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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation NR. 04 • 2016 • HEFT 441 • 37. JAHRGANG • EURO 10

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

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Vertriebsprofis kommen zu Wort Einzelkämpfer, Nischenplayer oder Zusammenschlüsse? Alles Neu

Kämpfernatur

Das richtige Tempo

Interview mit Mag. Gerald Kogler, Vorstandsvorsitzender der Merkur Versicherung

Interview mit Kommerzialrat Martin Kirchmayr, Fachgruppenobmann der Versicherungsagenten in OÖ

Interview mit Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV Versicherung


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser! Man muss ein Künstler sein um seine Ideen und Erfindungen umsetzen zu können. Viel Naivität oder Begeisterung muss dabei sein, um die noch so irrwitzigste Idee zu Geld zu machen. Aber es würde nie etwas Neues erfunden werden, wenn es keine Künstler, Naiven, Illusionisten und begeisterungswürdige Menschen gegeben hätte und gäbe. So manche Erfindung hat der Menschheit Glück bzw. Gesundheit, Freiheit und Fortschritt ermöglicht. Aber wo viel Licht, ist auch Schatten, und so manche Geldmacherei lässt eher an Glückspielerei erinnern. Vor nicht zu langer Zeit versuchten einige an der Geschäftsidee mit der Berichtigung und Beeinflussung der Bonitätsauskunft Geld zu machen und sind kläglich gescheitert. Anteilsscheine an Firmen, wahrscheinlich einige in Panama beheimatet, waren auch nicht so der Renner, oder sagen wir einmal nur kurzfristig und nur für wenige. Schneeballsysteme, im letzten Jahrhundert, vermittelten kurzzeitig die Chance für immense Reichtümer. Nun befinden wir uns aber wieder im Jahr 2016. Im Zeitalter der Digitalisierung der Weltoffenheit und medialer Übermacht, gibt es ebenfalls den Anschein von

Geldmacherei. Oder wie schon meine Großmutter gemeint hat, so manch einer muss sein kindliches Aufmerksamkeitsdefizit im Alter kompensieren. Wie sonst sollte man sich erklären können, warum man Flüchtlinge, der beeindruckenden Bilder wegen, durch einen tiefen Bach schleust. Oder ist es die Annahme, dass das Bild zu ausreichend Geld gemacht werden könnte? Hier ist eher der gute Gedanke der Vater der schlechten Aktion. Aber Geld zu machen mit Konsumenten, denen suggeriert wird auch nach Jahren mit abgelaufenen und abgerechneten Lebensversicherungsverträgen Geld herausschlagen zu können, da steht sicherlich kein nonprofit Gedanke dahinter. Eines bewirkt es auf alle Fälle: Der Ruf der Branche wird damit auch nicht besser und Geld daran verdienen wieder nur ein paar Wenige. Das Konklusium der Geschichte, es gibt keines. Es wird immer jemanden geben der Geld auf Kosten der anderen macht und das unteranderem auch nicht zu deren Wohl. Ihre Doris Schachinger

Urkunde risControl, Oberthern A16-03306 Magazin "risControl" 4/April 2016 - 4 56s. - PUR Diese Urkunde bestätigt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch zusätzliche Klimaschutzprojekte. CO2-Äquivalente

2.085 kg Unterstütztes Klimaschutzprojekt

Wasserkraft Renun Indonesien ClimatePartner-ID

11293-1604-1001 Ausgestellt am

20.04.2016

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INHALT

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Inhalt

April 2016 EDITORIAL 03 Editorial

KARRIERE 06 EZB Bankenaufsicht | FMA 07 Neue Landesdirektorin in Wien | Wiener Städtische Versicherung 08 Neue Funktion | UNIQA 08 Änderung im Vorstand | Zürich Versicherung 09 Generalbevollmächigter | Dialog 09 Chefwechsel | R+V Versicherung/ Deutschland 09 Neuer CEO | Generali Group 04 risControl 04/16

NEWS 06 Maklerbeirat | ARAG 06 Schaden App | ÖVM 07 Bestnoten auf dem deutschen Markt | Oberösterreichische Versicherung 07 Erratum 08 8. Maklergruppentreffen | Die Maklergruppe 09 Fahrradpolizze - Was kostet sie, was bringt sie? | UNIQA Österreich

TITELGESCHICHTE 36 Vertriebsprofis kommen zu Wort

INTERVIEW 10 Alles Neu | Merkur Versicherung AG 18 Kämpfernatur | Fachgruppe der Versicherungsagenten Oberösterreich 32 Das richtige Tempo | ÖBV Versicherung

VERSICHERUNG 22 Kleiner Stecker mit großer Wirkung | Allianz Gruppe 22 Stabile Position | HDI Versicherung 23 Erfolgreiches Geschäftsjahr | Europäische Reiseversicherung 24 BU-Vorsorge für Einsteiger | Continentale Assekuranz Service GmbH 24 Jahresergebnis | Zürich Österreich 25 "Multi Protect" der Existenzschutz | Wiener Städtische Versicherung 25 Digitale Innovation | Wüstenrot Gruppe 56 Allianz: Mit Servicequalität in der Gewerbeversicherung an die Spitze


INHALT

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FINANZEN STUDIE 26 Vertriebssystem und Unternehmenserfolg in der österreichischen Versicherungswirtschaft

KOLUMNE 46 Die letzte geldpolitische Offensive der EZB und ihre Folgen | Michael Kordovsky

16 Die Wirtschaft braucht frisches Geld | Fachverband der Finanzdienstleister 54 Sicher vorsorgen mit Investmentfonds

VERANSTALTUNG 14 Glückliche Landung | Wiener Städtische Versicherung 50 Vorlesungstag an der Universität Leipzig | Institut f. Versicherungswissenschaften e.V.

BUCHTIPP 16 Tagungsband | Kremser Versicherungsforum 58 Mythos Ischlerbahn

MARKT 55 Lukrative Aussicht?

SCHLUSSPUNKT 58 Was folgt im Mai? 58 Impressum Ausgabe-Nr.: 04 risControl 04/2016 Heft-Nr.: 441 37. Jahrgang

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KARRIERE / NEWS ARAG

Maklerbeirat Der Rechtsschutzspezialist ARAG hat Anfang März seinen Maklerbeirat einberufen und dabei wichtige Impulse für die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft erhalten. Schwerpunktthemen der zweitägigen Veranstaltung – die dieses Jahr in der Konzernzentrale in Düsseldorf stattfand – waren: Produktstrategie und nächste Produktgeneration 2017, Optimierungen in der Kommunikation mit der Maklerschaft und Evaluierung der eingeleiteten Umsetzungsmaßnahmen seit dem letzten Maklerbeirat Anfang Juli 2015 – insbesondere im Bereich Services und Schadenerledigung. Hierbei wurde ARAG vom Maklerbeirat ein positives Zeugnis ausgestellt: „Man merkt, dass sich ARAG wirklich große Mühe gibt, um bei Makler und Kunden mit innovativen Services und

Kundendienst zu punkten“. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Austausch mit Konzern-Vertriebsvorstand Dr. Johannes Kathan und einer Führung durch die Konzernzentrale. Teilnehmer der diesjährigen Beirats-Sitzung waren (siehe Foto von links nach rechts): Richard Hoja, Mats

Nilsson, Martin Wienerroither, Johannes Kathan, Siegfried Fleischacker, Gottfried Eisele, Willi Bors, Matthias Effinger und Gerhard Widhalm. Ebenfalls im ARAGMaklerbeirat, aber nicht auf dem Foto sind: Hannes Pfeifenberger, Michael Schopper, Gerhard Veits und Franz Waghubinger.

digitale Welt kennt keine Grenzen, deshalb ist die App des ÖVM sowohl für iOS- als auch Android-Nutzer verfügbar und deckt damit den Markt zu 95 Prozent ab. Nach dem Einstieg über einen persönlichen Zugang können Makler die Schaden-App mit ihrem eigenen Firmenlogo versehen. Als technische Verbindung zu den Kunden dient die Lizenznummer. Nach dem erfolgreichen Download der App haben Versicherte durch die Eingabe

der entsprechenden Nummer direkten Draht zu ihrem Makler. Schadensmeldungen können sofort weitergegeben werden. Optional wird eine Push-Funktion angeboten, zum direkten Versand von Benachrichtigungen auf das Smartphone des Kunden. „Der direkte zeit- und ortsunabhängige Draht verkürzt die Schadensabwicklung und stärkt gleichzeitig die Bindung zwischen Kunden und Maklern“, sagt ÖVM-Vizepräsident Alexander Meixner.

ÖVM

Schaden App Der ÖVM bietet Maklern eine kostenpflichtige Hand- App für die Kommunikation zwischen ihnen und ihren Kunden an. Die App umfasst Schadensmeldungen in den Sparten Kfz, Unfall, Eigenheim, Haushalt, Haftpflicht und Krankenversicherung. Hinzu kommen die Erstellung eines eigenen Personenprofils, sowie weiterführende Informationen über den zuständigen Makler. Dieser ist direkt per Knopfdruck telefonisch erreichbar. Die

FMA

EZB Bankenaufsicht Seit 1. April vertritt FMA – Vorstand Mag. Helmut Ettl Österreich im Lenkungsauschuß des SSM Supervisory Boards, das Aufsichtsgremiums der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank. Neben seiner Funktion im Lenkungsausschuss vertritt Mag. Ettl seit 2014 die FMA mit Sitz und Stimme im Aufsichtsgremium der Bankenaufsicht der EZB, und ist seit 06 risControl 04/16

2011 Mitglied im „Rat der Aufseher“ der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde in London. Weiters ist Ettl im Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) in Frankfurt. Der Lenkungsausschuss wirkt als Steuerungs- und Vorbereitungsgremium des SSM Supervisory Boards. Er unterstützt die Arbeit und bereitet dessen Sitzungen vor. Er tagt alle zwei Wochen

in Frankfurt am Main. Der Lenkungsausschuss setzt sich aus der Vorsitzenden des SSM Supervisory Boards, Danièle Nouy, sowie ihrer Stellvertreterin, Sabine Lautenschläger, einem Vertreter der EZB und fünf Vertretern der nationalen Aufsichtsbehörden zusammen. Die Funktionsperiode der Vertreter der nationalen Aufsichtsbehörden beträgt ein Jahr.


KARRIERE / NEWS Wiener Städtische Versicherung

Neue Landesdirektorin in Wien

Dipl.-Ing. Doris Wendler

Dipl.-Ing. Doris Wendler (44) über nimmt mit 1.April 2016 die Leitung der Landesdirektion Wien. Sie folgt Mag. Hermann Fried, der seit Anfang des Jahres zum Vertriebsvorstand berufen wurde. „Doris Wendler bringt für diese Position die idealen Voraussetzungen mit. Sie verfügt nicht nur über langjährige Erfahrung und umfangreiche Expertise, sondern ist darüber hinaus äußerst engagiert – das hat sie in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Funktionen innerhalb der Wiener Städtischen und auch im Ausland in der Vienna Insurance Group

bewiesen. Mit diesen Qualifikationen wird sie mit Sicherheit zum nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen“, so Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor. Doris Wendler hat ihre Karriere im Unternehmen bereits 1994 während ihres Studiums der technischen Mathematik an der TU Wien, begonnen. Im Jahr 2008 übernahm sie die Leitung des Marketings, vier Jahre später jene des Generalsekretariats. Zuletzt war sie als Mitglied des Vorstands der slowakischen VIG-Konzerngesellschaft Komunalna poistovna tätig.

Oberösterreichische Versicherung

Bestnoten auf dem deutschen Markt Seit einigen Jahren ist die Oberösterreichische Versicherung mit ausgewählten Produkten auf dem deutschen Versicherungsmarkt vertreten. Bisher lag der Schwerpunkt auf der Absicherung von Photovoltaikanlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit Produkten für Hausrat und Wohngebäude und vor allem mit der Privathaftpflichtversicherung legte die

Erratum Leider hat sich in der März Ausgabe der Fehlerteufel eingeschlichen, bei der Personalia der ALLIANZ Versicherung wurden die Bilder vertauscht. Wir entschuldigen uns vielmals. Hier nochmals die neuen Landesdirektoren:

Dkfm. Norbert Dörner Landesdirektor Salzburg

Oberösterreichische zuletzt auch in anderen Sparten deutlich zu. In einem aktuellen Test der Ratingagentur Franke und Bornberg, welcher im Auftrag der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ durchgeführt wurde, erhielten sie für die Privathaftpflicht die Note „Sehr gut“. Eine Studie des Deutschen Institutes für Servicequalität mit insgesamt 64 verglichenen Versicherungspolizzen kommt zum gleichen Ergebnis. „Wir sind stolz darauf, dass Versicherungsqualität made in Oberösterreich auch auf dem deutschen Markt geschätzt wird. Damit wird unser laufender Familienschwerpunkt, dem damit auch aus unserem Nachbarland sehr gute Produktqualität attestiert wird, verstärkt“, freut sich Generaldirektor Dr. Josef Stockinger. Anders als in Österreich wird in Deutschland die Privathaftpflichtversicherung nicht automatisch in einer Haushaltsversicherung mit

Fritz Wimmer – Landesdirektor Niederösterreich

Dr. Josef Stockinger eingebunden. Die Anzahl der Verträge auf dem deutschen Markt hat sich zu Letzt auf 80.000 Polizzen gesteigert.

Mag. Wolfgang Neuhauser – Landesdirektor Wien risControl 04/16 07


KARRIERE / NEWS UNIQA

Neue Funktion Thomas Polak ist neuer Chief Innovation Officer bei UNIQA. Er berichtet direkt an CEO Andreas Brandstetter. Mit seinem Team wird Polak innovative Geschäftsmodelle entlang des Kundenversprechens von UNIQA designen und vorantreiben. Zudem wird er auch strategische Investments in Unternehmen und Projekte mit neuen innovativen Ansätzen evaluieren und tätigen. UNIQA CEO Andreas Brandstetter zur Bestellung von Thomas Polak: "Der digitale Wandel wird die größten Umwälzungen auslösen, die unsere Branche je zu bewältigen hatte. Vor diesem Hintergrund haben wir für den Job als Chief Innovation Officer mit Thomas Polak bewusst jemanden an Bord geholt,

der in Branchen unterwegs war, in denen Innovation eine größere Rolle spielt als das bisher in der Versicherungswelt der Fall war. In seiner Karriere hat er in sich exponentiell entwickelnden Zukunftsbranchen international Erfahrung gesammelt und ausgeprägte unternehmerische Beweglichkeit unter Beweis gestellt. Das sind wichtige Eigenschaften, die uns bei unserem fundamentalen Wandel hin zum integrierten Servicedienstleister inspirieren und unterstützen werden.“ Polak selbst sieht seine neue Aufgabe vor allem als Moderator: „Ich verstehe mich als Katalysator zwischen dem umfassenden internen Knowhow in der UNIQA Gruppe und der sich mit zunehmender Geschwindigkeit entwi-

Thomas Polak ckelnden Welt um uns herum. Die Arbeit in einer für mich neuen Branche stellt für mich eine spannende und hochinteressante neue Herausforderung dar.“

Die Maklergruppe

8. Maklergruppenpartnertreffen Am 1. April fand die zweite große Maklergruppenveranstaltung in Anif bei Salzburg im Hotel Hubertushof statt. Über 30 Maklergruppenpartner nahmen daran teil. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung. Es wurden gemeinsam die Weichen für eine langfristige, erfolgreiche

Zukunft gestellt. Unter anderem präsentierten die beiden Geschäftsführern Rainer Vogelmann und Matthias Lindenhofer weitere Spezial- und Rabattvereinbarungen. Am Nachmittag stellten hochkarätige Vertreter aus der Versicherungswirtschaft neue Produkte aus dem Lebens- und Veranlagungsbereich vor.

Zürich Versicherung

Änderung im Vorstand Per 1. April wechselt Mag. Christine Theodorovics, MA, bisher verantwortlich für den Bereich Lebensversicherung und Marketing im Vorstand Zürich Österreich, zu Zurich Schweiz, wo sie als Head of Life /CEO der Zurich Lebensversicherungs Gesellschaft und Geschäftsleitungsmitglied eine neue Aufgabe übernimmt. Bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist, gehen die Agenden von Mag. Theodorovics interimistisch auf Gerhard Matschnig, CEO über. Frau Theodorovics wurde im Juni 2013 in den Vorstand von Zurich Österreich berufen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie in den vergangenen drei Jahren maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Bereichs Lebensversicherungen beigetragen. Neben der 08 risControl 04/16

Leitung des Bereichs Lebensversicherungen übernahm sie mit Jahresbeginn 2015 die Verantwortung für das Marketing von Zurich in Österreich. Seit diesem Zeitpunkt war sie auch Sponsorin von WIN, Zurichs Women’s Innovation Network in Österreich. „Ich bin stolz darauf, dass Frau Theodorovics Teil unseres Teams in Österreich war und sie nun die Möglichkeit hat, innerhalb des Konzerns den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu setzen. Für ihren Einsatz, die sehr gute Zusammenarbeit und den Beitrag, den sie zum Erfolg von Zurich Österreich geleistet hat, bedanke ich mich von ganzem Herzen. Ich wünsche Christine Theodorovics alles Gute für ihre neue Aufgabe bei unserem

Mag. Christine Theodorovics, MA Schwesterunternehmen“, erklärt Gerhard Matschnig.


KARRIERE / NEWS Dialog

R + V Versicherung/Deutschland

Generalbevollmächtigter

Chefwechsel

Olaf Engemann wurde zum Generalbevollmächtigten Vertrieb Deutschland bei der Dialog Lebensversicherung AG ernannt. Seine bisherige Funktion als Bereichsvorstand unabhängiger Vertriebspartner bei der Generali Versicherungen in München behält er bei. Mit dem Übergang des MaklerLebengeschäfts von den Generali Versicherungen auf die Dialog stellt Engemann in seiner Doppelfunktion die Klammer zwischen beiden Vertrieben dar. Der gelernte Versicherungskaufmann und studierte Betriebswirt kam 2004 zur deutschen Generali Gruppe. Nach Tätigkeiten als Leiter der Vertriebskoordination der Holding, und als Bereichsleiter Vertriebsservice bei den

Dr. Friedrich Caspers wird Ende des Jahres seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Norbert Rollinger berufen, er ist seit April 2009 im Vorstand des Unternehmens und hat zum 1.1.2010 im Holding Vorstand die Verantwortung für das gesamte Komposit Geschäft der Gruppe übernommen. Er begann seine berufliche Karriere 1990 bei McKinsey & Company in Düsseldorf und Köln. Es folgten Stadionen bei der DBV Winterthur Gruppe beim AXA Konzern und zuletzt als Mitglied der Vorstände in der Generali und Volksfürsorge Versicherung. Der gebürtige Rheinländer mit Luxemburger Staatsangehörigkeit ist verheiratet und hat drei Kinder.

Olaf Engemann Generali Versicherungen übernahm er 2013 seine heutige Funktion bei den UVG.

UNIQA Österreich

Fahrradpolizze – Was kostet sie, was bringt sie? Wer ein Fahrrad, dessen Anschaffungswert unter 5.000 Euro liegt, versichert, muss mit einer jährlichen Prämie in Höhe von 35 Euro rechnen. Pro Jahr werden rund 30.000 Fahrräder gestohlen, der Schaden hierbei liegt bei ca. zehn Millionen Euro. Um einen Diebstahl vorzubeugen oder zu erschweren rät der Versicherer ein Fahrradschloss zu benutzen. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Viele Fahrradfahrer verwenden kostengünstige, aber nur wenig sichere Nummern-, Spiral-, oder Kabelschlösser. „Diebe können diese allerdings in nur 15 Sekunden knacken“, weiß Hartwig Löger, Vorstandvorsitzender UNIQA Österreich. Deshalb rät er daher zu einem Panzer-, Bügel-, oder Kettenschloss. Fahrräder sind zwar oft in bestehenden Haushaltsversicherungen mitversichert, aber diese beinhaltet meist nur den Kostenersatz wenn das Fahrrad von zu Hause gestohlen wird. Im Rahmen der UNIQA Fahrrad-Diebstahlversicherung sind die in der Polizze bezeichneten Fahrräder, ihre Bestandteile und das Zubehör einschließlich der vorhandenen Fahrradanhänger auch dann gegen Schäden durch Diebstahl versichert, wenn sie sich außerhalb des eigenen Grundstücks befinden. Der Versicherungsschutz gilt innerhalb Österreichs und in angrenzenden Staaten.

Generali Group

Neuer CEO Philippe Donnet ist neuer CEO der Generali Group, er tritt damit die Nachfolge von Mario Greco an der zur Zurich Insurance Group gegangen ist. Der 55-jährige ist seit 2013 Chef der Italienischen Generali, seine berufliche Karriere begann er bei der AXA in Frankreich, 2006 wurde er Vorsitzender von AXA Japan. Alberto Minali wurde zum Generaldirektor ernannt er berichtet direkt an den CEO.

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MERKUR VERSICHERUNG AG

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INTERVIEW

Alles Neu

Wir haben mit Mag. Gerald Kogler, Vorstandsvorsitzender der Merkur Versicherung über den neuen Auftritt, die Ziele und die geplanten Veränderungen gesprochen. Die Merkur Versicherung hat sich neu erfunden, was sind die Beweggründe dafür? Versicherung ist eine Frage der Emotion, gerade im Gesundheitsbereich. Unser Rebranding geht ganz stark in Richtung Lifestyle und soll die Menschen zu einem aktiveren Lebensstil bewegen. Wir wollen ihnen vor Augen führen, dass sie selbst für sich verantwortlich sind und dementsprechend vorsorgen müssen. Gerade die Jungen sind dafür ansprechbar. Aber in ihrer Sprache – und die ist lässig und cool.

