus mit positivem Beispiel voran und betreiben eine sehr proaktive Kommunikation über die Vorteile der betrieblichen Vorsorge.

HDI LEBENSVERSICHERUNG AG Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BAV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter? Der Hauptgrund, warum Unternehmer einer BAV-Lösung für Ihre Mitarbeiter ablehnend gegenüber stehen, liegt in der langfristigen ‚Dauerschuld‘, die damit verbunden ist. Grundsätzlich würden Unternehmer in erfolgreichen Jahren ja gerne etwas für Ihre Mitarbeiter tun - vor allem aufgrund der Befreiung von Lohnnebenkosten. Da damit aber eine jährliche Zahlungspflicht entsteht, die nur bei wirtschaftlicher Notlage eingestellt werden kann, sind viele Unternehmer zurückhaltend. Auch die Erhöhung des Verhältnisses Fixbeitrag risControl 08/16 21


TITELGESCHICHTE zu variabler Beitrag von 1:1 auf 1:4 konnte die Bereitschaft nur geringfügig erhöhen. Ausnahmen davon sind die Bezugsumwandlung und die Vorsorge für den Unternehmer selbst bzw. vereinzelt für wichtige Schlüsselkräfte. Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Auf jeden Fall, denn es führt langfristig kein Weg daran vorbei. Die Belastungen für das staatliche Pensionssystem steigen, damit erhöht sich auch die soziale Verantwortung der Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter. Darüber hinaus können zum Beispiel Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH steuerbegünstigt etwas für die eigene Altersvorsorge tun. Dies ist in vielen Fällen dringend nötig, denn die durchschnittliche GSVG-Pension liegt um ca. 300 EUR unter einer vergleichbaren ASVG-Pension. Der Grund dafür ist, dass Selbständige häufig einen schiefen Einkommensverlauf (z.B. durch Studium, frühe Selbständigkeit, späte spürbare Einkommensverbesserung) aufweisen und gleichzeitig immer darauf bedacht sind, möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Christian Wagner, Produktmanager

Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Die HDI Lebensversicherung AG bietet seit vielen Jahren ein spezielles modular aufgebautes BAV-Aus- und Weiterbildungsprogramm für Qualitätsvermittler an. In Kleingruppen werden die gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen erarbeitet und die Vermittler umfassend auf das Beratungsgespräch mit dem Unternehmen bzw. die Geschäftsführung vorbereitet. Externe Experten informieren in regelmäßigen Veranstaltungen über Änderungen bzw. Neuerungen in der BAV. Zusätzlich stehen unsere internen Experten jederzeit persönlich für Fragen zu diesem komplexen Thema zur Verfügung.

FAIR FINANCE VORSORGEKASSE AG Liegt es an der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen oder sind die BaV Lösungen zu kompliziert und wenig attraktiv für Unternehmen und deren Mitarbeiter? Weder noch. Genau genommen gibt es keine betriebliche Altersvorsorge für KMU`s in Österreich, außer dort wo entsprechende BAV-Kollektivverträge greifen oder es sich um kleine Töchter internationaler Konzerne handelt. Alle anderen Lösungen sind Steueroptimierungsmodelle. Die Unternehmen werden sich nicht freiwillig gegen die Bargeld- und Konsumpräferenz der ArbeitnehmerInnen stellen und diese in gewisser Weise bevormunden. Wenn eine Lenkung sozialstaatlich gewünscht ist, muss der Staat diese Mag. Markus Zeilinger, auch übernehmen. Natürlich bedarf Vorstand und Gründer es dazu auch einfacher Lösungen, die es in Form der Betrieblichen Vorsorgekassen auch gibt. Sehen Sie als Versicherer die BAV trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zukünftig als Wachstumsmarkt? Das hängt vom Produkt und vom Beratungsaufwand ab. Bei einem Obligatorium mit kollektiver betrieblicher Umsetzung und schlanker Gebührenstruktur, wie es bei den betrieblichen Vorsorgekassen gesetzlich vorgegeben ist, funktioniert es jedenfalls. Würden Sie eine Offensive im Bereich Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der BAV begrüßen und unterstützen? Selbstverständlich! Je mehr Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen die Situation erkennen, desto eher werden sich die Rahmenbedingungen verändern.

Statement von Christine Schwaiger von Schwaiger Eurorisk, Partner der g&o Versicherungs- und Finanzgruppe Warum spielt die betriebliche Altersvorsorge in Österreich trotz der laufenden Kürzungen des staatlichen Pensionssystems immer noch eine nur untergeordnete Rolle? Da spielen meines Erachtens viele Faktoren eine Rolle. Das staatliche Pensionssystem war lange Zeit ausreichend. Dieser Gedanke ist noch zu fest in den Köpfen der Menschen verankert um jetzt auf den Rückbau der staatlichen Versorgungsleistungen zu reagieren. Zudem ist die Gestaltung eines betrieblichen Vorsorgemodells ein komplexer Vorgang indem ein interdisziplinäres Zusammenwirken von unterschiedlichen Rechtsbereichen erforderlich ist. Diese 22 risControl 08/16

Komplexität, verbunden mit dem finanziellen Aufwand, wirkt oft abschreckend. Bei der BAV steht der Vorsorgegedanke im Vordergrund. Wir müssen aber oft feststellen, dass der Investmentgedanke vorherrscht. Es ist dann schwierig eine lebenslange Rente oder Risikokomponenten wie zB. Witwenversorgung oder Berufsunfähigkeit entsprechend zu kommunizieren. Vielen Arbeitnehmern ist trotz der Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge eine Lohnerhöhung lieber. Zu guter Letzt wird dann, gerade im KMU Bereich, der Steuerberater eingebunden. Leider scheint es noch immer so zu sein, dass viele Steuerberater diesem Thema distanziert bzw. mit Unbehagen gegenüberstehen.


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KOMMENTAR

Abfertigung ALT

das unterschätzte Risiko in vielen Unternehmen! – Zeigen Sie Kompetenz als Berater! von Arno Slepice, Geschäftsführer business-point consulting & vorsorge gmbh Die Vorsorge für den Fall der alten Abfertigungsansprüche wird von den meisten Beratern beim Kunden überhaupt nicht mehr angesprochen, dabei ist das Thema gefährlicher und präsenter denn je. Die IST-Situation in zahlreichen Betrieben Viele Unternehmer kennen die Risken der Abfertigung alt nicht und werden vom Steuerberater mit der Information: „Dafür haben wir Rückstellungen gebildet“ im Regen stehen gelassen! Was bedeutet diese Aussage des Steuerberaters aber konkret? In der Bilanz sind rund 50% der aktuellen Abfertigungsansprüche rückgestellt. Für diesen rückgestellten Betrag in der Bilanz ist also keine Körperschaftssteuer zu entrichten, aber es ist kein tatsächliches Kapital vorhanden. Es fehlen somit also 100% an Cash zur Bezahlung der Abfertigungen. Gerne kommt vom Steuerbe-

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rater auch die Aussage: „Für die Abfertigungen haben wir mit Wertpapieren vorgesorgt, das betrifft uns also nicht.“ Der Unternehmer wiegt sich damit in Sicherheit und denkt, das Thema belaste ihn nicht mehr weiter, doch die Realität sieht dann meist so aus: Abfertigungsanspruch z.B. EUR 500.000,00 – davon ca. 50% Rückstellungen = EUR 250.000,00; für 50% der Rückstellungen wurden Wertpapiere angekauft = EUR 125.000,00; Fehlbetrag = EUR 375.000,00 (75%) obwohl der Unternehmer denkt, er habe ausreichend vorgesorgt! Die Zielgruppe für die Abfertigung ALT Alle Unternehmen die mindestens 1 Beschäftigten haben der vor 01.01.2003 eingetreten ist. Achtung gerade Kleinstbetriebe müssen oft wegen der Abfertigungsverpflichtungen den wohlverdienten Ruhestand mit einem Insolvenzverfahren beginnen! Denken Sie auch an Unternehmen, wie den Bäcker um die Ecke oder den Friseur im Ort. Kleine Unternehmen haben oft langjährige Mitarbeiter, die dann alle einen Jahresbezug an Abfertigung erhalten! Die Wahrscheinlichkeit,

dass diese Mitarbeiter durch Selbstkündigung aus dem Unternehmen ausscheiden und damit freiwillig auf die hohe Abfertigung verzichten, wird mit zunehmender Beschäftigungsdauer und steigender Höhe der Abfertigung immer geringer. Der Markt für die Abfertigung ALT Alle Betriebe die noch Mitarbeiter beschäftigt haben, die vor 2003 eingestellt wurden und die nicht ins neue System übertragen wurden. All diese Mitarbeiter haben bereits einen Abfertigungsanspruch von zumindest 4 Monatsgehälter (Beschäftigungsdauer 10 Jahre). Wie präsentiert man nun die Problematik Abfertigung ALT beim Kunden Zeigen Sie Kompetenz und punkten Sie mit Fakten und konkreten Zahlen beim Kunden. Rechnen Sie den Abfertigungsanspruch pro Mitarbeiter vor und welche Zahlungen in etwa pro Jahr auf das Unternehmen zukommen werden. Danach sollte erst die passende Produktlösung mit in Spiel kommen.


VERSICHERUNG Unternehmen in Österreich

Gesetzliche Vorschriften Die österreichischen Unternehmen sind vielen Pflichten unterworfen, unteranderem der Sozialversicherungspflicht. Für viele Betriebe ist aber auch eine Vermögensschadenshaftpflicht, Produkthaftpflicht oder eine Betriebshaftpflichtversicherung eine vom Staat vorgesehene Pflichtversicherung. Mit der Gewerberechtsnovelle 2012 wurde diese auch für das Baumeistergewerbe eingeführt. Übrigens mit dieser angesprochenen Gewerberechtsnovelle wurde auch die Berufsbezeichnung des Blumenbinders zum Floristen geändert, die Berufsbezeichnung des

Mag. Rainer Hörmann, Spartenleiter Haftpflichtversicherung R + V Versicherung Österreich Betriebshaftpflicht, für welche Gewerke bieten Sie eine Lösung an? Mag. Rainer Hörmann: Wir haben unsere Produktpalette in der allgemeinen Haftpflichtsparte um die Betriebshaftpflichtver-

Holzbau Meisters wurde eingeführt. Zurück zur Haftpflichtversicherung für das Baumeistergewerbe. Mit der 5. GewONov 2010 in § 84j wurde eine Regelung für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen geschaffen. Nach Vorbild der Vermögensschadenshaftpflicht für andere Unternehmen sollte diese Haftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden (nicht für Vermögensschäden) mit einer Mindestversicherungssumme von 1. Mio. pro Schadensfall und einer mindesten jährlichen Versicherungssumme von 3 Mio.

Euro gestaltet werden. Für Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 2 Mio. wurde die Versicherungspflicht auf 2,5 Mio. herabgesetzt. Die Regelung trat am 14.9.2012 in Kraft. Die Versicherungspflicht besteht auch für ausländische Gewerbetreibende (aus dem EWR) die in Österreich arbeiten. Sie haben bei der Dienstleistungsanzeige den Bestand der Versicherung nachzuweisen. Wir haben mit Mag. Rainer Hörmann von der R + V Allgemeinen Versicherung AG über Betriebshaftpflichtversicherungen gesprochen:

sicherung für das Baugewerbe ausgeweitet. Darin enthalten sind unteranderem im Bauhauptgewerbe Straßenbau, Brunnenbau, Stahlhallenbau und Hoch- und Tiefbaubetriebe. Im Baunebengewerbe sind die typischen Berufe im Ausbaugewerbe wie z. B., Bauschlosser, Maler und Lackierer, Tischler, Heizungsbauer, Spengler usw. mit der passenden Versicherungslösung abgesichert. Wir stellen standardmäßig eine Deckungssumme von drei Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden zur Verfügung. Dabei werden anfallende Kosten mit wenigen Ausnahmen wie beispielsweise für Umwelt- und Auslandsschäden nicht auf die Versicherungssumme angerechnet. Außerdem enthält das Produkt eine aktive Werklohnklage, eine optionale Nachbesserungsbegleitschadenklausel sowie eine Asbestschadenklausel.

Makler jederzeit und von jedem Ort Prämien berechnen und unmittelbar Angebote einholen. Bis zu einer Versicherungssumme von fünf Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden können so online Offerte erstellt werden. Damit helfen wir den Maklern noch flexibler, schneller und letztendlich auch erfolgreicher zu agieren.

