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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation NR. 06 • 2016 • HEFT 443 • 37. JAHRGANG • EURO 10

Der Schatz in der Garage

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

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Eine Lebensweise für kraftvolle Menschen Die Landwirtschaft ein Leben im Bauernstand

IGV - Eine Zukunftsperspektive

Themenführerschaft

Interview mit Anton Brenninger, Präsident der IGV Austria

Interview mit Mag. Gerfried Karner, Geschäftsführer Continentale Assekuranz Service GmbH


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IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN


EDITORIAL

Liebe Leserin, Lieber Leser! unsere Zukunft wird von Zahlen bestimmt, es gibt keine Projekte oder Visionen mehr, sondern nur mehr Upgrades, Updates oder „The Next Generation“. Doch hinter so manchem Zahlenspiel werden äußerst geschickt personelle Veränderungen durchgeführt. Strukturell neu aufgestellt und schlankere Prozesse klingen ebenfalls sehr gut. Dahinter verbirgt sich auch oft nicht nur ein Upgrade auf eine neue Unternehmenphilosophie, sondern auch personelle Umbesetzungen. Unsere Branche hat in den letzten paar Monaten viele solche Veränderungen miterleben müssen. Selbstverständlich hat jeder der eine leitende Position übernimmt im Vorhinein mit Vorurteilen zu kämpfen, noch dazu wenn sein Vorgänger oder seine Vorgängerin allseits beliebt war und ist. Und jeder hat das Recht friktionsfrei seinen Job nachgehen zu können. Nur so manche Entscheidung lässt bei Vielen nur ein leises Kopfschütteln aufkommen. Aber die Zahlen bestimmen heutzutage Entscheidungen in Konzernen, wie auch in kleinen Unternehmen. Die Frage die sich allerdings stellt ist, ob ein Update 2.0 noch Rücksicht auf Menschen, deren Bedürfnisse und Wünsche nehmen oder ob das erst

in der nächsten Release berücksichtigt wird, da es sich ja nur um ein unwichtiges Feature handelt. Dem Versicherungsgeschäft wird es nicht schaden, glaubt man den Zukunftsstudien, die uns damit schon fast drohen, dass es in einigen Jahren sowieso keine Beratung mehr Face to Face geben wird und alles ins Internet verlagert wird. Aber wer braucht schon Menschen, ist doch der Siegeszug der Roboter in Anmarsch. Mit Workplace 4.0 wird bereits rege darüber diskutiert ganze Produktionsbereiche zu automatisieren und der erste Pflegeroboter ist ebenfalls bereits im Einsatz. Also keine Sorge, da wir bald nicht mehr gebraucht werden, weil unser Roboter unsere Arbeit erledigt, können wir uns gemeinsam am See zu einem fröhlichen Zusammensein treffen, Grillen 3.0 natürlich mit digitaler Unterstürtzung mittels einer App die uns sagt, wann das Grillgut entsprechend den Vorgaben fertig ist. Wenn die geneigte Leserschaft jetzt glaubt (oder hofft), dass diese Szenarien ein Produkt meiner zugegebener Maßen lebhaften Fantasie sind, so muss ich Sie enttäuschen, die gibt es alle schon – ja, auch den Pflegeroboter und der kostet sogar nicht einmal viel Geld. Ihre Doris Schachinger

Urkunde risControl, Oberthern A16-03780 Magazin "risControl" 5/Mai 2016 - 4 74s. - PUR Diese Urkunde bestätigt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch zusätzliche Klimaschutzprojekte. CO2-Äquivalente

2.687 kg Unterstütztes Klimaschutzprojekt

Wasserkraft Renun Indonesien ClimatePartner-ID

11293-1605-1001 Ausgestellt am

17.05.2016

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INHALT

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EDITORIAL 03 Editorial

KARRIERE 06 Neuausrichtung | Gothaer Versicherung 07 Neue Köpfe | UNIQA 08 Gesamtverantwortung im Vertrieb | UNIQA Österreich 09 Neues Vorstandsteam | Wiener Börse 09 Schicksalszeit 09 Aufsichtsrat | Telekom Austria 10 Unternehmensentwicklung | D.A.S. Rechtsschutz AG 10 Vorstandsmandat | Oberösterreichische Versicherung AG 10 Wechsel | VVO 11 Versicherungstechnik SchadenUnfall | Allianz Versicherung 04 risControl 06/16

NEWS 06 06 06 07 08 08 09 09 10

ÖGUT | Valida Plus AG Gotthard Basistunnel | Schweiz Pensionskassen | FMA Österreicher gegen Abschaffung von Bargeld | paysafecard Schutzwald Nachwuchs | Helvetia Versicherung Neue Mitglieder | DIE Maklergruppe Nikotinentzug | AXA Versicherung Auszeichnungen | VBV Vorsorgekasse AG Zukauf und Umbau | Ergo Versicherung / Deutschland

TITELGESCHICHTE 12 Eine Lebensweise für kraftvolle Menschen 26 Der Schatz in der Garage

Inhalt

Juni 2016 INTERVIEW

40 IGV - Eine Zukunftsperspektive | IGV Austria 48 Themenführerschaft | Continentale Assekuranz Service GmbH

VERANSTALTUNG 20 Viele Auszeichnungen | Recommender Award 22 MAKLERFOREN® | D.A.S. Rechtsschutz 52 Fußballer und ihre Possen | ÖBV Versicherung 52 25 Jahresfeier | EFM Versicherungmakler AG


INHALT

20

48

44

VERSICHERUNG 18 Versicherungsabschluss im Internet: Wer hat wirklich den Durchblick? 29 Alles Auto oder was? 30 Oldtimer: Besondere Werte besondere Versicherung 32 Schnelle Hilfe, wenn sie gebraucht wird 33 Kooperation | FiNUM Finance AG - Arisecur 33 Wiener Versicherungsagenten | ARAG Österreich 33 Kooperationspartner | ERGO Österreich 34 Begräbnisvorsorge | Zurich 34 Gemeinsamer Kampf | Merkur Versicherung 35 Kfz Tarif mit Belohnung | UNIQA Österreich 35 Kindersicherheit | Zurich Versicherung 36 Bonus Vorteile | Donau Versicherung 36 Abschluß | Wüstenrot Gruppe 37 20 Jahre OMDS 38 OMDS-Award | Fachverband Versicherungsmakler u. Berater 38 Neuer Rekord | ÖBV Versicherung AG

OMD

S

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KOMMENTAR 24 Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie | Hannes Dolzer

KOLUMNE 44 Vermögensaufbau-Strategie für unsichere Zeiten | Michael Kordovsky

FINANZEN 46 Neue Checkliste | Fachverband Finanzdienstleister 46 Jahresbericht 2015 | FMA

37

REISE 54 Ab in den Urlaub

SCHLUSSPUNKT 58 Vorschau 58 Impressum

Ausgabe-Nr.: 06 risControl 06/2016 Heft-Nr.: 443 37. Jahrgang

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KARRIERE / NEWS Gothaer Versicherung

Valida Plus AG

Neuausrichtung

ÖGUT

Die Gothaer in Österreich hat viel vor, Helmut Karner übernimmt mit 1. Juli die Vertriebsleitung. Das Büro der österreichischen Niederlassung übersiedelt in die Steiermark. Die Einführung einer neuen Produktpalette soll im Herbst folgen. Im Zuge der Neuausrichtung sollen in den kommenden Monaten schlankere Strukturen geschaffen und administrative Tätigkeiten in Köln gebündelt werden. Ingo Hofmann leitet bis Ende Juni die österreichische Niederlassung und wird dann weiterhin im Konzern in Deutschland tätig sein. Helmut Karner, MAS, (56 Jahre, geboren in Griesheim bei Darmstadt) ist gelernter Bankkaufmann. Er verfügt über die Ausbildung zum Unter-

Die Valida Plus AG wurde für das Bilanzjahr 2015 mit dem ÖGUT Nachhaltigkeitszertifikat Gold Standard ausgezeichnet. Das Unternehmen konnte die Auszeichnung bereits zum vierten Mal in Folge erhalten. Zum Bilanzstichtag waren 100 % des verwalteten Vermögens in der für Kunden offenen Veranlagungsgemeinschaft in nachhaltigen oder nachhaltig orientierten Assetklassen veranlagt. Kriterien dafür sind zum Beispiel verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitern, aktive Umweltpolitik oder nachhaltige Produkte. Als Ausschlusskriterium gelten unter anderem Rüstung, Nuklearenergie oder schwere demokratische Defizite.

Helmut Karner nehmensberater und Vermögensberater sowie zum akademischen Finanzdienstleister. Letztere absolvierte er an der Donau-Universität Krems, die er mit dem „Master of Advanced Studies“ (MAS) abschloss.

Schweiz

Gotthard Basistunnel 17 Jahre hat die Bauzeit des längsten Eisenbahntunnels (57 km) der Welt, dem Gotthard Basistunnel in der Schweiz, gedauert. Bis in das Jahr 2025 sollen von heute 9.000 rund 15.000 Personen pro Tag transportiert werden. Weniger als 20 Minuten dauert eine Fahrt mit dem Reisezug durch den Tunnel, Es wurden 308 Kilometer Schienen verlegt, mit 360 Achszählern und 43 Weichen. Seit Beginn der Bauarbeiten war das gigantische Bauprojekt bei der Allianz Suisse mit 11 Mrd. Franken versichert. „Es gab weltweit nur wenige Gesellschaften, die entsprechende Erfahrung hatten und das Risiko adäquat einschätzen konnten. Und natürlich bedarf es einer entsprechenden Finanzkraft, um solche Risiken in seine

Bücher aufnehmen zu können. Die Allianz Suisse übernahm daher auch als Hauptversicherer die Risikodeckung bei gesamten Neuen Alpen Transversale (NEAT), bestehend aus den Großprojekten Gotthard-, Ceneri- und Lötschberg-Basistunnel“, so Beat Guggisberg, Leiter Technische Versicherung bei der Allianz Suisse. Damit wird ein wichtiger Teil des neuen Rhein Alpen Korridor mit 1.200 Kilometer zwischen Rotterdam und Genua fertig. Beim Gotthard Basistunnel blieben die Schäden trotz enormen Risikopotenziales weit unter den Erwartungen, der größte Einzelschaden betrug knapp 2 Mio. Franken, als 2006 in Sedrun ein Tunnel beim Vortrieb zusammengebrochen war und stabilisiert werden musste.

Quartal um 1,0 % auf rund 889.000, etwa 10,0 % davon bezogen eine Pensionsleistung. Die von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) errechnete Veranlagungsperformance ergab für das 1. Quartal ein Minus von 0,4 %; im Schnitt der vergangenen drei, fünf

und zehn Jahre beträgt die Performance +4,2 %, +4,1 % bzw. +2,6 %. Dies geht aus dem heute von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten Bericht über das 1. Quartal der österreichischen Pensionskassen hervor.

FMA

Pensionskassen Zum Ende des 1. Quartals betrug das von den österreichischen Pensionskassen verwaltete Vermögen 19,6 Mrd. Euro, das bedeutet einen Rückgang von 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal. Die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten erhöhte sich im 1. 06 risControl 06/16


KARRIERE / NEWS paysafecard

Österreicher gegen Abschaffung von Bargeld

Die Eingabe persönlicher Daten im Internet – speziell bei Zahlungsvorgängen mit Kreditkarte oder ähnlichen Verfahren – führt viele Menschen in eine Zwickmühle. So geben quer

durch Europa rund 20 % der Befragten an, dass sie manchmal Daten eingeben, zugleich aber große Sicherheitsbedenken dabeihaben. Völlig bedenkenlos gibt nur eine kleine Minderheit die eigenen Daten im Internet preis, den höchsten Wert erreichen hier Briten mit knapp 12 %. Interessant für Online-Händler ist die Frage nach Kaufabbruch wegen Sicherheits- oder Zahlungsbedenken. 48 % aller Befragten geben an, aus Sicherheitsgründen schon einmal einen Kauf abgebrochen zu haben. In vier Ländern – darunter Österreich– sind die Kaufabbrüche auch deshalb hoch, weil die Zahlung ausschließlich mit Kreditkarte möglich war. Udo Müller dazu: „Wenn ein Online-Shop paysafecard als Zahlungsmittel anbietet, erweitert dies für die Konsumenten die Wahlmöglichkeit beim Bezahlen. Das wird die Kaufabbrüche senken und die Käuferrate deutlich nach oben treiben – genau das ist die Erfahrung, die wir mit praktisch allen unseren Partnern bisher gemacht haben.“

Der Aufsichtsrat der UNIQA Insurance Group ist erweitert worden. Jutta Kath, international erfahrene Versicherungsexpertin und Geschäftsführerin der Schweizer Beratungsfirma Secquaero, ist neben Kory Sorenson zur 2. unabhängigen Aufsichtsrätin bestellt worden. Auf den turnusmäßig scheidenden Aufsichtsrat Peter Gauper, Vorstandssprecher der Raiffeisenlandesbank Kärnten, folgt der Generaldirektor

der Raiffeisenlandesbank Burgenland, Roland Könighofer. Für die neu geschaffene Funktion des Chief Information Officer und Chief Digital Officer wurde Alexander Bockelmann bestellt. Er kam 2013 zum Unternehmen und war bisher für die IT der Gruppe verantwortlich. Der studierte Umweltwissenschafter blickt auf eine umfangreiche Erfahrung in der Versicherungswirtschaft in Deutschland zurück.

Die neu geschaffene Position ist Teil eines umfangreichen Innovations- und Investitionsprogrammes. Diese Investitionen fließen zum Großteil in das „Re-Design“ des Geschäftsmodells, die erforderlichen IT-Systeme und den dazu notwendigen Kompetenzaufbau. Dafür wurde neben dem Chief Digital auch ein Chief Innovation Officer eingesetzt, der auch direkt an den Holding Vorstand berichtet

Alexander Bockelmann

Jutta Kath

Rudolf Könighofer

Laut einer europaweiten Umfrage sind Österreicher die größten Anhänger von Bargeld. Das hat die im Auftrag von paysafecard, einem der globalen Marktführer im Bereich der OnlinePrepaid-Zahlungsmittel und Teil der Paysafe Group plc, in Auftrag gegebene Umfrage ergeben. Eines der deutlichsten Ergebnisse war, dass Bargeld bzw. im Internet bargeldbasiertes Zahlen mehr relevanter ist denn je, da die Eingabe von persönlichen Daten wie

Kontonummer oder Kreditkartennummer auf erhebliche Sicherheitsbedenken stößt. Befragt wurden über 4.000 Personen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. Mehrheit gegen Abschaffung von Bargeld Die Abschaffung von Bargeld bzw. die Einführung von Obergrenzen bei Barzahlungen stößt in Österreich auf heftigen Widerstand. 81,5 % der Befragten sind gegen die Abschaffung von Bargeld, was erneut den europäischen Spitzenwert darstellt. Dateneingabe bereitet Kopfzerbrechen und führt oft zu Kaufabbrüchen

UNIQA

Neue Köpfe

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KARRIERE / NEWS UNIQA Österreich

Gesamtverantwortung im Vertrieb Sabine Usaty-Seewald, 47, übernimmt mit der Funktion Leiterin Kunden- und Vertriebsmanagement, die Vertriebsverantwortung für UNIQA Österreich. „Die neue Struktur stärkt das Vertriebsressort. Die Bündelung sichert uns eine starke Position bei Produktund Prämiengestaltung. Das kommt unseren Kunden und Geschäftspartnern zu Gute“, konstatiert Usaty-Seewald. Zuvor verantwortete die gebürtige Wienerin den Bereich AlternativVertrieb Produktmanagement/IT POS, VertriebsControlling und Vermittlerund Provisionsmanagement von UNIQA Österreich. Mit Anfang Juni hat die Betriebswirtin ihre Funktion eingenommen, in ihrem Bereich liegt die Verantwortung für alle Vertriebswege von UNIQA Österreich dazu zählt der Exklusivvertrieb (EVT) – Generalagenturen (GA) und Außendienst (AD) – der Online-Vertrieb, der Maklervertrieb (MVT),

Kooperationen, ebenso Aus- und Weiterbildung für EVT und MVT, Verkaufsförderung und Kundenmanagement. „Die zunehmende Digitalisierung der Vertriebswege ist mit ein Grund, den gesamten Vertrieb zu bündeln“, so Usaty-Seewald. Die gemeinsame Koordination der Vertriebsschienen vereinfacht künftig die Planung und Umsetzung strategischer Maßnahmen und wird die Nähe zum Kunden verstärken. Die enge Zusammenarbeit vor Ort zwischen Geschäftspartner und Maklerbetreuer wird auch künftig eine wesentliche Säule des gemeinsamen Erfolges sein. In ihrer künftigen Position wird Usaty-Seewald direkt an Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich berichten. Sie hat an der WU Wien Betriebswirtschaft studiert und den akademischen Versicherungskaufmann an der WU abgeschlossen. Sie ist verheiratet, findet den sportlichen Ausgleich zum Job im

Sabine Usaty-Seewald Triathlon (Halbdistanz) und interessiert sich auch privat für Zukunftsthemen und Trends aus allen Bereichen des Lebens.

Helvetia Versicherung

Schutzwald Nachwuchs Das Engagement der Helvetia Versicherung im Bereich Schutzwald geht weiter, gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten werden dieser Tage die Schutzwälder an den Steilhängen des ÖBf-Forstreviers Hinteres Zillertal mit 10.000 neuen Jungbäumen aufgeforstet. Stürme, Trockenheit, Hitze und der Waldschädling Borkenkäfer setzten den Waldgebieten in den vergangenen Jahren stark zu und machen gezielte Waldpflegemaßnahmen und Wiederbewaldung notwendig. Die Setz-

linge müssen per Hand in die steilen Hänge gepflanzt werden. Von nun an wird es 20 bis 30 Jahre dauern, bis der Jungwald wieder effektiven Schutz bieten kann. Die Helvetia Schutzwaldprojekte sind daher eng mit dem Versicherungsgeschäft verbunden. „Dieses Engagement passt hervorragend zu unseren Kernkompetenzen im Risikomanagement und in der Schadenprävention“, so Vorstand Thomas Neusiedler, und er ergänzt: „Schließlich sind Schutzwälder eine grüne Lebensversicherung“.

die Maklergruppe nun aktuell 33 Standorte. Die beiden Versicherungsmaklerprofis haben alle am Markt befindlichen Gruppierungen sorgfältig geprüft und sich dann für die Maklergruppe entschieden. Ein weiteres Plus für

die Maklergruppe ist auch das rechtliche Know How von Thomas Hubinger, der im zweiten Bildungsweg das Jus Studium absolvierte und sich besonders gerne mit rechtlichen Thematiken auseinandersetzt.

DIE Maklergruppe

Neue Mitglieder Die Hubinger & Hubinger KG rund um Akad. Vkfm. Thomas Hubinger, sowie die R. Fuchs Versicherungsberatung GmbH, mit Robert Fuchs in der Geschäftsführung, sind ab sofort neue Partner der Maklergruppe. Damit hat 08 risControl 06/16


KARRIERE / NEWS Wiener Börse

Neues Vorstandsteam

Christoph Boschan

Schicksalszeit Der ehemalige Zurich Chef Martin Senn ist freiwillig aus dem Leben geschieden. Der 59-jährige hat nach seinem Rücktritt laut Medienberichten unter Depressionen gelitten. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Es ist bereits der zweite tragische Selbstmord im Umfeld der Zurich Versicherung, erst vor drei Jahren hat Finanzchef Pierre Wauthier den selben tragischen Weg gewählt.

