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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 04 • 2014 • HEFT 417 • 35. JAHRGANG • EURO 10,00

Das Wunder Mensch schützen Wie die Merkur Versicherung und Vorstandsmitglied Andreas Stettner das macht

Erwin Mollnhuber Wüstenrot Gruppe

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EDITORIAL

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k, Ostern ist vorbei. Haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, das Osterfest auch so richtig genossen? Ja? Schön! Waren die Kinderleins brav, lieb und folgsam? Und haben sie sich über das Schokolade-Osterei gefreut? Ja? Schön!

Das wird nicht mehr lange so sein können, sagen jene die an der Schokolade verdienen. Denn die Preise für den Rohstoff Kakao werden ins Unerreichbare steigen, sagt Edward George, Agrarexperte der panafrikanischen Ecobank. Es ist überzeugt, dass - echte - Schokolade bald ein Luxusprodukt sein wird. Und er meint, dass Schokolade in Europa ein bisschen wie Champagner werden wird - ein Luxus, der nicht mehr für alle leistbar sein wird. Schuld daran seien, nicht zuletzt, natürlich die Völker Asiens, welche immer größeren Appetit auf Schokolade haben. Und damit uns der Appetit auf das tägliche kleine Stück Glück vollends vergeht, gibt es eine noch dramatischere Ursache warum Schokolade zur Luxusware „verkommen“ könnte: Die Kakaobauern kriegen fast nichts mehr für ihre mühselige Arbeit. Der Tageslohn liegt bei 1 Dollar 50. Das wollen sich die Jungen dort nicht mehr antun, weshalb immer mehr Kakaoplantagen zu verwaisen drohen. Wird es also dazu kommen, dass wir anstelle von himmlischer Schoko an Ersatzstoffen lutschen müssen? Es könnte also sein, dass das Osterschaf demnächst ganz schwarz wird, ob der darin enthaltenen Zutaten. Womit ich den Übergang zum sprichwörtlichen schwarzen Schaf gefunden habe. Billy Wilder soll einmal gesagt haben, Awards seien wie Hämorrhoiden, eines Tages bekommt sie ein jeder. Na, ja – ein Sager eben. Aber wir in der Redaktion sind wirklich auf der Suche nach einem schwarzen Schafe. Um es auszuzeichnen, ihm einen Award zu übereichen. Und wie überraschend, wir suchen dieses Lämmlein in der Versicherungswirtschaft. Denn da gibt es ein Institut, das Jahr um Jahr ein so grottenschlechtes Ergebnis einfährt, dass alle anderen die Möglichkeit haben, immer über den Markt zu wachsen. Alle bis auf dieses Schaf outperformen erfreulich und nachhaltig. Nur eben gerade dieses eine schwarze Schaf schafft das nie. Da Schokolade sauteuer wird, haben wir uns vorgenommen nächstes Jahr zu Ostern nicht Ostereier sondern dieses Unglücksschäfchen zu suchen um ihm einen Trostaward zu überreichen. Einen digitalen Schafssensor haben wir

Frohes „Nachostern“

Liebe Leserinnen und Leser!

vorsorglich schon bestellt. Möge die Schokolade bei uns sein.

Ihre Doris Schachinger

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 04 | risControl 04/2014 Heft-Nr.: 417 | 35. Jahrgang

3 EDITORIAL Frohes „Nachostern“ Seit Beginn des Jahres hat Erwin Mollnhuber eine neue Funktion

6 KARRIERE 6 BONUS PENSIONSKASSEN / CONCISA VORSORGEBERATUNG: Aufsichtsratsvorsitzende 6 ROLAND RECHTSSCHUTZ: Wechsel im Vorstand 6 GOTHAER LEBENSVERSICHERUNG AG: Vertriebschef 6 SKANDIA INVEST: Geschäftsführung 7 WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 7 WÜSTENROT VERSICHERUNG: Vertriebsleitung 7 EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG: Vorstand 7 ZURICH VERSICHERUNG: Marketing

8 KURZNACHRICHTEN 8 Bildungsscheck 8 Doch nicht alles versicherbar 8 Österreichs beste Arbeitgeber 8 Kompromiss bei PRIPS Regulatorien 9 Kein Geheimnis 9 Keine Zahlungsmoral 9 Einheitliche Abwicklungsmechanismen 9 Gewinnerwartung 9 Kundenservice 10 Einkauf 10 Novum in der KFZ Versicherung 10 Gütesiegel 10 Lohnkostensenkung 11 Partner College 11 Fahrradfahren oder stehlen? 11 ÖKOPROFIT 11 Kooperation 11 Moldawien

Seite 12 Interview mit Mag. Alexander Petzmann, Mitglied der Geschäftsführung von CCA und TOGETHER

Seite 16 Andreas Stettner, Merkur Versicherung im Gespräch

Seite 24

12 INTERVIEW 12 Mister double fit & proper 16 Ultramobil unterwegs 20 „Der fliegende Teppich“ 24 Das Wunder Mensch schützen

Alles bleibt anders

28 KOMMENTAR Handfeste Investments statt spekulative Blasen

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INHALT

32 WIRTSCHAFT 32 Platz eins 34 Alles bleibt anders 38 Zusammenschluß 38 Mobilität 39 Publikumswahl

40 VERSICHERUNG

Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen

Seite 40 Pensionsmärchen und Fakten

Seite 46

40 Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen 41 Recht und Vertreten 41 Naturkatastrophen 42 Das Zeitwertkonto als Entlastung für Arbeitnehmer 43 Die Lebensversicherung ist tot. 43 Es lebe die Lebensversicherung 43 Auch eine Trendstudie 44 5,20 Prozent Rendite erwirtschaftet 45 Mobilitätsbarometer 46 Pensionsmärchen und Fakten 48 Rentenversicherung 48 Enorme Schadenquote 49 Performance Sieger 50 Sehr stolz 50 Das Jahr 2013... 51 VIP Service 52 KFZ: Clever berechnen und dabei Geld verdienen 54 Uni-Age für Versicherer

55 VERANSTALTUNG 55 Intensivkurs gestartet 55 Neue Versicherungsmakler 56 Das volle Programm

Uni-Age für Versicherer

58 TIPPS & TRENDS Innsbruck

Seite 54

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Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

Das volle Programm

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, fotolia.de, 123rf.de, Niko Formanek, Wilke, Fotostudio Schüssler, inpublic, Helmreich, Helvetia. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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BONUS PENSIONSKASSEN / CONCISA VORSORGEBERATUNG

Aufsichtsratsvorsitzende

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ilvia Emrich, CFO und Mitglied des Vorstandes der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft, ist am 20. März 2014 zur Vorsitzenden des Aufsichtsrates der BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft vics o ro und der Concisa Vorsorgeberatung und d eo Management gewählt worden. Christine Theodorovics, CEO Global Life und Mitglied des Vorstandes der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft, wurde in beiden Firmen zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Damit haben die auf betriebliche Altersvorsorge spezialisierten Unternehmen gleich zwei Frauen an der Spitze der Kontrollgremien. In der BONUS Vorsorgekasse AG hat Peter Thirring, Vorstandsvorsitzender der Generali Holding Vienna AG und Generali Versicherung AG, den Vorsitz im Aufsichtsrat inne. Frau Silvia Emrich ist in der Vorsorgekasse zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestellt worden. In den beiden BONUS Firmen werden mit Ende 2013 insgesamt 850 Mio. Euro für mehr als 630.000 Berechtigte veranlagt. In der Concisa werden Vorsorgemodelle von mehr als 240.000 Berechtigten verwaltet. Darüber hinaus ist die Concisa spezialisiert auf die Erbringung von versicherungsmathematischen Dienstleistungen.

ROLAND RECHTSSCHUTZ

Wechsel im Vorstand

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ach längerem schwelendem Streit (Süddeutsche Zeitung) wurde nun Gerhard Horrion als Chef der Roland Rechtsschutz mit sofortiger Wirkung abgelöst. Sein Nachfolger ist interimsmäßig Rainer Brune, Vorstand der Aba Versicherung und der DBV Deutschen Beamtenversicherung. Brune gehörte bislang dem Roland Aufsichtsrat an, dieses Mandat lässt er für die Dauer der Entsendung ruhen, die beiden Vorstandsmandate hat er niedergelegt.

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GOTHAER LEBENSVERSICHERUNG AG

Vertriebschef

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arkus Edelmann leitet ab 1. April bei der Gothaer Lebensversicherung AG in Österreich den Vertrieb. Der 47-jährige Deutsche hat mehr als 25 Jahre Berufserfahrung am Maklermarkt und war zuletzt 4 Jahre im Vertrieb der Maklerdirektion des Unternehmens in Frankfurt am Main in der Partnerbetreuung für das Personenversicherungsgeschäft verantwortlich. Er war vor seiner Tätigkeit im Konzern bereits in verschiedenen Vertriebsfunktionen bei deutschen und internationalen Versicherungsunternehmen tätig. Markus Edelmann hat seinen Schwerpunkt im Bereich der Personenversicherung und fondsgebundener Versicherungslösungen. Darüber hinaus beschäftigt er sich seit den 90-er Jahren mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Dread Disease Absicherungen. Edelmann: „Als begeisterter Wintersportler und Mountainbiker habe ich Österreich bislang nur als Besucher und Gast erleben dürfen. Es ist eine besondere Herausforderung auf die ich mich sehr freue, jetzt auch die berufliche Seite und den österreichischen Versicherungsmarkt kennenzulernen. Das auch noch in einer so tollen Stadt wie Wien!“

SKANDIA INVEST

Geschäftsführung

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it März 2014 hat Richard Zarycka (37) die gewerberechtliche Geschäftsführung der Skandia Invest GmbH übernommen. Skandia Invest ist eine Tochterfirma der Skandia Austria Holding AG und beschäftigt sich mit Versicherungsvermittlung und Portfoliomanagement. In seiner neuen Funktion ist Zarycka für den Vermittlungsbereich zuständig – weiterhin leitet er den Skandia Kunden- und Vertriebsservice. In dieser Position verantwortet er mit einer 20-köpfigen Abteilung in Österreich die aktive Betreuung der Vertriebspartner und der Bestandskunden. Der gebürtige Niederösterreicher startete seine Karriere bei Helvetia als Versicherungskaufmann und durchlief bei Skandia die Karrierestationen vom Mitarbeiter in der Vertragsverwaltung über den Teamleiter und stv. Unit Manager bis hin zum Head of Customer Service. 2012 erhielt er die Prokura.

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EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Vorstand

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ag. Christian Kreuzer übernimmt mit Anfang April die Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Wiener Städtischen Versicherung. Er folgt Mag. Claudia Riebler, die sich neuen beruflichen Herausforderungen stellt. Als langjähriger Wirtschaftsredakteur für das Wirtschaftsblatt war Kreuzer zuständig für die Ressorts Versicherungen und Banken und wird seine fundierte Expertise in die Wiener Städtische einbringen. Weitere berufliche Stationen: Wirtschaftsredakteur und Redaktionsleiter Wien von Wallstreet-Online, Berater im Agenturbereich mit Schwerpunkt Finanzdienstleistung. Der 41-jährige gebürtige Oberösterreicher studierte Sozialwirtschaft an der Universität Linz. Wiener Städtische Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer: „Ich freue mich sehr, mit Christian Kreuzer einen ausgewiesenen Experten für den Finanzdienstleistungsbereich mit an Bord zu haben. Damit ist gewährleistet, dass unsere interne und externe Kommunikation im Sinne der Transparenz, Effizienz und Professionalität auch in Zukunft gewährleistet ist und weiter vorangetrieben wird.“

WÜSTENROT VERSICHERUNG

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ZURICH VERSICHERUNG

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it Anfang März hat Martin Stempfl die Abteilungsleitung „VermittlerService Österreich“ übernommen. Er bringt umfassendes Fachwissen in der Versicherungsbranche mit und hat in den letzten 8 Jahren bei der UNIQA Versicherung den Salzburger Maklervertrieb sehr erfolgreich ausgebaut. „Wir freuen uns mit Herrn Stempfl, das zentrale Vertriebsführungsteam zu verstärken und sind überzeugt, gemeinsam den qualitativen und quantitativen Wachstumskurs erfolgreich fortzuführen“, sagte Vorstandsdirektor Mag. Erwin Mollnhuber.

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ilhelm Brandstetter wird zukünftig zum Vorstand der EFM Versicherungsmakler AG gehören. Der gebürtige Wiener wird die EFM in allen internen Unternehmensbereichen unterstützen. „Wilhelm Brandstetter verfügt über langjährige Versicherungserfahrung, die er sich in seinen vorhergehenden Tätigkeiten aneignen konnte. Sein Know-how speziell im ITBereich und seine umfassende Expertise werden uns bei den weiteren Expansionsschritten sehr unterstützen“, informiert Graf. Als neues Vorstandsmitglied ist Brandstetter für die Bereiche IT und Organisation verantwortlich.

Marketing REK

Vertriebsleitung b l it

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KARRIERE

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

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arine Andrey Marek hat die Leitung des Marketings bei der Zurich Versicherung übernommen. Sie ist damit für sämtliche strategischen und operativen Marketingaktivitäten verantwortlich. Sie folgt damit Hans-Peter Ganz, der zu Zurich nach Deutschland zurückgekehrt ist, um dort die Marketingleitung zu übernehmen. Mit Frau Marek konnte eine versierte Marketingexpertin der Zurich Gruppe gewonnen werden. Die gebürtige Schweizerin, die auf eine mehr als 10-jährige Marketing-Erfahrung zurückblickt, startete ihre Karriere bei der Zurich Insurance Group in der Ländergesellschaft der Zurich Schweiz, wo sie zuletzt den Bereich Produktentwicklung für Privatkunden leitete. Im Jahr 2010 übernahm sie eine globale Rolle, in der sie den Roll-Out der weltweiten Markenkampagne in die einzelnen Länder verantwortete und außerdem die Ländergesellschaften bei der Entwicklung lokaler Werbekampagnen und verkaufsfördernder Maßnahmen unterstützte. Vor ihrer Karriere bei der Zurich Gruppe war Carine Andrey Marek als Produktmanagerin und strategische Beraterin im Gesundheitswesen tätig.

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KURZNACHRICHTEN

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ÖPWZ

VBV VORSORGEKASSE

Bildungsscheck

Österreichs beste Arbeitgeber

Die Bildungsschecks der ÖPWZ stehen den Versicherungs- und We r t p a p i e r u n t e r nehmen ab sofort zur Verfügung. Damit könArmand Kaáli-Nagy, nen die Unternehmen Bildungsmanager beim ihren Vertriebspartnern ÖPWZ einen kostengünstigen Zugang zu einem umfassenden Weiterbildungsprogramm ermöglichen. Die Weiterbildungsmöglichkeit wurde vom Fachverband der Finanzdienstleister und dem Fachverband der Versicherungsmakler in die Liste der empfohlenen Weiterbildungsinstitute aufgenommen. „Der Bildungs-Scheck ist ein ideales Instrument, um langjährige und erfolgreiche Vertriebspartner für ihren Einsatz und ihre Treue zum Unternehmen zu belohnen“, sagt Armand Kaáli-Nagy, Bildungsmanager beim ÖPWZ. „Ein weiterer Vorteil des BildungsScheck-Modells ist, dass die Abrechnung und Bezahlung der weitergegebenen Schecks erst nach dem tatsächlichen Besuch und Abschluss der Weiterbildungseinheit erfolgt.“

Die VBV Vorsorgekasse ist als Unterneh- gemeinsame Freude über erzielte Erfolge men mit 20 – 49 Mitarbeitern an vierter sind weitere Aushängeschilder der besten Stelle in der Kategorie „Österreichs beste Arbeitgeber im Sinne der „Great Place to Arbeitgeber“ ausgezeichnet worden. Die Work®“-Philosophie. „97 Prozent unserer VBV zählt damit zu jenen 64 österreichischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen das beste Arbeitsumfeld bieten. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns auch heuer wieder ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Dies freut mich besonders, sind sie es doch, die mit ihrem Einsatz, ihrer Begeisterung und ihrem Know-how maßgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen“, so KR Mag. Martin A. Vörös, Vorstand VBV und KR Heinz Behacker, VorBehacker. 2,4 Millionen Kunden standsvorsitzender VBV, nehmen das Zertifikat von Dr. Erich Laminger, werden von einem kleinen und Managing Director Great Place to Work® Österreich, entgegen sehr effizienten Team betreut. Eine vertrauensvolle Arbeitsplatzkultur, die auf ihren Arbeitsplatz als ‚sehr gut‘, dies zeigt Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness ba- eine weitere kürzlich durchgeführte Umfrage. siert, ist dabei wesentlich. Die bewusste Wahr- Ein Zeichen dafür, dass unsere nachhaltige nehmung der zentralen Unternehmenswerte, Unternehmensausrichtung auf allen Ebenen eine ausgeglichene Work-Life-Balance sowie erfolgreich ist“, so KR Behacker weiter.

CHINA FACHVERBAND DER FINANZDIENSTLEISTER

Doch nicht alles versicherbar

Kompromiss bei PRIPS Regulatorien

Wir haben schon über die kuriosesten Versicherungen geschrieben, doch nun hat in China das Amt zur Regulierung des Versicherungssektors eine dubiose Versicherung verboten. Zwei Versicherungsgesellschaften haben Absicherung vor gesundheitlichen Folgen des Smogs angeboten. Die Regulationsbehörde ist aber der Meinung, dass es sich hierbei um nicht versicherbare Bereiche handelt. Weiteres wird argumentiert, dass das Angebot, bedingt durch die geringe Zahl der versicherten Risiken, eher einer Wette statt einer Versicherung gleicht. Kritiker meinen auch, dass die zu erfüllenden Vorgaben für einen „Schadensfall“ als zu hoch gegriffen sind, und es deshalb auch sehr schwer zu einer Leistung kommen könnte. Sogar der Smogalarm im Februar in Beijing, der zweithöchste Smog Alarm in China, hat die Bedingungen nicht erfüllen können.

Obwohl die letzte es bereits in der MiFID Verhandlung nicht und in der IMD auszu einem direkten reichend InformationsErgebnis geführ t verpflichtungen gibt. hat, ist davon ausFachverbandsobmann zugehen, dass eine KommR Wolfgang K. schriftliche Einigung Göltl: Wir werden uns in den nächsten Taauch in den nächsten gen erfolgen wird. Tagen massiv gegen Wesentliche Punkte eine Überbürokratisieaus Sicht der Finanzrung einsetzen. Es ist dienstleister dürften im KR Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbandes wichtig, einen KomproEndtext berücksichtigt Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich miss zu finden, welcher werden. Einen aufwendigen „Online Fund nicht gegen unsere Interessen ist, jedoch auch Calculator“ der Europäischen Kommission das Gesicht des Europäischen Parlaments – bzw der Europäischen Aufsichten dürfte es welches viele Vorschläge vorgebracht hat – eher nicht geben. Unklar ist, ob es ein eigenes wahrt. Die nächsten Tage werden zu diesem Informationsdokument für die Vermittler Thema besonders heiß. Ich erwarte jedoch, geben wird. Dies hat der Fachverband ge- dass es bereits in der nächsten Woche ein meinsam mit BIPAR massiv abgelehnt, da grundsätzliches Ergebnis gibt.“.

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FMA

Kein Geheimnis

Einheitliche Abwicklungsmechanismen

Seit 1. Jänner 2015 gibt es im Großherzogtum Luxemburg kein Bankengeheimnis mehr. Das hat der neue luxemburgische Premierminister Xavier Bettel in einem Interview mit dem Handelsblatt bekannt gegeben. Alle Zinserträge auch aus Stiftungen und Fonds, werden dann dem Finanzamt gemeldet werden. Die Änderung im Bankenwesen ist aktuell nicht rechtskräftig, die Verhandlungen mit der EU Kommission laufen noch, außerdem werden die Entscheidungen der Schweiz, Liechtenstein und anderer Staaten abgewartet.

COFACE

Keine Zahlungsmoral Acht von zehn chinesische Unternehmen mussten 2013 Zahlungsverzögerungen hinnehmen. Das stellt Coface in einer aktuellen Studie zur Entwicklung des Kreditmanagements in China fest. Die Branchen Chemie, Maschinenbau, Haushaltselektronik und Elektrogeräte sind besonders betroffen. Da die Kreditversorgung auch 2014 schwierig bleiben wird, könnten Zahlungsschwierigkeiten von Unternehmen zu einer Belebung des chinesischen Schattenbankenmarktes führen. Nicht nur steigenden Arbeitskosten und die Aufwertung des Renminbi bereiten den Unternehmen Sorge. Viele Firmen werten das langsame Wachstum der Wirtschaft und die mögliche Kreditknappheit als besorgniserregend. 90% aller chinesischen Unternehmen nutzen bei inländischen Geschäften den Lieferantenkredit. Über 60% setzen ein oder mehrere Instrumente des Kreditmanagements ein. Inzwischen verwenden fast 24% der Unternehmen Kreditversicherungen.