Welche Unterscheidungsmerkmale zu anderen Produkten am Markt enthält die neue Betriebshaftpflichtversicherung für das Baugewerbe? Hörmann: Wir setzten unseren Weg der konsequenten Digitalisierung weiter fort und bieten daher nun auch in der Betriebshaftpflicht ab sofort unter www.tarifrechner-ruv. at einen Tarifrechner für die Baubranche an. Mit diesem Online-Rechentool können

Worauf müssen Versicherungsmakler in diesem Produktbereich für die Baubranche besonders achten? Hörmann: Für Makler ist es besonders wichtig, den genauen Tätigkeitsumfang und Versicherungsbedarf des Versicherungsnehmers zu erfassen und anzubieten. Denn auf nahezu jeder Baustelle drohen Risiken, die für das Bauunternehmen existenzgefährdend sein können. Unser Antragsprozess über den Tarifrechner ist intuitiv und beinhaltet spezifische Fragestellungen, die für die gewünschten Betriebsarten risikorelevant sind. Hiermit bieten wir eine Hilfestellung, mit der auch kleinere Maklerunternehmen, die selbst über nur wenig Erfahrung im Haftpflichtbereich verfügen, ein passendes und risikoadäquates Angebot für ihre Kunden in der Baubranche einholen können. Vielen Dank für das Gespräch! risControl 08/16 25


KOMMENTAR FAF – Die Fachakademie für Finanzdienstleister

Warum und wie betrieblich Vorsorgen? von Mag. Christian Schuster, Leitung Betriebliche Altersvorsorge, Wiener Städtische Versicherung AG

Experten sind sich einig: Die zweite und dritte Säule (betriebliche und private Pensionsvorsorge) werden als Unterstützung für das staatliche Pensionssystem aufgrund der demografischen Entwicklungen immer bedeutender. Die Bevölkerungsgruppe 50+ gilt als die demografische Wachstumsgruppe, die Zahl der Hochbetagten nimmt am relativ stärksten zu. Mit der Pensionsreform aus dem Jahr 2002/2003 und der damit verbundenen Erhöhung des Durchrechnungszeitraumes auf 40 Jahre bis zum Jahr 2028 werden die Pensionen in den nächsten Jahren merkbar geringer ausfallen. Umso wichtiger ist es, zusätzlich vorzusorgen. Und dies am besten betrieblich! Betriebliche Vorsorge bietet steuerliche Vorteile für Arbeitgeber und -nehmer und Lohnnebenkosten werden gespart. Die Basis: §3-Zukunftssicherung, ihr größter Vorteil liegt in der Möglichkeit, eine Sozialleistung bis zu 300 Euro pro Jahr lohnnebenkostenfrei zu erbringen. Die Zukunftssicherung ist das einzige Modell, das eine Umwandlung bestehender Gehaltsteile ermöglicht und auch bei der Auszahlung steuerfrei ist. Jeder Mitar-

beiter kann sich so steuerfrei an seiner Vorsorge beteiligen. Weiterführend: Mit einer betrieblichen Kollektivversicherung (BKV) ist eine deutlich umfangreichere Pensionsvorsorge möglich. Lohnnebenkostenfrei und sozialversicherungsfrei investiert der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter einen Brutto-Prozentsatz vom Gehalt - zwischen zwei und zehn Prozent. Versteuert wird erst in der Pensionsphase. Im Gegensatz zu einer Gehaltserhöhung fallen bei dieser Form der Entlohnung keine Lohnnebenkosten und Sozialversicherungsabgaben an. Seit 2013 kann der Arbeitgeber zusätzlich zu fixen Arbeitgeberbeiträgen auch variable Beiträge einbezahlen, die er von Firmenzielen abhängig machen kann. Dadurch werden MitarbeiterInnen motiviert, an das Unternehmen gebunden und haben die Möglichkeit, am Unternehmenserfolg zu partizipieren. Ein Beispiel: Bei einer Lohnerhöhung von Brutto 1.000 Euro bezahlt das Unternehmen zusätzlich Lohnnebenkosten und Sozialabgaben von bis zu 313 Euro, der Arbeitnehmer Sozialversicherung und Lohnsteuer von 535 Euro (bei einem angenommenen Lohnsteuersatz von 43,21 %): Netto bleiben 465 Euro übrig.

Mag. Christian Schuster Die Veranlagung in eine BKV erfolgt brutto für netto, damit bleiben 1.000 Euro übrig. Die Versteuerung erfolgt erst ab Rentenbezug. Damit ist auch die Pension aufgrund der Steuervorteile durchschnittlich um ca. 20 Prozent höher als bei Veranlagung der NettoGehaltserhöhung. Speziell für Führungskräfte Mit der Pensionszusage können GeschäftsführerInnen für sich selbst oder für wichtige MitarbeiterInnen vorsorgen. Das Unternehmen spart Lohnnebenkosten, die Begünstigten Abzüge in der Aktivzeit. So wird langfristig dafür gesorgt, dass der Lebensstandard auch in der Pension erhalten bleibt. Kompetente Beratung ist das um und auf

Betriebliche Altersvorsorge

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In der betrieblichen Vorsorgeberatung ist eine fundierte Aus- und Weiterbildung sehr wichtig. Unabhängige Ausbildungsinstitute wie z. B. auch die Fachakademie für Finanzdienstleister (FAF) bieten seit Jahren in Ihrer Vorreiterrolle praxisnahe Lehrgänge zur Vorsorge- und Finanzplanung an.


KOMMENTAR

Über die neue EU-Richtlinie Die neue EU-Richtlinie über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformationen (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung

von Rechtsanwalt Dr. Christian Gassauer-Fleissner

Schutz von Know-how und Geschäftsgeheimnissen ist dort erforderlich, wo kein formaler Rechtsschutz (insbesondere kein Patent oder Gebrauchsmuster) zu Verfügung steht. Durch die Richtlinie wird eine Definition des Geschäftsgeheimnisses eingeführt, welche etwas von der bisherigen Judikatur der österreichischen Gerichte abweicht. Geschäftsgeheimnisse sind demnach Informationen, die geheim sind, deswegen von kommerziellem Wert sind und Gegenstand von den Umständen entsprechenden angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen sind. Dabei bleibt unverändert, dass kein „absolutes“ Geheimnis vorliegen muss, damit ein Geschäftsgeheimnis geschützt ist. Neu ist dabei das Erfordernis der angemessenen Geheimhaltungsmaßnahme. Wie in Österreich schon bisher sind sowohl technische als auch kommerzielle Geschäftsgeheimnisse umfasst. Ein weitergehender Schutz wird in das Ermessen der Mitgliedstaaten gestellt. Erfahrungen und Fähigkeiten, die Arbeitnehmer im normalen Verlauf ihrer Tätigkeit ehrlich erworben haben, dürfen von ihnen weiterhin genutzt werden, soweit es sich dabei nicht um Geschäftsgeheimnisse handelt. Rechtswidriger Erwerb liegt nach der Richtlinie vor bei unbefugtem Zugang, unbefugter Aneignung, unbefugtem Kopieren von Dokumenten, Gegenständen, Materialien, Stoffen oder elektronischen Dateien, die das Geschäftsgeheimnis enthalten oder aus denen es sich ableiten lässt. Wichtig und zu begrüßen ist der Schutz auch von „nur“ ableitbaren Geschäftsgeheimnissen. Neben einer Beschreibung der Tatbestände der rechtswidrigen Nutzung und Offenle-

gung sieht die Richtlinie auch vor, dass auch Erwerb, Nutzung und Offenlegung bei Wissen oder Wissenmüssen der unmittelbaren oder mittelbaren rechtswidrigen Besitzerlangung durch den Vormann nicht erlaubt sind. Dasselbe gilt für das Herstellen, Anbieten und Inverkehrbringen von rechtsverletzenden Produkten. Die Richtlinie enthält als zweiten wichtigen Bereich auch Bestimmungen über die Rechtsdurchsetzung im Fall der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen. Als Pate stand die Rechtsdurchsetzungsrichtlinie. Aus den Erwägungsgründen der Richtlinie folgt, dass für die Geltendmachung von Ansprüchen ein Wettbewerbsverhältnis nicht Voraussetzung ist. Vorgesehen ist, dass die im Fall der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen zur Verfügung stehenden Abhilfemaßnahmen verhältnismäßig sein müssen. Dabei ist auf mehrere Parameter Rücksicht zu nehmen; diese aus dem anglo-amerikanischen Rechtsbereich bekannte „balance of interest“ wird damit auch hier eingeführt. Das ist gegenüber der derzeitigen Rechtslage ein Rückschritt und fördert die Rechtsunsicherheit und die Unvorhersehbarkeit von Prozessergebnissen. Es ist daher zu hoffen, dass der österreichische Gesetzgeber hier von der durch die Richtlinie ausdrücklich zugelassenen Möglichkeit des weiteren Schutzes von Geschäftsgeheimnissen

Dr. Christian Gassauer-Fleissner Gebrauch macht und diese Einschränkung nicht übernimmt. Insgesamt ist die Richtlinie jedoch ein weiteres Beispiel dafür, dass die österreichische Rechtslage im Bereich des Immaterialgüterrechtes und verwandter Rechtsbereiche schon aus der Vergangenheit einen relativ hohen Standard mitbringt. Manche Vorschriften sollen einführen, was es bei uns schon längst gibt. Dennoch sollte durch die Umsetzung eine Verbesserung des Rechtsschutzes von Geschäftsgeheimnissen zu erwarten sein. risControl 08/16 27


CONTINENTALE ASSEKURANZ SERVICE GMBH

Management & BU Workshop Viel Information gab es bei der Roadshow der Continentale Lebensversicherung. Heuer feiert das Unternehmen das 20-jährige Bestehen in Österreich. Erfolgreiche Produkte und persönliche Beratung stehen im Vordergrund der Bemühungen des Vertriebsteams rund um Geschäftsführer Mag. Gerfried Karner und Dr. Oliver Horn.

Nach den Begrüßungsworten von Geschäftsführer Mag. Karner erläuterte Dr. Horn die Finanzkraft des Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit und unter anderem die Anlagestruktur der Kapitalanlage. Bei der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen liegt die Continentale in den letzten Jahren meist weit über dem Markt. Für heuer hat sich das Unternehmen entschieden, die laufende Verzinsung von 3,25 % auf 3,0 % zu senken. Die laufende Verzinsung besteht aus garantiertem Rechnungszins und der Überschussbeteiligung inkl. Schlussüberschuss und Mindestbeteiligung und liegt daher bei einer Gesamtverzinsung von 4,0 %. Der ausgeglichene Produktmix zeigt die Stabilität des Unternehmens. Zudem besteht heuer noch die Möglichkeit, die Kunden in der klassischen LV mit den 1,25 % fix zu veranlagen, diesbezüglich wird es ab Herbst eine eigene Strategie im Zuge der Aktion „Garantiezinsretter“ geben. Die Geschäftsführung verweist auf die jahrzehntelange Expertise und den außerordentlich guten Veranlagungserfolg im Bereich der klassischen Veranlagungsstrategie und dass die Hälfte aller Kunden – trotz niedrigen Zinsniveau – weiter auf klassische LV-Produkte setzen. Die Continentale Leben bekannt sich auch weiter klar zu dieser bewährten Anlageklasse. Dirk Felten, Leiter Maklerservice bei der EUROPA Versicherungen, referierte über das Leistungsspektrum eines modernen Anbieters von Risikolebensversicherungen und die 5 Zutaten für eine gewinnbringende Win-Win Situation sowohl für Vertriebspartner als auch deren Kunden. Die EUROPA Versicherung besteht seit 1959 in Deutschland und wurde 1982/83 in den Continentale Versicherungsverbund eingebunden. Im Jahr 1984 nimmt das Unternehmen als Direktversicherer seine 28 risControl 08/16

Geschäfte auf, seit 1989 ist es in Österreich vertreten. Als ausschließlicher Maklerversicherer fokussierte man sich als Spezialversicherer mit einer Risikolebensversicherung auf die existenziellen Risiken des Todesfalles. Sie war der erste Anbieter der 1983 zwischen Männer und Frauen in der Tarifierung unterschied, 1994 zwischen Raucher und Nichtraucher und zu guter Letzt seit 2014 der erste Anbieter mit einem Pflegebonus. Beim Workshop wurden die unterschiedlichsten Tarife, deren Besonderheiten und aktuelle Aktionen besprochen. Geld wird veranlagt, aber wie und wo, zu diesem Themenbereich wurde Mag. Patrick Schlögl von BLACKROCK als Referent eingeladen. „Dem Niedrigzins entkommen – Suchen Sie die Erträge dort wo man sie findet!“

