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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation NR. 03 • 2016 • HEFT 440 • 37. JAHRGANG • EURO 10

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

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Ritterschild des Volkes Haftpflichtversicherung Kontinuierliche Weiterentwicklung Interview mit Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von TOGETHER/CCA

Österreich - ein wichtiger Markt

Spezialisten am Werk

Interview mit Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherungs-AG

Interview mit Mag. Willi Bors, Vertriebsleiter der ARAG SE Direktion für Österreich


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser! Manchmal stelle ich mir die Frage, welche Themen werden noch gelesen in unserer Zeit und was ist bereits zu viel. Worüber darf man schreiben und worüber nicht (mehr)? Vor einigen Monaten hat einer meiner Editorials die Überschrift „Gans oder Flüchtling“ getragen. Bedingt durch die politischen Umwälzungen, ist ein Umdenken deutlich spürbar. So durfte man vor einigen Monaten das Wort Obergrenze im Sinne von antragstellenden Flüchtlingen nicht einmal (laut) denken, jetzt spricht es sogar Bundeskanzler aus. Bis vor kurzen wurde jeder in eine braune Ecke gestellt, der seine Bedenken anmeldete derzeit gibt es dazu fast schon eine Regierungserklärung. Da kommt dem Wortspiel „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ eine interessante Bedeutung zu. Erfolgt ein Umdenken, weil die Sorgen und Ängste der Bevölkerung nun ernst genommen werden? Vielleicht macht sich auch der Mangel an fehlender Information bemerkbar. So sieht es aus, aber mit Nichten und Neffen. Dieser Richtungswechsel ist eher damit zu erklären, dass zu viele Menschen ihre neue Heimat in Österreich finden wollen. Wann erfolgt die Eingliederung in unsere Gesellschaft und Kultur? Im Kindergarten, in der Schule oder erst am Arbeitsplatz? Für viele liegt die Antwort auf der Hand: Je früher, desto besser. Begeben wir uns in den Kindergarten, wo es keinen Religionsbezug mehr geben darf, keinen Laternenumzug, kein Christkind, keinen Osterhasen und sonstiges geliebtes Kinderzeugs.

Meiner Meinung nach lieben Kinder den Osterhasen, den Laternenumzug und den Advent ihrer selbst wegen. Nun gibt es aber neben den staatlichen auch islamische Kindergärten. Darüber hat Ednan Aslan ein österreichisch-türkischer Professor für islamische Religionspädagogik an der Universität Wien eine Studie erstellt. Diese sagt aus, dass Radikalisierung schon im Kindergarten vorkommt. Denn dort wird sehr wohl der Glaube noch an die erste Stelle gesetzt. Weit entfernt von der Realität der staatlichen Kindergärten. Die Studie scheint so brisant, dass es nun eine Folgestudie geben soll, die bis Ende 2017 fertiggestellt werden soll. Ein langes Zeitfenster, im Verhältnis zu der Kindergärtnerin deren Dienstverhältnis aufgekündigt wurde, weil sie dennoch über das Christkind sprach. Dieser Vorgang wurde wesentlich rascher abgehandelt. Warum haben wir noch immer diesen „vorauseilenden“ Gehorsam? Ist es in unserer Kultur wirklich notwendig, dass gelebte Traditionen tabu sind? Wäre es eine Möglichkeit, Menschen mit den verschiedensten Traditionen und Glaubensrichtungen über unsere gelebte Art und Weise nicht einfach zu informieren, ohne unsere Identität krampfhaft verändern zu müssen? Wie heißt es doch so schön: „mit dem Reden kommen d`Leut zsamm“. Wir sollten diesem Sprichwort einfach den Vorrang geben. Oder wir finden uns damit ab, dass sich nicht alle Menschen einfügen können – oder wollen.

Urkunde risControl, Oberthern A16-02467 Magazin "risControl" 3/März 2016 - 4 78s. - PUR Diese Urkunde bestätigt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch zusätzliche Klimaschutzprojekte. CO2-Äquivalente

2.910 kg Unterstütztes Klimaschutzprojekt

Wasserkraft Renun Indonesien ClimatePartner-ID

11293-1603-1003

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INHALT

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NEWS 26

Inhalt

März 2016 EDITORIAL 3 Editorial

KARRIERE 6 Landesdirektionen | Allianz Versicherung 7 Executive Director | EIOPA 7 Vorsitzender | Coface 7 Chief Risk Officer | Zurich Versicherung 8 Wechsel in der Kommunikation | Donau Versicherung/VIG

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6 Kooperation | R+V Versicherung/ Arisecur 7 Umbau | Generali Deutschland 7 Starkes Wachstum | Irland 8 Spitzen-Weiterbildung | Dialog Lebensversicherung/Deutschland 8 Klage zugelassen 8 Expansion | DIE Maklergruppe

TITELGESCHICHTE 38 Ritterschild des Volkes

INTERVIEW 10 Kontinuierliche Weiterentwicklung | TOGETHER/CCA 22 Österreich - ein wichtiger Markt | Dialog Lebensversicherungs-AG 34 Spezialisten am Werk | ARAG SE Direktion für Österreich 52 Smart, schnell und effizient | VAV Versicherungs-AG

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VERSICHERUNG 9 Finanzzentrum | Nürnberger Versicherung 9 Online Rechner | R+V Versicherung 14 Zahlen und Ergebnisse | ARAG 14 Berufsunfähigkeit im Vergleich | Zurich Insurance Group 15 Kommt der digitale Versicherungsberater? | UNIQA Österreich 15 Übersiedlung | Wiener Städtische . Donau Leasing 16 Produkterweiterung | Wiener Städtische Versicherung 16 Die Realität der Frauen | Allianz Versicherung 17 Bilanzzahlen | Helvetia Österreich 17 Rechtsschutzversicherer im Test | ÖGVS 18 Rasantes Tempo | Allianz Österreich 18 VAV PRO mit neuem Look | VAV Versicherung 19 Vorschadenbesichtigung mittels App | Zurich Versicherung 19 Fusion | UNIQA Konzern


INHALT

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20 Turbulente Zeiten | Vienna Insurance Group 20 Vermögen gesteigert | Valida Vorsorge Managment 21 Kampagne "Für ein gutes Leben" | ÖBV Versicherung 21 Zahlen 2015 | Versicherungsverband 42 Haftpflicht unabdingbar für Ärzte | ARGE MED 43 Keine halben Sachen | Allianz Elementar Versicherungs-AG

KOLUMNE 26 Der risControl-Fonds-VertriebsStrategie-Überblick 2016, Teil 2 | Michael Kordovsky 46 Die dunkle Seite des Internet | Mario Passini

MARKT 31 Studie | FMVÖ 31 Studie zum Mobilitätsbarometer | VAV Versicherungen 32 Freundschaftsanfrage von Oma | GfK 32 Pensionshügel 32 Rechts- und Disziplinarkommission | Fachverband der Versicherungsmakler

FINANZEN 30 Kreditvermittlung NEU | Fachverband der Finanzdienstleister 30 Majoris bietet neue Rentenlösungen | Majoris Maklerservice GmbH

VERANSTALTUNG 58 Ready for TAKE OFF | Wiener Städtische Versicherung

REISE 60 Zeitreise (Zweiter Teil) | Doris Schachinger

SCHLUSSPUNKT 64 Was folgt im April? 64 Impressum Bitte beachten Sie die Beilage von TOGETHER/CCA. Ausgabe-Nr.: 03 risControl 03/2016 Heft-Nr.: 440 37. Jahrgang

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KARRIERE / NEWS R + V Versicherung /Arisecur

Kooperation Die R+V Versicherung und Arisecur Versicherungs-Provider GmbH haben eine Kooperation im Bereich der Risikoabsicherung für Firmenkunden beschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass wir dank unserer Kooperation künftig auch den ARISECURPartnern Zugang zu unseren Schulungen, Produkten und Vertriebstools bieten können. Als KMU-Spezialist unterstützen wir unsere Vertriebspartner beim Auf- und Ausbau ihres Firmenkundengeschäftes und stärken damit nachhaltig ihre Wettbewerbsposition“, erläutert Dr. Martin Beste, Geschäftsführer und Hauptbevollmächtigter der R+V in Österreich. „Mit R+V konnten wir einen starken Partner für unser Netzwerk gewin-

nen, der über jahrelange Erfahrung in der Absicherung von Firmenrisiken verfügt und traditionell im KMU-Segment verankert ist. Die schlagkräftigen Spezialprodukte stellen eine sinnvolle Erweiterung unseres Produktangebotes dar und helfen unseren Partnern, ihre Firmenkunden noch umfassender betreuen zu können“, kommentiert Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR, die Kooperation. Sämtliche über die Kooperation angebotenen Produkte werden in das Maklerportal von ARISECUR eingebunden. Für ausgewählte Produkte gibt es Online-Tarifrechner, über die Vermittler Risiken rasch und unkompliziert anfragen und online abschließen können.

Andreas Büttner

Allianz Versicherung

Landesdirektionen Mit Anfang März hat es bei den Landesdirektionen der Allianz Versicherung einige Neuerungen gegeben. Rainer Brandauer beendet seine Tätigkeit als Leiter der Landesdirektion Salzburg und wird als selbstständiger Agenturpartner weiterhin für die Allianz im Vertrieb aktiv sein. Sein Nachfolger wird Dkfm. Norbert Dörner, der zuvor die Landesdirektion Wien geführt hat und nun nach Salzburg zurückkehrt, er war bereits in den Jahren 2002 bis 2005 Landesdirektor in Salzburg.

Mag. Wolfgang Neuhauser 06 risControl 03/16

Dkfm. Dörner startete seien Karriere 1984 bei der Allianz in München und wechselte im Konzern als Controlling Chef 1991 nach Österreich. Der neue Leiter der Landesdirektion Wien ist Mag. Wolfgang Neuhauser, bisherige Leiter Landesdirektion Niederösterreich. Sein Weg führte ihn 1999 zur Allianz, wo er seine Führungsqualitäten als Vertriebsdirektor für Wien Süd unter Beweis stellte. Es folgten zwei Jahre als Landesdirektor für die Steiermark, ehe er 2002 zum Geschäftsführer des Allianz Kundenservice avancierte. 2004 bis 2006 war er als Vertriebschef Österreich verantwortlich für alle Vertriebswege. Fritz Wimmer, seit 2010 Bereichsleiter Zentraler Vertrieb, übernimmt die Leitung der Landesdirektion Niederösterreich. Wimmer startete seine Karriere 1993 bei der Allianz im Ressort Industrie- und Großkunden. Parallel dazu absolvierte er zwischen 1996 und 1998 den Universitätslehrgang für Versicherungswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2003 war er in unterschiedlichen Funktionen als Führungskraft tätig, davon zwei Jahre als Bereichsleiter Controlling der Allianz Gruppe Österreich.

Dkfm. Norbert Dörner

Fritz Wimmer


KARRIERE / NEWS Generali Deutschland

EIOPA

Umbau

Executive Director

Die Generali Gruppe hat ihre neue Vertriebsstrategie in Deutschland bekannt gegeben. In einigen Medienberichten wird von der Einstellung des Verkaufes von Altersvorsorge durch freie Vermittler gesprochen. Die Generali selbst will sich mit diesen Maßnahmen, laut ihrer Pressenachricht, neu positionieren. Die Dialog Leb-

ensversicherung soll für Lebensprodukte und Vitality, die Generali Versicherung für Komposit mit Smart Insurance-Produkte sowie das Generali Kompetenzcenter in Frankfurt für betriebliche Altersvorsorge zuständig sein. In Österreich soll es keine Veränderung der Vertriebsstrukturen geben.

Fausto Parente ist per 1. April 2016 der neue Executive Director of the European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA), er wurde für fünf Jahre gewählt. Er folgt damit Carlos Montalvo Rebuelta, dessen Amtszeit Ende März beendet ist. Parente ist Vorsitzender der italienischen Versicherungsaufsicht IVASS.

Coface

Irland

Vorsitzender

Starkes Wachstum

Zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Coface wurde Xavier Durand ernannt, er folgt damit Jean Marc Pillu. Durand begann seine berufliche Laufbahn 1987 in der Unternehmensberatung Gemini Consulting er war in vielen leitenden Funktionen tätig, zuletzt als CEO von GE Capital Asia Pacific. Coface hat im vergangenen Jahr eine globale Umsatzsteigerung von 3,4 % auf 1,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Für das heurige Jahr rechnen die Coface Experten mit einem leicht höheren Wirtschaftswachstum von 2,5 % als letztes Jahr (2015 2,5%), aber insgesamt sieht der Kreditversicherer auch ein weiteres weltweites steigen der Risiken.

Laut Hochrechnungen der EU Kommission hat Irland letztes Jahr innerhalb Europas die höchste Steigerung des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. Ein sattes Plus von 6,6 % für die Wirtschaft, der Export von Gütern und Dienstleistungen ist nicht mehr der alleinige Konjunkturmotor, denn die Binnennachfrage zieht wieder an: Privatkonsum +3,2 %, Bruttoanlageinvestitionen +11 % und Regierungsausgaben +3 %. Die Arbeitslosigkeit belief sich im Jänner 2016 auf 8,6 % und aufgrund von Mehreinnahmen bei den Steuern von EUR 3,5 Mrd. betrug das Budgetdefizit 2015 lediglich 1,5 %. Fitch hob sein Rating für Irland gerade erst Anfang Feber von A- auf A an.

Zurich Versicherung

Chief Risk Officer Die Zürich Versicherung AG hat die Position des Chief Risk Officers mit Isabella Mammerler neu besetzt. Frau Mammerler schloss das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien (Schwerpunkt Investment Banking) ab, absolvierte einen MBA für Risk Management sowie den CAS-Lehrgang für Europarecht der Universität Zürich. Sie begann ihren Werdegang bei der Finanzmarktaufsicht Austria (FMA), wo sie unter anderem am Projekt von Solvency II von Beginn an mitarbeitete. Seit mehr als neun Jahren ist sie nun in der Versicherungsbranche tätig und konnte bei

verschiedenen großen Marktteilnehmern nationale und internationale Erfahrung sammeln. Zuletzt war die 38-Jährige bei der UNIQA Versicherung in den Bereichen Market Risk und Regulatory Affairs tätig. Ihre Laufbahn setzt sie nun als Chief Risk Officer bei Zurich fort. Isabella Mammerler berichtet an Silvia Emrich, Mitglied des Vorstandes und Chief Financial Officer bei Zurich. „Mit Frau Mammerler konnten wir eine erfahrene Expertin für das Risikomanagement gewinnen, die neben mehrjähriger Berufserfahrung auch eine breitgefächerte Expertise im Bereich Risikomanagement und Solvency II sowie

Isabella Mammerler fundiertes, branchenspezifisches Know-how im Versicherungswesen mitbringt“, freut sich Silvia Emrich. risControl 03/16 07


KARRIERE / NEWS Dialog Lebensversicherung /Deutschland

Spitzen-Weiterbildung Als erstes Unternehmen der Generali in Deutschland hat sich die Dialog Lebensversicherung im Rahmen der Brancheninitiative „gut beraten“ einer Prüfung durch das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) unterzogen. Am 5. Februar 2016 übergab, der beim BWV akkreditierte Auditor, Reinhardt Lüger nach intensiver Prüfung den Abschlussbericht zur Umsetzung von Anrechnungsregeln von

Bildungsmaßnahmen an den Leiter Vertriebsservice, Marcus Pfanzelt, der bei der Dialog die vertriebliche Aus- und Weiterbildung verantwortet. „Mit dieser Auditierung können wir unseren Partnern im Vertrieb die Sicherheit geben, dass unsere Weiterbildungsmaßnahmen den Anforderungen der Brancheninitiative nicht nur entsprechen, sondern auch maßgeblich zur Sicherstellung einer hohen Fach- und Beratungskompetenz

Klage zugelassen

DIE Maklergruppe

Das Deutsche Landesgericht Hamburg hat die Klage des Vereins für Konsumenteninformation gegen das Emissionshaus MPC Münchmeyer Petersen Capital nach dem deutschen Kapitalanleger Musterverfahrengesetz für rund 2500 geschädigte Anleger zugelassen. Es wurde ausdrücklich festgehalten, dass es zulässig ist, wenn Österreicher durch das KapMuG Rechtsschutz in Deutschland suchen und dabei durchaus österreichisches Recht angewendet werde. Der Beschluss ist rechtskräftig, nun sind weitere Musterklagen in Vorbereitung.

der Vermittler auf neuestem Kenntnisstand beitragen“, freut sich Pfanzelt. Er betont weiter, dass sich die Dialog rechtzeitig auf den Weg gemacht habe, um die anstehenden Anforderungen aus der neuen Vermittlerrichtlinie (Insurance Distribution Directive, IDD) zu erfüllen. „Nach dem Ergebnis der jetzigen Auditierung sind wir sehr optimistisch, für die neuen Herausforderungen gut gewappnet zu sein“, stellt der Leiter Vertriebsservice fest.

Expansion „DIE Maklergruppe“ hat zwei neue Mitglieder, die Haniger & Benesch Versicherungsmakler GmbH aus Stockerau und die Q & S Gruppe. Martin Benesch, Geschäftsführer von Haniger & Benesch, kann auf jahrelange Branchenerfahrung - zuerst im Ausschließlichkeitsvertrieb und seit dem Jahr 2000 erfolgreicher Versicherungsmakler für Privat- ud Gewerbekunden - zurückblicken. Er freut sich bereits darauf, durch die zahlreichen Vorteile aus der Gruppierung, zu noch mehr Versicherungsgeschäft bei effizienteren

Arbeitsabläufen zu gelangen. Die Q & S Gruppe rund um Bernhard Quehenberger, Johannes Schilchegger, Ortwin Andrich, Jürgen Kandler und Hans Mayer mit Standorten in Hüttau, St.Martin, Bischofshofen, Muhr und St.Georgen am Kreischberg sind Partner von „DIE Maklergruppe“ geworden. Damit ist ein weiterer, erfolgreicher, Schritt in der geplanten, österreichweiten flächendeckenden, Expansion gelungen. Damit ist die die Gruppe nun innerhalb Österreichs 30-mal in 8 Bundesländern vertreten.

Donau Versicherung AG/VIG

Wechsel in der Kommunikation Ab 1. März bilden Mag. Alexander Jedlicka und Mag. Mirjana Verena Mully das neue Team der externen Kommunikation der Donau Versicherung. Wolfgang Haas, MSc, wurde neuer Konzernsprecher der VIG. Mit dem Wechsel werden bei der VIG die bisherigen Abteilungen Public Relation und Marketing unter der neuen Bezeichnung Konzernkommunikation & Marketing zusammengefasst. Die Abteilung ist direkt Prof. Elisabeth Stadler, CEO, unterstellt. Mag. Alexander Jedlicka wird Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher. In dieser Funktion berichtet er ab April direkt an den neuen Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor Dr. Peter Thirring. 08 risControl 03/16

Mag. Alexander Jedlicka studierte an der Universität Wien Politikwissenschaften und Psychologie, ebenso absolvierte er sein European Studies an der University of Ulster/ Nordirland. Er ist seit über 12 Jahren für den Konzern tätig. Zuletzt war er über sechs Jahre als Konzernpressesprecher für die Kommunikation der Vienna Insurance Group verantwortlich. Mag. Mirjana Verena Mully studierte Kommunikationswissenschaften in Wien, Klagenfurt und Paris. Als PR-Beauftragte der Ergo Versicherung war sie zuletzt Ansprechpartnerin für Medienanfragen sowie für die Erarbeitung und Umsetzung der Social Media-Strategie zuständig.

Wolfgang Haas, MSc


VERSICHERUNG Nürnberger Versicherung

Finanzzentrum Die Nürnberger Versicherung in Graz ist umgezogen. Nachdem die Büroräume in der Merangasse zu klein geworden sind, entschied man sich für einen Umzug. Das neue Finanzzentrum umfasst rund 280 m² und entspricht neuesten Standards moderner Büroarchitektur „Die neuen Büros in der Leechgasse 25 befinden sich in repräsentativer Lage, im sogenannten Villen-Cluster und verfügen über eine sehr gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur“, erläutert Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender. „Mit dieser Büroeröffnung haben wir die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Zukunft in der Steiermark geschaffen. Dieser Standort wird ein Service-, Kompetenz- und Kommunikationszentrum für unsere Vertriebspartner sein“, ergänzt Dr. Philip Steiner, Mitglied des Vorstands. Das neue Finanzzentrum soll künftig auch Vertriebspartnern als Bürostandort dienen. Diese profitieren nicht nur von der räumlichen Nähe zur Nürnberger, sondern auch zu anderen Unternehmern aus wirtschaftsberatenden Berufen im Villen-Cluster. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurde zu einer Spendenaktion zugunsten der Stiftung Kindertraum aufge-

rufen, Mit den Spenden der Gäste und einer zusätzlichen Unterstützung der Nürnberger

konnte ein Betrag von 2.000 Euro an die Privatstiftung Kindertraum übergeben werden.

Vorstand und Vertriebsleitung mit dem Team des NÜRNBERGER Finanzzentrums Graz. V. l. n. r. Dr. Philip Steiner (Mitglied des Vorstands), Prok. Wolfgang Menghin (Leiter MFA-Vertrieb), Michael Kraigher (Vertriebspartnerbetreuer), Michaela Hecher (Vertriebsassistentin), Andreas Vachenauer (Vertriebspartnerbetreuer), Heike Heinrich (Vertriebsassistentin), Kurt Molterer (Vorstandsvorsitzender).

R+V Versicherung

Online Rechner Die R+V Versicherung bringt erstmalig einen Online-Rechner für die Garantieversicherung auf den Markt. Speziell für Kleine- und Mittelständische Unternehmen des Bau- und Baunebengewerbes sowie für herstellende Betriebe konzipiert, ermöglicht dieser die Beantragung, Prämienberechnung und eine automatisierte Angebotslegung von Garantieversicherungen. „Als erstes Online-Tool dieser Art am österreichischen Markt erleichtert der Rechner die Berechnung und Beantragung der Garantieversicherung für Versicherungsmakler deutlich. Denn gerade bei kleineren Garantierahmen entfällt die Beantwortung langer Anfragebögen – der Makler erhält mit nur sehr wenigen Angaben zum Versicherungsnehmer unmittelbar

eine Prämienauskunft und ein Angebot“, sagt Dr. Martin Beste, Geschäftsführer der R+V in Österreich. Der Tarifrechner wurde in die bestehende Plattform www.tarifrechner-ruv. at integriert. Darüber lassen sich ab sofort Garantieversicherungen bis zu einem Rahmen von maximal 200.000 Euro beantragen. Das Tool deckt Deckungsrücklass-, Haftrücklass-, Gewährleistungs sowie Vertragserfüllungsgarantien bis zu einer maximalen Einzelgarantiehöhe von 50.000 Euro ab. Vom Vermittler sind hierfür nur wenige grundlegende Firmendaten wie Firmenname, Anschrift, Branche und Gründungsdatum anzugeben. Ein Abgleich mit einer Online-Firmendatenbank stellt die Angabe der korrekten Firmendaten sicher.

Bei der Antragstellung sind nur vier Risikofragen zu beantworten. Makler, die bereits eine Vertriebsvereinbarung mit R+V haben, können dank Online-Bonitätsprüfung unmittelbar eine Prämienberechnung für die gewünschten Garantiearten vornehmen und in Sekundenschnelle ein Angebot erstellen. Liegt noch keine Vertriebsvereinbarung vor, können Makler diese ebenfalls bequem über den Rechner beantragen. Speziell für Einsteiger in die Garantieversicherung hat R+V ein eigenes Webinarmodul zur Handhabung des Tarifrechners konzipiert. Unter www.webinareruv.at können sich Interessierte zu dieser ca. 30-minütigen Online-Schulung kostenfrei anmelden. risControl 03/16 09


TOGETHER/CCA

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INTERVIEW

Kontinuierliche Weiterentwicklung Geschäftsführer Mag. Alexander Petzmann im Gespräch über smartes Arbeiten, die Spezialisierung der Versicherungsmakler und über die Einladung, alle Entwicklungen für die Branche gemeinsam zu gestalten.

Strategie 2016, was ist heuer am Plan, welche Schwerpunkt wird es geben? Mag. Alexander Petzmann: Wir haben bereits heute ein großes Bündel an Dienstleistungen, die den Makler im Büroalltag unterstützen. Über alle unsere Aktivitäten haben wir das Motto „Smart Arbeiten“ gesetzt, und zwar jetzt und nicht erst irgendwann. Wir arbeiten daran, Arbeitsabläufe laufend zu verbessern und insgesamt noch effizienter zu werden. Natürlich sind uns auch Weiterentwicklungen für die Zukunft, also Funktionen und Leistungen die in ein, zwei oder drei Jahren interessant sind, wichtig. Gleichzeitig ist uns der Einsatz bestehender Funktionen ein großes Anliegen. Es gibt bereits heute einen vollelektronischen Bestand, sowie die vollelektronische Abwicklung von bidirektionalen Prozessen, wie Antrag, Schadenmeldung, Adressänderung, Zahlungsänderung oder Finanzamtsbestätigung. Insgesamt wurden im letzten Jahr ca. eine viertel Million vollelektronische Geschäftsfälle von unseren Vertriebspartnern über TOGETHER abgewickelt. Dennoch könnten die bereits bestehenden Lösungen noch deutlich mehr genutzt werden. Aufgrund der Erkenntnisse aktueller Studien zeigt sich ein sehr heterogenes Feld an EDV-Nutzung in Österreich. Es sind einfach nicht alle Versicherungsunternehmen und Vermittler am gleichen Stand. Einige wenige Maklerbüros arbeiten noch mit Karteikarten, andere sind schon sehr nahe am papierlosen Büro. Von „Alles auf Papier festhaltend“ bis wirklich hoch technisiert ist alles dabei. Deswegen helfen uns Pauschalaussagen „schwarz oder weiß“ am Markt nicht. Ich meine damit: unserer Branche ist weder in einer EDV-Steinzeit noch am neuesten Stand. Solche Aussagen polarisieren, verunsichern, helfen aber dem einzelnen Makler letztlich nicht weiter. Vielmehr müssen wir auf die konkrete Situation jedes Einzelnen eingehen. Das ist eine unserer Kernaufgaben und die haben wir uns verstärkt auf die Fahnen geschrieben. Wir wollen „Smart Arbeiten“ in die Büros bringen indem wir jedes Büro dort abholen, wo es sich gerade befindet, um es bei den nächsten konkreten Verbesserungsschritten begleiten zu können.

