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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 06 • 2013 • HEFT 407 • 33. JAHRGANG • EURO 10,00

Hochwasser Hochwasserversicherung – Irrtümer und Missverständnisse ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

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as ist ein Stresstest? Nicht gemeint ist die Zeit der Eltern und Kinder kurz vor Schulschluss oder der Zeit vor der Matura ihrer Sprösslinge. Stress, ob der Urlaub bereits gebucht ist und wohin die Reise gehen soll. Auch nicht

eruieren. Ein Tipp: Probieren Sie es nie kurz nach 2 Stunden Stau aus, Sie begeben sich in die Gefahr, dass Ihr Handy den Geist aufgibt, weil die Stresstestnadel zu hoch ausschlägt. Und außerdem sollte man unter zu viel Stress auch nicht versuchen mit einem Touchscreen umzugehen, weil wenn man bzw. frau nicht auf die Tasten „hauen“ darf, ja mein Gott wo denn sonst hin. Nein, es handelt sich um etwas noch viel unwichtigeres als den eigenen Stress. Es handelt sich auch nicht um den Bankenstresstest, wo die Ergebnisse diesmal so unspektakulär veröffentlicht wurden. Nein es handelt sich um den AKW Stresstest. Es werden nun laut einem EU- weiten Pflichtprogramm Stresstests bei Atomkraftwerken kurz AKWs durchgeführt. Aber keine Sorge liebe AKW- Betreiber und Mitarbeiter, diese Stresstest werden angekündigt, und die zu überprüfenden Bereiche ebenfalls, damit eben kein Stress aufkommen kann. Denn wer weiß, was so passieren könnte, wenn zur falschen Zeit Stress aufkommt. Aber das wär doch auch eine Empfehlung für andere Kontrollorgane, ob Wirtschaftspolizei, Arbeitsinspektorat oder das Finanzamt. Diese sollten sich jetzt bitte zwecks Stressvermeidung alle anmelden und vorher das zu kontrollierende Gebiet angeben, damit es auf keinen Fall zu Stress kommt. Weitere Empfehlung wäre der Stresstest bei Bankfunktionären, bitte hier aber die Vorlaufzeit schon etwas länger einrechnen,

Stresstest

das neue Stresstest-App um seinen eigenen Stresslevel zu

weil es könnte ja sein, dass noch etwas in der Organisation verändert werden muss, oder vielleicht etwaige Rechtsberater informiert werden sollten, und dass könnte ja dauern. Dumm gelaufen ist es nur, wenn manche staatlichen Gesetzesstellen noch nicht informiert sind über die neue Handhabung mit dem Stresstest, und dann DIE österreichische Bank ohne vorherigen angekündigten Stresstest einer Prüfung unterzieht bzw. die handelnden Personen der Bank.

Ihre Doris Schachinger

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 06 | risControl 06/2013 Heft-Nr.: 407 | 33. Jahrgang

3 EDITORIAL Stresstest Interview mit Dr. Peter Thirring, Generali Österreich

6 KARRIERE 6 MERKUR VERSICHERUNG AG: Landesleiter Wien 6 ALLIANZ INVESTEMENTBANK AG: Vorstand 6 COFACE: Country Manager 6 WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG: Auszeichnung 7 WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG: Kommerzialrat 7 TOGETHER /CCA: Veränderungen 7 VALUED ASSET: Vertrieb 7 WÜSTENROT GRUPPE: Vorstandsmandate

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8 KURZNACHRICHTEN 8 Ankeruhr 8 Unterschätzte Reiserisiken 8 Verzicht auf Spekulation 8 Investmentbank 8 Sparmassnahme 9 Facebook Ranking 9 Zulassungsstelle 9 GmbH Reform 9 Autoversicherung 9 Sachwerte

WÜSTENROT GRUPPE Wir haben mit GD Stellvertreter Vorstandsdirektor Franz Meingast, MBA gesprochen:

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10 INTERVIEW

Dr. Johannes Kerschbaumer, Donau-Universität Krems im Gespräch

10 Kontinuität 12 Vertrauen vorhanden 14 „Geheimrezept“ – Der Mix

17 KOMMENTAR Naht das Ende der expansiven Geldpolitik?

Seite 14

18 WIRTSCHAFT 18 Triple A 18 Blütezeit vorbei? 19 Vorschläge aufgenommen 20 Hochwasser 22 Hochwasserversicherung - Irrtümer und Missverständnisse

26 UMFRAGE

Hochwasser

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Was wäre wenn

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INHALT

36 VERSICHERUNG UMFRAGE: Was wäre wenn

Seite 26 10 Jahre Merkur Versicherung in Bosnien und Herzegowina

Seite 44 Bauwesenversicherung

Seite 50

36 Keine Erholung in Sicht 37 Neues LV Produkt 38 Rechtsschutz 38 Sicherheitsreport 39 FLV Markt 40 Die ideale Lösung am Markt 42 Kfz-Leasing bietet Mobilität 43 Stellenwert BIO 44 10 Jahre Merkur Versicherung in Bosnien und Herzegowina 45 Ganz Privat 46 KMU: Rechtsschutz mit Inkasso-Deckung des KSV1870 48 Rekordverdächtige Schadensquote 48 Fondspalette 50 Bauwesenversicherung

53 VERANSTALTUNG 53 ÖGUT Zertifikate 54 Expertennachmittag 55 Kinohelden 56 Informations Veranstaltung 56 Sir Karl Popper Schule 57 Recommender 2013 58 Mobiles Caritas Hospiz 58 Camerata Salzburg 59 IRE Expertenkonferenz 60 Mit UNIQA in Riga… 62 Warum Europa dennoch wachsen kann!

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Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

Mit UNIQA in Riga…

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, 123rf.de, Wilke, Reither, Martina Draper, Petra Spiola/B. Noll, Niko Formanek, Franz Neumayr, Stefanie Steindl, APA Fotoservice Thomas Preiss, Rafaela Pröll. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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MERKUR VERSICHERUNG AG

COFACE

Landesleiter Wien

Country Manager

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ie Landesdirektion Wien der Merkur Versicherung hat seit 1. Mai 2013 einen neuen Leiter. Andreas Skerbis hat die Funktion übernommen und ist damit für 50 Wiener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verantwortlich. Er trat 1990 ins Unternehmen ein, und war von 1991 bis 2007 als Organisationsleiter und ab 2008 als Verkaufsleiter in der Landesdirektion Steiermark tätig.

ALLIANZ INVESTEMENTBANK AG

ag. Christian Berger hat die Position des Country Managers Austria übernommen. Er begann 2005 bei Coface Austria als Leiter International Activities und war seit 2007 Mitglied des Vorstands der Coface Austria Kreditversicherung AG. Nachdem das Unternehmen im November 2012 in eine Niederlassung umgewandelt wurde, war Berger weiter im Management Board tätig, wo er u.a. anderem für die Bereiche Finance, Controlling, IT und Organisation der Central Europe Region zuständig war. Berger begann seine Karriere 1998 bei Coface in der Schwestergesellschaft Coface Central Europe Holding AG und ist in dieser seit 2003 im Vorstand. Mit sofortiger Wirkung übernimmt er nun zusätzlich die Funktion des Country Managers Austria für die Sparte Kreditversicherung in der Coface, Niederlassung Austria. Nach seinem Studium der Internationalen Betriebswirtschaft an der Universität Wien, der University of Wales und der Ecole Supérieure de Commerce in Paris arbeitete Berger zunächst für KPMG Management Consulting.

Vorstand WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

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ag. Sonja König ist in den Vorstand der Allianz Investmentbank AG bestellt worden. Sie folgt damit Mag. Werner Müller, der sein Vorstandsmandat aufgrund erweiterter Aufgaben im Vorstand der Allianz Gruppe in Österreich zurückgelegt hat. 2001 wechselte sie als Portfolio Managerin in die Allianz Invest KAG. Nach unterschiedlichen Führungsfunktionen übernahm König im Jahr 2009 die Verantwortung für die Bereiche Risikosteuerung und -kontrolle. Zwischen 2004 und 2007 war sie als Repräsentantin der Allianz Invest KAG in der Derivate ARGE der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften tätig. 2010 wurde König neben den beiden bisherigen Geschäftsführern Mag. Martin Maier und Mag. Christian Ramberger zur Geschäftsführerin der Allianz Invest KAG ernannt. In dieser Funktion war sie für die Bereiche Risiko und Steuerung innerhalb der viertgrößten österreichischen Kapitalanlagegesellschaft verantwortlich. Zusammen mit dem bisherigen Vorstand Martin Bruckner bildet König zukünftig den Vorstand der Allianz Investmentbank AG. In dieser Funktion zeichnet sie für die Bereiche Banking Operations sowie Legal & Compliance verantwortlich.

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Auszeichnung

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r. Günter Geyer hat eine weitere hohe Auszeichnung erhalten. Die „Medaille des Präsidenten der slowakischen Republik“ für den persönlichen Beitrag Dr. Geyers zur Wirtschaftsentwicklung der Slowakei, im Speziellen zur hervorragenden Entwicklung der Versicherungsbranche. Die feierliche Verleihung fand im Präsidentenpalast durch Staatspräsidenten Ivan Gašparovič statt.

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VALUED ASSET

Kommerzialrat

Vertrieb

KARRIERE

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

M v.l.n.r.: Dr. Judit Havasi, Dr. Günter Geyer, KR Robert Bilek, Mag. Robert Lasshofer und Mag. Hermann Fried

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em Personaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung Robert Bilek wurde der Berufstitel Kommerzialrat verliehen. Der 56jährige Wiener begann seine berufliche Karriere 1973 bei der Wiener Städtischen als Sachbearbeiter in der Gehaltsverrechnung des Unternehmens. Seit 1999 ist er Leiter des gesamten Personalbereichs. Die Auszeichnung erhielt er für seine Verdienste um die Versicherungswirtschaft von Dir. Mag. Heinz Wollinger, von der Wirtschaftskammer Wien. Das Dekret wurde im Palais Festetics von Dr. Paulus Stuller überreicht.

TOGETHER /CCA

WÜSTENROT GRUPPE

Veränderungen

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arkus Suppan hat die Vertriebsleitung bei TOGHETHER und CCA übernommen. Seine Karriere startete er als Vertriebspartner eines Wiener Versicherungsmaklers, wechselte dann zur Niederösterreichischen Versicherung und ist seit 2008 im Unternehmen tätig. „In meiner neuen Position als Vertriebsleiter möchte ich den hohen Qualitätsstandard des Vertriebsteams nachhaltig sichern.“ DI Peter Strake hat die Leitung der Entwicklung bei TOGETHER übernommen, nach seiner Ausbildung an der TU-Wien startete er seine Karriere in der Entwicklungsabteilung von Siemens. 2009 wechselte er zum Unternehmen und war maßgeblich an der Entwicklung der neuen Benutzeroberfläche beteiligt. „Für die Umsetzung von Kundenwünschen in technische Lösungen erfordert es viel Know-how und Erfahrung. Mein Ziel ist es, dass unsere Kunden in Zukunft noch einfacher mit uns arbeiten können.“

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ag. Helmut Patek (46) ist seit Anfang Mai für den Aufbau des Vertriebes von Valued Asset Consulting und Vertriebsservice GmbH verantwortlich. Der geborene Wiener und ausgebildete Finanzexperte ist seit mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche beschäftigt, zuletzt als Key-Account-Manager bei UNIQA in der Landesdirektion St. Pölten. Valued ASSET begleitet Unternehmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz in den Bereichen Produktentwicklung, Vertriebsmanagement und Unternehmensberatung. Neue, nachhaltige Erfolgspotenziale zu entwickeln und diese langfristig zu sichern ist das Ziel. Das Unternehmen wurde im Jänner von Werner Holzhauser, ehemals Vertriebsvorstand UNIQA Österreich gegründet.

Vorstandsmandate

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ie Mandate aller Vorstandsmitglieder der Wüstenrot Bausparkasse und der Wüstenrot Versicherung wurden bis 31.5.2018 einstimmig verlängert. Der Vorstand setzt sich daher wie bisher zusammen: Vorstandsvorsitzende GD Dr. Susanne Riess, GD-Stellv. Vorstandsdirektor Franz Meingast, MBA, Vorstandsdirektor Prof. Dr. Andreas Grünbichler und Vorstandsdirektor Mag. Gerald Hasler. In beiden Unternehmensgremien wurden die Mandatsverlängerungen einstimmig beschlossen. „Das seit vielen Jahren erfolgreiche Team soll in den nächsten fünf Jahren die Zukunft der Wüstenrot Gruppe gestalten und in bewährter Weise weiter zusammenarbeiten“, so Dr. Herbert Walterskirchen Aufsichtsratsvorsitzender.

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KURZNACHRICHTEN

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HELVETIA VERSICHERUNG

DEUTSCHE DZ BANK

Ankeruhr

Verzicht auf Spekulation

Seit 24. Mai funktioniert die Ankeruhr am Hohen Markt in Wien wieder. Die 99 Jahre „alte Dame“ streikte seit der Umstellung auf die Sommerzeit. Der Zahn der Zeit und die starken Temperaturunterschiede im März/April setzten den Rollen und Drehgelenken, vor allem aber dem Kettenlaufwerk der Uhr enorm zu. Die Figuren im Inneren standen fast acht Wochen lang still.. Der Uhrmacher Arno Kalivoda aus Wien-Neubau – der sich bereits seit 1992 regelmäßig um das Jugendstilwerk kümmert – konnte sie durch eine Reparatur erfolgreich instand setzen. Eine aufwändige Spannvorrichtung für den Antrieb und neue Rollen auf den einzelnen Figuren in einer Spezialanfertigung sowie eine Verlängerung der Kettenstützschiene für die mit den Jahren länger gewordene Kette waren die Lösung, um die Kupferfiguren der Uhr wieder in Gang zu bekommen.

Die Ankeruhr wurde nach Plänen von Franz Matsch im Jahre 1914 errichtet. Als herausragendes Werk des Jugendstils ist sie eine beliebte Attraktion für Touristinnen und Touristen aus aller Welt. Ihre Kupferfiguren repräsentieren berühmte Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte, wie z. B. Kaiserin Maria Theresia und Joseph Haydn. In zwölf Stunden durchläuft jede der zwölf Figuren bzw. Figurenpaare einmal die Uhr, von einem passenden Musikstück umrahmt. Damit sichergestellt wird, dass die Ankeruhr im Jubiläumsjahr einwandfrei funktioniert, hat sich die Helvetia dazu entschieden, die Ankeruhr in den neuralgischen Bereichen nicht nur reparieren, sondern komplett sanieren zu lassen.

EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG

Unterschätzte Reiserisiken

Dr. Martin Sturzlbaum, Vorstandsvorsitzender Europäische Reiseversicherung Noch immer glauben 80% aller Reisenden mit einer e-card ausreichend geschützt zu sein. Dr. Martin Sturzlbaum, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung: „Den Menschen ist dabei oft nicht bewusst welche Risiken sie dadurch in Kauf nehmen.“ Ein stationärer Spitalsaufenthalt im Ausland kann bis zu 1.000 Euro pro Tag

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kosten, ein Rücktransport in die Heimat ist von der Sozialversicherung in keinem Fall gedeckt. Medizinische Leistungen im Ausland und der Rücktransport in die Heimat sollten daher Standardbestandteil einer Reiseversicherung sein, ebenso ein Reisegepäcksschutz und ein Stornoschutz, der die Stornokosten bei begründetem Nichtantritt einer Reise abdeckt. Diese können bis zu 100% des Preises der gebuchten Leistungen ausmachen. Laut einer Umfrage des Unternehmens glauben 80% mit der e-card in ganz Europa ausreichend versichert zu sein, 20% auch außerhalb Europas. Vor allem die Jüngeren wissen nicht, dass die e-card nur in den EU–Mitgliedsländern anerkannt wird, aber sogar hier häufig nicht wirksam ist, weil sie nur in öffentlichen Spitälern akzeptiert wird. Besonders die Situation in Spanien ist besorgniserregend, spanische Krankenhäuser und Ärzte behandeln Touristen nur noch gegen Vorauskasse oder bei einer bestehenden Reiseversicherung.

Die deutsche DZ Bank soll Medienberichten zufolge künftig auf Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmittel verzichten. Die DZB Bank ist die Dachorganisation von Volks- und Raiffeisenbanken, auch die Fondstochter Union Investment soll sich laut „Spiegel Online“ aus den Spekulationen auf Agrarstoffen zurückziehen. Die Deutsche Bank hält dagegen am Geschäft mit Nahrungsspekulationen fest.

ITALIEN

Investmentbank Eine Studie der New Yorker Beraterfirma AlixPartner empfiehlt Italien die Gründung einer grossen Investmentbank. So soll aus den drei größten italienischen Banken, UniCredit, Banca IMI und Mediobanca, eine Einheit entstehen. Dass könnte notwendig werden, weil die Aufsichtsbehörde eine Trennung von Investmentbanking und Retailgeschäft vorantreiben. Damit möchte man mit der europäischen Konkurrenz Schritt halten.

BASLER VERSICHERUNG

Sparmassnahme

Die Schweizer Versicherungsgruppe Baloise will bei den Basler Versicherungen umfassen einsparen. Im Zuge der Sparmaßnahmen sollen bis Ende 2017 400 Arbeitsplätze wegfallen. Weiters könnten die Niederlassungen in Bremen und Nürnberg geschlossen werden. Der Konzern strebt eine Kosteneinsparung von 40 Millionen pro Jahr an. Damit soll ein Kostenniveau erreicht werden, das bei dem des Wettbewerbs liegt.

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Ein Jahr nach der ersten österreichspezifischen Analyse von Facebook Unternehmensseiten präsentiert der weltweit tätige Social Media Analyst Socialbakers gemeinsam mit der Wiener Agentur für neue Kommunikation SPiNNWERK das Update 2013. Unter dem Titel „Socially Devoted“ wurden im Zeitraum Q1/2013 in Österreich insgesamt über 200 Unternehmensseiten verschiedener Branchen untersucht. Im Fokus stehen dabei essenzielle Werte professioneller Social Media Aktivitäten: Beantwortungsfrequenz und -zeit von Fanpostings und -fragen. Damit werden die von Facebook angebotenen Analyse-Metriken wie Fananzahl, Interaktionsraten und Reichweiten um Kennzahlen für die tatsächliche Dialogführung erweitert. Laut dem globalen Socially Devoted Industry Report für das Q1/2013 führt der Bereich Finance das branchen-

MUKI VERSICHERUNGSVEREIN AUF GEGENSEITIGKEIT

Zulassungsstelle Seit 3. Juni hat der muki Versicherungsverein die erste Zulassungsstelle in der Steiermark. In Lieboch stehen alle Serviceleistungen rund ums KFZ für die Bezirke Graz (G), Graz-Umgebung (GU), Deutschlandsberg (DL), Leibnitz (LB) und Voitsberg (VO) zur Verfügung. Sarah Kurzenberger und Bernadette Roexeis bieten das komplette Service-Paket rund um die KfzZulassung an. Geöffnet ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Erreichbar ist die neue muki Kfz-Zulassungsstelle über Telefon 03136 / 63336, Telefax 63336-3 und E-Mail zulassungsstelle.lieboch@muki. com bzw. s.kurzenberger@muki.com und b.roexeis@muki.com.

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spezifische Ranking mit 79,9% Response Rate an. Österreichs Finanzdienstleister haben hier mit aktuell 60,50% noch aufzuholen – auch wenn sie damit knapp über dem nationalen Gesamt-Durchschnitt von 60% Beantwortungsrate liegen. Die ernüchternden Ergebnisse 2012 zeigten, dass 62% aller Userfragen auf österreichischen Facebook Unternehmensseiten unbeantwortet blieben. Seitdem ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, die aktuelle Beantwortungsrate liegt bei 6 5%, damit sind die unbeantworteten Fragen auf 35% gesunken. Weiters erreichen 49 der 236 beobachteten Seiten in Österreich eine Question Response Rate von 100%. Der viel zitierte „Dialog auf Augenhöhe“ ist somit keine leere Phrase mehr, sondern wird nach und nach umgesetzt. Die durchschnittliche Beantwortungszeit liegt in Österreich bei 21 Stunden und 11 Minuten.