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KURZNACHRICHTEN

LUXEMBURG

Der Vorstand der österreichischen Finanzmarktaufsichtbehörde FMA, Mag. Helmut Ettl und Mag. Klaus Kumpfmüller, begrüßt die Einigung zwischen dem Europäischen Rat, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Abwicklungsmechanismus für Banken, des „Single Resolution Mechnism“ (SRM). „Nach dem `Single Supervisory Mechanism‘ (SSM), der Europäisierung der Bankenaufsicht in enger Zusammenarbeit von EZB und nationalen Aufsichtsbehörden, der bereits mit November heurigen Jahres in Kraft tritt, kann nun mit dem SRM die zweite Säule der Europäischen Bankenunion zügig aufgebaut werden“, so Ettl und Kumpfmüller: „Die europäische Regulierung zur einheitlichen Sanierung oder gegebenenfalls Abwicklung von Banken wird sicherstellen, dass im Falle einer Schieflage zu allererst die Eigentümer und Kapitalgeber der Bank zur Kasse gebeten werden. Von den Banken laufend

zu dotierende Abwicklungsfonds für den Notfall werden zusätzlich gegebenenfalls benötigtes frisches Kapital zur Verfügung stellen.“ Über die dritte Säule der Bankenunion, eine europäische Einlagensicherung, wird noch verhandelt. „Die heutige Einigung ist ein Meilenstein: Sie verhindert, dass der Staat in Zukunft durch Banken unter Druck gesetzt werden kann und wird helfen, dem Steuerzahler viel Geld zu ersparen“, so Ettl und Kumpfmüller.

MUNICH RE

ZURICH VERSICHERUNG

v.l.n.r.: Mag. Helmut Ettl und Mag. Klaus Kumpfmüller, FMA Vorstand

Gewinnerwartung Kundenservice Einer der weltgrößten Rückversicherer erwartet heuer einen geringeren Gewinn als im letzten Jahr. Dennoch will die Munich Re in den Rückkauf eigener Aktien eine weitere Milliarde Euro stecken. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen, wie Niedrigzinsphase und Preiskampf, sei das Ziel von 3 Mrd. Gewinn für heuer sehr ambitioniert, so VorstandsvorsitzenderNikolaus von Bomhard. Aktienrückkäufe sind im Unternehmen bereits Tradition, seit 2006 wurden bereits 6,8 Mrd. Euro für den Rückkauf ausgegeben. Der Rückkauf soll den Wert der verbleibenden Papiere nach oben treiben.

Das Vorstandsteam mit Johannes Weniger, Landesdirektor von Zurich in Wien (Mitte): Kurt Möller, Christine Theodorovics, Silvia Emrich, Gerhard Matschnig (v.l.n.r.) Die Zurich Versicherung hat eine neue Geschäftsstelle mit Kfz-Zulassung in Wien eröffnet. Direkt mit Straßenbahn und UBahn kann man in modernsten Räumlichkeiten bestmögliche Servicierung erwarten. Bei der Eröffnung waren u.a. der Vorstand der Zurich und Landesdirektor Johannes Weniger, viele Gäste und Kunden des Unternehmens.

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KURZNACHRICHTEN

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HANNOVER RÜCK / CINVEN

GESETZE

Einkauf

Lohnkostensenkung

Die Hannover Rück und Cinven haben die Heidelberger Leben erworben und das Lebensversicherungsgeschäft der Skandia in Deutschland und in Österreich. Das neue Unternehmen wird in die Heidelberger Leben Gruppe umbenannt. Mit der Zusammenführung von Heidelberger Leben und Skandia Deutschland und Österreich entsteht ein Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von rund 10 Mrd. Euro (Stand: 2013) und rund 1 Mio. Versicherungsverträgen. Die aus Heidelberger Leben sowie Skandia Deutschland und Österreich entstehende Gruppe wird weiter erheblich in ihre IT-Systeme und die Effizienz der operativen Plattform investieren, um für die Versicherungsnehmer in Deutschland und Österreich die Verwaltungskosten zu senken und den Kundenservice weiter zu verbessern sowie bei relevanten Produkten auch Vorteile bei der Überschussbeteiligung zu bieten. Die

Akquisition von Skandia Deutschland und Österreich und die Zusammenführung mit Heidelberger Leben ist der erste Schritt beim Aufbau der von Cinven und Hannover Rück gegründeten Konsolidierungsplattform für den Erwerb weiterer Lebensversicherungsgesellschaften und - portfolios in Deutschland und Österreich. Es ist geplant, Skandia in Deutschland und Österreich nach dem Abschluss der Akquisition weiter als geschlossenen Bestand unter der Marke Skandia zu führen. Für die Versicherungsnehmer von Skandia ist die vollständige Kontinuität sichergestellt. Die Akquisition steht wie üblich unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA).

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

ZÜRICH VERSICHERUNGS AG

Die Wiener Städtische Versicherung bietet seit 1. April (kein Scherz) in der Vollkasko Versicherung die Möglichkeit, eine Kaufpreisersatzdeckung abzuschließen. Damit ist sichergestellt, dass man nach einem Totalschaden unkompliziert einen neuen fahrbaren Untersatz erhält. Die Ergänzung Vollkaskoversicherung PREMIUM schließt die Lücke zwischen dem Zeitwert des Fahrzeugs und dem ursprünglichen Kaufpreis. Die Kaufpreisersatzdeckung kann für Fahrzeuge bis zu einem Fahrzeugalter von vier Jahren abgeschlossen werden und gilt bis zu 60 Monate. Eine weitere Innovation gibt es bei der Erweiterung der Bedingungen für indirekten Blitzschlag bei Elektrofahrzeugen. Beim Anschluss des Akkus an einer externen Stromquelle ist der indirekte Blitzschlag nun versichert.

sundheitsmanagement erhalten. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes verliehen Bundesminister für Gesundheit, Alois Stöger, und WGKK-Obfrau Ingrid Reischl die Auszeichung. Mit der Auszeichnung wurden die Bemühungen, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen zu stärken, erneut von offizieller Seite bestätigt. Gerhard Matschnig, Vorstandsvorsitzender: „Wir wollen Innovationen vorantreiben und Maßstäbe setzen und geben uns nicht mit Mittelmaß zufrieden. Gerade in einem dynamischen Tätigkeitsfeld, das viel Engagement und Flexibilität erfordert, ist es wichtig, ein gesundes und vitales Arbeitsumfeld zu schaffen.“

Novum in der KFZ Gütesiegel Bereits zum zweiten Mal hat die Zurich Versicherung das Gütesiegel für ihr betriebliches Ge-

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Der Nationalrat hat in seiner heutigen Sitzung ein Gesetzespaket beschlossen, dass u.a. eine Senkung der Lohnnebenkosten beinhaltet. Sowohl der Unfallversicherungsbeitrag (ab Juli 2014) als auch der Arbeitgeber-Beitrag zum Insolvenz-Entgelt-Fonds (ab Jänner 2015) werden um jeweils 0,1 Prozentpunkte reduziert. Darüber hinaus stellen die Abgeordneten durch eine Übergangsregelung sicher, dass Personen, die derzeit eine befristete Invaliditätspension beziehen und nach deren Auslaufen Anspruch auf Rehabilitationsgeld haben, keine Einkommenseinbußen erleiden.

Für die Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt werden in den nächsten Jahren zusätzliche Fördermittel bereitgestellt. Demnach können bis zum Jahr 2016 350 Mio. € aus der Arbeitslosenversicherung in spezifische Förderprogramme und Eingliederungsbeihilfen umgeleitet werden. Gedacht ist etwa an Kombilohnmodelle, Eingliederungsbeihilfen und die verstärkte Unterstützung sozialökonomischer Betriebe. Zugute kommen sollen die Gelder Arbeitslosen über 50, die seit mehr als einem halben Jahr beim AMS vorgemerkt sind. Der Handwerkerbonus wurde ebenfalls beschlossen, ab 1. Juli 2014 tritt er in Kraft. Mit dem nunmehr beschlossenen Gesetz zur Förderung von Handwerkerleistungen werden Arbeitsleistungen für die Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von heimischem Wohnraum gefördert. Bis Ende 2014 stehen insgesamt 10 Mio. Euro und für das Jahr 2015 weitere 20 Mio. Euro zur Verfügung. Das Förderausmaß beträgt 20 Prozent der förderbaren Kosten (ohne Umsatzsteuer). Die maximale Förderhöhe liegt bei 3.000 Euro - somit können pro Förderungswerber, Wohneinheit und Jahr bis zu 600 Euro an Förderung ausbezahlt werden. Es wird also insgesamt zumindest 50.000 Förderfälle geben.

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VALIDA VORSORGE MANAGEMENT

Partner College

ÖKOPROFIT

Die Wiener Städtische Versicherung hat unter dem Titel „Partner College“ eine österreichweite, kostenlose Ausbildungsinitiative für MitarbeiterInnen von Vertriebspartnern ins Leben gerufen. In sieben abgestimmten Modulen werden die Mitarbeiter punkto Fach- und Produktwissen, rechtliche Grundlagen, Kundenverhalten und Administration kostenlos aus- und weitergebildet. In sieben Lehreinheiten werden die Tagesveranstaltungen in jeder Landesdirektion angeboten. Das Ausbildungsprogramm ist an den Lernzielen für die zertifizierte Versicherungsvermittlung orientiert. Die Lehreinheiten sind einzeln oder als komplettes Programm buchbar. Die Ausbildung erfolgt mit hohem Praxisbezug. Start der Initiative ist Mitte April.

Dem Valida Vorsorge Management wurde erneut die Zertifizierung als ÖKOPROFITUnternehmen verliehen. „Als führendes Unternehmen der Branche sehen wir uns als Vordenker. Unser Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit kommt aus der betrieblichen Vorsorge und zeigt sich in allen unseren Tätigkeiten. Daher sehen wir diese Auszeichnung als erneute Bestätigung unseres effizienten Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagements“, erklärt Mag. Andreas Zakostelsky, Vorstandsvorsitzender. Im abgelaufenen Jahr setzte Valida verstärkt Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Abfalllogistik: So konnte u.a. im Druckermanagement und durch die Energiesteuerung im Office-Gebäude Energie gespart werden. Durch kontinuierliche Optimierungsprozesse beim Abfallsystem konnte das Unternehmen zudem den Rest- und Sondermüll weiter reduzieren. Für 2014 steht der Ausbau von sanfter Mobilität im Unternehmensalltag im Mittelpunkt. So wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Firmenfahrten gefördert, es sind Spritspartrainings und Projekte zum Einsatz von Fahrrädern im innerstädtischen Bereich geplant. Auch der weitere Ausbau der Energieeffizienz in IT und im Office-Management ist vorgesehen.

VVO ÖSTERREICH

Fahrradfahren oder stehlen? Mehr als 70 Fahrräder werden durchschnittlich pro Tag in Österreich gestohlen. Leider ist die Sicherung des „Drahtesels“ oft sehr mäßig. Sogar jeder fünfte Fahrradbesitzer verzichtet FAHRRAD gänzlich auf eine Sicherung seiPASS nes Rades. Bei der Sicherung verwenden 90% der Radler meistens ein Fahrradschloss, 17% geben an, als Sicherungsmaßnahme einen sicher gelegenen Stellplatz zu wählen und 7% befestigen ihr Fahrrad bewusst an einem fix verankerten Gegenstand. Bei den verwendeten Schlössern greift die Mehrheit auf kostengünstige aber wenig sichere Nummern-, Spiral- oder Kabelschlösser zurück. KRIMINAL PRÄVENTION

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Ob und wie gut man sein Fahrrad sichert, hängt natürlich auch mit der Einschätzung des Diebstahlrisikos zusammen. Je höher die (subjektiv empfundene) Diebstahlgefahr, desto wahrscheinlicher ist die Nutzung von Sicherungsmaßnahmen. Insgesamt wird die Diebstahlgefahr von den meisten Radfahrern als gering eingestuft. Im Falle eines Diebstahls stellt sich häufig das Problem, dass viele Fahrradbesitzer ihr eigenes Rad nicht ausreichend beschreiben könne. Mag. Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes empfiehlt, neben den sicheren Verwahren des Fahrrades und verwenden von Qualitätsschlössern sich einen Fahrradpass anzulegen, wo die wichtigsten Daten des Drahtesels eingetragen werden.

DONAU UNIVERSITÄT KREMS

Kooperation Die Donau Universität Krems und die renommierte US –amerikanische Stanford University werden künftig im Forschungsbereich eng zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Dokument wurde zwischen den Projektverantwortlichen des Departments für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration der Donau-Universität Krems und des Program in Law, Science and Technology der Stanford Law School unterzeichnet. Geplant sind gemeinsame Forschungsprojekte im Themenbereich „Transatlantic Challenges for IT Law“, wo über einen längeren Zeitraum hinweg in einer Reihe von Forschungsaktivitäten verschiedene Aspekte des Themas bearbeitet werden sollen. Die erste Forschungsarbeit, die derzeit durchgeführt wird, beschäftigt sich mit „Regulating Information Security in the EU and the U.S. by Mandating Targeted Transparency“. Dieser Forschungsbereich ist gegenwärtig von großer praktischer Relevanz, weil die Europäische Kommission im Februar 2013 eine neue Cybersecurity Richtlinie vorgeschlagen hat, die für Betreiber kritischer Infrastrukturen weitreichende Security Breach Notification-Pflichten vorsieht. Dies verdeutlicht die besondere Bedeutung, die dem Thema Transparenz in Zusammenhang mit Cybersecurity Regelungen zukommt. Die wissenschaftliche Leitung der gemeinsamen Forschungsprojekte hat seitens der DonauUniversität Krems Univ.-Prof. Dr. Siegfried Fina, der bereits seit vielen Jahren auch an der Stanford Law School lehrt und forscht.

KURZNACHRICHTEN

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

VIG

Moldawien Die Vienna Insurance Group hat den Erwerb von rund 94% der Anteile an der Versicherungsgesellschaft Societatea de Asigurări-Reasigurări„Donaris Group” S.A. (Donaris) mit Sitz in der Republik Moldau (Moldawien) abgeschlossen. Donaris wurde im Jahr 1998 gegründet und hat ihren Sitz in der moldawischen Hauptstadt Chisinau. Der Nicht- Lebensversicherer erwirtschaftete im Jahr 2013 Prämien von ca. 5,4 Mio. Euro. Die Gesellschaft hält in Moldawien einen Marktanteil von 8,4%. Rund 80% des Geschäftes entfallen auf den KFZ Bereich.

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WĂœSTENROT GRUPPE

Mister double fit & proper risControl_04.indd 12

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INTERVIEW

Seit Beginn des Jahres hat Erwin Mollnhuber eine neue Funktion. Er ist Vorstandsmitglied der Wüstenrot Versicherung und zuständig für Marketing und Vertrieb, Personenversicherung, Immobilien und H & R sowie Vorstandsmitglied der Wüstenrot Bausparkasse mit dem Verantwortungsbereich Marketing und Vertrieb. Er ist weiters im Aufsichtsrat der 100% Tochtergesellschaft der Wüstenrot Versicherung in Kroatien. Seit Kurzem ist er nun „Mister double fit & proper“. Wir haben mit ihm über seine neue Funktion, seinen Wechsel und die erfolgreiche Konzessionsprüfung gesprochen.

risControl: Herr Mollnhuber, wie kam es nach so vielen Jahren zum Wechsel von der Generali Versicherung zur Wüstenrot Gruppe? Mollnhuber: Die Generali Versicherung ist ein ausgezeichnetes Unternehmen und wir haben uns in sehr gutem Einvernehmen getrennt. Es war aber schon immer mein berufliches Lebensziel, in das höchste Gremium eines Finanzdienstleistungsunternehmens zu kommen. Nachdem ich nun letztes Jahr angefragt wurde, das Vorstandsteam der Wüstenrot Gruppe zu verstärken und dabei die Verantwortung für Ressorts der Versicherung als auch für die Bausparkasse zu übernehmen, habe ich nach kurzer Überlegung zugesagt. 28 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche kommen mir dabei selbstverständlich sehr zu Gute, bei der Bausparkasse muss ich mir sicherlich noch etwas Erfahrung erarbeiten. risControl: Gibt es viele Unterschiede zwischen den Unternehmen? Mollnhuber: Der wesentlichste Unterschied zwischen der Generali Versicherung und der Wüstenrot Gruppe ist, dass Wüstenrot eine österreichische Aktiengesellschaft ist, aber keinen Aktienkurs im klassischen Sinn hat. Damit meine ich, dass man sich mit Abstimmung des Aufsichtsrates und den Vorstandskollegen in Österreich und jenen der Tochtergesellschaft mehr auf die Aktivitäten für die Gruppe konzentrieren kann, ohne ständig einem Einfluss von „Außen“ ausgeliefert zu sein. Das ist ein Vorteil im Sinne einer selbstständigeren Arbeit für das Unternehmen im Vergleich zu einem internationalen Konzern. risControl: Sie mussten sich aus regulatorischen Gründen, für den Bereich Versicherung und den Bankenbereich der

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„fit & proper“ Prüfung unterziehen und können nun zu Recht sagen, dass Sie das einzige Mitglied eines Vorstandes eines Finanzdienstleistungsunternehmen in Österreich sind, der in beiden Bereichen diese Prüfung abgelegt hat. Hat sich Ihr persönliches hohes Engagement um das nun vorhandene Wissen ausgezahlt? Mollnhuber: Es ist eine regulatorische Notwendigkeit und eine Konzessionsvoraussetzung, um in einem Versicherungs- bzw. Bankenvorstand tätig zu sein. Daher ist es keine Wahl, sondern eine Pflicht. Es war ein sehr aufwendiger Prozess, vor allem im Bankenbereich, der mir viele neue theoretische Erkenntnisse brachte. Der Versicherungsbereich ist mir dabei im Vergleich sicherlich leichter gefallen. Aber es ist wichtig, sich das theoretische Wissen anzueignen. Ich

bin kein Freund von überregulatorischen Gesetzmäßigkeiten. Ich gehe aber davon aus, dass diese auch in Österreich in den nächsten Jahren zunehmen. Daher ist es wichtig und notwendig, zu wissen, womit man es zu tun bekommt, um rechtzeitig die richtigen Schritte setzen zu können. risControl: Ist es schwierig gewesen ein seit 28 Jahren gelebtes Wissen im Versicherungsbereich mit regulatorischem Bürokratismus in Theorie umzuwandeln? Mollnhuber: Als Vorstand ist es meine Aufgabe, Theorie so in Praxis umzuwandeln, dass unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner Rahmenbedingungen vorfinden, die eine reibungsfreie Arbeit bzw. Zusammenarbeit ermöglichen. Die Anforderungen für die „fit & proper“ Prüfung waren fast wissen-

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schaftlich und sind mir am Anfang sehr schwer gefallen, aber es ist nun zu einem guten Rüstzeug geworden, dass für jeden Vorstand früher oder später notwendig sein wird. risControl: Welche Ziele sind nun am Horizont zu sehen? Mollnhuber: Keiner weiß, was morgen ist. Ich freue mich über die Aufgabe, die ich im Konzern der Wüstenrot Gruppe wahrnehmen darf. Ich gehe davon aus, dass ich diese

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Funktion sehr lange ausübe, aber das entscheidet letztlich der Aufsichtsrat und der liebe Gott. risControl: Wohin geht die Reise der Wüstenrot Gruppe? Mollnhuber: Wüstenrot hat grundsätzlich die Philosophie, natürlich und über den Markt zu wachsen. Wir wollen keine explosionsartige, sondern eine kontinuierliche Entwicklung. Bäume, die sehr rasch wachsen, tragen keine Früchte. Es muss sich untern Strich für alle rechnen: für das Unternehmen, die Mitarbeiter und Partner und natürlich auch für unsere Kunden. Das gilt nicht nur für Österreich, sondern auch für unsere Auslandstöchter. Letztlich ist nicht der Umsatz, sondern der Ertrag, das Entscheidende. risControl: Sind Änderungen bei der Vertriebsstrategie geplant? Mollnhuber: Wir haben in der Wüstenrot Gruppe 1,7 Millionen Kunden. Zwei Drittel dieser Kunden sind aber Einvertragskunden, und das möchten wir ändern. Wir haben eine Marke, die am österreichischen Markt sehr bekannt ist, jedoch hauptsächlich als Bausparkasse. Wüstenrot ist ein Synonym für Bausparen in Österreich. Nun ist es an uns, unsere Kunden auch für den Versicherungsbereich zu gewinnen. Es ist leichter, einen Kunden, der die Marke bereits kennt, zu

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neuen Produkten zu führen, als am grünen Tisch agieren zu müssen. Diesen Weg werden wir in den nächsten Monaten und Jahren beschreiten. Wir werden versuchen, unsere Markenbekanntheit so einzusetzen, dass wir, insbesondere bei unseren Maklerpartnern noch mehr in den Versicherungsfokus gelangen. Dabei werden unsere sehr guten Maklerbetreuer und –betreuerinnen und vor allem unser neuen Maklerchef, Herr Martin Stempfl, der sich bereits in nur wenigen Wochen sehr gut am österreichischen Maklermarkt etabliert hat, mithelfen. risControl: Wird sich an der Zusammenarbeit mit dem freien Vertrieb etwas verändern? Mollnhuber: Wir haben drei Vertriebswege: den angestellten Vertrieb, den Partnervertrieb als Schnittstelle im Bereich Bausparen und Finanzieren zu unseren Bankpartnern und den Vertriebsweg Makler und Agenten. Unser beständiger Motor im Versicherungsbereich ist der angestellte Vertrieb, unser Turbo der Maklervertrieb. Beides heißt es gut zu betreuen. Das werden wir auch weiterhin machen. risControl: Wir danken für das Gespräch.

Ich bin kein Freund von überregulatorischen Gesetzmäßigkeiten. Ich gehe aber davon aus, dass diese auch in Österreich in den nächsten Jahren zunehmen.