Die Wiener Börse hat ein neues Vorstandsteam bekommen. Als designierter Vorstandsvorsitzender wurde Christoph Boschan bestellt, bisher Joint-CEO bei der Börse Stuttgart GmbH sowie Vorstand der Euwax AG. Der promovierte Jurist startete seine Berufslauf bahn als Wertpapierhändler bei Tradegate 1999. Neuer Finanzvorstand wird

Peter Kolbic langjähriger Vorstand der Prager Börse. Den operativen und technischen Betrieb verantwortet als Chief Operating and Technology Officer (COO/CTO) künftig Ludwig Nießen (58), bisher Bereichsleiter IT in der Wiener Börse AG. Sie lösen die derzeitigen Vorstände der Wiener Börse, Birgit Kuras und Michael Buhl ab.

AXA Versicherung

Nikotinenzug Die AXA Versicherung ist eine weitere Versicherung, die sich aus einem speziellen Anlagesegment zurückziehen wird. Nachdem die Allianz Versicherung sich aus dem Bergbau- und Energieunternehmen, die mehr als 30 % ihres Umsatzes oder ihrer Energieerzeugung aus Kohle erzielen, zurückgezogen hat geht die AXA nun den nikotinfreien Weg. Das Unternehmen zieht sich aus der Tabakindustrie zurück und verkauft ihre Aktienpakete, insgesamt geht es dabei um Beteiligungen in Wert von rund 200 Millionen Euro und Anleihen über 1,6 Mrd. Euro.

Telekom Austria

VBV Vorsorgekasse AG

Der ehemalige VIG Konzernchef Dr. Peter Hagen ist von der Hauptversammlung der Telekom Austria in den Aufsichtsrat gewählt worden. Er ersetzt dort Elisabetta Castiglioni, die sich einer weiteren Wahl nicht mehr gestellt hat. Seine Funktionsperiode dauert bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt. Er wurde mit 91,81 % der Stimmen gewählt. Verlängert wurden die AR-Mandate von Alejandro Cantu Jimenez, Stefan Pinter und Reinhard Kraxner.

Die VBV Vorsorgekasse hat zum 6. Mal in Folge die ÖGUT Gold Zertifizierung und eine Auszeichnung als „Exzellentes Unternehmen Österreichs“ erhalten. Aufgrund des sehr guten Ratings folgte daraus auch eine Nominierung für den „Staatspreis Unternehmensqualität 2016“. „Unser Handeln ist zentral durch die Werte Nachhaltigkeit, Sicherheit und Stabilität bestimmt. Dies leben wir nicht nur in unserer Anlagestrategie, sondern auf allen Unternehmensebenen intern wie extern“, erklärt KR Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV.

Aufsichtsrat

Auszeichnungen

Dr. Peter Hagen

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KARRIERE / NEWS D.A.S. Rechtsschutz AG

Unternehmensentwicklung Andrea Zelger hat die Abteilungsleitung von „Betriebsorganisation & Unternehmensentwicklung“ der D.A.S. Rechtsschutz AG übernommen. Die studierte Betriebswirtin folgt damit Michael Wasserbauer, der künftig die ITAbteilung in der D.A.S. leiten wird. Zelger ist seit April 2016 gemeinsam mit ihrem Team für Betriebsorganisation, Unternehmensentwicklung, Projektmanagement, Change Management sowie Prozessentwicklung und Ideenmanagement verantwortlich. „Unternehmen müssen sich weiterentwickeln, um erfolgreich am Markt zu bestehen. Mit einer starken Vision und klaren Strategie müssen alle Mitarbeiter erreicht und Veränderungen

begleitet werden, um erfolgreich zu sein. Ich freue mich auf die spannende Aufgabe, die D.A.S. auf diesem Erfolgsweg zu begleiten und die Unternehmenskultur aktiv mitzugestalten“, so Zelger. Ihre Karriere begann sie als Unternehmensberaterin für Strategie- und Prozessmanagement bei der BOC. Danach wechselte sie zur ÖBB als Teamleiterin für Prozessentwicklung und führte das integrierte Managementsystem im Personenverkehr ein. In ihrer letzten Station vor der D.A.S. hat Zelger bei der Rail Cargo Austria die Abteilung Prozessmanagement aufgebaut. „Wir freuen uns, mit Andrea Zelger eine ausgewiesene Prozess- und Change Expertin gewonnen zu haben, die uns bei unseren

Andrea Zelger Vorhaben und Projekten bestens unterstützen wird“, so Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S Rechtsschutz AG.

Oberösterreichische Versicherung AG

VVO

Dem Führungsteam der Oberösterreichischen Versicherung sind ihre Verträge bis ins Jahr 2021 verlängert worden. Generaldirektor Dr. Josef Stockinger und Mag. Othmar Nagl, nunmehr Generaldirektor Stellvertreter, wurden in ihren Funktionen für eine weitere fünfjährige Funktionsperiode bestätigt. Im vergangenen Jahr konnte die Oberösterreichische 448,6 Mio. Euro an verrechneten Prämien und ein EGT von 18,8 Mio. Euro realisieren.

Mit 1. Juli wird KR Mag. Dr. Othmar Ederer, Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung, zum Präsidenten des Österreichischen Versicherungsverbandes bestellt. Er folgt damit KR Dr. Günter Geyer dessen Mandat gemäß der Satzungen des Verbandes abgelaufen ist. Dr. Geyer wurde zum Vizepräsidenten berufen. Weiter Vizepräsidenten sind wie folgt: Dr. Alfred Leu, Vorstandsvorsitzender Generali Versicherung, Generaldirektor Dr. Wolfram Littich, Allianz Elementar Versicherungs AG und Generaldirektor KR Hartwig Löger, UNIQA Österreich Versicherungen AG.

Vorstandsmandat

Mag. Othmar Nagl und Dr. Josef Stockinger

Wechsel

ERGO Versicherung / Deutschland

Zukauf und Umbau Der ERGO Konzern hat in Indien 100 % des Sachversicherers L & T General Insurance Company Ltd. erworben. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 74 Mio. Euro, das Unternehmen nimmt den 3. Platz am indischen Versicherungsmarkt ein. Man erwartet für die nächsten drei Jahre ein jährliches Wachstum von 15 %. In Deutschland hat das Versicherungsunternehmen große Pläne, so wird der Vertrieb durch Zentralisierung verschlankt. 10 risControl 06/16

Ein Personalabbau von rund 1.800 Arbeitsplätzen in Deutschland ist laut Markus Rieß Vorstandsvorsitzenden unumgänglich. Alles in Allem soll das Unternehmen 540 Millionen Euro brutto einsparen. Um den Konzern in das digitale Zeitalter zu führen sind Investitionen von über 1 Mrd. Euro geplant. Ab nächstem Jahr wird es einen eigenen Digitalanbieter geben, das erste Produkt wird eine KFZ Versicherung sein.

KR Mag. Dr. Othmar Ederer


KARRIERE / NEWS Allianz Versicherung

Versicherungstechnik Schaden-Unfall Mag. Klaus Brandstetter hat bei der Allianz Versicherung den Bereich „Versicherungstechnik Schaden/Unfall“ übernommen. Brandstetter ist gelernter Jurist und seit mehr als 16 Jahren in der Allianz tätig. Seine Berufslaufbahn startete er als Produktentwickler für die Rechtsschutzversicherung. In den darauffolgenden Jahren spezialisierte er sich im Firmen- und Gewerbesegment, wo er für das Underwriting in den Sparten Haftpflicht, Unfall und Rechtsschutz zuständig war. 2005 führte ihn seine Karriere als Firmenberater und Gebietsleiter in den Vertrieb der Landesdirektion Burgenland. Ab 2009 übernahm er dort als Vertriebsleiter die Steuerung der Verkaufsorganisation. Zuletzt fungierte er als Abteilungsleiter für Firmenkunden im Market Management und zeichnete für den Bereich Gewerbe

CAS-DESIGN

Mag. Klaus Brandstetter

und Industrie für ein Prämienvolumen von rund 450 Mio. Euro verantwortlich.Als Bereichsleiter der „Versicherungstechnik Schaden/Unfall“ verantwortet Brandstetter das versicherungstechnische Ergebnis für die Sparten Kfz-, Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung sowie der Sachund Kunstversicherung. Zu seinen Aufgaben zählen die Entwicklung neuer und die laufende Anpassung bestehender Versicherungsprodukte, das Portfoliomanagement mittels fachlicher Steuerung des operativen Underwritings sowie die Erarbeitung von Richtlinien für die Vertragsannahme. Zusätzlich liegt auch die Sicherstellung der zentralen und dezentralen Underwritingpolitik sowie der Vertrags- und Schadenbearbeitung in seinem Verantwortungsbereich.

What we do isn't work. It's passion.

Individuelles Webdesign, optimiert für mobile Endgeräte und für Suchmaschinen. Unsere Websites sind jedoch nicht nur optisch ansprechend, sondern für erhöhte Benutzerfreundlichkeit auch klar und strukturiert programmiert.

CAS-Design 0664/860 46 44 Ringstraße 23/7 schoenfellner@cas-design.at risControl 06/16 11 3500 Krems/Donau www.cas-design.at


TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT

Eine Lebensweise für kraftvolle Menschen Die Landwirtschaft - ein Leben im Bauernstand Landwirtschaft ist was für ganz Mutige, für die, die die Herausforderungen lieben, eigentlich für die Starken in unserer Gesellschaft. - Gerd Sonnleitner

Der Weltagrarbericht sieht in der Landwirtschaft nicht nur einen der wichtigsten Verursacher des Klimawandels, sondern auch ihr bedeutendstes Opfer. Naturkatastrophen, die Ernten vernichten, Ausbreitung von neuen Pflanzenkrankheitserregern etc. Durch die Klimaveränderungen werden Landwirte Alternativen im Anbau suchen müssen. Die Unbillen als Landwirt oder Obstbauer zu leben, veranlasst viele ihren Beruf aufzugeben und landwirtschaftlich genutzte Flächen brach liegen zu lassen oder sie im schlimmsten Fall zu verbauen. Von 1.1.2016 bis zum 30.5.2016 wurden in Österreich 3.372 Hektar Agrarfläche verbaut, das entspricht einer landwirtschaftlichen Fläche von 151 Bauernhöfen oder ca. 562 Fußballfelder. In den letzten 20 Jahren sind in Österreich insgesamt 110.000 Hektar

landwirtschaftlicher Fläche verloren gegangen. Waren es im Jahr 1999 in Österreich noch 217.508 Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sind es im Jahr 2013 nur mehr 166.317. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche ist von 3.389.905 auf 2.728.558 Hektar gesunken. Die Obstproduktion ist von 218.161 Tonnen im Jahr 2013 auf 256.948 Tonnen gestiegen. Die Ernteergebnisse der Winzer verringerten sich in den letzten zwei Jahren von 2.391.948 Hektoliter im Jahr 2013 auf 2.268.403 Hektoliter. Aktuelle Ereignisse Große Sorge gibt es heuer bei den Winzern, so ist in einigen Gebieten in Niederösterreich die komplette Ernte gefährdet. Die Österreichische Hagelversicherung hatte Ende April bereits mit einem Schadenaufkommen von deutlich mehr als 200 Millionen Euro in der gesamten Landwirtschaft gerechnet. Auf einer Fläche von mehr als 50.000 Hektar (das entspricht etwa der Ackerfläche Kärntens) sind insbesondere Wein-, Obst- und Ackerkulturen wie Kürbis, aber auch Spezialkulturen wie Christbäume und Spargel massiv geschädigt. Am schwersten betroffen ist die Steiermark gefolgt vom Burgenland und Niederösterreich. „Insbesondere im Wein- und Obstbau kann das exakte Schadensausmaß jedoch erst in einigen Wochen definitiv festgestellt werden“, so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender. Wie weit das Ende Mai stattgefundene Hagelunwetter die Schadensummen in die Höhe schnellen lässt, wird sich erst nach den letzten Aufräumungsarbeiten zeigen. Geplante Förderungen Aufgrund der jüngsten Ereignisse hat der Nationalrat der Vorlage des parlamentarischen Finanzausschusses beschlossen gemeinsam mit den Bundesländern Ernteversicherungen mit Prämienzuschüssen zu fördern. Zu der bisher geförderten Absicherung gegen Hagel und Frost sollen nun die Naturereignisse wie Dürre, Stürme und Starkregen förderungswürdig werden. Den Bundesanteil an der Förderung des erweiterten Versicherungsschutzes soll der Katastrophenfonds finanzieren. Gefördert werden 25% der Prämie unter der Voraus-

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TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT

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TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT setzung, das die Länder für das jeweilige Land jeweils eine Förderung in der gleichen Höhe wie der Bund leisten. Die Förderungsnovelle muss noch den Bundesrat passieren. Absicherungsmöglichkeiten Wie bei jedem Spezialgebiet haben wir uns auch hier bei den Versicherungsunternehmen am heimischen Markt über die verschiedensten Absicherungsmöglichkeiten für Landwirtschaft, Tierversicherungen und Winzerschutz informiert. R+V / Vereinigte Tierversicherung Ges. a.G., Martin Löffler: "Als Alleinstellungsmerkmal am österreichischen Markt bieten wir mit einer Ertragsschadenversicherung eine echte Existenzabsicherung speziell für zukunftsorientierte Tierproduktionsbetriebe an. Gedeckt ist der finanzielle Schaden durch Einnahmeausfälle und Mehrkosten wie z.B. Entsorgungskosten, Wiederaufbaukosten bei einem Seuchenausbruch im eigenen Betrieb, aber auch wenn es in der Nähe zu einem Seuchenausbruch kommt und der Betrieb in ein Sperrgebiet oder auch ins Beobachtungsgebiet fällt. Zusätzlich können Unfälle im Tierbestand und übertragbare Krankheiten abgesichert werden. Der Schaden wird anhand der konkreten betrieblichen Daten ermittelt und es gibt keine Pauschalentschädigung." Die Österreichische Hagelversicherung, als agrarischer Spezialversicherer, engagiert sich nicht nur umfangreich bei der Erhaltung der Natur und den landwirtschaftlich genutzten Flächen in Österreich sie bietet auch ihren Mitgliedern eine breit aufgestellte Produktpalette zum betrieblichen Risikomanagement an. Landwirte,

Bauern, Gärtner, Obstproduzenten und Winzer können aus dem umfangreichsten Angebot Europas für ihre Betriebe die optimalen Versicherungsleistungen wählen. Um Ertragsausfälle, und damit verbundene finanzielle Schäden, besser kalkulieren zu können, bietet die Österreichische Hagelversicherung für Winzer die Möglichkeit einer umfassenden Risikoabsicherung an. Die Versicherungsvariante Wein Universal deckt die Schäden Hagel, Frost und Mehraufwand infolge von zusätzlichen Ausdünnarbeiten oder erhöhtem Leseaufwand ab. Mit der Variante Wein Universal „Plus“ wird zusätzlich die Gefahr von Fäulnisschäden aufgrund eines späten Hagelschlages ab Weichwerden der Beeren versichert. Die Allianz Versicherung hat neben ihren landwirtschaftlichen Versicherungsprodukten ein spezielles Versicherungsprodukt für Winzer. Denn das Kapital eines Winzers ist im Weingarten bzw. im Weinkeller. Die klassischen Deckungen wie Feuer- und Sturmversicherung kommen für Schäden an der Betriebseinrichtung auf – das füllt aber noch immer nicht die Fässer: Dafür gibt es die Betriebsunterbrechungsversicherung. Diese übernimmt für bilanzierende Winzer das unternehmerische Risiko für bis zu 24 Monate und zahlt je nach individueller Vereinbarung für etwaige zukünftige Preisänderungen nach dem Schadentag. Dann gibt es aber noch die hochpreisigen Weine: Diese liefern Winzern im Regelfall den höchsten Beitrag zu ihrem Einkommen – werden deutlich länger ausgebaut und kommen zumeist auch erst Jahre nach der Lese in den Verkauf. Auch dafür hat die Allianz eine Lösung: die Verkaufspreisklausel für Winzer. Damit werden Gewinne abgesichert, die sonst von der Betriebsunterbrechungsversicherung nicht ersetzt werden können und erst weiter in der Zukunft erwirtschaftet werden.

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TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT Sachsparten, Betriebsunterbrechung, Haftpflicht (landwirtschaftliches Risiko inkl. Nebengewerbe laut Gewerbeordnung, z.B. Buschenschank), Rechtsschutz für Privat- und Agrar-Bereich, Unfallversicherung, Elektronikpauschal - und Maschinenbruchversicherung. Sowohl Landwirtschaften ohne Nebenbetrieb als auch solche mit Nebenbetrieb können versichert werden. Bei letzterer Variante gibt es attraktive Zusatzdeckungen, etwa für die Fremdenbeherbergung, Reitbetriebe oder Gastronomie. Etwas Besonderes haben wir im Bereich der Traktordeckung gefunden. Diese bietet Deckung bei Feuer, unabhängig davon, wo sich die landwirtschaftlichen Fahrzeuge befinden und gelten auch für Zugmaschinen und selbstfahrende Arbeitsmaschinen. Mitversicherbar ist weiters Glasbruch der Traktorscheiben sowie die sogenannte Huckepack-Versicherung für Anhänger oder Fahrzeugaufbau. Bei der Huckepack-Versicherung kann zwischen verschiedenen Versicherungssummen auf erstes Risiko gewählt werden.

Die Niederösterreichische Versicherung versichert bei ihrem Agrar Optimal Plus Risiken denen Winzer im Speziellen ausgesetzt werden können. Beispielsweise ist Direktvermarktung automatisch mitversichert, wie auch die Einrichtung eines Hofladens. Auch Verkaufs- und Markthütten (auf Märkten oder Messen) und die Einrichtung darin sind versicherbar. Buschenschank in Sach- und Haftpflicht ist mitversichert. Im Rahmen der Haftpflicht deckt die NV auch Schäden an fremden Fahrzeugen im Zuge der Be- und Entladung, und zwar auch dann, wenn das Beladen von Hand erfolgt. Bei Leitungswasserschäden an Kellerröhren übernimmt die NV die Aufräumungs- und Wiederherstellungskosten. Wichtig sind auch ein Unfallschutz für Hilfskräfte sowie der Rechtsschutz bei Streitigkeiten mit der AMA um landwirtschaftliche Förderungen. Das Alleinstellungsmerkmal sieht die Niederösterreichische Versicherung bei der summierten Deckung für jeden Schaden. Ob Wohnung und Betriebsgebäude, Viehbestand oder Obst- oder Weinkulturen, Vorräte, Inventar, Maschinen: Agrar Optimalplus bietet eine existenzielle Absicherung nach den Vorstellungen des Kunden. Und das nach dem Versicherungsprinzip der „Höchsthaftungssumme“. Das heißt: die Objekte werden einzeln bewertet, für jeden Schaden wird aber die gesamte Versicherungssumme bereitgestellt.