Der größte Vermögensverwalter der Welt wurde 1988 gegründet, fusionierte 2006 mit Merrill Lynch Investment Managers und im Dezember 2009 mit Barclays Global Investors. Das verwaltete Kundengeld lag Ende 2015 bei 4.645.000.000.000 USD. In professioneller und perfekter Art erklärte er, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen, um neue Renditequellen zu erschließen. Trotz Inflation und Niedrigzinsen ist es sehr wohl möglich eine positive Rendite zu erwirtschaften. Es ist zwar immer schwieriger attraktive Ertragsquellen aufzuspüren, aber es ist möglich. Gunther Pahl von c-Quadrat zog Resümee über die Entwicklung der Märkte, Zinsen und deren Währungen. Das international tätige Asset Management Unternehmen setzt auf


VERANSTALTUNG am 13. Oktober in Wien dem eingeladenen Teilnehmerkreis exklusiv vorab präsentiert wird. Da bei der Continentale das persönliche Service großgeschrieben wird, referierten auch die persönlichen Ansprechpartner, welche die Polizzierung und Risikoprüfung in Nürnberg vornehmen und gaben den Teilnehmern wertvolle Tipps für den Alltag und standen für einen regen aktiven Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

Gunther Pahl quantitative und diskretionäre Absolut und Total Return Strategien. Anschaulich wurde die Wertentwicklung der Geldeinlagen, Bargeld und Kaufkraft der letzten 15 Jahren präsentiert. Die besten Renditen zu erzielen, funktioniert nur noch unter einer wöchentlichen Anpassung der Asset Allocation mithilfe von Experten. Arno Slepice, fundierter Experte am österreichischen Vorsorgemarkt, präsentierte den VARIAS Vorsorgerechner. Er zeigte, wie wichtig ein umfassender Tarifvergleich ist und wie rasch umfassende Ergebnisse beim Kunden das Beratungsgespräch unterstützen können. Die rechtlichen Komponenten sind ebenfalls wichtige Bausteine bei der Beratung von Kunden, die eine BU Versicherung abschließen. Beim Workshop wurden die möglichen Stolpersteine und deren Auswirkungen genauestens erklärt von Dr. Stephan Novotny, Rechtsanwalt in Wien, akademischer Versicherungskaufmann und Collaborative Lay Lawyer. Er zeigte die Gefahren bei der Beratung auf, beginnend bei den Gesundheitsfragen bis hin zu allgemeinen Beratungsfehlern. Zum Beispiel ein typischer Beratungsfehler in der BU Vermittlung: „Fehlende Dokumentation, dass über BU beraten wurde, führt laut Judikatur zur Haftung des Vermittlers. Auch die Empfehlung des Vermittlers für ein bestimmtes Produkt muss für den Kunden nachvollziehbar sein.“ Geschäftsführer Mag. Karner verwies auch auf die Aktualisierung der BU-Studie, deren Endergebnisse im Rahmen der 20-Jahresfeier

MMag. Michael Prantner, Sozialversicherungsexperte, schlug in seinem Vortrag eine Brücke von gesetzlicher Absicherung hin zur notwendigen privaten Vorsorge mit einem Überblick wie die gesetzliche Absicherung der Berufsunfähigkeit, die Gesetzesänderungen und wie unterschiedlich die Sozialversicherung zur Privatversicherung funktionieren. Er machte aufmerksam auf entstehende Lücken und zeigte in einem Vergleich den Unterschied zwischen altem und neuem System. Eine der wichtigsten Punkte ist, dass der Grundsatz im Sozialversicherungsgesetz lautet, Rehabilitation vor Pension - eine vorübergehende Berufsunfähigkeitspension für Personen, die ab 1.1.1964 geboren sind, ist fast unmöglich. Nur eine private Vorsorge schützt vor dramatischen existenziellen Lücken. Nach dem über gesetzliche Änderungen, Geldanlage, Rendite, Tarife und Vergleiche aber auch über die rechtliche Seite der Beratung gesprochen wurde, kam eine weitere wesentliche Abteilung im Versicherungsunternehmen zu Wort - die Leistungsprüfung, vertreten durch Prok. Peter Dornow, Leiter

Mag. Gerfried Karner Servicecenter Leben Leistung der Continentale LV. Die Continentale hat umfassende Erfahrung im Bereich Leistung, es gibt 1.000 Leistungsanträge im Jahr, die von 9 Leistungsprüfern, die überwiegend IHK zertifiziert sind, geprüft werden. Einer der Servicegrundsätze lautet telefonische Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden, ab Eingang des Leistungsantrages, durch den zuständigen Sachbearbeiter. Um eine rasche Erledigung zu erreichen, werden eingehende Unterlagen im Laufe der Leistungsprüfung jeweils innerhalb von 4 Wochen umfassend und abschließend bearbeitet. Ein reges Austauschen zwischen den anwesenden Teilnehmern und den Referenten zeigte wie interessiert die Versicherungsmakler den Produkten gegenüberstehen und wie wichtig Aufklärung und Leistungsmanagement im Bereich Berufsunfähigkeitsversicherung ist.

Dr. Oliver Horn, Mag. Gerfried Karner und Dirk Felten risControl 08/16 29


ERGO AUSTRIA INTERNATIONAL AG

Umfassendes Partnerservice Vorsorge ist ein ewig währendes Thema. Viel Aufklärungsarbeit und umfassende Information ist von Nöten. Wir haben mit Mag. Klaus Kretz, Leiter Makler- und Agenturvertrieb über Vorsorge, Produktqualität und Vergleiche gesprochen.

Wie sehen Sie das Thema Vorsorge? Klaus Kretz: Der private Vorsorgebedarf der Österreicherinnen und Österreicher steigt stetig. Die private Vorsorge ist bei vielen Kunden allerdings kaum im Bewusstsein. Ich sehe hier eine höhere Verantwortung beim Berater / Versicherungsvermittler. Das Thema Berufsunfähigkeit bzw. Risikovorsorge muss stärker in den Fokus kommen, da noch viele Konsumenten glauben, über die gesetzliche Absicherung tatsächlich vollständig abgesichert zu sein. Wie wir wissen, sieht die Realität leider anders aus. Wie soll das Bewusstsein der Kunden für die private Vorsorge gestärkt werden? Kretz: Als Versicherungsexperten müssen wir unsere Kunden auf das Thema regelmäßig aktiv ansprechen. IT Lösungen können den Berater diesbezüglich unterstützen. VARIAS bietet mit seinem Vorsorgerechner am österreichischen Markt eine gute Lösung an. Einerseits können Vorsorgelücken aufgezeigt werden und andererseits besteht die Möglichkeit zu Versicherungsvergleichen. Ist die Aufklärung seitens offiziellen Stellen (Politik, Arbeiterkammer) ausreichend in diesem Bereich? Kretz: Wir haben in Österreich ein sehr gut ausgebautes Sozialversicherungssystem. Trotzdem hat Österreich großen Bedarf bei der privaten Vorsorge. Ein zukunftsorientiertes Modell sollte immer auf einer Form basieren, bei dem die private und betriebliche Vorsorge wichtige Ergänzungen zur staatlichen Versorgung darstellen. Die Einführung des Pensionskontos ist ein guter Schritt. Das hat dazu geführt, dass sich die Kunden bewusst 30 risControl 08/16

mit der Notwendigkeit des Themas Vorsorge auseinander gesetzt haben. Wie sehen Sie als Versicherer das Thema Versicherungsvergleichsprogramme? Kretz: Ein unabhängiger Versicherungsvergleich in Verbindung mit einer guten, seriösen und fachlich fundierten Beratung kann das Thema Vorsorge positiv besetzen. Als Leiter des Makler- und Agenturvertriebs von ERGO sehe ich somit den Vergleichsrechner als gute Unterstützung für den Experten. Das PreisLeistungsverhältnis ist ein Teil der Beratung, und dafür können auch Vergleichsrechner genutzt werden. In der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern steht ein umfassendes Partnerservice als zweiter Grundpfeiler im Vordergrund. Wie unterstützen Sie diesbezüglich Ihre Berater?

Vordergrund. Mit Jahreswechsel haben wir diesbezüglich unser ERGO Maklerprotal entsprechend angepasst und treiben die Digitalisierung weiter voran. Eine hohe Abwicklungsqualität für den Kunden als auch für den Vermittler und eine entsprechende Unterstützung für den Vertriebspartner stehen dabei im Vordergrund. Neben dem neuen Portal, der elektronischen Antragsübermittlung in der Schaden/Unfall und KFZ-Versicherung haben wir nun den OMDS-Datensatz umgesetzt, stellen Polizzenkopien und Provisionsnoten auch mittels PDF zur Verfügung und vervollständigen dies demnächst auch im Schadens- und sonstigen Schriftverkehr. Auch die Anbindung, wie nun mit den Berufsunfähigkeits- und Risiko-LV Tarifen, an VARIAS soll unseren Vertriebspartnern einen entsprechenden Vorteil bringen. Über unsere Makler- und Agenturbetreuer können unsere Vertriebspartner bis 31.12.2016 eine kostenlose Anbindung an VARIAS erhalten. Somit unterstützen wir unsere Berater auch umfassend zum Thema Vorsorge. Wo sehen Sie die Stärke von ERGO?

Kretz: Als ERGO Österreich wollen wir den Makler- und Agenturvertrieb ausbauen bzw. neu positionieren. Dafür kam ich 2014 auch zu ERGO. In der Zusammenarbeit mit dem externen Vertrieb gibt es zwei wesentliche Grundpfeiler. Einerseits müssen wir als Versicherer mit einer hohen Produktqualität und einem guten PreisLeistungsverhältnis punkten. Im VARIAS Vergleichsrechner können wir dies nun auch als ERGO unter Beweis stellen. Mit unserer Berufsunfähigkeitsversicherung sind wir seit 2015 erfolgreich am Markt. In der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern steht ein umfassendes Partnerservice als zweiter Grundpfeiler im

Kretz: Im Privatkundenbereich bieten wir optimale Lösungen zu Haushalt- und Eigenheim, Unfall, Kfz sowie Zukunfts- und Pensionsvorsorge an. Hier stehen Produktqualität und Innovation im Vordergrund. Unser Service für Vertriebspartner verbessern wir zudem stetig. Der Wille und der Wunsch zu einer guten Zusammenarbeit gehen von uns jedenfalls aus und finden sich auch in unserer fairen Courtagevereinbarung wieder. Ich freue mich über jede erfolgreiche neue Zusammenarbeit, wo wir dann auch unsere Stärken unter Beweis stellen können. Vielen Dank für das Gespräch!


INTERVIEW

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VARIAS OG

Ein unabdingbares Arbeitstool Wir haben mit Arno Slepice über den Varias Vorsorgerechner gesprochen.