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TOGETHER INTERNET SERVICES / CCA EDV FÜR VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT

Wir haben mit Mag. Alexander Petzmann, Mitglied der Geschäftsführung von CCA und TOGETHER über die Themen Mobilität, Datensicherheit, Veranstaltungen im heurigen Jahr und vieles mehr gesprochen.

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risControl: Herr Mag. Petzmann, welche Schwerpunkte gibt es im heurigen Jahr? Petzmann: Einen klaren Schwerpunkt setzen wir im Bereich Mobilität mit dem neuen CCA Online für den Vertrieb. CCA ist seit vielen Jahren mit einer Serverlösung am Markt und wird nun webtauglich. Wir werden alle Funktionen die unsere Kunden schon von TOGETHER kennen, wie beispielsweise die Möglichkeit zur Zeichnung von Dokumenten mittels biometrischer Unterschrift von unterwegs, auch in der mobilen CCA-Plattform zur Verfügung stellen. In Zukunft wird man CCA orts- und zeitunabhängig auf jedem Endgerät nutzen können, dies inkludiert auch TabletPC’s. Jeder der primär im Vertriebsbereich tätig ist, kann von unterwegs dann auf alle seine Daten zugreifen und hat damit einen Vorteil gegenüber dem Mitbewerb. Es wird drei Möglichkeiten des Datenhostings geben: Entweder betreibt der Makler die Datenbank weiterhin bei sich im Unternehmen, oder er lagert das Hosting an einen Drittanbieter aus oder er lässt die Datenbank von uns hosten. An einer entsprechenden Lösung arbeiten wir gerade. Ein weiteres Highlight, das wir bei der ÖVM erstmals vorgestellt haben, ist OMDS für Alle. Damit kann man alle seine OMDS Daten, unabhängig von welchem Versicherungsunternehmen, auf TOGETHER hochladen und weiterverwenden. risControl: Da drängt sich gleich die Frage nach der Datensicherheit auf? Petzmann: Das Thema Datensicherheit umfasst mehrere Teilbereiche. Ein Aspekt ist die physische Lagerung der eigenen Daten. Wenn ich als Makler meine Daten bei mir selbst liegen habe, dann muss ich mich natürlich auch selbst um die Datensicherheit kümmern. Dazu gehören eine Firewall, die Anbindung an das Internet und die Sicherung der Daten. Dies wird in der Praxis leider sehr oft vernachlässigt oder nur halbherzig betrieben. Mit TOGETHER erfüllen wir höchste Sicherheitsstandards. Wir lagern die Daten in einem

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der größten Rechenzentren Österreichs, wo auch bspw. Bankdaten gelagert werden. Diese Sicherheit möchten wir künftig auch CCAKunden zur Verfügung stellen. Ein anderer Aspekt, der leider oft übersehen wird, ist die Verbindung vom eigenen Arbeitsplatz zu den Daten. Diese Kommunikation sollte ebenfalls gesichert sein, denn nicht nur das Telefon, sondern auch die Kommunikation zwischen Arbeitsplatz und Server kann abgehört werden. Daher ist die Verschlüsselung dieser Kommunikation sehr wichtig. Und eines möchte ich unseren Kunden aufgrund

bieten wir für Makler eine Möglichkeit, den eigenen Kunden Dokumente, Bestandsinformationen etc. zur Verfügung zu stellen. Wir werden zudem den Rückkanal im Kundenbereich sukzessive ausbauen.

unseres Know How noch ans Herz legen: es sollte mehr darauf geachtet werden, was mit Emails verschickt wird. Emails sind per se unsicher und wenn darüber personenbezogene Daten verschickt werden, sind diese für jedermann im Internet zugänglich. Auch in einer kennwortgeschützen ZIP-Datei sind die Daten nicht sicher, da die Verschlüsselung in der Regel leicht von Kriminellen gehackt werden kann. Wenn man per Email verschlüsselt kommunizieren möchte, benötigen Sender und Empfänger einen Schlüssel. In der Praxis wird das jedoch nicht gemacht. Die Kommunikation zwischen Makler und Kunden wird mittelfristig ebenso über Portallösungen sinnvoll abgebildet werden, wie derzeit die Kommunikation zwischen Maklern und Versicherungen. Mit dem CCA Kundenportal

heitsdaten ist die Sensibilisierung heutzutage viel höher und damit auch die Bereitschaft ein Portal zur sicheren Kommunikation zu verwenden. Auch im Gewerbebereich ist die sichere Kommunikation wichtig, wenn die Risikoaufnahme Pläne der Fertigungshalle und Ähnliches umfasst. Auch einen Plan der Alarmanlage, der als Nachweis erforderlich ist, würde ich nicht per Email schicken.

risControl: Das muss der Konsument aber auch wollen? Petzmann: Ja, wobei es darauf ankommt, ob es sich um sensible Kundendaten oder bspw. weniger sensible KFZ Daten handelt. Bei biometrischen Risiken und Gesund-

risControl: Sind Ihre Kunden für diesen Sicherheitsbereich sensibilisiert oder ist das noch ein weiter Weg? Petzmann: Mit TOGETHER gehen wir diesen Weg seit 2001 und haben es geschafft unsere Kunden von den Vorteilen eines Zertifikates zu überzeugen. Nur so kann eine

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gesicherte Kommunikation zwischen dem Arbeitsplatz und der Plattform durchgeführt werden. Und so unbequem oder kompliziert, wie manche glauben, ist das gar nicht, da mit dem Zertifikat nicht jedes Mal ein Username und ein Kennwort eingegeben werden müssen. Durch das installierte Zertifikat habe ich auf meinem Rechner automatisch eine sichere Verbindung. Aber Achtung: Wie bei jeder Kreditkarte auch, muss der Verlust des Rechners mit dem installierten Zertifikat unverzüglich an uns gemeldet werden, damit wir das Zertifikat sofort stilllegen und ein neues ausstellen können. Als Alternative bieten wir die Handysignatur des Österreichischen Bundeskanzleramtes an. Damit kann man bei gleichbleibender Sicherheit von jedem Endgerät aus arbeiten. Komfortabler ist jedoch weiterhin das Zertifikat, da dieses nach erstmaliger Installation automatisch eine gesicherte Verbindung aufbaut. risControl: Sie haben den 10.000 User begrüssen dürfen, wie ist die Entwicklung? Petzmann: Die Entwicklung ist erstaunlich, wir selbst sind davon ausgegangen, dass die Entwicklung abflachen wird. Fachgruppenobmann Riedlsperger hat vor 2 Jahren

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gesagt, dass er die Zahl der Mitarbeiter in der Maklerbranche auf 12.000 bis 14.000 Mitarbeiter schätzt. Da wir nun 10.000 User haben, müsste demnach die Zahl neuer User nun eigentlich abflachen. Fakt ist aber, dass es Veränderungen gibt und nun nicht nur Versicherungsmakler mit TOGETHER arbeiten, sondern auch Mehrfachagenten und in diesem Bereich ist durchaus noch Wachstumspotenzial vorhanden. risControl: Rechnen Sie heuer mit einer Zunahme? Petzmann: Wir haben im Durchschnitt 80 bis 120 Neuanmeldungen pro Monat. Natürlich kommt es zu Veränderungen in den Unternehmen, oft tauchen aber abgemeldete TOGETHER User bei einem anderen Unternehmen als Anmeldung wieder auf. Aber nicht nur die Zahl der User ist im Steigen, sondern auch der Nutzungsgrad. 2013 wurden mehr als 237.000 Geschäftsfälle elektronisch über TOGETHER abgewickelt, was einem durchschnittlichen Wachstum im guten einstelligen Prozentbereich entspricht. Im ersten Quartal 2014 liegen wir bereits deutlich über diesem Wert. Wenn dieser Trend anhält, werden wir 2014 knapp zweistellig wachsen.

risControl: Welche Veranstaltungen wird es heuer geben? Petzmann: Wir haben uns bereits am Fondskongress und beim ÖVM-Forum präsentiert. Linz ist immer ein wichtiger Markttreff für uns. Wir werden darüber hinaus natürlich am AssCompact Trendtag vertreten sein und einen Vortrag mit dem Schwerpunkt CCA Online halten. Im Herbst machen wir eine Tour durch ganz Österreich, wo wir unseren Kunden in allen Bundesländern zur Verfügung stehen, Neuigkeiten präsentieren, sowie Kontakte pflegen und suchen. Im Sommer gibt es wieder unsere begehrte CCA-Sommertour. Wer Interesse hat, sollte sich schnell anmelden, da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Und zu guter Letzt veranstalten wir Mitte November unsere große Jahresabschlussfeier, die sich über die Jahre selbst zu einem interessanten Branchentreff mit hochkarätigen Teilnehmern entwickelt hat. Wir freuen uns auch dieses Jahr darauf unsere Kunden und Partner mit innovativen Neuerungen zu begeistern und ihnen damit den Arbeitsalltag zu erleichtern. risControl: Danke für das Gespräch

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INVESTITIONEN

„ fliegen Teppi I

nvestitionen in Orientteppiche, der Hauptgrund für den Erwerb eines dieser seltenen handgeknüpften Teppiche ist oft nur die Freude an einem erlesenen wertvollen Stück. Aber es kann sich auch als eine lohnende Investition handeln. Denn seltene Teppiche sind oft aussgewöhnlich viel Geld wert. Bei der letzten großen Auktion wurde z. B. ein klassischer antiker türkischer Teppich aus dem siebzehnten Jahrhundert um 183.000,-- versteigert. Teppiche mit einzigartigen Motiven und Farbgebungen neigen dazu, im Wert zu steigen, und dies gilt sowohl für exklusive Seide auf Seide Teppiche sowie rustikale nomadische Stücke. Im Jahr 2013 wurde bei Sotheby ein Kerman Teppich

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aus dem frühen 17.Jahrhundert um die Rekord Summe von 33,8 Mio. Dollar versteigert. Bei uns in Österreich hat der international anerkannte Experte Udo Langauer die Austria Auction Company letztes Jahr gegründet. ER möchte Österreich zum zentralen Dreh- und Angelpunkt Europas für Auktionen erlesener antiker Orientteppiche machen.

Orientteppiche und fast alle Produktionen des 20. Jhdt. sind Gebrauchsgegenstände und als Wertanlage ungeeignet. Antike Orientteppiche sollten möglichst geschont werden und nicht in viel frequentierten Lagen am Boden benutzt werden. Der Erhaltungszustand spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei der Wertbestimmung und Werterhaltung.

risControl: Müssen die“ Investitionsteppiche“ gesondert gelagert werden oder darf man sie weiter benutzen? Wie kann man sich das vorstellen?

risControl: Warum ist der Wert von Orientteppichen in den letzten Jahren wieder gestiegen?

Udo Langauer: Als Investition kann nur ein antiker Teppich betrachtet werden. Neue

Langauer: Der Wert von hochwertigen antiken Orientteppichen ist in den letzten Jahren

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„Der ende pich“ deutlich gestiegen. Einerseits wird das Angebot durch den natürlichen Verschleiß immer geringer und andererseits sind hochwertige antike Knüpfwerke aus dem Schattendasein zum anerkannten Kunstobjekt aufgestiegen. Rekordergebnisse von mehreren Millionen

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Euro sind seit drei Jahren keine Seltenheit mehr. Auch das Interesse der „neuen Märkte“ wie China, Indien und diverse ehemalige Sowjetrepubliken sowie ein gesteigertes Interesse einiger Länder im Nahen Osten (Katar, Dubai etc.) hat zu einem deutlichen Preisanstieg geführt. Hier ist immer noch ein gewaltiges Potenzial vorhanden. risControl: In welchen Staaten sind die wertvollsten Stücke zu finden und aus welchen Ländern stammen sie? Langauer: Generell befinden sich hochwertige antike Orientteppiche fast nur im Westen. In den Ursprungsländern selbst ist faktisch nichts mehr zu finden. Das liegt vor allem daran, dass gerade vor 1900 Orientteppiche in Europa und USA sehr beliebt waren und als Statussymbole einen hohen Stellenwert hatten. In den Ursprungsländern selbst wurden alte Teppiche als wertlos betrachtet, neue Teppiche wurden immer bevorzugt. Heute dreht sich dieser Trend wieder und viele der klassischen Ursprungsländer wie Türkei, Persien, Armenien, Azerbeidjan, Turkmenistan, Indien und China kaufen ganz gezielt ihre eigene Kunst wieder zurück. Meistens sind jedoch die Preise für antike Orientteppiche in den oben genannten Ländern heute wesentlich höher als am westlichen Markt. risControl: Worauf müssen Investoren beim Kauf von erlesenen, antiken Orientteppichen achten?

Langauer: Nicht ganz unbegründet haben Auktionshäuser in der jüngsten Vergangenheit eine immer wichtigere Rolle am internationalen Kunstmarkt übernommen. Internationale Marktwerte werden mittlerweile fast ausnahmslos bei Auktionen generiert und bestimmt. Auch die Transparenz für Verkäufer und Käufer ist bei öffentlichen Versteigerungen deutlich höher. Das Auktionshaus tritt hier als Kommissionär auf und berechnet sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer eine Provision vom zugeschlagenen Hammerpreis. Die vom Händler übliche Verdienstspanne von nicht selten 100 Prozent wird hier auf ein vernünftiges Maß reduziert. Generell wird bei Auktionen fast immer der richtige Marktpreis erzielt. Angebot und Nachfrage sind hier nachhaltig preisbestimmend. Wichtig für den Käufer ist ein Produkt zu einem marktüblichen Preis zu erstehen und gerade deswegen ist die Preistransparenz bei Auktionen ein klarer Vorteil. Verhandlungsgeschick tritt in den Hintergrund und „windige“ Preisakrobatik ist unmöglich. risControl: Mit welchen Gefahren sehen sich Investoren konfrontiert? Langauer: Die größten Gefahren beim Kunstkauf sind generell folgende: Ein stark überhöhter Kaufpreis und der Ankauf einer Fälschung. Ohne profundes Fachwissen sind beide Gefahren existent. Jedoch werden beide Risiken beim Kauf von einem Auktionshaus

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stark reduziert. Bei Auktionen kreiert der Markt den Preis – Angebot und Nachfrage eben - und jedes Auktionshaus garantiert für die Echtheit der angebotenen Exemplare. Außerdem gibt es Auktionshäuser wie meines, das sich auf antike Orientteppiche spezialisiert hat und schon aus Imagegründen jedes Objekt genau studiert und nur 100 Prozent echte Raritäten anbietet.

relativ wenig Geld absolute Spitzenstücke erwerben. Der teilweise stark unterbewerte Markt der letzten 20 Jahre birgt ein ungewöhnlich hohes Entwicklungspotenzial für die Zukunft.

risControl: Warum ist es heutzutage teils sicherer in Orientteppiche zu investieren, als in Aktien und Wertpapiere?

Langauer: Wie schon oben erwähnt, gibt es immer weniger gut erhaltene frühe Stücke und die Käuferschicht wird jährlich größer. Mittel- und langfristig scheinen jährliche Wertsteigerungen von 10 bis 20 Prozent ziemlich wahrscheinlich. Der antike Orientteppich ist aus seinem „Dornröschenschlaf “ erwacht.

Langauer: Investitionen in hochwertige antike Orientteppiche bieten einige Vorteile gegenüber Aktien und Wertpapieren. Zum einen kann man sich an den Gegenständen jeden Tag erfreuen, sie angreifen und bewundern. Zum anderen kann man für

risControl: Wie viel Wertgewinn kann durch die Investition in Orientteppiche im Durchschnitt erzielt werden?

risControl: Wir danken für das Gespräch.

VERSICHERUNG FÜR DEN INVESTITIONSTEPPICH Mag. Cornelia Ellersdorfer, Kunstversicherungsexpertin Allianz Versicherung risControl: Können wertvolle Orientteppiche entsprechend versichert werden? Ellersdorfer: Um die Werte von historischen Orientteppichen zu erhalten, vor allem von einmaligen Sammlungsstücken, sollten diese im Rahmen einer Kunstversicherung abgesichert werden. Ein wesentlicher Vorteil der Art Privat Kunstversicherung bei der Allianz ist die Allgefahrendeckung, bei der das eigene und fremde Missgeschick mitversichert ist. Es kann durchaus passieren, dass eine kleine Ungeschicklichkeit zu einem Kaffeefleck auf einem Teppich führt. Das ist alles kein Malheur, wenn man richtig versichert ist, denn da wird eine fachgerechte Reinigung bezahlt und gegebenenfalls auch eine verbleibende Wertminderung. Einzigartig bei der Art Privat Kunstversicherung der Allianz ist auch, dass die Versicherungswerte vor Abschluss des Versicherungsvertrages mit dem Sammler mittels Ankaufsrechnung und Expertise fixiert werden. Das heißt, dass dieser gemeinsam vereinbarte Versicherungswert, inklusive einer nachweisbaren Wertsteigerung, im versicherten Totalschadenfall verbindlich

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und sofortiger finanzieller Ersatz möglich ist. Wirklich teure Anlageteppiche werden vom Sammler jedoch gehütet wie ein Schatz somit ist die Werterhaltung auch durch eine entsprechende Lagerung und Sorgfalt bei der Präsentation gegeben. risControl: Kunstversicherung ab welcher Höhe? Ellersdorfer: Die Kunstversicherung Art Privat bieten wir ab einer Versicherungssumme von rund 100.000 Euro an. Im Mittelpunkt dieser Spezialversicherung stehen Kunstgegenstände wie Gemälde, Skulpturen, Möbel, Antiquitäten, Teppiche, Silber, Münzen sowie jede Art von Sammlungsobjekten wie antike Teppiche und Briefmarken. risControl: Welche Assistance Leistungen werden noch geboten? Ellersdorfer: Die Art Privat Service und Beratung. Dem Allianz Art Privat Kunden wird persönliches Service und Betreuung geboten. In einem Abstand von drei Jahren werden die Werte vereinbarungsgemäß von den

Kunstsachverständigen überprüft. Sollte es in der Zwischenzeit Wertsteigerungen geben, wird unmittelbar reagiert und der Kunde darüber in Kenntnis gesetzt. Die Handhabung der Verträge ist so flexibel, dass auch auf Wunsch des Versicherungsnehmers eine Überprüfung angeregt werden kann. risControl: Muss man besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen? Ellersdorfer: Ob eine Einbruchmeldeanlage notwendig ist, hängt von den jeweiligen Versicherungssummen und der Zusammensetzung der Kunstsammlung ab. Gemälde und Silberobjekte sind begehrtes Diebesgut wobei antike Möbel und Teppiche eher bei einem Brandschaden gefährdet sind. Die Kunstsachverständigen beraten auch hier hinsichtlich Sicherheitsvorkehrungen und den zu setzenden Maßnahmen. Zusätzlich gibt es auch Tipps zur Aufbewahrung, Konservierung und Restaurierung. Es wird ebenfalls Hilfestellung bei Transporten von Kunstwerken und der Suche des geeigneten Restaurators geboten.

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Die älteste Versicherung des Landes, die Merkur Versicherung, hat, wie bekannt, im Jänner 2014 den Vorstand neu bestellt. Andreas Stettner ist seit 2011 im Vorstand und verantwortlich für Vertrieb, Schaden-Unfall-Versicherung und Immobilien. Er kann selbst in diesen schwierigen Zeiten auf beachtliche Erfolge hinweisen. In der Kernsparte Krankenversicherung ist die Merkur die Nummer drei im Markt und man ist – soweit die Zahlen vorliegen – um sechs Prozent über den Markt gewachsen. Hier das von uns geführte Interview. risControl: Herr Stettner, Ihr Haus weist für das Geschäftsjahr 2013 ein weiteres Marktwachstum aus. Das sollte Ihnen als Vertriebsvorstand doch Freude bereiten. Sind Sie mit der Marktentwicklung Ihres Hauses zufrieden?

risControl: Und 2014 werden Sie mit einer gleichen Strategie fortsetzen?