Sehen sie genug Bedarf an einer Weiterentwicklung? Petzmann: Selbstverständlich! Wir haben in Österreich bereits funktionierende Lösungen für die elektronische Geschäftsfallabwicklung und Kommunikation und arbeiten ständig Der Erfolg österreichischer daran, diese weiter Lösungen liegt oft gerade zu entwickeln. Dadarin, solche Ideen und bei gilt es, bestehende Lösungen zu nutzen Anregungen auf unsere u n d vo r h a n d e n e eigenen Bedürfnisse und Stärken auszubauen. Maßstäbe anzupassen. Auch ist ein Blick in Nachbarländer und andere Branchen sinnvoll, um Ideen und Anregungen aufgreifen und nutzen zu können. Der Erfolg österreichischer Lösungen liegt oft gerade darin, solche Ideen und Anregungen auf unsere eigenen Bedürfnisse und Maßstäbe anzupassen. Am besten geht das natürlich, wenn alle Marktteilnehmer an einem Tisch sitzen und eine gemeinsame Lösung für Österreich schaffen. Wir unterstützten seit jeher gemeinsame Lösungen und werden dies auch in Zukunft tun. Das Gemeinsame liegt ja bereits in unserem Namen – TOGETHER. Das Haus hat doch sicherlich Antworten auf jedwede elektronische Anforderung? Petzmann: Mit den beiden Produktfamilien TOGETHER und CCA decken wir die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen ab. Natürlich gibt es Schnittstellen, damit Bestandsdaten von TOGETHER nach CCA geladen werden können oder Schadenmeldungen, Anträge, Adressänderungen, die in CCA erstellt worden sind, über TOGETHER vollelektronisch abgewickelt werden. Diese Schnittstellenthematik wird natürlich auch ständig weiterentwickelt. Auch seitens der Versicherungen hat sich viel getan: neben den langjährigen Partnerversicherungen haben sich im letzten Jahr die Kärntner Landesversicherung und ERGO entschieden, Ihre Vertriebspartner über TOGETHER risControl 03/16 11


INTERVIEW zu servicieren und ein weiterer Versicherer ist 2016 schon in Vorbereitung. Damit steigt der Nutzen für Makler, sein Tagesgeschäft auf einer gemeinsamen Plattform abwickeln zu können, wieder um ein deutliches Stück an. Aber auch jene Funktionen, die schon länger verfügbar sind, könnten von Maklern noch mehr genutzt werden. 70 % der Makler nutzen bei der Abwicklung immer noch Mailkommunikation, obwohl bereits heute deutlich mehr vollelektronisch möglich wäre. Knapp 40% kommunizieren immer noch per Brief, Fax oder per physischer Übergabe an den Maklerbetreuer. Diese Werte sind ganz klar noch steigerbar, wobei hier jeder einzelne Anwender bei Vertriebspartnern und bei Versicherungen dazu beitragen kann, dieses Potential schrittweise zu heben. Gerade Makler können damit dem steigenden Kosten- und Regulierungsdruck Paroli bieten. Auch steigt die Anforderung an das Produkt-Know-how stetig. Dem immer größer werdenden Verwaltungsaufwand kann man letztlich nur entgegenwirken, indem man in der Verwaltung effizienter wird und elektronisch abwickelt. Die analoge Welt in die digitale Welt zu heben ist seitens TOGETHER kein Problem nur die Anwender sind noch nicht alle so weit? Petzmann: Wir sind alle selbst Anwender und wissen, wie schwer manchmal eine Umstellung fällt. Eine Veränderung von Null auf Hundert ist einfach unrealistisch. Den Weg legt jeder Anwender in einzelnen, kleinen Schritten zurück und genau dabei unterstützen wir ihn mit unserer Initiative „Smart Arbeiten“. Es gibt eine neue Initiative, BiPRO, wie ist Ihre Meinung dazu? Petzmann: BiPRO hat ein paar interessante Ansätze, einige davon sind für Österreich auch gut anwendbar. Allerdings gilt es dabei, bestehende Lösungen wie z.B. den OMDS zu berücksichtigen, nicht zuletzt auch aus Investitionsschutzüberlegungen. Komplett von vorne zu beginnen, wäre nicht effizient und würde uns zeitlich enorm zurückwerfen. Mit BiPRO bekommt die Diskussion über die Digitalisierung in unserer Branche aber zweifellos einen neuen Auftrieb und hilft dabei, die Entwicklung voranzutreiben. Die eigentlich interessante Idee hinter der aktuellen Diskussion ist jedoch die gemeinsame Zusammenarbeit aller Experten. Wir arbeiten seit Jahren aktiv an der Umsetzung und Weiterentwicklung von offenen Standards für Österreich, werden das auch in Zukunft tun und würden uns freuen, wenn es gelingt, alle Experten an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Ist es notwendig, dass es von außen einen Input geben muss um eine österreichische Lösung zu finden und alle an einen Tisch zu bringen? Petzmann: Der Blick über den Tellerrand lohnt sich. Input von Nachbarländern und anderen Branchen darf man sich immer holen. Die Lösung wird uns jedoch niemand geben können, die müssen wir schon selber in und für Österreich entwickeln. 12 risControl 03/16

Sehen sie die Möglichkeit, dass sich alle zusammenfinden werden oder vielleicht auch eine Weiterentwicklung des OMDS? Petzmann: Selbstverständlich! Es sitzen heute schon Experten im OMDS-Gremium zusammen und auch der OMDS wird stetig weiterentwickelt. Ein Expertengremium, wo es um die Inhalte geht, an einen Tisch zu bekommen, sollte jedenfalls möglich sein. Das Miteinander ist eine österreichische Qualität. Was ist ihr nächster Schwerpunkt? Petzmann: Ganz nach dem Motto „Smart Arbeiten, jetzt und nicht erst irgendwann“ möchten wir aufzeigen, welche Möglichkeiten und Funktionen es bereits heute gibt. Wir werden in Zukunft unseren Fokus noch stärker darauf legen, auf die konkrete Situation jedes Einzelnen einzugehen und gemeinsam die besWir werden in Zukunft te Lösung zu erarbeiten. unseren Fokus noch stärker Natürlich beschäftidarauf legen, auf die gen wir uns auch mit konkrete Situation jedes der Frage, wie sich der Einzelnen einzugehen Markt weiterentwickeln wird. Neben allen EDVund gemeinsam die beste Themen stellen sich Lösung zu erarbeiten. Makler auch im Bereich der Produkte und Kunden auf die Zukunft ein. Eine Spezialisierung auf einzelne Nischenprodukte ist dabei möglichweise gar nicht sinnvoll, vielmehr ist es wichtig, sich auf eine oder mehrere Kundengruppen zu spezialisieren zu denen man einen guten Zugang hat. Gute Beratung kombiniert mit Produkt-Know-how, das ist die Zukunft. Interessante Aussage, die meisten sprechen von einer unabdingbaren Spezialisierung des Maklers? Petzmann: Wir beobachten den Markt und sprechen mit vielen Maklern. Wachstum funktioniert dort gut, wo der Makler seine Kunden kennt und versteht, wo Vertrauen herrscht und der Makler als Experte seine Kunden berät. Das bringt einen Mehrwert für den Kunden. Eine reine Produktspezialisierung genügt nicht, der Makler braucht auch die richtige Kundengruppe dafür. Sehen Sie eine Chance für Einzelmaklerbüros oder werden sich alle in Zusammenschlüssen wiederfinden? Petzmann: Natürlich bieten Zusammenschlüsse oft Vorteile, aber ich sehe ebenso die Chance auch als Einzelmakler erfolgreich zu sein. Wenn man gut in einer Zielgruppe etabliert ist und über Empfehlungen Neugeschäft dazubekommt, dann stellt sich für den Makler nur noch die Frage nach den passenden Werkzeugen und diese ist leicht beantwortet. Wir bieten ein breites Spektrum an Produkten und Funktionen und natürlich auch passende Werkzeuge für das Einzelmaklerbüro. Wir bedanken uns für das Gespräch.


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Hoffentlich Allianz.

Eric Steininger – Leiter Makler-Center Niederösterreich


VERSICHERUNG ARAG

Zahlen und Ergebnisse Die vorläufigen Ergebnisse des Jahres 2015 haben für die ARAG Rechtsschutzversicherung ein geringes Plus in der Bestandsprämie gebracht von 56,4 Mio. Euro 2014 auf 57 Mio. 2015. Die Produktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 27,6% von 3 Mio Euro auf 3,9 Mio. Euro. CEO Dr. Matthias Effinger führt die signifikante Steigerung auf die verbesserte, in der Jahresmitte 2015 eingeführte Tarifgeneration, sowie auf die

erweiterten Services als Spezialversicherer zurück. Beides habe der Markt ausgezeichnet aufgenommen. „Bei unserer neuen Produktgeneration haben wir erzielte Kostenvorteile an den Markt weitergegeben, die Modularität der Produkte deutlich ausgebaut sowie interessante Deckungserweiterungen eingeführt“, erläutert Dr. Matthias Effinger. Das EGT konnte gegenüber dem bereits starken Vorjahr nochmals deut-

lich gesteigert werden und beträgt 17,9 Millionen EUR (Vorjahr 12,6 Millionen EUR). Hierbei entfallen 14,1 Millionen EUR auf das versicherungstechnische Ergebnis bei einer Combined Ratio von 75,3 % (Vorjahr 6,0 Millionen EUR und CR 89,5). Die Gesamtschadenreserve in Höhe von 132,8 Millionen EUR ging gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Millionen EUR leicht – um 1,4 % – zurück.

Zurich Insurance Group

Berufsunfähigkeit im Vergleich Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen rund um das österreichische Pensionssystem kommt dem Thema „Berufsunfähigkeit“ eine besondere Bedeutung zu. Wird eine Einzelperson oder die Hauptverdienerin bzw. der Hauptverdiener einer Familie erwerbsunfähig, werden ihre oder seine Einkünfte in der Regel in Mitleidenschaft gezogen – in vielen Fällen bedeutet das eine Verschlechterung des Lebensstandards. Die Zurich Insurance Group (Zurich) hat in Zusammenarbeit mit der Smith School of Enterprise and Environment an der Universität Oxford (SSEE) eine internationale Studie veröffentlicht, die neues Licht auf die Lücken in der Einkommensabsicherung wirft. Die Zahlen, die im Rahmen der internationalen Studie analysiert wurden, zeigen die Bedeutung auf, die sich aus der Thematik ergibt: Weltweit haben schätzungsweise 386 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter eine Behinderung. In Europa ist jeder Vierte, der älter als 16 ist, gesundheitlich eingeschränkt. Die Zahlen für Österreich zeigen, dass auch hierzulande die Situation ernst ist: Mehr als 2,6 Millionen Österreicher leiden an einer dauerhaften Krankheit oder einem chronischen Gesundheitsproblem. 27,1% der österreichischen Bevölkerung im Alter von 16 Jahren und mehr sind in ihrem Alltag gesundheitlich eingeschränkt; 9,5 % sind sogar stark einges14 risControl 03/16

Mag. Daniela Sisa, Leiterin Unternehmenskommunikation und Dr. Stefan Kröpfl, Head of Strategy Global Life chränkt (durchschnittlicher Vergleichswert für die EU-Länder: 8,6 %) . In vielen Fällen bedeutet das, dass ein Beruf nicht mehr als Vollzeitbeschäftigung ausgeübt werden kann oder die Produktivität sinkt. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass die Ziffern in Deutschland mit Österreich durchaus vergleichbar sind, während die Situation im Nachbarland Schweiz deutlich besser ist: 18,9 % der schweizerischen Bevölkerung über 16 Jahre haben gesundheitliche Einschränkungen (Deutschland: 34,0 %) und gar nur 5,7 % leiden unter einer starken Beeinträchtigung (Deutschland: 10,9 %). Auch die Wahrscheinlichkeit, im Alter zwischen 15 und 60 Jahren zu versterben, ist in der Schweiz geringer: Während sie in Österreich bei 7,0 % liegt (Deutschland: 7,3 %),

ist der Vergleichswert beim eidgenössischen Nachbarn bei nur 5,7 %. Eine alternde Bevölkerung verstärkt diese Lücke. Eine ältere Gesellschaft bedeutet ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, was wiederum mit einer Zunahme der Erwerbsunfähigkeit einhergeht. Leistungsansprüche aufgrund psychischer Erkrankungen steigen ebenfalls und sind bei jungen Menschen bereits die Hauptursache für Invalidität. Das staatliche System steht unter Druck, denn laut der durchgeführten Studie erwarten Betroffene staatliche Unterstützung. Der Zugang zu Sozialleistungen wird aber immer schwerer, daher ist es unabdingbar, dass der Einzelne in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen und sich und seine Angehörige absichern muss.


VERSICHERUNG UNIQA Österreich

Kommt der digitale Versicherungsberater? Die UNIQA Österreich hat das Marktforschungsinstitut Marketagent.com beauftragt Herrn und Frau Österreicher zum Thema Versicherungsberater im Zeitalter des Internets zu befragen. Ziel der Umfrage war es herauszufinden, wie Österreicher neue Versicherungen abschließen und welche Bedeutung der Berater angesichts des Internets noch hat. Vorstand Franz Meingast: „Obwohl sich viele im Internet vorab Informationen holen, ist der Berater nach wie vor der wichtigste Partner, wenn es um den Versicherungsabschluss geht.“, Das ist kurz zusammen gefasst das Ergebnis der Befragung: Rund 53 % würden sich zuerst beim Berater informieren Laut der aktuellen Umfrage wenden sich 53,3 % der Österreicher zuerst an ihren

Berater, wenn sie eine neue Versicherung benötigen. 23,5 % erkundigen sich zuerst im Internet über verschiedene Angebote und 11,9 % fragen zuerst bei Freunden und Verwandten nach. 75,8 % jener Österreicher, die angeben, zuerst im Internet zu recherchieren, machen das, weil sie hier unkompliziert verschiedene Angebote vergleichen können. Rund 53,4 % gaben an, dass das Internet dabei hilft, Zeit zu sparen. Rund 66 % vertrauen darauf, dass der Berater das beste Versicherungsangebot auswählt 65,6 % der Österreicher sind sich sicher, dass der Berater das für sie beste Angebot heraussucht. 46,6 % erwarten vom Versicherungsexperten, dass ihnen dieser das Kleingedruckte, also alle Vor- und Nachteile zu dem Vertrag erklärt. Die wichtigste Ei-

genschaft, die ein Berater mitbringen muss, damit ihm seine Kunden vertrauen, ist Ehrlichkeit (89,2 %) gefolgt von Verlässlichkeit (85,7 %) und Kompetenz im Umgang mit Schadensfällen (83,2 %). Bei UNIQA Österreich liegt das Verhältnis zwischen Online-Abschlüssen und jenen Verträgen, die beim Berater unterzeichnet werden, bei etwa 5 zu 95%. Meingast: „Man muss bei den Ergebnissen natürlich berücksichtigen, dass viele Versicherungen erst ein sehr selektives Online-Angebot anbieten. Ich gehe davon aus, dass der Trend zu Online-Abschlüssen künftig wesentlich stärker ausfallen wird. Natürlich werden wir auch künftig weiter sehr stark mit Agenturen, Außendienstmitarbeitern und Maklern zusammenarbeiten. Aber wir machen uns fit dafür, neben kompetenten Beratern auch immer mehr online Produkte anzubieten. “

Wiener Städtische . Donau Leasing

Übersiedlung Die Wiener Städtische . Donau Leasing ist ins neue Büro am „Erste Campus“ auf dem ehemaligen Gelände des Wiener Südbahnhofes gezogen. Der Umzug in ein neues Gebäude spiegelt auch eine neue Unternehmenskultur wider. Die architektonische Offenheit zieht sich auch durch das Innere der Räumlichkeiten und schafft so eine neue Arbeitswelt. Ziel des Projektes war es, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, und den Angestellten, abseits von starren Organisationsstrukturen, ein unkompliziertes Zusammenarbeiten und gemeinsames Entwickeln von Ideen zu ermöglichen. Der neue Standort mit seinen offenen Räumen ist ein Platz geworden, wo die Mitarbeiter nicht nur arbeiten, sondern entwickeln, planen und Visionen umsetzen können. Ein Ort der Begegnung für Angestellte, Kunden und Vertriebspartner. Bereits von Beginn an wurde großer Wert auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Angefangen beim Bezug von 100 % grünem Strom bei den Bauarbeiten bis hin zur Planung und

Auswahl der Materialien wurde auf ökologische Nachhaltigkeit gesetzt. Beispielsweise stammen die Hölzer der Fassade aus nachhaltiger Holzwirtschaft aus heimischen oder mitteleuropäischen Wäldern. Diese auf lange Sicht ausgerichtete Bauweise und das langfristige Vorausdenken erkannte auch die Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) und hat den Campus bereits im Dezember 2012 mit dem Zertifikat „Platin“ ausgezeichnet. Abgesehen

vom Nachhaltigkeitsgedanken erfüllt der Gebäudekomplex auch jegliche Anforderungen an ein barrierefreies Zusammenarbeiten und wurde durchgängig behindertengerecht eingerichtet. Des Weiteren wurde der Campus mit einer Doppelfassade mit außen liegendem Sonnenschutz und öffenbaren Fenstern, einer energiesparenden LED Beleuchtung sowie einer Energierückgewinnung bei den Aufzugsystemen ausgestattet, um nur einige der zahlreichen Features zu erwähnen.

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VERSICHERUNG Wiener Städtische Versicherung

Produkterweiterung Die Wiener Städtische Versicherung hat zwei weitere Studentenversicherungen auf den Markt gebracht. Nach der Einführung des Produktes „Level up Living“ im letzten Herbst, ist jetzt der Produktpartner „Level up Help“ und „Level up Active“ dazugekommen. Alle Produkte sind frei kombinierbar und online abschließbar. Level up Help bietet für nur fünf Euro pro Monat weltweit die beste Behandlung nach einem Unfall. Sie besteht aus einer Sonderklasseversicherung oder Krankenhaus-Taggeldversicherung, ersetzt Bergungskosten in medizinischen Notfällen bis zu 5.000 Euro, übernimmt Kosten bei kosmetischen Operationen zur Beseitigung von Unfallfolgen sowie Kosten bei Rehabilitationsaufenthalten und leistet diverse Assistanceleistungen, wie Wohnungsreinigung oder Essensversorgung, während versicherter Krankenhausaufenthalten. Level up Activ, eine Unfallvorsorge, die Schutz für Unfälle während des Studiums, im Büro und in der Freizeit bietet. Für nur 5,50 Euro pro Monat genießt man vollen Versicherungsschutz mit folgenden Leistungen: Im Falle einer dauernden Invalidität hilft die Wie-

ner Städtische mit einer Zahlung bis zu 250.000 Euro, zusätzlich werden die Kosten von Hubschrauberbergungen bis zu 15.000 Euro übernommen und nach einem Unfall mit Spitalaufenthalt, werden diverse Assis-

tanceleistungen angeboten. Außerdem sind z. B. Vergiftung, Impfschäden, Erfrierungen oder Verbrühungen inkludiert. Der Versicherungsschutz gilt weltweit und rund um die Uhr.

Allianz Versicherung

Die Realität der Frauen Die Geldstudie der Allianz Gruppe in Österreich spiegelt den Realitätsbezug der Frauen über ihre finanzielle Zukunft wieder. 69 % blicken pessimistisch in die Zukunft, gleichzeitig gibt es hohe Unzufriedenheit mit dem Einkommen. Lediglich 8 % schätzen ihr Einkommen als hoch ein, mehr als jede dritte Befragte als „durchschnittlich“ und der Blick in die Zukunft ist ebenso skeptisch. 69 % glauben, dass sie in fünf Jahren nicht mehr Geld zur Verfügung haben werden, sind weiter davon überzeugt, dass es für sie in fünf Jahren nicht einfacher sein wird als heute, Vermögen zu schaffen. Laut Zahlen der Statistik Austria verfügen Frauen im Durchschnitt über ein Nettomonatseinkommen von ca. 1.490,-- Euro. Um 16 risControl 03/16

ein „gutes Leben“ führen zu können, würden sie der Umfrage zufolge aber etwa 900 Euro mehr benötigen. Hätten Frauen die Möglichkeit mehr Geld auszugeben, würden 44 % dieses für Kleidung und Schuhe ausgeben, aber auch Friseur-Kosmetik, Schmuck und Urlaub stehen auf der Wunschliste. Für Frauen ist im Gegenteil zu Männern eines sicher, Reichtum kann man nicht nur in Geld bemessen. Über 75 % gehen davon aus, dass man die besten Dinge im Leben nicht für Geld bekomme. So glauben Frauen beispielsweise eher als Männer, das Geld nicht ausschlaggebend für die Anzahl an Freunden ist. Der Aussage „Geld regiert die Welt“ stimmen dennoch 86 % der befragten Österreicherinnen zu. „Die

aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche Unzufriedenheit vieler Frauen mit ihrer Geld- und Vermögenssituation – zugleich werden aber die Instrumente zur privaten Vorsorge nicht entsprechend berücksichtigt: In Österreich liegen mehr als 40 % des Finanzvermögens der österreichischen Haushalte in Bankeinlagen oder unter dem Kopfpolster – es ist höchste Zeit, dass die Weichen neu gestellt werden“, erklärt Martin Bruckner CIO. „Es wird auch für Frauen – unabhängig von ihrem Familienstand – immer wichtiger, sich aktiv um ihre finanzielle Vorsorge zu kümmern. Denn: „Die durchschnittliche österreichische Frau hat zum Pensionsantritt noch rund 27 Lebensjahre vor sich“, so Bruckner abschließend.


VERSICHERUNG Helvetia Österreich

Bilanzzahlen Im ersten Jahr nach Übernahme der Basler Versicherung hat die Helvetia in Österreich ihr Gesamtprämienaufkommen um 31,9 % auf 409,2 Mio. Euro gesteigert. Die Bilanzsumme nach IRFS liegt bei 2.016 Mio. Euro. Mit einer Combined Ratio von 93 % konnte das beste versicherungstechnische Ergebnis der letzten zehn Jahre ausgewiesen werden. Das Geschäftsaufkommen in der Lebensversicherung stieg um 16,3 % auf 136,6 Mio. Euro. Mit einem Wachstum der fondsgebundenen Lebensversicherung um 18,0 % liegt deren Anteil inzwischen bei 39,0 %. „Das fondsgebundene Geschäft ist damit ein fester Bestandteil unseres

Portfolios geworden“, so Vertriebsvorstand Werner Panhauser. Der Schaden-Unfallbereich ist sehr stark um 41,5 % auf 272,6 Mio: Euro gewachsen. „Unsere Investitionen und Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre in der Kfz-Sparte haben sich ausgezahlt. Speziell der Faktorentarif mit einer risikoadäquaten Tarifierung wird vom Markt sehr gut angenommen.“ Zudem habe die Rückversicherung sowie die sich sehr gut ergänzenden Portfolios von Helvetia und der ehemaligen Basler die Auswirkungen der letztjährigen Unwetter- und Großschäden sehr effektiv und gut reduziert. Neusiedler:

„Damit ist uns der Ausgleich zwischen Ertrag und Wachstum erfolgreich gelungen". Die erbrachten Versicherungsleistungen beliefen sich 2015 im Schaden-Unfall-Bereich auf 174,4 Mio. Euro und stiegen durch den Zukauf der Basler um 40,4 % an, was mit dem Prämienzuwachs korreliert. Der Schadenverlauf wurde maßgeblich durch die gute Entwicklung der Basisschäden und die effektive Rückversicherungsdeckung geprägt. Der Netto Schadensatz IFRS ging nochmals auf 62,0 % zurück. Die Integration der Basler in die Helvetia verläuft planmäßig und wird zum größten Teil bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.

ÖGVS

Rechtsschutzversicherer im Test Die ÖGVS Gesellschaft für Verbraucherstudien hat in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin Format die Rechtsschutzversicherer, deren Tarife, Leistungen und die Servicequalität untersucht. Folgende Versicherer wurden in die Tests eingeschlossen: Allianz, ARAG, D.A.S., Donau Versicherung, Generali Versicherung, ROLAND, UNIQA, Wiener Städtische Versicherung und Zurich. Getestet wurden die Tarife, wie hoch sind die Kosten für Kfz- und Konsumentenrechtsschutz? Welche Tarifleistungen sind inkludiert? (60 % des Gesamtwertes). Die Transparenz & Komfort: Sind die wichtigsten Versicherungs- und Vertragsbedingungen klar ersichtlich? Wie komfortabel ist die Website? (20 % des Gesamtwertes) und der Kundendienst: Wurden die Testkunden freundlich und zuvorkommend behandelt und umfassend und kompetent beraten? (20 % des Gesamtwertes). Gesamtsieger ist die UNIQA Versicherung, Franz Meingast, Vorstand UNIQA Österreich: „Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung. Sie bestätigt, dass unser 2014 neu lancierter Tarif ein ausgewogenes und faires Produkt für unsere Kunden darstellt.“ Laut dem Urteil des ÖGVS kann das Produkt vor allem in den Bereichen Prämie, Leistung und Servicequalität überzeugen. Den größten Einfluss auf das Gesamtergebnis der Studie hatte übrigens

die Tarifgestaltung. In der neuen Tarifgeneration wurde der Deckungsumfang um folgende wichtige Bausteine ergänzt: Patienten und Verfügungsrechtsschutz und Lenkervertragsrechtsschutz. Meingast: „Den Lenkervertragsrechtsschutz haben wir inkludiert, weil Carsharing immer beliebter wird und Rechtsstreitigkeiten in diesem Bereich in einer normalen Kfz-Rechtsschutz nicht gedeckt sind.“ Zudem wurde die Versicherungssumme von 130.000 auf 140.000 Euro angehoben. In der Kategorie „Beste Tarife“ wurde die Zurich Versicherung zum Sieger gewählt, ebenso bei „Bester Transparenz & Komfort“. In der Kategorie „Bester Kundendienst“ konnte die ARAG als Testsieger punkten. Mit der Note 1,3 (Sehr gut) erzielte der Rechtsschutzspezialist das beste Ergebnis. „Mit umfangreichen Investitionen haben wir die ARAG Österreich in den vergangenen Jahren völlig neu ausgerichtet. Dank unserer hochengagierten Belegschaft sowie der exzellenten Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern und der Maklerschaft konnten wir dies realisieren“, fasst Dr. Matthias Effinger zusammen. „In 2016 planen wir unsere Marktposition als führender, unabhängiger Qualitätsversicherer im österreichischen Rechtsschutzmarkt weiter auszubauen. Dazu werden wir unsere Serviceeinheiten, die IT-Infrastruktur sowie Kom-

munikationsschnittstellen zum Markt weiter optimieren“, fügt er hinzu. Die Leistungen in den Kategorien „Tarife“ sowie „Transparenz & Komfort“ wurden durch Experten analysiert. Der Kundendienst wurde durch qualifizierte und verdeckte Tester bewertet. Dabei wurde jeder Anbieter 5-mal per Email und 5-mal telefonisch getestet. Zur Analyse der Tarife wurden sowohl die Prämien als auch die Versicherungsleistungen genauer betrachtet. Dazu wurden die Beiträge für die Kfz-Rechtsschutzversicherung (38-jähriger Single, Angestellter, ein KFZ) sowie für eine Konsumentenrechtsschutzversicherung (Deckungsumfang: Schadenersatz-, Straf-, allgemeiner Vertrags-, Arbeitsgerichts-, Sozialversicherungs-, Beratungs-, Steuer-, Daten-Rechtsschutz, 38-jähriger Familienvater, Angestellter, zwei Kinder (drei und sechs Jahre), Mieter, (kein Kfz) jeweils mit und ohne freie Anwaltswahl bei den Versicherern angefragt. Diese wurden in Relation zu den entsprechenden Tarifleistungen wie z. B. der Versicherungssumme oder den versicherten Fällen gesetzt. Das Resultat: Deutliche Unterschiede in den Beitragshöhen der Versicherer – durch Wechsel in den günstigsten Tarif lassen sich bei der Konsumentenrechtsschutzversicherung bis zu 64 %, bei der KFZ-Rechtschutzversicherung bis zu 39 % einsparen.