Wie hat sich VARIAS etabliert am österreichischen Vermittlermarkt? Arno Slepice: Es verwenden mittlerweile rund 1500 Berater die Softwarelösungen von VARIAS. Die Vorsorgeberatung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gerade der Bereich der Alterspensions- und Berufsunfähigkeitslücke ist ein wesentliches und sehr komplexes Thema. Eine qualifizierte Beratung ohne entsprechende Softwareunterstützung ist definitiv nicht mehr möglich. Auch die Erweiterung unseres Vorsorgerechners um den Tarifvergleich wurde von den Vermittlern sehr positiv aufgenommen. Warum wird für die Vorsorgeberatung unbedingt eine Software benötigt? Slepice: Heute funktioniert die Beratung auf Basis von echten Zahlen, hierzu werden die Daten vom Pensionskonto und das aktuelle Einkommen verwendet und in eine entsprechende Software eingegeben. Aufgrund dieser Parameter können z.B. die Berufsunfähigkeitspension, das Umschulungsgeld und das Rehageld völlig exakt berechnet werden. Welche Bereiche in Beratung deckt der VARIAS Vorsorgerechner ab? Slepice: Alterspension, Berufsunfähigkeitspension, Unfallvorsorge und Todesfallvorsorge inkl. Witwen- u. Waisenpension. Es wird ein bis zu 20-seitiges Beratungs- und Dokumentationskonzept erstellt, welches auch bereits vorhandene Vorsorgeprodukte enthält. Der Vermittler kann so dem Kunden z.B. aufzeigen ob er sich im Falle einer Berufsunfähigkeit seine Fixkosten noch leisten kann (wichtig bei Finanzierungsberatung). Ist der Tarifvergleich ein eigenes Produkt oder eine Ergänzung zum Vorsorgelückenrechner? 32 risControl 08/16

Slepice: Die Tarifrechner können sowohl als Ergänzung zum Vorsorgerechner verwendet werden, als auch als Sololizenz ohne Vorsorgerechner erworben werden. Die Kombination aus Vorsorgerechner und Tarifrechner bietet natürlich die Möglichkeit des vollständig durchgängigen Arbeitsprozesses. Der Vermittler kann den Vorsorgerechner über seine Kundenverwaltung (derzeit: Basic Systems, CCA und Arisecur) aufrufen, dabei werden die Kundendaten automatisch übergeben. Danach werden mit den Daten des Pensionskontos die Vorsorgelücken berechnet und ein Tarifvergleich für die Lücken erstellt. Im Anschluss wählt der Vermittler die gewünschte Gesellschaft aus und lädt den fertig befüllten Antrag als PDF-Dokument herunter. Wie viele Gesellschaften wurden bereits in den VARIAS Tarifrechner integriert? Slepice: Durch die gerade erfolgte Integration der ERGO Versicherung, haben wir nun bereits 8 TOP-BU-Anbieter im Tarifvergleich,

weitere Gesellschaften sind gerne willkommen. VARIAS ist mit den bereits vorhandenen BU-Anbietern und den integrierten infinma Bedingungsvergleich in Österreich die klare Nummer 1 im BU-Tarifvergleich. Verraten Sie uns welche 8 Anbieter das sind? Slepice: Continentale, Dialog, ERGO, Gothaer, HDI, Nürnberger, WWK und Zürich. Können Vermittler die Tarifrechner auch kostenlos testen? Slepice: Ja natürlich, jeder Vermittler kann bei uns über die Homepage oder per Email eine kostenlose Testlizenz mit einer Laufzeit von 14 Tagen anfordern. Über die angeführten Versicherungsgesellschaften sind teilweise auch Gratiszugänge für eine gewisse Zeit möglich. Vielen Dank für das Gespräch!


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MARKT Allianz

„Brexit“ als Chance für die EU Allianz Chefvolkswirt Prof. Dr. Michael Heise zum Thema „Brexit“, die Wachstumsaussichten für Großbritannien wurden für 2016 und 2017 halbiert, für Europa bedeutet es einen leichten Konjunkturdämpfer, 2017 soll sich besser als 2016 entwickeln. Österreich muss mit Wachstumseinbußen von 0,2 Prozentpunkten rechnen. „Der EU-Austritt der Briten ist eine große Herausforderung für Großbritannien und die gesamte EU, mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken. Langfristig kann der ‚Brexit‘ aber dazu beitragen, dass die EU wieder enger aneinanderrückt“, so Prof. Heise. Um allerdings künftige Herausforderungen zu meistern, müsse die Europäische Union vor allem flexibler und widerstandsfähiger werden. Heise: „Die EU braucht eine neue Erfolgsgeschichte. Sie sollte sich darauf konzentrieren, die Bürger wieder für das „Projekt Europa“ zu begeistern.“ „Brexit“-Votum wirft vorübergehenden Schatten auf Großbritanniens Wirtschaft Im Hinblick auf den Zeitplan und die Konditionen des EU-Austritts Großbritanniens geht Heise von konstruktiven und pragmatischen Verhandlungen aus. Im Ergebnis werde Großbritannien weiterhin – allerdings beschränkten – Zugang zum Europäischen Binnenmarkt

haben. „Das Austrittsvotum wird das jährliche BIP-Wachstum Großbritanniens in den nächsten Jahren um ein bis zwei Prozentpunkte senken“, prognostiziert Heise. Grund dafür seien die weiterhin bestehende Unsicherheit durch das Votum, das belastete Konsumklima und die beeinträchtigte Attraktivität Großbritanniens für Investitionen aus dem In- und Ausland. Die Wachstumsprognosen wurden halbiert: von 1,9 Prozent auf 1,0 Prozent im Jahr 2016 und von 2,1 Prozent auf 1,0 Prozent im Jahr 2017. „Eine Rezession kann nicht ausgeschlossen werden. Langfristig wird sich das Wirtschaftswachstum aber wieder erholen. Denn weder die EU noch Großbritannien haben ein Interesse daran, Handelsbeziehungen unnötig zu belasten“, so der Allianz Experte.

2016 rechnen wir zwar mit einer Dämpfung des Wachstums im Euroraum. Im Verlauf des nächsten Jahres könnte es allerdings wieder zu einer leichten Konjunkturbeschleunigung kommen“, erklärte Heise. Konkret erwartet der Allianz Experte ein Wachstum in der Europäischen Union von 1,6 Prozent (statt 1,9 Prozent) im Jahr 2016 und 1,6 Prozent (statt 2,0 Prozent) im Jahr 2017. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch für die Eurozone ab, deren Wachstumsprognosen für 2016 von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt werden. 2017 wird mit einem Wachstum von 1,6 Prozent gerechnet.

Konjunkturausblick in Europa: leichter Dämpfer, aber positive Signale

Mit spürbaren, wenn auch geringen Auswirkungen des „Brexit“-Votums werde auch Österreich konfrontiert sein. Die BIP-Prognose für Österreich wurde von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt: „Der ‚Brexit‘ könnte Österreichs Wirtschaft heuer somit rund 0,2 Prozentpunkte an Wachstum kosten“, prognostizierte Heise. Gründe dafür seien die wirtschaftliche Unsicherheit, die die Investitionsneigung dämpft, und geringere Exporte nach Großbritannien, das als achtwichtigster Handelspartner für die Alpenrepublik gilt. Durch den EU-Austritt der Briten müsse Österreich außerdem mittelfristig mit einem höheren EU-Mitgliedsbeitrag rechnen: „Mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU geht ein wesentlicher Beitragszahler verloren. Auf Österreich wird ein zusätzlicher jährlicher Mitgliedsbeitrag in dreistelliger Millionenhöhe zukommen“, so Heise. Für die kommenden Jahre sei aber Erholung in Sicht – Österreich liege hier im EU-Trend.

Nach der Prognose der Allianz ist im Euroraum zunächst mit einer spürbaren Eintrübung der wirtschaftlichen Erwartungen zu rechnen. Eine Belastung werde der Export nach Großbritannien sein, der durch die zu erwartende Schwäche der britischen Wirtschaft sowie die Aufwertung des Euro gegenüber dem Pfund leiden wird. „Für das dritte und vierte Quartal

Österreich: Spürbare kurzfristige Eintrübung, leichte Erholung in Sicht

Finanzmärkte: Ende der EZBNullzinspolitik frühestens 2018 Neben wirtschaftlichen Auswirkungen auf Großbritannien beziehungsweise ganz Europa hat das „Brexit“-Votum auch für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt: „Bis die Austrittsverhandlungen auf einem stabilen Weg sind, werden die Märkte weiterhin von hoher Volatilität geprägt sein“, so Heise. Langfristige 34 risControl 08/16


MARKT Folgen an den Währungsmärkten werden sich aber in Grenzen halten: Während das britische Pfund vorerst auf dem niedrigen Niveau bleiben dürfte, erwartet Heise keine nachhaltige Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Einem zu starken US-Dollar dürfte die Fed durch die weiter in die Zukunft verschobenen Zinserhöhungen entgegenwirken. Die Europäische Zentralbank könnte aufgrund des Drucks durch den Ausgang des EU-Referendums der Briten ihre expansive Geldpolitik weiter lockern beziehungsweise das Quantitative Easing ausweiten oder verlängern. „Solange es aber nicht zu gravierenden Finanzmarktturbulenzen kommt,

wird die EZB eine ruhige Hand bewahren“, so Heise. Von der Nullzinspolitik werde man frühestens 2018 abgehen. Bevor die Zinsen wieder angehoben werden, werde die EZB das Anleihekaufprogramm auslaufen lassen. Chance für EU auf mehr Flexibilität In seinem langfristigen Ausblick für Europa zeigt sich Heise eher optimistisch. Mehrere Jahrzehnte an wirtschaftlicher Integration und politischer Zusammenarbeit hätten zu einer tiefgreifenden Verzahnung der EUVolkswirtschaften geführt. Es gebe zwar einige Mitgliedstaaten, die zu einer gewissen

„Europa-Müdigkeit“ neigten und in denen ein mögliches Referendum nicht ausgeschlossen werden könne, doch die gemeinsamen Errungenschaften würden nicht so einfach aufgegeben werden. Da die EU in manchen Bereichen allerdings von ihrer traditionellen Vision einer stärker zusammenwachsenden Union entfernt sei, sieht Heise das „Brexit“-Votum als Chance, die EU flexibler und widerstandsfähiger zu machen.„Dieses Europa der verschiedenen Ebenen und Geschwindigkeiten wird die Komplexität erhöhen. Es gibt der EU aber auch die Möglichkeit, ihre Akzeptanz und die Begeisterung für das Projekt ‚Europa‘ zu steigern“, so Heise abschließend.

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Bausparkassen News Das Neugeschäft der Bausparkassen liegt im ersten Halbjahr des Jahres bei annähernd hohem Niveau als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Die errechnete Bausparprämie betrug per 30.6.2016 31,8 Millionen Euro und löste Finanzierungsleistungen in der Höhe von 1,33 Milliarden Euro aus, die ausschließlich der heimischen Bauwirtschaft zugutekamen“, sagte Dr. Susanne Riess und zeigte sich erfreut, dass im Bereich der Finanzierungsleistungen ein Plus von 30 Prozent im ersten Halbjahr erzielt werden konnte. „Dieser deutliche Zugewinn zeigt uns, dass das

Vertrauen und die Nachfrage nach Bausparfinanzierungen enorm sind“, betonte Dr. Riess. Die Bausparkassen haben sich auch heuer dazu bereit erklärt den Sanierungsscheck und den Handwerkerbonus kostenlos abzuwickeln, mit Stand 18.7. stehen noch 11,3 Mio. Euro als Fördermittel zur Verfügung. Mit 1. Juli übernahm die Bausparkasse Wüstenrot den Vorsitz im Arbeitsforum der österreichischen Bausparkassen. Für die kommenden zwölf Monate wird Dr. Ries,s in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende, die Interessen der Bausparer und der Bausparkassen vertreten.

Dr. Susanne Riess risControl 08/16 35


REISE

Mystisches Waldviertel Eine Reise ist es wert, das Waldviertel. Im Sommer locken die Stauseen und Badeteiche, Musikveranstaltungen und Ausflugsziele. Die Dampfbahn hoch oben an der Grenze, die Wackelsteine, Blockheide, das Heidenreichsteiner Moor, der Nationalpark Thayatal und noch vieles mehr. Der Sommer dauert im Waldviertel gefühlt auch nicht so lange wie im Burgenland oder in Kärnten. Früher konnte der noch so heiße Tag am Abend mit einem kleinen Kaminfeuer beendet werden. Heutzutage, sind diese kühlen Abende im Hochsommer leider nur mehr vereinzelt zu finden. Vor nicht allzulanger Zeit waren wir oft auf Urlaub, in der waldreichen Gegend unterwegs zum Schwammerl suchen, Baden oder einfach bei Verwandten zu Besuch. Meistens gibt es im Waldviertel bereits ab Ende August bis Anfang März Nebel in der Früh, ein zäher Geselle, der das Autofahren mühsam und Spaziergänge mystisch macht. Also nichts für ängstliche Gemüter. Der Wald wird in ein unwirkliches Licht getaucht und so manches Ende eines Waldweges lässt sich nur mehr erahnen. Nicht lange, dann kommt Licht durch die Bäume und die Sonne und der Wind fegt den letzten Nebelfetzen weg. Die Spaziergänge rund um den Ottensteiner Stausee sind, da sie nahe am Wasser liegen, oft besonders lange in die trübselige Nebelsuppe getaucht. Und diese Stimmung lässt so manche Geschichte, über das Waldviertel abseits von den bekannten Plätzen und Orten lebendig werden. Vieles gibt es nachzulesen in den verschiedenen Büchern. Aber einige Geschichte gibt es nicht nachzulesen, diese werden von Einheimischen erzählt, die 36 risControl 08/16

Oben: Das Waldviertel bietet sagenhafte Steinriesen und Wackelsteine, die man etwa bei der Blockheide in Gmünd bewundern kann. Rechts: Der Stausee Ottenstein ist der oberste der drei Kampstauseen. Flussabwärts liegen der Stausee Dobra und der Thurnberger Stausee.


