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risControl 02 2026

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risControl

Das Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Nr. 02 - 2026

Heft 554

47. Jahrgang

„Nähe ist unsere DNA – Digitalisierung unser Werkzeug“

Interview mit Generaldirektor

Stefan Jauk und Vertriebsvorstand

Stefan Wukovitsch, Niederösterreichische Versicherung

Von der „ILOVEYOU“-Naivität bis zur KI-Haftung 2026 von Doris Wrumen

„Lösungen entstehen am Markt, nicht am Reißbrett“

Interview mit René Unger, CEO Zurich Österreich

Servicefreundlichster Versicherer 2026

risControl startet wieder die Wahl zum „Servicefreundlichsten Versicherer“!

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner meine-weiterbildung starten wir die größte Umfrage der Branche, in der ermittelt wird, wie zufrieden Sie als Vertriebspartner mit den Leistungen und der Zusammenarbeit mit den Versicherern sind.

Deshalb bitten wir Sie, sich 5 Minuten Zeit zu nehmen und an unserer Umfrage auf meine-weiterbildung.at/feedback/versicherer-2026 teilzunehmen.

Hiergeht'sdirekt zurUmfrage!

Das fröhliche Lachen

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein neues Jahr startet – und ganz ehrlich: Die Herausforderungen sind oft nicht viel weniger als im letzten Jahr. Manchmal fühlt es sich ein bisschen an wie im berühmten Hamsterrad, das einfach nicht stehen bleiben will.

Aber: Auch fordernde Zeiten haben etwas Gutes. Wir nehmen sie zum Anlass, noch besser zu werden. Damit wir Ihnen heuer noch mehr Infos, Einblicke und Neuerungen liefern können, haben wir unser Redaktionsteam aufgestockt. Mehr dazu dann in der nächsten Ausgabe.

In der Februar-Ausgabe geht’s thematisch einmal quer durchs Feld: vom IT-Vorfall bis zum KI-Haftungsthema, von einem Rückblick über die vergangenen Jahrzehnte bis zur aktuellen Rechtsprechung.

Außerdem startet wieder unsere jährliche Umfrage zum „Servicefreundlichsten Versicherer“. Gemeinsam mit „meine-weiterbildung.at“ können Sie bis Ende April Ihre Meinung abgeben – wir freuen uns, wenn Sie mitmachen.

Ich wünsche Ihnen mit dieser Ausgabe viel Lesevergnügen.

Und weil ein bisschen Heiterkeit gerade auch guttut, noch eine kleine Szene aus einer Bahnfahrt – ei-

ner eher langen – nach Salzburg: Eine Mama sitzt mit ihrem kleinen Kind eine Reihe hinter uns. Sie beschäftigt ihre Tochter ganz liebevoll: vorlesen, spielen, „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst“… alles dabei. Und irgendwie hören ringsherum alle gern mit, weil die Stimmung einfach nett ist.

Dann sagt die Kleine: „Mama, ich möchte dir einen Witz erzählen.“ Natürlich sind plötzlich alle gespannt.

Und jetzt kommt das Beste: Schon bei den ersten Worten fängt sie so herzlich zu lachen an, dass es gefühlt 20 Minuten dauert, bis man zwischen dem Kichern überhaupt ein paar Wörter versteht. Den größten Spaß hat ganz klar die Witzeerzählerin selbst.

Und der Witz war dann dieser:

„In einer Dachrinne sitzen ein Apfel und ein Gummiringerl. Da fragt das Gummiringerl: Was meinst, soll ich dir eine schnalzen?“

Wahrscheinlich einer der kürzesten – und ehrlich gesagt auch nicht der lustigste – Witze, den ich je gehört habe. Aber jedes Mal, wenn ich ihn lese oder daran denke, höre ich dieses leichte, fröhliche, richtig ansteckende Lachen von dem kleinen Mädchen wieder im Kopf.

Wir sollten einfach öfters lachen.

Ihre Doris Wrumen

Österreich Aktivitäten – MRH Trowe

Marketing und Produkte – InterRisk

Geschäftsführung – Allianz Partners Führungsduo – Wiener Verein Führungsteam – Aon Österreich

Ausbau der Führungsebene – Deloitte Österreich

Historischer Wechsel an der Spitze –Versicherungsmakler Fachgruppe

Vorsitzender – European CFO Forum Kontinuität im Vorstand – MuKi V.a.G. Jahresauftakt – faircheck

Country Head – wefox Austria Geschäftsführung – Swiss Life Select Österreich

Auf die Kufen, fertig… los! – Merkur Versicherung

Präsidentin – Wirtschaftskammer Österreich

Verstärkung im Führungsteam

Interview

„Lösungen entstehen am Markt, nicht am Reißbrett“ – René Unger, CEO Zurich Österreich

„Nähe ist unsere DNA – Digitalisierung unser Werkzeug“ – Generaldirektor

Stefan Jauk und Vertriebsvorstand Stefan Wukovitsch, Niederösterreichische Versicherung

Revolution des Makler Business – Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR Gmb

Von der „ILOVEYOU“-Naivität bis zur KIHaftung 2026 – von Doris Wrumen Cyber-Risiken im digitalen Zeitalter – von Nikolaus Kittinger, Head of Specialty Sales bei Aon Austria Haftungs-Folgen der neuen EU-Vorgabe, KI als Produkt – von Rechtsanwalt Mag. Stephan Novotny Droht ein KI-Aktiencrash? – von Michael Kordovsky Täuschend echte Kunst – von Mag. Christian

Markt

Ziel statt Versprechen – Corum – von Mag.

Christian Sec

Starke zweite Säule gefordert – Valida

Vorsorgemanagement

Großes Silbernes Ehrenzeichen – GRAWE

Neuer Schutz gegen die „BesitzstörungsFalle“ – ARAG

Vorsorgestudie – Wiener Städtische Versicherung

Nachhaltigkeitsstrategie und Klimaziele –

UNIQA

CEOs: Stimmung, Innovationen und Investitionen – PwC

Inkasso bleibt Herausorderung – ACREDIA

Versicherung

Frisches Kapital – Stoïk

Neue Ablebensversicherung – Wiener

Städtische

Exklusives Hybridmodell und 1-MinutenModellrechner für Versicherungsvermittler – APK Versicherung AG

Scoring – InterRisk

Starkes Geschäftsjahr – VBV-Betriebliche

Altersvorsorge AG

Veranlagungsjahr – BONUS Pensionskassen

Aktiengesellschaft

Ausbau des Werkstattnetzes – MO‘ Drive

Serviceangebot erweitert –

Niederösterreichische Versicherung

Kriegsrisikoschutz gestärkt – KNIAZHA

Vienna Insurance Group

Assistance-Leistungen ausgebaut – Vienna Insurance Group

Geldwäsche: Latenter Risikofaktor Kunde –von Andreas Dolezal

Österreich Aktivitäten

MRH Trowe

Das unabhängige Makler- und Beratungshaus MRH Trowe stärkt seine Aktivitäten in Österreich und treibt den strategischen Ausbau des Geschäftsmodells im Markt weiter voran. Zum Jahresbeginn hat René Besenbäck (38) die Rolle des CEO Österreich übernommen. In dieser Funktion wird er Wachstumschancen und Expansionspotenziale in der Region identifizieren und gezielt nutzen.

Marketing und Produkte

InterRisk

Theodor Waber wurde zum 1. Januar 2026 zum neuen Leiter Marketing und Produkte der InterRisk Versicherungen in Wiesbaden bestellt. Vorgänger Fabian Fischer wechselte zum Tierversicherer Panda, bei dem er die Funktion des Geschäftsführers wahrnimmt. Die InterRisk ist Risikoträger der Panda Tierversicherung.

Theodor Waber war viele Jahre als selbständiger Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt strategische und ope-

Geschäftsführung

Allianz Partners

Maik Keppel hat mit 1. Jänner die Geschäftsleitung bei Allianz Partners Österreich übernommen.