Stettner: Natürlich freut es einem, wenn das Geschäft gerade in etwas volatilen Zeiten weiter wächst. In unserer Kernsparten, bei Gesundheitsvorsorge und Krankenversicherung, liegen wir das achte Jahr in Folge

Stettner: Ja und nein. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Jahresarbeit wird sein, verstärkt daraufhin zu wirken Innovationsführer in unserer Kernkompetenz zu sein und diese Position zu halten. Unsere heraus-

ckeln, ganz im Sinne unseres Slogans: Wir versichern das Wunder Mensch, was man im Brennpunkt der Prävention auch so definieren kann: Wir schützen das Wunder Mensch. Immer mehr drängt sich dabei das Thema Pflege in den Vordergrund. Politisch noch etwas umstritten, ist es unverzichtbarer Bestandteil von Vorsorge und Prävention. Man wird dem Thema erhöhte Aufmerksamkeit widmen müssen, ob politisch oder gesellschaftlich. Wir haben Produkte, die für den Bereich eine Absicherung bieten, aber es ist

deutlich über dem Markt. Das erfreut und motiviert. Mein Team und darüber hinaus die gesamte Vertriebsmannschaft haben sehr intensiv daran gearbeitet, dieses Ziel zu erreichen. Erfreulich empfinde ich, dass wir uns auch in der Lebensversicherung konstant entwickeln. Wobei alle in der Branche wissen, dass der Lebensversicherung derzeit ein etwas rauerer Wind entgegenbläst, wenn dieser Vergleich gestattet ist. Auch im Bereich der Veranlagungen liegen wir gut im Plan, sodass wir im Ergebnis 2013 entsprechende Erfolge vorweisen werden können. In aller Bescheidenheit: Bei allen

ragende Erfahrung und unsere Kompetenz sollen verstärkt ins Bewusstsein der Kunden gelangen. Deshalb wollen wir die Strategie erweitern und uns für 2014 auf die Fahnen schreiben: Wir stehen für Prävention. Wir haben bereits letztes Jahr die Hightech Früherkennung in die Gesundheitsvorsorgeprogramme ego4you eingeschlossen. Und investieren damit in Prävention, denn wir wollen, dass die Menschen länger gesund bleiben. Nicht erst in Leistung gehen, wenn es bereits zu einer Erkrankung gekommen ist. Das liegt doch in beiderseitigem Interesse. Diesen Denkansatz wollen wir weiterentwi-

noch sehr schwierig Kunden für dieses Thema zu sensibilisieren. Das Thema wird beeinflusst durch die Diskussion um den Pflegeregress und die unterschiedlichen Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern. Im Bereich unserer Vertriebspartner werden wir uns noch mehr um persönliches Service heuer bemühen. Natürlich ist das Produkt wichtig, kein Zweifel. Aber ebenso zählen Kompetenz und schneller Kundendienst. Ein weiterer Trend, den wir auch heuer erkennen, ist die betriebliche Vorsorge. Für uns ein Schwerpunktthema, denn immer mehr Betriebe bemühen sich ihre Mitarbeiter

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vorweisbaren Erfolgen, das vergangene Jahr ging unspektakulär ohne großen Höhen und Tiefen zu Ende.

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entsprechend zu versorgen. Und genau dafür haben wir geeignete Produkte. Hier wollen wir wachsen. risControl: Wie sind Ihre Tarife im Bereich Pflege gestaltet? Stettner: Wir halten uns an die gesetzlichen Pflegestufen und kalkulieren unseren Tarif danach. Was wir sehen ist, dass es immer mehr in den Bereich häusliche Pflege geht. In vielen Fällen wird es um die Lebensqualität gehen, die durch die Pflegevorsorge abgedeckt werden soll. Das ist genau jener Problemkreis, um den sich der Staat nicht kümmert, sich nicht kümmern kann. Andererseits schaffen es Angehörige nicht, aus verschiedensten Gründen, mitzuwirken. Das ist das Feld, wo private Vorsorge zum Tragen kommt, die Hilfestellung bei der Erreichung der gewohnten Lebensqualität. risControl: Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter für diese Themen? Stettner: Ähnlich, wie man zum Thema Unfall sensibilisiert. Es liegt in unserer Verantwortung die Themen Vorsorge, Pension und Pflege korrekt und verständlich anzusprechen. Mir ist es wichtig, dass der Kunde umfassend informiert wird. Erfolg bringt, wenn man, gemeinsam mit den Kunden, klärt, ob man sich die gewünschten Versicherungsbedürf-

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nisse leisten kann und wenn die Risiken und der Bedarf ausreichend aufgezeigt werden. Mit fairer Beratung baut man eine – oft langjährige – Beziehung auf. Kompetenz und Ehrlichkeit, das überzeugt den Kunden. In diesem Sinne ist Erfolg nicht ein schneller Abschluss, sondern ein zufriedener und gut abgesicherter Kunde. risControl: Was würden Sie sich im Bereich Pflege von der Politik wünschen? Stettner: Ich meine, es wäre besser, wenn es eine bundesweite Regelung gäbe. risControl: Kommt die Transparenz des Pensionskontos der Versicherungswirtschaft zu Gute? Stettner: Ich denke, dass es vor allem den Betroffenen zu Gute kommt. Weil es einfach sensibilisiert und Fragen aufwirft. Wir merken bereits jetzt, wo das Pensionskonto noch nicht aktiv ist, dass vermehrt Kunden Fragen stellen und sich mit der Thematik auseinandersetzen. risControl: Wie sind die Vertriebswege der Merkur Versicherung gewichtet? Stettner: In den letzten Jahren verteilte sich das Geschäft zu 45 % aus dem Partnervertrieb und zu 55% aus dem hauseigenen Vertrieb.

In den letzten Jahren gibt es die Tendenz hin zu steigenden Umsätzen aus dem freien Vertrieb. risControl: Ist Storno noch ein Thema bei der Lebensversicherung? Stettner: Die Lage bessert sich wieder. Das Geschäft hat sich stabilisiert und die Stornorückkäufe sind seit dem letzten Jahr wieder rückläufig. Anders herum: Besonders Vertragsverlängerungen nehmen wieder deutlich zu. Wir führen das auf die doch attraktive Verzinsung im Vergleich zum Markt zurück. risControl: Welche Veranstaltungen planen Sie heuer für Ihren Partnervertrieb? Stettner: Unser bestens bekannter Merkur Circle ist im vergangenen Herbst zu Ende gegangen und wir sind bereits in Planung für die nächsten Veranstaltungen, die auch heuer wieder interessante Themen aufzeigen werden. Darüber hinaus wird es wie gewohnt laufend regionale Einladungen für unsere Vertriebspartner zur Vorträgen und Informationstreffen geben, um neue Angebote vorzustellen und aktuelle Entwicklungen anzusprechen. risControl: Herr Stettner, wir danken für das Gespräch.

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Oh Gott, mir steht das Wasser echt bis zum Hals. Alexander G., Innsbruck

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Um zu verstehen, muss man zuhören. Wir kümmern uns um all das, worum Sie sich nicht kümmern wollen. Wasserschaden, Einbruch, Brand und Co. gehören zu den unangenehmsten Dingen, die Sie in Ihrem Zuhause erleben können. Deswegen behebt die Generali Haushalt-/Eigenheimversicherung mit integrierter Haftpflichtversicherung nicht nur die entstandenen Schäden. Wir bieten Ihnen auch bei allen weiteren Unannehmlichkeiten bestmögliche Unterstützung.

Unter den Flügeln des Löwen.

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KOMMENTAR

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Von Michael Kordovsky

Handfeste Investments statt spekulative Blasen Sicherheit zählt – Defensive Value Aktien sind „in“ Der NASDAQ Biotech-Index hat seit Mitte März ca. 17 Prozent an Wert verloren und einstige High Momentum Growth Stocks und Shooting-Stars des Technologiesektors werden massiv abverkauft, während das Geld verstärkt in jene soliden defensiven Aktien fließt, die in den vergangenen Jahren vom Markt eher stiefmütterlich behandelt wurden. Dass Sicherheit und Performance sich einander nicht ausschließen, kann anhand historischer Daten belegt werden und derzeit könnten sich solide Dividendentitel besonders lohnen.

„W Quelle: Yahoo!Finance, Daten per 15.4.

er Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Dieses Zitat des deutschen Altbundeskanzlers, Helmut Schmidt, ist derzeit am Aktienmarkt aktueller denn je. Zukunftsvisionen gigantischer Entwicklungen im 3 D-Druckerbereich, dem Cloud-Computing und der neuen Mobilität durch Elektroautos trieb

Computing, 3D-Drucker, Umwelttechnologie (Elektroauto, Brennstoffzellen, Photovoltaik...) und Biotech an der Reihe. Die erste Ernüchterung hat hier bereits eingesetzt und dass dies erst der Anfang sein könnte, dazu sagen folgende Kursentwicklungen im Vergleich zu den für 2015 geschätzten KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnis) mehr als 1000 Worte (siehe Tabelle):

Entwicklung seit 18.3.

KGV 2015 (erw.)

Biotech, Lebererkrankungen

-42,80%

neg.

3D Systems

3D Drucker

-24,90%

39,1

Netflix

Cloud Computing

-22,40%

43,9

Tesla Motors

Elektroautos

-19,20%

52,0

Amazon.com

Online-Handel, Cloud Computing

-16,60%

74,2

Facebook

Social Media

-14,60%

35,2

Regeneron Pharmaceuticals

Biotech

-13,50%

42,1

Hype-Thema

Intercept Pharmaceuticals

KGVs bis 25, max. 30 können bei besonderen Wachstumswerten gerade noch toleriert werden, darüber beginnt die Überhitzung einschlägige Aktien in exorbitante Höhen. Derartige Zukunftsphantasien schufen in den späten 90er-Jahren die Blase am Neuen Markt, die mit mehr als 95 Prozent Wertverlust endete. Damals stürzte man sich auf E-Commerce-Aktien, Filmhändler und Optoelektronik-Titel. Heute sind Cloud-

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Verunsicherung begünstigt defensive Werte Gegenwärtig herrscht unter den Anlegern große Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die Wachstumsdynamik in China lässt stark nach, Japan

droht infolge der Umsatzsteuererhöhung vorübergehend eine Rezession und in den USA lässt die Gewinnwachstumsdynamik der Unternehmen nach. Die Folge: Anleger hinterfragen zunehmend die Bewertung der einzelnen Aktien. Das einstige Momentumsplay mit Super-Highflighern fand ein schnelles Ende. Nun ist fundamentale Solidität gefragt. Bestehen Zweifel an einer wachstumsstarken Zukunft, setzen Anleger auf das, was immer läuft und die Gedankengänge der Anlageentscheidungen erscheinen dazu äußerst profan aber gut nachvollziehbar: Essen und Trinken muss man. Auch Hygieneartikel werden unabhängig von den Schwankungen des persönlichen Einkommens konsumiert und die Stromrechnung ist die letzte Zahlung, die im Krisenfall eingestellt wird. Also konzentriert man sich auf Stromversorger und Basiskonsumgüter-Hersteller wie zum Beispiel Procter&Gamble oder Kimberly Clark. Hinzukommt ein verstärktes Interesse an Nahrungsmittel- und Getränkeaktien. Dabei wird Kellogg wegen einzelner Analogien zum Ketchup-Hersteller Heinz als nächster Übernahmekandidat von Warren Buffett gehandelt. Der Kurs stieg seit Beginn der Börsenkorrektur und Style-Shift (18.3.2014) um 5,4% (Stichtag: 15.4.) und noch immer ist der Wert mit einem für 2015 geschätzten KGV von 14,9 im Peer Group-Vergleich günstig. Darüber hinaus folgte bei Coca

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KOMMENTAR

27 Low-Vola-Dividendenaristokraten des S&P 500 auf dem Prüfstand (gereiht nach Performance im laufenden Jahr)

Performance per 11.4.  ISIN

YTD*

seit 18.3.14

20 Jahre in % pro Jahr

Branche/Bereich

defensiv oder hohe Dividende

Johnson & Johnson

US4781601046

6,52%

3,12%

14,7%

Pharma, Medizintechnik

bedingt

Kimberly-Clark

US4943681035

5,86%

-0,95%

10,5%

Haushaltswaren

ja

Medtronic

US5850551061

3,62%

-0,64%

14,9%

Medizintechnik

bedingt

McDonald‘s

US5801351017

3,20%

2,03%

12,2%

Fast Food-Kette

ja

Quellen: McGraw Hill Financial, Yahoo!Finance

Wichtige Merkmale

AT&T

US00206R1023

2,77%

8,14%

7,3%

Telekommunikation

ja, 5,2 % Dividendenrendite

Bard C.R.

US0673831097

2,65%

-5,93%

14,5%

Medizintechnik

bedingt

McCormick & Company

US5797802064

2,10%

3,23%

12,5%

Gewürze, Aromastoffe

ja

Consolidated Edison

US2091151041

1,76%

2,19%

9,1%

Versorger

ja, 4,4 % Dividendenrendite

Becton Dickinson & Company US075887109

1,10%

-4,82%

15,0%

Laborausstattung, Medizintechnik

bedingt

PepsiCo

US7134481081

0,96%

1,46%

10,5%

Getränke

ja

Colgate-Palmolive

US1941621039

0,68%

1,51%

14,0%

Haushaltswaren

ja

Procter & Gamble

US7427181091

-0,05%

1,24%

11,8%

Haushaltswaren

ja

Sigma-Aldrich

US8265521018

-1,79%

-3,19%

11,7%

Spezialchemie

nein

Wal-Mart Stores

US9311421039

-2,16%

2,31%

10,7%

Discounter

ja

Bemis

US0814371052

-2,70%

1,98%

9,5%

Hochwertige Verpackungen

nein, zu zyklisch

Illinois Tool Works

US4523081093

-2,83%

-0,01%

12,8%

Industriegüter

nein, zu zyklisch

Exxon Mobil

US30231G1022

-3,63%

2,12%

12,5%

Öl&Gas integriert

teilweise (abhängig vom Ölpreis)

Clorox

US1890541097

-4,11%

0,00%

13,2%

Haushaltswaren

ja

3M

US88579Y1010

-4,98%

-0,26%

11,5%

Mischkonzern mit tausenden Produkten

ja

Cintas

US1729081059

-5,22%

-6,23%

9,9%

Business Services

nein

Chevron

US1667641005

-5,48%

0,68%

12,5%

Öl&Gas integriert

teilweise (abhängig vom Ölpreis)

Coca-Cola

US1912161007

-5,76%

0,60%

9,2%

Getränke

ja

Lowe‘s

US5404241086

-6,18%

-7,06%

13,5%

Baumärkte

teilweise

Target

US87612E1064

-6,20%

-1,37%

13,2%

Discounter

teilweise

The Chubb Corp

US1712321017

-7,69%

1,99%

10,5%

Versicherung

teilweise

Automatic Data Processing

US0530151036

-8,18%

-6,66%

11,5%

Business Software

nein

Cincinnati Financial Corp

US1720621010

-9,19%

-0,65%

9,5%

Versicherung

teilweise, 3,7 % Dividendenrendite

Durchschnitt

-1,66%

-0,19%

11,8%

Durchschnitt defensiver Werte

0,02%

1,79%

11,00%

-1,19%

-2,90%

9,3%

2,71%

2,5%

4,69%

1,70%

S&P 500 Total Return

Outperformance -0,47% (ganze Gruppe) Outperformance   1,21% defensive Werte YTD*: Year-to-Date: Peformance im laufenden Jahr, sämtliche Performancezahlen inkl. Dividenden

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Hinweis: Der Autor hält Aktien von McDonald´s, Procter&Gamble und Kimberly-Clark

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Cola aufgrund guter Quartalszahlen am 15.4 ein stärkerer Anstieg, während McDonalds im langfristigen Chart eventuell zu einer längeren Aufwärtsbewegung ansetzt. Doch ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer. Um eine Style-Shift zu erkennen sollte ein Blick auf das Momentum bzw. die Wertentwicklung einzelner relevanter Indizes geworfen werden.

Style-Shift in Performance-Zahlen

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500-Index mit der niedrigsten Volatilität. 27 Dividendenaristokraten sind auch in diesem Index enthalten. Mit diesen Aktien verfügt man derzeit über den Doppelvorteil historisch hervorragender Outperformance bei hoher relativer Stärke: Die 27 Low-Vola-Dividendenaristokraten in Zahlen: • Gesamtertrag inkl. Dividenden in den vergangenen 20 Jahren von 11,8% p.a., wodurch der S&P 500 Total Return-Index (berücksichtigt Dividenden) um 2,5 Prozentpunkte p.a. geschlagen wurde. • Seit dem 18.3. haben diese Werte im Schnitt nur 0,19% verloren, während der S&P 500 Total Return-Index 2,9% einbüßte, was eine Outperformance um 2,71 Prozentpunkte bedeutet. • Seit 18.3. entwickelten sich 78% (21 von 27 Werten) der Aktien dieser Gruppe besser als der S&P 500 Total Return-Index • In den vergangenen 20 Jahren konnten 89% (24 von 27 Werten) besser abschneiden als der S&P 500 Total Return-Index.

im Krisenfall). Zwar werden Pharma- und Medizintechnikunternehmen gerne dieser Gruppe zugeordnet. Doch die angespannte Budgetsituation in den USA aber auch in zahlreichen europäischen Ländern könnte bald zu Gesundheitsreformen führen, die beispielsweise Preisobergrenzen für Medikamente und medizinische Produkte sowie eine Einschränkung des Patentschutzes vorsehen könnten. Daher sind diese Firmen derzeit nur bedingt defensiv und wurden nicht den defensiven Werten zugeordnet, die sich derzeit durch eine bemerkenswert hohe Stabilität auszeichnen.

Vom 18. März bis 11. April verloren der NASDAQ Composite und der Russell 1000® Growth Index jeweils 7,7% bzw. 5,0%, während der NASDAQ Biotech-Index um 17,8% Die 12 defensiven Low-Vola-Dividendeeinbrach. Im gleichen Zeitraum verlor der naristokraten in Zahlen: Aktien mit niedrigem Kurs/Buchwert ent• Gesamtertrag inkl. Dividenden in den haltende Russell 1000® Value-Index lediglich vergangenen 20 Jahren von 11,0% p.a. 1,6% an Wert und der Dow Jones Industrial bzw. Outperformance des S&P 500 Total 1,9%. Daran erkennt man bereits wohin das Return-index um 1,7 Prozentpunkte p.a.. Geld der Wallstreet fließt, nämlich hin zu • Durchschnittliche Performance von 1,79% Energieversorgern, Basiskonsumgüterherstelp.a. seit 18.3., was einer Outperformance lern, Health-Care-Werten, Nahrungsmittel/ des S&P 500 Total Return-Index um 4,69 Getränke-Aktien und generell günstig bewerProzentpunkte p.a. entspricht • Seit 18.3. entwickelten sich alle Aktien teten alteingesessenen IT-Unternehmen wie dieser Gruppe besser als der S&P 500 IBM oder Microsoft. Dieser Trend macht auch Aus der Gruppe der 27 Low-Vola-DividenTotal Return-Index. (Beweis einer Styleden Dow Jones verhältnismäßig stabil. Doch denaristokraten wurden 12 defensive Werte Shift) stabile Value Aktien können noch viel syste- herausgefiltert. Das sind Unternehmen mit matischer aufgespürt werden, wobei hier nicht relativ hoher Ertragsstabilität in Krisenzeiten • In den vergangenen 20 Jahren konnten 9 der 12 defensiven Werte den Gesamtmarkt der Buchwert im Vordergrund steht, sondern und besonders niedrigen Kursrückgängen schlagen. Ertragskontinuität. Dafür als Indikator dienen in Baisse-Phasen (hoher relativer Stärke kontinuierliche Dividendensteigerungen. Unter den 500 Performance per 11.4. S&P 500 Werten gibt es näm-   lich die 54 Dividendenaristo20 Jahre in % kraten, die in der Lage waren, Defensive Titel: ISIN YTD* seit 18.3.14 pro Jahr in den vergangenen 5 Jahren US4943681035 5,86% -0,95% 10,5% (per 15.4.) den S&P 500 Index Kimberly-Clark um 2,55% p.a. outzuperformen McDonald‘s US5801351017 3,20% 2,03% 12,2% (Dividenden berücksichtigt) – AT&T US00206R1023 2,77% 8,14% 7,3% und dies bei etwa gleicher Vo2,10% 3,23% 12,5% latilität wie im S&P 500 Index. McCormick & Company US5797802064 Diese Unternehmen waren in Consolidated Edison US2091151041 1,76% 2,19% 9,1% der Lage, in den vergangenen PepsiCo US7134481081 0,96% 1,46% 10,5% 25 Jahren ihre DividendenUS1941621039 0,68% 1,51% 14,0% zahlungen jedes Jahr in Folge Colgate-Palmolive zu erhöhen. Um jedoch zu Procter & Gamble US7427181091 -0,05% 1,24% 11,8% schwankungsfreudige (volatile) Wal-Mart Stores US9311421039 -2,16% 2,31% 10,7% Aktien auszuscheiden, werden US1890541097 -4,11% 0,00% 13,2% nur jene „Dividendenkaiser“ Clorox genommen, die gleichzeitig 3M US88579Y1010 -4,98% -0,26% 11,5% auch im S&P 500 Low Volatility Coca-Cola US1912161007 -5,76% 0,60% 9,2% Index enthalten sind. Dieser   0,02% 1,79% 11,0% besteht aus den 100 Aktien Durchschnitt bzw. jenem Fünftel des S&P YTD*: Year-to-Date: Peformance im laufenden Jahr, sämtliche Performancezahlen inkl. Dividenden

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Quellen: McGraw Hill Financial, Yahoo!Finance

KOMMENTAR

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32 WIRTSCHAFT

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v.l.n.r.: Dr. Martin Gleitsmann, WKO, Prof. Dr. Stefan Traub, Univ. Bremen, Mag. Peter McDonald, SVA

SVA

Platz eins D

ie Universität Bremen untersuchte die soziale Absicherung in OECD Ländern und auch wenn nun jeder Selbstständige vielleicht kurz mal seine Augenbrauen hebt, liegt Österreich an der ersten Stelle. Die Studienautoren verglichen insgesamt 18 OECD Staaten und untersuchen die Absicherung von Risiken wie Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit sowie Einkommensverlust durch Ausscheiden aus dem Erwerbsleben oder Elternschaft. Auf den weiteren Plätzen rangieren Spanien und Finnland gefolgt von Schweden und Estland. Die Studie belegt: In sechs von acht Sozialversicherungszweigen erreicht Österreich

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die Note Sehr Gut. Studienautor Prof. Stefan Traub sieht Verbesserungspotential sowohl auf internationaler Ebene als auch in Österreich in den Bereichen Pflege und Arbeitslosigkeit. In Österreich sei im Bereich Arbeitslosenversicherung allerdings positiv hervorzuheben, dass die Ansprüche auf Absicherung bei Arbeitslosigkeit aus vorheriger unselbständiger Tätigkeit erhalten bleiben. Diesen Umstand hebt auch Gleitsmann hervor: „Über 90% der Unternehmer haben vor ihrer Selbständigkeit bereits Berufserfahrung gesammelt. Durch die unbefristete Mitnahme von Arbeitslosenansprüchen aus früherer unselbständiger Tätigkeit, wurde das soziale Netz für den Fall,

dass die Selbständigkeit schief gehen sollte, sehr eng geknüpft.“ Ein weiteres Beisspiel: Bei Krankenstand erhält ein Selbstständiger ein Krankengeld in der Höhe von 60% der täglichen Beitragsgrundlage, mindestens aber 27,73, aber nur wenn eine Zusatzversicherung bei der SVA abgeschlossen wurde, deren Kosten zwischen 28,58 und 132,13 pro Monat betragen. Abschließbar ist dies nur bis zum 60 Lebensjahr. Die Zusatzversicherung ist monatlich kündbar und wenn die Beiträge für mehr als 3 aneinander folgende Monate nicht bezahlt werden erlischt die Absicherung. Wobei das Gute daran ist, diese Absicherung ist steuerlich absetzbar.

