Page 1

Pbb VA 1100 13Z039586M

risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 07 • 2015 • HEFT 432 • 36. JAHRGANG • EURO 10,00

s i o Wh ? o h w


FÜR SIE DA, UM FÜR SIE DA ZU SEIN!

Unsere Partnerbetreuer sorgen mit hoher Kompetenz und bestem Service dafür, dass es unseren Vertriebspartnern in ganz Österreich an nichts fehlt.

IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN Mehr Infos bei Ihrem Partnerbetreuer oder auf wienerstaedtische.at/vertriebspartner


3

risControl 07/15

EDITORIAL

Kindergerechte Gewalt Liebe Leserin, Lieber Leser! Nachrichten sind wichtig und wir werden von allen Seiten damit bedient, ob mittels App, TV, Radio, Internet, Handy und was auch immer Ihr bevorzugtes Nachrichtenempfangsgerät ist. Innerhalb von Sekunden informiert uns Twitter über schlechte und scheinbar unmögliche Ereignisse. Eine der beliebtesten Tageszeitungen unserer deutschen Nachbarn hat treffend formuliert, dass Blut und Gewalt auf der Titelseite die Leserzahlen in die Höhe schnellen lässt. Auch hier in Österreich ist man bei so mancher Headline verwundert über deren Inhalt. Leider gibt es genug Gewalt und „Blut“, um der Sensationsgier der verehrten Leserschaft genüge zu tun. Bei manchen Usern, die die sekündliche Nachrichtenübermittlung mittels mobiler Lesegeräte penibel verfolgen, ist es verwunderlich, dass sie noch den Kopf frei haben für die schönen Dinge desklimaneutral Lebens. Doch die meisten sind volljährig und wissen was sie tun - hoffentlich. Aber wie ist es mit Kindern? Sind die Zeiten wirklich schon so medienorientiert, dass Kinder jederzeit mit allen Nachrichten versorgt werden müssen? Natürlich ist der Begriff Kind ein dehnbarer, denn für Mütter bleiben die eigenen Kinder immer noch Kinder, selbst wenn diese dem elterlichen Haus längst den Rücken gekehrt haben bzw. die Eltern bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben. Hier sind aber dezidiert Kinder gemeint im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Ich gebe schon zu,

Urkunde

Dieses Zertifikat bescheinigt die Kompensation von Treibhausgasen durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von CO2-ÄQUIVALENTEN

1.773 kg

VERLIEHEN AN

risControl, Oberthern AUFTRAG

A15-05216 Magazin "risControl" 7/Juli 2015 - 4 48s. DATUM

UNTERSTÜTZTES PROJEKT

Energieeffizienz, Nordrhein-

16.07.2015

dass es mich etwas verwundert, wenn in einem Restaurant am Nachbartisch, der kleine Zwerg, der erst seit kurzem aufrecht in seinem Kinderstuhl sitzt, mit schnellen Bewegungen die Animation des Kinderfernsehens starten kann, und wie der Protest laut wird, wenn das Tablett nicht sofort funktioniert. Natürlich man wird älter und die Generation die jetzt heranwächst ist technikaffiner und wird das in ihrem Leben auch brauchen. Nun ist aber eine eigene Nachrichten App geplant die Nachrichten, in ausgewählten Interessengebieten, für Kinder von sechs- bis zwölf Jahren altersgerecht aufbereitet. Das ist löblich und hoffentlich auch wirklich durchdacht. Nur wenn Kinder in diesem Alter den Zugang zu Nachrichten bekommen, wie soll die Nutzung und das Lesevermögen bei anderen Nachrichtendienste eingeschränkt werden? Bei eigenem Tablett, Handy wie auch immer, sind ebenfalls die allgemeinen Nachrichten zu lesen und ob eine Kinderseele mit einem unverständlichen Akt des Terrorismus, wie vor kurzem in Tunesien, umgehen kann mag ich bezweifeln. Für eine kindgerechte Aufarbeitung eines Gewaltaktes fehlt mir die Fantasie, interessant scheinen mir die Argumente von Kinderschutzbünden, die schon beim Vorlesen von Grimms Märchen eine Bedrohung der Kinderseele befürchten. Natürlich sollen Kinder nicht von der Realität ausgesperrt werden, aber eine Begleitung beim Nachrichtenkonsum wäre wünschenswert.


4 INHALT

risControl 07/15

S. 20: Neuer Weg

S. 26: Spektakulär

S. 31: Windpark

EDITORIAL

3 Kindergerechte Gewalt

KARRIERE

6 Fachverband Finanzdienstleister WKO: Kreditauskunfteien 6 Fachverband d. Finanzdienstleister: Vorsitzende 6 Zürcher Kantonalbank Österreich AG: Vertriebsteam 7 Merkur Versicherung: Geschäftsführung 7 GreCo: Regionalleiter

KURZNACHRICHTEN

7 8 8 8 8 8 9 9 9

Welt: ACE kauft Chubb Creditreform: Pessimismus Valida Plus AG: ÖGUT Fachverband Finanzdienstleister: Crowdinvesting boomt Oberösterreichische Versicherung: Bilanz Urlaubszeit Welt: Milliarden Fusion Japan: Strommarkt FMA: Fremdwährungskredite

TITELGESCHICHTE

22 Who is who

S. 48: Im Cart oder am Zauberteppich

VERANSTALTUNG

22 Symposium 23 ÖVM Veranstaltung: Auszeichung 24 Gothaer Lebensversicherung: Die Familienfreundlichste BU Österreichs 24 Wiener Versicherungsmakler: Charity Aktion 26 EFM Versicherungsmakler: Spektakulär 28 IGV West: 10 Jahresjubiläum 28 Wiener Städtische Versicherung: Verhüllter Ringturm 30 Nürnberger Versicherung: Golfturnier 30 Zurich Versicherung: Ryder Cup Gewinner

INTERVIEW

10 ARAG SE Direktion f. Österreich: Umtriebig und neue Tarife 20 Vorarlberger Landesversicherung: Neuer Weg

MARKT

31 HDI Lebensversicherung AG: Stresstest fürs Pensionssystem 31 Allianz Capital Partners: Windpark 34 Ausbildung: Dachmarke 34 Naturkatastrophen Kalender 35 KFV: Forschungspreis 36 Versicherungsvermittlerrichtlinie


5

risControl 07/15

INHALT

S. 22: Symposium

S. 10: Umtriebig und neue Tarife

S. 40: Billigfliegen ist billig?

FINANZEN

38 Allianz Geldstudie: Gut leben beginnt bei 3.000 Euro im Monat 39 WKÖ: Finanzierungswissen

KOLUMNE

40 Billigfliegen ist billig? 46 Im Kielwasser der Superreichen

VERSICHERUNG

14 Allianz Global Assistance: Jahresergebnis 14 ÖGVS Gesellschaft f. Verbraucherstudien: Kfz-Studie 15 Donau Versicherung: Innovationsschritt 15 D.A.S. Österreich: Vereinsfunktionäre 16 Dialog Lebensversicherung AG: Jahresergebnis 16 VAV Versicherung: Großes Kino 17 VVO: Schau genau 17 HanseMerkus Reiseversicherung: Jubiläum 18 UNIQA: Kärnten 18 Morgen & Morgen: Rating 19 R + V Versicherung: Bitte zahlen... 19 Wiener Städtische Versicherung: Kinder Vorsorge 25 Gewerbeausschreibungen auf TOGETHER 32 D.A.S.: Tarif 2015 mit Neuerungen am Rechtsschutzmarkt 44 VAV: Zum zweiten Mal die Nummer 1

S. 46: Im Kielwasser der Superreichen

REISE

48 Im Cart oder am Zauberteppich

SCHLUSSPUNKT

50 Was folgt im August? 50 Sudoku

Ausgabe-Nr.: 07 | risControl 07/2015 Heft-Nr.: 432 | 36. Jahrgang Aus platztechnischen Gründen bringen wir die Fortsetzung der Studie „Risikoeinstellungen und Versicherungsnachfrage von Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) in Österreich“ von Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler und Laura Fruhmann BSc in der August Ausgabe. Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, CAS-Design, Layout Titelbild: CAS-Design. Weitere Bilder: Scheinast, Zurich, Manfred Sebek, Peter Hautzinger, inpublic, OÖ Versicherung, Rinalda Wurglitsch, N. Formanek, Walters, flickr/Juanedc, easyjet, Raymond Zoller, Allegria Resort, Micky Klemsch, Fotolia. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2015 / (ca)


KARRIERE

6

risControl 07/15

FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER WKO

Kreditauskunfteien Roland Führer, Geschäftsführer der KSV 1870 Information GmbH wurde erneut von KR Wolfgang, K. Göltl, Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister der WKÖ, zum Branchensprecher der Kreditauskunfteien, für die Funktionsperiode 2015 – 2020 ernannt. Seine Agenda für die nächsten Jahre: „Die EU-DatenschutzGrundverordnung und die Weiterverwendung von öffentlichen Daten sind Themen, die besondere Aufmerksamkeit verlangen: So stellt die Datenschutz-Grundverord-

nung die Branche vor besondere Aufgaben. Auch für die Zukunft ist für uns unbedingt erforderlich, dass Bonitätsauskünfte als wesentliches Instrument eines funktionierenden Wirtschaftslebens nicht durch praxisfremde Regeln unmöglich werden. Ebenso dringend ist die Erzielung einer praktikablen Lösung beim Zugang und der Weiterverwendung von öffentlichen Daten wie insbesondere Firmenbuch- und Gewerbedaten. Hier wird momentan intensiv verhandelt.“

Roland Führer

FACHVERBAND DER FINANZDIENSTLEISTER

Vorsitzende Karin Meier-Martetschläger wurde erneut zur Vorsitzenden des Fachausschusses Versteiger und Pfandleiher ernannt. Meier-Martetschläger dazu: „Vorrangiges Ziel des Fachausschusses ist es, den neu eingeführten Standesregeln zu größerer praktischer Bedeutung zu verhelfen und möglichst viele Mitglieder zur Teilnahme zu motivieren.“ Seit Kurzem haben auch alle Pfandleiher in Österreich die Möglichkeit, sich freiwillig zu Standes- und Ausübungsregeln zu bekennen. Diese Regeln beinhalten insbesondere Bestimmungen zur Seriosität und Transparenz. Diese Un-

Karin Meier-Martetschläger

ternehmen haben sich unter anderem dazu verpflichtet, die Geschäftsbedingungen und Tarife auf ihrer Homepage zu veröffentlichen, damit Kunden vorweg Informationen über die Handhabung und die Tarife einholen und somit die verschiedenen Konditionen vergleichen können. Das Bekenntnis zu den Standesregeln ist freiwillig, löst jedoch gleichzeitig die Pflicht zur Einhaltung dieser Regeln aus. Als Auszeichnung für Ihre Bemühungen wurde Karin Meier-Martetschläger vom Bundespräsidenten das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

ZÜRCHER KANTONALBANK ÖSTERREICH AG

Vertriebsteam

Dietmar Schantl-Ransdorf

Dietmar Schantl-Ransdorf ist neuer Bereichsleiter Marktmanagement in der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Er ist in dieser Position für Vertriebssteuerung und Marketing sowie die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen verantwortlich. Nach dem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Graz war der gebürtige Steirer in verschiedenen

Banken im In- und Ausland tätig, unter anderem in der UBS (Luxembourg) S.A. Niederlassung Österreich. Vor seinem Wechsel in die Zürcher Kantonalbank Österreich AG verantwortete er in der Semper Constantia Privatbank AG die Akquisition und Betreuung von vermögenden Privatkunden sowie als Projektleiter die Umsetzung eines strategischen Beratungsansatzes.


7

risControl 07/15

Geschäftsführung die strategische VerkaufsförWalter Kogler, beendet seine derung und das Marketing. Trainer-Karriere und überWalter Kogler ist verheiratet nimmt mit 1. Juli 2015 die und Vater von zwei Söhnen. Geschäftsführung der Merkur Die Merkur Recreation, InRecreation, einer 100 % Tochstitut für Vorsorgemedizin tergesellschaft der Merkur und Physiotherapie, steht Versicherung AG. für Gesundheitsförderung, In seiner neuen Position als ReWalter Kogler Gesundheitserhaltung und creation-Geschäftsführer zeichnet der Ex-Internationale, der unter anderem Gesundheitsvorsorge. Ihre Kernkompetenz für AS Cannes, Sturm Graz, Austria Wien liegt darin, qualitativ hochwertige, fortGesundheitsdienstleistungen und Austria Salzburg spielte, hauptverant- schrittliche wortlich für die Erschließung neuer Märkte, mit ganzheitlicher Sichtweise anzubieten.

Finanzierung? Mit Sicherheit!

KARRIERE/KURZNACHRICHTEN

MERKUR VERSICHERUNG

GRECO

Regionalleiter

Wollen Sie mehr erfahren?

möchte ACE seine führende weltweite Rolle als Sach- und Unfallversicherer ausbauen. Das neue fusionierte Unternehmen wird den Namen Chubb tragen und seinen Firmensitz in der Schweiz in Zürich haben. ACE Chef Evan Greenberg wird das Unternehmen leiten, Chubb Chef John Finnegan zieht sich auf einen repräsentativen Posten am nordamerikanischen Markt zurück.

ist

RISK-v

Die vari

ario ®

able Risi

koleben

sversich

erung!

Tel. +49 (0) 821/ 319-1220

erer für

DER Spez

ialversich

erer für

biometris

biom etris Laufzeit biometris che Risik che Risik en en

che Risik

en

Mehr Infos auch unter www.dialog-leben.at/kreditabsicherung

DER Spezialversicherer für biometrische Risiken

-0115D I-RLV-H L-0115D

ACE kauft Chubb

Bestellen Sie kostenfrei unsere Beratermappe zur Kredit- und Baufi-Absicherung unter

Für wen

Für

die Risik wen➜istFami olebensv dielien ➜ Famil➜ Kred (Paar Risik e& itolebe ersic Singl (Paar und Hypo ➜ Kredi➜ienSelbs nsveesrsich heru e & Single theke mit tändi ng ➜ Selbs➜t- und erunrn) FreieHypo ge Untes mit nneh Kinde g beso besonder Kinde mer Berutheke rnehm ➜ Freie tändige Unter nnehm rn) fe (Ärzt s nders er er und Beruf nehm e, Rech wichtig Sinn e (Ärzte er und tsanw Gesellscha volle , Gesel älte, fter-G Sinnv Die ausg r ZusaRechtsanwälte, lscha etc.) esch fter-G tz: oller äftsfü eschä etc.) Ergän Zusaezeichne Die ausg hrer ftsfüh zen tz: rer te Beru ezeic Sie Ergän zusat Ihren hnet zversic zen e Risikosch fs- oder zusat DasSie bede Ihren herunBeru zversic g um fs- oder Erwe utz erhal herunutet Risiko Das Ihre um rbsunfäh für bedeu ten Arbe Erwedie ausg g um Sie,schut und um dieitskra rbsu erhalt sind.tetSofür vonIhre dassz Sie igkeitszu ezeic ft abzu nfäh der Arbei en Sie, ausge könn im hin hnete und dass Pflichtskraf Falle zeichsiche igkei sind. siche sat en von tszus t abzus einer netern! BerufsSieSie im t, Beitr So der Pflich Ergän atzveoder könne rstelle den Falle äge ichern hin siche Beru Berufszungn Sie n! rsic t, BeiträFortb einer Darü für ! fsrstellen smög den ber ge estan BerufIhre Risik bzw. oder Erwer Ergän lichk s- bzw. Fortb hinaufür Ihred Ihrer ! Darüb zungs Die finan eit oleben Erwerbsun bs s steht Risiko Tode zur estan mögli Erwer er Die d Verfü hinau svers fähig Ihrer Ihnen leben sfalla bsunf High chkeit zielle s stehtgung k icher ähigk Die geset . Todes die sversibsich ung ➜ 6vom lights zur Verfü Die Hilfe cheruerun eit zu gung. Ihnen die fallabvaria High verscStaa ng g ggf. sicheble ➜ Die zlichen Anspr light hiedet variab finan rung Unfall zu be „groß ➜ 6 ➜ üche reich zahzil Vielfä s ne le Un finanz versc e“ Witwe Versit im ltige Versto falltodzu todzu aus iellsatzv hiede Einm cheru Beitr Tode rbene➜ Vielfän-/Wi ne der ➜ Die albei Sozia agsza satzve auch sfall nicht ngssu n. ➜ ltige twerre Versic trag lversic „klein hlung rsiche mme nte beträg Einma GünsBeitra beiherun herun srhytg nverl 24 Mona e“ Witwe allengssum gszah ➜ Vorlä lbeitratiger Beitr hmen äufe sind t gerad Summmenv te ➜ g bei Günsn-/Wi ➜ Der aglungs unzur begre ufige – konseiche rhythme einma – berei twerre enveerläuf allen ➜ gewoh ➜ nzttiger Versi Summ Beitrar nte rläufe – danac ts aben – konst l 55 %e tantend: VorläuUnte nte Leben beträg cheru enver r Beitr g – bereit n der 5 EUR anter ➜ Moto möglRente figer rsche h erhalt ➜ Unter sogar läufen ag, sstan Versicidung ich Die Lösu s t ngssc enRauc hutz nur nochmögli Beitra dard herunin des risikoadäq dieabHinte 5 EUR ➜ Verbu scheirradf g, risiko kann gssch ➜ Motor ng: Priva dungahrer her- rblieb 25 ch uat zahle damit utz adäqu Durch ➜t vorso radfahndenein Rauc enen %. Darüb n keine nicht und Nich at oder oder Nach ➜ Verbu die privat Lebe herkeine er hinau rer zahle trauc Todes rgen n – bis und naufrec n Zusc hterh ➜ Sehr ndeneversic s fall im ➜ e Risiko herun mitnRISK keine hlag altenhertaCent zu 9Nichtrauch Leben rife mehr. ist sie auf versic MittelNach hohe n Zusch gsgar -vari leben Perso werde ➜ Ausg versic herte – bis punkt s Enda svers antie ➜ Sehr n. herun o ®lag nen inertarife bestm Perso icheru steht, ezeic zu 9 Perso lter zu gsgar hohes zahlr öglich ➜ n ➜ mögl erhalt hnete ng, währe antie nen eiche einem Vertr e Vorso Endal enBeru ichder AusgeAusg ndezeic in einem zubei die Hinte – bisallein n Anläs derhnete ter mögli ➜ zahlre ag zeich rge fsunf Varia Vertra Endadie Vertra RISK-vari ➜ Ausgefür Partn rblieb ichen sen ähigk blenete BerufErwe gslauch – bis lter finanz enen Anläs eitszu er zeich Unfa 85 Jahreg fzeit Endal sen die verein lltodzsunfärbsun ielle nete und stirbt. so flexib o ®➜– Variab tersatzv ErwerFamil usatzhigkefähig ersic barte Absicherun 85 Jahre Eine keitsz Unfal bsunfienan versicitszus el wie Produlektdat herun Risiko usatz atzver ähigkgehör g im Zur indivi herun ige leben gSumme, das enltodzu versic Mind eitszu auf satzve sversi wenn Lebe g bei siche geringrungherun duelle Produktdate est-N satzve rsiche stehe nettob die selbs einen Blick n Absic g cherung rsiche em finanz rung n6 Mind n auf t ist die eitrag Minde rung herun estve einen 3 Beitra Versicherun iellen srate st-Ne g rsich Aufwa mit RISK-Blick Eintri gssumttobei erung – konst gszahlungs nd. Minde ttsalt ssum ® stvers menv anter er tragsr vario varian Höch malbeitra me icheru erläufate Beitra 5 EUR Sparplan ten Eintrit stend zur ngssu e und g, tsalte g. risikor alter Finanzie 5 EUR adäqu Verfümme 25.00 gung Höch rung at oder Ausg stend 0 EUR Zeitrente Konstant, alter ezei 25.00 EinMind chne 0 EUR esten Nich Einmalbei risik ter Schu Ausg t nur oadä Minde konstant 85 Jahre s 15 Jahre ezeic das wahlfrei Unse quat stens auf einen trag– tz Prod hnet , höch oder Nichtder re RISK (risik 15 ukt auch 85 Jahre er Jahre fallend oadä stens nur Unte Schu -vario Blick , höchs das rsch quat ® Unse (risiko 65 Jahre Der wirdtz der Preis 70 tens re RISK- Produ Tarif adäqu iedauch kt Jahre stets 65 Jahre at 70 liert zeich RISKvario ® ) mit Bestnund die der Preis vario ® Jahre wird Bedin net sich ) Beiträ stets risiko 2014 oten mit Bestnund die Bedin adäqu ge genau dadur bewe gungen gesam müss Laufzeit at kalku ch2014 rtet. oten gunge aus, en stimm te Laufz dem Risiko bewe dass n müss Laufz rtet. eit anpas verlau sich die en! eit en stimm f über gen mit sind die sen. en! Einmalb Beiträ Bei Begin die zuneh eitrag Halder Bei ge mend n der dem 86150 straßegering er Laufz er Tarif Telefon Augsb 29 liert RISKurg eit an. und steibleibt Halders + 49(0) Fax traße vario Laufz der 86150 konstant 821 + 29® konst Beitra eit gleichTelefon / 319-0 Augsbu49(0) ant kalku www.d g über (Einm rg 821 / 319-15 Fax . Bei + 49(0) albeit ialog-l die -info@dialog-lebe 33 + 49(0) der 821 / 319-0 laufen eben.d rag) risikoad gesam RISK 821 www.di werde d über te alog-leb n.de äquate -vario ® info@dial einer n die / 319-15 33 Summ die Vertra EB og-leben. en.de Beiträ DER de gs e zu ge Spez nicht ialve Vertra laufzeit, sonde gsbeg DER rsich rn in inn bezah Spez erer für lt. ialversich Summe

WELT

Der schweiz-amerikanische Versicherungskonzern ACE hat die traditionsreiche Chubb Versicherung gekauft. Das 1882 als Schiff- und Frachtversicherung in New York gegründete Unternehmen wurde in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutenden Sach- und Unfallversicherungsspezialisten. Nun hat ACE um kolportierte 28 Mrd. USD das Unternehmen erworben. Damit

Mit unserem Tarif RISK-vario® Finanzierung – der passgenauen und flexiblen Kredit- und Baufi-Absicherung. Er bietet mit seinem annuitätisch fallenden Verlauf jederzeit optimalen Risikoschutz. Denn die Versicherungssumme passt sich Jahr für Jahr automatisch dem fallenden Darlehensbetrag an. Und das ist nicht nur praktisch, sondern auch günstig!