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VERSICHERUNG Allianz Österreich

Rasantes Tempo Die Allianz Gruppe in Österreich konnte im abgelaufenen Jahr den Jahresgewinn nach Steuern um 16,6 % auf 93,3 Mio. Euro steigern. Das EGT legte um 11,7 % auf 123 Mio Euro zu und die Combined Ratio verbesserte sich auf 94 %. Das Investmentergebnis liegt mit 10,3 % höher als im Jahr 2014 bei 230,1 Mio. Euro. „Wir sind profitabel und gesund aufgestellt – das zeigt auch das zweitbeste versicherungstechnische Ergebnis in unserer Geschichte“, erklärte Dr. Wolfram Littich, CEO. Im Segment Schaden- und Unfallversicherung stiegen die abgegrenzten Bruttoprämien um 0,2 % auf 919,3 Mio. Euro, besonders die Unfallversicherungssparte stieg um 5,2 %. In der Krankenversicherung legten die Prämien um 5,6 % auf 63,5 Mio. Euro zu. Auch in der Lebensversicherungssparte gibt es bei Einnahmen gegen laufende Prämien einen Zuwachs um 0,6 %, Wachstumstreiber ist das zu Beginn 2015 eingeführte neue klassische Lebensversicherungsprodukt „Fixkosten Plus“ mit mehr als 40 % des Neugeschäftes. „Aktuell haben wir bei diesem Produkt mit 3,3 % die höchste gesamte Gewinnbeteiligung unter unseren Peers“, so Littich. Getrieben durch das volatile Einmalerlagsgeschäft, das von 41,3 Millionen Euro im Vorjahr um 20,1 % auf 33,0 Millionen Euro zurückging, sanken die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung insgesamt um 1,6 %,

von 405,2 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 398,9 Millionen Euro im Jahr 2015. „In der Krankenversicherung sind wir um 1,3 Prozentpunkte, bei der laufenden Prämie in der Lebensversicherung um 1,5 % über dem Markt gewachsen“, so Littich. Über alle Geschäftsbereiche gerechnet, befanden sich die abgegrenzten Bruttoprämien mit 1.381,6 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahresniveau von 1.383,0 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle über alle Geschäftsbereiche liegen leicht über den Vorjahresniveau (plus 2,2 %). Im Schadenund Unfallversicherungsbereich bei 602,3 Mio. Euro (minus 5,4 %). In der Lebensversicherung wurden um 18 % mehr Leistungen ausbezahlt, getrieben durch ablaufende Einmalerläge (348,5 Mio: Euro). In der Krankenversicherung stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 7,4 % auf 38,1 Mio. Euro. Ausblick 2016 Das Jahr 2015 steht unter dem Motto „Einfach“ für die Neugestaltung der Kundenbeziehungen und möchte diese in eine neue Dimension heben. Alle Prozesse und Kontaktpunkte in der Interaktion mit Kunden werden analysiert und zielgerichtet neu gestaltet. Im Kern seien diese Initiativen darauf ausgerichtet, es für die Kunden „einfacher“ zu machen, betont Littich: Bei Ori-

Dr. Wolfram Littich entierung, Erstkontakt, Gespräch, Abschluss sowie im Schaden- und Leistungsfall. Als Beispiel für die „neue Einfachheit“ führte Littich eine weitreichende Innovation in der Schadenabwicklung an, die sich seit Anfang März in einer Testphase befindet: Mit der neuen „Allianz Schaden Express App“ können Kunden mit ihrer Smartphone-Kamera Schäden an ihrem Auto in einem computeranimierten 3D-Modell dokumentieren. Innerhalb einer Stunde – vorbehaltlich positiver Deckungs- und Haftungsprüfung – bekommen sie auf Wunsch ein Ablöseangebot oder eine Reparaturfreigabe. „Mit diesem Tempo setzen wir ganz neue Maßstäbe in der Schadenregulierung“, so Littich abschließend.

VAV Versicherung

VAV PRO mit neuem Look VAV PRO, das Serviceportal für Vertriebspartner, präsentiert sich in einem neuen benutzerfreundlichen Design und mit einer Reihe innovativer Funktionen. Menüführung und Benutzeroberflächen sind übersichtlich und einladend gestaltet. Nach dem Anmelden eröffnet sich die neue, elektronische Servicewelt, es besteht auch die Möglichkeit, ein individuelles Benutzerprofil festzulegen. Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV: 18 risControl 03/16

„Das automatisierte Schadentracking ist eines der Kernbereiche des neuen VAV PRO. Das Schadentracking informiert unmittelbar über alle Schritte und den Stand der Bearbeitung und ist somit absolut effizient und transparent.“ Im Schadentracking werden Schäden nach Sparte, Schadennummer, Schadendatum und Polizzennummer aufgelistet. Der Status gibt Auskunft über den aktuellen Stand der Bearbeitung. Kurze Antworten bieten alle not-

wendigen Informationen. Es wird nicht nur der Status angezeigt, sondern auch die Höhe der Auszahlung und der Empfänger. Neu ist auch, dass sich VAV PRO mittels Responsive Design automatisch an die Größe des jeweils verwendeten Bildschirms anpasst. Das Serviceportal kann aber noch viel mehr. Lesen Sie dazu mehr im Interview mit Dr. Peter Loisl und Joachim Klepp in dieser Ausgabe.


VERSICHERUNG Zurich Versicherung

Vorschadenbesichtigung mittels App Beim Abschluss einer Kfz Kaskoversicherung für einen Gebrauchtwagen war es bisher erforderlich, diesen zur Feststellung des Zustandes in einer Besichtigungsstelle auf Vorschäden überprüfen zu lassen. Ab sofort ist die Besichtigung nun mittels der Applikation „zApp“ möglich. Voraussetzung ist der Download der Applikation „zApp“. Im Menü unter „Auto“ und „Schaden“ befindet sich der Punkt „Kfz-Besichtigung“ – hier können die Bilder problemlos hochgeladen, Kommentare eingefügt und daraus ein Vorschadengutachten erstellt werden. Kommt es später zu einem Schadenfall und Einsatz der Kaskoversicherung, kann Zu-

rich neue Schäden von bereits vorhandenen unterscheiden. „Die neue Kfz-Besichtigung per App reiht sich hervorragend in das mittlerweile recht umfangreiche Angebot unserer digitalen Services ein. Der kontinuierliche Ausbau unserer Dienstleistungen in diesem Bereich entspricht der zunehmenden Nachfrage, mit uns online zu kommunizieren. Es kommt dem Wunsch nach, Erledigung, wie in diesem Fall die Einholung eines Vorschadengutachtens, schnell, einfach und jederzeit per Smartphone oder Tablet abzuwickeln“, bestätigt Kurt Möller, Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Bereich Schaden/Unfall.

UNIQA Konzern

Fusion Die UNIQA bereitet eine Megafusion, die operativen Versicherungen im Inland werden verschmolzen, die Zahl der Vorstandsmitglieder reduziert sich um mehr als die Hälfte auf 10 Personen. Die operativen Gesellschaften, wie Raiffeisen Versicherung, Salzburger Landesversicherung und Finance Life werden bis spätestens erstes Quartal 2017 in die UNIQA Österreich Versicherung AG verschmolzen. Die börsennotierte Holding UNIQA Insurance Group AG verfügt demnach über drei statt bisher fünf Vorstandsmitglieder. Andreas Brandstetter (CEO), Kurt Svoboda (CFO/CRO) und neu im Vorstand Erik Leyers (COO), die Vorstandsmandate laufen bis 30.Juni. Kurt Svoboda und Erik Leyers übernehmen in Personalunion die gleichen Vorstandsfunktionen auch bei UNIQA Österreich Versicherungen AG und bei UNIQA International AG. Die bisherigen Holdingvorstände Hannes Bogner und Thomas Münkel werden auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden, Wolfgang Kindl konzentriert sich auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der UNIQA International AG. Den Vorstand von UNIQA Österreich Ver-

sicherungen AG bilden ab 1.6.2016 Hartwig Löger (Vorsitzender, Vertrieb), Klaus Pekarek (Bankenvertrieb), Kurt Svoboda, (Finance & Risk), Erik Leyers (Operations), Peter Eichler (Personenversicherung) und Andreas Kößl (Sachversicherung). Peter Eichler und Andreas Kößl übernehmen in Personalunion die gleichen Vorstandsfunktionen auch in der UNIQA International AG. Den Vorstand von UNIQA International AG bilden ab 1.6.2016 Wolfgang Kindl (Vorsitzender), Zoran Visnjic (Vertrieb), Johannes Porak (Bankenvertrieb), Kurt Svoboda, (Finance & Risk), Erik Leyers (Operations), Peter Eichler (Personenversicherung) und Andreas Kößl (Sachversicherung). Damit ist das Unternehmen das größte Versicherungsunternehmen in Österreich. Gleichzeitig mit den Fusionsplänen wurden auch die vorläufigen Geschäftszahlen veröffentlicht. Die UNIQA Insurance Group (UNIQA) steigerte – nach vorläufigen Daten - im Geschäftsjahr 2015 das Ergebnis vor Steuern um 11,9 Prozent auf 422,8 Millionen Euro und erreichte damit das höchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Die verrechneten Prämien – inklusive der

Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – stiegen um 4,3 Prozent auf 6.325,1 Millionen Euro. Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt nach IFRS (d.h. exklusive Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) wuchsen um 6,0 Prozent auf 5.633,5 Millionen Euro. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen um 5,1 Prozent auf 4.607,6 Millionen Euro und wuchsen damit etwas langsamer als die abgegrenzten Prämien. Die Kosten (Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb) bleiben 2015 mit 1.298,7 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Konzernkostenquote nach Rückversicherung verbesserte sich von 22,2 auf 21,3 Prozent. Die Combined Ratio nach Rückversicherung verbesserte sich von 99,6 auf 97,8 Prozent. Das Konzernergebnis (nach Steuern und Minderheitenanteilen) lag mit 331,1 Millionen Euro um 14,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Trotz der Fusionierungen ist kein großer Stellenabbau geplant. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine um 11,9 Prozent erhöhte Dividende von 47 Cent je Aktie (2014: 42 Cent) auszuschütten. risControl 03/16 19


VERSICHERUNG Vienna Insurance Group

Turbulente Zeiten Der Gewinn vor Steuern ist bei der Vienna Insurance Group auf Grund der bereits im November bekannt gegebenen Abschreibungen um mehr als zwei Drittel auf 172 Mio Euro eingebrochen. Das Prämienvolumen lag bei 9 Mrd. Euro. Die Combined Ratio betrug 97,3 %. Für das Geschäftsjahr 2015 ist eine Dividende von 60 Cent pro Aktie vorgeschlagen worden. Für heuer wird ein Gewinn bis zu 400 Mio Euro angestrebt. Die Prämien sind im Schaden/Unfall Segment um 0,8 %, in der Krankenversicherung um 3 % und in der Lebensversicherung, bei laufender Prämienzahlung um 4,9 % gesteigert worden. Die auf Grund des Niedrigzinsumfelds bewusste

Zurückhaltung im Einmalerlagsgeschäft mit einem Minus von 15,7 % führte zum insgesamt leichten Rückgang von 1,4 % bei den verrechneten Prämien im Konzern. Die Solvency II Quote liegt für das Jahr 2015 bei rund 200 %. Das Unternehmen ist die einzige österreichische Versicherungsgruppe, der von der FMA zur Kapitalberechnung nach Solvency II ein „partiell internes Modell“ genehmigt wurde. Das Management der VIG hält am Geschäftsradius Zentral- und Osteuropa sowie an den strategischen Eckpfeilern fest, betonte Prof. Elisabeth Stadler, CEO VIG Konzern, bei der Bekanntgabe der Zahlen für das vergangene Jahr. Die Prinzipien lauten,

Prof. Elisabeth Stadler Mehrmarkenstrategie, lokales Unternehmertum, Multikanalvertrieb und konservative Veranlagungs- und Rückversicherungspolitik. Mehr als die Hälfte der erwirtschafteten Prämien kommen bereits aus den CEE Ländern. Der Konzern gibt für heuer ein klares Bekenntnis zum Wachstum bekannt. In den nächsten Monaten wird in den Märkten vom Baltischen bis zum Schwarzen Meer weitere Wachstumspotenziale geprüft. In Polen, Ungarn, Kroatien und Serbien strebt die VIG mittelfristig eine Steigerung des Marktanteils auf mindestens 10 % an. Wachsen will die VIG sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Produkt- und serviceseitig werden neue Schwerpunkte in Richtung Digitalisierung gesetzt. So gibt es in einigen Ländern bereits kreative technische Lösungen im Kfz – und Reiseversicherungsbereich. Weiters wird es einen stärkeren Fokus bei der Krankenversicherungssparte geben. „Bei all unseren Überlegungen muss natürlich immer die Profitabilität im Vordergrund stehen. Was sich nicht rechnet, bleibt tabu für uns“, so Prof. Stadler.

Valida Vorsorge Management

Vermögen gesteigert Die Valida hat im Jahr 2015 das verwaltete Vermögen der Unternehmensgruppe um 5,5 % auf 7,8 Mrd. Euro erhöht. Die Anzahl der Begünstigten stieg auf über 2,2 Millionen. Die Performance liegt bei 1,27 %. Im Geschäftsfeld „Betriebliche Vorsorgekasse – Abfertigung Neu“ steigerte die Valida das verwaltete Vermögen auf 2,1 Mrd. Euro. Zum Bilanzstichtag 20 risControl 03/16

waren 2 Millionen Arbeitnehmer und selbstständige Begünstigte in der Valida Vorsorgekasse. Auch 2015 wurde hohe Priorität auf ethisch einwandfreie Kapitalanlage gesetzt, mit Jahresende entsprechen 100 % der Assets in der für Kunden offenen Veranlagungsgemeinschaft höchsten Nachhaltigkeits-Standards. Im Geschäftsfeld Pensionskasse, Valida Pension

AG und Valida Industrie Pensionskasse AG stieg im letzten Bilanzjahr das verwaltete Vermögen der beiden Kassen auf 5,7 Mrd. Euro. Besonders stark entwickelte sich das Geschäftsfeld „Beratung und Mathematik“ hier konnte der Umsatz 2015 im Vergleich zum Jahre 2014 um 26,6 % auf 3,2 Mio. Euro gesteigert werden.


VERSICHERUNG ÖBV Versicherung

Kampagne „Für ein gutes Leben“ „Für ein gutes Leben“ betitelt die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV ) ihre jüngst gestartete Marketing-Kampagne für die klassische Rentenversicherung. Slogan und Key Visual setzen auf Lebensfreude, Zufriedenheit und Spaß im Miteinander der Generationen. Der bewusst provokant formulierte Claim „Damit es später nicht heißt: Mein Geld ist schon weg, aber ich bin noch da“ soll zum Nachdenken animieren. „Die Thematisierung der Altersvorsorge als unerkanntes Grundbedürfnis und die Repositionierung der Lebensversicherung in Richtung Versicherung gehören zu unseren Schwerpunkten im heurigen Jahr“, betont Vorstandsvorsitzender Mag. Josef Trawöger. Gerade die steigende Lebenserwartung macht ein Umdenken notwendig: Nicht die Rendite, sondern der Absicherungsgedanke muss zukünftig wieder in den Vordergrund

rücken. Denn zur Sicherung des Lebensstandards im Alter wird zukünftig, ergänzend zur staatlichen Vorsorge, ein lebenslanges Zusatzeinkommen notwendig sein. Diesem Anspruch kann nur eine Versicherung gerecht werden. „Zur Unterstützung in der Beratung haben wir die Kampagne entwickelt, die die Kernaufgabe der Rentenversicherung ins Zentrum stellt - nämlich die Menschen mit einem lebenslangen Zusatzeinkommen für ein gutes Leben im Alter abzusichern“, ergänzt Astrid Valek, MAS, MBA, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation. Neben den klassischen Werbemitteln wie Plakaten, Foldern und Inseraten kommt eine Drehscheibe mit der Lebenserwartung gemäß aktueller Trendanalysen zum Einsatz. Sie verdeutlicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit Mann oder Frau 90, 95 und 100 Jahre alt wird.

Versicherungsverband

Zahlen 2015 Die vorläufigen Zahlen der österreichischen Versicherungswirtschaft für das abgelaufene Jahr 2015 zeigen in den Versicherungssparten Krankenversicherung, Schaden- Unfall und Lebensversicherung ein Plus. Die Prämieneinnahmen sind um 1,7 % auf 17,4 Mrd. Euro gestiegen. Die Versicherungsleistungen beliefen sich auf 15,4 Mrd. Euro, ein Plus von 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Für das heurige Jahr wird auf Grund von ersten

Prognosen nur mehr ein geringes Wachstum von etwa 0,3 % erwartet. Sparten Beim Segment Lebensversicherung hat es einen Anstieg von 0,2% gegeben auf ein Prämienvolumen von rund 6,8 Mrd. Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 5,1 Milliarden Euro um 0,9 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bestehen mittlerweile bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,4 Millionen Verträge, das Prämienvolumen daraus beläuft sich auf rund 0,9 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem Prämienvolumen von 1,6 Milliarden Euro ein Plus von 3,8 Prozent. Für heuer erwartet man einen Rückgang von ca 2,7% verzeichnen. Krankenversicherung

Dr. Günter Geyer

Für 2015 weist die private Krankenversicherung voraussichtlich ein Plus von 4,3% mit

einem Gesamtprämienvolumen von 2 Mrd. Euro auf. Die Leistungen nahmen um 4,3% auf 1,3 Mrd. Euro zu. Für heuer erwartet man ein Wachstum von rund 3%. Schaden-Unfallversicherung Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inkl. Kfz Haftpflichtversicherung) wuchs letztes Jahr auf 8,7 Mrd. Euro an und zeigt damit eine Steigerung von 2,4%. Für heuer wird in dieser Sparte ein Wachstum von 1,9% erwartet. Die Versicherungsverband Präsident Dr. Günter Geyer sieht ob der sinkenden Prognosen für die Lebensversicherungssparte kein Ende der Vorsorgeprodukte, er geht eher von einer Belebung und einer Verlagerung Richtung biometrischer Risken bei Familien aus. Aber auch neue Wege möchte man beschreiten, im Moment arbeite man an einem Modell dass Lebensversicherung und Wohnbau kombinieren soll. Dr. Geyer: „Das sind Investitionen in die Zukunft, wenn man die Zahl der Wohnungssuchenden sieht“. risControl 03/16 21


DIALOG LEBENSVERSICHERUNGS-AG

Österreich - ein wichtiger Markt

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INTERVIEW

Michael Stille ist seit Oktober 2015 der neue Vorstandsvorsitzende der Dialog LebensversicherungsAG. Er folgt damit auf Oliver Brüß, der nach Rüdiger R. Burchardi ein Jahr lang die Funktion innehatte. Michael Stille ist gleichzeitig Vorstand der Generali Lebensversicherung AG und Vorstandsvorsitzender der Generali Pensionsfonds AG.

Sie haben nun drei wichtige Funktionen in der Generali Gruppe, wie bewältigen sie das? Michael Stille: Es ist immer eine Frage der Organisation und der Strukturen. Wenn man sich nicht ausschließlich auf eine Aufgabe konzentrieren kann, ist es wichtig, dass man die richtigen Führungskräfte und die richtige Mannschaft hat, die ihre Verantwortung wahrnehmen. Das Zauberwort heißt Empowerment: sich einbringen können und selbstverantwortlich sein. Ich hatte schon Das Zauberwort heißt vor dem 1. Oktober, Empowerment: sich als ich zusätzlich einbringen können und die Aufgabe für die selbstverantwortlich sein. Dialog übernommen hatte, mehrere Funktionen und habe auch diese unter einen Hut gebracht. Meine neue zusätzliche Aufgabe ist eine Herausforderung für mich, aber die Dialog ist ein sehr gut geführtes Unternehmen, erfolgreich in der Entwicklung der vergangenen Jahre, und das wollen wir kontinuierlich auch in der Zukunft fortsetzen. Wird sich unter Ihrer Ägide etwas ändern? Stille: Wichtig ist, den Erfolg fortzusetzen. Wir werden den Markt beobachten, um bei Bedarf unsere Produkte entsprechend anzupassen und den Marktgegebenheiten gerecht zu werden. Ein wichtiger Punkt für uns ist die Unterstützung der Makler und Finanzdienstleister. Hier kommt es vor allem darauf an, für sie das Geschäft so einfach als möglich zu gestalten. Unter dem Stichwort Digitalisierung haben wir ein Maßnahmenbündel definiert, um Sorge zu tragen, dass die Abwicklung der Geschäftsvorfälle zwischen Makler und Dialog voll automatisiert laufen kann. Insbesondere bei der Angebotserstellung und im Antragsbereich geben wir den Maklern bereits die Möglichkeit, über beliebige technische Plattformen mit uns zu kommunizieren. Nicht nur mit Tablet und Laptop, sondern auch mit dem Smartphone kann man die Anwendungen der Dialog abrufen. Wir arbeiten weiter dran, um in der Wertschöpfungskette der Makler und Finanzdienstleister die Vollautomatisierung aller Geschäftsvorfälle zu forcieren. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Dialog und Makler beim Datentransfer? Stille: Die Strategie der Dialog ist es, sich genau an den Gegebenheiten des Maklers und Finanzdienstleisters zu orientieren. Es gibt viele verschiedene Vertriebsplattformen, die man nutzen kann. Der Makler arbeitet in der Regel mit mehreren Versicherungsunternehmen als

Partner zusammen, da müsste er sich oft mit zehn verschiedenen Plattformen auseinandersetzen, was er nicht kann und auch nicht will. Unser Angebot besteht im individuellen Andocken an die Datenschnittstelle des Maklers oder Finanzdienstleisters Wichtig ist, den Erfolg zum Austausch von fortzusetzen. Wir werden Informationen. Wir den Markt beobachten, um versuchen, unseren Vertriebspartnern das bei Bedarf unsere Produkte tägliche Arbeitsleben entsprechend anzupassen so weit wie möglich und den Marktgegebenheiten zu vereinfachen und gerecht zu werden. zu erleichtern. Mit unserer Berater-App haben sie alle notwendigen Informationen für ihr Beratungsgespräch zur Verfügung, können mit dem Bedarfs-Rechner den Bedarf ihres Kunden an biometrischer Absicherung ermitteln und anschließend mit dem Tarif-Rechner die Prämie auf Euro und Cent berechnen. Das ist möglich? Stille: Ja, wir wissen, was unsere Vertriebspartner brauchen und wünschen, und haben eine eigene IT-Abteilung, um die Anforderungen des Vertriebes umzusetzen. Darüber hinaus sind wir in die Generali Gruppe eingebunden und haben dadurch noch weitere erhebliche IT-Kapazitäten, auf die wir zugreifen können. Welche neuen Produkte werden in der nächsten Zeit kommen? Stille: Wir werden Anfang April eine neue Ablebensversicherung auf den Markt bringen, wo wir bereits in Leistung gehen, wenn ärztlich bestätigt wird, dass die Lebenserwartung Wir werden Anfang April eine begrenzt ist. Weiters neue Ablebensversicherung werden wir unsere auf den Markt bringen, wo Berufsunfähigkeitswir bereits in Leistung gehen, versicherung updaten. wenn ärztlich bestätigt wird, Wir glauben, dass es hier am Markt einen dass die Lebenserwartung erheblichen Nachbegrenzt ist. holbedarf gibt. Die Problematik einer Berufsunfähigkeit und der nicht ausreichenden Leistung des Staates ist noch nicht bei der Bevölkerung präsent. Bei der Ablebensversicherung haben wir einen Marktanteil in der Größenordnung von 35 Prozent. Sie macht daher den Großteil unseres Geschäftes aus, fast 95 Prozent. risControl 03/16 23


INTERVIEW Wie kann man das Bewusstsein für Vorsorge wecken, was würde es benötigen?

Wie zufrieden sind Sie mit Solvency II?

Stille: In Deutschland hat der Verband der Versicherungswirtschaft eine Aktion gestartet, die da heißt „Du lebst sieben Jahre länger als du glaubst“, d. h. man hat die Menschen gefragt, wie sie ihre Lebenserwartung einschätzen, und erstaunlicher Weise liegt die eigene Einschätzung unter der statistischen Wirklichkeit. Das heißt wiederum, man muss wesentlich mehr für das Alter tun, als man bisher geglaubt hatte, und das gleiche gilt auch für das Thema Absicherung der Hinterbliebenen und Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Aktionen wie die des deutschen Versicherungsverbandes tragen dazu bei, das Thema Vorsorge stärker ins Bewusstsein zu bringen.

Stille: Wer ist schon zufrieden mit der neuen Regulatorik, man muss sich arrangieren. Im Jahr 2016 sind alle Lebensversicherungsversicherungen von Solvency II betroffen. Die Dialog hat den Vorteil, dass wir nicht das traditionelle Zinsgarantiegeschäft haben, d. h. Zinsgarantien, die in Zukunft mit hohem Eigenkapital zu bedecken sind, gibt es bei uns nicht. Es hilft uns also, dass wir uns sehr früh auf Biometrie spezialisiert haben. Das hat dazu geführt, dass wir hohe dreistellige Solvenzquoten aufweisen können, insofern ist Solvency II für uns kein großes Thema. Aber im Generali Verbund haben auch wir die traditionelle Lebensversicherung, und da ist es natürlich schwierig, bei der derzeitigen Situation am Kapitalmarkt Zinsgarantien zu bedienen, und die in Deutschland erforderlichen Zinszusatzreserven zu stellen. Es ist hilfreich, noch erhebliche Reserven in den Kapitalanlagebeständen zu haben, aber das Problem ist natürlich, wenn diese realisiert werden, muss die Wiederanlage zur Zeit zu einem eher niedrigen Zins erfolgen. Das heißt, man nimmt Substanz für die Zukunft raus.

Wie war das vergangene Jahr für die Dialog? Stille: Das Jahr 2015 war für die Dialog sehr zufriedenstellend. Wir konnten an die vorhergehenden Jahre anknüpfen, in denen jeweils das Neugeschäft und die Bestände entgegen dem Markttrend gesteigert wurden. Das spricht für uns, auch dass die Unsere Marke hat einen Makler mit uns sehr sehr hohen Wert bei den zufrieden sind, und Maklern und man man was uns wichtiger ist davon überzeugt, dass als der Umsatz ist, dieses Wachstum ist wir unser Geschäft zur mit Rentabilität verZufriedenheit der Kunden bunden. Wir gelten und somit auch der Makler nicht zu Unrecht als und Finanzdienstleister die Ertragsperle im beherrschen. Konzern. In Relation zu unsrem überschaubaren Beitragsvolumen haben wir eine erheblich höhere Ergebnisabführung als andere Unternehmen der deutschen Generali Gruppe. Das soll noch mehr werden, wir arbeiten daran, und ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg. Der österreichische Markt ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamterfolges? Stille: Zwischen 35 und 40 Prozent des gesamten Neugeschäftes kommen aus Österreich, obwohl die Bevölkerungsrelation Deutschland zu Österreich nicht dafür spricht. Das Ergebnis bestätigt, dass wir unserem Österreich-Geschäft eine hohe Bedeutung beimessen, und es bestätigt die ausgezeichnete Arbeit, die unser Team um Direktor Helmut Karner leistet. Die Marke „Dialog“ bleibt weiterhin bestehen? Stille: Unsere Marke hat einen sehr hohen Wert bei den Maklern und man man ist davon überzeugt, dass wir unser Geschäft zur Zufriedenheit der Kunden und somit auch der Makler und Finanzdienstleister beherrschen. Daher bleibt die Dialog auch in der Zukunft eine eigenständige Marke. 24 risControl 03/16

Zwischen 35 und 40 Prozent des gesamten Neugeschäftes kommen aus Österreich, obwohl die Bevölkerungsrelation Deutschland zu Österreich nicht dafür spricht.

Erhebliche Reserven? Geht es schon langsam an die „eiserne“ Reserve? Stille: Nein, die Generali Gruppe ist aufgrund ihrer Größe und hohen Finanzkraft sehr gut aufgestellt. Wo holen sie sich Ihre Energie für den Arbeitsalltag? Stille: Bei den vielen verschiedenen Funktionen, die ich derzeit wahrnehmen muss, ist meine Freizeit im Moment doch sehr überschaubar. Ich entspanne mich, indem ich etwas komplett Konträres zu meiner alltäglichen Arbeit mache: Gartenarbeit, handwerkliche Betätigung. Und ich sammle Weine, was ein sehr spannendes Hobby ist. Deswegen bin ich sehr oft in Österreich unterwegs, nicht nur geschäftlich, sondern auch privat. Damit ist meine Zeit im Wesentlichen auch gefüllt. Wenn Sie Zeit für eine längere Reise hätten, wo würde es hingehen? Stille: Nach Österreich! Jedes Jahr im Herbst mache ich eine Tour, starte im Burgenland in Rust und fahre über Wien in die Wachau, die auch traumhaft schön ist, schätze da den Grünen Veltliner und auch den Riesling, und ende meine Tour dann in aller Regel im Salzburger Raum. Dort gibt es zwar keinen Weinbau, aber dafür exzellente Restaurants, in denen man österreichischen Wein trinken kann. Wir wünschen viel Vergnügen bei der nächsten Reise und bedanken uns für das Gespräch.


