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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

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NR. 07 • 2014 • HEFT 420 • 35. JAHRGANG • EURO 10,00

muki – Eine Erfolgsgeschichte Wenzel Staub Vorstandsdirektor

Im Wandel der Zeit EFM 3.0

Erfolgreicher Deal CEO Dr. Burkhard Gantenbein Helvetia Versicherung

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OPEN LETTER TO ALL FECIF MEMBER S,

et Intermédiaires Financiers

THEIR CLIENTS AND EMPLOYEES

23 June 2014 On 25 March the people of Europe said largely “no” to Europe, either by abstaining, or by voting for the so-called “anti-Europea n” candidates. But, the truth of the matter is that they didn’t say no to Europe: they said “no” to a certain Europe! They don't want any mor e of this Europe of unemploymen t, higher taxes and overregulation. It is a clear message to Brussels that Europe needs to change: they said no to the Europe of the bureaucracy, to the tsunami of useless, costly and burdensome new regulations imposed by the civil servants of ESM A and other irresponsible bodies using the crisis as an excuse to turn Europe into a sort of remake of the Soviet Union. On 18 June, the European Commiss ion seems to have listened to the message by pushing the EU's smart regulation agenda furth er. A Communication shows that the implementation of the Commission's Regulator y Fitness and Performance prog ramme (REFIT http://ec.europa.eu/smart-regulation/ refit/index_en.htm) seems to be in full swing and that EU law may indeed becoming light er, simpler and less costly by presentin g a number of new initiatives for simplification, with drawals of pending proposals and repeals of existing legislation. President Barroso said: "The Commiss ion is extending its smart regulatio n agenda. REFIT is important for economic growth and jobs in Europe. We want to facilitate the lives of our citizens and businesses by focusing EU law on those issues that are best dealt with at European level, while making it light er, simpler and less costly." In order to be successful this ambitiou s program will require a creative effor t and an active participation from all of us, with the support of the newly elected members of the European Parliament, and the consumers’ grou ps, our clients - victims also of such a costly and useless overregulation.

Zum Nachdenken

N

ein, ich bin noch nicht auf Urlaub und lasse deswegen die Editorial Seite von jemanden anderen schreiben, sondern wir haben einen „Open Letter“ erhalten, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Vielleicht regt er einige Leser und Leserinnen zum Nachdenken an. Und damit Sie die Emotionen des Schreibers auch wirklich spüren können, lassen wir den Text in Originalsprache. Herzlichen Dank an Vincent J. Derudder.

Fédération Européenne des Conse ils

I thought it was important for me to

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

share this news with you.

Kind regards,

Vincent J.Derudder Honorary Chairman President, Consultative Committee

FEDERATION EUROPEENNE DES CONSEILS ET INTERMEDIAIRES FINAN “Generali” Tower - Business Cent CIERS re ŏ Avenue Louise 149/24 ŏ B-1050 Brussels, Belgium Tel.: +32 2 535 76 22 ŏ Fax: +32 2 535 75 75 ŏ e-mail: fecif@skyne t.be ŏ www.fecif.org

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 07 | risControl 07/2014 Heft-Nr.: 420 | 35. Jahrgang

3 EDITORIAL Zum Nachdenken Interview mit Dr. Burkhardt Gantenbein, Vorstandsvorsitzender Helvetia Versicherung

6 KARRIERE 6 EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG AG: Führungswechsel 6 VAV VERSICHERUNG: Compliance & Recht 6 DONAU VERSICHERUNG: Neuer Leiter 7 WKO FDL: Crowd Plattformen 7 WÜSTENROT VERSICHERUNG: Niederösterreich – West 7 ÖBV: Landesdirektion Oberösterreich 7 SWISSLIFE SELECT ÖSTERREICH: Veränderung

Seite 14

8 KURZNACHRICHTEN 8 Erstes Quartal 8 Kooperation 8 Flugzeugleasing 8 Immobilienplattform 8 Postkarte aus dem Urlaub 8 Service Innovationspreis 9 Selbstbehalt fällt weg 9 Standard ISO 31000 9 Nachhaltigkeit 9 Übernahme 9 Gesucht: 9 Versicherungswirtschaftliche Themen für Bachelorarbeiten an der WU 9 Übernahme 9 Checkliste Pensionsvorsorge

10 INTERVIEW 10 Im Wandel der Zeit 14 Erfolgreicher Deal 18 muki – Eine Erfolgsgeschichte 21 Neuer Vertriebsleiter

Wir haben mit Wenzel Staub, Vorstandsdirektor muki, über die Erfolgsgeschichte gesprochen

Seite 18 Crashgefahr steigt

Seite 22

22 KOMMENTAR Crashgefahr steigt

Elektronische Versicherungsbestätigung

24 WIRTSCHAFT Sind Versicherungskunden zur Zahlung einer eigenen Vergütung für unabhängige Beratung bereit?

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Seite 29 17.07.2014 09:14:15


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INHALT

28 MARKT 28 Gutachter APP 29 In Wien entsteht Europas größter Motorikpark 29 Elektronische Versicherungsbestätigung Pensionslust oder Frust?

30 FINANZEN 30 Hypo „Sondersündenfall“ 31 Gebühren

Seite 35 Der Regen in Nachbars Garten

32 VERSICHERUNG 32 VAV stärkt Position ihrer Vertriebspartner im Internet 34 Trendwende 35 Pensionslust oder Frust? 36 Neue Werbekampagne 36 1. Bodenschutzpreis 37 Produktneuerungen: D.A.S. als Vorreiter bei Rechtsschutz für freiwillige Helfer 38 Auf Tour durch ganz Österreich 39 Der Regen in Nachbars Garten

40 VERANSTALTUNG

Seite 39 Spielberg

Seite 40

40 Spielberg 42 10 Jahre FinanzPuls 45 Versicherungsmakler Top 45 Ringturm Verhüllung 46 20 Jahre EURIBRON 46 Expertentag & Sommerfest 47 And the Winner is… 48 Studienreise 48 Ausstellung 49 Ankeruhr 50 BU Praxisworkshop

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Abo

Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

10 Jahre FinanzPuls

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, fotolia.de, 123rf.de, APA/Thomas Preiss, Juerg Christandl, ÖVP/Jakob Glaser, Peter Hautzinger. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG AG

VAV VERSICHERUNG

Führungswechsel

Compliance & Recht

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v.l.n.r.: Mag. (FH) Andreas Sturmlechner, Vorstandsvorsitzender Mag. Wolfgang Lackner, Jean Francois Diet

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r. Martin Sturzlbaum wurde nach 16-jähriger erfolgreicher Tätigkeit im Vorstand der Europäischen zum Vorstandsvorsitzenden der Generali Belgien berufen. Mag. Wolfgang Lackner wurde per 10. Juni zu seinem Nachfolger bestellt. Mag. Lackner arbeitet seit 1991 im Generali Konzern. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Konzerncontrolling fungierte er von 2003 bis 2008 als Finanzvorstand des Reiseversicherers Europai Utazási Biztosito zrt. in Ungarn. Parallel dazu leitete er bis 2007 das Controlling für die CEE-Gesellschaften der Generali Österreich. 2007 war Lackner im Vorstand der Delta Generali Osiguranje in Serbien. Anfang 2008 übernahm er bei der SK Versicherung seine erste Vorstandsfunktion in Österreich, die er bis Mai 2014 innehatte. Seit Mitte 2008 ist Lackner Mitglied des Vorstandes der Europäischen Reiseversicherung, wo er insbesondere für das Finanzressort verantwortlich zeichnete. Neu in den Vorstand zieht Mag. (FH) Andreas Sturmlechner ein. Er startete seine Karriere bei der Europäischen Reiseversicherung 1994 als Gebietsleiter für die Steiermark und Kärnten, sechs Jahre später stieg er zum Vertriebsleiter für Westund Südösterreich auf. Seit 2005 verantwortet Sturmlechner als Prokurist den Gesamtvertrieb und das Marketing. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer der TTC Training Center GmbH und Mitglied im Vorstand der Austrian Business Travel Association (ABTA). Jean-François Diet (46) bleibt neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Europ Assistance in Österreich unverändert Vorstandsmitglied der Europäischen Reiseversicherung.

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ag. Birgit Lenauer leitet seit 1. Mai die neue Stabstelle Compliance und Recht bei der VAV Versicherung, sie berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die studierte Juristin verfügt über mehrjährige nationale, wie internationale Erfahrung auf dem Gebiet Compliance und steht sämtlichen Abteilungen des Unternehmens beratend zur Seite. Zunehmend wird sie ihre speziellen Kenntnisse – etwa auf dem Gebiet des Gesellschaftsrechtes – im Produktmanagement von Managerversicherungen (D&O; Rechtsschutz) einbringen. „Die Versicherungsbranche erlebt einen stetigen Wandel. Solvency II und andere Regulative ergeben neue Herausforderungen, denen die VAV optimal Rechnung tragen will. Birgit Lenauer erfüllt alle notwendigen Kriterien, um uns bei diesen Entwicklungen mehr als nur zu unterstützen. Wir freuen uns außerordentlich sie in unserem Team begrüßen zu dürfen“, gibt sich Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG, erfreut über die neue Mitarbeiterin.

DONAU VERSICHERUNG

Neuer Leiter

G

erhard Schneebacher, Landesdirektor Burgenland, hat mit Anfang Juli ebenfalls die Leitung des Außendienstes der Donau Versicherung übernommen. Er blickt bereits auf zwanzig Jahre Erfahrung in der Versicherungswirtschaft zurück. Seine Karriere startete bei der Donau Versicherung, zuerst im Außendienst, später sehr erfolgreich als Gebietsverkaufsleiter in der Landesdirektion Steiermark. Ende 2011 übernahm er schließlich die Leitung der neu hinzugekommenen Landesdirektion Burgenland. Im Sommer 2013 wurde er zum interimistischen Stammvertriebsleiter ernannt, und trägt seither bereits die Verantwortung für den gesamten Außendienst der Donau Versicherung. Mag. Harald Riener Vertriebs-Vorstand: „Die Karriere von Gerhard Schneebacher in der Donau ist für mich ein großartiges Beispiel, wie man sich mit einer Kombination aus Einsatzbereitschaft, Kompetenz und Kontinuität innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln und eine Position wie diese erlangen kann.“

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ÖBV

Crowd Plattformen

Landesdirektion Oberösterreich

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er Arbeitskreis Crowd Plattformen im Fachverband der WKO hat DI MMag. Paul Pöltner von der Plattform Conda einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich über das von der Branche in mich gesetzte Vertrauen. Mein Ziel sind praktikable nationale und europäische Rahmenbedingungen für Crowd-Investing. Dabei ist es mir wichtig, die berechtigten Interessen aller Beteiligten - also der Unternehmer mit dem Projekt, der unterstützenden Crowd-Plattformen sowie der Investoren - zu berücksichtigen.“ Auf den Arbeitskreis warten einige Aufgaben: Primäres Ziel ist es, Crowd-Investing generell als neue und innovative Anlagemethode einem breiteren Publikum bekannt zu machen: Die Idee hinter Crowd-Investing ist einfach; viele Anleger erwerben kleine Anteile an einem Unternehmen, um es zu unterstützen. Häufig handelt es sich dabei um neue Unternehmen oder Projekte mit innovativem Konzept, aber es ist auch möglich, sich an bestehenden Unternehmen zu beteiligen. Das bedeutet, dass man – je nach Modell der Beteiligung - am Gewinn und Verlust, sowie einer möglichen künftigen Steigerung des Unternehmenswerts anteilsmäßig beteiligt ist.

WÜSTENROT VERSICHERUNG

Niederösterreich – West

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ag. Sandra Fürstl hat die Maklerund Agenturbetreuung für das Verkaufsgebiet Niederösterreich- West Adolf Vancura, Leiter bei der Wüstenrot übernommen. Die VermittlerService NÖ-West studierte Betriebswirtin mit Schwerpunkt mit der neuen Makler- und Finanz- und Versicherungswirtschaft Agenturbetreuerin Sandra Fürstl bringt umfassendes Fachwissen und breite Berufserfahrung mit. Sandra Fürstl war über 14 Jahre als selbstständige Versicherungsmaklerin und Vermögensberaterin tätig. Es folgten verantwortungsvolle Jahre als Regionalleiterin in der Maklerbetreuung der VAV Versicherung. Seit Anfang Juni 2014 ist die gebürtige Niederösterreicherin für die persönliche Maklerund Agenturbetreuung bei Wüstenrot im Kerngebiet Mostviertel und Industrieviertel zuständig.

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KARRIERE

WKO FDL

anfred Steinberger ist der neue Landesdirektor der Österreichischen Beamtenversicherung in Oberösterreich. Damit tritt er die Nachfolge von Ursula Steinberger an, die sich nach mehr als 20 Jahren in der ÖBV neu orientiert. Der ausgebildete Polizist und akademische Versicherungskaufmann hat seine ÖBV-Karriere bereits 1991 als Organisationsleiter begonnen, seit 1997 war er Leiter des Bereichs Marketing & Vertrieb in der Zentrale in Wien. Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich Steinbergers weitete sich in diesem Zeitraum stark aus. So stieg die Zahl der hauptberuflichen Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter seitdem von sechs auf 183. Mit der Umsetzung des Vertriebsprojektes „Viva“ ab 2010 war er auch maßgeblich an der Optimierung der ÖBV Außendienstorganisation beteiligt, und gilt als Begründer der ÖBV ZukunftSicherung.

SWISSLIFE SELECT ÖSTERREICH

Veränderung

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ric Samuiloff verlässt SwissLife Select Österreich mit Ende August. Zu seinem Nachfolger wurde Christoph Obererlacher bestellt. Christoph Obererlacher (43), MBA, ist seit knapp 20 Jahren im Unternehmen tätig und bringt eine umfangreiche Erfahrung im Vertrieb mit. Er hat die Direktion in Kärnten und Osttirol aufgebaut, und wurde im April 2011 in die Geschäftsführung von Swiss Life Select berufen, um an der Neuausrichtung des Unternehmens mitzuwirken. In seiner Rolle als Vertriebschef hat er die Themen Aus- und Weiterbildung im Vertrieb und Qualitätsberatung wesentlich geprägt. Christoph Obererlacher ist gewähltes Mitglied der Wirtschaftskammer in der Fachgruppe Finanzdienstleister. Frank Wiemer (40) wird, vorbehaltlich der Genehmigung der FMA, die Position des Chief Operating Officer (COO) übernehmen. Der Diplom-Wirtschaftsjurist war nach seinem Studium zunächst drei Jahre als Finanzberater in Deutschland tätig, bevor er 2003 in die Rechtsabteilung von Swiss Life Select wechselte. Danach war er für die Revision zuständig und hat 2009 die Leitung des Bereichs Qualitätsmanagement übernommen.

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KURZNACHRICHTEN

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FMA

IRLAND

Erstes Quartal

Flugzeugleasing

Die österreichische Versicherungswirtschaft hat die Ziffern des ersten Quartals veröffentlicht. Das Prämienvolumen wurde gegenüber dem Vorjahr um 6% gesteigert, die Prämieneinnahmen im Inland haben um 1,36% auf 5,12 Mrd. Euro zugelegt, die Prämieneinnahmen österreichischer Gruppen außerhalb Österreichs um 15,9% auf 2,72 Mrd. Euro. Bei allein einzelnen Versicherungssparten konnte ein Zuwachs verzeichnet werden. Das Finanzergebnis nahm im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank aufgrund der Reduktion des versicherungstechnischen Ergebnisses (-15,1%) um 2,8% auf 395,3 Mio Euro.

Weltweit sind derzeit 20.000 große Verkehrsflugzeuge im Einsatz. Von diesen sind rund 8.000 geleast, davon wird ca. die Hälfte von Irland aus gemanagt. Neun der zehn größten Flugzeugleasingunternehmen haben ihren Sitz in Irland, damit nimmt Irland eine zentrale Stellung für diesen Wirtschaftsbereich ein. Es macht sich bezahlt, dass Irland in der Vergangenheit seine Position in der internationalen Luftfahrt durch ein Netz an internationalen Steuerübereinkommen, niedriger Körperschaftssteuer und Expertise im Bereich Flugzeugfinanzierung ausgebaut hat. Der Großteil der Branchenexperten sagt für die nächsten Jahre ein massives Wachstum der Luftfahrindustrie vorher, warnt gleichzeitig, dass das Wachstum bei auftretenden Turbulenzen auf den Kapitalmärkten und bei Überinvestitionen im asiatisch- pazifischen Luftfahrtsektor gefährdet sein könnte.

IGV / RATHBERGER

Kooperation IGV und Rathberger Software haben eine Kooperation geschlossen. R!IS Informationssystem ist eine Plattform, welche Informationen, Daten und Inhalte zum Mag. Thomas Tiefenbrunner, Thema PrivatPräsident der IGV Austria versicherung bereithält. Dadurch können IGV Makler schneller als bisher auf vertragsrelevante Daten aus verschiedenen Berufsgruppen, auf Vereinbarungen, Klauseln, Bedienungs- und Rechtstexte etc. zugreifen. Mag. Thomas Tiefenbrunner, Präsident der IGV Austria meint dazu: „Wir wollen mit unseren Produkten immer am Puls der Zeit sein. Dabei steht der Klient stets im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Mit der Kooperation IGV-Austria & Rathberger Software KG wurde wiederum ein wichtiger Meilenstein für unsere Makler vor Ort gesetzt. Von der betriebsinternen Effizienzsteigerung, den besseren Reaktionszeiten und der damit verbundenen höheren Servicequalität profitiert natürlich nicht zuletzt unser Klient.“.