Wir sind die Versicherung, die nicht an den Versicherungsfall, sondern schon ans Vorher denkt – mit einem klaren Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden.

spezielle Workshops an. Unsere Kunden genießen bei den neuen Workshops 4 Tage/3 Nächte professionelle Betreuung passend zu einem Vorsorgeschwerpunkt ihrer Wahl. In entspannter Hotel-Atmosphäre mit Wellness und Spa erleben sie In- und Outdoor-Aktivitäten sowie themenbezogene Vorträge und Gruppeneinheiten. Welche Ziele sind angestrebt? Das wesentliche Ziel ist, das Thema Vorsorge noch stärker zu

Was wird alles relauncht, bzw. was gibt es Neues? In erster Linie geht es um den Neuauftritt unserer Marke. Die Marke Merkur wird zum begleitenden Lebenspartner, der immer mit seinen Services spürbar ist, damit es gar nicht zum Versicherungsfall kommt. Dies impliziert natürlich auch eine Änderung des Logos. Speziell im Bereich der Gesundheitsvorsorg gibt es zahlreiche Neuerungen. Unsere Tochterfirma „Merkur Lifestyle“, die einstige „Merkur Recreation“ ,veranstaltet heuer z.B. zum ersten Mal Kindercamps in den Sommerferien. Die angebotenen Camps stellen Spaß, Sport und Action in den Mittelpunkt. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, verschiedene Sportarten kennen zu lernen, mit Profis zu trainieren und positive Erfahrungen mit dem Thema Bewegung zu machen. Zusätzlich zum Sport spielt auch der Gesundheitsaspekt eine wesentliche Rolle. Die Kinder können neben dem Training an verschiedenen sportmotorischen Tests teilnehmen und ihre Fitness unter Beweis stellen. Auch für Erwachsene bieten wir neue Vorsorgeprogramme und

Das wesentliche Ziel ist, das Thema Vorsorge noch stärker zu besetzen und lebensstilverändernd zu wirken. Vorsorge liegt seit 1798 in der DNA der Marke, die Merkur war die allererste Gesundheitsversicherung Mitteleuropas. risControl 04/16 11


INTERVIEW besetzen und lebensstilverändernd zu wirken. Vorsorge liegt seit 1798 in der DNA der Marke, die Merkur war die allererste Gesundheitsversicherung Mitteleuropas. Mit diesem Rebranding zünden wir die nächste Stufe. Wir werden nun von der VERsicherung zur VORsicherung. Dieses „Vor“ transportiert den Kern unserer Marke und findet sich in vielen wichtigen Begriffen wieder: vorsorgen, vordenken, vorausplanen, vorbeugen, vorbereiten, um nur ein paar zu nennen. Unser neuer Slogan lautet: „Wir vorsichern das Wunder Mensch.“ Das geht viel weiter, als sich im Krankheitsfall vom Arzt seiner Wahl und seines Vertrauens in einer Privatklinik mit Hotelambiente behandeln zu lassen. Es geht dabei viel mehr um die Frage: „Wie erhalte ich meine Gesundheit?“ als um die Frage: „Was tue ich im Krankenhaus?“. Wir sind die Versicherung, die nicht an den Versicherungsfall, sondern schon ans Vorher denkt – mit einem klaren Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden.

Unser neuer Slogan lautet: „Wir vorsichern das Wunder Mensch.“ Das geht viel weiter, als sich im Krankheitsfall vom Arzt seiner Wahl und seines Vertrauens in einer Privatklinik mit Hotelambiente behandeln zu lassen. Wie wird die Marke am Markt präsentiert? Die Marke Merkur wird zur Lifestyle Company. Wir wollen in unserem Markenauftritt jünger, frischer und cooler werden, ohne dabei alles zu verlieren, was bisher in die Marke investiert wurde.

Die gesamte Versicherungsbranche hat hohe Kosten aufgewendet, um sich fit für Solvency II zu machen. Speziell für kleinere Unternehmen stellen die gesetzlichen Vorgaben eine große Herausforderung dar. Solvency II ein gutes Thema für die Merkur? Wir haben uns seit Jahren konsequent auf die Einführung von Solvency II vorbereitet. Bei all den regulatorischen Vorgaben haben wir immer versucht, auch den Nutzen für unser Unternehmen zu suchen und Verbesserungen, z.B. von internen Abläufen, umzusetzen. Das neue Regelwerk ist sehr komplex und die Informations- und Meldepflichten sind äußerst umfangreich. Es ist noch ungewiss, wie unsere Kundinnen und Kunden mit all diesen Informationen umgehen werden, und letztlich ist diese Informationsflut auch für die Versicherungsaufsicht eine Herausforderung. Die gesamte Versicherungsbranche hat hohe Kosten aufgewendet, um sich fit für Solvency II zu machen. Speziell für kleinere Unternehmen stellen die gesetzlichen Vorgaben eine große Herausforderung dar. Es bleibt abzuwarten, ob sich längerfristig der Versicherungsmarkt verändert. 12 risControl 04/16

Zusammenarbeit mit dem freien Vertrieb, wird diese auch neu positioniert, welche Schwerpunkte setzten Sie hier? Die Merkur Versicherung arbeitet seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit unabhängigen Vermittlern zusammen. Diese Kooperation erstreckt sich neben der Gesundheitsvorsorge intensiv auf die Sparten UV, SV und LV. Im Vordergrund unserer Maklerbetreuung steht neben den ausgezeichneten Produkten die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der persönliche Einsatz in der Verkaufsunterstützung und Bestandsbearbeitung. Wir wollen mit diesem Service einen Beitrag zu einem nachhaltigen Verkaufserfolg unserer Partner liefern. Unser Ziel ist es, auch zukünftig verstärkt durch individuelle Betreuung zu überzeugen.

Die Marke Merkur wird zur Lifestyle Company. Wir wollen in unserem Markenauftritt jünger, frischer und cooler werden, ohne dabei alles zu verlieren, was bisher in die Marke investiert wurde. Wo holen Sie sich Ihre Energie für den Arbeitsalltag? Ich versuche, mich halbwegs vernünftig zu ernähren und regelmäßig Sport zu treiben. Ich spiele Golf und sehe meinem Sohn beim Eishockeyspielen zu. Leider haben sich meine sportlichen Aktivitäten auf reinen Ausdauersport reduziert, wegen der Spätschäden von früher. Wir danken für das Gespräch.


CRAFTS ARTS

Lebensfreude absichern, bevor’s wehtut:

#vorsichern

Die Merkur ist die erste Vorsicherung Österreichs. Denn von der Merkur Vorsicherung bekommen Sie schon vorher etwas, damit Ihnen nachher nichts passiert. Vertrauen Sie auf nachhaltige Vorsorge mit Sport, Wellness, Youngster-Camps, Hightech Früherkennung und vielen anderen innovativen Merkur Services. Mit aktivem Lifestyle vorsorgen, bevor’s wehtut. Das nennen wir #vorsichern.

www.merkur.at


WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Glückliche Landung Mit der Abschlussveranstaltung in der Wiener Hofburg ging die österreichweite Roadshow beziehungsweise Reise der Wiener Städtischen Versicherung zu Ende. Am Reiseradar standen an den angeflogenen Destinationen Informationen über die neue Dachmarke 360 Grad, Unterhaltung mit hervorragenden Künstlern und das Netzwerken. In der Steiermark fanden sich die eingeladenen Gäste im hochmodernen Messecongress der Stadt Graz ein, Gastgeber war Dr. Gerald Krainer Landesdirektor Steiermark. Auf der weiteren Reiseroute lag auch Bregenz, natürlich wurde als Veranstaltungsort wiederum eine beeindruckende Location genommen. Im Festspielhaus Bregenz, das Kongresszentrum am Bodensee inmitten des Dreiländerecks zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch hier fungierte der Landesdirektor Burkhard Brechtel als Gastgeber. KommRat Ida Wander, Tiroler Landesdirektorin, lud ihre Gäste in den Congresspark Igls, was im Jahre 1906 als Kurhaus begann, hat sich seit des Neubaues 2007 zu dem Tiroler Veranstaltungsort entwickelt. Ein lichtdurchfluteter Glasbau lässt die Veranstaltungsteilnehmer an der wundervollen Gegend teilhaben. Mit der Dachmarke 360 Grad gibt das Unternehmen seinen Vertriebspartnern ein Produkt für einen rundum Schutz für Klein- und Mittelbetriebe in die Hand. Vorstandsdirektor Mag. Fried wurde nicht müde, in all seinen kurzen Ansprachen von der guten Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern zu sprechen und betonte immer wieder, dass auch im digitalen Zeitalter die Wiener Städtische Versicherung ein verlässlicher und konstanter Partner sein wird. Vertriebschef KR Gerhard Heine konnte auch in allen Stationen die gute Nachricht verbreiten, dass das letzte Jahr das beste Jahr für den Partnervertrieb war. Besonderes Augenmerk legte er auch auf die Ankündigung des Partnercolleges „Basic“ und das neue erweiterte Angebot „Expert“. Dieser neue Zyklus bietet zum bisherigen Angebot komplexe Inhalte zu Themen wie Haftpflichtversicherung, Gewerbeversicherung, betriebliche Altersvorsorge, fondsgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Showact wurde heuer von Christoph Fälbl und Reinhard Novak gestaltet. Die beiden österreichischen Künstler zeigten auf all den Stationen ihr wirklich humoristisches Können und setzten bei ihrem Engagement auf vollen Körpereinsatz. Nach Information und Kunst kam wie jedes Jahr auch

das leibliche Wohl nicht zu kurz. Ganz nach alter Tradition wurden die geladenen Gäste mit gedeckten Tischen und ausgezeichneten Speisen und Getränken verwöhnt.

WIEN

BREGENZ IGLS

GRAZ

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VERANSTALTUNG

KR Gerhard Heine und Vertriebsvorstand Mag. Hermann Fried im Kreise der K端nstler

Festspielhaus Bregenz

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FINANZEN / BUCHTIPP Fachverband d. Finanzdienstleister

Die Wirtschaft braucht frisches Geld Das auch bei den Unternehmen ankommt. Wolfgang Schiketanz hat für den Fachverband das Thema analysiert. „Wachstum ist nur möglich, wenn sich die im Umlauf befindliche Geldmenge erhöht. Die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre hat leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, weil das Geld nicht in den heimischen Betrieben gelandet ist“, analysiert Portfolioverwalter und Wertpapier-Experte Wolfgang Schiketanz. Die niedrigen Zinsen allein sind nicht ausschlaggebend, sondern die fehlende Kreditvergabe. Laut Schiketanz liegt das hauptsächlich daran, dass die Formalvorschriften für Kreditgeber viel zu streng geworden sind. Europa hinkt deshalb weit hinter den USA her. Es ist kein Zufall, dass Facebook, Google oder die großen Biotechnologie-Konzerne allesamt US-Unternehmen sind. „In Europa fehlen Investmentbanken, die neue Markttrends frühzeitig erkennen, darauf

setzen und das nötige Risikokapital samt dazu gehöriger Kreditfinanzierung organisieren können. Die EU will ein erneutes Desaster wie im Jahr 2008 durch strengere Regeln im Finanzsektor verhindern und schafft dabei ungewollt neue Hindernisse für Innovation und den Mittelstand indem der Zugang zu Krediten erschwert wird“, erklärt Schiketanz. Ein konkretes Beispiel für diese Erschwernisse ist das neue Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz. Dort wird die Kreditvergabe verboten, wenn die Rückzahlung des Kredits gefährdet ist – selbst wenn genug andere Sicherheiten geboten werden. Die Beantwortung der Frage, ob die Rückzahlung gefährdet ist, liegt beim Kreditgeber. Hier muss die Bank die Balance zwischen ihrer Risikobereitschaft und der Erfüllung ihrer aufsichtsrechtlichen Anforderungen schaffen. „Es muss doch auch in Europa wieder möglich werden, einen Mittelweg zwischen über-

Wolfgang Schiketanz bordender Regulierung und totalem Liberalismus für das Wachstum der Wirtschaft zu finden“, so der Experte.

Kremser Versicherungsforum

Tagungsband Das Kremser Versicherungsforum 2015 wurde unter der Mitwirkung des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater zum Thema Haftpflichtversicherung, D & O Versicherung und Manager – Rechtsschutz, unter der federführenden Konzeption von Dr. Klaus Koban und Mag. Erwin Gisch, sowie der Organisation von Dr. Arlinda Berisha veranstaltet. Das 2. Kremser Versicherungsforum wird heuer im Herbst stattfinden. Anlässlich der Veranstaltungsreihe ist nun der erste Tagungsband im Manz Verlag Wien erschienen, er enthält nicht nur wesentliche Tagungsbeiträge in wissenschaftlich aufbereiteter Form, sondern darüber hinaus noch weitere aktuelle Beiträge aus dem Bereich der Haftpflicht- bzw. der D&O Versicherung. 16 risControl 04/16

Die Autoren: • Mag. Erwin Gisch, MBA, war viele Jahre in leitender Position in der Versicherungswirtschaft tätig und ist seit 2009 Geschäftsführer des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. • Dr. Klaus Koban, MBA, ist Geschäftsführer der Koban Südvers Group GmbH und Leiter des Arbeitskreises Recht im Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. • Univ.-Prof. DDr. Ratka, LL.M., ist Universitätsprofessor am Departement für Wirtschaftsrecht und europäische Integration der Donau Universität Krems.

ISBN: 978-3-214-04739-9 XVI, 134 Seiten, 2016


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Hoffentlich Allianz.

Werner Steinecker – Leiter Makler-Center Kärnten


FACHGRUPPE DER VERSICHERUNGSAGENTEN OBERÖSTERREICH

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INTERVIEW

Kämpfernatur Wir haben mit Kommerzialrat Martin Kirchmayr, Fachgruppenobmann der Versicherungsagenten in Oberösterreich, über Weiterbildung, Veränderungen in der Branche und vieles mehr gesprochen.

Die IDD befindet nun sich in der Phase der Umsetzung ins nationale Recht, wie ist Ihre Meinung dazu? Kirchmayr: Eines ist sicher, alle Berufsgruppen, egal ob Versicherungsmakler, Versicherungsagenten oder Finanzdienstleister haben gemeinsam an einem Strang gezogen. Für eine lebbare IDD und die Verhinderung des Provisionsverbotes. Aber noch immer besteht die Gefahr des Provisionsverbotes bei der Umsetzung ins nationale Recht. Bei der Umsetzung besteht die Möglichkeit eine Abgrenzung der Berufsgruppen durch die Art der Entlohnung darzustellen. Ein Versicherungsagent oder Mehrfachagent, der in der neuen IDD fixer Bestandteil ist, wird vom Versicherungsunternehmen bezahlt. Der Versicherungsmakler soll gegen Honorar arbeiten und vom Kunden entlohnt werden.

Es wäre im Sinne der Abgrenzung Makler zu Agent, dass dem Kunden klar ist, wenn er ein Honorar bezahlt, dass er eine unabhängige Beratung erhält und es sich bei der Provision um eine gebundene Vermittlung handelt.

Die Versicherungsagenten in Oberösterreich haben kein Weiterbildungsproblem, die Verpflichtung von 15 Stunden pro Jahr übertreffen wir bei Weitem. Die neue IDD sieht auch eine Weiterbildungspflicht vor, wie sieht es bei den oberösterreichischen Versicherungsagenten mit der Aus- und Weiterbildung aus? Kirchmayr: Vor elf Jahren haben wir die Reihe „Top Zertifikat“ ins Leben gerufen, wir bieten 4 bis 6 Weiterbildungsmodule pro Jahr an. Das erreichte Zertifikat gilt nur drei Jahre und muss dann wieder erneuert werden. Die Referenten sind ausgewählte Topexperten aus der Branche. Wir sind auch in der einzigartigen Situation, dass wir einmal im Jahr bei einer Gerichtsverhandlung dabei sein können und hier eine reale Gerichtssitzung mit Urteilsbesprechung miterleben dürfen. Die Versicherungsagenten in Oberösterreich haben kein Weiterbildungsproblem, die Verpflichtung von 15 Stunden pro Jahr übertreffen wir bei Weitem.

Honorarberatung gegen Provisionsabrechnung, ein großer Umbruch in der Beratungslandschaft, gibt es dafür genug Verständnis am Markt? Kirchmayr: Der Markt regelt viel. Es kommt auf die Beziehung Kunde – Vermittler an, ob Provision oder Honorar vereinbart ist. Es wäre im Sinne der Abgrenzung Makler zu Agent, dass dem Kunden klar ist, wenn er ein Honorar bezahlt, dass er eine unabhängige Beratung erhält und es sich bei der Provision um eine gebundene Vermittlung handelt. Somit würde man sich viel im Vermittlerregister und bei der Deklaration ersparen. Und wir würden wieder endlich zum Beraten und Verkaufen kommen. Besteht Angst vor Veränderungen? Kirchmayr: Davon bin ich überzeugt, etwas Neues macht immer unsicher. Aber Konsumenten sind dazu bereit, für Leistung auch Honorar zu bezahlen, dass wird die Zukunft sein. Außerdem sehe ich bei Entlohnung über Provisionen keine Unabhängigkeit des Vermittlers. risControl 04/16 19


INTERVIEW Sind 15 Stunden pro Jahr ausreichend? Kirchmayr: Wenn man nur diese 15 Stunden absolviert und sich sonst nicht weiter informiert, wird es à la longue schwer werden. Es ist immer wichtig, sich weiterzubilden, eine Verpflichtung ist meiner Meinung nach notwendig. Wir sehen das bei den Zahlen der Anmeldungen für das TopZertifikat. Oberösterreich hat 1.600 aktive Mitglieder. Wenn wir aber nur 70 bis 80 Anmeldungen pro Seminar haben, stellt sich die Frage was machen die anderen, wo holen die sich ihre Weiterbildung?

Ich bin überzeugt, dass es immer mehr Menschen geben wird die sich im Internet informieren und abschließen, auch bei meinem Kunden merke ich den Trend. Wie wird das in Zukunft aussehen? Kirchmayr: Wir haben genug Kapazität, können jederzeit mehr Module und jedem einen Seminarplatz anbieten. Meiner Meinung nach wird mindestens die Hälfte der Versicherungsvermittler ihren Beruf aufgeben, weil für viele keine Wirtschaftlichkeit mehr gegeben sein wird. Es wird eine Möglichkeit sein, die Branche aufzufrischen.

Wie sieht es in Oberösterreich mit dem Berufsnachwuchs aus? Kirchmayr: Das ist kein oberösterreichisches Problem, das ist ein Problem der gesamten Versicherungsbranche. In den 60er-Jahren war es eine Ehre Versicherungen zu verkaufen, das hat sich in der Vergangenheit enorm geändert. Ich finde es ist noch immer ein Beruf mit Zukunft. In den Versicherungsunternehmen werden meiner Meinung nach leider oft Lehrlinge wegen der geringen Kosten eingestellt und nicht zur Ausbildung. Natürlich gibt es Ausnahmen, die ihren Ausbildungsauftrag auch ernst nehmen. Ich sehe als Prüfer bei den Lehrlingen die enormen Unterschiede. Es müsste auch die Entlohnung attraktiver für Lehrlinge und Neueinsteiger gestaltet werden. Nachwuchsförderung sollte kein leeres Schlagwort sein.