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in den unterschiedlichsten Führungspositionen innerhalb des Allianz Konzerns, zuletzt im Vertriebsseg-

Mit René Besenbäck gewinnt MRH Trowe einen ausgewiesenen Branchenexperten mit langjähriger Erfahrung im österreichischen Versicherungsmarkt. Zuletzt war Besenbäck als Country Head und Managing Director bei wefox Österreich tätig. Zuvor prägte er über fast ein Jahrzehnt verschiedene Führungsfunktionen bei Aon in Wien, zuletzt als Managing Director Specialty & Sales. „In seiner Funktion treibt René Besenbäck den Ausbau des Österreich-Geschäfts voran und gestaltet die Weiterentwicklung der Marktpräsenz aktiv mit. Ziel ist es, die Position von MRH Trowe als unabhängiger, kundenorientierter Indus-

rative Unterstützung von Versicherungsunternehmen in Marketing und Vertrieb tätig. Er bringt fundierte Expertise in Produktmanagement, Vertriebsunterstützung und Marketing aus Versicherungsunternehmen wie Süddeutsche Krankenversicherung, HDI, Generali und Volksfürsorge ein. Dr. Florian Sallmann, Vorstandsvorsitzender, freut sich über die perfekte Neubesetzung: „Mit Theodor Waber haben wir einen ausgewiesenen Fachmann für die Führung des für unser Haus so wichtigen Bereichs Marketing und Produkte gewinnen können. Seine auf die Assekuranz zugeschnittenen Fachkenntnisse und seine langjährigen Erfahrungen werden zu einer

ment, bringt Keppel eine Fülle an Fachwissen, eine ausgewiesene Erfolgsbilanz und eine klare Vision mit, um das Unternehmen weiter auf Erfolgskurs zu navigieren. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte gemeinsam mit meinem Team unser Geschäft in den Bereichen Mobilität, Reise, Gesundheit sowie Haus & Wohnen ausbauen”, so Keppel.

trieversicherungsmakler im österreichischen Markt nachhaltig zu stärken“, so Lars Mesterheide, Vorstandsmitglied der MRH Trowe Holding AG.

noch höheren Professionalisierung des Bereichs führen und unseren unternehmerischen Erfolg beflügeln. Wir wünschen Theo viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe.“

Maik Keppel
Theodor Waber
René Besenbäck

Führungsduo

Wiener Verein

Annemarie Ulbing hat mit 1. Jänner 2026 die Geschäftsführungsfunktion des Wiener Vereins übernommen, sie folgt damit Gerhard Leitner nach, der in den wohlverdienten Ruhestand geht. Gemeinsam mit Gregor Frühwirth bildet sie das neue Führungsduo.

Annemarie Ulbing startete ihre Karriere 1993 in der damaligen Metropolitan Datenservice GmbH für die DONAU Versicherung und übernahm

Führungsteam

Aon Österreich

Aon Austria verstärkt sein Führungsteam in Vorarlberg. Philipp Nemec

Ausbau der Führungsebene

Deloitte Österreich

Deloitte Österreich hat mit Jahresbeginn 2026 seine Führungsebene erweitert und drei neue Partner im Bereich

im Jahr 2000 die Leitung der DONAU-Betriebsorganisation. Nach ihrer Karenz trat die gebürtige Steirerin 2003 in die Experta Schadensregulierungs GmbH ein, wo sie 2004 die Geschäftsführung übernahm. Von 2009 bis 2025 leitete sie das ServiceCenter Schaden/ Unfall der Wiener Städtischen mit rund 250 Mitarbeitern.

„Ich kenne Annemarie Ulbing seit vielen Jahren als versierte Managerin und konsequente Teamplayerin. Umso mehr freut es mich, dass sie ihre Fach- und Führungskompetenz nun in der Geschäftsführung des Wiener Ver-

wurde zum Regional Manager in Vorarlberg bestellt. In seiner neuen Führungsrolle wird sich Philipp Nemec insbesondere auf den Ausbau der regionalen Marktpräsenz, die Stärkung bestehender Kundenbeziehungen sowie die Weiterentwicklung maßgeschneiderter Risiko- und Versicherungslösungen für Unterneh-

Audit & Assurance ernannt: Tina Altmann, Stephan Heschl und Matthew Rossetti.

Altmann arbeitet seit 2007 bei Deloitte und ist vor allem für Leasingkunden eine wichtige Ansprechpartnerin. In ihrer neuen Rolle übernimmt sie zusätzlich mehr Verantwortung für Prüfungen außerhalb dieses Schwerpunkts. Heschl ist seit 18 Jahren Teil von Deloitte und auf den Finanzsektor spe-

eins einbringt“, so Ralph Müller, Generaldirektor der Wiener Städtischen.

men in Vorarlberg konzentrieren. Vor seinem Wechsel zu Aon Austria war er als stellvertretender Landesdirektor für Firmenkunden der Unicredit Bank Austria in Vorarlberg tätig. Zuvor sammelte er internationale Erfahrung in der strategischen Beratung und Betreuung globaler Großkunden im weltweiten Netzwerk von UniCredit.

zialisiert. Als Partner kümmert er sich verstärkt um die Betreuung von Banken in den Regionen und setzt auf den Einsatz moderner Technologien in der Abschlussprüfung.

Rossetti ist seit zehn Jahren bei Deloitte Österreich tätig und auf internationale Konzernprüfungen spezialisiert. Der gebürtige Kanadier stärkt als Partner die internationale Zusammenarbeit und erweitert das Leistungsangebot des Unternehmens.

Annemarie Ulbing
Matthew Rossetti
Tina Altmann
Stephan Heschl

Historischer Wechsel

an der Spitze

Versicherungsmakler

Fachgruppe

Burgenland

Ein historischer Wechsel an der Spitze der burgenländischen Versicherungswirtschaft: Seit dem 1. Jänner 2026 steht mit Katharina Freingruber, LL.B., erstmals eine Frau als Fachgruppenobfrau an der Spitze der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten in der Wirtschaftskammer Burgenland.

Der Wechsel markiert eine Zäsur für die rund 140 Mitgliedsbetriebe im sonnigsten Bundesland Österreichs.

Vorsitzender

European CFO Forum

Cristiano Borean, Chief Financial Officer (CFO) der Generali Group, übernimmt den Vorsitz des European Insurance CFO Forums. Das Gremium gilt als eine der einflussreichsten Diskussionsgruppen der europäischen Versicherungslandschaft und setzt sich aus den Finanzvorständen der größten Versicherungsgesellschaften Europas zusammen.

Das im Jahr 2002 gegründete CFO Forum fungiert als zentrale Instanz für

Kontinuität im Vorstand

MuKi V.a.G.

Der Aufsichtsrat des muki Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit hat

Freingruber folgt auf Helmut Bauer, der die Fachgruppe jahrelang geprägt hat. Mit der Inhaberin und Geschäftsführerin der Credo Versicherungsmakler GmbH aus Pinkafeld übernimmt eine erfahrene Expertin das Ruder, die in der Branche bestens vernetzt ist.

Ein starkes Signal für die Branche

Dass erstmals eine Frau diese Position bekleidet, wird innerhalb der gesetzlichen Interessenvertretung als wichtiges Signal gewertet. Freingruber selbst setzt sich bereits seit Jahren intensiv für die Sichtbarkeit von Frauen in der Versicherungswelt ein. Als Leiterin des Arbeitskreises „Women Wanted“ im Fachverband engagiert sie sich dafür, Barrieren abzubauen und junge Talente für den

den Austausch zu finanzstrategischen Themen. Die Mitglieder repräsentieren einen signifikanten Teil des europäischen Marktes. Das Hauptziel der Gruppe ist die Vertretung der Brancheninteressen gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Aufsichtsbehörden.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Gestaltung und Weiterentwicklung der Finanz-, Aufsichts- und Nachhaltigkeitsregulierung (z. B. Solvency II oder CSRD-Berichterstattungen). Das Forum spielt eine entscheidende Rolle im Dialog mit internationalen Standardsetzern, um sicherzustellen, dass regulatorische Rah-

die Mandate des Vorstandsvorsitzenden Thomas Ackerl und des Vorstandsdirektors Dipl.-Math. Christian Clauß um weitere fünf Jahre verlängert, die damit das Unternehmen bis 2030 führen werden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hubert Heissl würdigte die bisherigen Erfolge der Vorstände Thomas Ackerl und Christian Clauß. Er betonte, dass beide das Unternehmen

Beruf des Versicherungsmaklers zu begeistern.

„Es ist ein gutes Gefühl, die Interessen so vieler Unternehmer vertreten zu dürfen. Unser Ziel muss es sein, das Berufsbild moderner zu gestalten und die Attraktivität für den Nachwuchs zu steigern“, so Freingruber über ihre neue Aufgabe.

menbedingungen die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Versicherer fördern.

mit strategischem Weitblick durch herausfordernde Zeiten, geprägt von Inflation und intensivem Wettbewerb, geführt haben. Laut Heissl ist das Unternehmen heute wirtschaftlich hervorragend positioniert, wobei er insbesondere das eingespielte Zusammenwirken und die Branchenexpertise der Führung hervorhob. Thomas Ackerl erklärte dazu: „Wir beginnen unsere neue Vorstandsperiode auf einer ausgezeichneten Ba-

Cristiano Borean
Katharina Freingruber, LL.B.

sis: Für das abgelaufene Geschäftsjahr zeichnet sich ein hervorragendes Jahresergebnis ab, und sowohl von Konsumenten- als auch von Fachseite erhalten wir regelmäßig exzellente Bewertungen. Dieser Erfolg ist das Verdienst unserer engagierten Mitarbeiter, die mit ihrer fachlichen Exzellenz und dem gelebten muki-Spirit das Unternehmen prägen.“ Christian Clauß ergänzte im Hinblick auf die künftige Ausrichtung: „Wir werden auch in den kommenden Jahren auf exzellenten Service, Flexibilität und Vertriebsorientierung in Verbindung mit der wohlbekannten muki-Handschlagqualität setzen.“

Jahresauftakt faircheck

Beim faircheck-Jahresauftakt im Jänner 2026 präsentierte das Führungsteam um Eva Kasper, Iris Schuster, Siegfried Raffald und Thomas Leitner das Jahresmotto „Massenschaden – klare Prozesse, rasche Hilfe“. Vor dem Hintergrund der durch den Klimawandel steigenden Anforderungen rüstet sich das Unternehmen mit einer Kombination aus prozessualer Stabilität und operativer

Flexibilität für die kommende Unwettersaison.