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ÖKO WOHNBAU

Immobilienplattform

Postkarte aus dem Urlaub

Die gute, alte Postkarte mit Urlaubsgrüßen hat noch lange nicht ausgedient. Zwar geben knapp 60% heute weniger postalische Urlaubsgrüße auf als noch vor 10 Jahren, dennoch erfreut sich die Postkarte mindestens genauso großer Beliebtheit wie elektronische Urlaubsgrüße per SMS/MMS und stellt WhatsApp oder Facebook in den Schatten. Die Umfrage zur Nutzung der „bunten Karte“ hat marketagent.com unter 500 Österreichern zwischen 14 und 69 Jahren durchgeführt.

WWK VERSICHERUNG

Wolfgang Stabauer

Eine neue Handelsplattform für Immobilien ist an den Start gegangen: www.oeko-wohnbau.at, initiiert von Wolfgang Stabauer und Peter Maierhofer. Die Plattform bietet Beratern Dienstleistungen rund um Immobilieninvestments mit Grundbucheintragung. Das Angebot reicht von Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodelle, Zweitmarkt für Bauherrenmodelle, Zinshäusern und Wohnungen mit großen Wertsteigerungspotentialen bis zu Finanzierungskonditionen. Individuell kann das Angebot eines Beratungscoach von der ÖKO Wohnbau, der den gesamten Beratungsprozess begleitet, in Anspruch genommen werden.

Service Innovationspreis Die WWK Lebensversicherung wurde im Rahmen des Service Innovationspreis 2014 der YouGov Deutschland AG in der Kategorie „Betreuen und Helfen“ für ihr Echtzeitservice ausgezeichnet. Dieser ist laut Jury „eine Besonderheit im deutschen Lebensversicherungsmarkt, der den Kunden Transparenz und Selbstbestimmung im Telefonkontakt mit der Zentrale der WWK bietet.“ Beim WWK-Echtzeitservice werden dem Kunden lediglich zwei Servicerufnummern für alle Fragen angeboten; eine für Leben- und eine für Sachprodukte. Die hohe Qualifikation der Mitarbeiter stellt sicher, dass neun von zehn Anrufern fallabschließend im Erstkontakt beraten werden. Im Bedarfsfall wird die voraussichtliche Wartezeit sekundengenau angesagt sowie die Platzierung in der Warteschleife. So können Kunden spontan entscheiden, ob sie kurz warten wollen, oder später nochmals anrufen werden.

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VALIDA PLUS

HELVETIA VERSICHERUNG

Selbstbehalt fällt weg

Nachhaltigkeit

Übernahme

Die Valida Plus AG hat zum zweiten Mal in Folge das ÖGUT Gold Zertifikat für nachhaltiges Veranlagen erhalten. Das Unternehmen setzte im Vorjahr zusätzliche Maßnahmen, um den bereits sehr hohen Anteil an nachhaltigen Investments im Portfolio auf rund 90% zu steigern. Heuer ist geplant den Anteil auf 100% zu erhöhen. Daneben hat sich Valida auch in der Betriebsökologie zusätzliche Verbesserungen bei der Energieeffizienz vorgenommen.

Ein weiterer Schachzug der Helvetia, diesmal in der Schweiz, bei den M & A Aktivitäten. Die schweizer Helvetia wird die Nationale Suisse übernehmen. Die Geschäftsleitung von Helvetia bleibt mit CEO Stefan Loacker unverändert. Damit soll die Gruppe über 7.000 Mitarbeiter beschäftigen und alleine am Schweizer Versicherungsmarkt wird das Prämienvolumen rund 5 Mrd. Franken betragen.

Für bestehende und neue KFZ-Kaskokunden gibt es einen attraktiven Bonus, seit Anfang Juli entfällt im Schadenfall der Selbstbehalt bei Kleinglasschäden, wenn diese von einer HDI Partnerwerkstatt repariert werden. Also sollten Heckleuchten, Blinkercellonen, Außenspiegel oder Scheinwerfer zu Bruch gehen, kann man Geld sparen.

SWISS RE

KOBAN SÜDVERS

Übernahme

Standard ISO 31000

Ein weiterer Schachzug der Helvetia, diesmal in der Schweiz, bei den M & A Aktivitäten. Die Schweizer Helvetia wird die Nationale Suisse übernehmen. Die Geschäftsleitung von Helvetia bleibt mit CEO Stefan Loacker unverändert. Damit soll die Gruppe über 7.000 Mitarbeiter beschäftigen, und alleine am Schweizer Versicherungsmarkt wird das Prämienvolumen rund 5 Mrd. Franken betragen.

KOBAN Südvers arbeitet mit dem weltweit anerkanntem Standard ISO 31000. Diese, von der Internationalen Organisation für Normung erstellte Anwendung, leistet einen wichMag. Dr. Klaus Koban, tigen Beitrag im MBA Geschäftsführer Koban Bewerten von RiSüdvers Group GmbH siken und Chancen und sorgt so für eine gesunde, strategische Unternehmensführung. Der Risk-Pilot, ein von KOBAN SÜDVERS entwickeltes Riskmanagement-Tool, erfüllt alle Vorgaben dieser internationalen Norm und ermöglicht Unternehmen damit die Durchführung eines optimalen Riskmanagement. Aktuell diskutiert eine 35-köpfige ISO-Expertenrunde mögliche Adaptierungen der ISO 31000. So viel steht freilich jetzt schon fest: Da sich dieser Standard in den letzten Jahren bestens bewährt hat, wird es weder in der Struktur noch im Inhalt wesentliche Änderungen geben. „Wir möchten mit diesem Programm, das aus vier Kernbausteinen besteht, speziell die Risikomanagementfähigkeit von klein- und mittelständischen Unternehmen verbessern“, betont Dr. Klaus Koban, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe.

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Gesucht: Versicherungswirtschaftliche Themen für Bachelorarbeiten an der WU An der Wirtschaftsuniversität Wien werden von ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler, Institute for Finance, Banking and Insurance, im Wintersemester 2014/15 wieder Themen für Bachelorarbeiten an Studierende vergeben werden, die Praxisrelevanz für die Versicherungswirtschaft haben sollen. Daher wird um Themenvorschläge aus der Versicherungswirtschaft gebeten. Die Fragestellungen sollen betriebswirtschaftlicher Art sein (also nicht: volkswirtschaftlich, juristisch – auch nicht Rechnungslegung – oder mathematisch), von allgemeinem Interesse sein (also nicht: unternehmensspezifische Spezialuntersuchungen) und schließlich in Publikationen münden. Ihre Vorschläge und Anregungen senden Sie bitte an Erwin.Eszler@wu.ac.at

KURZNACHRICHTEN

HDI VERSICHERUNG AG

OBERÖSTERREICHISCHEN FINANZDIENSTLEISTER

Checkliste Pensionsvorsorge

v.l.n.r.: Fachgruppen-Geschäftsführer Ing. Mag. Thomas Wolfmayr und Fachgruppen-Obmann Dr. Herbert Samhaber Die Pensionskontennachrichten sind unterwegs, auch die Oberösterreicher erhalten seit Juni Einblick in ihr neues Pensionskonto. Deswegen hat die Fachgruppe der Finanzdienstleister in Oberösterreich einen Orientierungsleitfaden „Checkliste Pensionsvorsorge“ aufgelegt. Dieser liefert einen strukturieren Aufbau und vermittelt einen klaren Einblick, welche Schritte zu überlegen und zu setzen sind, um eine mögliche Pensionslücke – zwischen zu erwartender Pension und Eigenvorstellung – leistbar zu schließen. „Um den richtigen finanziellen Mix zum Ansparen für seine Pension zu finden, braucht man den Überblick auf die unterschiedlichen Pensionsvorsorge-Angebote. Unsere unabhängigen Vermögensberater nutzen das Weiterbildungsangebot der IC Akademie und sind daher immer am aktuellen Stand. Dies ist das Gütesiegel ihrer hervorragenden Beratungs-Qualität“, so Dr. Herbert Samhaber, Obmann.

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10 INTERVIEW

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Josef Graf, Vorstand EFM AG

Erwin Pichler, Expansionsmanager EFM AG

Wilhelm Brandstetter, Vorstand EFM AG

EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG

Im Wandel der Zeit Bei der EFM hat sich viel getan: 20 Jahre Franchising, der erfolgreiche Jahreskongress in Schladming, ein neues Führungsteam und EFM 3.0, die konsequente und innovative Weiterentwicklung der IT-Prozesse ist im Laufen. Wir haben mit den EFM Vorständen Josef Graf und Wilhelm Brandstetter als auch Expansionsmanager Erwin Pichler gesprochen.

risControl: Herr Brandstetter, warum wechselten Sie zur EFM und wie definieren Sie Ihre Ziele? Brandstetter: Ich hatte Vorstands- und Geschäftsführerpositionen im In- und Ausland, sowohl in der Versicherungs- als auch in der Softwarebranche, aber ich war noch nie auf der Maklerseite tätig. Außerdem ist es mein

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Anliegen, das Wachstum von EFM der letzten Jahre weiterhin voran zu treiben. Meine Entscheidung zur EFM zu gehen, liegt auch in der Person von Josef Graf, einem Visionär mit Standhaftigkeit. Solche Menschen braucht die Branche und das möchte ich unterstützen. Graf: Wir sind sehr froh über die Entscheidung, denn es gibt wenige in der Versiche-

rungsbranche, die so ein tiefes Wissen über EDV-Prozesse und –Abläufe in der Versicherungsindustrie und auch Führungserfahrung wie Wilhelm Brandstetter haben. Ich denke, dass die am Markt befindlichen EDV Systeme bei den Maklern in 10 Jahren großteils obsolet sein werden. Hier muss man ständig am Ball sein, Trends erkennen und die Systeme weiter entwickeln. Wir haben ein Jahresbudget

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Graf: Erwin Pichler zeichnet sich durch seine sympathische und menschliche Art aus, wie er auf Makler zugeht und mit ihnen kommuniziert. Mit seiner jahrelangen Erfahrung und seiner Marktkenntnis glaube ich, dass er uns auf unserem Weg ausgezeichnet begleiten wird.

risControl: Herr Pichler, gleiche Frage an Sie: Warum EFM?

risControl: Sind 300 Standorte in Österreich realisierbar?

Pichler: Ich kenne die EFM schon aus meiner Zeit als Landesdirektor der Interunfall, das war vor 13 Jahren. Seitdem beobachte ich die erstaunliche Entwicklung der EFM und vieler EFM Versicherungsmakler. Im Frühjahr entstand dann in Gesprächen mit Josef Graf die Idee, dass ich zu Expansion, Weiterentwicklung und Internationalisierung der EFM Gruppe viel beitragen könnte. Mit meiner über 30-jährigen Vertriebserfahrung im Versicherungswesen, ist es nun mein Ziel 300 Standorte in Österreich zu schaffen. Ich freue mich auf die Herausforderungen in der EFM.

Graf: Wir haben in Österreich auch Bankengruppen mit bis zu 1.600 Standorten. Auf jeden dritten bis fünften Standort sollte auf jeden Fall ein EFM Versicherungsmaklerbüro kommen.

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Brandstetter: Bei allen in Österreich tätigen Versicherungsmaklern sind noch ca. 2.000 ohne Bindung zu einer Vereinigung. Aus meiner Sicht werden diese aber früher oder später auf Herausforderungen treffen, die als Einzelmakler kaum schaffbar sind – vor allem was die Haftung betrifft. Daher sehe ich genug Potenzial für 300 Standorte

INTERVIEW

für die EDV von über 500.000 Euro und wir glauben, dass es hier möglich sein wird die Prozesse so zu verändern, dass sie auch im Qualitätsmanagement gerichtstauglich sind - nicht nur theoretisch sondern auch in der gelebten Praxis. Das wird ein Teil von EFM 3.0.

in Österreich. Bereits in den letzten 7 – 8 Jahren wurde die Anzahl der Versicherungsmakler im System verdreifacht und warum sollte das nicht noch einmal zu schaffen sein.

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INTERVIEW

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Und unsere Alleinstellungsmerkmale sind einzigartig: vom Solidaritätsfonds angefangen, bis hin zur Beteiligungsgesellschaft, wo jeder Franchisepartner an der EFM AG beteiligt ist. Unsere Partner profitieren vom Gebietsschutz, einer durchgängigen IT und nicht zuletzt von der Systemzentrale, die für alle Franchisepartner eine enorme Tätigkeitsentlastung bietet. Wir arbeiten auch schon seit über 15 Jahren auf Honorarbasis und haben damit nur gute Erfahrungen gemacht, genauso haben wir einen eigenen Anwalt für unsere Kunden. Und sollte doch einmal etwas passieren, so haben wir eine deutlich höhere Vermögensschadenhaftpflichtversicherung als andere Organisationen in Österreich. Dazu ist die EFM die einzige Maklerorganisation, die eine eigene Ausbildungsakademie für alle Partner und deren Mitarbeiter betreibt. So kann Wissen effizient und rasch durchgängig erweitert werden. All das sind Vorteile, wenn man EFM Partner ist.

in bestem Einvernehmen sehr wichtig. Wir möchten dass das neue Unternehmen zu unseren Partnerbetrieben passt, aber auch, dass wir für den Verkäufer die für ihn bestmögliche Variante der Übergabe finden. Da wir ein Franchisesystem sind, können wir hier mehr Möglichkeiten als am Markt üblich anbieten. Davon hat auch der Kunde etwas, denn so wird er immer optimal weiter betreut. risControl: Herr Pichler, Betriebsübernahme alá EFM, welche Vorteile gibt es und wo sehen Sie den Mehrwert?

haben. Wenn man sich Fälle anschaut, wo die derzeitige am Markt befindliche Deckung bei 1,5 Mio. Euro liegt, der einzelne Schadensfall aber bedeutend höher ist, so ist das nicht nur fahrlässig sondern existenzgefährdend. Wir bekommen derzeit vermehrt Anfragen, ob wir Unternehmen auch kaufen, was wir auch machen bzw. schon gemacht haben. Ich gehe davon aus, dass von den 1.000 Kanzleien, welche in den nächsten 10 Jahren wahrscheinlich einen neuen Eigentümer brauchen werden, nicht wenige bei uns landen werden. Das bedeutet für den Verkäufer ein mehr an Sicherheit, weil er als Vertragspartner nicht nur den jeweiligen Makler, sondern die gesamte EFM AG, hat.

Pichler: Neben dem sicher sehr wichtigen Punkt des Kaufpreises, ist es für den Verkäufer auch wichtig, die Zukunft seiner Kunden in guten Händen zu wissen. Er hat schließlich jahrzehntelang den Kundenbestand aufgebaut und ist daher sehr daran interessiert, dass seine Kunden auch weiterhin optimal betreut werden. Das können wir über unser Beratungssystem und unseren Best Advice Prozess garantieren. Und wenn einmal etwas passiert, können wir auf die umfangreiche Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und einen Klientenanwalt zurückgreifen. risControl: Wir danken für das Gespräch.

risControl: Welchen Vorteil hat ein Makler wenn er seinen Bestand an EFM verkauft, gegenüber einer anderen Organisation?

Graf: Wir sind im Moment dabei, unsere Vermögensschadenhaftpflicht von den bestehenden 40 Mio. auf 60 Mio. auszuweiten. Unser Ziel ist eine Deckung von 100 Mio., und diese unseren Franchisepartnern zur Verfügung zu stellen. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass es grob fahrlässig ist, keine Deckung in dieser Höhe zu

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Graf: Die Gruppierungen kaufen derzeit eher weniger, es sind mehr Einkaufsgemeinschaften und Einzelne, die derzeit zukaufen. Bei uns ist es mehr als nur ein Kauf, weil wir einerseits Erfahrung haben was die Datenmigration betrifft (Anm.: Es wurden bereits über 50 Maklerkanzleien in das hauseigene System konvertiert), andererseits ist uns eine Bestandsübergabe

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13 generali.at/partner

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INTERVIEW

Mein Traum ist, dass ich bis 85 arbeite. Scherz. Marta A., 48, Schwarz

Verstanden: Die PRIVAT Invest der Generali

Um zu verstehen, muss man zuhören. Pensionsvorsorge kann auch Last-Minute passieren. Mit der PRIVAT Invest der Generali sichern Sie Ihren Lebensstandard in der Pension, selbst wenn Sie etwas spät dran sind. Ihr Kapital wird sicher im klassischen Deckungsstock der Generali veranlagt und Sie wissen schon heute auf den Cent genau, mit wie viel Sie später rechnen können.

Unter den Flügeln des Löwen.