REISE

risControl 08/16 37


REISE

Oben: Im November kann man mit Sonderzügen der Waldviertlerbahn zum Weitraer Advent fahren - mit ein bisschen Glück durch ein verschneites Waldviertel. Links: Im Österreichvergleich liegt das Waldviertler Klima im oberen Spitzenfeld, davon merkt man speziell von Oktober bis Februar oftmals nichts. Unten: Klart es im Winter dann doch einmal auf, wird es rasch bitterkalt.

rund um den Stausee Ottenstein wohnen und wohnten. Die folgende Geschichte ist Logikern und Rationalisten wahrscheinlich ein Schmunzeln wert, allen anderen und die, die es vielleicht schon wahrlich erlebt haben ein zustimmendes Nicken. Durch die Errichtung des obersten der drei Kampstauseen, dem Ottensteiner Stausee, mussten Häuser geflutet werden und unteranderem auch Kapellen und Marterln. Viele der Häuser waren bereits verlassen, für den Bau des Truppenübungsplatzes, aber einige mussten ihre Heimat und ihre Höfe verlassen. Wenn das Wasser Niederstand hat, sieht man die Spitze der Kapelle im Wasser glitzern, weit unten, aber erkennbar. Dieser Kapelle wird Wundersames nachgesagt, immer wenn es einen Toten im Stausee gibt, und diese gibt es leider immer wieder, läuten die Glocken der Kapelle. Nicht laut und hell, sondern leise und mahnend. Oder der schreckliche Brückeneinsturz der Stauseebrücke bei Lichtefels im Jahre 1956. Hier kamen Bauarbeiter zu Tode und es wurde gemunkelt, dass es sich bei diesem Unglück nicht nur um menschliches Versagen handelte. Oder die Geschichte aus den 1960er - Jahren von einem Ehepaar, welches nach den Kriegwirren wieder in ihrer Heimat dem Waldviertel unterwegs war um die Orte der Vergangenheit aufzusuchen. Sie fuhren die Straße von Zwettl Richtung Fürnkranzmühle - tiefster Winter - und so geschah es, dass die beiden vom Weg abkamen. Eine nicht erinnerliche Gegend veranlasste den Mann sich im nahegelegenen Mitterreith nach dem Weg zu erkundigen. Im Dorfgasthaus erzählte er seine Geschichte und alle wurden kreidebleich – aber auch er, denn die Dorfbewohner erzählten ihm von der Errichtung des Stausees und nach seiner Erklärung musste das Auto samt seiner Frau mitten am Stausee nahe der Fürnkranzmühle stehen. Nach Sekunden des Erstarrens liefen die Wirtshausbesucher und er zu dem Auto und machten eine erstaunliche Entdeckung. Das Eis des Stausees konnte die Last des Autos und dessen Beifahrerin tragen. Eine wahre Begebenheit, doch oft ist das Eis am Stausee nicht so dick. Nur so. Quelle: Waldviertel-Bilder.at, Johann Elsigan

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VERANSTALTUNG ÖGVS

Ergebnis Bereits zum dritten Mal in Folge ist die VAV Versicherung Testsieger bei der ÖGVS KFZ Studie, gefolgt von Zurich Connect, ERGO (4. Platz muki, 5.Platz Zürich). Das Testurteil setzt sich aus den Leistungen der Versicherer in drei Haupttestkategorien zusammen. Tarife: Wie hoch sind die Kosten der untersuchten Tarife? Wie sind Tarifleistungen und Vertragsbedingungen? (60 % des Gesamtwertes). Transparenz & Komfort: Sind die wichtigsten Versicherungs- und Vertragsbedingungen klar ersichtlich? Wie komfortabel ist die Website? (20 % des Gesamtwertes) Kundendienst: Wurden die Testkunden freundlich und zuvorkommend behandelt

sowie umfassend und kompetent beraten? (20 % des Gesamtwertes). Die Leistungen in den Kategorien Tarife sowie Transparenz & Komfort wurden durch Experten analysiert. Der Kundendienst wurde durch qualifizierte und verdeckte Tester bewertet. Dabei wurde jeder Anbieter 5-mal per Email und 5-mal telefonisch getestet. Die VAV Versicherung erfüllte die gesetzten Kriterien insgesamt am besten und wurde Testsieger, gefolgt von Direktversicherer Zurich Connect und der ERGO. Die VAV als Testsieger überzeugte dabei v. a. mit TOP-Tarifen sowie dem besten Kundendienst. Die Zurich Connect punktete ebenfalls mit sehr guten Produkten v. a. im

Bereich Teilkasko und der besten Wertung im Bereich Transparenz & Komfort. Und der Drittplatzierte ERGO zeigte neben der günstigsten Haftpflichtversicherung vor allem einen vorbildlichen Email-Support. Ergebnisse der einzelnen Testkategorien haben folgende Platzierung ergeben: Im Bereich Tarife hat die muki mit Zielerreichung 91,1 % den ersten Platz belegt, gefolgt von VAV Versicherung und Zurich Connect. Im Bereich Transparenz & Komfort belegt die Zurich Connect mit 95,1 % Zielerreichung den ersten Platz und beim Kundendienst konnte die VAV mit Zielerreichung 89,8 % den ersten Platz belegen.

einigung der Fußballer organisiert werden, starteten erfolgreich mit prominenten Besuch in Wien und Steinbrunn. Die jungen Talente hatten neben dem Training die Möglichkeit, den österreichischen Bundesligaspielern David Alaba und Robert Almer hautnah auf die Füße schauen. Die Profis nahmen sich gerne die Zeit für Autogramme und Fotos mit den kleinen Fans. Bei den Merkur EishockeyCamps in Ostrau, Tschechien, erwartete die

jungen Sportler nicht nur ein umfangreiches Trainingsprogramm mit eishockeyspezifischen Inhalten und professioneller sportmedizinischer Betreuung, sondern auch prominenter Besuch. Der tschechische NHL-Star Tomáš Fleischmann von den Chicago Blackhawks war beim Training und überzeugte sich persönlich von der Qualität der Nachwuchsspieler. Neben Autogrammen hatte Fleischmann auch einige Tipps aus der besten Eishockeyliga der Welt, der National Hockey League (NHL), für die Kids.

Merkur Die Vorsicherung

Youngster Camps Heuer hat die Merkur Vorsicherung erstmals Feriencamps für Kids von 7 bis 14 Jahren organisiert, es kann zwischen Eishockey und Fußball gewählt werden und es sind noch Plätze frei. Kinder, die sich nicht auf eine Sportart einschränken wollen, haben im „Finde dein Talent“-Camp die Möglichkeit, unterschiedliche sportliche Aktivitäten unter Anleitung geschulter Trainer auszuprobieren. Die Starcamps, die gemeinsam mit der Ver-

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VERANSTALTUNG

Einfach – sicher – digital: Mehr Zeit für die Kunden durch effiziente IT Die digitale Zukunft der Beratung und der Kommunikation zwischen Vermittler, Versicherer und Kunde ist der Schwerpunkt beim 10. AssCompact Trendtag am 29. September in der Pyramide Wien/Vösendorf. Unter dem Motto „einfach – sicher – digital“ rückt AssCompact die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft in den Fokus. Das betrifft einerseits Abläufe und möglichst effiziente Kommunikationswege im Vermittlerbüro, andererseits die Chancen, die sich durch die Verknüpfung der digitalen Informations- und Kommunikationswelt mit der persönlichen Beratung auftun. Als Referenten konnte AssCompact auch heuer prominente Namen gewinnen: den vielfach ausgezeichneten TV-Moderator und SocialMedia-Experten Armin Wolf, den deutschen Autor und Vertriebstrainer Dirk Kreuter sowie den Ski-Olympiasieger und dreifachen Weltmeister Stephan Eberharter. Auch die Workshops warten wieder mit einem

breit gefächerten Angebot auf. Referenten aus der Praxis für die Praxis garantieren dafür, dass der AssCompact Trendtag seinem Motto „1 Tag investieren, 365 Tage profitieren“ gerecht wird. Spannende Preisverleihungen gibt es am 29. September im Doppelpack: Neben dem „Jungmakler des Jahres“ werden auch die Top-Gesellschaften mit den AssCompact Awards ausgezeichnet. Verliehen werden heuer die Awards in den Kategorien bAV, Gewerbeversicherung inklusive Betriebsrechtsschutz, Kfz-Versicherung, landwirtschaftliche Betriebsversicherung und „Bester Onlineservice“. Mehr als 50 Aussteller bieten Gelegenheit, mit Entscheidern Networking zu pflegen und die Innovationen der Gesellschaften aus erster Hand kennen zu lernen. Anmeldung ab sofort unter www.asscompact.at/trendtaganmeldung

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VERANSTALTUNG Hagelversicherung

Hoher Besuch Die österreichische Hagelversicherung hat hohen Besuch empfangen, eine Delegation des Chinesischen Agrarversicherers GUOYUAN unter der Leitung ihres Präsidenten Zhang Fuyin. Ziel war es das Modell des Spezialversicherers zu studieren, Ideen zu sammeln und sich auszutauschen. Der chinesische Staat hat bereits auf die immer härter werdenden Herausforderungen für die Landwirtschaft reagiert. So bezahlt der Landwirt in China nur 20 % der Ernteversicherungsprämie und der Staat übernimmt 80%. International geht der Weg ganz eindeutig in Richtung eines noch umfassenderen Risikomanagements. Aufgrund der Risikovielfalt wird das Zusammenspiel aus Landwirtschaft, Versicherungswirtschaft und öffentlicher Hand immer wichtiger. Der Monat Juli hat es für die heimische Landwirtschaft in sich. Bereits über 10 Millionen Euro Hagelschäden sind innerhalb der letzen drei Wochen gemeldet worden.

Zhang Fuyin, Präsident GUOYUAN, mit Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender Österreichische Hagelversicherung, Vorstand Mag. Reinhard Kern, Chefmeteorologe Mag. Holger Starke und die Delegation aus China

UNIQA Österreich

Wenn Kunst Spaß macht Die UNIQA Österreich ist Partner für das Kinder- und Jugendprogramm der Salzburger Festspiele und hat rund 70 Kinder zur Aufführung der Kinderoper „Die Feenkö-

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nigin“ eingeladen. Beim Empfang sprachen Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender von UNIQA Österreich und Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele über

die Wichtigkeit, Kindern Kunst näher zu bringen. Löger: „Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder ihre Lernfähigkeit steigern, wenn sie sich mit künstlerischen Ausdruckmitteln auseinandersetzen. Kulturelle Bildung ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsbildung und kommt in Schulen oft zu kurz. Deshalb haben wir beschlossen das Kinderund Jugendprogramm der Salzburger Festspiele weiter zu unterstützen.“ Die Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen wurde bis zum Jahr 2017 fixiert. Ausgewählte Musiktheaterproduktionen, Jugendcamps, kinder- und jugendgerechte Begleitveranstaltungen sollen Freude an der Musik und Verständnis für die Musik wecken und weiterentwickeln. RablStadler: „Musik hat eine eigene Sprache und ermöglicht es den Menschen, unabhängig von Kultur, Religion, Alter und Sprachraum, miteinander zu kommunizieren. Kunst fördert somit das Aufeinander hören, und das ist gerade in unserer heutigen Welt ein ganz wichtiger Aspekt des Zusammenlebens.“