WKÖ

GmbH Reform Ab 1. Juli 2013 bringt die GmbH Reform eine erhebliche Einsparung und Verbesserung: Senkung des Mindeststammkapitals von 35.000 Euro auf 10.000 Euro (durch Hälfteeinzahlung statt bisher 17.500 Euro nun 5.000 Euro). Einsparung von ca. 150 Euro für die Gründungsanzeige im Amtsblatt zur Wiener Zeitung. Senkung der Mindestkörperschaftsteuer von 1.750 Euro auf 500 Euro pro Jahr. Verringerung der Gesellschaftsteuer und Senkung der Kosten für den Notariatsakt von 1.092,70 Euro auf 569,90 Euro (bei Musterformulargründung nach Neugründungs-Förderungsgesetz einer einzigen natürlichen Person nur mehr 43,55 Euro).

DEUTSCHLAND

Autoversicherung Suchmaschinenbetreiber Google führt intensive Gespräche mit Versicherern, die ihre Produkte über Google anbieten sollen. Damit möchte der US Konzern auch ins Versicherungsgeschäft einsteigen. Angeblich gibt es bereits einige Gesellschaften, die daran interessiert sind. Bei Abschluss wird dem Suchanbieter eine Provision be-

KURZNACHRICHTEN

Facebook Ranking

zahlt. In Großbritannien ist Google bereits seit 2011 mit einem Vergleichsportal tätig, wo auch KFZ Versicherungen abgeschlossen werden können.

WM AG

Sachwerte Die WM AG vertreibt erstmals eine Beteiligung an deutschen Kindertagesstätten für Privatanleger. Der Habona Kita Fonds 01 bietet erstmalig privaten Investoren die Möglichkeit sich an der Investitionen in deutsche Kindertagesstätten zu beteiligen. Habona Invest ist ein auf Immobilien spezialisiertes Emissionshaus mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Management verfügt über eine 30-jährige Erfahrung. In Deutschland gibt es ab August eine bedeutende Gesetzesänderung. Ab diesem Zeitpunkt besteht nämlich ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, und das bedeutet, dass der Investitionsbedarf für den notwendigen Betreuungsausbau gegeben ist. Der Kita Fonds bietet eine Investitionsmöglichkeit in neu errichtete Kindertagesstätten in Deutschland mit professionellen Betreibern. Der Fonds hat eine Laufzeit von 11 Jahren. Es besteht Inflationsschutz durch indexierte Mietverträge, eine Cash-Flow-Sicherheit durch 20-jährige Mietverträge, eine Gesamtrendite in Höhe von 5,5 p.a. Die beiden ersten Kitas des Fonds werden in Köln realisiert.

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INTERVIEW

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GENERALI ÖSTERREICH Seit dem Wechsel von Dr. Luciano Cirinà als CEO der CEE Holding GPH nach Prag hat Dr. Peter Thirring, langjähriges Vorstandsmitglied der Generali Holding Vienna, den Vorstandsvorsitz übernommen. Wir haben mit ihm über Kontinuität, Erfolg und den Wandel in der Wirtschaft gesprochen:

Kontinuität risControl_06.indd 10

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INTERVIEW

Thirring: Einen radikalen Umbruch in der Versicherungswirtschaft sehe ich nicht. Richtig ist, dass wir im Rahmen von Solvency II Regularien bekommen, die eher eine Scheinsicherheit erzeugen. Denn das bisherige System hat gezeigt, dass es funktioniert. Es ist noch keine Versicherungsgesellschaft in Schwierigkeiten geraten. Die neuen zusätzlichen Regularien nehmen aber nicht wirklich die Risiken aus dem Geschäft heraus, sie sind eher eine „Dokumentationswut“. risControl: Was wünschen Sie sich vom Markt? risControl: Dr. Thirring, eine neue Funktion im Vorstand der Generali Versicherung? Thirring: Nachdem ich bereits seit 2007 im Vorstand tätig bin, ist diese Aufgabe für mich nicht komplett neu. Ich war CEO bei der Generali Poistovna in der Slowakei und bin daher mit dieser Funktion vertraut. Wichtig ist mir eine Kontinuität in der Geschäftsführung. Die Generali Gruppe Österreich ist finanziell sehr stark und strukturell bestens aufgestellt. Sie hat in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und daher gibt es keine Notwendigkeit für weitreichende Änderungen. risControl: Was ist Erfolg für Sie? Thirring: Hier möchte ich zwischen beruflichem und privatem Erfolg unterscheiden. Beruflich bedeutet Erfolg für mich, wenn sich das Unternehmen weiterhin so positiv entwickelt und die Generali Versicherung ihren guten Ruf beibehält. Auch wenn es gelingt, in allen Bereichen die gute Positionierung zu halten oder noch weiter auszubauen, wäre das für mich Erfolg. Spektakuläre Erfolge gibt es aus meiner Sicht in anderen Branchen. Die Versicherungswirtschaft hat eine große gesellschaftliche Verantwortung, und darauf sollte man achten. Privat bedeutet Erfolg für mich, wenn sich mein Familienleben und meine Töchter weiterhin so entwickeln wie bisher und alle gesund bleiben. risControl: Welche Pläne gibt es heuer für das Unternehmen? Thirring: Unser Geschäftsmodell mit einer ertragsorientierten Geschäfts- und risikobewussten Zeichnungspolitik hat 2012 zu

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sehr guten Ergebnissen geführt. Diesen Weg werden wir in Zukunft kontinuierlich und konsequent fortsetzen. Die hervorragenden technischen Ergebnisse sowie die guten Veranlagungsergebnisse für unsere Kunden wollen wir unbedingt beibehalten. Unser Bestreben ist es, die Kundenfreundlichkeit und den Marktauftritt noch weiter zu verbessern. Daher werden wir unsere Tätigkeiten noch stärker auf den Markt ausrichten, um unsere Kunden bestmöglich zu servicieren und unsere Vertriebe optimal zu unterstützen. Generell gibt es in der Versicherungswirtschaft viele Möglichkeiten noch kundenfreundlicher zu werden. risControl: Das letzte Jahr war für die Generali positiv, sehen Sie ein Ende der Finanzkrise? Thirring: Die Situation hat sich nach den Jahren 2008 und 2009 deutlich verbessert, aber Entwarnung können wir sicherlich noch nicht geben. Nach wie vor sind gewisse Parameter schwierig. Wir müssen noch risikobewusster agieren als in der Vergangenheit. Bei uns in Österreich hat die Finanzkrise zum Glück nicht den Einzelnen betroffen. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus. So stellt etwa die hohe Jugendarbeitslosigkeit in gewissen Regionen in Europa für mich ein noch größeres Problem dar als die Altersvorsorge. Wann immer die Rede davon ist, das Antrittsalter für Pensionisten anzuheben, sollte gleichzeitig die Frage gestellt werden, welche Auswirkungen das für die Beschäftigung von Jugendlichen hat. Die sozialen Probleme und die Unzufriedenheit bei den Jugendlichen dürfen nicht weiter steigen.

Thirring: Vom Versicherungsmarkt wünsche ich mir, dass so manches Unternehmen erkennt, dass ein Ausgleich zwischen Kundenbedürfnissen und Aktionärsinteressen möglich ist, oder besser gesagt sie einander nicht ausschließen. Aus regulatorischer Sicht wünsche ich mir, dass man in Richtung zweiter und dritter Säule etwas unternimmt. Nehmen wir zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge her. Die derzeit für die Steuerbegünstigung geltende 300-Euro-Grenze sollte deutlich angehoben werden. Der Betrag von 300 Euro lässt keine vernünftige Rente zu. Viele Arbeitnehmer wären damit einverstanden, etwas weniger jeden ersten am Konto, dafür aber mehr Sicherheit im Alter zu haben. Zwar wird es die staatliche Pension immer geben, nur in welcher Höhe, das ist fraglich. Schließlich wünsche ich mir für die Versicherungswirtschaft sinnvolle Kontrollen und Regularien, die zu keiner Absurdität werden. risControl: Wir danken für das Gespräch!

risControl: Stehen wir vor einem Wandel in der Versicherungswirtschaft?

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WÜSTENROT GRUPPE

Vertrauen vorhanden Wir haben mit GD Stellvertreter Vorstandsdirektor Franz Meingast, MBA gesprochen:

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risControl: Das Jahr 2012 war für die Wüstenrot Gruppe erfolgreich. Bei den Bauspareinlagen wurde gegenüber 2011 trotz schwierigem Umfeld ein Zuwachs erzielt. Die Wüstenrot Versicherung konnte im Neugeschäft in Summe ein Wachstum von 16% melden. Und eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK hat ergeben, dass Bausparen noch immer Österreichs liebstes Sparformat ist. Sind sie zufrieden mit diesem Ergebnis?

Meingast: Ja, wir sind sehr zufrieden damit, unsere Zuwächse im Versicherungsbereich sind auf erfolgreiche Strategie- und Produktinnovationen zurückzuführen. Das Bausparen war zwar im letzten Jahr aufgrund der Diskussionen um die staatliche Förderung etwas rückläufig, es hat sich aber im zweiten Halbjahr wieder völlig erholt. Das erste Quartal 2013 und die laufenden Monate zeigen, dass sich Bausparen wieder in ist und boomt. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage heuer unverändert hoch bleibt und wir unsere Pläne erfül-

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INTERVIEW

len werden. Wir haben mit unserer Marke Wüstenrot Bausparen eine sehr hohes Vertrauenspotenzial am Markt und davon partizipiert auch die Wüstenrot Versicherung. Unser Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung und unser Vertriebsmix funktioniert ausgezeichnet, daher werden wir die Pläne für das heurige Jahr, aus heutiger Sicht, erfüllen. risControl: Warum ist Bausparen so attraktiv? Meingast: Wenn monatlich nur ein geringer Betrag zum Sparen zur Verfügung steht, ist Bausparen unschlagbar. Es ist ein Produkt, das jeder kennt und risikoarm ist. Über 5,5 Millionen Menschen vertrauen in Österreich darauf, denn es hat einen einzigartigen Doppelnutzen: Bauparen ist eine attraktive Sparform und sichere Finanzierungsmöglichkeit zugleich. Zu den attraktiven Zinsen kommt jedes Jahr noch die staatliche Bausparprämie dazu und die Laufzeit ist mit 6 Jahren überschaubar. Die Menschen haben in den letzten 85 Jahren damit nur gute Erfahrungen gemacht. Ein sicheres und stabiles Produkt, das wieder große Bedeutung am österreichischen Sparmarkt hat. risControl: Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge steht vor einer Reform? Meingast: Wir hoffen, dass die Reform auch wirklich so positiv weiterbegleitet wird, wie es im Moment aussieht. Damit die Kunden und Kundinnen wieder Vertrauen in das Produkt bekommen. In den letzten zwei bis drei Jahren hat es aus meiner Sicht eine sehr verunsichernde Berichterstattung zur staatlich geförderten Zukunftsvorsorge gegeben.

Natürlich ist die Performanceentwicklung nicht ganz so verlaufen, wie noch vor Jahren erwartet. Dank der integrierten Kapitalgarantie haben die Menschen aber im Gegensatz zu anderen Produkten ihr einbezahltes Geld nicht verloren. Die Zukunftsvorsorge hat ihren eigentlichen Zweck klar erfüllt: Die Absicherung des Lebensstandards in der Pension mit einer lebenslangen und steuerfreien Rente. risControl: Sind sie mit allen Punkten der Reform zufrieden? Meingast: Das Zeitfenster zur Umsetzung der Reform im Produkt ist etwas knapp, aber wir werden unser neues Produkt mit Herbst auf den Markt bringen. risControl: Heuer laufen die ersten Tranchen aus, wie verhalten sich die Versicherungsnehmer? Meingast: Bei uns sind es rund 3.000 Verträge, also 7% des Gesamtportfolios der ablaufenden Tranche. Die ersten 4 Monate der Ablaufbearbeitung zeigten, dass 30% der Kunden im Produkt bleiben, 20% wählen ein anderes Produkt und riskieren die Rückzahlung der halben Förderprämie und 50% lassen sich ihr Geld auszahlen.

Kunden sehr gut angenommen. Unser Unfallversicherungsprodukt wurde gerelauncht und mit einem Regionaltarif versehen. Zudem haben wir letztes Jahr ein neues Rechtsschutzversicherungsprodukt auf den Markt gebracht, das wie alle anderen neuen Produkte von allen Vertriebswegen gut angenommen wird. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Die Produkte werden von allen Vertriebswegen gut angenommen,wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung. Im Herbst werden wir unsere fondsgebundene Lebensversicherung relaunchen und neu auflegen. Das Produkt besticht durch die Kombinationen aus klassischer Lebensversicherung mit einem fondsorientierten Veranlagungsanteil und ist in seiner Gesamtheit einzigartig. Die Anlageklassen werden regelmäßig und vollautomatisch je nach Veränderung auf den Finanzmärkten umgeschichtet. Der Kunde muss sich somit keine Gedanken über das richtige Timing und die richtige Verteilung machen und weiß sein Geld in guten Händen. Das gibt’s in Österreich in dieser Form nur bei Wüstenrot. risControl: Was ist Erfolg für Sie? Meingast: Am Abend einen Schritt weiter zu sein, sonst ist es ein verlorener Tag. risControl: Erfolg für Ihr Unternehmen?

risControl: Auch der Versicherungsbereich war und ist sehr erfolgreich. Meingast: Im Sachversicherungsbereich sind wir überdurchschnittlich gewachsen und sehen heuer einen gleichbleibenden Trend. Wir haben gute Produkte entwickelt, die das Argument Sicherheit in den Vordergrund stellen. Unsere Sachversicherung mit dreijähriger Prämiengarantie, ist vom Markt anfangs belächelt worden, wird aber vom

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Meingast: Zufriedene Kunden und Kundinnen und motivierte Mitarbeiter und MitarbeiterInnen., Dazu kommt, Trends und Marktnischen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig in Geschäftschancen umzuwandeln,. Positive Ergebnisse zu erwirtschaften, das ist Erfolg. Wichtig ist, damit auch zufrieden zu sein. risControl: Wir danken für das Gespräch!

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INTERVIEW

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AUS- UND WEITERBILDUNG DONAU-UNIVERSITÄT KREMS / VERSICHERUNGSRECHT

„Geheimrezept“ –

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INTERVIEW

Auch an der Donau-Universität wird Versicherungsrecht gelehrt. Folgende Ausbildungen können am Department für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration absolviert werden. Akademische/r ExpertIn in Versicherungsrecht, Akademische/r VersicherungsmaklerIn und Master of Legal Studies, MLS in Versicherungsrecht. Wir haben mit Lehrgangsleiter Dr. Johannes Kerschbaumer, M.E.S. dem Leiter des Departments gesprochen.

risControl: Die Donau-Universität bietet berufsbegleitende Lehrgänge zu oben angeführten Thematiken an, welche Zielgruppen sprechen sie mit den Lehrgängen an? Kerschbaumer: Wir sprechen mit den genannten Lehrgängen in erster Linie Erwerbstätige in der Versicherungsbranche an. Dabei liegt der Fokus bei der Ausbildung zur „Akademischen Versicherungsmaklerin“ bzw. zum „Akademischen Versicherungsmakler“ naturgemäß in der Maklerbranche. Aufgrund der Tiefe der fachlichen Inhalte bietet dieser Lehrgang sowohl für Young Professionals als auch für bereits berufserfahrene Versicherungsmaklerinnen und –makler eine exklusive Spezialausbildung. Gerne erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass dieser Lehrgang bereits im letzten Studienjahr erstmals durchgeführt wurde. Das große Interesse an der exakt auf diese Berufsgruppe zugeschnittenen postgradualen Fortbildung auf Hochschul-Niveau bestätigt unsere spezielle Ausrichtung und unterstreicht unsere Vorreiterrolle in der universitären Weiterbildung. risControl: Wie werden die Lehrgänge angenommen? Kerschbaumer: Hinsichtlich der verschiedenen Lehrgänge im Versicherungsrecht kann man sagen, dass derzeit das Hauptinteresse der Studierenden dem Master of Legal Studies (MLS) gilt. Die Kombination aus Rechtskompetenz im österreichischen Recht mit der versicherungsrechtlichen Vertiefung überzeugt viele Interessenten. Die Spezialisierung im Maklerbereich zeigt auch eine steigende Tendenz. Allen gemeinsam ist jedoch, dass die DonauUniversität auch hinsichtlich der Teilnehmerinnenzahlen auf Qualität und nicht auf Quantität achtet: Wir verbinden den Vor-

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teil überschaubarer Gruppengrößen mit dem Potenzial sich mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen, bereichernde Netzwerke mit KollegenInnen und Vortragenden zu knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. risControl: Die Lehrgänge bestehen bereits seit einiger Zeit, welche beruflichen Nutzen bzw. wie konnten die Absolventen den Universitätslehrgang beruflich umsetzen? Kerschbaumer: Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzen die Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendbarkeit als besonders wertvoll ein. Das aus den Vorlesungen Erlernte kann sofort im beruflichen Alltag umgesetzt und angewendet werden. Dennoch betonen Absolventinnen und Absolventen, dass in keiner anderen fachspezifischen Fortbildung rechtliche Themen in einer derartigen

Tiefe behandelt werden würden. Die Ausbildung eröffnet neue Möglichkeiten und Perspektiven und der Abschluss bedeutet für viele auch einen ganz konkreten Schritt auf der Karriereleiter. risControl: Welche Voraussetzung braucht man für das Studium? Kerschbaumer: Als die Universität für Weiterbildung richtet sich das Angebot der Donau-Universität an Interessierte mit Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss oder an Personen mit einer gleichzuhaltenden beruflichen Qualifikation. risControl: Die Vortragenden kommen direkt aus der Wirtschaft? Kerschbaumer: Unser „Geheimrezept“ ist der „Mix“ aus universitären wie in der Praxis stehenden renommierten Vortragenden. Zu den Referenten zählen etwa

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Frau Prof. Palten, Herr Prof. Schauer wie auch Dr. Koban, Mag. Gisch und andere mehr. Einer unserer Absolventen hat es in einem Statement auf den Punkt gebracht, als er meinte, dass sich im fachlichen Teil alle Größen des österreichischen Versicherungsrechts die Hand reichen würden und eine Qualitätssteigerung schwer vorstellbar sei. risControl: Was kann man Allgemeines über die Lehrgänge sagen? Kerschbaumer: Unser Angebot umfasst 3 Lehrgänge, die sich alle einem Schwerpunkt verschrieben haben: dem Versicherungsrecht. Das berufsbegleitende Programm „Akademische Expertin“ bzw. „Akademischer Experte in Versicherungsrecht“ deckt in drei Semestern die breite Querschnittsmaterie „Versicherungsrecht“ ab. Der Lehrgang „Akademische Versicherungsmaklerin“ bzw. „Akademischer Versicherungsmakler“ stellt zusätzlich Themen, die speziell für den Versicherungsmaklerbereich wichtig sind, in den Mittelpunkt. Die Grundlagen des Maklerrechts werden dabei ebenso behandelt wie die Themen Risikoanalyse und Risikobewertung oder steuerrechtliche, gesellschaftsrechtliche und unternehmensrechtliche Aspekte für VersicherungsmaklerInnen. Den Master of Legal Studies kann man nach 4 Semestern abschließen.

risControl: Welche Module muss man absolvieren, um den MLS im Versicherungsrecht zu erreichen?

risControl: Gibt es monetäre Unterstützung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Kerschbaumer: Der MLS-Lehrgang setzt sich aus 2 Semestern Grundlagen des österreichischen Rechts und 2 Semestern Versicherungsrecht zusammen. Zusätzlich zu den Prüfungen ist zur Erlangung des Master of Legal Studies auch das Verfassen einer Master-Thesis erforderlich.