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WIRTSCHAFT

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WIRTSCHAFT

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Alles bleibt anders risControl_04.indd 34

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WIRTSCHAFT

H

i, Milliardäre. Manchesmal ist es ganz schon strapaziös wie unsereins, den Tüchtigen und Erfolgreichen, der Gegenwind des Neides entgegenbläst. Stimmt doch,oder? Dabei ist der Unterschied zwischen dem Lohn eines Arbeiters und unseren Einkünften gar nicht so groß, wenn man bedenkt, welchen Aufwand wir finanzieren müssen. Wer hat schon wirklich eine Ahnung, was der Betrieb einer etwas größeren Schaluppe kostet? Die Mannschaft, der Kapitän, die Entourage, besonders die Holden.... Da sind die Kosten für den Treibstoff fast schon Nebensache. Und dann erst die Sorgen. Wohin soll man den Zaster tragen. In welches Land, in welcher Währung, in welcher Industrie anlegen ? Und die Krise - die Armen haben es viel einfacher. Sie hatten vor der Krise nichts und nachher haben sie noch immer nichts. Für uns, die Tüchtigen und Erfolgreichen aber, war es früher einfacher. Wir legten unser Geld an, ließen es zehn Jahren ruhen und es vermehrte sich um das fünffache. Heute verzwanigfacht es sich. Das muss man erst einmal managen. Dabei werden die sicheren Häfn, pardon, Häfen immer weniger. Und dann die Kosten für die steuerlichen Ratgeber. Da bleibt nur mehr wenig Butter am Brot. Heute ist eine schlechte Zeit für die Reichen. Denn, auf nichts kann man sich mehr verlassen. Gerade dort wo sich die Wachstumsstory der Welt abspielen sollte, in den Schwellenländern, gibt es einen heftigen Konjunkturrückgang. Da heißt es für die Dagoberts dieser Erde bei Anlagen selektiv vorzugehen. Mit viel gewählteren Worten und mit immensen Insiderwissen erklärt dies Giles Keating, Leiter Research der Division Private Banking & Wealth Management bei der Credit Suisse. Also das, meint Wendel Armbruster, hätte ich

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auch ohne die Researchprofis gemacht. Und damit die Euphorie über satte Gewinne nicht überstrapaziert wird, gibt man den Leuten ein paar Warnungen mit auf den Weg. Eine davon: Man sollte nicht in teuren Währungen investieren und auch nicht in Länder mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit. Sorgen sollten sich auch jene, die amerikanische Titel halten. Denn die Experten erwarten eine geldpolitische Straffung durch die USNotenbank Fed. Nicht vergessen sollte man auch, dass Glück bei kurzfristigen Veranlagungen eine größere Rolle spielt als viele Anleger meinen. Erklärt wird dies mit dem sogenannten „DumbMoney-Effekt“. Mit dem lernt man, wie Fehler in der Anlagestrategie vermieden werden können. Kurz gesagt drückt dieser Effekt aus wie Anlageergebnisse verlaufen können. Von reinem Glück ohne Können bis zum puren Können ohne Glück. Verständlich, dass sich nicht jeder sofort auskennt, das scheint durchaus gewollt. Die Nachfrage nach Expertisen wird gesteigert. Aber ein

bisschen lassen sich die Auskenner schon in die Karten schauen, in dem sie verraten, dass kurzfristige Erfolge meistens mit Glück zusammenhängen. Zum Trost für die Profis: Seriöse Untersuchungen zeigen auf, dass unterschiedliches Können durchaus eine Rolle spielt. Das Wichtigste für Anleger sei, die Arten von Fehlern zu erkennen, die sie wahrscheinlich begehen werden. Das ist natürlich etwas schwierig, denn während Prognosen über die Vergangenheit nahezu zu hundert Prozent sicher sind, ist dies bei Prognosen über die Zukunft nicht der Fall. Gut ist es, wenn Anleger zwischen Fundamentaldaten und Erwartungen unterscheiden. Entscheidend ist, sich darüber klar zu werden, welche Fundamentaldaten notwendig sind damit der Erfolg eintritt. Jedenfalls ist zu empfehlen, sich Wissen aus der Literatur anzueignen und dieses dann erfolgreich anzuwenden. Also auch hier: Zuerst Schweiß dann das Vergnügen. Der Dumb-MoneyEffekt erklärt im Prinzip nichts anderes als, dass die Menschen immer das tun, was sie

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nicht tun sollten. Im Grunde geht es um schlechtes Timing. Für alle dieser Trost: Einer der Gründe für den Dump-MoneyEffekt ist, dass wir anfangen zu glauben, dass das was geschehen ist, das Einzige war, was geschehen konnte. Es ist das ewige Problem der Verwechslung von Ursache und Wirkung – eben, weil der Kopf nichts von Glück weiß. Und hatte man Erfolg durch Glück, dann macht man irrtümlicherweise sein Können dafür verantwortlich. Es ist eine natürliche, zu tiefst menschliche Reaktion, die jedoch in vielen Fällen zu falschem Denken führt. Wer Erfog hat, will das auch genießen. Deshalb boomen authentische Erlebnisse. Statt im Luxushotel nächtigt man in einer Privatvilla und Kreuzfahrten zählen zu den beliebtesten Trends bei Luxusreisen. Kritiker hingegen sagen, ein Trend entsteht, wenn viele Blinde einem Einäugigen nachlaufen. Dessen ungeachtet, wer Geld hat der vereist heutzutage und das ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit. Nach Mailand beispielsweise, mit einem Shopstop bei Armani oder Gucci. Wie bedächtig oder verschwenderisch man dabei vorgehen kann, hängt vom Ergebnis des Anlageerfolges ab. Man sollte der DumbMoney-Effekt nicht aus den Augen verlieren. Das Streben nach magischen Momenten führt dazu, dass das Pop-up-Phänomen immer mehr wohlhabende Urlauber anzieht. Es ist nicht mehr genug, im besten Restaurant am Urlaubsort zu speisen. Luxusreisende wünschen sich einzigartige Erlebnisse und machen sich auf die Suche nach Pop-upRestaurants und -Hotels. Ein Pop-up Hotel bietet beispielsweise „Glamping“, an. Das ist glamouröses Camping mit Dienstleistungen

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und Annehmlichkeiten, die man von einem Boutique-Hotel erwartet. Eine neue Kategorie von Luxusreisenden darf bei den Trends nicht außer Acht gelassen werden: die Chinesen. 2011 überstieg die Anzahl chinesischer Dollar-Millionäre erstmalig eine Million und soll sich Schätzungen zufolge bis 2016 auf 2,4 Millionen erhöhen. Steigendes verfügbares Einkommen, eine Lockerung der Visabestimmungen und eine Aufwertung des Renminbi haben zu einer Zunahme der chinesischen Tourismusausgaben auf Rekordstände von 102 Milliarden US-Dollar (gegenüber 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000) geführt. Der Hauptgrund für die beachtlichen Ausgaben für Luxusartikel sind jedoch die hohen Steuern im eigenen Land. Für einige Luxuskosmetikprodukte und Alkoholika können die Importzölle in China bis zu 60 Prozent betragen, dazu kommt noch eine Konsumsteuer von 30 Prozent und eine Mehrwertsteuer von ca. 17 Prozent“, informiert Andreas Tomaschett, Senior Equity Analyst der Credit Suisse. Durch die fortschreitende Aufwertung des Renminbi gegenüber dem Euro und dem Dollar ist die Preisschere noch weiter auseinandergegangen. Im Durchschnitt sind die Preise von Luxusgütern in China 45 Prozent höher als in Hongkong und 72 Prozent höher als in Frankreich, wie aus Schätzungen des chinesischen Handelsministeriums hervorgeht.

wird mit Sicherheit für immer ein Traum bleiben. Aber wir sind veränderbarer, als man lange geglaubt hat. Der Mensch liebt klare Alternativen. Und die Epigenetik gibt dem Menschen ein Stück Selbstbestimmung zurück. Er ist frei und kann dem Bedürfnis folgen, sich zu einem oder anderem zu bekennen. Besser wäre es, er würde von beidem ein bisschen wollen. Der menschliche Drang zum Entweder-oder ist überall spürbar. Womit wir wieder bei den Anlagerisken sind. Oft folgt man „falschen Alternativen“ und wird duch Pendelausschläge zurückgeworfen oder in den Himmel des Erfolges katapultiert. Es ist eben nicht einfach alles Schicksal. Auch die Geschichte der Wissenschaft ist damit konfrontiert. Bestes Beispiel ist die Umweltdebatte. Oder der Streit um die Gene. Ist es das Erbgut, das uns formt? Oder doch eher die Erziehung? Der ideologische Kampf um diese Frage wird oft erbittert geführt. Dabei sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass es hier kein klares Entweder-oder geben kann. Charles Darwin wurde so zum Wegbereiter der These von der Dominanz der Gene. Gar nichts mit Genen zu tun hat hingegen die Wachstumsstory der Welt. Kommt die globale Konjunkturerholung oder sind die Aussichten auf Wachstum eingetrübt? Die Vorhersagbarkeit ist es auf die heute viele setzen und dabei gar nicht merken, dass alles anders bleibt. Das ist die einzige Konstante.

Alles bleibt anders Daraus folgt: Alles ist veränderbar. Doch eine beliebige Veränderbarkeit des Menschen

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WIRTSCHAFT

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Mobilität

P

Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice

ro Jahr sterben rund 1,2 Mio. Menschen bei Verkehrsunfällen und weitere 50 Millionen werden verletzt. Damit zählt Sicherheit im Straßenverkehr zu den größten globalen Herausforderungen, wie aus den aktuellen Zahlen des Allianz Sicherheitsreports und der WHO hervorgeht. Zusammengefasst sterben weltweit durchschnittlich 18 Menschen jährlich pro 100.000 Einwohner. Am gefährlichsten ist es im Moment auf Afrikas Straßen, hier sind 24 Menschen pro 100.000 Einwohner zu beklagen. Am sichersten ist es in Schweden wo nur 3 Menschen pro 100.000 Einwohner im Straßenverkehr tödlich verunglücken. Österreich liegt im Ranking auf

Platz 9. Laut dem Bundesministerium für Inneres kamen 2013 erstmals weniger als 500 Menschen auf heimischen Straßen ums Leben. An 50% aller Straßenverkehrsunfälle sind Fußgänger oder Zweiräder beteiligt. Auf der Liste der häufigsten Todesursachen belegen Verkehrsunfälle derzeit Platz 9. Aktuelle Entwicklungen deuten allerdings darauf hin, dass ohne entsprechende Gegenmaßnahmen bis ins Jahr 2030, Verkehrsunfälle die weltweit fünfthäufigste Todesursache sein werden. Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice: „Wichtig wäre eine neue Sicherheitskultur – denn jedes Verkehrssystem ist nur so sicher, wie sich die Verkehrsteilnehmer verhalten.“

AON ÖSTERREICH

Zusammenschluß

A

on Österreich und an. Nikolaus S. Barta, Gründer Barta & Partner und Geschäftsführer von Barta werden künftig die & Partner. „Als Mitglied des Märkte in MittelWeltmarktführers Aon können europa und dem Nahen Osten wir unser Know How künftig gemeinsam weiter entwickeln. noch besser umsetzen: Wir „Mit Barta & Partner holen verdoppeln unser Prämienwir einen der international volumen renommiertesten Player im auf einen Schlag - und wir werBereich Kunstversicherung den unser derzeit 22-köpfiges an Bord“, freut sich Dr. Alfred Team für die bevorstehende Schönburg, CEO von Aon ÖsExpansion substanziell verterreich. „Damit erweitern wir größern.“ Die Versicherung unser umfassendes Portfolio im von Kunst und wertvollem Bereich Risikomanagement, Privatbesitz ist eine hoch speVersicherungen und Rückverzialisierte Dienstleistung. Barta v.l.n.r.: Dr. Alfred Schönburg, CEO Aon Austria und sicherungen um ein sehr inte& Partner hat in diesem Feld Nikolaus S. Barta, Gründer und Geschäftsführer von Barta & Partner ressantes und lukratives Gedie in Europa marktführenden schäftsfeld, das wir bisher nur eingeschränkt Osten in den kommenden fünf Jahren auf 70% Versicherungsbedingungen für Kunstsammbearbeiteten.“ Aon und B&P planen, ihren zu erhöhen und streben damit dort klar die lungen entwickelt und bei allen großen VerMarktanteil in Mitteleuropa und dem Nahen Marktführerschaft in der Kunstversicherung sicherern platziert.

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FINANZEN

FACHVERBAND DER FINANZDIENSTLEISTER

Publikumswahl Kundinnen und Kunden der gewerblichen Vermögensberaterunternehmen, welche sich bereits den Standesregeln unterworfen haben, können ihre Stimme für den beliebtesten Finanzberater/in abgeben.

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nd so geht’s: Die teilnehmenden Finanzberater/innen erhalten je 20 Bewertungsbögen, die sie an ihre Kunden weitergeben können, um für sie zu votieren. Die ausgefüllten Bögen werden per Fax oder Post an den Fachverband Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich retourniert, wo sie ausgezählt und die Sieger/innen der „Publikumswahl KR Wolfgang K. Göltl, 2014“ ermittelt werden. 230 Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister Berufsangehörige der Geder Wirtschaftskammer Österreich werblichen Vermögensberatung in ganz Österreich haben sich mittlerweile den Standes- und Ausübungsregeln verpflichtet, und es werden ständig mehr. Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) informiert: „Das Gütesiegel des Fachverbands Finanzdienstleister ist das sichtbare Zeichen der Verpflichtung zur Einhaltung der Standes- und Ausübungsregeln. Daher lohnt es sich für Kunden, danach zu fragen. Jenen, die einen Finanzdienstleister suchen, steht dafür die Kunden-Website des Fachverbands Finanzdienstleister mit der Adresse www.wko.at/pro-kunden zur Verfügung: Dort sind alle Träger/innen des Gütesiegels gelistet. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme bei der Publikumswahl und einen fairen Wettbewerb“, lädt Fachverbandsobmann Göltl zum Mitmachen ein.

D.A.S. – Der Partner für Ihr Recht rund ums Auto

SICHER AUF VIER RÄDERN Beim Familienurlaub in Holland rammt ein nachkommender, viel zu schnell fahrender PKW das Auto. Die Mutter wird dabei schwer verletzt, der Familienwagen hat einen Totalschaden. Der Unfallgegner: Ein Holländer, dessen Haftpflichtversicherung jegliche Schadenersatzansprüche ablehnt. Das lässt sich der Familienvater nicht bieten – und pocht auf sein Recht auf Schadenersatz. Gegen solche Rechtsstreitigkeiten gibt es eine umfassende Absicherung: Den D.A.S. Rechtsschutz für den Verkehrsbereich inklusive s 6ERSICHERUNGSSCHUTZFàR3TREITIGKEITENMIT(AFTPmICHT +ASKO UNDANDEREN6ERSICHERUNGENFàRS!UTO s !USFALLSVERSICHERUNGFàRGERICHTLICHBESTIMMTE Ansprüche aus Körperschäden, wenn diese beim Gegner uneinbringlich sind s 6ERKEHRS 3ERVICE 6ERSICHERUNGFàR5NFËLLEIM!USLAND mit Soforthilfen wie Bergen, Abschleppen, Bevorschussung einer Notreparatur, Ersatzfahrer u.v.m. s  3TUNDEN .OTRUFFàR(ILFERUNDUMDIE5HR s 4ELEFONISCHE2ECHTSAUSKUNFTUNDDASSPEZIALISIERTE RechtsService Ausland für die rasche Klärung rechtlicher Fragen

Ihr Klaus Pointner Leiter Partnervertrieb Österreich D.A.S. Rechtsschutz AG

DER FÜHRENDE SPEZIALIST IM RECHTSSCHUTZ

www.das.at

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VERSICHERUNG

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Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen

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ber wenn man reist, sollte man ausreichend abgesichert sein. Gegen die Unbilden des Alltags und der Gefahren, die einem bei so manch einer Reise begegnen könnte. Nicht zu vergessen ist auch das traute Heim, das ebenfalls abgesichert sein sollte. Denn Reisezeit ist oft auch Einbruchszeit. Im letzten Jahr wurden in Österreich 16.548 Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäusern angezeigt. Das ist bedeutet eine Steigerung von 7% gegenüber dem Jahr 2012, wobei mehr als 30% der Einbrüche geplant wurden. Der Rest sind spontane Entscheidungen, weil es sich „so ergeben“ hat. Oft ziehen Einbrecher ihre Informationen über potenzielle Beutezüge aus der Unachtsamkeit der Bewohner, denn Hinweise auf sozialen Medien wie Facebook, über Urlaub und Dauer der Erholung lädt manch „Gauner“ ein. Auch ein übervoller Briefkasten kann auf Abwesenheit hindeuten. Hier hilft es ein Urlaubsbrieffach anzumieten, oder Nachbarn zu ersuchen den Briefkasten zu entleeren. Bezüglich der Reiseversicherung sind leider noch immer viel zu viele Menschen der Ansicht der Besitz der e-Card oder EKVK, die Europäische oder der Schutz einer Kreditkarte ist ausreichend für eine Reise. Die e-Card ist derzeit in den EU-Mitgliedstaaten, EWR- Staaten, der Schweiz, Mazedonien und Serbien gültig. (In Serbien muss die Karte bei einer der im Gebiet zuständigen Sozialversicherung „getauscht“ werden). In Frankreich ist die Behandlung zuerst privat zu bezahlen. In Deutschland muss beim Leistungserbringer ein Formblatt ausgefüllt werden, in das die Daten der e-Card eingetragen werden, mit der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer und der Bestätigung, dass die Reise nicht zum Zweck der Behandlung erfolgt. Wichtig ist im Falle, bei Nichtannahme der eCard, eine detaillierte Rechnung zu verlangen, denn diese wird nach Rückkehr nach den entsprechenden gesetzlichen Regeln rückerstattet. Eine private Vorsorge, sollte also unbedingt abgeschlossen werden. Sogar in der offiziellen Informationsbroschüre der Sozialversicherung gibt es einen Hinweis, dass die eventuellen Dif-

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ferenzkosten durch den vorherigen Abschluss einer Urlaubskrankenversicherung abgedeckt werden könnten. Es gilt zu bedanken, dass es in einigen Urlaubsdestinationen zwar die medizinischer Grundversorgung gegeben ist, aber der gewohnte österreichische Standard zu wünschen lässt. In Kroatien zB: sind die Kliniken, die in Strandnähe gelegen sind, oftmals Privatkliniken die sowieso keine e-Card akzep-

tieren. Wie sieht es nun bei den Erfahrungen der österreichischen Reiseversicherungen aus, wer ist versichert, wer sollte es sein und wer wurde aus seiner unglücklichen Lage befreit?

Die Europäische Reiseversicherung Die Europäische Reiseversicherung konnte das Jahr 2013 wieder mit einem „besten Ergebnis“ abschließen. Die Position als Marktführer wurde ausgebaut. Die Prämieneinnahmen von über 2,2 Mio. versicherten Reisenden lagen mit 63,81 Mio. Euro um 2,1% über dem Rekordwert des Jahres 2012, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) war mit 5,31 Mio. Euro um 4,2% höher, der Jahresüberschuss stieg um 20,8% auf 3,99 Mio. Euro und der Bilanzgewinn um 32,1% auf 3,71 Mio. Euro.