Eva Kasper betonte die Notwendigkeit, gewonnene Erkenntnisse aus Umfragen und Analysen systematisch umzusetzen: „Das, was wir aus den Diskussionen und den Ergebnissen der großen Online-Umfrage gelernt haben, gilt es jetzt umzusetzen und kreativ weiterzudenken.“ Um diesen Wissenstransfer zu gewährleisten, wurde das Thema Massenschaden fest im faircheck-Campusplan verankert. Über das gesamte Jahr verteilt sollen Seminare, Kleingruppen-Meetings und die jährliche „KonFAIRenz“ dazu beitragen, das Bewusstsein und die Kompetenz der Schadenexperten zu stärken.

Ressourcenbündelung und flexible Strukturen

Für die operative Umsetzung setzt Iris Schuster auf die Verzahnung von Planung und neuen Impulsen: „Nun soll bereits Bewährtes mit neuen Ideen kombiniert und praxistauglich umgesetzt werden.“ Konkret bedeutet das für faircheck, in Krisenzeiten Ressourcen so zu bündeln, dass punktuelle Hotspots effizient abgedeckt werden

können. Da Massenschäden oft unvorhersehbare Dynamiken entwickeln, bildet eine flexible Haltung neben strukturierten Prozessen das Fundament der Strategie.

Innovation durch die neue „Denkwerkstatt“

Ein Novum im Jahr 2026 ist die Installation einer Denkwerkstatt. Als Treiber dieses Bottom-up-Formats fungieren der Schadenexperte Siegfried Raffald und der Chef-Sachverständige Thomas Leitner. „Gemeinsam wollen wir zu kreativen Zugängen und Ansätzen gelangen“, erklärt Thomas Leitner. Siegfried Raffald ergänzt zur offenen Struktur des Projekts: „Die Denkwerkstatt ist bewusst ergebnisoffen gestaltet – wir möchten nichts vorgeben, damit jede und jeder eigene Ideen einbringen kann und wir gemeinsam diskutieren und weiterentwickeln können.“

Ziel dieses interdisziplinären Austauschs ist es, neben dem Backoffice und den Experten auch Auftraggeber und Versicherungsnehmer aktiv einzubinden. Bis zum Jahresende sollen die Prozesse so optimiert werden, dass Rückmeldungen an alle Beteiligten noch schneller und transparenter erfolgen können.

Ihr Lebenswerk in guten Händen sichern

Nachfolge sichern – Übernahme wagen.

Wir fördern junge Talente

Wir erhalten Kundenbeziehungen

Wir leben Verantwortung gemeinsam

Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Messe Vertrieb im Zentrum 7. Mai 2026, Messezentrum Salzburg, Halle 1

Thomas Ackerl und Dipl.-Math. Christian Clauß
Eva Kasper

Country Head

wefox Austria

Mag. Florian Weikl wurde zum neuen Country Head von wefox Austria bestellt. Zusammen mit Stephan Ehrenfeldner (COO) bildet er das zukünftige Geschäftsführungsduo. Florian Weikl wird seine langjährigen Erfahrungen in Führung und Management – insbesondere in den Bereichen Vertriebsmanagement, Kundenorientierung und Marketing – in seine neue Rolle einbringen.

Der studierte Volkswirt und ausgebildete Versicherungsmakler ist verheiratet, Vater von Zwillingstöchtern und lebt mit seiner Familie in Wien. Zu-

Geschäftsführung

Swiss Life Select Österreich

Swiss Life Select Österreich hat ihre Geschäftsleitung erweitert. Mit Wirkung zum 1. Jänner 2026 wurde Kilian Wichmann (42) als Chief Sales Officer (CSO) in die Geschäftsführung berufen.

Die Geschäftsführung umfasst somit Christoph Obererlacher als CEO, René Lobnig als Chief Investment Officer (CIO) und Kilian Wichmann als Chief Sales Officer.

letzt war er Chief Marketing Officer bei der Zurich Versicherung.

Joachim Müller, CEO der wefox Holding AG, betont die Wichtigkeit dieser Besetzung: „Innerhalb der wefox Gruppe ist Österreich ein Kernmarkt. Florian Weikl bringt die Seniorität und Kompetenz mit, um gemeinsam mit unseren Maklerpartnern den Erfolgsweg fortzusetzen.“

Florian Weikl zu seiner neuen beruflichen Herausforderung: „Ich freue mich, Teil von wefox zu werden. Das Unternehmen lebt eine wertschätzende Kultur, arbeitet kooperativ mit Maklerpartnern und Versicherungsexperten zusammen und verfolgt eine klare Kundenorientierung. Diese Werte spiegeln meine Überzeugungen wider. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem engagierten wefox-Team die Versicherungsbranche durch technologische Innovationen aktiv mitzugestalten und echten Mehrwert für Kunden und Partner zu schaffen.“

Wichmann übernimmt in der neuen Rolle die Gesamtverantwortung für den Vertrieb auf Geschäftsführungsebene und wird ergänzend dazu weiterhin die vertriebsnahen Bereiche Direct Sales/Kundenservice, Marketing sowie Recruiting und Ausbildung leiten. Der gebürtige Deutsche ist seit 2011 für den Swiss Life Konzern international tätig und hatte Leitungsfunktionen für Swiss Life Deutschland sowie für Swiss Life Global Solutions in Luxemburg inne. Seit Jänner 2024 leitet Wichmann als

Head of Sales die Vertriebsaktivitäten von Swiss Life Select in Österreich.

Auf die Kufen, fertig… los!

Merkur Versicherung

Die Merkur Versicherung bleibt auch in der Saison 2026/27 Partner der Graz99ers. Neben dem sportlichen Engagement wird auch das Namenssponsoring des Eisstadions um weitere drei Jahre verlängert.

Mag. Florian Weikl
Graz99ers-Kapitän Korbinian Holzer, General Manager der Graz99ers Bernd Vollmann, Marketing Merkur Versicherung Christoph Stanzer, Graz99ers-Stürmer Chris Collins
Kilian Wichmann

Seit Beginn der Zusammenarbeit in der Saison 2019/20 wurde die Partnerschaft laufend ausgebaut. Sichtbar wird sie unter anderem durch Werbeflächen im Stadion, Logo-Platzierungen auf der Spielerkleidung, VideowallAuftritte sowie Merchandise-Aktionen

Präsidentin

Wirtschaftskammer

Österreich

Martha Schultz wurde als neue Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich angelobt. „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten braucht Österreich eine starke Wirtschaftskammer, die als Interessenvertretung der Betriebe eigenständig agiert, ihnen den Rücken stärkt, politische Schlagkraft hat und für die Wirtschaft zukunftsgerichtete Antworten liefert. Nur so können wir Wettbewerbsfähigkeit sichern, Arbeitsplätze schützen und Wachstum für alle Regionen ermöglichen“, so Martha Schultz. „Österreich braucht eine starke, moderne und handlungsfähige

Verstärkung im Führungsteam

GrECo verstärkt sein Management mit zwei neuen Experten: Werner Seirlehner und Roger Roth sind seit Jahresbeginn als Competence Center Manager im Unternehmen tätig. Beide bringen langjährige Erfahrung aus internationalen Versicherungskonzernen mit und beraten Kunden in komplexen Risikobereichen.

Seirlehner leitet den Bereich Credit & Political Risks. Er verfügt über umfassende Erfahrung aus seiner Zeit bei Aon und Atradius und ist auf komplexe Bürgschaftsmodelle, Forderungsmanagement und Factoring-Lösungen spezialisiert. Roth leitet das Compe-

für die Fans. „Wir sind kein Sponsor, wir sind Partner. Unser Commitment zu den Graz99ers ist nicht nur ein klares Bekenntnis zu Kontinuität und Verlässlichkeit, sondern auch Ausdruck gemeinsamer Werte. Wir freuen uns sehr, diesen erfolgreichen Weg Seite an Seite

Wirtschaftskammer. Mit Martha Schultz steht eine Präsidentin an der Spitze, die weiß, was Betriebe brauchen, und die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Sie ist die Richtige, um die notwendige Weiterentwicklung der WKÖ voranzutreiben und gleichzeitig Stabilität in einer wirtschaftlich entscheidenden Phase zu sichern“, betonte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer bei der Angelobung.