Die DONAU Versicherung bietet bei Ihrem umfassenden „SicherAmHof“ Produkt einige Zusatzangebote die den individuellen Bedarf decken sollen. Unteranderem die Feuer-Mehrkosten, die nach einem Sachschaden Kosten des Stillstandes des Betriebes ersetzen. Bei der Elektronik Pauschal Versicherung wird für Schadenersatz an komplexen technischen Geräten wie Melk, Fütterungs-oder Lüftungsanalgen sowie Solar- und Photovoltaikanlagen gesorgt. Auch ist eine Rechtsschutz Versicherung bei Bedarf inkludierbar. Für Winzer gibt es ein eigenes SicherAmHof Winzerpaket. Dieses Paket ist auf die besonderes Bedürfnisse der Winzer abgestimmt und enthält unteranderem in der Sparte Feuerversicherung Deckungen für Weinkulturen im Freien (Weingarten) bis 10.000,-- Euro auf „Erstes Risiko“ für Weinstöcke, Reben und Weintrauben in jedem Ertragsstadium

Bei der Zurich Versicherung gibt es Versicherungsprodukte aktive als auch stillgelegte landwirtschaftliche Betriebe, unabhängig von ihrer Ausrichtung. Versicherbar sind sowohl landwirtschaftliche Gebäude aber auch das private Wohnhaus sowie der private Haushalt, landwirtschaftliches Inventar, Erntefrüchte, Viehbestand, Waren, Maschinen, Traktoren sowie die betriebliche Einrichtung. Es können Versicherungen in folgenden Sparten abgeschlossen werden: risControl 06/16 15


TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT Bereich sind sicherlich Vorsorgeprodukte. Work-Life-Airbag und Multi Protect, unsere Vorsorgeangebote bei Berufsunfähigkeit und bestimmten schweren Erkrankungen, sichern die finanzielle Existenz bei unfall- oder krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ab. Die Helvetia Versicherung bietet im Rahmen Land und Wohnen Vorteilspakete speziell für Winzer an. Diese umfassen beispielsweise die Versicherung gegen Feuer- und Sturmschäden an Weinkulturen im Freien oder die Technikversicherung für Schankanlage oder Weinpresse. Die Leistungen sind speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der jeweiligen Landwirtschaft abgestimmt und werden an die Erfordernisse exakt angepasst. Im Landwirtschaftsprodukt sind unter anderem, sämtliche Gebäude eines versicherten Hofes bzw. eines Betriebes mit einer Pauschalversicherungssumme versichert. Bei der Ermittlung der Summe wird eine Bewertungshilfe angeboten. Das Produkt ist in den Varianten klassisch, gehoben und exklusiv erhältlich und umfasst eine umfassende Risikoabdeckung. Ein besonderes Highlight ist die Prämienfreie Investitionsvorsorge für Gebäude, die in allen drei Varianten inkludiert ist. Diese gilt für die Risiken Feuer, Sturm und Leitungswasser.

zum aktuellen Marktpreis sowie Materialien zur Stützung und Verstrebung der Kulturen – auch Weingartenmauern – zum Neuwert. Der Transport des flüssigen Goldes ist ebenfalls versichert. In der Sparte Sturmversicherung sind unteranderem ebenfalls die Messe bzw. Verkaufsstände auch außerhalb von Gebäuden auf Messen bei Verkaufspräsentationen versichert. Bei der Wiener Städtischen Versicherung gibt es kein spezielles Versicherungsprodukt für Winzer. Jedoch hat die Wiener Städtische mit der Öko-Agrar Landwirtschaftsversicherung ein Produkt im Portfolio, das extra für Landwirte entwickelt wurde. Dabei wird ein Sicherheitsplan erstellt, der auf dem jeweiligen individuellen Bedarf basiert. Bei den Deckungsvarianten kann aus einem Bausteinsystem in den Varianten CLASSIC und PREMIUM gewählt werden, mit der Möglichkeit, bedarfsorientiert Zusatzdeckungen einzuschließen. In den einzelnen Bausteinen (wie z. B. Feuer, Sturm) lässt sich der Versicherungsschutz nach dem individuellen Deckungsbedarf zusammenstellen. Die Varianten sind je nach Bedarf pro Sparte einzeln wählbar. Mit zahlreichen Zusatzoptionen kann dem konkreten Bedarf noch besser Rechnung getragen werden. Außerdem können einige Deckungen, wie beispielsweise der erweiterte Elementargefahrenschutz in der Sparte Sturm, auch individuell erhöht werden. Zusätzlich können Öko-Agrar-KundInnen mit einer BetriebsunterbrechungsZusatzversicherung vorsorgen, denn: Ein größerer Feuer- oder Sturmschaden kann erhebliche Mehrkosten für den landwirtschaftlichen Betrieb verursachen. Mittels Waldbrandversicherung bietet die Wiener Städtische Waldbesitzer die Möglichkeit, für den Fall des Verlustes des wertvollen Rohstoffs Holz vorzusorgen. Highlights im Produktportfolio der Wiener Städtischen für den landwirtschaftlichen 16 risControl 06/16

Aber auch Maklergruppierungen haben Spezialangebote. Wir haben mit der g&o Gruppe über ihr Angebot gesprochen: "Nach unserer Erfahrung ist es nicht notwendig, ein eigenes Produkt für einen Winzer zu kreieren. Der Winzer ist ein Landwirt, der Wein produziert und vielleicht noch mehr. Daher gibt es bei uns kein spezielles Versicherungsprodukt für Winzer. Unser g&o Spezialprodukt für


TITELGESCHICHTE / LANDWIRTSCHAFT landwirtschaftliche Betriebe deckt immer auch all jene Risiken ab, die einen Winzer betreffen, das sind vor allem Hagel, Verderb und Schädlingsbefall. In den vergangenen Wochen haben wir erlebt, wie schnell Sturm, Hagel, Starkregen, Hochwasser, Überschwemmung und Blitzschlag eine Ernte oder ganze Pflanzen vernichten können. Auf all diese Schadensereignisse ist unser Produkt vorbereitet und bietet – angefangen von Gebäude- und Inhaltsschutz, über den Schutz von landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen bis hin zu einer Hagelversicherung – alles, was für einen Winzer unverzichtbar ist. Wir haben für alle Sparten Experten in der Gruppe, daher auch einen Experten für Landwirtschaftliche Bündelversicherungen mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich. Er hat für die g&o Gruppe ein Versicherungskonzept ausverhandelt, das einfach in der Handhabung und komplex im Deckungsumfang ist – darüber hinaus ist dieses Produkt mit einer ausgesprochen wettbewerbsfähigen Versicherungsprämie ausgestattet. Mit diesem Produkt decken wir die Grundrisiken jeder Landwirtschaft ab, egal ob es um das Versichern von Erntefrüchten, Viehbestand, landwirtschaftlichen Geräten und Fahrzeugen, Grünland, Ab-Hof-Verkauf, Fremdenbeherbergung oder nur Ackerbau und Viehzucht geht. Die Ermittlung der Versicherungssumme ist denkbar einfach und wir haben zusätzliche Deckungsumfänge verhandelt, die unser Produkt ziemlich einzigartig machen, wie z.B. Katastrophenschäden generell bis zu einem bestimmten Betrag mitversichert oder Unterversicherungsverzicht inklusive uvm. Damit haben wir ein ausgesprochen konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt gebracht, das sich auch im Schadensfall gut bewährt."

Andere Länder andere Möglichkeiten Es gibt viele Agrarversicherungssysteme auf der Welt. Im 2015 wurde in Kenia ein innovatives System eingeführt, das Kenyan Livestock Insurance Programm, das nach erfolgreicher Testphase in 14 kenianischen Verwaltungsbezirken installiert werden soll. Es handelt sich um eine indexbasierte Viehversicherung die das Grün von Pflanzen bzw. deren Fotosynthese misst. Mittels Satellitenbilder wird die Landfläche errechnet und die Farbe des Bodens ist der Index für die Trockenheit der Gegend. Wird ein bestimmter Trockenheitsgrad erreicht, Gelb sehr trocken, Grün nicht trocken, erhalten die Landwirte automatisch eine Pauschalzahlung. Das System wird voll von der kenianischen Regierung bezahlt und den nomadischen Bauern kostenlos angeboten.In Amerika haben Agrarversicherungen eine große Bedeutung, so wird dort mehr als die Hälfte des Agrarbudgets für ein Einkommen-AbsicherungsSystem aufgewendet. Der US-Staat übernimmt mehr als die Hälfte der Prämie in manchen Versicherungsvarianten sogar die gesamte Prämie und kommt auch für die Verwaltungskosten der Versicherer auf. Es wird der historische Ertrag beim Versicherungsschutz der Ernte herangezogen und zusätzlich eine Einkommensversicherungsvariante gegen Preisverfall angeboten. In Russland gibt es ebenfalls eine Förderung beim Abschluss einer Agrarversicherung. Wobei ab heuer nur mehr jene landwirtschaftlichen Versicherungsverträge gefördert bzw. Prämienrückerstattung erfolgen, die von Mitgliedgesellschaften des Nationalen Agrarverbandes angeboten werden. Im Jahr 2015 wurden für Versicherungen landwirtschaftlicher Nutztiere rund 19,5 Mio. Euro und für die Ernteversicherung knapp 70 Mio. Euro ausbezahlt. Quellen: Swiss RE, Statistik Austria, Österreichische Hagelversicherung

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VERSICHERUNG

Versicherungsabschluss im Internet: Wer hat wirklich den Durchblick? Versicherungsmakler warnen vor schnellen Abschlüssen in Online-Vergleichsportalen Online-Vergleichsportale für Versicherungen sind einfach zu nutzen und daher bei vielen Österreichern und Österreicherinnen sehr beliebt. Ein Versicherungsvertrag ist allerdings komplex und bedarf vor dem Abschluss einer umfassenden Information. Andernfalls besteht die Gefahr, das falsche Produkt oder eine Versicherung mit unzureichender Deckung abzuschließen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten lassen – er achtet auf das Kleingedruckte, kennt den Markt und hat somit den wahren Durchblick. Um sich zu informieren und Preise zu vergleichen, nutzen immer mehr Österreicher und Österreicherinnen Online-Vergleichsportale für Versicherungen. Nach dem do it yourself- Prinzip bieten derartige Portale die Möglichkeit, bestehende Verträge und Kosten unter die Lupe zu nehmen und sogar neue Polizzen abzuschließen. Doch der Abschluss einer Versicherung ist komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Das passende Produkt, abgestimmt auf die jeweilige Lebenssituation und Bedürfnisse, im Internet zu finden, ist laut Experten nahezu unmöglich. Ohne umfassende Beratung im Vorfeld besteht daher die Gefahr, das falsche Produkt oder eine Versicherung mit unzureichender Deckung abzuschließen, was im Schadenfall sehr teuer werden kann. „Angesichts der unterschiedlichen Versicherungsangebote können Konsumentinnen und Konsumenten schnell den Überblick verlieren. Der Abschluss einer Versicherung im Internet dauert zwar gerade mal 15 Minuten und ist recht einfach, kompliziert wird es für den Kunden jedoch im Schadenfall. Dann stellt sich nämlich die Frage, an wen er sich wendet und ob sein Betreuer die notwendigen Kenntnisse und erforderliche Durchsetzungskraft besitzt. Vor dem Vertragsabschluss ist es jedenfalls ratsam, einen Versicherungsmakler zu Rate zu ziehen. Er ist unabhängiger Spezialist, der ausschließlich im Auftrag seiner Kunden tätig wird und auch im Schadenfall kompetent unterstützt. Er kennt den gesamten Versicherungsmarkt, achtet auf das Kleingedruckte und hat somit wirklich den Durchblick“, erklärt Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger, Fachverbandsobmann der Versicherungsmakler. Dass viele Konsumentinnen und Konsumenten das genauso sehen, zeigen die Zahlen der letzten Jahre. 2015 wurden auf der größten Vergleichsplattenform Österreichs, 4,84 Millionen Abfragen durchgeführt. Der Anteil der VerbraucherInnen, die dann auch einen Vertrag abschließen, liegt allerdings im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Mit ein Grund dafür dürfte sein, dass Online-Portale tatsächlich nur einen relativ kleinen Ausschnitt des Marktes abbilden. Einige 18 risControl 06/16

Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger große Anbieter wollen sich dort nach wie vor nicht auflisten lassen. Ein Grund mehr, zum unabhängigen Makler zu gehen – denn der hat den Gesamtüberblick und haftet für best advice.


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RECOMMENDER AWARD

Viele Auszeichnungen

Insgesamt haben zehn Versicherungen bei der Jubiläumsveranstaltung vom Finanz Marketing Verband Auszeichnungen erhalten. Bereits zum zehnten Mal wurde heuer der Award für die Kundenorientierung österreichischer Banken, Versicherungen und Bausparkassen verliehen. Als Grundlage für den FMVÖ-Recommender-Award wurden vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing im ersten Quartal 2016 9.000 Kunden von Banken, Versicherungen und Bausparkassen zu ihrer Weiterempfehlungsbereitschaft für ihre Institute befragt. Anhand der Methode des Net Promoter Score (NPS) wurden die Gewinner in zehn Kategorien ermittelt, wobei es eine ex aequo Platzierung gab. Von 64 untersuchten Instituten qualifizierten sich 25 für das FMVÖRecommender-Gütesiegel für „exzellente“, „hervorragende“ oder „sehr gute“ Kundenorientierung, dass an jene Unternehmen vergeben wird, deren Ergebnis über dem Branchen-Durchschnitts-NPS der letzten fünf Jahre liegt. Mit Sonderpreisen bedacht wurden jene Institute, die den höchsten NPS-Wert erzielen konnten. Auch das Institut mit dem höchsten prozentualen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr und jenes mit dem höchsten, im Jahr 2016 gemessenen NPS-Wert wurden ausgezeichnet. Eine ex aequo Platzierung gab es bei den bundesweiten Versicherung, wo sich GRAWE (Sehr gute Kundenorientierung NPS 15,2 %) und Zürich Versicherungs-AG (Sehr gute Kundenorientierung 14,8 %) den FMVÖ-Recommender holen konnten. Vorstandsmitglied Mag. Silvia Emrich: „Wir sind unglaublich stolz, dass wir von den Versicherungskundinnen und -kunden am häufigsten weiterempfohlen wurden. Es ist ein Ausdruck ihres tiefen Vertrauens in unser Unternehmen und unterstreicht unser großes Engagement rund um den strategischen Schwerpunkt Kundenorientierung.“ Einschließlich der diesjährigen Auszeichnung wurde Zurich seit 2008 bereits sieben 20 risControl 06/16

Arnold Schiechl (Netconomy), Erich Mayer (Präsident FMVÖ), Mag. Silvia Emrich (Vorstandsmitglied Zürich VersicherungsAG), MMag. Robert Sobotka (Vizepräsident FMVÖ) Mal im Rahmen des Recommender Awards prämiert, dreimal davon mit dem ersten Platz. Bei den Regionalversicherungen kam es zu einem Kopf-an-KopfRennen: Wie im Vorjahr setzte sich die Vorarlberger Landes-Versicherung VaG (Exzellente Kundenorientierung 37,8 %) vor der Kärntner Landesversicherung aG (Exzellente Kundenorientierung NPS 37,0 %) durch. Die VLV erhielt mit 38 % auch den Sonderpreis für den höchsten NPS-Wert im Versicherungsbereich. Die weiteren


VERANSTALTUNG

Arnold Schiechl (Netconomy), Erich Mayer (Präsident FMVÖ), Dr. Hubert Schultes (Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung), MMag. Robert Sobotka (Vizepräsident FMVÖ)

Arnold Schiechl (Netconomy), Erich Mayer (Präsident FMVÖ), Mag. Josef Trawöger (Vorstandsvorsitzender Österreichische Beamtenversicherung), MMag. Robert Sobotka (Vizepräsident FMVÖ)

Wertungen bei den Regionalversicherungen: Tiroler Versicherung VaG (Hervoragende Kundenorientierung), Sehr gute Kundenorientierung wurde der Oberösterreichischen Versicherung AG und der Niederösterreichischen Versicherung AG attestiert. Dr. Hubert Schultes Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung: „Wir sind zu Recht stolz auf diese Auszeichnung! Denn von Kunden weiterempfohlen zu werden, setzt voraus, dass man sie gut betreut, sie ernst nimmt und sich permanent und intensiv um sie bemüht.“ Den FMVÖ-Recommender-Award der Bankversicherungen nahm die Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group entgegen. Die Österreichische Beamtenversicherung gewann die Kategorie Direkt- und Spezialversicherungen (Exzellente Kundenorientierung NPS 26,9 %) vor der Muki VaG (Exzellente Kundenorientierung 25,7 %). „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung, die ein Zeichen dafür ist, dass die hervorragende Arbeit, die tagtäglich in der ÖBV

geleistet wird, von den Kunden wahrgenommen und honoriert wird“, freuen sich Vorstandsvorsitzender Mag. Josef Trawöger und Werner Summer, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter. Vorstandsvorsitzender Wenzel Staub, MBA: „Dass der Recommender Award direkt von den Kunden vergeben wird, macht ihn für uns besonders wichtig. Die letzten drei Jahre in Folge haben wir dabei den ersten Platz geholt, auch heuer sind wir wieder als ‚exzellent‘ bewertet worden: Das ist die beste Bestätigung für unsere Servicequalität und spornt uns an, auch weiterhin die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.“ „Das Gütesiegel zeichnet uns als Unternehmen mit Spitzenwerten in der Kundenorientierung aus. Unsere Topwerte bei der Weiterempfehlung zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und diesen konsequent verfolgen. Daher wollen wir den Fokus auch weiterhin auf eine hohe Qualität in der Beratung und auf gelebte Kundenorientierung legen“, ergänzen die beiden Vorstände. Der VAV Versicherung wurde der Award für „Sehr gute Kundenorientierung“ verliehen. Über die Auszeichnung Aufsteiger des Jahres freute sich die Kärntner Landesversicherung AG, die mit ihrem NPS-Wert seit der Vorjahresbefragung um 33 % zulegen konnte. Der FMVÖ-Recommender für die Bausparkasse mit der höchsten Weiterempfehlungsrate ging an die Bausparkasse der österreichischen Sparkassen Aktiengesellschaft. FMVÖ-Präsident Erich Mayer hob in seiner Eröffnungsrede anlässlich des 10-jährigen Jubiläums die Bedeutung des Awards für die hiesige Finanzbranche hervor: „Als der FMVÖ-Recommender im Jahr 2007 ins Leben gerufen wurde, war noch nicht vorhersehbar, vor welchen Herausforderungen die Finanzinstitute in den darauffolgenden Jahren stehen werden. Ausgangspunkt der damaligen Entscheidung war das Bestreben, einen echten Gradmesser für Kundenorientierung in der Finanzbranche zu etablieren. Daher freuen wir uns, dass wir mit diesem Award einen Anstoß dazu geben konnten, die Kundenorientierung bei Banken, Versicherungen und Bausparkassen wieder mehr in den Fokus zu rücken.“

Arnold Schiechl (Netconomy), Erich Mayer (Präsident FMVÖ), Wenzel Staub, MBA (Vorstandsvorsitzender muki), MMag. Robert Sobotka (Vizepräsident FMVÖ)

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VERANSTALTUNG / MARKTPLATZ D.A.S. Rechtsschutz

MAKLERFOREN® Die D.A.S., Österreichs, informierte im Rahmen des Maklerforums im Wiener Flemings Hotel über Rücktrittsrechte bei Lebensversicherungen sowie über Deckungsbeurteilungen in der Rechtsschutzversicherung. Das aktuell brisante Thema rund um Rücktrittsrechte bei Lebensversicherungen wurde heftig diskutiert. Ein brennender Punkt war dabei die Beurteilung der Maklerhaftung. „Versicherungsmakler haben sich dem Thema aktiv zu stellen, um eine Haftung ihrerseits zu vermeiden“, rät dazu Rechtsanwalt Roland Weinrauch. Er sieht das Thema als Herausforderung, da es sich um eine komplexe Fragestellung handelt, die im Einzelfall zu lösen ist. Daher ist eine individuelle Beratung von nöten. Die Judikatur hat noch nicht alle Fragen rund um das Thema Rücktritt abschließend gelöst. Johannes Stegmayer, Leiter der D.A.S. RechtsService-Region Ost, referierte über das Thema Deckungsbeurteilung in der Rechtsschutzversicherung. Mit einem laufenden „tariflichen Sanierungsvorschlag“ möchte das Unternehmen seine Partner frühzeitig informieren und „noch bevor der Risikoverlauf einer Polizze negativ geworden ist, ihnen die Möglichkeit geben, den Vertrag rechtzeitig zu erneuern oder risikomäßig zu verstärken“, so Stegmayer. In vielen Fällen ist es sinnvoll, Rechtsstreitigkeiten nicht eskalieren zu lassen. D.A.S. Juristin Elke Herzog erklärte die Vor-

Karl Süschetz (D.A.S. Leiter Partnervertrieb Ost), Dr. Roland Weinrauch (D.A.S. Partneranwalt), Mag. Johann Stegmayer (D.A.S. Leiter RechtsService Ost) teile der außergerichtlichen Direkthilfe. „Rund 40 hausinterne Juristen der D.A.S. nehmen dabei mit der Gegenseite direkt Kontakt auf, um die Interessen der Kunden rasch und kompetent außergerichtlich durchzusetzen. Darüber hinaus werden Termine mit einem Rechtsanwalt hinfällig und die Polizze wird nicht mit Kosten belastet“, erklärt Herzog.