Meiner Meinung nach wird mindestens die Hälfte der Versicherungsvermittler ihren Beruf aufgeben, weil für viele keine Wirtschaftlichkeit mehr gegeben sein wird. Wie sehen Sie die Veränderungen Richtung Internetverkauf? Kirchmayr: Ich bin überzeugt, dass es immer mehr Menschen geben wird die sich im Internet informieren und abschließen, auch bei meinem Kunden merke ich den Trend. Aber individuelle Betreuung und Aufklärung wird immer beim Vermittler bleiben. Wir danken für das Gespräch. 20 risControl 04/16


ILFT

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VERSICHERUNG Allianz Gruppe

Kleiner Stecker mit großer Wirkung Die Allianz Gruppe in Österreich bringt eine Telematik Lösung für Privatkunden auf den Markt, die als persönliches Notrufsystem fungiert. „Allianz Drive“ ist an keinen Versicherungsvertrag gekoppelt und kostet 9,90 Euro im Monat. In Zusammenarbeit mit Kapsch hat das Unternehmen einen Notfallbegleiter entwickelt, der bei einem Unfall den Zeitraum zwischen Unfallzeitpunkt und dem Eintreffen der Hilfskräfte am Unfallort deutlich verkürzt. Die Inbetriebnahme des „Allianz Drive“ Steckers ist einfach, hierzu genügt es den daumengroßen Stecker in den Zigarettenanzünder, bzw in eine 12 Volt Buchse im PKW einzustecken. Die Telematik-Lösung ist in ganz Europa (im geografischen Sinn) funktionsfähig: Der Stecker erkennt über einen Beschleunigungssensor, wenn ein Schwellwert überschritten wurde, und ob es sich dabei um einen Unfall handelt, oder ob der Stecker nur hinuntergefallen ist. Wenn ein Unfall erkannt wurde, verschickt der Stecker eine Unfall-Nachricht mit GPS-Position und Zeit an die Zentrale bei Allianz Global Assistance (AGA) in Wien. Ein Assistance-Mitarbeiter alarmiert daraufhin die Rettungskräfte und schickt diese zum Unfallort. Auch die Autofahrer selbst können die Notruftaste auf dem Stecker betätigen, etwa bei Unwohlsein oder bei einer

Panne: hier helfen ebenfalls die Assistance-Experten weiter und leiten Schritte in die Wege, wie die Bergung des Fahrzeugs oder das Abschleppen in eine nahegelegene Werkstätte. Neben der Notr uf-Funktion sind in der „Allianz Drive“-App noch weitere Features inkludiert, wie ein digitales Fahrtenbuch, Wegfahrinfo, Parkschein-Hilfe und Tankstellenfinder. Die App hilft auch jenen Kunden, die nicht mehr wissen, wo sie ihr Auto geparkt haben. Auch für die Konzeptionierung des Steckers zeichnet Kapsch verantwortlich: „Für uns war es wichtig, dass der Stecker autark funktioniert – also unabhängig von anderen Geräten oder Kommunikationstechnologien“, erklärt Michael Stark, Telematiklösungsverantwortlicher bei Kapsch. So ist kein Mobiltelefon mit Bluetooth-Verbindung notwendig. Zudem wird kein Datenvolumen des Mobiltelefons für den Betrieb des Steckers verbraucht. Um

die Funktionsweise der „Allianz Drive“-Stecker zu testen, wurden im „Allianz Zentrum für Technik“ umfassende Crash-Tests durchgeführt. Zur dauerhaften Sicherung der Funktionalität muss der Stecker bei jeder Fahrt in einer 12 Volt-Buchse stecken. Sollte das nicht der Fall sein, wird der Kunde am Smartphone darüber informiert, dass die korrekte Position des Steckers zu überprüfen ist. LEDs zeigen den Betriebszustand an. Der Stecker fungiert mit einer eingebauten SIM Karte, somit hat der Stecker eine GPS- und GSM Funktion unabhängig vom Handy. Wird der Stecker im Notfall aus der 12 Volt Buchse geschleudert, funktioniert er trotzdem, da er mit einem Akku ausgestattet ist.

standsvorsitzender der HDI Versicherung. Die Combined Ratio ist gering auf 96,51 % gestiegen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind um 20,3 % auf 129 Mio. Euro gesunken. Die Niederlassungen können ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, Slowakei 7,6 Mio Euro, Ungarn 8,5 Mio Euro und Tschechien 15,9 Mio. Euro. Für das Jahr 2016 erwartet man eine Fortführung der niedrigen Zinssätze, die zu einer weiteren Reduktion

des durchschnittlichen Zinskupons führen werden. Günther Weiß Vorsitzender des Vorstandes: „Mit der von uns erfolgreich umgesetzten Veranlagungstrategie der letzten Jahre planen wir, auch im Jahr 2016 ein gutes Finanzergebnis zu erreichen. Im versicherungstechnischen Bereich erwarten wir ein leicht steigendes Prämienvolumen und ein stabiles Ergebnis. Wir erwarten im gesamten Schaden/Unfallbereich einen harten Wettbewerb“.

HDI Versicherung

Stabile Position Mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von knapp 9,2 Mio €. und verrechneten Bruttoprämien in Höhe von über 192 Mio.€ präsentiert HDI ein ausgezeichnetes Ergebnis 2015 (2014 Bruttoprämien 189 Mio. €, EGT 9,03 Mio. Euro). „Wir sind sehr stolz darauf, dass die Bruttoprämien im Jahr 2015 gegenüber dem vorangegangen Jahr abermals gestiegen sind und wir uns am Markt weiterhin behaupten“, freut sich Günther Weiß, Vor22 risControl 04/16


VERSICHERUNG Europäische Reiseversicherung

Erfolgreiches Geschäftsjahr Das Jahr 2015 war von einer verminderten Nachfrage nach Reisen geprägt. Trotz der schwierigen Bedingungen am Markt, konnte die Europäische Reiseversicherung ihre langjährige Stellung als führender österreichischer Reiseversicherer vertreten und verzeichnete nur einen geringen Prämienrückgang. Mag. Wolfgang Lackner, Vorstandsvorsitzender führt dies auch auf das verstärkte Sicherheitsbedürfnis zurück: „Die Terroranschläge in Tunesien, Ägypten und Frankreich sowie die Kriege im Nahen Osten und die damit verbundene Flüchtlingswelle hat die Reiselust der Österreicher gedämpft. Gleichzeitig verstärken aber gerade jene Ereignisse auch das Risikobewusstsein und die Tendenz, sich durch den Abschluss einer Reiseversicherung entsprechend abzusichern.“ Die Prämieneinnahmen liegen 5% unter dem Vorjahresergebnis diese Entwicklung ist einerseits auf den Verkauf der Slowakei-Niederlassung zurückzuführen und andererseits durch die aktuelle Marktsituation bedingt. Die Summe der Aufwendungen für Versicherungsfälle war mit 32,65 Mio. Euro um 4,6 % höher als 2014, was insbesondere auch auf einen gestiegenen Aufwand durch Großschadenereignisse zurückzuführen ist. Die Brutto-Schadenquote (Anteil der Aufwendungen an den Prämieneinnahmen) stieg von 48,5 % auf 52,5%. Die Verwaltungs- und Geschäftsaufbringungskosten (inkl. Provisionen) sanken um 5,6 Prozent, was neben einem konsequenten Kostenmanagement auch aus dem Verkauf der ehemaligen slowakischen Niederlassung resultiert. Die Kosten- und Provisionsquote konnte von 42,9 Prozent in 2014 auf 41,9 Prozent weiter gesenkt werden. Insgesamt erreichte das versicherungstechnische Ergebnis mit 2,32 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres. Das Finanzergebnis lag (unter Beibehaltung des strengen Niederstwertprinzips) aufgrund der rückläufigen Zinsentwicklung und geringerer Realisierungserträge mit 2,11 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 3,10 Mio. Euro. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft ein EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) in der Höhe von 4,43 Mio.

Leistung rauf! Prämie runter!

Mag. Wolfgang Lackner Euro, der Jahresüberschuss lag aufgrund des außerordentlichen Ergebnisses durch den Verkauf der slowakischen Niederlassung bei 5,77 Mio. Euro und erreichte somit ein Rekordergebnis. Der Bilanzgewinn stieg einschließlich eines Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in der Höhe von 4,49 Mio. Euro um 29,8 Prozent auf 6,31 Mio. Euro. Die Eigenmittel des Unternehmens wurden deutlich gestärkt und auf 26,23 Mio. Euro erhöht. Wolfgang Lackner: „Die schwierige Situation im wichtigen Outgoing-Markt setzt sich auch 2016 fort. Wir hoffen auf eine Beruhigung der angespannten Situation und ein Anspringen des Geschäftes. In den übrigen Bereichen wollen wir die positive Entwicklung weiter vorantreiben und so unsere gesteckten Ziele erreichen. Wir stellen die Bedürfnisse der Kunden und Vertriebspartner ins Zentrum unserer Bestrebungen und servicieren sie bestmöglich. Zudem setzen wir auch die Weiterentwicklung der internen Prozesse und die Optimierung der betrieblichen Abläufe fort. Insgesamt bleibt das Jahr 2016 herausfordernd, aber ich bin überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr ein solides Ergebnis erwirtschaften können und der Tourismus insgesamt mittelfristig wieder an Dynamik gewinnen wird.“

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DER Spezialversicherer risControl 04/16 23 für biometrische Risiken


VERSICHERUNG Continentale Assekuranz Service GmbH

BU-Vorsorge für Einsteiger Die Continentale bietet mit ihrem neuen Produkt PremiumBU Start Schutz für Lehrlinge, Studierende und Berufsanfänger vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit mit einem günstigen Einstiegsbeitrag, der langsam ansteigt. Vielfältige Nachversicherungsoptionen und Upgrade-Möglichkeiten, wie das neue Karriere-Paket, ermöglichen es, den BU-Schutz unterschiedlichen Lebenssituationen anzupassen.

Service GmbH. Der Kunde zahlt in den ersten drei Jahren nur die Hälfte des Beitrags. In den folgenden fünf Jahren steigt dieser in kleinen Schritten an. Erst ab dem achten Versicherungsjahr zahlt der Kunde die volle Prämie. Abschließen können den Vertrag junge Leute zwischen 15 und 35 Jahren. Studierende können ohne finanzielle Risikoprüfung, bis zu 1.500 Euro BU-Monatsrente vereinbaren. Versichert ist immer der angestrebte Beruf.

Früh einsteigen zahlt sich aus

Pflege-Paket und Plus Paket

Der gute Gesundheitszustand des jungen Kunden wird beim Vertragsabschluss eingefroren. „Gerade in jungen Jahren, wenn kaum Einkommen vorhanden ist, muss eine gute Absicherung bezahlbar sein und dennoch den vollen Versicherungsschutz bieten“, betont Mag. Gerfried Karner, Geschäftsführer der Continentale Assekuranz

Das seit 2015 mögliche Pflegepaket umfasst weitere Leistungen wie eine lebenslange Pflegerente, sogar bei Demenz. Zudem kann der Versicherte von einer Option auf eine Pflegerentenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung erweitern. Mit dem neuen Paket gibt es eine schnelle Leistung bei langer Arbeitsunfähigkeit sowie ein

Mag. Gerfried Karner Pflege-Sofortkapital. In der Polizze ist auch eine Risikoablebensversicherung enthalten.

Zürich Österreich

Jahresergebnis Die Zürich Versicherung hat ihre Jahreszahlen 2015 veröffentlicht. Die Bruttoprämieneinnahmen im Schaden-Unfall Bereich stiegen um 2,7 % auf 473,1 Mio. Euro. Das Wachstum resultierte größtenteils aus dem Nicht-Kfz-Geschäft, das um 3,4 % wuchs. Bei der Sparte Kfz lagen die Prämieneinnahmen um 1,8 % über dem Vorjahr. Auch in der Lebensversicherung verzeichnet das Unternehmen ein positives Ergebnis, mit einem Prämien- Plus von 1,6 %, insbesondere die fondsgebundene LV trug zum Wachstum bei. Durch geringe Belastungen aus Großschäden und trotz höheren Aufwendungen aus Unwetterschäden ist der Gesamtschadenaufwand um 2,4 % auf 318,8 Mio. Euro gesunken. Die Combined Ratio wurde auf 96,3 % verbessert. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Zuteilung zur Schwankungsrückstellung verringerte sich über beide Segmente um 5,0 Millionen Euro. Das Nettofinanzergebnis 24 risControl 04/16

Dr. Gerhard Matschnig (exklusive fondsgebundene Lebensversicherung) blieb über beide Abteilungen im Wesentlichen aufgrund der Erträge aus

Liegenschaften stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Somit konnte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 21,1 Millionen Euro erzielt werden. Die Kapitalstärke des Unternehmens liegt nach Solvency II Regeln deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Dr. Gerhard Matschnig, Vorstandsvorsitzender: „Angesichts der schwierigen Marktbedingungen und des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Heuer wird das Unternehmen weiterhin auf Innovationskurs bleiben. Im April wird nach der erst kürzlich vorgestellten „KFZ-Besichtigung“ eine weitere Service-Innovation zur Verfügung stehen. Mittels personalisierten Videos werden die Erstinformationen bei einem Kfz-Schadensfall spielerisch und modern vermittelt. „Wir werden den Kurs fortsetzen und auch 2016 Maßstäbe bei Produkten, Services und Innovationen setzen“, so Gerhard Matschnig.


VERSICHERUNG Wiener Städtische Versicherung

„Multi Protect“ der Existenzschutz Eine österreichweite Umfrage der Wiener Städtischen hat ergeben, dass sieben von zehn Befragten glauben, im Fall des Falles nicht ausreichend durch die gesetzliche Unfall- und Krankenversicherung geschützt zu sein. Gleichzeitig wird auch überschätzt, welche Bereiche von der staatlichen Unfallversicherung abgedeckt werden. Rund ein Drittel der Auskunftspersonen findet außerdem, dass sich die medizinische Grundversorgung in den letzten Jahren eher verschlechtert hat. Neun von zehn meinen, dass die Kosten im Pflegefall nicht vollständig durch die gesetzlichen Versicherungen ersetzt werden. Um im Fall der Fälle ausreichend geschützt zu sein hat die Wiener Städtische Versicherung nun das Produkt „Multi Protect“ auf den Markt gebracht, das die finanzielle Existenz bei

Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit absichert. Bei Verlust von bereits einer Grundfähigkeit (z.

Mag. Hermann Fried

B. Sehen, Hören, Sprechen, Orientierung) Pflegebedürftigkeit ab Pflegestufe 1 und schweren Krankheiten (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Lähmung) wird die vereinbarte monatliche Rente bis zum 65 Lebensjahr ausbezahlt. Bei Krebserkrankungen gibt es eine einmalige Leistung in Höhe der 36-fachen Monatsrente. Ein alternatives Produkt zur Berufsunfähigkeitsversicherung. „Multi Protect kann die Existenz sichern und helfen, einen drohenden Einkommensverlust auszugleichen“, erläutert Wiener Städtische Vertriebsvorstand Mag. Hermann Fried. „Fixkosten-Abdeckung, den gewohnten Lebensstandard sichern und die notwendigen Therapien und Behandlungen ermöglichen – mit unserem neuen Produkt ist das kostengünstig und unkompliziert machbar.“

Wüstenrot Gruppe

Digitale Innovation Die Wüstenrot Gruppe geht einen neuen Weg in Richtung digitaler Welt. Mit der neuen Marke KLICKMAL.at wurde die Grundlage für Versicherungsvertrieb im Internet in der Wüstenrot Gruppe geschaffen. Das wüstenrote Kamel als 3D Figur ist der neue Eyecatcher der Marke. „Wer rechtzeitig und überzeugende Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung bietet, wird seine Ertragschancen sichern und im Wettbewerb mit anderen branchenfernen Anbietern und FinTech Start-Ups, die sich um den Bereich Finanzdienstleistung etablieren wollen, bestehen können“, so Wüstenrot Generaldirektorin Dr. Susanne Riess. Der erste Schritt des Angebotes, welches in Zukunft bis zum Online Kreditantrag und Bausparantrag reichen soll, ist der Kfz-Bereich. Online Kfz- Haftpflichtanmeldung sind mit einem 150,00 Euro Aktionsbonus bis Ende des Jahres verbunden. Für Führerscheinneulinge gelten die gleichen Tarife ohne Aufschlag, innerhalb von 24 Stunden sind

die Kennzeichen bei einer Anmeldestelle abholbar. Gebrauchtwagen müssen binnen 10 Tagen ab Versicherungsbeginn bei einem ARBÖ Prüfzentrum besichtigt werden, anderenfalls erlischt die vorläufige Deckung. Abschließbar sind Haftpflicht, Teil- und Vollkasko, sowie Lenkerunfallversicherung und Kfz- Rechtsschutz. Beim angebotenen Mobilitätspaket ist ein umfassendes Prämiensparen möglich, gestaffelt pro weiteren

Versicherungsvertrag, wie Unf a l l vo r s o r g e und Risiko Lebensversicher ung. Ansprechen möchte das Unternehmen Zielgruppen, die bereits jetzt schon besonders internetaffin sind. Die Versicherung gemeinsam mit dem Auto zu erwerben ist nun mit der Wüstenrot möglich. Die Kooperation zwischen Wüstenrot und Fiat Chrysler Automobiles macht es möglich. Kunden die einen Fiat, Jeep, Alfa Romeo oder Abarth im Bündel mit einer Kfz- Versicherung kaufen, erhalten bis 30.6. einen exklusiven Bonus von bis zu 500,00 Euro von der Wüstenrot. risControl 04/16 25


STUDIE

Vertriebssystem und Unternehmenserfolg in der österreichischen Versicherungswirtschaft Ergebnisse einer statistischen Studie

ROS

Alexander Albert Reichle BSc (WU) und ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler 4 Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien KUNDENBETREUER „Über Ihre Filialen“, „Über Ihre Kundenbetreuer“, „Über selbständige 1 Einleitung 20% Versicherungsmakler“, Über Vermögensberater“, „Über das Internet“, 15% den postalischen Weg (z. B. über Antwortformulare)“, „Über Im ersten Teil der von E. Eszler thematisch angeregten und betreuten „Über 1 „Über Autohäuser“, „Über Reisebüros“, „Sonstige“ (5 mal); Bachelorarbeit von A. A. Reichle sollte statistisch untersucht werden, Banken“, 10% ROS (VTE) ob es einen Zusammenhang zwischen den von Versicherungsunter- (Summe = 100 %). Den befragten Unternehmen war Anonymität bei ROS (EGT) 5%Auswertung zugesichert worden. nehmen implementierten Vertriebssystemen und dem Erfolg dieser der ROS ( JÜ) Unternehmen gibt. Ausgewählte Ergebnisse dieser Studie werden im 260%Versicherungsunternehmen wurden angeschrieben, 11 Versicherer ROS (VTE) 2 0% 20% 30% 40% zurück, 50% drei 60% 70% sandten ein10%ausgefülltes Formular Versicherer haben Folgenden vorgestellt. ROS (EGT) -5% auf die Sensibilität der Daten berufen. Die verbleibenden zwölf ROS (JÜ) sich Versicherungen reagierten trotz mehrmaligem Nachfragen nicht. Bei 2 Methodik und Datenerhebung -10% vier Versicherungsunternehmen war die Befragung nicht erforderlich -15% da diese dieAnteil Daten veröffentlicht hatten. Somit standen aus Daten für die erste der beiden Variablengruppen – das Vertriebssystem gewesen, am Prämienumsatz – werden von den Versicherungsunternehmen nicht bzw. nur in Aus- dieser Befragung (von April 2015 bis Mai 2015) Daten von 15 Ver3 nahmefällen kommuniziert. Daher wurde eine schriftliche Befragung sicherungsunternehmen zur Verfügung. Abbildung 1: Kundenbetreuer/Vergleich der Umsatzrentabilitäten über E-Mail bei jenen Unternehmen durchgeführt, die diese Daten nicht Die Daten für die zweite der beiden Variablengruppen – den Unterveröffentlicht hatten. Die Unternehmen wurden gebeten, zu folgender nehmenserfolg – konnten den veröffentlichten Jahresabschlüssen zum 4 31.12.2014 (bei einem Unternehmen zum 31.12.2013) entnommen Frage eine Schätzung abzugeben: „Wie viel Prozent des Umsatzes Ihres Ähnliches gilt auch für die Abschlusskosten-Quote mit ganz leicht fallender, nahezu waagrechter Unternehmens werden über welchen Vertriebskanal erwirtschaftet?“ werden: Versicherungstechnisches Ergebnis (VTE), Ergebnis der Trendlinie (vgl. Abb. 2). In einer nachfolgenden Tabelle konnten die Prozent-Schätzungen gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT), Jahresüberschuss nach 4 jeweils zu folgenden angeführten Vertriebskanälen angeführt werden: Steuern ( JÜ), weiters auch die (Gesamt-) Abschlusskosten. Sowohl im KUNDENBETREUER

KUNDENBETREUER 90%

20%

10%

ROS

ROS (VTE)

5%

ROS (EGT) ROS ( JÜ)

0% 0%

10%

20%

30%

40%

50%

-5%

60%

70%

ROS (VTE) ROS (EGT) ROS (JÜ)

Abschlusskosten-Quote

80%

15%

70% 60% 50% 40% 30% 20% 10%

-10%

0% -15%

0%

Anteil am Prämienumsatz

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

Anteil am Prämienumsatz

Abbildung Abbildung 1: Kundenbetreuer/Vergleich Umsatzrentabilitäten 1: Kundenbetreuer/Vergleich derder Umsatzrentabilitäten

Abbildung 2: Kundenbetreuer/Abschlusskosten-Quote

Abbildung 2: Kundenbetreuer/Abschlusskosten-Quote

skosten-Quote

1 Reichle, Alexander Albert: Zusammenhänge von Vertriebssystem und Unternehmenserfolg sowie von Vertriebskanal und Kundenzufriedenheit in der österreichischen Versicherungswirtschaft, Bachelorarbeit andie derAbschlusskosten-Quote Wirtschaftsuniversität Wien, 2015 leicht (82 Seiten; unveröffentlicht). Ähnliches gilt auch für mit ganz fallender, nahezu waagrechter 2 Die Erstellung des Textes für die vorliegende Veröffentlichung, die Auswahl, Strukturierung und formale Gestaltung hat Erwin Eszler besorgt (unter Verwendung von Daten und Textteilen/ Trendlinie (vgl. Abb. 2). Abbildungen aus der Bachelorarbeit). Für die Richtigkeit der Darstellungen der Daten und Datenauswertungen ist ausschließlich Alexander A. Reichle verantwortlich. 3 Der Versicherungsverband führt zwar jährlich eine Erhebung durch, wie sich das Geschäft der Versicherungsunternehmen in Österreich auf die Vertriebskanäle verteilt. Diese Daten werden jedoch ebenfalls nicht an Dritte bzw. Nichtmitglieder weitergegeben, womit für die vorliegende Studie keine Sekundärdaten zur Verfügung standen. 4 Es wurde (nur) eine „Schätzung“ KUNDENBETREUER erbeten, um die Antwortbereitschaft aus folgenden zwei Überlegungen zu erhöhen: Zum einen handelt es sich um sensible Daten, und es wurde davon ausgegangen, dass die Antwortbereitschaft höher ist, wenn nur eine Schätzung anstelle von genauen Daten erbeten wird. Zum anderen wurde davon ausgegangen, dass die Antwortbereitschaft höher 90% ist, wenn nicht erst Datenrecherchen im Unternehmen angestellt werden müssen. Allerdings wurde damit freilich in Kauf genommen, dass diese geschätzten Prozentsätze von den tatsächlichen 80% Gegebenheiten mehr oder weniger stark abweichen können. 70% 60%