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HELVETIA VERSICHERUNG

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INTERVIEW

Die Helvetia Versicherungen AG hat die Basler Versicherungs-Aktiengesellschaft in Österreich gekauft. Bis zum Closing der Transaktion ist noch die Zustimmung durch die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) abzuwarten. Wir haben schon jetzt mit CEO Dr. Burkhard Gantenbein über den Deal und die sich daraus ergebenden Synergien gesprochen:

risControl: Herr Dr. Gantenbein, welche Erwartungen und welche Visionen verknüpfen Sie mit dem Kauf der Basler Versicherung? Gantenbein: Wir sind sehr stolz, aus dem Bieterverfahren um die Basler Versicherung als Gewinner hervorgegangen zu sein. Der Kauf der Basler durch die Helvetia ist die erste große Übernahme der letzten 12 Jahre innerhalb der österreichischen Versicherungsbranche. Was uns sehr zum Kauf motiviert hat, ist der große Vertriebsapparat der Basler mit 50 angestellten Außendienstmitarbeitern und ca. 300 Agenturen. Das passt hervorragend zu unserer Vertriebsstrategie. Wir haben 230 Mitarbeiter im Außendienst, ca. 50 Agenturen und einen besonders ausgebauten, freien Versicherungsmaklervertrieb. Nach dem Closing werden wir drei sehr solide Standbeine im Vertrieb haben und uns damit am Markt auf dem 9. Platz wiederfinden. Natürlich ist es auch ein Gewinn, das Know-how und Wissen der Basler Mitarbeiter mit an Bord zu haben. Da beide Häuser in der Struktur sehr schlank aufgestellt sind, kann es nur zu positiven Skaleneffekten kommen. Wir sind nun regional noch breiter aufgestellt und haben alle Bundesländer im Fokus. Auch das Thema Risikoausgleich ist ein wichtiger Punkt, aus dem versicherungstechnischen Aspekt der Risikostreuung und auch der Risikoaufteilung mit den ausgebauten drei Vertriebsstandbeinen. risControl: Gibt es bei der regionalen Präsenz der beiden Unternehmen viele Überschneidungen? Gantenbein: Bei den Geschäftsstellen und Standorten gibt es erfreulicherweise nur sieben Überschneidungen. Wir werden nun pragmatisch die vorhandenen Strukturen

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prüfen und abwägen, ob es zu einer Zusammenlegung der Standorte kommt oder ob wir zwei Standorte beibehalten wollen. Erfreulich für uns ist, dass wir nun auch in Regionen vertreten sind, wo wir bisher eher weniger vertreten waren, z. B. Krems in Niederösterreich. Hier hat die Basler sogar ihr Verwaltungszentrum für den Osten. risControl: Sehen Sie in der Produktlandschaft eine Ergänzung oder Überschneidung? Gantenbein: In der Tat bedienen die Helvetia und die Basler ähnliche Zielgruppen und verfügen über eine vergleichbare Produktlandschaft. Wir schauen uns nun beide Produktsortimente an und werden nach einigen Analysen die optimierte Linie definieren, die sich an Kundenbedürfnissen und dem Marktumfeld orientiert. risControl: Wird sich im Bezug auf den freien Vertrieb etwas verändern?

Gantenbein: Es wird keine Veränderungen geben, denn die Hälfte des Geschäftes der Helvetia kommt aus dieser Vertriebsschiene. Die Basler Versicherung hat diesen Kanal wenig besetzt, wobei es schon langjährige Kooperationen mit Versicherungsmaklern und im Immobilienbereich gibt. Wir werden unsere Servicierung für diesen Bereich einfach noch mehr verstärken. risControl: Wir haben in den letzten 35 Jahren schon viele Fusionen und Käufe miterlebt und begleitet, es hat oft starke Auswirkungen auf den Mitarbeiterstand gegeben, welche Auswirkungen wird es im Bezug auf die Mitarbeiter bei Ihnen geben? Gantenbein: Wir bekommen durch die Akquisition 200 Mitarbeiter dazu. Es gibt strukturell einen Unterschied zwischen den Häusern, wir sind zentral und die Basler Versicherung ist dezentral organisiert. Wir haben verstanden, dass das als Stärke und

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Gantenbein: Die Migration wird etappenweise über einen Zeithorizont von ein bis drei Jahren vorangehen. Wobei hier viel von der IT abhängt, weil die Zusammenführung der Programme am längsten dauert. Wir haben in der Gruppe viel Erfahrung mit Übernahmen und es steht uns viel Knowhow zur Verfügung. Die angenommene Zeit der Integration ist ein ganz normales Zeitfenster, das man für eine sorgfältige Umsetzung benötigt. Damit ist der Takt für alle Schritte vorgegeben. risControl: Solvency II ist schon für ein Unternehmen alleine eine große Herausforderung wie sieht es bei einer Zusammenlegung von zwei Unternehmen aus? Gantenbein: Beide Unternehmen haben Solvency II natürlich als gruppenweite Großprojekte angelegt. Nun laufen die ersten Fachgespräche zwischen den Unternehmen um den Status der Projekte abzuklären. Erste

Informationen zeigen, dass nicht mit großen Problemen zu rechnen ist. risControl: Gibt es weitere Akquisitionswünsche oder wird die Integrationsphase abgewartet? Gantenbein: Das würd ich nicht so sehen, natürlich liegt der Fokus im Moment auf der zu erledigenden Aufgabe, aber wenn sich etwas ergibt, sind wir weiterhin sehr interessiert an Akquisitionen. Es ist auch klare Gruppenstrategie, wir sind stark kapitalisiert und blicken auch in anderen Ländern auf etwaige M&A-Möglichkeiten – wie zuletzt das öffentliche Kaufangebot der Helvetia Gruppe an die Nationale Suisse. Der Kaufpreis der Basler Österreich von 130 Millionen wurde aus eigenen Mitteln finanziert. Bei der letzten Übernahme in Frankreich bot sich innerhalb kürzester Zeit eine weitere Akquisition an sowie auch in Italien, also warten wir ab, was sich in Österreich anbietet.

Differenzierungsmerkmal von Kunden und Agenturen gesehen und geschätzt wird. Unsere Aufgabe ist es, dass wir uns dieser Thematik sensibel nähern. Es wird keinen Rundumschlag geben mit einer sofortigen Zentralisierung oder einem Stellenabbau. Es gibt ausreichend technologische Möglichkeiten, um die Stärken dieses dezentralen Modelles zu nutzen. So arbeiten wir zum Beispiel mit einem optischen Archiv und wo genau die Akten physisch vorhanden sind, ist nicht mehr entscheidend. Die Technologie erlaubt heute sicherlich mehr als vor 10 Jahren. Wir rechnen für die Integration mit einem Zeithorizont von bis zu drei Jahren. Wenn man Fluktuation und Pensionierungen beachtet, ist das eine ausreichende Zeit, um das, was wir an Effizienz gewinnen werden und wollen, auf eine sehr unspektakuläre Art zu realisieren. Wir haben in beiden Häusern eine lange Tradition von sozial verträglichem Umgang mit den Mitarbeitern und ein gutes Einvernehmen mit den Betriebsräten, sollte es Einzelfälle von Stellenabbau geben, wird sicherlich ein sehr sozialer Weg beschritten werden. risControl: Wie lange rechnen Sie mit der Migration des Bestandes und der Systeme.

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Die Mitarbeiter sind stolz auf die Kraft der Helvetia und dass wir es geschafft haben, in die Top Ten der heimischen Versicherer einzuziehen. Auch ist es eine spannende Zeit, in der sie die Zukunft der Helvetia aktiv mitgestalten können.

risControl: Wie ist die Stimmung in der Helvetia nach dieser Akquisition? Gantenbein: Meiner Wahrnehmung nach sehr gut. Die Mitarbeiter sind stolz auf die Kraft der Helvetia und dass wir es geschafft haben, in die Top Ten der heimischen Versicherer einzuziehen. Auch ist es eine spannende Zeit, in der sie die Zukunft der Helvetia aktiv mitgestalten können. Wir haben den Kauf auch so rasch wie erlaubt intern kommuniziert, um etwaige Verunsicherungen auszuräumen – die naturgemäß auch vorhanden sind. Deshalb suchen wir in den nächsten Monaten den Dialog mit allen Mitarbeitenden, um Sicherheit und Orientierung zu geben und auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen zu können. Zum Beispiel haben wir einen internen Blog ins Leben gerufen, der den Integrationsprozess begleitet und wo Mitarbeitende auch anonym Fragen stellen können. Die Situation der Führungskräfte wollen wir noch dieses Jahr klären. Für alle Maßnahmen müssen wir jedoch erst noch das Closing abwarten.

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frage mit vielen Emotionen behaftet ist. Ein Projektteam befasst sich mit der Thematik und überprüft die Ressourcen und Anforderungen, bis Jahresende wird es sicherlich eine Entscheidung geben. risControl: Was ist Erfolg für Sie als Person? Gantenbein: Wenn ich das, was ich mir vornehme, auf korrekte Art und Weise umsetzen und erfüllen kann. risControl: Haben Sie noch Zeit für sich?

risControl: Bleibt die Generaldirektion am Hohen Markt?

Gantenbein: Die letzten sieben Jahre als CEO der Helvetia Österreich waren sehr intensiv. Es hat viele Veränderungen gegeben, die zum Erfolg geführt haben und das freut mich ungemein. Seit dem Übernahmeprozess im Februar ist meine freie Zeit noch knapper geworden, aber ich habe das Glück, dass ich leicht abschalten und mich in kürzester Zeit entspannen kann. Daher ist ein verlängertes Wochenende oder ein abendlicher Konzertbesuch oft schon ausreichend, um wieder Kraft und Energie für meine Mitarbeiter und Kunden zu gewinnen.

Gantenbein: Das kann ich noch nicht beantworten. Mir ist bewusst, dass die Standort-

risControl: Wir bedanken uns für das Gespräch.

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INTERVIEW

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muki – Eine Erfolgsges c Der muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Gegründet wurde muki 1988 als „Verein Mutter und Kind im Krankenhaus“. Zweck des Vereines war es damals, dass Eltern kranker Kinder, die eine Spitalsbehandlung benötigen, bei ihnen im Krankenhaus bleiben können – 1988 eine ebenso neuartige wie notwendige Idee. Wir haben mit Vorstandsdirektor Wenzel Staub über die Erfolgsgeschichte gesprochen.

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Wenzel Staub: Mit Sicherheit! Als wir vor zehn Jahren den Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gegründet haben, konnten wir nicht ahnen, wie erfolgreich das Projekt werden wird. 2004 starteten wir als Nischenversicherer mit den Sparten Kranken- und Unfallversicherung. 2009 erfolgte die Konzessionserweiterung auf die Sparten Kfz- und Sachversicherung. In sämtlichen Sparten sind wir von Anfang an erfolgreich tätig. risControl: Haben Sie vor zehn Jahren geahnt, welche Schwierigkeiten in Hinsicht auf Reglements auf Sie zukommen werden? Staub: Nein, die Herausforderungen kamen sukzessive auf uns zu, wir haben sie aber mit Erfolg bewältigt haben. Im Hinblick auf Solvency II sind die Regelungen für alle Gesellschaften gleich, jedoch für kleine Versicherer ist der finanzielle Aufwand im Verhältnis ungleich höher als für große Konzerne; zusätzlich mussten komplett neue Strukturen geschaffen und integriert werden. risControl: muki arbeitet ausschließlich mit unabhängigen Vertriebspartnern zusammen? Staub: Das ist richtig, wir haben mittlerweile österreichweit über 3.000 Vertriebspartner, die mit uns zusammen arbeiten und von unseren Vertriebspartnerbetreuern vor Ort serviciert werden.

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risControl: Ihr Unternehmen ist in Österreich das einzige in den letzten 40 Jahren, das sich mit eigenen Mitteln neu gegründet hat. Wie trug und trägt muki die anfallenden Kosten?

INTERVIEW

risControl: Ihr Resümee der letzten zehn Jahre – ist muki eine Erfolgsgeschichte?

Staub: Mit den derzeitigen Zinsgewinnen aus dem Veranlagungsbereich kämpfen im Moment sämtliche Versicherungsgesellschaften. Wir versuchen, unseren Vertriebspartnern und Kunden einfache, geradlinige und verständliche Produkte zur Verfügung zu stellen, dies wirkt sich auch in der Kostenstruktur positiv aus. Wenn man sich die Combined Ratio aus dem EGT heraus bei vielen größeren Gesellschaften ansieht, die dann bei 100% oder sogar darüber ist, können die trotzdem dank ihrer Größe aus dem Veranlagungsbereich noch höhere Gewinne erzielen, die wir in diesem Ausmaß nicht haben. Deshalb gibt es auch bei unseren Produkten keine Ausnahmen: Wir haben unser Provisionsund Bonifikationsschema, nach dem wir jeden Vertriebspartner unabhängig von der Größe gleich behandeln. Diese geradlinige und offene Art, wie wir sie haben, wird von unseren Partnern sehr geschätzt. risControl: Kann jeder Partner von muki werden? Staub: Grundsätzlich ja, wenn eine aufrechte Gewerbeberechtigung vorhanden ist. Jedoch schauen wir uns, in unserem und seinem Interesse jeden Vertriebspartner genau an. Viele Vertriebspartner kommen über Weiterempfehlungen von Kollegen zu uns.

risControl: Der Web-Auftritt von muki ist ausgezeichnet, wie hoch sind die Abschlüsse über die Homepage? Staub: In der Tendenz steigend. Die Seite ist vorrangig als Informationsplattform gedacht, nicht nur für Vertriebspartner, sondern auch für den Endkunden. Daher ist der Aufbau möglichst übersichtlich gehalten. Unseren Vertriebspartnern stehen sämtliche Informationen zu unseren Angeboten, vom Produktfolder bis zu den Bedingungen und Klauseln, zur Verfügung. Über den integrierten Onlinerechner lassen sich alle Prämien individuell, schnell und komfortabel ermitteln.

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Gelingen wird sein, dass wir das beibehalten, was uns bisher erfolgreich und stark gemacht hat: nämlich die Schnelligkeit bei der Abwicklung sowohl im Verwaltungs- als auch im Schadensbereich, unsere Geradlinigkeit und die Handschlagqualität gegenüber den Vertriebspartnern und Kunden. Dann sehe ich kein Problem, dass unser Wachstum so weitergeht. risControl: Ein Vorstoß in Richtung Gewerbe und Industrie? Staub: Wir haben im Moment nur die Konzession für das Privatkundengeschäft; man wird sehen, wie der Weg in Zukunft weitergeht. risControl: muki ist voll über together abgebildet. Viele große Versicherungsunternehmen machen das nicht, welche Überlegungen haben bei Ihnen im Haus dazu geführt?

Kompromisse zu finden. Alle unsere Mitarbeiter gehen ebenso mit offenen Augen und Ohren durch die Welt wie der Vorstand, da erfährt man viel über die Anforderungen an neue und bestehende Produkte.

Staub: Wir wollten von Anfang so viele Vertriebspartner als möglich erreichen. together war auch eine Option, die wir dafür genutzt haben. Auch in der Abwicklung ist es von Vorteil, wegen ihrer hohen Qualität können wir die Daten leichter und schneller verarbeiten. together ist selbstverständlich für muki auch mit Kosten verbunden, wir haben aber bisher nur positive Erfahrungen gemacht.

risControl: Wo wird der Weg hingehen, was sind Ihre Visionen?

risControl: Wo ist die Produktschmiede von muki?

Staub: Unsere Vision ist das erklärte Ziel, die 100-Millionen-Grenze bei den Bestandsprämien zu durchstoßen. Derzeit halten wir bei über 50 Millionen Euro, mehr als die Hälfte haben wir also schon geschafft. Dabei muss man bedenken, dass wir nur am Privatkundensektor tätig sind. Wir haben weder KMUs noch große Betriebe oder Flotten in unserem Bestand. Entscheidend für das

risControl: Was ist Erfolg für Sie? Staub: Erfolg ist, wenn man gute Arbeit leistet und es gelingt, die Mitarbeiter zu motivieren und die Vertriebspartner zu überzeugen. Wenn wir alle gemeinsam unseren Kunden Sicherheit geben, so wie wir es schon jetzt tagtäglich beweisen, dann kann man dies als Erfolg bezeichnen. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht der Kunde. Das wurde erst kürzlich wieder eindrucksvoll bestätigt, als muki für „hervorragende Kundenorientierung“ mit dem Recommender Award 2014 ausgezeichnet wurde – wiederum wie 2013 mit der höchsten Punktzahl aller österreichischen Versicherungen. risControl: Wir danken für das Gespräch.

Staub: Hier in Bad Ischl. Für den Verein „Mutter und Kind im Krankenhaus“ kam die Produktidee von unserem Vorstandsvorsitzenden Ladislaus Hartl. Ab Gründung des muki VVaG 2004 wurden die Produkte immer in Gemeinschaftsarbeit unter Einbeziehung von Versicherungsmathematikern und Aktuariat entwickelt. Mit zunehmender Größe wurden auch die jeweiligen Abteilungsleiter und Vertriebsmitarbeiter integriert. Die Herausforderung bei neuen Produkten, aber auch bei Produkterweiterungen wird immer größer. Die gesellschaftlichen Veränderungen und Kundenerwartungen führen zu einer so genannten „Vollkaskomentalität“. In Wahrheit ist aber wichtig, dass existenzgefährdende Risiken abgedeckt sind – da gilt es sinnvolle

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INTERVIEW

GOTHAER LEBENSVERSICHERUNG AG

Neuer Vertriebsleiter risControl: Was planen Sie heuer für Ihre Vertriebspartner?

Seit 1. April hat die Gothaer einen neuen Vertriebsleiter. Markus Edelmann ist bereits seit 2004 im Gothaer Konzern tätig und war zuletzt in Frankfurt ebenfalls für den Maklervertrieb, Bereich Personenversicherung, zuständig.

risControl: Bitte stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor. Edelmann: Ja sehr gerne! Ich bin am 23.04.1967 in Frankfurt am Main geboren und auch dort aufgewachsen. Als Vater und Familienmensch habe ich viel Spaß an meinen 14- /17-jährigen Töchtern, bin darüber hinaus in zweiter Ehe verheiratet. Durch meinen Vater ebenfalls ein Versicherer habe ich vor mehr als 25 Jahren den Weg in die Branche gefunden und bin auch dabei geblieben; nachhaltig betrachtet eine richtig gute Entscheidung. Nach meiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann und anschließendem Versicherungsfachwirt Studium, war ich für einige deutsche und ausländische Versicherer in unterschiedlichen Vertriebsfunktionen tätig. Zuletzt vor meinem Wechsel nach Wien bei der Gothaer Maklerdirektion in Frankfurt. Der Maklervertrieb war schon früh in meinem Fokus und dort habe ich mich auch die meiste Zeit engagiert. Kontakt zu Menschen und Beziehungen sind mir sehr wichtig, somit ist es sicher keine Überraschung, das der Vertrieb meine berufliche Heimat geworden ist. Beruflich wie privat, mag ich es in Bewegung zu sein. So versuche ich mich regelmäßig - auch um mich fit zu halten - sportlich zu betätigen, beim Laufen, mit dem Rad oder im Winter auch mit meinem Snowboard. risControl: Warum haben Sie sich für die Gothaer entschieden und wie definieren Sie Ihre Ziele?