Die rund 70 anwesenden Makler unter anderem von Funk International oder AON Risk Solution diskutierten im Anschluss mit Karl Süschetz, Leiter des Partnervertriebs Ost, über Haftungen, Provisionsansprüche sowie über die optimale Vorgangsweise bei Sanierungen von Verträgen. Das nächste D.A.S. Maklerforum findet im Herbst 2016 statt.

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KOMMENTAR

Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtline Was ist zu tun um gesetzeskonform Kredite zu vermitteln? Im Jahr 2008 hat die Europäische Kommission beschlossen die Vergabe und Vermittlung von Hypothekar- und Immobilienkrediten in einen einheitlichen europaweit geltenden rechtlichen Rahmen zu bringen. Die Idee zur sogenannten MCD (mortgage credit directive) war geboren. Anfangs war angedacht, besonders strenge Kriterien für die Vermittlung zu definieren, da die Hypothekarkredite europaweit ein Volumen von 6 Billionen Euro haben und die Kommission auf jeden Fall einen Kollaps dieses Bereichs vermeiden wollte (2008 war ja der Beginn der Finanzkrise). So hat die Kommission vorgeschlagen, dass - ähnlich wie im Wertpapierbereich – Vermittler ein Mindesteigenkapital (zB € 50.000) halten müssen. „Selbstverständlich“ war auch ein Provisionsverbot für Vermittler vorgesehen. Aufgrund von zahlreichen Gesprächen seitens des Fachverbandes Finanzdienstleister und von Kollegen aus anderen Staaten, konnten alle relevanten EU-Institutionen (also auch das Europäische Parlament) davon überzeugt werden, dass für eine seriöse und kundenorientierte Kreditvermittlung weder ein Mindesteigenkapital noch ein Provisionsverbot nötig sind. Daher waren beide Themen nicht mehr in der Endfassung der Richtlinie zu finden. Während der zweijährigen Umsetzungsfrist in nationales, dh österreichisches Recht bestand aber nochmals die Gefahr, dass Österreich die Richtlinie doch strenger umsetzt und dass es zu einem Provisionsverbot oder anderen überbordenden Organisationsvorschriften kommt. Erfreulicher Weise und da sei hier ausdrücklich betont, hatten alle Personen, die an der Gesetzgebung mitgewirkt haben viel Verständnis für die Sorgen und Anliegen der Finanzdienstleister gezeigt (auch hier wurden seitens des Fachverbandes Finanzdienstleister unzählige Gespräche geführt) und sie haben sich wirklich bemüht, rechtliche Regelungen zu schaffen, die in der Praxis auch gelebt werden können. Mit 21.03.2016 ist nun das neue Hypothekarund Immobilienkreditgesetz (kurz HIKrG) in Kraft getreten. Genau einen Monat (21 April 2016) später wurden die neuen Standesregeln für die (gesamte) Kreditvermittlung 24 risControl 06/16

vom Wirtschaftsministerium veröffentlicht. Im Folgenden soll nun ein Überblick über die wichtigsten gesetzliche Vorschriften, die beim täglichen Arbeiten für Kreditvermittler zu beachten sind, gegeben werden Welche gesetzlichen Vorgaben sind nun zwingend zu beachten: 1. Bekanntgabe der Ausübungsform Bis 30.09 müssen Kreditvermittler der Gewerbebehörde bekannt geben in welcher Ausübungsform sie auftreten: a. gebundener Kreditvermittler: Diese müssen im Namen und Rechnung von einem oder mehreren Kreditinstituten auftreten (ähnlich wie Erfüllungsgehilfen im Bereich der Wertpapiervermittlung) b. ungebundener Kreditvermittler: Dies sind Kreditvermittler „automatisch“, wenn Sie NICHT im Namen und auf Rechnung eines Kreditgebers auftreten (Hinweis: Kreditvermittler treten nicht im Namen und auf Rechnung eine Kreditgebers auf, wenn Sie „nur“ eine Courtagevereinbarung mit dem Kreditgeber haben) c. Zusätzlich gibt es noch eine Möglichkeit des Außenauftritts, die NICHT an die Gewerbebehörde gemeldet werden muss: Unabhängiger Kreditmakler – in diesem Fall ist die Ausübungsform „ungebundener Kreditvermittler“ an die Gewerbehörde zu melden Wichtig: bei allen drei Ausübungsformen kann die Bezahlung über Provision oder Honorar oder beides erfolgen, beim Außenauftritt als unabhängiger Kreditmakler muss der Vermittler aber einen Überblick über die Mehrheit der Angebote am Markt haben, wenn er Provisionen erhalten möchte. Andernfalls ist bei dieser Form nur Honorar erlaubt. Überblick bedeutet nicht, dass konkrete Angebote eingeholt werden müssen. Tipp: unabhängige Kreditmakler sollten regelmässig auf die Website von Kreditgebern schauen und die dort angeführten Konditionen am besten herausschreiben oder kopieren und mit Datum versehen in einer Mappe

Hannes Dolzer (Obmann Fachverband Finanzdienstleister) zur Dokumentation abliegen – falls es zu Überprüfungen seitens der Gewerbebehörde kommt. Vordrucke für die Meldung an die Gewerbehörde befinden sich unter: wko.at/ finanzdienstleister – alles zur neuen Kreditvermittlung 2. Übergabe der Standardinformationen Bevor ein Kreditvermittler tätig wird hat er den Kunden SCHRIFTLICH die sogenannten Standardinformationen zu übergeben. Diese beinhalten Informationen über den Vermittler, GISA, Nummer, Beschwerdestelle und vor allem Informationen über das Entgelt. Wichtig: Es kann über Honorar oder Provision oder über beides abgerechnet werden – dies ist aber jedenfalls in der Standardinformation anzugeben. Praxistipps: Teilen Sie in der Standardinformation Ihren Kunden unbedingt mit ob eine bankenseitige Provision auf das Honorar angerechnet wird oder nicht und lassen Sie sich die Übergabe der Standardinformationen an den Kunden jedenfalls mit Unterschrift bestätigen 3. Wenn Beratungsdienstleistungen, dann schriftliche Übergabe der Empfehlung(en) Weiters ist bei den Standardinformationen anzugeben, ob Beratungsleistungen angeboten werden oder nicht. Hier ist das EU- Recht


KOMMENTAR

4. Provisionsobergrenze bei Personalkreditvermittlung - Aushang In den Standesregeln ist definiert, dass die Obergrenze von Honorar und ggf. Provision bei einer Personalkreditvermittlung (Achtung: dies gilt ausdrücklich nur für Personalkreditvermittlung) bei 5% der Bruttokreditsumme

bleibt. Dieser Höchstsatz ist in den Büroräumlichkeiten – mit dem Hinweis darauf, dass es der gesetzliche Höchstsatz ist - auszuhängen. 5. Übermittlung der AGB für Kreditvermittlung an VKI Kreditvermittler müssen ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen an den Verein für Konsumenteninformation übermitteln. Dies gilt aber nur eingeschränkt: Wenn die Kreditvermittler die AGB des Fachverbandes Finanzdienstleister verwenden, brauchen diese NICHT an den VKI übermittelt werden. Hinweis: Der Fachverband Finanzdienstleister ist hier bereits tätig geworden und hat bereits einen namhaften Rechtsanwalt mit der Erstellung der AGB beauftragt. Diese werden dann (es besteht eine Frist von 1,5 Jahren) auf der Homepage des Fachverbandes veröffentlicht oder den Mitgliedsbetrieben per email übermittelt. Exkurs: Natürlich sind von den Kunden auch persönliche Daten, Wünsche und Bedürf-

nisse zu erheben und die Kunden sind über Risiken aufzuklären. Dies stellt aber aus der Sicht des Fachverbandes Finanzdienstleister keinen neuen Standard dar. Ein Vordruck für die Erhebung der persönlichen Daten, von Wünschen und Bedürfnissen sowie zur Risikoaufklärung befindet sich ebenfalls auf der Homepage des Fachverbandes. Insgesamt bin ich persönlich mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (HIKrG, Standesregeln für die Kreditvermittlung) sehr zufrieden. Die zusätzlichen Organisationsvorschriften halten sich in Grenzen bzw. sind sicher gut lebbar. Sowohl Eigenkapitalvorschriften als auch Provisionsverbot konnten abgewendet werden. Somit steht der Weg frei für weiterhin erfolgreiche Kreditvermittlung letzter Tipp: sehen Sie sich die Website wko. at/finanzdienstleiter – Alles zu neuen Kreditvermittlung - einmal in Ruhe an: Da finden Sie alles was Sie brauchen.

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eindeutig: Man spricht NUR dann von Beratung, wenn am Ende des Prozesses eine oder mehrere konkrete Empfehlungen bzgl. der Variante und der Bank abgegeben werden. Alles andere (Erörterung der Angebote, Informationen zu Zinssätzen, Risiken etc) sind im Sinne des EU-Rechts nur Leistungen, die im Zuge der Kreditvermittlung stattfinden. Wichtig: Wenn Beratungsdienstleistungen stattfinden, dh eine Empfehlung abgegeben wird, dann muss dies schriftlich geschehen. Auch hier befindet sich wiederum ein Vordruck auf der oa Website (wko.at/finanzdienstleister). Tipp: Am besten die Übergabe der Empfehlung wieder mit Unterschrift bestätigen lassen.


TITELGESCHICHTE / OLDTIMER

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TITELGESCHICHTE / OLDTIMER

Der Schatz in der Garage Wenn das Auto in der Garage mehr als 30 Jahre alt ist, ist es entweder ein Schrotthaufen oder ein gut gepflegter Oldtimer. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für Motorräder, Lastkraftwagen und Traktoren. Wenn dieses Vehikel dann auch regelmäßig gewartet wird und fahrbereit ist, dann steigt sein Wert sowohl im finanziellen Bereich als auch im Ranking des Werteschemas des Besitzers. Oft ist der regelmäßige Gebrauch eines dieser Garagenschätze im Alltag nicht mehr möglich, da sicherheitstechnische Anforderungen nicht mehr zeitgemäß sind, was die Besitzer aber nicht stört. Wird doch der Schatz oft nur für Veranstaltungen mittels Hänger zu seinem Bestimmungsort chauffiert. Genaue Zahlen wie viele Oldtimer in Österreichs Garagen stehen gibt es nicht. Man geht von circa 70.000 Fahrzeugen aus, wobei 1.800 davon vor dem Jahr 1950 gebaut worden sind. Es gibt in Österreich über 200 Oldtimerklubs und über 80 Oldtimermuseen, außerdem finden jährlich über 200 Veranstaltungen für dieses Hobby statt. Im Ranking der teuersten Oldtimer der letzten Jahre führt ein Ferrari 250 GTO aus dem Jahr 1962 mit einem Wert von rund 38 Millionen Dollar, auf Platz zwei liegt bzw. steht der einzige Nicht-Ferrari in der Liste, ein Mercedes Benz W 196 „Silberpfeil“ von 1954. Wenn man das nötige Kleingeld hat und eine Anschaffung eines Oldtimers in Betracht zieht, sollte man sich auch über die rechtliche Seite informieren. Es besteht ein Ausfuhrverbot für in Österreich befindliches Kulturgut, und jedes Fahrzeug das älter als 50 Jahre ist fällt im Prinzip darunter. Das betrifft aber nicht nur Österreich, auch andere Länder haben ähnliche Gesetze. Übrigens beim ÖAMTC gibt es spezielle Oldtimerfahrtrainings, extra abgestimmt auf alte Autos, das heißt man verzichtet beim Parcours auf den Einsatz der Wasserhindernisse und einzelne Übungen werden nicht oder nur abgeschwächt gefahren, z. B. die Schleuderplatte. Neben den wertvollen Oldtimer gibt es auch eine Vielzahl von einfachen Altfahrzeugen, und diese zu entsorgen ist gar risControl 06/16 27


TITELGESCHICHTE / OLDTIMER nicht mehr so leicht. Wer kennt nicht die Verlockung eine an der Scheibe klebende Visitenkarte anzurufen und sein Wrack doch noch um einige Euro weiterzuverkaufen. Das sollte man sich zweimal überlegen. Denn wer sein Altfahrzeug unerlaubt weiterverkauft oder abgibt, anstatt es einem ordnungsgemäßen Recycling zuzuführen, riskiert eine Verwaltungsstrafe von 850 bis 41.200 Euro. 2015 wurden in Österreich knapp 250.000 Fahrzeuge abgemeldet aber nur 49.000 landeten bei dementsprechenden Entsorgungsunternehmen. Wichtig ist, bei den heiß geliebten und oft unbezahlbaren Lieblingsstücken, eine umfassende Versicherung. Wir haben uns umgehört welche Angebote es gibt: Die Wiener Städtische Versicherung bietet kein spezielles Produkt für Oldtimer- bzw. Youngtimer Besitzer, bietet jedoch für diese Zielgruppe individuelle Lösungen im Rahmen des vielfältigen Produktportefeuilles. Die Donau Versicherung hat eine Lösung, die Vollkunden jederzeit angeboten werden. Der VAV Versicherung liegen die Old-und Youngtimer besonders am Herzen, vielleicht auch deshalb weil Gen. Dir. Dr.Griesmayer selbst begeisterter Oldtimer Fahrer ist. Sie bieten auf alle Fälle einen attraktiven Spezialtarif für diese wunderbaren Fahrzeuge. Eine Vollkaskodeckung inklusive der prämienfreien Wertsteigerungsvorsorge bis 20 % und Einschluss der groben Fahrlässigkeit gibt es dadurch schon in einigen Fällen mit einer Prämie von weniger als 1% des Fahrzeugwertes. Sie bieten den Vertriebspartnern einen eigenen VAV-Oldtimerrechner an und unterstützen ihre Kunden auch bei der Beschaffung und Erstellung von Wert-Gutachten und bieten als ÖAMTC-Vorteilspartner im Bereich Oldtimer den ÖAMTC-Mitgliedern attraktive Vergünstigungen an. Auch die Zürich Versicherung hat für historische Fahrzeuge und zwar konkret für PKW, Motorräder, Traktoren und LKW einen speziellen OldtimerTarif. Die Allianz Versicherung arbeitet mit dem Kooperationspartner OCC und bietet maßgeschneiderte Lösungen an. Dazu zählen u.a. die Berücksichtigung von Wertsteigerungen, Übernahme von Restaurierungskosten und die Nutzung der Expertise anerkannter Gutachter auf diesem Gebiet. Die Generali Versicherung bietet auf Basis einer objektiven Bewertung individuelle Versicherungslösungen für den Liebling in der Garage. Die ERGO Versicherung arbeitet ebenfalls mit dem Kooperationspartner OCC. Sie bietet u.a. keine Wertober- und Untergrenzen, keine Limits für Einzelfahrzeuge und Sammlungen und man kann sich selbst entscheiden welcher Wert versichert werden soll, Marktwert oder Wiederherstellungswert. Muki der Versicherungsverein hat für Oldtimer Besitzer ebenfalls ein spezielles Angebot. Für Oldtimer ab 25 Jahren gibt es 50% Nachlass auf die KFZ Haftpflichtprämie, sofern der Besitzer Mitglied in einem entsprechenden Verein ist. Das Fahrzeug darf an maximal 120 Tagen im Jahr zur Ausfahrt genutzt werden und es muss ein weiteres Fahrzeug bei der muki versichert sein. Quellen: ÖAMTC; Statistik Austria, Handelsblatt, Oldtimerverein, WKÖ

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VERSICHERUNG

Alles Auto oder was? In der letzten Ausgabe haben wir uns unter den KFZ Versicherungsanbietern über Ihre Angebote im Bereich Digitalisierung der Kraftfahrzeuge beziehungsweise die Auswirkungen auf die Tariflandschaft und über Zusatzfeatures und geplante Innovationen und Neuheiten der Produkte informiert. Hier die Antworten der muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Inwieweit beeinflusst die fortschreitende Digitalisierung der Kraftfahrzeuge Ihre KFZ Tarife (Autonomes Einparken, Notbremsfunktion etc.)?

Wir gehen weiterhin davon aus, dass ausschließlich der Fahrer sein Fahrzeug kontrollieren muss und entsprechende Verantwortung trägt. Deshalb bilden wir Unterstützungssysteme nicht in unseren Tarifen ab – weder die versprochenen Vorteile, noch ihre Gefahren. Auch aktuell diskutierte Tendenzen zur Kundenüberwachung gegen geringen Prämiennachlass – wie GPS- und Blackbox-Überwachung von Kfz-Versicherten – lehnen wir ab. Aus diesen Sonderfällen entstände schnell eine Zweiklassengesellschaft mit sehr ungleich verteilten Rechten und Pflichten innerhalb einer großen Gefahrengemeinschaft. Bei der „smarten“ Verhaltenskontrolle der Versicherten würde sich bei den Kunden schnell ein Gefühl von Überwachung einstellen, das sich durch Prämiennachlässe nur schwer kompensieren lassen dürfte. Außerdem sind die so entstehenden persönlichen Daten ausgesprochen umfangreich und sensibel. Gelten für Elektro bzw. Hybrid Fahrzeuge die gleichen Tarife?

Nein, wir gewähren Kunden für Kfz mit Hybrid- oder Elektroantrieb 10 % Rabatt auf die Kfz-Haftpflichtprämie.

Welche Zusatzfeatures bieten sie an, was ist für heuer geplant?

Die neuesten Verbesserungen in unserer Kfz-Sparte waren: die Einführung der Assistanceleistung muki 24h-Nothilfe, die mit Pannenhilfe, Bergung, Schadenaufnahme und vielen weiteren Hilfsleistungen seit Februar 2015 allen unseren neuen Haftpflichtkunden ab 15 Millionen Euro Pauschalversicherungssumme rund um die Uhr zur Verfügung steht. Mit unserer neuen muki-App können alle Kunden schnell und zuverlässig auf ihre Versicherungsdaten zugreifen Wenzel Staub, MBA, und sich gegebenenfalls mit der Vorsitzender des Vorstands Assistance-Hotline muki 24hHilfe verbinden lassen. Aktuell weisen wir unsere Kfz-Kasko-Kunden auf unsere Kooperation mit Carglass hin, dank der sie bei einem Scheibentausch ihren Selbstbehalt sparen können. So reduziert sich zum Beispiel der vereinbarte Selbstbehalt von € 290,- auf Null; bei einer Glasreparatur entfällt der Selbstbehalt in jedem Fall. Ein großer Vorteil für unsere Vertriebspartner ist dabei die problemlose Abwicklung direkt zwischen Carglass und muki, die Kunden erhalten binnen kürzester Zeit ein professionelles Service. Und im Rahmen unserer Geschäftserweiterung auf den Gewerbebereich bieten wir einen attraktiven Kfz-Flottenvertrag für drei bis 20 Fahrzeuge an.