INSERAT ARAG SE Direktion für Österreich Keine Fotorechte für das Internet


Serie Teil 2 | von Michael Kordovsky

Der risControl-Fonds-VertriebsStrategie-Überblick 2016 Mit den richtigen Fondskonzepten, kann man auch schwierige Marktphasen aussitzen, um am nächsten Aufschwung wieder ausgiebig zu partizipieren. risControl sprach mit verschiedenen Fondsgesellschaften über wetterfestere Anlagekonzepte.

Blickt man am 8. März 2016 auf die Börsenentwicklungen der vergangenen 6 Monate zurück, so fiel beispielsweise der DAX von 11.382 auf ein Tief von 8753 Punkten ehe zuletzt wieder ein kurzer Rebound auf über 9800 folgte. Wie sehr die Schwankungsintensität stieg zeigt auch die Volatilität des S&P 500-Index, die von 14,5% in den vergangenen 3 Jahren auf 18,6% in den vergangenen 6 Monaten stieg. Gleichzeitig schnellten die High Yield Spreads empor und auch Anleihen aus Schwellenländern gerieten unter Druck. Renommierte Investmentgesellschaften haben auch in diesem Umfeld interessante Alternativen zu bieten oder verfügen über Fonds, die gerade in diesen turbulenten Märkten für Sparpläne bestens geeignet sind: Columbio Threadneedle Investments Die Vermögensverwaltungsgruppe bietet ein breites Spektrum aktiv gemanagter Anlagestrategien und –lösungen für institutionelle Anleger sowie Privatanleger und Unternehmen. Weltweit wird ein Vermögen 26 risControl 03/16

von 472 Mrd. USD verwaltet, das in Aktien aus Industrie- und Schwellenländern, Anleihen, Asset-Allocation-Lösungen und alternativen Investments angelegt ist. Die dabei erzielten Anlageerfolge quantifiziert Herbert Kronaus, Country Head Austria der Threadneedle International Investments GmbH wie folgt: „82% unserer Fonds haben ein 4 oder 5 Sterne-Rating von Morningstar, was uns zum Top Asset Manager in Europa macht. Wir sind auch Nummer 1 bezogen auf ein Ranking von Trustnet in UK, als: Fondsgesellschaft des Jahrzehnts“. Kronaus erwähnte als Beispiele starker Fonds: • Threadneedle European Select Fund (ISIN: GB0002771169): 71,06% (Perf. 5 Jahre - laut FIAP, Datenerhebung 8.3. nach 17:00 Uhr) • Threadneedle Pan European Focus Fund (ISIN: GB00B01HLH36): 58,46% • Threadneedle Global Extended Alpha Fund (ISIN: GB00B3B0FD70): 81,19%


KOLUMNE • Threadneedle (lux) Global Focus Fund (ISIN: LU0061474960): 39,55% • Threadneedle Global Equity Income Fund (ISIN: GB00B1Z2NM05): K/A Für turbulente Marktphasen bietet Threadneedle u.a. globale Strategien an, wie den Threadneedle (lux) Global Opportunities Bond Fund oder den Threadneedle (lux) Global Asset Allocation Fund. ERSTE-SPARINVEST Eine Stärke in den vergangenen Jahren und/oder 2015 ist z.B. die Fonds-Serie YOU INVEST. Sie besteht aus 4 Dachfonds, die auf unterschiedliche Risikoneigungen abgestimmt sind. Hier konnte alleine im Jahr 2015 ein Nettovolumen von 309 Mio. Euro zusätzlich generiert werden (Gesamtvolumen in Österreich zum Befragungszeitpunkt im Jänner mit 817 Mio. Euro beziffert). In punkto Wertentwicklung hatten in den vergangenen Jahren Biotechnologie- und Technologiefonds die Nase vorne, während jene Anleihenfonds profitierten, in denen die Dollarstärke ausgespielt werden konnte. Dass sich defensive Anleger immer mehr um Alternativen zum Sparbuch oder zu heimischen Bundesanleihen umsehen, zeigt sich an einer starken Kundennachfrage nach aktiv gemanagten Vermögensverwaltungsmandaten: „Da die Renditen bei Staats- und Unternehmensanleihen schon sehr tief gesunken sind, werden Alternativen von unseren Kunden mehr und mehr nachgefragt. Aktiv gemanagte Gesamtlösungen, die etwas mehr Rendite versprechen, jedoch mit einem kontrollierbaren Risiko, sind daher sehr gefragt“.- so ein Statement der ERSTE-SPARINVEST. Fidelity Beim Thema Fonds fällt einen gleich spontan Fidelity ein. 2015 und in den vergangenen Jahren eine Stärke des Hauses waren die Kategorien „Global Equities (besonders Global Dividend führend in der Peer Group) und „America Funds. Darüber hinaus befand sich der Global Multi Asset Income unter den Fonds mit größten Zuflüssen in 2015. Defensiven bis ausgewogenen Anlegern, die auch in turbulenten und abwärtsgerichteten Marktphasen marktunabhängig Gewinnchancen wahrnehmen möchten, bietet Fidelity folgenden Multi Asset Fonds für Wachstum, Income und Stabilität an, nämlich den Fidelity Patrimoine Fonds: Die Fondstranche mit der ISIN LU0080749848 brachte es per 7. März 2015 auf eine 5-Jahres-Performance von 21,58%, der bei einer Volatilität von nur 6,18% ein überschaubarer maximaler Verlust von -14,71% (verg. 5 Jahre) gegenüberstand. "Patrimoine" aus dem Französischen wörtlich übersetzt heißt "Vermögen’" Fidelity hat mit dem Fidelity Patrimoine Fonds eine vermögensverwaltende Anlagelösung entwickelt, die Kapitalwachstum anstrebt, indem sie das Portfolio aktiv den Gegebenheiten des Marktes anpasst und erfolgreich bewährte Anlagestrategien in einem Fonds

bündelt. Somit ist das Vermögen jederzeit optimal an die Marktsituation angepasst und erfordert kein Eingreifen des Anlegers. Die dynamische Komponente des Fonds besteht zu 30% aus internationalen Aktien und zu 10% aus Rohstoffwerten und der defensive Teil zu 50% aus Anleihen und zu 10% aus Geldmarktanlagen. Die dynamische Komponente des Fonds kann zwischen 0% und 60% schwanken. Der Anteil der defensiven Komponente kann bei Bedarf auf bis zu 100% erhöht werden. Ihr Mindestanteil liegt bei 40%. Weitere Lösung: Der Fidelity Global Multi Asset Income Fund bietet eine sehr breit diversifizierte Lösung durch eine Vielzahl von Anlageinstrumenten, um eine hohe und stabile Rendite zu erwirtschaften. Anleger, die ihr Vermögen vermehren wollen, gleichzeitig aber auch das gute Gefühl suchen, das Risiko jederzeit unter Kontrolle zu haben, wählen einen taktischen Multi-Asset-Fonds von Fidelity. Dort sind Anlagen enthalten, die Renditen deutlich über dem Geldmarktniveau liefern können und bei denen die potenziellen Risiken wie Kursschwankungen aktiv gemanagt und begrenzt werden. KEPLER-FONDS-KAG Vor allem in der Kategorie „Dach/Mischfonds“ hat sich KEPLER einen Namen gemacht. Dazu Andreas Lassner-Klein, Geschäftsführer der KEPLER-FONDS KAG: „Mischfonds und vermögensverwaltende Produkte sind die Top-Seller. Kunden fordern immer mehr dynamische Anlagelösungen, die aktiv und zeitnah auf Veränderungen am Markt reagieren. Besonders gefragt sind dabei die sicherheitsorientierten Varianten mit Schwerpunkt auf Anleihen und einem nur überschaubaren Aktienanteil, z.B. unser KEPLER Mix Solide (ISIN AT0000722582)“. Und auch nachhaltige Mischfonds kommen bei den Anlegern gut an. Der KEPLER Ethik Mix (ISIN AT0000A19296) konnte seit Fondsstart am 1. Oktober 2014 bereits ein Kundenvolumen von 69,2 Millionen Euro lukrieren. Und für unsichere Marktphasen in denen es auch mal kräftig nach unten gehen kann, hat KEPLER ein „Hausmittel“ für vorsichtige Anleger, das Lassner-Klein wie folgt beschreibt: „Wir setzen im sicherheitsorientierten KEPLER Multi-Flex Portfolio (ISIN AT000MULTIT2 ) einen flexiblen Absolute-ReturnAnsatz um, der sehr rasch auf Veränderungen am Markt reagiert. Dieses Anlageprodukt profitiert von steigenden Markttrends und wechselt in fallenden Börsen rasch in den Geldmarkt. Unser Ansatz basiert auf der Analyse von Kapitalmarkttrends. Der externe Partner iQ-FOXX liefert dazu täglich die relevanten Signale“. Bis zu maximal 30 Prozent der Allokation fließen in Aktien und Rohstoffwerte. Das Portfolio stellt in Summe ein flexibles Baukasten-System aus Staats- und Unternehmensanleihen, inflationsgeschützten Anleihen, Emerging Markets-Anleihen, Aktien, Energie und Edelmetallen dar. M&G International Investments Ltd. Karola Gröger, Director of Sales bei der M&G International Investments Ltd zeigt wie anpassungsfähig M&G in den vergangenen drei Jahren auf geänderte Rahmenbedingungen reagierte: „Aufgrund der Zuspitzung des wirtschaftlichen und politischen Umfeldes risControl 03/16 27


KOLUMNE hat sich M&G in den letzten drei Jahren vor allem auf Multi-Asset Produkte bzw. völlig flexible Anleihenprodukte für Endanleger konzentriert.“ Der Fokus liegt dabei auf drei verschiedenen Multi Asset Produkten, mit jeweils unterschiedlicher Risikoausstattung und Zielsetzung, nämlich: • M&G Income Allocation, • M&G Prudent Allocation • M&G Dynamic Allocation Fund Institutionelle Kunden haben im Bereich der Anleihen ein neues Anleihenprodukt (M&G Global Floating Rate High Yield Fund) als Diversifikator im Durationsbereich eingesetzt. Aktienseitig überzeugten die eigenen Japanaktienfonds sowie im Europaaktienumfeld der M&G Pan European Dividend Fund (ISIN: GB00B39R4H73; 5-Jahres-Performance 43,43% per 8.3.). Dazu Kröger: „Wir glauben auch weiterhin, dass Europa gute Bewertungen im Aktienbereich aufweist und die Dividendenstrategie des Fonds zeitgemäß erscheint.“ Doch gegen die Schattenseiten im aktuellen Umfeld, nämlich hohe Kursschwankungen, können defensive und ausgewogen orientierte Anleger flexible Veranlagungen einsetzen, „die möglichst alle Anlageklassen in Betracht ziehen, um extremen Verlustchancen kontrolliert zu begegnen“. „In diesem Sinn sehen wir vor allem Multi-Asset Strategien als derzeit interessante Veranlagungsmöglichkeiten, da sie genau diesen Marktumständen Rechnung tragen können“, so Kröger zu diesem Lösungsansatz. Pioneer Investmenst Austria Pioneer ist breit aufgestellt und bietet passende Investmentlösungen für nahezu alle Anlegerbedürfnisse. Ein Top Produkt der vergangenen Jahre ist dabei der Pioneer Funds Austria – Komfort Invest traditionell (ISIN: AT0000801071), der es in den vergangenen 5 Jahren bei niedriger Volatilität von nur 4,09% auf ein Plus von 34,94% (per 8.3.) brachte. Dieser gemischte Dachfonds hat eine Aktienquote zwischen 20% und 33%. Mehrfache Auszeichnungen und die konstante Bewertung des PIA Komfort Invest traditionell mit der Höchstnote von 5 Sternen durch Morningstar sprechen für die hervorragende Qualität des Produkts, was auch von Anleger registriert wird. Dazu ein Sprecher des Unternehmens: „Dieser Fonds, der mittlerweile bereits ein Volumen von mehr als 500 Mio Euro hat, ist gleichzeitig eines unserer am stärksten nachgefragten Produkte.“ Der Fonds ist Bestandteil einer Reihe von Alternativen, die auch in schlechten Zeiten noch über ein relativ günstiges Chancen/Risiko-Verhältnis verfügen. Dazu folgende Hinweise von Pioneer Investments Austria: „Für Anleger mit unterschiedlichen Anlagezielen und Risikoprofilen, die auch in turbulenten und volatilen Marktphasen langfristige Gewinnchancen wahrnehmen möchten, können insbesondere unsere PIA Komfort Invest Fonds, der PIA Protect Invest Europe und unsere Target Income Fonds eine attraktive Investitionsmöglichkeit darstellen. Generell geht der Trend in Richtung Mischfonds, die breit gestreut in unterschiedliche Anlageklassen investieren. Diese Fondsgruppe verzeichnete seit 2009 die meisten Zuflüsse. 28 risControl 03/16

Interessante Fondskonzepte für defensiv bis ausgewogene Anleger sind vor allem im aktuellen Umfeld: Pioneer Funds Austria – Komfort Invest Fonds Die Komfort Invest Fonds von Pioneer Investments Austria (PIA Komfort Invest Fonds) sind gemischte Dachfonds. Das heißt, sie investieren über andere Fonds (die so genannten Subfonds) in die internationalen Anleihen- und Aktienmärkte. Für die Anleger bedeutet das besonders breite Risikostreuung und besonders breite Chancennutzung. Gerade in dem komplexen Umfeld der Finanzmärkte, in dem wir uns befinden, ist dies besonders wichtig. Aufgrund des breit gefächerten Angebots sind diese Fonds eine Möglichkeit, dem Niedrigzinsumfeld zu entkommen und interessante Ertragschancen zu nutzen. Varianten der PIA Komfort Invest Fonds: • „PIA Komfort Invest konservativ“ veranlagt zu 100% in Anleihenfonds (keine Aktienveranlagung!) • „PIA Komfort Invest traditionell“: 20 bis 33% des Fondsvolumens in Aktienfonds; 67 bis 80% des Fondsvolumens in Anleihenfonds • „PIA Komfort Invest ausgewogen“: 30 bis 50% in Aktienfonds; 50 bis 70% in Anleihenfonds • „PA Komfort Invest dynamisch“: 40 bis 67% in Aktienfonds; 33 bis 60% in Anleihenfonds • „PIA Komfort Invest progressiv“: 100% Aktienfonds (keine Anleihenveranlagung!) Pioneer Funds Austria – Protect Invest Europe Der PIA Protect Invest Europe ist ebenfalls ein gemischter Investmentfonds, der breit gestreut ist und in verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumenten anlegt und überwiegend auf die Ertragschancen in Europa setzt. Er bietet darüber hinaus ein spezielles Sicherheitsnetz, nämlich eine 80 %-ige Höchststandsgarantie durch die UniCredit Bank Austria AG. 80 % des jemals erreichten Höchststandes des Fonds werden durch die UniCredit Bank Austria AG garantiert. Das bedeutet gleichzeitig, dass für die Anteilsinhaber immer mindestens 80 % ihres eingesetzten Kapitals garantiert sind (ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags und sonstiger Spesen). Der Fonds ist – trotz Garantie – nicht auf eine bestimmte Laufzeit ausgerichtet und kann jederzeit auf Basis des aktuellen Rechenwertes erworben werden. Target Income Fonds Bei den Target Income Fonds steht das Thema Ausschüttungen im Vordergrund, so auch beim Pioneer Funds Austria – Global Balanced Target Income. Jeweils am Beginn des Rechnungsjahres des Fonds (das ist Ende Jänner) wird die angestrebte Ausschüttungsquote (in % des Rechenwertes am Ausschüttungsstichtag) für das laufende Jahr vom Fondsmanagement auf Basis der aktuellen Marktsituation beschlossen. Die jährliche Ausschüttung wird auf zwei Termine


KOLUMNE aufgeteilt (halbjährlich). Steigt der Rechenwert bis zum Stichtag der Ausschüttung (=Ende Jänner und Ende Juli für das jeweils vorangegangene Halbjahr), erhöht sich der tatsächliche Ausschüttungsbetrag (da er als Prozentsatz des gestiegenen Rechenwertes angegeben wird). Fällt der Rechenwert, ist die Ausschüttung entsprechend geringer. Der Prozentsatz für 2015 war 2,5%. Dieser Wert wurde als Ziel für die Ausschüttungen 2016 beibehalten. Die Aktienquote dieses Fonds kann bis zu 20 % ausmachen. Der Schwerpunkt des Fonds liegt auf weltweiten Anleihen mit einem interessanten Mix aus Staatsanleihen mit guter Bonität und High Yield-Anleihen mit höherem Risiko, aber auch höheren Ertragschancen. Neben dem Ziel regelmäßiger Ausschüttungen wird auch Kapitalerhalt angestrebt, aber nicht garantiert. Bereits seit einigen Jahren bietet Pioneer Investments die Target Income-Strategie im Aktienbereich an: mit dem Pioneer Funds – European Equity Target Income einen europäischen Aktienfonds und mit dem Pioneer Funds – Global Equity Target Income einen globalen Aktienfonds. Die Strategie dieser Fonds zielt auf laufende Ausschüttungen für die Anteilsinhaber ab (halb- bzw. vierteljährlich). Das ist ein international zu beobachtender Trend. Beide Fonds kamen 2015 auf eine Ausschüttungsrendite von 7% (=Bruttoausschüttung in Prozent des Fondsrechenwerts zum Ende des vorangegangenen Rechnungsjahres). Ausschüttungsziele für 2016 sind 6,75% für den PF Euroepean Equity Target Income und 7% für den PF Global Equity

Target Income. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Fokus auf Unternehmen, die hohe und nachhaltige Dividenden auszahlen sowie eine Optionsstrategie. Spängler IQAM Invest GmbH Markus Ploner, Geschäftsführer der Spängler IQAM Invest GmbH empfiehlt für turbulente und abwärtsgerichtete Marktphasen MultiAsset-Fonds. In den vergangenen 3 Jahren und 2015 als Spitzenprodukte wurden folgende Fonds hervorgehoben: • Spängler IQAM Austrian MedTrust: Mischfonds, kann zu 100% in Anleihen und Geldmarkt gehen und maximal 70% in Aktien und Alternative Investments investieren; max. 30% Fremdwährungsrisiko. Laut Factsheet vom 29.2. lag die Performance der vergangenen 5 Jahre bei 5% p.a. • Spängler IQAM Quality Equity Europe: Europäische Aktien; 11,37% p.a. in vergangenen 5 Jahren, massive Outperformance des MSCI Europe (PI) ; Quelle: Factsheet 29.2. • Spängler IQAM Balanced Equity FoF: kombiniert Aktien- und Anleihenfonds; Anleihenfokus dabei Investment-Grade und kurze Laufzeiten; Performance vergangene 3 Jahre: 6,1% p.a. (Quelle: Factsheet vom 29.2.).

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FINANZEN Fachverband d. Finanzdienstleister

Kreditvermittlung NEU Der Frühling 2016 bringt neue Rechtsvorschriften für alle Kreditvermittler. Damit geht ein im Jahr 2008 in Brüssel gestarteter Regelungsprozess zu Ende: Gemeinsam mit der europäischen Organisation BIPAR hat der Fachverband Finanzdienstleister zunächst eine vernünftige europäische Regelung, die Wohnimmobilienkreditvertragsrichtlinie, erreicht: Mit Wahlfreiheit der Art des Entgelts (Honorar oder Provision oder beides) und ohne Vergütungseinschränkungen, überbordender Anforderungen an die Organisation oder Eigenkapitalerfordernissen für die Kreditvermittler. Die Richtlinie bietet jedoch den Mitgliedsstaaten Möglichkeiten für eigene, strengere Regeln. Bei der Umsetzung in das österreichische Recht wurde insbesondere die Freiheit der Wahl des Entgelts wieder intensiv diskutiert. Gemeinsam mit Mitgliedsbetrieben hat der Fachverband in Workshops Lösungsvorschläge für die nationalen Gesetze erarbeitet und konnte letztendlich damit überzeugen: Das Ergebnis sind einheitliche Regelungen sowohl für Hypothekar- als auch Personalkreditvermittler, die in der Praxis gut umgesetzt werden können. Als Service für die Mitgliedsbetriebe wurde eine eigene Website für die Kreditvermittlung gestaltet. Dort finden sich gesammelt alle Neuerungen – kompakt, komplett und

gratis zur Verfügung gestellt. Auf www.wko. at/finanzdienstleister/kreditvermittlung kann man sich zeit-, kosten- und nervenschonend über alle Neuerungen informieren. Die wichtigsten Änderungen für Kreditvermittler • Genaue Einstufung der Tätigkeitsform in „gebunden“ oder „ungebunden“. Das muss bis spätestens 30.9.2016 der Gewerbebehörde gemeldet werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich als „unabhängiger Kreditmakler“ zu bezeichnen. • Neue Formulierung der Standardinformationen für Kunden. • Neue Regelungen über die Fähigkeiten und Kompetenzen von Mitarbeitern von Unternehmen, die Verbrauchern Kreditvermittlungsdienstleistungen anbieten. Welche Dokumente sind online? • Artikel zur Kreditvermittlung – dort sind die neuen Regelungen erläutert und mittels Tabellen und Checklisten dargestellt. • Checkliste zur Umsetzung der neuen Regeln und Übersicht der Tätigkeitsformen. • Ein extra Dokument für jede Tätigkeitsform („gebunden“, „ungebunden“ oder „unabhängig“) mit Checklisten/Vordrucken/Beispielen zu allen relevanten Themen.

Mag. Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich Es ist mir ein persönliches Anliegen, unsere Mitgliedsbetriebe immer früh und umfassend über alles Neue zu informieren. Ich lade alle herzlich ein, sich auf der neuen Website www. wko.at/finanzdienstleister/kreditvermittlung umzusehen!

Majoris Maklerservice GmbH

Majoris bietet neue Rentenlösungen Die Immobilien- und Finanzexperten der Immobilienrendite AG und der Majoris Maklerservice GmbH haben ein Rentenkonzept für die Zielgruppe 50+ geschaffen. Das Produkt bietet langfristig ausgezeichnete Zinsen ohne dabei auf Sicherheit zu verzichten. Als Ergebnis steht nun die neue „primerent“ am Start. Bei fixer Verzinsung von 4 % gibt es sowohl Varianten mit als auch ohne Aufschubzeit. 30 risControl 03/16

Im vorherrschenden Niedrigzinsumfeld fällt es Versicherern zusehends schwer, Renditen über 0 - 1 % langfristig darzustellen. Zudem gibt es keine ernsthaften Signale einer mittelfristigen Verbesserung des Umfelds, sodass kaum die Inflation abgedeckt werden kann. Weiters werden sofortbeginnende Renten am Markt fast nicht angeboten. Mathias Mühlhofer, CEO der Immobilienrendite AG: „Nicht nur, dass wir seit 65 Jahren

als Familienunternehmen solide Erfahrung im Immobilienbusiness aufweisen, wir bieten unseren primerent Kunden auch erstklassige Sicherheit durch ein erstrangiges Pfandrecht im Grundbuch, denn in der Rente ist kein Platz mehr für Spekulation.“ Das Beste am Produkt ist, dass es für den Kunden, bis auf die gesetzlich vorgeschriebene KESt, völlig kostenfrei ist und keine Abzüge zu Stande kommen.


MARKT FMVÖ

Studie Der Trend, informieren im Netz, persönliche Beratung und Abschluss wurde nun auch durch die FMVÖ Studie zum Internetnutzungsverhalten bei Bank- und Versicherungsprodukten bestätigt. Im Zeitraum von Dezember 2015 bis Jänner 2016 wurde im Auftrag des FMVÖ von Telemark Marketing eine telefonische und Online-Befragung unter 802 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Bei den Ergebnissen zeigt sich, dass sich bei Bank- und Versicherungsprodukten der konträre Trend bei Online-Käufen zu anderen Branchen auch weiterhin fortsetzt. Informieren sich die meisten Handelskunden in der Filiale, bevor sie das Produkt im Internet billiger erwerben, zeigt sich in der Finanzbranche das umgekehrte Bild. Nur 9,7 % der Österreicher würden derzeit online abschließen, bereits 57,1 % informieren sich aber via Internet über

diverse Bank- und Versicherungsprodukte. Dabei weisen die unter 30-jährigen Kunden mit 11 % Online-Abschlüssen eine doppelt so hohe Bereitschaft auf wie die restlichen Altersgruppen. Bei der jüngsten Altersgruppe tritt der RoPo-Effekt (Research online, Purchase offline) am stärksten auf, jedoch informieren sich auch bereits mehr als die Hälfte der 31- bis 60-jährigen Kunden online. Persönliche Beratung weiterhin bevorzugt Trotz Informationseinholung im Internet ist bei Bank- und Versicherungsprodukten der Wunsch nach persönlicher Beratung nach wie vor hoch. Die Verbundenheit zum Betreuer ist mit einem Anteil von 81,9 % der Befragten dabei besonders ausgeprägt. Allerdings bevorzugen knapp 30 % der Kunden den persönlichen Kontakt aufgrund von

Sicherheitsbedenken bei der Übertragung von Daten. Die Scheu vor Online-Abschlüssen betrifft vor allem Kredite, Lebensversicherungen und Haus- und Wohnfinanzierungen, während es bei Kfz-Versicherungen, Spar- und Girokonten sowie Kreditkarten weniger Bedenken gibt und mehr als 20 % der Kunden hierbei auf persönliche Beratung verzichten. „Unsere Studie zeigt, dass Konsumenten von Bank- und Versicherungsprodukten weiterhin den persönlichen Kontakt vorziehen“, so FMVÖ-Vizepräsident Werner Schediwy, MBA, der gemeinsam mit MMag. Robert Sobotka, MBA, von Telemark Marketing für die Studie verantwortlich zeichnet. „Für Kunden, die sich offline informieren und dann offline abschließen, zählt beim persönlichen Kontakt vor allem die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dies ist ein Punkt, der künftig aber auch von Chats oder Behavioural Content übernommen werden könnte“, erläutert Schediwy.