26 risControl 04/16 50% 40%


STUDIE

3 Einzelne Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg 3.1 Kundenbetreuer und Unternehmenserfolg Aus Abbildung 1 ist ersichtlich, dass mit steigendem Prozent-Anteil des durch Kundenbetreuer generierten Prämienumsatzes bei den betrachteten Versicherungsunternehmen die VTE-, EGT- und – allerdings geringer - auch die JÜ-Umsatzrentabilitäten (ROS = Return on Sales) tendenziell sinken (negative Steigungen der Regressionsgeraden). Der (lineare) Zusammenhang ist allerdings nicht allzu stark ausgeprägt. (Einige Punkte sind leider durch andere Punkte teilweise oder vollständig überdeckt.) Ähnliches gilt auch für die Abschlusskosten-Quote mit ganz leicht fallender, nahezu waagrechter Trendlinie (vgl. Abb. 2). 3.2 Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater und Unternehmenserfolg

3.3 Ausschließlichkeitsagenturen und Unternehmenserfolg Die Untersuchung ergab hier ein ganz anderes Bild (vgl. Abb. 5): Je stärker dieser Absatzkanal in das Vertriebssystem der Versicherer eingebunden ist, desto höher sind alle berücksichtigten Umsatzrenditen. Diese Ergebnisse sind jedoch wegen der geringen Zahl der erfassten Unternehmen, die diesen Vertriebskanal nutzen, mit Vorbehalt zu sehen. Anders als bei den Versicherungsmaklern inkl. Vermögensberatern ergab sich hinsichtlich der Ausschließlichkeitsagenturen, dass die Abschlusskostenquote des Versicherungsunternehmens tendenziell umso niedriger war, je größer der Anteil dieses Vertriebskanals am Prämienaufkommen war (vgl. Abb. 6). Allerdings ist der statistische Zusammenhang nur schwach und wegen der geringen Anzahl nicht sehr aussagekräftig. 3.4 Bankenvertrieb und Unternehmenserfolg Hier fällt auf (vgl. Abb. 7), dass zwar die Trendlinie für die VTE6 Umsatzrentabilität eine deutlich positive Steigung aufweist, dass aber die EGT- und JÜ-Umsatzrentabilitäten nahezu nicht mit dem VERSICHERUNGSMAKLER INKL. VERMÖGENSBERATER 90% 80%

Abschlusskosten-Quote

Hinblick auf eine bessere Vergleichbarkeit der Daten – es wurden ja Versicherungsunternehmen sehr unterschiedlicher Größe berücksichtigt - wie auch im Hinblick auf die den Unternehmen bei der Befragung zugesicherte Anonymität (siehe oben) wurden bei der Auswertung nur relative Erfolgsgrößen verwendet (sodass Rückschlüsse auf die Unternehmen hintangehalten werden), und zwar Umsatzrentabilitäten (VTE bzw. EGT bzw. JÜ bezogen auf verdiente Prämien) bzw. die (Gesamt-) Abschlusskosten-Quote (Aufwendungen für den Versiche5 rungsabschluss bezogen auf verdiente Nettoprämien).

70% 60% 50% 40%

Für die Gruppe der Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater 5 30% zeigt sich vor allem bei der VTE-Umsatzrendite ein sehr viel stär20% kerer negativer Zusammenhang (vgl. Abb. 3): Mit steigendem Anteil 10% 3.2 dieser Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater und Unternehmenserfolg Gruppe am Prämienaufkommen sinken auch hier generell die 0% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% Umsatzrenditen. Für die Gruppe der Versicherungsmakler inkl. Vermögensberatern zeigt sich vor allem bei der Anteil am Prämienumsatz Die Untersuchung der Abschlusskosten-Quoten ergab hingegen eine VTE-Umsatzrendite ein sehr viel stärkerer negativer Zusammenhang (vgl. Abb. 3): Mit deutlich steigende Regressionsgerade (vgl. Abb. 4): Mit steigendem die Abbildung 4: Versicherungsmakler (inkl. Vermögensberater)/ 7 steigendem Anteil dieser Gruppe am Prämienaufkommen sinken auch hier generell Abbildung 4: Versicherungsmakler (inkl. Vermögensberater)/Abschlusskosten-Quote Versicherungsmakler/Vermögensberater-Anteil ist bei den betrachteten Abschlusskosten-Quote Umsatzrenditen. Unternehmen tendenziell auch die Abschlusskosten-Quote höher. VERSICHERUNGSMAKLER INKL. VERMÖGENSBERATER 20%

AUSSCHLIESSLICHKEITSAGENTUREN

3.3

Ausschließlichkeitsagenturen und Unternehmenserfolg 20%

Die Untersuchung ergab hier ein ganz anderes Bild (vgl. Abb. 5): Je stärker dieser Absatzkanal in 15%

15%

das Vertriebssystem der Versicherer eingebunden ist, desto höher sind alle berücksichtigten

10%

(VTE) Umsatzrenditen. Diese Ergebnisse sind jedoch wegen der geringen ZahlROS der erfassten

10%

ROS (EGT) ROS (JÜ)

0% 0%

20%

40%

60%

80%

100%

-5%

ROS (VTE)

ROS (JÜ)

0%

ROS (EGT) ROS (JÜ) ROS (VTE)

0%

ROS (EGT)

5%

10%

15%

20%

25%

30%

-5%

35%

ROS (EGT) ROS (JÜ)

-10%

-10% -15%

5%

Unternehmen, die diesen Vertriebskanal nutzen, mit Vorbehalt zu sehen.

5%

ROS

ROS

ROS (VTE)

Anteil am Prämienumsatz

3: Versicherungsmakler inkl. Vermögensberatern/ AbbildungAbbildung 3: Versicherungsmakler inkl. Vermögensberatern/Vergleich der Umsatzrentabilitäten Vergleich der Umsatzrentabilitäten

-15%

Anteil am Prämienumsatz

Abbildung 5: Ausschließlichkeitsagenturen/Vergleich Abbildung 5: Ausschließlichkeitsagenturen/Vergleich der Umsatzrentabilitätender Umsatzrentabilitäten

Der Zeitraum,der auf den sich die Erfolgsgrößen – ergab die zweite Variablengruppe - beziehen (das Jahr 2014 bzw. in jenem einen Fall 2013), ist zwar vom Zeitraum der Befragung hinsichtlich der Die 5 Untersuchung Abschlusskosten-Quoten hingegen eine deutlich steigende Anders bei den Versicherungsmaklern inkl. Vermögensberatern ergab sich hinsichtlich Vertriebskanäle – der ersten Variablengruppe – (April bis Mai 2015) verschieden, doch kann wohlals angenommen werden, dass sich die Verteilung des Geschäftes zwischenzeitlich nicht allzu der Regressionsgerade (vgl. Abb. 4): Mit steigendem Versicherungsmakler/Vermögensberater-Anteil stark verändert hat, und auch, dass sich die Schätzungen der Befragten ja implizit wohl eher auf einen mehr oder weniger langen Zeitraum beziehen werden. des Versicherungsunternehmens Ausschließlichkeitsagenturen, dass die Abschlusskostenquote ist bei den betrachteten Unternehmen tendenziell auch die Abschlusskosten-Quote höher. tendenziell umso niedriger war, je größer der Anteil dieses Vertriebskanals am

risControl 04/16 27 nur Prämienaufkommen war (vgl. Abb. 6). Allerdings ist der statistische Zusammenhang schwach und wegen der geringen Anzahl nicht sehr aussagekräftig.


STUDIE Anteil des über Banken generierten Prämienaufkommens korrelieren (fast waagrechte Regressionsgeraden für die EGT- und die JÜUmsatzrentabilitäten). Die Abschlusskosten-Quote der betrachteten Versicherungsunternehmen war tendenziell umso niedriger, je höher der Anteil des Bankenvertriebes am Gesamtgeschäft war (vgl. Abb. 8). 3.5 Weitere Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg 8

Bei den anderen Vertriebskanälen AUSSCHLIESSLICHKEITSAGENTUREN

4 Gruppierte Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg

90%

Abschlusskosten-Quote

80%

6

70%

Zieht man die Gliederung der Absatzorgane nach D. Farny heran, dann lassen sich die hier berücksichtigen Vertriebskanäle folgendermaßen gruppieren: • unternehmens-(versicherer-)eigene Vertriebskanäle (Kundenbetreuer; Filialen; Internet); • unternehmens-(versicherer-)gebundene Vertriebskanäle (Ausschließlichkeitsagenturen); • unternehmens-(versicherer-)fremde Vertriebskanäle (Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater; Banken; Autohäuser, Reisebüros, Kooperationen).

60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 0%

5%

10%

15%

20%

25%

30%

35%

Anteil am Prämienumsatz 9 Abbildung 6: Ausschließlichkeitsagenturen (AbschlusskostenAbbildung 6: Ausschließlichkeitsagenturen/Abschlusskosten-Quote) Quote)

Die Zusammenfassung erfolgte so, dass die Prozentwerte der am Prämienumsatz beteiligten Vertriebskanäle einer Gruppe je Versicherungsunternehmen zu einem Wert addiert wurden (Kumulierung).

BANKEN 20%

3.4

• Filialen • Internet • Autohäuser, Reisebüros, Kooperationen lag einerseits die Anzahl der Antworten, die über 0 % Anteil am Prämienumsatz auswiesen, jeweils unter fünf; andererseits waren dann auch diese Prozentsätze zumeist ziemlich niedrig. Daher wird wegen der mangelhaften Aussagekraft der einzelnen statistischen Auswertungen auf eine graphische Darstellung an dieser Stelle verzichtet. In den nach Vertriebsbereichen zusammengefassten, gruppierten Auswertungen (s. u.) sind diese Vertriebskanäle jedoch enthalten.

Bankenvertrieb und Unternehmenserfolg 15%

Hier fällt auf (vgl. Abb. 7), dass zwar die Trendlinie für die VTE-Umsatzrentabilität eine deutlich 4.1 Unternehmens-(versicherer-)eigene Vertriebskanäle und 10%

Unternehmenserfolg positive Steigung aufweist, dass aber die EGT- und JÜ-Umsatzrentabilitäten nahezu mit ROS (VTE) nicht 5%

ROS (EGT)

ROS

dem Anteil des über Banken generierten Prämienaufkommens korrelieren (fast waagrechte ROS (JÜ) 0% Linien, der EGT-Umsatzrentabilität ganz leicht fallend). 0%

20%

40%

Wie in Abb. 9 zu erkennen, ist der Unternehmenserfolg – gemessen an allen drei Kennzahlen der relativen Umsatzrentabilitäten – tendenziell umso niedriger, je größer der Anteil der von den befragten Versicherungsunternehmen angeführten unternehmenseigenen Vertriebskanäle (Kundenbetreuer; Filialen; Internet) am Prämienumsatz ist. Die Trendlinie der Abschlusskosten-Quote verläuft nahezu waagrecht und 12 es war somit kein ausgeprägter (linearer) Zusammenhang festzustellen (vgl. Abb. 10).

ROS (VTE)

60%

80%

100%

ROS (EGT)

-5%

ROS (JÜ)

-10% -15%

Anteil am Prämienumsatz 10

Abbildung 7: Bankenvertrieb/Vergleich der Umsatzrentabilitäten Abbildung 7: Bankenvertrieb/Vergleich der Umsatzrentabilitäten

BANKEN

UNTERNEHMENSEIGEN

90%

20%

80%

15%

niedriger, je höher der Anteil des Bankenvertriebes am Gesamtgeschäft war (vgl. Abb. 8). 60%

10%

50%

5%

70%

ROS (VTE)

ROS

Abschlusskosten-Qoute

Die Abschlusskosten-Quote der betrachteten Versicherungsunternehmen war tendenziell umso

40% 30%

ROS (EGT) ROS (JÜ)

0% 0%

20%

-5%

10%

-10%

0% 0%

10%

20%

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40%

50%

60%

70%

80%

90%

-15%

100%

Anteil am Prämienumsatz

Abbildung 8: Bankenvertrieb/Vergleich der Abschlusskosten-Quote Abbildung 8: Bankenvertrieb/Vergleich der Abschlusskosten-Quote

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

ROS (VTE) ROS (EGT) ROS (JÜ)

Anteil am Prämienumsatz

Abbildung 9: Vergleich der Umsatzrentabilitäten Abbildung 9: Vergleich der Umsatzrentabilitäten (Unternehmenseigene (Unternehmenseigene Absatzorgane)Absatzorgane)

6 Vgl. Farny, Dieter: Versicherungsbetriebslehre, 5. Aufl., Karlsruhe 2011, S.742 ff.

Die Trendlinie der Abschlusskosten-Quote verläuft nahezu waagrecht und es war somit kein

3.5

Weitere Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg 28 risControl 04/16

Bei den anderen Vertriebskanälen

ausgeprägter (linearer) Zusammenhang festzustellen (vgl. Abb. 10).


INSERAT ARAG SE Direktion für Österreich Keine Fotorechte für das Internet


STUDIE satzrentabilitäten beim Vertrieb über Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater - Abb. 3 - mit dem Bankenvertrieb – Abb. 7 - innerhalb der Gruppe der unternehmensfremden Vertriebskanäle). Es ist aber Da unter diese Kategorie hier nur die Ausschließlichkeitsagenturen darauf hinzuweisen, dass das Vertriebssystem (erste Variablengruppe) - für den Unternehmenserfolg fallen, kann hierzu auf die entsprechenden obigen Darstellungen nur ein Faktor - unter vielen anderen 13 ist (das legt auch die zum Teil sehr starke Streuung der Daten nahe), verwiesen werden (Abschnitt 3.3 mit Abb. 5 und Abb. 6). zwar schon innerhalb des absatzpolitischen Instrumentariums 4.2 und Unternehmens-(versicherer-) gebundene Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg 4.3 Unternehmens-(versicherer-) fremde Vertriebskanäle und (neben Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Servicepolitik), aber Da unter diese Kategorie hier nur die Ausschließlichkeitsagenturen fallen, kann hierzu auf die auch darüber hinausgehend (etwa im Hinblick auf die RückversiUnternehmenserfolg entsprechenden obigen Darstellungen verwiesen werden (Abschnitt 3.3 mit Abb. 5 und Abb. 6). cherungspolitik oder - bei bestimmten Umsatzrentabilitäten – die Abb. 11 zeigt, dass die Umsatzrentabilitäten tendenziell umso höher Veranlagungspolitik). sind, je größer der Anteil der von den befragten Versicherungsunter- Auf der anderen Seite (zweite Variablengruppe) wäre zu fragen, wie 4.3 die Unternehmens-(versicherer-) Vertriebskanäle Unternehmenserfolg Ergebnisse aussehen fremde würden, wenn unterund Unternehmenserfolg nehmen angeführten unternehmensfremden Vertriebskanäle (Versichenicht ausschließlich finanzwirtschaftliche Größen eines einzigen rungsmakler inkl. Vermögensberater; Banken; Autohäuser, Reisebüros, Abb. 11 zeigt, dass die Umsatzrentabilitäten tendenziell umso höher sind, je größer der Anteil der Jahresabschlusses verstanden werden, wenn also einerseits nichtKooperationen) ist, allerdings bei einer beträchtlichen Streuung der von den befragten Versicherungsunternehmen angeführten unternehmensfremden Werte. Die deutlich negativen Steigungen der Trendlinien bei den finanzwirtschaftliche Aspekte mitberücksichtigt werden und andeVertriebskanäle (Versicherungsmakler inkl. Vermögensberater; Banken; Autohäuser, Reisebüros, Versicherungsmaklern inkl. Vermögensberatern (vgl. oben Abb. 3) rerseits insgesamt die Nachhaltigkeit ins Blickfeld genommen wird. Kooperationen) ist, allerdings bei einer beträchtlichen Streuung der Werte. Die deutlich negativen 12 bei den anderen vertriebsfremden Abschließend ist noch ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass generell werden dabei durch die Steigungen Steigungen der Trendlinien bei den Versicherungsmaklern inkl. Vermögensberatern (vgl. oben Vertriebskanälen überkompensiert, sodass sich eben insgesamt für das Ergebnis einer bestimmten angewandten statistisch-formalen Abb. 3) werden dabei durch die Steigungen bei den anderen vertriebsfremden Vertriebskanälen diese Gruppe bzw. diesen Vertriebsbereich Trendlinien mit leicht Analyse (statistischer Zusammenhang durch lineare Regression) UNTERNEHMENSEIGEN überkompensiert, sodass sich eben insgesamt für diese Gruppe bzw. diesen Vertriebsbereich nicht zugleich als Aussage über einen Kausalzusammenhang aufpositiver Steigung ergeben. 20% Trendlinien mit leicht positiver Steigung ergeben. gefasst werden darf. Die Ergebnisse dieser Studie können aber als Die nur geringe Steigung der Trendlinie der Abschlusskosten-Quote 15% Abb. 12) lässt keinen ausgeprägten Zusammenhang erkennen. Ausgangspunkt und Anregung für weiterführende Untersuchungen (vgl. zur Klärung von Ursachen und Zusammenhängen dienen. 10% 4.2 Unternehmens-(versicherer-) gebundene Vertriebskanäle und Unternehmenserfolg

ROS

5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen 5%

ROS (VTE)

UNTERNEHMENSFREMD

ROS (EGT)

20%

ROS (JÜ)

ROS

Vorbehaltlich der nicht sehr großen Anzahl der erhaltenen Daten 0% ROS (VTE) 15% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% (was0%im Hinblick auf die Aussagekraft bzw. statistische Signifikanz ROS (EGT) -5% ROS (JÜ) 10% zu wünschen übrig lässt) und der Tatsache, dass die Prämienanteile ROS (VTE) -10% geschätzt wurden, konnte somit statistisch (lineare Regression) nur ROS (EGT) 5% ROS (JÜ) insgesamt festgestellt werden, dass der Unternehmenserfolg, gemessen -15% 0% ROS (VTE) Anteilmit am Prämienumsatz an Umsatzrentabilitäten, steigendem Anteil versicherungsunter0% 20% 40% 60% 80% 100% ROS (EGT) -5% nehmenseigener Vertriebskanäle am Prämienumsatz tendenziell sinkt, 14 ROS (JÜ) Abbildung 9: Vergleich der Umsatzrentabilitäten (Unternehmenseigene Absatzorgane) mit steigendem Anteil versicherungsunternehmensgebundener und -10% versicherungsunternehmensfremder Vertriebskanäle aber tendenziell Die nur geringe Steigung der Trendlinie der Abschlusskosten-Quote (vgl. Abb. 12) lässt keinen -15% Anteil am Prämienumsatz steigt. Am stärksten ist dieser Gegensatz beim versicherungstechnischen ausgeprägten Zusammenhang erkennen. Ergebnis (VTE) auszumachen. Innerhalb dieser Vertriebsbereiche Die Trendlinie der Abschlusskosten-Quote verläuft nahezu waagrecht und es war somit kein Abbildung Vergleich der Umsatzrentabilitäten Abbildung 11: Vergleich11: der Umsatzrentabilitäten (Unternehmensfremde Absatzorgane) können aber beim Vergleich einzelner Vertriebskanäle gegensätzliche ausgeprägter (linearer) Zusammenhang festzustellen (vgl. Abb. 10). (Unternehmensfremde Absatzorgane) Tendenzen ausgemacht werden (z. B. beim Vergleich von VTE-UmUNTERNEHMENSFREMD

UNTERNEHMENSEIGEN

90%

90%

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Abschlusskosten-Quote

Abschlusskosten-Quote

80% 70% 60% 50% 40% 30% 20%

70% 60% 50% 40% 30% 20% 10%

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Anteil am Prämienumsatz

Abbildung 10: Unternehmenseigene Absatzorgane (Abschlusskosten-Quote)

Abbildung 10: Unternehmenseigene Absatzorgane (Abschlusskosten-Quote)

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80%

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Anteil am Prämienumsatz

Abbildung 12: Unternehmensfremde Absatzorgane Abbildung 12: Unternehmensfremde Absatzorgane (Abschlusskosten-Quote) (Abschlusskosten-Quote)

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ÖBV VERSICHERUNG

32 risControl 04/16


INTERVIEW

Das richtige Tempo Magister Josef Trawöger Vorstandsvorsitzender der ÖBV Versicherung im Gespräch über die Strategie und die Themenschwerpunkte für 2016, den Gemeinschaftsgedanken in einem Versicherungsverein und das Kerngeschäft der Versicherer.