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Edelmann: Mein Weg im Unternehmen hat bereits vor 10 Jahren begonnen, damals bei einer Konzerntochter der Gothaer in Mannheim. Die Gothaer stellt für mich einen besonderen Reiz dar, auf der einen Seite mit der Breite und Stellung als einer der großen deutschen Versicherungskonzerne und ältester Lebensversicherer Deutschlands. Andererseits als modernes Unternehmen mit innovativen Ideen und dem Zeitgeist entsprechenden Produkten, dazu ein guter Arbeitgeber. Als Motto könnte man hier „Tradition trifft Innovation“ nennen. Am österreichischen Markt ist dagegen für mich vieles neu, da ich lerne täglich dazu. Es liegt mir andere Wege zu gehen und neue Dinge zu entwickeln, mit dem Ziel diese erfolgreich für das Unternehmen und am Markt umzusetzen. Diese Möglichkeit bietet mir die Gothaer. Ein Beispiel dafür ist unser Produkt Perikon - die Absicherung schwerer Krankheiten -, ein außergewöhnlich innovatives Konzept, für das ich mich seit vielen Jahren vertrieblich stark einsetzte.

Edelmann: In erster Linie geht es darum unser „Serviceversprechen“ gegenüber unseren Vertriebspartnern zu erfüllen. Unsere Stärke sind gut ausgebildete Mitarbeiter, sowohl im Innen- als auch im Außendienst steht das kompetente Team unserer Niederlassung mit tatkräftiger Unterstützung zur Verfügung. Wir setzen dabei auf eine Mehrwertstrategie, die über unsere Rolle als Produktlieferant hinausgeht. Das geht von einer persönlichen Ansprache unserer Partner durch unsere Regionaldirektoren mit individuellen Betreuungskonzepten bis hin zu externen Referenten oder auch technischer Verkaufsunterstützung, wie z. B. unser Biometrie-Erklärfilm, der auf Youtube zu finden ist http://youtu.be/ZiSwvwPncfo. Persönlich liegt mir das Thema Aus- und Weiterbildung sehr am Herzen und wenn ich mir nur die Auswirkungen der diesjährigen Sozialversicherungsreform ansehe, können wir rund um die Berufsunfähigkeitsabsicherung mit unserer 100-jährigen Erfahrung, unseren Partnern sicher noch wertvolles Wissen vermitteln. risControl: Was ist Erfolg für Sie? Edelmann: Als erster Gedanke fallen einem dazu natürlich die „Zahlen“ ein. Im Vertrieb ist es Nunmal üblich, an den Zahlen gemessen zu werden, das ist sicher auch bei mir so, da bin ich schon ein eher zahlenorientierter Mensch. Insoweit, ist lesbarer Erfolg für mich auch immer die Erreichung der gesetzten wirtschaftlichen Ziele. Persönlicher Erfolg steht für mich klar in Bezug zu Menschen und damit auf der Beziehungsebene. Im beruflichen ist das der Aufbau und verantwortungsvolle Umgang von Beziehungen zu Kollegen und Geschäftspartnern, in meinem privaten Umfeld natürlich der Familie und dem Freundeskreis. risControl: Wir danken für das Gespräch.

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Crashgefahr steigt Am Aktienmarkt wird die Luft nach oben zunehmend dünner. Die Angst vor steigenden Zinsen in den USA wächst, die Gewinnerwartungen an US-Unternehmen sind teils stark überzogen und die geopolitische Situation wird zunehmend gefährlicher. Institutionelle sichern sich deshalb verstärkt gegen Crashszenarien ab.

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ir erlebten zuletzt die Ruhe vor dem Sturm. Der CBOE Volatility Index (VIX), der die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 Index ausdrückt, fiel bis 3. Juli 2014 auf ein 52-Wochen-Tief von 10,28 Punkten. Laut einer alten Faustregel liegt jedoch die durchschnittliche Aktien-Vola bei 20 Punkten. Diese wird im Zuge der Berechnung des VIX an der impliziten Volatilität der S&P 500 Optionen in Prozentpunkten gemessen. Ein hoher Wert bedeutet eine hohe Schwankungsintensität und deutet auf eine erhöhte Nervosität der Marktteilnehmer hin, weshalb der VIX auch als Angstbarometer bezeichnet wird. Der Volatilitäts-Index schwankte seit 1986 zwischen 8,6 (2006) und 172,79 Punkten (Börsencrash, 20. Oktober 1987). Steigt der VIX, dann fällt meist der S&P 500 Index und umgekehrt. Die zu erwartende Rückkehr der Vola verheißt nichts Gutes und einen ersten Vorgeschmack gab es bereits zwischen dem 3. und 8. Juli als der S&P 500 um 1,1% und der volatilere Nasdaq Biotech Index bereits um 4,6% zurückgingen. Gleichzeitig stieg der VIX von 10,32 auf 11,98. Was verunsicherte waren Gerüchte über die Schieflage einer portugiesischen Großbank und die Angst vor baldigen Leitzinsanhebungen durch die Fed. Deren Anleihenkaufprogramm soll bereits im Oktober enden und dann wird bis März 2015 die erste Leitzinsanhebung erwartet. Allerdings gab es noch keine kurzfristige Reaktion seitens des Bondmarktes. Die Renditen 10jähriger US-Treasuries gingen sogar auf 2,52% zurück,

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was auf den ersten Blick positiv für Aktien wäre, wisse hier offensichtlich nicht jemand etwas mehr:

Superreiche und Finanzprofis sichern sich ab Infolge der geopolitischen Spannungen in Israel, dem Irak und in der Ukraine sind die Preise für Gold und Silber im Aufwind. Bereits vor mehreren Monaten deckte sich der legendäre Hedge Fund Manager, George Soros, mit Goldminenaktien ein und auch andere „Superreiche“ sehen diverse Gold- und Silberinvestments, wie z.B. Gold-ETFs als solide Beimischung. Gleichzeitig werden von Institutionellen verstärkt Aktien-Putoptionen aus dem Geld erworben. Damit sichern sie sich gegen stärkere Kurseinbrüche an den Aktienmärkten ab. Die Folge ist, dass der SKEW-Index, der sich aus den Preisen von Out-of-the-money-Puts auf den S&P 500 Index errechnet, eine Divergenz zum VIX gebildet hat. Der SKEW-Index wird seit 1990 berechnet und erreichte sein Alltime High im Oktober 1998. Im Juni 2014 habe sich der Wert sehr stark an das historische Hoch angenähert. Was dieses mal besonders ist, ist der Umstand dass sich in einem derart ruhigen kontinuierlich steigenden Aktienmarkt die Anleger gegen größere Rückschläge absichern. Offensichtlich erahnt jemand eine herannahende Gefahr großen Ausmaßes bzw. einen plötzlichen Schock der eigentlich unvorhersehbar wäre. Die Rede ist dabei von

Von Michael Kordovsky

einem „Schwarzen Schwan“ wie beispielsweise 9/11. Aber es kann auch ein statistisches Ratespiel sein, denn die letzte Korrektur von über 10% endete im Oktober 2011 und der aktuelle Bullmarket nahm seinen Ausgang am 9. März 2009. Das wären bereits 1949 Tage. Seit 1900 gab es im S&P 500 36 Bullenund 35 Bärenmärkte. Laut Stock Trader´s Almanac 2014 liegt die durchschnittliche Dauer eines Bullenmarktes (Aufschwungs) bei 756 Tagen. Nur 8 der 36 Bullenmärkte hielten länger als 1000 Tage und davon nur 2 länger als 2000 Tage. Der längste Aufschwung begann im Oktober 1990 und dauerte 2836 Tage ehe im Juli 1998 ein vorübergehender Höhepunkt erreicht wurde. Eine starke Korrektur folgte. Danach ging es noch bis März 2000 aufwärts ehe infolge der IT-Bubble eine rasante Talfahrt einsetzte, die bis Oktober 2002 anhielt. Der SKEW-Index als „Schwarze-Schwan-Indikator“ ist kein guter Einzelindikator, da er 1998 nachhinkte bzw. im Hinblick auf den Bärenmarkt 2000 bis 2002 zu früh reagierte und auch 2007/08 nicht stark genug ausschlug bzw. erst nachträglich inmitten der Krise explosionsartig anstieg. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es sowohl in den späten 90er-Jahren als auch heute eine Reihe krisenverzögernder Faktoren gab bzw. gibt. War es in den 90er-Jahren ein ausgedehnter Innovationszyklus in dem das Internet die Welt veränderte, so sind es heute das Nullzinsniveau in den USA, Japan, der Schweiz und mittlerweile auch in Europa sowie eine Geldflut der führenden Notenbanken im Zuge von Anleihenkäufen und

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Aktuelle Risiken Allerdings sollte man sich aufgrund folgender Gefahrenpotenziale Gedanken über eine Risikoreduktion bei Aktieninvestments machen: • Baldige Leitzinserhöhungen der Fed: In den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni von 6,3 auf 6,1% gesunken. Erwartet waren 6,3% und zuletzt lagen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung unter den Markterwartungen. Der Offenmarktausschuss der Fed fasst mittlerweile eine vollständige Einstellung der monatlichen Anleihenkäufe bis Oktober ins Auge. Dann sind Zinserhöhungen das Thema. Bereits im Sommer 2015 sollte es die erste Leitzinsanhebung geben. Jan Hatzius, Chefökonom bei Goldman Sachs, revidierte seine Erwartung der ersten Leitzinserhöhung von Anfang 2016 auf das 3. Quartal 2015. Diverse Marktteilnehmer gehen von noch näheren Zeitpunkten aus. Genauere Details zur weiteren Geldpolitik werden von der Fed noch bekanntgegeben. Sollten diversen Ankündigungen der Fed und Erwartungen der Analysten auch Taten des Offenmarktausschusses folgen, werden konservative Anleger, die derzeit mangels ertragreicher Bondalternativen Geld in Dividendentitel veranlagen, ihre Aktienpositionen wieder verringern. Das könnte dann vor allem defensive Qualitätsaktien unter Druck setzen. • Volatile Earning Season: Im Juli und August werden die Gewinne des 2. Quartals laufend veröffentlicht, was Bewegung in den Markt bringt und die Vola ansteigen lässt. Geringste Enttäuschungen bei großen Firmen wie Apple, Microsoft und Wal-Mart können vorübergehend den Gesamtmarkt unter Druck setzen. Auf jeden Fall wächst die Ernüchterung: Gingen Analysten Ende März bei den S&P 500 Unternehmen für das 2. Quartal 2014 noch von einem Gewinnwachstum von 6,8% aus, so lag der Schätzungskonsens laut FactSet am 11.7. nur noch bei 4,6%. In 7 von 10 Sektoren wurden die Erwartungen noch unten

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geschraubt, angeführt vom GrundstoffSektor, der u.a. auch unter den konjunkturellen Unsicherheiten in China leidet. Ob unter diesen Rahmenbedingungen die Gewinn-Wachstumsprognosen von jeweils 9,4 bzw. 10,5% für das 3. bzw. 4. Quartal erreichbar sind, bleibt fraglich. In diesem Zusammenhang ist auch ein 12-MonatsForward-KGV von 15,6 im S&P 500 Index überhöht, denn die 5- und 10-Jahresdurchschnitte liegen bei jeweils 13,3 bzw. 13,8. Alleine schon diese Bewertung rechtfertigt eine Korrektur am Aktienmarkt! • Geopolitische Unsicherheiten: Dass die Situation im Nahen Osten eskaliert und die Ukraine-Krise nicht zu unterschätzen sind, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch um Hong Kong ein größerer Konflikt droht. Hong Kong wünscht nämlich mehr Unabhängigkeit von Peking. 800.000 Hongkonger haben

der richtigen Platzierung von (Trailing)Stopps nur wenig Erfahrung. Für sie gilt eine andere Regel: Im Zweifelsfalle (bei schlechtem Bauchgefühl) soll sich ein unerfahrener Anleger immer für die sicherere Lösung entscheiden. Das bedeutet konkret Aktienpositionen glattstellen und Cashreserven halten. Aufgrund erhöhter systemischer Risiken sollte auch einen Teil von 6 bis 10% des Vermögens in physisches Gold und Silber investiert werden. Gleichzeitig können auch monatliche Sparpläne in GoldminenAktienfonds abgeschlossen werden. Eine interessante Anlegeralternative für derart unsichere Zeiten, in denen neben Crashszenarien auch eine weitere Fortsetzung des Aufschwungs denkbar ist, kann in einen finanzmathematisch gemanagten MultiAsset-Vermögensverwaltungsfonds liegen, der die Positionsgrößen anhand wichtiger Risikokennzahlen steuert und die Investments

sich in einem inoffiziellen Referendum für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion ausgesprochen und es drohen Massenproteste. Fazit: Nicht zu unterschätzender politischer Sprengstoff in China, wo ohnehin die Gefahr einer Immobilien- und Bankenkrise erhöht ist.

anhand der Entwicklung der Korrelationen zueinander gewichtet. In diese Kategorie fällt der Supernova Vermögensverwaltungsfonds (ISIN: AT0000495593), der im laufenden Jahr bereits 3% im Plus liegt und in den vergangenen 12 Monaten 3,5% brachte. Derzeit wird der 1-Monats-Value-at-Risk, der maximale potenzielle Monatsverlust in 99% der Fälle mit 1,69% in einer überschaubaren Größenordnung gehalten. Die aktuelle Zielperformance bewegt sich zwischen 3 und 7% p.a.. Die Stärke des Fonds: Ein ausgeklügeltes Risikomanagement und hohe Stabilität in Krisenzeiten.

Wie sollen sich Anleger verhalten? Profis sichern ihre Aktienpositionen mit (Trailing)Stopps ab und ziehen sich sukzessive zurück wenn der Markt nach unten dreht. Zahlreiche Privatanleger haben jedoch mit

KOMMENTAR

diversen Sonderprogrammen. Die Zinsen sind niedrig und höhere Renditen müssen in riskanteren Asset-Klassen wie Aktien und High Yield Bonds gesucht werden. Damit gelingt es den Zentralbanken einen Crash noch weiter hinauszuzögern.

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Sind Versicherungskunden zur Zahlung einer eigenen Vergütung für unabhängige Beratung bereit? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in Österreich vor dem Hintergrund der Novellierung der EU-Versicherungsvermittlungsrichtlinie (Insurance Mediation Directive, IMD) Teil 2 Manuel Möhring BSc (WU) und ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien

Zustimmung zur Zahlung einer Vergütung für unabhängige Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4)

B

ei den Fragen 4 bis 7 war die Frage vorangestellt: „Wie sehr stimmen sie den folgenden Aussagen zu?“. Die Antworten konnten auf einer Skala von 0% („trifft gar nicht zu“) bis 100% (trifft voll zu) in 10-%-Intervallen erfolgen.

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Abbildung 12: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4): Verteilung (absolut) der Antworten (n=164)

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Abbildung 13: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4): Boxplot (n=164)

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In Frage 5 wurde die Zustimmung zur Aussage „Ich kann mir vorstellen, eine Vergütung für unabhängige Versicherungsberatung zu zahlen, wenn es dadurch zum Abschluss einer der angekreuzten Versicherungen kommt.“ erhoben. Abb. 12 stellt die absolute Verteilung der Antworten dar. Es fällt auf, dass vermehrt die Randbereiche (0% und 100%) sowie die Werte 50% und 70% angekreuzt wurden. Die Verteilung ist anhand des Säulendiagramms als relativ ungleichmäßig zu betrachten. Es gilt also den Boxplot der Verteilung näher zu betrachten. Der Boxplot in Abb. 13 stellt die Daten wie folgt dar: Die Antworten sind in Quartile eingeteilt. Der farbige Bereich umfasst 50% der Antworten. 25% sind lila markiert und 25% grün. Zwischen diesen Feldern liegt der Median, der die oberen von den unteren 50% der Antworten trennt. Aus der Abbildung ist somit erkennbar, dass 50% der befragten Personen mit einem Wert zwischen 20% und 70% zustimmen. 25% stimmten der Aussage mit einem Wert von 70% und mehr zu. Die restlichen 25% der Personen haben die Werte zwischen 0% und 20% angekreuzt und damit eine eher ablehnende Haltung dargelegt. Der blaue Punkt gibt zusätzlich den Mittelwert der Ergebnisse an, im Mittel haben die Probanden der Aussage also zu 51,04% zugestimmt. Betrachten wir die Zustimmung nach Geschlecht, so erkennt man aus Abbildung 14, dass sich bei den beiden Boxplots für Männer und Frauen der Median bei 50% befindet und auch die Mittelwerte mit 50,23% und 50,25% sehr nah beieinander sind. Der einzige Unterschied ist, dass die Verteilung bei den Männern vermehrt in die Randbereiche geht. Wenn nach dem Geburtsjahrgang unterschieden wird, so wird aus den Boxplots in Abbildung 15 deutlich, dass – gemessen am Mittelwert – die Zustimmung bei der Gruppe „Geburtsjahrgang 1949 und früher“ am niedrigsten ist (40,00%), dann bis zu Gruppe „1970-1979“ ansteigt (56,22%) und dann wieder bis auf 47,65% bei der Gruppe „1990-1996“ abfällt. Es ist also ein Zusammenhang von Alter und Zustimmung erkennbar, allerdings ist dieser Zusammenhang nichtlinear. Ebenfalls einen nichtlinearen Zusammenhang können wir zwischen den

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Abbildung 14: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4) nach Geschlecht: Boxplots (n=164)

Abbildung 15: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4) nach Geburtsjahrgang: Boxplots (n=164)

Abbildung 16: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4) nach Bildungsabschluss: Boxplots (n=164)

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WIRTSCHAFT

26 Abbildung 17: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung bei Beratung bei Versicherungsabschluss (Frage 4) nach monatlichem Nettoeinkommen: Boxplots (n=164)

Abbildung 18: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5): Verteilung (absolut) der Antworten (n=164)

Abbildung 19: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5): Boxplot (n=164)

Abbildung 20: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) nach Geschlecht: Boxplot (n=164)

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Mittelwerten der Zustimmung und dem höchsten Bildungsabschluss in Abb. 16 erkennen. Am höchsten (60,00%) ist die Zustimmung bei Personen, deren höchster Bildungsabschluss „ Pflichtschule“ ist. (Dabei ist hier allerdings die kleine Zahl von Probanden - 5 – zu berücksichtigen.) Der Mittelwert sinkt bei „Lehre/Ausbildung“ auf 50,60% und weiter bei „Matura (AHS, BHS, etc.) auf 44,91%, erhöht sich dann allerdings bei „Universität/Fachhochschule“ deutlich wieder auf 56,85%. Bei der Betrachtung der Mittelwerte der Zustimmung nach den Einkommensklassen zeigt sich - wie in Abb. 17 dargestellt -, dass mittlere Einkommensklassen die höchste Zustimmung aufweisen. Die Befragten mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro (61,16%) sowie 3.000 und 4.000 Euro (51,11%) zeigen im Durchschnitt die höchste Zustimmung. Vor allem Personen mit einem Nettoeinkommen zwischen 2000 und 3000 Euro unterscheiden sich hinsichtlich der Zustimmung stark von den anderen Gruppen.