Kerschbaumer: Seitens der Donau-Universität gibt es leider keine direkte monetäre Unterstützung. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt allerdings, dass immer mehr Unternehmen die Vorteile im lebenslangen Lernen ihrer Mitarbeiter erkennen und zeitliche, aber auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung stellen. risControl: Sind weitere Lehrgänge in dem Bereich geplant? Kerschbaumer: Die gute Kooperation mit unserer Faculty und der enge Kontakt zu unseren Studierenden zeigen immer wieder Wünsche und Möglichkeiten auf. Daher sind wir für neue Wege offen und haben auch schon konkrete Ideen wohin die Reise noch gehen kann. risControl: Wir bedanken uns für das Gespräch! Weitere Informationen über die versicherungsrechtlichen Lehrgänge der DonauUniversität Krems erhalten Sie unter: www.donau-uni.ac.at/versrecht

Donau-Universität Krems

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KOMMENTAR

Naht das Ende der expansiven Geldpolitik? Erste Ängste keimen auf, dass die expansive Geldpolitik der Fed kein Dauerzustand ist. Die Folge ist, dass in den USA und Europa die Zinsen am langen Ende bereits zu steigen beginnen. Diese Entwicklung könnte bald auch heimische Wohnkreditnehmer betreffen.

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achdem aus der amerikanischen Zentralbank (Fed) verstärkt der Tenor zu vernehmen war, dass es zur Drosselung der Anleihenkäufe kommt, sobald sich der US-Arbeitsmarkt stabilisiert, setzte ein globaler Crash der Staatsanleihen ein: Der Global Government Bond Index der BofA Merrill Lynch erlitt im Mai mit -1,5% der größten Monatsverlust seit 2004. Binnen eines Monats stieg das Rendite-Niveau zehnjähriger US-Treasuries um 40 Basispunkte auf 2,14% und jenes deutscher Bundesanleihen um 30 Basispunkte auf 1,53%. Hinzukommt, dass am langen Ende auch die für Fixzinskredite relevanten EuroSwap-Sätze steigen. Vom 2. Mai bis 12. Juni stieg der 10-Jahres-Euro-Swapsatz von 1,44 auf 1,87%, während die Geldmarktsätze noch nahe der Tiefststände liegen. Die daraus resultierende steiler werdende Zinskurve ist auf folgende Umstände zurückzuführen: Einerseits können sich die Banken noch mindestens bis Juli 2014 bei der EZB unbegrenzt Geld leihen und die Leitzinsen werden bis Jahresende eher nochmals gesenkt als erhöht werden. Das hält die Euribor-Sätze niedrig. Auf der anderen Seite hingegen wollte die EZB mit dem Verzicht auf eine neuerliche Leitzinssenkung bei der EZB-Ratssitzung vom 6. Juni signalisieren, dass sie keinen Blankoscheck für die Haushaltsdefizite von Regierungen ausstellt, sondern Strukturreformen einfordert. Damit soll der Druck

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auf die Regierungen zur Etablierung einer Fiskal- und Bankenunion erhöht werden. Dieser Umstand trieb die Zinsen am langen Ende nach oben.

Was bedeutet dies für Kreditnehmer und deren Berater? Nachdem sich in den vergangenen Wochen und Monaten Fixzinskredite teils auf bis zu 2,50% p.a. für zehnnjährige Fixzinsbindungen verbilligten, ist nach den jüngsten Anstiegen der langfristigen Euro-Swapsätze eine Verteuerung in den Sommermonaten nicht auszuschließen. Selbst wenn es dann – wie von diversen Experten erwartet – nach den deutschen Bundestagswahlen im September 2013 infolge anhaltend struktureller Probleme in Spanien, Italien und Griechenland zu erneuten Turbulenzen und in der Folge zu einer weiteren Flucht in deutsche Bundesanleihen sowie rückläufigen Euro-Swapsätzen kommen sollte, dürfte sich dann die Bereitschaft der Banken zu einer Verbilligung ihrer Fixzinskonditionen in engen Grenzen halten. Daran sollte sich auch nicht viel ändern wenn die EZB im Notfall neue „Stützungsprogramme“ wie negative Einlagenzinsen für Banken bei der EZB, Auflockerung der Besicherungsrichtlinien oder eine Verbriefung von Krediten an KMUs durchführt. Wenig Veränderung hingegen ist bis Jahresende bei den variabel verzinsten Krediten zu erwarten, denn bei tendenziell

Michael Kordovsky, INFINA Credit Broker GmbH, Head of Research gleichbleibenden Aufschlägen sollten die Euribor-Sätze entweder noch marginal nachgeben oder zumindest nahe historischer Tiefststände verharren. Das ist ein Umstand, der sich im Falle einer Umstellung auf eine begrenzte Zuteilung bei Refinanzierungen über die EZB in den kommenden Jahren schlagartig ändern könnte, vor allem in turbulenten Marktsituationen am europäischen Bondmarkt. Aber selbst ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung kann zu einer Normalisierung des Zinsgefüge führen, was der US-Hypothekenmarkt bereits vorexerziert: Dort stieg der 30jährige Zinssatz seit Jahresbeginn um 57 Basispunkte auf 3,91%. Eine weitere Gefahr besteht letztlich darin, dass infolge der Zins-Manipulations-Skandale der vergangenen Jahre die EuriborSätze durch marktnähere, dafür jedoch teurere Indikatoren ersetzt werden. Informierte Berater weisen in Kundengesprächen auf diese Risiken hin, um gemäß Risikoneigung und Finanzkraft der Klienten individuelle Finanzierungskonzepte zu erarbeiten. Derartige Aufgaben können auch an ungebundene Kreditexperten delegiert werden. Dies stärkt das Vertrauen und festigt die Kundenbindung.

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AUSBILDUNG

Triple A E

ine neue berufsbegleitende Ausbildung zum Wirtschaftscoach gibt es ab Herbst in Wien. Die TeilnehmerInnen erhalten in dem gesetzlich anerkannten Lehrgang gleich drei zertifizierte Ausbildungen: Wirtschaftscoach, Zertifizierung als Coach auf Basis des Process Communication Model® (PCM) sowie die Voraussetzung für den Gewerbeschein zum Lebens-und Sozialberater. Das Seminar erstreckt sich über sechs Semester und findet einmal pro Monat (Freitag u. Samstag) statt. Veranstalter: imc- integrality management consulting aus Wien unter Lehrgangsleiterin Beate Kolouch „Diese Ausbildung ist

einzigartig: sie berechtigt Sie dazu, sowohl im privaten Bereich zu beraten als auch in Organisationen Führungskräfte und Teams in ihren Prozessen zu begleiten.“ Mehr Informationen zum Lehrgang und den Infoabend. http://www.imc.or.at/de/aktuell/ infoabende-triple-A

Triple-A - der außergewöhnliche Ausbildungslehrgang zum Wirtschaftscoach

ALLIANZ VERSICHERUNG

Blütezeit vorbei? Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied Allianz Versicherung

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n den meisten Ländern Westeuropas scheint die Blütezeit des eigenen Autos bereits vorbei zu sein“, so Dr. Johann Oswald Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich zum Ergebnis der aktuellen Allianz Risk Pulse Studie zur Mobilität. Trends wie Urbanisierung, steigende Benzinkosten, alternde Gesellschaften und Digitalisierung beeinflussen die Mobilitätsgewohnheiten maßgeblich. Während der Besitz eines eigenen Autos in der EU und den USA sukzessive an Bedeutung

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verliert, steigt die Zahl der Neuzulassungen in Schwellenländern Lateinamerikas und Asiens. Die zu erwartenden Änderungen werden sich auch auf Österreichs Ballungszentren auswirken. Die Zahl der

KFZ Neuzulassungen ist in Österreich, im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr, um knapp 10% zurückgegangen. Auch die Nutzung von CarSharing hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. So wird sich alleine in Europa die Zahl der Nutzer von 700.000 im Jahr 2011 auf 5,5 Millionen bis zum Jahr 2016 erhöhen.

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FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER

Vorschläge aufgenommen Das Finanzministerium nimmt Vorschläge des Fachverbands Finanzdienstleister in Regierungsvorlage zu AIFMG auf. Fachverbandsobmann KR Wolfgang K. Göltl freut sich über diese Entwicklung.

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m 4. Juni 2013 beschloss die Bundesregierung den Entwurf zur Umsetzung der Richtlinie zur Verwaltung von alternativen Investmentfonds (AIFM-Richtlinie). Diese EU-Richtlinie regelt die Verwaltung aller Anlagen, die nicht unter die standardisierte (und bereits umgesetzte) Richtlinie für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) fallen. Im ursprünglichen Begutachtungsentwurf war geplant, die Berufsrechte zur Vermittlung von geschlossenen Fonds für gewerbliche Vermögensberater binnen kürzester Frist zu streichen. Der Fachverband Finanzdienstleister konnte mit seiner fundierten Argumentation das Finanzministerium überzeugen - in der jetzt vorliegenden Regierungsvorlage ist die Streichung von Berufsrechten somit nicht enthalten. Dadurch werden auch die Anleger geschützt, weil ihnen nicht von heute auf morgen die Berater entzogen werden. Darüber hinaus werden wichtige Berufsrechte der gewerblichen Vermögensberatung, die bereits seit mehr als 30 Jahren Inhalt der Befähigungsprüfung sind, respektiert. Dazu Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanz-

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dienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Für mich war es besonders wichtig, hier umfassend und klar über die Nachteile - nicht nur für die gewerblichen Vermögensberater, sondern auch für die Anleger - zu informieren.“ Die Übergangsfrist für die bestehenden Produkte wurde deutlich verlängert: Für bestehende Produkte ist ein Antrag bis 31.12.2014 ausreichend. Damit wird den künftigen Managern von AIF die Möglichkeit gegeben, sich auf die neue Situation einzustellen. Für „Managed Futures“ wird es einen klar konturierten, qualitativ sinnvollen Bereich geben, in dem auch Privatkunden unter bestimmten Voraussetzungen diese Produkte erwerben können. Hier ist noch ein kleiner, aber wichtiger Anpassungsbedarf notwendig. Dieser wird gemeinsam

KR Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich

mit den betroffenen Unternehmen bei den relevanten Abgeordneten eingebracht. Obmann Göltl freut sich über diese Entwicklung: „Ich danke der Regierung, allen voran Finanzministerin Maria Fekter, dass unsere fachlich fundierte Stellungnahme objektiv geprüft wurde und daher diese unerlässlichen Anpassungen noch stattgefunden haben. Das ist ein tolles Beispiel, wie wertvoll ein Begutachtungsverfahren für alle Beteiligten ist.“

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ÖSTERREICH

Hochwasser

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ach dem Jahr 2002 waren viele Experten der Meinung, dieses Ereignis wird sicherlich erst wieder in 100 Jahren eintreffen. Nur 11 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser mussten wieder zahlreiche Gemeinden und Städte „Land unter“ melden. Der Ruf nach Hochwasserschutz und Beendigung der Verbauung von Überflutungsgebieten wird wieder laut. Nur den Geschädigten hilft im Moment keine der Diskussionen. Wirkliche Hilfe ist angesagt. Übrigens eines braucht kein Geschädigter - nämlich Schaulustige, Katastrophentourismus ist nicht angesagt. Die UNIQA Versicherung hilft u.a. mit Sonderurlaub für helfende Hände in den eigenen Reihen, wie schon im Jahr 2002 erhalten alle Mitarbeiter, die sich an den Aufräumarbeiten beteiligen, Sonderurlaub. Auch Mitglieder von Hilfsorganisationen, die im Katastrophenschutz und den Hilfsarbeiten involviert sind erhalten diesen. Die Generali Versicherung rechnet mit 25.000 Schadensfällen und einer Schadenssumme von mindestens 50

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Millionen Euro. Das Unternehmen setzt speziell ausgerüstete Flugzeuge ein, um mittels hochauflösenden Luftbildaufnahmen die Schadensbesichtigung zu steuern. Auch wurde die S ch a d e ns abte i lung aufgestockt, mehr als 150 MitarbeiterInnen stehen für Besichtigungsdienst und Schadenerledigung bereit. Die Zürich Versicherung hat den HelpPoint Bus in die beeinträchtigten Gebiete entsandt, dort werden Schäden vollständig sofort erledigt. Natürlich stehen auch die anderen Versicherungsunternehmen mit Hilfe zur Seite, die Wiener Städtische Versicherung, die Donau Versicherung und die UNIQA Versicherung haben eine Schadenshotline eingerichtet. Neben den Hilfestellungen der Versicherungsgesellschaften ist natürlich auch die

Politik wieder am Zug. So wurde die nächste Hochwasser Milliarde abgesegnet, um im großen Stil finanzielle Unterstützung für die Einsatzkräfte und den Ausbau der Hochwasser Schutzes gewährleisten zu können. Und wie immer wurden auch seitens der Politik viele Versprechen getätigt, die - hoffen wir mal in einem halben Jahr nach dem Hochwasser nicht im Schlamm versunken sind. Bei Redaktionsschluss war noch nicht sicher, ob die Schäden 2012 die vom Jahrhundertwasser 2002 übertreffen werden. Manch ein Politiker sollte, wenn die Fluten des Wassers

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und die Emotionen der Betroffenen sich langsam beruhigen, sein empathisches Handeln überprüfen. Denn die Zeiten, wo alleine der Blick des Stammesfürsten, die bösen Geister vertrieb und „alles wieder gut wird“ sind schon lange dahin. Wahrscheinlich in einem Jahrhunderthoch-

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wasser weggeschwemmt. Die Tausenden helfenden Hände, die sind vor den Vorhang zu holen, und die selbstlose Hilfe der freiwilligen Feuerwehren und aller anderen Einsatzkräfte. Mit Hinblick auf die schlimmen Ereignisse mutet die Erinnerung an Diskussionen wie Besteuerung von Feuerwehrfesten oder die 0,0 Promillegrenze bei Kraftfahrern über 3,5 Tonnen, sehr ungehörig an. Auch das Thema Entgeltfortzahlung ist immer nur kurz bei Katastropheneinsätzen zu hören. Aber wie schon die Vergangenheit es uns lehrt, Katastrophen sind immer nur so lange sin den Schlagzeilen, bis sie von der nächsten Schlagzeile abgelöst wird. Außer für die Betroffenen, da geht es nicht nur um Worthülsen und Politikerpolemik, sondern oft ums nackte Überleben. Ohne freiwillige Helfer wären Teile von Österreich nicht nur mit einem „blauen Auge“ davon gekommen, sondern ganze Landstriche wären „Land unter“ gewesen. Der Ruf nach einer Katastrophen Pflichtversicherung wurde angesichts der nicht zu beherrschenden Wassermassen wieder

laut. Und die fehlende Möglichkeit sich ausreichend in gewissen Gebieten gegen Hochwasser, Vermurung und Ähnliches zu versichern. Aber eines sollte bei aller Schrecklichkeit nicht vergessen werden. Vielerorts wird in Gebieten gebaut, die entweder noch in der HORA-Zone liegen, und damit ist nicht die griechische Nymphe und Geliebte des Zeus gemeint, oder in der Nähe von Donauzuflüssen. Oft ist die oberste Baubehörde der Bürgermeister, und ob wirklich bei jeder Baugenehmigung, etwaige Naturkatastrophen einbezogen werden, ist bei manch einer Siedlung nicht gewiss. Manchmal wirkt es wie bei einem Beispiel aus dem Süden Wiens. Die ÖBB hat Baupachtgründe vergeben, nachdem alle glücklich und zufrieden auf recht billigen Grund gebaut haben, kamen die neuen Besitzer plötzlich drauf, dass der Bahnlärm doch sehr unerhört laut ist. Und mittels Unterschriften und Eingaben musste die Bahn den Pächtern ihrer Gründe eine Schallschutzmauer bauen. Absurd oder? Aber das hat mit Wasser nichts zu tun.

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Hochwasserversicherung Irrtümer und Missverständnisse ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien

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n Österreich sind Anfang Juni 2013 durch katastrophale hochwasserbedingte Überschwemmungen Schäden ungeheuren Ausmaßes entstanden. Wie schon bei früheren derartigen Ereignissen werden Stimmen laut, die eine über die bisher mögliche, betragsmäßig ziemlich eingeschränkte Deckung eine weitergehende Versicherung von solchen Hochwasserschäden fordern. Die Argumentation hierfür läuft immer wieder nach ungefähr dem gleichen Schema: Da für die Gefährdeten die Versicherungsprämie zu hoch wäre und nur diese räumlich abgrenzbar Gefährdeten1 an einer Versicherung interessiert seien, solle man gegen einen einheitlichen Zuschlagsatz zur Feuerversicherung dort eine ganze Reihe von weiteren Naturgefahren zusätzlich mit de-

cken (von denen dann eine größere Zahl von Versicherungsnehmern doch mehr oder weniger irgendwie betroffen sei). Da aber viele, die sich insgesamt weniger durch diese Naturgefahren bedroht sehen, als der (Einheits-)Prämie entspricht, sich nicht für eine solche Versicherung entscheiden würden, käme auch hier keine entsprechende „Risikogemeinschaft“ zustande und es wird dann schließlich eine gesetzliche Pflichtversicherung gefordert. Hier gilt es, eine Reihe von fundamentalen Irrtümern und Missverständnissen aufzuzeigen, die das Grundprinzip des Versicherns und damit die Versicherbarkeit betreffen und die zu Ansichten führen, die dem Prinzip der Individualversicherung widersprechen und dort zu systemwidrigen Verhältnissen führen würden.

Am Beginn der problematischen Auffassungen steht eine – auch in der Versicherungswirtschaft selbst durchaus anzutreffende – irrige Auffassung vom Grundprinzip des Versicherns, dem sogenannten Risikoausgleich im Kollektiv. Was soll ausgeglichen werden? Nicht – wie oft vermeint wird – „schlechte Risiken“ (Prämie zu niedrig im Hinblick auf das versicherte Risiko) und „gute Risiken“ (Prämie zu hoch im Hinblick auf das versicherte Risiko) sollen sich hier einander ausgleichen, sondern negative und positive Differenzen zwischen dem individuellem Schadenerwartungswert2 (am Beginn der Betrachtungsperiode, ex ante) und den jeweiligen individuellen, realisierten Effektivschäden (am Ende einer Betrachtungsperiode, ex post) einer Periode bei den

1 Gemeint sind hier Besitzer von Liegenschaften im Einflussbereich potentiell hochwasserführender Gewässer. 2 Was ist der (mathematische) Schadenerwartungswert (in der Versicherpraxis gibt es das vergleichbare Konzept des „Schadenbedarfes“)? Das ist die mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Summe aller (angenommen: einander ausschließenden) Schäden. Zwei Beispiele sollen dies zeigen: Wenn die Summe einer reinen Risikole-bensversicherung € 100.000,- beträgt und die Ablebenswahrscheinlichkeit 0,001 für die betrachtete Periode, dann ist der mathematische Erwartungswert der Leistung für diese Periode 0*0,999+100000*0,001 = € 100,-. (Wahrscheinlichkeiten können Werte annehmen zwischen 0, dem unmöglichen Ereignis, und 1, dem sicheren Ereignis.) Oder ein anderes Beispiel: Wenn an einem Objekt mit einem Wert von € 80.000,- zwei (einander ausschließende) Schäden S1=€ 30.000,- mit Wahrscheinlichkeit P1=0,005 und S2=€ 60.000,- mit P2=0,002 eintreten können, dann ist der mathematische Schadenerwartungswert 0*0,993 + 30000*0,005 + 60000 *0,002 = 0 + 150 + 120 = € 270,- (Die Wahrscheinlichkeiten einander ausschließender Ereignisse summieren sich auf 1.)