Die fortschreitende Digitalisierung, wie etwa die Spurwechselautomatik bei Tesla, beeinflusst die Kfz-Tarife. risControl 06/16 29


VERSICHERUNG

Oldtimer: Besondere Werte - besondere Versicherung Fahrzeuge, die heute begehrte Oldtimer sind, waren einst ein erstrebenswertes Statussymbol und standen für Freiheit und Flexibilität. Ein Fahrzeug verleiht seinem Besitzer die höchste Form von Mobilität – ein Privileg, welches heute fast so selbstverständlich wie unverzichtbar ist. OCCGründer und Geschäftsführer Thomas Sühr hat diesen Wandel selbst erlebt: „Für meine Generation haben Autos noch einen ganz besonderen Wert. Sie standen und stehen für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, aber auch für Fahrspaß durch Ausloten physikalischer Grenzbereiche und die Beherrschung von Technik. Nicht zuletzt geht mit Autos auch stets eine gewisse Statussymbolik einher. Ich habe den Eindruck, dass sich die Sichtweise, die Einstellung zu Autos, gewandelt hat. Während früher die eben genannten Auslöser im Vordergrund standen, scheinen heute Mobilität und Funktionalität im Fokus zu stehen, insbesondere bei den jungen Leuten.“ Viele ältere Fahrzeuge erfreuen sich auch heute als Oldtimer noch einer großen Fangemeinde – Denn die Faszination, die

von den Klassikern ausgeht, wurde nicht geschmälert, sie rückte sich nur in ein neues Licht: Heute sind Klassiker, wie beispielsweise die Citroen DS, der Mercedes Benz SL oder klassische 911er Modelle von Porsche, Liebhaberfahrzeuge und nicht mit Alltagsautos zu vergleichen: Sie sind überdurchschnittlich gut erhalten und werden nur gelegentlich gefahren. Deshalb stellen Liebhaberfahrzeuge auch andere Ansprüche an eine Versicherung als Alltags-Pkw. Sie sollten besser und günstiger versichert werden, eine Einstufung in Schadensklassen ist dem Oldtimer oder dem modernen Klassiker dabei nicht angemessen. Mit dieser Erkenntnis standen die Automobilliebhaber Thomas Sühr und sein Geschäftspartner Christian Bartelt Mitte der 1980er Jahre ziemlich allein in der Versicherungslandschaft da. Die Marktlücke erkannt, entwickelte OCC konsequent eine Strategie, die sich ausschließlich um Liebhaberfahrzeuge kümmerte: Im Jahr 1985 fuhren die Firmengründer mit einem mittelblauen Mercedes Benz 230 TE, einem gestreiften Schirm und zwei Klappstühlen

Thomas Sühr zum Nürburgring und stellten beim Oldtimer-Grand-Prix ihre Geschäftsidee vor. Schnell sprachen sich das Konzept und die Kompetenz von OCC in Versicherungsfragen für Klassiker herum. Andere Versicherer fragten die Lübecker in komplizierten Schadenfällen um Rat und entschlossen sich bald, bei Liebhaberfahrzeugen ausschließlich mit OCC zusammenzuarbeiten. Eine Vielzahl namhafter Versicherungsgesellschaften wurde Partner von OCC. Heute ist OCC noch immer das einzige Unternehmen in Deutschland, welches sich auf die Versicherung von Klassikern fokussiert hat. Seit mittlerweile über 30 Jahren ist OCC nun der Spezialist für die Versicherung moderner und historischer Klassiker. Das Wissen aus vielen Jahren Erfahrung, regelmäßigen Marktbeobachtungen und fundiertem Wissen um die Fahrzeuge stützen das Knowhow und den Erfolg des Unternehmens. OCC wendet sich dabei nicht nur Oldtimern, sondern der ganzen Palette von Liebhaberfahrzeugen zu: Versicherbar sind Youngtimer, Newtimer, Premium Cars, Replicas und klassische Motorräder. Im Jahre 2004 eröffnete OCC eine Repräsentanz in der österreichischen Hauptstadt Wien, um auch hier das fachliche Know-how mit Klassiker-Liebhabern zu teilen. Weitere Informationen finden Sie auf www.occ.eu

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VERSICHERUNG

Schnelle Hilfe, wenn sie gebraucht wird Versicherungen sind ja eigentlich dazu da, um durch Geldleistung Schicksalsschläge verkraftbar zu machen. Dann gibt es aber noch jene Fälle, wo ein Kunde einfach nur Hilfe braucht – und die auf der Stelle. Mit der Allianz Assistance bekommt er diese auch. Der Urlaub sind jene kostbaren Wochen, denen die meisten von uns ganzes Jahr entgegenfiebern. Es ist die Zeit zum Erholen, für die Familie und das Sammeln neuer Eindrücke, die dann Kraft für den Rest des Jahres liefern. Zu dumm, wenn jemand genau dann krank wird oder sich eine Verletzung zuzieht. Kommt aber leider dennoch sehr oft vor. So schön der mit einer Reise verbundene Tapetenwechsel ist, so schmerzlich wird dann plötzlich bewusst, wie sehr das von daheim gewohnte Wissen um das Netzwerk von Ärzten und Spitälern vor Ort fehlt. „In solchen Fällen kann die Allianz Assistance ihre Stärke voll ausspielen und wird für die Kunden spürbar“, sagt Claudia Schlosser, die bei der Allianz den Ungebundenen Vertrieb leitet. Mehr Leistung um weniger Geld Da gibt es nämlich nicht erst Geld daheim für das im Urlaub bezahlte Arzthonorar – die Hilfe beginnt gleich vor Ort. Ein Anruf genügt – und aus einem Netz von weltweit 400.000 Dienstleistern bekommt der Kunde nicht einen nächstbesten Arzt empfohlen, sondern den Besten in erreichbarer Nähe. Diese werden sorgfältig nach strengsten Qualitätskriterien ausgewählt, um Ihnen einen gleichbleibend hohen Standard zu bieten. Und das auch in den hintersten Winkeln der Welt. Reiseversicherungen beim Abschluss einer Urlaubsreise bieten andere auch an. Bei der Allianz gibt es mit dem Top Jahresreiseschutz jedoch die Möglichkeit, sämtliche Reisen innerhalb eines Jahres auf einmal zu versichern: und das oftmals sogar deutlich günstiger als bei der

Claudia Schlosser Versicherung nur einer einzelnen Reise. Dabei gilt der Top Jahresreiseschutz der Allianz für alle im gleichen Haushalt hauptgemeldeten Personen: bei Familien also auch für Kinder, die bereits älter als 18 Jahre sind und wenn diese alleine verreisen. Dabei ist das aber nur eine der viele Facetten der Assistance-Leistungen, die von der Allianz rund um die Person, das Wohnen sowie das Auto angeboten werden. „Assistance-Leistungen werden sofort dann erbracht, wenn der Kunde Hilfe benötigt“, erklärt Schlosser, „das macht diese Hilfe so besonders wertvoll für den Kunden.“ Nicht umsonst ist der Weiterempfehlungswert hier hoch wie bei kaum einer anderen Versicherungsleistung. Für treue Kunden und scharfe Rechner „Über Assistance kann die Kundenbindung deutlich gestärkt werden – und sie überdauert auch abreifende Verträge oder Fahrzeugwechsel“, so Schlosser. So wird etwa eine Kfz-Assistance unabhängig von Haftpflicht oder Kasko abgeschlossen – und auch gekündigt. Genau das kommt aber so gut wie nicht vor: „Kunden mit Assistance-Lösungen sind treu.“ Kunden sparen damit nämlich Stress und Ärger – und auch richtig Geld. Je größer die Familie, je mehr Fahrzeuge im Haushalt benutzt werden – umso größer wird der Vorteil für den Kunden durch die Assistance: Und falls jemand vorhat, neben der Pauschalreise im Sommer auch noch das eine oder andere Wochenende außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen, ist der Allianz Top-Jahresreiseschutz der beste Begleiter durch das Jahr.

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VERSICHERUNG FiNUM Finance AG – Arisecur

Kooperation Der in Wien ansässige Versicherungs-Provider ARISECUR gibt bekannt, dass er ab sofort auch die Berater der FiNUM.Private Finance AG mit umfangreichen Prozessabläufen im Back-Office-Bereich unterstützt. Die Zusammenarbeit konzentriert sich dabei vor allem

auf die Abwicklung von Komposit- und KFZRisiken. „Wir sind stolz ein Qualitätsunternehmen wie FiNUM unterstützen zu dürfen.", bekräftigt Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR. Die FiNUM erhält mit der Kooperation auch Zugriff auf Technologie-

Elemente des Wiener Unternehmens. „Unser strategisches Ziel ist es exzellenten Service für unsere Kunden anzubieten. Mit ARISECUR wird uns dies noch leichter fallen als bisher.“, erklärt Mag. Ali Eralp, Vorstandsvorsitzender der FiNUM.Private Finance AG.

ARAG Österreich

Wiener Versicherungsagenten Die ARAG präsentierte im Rahmen eines Mitgliedertreffens der Wiener Versicherungsagenten, rund um den Obmann Karl Weisz, Details aus der Rechtsschutzversicherung. Auf großes Interesse stieß die Lösungsfindung für problematische Situationen über den Wege der Mediation. Dabei wird auch die sogenannte Shuttle – Mediation, oder die Mediation am Telefon forciert. Mediation ist möglich in den Bereichen Arbeits-, Familie-, Erb- und Liegenschaftsrecht. In der digitalisierten Welt von heute immer wichtiger wird der Baustein InternetRechtsschutz, bei ARAG heißt dieser „web@ ktiv“. Wenn z. B. ein Versicherungsnehmer in einem Internetforum beschimpft und durch peinliche Fotos gekränkt wird, besteht Versicherungsschutz für die Recherche der Verantwortlichen und die Löschung der Daten. Ebenso können Unterlassungsansprüche, Schmerzensgeld und Behandlungskosten geltend gemacht werden. Immaterielle Schadenersatzansprüche aus der Verletzung des Rechts am eigenen Bild werden im Wege der Mediation gelöst. Im Rahmen des web@

ktiv Straf-Rechtsschutz sind auch Delikte gegen die Ehre sowie Verfahren nach dem Urheberrecht versichert. Besonders begeistert zeigten sich die Wiener Versicherungsagenten über die Inhouse Bearbeitung (IHB) des Rechtsschutzspezialisten. Knapp 40 ARAG-Juristen tragen zur schnellen außergerichtlichen Konfliktbereinigung bei. Der Verwaltungsaufwand der Agenten und seiner Kunden reduziert sich dabei auf ein

Minimum.Ebenfalls sehr zufrieden zeigten sich die Agenten mit der fachlichen Vertriebsunterstützung bei komplexen Firmenkundenterminen, auch vor Ort. Vor allem aber damit, dass durch die ausschließliche Konzentration auf den ungebundenen Vertriebsweg den Vertriebspartnern eine enorme Sicherheit bietet: Somit macht ARAG nämlich den Vertriebspartnern keine Konkurrenz durch einen angestellten Außendienst.

ERGO Österreich

Kooperationspartner Ab sofort können Reisende direkt über die ERGO Website Versicherungen der Europäischen Reiseversicherung abschliessen. Die Kooperation umfasst vier Jahresreiseprodukte, die mit verschiedenen Zusatzpaketen ausgestattet sind. „Gerade im Bereich Reisen ist

digital schon lange normal. Daher erwarten die Kunden, ihre Reisen auch via OnlineAbschluss versichern zu können. Wir bietet im Rahmen der Digitalisierungsstrategie ein umfangreiches Produktangebot auf der neuen Website. Wir freuen uns, unseren Kunden

nun auch Reiseversicherungen anzubieten, die sie einfach, schnell und sicher online abschließen können“, erklärt Dipl.-Math. Christoph Thiel, Mitglied des Vorstandes der ERGO Versicherung und zuständig für Direktvertrieb und IT. risControl 06/16 33


VERSICHERUNG Zurich

Begräbnisvorsorge

Dr. Gerhard Matschnig

Mit der neuen Zurich Begräbniskostenvorsorge kann man bereits zu Lebzeiten dafür sorgen, dass die Hinterbliebenen einmal nicht für die eigene Bestattung aufkommen müssen. Unabhängig von den tatsächlichen Begräbniskosten deckt die im Rahmen einer klassischen Ablebensversicherung vereinbarte Versicherungssumme alle anfallenden Kosten. Herkömmliche Ablebensversicherungen können nur nach einer gewissen Bearbeitungsdauer ausbezahlt werden und auf andere Vermögenswerte der verstorbenen Person, etwa Sparbücher, haben Hinterbliebene erst nach der Verlassenschaftsabwicklung – also nach mehreren Wochen bis Monaten - Zugriff. „Die Zurich Begräbniskostenvorsorge

fällt nicht in die Verlassenschaft und bietet folglich sofort einen finanziellen Polster“, so Dr. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes von Zurich. „Damit hat man gut vorgesorgt und kann sein Leben beruhigt genießen.“ Die Zurich Begräbniskostenvorsorge kann von Personen im Alter zwischen 35 und 80 Jahren abgeschlossen werden und ihr Versicherungsschutz gilt bereits ab dem ersten Tag. Bis zu einer Versicherungssumme von 7.500 Euro entfallen zudem die sonst üblichen Gesundheitsfragen. Die Begräbniskostenvorsorge wird lebenslang abgeschlossen, wobei eine Prämienzahlungsdauer zwischen fünf und 25 Jahren vereinbart werden kann.

Merkur Versicherung

Gemeinsamer Kampf Die Jamie Oliver Food Foundation und die Merkur Versicherung kämpfen gemeinsam für gute, gesunde Ernährung im Kalorienparadies Österreich: Für weniger Kalorien und mehr Lebensfreude. Jamie Olivers Food Revolution ist eines der größten globalen Programme, das genussvolle, gesunde Ernährung für alle Menschen fordert und fördert. Am Grazer Street Food Market wurde die historische Zusammenarbeit mit dem wichtigsten Tool der Bewegung gestartet: mit gutem Essen. Neue Food Revolution Rezepte aus der Küche des „Naked Chefs“, vor Ort zubereitet von Köchen aus Jamie Olivers Londoner „Fifteen“-Restaurant, werden im Merkur Foodtruck serviert. Der Reinerlös geht an die Jamie Oliver Food Foundation. Der Generaldirektor der Merkur Versicherung, Gerald Kogler, erklärt, warum eine österreichische Versicherung den Kochlöffel mit Jamie Oliver schwingt: „Vorsorge mit Lebensfreude ist der Kern unseres Programms. Die Jamie Oliver Food Foundation und die Merkur haben sich sozusagen als ideale Partner mit den gleichen Wurzeln und Zielen gefunden.“ 34 risControl 06/16

Dazu auch Jamie Oliver: „Ich will gemeinsam mit der Merkur Versicherung eines beweisen: Gesundes, frisches Essen macht Spaß. Wir liefern Inspiration für weniger Kalorien, mehr Lust am Essen. Wir können das gemeinsam schaffen!“ Die Merkur und die Jamie Oliver Food Foundation planen mit einem breit angelegten Programm gutes Essen erlebbar zu machen. Keine graue Theorie, sondern

bunte Genusserlebnisse mit unterhaltsamer Inspiration:Kooperationen mit Schulen, Vereinen, Behörden, NGOs und der Gastronomie - Roadshows mit dem grünen Merkur Foodtruck - Publikationen mit Kochrezepten und Stories aus der Community und spezielle Food Revolution Programme der Merkur Versicherung mit dem Team von Jamie Oliver und seinen Rezepten.


VERSICHERUNG UNIQA Österreich

Kfz Tarif mit Belohnung

Harald Trautsch (CEO Dolphin Technologies) und Andreas Kößl (Vorstand UNIQA Österreich und UNIQA International)

Wer am Steuer nicht telefoniert spart beim erweiterten Kfz Tarif Safe Line Prämie und erhält Goodies im Wert von bis zu 200 Euro im Jahr. Wie das geht? Wer bei UNIQA Österreich einen Kfz-Haftpflichttarif mit SafeLine abschließt, bekommt eine Telematik-Box ins Auto, die über einen CrashSensor, einen NotfallKnopf und eine Ortungsfunktion verfügt. „Rund 7.000 mal haben wir unseren Kunden mit SafeLine bei Unfällen, Notfällen und Diebstählen bereits helfen können“, konstatiert Andreas Kößl Vorstands UNIQA Österreich und International. „Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter.“ Neben der Hardware gibt es mit dem neuen Tarif auch eine neue App, die eine Vielzahl intelligenter Services beinhaltet. Harald Trautsch, Geschäftsführer der Entwicklungsfirma Dolphin Technologies: „Die App erkennt, wenn das Handy während dem Fahren nicht genutzt wird und sammelt Punkte.“ Für diese erhält der Kunde Freikilometer, welche die Versicherungsprämie

positiv beeinflussen. Denn SafeLine basiert auf dem Prinzip eines Umweltbonus – je weniger Kilometer am Ende des Jahres am Tacho stehen, desto höher der Prämiennachlass. Zusätzlich kann man die gesammelten Punkte gegen Goodies einlösen, etwa Kaffee oder Coca-Cola bei OMV-Tankstellen oder die Anmeldegebühr für car2go. Für Fahrer bis 25 Jahre gibt es einen weiteren Bonus. Wer sein Auto in der Nacht von Freitag auf Samstag oder Sonntag stehen lässt, erhält pro Tag 10 Freikilometer. Damit will man den sogenannten „Discofahrten“ und deren Gefahren entgegenarbeiten. Nachtfahrten gelten im Zeitraum zwischen 22h abends und 6h früh. Übrigens zwei- bis dreimal pro Woche nutzt ein durchschnittlicher SafeLine Fahrer die App, hauptsächlich um sein Auto zu orten, das Logbuch zu kontrollieren und seine Fahrt Statistiken einzusehen. Für die Zukunft sollen noch mehr Kundenkontaktpunkte angestrebt werden, von der Wetterwarnung bis zum Angebot alternativer Fortbewegungsmittel.

räten sind Kinder bis fünf Jahre: 47 % aller Spielplatzunfälle betreffen diese Altersklasse, während die 6 – 9-Jährigen mit 36 % und die 10 – 14-Jährigen mit 17 % vertreten sind. Bei kleinen Kindern sind Eltern und Erziehungsberechtigte besonders gefordert achtsam zu sein und ihre Schützlinge nicht unbeobachtet zu lassen. Außerdem sollte man die Grenzen ihrer motorischen Entwicklung unbedingt respektieren und sie nicht z.B. hoch auf ein Klettergerüst hinaufheben“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie in Graz. Besonders unfallgefährdet sind Trampolinnutzer, dabei verletzen sich im Jahr rund 4.200 Kinder, viele „Bruchlandungen“ enden mit schweren Verletzungen. „Das Trampolin ist ein modernes Sportgerät, das häufig im Garten

Dr. Gerhard Matschnig und Univ.-Prof.Dr. Holger Till

Zurich Versicherung

Kindersicherheit Das Spielen im Freien birgt viele Gefahren. Gemeinsam mit dem Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE hat die Zurich Versicherung die häufigsten Unfallursachen beim Spielen im Garten und am Spielplatz analysiert und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen. Bei der Schaukel passiert mehr als bei Klettergerüst und Rutsche. Von den jährlich 4.700 verletzten Kindern, passieren 32 % der Unfälle auf der Schaukel, gefolgt vom Klettergerüst (27 %) und der Rutsche mit 22 %. Buben verletzen sich mehr als Mädchen. Geschlechterunterschiede zeigt die Statistik auch bei den einzelnen Spielplatzgeräten: Während sich Jungen und Mädchen beim Schaukeln und am Klettergerüst gleich häufig verletzen, erleiden Buben beim Rutschen mit 63 % deutlicher häufiger Unfälle, die im Spital behandelt werden müssen. „Besonders gefährdet bei den klassischen Spielplatzge-

aufgestellt wird. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass die Sicherheitsvorschriften bei der Montage eingehalten werden. Allein durch die gewissenhafte Sicherung lässt sich einer von 20 Unfällen verhindern“, appelliert Dr. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes von Zurich. risControl 06/16 35


VERSICHERUNG Donau Versicherung

Bonus Vorteile Die Donau Versicherung hat in ihrer neuen KFZ-Versicherung „sicher unterwegs“ zahlreiche Vorteile für ihre Kunden integriert, die nicht nur Familien oder umweltbewussten Fahrern Preisvorteile bietet, sondern auch niedrige Selbstbehalte oder Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit mit einschließt. Einer der Vorteile ist beispielsweise der Familien-Bonus. Die niedrigste Bonusstufe innerhalb der Familie mit gleichen Wohnsitz wird als Basis für die Prämienberechnung für alle Familienmitglieder herangezogen. So können auch junge Kfz-Neueinsteiger profitieren, da sie nicht in der höchsten Versicherungsstufe starten müssen. „Die DONAU bietet mit dem Familienbonus ein einzigartiges Angebot, von dem alle Familienangehörige profitieren, insbesondere Personen, die noch keine Bonus-Malus-Stufe erwirtschaftet haben, erleichtern wir damit den mobilen Start. Ist das Fahrzeug des Ehemanns beispielsweise bei uns haftpflicht- oder kaskoversichert, erhält die Ehefrau dieselbe niedrige Prämienstufe für ihr Fahrzeug“, unterstreicht Dr. Peter

Thirring, Generaldirektor Donau Versicherung AG Vienna Insurance Group. In der Kasko Variante wählt der Kunde die Höhe des Selbstbehaltes, der niedrigste Selbstbehalt beläuft sich auf 299,-- Euro. Bei höhrem Selbstbehalt reduziert sich die Prämie. Von der Basis-Kasko über Premium-Kasko bis hin zur Wild- & Wetter-Kasko bestimmt der Kunde je nach Bedarf seinen Versicherungsschutz selbst. Die Kasko Zusatzpakete erweitern den Versicherungsschutz und schließen je nach Wahl des Paketes bei Einbruchdiebstahl u.a. auch Gegenstände des persönlichen Bedarfs bis EUR 2.500,- als auch Laptop und mobile Navigationsgeräte bis EUR 2.000,- ein. Bei Kfz mit einem Co² Ausstoß bis zu 130g/km und bei Fahrzeuge mit Alternativantrieb, gibt es einen 10% Prämiennachlass bei der Haftpflichtversicherung. Der Elektro Bonus beträgt eine Prämienreduktion von 30%. In den neuen Tarif sind Schäden durch grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen. Das SOS Paket gibt es prämienfrei bei einer Haftpflichtversicherungssumme von 20 Mio. Euro. Die

Notrufzentrale ist rund um die Uhr erreichbar. Wann immer es möglich ist wird vor Ort repariert. Sollte dies nicht möglich sein, so sind u.a. die Rück- oder Weiterfahrt des Lenkers und der Mitreisenden per Bahn bis zu einer Gesamthöhe von EUR 750,– pro Person inkludiert. Das Kfz wird zur nächstgelegenen Fachwerkstätte transportiert.