I-RLV-HL

sie in allen Versicherungsangelegenheiten. Mein Ziel ist, der kontinuierliche Ausbau der GrECo JLT Marktposition zum Nr. 1 Maklerpartner in Kärnten/Osttirol.“ Der studierte Betriebswirt begann seine berufliche Karriere vor 10 Jahren in der Lebensmittelbranche. Dort bekleidete er diverse Führungspostionen, z.B. bei der Hofer KG, im Vertrieb. 2009 wechselte er in die Versicherungsbranche zur Zürich Versicherungs-AG, in der er zweieinhalb Jahre als Spezialist für Firmenkunden tätig war. 2012 übernahm er in die Position des Verkaufsleiters und war für die Bezirksstellen Lienz, Spittal/Drau und Althofen verantwortlich. Zu dieser Zeit absolvierte er auch seine Ausbildung zum „Licensed Master-Practitioner of NLP®“.

Summe

Mag. Harald Luchs verstärkt ab sofort als Regionalleiter für den Bereich Sales die Region Kärnten/Osttirol und als Mitglied der Geschäftsleitung das Management der GrECo International AG. Der gebürtige Steirer übernimmt als Regionalleiter gemeinsam mit Günter Rauer die Führung der Region Kärnten/Osttirol und ist für den gesamten Sales Bereich verantwortlich. Der Fokus liegt neben der Verwaltung des bestehenden Kundenmarktes vor allem auf der Neukundenakquise. „Ich sehe diese verantwortungsvolle Position als spannende Herausforderung in einem interessanten Marktumfeld mit einer etablierten Marke etwas zu bewegen. Mit meinem Team bieten wir unseren Kunden sehr gute individuelle Versicherungslösungen und beraten


KURZNACHRICHTEN

8

risControl 07/15

CREDITREFORM

VALIDA PLUS AG

Pessimismus

ÖGUT

Die Umfrage der Creditreform unter Kleinund Mittelbetrieben im Frühjahr zeigt das Geschäftsklima im österreichischen Mittelstand ist auf einem Rekordtief. Negative Auftrags- und Umsatzentwicklungen sind gepaart mit einer großen Portion Pessimismus für die Zukunft. Seit 2009 haben wir den schlechtesten Stand in Lage- Erwartungs- und Klimabarometer der Konjunkturentwicklung unter den KMU´s. Den deutlichsten Einbruch gab es beim Baugewerbe und beim Handel, auch im Dienstleistungsgewerbe gibt es keine besonderen erfreulichen Nachrichten. Für die nahe Zukunft ist man am Bau am skeptischsten, lediglich das verarbeitende Gewerbe zeigt eine positive Erwartungshaltung.

Bereits zum dritten Mal in Folge hat die Valida Plus AG das ÖGUT Gold Zertifikat für ein Bilanzjahr erhalten. Ausschlaggebend dafür war vor allem die nachhaltige Kapitalanlage. Im Bilanzjahr 2014 konnte die Valida Plus den Anteil der nachhaltig einwandfrei veranlagten Assets auf 100 % steigern. Mag. Stefan Eberhartinger, Vorstandsvorsitzender der Valida Vorsorge Management stellt klar: „Unsere Kunden und Anwartschaftsberechtigten in der Valida Plus können somit sicher sein, dass das gesamte Abfertigungs-Guthaben nach höchsten ethischen Standards veranlagt wird.“ Für die Umsetzung betriebsökologischer Projekte im Jahr 2014 wurde die Valida Vorsorge Management als ÖKOPROFIT Betrieb ausgezeichnet.

FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER

Crowdinvesting boomt Bereits im ersten Halbjahr des heurigen Jahres wurde mehr finanziert als in den beiden Jahren zuvor. Seit Bestehen der österreichischen Plattformen konnten bereits 49 Finanzierungen positiv abgeschlossen werden, und es wurden insgesamt mehr als 6,3 Mio. Euro durch Crowd-Investoren aufgebracht. Paul Pöltner, Co-Gründer und Geschäftsführer von der Plattform CONDA, Vorsitzender des Fachausschusses Crowdinvesting Plattformen: „Unsere Zahlen belegen, dass Crowdinvesting als Wachstumsbranche immer mehr Bedeutung gewinnt.“

OBERÖSTERREICHISCHE VERSICHERUNG

Bilanz

D Dr. Josef Stockinger und Mag. Othmar Nagl

ie Oberösterreichische Versicherung zieht Bilanz über das erste Halbjahr. Recht zufrieden ist Generaldirektor Dr. Josef Stockinger sowie sein Vorstandskollege Mag. Othmar Nagl über die Zuwächse im Schaden Unfall Bereich von 2,4 % und die starke Nachfrage im Vorsorgebereich. Lebensversicherungsprodukte mit laufender Prämie legten um 7,1 % im

Urlaubszeit Die grüne Versicherungskarte ist nur bedingt im Urlaub ein ausreichender Begleiter im Krankheitsfall. Eine ausreichende Absicherung ist nur mit einer entsprechenden Reisebzw. Krankenversicherung gegeben. Aber dennoch bemüht sich die SVA immer mehr Leistungen auch im Ausland anzubieten. Seit 1.Juli gilt die Europäische Reiseversicherungskarte, (Rückseite der e-card) in BosnienHerzegowina bei der örtlichen Zweigstelle der Krankenversicherung, man erhält dafür einen nationalen Anspruchsnachweis um ärzt-

liche Leistungen in Anspruch zu nehmen, so auch in Island, Liechtenstein und Norwegen, der Schweiz, Mazedonien und Serbien. Für die Türkei und Montenegro sollte vorab ein Betreuungsschein von der SVA ausgestellt werden und mit ins Reisegepäck. Mit anderen Staaten hat Österreich bisher kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen.

ersten Halbjahr zu. Die Existenzkasko ist seit Ihrer Einführung Anfang April auf einem sehr guten Weg, bereits über 2000 Verträge wurden abgeschlossen. Wermutstropfen sind die bisherigen Schäden durch die Sturmereignisse aber auch in der Kfz- Kasko, insgesamt sind die Versicherungsleistungen um 10 % gestiegen, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.


9

risControl 07/15

JAPAN

Milliarden Fusion Strommarkt Versicherungsmakler Willis Group und Unternehmensberater Tower Watson fusionieren zu einem Unternehmen mit dem Namen Willis Tower Watson, der gemeinsame Börsenwert liegt bei 18 Mrd. Dollar. Der neue Unternehmenssitz wird in Irland sein, gemeinsam beschäftigen die beiden Unternehmen 39.000 Mitarbeiter weltweit. Bei der Fusion soll es kaum Überschneidungen in der Zielgruppe geben, das Geschäft der beiden wird sich nach eigenen Angaben vor allem ergänzen. Die Willis Aktionäre sollen 50,1 % an dem fusionierten Unternehmen, die Eigner von Towers Watson den Rest bekommen.

Als eines der letzten Industrieländer öffnet Japan seinen Strommarkt für ausländische Firmen und möchte damit das Monopol der zehn regionalen Energieversorger brechen. Der erste Schritt fand mit der Implementierung eines unabhängigen Netzbetreibers statt. Ziel ist es neben dem zu brechenden Mono-

pol, die Preise zu reduzieren und ein stabiles nationales Stromnetz zu schaffen. Plan ist bis 2020 die Entflechtung vom Stromproduktion und Distribution in den bisherigen Monopolen zu erreichen. Alleine der Strommarkt für den privaten Haushalt wird mit ca. 58 MRd. Euro beziffert.

FMA

Fremdwährungskredite Seit dem Neuvergabestopp von Fremdwährungskrediten im Jahr 2008 wurde das Kreditvolumen mehr als halbiert. So ist der Fremdwährungsanteil bei allen aushaftenden Krediten an private Haushalte im 1. Quartal 2015 auf 19,3 % gesunken. Am Höhepunkt des Kreditbooms lag dieser Anteil bei 31,8 %. Der Großteil der Kredite entfiel heuer Ende März, mit 96,6 % auf Schweizer Franken und der Rest beinahe zur Gänze auf japanische Yen.

Kontakt Tel: 059 808 service@oebv.com www.oebv.com www.oebv.com

Sichern Sie Ihre Hinterbliebenen ab Solide n ge Lösun k r a M e ÖBV

Die Begräbniskostenvorsorge der ÖBV > Schutz der Hinterbliebenen vor finanziellen Belastungen > Vorsorge für Kosten, die bei einem Begräbnis entstehen > Zusätzlich Deckung von Überführungskosten bis € 15.000,– > Einmalerlag oder laufende Beitragszahlungen

KURZNACHRICHTEN

WELT


INTERVIEW

10

risControl 07/15

ARAG SE DIREKTION F. ÖSTERREICH

Umtriebig und neue Tarife


11

risControl 07/15

Dr. Effinger wie war der bisherige Jahresverlauf bei der ARAG Österreich? Effinger: Mit dem bisherigen Jahresverlauf sind wir sehr zufrieden, im Neugeschäft liegen wir per Ende Mai bei einer Zuwachsrate von 32 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Combined Ratio konnte deutlich unter 90 % gesenkt werden. Somit geht unser Weg der Wachstumsfokussierung kombiniert mit Ertragsstärke konsequent weiter. Was gibt es Neues im Produktportfolio? Bors: Die bewährten Produktvarianten mit Basis, Komfort und Premium wurden beibehalten, die Produkte sind aber inhaltlich verbessert und angepasst worden. Im Premium Bereich wird ein noch umfassenderer Gesamtschutz angeboten, damit unser Vertriebspartner auch ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend noch besser agieren können. Zudem sind die Prämien attraktiver gestaltet und liegen damit sehr gut im Markt. Was bieten Sie dem Vertriebspartner? Effinger: Unsere Vertriebspartner haben in den letzten 12 Monaten Wünsche im Bezug auf die Produktflexibilität bei uns deponiert. Unter anderem sind Module, wie beispielsweise Rechtsschutz für Arbeits- und Dienstrechtssachen, Sozialversicherungs-RS, Erb- und Familienrecht-RS oder auch im Liegenschafts-RS, in bestimmten Kombinationen zu – und abwählbar. Hier sind wir auf die Wünsche unserer Vertriebspartner

eingegangen und haben diese mittlerweile vollständig in unserer Produktlandschaft umgesetzt. Das Feedback vom Markt zeigt, dass das sehr geschätzt wird und gut ankommt. Damit haben unsere Vertriebspartner noch mehr Möglichkeiten auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. Was ist Ihnen wichtig in der Kommunikation mit Ihren Vertriebspartnern?

Bors: Besonders wichtig ist für uns, unsere Merkmale herauszustreichen. Neben den Produktfeatures auch unsere „In House“ Bearbeitung in der Schadenbearbeitung, die sogenannte „IHB“, wo ARAG-InhouseJuristen beschäftigt sind. Hier bieten wir unseren Vertriebspartnern ein Service an, das seines gleichen sucht. Schäden werden direkt von uns bearbeitet und erledigt, die Erstberatung kann über uns erfolgen und bietet auch Hilfestellungen bei „Problem-

INTERVIEW

ARAG Österreich präsentierte im Juni „die neue Rechtsschutzversicherung“ von Dornbirn bis nach Vösendorf. Aufbauend auf die bewährte Struktur – Basis, Komfort, Premium - fand die erheblich erweiterte Modularität besonderen Anklang unter den insgesamt rund 440 Teilnehmern. Bei den Produktneuheiten wurde im Betriebs-RS das Forderungsmanagement NEU, im Privat-RS die Deckungserweiterung im Familien-Rechtsschutz in der Maklerschaft besonders geschätzt. Wie im Vorfeld angekündigt hat der Rechtsschutzspezialist zuletzt erzielte Kostenvorteile im Rahmen einer jetzt deutlich attraktiveren Prämiengestaltung weitergegeben. Hervorzuheben ist die Ausweitung des Nachlasses im Selbstbehaltstarif von bisher 10% auf jetzt 20%. Sehr positives Feedback gab es für die mittlerweile gut etablierte Serviceleistung „Inhouse-SchadenBearbeitung“, kurz „IHB“. Dabei wird den ARAG-Kunden auf Wunsch die Möglichkeit geboten, sich von einem ARAG-Inhouse-Juristen bei Ihrem rechtlichen Problem außergerichtlich vertreten zu lassen. In vielen Fällen im Bereich von Kleinschäden wird rasch und unkompliziert eine Lösung herbeigeführt.


INTERVIEW

12

risControl 07/15

fällen“. Wir haben Spezialisten in allen Rechtssparten – Erb-, Familien-, Liegenschaftsrecht etc. - , ebenso gibt es unter unseren Juristen ausgewiesene Fachleute für Versicherungsstreitigkeiten, dass unseren Vertriebspartnern und deren Kunden zu Gute kommt. Effinger: Wir versuchen den Kunden in allen Lagen Hilfe anzubieten, ein Miteinander für die Zufriedenheit der Kunden. Sie haben eine österreichweite Roadshow „Neue Tarife“ veranstaltet, wie ist das Feedback gewesen? Bors: Die Besucherzahlen bei ARAG on Tour waren überwältigend. Im Vorfeld haben wir davon gesprochen, dass unser Tarif Aufsehen erregen wird. Die Diskussionen und Fragen bei den einzelnen Veranstaltungen haben gezeigt, wie hoch das Interesse an ARAG und an unseren Produkten ist und damit unsere Prognose voll eingetreten ist.

Die anwesenden Teilnehmer haben ARAG bestätigt, mit der neuen Tarifgeneration und mit den innovativen Serviceleistungen auf einem sehr guten Weg zu sein. Jürgen Sponer, MBA Geschäftsführer EKV Versicherungsmakler GmbH: „Für mich haben

Auch der jüngste Teilnehmer der Roadshow war sichtlich begeistert.

sich die Erwartungen an die Veranstaltung erfüllt. In einer komprimierten Form wurden alle wichtigen Informationen und Neuheiten gut und verständlich transportiert. Was ich mir mitnehme ist, dass im Vertragsbereich die kompensations Ansprüche herausgenommen wurden. Das In House Service ist ein neuer

Weg, der sehr erfolgversprechend für Makler und Kunden ist. Auch die Unterstützung der ARAG für Vertriebspartner finde ich ausgezeichnet. Die Informationsschreiben an Kunden mit der Möglichkeit der individuellen Gestaltung ist eine gute Idee und hilfreich in der Alltagsarbeit.“


Die Zukunft der Lebensversicherung ist bei uns schon Gegenwart Die Generation 50plus hat ein Luxusproblem: Sie wird in den nächsten 10 Jahren 2,6 Billionen Euro erben − und hat keine überzeugende Anlageidee. Wir haben uns diese Menschen genau angeschaut. Und für sie einen Ausweg aus der Sackgasse „Tagesgeld“ erarbeitet. Dieser Ausweg hat einen Namen: ParkAllee. Fokussiert auf Einmalzahlungen bietet es Ihren Kunden attraktive Renditechancen auf lange Sicht und eine für ein Versicherungsprodukt außergewöhnliche Verfügbarkeit. Also genau die Kombination, die Tagesgeld derzeit nicht leisten kann. Entdecken Sie für Ihre anlageerfahrenen wie unerfahrenen Kunden die Zukunft: servicebox.standardlife.at/ParkAllee


VERSICHERUNG

14

risControl 07/15

ALLIANZ GLOBAL ASSISTANCE

Jahresergebnis

D

ie AGA Österreich hat ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 % auf gesamt 44,4 Mio. erhöht. Die positive Entwicklung betraf alle Geschäftsfelder, wobei die Vertriebsniederlassungen der Allianz Global Assistance in Ungarn, Rumänien und Bulgarien, zentral gemanagt über Österreich, ebenso beitragen konnten wie die österreichischen Geschäftsfelder Reiseversicherung, Gesundheit & Eigenheim sowie KFZ & Finanz. Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 95,8 % unter dem weltweiten Konzernschnitt von 97,1 %. Ukraine-Krise, Umstände in Ländern wie Israel, Ägypten, Syrien oder Irak, die Ebola-Epidemie oder der IS- Terror, aber auch diverse Pilotenund Lokführerstreiks stellten die Branche im vergangenen Jahr vor neue Herausforderungen, förderten bzw. veränderten aber auch das Sicherheitsdenken bei Reisenden. „Durch ein gutes Zusammenspiel mit unseren Vertriebspartnern und die Schaffung eines erweiterten Produktportfolios, das auf ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis abzielt, konnten wir auch in Zeiten der Krise gemeinsam Erfolge verbuchen“, kommentiert Dr. Christoph Heißenberger, Österreich- und Südosteuropa-Geschäftsführer der Allianz Global Assistance das Vorjah-

resergebnis. „Auch im Jahr 2015 planen wir, an die gemeinsamen Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen und unser Multiproduktportfolio für Reise und Alltag den Wünschen des Kunden entsprechend weiter auszubauen und mit Innovationen auszustatten“, so Heißenberger. Gleichzeitig versucht man, durch laufende Schulungseinsätze und Informationsveranstaltungen Risikobewusstsein und Produktverständnis intern wie extern, zu schärfen. International liegt das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 2,658 Mrd. Euro ebenfalls auf Kurs. Fast die Hälfte des Gesamtumsatzes wurde dabei 2014 innerhalb der Zone Europa, Mittel- und Ostafrika lukriert. Insgesamt stammen 43 % des Gesamtumsatzes aus dem Geschäftsfeld Reise, 37 % aus dem Geschäftsfeld KFZ und weitere 20 % konnten durch die Felder Gesundheit, Leben und Eigenheim abgedeckt werden. In Summe arbeiten 12.768 Mitarbeiter weltweit

für Allianz Global Assistance und sprechen 58 Sprachen - ihr oberstes Ziel ist es, Menschen jederzeit weltweit zu helfen. „Allein in der Wiener 24h-Notrufzentrale decken wir 14 Sprachen ab“, so Heißenberger. Unter dem Motto „How Can we help?“ hat wurden weltweit im vergangenen Jahr 53 Mio. Anrufe entgegen genommen sowie 6,6 Millionen Textnachrichten gesendet und empfangen – dies entspricht 3 Anrufen alle 2 Sekunden und einer SMS alle 8 Sekunden. Mit einem internationalen Netzwerk aus 5.519 medizinischen Versorgungsdiensten in 176 Ländern und 394.000 Abschleppdiensten wurde weltweit Hilfe geleistet.