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einzelnen Risiken eines Kollektives, also sogenannte individuelle Überschäden und individuelle Unterschäden sollen einander ausgleichen.3 Der Risikoausgleich im Kollektiv hat also primär gar nichts mit der Prämie zu tun. Wenn nun aber die Sprache auf die Prämie kommt, dann ist zu sagen, dass für die Individualversicherung das Prinzip der individuellen Risikoäquivalenz der Nettorisikoprämie4 gilt, das heißt, die Nettorisikoprämie für eine bestimmtes Einzelrisiko hat dem individuellen Schadenerwartungswert dieses Risikos entsprechen. Jeder zahlt damit jene Prämie, die dem versicherten Risiko entspricht. Daher ist auch die Vorstellung einer „Risikogemeinschaft“ (im Sinne einer „Solidargemeinschaft“) in der Individualversicherung völlig fehl am Platze. Kaum jemand wird in der in der Individualversicherung für seine Feuerversicherung freiwillig mehr Prämie zahlen, damit irgendein anderer für seine Versicherung weniger zahlen braucht. Das wäre genauso absurd, wie wenn es einen einheitlichen (Durchschnitts-)Preis für Personenkraftwagen gäbe, damit diejenigen, die einen Kleinwagen kaufen und mehr zahlen, als dem Wert des Wagens entspricht (das entspricht den weniger Gefährdeten in der Versicherung), es denjenigen, die einen Luxuswagen kaufen wollen (das entspricht den stärker Gefährdeten in der Versicherung) ermöglichen, diesen zum niedrigen (Durchschnitts-)Preis zu erwerben. Auch aus einem zweiten Grund ist die Argumentation mit der „Risikogemeinschaft“ (hier nun im Sinne einer „Gruppe gleichartig Bedrohter“) verfehlt: Für das Versichern ist das Vorhandensein einer großen Zahl gleichartiger Risiken nicht erforderlich! Es geht ausschließlich darum, dass es für das Funktionieren des Risikoausgleichs im Kollektiv eine genügend große Zahl von voneinander hinreichend unabhängigen (nicht korrelierten)5 Risiken gibt, sodass

bei jedem einzelnen versicherten Risiko (formal mathematisch eine Zufallsvariable mit einer Wahrscheinlichkeitsverteilung und einem Erwartungswert) es zufallsbedingt zu Überschäden (individueller Effektivschaden liegt über dem individuellen Erwartungswert des Schadens) und Unterschäden (individueller Effektivschaden liegt unter dem individuellen Erwartungswert des Schadens) kommt und einander die positiven und negativen Differenzen bei den einzelnen Risiken (Zufallsvariablen) im Kollektiv zufallsbedingt ausgleichen. Wodurch das Risiko generiert ist – ob durch die Gefahren Einbruchdiebstahl, Haftpflicht, Feuer, Krankheit, Unfall, Feuer, Hagel, Sturm, Hochwasser etc. – ist an sich irrelevant. Es kommt nur auf die Einzelrisiken als Zufallsvariablen und die Möglichkeit zufallsbedingter individueller Über- und Unterschäden an. Theoretisch kann ein einziges Hochwasserrisiko (als Zufallsvariable mit der Möglichkeit individueller Über- und Unterschäden) mit allen anderen verschiedenen Risiken im Kollektiv eines Versicherers (ebenso Zufallsvariable mit der Möglichkeit individueller Über- und Unterschäden) zum Risikoaus-

gleich im Kollektiv zusammengefasst und produziert werden. Die Probleme bei Versicherung eines einzelnen oder nur weniger Hochwasserrisiken liegen also nicht im Risikobereich, sondern im Verwaltungs- bzw. Betriebskostenbereich, da ja unwirtschaftlich hohe „auflagenfixe“ Kosten für die Entwicklung und Einführung einer Sparte entstehen, in der dann nur ein einzelnes oder wenige Risiken versichert werden. Auch aus einem dritten Grund ist die Argumentation mit der „Risikogemeinschaft“ (hier ebenfalls im Sinne einer „Gruppe gleichartig Bedrohter“) problematisch: Es wird nämlich argumentiert, dass man nur eine Risikoprämie ermitteln könne, wenn man entsprechend viele gleichartige Risiken habe. Es ist zwar richtig, dass üblicherweise Nettorisikoprämien (bzw. „Schadenbedarfe“) aus Schadenstatistiken (Häufigkeiten, Schadenshöhen) ermittelt werden, und hierfür muss man eine genügend große Anzahl gleichartiger Risiken jeweils für jeden Risikotyp haben (z. B. für die Feuerversicherung eigene Statistiken für Ziegelbauten mit Ziegeldachung einerseits und andererseits Statistiken für Holzhäuser mit Schindeldachung andererseits

3 Nehmen wir fünf voneinander unabhängige Risiken: Die Schaden-Erwartungswerte (in €) seien E1=80, E2=20, E3=50, E4=120, E5=90. Die realisierten Effektivschäden (in €) seien S1=0, S2= 360, S3=0, S=0, S5=0. Die Differenzen zwischen Schadenerwartungswert und Effektivschaden betragen somit D1=+80, D2=-340, D3=+50, D4=+120, D5=+90. Die negativen Differenzen (hier nur der eine Überschaden D2 von -340,-) und die positiven Differenzen (Unterschäden D1, D3, D4, D5, in Summe € 340,-) gleichen einander in diesem Fall genau aus. Der kollektive Effektivschaden (€ 360,-) entspricht hier genau dem Erwartungswert des kollektiven Schadens (Sum-me der Erwartungswerte E1 bis E5, ebenfalls € 360,-). (Das Misslingen des Risikoausgleichs im Kollektiv – dass einander individuelle Überschäden und individuelle Unterschäden nicht ausgleichen und als Folge der kollektive Effektivschaden vom kollektiven Erwartungsschaden abweicht, nennt man Ausgleichsrisiko bzw. versicherungs-technisches Risiko, hier in der Komponente des Zufallsrisikos. Vgl. hierzu auch Farny, Dieter: Versicherungsbetriebslehre, 5. Aufl, Karlsruhe 2011, insb. S. 43 ff. und S. 78 ff.). 4 Neben diesem Prämienbestandteil, der sich vom individuellen versicherten Einzelrisiko herleitet, gibt es noch den Sicherheitszuschlag zur Deckung des versicherungstechnischen (kollektiven) Risikos, Zuschläge für Betriebs-/Verwaltungskosten, Gewinnzuschlag, allfällige Steuern etc. 5 Bei der Versicherung von Schäden durch hochwasserbedingte Überschwemmungen ergibt sich das sogenannte Kumulrisiko, dass nämlich die Risiken und damit die Schadensrealisationen nicht unabhängig voneinander sind und durch ein Hochwasserereignis zugleich individuelle Überschäden bei einer Vielzahl von versicherten Risiken entstehen können.

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usf.), aber (1.) brauchen diese Statistiken nicht aus dem Risikenbestand des betreffenden Versicherers erstellt werden - Statistiken können auch überbetrieblich erstellt werden oder z. B. von Rückversicherern bereitgestellt werden, ja es müssen auch gar nicht Statistiken über versicherte Risiken sein (sondern z. B. allgemeine Brandschadenstatistiken, Kriminalitätsstatistiken, Unfallstatistiken, nationale Sterbetafeln) – und (2.) könnte eine Nettorisikoprämie für die Versicherung hochwasserbedingter Überschwemmungen auch anders ermittelt werden, nämlich unter Heranziehung von Hochwasseranschlagslinien (z. B. 50-, 100-jährliches Hochwasser usf.) bzw. Gefahrenzonenplänen für die Häufigkeit und z. B. gebäudetechnischen Analysen (für die

lig irrelevant, es geht ausschließlich um eine exante-Betrachtung mit Schadenerwartungswerten). Wodurch sollte aber ein Individualversicherer legitimiert sein, vermögensmäßige Umverteilung zwischen seinen Versicherungsnehmern vorzunehmen? Unterstützung von durch hochwasserbedingte Überschwemmungen Gefährdeten über Umverteilung ist allenfalls Sache der staatlichen, durch demokratische Wahlen legitimierten Politik. Dort geschieht das ja schon, etwa über den von allen Steuerzahlern finanzierten staatlichen Katastrophenfonds. Es ist auch nicht einzusehen, warum Umverteilungen gerade nur zwischen denjenigen stattfinden sollten, die eben eine Feuerversicherung haben bzw. warum ge-

jeweiligen Schadenshöhen). - Eine gewisse Berechtigung der Forderung nach einer genügend großen Anzahl von Risiken bestimmter Art in einer Sparte eines Versicherers wird allerdings eingeräumt, wenn es darum geht, den Schadenverlauf im eigenen Bestand zu kontrollieren. Jedes Abgehen vom Prinzip der individuellen Risikoäquivalenz der Nettorisikoprämie – z. B. bei einer Durchschnittsprämie oder bei einem einheitlichen Prämiensatz trotz unterschiedlicher Gefährdung - bedeutet, dass es zu Umverteilungen zwischen den Versicherungsnehmern kommt, mit anderen Worten: ein Teil der Versicherungsnehmer (diejenigen, die für Ihr Risiko zu wenig zahlen) wird – vom Vermögenserwartungswert her gesehen – reicher und ein anderer Teil (diejenigen, die für Ihr Risiko zu viel zahlen) wird vom Vermögenswartungswert her ärmer (die realisierten individuellen Effektivschäden bei den Einzelrisiken und die damit verbundenen Versicherungsleistungen sind hierbei völ-

rade eine bestimmte Gruppe von Versicherungsnehmern Unterstützungen für durch Hochwasser Gefährdete leisten soll. Eine andere Form der Unterstützung und Umverteilung wäre die staatliche Förderung von Versicherungsprämien von besonders durch Hochwasser Gefährdeten. Allerdings erscheint es an sich problematisch, dass hierbei Versichern und Subventionieren vermengt werden. Die Folge könnte auch sein, dass bei verfügbarem billigem/leistbarem Versicherungsschutz vermehrt gefährdete Gebiete genutzt werden, was bedenklich erscheint. Weiters ist es vorstellbar, dass Besitzer von Liegenschaften in gefährdeten Bereichen für diese Liegenschaften aufgrund der Hochwassergefährdung beim Erwerb nur einen entsprechend niedrigeren Preis entrichten mussten, und es fragt sich, warum hier dann die Gesamtheit der Steuerzahler gleichsam diesen Liegenschaftsminderwert über staatliche Prämiensubvention mehr oder weniger kompensieren soll.

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Literatur • Eszler, Erwin: Versicherung von Überschwemmungsrisiken unter besonderer Berücksichtigung landwirtschaftlicher Kulturen. Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien, 1989. • Eszler, Erwin: Zur Versicherbarkeit des Überschwemmungsrisikos, in: Österreichische Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (Hrsg.): Die Versicherungsrundschau, 44. Jg. (1989), Nr. 4, S. 111-116. • Eszler, Erwin: Versicherbarkeit und Versicherungsmodelle, insbesondere für katastrophenartige Elementarrisken - ein Bezugs- und Analyserahmen. Reihe Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien, Wien 1992. • Eszler, Erwin:. Risikoausgleich und Versicherung: Analyse und Systematisierung divergenter Auffassungen. Zeitschrift für Versicherungswesen, 45. Jg. (1994), Heft 6, S. 152-156. • Eszler, Erwin: Umverteilungseffekte in der Individualversicherung. Zeitschrift für Versicherungswesen, 45. Jg. (1994), Heft 17, S. 414-419. • Eszler, Erwin: Versicherbarkeit und ihre Grenzen / Analyse und Systematisierung auf erkenntnistheoretischontologischer Basis. Karlsruhe 1999. • Eszler, Erwin: Versicherbarkeit und ihre Grenzen: Logik - Realität - Konstruktion. Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft, 89. Jg. (2000), Heft 2/3, S. 285-300. • Eszler, Erwin: Stellungnahme zum Beitrag „Solidarität - Mär und Wirklichkeit?“ von Dr. Christian Richner speziell zur Krankenversicherung (VR 6/1999, S. 114-116). Die Versicherungsrundschau (Wien), 55. Jg. (2000), Heft 4, S. 56-59. • Eszler, Erwin: Stellungnahme zum Beitrag „Der Versicherer und das Postulat der Gerechtigkeit“ von Prof. Dr. Harald Brachmann (ZfV, Jg. 58, 2007, Heft 4, S. 118-119). Zeitschrift für Versicherungswesen 58 Jg. (2007), Heft 9, S. 286-287. • Eszler, Erwin: Ändert Versicherung die Vermögensverteilung? / Umverteilungseffekte im Versicherungswesen - Ein multidimensionales Systematisierungsmodell. Versicherungswirtschaft 62. Jg. (2007), Heft 13, S. 1053-1057.

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WIRTSCHAFT

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26 UMFRAGE

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Die Fragen vo

Was wäre wenn

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Klassische Lebe nsversicherung , fondsgebunde zins oder Mischf ne, Garantieormen, wo ist di e Nachfrage am stärksten? Wie sehen sie die Entwicklun g des Lebensve marktes bis ins rsicherungsJahr 2020? Was bedeutet das anhaltende Niedrigzins Niv Lebensversiche eau für die rung?

I

m Jahr 2005 hat Staatssekretär Sigisbert Dolinschek zur Lebensversicherung gemeint: „Sie werde zuletzt, (die Lebensversicherung) auch aufgrund des Ausbaus der dritten Säule im Bereich der Pensionssysteme steuerlich erheblich gefördert.“ Und zur Verrechnung der Vermittlerprovision: „Es müssten bei der Verrechnung auch die Interessen der Kunden ausreichend berücksichtigt werden.“ Den kompletten Text können sie nach der Umfrage nachlesen. Wie hat sich die Lebensversicherung in den letzten Jahren vverändert, wie beeinflusst der niedrige Zinssatz die Branche und wie wird es in 20 Jahren sein? Wir haben die Versicherungsgesellschaften zu Wort ko kommen en lassen. assen.

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UMFRAGE

Gen.Dir. Dr. Wolfram Littich, Allianz Versicherung

Wir sehen eine steigende Nachfrage bei der Pflegevorsorge und der Berufsunfähigkeitsversicherung. The name of the game lautet „Kaufkrafterhalt“! Vor diesem Hintergrund muss „Sicherheit“ neu definiert werden. Renditetreiber könnten beispielsweise eine breitere Aufstellung im Anleihesegment oder die Beimischung von alternativen Investments und die Erhöhung der Aktienquote sein. Wie wir in einer aktuellen Studie gezeigt haben, kann alleine durch breitere Diversifikation im Anleihenbereich – bei gleicher Aktienquote – bei überschaubaren Marktschwankungen eine positive Realrendite erwirtschaftet werden. Im Rahmen einer breit gestreuten Veranlagung sollte daher die fondsgebundene Lebensversicherung keinesfalls fehlen. Gerade Kunden, die Erfahrung mit Fondsveranlagung haben, sollten die Vorteile der Fondsgebundenen Lebensversicherung nutzen. Hier gibt es noch ein großes Potenzial.

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Das Volumen der betrieblichen und privaten Vorsorge wird sich weltweit bis 2020 von 22 Billionen (Basis: Jahr 2010) auf 36 Billionen Euro entwickeln. In Österreich wird sich

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diese Zahl (ausgehend von der Basis 80 Milliarden Euro im Jahr 2010) bis 2020 auf 170 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Es ist unsere Aufgabe, unsere Kunden auf die Herausforderungen und Chancen, die der demografische Wandel mit sich bringt, zu beraten. Eine flexible Zusatzvorsorge für Berufsunfähigkeit, Hinterbliebene, Alter und Pflege muss in Eigenverantwortung finanziert werden. Der Gesetzgeber verschärft Zugang zur Berufsunfähigkeitspension, auch der Pflegebedarf wird künftig steigen. In Sachen Berufsunfähigkeit hat sich die Risikosituation durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen verschärft, derzeit ist rund jeder fünfte österreichische Pensionist aufgrund von Berufsunfähigkeit in Pension. Für einen künftigen Pflegebedarf geht es jetzt darum, die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, zumal sich laut unseren Berechnungen die Zahl der Demenzkranken bis 2050 verdoppeln wird. Steigende Lebenserwartung: Jedes zweite Neugeborene wird 100 Jahre alt. Im demografischen Wandel liegen aber auch zahlreiche Chancen. Das Älterwerden bietet eine großartige Lebensperspektive, da die Menschen dank medizinischer Fortschritte bis ins hohe

Alter aktiv bleiben können. Lebensversicherung bleibt unverändert attraktiv. Wir sichern das biometrische Risiko ab und zahlen dem Kunden eine lebenslange Rente aus, sogar wenn er 100 Jahre und älter wird. Für uns stellt eine länger andauernde Niedrigzinsphase kein ernsthaftes Problem dar: Unsere Stressanalysen zeigen, dass wir einen Niedrigzinszeitraum von über 10 Jahren ohne ernsthafte Schwierigkeiten überstehen. Damit zeigt sich unsere ausgezeichnete Stabilität und Finanzkraft. Die Gesamtverzinsung in der Höhe von 3,25 Prozent für 2013 in der klassischen Lebensversicherung bestätigt unsere stabile Position im Spitzenfeld der Anbieter.

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Generaldirektorin Mag. Johanna Stefan, DONAU Versicherung

In Österreich sind die klassische Lebensversicherung und Angebote mit Garantiekomponenten beliebte Vorsorgelösungen. Wie die Entwicklungen der letzten Monate gezeigt haben, stehen die Österreicherinnen und Österreicher aber auch der fondsgebundenen Lebensversicherung durchaus wieder positiv gegenüber. Besonders gefragt sind Produkte, die sowohl eine Garantiekomponente aufweisen als auch über Chancen auf starke Renditen verfügen. Es freut mich, dass die Donau Versicherung als erster Versicherer eine Vorsorgelösung auf den österreichischen Markt gebracht hat, die diesen Anforderungen bestens gerecht wird. Mit dem neuen SmartGarant gewinnen die Kundinnen und Kunden bei steigenden Aktien, verlieren aber nicht bei fallenden. Sie können sich je nach persönlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen einmal jährlich für die Teilnahme am Aktienindex oder für die Investition in die klassische Lebensversicherung entscheiden. Kundinnen und Kunden, die den SmartGarant abschließen profitieren unter anderem auch von einer 100%-igen Garantie auf das eingesetzte Kapital.

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Es ist nicht leicht, die Entwicklung des Lebensversicherungsmarktes bis ins Jahr 2020 einzuschätzen, da diese natürlich sehr stark von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen (politischen Entscheidungen, Volatilität der Kapitalmärkte, Zinsniveau, Schuldenkrise, Sparquote, Arbeitslosigkeit etc.) abhängt und sich Rahmenbedingungen sehr rasch ändern können. Andererseits bleibt Eigenvorsorge weiterhin unumgänglich nicht nur, um seinen Lebensstandard im Alter halten zu können! Angesichts der Reform der staatlichen Invaliditätspension wird z.B. auch die private Absicherung der eigenen Arbeitskraft massiv an Bedeutung gewinnen.

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Selbstverständlich stellt das anhaltend niedrige Zinsniveau eine Herausforderung für die Lebensversicherung dar. Die Donau verfolgt allerdings seit jeher eine konservative Veranlagungspolitik, was uns und unsere Kundinnen und Kunden bislang vor den Turbulenzen auf den Finanzmärkten geschützt hat. Außerdem bleibt - wie bereits in der vorigen Frage ausgeführt - Eigen-

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vorsorge unumgänglich. Vor diesem Hintergrund erscheint es daher notwendig, die Lebensversicherung im Rahmen eines kompetenten persönlichen Beratungsgespräches verstärkt als flexibles und attraktives Vorsorgeinstrument zu positionieren, welches als einziges Instrument geeignet ist, biometrische Risiken und das Langlebigkeitsrisiko abzusichern. Damit steht bei der privaten Rentenversicherung nicht die Rendite im Vordergrund, sondern jener Aspekt, den nur eine Versicherung bieten kann: nämlich eine lebenslang garantierte Rente. Dies erfordert zusätzlich zur steten Stärkung der Kundenbeziehung, die gerade bei langfristigen Verträgen wie bei Lebensversicherungen von immenser Bedeutung ist, weitere Aufklärungsarbeit, der sich die Donau jedoch gemeinsam mit ihren Vertriebspartnern vor Ort gerne stellt.