Die neue Präsidentin will nun den Reformprozess der WKÖ konsequent angehen. Eine Reformgruppe hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen, mit dem Auftrag, Strukturen und Prozesse weiterzuentwickeln und die Wirtschaftskammer effizienter auf die Bedürfnisse der Betriebe auszurichten. „Ich

mit dem Grazer Spitzenklub weiterzugehen, auch als starker Impuls für den heimischen Profisport“, erklärt Markus Spellmeyer, Vorstandsdirektor der Merkur Versicherung.

will keine Zeit verlieren und werde gemeinsam mit den Fraktionen diesen Reformweg bestreiten. Ziel bleibt, wie gemeinsam im Wirtschaftsparlament Ende des Jahres 2025 vereinbart, erste Ergebnisse im Wirtschaftsparlament im Juni zu präsentieren“, so Schultz.

tence Center Engineering. Der frühere Marsh-Austria-Manager bringt internationale Erfahrung aus verschiedenen Versicherungsunternehmen mit.

Mit dem Ausbau der Competence Center verfolgt GrECo konsequent seine Strategie, spezialisiertes Knowhow in ausgewählten Nischen anzubieten. „Mit Werner Seirlehner und Ro-

ger Roth haben wir zwei hochkarätige Fachleute gewonnen, die ihre jeweiligen Märkte hervorragend kennen. Ihre Ernennung zu Competence Center Managern verstärkt unseren Anspruch, unsere Klienten in hochkomplexen Risikobereichen noch besser zu beraten“, betont Christoph Repolust, Vorstand der GrECo International AG.

Martha Schultz
Roger Roth und Werner Seirlehner

Ziel statt Versprechen

Corum präsentiert auch 2025 stabile Renditezahlen. Was sind die Chancen und Grenzen eines SCPIInvestments?

Seit der Erstauflage im Jahr 2012 hat der französische Immobilienfondsanbieter Corum seine kommunizierten Renditeziele nach eigenen Angaben durchgehend erreicht oder übertroffen. Beim Flaggschifffonds Corum Origin, der in Gewerbeimmobilien innerhalb der Eurozone investiert, liegt das langfristige Renditeziel bei sechs Prozent, für das Jahr 2025 werden 6,50 Prozent ausgewiesen. Der Fonds Corum XL, der auch außerhalb der Eurozone investiert, verfolgt ein Renditeziel von fünf Prozent (2025: 5,30 Prozent). Auch wenn diese Zielwerte bislang eingehalten wurden, ist man in Österreich angesichts vergangener Finanzskandale besonders vorsichtig, wenn langfristige Renditen kommuniziert werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die berechtigte Frage, wie belastbar dieses Modell tatsächlich ist.

Risikominimierung

Grundsätzlich zählen zu den zentralen Risiken von Immobilieninvestments das Kreditrisiko, das Errichter- bzw. Bauherrenrisiko (z.B. Verzögerungen, steigende Baukosten), mögliche Leerstände sowie auf Fondsebene das Klumpenrisiko großer Investoren. Laut Martin Prandl, Verkaufsleiter von Corum in Österreich, vermeidet das Fondsmodell diese Punkte gezielt. So verzichtet Corum weitgehend auf langfristige Fremdfinanzierung und nutzt – wenn überhaupt – nur kurzfristige Kontokorrentlinien zur Überbrückung einzelner Transaktionen. Der Einsatz von Fremdkapital ist zudem begrenzt und nur mit Zustimmung einer Generalversammlung möglich. Auch das klassische Errichterrisiko entfällt, da der Fonds ausschließlich fertiggestellte und bereits vermietete Immobilien erwirbt. Damit reduziert sich sowohl

das Bauherren- als auch das anfängliche Leerstandsrisiko, wenngleich langfristige Vermietung selbstverständlich keine absolute Sicherheit darstellt. Dabei stellt der durchschnittliche Kündigungsverzicht der Mieter eine zusätzliche Sicherheit dar, die laut Corum derzeit bei rund sechs Jahren liegt. Zusätzlich sehen die Fondsstatuten vor, dass kein einzelner Anleger mehr als zwei Prozent des Fondsvolumens halten darf, was das Klumpenrisiko auf Investorenseite begrenzt.

Vertrauen ist der Kern

Corum-Fonds gehören zur Kategorie der SCPI-Fonds (Société Civile de Placement Immobilier), einer in Frankreich seit Jahrzehnten etablierten Form von Immobilien-Beteiligungsfonds. Anleger bündeln ihr Kapital, mit dem der Fonds überwiegend Gewerbeimmobilien erwirbt. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind dabei vor allem der Einkaufspreis, die Bonität der Mieter sowie die Restlaufzeiten der Mietverträge. Ein aktuelles Beispiel ist der Ankauf einer Supermarktimmobilie in Großbritannien mit Lidl und Starbucks als Mietern um rund 14 Mio. Euro. Die verbleibende Mietvertragslaufzeit beträgt 8,3 Jahre, die Ankaufsrendite lag bei 7,14 Prozent. In der Akquisitionsstrategie folgt Corum einem opportunistischen Ansatz: Käufe erfolgen bevorzugt in schwächeren Marktphasen, Verkäufe bei höheren Bewertungen. So wurde etwa ein Industrieobjekt in Bergamo 2016 um 63 Mio. Euro erworben und 2025 um 73 Mio. Euro wieder veräußert. SCPI-Fonds schütten die vereinnahmten Mieterträge – abzüglich Verwaltungs- und Fondskosten – regelmäßig an die Anleger aus. Das Modell gilt als vergleichsweise konservativ, ist jedoch

nicht frei von Risiken. Insbesondere die eingeschränkte Liquidität bleibt ein struktureller Faktor: Sollte es zu einem erhöhten Rückgabewunsch kommen kommt es laut Prandl zu einem festgelegten Mechanismus: Können innerhalb von zwölf Monaten mehr als zehn Prozent der Rücknahmeanträge nicht bedient werden, muss eine Generalversammlung über den Verkauf einzelner Immobilien entscheiden. Die Frage ist, unter welchen Umständen ein solches Szenario eintreten könnte. Bei SCPI-Fonds wie jenem von Corum spielt Vertrauen eine zentrale Rolle für die Stabilität des Modells. Eine deutliche und nachhaltige Verfehlung der kommunizierten Renditeziele könnte dieses Vertrauen belasten. In der Folge wären erhöhte Rückgabewünsche nicht auszuschließen. Im ungünstigsten Fall könnten daraus Immobilienverkäufe unter Buchwert sowie sinkende Rücknahmepreise resultieren.

Hohe Nettozuflüsse

In Österreich sammelte Corum im vergangenen Jahr rund 32 Mio. Euro an Anlegergeldern ein. Mit Ende 2025 verwaltet die Gruppe hierzulande 115,7 Mio. Euro für rund 4.200 Anleger. Insgesamt betreut Corum europaweit ein Vermögen von 9,6 Mrd. Euro für etwa 152.000 Anleger. Rund 900 Mio. Euro an Neugeldern flossen im letzten Jahr in die Fonds. Steuerlich profitieren Anleger von bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen, wodurch die effektive Steuerbelastung laut Corum im Schnitt bei rund 20 Prozent liegt und damit unter der österreichischen Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent. Gleichzeitig weist Corum darauf hin, dass der Ausgabeaufschlag von zwölf Prozent einen klar langfristigen Anlagehorizont voraussetzt.

Starke zweite Säule gefordert

Am 30. Jänner erläuterten das Management der Valida Vorsorge und ECO Austria zentrale Herausforderungen des österreichischen Pensionssystems und mögliche Maßnahmen zur langfristigen Stabilisierung. Martin Sardelic (CEO Valida), Philipp Mayer (Valida-Vorstand) und Monika Köppl-Turyna (ECO Austria) betonten die Bedeutung einer starken zweiten Säule.