Strategie 2016, was plant die ÖBV heuer? Trawöger: Wir haben keine explizierte Strategie für 2016, sondern setzen die im Vorjahr gestartete Umsetzung unserer Unternehmensstrategie konsequent fort. Wir haben fünf unterschiedliche Handlungsfelder mit jeweils einer Kernstrategie definiert, Ziel ist es bis ins Jahr 2020 die 33 strategischen Maßnahmen dazu umzusetzen. Beim Thema Produktstrategie z. B. möchten wir den Bereich Biometrie noch weiter forcieren, bei der Unfallversicherung modularer bei den Bausteinen werden und flexibler im Segment Rentenversicherung. Richtung Kunden ist unsere Zielgruppenstrategie eindeutig, wir bleiben unserer Kernkompetenz dem öffentlichen Sektor treu, werden aber auch gezielt Kundengruppen außerhalb dieses Segments ansprechen. Es gibt eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, auf alle Fälle wollen wir im Bereich Asset Management weiterhin eine gute Gesamtverzinsung erreichen. Unsere Vision ist es dynamischer zu werden und uns den Ansprüchen und Bedürfnissen unserer Kunden noch mehr anzupassen. Wir wollen Kunden bei Risiken, die sie nicht selbst managen können, begleiten und entlasten.

Unsere Vision ist es dynamischer zu werden und uns den Ansprüchen und Bedürfnissen unserer Kunden noch mehr anzupassen. Wir wollen Kunden bei Risiken, die sie nicht selbst managen können, begleiten und entlasten. Es gibt viele Herausforderungen am Markt, wie geht es der ÖBV mit dem Thema Solvency II? Trawöger: Es ist ein enormer Aufwand für uns als Versicherungsverein gewesen, aber es geht uns sehr gut damit. Solvency II ist mehr als nur die Darstellung einer Solvenzquote. Solvency II hat die Versicherungswelt maßgeblich verändert. Unternehmen müssen bei Entscheidungen weit in die Zukunft und für das ganze Kollektiv denken. Man muss modellhaft denken, Modelle haben aber eben auch den Nachteil, dass sie Modelle sind. Manchmal gibt es im Bereich Veranlagung Entscheidungen, die man aufgrund des neuen Regelwerkes nicht mehr treffen kann, daran müssen wir uns erst gewöhnen. Eine neue Welt mit vielen Veränderungen?

Trawöger: Wir alle sind aufgewachsen in einer Versicherungswelt und Kultur, die sich Jahrzehnte lang nicht verändert hat. Dann gab es einen Paradigmenwechsel, natürlich ist das gewöhnungsbedürftig. Die Veränderungen werden immer gravierender und in immer kürzeren Abständen kommen, im Moment ist es eine Flut an Regelungen, die in enorm kurzer Zeit umgesetzt werden müssen. Manchmal hat man das Gefühl, man beschäftigt sich nur mehr mit Prozessen im Unternehmen und zu wenig mit Kunden und Produkten. Das finde ich schade, denn wir sind Versicherer und entfernen uns mit diesen Aufgaben vom Kerngeschäft. Aber in ein paar Jahren werden wir uns auch an diese Veränderungen gewöhnt haben und sie werden zum täglichen Leben gehören. Die Versicherungswirtschaft hat nicht nur seitens der Regulatorien mit Herausforderungen zu kämpfen, auch der Ruf der Branche ist im Moment kein besonders Guter. Wie begegnen sie diesem Problem? Trawöger: Unsere Kunden sehen den Bedarf an Versicherungsprodukten sehr wohl und sind daher auch für das Thema zugänglich. Es gibt meiner Meinung nach einen sehr großen Unterschied zwischen den Protagonisten. Die einen sind der Versicherungswirtschaft gegenüber skeptisch eingestellt, da müssen wir mit Fakten überzeugen, denn in der Zweiten Republik Österreich hat es noch keine Insolvenz eines Versicherungsunternehmens gegeben und es ist noch jede Garantie in der Lebensversicherung ausbezahlt worden. Die Anderen sehen keinen Bedarf im Bereich Vorsorge was sehr kurzsichtig ist, denn die Lebensversicherung ist die wichtigste Vorsorgeform, die es in Österreich gibt. Es ist das einzige Instrument, neben dem staatlichen guten System, das eine lebenslange Rente ermöglicht. Viele Menschen unterschätzen ihre Lebenserwartung, daher ist es wichtig sich in diesem Bereich wirklich ausführlich zu informieren und entsprechend vorzusorgen. Damit es später nicht heißt: Mein Geld ist schon weg, aber ich bin noch da. Sie sehen also einen Bedarf in der Bevölkerung? Trawöger: Definitiv ja. Was wir auch beobachten, ist, dass die Menschen mit denen wir über die Thematik sprechen immer jünger werden. Wichtig ist, den Bedarf aufzuzeigen, aufzuklären und zu informieren und nicht nur an den Profit zu denken. Wir gehen im Versicherungsvertrieb einen neuen Weg, weg vom bloßen Verkauf, risControl 04/16 33


INTERVIEW

Viele Menschen unterschätzen ihre Lebenserwartung, daher ist es wichtig sich in diesem Bereich wirklich ausführlich zu informieren und entsprechend vorzusorgen. Die ÖBV hat eine neue Kampagne „Für ein gutes Leben“, wie kommt diese bei Ihren Kunden an? Trawöger: Obwohl wir erst vor kurzem damit an die Öffentlichkeit gegangen sind, haben wir bereits erstaunlich viel positives Feedback. Die Thematisierung der Altersvorsorge als unerkanntes Grundbedürfnis trifft offenbar den Nerv der Zeit. Wo holen Sie sich Ihre Energie für den Alltag?

hin zur Beratung auf hohem Niveau. Gemeinsam mit dem Kunden erheben wir seinen Bedarf abhängig von seiner Lebenssituation und den Zukunftsplänen. Wir sprechen nicht mehr von Produkten, sondern von Lösungen. Nur wenn ein Kunde versteht, was er kauft, kann er zufrieden sein.

Vorsorgethemen haben sehr viel mit Vertrauen zu tun. Der Kunde vertraut einer Versicherung nicht nur sein Geld, sondern auch seine Zukunft an, so etwas kann man nicht an einem Automaten erwerben.

Trawöger: Aus meiner persönlichen Mission dem Unternehmen gegenüber, das Unternehmen auch in einer digitalisierten Welt unter veränderten Rahmenbedingungen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen und für das Kollektiv so gut als möglich da zu sein. Aber natürlich auch aus meinem persönlichen Umfeld, wo ich Ruhe und Kraft schöpfen kann. Ich reise auch gerne. Wo würde die nächste Reise hingehen? Trawöger: Auf der Prioritätenliste steht Südafrika an erster Stelle. An welche Reise haben sie die schönsten Erinnerungen? Trawöger: An eine Reise im vergangenen Sommer in die Türkei. Ein kleiner Ort, weit weg vom Massentourismus. Es war wirklich romantisch, fast schon kitschig. Der Aufenthalt hat alle unsere Erwartungen übertroffen, die Menschen mit ihrer Gastfreundlichkeit, die Blumenpracht, der Strand und das Meer. Wir danken für das Gespräch.

Was ist Ihre Meinung zum Stichwort Digitalisierung? Trawöger: Auch unsere Erhebungen haben gezeigt, dass sich die Kunden im Internet informieren, dann aber den Kontakt zu einem Berater suchen. Vorsorgethemen haben sehr viel mit Vertrauen zu tun. Der Kunde vertraut einer Versicherung nicht nur sein Geld, sondern auch seine Zukunft an, so etwas kann man nicht an einem Automaten erwerben. Ein Vorsorgeprodukt bedarf immer eines unmittelbaren Kontaktes zu einem kompetenten Berater. Unsere Aufgabe als Versicherer ist es, Produkte in Worte zu fassen, die Kunden leicht verstehen können. Ob die Digitalisierung dieses Thema lösen kann, wird die Zukunft zeigen. Eines ist meiner Meinung nach sicher, die Beratung muss immer im Vordergrund stehen. Unsere Aufgabe ist es, mit einer ausführlichen persönlichen Beratung einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen, das kann ein Fintech nicht. Aber natürlich ist IT ein wichtiges Thema. Wir werden heuer mit unserer IT-Umstellung fertig sein und schon ab 2017 einiges Neues präsentieren können. 34 risControl 04/16


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TITELGESCHICHTE

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TITELGESCHICHTE

Vertriebsprofis kommen zu Wort

Einzelkämpfer, Nischenplayer oder Zusammenschlüsse? Jede dieser Vertriebsformen ist am österreichischen Vermittlermarkt vertreten und hat seine Berechtigung. Im Laufe der Jahre sind die Anforderungen an die Versicherungsmakler, Finanzdienstleister und Versicherungsagenten gestiegen, und es wird auch in den nächsten Jahren sicherlich nicht einfacher werden. Das alles fordert neben der soliden Grundausbildung und stetiger Weiterbildung auch eine strategische Überlegung in die Zukunft. Ist es möglich als Einzelkämpfer den Ansprüchen gerecht zu werden, oder ist die Zukunft nur mehr in Partnerschaften, Franchisesystemen oder Zusammenschlüssen zu finden? In fast allen Interviews der letzten Jahre haben wir Experten in der Versicherungsbranche zu diesem Thema befragt. Wir haben auch in der Vergangenheit gestöbert und uns Aussagen zum Thema in alten risControl Ausgaben angesehen, interessant was vor 10 - 14 Jahren so geschrieben wurde. Im risControl Jänner 2002 gab es sehr ausführlichen Interview mit dem ehemaligen Präsidenten des Verbandes österr. Versicherungsmakler und Gremialvorsteher Stv. Fachgruppe Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer NÖ, Paul Zajic. Dabei wurde die Thematik Maklerprofil und Marktperspektiven und Image besprochen. Damals war noch Eines sicher: „Über das Geschäft am Markt brauchen wir uns nicht zu beklagen“. Auf die Frage wo die Verkaufsschwerpunkte für die nächsten Jahre liegen, lautete schon damals die Antwort: „Es wird immer schwerer, solch eine Frage zu beantworten. Einfach des-

Paul Zajic sagte 2002 in einem Interview mit risControl zum Thema Verkaufsschwerpunkte: "Es gibt kaum noch einen Makler, der hundert Prozent des Marktspektrums abdecken kann. Auch in unserer Branche ist der Trend hin zum Spezialistentum nicht zu übersehen.“ wegen, weil es meines Erachtens, kaum noch einen Makler gibt, der hundert Prozent des Marktspektrums abdecken kann. Auch in unserer Branche ist der Trend hin zum Spezialistentum nicht zu übersehen.“ Im Juni 2005 erschien eine Ausgabe, die sich mit der Umsetzung der EG Richtlinie zur Versicherungsvermittlung als Grundlage der GewO Novelle 2004 beschäftigte. Es kam unter anderem KR Rudolf Mittendorfer zu Wort. Hier ein aussagekräftiges Statement: „Ohne unabhängige Versicherungsmakler wird die U-Bahn weiterhin fahren, und die Erde sich weiterdrehen. Aber zigtausende Betriebe und Millionen Österreicher verlören die kompetentesten Berater am Vorsorgemarkt. Das kann sich niemand wünschen, weder die Regierung noch der Konsumentenschutz.“

KR Rudolf Mittendorfer meinte 2005: " Ohne unabhängige Versicherungsmakler wird die U-Bahn weiterhin fahren, und die Erde sich weiterdrehen. Aber zigtausende Betriebe und Millionen Österreicher verlören die kompetentesten Berater am Vorsorgemarkt."

Schon anlässlich des 10. Internationalen Symposium für Versicherungsmakler und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen in Velden im Jahr 2007 stellte Ronald Barazon als Diskussionsleiter und Moderater den Podiumsteilnehmern die Frage: „Wird es in 10 Jahren überhaupt noch einen freien Vertrieb geben“? Dr. Hans Georg Jenssen Vorstand Verband Deutscher VersicherungsMakler e.V.: „Jeder Makler sollte in der Lage sein, mit jedem Anbieter zusammenarbeiten zu können. Geht das nicht, so werden Makler in Netzwerke getrieben.“ Der damalige Generaldirektor Stellv. Johannes Coreth: „Darüber reden wir schon seit 30 Jahren und wir hier in Österreich sind risControl 04/16 37


TITELGESCHICHTE

Beim 10. Internationalen Symposium für Versicherungsmakler und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen im Jahr 2007 stellte Ronald Barazon die Frage: „Wird es in 10 Jahren überhaupt noch einen freien Vertrieb geben“? eine Besonderheit und wir sollten auch darauf schauen, dass wir so bleiben. Aufhören mit den internen Querellen und gemeinsam darauf achten, dass der Vertrieb in seiner Gesamtheit bestehen kann.“ Im Jahr 2008 hatte die EFM die Karmasin Marktforschung beauftragt, zu untersuchen welche Vertriebskanäle für Versicherungen in Zukunft bedeutender werden. Bei der Frage, welche Vertriebskanäle in Zukunft bedeutender werden, nannten sechs von zehn Befragten (es wurden Versicherungsmakler, Versicherungsagenten und Versicherungsangestellte interviewt) den Makler. Schon damals war die Haftungs- und Provisionsabhängigkeit ein Problem, dafür die Möglichkeit der freien Produktwahl ein Vorteil. Der Vertrieb übers Internet wurde damals noch als marginal beachtenswert eingestuft.

Arisecur Versicherungs-Provider GmbH Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Das sind Einteilungen des alten Jahrtausends. Die vierte industrielle Revolution bringt eine Digitalisierung der gesamten Branche mit sich. Künftig wird nur noch der Kundenwille entscheidend sein. Der Kunde will es vor allem bequem und instant. Überleben wird daher derjenige der zu jeder Sekunde dort ist wenn und wo der Bedarf entsteht. Eine Präsenz auf dem Device des Kunden wird unumgänglich sein. Das ist heute das Smartphone, morgen vielleicht seine Uhr, seine Jacke oder die Windschutzscheibe seines Autos. Alleine kann das ein Einzelmakler genauso wenig leisten wie ein Verband oder Versicherer. Da bedarf es Anstrengungen der Branche als Ganzes. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Vertrauen ist vor allem ein Gefühl und Gefühle sind nicht monopersonal. Ich kann meinem Berater vertrauen und trotzdem auch anderen Vertrauen schenken. Vertrauen lässt sich ebenso gut einer Marke oder einer Maschine entgegenbringen. Vertrauen Sie Ihrer Frau mehr 38 risControl 04/16

Bei der Frage, welche Vertriebskanäle in Zukunft bedeutender werden, nannten sechs von zehn Befragten bei einer Umfrage der Karmasin Marktforschung 2008 den Makler. Der Vertrieb übers Internet wurde damals noch als marginal beachtenswert eingestuft. Aber auch heute gibt es sehr gegenteilige Meinungen über Zukunft des unabhängigen Vertriebes. Wir haben die Fragen sowohl an Partnerschaften, Maklerbüros und große Verbände gestellt, interessant welche Meinungen dazu herrschen. • Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? • Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? • Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz?

als dem Navi? Ein Verkäufer darf diese Gefahr nicht unterschätzen. Er muss das Vertrauen seiner Kunden auf allen Ebenen an sich binden - auch und ganz besonders technologisch. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Arisecur hat in Wien nur noch die Vertriebsunterstützung. Die gesamte Abwicklung findet international und Geschäftsführer Andreas Büttner zunehmend automatisiert statt. Bei unserer deutschen Mutter werden mittlerweile mehr als 60% der gesamten Korrespondenz vollautomatisch archiviert und verarbeitet. Die Bestandspflege soll in den nächsten 8 Wochen mit einer Quote von 97% digital erfolgen. Menschen werden nur noch


TITELGESCHICHTE gebraucht, um für Menschen da zu sein, nicht mehr für Papier und Daten. In Österreich hängen wir leider hinterher, weil Österreichs Versicherer zunehmend technisch abgehängt werden. Trotzdem stellen wir unseren Beratern mit "simplr" und einem der besten MVPs im gesamten deutschsprachigen Raum Digitaltechnik zum kleinen Preis vom Feinsten zur Verfügung.

VERAG Versicherungsmakler GmbH Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Überleben wird, wer das auf seine Kundenstruktur passende Organisationsmodell hat oder findet. Das kann auch ein Einzelmakler sein, häufiger werden aber wohl vermehrt größere Einheiten entstehen, bzw. mehr oder wenige lose Kooperationen von selbstständigen und gleichberechtigten Kanzleien, welche in bestimmten Geschäftsbereichen kooperieren, in anderen aber auch nicht. Geschäftsführer KR Rudolf Mittendorfer

Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können?

Das ist einfach – nachhaltiges Vertrauen gewinnt man durch nachhaltige Arbeit. Kompetent, seriös und kundenorientiert. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Die Digitalisierung ist bei uns soweit fortgeschritten, wie es der Markt ermöglicht. Ich meine damit, dass ich mit den derzeit vorhandenen Systemen der Versicherungen absolut nicht glücklich bin. Es braucht Schnittstellen, mit denen der Makler mit allen VU´s in gleicher Form kommunizieren kann.

EFM Versicherungsmakler AG Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Kooperationen und Vereinigungen boomen. Jahrzehntelang war man der Meinung, dass Vereinigungen und Systeme nur für kleine Makler wichtig seien. Heute erkennen jedoch auch die größten Marktteilnehmer, dass es ohne gemeinsame EDV, gemeinsame Akademie, gemeinsamen Produkteinkauf, gemeinsame Verhandlungen mit

Vorstand Josef Graf, Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Brandstetter Versicherungen oder gemeinsames Marketing immer schwieriger wird im Markt zu bestehen. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Zeit und Transparenz. Als EFM Versicherungsmakler setzen wir auf Kundenorientierung und qualitativ hochwertige Beratung. Ein Kunde muss sich von Anfang an verstanden und gut betreut fühlen – Hektik oder ein erzeugter Zwang zum Abschluss haben hier aus unserer Sicht keinen Platz. Man darf den Kunden nicht drängen, muss ihm alles offen legen und sich viel Zeit für die Betreuung nehmen. Und das kann schon mal heißen, dass es vor dem Abschluss das eine oder andere Gespräch gibt. Aber das bekommt man alles mehrfach zurück, denn der Kunde hat dann alles verstanden, es bleiben keine Fragen offen und er dankt es einem mit langjähriger Treue und Kundenzufriedenheit. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Heutzutage ist eine individuelle, zielgruppenspezifische Kundenansprache das A und O. Deshalb ist es auch so wichtig auf moderne Kommunikation zu setzen. Das Internet ist heute ein großer Bestandteil in unserem Leben – sowohl in der Versicherungsindustrie als auch beim Kunden. Und es wäre ein Fehler zu denken, dass der Internetvertrieb unsere Branche nicht bedroht. Ich sehe hier ein großes Potenzial, aber auch ein Gefahrenpotenzial und man muss hier sehr genau hinschauen. Wichtig ist, dass wir die Kundenbetreuung selbst auch digital begleiten. Wir investieren ca. 1 Million Euro und tausende Arbeitsstunden in unser neues System EFM 3.0, um genau bei diesem Punkt anzusetzen: Digitalisierte Risikoerfassung, welche nur mehr für die Branche wichtige Dinge ausspielt, halb automatische Beratungsprotokolle, online synchronisierte Dateneingabe und ein Jahresserviceprozess, der von jedem einfach durchführbar ist. risControl 04/16 39


TITELGESCHICHTE proMakler e.G. Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Der Trend geht eindeutig in Richtung eines Zusammenschlusses. Ob dieser Zusammenschluss in Form eines Dachverbandes, eines „Großunternehmens“, an dem jeder Makler beteiligt ist oder auch in Richtung eines Franchisesystems geht, spielt dann eine Rolle, wenn es um die Frage geht, ob und wie der einzelne Makler mitbestimmen kann und will. Es muss auch jeder für sich klären, wer für die finanzielle Gebarung der Gruppierung die Verantwortung übernehProkurist Karl Kainerstorfer, MLS men soll, nur einer, einige wenige oder eine Mehrheit der Teilnehmer am System. Wichtig ist jedenfalls, die Systematik offen und transparent zu kommunizieren. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Es hat sich in den letzten Jahrzehnten zu diesem Punkt nichts Wesentliches verändert. Der Kunde wird dem Vermittler dann sein Vertrauen schenken, wenn dieser ihm gegenüber ehrlich, bemüht und respektvoll auftritt. Die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten kann dazu sicherlich als Mindesterfordernis dienen. Als Makler gilt es auch, den zusätzlichen Wettbewerbsvorteil des größeren Marktüberblicks entsprechend in die Waagschale zu werfen. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Wir bei proMakler nutzen auf digitalem Weg die Vorzüge des OMDS schon seit Jahren und können jedem Makler nur empfehlen, die zur Verfügung stehenden Daten über dieses Medium in sein System einzuspeisen. Damit ist es möglich, notwendige Kunden-, Vertrags- oder Schadensdaten ohne weiteren personellen Aufwand für die Verarbeitung verfügbar zu haben. Zur Prämienberechnung und Antragserstellung entwickeln wir für unsere Mitglieder eigene Rechen- und Antragstools, die ein rasches Erstellen der notwendigen Antragsunterlagen ermöglichen. Der Antrag wird per Mail an die Anstalten verschickt, über den OMDS kommen dann die aktuellen Daten wieder retour. Dieser ausgereifte Kreislauf macht es nicht notwendig, anstaltseigene Portale zu verwenden. Ein digitales Überspielen von Antragsdaten an einzelne Anstalten ist angedacht, 40 risControl 04/16

wir werden aber darauf achten, dass reine Datenerfassungstätigkeiten nicht ohne ausreichendes Äquivalent an unsere Mitglieder verlagert werden.

uVerso ullrich- Versicherungsmaklerorganisation Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Ich denke, dass es sogenannte „Einzelkämpfer“ in unserer Branche künftig schwer haben werden. Überlebenschancen werden sie nur haben, wenn sie sich zu Verbänden bzw. Franchisesystemen zusammentun. Leichter werden es mittelgroße und große Maklerunternehmen haben, welche selber über verschiedene Mitarbeiter bzw. Abteilungen (Schaden, Vertrag, Verwaltung, EDV etc.), als auch über die notwendigen Bestandsgrößen = Finanzmittel verfügen um die technischen Herausforderungen in den nächsten Jahren bewältigen zu können. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Wir setzen nach wie vor auf den persönlichen und regelmäßigen Kontakt. Zuverlässigkeit, Fachkompetenz, korrekte und freundliche Beratung sind für mich ebenso Voraussetzung für eine nachhaltige Kundenbeziehung. Die Einhaltung der Maklerpflichten setze ich voraus! (Best advice) Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Das ist ein laufendes Thema bei uns, wobei wir immer das Gefühl haben, technisch zu langsam voranzukommen. Seit Jahren haben wir das Mag. Gerald Ullrich, MBA Ziel eines papierlosen Büros. Leider wird es noch einige Zeit zur Umsetzung benötigen. Im Besonderen hadern wir mit den unterschiedlichen technischen Ansätzen bei den Versicherungsgesellschaften (ist eigentliche ein Hauptproblem) und an der schlechten Datenqualität. Derzeit fahren wir gerade einen Probebetrieb mit dem OMDS Datensatz. Ich kann diesbezüglich im Herbst über die Ergebnisse berichten. Wir haben zurzeit die Maklersoftware ab-agenta und geben noch alles händisch ein.