Andreas Grünbichler CFO. Die Wüstenrot Versicherung konnte ein Plus von 2,7 % auf 494,1 Mio: euro verrechnete Prämien erzielen. „Trotz außerordentlicher Aufwendungen für die Zinszusatzrückstellung in der Lebensversicherung und gegenüber dem Vorjahr gestiegener Versicherungsleistungen in der Schaden-/Unfallversicherung wurde ein EGT von 22,0 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist ein Plus von 7,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr,“ sagte Vorstandsdirektor Mag. Gerald Hasler. „Das Ergebnis der Kapitalveranlagung lag bei 158,7 Millionen Euro und somit um 1,2 % über dem Vorjahresergebnis. Unter schwierigen Marktbedingungen konnte eine Rendite von 3,8 % erwirtschaftet werden, die auch eine entsprechende Zuführung zur Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Lebensversicherung ermöglichte“ sagte Vorstandsdirektor Dr. Andreas Grünbich-

ler. Die Ergebnisse der CEE Töchter und die Auslandsbeteiligungen waren durchaus zufriedenstellend. Auf den Bausparmärkten ist die Gruppe in der Slowakei, in Kroatien und in Ungarn erfolgreich positioniert. In der Slowakei ist man auch mit einer Kompositversicherung vertreten und seit 2012 mit einer Lebensversicherung in Kroatien. Die Zahlen der Ergebnisse lauten wie folgt: Slowakei verrechnete Prämien von 59,9 Mio. Euro ein EGT nach lokaler Rechnungslegung von 5,4 Mio. Euro. Bausparkasse Kroatien EGT nach lokaler Rechnungslegung 1 Mio. Euro. 22.100 neu abgeschlossene Sparverträge Finanzierungsleistungen liegen bei 24,4Mio. Euro. Wüstenrot Lebensversicherung in Kroatien erzielte im Bereich der verrechneten Prämien 3,4 Mio. Euro. Die ungarische Bausparkasse an der die Gruppe Anteile hält konnte mit einem 26 Mio EGT ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen.

Dr. Peter Thirring

Wüstenrot Gruppe

Abschluss Die Wüstenrot Gruppe hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Plus gegenüber dem Vorjahresergebnis von 33,4 % abschließen können. Damit liegt das EGT bei 45,3 Mio. Euro, die Konzernbilanzsumme betrug 11 Mrd Euro und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Bausparkasse Wüstenrot AG konnte bei den Finanzierungsauszahlungen (inklusive Eigenmittel) ein Plus von 36,4 % auf 792,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erzielen. Im Bereich der Bausparausleihungen konnte das Vorjahrsniveau leicht übertroffen werden. Das Neugeschäft betrug 217.291 Stück, die Bauspareinlagen im Jahr 2015 sanken leicht auf 5.246 Mio. Euro. Das EGT lag bei 22.9 Mio. Euro. „Die neuen regulatorischen Liquiditätsvorschriften nach Basel III sind bereits erfüllt, sogar jene die nach Auslaufen der Übergangsbestimmungen erst 2018 zu erfüllen wären“, so Vorstandsdirektor Dr. 36 risControl 06/16


VERSICHERUNG

20 Jahre OMDS

Maklerdatensatz - Made in Austria

Der Oesterreichische Makler Datensatz, kurz OMDS genannt, ist eine genormte Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsmaklern. Er beinhaltet Kunden-, Vertrags-, Schaden-, Provisions-, Mahn- und Fondsdaten der Maklerkunden. Der OMDS ermöglicht somit eine einheitliche versicherungsübergreifende Darstellung der Daten. Er wird von einer im österreichischen Versicherungsverband VVO angesiedelten „OMDS-Arbeitsgruppe“ gepflegt, dokumentiert und weiterentwickelt. Wie alles begann Ende 1995 wurde der OMDS vom österreichischen Versicherungsverband VVO zusammen mit motivierten Vertretern der Maklerschaft und der Versicherungsunternehmen ins Leben gerufen. In einer wohl einzigartigen Zusammenarbeit zwischen Versicherungsverband, Maklervertretern, Mitarbeitern der Versicherungsunternehmen und Softwareerzeugern entstand ein Datensatz, der heute nahezu bei allen ungebundenen Versicherungsvertrieben in mehr oder weniger ausgeprägter Form eingesetzt wird. Obwohl sich die „OMDS-Arbeitsgruppe“ aus Repräsentanten unterschiedlicher Interessensgruppen zusammensetzt, wird konsequent ein einziges Ziel verfolgt, nämlich die standardisierte Weitergabe von Informationen durch die Versicherungsunternehmen. Seit nunmehr 10 Jahren wird der OMDS im flexiblen Format „xml“ entwickelt. Ein Format, das die Weitergabe von vielen zusätzlichen Daten zulässt und zur wesentlichen Verbesserung des Informationsgehalts geführt hat.

dass alle Vertreter der verschiedenen beteiligten Interessensgruppen die Entwicklung mitgestalten können. Womit sich die Arbeitsgruppe derzeit beschäftigt Im Auftrag der Versicherungsunternehmen beschäftigt sich die „OMDS-Arbeitsgruppe“ derzeit mit der Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage zum Thema „Bidirektionale Prozesse“. Können und sollen standardisierte bidirektionale Prozesse den standardisierten aber unidirektionalen OMDS völlig ablösen? Oder kann sich daraus eine Symbiose mit beidseitigem Vorteil und Nutzen ergeben? Diese Fragen werden nunmehr in den nächsten Wochen in unterschiedlichsten Konstellationen von der „OMDS-Arbeitsgruppe“ untersucht, analysiert und gegenübergestellt.

Freie Schnittstelle Nach wie vor wird jedes Jahr eine von der „OMDS-Arbeitsgruppe“ vorgeschlagene neue Version verabschiedet. Die Version wird in monatlichen Arbeitsgruppensitzungen erarbeitet und bei Quartalssitzungen einem erweiterten Personenkreis vorgestellt. Sofern kein Versicherungsunternehmen Einspruch erhebt gelten die vorgeschlagenen Änderungen und Erweiterungen als angenommen. Ab diesem Zeitpunkt können alle Interessenten die technischen Spezifikationen ohne Bedingungen und Kosten über die Homepage des österreichischen Versicherungsverbandes VVO beziehen.

OMD

S

Freie Mitarbeit Es steht allen Versicherungsunternehmen, Maklern und Softwareherstellern frei, an der Entwicklung des OMDS teilzunehmen. Ein eigens dafür geschaffenes Postfach im VVO nimmt alle Änderungswünsche und Verbesserungsvorschläge entgegen. Diese werden dann im Rahmen der „OMDS-Arbeitsgruppe“ diskutiert, bewertet und in die neue Version aufgenommen oder verworfen. Damit ist auch gewährleistet, risControl 06/16 37


VERSICHERUNG Fachverband Versicherungsmakler u. Berater

OMDS-Award Der Fachverband der Versicherungsmakler initiiert den ersten OMDS-Award. Mittels Fragebogen, haben die Versicherungsanstalten die Gelegenheit, bei der OMDS-Award Verleihung 2016 teilzunehmen. „Wir kontaktieren die Versicherungsunternehmen aktiv und fordern sie auf mitzumachen! Schließlich ist ihre Sichtweise notwendig für die Beurteilung. Die Wertung erfolgt durch die Jury, die sich aus den Mitgliedern des Arbeitskreises Technologie zusammensetzt. Eine objektive Beurteilung ist gewährleitest, da jedes Bundesland in unserem Arbeitskreis vertreten ist“, so Arbeitskreis Technologie-

Leiter Siegfried Fleischacker. Die Vergabe des OMDS-Awards findet erstmalig am 17. August 2016, dem ersten Tag des 11. Expertentreffens im Rahmen des Forum Alpbach, statt. Kriterien für die Beurteilung sind unter anderem die Qualität der Bestands,-Schadensund Provisionsdaten und der Service (Erhalt, Lieferung und Sicherheit der Lieferung). Auch Fachverbandsobmann Riedlsperger begrüßt die Initiative rund um den Einsatz von OMDS und den OMDS-Award: „Datenübermittlung und Datenqualität sind seit geraumer Zeit Gegenstand der Diskussion zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen. Je

vollständiger die Daten sind, desto rascher und effizienter ist die Kundenbetreuung möglich. Diese Auszeichnung soll Versicherungsanstalten für eine noch effizientere Zusammenarbeit mit uns Makler motivieren.“

ÖBV Versicherung AG

Neuer Rekord Die ÖBV Versicherung hat im letzten Jahr einen neuen Rekord bei den Prämieneinnahmen in ihrer Kernsparte Lebens- und Unfallversicherung. Die verrechneten Prämien in der Lebensversicherung stiegen im Jahr 2015 um 3,4 % auf 177,7 Mio. Euro. Die Neuproduktion im Bereich der Kapitalversicherung konnte stark gesteigert werden, die Risikoversicherungen stagnierten auf mittlerem Niveau. Auch in der Unfallversicherung konnte die Steigerung der verrechneten Prämien weiter fortgesetzt werden, sie stiegen im Jahr 2015 um 3,1 % auf 21,1 Mio. Euro. „Die Gewinnbeteiligung in der klassischen Lebensversicherung konnte trotz der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase auf hohem Niveau gehalten werden. Die Gesamtverzinsung beträgt derzeit 3 %, womit wir uns weiterhin im oberen Bereich der Branche befinden“, erklärt ÖBV Vorstandsvorsitzender Mag. Josef Trawöger. Das Jahr 2015 stand für die gesamte Versicherungswirtschaft im Zeichen der Vorbereitung auf das europäische Aufsichtsregime Solvency II: „Für uns als mittelständisches Versicherungsunternehmen war es ein besonderer Kraftakt, das komplexe Regelwerk im Unternehmen zu verankern. Das ist uns jedoch sehr gut gelungen, wir sind solide aufgestellt und erfüllen die Solvabilitätsvorschriften“, berichtet Trawöger. Die anrechenbare Eigenmittelausstattung liegt bei 149,1 Mio Euro. Zu Jahresende waren 38 risControl 06/16

Mag. Josef Trawöger und Werner Summer Kapitalanlagen im Ausmaß von 1,68 Mrd. Euro vorhanden. Trotz des guten Prämienergebnisses ist das versicherungstechnische Ergebnis rückläufig: „Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen“, erklärt Werner Summer, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter: „Einerseits haben die umfangreichen Investitionen in eine neue IT-Landschaft das Ergebnis beeinflusst, andererseits führte die Verwendung eines niedrigeren Rechnungszinses zu höheren Personalrückstellungen. Zudem veranlasste das niedrigere Zinsniveau die Aufsichtsbehörde dazu die Bestimmungen betreffend der Bildung der Zinszusatzrückstellung zu verschärfen, was unmittelbar Einfluss auf das versicherungstechnische Ergebnis hatte.“ Die ÖBV investiert in ihre IT, um unter den Gesichtspunkten Eigenständigkeit und Unabhängigkeit für die Zukunft gut

aufgestellt zu sein. Gleichzeitig wurde im Zuge des laufenden Strategieprozesses mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen begonnen. Die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie wird die ÖBV auch 2016 intensiv beschäftigen. „Beide Themenbereiche stellen wichtige Investitionen in die Zukunft der ÖBV dar. Dabei sind wir einer Bilanzpolitik gefolgt, in der Investitionen in die Zukunft keine Belastungen für die Zukunft darstellen“, erklärt Trawöger. Nahezu das gesamte bis 2015 angefallene Investitionsvolumen wurde als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. „Die Ergebnisse zukünftiger Jahre werden daher nicht durch Abschreibungen der ITInfrastruktur belastet. In diesem Sinne ist auch das Jahresergebnis 2015 zu interpretieren“, ergänzt Summer.


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INTERVIEW

IGV - Eine Zukunftsperspektive Seit Juni 2015 ist Anton Brenninger Präsident der IGV Austria. Er ist seit 1997 in der Branche und mit seinem Versicherungsmaklerunternehmen Brenninger & Partner ist er seit 1999 erfolgreich am Markt tätig. Wir haben mit ihm über die IGV Austria, die Strategie und Zukunftsperspektiven am Markt gesprochen.

Die IGV Austria bietet bereits mehr als 111 Unternehmen eine Dachorganisation, welche Struktur steht dahinter? Brenninger: Die IGV Austria besteht aus 5 Organisationseinheiten mit 111 Mitgliedsbetrieben wobei jeder Mitgliedsbetrieb selbstständig und unabhängig tätig ist. Jede Organisationseinheit entsendet zwei Kollegen in den Vorstand der sich einmal im Monat zusammenfindet und die Inputs aus den einzelnen Organisationen einbringt. Für jede Versicherungssparte gibt es eigene Arbeitskreise die sich ebenfalls aus Mitarbeitern der Organisationseinheiten zusammensetzen. Damit erhalten wir umfassende Informationen aus den einzelnen Büros und haben somit die Möglichkeit rasch und effizient zu handeln. Der Arbeitskreis ist auch dafür zuständig, über die jeweiligen Spartenprodukte mit den Versicherungsunternehmen - unseren Partnern - zu kommunizieren und Verhandlungen zu führen.

Wir streben keine kurzfristige Gewinnoptimierung an, sondern setzen uns zum Ziel, unser technisches Geschäft profitabel zu halten und mit unserer Veranlagung langfristige und nachhaltige Erträge zu erwirtschaften. bieten sollen. Es entfallen Doppelanlegungen usw. Unser Ziel ist es direkt aus dem Manager zu polizzieren, im Moment wird das bereits

mit einem Versicherer umgesetzt, wir hoffen das in Zukunft mehr Versicherungen dazu kommen werden. Sie haben vorhin von Verpflichtungen gesprochen können Sie uns hier einen kurzen Überblick geben? Brenninger: Die Verpflichtung beschränkt sich finanziell auf einen einmaligen Bei-

Was ist Ihrer Meinung nach der Nutzen der IGV für das Unternehmen? Brenninger: Das Mitgliedsunternehmen kann alle Vorteile der IGV nutzen, hat aber natürlich auch Verpflichtungen. Das Maklerbüro kann weiterhin auch Produktpartner im Portfolio haben die keine Vereinbarung mit der IGV haben, hier herrscht keinerlei Einschränkung. Ein weiterer Vorteil ist der IGV Manager. Unser Arbeitskreis EDV wird von KR Sigfried Fleischhacker geleitet, der bestrebt ist den IGV Manager bestmöglich aufzustellen. Im IGV Manager der verbunden ist mit der CCA 9 Software sind Massenspartenprodukte angelegt, die dem einzelnen Betrieb im Alltag eine Arbeitserleichterung risControl 06/16 41


INTERVIEW trag bei Eintritt in die Organisation, eine weitere Verpflichtung besteht aber für ein Miteinander. Nur durch eine Gemeinsamkeit ist es möglich eine gut informierte und effiziente Organisation am Markt zu haben. Es gibt derzeit aber keine monatlichen Gebühren oder sonstige finanzielle Belastungen. Es ist heute schon so weit, dass Neueinsteiger in der Branche von manchen Versicherern keine Courtagevereinbarungen mehr erhalten. Ist es Ihrer Meinung nach möglich als Einzelkämpfer am Markt weiter zu bestehen? Brenninger: Meiner Meinung nach ist es in Zukunft nur mehr sehr schwer möglich, als Einzelkämpfer am Markt zu bestehen. Es ist heute schon so weit, dass Neueinsteiger in der Branche von manchen Versicherern keine Courtagevereinbarungen mehr erhalten. Dadurch ist der Best Advice Verpflichtung nicht mehr nach zu kommen, auch sehe ich Probleme im Bereich Vergleich, der Einzelne wird es kaum schaffen einen kompletten Anbietermarkt zu vergleichen. Von der Problematik mit EDV möchte ich gar nicht sprechen. Daher sehe ich als Zukunftsperspektive nur den Schritt sich unter eine Dachorganisation zu begeben. Wie weit die Selbstständigkeit dann bestehen, bleibt, liegt bei der Entscheidung des Einzelnen. Welchen Mitgliederstand peilt die IGV an? Brenninger: Wir wollen kontrolliert wachsen. Es gibt eine Fülle von Vereinbarungen und Produkten, die von einem Neumitglied erst einmal in seinen Arbeitsalltag integriert werden muss, abgesehen von der EDV Umstellung. Daher liegt unser Ziel sehr wohl im Wachstum aber mit einem kontrollierten und organisierten Ablauf. Was ist Ihr Ziel für die Zukunft, was möchten Sie noch erreichen? Brenninger: Die IGV hat schon viel erreicht. Mittlerweile sind wir eine merkbare Größe im österreichischen Versicherungsmaklermarkt, wir sind sicher in der Branche angekommen und haben uns in kurzer Zeit einen guten 42 risControl 06/16

Wir planen für die Zukunft eine Überarbeitung und Neuaufstellung des IGV Managers, um auch hier zukunftsorientiert handeln zu können. Namen gemacht. Auch im EDV Bereich haben wir schon viel erreicht und es bestehen gute Vereinbarungen sowohl bei den Produkten als auch bei den Courtagen. Wobei ich betonen möchte, alle Produktvereinbarungen sind seitens der IGV selbst ausgehandelt worden. Seit 1. Juni haben wir auch ein eigenes Büro am Graben in Wien, dort sind bereits drei Backoffice Kräfte tätig. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen und Erweiterungen im Bereich EDV und investieren auch das nötige Geld um für die digitalen Anforderungen gerüstet zu sein. Wir planen für die Zukunft eine Überarbeitung und Neuaufstellung des

IGV Managers, um auch hier zukunftsorientiert handeln zu können. Wie sehen Sie das Kundenverhalten im Bezug auf Versicherungsprodukte im Internet? Brenninger: Ich sehe das Internet und die digitale Welt als Herausforderung aber nicht als Angstgegner. Bei uns im Unternehmen sind wir täglich mit Kunden konfrontiert die sich im Internet informieren und Angebote vergleichen. Aber trotzdem letztendlich die persönliche Betreuung bevorzugen. Schon vor 20 Jahren hat man uns prognostiziert, dass die Digitalisierung die persönliche Beratung obsolet machen wird, noch ist nichts davon eingetreten. Ich bin der Meinung, unsere Dienstleistung wird es immer geben. Wir danken für das Gespräch.