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UMFRAGE

Mag. Harald Steirer, Vorstand Lebensversicherung und Vertrieb Marketing, Generali Versicherung AG

Wir sehen in unserem Haus weiterhin eine starke Akzeptanz der klassischen Lebensversicherung. Unsere KundInnen schätzen einerseits die Sicherheit, die mit einer Veranlagung im klassischen Deckungsstock verbunden ist, und andererseits auch die Tatsache, dass wir als Generali im österreichischen Versicherungsmarkt eine über dem Marktdurchschnitt liegende Gesamtverzinsung bieten. Um diese Vorteile mit höheren Ertragschancen zu kombinieren, haben wir vor kurzem den Generali LifePlan, eine fondsorientierte Lebensversicherung, lanciert, die zur klassischen Lebensversicherung eine Fondsveranlagung kombiniert. Der Generali LifePlan ist vor allem durch seine Flexibilität gekennzeichnet und erlaubt unseren KundInnen, die Veranlagung laufend an geänderte Kapitalmarktverhältnisse anzupassen.

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Die Entwicklung des Lebensversicherungsmarktes ist mittelund langfristig von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Während zum Beispiel die anhaltende und sich weiter verschärfende Pensionsthematik stärkere Zuwächse erwarten lassen, führt das schwierige Zinsumfeld zu Herausforderungen insbesondere bei der Klassischen Lebensversicherung. Für uns wird die Lebensversicherung weiterhin ein wesentlicher Bestandteil sein. Wir gehen davon aus, dass wir vielleicht adaptierte Produktvarianten haben werden, grundsätzlich gibt es aber keinen Zweifel über die Notwendigkeit und Berechtigung einer privaten Vorsorge, sowohl im Hinblick auf existenzielle Risiken wie z.B. die Berufsunfähigkeit als auch hinsichtlich der Pensionsvorsorge.

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Das Niedrigzinsniveau stellt natürlich für die Lebensversicherung eine besondere Herausforderung dar. Dennoch sind wir überzeugt, diese Herausforderung auch in Zukunft weiterhin meistern zu können. Die seit einigen Jahren bereits überdurchschnittliche Verzinsung unserer Klassischen Lebensversicherung ist der beste Beweis dafür, dass wir auch im Rahmen der schwierigen Kapitalmarktverhältnisse für unsere KundInnen hervorragende Ergebnisse erwirtschaften können.

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Werner Panhauser, Vorstand Vertrieb/Marketing, Helvetia Versicherungen AG

Die Tendenz bei Helvetia geht derzeit stark in Richtung fondsgebundene Lebensversicherung. Die Nachfrage nach unseren fondsgebundenen CleVesto-Produkten, im Vergleich zur klassischen Lebensversicherung, ist im Moment sehr hoch. Besonders der CleVesto Fondssparplan ist sehr begehrt, denn er stellt die perfekte Alternative zu traditionellen Sparguthaben und monatlich bedienten Sparbüchern dar. Neben dem Vorteil von KESt-freien Erträgen ist zusätzlich noch ein Ablebensschutz inkludiert. Der Fondssparplan kann bereits ab einer monatlichen Prämie von EUR 25,- abgeschlossen werden und eignet sich besonders für Personen, die kurz- bis mittelfristig Geld ansparen wollen.

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Der Trend zu lebensbegleitenden, flexiblen Produkten, der sich schon seit einigen Jahren abzeichnet, wird sich aus unserer Sicht weiter fortsetzen. Flexibilität während der Laufzeit und die Anpassung an sich ständig verändernde Lebensverhältnisse werden immer wichtiger. Eine immer stärkere Nachfrage aus Kundensicht gibt es auch hinsichtlich Entnahmen während der Laufzeit. Deshalb gibt es bei dem CleVesto Fondssparplan z.B. die Möglichkeit bereits nach dem ersten Jahr auf das Ersparte zugreifen zu können. Zusätzlich stehen die Themen Garantie und automatische Gewinnabsicherung nach wie vor stark im Fokus.

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Im derzeitigen Zinsumfeld gibt es kaum Möglichkeiten zum Aufbau von hoch verzinsten Vermögen in Form von EinmalerlagsTranchenprodukten. Der traditionelle Einmalerlag ist hier der letzte Hafen für die Veranlagung von höheren Beträgen. Trotzdem sehen wir nach wie vor Chancen. Denn gerade für Kunden die im Besitz von Sparbüchern mit einer Verzinsung von 0,5% sind, kann ein Wechsel in eine höher verzinste klassische Lebensversicherung sehr attraktiv sein. Da Tiefzinsphasen meist mit steigenden Aktienkursen einhergehen, kann auch die (teilweise) Veranlagung in fondsgebundene Produkte durchaus sinnvoll sein.

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UMFRAGE

Vorstandsdirektor Dr. Ralph Müller, Wiener Städtische Versicherung

Ein durchschnittlicher Kunde sucht nach sicheren Veranlagungsformen gepaart mit einer bedarfsgerechten Risikodeckung. Hier steht die klassische Lebensversicherung mit garantierter Verzinsung und Gewinnbeteiligung klar im Fokus. Fondsgebundene Varianten mit Kapitalgarantie - wie zB die staatlich geförderte Prämienpension - eignen sich hingegen selbst in schwierigen Zeiten durchaus für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Verunsicherung und Versorgungslücken sind die klaren Driver bei der Produktauswahl. Dies macht die Lebensversicherung mit ihren langfristigen Sicherheiten besonders attraktiv.

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In einem immer schwerer zu berechnenden Marktumfeld suchen Kunden vor allem nach langfristiger Sicherheit. Und gerade bei diesem Aspekt kann keine andere Veran-

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lagungsform der Lebensversicherung auch nur das Wasser reichen. Langfristige Zinsgarantien in Kombination mit einem maßgeschneiderten Risikoschutz erhalten Kunden eben nur von ihrem Lebensversicherer - besonders attraktiv durch die zusätzliche - wenn gleich hinsichtlich ihrer Höhe variablen - jährlichen Gewinnbeteiligung. Deshalb sehen wir - nicht zuletzt auch aufgrund der demografischen Entwicklungen und ihrer Zuspitzung - auch über das Jahr 2020 großes Potenzial. In der Tat steht die klassische Lebensversicherung gegenwärtig vor derartigen Herausforderungen. Die andauernde und sich verschärfende Niedrigzinsphase sowie hohe Garantieverpflichtungen aus der Vergangenheit in Kombination mit einem gesetzlichen Regelwerk, das die Reservierung von erzielten Überschussen für die Zukunft

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zumindest nicht gerade fördert führt dazu, dass die exakte und vorsichtige Kalkulation immer stärker bei der Produktentwicklung das Maß aller Dinge ist. Nichtsdestotrotz hat die klassische Lebensversicherung in Kontinental-Europa eine lange Tradition und hat dabei schon viele Entwicklungen erlebt und überlebt. So ähnlich wie eine Versichertengemeinschaft von ihrer Inhomogenität lebt, überdauert auch das Produkt klassische Lebensversicherung unterschiedliche Phasen am Markt. Einzelne Schnappschüsse von gewissen Phasen zu machen - und dann eine Gesamtaussage zu wagen - greift da zu kurz. Unser Fokus liegt auf dem Gesamtportfeuille und somit auf dem „großen Bild“.

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Vorstandsdirektor Franz Meingast, MBA, Wüstenrot Versicherung AG

Sicherheit und Flexibilität sind heute für den Großteil der Menschen die wichtigsten Faktoren bei der privaten Vorsorge. Die klassische Lebensversicherung ist daher nach wie vor die wesentliche Säule in der Pensionsvorsorge. Sie ist die optimale Vorsorgeform für Menschen, die sich - gerade jetzt, wo wir alle immer älter werden – Geldreserven für später schaffen und für eine Absicherung der Angehörigen im Ernstfall sorgen wollen. Kunden profitieren dabei von der Mindestverzinsung und Langfristigkeit der Veranlagung und können gleichzeitig flexible Vorsorgeoptionen nützen. Die klassische Lebensversicherung wird künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen, denn ohne private Vorsorge wird es nur schwer möglich sein, seinen gewohnten Lebensstandard auch in der Pension zu erhalten. Menschen, die bereits konventionell vorgesorgt haben, fragen jetzt auch wieder verstärkt nach Lösungen die neben dem Sicherheitsaspekt auch höhere Ertragschancen ermöglichen - also Kombinationen aus klassischer Lebensversicherung mit einem fondsorientierten Veranlagungsanteil. Mit unserer fondsgebundenen Lebensversicherung punkten wir da gleich doppelt:

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Der Großteil der Sparbeiträge wird klassisch im Deckungsstock der Wüstenrot Versicherungs-AG veranlagt - nach strengen gesetzlichen Richtlinien und damit besonders sicher. Ein Teil des eingezahlten Geldes wird dabei ertragsorientiert in acht verschiedenen Anlageklassen veranlagt. Die Anlageklassen werden regelmäßig und vollautomatisch je nach Veränderung auf den Finanzmärkten umgeschichtet. Der Kunde muss sich somit keine Gedanken über das richtige Timing und die richtige Verteilung machen und weiß sein Geld in sicheren Händen. Das gibt’s in Österreich in dieser Form nur bei Wüstenrot. Wer nach dem aktiven Berufsleben seinen Lebensstandard erhalten und seine Familie absichern will, wird künftig privat vorsorgen müssen. Die Menschen haben schon heute Angst davor, sich den erworbenen Lebensstandard später nicht mehr leisten zu können und auch davor schwer zu erkranken. Der Absicherungsgedanke wird daher auch in Zukunft im Vordergrund stehen. Je früher man beginnt, desto mehr Geld hat man später zur Verfügung. Hinzu kommt, dass sich das Lebensmodell der Menschen ver-

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ändert. Wir werden immer älter, bleiben dank des medizinschen Fortschritts länger agil und auch die Lebensformen sind im Wandel. Hinzu kommt der ständige Anstieg der Lebenshaltungskosten. Mehr Singles, mehr ältere Menschen erfordern neue Vorsorgemodelle, die sich flexibel und immer rasch an die Veränderungen und Pläne ihres Lebens anpassen können. Das niedrige Zinsniveau und Garantiekosten aus bestehenden Verträgen machen der gesamten Branche schon seit geraumer Zeit zu schaffen. Die Finanzmarktaufsicht hat nicht zuletzt deshalb den Garantiezinssatz im Dezember letzten Jahres von 2% auf 1,75% abgesenkt. Die zukünftigen Herausforderung liegen bei der Produktgestaltung - sowohl bei der klassischen als auch bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung - darin, das Langlebigkeitsrisiko sowie sinkende Kapitalmarktrenditen unter einen Hut zu bringen, um den Konsumenten Lösungen bieten zu können, die neben der Absicherung auch noch Ertragschancen bieten.

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Christine Theodorovics, desg.Mitglied des Vorstandes für den Bereich Lebensversicherung, Zürich Versicherung

Die klassische und die fondsgebundene Lebensversicherung haben beide ihre Berechtigung - je nach Anlagehorizont und Risikobereitschaft der KundInnen. Die FLV ist dann besonders interessant, wenn sie zusätzliche Garantien und Flexibilität bieten kann. Wesentlich ist auch, die Vorsorge mit Entnahmen, Zuzahlungen, Prämienerhöhungen und -reduktionen flexibel an Lebensphasen und –situationen anpassen zu können. Zurich bietet mit dem Zurich Prime Invest ein fondsgebundenes Modell, das Ertrag und Sicherheit ausgewogen abbildet und einen klaren Fokus auf nachhaltige Absicherung setzt. Es wird kundenindividuell veranlagt und umgeschichtet. Der Zurich Prime Invest ist somit die ideale Veranlagung für alle, die keine Anlageentscheidung auf Fondsebene treffen wollen und trotzdem Wert auf Individualität legen. Absicherungen wie beispielsweise eine Garantie auf das investierte Kapital und eine flexible Höchststandsgarantie sorgen für die notwendige Sicherheit. Eine börsetägliche Überprüfung und bei Bedarf Umschichtung ermöglicht es, auch bei unruhigen

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Märkten risikogesteuert in Aktien veranlagt zu bleiben - möglich ist dies bereits ab einem Betrag von 25 Euro monatlich. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Bedeutung von Lebensversicherungen noch zunehmen. Und zwar sowohl was die Langlebigkeit und damit Renten betrifft, als auch den Bereich der familiären Absicherung in Form eines Ablebensschutzes. Weil Kundinnen und Kunden schlecht informiert sind, müssen die Versicherer Aufklärungsarbeit zum Thema Risikoabsicherung leisten. Insbesondere der Berufsunfähigkeit wird noch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Außerdem macht ein Blick auf die demographische Entwicklung auch klar, dass die Betriebliche Altersvorsorge gefördert werden muss. Was das betrifft, liegt Österreich im Vergleich zu Ländern wie der Schweiz, Deutschland oder den Niederlanden deutlich zurück. So gibt es beispielsweise in Deutschland einen Rechtsanspruch auf die Bezugsumwandlung und auch die maximal geförderte Betragshöhe für die Betriebliche Altersvorsorge ist fast

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10 mal so hoch wie hier in Österreich. Ein erster Schritt wäre, die monatlichen Betragsgrenzen von EUR 25,- auf EUR 70,anzuheben. Die Versicherer werden gefordert sein, mehr Transparenz hinsichtlich Garantien, Risiken sowie Kosten zu zeigen und Bedingungen künftig noch verständlicher zu formulieren. Auch die Flexibilität hinsichtlich Ein- und Auszahlungsmodalitäten wird künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen. Die Attraktivität für Neuabschlüsse in der klassischen Lebensversicherung sinkt und fondsgebundene Lebensversicherungen mit Garantien gewinnen an Bedeutung. Die Versicherungsbranche muss mit einer entsprechenden Produktpalette auf diese Entwicklung reagieren. Zurich hat das mit dem Prime Invest bereits getan.

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Pro & Contra Provision in LV

Prämienfreistellung sowie die Aufnahme eines Prämiendarlehens beim Versicherer an. Beide Möglichkeiten sind für den Kunden günstiger als ein Rückkauf und unterlaufen nicht die Idee der langfristigen Altersvorsorge.

Aussendung „Von rund 650 Klagen Wir drucken die Lebensversicherungen seien kündet: Versicheder s , verliere man höch- des Verbande in Österreich das beliebteste per anno Östern hme erne sunt Den Hauptgrund für rung Produkt für die private Alters- sten 8“. on mati Infor zur – ) (VVO s reich leme beim Rückkauf vorsorge. Sie werden nicht das Prob jeden ohne – r Lese rer unse bei s“ dort „Behören Das Modell Lebensversichezulet zt auch aufgrund des sieht man praktizier te Provi- Kommentar hier ab: eit derz dem e Säul n dritte der rung ist auf Langfristigkeit Ausbaus m. ausgelegt. Abschlusskosten im Bereich der Pensionssy- sionssyste Eine r- Lebensversicherungen: öste e einig jetzt hat VKI Der blich steme steuerlich erhe rs- fallen, wie der Name schon rsicherer langfristige Form der Alte nsve Lebe ische reich ieren grav so sagt, beim Abschluss des gefördert. „Um vorsorge gt. gekla nd us resullaufe wir dass es, ist der erungen sind Vertrages an. Dara so meint der Herr Lebensversich der Laufnn Begi am der tiert mit vielen Beschwerden ent- Denn, her rreic müßten bekanntlich der Öste es r: kretä tsse Staa swer t. kunkauf ungs Rück täuschter Versicher sorge, zeit niedrige chnung der bevorzugte Altersvor Verre der bei hlusAbsc ihren n der dene ilung sind, den befasst und der VKI Bei Verte provision auch die auch die Politik ittler Verm ren länge sen n rfnis eine Bedü auf ten hen skos önlic pers umenteninn der Kunden ausrei- (Verein für Kons natursich ben erge aum Zeitr widersprechende Lebensver- Interesse an. dies nnen berücksichtigt werden. formation) erke kauf ssicherungen verkauft wurden chend rsicherung ist gemäß höhere Rück nsve Lebe Die sen, gewe it bere wäre Man itinn. Begi vorze r am eine auch Fall e im und die ge Form der wert ng zu akzeptieren, überdies die einzi im gen Kündigung oder Prämien- eine Lösu garantier te Sollten daher Änderungen die e, sorg svor Alter iprov ittler Verm die der nach nsLebe ihre der freistellung des Vertrages h Zinsgaran- Rahmen bestehen Kunden über einen Leistungen durc deren bereits eingezahlten Prämien sion dem bestehen in versicherungsverträge, Es ngt. von 5 Jahren verteilt tie erbri aum r Zeitr lange en seit groß m pläne eine zu häfts oder Gesc ganz 10 Millionen t werde und der Österreich etwa enom vorg , ehen best Zeit Teil verlieren. Wir werden daher verrechne sver Provi- Leb ens ver sich er ung volle seine ittler Verm geht ren sen, unse müs gemeinsam mit enz der Neu- men werden r erst dann erhalte, träge, die Tend dies zu Lasten vertragstreuer Rechtsinstrumenten gegen sion dahe end. steig ist e hlüss der Vertrag zumin- absc wenn ng Veranlataltu sges ision Prov diese rsicherung ist Kunden. Auch die Jahre aufrecht bliebe. Die Lebensve Prälten ezah einb der gung auf Kosten der Konsumenten dest 5 orge Vors einer- eine langfristige man te könn rch , Dadu nden ugebu Kons ristig iert vorgehen„, kritis zlich darauf mien ist langf Anreiz für den Ver- form, die grundsät einen seits ndetär Verä ekre bei es atss s zsta mus r chut mentens tet ist, bis Ende dahe mittler setzen, den Kunden ausgerich chichtungen Sigisbert Dolinschek. eit nicht storniert rungen zu Ums Laufz der und möglichst gut zu beraten s- kommen, die zu Lasten der ig gewähr- zu werden. Die Rückkauf hzeit gleic wäre es en. der r Leite der Zum Thema, jährliche Neu- Performance gehen könn dass der Kunde im Fall quote für das t, leiste Hein Dr. t fsich ktau zmar Finan gt sich um die vorzeitigen Kündigung geschäft bewe chaf t rich Traumüller bei seiner einer rößte Teil der Die Versicherungswirts allerg der , 2-3% t swer kauf Rück fairen e einen tzlich se gese müs Pressekonferenz: „Es rträge ist bereit, über lte. „Leider Lebensversicherungsve erhie lt ezah sausb n ision Prov scho des nten en ume rung dem Kons zum Auszah- Ände sich der Versiche- bleibt also bis äft klar sein, daß eine Lebens- konnte ehen. Da systems für das Neugesch best t punk szeit lung r band nicht zu diese das aber will n, tiere disku zu versicherung ein langfristiges rungsver aus ung e Bind durchringen, obwohl eine langfristig smoInvestment darstelle.“ Doch Lösung wohlüberlegt bestehende Kalkulation ht ensic Kund llgese ungs icher Vers den wir langDie dass . , eben hofft r aufg kretä nicht tsse der Staa ein Rücktritt dell damit ohnehin sehr sein muss, ist h durc e sorg svor Alter ge fristi es nach Abschluss der Klagen schaften 30 n vom Vertrag innerhalb von mme geko egen entg weit darf tg Rich erun eine klärende und den hluss mög- die Lebensversich Wir haben uns daher Tagen nach Absc ulalinien des Konsumenten- wären. auch fest- jedenfalls nicht zum Spek tzlich gese zum Schutz der lich und ehr nunm tGese en. te werd pass kt ange obje tions tzes schu Kunde wähher an die Gerichte gelegt. Sollte der zesinitiative vorstellen geben Verbrauc ten Laufzeit inbar vere der rend kretsse , so der Staa könne. Daß man die Klagen gewandt„ chwie- Mag. Daniela Luger ngss Zahlu nicht sagt: diese trotzdem in man Was tär. das e, könn gen auch verlie bietet sich Verband der Versicherungs sollte rückwirkend! rigkeiten geraten, lung hs Rege rreic Stolz Öste Mit . men nicht rneh man t unte glaub die Inanspruchnahme der LV-Verträge gelten! wird vom Pressesprecher ver- für alle

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Unser Anspruch: höchste Qualität für unsere Vertriebspartner! Die neuesten Ergebnisse aus dem Jahr 2012 – darauf sind wir stolz: 1. Platz im Weiterbildungsangebot: Wir sind stolz auf unsere Top Partner- und BAV-Akademie und informieren Sie gerne. 1. Platz in der BAV: Wir sind der Partner in diesem stark wachsenden Bereich und werden das auch weiterhin bleiben. 1. Platz in der Technischen Versicherung: Ein klarer Auftrag, den Vorsprung zu halten und auszubauen.