ÖGVS GESELLSCHAFT F. VERBRAUCHERSTUDIEN

Kfz-Studie

I

n Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin Format, hat die ÖGVS die beste Mischung aus Tarifen und Servicequalität der österreichischen KFZ Versicherer untersucht. Das Testurteil setzt sich aus den Leistungen der Versicherer in drei unterschiedlich Kategorien zusammen: Die Tarife, wie hoch die Kosten des untersuchten Tarif sind und wie die Tarifleistungen und Vertragsbedingungen lauten. Transparenz und Komfort, sind die wichtigsten Versicherungs- und Vertragsbedingungen klar ersichtlich? Wie komfortabel

die Website ist. Und zu guter Letzt der Kundendienst, wurden die Testkunden freundlich und zuvorkommend behandelt und umfassend und kompetent beraten? Wie läuft die Angebotserstellung? Die Anfragen an die 12 getesteten Versicherungsunternehmen wurden durch verdeckte Tester erstellt, Anfragen an Versicherungsmakler wurden nicht gemacht. Testsieger der Gesamtstudie ist die VAV-Versicherung, gefolgt von Zurich Connect und muki. Die VAV als Testsieger überzeugte dabei v.a. mit den besten Tarifen sowie dem besten

Kundendienst. Die Zurich Connect punktete mit den zweitgünstigsten Beiträgen im Test und der besten Wertung im Bereich Transparenz & Komfort. Und der Drittplatzierte muki zeigte neben sehr umfangreichen Tarifleistungen die kompetentesten Mitarbeiter im Email-Support. Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV: „Die Auszeichnung, die wir nun zum zweiten Mal erringen konnten, bestätigt unseren Weg. Ganz besonders freuen wir uns über die außerordentlich gute Gesamtnote, die uns klar vom Gesamtmarkt abgrenzt.“


15

risControl 07/15

VERSICHERUNG

DONAU VERSICHERUNG

Innovationsschritt

D

ie Donau Versicherung hat zahlreiche Vertriebspartner zu Erweiterungswünschen bei Gewerbeversicherungen befragt. „Klein- und Mittelbetriebe gehören zu einer zentralen Zielgruppe für uns. Wir haben in diesem Segment mit rund 10 % einen deutlich höheren Marktanteil als bei den Privatkunden. Wir legen großen Wert darauf, unsere Marktkompetenz im Bereich der Gewerbeversicherungen, weiter zu steigern. Dazu haben wir primär Makler gefragt, welche bisher nicht oder geringfügig gedeckten Risiken für Unternehmer eine hohen Stellenwert hätten. Das Ergebnis ist unser „GewerbeSpecial“, erklärt Mag. Harald Riener, verantwortliches Vorstandsmitglied für den Vertrieb. Der Zusatzbaustein ist zu bestehenden oder neuen Verträgen der beiden Produkte BetriebsAllrisk und BGV-Vario für den Betriebsinhalt und/ oder das Betriebsgebäude abschließbar. Die Jahresprämie dafür beträgt 240,-- Euro. Dafür sind folgende Risiken mitversichert: • Grobe Fahrlässigkeit bis zu 25 % der Versicherungssumme, max. mit EUR 125.000,-; Graffiti-Schäden gelten bis EUR

3.500,– mit einem Selbstbehalt von EUR 500,– als mitversichert. • GKFZ von Betriebsinhaber/Besucher gegen Feuer bis zum Zeitwert bis EUR 25.000,–. Schäden durch Raureif und Eisregen (durch Herabrutschen von am Dach angesammelten Massen von Raureif und Eis) bis EUR 1.500,–. Das Entfernen von Bäumen und Masten nach einem versicherten Ereignis bis EUR 5.000,–. Das Lösen von Rohrverbindungen (Muffenversatz) gilt bis EUR 1.500,– als mitversichert. • GFliesen, Bäder, Malereien und Tapeten gelten nach einem Leitungswasserschaden bis EUR 2.500,– als mitversichert, auch wenn die Beschädigung nicht den ganzen Raum betrifft und die Teilinstandsetzung aus optischen Gründen nicht zumutbar ist. Der Zusatzbaustein deckt somit Risiken, die für Klein- und Mittelbetriebe besondere Relevanz haben. „Besonders die grobe Fahrlässigkeit und deren geringe Deckung wurde in unseren Gesprächen mit den Vertriebspartnern öfters als Kritikpunkt genannt. Mit unserer Erweiterung auf die maximale Leistung von EUR 125.000,-- bieten wir derzeit eine einzigartige Deckung am

Markt. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Ein Gastwirt verwendet einen alten ausgetrockneten Tischschmuck. Beim Abbrennen der Kerzen entflammt dieser und es kommt zu einem Brandschaden im Gasthaus. Dieser würde unter grobe Fahrlässigkeit fallen, die im Rahmen des Zusatzbausteines jetzt gedeckt wäre“, verweist Mag. Riener auf den Nutzen des neuen Angebots.

D.A.S. ÖSTERREICH

Vereinsfunktionäre

D

ie D.A.S. bietet erstmals umfassende Rechtsschutzdeckung für Funktionäre von Vereinen. Im Rahmen eines Privatrechtsschutzes wird Funktionären ein eigener Deckungsanspruch mit einem umfassenden Versicherungsschutz angeboten. Es gibt in Österreich rund 120.000 Vereine und 3 Millionen Menschen leisten 15 Millionen unentgeltliche Arbeitsstunden pro Woche. Durch diesen Einsatz werden die unterschiedlichsten Lebensbereiche abgedeckt; vom Sozial- und Gesundheitswesen über den Sport- und Freizeitbereich, Kulturinitiativen, Natur- und Umweltschutz,

bis hin zu Aktivitäten im Bereich Nachbarschaftshilfe oder Unterstützungstätigkeiten im Alltag. Politische Vereine und kirchliche Vereine sind von der Deckung ausgeschlossen. Das Vereinsvermögen darf nur im Sinne des Vereinszwecks verwendet werden und der Verein darf nicht gewinnorientiert sein. „Der Einsatz von Eigenverantwortung und ehrenamtlichem Engagement ist besonders wichtig“, sagt Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG. „Leider sind auch Vereine von Rechtsstreitigkeiten betroffen. Es passiert dabei immer wieder, dass neben dem Verein auch Funktionäre rechtlich be-

langt werden können. Die meisten bisher am Markt erhältlichen Vereins-Rechtsschutzversicherungen bieten deshalb eine Mitversicherung ihrer Funktionäre an“, so Kaufmann. Problematisch ist die Situation, wenn es Rechtsstreitigkeiten gibt. „Denken Sie etwa an die Situation, wenn behauptet wird, dass ein Funktionär Vereinsgelder entgegen dem Vereinszweck verwendet hat oder ihm vorgeworfen wird, dass er beim letzten Zeltfest Alkohol an Minderjährige ausgeschenkt hat“, so Kaufmann. „In diesem Fall hätten bisherige Rechtsschutzdeckungen keine rechtliche Unterstützung gebracht.“


risControl 07/15

DIALOG LEBENSVERSICHERUNG AG

Jahresergebnis

D

ie Dialog Lebensversicherung hat das Jahr 2014 als Rekordjahr für das Unternehmen bezeichnet. Zum dritten Mal in Folge konnte ein Spitzenergebnis erzielt werden. Im Neugeschäft wurde eine Steigerung von 5,9 % verzeichnet. Die laufenden Prämien stiegen um 9,9 % auf 11,4 Mio. Euro und die Versicherungssumme wuchs um 10,4 % auf 2.448 Mio. Euro. Ein gesamtes Wachstum von 9,1 % erhöhten die gebuchten Bruttobeiträge auf 81,7 Mio. Euro. Oliver Brüß, Sprecher des Vorstands der Dialog Lebensversicherungs-AG, zeigt

auf Makler und Finanzdienstleister erweist sich einmal mehr als richtig und erfolgreich. Auch in Zeiten zunehmender regulatorischer Eingriffe in den Versicherungsmarkt stehen wir fest zu unserem Geschäftsmodell und fest zu unseren Vertriebspartnern. Ihnen gilt mein Dank, ebenso wie dem Leiter unserer ÖsterreichOrganisation, Herrn Direktor Helmut Karner, und seinem hoch Oliver Brüß Helmut Karner motivierten Team.“ Für das Gesich über das neuerliche Rekordergebnis samtjahr 2015 rechnet Vorstandssprecher sehr erfreut: „Unsere strategische Ausrich- Brüß mit einer Fortsetzung der positiven tung als Spezialversicherer für biometrische Entwicklung und einem wiederum über Risiken in ausschließlicher Fokussierung dem Markt liegenden Wachstum.

VAV VERSICHERUNG

Großes Kino

D

ie VHV Gruppe hat für die Marken VHV in Hannover und VAV in Österreich einen Marketing-Coup gelandet und Til Schweiger für ihre neue Kampagne gewonnen. Der berühmte Schauspieler, Regisseur und Produzent wird ab Juli in TV-Spots und Printanzeigen auf humorvolle Art Werbung für die VAV Versicherungs-AG machen. Die Konzeption stammt von der Hamburger Werbeagentur Scholz & Friends.Im Zentrum der Kampagne in Österreich steht ein TV-Spot mit Til Schweiger in der Hauptrolle, der auch für Regie und Schnitt verantwortlich zeichnet. Dabei agiert Schweiger in der Geschichte der neuen VAV-Kampagne nicht wie ein klassisches Testimonial. „Vielmehr wird er durch ungeschicktes Verhalten und einer Prise Selbstironie dem Zuschauer vor Augen führen, was alles passieren und sich zu einem größeren Versicherungsfall entwickeln kann“, sagt Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor. „Ich finde Werbespots nur gut, wenn sie eine Geschichte erzählen“, kommentiert Til Schweiger sein Engagement für die Kampagne. „Und das ist mit dem Konzept super gut gelungen.“Auftakt

für den ersten Spot im österreichischen Fernsehen ist der 13. Juli. Der Spot bewirbt die KFZ-Versicherung der VAV und zeigt Til Schweiger zusammen mit seiner Tochter Emma im Auto. Emma beschädigt dabei leicht die Beifahrertür, als TOP sie diese öffnet. Til Schweiger PREIS ist sauer und ermahnt seine Tochter. Dann öffnet er seine Tür und alles wird noch viel schlimmer... „Mit unserer neuen Kampagne wollen wir schnell, modern und sehr dynamisch rüberkommen. Spots und Anzeigen spielen humorvoll auf die große Filmwelt von Til Schweiger an“, so Griesmayr. „Es ist unser Ziel dabei, unsere Markenbekanntheit noch zu steigern. Das wird durch die Kampagne optimal unterstützt: So wie Til Schweiger mit seinem Werk ist auch die VAV als klare Nummer Eins kaum zu toppen!“ Til Schweiger bringt im deutschen Sprachraum eine sehr hohe Bekanntheit

mit. Deswegen eignet er sich hervorragend, um die Bekanntheit einer Marke zu steigern. Für seine Fans ist er quasi auf Erfolg programmiert. Was er anpackt gelingt. Großes Kino eben. TOP LEISTUNG

TOP PROVISION

TIL SCHWEIGER IN

DIE NUMMER 1 KFZ-VERSICHERUNGEN VOM TESTSIEGER Für alle, die besser fahren wollen: mit ausgezeichneten Produkten und Bonus-Provision ab dem ersten Vertrag. www.VAVPRO.at ÖGVS - Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH Qualitätstest.at

VERSICHERUNG

16

Test

KFZ-Versicherer

TESTSIEGER Test 06/2015, 12 Anbieter im Test: Tarife & Servicequalität

VAV1506_CC14_AZ_210x267_VP_Motiv_Auftakt Publikation

Cedric Behrens

Erscheinungsdatum

24/06/2015

267mm

x 210mm

267mm x 210mm

15:47

277mm

x 220mm


17

risControl 07/15

Schau genau

D

as sollten sich Verkehrsteilnehmer, egal ob als Auto-, Motorradfahrer oder Fußgänger unterwegs, immer wieder vorsagen. Denn die häufigste Unfallursache in Österreich ist mit 38 % ist „Ablenkung“ vom Straßengeschehen, beinahe 13.000 Unfälle mit Personenschaden mit 111 Todesfällen ereigneten sich im letzten Jahr. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz diskutierten Experten des österreichischen Versicherungsverbandes und des Kuratorium für Verkehrssicherheit über die Verkehrssicherheitsarbeit und die Herausforderungen in der Zukunft. Dr. Robert Wasner,

Vorstandsmitglied UNIQA Österreich Versicherung AG, sieht in der Ablenkung das am häufigsten unterschätzte Risiko im Straßenverkehr. Dr. Othmar Thann, Direktor KFV, nennt Multitasking einen Mythos. Die Annahme dass wir locker mehrere Tätigkeiten gleichzeitig verrichten können, ist ein Trugschluss, es kommt dabei zu Dr. Louis Norman-Audenhove, DI Robert Wasner, Dr. Othmar Tann einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust. Al- rem Mobiltelefon ablenken. Eines sind sich leine beim Autofahren werden in Öster- die Diskutanten einig, Im Straßenverkehr reich täglich 200.000 SMS aus dem Auto sollte bewusst auf Ablenkung verzichtet versandt und knapp eine Million Telefonate werden. Übrigens in China gibt es bei einer ohne Freisprecher getätigt. Auch wenn die renommierten Universität nun eine Handymeisten Autofahrer das als Ablenkung ein- spur am Gehweg, damit die „schlurfenden stufen, wird munter weiter telefoniert. Auch Handyleser“ nicht die „normalen“ Benützer Fußgänger lassen sich immer mehr von Ih- der Fußwege behindern.

HANSEMERKUR REISEVERSICHERUNG

Jubiläum

D

ie HanseMerkur Versicherung hat vor drei Jahren in Wien das erste Vertriebsbüro für Österreich eröffnet. Vertriebsdirektor Fuad Izmirlija betreut mit seinem vierköpfigen Team rund 120 Vertriebspartner. Die Prämieneinnahmen lagen Ende 2014 bei 5,5 Mio. Euro. Mit 1. August 2015 wird ein neues auf den österreichischen Markt abgestimmtes Produktkonzept eingeführt. Beim Stornoschutz werden auch Tante, Onkel, Neffen und Nichten als Risikoperson uneingeschränkt mitgedeckt. Sollten diese nicht mitreisenden Verwandten unerwartet und schwer erkranken, werden die Stornokosten des Kunden für eine geplante

Haushalt. Bei Eltern und Reise erstattet. Gleiches gilt ihren leiblichen Kindern ist bei Lebensgefährten, auch der gemeinsame Haushalt ohne gemeinsamen Wohnnicht einmal Voraussetzung. sitz. Im Rahmen ihres ReiBei den Gruppentarifen für seabbruch-Schutzes wird der Gruppen ab zehn Personen gesamte Reisepreis erstattet, profitieren Reisebüros in Zuwenn die Reise innerhalb der kunft von ähnlich attraktiven ersten Reisehälfte (maximal Konditionen wie Großveraninnerhalb der ersten acht stalter. Und bei der ReiseTage) abgebrochen werden Krankenversicherung gibt es muss. Die Jahresversichekeinen Selbstbehalt und kein rung wurde nochmals famiFuad Izmirlija Erstattungslimit bei ambulienfreundlicher gestaltet. In Zukunft zählen als Familie bis zu zwei lanter und stationärer Behandlung sowie Erwachsene und Kinder bis zur Vollendung beim notwendigen Rücktransport ins Heides 25. Lebensjahres im gemeinsamen matland.

VERSICHERUNG

VVO


18 VERSICHERUNG

risControl 07/15

UNIQA

Kärnten

U Hannes Kuschnig

NIQA hat in Kärnten einen Marktanteil von 22,4 % erwirtschaftet, das bedeutet eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 2,43 % auf 229 Mio. Euro. Hannes Kuschnig, UNIQA Landesdirektor Kärnten/Osttirol: „In Kärnten traten 2014 massive Umweltereignisse auf. Schneedruck, der Jahrhunderthagel und Hochwasser führten vor allem in Oberkärnten

und Klagenfurt zu erheblichen Schäden. Insgesamt wurden für 4.223 Schäden 14,8 Mio. ausbezahlt. Wir konnten die Prämien steigern und den Ausbau unserer regionalen Präsenz weiter vorantreiben. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Führungsposition auch im laufenden Jahr als regionaler Versicherer vor Ort durch Kundenservice und regionale Nähe festigen werden.“

MORGEN & MORGEN

Rating

D

as Analysehaus Morgen & Morgen hat ihr diesjähriges Rating über die Berufsunfähigkeitsprodukte in Österreich veröffentlicht. Insgesamt wurden 30 Tarife von sechs österreichischen Versicherern analysiert. Die Bestrebungen nach Verbesserungen und Transparenz seitens der Versicherer werden immer deutlicher. Heuer haben sich erstmals sechs von acht Anbietern dem Rating unterworfen. Von den 30 Tarifen wurden 17 Tarife mit fünf Sternen bewertet. Über diese Bestnoten freuten sich unter anderem HDI Leben, Gothaer, WWK und Zürich – Deutscher Herold und NÜRNBERGER Versicherung. Das Rating basiert auf den Ergebnissen von vier Teilratings, in denen ebenfalls bis zu fünf Teilrating

Dr. Barbara Neumayr

Sterne vergeben werden können. Neben dem Bedingungswerk wurden Kompetenz und Transparenz der Versicherer sowie die Antragsfragen betrachtet. In den Teilratings Bedingungen und Antragsfragen haben sich vor allem die österreichischen Versicherer deutlich verbessern können. Peter Schneider Geschäftsführer von Morgen & Morgen: „Die nachhaltige Etablierung des Themas Transparenz ist auf einem guten Weg.“ „Die Berufsunfähigkeitsversicherung spielt in unserem Vorsorgeangebot eine wichtige Rolle. Es ist unser Ziel, unseren Kunden und Vertriebspartnern ein Produkt mit hoher Qualität und ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Das Ergebnis des Produktratings von MORGEN&MORGEN zeigt, dass wir die-

Edgar Hütten

Peter Schneider sem Anspruch in unsere Produktentwicklung gerecht werden konnten“, so Dr. Barbara Neumayr, Produktmanagerin in der NÜRNBERGER Versicherung. Plan B ist das einzige Produkt in Österreich, das standardmäßig eine Variante mit Leistungen bereits ab 25% Berufsunfähigkeit bietet. Alle Tarife der Dialog Lebensversicherung AG wurde mit der Bestnote ausgezeichnet, Edgar Hütten, im Vorstand der Dialog unter anderem für das Aktuariat zuständig, freut sich: „Erneut bestätigt uns eine der führenden Rating-Agenturen, dass wir ein Spitzenanbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen in Österreich sind. Bei uns erhält der Kunde zu einem hervorragenden Preis-/ Leistungsverhältnis einen hochwertigen Schutz, der ihm für sein gesamtes Berufsleben Sicherheit gibt.“


19

risControl 07/15

Bitte zahlen…

F

orderungsausfälle bedrohen den Mittelstand, bei einem durchschnittlichen Zahlungsziel von 14 Tagen werden nur 40 % aller Rechnungen pünktlich bezahlt. Kleinere Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind davon besonders betroffen. Als Hauptursache für die verspätete Zahlung von Forderungen geben 39 % der Befragten Liquiditätsengpässe bei ihren Kunden an. Für 37 % handelt es sich dabei um eine branchenübliche Vorgangsweise. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der R+V Versicherung in Österreich, die Entscheidungsträger aus Großhandel, Bauwesen und produzierendem Gewerbe zur Zahlungsmoral ihrer Kunden befragt hat. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in letzter Zeit zwar rückläufig, aber gerade die kleinen Unternehmen sind aufgrund mangelndem Risikomanagements weiterhin am stärksten gefährdet. Denn aus einem Zahlungsverzug kann auch schnell ein Zahlungsausfall werden – mit gravierenden finanziellen Konsequenzen.

Denn die entgangenen Forderungen lassen sich in der Regel nur durch erheblichen Mehrumsatz ausgleichen. Trotz dieser drohenden Konsequenzen hat sich die überwiegende Mehrheit der Befragten nicht aktiv mit entsprechenden Versicherungslösungen beschäftigt Das Interesse an entsprechenden Angeboten steigt aber stetig. Ein weiterer Hauptgrund für unpünktliche Zahlungen haben die Teilnehmer der Umfrage Bestreitung und Insolvenz an. Bei Bestreitungen die immerhin bei 31% der Unternehmen sogar bis 5% der Rechnungen betreffen, ist das eine relativ hohe Quote. Dr. Beste dazu: „Aus unserer Sicht besonders erschreckend ist auch, dass fast die Hälfte der Unternehmen aus Kostengründen auf rechtliche Schritte gegen bestrittene Forderungen verzichtet hat, obwohl sie wussten, dass zu Unrecht bestritten wurde.“ Besonders kleinere Unternehmen scheuen den hohen Zeit- und Kostenaufwand, den eine Rechtsverfolgung bedeutet. „Das signalisiert uns, dass die Versicherungsbranche hier großen

Nachholbedarf hat bezüglich der Darstellung des Nutzens entsprechender Absicherungsmöglichkeiten“, resümiert Dr. Beste. „Für R+V leiten wir daraus den klaren Auftrag ab, noch aktiver über die Vorteile unserer Forderungsausfall-Versicherung zu informieren, die genau die Risiken abdeckt, die die Existenz kleiner und mittelständischer Unternehmen bedrohen.“ Während klassische Warenkreditversicherungen in der Grundausstattung lediglich Forderungsausfälle bei Insolvenz des Kunden abdecken, inkludiert das Produkt standardmäßig eine Entschädigung von Zahlungsverzügen bereits zwei Monate nach Fälligkeit.Ebenfalls automatisch im Versicherungsschutz enthalten ist eine Rechtschutzdeckung bei bestrittenen Forderungen. „Für unsere Vertriebspartner bedeutet dies gleichzeitig ein riesiges Potenzial. Durch Fachschulungen sowie eine einfache, verständliche und leicht zu handhabende Produktlösung wollen wir Makler aktiv dabei unterstützen, dieses Potenzial zu heben.“

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Kinder Vorsorge

M

it dem START-INS-LEBEN-Kindervorsorgeprogramm bietet die Wiener Städtische höchsten Versicherungsschutz und garantiertes Startkapital für wesentliche Meilensteine: Berufsausbildung, Studium, Wohnung, Hochzeit, Führerschein etc. Das Produkt verbindet sofortigen Versicherungsschutz (klassische Lebensversicherung) mit Kapitalaufbau. Die Auszahlung ist dabei auf jeden Fall sicher: Das Produkt garantiert, dass die Versicherungssumme nach Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer ausbezahlt wird – unabhängig davon, ob der Beitragszahler diesen Zeitpunkt erlebt oder nicht. Im Ablebensfall kümmert sich die Wiener Städtische um die Ausfinanzierung. „START-INS-LE-

BEN ist bestens geeignet für die Familienvorsorge: als garantiertes Startkapital für wesentliche Meilensteine des Kindes wie Ausbildung oder die erste Wohnung. Als besonderes Special bieten wir bei Bedarf flexible Entnahmemöglichkeiten bei bestimmten Ereignissen – wie Schuleintritt, Schulkurs, Beginn einer Ausbildung, Eheschließung etc. – so lassen sich aktuelle Anforderungen sicher finanzieren“, erläutert Vertriebsvorstand Dr. Ralph Müller. Für die zusätzliche Absicherung des Kindes kann optional das Juniors Best Kinderbündel eingeschlossen werden. Dieses bietet eine Begleitkostenversicherung (Kostenübernahme für die Begleitperson bei Spitalsaufenthalten des Kindes),

eine SOS-Auslandsreiseversicherung (Kostenübernahme für Behandlungen im Ausland, Heimreise, Bergungskosten bei einem Unfall und Rücktransport durch die Flugrettung) sowie eine Unfallversicherung.