Das letzte Jahr war für den Touristikbereich sehr schwierig, Hochwasser und Hitzewellen, aber auch politische Turbulenzen in wichtigen Reiseländern, wie die Türkei und Ägypten, führten nach einem guten ersten Halbjahr im Reisegeschäft zwar zu starken Einbrüchen in der zweiten Jahreshälfte, verstärken aber gleichzeitig das Risikobewusstsein und die Tendenz, sich durch den Abschluss einer Versicherung entsprechend abzusichern.“ Voraussetzung dafür ist die ständige Anpassung der Produkte an die veränderten Risikoprofile, und die Pflege der Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern im Vertrieb und im Tourismus. Der Schadensaufwand für Versicherungsfälle war mit 31,37 Mio. um 9,8% höher als im Vorjahr, dies ist vor allem auf einen erhöhten Aufwand für Großschadensfälle zurückzuführen ist, alleine ein Schadenereignis in Südafrika mit 3 Verletzten verursachte Kosten weit über einer halben Million Euro. Im Jahr 2013 wurden über 2,2 Mio. Menschen reiseversichert, es wurden 41.014 Schadenfälle bearbeitet und in 1.662 Notfällen wurde geholfen. Insgesamt wurden 948 Rückholen organisiert davon 77 mit einem Ambulanzjet. Die Kosten der gesamten Rückholungen beliefen sich letztes Jahr auf 3,7 Mio. Euro. „Für das Jahr 2014 erwarten wir eine Dynamisierung des Wachstums“, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Sturzlbaum zuversichtlich, auch deshalb, weil sich nach der abgeschwächten Nachfrage im Vorjahr ein Nachholeffekt am Reisemarkt erwarten lässt, und die ersten Wochen des Jahres positive Signale zeigen. Neben der Nachfrage an angepassten Versicherungsprodukten soll vor allem die optimierte Zusammenarbeit mit Partnern neue Kundensegmente und Vertriebswege erschließen, immer mit dem Fokus auf eine Steigerung der Marktdurchdringung. „Wir verfolgen weiterhin die Strategie, die Europäische als Kompetenzzentrum für Sicherheit auf Reisen zu profilieren, im Sinne unserer Kunden ebenso, wie unserer Partner“, erklärt Dr. Martin Sturzlbaum. Wie sich das Urlaubsbarometer für das heurige Jahr entwickeln wird berichten wir in der nächsten Ausgabe.

Quelle: Europäische Reiseversicherung, Allianz Global Assitance, Versicherungsverband Österreich

(Johann Wolfgang von Goethe)

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ALLIANZ VERSICHERUNG

Naturkatastrophen

Mag. Werner Müller, Vorstandsmitglied und Chief Risk Officer der Allianz Gruppe in Österreich

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ie Schäden durch Naturkatastrophen nehmen dramatisch zu. Weltweit sind wetterbedingte Versicherungsschäden in den letzten 30 Jahren um das 15-fache angestiegen. In Österreich ist durchschnittlich alle drei Jahre mit einer Naturkatastrophe in Höhe von mehr als 200 Mio. Euro versicherten

Schäden zu rechen. Wie in kaum in einem anderen europäischen Land ist in Österreich ein Mix verschiedenster Bedrohungen durch Naturkatastrophen ausgesetzt. An erster Stelle steht Schäden durch Stürme, knapp vor Hagel, Schneedruck, Starkregen und Hochwasser an letzter Stelle. Aufgrund der Entwicklung werden die Diskussionen um eine Vollversicherung, wo Staat und Privat Hand in Hand gehen wieder laut. Auch bei unserem deutschen Nachbarn sind die Diskussionen rund um diese „Versicherungsvariante“ bereits laut und bis in die Regierungsebene gelangt. In Österreich bleiben Betroffene nach einem Schaden, eine ausreichende Versicherung bei Hochwasser und Erdbeben zum Beispiel ist nicht ausreichend erhältlich, oft auf ihrem Schaden sitzen. Neben der privaten Vorsorge können die Geschädigten nur auf die Hilfe des Katastrophenfonds hoffen. Aber wenn der Schaden an einem Zweitwohnsitz entsteht, sind die Hilfestellungen des Ka-

tastrophenfonds auch nur marginal. Mag. Werner Müller, Vorstandsmitglied und Chief Risk Officer der Allianz Gruppe in Österreich: „Laut Prognosen der Allianz wird die jährliche durchschnittliche Gesamthöhe der weltweit versicherten Schäden zwischen 2010 und 2019 auf 30 Milliarden Euro pro Jahr anwachsen. „Frequenz und Schwere der Events wird weiter zunehmen, auch aufgrund des Klimawandels“, erklärt Müller. Naturkatastrophen seien mit 51 Prozent Hauptgrund für Betriebsunterbrechungen: „Die globale Wirtschaft wird durch Naturkatastrophen verwundbarer, wie auch zunehmende Lieferkettenrisiken zeigen“. Wir unterstützen die gemeinsame Vollversicherungslösung, die jedem Haushalt und jedem Betrieb eine Vollwertversicherung bereitstellt und gleichzeitig und gleichzeitig den nationalen Katastrophenfonds entlastet. Das Modell sieht eine obligatorische Anbindung an die Feuer- und Haushaltsversicherung vor.

UNIQA ÖSTERREICH

Recht und Vertreten

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er UNIQA Privat Rechtsschutztarif wurde komplett erneuert, die Versicherungssumme ist auf 130.000 Euro erhöht worden. Der Tarif ist in drei verschiedenen Leistungspaketen verfügbar. Kompakt, diese Variante ist auch online abschließbar, beinhaltet eine Schadenersatz- und Strafrechtsschutz mit einer Jahresprämie von 64,38 Euro, hier kann der Kunde sich für einen inkludierten Fahrzeug Rechtsschutz entscheiden. Bei dieser Variante ist außer den Basisbausteinen auch der Führerschein-, Fahrzeug-Vertrags- und Lenker-Rechtsschutz inkludiert. Den Hintergrund, warum UNIQA „nur“ die Basisvariante online zur Verfügung stellt, erklärt Löger so: „Ich bin der Meinung, dass das Versicherungsgeschäft eines ist, bei dem Beratung unerlässlich ist. Daher können bei

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uns einfache Produkte online abgeschlossen werden. Wenn es die Möglichkeit gibt, verschiedene Bausteine zu kombinieren, setzen wir auf Beratung.“ Mit der „Optimal und Premium-Variante“ haben Versicherungsnehmer die Möglichkeit, ihre Rechtsschutzpolizze individuell zusammen zu stellen. „Man kann hier praktisch nahezu alle Bausteine miteinander kombinieren und die Polizze so exakt auf die Lebenssituation des Einzelnen oder der Familie zuschneiden“, freut sich Löger. Die Rechtsschutzversicherungen werden im Privatbereich generell ohne Selbstbehalt angeboten. Neben der Erweiterung des Deckungsschutzes wurde auch der maximale Kostenersatz für Mediation von 1% auf 3% der Versicherungssumme angehoben. Für eine sogenannte Co-Mediation stehen beim neuen Tarif maximal 5% der Versicherungs-

Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender UNIQA Österreich

summe zur Verfügung. Zu den am häufigsten in Anspruch genommenen Leistungen zählen bei UNIQA der Allgemeine Vertrags-Rechtsschutz, der Fahrzeug-Rechtsschutz sowie der Schadenersatz- und Straf-Rechtsschutz.

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ARITHMETICA

Das Zeitwertkonto als Entlastung für Arbeitnehmer

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ag. Christoph Krischanitz, Geschäftsführer der arithmetica, wundert sich: „Warum darf ein Bilanzbuchhalter in den Wochen der Bilanzerstellung nicht kurzfristig mehr als 50 Stunden arbeiten, wenn Spitalsärzte sogar 25 Stunden am Stück arbeiten dürfen?“ „Diese starre Regelung im Arbeitszeitgesetz behindert die Wirtschaft, ihre Arbeitnehmer und bringt letztlich den österreichischen Wirtschaftsstandort in fortwährende Schwierigkeiten“, stellt der Chef des versicherungsmathematischen Beratungsunternehmens fest.

Das Arbeitszeitgesetz ist veraltet In Zeiten hoher Mobilität, bedingt durch mobile Kommunikationstools ist die Arbeit nicht mehr auf den eigenen Arbeitsplatz beschränkt. „Die Leute arbeiten im Bus, in der Bahn, zu Hause oder auf der Parkbank“, betont Krischanitz, „teilweise ohne diese Arbeitszeiten aufzuzeichnen und sich anrechnen zu lassen, da oft die 10 Stundengrenze am Tag schon überschritten ist.“ Zudem verlangen Kunden mehr Flexibilität in der Behandlung ihrer Anliegen und Eigentümer, bzw. möchten Investoren schnellere und genauere Informationen über die Unternehmen. „Das alles sind Entwicklungen, die mit dem veralteten Arbeitszeitgesetz aus dem Jahre 1969 nicht mehr in Einklang zu bringen sind“, stellt arithmetica-Boss Krischanitz klar.

Die Zukunft sieht nicht rosig aus Auch die Zukunft sieht nicht besonders rosig aus, wie man leicht aus den demografischen Prognosen für Österreich ablesen kann, rechnet Aktuar Krischanitz vor: „Die Menschen mit Versorgungsansprüchen werden mehr, die Menschen, die diese Versorgungsleistungen

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Mag. Christoph Krischanitz, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens arithmetica erbringen, werden weniger. Das bedeutet dass eine überproportionale Mehrarbeitsbelastung auf die zukünftig Erwerbstätigen zukommt.“ Die Wirtschaft muss also effizienter, effektiver und flexibler werden, um diese Belastungen zu bewältigen. „In 20 Jahren werden wir uns keine 38,5 Stunden Woche mehr leisten können“, warnt Krischanitz.

Geringer Aufwand – große Wirkung Ein relativ einfach umzusetzendes Mittel, das in Deutschland schon lange existiert, ist das sogenannte Zeitwertkonto. Krischanitz zeigt die Möglichkeiten des Zeitwertkontos auf: „Die Idee besteht ganz einfach darin, Zeit zu sammeln um sie später zu genießen“, erklärt Krischanitz, „und zwar über einen deutlich längeren Zeitraum als das durch die Gleitzeit mögliche eine Jahr.“ Das Zeitwertkonto kann aber noch mehr. „Eine weiterführende Idee

ist auch Geldbeträge in das Zeitwertkonto zu führen, und den Genuss der angesparten Werte entweder in Zeitkonsumation oder in Geldkonsumation zu ermöglichen“, so Krischanitz weiter. Sabbaticals, Altersteilzeit, früherer Pensionsantritt oder auch einfach eine erhöhte Abfertigungsleistung oder Hinterbliebenenvorsorge wären mit diesem Modell einfach zu erreichen. „Verfallene Urlaubstage, Überstunden, Boni, Diäten, etc. könnten in dieses Konto eingebracht werden und würden vor Pensionsbeginn einen schönen Zusatzpolster für eine höhere Pension oder einen früheren Pensionsantritt bringen“, und „Für die Verwaltung dieses Kontos wären besonders Versicherungsgesellschaften, aber auch Pensionskassen und Vorsorgekassen geeignet, was auch ein deutlich positives Signal an die zweite Säule des Pensionssystems wäre“, so Krischanitz abschließend.

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Die Lebensversicherung ist tot. Es lebe die Lebensversicherung

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ie geht man gegen Niedrigzinsen an? Die Titel dazu heißen: Haus, Festgeld, Aktien. Aber auch die Lebensversicherer reagieren und bringen zusehends neue Produkte auf den Markt. Berufspessimisten sagten bereits den Tod der klassischen Lebensversicherung voraus. Grund sei, dass der Garantiezins weiter sinken werde. Dann werde es schwierig sein, wenigstens die Inflation auszugleichen, von Rendite erst gar nicht zu reden. Doch die Menschen hören nicht hin. Der Trend zu einem der sichersten aller Vorsorgeinstrumente hält weiter ungebrochen an. Ein guter Grund: Die Versicherungswirtschaft hat die schwerste Krise seit den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bravourös gemeistert. Die Branche kämpft, damit die Kunden nicht zu alternativen Sparformen abwandern. Man

ist zu nobel, oder zu realistisch, um auf die vorhandenen Risken solcher Anlageformen hinzuweisen. Man meint wohl, die Menschen hätten begriffen, wer in der Krise gut aufgestellt war und wer nicht. Doch das Gedächtnis „der Masse“ ist ein kurzer Zeitmesser. Und mehr Geld und mehr Profit, pardon Rendite, das lockt immer. Auch jetzt wieder. Die neuen Produkte der Assekuranz bieten neuerdings wieder weniger Garantien,

dafür aber die Chance eine höhere Rendite zu lukrieren. Aber ein bisschen Garantie ist doch noch dabei: die Prämien werden gesichert. Unterschiedlichste Anbote sollen die Kunden wieder unter den Schirm einer Lebensversicherung bringen. Einerseits fließen Überschussbeteiligungen aus Anlagen zurück in den Stammvertrag, oder ein Teil der Prämie wird bei einem Rückversicherer, in Aktien, Anleihen und Fonds investiert. Das ist für solche Kunden ein Anbot, die etwas mehr risikofreundlich eingestellt sind. Und dann gibt es natürlich die klassische Form der Lebensversicherung. Das ist die sichere Anlage und eine gute Antwort auf die Frage: Wie viel fehlt mir im Alter? Außerdem gibt es in diesem Fall eine lebenslange Rente, während bei Sparplänen so lange Geld ausbezahlt wird, wie die Spareinlage ausreicht. Die Wahl ist leicht. Die Wahl ist schwer.

MOUNT ONYX

Auch eine Trendstudie

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ie Universität Wien und das internationale Beratungsunternehmen Mount Onyx haben die Online Insurance Success „Internationale Trends & Best Practices“ Studie präsentiert. Direkt-Versicherungskanäle sind heute für 100 Mrd. EUR Umsatz (gebuchte Bruttoprämie) im Nichtlebens- und Lebensgeschäft in Europa verantwortlich. Sämtliche Online-Kanäle von Versicherern in mehr als 30 Ländern wurden nun hinsichtlich der Attraktivität, Qualität und des Erfolgspotentials ihres Kanalangebots tiefgehend evaluiert. Die Studie veröffentlicht auch erstmals Europas Top 25 Kanäle in 8 Kategorien, mit dem Fokus auf beste Lösungen zu Produkten, Promotion, Verkauf, Service und Geschäftsmodellen. Lediglich die Top 10 pro Kategorie (Die besten 3%) werden mit dem Europe Award ausgezeichnet. In der Gesamtkategorie Best Online

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Channel“ belegt AVIVA UK den ersten Platz, gefolgt von ERGO Direkt in Deutschland und AEGON in den Niederlanden. „Top 10“ Europe Awards gehen sowohl an Direct Line Deutschland und UK, an Cosmos Direkt und DA Direkt in Deutschland als auch an If und Trygg-Hansa in Schweden sowie AGIS in den Niederlanden. Univ.-Prof. Dr. Jörg Finsinger, Chair of Financial Services der UNIVERSITÄT Wien: „Diese Studie basiert auf einem ganzheitlichen, dreistufigen Forschungsansatz und einer ersten unabhängigen Evaluierung von mehr als 230 Versicherern mit OnlineKanälen anhand von 300 Erfolgskriterien.“ Dr. Johannes Ospald, Chair of the Management Board der MOUNT ONYX: „Unabhängig von bestehenden Geschäftsmodellen oder Ländern erhalten Finanzdienstleister erstmalig einen internationalen Gesamtüberblick zu den Best-of Online Versicherungen und neue Formeln für den garantierten Erfolg.“

Univ.-Prof. Dr. Jörg Finsinger, Chair of Financial Services der UNIVERSITÄT Wien

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ÜBERBETRIEBLICHE PENSIONSKASSEN

5,20 Prozent Rendite erwirtschaftet Österreichische Kontrollbank, die seit 2006 die jeweiligen Benchmarks zur Verfügung stellt. Die Performancebandbreite 2013 innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen bei den überbetrieblichen Pensionskassen ergibt sich daher wie folgt:

Performance der überbetrieblichen Pensionskassen im Jahr 2013

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ercer-Expertin Michaela Plank: „Die Entscheidung, sich bei der Anleihenallokation nicht nur auf die Kernländer zu konzentrieren, hatte großen Einfluss auf den Erfolg. Gepaart mit dem richtigen Gespür für die Fondsallokation bzw. Aufstellung des Zielportfolios, hat dies für das Jahr 2013 eine gute Performance gebracht“, Die Pensionskassen haben allesamt im Jahresendspurt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen noch zugelegt, und damit für das Jahr 2013 eine Gesamtperformance von 5,14% erzielt. Dabei haben die überbetrieblichen Pensionskassen ein Plus von 5,30% und die betrieblichen Pensionskassen 3,91% Rendite erwirtschaftet. Die durchschnittliche Performance der 26 offenen Veranlagungs-und Risikogemeinschaften der überbetrieblichen Pensionskassen liegt - unabhängig von der gewählten Veranlagungsausrichtung - für 2013 bei 5,20%. Ein Ergebnis, das somit über der Durchschnittsperformance des Gesamtmarktes liegt, so eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Mercer. Der entscheidende Hebel war eindeutig die Höhe der Aktienquote. Die betrieblichen Kassen hielten einen durchschnittlichen Aktienanteil von 28,23%, während die überbetrieblichen Pensionskassen im Durchschnitt bis zu 36,71% in Aktien veranlagt waren. Die Einteilung der Veranlagungstypen (von defensiv bis dynamisch) erfolgt durch die

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Die Sieger der verschiedenen Veranlagungstypen: • Defensive Veranlagungsausrichtung: VBVPensionskasse AG • Konservative Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG • Ausgewogene Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG • Aktive Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG • Dynamische Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG Die Performancebandbreiten innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen: • Defensiv: 2,48 bis 3,97 Prozent • Konservativ: 2,72 bis 4,56 Prozent • Ausgewogen: 3,70 bis 6,48 Prozent • Aktiv: 5,25 bis 7,73 Prozent • Dynamisch: 5,10 bis 9,05 Prozent Bandbreite und Abweichung Die größte Bandbreite bzw. Abweichung innerhalb eines Veranlagungstyps ist bei der dynamischen Veranlagungsausrichtung festzustellen. Hier hat die beste Pensionskasse 9,05% an Performance erwirtschaftet, das Schlusslicht liegt bei 5,10%. Ein Rechnungszins von 5% und mehr kann für Pensionskürzungen sorgen. Jene Pensionskassenberechtigten mit einem marktüblichen Rechnungszins von 3,5 oder 3% dürfen sich je nach Höhe der individuellen Schwankungsrückstellung zumindest über gleichbleibendes oder auch leicht steigendes Deckungskapital bzw. Ren-

ten freuen. Ist die Schwankungsrückstellung nicht ausreichend dotiert, kann ein Teil der Performance über dem Rechnungszins auch noch für den Ausgleich der Schwankungsrückstellung verwendet werden. Für jene 22% der Berechtigten der überbetrieblichen Pensionskassen mit einem Rechnungszins von 5% und höher kann es - je nach Kasse - durchaus vereinzelt zu Pensionskürzungen kommen. Um dem entgegen zu wirken ist ein durchschnittliches langfristiges Performanceergebnis von bis zu 7% notwendig - dies gibt der Kapitalmarkt derzeit leider nicht her.

Der Rechnungszins ist wichtig „Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, dass sich Arbeitgeber und Betriebsräte um die Höhe des Rechnungszinses kümmern. Es gilt weiterhin, dass ein angemessener Rechnungszins die Risiken für eine spätere Pensionskürzung verringert“, so das Fazit von Michaela Plank. Weiters hemmt ein hoher Rechnungszins die Berechtigten in der Nutzung der durch die Pensionskassengesetzesnovelle im letzten Jahr gesetzlich verankerten Wechselmöglichkeiten (Lebensphasenmodell, Sicherheits-Veranlagungs- und Risikogemeinschaft und auch betriebliche Kollektivversicherung). Im Lebensphasenmodell sind aktuell nur max. 3,5% Rechnungszins erlaubt und sinnvoll. Josef Papousek, Geschäftsführer von Mercer, dazu: „Jeder einzelne Berechtigte kann sich - wenn er will - für seine persönliche Veranlagungsausrichtung entscheiden. Der Gesetzgeber hat hier mehr Flexibilität angeboten, die durchaus genutzt werden sollte.“

Starke Abweichungen Die Durchschnittsperformance aller betrieblichen Vorsorgekassen für das Jahr 2013 liegt bei 2,8%, wobei alle Kassen nach dem defensiven Typ (weniger als 16% Aktien) veranlagt waren. Speziell in diesem Jahr zeigen sich jedoch massive Performanceunterschiede bei den einzelnen Kassen: Das Schlusslicht weist eine Performance von 0,78% aus, währenddessen die BONUS als beste Vorsorgekasse im heurigen Jahr eine Performance von 4,06% für ihre Kunden erwirtschaften konnte. Im langfristigen Vergleich liegen die Kassen mit der besten Durchschnittsperformance (VBV und Valida) bei knapp unter 3%.