VAV Versicherungen

Studie zum Mobilitätsbarometer Das Auto ist nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel, das ergibt eine Studie die im Jänner 2016 durchgeführt wurde. 71 % der Österreicher nutzen den PKW mindestens einmal wöchentlich. Am Land wird laut Studie immer mehr gefahren als in den vergangenen Jahren. Aber auch in Großstädten wie Wien fahren immer mehr Menschen mit dem Auto zur Arbeit oder die Kinder zur Schule. Vorstandsvorsitzender Dr. Norbert Griesmayr: „Die Studie belegt die österreichische Lebensrealität. Am Land benötigen Menschen schon aufgrund des mangelnden Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln das Auto.“ Das Fahrrad gewinnt noch mehr Fans Bei der Frage welche anderen Verkehrsmittel neben dem Auto häufiger genutzt werden als vor drei Jahren wird klar: Alternative Verkehrsmittel wie das Fahrrad erfreuen sich

wachsender Beliebtheit. Aber auch öffentliche Nahverkehrsmittel, Züge. Taxis, Motorräder und Mopeds werden immer interessanter. Beim Thema künftig verwendeter Fortbewegungsmittel hat das E-Auto bedeutend aufgeholt und liegt jetzt gleichauf mit dem Hybridantrieb. E-Autos würden sich durchsetzen, wenn die Anschaffung günstiger wird, die Reichweiten länger werden, die Netze von Stromtankstellen dichter werden und attraktive staatliche Förderungen winken, dann würden sich E-Autos mehr durchsetzten als bisher. Griesmayr: „Dieser Forderung nachzukommen, wäre eine möglicherweise nicht bedachte Umverteilung. Wohlhabende Käufer teurer E-Autos würden von jenen subventioniert, die sich gar kein Auto oder nur ein preiswertes leisten können. Es ist die Frage, ob das gewollt ist. E-Autos werden schon durch den Wegfall der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NOVA gefördert. Außerdem fällt seit 1. Jänner 2016 der Sachbezug für die

Privatnutzung bei Dienstfahrzeugen weg.“ Das Risiko im Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt zu werden, wird generell etwas schwächer eingestuft als im Vorjahr. 10 statt 14 Prozent sehen das Unfallrisiko stark gestiegen. Als leicht steigend beurteilen es jetzt 37 statt 33 Prozent. Bemerkenswert ist, dass der Anteil der Probanden, die das tatsächliche Unfallrisiko als stark gestiegen betrachten, sowohl bei Autofahrern als auch bei NichtFahrern gesunken ist. Nur noch neun Prozent der PKW-Fahrer (2015: 13 Prozent) und 15 Prozent der Nicht-Fahrer (2015: 19 Prozent) beurteilen es als stark gestiegen. Der Mobilitätsbarometer ist eine Institution für die fortlaufende Beobachtung des Mobilitätsverhaltens der Österreicherinnen und Österreicher. Änderungen des Verhaltens und die Einschätzung künftiger Entwicklungen werden regelmäßig erhoben. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.mobilitäts-barometer.at abrufbar. risControl 03/16 31


MARKT GfK

Freundschaftsanfrage von Oma Trotz steigender Medienvielfalt und – nutzung ist immer noch Fernsehen die führende Informationsquelle in Österreich. Auch der persönliche Kontakt als Informationsquelle über das Weltgeschehen ist nicht zu unterschätzen, neun von zehn unter 70 - jährige informieren sich weiterhin im persönlichen Gespräch. Eine Studie von GfK zum Thema Medienverhalten zeigt, dass „Ein Verdrängungswettbewerb der ‚alten‘ durch die sogenannten ‚neuen‘ Medien nur ein Gerücht ist“, so Michaela Löffler, Studienleiterin der Lifestyle-Studie. „Die mediale Vielfalt verändert zwar das Leben mit den Medien

gravierend, aber es ist eine selbstverständliche Koexistenz, in der nach wie vor Fernsehen und Radio zu den wichtigsten Medien gehören, über die die Österreicher das Weltgeschehen wahrnehmen, und erst dann kommen Internet und Tageszeitungen oder andere Kanäle.“ Die Nutzung von Handys und Smartphones entwickelt sich rasant, so haben im Jahr 2006 noch eine Minderheit übers Handy gesurft, sind das heute bereits 71 %. Bei unter 40 -jährigen ist es mittlerweile so gut wie selbstverständlich, mindestens neun von zehn Nutzern surfen via Handy im Netz. Dann zeigen sich allerdings noch Generationen-

sprünge. Greifen unter den 40 – 50-jährigen zwar auch schon 78 % übers Handy aufs Internet zu, sind es bei den über 70-Jährigen nur mehr 26 %. „Aber auch das ist mehr als ein Viertel“, betont Löffler, „Wir reden hier von einer Generation, der man eigentlich überhaupt nicht zutraut, mit der aktuellen Technologie noch mitzukommen. Aber auch 80-jährige wischen heute am Smartphone.“ Wobei die Nutzung von sozialen Netzwerken das Generationenbild so richtig hinterfragt. Denn über 64 % der 50 – 60-jährigen und 48 % der 60 – 70-jährigen tummeln sich in sozialen Netzwerken.

Euro angehoben. Hier stellt sich die Frage, wird das auch eine Veränderung bei Mietzinsbeihilfe, Rezeptgebührenbefreiung, GIS Befreiung und weitere soziale Unterstützung geben, oder ist es einfach eine Umschichtung der „Zuschüsse“. Die Anrechnungszeiten der Kindererziehungszeiten werden angehoben und das Pensionssplitting wird ausgeweitet. Naturgemäß gibt es zu jeder Pensionsdiskussion auch Stimmen aus der Wirtschaft, Mercer Deutschland, bezeichnet die Ergebnisse des „Pensionsgipfels“ der österreichischen Regierung als überschaubar. Bei der ersten Säule sieht man im Rahmen des Gipfels keine wesentlichen Verbesserungen hinsichtlich der Pensionshöhe, damit gewinnt die zweite Säule immer mehr an Bedeutung, doch um sich diese leisten zu können, braucht es noch einigen Reformen. So sieht Mercer eine Anhebung des § 3 Abs. 1Z 15 EStG von aktuell 300 Euro pro Jahr auf ein sinnvolles Niveau zwischen 2.000 und 3.000 Euro zum Vergleich in Deutschland als dringend notwendig. Eine Forderung, die die österreichische Versicherungswirtschaft

schon seit Jahren stellt. Auch eine Aufnahme der „2.Säule“ der Zusatzpensionen in den Kollektivvertrag sollte angedacht werden. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist eine Pensionskassenreform für das Jahr 2016 als Absichtserklärung festgehalten. Vielleicht ein Pensionsgipfel, der doch zu positiven Änderungen im System führen wird?

Pensionshügel Von einem Gipfel, den man gemeinsam erklommen hat, kann man eher nicht sprechen. Was soll sich ändern? Für Menschen, die von einer langen Krankheit betroffen waren, soll der Weg zurück in die Berufswelt erleichtert werden mit einer Wiedereingliederungshilfe und einer befristeten Reduzierung der Arbeitszeit. Theoretisch gut klingend, ob praxistauglich nach einem Jahr Krankenstand eine teilweise Eingliederung bei Klein- und Mittelbetriebe wird sich zeigen. Eine bessere Kommunikation zwischen Kranken- und Pensionsversicherung sowie Arbeitsamt, auch hier gibt es zu Recht Zweifel an der Machbarkeit. Implementiert werden soll ein Rehabilitations-Monitoring, das den Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen misst. Zudem ist die Erstellung einer Studie geplant, mit der berufliche Reha-Möglichkeiten auf breiter Basis analysiert werden sollen, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse psychisch Erkrankter. Für längere Arbeitszeitjahre, d. h. bei Frauen drei Jahre nach dem gesetzlichen Antrittsalter und bei Männern bis 68 entfallen die Pensionsversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer und Dienstgeber zur Hälfte. Allerdings wird der fiktive volle Betrag am Pensionskonto gutgeschrieben. Wobei die Möglichkeit, neben der Pension voll dazu zu verdienen, wegfällt. Die Mindestpension wird für Menschen die mindestens 30 Jahre Beitragsjahre vorweisen können, betrifft vor allem Frauen, von derzeit 883 Euro auf 1.000 32 risControl 03/16

Pensionskassen Ergebnis Das von den österreichischen Pensionskassen verwaltete Vermögen betrug zum Ende des 4. Quartal 2015 € 19.6 Mrd. Euro ein Zuwachs von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die durchschnittliche Performance lag bei 2,3 % im Vergleich im Jahr 2014 konnten noch 7,8 % und im Jahr 2013 5,1 % erwirtschaftet werden. Die Zahl der der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 % auf rund 880.000 Personen. Davon bezogen 89.000 Personen, also rund 10 % eine Pensionsleistung aus dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge.


MARKT Fachverband d. Versicherungsmakler

Rechts- und Disziplinarkommission Auf Initiative von Fachverbandsobmann Gunther Riedlsperger ist die Gründung der Rechts- und Disziplinarkommission erfolgt. Dr. Ilse Huber, ehemalige Vorsitzende des Versicherungssenates des Obersten Gerichtshofes hat den Senatsvorsitz der Kommission übernommen. „Schutz des Einzelnen und des gesamten Berufsstands sowie die Stärkung des Standesansehens – das sind meine Erwartungen an die RDK“, stellte Huber klar. Verstöße gegen die Gewerbeordnung oder unseriöse Mitbewerber haben dank der neuen Serviceeinrichtung keine Chance mehr. Dadurch wird Chancengleichheit in der gesamten Versicherungsbranche gefördert. „Um die Qualität des Berufsstandes in der Zukunft zu gewährleisten und zu verbessern, sollen Standesregeln statuiert sowie die akademische Ausbildung der MaklerInnen gefördert werden“, erläutert Arbeitskreis Recht-Leiter Dr. Klaus Koban. Die Standesvertretung denkt somit auch an den Nachwuchs und setzt sich auch für die kontinuierliche Qualitätssteigerung für Versicherungsmakler ein. Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger. „Der jahrelange Erfolg der Rechtsservice- und Schlichtungsstelle für versicherungsrechtliche Auseinandersetzungen zeigte mir, wie wesentlich die Beilegung von

Differenzen innerhalb der Branche ist. In meiner Funktion als Bundesobmann sehe ich es als meine Pflicht an, für rechtskonformes und standesgemäßes Verhalten zu sorgen. Darum initiierte ich die RDK“, erklärte Riedlsperger. Die Errichtung und Satzung der RDK wurde im Fachverbandsausschuss im Dezember 2015 einstimmig beschlossen. Die Kommission kann jeder Versicherungsmakler, Versicherer, Kunde von Versicherungsmaklern, Körperschaften und Einrichtungen des öffentlichen Rechts insbesonders der Fachverband und die Fachgruppen in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung anrufen. Anonyme Anzeigen werden nicht behandelt und verfolgt. Antragsstellung an die RDK und Beteiligung am Verfahren vor der RDK sind grundsätzlich kostenfrei. Ein Verfahren ist grundsätzlich als Aktenverfahren ohne mündliche Beweisaufnahme und Verhandlung konzipiert. Nur in Ausnahmefällen kann es zu einer persönlichen Anhörung kommen. Die RDK gibt ihre Expertise schriftlich ab in Form einer Empfehlung bzw. Begutachtung. Sie hat keinen bindenden Charakter, wird aber ähnlich der RSS, eine hohe faktische Wertigkeit besitzen. Die Empfehlungen bzw. Begutachtungen sind rechtlich unverbindlich.

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DER Spezialversicherer risControl 03/16 33 für biometrische Risiken


ARAG SE DIREKTION FÜR ÖSTERREICH

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INTERVIEW

Spezialisten am Werk Wir haben mit Mag. Willi Bors, Vertriebsleiter Österreich über seine Beweggründe zur ARAG zu wechseln, über Serviceleistungen und seine Ziele gesprochen.

Ein Jahr Vertriebsleiter bei ARAG Österreich, ihr Resümee und warum haben sie sich für dieses Unternehmen entschieden? Mag. Willi Bors: ARAG Österreich hat über Jahrzehnte einen ausgezeichneten Ruf in der Vermittlerschaft als DER Rechtsschutzspezialist. Es ist für mich eine besondere Freude, mitgestalten zu dürfen, das Vertrauen der Vertriebspartner in die ARAG weiter zu intensivieren und nachhaltig zu stärken. Das letzte Jahr war spannend und herausfordernd zugleich. Es hat viele Neuerungen gegeben, wie z. B. den neuen Tarif 6/2015, der im Zuge einer besonders gut besuchten Roadshow „ARAG on Tour“ vorgestellt wurde. Bei dieser Tarifgeneration haben wir die erzielten Kostenvorteile an den Markt weitergegeben, die Modularität der Produkte deutlich ausgebaut sowie interessante Deckungserweiterungen eingeführt. Zudem haben wir die Serviceleistungen erweitert und den Vertrieb gestärkt. Unsere Vertriebspartner haben unsere Angebote sensationell gut angenommen, denn in der zweiten Jahreshälfte verzeichnete die Produktion ein Plus von 45,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die verstärkte Kundenorientierung findet auch in der von der ÖGVS (Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien) durchgeführten „Studie Rechtsschutzversicherer“ seine Bestätigung. Wir erzielten den 1. Platz in der Kategorie „Kundendienst“ und konnte sich somit gegen neun unabhängig getestete Rechtsschutzversicherer durchsetzen. Insbesondere im Bereich „Kundendienst Telefon“ hat ARAG mit der Note 1,3 (SEHR GUT) das mit Abstand beste Ergebnis erzielt. Wie unterstützen sie den Vertrieb, welche Aktivitäten wird es heuer geben? Bors: 2016 werden wir die Kommunikations-Schnittstellen zum Markt, die Service-

einheiten und die IT-Infrastruktur weiter optimieren, damit unsere Marktposition als führender, unabhängiger Qualitätsversicherer im inländischen Rechtsschutzmarkt weiter ausbauen. Noch stärker forcieren werden wir die Inhouse-Beratung (IHB). Eine Steigerung der erledigten IHB-Causen um 30% in 2015 spricht eine deutliche Sprache, dieser

ARAG Österreich hat über Jahrzehnte einen ausgezeichneten Ruf in der Vermittlerschaft als DER Rechtsschutzspezialist.

Unser Anspruch als Rechtsschutzspezialist ist, uns von einem Kompositversicherer, der Rechtsschutz als add-on Produkt sieht, deutlich zu unterscheiden. risControl 03/16 35


INTERVIEW

Vor allem im Bereich Betriebs-RS wird von Maklern eine - immer wieder sehr gerne in Anspruch genommene - vor Ort Unterstützung angenommen.

nen ausgabenseitig Kostenvorteile z.B. in der Verwaltung, IT etc. erzielt werden können. Reine Zweckgemeinschaften, die lediglich auf die Optimierung der Einnahmen ausgerichtet sind, sollten langfristig deutlich weniger geschlossen auftreten. Spezialisierung und/oder Zusammenschluss – gleichgültig in welcher Form – wird das Gebot der Zukunft sein. Was sind ihre Ziele für die nächsten 5 Jahre?

Hat der Beruf Versicherungsmakler Zukunft?

Service verdient eine verstärkte Aufmerksamkeit. Wenn der Makler es wünscht, schreiben wir alle seine Kunden mit RS-Verträgen an und weisen auf die Möglichkeit der IHB hin. Viele unserer Partner haben wir damit unterstützt und dadurch ihren Verwaltungsaufwand enorm reduziert. Unser Anspruch als Rechtsschutzspezialist ist, uns von einem Kompositversicherer, der Rechtsschutz als add-on Produkt sieht, deutlich zu unterscheiden. So kennt jeder unserer Vermittler das SpezialKnow-how seiner ARAG-Ansprechpartner, speziell natürlich der Vertriebsrepräsentanten. Vor allem im Bereich Betriebs-RS wird von Maklern eine - immer wieder sehr gerne in Anspruch genommene - vor Ort Unterstützung angenommen. Besonders betonen möchte ich, dass ARAG zum aktuellen Prämienniveau das ganze Jahr 2016 steht. Das ist deshalb ausdrücklich erwähnenswert, weil der Anwaltstarif um 12% erhöht wurde. Wir geben damit unseren Vertriebspartnern zusätzliche Sicherheit.

Reine Zweckgemeinschaften, die lediglich auf die Optimierung der Einnahmen ausgerichtet sind, sollten langfristig deutlich weniger geschlossen auftreten. 36 risControl 03/16

Bors: Ja natürlich, aber es wird Veränderungen geben. Einerseits in Richtung Spezialisierung, denn je breiter und unspezifischer ein Makler aufgestellt ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er stark wahrgenommen wird, dh eine klare Positionierung ist erforderlich. Andererseits gehe ich davon aus, dass Zusammenschlüsse, Pools, etc. zunehmen werden, sofern ein Mehrwert bzw. Rationalisierungseffekte für die Makler erzielt werden können. Wobei hier nur jene Vereinigungen dauerhafte Existenzberechtigung haben werden, bei de-

Bors: Dazu beitragen, dass das ertragsreiche Wachstumsziel, welches sich die ARAG vorgenommen hat, auch erreicht wird. Unsere Position als Rechtsschutzspezialist zu festigen und auszubauen. Wo holen Sie sich die Energie für den Arbeitsalltag? Bors: Aus dem Kreise meiner Familie und Freunden und an erster Stelle von meinem Enkelkind. Wir danken für das Gespräch.


Auf das Glück vertrauen? Oder:

Plan B. Karriere. Wünsche. Ziele. Um all Ihre Pläne zu finanzieren, verlassen Sie sich auf Ihre Arbeitskraft. Doch was, wenn die Arbeitskraft Sie verlässt? Durch Unfall, Krankheit oder andere Schicksalsschläge? Verschließen Sie nicht die Augen, sorgen Sie vor – mit Plan B, der Berufsunfähigkeitsversicherung der NÜRNBERGER.

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TITELGESCHICHTE

Ritterschild des Volkes Wie ein Ritterschild schützt die Haftpflichtversicherung das Vermögen des Versicherungsnehmers vor Ersatzforderungen, die „von außen“ gegen ihn gerichtet werden. Die Ersatzforderung wird vom Schild der Haftpflichtversicherung abgefangen. Das sind die Bezeichnungen und der Zweck aller Haftpflichtversicherungen welche in den Skripten für angehende Versicherungskaufleute zu finden sind und einigen von Ihnen deshalb bekannt vorkommt. Doch in der Praxis wissen viele oft gar nicht, was in einer Haftpflichtversicherung gedeckt ist und / oder ob sie überhaupt versichert sind. Mittlerweile gibt es unzählige potenzielle Gefahren vor denen man sich privat oder beruflich schützen sollte bzw. mittels Verpflichtung schützen muss. Der Bereich Haftpflichtversicherungen ist einer der umfangreichsten Produktsparten am Versicherungsmarkt überhaupt. Im privaten Umfeld ist fast jedem die Kfz-Haftpflicht oder die private Haftpflicht geläufig, ob jedem Tiehrhalter – gleichgültig ob Kleinoder Großtier – der Begriff Tierhalterhaftpflicht etwas sagt, bzw. ob er eine hat, ist schon wieder nicht mehr so sicher. Im beruflichen umd geschäftlichen Umfeld wird die Liste der Gefahren, gegen die man sich absichern sollte, schon länger. Da wären einerseits die Vermögenschaden-, die Betriebs- und Produkthaftpflichten und andererseits die fast schon zahllosen Berufsspartenversicherungen, welche speziell für die jeweiligen Berufe maßgeschneidert wurden bzw. eine Versicherungsverpflichtung besteht. Auch im privaten Bereich gibt es Versicherungsverpflichtungen und niemand würde auf die Idee kommen, ein Fahrzeug zu lenken, welches nicht Haftpflicht versichert ist. Doch wäre das auch so, wenn es hier keine Pflicht mehr gäbe? Wie viele Leute sind der Meinung: „Mir passiert nichts und deshalb brauche ich gar keine Versicherung“? Diesen sei gesagt, ein Haftpflicht - Schaden kann immer und überall passieren. Übrigens: Eine verpflichtende Haftpflicht bei Kfz ist nicht in allen Ländern der Welt gegeben, bekanntestes Beispiel USA. Oft hört und liest man, vielleicht aus diesem Grund, von skurrilen Versicherungsfällen in Amerika. Doch wir brauchen nicht über den großen Teich zu blicken, auch in Österreich kommen in den letzten Jahren Fälle immer öfter teils unglaubliche Fälle vor. So hat letztes Jahr eine Frau nach einem Schiunfall ein 6-Jähriges Mädchen auf 38.000 Euro Schadenersatz verklagt, weil sie angeblich durch eine Bewegung des Mädchens zu Sturz gekommen sei und auf Grund ihrer erlittenen Verletzungen nie wieder Skifahren wird können. Aber nicht nur risControl 03/16 39


TITELGESCHICHTE auch ein Angebot des Versicherers vor, in dem 40 Prozent der Schuld übernommen werden. Dieses fällt für die Familie allerdings zu gering aus, deswegen geht dieser Rechtsstreit wohl in die nächste Runde. Bei diesem Fall drängt sich meiner Meinung schon die Frage auf: Wie verhält es sich eigentlich mit der Eigenverantwortung? Ärzte-Haftpflichtversicherung

Liftbetreiber werden oft mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert, egal ob diese gerechtfertigt sind, oder nicht. Unfälle auf der Piste können teuer werden, auch Unfälle beim Aussteigen aus einem Lift können zu verheerenden Folgen führen. Da auch hier vielen Verunfallten die Selbstverantwortung fehlt, suchen sie einen Sündenbock bzw. einen Schuldigen bei den Liftbetreibern um Schadenersatzansprüche geltend machen zu können. Ob diese gerechtfertigt sind oder nicht, entscheiden oft nur mehr die Gerichte. Die Skiliftbetreiber reagieren auf die Gefahr von Haftungsansprüchen mit Erhöhung der Preise für Liftkarten.

Ein immer heißer werdendes Eisen ist die Haftung von Ärzten bei Kunst- oder Behandlungsfehlern. Traute man sich früher nichts gegen die „Götter in Weiß“ zu sagen, so hat heute der mündige Patient das Sagen. Diese Entwicklung ist sicher sehr zu begrüßen, doch gibt es leider, wie so oft, Personen die diese überstrapazieren und ungerechtfertigte Forderungen stellen. Aufgrund der zahlreichen Schadensersatzforderungen hat sich vor einigen Jahren ein Netzwerk unabhängiger Ärztespezialisten zusammengeschlossen um der Flut an Forderungen gegen zu steuern. Lesen Sie dazu im Anschluss einen spannenden Artikel von Mag. Marcel Mittendorfer, Obmann der ARGE MED. Tier- Haftpflicht

Ein weiterer sonderbarer Fall ist im Mühlviertel passiert. Zwei junge Männer setzten sich auf den Kofferraumdeckel eines Autos und ermutigten den Fahrer dazu wegzufahren. Als dieser ihrer Aufforderung nachkam fielen beide, wie voraus zu sehen war, vom Kofferraum hinunter und verletzten sich, einer der beiden dabei so schwer, dass er seither im Rollstuhl sitzt. Im Fall des leicht Verletzten entschied das Gericht, dass den Fahrer und den hinten Sitzenden jeweils die Hälfte der Schuld trifft. Daraufhin verlangte die Familie des Schwerverletzten ebenfalls 50 Prozent Schadenersatz von der Haftpflichtversicherung des Autofahrers. Die Versicherung ist jedoch der Meinung, dass das Urteil falsch sei und will bis zum OGH gehen. Mittlerweile liegt

Auch ein an sich harmloser Spaziergang mit dem Dackel birgt gewisse Gefahren. Denn wenn der Dackel in der Hundezone mit einem Rottweiler spielt und aus Spiel ernst wird kann das unter Umständen sehr teuer werden. Denkbares Szenario: Der Dackel beißt den Rotweiler ins Ohr. Dieser wird zum Glück für den Dackel von seinem Besitzer an einem „Revanchefoul“ gehindert. Nicht desto trotz muss das Ohr von einem Tierarzt behandelt werden. Wer muss in diesem Fall die Tierarztkosten übernehmen? Die Antwort auf diese Frage ist klarerweise die Haftpflichtversicherung des Dackels. Sind wir froh, dass der Dackel nur den Hund verletzt hat und nicht auch noch den Besitzer des Rottweilers, als dieser dazwischen gegangen ist, sonst würde es richtig viel Geld kosten! Diese Risiken haben aber nicht nur Hundebesitzer, auch Pferde- und andere Tierbesitzer müssen immer damit rechnen, vor einem finanziellen Fiasko zu

Aufgrund der zahlreichen Schadensersatzforderungen von Patienten hat sich vor einigen Jahren ein Netzwerk unabhängiger Ärztespezialisten gebildet.

Auch ein Spaziergang mit einem an sich harmlosen Dackel birgt gewisse Gefahren.

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TITELGESCHICHTE stehen. Die oft gehörte Meinung: „Je größer das Tier, umso größer sind die möglichen Schäden.“ Stimmt nur bedingt, denn auch ein kleines Tier, z. B. ein Hund, kann einen Verkehrsunfall mit einem Tankwagen verursachen, sollte dieser umkippen und das Erdreich verseuchen, dann wird es richtig teuer.

Autos von Corvette, General Motors und Fiat Chrysler über Sicherheitslücken (wie etwa das Telematik-Gerät einer US - Versicherung) einzudringen und die Wagen fernzusteuern. Bis jetzt betrafen solche Fälle nur die USA. Doch auch in Europa haben immer mehr Autos ein System eingebaut, die Unfälle beim Hersteller melden oder die ständige Erreichbarkeit der Mitfahrer zu gewährleisten steigt auch das Risiko eines Angriffs. Die daraus entstehenden Folgen und Kosten werden zweifelsohne in Zukunft die Versicherer beschäftigen. Das World Wide Web, kurz Internet, ist, wie der Name schon sagt, groß und weltweit vertreten. Man benötigt es für Recherchen, zum Shoppen oder einfach nur zum Lesen und Musik hören. Dass es im Internet aber genauso eine Kehrseite gibt, wie überall im Leben, können Sie in unserem Artikel über das Darknet lesen. Schlichtungsstelle

In allen in diesen Fällen wird deutlich, wie wichtig eine Haftpflichtversicherung ist. Aber nicht nur in der realen Welt lauern die Gefahren: Auch in der virtuellen Welt wird die Gefahr von Hackerangriffen oder Datendiebstahl und Missbrauch immer größer. Deshalb wird das Thema Cyber-Haftpflicht immer aktueller. Doch nur wenige sind sich der möglichen Ausmaße eines Schadens nach einem Hackerangriff bewusst. Denn wenn tausende Adressen, Bankverbindungen oder sogar noch heiklere Daten wie Gesundheitsfragen gestohlen und missbraucht werden, ist in so einem Fall meist der Besitzer der Daten haftbar. Doch viele Betroffene wissen in solchen Fällen nicht, ob dieses Risiko versicherbar ist bzw. wer für den Schaden tatsächlich haftbar ist.

Oft kommen Streitigkeiten zwischen Versicherungen und Konsumenten, vertreten durch Versicherungsmakler, vor die Schlichtungsstelle des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater. Die Schlichtungsstelle hat sich zur Aufgabe gemacht, außergerichtliche Konfliktlösung im rechtlichen Dreiecksverhältnis Versicherer – Versicherungskunde – Versicherungsmakler, anzustreben. Wir haben uns einige Fälle angesehen und auch dort ist Haftpflichtversicherung ein gängiges Thema. In einem Fall machte der Antragsteller seinen Deckungsanspruch aus der Privat-Haftpflichtversicherung gegen den Versicherer geltend. Er habe beim Fällen eines rund 23 Meter hohen Baumes zum Eigenbedarf den Traktor seines Bruders beschädigt. Der Versicherer sei der Ansicht, dies stelle keine Gefahr des täglichen Lebens dar. Der Versicherer beteiligte sich nicht am Schlichtungsverfahren. Die Schlichtungskommission sah aus der Judikatur, Lehre und den Bedingungen keinen Ansatzpunkt dafür, dass das Fällen eines Baumes für den Eigenbedarf nicht zu einer Gefahr des täglichen Lebens zählen sollte und empfahl die Deckung dem Grunde nach.

Im Zeitalter der Technologie und der Computer bieten sich für Kriminelle neben Diebstahl und Verkauf von sensiblen Daten auch andere Möglichkeiten, um großen Schaden anzurichten. Unternehmen und Betreibern drohen Schäden in Millionenhöhe, wenn Schadprogramme in Netzwerke eingeschleust oder Server mit Denial-of-Service-Attacken lahmlegt werden. 2009 wurden zum Beispiel zahlreiche Regierungswebsiten der USA und Südkorea sowie diverse Shoppingportale teilweise tagelang lahmgelegt, was zu enormen Gewinneinbußen und Imageverlusten führte. Zwischenzeitlich hielten die Ermittler auch Österreich für einen möglichen Ausgangspunkt der Attacken. Die wahren Angreifer wurden nie gefasst. Aber nicht nur Unternehmen können Ziel von Attacken sein, auch einzelne Personen sind gefährdet. Im Sommer des vergangenen Jahres schafften es Hacker und Forscher innerhalb weniger Wochen, bei

Auch beim Fällen von Bäumen kann es zu Deckungsansprüchen aus der Privat-Haftpflichversicherung kommen.