VERSICHERUNG

R + V VERSICHERUNG


INTERVIEW

20

risControl 07/15

VORARLBERGER LANDESVERSICHERUNG gewisses Vakuum herrscht, welches uns zu Gute kommt. Versicherungsmakler brauchen nun mal kompetente Ansprechpartner, die erreichbar sind, gleichgültig ob es um Schäden oder Service geht - und das bieten wir an. Wir sehen Sie die Zukunft des freien Vertriebes, auch im Bezug auf Nachfolge, wie geht man damit im Ländle um?

Neuer Weg Wir haben mit Robert Sturn über die Vorarlberger Landesversicherung gesprochen. Die Regionalität, die Zukunft des Versicherungsmaklers, Möglichkeiten für eine Nachfolgeregelung und über den neuen Weg für Außendienstmitarbeiter.

Wie geht’s der VLV? Sturn: Sehr gut, wirklich sehr gut, obwohl die Zeiten nicht gerade erbauend sind. 2014 war wieder ein erfolgreiches Jahr für uns, auch mit dem Ergebnis der Lebensversicherung sind wir sehr zufrieden. Bei der laufenden Prämie hatten wir ein Plus von 5,5 %, somit sind wir österreichweit an vorderster Stelle neben den anderen Länderversicherern und ich interpretiere das so, dass schon ein großes Vertrauen unserer Kunden in „Ihre“ Landesversicherung besteht. In der Schaden-Unfallversicherung hatten wir auch ein Ergebnis über den Markt, nämlich einen Zuwachs von 3,1 %. Summa summarum sind wir sehr gut unterwegs und schauen positiv in die Zukunft.

Die positive Zukunft ist natürlich etwas besonders Wichtiges im Bezug auf die Kommunikation mit dem Vertrieb. Welcher Vertriebsweg ist für die VLV bedeutend? Sturn: Wir haben drei Vertriebswege: Den Angestellten Außendienst, die selbstständigen Agenturen und ein immer wichtigerer werdender Vertriebsweg die freien Vermittler, also die Versicherungsmakler. Deren Anteil am Bestand beträgt mittlerweile 35 %, Tendenz steigend. Das kommt auch nicht von ungefähr, wir sind in Vorarlberg einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Versicherungsmakler. Wir spüren, dass sich die großen Anbieter im Bereich Serviceleistung eher in Richtung der Zentren in Österreich verabschieden und so in Vorarlberg ein

Sturn: Durchaus herausfordernd, was wir den Gesprächen mit Maklern in den letzten 2 Jahre entnehmen. Zum einen ist da die Unsicherheit betreffend der sich noch im Umbruch befindlichen Provisionsregelung, zum Anderen ist es auch die Haftungsthematik, die immer größere Bedeutung erlangt. Dazu kommt bei vielen noch die Nachfolgeregelung. Einige Makler habe aus diesen Gründen schon das Gespräch mit uns gesucht um eine Weiterführung ihres Unternehmens in einer anderen Gesellschaftsform zu ermöglichen, bzw. über die Möglichkeit einer Bestandsübertragung. Gibt er schon erste konkrete Ergebnisse? Sturn: Ja, wir haben uns an einer Maklergesellschaft beteiligt, an der FIRST in Götzis, und diese dient als eine Art „Sammelbecken“ für Makler, die eine Nachfolgeregelung anstreben. Denn eines ist sicher zu beachten, wir sind eine kleinere Region wo sich die Menschen untereinander kennen und da ist es den Versicherungsmaklern sehr wichtig, die Nachfolge seriös und kompetent zu regeln, damit die Kunden weiterhin gut betreut werden. Nachfolge ist sicherlich auch ein Thema beim angestellten Außendienst, wie geht die VLV damit um? Sturn: Seit Beginn 2013 haben wir eine neue Strukturierung vorgenommen. Da die Akquirierung im Außendienst immer schwieriger geworden ist, haben wir versucht, komplett neue Wege zu beschreiten. Weg von der provisionsabhängigen Entlohnung, hin zu einem Fixgehalt. Wir zahlen 14 mal 2.200 Euro monatlich, es ist ein Anfangsbezug für einen 20 bis 25-jährigen, unabhängig des vorhandenen Bestandes. Es müssen keine


21

risControl 07/15

INTERVIEW

Verträge auf „Biegen und Brechen“ verkauft und keine unmachbaren Verkaufszahlen erwirtschaftet werden, bei uns gibt es ein Fixgehalt und dadurch kann der Kunde ohne Druck bedarfsgerecht beraten und betreuet werden. Wir sehen das als eine Investition in die Zukunft, wir können zwar noch keine Ergebnisse vorlegen, ob das Modell erfolgreich ist. Wir stellen aber fest, dass mit diesem Modell auch ein anderer Personenkreis für den Beruf als Außendienstmitarbeiter angesprochen wird. Da sind z. B. HAK- und HASCH- Absolventen dabei und was mich besonders freut auch viele Frauen, die sich für diesen Beruf interessieren.

Berichte und Dokumentationen, die doch erhebliche Kosten verursachen. Das ist für eine kleines Unternehmen wie die VLV schon aufwendig.

Wie sehen Sie die Zukunft des Vertriebes? Sturn: Für die nächsten Jahre sehe ich persönliche die Notwendigkeit einer Umstellung bei der Entlohnung des Vermittlers, vor allem in der Lebensversicherung, – unabhängig wie die Provisionsregelung in nationales Recht umgesetzt wird. Aus der Erfahrung wissen wir, dass mittlere und große Makler schon dabei sind auf Honorarverrechnung umzustellen. Man muss einfach von der Provisionsthematik, die ein schlechtes Image hat, wegkommen. Für den freien Vertrieb wird wichtig sein, dass Österreich und Deutschland miteinander aufzeigen, dass es für die Konsumenten schon Sinn macht, wenn seriöse, fachlich fundierte Beratung am Markt angeboten wird. Sonst haben wir die Situation wie in Großbritannien, wo z. B. der Konsument bei einer Haushaltsversicherung keine Beratung mehr bekommt, sondern irgendein Produkt erwirbt, ohne zu wissen, ob eine ausreichende Deckung für sein Risiko vorliegt. Die persönliche Beratung macht nach wie vor Sinn. Wie geht’s der VLV mit Solvency II, sind alle drei Säulen einsatzbereit? Sturn: Wir sind gut in der Zeit für Solvency II und gerüstet für den Start am 1.1.2016. Unsere Eigenkapitalausstattung nach Solvency I liegt bei 400% und ich rechne nicht damit, dass wir mit Solvency II irgendein Bedeckungsproblem haben werden. Was uns aber schon fordert, sind die umfangreichen

Wir spüren, dass sich die großen Anbieter im Bereich Serviceleistung eher in Richtung der Zentren in Österreich verabschieden und so in Vorarlberg ein gewisses Vakuum herrscht.

Wie geht’s der VLV mit der Niedrigzinsphase? Sturn: Die Niedrigzinsphase macht natürlich auch uns zu schaffen. Allerdings haben wir auch in diesem Punkt eine gute Situation: Da wir nie Tarife mit 4 % Rechnungszins angeboten haben, sondern max. mit 3 %, ergibt sich für uns eine deutlich geringere Kapitalbindung . Allerdings muss man schon sagen, sollte die Niedrigzinsphase länger andauern, wird das Produkt Lebensversicherung deutlich unter Druck kommen. Es gilt aber nach wie vor, dass kein anderes Finanzprodukt, lebenslange Renten zu einem festen und fixierten Zinssatz anbieten kann. Es handelt sich eben um ein Versiche-

rungsprodukt und nicht um ein „Sparbuch“. Derzeit haben wir eine Gesamtverzinsung (Garantiezins und Gewinnbeteiligung) von 3,5 % auf den Sparbeitrag und das ist in Österreich sicherlich ein Spitzenwert. Wo gibt es das sonst? Wo holen Sie sich Ihre Energie für den Alltag? Sturn: Die VLV befindet sich in Bregenz in unmittelbarer Nähe des Bodensees, ein sehr großes Naherholungsgebiet. Zum Auftanken der Batterien segele ich dann mit dem Boot in den Sonnenuntergang und lasse für ein paar Stunden den Alltag hinter mir. Was würden Sie sich vom Markt wünschen? Sturn: Im Moment verspüren wir eine starke Zuwendung der Kunden und auch der freien Vermittler zu uns – vermutlich ist dies auf die Finanzkrise zurückzuführen und die Bevölkerung hat mehr Vertrauen zu regionalen Anbietern. Wenn ich mir vom Markt etwas wünschen dürfte, wäre es eine Normalisierung in der Veranlagungsseite Der zweite Wunsch wäre eine weitere Normalisierung, nämlich bei Verordnungen und Regulierungen seitens der EU. Wir danken für das Gespräch.


VERANSTALTUNG

22

risControl 07/15

Who is who

Eigentlich sollte die Überschrift heißen „Who is where“. In den letzten Wochen war viel los in der Branche, etliche Jubiläen, Sommerfeste und der wohl bekannteste Sommertreffhotspot Velden, das 10. Expertentreffen der österreichischen Versicherungsmakler findet

erst im August in Alpbach statt. Wir haben Ihnen eine Vielzahl von Reportagen und Geschichten rund um die Zusammenkünfte und Feste in den nachstehenden Seiten zusammengestellt. Viel Spass beim Lesen!

Symposium Alle zwei Jahre veranstaltet der Fachverband der Versicherungsmakler gemeinsam mit der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen das Internationale Symposium für Versicherungsmakler und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen im Casineum in Velden. Auch heuer wurde die Veranstaltung von hochrangigen Persönlichkeiten aus der Branche besucht. Highlight der Veranstaltung waren die per Videowall übermittelten Grußworte von MEP Othmar Karas, der unteranderem bei den Verhandlungen zu den neuen Regelungen besonderes Augenmerk auf die vertrauensvolle Makler Kundenbeziehung, auf die Administierbarkeit der neuen Regelungen und einer Abwendung eines generellen Provisionsverbotes legte. Dass das generelle Provisionsverbot vom europäischen Parlament abgelehnt wurde, begrüßt er, da es ein ungleiches Wettbewerbsfeld geschaffen hätte und auch nicht zum Konsumentenschutz beigetragen würde. Fachgruppenobmann Akad.Vkfm. Gunter Riedlsperger begrüßte die Teilnehmer und fasste in seiner Rede die im Zuge der Fachverbands Arbeitssitzung beschlossenen Neuerungen kurz zusammen. Um die sogenannten „schwarzen und roten Schafe“ in den eigenen Reihen regulieren zu können, hat der Fachverband die Einrichtung der „Rechts- und Disziplinarkommission“ beschlossen. In Anlehnung an die Standesregeln des Fachverbandes der Finanzdienstleister, nur dass die Versicherungsmakler sich nicht freiwillig unterwerfen können sondern es eine Verpflichtung zur Einhaltung der Standes- und Wei-

terbildungsvorschriften geben soll. Genauere Details wurden noch nicht bekannt gegeben. Der Festvortrag von Univ. Prof. Dr. Andreas Khol zum Thema „Paradigmenwechsel in Österreich und Europa – wie sicher ist unsere Zukunft“ ließ die Teilnehmer an der außerordentlichen rhetorischen Kunst des ehemaligen Präsidenten des österreichischen Nationalrates teilhaben, der Inhalt des Vortrages war thematisch eher diskussionsbehaftet. So auch der Vortrag von Dr. Thilo Sarrazin. Natürlich durfte an dem hochkarätig besetzten Vortragstag nicht eine Diskussion zum Thema „Pension“ fehlen. Moderator Ronald Barazon, Künstler seines Faches, brachte so manchen Diskutanten an den Rand seiner Argumente. Die Fachvorträge über die Provisionsverbotslage in einigen Ländern in Europa waren bestürzend, aber wie schon MAS Othmar Karas in seiner Videonachricht anklingen ließ, in der neuen IDD Richtlinie nicht mehr aktuelles Thema für uns in Österreich.


23

risControl 07/15

Auszeichnung Der Österreichische Versicherungsmaklerring hat in Velden den besten Sachversicherungen den Assekuranz Award Austria verliehen. Alljährlich bewerten Makler Österreichs Versicherungen in Punkto Qualität, Preis und Service. 2015 wurde die Zufriedenheit der Versicherungsmakler in sechs unterschiedlichen Sparten untersucht. Insgesamt 28 Versicherungsunternehmen wurden in der Kategorie Sachversicherungen bewertet. Zu den sechs Sparten gehören Kfz-Haftpflicht, Kfz-Kasko, Eigenheim/ Haushalt, Betriebs-Rechtsschutz, Gewerbe sowie Landwirtschaft. Die Ergebnisse sind in einer 280-seitigen Studie dokumentiert. “Mit dem diesjährigen AAA haben wir wieder tief in die Versicherungslandschaft hineingehört und uns ein gutes Bild von der alltäglichen Maklerarbeit gemacht”, erklärt Ing. Alexander Punzl, Präsident des Österreichischen Versicherungsmaklerrings. “Die facettenreichen Ergebnisse helfen uns, auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Mitglieder noch besser einzugehen und ihnen als kompetenter Ansprechpartner und Interessensvertreter bestmöglichen Service zu gewährleisten”, so der ÖVM-Präsident. “Mit unserer ausführlichen und differenzierten Bestandsaufnahme des Versicherungswesens in Österreich bieten wir den Unternehmen eine fundierte Analyse”, sagt Mag. Dr. Katja Meier-Pesti, Geschäftsführerin von Wissma. “Wir zeigen für jeden einzelnen Versicherer auf, wie zufrieden die Makler in den einzelnen Sparten sind und wo es aus deren Sicht Verbesserungsbedarf gibt”, erklärt Meier-Pesti. HDI konnte das Rennen in der Sparte Kfz-Haftpflicht klar für sich entscheiden, gefolgt von MUKI und VAV. Auch beim Kfz-Kasko ging der erste Preis an HDI. Damit verteidigte das Unternehmen seinen Titel aus dem Jahr 2013. Auf die Plätze zwei und drei

schafften es VAV und Generali. Zusätzlich wurde HDI in beiden Kfz-Segmenten mit fünf Sternen ausgezeichnet, da sie jeweils einen Indexwert von über 75 erreichte. Günther Weiß, HDI Vorstandsvorsitzender bei der Verleihung: „Die Kontinuität spricht für sich, seit der letzten Bewertung konnten wir unser Ergebnis und den großen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern halten und sind damit seit dem Start des Awards 2005 lückenlos immer Erster. HDI Vorstand Ing. Thomas Lackner: „Die Steigerung von 76 auf über 78 Punkte im Kasko Bereich haben wir dem tollen Einsatz und der hohen Qualität unseres Teams zu verdanken. Im Bereich Haushalt/Eigenheim konnte sich MUKI nach 2013 neuerlich über den Sieg freuen. Der Vorsitzende des Vorstands Ladislaus Hartl freute sich: „Beim Assekuranz Award Austria wird unsere Gesamtleistung von professioneller Seite gewürdigt. Das ist uns besonders wichtig. Unser breites Leistungsspektrum, die günstigen Prämien und die kompetente Maklerbetreuung haben ebenso wie unsere bekannt schnelle Schadenbearbeitung zu dieser hervorragenden Bewertung beigetragen.“ Hinter ihr auf dem “Stockerl” landeten Generali und UNIQA. Eine Titelverteidigung gelang auch der Zürich-Versicherung. In der Sparte Betriebs-Rechtsschutz hat gab es ebenfalls fünf Sterne inklusive. Kurt Möller, Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Schaden-/Unfall-Bereich, zeigte sich hoch erfreut über beide Preise: „Die Auszeichnungen heben

einmal mehr Zurichs hohe Kompetenz und langjähriges Know-how im Firmenversicherungssegment hervor. Wir sind zudem sehr stolz, dass wir nach dem ersten Platz für die Privat-Rechtsschutzversicherung im letzten Jahr heuer als einziger Versicherer mit 5 Sternen auch den ersten Platz für die Betriebs-Rechtsschutzversicherung erhalten haben und im Bereich Gewerbeversicherung wie schon 2013 erneut eine Top-Platzierung erreichen konnten. Dies ist nicht zuletzt auf stete Optimierungen durch Einbeziehung des Feedbacks unserer Maklerpartner zurückzuführen.“ Auf den Plätzen zwei und drei folgen Roland und D.A.S. Den Bereich der Gewerbe-Versicherungen führt die Generali an, vor der Zürich und der Wiener Städtischen. Vorstandschef Peter Thirring zeigt sich über das hervorragende Abschneiden hoch erfreut: „Die Awards beweisen, dass unsere Partner die Generali als Qualitätsversicherer wahrnehmen und auf uns setzen. Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnungen In der Sparte Landwirtschaft wurde die UNIQA am besten bewertet, gefolgt von der GRAWE und Wüstenrot. In jeder Sparte beurteilten die befragten Versicherungsmakler 19 Leistungsbereiche für jedes der 28 Unternehmen, darunter Aspekte wie Prämienhöhe, Produktqualität, Flexibilität, Polizzierung, Image beim Endkunden sowie Entscheidungsvollmacht des Maklerbetreuers. Deren Gewichtung orientiert sich wiederum an ihrer Relevanz für die Maklerbindung. Aus der Summe ergibt sich der entscheidende AAA-Index.

VERANSTALTUNG

ÖVM VERANSTALTUNG


VERANSTALTUNG

24

risControl 07/15

GOTHAER LEBENSVERSICHERUNG

Die Familienfreundlichste BU Österreichs Die Gothaer Lebensversicherung veranstaltete ihre Roadshow in Wien, vorgestellt wurde „Die familienfreundlichste SBU

Österreichs“. Mit mehr als 80 Teilnehmern war die Veranstaltung in der Wiener Labstelle sehr gut besucht. Ingo Hofman HBV Leiter der Niederlassung Österreich nahm in seinen Begrüßungsworten Bezug auf die Thematik, die bei Österreichs Konsumenten leider noch immer ein Tabu Thema zu sein scheint, dem Bewusstsein für das Risiko langfristiger Arbeitsunfähigkeit. Denn eines ist sicher, jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen sind Störungen im Bewegungsapparat, gefolgt von psychischen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme sowie Krebserkrankungen. Manuel Löbach, Accountmanager bei Gothaer, stellte das neue Produkt mit seinen umfassenden Deckungsumfang vor. Die neue SBU-Premium die seit 1.Juli am Markt ist, hat eine Reihe von Highlights, welche den Kunden ein

optimales Produkt mit einem echten Mehrwert anbietet. Unter anderem den Familienbonus, den Zusatzschutz für eigene Kinder, einen Grundfähigkeitsschutz mit sofortiger Berufsunfähigkeitsanerkennung für 3 Jahre, sollte der Kunde für mindestens sechs Monate auf einen Rollstuhl angewiesen sein, oder bei vollständiger Taub- oder Blindheit sechs Monate. Peter Schneider, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN Group, zog Resümee über den Berufsunfähigkeitsmarkt in Österreich und zu guter Letzt erklärte Dirk Schwane, Fachanwalt für Sozial-Arbeits- und Versicherungsrecht, wie Streitigkeiten in diesem Fachbereich vermieden werden können und wie Prozesse in diesem umfassenden Rechtsgebiet ablaufen. Zu guter Letzt gab es bei Fingerfood einen gemütlichen Ausklang mit etlichen Diskussionen über dieses interessante Fachgebiet.

WIENER VERSICHERUNGSMAKLER

Charity Aktion

Beim heurigen Versicherungsmaklertag der Wiener Versicherungsmakler wurde die Charity Aktion „Fritz Blitz für kranke Kids“ ins Leben gerufen, ein Kinderbuch von Fritz Strobl. Fritz Strobl, alias Fritz „The Cat“, wie er von seinen Fans genannt wurde, hat vor einigen Jahren das Kinderbuchprojekt „Fritz Blitz“ ins Leb-

en gerufen. Dieser pfiffige Schneekater ist nicht nur ein begnadeter Skifahrer, sondern auch hilfsbereit, liebenswürdig und clever. Kinder lieben seine coolen Abenteuer und dass er auf seinen flinken Pfoten immer sicher durchs Leben kommt. „Nicht nur Sport erfordert Ausdauer und Mut – auch zum Gesundwerden braucht man Geduld und viel Motivation. Die intensiven und langwierigen Therapien hinterlassen meist tiefe Spuren, nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Den Kindern zu helfen, die Krankheit für eine kurze Zeit zu vergessen und sie mit meinen Geschichten zu motivieren, liegt mir deshalb sehr am Herzen“, erklärte Fritz Strobl, der selbst zwei Söhne hat, ergriffen. Gemeinsam mit Fachgruppenobmann KR Helmut Mojescick, seiner Stellvertreterin Brigitte Kreuzer

und Fritz Strobl wurden die Kinderbücher im St. Anna Kinderspital und im Donauspital an kleine Patienten verteilt. „Mit den Büchern von Fritz Blitz wollen wir den Kindern eine kurze Auszeit und ein paar Stunden Glück schenken. Und das ist uns auch gelungen“, freute sich Helmut Mojescick.