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Julien Marcilly, Head of Country Risk Coface Group

COFACE

Keine Erholung in Sicht

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er weltweit tätige Kreditversicherer Coface hat seine Unternehmensergebnisse des Jahres 2012 veröffentlicht. Trotz wirtschaftlich trüben Zeiten sind die Prämieneinnahmen um 3,1% gestiegen, der Umsatz liegt nun bei 1,5 Mrd. Euro. Der Nettogewinn liegt bei 129 Mio. Euro und die Combined Ratio bei 82,2% die Schadensquote lag bei kontrollierten 56, 6% und damit etwas geringer als im Jahr 2011. Das Eigenkapital stieg um 8,7% auf 1,7 Mrd. Euro. Julien Marcilly, Head of Country Risk Coface Group hat neben den Umsatzzahlen auch den Ausblick auf heuer und die aktuelle Entwicklung der Länder Risken präsentiert. „Eine kurzfristige Erholung der Wirtschaft in der Eurozone, insbesondere in Südeuropa, ist derzeit nicht in Sicht“, erläuterte Julien Marcilly, die aktuellen kon-

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junkturellen Rahmenbedingungen. Zwar ist in Österreich eine leichte Erholung auf niedrigem Niveau zu verzeichnen – Coface prognostiziert für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 1,0% - nach 0,7% im Vorjahr – doch für die Eurozone wird ein Wirtschaftsrückgang von 0,4% vorausgesagt. Hauptursachen für die anhaltende Rezession in der Eurozone sind die Staatsschulden und die daraus resultierende Sparpolitik, die Zurückhaltung der um Risikoverringerung bemühten Banken bei der Vergabe von Krediten an den privaten Sektor sowie die – im Zusammenhang mit der gestiegenen Arbeitslosigkeit – gesunkene Konsumbereitschaft der privaten Haushalte. Auch durch Exporterfolge können die wirtschaftlichen Folgen dieser Binnenprobleme nicht kompensiert werden. Besonders stark betroffen ist Südeuropa: Coface prognos-

tiziert ein Wirtschaftswachstum für Italien von -1,4% (2012: -2,4%), für Spanien -1,5% (2012: -1,4%), Portugal -2,0% (2012: -3,1%) und Griechenland -4,5% (2012: -6,5%). Etwas differenzierter präsentiert sich die CEE-Region, wo es nach CofaceSchätzungen im Jahr 2013 auch einige Länder mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 4,5% (Lettland) geben wird. Das 2013 am stärksten von der Rezession betroffene CEE-Land dürfte Slowenien sein: Coface prognostiziert für unser südliches Nachbarland eine um 1,6% schrumpfende Wirtschaft. Auch „Emerging Europe“ leidet zunehmend unter der Rezession in der Eurozone – nicht zuletzt, da die dortigen Kreditmärkte aufgrund der überdurchschnittlich hohe Exposure der europäischen Banken in Zentraleuropa im Schrumpfen begriffen sind.

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VERSICHERUNG

DONAU VERSICHERUNG

Neues LV Produkt

Generaldirektorin Mag. Johanna Stefan, Donau Versicherung AG

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ie Donau Versicherung hat eine neue Vorsorgelösung geschaffen. Eine indexgebundene Lebensversicherung mit 100% Bruttoprämiengarantie mit Renditechancen durch die Teilnahme an der Performance des Aktienindexes des Down Jones Euro Stocxx 50. Die Entwicklung des Donau SmartGarant entspricht den Ergebnissen einer, für die Donau Versicherung, im Vorjahr durchgeführten Studie. Die dort befragten Personen zeigen überwiegend die Erwartungshaltung gute Gewinne mit relativ geringem Risiko kombinieren zu können. Die Kombination klassischer Lebensversicherung mit den Chancen des Aktienmarktes bietet jährlich die Möglichkeit zum Umsteigen von klassischer Verzinsung (derzeit 3,25%) auf den Aktienindex. Bei beiden Varianten besteht die Wahl zwischen Einmalerlag mit minde-

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stens 5.000 Euro oder monatlicher Prämienzahlung von mindestens 50 Euro. Die Mindestlaufzeit beträgt 15 Jahre. „Altersvorsorge ist derzeit das dominante Thema in der Versicherungsbranche. Demgegenüber steht eine gewisse Verunsicherung in der Bevölkerung, ob und wie vorgesorgt werden kann und soll. Der Wunsch nach guter Verzinsung einerseits und geringem Risiko andererseits stellt die Produktentwicklung in der derzeitigen Wirtschaftslage vor gewisse Herausforderungen“, bringt Mag. Johanna Stefan, Generaldirektorin der Donau Versicherung, die Rahmenbedingungen auf den Punkt. Und weiter „die Donau Versicherung hat sich flexible Produkte und rasches Reagieren auf Kundenbedürfnisse auf die Fahnen geheftet und so freut es mich besonders, dass wir mit diesem Produkt die Ersten auf dem Markt sind.“

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VERSICHERUNG

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VAV VERSICHERUNG

Rechtsschutz

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ie VAV Versicherung erweitert ihr Business Paket mit Firmen Rechtsschutz, ob der Möglichkeit seine Außenstände durch eine Kooperation mit dem KSV 1870 eintreiben zu lassen. Unbestrittene Forderungen an österreichischen Schuldner können in jeder Höhe nach Fälligkeit dem KSV 1870 zum Inkasso übergeben werden. Sollte eine gerichtliche Betreibung nötig sein, können sogar diese Beträge bis 3.500,-Euro und entsprechenden Erfolgsaussichten als Teil des Paketes in Anspruch genommen

werden. Dr. Norbert Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der VAV Versicherungs-AG, skizziert die Zielrichtung dieser neuen Versicherungsleistung: „Es ist zu beobachten, dass die Absicherung von Rechtsansprüchen laufend an Bedeutung gewinnt. Ein lang andauernder Rechtstreit kann gerade junge bzw. kleinere Unternehmen nachhaltig schädigen. Gleiches gilt bei Außenständen. Große Unternehmen können sich eher leisten, als Kreditgeber für ihre Kunden zu fungieren, bei kleinen Betrieben kann mangelnde Liquidität die Existenz bedrohen.“

Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG

ALLIANZ VERSICHERUNG

Sicherheitsreport

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er Straßenverkehr ist weltweit Todesursache Nummer 8 – bis 2030 wird dieser auf Platz 5 vorrücken. Besonders betroffen: Fußgänger und Radfahrer, die gemeinsam 41% aller getöteten Verkehrsteilnehmer stellen. Während für Radfahrer Kreuzungen, Radwege und falsche Straßenbenutzung die größten Unfallrisiken darstellen, sind für Fußgänger das Queren der Straße in den Längsverkehr und der Schutzweg ausgesprochen gefährlich, wie ein aktueller Allianz Report ermittelte. Für die Zukunft fordert die Allianz ein stärkeres Bewusstsein für das Tragen von Helmen, sowie eine Senkung der Promillegrenze für Rad- und E-Bike-Fahrer. „Ein deutlicher Rückgang der im Straßenverkehr verletzter oder getöteter Personen wird ohne ein besonderes Augenmerk auf

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die Fußgänger und Fahrradfahrer nicht zu erreichen sein“, erklärte Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice. „Wir fordern ein stärkeres Sicherheitsbewusstsein bei Fahrrad- und E-Bike-Fahrern. Der einzige Schutz für den Kopf ist ein Helm. Was auf der Skipiste mittlerweile selbstverständlich ist, sollte auch auf Österreichs Straßen gelten“, so Benesch. Auch die Promillegrenze für Radfahrer müsse gesenkt werden: In Österreich liegt die Fahruntüchtigkeitsgrenze für Radfahrer bei 0,8 Promille und bei Autofahrern bei 0,5 Promille. „Aus Sicht der Verkehrspsychologie ist aber eindeutig: Die Beeinträchtigungen für Reaktionsweise, Wahrnehmung und Koordination sind für Auto- wie für Radfahrer gleich“, so Dr. Jörg Kubitzki Unfallforscher des Allianz Zentrums für Technik abschließend.

Kurt Benesch, Geschäftsführer Top Versicherungsservice GmbH

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Vertriebswegemix Fondspolizzen 2012

VERSICHERUNG

TOWER WATSON

FLV Markt Das Ergebnis der Umfrage „FLV-Update 2012“ hat nichts Gutes ergeben. So ist das Prämienvolumen beim Neugeschäft erstmals auf das Niveau des Jahres 1999 gesunken.

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eit 1997 führt die Unternehmensberatung Tower Watson eine jährliche Umfrage zur fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherung durch. Erstmals seit Einführung der FLV liegt das Prämienvolumen bei ca. 387 Mio. Euro und ist damit 45% unter den Ziffern des Vorjahres. Beim Blick auf die Produktkategorien verloren im Jahr 2012 alle Produkte: Fondsgebundene Produkte gegen Einmalerlag gingen um 47 Prozent auf 284 Mio. EUR (2011: 535 Mio. EUR) zurück. Und die laufenden Prämieneinnahmen lagen mit 103 Mio. EUR um knapp 37% unter Vorjahresniveau (166 Mio. EUR). Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge verzeichnet 2012 ähnlich einen starken Rückgang wie die FLV Produkte mit laufendem Beitrag. Beim Vertrieb hat es aber eine interessante Wende gegeben. 2012 wurden die meisten Verträge im österreichischen Fondspolizzenmarkt von Maklern und Strukturvertriebe abgeschlossen (33%), der Bankenvertrieb lag mit 29% auf Platz zwei, Ausschließlichkeitsvertrieb und gebundene Strukturvertriebe liegen mit 27% bzw. 10% auf Platz 3. „Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe“, erläutert Dr. Markus Orasch, Berater bei Towers Watson. „Zum einen gab es diverse gesetzliche Veränderungen in den letzten Jahren, z. B. die geänderten Anforderungen bei der Finanzierung von Fremdwährungskrediten oder die Laufzeitverlängerung von 10 auf 15 Jahren bei Einmalbeitragsprodukten als Folge steuerlicher Änderungen. Aber auch die Reduktion der staatlichen Prämien für Zukunftsvorsorge-Produkte sowie die im Vergleich zu den ‚Boom-Jahren‘ verhaltene Entwicklung der Aktienmärkte verursachten den spürbaren Rückgang im gesamten Fondspolizzenmarkt.“

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VERSICHERUNG

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CCA / TOGETHER

Die ideale Lösung am Markt Durch umfangreiche Software Funktionen mehr Zeit für das Wesentliche

„CCA und TOGETHER verfolgen einen problemlösungsorientierten AnsatzIdeen und Wünsche werden, wenn sinnvoll möglich, schnell umgesetzt“ Gottfried Pilz, VFS Versicherungsmaklergemeinschaft, Obmann der Fachgruppe Versicherungsmakler in der WK NÖ Viele Zusatzfunktionen ermöglichen es, die administrativen und organisatorischen Prozesse im Büro zu vereinfachen und damit mehr Zeit für das Kerngeschäft- die Neukundenakquise und die Bestandskundenpflege - zu haben. Mit tis2go erfolgt beispielsweise die gesamte Vertriebstätigkeit

im One- Stop- Shop direkt beim Kunden. Bei Verwendung des Phonetools wird jeder bestehende Kunde automatisch erkannt und in CCA9 eindeutig zugeordnet. Dabei wurden in den Zusatzfunktionen viele Kundenwünsche und –anregungen umgesetzt.

„Der große Vorteil von CCA und TOGETHER ist die bewährte Sicherheit, dass beide Unternehmen auch die nächsten 30 Jahre für Ihre Kunden da sein werden.“ Wolfgang Morocutti, Geschäftsführer Versicherungs Consulting Beratungs GmbH Die Weiterentwicklung nimmt bei CCA und TOGETHER einen hohen Stellenwert ein. Einerseits werden in regelmäßigen Abständen technische Neuerungen implementiert, sodass der Anspruch auf höchstmögliche Qualität und Sicherheit gewährleistet werden kann. Andererseits wird in enger Zusammenarbeit mit den

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Kunden die Software erweitert und verbessert, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Die Symbiose einer starken Partnerschaft und die ständige Weiterentwicklung stellen sicher, dass beide Unternehmen auch langfristig stabile Partner am Markt sein werden.

„Die ideale Lösung am Markt“ Josef Sylle, Geschäftsführer CBN, Mitglied der Koban Südvers Group Austria Mit CCA und TOGETHER haben Sie einen zuverlässigen, innovativen und stabilen Partner am Markt, der sich besonders durch das umfangreiche Schnittstellenkonzept auszeichnet. Die Software setzt nicht nur auf eine optisch attraktive Oberfläche, sondern auch auf einen umfangreichen Funktionsumfang und ein zuverlässiges Fundament. Damit ist von einer Standard- bis zur Individuallösung alles möglich. Die Funktionsschwerpunkte sind die elektronische Antrags- und Schadenabwicklung, die Bestandsverwaltung und OMDS Integration, sowie die Provisionsabrechnung. Somit bieten CCA und TOGETHER alles, um die tägliche Arbeit im Büro schneller, effizienter und einfacher zu gestalten.

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Mein Fehler ist, dass ich so eine gute Chefin bin. Von meinem Team verlange ich viel. Und trotzdem arbeiten sie alle gern bei mir. Ich bin halt auch eine Bilderbuchchefin. Sogar, wenn mir was passiert, geht’s für sie weiter. Nur für mich nicht. Eigentlich blöd. Weil, ohne meine Firma wäre ich nicht mehr ich selbst.

Um zu verstehen, muss man zuhören. Unternehmenssituationen sind vielfältig. Unsere Businesslösungen auch.

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VERSICHERUNG

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WIENER STÄDTISCHE • DONAU LEASING

Kfz-Leasing bietet Mobilität

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ie Gründe für Kfz-Leasing sind mittlerweile schon etabliert: die Nutzung des Fahrzeuges und nicht das Eigentum steht im Mittelpunkt. Dadurch bezahlen Kunden nur den Wertverlust während der Laufzeit und nicht die gesamten Anschaffungskosten. Die monatliche Zahlung wird individuell mit dem Kunden durch Laufzeit, Kilometerleistung, etc. abgestimmt.

Durch eine Leasingfinanzierung bleiben liquide Mittel verfügbar. Da Wiener Städtische ∙ Donau Leasing im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern an keinen Autoanbieter gebunden ist, ist eine objektive, markenunabhängige Beratung garantiert.

Mit der Vorteilswelt reicht das Angebot über die klassische Autofinanzierung weit hinaus: An allen OMV und Avanti Stationen kann mit der kostenlosen Vorteilskarte bargeldlos und günstiger getankt werden.

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Zusätzlich spart man beim Einkauf bei der Firma Forstinger, beim Bosch-Werkstättenservice sowie beim Bezug von ARBÖFahrtechnikkursen. Rabatt auf einen Mietwagen bekommt man bei Avis. Gegen eine geringe monatliche Zahlung kann man zinsenlos 4 Sommer- und 4 Winterreifen zum neuen Auto leasen und beim Fahrzeugverkauf ist man bei Wiener Städtische ∙ Donau Leasing auch noch gerne behilflich.

Ein verlässlicher Partner auch in schweren Zeiten Dass die Kunden im Mittelpunkt stehen beweist die individuelle Gestaltung der Leasingverträge sowie die vielen Zusatzleistungen im Rahmen der Vorteilswelt. Ein weiteres Zeichen dafür setzt Wiener Städtische ∙ Donau Leasing mit dem aktuellen günstigen Angebot für Hochwasseropfer. 2,5 % Fixzinsen auf 48 Monate Laufzeit und auf die Bearbeitungsgebühr wird ganz verzichtet. „Abgesehen von Schäden an Häusern, Mobiliar und persönlich lichen Sachen ist vielleicht auc auch noch das notwendige Kra Kraftfahrzeug betroffen. Wi Wir wollen, dass Hochwa wasseropfer wieder rasch m mobil werden – und zw zwar ohne zusätzliche G Geldsorgen“, so Andre L Löhlein, Geschäftsführrer Wiener Städtische ∙ D Donau Leasing. Die Aktion gilt bis 31.08.2013 (Abschluss Leasingvertrag) vor-

Andre Löhlein, Geschäftsführer Wiener Städtische Donau Leasing

behaltlich einer positiven Bonitätsprüfung. Als Nachweis wird lediglich eine Versicherungs-Schadenmeldung im Rahmen der Hochwasserkatastrophe im Mai/Juni 2013 von der Wiener Städtischen oder Donau Versicherung benötigt. Übrigens bietet Wiener Städtische ∙ Donau Leasing für Fuhrparks mit mehr als einem Fahrzeug, auch professionelles Flottenmanagement an. www.wsd-leasing.at

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VERSICHERUNG

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG / NETDOKTOR

Stellenwert BIO

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ie Wiener Städtische Versicherung hat gemeinsam mit dem österreichischen Gesundheitsportal NetDoktor.at eine Umfrage unter 500 Personen aller Altersgruppen über das Thema Bio durchgeführt, und wie Österreicherinnen und Österreicher dazu stehen. Kommt nur „Bio“ auf den Tisch oder ist „Bio“ ein Werbeschmäh? Die große Mehrzahl der Befragten ist der Meinung, dass Lebensmittel biologischer Herkunft gesünder sind, als jene aus konventioneller Landwirtschaft. Demnach werden auch von über 92% der Befragten zumindest „ab und zu“ Bio-Lebensmittel konsumiert. Hauptmotiv Bio Lebensmittel zu kaufen ist die Unterstützung regionaler

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Betriebe und artgerechte Tierhaltung, die geringe Schadstoff- und Umweltbelastung der Produkte. Weniger Einfluss hat der womöglich bessere Geschmack oder den Kindern bzw. der Familie „etwas Gutes tun wollen“. Übrigens 80% sind bereit, mehr Geld für Bio-Lebensmittel auszugeben. Nur beim Bio Gütesiegel sind sich fast alle einig, 90% der Umfrageteilnehmer glauben nicht, dass alle Bio-Siegel denselben strengen Prüfkriterien unterliegen. Aktuelle gesundheitsrelevante Informationen, Studienergebnisse, wichtige Services sowie Links rund ums Thema Gesundheit sind auf dem IMPULS Gesundheitsportal auf www.wienerstaedtische.at und auf www. netdoktor.at zu finden.