Bei einem Jeep Cherokee wurden durch einen Hack die Bremsen, Motor, Beschleunigung, Türverriegelung, Klimaanlage und Scheibenwischer ferngesteuert. Cyber-Risk

Quellenhinweis: Rechtsservice- und Schlichtungsstelle (RSS) der WKO, ORF, Krone, Kurier, Skripten der BÖV, Presse

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VERSICHERUNG ARGE MED

Haftpflicht unabdingbar für Ärzte Zum neunten Mal trafen Ende Jänner die Experten des ARGE MED-Netzwerkes zusammen, um gesetzliche Änderungen im Strafrecht für Ärzte, Veränderungen bei den Schadenersatzforderungen gegen Mediziner und die jeweiligen Auswirkungen auf den Berufsstand zu diskutieren. Insgesamt wurde analysiert, dass die letzten Jahre einen massiven Anstieg der strafrechtlichen Anzeigen gegen Ärzte gebracht haben. Die Experten beobachten dabei ein nie zuvor gesehenes Anzeigeverhalten, um Schadenersatzforderungen durchzusetzen. Klagen sind inzwischen ständiges Berufsrisiko. Betroffen sind zunehmend nicht nur freiberuflich tätige Ärzte, sondern besonders auch Spitalsärzte. „Strafrecht ist die neue Haftpflicht“, so Mag. Marcel Mittendorfer, Obmann der ARGE MED. Obwohl zum allergrößten Teil sehr ordentlich gearbeitet würde und erfolgreiche Klagen wegen Kunstfehlern selten sind, ergibt sich daraus für Ärzte noch kein 100 %-iger Schutz vor Patientenklagen. Aufgrund der neuen Anzeigepraxis sei neben der gesetzlich vorgeschriebenen Arzthaftpflichtversicherung ein spezieller beruflicher Strafrechtsschutz für Ärzte und Zahnärzte unverzichtbar, so die Experten. Denn die Kosten von strafrechtlichen Ermittlungen können rasch unangenehme bis untragbare Dimensionen annehmen. Zudem ist auch die rasche und professionelle Reaktionsmöglichkeit durch spezialisierte Anwälte – bis hin zur Medienarbeit und Aktivmaßnahmen gegen verleumderische Aussagen und Postings – entscheidend, um einer medialen „Vorverurteilung“ vorzubeugen. „Wir raten Ärzten oder Zahnärzten dringend neben der Haftpflicht- auch zu einer Strafrechtsschutzversicherung, weil Anzeigen ebenso wie Klagen inzwischen typisches Berufsrisiko sind“, so Mittendorfer. Für die ARGE MED-Spezialisten gehören daher Absicherungen im Haftpflichtbereich bis zu zehn Millionen Euro inzwischen zum Standard. „Wir raten dringend, sich als Arzt gegen diese Berufsrisiken gut abzusichern. Die Kosten sind in Europa einzigartig niedrig. Ein potenziell existenzielles Risiko selbst zu tragen ist wirtschaftlich nicht vernünftig.“ Neu ist auch, dass es gelungen ist, ehrenamtliche 42 risControl 03/16

ärztliche und zahnärztliche Tätigkeiten prämienfrei mit zu versichern. Eine solche Regelung ist am Markt einzigartig – „Vereinzelt haben Anbieter im Vorjahr eine Erweiterung ‚nur für die Flüchtlingsarbeit‘ propagiert, was aber an der viel breiteren Realität ärztlicher Ehrenamtlichkeit vorbeigeht. Ich bin froh, dass wir hier eine Komplettregelung für alle in Österreich ausgeübten ehrenamtlichen ärztlichen Tätigkeiten verwirklichen konnten“, so Mittendorfer abschließend. Gefährliche Situation für angestellte Ärzte Angestellte Ärzte wiegen sich oft in trügerischer Sicherheit, dass ihr Dienstgeber im Schadenfall immer für sie einstehen würde. Das ist aufgrund des Dienstnehmer-Haftpflichtgesetzes (DHG) schon bei Geldforderungen in dieser Form nicht richtig. Für Spitalsärzte ist zudem eine strafrechtliche Absicherung allenfalls sogar wichtiger als der eigene Haftpflichtschutz, da die strafrechtliche Haftung immer persönlich wirkt. Dass eigene Strafverteidigungskosten vom Arbeitgeber übernommen würden, entspricht in keiner Weise der beobachteten Praxis. Aber auch der klassische Haftpflichtschutz gegen finanzielle Schadenersatzforderungen von Patienten sollte nicht vernachlässigt werden, auch wenn hier ein gewisser Schutz durch das Krankenhaus als Arbeitgeber besteht. Die Schadenssummen können inzwischen enorme Höhen erreichen

und der Krankenhausträger ist in diesem Zusammenhang kein natürlicher Verbündete, sondern in manchen Situationen oft sogar ein zweiter Gegner. So errechnet sich die bisher höchste gegen einen rein angestellt tätigen Arzt gerichtete Haftpflichtforderung (angestellter Anästhesist) auf eine Schadenssumme von inzwischen fast acht Millionen Euro. Das Verfahren läuft noch. Für die ARGE MED-Spezialisten gehören daher Absicherungen im Haftpflichtbereich bis zu zehn Millionen Euro inzwischen zum Standard. „Wir raten dringend, sich als Arzt gegen diese Berufsrisiken gut abzusichern. Die Kosten sind in Europa einzigartig niedrig. Ein potenziell existenzielles Risiko selbst zu tragen ist wirtschaftlich nicht vernünftig.“ Strafrechtsnovelle für Ärzte Von der per 1.1.2016 in Kraft getretenen Strafrechtsreform wurde in den Medien vor allem hinsichtlich der Neuerungen beim Untreue-Tatbestand berichtet. Überschattet von diesen Wirtschaftskriminalitäts-Themen wurde jedoch – kaum beachtet – auch das Strafrecht für Angehörige von medizinischen Berufen grundlegend erneuert. Die Strafrechtsnovelle brachte hier eine Erleichterung: leichte Fahrlässigkeit soll neu für Angehörige von Gesundheitsberufen – somit auch für Ärzte und Zahnärzte! – nicht mehr unter Strafandrohung stehen. Entsprechende Paragrafen wurden im Strafgesetzbuch geändert. Auf den § 84 StGB „Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen“ setzen die neuen Bestimmungen jedoch eine neue Betonung, was für Ärzte unangenehme Auswirkungen haben kann, da dieser Tatbestand bisher für sich praktisch nie verfolgt wurde. Da es sich dabei um einen schwerwiegenden „Verbrechens“Tatbestand handelt, trübt diese neue Betonung die insgesamt für den Ärzte-Berufsstand positive Gesetzesnovelle. Auswirkungen der Novelle Um die Auswirkungen der Strafrechtsnovelle für die Ärzte absehen zu können, muss eine Analyse der bisherigen strafrechtlichen Verfolgungs- und Anklagepraxis erfolgen. Hier


VERSICHERUNG hat die ARGE MED mit ihrer österreichweiten sachverständigen Tätigkeit einzigartiges Datenmaterial ausgewertet. Ergebnis: Das strafrechtliche Spitzenrisiko hinsichtlich einer Anklage liegt bei den Beihilfetatbeständen zum Selbstmord, sowie beim Kassenbetrug, jeweils mit einem Strafrahmen von mehr als 3 Jahren (Definition als „Verbrechen“). Hinsichtlich „Gerechtigkeit“ wird diese neue Regelung wohl zweifelsohne in der Ärzteschaft als fairer wahrgenommen werden. Hinsichtlich der Anzeigehäufigkeit werden nach Einschätzung der Experten die Auswirkungen eher gering sein. Wenn bisher eine Anzeige wegen (leicht fahrlässiger) Körperverletzung zu Ermittlungshandlungen geführt hat, wird zukünftig voraussichtlich eben wegen grober Fahrlässigkeit angezeigt. Aus heutiger Sicht noch nicht absehbar ist die Handhabung durch die Krankenanstalten hinsichtlich Selbstanzeigen, so die Experten.

Aber auch hier wird aus betrieblicher Vorsicht wohl im Zweifel weiterhin eine Untersuchung durch die Behörden veranlasst werden, wenn es zum Beispiel zum Todesfall am Operationstisch („mors in tabula“) oder ähnlichen schweren klinischen Vorfällen kommt. Ehrenamtliche ärztliche Tätigkeiten prämienfrei versicherbar Der ARGE MED-Kongress sorgte aber auch für eine sehr positive Nachricht für die vielen Ärzte und Zahnärzte, die im ehrenamtlichen Einsatz stehen. Diese Tätigkeiten könnten mit einer neuen Sonderregelung, die die ARGE MED mit einem Versicherer erreichen konnte, ohne Prämie mitversichert werden. Eine solche Regelung ist am Markt einzigartig – „Vereinzelt haben Anbieter im Vorjahr eine Erweiterung ‚nur für die Flüchtlingsarbeit‘ propagiert, was aber an der viel breiteren Realität ärztlicher

Marcel Mittendorfer, Obmann der ARGE MED Ehrenamtlichkeit vorbeigeht. Ich bin froh, dass wir hier eine Komplettregelung für alle in Österreich ausgeübten ehrenamtlichen ärztlichen Tätigkeiten verwirklichen konnten“, so Mittendorfer abschließend.

Allianz Elementar Versicherungs-AG

Keine halben Sachen Auf Unternehmen warten unzählige juristische Fallstricke. Für Schäden, die anderen durch ihre betriebliche Tätigkeit entstehen, steht die Betriebshaftpflicht gerade. Komplett wird der Schutz aber erst mit der passenden Firmenrechtsschutzversicherung. Eine Betriebshaftpflichtversicherung sollte ein Muss für jedes Unternehmen sein, gesetzliche Vorgabe ist sie aber nur für wenige Berufsgruppen. Dabei birgt unternehmerische Tätigkeit unabhängig vom ausgeübten Gewerbe immer das Risiko, dass daraus anderen Schaden entsteht: vermuteter oder tatsächlicher. „Wenn ein Frisör beim Haareschneiden mit der Schere ins Ohrläppchen schneidet, ist das ein körperlicher Schmerz für seinen Kunden – und möglicherweise ein finanzieller für den Frisör“, erklärt Andreas Wolfertsberger, im Market Management der Allianz Leiter Kooperationen und Geschäftspartner: „Ohne Haftpflichtversicherung muss er dafür in die eigene Tasche greifen.“ Richtig ordentlich Sofern er eine Betriebshaftpflichtversicherung hat, übernimmt diese bei solchen Per-

sonen- oder Sachschäden privatrechtlichen Inhalts die Abwehr von ungerechtfertigten Schadenersatzansprüchen und zahlt für gerechtfertigte: bei der Allianz steht dafür eine Pauschal-Versicherungssumme von bis zu sechs Millionen Euro zur Verfügung, wobei pro Versicherungsjahr sogar Leistungen bis zum dreifachen Wert gedeckt sind. Auch ist je nach Bedarf eine Erweiterung auf Umweltsachschäden möglich und lässt sich durch Zusatzdeckungen das Leistungsspektrum individuell abstimmen. Die Praxis zeigt aber auch, dass die Anzahl an Strafverfahren in den letzten Jahren massiv steigt. Und der Grat zwischen Zivil- und Strafrecht ist für Unternehmen ein sehr schmaler. Im privatrechtlichen Bereich mag das typisch österreichische Sprichwort „Mir werd’n kan Richter brauchen“ noch durchgehen, weil da auch außergerichtliche Lösungen möglich sind. Daneben gibt es im Strafgesetzbuch

aber auch eine lange Liste an Fahrlässigkeitsdelikten – und bei Übertretungen in diesem Bereich oder im Verwaltungsrecht müssen Staatsanwälte oder andere Behörde ein Verfahren einleiten. Gericht ist Pflicht „Dann steht der Unternehmer jedenfalls vor dem Kadi“, weiß Wolfertsberger, „und so sehr Unternehmer Experten in ihrem Geschäftsfeld sind – die Verteidigung in Strafsachen oder Abwehr in Verwaltungsdelikten gehört da im Regelfall nicht dazu.Die Durchsetzung eigener Rechtsansprüche ebensowenig.“ Rechtsstreitigkeiten dauern meist lange und sind oft diffizil, was alleine schon die Prozesskosten schwer kalkulierbar macht. Hinzu kommt, dass bei einem verlorenen Prozess auch die Kosten der Gegenseite zu bezahlen sind – und selbst den Prozess zu gewinnen, hilft nicht die Kosten zu reduzieren, wenn der Gegner kein Geld hat. „Ist es ein Strafprozess, muss auch im Fall eines Freispruchs der größte Teil der eigenen Rechtsanwaltskosten selbst getragen werden“, so Wolfertsberger, „oder eben von der Firmenrechtsschutzversicherung.“ risControl 03/16 43


INTERVIEW

Verwalten Sie noch oder beraten Sie schon? Unter dem Motto „Smart Arbeiten- verwalten Sie noch oder beraten Sie schon“ laden CCA und TOGETHER alle Kunden und Interessenten ein, sich über die Vorteile der elektronischen Geschäftsfallabwicklung beim ÖVM-Forum in Linz persönlich beraten zu lassen. Smart Verwalten

Transparenz und Sicherheit in Bezug auf Haftungsthematiken.

Mit TOGETHER ist die Verwaltung einfach smart. Alle Bestandsdaten der Partnerversicherungen sind automatisch am aktuellsten Stand und immer und überall verfügbar. OMDS Daten anderer Versicherungen können einfach hochgeladen werden und stehen ebenso für alle Funktionen zur Verfügung – neu ist, dass 100 Verträge pro Leistungsstufe 3 zusätzlich inkludiert sind. Damit ist ein kostengünstiger Einstieg in den elektronischen Bestand ohne die Anschaffung einer teuren technischen Infrastruktur oder technischem Wissen in kürzester Zeit möglich.

Smart Abwickeln Die Lösungen von CCA und TOGETHER ermöglichen schon heute Geschäftsfälle hoch standardisiert abzuwickeln. Sichtschnittstellen bieten schnellen Zugang zu Informationen direkt im System der Partner, Abwicklungsschnittstellen eine beidseitige Kommunikation und Synchronisation der Daten. Daten müssen nur einmal eingegeben werden und können aufgrund der zahlreichen Automatismen immer wieder übernommen werden.

Mit TOGETHER ist die vollelektronische Abwicklung, von der Berechnung 13. April 2016: Crêpes Stand im Eingangsbereich individueller Offerte 14. April 2016: Messestand Nr. 22 über die elektronische Antragsübermittlung direkt an die Partnerversicherung mit teilweisen SofortMit den zahlreichen Auswertungsmöglichkeiten bei CCA und schutz bis hin zur online Schadensabwicklung inkl. unbegrenzter TOGETHER ist der voller Überblick über den eigenen Bestand Historisierung in einer gesicherten, österreichischen Cloud bereits garantiert. Von einfachen Geburtstagsberichten über Provisionsbe- heute gelebte Realität. rechnungen bis hin zu Prognosen über PrämienentwicklunCCA und CCA Online unterstützen zusätzlich bei der täglichen gen ist alles möglich. In TOGETHER gibt Arbeit im Büro und im Außendienst, angefangen von der Termines vordefinierte Berichte für den Einstieg, koordination über die Vorbereitung auf das Kundengespräch bis in CCA lassen sich Berichte vollständig hin zur Schadenschnellerfassung und administrativen Nachbenach den Wünschen und Bedürfnissen reitung. Die einzelnen Funktionen werden nicht nur automades Kunden definieren. Die automatisch miteinander synchronisiert, sondern ermöglichen auch tisch eingebauten Historisierungsfunkein paralleles Arbeiten und die Weitergabe von Aufgaben. tionen bieten zusätzlich hohe CCA bietet zusätzlich das gesamte Spektrum an Lösungen für das papierlose Büro, vom Anlegen und Bearbeiten individueller Kunden über die elektronische Signatur von Beratungsprotokollen bis hin zu individuellen Verknüpfungen von Bestandsdaten ist alles dabei.

So finden Sie uns beim ÖVM Forum Linz:

Smart Arbeiten Durch die elektronische Verwaltung und Abwicklung werden die täglichen Abläufe im Büro optimiert. Die automatische Historisierung und die zahlreichen Automatismen sparen Zeit und reduzieren Haftungsrisiken. Damit bleibt wieder mehr Zeit für das Wesentliche: die Beratung der Kunden.

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GOOGLE SUCHE Teil des Oberflächenweb, das von Google in seine Suchergebnisse einbezogen wird.

OBERFLÄCHENWEB

Ungefähr 4% -16 % des Oberflächenweb sind von Google für Suchen indiziert.

Suchmaschinenergebnisse, Facebook, Amazon, eBay, etc.

DEEP WEB Verlassene Seiten, durch Bezahlsysteme geschützte Seiten, Datenbanken von Unternehmen, etc. Die Datenmende des Deep Web ist etwa 400 bis 550 Mal größer als die des Oberflächenweb.

DARK NET Erreichbar über entsprechende Online-Verzeichnisse oder versteckte Suchseiten. Die illegalen Aktivitäten des Internets sind hier zu Hause.

DIE DUNKLE SEITE DES INTERNET


KOLUMNE Vor etwa fünfzig Jahren wurden die technischen Grundlagen für eine Datenvernetzung geschaffen. Heute ist das Netz (Internet) ein sich ständig ausbreitender, uferloser Datenkosmos. Doch der virtuelle Raum ist nicht nur eine Chance. Schätzungen zufolge werden weltweit jede Sekunde 18 Menschen Opfer von Internetbetrügern. Es kann jeden treffen. Natürlich sind in erster Linie Unternehmen das Ziel von Cyberangriffen. Doch durch die zunehmende Vernetzung privater Haushalte steigt auch hier das Risiko eines Hackerangriffes. Wenn die Heizung über WLAN gesteuert wird, könnte es geschehen, dass der Ofen erlischt ohne dass man es will. Auch Angriffe auf Smartphones nehmen deutlich zu. Abtauchen ins Dark-Net Im vergangenen Jahr wurde jeder 22. Österreicher von einem Onlinebanking-Trojaner attackiert. Eine von 140 E-Mails enthält Schadcodes. Und jede Sekunde werden 26 neue Schadcodes in Umlauf gebracht. Tausendfach werden Surfer täglich im Internet über wundervolle Millionengewinne informiert. Man braucht nur die Adresse anklicken um Millionär zu sein. Nur Amateure begehen heute noch Banküberfälle Die Spezialisten für Sicherheitssoftware wissen noch viel mehr Schauergeschichten. So flog im Spätsommer vorigen Jahres der bisher größte Datendiebstahl im Netz auf: Russische Hacker knackten 1,2 Milliarden Passwörter. Und da wir alle mehr oder weniger intensiv im Netz surfen, sind wir ständiger Bedrohung ausgesetzt. Wir alle nutzen Internet-Suchmaschinen. Aber selbst das große Google sucht nur an der Oberfläche des Datenozeans. Wer in die Tiefen des Netzes abtaucht, sich auf die „dunkle Seite“ des Internets begibt, für den steigt das Risiko.

Angriffe auf Smartphones nehmen deutlich zu, auch die Nachrichtenapp Whatsapp kann Malware übertragen. gebenen“ findet man die einzelnen Inhalte. Und dorthin gelangen die Suchabfragen nicht. Jeder der im Internet surft war schon – zumindest unbewusst – im Dark-Net, denn auch Daten aus Firmennetzwerken zählen dazu. Selbst wenn tausende andere Seiten auf die versteckten Inhalte verlinken, tauchen sie nicht im Suchergebnis auf. Insider behaupten, dass das Dark-Net mindestens 500 Mal so groß sei wie das sichtbare Netz. Genaue, nachvollziehbare Angaben gibt es nicht, denn im Dark-Net gibt es keine zentrale Anlaufstelle. Auch Behörden, Organisationen und Versicherungen verbergen ihre Datenbestände. Das Pentagon natürlich auch. Jedem Serverbetreiber ist es möglich, seine Inhalte bewusst unauffindbar zu machen. So kann man Webcrawlern den Zutritt verwehren und seine Seite verbergen. TOR - The Onion Router Eines ist sicher: Im Dark-Net gibt es nichts, was es nicht gibt. Praktisch alles ist verfügbar. Egal ob legal oder illegal. Und natürlich wollen dort nicht nur neugierige User hin. Und wie kommt man in das höllenheiße, dunkle Reich? Einfach mit dem „the onion router“, abgekürzt TOR. Eine Software, die schnell im Netz zu finden und leicht zu installieren ist. Damit ist Surfen oder Kommunikation möglich, die nicht zurückverfolgt werden kann. Durch mehrstufiger Verschlüsselungstechnik und ständig wechselnder Server bleibt der Surfer unerkannt. Zumindest bis jetzt. Inzwischen sind Verfolgungsbehörden soweit technisch aufgerüstet, dass absolute Anonymität

Im vergangenen Jahr wurde jeder 22. Österreicher von einem Onlinebanking-Trojaner attackiert. Die im Dunkeln sieht man nicht Die dunkle Seite des Internet beginnt dort, wo Suchmaschinen nicht hinkommen. Aus zwei Gründen: Erstens Google und Co durchsuchen nur die Oberfläche des Netzes und zweitens Suchergebnisse basieren auf so genannten Links. Warum das so ist? Einfach: Einem analog gedruckten Museumskatalog ähnlich sind in der Inhaltsangabe nur die Kapitelüberschriften zu lesen, sprich für die Suchmaschine gibt es nur eine einzige ansprechbare Adresse. Erst auf den weiteren „Katalo-

Tor ("The Onion Router") ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten. risControl 03/16 47


KOLUMNE nicht mehr garantiert werden kann. Dem FBI ist es gelungen ein Pädophilen-Netzwerk zu infiltrieren. Und noch etwas muss in Kauf genommen werden: Über TOR ist die Surferei lähmend langsam. Zuerst sollte man die Linkliste „The Hidden Wild" aufsuchen. Man erhält einen gewissen Überblick was es im dunklen Reich so alles gibt. Allerdings sind viele Links „tot“. Und allzu viel sollte man sich auch nicht erhoffen. Denn viele die im Dark-Net aktiv sind wechseln, aus einleuchtenden Gründen, öfters ihre IP-Adresse. (IP-Adresse: eine einmalige, einem bestimmten Gerät zugewiesene Adresse die auf dem Internetprotokoll basiert). Immerhin, es gibt Suchmaschinen die für TOR optimiert sind und damit kommt man an Anbieter die Waren und Dienstleistungen „aller Art“ offerieren.

man den Anbieter? Entweder man meldet sich im Tor-Netz bei einer chiffrierten Mailbox an und erhält eine kodierte E-Mail-Adresse des Anbieters. Oder man verschlüsselt seine E-Mails selbst. Die gängigste Software dafür heißt „Pretty Good Privacy". Und sollte man einmal Hilfe brauchen: Seit einigen Jahren gibt es im Bundeskriminalamt die Abteilung „Cyber Crime Competence Center". Wenn wer helfen kann, dann sicher die dort tätigen Spezialisten. Zusammenfassend ist zu sagen: Das Darknet, auch Hidden Services oder Deepweb genannt, ist der Sammelbegriff für verschiedene anonyme Netzwerke. Im Gegensatz zum normalen Internet gibt es keine zentralen Server zum Datenabruf. Das Darknet entsteht durch den Zusammenschluss vieler Privat-PCs, die untereinander verschlüsselt Daten austauschen. Jeder vernetzte PC kann Daten abrufen, bereitstellen, weiterleiten. Wer sich auf das verlockende Angebot einlässt, riskiert hohe Geldstrafen – und verseucht seinen PC möglicherweise mit Schadsoftware. Smartphones im Visier Verseuchen kann man sich auch sein Handy – pardon: Smartphone. Speichern die doch sensibelsten Daten. Bevorzugtes Ziel: Kontonummern oder Passwörter, die für Hacker mehr oder weniger leicht auslesbar sind. Auch die Möglichkeit Überweisungen durchzuführen, ist für Intruders (Eindringling) verlockend. Inzwischen werden weltweit 31 Prozent der Internetaufrufe über Smartphones realisiert.

Nach Bezahlung einfach Foto und die Unterschrift schicken, schon bekommt man den Pass mit gewünschtem Namen. Alles ist möglich Im „Alles-ist-möglich“-Reich bekommt man (fast) alles. Sie wollen einen britischen Pass? Den Namen kann man sich aussuchen. Nach Bezahlung einfach ein Foto schicken und die Unterschrift. Der Pass kommt dann per Post. Kaufen kann man auch gehackte PayPal-Konten. Wozu? Der Nutzen wird wohl eher im dunklen Bereich liegen. Aber auch eine Walther PPK – sie wissen ja: „Mein Name ist Bond, James Bond“, ist zu haben. Um lockere 650 Euro samt Munition. Innerhalb Europas wird „free shipping“ geliefert. Und zwar, wie erklärt wird, jedes Teil einzeln. „Selbstverständlich“ (unter Anführungszeichen gesetzt) wird jede Art von Suchtgift angeboten. Von E wie Ecstasy bis S wie Speed. Alles in allem, selbst die finstersten Phantasien können ausgelebt werden. Man bietet alles an und noch ein bisschen mehr. Rent-a-Terrorist, wenn man ein unliebsames Individuum loswerden will. Oder billiger, ein Hacker stellt ihrem Lieblingsfeind ein Kinderpornobild auf sein Portal. Allerdings braucht es einige Erfahrung, um jene dunklen Ecken zu finden. Auch Geld kann man „kaufen“. In Form von Prepaid-Karten mit aufgeladenem Guthaben oder echte Kreditkarten samt PIN-Code. Warum Lee Roy Brown, (you know: the baddest man in the whole damn town), das Geld nicht selbst abhebt? Man sollte nicht in jede Falle tappen. Gier macht bekanntlich blind. Vorletzte Frage: Wie kontaktiert 48 risControl 03/16

Letzte Frage: Wie steht es mit der Bezahlung: da gibt es nur eine Währung: Bitcoin. Auch hier kann der Zahlungsvorgang nicht nachverfolgt werden. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Wikipedia erklärt: Bitcoin ist ein 2009 von privater Hand eingeführtes länderübergreifendes Zahlungssystem in Form von virtuellem Geld, bei dem kryptographische Techniken eingesetzt werden (Kryptowährung). Die Übertragung der Beträge erfolgt direkt von Teilnehmer zu Teilnehmer (Peer-to-Peer). Dadurch werden die beim herkömmlichen Bankverkehr üblichen Zwischenschritte und auch Finanzbehörden umgangen.

Die Walther PPK, wie sie schon James Bond benutzte, für 650 Euro mit kostenloser Zustellung.