25

risControl 07/15

Durch die Partnerschaft von TOGETHER und inex24 können individuelle Gewerbeausschreibungen künftig direkt über die TOGETHER-Serviceplattform abgewickelt werden. Wenn es um standardisierte Betriebs- und Gewerbeverträge geht, gibt es bereits heute ein umfangreiches Angebot an Tarifrechnern zur elektronischen Berechnung und Vertragsabwicklung auf TOGETHER. Für speziellere Anforderungen, wie dies im Gewerbe vom KMU bis zum Industriebetrieb beispielsweise bei Handwerksbetrieben, Kraftwerksbetreibern oder Fertigungsunternehmen der Fall ist, fehlt bisher eine elektronische Lösung zur Abwicklung und Verwaltung. Derzeit werden die Ausschreibungen größtenteils per Email abgewickelt. Dies ist jedoch zeitaufwändig, unübersichtlich und mühsam – alle Versicherer müssen einzeln angefragt, der Erhalt der Angebote einzeln überprüft und diese aufwändig verglichen werden. Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch in der Ausarbeitung des individuellen Deckungskonzeptes durch den Makler und nicht in der Verwaltung von Ausschreibungen. Genau hier setzt die neue Gewerbeausschreibung von TOGETHER, basierend auf der bewährten inex24-Technologie, an und bietet das Bindeglied zwischen Gewerbemaklern und Versicherern. Maßgeschneiderte Deckungskonzepte können ganz nach den Bedürfnissen der Gewerbekunden erstellt und direkt an die Versicherungen weitergeleitet werden. Die Abwicklung und Verwaltung erfolgt dabei vollelektronisch und nach höchsten Sicherheitsstandards, um auch die sensibelsten Daten, wie beispielsweise detaillierte Baupläne, vor den Blicken unerwünschter

Dritter zu schützen. Mit der neuen Funktion profitieren Nutzer von einer spürbaren Prozessvereinfachung durch vordefinierte Ablaufmuster, einer vollständigen Historisierung, einer übersichtlichen Darstellung aller Angebote und sparen sich damit wertvolle Zeit. Durch die Kooperation zwischen TOGETHER und inex24 können alle TOGETHER-Anwender von den umfangreichen Funktionen und Vorteilen profitieren. Ab sofort können alle interessierten Gewerbemakler und Versicherungen die neue Funktion testen. Die Teilnahme an der Gewerbeausschreibungsplattform steht allen Versicherungen offen, unabhängig von ihrer aktuellen Verfügbarkeit auf TOGETHER. Der Vollbetrieb startet ab 01.09.2015. Ab diesem Zeitpunkt können alle TOGETHER-Anwender neben der bereits bekannten Abwicklung standardisierter Gewerbeverträge nun auch Gewerbeausschreibungen direkt über TOGETHER abwickeln.

Mit dieser Partnerschaft trägt TOGETHER einmal mehr zu effizienteren Arbeitsabläufen und, damit verbunden, Kosteneinsparungen in den Maklerbüros bei. Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER, meint dazu: „Wir haben es uns zum Ziel gemacht, Makler optimal bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützten.“ Denn: „Es geht darum, Lösungen für die Anforderungen und Bedürfnisse aller unserer Anwender zur Verfügung zu stellen. Darunter fallen neben allgemein wichtigen Funktionen wie beispielsweise der elektronischen Antragsoder Schadensabwicklung eben auch spezielle Anforderungen wie die Gewerbeausschreibung“. Dr. Jürgen Zehetmaier, Vorstand der inex24 AG, ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Vorteile, die inex24 bietet, damit auch von den Anwendern von TOGETHER genutzt werden können. Ausschreibungen von Gewerbe -und Industrieversicherungen können damit übersichtlicher, effizienter und sicherer Dr. Georg Steinort, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER, Dr. Jürgen Zehetmaier, Vorstand abgewickelt werden als der inex24 AG und Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER. bisher.“

VERSICHERUNG

Gewerbeausschreibungen auf TOGETHER


VERANSTALTUNG

26

risControl 07/15

EFM VERSICHERUNGSMAKLER JAHRESKONGRESS 2015

Spektakulär

N

eben den bereits erwähnten Ereignissen am EFM Jahreskongress (risControl Ausgabe Juni 2015), hatte das Rahmenprogramm an den beiden Tagen ebenfalls viele Highlights aufzuweisen. Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller fesselte mit seinem Vortrag, „Krisensituationen und deren psychologischen Gesetze“ das Publikum. Mit ungeteilter Aufmerksamkeit lauschten die Besucher seinen teilweise tragischen Erfahrungen und konnten für den eigenen Umgang in Krisen wertvolle Schlüsse ziehen. Am Beginn des zweiten Tages des Kongresses lag das Augenmerk auf der Entwicklung in der Branche. So wurden Podiumsdiskussionen zu relevanten Themen wie z. B. Kfz Versicherungstrendwende im Vertrieb geführt. Im Anschluss sprach Ralph Goldschmidt in seinem impulsiven Vortrag „Shake your life“ darüber, wie sich Karriere, Liebe und Lebensart miteinander verbinden lassen, sodass der Mensch möglichst viel Spaß am Leben hat. Auch hier wurden einige wachgerüttelt und mit verschiedenen Tools für eine Verbesserung versorgt. Für die Abendveranstaltung hat sich das Unternehmen dieses

Alexander Punzl, Präsident des Österreichischen Versicherungsmaklerrings: „Qualitätssteigerung, Veränderungsbereitschaft, gelebte Partnerschaft, Innovation für die Versicherungsmaklerbranche.“ Dr. Walter Niederbichler, Niederbichler Rechtsanwälte GmbH: „Eine großartige Ver­anstaltung, die in einem ungezwungenen Rahmen die Möglichkeit zur gemeinsamen Kommunikation bie­ tet, mit interessanten Vorträgen.“

Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Mit der Gondel ging es zum Hüttenabend auf der Schafalm, wo gemeinsam zu Abend gegessen und gefeiert wurde. Für gute Stimmung sorgte Künstler Chris Oliver mit Live-Musik und Max Mayerhofer mit einem unterhaltsamen Kabarett. Für viele war das ein geselliger Abend mit viel Spaß, lockeren Gesprächen und dem ein oder anderen Tanz, der den ersten Tag des Jahreskongresses positiv abschloss. Wir haben einige Besucher und Aussteller am Kongress gebeten, uns in kurzen Worten ihre Eindrücke über die EFM und die Veranstaltung mitzuteilen.

Mag. Alistair Mc Ewen, Geschäftsführer Donau Brokerline GmbH: „Der Jahreskongress der EFM ist wie jedes Jahr eine tolle Veranstaltung, geprägt von guten Gesprächen. Eine Zusammenarbeit flexibel wie das Leben.“ Akad.Vkfm. Ronald Fürst, EFM Oberwart: „EFM ist eine Gruppierung die ihr Ziel konsequent verfolgt mit Zukunftsperspektiven für Einzelmakler.“ Wilhelm Brandstetter, EFM Versicherungsmakler AG: „Großartige Veranstaltung mit verlässlichen Produkt- und Technologiepartnern. EFM ist eine gelebte Gemeinschaft, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt. Vielen Dank auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die so eine Veranstaltung erst möglich machen.“


risControl 07/15

27 VERANSTALTUNG


VERANSTALTUNG

28

risControl 07/15

IGV WEST

10 Jahresjubiläum Die Versicherungsmaklervereinigung IGV West hat ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Die 27 Maklerbüros haben ihren Sitz in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich und sind Mitglied der IGV Austria mit insgesamt 115 Büros. Am Rattenberger Schlossberg ging es für die Gäste an diesem Nachmittag buchstäblich auf eine abwechslungsreiche Reise. Bei der „Eroberung und Plünderung der historischen Stadt“ konnten die Geladenen an Stationen spaßige Aufgaben erfüllen. Ob Golfspielen, Roulette, Beruferaten, Glücksrad, Glasblasen etc. – für alle war etwas dabei. Bei der Preisverteilung wurden die „Turniersieger“ auf der Bühne gebührlich geehrt. Für jede der 20 Stationen wurden vom Maler Manfred Ucesanek eigens kunstvoll gestaltete Bilder zum jeweiligen Thema angefertigt, welche anschließend unter den Anwesenden versteigert wurden. Der Erlös von über 2.500 Euro wird einer Kramsacherin, die Anfang 2014 einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat, übergeben. Nach kurzen Ansprachen von IGV-West Präsident Karl Dornauer und IGV-Austria Präsident Thomas Tiefenbrunner eröffnete Bürgermeister Martin Götz das Buffet. Mit Spanferkel, Zillertaler Krapfen, einer Weinverkostung und Tiroler Bierspezialitäten wurde für das leibliche Wohl der

Michael Thaler (IGV), Thomas Tiefenbrunner, Bgm. Martin Götz und Karl Dornauer Gäste bestens gesorgt. Beim abendlichen Rahmenprogramm präsentierte Kabarettist Florian Adamski das eigens inszenierte Stück „Raubrittertum oder versichern im Mittelalter“. Tiefenbrunner und Dornauer zeigten sich hoch zufrieden über das bisher gemeinsam Erreichte: „Seit nunmehr 10 Jahren sind wir Ansprechpartner für Makler und Versicherer. Wir verhandeln mit Versicherungsunternehmen spezielle Deckungskonzepte für unsere Kunden. Durch den Zusammenschluss und die

Mitgliedschaft in der IGV Austria können wir markante Vorteile im Prämien- und Deckungsbereich für unsere Kunden garantieren.“ Gratulanten an diesem Abend waren auch Vorstände und Mitarbeiter österreichischer Versicherungsunternehmen, Partnerfirmen und die Vorstände der IGV Austria. Auch der Ombudsmann der Tiroler Versicherungsmakler Helmut Aulitzky und der Fachverbandsobmann der Versicherungsmakler Gunter Riedlsperger kamen nach Rattenberg.

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNGSVEREIN

Verhüllter Ringturm Bei der Verwandlung des Ringturms mit „Sommerfreuden“ der kroatischen Künstlerin Tanja Deman, konnte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarović und viele hochrangige politische Repräsentanten und zahlreiche Gäste aus Diplomatie, Kultur und Wirtschaft willkommen heißen. Die bereits zur Tradition gewordene Verhüllung des Ringturms ist Ausdruck des vielfältigen und grenzüberschreitenden Engagements des Wiener Städtischen Versicherungsvereins im Kunst- und Kulturb-

ereich. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, Räume für Kunstschaffende über alle Grenzen hinweg zu öffnen und dadurch ein breites Publikum anzusprechen und zu inspirieren. Mit der diesjährigen Verhüllung des Ringturms durch das Werk ‚Sommerfreuden‘ von Tanja Deman ist es uns gelungen, Kroatiens charmanten Flair mit österreichischer Urlaubsfreude zu vereinen und fließend in unseren Alltag zu integrieren“, freut sich Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins.


INSERAT muki sagt „Danke!“ für Ihr Vertrauen. muki steht für – • umfangreiche, einzigartige Leistungen • günstige Prämien – vergleichen Sie • persönliches Service mit taggleicher Bearbeitung

27 Jahre muki – Ihr starker Partner in den Sparten Gesundheitsvorsorge Unfall Kfz Haftpflicht Kfz Kasko Insassenunfall Rechtsschutz Sachversicherungen gewerblich und privat muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit · Wirerstraße 10 · 4820 Bad Ischl

call muki 05 0665-1000

w w w. m u k i . c o m


VERANSTALTUNG

30

risControl 07/15

NÜRNBERGER VERSICHERUNG

Golfturnier

Das traditionelle Charity-Golfturnier der Nürnberger Versicherung brachte heuer

10.000 Euro ein. Zwei soziale Einrichtungen, die sich dem Thema Kind verschrie-

Kurt Molterer (NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich), Günther Kerle (Mazda Austria GmbH), Klaus Nadizar (Golfrevue), Mag. Bernhard Denk (Kia Austria GmbH)

ZURICH VERSICHERUNG

Ryder Cup Gewinner Zurich Versicherung und Jamie Donaldson – Golf Professional und Ryder Cup Gewinner beim Business Golf Master im Golf Club in Föhrenwald. Gemeinsam mit der Sport Eventmanagement Agentur S.E.A. ist es der Zurich in Österreich gelungen eine Turnierreihe zu etablieren, die über die Jahre zu einer der führenden B2B Golfveranstaltungen geworden ist. So nutzten alleine im Jahr 2014 etwa 500 Golfbegeisterte die „Zurich Business Golf League“ auch intensiv als Kommunikations- und Netzwerkplattform. Highlight der Turnierserie ist das einmal jährlich stattfindende Business Golf Masters ProAM-Turnier, im Rahmen dessen die Teilnehmer mit hochkarätigen Golf Pros spielen. Ger-

hard Matschnig, Vorstandsvorsitzender fasst das Engagement für den Golfsport zusammen: „Zwischen Golf und der Geschäftswelt gibt es durchaus Parallelen. So sagt man, dass sich der Erfolg beim Golfen zu 80 bis 90 Prozent im Kopf entscheidet – ein Credo, das mit Sicherheit auch auf viele berufliche Situationen zutrifft. Wir sind sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, mit Jamie Donaldson einen der besten Golfer der Welt nach Österreich zu holen und wir unseren Geschäftspartnern damit ein ganz außergewöhnliches Event bieten konnten. Das Feedback, das wir darauf erhalten haben, war herausragend, und unser Dank gilt Jamie Donaldson, der diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat.“

ben haben, werden finanziell unterstützt. Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer: „Mit den Nenngeldern und zusätzlichen Spenden können wir auch heuer wieder einen nennenswerten Betrag zur Verfügung stellen. Dafür gebührt unseren Freunden und Geschäftspartnern, die die Einladung zum Turnier angenommen haben, ein großer Dank. Wir unterstützen seit Jahren soziale Institutionen auf regionaler Ebene. Das Charity Golfturnier in Bad Gastein leistet dazu einen wichtigen Beitrag. So konnten wir in den letzten Jahren einen Betrag von insgesamt € 40.000 für wohltätige Einrichtungen aufbringen.“ Neben dem sportlichen Event war die Abendveranstaltung ein besonderes Ereignis. Im Hotel „Europäischer Hof “ verwöhnte Küchenchef Franz Schönegger und sein Team die Gäste. Empfänger der diesjährigen Spende sind der Verein „Herzkinder“, der Eltern von herzkranken Kindern Unterstützung, Rat und Beistand bietet, sowie „Papageno“, das mobile Kinderhospiz Salzburg.


31

risControl 07/15

MARKT

HDI LEBENSVERSICHERUNG AG

Stresstest fürs Pensionssystem Die Baby-Boomer Generation wird zum Stresstest für Österreichs Pensionssysteme. Pensions- und Vorsorgeexperten fordern schon seit vielen Jahren eine nachhaltige Reform des Österreichischen Pensionssystems, denn in wenigen Jahren geht die sogenannte Baby-Boomer-Generation in Pension. Damit wird unser Pensionssystem einer ernsten Belastungsprobe unterzogen. Nun kommt auch von Seiten der EU ein dringender Appell an Österreichs Politik, doch endlich wichtige Reformmaßnahmen wie die Anhebung des Pensionsalters sowie die Angleichung des Regelpensionsalters für Männer und Frauen vorzunehmen. Marc Fähndrich, European Semester Officer der EU, sprach sich im Rahmen einer hochkarätig besetzten Expertendiskussion – darunter Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich, und ÖGBFrauenvorsitzende Renate Anderl – zu-

sätzlich für eine automatische Anpassung des Pensionsantrittsalters an die steigende Lebenserwartung aus. Michael Miskarik lud Rudolf Hundstorfer zu einem offenen Dialog ein. Denn es sei eine soziale Verantwortung gegenüber den nachkommen-

den Generationen dafür zu sorgen, dass auch diese noch eine Pension bekommen. Doch der Sozialminister zeigte sich wenig gesprächsbereit. Es bleibe dabei: Ab 2024 wird das Pensionsalter für Frauen schrittweise von 60 auf 65 Jahren angehoben. Der Politiker wünsche sich, dass mit dem „Krankjammern aufgehört wird.“ Der HDI-Chef hatte letztlich auch nur eine glattes Genügend für das heimische Pensionssystem übrig. Ihm fehle vor allem der Schulterschluss zwischen staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge. In Österreich finde kein konstruktiver Dialog, sondern viel mehr ein „Schlagabtausch“ zwischen diesen drei Säulen statt. Doch ein nachhaltig funktionierendes Pensionssystem brauche drei starke Säulen: Die Staatliche, die Betriebliche und die Private. Außerdem habe der Endverbraucher mehr Orientierung nötig.

Betreiber bleibt „ImWind“. In erneuerbaren Energien ist der Konzern in den Ländern

Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden und nun auch in Österreich engagiert.

ALLIANZ CAPITAL PARTNERS

Windpark

ACP Allianz Capital Partners hat vier Windparks in Österreich übernommen. Damit übersteigt die in erneuerbaren Energien investierte Summe den Betrag von 2,5 Mrd. Euro. Die Windprojekte sind in Scharndorf III, Zistersdorf Ost, Ladendorf und Großkrut-Hauskirchen-Wilfersdorf. Die 21 Turbinen haben eine Erzeugungskapazität von 65 Megawatt. Zwei Windparks sind bereits fertig, die anderen beiden gehen erst 2016 in Betrieb. Die Windparks werden ins Eigentum der ACP gehen und


VERSICHERUNG

32

risControl 07/15

D.A.S.

Tarif 2015 mit Neuerungen am Rechtsschutzmarkt

D

er neue Tarif 2015 beinhaltet eine Reihe innovativer und zum Teil am Markt einzigartiger Deckungselemente für Private und Firmen. Er reagiert nicht nur auf Trends und Entwicklungen sondern setzt neue Maßstäbe. Begonnen von der Erhöhung der Versicherungssumme auf 300.000 Euro in den Top-Produkten bis hin zu speziellem Schutz für Bauherren. Innovationen im Privatbereich

stiger Erwerbstätigkeit – eine wichtige Absicherung, wenn sich Kunden z.B. bei Dogwalken, dem Veranstalten von Tupperparties oder als Babysitter mit Streitigkeiten auseinandersetzen müssen. Highlights im Firmenbereich Auch für Unternehmen wurden die Produkte stark überarbeitet und ein neues umfassendes Premium-Produkt kreiert. Firmenkunden profitieren von verbesserten Anspruchsobergrenzen. Neu ist hier etwa die Deckung trotz Compensandoforderungen oder die Verdoppelung der Anspruchsobergrenze für reine Vermögensschäden. Das Premium-Paket enthält außerdem Ver-

Der schon zuvor sehr umfassende Optimal-Rechtsschutz wurde um einige Deckungsinhalte erweitert und in ein neues zusätzliches Top-Produkt gegossen: In den Optimal-Rechtsschutz PREMIUM. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick Neben einer Versicherungssumme von 300.000 Euro sind hier z.B. der neue Allgemein: Funktionärs-Rechtsschutz für Vereins• Versicherungssumme von 300.000 Euro in den Top-Produkten funktionäre oder der Versicherungsschutz bei Streitigkeiten rund ums Im Privatbereich*: „Recht am eigenen Bild“ enthalten. • Spezieller Schutz für Bauherren Ebenfalls überarbeitet wurde der Versicherungsschutz bei Gutachten im Strafverfahren. Die Erfahrung zeigt, dass es hier immer wieder zu Unklarheiten bei vom Gericht beauftragten Gutachten kommt. Der Rechtsschutzspezialist reagiert darauf mit der Produkterweiterung, auch Kosten für die Erstellung eines Privatgutachtens und das Beiziehen eines Privatsachverständigen zur Verhandlung zu übernehmen. Das Produkt wartet darüberhinaus mit einer Neuheit am österreichischen Rechtsschutzmarkt auf: dem speziellen Schutz für Bauherren. Seit Jahrzehnten sind Konflikte bei Bauvorhaben im Rechtsschutz tabuisiert. Mit Rechtsschutzlösungen im Privat- und Firmenbereich setzt D.A.S. hier einen Meilenstein. Erweitert wurde der Privat-Rechtsschutz generell um die Mitversicherung son-

• Funktionärs-Rechtsschutz für Vereinsfunktionäre • Versicherungsschutz bei Streitigkeiten rund ums „Recht am eigenen Bild“ • Mitversicherung sonstiger Erwerbstätigkeit • Kostenübernahme für Erstellung eines Privatgutachtens und Beiziehen eines Privatsachverständigen bei Strafverfahren • Erhöhung der Ausfallsversicherung auf bis zu 100.000 Euro zusätzlich zur Versicherungssumme • Grabstättenversicherung Im Firmenbereich*: • Deckung trotz Compensandoforderungen • Doppelte Anspruchsobergrenze bei reinen Vermögensschäden • Anspruchsobergrenze bis 150.000 Euro versicherbar • Möglichkeit der Überschreitung der AOG um 50 Prozent, alle zwei Jahre, im Inkasso • Versicherungsschutz für Verträge, die Immaterialgüterrecht zum Gegenstand haben (z.B. Software) • Spezieller Schutz für Bauherren • Kostenübernahme bei strafrechtlichem Ermittlungsverfahren bis 20.000 Euro • Lehrlingspaket zur Überprüfung von Lehrverträgen, keine Berücksichtigung von Lehrlingen bei der Ermittlung der Beschäftigtenzahl, gesetzlich zwingende Mediation bei auflösung des Lehrverhältnisses • Spezial-Kombination für Kleinunternehmer (SKK) • Firmen-Vertrags-Rechtsschutz Spezial: betrieblicher AVRS als Stand-Alone-Produkt * Erweiterungen in bestimmten Rechtsschutzpaketen


risControl 07/15

stunternehmern mit seinem Rechtsschutzangebot stärken. Völlig neu am Markt ist zum anderen ein reines Firmen-Vertrags-Rechtsschutz-Produkt inklusive Streitigkeiten aus Versicherungsverträgen, Arbeitsgerichts- sowie InkassoRechtsschutz. D.A.S. Direkthilfe® als beliebte außergerichtliche Lösungsmethode

Schon in 2014 hat D.A.S. intensiv in Der Tarif 2015 bietet im Firmenseine Serviceleistungen investiert und Rechtsschutz auch zwei komplett das juristische Dienstleistungsangeneue Produkte: bot deutlich verstärkt. Überarbeitet Zum einen wurde für EPU ein eigeund weiterentwickelt wurde dabei nes Angebot geschnürt: die Spezialauch die seit Jahrzehnten angebotene Kombination für KleinunternehDirektor Johannes Loinger: „Mit unserem Tarif 2015 setzen wir neue Akzente am Rechtsschutzmarkt.“ und stark nachgefragte außergerichtmer (SKK). Darin enthalten ist u.a. liche Schadenerledigung durch verein maßgeschneidertes Firmenprodukt inklusive Vertrags- und Standort-Rechtsschutz sowie ein sierte D.A.S. Juristen. Diese beliebte Konfliktlösungsmethode ist erweiterter KFZ-Rechtsschutz für bis zu drei KFZ. Da in Öster- mittlerweile eine eingetragene Marke unter dem Namen D.A.S. reich die Zahl der EPU-Startups kontinuierlich steigt, will der Direkthilfe®. Sie unterstützt Versicherte rasch, kosteneffizient und führende Rechtsschutzspezialist damit die Position von Klein- unbürokratisch.