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KOLUMNE

Vermögensaufbau-Strategie für unsichere Zeiten von Michael Kordovsky

Lebensversicherungen und Sparer haben mit negativen risikolosen Zinsen ihre wesentliche Ertragskomponente verloren. Sollte noch eine nachhaltig zufriedenstellende Rendite über langjährigen Inflationsdurchschnitten angestrebt werden, kommt man an einer Kombination aus Dividendentitel, Immobilien und Hochzinswährungsanleihen nicht mehr vorbei Sparbücher, Bundesschätze und heimische Bundesanleihen brachten es über Jahrzehnte auf Renditen zwischen 3 und teils über 8%, ehe die Geldpolitik der EZB japanische Verhältnisse in Europa schuf. 10jährige deutsche Bundesanleihen werfen nur noch 0,07% p.a. ab und am Schuldenmachen, in Form der Emission kurz bis mittelfristig laufender Anleihen, verdienen die Staaten des einstigen Hartwährungsblocks, Deutschland, Österreich, Niederlande, Luxemburg und Belgien Geld, denn die Anleihenrenditen sind negativ. Indessen werfen Bundesschätze mit 3-monatiger Laufzeit nur noch 0,05% ab. Wer Erträge generieren möchte, setzt auf Aktien von Unternehmen mit kontinuierlichen Dividendensteigerungen, offene Immobilienfonds und Anleihen supranationaler Organisationen. Doch das Ganze hat einen wesentlichen Haken, nämlich enorme Risiken. Deshalb ist es wichtig, die Chancen der einzelnen Anlage-Ideen möglichen Risiken gegenüberzustellen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung zu erarbeiten. Anlageidee Nr. 1: Dividendenaristokraten und Dauerbrenner Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen, die in der Lage sind, ihre Dividenden kontinuierlich zu steigern über solide bzw. laufend steigende Cash Flows und Gewinne verfügen. Dies wiederum hält die Kursschwankungsbreiten niedriger. Zu diesem Zweck kann ein Blick auf die 50 Dividendenaristokraten des S&P 500 Index geworfen werden. Das sind Aktien von Unternehmen, die in der Lage waren, über mindestens 25 Jahre in Folge ihre Dividendenausschüttungen zu steigern: In den vergangenen 10 Jahren per 31.5.2016 stand einer Performance (inkl. Dividenden) von 10,58% p.a. eine Volatilität von 14,07% gegenüber. Im Vergleich dazu brachte es der S&P 500 Index nur auf 7,41% p.a. und das bei einer leicht höheren Volatilität von 15,24%. Dividendenaristokraten bringen einen deutlichen Mehrwert zum Gesamtmarkt und dies bei weniger Risiko. Bedeutende Unternehmen der S&P 500 Dividendenaristokraten sind Archer Daniels Midland (Ölsaaten, Getreide), Cincinnati Financial (Versicherung), McCormick (Gewürze), Bard C.R. (Medizintechnik), Cintas (Industrie) sowie Leggett & Platt (Komponenten für Möbel und ver44 risControl 06/16

stellbare Bettgestelle). Aber auch Coca Cola und Procter&Gamble gehören zu den Dauerbrennern und in Europa sehr solide sind der Healthcare-Konzern Fresenius SE, LÓreal, BASF, Henkel, BMW, Nestle und Adidas. Wer sich dabei die Einzeltitel-Selektion ersparen will, kann auch in diverse Dividendenfonds investieren. Zwar gibt es hier den anfänglichen Vorteil des Cost-Average-Effektes, doch dieser nimmt mit fortschreitender Dauer des Sparplanes ab. Nach 2 Jahren beträgt die nächste Monatsrate nur noch 4,17% der bereits eingezahlten Beträge und ab diesem Zeitpunkt, spätestens jedoch nach 3 Jahren, sollte über Maßnahmen zur Risikominimierung nachgedacht werden. Risikomanagement: Im Falle von Aktienfondssparplänen, auch jenen innerhalb einer fondsgebundenen Lebensversicherung, sollte ein Ausstieg erfolgen, wenn der Langfrist-Chart des Fonds unter einen gleitenden Durchschnitt von 220 bis 240 Tagen fällt. Erst wenn dieser Durchschnitt wieder klar nach oben durchkreuzt wird, sollte der Wiedereinstieg erfolgen. Im Falle einzelner Aktien gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder man betrachtet genau die jeweiligen mittel- bis längerfristigen charttechnischen Formationen und setzt Stopps unter wichtige Unterstützungslinien. Der Wiedereinstieg würde dann ebenfalls bei Generierung charttechnischer Kaufsignale erfolgen. Dies ist zeitaufwendig. Die andere Variante wäre es, einheitlich mit einem gleitenden 160 bis 180-Tages-Durchschnitt zu arbeiten: Verkaufen wenn der Aktienchart diesen nach unten durchkreuzt und Wiedereinstieg bei klarer Durchkreuzung nach oben. Diese Risikomanagement-Instrumentarien führen nicht zwangsläufig zu einer besseren Performance, aber sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Volatilität des Gesamtportfolios. Anlageidee Nr. 2: Supranationale Hochzinsanleihen High Yield Bonds sind zwar höher verzinst, doch deren Ausfallsrisiken sind nicht zu unterschätzen und im Falle eines konjunkturellen Abschwungs kommt es zu einem Anstieg der Risikoprämien gegenüber Staatsanleihen mit erstklassiger Bonität. Hohe High-Yield-BondRenditen sind somit Schmerzensgeld für Ausfallsrisiken und das


KOLUMNE ist nicht unbedingt eine Motivation für Vorsorge-Investments. Eine weitere Überrendite kann mit Hochzinswährungen erzielt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen pleite gehen und schwache Schwellenländer zu Ungunsten der Gläubiger umschulden, ist höher als jene, dass Währungen durch Hyperinflation und Währungsreformen faktisch wertlos werden. Besteht die Möglichkeit, Emittentenrisiken auszuschalten und gleichzeitig hohe Renditen als Kompensation von Währungsrisiken zu kassieren? Ja, es gibt sie bei Hochzinswährungsanleihen supranationaler Organisationen für deren Schulden zahlreiche Länder geradestehen. Im Falle der Weltbank sind es sogar 189 Mitgliedsstaaten. Aktuell kommen als Hochzinswährungen der Südafrikanische Rand und Russische Rubel in Frage. In den kommenden Monaten und Jahren sollten bzw. könnten auch der Brasilianische Real, die Indische Rupie, die Indonesische Rupiah und der Australische Dollar ein Thema sein. Welche Erträge im Rand möglich sind, zeigt die Weltbank (IBRD)-Rand-Anleihe mit Laufzeit bis 29.12.28 und der ISIN XS0082720698, die per 8. Juni eine Rendite von 9,05% p.a. bis Ende der Laufzeit aufwies. Dieser steht aber in den vergangenen 12 Monaten eine Volatilität von 19,2% gegenüber. Im Brasilianischen Real und Russischen Rubel lagen die Volatilitäten bei jeweils 22,9 bzw. 25,3%. Dafür bringt es beispielsweise die Rubel-Emission der EBRD (European Bank for Reconstruction and Development) mit der ISIN: XS0795153377 und Laufzeit bis 27.06.17. auf eine Rendite von 9,43% p.a.. Risikomanagement: Entweder in stark niedergeprügelten Fremdwährungen antizyklisch einsteigen oder in fundamental günstigen sofern der Chart im Aufwärtstrend ist. Vor dem Anleihenkauf sollte bei der Bank oder dem Broker die Höhe der Transaktionsaktionsspesen und der Geld/Brief-Spanne abgefragt werden.

Startportfolio für ausgewogene Anleger zum aktuellen Zeitpunkt: • 35% Cashreserven • 25% Offene Immobilienfonds oder Anlegerwohnungen • 20% Dividendenaristokraten und Dauerbrenner • 20% Supranationale abhängig, sondern auch von Marktstimmungen und diese können es in sich haben. Im Zuge der Finanzkrise mussten zahlreiche offene Immobilienfonds aufgrund massiver Kapitalabflüsse geschlossen werden. Langfristige Immoprojekte werden hier mit jederzeit verfügbaren Mitteln finanziert, was m Ernstfall zur Schließung führt. Im Worst Case gibt es dann keine Öffnung mehr und die Liegenschaften des Fonds werden rasch zu meist ungünstigeren Preisen abverkauft, was dann Verluste für die Anleger bedeutet. Somit sollte man hier zwischen mehreren soliden Immofonds streuen. Interessant sind beispielsweise der SemperReal Estate A (ISIN: AT0000622980) und der Real Invest Austria A (ISIN: AT0000634357), die es in den vergangenen 12 Monaten jeweils auf 2,71 bzw. 2,81% brachten. Aktuell sind Aktien bereits teuer bewertet und stärkere Rückschläge werden zunehmend wahrscheinlicher. Darüber hinaus gibt es nur selektive Chancen in Hochzinswährungsanleihen. Deshalb schadet es nicht, noch genügend Cash auf der hohen Kante zu horten und zwar auf Online-Tagesgeld-Konten der Direktbanken (innerhalb der Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Person und Institut). Hier sind vereinzelt noch Zinsen von bis zu 0,8% p.a. möglich. Im aktuell unsicheren Umfeld ermöglicht Liquidität Flexibilität – ein Vorteil, der nicht so schnell aufgegeben werden sollte.

Anlageidee Nr. 3: Offene Immobilienfonds oder Anlegerwohnungen Grundsätzlich ist die Anlegerwohnung die bessere Alternative. Man kann die Dinge selbst beeinflussen. Eine Wohnung in einer guten Lage einer Universitätsstadt, wie Wien, Innsbruck oder Graz, unterliegt entsprechenden Wertsteigerungen und auch die Mieten können nach dem Mieterwechsel kontinuierlich angehoben werden. Eine Portion Menschenkenntnis und gutes Handlungsgeschick können gleich höhere Renditen bedeuten. In der Regel sind es zwischen 3 und 4,5% p.a. Allerdings sind Anlegerwohnungen nur ein Investment für diejenigen, die über ausreichende Eigenmittel verfüge, denn es soll nicht das ganze Geld für die Anzahlung aufgewandt werden. Im Idealfall sind es 20 bis 30%. Da zumindest 60% Eigenmittel eingesetzt werden sollten, wären im Falle eines Kaufpreises von 160.000 Euro plus 10% Nebenkosten mindestens 105.600 Euro Eigenmittel erforderlich. Wer nur EUR 100.000,-- investieren möchte, benötigt - inklusive 10% Nebenkosten - immerhin noch 66.000 Euro an Eigenmittel. Wer also Anlegerwohnungen in die persönliche Vorsorge-Strategie integriert benötigt dazu mindestens 220.000 Euro an gesamtem Anlagekapital. Wer nicht über diese Mittel verfügt, investiert in offene Immobilienfonds. Hier ist man aber nicht nur vom Können der Fondsmanager

Eine Wohnung in einer guten Lage einer Universitätsstadt, wie Wien, Innsbruck oder Graz, unterliegt entsprechenden Wertsteigerungen und auch die Mieten können nach dem Mieterwechsel kontinuierlich angehoben werden. risControl 06/16 45


FINANZEN Fachverband Finanzdienstleister

Neue Checkliste Alternative Finanzierungsformen – insbesondere Crowdfunding und -investing – erfreuen sich vor allem bei KMU und Start-ups, aber auch auf Investorenseite, immer größerer Beliebtheit. Der gewerblichen Vermögensberatung stehen damit weitere Finanzierungs- und Veranlagungsformen offen. Diese sind im Alternativfinanzierungsgesetz, kurz AltFG, und im Alternative Investmentfonds ManagerGesetz gesetzlich geregelt. Die neue Checkliste, die sich in erster Linie an Vermögensberater

richtet, zeigt die wesentlichen Grundlagen dieser Finanzierungs- und Veranlagungsformen auf“, erklärt Michael Posselt, Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). In der neuen Checkliste wird Näheres über die typischen Crowdinvesting-Modelle – wie beispielsweise das qualifizierte Nachrangdarlehen oder Genussrechte – erläutert, aber auch die Abgrenzung zum Alternativen Investmentfonds beschrieben. „Die verschiedenen

Chancen- und Risikoelemente finden sich aufgelistet und kompakt erklärt. Dadurch soll den Beratern bei der richtigen Zuordnung der alternativen Finanzierungs- und Veranlagungsformen Unterstützung geboten werden“, betont Posselt. Die neue Checkliste zu alternativen Finanzierungs- und Veranlagungsformen steht auf wko.at/finanzdienstleister in der Rubrik „Checklisten, Formulare & Tipps“ unter „Checklisten für Unternehmen“ zum kostenlosen Download bereit.

FMA

Jahresbericht 2015 Anlässlich der Präsentation des Jahres Berichts 2015 über das vergangene Jahrzehnt, zieht der Vorstand der FMA Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller folgendes Resümee: „Das Modell der integrierten Aufsicht, die alle Bereiche des österreichischen Finanzmarktes unter einem Dach vereint, hat sich bewährt.“ So wurde 2015 mit 368 Prüfungen um 449 % mehr vor Ort geprüft als im Jahr 2006. Die Zahl der Verwaltungsstrafverfahren verdoppelte sich in diesem Zeitraum auf 181, die Anzeigen an die Staatsanwaltschaft haben sich mit 98 beinahe versechsfacht. Beispielhaft führt der FMA-Vorstand als Beleg an, dass die Kernkapitalquote der Banken – der wichtigste Risikopolster – von 2008 bis 2015 von rund 8 % auf fast 13 % erhöht wurde, bei den Versicherern die Solvabilitätsquote – wichtigste Kennzahl zur Erfüllbarkeit ihrer Verpflichtungen – in diesem Zeitraum von 325 % auf 375 % stieg. Der Vorstand wies weiters darauf hin, dass der Gesetzgeber der FMA in den vergangenen Jahren laufend neue Aufgaben übertragen hat: Aufsicht über Finanzkonglomerate, Prospektaufsicht, Prävention der Geldwäsche, Aufsicht über Hedgefonds, die Funktion als Abwicklungsbehörde, Kampf gegen den unerlaubten Betrieb, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch die Europäisierung der Aufsicht, die der internationalisierten Finanzwirtschaft endlich eine grenzüberschreitende Aufsicht gegenüberstellt, sei sehr arbeitsintensiv und eine große Herausforderung. Hatten die der 46 risControl 06/16

FMA zur Aufsicht übertragenen Gesetze 2006 einen Umfang von 660 Seiten, so hat sicher dieser inzwischen mit 4478 Seiten fast versiebenfacht. Herzeigbare Bilanz 2015 2015 hat die FMA mit 374 Mitarbeitern und einem finanziellen Aufwand von € 61,3 Mio. 973 konzessionierte Unternehmen, die zusammen Vermögenswerte von € 1.293 Mrd. verwalten, sowie den Handel in börsennotierten Wertpapieren mit fast 34 Millionen Transaktionen im Jahr, beaufsichtigt. Allein im Inland beschäftigen die konzessionierten Unternehmen rund 116.000 Mitarbeiter und erwirtschaften eine jährliche Wertschöpfung

Klaus Kumpfmüller und Helmut Ettl von € 15,1 Mrd. Die Bilanzsumme der österreichischen Banken – einschließlich der Auslandstöchter – entspricht mehr als 300 % des österreichischen Bruttoinlandsproduktes. Finanziert wird die FMA zu rund 88 % von den Beaufsichtigten, € 3,5 Mio. bezahlt der Bund pauschal. € 4 Mio. werden durch Gebühren und sonstige Einnahmen gedeckt. € 8 Mio. hebt die FMA für die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) als Kostenbeitrag für deren Dienstleistungen ein. Auf die Banken entfällt ein Kostenbeitrag von € 29,0 Mio. oder 54 %, auf Versicherungsunternehmen € 10,8 Mio. oder 20 %, auf Pensionskassen € 1,1 Mio. oder 2 % und auf die Wertpapieraufsicht € 12,9 Mio. oder 24 %.


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CONTINENTALE ASSEKURANZ SERVICE GMBH

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INTERVIEW

Themenführerschaft Mag. Gerfried Karner absolvierte das Jusstudium in Graz, hat eine fundierte Bankausbildung, ist geprüfter Versicherungsmakler und hat eine Ausbildung zum CFP. Er war in seiner langjährigen Berufstätigkeit unter anderem Geschäftsführer im ARICON Konzern und übernahm verschiedene Führungspositionen im Bankenbereich. Nach einigen Jahren in der Selbstständigkeit ist er seit Ende 2015 als Geschäftsführer für die Continentale Assekuranz Service GmbH tätig und repräsentiert damit den Versicherungsverbund in Österreich. Wir haben mit ihm über seine neue Funktion, die Strategie und den runden Geburtstag des Unternehmens in Österreich gesprochen.