KOLUMNE Der Begriff Bitcoin ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern Bit und Coin (dt.: Münze). Bitcoins waren 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden Österreich ist noch ein Bitcoin Entwicklungsland. Shops, die die Digitalwährung akzeptieren, sind rar. Wer Bitcoins ausprobieren will, der kann sich in ausgewählten Trafiken Bitcoin-Bons kaufen. Diese funktionieren ähnlich wie Ladebons für Wertkartenhandys und können online eingelöst werden. Alles, aber auch wirklich alles kann man darüber im Internet nachlesen. Das Suchwort „Bitcoin“ bringt 104.000.000 Ergebnisse (in 0,35 Sekunden). Das steht vielleicht nicht dort: Wo Geld ist, sind auch Kriminelle nicht weit. Zuletzt, natürlich kann man sich gegen die Risken des Cyber-Crime auch absichern. Auch in Österreich werden Unternehmen von Hackern ins Visier genommen. Datenklau ist längst kein seltenes Delikt mehr. Angriffe kommen oft aus dem Darknet. Und was viele Entrepreneurs nicht wissen: Die Geschäftsführung haftet: Voll, ganz und persönlich. Beim Absichern dieses Risikos kommt es entscheidend auf das Wording an. Das heißt: Was ist nicht versichert, was wird nicht bezahlt. Welche Risken sind ausgeschlossen. Bis zu welcher Höhe übernimmt der Versicherer das Risiko und welchen Schutz gibt es bei Ansprüchen seitens Dritter. Um nur einige Überschriften aufzuzählen. Dieses Risiko ist wahrhaft nicht geeignet um auf die Schnelle im Internet

Bei Bitcoins kann der Zahlungsvorgang nicht nachverfolgt werden. die „günstigste“ Versicherung zu finden. Abgesehen davon, dass nicht alle Versicherer diese Art von Versicherungsschutz anbieten. Für dieses Risiko bleibt den Betroffenen, allermeist Unternehmen, nur ein Ansprechpartner: Ein Versicherungsmakler.

Quellenhinweis: Wikipedia: Chronologie des Internets. Darknet for dummies, The Darknet-Spy, Emedia: was Google nicht sieht. Die Gefahr lauert im Geheimen, Spy app hacked, You Tube: Einblick ins Darknet. Digital Spy. U.v.a.

ERGO Service-Line Makler- und Agenturvertrieb Die Mitarbeiter des ERGO VertriebsService stehen Ihnen in der Zeit von Montag bis Mittwoch Donnerstag Freitag

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für Fragen bzw. Ihre Unterstützung gerne zur Verfügung: • Fachliche Auskünfte und Beratung zu den angebotenen Produkten • Unterstützung im Portal und bei Offerten • Informationen zu Schadenfällen • Anfragen zu bestehenden Verträgen • Durchführung von Änderungen, wie z. B. Adresse und Zahlungsweise • Anforderung von Grünen Karten, Versicherungsbestätigungen, etc. Schadenmeldungen übermitteln Sie bitte an: schaden.office@ergo-versicherung.at Anträge übermitteln Sie bitte an: antraege@ergo-versicherung.at

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INTERVIEW

Langjähriger Versicherungsmakler wächst weiter Neue Standorte – bewährte Qualität. Die EFM Versicherungsmakler, mit über 50 Standorten die Nr. 1 in Österreich, wachsen weiterhin rasant. Anton Hofstetter, erfolgreicher EFM Versicherungsmakler mit Standort Hollabrunn, wird zukünftig auch Kunden in Hainburg und Muckendorf betreuen. Diese weiteren Standorte haben sich durch die Zusammenarbeit mit den Versicherungsmaklern Erwin Schmid und Hermann Grüssinger ergeben und sprechen für die Qualität von Anton Hofstetter. Herr Hofstetter, Sie sind bereits seit über 20 Jahren selbstständiger Versicherungsmakler. Nun kommen zu Ihrem Hauptstandort in Hollabrunn noch zwei weitere Standorte hinzu. Wie kam es zu diesem Schritt? Ich freue mich sehr über die weiteren Standorte. Das oberste Ziel dieser Zusammenarbeit ist die langfristige und optimale Betreuung der Kunden. Dieser Schritt soll genau das sicherstellen, damit sämtliche Kunden über einen langen Zeitraum einen Ansprechpartner für Ihre Versicherungen haben. Was bedeutet der Zusammenschluss für Ihre Kunden? Durch die zusätzlichen Standorte, gilt es natürlich auch wesentlich mehr Kunden zu betreuen. Das wäre als normaler Versicherungsmakler kaum möglich. Mit der EFM habe ich nun seit 2015 einen starken und erfolgreichen Partner im Rücken. Optimierte Abläufe und umfangreiche Unterstützung sorgen dafür, dass ich mich wieder vermehrt auf den wesentlichsten Teil meiner Arbeit konzentrieren kann: Der beste Versicherungsschutz zum besten Preis für meine Kunden. Sie haben den Anschluss an die EFM angesprochen. Was hat sich für Sie selbst geändert? Abgesehen davon, dass ich wieder mehr Zeit für Beratungsgespräche habe, ist es uns möglich viele Vorteile anzubieten, die ein Einzelmakler nicht gewährleisten kann. Dazu zählen ein optimal auf den Kunden 50 risControl 03/16

zugeschnittenes Versicherungskonzept, jährliche Kontrolle und Anpassung des Versicherungsschutzes und ein Klientenanwalt im Falle von Versicherungsstreitigkeiten. Über 20 Jahre als selbstständiger Versicherungsmakler sind eine lange Zeit, was haben Sie davor gemacht? Von 1988 bis 1995 war ich als Außendienstmitarbeiter bei einer österreichischen Versicherung tätig. 1994 absolvierte ich die Ausbildung zum Versicherungsmakler, weil es für mich nach einigen Jahren im Außendienst ein großer Wunsch war, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Abschließend: Welchen Tipp können Sie Ihren Branchenkollegen im Außendienst geben? Da ich selbst ja einige Jahre im Außendienst tätig war, kenne ich die Situation sehr gut. Ich kann jedem nur empfehlen, auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Ab einer gewissen Bestandsgröße macht der Schritt in die Selbstständigkeit auf jeden Fall Sinn und sollte unbedingt in Betracht gezogen werden. Mit der richtigen Unterstützung ist der Schritt auch nicht so schwierig, wie man glaubt! Danke für das nette Gespräch.


WAS DIE BRANCHE BEWEGT

Der 14. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler

Fachgruppe der Wiener Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten

risControl


EDITORIAL

BEWEGT Egal ob geistige oder körperliche Beweglichkeit – der Mensch befasst sich seit jeher damit, wie er sein Ziel schnell und sicher erreichen kann. Sei es die zunehmende Digitalisierung oder die andauernden Flüchtlingsströme – kaum etwas beschäftigt die Österreicherinnen und Österreicher im Moment mehr, als das Thema Mobilität. Doch betrachten wir mobile Veränderung als Fluch oder Segen? Darüber machten sich rund 450 Gäste beim 14. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler im Palais Ferstel Gedanken.

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR: 780165221 Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteurin; Christian Proyer; Isabella Schachinger; CAS-Design, Layout Titelbild: Alan Piper. Weitere Bilder: Christian Proyer, CAS-Design, Alex Felten Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß

02 risControl Sonderausgabe Maklertag

dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2016 / (ca)


INTERVIEW

BEWEGEND Ein kurzes Interview mit KR Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann Wien, über den 14. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler. Wie lautet Ihr Resümee über den Informationstag? KR Helmut Mojescick: Brigitte Kreuzer und das Team des PR Ausschusses haben in Zusammenarbeit mit den Agenturen „redenswert“ und „Silberball“ ein sensationelles Programm auf die Beine gestellt. Mir persönlich haben beide Vortragende sehr gut gefallen und der Show Act hat zum Thema gepasst. Wir sind sehr erfreut über das rege Interesse an unserer Veranstaltung. Auch die Aktion mit den gebrandeten Smarts erfreut sich großer Beliebtheit.

INHALT 02 | Bewegt 03 | Bewegend 04 | Was haben Sie schon bewegt in Ihrem Leben – und was möchten Sie noch gerne bewegen? 12 | Bewegung

Nach dem Informationstag ist vor dem Informationstag, wann beginnen die Arbeiten an der nächsten Veranstaltung? Mojescick: Die Arbeit für den nächsten Informationstag hat bereits begonnen. Der Maklertag ist ein Ganzjahresprojekt und nur durch unzählige Arbeitsstunden vieler Personen realisierbar. Auch die Versicherungswirtschaft leistet einen Beitrag, ohne den ein Maklertag in dieser Form nicht möglich wäre. Hiermit möchte ich mich auf diesem Wege auch bei unseren Sponsoren, den Agenturen, dem PR- Ausschuss und vor allem bei Brigitte Kreuzer bedanken.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit bei Andrea Braunsdorfer, MAS, Agentur redenswert e.U., der Fachgruppe der Wiener Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten und Silberball Wien

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STATEMENTS

WAS HABEN SIE SCHON BEWEGT IN IHREM LEBEN – UND WAS MÖCHTEN SIE NOCH GERNE BEWEGEN?

Ob man beruflich oder in der Standesvertretung etwas bewegt oder bewegt hat, sollten die Partner, Kollegen, Mitarbeiter und Freunde bewerten. In der Freizeit lege ich pro Jahr 300 km schwimmend, 1000 km laufend und 3000 km mit dem Fahrrad zurück. Dazu kommen 35.000 km mit dem Auto. Bewegung ohne Ende. 4 Wochen meines Jahresurlaubes verwende ich um Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen das Skifahren beizubringen, und die Freude an der Bewegung in der Natur zu vermitteln. Für die geistige Bewegung sorgt der Beruf, die Tätigkeit in der Standesvertretung und das Lesen von mindestens einem Buch pro Monat (darf auch ein Roman sein). Für die Zukunft nehme ich mir das Erlernen einer Fremdsprache vor. KR Helmut Mojescick | Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler

Was ist Bewegung für mich: Das Wort selbst gibt schon die Antwort – wir müssen in Bewegung bleiben, wie heißt es doch so schön: WER RASTET DER ROSTET. Für mich persönlich muss immer Bewegung sein – im Beruf muss ich mich weiterbewegen innovativ sein, neue Geschäftsfelder erkennen, mich neu orientieren – sonst steht das Unternehmen still und der Erfolg bleibt aus. Für mich persönlich ist Sport ganz wichtig – ich muss mich bewegen, um fit zu bleiben. Beim Sport kann ich meinen Stress abbauen und so finde ich einen Ausgleich. Gleiches gilt für die geistige Beweglichkeit – Interesse an Neuem, Kultur, Politik etc. erweitert den Horizont und hält mich wach und geistig fit. Damit ich auch weiterhin fit bleibe - dazu trägt nun hoffe ich auch zum Teil mein Enkelsohn bei! Brigitte Kreuzer | Fachgruppenobmann-Stv. der Wiener Versicherungsmakler

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STATEMENTS Panta rhei - Die Beschäftigung mit dem Fluss des Lebens ist philosophisch gesehen eine unerschöpfliche und facettenreiche Fragestellung, die die Menschheit seit Beginn ihrer Bewusstseinsexistenz bewegt. Eigene Wahrnehmung von Bewegung mit den uns gegebenen Sinnen erfüllt uns mit Freude und Glück. Die Idee unseres Wissenschaftspreises für Themen, die den Versicherungsmakler bewegen, in die Tat umzusetzen und seit 2003 bis heute in Bewegung zu halten, ist eine Erfolgsgeschichte, die zu Beginn noch keineswegs absehbar war. Mit jedem erfolgreich veranstaltetem Maklertag und jeder überreichter Hammurabi Statue wurde die dafür aufgewendete Energie, Mitarbeit und Freude am Weiterentwickeln größer, sodass ich davon überzeugt bin – frei nach dem physikalischen Gesetz der Energieerhaltung – dass der Stein im Rollen gehalten werden wird. Für mich persönlich ist Bewegung beruflich, aber auch sportlich, ein Grundbestandteil meines Lebens und machen die vielen kleinen Schritte die großen Ziele erst möglich. In diesem Sinne gilt es, die Entwicklung des Versicherungsmaklerberufes dem Wesen nach weiter zu entwickeln und auszubauen! Wilhelm Hemerka | Fachgruppenobmann Stellvertreter Wien

Ich bin Unternehmer. Zusammen mit meinen Mitarbeitern habe ich das große Glück, Ideen umzusetzen, Projekte zu realisieren und Werte zu schaffen. Ein Unternehmen zu leiten, Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden zu tragen, ist tagtäglich eine Herausforderung, der ich mich mit Freude stelle. Denn nur dadurch kann ein Unternehmen sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Aus dieser Erfahrung heraus will ich auch für den Wirtschaftsstandort Wien wirken. Ich will Hürden abbauen und ein Ermöglicher für Neues sein. Es sind die über 130.000 Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer, die Wachstum schaffen, Lehrlinge ausbilden und Arbeitsplätze und Wohlstand sichern – nicht die Politiker. Ich will ein Wien, das Motor für Unternehmertum und Mittelstand wird. Ich will, dass Wien zu alter Stärke zurückfindet und ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist. Das ist meine Herausforderung, denn nur dadurch bleibt Wien, was es ist- eine erfolgreiche, lebenswerte Stadt! DI Walter Ruck | Präsident der Wirtschaftskammer Wien

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STATEMENTS Meine bisherigen Funktionen haben mir auch in der Vergangenheit schon viele Möglichkeiten geboten, etwas zu bewegen: Bedarfsgerechte, innovative Produktentwicklungen, die Implementierung neuer Vertriebswege, effiziente Geschäftsprozesse und verbesserte Services haben dazu beigetragen, dass die Wiener Städtische als einer der führenden Versicherer am österreichischen Markt erfolgreich ist. Ich freue mich, als Vertriebsvorstand weiterhin zur Erfolgsgeschichte der Wiener Städtischen beitragen zu dürfen, deshalb aus meiner Sicht ganz wichtig: Ständiges Hinterfragen und Hineinhören in den Markt, Trends erkennen, evaluieren und zügig Entscheidungen treffen, unsere Serviceleistungen für Kunden und Partner laufend überprüfen und optimieren, dynamisch, flexibel und vor allem schnell auf Markt- und Kundenbedürfnisse reagieren – kurz, geistig und körperlich immer in Bewegung bleiben und offen für Neues sein! Mag. Hermann Fried | Vertriebsvorstand der WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance Group

Um Dinge zu bewegen, braucht es die Tatkraft von vielen. Deshalb möchte ich die Frage auch nicht auf mich beziehen, sondern auf unser gesamtes Unternehmen und unsere Vertriebspartner. Mir geht es auch nicht um die Vergangenheit, sondern darum, was wir in Zukunft gemeinsam bewegen möchten. Und damit meine ich die NÜRNBERGER als Produktgeber und die Versicherungsmakler in der Kundenberatung und -betreuung. Wenn wir uns die gesellschaftlichen und demografischen Entwicklungen in Österreich ansehen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Sozial- und Pensionssystem, so haben wir in Zukunft einiges zu tun. Berater müssen aktiv auf ihre Kunden zugehen und ihnen aufzeigen, welche finanziellen Lücken sich im Falle einer Pension, Berufsunfähigkeit oder Pflege auf tun. Und wir als Produktgeber müssen geeignete Versicherungslösungen anbieten, um diese Lücken zu schließen. Versicherungsmaklern, die sich als Pensions- und Risikoexperten positionieren und für die Absicherung des Lebensstandards ihrer Kunden sorgen, bringt dies enorme Chancen. Auf diese Zeit und die gemeinsamen Herausforderungen freuen wir uns. Kurt Molterer | Vorsitzender des Vorstandes der NÜRNBERGER Versicherung AG

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STATEMENTS „Bewegung“ hat für mich immer eine wichtige Rolle gespielt und diese Dynamik wird mich auch weiterhin begleiten. Bereits 1987 bewegte sich mein Leben von meinem Heimatland Kosovo in die Schweiz, wo ich als 14-Jährige begann, meine Ziele zu verfolgen. Ich lernte eine völlig neue Sprache und Kultur und legte den Grundstein für eine erfolgreiche Integration. Die Erlangung der zweiten Staatsbürgerschaft, mein Studienabschluss an der Universität Bern, meine Heirat und die Geburten zweier wunderbarer Töchter waren Ereignisse, in denen ich Bewegende und Bewegte war. Mit dem Ziel neues Wissen anzueignen und einen Beitrag zur Forschung zu leisten, zog ich 2005 mit meiner Familie nach Österreich, wo ich in Krems eine dritte Heimat fand. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Donau-Universität Krems bewältigte ich berufsbegleitend ein postgraduales Masterstudium und das Doktorat für Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Mir macht es Freude, meine Kinder zur Kreativität und zu solider Bildung anzuregen und Studierenden sowie Fortbildungsinteressierten in Universitätslehrgängen und fachlichen Plattformen meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu vermitteln und so auch in Zukunft einen Beitrag zu einer offenen Gesellschaft mit universellen menschenwürdigen Grundwerten zu leisten. Dr. Arlinda Berisha, LL.M. | Hammurabi-Preisträgerin 2016

Neben unzählig schönen privaten Erlebnissen durfte ich auch in meinem Berufsleben schon sehr viel bewegen. Als Vertriebschef der Generali habe ich mit meiner Mannschaft eine Vertriebsorganisation aufgebaut, die durch ihre hohe Kompetenz am österreichischen Markt anerkannt ist. Wir stellen unseren Partnern im Maklerbereich den besten Service, kompetitive Produkte und kundenorientierte Lösungen zur Verfügung, was schon durch viele in der Vergangenheit gewonnene Awards honoriert wurde. Dies macht mich sehr stolz. Die rasch voranschreitende Digitalisierung führt zu einer großen Nachfrage nach smarten Produkten. Nur eine zeitnahe Umsetzung aller technischen Möglichkeiten sichert uns langfristig den Zugang zu allen Kundenschichten. Dieser Herausforderung, Partner und Kunden gleichermaßen an die Generali zu binden, stelle ich mich gerne und möchte dabei noch sehr Vieles bewegen. Die alte Weisheit: „Wer nichts verändert, wird auch das verlieren, was er bewahren will“, hat auch in der Versicherungswirtschaft ihre Richtigkeit.“ Arno Schuchter | Vorstand für Vertrieb und Marketing der Generali Versicherung AG

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STATEMENTS Die meisten unserer Äußerungen und Handlungen führen Bewegungen herbei. Gute Kommunikation bewegt mein Gegenüber und lässt auch mich nicht unbewegt. Auswirkungen lassen sich vielleicht nicht sofort feststellen – oft liegt gerade in der langsamen Verbreitung die Kraft einer Veränderung. So haben wir über Jahre hindurch die österreichische Gesetzeslage zu Finanzdienstleistungen verbessern können. Wir haben Verstöße gegen das KSchG und die einschlägigen Verbraucherschutznormen konsequent verfolgt, aber auch bei den Unternehmen und BranchenvertreterInnen versucht, Verständnis für die Position der KonsumentInnen zu finden. Die Etablierung der Verbraucherund Finanzbildung an den Schulen scheint mir gemeinsam mit der Marktbeobachtung für die Zukunft das vorrangigste „Bewegungsthema“ zu sein. Hier ständig am Ball zu bleiben und die heiß begehrte Zielgruppe der Lehrkräfte zu überzeugen, braucht viel Bewegungsenergie. Gleichzeitig ist es ein äußerst spannendes Aufgabenfeld, weil nichts wichtiger ist als die Jugend auf die gesellschaftlichen Herausforderungen vorzubereiten. Dr. Beate Blaschek | Leiterin Abt. Finanzdienstleistung und Verbraucherbildung/Sektion Konsumentenschutz im Sozialministerium

Ein Wissenschaftler wird an seinen Publikationen gemessen. Mit über 300 wissenschaftlichen Aufsätzen und einigen Büchern sind wohl so etwa 10.000 Seiten in meinem Leben zusammengekommen. Das entspricht auch der jährlichen Zahl an Kilometern, die ich auf meinem Rennrad zurücklege. Als Mitglied von Rotary Cycling to Serve verbinde ich Rennradfahren mit wohltätigen Zwecken und mein größtes Projekt dabei ist das RACE ACROSS AMERICA 2016 im 4-er Team. Wir nehmen am härtesten Radrennen der Welt mit einer Länge von 4.800 Kilometern und 52.000 Höhenmetern teil, von Oceanside (CA) nach Annapolis quer durch ganz Amerika, um Spendengelder für die Rotary END POLIO Mission zu sammeln. Unser Ziel ist es, 10 MILLIONEN Dollar an Spenden zur Ausrottung der Kinderlähmung zusammen zu bringen. Mit 10 Millionen USD können 20 Millionen Kinder geimpft werden! Jede Spende zählt doppelt, da jeder Euro den wir sammeln, von der Belinda and Bill Gates Stiftung verdoppelt wird! Prof. Dr. Kurt Matzler | Referent beim Maklertag 2016

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STATEMENTS

Ich antworte hier ganz aktuell aus beruflicher Sicht. Wir sind bei der DONAU Versicherung mitten in einem Neupositionierungsprozess. Das bedeutet automatisch viel in Bewegung zu setzen und vor allem die Mannschaft für diese Veränderungen zu gewinnen. Dafür haben wir in den letzten Monaten im Vorstand und mit dem Führungsteam viel Vor- und Projektarbeit geleistet. Durch Aufzeigen positiver Perspektiven und notwendiger Orientierung an die künftigen Anforderungen unserer Kunden. Und es ist uns gelungen, innerhalb unseres Unternehmens viel zu bewegen. Ich bemerke eine sehr positive Energie unter den Mitarbeitern und eine spürbare Dynamik uns zukunftsfit zu machen. Davon sollen auch unsere Kunden und Partner merkbar profitieren. Für mich gilt daher in nächster Zeit, weiter für Bewegung und eine erfolgreiche Realisierung dieser Neupositionierung zu sorgen. Dafür meinen Beitrag zu leisten, motiviert mich zusätzlich enorm. Mag. Harald Riener | Vorstandsmitglied DONAU Versicherung AG

Es sind natürlich viele Schritte im Leben, die im Gedächtnis bleiben und wo man im Nachhinein sagen kann, dass man etwas bewegt hat. Wichtig war für mich Ende der Neunziger Jahre der Abschluss des Controller Diploms am Controller Institut, wo ich mir die neben meiner Vertriebserfahrung noch fehlende Zahlenaffinität angeeignet habe, welche ich fast täglich brauche. Danach bleibt mir der Aufbau des Maklervertriebes beim Vorunternehmen in Erinnerung, wo wir ein Team aufgebaut haben und innerhalb von 5 Jahren zum Performanceindikator am Markt wurden. In dieser Zeit liegt auch meine Hochzeit und die Gründung meiner Familie mit mittlererweile 3 Kindern und die Errichtung unseres Hauses. Im Jahr 2000 habe ich auch begonnen, Autorennen zu bestreiten, zuerst österreichische Tourenwagenmeisterschaft und dann Rallycross bis zur Europameisterschaft, 3 Vizestaatsmeistertitel, zuletzt 2014, und ein neunter Platz in der Europameisterschaft machen mir nicht nur große Freude, sondern sind auch der perfekte Ausgleich und Ergänzung zu der anspruchsvollen Aufgabe eines Managers und Familienvaters. Die letzten zwei Jahre waren geprägt von der Zusammenführung Basler und Helvetia, einem Riesenprojekt mit unzähligen Detailschritten welches langsam in die Zielgerade geht. Ich hatte viele schöne und positive Erlebnisse in dieser Zeit mit unseren bisherigen und den neuen Kolleginnen und Kollegen und bin in den letzten zwei Jahren 100.000 km in Österreich unterwegs gewesen. Heute bewegt mich die Tatsache, dass wir 4 Vertriebswege mit klarer Marktpositionierung aufgestellt haben, die alle positiv performen und die Marke Helvetia insbesondere über ein hochwertiges Sportsponsoring sehr gut positionieren. Werner Panhauser | Mitglied des Vorstandes der Helvetia Versicherungen AG

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STATEMENTS Ich habe meiner Seele Platz gemacht. Wissen ist Macht, Wissen gilt als fix, wie ein Fixzinssatz. Also Wissen erwerben, Haus, Auto, Boot kaufen und Glück genießen, oder? Wozu flexibel bzw. mobil bleiben? Mobil bleiben um sich anpassen zu können, um nicht zu verlieren. Geistig und körperlich mobil. Mobil ja, nicht auf der Hut, das ist wichtig! Wissen als Macht? Die Wissenschaft ist frei! Frei zur Verfügung und frei für jedermann. Frei sein im Sinne von gelassen und den anderen lassen können. Nicht wie ein Hund einem Knochen hinterher jagen und diesen dann vergraben müssen. Gelassenheit - für Körper und Geist. Die Seele strebt nach Sinn, nicht danach gemocht, bewundert oder respektiert zu werden. Mobilität im Denken und Bewegen gibt der Seele die Möglichkeit sich zu entfalten. Im Kampf gegen Angst vor Verlust, Armut, Scham oder Einsamkeit ist Gelassenheit viel Wert. Die größte Herausforderung liegt für mich darin, besonders dem Wissen und den sog. fixen Bestandteilen (wie z.B.: all das wovon Versicherungen leben...) des Lebens gelassen gegenüber zu stehen. Dr. Georg Fraberger | Psychologe und Erfolgsautor

Ich hab in meinem 51-jährigen Leben schon so einiges bewegt: ich habe einen Tennisverein zur Meisterschaft und einen Handball-Club nach vorne gebracht; ich bin 550 km am Jakobsweg gegangen und konnte dabei sehr wertvolle Erfahrungen für mich persönlich machen. Ich habe in meiner Laufbahn hunderte Mitarbeiter eingestellt und sie auf ihrem Karriereweg begleitet. Ich habe 7283 ;-) Golfbälle ins Wasser bewegt und – seit ich den Führerschein habe – 17 Autos über insgesamt rund 2,5 Millionen Straßenkilometer bewegt. Was ich noch bewegen möchte? Ich will meinem kleinen Enkelsohn (6 Monate alt) das Fahrradfahren beibringen, ihn durchs Leben begleiten, mit meinem Hund bei langen Spaziergängen viele Kilometer runterspulen. Ich möchte mein Mountain-eBike über die schönsten Routen bewegen, bis der Akku raucht. Und beruflich habe ich natürlich auch noch einiges vor, damit die Niederösterreichische Versicherung auch in 5, 10 oder 20 Jahren so wirtschaftlich gesund und erfolgreich ist wie heute! Mag. Bernhard Lackner | Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung AG

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STATEMENTS Mich beschäftigt schon seit geraumer Zeit ein eigentlich altes Phänomen, das unter dem Begriff Disruption (=erdrutschartige Umbrüche) immer öfter auftaucht und in meiner Wahrnehmung exponentiell an Bedeutung gewinnt. So wie ein Großteil der Menschen habe auch ich ein Problem mit Veränderungen in meinen täglichen Gewohnheiten. Da viele Branchen sich aktuell mit einer "Welle" konfrontiert sehen (laut unserer Spectra Umfrage von 2015 sind das mehr als 60% der österr. Unternehmen), wird sich zumindest unser Arbeitsalltag zum Teil massiv ändern. Es gibt Berufe, die davon weniger betroffen sind, etwa Psychotherapeuten, und andere die zum Teil sogar verschwinden werden (der Callcenter-Angestellte gehört z.B. laut Frey und Osborne zu der aussterbenden Art). Übrigens ist auch der Versicherungsmakler unter den gefährdeten Berufen. Natürlich können manche Entwicklungen und Möglichkeiten auch faszinieren: z.B. ein selbstfahrendes Auto, das zum Großteil von einem 3 D-Drucker produziert wird; Roboter, die selbstständig Aufgaben (als Butler) übernehmen können usw. Interessant finde ich auch, dass die beherrschenden Player der Branchen es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, den Umbruch mit zu gehen. Es waren immer neue Player, die dann tonangebend waren. In der Automobilindustrie kann man gerade die Versuche von BMW verfolgen, die aus der Vergangenheit zu lernen versuchen. Richtig spannend wird es aber erst, wenn Firmen wie Apple, Google in den AutoMarkt einsteigen werden. Auch die Kommunikationsbranche, in der ich arbeite, ist im Wandel und verlangt nach neuen Wegen. Ich freue mich darauf. Rupert Mühlfellner | Geschäftsführender Gesellschafter Silberball Wien und Silberball Netzwerk

„Bewegung bedeutet für mich Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Solange ich in Bewegung bleibe, sehe ich die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln und kann entsprechend handeln. Geistige Mobilität ist für mich daher besonders wichtig, denn man lernt nie aus. Aktives Lernen ist in einer Zeit des ständigen Wandels ein unternehmerischer, aber auch persönlicher Erfolgsfaktor. Bewegung heißt für mich aber auch loslassen. Egal ob beim Sport, beim Reisen oder beim Tanzen - wenn ich mich bewege fühle ich mich lebendig und lasse alle Sorgen hinter mir.“ Andrea Magdoin Braunsdorfer, MAS | redenswert e.U.