VERANSTALTUNG Wiener Versicherungsmakler

Die kreativen Liebesg´schichten und Versicherungssachen Die Gewinner des Kreativwettbewerbes stehen fest. Die Wiener Versicherungsmakler haben im Rahmen des Wettbewerbes „Liebesg’schichten und Versicherungssachen – Verliebt, verlobt, versichert“ aufgerufen die Frage „Was soll der Versicherungsmakler deiner Träume für dich tun? Beziehungsweise: „Dein Versicherungsmakler verkuppelt dich mit der Versicherung fürs Leben, aber was erwartest du von einer Versicherung? Zahlreiche Antworten in Form von Videos Geschichten oder Liedern wurden eingesandt und in einem anonymen Auswahlverfahren von der Jury bewertet. Die drei kreativsten Einsendungen gewannen Preise im Gesamtwert von 2.000 Euro. “Lately I‘ve been losing sleep, dreaming about the things that I could do”…Aber bei all meinen Wünschen und Träumen, die mich um den Schlaf bringen, brauch ich jemanden der mich unterstützt und mir hilft, das alles richtig zu machen. Der mich berät, welche Stornoversicherung ich nehme, wenn ich auf Maturareise fahre oder welche Versicherung die beste für mein neues Auto ist. Dieser jemand ist ein Versicherungsmakler. Ich wünsche mir einen Versicherungsmakler den ich fragen kann: If I lay here, if I just lay here, would you lie with me and just forget the world? Und der dann mit Ja antwortet. (...) Mit ihrem Medley „An den Versicherungsmakler

Helmut Mojescick

meiner Träume“ überzeugte die 17-jährige Johanna Braunsdorfer die Jury und wurde im anonymen Auswahlverfahren zur Siegerin des Kreativwettbewerbs „Liebesg’schichten und Versicherungssachen – Verliebt, verlobt, versichert“ gewählt. Auf Platz 2 schaffte es die Bildgeschichte „Gebellt – nicht gebissen“ von Helena Bedenicec, in der ein kleiner Hund die Probleme mit seiner Versicherung schildert. Denn bei Schadenabwicklungen war die Versicherung nicht so großzügig, wie mit ihren unbrauchbaren Werbegeschenken und auf Kleingedrucktes und Fachchinesisch im Vertrag hätte der kleine Vierbeiner auch gut verzichten können. Eine persönliche und ausführliche Vertragserklärung – Klausel für Klausel – wäre hunde… äh…kundenorientierter gewesen. Mit seinem Video „Liebesg’schichten und Hausratssachen“ sicherte sich Martin Bachinger Platz 3. Wie bei „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ erzählt er in einem Interview die Geschichte, wie er nach 20 Jahren Beziehung von seiner Versicherung verlassen wurde und nun auf der Suche nach seiner Traum-Versicherung ist. Wenn die Richtige vor der Tür stehen würde, selbst wenn es eine Kleingedruckte wäre, er würde ihr sofort das „Ja-Wort“ geben. Ich möchte mich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die tollen Einsendungen bedanken und hoffe, sie alle bleiben auch weiterhin richtig versichert“, freut sich Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Zum Anhören/Ansehen der Siegerprojekte klicken Sie hier: http://www.maklertag.at/ wettbewerb/

BU-Schutz für junge Vorsorger

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DER Spezialversicherer risControl 08/16 43 für biometrische Risiken


VERANSTALTUNG Allianz SE

Globale Partnerschaft Die Allianz SE und SOS Kinderdörfer haben ihre, globale zunächst dreijährige, Partnerschaft bekannt gegeben. Neben Projekten zur individuellen Förderung der Kinder, wird die Allianz ihr Know-how als Risikomanager einbringen, indem sie z. B. hilft, Kinderdörfer im Katastrophenfall zu sicheren Anlaufstellen für die Gemeinden zu machen. Zum Auftakt der Partnerschaft hatten über 12.000 Allianz Mitarbeiter/innen weltweit am ersten Allianz World Run teilgenommen. Von Mai bis Ende Juli legten sie 1,4 Millionen Kilometer zugunsten der SOS-Kinderdörfer zurück,

umrundeten somit 34 - mal die Erde und erliefen 600.000 Euro, mit denen KinderdorfProjekte in zwölf Ländern (Argentinien, China, Deutschland, Indonesien, Elfenbeinküste, Kolumbien, Kroatien, Luxemburg, Mexiko, Österreich, Syrien,Thailand) finanziert werden. Mit dem World Run stellte die Allianz einen neuen Weltrekord auf: „Längste Laufstrecke eines Teams in 90 Tagen“. Zusätzlich wurde durch die World Run Bilder aus aller Welt der Guinness World RecordsTM für die „längste Fotostrecke“ gebrochen (8.470 Fotos, 1.225 Meter).

Helvetia Versicherung

Charity Projekt Mit der Kampagne #machsmituns ruft die Lebenshilfe zur freiwilligen Mithilfe auf, um für Menschen mit Beeinträchtigungen auf unterschiedlichste Weise aktiv zu werden. Helvetia Österreich hat sich für ihre Teilnahme an der Aktion ein besonderes Charity-Projekt ausgedacht. Unter dem Motto »Jeder Schritt zählt« konnten sich Mitarbeiter freiwillig für einen Schrittmesser anmelden. Einen Tag lang wurden die Schritte der Teilnehmer an unterschiedlichen Standorten gemessen und anschlie-

ßend von Helvetia Österreich in eine Spende umgewandelt. Es wurden mehr als 310.000 Schritte gesammelt und damit konnte Vertriebsvorstand Werner Panhauser einen Scheck in Höhe von 3.200 Euro an den Geschäftsführer Joachim Mair und Generalsekretär Bernhard Schmid von der Lebenshilfe Wien übergeben.

Klassische Musik-Matinée zu Gunsten neunerhaus Das akademische Symphonie-Orchester „Sinfonia Academica“ verbindet seine Passion fürs Musizieren mit dem guten Zweck. Bereits zum zweiten Mal spendet das professionell musizierende Amateur-Orchester den gesamten Erlös an neunerhaus. neunerhaus ist eine Hilfsorganisation die seit über 15 Jahren obdach- und wohnungslosen Menschen ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben ermöglicht. Mehr über neunerhaus unter www.neunerhaus.at 44 risControl 08/16

• Sonntag, 9. Oktober 2016, 11:00 Uhr - Wiener Konzerthaus, Mozartsaal • Programm: Karol Kurpinski (Ouverture zur Oper "Königin Jadwiga") - Joseph Haydn (Symphonie g-moll Hob. I/83 "La Poule") - Ludwig van Beethoven (Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58) • Kartenverkauf: www.konzerthaus.at oder direkt an der Konzerthauskassa (Lothringerstraße 20, 1030 Wien; Tel. 01/242 002; E-Mail: ticket@konzerthaus.at) • Kartenpreise: ab 20 Euro


FINANZEN

Tipps zum Einstieg in die Anlageklasse ETP Exchange Traded Products (ETPs) erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit. Die Anlageklasse verzeichnet seit Jahren enorme Zuwachsraten, derzeit sind rund drei Billionen Dollar Assets under Management in ETPs, bis 2021 sollen es rund sieben Billionen werden . ETPs bieten Investoren eine einfache und verhältnismäßig billige Anlageoption. Dennoch wird in letzter Zeit vielfach bei Investoren eine „Wissenslücke“ in Bezug auf ETPs festgestellt. Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions beim führenden ETP Anbieter ETF Securities, gibt deshalb Tipps für den Umgang mit der Anlageklasse. Kosten niedrig halten Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds versuchen ETPs lediglich einen Benchmark abzubilden, nicht jedoch selbigen zu schlagen. Durch den passiven Charakter von ETPs bleiben aber auch die laufenden Kosten für Investoren niedrig. Insbesondere bei Nischenprodukten gibt es oft deutliche Preisunterschiede zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETPs auf einen vergleichbaren Index.

„Vergangene Studien zeigen, dass die meisten aktiven Fonds es nicht schaffen, ihre Benchmarks dauerhaft zu übertreffen, so dass passive Fonds eine attraktive Alternative darstellen“, kommentiert Hein. In eine breite Produktpalette investieren ETPs bieten Privatanlegern eine einfache Möglichkeit, in Klassen zu investieren, die traditionell institutionellen Investoren vorbehalten waren. Beliebt sind hier insbesondere Investments in Rohstoffe und Währungen. Anleger konnten beispielsweise im Umfeld des Brexits mit Gold- und Silber-ETPs oder Sterling-Shorts gute Gewinne erzielen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ETPs, die währungsgesichert sind und darüber das Währungsrisiko ausschalten. Jan-Hendrik Hein von ETF Securities, welche 2003 das weltweit erste physisch besicherte Gold-ETP an die Börse gebracht haben, sieht auch weiterhin gute Chancen bei diesen Anlagen: „Seit Jahresbeginn haben Rohstoffe mit einer Performance von 15,1 Prozent alle anderen Anlageklassen outperformed. Anleihen und Aktien erwirtschafteten 6,5 und 2,6 Prozent.“

Portfolio diversifizieren Je breiter das eigene Portfolio aufgestellt ist, umso weniger ist es von den Schwankungen einzelner Positionen abhängig. Eine gute Diversifizierung hilft also das eigene Risiko gering zu halten. Breit aufgestellte ETPs bieten dazu eine einfache und flexible Möglichkeit, mit nur einer Transaktion Zugang zu einem ganzen Index zu bekommen. „Eine breite Streuung des Portfolios hilft hier enorm, die vorhandenen Risiken zu minimieren“, meint der Director – Head of German Speaking Regions. Short- und Hebelprodukte nutzen Durch den geschickten Einsatz von Short- und Hebelprodukten lassen sich auch in volatilen und fallenden Märkten gute Renditen erzielen. ETPs sind eine Option, um solche Produkte in das eigene Portfolio aufzunehmen. „Im Unterschied zu herkömmlichen Short- und gehebelten Positionen in Aktien werden zur Erzielung von Renditen keine Fremdmittel aufgenommen, sondern Derivate eingesetzt“, so Hein.

Fachverband der Finanzdienstleister

„Warum der Brexit - zumindest für Großbritannien kein besonderes Problem sein sollte“ „Viele erwarten vom Ergebnis der Brexit– Abstimmung erhebliche Probleme sowohl für die EU, als auch für Großbritannien. Politisch mag das stimmen, wirtschaftlich bin ich zumindest in der Frage des Außenhandels anderer Meinung“, erklärt Portfolioverwalter und Wertpapier-Experte Manfred Drennig in einer Analyse für den Fachverband Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Sicher werden die Verhandlungen schwierig werden. Schließlich will die EU keinem ihrer Mitgliedsstaaten Appetit auf einen ähnlichen Weg machen. Aber inhaltlich hat Großbritannien die Trümpfe in der Hand, und nicht die EU. England importiert wesentlich mehr aus der EU als es dorthin exportiert. Der Exportü-

berschuss der EU gegenüber Großbritannien betrug zuletzt fast 70 Milliarden Euro. Zölle würden daher der EU wesentlich mehr schaden“, ist Drennig überzeugt. Aus Sicht Drenings gibt einen zweiten kritischen Aspekt: Für das künftige Verhältnis Großbritanniens zur EU wird oft auf ähnliche Abkommen der EU mit Norwegen und der Schweiz verwiesen, die sich beide im Austausch für den Verzicht auf Zölle zur Niederlassungsfreiheit für Bürger der EU hatten bekennen müssen. Dies lehnt Großbritannien jedoch ab. Dieser Hinweis ist grundsätzlich richtig, übersieht aber etwas Wesentliches: Im derzeit gerade diskutierten CETA–Abkommen der EU mit Kanada ist großteils Zollfreiheit ab der Unterzeichnung vorgesehen, jedoch ohne

analoge Bestimmungen über die Niederlassungsfreiheit. Ob nun das CETA-Abkommen allein von den EU–Behörden oder nur unter Mitwirkung der einzelnen Staaten abgeschlossen wird, selbst wenn CETA als gemischtes Abkommen qualifiziert wird: Zur EU–Ebene zählen auch in diesem Fall die sogenannten reinen Handelsthemen, und dazu gehören die Zölle. Experte Drennig dazu: „Kann man Großbritannien ernsthaft verwehren, was man Kanada zugesteht? Ich meine nein. Aus den bereits genannten Gründen denke ich, dass zumindest beim Außenhandel - und damit bei einem wesentlichen Faktor für die künftige Entwicklung des Außenhandels Großbritanniens - die Folgen des Brexit sich in Grenzen halten werden.“ risControl 08/16 45


VERSICHERUNG D.A.S. Rechtsschutz AG

Jubiläum Die D.A.S., Österreichs führender Rechtsschutzspezialist, feiert heuer ihr 60-jähriges Jubiläum. Das heimische Versicherungsunternehmen setzt sich seit jeher für Chancengleichheit ein und wird auch künftig die Service- und Produktqualität weiter ausbauen. Der ursprüngliche Firmenname D.A.S., „Deutscher Automobil Schutz“, verdeutlicht, dass der Rechtsschutzversicherer den Beginn seiner Tätigkeit im KFZ-Bereich hatte. Alles begann mit einem verheerenden Unfall beim Autorennen in Le Mans 1917. Als Lösung der daraus resultierenden Rechtsprobleme gegen verschiedene KFZ-Haftpflichtversicherungen entstand damals die Idee der Rechtsschutzversicherung. 1956 wurde dann als erste Rechtsschutzgesellschaft in Österreich die D.A.S. gegründet. „In den letzten 60 Jahren sind viele Rechtsschutzbereiche zur ursprünglichen KFZ-Thematik dazugekommen“, informiert Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender. „Und dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Wir orten einen steigenden Bedarf nach Rechtsschutz in vielen Lebenslagen und bedienen diesen mit laufenden Innovationen in Service und Produktpalette.“ Chancengleichheit wird großgeschrieben Der Rechtsschutzspezialist wird laufend mit der Komplexität des Rechtssystems konfron-

Johannes Loinger tiert. „Auch wir kennen das Sprichwort Recht haben und Recht bekommen ist zweierlei. Jedoch setzen wir alles daran, dass unsere Kunden zu ihrem Recht kommen“, so Loinger. Darüber hinaus bietet der Versicherer. seit mehreren Jahrzehnten äußerst erfolgreich die Möglichkeit, dass neben Anwälten rund 40 hausinterne, ausgebildete Juristen in ganz Österreich tätig werden. „Die D.A.S. Direkthilfe steht weit oben in der umfangreichen Liste der angebotenen Service- und Leistungselemente und fördert die außergerichtliche Streitbeilegung.