Was hat Sie dazu bewogen, zur Continentale zu gehen? Karner: Ich kannte das Unternehmen bereits aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit, sowohl aus dem Banken- als auch aus dem Versicherungsbereich. Ausschlaggebend war aber, für einen großen Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit zu arbeiten und nicht die Interessen von Aktionären vertreten zu müssen. Die Continentale Lebensversicherung gibt es seit 1892, der Verbund beschäftigt sich seit 1955 mit dem Thema Berufsunfähigkeit, das zeugt von einem sehr hohen Wissensstand. Die Strategie ist, kontinuierlich zu handeln. Dazu gehört auch eine sehr vorsichtige Annahmepolitik. Es ist besser, auf einen einzelnen Vertrag zu verzichten, als ein falsch kalkuliertes Risiko für die Gemeinschaft anzunehmen. Klare Richtlinien und eine langfristige Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden sind für die Versichertengemeinschaft sehr wichtig. Für Vertriebspartner wird darüber hinaus die Finanzkraft der Produktgeber immer wichtiger. Der Continentale Versicherungsverbund hat im Jahr 2015 3,5 Mrd. Euro Beitragseinnahmen verzeichnet, die Kapitalanlagen liegen bei 20,3 Mrd. Euro und das Geschäftsergebnis beträgt rund 404 Mio. Euro. Das zeigt, dass wir ein finanzstarker Partner sind. Was sind Ihre Ziele im Unternehmen? Karner: Die Continentale stand von Anfang an für die Berufsunfähigkeitsabsicherung in Österreich. Sie hat als Pionier hier angefangen und sich dementsprechend auch weiterentwickelt. Wir sind weiterhin einer der Markt- und

Bis zum Alter 50+ vertrauen leider noch immer zu Viele auf staatliche Leistungen, die es aber nicht mehr in der Form gibt, wie sie noch in den Köpfen der meisten verankert ist. Innovationsführer auf diesem Gebiet, sowohl bei den Produkten als auch in der Betreuung unserer Vertriebspartner. Es ist uns wichtig, den Zugang in der Bevölkerung zur Berufsunfähigkeitsvorsorge zu verbessern und den Bedarf durch die vorhandenen gesetzlichen Rahmenbedingungen aufzuzeigen. Bis zum Alter 50+ vertrauen leider noch immer zu Viele auf staatliche Leistungen, die es aber nicht mehr in der Form gibt, wie sie noch in den Köpfen der meisten verankert ist. Viele unterschätzen das Risiko, und durch die jüngste Reform ist es noch dringlicher geworden, sich privat abzusichern. Wir wollen unsere Vertriebspartner zudem dahingehend sensibilisieren, Kunden noch mehr über die persönlichen Risiken aufzuklären und zu beraten. Ein weiteres Ziel ist es, vermehrt in den Bankenbereich zu rücken. Es ist uns heuer ein Anliegen, nicht nur die Continentale im Segment Berufsunfähigkeitsvorsorge bei den Banken, sondern auch die EUROPA Lebensversicherung stärker zu positionieren. In Deutschland ist die EUROPA mit ihrer Ablebensversicherung ein zuverlässiger Partner, der auch schon unzählige Auszeichnungen erhalten hat. Diesen Weg möchten wir in Österreich nun auch weiter intensivieren. Berufsunfähigkeits- bzw. Pflegebedürftigkeitsprodukte sind ja nicht wirklich sexy …

Karner: Nicht wirklich. Doch unsere Materialien sind sehr anschaulich und ansprechend aufbereitet. Sie zeigen zum Beispiel auf, wie viel für eine Vollkaskoversicherung für einen Pkw ausgegeben wird und welche finanziellen Folgen ein Totalschaden hätte. Im Gegenzug wird dargestellt, was der Verlust der Arbeitskraft für Betroffene bedeutet und wie viel eine passende Vorsorge kosten würde. Außerdem wird gegenübergestellt, wie hoch das Risiko jeweils ist. Mit diesen Beispielen können die Vermittler Aufmerksamkeit wecken. Es ist auch unsere Verpflichtung, unsere Vertriebspartner zu unterstützen und ihnen umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen. Nur ein informierter und kompetenter Berater kann Berufsunfähigkeitsprodukte erklären und verkaufen. Und es ist für mich eine unabdingbare Sache, im Bereich der Kreditberatung den Kunden über eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu informieren. Dies leitet sich nunmehr im Privatkundenbereich schon klar gesetzlich aus dem seit 21. März 2016 geltenden Hypothekar-Immobilienkreditgesetz ab. Bei Freiberuflern und Firmenkunden stellt die Arbeitskraftabsicherung für Banken und unabhängige Berater – neben Haftungsgründen – ein positives Unterscheidungsmerkmal in der qualifizierten Beratung zum Mitbewerb dar. Zusammengefasst kann man festhalten: Die BU-Beratung wird künftig speziell in der Kreditberatung einen Fixpunkt darstellen. Es ist auch unsere Verpflichtung, unsere Vertriebspartner zu unterstützen und ihnen umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen. risControl 06/16 49


INTERVIEW Für Privatkunden ist sie bereits Pflicht und für Gewerbekunden schlicht notwendig. Welche neuen Produkte gibt es heuer? Karner: Die Premium BU Start und die Premium BU Start Schüler – ich bin 100%ig davon überzeugt, dass es notwendig ist, bereits Kinder bzw. Schüler und Studenten und angehende Unternehmer mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Denn es ist eine sinnvolle und transparente Möglichkeit, bereits in jungen Jahren mit einer Absicherung zu leistbaren Rahmenbedingungen zu beginnen, und das unabhängig von dem zukünftigen Beruf. Studenten können sich im Rahmen der Studienzeit bereits mit einer Rente von 1.500 Euro absichern. Pflegeversicherung – ein Thema? Karner: Wir haben ein Pflege-Paket in unsere Produkte eingebaut. Dazu und zu weiteren Features in unseren Produkten werden wir nächstes Jahr einen Schwerpunkt sowohl im Vertrieb als auch in der Kommunikation setzen. Es wird noch ein Stück schwerer sein, Pflegeprodukte zu verkaufen und den Bedarf daran beim Konsumenten zu wecken. Digitalisierung bei der Continentale, wie weit ist diese bereits vorangeschritten? Karner: Digitalisierung ist wichtig. Wir bieten im Vermittlerbereich für den Onlinerechner nun neu eine Speicherfunktion an. Hier können erstellte Vorschläge hinterlegt und später weiter bearbeitet werden. Die Berechnungssoftware ist auch als Download erhältlich. Wir arbeiten natürlich an weiteren digitalen Serviceangeboten. Die Continentale engagiert sich in Deutschland bereits seit 2006 aktiv in den beiden Brancheninitiativen „BiPRO“ und „Single Sign-On“, die an der Verbreitung von einheitlichen Nutzerkennungen und technischen Normen in der Versicherungsbranche arbeiten. Hier sehen wir auch für Österreich große Chancen. Aber es ist uns auch das persönliche Service sehr wichtig, sowohl mit unseren Direktionsbevollmächtigen vor Ort beim Vertriebspartner als auch unserem Backoffice in Wien. Wir arbeiten nicht mit Callcentern, sondern mit qualifizierten Ansprechpartnern. 50 risControl 06/16

Ist ein Berufsunfähigkeitsprodukt ein Produkt für den Internetverkauf? Karner: Da es ein sehr beratungsintensives Produkt ist, ist dies meines Erachtens keine Option. Das Thema Vorsorge und speziell die Absicherung von biometrischen Risken sind eine Chance für Vertriebspartner, denn hier brauchen Menschen Beratung, es ist ein Thema des gegenseitigen Vertrauens und persönlicher Beratung.

Ich bin 100%ig davon überzeugt, dass es notwendig ist, bereits Kinder bzw. Schüler und Studenten und angehende Unternehmer mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Adresse in Österreich zu etablieren. Wenn jemand über die Themen nachdenkt, sollte er als erster an uns denken. Dasselbe gilt für die EUROPA im Bereich Ablebensversicherung.

Die Continentale in Österreich feiert heuer den 20. Geburtstag, was planen Sie?

Woher holen Sie sich Ihre Energie für den Arbeitsalltag?

Karner: Wir planen eine kleine, aber feine Geburtstagsfeier mit geladenen Gästen, und das Highlight wird die Vorstellung unserer neuen Continentale BU-Studie sein. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten.

Karner: Bei meiner Familie und mit Sport.

Was würden Sie gerne in den nächsten Jahren erreichen? Karner: Neben dem Vertriebserfolg wäre mein Ziel, die Continentale für das Thema Berufsunfähigkeit und Pflegevorsorge als erste

Wenn Sie 3 Monate Zeit hätten, wo ginge die Reise hin? Karner: Nach Australien, wobei der Besuch des Grand Slam-Tennisturniers in Melbourne fix mit dazu gehören würde – weiters ginge es dann zum Great-Barrier-Riff zum Tauchen und nach Neuseeland. Wir danken für das Gespräch.


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VERANSTALTUNG ÖBV Versicherung

Fußballer und ihre Possen Rechtzeitig zur Fußball-EM nähert sich auch die ÖBV dem Thema Fußball und präsentiert im Rahmen einer Vernissage die Arbeiten der Künstlerin Hannah Winkelbauer. Diese widmete sich den schmerzverzerrten Gesichtern, gegen Himmel gerichteten Stoßgebeten, akrobatischen Sprünge und spektakulären Fouls in der Fußball-Welt. Diese Momente des Erfolgs und des Versagens, vor allem aber der emotionalen Übertreibung, übertrug die Künstlerin mit Hilfe von Pressefotos frei in monumentale Malerei. „Die Kombination von männlichen Spielern und vermeintlich unmännlichen Posen wie Weinen, Umarmen und Küssen, interessiert mich. Es geht um Mannsbilder, Männer und Emotionen, Spielen und Schauspielen, Schein und Sein, Triumph und Abstieg“, erklärte Winkelbauer im Rahmen der Vernissage. Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste, Dr. Bertold Ecker, Kunstreferent der Stadt Wien und

Direktor des MUSA, hielt die Laudatio. Die Ausstellung „Von Schwalben und sterbenden Schwänen“ kann noch bis 16. September 2016

im ÖBV Atrium in der Grillparzerstraße 14, Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr besucht werden.

Jahresfeier der EFM Versicherungsmakler AG. Die Abendveranstaltung mit Geburtstagswünschen und Grußbotschaften aus der gesamten Versicherungsbranche und einer

emotional berührenden Überraschung für den Gründer und Pioneer Josef Graf. Lesen Sie bitte mehr in der Juli Ausgabe von risControl.

EFM Versicherungsmakler AG

25 Jahresfeier Umfangreiches Programm, zahlreiche Aussteller, unzählige Gäste und Franchisepartner, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Servicezentrale, all das war ein Teil der 25

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REISE

Ab in den Urlaub Wir Österreicher sind die reisefreudigsten Europäer, das hat der Europ Assistance Urlaubsbarometer, der zum sechzehnten Mal heuer durchführt wurde, ergeben. Neu bei der diesmaligen, vom Meinungsforschungsinstitut IPSOS, durchgeführten Studie, die übrigens weltweit die Einzige dieser Art ist, dass auch Befragungen in den USA und in Brasilien zum Thema durchgeführt wurden. Im europäischen Bereich wurden 3.000 Stichprobenbefragungen in der Zeit von 23. März bis 2.Mai 2016 durchgeführt. Im Fokus der Studie werden die Urlaubspläne, Ausgaben, Beweggründe, Zielorte und Bedenken der Konsumenten erhoben. Über die Jahre wurde daraus ein zuverlässiges Instrument, mit dem sich zielgerichtete Prognosen erstellen lassen. Reiselust oder Frust Lediglich 54 % der Europäer planen für heuer einen Sommerurlaub – nur im Jahr 2013 war die Reiselust mit 53 % noch geringer, im Vergleich zum letzten Jahr ein Minus von 7 %. Am reisefreudigsten sind wir Österreicher mit 63 %, gefolgt von den Franzosen mit 57

%. Wir wollen an unseren Reiseplänen im Sommer nichts ändern. Die Deutschen liegen mit 55 % im Mittelfeld. In Spanien (49 %) drücken die nach wie vor hohe Arbeitslosenquote, sowie die rigiden Sparprogramme und in Belgien (47%) die Anschläge der letzten Monate auf die Urlaubsstimmung. In den USA habern 61 % und in Brasilien 64 % Urlaubspläne. Den deutlichsten Rückgang erkennt man in Italien, so planten im Jahr 2010 noch 78 % einen Sommerurlaub, so sind es heuer nur mehr 52 %. Urlaubskasse Im Durchschnitt gibt jeder europäische Haushalt pro Jahr 2.247 Euro für den Urlaub aus. Verglichen mit 2015 (2.427 Euro) ist das ein deutlicher Rückgang. In Österreich stiegen die geplanten Ausgaben hingegen um 117 auf 2.727 Euro pro Haushalt. Damit sind die Österreicher Spitzenreiter bei den Urlaubsausgaben. Auf dem zweiten Platz befinden sich unsere deutschen Nachbarn mit einem Reisebudget von 2.468 Euro. Schlusslicht bilden traditionell die Spanier, die gerade

einmal bereit sind, 1.886 Euro pro Haushalt für ihren Urlaub auszugeben. Die Amerikaner geben rund 1.892 Euro, die Brasilianer rund 905 Euro für ihren Urlaub aus. Im Vergleich, die Franzosen haben im Jahr 2010 cirka 1945 Euro Urlaubsbudget zur Verfügung gehabt und heuer liegt es bei 2.233 Euro. Bei Reisen im Sommer möchten die Europäer Geld sparen, obwohl der Anteil der Urlauber, denen es gelingen wird, Geld beiseite zu legen, 2016 gestiegen ist. Bescheidene Haushalte verzichten am ehesten auf Reisen im Sommer. Euroäper zahlen ihre Reise zwischen einem und vier Monate vor ihrer Abfahrt. Deutsche zahlen am frühesten Spanier am spätesten. 13 % der Reisenden buchen ihre Reise im Voraus überhaupt nicht und fahren sozusagen ins „Blaue“. Reisedauer In den letzten Jahren hat die Dauer der Kurzurlaube kontinuierlich abgenommen. 68 % der Urlauber planen für ein bis zwei Wochen zu verreisen. Länger als drei Wochen verreisen 13 % und immerhin 12 % packen für vier Wochen die Koffer. Für weniger als eine Woche buchen hingegen nur 9 % der Reisenden. Bedingt durch den kurzen Urlaubsanspruch verreist der Amerikaner im Durchschnitt elf Tage, der Franzose hingegen 18 Tage. Der Großteil der Österreicher verreist dabei nicht allzu weit. Europa bleibt das bevorzugte Reiseziel. 30 % der Österreicher verbringen den Sommer in der Heimat. Damit liegen sie hinter Franzosen, Spaniern und Italienern, bei denen jeweils mehr als die Hälfte Urlaub im eigenen Land macht. Die beliebtesten Reiseziele neben der Alpenrepublik sind für die Österreicher Italien (22 %) und Kroatien (15 %). Kroatien Ein Urlaubsland mit 1.244 Inseln, Felsenklippen und Riffe, der Küstenstreifen ist 6.278 km lang. Das Land gehört zu

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TITELGESCHICHTE

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REISE den 30 wasserreichsten Staaten der Welt und nimmt europaweit den dritten Platz ein. Es verfügt über acht Nationalparks und elf geschützen Naturparks. Im Sommer gibt es eine unzählige Zahl von Veranstaltungen und Musikfestivals, wie das INmusic Festival in Zagreb, das größte internationale open air Festival des Landes, welches sogar mit einem eigenem Campingplatz ausgestattet ist. Oder fahren Sie nach Split, die Stadt feiert heuer ihr 1.700-jähriges Bestehen mit spektakulären Feierlichkeiten. Eigentlich hat jeder Ort sein Fest, auf der Insel Dugi Otok wird das „"Saljske užance" Fest drei Tage lang gefeiert. Eine Veranstaltung die bereits mehr als 50 Jahre lang zelebriert wird. Mit Live Musik gutem Essen und guter ausgelassener Stimmung. Österreich In unserem Land ist für einen erholsamen oder voll aktiven Urlaub alles vorhanden. Ob eine Wandertour am Berg, Naturerkundungen am Rücken eines Pferdes, ein survaible Urlaub in den heimischen Wäldern, Wildwasserrafting oder einfach Seele baumeln lassen an einer der vielen Seen. In Österreich gibt es mehr als 25.000 stehende Gewässer mit einer Fläche größer als 250 m². 62 Seen sind so

genannte „große Seen“, deren Fläche größer als 1 ha ist. Auch im Bereich Kultur und Festivals haben wir so einiges zu bieten. So zum Beispiel die Picknickkonzerte bei klassischen Klängen aus Italien im Schloss Esterhazy im Juli und August. Das Musikfestival Bezau Beatz bringt im August Klänge aus aller Welt – von New York bis Skandinavien – ins

Vorarlberger Bezau. Aber auch mittels App auf Schnitzeljagd zu den Schauplätzen zukunftsweisender Medienkunst zu gehen ist in Linz möglich. Oder ein Urlaub im Baumhotel im Naturerlebnispark Baumkronenweg. Am längsten Baumkronenweg Europas mit einer Länge von 1.000 Meter. Die Statistik Austria hat die Zahlen des „Kaufkraftvergleiches in Urlaubsländern veröffentlicht und da ergibt sich ein durchaus angenehmer Trend. Bulgarien ist das derzeit billigste Reiseland in Europa, in Rumänien am Schwarzen Meer bekommt man auch für einhundert Euro Gegenleistungen im Wert von 190 Euro. Und der Urlaubsmagnet Kroatien bietet für 100 Euro cirka 150 Euro Gegenleistung, was in so manchen Touristikgegenden aber nicht bemerkbar ist. Entscheidungsgründe Die Auswahl des Reisezieles hängt primär von den klimatischen Gegebenheiten des Reiselandes ab. Die Angst vor Terroranschlägen bleibt mit 40 % hoch und hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Wahl des Urlaubsziels. So haben 33 % der befragten Österreicher angegeben, diesen Sommer nicht in die Türkei reisen zu wollen. Bei 16 % ist Ägypten gestrichen und für 8 % ist Frankreich in diesem Jahr keine Option. In den USA geben 20 % der Befragten an, Frankreich zu meiden. 7 %

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TITELGESCHICHTE der Amerikaner wollen nicht nach Belgien und 5 % meiden Ägypten. Das erste Mal in der Geschichte des Urlaubsbaromters ist die Angst vor einem persönlichen Angriff eines der wichtigsten Entscheidungsgründe für eine Urlaubsdestination. Auch die Gefahr einer Infektion mit dem Zika Virus ist neu und betrifft bereits 25 % der Befragten. Auch Überlegungen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden betreffen, werden in der Urlaubsplanung berücksichtigt. Befragt nach den Plänen im Urlaub steht bei den Österreichern – als einziges Land – Kultur (37 %) an erster Stelle. Entspannen (36 %) und Zeit mit der Familie verbringen (34 %) liegen in der Beliebtheit der Urlaubsbeschäftigung voran. Wenn Herr und Frau Österreicher im Urlaub entspannen, dann hat das Firmenhandy Feierabend. 65 % geben an, ganz auf das Firmenhandy zu verzichten. In Deutschland sind es sogar 80 %, in den USA hingegen nur 53 %. So verbringen 38 % zwischen 30 Minuten und zwei Stunden pro Urlaubswoche mit beruflicher Arbeit. 9 % geben an, sogar mehr als fünf Stunden pro Urlaubswoche zu arbeiten. Nur 6 % der Reisenden wenden im Urlaub mehr Zeit für Facebook, Twitter und Co. als zu Hause auf, 65 % der Befragten surfen wesentlich weniger im Internet. Hotel oder Campingplatz 58 % der Österreicher buchen für ihre Urlaubstage für sich ein Hotelzimmer, 19 % kommen bei Freunden unter oder besitzen eine eigene Ferienwohnung. Ebenfalls 19 % buchen eine Ferienwohnung oder gleich ein ganzes Haus. Diese Zahlen ähneln sich in allen abgefragten Ländern, außer in den USA – da gehen mit 19 % mehr Urlauber campen als anderswo. In keinem anderen europäischen Land werden so viele Urlaube im Reisebüro gebucht wie in Österreich (33 %) – auch wenn hier der Anteil in den letzten Jahren auf Kosten der Internetbuchungen (48 %) stetig zurückging. Einen Zuwachs erfährt auch die Unterbringungsmöglichkeit des Wohnungstausches zwischen Privatpersonen, bereits 11 % wählen diese Urlaubsform. Quellen: Touristik Kroatien, Bundesministerium, Statistik Austria, Österreich Werbung; Europ Assistance

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SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

Interview mit Prof. Elisabeth Stadler, CEO Vienna Insurance Group

Who is Who oder Who is Where – Veranstaltungen rund um die Branche

Einbruchszeit – Urlaubszeit aktuelle Entwicklungen

Interview mit Besim Akinci, CEO Europ Assistance Austria

Interview mit Wenzel Staub, Vorstandsvorsitzender muki Versicherungsverein

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteurin; Christian Proyer; Isabella Schachinger; CAS-Design, Layout. Titelbild: unsplash.com. Weitere Bilder: wikimedia, Kurt Keinrath, Ricardo Herrgott, Wolfgang Simlinger, Volker Wohlgemuth, Ingo Folie, Christian Proyer, Martin Steinthaler | tinefoto. com, BARGAD, Foto Fischer, Tesla, Rudi Froese, Foto Wilke, Dieter Steinbach, Karl Grabherr | www.karlgrabherr.at, Arts&Crafts GmbH | photography David

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Loftus, CAS-Design, Ian Ehm. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen.

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