Großes Silbernes Ehrenzeichen

GRAWE

Mag. Dr. Othmar Ederer, langjähriger Spitzenmanager der GRAWE, wurde anlässlich seines 75. Geburtstags mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte durch Bundesminister Dr. Mar-

Das System basiert fast ausschließlich auf dem Umlageverfahren, wodurch bereits über 30 Milliarden Euro staatliche Zuschüsse pro Jahr nötig sind. Gleichzeitig verschärft die demografische Entwicklung den Druck: Während 1910 noch neun Erwerbstätige auf einen Pensionisten kamen, wird dieses Verhältnis bis 2050 voraussichtlich auf zwei zu eins sinken. Monika Köppl-Turyna wies darauf hin, dass ein Mischsystem aus Umlage und Kapitaldeckung widerstandsfähiger ist und höhere Pensionen ermöglicht. Sie erklärte: „In Österreich haben wir das Potenzial der zweiten Säule noch nicht ausgeschöpft. Umso wichtiger ist es, rasch von erfolgreichen Pensionssystemen zu lernen – nicht nur, um unsere Altersvorsorge zukunftssi-

kus Marterbauer, die Übergabe durch Staatssekretärin MMag. Barbara Eibinger-Miedl im Rahmen der Feier am 30. Jänner in der Alten Universität Graz. Die Auszeichnung würdigt Ederers jahrzehntelanges Wirken für Versicherungs- und Finanzwirtschaft sowie seinen Beitrag zum Wirtschafts- und Medienstandort Österreich. Seit seinem Eintritt 1984 prägte er den Auf- und Ausbau sowie die Internationalisierung des GRAWE-Konzerns in Versicherung, Bank und Immobilien maßgeblich; von 2000 bis 2017 stand er als Generaldi-

cher zu machen, sondern auch, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.“

Ein stabiles Mischsystem, bei dem etwa 30 Prozent der Pensionen aus der zweiten Säule stammen, könne die Altersvorsorge künftiger Generationen sichern. Philipp Mayer erläuterte, dass ein Mehrsäulenmodell Risiken breiter streue und die Stabilität erhöhe. Die betriebliche Vorsorge solle flächendeckend verfügbar sein, wovon Staat, Arbeitnehmer, junge Generationen und die Volkswirtschaft profitieren würden. Als nächster Schritt empfahl Mayer, die Abfertigung Neu stärker für die Pensionsvorsorge zu nutzen und die Guthaben bis zum Pensionsantritt über Lebensphasenmodelle zu veranlagen, um Risiken zu reduzieren und höhere Erträge zu erzielen.

rektor und Vorstandsvorsitzender an der Spitze. Seit 2017 führte er den Vorsitz der GRAWE Vermögensverwaltung, diese Funktion endete mit 31. Jänner 2026. Auch zuletzt setzte er wichtige Impulse: etwa mit dem Erwerb der AnadiFilialen in Kärnten, der Weiterentwicklung der DADAT Bank inklusive Deutschland-Expansion über TradersPlace sowie dem Ausbau der internationalen Versicherungspräsenz durch den Erwerb der Prime Insurance Company in Zypern. Zusätzlich engagiert er sich seit 2017 im Aufsichtsrat der Styria Media Group AG und ist dort seit Februar 2025 Vorsitzender.

Dr. Franz Harnoncourt-Unverzagt, GRAWE Ehrenpräsident; MMag. Barbara Eibinger-Miedl, Staatssekretärin BM für Finanzen; Dr. Othmar Ederer, GRAWE-Vermögensverwaltung Vorstandsvorsitzender; Maria Santner, Gattin Dr. Ederer; Dr. Philipp Meran, GRAWE Präsident und Vorsitzender des Aufsichtsrates; Mag. Klaus Scheitegel, GRAWE Generaldirektor

„Lösungen entstehen am Markt, nicht am Reißbrett“

Vom CFO zum CEO: René Unger hat das Steuer bei Zurich Österreich übernommen. Wer jedoch einen reinen Fokus auf Bilanzen erwartet, wird überrascht sein. Im Interview spricht er darüber, warum für ihn hinter jeder Kennzahl ein Mensch steht, wie er analytische Stärke mit Empathie verknüpfen will und weshalb eine lebendige Fehlerkultur der Schlüssel für die künftige Weiterentwicklung des Unternehmens ist.

Ein Gespräch über Kontinuität, neue Handschriften und den Mut, Risiken aktiv zu gestalten.

Sie übernehmen das Steuer von Luciano Cirinà, der eine globale Rolle im Konzern einnimmt. Welche drei Akzente Ihrer Vorgänger-Ära wollen Sie unbedingt beibehalten, und wo werden wir eine neue ‚Handschrift Unger‘ sehen?

Unger: Ganz zentral war und ist die Marktnähe: wir wollen mit unseren Mitarbeitenden und Maklerbetreuern vor Ort sein. Auch unseren Kundenfokus werde ich natürlich beibehalten: Unsere Kunden sowie unsere Vertriebspartner stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Ihr Vertrauen ist unser wichtigstes Gut. Ein weiterer Eckpfeiler unseres Erfolgs ist unsere offene und unterstützende Unternehmenskultur. Die Zusammenarbeit über Bereiche hinweg und ein gemeinsamer Spirit machen uns stark. In der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern ist uns der Austausch auf Augenhöhe wichtig.

Wo ich künftig noch stärker einen Akzent setzen möchte: Ich bin überzeugt davon, dass eine lebendige Feh-

lerkultur ganz zentral für die Weiterentwicklung ist. Sowohl persönlich für den einzelnen Menschen, aber auch für eine Organisation. Ich möchte daher daran arbeiten, dass wir ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeitende noch offener über Fehler sprechen können. Nur so lernen wir miteinander und voneinander und werden jeden Tag besser.

Vom CFO zum CEO: Sie kennen die Zahlen der Zurich Österreich als ehemaliger CFO in- und auswendig. Wie hilft Ihnen dieser ‚Zahlen-Blick‘ dabei, die emotionalen Themen wie Marke und Kundenbindung neu zu bewerten?

auch, die Zahlen mit den Emotionen und Erwartungen unserer Zielgruppen zu verbinden. Es gilt, Zuhören und Empathie mit analytischer Stärke zu verknüpfen. Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn Herz und Verstand Hand in Hand gehen. Eine starke Marke spielt da eine ganz wesentliche Rolle. Sie ist das Fundament für das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt.

Welche Sparten im österreichischen Markt bieten aktuell das größte Potenzial, um die Profitabilität weiter zu steigern, ohne das Risiko zu erhöhen?

Ich bin überzeugt davon, dass eine lebendige Fehlerkultur ganz zentral für die Weiterentwicklung ist.

Unger: Ja, als ehemaliger CFO kenne ich die Zahlen und Fakten sehr genau. Dieses Wissen ist für mich eine wertvolle Grundlage. Es hilft, Chancen und Risken realistisch einzuschätzen und unternehmerisch kluge Entscheidungen zu treffen. Doch gerade bei emotionalen Themen wie Marke und Kundenbindung ist es wichtig, den Blick zu erweitern. Zahlen zeigen Trends und Ergebnisse, aber hinter jedem Wert stehen Menschen: unsere Kunden, unsere Vertriebspartner sowie unsere Mitarbeitenden. Für mich bedeutet der Wechsel vom CFO zum CEO daher

Unger: Ich denke, das Wichtigste ist eine klare und breite Differenzierung im Portfolio. Das verschafft uns die nötige Flexibilität, um Chancen zu nutzen und uns auf unterschiedliche Anforderungen einzustellen. Geschäftsmöglichkeiten ganz ohne Risiko sind selten und letztendlich ist das Managen von Risken ja auch unser Kerngeschäft. Darin liegt unsere Stärke: Wir gehen verantwortungsvoll mit Risken um, analysieren sie sorgfältig und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden passende Absicherungsstrategien. Nachhaltiger Geschäftserfolg entsteht, wenn wir Risken nicht ausblenden, sondern sie aktiv gestalten und managen. Ein Thema, in dem ich tatsächlich viel Potenzial sehe, ist die Vorsorge. Wir

haben im letzten Jahr damit begonnen, hier gezielt Frauen anzusprechen, weil diese in Österreich eine deutlich größere Vorsorgelücke haben im Vergleich zu Männern. Auch in den Lösungen zur betrieblichen Altersvorsorge gibt es weiterhin viel Potenzial. Das staatliche Pensionssystem steht unter Druck, daher kommt der ergänzenden betrieblichen Vorsorge eine wichtige Rolle zu. Für Unternehmen bietet sie zudem ein entscheidendes Potenzial zur Mitarbeiterbindung. Wer seinen Mitarbeitenden attraktive Vorsorgelösungen bietet, positioniert sich als verantwortungsvoller Arbeitgeber und steigert die Zufriedenheit und Loyalität im Team. Weiters bilden die Sachsparten einen zentralen Pfeiler unseres Versicherungsgeschäfts und tragen entscheidend zur Diversifikation bei. Mit unseren maßgeschneiderten Lösungen für Haushalt/Eigenheim, Rechtsschutz, Haftpflicht- oder auch Unfallversicherung bieten wir Absicherung für viele Lebensbereiche. Wir können zwar das Erlebte für unsere Kunden nicht zurückdrehen, aber wir können helfen, die finanziellen Folgen aufzufangen und wieder nach vorne zu schauen.

Die Versicherungsbranche steht unter hohem Innovationsdruck. Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz und Data Analytics in Ihrer

Strategie für die nächsten drei Jahre?