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VERSICHERUNG

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MERKUR VERSICHERUNG

10 Jahre Merkur Versicherung in Bosnien und Herzegowina Mit der Eintragung ins Handelsregister wurde die „Merkur BH osiguranje d.d.“ am 21. Mai 2003 offiziell gegründet. Gäste aus Wirtschaft und Medien sowie zahlreiche Vertriebspartner, feierten gemeinsam mit Generaldirektor Alois Sundl in Sarajevo das 10-jährige Bestehen der Merkur in Bosnien und Herzegowina. Herzegowina präsent. Aktuell sind 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Alois Sundl, Generaldirektor der Merkur Versicherung AG: „215 Jahre Merkur Versicherung und 10 Jahre Merkur in Bosnien und Herzegowina bedeuten für unsere Kunden und Partner Erfahrung, Tradition, Sicherheit und Stabilität. Das sind Werte, auf die unser Unternehmen heute und in Zukunft baut.“

Die Auslandsaktivitäten der Merkur

Galaabend: Dipl.-Ing. Ermin Nuhić, Vorstandsvorsitzender der Merkur BH osiguranje d.d., Mag. Dr. Donatus Köck, österreichischer Botschafter in Sarajevo, Dr. Peter Braumüller, Vorsitzender des Weltverbandes der Versicherungsaufsichtsbehörden, Komm.-Rat Alois Sundl, Generaldirektor Merkur Versicherung AG (von links)

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en festlichen Abend im Nationaltheater besuchten unter anderem der österreichische Botschafter in Sarajevo Mag. Dr. Donatus Köck sowie der Vorsitzende des Weltverbandes der Versicherungsaufsichtsbehörden, Dr. Peter Braumüller. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Merkur BH osiguranje d.d. als die Lebensversicherung in Bosnien und Herzegowina etabliert. Dabei ist sie führend in der

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Entwicklung von Lebensversicherungsprogrammen mit Abdeckung schwerer Krankheiten. Aktuell werden über 56.000 Kunden in dieser Sparte betreut. Ermin Nuhić, der Vorstandsvorsitzende der Merkur BH osiguranje d.d., hob in seiner Rede die erfolgreiche Positionierung der Merkur auf dem Versicherungsmarkt hervor. Mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent ist die Merkur 2012 zum vierten Mal in Folge Nummer 1 unter den Lebensversicherungen in der Föderation Bosnien und Herzegowina. Die abgegrenzte Gesamtprämie der Merkur BH osiguranje d.d. lag 2012 bei 11,3 Mio. Euro (2011: 10,9 Mio. Euro), das ist gegenüber 2011 ein Zuwachs von 3,4%. Neben der Zentrale in Sarajevo ist die Merkur mit Geschäftsstellen in Banja Luka, Mostar und Tuzla in Bosnien und

Seit 1992 ist die Merkur erfolgreich in Slowenien vertreten, seit 1996 in Kroatien, seit 2007 in Serbien und seit 2009 in Montenegro. In den Tochtergesellschaften sind aktuell 486 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Konzernunternehmen in Südosteuropa hatten 2012 insgesamt 483.830 Risken im Bestand, ein Anteil von 34,2% im Merkur-Konzern. Damit wurden abgegrenzte Prämien von 101,9 Mio. Euro erzielt – das sind 21,7% der Gesamtprämien des Konzerns.

Pressekonferenz: Komm.-Rat Alois Sundl, Generaldirektor Merkur Versicherung AG, und Dipl.-Ing. Ermin Nuhić, Vorstandsvorsitzender der Merkur BH osiguranje d.d. (v.l.)

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VERSICHERUNG

HELVETIA VERSICHERUNG

Ganz Privat

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as Unfallversicherungsprodukt „Ganz Privat“ der Helvetia wurde seit der Markteinführung 2010 bereits 17.000-mal abgeschlossen. Um den Bedarf am Markt noch genauer zu evaluieren, hat die Helvetia mit dem Meinungsforschungsinstitut GfK eine quantitative „Unfallumfrage“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, zu beleuchten vor welchen Unfällen sich Herr und Frau Österreicher am meisten fürchten. Und wie sie sich versicherungsmäßig dagegen

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absichern. Das größte Angstpotenzial liegt im Straßenverkehr, wie z. B. ein Autounfall oder die Gefahr beim Radfahren von einem Auto angefahren zu werden. Wie auch im Reiseversicherungsbereich glauben immer noch mehr als die Hälfte aller Befragten, dass bei einem Unfall, z. B. bei einer Wandertour, die Transportkosten von der Sozialversicherung übernommen werden. Werner Panhauser, Vertriebsvorstand: „Dieser Irrglaube ist auch einer der Hauptgründe weshalb nur 45% laut Umfrage eine Unfallversicherung haben.“

In der Studie wurden insgesamt 500 Personen zwischen 15 und 69 Jahren befragt. Eigentlich möchten die Österreicherinnen und Österreicher ein Unfallversicherungsprodukt, welches alles deckt. Von den Transportkosten hin bis zu kosmetischen Operationen, einen „Rundumschutz“ so zusagen, und das natürlich gegen geringe Prämie. Aber auch viele zuversichtliche Menschen gibt es, denn immerhin ein Drittel der Männer und Viertel der Frauen geben an, sich gar nicht vor einem Unfall zu fürchten. Mehr zur Umfrage im nächsten risControl. Die Helvetia hat ihre Unfallversicherung um einige Features erweitert. Ab Ende Juni gibt es die HGPUnfall in drei Varianten. Dauerinvalidität klassisch,- gehoben und Dauerinvalidität plus. Komplett neu ist „klassisch“. Hier wird ab 0,1% Dauerinvalidität zu 50% und ab 26% Dauerinvalidität volle Leistung erbracht. Die Variante „gehoben“ legt den Fokus auf KundenInnen, welche besonders eine hohe Absicherung bei Invalidität wünschen. Schon ab 0,1% Dauerinvalidität wird die volle Versicherungsleistung erbracht. Im Baustein „plus“ gibt es zusätzlich noch einige Zusatzdeckungen, z. B. eine Knochenbruchversicherung mit einer Versicherungsleistung von 500 Euro. In den beiden anderen Varianten kann Knochenbruch optional mit eingeschlossen werden. Besonderes Highlight und neu am Markt ist, dass bei einem Invaliditätsgrad von über 50% die in der Polizze vereinbarte Monatsrate verdoppelt und lebenslang ausbezahlt wird.

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VAV

KMU: Rechtsschutz mit Inkasso-Deckung des KSV1870 Steigende Klagsfreudigkeit, strengere Gesetze – die unternehmerische Tätigkeit wird immer mehr zum Drahtseilakt. Ein langwieriges Gerichtsverfahren kann besonders für Klein- und Mittelunternehmen existenzgefährdend sein. Eine Rechtsschutzversicherung gehört daher für Firmen schon längst zur Grundausstattung. Der neue VAV-FirmenRechtsschutz bietet jetzt sehr interessante Deckungen.

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anche schieben es auf die „Amerikanisierung“ unserer Gesellschaft, andere geben der zunehmenden Regulierung die Schuld: Tatsache ist, dass gerade im gewerblichen Bereich die Absicherung der Rechtsansprüche immer wichtiger wird. Doch viele kleine Unternehmen können sich eine Rechtsschutz-Versicherung, die sich ab 500 Euro Jahresprämie zu Buche schlägt, schlichtweg nicht leisten. Genau für diese Versicherungslücke, die insbesondere Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinbetriebe trifft, hat die VAV ein sehr attraktives Rechtsschutz-Paket geschnürt. Dieses kann im Rahmen des VAV-Business Paketes® abgeschlossen werden. Mit einer Versicherungssumme von 200.000 Euro und hohen Sublimits für die einzelnen Versicherungsbereiche sind kleine Unternehmen bestens abgesichert.

Tipp für EPU: ab 26,25 Euro pro Monat Rechtsschutz versichert Aufhorchen lässt die Prämiengestaltung: Die Grundprämien für die RechtsschutzVersicherung starten ab 315 Euro Jahresprämie. Ein besonderes Zuckerl ist die Deckung auch für den Privatbereich. Der Betriebsinhaber und seine Familie können auch für private Angelegenheiten Leistungen aus der Firmen-Rechtsschutz-Versicherung beziehen – und ersparen sich so die Prämie für einen Privat-RechtsschutzVertrag.

Neu: Kooperation mit KSV1870

Viele Unternehmer sind immer wieder mit Zahlungsausfällen konfrontiert oder müssen Außenstände, manchmal auch auf dem gerichtlichen Weg, eintreiben. Für solche Betriebe ist eine RechtsschutzHOCH ATTRAKTIV UND TOP-GÜNSTIG Versicherung mit ForderungsBUSINESS PAKET® MIT FIRMENRECHTSSCHUTZ management hoch interessant, und hier haben die FirmengeBeispiel: Installateur, keine Angestellten, schäfts-Experten der VAV ein 30.000 Euro Inhaltssumme sensationelles Angebot entwickelt. In Kooperation mit dem ösJahresprämie Business Paket: EUR 140 terreichischen Marktführer Jahresprämie Firmen-Rechtsschutz: EUR 315 KSV1870 wird eine prämienfreie Gesamte Jahresprämie (brutto): EUR 455 Zusatzdeckung angeboten, über Monatliche Belastung: EUR 37,92 die bis zu einer Klagssumme

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Immer gut für Innovationen: Ing. Werner Blaschke, Ressortleiter Firmengeschäft bei der VAV von 3.500 Euro unbestrittene Forderungen durch Verbandsanwälte des KSV1870 betrieben werden können. Diese Deckung ist derzeit bei keinem anderen Anbieter auf dem Markt zu erzielen und hat den großen Vorteil, dass auf das professionelle Netzwerk des österreichischen Marktführers zurückgegriffen wird. Eine Mitgliedschaft beim KSV1870 ist für den Versicherungsnehmer übrigens nicht notwendig. Infos: www.VAVPRO.at. Berechnung: VAV Bau- und Business-Tarifrechner. (Download von www.VAVPRO.at)

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„PRODUKTE MÜSSEN FÜR DEN MAKLERVERTRIEB GESTALTET SEIN“ „Was ich von einem Versicherungspartner erwarte? Als Makler bin ich von Gesetzes wegen verpflichtet, meine Kunden optimal zu beraten. Entsprechend hoch sind auch meine Anforderungen an Produkte: Höchste Versicherungssummen und innovative Deckungen sind eine Grundvoraussetzung – egal, ob im Privat- oder im Firmenkundenbereich.“ Harald Wagner Geschäftsführer Optimum Ges.m.b.H. Versicherungsmakler, Wien

www.was-wir-wollen.at

Das VAV-Versprechen: Produkte für den Best-Advice Vertrieb Unsere Produkte sind speziell für den Vertrieb über unabhängige Versicherungsvermittler bestimmt und werden gemeinsam mit ihnen konzipiert. Die Liste der Best-Advice-Innovationen ist lang: • Verzicht des Einwandes der groben Fahrlässigkeit in KFZ und im Sach-Bereich • Höchste Versicherungssummen: KFZ-Haftpflicht 20 Millionen Euro, Rechtsschutz 200.000 Euro, und jetzt auch in Eigenheim/Haushalt • Business-Paket auf Erstes Risiko etc. Schließlich wollen wir, dass Sie Ihrem Auftrag bestmöglich nachkommen können. Was Sie sonst noch von uns erwarten können? Informationen dazu hat Ihr zuständiger Regionalleiter, Ihr Service Team oder steigen Sie ein auf www.VAVPRO.at

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STANDARD LIFE

Fondspalette

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Bernhard Fasching, Sales Manager Austria, Standard Life Versicherung

ie Standard Life Österreich erweitert die Palette der Investmentfonds in seiner Rentenversicherung Maxxellence Invest um 22 zusätzliche Produkte. Vier Fonds aus den Sektoren Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourcen, drei globale Aktienfonds, zehn Aktienfonds mit Unternehmen aus Nord- und Südamerika, Europa und dem Mittleren Osten, Afrika, Indien, China und Österreich, drei vermögensverwaltende Mischfonds sowie zwei Rentenfonds. Darunter befinden sich Anlageprodukte renommierter Gesellschaften wie Blackrock, Fidelity, JP Morgan, M&G und Schroders. Damit besteht das Ange-

bot nun aus insgesamt 43 Fonds aus den wichtigsten Anlageklassen und drei aktiv vom eigenen Investmenthaus Standard Life Investments gemanagten Portfolien. Alle externen Fonds müssen grundsätzlich drei Qualitätskriterien erfüllen, um in das Angebot aufgenommen zu werden: Erstens muss ihre Performance in den vergangenen drei Jahren besser gewesen sein als die des jeweiligen Vergleichsindexes. Zweitens sollen die Fonds als Qualitätsrating mindestens drei Sterne von Morningstar oder ein „C“ von Feri haben. Und drittens dürfen sie nicht weniger als 100 Millionen Euro Volumen haben oder müssen älter als drei Jahre sein.

OEKB VERSICHERUNG AG

Rekordverdächtige Schadensquote

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ie OeKB Versicherung AG zieht eine Zwischenbilanz über den Schadensaufwand im Verhältnis zu den Prämien und stellt nach guten Schadensjahren nun eine rapide Trendwende fest. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Schadenquote auf knapp 80 Prozent verdoppelt. Ursache dafür sieht die OeKB Versicherung vor allem in der sinkenden Zahlungsmoral und den in Europa steigenden Insolvenzen. „Die ganze Entwicklung erinnert stark an 2008. Auch da stiegen nach ruhigen Jahren die Schäden abrupt an“, so Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung AG. Laut Offterdinger wird sich der Trend steigender Zahlungsausfälle weiter fortsetzen. Spitzenreiter der Schadensbilanz ist die Türkei und löst damit Polen als Top Schadensland 2012 ab.

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Gefolgt von Rumänien jahr Platz 2 – rutschte heuund Brasilien. Aber er auf Platz 10. Als erster auch Österreich liegt österreichischer Kreditbereits auf Platz 8 (2012 versicherer gibt die OeKB Platz 14). Mit fast 50 Versicherung AG bei einer Prozent der Schadensneuen Pauschalpolizze eine zahlungen ist der Hansechsmonatige Deckungsdel aktuell jene Brangarantie und das explizit che, in der die höchsten schriftlich. Damit reagiert Schäden auftraten (dadie OeKB Versicherung runter vor allem der AG auf die seit der Krise Großhandel mit Papier 2009 anhaltende Kritik an und Stahl) und somit der gesamten Branche, dass von Seiten der OeKB sich Kreditversicherungen Versicherung auch die oft zu rasch aus DeckungsKarolina Offterdinger, höchsten Auszahlungen zusagen zurückzögen. Mit Vorstand der OeKB Versicherung AG getätigt wurden. Weit diesem unkündbaren Limit abgeschlagen folgt die Branche „Chemie, soll laut Offterdinger das Vertrauen in Gummi, Kunststoff und Mineralöl“ mit Kreditversicherung wieder gestärkt wer10 Prozent. Die Metallbranche – im Vor- den.

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VAV VERSICHERUNG

Bauwesenversicherung

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eit letzten September gibt es eine neue Gesetzeslage für Bauunternehmer. Die neue gesetzliche Haftpflichtversicherung für das Baumeistergewerbe muss mindestens eine Deckung von einer Millionen Euro aufweisen. Für Unternehmer, die bereits vor dem 14. 9. 2012 ihre Berechtigung hatten, tritt diese Regelung heuer am 14.9. in Kraft. Die Berufshaftpflichtversicherung soll im Schadensfall nicht nur das Vermögen des Baumeisters schützen, sondern auch dafür Gewähr tragen, dass der Geschädigte zu seinem Geld kommt. Griesmayr begrüßt das neue Gesetz, sieht in der Übergangsphase aber auch ein zusätzliches Risiko: „Es besteht die Gefahr, dass einige Gewerbetreibende diese Frist verstreichen lassen oder vergessen, sich zu versichern. Es ist davon auszugehen, dass es zu strengen Kontrollen seitens der Behörden kommen wird.“ Um vor Überraschungen sicher zu sein, empfiehlt es sich beim Hausbauen sich selbst abzusichern und sich über die vorhandene Haftpflichtversicherung des Baumeisters zu informieren. Die VAV Versicherung bietet für Häuslbauer folgendes an: eine Bauwesenversicherung oder die Kombi Variante Bau-Kombi-Paket. Die Prämien berechnen sich von der Baukostensumme. Bei einer Vertragslaufzeit von fünf Jahren – zwei Jahre Bauzeit plus drei Jahre Extended Maintenance-Periode – beträgt die Prämie für die Bauwesenversicherung für ein Ein-

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familienhaus mit einer Baukostensumme von EUR 200.000,- genau 88 Euro pro Jahr. Inkludiert ist in diesem Betrag auch eine Feuerdeckung. Damit ist der Bauherr um insgesamt EUR 440,- für eine Zeitspanne von fünf Jahren versichert. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung mit EUR 1,5 Millionen Pauschalversicherungssumme wird mit EUR 24,- pro Jahr angesetzt. Die Laufzeit beträgt ebenso zwei Jahre Bauzeit plus drei Jahre Extended Maintenance Periode. Insgesamt belaufen sich die Kosten also auf EUR 120,-. Die Prämie für das

Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG

Bau-Kombi-Paket berechnet sich aus der Bauwesenversicherung und der Bauherrenhaftpflichtversicherung und beträgt für die Laufzeit von insgesamt fünf Jahre EUR 560,-. Damit ist der Bauherr umfassend versichert.

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ÖGUT Zertifikate Die Österreichische Gesellschaft der Umwelt und Technik, ÖGUT hat ihre Nachhaltigkeitszertifikate verliehen.

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ereits zum 10. Mal wurden die nachhaltigen Vorsorgeeinrichtungen ausgezeichnet. Sieben von zehn betrieblichen Vorsorgekassen investieren das Geld ihrer BeitragszahlerInnen nach ethnischen, ökologischen und sozialen Kriterien. Wie nachhaltig die Kassen wirklich veranlagen, bescheinigt ein Nachhaltigkeitszertifikat, das jedes Jahr von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) gemeinsam mit dem Lebensministerium vergeben wird. Die ÖGUT prüft, nach welchen Grundsätzen und Kriterien veranlagt wird und ob die Veranlagung im Berichtszeitraum tatsächlich nachhaltig ausgerichtet war. Dies

umfasst auch die Analyse der Transparenz und Kommunikation des Nachhaltigkeitsengagements. Schließlich spielen für die Zertifizierung auch betriebsökologische Aspekte des Unternehmens, der Umgang mit MitarbeiterInnen und Corporate Citizenship eine wichtige Rolle. Insgesamt sind es bereits an die 5 Mrd. Euro, die auf diese Weise nachhaltig veranlagt sind, eine nicht mehr vernachlässigbare Größe im Veranlagungsgeschäft. Die Nachhaltigkeitsprüfung der Betrieblichen Vorsorge- und Pensionskassen ist freiwillig und wird von der ÖGUT in Kooperation mit einer ExpertInnenjury seit 2004 durchgeführt.

Für das Berichtsjahr 2012 verleiht die ÖGUT „Gold“ wie im Vorjahr an die VBV – Vorsorgekasse und an die fairfinance AG. Zum ersten Mal geht die Gold-Auszeichnung an die BONUS Vorsorgekasse und an die VALIDA Plus. Die BAWAG Allianz Vorsorgekasse, die BUAK Betriebliche Vorsorgekasse, die VICTORIA-Volksbanken Vorsorgekasse sowie die VRG 1 (Veranlagungs- und Risikogemeinschaft) der BONUS Pensionskassen AG wurden als Silber-Kandidaten ausgezeichnet. Die weiteren Preise erhielt die BAWAG Allianz Vorsorgekasse: Silber und Silber auch für die BUAK Betriebliche Vorsorgekasse.

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EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG

Expertennachmittag

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er 2. EFM Expertennachmittag ist erfolgreich gestartet. Werden Provisionen verboten? Wohin geht der Weg, der von Brüssel vorgegeben wird? Wird Honorarberatung überlebenswichtig? Ist ein Schadensfall eine Chance sich seinem Kunden zu beweisen? – all das sind Fragen, die beim 2. EFM Expertennachmittag diskutiert werden, der dieses Jahr in die Verlängerung ging. Mit prominenter Unterstützung von Johannes Muschik, Leiter der AFPA, und Buchautor Akad.