E N E D E I R F ZU DEN. KUN WIR AFFEN SCH DAS.

Recommender Award 2015: Wir freuen uns, dass unsere Kunden die NV gerne weiterempfehlen.

Die Niederösterreichische Versicherung

Wir schaffen das.

VERSICHERUNG

sicherungsschutz für Verträge, die Immaterialgüterrechte zum Gegenstand haben. Dahingehend kommt es immer wieder zu Rechtskonflikten. Stellen Sie sich vor, eine neu zugekaufte Software führt zu Problemen, Kundenbeschwerden und Geschäftsverlusten? Unternehmer müssen sich darum nun keine Gedanken mehr machen, da D.A.S. sie etwa dabei unterstützt, Forderungen beim Hersteller geltend zu machen.

33


MARKT

34

risControl 07/15

AUSBILDUNG

Dachmarke Universitätslehrenden Die Universitätslehrgänge für Versiche- forderungen gestellt. Die und Expertinnen und Exrungswirtschaft an den Universitäten, Universitätslehrgänge haperten der Praxis an drei Graz, Linz und an der Wirtschaftsuniver- ben in den über 30 Jahren Universitätsstandorten sität Wien positionieren sich künftig unter ihres Bestehens bewiesen, eine hochwertige Weitereiner gemeinsamen Dachmarke. Die Initi- dass sie ihren Absolventen bildung für die Versicheative „Mehr wissen“ soll das gemeinsame eine Ausbildung gewährrungswirtschaft leisten.“ Ziel, eine hohe nachhaltige akademische leisten können, die diesen Univ.-Prof. Alexander Ausbildung mit höchsten Qualitätsan- Anforderungen in hohem Mürmann Ph.D. (Wirtspruch, dokumentieren. Die Unabhängig- Maße entspricht.“ schaftsuniversität Wien) keit der Universitäten und die Einhaltung o.Univ.-Prof. Mag. Dr. „Die Versicherungsbranwissenschaftlicher Standards und die Aner- Helmut Pernsteiner (Joo.Univ.-Prof. Mag. che und ihre Rahmenbekennung mit einer Erfahrung von über 30 hannes Kepler Universität Dr. Helmut Pernsteiner dingungen sind ständigem Jahren und der Anzahl von 1700 Absolven- Linz) „Die Versicherungslehrgänge bieten Professionalität und Regi- Wandel unterzogen. Kompetente Beratung ten aufzeigen. Em.o. Univ-Prof. Dr. Attila Fenyves (Uni- onalität: Sie können aufgrund des langjäh- und Vertrauensaufbau zu Kundinnen, Kunversität Graz) „Alle, die mit dem Produkt rig erprobten exzellenten Mixes zwischen den und Unternehmen verlangt daher stets aktualisiertes Wissen im Bereich Versicherung zu tun haben, sehen Versicherung und Risikomanagesich mit einem immer komplexer ment, umfassende und detailwerdenden Umfeld konfronlierte Produktkenntnisse, sowie tiert: Es entstehen ständig neue deren rechtliche und steuerliche Versicherungsbedürfnisse, die Bedingungen. Die Universitätsrechtlichen und wirtschaftlichen lehrgänge bieten eine fundierte, Rahmenbedingungen der Versipraxisorientierte und fortwähcherungswirtschaft sind einem rend aktualisierte Weiterbildung steten Wandel unterworfen. An auf diesem Gebiet an. In wirtdie Qualität der in der Versicheschaftlich unsicheren Zeiten ist rungswirtschaft Tätigen (VersiEm.o. Univ-Prof. Univ.-Prof. die Investition in Weiterbildung cherungsmitarbeiter, Vermittler) Dr. Attila Fenyves Alexander Mürmann Ph.D. besonders ertragreich.“ werden daher immer höhere An-

Naturkatastrophen Kalender In Österreich sind in den vergangenen 15 Jahren rund 4 Mio. Schäden entstanden, welche auf Naturkatastrophen zurückzuführen sind. Im „Allianz Naturkatastrophen-Kalender“, der einen Blick auf die Schadenzahlen der einzelnen Monate seit dem Jahr 2000 ermöglicht, zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Verteilung der Naturgefahrenrisiken. Die Hagelgefahr ist im Salzburger Pinzgau, im Salzkammergut und dem Tiroler Unterland am größten. Stürme richten dagegen speziell vom oberösterreichischen Innviertel über das südliche Niederösterreich bis nach Wien die meisten Schäden an. Die meisten Hochwasserschäden gibt es häufig entlang der Alpennordseite, ganz besonders dort, wo mittelgroße Flüsse in die Donau münden.

Als schadenträchtigster Monat hat sich dabei der Juli mit 17,3 % aller Schadenfälle herausgestellt, Sturm und Hagel sind die häufigsten Naturkatastrophen im Juli mit jeweils 41 % gefolgt von Hochwasser mit 15,2 %. Wobei Hagelunwetter größere Schäden hinterlassen als Sturmschäden. „Österreichweit gibt es nach dieser Berechnung im Juli durchschnittlich mehr als 41.000 Schäden durch Naturkatastrophen, das ist etwa ein Schaden pro Minute“, er-

klärt Mag. Rupert Pichler, Leiter Rückversicherung und Nat-Kat-Management bei der Allianz. Laut Prognose der Fachexperten werden speziell Hagelunwetter in Zukunft weiter zunehmen und zu einer Erhöhung des Schadensaufkommens führen.


35

risControl 07/15

MARKT

KFV

Forschungspreis Unter dem Motto „Sichere Lebenswelten“ wurde der mit 10.000 Euro dotierte KFV Forschungspreis zum zweiten Mal für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben. Unter den zahlreichen Einreichungen konnte Thomas Schlegl von der TU Graz mit der Entwicklung einer Messtechnologie, die Unfälle vermeiden hilft, die internationale Fach-Jury besonders überzeugen. Anerkennungspreise gingen an Simon Zigala, Dražen Petrović und Maria Wegscheider sowie an Peter Spitzer und Sabine Distl. Der Forschungspreis wurde ins Leben gerufen, um Forscher zu motivieren, ihre Ideen neuer Methoden in der Gestaltung sicherer Lebenswelten zu präsentieren. „Eine neue Ära der Sicherheitsforschung hat begonnen. Während sich die Menschen vor drei Jahrzehnten noch vor Sicherheitsgurten fürchteten, unterstützen uns neue Technologien heute oft unbemerkt in sämtlichen Lebensbereichen. Technik soll die Folgen eines Unfalls nicht mehr nur abfedern - heute soll die Technik helfen, Unfälle überhaupt zu verhindern“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Zukunft der Verkehrssicherheit als Schwerpunkt der Einreichungen Die Einreichungen zum zweiten KFVForschungspreis waren für die Jury wie ein Blick in die Zukunft. Denn der Großteil der

Dr. Othmar Thann, Direktor KFV; Mag. Dr. phil Spitzer; Sabine Distl; DI Frischmann; DI Dr. Schlegl; Erich Leiß, Präsident KFV; Simon Zigala; Dr. Othman Thann, Direktor KFV Arbeiten beschäftigte sich mit Technologien, die dem Menschen unauffällig helfen. Von Messtechniken war die Rede, mit denen Fahrzeuge zwischen Menschen und Objekten unterscheiden oder die Wachsamkeit ihrer Insassen erkennen. Von Maschinen, die „sehen“, ob sie mit Menschen oder Robotern arbeiten. Von Assistenzsystemen, die sich an Geschlecht und Alter der Lenkerinnen und Lenker anpassen. Von Autos, die untereinander und mit der Infrastruktur vernetzt sind, um einander rechtzeitig auszuweichen. Den Hauptpreis erhielt Thomas Schlegl vom Institut für Elektrische Messtechnik

& Messsignalverarbeitung der TU Graz. Schlegl entwickelte im Rahmen seiner Forschungstätigkeit eine Messtechnologie, die weitreichende Möglichkeiten im fahrzeugtechnischen Bereich eröffnet. So wäre damit beispielsweise das Einzwicken von Fingern beim Schließen von Fenstern, Türen oder Kofferraumdeckeln vermeidbar. Bei der Anbringung des Systems außen am Fahrzeug könnten z.B. Fußgänger-Kollisionen vorzeitig erkannt und passende Schutzmaßnahmen autonom eingeleitet werden. Voraussichtlich wird die von Schlegl entwickelte Messtechnologie auch einen großen Beitrag zur sicheren Realisierung des fahrerlosen Fahrzeuges darstellen. Simon Zigala, Dražen Petrović und Maria Wegscheider von der HTL Anichstraße in Innsbruck wurden mit dem Anerkennungspreis in der Kategorie „Innovative Nachwuchsforschung“ für ihre Diplomarbeit „Entwicklung eines innovativen technischen Verfahrens für Schnee- und Eisbefreiungsanlage für LKW-Dächer“ ausgezeichnet. Die Schüler beschäftigten sich im Zuge ihrer Diplomarbeit intensiv mit dem winterlichen Unfallrisiko auf Österreichs Straßen, das von herabfallenden Eisplatten von LKW-Dächern ausgeht. Sie entwickelten einen vollautomatischen Prototypen, das sogenannte BYT-System (Blow off Your Trailer), der es ermöglicht, Fahrzeugdächer effizient und kostengünstig von Schnee und Eisplatten zu befreien.


MARKT

36

risControl 07/15

Versicherungsvermittlerrichtlinie

N

lung detailliert ersichtlich sein, d. h. einzelne Bestandteile müssen klar erkenntlich gemacht werden. Ausgenommen aus der IDD sind nach Angaben aus dem Europaparlament „einfache Verträge“ wie bestimmte Reiseversicherungsprodukte, welche bei einer Reise mitgekauft werden können. Was bedeuted die IDD für Versicherungsvermittler? Der Fachverband der Finanzdienstleister hat die Eckpunkte veröffentlicht: Die Weiterbildungsverpflichtung in Höhe von 15 Stunden im Jahr. Für Sachversicherung muss nur die Art und der Geber der Vergütung bekannt gegeben werden. Für den Bereich Investmentversicherungsberatung gibt es ein Modell, jedoch kein Provisionsverbot, sondern nur Qualitätsanforderungen und die Verpflichtung, dass die Vergütung keinen Interessenkonflikt erzeugt. Mag. Hannes Dolzer dazu: „Die letzten Wochen und Tage waren eine Hochschaubahn und ich bin sehr froh, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen konnten. Noch in der letzten Verhandlung wurde ein grundlegendes Provisionsverbot diskutiert und es musste in wenigen Stunden ein fundamentaler Angriff auf unser Vergütungssystem abgewehrt werden.“ KommR Wolfgang K. Göltl dazu: „Es ist uns gelungen, einen großartigen Verhandlungserfolg zu erzielen. Ich möchte mich dabei ganz besonders bei Fachverbandsobmann-Stellvertreter Mag. Hannes Dolzer und dem Team von BIPAR bedanken. Es zeigt sich, dass unser Hannes Dolzer die ideale Besetzung für den Fachausschuss für Europäische Angelegenheiten ist, da er bereits jetzt über ein wichtiges Kontaktnetz verfügt, welches er rasch für unsere Interessen einsetzen konnte. Wir werden uns jetzt den Text genau Christoph Berghammer, MAS durchsehen und gemeinsam

ach drei Jahren Diskussion und einer Vielzahl von Kaffesudlesern ist die neue Versicherungsvermittlerrichtlinie nun politisch beschlossen worden, die Umsetzung ins nationale Recht wird voraussichtlich bis zum Herbst 2017 erfolgen, und da kann doch noch einiges passieren. Die Richtlinie gilt für alle Versicherungsvertriebe. Im Moment ist das allgemeine Provisionsverbot vom Tisch, es könnte nur mehr in nationalem Recht eingeführt werden. Versicherungsvermittler müssen ihre Kunden über die Art und den Ursprung ihrer Provision informieren und etwaige eigene finanzielle Vorteile bei Verkauf eines bestimmten Produktes aufzeigen. EU Finanzkommissar Jonathan Hill, sieht die Umsetzung als „eine gute Nachricht für Europas Verbraucher“. Konsumenten sollen beim Kauf einer Versicherung künftig in allen EU Ländern ein Standardinformationsblatt erhalten. Dies soll knapp und einfach über die Risiken, Art und Umfang der Versicherungsleistung sowie über die Versicherungsbedingungen informieren. Die Frage wird sich stellen, in welchem Umfang so ein Informationsblatt sein darf und kann. Auch Versicherungsangebote im Paket müssen in der Darstel-

KommR Wolfgang K. Göltl mit unserer Europäischen Interessenvertretung ab Herbst mit der Vorbereitung der Umsetzung beginnen.“ Christoph Berghammer, MAS Fachgruppenobmann der Salzburger Versicherungsmakler: „Nach viereinhalb Jahren mühsamer Verhandlungen sind wir sehr

Mag. Hannes Dolzer


37

risControl 07/15

MARKT

zufrieden, dass die neue Versicherungsrichtlinie sowohl bei den PRIPs als auch in der Sachversicherung kein Provisionsverbot vorsieht. „Eine Schlacht ist gewonnen, doch der Krieg ist noch nicht vorbei“, denn die Umsetzung in nationales Recht steht noch aus. Der Fachverband der Versicherungsmakler wird sich auch bei der Umsetzung ins nationale Recht mit derselben Energie und Umsichtigkeit für seine Mitglieder einsetzen, wie auch schon bei der neuen Versicherungsvertriebsrichtlinie.“ KR Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler: „Die politische Entscheidung ist zwar getroffen, aber noch gibt es keinen schriftlichen Beschluss, der veröffentlicht wurde. Sowohl für den Berufsstand als auch für den Konsumenten ist die neue Richtlinie bzw. die Beibehaltung des Provisionssystems empfehlenswert. Die – gewünschte Umsetzung der EU-Vorgabe – die Komplexität der Bedingungen und Risiken ei-

nes Versicherungsvertrages dem Konsumenten auf einer kurzen Seite zusammengefasst näher zu bringen, wird eine spannende Herausforderung und hat etwas von „Wunschdenken“. Was den Kunden wirklich weiterhilft, ist ein qualifizierter Berater, der sich um die Bedürfnisse der Kunden bemüht und der davon auch leben kann. Die Verhandlungen gegen das Provisionsverbot waren wirklich sehr knapp, mit viel Einsatz im speziellen sogar von politischen Vertretern und Konsumentenschützern konnte das Thema zu guter Letzt noch wegdiskutiert werden. Wenn man in der nationalen Umsetzung mit derselben Vernunft an die Sache herangeht, wird am Ende sicherlich eine Lösung herauskommen, mit der der Berufsstand, die Konsumenten und Konsumentenvertreter zufrieden sein können.“

KR Helmut Mojescick

Konzentrieren Sie sich ganz entspannt auf das, was Sie am besten können: Ihren Job! Der ROLAND Führungskräfte-Rechtsschutz – speziell für die zweite Führungsebene!

ROLAND. Rechtsschutz ist Expertensache.

ROLAND Rechtsschutz ist der ideale Partner. Wer Verantwortung übernimmt, trägt immer auch gewisse Risiken. ROLAND sorgt mit Fachkompetenz für zielgruppenspezifische Rechtsschutz-Lösungen. Als Führungskraft profitieren Sie von unseren maßgeschneiderten Leistungen, die weit über einen Standard-Privat-Rechtsschutz hinausgehen. So können Sie beruflichen Herausforderungen gelassen entgegentreten. Informieren Sie sich unter www.roland-rechtsschutz.at oder 01718 77 33 - 0


FINANZEN

38

risControl 07/15

Allianz Geldstudie: Gut leben beginnt bei 3.000 Euro im Monat Im Durchschnitt verdienen Herr und Frau Österreicher im Laufe ihres Lebens durch ihre Arbeit rund eine Million Euro. Dennoch schätzen 90 Prozent der Menschen ihr Einkommen als niedrig oder bestenfalls durchschnittlich ein, den Weg zum Reichtum sehen die Meisten eher über Erbschaft oder einen Gewinn im Lotto. Um gut leben zu können, würde man sich rund 3.000 Euro im Monat wünschen, beinahe das Doppelte vom tatsächlichen durchschnittlichen Nettoverdienst. Dies geht aus einer aktuellen Allianz Studie hervor, die sich mit den Einstellungen und Perspektiven rund um das Thema Geld beschäftigt.

Geld regiert die Welt „88 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher sind der Ansicht, Geld regiert die Welt‘. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung empfindet Geld als Mittel zur gesellschaftlichen Statuserhöhung. Und jeder Zweite glaubt daran, dass man mit genügend Geld sorgenfrei leben kann“, berichtet Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich über die Ergebnisse der Umfrage. Mit harter Arbeit oder guter Ausbildung sei es freilich kaum möglich, finanziell unabhängig zu werden und sich alles leisten zu können, fürchten viele. Familiäre Zuwendungen, aber auch eine clevere Berufswahl, gelten hierfür als deutlich Erfolg versprechender. Hohe Unzufriedenheit mit dem Einkommen Nur rund 9 Prozent der Berufstätigen definieren ihr aktuelles persönliches Einkommen als hoch, praktisch überhaupt niemand als sehr hoch. Während in Vorarlberg und der Steiermark die Gehaltszufriedenheit über dem Durchschnitt liegt, ist man in Kärnten und Niederösterreich besonders unzufrieden. Konsequenzen zieht man daraus kaum. „Im Alltag wird selten über Geld oder Investment gesprochen. Jeder Sechste gab sogar an, sich überhaupt nicht über finanzielle Belange zu informieren“, so Bruckner. Falls doch, wendet man sich an den Bank- und Versicherungsberater (48 Prozent) oder das

Martin Bruckner Internet mit seinen Blogs und Foren (30 Prozent). Zudem bestätigt die aktuelle Allianz Umfrage eine Reihe von Klischees. So unterhalten sich Männer deutlich öfter mit Freunden und Arbeitskollegen über Geldfragen, während sich Frauen primär an ihren Partner wenden. Ein hohes Einkommen vergönnt man am meisten Ärzten und Pflegekräften, am wenigsten Politikern und Journalisten. Und geht es ans Geldausgeben, so wünschen sich Frauen mehr Geld für Kleidung, Kosmetik und

Urlaub, während Männer gerne mehr in Autos, Unterhaltungselektronik und ihr Hobby investieren würden. Skeptischer Blick in die Zukunft „Der Blick in die nähere finanzielle Zukunft ist bei vielen Menschen von Skepsis geprägt“, so Allianz Experte Bruckner. So glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie in fünf Jahren nicht mehr Geld als heute zur Verfügung haben werden. 79 Prozent denken, dass es in fünf Jahren für sie


39

risControl 07/15

FINANZEN

nicht gerade einfacher wird als heute, Vermögen zu schaffen. Zugleich betonen aber 85 Prozent, dass für sie Geld in fünf Jahren mindestens gleich wichtig oder sogar noch wichtiger sein wird als jetzt. 138.000 Euro für Sparen und Vorsorge Vorbild Nummer Eins in Sachen Geldverdienen ist hierzulande Didi Mateschitz, auch Bill Gates, Frank Stronach und Warren Buffett wurden in der Allianz Umfrage häufig genannt. Deren Finanzwissen und Investmentbereitschaft lassen die meisten Österreicherinnen und Österreicher aber vermissen. „Stattdessen liegen 41,7 Prozent des Geldvermögens hierzulande auf täglich behebbaren oder gebundenen Sparbüchern oder ‚unter dem Kopfpols-

ter‘. Fast die Hälfte des Geldes wird somit nicht rentabel investiert“, betont Bruckner. Wie die Allianz berechnete, darf ein heute Neugeborenes im Lauf des Lebens mit durchschnittlich einer Million Euro Arbeitseinkommen rechnen. Davon sollten – zieht man die aus zahlreichen Erhebungen bekannten Konsumausgaben ab – etwa 138.000 Euro für Sparen und Vorsorge übrig bleiben. Um daraus entscheidend mehr zu machen, müsste aber auf individuelle Beratung, eine klare Definition der persönlichen Finanzziele und eine Nutzung der ganzen Bandbreite an Investmentmöglichkeiten gesetzt werden. „Die aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche Unzufriedenheit vieler Menschen mit ihrer Geld- und Vermögenssituation, zu-

Die Umfrage „Die Österreicher und ihr Geld“ wurde in Form einer Online-Befragung vom GfK-Institut durchgeführt. Befragt wurden – repräsentativ für ganz Österreich – 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren. gleich werden aber die Instrumente des Finanzmarktes in Österreich nicht entsprechend berücksichtigt“, fasst Bruckner zusammen. Der Bedarf für Vorsorge werde zwar immer mehr erkannt, die Produktvielfalt aber als unüberschaubar und die Information als unzureichend erlebt. Nicht zuletzt, weil es bereits an Basiswissen und Schulbildung im Finanzbereich mangle.