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VAV VERSICHERUNG

Mobilitätsbarometer

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ie Kosten des AutoErkenntnis das Ergebnis anders fahrens in Österreich aussehen würde, „ so Dr. Norbert steigen dramatisch. Griesmayr. Besonders in Wien Vor kurzem wurde ist die Lage prekär, hier sind die die motorbezogene VersicherungsParkkosten bereits so hoch, dass steuer empfindlich angehoben für viele das Halten und Benützen und in Wien die Parkraumbeeines Autos schwierig ist. wirtschaftung ausgeweitet. Die Ein weiteres Wien-Spezifikum: politischen und gesellschaftlichen In der Hauptstadt sehen 58 ProRahmenbedingungen haben einen zent die Radfahrer als Risiko und besonderen Einfluss auf das inplatzieren somit diese Gruppe auf dividuelle Verkehrsverhalten der den wenig charmanten zweiten Österreicher. Zu dieser Erkenntnis Platz des Wien-Rankings. „Eine kommt eine repräsentative Umökologiefreundliche Umweltpolifrage der VAV Versicherungstik und ein Ausbau der Radwege AG unter 1.000 Österreichern, ist eine nachhaltige und wichtige durchgeführt vom Gallup InAngelegenheit. Die Politik muss stitut in Zusammenarbeit mit sich nur gut überlegen, wie sie Hasslinger Consulting und Lang mit dem vermehrten Aufkom& Tomaschtik Communications. men von Radfahrern auf der eiKlar erkennen lässt die Umfrage, nen und den augenscheinlichen dass die sichtbaren Kosten ein Gefahren auf der anderen Seite entscheidender Faktor bei der umgeht. Offensichtlich polarisiert KFZ-Nutzung sind, und dass ein die Wiener Verkehrspolitik. Das Stadt-Land Gefälle klar erkennbar ist für die Verkehrssicherheit – ist. Denn im ländlichen Bereich in einem ansonsten so günstigen hat das Auto seine Attraktivität Umfeld – eine dunkle Wolke“, so noch lange nicht verloren. Aber Griesmayr. Mit dem Mobilitäsin der Stadt ist eine Tendenz zum barometer möchte die VAV eine kommunalen Verkehr erkennbar. regelmäßig wiederkehrende InDas die Kosten ein entscheidender stitution schaffen, um das indiviDr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG Faktor sind, lässt die Studie klar duelle Verhalten der Österreicher erkennen, am ersten Platz liegt der Kraftstoff, motorbezogene Versicherungssteuer an den nachhaltig zu beobachten. Die Frage wohin knapp dahinter die Anschaffungskosten und Fiskus weiterwandern, sehe ich das Ergebnis die Reise langfristig geht, ob wir mit E-Cars am dritten Platz die Versicherungsprämie. etwas verzogen. Denn zwei Plätze weiter un- oder Hybrid-Antrieb rechnen müssen, beant„Unter dem Aspekt, dass in durchschnitt- ten finden sich mit 38 Prozent Steuern und wortet Griesmayr philosophisch mit einem lich100 Euro Brutto-Versicherungsprämie Abgaben als Faktor für die Nutzung. Vielen Zitat von Henry Ford: „Wenn ich die Mengerade einmal zwischen 20 und 25 Euro an Kfz-Haltern ist diese enorme Steuerbelastung schen gefragt hätte, was sie wollen, hätten die Versicherung gehen und 75 bis 80 Euro als nicht bewusst und ich denke, dass mit dieser sie gesagt: Wir brauchen schnellere Pferde.“

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VERSICHERUNG

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ALLIANZ VERSICHERUNG

Pensionsmärchen und Fakten

Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender Allianz Versicherung

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ie Allianz Versicherung hat mit ihrer Umfrage und deren Ergebnis eine Welle der Empörung ausgelöst. Wie schon bei der Pressekonferenz zitiert, sind die Pensionistenverbände in Österreich der Meinung, dass unser gesetzliches Pensionssystem robust und zukunftssicher ist. Nun geht der Verband der Pensionisten einen Schritt weiter und meint, dass private Pensionssystem sei keine Alternative, weil es unattraktiv sei. Man spricht sogar von riskant, wenig transparent und kostenintensiv. Auch dass, sich „die heute Jungen“ noch auf eine sichere Pension verlassen können, ist man überzeugt. Und das die Versicherungen Märchen erzählen. Originalzitat von PVÖ Präsident Blecha: „Es muss einmal Schluss sein mit den Mythen und den durchsichtigen Verunsicherungskampagnen der Privatversicherer auf Kosten der sozialen Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Das Ergebnis der

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Umfrage widerlegt aber die Aussagen der Pensionistenverbände. Die Lebenserwartung steigt und das Verhältnis von 4,2 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2012 steht im Gegensatz zu 2,3 Mio. Pensionistinnen und Pensionisten. Im Jahr 2030 hingegen kippt das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Pensionisten, es werden mehr Menschen in Pension gehen als auf den Arbeitsmarkt nachfolgen. Durch die immer höher werdende Lebenserwartung, steigt natürlich auch die Zeit der Menschen in Pension und dadurch die Aufwendungen im System. Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf den Finanzhaushalt. Die Bundeszuschüsse zum Pensionssystem, die aus Steuermittel finanziert werden, liegen derzeit bei mehr als 8 Mrd. Euro pro Jahr mit Tendenz steigend. Und das trotz laufender Anpassung der Bemessungsgrundlage für das Pensionssystem. Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfram Littich: „Das Umlagesystem

bietet zwar eine gute Grundversorgung, aber steigende Lebenserwartung und Staatsverschuldung werden zu weiteren Leistungskürzungen in der ersten Säule führen.“ In keiner Pressekonferenz oder Presseaussendung der Versicherungswirtschaft, wurde jemals von der Unfähigkeit des Pensionssystems also der sogenannten ersten Säule gesprochen. Es wird immer nur auf die Unabdingbarkeit der zweiten Säule, also der privaten Absicherung hingewiesen. Die Umfrage hat ergeben, dass fast jeder Dritte keine staatliche Pension mehr erwartet, 71% rechnen mit einem geringeren Lebensstandard in der Pension und das die Lebensdauer in der Pension deutlich unterschätzt wird. Dennoch sorgt nur jeder Zweite mit einer privaten Vorsorge für seine Zeit nach der Arbeitstätigkeit vor und die Mehrheit ist gegen eine Anhebung des Pensionsantrittsalters. Andreas Csurda Bereichsleiter Versicherungstechnik Lebensversicherung: „Einerseits wird mit einer sin-

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Österreich auf Platz 27, Thailand Schlusslicht Österreich verschlechterte sich im Ranking: Lag es im Jahr 2011 noch auf Platz 21, liegt es nun auf Platz 27, hinter Malaysia und vor Kroatien. Auf dem 50. und damit letzten Platz befindet sich Thailand, knapp hinter Japan und Brasilien. Im Vergleich zur Erhebung vor drei Jahren konnten drei Staaten ihre Platzierungen gleich um mehr als acht Plätze steigern: Dazu gehören Rumänien, Singapur und Luxemburg. Neben Österreich deutlich abgerutscht sind vor allem Kroatien, Slowenien und Taiwan, das die größte Verschlechterung verzeichnete und 19 Plätze einbüßte.

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Österreicher gehen europaweit am frühesten in Pension Die Schweizer sind die einzigen in Europa, die später in Pension gehen als es das gesetzliche Pensionsantrittsalter vorsieht, nämlich mit 65,7 Jahren. Knapp dahinter folgen die Schweden (64,3 Jahre) und die Iren (64,1 Jahre). Österreich ist das einzige Land in Europa – mit Ausnahme der ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten –, in dem das durchschnittliche reale Pensionsantrittsalter unter 60 Jahren, nämlich bei 58,6 Jahren liegt. In Osteuropa am frühesten in Pension gehen die Slowaken (58,8 Jahre), sowie Ungarn und Polen (59,3). Global gehen nur die Brasilianer, Thailänder, Malaysier und Türken früher in Pension – mit durchschnittlich jeweils 55 Jahren. Am längsten im Erwerbsleben stehen die Mexikaner, die mit durchschnittlich 72,2 Jahren in Pension gehen, vor den Südkoreanern (70,3 Jahre) und Japanern (69,7 Jahre).

Erste Säule: Österreich mit weltweit dritthöchsten Ausgaben Der Pensionsindex veranschaulicht darüber hinaus jene Indikatoren, die den Reformdruck für Altersvorsorgesysteme erhöhen. Dies sind auch die Staatsausgaben für die erste Säule: Im globalen Vergleich gibt Österreich 14,1 Prozent des BIP für die erste

Säule aus – und liegt damit auf Platz 3. Nur Frankreich (14,6 Prozent) und Italien (15,3 Prozent) geben noch mehr Geld für das staatliche Pensionssystem aus, am wenigsten in Europa bringen die Niederlande auf (6,8 Prozent), weltweit Malaysia (0,5 Prozent). Obwohl Österreich diesen hohen Anteil am BIP für die erste Säule ausgibt, beträgt die Höhe der durchschnittlichen Pension nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens (48 Prozent). Damit liegt Österreich weltweit auf Platz 20, während die durchschnittlichen Bruttopensionen der Franzosen 59 Prozent bzw. jene der Italiener 80 Prozent der durchschnittlichen Einkommen betragen. In Australien liegt die Höhe der Bruttopension aus der ersten Säule bei 42 Prozent des durchschnittlichen Einkommens, in Schweden bei 35 Prozent.

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kenden Pensionshöhe und einem geringeren Lebensstandard im Alter gerechnet, andererseits besteht bei vielen der Wunsch, trotzdem schon vor dem gesetzlichen Antrittsalter in Pension zu gehen“, so kommentierte er die Ergebnisse des Pensionsbarometers. Im „globalen Nachhaltigkeitsindex der Pensionssysteme“ liegt Österreich nun bereits auf Platz 27. Insgesamt wurden 50 Staaten weltweit auf ihren gegenwärtigen Stand und ihre zukünftige Entwicklung der Altersvorsorgesysteme analysiert. Auf Basis von Variablen wie demografischen Trends, der Situation der Staatsfinanzen sowie der Ausgestaltung des Pensionssystems wird die Notwendigkeit weiterer Pensionsreformen in einer Kennzahl zusammengefasst: Bei einer Gesamtbewertung von 10 besteht kein Bedarf – ein Score von 1 deutet auf hohen Reformdruck hin. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass jene Länder gut positioniert sind, deren Altersvorsorgesysteme breiter angelegt sind und die ihre jeweiligen Reformen frühzeitig begonnen haben. Weltweit weist Australien – wie auch im Jahr 2011 – das nachhaltigste Pensionssystem mit dem geringsten Reformdruck auf, Platz 2 belegt Schweden, gefolgt von Neuseeland. „Ein gutes Ranking im Index deutet darauf hin, dass das Pensionssystem eines Landes gut mit aktuellen und künftigen demografischen Entwicklungen mithalten kann“, erklärt Dr. Renate Finke, Autorin der Studie und Senior Economist bei der Allianz SE.

Schulterschluss bei Altersvorsorge Pensionsreformen, die in den letzten 10 bis 15 Jahren eingeführt worden sind, haben die globale Pensionslandschaft massiv verändert: Kapitaldeckungsverfahren gewinnen gegenüber Umlageverfahren an Bedeutung, beitragsorientierte Pensionspläne gegenüber leistungsorientierten. Um sich auf kommende fiskalische und demographische Herausforderungen einzustellen, sei auch hierzulande eine stärkere Diversifizierung der Altersvorsorgesysteme notwendig: „Aus den Ergebnissen geht klar hervor, dass Österreich die Reformanstrengungen beim Pensionssystem intensivieren muss“, so Littich. Dazu zähle ein klares Bekenntnis zur Kombination einer gesetzlich verankerten staatlichen mit einer starken betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Denn nur so könne ein nachhaltiges und ausgewogenes Pensionssystem erreicht werden, das für die demografischen Entwicklungen gut gerüstet ist. „Das Umlagesystem bietet zwar eine gute Grundversorgung, aber steigende Lebenserwartung und Staatsverschuldung werden zu weiteren Leistungskürzungen in der ersten Säule führen. Eine flexible, jederzeit liquidierbare Zusatzvorsorge für Berufsunfähigkeit, Hinterbliebene, Alter und Pflege muss in Eigenverantwortung finanziert werden“, so Littich abschließend.

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CONTINENTALE

Rentenversicherung

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ie Continentale easyRente soll die Altersvorsorge leicht machen. Erhältlich sind ab einem Monatsbeitrag von 10 Euro die beiden Varianten Classic und Invest. Classic mit einem Garantiezins für die gesamte Laufzeit, für Sicherheitsorientierte geeignet. Die Invest Variante bietet als fondsgebundene eine große Fondspalette, der Versicherte hat die Auswahl aus über 80 Fonds von mehr als 30 namhaften Kapitalanlagegesellschaften und kann bis zu zehn Fonds pro Vertrag kombinieren. Darunter der exklusive vermögensverwaltende Fonds „Warburg Zukunftsmanagement“ Zusätzlich zur Wertentwicklung der Fonds beteiligt die Continentale ihre Kunden auch bei der Invest-Variante monatlich an den Überschüssen. Der Kunde kann in sein Rentenguthaben bis zu zwölfmal im Jahr ganz einfach Geld einzahlen und – auch noch nach Rentenbeginn – daraus entnehmen oder sich frühzeitig eine Teil-

Friedrich-Markus Eisenpass, Geschäftsführer der Continentale Assekuranz Service GmbH rente auszahlen lassen. Mit der Continentale easyRente Classic spart der Versicherte ein Rentenguthaben an, das nicht nur durch

die monatlich gezahlten Beiträge wächst. „Anders als sonst üblich, zahlen wir auch die vereinbarten Überschussanteile monatlich auf das Rentenguthaben ein, das immer mit dem bei Abschluss gültigen Garantiezins verzinst wird“, erläutert Friedrich-Markus Eisenpass, Geschäftsführer der Continentale Assekuranz Service GmbH. Nach Rentenbeginn fließen die Überschüsse dann direkt in die Rente. Mit einer laufenden, jährlichen Verzinsung von derzeit 3,50 Prozent kann man so attraktive Renditen erzielen. Weiteres Plus: „Wir bieten unserem Kunden Planungssicherheit für seine Rente – die bis zum Rentenbeginn von der Entwicklung der Fondsanlage abhängt – mit einem zu 100 Prozent garantierten Rentenfaktor“, sagt Eisenpass. „Damit heben wir uns von der Branche ab.“ Außerdem bleibt der einmal vereinbarte Rentenfaktor auch für künftige Erhöhungen des Beitrags, Sonderzahlungen und Nachversicherungen gültig. „Ändert sich das Sicherheitsbedürfnis des Kunden einmal, ist das kein Problem“, betont Eisenpass. Denn mit dem Garantie-Airbag kann der Kunde jederzeit seine fondsgebundene Versicherung in die klassische Rentenversicherung umtauschen und sich damit von den Risiken des Aktienmarkts wieder unabhängig machen.

OEKB VERSICHERUNG AG

Enorme Schadenquote

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er Kreditversicherer hat im letzten Jahr eine Schadenquote von fast 70% verzeichnen müssen. Das ist gegenüber dem Jahr 2012 ein Anstieg um mehr als die Hälfte, der Umsatz ist mit 1% moderat gestiegen. Mit den Exportumsätzen der Versicherungskunden stieg die Deckungssumme im abgelaufenen Jahr um knapp 3%. Die meisten Auszahlungen zu Versicherungsfällen wurden für Abnehmer in Rumänien, Ungarn und Slowenien geleistet, gefolgt von Österreich und Serbien. Der klare Schaden-Spitzenreiter war dabei der Sektor Handel, darunter vor allem der Großhandel mit Papier und Stahl. Für Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung, spiegelt diese Entwicklung die Deckungspolitik des Unternehmens wider: „Das Umfeld ist nach wie vor schwierig. Und wenn ein Versicherungsprodukt so umfassend deckt wie unseres, dann wird auch umfassend gezahlt.“ Unsere

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Polizzen schützen nicht nur gegen Zahlungsausfälle aus wirtschaftlichen Gründen, sondern decken standardmäßig auch zu 100 Prozent politische Risiken. Als politische Risiken gelten beispielsweise Zahlungsausfälle wegen Krieg oder Aufruhr, Forderungen an öffentliche Institutionen und Devisen-Transferbehinderungen. „Es wird uns öfter gesagt, dass wir teuer sind. Aber das ist relativ. Im Verhältnis zum Deckungsumfang, sind unsere Produkte sogar ziemlich günstig. Aber das merken viele Exporteure erst, wenn sie von einem anderen Kreditversicherer – der sie mit Lockangeboten geblendet hatte – enttäuscht wurden“, so Offterdinger. Insgesamt betrachtet zieht die Weltkonjunktur an, wenn auch verhalten. Die Exporte in Drittstaaten stiegen 2013 besonders an. Die bei der OeKB Versicherung versicherten Forderungen entwickelten sich ähnlich zu diesem Trend: Der Kreditversicherer verzeichnete das stärkste Wachstum seines Obligos

Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung AG in Russland (+11% im Vergleich zu 2012), in der Türkei (+10%) und in Indien (+8%). Die Verlierer sind Rumänien (-12%), China (-11%) und die Tschechische Republik (-9%). Die Deckungszusagen der OeKB Versicherung beliefen sich per Ende 2013 insgesamt auf 4,7 Milliarden Euro (+3% gegenüber 2012). Das Prämienvolumen stieg leicht auf 22,3 Millionen Euro (+1%). Dieses Ergebnis spiegelt die Risikobereitschaft der OeKB Versicherung wider, die ihre Versicherungsnehmer auch weiterhin auf schwierige Märkte begleitet.

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BONUS VORSORGEKASSE

Performance Sieger

Ihr Caddy für die beste Wahl!

Peter Deutsch, Vorstandsvorsitzender der Bonus, Vorstandsmitglied Concisa

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it einer durchschnittlichen Performance von 2,8 Prozent haben die zehn österreichischen Vorsorgekassen 2013 erneut ein respektables Ergebnis erzielt. Absoluter Spitzenreiter war dabei die BONUS Vorsorgekasse AG mit einem Ertrag von 4,06 Prozent. „Dieses Ergebnis bestätigt unseren bereits zu Beginn unserer Tätigkeit eingeschlagenen Weg, nachhaltig zu investieren“, freut sich BONUS-Vorstand Dr. Wolfgang Huber. „Seit zwei Jahren veranlagen wir zudem nach den Vorgaben unseres neuen Investmentkonzepts BONUS21. Dieses Engagement trägt nun Früchte: Einerseits mit einer höchst erfreulichen PerformanceEntwicklung, andererseits mit der ÖGUTZertifizierung in Gold für unser Portfolio 2012.“ Auch für das Jahr 2013 erwartet das Unternehmen aufgrund ihres nachhaltigen

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Investments eine entsprechende Zertifizierung durch die ÖGUT. „Hohe Erträge mit gutem Gewissen und dazu das beste Service in der Branche sind unsere Erfolgsfaktoren“, sagt BONUS-Vorstand Peter Deutsch. Schon mehrfach wurden wir für das kundenfreundliche, prompte und kompetente Service ausgezeichnet. „Diese Spitzenposition wollen wir halten.“ Den Weg der Nachhaltigkeit geht die BONUS auch mit ihrer Pensionskasse. „Wir sind die einzige überbetriebliche Pensionskasse Österreichs mit einer von der ÖGUT zertifizierten nachhaltigen Veranlagungs- und Risikogemeinschaft“, erklärt Deutsch. Mit dem Investmentkonzept BONUS21 wurden die Kriterien für Investments noch deutlicher definiert, und das Anlageuniversum konnte entsprechend erweitert werden. Auch in der Pensionskasse zeigen sich die positiven Auswirkungen in den Performancezahlen: 2013 erreichte die Pensionskasse in den offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften Erträge zwischen 4,2 Prozent in der konservativen (Markt konservativ 3,9), 6,14 Prozent in der ÖGUT zertifizierten ausgewogenen (Markt ausgewogen 4,56) und 7,31 Prozent in der aktiven Veranlagungskategorie (Markt aktiv 5,20). „Damit liegen wir auch hier in der jeweiligen Kategorie über dem Marktdurchschnitt“, sagt BONUS-Vorstand Peter Deutsch.

Wie schön, dass Menschen so unterschiedlich sind – in der Berufswahl, der Lebensplanung, den Hobbys. Damit Sie den richtigen Schutz für Ihren Kunden bieten können, sorgen wir für das richtige Equipment auf Ihrer „Beratungsrunde“: mit unseren variantenreichen Tarifen in der Risiko- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Mehr Infos unter www.dialog-leben.at! Dialog spielt auch digital!

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HDI VERSICHERUNG AG

Sehr stolz

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as Jahr 2013 wurde für die HDI Versicherung AG zum größten Erfolg der Geschichte: Das Unternehmen, das im selben Jahr übrigens 30 Jahre alt wurde, erzielte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 17,2 Millionen. Rund EUR 10 Mio. entfallen auf Kapitalerträge. Die Brutto Combined Ratio fiel mit 86,4% für das vergangene Wirtschaftsjahr ebenfalls sehr gut aus. Darüber hinaus konnte das Bruttoprämienvolumen mit ca. EUR 189 Mio. stabil gehalten werden. Mitverantwortlich für das tolle Ergebnis sind die Sparten Haushalt, Eigenheim und Rechtsschutz, die als aufstrebende Sparten ein starkes Wachstum erreichten. Im Bereich Kfz hielt sich die Stückzahl der Verträge relativ stabil. „Wir freuen uns sehr, dass

v.l.: Vorstandsvorsitzender Günther Weiß und Vorstand Ing. Thomas Lackner wir unsere gute Marktposition bewahren konnten, und dass die Ergebnisse sehr gut ausgefallen sind“, ergänzt Günther Weiß, Vorstandsvorsitzender.

Industriegeschäft weiterhin auf Erfolgskurs Aufgrund der nachhaltigen und stetigen Entwicklung der Serviceangebote und Leistungen konnte der Versicherer sowohl im Industriebereich das Portfolio sehr gut stabilisieren als auch Erfolge bei der Neukundengewinnung verzeichnen.