Diese wird etwa bei Vertragsstreitigkeiten, nachbarschaftsrechtlichen oder auch familiären Auseinandersetzungen gerne gewählt. Immer dann, wenn eine längerfristige Beziehung nicht zwangsläufig durch einen nervenzehrenden Rechtsstreit beeinflusst oder nach Lösung beendet werden soll, machen unsere Kunden besonders gute Erfahrungen mit außergerichtlichen Interventionen, Schlichtungen und Mediationen“, führt Loinger aus. Das bestätigt auch die hohe Kundenzufriedenheit von 88 %, die im Rahmen der regelmäßigen Kundenzufriedenheitsstudie durch IPR kürzlich erhoben wurde. „Chancengleichheit bedeutet für uns als Rechtsschutzspezialist auch, dass der Zugang zu Beratungsleistungen unkompliziert sein muss. Daher setzen wir explizit auf Regionalität und erbringen juristische Beistands- und Beratungsleistungen nicht nur zentralisiert, sondern verteilt in ganz Österreich. Wir folgen damit bewusst nicht dem Trend in der Versicherungsbranche, Kostenreduktion durch Schließung von Kundenbüros oder Servicestellen zu lukrieren. Wir nehmen dafür durchaus Kostennachteile in Kauf, um unseren Kunden und Partnern einen einfachen Zugang zu Beratungsleistungen zu gewährleisten indem wir möglichst flächendeckend in ganz Österreich an 18 Standorten, davon vier RechtsService-Zentren, präsent sind“, so Loinger abschließend.

Österreichische Länderversicherer

Gute Positionierung Die österreichische Versicherungswirtschaft verzeichnete im Jahr 2015 einen Zuwachs, das branchenweite Prämienvolumen stieg um 1,44 %. Auch die Länderversicherer (Niederösterreichische Prämienplus 1,41 %, Grazer Wechselseitige + 0,37 %, Oberösterreichische – 0,33 %, Tiroler + 4,76 % Vorarlberger + 2,71 % und Kärntner Landesversicherung + 7,46 %) schlossen das Jahr 2015 überwiegend erfolgreich ab und lagen über dem Marktschnitt: 46 risControl 08/16

Der Prämienzuwachs betrug 1,56 %, die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,74 %, die Zuwächse aus Kapitalanlagen betrugen 4,08 % und die Eigenmittel erhöhten sich um 8,87 %. Bei steigender Kundenanzahl konnte auch die Anzahl der Verträge auf über 6,1 Millionen Stück erhöht werden. Die Position am heimischen Versicherungsmarkt wurde damit gefestigt – erneut liegen die Länderversicherer auf Platz 4 im österreichischen Versicherungsranking. Auch für Solvency II sind die

Länderversicherer gut aufgestellt, während der Interimsphase wurden alle erforderlichen Vorbereitungsschritte gesetzt, es bestehen überdurchschnittliche Solvabilitätsgrade in den Unternehmen. Was nicht zuletzt auch zur Marktbereinigung gedacht war, entpuppt sich nunmehr als echter Vorteil für die kleineren Häuser. Die Länderversicherer sind aufgrund ihrer Eigentümerstruktur und dem daraus hohen Anteil an Garantiemittel traditionell stabil aufgestellt.


VERSICHERUNG Morgen & Morgen

Neues BU Rating Morgen & Morgen hat die Berufsunfähigkeitstarife auf dem österreichischen Markt erneut einem Rating unterzogen. 18 von 33 Tarifen erhielten eine fünf Sterne Bewertung, 9 Tarife erhielten eine vier Sterne Bewertung, 3 Tarife eine drei Sterne Bewertung, 1 Tarif konnte nur mit zwei Sternen bewertet werden und 2 Tarife erhielten nur einen Stern. Das Rating basiert auf den Ergebnissen von vier Teilratings, in denen ebenfalls bis zu fünf Teilratingsterne vergeben werden konnten. Neben dem Bedingungswerk wurden Kompetenz und Transparenz der Versicherer, sowie Antragsfragen betrachtet. Erstmals wurde von Analysehaus auch branchenweite interne Daten und Kennzahlen wie Bestandskennzahlen, Leistungsfälle und weitere zum Komplex BU gehörende Sachverhalte der BU-Versicherer ermittelt. Bewertet wurden

Tarife der Continentale, Dialog, Donau, ERGO, Generali, Gothaer, HDI, Nürnberger, Oberösterreichischen, Raiffeisen, Standard Life, UNIQA, VLV, Wiener Städtischen, WWK und Zürich Deutscher Herold. Die ersten Statements zeigen wie wichtig den Versicherungsunternehmen die Bewertungen sind. Edgar Hütten, im Vorstand der Dialog unter anderem für das Aktuariat zuständig, zeigt sich mit der neuerlichen Auszeichnung sehr zufrieden: „Die Rating-Agentur Morgen & Morgen legt ihren Prüfungen bekanntlich sehr strenge Maßstäbe zugrunde. Umso mehr freut es uns, dass wir wie in Deutschland auch in Österreich die Höchstnote für unsere Invaliditätsabsicherungen erhalten haben. Der Vermittler hat damit die Gewähr, seinen Kunden dank der hervorragenden Qualität und Flexibilität unserer Produkte die beste

Lösung zur Absicherung dieses gravierenden Risikos zu bieten.“ „Wir freuen uns sehr über das gute Abschneiden beim Rating des renommierten Analysehauses Morgen & Morgen. Das Ergebnis unterstreicht unsere Kompetenz im Bereich der Vorsorge“, erklärt Dr. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes von Zurich. „Wir orten beim Thema der Absicherung von Berufsunfähigkeit hierzulande noch einen großen Aufholbedarf: Immerhin leiden mehr als 2,6 Millionen und Österreicher an einer dauerhaften Krankheit oder einem chronischen Gesundheitsproblem. Privat vorgesorgt haben jedoch nur rund 3% der Bevölkerung. Umso wichtiger ist es, das Thema zu adressieren und Ratings von unabhängigen Institutionen leisten dabei einen wichtigen Beitrag“, so Gerhard Matschnig.

Die Revolution der Versicherungsbranche beginnt...

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VERSICHERUNG TOGETHER / Die Niederösterreichische Versicherung

Neuer Partner Die Niederösterreichische Versicherung AG ist neuer Partner bei TOGETHER. Ab August werden die Bestandsdaten im OMDS-Format zur Verfügung gestellt. Damit können Kunden-, Vertrags- und Schadensdaten aus Verträgen der NV direkt über die Serviceplattform verwaltet werden. Eine Erweiterung des Angebots um Schadensmeldungen und Tarifrechner ist für 2017

geplant. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von TOGETHER, schätzt die neue Kooperation: „Mit der Niederösterreichischen Versicherung haben wir heuer bereits die zweite bedeutende österreichische Versicherung für unsere Plattform gewonnen“. Für die Niederösterreichische Versicherung ist die Zufriedenheit der Kunden und die zahlreichen Vertriebspartner ein Fundament des

Unternehmens. Ein Anliegen ist es daher, auf die Bedürfnisse des Maklervertriebs einzugehen und Serviceleistungen entsprechend anzupassen. Verkaufsdirektor Wolfgang Turetschek schätzt das neuen Service für seine Vertriebspartner: „Wir freuen uns, ab sofort OMDS-Daten über TOGETHER online verfügbar zu haben und damit das Service für unsere Vertriebspartner erweitern zu können.“

Allianz Gruppe

Lebensgefährliches Leben In Österreich verunglücken pro Stunde rund 100 Menschen bei Unfällen. „In der Freizeit ereignen sich drei von vier Unfällen“, erklärt Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice. Laut aktueller Allianz Unfallstatistik lauert beim Sport (33,5 %) die größte Gefahr. Auf Position zwei befinden sich mit 26,1 % die Arbeitsunfälle. Knapp dahinter sind Unfälle, die zu Hause oder im eigenen Garten passieren, die dritthäufigste Ursache (25,3 %) Abseits von Sport und Garten ereignen sich 9,6 % aller Unfälle in der Freizeit, was in dieser Wertung Rang 4 bedeutet. An fünfter Position folgen Kfz-Unfälle mit verletzten Personen (5,5 %). Der Bundesländervergleich hat ergeben in Tirol lebt es sich am gefährlichsten, denn bei rund jedem fünften Unfall (21,3 %) hat

die verletzte Person ihren Wohnsitz in Tirol, Wien und Burgenland belegen in diesem Ranking die beiden letzten Plätze. Auch bei der Unfallart gibt es zum Teil gravierende bundesländerspezifische Differenzen: Ereignen sich in Tirol 41 % aller Unfälle im Sport, sind es in der Steiermark 23,9 %. Die Steiermark (33,5 %) ist zusammen mit Kärnten (30,3 %) jenes Bundesland, wo Arbeitsunfälle, im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern, die häufigste Unfallursache darstellen. Zu Hause oder im eigenen Garten sind die Burgenländer mit 29,7 % am stärksten gefährdet, während es in Wien (17,7 %) österreichweit die wenigsten Vorfälle im privaten Bereich gibt. Eine Gemeinsamkeit aller Bundesländer: Kfz-Unfälle befinden sich überall an letzter Position. Im

Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung sind lediglich Arbeitsunfälle versichert- somit sind dreiviertel aller Unfälle nicht abgedeckt und trotzdem haben derzeit nur 40 % aller Österreicher eine private Unfallversicherung abgeschlossen.

FMA

Versicherungswirtschaft Die österreichische Versicherungswirtschaft startete uneinheitlich ins Geschäftsjahr 2016. Sinkendes Prämienvolumen durch massiven Rückgang der Einmalerläge verbessertes EGT, wobei sich zwar das Finanzergebnis um -3,58 % verringerte, das versicherungstechnische Ergebnis aber um 49,35 % stieg und eine stabile Kapitalausstattung. Die Segmente Krankenversicherung sowie Schaden/ Unfallversicherung legten beide im ersten Quartal zu. Die stillen Nettoreserven (Saldo 48 risControl 08/16

aus stillen Reserven und stillen Lasten) sind zum Ende des 1.Quartals 2016 im Vergleich zum Vorquartal um 7,03 % auf € 23,4 Mrd. gestiegen. Das entspricht einer Reservequote bei den Kapitalanlagen von 26,08 %. Auch die mit dem aktuellen FMA-Quartalsbericht erstmals erhobenen neuen Solvabilitätsanforderungen nach dem mit 1.1.2016 in Kraft getretenen neuen Versicherungsaufsichtsgesetz (Stichwort: Solvency II), das jetzt das individuelle Risikoprofil jedes Unterneh-

mens berücksichtigt, stellen der Branche ein zufriedenstellendes Zeugnis aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen verfügt über mehr als 200 % des gesetzlich geforderten Mindest-Solvenzkapitals (SCR, Solvency Capital Requirement). Der Durchschnittswert (Median) aller Versicherer liegt bei 220,8 %. Und die Hälfte der Versicherungsunternehmen erfüllt die Mindestkapitalanforderungen (MCR, Minimum Capital Requirement) zu rund 500 bis 900 %.