WKÖ

Finanzierungswissen Die Wirtschaftskammer Österreich hat den ersten Online-Ratgeber für 24 Finanzierungsarten ins Netz gestellt. Dieser informiert Gründer und Unternehmen, welche Finanzierungsmöglichkeiten man bei innovativen Projekten, bei Investitionen, beim Export, zur Vorfinanzierung von Großaufträgen oder bei Liquiditätsproblemen hat. Entwickelt wurde der kostenlose Ratgeber vom WIFI Unternehmerservice in Zusammenarbeit mit dem Gründerservice der WKÖ, abrufbar ist er unter http://wko.at/ratgeber/finanzierung. Nach Eingabe seiner Projektdaten erfährt der Unternehmer welche Finanzierungsvarianten für sein Vorhaben grundsätzlich in Frage kommen, mit welchen Vorteilen, Nachteilen bzw. Risiken der Unternehmer jeweils zu rechnen hat. Er erfährt mehr über weitere Serviceprodukte der Wirtschaftskammern und deren Ansprechpartner. Ziel des Ratgebers ist es aber nicht, die finanzielle Machbarkeit des Einzelnen zu bewerten oder eine konkrete Finanzierungsentscheidung zu treffen. „Österreich hat aber in jeden Fall Aufholbedarf bei alternativen Finanzierungsformen“, so Kom-

merzialrat Karl Pisec, Kurator des WIFI Österreich. Eine Studie über Start-ups von PGM Marketing Research Consulting belegt, dass 76 % in der Gründungsphase nur über das private Umfeld (Friends & Family) finanzieren und 73 % eine Finanzierung über eine Bank erst gar nicht versuchen. Eine weitere, erst kürzlich im Auftrag von WKÖ und AWS von marketmind 2015 durchgeführte Erhebung ergab,

dass 66 % der Mittel für Investitionen aus dem Cashflow und dem eingebrachtem Kapital stammen, sich 40 % der Unternehmen über Förderung informieren, sich 2014 rund 23 % über einen Bankkredit finanzierten, nur rund 6 Prozent eine alternative Finanzierung nutzten, aber 24 % eine solche planten. Weiters nutzten nur rund 2 % einen geförderten Kredit und nur rund 6 % eine Zuschussförderung.


KOLUMNE

40

risControl 07/15

Billigfliegen ist billig?

von Mario Passini

D

iogenes saß in seinem Fass in Korinth und philosophierte. Wie bekannt, führte er freiwillig das Leben der Armen und stellte dies öffentlich zur Schau. Ein edler Spender trat hinzu und gab reichlich. Er wollte mit Diogenes ins Gespräch kommen und sagte beiläufig, eines Tages werden die Menschen fliegen. Ja, sagte Diogenes knurrend: und alle werden Billigflieger sein. Nun, das ist ein wissenschaftlich nicht gesicherter Diskurs. Dank Deregulierung und steigender, verfügbarer Einkommen gibt es immer mehr Billigfluggesellschaften. Wie so vieles hatte auch dieser Trend seinen Ausgang im sunny California um sich anschließend über die ganze Welt zu verbreiten. Der Trend von dem hier die Rede sein soll, und der in San Diego mit der Gründung von Pacific Southwest im Jahr 1949 begann, ist jener der Billigfluglinien. Ab den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts verbreitete sich die Billigfliegerei zuerst in Amerika. Unter den ersten waren Southwest und People Express. Ab den achtziger Jahren setzte sich der Trend in Europa mit den damaligen Start-up-Unternehmen EasyJet und Ryanair fort. Jetzt gehört günstig Fliegen zum globalen Alltag. Viele Billigmarken sind inzwischen zahlreich von Brasilien, Indien, Südafrika und Ostasien himmelwärts unterwegs. Das Endergebnis wird sein, so meinen Experten, dass es keine Unterscheidung zwischen Discountfliegern

und traditionellen Fluggesellschaften mehr geben wird. Man sieht, Diogenes hatte – wie immer – Recht. Kostenbewusstsein wird in Zukunft für alle Airlines überlebenswichtig sein. Dass sich die Billigfliegerei zunächst relativ langsam verbreitete, zeigt, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis Menschen ihre Denkweisen ändern. Die nationalen – und bekanntermaßen teureren – Carrier waren und sind noch immer der Stolz ihrer Nationen. Manche Reisende assoziieren „preiswert“ mit „unsicher“. Andere eher traditionell orientierte Konsumenten nehmen Fliegen an sich als teuer wahr. Alle diese Faktoren trugen dazu bei, dass es Billigflieger entweder schwer hatten oder, dass es für sie überhaupt unmöglich war zu existieren. In den USA begannen die rechtlichen Barrieren schon in den siebziger Jahren zu fallen, in Europa ab den achtziger Jahren und in anderen Regionen ist dies erst seit Kurzem der Fall. Der andere Grund, warum sich der Rest der Welt so lange mit den billigen Airlines schwertat, ist paradoxerweise der Mangel an finanziellen Mitteln. In vielen Ländern entsteht erst in jüngster Zeit eine Mittelklasse, die sowohl über die Zeit als auch über das Geld verfügt, um sich zu Orten aufzumachen, die weiter entfernt sind als der Laden um die Ecke. Recherchen der Credit Suisse zufolge beginnen die Ausgaben für „Nicht-Basis-Konsumgüter“, wie z. B. Urlaubsreisen, ab einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 5.000 U$D zu steigen. In China wurde diese Schwelle erst vor ungefähr fünf Jahren überschritten. Mittlerweile gibt


Betriebliche Kollektiv-Versicherung

Der Weg zu einer betrieblichen Garantiepension führt über die Betriebliche Kollektiv-Versicherung (BKV)

Die BKV ist als „betriebliche Garantiepension“ in ihrer Form einzigartig, denn sie bietet Planbarkeit schon lange vor der Pension.

Mit diesen Faktoren wird die Höhe der lebenslangen Zusatzpension von Beginn an transparent und besser planbar. Die betriebliche Garantiepension bedeutet für den Einzelnen, dass seine Leistungen weder durch steigende Lebenserwartung noch durch Schwankungen an den Kapitalmärkten gekürzt werden können. Pensionskonto schafft mehr Durchblick Auch das neue Pensionskonto trägt dazu bei, dass das Pensionseinkommen zukünftig besser planbar sein wird. Die Pensionsversicherungsanstalten (PVA, SVA) verschicken heuer erstmals Informationen über die Höhe der „Kontoerstgutschrift“. Viele Menschen müssen feststellen, dass ihre Pensionsansprüche niedriger ausfallen als angenommen. Mit der betrieblichen Garantiepension kann die Pensionslücke ganz oder teilweise geschlossen werden. Kollektivvertrags-Öffnung für BKV Einige Kollektivvertragspartner haben inzwi-

„Wechseloption“ in eine BKV Die Vorteile einer betrieblichen Garantiepension bleiben nun auch Anwartschaftsberechtigten eines Pensionskassenmodells nicht verschlossen. Wer das 55. Lebensjahr vollendet hat, dem bietet sich seit 2013 die Möglichkeit von der Pensionskasse in die BKV zu wechseln. Diese Entscheidung kann jeder persönlich nach seinen Bedürfnissen treffen. Allerdings muss der Arbeitgeber - gegebenenfalls mit dem Betriebsrat - die vertraglichen Voraussetzungen dafür schaffen. Denn ein BKV-Rahmenvertrag des Arbeitgebers mit einer Versicherung ist eine rechtliche Voraussetzung für die Durchführbarkeit eines Umstieges. Sogar bei der Pensionierung – dieser Stichtag stellt die endgültig letztmalige Wahlmöglichkeit dar – steht dem Begünstigten die Entscheidung nur dann frei, wenn der (frühere) Arbeitgeber durch Abschluss eines BKV-Rahmenvertrages die Grundlagen dafür geschaffen hat. Die Wechselmöglichkeit besteht grundsätzlich nur einmal im Jahr. Der Stichtag für einen Wechsel ist jeweils der 31. Oktober, damit zum nachfolgenden 1. Jänner ein Umstieg in die BKV durchgeführt werden kann. Wer in diesem Jahr den Termin versäumt hat, für den bietet sich im kommenden Jahr wieder eine neue Möglichkeit, den gewünschten Wechsel zu beantragen. Keine Beratungspflicht des Arbeitgebers Wenngleich die Mitwirkung des Arbeitgebers unverzichtbar ist, um die Rahmenbedingungen

für die Wechseloption zu schaffen, trifft ihn keinerlei Verpflichtung, die Mitarbeiter inhaltlich zu beraten. Eine Beratungspflicht besteht auch nicht für den Betriebsrat. Bei Interesse wenden sich die Anwartschaftsberechtigten an die Pensionskasse bzw. Versicherung. Die FMA hat in einer speziellen Verordnung zur Wechseloption festgelegt, welche Informationen dem Berechtigten sowohl von der Pensionskasse als auch von der Versicherung zur Verfügung zu stellen sind. © Florian Schulte

Die Vorzüge des Versicherungsmodells Sicherheit und Garantien stellen für die Österreicher die wichtigsten Kriterien der Altersvorsorge dar. Die BKV erfüllt genau diese Ansprüche durch die Kombination mehrerer Garantieelemente. Der garantierte Rechnungszins wirkt nicht nur in der Ansparphase, sondern auch während des Pensionsbezuges. Der zusätzliche Gewinnanteil ist zwar nicht im Voraus abzusehen, sobald er dem Vertrag zugewiesen wird, ist er verbindlicher Vertragsbestandteil und kann nicht mehr sinken. Besonders bedeutend ist weiters die verbindliche Festlegung der Rententafeln für die gesamte Dauer des Vertrages.

schen ebenfalls die Vorzüge der BKV erkannt und für ihre Branchen die Möglichkeit geschaffen, Teile des Gehaltes steuerwirksam in eine betriebliche Pensionsvorsorge umzuwandeln. Das hat den Vorteil, dass der umgewandelte Betrag ohne Abzug von Steuern und Abgaben für die Altersvorsorge investiert werden kann.

Dr. Hemma Massera Leiterin der Abteilung Betriebliche Personenversicherung, Generali Versicherung AG „Die BKV ist die betriebliche Vorsorgeform, die sich durch Transparenz und Planbarkeit schon weit vor dem Pensionsbeginn auszeichnet. Der Gesetzgeber ermöglicht es Mitarbeitern, selbst über den Sicherheitsgrad ihrer späteren betrieblichen Zusatzpension zu entscheiden. Die Unternehmen sind daher aufgerufen, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen“.

Alle Informationen zur BKV bei den BAV-Experten der Generali und unter generali.at/geschaeftskunden Noch schneller geht es mit diesem QR-Code:


KOLUMNE

42

es dort eine etwa 300 Millionen starke Mittelklasse. Und in den kommenden Jahren wird sie auch von Indonesien, dem viertgrößten Land der Welt mit fast 250 Millionen Einwohnern, überschritten werden. Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern dürfte diese Schwelle Ende dieses Jahrzehnts erreichen. „Konsumenten in den aufstrebenden Ländern haben gerade erst begonnen, Geld für Reisen auszugeben“, heißt es im „Emerging Consumer Survey“ der Credit Suisse. Asien-Pazifik das neue Weltzentrum Aber trotz dieser verlockenden Zahlen, in der Zeit um die Jahrtausendwende hatten viele Brancheninsider den Eindruck, dass Discount-Airlines in Asien nicht möglich wären. „Man dachte, dass Billigfluggesellschaften in der Region schlicht und einfach nicht laufen würden“, erinnert sich Tom Ballantyne, der Korrespondent des Magazins Orient Aviation in Hongkong. Zum Glück kümmerte dies Tony Fernandes nicht. Der Gründer von Air Asia, der ersten Billigfluglinie in der Region und mittlerweile zehntgrößten der Welt, hatte bis 2001 nicht einmal etwas mit der Branche zu tun. Viele machten es ihm nach, und Asien wurde zum größten Markt in dem sich entwickelnden Teil der Welt. Nach Angaben des Zentrums für Luftfahrt im asiatisch-pazifischen Raum schnellte der Anteil der Billiganbieter in den nachfolgenden zehn Jahren von null auf 20 bis 25 Prozent. Und es besteht Spielraum für weiteres Wachstum. „Budget-Airlines in Europa und den USA bedienen ein Drittel aller Flüge in diesen Regionen und legen damit die Latte sehr hoch“, sagt Siva Govindasamy, leitender Redakteur bei der Flightglobal Group. Auch in Brasilien vollzog sich ein Boom: Das Land beheimatet mit GOL (Gol Linhas Aereas Inteligentes) mittlerweile die fünftgrößte Billigfluggesellschaft der Welt, die einen Ertrag von 4,1 Mrd. U$D. erwirtschaftet. Die Strategie von GOL war genauso einfach wie

risControl 07/15

effektiv, sagt Michel Herszenhaut, der Verfasser von „Strategies of low cost airlines in emerging countries“. Sie zielt auf Menschen ab, die noch nie geflogen sind. Die Tickets werden direkt verkauft - und nicht über Reiseagenturen, die Provisionen nehmen - zum größten Teil über das Internet. Diese Technik verbreitet sich auch in Südafrika und kommt dort bei den aufstrebenden DiscounterFluglinien Kulula und Mango zum Einsatz. Weitere gemeinsame Praktiken dieser Anbieter sind: Vereinfachte Angebote – eine Passagierklasse, ein Flugzeugtyp, in manchen Fällen keine Platzreservierungen, Point-to-Point-Verkehr und keine oder eingeschränkte Umbuchungs- oder Rückerstattungsmöglichkeiten. Ausgewählte Routen – Flüge werden nicht für alle Destinationen, sondern nur für rentable Strecken angeboten. Billigere Arbeitskräfte – möglichst keine gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer, Auslagerung operativer Aufgaben, die nicht direkt den Flug betreffen, Multitasking-Mitarbeiter - z. B. Flugbegleiter helfen beim Reinigen des Flugzeugs. Die Arbeitsbedingungen werden heftig kritisiert. Geringere Flughafengebühren – durch Nutzung kleinerer Flughäfen. Ryanair gab vor kurzem bekannt, dass man ab März 2015 den Airport Bratislava als neue Basis für Europastrecken gewählt hat. Zwei Flieger werden dort stationiert sein. Michael O´Leary, Chef von Ryanair, gibt in einem Interview mit Austrian Aviation net heftig kontra: „Wir haben Erfolg, weil wir niedrigere Kosten und neue Flugzeuge haben. Wir sind profitabel, weil wir sehr vorsichtig und sicher wachsen. Wir machen das jetzt schon seit mehr als 30 Jahren und sind eine der größten und sichersten Airlines in Europa. Und die Pilotenkosten bei Ryanair sind wesentlich höher als jene bei Austrian Airlines, aber unsere Piloten arbeiten einfach wesentlich mehr Stunden. Die Kabinenbesatzungen verdienen ungefähr gleich viel, aber müssen


43

risControl 07/15

Bei den meisten, wenn nicht gar allen Innovationen der Billigflieger handelt es sich um ganz offensichtliche Tricks. Nichts sei so schwierig wie die Luftfahrtwissenschaft. Der Schlüssel zum Erfolg, so Herszenhaut, ist mit dem vergleichbar, der auch für Low-CostPioniere wie Dell im Computer- und IKEA im Einrichtungsbereich ausschlaggebend war: mutig genug zu sein, um das Billigkonzept in das alltägliche Handeln zu übertragen. Die Kehrseite des Billigfliegens ist die sogenannte Entbündelung, das Zahlen für Leistungen, die früher im Preis enthalten waren. Es gibt kaum Komfort und kein – unbezahltes – Service. Ziemlich unkonventionell werden Gebühren für Sitzplatzreservierungen, für Essen und Getränke, für aufgegebenes Gepäck, für „Treibstoffzuschläge“ und sogar für das Atmen eingefordert. Okay, Letzteres mag – noch - übertrieben sein, aber die in Irland ansässige Ryanair hat öffentlich in Erwägung gezogen, ihre Kunden für Toilettenbesuche zahlen zu lassen. Wer vorne sitzen will und als erster Aussteigen, darf sich das um 40 € kaufen. Und – eher humorvoll – wird man von Kritikern vorgewarnt, dass man im Urlaub nicht zu viel zunehmen sollte. Wegen des Aufpreises bei Überschreitung des Höchstgewichtes beim Rückflug. Auf den Gewinn der Billigflieger wirkt sich dies bestimmt positiv aus. Mit Einsparungen durch Kostensenkungen und Umsatzsteigerung durch Entbündelung, meint Olivier P. Müller, Teamleiter Financial Analysis bei der Credit Suisse, erzielen die DiscounterFluggesellschaften etwa 20 bis 30 % höhere Bruttomargen als die herkömmlichen Fluggesellschaften.

gezogen, und die von den Billiganbietern angewandten Praktiken sind mittlerweile auch bei ihnen Standard geworden. Viele von ihnen haben eigene Billigmarken entweder gekauft oder ins Leben gerufen: So gründete etwa der CEO von Singapore Airlines Goh Choon Phong 2011 eine Low-Cost-Tochtergesellschaft mit Namen Scoot, South African Airways startete die Billigmarke Mango und die deutsche Lufthansa übernahm 2008 den Billigflieger Germanwings. Und tatsächlich, so die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihrem „2013 Airline Disclosures Handbook“: „Die Kostenstrukturen der preiswerten und der alten Fluggesellschaften nähern sich einander an.“ Mit anderen Worten: der Trend zum Billigfliegen wird am Ende überall dominieren. Und irgendwann wird die Frage nach dem Treibhauseffekt auftauchen. Fliegen ist ein hartes Geschäft Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Unterscheidung zwischen Billigfliegern und traditionellen Fluggesellschaften der Vergangenheit angehört, meint auch Müller. Auch wenn ein paar einzelne Billigflieger wie etwa Air Asia, EasyJet und Ryanair gut dastehen, sieht sich die Branche insgesamt einem „sehr schwierigen“ Umfeld gegenüber, das geprägt ist durch immer weniger Differenzierungsmerkmale, mangelnde Preissetzungsmacht als Verkäufer und Käufer und niedrige Markteintrittsbarrieren. „Billig“ wird eines Tages die einzige Art sein, zu fliegen. Für so manchen eine grausliche Zukunftsaussicht.

Geht hin und handelt Aus dieser Entwicklung haben die traditionellen Mitbewerber ihre Lehren

Quelle: Credit Suisse, Wikipedia, facebook, Eric Johnson, @ntwort.at, answers.yahoo.com, arte.tv, austro-avoation.net, berliner zeitung.de / pflichtlektuere.com

KOLUMNE

mehr arbeiten als jene von Austrian. Die durchschnittlichen Verdienste bei Ryanair sind die zweithöchsten aller europäischen Airlines. Wer hart arbeitet, wird schnell befördert. Alle haben einen sicheren Job und nicht wie bei Swiss oder Austrian. Bei uns gibt es weder Personalabbau, noch Lohnkürzungen.“ Soweit ein Auszug.


VERSICHERUNG

44

risControl 07/15

VAV: Zum zweiten Mal die Nummer 1 ÖGVS-Gesellschaft für Verbraucherstudien hat in Zusammenarbeit mit FORMAT die heimischen KFZVersicherer unter die Lupe genommen. Der unabhängige Test der ÖGVS weist die VAV Versicherungs-AG – zum zweiten Mal in Folge - als beste Autoversicherung aus. Für dieses Siegerpodest reicht ein günstiger Tarif alleine nicht aus, mehr als 100 Kriterien müssen dafür erfüllt werden.