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Vkfm. Reinhard Jesenitschnig touren die EFM Versicherungsmakler im Mai und Juni durch ganz Österreich. Ende Mai fanden die ersten zwei Events in Techelsberg/Kärnten und Graz statt, welche von mehr als 50 Maklern, Agenten und Vertretern aus der Umgebung besucht wurden. „Die Veranstaltung war sehr professionell und auf extrem hohem Niveau. Neben den Präsentationen standen vor allem offene Kommunikation und Networking im Vordergrund. Das hat mir sehr imponiert.“, so Michael Taurer,

Versicherungsmakler aus Spittal/Drau. Auch die Vortragenden waren von der angenehmen Atmosphäre und dem anregenden Erfahrungsaustausch begeistert. „Die erfreulich intensiven Diskussionen mit den Maklerkollegen des Expertennachmittags zum Thema Schaden zeigte mir, dass dieses Thema ‚unter den Nägeln brennt’. Sie zeigte mir aber auch, dass aufgrund der Vielfalt von Bedingungen, gesetzlichen Bestimmungen und rechtlichen Beurteilungen noch stark an den Ausbildungsmodellen für unsere Kollegen zu arbeiten sein wird. Das Maklergesetz sieht zwar die Unterstützung im Schaden nur optional vor, sie wird aber als Argument im Verkauf immer wichtiger.“, so Jesenitschnig. Im Fokus der Diskussionen stand außerdem die Causa „Provisionsverbot“, welche von AFPA-Leiter und Lobbyist Muschik ausführlich behandelt wurde: „Es wird über vieles diskutiert – Provisionsverbot für ‚unabhängige’ Beratung, verpflichtende Ausbildungsstunden, Offenlegungen etc. Täglich gibt es neue Informationen. Das Thema bleibt brisant.“ Manfred Friedl, Versicherungsmakler aus Feldbach dazu: „Alle Präsentationen waren sehr interessant und verständlich vorgetragen. Ein Lob an die Referenten.“ Die Premiere scheint also geglückt. Weitere Events finden noch in Ansfelden, Wien, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck und Feldkirch statt. Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter: www.efm.at/expertennachmittag.

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VERSICHERUNGSAGENTEN STEIERMARK

Kinohelden

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ie steirischen Versicherungsagenturen werben in den Kinos mit einem eigenen Kinospot für den Mehr-Wert an Sicherheit. Mit einem Spot, der speziell junge Menschen ansprechen soll, werden in kurzen Sequenzen Themen wie Autounfälle, Einbruchsdelikte oder Freizeitunfälle thematisiert. Auf kreative Weise, in Form eines Comics, werden die steirischen Versicherungsagenten als Problemlöser bei solchen prekären Situationen dargestellt. „Wir wollen gezielt junge Menschen für diese Thematik sensibilisieren. Sie tragen oft mehr Verantwortung, als ihnen bewusst

ist. Als steirische Versicherungsagenturen greifen wir ihnen dabei gerne unter die Arme“, sagt Karlheinz Hödl, Obmann des Landesgremiums der steirischen Versicherungsagenten. Die Kernaussage dieser einfallsreichen Imagekampagne ist, dass Menschen dank einer guten Beratung durch ihren Versicherungsagenten in vielen Lebenslagen Vorteile genießen. Gezeigt wird der Comic als Werbung vor Filmen in Kinos in der ganzen Steiermark. Durch seine innovative Produktion soll sich der Spot von anderen Kinowerbungen abheben, und so den Besuchern besonders in Erinnerung bleiben.

Karlheinz Hödl, Obmann des Landesgremiums der steirischen Versicherungsagenten

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FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER WIRTSCHAFTSKAMMER NIEDERÖSTERREICH

Informations Veranstaltung

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n allen vier Vierteln Vortragender gewonnen in Niederösterreich werden. Er spricht über die haben die niederöZukunft des Schweizer Fransterreichischen Fikens. Die Zahl derer, die einanzdienstleister zu Infornen Fremdwährungskredit mationsveranstaltungen mit haben und sich darüber den dem Thema „Schmilzt der Kopf zerbrechen ist immer Tilgungsträger – brennt der noch groß. Kommt doch neFremdwährungskredit“ geben den Auswirkungen der laden. Fragen zum Thema Gewinn- oder Verlustkurve Prof. Dr. Teodoro D. Cocca Geld wurden von Experten des Tilgungsträgers auch verständlich beantwortet. noch das Währungsrisiko Für „Experten auf Tournee“ konnte der dazu. Das Wissen um das künftige Verrenommierte Dekan der Johannes Kepler halten des Schweizer Frankens kann eine Universität Linz und ausgewiesene Finanz- Entscheidung über den eigenen Fremdfachmann Prof. Dr. Teodoro D. Cocca als währungskredit erleichtern. Zum Thema

Anlegerschutz hat Mag. Dr. Wilhelm Rasinger Präsident des Interessenverbandes für Anleger (IVA), referiert. KR Prof. Johann Massenbauer, Präsident des Österreichischen Interessenverbandes zum Schutz in Geldangelegenheiten(ÖISG) bewies, dass man mit Banken auch auf Augenhöhe verhandeln kann. Marius Perger, Herausgeber des Börsenkuriers zeigte Alternativen zum Sparbuch auf. Fachgruppenobmann Michael Holzer: „ Ich selbst habe den Besuchern das Verhältnis von Fremdwährungskredit zum Tilgungsträger erläutert“. Wie alle Experten stand auch er nach den Vorträgen und während des Buffets für persönliche Gespräche zur Verfügung.

HELVETIA VERSICHERUNG

Sir Karl Popper Schule

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eit 2008 kooperiert die Helvetia Versicherung mit der Sir-KarlPopper Schule und blickt dabei auf eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Im Rahmen dieser Kooperation beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der SKPS jedes Jahr mit einem gemeinsam vereinbarten Jahresthema. Im Schuljahr 2012/13 war dieses fächerübergreifend „Nachhaltige soziale Verantwortung“. Diese Thematik wurde von Schülern der 6. Klassen im Rahmen eines Rollenspiels und eines Redewettbewerbs bearbeitet. Mit Hilfe eines Planspieles sollte soziale Verantwortung in drei fiktiven Ländern mit unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen realisiert werden. Insgesamt schlüpften 110 Spieler des 5. - 8. Jahrgangs der SKPS in zwei Spieldurchgängen in die Rolle von Politikern, Arbeitern, etc. Gemeinsam arbeiteten sie an einer Strategie, wie soziale Verantwortung und soziale Gerechtigkeit in den vorgegebenen Ländern erreicht

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v.l.n.r.: Edwin Scheiber, Direktor der SKPS, Gewinnerinnen Valerie Schönberg und Katrin Fallmann, beide Schülerinnen der Sir-Karl-Popper-Schule, Burkhard Gantenbein, Vorstandsvorsitzender Helvetia Versicherungen AG werden könnte. Die daraus entstandenen Lösungsvorschläge wurden den Helvetia Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Dialogtag im Haus am Hohen Markt präsentiert. Weiterer Programmpunkt beim fünften Dialogtag: Sieben ausgewählte Schüler gingen der „nachhaltigen sozi-

alen Verantwortung“ im Rahmen eines Redewettbewerbs auf den Grund. Dabei wählten die Helvetia MitarbeiterInnen – zusätzlich zu einer Jury – mittels PunkteVoting den Gewinner. Dies waren – ex aequo – Katrin Fallmann und Valerie Schönberg.

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FINANZMARKETINGVERBAND

Recommender 2013

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er Finanzmarketing Verband Österreich hat bereits zum siebenten Mal den Award für Weiterempfehlungsbereitschaft im Finanzdienstleistungssektor vergeben. Die Haupterkenntnis der heurigen Bewertung zeigt, dass sich einzelne Institutionen zwar über noch nie zu vor erreichte Plätze freuen können, die Schere zu den hinteren Plätzen sich jedoch weiter öffnet. 8.000 Kunden haben 55 österreichische Finanzdienstleister in sechs Kategorien bewertet. Versicherungen und Bausparkassen haben ihre Plätze stabil halten können, der Bankensektor hat leicht an Terrain verloren. Josef Redl, Vize Präsident des FMVÖ fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Während die RecommenderErgebnisse 2013 bei Versicherungen und Bausparkassen im Wesentlichen stabil geblieben sind, haben die Banken in einem Jahr, in dem sie weiter stark in Diskussion geblieben sind, jenes Terrain, das sie zuletzt gewonnen hatten, wieder verloren. Viel stärker ins Gewicht fällt aber der immer größer werdende Unterschied zwischen

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den aus Kundensicht besten und schlechtesten Banken und Versicherungen. Bei den bundesweiten Versicherungen kam diesmal mit deutlichem Vorsprung die Raiffeisen Versicherung auf Platz 1. Harald Chrstos, Vertriebs-Vorstand der Raiffeisen Versicherung, nahm den Preis stolz in Empfang: „Der Recommender ist eine Auszeichnung dafür, dass Kunden bereit sind, jenes Unternehmen, bei dem sie ihre Dienstleistungen beziehen, weiterzuempfehlen. Einen höheren Vertrauensbeweis gibt es nicht. Raiffeisen, Versicherung und Vertrauen - drei Begriffe, die unmittelbar zusammengehören.“ Chrstos bedankte sich in gleicher Weise bei den Kunden für ihr Vertrauen als auch bei den Mitarbeitern, den Vertriebspartnern in den Raiffeisen Landesbanken und den Mitarbeitern der Raiffeisenbanken vor Ort für ihren Einsatz und ihre Leistungen. Auf Platz 2 wurde die Grazer Wechselseitige Versicherung gewählt, den 3. Platz hat die Zürich Versicherung AG eingenommen. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes, nahm den Preis entgegen und erklärte: „Wir sind

unglaublich stolz, dass wir dank der ungebrochen hohen Weiterempfehlungsbereitschaft unserer KundInnen erneut eine so hohe Platzierung beim Recommender belegen können. Die Auszeichnung ist Ausdruck des tiefen Vertrauens unseres Klientel und beweist einmal mehr, dass unser unternehmensweiter Schwerpunkt KundInnenorientierung Früchte trägt.“ Ein Neueinsteiger gewann die Kategorie Regional-&Spezialversicherung: Hier schaffte es der muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit aufs Podium. Die Vorarlberger Landesversicherung wurde auf Platz 2 gewählt, die Niederösterreichische Versicherung und die Tiroler Landesversicherung sind beide auf Platz 3. Vorstandsvorsitzender Ladislaus Hartl von der muki: „Aus dem Stand auf den vordersten Platz zu kommen, ist die beste Bestätigung für unsere Servicequalität – und ein guter Ansporn, auch weiterhin die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.“ Bei den Bausparkassen konnte die Raiffeisen Bausparkasse ihre Spitzenposition auch heuer wieder beibehalten.

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RAIFFEISENZENTRALBANK UND UNIQA

Mobiles Caritas Hospiz

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0.000 Euro für den letzten Weg. Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich und Walter Rothensteiner, Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), haben einen Scheck in Höhe von 70.000 Euro an Caritas-Direktor Michael Landau übergeben. Die Spende kommt dem mobilen Caritas Hospiz zugute. „Mit dem mobilen Hospiz können wir unheilbar kranken Menschen die Betreuung und Fürsorge bieten, die sie brauchen, denn auch der letzte Lebensweg ist ein wichtiger Abschnitt im Leben eines Menschen. In Österreich können die Hospizdienste jedoch bislang nur mit Hilfe von Spenden kostenlos angeboten werden“, erklärt Caritas-Direktor Michael Landau. Gemeinsam stehen RZB und UNIQA der Caritas der Erzdiözese Wien hier bereits

seit neun Jahren mit finanzieller Unterstützung zur Seite. Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich: „Es gehört zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung, sinnvolle soziale Projekte

zu unterstützen. Gerade in einer Zeit in der traditionelle Familienstrukturen immer mehr verloren gehen übernimmt das mobile Caritas Hospiz eine zunehmend wichtigere Aufgabe.“

NÜRNBERGER VERSICHERUNG

Camerata Salzburg

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v.l.n.r.: NÜRNBERGER Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer mit der Geschäftsführerin der Camerata Salzburg Sarah Wedl-Wilson und dem Multi-Percussionisten Martin Grubinger

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ie auch in den letzten Jahren fördert die Nürnberger Versicherung die Konzertveranstaltung der Camerata Salzburg. Ende Mai erlebten die Besucher der „Salsa Session“ im Großen Festspielhaus in Salzburg einen mitreißenden Konzertabend. „Artist in Residence“ Martin Grubinger und die Camerata Salzburg, boten heißblütige Rhythmen und leidenschaftliche Melodien lateinamerikanischer Musik von Mexiko über Brasilien bis Argentinien. Erstmals konnten die Besucher des Konzerts das soeben Gehörte gleich auf CD mit nach Hause nehmen. Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer zum Engagement der NÜRNBERGER: „Ein Konzert der Camerata Salzburg gemeinsam mit Martin Grubinger ist immer wieder ein besonderes künstlerisches Ereignis, das wir auch gerne unterstützen. Denn wir fördern Kunst ebenso wie individuelle Lebenspläne.“ Nach den beiden Konzerten in Salzburg und Wien gehen Grubinger, Vásquez und die Camerata Salzburg mit der „Salsa Session“ auf Tournee nach Deutschland und in die Niederlande.

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NÜRNBERGER VERSICHERUNG

IRE Expertenkonferenz

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as Institut der Regionen Europas (IRE) veranstaltete gemeinsam mit der NÜRNBERGER Versicherung, dem Land Oberösterreich und dem Salzburger HILFSWERK in Salzburg eine Fachtagung zum Thema „Altersentwicklung in Europa und ihre Herausforderungen für die Pflegepolitik der Regionen und Gemeinden“. „Das Bewusstsein der Menschen für Alters- und Pflegevorsorge fehlt“ - das war das Ergebnis der Studie „Bewusstseinsbildung im Bereich der Pflegevorsorge“ der Universität Salzburg unter Leitung von Frau Dr. Astrid Spatzier in Kooperation mit der NÜRNBERGER Versicherung. Zudem wies IRE Vorstand Univ. Prof. Dr. Franz Schausberger in seiner Eröffnungsrede auf die Belastung des demografischen Wandels auf die Gesellschaft hin. Diese Problematik sei aber auch eine Chance

für neue, innovative Formen der sozialen Infrastruktur. Was die Finanzierung der Pflege betrifft, verwies Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer auf die ungebrochene Bedeutung des 3-Säulen-Modells: „Es geht nicht um die Frage, welches System das bessere sei und eventuell das andere ersetzen könnte. Es geht um das gemeinsame Ziel: die finanzielle Absicherung der Menschen im Alter und bei Schicksalsschlägen. Und das mit unterschiedlichen Instrumenten. Wobei in allen drei Bereichen noch genügend Verbesserungsbedarf besteht.“ Für Helmut Mödlhammer, Bürgermeister und Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, stand die Schaffung einer altersgerechten Gemeinde im Vordergrund. Das Zusammenleben von jungen und alten Bürgern funktioniere am besten, wenn das Kapital der aktiven Pensionisten für die Gesellschaft

genutzt werde. Das schweizerische Gesundheitssystem schaffe es mit der Spitex (spitalexterne Hilfe und Pflege) Anreize zu schaffen, über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten und somit die Eigenverantwortlichkeit zur Vorsorge zu fördern. Hierbei handle es sich um fast ausschließlich privat-gemeinnützige Leistungen, berichtete Anton Schaller, Präsident des Zürcher Senioren- und Rentnerverbandes (ZRV), Zürich. Am Nachmittag fanden noch zwei Panel Diskussionen statt. Die erste widmete sich dem Thema „Pflegepolitik von Essen auf Rädern“ bis zum Pflegeheim und in der zweiten Diskussion wurden Best-Practice Beispiele aus Europa vorgestellt. Die Diskussionen gaben die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen und der Erörterung der Pflegeproblematik aus verschiedenen Blickwinkeln.

v.l.n.r.: Anton Schaller, Präsident des Zürcher Senioren- und Rentnerverbandes (ZRV), Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, IRE Vorstand Univ. Prof. Dr. Franz Schausberger, Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer, NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich und Dr. Astrid Spatzier von der Universität Salzburg

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Mit UNIQA in Riga…

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ie UNIQA Maklerakademie (MAK) bietet die Möglichkeit interessante Seminare zu kostengünstigen Preisen zu besuchen. Ein bewährtes Element mit Sonderstatus innerhalb der Maklerakademie, stellt die „MAK International“ dar, die jährliche Auslandsreise. Diesem Konzept folgend ging es von 23. bis 27. Mai 2013 nach Riga, in die Hauptstadt Lettlands. Die größte Stadt des Baltikums besticht durch ihre Bauten im Jugendstil und eine sehr lebendige Lokalszene.

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Die UNIQA Reisegruppe, bestehend aus knapp 100 Teilnehmern, stürzte sich in ein abwechslungsreiches Programm, das interessante Eindrücke aus Riga selbst, aber auch dem Umland bot. Vom Fliegen im Aerodium, über Radfahren entlang der Meeresküste, bis hin zum rasanten Bobfahren war für alle etwas dabei. Peter Prinz, Bereichsleiter Maklervertrieb, bedankte sich in Gegenwart des österreichischen Konsuls in Riga für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den anwesenden Makler-TopPartnern und UNIQA.

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FACHGRUPPE FINANZDIENSTLEISTER WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN

Warum Europa dennoch wachsen kann!

v.l.n.r.: Ing. Sascha Dastl, Stv.-Obmann der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister, Mag. Stefan Bruckbauer, UniCredit Bank Austria, Obmann KommR Siegfried Prietl und Geschäftsführer der Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien, Georg Plesnik, MBA MSc

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ie Veranstaltungsserie EU-Panorama der Fachgruppe Wien hat sich diesmal mit dem Thema: „Die wirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum beschäftigt“. Obmann KR Siegfried Prietl lud bereits zur zweiten Veranstaltung der Reihe in die Räumlichkeiten der Wiener Wirtschaftskammer. Chefökonom Mag. Stefan Bruckbauer (UniCredit Bank Austria) erläuterte anhand zahlreicher Faktoren — Schulden, Konsumverhalten, Investitionen, Kredite, Zinsentwicklung u.v.a. m. — anschaulich den (volks)wirtschaftlichen Status quo im Euroraum, beleuchtete die Auswirkungen

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verschiedener Reformen, Sparpakete, die seitens der Europäischen Union geplante Bankenunion und gab einen Ausblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Diese sieht Bruckbauer durchwegs positiv: „Da die teilweise sehr aggressive Budgetsanierung im Euroraum wesentlich zur Rezession beigetragen hat, ist nach Beendigung dieser Anpassungen wieder mit Wachstum im Euroraum zu rechnen. Schon im zweiten Halbjahr 2013 sollte dies spürbar sein.“ Auch bei einer weiteren Baustelle im Euroraum, dem Bankenmarkt, könnte die Umsetzung der Bankenunion Erleichterungen bringen, die Zinsdifferenz

im Euroraum reduzieren und damit zumindest etwas die Rahmenbedingungen für Kredite (besonders in der Peripherie) verbessern. Da diese Erholung jedoch vorläufig zaghaft erfolgt, sei zumindest bis Ende 2014 kaum mit einer veränderten Geldpolitik im Euroraum zu rechnen. „Trotzdem könnten zumindest die langfristigen Zinsen demnächst ihre historischen Tiefstände verlassen und die Zinskurve wieder etwas steiler werden“, erklärt Bruckbauer weiter. Fragen zum Thema wurden mit dem Chefökonom auch noch nach dem Vortrag, in geselliger Atmosphäre, bei einem kleinen Imbiss erörtert und diskutiert.

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