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EUROP ASSISTANCE ÖSTERREICH

Große Dienstleistungspalette Besim Akinci ist seit Jänner 2016 neuer CEO der Europ Assistance in Österreich. Seine Karriere begann er nach Abschluss seines Studiums der Rechtswissenschaften bei der Generali Schweiz, im Jänner 2007 wurde er zum CEO der Europ Assistance Schweiz bestellt, diese Funktion hat er zusätzlich zu seiner Funktion in Österreich ebenfalls inne.

Ihr erstes Halbjahr in der neuen Funktion in Österreich, wie ist ihr Resümee? Besim Akinci: Es ist ein interessantes Land mit vielen motivierten Mitarbeitern. Für mich ist die Tatsache aber nicht überraschend, da ich mit meinem Vorgänger Jean-Francoise Diet bereits eng zusammengearbeitet habe und mir dieser bereits im Vorfeld viele Gepflogenheiten und einige unserer Kunden nähergebracht hat. Wie ist es zu Ihrer Entscheidung gekommen, nach Österreich zu gehen? Akinci: Meine Vorgesetzten haben mich über diese Opportunität einer zweiten Geschäftsführertätigkeit in Österreich angesprochen und da Österreich bzw. Wien auf meiner Wunschliste ganz oben stand habe ich sofort zugesagt. Mein Lebensmittelpunkt bleibt weiterhin in der Schweiz, weil meine Familie dort wohnt und meine Kinder dort zur Schule gehen. Ich arbeite und pendle im zwei Wochenrythmus zwischen Wien und der Schweiz. Die Welt ist bereits so globalisiert und wir Manager moderne Nomaden, sodass das kein Problem darstellt, ich habe mein Büro immer bei mir. Damals war es eine Innovation, heute wird die Assistanceleistung in vielen Bereichen vom Kunden beim Versicherungsprodukt verlangt und ist auch oft ein Entscheidungsgrund. Ist der Schweizer und der österreichische Versicherungsmarkt vergleichbar? Akinci: Auf alle Fälle, beide Länder haben die ähnliche Bevölkerungsstruktur und beide Versicherungsmärkte versicherungsaffine 50 risControl 08/16

Konsumenten. Die Österreicher und auch die Schweizer sind bewusste Einkäufer von Versicherungslösungen. Wir können mit unserem Portfolio in den Ländern Synergieeffekte nutzen, was sich in einem Land bewährt, kann im anderen Land lanciert werden. Sowohl die Generali Österreich und nun die Europ Assistance liegen beide in Schweizer Hand. Akinci: Ein wirklich purer Zufall, ich kenne Alfred Leu bereits seit 18 Jahren und wir haben schon viel zusammen gearbeitet. Mittels Notfallsbutton oder Bewegungsmelder werden Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf gemeldet und wir können aktiv werden, ob mit Benachrichtigung der Angehörigen oder Alarmierung eines Hilfsdienstes. Wo liegen die Schwerpunkte der Europ Assistance heuer? Akinci: Die Schwerpunkte liegen heuer darin uns noch prozessorientierter und innovativer zu präsentieren. Die traditionelle Assistanceleistung der Vergangenheit lag im Pannendienst und bei der Reiseversicherung. Die Zukunft liegt in der Globalisierung und Digitalisierung. Lösungsansätze, die zukunftsweisend sind, Notfall Assistance Services wo der komplette Prozess voll automatisch digitalisiert abläuft, mit Echtzeitverfolgung am Smartphone. Damit können wir dem klassischen Versicherungsunternehmen einen echten Kundenmehrwert schaffen und so allenfalls die Kundenbindung erhöhen.

Wie weit hat sich die Nachfrage an Assistanceleistungen verändert und welche neuen Produkte sind geplant? Akinci: Die Sensibilität der Kunden hat sich geändert. Vor 10 Jahren war die Notfallsassistance im KFZ Bereich etwas, was Autofahrerclubs angeboten haben, aber kein Versicherer. Damals war es eine Innovation, heute wird die Assistanceleistung in vielen Bereichen vom Kunden beim Versicherungsprodukt verlangt und ist auch oft ein Entscheidungsgrund. Kunden wollen beste Leistung auch in diesem Bereich. Assistance ist eine Dienstleistung, die keine zweite Chance bietet, nur bei 100 % Leistung erhalten wir ausgezeichnetes Feedback und der Kunde ist zufrieden. Auch der demografische Wandel der Bevölkerung bietet viele Möglichkeiten für uns. Die Businessline Health, alles was um den Menschen herum geschieht, seine körperliche Integrität und Gesundheit. Wir haben im Bereich Gesundheitsmanagment Dienstleistungen entwickelt, wo wir für andere Ländern in der Gruppe unser Know How und unsere Markterfahrungen als Kompetenzzentrum zur Verfügung stellen können. Auch hier hat die Digitalisierung Einzug gehalten, mit Follow-up‘s, wo wir dem Kunden bspw. Dienstleistungen zur Überwachung von alleinstehenden Senioren anbieten können. Mittels Notrufbutton oder Bewegungsmelder werden Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf gemeldet und wir können aktiv werden, Bei Strategiegesprächen wurde die Thematik einer zweiten Geschäftsführertätigkeit in einem anderen Land angesprochen, eine neue Herausforderung und Österreich bzw. Wien stand ganz oben auf meiner Wunschliste.


INTERVIEW

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INTERVIEW ob mit Benachrichtigung der Angehörigen oder Alarmierung eines Hilfsdienstes. Oder das Spektrum Familie und Haus. Abgesehen von gesundheitlichen Problemen, die überwacht werden können, werden hier „connect at home“ Lösungen angeboten. Menschen mit Hilfe das Leben zu erleichtern, ist für uns als Assistance Unternehmen das zentrale Kernanliegen. Natürlich werden nur Systeme lanciert die datenschutzrechtlich korrekt und den gesetzlichen Vorgaben der einzelnen Länder entsprechen. Es gibt Lösungsansätze, die nur durch eine zukunftsorientierte Digitalisierung möglich ist. Das betrifft auch das Feedback von unseren Kunden, das ist schnell und zeitnah an der Dienstleistung abfragbar. Gibt es für diese Assistancleistungen keine datenschutzrechtlichen Probleme in Österreich? Akinci: Wie bereits gesagt, es gibt datenschutzrechtliche Fragenstellungen, die rechtlich einwandfrei fixiert werden müssen bevor ein Assistance Produkt lanciert werden kann. Grundsätzlich gibt uns der Kunde, der seine Mobilität gewährleistet haben möchte, sein Einverständnis für Assistance Leistungen die einen Eingriff in seine Privatsphäre notwendig machen. Nur datenschutzrechtlich konforme Lösungen werden als Produkte auf dem Markt lanciert. Digitalisierung und Assistance sind in der Zukunft nicht mehr voneinander trennbar, wie sehen Sie das? Akinci: Digitalisierung in der Assistance hat viele positive Aspekte. Es gibt Lösungsansätze, die nur durch eine zukunftsorientierte Digitalisierung möglich ist. Das betrifft auch das Feedback von unseren Kunden, das ist schnell und zeitnah an der Dienstleistung abfragbar. Es ist wichtig, für unsere Mitarbeiter und unser Management Feedback zu erhalten, wir haben eine sehr hohe positive Feedbackquote. Wo holen sie sich Ihre Kraft und Energie für den Alltag? 52 risControl 08/16

Akinci: Bei meiner Familie. Ich bin ein ausgeprägter Familienmensch, ich arbeite sehr gerne und viel. Wenn ich am Wochenende bei meiner Familie in der Schweiz bin, versuche ich Arbeit und Freizeit zu trennen und nur Papa und Ehemann zu sein. Ein ausgeglichenes Leben gibt Kraft für den Alltag.

Es ist wichtig, für unsere Mitarbeiter und unser Management Feedback zu erhalten, wir haben eine sehr hohe positive Feedbackquote. Die letzte Reise führte nach….?

Was haben Sie für Hobbys? Akinci: Ich liebe die Berge, wandern und Fußballspielen. Generell ist für mich Bewegung am liebsten in den Bergen sehr erholsam und erfrischend. Wir haben sowohl in der Schweiz als auch hier in Österreich fantastische Gegenden und das ist ein Privileg das man nicht vergessen und nutzen sollte.

Akinci: Sardinien, in ein abgelegenes kleines Dorf wo es mehr Schafe als Menschen gibt. Weit weg von jeglichen Rummel, bei freundlichen Menschen und sehr guter italienischer Küche. Meer, Sonne und einfach mit der Familie und Freunden ein paar Tage genießen. Wir danken für das Gespräch.


VERANSTALTUNG

CCA Usermeeting 2016 Vom 05. bis 19. Oktober sind die Mitarbeiter von CCA wieder österreichweit unterwegs und stellen aktuelle Neuerungen und Highlights vor. In bewährter Tradition werden Expertentrainings zu unterschiedlichen Themen sowie eine kostenlose Informationsveranstaltung angeboten. Expertentrainings In den Expertentrainings ab 09:30 Uhr werden spezielle Themengebiete behandelt, die in dieser Form in keiner Standardschulung vorkommen. Dieses Jahr liegen die Schwerpunkte bei der Dokumentenverwaltung, der automatischen Bestandsaktualisierung mittels OMDS sowie den umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten in CCA. Jedes Training kann einzeln oder als Kombiangebot genutzt werden. Beim Besuch CCA Usermeeting Termine 2016 05. Oktober - Vorarlberg (Bregenz | Hotel Mercure Bregenz City) 06. Oktober - Tirol (Innsbruck | Hotel Hilton Innsbruck) 12. Oktober - Steiermark (Graz | Wohlfühlhotel Novapark) 13. Oktober - Kärnten (Pörtschach am Wörthersee | Werzer's Hotel Resort Pörtschach) 18. Oktober - Oberösterreich (Linz | Hotel Courtyard Linz) 19. Oktober - Wien (Wien | Hotel ARCOTEL Kaiserwasser Wien) Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://is.gd/etijoz

aller drei Trainings ist eines kostenlos. In den Trainingsgebühren sind natürlich wieder Snacks, Getränke, Mittagessen, Schulungsunterlagen sowie ein Webcoaching-Gutschein inkludiert. Kostenlose Informationsveranstaltung Jeder Kunde und Interessent ist herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Informationsveranstaltung ab 13:30 Uhr über Neuerungen und Weiterentwicklungen rund um die Softwarelösungen von CCA kostenfrei zu informieren. Im Anschluss sind alle Besucher dazu eingeladen, den Tag bei köstlichen Snacks und Getränken ausklingen zu lassen. Aktiv mitgestalten Wie beim Usermeeting bereits üblich, werden nicht nur Neuerungen vorgestellt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, CCA aktiv mitzugestalten! Im Rahmen einer großen Umfrage hatten alle Kunden die Möglichkeit, Feedback zu den Produkten und Services von CCA zu geben. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen der Informationsveranstaltung präsentiert und es wird in bewährter Weise darüber abgestimmt. risControl 08/16 53


SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

DIE Maklergruppe - Interview mit Akad. Vkfm. Rainer Vogelmann und Akad. Vkfm. Matthias Lindenhofer

60 Jahre D.A.S. Versicherung in Österreich Interview mit Vorstandsvorsitzendem Dir. Johannes Loinger und Vorstand Dir. Arkadiusz Gil

Allianz Versicherung - Interview mit Claudia Schlosser, Leiterin Ungebundener Vertrieb

Aus- und Weiterbildung viele Angebote, wir haben uns umgehört.

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteur; Christian Proyer, Geschäftsführer; Isabella Schachinger; CAS-Design, Layout. Fotos: Johann Frank, Klaus Mitterhauser, Neumayr/SB, Katharina Schiffl, Bernd Ducke, Foto Wilke, Christian Proyer, Franz Neumayr. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages.

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Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht

nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2016 / (ca)


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