Unger: Künstliche Intelligenz und Data Analytics sind zentrale Bausteine unserer Strategie für die kommenden Jahre. Sie eröffnen enorme Chancen, um noch näher an unsere Kunden heranzurücken und unsere Prozesse effizienter zu gestalten. Mit Hilfe von Data Analytics verstehen wir die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden noch besser und können so noch individuellere bedarfsgerechte Angebote entwickeln. KI unterstützt uns dabei, Routineaufgaben zu automatisieren und komplexe Risken präziser einzuschätzen. Das soll wiederum mehr Zeit für persönliche Beratung und innovative Services schaffen. Unser Ziel ist es, den Mehrwert für unsere Kunden und Vertriebspartner spürbar zu machen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass bei aller Innovation der Mensch weiter im Mittelpunkt steht. Immer dort, wo es um komplexere Entscheidungen geht, die dann auch direkte Auswirkungen auf unsere Kunden haben, sehe ich die Grenzen. Solche Entscheidungen sollen weiterhin von Mitarbeitenden getroffen werden.

Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam am stärksten sind, wenn jede und jeder Einzelne sich einbringen und weiterentwickeln kann.

Ihr neues Vorstandsteam besteht aus erfahrenen Köpfen wie Claudio Passardi (CFO), Erwin Mollnhuber, Kurt Möller und Hubert Sprosec. Wie definieren Sie Ihren Führungsstil in dieser neuen Konstellation?

Unger: Mein Führungsstil ist geprägt von Vertrauen, Transparenz und Zusammenarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam am stärksten sind, wenn jede und jeder Einzelne sich einbringen und weiterentwickeln kann. Offene Kommunikation und Zuhören haben dabei einen zentralen Stellenwert. Es ist mir wichtig, Raum für neue Ideen zu schaffen und konstruktives Feedback zu fördern. Innovation entsteht dort, wo verschiedene Perspektiven zusammenkommen. Führung bedeutet für mich, Orientierung zu geben, vor allem Entwicklung zu ermöglichen und als Team auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Das Team steht im Mittelpunkt. Gleichzeitig ist es natürlich meine Aufgabe, die Gesamtverantwortung zu übernehmen. Dabei werde ich mein Bestmögliches versuchen, Entscheidungen mit Weitblick, basierend auf Daten und unserem gemeinsamen Werteverständnis zu treffen. Den Leuten zuzuhören, wird mir dabei helfen.

In der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern ist es mir wichtig, vor Ort bei unseren Partnern zu sein. Durch den Austausch mit ihnen und ihr Feedback können wir uns weiter verbessern. Und das können wir natürlich auch von unserem gesamten Vorstandsteam erwarten. Denn Lösungen finden wir gemeinsam draußen am Markt und nicht am Reißbrett.

Kunden erwarten heute eine nahtlose digitale Journey,

schätzen aber im Schadenfall oder bei komplexer Vorsorge das persönliche Gespräch. Wie sieht Ihre Strategie für einen ‚hybriden Vertrieb‘ aus – wie viel Technologie braucht der Berater vor Ort heute wirklich?

Unger: Unsere Strategie für einen hybriden Vertrieb baut auf einer intelligenten Kombination aus persönlicher Beratung und modernen Technologien auf. Der direkte, vertrauensvolle Kontakt zwischen Unternehmen und Vermittler bzw. zwischen Berater und Kunde bleibt für uns unverzichtbar. Gleichzeitig investieren wir natürlich gezielt in digitale Lösungen, die unsere Berater vor Ort unterstützen. Technologie ist also kein Selbstzweck, sondern ein echter Mehrwert, wenn sie den Beratungsalltag erleichtert. Ein Beispiel hierfür sind Schnittstellen, auf deren Ausbau wir auch 2026 einen Fokus legen. Sie unterstützen unsere Maklerpartner beispielsweise durch eine rasche Verarbeitung von Anträgen oder der einfacheren Handhabung von Vergleichen, aber auch bei Tätigkeiten wie Urgenzhaltung etc.

Wie wollen Sie in Zukunft die Zusammenarbeit mit Ihren Maklerpartnern gestalten?

Unger: Im letzten Jahr haben wir die Trennung von Vermittler- und Kundenservice durchgeführt. So können wir die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser vielfältigen Zielgruppen noch gezielter erfüllen. Die Erreichbarkeit hat sich dadurch deutlich verbessert.

Auch die gezielte Servicierung und schnelle, einfache Auskünfte funktionieren gut. Wir beobachten die Entwicklung natürlich genau und nehmen immer wieder Anpassungen vor. Die Präsenz vor Ort ist uns wichtig. Wir sind mit unseren Spezialisten für Gewerbe, Personenversicherung sowie den Maklerbetreuern vor Ort in den Regionen. Hier hat sich die Aufstellung in unsere drei Regionen (Ost, West und Mitte) etabliert.

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Umgang mit Menschen?

Unger: Mir ist es wichtig, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und echtes Interesse zu zeigen. Zuhören, Verständnis und gegenseitiger Respekt

Über René Unger

Der gebürtige Südburgenländer verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Versicherungsbranche. Seine berufliche Laufbahn begann bei der Credit Suisse Group/Winterthur Versicherung in Österreich und in der Schweiz, danach war er Versicherungsmathematiker bei der Wiener Städtischen Versicherung. Seit 2024 in verschiedenen leitenden Funktionen bei Zurich Österreich, zuletzt als CFO. Er ist begeisterter Läufer, fährt gerne Ski und liebt das Wandern. Außerdem spielt er gerne Brett- und Kartenspiele mit Freunden. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

stehen für mich im Mittelpunkt. Ich bin überzeugt, dass ehrliche und offene Kommunikation Vertrauen schafft und Zusammenarbeit fördert. Jeder Mensch bringt eigene Perspektiven und Stärken mit. Das wertzuschätzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, ist für mich entscheidend.

Wo tankt der CEO René Unger neue Kraft?

Unger: Neue Kraft tanke ich vor allem in der Natur. Ob beim Laufen, Wandern, Skifahren oder einfach einem Spaziergang im Grünen: die frische Luft und die Ruhe helfen mir, den Kopf freizubekommen und neue Perspektiven zu gewinnen. Sehr wichtig sind für mich meine Familie und meine Freunde. Generell gibt es mir viel Energie und Motivation, Zeit mit Menschen zu verbringen. Mein Beruf bringt viel Verantwortung mit sich, aber es ist mir wichtig, auch Zeit für Familie und Freunde einzuplanen. Ich bin überzeugt: Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch für andere Verantwortung übernehmen und Herausforderungen mit Freude begegnen.

Danke für das Gespräch.

Neuer Schutz gegen die „BesitzstörungsFalle“

ARAG

Abzocke bei Parkvergehen auf Privatgrundstücken ist in Österreich ein Massenphänomen. Die ARAG reagiert darauf im Jahr 2026 mit einer Marktneuheit: dem ersten Kfz-Besitzstörungs-Rechtsschutz zur Abwehr überhöhter Forderungen.

Einmal kurz auf einem Privatweg gewendet und schon droht eine teure

Klage samt saftiger Zahlungsaufforderung. Um Autofahrer vor unverhältnismäßigen Kosten zu schützen, integriert die ARAG in ihrem neuen Tarif (01/2026) eine am Markt bislang einzigartige Deckung. Der neue Baustein greift bei Besitzstörungen durch privat genutzte Fahrzeuge und sichert die rechtliche Abwehr überzogener Geldforderungen ab.

Strategische Antwort auf ein Alltagsproblem

Entwickelt wurde das Produkt unter der Leitung von Markus Kraus, LL.B.

Vorsorgestudie

Wiener Städtische Versicherung

Die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank, Sparkassen und der Wiener Städtischen Versicherung zeigt eine klare Tendenz: Das Vertrauen in eine künftig ausreichend hohe staatliche Pension nimmt weiter ab, während private Vorsorge für immer mehr Menschen zum zentralen Sicherheitsfaktor wird. Rund drei Viertel der Österreicher zweifeln daran, später eine ausreichend hohe staatliche Pension zu erhalten. Gleich-

zeitig ist die Bedeutung privater Altersvorsorge für 90 Prozent der Befragten sehr oder eher hoch –ein Spitzenwert. Knapp vierzig Prozent schätzen ihr persönliches Risiko, im Alter von Armut betroffen zu sein, als hoch ein. Und fast zwei Drittel gehen davon aus, auch in der Pension weiterarbeiten zu müssen, um den gewünschten Lebensstandard zu halten. Grundlage der Studie des Marktforschungsinstituts IMAS sind Online-Befragungen unter 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren, durchgeführt von 15. bis 31. Oktober 2025; die Ergebnisse sind repräsentativ für diese Altersgruppe in Österreich. Knapp die Hälfte der Befragten nennt als Hauptgrund fürs Vorsor-

(WU), der seit Januar 2026 die Produktabteilung der ARAG führt. „Die Herausforderung war die hohe Frequenz dieser Fälle“, so Kraus. Dank der Kapazitäten mit den hauseigenen Juristen könne die ARAG jedoch eine große Anzahl an Verfahren effizient begleiten – ein entscheidender Kalkulationsvorteil, der diesen spezialisierten Schutz erst möglich macht.