Zustimmung zur Zahlung einer Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) In Frage 5 wurde die Zustimmung zur Aussage „Ich kann mir vorstellen, eine Vergütung für unabhängige Versicherungsberatung auch dann zu zahlen, wenn es in diesem Zuge nicht zum Abschluss einer Versicherung kommt.“ erhoben. Die Verteilung in absoluten Zahlen von Antworten zeigt Abb. 18. Es ist festzustellen, dass 69 Personen und somit 42,07% eine vollständig ablehnende Haltung haben. Lediglich 10% Zustimmung erfährt die Aussage von weiteren 16 Befragten. Wie deutlich das Gesamtergebnis ausfällt, wird auch aus dem Boxplot in Abb. 19 ersichtlich. Über die Hälfte, nämlich 85 der 164 Befragten mit potentiellen Beratungsabsichten sorgen mit ihrer fehlenden bzw. geringen Zustimmung dafür, dass der Median bei gerade einmal 10% Zustimmung liegt. Es liegt eine mittlere Zustimmung

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Abbildung 21: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) nach Geburtsjahr: Boxplot (n=164)

WIRTSCHAFT

von 27,13% vor. Dies ist sehr gering im Vergleich zur vorherigen Frage 4. Über 75% aller Probanden stimmen der Aussage zu 50% oder weniger zu. Im Kern bedeutet dies, dass wenig bis keine Bereitschaft vorhanden ist, für reine Beratung eine Vergütung zu entrichten. Die Auswertung nach Geschlecht – vgl. Abb. 20 – ergibt hier, gemessen am Mittelwert, eine höhere Zustimmung bei weiblichen Probandinnen (31,28%) gegenüber männlichen Befragten (23,37%). Im Vergleich dazu waren bei Frage 4 (mit Versicherungsabschluss) diese Werte nahezu gleich gewesen mit 50,25% (für Frauen) bzw. 50,23% (für Männer). Ein uneinheitliches Bild ergibt die Auswertung nach dem Geburtsjahr (vgl. Abb. 21). Insgesamt zeigt die Regressionsgerade im Streudiagramm (Abb. 22) einen – allerdings nur ganz geringen - negativen linearen Zusammenhang (je niedriger das Lebensalter, umso geringer im Durchschnitt die Zustimmung). Die Auswertung nach dem Bildungsabschluss (vgl. Abb. 23) zeigt auf insgesamt niedrigerem Zustimmungsniveau ein zum Teil ähnliches Bild wie bei Frage 4 (Personen mit Matura als höchstem Abschluss stimmen im Durchschnitt weniger zu als die anderen Gruppen), allerdings ist hier jetzt die weitere Reihung nach der Zustimmung (Mittelwerte) anders. Bei der Auswertung nach dem monatlichen Nettoeinkommen (vgl. Abb. 24) fällt auf, dass – wieder gemessen am Mittelwert – im Vergleich zu Frage 4 die Gruppe „3000 bis unter 4000 Euro“ von der zweithöchsten Zustimmung dort (mit 51,11%) hier nun auf die niedrigste Zustimmung (20,59%) kommt. In dieser Einkommensgruppe wird also ein besonders großer Unterschied bei der Zustimmung danach gemacht, ob ein Versicherungsabschluss erfolgt oder nicht. Umgekehrt fallen in der Einkommensgruppe „ab 4000 Euro“ die Unterschiede verhältnismäßig gering aus: Mittelwert der Zustimmung bei Versicherungsabschluss: 45,00%; ohne Abschluss: 37,00%, wobei hier allerdings im Boxblot auch erkennbar ist, dass ein großer Anteil der Befragten mit „0%“ geantwortet hat.

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Abbildung 22: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) nach Geburtsjahr: Regressionsgerade (n=164)

Abbildung 23: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) nach Bildungsabschluss: Boxplots (n=164)

Abbildung 24: Zustimmung zu Vergütung für unabhängige Beratung ohne Versicherungsabschluss (Frage 5) nach monatlichem Nettoeinkommen: Boxplots (n=164)

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MARKT

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FAIRCHECK / PEAN GMBH

Gutachter APP E

ine nützliche App für Gutachter ist ab sofort am Markt verfügbar. Faircheck hat die PEAN GmbH beauftragt VEX zu entwickeln, um Gutachter und Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Mit der App besteht die Möglichkeit ohne viel Wegaufwand eine Begutachtung vorzunehmen. Um z.B. KFZ-Schäden zu besichtigen, geht der Werkstättenleiter mit seinem Smartphone um das Fahrzeug und zeigt unter verbaler Anleitung des Sachverständigen, der im Büro sitzt und dabei Fotos macht, die wesentlichen Details. Sollten die Lichtverhältnisse zu schlecht sein, kann er die integrierte Taschenlampe benutzen. Die Pointer-Funktion unterstützt ihn zusätzlich dabei, wichtige Stellen ohne langwierige Erklärungen zu zeigen. Um VEX zu nutzen, müssen sich die User weder registrieren noch authentifizieren - sie bleiben anonym! Die App punktet zusätzlich mit vielen Möglichkeiten: Die Session-ID kann unkompliziert gespeichert und per E-Mail und/ oder SMS versandt werden. Im Gegensatz zu anderer Message-Software können Ton, Chat und Bild gleichzeitig genutzt werden. Der integrierte Zeiger (Pointer) ermöglicht es den Usern, relevante Stellen einfach zu zeigen, statt sie zu erklären. Dunkle Bereiche können mit dem integrierten flashlight sichtbar gemacht werden. Bei schlechtem

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Empfang (außerhalb von LTE; 3G oder Wifi) funktioniert die App mit geringer Verzögerung. Alternativ kann sie auch auf akustischen Betrieb umgestellt werden. VEX funktioniert plattformübergreifend und kann mit jedem beliebigen Endgerät bedient werden (SmartPhone, Tablet, PC). Mit der Echtzeit Hilfe App EYEUP ist eine weitere sehr nützliche App entwickelt worden. Die Anwendung kostet im Google Play Store und per iTunes 0,89 Cent. Im Gebrauch, fallen nur die providerabhängigen Netzge-

bühren an. EYEUP kann auch im privaten Bereich eingesetzt werden, Eltern können ihren Kindern von unterwegs erklären, wie die Waschmaschine eingeschaltet wird oder der Oma zeigen, wie man die elektrischen Jalousien öffnet. Oder ein Freund erklärt per EYEUP, wie der Baum richtig geschnitten wird. Selbst „exotische“ Probleme (wie z.B. Probleme mit der Takelage eines Segelbootes) können dem Anfänger vom Profi mittels „Fernunterstützung“ in Echtzeit ausführlich erläutert werden.

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MARKT

ARISECUR

Elektronische Versicherungsbestätigung

A Andreas Büttner, Geschäftsführer Arisecur

b sofort hat die ARISECUR die automatisierte, elektronische VB in der kombinierten Bestandsverwaltungs- und Vergleichsrechnersoftware für seine Partner freigeschalten, und direkt bei Beantragung im Vergleichsrechner „PKW „ erstellt und mit allen relevanten Daten befüllt. Makler finden die versandfertige VB anschließend im Vertragsdatensatz unter „Details“, und können diese auf Knopfdruck an die Kunden weiterversenden. Gleichzeitig wird der gesamte Vorgang automatisch dokumentiert und in der Kundenhistorie revisionssicher archiviert. Damit entfällt der zeit- und kostenintensive Vorgang von Anforderung und Weiterversand der gedruckten

Versicherungsbestätigungen, und auch die Nachverfolgbarkeit für Versicherer und Makler ist optimal gewährleistet. Dieser Service ist für alle im KFZ-Vergleichsrechner integrierten Versicherer, mit Ausnahme der HDI und Generali, möglich. In den Vergleichsrechnern für Motorrad/Moped und LKW wird die „eBV“ ab Herbst angeboten. „Die eVB von ARISECUR ermöglicht nicht nur einen vereinfachten und effizienten Prozess im KFZGeschäft, sie stellt am österreichischen Markt eine vollkommene Marktneuheit dar. Zudem werden demnächst noch weitere spektakuläre Innovationen zum KFZ-Anmeldeprozess folgen“, so ARISECUR-Geschäftsführer Andreas Büttner.

In Wien entsteht Europas größter Motorikpark

A

uf 2,5 ha entsteht neben dem TierQuarTier Wien in der Donaustadt Europas größter Motorikpark – er verspricht ab kommendem Frühling Spaß, Fitness und Bewegung für Jung & Alt. „Es handelt sich um eine in Wien bislang einzigartige Anlage, wo auf spielerische Weise mit völlig neuartigen und spezielle für Wien entwickelten Geräten Koordination, Kondition und Geschicklichkeit trainiert werden – mit hohem Spaßfaktor – und das kostenlos“, so Umweltstadträtin Ulli Sima beim Spatenstich am 6.5.14 mit Bezirksvorsteher Norbert Scheed. Auf der Fläche an der Breitenleerstraße/Süßenbrunnerstraße entsteht in den nächsten Monaten Wiens erster Motorikpark mit

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insgesamt 23 unterschiedlichsten Gerätestationen mit über 100 Einzelgeräten mit verschiedensten Übungselementen. Es wird

auch einen 700 m Laufparcours und einen Wasserspielplatz für die Kleinen geben. Der Motorikpark Wiens unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Spielplätzen und Aktiv-Parks durch ein viel breites Angebot

an völlig neuartigen Geräten und unterschiedlichsten Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen und in diversen Schwierigkeitsstufen. Vom Balanceakt über frei schwingende Hindernisse, über eine 10 m lange Stehseilschaukel, über einen Windsurfsimulator, einer Orientierungskletterwand, einer Balancierwerkstatt bis hin zu einem Kitesurfsimulator hat der neue Motorikpark alles zu bieten, das die Herzen von Bewegungsfreudigen höher schlagen lässt. Es wird u.a. auch ein Netzkletter-Paradies geben, das Angebot eines Parallelslaloms zum Laufen, eine 110 m lange Hürdenstrecke, einen Kraftpavillon mit Fitnessgeräten und eine ausgedehnte Trampolinstrecke - alles Geräte und Einrichtungen, die es bisher in Wien noch nicht gibt.

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Hypo „Sondersündenfall“

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PÖ und ÖVP haben das Sondergesetz zum Abbau der Hypo Alpe Adria Bank im Nationalrat beschlossen. Auch die ehemalige Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), die im Vorfeld der Abstimmung von einem „Mordsbauchweh“ bei ihr gesprochen hat, warf bei der namentlichen Abstimmung einen grauen Zettel, also den zustimmenden, in die Urne. 96 Abgeordnete stimmten mit ja, 76 mit nein. Die staatliche Problembank wird damit in eine Gesellschaft übergeführt, die ihre giftigen Assets in Milliardenhöhe möglichst wertschonend abbauen soll. Angesiedelt wird die Gesellschaft, die ihre Arbeit im November aufnehmen soll, unter einer Holding im Finanzministerium. Eine eigene Abbauholding wird auch für die Hypo Italien geschaffen. In der Hypo SEE Holding wird das Balkan-Netzwerk gebündelt, das bis Mitte 2015 laut EU-Vorgaben verkauft sein muss. Dafür gibt es laut Finanzminister Michael Spindelegger sieben Bieter. Nachranggläubiger mit Kärntner Landeshaftung

werden einem Kapitalschnitt unterzogen (890 Millionen) - trotz Landeshaftung. Neben diesen werden auch die Alteigentümer BayernLB (800 Mio. Euro), Land Kärnten (9,4 Mio. Euro), dessen Landesholding (45,8 Mio. Euro) und GraWe (9,2 Mio. Euro) einen Beitrag leisten müssen. Das Bankenhilfspaket wurde im Rahmen des Finanzmarktstabilitätsgesetzes von derzeit 15 auf 22 Mrd. Euro erhöht (APA). Nach dem Gesetzesbeschluss stehen bereits die ersten Klagsandrohungen im Raum, der deutsche Finanzminister Schäuble überlegt laut, rechtliche Schritte einzuleiten. Wir haben bei einigen Versicherungsunternehmen, die vom Schuldenschnitt betroffen sind, nachgefragt. Gen.Dir. Mag. Robert Lasshofer, Wiener Städtische Versicherung: „Es ist unsere Verpflichtung, die Interessen unserer Kundinnen und Kunden zu wahren, da sich die betroffenen Wertpapiere im Deckungsstock der Lebensversicherung befinden. Die Anleihen wurden 2003 und 2005 aufgrund der Haftung des Landes Kärnten als mündel-

GenDir. Mag. Robert Lasshofer, Wiener Städtische Versicherung

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Finanzminister Michael Spindelegger sichere Anlage gekauft. Daher werden wir den Rechtsweg bestreiten müssen – da unseres Erachtens ein Bruch der von der Verfassung garantierten Rechte, beispielsweise das auf Eigentum, vorliegt.“ Bei der UNIQA Insurance Group geht es in Summe um 35 Millionen Euro, die sich auf rund 1,14 Millionen Lebensversicherungen aufteilen.“Den einzelnen Versicherungsnehmer trifft das Gesetz daher nur marginal. Diese 35 Millionen Euro liegen zu Gänze im Deckungsstock, machen aber nur rund 0,2 Prozent des Deckungsstocks aus. Natürlich werden wir alles, was wir gegenüber den Kunden zugesagt und garantiert haben auch einhalten. Dafür stehen wir gerade. Aber die zukünftige Gewinnbeteiligung für die Kunden kann durch das Gesetz marginal geschmälert werden. Selbstverständlich werden wir bemüht sein, den Ausfall durch andere Maßnahmen zu kompensieren. In letzter Konsequenz geht die Enteignung aber natürlich zu Lasten unserer Kunden, denn beim Deckungsstock handelt es sich um das Geld unserer Kunden. Selbstverständlich werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um die Maßnahme - auch juristisch - zu bekämpfen.“

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FINANZEN

FMA / FACHVERBAND DER FDL ÖSTERREICH

Gebühren Laut Gesetz muss die Österreichische Finanzmarktaufsicht die Ergebnisse der marktüblichen Entgelte und Gebühren von Wertpapierunternehmen, Emittenten sowie Depotbanken auf ihrer Website veröffentlichen.

D

ie Erhebung hat unter anderem Entgelte innerhalb folgender Bandbreiten als marktüblich festgestellt: Wertpapierunternehmen verrechnen üblicherweise als Beratungshonorar € 150 bis € 250 pro Stunde oder 0,5% bis 1% des veranlagten Vermögens per anno. Erfolgsabhängige Vergütungen per anno liegen bei 10% bis 20% des Erfolgs in einem bestimmten Zeitraum. Produktabhängige Vermittlungsgebühren werden in der Regel nicht verlangt, ansonsten liegen sie zwischen 2,6% bis 5,25% der

veranlagten Summe, aber alternativ zum Ausgabeaufschlag.