Dies resultierte in besonders guten versicherungstechnischen Ergebnissen. Die Niederlassungen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei zeigen ebenso eine außerordentlich positive Gesamtentwicklung. „Auf dieses außergewöhnliche Jahr sind wir wirklich sehr stolz! Der Dank gebührt aber im Speziellen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ganz besonders unseren Kunden und Vertriebspartnern, da wir ohne ihr tatkräftiges Engagement und Vertrauen nicht auf 30 wertvolle Jahre zurückblicken könnten“, erklärt Ing. Thomas Lackner, Vorstand.

ZURICH VERSICHERUNG

Das Jahr 2013... v.l.: Christine Theodorovics, Gerhard Matschnig, Silvia Emrich, Kurt Möller

...war für die Zurich überdurchschnittlich gut. Die verrechneten Bruttoprämien stiegen um 5,2% auf 445,5 Mio. Euro. Im Detail beträgt das Prämienwachstum im Bereich KFZ Versicherung 3,9% im Sachbereich bei 6,5%. Im Leben konnte das Einmalerlagsegment überdurchschnittliche 60,1% zulegen. Gesamt liegen die Bruttoprämien in der

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Lebensversicherung mit 8,1% deutlich über dem Vorjahresniveau bei 152,6 Mio. Euro. Die fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen bei einem Plus von 4,1%. In der Schaden/Unfall Versicherung erhöhten sich die Bruttoeinnahmen um 5,2% auf 445,5 Mio. Euro. Die Combined Ratio stieg gering auf 98%, die Dotierung der Schwankungsrückstellungen betrug 5,9 Mio. Euro (2012 – 9,5 Mio. Euro). Der Brutto Kostensatz im Bereich Schaden-Unfall verringerte sich um 1% auf 28%. Aufgrund der gestiegenen Schadenbelastung und geringer Realisierung im Bereich der Kapitalanlagen sank das EGT um 17,8 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro. „Es ist uns gelungen, die vorhandenen Geschäftschancen zu nutzen und ein weiteres Jahr in Folge in unseren Zielsegmenten deutlich über dem Markt zu wachsen“, fasst Gerhard Matschnig

Vorstandsvorsitzender die Ziffern zusammen. Kurt Möller: Vorstandsmitglied: „Neben den überdurchschnittlichen Prämienzuwächsen aus den Nicht-Kfz- und Kfz-Sparten ist es uns auch gelungen, sowohl im Privatkunden- und Firmenkundensegment als auch über beide Hauptvertriebswege Außendienst und Makler deutlich über dem Markt zu wachsen. Und das, ohne dabei die Profitabilität aus dem Fokus zu nehmen.“ Christine Theodorovic: „Ich freue mich sehr, dass unser Fokus auf die fondsgebundene Lebensversicherung sich auch klar in unseren Ergebnissen widerspiegelt, und wir in unseren Zielsegmenten ein so deutliches Wachstum verzeichnen konnten.“ Silvia Emrich: „Unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagepolitik, mit dem Schwerpunkt auf Staatsanleihen aus Kerneuropa und Immobilien unter Beimischung von Aktien und Unternehmensanleihen, sicherte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen konstant guten laufenden Finanzertrag.“

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ERGO

VIP Service

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ie zu Jahresbeginn gestartete Testphase fürs Kfz- Pflaster geht in Serie. Ab sofort erhalten alle Kunden, die eine neue ERGO Kfz-Kaskoversicherung abschliessen, dieses Service bis Jahresende. Das VIP Service bei Reparatur des Fahrzeuges beinhaltet ein Hol- und Bringservice des beschädigten Fahrzeuges inklusive Innen- und Außenreinigung. Gleichzeitig wird für die Dauer der Reparatur ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sparen sich Kaskokunden ab einer Reparaturhöhe von 660 Euro einen Selbstbehalt von 100 Euro. Gleichzeitig startet das Unternehmen eine neue Reihe von Erklärvideos. Den Anfang macht die Kfz-Versicherung zum parallel laufenden Schwerpunkt für dieses Produkt. Für die Umsetzung wurde

auf das bewährte Werbeduo Harald Krassnitzer und Stefano Bernardin zurückgegriffen. Bekannt aus den bisherigen ERGO TV-Spots erklären die beiden Schauspielprofis, auf sehr leicht verständliche und humorvolle Art und Weise, wozu man eine Kfz-Versicherung benötigt, und was sie leistet. „Wir setzen mit diesen Erklärvideos unsere Strategie fort, Versicherungen einfacher und verständlicher zu machen. Dabei auf das gut eingespielte Team Krassnitzer und Bernardin setzen zu können, erachten wir als besonderen Glücksgriff. Wir setzen

damit unsere bisher sehr gut angenommene Werbelinie fort“, so Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende. Schritt für Schritt werden auch zu anderen Produkten Erklärvideos veröffentlicht und über verschiedene Kanäle wie Website, den ERGO Österreich YouTube Kanal veröffentlicht. Gleichzeitig werden die Videos den Vertriebspartnern für die Beratung zur Verfügung gestellt.

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VAV

KFZ: Clever berechnen und dabei Geld verdienen Zeit ist Geld: Das gilt auch bei der Kalkulation von Versicherungsprämien. Ganz besonders wichtig ist die rasche und problemlose Berechnung bei Produkten mit Commodity-Charakter – allen voran KFZ-Anträgen. Wie Sie jetzt binnen weniger Minuten dauerhaft günstige Prämien berechnen und dafür noch extra belohnt werden.

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etzt ist Hochsaison für Auto-Anmeldungen – in den Monaten März bis Juni werden rund 40 Prozent der KFZAnmeldungen vorgenommen. Für Versicherungsvermittler ist das jene Zeit, wo der Arbeitsaufwand besonders hoch ist, denn der Kunde will sofort wissen, was die laufenden Kosten für das neue Fahrzeug sind. Und bei der Berechnung der Prämien kann es ganz schön mühsam werden, denn üblicherweise werden mindestens drei Gesellschaften verglichen. Schließlich möchte der Versicherungsnehmer ein gutes PreisLeistungsverhältnis, welches auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist, und das muss erst einmal identifiziert werden. Die rasche und einfache Berechnung der Prämie steht also auf der Anforderungsliste des Vermittlers ganz oben.

VAV: In drei Minuten zur Prämie Wie kommen Sie nun rasch zu einer attraktiven Prämie? Beispielsweise auf VAV PRO, dem Vertriebspartner-Portal der VAV Versicherung. Nach dem Log-In in den Bereich

„Ihr Vorteil: KFZ-Prämien in nur drei Minuten berechnen und BonusProvision kassieren“ empfiehlt Joachim Klepp, Abteilungsleiter Maklervertrieb der VAV Versicherung

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„Mein VAV PRO“ ist es nur noch ein Klick und Sie befinden sich auf der Seite der Tarifrechner, noch ein Klick und der KFZ-Rechner ist geöffnet. Im Rechner selbst sind lediglich wenige Eingaben erforderlich, bis eine Prämie ausgewiesen wird. So ist etwa die Bonus-Stufe mit „0“ vorbelegt und die Kilometer-Leistung mit „10.000“. Ganz KFZ-Abschluss in drei Minuten – mit angenehmen Features auf VAV PRO komfortabel präsentiert sich die neue Auswahl des Zulassungs- Doppelte Provision für viele bezirks: Nur ein Buchstabe des Unterschei- Fahrzeuge dungszeichens (Anm.: Das sind die ersten ein oder zwei Buchstaben, die den Zulassungs- Ganz besonders attraktiv wird das Angebot bezirk am Kennzeichen ausweisen) muss der VAV Versicherung durch die Bonuseingegeben werden und dann werden alle Provision. Diese wird bei sieben der Top-10Möglichkeiten vorgeschlagen (s. Abbildung). PKW aus der Zulassungsstatistik und vielen weiteren Fahrzeugen ausgeschüttet. Mit der Bonus-Provision können Sie um bis zu 100 Prozent mehr Provision lukrieren - sowohl in der Haftpflicht wie in der Kasko. Dass ein Anspruch auf die Bonus-Provision entsteht, erkennen Sie übrigens an einem Symbol, das auf der Eingabemaske eingeblendet wird. Die Bonus-Provision ist an den Vertrag gebunden und unabhängig von einer Stück-Produktion. Die Vergütung gilt über die gesamte Laufzeit. Informieren Sie sich jetzt über den neuen KFZTarif der VAV und die Bonus-Provision unter www.VAVPRO.at.

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Uni-Age für Versicherer

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isher kannte man nur Silver-, Gold, und BestAger. Jetzt droht aus Brüssel erneut Unheil für die Versicherungswirtschaft. Die Standardisierer drohen mit „Uni-Age!“ Sollte die Umsetzung einer seit 2008 von der Kommission vorgeschlagenen Richtlinie Realität werden, wird das, da sind sich Experten einig, dazu führen, dass unterschiedliche Prämien für Alter oder Behinderung als diskriminierend eingestuft werden. Ein dann real existierender, lebensfremder Unsinn. Doch das Europaparlament hat der „Anti-Discrimination Directive“ bereits zugestimmt. Es ist der unaufhaltsame Drang alles zu vereinheitlichen, der da wirkt. Noch steht die Abstimmung im Ministerrat aus. Doch wer wagte es, heute noch gegen die Gutmenschenströmung anzutreten? Eine EU-Sprecherin sagte, es sei allerdings noch nicht gewiss, wann der Rat eine Entscheidung fällt.

Ein klein wenig Hoffnung besteht noch Immerhin besteht noch ein kleiner Funke Hoffnung. Denn diese Richtlinie muss einstimmig beschlossen werden. Und einige Länder, darunter Deutschland, Litauen, Malta und Tschechien sind skeptisch, bis ablehnend. Schon werden Warnungen laut, dass empfindliche Prämienerhöhungen drohen. Sollte es tatsächlich zu einem Verbot von differenzierenden Prämien kommen, werden vor allem Menschen mit hohem Risiko eine entsprechende Versicherung abschließen wollen. Der europäische Versicherungsverband ist alarmiert. Aber auch nationale Versicherungswirtschaften erwarten sich eine, wenn auch verspätete Einsicht in Brüssel. Denn

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Alter und Gesundheitszustand sind wichtige Faktoren bei der Risikobeurteilung. Nur so können in der Lebens- und Krankenversicherung bedarfsgerecht und vor allem leistbare Prämien errechnet werden. Die Branche warnt davor, alles zu vereinheitlichen. Das führe letztendlich zu höheren Prämien für alle und berge die Gefahr, dass Menschen auf wichtige und notwendige Versicherungen verzichten. Wir wollen keinesfalls als Sündenbock dastehen, verlautet aus der Branche. Auch die Kundenberater hoffen, dass nicht jeder Gleichmachmechanismus aus Brüssel umgesetzt wird. Wie soll man dem Kunden erklären, warum er plötzlich weit höhere Prämien bezahlen soll. Die Berater meinen auch, käme es zu dieser Vereinheitlichung, dann sei eine solche Einheitsprämie so etwas wie eine Zwangseinführung. Wenn die Prämien nicht mehr nach Alter und Gesundheitszustand differenziert

werden dürfen, dann könnten auch keine Alterungsrückstellungen mehr aufgebaut werden. Und da geht es in die Milliarden. Pro Jahr. Dreistellig. Ohne Not würde die Vorsorge für das Alter und die Entlastung zukünftiger Generationen aufs Spiel gesetzt und schlimmstenfalls zusammenbrechen. Dabei sollte doch gerade diese Form der Nachhaltigkeit weiter ausgebaut werden. Nachweisbar ist, dass sich Prämienunterschiede zwangsläufig aus biologischen Ursachen ergeben. Die Versicherungswirtschaft ist optimistisch, dass man nicht auf eine Einheitsprämie zusteuert. Denn eine solche würde der aktuellen, marktgetriebenen Entwicklung, dass Versicherer immer stärker Tarife individuell auf ihre Kunden und deren Risiken zuschneiden, widersprechen, so der allgemeine Tenor. Bleibt abzuwarten, ob zumindest diesmal die Vernunft siegt. In „Brüssel“?

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Intensivkurs gestartet

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selbst für die Weiterbildung unserer Coaches.“ Der Lehrgang kann mit hochrangigen Vortragenden und erfolgreichen Versicherungsmaklern als Lektoren aufwarten – u.a. unter den Lehrenden der Wiener Fachgruppenobmann Helmut Mojescick, sein Vorgänger m 15. April startete der 2. Jahrgang halb investieren wir viel in ihre Weiterbildung. Rudolf Mittendorfer/Geschäftsführer der des Intensivkurses zur Versiche- Denn eine gemeinsame Sprache auf gleichem Verag GmbH, Eric Rubas/Gesellschafter rungsmaklerprüfung der Helve- Wissensniveau ist eine wichtige Vorausset- der RUBAS & CO Versicherungsmaklergestia Versicherung in Kooperation zung für optimalen Support, gegenseitiges mbH, Versicherungsmakler Kurt Stättner und mit Arisecur und der Wirtschaftskammer Verständnis und gute Zusammenarbeit. Wir Christian Schäfer/Inhaber Christian Schäfer Wien. Der Lehrgang wurde erstmals 2013 mit haben diesen Intensivkurs daher nicht nur GmbH Versicherungsmakler. Die Ausbildung großem Erfolg durchgeführt und dauert ins- ins Leben gerufen, sondern nützen ihn auch spannt den Bogen von Rechtsgrundlagen gesamt 14 Lehrtage. Die über das Steuer- und SoNachfrage war laut den zialrecht, bis hin zum Veranstaltern auch heuer Risikomanagement und wieder extrem groß. Unallen wichtigen Versiter den Teilnehmern sind cherungssparten. Aleauch heuer wieder fünf xander Neubauer zum Helvetia Vertriebspartinhaltlichen Konzept nercoaches. Alexander des Lehrgangs: „Praxis Neubauer, Leiter Helwird groß geschrieben. vetia Partnervertrieb: Die Referenten werden „Helvetia Vertriebspartdaher viel aus ihrem Benercoaches sollen für rufsalltag in die Vorträge unsere Vertriebspartner stehend, v.l.n.r.: Andreas Büttner, Geschäftsführer Arisecur, Brigitte Kreuzer, Obmann-Stv. d. Wiener Versiche- einbauen und natürlich Ansprechpersonen auf rungsmakler, Alexander Neubauer, Leitung Partnervertrieb Helvetia & Christian Schäfer, Inhaber Christian auch zur Interaktion und Augenhöhe sein. Des- Schäfer GmbH Versicherungsmakler Diskussion anregen.“

HELVETIA VERSICHERUNG AG

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FACHVERBAND DER VERSICHERUNGSMAKLER TIROL

Neue Versicherungsmakler

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m Audioversum in Innsbruck wurden kürzlich die Diplome für die Absolventen der Ausbildung zum Versicherungsmakler verliehen. Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner und Ausbildungsleiter Hans Katschthaler überreichten die Urkunden. Stellvertretend für die Versicherungswirtschaft gratulierte Andrea Galley, Leiterin der Maklerabteilung der Merkur Versicherung, zur bestandenen Prüfung. Von 16 angetretenen Prüflingen haben zehn die Prüfung erfolgreich bestanden. Mit Bernadette Schwaiger und Meinrad Kneringer haben zwei Teilnehmer die Ausbildung sogar mit Auszeichnung abgeschlossen. Katschthaler und sein Team achten bei der Ausbildung verstärkt darauf, dass die Ausbildungsinhalte aktuell und zukunftsorientiert sind, was Fachkräfte mit entsprechender Beratungsqualität zum Ergebnis hat.

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Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner (4.v.l.), Hans Katschthaler (hintere Reihe, 6.v.r.) und FachgruppenGeschäftsführer Kurt Lorbek (2.v.r.) gratulierten den neuen Versicherungsmaklern

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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Das volle Programm

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ie schon das Motto erahnen hat lassen, wurde heuer bei der österreichweiten Roadshow wiederum das „Volle Programm“ geboten. In pointierten Doppelconferecen mit Moderation führten Vertriebsvorstand Dr. Ralph Müller und Leiter des alternativen Vertriebes KR. Prok. Gerhard Heine durch die Abende. In jedem Bundesland kamen selbstverständlich auch der Landesdirektor und in Tirol Landesdirektorin KR Ida Wander zu Wort. Das außerordentlich erfreuliche Geschäftsergebnis der Wiener Städtischen Versicherung wurde in den Veranstaltungen kurz ange-

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sprochen, aber aus börsenregulatorischen Gründen noch nicht verraten. Nun können wir darüber berichten. In Österreich ist die Wiener Städtische Versicherung mit Ihren Schwestergesellschaften weiterhin Nummer 1 am Markt. Die Entwicklung in der Schaden/Unfallversicherung ist erfreulich, beim KFZ-Kasko konnte sogar eine Steigerung von 6% erreicht werden. Trotz der hohen Belastungen durch Naturkatastrophen wurde eine Combined Ratio von rund 94% erwirtschaftet. Der Zuwachs im Geschäftsaufkommen ist zu einem guten Teil den Vertriebspartner und Vertriebspartnerinnen der Wiener Städtischen

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VERANSTALTUNG

Versicherung zu verdanken. Das betonte Dr. Müller und KR Heine bei jeder Veranstaltung und beide freuten sich unisono über die zahlreichen Gäste. Im heurigen Jahr wird nach den erfolgreichen letzten Jahren bei der Neugewinnung von Vertriebspartner der Schwerpunkt in der Servicierung der bestehenden Geschäftsbeziehungen gelegt. Selbstverständlich freut sich KR Prok. Heine über jeden neuen Vertriebspartner. Das Highlight der Roadshow war die Veranstaltung in der Wiener Hofburg, unter enormen Sicherheitsvorkehrungen, die aber dem Besuch des Israelisches Premierministers galt, war alles was Rang und Namen hat vertreten. Die Fachverbandsobmänner KR Wolfgang K. Göltl und Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger, der Wiener Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler KR Helmut Mojescick, fast alle Mitglieder des

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Wiener Versicherungsmakler Gremium und viele mehr, sind in den Zeremoniensaal gekommen. Dem geschichtsträchtigen und prunkvollsten Saal der Hofburg. Kaiser Franz II hat die Gestaltung des Traktes an den belgischen Architekten Louis Montoyer in Auftrag gegeben. Im Zeremoniensaal mit 26 Doppelluster aus Kristallglas, wo Napoleon um die Kaisertochter Marie Louise geworben hat und wo die Habsburger ihre Bälle veranstalteten, verband sich moderne Technik mit Tradition. Als Ehrengast konnte auch wie bei den anderen Veranstaltungen Prof. Bernhard Ludwig begrüßt werden, der zum kreativen Nachdenken unter dem Motto: Love it, change it or leave it, anregt. Denn Humor und Wissenschaft schließen sich nicht aus. Nach einem festlichen Abendessen nutzten die Anwesenden die Zeit zum Gedankenaustausch.

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TIPPS & TRENDS

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HOTSPOTS

INNS BRUCK

Ein Abend in Innsbruck? Nach dem Seminar noch nicht nach Hause? Wohin nach der Tagung? RisControl stellt ihnen Plätze für jeden Geschmack vor!

Adlers Bar

Batzenhäusl

Krahvogel

Eine klassische Rooftopbar im 12.Stock des neuen Designhotels Der Adler. Bei gut gemixten Drinks und Cocktails hat man hier seit Sommer 2013 einen hervorragenden Ausblick über das Lichtermeer von Innsbruck.

Nur 7 km ausserhalb der Stadt fühlt man sich in Igls schon wie in einem romantischen Tiroler Film. Marco Juen kocht hier Tiroler Küche in neuen Kompositionen und Crossover, das auch von Gault Millaut mit einer Haube ausgezeichnet wurde.

Das Krahvogel tituliert sich selber als „Restaurant unserer Zeit“. Die Küche ist kaum kategorisierbar: Von köstlichen Salatvariationen über Wok, Spaghetti, Wraps, Grillteller bis zum Wiener Schnitzel ist für alle was dabei. Für Bierliebhaber insbesondere die Auswahl an 10 ausgewählten Fassbieren.

Bruneckerstrasse 1, 6020 Innsbruck täglich 11.00-2.00 Uhr www.deradler.com

Lanser Strasse 12/14, 6080 Igls Di-So. 18.00-23.00 Uhr www.batzenhaeusl.at

Anichstrasse 12, 6020 Innsbruck Mo-Sa 19.00-22.00 Uhr, So 17.00-1.00 Uhr www.innsbruck.plus.at/krahvogel

Sitzwohl

Mexico Arriba

The Galway Bay

In sehr modernem und geräumigen Ambiente wird hier in jeder Hinschicht auf hohem Niveau gekocht. Von der Mangalitza-Piccata über Erdäpfelgulasch bis zu Trüffelrisotto mit grünem Spargel. Die Tagesbar und der Shop „Geislerei“ sind ganztags geöffnet.

Das original mexikanische Küchenteam bringt hier Klassiker und Spezialitäten aus verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Schärfegraden auf den Tisch. Eine Empfehlung ist zum Start die Plato Degustar und danach eines der herrlichen Steaks, die am Tisch am heissen Lava-Stein gegrillt werden. Wenn die Küche schliesst wird bis 1.00 an der Tequila-Bar weitergefeiert.

Viel internationales Publikum und Studenten findet man abends im Galway Bay, dem typisch irischen verlängerten Wohnzimmer. Hier werden auch alle wichtigen Sportevents auf großen Screens übertragen. Und mit einem Pint of Guinness in der Hand fühlt sich der Torjubel gleich nochmal so gut an.

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Ausgabe April 2014