D

ie Studie von ÖGVS bewertete die Branche in einem mehrstufigen Test. Dabei wurden einerseits Tarifleistungen anhand eines Fragebogens erfasst. Erhoben wurden für Beispielkunden die Kosten für Haftpflichtversicherungen, Haftpflicht- und Teilkaskoversicherungen sowie Haftpflicht und VollDr. Peter Loisel: „Die beste Auto-Versikaskoschutz. Die cherung Österreichs ist jetzt im Fernsehen.“ anschließende Analyse verglich die in den Fragebögen angegebenen Leistungen der Anbieter mit den Kosten für die Konsumenten. Mittels MysteryChecks wurde die Servicequalität bei E-Mail- und Telefonsupport geprüft; Experten begutachteten die Vollständigkeit und Kundenfreundlichkeit von Verträgen und Vertragsbestandteilen sowie die Benutzerfreundlichkeit der Websites. Insgesamt wurden 138 Kriterien einer Prüfung unterzogen und abschließend wurden die Ergebnisse gewichtet. Dabei wurden die Themenblöcke Tarif mit 60 Prozent, Transparenz und Komfort sowie Kundendienst mit je 20 Prozent berücksichtigt.

weiter ausbauen. „Wir freuen uns über die Nummer Eins, denn es bestätigt, dass wir mit unserer Tarif- und Servicepolitik auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Dr. Peter Loisel, Vorstand Vertrieb und Marketing der VAV Versicherungs-AG. „Wir haben nach der ersten Studie 2014 die Ergebnisse der VAV sehr genau analysiert und in jenen Bereichen Maßnahmen gesetzt, wo wir letztes Jahr noch Potenzial hatten. Das hat sich bezahlt gemacht!“ So wurde zu Jahresbeginn die Unternehmens-Website vav.at modernisiert und für die Ansicht auf mobilen Endgeräten optimiert und auch die Prozesse im Bereich Service und am Telefon wurden verbessert. Kampagne soll Markenbekanntheit erhöhen Die VAV Versicherung kann nun das begehrte Testsiegel der ÖGVS weiter führen. Das Testsiegel ist nicht nur auf Print-Inseraten sondern auch im aktuellen TV-Spot ein wesentliches Element. Loisel: „Gütesiegel sind in hohem Maß vertrauensstiftend. In gesättigten Märkten bieten Testsiegel eine Orientierungshilfe und gelten als wesentliches Unterscheidungsmerkmal. In unserer Fernseh-Kampagne, die noch bis zum Ende des Sommers läuft, informieren wir die Österreicher, dass sie mit der VAV besser fahren – und dass dies von der ÖGVS bestätigt ist.“

Klarer Testsieg für die VAV Mit einem Spitzenergebnis von 96 Prozent konnte die VAV ihre Spitzenposition gegenüber dem Vorjahr noch

Nähere Informationen unter www.VAVPRO.at


TOP PREIS

TOP LEISTUNG

TOP PROVISION

TIL SCHWEIGER IN

DIE NUMMER 1 KFZ-VERSICHERUNGEN VOM TESTSIEGER Für alle, die besser fahren wollen: mit ausgezeichneten Produkten und Bonus-Provision ab dem ersten Vertrag. www.VAVPRO.at Qualitätstest.at

ÖGVS - Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH

Test

KFZ-Versicherer

TESTSIEGER Test 06/2015, 12 Anbieter im Test: Tarife & Servicequalität


KOLUMNE

46

risControl 07/15

Im Kielwasser der Superreichen von Michael Kordovsky Als Trittbrettfahrer am Reichtum der Wallstreet-Magnaten und großen Unternehmerfamilien völlig legal zu partizipieren ist möglich. risControl zeigt wie es geht. Die Vermehrung des Reichtums gewinnt immer mehr an Eigendynamik. Rückläufige Zinsen und eine versteckte Inflation beschleunigten den Prozess, der dazu führt, dass die Reichen zunehmend reicher werden. Als 1987 die Forbes-Liste erstmals veröffentlicht wurde, gab es weltweit erst 140 Milliardäre mit Gesamtvermögen von 2,95 Milliarden US-Dollar. Bis zum Jahr 2015 stieg weltweit die Anzahl der Milliardäre auf 1826 (Vorjahr 1645) und das Gesamtvermögen auf 7,05 Billionen US-Dollar. Insgesamt stieg das Durchschnittsvermögen pro Kopf von 2,11 auf 3,86 Milliarden US-Dollar. Zahlreiche dieser Milliardäre sind Unternehmer bzw. Mit- oder Haupteigentümer börsennotierter Gesellschaften. Diese Unternehmen sind entweder Familienerbe oder wurden von Self-Made-Milliardären gegründet. Einer der 1191 Self-Made-Milliardäre ist Elon Musk, dessen Vermögen von Forbes mit 12 Milliarden US-Dollar beziffert wird. Zu seinen Firmen zählen u.a. der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors und SolarCity, ein Anbieter von Solarstromanlagen, der auch Ladestationen für E-Autos betreibt. Die beiden Firmen haben eine Gemeinsamkeit: Sie notieren an der Börse. Das Milliardärs-Aktienportfolio

reichste Mann der Welt ist. Microsoft schwimmt in Cashreserven von 95,4 Milliarden US-Dollar und verfügt somit über eine prall gefüllte Kriegskasse für Unternehmensaufkäufe. Neue Wachstumsimpulse bringt das Cloud Business. Die Microsoft-Aktie ist ein Basisinvestment. Berkshire Hathaway: Die Holding von Warren Buffett ist stark versicherungs-orientiert, enthält jedoch eine Reihe interessanter Beteiligungen und Aktienpositionen wie beispielsweise den KetchupGiganten Heinz, Coca Cola, American Express, Wells Fargo und IBM. Ein Wertzuwachs der Berkshire Hathaway-Aktie von 21,6 % p.a. (vgl. mit 9,9% p.a. im S&P 500 samt Dividenden) in den Jahren 1965 bis 2014 machte Warren Buffett mit 72,7 Milliarden US-Dollar weltweit zur Nummer 3 der Forbes-Liste. Die B-Aktie des Unternehmens ist auch für „Otto-Normalverbraucher“ erschwinglich. Inditex: Der Spanier Armanico Ortega ist mit 64,5 Milliarden USDollar weltweit die Nummer 4. Er ist Hauptaktionär der expansiven Textil-Handelsgruppe Inditex zu der Marken wie Zara, Massimo Dutti, Stradivarius Bershka und Oysho gehören.

Daraus resultieren Chancen für alle, die von seinen zukünftigen Erfolgen überzeugt sind. Genau hier beginnt eine gezielte Anlagestrategie: Wer irgendwelche „heißen Tipps“ von sogenannten „Gurus“ und selbsternannten „Experten“ satt hat, dennoch mehr Erträge als auf dem Sparbuch wünscht, ohne dabei Haus und Hof zu riskieren, kann gemeinsam mit den Superreichen das eigene Vermögen mehren. Die Methode ist dabei ganz einfach. Man wirft einen Blick in die globale Forbes-Liste der Milliardäre und setzt sich mit der Vermögensherkunft der einzelnen Superreichen auseinander. Sind sie beispielsweise Gründer oder Erben börsennotierter Gesellschaften, an denen sie noch immer Anteile halten, dann kann man ebenfalls in diese Firmen investieren. Das Spektrum reicht dabei von alteingesessenen Unternehmerfamilien wie den Waltons (Wal-Mart-Stores) oder Bettencourts (L `Oreal) bis hin zu jüngeren Innovatoren wie Facebook-Gründer, Mark Zuckerberg oder den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin mit einem Vermögen von je 19,7 bzw. 19,2 Milliarden US-Dollar. Wichtig ist, dass man das Risiko streut und in 7 bis 12 „Milliardärs-Aktien“ investiert:

Oracle: Der Business-Software-Entwickler expandiert heute im Cloud-Bereich und machte den Unternehmensgründer und Hauptaktionär, Larry Ellison, mit einem Vermögen von 54,3 Milliarden US-Dollar zum fünftreichsten Milliardär. Das Gewinnwachstum/ Aktie der vergangenen 5 Jahre (Stichtag 31.05.15) liegt noch immer bei 12,8% p.a..

In Frage kommen dabei u.a. folgende Unternehmen:

LÓreal: Die LÒreal-Aktie brachte es in den vergangenen 20 Jahren inklusive reinvestierter Dividenden auf einen Ertrag von 12,7 % pro Jahr – gut für mit bis dato 30,5% der Anteile am Unternehmen Hauptaktionärin Liliana Bettencourt. Die 92jährige ist Tochter von LÓreal-Gründer Eugene Schueller und mit einem Vermögen von

Microsoft: 1975 war Bill Gates Mitbegründer von Microsoft. Er hält bis heute ein größeres Aktienpaket am Unternehmen, weshalb er nun mit einem Vermögen von 79,2 Milliarden US-Dollar der

Wal-Mart-Stores: Die 1962 vom Nahversorger, Sam Walton, gegründete amerikanische Discounter-Kette, expandierte von Ende Jänner 2011 bis Ende Jänner 2015 von 8604 auf weltweit 11463 Läden und erwirtschaftet einen Umsatz in Größenordnung 486 Milliarden US-Dollar bzw. ca. 2,7 Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Die WalMart-Aktie zählt zu den weltweit stabilsten und zeichnet sich durch eine solide Ertrags- und Dividendenentwicklung aus. 42 Jahre in Folge wurde die Dividendenausschüttung angehoben. Noch immer kontrollieren die Waltons – einschlägigen Berichten zufolge - mehr als die Hälfte der ausgegebenen Aktien. Die 4 reichsten Familienmitglieder sind zusammen 160,8 Milliarden US-Dollar schwer.


47

risControl 07/15

mit den höchsten Wertzuwächsen in den vergangenen 10 Jahren sowie jene mit dem größten Vermögen und investiert in deren größte Portfolio-Neuzugänge:

LVMH: Der französische Luxusartikel-Konzern (Marken: Louis Vuitton, Hennessey, Moet & Chandon, Dior Watches etc...) erzielte 2014 mit 70 Nobelmarken in weltweit über 3300 Läden einen Umsatz von 30,6 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro. 46,5 Prozent der Anteile sind in Besitz der Familie Arnault. Aus dieser stammt auch Chairman und CEO des Unternehmens, Bernard Arnault, dessen Vermögen von Forbes auf 37,2 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, was ihn weltweit zur Nummer 13 der Milliardäre macht.

Gurus zum „kopieren“:

Amazon.com: Der Online-Handel wächst weltweit noch immer zweistellig und Amazon ist hier die treibende Kraft. Einst mit Büchern begonnen, läuft mittlerweile der Handel eines breiten Produktspektrums über Amazon, dessen Marktwert per 25.6.2015 bei 206 Milliarden US-Dollar liegt. Dahinter steckt Jeff Bezos, der 1994 Amazon gründete und heute noch immer 18% der Anteile hält. In der Forbes-Liste 2015 ist er als Nummer 15 mit einem Vermögen von 34,8 Milliarden US-Dollar angeführt, das mittlerweile bei rund 40 Milliarden liegt. Weitere „Milliardärs-Investments“ sind Google, Facebook, Tesla Motors, SolarCity sowie BMW (Susanne Klatten und weitere Erben des verstorbenen Industriellen Herbert Quandt) und CK Hutchison Holdings (Hong Kong, Holding von Li Ka Shing, dessen Vermögen auf 33,3 Milliarden US-Dollar geschätzt wird) Hedge Fund Manager und Investmentgurus kopieren Beachtliche Renditen kann es auch bringen, wenn man die Transaktionen der erfolgreichsten institutionellen Investoren verfolgt, denn die Erfolgsquoten der Spitzenperformer der Wallstreet sind beachtlich und immer wieder sind in den „Guru-Portfolios“ auch Übernahmekandidaten, die nach Übernahmeangeboten plötzlich um 20 bis über 100 Prozent ansteigen. Dass auch „Normalsterbliche“ an die Transaktionsinfos der Wallstreet-Größen rankommen, hat der Gesetzgeber ermöglicht. Sobald nämlich in den USA institutionelle Fondsmanager mehr als 100 Millionen US-Dollar verwalten, müssen sie einmal pro Quartal an die Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Positionen melden. Die Daten werden ins Formular „13 F“ eingespeist und innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende auf die Homepage der SEC geladen. Die „GuruTransaktions-Webseite“ www.gurufocus.com greift diese Infos auf und zeigt übersichtlich die jüngsten Transaktionen der Wallstreet-Größen. Über diese Seite sind auch die langjährigen Performance-Zahlen der „Gurus“ ersichtlich. Wer effektiv kopieren möchte, sucht sich jene Gurus

David Tepper von Apaloosa Management verfügt über ein Vermögen von 10,4 Milliarden US-Dollar. Wer 1993 eine Million US-Dollar in seinen Fonds investierte, verfügte 20 Jahre später über 149 Millionen! Im ersten Quartal 2015 die größten Neuzugänge seines Portfolios waren u.a. Micron Technology, JetBlue Airways, Delta Airlines, USG, Regions Financial und HD Supply Holdings. Seth Klarman von der Baupost Group brachte es seit Gründung im Jahre 1983 auf einen Wertzuwachs von 20 % p.a.. Sein jüngster Glücksgriff war der Hepatitis-C-Medikamentenentwickler, Idenix, der im Juni 2014 von Merck&Co für 3,85 Milliarden US-Dollar zu einer Prämie von 229 Prozent auf den Vortageskurs geschluckt wurde. Angesichts dieser Erfolge ist es nicht weiter verwunderlich, dass sein Vermögen mittlerweile auf 1,5 Milliarden US-Dollar angewachsen ist. Im ersten Quartal massiv investiert hat Klarman in das texanische Öl&Gas-Explorationsunternehmen Pioneer Natural Resources. Warren Buffett: Fast schon ein Pflichtprogramm ist ein Blick auf die jüngsten Transaktionen von Warren Buffett. Allerdings liegen die letzten Neuzukäufe zurück ins 4. Quartal 2014. Damals hat er kleinere Positionen an Restaurant Brands International und TwentyFirst Century Fox (Unterhaltung u. Kabelfernsehen) erworben. Bruce Berkowitz von Fairholm Capital Management brachte es in den vergangenen 15 Jahren auf ein Plus von 11,7 % p.a.. Er konzentriert sich auf Value-Aktien von Unternehmen mit solidem frei verfügbaren Cash Flow. Seine letzten Neuzugänge gab es ebenfalls im 4. Quartal 2014. Es waren die Handelskette Sears Canada und das Ölsand-Unternehmen Canadian Natural Resources.

KOLUMNE

40,1 Milliarden US-Dollar weltweit die Nummer 10 der Superreichen – Tendenz steigend: Von 2012 bis 2014 konnte LOreal den Nettogewinn von 2,87 auf 4,91 Milliarden Euro steigern.


48 REISE

risControl 07/15

Im Cart oder am Zauberteppich Das Angebot im Golfsport ist in den letzten 20 Jahren immer breiter geworden. Ich leider auch. Trotz etwas eingeschränkter Mobilität lässt es sich aber wunderbar golfen. von Micky Klemsch

Das mit dem Golf ist so eine Sache. Es ist eigentlich ein Sport. Ab 2016 wird Golf sogar wieder vom IOC als olympische Sportart geführt. All das hab ich nicht geglaubt, bis ich in den frühen 1990er Jahren selber mal den kleinen Ball mit dem großen Schläger ein paar Meter zu bewegen versucht habe. Der erste Versuch war ein erfolgloser, aber ich bin sofort reingekippt und das Golffieber hatte mich gepackt. All meine Vorurteile habe ich in wenigen Wochen meines Grundkurses über Bord geworfen und irgendwie war ich bald auch stolz darauf, einer der Rookies zu sein. Golf war nicht billig. Im Gegenteil: Die Plätze waren noch spärlich gesät und auf den Parkplätzen davor parkten die teuersten Karossen

zwischen Scheibbs und Nebraska. Für so einen Jungspund wie mich gab es aber immer Schlupflöcher. Internationale Billiggolfclubs ohne Platz aber mit Anerkennung und Handicapführung. Wald- und Wiesenplätze im Wiener Umland, wo auch Golfprolos wie ich unbemerkt in den Acker schlagen konnten. Aber es entwickelte sich und ich wurde besser. Bald konnte ich in Brunn am Gebirge oder in Schönborn ohne Spott in guten Flights mitspielen und sogar auf die Eitkette begann ich zu achten. Aber es war Sport. Golf waren für mich immer über 4 Stunden intensive Bewegung, verbunden mit Konzentration und abwechselnder Spannung und Entspannung. Das Bierchen im Clubrestaurant, liebevoll das 19. Loch genannt, war nach cirka 12 km Fußmarsch immer redlich verdient. Und


49

risControl 07/15

REISE

darauf war ich stolz. So stolz, daß ich früher Golfcarts immer verweigert hab. Das war etwas für Pensionisten und Unsportliche sagte mein Unterbewusstsein. Ich war ja einer von den sportlichen, und damals sah ich sogar so aus. Elektomobil durch Reiters Golfschaukel Daran hat sich einiges geändert. Mit dem Alter kamen nicht nur ein paar unbequeme Kilos sondern auch Probleme mit den Kniegelenken. Gemütlicher wird man sowieso, gerne nenne ich es auch Gelassenheit. Eine Tugend, die beim Golf sogar hilfreich sein kann. Meine Lieblingsanlage ist mittlerweile Reiters Golfschaukel im Allegria Resort Stegersbach. Sanft gerundete Hügel, saftiges Grün, ein weiter Rundblick, Felder, Weinberge, liebliche Täler. Mittendrin 45 Löcher und ein zusätzlicher 5-Loch Funparcours. Da ist für alle etwas dabei. Vom Balkon ein Blick auf die Golfanlage. Vom Frühstücksbuffet etwa 100 Schritte zum ersten Abschlag und

nach einem anstrengenden Golftag eine riesige Thermenanlage, die alle Stückchen spielt. Die Golfbahnen auf den beiden 18Loch Kursen sind allerdings lang. Das ist nun nichts besonderes, aber speziell die Wege zwischen den Bahnen machen beide Kurse zu sportlichen Herausforderungen, denen ich mich nicht mehr gewachsen fühle. Aber dafür gibt es ja die Golfcarts. Und in Stegersbach sehe ich kaum noch Gäste, die sich ohne diese elektrische Beförderungshilfe auf den Weg machen. Wahrscheinlich würde man als cartloser Hardliner, welcher ich früher einmal war, alle 2 Bahnen überrundet werden. So ein Wagerl hat was. Es hat sogar meine Frau zum Golffan gemacht. Sie mag, glaub ich gar nicht spielen, aber liebt es, das Cart über den Platz zu steuern. Mit so einer Hilfe habe ich es dann auch erstmals geschafft, an einem Tag 36 Löcher zu spielen. Das Warmwasserbecken im Hotel Allegria mit Sprudel war abends trotz Cart so was wie eine Erlösung.

Mit Teppich und Gondel zu Berge Andere Golfanlagen wie GC Wienerwald oder der Platz in Millstatt, mit wunderbarem Blick über den gleichnamigen See, kann ich mir ohne Cart gar nicht mehr vorstellen. Noch ausgefallenere Aufstiegshilfen gibt es aber in Haag am Hausruck oder in Radstadt. In dieser Saison wurde im oberösterreichischen GC Maria Theresia ein Zauberteppich installiert. Der Lift – ähnlich einem Kinderschilift – bringt die Golfer mühelos über die extreme Steigung von Grün 7 zum 8. Abschlag. In Radstadt gibt es gar eine Gondelbahn für die Golfer. Nach dem 11.Grün kann man sich in eine bequeme Gondel setzen und wird mit dem Birdie-Jet zum 12. Abschlag am Berg transportiert. Dort wartet auch die 13.Bahn. Von deren Abschlag in beinahe 1000 m Höhe kann man die komplette Anlage überblicken. Ein Eindruck, den ich per Pedes mit schwerem Golfbag am Rücken und bereits 12 Bahnen in den Beinen wohl kaum ohne Aufstiegshilfe geniessen hätte können.


50 SCHLUSSPUNKT

risControl 07/15

WAS FOLGT IM AUGUST?

Interview mit Wenzel Staub, Vorstandsdirektor muki Versicherungsverein a.G.

Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler und Laura Fruhmann BSc, Fortsetzung der Studie „Risikoeinstellungen und Versicherungsnachfrage von EinPersonen-Unternehmen (EPUs) in Österreich“

Welcher Gesundheitstyp braucht welche Krankenzusatzversicherung? Schulmedizin, Homöpathie oder Gesundheitsvorsorge...

SUDOKU

8

7 5 1 4 3

7 2 8

2 3 9

5 7 1 9 8

4 1 6

8 5

4 9 7

1

8 4

9 8 4 9

5 9 4 6 5

6

2 3

1

7

2 1 3 4 6 3 2 8


Denk mit

PUNKTEN punkten! MaklerService Der SteffShop ist das UNIQA Bonuspunkteprogramm für Makler. „„Prämie

vermitteln sammeln „„Waren / Gutscheine einlösen

www.uniqa.at

Werbung

„„Punkte


Damit keiner an Den folgen biometrischer risiken zerbricht: WWK BioRisk und WWK PremiumRisk.

INSERAT Fach- und Führungskräfte BU für leitende Büroberufe mit besonderer Verantwortung Grundfähigkeitspaket Plus mit erweitertem Schutz für körperlich fordernde Berufe WWK PremiumRisk für Absicherung des Todesfallrisikos zum exzellenten Preis-Leistungsverhältnis

Profitieren auch Sie vom intelligenten Schutz der starken Gemeinschaft.

WWk Versicherungen Vertriebsberatung: 08 00/10 23 13 oder info@wwk.at

risControl 07/2015