Emittenten von Finanzprodukten mit hohem Risiko verrechnen üblicherweise einen Ausgabeaufschlag zwischen 2% und 5,25% des gekauften Volumens; bei Finanzprodukten mit mittlerem Risiko einen Ausgabeaufschlag zwischen 1,5% und 5%; bei Produkten mit niedrigem Risiko liegt er zwischen 1% und 3%. Depotbanken verrechnen Depotgebühren von 0,1% bis 0,5% des veranlagten Vermögens per anno; Spesen und Transaktionsgebühren liegen zwischen 0,2% und 0,8% der Transaktionshöhe.

plus

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M USE. U D N U A R H N I U Z E . S S E A R D E SICHSCHAFFEN WIR risControl_07.indd 31

Die Niederösterreichische Versicherung

Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10 3100 St. Pölten www.noevers.at

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VERSICHERUNG

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VAV

VAV stärkt Position ihrer Vertriebspartner im Internet Das Internet hat in den letzten Jahren maßgeblichen Einfluss auf Geschäftsmodelle in vielen Branchen genommen. Online-Anbieter und Vergleichsportale sind auch in der Versicherungswirtschaft längst ernstzunehmende Marktteilnehmer geworden. Für Makler und Mehrfachagenten ergeben sich daraus attraktive Beratungschancen. Nach Abschluss: Betreuung im Schadensfall

„Wir unterstützen Sie bei Ihrem Internet-Auftritt, zB durch Website-Check, Standort-Suche und Partner-Rechner.“

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er Blick in andere Wirtschaftsbereiche zeigt, wie das Internet bestehende Geschäftsmodelle beeinflusst. Beispiel Reisebranche: Längst ist das Web für viele die primäre Adresse, wenn es gilt, Angebote einzuholen und Flüge beziehungsweise Hotels zu buchen. Vergleichsportale boomen – und vermitteln dem Reiselustigen Transparenz, gestützt durch Bewertungen von anderen Reisenden. Auch in der Versicherungsbranche haben sich Vergleichsportale für Konsumenten etabliert. Während dieser Trend auf den ersten Blick beim Berater Besorgnis auslösen könnte, birgt er in Wahrheit zahlreiche Geschäftsgelegenheiten.

Vorinformierte Kunden bedeuten Zeitersparnis Viele Versicherungsnehmer informieren sich heutzutage online über Angebote und Prämien. Viele Versicherungsvermittler schätzen die Vorarbeit, die Kunden selbst erbringen. Denn im Zuge der Internet-Recherchen findet der Versicherungsnehmer bereits Antwort auf Fragen, die sich ergeben oder macht sich einen ersten Eindruck vom Angebot. Hier kann der Berater einhaken und etwa ergänzende Informationen anbieten oder zusätzliche Angebote, die im Internet nicht

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Eine Dienstleistung, die ein Internetportal nicht erbringen kann, ist die Hilfe bei der Abwicklung im Schadensfall. Hier kommt dem unabhängigen Versicherungsvermittler eine wichtige Rolle zu. Denn als Profi weiß er, wie die Vorgehensweise im Schadensfall ist, welche Unterlagen zur optimalen Bearbeitung durch das Versicherungsunternehmen erforderlich sind und kennt in vielen Fällen die zuständigen Schadenreferenten. Joachim Klepp, Abteilungsleiter Maklervertrieb der VAV Versicherungs-AG

VAV unterstützt Digitalisierung

verfügbar sind, präsentieren. Aktuelle Zahlen bestätigen übrigens, dass trotz zunehmender Internet-Recherche die persönliche Beratung in Versicherungsangelegenheiten ungebrochen hoch im Kurs steht.

Die wachsende Internet-Orientierung der Kunden bietet also durchaus lohnende Anknüpfungspunkte für Versicherungsmakler und Mehrfachagenten. Die VAV als Maklerversicherer stärkt die Position ihrer Vertriebspartner im Internet, beispielsweise mit folgenden Services: • Website-Check. Dieser wird in Kooperation mit HEROLD Business Data angeboten. Im Zuge dieses Services wird die bestehende Webseite einer detaillierten Prüfung in Bezug auf gesetzliche Vorschriften, Wirksamkeit von Layout und Text sowie Suchmaschinen-Optimierung unterzogen. • Standort-Suche auf der eigenen Unternehmenswebsite. Bereits seit 2008 werden Interessenten an Vertriebspartner der VAV weitergeroutet. • VAV-Partner-Rechner. Die VAV stellt Vertriebspartnern einen individualisierten Link auf die beliebten Online-Rechner zur Verfügung.

Transparenz durch Best-Advice Versicherungsmakler sind vom Gesetz her dem Best-Advice-Prinzip verpflichtet. Im Kern bedeutet das, dass Makler stets das beste Angebot im Sinne des Kunden zu ermitteln hat. „Erstellung einer angemessenen Risikoanalyse und eines angemessenen Deckungskonzeptes sowie Erfüllung der Dokumentationspflicht“ – so heißt es im Gesetzestext. Damit ist Transparenz gewährleistet – denn gemeinsam mit dem Kunden werden bereits im Vorfeld der Angebotsermittlung die Rahmenbedingungen geklärt. Bösen Überraschungen, wie es sie etwa beim Buchen von Reisen im Internet gibt – Stichwort versteckte Gebühren –, ist bei der Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsprofi ein Riegel vorgeschoben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.vavpro.at

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AUSGEZEICHNET: DIE BESTE KFZ-VERSICHERUNG*

Qualitätstest.at

ÖGVS - Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH

Test

KFZ-Versicherer

TESTSIEGER Test 05/2014, 16 Anbieter im Test: Tarife & Servicequalität

Foto: clipdealer.de / pixelio.de / Montage

*LAUT ÖGVS 05/2014

Best Advice für Ihre Kunden: Die VAV überzeugt mit bestem Tarif, Transparenz und Komfort sowie Kundendienst. Wechseln Sie zur VAV und kassieren Sie dabei die Bonus-Provision für viele ausgewählte TOPTYP-Modelle. Alle Informationen auf www.VAVPRO.at oder bei Ihrem Service Team. *Das Wochenmagazin FORMAT und die ÖGVS (Gesellschaft für Verbraucherstudien) weisen in einem unabhängigen Test im Mai 2014 die VAV als beste KFZ-Versicherung Österreichs aus!

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VERSICHERUNG

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ARAG ÖSTERREICH

Trendwende T

rotz deutlich strafferer Zeichnungspolitik hat die ARAG Österreich das Geschäftsjahr 2013 mit einem kleinen Plus von 0,6% abgeschlossen, und somit die eingenommen Prämien auf 58,1 Mil. Euro gesteigert. Die Kostenentwicklung des heurigen Jahres verlief deutlich besser als prognostiziert. Erstmals seit 2007 wird eine Combined Ratio von knapp unter 100% erwartet, mit Ende 2013 lag diese noch bei 106,9%. Damit wäre der technische Turnaround deutlich früher als geplant realisiert. Veränderungen in der Dienstleistung tragen ebenfalls zur Verbesserung bei. Mittlerweile werden 10% der Schadensfälle außergerichtlich, durch inhouse Juristen, erfolgreich abgeschlossen, vor allem bei kleineren Streitwerten. Dr. Matthias Effinger HBV Österreich: „Zukünftig werden wir in Österreich unsere vertrieblichen Akzente deutlich verstärken.“

ARAG Konzern Das Familienunternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2013 Beitragseinnahmen in Höhe von 1,53 Mrd. Euro (+1,4%) in insgesamt

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Dr. Matthias Effinger, HBV Österreich

vier Segmenten: Rechtsschutz, Komposit, Kranken und Leben. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist auf 76,1% gesunken (2013: 92 Mio. Euro). Die Schadenquote stieg von 59,7% auf 61,7%. Die Kosten sind von 33,8% auf 32% gesenkt worden. Die Combined Ratio legte nur

leicht von 93,4% auf 93,7% zu, obwohl in Deutschland sehr hohe Belastungen durch Gebührenerhöhungen für Anwälte und Gerichte, zu tragen sind. Die Beitragseinnahmen im RS Geschäft konnten um 3,7% auf 746,9 Mio. Euro zulegen. Das internationale Rechtsgeschäft stieg um 5,4% auf 446,3 Mio Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis ist auf 52,5 Mio. Euro zurückgegangen. Dr. PaulOtto Faßbender: „Dieser Wert markiert aber immer noch einen der besten operativen Gewinne der vergangenen 10 Jahre. Dadurch wird immer deutlicher, dass die ARAG über ein nachhaltig belastbares Geschäftsmodell verfügt“. Für 2014 erwartet der Konzern ein Beitragsplus von 3% und ergebnisseitig wird weiterhin mit einer guten Ertragslage gerechnet.

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VERSICHERUNG

Pensionslust oder Frust? er Gedanke an die Pension lässt im Moment Österreichs arbeitende Personen wohl kaum unberührt. Ob die Freude oder Frust im Vordergrund steht, kommt auf das Alter und die bestehenden Rücklagen an.

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durchschnittliche Pension für Frauen liegt derzeit noch um 45% unter der der Männer, auch Frauen mit besserem Einkommen und guter Bildung sind vor finanziellen Einbußen in der Pension nicht gefeit“. Dennoch kann sich nur ein Drittel vorstellen, zwischen 51

auf den Markt gebracht. Basis ist eine private Pensionsvorsorge, die als „Woman Plus Family“ (während einer Baby- oder Familienhospizkarenz wird die Prämienzahlung übernommen) oder als „Woman Plus Work“ (beinhaltet eine Prämienbefreiung bei Ar-

Umfragen und Studien werden oft schon täglich veröffentlicht, um die Stimmung und Bedürfnisse der Bevölkerung einzufangen und darzustellen. Die Wiener Städtische Versicherung hat 1.000 österreichische Frauen zwischen 18 und 55 Jahren befragen lassen. „Wie würden Sie Ihre Zukunftsstimmung beschreiben, wenn Sie an Ihre Pension denken?“, weniger als 20% der Befragten können diese Frage mit sehr positiv oder positiv beantworten. Auch bei der Höhe der zu erwartenden Pension ist die Stimmung gedämpft, weniger als die Hälfte des aktuellen Gehalts wird erwartet. Dr. Judit Havasi, Generaldirektor Stellvertreterin, bringt die Problematik auf den Punkt: „Die

und 100 Euro monatlich für eine private Pensionsvorsorge auszugeben, wobei oft die mangelnden finanziellen Möglichkeiten eine Vorsorge nicht zulassen. Das am häufigsten gewählte Vorsorgeprodukt sind Lebensversicherungen, gefolgt von konventionellen Sparformen. Viele der Befragten fühlen sich noch zu jung, und manche haben sich mit dem Thema noch nicht real auseinandergesetzt. Das knappe Drittel, welches plant vorzusorgen, zieht Vorsorge in Immobilien (30%), klassische Sparformen (22%) und Lebensversicherungen (17%) in Erwägung. Für die speziellen Bedürfnisse von Frauen hat nun die Wiener Städtische Versicherung das Vorsorgeprodukt „Woman Plus“

beitslosigkeit) abgeschlossen werden kann. Der Prämienerlass im Krankheitsfall ist in beiden Varianten abgedeckt. Das Plus-Paket ist in beiden Varianten prämienfrei mitversichert. Enthalten sind eine Nachversicherungsoption, Unfall-AssistanceLeistungen, ein Gründerbonus für Unternehmerinnen, ein Kinder-Haushalts-Sicherheitsset für Mamas sowie die Möglichkeit einer vorzeitigen Kapitalentnahme für finanzielle Flexibilität in besonderen Lebenslagen. Zusätzlich gibt es auch noch die Version „Woman Plus All-In-One“, die alle Möglichkeiten abdeckt. Selbstverständlich ist das Vorsorgeprodukt auch für Karrieremänner und Familienväter abschließbar.

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VERSICHERUNG

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MERKUR VERSICHERUNG

Neue Werbekampagne

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erkur und Arts & Crafts erzählen das „Wunder Mensch“ neu. Trotz eines Agenturwechsels setzt die Merkur Versicherung in der Kreation auf Kontinuität. Das „Wunder Mensch“ versteht sich nicht mehr nur als „funktionierendes“ Kleinkind, sondern auch als Summe der Erlebnisse, der Erfahrungen, der Liebe und der Erfolge im Laufe eines Lebens. Der Mensch ist nicht ein Wunder, weil er gehen oder schwimmen kann – die Freude am Leben macht ihn zum Wunder.Aber dieses Wunder ist nicht unendlich. Eine Krankheit, ein Unfall oder ein Schicksalsschlag können der Lebensfreude jederzeit ein Ende setzen. Die Kampagne

zählt deshalb die Momente des Erlebten mit einem immer im Bild sichtbaren Zähler, und verleiht damit eine spürbare Endlichkeit. Für das nächste Wunder in der Zählreihe sorgt – was immer auch passieren mag – die Merkur Gesundheits-Versicherung mit ihren Leistungen und Innovationen. „Ziel unserer neuen Kampagne ist es, die Menschen einzuladen, mit uns gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen zu finden, die das Wunder des Lebens so lange wie möglich bewahren“, erklärt Gerald Kogler, Vorstandsvorsitzender der Merkur Versicherung. Herzstück der Kampagne ist ein 25 Sekunden langer TV-Spot mit dem Titel „Love“, der seit 1. Juni auf österreichischen Sendern zu sehen ist. Umgesetzt wurde der

Spot in Stockholm unter der Regie von Anders Forsman. Mitte Juni startete eine österreichweite Printkampagne in Tageszeitungen und Magazinen.

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG

1. Bodenschutzpreis

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ie Österreichische Hagelver- Österreich die Raumordnungskompetenz, den Bodenschutzpreis eingereicht. Die Krisicherung verlieh im Rahmen und damit den Bodenschutz sowie den Er- terien wurden vom Umweltbundesamt ausdes 61. Gemeindetages den 1. halt von fruchtbarer Anbaufläche in der gearbeitet. Dr. Karl Kienzl, stellvertretender Bodenschutzpreis. Er wurde an Hand. Mit einer heutigen, bodenschonenden Geschäftsführer des Umweltbundesamtes, jene drei österreichischen Ortschaften verge- Raumplanung wird das Klima von morgen dazu: „Die Erhaltung landwirtschaftlicher ben, welche den nachhaltigsten Umgang mit gemacht und nicht die Zukunft unserer Flächen sowie die Einsparung bzw. Neunutder Ressource Boden pflegen. Der Preis wur- Kinder verbaut.“ 17 Gemeinden haben für zung von bereits verbauter Fläche in der de von der HagelversicheGemeinde waren für die rung initiiert, und ist eine Jury wichtige Kriterien. von mehreren Initiativen Die Verbauung und Verdes Unternehmens zum siegelung von wertvollem Thema Bodenverbrauch. Acker- und Grünland Dr. Kurt Weinberger, Gehaben neben negativen neraldirektor: „Mit diesem Umwelteffekten auch unerstmalig ausgeschrieerwünschte Auswirkungen benen Preis sollen jene auf die LebensmittelverGemeinden ausgezeichnet sorgungssicherheit.“ Der 1. werden, die mit der ResPlatz ging an die Stadtgesource Boden nachhaltig meinde Tulln, den 2. Platz und vorbildhaft umgehen. erhielt die Marktgemeinde v.l.n.r.: Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender Österreichische Hagelversicherung, Mag. Denn die Gemeinden Johann Winkelmaier, Bürgermeister Fehring, Susanne Stöhr-Eißert, Umweltgemeinderätin Tulln, Neuhofen a. d. Krems und sind die wichtigsten Boden 3. Platz erreichte die Günter Engertsberger, Bürgermeister Neuhofen an der Krems, Helmut Mödlhammer, Präsident Österreichischer Gemeindebund denschützer. Sie haben in Stadtgemeinde Fehring.

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VERSICHERUNG

D.A.S.

Produktneuerungen: D.A.S. als Vorreiter bei Rechtsschutz für freiwillige Helfer von Klaus Pointner, Mit 1. Juli erweitert D.A.S. die Leiter Partnervertrieb bestehende Produktpalette der D.A.S. im Privat- und im FirmenRechtsschutz AG Rechtsschutz. Dabei wird das bereits umfassende Leistungsportfolio mit zusätzlichen die zeitintensive BetreuRechtsschutzlösungen ausgebaut ung bei pflegebedürftigen Eltern übernimmt. Mütund zugleich eine sinnvolle ter werden demzufolge Produktergänzung vorgestellt überwiegend von Töch– die Katastrophendeckung für tern gepflegt; in töchterfreiwillige Helfer. Die wesentlosen Familien teilen sich lichsten Neuerungen im Überblick. mehrere Brüder die Pflege Versicherungsschutz beim Katastropheneinsatz

I

n den vergangenen Jahren häufen sich schreckliche Naturkatastrophen in Österreich. Gleichzeitig steigt die Zahl jener, die selbst in ihrer Freizeit oder Urlaubszeit freiwillig bei Katastropheneinsätzen helfen. So sind laut einer Information des Sozialministeriums aus 2013 rund 3,3 Millionen oder knapp 46 Prozent der über 15-Jährigen Österreicher in der Freiwilligenarbeit aktiv. Ein besonderes Engagement, das bisher im Falle von rechtlichen Problemen nicht abgesichert war. Als erste Rechtsschutzversicherung in Österreich ermöglicht die D.A.S. diesen engagierten Menschen nun umfassende Sicherheit bei Rechtskonflikten – dank des Versicherungsschutzes beim Katastropheneinsatz. Damit sind erstmalig in Österreich Helfer im Katastropheneinsatz geschützt. Dem gemeinnützigen Gedanken wird auch in der Erweiterung des D.A.S. PflegeRechtsschutzes Rechnung getragen. Pflege ist ein Thema, das in den meisten Fällen in der Familie bleibt. Vor allem die Pflege der Eltern wird überwiegend von den Kindern übernommen. Aktuelle Studien belegen, dass in zwei Drittel aller Fälle ein einzelnes Kind

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untereinander auf. Für umfassende Sicherheit der pflegenden Person ist der Pflege-Rechtsschutz künftig bereits fix in den meisten D.A.S. Rechtsschutzvarianten eingebunden: OptimalRechtsschutz, Konsumenten- und BerufsRechtsschutz Ideal. Die Hereinnahme von zu pflegenden Personen in den Versicherungsschutz ist zu einer begünstigten Prämie möglich. Neu dabei ist vor allem, dass auch bei entsprechenden Verträgen wie z.B. Personenbetreuungs- und Pflegeverträge als Arbeitgeber oder bei Streitigkeiten aus Heimverträgen Versicherungsschutz besteht. Neben diesen Produktnovitäten wurde in der Erweiterung der Rechtsdienstleistungen besonderes Augenmerk auf die Versicherungssumme gelegt.