OVB Allfinanzvermittlungs GesmbH Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme?


TITELGESCHICHTE Aufgrund der zahlreichen Regulierungen (IDD, Mifid, etc.) gibt es umfangreiche Anforderungen in Bezug auf die Transparenz, beste Beratung und Ausbildung, Dokumentation, etc. Daher liegt unseres Erachtens die Zukunft bei großen Verbänden und Franchisesystemen. Die Anforderungen der Kunden sind vielfältiger und individueller geworden, das muss laufend berücksichtigt und angepasst werden. Dies kann ein Einzelmakler nur mehr schwer bewältigen. Das Risiko ist mit den höhen Anforderungen gewachsen, auch diese Tatsache spricht eher für die Verbände und Franchisesysteme. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Hier liegt die Antwort schon in der Frage: Nachhaltigkeit ist besonders wichtig, sowie guter Service, laufende Produktvergleiche und Sicherheit. Dem Kunden ist Geschäftsführerin ein rascher Service wichtig, Margit Eidenhammer er möchte für alle Bereiche einen Ansprechpartner und will laufende Information über ev. Veränderungen bzw. Verbesserungen der Tarife. Die umfangreichen Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben, müssen erfüllt werden, dienen jedoch nicht immer der Gewinnung des Kundenvertrauens, welches das wichtigste Gut des Beraters ist. Einen solchen umfangreichen Service können sicherlich Verbände sowie gut organisierte Franchisesysteme bieten. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Im Kundenbereich werden die wichtigsten Informationen mittels Newsletter weitergegeben. Im Investmentbereich gibt es natürlich bereits Online-Zugänge für Kunden. Unsere Berater können über eine Plattform, sämtliche Informationen zum Kunden und dessen Verträge jederzeit einsehen und haben tagesaktuell alle Daten zur Verfügung. Vergleichsrechner, sowie APP-Nutzung für Berater, gehören bereits zum Standard und der elektronische Antrag ist ebenfalls bereits in der Umsetzung. Uns ist es jedoch wichtig, dass es immer beide Möglichkeiten gibt, damit der Kunde selbst wählen kann, welche Variante er bevorzugt.

rungsmakler, egal ob Einzelmakler, im Verbund oder als Franchisenehmer, sehr wichtig sein, wirtschaftlich zu denken, effektiv zu arbeiten und auch beispielsweise Kundenbeziehungen auf ihre Rentabilität zu prüfen. Einzelmaklerbüros werden sich allerdings auf gewisse Themenbereiche spezialisieren müssen, um ein entsprechendes, für die Versicherungsgesellschaften interessantes Prämienvolumen und – damit natürlich verbunden – attraktive Konditionen für den Kunden generieren zu können. Wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen auch ist es unumgänglich, Produktivitätssteigerungen – unter anderem durch den Einsatz neuer technologischer Möglichkeiten – zu erzielen und den Ablauf im Büro immer effizienter zu gestalten. Diese Herausforderungen führen jedoch dazu, dass sich der Einzelmakler immer weniger um sein Tagesgeschäft kümmern wird können, da die organisatorischen Tätigkeiten immer mehr seine Zeit in Anspruch nehmen. Unsere Branche ist, im Vergleich zu anderen Branchen, relativ gering digitalisiert. Die Digitalisierung wird die nächsten 10 Jahre unaufhaltsam voranschreiten. Wir Versicherungsmakler stehen vor großen Herausforderungen, die unsere Ressourcen sowohl in personeller als auch in finanzieller Hinsicht stark binden werden, was angesichts der sinkenden Provisionen für den Einzelmakler kaum bewältigbar sein wird. Es wird daher jedenfalls für die Vielzahl der Versicherungsmakler in Österreich notwendig sein, eine Kooperation mit einer Vereinigung einzugehen oder sich als Franchisenehmer einer Organisation anzuschließen, nicht nur um vernünftige Prämien für die Kunden und wirtschaftliche Vorteile für sich selbst lukrieren zu können, sondern vielmehr deswegen, um die technologischen Herausforderungen sowohl in personeller als auch finanzieller Hinsicht stemmen zu können. Welches Geschäftsmodell für den einzelnen Versicherungsmakler die richtige Option darstellt, hängt stark davon ab, wie groß das Streben nach Eigenständigkeit ist und ob es der Makler in der Vergangenheit geschafft hat, regional eine Marke zu etablieren, anstatt einer von vielen zu sein. DIE Maklergruppe bietet dem Versicherungsmakler beispielsweise ein hohes Maß an Eigenständigkeit eingebettet in ein Konzept mit einer Vielzahl an Möglichkeiten. Bei uns gibt es viel „kann“ und wenig „muss“. Neben den Herausforderungen innerhalb der eigenen Organisation ist es angesichts sinkender Provisionen auch notwendig, sich

DIE Maklergruppe Versicherungsmakler GmbH Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Rainer Vogelmann: Alle 3 Geschäftsmodelle werden auch in Zukunft ihre Daseinsberechtigung haben. Es wird jedoch für den Versiche-

Geschäftsführer Rainer Vogelmann & Matthias Lindenhofer risControl 04/16 41


TITELGESCHICHTE beim Einkauf von Dienstleistungen, etwa von EDV bis zur Vermögensschadenhaftpflicht, besser zu organisieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei größeren Mengen ein besserer Preis zu erzielen ist. Diese wirtschaftlichen Vorteile wird der Einzelmakler nur sehr schwer alleine lukrieren können. Zusammengefasst kann man sagen, dass der Einzelmakler künftig unter gewissen Umständen auch alleine „überleben“ wird können – einfacher wird es sicherlich in einer Vereinigung oder in einem Franchisesystem sein. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Matthias Lindenhofer: Um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können, benötigt es in erster Linie einmal Zeit, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bei seinen Verträgen sowie eine hervorragende Schadenabwicklung. Ein hohes Fachwissen des Versicherungsmaklers und gut ausgebildete Mitarbeiter sind ohnehin selbstverständliche Voraussetzungen. Es ist wichtig, Zeit für den Kunden im Erstgespräch, in der Analyse und im Gespräch bei Vertragsabschluss oder während den laufenden Betreuungstätigkeiten zu investieren. Der Kunde muss, egal über welchen Kommunikationskanal, das Gefühl haben, dass der Versicherungsmakler und seine Mitarbeiter sich Zeit für ihn und seine Anliegen nehmen. Die Erledigung selbst sollte dann aber möglichst rasch erfolgen. Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis trägt ebenso zur Vertrauensbildung bei. In unserem Büro wird jeder Vertrag eines Kunden so gestaltet, als würden wir ihn für uns selbst errichten. Wenigen Kunden ist es möglich, Produkte tatsächlich selbstständig zu vergleichen. Ein Vergleich ist, wenn überhaupt, nur in sehr einfach gehaltenen Sparten wie etwa der KFZ Haftpflicht möglich. Wenn dann doch verglichen wird, etwa im Freundeskreis oder unter Zuhilfenahme eines Vergleichsportals, und der Preis passt, dann sieht sich der Kunde natürlich in seiner Entscheidung bestätigt. Das Meisterstück des Versicherns ist jedoch der Schadensfall. Für uns in der Versicherungsbranche ist ein Schadensfall alltäglich, nur wenige Schadensfälle berühren uns auch emotional. Für viele Kunden ist jedoch selbst der simpelste Glasschaden sein persönliches „Waterloo“. In diesen Situationen sind die Erreichbarkeit und die Ansprache durch den Versicherungsmakler oder dessen Mitarbeiter entscheidend. Oftmals kann bereits im Erstgespräch nach einem Schadensfall die Deckung geprüft und zugesagt werden. Die gesamte Schadenabwicklung sollte davon geprägt sein, dem Kunden viele Wege abzunehmen, ihn so gut als möglich zu unterstützen und laufend über den Stand der Erledigung zu informieren. Die Erledigung selbst muss so rasch und unkompliziert als irgendwie möglich gestaltet sein – eine riesige Herausforderung für jeden Versicherungsmakler in der heutigen Zeit. Weitere Erfolgsfaktoren in der Vertrauensgewinnung sind auch die laufende Betreuung und Information des Kunden über etwaige Neuerungen – hier ist der Einsatz von technologischen Hilfsmitteln wie Newsletter, Social Media oder Apps sinnvoll und notwendig, aber auch gedruckte und postalisch versendete Informationen können zum Ziel führen. Es ist ganz klar erkennbar, dass auch hier die Notwendigkeit besteht, das eigene Unternehmen in allen Bereichen 42 risControl 04/16

effizient zu führen, um ausreichend Zeit zu finden, das Vertrauen der Kunden nachhaltig zu gewinnen und auch ein Mehr an Kunden gut zu betreuen. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Rainer Vogelmann: „Wenn man nicht mit der Zeit geht, geht man mit der Zeit!“ – unter diesem Aspekt testen und implementieren wir laufend neue Technologien in unseren Betrieben. Unsere Büros sind auch so etwas wie die „Testlabors“ für die gesamte Maklergruppe. Erst wenn wir uns von der Funktionalität eines neuen Tools überzeugen konnten, schließen wir eine Kooperation für DIE Maklergruppe. Der Einsatz einer vernünftigen Kundenverwaltung als Herzstück ist ohnehin das A&O in einem gut organisierten Versicherungsmaklerbüro. Das Fehlen einer Kundenverwaltung ist meines Erachtens so, als ob beispielsweise ein Installateur seine Leitungen immer noch mit Hammer und Meißel stemmen würde – undenkbar eigentlich. Wir nutzen innerhalb unserer Kundenverwaltung den OMDS Datensatz, um Daten aktuell zu halten, hinsichtlich unseres Bestands auf dem Laufenden zu bleiben und auch, um Polizzenspiegel auf Knopfdruck erstellen zu können. Meine Mitarbeiter arbeiten, dort wo es Sinn macht, papierlos. In der Kommunikation mit dem Kunden setzen wir auf den persönlichen Kontakt, nutzen aber für die laufende Betreuung auch SMS Service, Social Media wie Facebook und Twitter, versenden periodische E-Mail Newsletter und sind seit Kurzem via App auch auf dem Smartphone unserer Kunden präsent. Für die Risikoanalyse und Beratung nutzen wir den gewarteten Tarifrechner der Maklergruppe sowie unseren Gewerbekundenmanager, sowohl im Büro als auch mobil via Tablet, und bieten auf Wunsch auch Beratung via skype. Unseres Erachtens sind, trotz des Einsatzes all dieser Techniken, der persönliche Kontakt mit dem Kunden und kompetente Mitarbeiter derzeit nicht ersetzbar. Sämtliche Technologien können den Mitarbeiter in seiner täglichen Arbeit nur unterstützen, aber nicht ersetzen – und das ist auch gut so.

FiNUM.Private Finance AG Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Einzelmaklerbüros haben keine Zukunft – die administrativen Anforderungen insb. vor dem Hintergrund der kommenden Regulierungen (IDD, PRIIPs, neue GW-Richtlinie) und die durch sich änderndes Kundenverhalten zunehmend notwendige Digitalisierung – mittlerweile vergleichen Kunden auch vor dem Abschluss von Versicherungsprodukten im Internet – überfordern EPU´s. Nur große Verbände oder Franchisesysteme werden in der Lage sein, diese strukturellen Rahmenbedingungen (digitale Prozesse, Online-Portale, Compliance, Risk-, Produkt- und Beschwerdemanagement, Mechanismen zur Geldwäscheprävention) ausreichend zu gewährleisten. Eine Bevorzugung von großen Verbänden gegenüber Franchisesystemen ist nicht zu sehen – beide Organisationsformen haben ihre Vorzüge, jedenfalls aber


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TITELGESCHICHTE die prinzipiell notwendige Größe. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? An erster Stelle steht für FiNUM der Kundenerfolg, für den die Kompetenz unserer Berater entscheidend ist. Daher investieren wir sehr viel in die Ausbildung und Weiterbildung, um die Fachund Beratungskompetenz zu stärken und auszubauen. Am Vorstand Mag. Ali Eralp Leben des Kunden beteiligt zu sein, ihn zu verstehen, und zu begleiten, ist unserer Meinung nach der Schlüssel, um den Kunden langfristig zu binden. Menschlichkeit, Emotionalität und die kontinuierliche Präsenz beim Kunden werden über den zukünftigen Erfolg oder Misserfolg eines Beratungsunternehmens entscheiden. Denn dies sind die Dinge, die ein Computer dem Kunden nicht bieten kann. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Die Digitalisierung ist bei FiNUM zwar bereits weit vorangeschritten, aber es besteht auch noch viel Potenzial, wenn man sich die Entwicklung in Deutschland – im Sachversicherungsbereich können wir (über einen Kooperationspartner) Neugeschäft fast papierlos abwickeln, im nächsten Schritt haben unserer Berater sowohl im Versicherungs- als auch im Investmentbereich über eigenen Apps die Möglichkeit, immer und überall auf unsere CRM-Systeme zuzugreifen. Bis zum voll digitalisierten Büro dauert es aber noch – dieses Ziel haben wir erst dann erreicht, wenn wir die elektronische Unterschrift rechtssicher und in der Praxis einfach einsetze können. Ziel muss es sein, in einer „digitalen Welt“ alle Beteiligten zu „vernetzen“ – also Kunde, Berater und das Unternehmen selbst. Kunden sollen sich für Produkte online interessieren können, der Berater erarbeitet dann für den Kunden ein auf Ihn abgestimmtes Konzept und das Unternehmen stellt die digitalen Prozesse zur Verfügung und gewährleistet so deren Ordnungsmäßigkeit.

einheit nutzen zu können. Durch die Optimierung der EDV-Systeme und Organisationsabläufe werden die Kosten des Einzelmaklers minimiert, der Ertrag gesteigert. Der gemeinsame Auftritt am Markt erschließt neue Geschäftsfelder und bietet Zugang zu innovativen und leistungsstarken Produkten, den ein Einzelner niemals haben kann. Der Vorteil für die Versicherungsunternehmen liegt auf der Hand: Es gibt einen ernst zu nehmenden Ansprechpartner der g&o-Gruppe, der als starker und verlässlicher Partner die besten Konditionen ausverhandelt, zum Wohle seiner Maklerpartner und der Kunden. Was braucht es, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig gewinnen zu können? Der Versicherungsmakler bewegt sich in einer Branche des ständigen Wettbewerbs mit anderen Maklern und den Versicherungsunternehmen selbst. Sein großer Vorteil ist die Unabhängigkeit. Als Interessenvertreter des Kunden ist es seine Aufgabe, die beste (das ist nicht immer die Billigste) Versicherungslösung zu erarbeiten. Das Vertrauen eines Kunden kann nur in einem persönlichen Gespräch gewonnen werden. Abgesehen von der fachlichen Kompetenz, spielt hier die Beziehungsebene die größte Rolle. Daher ist für die g&o-Gruppe der Erhalt der jeweils eigenen Marke so wichtig. Der Kunde vertraut seinem Berater, den er seit Jahren kennt. Im Schadensfall erwartet er rasche Hilfestellung und reibungslose Abwicklung, darüber hinaus oft auch ein „offenes Ohr“ seines Beraters. Vertrauen kann nur persönlich gewonnen werden, nicht durch digitale Vernetzung. Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Büro vorangeschritten, wo kommen neue Lösungen bereits zum Einsatz? Was das Beratungsgespräch und den Vertragsabschluss angeht, denken wir aus unserer langjährigen Erfahrung traditionell und legen großen Wert auf persönliche Beratung, um unseren Kunden die bestmögliche Versicherungslösung und Risikoabsicherung bieten zu können. Das Kundengespräch selbst aber ist papierlos – die Unterschrift wird am Tablet geleistet. In verschieden Büros wurde bereits der „elektronische

G & O GmbH Versicherungs- und Finanzgruppe Welches Geschäftsmodell wird in Zukunft Überlebenschancen haben, Einzelmaklerbüros, große Verbände oder Franchisesysteme? Die ständig ansteigenden Anforderungen an Beratung und Vertragsverwaltung und der Margendruck innerhalb der Versicherungsbranche machen es unumgänglich für einen Einzelmakler oder einem kleineren Maklerbüro, sich einer größeren Einheit anzuschließen. Für die g&oGruppe ist dabei der Erhalt der eigenen Marke wichtig, eingebettet in einen größeren Verband, um alle Vorteile einer größeren Organisations44 risControl 04/16

Gründungsmitglieder Mag. Herbert Orasche und Ing. Walter Gandler, MBA


TITELGESCHICHTE Akt“ umgesetzt. Derzeit sind wir als einziger Anbieter am Markt in der Lage, Angebote von DVM in unser Maklersystem zu importieren. Die g&o-Gruppe ist sich der digitalen Herausforderung bewusst und arbeitet daran, unseren Kunden auch digital Einsicht in ihre Kundenverträge zu geben. Wir betrachten die Digitalisierung als ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung. Ziel ist es, selbst Vergleichsrechnungen durchführen zu können, eine rasche Übersicht über die eigenen Verträge zu erhalten und insbesondere im Schadensfall eine effiziente Abwicklung zu gewährleisten. Darüber hinaus arbeiten wir derzeit an unserer neuen g&o-Homepage und denken dabei auch an die Verwendung von Mobilgeräten oder Tablets. Die vollkommene Digitalisierung ist in der g&o-Gruppe noch nicht erreicht, aber wir arbeiten daran.

R+V Allgemeine Versicherung AG Versicherungsmakler sehen sich zunehmend einem Umfeld ausgesetzt, das vor allem in den klassischen Versicherungssparten durch durch starken Konkurrenz- und Preisdruck sowie steigende regulatorische Anforderungen gekennzeichnet ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Aufbau des Geschäftes mit Gewerbekunden zu einem nachhaltigen und ertragreichen Versicherungsportfolio beitragen kann. Denn gerade im gewerblichen Bereich spielen Produktqualität, Know-how und Verlässlichkeit eine übergeordnete Rolle und es wird nicht ausschließlich über den Preis verkauft. Als Spezial-

versicherer verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Absicherung von Risiken für den KMU-Bereich und haben es uns zur Aufgabe gemacht, Versicherungsmakler im Aufund Ausbau ihres Firmenkundengeschäftes zu unterstützen. Zum einen bieten wir schlagkräftige Versicherungslösungen an, die auf den Bedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind. Zum anderen vermitteln wir unseren Partnern Know-how in unseren Spezialbereichen Hauptbevollmächtigter & mit einem umfangreichen Geschäftsführer Angebot an Schulungen und Dkfm. Dr. Martin Beste Online-Seminaren. Durch die einfache Handhabung aller Prozesse vom Angebot bis zum Abschluss unterstützen wir die Makler darüber hinaus darin, effizienter arbeiten zu können. An dieser Stelle sei unsere mobile Berechnungsplattform www. tarifrechner-ruv.at genannt, mit der für zahlreiche Spezialprodukte in Windeseile Prämien berechnet, Angebote erstellt sowie Risiken direkt in Deckung gegeben werden können.