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VERANSTALTUNG

Tarek Leitner, Brigitte Kreuzer, Prof. Michael Theil, Lisa Viktoria Lanner, KR Helmut Mojescick, Dr. Arlinda Berisha, Hans Peer, Mag. Wilhelm Hemerka

BEWEGUNG „Für uns Versicherungsmakler ist Mobilität seit Jahren ein bewegendes Thema. Der digitale Wandel und die damit verbundene körperliche und geistige Beweglichkeit haben großen Einfluss auf unsere Branche. Das erkennen wir bereits deutlich in den Sparten Kfz, Vorsorge, Pflege oder Cyber Risk-Versicherung. Aber egal, wie bewegt die Zeiten sind, als persönlicher Berater stehen wir unseren Kundinnen und Kunden immer zur Seite und begleiten sie an ihr Ziel“, erklärt Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. In seinen Begrüßungsworten nahm er auf die bewegten Zeiten der Branche Bezug. Sowohl auf die noch ins nationale Recht umzusetzende IDD Richtlinie, als auch auf die allseits bekannten Aussagen des Arbeiterkammerpräsidenten Dr. Johann Kalliauer. Ein großes Anliegen ist ihm die weiterhin gute Zusammenarbeit aller Berufsstände bei der Umsetzung, ob Versicherungsmakler, Versicherungsagent oder Finanzdienstleister, denn Grabenkämpfe kurz vor der Umsetzung findet er nicht sinnvoll. FORTSETZUNG DER BEWEGUNG Fachgruppenobmann Gunther Riedlsperger: „Nur erfolgreiche Veranstaltungen finden eine Fortsetzung“. Im Mittelpunkt 12 risControl Sonderausgabe Maklertag

seiner Begrüßungsworte standen ebenfalls die bewegten Zeiten, Umsetzung der IDD ins nationale Recht, Beibehaltung der Vergütungsmodalitäten und dem Vertrauen als gewählte Standesvertreter den Mitgliedern gerecht zu werden. SICHTBARE BEWEGUNG Die Bewegung demonstrieren die Wiener Versicherungsmakler aber nicht nur beim Informationstag. Bei der Aktion „Vorsicht Versicherungsfalle“ im Rahmen der Universitätsmesse „UniLeben“ wurden Studierende anhand


VERANSTALTUNG

Gunther Riedlsperger

eines Glückrades über etwaige Tücken und über die komplexen Versicherungsangebote informiert. Bewegung haben Helmut Mojescick, Brigitte Kreuzer und Fritz Strobl ins Kinderkrankenhaus St. Anna gebracht, bei der Verteilung der Kinderbücher von Fritz Strobl. Die Charityaktion „Fritz Blitz für kranke Kids“ wurde beim 13. Maklertag ins Leben gerufen. Die Fernsehkameras fingen die Bewegungen von Harald Serafin, Ciro de Luca, Toni Mörwald und Manfred Ainedter für den Werbespot der Wiener Versicherungsmakler ein. Ganz im Zeichen Bewegung stellt die Fachgruppe ihren Mitgliedern zehn gebrandete Smarts (Autohaus Wiesenthal) kostenlos für ein Monat zur Verfügung. Auch die Wiener Bevölkerung wird bewegt, unter dem Motto „Ihr Versicherungsmakler – Begleiter in bewegten Zeiten“ wurden zwei Busse der Linie 13 A mit Werbung ausgestattet und für Bewegung Pur werden drei Fahrradtaxis, sogenannte „Faxi Taxi“ als Werbetestemonial eingesetzt. Beim Kreativwettbewerb „Liebesg`schichten und Versicherungssachen“ werden bewegte Bilder oder ein kreativer Text gekürt, die Wünsche

Dr. Georg Fraberger

an die Versicherungen darstellen. Bewegung ist aber nicht nur in der Versicherungsbranche von Nöten. Herausforderungen gibt es auch für beinahe alle Wirtschaftszweige im Bereich Industrie 4.0 oder Sharing Economy. BEWEGTE ZEITEN Der Trendforscher Univ.-Prof. Dr. Kurt Matzler widmete sich in seinem Vortrag daher der digitalen Transformation sowie den massiven Umbrüchen, die damit verbunden sind und zeigte auf, wie sich Unternehmen und die Gesellschaft auf diesen Wandel vorbereiten können. „Der digitale Wandel beeinflusst die Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizierten, produzieren und konsumieren. Nach einer Studie der Oxford Universität werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren etwa 50 Prozent der Berufe verschwinden. Als stark gefährdet gelten, neben Rechtsanwälten und Steuerberatern, auch Versicherungsmakler“, erläuterte Matzler. GEISTIGE BEWEGUNG Der Psychologe und Autor Dr. Georg Fraberger erzählte von jener Mobilität, die sich in unseren Köpfen abspielt, denn so sei man in der Lage, die körperliche Bewegung durch risControl Sonderausgabe Maklertag 13


VERANSTALTUNG

Willi Bors, Brigitte Ederer, CEO Dr. Matthias Effinger (alle ARAG Rechtsschutz) , Brigitte Kreuzer

Aktion Fritz Blitz für kranke Kids

Mag. Wilhelm Hemerka und einer der gebrandeten Smarts

geistige Mobilität zu kompensieren. Dabei spielt Motivation für ihn eine besondere Rolle, denn Bewegung ist, seiner Meinung nach, mit einem Zweck verbunden. „Ich habe zwar viel Freude am Fahren, aber es macht mir noch viel mehr Freude, wenn ich einen Grund habe, wohin zu fahren. Auch die Sprache sieht Fraberger, der ohne Arme und ohne Beine geboren wurde, als verlängerte Bewegung. „Mobil zu bleiben oder mobil zu denken, heißt auch, sich an der Sprache festzuhalten“, betonte Fraberger, für den geistig mobil zu sein bedeutet, dass Undenkbare denkbar zu machen und zu fühlen, was man denkt. BEWEGTE WISSENSCHAFT Bei der Hammurabi Preisverleihung standen heuer drei Damen am Podest. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Arlinda Berisha, Lisa Viktoria Lanner und Johanna Haas, BA wurden von der Jury ausgezeichnet. 14 risControl Sonderausgabe Maklertag

WIE EUROPÄISCH IST DER VERSICHERUNGSMARKT Die Dissertation von Dr. Arlinda Berisha beschäftigt sich mit der „Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit für Versicherungsunternehmen in der Lebens- und Nichtlebensversicherung im Europäischen Binnenmarkt“. Die Jury war von der Komplexität und Weitsicht der Dissertation angetan. Durch den Ausblick auf Solvency II als nächste Richtliniengeneration geht die Arbeit nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Zukunft ein. Dr. Berisha wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Sie hat in Bern Rechtswissenschaften studiert. Ihre postgradualen Studien in den Bereichen Europäisches Wirtschaftsrecht und Versicherungsrecht absolvierte sie in Krems und promovierte 2015 in Wien. Sie


VERANSTALTUNG

Univ.-Prof. Dr. Kurt Matzler

KR Helmut Mojescick

KR Ing. Josef Bitzinger

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrgangsleiterin am Department für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration an der Donau Universität Krems. HIER GEHT’S UM MILLIONEN Die Arbeit von Lisa Viktoria Lanner entstand bei ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Linz. Sie hat sich dem Phänomen der D & O Versicherung in Österreich und ihrer Bedeutung gewidmet. Die Jury war vor allem von der Aktualität des Themas angetan. Sie unterstützt die Forderung nach Anpassungen in der Rechtsordnung und würdigt das Aufwerfen kritischer Fragen, wie die Teilung der Verantwortung zwischen Unternehmen und Versicherer. Ihr Preisgeld betrug 1.000 Euro. FAKTOREN DIE BEEINFLUSSEN Johanna Haas, BA dritte im Bunde der Hammurabi Preisträgerinnen des heurigen Jahres, konnte sich ebenfalls über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit den Faktoren, die Kunden bei der Versicherungswahl beeinflussen. Sie kommt zum Ergebnis, dass das vertraute Umfeld, vor allem die Familie eine zentrale

Rolle spielt. Die Jury misst der Bedeutung des persönlichen Umfeldes bei der Entscheidung eines Versicherungsproduktes große Rolle zu. Denn dadurch wird die Rolle anderer Meinungsbildner, etwa Werbung und Vermittlerempfehlungen in Frage gestellt. Johanna Haas ist bei der Tiroler Versicherung tätig und hat berufsbegleitend „Wirtschaft & Management“ am Management Center Innsbruck studiert. risControl Sonderausgabe Maklertag 15


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Unter den Flügeln des Löwen.


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INTERVIEW

Smart, schnell und effizient Wir haben mit Vorstandsdirektor Dr. Peter Loisel und Joachim Klepp, Leiter Vertrieb Makler und Agenturen, über die strukturellen Veränderungen in der VAV Versicherung, den 10 jährigen Geburtstag von VAV PRO und über die digitalen Herausforderungen der Branche gesprochen.

Es hat heuer im Jänner personelle und strukturelle Änderungen bei der VAV gegeben. Was ist der Hintergrund dazu? Dr. Peter Loisel: Die Entscheidung, die Bereiche Produktmanagement Privatkunden, Marketing und Vertrieb in einem Ressort zu bündeln, untermauert unseren strategischen Anspruch auf Produktführerschaft. Wir setzen damit unsere Fachexpertise noch marktorientierter ein, beschleunigen die Produktentwicklung und werden somit entscheidende Wettbewerbsvorteile geneUnser Ziel ist keinesfalls, rieren. Mit der hohen alles billiger zu machen Verantwortung, die vielmehr wollen wir noch diese Struktur mit schneller und smarter sich bringt, werden werden. wir äußerst sorgsam umgehen. Unser Ziel ist keinesfalls, alles billiger zu machen - vielmehr wollen wir noch schneller und smarter werden. Mit Andreas Langenhan konnten wir einen ausgesprochen erfahrenen Kollegen für die Leitung der Produktentwicklung gewinnen und auch außerhalb meines Ressorts gab es personelle Veränderungen: Mag. Karin Strer hat die Verantwortung für den Bereich Schaden übernommen und eine neue Ära im Schadenmanagement eingeleitet. Transparenz wird dabei groß geschrieben – unser neues Schadentracking über VAV PRO ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Und auch was das Telefonservice betrifft, haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt.

Loisel: Nein. Dafür gibt es aber auch gar keinen Anlass. Denn das Feedback, das wir zu unserem Vergütungsmodell erhalten, ist ausgesprochen positiv. Im Kfz-Segment beispielsweise profitieren unsere Maklerpartner von bis zu 100% mehr Provision. Diese Bonus-Provision gilt für unsere TOPTYP-Modelle, wenn der Antrag elektronisch über VAVA PRO oder ein Vergleichsprogramm eingereicht wird. Und das ab dem ersten Vertrag und für die gesamte Laufzeit. Damit profitieren auch unsere Maklerpartner vom Erfolg unserer Segmentierungsstrategie. Gibt es schon Reaktionen vom Markt auf die Veränderungen? Loisel: Durchaus. Wir haben viel positives Feedback erhalten und setzen damit auf den Erfahrungen auf, die wir vor zwei Jahren

Joachim Klepp: Letztendlich alles Neuerungen, von denen unsere Vertriebspartner profitieren: Durch das Zusammenrücken von Vertrieb und Produktentwicklung können wir noch besser und schneller auf Entwicklungen des Markts reagieren und auch die Optimierung unserer Prozesse wird die Zusammenarbeit mit unseren Maklerpartnern auf ein neues Level heben. Ertrag vor Wachstum, wird sich beim Vergütungsmodell etwas ändern? risControl 03/16 53


INTERVIEW VAV PRO ist komplett überarbeitet worden. Was sind die Highlights und wie ist Ihre Meinung zur Digitalisierung im Markt?

gemacht haben. Damals haben wir die KeyAccount-Funktion etabliert, die uns einen gewaltigen Vorwärtssprung in der Betreuungsqualität brachte; und auch jetzt werden die Vorteile der neuen Struktur bald für alle greifbar sein. Klepp: Die Möglichkeiten zum persönlichen Austausch werden von unseren Vertriebspartnern besonders gut und gerne angenommen. Ein Beispiel dafür sind die Schaden-Sprechstunden, im Rahmen derer sich die Schadengruppenleiter der Die Möglichkeiten zum VAV vor Ort mit unpersönlichen Austausch seren Maklerpartnern werden von unseren austauschen. Das InVertriebspartnern besonders teresse daran war so gut und gerne angenommen. groß, dass daraus die Veranstaltungsreihe „Schaden als Chance“ entstand, mit der wir bereits vier Mal – auch mit externen Vortragenden – auf Tour waren. Welche Schwerpunkte verfolgen Sie heuer? Loisel: Wir fokussieren weiterhin auf unsere Kerngeschäftsfelder und setzen unsere Segmentierungsstrategie fort. Das Ziel ist, auch weiterhin überdurchschnittlich zu wachsen, die Profitabilität dabei aber nie aus den Augen zu verlieren. Klepp: Was unsere Produkte betrifft, haben wir unseren Anspruch auf Produktführerschaft in den Kfz-Sparten mit dem neuen Produkt gerade wieder untermauert. Im nächsten Monat folgt der Relaunch unseres Classic Produkts für Oldtimer, im Spätsommer stellen wir unsere neue Haushalt-Eigenheim-Versicherung vor. Auch im Firmenkundensegment wird es mit der neuen Gewerbeversicherung eine Produktinnovation geben. Und mit allen Produkten setzen wir natürlich gleich auf dem neuen VAV PRO auf. 54 risControl 03/16

Loisel: Unser Maklerportal feiert heuer mit über 3.000 Usern sein zehnjähriges Bestehen und wurde schon bisher hervorragend angenommen – wir erhalten bereits mehr als 70% aller Anträge über VAV PRO. Nach zehn Jahren war es aber dennoch notwendig, eine fundamentale Reform durchzuführen. Denn gerade im Bereich Digitalisierung muss man ständig nach Optimierungspotenzialen suchen. Das Feedback, das wir in den letzten Wochen von unseren Vertriebspartnern erhalten haben, ist ausgesprochen positiv. Was die Digitalisierungsbewegung am Markt betrifft, ist es erfreulich, dass hier nach fünf Jahren Stagnation eine Bewegung entstanden ist, die gemeinsam an einer Lösung arbeitet. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von unterschiedlichen Schnittstellen und abweichenden Prozessen braucht die Zusammenarbeit zwischen Versicherern und Vermittlern gemeinsame Normen und Standards. Genau hier setzt BiPRO an und es freut mich, dass dem mittlerweile viele Versicherer positiv gegenüber stehen. Ich sehe OMDS und BiPRO als sich gegenseitig ergänzend und ich bin sehr zuversichtlich, dass die Aktivitäten in einer Optimierung der Daten- und Prozessqualität resultieren werden. Klepp: Das neue VAV PRO vereint modernstes Design und eine vereinfachte Produktdarstellung mit einer optimierten Navigation. Ein individueller Schnelleinstieg auf der Startseite ermöglicht unseren Vertriebspartnern, das Portal bestmöglich an ihre jeweiligen Bedürfnisse anzupassen, die Verknüpfung von Kunden,- Angebots- und Antragsdaten garantiert höchste Usability. Ein besonderes Highlight ist natürlich das integrierte Schadentracking, das tagesaktuelle Informationen zum Stand der Schadenerledigung bietet. Auch bei der Vorstellung des neuen VAV PRO setzen wir Akzente: mit interaktiven Workshops in ganz Österreich gehen wir einen neuen Weg und freuen uns über das große Interesse, auf das wir mit unseren Einladungen gestoßen sind. Loisel: Noch einmal kurz zur Digitalisierung am Markt: Als Maklerversicherer ist es uns natürlich ein besonderes Anliegen, die Erfolgschancen dieses Vertriebskanals zu forcieren. BiPRO setzt genau hier an und schafft die Voraussetzungen, dass Makler in Zeiten der Digitalisierung mit ihrem Wissen und Know-how am Markt bestehen können. Gibt es genug Interesse seitens der Vermittler? Loisel: Absolut. Das Interesse ist groß – insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Vermittlerschaft sich in einem Generationenwechsel befindet. Weder Nachfolger noch Neueinsteiger wollen altmodischen Strukturen übernehmen, sondern erfolgreich in einer digitalisierten Welt arbeiten. Und wer fit für die Zukunft sein will, muss sich mit diesem Thema auch professionell auseinandersetzen. Wir danken für das Gespräch.


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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Ready for TAKE OFF Waren Sie schon bei der heurigen Flugshow der Wiener Städtischen Versicherung? Die Veranstaltungsreihe steht heuer ganz im Zeichen der neuen Dachmarke „360 Grad“, dem umfangreichen RundumSchutz für Klein und Mittelbetriebe, von der unverzichtbaren Berufsunfähigkeitsversicherung bis hin zur betrieblichen Altersvorsorge. Ein Produkt, um Unternehmen in allen Bereichen und für alle Risiken ausreichend und umfassend zu versichern. Vorstandsdirektor Mag. Fried: „Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, in schwierigen Zeiten Kunden gut und individuell zu beraten.“ Auch die Ergebnisse des letzten Jahres waren aus seiner Sicht sehr zufriedenstellend und in einigen Sparten konnte man Wachstum weit über dem Marktdurchschnitt verkünden. KR Gerhard Heine, Leiter des Partnervertriebes: „Das letzte Jahr war eines der besten für den Partnervertrieb bei der Wiener Städtischen Versicherung. Mit dem Produkt ‚360 Grad‘ wollen wir den Fokus weg vom Produkt hin zum Kunden legen.“ Um diesen Fokus auch nachhaltig zu unterstützen und der großen Nachfrage Rechnung zu tragen, gibt es zum bisherigen Partnercollege ein zusätzliches Angebot. Beim neuen Partnercollege expert werden komplexe Inhalte zu Themen wie Haftpflicht-, Gewerbeversicherung, betriebliche Altersvorsorge, fondsgebundene Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung vermittelt. Die Begrüßungs- und Einleitungsworte bei der Roadshow sind wie immer kurzgehalten, da es in erster Linie nicht um Schulung geht, sondern um Netzwerken, interessante Gäste und ausgezeichnete Verpflegung. Die heurigen Gäste verdienen sich den Titel „Show act“, denn Christopher Fälbl und Reinhard Novak bieten mit einem Auszug aus ihrem Kabarettprogramm „Helden für nix“ eine umfassende Übersicht, wie sich der Mensch „Mann“ von der Steinzeit bis in die Gegenwart entwickelt hat, oder eben doch nicht. Kein klassisches Kabarett, sondern eine turbulente Hochschaubahnfahrt mit einem auffrisierten Tretboot.

Ing. Mag. Herbert Orasche, g&o GmbH: "Wenn die Wiener Städtische Versicherung AG zu einem 'Höhenflug 2016' einlädt – wo doch bereits das Jahr 2015 hervorragend gelaufen ist, dann ist auch die g&o Gruppe gern mit an Board! Der 'Flug' war ausgesprochen stimmungsvoll und entspannt, Essen und Getränke vom Feinsten. Für Turbulenzen in der Magengegend sorgten nur Christoph Fälbl und Reinhard Nowak, die uns mit Ihrem Programm 'Helden für nix' pointiert und charmant den Spiegel vorgehalten und auf die mensch(männ)lichen Schwächen von der Entstehung der Menschheit bis heute hingewiesen haben. Vielen Dank für diese wahrlich gelungene Veranstaltung und auf einen neuerlichen Höhenflug 2016, an dem wir von der g&o Gruppe tatkräftig mitarbeiten werden!"

LINZ

ST. PÖLTEN

TRAUSDORF AN DER WULKA

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REISE

Zeitreise Zweiter Teil

von Doris Schachinger Nachdem Steak und alle anderen Leckerein die Mannschaft die nächsten zwei Tage noch beschäftigt hat schipperten wir Richtung Pula. Es war richtig heiß in diesem Sommer und da auch die Nächte sich nicht als erfrischend erwiesen, wurde das Deck in der Nacht fast schon ein bisschen eng für alle die dort nächtigen wollten. Aber bei sternenklarem Himmel und himmlischer Ruhe, nahezu mitten in der Adria, fand man auch bei noch so engem Raumangebot eine Schlafstelle. Interessant waren nur die Nächte, wo der Wind aufkam und das Schiff sich drehte, glaubte man kaum wie fast erwachsene Jugendliche erstaunt blicken können, wenn das Ufer am Morgen auf der anderen Seite des Schiffes ist. Von wir sind abgetrieben, bis auf – der Scherz ist aber nicht nötig – war alles drinnen. Ich liebe Kinder, habe ich das schon erwähnt? Der Weg nach Pula hatte so einige Überraschungen für uns parat. Kurz vor einer Mittagspause braute sich am Himmel 60 risControl 03/16


REISE ein Wolkenturm zusammen, unser Skipper meinte lapidar, jetzt wird’s schaukeln und so war es auch, eine klassische Bora und wir trafen auf einander. Die Eiswürfelmaschine beging mit einem Sturz über Bord Selbstmord, die Sesseln und der Tisch rangen um die letzten Plätze an der Reling und der mit an Bord befindliche Hund heulte sich die Seele aus dem Leib. Es dauerte in Erinnerung ewig bis wir die angestrebte Bucht erreichten. Und dort erlebten wir das, was das Segel- und Motorbootfahren so typisch macht, das miteinander und füreinander da sein, unabhängig von Nationalität oder Fahrkönnen. Wir schrammten vom weiten um die Ecke in den Hafen und trotz aller Bemühungen war der Anlegesteg fast nicht erreichbar, aber mit Hilfe der anderen Bootseigner oder Charterfamilien wurde auch diese Hürde überwunden. Angeleint und vertäut warteten wir den nicht bestellten rauen Seegang ab. Der Tag hatte aber auch etwas Gutes, die Kombüse blieb kalt, es war den meisten schlecht, nur einen hatten wir an Bord, der konnte immer essen, hier werden versprochener Weise keine Namen genannt. Ob raue See, schlaflose Nacht oder 42 Grad im Schatten, war völlig unerheblich für den jungen Hunger. Aber zurück zum Weg nach Pula, dort eingetroffen, legten wir inmitten großer luxuriöser Jachten an. Mit unserer doch sehr alten, aber völlig ausreichenden Charterdose lagen wir zwischen Jachten, wo schon die Tagesunterhaltskosten unsere Urlaubskasse sprengen würde. Aber auch noch so viel Geld schützt manchmal nicht vor Dummheit. Eine riesige Jacht weiß glänzend mit einem ausgesprochen hübschen, jungen Mann am Steuer kam mit rasanter Geschwindigkeit in die Hafenanlage. Alle unsere Damen saßen zufälliger Weise an Deck und genossen die Aussicht. Statt die Geschwindigkeit zu drosseln, lehnte der Jüngling sich lasziv an das Steuerrat und wollte, wahrscheinlich fuhr er auf der Straße einen Sportwagen, der solche Steuerbewegungen zulässt, mit einem eleganten Schwung in eine freie Anlegestelle „einparken“. Die Conclusio der schönen Dummheit, ein Schiff bleibt nicht auf Wunsch sofort stehen, driften geht auch nicht wirklich und er riss mit seinem Schiffsheck mindestens bei vier anderen Schiffen, die vordere Reling, bzw. was auch sonst noch im Weg war, ab. Da stürzte ein weniger schöner, aber dennoch viel älterer risControl 03/16 61


REISE Mann auf den Steuerstand und machte das Beste aus der Situation, er gab dem Jungen eine unheimlich laute Ohrfeige, nahm nachdem das Boot vertäut war eine große Geldbörse und ging von Schiff zu Schiff und bezahlte den entstandenen Schaden. Den jungen Mann sahen wir die paar Tage die wir dort lagen nicht mehr, wahrscheinlich hatte er Kabinenarrest. Der gebuchte Tauchlehrgang wartete schon auf die meisten unserer Passagiere. Für die anderen begann der wirkliche Urlaub, kein Zeitdruck, kein Kochen nur genießen und den anderen beim Schiffsschrubben und ähnlichem zuschauen. Die Abende waren besonders angenehm so lud doch die eine oder andere Hafenkneipe zum Verweilen einlud. Nachdem die Taucher ihre Prüfungen absolvierten und der Urlaub dem Ende zuging, steuerten wir Richtung Heimathafen. Ähnlich wie bei einem Leihauto muss man ein gechartertes Boot vollgetankt zurückbringen. Also anstellen bei der Tankstelle. Anstellen deswegen, da ein Boot einen viel größeren Tank hat als ein PKW und so mancher LKW und es nur eine Zapfsäule gab. Nach einer halben Ewigkeit waren wir an der Reihe und man sollte gar nicht glauben wie viel so ein Wasserfahrzeug schluckt. Kaum fertig, klingelte das Handy unseres Skippers. Da eigentlich alle wussten, dass wir auf Urlaub sind und man am Meer eher seltener Empfang hat, gab es eine kurze Schrecksekunde. Da musste zu Hause etwas passiert sein! Doch die Entwarnung folgte gleich: Die Kreditkartenfirma fragte nach, ob der Skipper noch im Besitz seiner Kreditkarte sei, denn es wurden soeben 800 Liter Diesel damit bezahlt. Ein an sich doch positiver Anruf, da man also doch nicht so leicht mit einer gestohlenen Kreditkarte einkaufen kann. Dann erfolgte unser letztes Anlegemanöver und wir gaben das Boot zurück. Aber die Heimreise war natürlich auch sehr spannend, denn die vielen Anlegemanöver in den kleinen und größeren Häfen hatten Spuren in Form von zahlreichen Souvenirs in unserem Reisegepäck hinterlassen. Doch die schönen Erinnerungen und Andenken machten die zusammengedrängte Rückfahrt mehr als wett. Alles in allem war es ein Urlaub, deren Geschichten sicherlich noch meine Enkelkinder erfreuen werden. 62 risControl 03/16


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SCHLUSSPUNKT

WAS FOLGT IM APRIL?

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger

Im Gespräch mit Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV Versicherung

Die nächsten Zwischenstopps bei der Roadshow der Wiener Städtischen Versicherung

Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherungund Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteurin; Christian Proyer; Isabella Schachinger; CAS-Design, Layout Titelbild: 123rf.de/massonforstock. Weitere Bilder: Ingo Folie, Claudia El-Morsi, Roberto Taddeo, Helge O. Sommer, Oskar Schmidt, Franz Pflügl, Hautzinger, S. Görner, Foto Fischler, fotoschuster. at, CAS-Design, Christian Proyer, Frank Schmidt, Bilderrausch, flickr/Awaya Legends, flickr/wasanderes, wired.com, Foto Wilke, Philipp Andre, Christian Husar, Andrey Popov, Peter Christian Mayr, BSc, flickr/ Jonybraker, flickr/Mikele67, flickr/Let Ideas Compete, flickr/Marko D, Armin Rodler, Jaime Silva, Toni Escuder, flickr/eltpics, Toni Escuder, flickr/Simon & Vicky. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen.

Vertriebsprofis kommen zu den Themen Zukunft, Vertrauen und Digitalisierung zu Wort

Im Gespräch mit KR Martin Kirchmayr, Gremialobmann Landesgremium d. Versicherungsagenten WK Oberösterreich

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2016 / (ca)

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