Dreifache Versicherungssumme Nicht immer reicht die einfache Versicherungssumme aus. Das zeigt auch die langjährige Erfahrung der D.A.S. Kritisch ist es besonders dann, wenn im Rahmen eines Rechtsstreits die höhere Instanz auf die untere zurückverweist. In solchen Fällen muss das gesamte Verfahren neu aufgerollt und nochmals durchgeführt werden – die Versicherungssumme kann dabei leicht überschritten werden.

Diese Lücke hat der führende Rechtsschutzspezialist nun geschlossen. Künftig steht die Versicherungssumme pro Rechtsgang, sprich neuer Durchführung des Verfahrens, zur Verfügung. Insgesamt ist diese Leistung mit der dreifachen Versicherungssumme begrenzt.

Neu für Unternehmer: Pluspaket Zugleich reagiert D.A.S. auf die steigende Anzahl von Leistungsfällen und zunehmende Kosten durch komplexer werdende Sachverhalte des Ermittlungsverfahrens im Strafrechtsbereich. Besonders im Firmenbereich ist dies ein Risiko, das Unternehmen plötzlich treffen kann. Um hier umfassende Sicherheit im Falle eines Rechtsstreits bieten zu können, ist das Ermittlungsverfahren im Strafrechtsbereich für Firmenkunden über das neue Pluspaket versicherbar. Im Rahmen dieses Pluspakets gelten ebenfalls die dreifache Versicherungssumme sowie die angeführten Produktneuerungen im Privatbereich für den Betriebsinhaber. „Als führender Spezialrechtsschutzversicherer beobachten wir laufend den heimischen Markt und reagieren flexibel auf Veränderungen. Mit diesen Produktneuerungen können wir unseren gemeinsamen Kundinnen und Kunden zusätzliche wertvolle Rechtsschutzlösungen bieten“, so Pointner.

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CCA UND TOGETHER

Auf Tour durch ganz Österreich

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ald ist es wieder so weit! Vom 30. September bis 6. November ist das Team von CCA und TOGETHER in ganz Österreich für Sie unterwegs. Im Rahmen der Tour informieren wir unsere Kunden über aktuelle Neuerungen und stellen Produkthighlights vor. Neben einer kostenfreien Informationsveranstaltung bieten wir wie gewohnt Spezialschulungen vor Ort an. Neu ist dieses Mal eine Veranstaltung für Entscheidungsträger im Maklerbüro. Gemeinsam möchten wir in kleiner Runde kurze Fachvorträge dazu nützen um vertriebliche Herausforderungen zu diskutieren, die auf die Branche zukommen werden.

Highlights der Informationsveranstaltung Auch dieses Jahr ist das zentrale Thema die Unterstützung des ultramobilen Arbeitens. Neu ist beispielsweise, dass wir nicht nur Apple Tablets, sondern auch Windows Tablets und Hybridgeräte voll unterstützen - bis hin zur biometrischen Unterschrift. Die Funktion OMDS für alle, die bereits im Pilotbetrieb ist, wird Ende des Jahres für alle verfügbar sein. Damit können alle OMDS Daten, unabhängig davon, ob eine Versicherung an die Serviceplattform TOGETHER angebunden ist, hochgeladen und weiterverwendet werden. Ein weiteres Highlight ist die kooperative Antragsbearbeitung, die TOGETHER- seitig bereits möglich ist und Schritt für Schritt von unseren Partnerversicherungen eingeführt

7:30 n: 14:30-1 0-20:00 Schulunge ltung: 18:0 a st n ra e v Info 17:30 de: 14:30Dialogrun

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„Mit unseren Lösungen haben Sie alles was Sie brauchen immer dabei!“ wird. Auch CCA - seitig haben wir uns etwas ganz besonderes für Sie überlegt. Entdecken Sie die neue Online Welt von CCA auf der Tour!

Inhalte der Schulungen Dieses Mal bieten wir drei einstündige Schulungen an. Die erste Schulung richtet sich vor allem an Office Mitarbeiter und zeigt praktische CCA Funktionen, wie die Serienbrieffunktion, die die tägliche Arbeit erleichtern. In der zweiten Schulung geht es um die elektronische Geschäftsfallabwicklung mit Hilfe der integrierten Schnittstellen. Wir zeigen, wie Sie Kundendaten aus Ihrem Bestand direkt in die Tarifrechner übergeben und innerhalb weniger Klicks ein fertiges Offert erstellen können. Die dritte Schulung behandelt die Themen OMDS Bestand und Berichte in TOGETHER. Sie erfahren, wie Sie sich schnell und einfach einen Überblick über Ihre Daten verschaffen. Sie können sich aussuchen, ob Sie eine, zwei oder drei Schulungen besuchen. Jede Schulung kostet €50,-. Beim Besuch von allen Schulungen ist die dritte kostenfrei. Zusätzlich profitieren Sie von 10% Ermäßigung, wenn zwei oder

Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer TOGETHER mehr Personen aus demselben Büro an der Schulung teilnehmen.

Dialogrunde mit der CCA und TOGETHER Geschäftsführung Gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus der Branche möchten wir uns mit den Themen beschäftigen, die die Versicherungswelt 2015 maßgeblich beeinflussen werden. Mit kurzen Fachvorträgen zu vertriebsrelevanten Themen laden wir zu einem gegenseitigen Dialog ein. Im Schwerpunkt werden wir die Veränderungen und Weiterentwicklungen im Vertriebsprozess aufgrund verschiedener Einflussfaktoren gemeinsam diskutieren z.B.: Wie kann trotz EU-Regulierungen ein besserer Vertriebserfolg erzielt werden? Inwieweit werden sich Spartenschwerpunkte verschieben und wie können mobile Technologien dabei helfen? Aus diesem Grund haben wir uns dieses Jahr dazu entschlossen parallel zu den Schulungen eine Dialogrunde ins Leben zu rufen, um genau für solche Gespräche einen zeitlich großzügigen Rahmen zu schaffen und freuen uns jetzt schon auf viele spannende Gespräche! Die Teilnahme an der Dialogrunde ist natürlich kostenfrei.

TIPP

Schauen Sie sich doch die einzelnen Stopps an, wir haben einige Überraschungen für Sie vorbereitet, für die sich eventuell die längere Anreise lohnt.

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VERSICHERUNGSVERBAND ÖSTERREICH

Der Regen in Nachbars Garten

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sterreichs Extremwetterereignisse erreichen zumeist zwar keine weltweite Aufmerksamkeit, dennoch verursachen sie Jahr für Jahr Schäden in Millionenhöhe. In den letzten dreißig Jahren sind weltweit die wetterbedingten Versicherungsschäden um das 15-fache angestiegen. Pro Tag entstehen durch Naturkatastrophen weltweit Schäden in Höhe von 77 Mio. Dollar, und nur ca. ¼ davon sind versichert oder versicherbar. In Österreich entstehen durchschnittlich alle drei Jahre Schäden in Höhe von mehr als drei Millionen Euro. Erschreckend ist, dass ein Jahr nach dem großen Hochwasser 2013 die Österreicher unter dem Motto „Der Regen in Nachbars Garten“ unter einem hohen Verdrängungsmechanismus leiden. Eine repräsentative Studie vom Kuratorium für Verkehrssicherheit zeigt, dass ein Jahr nach dem Hochwasser sich nur ein geringer Teil der Personen sich der Gefahr bewusst sind, obwohl sie in einer Risikozone leben. 27 Prozent waren es vor dem Ereignis heute sind es 28 Prozent. Die Studie lässt eine hohe Vergessenskurve erkennen, es gibt auch kein nachhaltiges Verhalten in der Bevölkerung, Präventionsmaßnahmen betreffend. Dr. Thann Direktor des KFV, ist auch überzeugt, dass einzelne Risiken und Risikozonen den Menschen einfach nicht genügend bekannt sind. Dabei gibt es in Österreich kaum ein Bundesland, das nicht von Extremwettersituationen betroffen ist. Oft könnte man mit einfachen baulichen

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v.l.n.r.: Dr. Michael Staudinger, Direktor ZAMG, Dr. Wolfram Littich, VVO-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, Dr. Othmar Thann, Direktor KFV und Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO Maßnahmen viel verändern. Die Gründe warum keine Präventionsmaßnahmen getroffen werden, sind vom Florianiprinzip bis zum Kostenprinzip alle in der Studie vertreten. Bei der Frage, ob der getroffenen Vorbereitungen des eigenen Haushaltes bei längerem Stromausfall oder Ausfall der Nahversorgung, können zwei Drittel mit der Bevorratung durch Lebensmittel für eine Woche punkten. Drei Viertel besitzen eine Erste Hilfe Ausrüstung, mindestens 78 Prozent können länger als eine Woche mit Hygieneartikel, Batterien für Taschenlampen und Medikamenten auskommen. Bei der Pressekonferenz im österreichischen Versicherungsverband war auch Dr. Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, zugegen, der den Anfang des Jahres veröffentlichten Weltklimabericht erklärte. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Extremnaturereig-

nisse in den nächsten Jahrzehnten häufiger werden. Ein 20jähriges Ereignis wird in den nächsten Jahren bereits alle 10 Jahre drohen. Wobei Naturkatastrophen es immer schon gegeben hat. Nur war bis ins 19. Jahrhundert die Gefährdungen durch Naturkatastrophen, und deren existenzbedrohenden Auswirkungen mehr im Bewusstsein der Menschen verankert. Was die Wissenschaft zu diesem Weltthema tun kann ist, langfristig, dass Bewusstsein der Menschen zu schärfen, dass heutige Aktionen, die das Klima beeinflussen, die nächste und übernächste Generation der Menschen betreffen. Das Fazit von CEO Dr. Wolfram Littich Vizepräsident VVO ist, dass Eigeninitiative zum Schutz gegen Naturkatastrophen in Zukunft wichtiger denn je wird. Auch das eigene Bewusstsein über Risiken sollte geschärft werden, denn nicht jedes Risiko ist versicherbar.

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ARAG ÖSTERREICH

Spielberg Endlich! Nach über 10 Jahren ist die Formel 1 zurück in das grüne Herz von Österreich gekehrt.

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RAG und Sportveranstaltungen haben eine besondere Beziehung, in Deutschland schützt die ARAG Sportversicherung über 20 Millionen Aktive aus dem Vereins- und Verbandssport, und tritt als Sponsor diverser Sportveranstaltungen auf. Zu dem Motorsport Highlight des Jahres in Österreich, hat der Rechtsschutzspezialist über das gesamte Rennwochenende hinweg insgesamt über 60 Makler willkommen geheißen. Aus allen Bundesländern sind motorsportbegeisterte Vertriebspartner angereist, zwei Makler sogar aus Bregenz. Das Programm auf dem Red Bull Ring war äußerst abwechslungsreich. Zum einen die Rennen und Qualifyings aus den Formeln 1, 2 und 3 sowie der Porsche Mobil 1 Supercup, zum anderen gab es beeindruckende „Show-Einlagen“ wie eine Legenden-Parade mit den Autos von

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damals (u.a. waren als Fahrer Niki Lauda, Gerhard Berger und Alex Wurz zu sehen), oder die Flugshow mit u.a. Red-Bull AirRacer Hannes Arch, historischen Fliegern von Red-Bull-Chef Mateschitz und 2 Eurofighter des österreichischen Bundesheers. Zwischendurch gab es zahlreiche Pausen, die Makler und ARAG-Mitarbeiter zum Austausch und Netzwerken in informeller Atmosphäre mit kühlen Getränken genutzt haben. Die ausführlichen Gespräche im Gastro-Zelt nach Rennende hatten nebenbei den positiven Effekt, dass die Makler auf (weitestgehend) freien Straßen wieder nach Hause fahren konnten. „Rundum eine sehr gelungene Veranstaltung, nächstes Jahr am 20. und 21. Juni 2015 sehen wir uns bestimmt wieder auf dem Red-BullRing“ so das Résumé von ARAG CEO Dr. Matthias Effinger.

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eladen waren unsere Partner, die exklusiv mit der FinanzPuls sämtliche Geschäftsbereiche als VermögensberaterInnen und/ oder VersicherungsmaklerInnen abwickeln. Das sind unsere Umsatzträger und mit denen galt es, unsere Feier zu genießen. Sonnenschein, gute Stimmung und ein tolles Programm, dies alles war beim FinanzPulsTag, in der Steiermark, zu finden. In den steirischen „Abenteuer“ Welten konnten sich unsere PartnerunternehmerInnen und MitarbeiterInnen in den „olympischen Disziplinen“ Baumstammsägen, Bogenschießen, Tretkartfahren, Kistenstaffel, Nageln und Wettmelken messen. 10 Teams kämpften unter abenteuerlichen Teamnamen um den begehrten ersten Stockerlplatz. Der Nach-

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mittag war erfüllt von dem olympischen Gedanken dabei zu sein, in lockerer, angenehmer Atmosphäre, aber doch gepaart mit dem Willen, dass jeweils das eigene Team im Wettbewerb mit dem anderen Team siegt. Für ausreichend Speis u. Trank war dank der ausgezeichneten Organisation, von unserer Daniela, gesorgt. So wurden alle Teams mit der notwendigen Stärkung versorgt, um bei jedem Bewerb ihr Bestes zu geben. Mit dabei waren natürlich in den verschiedenen Teams die Vorstände von FinanzPuls Michael Holzer, Walter Matouschek, Franz Kropik und Herbert Walder. So verging der Nachmittag schnell und bei der Siegerehrung wurden die erreichten Plätze geehrt. Gemäß dem olypmischen Gedanken – bekam natürlich jedes Team Medaillen. Nach Spiel, Spaß

und „Kampf “ stand der Abend unter dem Motto „Tracht“. Wunderschöne Dirndln und so manche „Krachlederne“ ließen das Congresscentrum im Spa&Conference in Loipersdorf erstrahlen. Ein außergewöhnliches Abendprogramm mit Galadinner und ein, sehr persönliches, Resümee der letzten 10 Jahre wurde von den (Gründer-) Vorständen Walter Matouschek, Michael Holzer und den neuen Vorständen Franz Kropik und Herbert Walder präsentiert. Im Zuge der Abendveranstaltung überreichte Walter Matouschek, seinem Vorstandskollegen, Herbert Walder, für seine Verdienste um das Unternehmen eine römische Gedenkmünze. In seiner Laudatio nahm er den Nachmittagsgedanken zum Anlass, um einen Ausflug in die römische Geschichte

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MEHR FOTOS AUF WWW.RISCONTROL.AT

vverbunden mit den Anfängen der Firmengründung, zu unternehmen. Den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft spannend, erläuterte er die Strategie und Ziele der FinanzPuls für die nächsten Jahre. Pläne für den Ausbau der Akademie, das FinanzPuls Wertpapierdienstleistungs- Unternehmen sowie Überlegungen Vertriebspartner an der AG zu beteiligen, wurden präsentiert. Michael Holzer ging in seinem Vortrag im Detail auf die Entstehung der FinanzPuls AG ein. Viele Wege wurden beschritten, bevor es zu dem wichtigen Treffen mit Walter Matouschek und Walter Sefczik kam. Dies war letztlich ausschlaggebend, dass die FinanzPuls gegründet wurde. Ebenso angesprochen wurde die erfolgreiche Zeit, als anerkannter Finanzierungspool in Ostösterreich, und die damit verbundenen Roadshows quer durch

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Ö Österreich. Michael Holzer: „Das waren sehr guten Zeiten in dem Geschäftsfeld Finanzierung, die Finanzkrise 2008 hat auch uns getroffen und unser Geschäftsfeld im Finanzierungsbereich ist eingebrochen. Wir haben unseren Fokus verbreitert und wurden immer mehr zum Versicherungsvermittler“. In der Zwischenzeit sind die Geschäftsbereiche Versicherungsmakler und Vermögensberatung gleich groß, auch wenn wir - nach wie vor - sehr viele Finanzierungsgeschäfte tätigen. Da wir sehr viel Wert auf Qualität legen, haben 23 VertriebspartnerInnen nun sogar die Versicherungsmaklerprüfung abgelegt. Das alles zum Vorteil unserer Partner und Kunden. Herbert Walder führte durch den Abend und bedankte sich bei den wichtigsten Säulen am FinanzPuls, den Centerleitern und überreichte ihren Frauen als Dankeschön

einen Blumenstrauß. Franz Kropik referierte über die Zukunft und die Expansion, die in den nächsten Jahren geplant ist. Das Ziel liegt in den nächsten 3 Jahren bei einem Umsatz von 5 Millionen Euro. Feststeht, dass heuer das beste Jahr seit Bestehen erreicht werden wird, mit einem Umsatz von 3 Mio. Euro. Nach kulturellen Einheiten von Harry Lucas – dem Mentalisten & Entertainer -, der für Staunen und Rätsel sorgte, gab es für 18 langjährige FinanzPuls-Partner Auszeichnungen in den Kategorien Bronze, Silber und Gold. Die ersten Rückmeldungen unserer Partner zeigen, dass die Veranstaltung nicht nur das Teambewusstsein gestärkt hat, sondern auch in der Familie, bei Frau u. Kindern gut angekommen ist. Das Resümee von Michael Holzer: „Wir sind stolz auf unser FinanzPuls Team.“

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RECOMMENDER

Versicherungsmakler Top

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ie Recommender Studie hat es wieder bestätigt, 8 von 10 Kunden würden ihren Versicherungsmakler empfehlen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Weiterempfehlbereitschaft sogar noch um 2,9% auf 82% gesteigert werden. Bei der tatsächlichen Weiterempfehlung punkten die Makler mit einer Quote von 70%. Gunther Riedlsperger, Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler, zu den Ergebnissen der Studie: „Die bereits seit Jahren anhaltend hohe Weiterempfehlungsrate von Versicherungsmaklern zeigt, wie wichtig Konsumenten eine umfassende, ungebundene und

persönliche Beratung ist. Denn zusätzlich zur Beratungsleistung ist ein Makler als Profi in Versicherungsangelegenheiten auch dem besten verfügbaren Preis-Leistungs-Verhältnis verpflichtet.“ Außerdem gaben 77,2% der befragten Maklerkunden an, dass es für sie entscheidend bzw. sehr wichtig ist, in der Angebotslegung von einem ungebundenen Fachmann beraten zu werden. „Besonders interessant ist, dass 9 von 10 befragten Maklerkunden die Hilfsbereitschaft des Beraters in der Schadenabwicklung als sehr hilfreich bzw. hilfreich bewerteten. Das bestätigt die Kompetenz des Versicherungsmaklers, im Ernstfall erster Ansprechpartner zu sein und

Bundesobmann Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger einen Schaden professionell abzuwickeln.“, so Robert Sobotka, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Telemark Marketing und Leiter der Recommender Studie.