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KOLUMNE

Die letzte geldpolitische Offensive der EZB und ihre Folgen von Michael Kordovsky

Die EZB hat ihr Pulver weitgehend verschossen. Das hat langfristig negative Auswirkungen auf Anleger und Kreditnehmer. risControl zeigt, worauf es nun bei der Geldanlage und Kreditaufnahme ankommt. Gedämpfte Wachstumsaussichten und niedrige Ölpreise veranlassten die Volkswirte der EZB zu einer weiteren Abwärtsrevision ihrer Inflationsprognosen und zwar auf 0,1% für das laufende Jahr, 1,3% für 2017 und 1,6% für 2018. Trotz Wachstum der Geldmenge M3 um 5% lag die um Kreditverkäufe und –verbriefungen bereinigte Jahreswachstumsrate der Buchkredite an private Haushalte im Jänner unverändert bei 1,4%. Daraus kann man folgendes ablesen. Alleine nur Geld ins Bankensystem zu pumpen und die Zinsen niedrig zu halten, ist noch kein Garant für einen stärkeren Geldfluss in die Realwirtschaft und somit ist auch fraglich ob jüngstes Maßnahmenpaket der EZB tatsächlich eine Rückkehr der Inflationsrate zum Stabilitätsziel von nahe aber unter 2% bewirken kann. Folgende geldpolitischen Expansionsschritte beschloss dazu die EZB am 10. März 2016: • Senkung von Hauptrefinanzierungssatz und Spitzenrefinanzierungsfazilität um jeweils 5 Basispunkte auf 0 bzw. 0,25%, während der Strafzins für bei der EZB gehaltene Reserven um weitere 10 Basispunkte auf -0,40% verschärft wurde. • Ausweitung der monatlichen Anleihenkäufe von 60 auf 80 Mrd. EUR • Neues Programm zum Ankauf von auf Euro lautenden InvestmentGrade-Unternehmensanleihen (ex Banken) im Euroraum (soll gegen Ende des 2. Quartals beginnen). • Anhebung der emittenten- bzw. emissionsbezogenen Ankaufobergrenze für Wertpapiere internationaler Organisationen und multinationaler Entwicklungsbanken von 33 auf 50%. • Ab Juni 2016 wird mit einer neuen Reihe von 4 gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG II) begonnen, die jeweils eine Laufzeit von 4 Jahren haben. Untergrenze für die Konditionen der Mittelaufnahme bei diesen Geschäften ist der Zinssatz für die Einlagefazilität (-0,4%) sofern die Nettokreditvergabe der betreffenden Banken eine Referenzgröße überschreitet. Vor allem mit den Unternehmensanleihenkäufen möchte die EZB die Finanzierungsbedingungen für die Realwirtschaft verbessern. Doch wenn sich am Insolvenzrisiko eines Unternehmens nichts ändert und der Zinssatz von dessen neu emittierten Anleihen gegen Null strebt, besteht wohl kaum noch ein Anlageinteresse. In einem freien Markt hingegen, in dem Ausfallsrisiken durch entsprechende Zinsen abgegolten werden, ist das Anlegerinteresse hingegen sehr wohl vorhanden. Das heißt letztendlich, dass ab einer gewissen Senkung 46 risControl 04/16

des Renditeniveaus kaum noch ernsthaftes Anlegerinteresse besteht. Die durch die EZB-Anleihenkäufe herbeigeführten Marktverzerrungen wirken somit sogar kontraproduktiv auf die Nachfrage nach den betreffenden Anleihen. Es wird dann – auch seitens defensiver Anleger – ungewollt auf spekulativere Anleihensegmente, wie High Yield-Bonds ausgewichen. Dadurch sinkt auch hier das Renditeniveau dermaßen, dass eine adäquate Risikovergeltung nicht mehr möglich ist. Der niedrige Zins bleibt dann ein theoretisches Konstrukt, während sich – nicht zuletzt wegen Basel III – an der Vergabepraxis der Banken nicht viel ändert. Rein marktwirtschaftlich betrachtet ist somit die Zinswende längst überfällig. Und tatsächlich ging zuletzt auch EZB-Chef, Mario Draghi, davon aus, dass die EZB keine weiteren Zinssenkungen durchführen müsse. Die Reaktion: Eine kurzzeitige Abschwächung des US-Dollar zum Euro und der für 10jährige Fixzinsbindungen relevante 10-JahresEuro-Swapzinssatz stieg von 9. bis 15. März von 0,62 auf 0,67% an ehe bis 24.03. ein Rückgang auf 0,57% folgte. Dieses Niveau liegt allerdings über dem Zwischentief Ende Februar (0,5%). Indessen bröckelte der 3-Monats-Euribor marginal weiter ab auf -0,242%. Neukredite könnten sich bald verteuern Banken leben von Zinseinnahmen und lukrierten Zinsspannen. Nullund Negativzinsen sind dabei ein wahrer Albtraum. So müssen Banken Liquiditätsreserven veranlagen, die keinerlei Ertrag mehr abwerfen und auch für die Vergabe sicherer Wohnkredite gibt es meist nur den 3-Monats-Euribor plus eine Marge von 1,50 bis 1,75 Prozentpunkte. Das entspricht einem Kreditzins von ca. 1,25 bis 1,50%. Im Vergleich dazu lag bei einer Marge von 1,50 Prozentpunkten in den vergangenen 11 Jahren der durchschnittliche Kreditzinssatz bei 3,13% und im Höchststand sogar bei 6,64%. Die Banken müssen nun die entgangenen Erträge kompensieren. Bei Neukrediten wird deshalb bald die sich durch den negativen 3-Monats-Euribor ergebende „Lücke“ durch höhere Margen kompensiert werden. Auch bei den Fixzinskonditionen dürfte der Boden erreicht sein. Darüber hinaus ist mit einer Anhebung diverser Gebühren zu rechnen. Potenzielle Kreditnehmer sollten, sofern machbar, ihre Immobilienkäufe bzw. Hausbau-Projekte vorziehen, um noch in den Genuss aktueller günstiger Konditionen zu gelangen. Im Falle von Frankenkrediten sollte eine Umschuldung auf Euro-Fixzinskredite mit längeren Lauf-


KOLUMNE zeiten erwogen werden, zumal die expansive Geldpolitik der EZB den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöht. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist aufgrund der Höhe der Devisenreserven und somit der steigenden Verlustrisiken für die Schweizer Volkswirtschaft mit einem schwindenden Interventionsspielraum konfrontiert. Das sollten Anleger bedenken Nachdem selbst 5jährige deutsche Bundesanleihen derzeit eine Negativrendite von -0,32% aufweisen (29.03.) und Euro-Anleihen des Investmentgrade-Spektrums derzeit faktisch keine Erträge generieren, erscheint es sinnvoll einen größeren Teil der defensiven Veranlagungen mit Online-Sparkonten abzudecken. Per 29.03. gab es beispielsweise für täglich fällige Konten der Santander Consumer Bank oder der Renault Bank jeweils 0,7 bzw. 0,8% p.a.. Ansonsten müssen Renditen in Hochzinswährungsanleihen diverser Schwellenländer und supranationaler Organisationen, wie beispielsweise der Weltbank, gesucht werden. Nach einer massiven Abwertung zu US-Dollar und Euro interessant erscheinen vor allem der Südafrikanische Rand und Russische Rubel. Wer nicht direkt in einzelne Anleihen investieren möchte, ist in Lokalwährungs-Emerging-Markets-Bond-Funds (siehe Tabelle) gut aufgehoben. Weiterhin für solide Erträge sorgen solide Dividendentitel. Vor allem Aktien von Unternehmen defensiverer Branchen wie Tabak, Nahrungsmittel und Getränke erscheinen attraktiv, vorausgesetzt man zeigt etwas Geduld und wartet auf den nächsten Selloff an den Aktienmärkten. Ein möglicher Auslöser eines weiteren Kursrutsches könnte in einem EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) liegen. Am 23. Juni wird darüber abgestimmt und bis dahin spricht wenig für

Was sollen Neukreditnehmer tun? • Zinssicherung über Fixzinsbindungen: Meist werden in Österreich 10jährlige und 15jährige Fixzinslaufzeiten angeboten, bei wenigen Instituten auch 20- und 25jährige. Im Falle 10jähriger Fixzinsbindungen gilt: Sofern sich die Fixzinsen nicht um mehr als 1,0 Prozentpunkte über dem möglichen variablen Kreditzinssatz bewegen, sind sie attraktiv. • Immobilienanschaffungen oder Häuselbau-Projekte vorziehen • Mit ungebundenen Kreditvermittlern (Kreditmaklern) Kontakt aufnehmen, da diese über einen guten Marktüberblick verfügen und häufig besonders günstige Angebote kennen. nachhaltig steigende Kurse. Doch auch Baisse-Spekulationen sollten unterlassen werden. Vereinzelte Konjunkturdaten können jederzeit für kurze aber starke Kursanstiege sorgen. Was auf jeden Fall zu erwarten ist, ist ein Anstieg der Volatilität. Da kann es Viele am falschen Fuß erwischen, weshalb man mit hohen Cashbeständen auf diversen Online-Konten gut beraten ist, vorausgesetzt man liegt noch innerhalb der Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person und Institut. Gut ist ein turbulentes Marktumfeld indessen für Aktienfondssparpläne, wobei der Schwerpunkt in Value- und Dividendenaktienfonds liegen sollte, denn mit Fortschreiten des Sparplanes sinkt der zusätzliche Cost-Average-Effekt im Verhältnis zu den Verlustrisiken in den bereits akkumulierten Fondsanteilen und Value-Strategien sind nach unten relativ gut abgesichert.

Schwellenländer-Lokalwährungs-Anleihen-Fonds (gereiht nach 5-Jahres-Performance) Fondsname

ISIN

Anbieter

Fonds-Währung

Pioneer Fd.EM Bd.Local Curr.A ND

LU0441086153

Pioneer A.M.

EUR

AI-Em.Markets Local Currency Bd.A (T) ESPA Bond Local Emerging EUR T

LU0273494806 AT0000A0AUF7

MFS Meridian EM Debts Local Curr.A1 EUR LU0406716257 JB M.Bd.Local Em.Bd.USD B

Pictet Emerging Local Curr.Debt P USD

LU0107852195

LU0255798109

Aviva Investors Erste Sparinvest

MFS Investment

6,67%

EUR

-9,07%

3,99%

-11,98%

USD

-5,51%

ISIN

Anbieter

Fonds-Währung

First Private Euro Dividenden STAUFER A

DE0009779611

First Private IM

EUR

Gutmann Global Dividends (EUR)

AT0000A0LXW3 Gutmann

EUR

LU0353647737

EUR

M&G Global Dividend Fund EUR A Fidelity Fd.Eur.Dividend A Acc EUR

DE0009848119

GB00B39R2S49

-8,51%

EUR

Fondsname

DWS Top Dividende LD

5J

-11,06%

Dividenden-Aktienfonds (gereiht nach 5-Jahres-Performance)

M&G North American Dividend Fund EUR A GB0030926959

1J

EUR

GAM(Luxembourg)S.A. USD

Pictet A.M.(Eu.)S.A.

Performance

-7,06%

4,02% 3,29%

-13,20% -15,95%

Performance

1J

5J

M&G Investments EUR

-8,31%

75,54%

Deutsche AM S.A. EUR

-1,39%

70,59%

M&G Investments EUR Fidelity

-7,07%

-7,02%

-12,15%

-11,09%

71,44%

69,16%

53,43%

46,76%

risControl 04/16 47


INTERVIEW

EFM – Neuer Fachabteilungsleiter Akad. Vkfm. Peter Schernthaner ist neuer Fachabteilungsleiter der EFM, mit über 50 Standorten die Nr. 1 in Österreich. Wir sprachen mit ihm über seine neuen Aufgaben. Herr Schernthaner, wie sind Sie zur EFM gekommen? Durch meine langjährige Erfahrung in der Versicherungswirtschaft, kenne ich die EFM schon seit geraumer Zeit. Durch intensive Gespräche mit Erwin Pichler, Expansionsmanager der EFM, habe ich nun zur EFM gefunden. Was mich motiviert hat, Teil dieses Unternehmens zu werden, ist die Übereinstimmung zwischen dem Wort „unternehmen“ und dem tatsächlichen Unternehmen. Unter Rücksichtnahme auf die Menschen im Unternehmen, wird gemeinsam nachgedacht, diskutiert, besprochen und zu einer gemeinsamen Lösung gefunden – diese Vorgangsweise hat Perspektive und ohne Perspektive gibt es keine Entwicklung. Das „DU“ hat in der EFM keinen Formalcharakter sondern ist Ausdruck der Denkweise. Welchen Vorteil haben EFM Versicherungsmakler aus Ihrer Sicht dem Mitbewerb gegenüber? Obwohl ich erst sehr kurz Einblick in die EFM habe, bin ich von den Perspektiven überzeugt, die man als kleiner bis mittelständischer Versicherungsmakler dadurch bekommt. Man kann Produkte anbieten, die man alleine nicht verhandeln könnte. Vor allem aber der Auftritt bei Gewerbekunden mit dem Hintergrund eines bewährten, seit Jahrzehnten bestehenden Unternehmens wirkt wesentlich glaubwürdiger.

er eine aktivere Vaterrolle übernehmen möchte. Hier bin ich mit der Betreuung der EFM Franchiseunternehmer aber auch der Weiterentwicklung der Produkte betraut. Ich bin überzeugt, dass ich meine 25 Jahre Erfahrung sehr gut in die Fachabteilung der EFM einbringen kann und wir so gemeinsam zu noch besseren Ergebnissen kommen. Auf der anderen Seite habe ich aber auch die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Gewerbekundenbetreuung übernommen.

Wie sieht ihr Lebenslauf aus?

Was sind Ihre Ziele in der EFM?

Ich habe nach dem Bundesheer das Jus-Studium begonnen, bin dann aber doch recht rasch in die Versicherungsbranche gewechselt und habe den Universitätslehrgang zum Akademischen Versicherungskaufmann abgeschlossen. Seit mehr als 30 Jahren bin ich als Milizoffizier im Militärkommando Steiermark tätig. Außerdem bin ich bis heute als Kammerfunktionär für die Aus- und Weiterbildung der Versicherungsmakler in der Steiermark verantwortlich. Ich war einige Jahre in der GRAWE beschäftigt und habe dort die Maklerbetreuung aufgebaut und bin seit über 25 Jahren selbständiger Versicherungsmakler mit meiner Firma Assecura BuV GmbH.

Zum einen natürlich die Festigung bestehender Kundenbeziehungen sowie der Ausbau neuer Kundenbeziehungen. Ziel ist es auch den Marktanteil bei Gewerbekunden zumindest auf das Niveau der Privatkunden in der EFM zu heben. Sehr ehrgeizige Ziele, die uns dabei helfen, die Perspektiven innerhalb der EFM zu verwirklichen. Zum anderen möchte ich mein know how möglichst umfassend in die Arbeit der Fachabteilung einbringen, um die Wünsche unserer Franchiseunternehmer noch besser erfüllen zu können.

Welche Aufgaben haben Sie nun in der EFM übernommen?

Ich habe zwei Söhne, mit denen ich, trotz der großen Herausforderungen in der EFM, versuche so viel Zeit wie möglich zu verbringen. Außerdem spiele ich gerne Golf und versuche auch meine sehr verständnisvolle Partnerin, die selbst Unternehmerin ist, an meiner kargen Freizeit teilhaben zu lassen.

Ich habe in der EFM eine Doppelrolle übernommen. Auf der einen Seite habe ich die Leitung der Fachabteilung übernommen. Ewald Maitz, der diese Position bisher innehatte, legt das Amt zurück, da 48 risControl 04/16

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?


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Vorlesungstag an der Universität Leipzig Bereits zum 16. Mal haben sich 300 Branchenexperten, darunter viele Vorstände und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen und branchennahen Dienstleistern in Leipzig zum Kongress unter der Moderation und fachlicher Leitung von Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswissenschaften getroffen. Den fachlichen Teil des Vorlesungstags eröffnete Christoph Schmallenbach, Vorstandsvorsitzender der AachenMünchener, mit einem aufschlussreichen Beitrag zum Thema „Transformation des Geschäftsmodells „Versicherung“: von der Tradition in neue Welten“. Die nachhaltigste Veränderung, neben dem verstärkten Wettbewerb, der Gesetzgebung und Herausforderungen im Vertrieb, ist nach Meinung von Schmallenbach im Verhalten der Kunden zu sehen, die ihre Erwartungen aus anderen Branchen auf die Assekuranz übertragen. Schmallenbach stellte vier Thesen zur Transformation der Versicherungsbranche und der Neupositionierung der Versicherungsunternehmen auf und würdigte jede kritisch. So sollte das gesamte Geschäftsmodell auf den Prüfstand gestellt, Komplexität abgebaut, Kundenzentrierung hervorgehoben und wesentlich mehr ausprobiert werden. Eine andere Fehlerkultur sei vonnöten, um mehr Innovation zu erreichen. Er griff seinen anfänglichen Leitsatz wieder auf und verwies darauf, dass es umso schwieriger sei, sich zu entwickeln, je größer der Erfolg in der Vergangenheit war. Er rekapitulierte: „Wir müssen uns schnell verändern, aber wie wir uns verändern, muss individuell ausgestaltet werden.“ Solvency II – Erste Erfahrungen der Aufsicht Dr. Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, berichtete anschließend über erste Erfahrungen mit Solvency II. In seinem Vortrag legte Dr. Grund thematische Schwerpunkte auf die

Dr. Frank Grund 50 risControl 04/16

Aspekte Volatilität, Kapitalanlagen und Rechnungslegung. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld übt Einfluss auf die Volatiltät der SCR-Werte aus. Diese Volatilität wird laut Dr. Grund auch in Zukunft weiter ansteigen. Er betonte, dass aber nicht die Reduktion der Volatiltät als solcher, sondern vielmehr ein adäquater Umgang damit zielführend sei. Eine klare und offene Kommunikation sei auch im Vertrieb erforderlich. Besonderheiten im Bereich der Kapitalanlagen ergäben sich im Rahmen von Solvency II durch die Abschaffung der Anlageverordnung und somit der Abschaffung pauschaler quantitativer Anlagerestriktionen. Es gelte nun ein Verhaltensstandard, der einen internen Anlagekatalog und individuelle, quantitative Grenzen, basierend auf dem vom Unternehmen angestrebten Sicherheitsgrad, erfordere. Dr. Grund setzte einen Fokus auf die Problematik des stark angestiegenen Engagements in Staatsanleihen, die nach dem Standardmodell als risikolos bewertet werden. Dieser Problematik solle jedoch im Rahmen der zweiten Säule von Solvency II entgegen gewirkt werden. Im Bereich der Rechnungslegung sei auch unter Solvency II das HGB für einen Teil der Berechnungen, wie der Mindestzuführung zu den RfB und der Zinszusatzreserve, relevant. Im Zusammenhang mit der Zinszusatzreserve und den hohen SCR-Anforderungen werde kritisiert, dass manche Unternehmen „eine Medizin verschrieben bekommen, die zu stark ist“. Dr. Grund betonte, dass die BaFin gewillt sei mit den Versicherungsunternehmen zu kooperieren, allerdings bei einer Nicht-Einhaltung der Kapitalanforderungen auch gezwungen sei, mit ihrem umfangreichen Instrumentarium einzugreifen.


VERANSTALTUNG Leipziger Forschung Im Rahmen des wissenschaftlich ausgerichteten Veranstaltungsblocks „Leipziger Forschung“ berichtete Daroslav Lazic, Doktorand und Geschäftsführer am IfVW, aus seinem Dissertationsprojekt zum Thema „Der Sparprozess in der klassischen Lebensversicherung: Perspektivwechsel als zukünftiger Erfolgsfaktor für das Geschäftsmodell Lebensversicherung“. Nach einem Überblick zur Funktionsweise einer klassischen Lebensversicherung, bestehend aus Spar- und Risikogeschäft, zeichnete er die Vorteile einer Lebensversicherung im Gegenzug zu reinen Sparprodukten auf. Hervorgehoben wurden dafür der Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit sowie der komparative Vorteil im Modell des kollektiven Sparens. Der Sparprozess innerhalb der klassischen Lebensversicherung darf nach Lazic nicht als gewöhnlicher Sparprozess betrachtet werden, sondern vielmehr als Versicherung gegen Kapitalmarktrisiken. Seine Thesen belegt Lazic mit aussagekräftigem empirischem Datenmaterial, das für Sparergenerationen der vergangenen 30 Jahre die Optimierung der Rendite-/Risiko-Position mittels einer Lebensversicherung gegenüber alternativen Anlagen für Zwecke der Altersversorgung, wie einem Aktienportefeuilles oder einer Anlage in den REXP, eindrucksvoll belegte. Komplexititätsmanagement in der Assekuranz Im stark zunehmenden Wettbewerb auf dem Versicherungsmarkt und mit damit verbunden hohen Anforderungen an die Kosteneffizienz ist es in der Assekuranz von hoher Bedeutung, den Komplexitätsgrad der Strukturen und Prozesse im Versicherungsunternehmen zu optimieren. Vor diesem Hintergrund hat die V.E.R.S. Leipzig GmbH unter Schirmherrschaft und persönlicher Mitwirkung von Prof. Dr. Fred Wagner und in konzeptioneller Zusammenarbeit sowie im Auftrag der zeb/rolfes.schierenbeck.associates GmbH eine empirische Studie zum „Komplexititätsmanagement in der Assekuranz – Treiber Optimierungspotenziale und zentrale Stellhebel für die Zukunft“ durchgeführt. Die Ergebnisse stellte Prof. Wagner im Rahmen des 16. Vorlesungstag aus wissenschaftlicher Sicht vor. Philip Franck, Senior Manager von zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh, beleuchtete

Prof. Dr. Fred Wagner und Christoph Schmallenbach anschließend die Konsequenzen aus praktischer Beratersicht. So kritisierte er, dass Komplexität oft als Fehlerbild wahrgenommen wird und nur die Symptomatik, nicht aber die Ursachen behoben werden. Die Umsetzung erfolge oft nur kurzfristig und es gäbe kaum einen Versicherer, der turnusgemäß und proaktiv mit der Komplexitätsproblematik umgeht. Der Gemeinschaftsvortrag entsprach abermals dem Anspruch des Leipziger Versicherungsinstituts nach einer Verzahnung von Forschung und Praxis, die auch den Vorlesungstag zu einem besonders wichtigen Branchentreff macht. Betriebliche Vorsorge – Status Quo und Entwicklungslinien Ein weiterer Höhepunkt des Vorlesungstags ist Jahr für Jahr die Podiumsdiskussion, in diesem Jahr zum Thema: „Betriebliche Vorsorge – Status Quo und Entwicklungslinien“. Die Durchdringungsquote der betrieblichen Altersvorsorge stagniert trotz ihrer hohen Bedeutung in Zeiten des demografischen Wandels und rückt somit immer weiter in den politischen Fokus. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm traditionell Prof. Wagner. Auswirkungen der europäischen Finanzmarkt- und Geldpolitik auf die Assekuranz Zum fachlichen Schluss des Tagungsprogramms referierte der renommierte Wirtschafts- und Finanzexperte Prof. Dr. Max Otte. Derzeit am Institut für Unternehmensführung und Entrepeneurship an der Universität Graz tätig, Bestsellerautor, Gründer des Finanzinformations- und Analyseinstituts IFVE sowie Direktor des Zentrums für Value Invest e.V., er thematisierte die Geldpolitik der Fed und EZB, die Folgen der Niedrigzinspolitik an den Kapitalmärkten und Herausforderungen für institutionelle Anleger. In seinem Vortrag prognostizierte er eine weiter andauernde Niedrigzinsphase, und er übte scharfe Kritik am Kurs der EZB bzw. von Mario Draghi. Im Anschluss an das Tagungsprogramm lud das Institut für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig zum Kabarett Leipziger Pfeffermühle in die Alte Börse und zu einem Get Together in die Räumlichkeiten des Instituts. risControl 04/16 51


INTERVIEW

VAV: Neuauflage des erfolgreichen KFZ-Tarifs

Die KFZ-Versicherungen der VAV punkten mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis, der BonusProvision für Vertriebspartner und umfassendem Versicherungsschutz, der auf Kundenwunsch individuell erweitert werden kann. Die VAV hat dabei auf dem mehrfach ausgezeichneten Produkt aus 2015 aufgesetzt und den Tarif entsprechend weiterentwickelt. Das Ergebnis: Top-Prämien treffen auf flexible Gestaltungsmöglichkeiten und attraktive Zusatzdeckungen. Dauerhaft günstig & flexibel gestaltbar Nach intensiver Analyse der aktuellen Marktentwicklungen präsentiert die VAV ihren neuen KFZ-Tarif, der sich nun noch flexibler an verschiedene Lebenssituationen anpasst. Und das zu dauerhaft günstigen Prämien: Der Tarif bietet beispielsweise attraktive Preisvorteile für Wenigfahrer ( Jahresfahrleistung bis zu 10.000 km). Bei mehreren Fahrzeugen im Haushalt wird bis zu 3 Bonus-Stufen niedriger eingestuft. Lenken nur der Versicherungsnehmer und dessen Partner das Fahrzeug, garantiert die VAV außerdem einen großzügigen Nutzerrabatt. Die Produkthighlights im Überblick In der KFZ-Haftpflichtversicherung ist die Versicherungssumme nun bis EUR 20 Millionen flexibel wählbar. Bestehende VAV-Kunden erhalten einen attraktiven Mehrsparten-Bonus, der übrigens jetzt auch im neuen Motorrad-Tarif eine günstigere Prämie garantiert. Außerdem erweitern folgende Zusatzbausteine den Versicherungsschutz: jährlicher Freischaden, europaweiter 24h Pannen-Service, Insassen-Unfallversicherung sowie Lenker-Rechtsschutz mit weltweiter Deckung. In der VAV-Kaskoversicherung ist der Selbstbehalt schon ab EUR 290,00 wählbar. Zudem ist die Rundumverglasung – einschließlich Kleingläsern – prämienfrei mitversichert. Zur breiten Palette frei wählbarer Versicherungskomponenten zählt auch der Einschluss von Schäden durch grobe Fahrlässigkeit, die Neuwertentschädigung bis zu einem Fahrzeugalter von 48 Monaten, die Versicherung von mitgeführten elektronischen Geräten sowie Leihwagenkosten für die Dauer der Autoreparatur nach einem Kaskoschaden. Moderne Mobilität im Visier Die VAV beobachtet intensiv das Mobilitätsverhalten der Österreicher. Gerade im urbanen Bereich geht der Trend weiterhin in Richtung Car-Sharing und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Der Autokauf unterliegt ganz klar einem Wandel. Der Anteil von alternativ betriebenen PKW liegt zwar erst bei 2 Prozent aller Neuzulassungen, ist von 2014 auf 2015 aber um ein Drittel angestiegen. Die Zielgruppe darf daher keinesfalls unterschätzt werden. Die VAV bietet auch für Elektro- und Hybridfahrzeuge den optimalen Versicherungsschutz. Denn die durchaus teuren Akkus und Ladekabel

„Mit unserem neuen KFZ-Tarif wird die Erfolgsgeschichte der VAV weitergeschrieben“, Joachim Klepp, Abteilungsleiter Vertrieb Makler und Agenturen sind in der Kaskoversicherung gegen alle äußeren Einwirkungen mitversicherbar. Außerdem sind Überspannungsschäden, Überladung, indirekter Blitzschlag, aber auch Bedienungsfehler in die Deckung eingeschlossen. VAV PRO-Tarifrechner komfortabel & zeitsparend Neben dem komplett neuen Design und der verbesserten Benutzerfreundlichkeit des Service Portals VAV PRO wurde auch der KFZRechner optimiert und bedarfsgerechter aufgebaut. Kundenspezifika stehen dabei ganz klar im Mittelpunkt. Die Situationsabfrage wurde vorverlegt, konkretisiert und übersichtlicher aufbereitet. Die Kundenbedürfnisse können so noch besser abgebildet werden. Außerdem ist ab sofort auch die gleichzeitige Berechnung mehrerer Auto-Versicherungen in unterschiedlichen Tab-Fenstern möglich. Für bestehende Kunden wird das Öffnen des Tarifrechners aus dem Bestand empfohlen. So sind alle wichtigen Daten bereits vorbefüllt, wodurch wertvolle Zeit gespart werden kann. Bestens bewährt – die Bonus-Provision der VAV Auch 2016 behält die VAV die Bonus-Provision bei. Diese gilt für gut verlaufende Fahrzeuge, die so genannten TOPTYP-Modelle, wenn die Anträge elektronisch eingereicht werden – ab dem ersten Vertrag und für die gesamte Laufzeit. Die Bonus-Provision wird bei entsprechenden Neuanträgen, aber auch Fahrzeugwechsel ausbezahlt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.VAVPRO.at 52 risControl 04/16


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DIE NUMMER 1 KFZ-VERSICHERUNGEN VOM TESTSIEGER Für alle, die besser fahren wollen: mit ausgezeichneten Produkten und Bonus-Provision ab dem ersten Vertrag. www.VAVPRO.at Qualitätstest.at

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TESTSIEGER Test 06/2015, 12 Anbieter im Test: Tarife & Servicequalität


FINANZEN

Sicher vorsorgen mit Investmentfonds „Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und schwachen Wachstums sollten Investoren in Unternehmen investieren, die von zukünftigen Entwicklungen überproportional profitieren. Diese so genannten Megatrends bieten langfristig die besten Chancen auf eine nachhaltige Rendite.“ - Dr. Michael Posselt, gewerblicher Vermögensberater, Fachverbandsobmann Stellvertreter Finanzdienstleiter Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von irgendwem gegen die Lebensversicherung gewettert wird. Einmal sind es die hohen Kosten oder der niedrige Garantiezins, zuletzt die falsche Aufklärung über das Rücktrittsrecht, die dem Kunden die langfristige Vorsorge vergraulen. Doch was hilft es dem Kunden, wenn er am Ende mit einer Mindestpension und ohne private Vorsorge dasteht? Das größte Manko und damit auch Langfristrisiko der meisten Altersvorsorgeprodukte ist ihr mangelndes Renditepotential: Wer heute noch eine klassische Lebensversicherung abschließt, muss sich mit einem Garantiezins zufrieden geben, der in vielen Fällen nicht einmal mehr die laufenden Kosten seines Vertrages erwirtschaftet, von der Abgeltung der Inflation, ganz zu schweigen. Und auch die nach wie vor beliebten mit Garantien unterlegten Fondspolizzen erbringen im aktuellen Marktumfeld keine oder kaum nennenswerte Renditen. Für den Sparer bedeutet dies: Wer sein Geld - egal ob im Rahmen einer Versicherung oder direkt bei einer Fondsgesellschaft oder am Wertpapierdepot - unter dem Aspekt des langfristigen Vermögensaufbau anlegen will, muss eine gewisse Portion Risiko in Form von Kursschwankungen in Kauf nehmen. Doch wer dabei auf die wachstumsstärksten und lukrativsten Märkte und in diesen Marktsegmenten führenden Unternehmen, wird mit einer entsprechenden Rendite belohnt. Ein großer Trend, der auch unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst wird, ist die Digitalisierung. Für Unternehmen ergeben sich daraus allerdings nicht nur Chancen. Wer sich diesem Wandel nicht stellt, wird langfristig auf der Strecke bleiben. Beispiele für so genannte disruptive Entwicklungen sind beispielsweise StreamingDienste, die das Geschäft herkömmlicher TV-Sender untergraben oder das Mobile Payment, welches die Banken im klassischen Zah54 risControl 04/16

lungsverkehr überflüssig macht. Interessant könnten deshalb Unternehmen sein, die selbst vom Digitalisierungsprozess profitieren, etwa Softwareentwickler, IT-Unternehmen und -Dienstleister. Jedenfalls zu beachten ist die demografische Entwicklung: Unsere Lebenserwartung steigt und die geburtenstarken Jahrgänge in Europa und den USA nähern sich dem Pensionsalter. Was die staatlichen Pensionssysteme vor große Herausforderungen stellt, ist für Unternehmen, die von dieser Entwicklung profitieren, ein Segen. Einer der Gewinner ist dabei sicherlich der Pharma- und Medizinsektor, aber auch Senioren- und Pflegeheime sowie Privatkliniken boomen. Dies sind Themen, die auch in der Altersvorsorgeberatung zu berücksichtigen sind. Ein weiteres großes Thema ist der Klimawandel. Entsprechende Fonds investieren in Anbieter alternativer Energien, Umwelttechnologien oder auch Recycling. Natürlich gäbe es noch viele weitere Bereiche und Unternehmen, in die sich ein Investment lohnen würde: Unsere Aufgabe ist es, dem Kunden die Chancen und Risiken, die sich für ihn daraus ergeben genau zu erklären. Nur so können wir ihm/ihr ein Investment in seine/ihre langfristige Altersvorsorge schmackhaft machen und unserer Aufgabe in der Vorsorgeberatung gerecht werden.


MARKT

Lukrative Aussicht? Ein Urteil, ausgehend von einem nicht ordnungsgemäß aufgeklärten Rücktrittsrechtes eines Lebensversicherungsvertrages eines Anbieters aus Lichtenstein, bringt die österreichische Versicherungsbranche ins Schwitzen. Eine dramatische Entwicklung sagen die einen, Einzelfälle die Anderen. Natürlich sind Gewinnversprechen aus lang vergangener Zeit nicht mehr einzuhalten, die NiedrigZinsphase hat das ihre dazu getan. Viele haben nicht das erhalten, was ihnen versprochen wurde und werden es à la longue auch nicht mehr erhalten. Viel zu oft sind Lebensversicherungsprodukte nur rein mit dem Renditegedanken verkauft worden, die wirklichen Beweggründe waren jahrzehntelang nicht ausschlaggebend. Auch gilt es natürlich die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber ist das Versprechen „Wir holen das Beste für Sie heraus“ notwendig? Geschäftemacherei

oder berechtigte Hilfestellung? Prozessfinanzierer gehen von unzähligen erfolgversprechenden Fällen aus und bieten für eine Beteiligung von ca. 40 % Erfolgsprovision Hilfe an. Der VKI hat seine Sammelaktion gestartet, selbstverständlich marketingmäßig in den österreichischen Medien groß aufgezogen. Für 95 Euro können Konsumenten ihre Lebensversicherungspolizze überprüfen lassen, bevor aber Sammelklagen eingereicht werden, wird laut VKI die Wirtschaftlichkeit der Einzelfälle überprüft. Übrigens, die EAS geht bei ihrem Umwerben von, voraussichtlich geschädigten, Kunden noch einen Schritt weiter. Der Prozessfinanzierer übernimmt für jedes vom VKI überprüftes, dann aber übernommenes Mandat den entrichteten Kostenbeitrag. Auch hier soll im Falle des Falles eine Wirtschaftlichkeit vor Prozess-Anstrebung überprüft werden.

Ausschlaggebend sind nun nicht nur das laut OGH beurteilte Rücktrittsrecht, sondern auch die nicht zustande gekommenen Renditeversprechen.

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VERSICHERUNG

Allianz: Mit Servicequalität in der Gewerbeversicherung an die Spitze

Mit dem Gewerbebündel „Allianz Business“ und betrieblicher Altersvorsorge ist die Allianz Komplettversorger für Unternehmen. Und neue Strukturen und mehr Servicequalität bringen sie in der Gewerbeversicherung sukzessive wieder zum angestrebten Rang – zu Platz 1.

Als die Allianz vor etwas mehr als einem Jahr mit der Ankündigung aufhorchen ließ, in der Gewerbeversicherung wieder an die Spitze zu kommen. wollten Maklerpartner dies gerne glauben. Dennoch war allen Beteiligten klar, dass so etwas nur mit enormen Anstrengungen geht. Genau diese Anstrengungen habe die Allianz inzwischen unternommen, erklärt Claudia Schlosser, die Bereichsleiterin des Ungebundenen Vertriebs bei der Allianz. Um gut ein Fünftel mehr zur Verfügung gestellte Offerte und vermehrte Abschlüsse seien für sie ein klarer Beleg für die Stärken der Gewerbeversicherung „Allianz Business“ und vor allem dafür, dass das neue Betreuungs- und Servicierungskonzept der Allianz greift. Denn es wurde die Kompetenz der Key Account Manager (KAM) als Ansprechpartner vor Ort mit einer Ausbildungsoffensive weiter gesteigert, und bei Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge können diese außerdem auch noch BAV-Product Manager bzw. bei großvolumigem Geschäft Industrie- und Großkundenmanager (IGM) zum Gespräch mit Maklerpartner und Kunden beiziehen. Mehr Termine, mehr Geschäft Wichtigste Voraussetzung für die Betreuung von Maklerpartnern durch die KAMs ist dafür verfügbare Zeit. Deshalb hat die Allianz alle telefonischen Anfragen, alle Vertragsaktivitäten sowie das Offertwesen in drei regional zuständigen Teams gebündelt: im "Top Makler Service" – kurz: TMS. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort sind den Maklern bereits weitgehend bekannt und kennen ihrerseits ihre Maklerpartner und Maklerbetreuer“, erklärt Schlosser: Das erleichtere die Zusammenarbeit, „und nun sind wir gefordert, unsere Serviceleistungen im Gewerbebereich in punkto Schnelligkeit und Qualität sukzessive zu steigern.“ Schließlich soll jeder Maklerpartner genau jenes Offert bekommen, das sein Kunde braucht. Denn das mächtige und modulare Leistungsangebot von „Allianz Business“ mache immer wieder Rückfragen notwendig, bringe für die Kunden und Kundinnen aber eine echte Deckung nach Maß. Komplettangebot für große und kleine Betriebe „So wie wir in der BAV Komplettanbieter sind, haben wir auch in der Gewerbeversicherung das volle Leistungsangebot – vom Kleinstunternehmer bis hin zum großen Gewerbebetrieb“, erklärt Schlosser. Denn „Allianz Business“ bietet weit mehr als nur die bekannten Deckungen der klassischen Gewerbeversicherung wie Feuer-, Leitungswasser-, 56 risControl 04/16

Claudia Schlosser, Bereichsleiterin des Ungebundenen Vertriebs Einbruchdiebstahl-, Sturmversicherung oder Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Pauschal-Versicherungssumme von bis zu sechs Millionen Euro. Diese Deckungen sind zwar unabhängig von der Unternehmensgröße wichtig wie eh und je, aber „Allianz Business“ glänzt auch mit zahlreichen neuen Deckungen, die in dieser Form einzigartig am Markt sind. So bietet „Allianz Business“ als Alleinstellungsmerkmal eine Betriebsunterbrechungsdeckung für Schäden durch Außergewöhnliche Naturereignisse. Und gerade mit der richtigen Absicherung des Betriebsstillstandrisikos lässt sich am Markt punkten. Außerdem kommt die Technik-Pauschalversicherung auch für innere Betriebsschäden an der Elektronik auf. Und die Absicherung der benannten und unbenannten Gefahren inklusive Betriebsunterbrechung in der Sparte Erweiterte Gefahren macht „Allianz Business“ zur AllriskVersicherung auch für klein- und mittelständische Unternehmen. Kompetenz verbindet Auch wenn der modulare Aufbau von „Allianz Business“ für die Offertstellung mehr Angaben von Kundenseite erfordert und punktuell Rückfragen notwendig macht, sieht Schlosser damit die Allianz und ihre Maklerpartner auf dem richtigen und einem gemeinsamen Weg. Denn auch die Nachfrage der Maklerpartner nach den Bildungsangeboten der Allianz steigt kontinuierlich an. Für Schlosser ein klares Indiz dafür, dass diese ebenfalls mit Qualität in der Beratung und kompetitiven Leistungen bei ihren Kundinnen und Kunden punkten wollen.


Schnell und bequem zum neuen Auto – mit Wiener Städtische • Donau Leasing

Andre Löhlein Leasing ist der schnellste und bequemste Weg vom Autowunsch zum Wunschauto – und das hat gute Gründe: - Die Nutzung des Fahrzeugs steht im Mittelpunkt, nicht das Eigentum. - Das monatliche Leasingentgelt wird individuell den Bedürfnissen der LeasingnehmerInnen angepasst. - Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern ist Wiener Städtische • Donau Leasing an keinen Autohersteller gebunden. Dadurch werden die KundInnen objektiv und markenunabhängig beraten. Nicht nur finanzieren, sondern individuell servicieren „Wir wollen nicht nur ‚Finanzierer‘, sondern unseren KundInnen auch ein wertvoller Partner rund ums Thema Auto sein“, so Andre Löhlein, Geschäftsführer Wiener Städtische • Donau Leasing. Ganz nach diesem Motto wird den KundInnen von Wiener Städtische • Donau Leasing die kostenlose Vorteilskarte angeboten. Neben Vergünstigungen bei Forstinger, Avis, Bosch-Service, Rosenberger und Urlaubsplus tanken KundInnen damit bargeldlos und günstiger bei OMV und Avanti. Fullservice aus einer Hand – Finanzierung, Versicherung, Anmeldung Mit der passenden Kfz-Versicherung der Wiener Städtischen oder Donau Versicherung wird das Angebot abgerundet. Übrigens: wer bis Jahresende gleichzeitig zum Leasingvertrag eine KfzVersicherung der Wiener Städtischen oder Donau abschließt, bekommt zwei Monatsprämien der Versicherung geschenkt! Mehr Informationen erhalten Sie österreichweit bei Ihren KundenberaterInnen der Wiener Städtischen oder Donau Versicherung oder auf www.wsd-leasing.at


SCHLUSSPUNKT

BUCHTIPP

IMPRESSUM

Mythos Ischlerbahn

“risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger

Werner Schleritzko, Prokurist und Abteilungsleiter Asset Management in der ÖBV, ist ein leidenschaftlicher Eisenbahnfan. Besonders angetan hat es ihm die Geschichte der legendären schmalspurigen Salzkammergut-Lokalbahn (SKGLB), die zwischen 1891 und 1957 die Stadt Salzburg mit Bad Ischl verband. Zwei von den drei Bänden sind bereits im Verlag RailwayMedia-Group erschienen. Der erste Band umfasst die Geschichte der „Ischlerbahn“ von 1890 bis 1930, der zweite Band den Jahren ab 1931 bis zur Einstellung der Lokalbahn im Jahre 1957. Der passionierte Eisenbahnfan hat zahlreiche bisher unbekannte Fakten und viele Bilder akribisch zusammengetragen und dokumentiert.

Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteurin; Christian Proyer; Isabella Schachinger; CASDesign, Layout

Der dritte und letzte Band erscheint im Sommer 2016.

WAS FOLGT IM APRIL? IGV Präsident Anton Brenninger im Interview

Mobilität – vom Oldtimer bis zum Elektroauto

Titelbild: 123rf.de/rawpixel. Weitere Bilder: S. Goerner, Franz Pflügl, Alexandra Eizinger, Ingo Folie, Thomas Hawk, CAS-Design, Bernd Thaller, Hans Leitner, Christian Proyer, Michael Markl, Sissi Furgler, Claudia El-Morsi, Astrid Bartl, Daniel Schalhas, Bernhard R. Moser, Susanne Einzenberger, Marcus Werres, Christian Husar, Iryna Buchegger, Frank Behrens. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird.

Nachbericht zum ÖVM Forum 2016 in Linz 58 risControl 04/16

Silvia Emrich, CFO Zürich Versicherung, im Interview

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