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Ringturm Verhüllung

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it dem „Schleier der Agnes“ von Arnulf Rainer wurde der Ringturm in Wien verhüllt. Anlässlich der Fertigstellung der Umhüllung fand ein feierlicher Event statt, an dem unter anderem Margit Fischer, Dr. Josef Ostermayer, BM für Kunst und Kultur, die beiden Landeshauptleute Dr. Erwin Pröll und Dr. Michael Häupl, sowie die Führungsriege der Wiener Städtischen Versicherung und Vienna Insurance Group teilnahmen. Arnulf Rainers Werk „Schleier der Agnes“ verhüllt den Ringturm mit gleichermaßen kräftigen wie fein nuancierten Pinselspuren, die in zahlreichen transparenten Überlagerungen zu einer abstrakten Gesamtgestaltung verschmelzen. Kompositorischen Halt gibt eine leuchtend gelbe Pinselspur, die in einem vertikalen Bogen über zwei Seiten des Ringturms verläuft. Sie hebt die strenge Geometrie des Bauwerks auf und lässt das Bürogebäude grazil und leicht erscheinen.

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v.l.n.r.: LH Dr. Erwin Pröll, Abtprimas Propst B. Backovsky, BMin. Dr. Josef Ostermayer, Arnulf Rainer , LH Dr. Michael Häupl, Margit Fischer und GD Dr. Günter Geyer

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VERO VERSICHERUNGSMAKLER

20 Jahre EURIBRON

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as internationale EURIBRON Netzwerk unabhängiger Versicherungsmakler feiert sein 20-jähriges Bestehen. Die VERO Versicherungsmakler GmbH ist als Gründungsmitglied exklusiver Partner in Österreich. Das Netzwerk ist seit seiner Etablierung mit damals sechs führenden, unabhängigen, europäischen Versicherungsmakler-Gesellschaften in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, UK, Deutschland und Österreich mit mittlerweile 25 Mitgliedsunternehmen in 60 Ländern weltweit über alle Kontinente tätig. „Über das Netzwerk können wir international agierenden Kunden professionelle Beratung und Betreuung über Ländergrenzen hinweg,

mit weltweit einheitlichen Service-LevelStandards bei der Gestaltung globaler Versicherungsverträge bieten“, streicht Mag. Christian Kaiser, Geschäftsführer der VERO Versicherungsmakler GmbH, der auch im internationalen EURIBRON Board vertreten ist, die Vorteile hervor. Unternehmen, die von Österreich aus ins Ausland expandieren wollen oder Niederlassungen weltweit haben, profitieren über die Betreuung im EURIBRON-Netzwerk vor

EURIBRON 20 Jahre Jubiläumsfeier in Italien, Lago di Como v.l.n.r.: Claus Trowe (Deutschland), Christian Heylaerts (Belgien), Jean-Luc Verbaet (Belgien), Alain Rambaud (Frankreich), Chris Leage (UK) und Christian Kaiser (Österreich) allem davon, nur einen zentralen Vertragsund Versicherungsansprechpartner in allen Ländern zu haben.

WIENER FINANZDIENSTLEISTER

Expertentag & Sommerfest

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raditionell veranstaltet die Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister zu Sommerbeginn einen Finanzexpertentag. Diesmal bat Obmann KommR. Siegfried Prietl seine Mitglieder auf die Summerstage-Terrasse. Direkt am Donaukanal gelegen, zählt sie zu den schönsten Plätzen für heiße und laue Sommerabende in der Stadt. Eine perfekte Location für den sommerfestlichen Ausklang der Fachveranstaltung, der bereits zum siebten Mal in Folge der freundlichen Unterstützung von Pioneer Investments Austria GmbH und Bank Austria Finanzservice GmbH (BAF) zu verdanken ist.

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Im Fokus des diesjährigen Expertentags stand die aktuelle Entwicklung der Finanzmärkte. Inflation oder Deflation? Dieser Frage ging Mag. Volker Steinberger, Head of Fixed Income bei Pioneer Investment Austria, in seinem Vor-

trag ausführlich auf den Grund. Der Praxisteil stand im Zeichen der Allfinanzberatung. In diesem Zusammenhang präsentierte René Schipits, BAF-Regionalleiter des mobilen Vertriebs in Wien, das 3-Säulenmodell, welches auf den Modulen Finanzierung, Wertpapiere und Versicherung basiert. Die Bank Austria Finanzservice GmbH (BAF) hat sich, als größter österreichweiter Produkt- und Servicepartner, längst als führender Anbieter für Finanzdienstleister etabliert. Diese, und andere brisante Finanzthemen, sorgten auch beim anschließenden Barbecuebuffet bei angenehmen sommerlichen Temperaturen bis Sonnenuntergang für heiße Diskussionen und spannende Gespräche.

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R + V ALLGEM. VERSICHERUNG AG

And the Winner is…

v.l.n.r.: Dr. Martin Beste und Michael Pompe

Begleitet wurde die Kampagne durch ein groß angelegtes Online-Gewinnspiel, bei dem Versicherungsmakler ihr Wissen über das neue Produkt unter Beweis stellen konnten. Im Juni wurden die Gewinner ermittelt und „The Winner is….“ Christian Moser vom Versicherungsbüro Carus gewann zwei Formel - 1 Karten für den Großen Preis von Österreich in Spielberg. Überreicht wurde ihm der Preis von Thomas Koch, Spartenleiter der technischen Versicherung. Der zweite Preis ging an Michael Pompe vom Versicherungsbüro die aktiv, er konnte sich über ein Samsung Galaxy Tab III, überreicht vom Niederlassungsleiter der R+V, Dr. Martin Beste freuen. Drittplatzierter war Herr Johannes Loisinger vom Versicherungsbüro IVM. Er darf sich über einen Amazon Wertgutschein freuen.

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u Beginn des Jahres startete die R + V Versicherung eine Offensive zur „Global Polizze“ – der Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung - für kleine und mittelständische Unternehmen. In Österreich sichert R+V mit der Global Polizze die Kundensegmente, Hersteller und Handelsbetriebe ab. Mit dem neuen R+V Triple-A Standard bietet R+V ein Qualitätssiegel, welches Maklern als Orientierungshilfe bei der Erfüllung ihres best Advice-Anspruches dienen soll. Darüber hinaus wurde das Betriebshaftpflichtkonzept speziell an die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen angepasst und bietet diesen einen weitreichenden Deckungsumfang, der nahezu Industriestandard hat.

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v.l.n.r.: Thomas Koch, Spartenleiter technische Versicherung und Christian Moser vom Versicherungsbüro Carus

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ARGE STEIERMARK

Studienreise

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ie ARGE der steirischen Versicherungsmakler und Bundesobmann Gunther Riedlsperger waren vor kurzem auf Studienreise in Ghirano di Prata. Der 3-tägige Studien- und Tagungsaufenthalt bot neben dem fachlichen Austausch alles was das Herz begehrt. Wunderschöne Landschaften, mittelalterliche Städte, köstliches italienisches Essen inkl. Weinverkostungen, italienisches Flair par excellence…. Die Reise führte unter dem Motto La Natura del Rallentamento (Das Wesen der Entschleunigung) gemütlich durch das Kanaltal und PesarinaTal nach Spilimbergo, Ghirano di Prata und zum Hafen von Marano Lagunare.

Unter Obmann Helmut Hochnegger, wurde die Arbeitsgemeinschaft der Steirischen Versicherungsmakler (ARGE Stmk) im Jahr 2002 gegründet, und besteht derzeit aus 26 von

einander unabhängigen Mitgliedsbetrieben mit Standorten in der gesamten Steiermark. Der Zweck des Zusammenschlusses der Betriebe zur ARGE Stmk. ist es, gemeinsam mit der Versicherungswirtschaft kundenorientierte Versicherungslösungen zu entwickeln, welche dann über die Mitgliedsbetriebe für deren Kunden exklusiv erhältlich sind. Resümee FVO Gunther Riedlsperger: „Ein solcher Tagungsaufenthalt bietet die beste Atmosphäre zum Austausch von Wissen und Erfahrung und schafft ein gemeinsames Miteinander unter den Kollegen. Ich danke der ARGE Steiermark für die Einladung und wünsche den Mitgliedern weiterhin viel Erfolg!“

ÖBV

Ausstellung

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eit fast 20 Jahren ist das ÖBV Atrium in der Wiener Grillparzerstraße Kulisse für wechselnde Ausstellungen höchster Qualität. Zur Vernissageeröffnung der bildende Künstlerin, Architektin und Philosophin Noémi Kiss waren rund 100 Gäste gekommen. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV, begrüßte die Gäste, die Kunsthistorikerin Maria Holter hielt eine humorvolle Laudatio. Kiss hat ihre Werke noch bis 19. September im Atrium ausgestellt. Ihre Arbeiten kreisen um das Thema „Atmosphäre - Wechselbeziehung zwischen Mensch und Material“. In erster Linie widmet sich die in Siebenbürgen ge-

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borene Künstlerin der Materialität, setzt auf die sanfte Kollision von Unverträglichem. In diesem Dialog verbindet sich derbes Baumaterial wie Beton oder Acrylfarbe mit abgenütztem Teppich zu einem Objekt. Mit ihren Beton-Teppich-Objekten bekannt geworden, verwendet Kiss in aktuellen Arbeiten das Baumaterial PU-Schaum. Daraus fertigt sie kunstvolle Gespinste, die an feinste Spitze erinnern und ganze Wände überziehen oder als frei hängende Installation den Raum neu definieren. Durch das In-Szene-setzen vermeintlich abstoßender Materialien, stellt Kiss die scheinbare Reinheit glattpolierter Oberflächen in Frage.

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HELVETIA VERSICHERUNG

Ankeruhr

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um 100. Geburtstag ihrer Ankeruhr hat die Helvetia Versicherung alle Wiener eingeladen die historischen Kupferfiguren auf Augenhöhe zu sehen. Möglicht gemacht hat dies eine 10 Meter hohe Besucherplattform. Aus Anlass des runden Geburtstages übernahmen prominente Österreicher, für die 12 Figuren der Uhr, eine symbolische Patenschaft. Unter ihnen der Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz, Quantenphysiker Univ.-Prof. Anton Zeilinger, Dompfarrer Toni Faber, Moderatorin Arabella Kiesbauer, Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, der Musiker Harri Stojka und die Wiener Philharmoniker. Jede Stunde erwies ein Pate seiner Figur die Ehre und verweilte für einige Minuten auf der Plattform. Dort erhielten sie auch ihre offizielle Patenurkunde von Burkhard Gantenbein, Vorstandsvorsitzender der Helvetia Versicherung, überreicht. Die Wiener Philharmoniker sorgten mit einem Bläserquintett ebenso wie Harri Stojka für musikalische Geburtstagsgrüße. Die Feierlichkeiten rund um die Uhr war der erste offizielle Festakt, denn die geplante Eröffnungsfestivität vor 100 Jahren fand aufgrund der politischen

Ereignisse, Ermordung des Thronfolgers und Ausbruch des ersten Weltkrieges, nämlich nie statt. Burkhard Gantenbein über das Engagement von Helvetia für die Ankeruhr: „Wie beliebt die Ankeruhr ist und von wie vielen Menschen jeden Tag freudig bestaunt, kann ich täglich aus meinem Bürofenster beobachten. Wir stecken deshalb viel Aufmerksamkeit in den Erhalt der Ankeruhr. Auch hinter der

Geburtstagsaktion steckt viel Arbeit. Aber wir verstehen es als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung auch etwas für das Umfeld zu tun in dem wir arbeiten und für die Gemeinschaft mit und in der wir leben.“ Die Ankeruhr wurde 1914 im Auftrag der Anker Versicherung (heutige Helvetia Versicherung) nach Plänen des Jugendstilmalers Franz von Matsch errichtet. Ursprünglich als Marketingbotschaft

ALEXANDRA MEISSNITZER, EX SKIRENNLÄUFERIN PATIN FÜR KAISERIN MARIA THERESIA „Für mich als „Uhren-Freak“ ist es eine große Ehre – speziell auch als Salzburgerin- eine Patenschaft für die traditionsreiche und historische Ankeruhr zu übernehmen. Ein besonderes Erlebnis war für mich das Innenleben der Ankeruhr zu begutachten und die 2,5 Meter großen Figuren live zu bestaunen. Als ehemalige Skirennläuferin war Zeit immer schon ein wichtiger Aspekt für mich. Im Skirennlauf geht es darum die schnellste Zeit zu fahren. Im privaten geht es aber vielmehr darum, die Zeit auszukosten und bewusst zu leben.“

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gedacht, sollte sie auf die Vergänglichkeit des Lebens, und damit auch auf den Abschluss einer entsprechenden Versicherung hinweisen. Die Ankeruhr ist auch heute noch im Besitz der Helvetia Versicherungen AG. Sie ist Wiens einzige Kunst- und Bilderuhr und gilt als herausragendes Jugendstilwerk. Die Uhr ist eine brückenartige Verbindung zwischen den beiden Gebäudeteilen des Ankerhofs und ihre Höhe ist aufgrund der Anforderung der damaligen Fuhrwerker entstanden. Sie hat eine Spannweite von zehn Metern sowie eine Höhe von 7,5 Meter. Die Uhr selbst hat einen Durchmesser von vier Metern. Ihre zwölf Kupferfiguren die ca. 2,5 m hoch sind, repräsentieren berühmte Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte. Unter ihnen Karl der Große, Prinz Eugen, Joseph Haydn und Maria Theresia. In zwölf Stunden durchläuft jede Figur bzw. jedes Figurenpaar einmal die Uhr, zu Mittag von jeweils einem passenden Musikstück umrahmt.

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NÜRNBERGER

BU Praxisworkshop

Unter den Teilnehmern des BU-Praxisworkshops in Wien: die Referenten Philipp Andree, Leiter des NÜRNBERGER Leistungscenters (vorne, rechts); MMag. Michael Prantner, Sozialversicherungsexperte und Sozialversicherungsjurist (1. Reihe, 3. von rechts); Maklerbetreuer Klaus Regensburger (hockend) und Mag. Peter Rosenbichler, Leiter der NÜRNBERGER Akademie (hinten rechts).

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nter dem Motto „Wenn das Glück mal Pause macht“ lud die NÜRNBERGER Versicherung Vertriebspartner zu einer Workshopreihe zum Thema Berufsunfähigkeitsvorsorge. Die Teilnehmer aus ganz Österreich erfuhren das Neueste über die gesetzliche und private BU-Pension sowie die Leistungsbeurteilung. Bei den fünf bisher durchgeführten Praxisworkshops in Hall/ Tirol, Mondsee, Wien, Graz und Ansfelden konnten insgesamt 111 Vertriebspartner begrüßt werden. Der Leiter der NÜRNBERGER Akademie Mag. Peter Rosenbichler freut sich über die positive Resonanz der Teilnehmer: „Viele haben mir berichtet,

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dass sie erstmals hautnah Einblick in den Entscheidungsprozess im Leistungsfall bekommen und damit selbst mehr Gefühl für das komplexe Thema der Berufsunfähigkeit erfahren haben. Auch in den schriftlichen Feedbackmeldungen der Teilnehmer wurde diese hervorragende Beurteilung der Workshops bestätigt.“ Für heuer sind noch zwei weitere Termine in Niederösterreich sowie in Wien geplant. So berichtete der Sozialversicherungsjurist MMag. Michael Prantner über aktuelle Änderungen in der Sozialversicherung, wie dem Wegfall der befristeten BU/Invaliditätspension für unselbstständig Erwerbstätige ab Jahrgang 1964 und Ersatz durch

medizinische Rehabilitation durch GKK und berufliche Rehabilitation durch AMS. Weiters gab er Einblicke in die Abwicklung von Schadensfällen aus der Sicht der Sozialversicherung. Im seinem Impulsreferat ging Philipp Andree, Abteilungsleiter der NÜRNBERGER Leistungsabteilung, auf die wesentlichen Schritte in der Leistungsprüfung ein. Darauf folgte ein Workshopteil, bei dem die Teilnehmer konkrete anonymisierte Leistungsansuchen anhand von medizinischen Attesten und Gutachten beurteilten. Beim anschließenden Abendessen gab es noch genügend Gelegenheiten, um mit den Experten den einen oder anderen Leistungsfall zu erörtern.

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Ausgabe Juli 2014