Hilfe per Klick: Der Besitzstörungsrechner

In Ergänzung zur Versicherung wird auch ein neues digitales Service-Tool angeboten. Mit dem Besitzstörungsrechner können Betroffene online prüfen, ob die verlangte Summe angemessen ist. Bei überhöhten Forderungen nehmen sich die ARAG-Experten direkt der Abwehr an, zudem stehen Musterunterlassungserklärungen auf der Website zum kostenlosen Download bereit.

Fokus auf Prävention und Rechtsfrieden

Die Neuerung ist Teil einer langfristigen Strategie: Die ARAG setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit durch Streitvermeidung. So wird auch die 2025 eingeführte „Mediation unter Lebenden“ zur Vorbeugung von Erbstreitigkeiten fortgeführt. Ziel ist es, Konflikte bereits im Keim zu ersticken und den Rechtsfrieden ohne langwierige Gerichtsprozesse zu sichern.

gen fehlendes Vertrauen, dass der Staat bei Pensionen ein verlässlicher Partner bleibt. Ebenso viele nennen mögliche Schicksalsschläge als Anlass, rechtzeitig vorzusorgen. 45 Prozent wollen durch Vorsorge ihr persönliches finanzielles Risiko verringern und hoffen, den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können. „Hier zeigen die zuletzt stärker werdenden Diskussionen über die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems Wirkung. Drei Viertel der Befragten zweifeln demnach daran, später eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten. Dass bereits heute jeder vierte Steuereuro in die Stützung der öffentlichen Pensionen fließt, verunsichert mittlerweile acht von zehn Befragten in Ös-

terreich“, erläutert Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen die aktuelle Situation.

Vorsorgebetrag weiter hoch – Klassiker gefragt

Bei den bereits genutzten Vorsorgeinstrumenten dominieren weiterhin die Klassiker: 51 Prozent nennen das Sparkonto, 38 Prozent die Lebensversicherung, 25 Prozent Wertpapiere und Fondssparpläne. Dahinter folgen Bausparen mit 24 Prozent, Gold mit 17 Prozent und Immobilien mit 16 Pro-

Nachhaltigkeitsstrategie und Klimaziele

UNIQA

UNIQA hat einen verbindlichen Plan beschlossen, um schrittweise klimaneutral zu werden. In Österreich soll dieses Ziel bis 2040 erreicht sein, konzernweit bis 2050. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie wurde auch extern bewertet. Im ESG-Performance-Ranking 2025 von PwC Österreich erreichte das Unternehmen innerhalb der Versicherungsbranche den ersten Platz, zudem verbesserte sich die Einstufung im internationalen Klimarating der Organisation CDP auf A-. Zur Erreichung der Klimaziele setzt das Unternehmen auf den Rück-

zent. Auffallend ist die Verschiebung: Das Sparkonto verliert erstmals seit Jahren an Zugkraft, während Lebensversicherungen sowie Wertpapiere und Fondssparpläne zulegen. Gleichzeitig bleibt die Zahlungsbereitschaft hoch: Im Schnitt investieren die Befragten 225 Euro pro Monat in ihre private Pensionsvorsorge. „Erfreulich ist auch, die Höhe des Betrages, den die Menschen im Schnitt pro Monat bereit sind, für ihre persönliche Pensionsvorsorge zu investieren. Trotz der wirtschaftlichen Anspannungen bewegt sich dieser mit 225 Euro auf einem hohen Niveau“, so Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich zum Vorsorge-Status quo. Männer investieren im Schnitt 265 Euro pro Monat, Frauen 179 Euro.

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut bleibt ein zentrales Sorgenfeld: 39 Prozent schätzen das Risiko, später selbst betroffen zu sein als hoch ein. Als wirksamste Gegenmaßnahmen gelten ein möglichst früher

zug aus fossilen Energieträgern in Veranlagung und Versicherungsgeschäft sowie auf den Ausbau nachhaltiger Geschäftsaktivitäten. Teile der Investitionen sind bereits nachhaltig ausgerichtet, außerdem werden klimafreundliche Technologien wie Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien versichert.

Ergänzend wurde 2024 eine Tochtergesellschaft gegründet, die Unternehmen in mehreren europäischen Ländern dabei unterstützt, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihre Widerstandsfähigkeit über klassische Versicherungsleistungen hinaus zu stärken. Auch im eigenen Betrieb werden Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt, etwa durch Begrünungsprojekte an Unternehmensstandorten, die international als Beispiele für klimaangepasste Stadtinfrastruk -

Start mit privater Vorsorge (86 Prozent) und eine stärkere staatliche Förderung privater Vorsorge (77 Prozent). Passend dazu fällt die Zufriedenheit mit dem staatlichen Pensionssystem insgesamt nur mäßig aus: 46 Prozent sind zufrieden, 44 Prozent nicht. „Angesichts dieses Umfelds ist es wenig überraschend, dass Vorsorge an Bedeutung gewinnt. Für 90 Prozent der Befragten hat private Vorsorge einen sehr hohen bzw. hohen Stellenwert“, so die beiden Finanzexpertinnen unisono.

Zufriedenheit mit Pensionskonto gering

Für mehr Planungssicherheit gibt es seit 20 Jahren das Pensionskonto für alle nach dem 1. Jänner 1955 Geborenen. Laut Umfrage weiß jedoch erst rund die Hälfte der Befragten darüber Bescheid. Und selbst unter jenen, die ihr Guthaben kennen, ist die Zufriedenheit verhalten: Rund die Hälfte ist sehr oder eher zufrieden, 45 Prozent sind eher nicht oder überhaupt nicht zufrieden. Bei der erwarteten späteren Bruttopension nennen die Befragten im Schnitt 2.023 Euro pro Monat; Männer rechnen mit 2.254 Euro, Frauen mit 1.748 Euro.

tur anerkannt wurden. „Wir bleiben bei Nachhaltigkeit auf Kurs und haben mit unserem ‚Transition-Plan‘ als erste börsennotierte Versicherung Österreichs einen klaren Fahrplan definiert: Netto-Null-Emissionen in Österreich bis 2040, konzernweit bis 2050“, betont René Knapp, Vorstand bei UNIQA Insurance Group AG und zuständig für Nachhaltigkeit.

René Knapp
„Die Welt ist nicht genug“

Die Finanzfuchsgruppe hat erneut Maßstäbe in Sachen Event-Kultur gesetzt. Unter dem cineastischen Motto „Die Welt ist nicht genug“ lud die Gruppe zur diesjährigen MEHRLEBEN Nacht und verwandelte die Location in ein glamouröses Setting, das eines Geheimagenten würdig gewesen wäre.

RMit über 500 geladenen Gästen war das Event bis auf den letzten Platz besetzt. Die Botschaft des Abends war klar: Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um das Schaffen von bleibenden Werten, echten Emotionen und einzigartigen Erlebnissen.

Kein Geringerer als Norbert Oberhauser führte mit seiner gewohnt charmanten und souveränen Art durch das Programm und schlug gekonnt die Brücke zwischen Business-Inhalten und Entertainment. Für die Lachmuskeln sorgte Kabarett-Star Alex Kristan, der mit seinen messerscharfen Parodien und Pointen den Saal zum Beben brachte. Getreu dem Motto tauchten die Gäste in eine Welt aus Glamour und Risiko ein: An den Spieltischen der „Casino Royale“Area konnten die Teilnehmer ihr Glück versuchen – natürlich ganz im Sinne

des Netzwerkens und des gemeinsamen Spaßes. Die Präsenz der Markenbotschafter unterstrich die starke Ent-

wicklung der Finanzfuchsgruppe. In kurzen, prägnanten Auftritten wurde deutlich, dass die Gruppe ihre Vision von „Mehr Leben“ konsequent vorantreibt – sowohl in der Beratung als auch in der Unternehmenskultur. Nicht nur das Programm, auch die Kulinarik bewegte sich auf höchstem Niveau. Nach dem offiziellen Teil ging der Abend nahtlos in eine ausgelassene Feier über. Die Stimmung spiegelte den Erfolg der letzten Monate wider: dynamisch, optimistisch und voller Energie. Hinter dem Glamour der Ballnacht steht aber auch eine IT-Entwicklung, die in der Branche ihresgleichen sucht. Das Herzstück ist das eigenentwickelte Multi Agent System (MAS). CTO Matthias Kadletz beschreibt es als die „Komman-

dozentrale“, die weit über eine bloße Verwaltungssoftware hinausgeht. Das MAS agiert proaktiv und erkennt mittels künstlicher Intelligenz, welche Verträge Aufmerksamkeit benötigen, und zeigt Beratern sowie Kunden in Echtzeit Chancen und Vorsorgelücken auf.

Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist dabei der hohe Grad an vollautomatisierten Prozessen. Durch die konsequente Eliminierung von Medienbrüchen setzt die Gruppe auf eine hocheffiziente Dunkelverarbeitung: Anträge und Dokumente werden durch das System und den hauseigenen Signatur-Server für digitale Unterschriften ohne manuelle Zwischenschritte verarbeitet. Diese technologische Intelligenz mündet in das Financial Profiling –ein innovatives Analyseverfahren, das bereits über 15.000-mal erfolgreich eingesetzt wurde. In rund 90 Minuten wird die gesamte Finanz- und Vermögenssituation der Kunden transparent dargelegt. Dieses „digitale Cockpit“ ermöglicht es, Lebensziele live mit harten Fakten aus über 60 Versicherungen, 100 Banken und 5.000 Anlageformen abzugleichen. Die Finanzfuchsgruppe zeigt mit ihrer „Future of Financial Services“Blaupause, dass persönlicher Kontakt und technologische Exzellenz keine Gegensätze sind. CEO Christian Mattasits verfolgt die Vision, bis 2030

die Nummer 1 in Österreich zu werden. Wer die Energie der Nacht 2026 erlebt hat, weiß: Mit dieser Kombination aus

emotionaler Markenführung und einer IT, die „klüger macht“, ist dieses Ziel in greifbarer Nähe.

Alex Kristan
Christian Mattasits

Von der „ILOVEYOU“-Naivität bis zur KI-Haftung 2026

Die Ära der digitalen Sorglosigkeit

Die Geschichte der Cybersicherheit begann weit vor den heutigen Schlagzeilen, oft in akademischen Nischen. 1988 setzte der Informatikstudent Robert Morris den ersten „Wurm“ frei – ein Experiment, das ungeplant rund zehn Prozent (etwa 6.000 Systeme) der damals vernetzten Rechner lahmlegte. Es war der Moment, in dem die Welt begriff, dass Vernetzung zwangsläufig Verwundbarkeit bedeutet. Zur Jahrtausendwende folgte mit dem „ILOVEYOU“-Virus (2000) der erste globale Medien-Gau: Über 50 Millionen infizierte Rechner bewiesen, dass der Faktor Mensch – die Neugier beim Öffnen eines Mail-Anhangs – die gefährlichste Schwachstelle darstellt. IT-Sicherheit war in dieser Zeit jedoch ein reines Nischenthema für Systemadministratoren. Versicherer sahen Cybervorfälle allenfalls als exotisches Zusatzrisiko in der Sach- oder Vertrauensschadenversicherung, während die breite Wirtschaft das Thema als lästiges IT-Problem abtat.

Der Umschwung: Kriminalität wird zum Geschäftsmodell

Zwischen 2011 und 2017 vollzog sich ein fundamentaler Paradigmenwechsel. Aus „Hobby-Hackern“ wurden straff organisierte Syndikate, die „Cybercrime-as-a-Service“ entwickelten. Der Target-Hack (2013) illustrierte erstmals die massive Gefahr innerhalb der Lieferkette: Angreifer drangen über das Wartungssystem eines KlimatechnikSubunternehmers in das Netzwerk des US-Handelsriesen ein und stahlen 110 Millionen Datensätze. Das Jahr 2017 markierte schließlich den endgültigen Bruch mit der Vergangenheit. Die Verschlüsselungstrojaner WannaCry und NotPetya infizierten weltweit kritische Infrastrukturen, Krankenhäuser und Produktionsstraßen. Ein einziger Vorfall verursachte beim Logistikkonzern Maersk Schäden von über 300 Millionen Dollar. Die Branche begriff: Digitale Risiken sind kumulativ und können das gesamte Versicherungswesen binnen Stunden vor existenzielle Herausforderungen stellen.

Die Gegenwart: Compliance als neues Risiko-Zentrum

Mit der DSGVO im Jahr 2018 wurde das Risiko erstmals massiv monetarisiert – nicht mehr nur durch Lösegeldzahlungen, sondern durch staatliche Bußgelder. Datenschutz wurde zum Vorstandsthema. Als 2023 ChatGPT die Bühne betrat, änderte sich die Qualität der Angriffe erneut: KI ermöglichte es nun, perfekte, hochpersonalisierte Phishing-Kampagnen ohne Sprachbarrieren zu erstellen. Im Jahr 2026 stehen wir nun vor der nächsten Stufe: der umfassenden Regulierung von Künstlicher Intelligenz.

Es geht heute nicht mehr nur um den Schutz vor Hackern, sondern um die rechtliche Beherrschbarkeit von Algorithmen. Wer heute Kunden zum Thema Cybersicherheit und Cyberversicherung berät, muss über die harten Stichtage der EU Bescheid wissen: Seit Februar 2025 sind manipulative KI-Systeme verboten, und am 2. August 2026 wird der EU AI Act für sogenannte „Hochrisiko-Systeme“ voll wirksam. Dies trifft Versicherer direkt, wenn KI zur Risikobewertung oder zur Prüfung von Ansprüchen bei Privatpersonen genutzt wird. Wer die Transparenzregeln verletzt, riskiert Strafen, die selbst Ransomware-Forderungen verblassen lassen – bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Umsatzes.

Cyberversicherung 2025: Wachstum –aber nicht mehr im „Autopilot“

Diese Verschiebung spiegelt sich auch im Marktbild wider. Swiss Re projiziert für 2025 ein globales Prämien-

volumen in der Cyberversicherung von 15,6 Milliarden US-Dollar und senkt den Wachstumsausblick ab 2023 auf fünf Prozent CAGR (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate über den Zeitraum). Die vielzitierten „exponentiellen“ Szenarien sind damit – zumindest kurzfristig – vom Tisch. Gleichzeitig bleibt der Markt regional stark konzentriert: Nordamerika dominiert mit 66 Prozent Prämienanteil (rund 10,28 Mrd. USD), Europa folgt mit 21 Prozent, APAC (Asien-Pazifik) liegt bei zehn Prozent.

Warum das wichtig ist: Swiss Re spricht vom dritten Jahr in Folge mit sinkenden Raten – getrieben durch Wettbewerb und das klassische Problem, dass das Angebot zeitweise schneller wächst als die Nachfrage. Das neutralisiert organische Zuwächse (Neukunden, höhere Limits) und führt zu Zugeständnissen bei Prämien, Limits, Deckungen und teils auch bei Sicherheitsanforderungen. Gleichzeitig mahnt Swiss Re zur Vorsicht: Systemische Ereignisse und steigende Privacy-Liability-Themen sprechen gegen eine Dauer-Discount-Logik – der Markt muss sich auf einem nachhaltigen Niveau stabilisieren, um Extremereignisse absorbieren zu können. Ein zweites Signal ist die Durchdringung: KMU machen laut Swiss Re 90 Prozent der Unternehmen aus, bleiben aber deutlich unterversichert. Selbst innerhalb der KMU differenziert Swiss Re: Micro-SMEs liegen bei fünf bis zehn Prozent Penetration, SMEs bei

zehn bis 20 Prozent – und kaufen Cyberschutz teils sehr unterschiedlich (Add-on versus Stand-alone).

Österreich: Cyberschäden sind sichtbar – aber die „eine“ Gesamtsumme fehlt

Für Österreich gibt es keine offizielle „eine“ Gesamtsumme, aber belastbare Teilindikatoren aus Behörden- und Aufsichtsstatistiken – und die machen den Trend durchaus greifbar. Ein markanter Referenzwert aus dem letzten Lagebild: Beim Cyber-Trading-Fraud beziffert das Innenministerium für 2024 die Schäden mit 120 Millionen Euro. Das ist genau jene Kategorie, die in der Praxis oft über Onlinewerbung, soziale Medien und professionell aufgesetzte Betrugs-Setups skaliert wird. Für 2025 wird es bei den Zahlen noch konkreter – allerdings über einzelne Phänomene: Die FMA berichtet von 843 gemeldeten Betrugsfällen mit einer Schadenssumme von 19,6 Millionen Euro. Und spannend ist dabei, welche Trends sie ausdrücklich nennt: Deepfakes, WhatsApp-Gruppen und KI-Bots, die in Chatgruppen eine „Community“ vortäuschen und dadurch Vertrauen erzeugen sollen. Auch die klassischen Social-EngineeringMaschen bleiben teuer. In einer Bilanz zu Internetbetrug nennt das BMI für 2025 beim „Tochter-Sohn-Trick“ rund 1.100 registrierte Fälle und 3,2 Millionen Euro Schaden. Im selben Kon-

text wird für den Modus „Falscher Polizist“ eine Schadenssumme von etwa neun Millionen Euro für 2025 genannt. Und noch ein Blick auf das Systemrisiko, das man leicht übersieht: Seit Einführung von DORA meldeten österreichische Finanzunternehmen 2025 insgesamt 103 schwerwiegende IKT-Vorfälle an die FMA; 63 Prozent davon hängen mit externen IKT-Dienstleistern zusammen. Für mich ist das ein ziemlich klarer Hinweis, wie stark Resilienz inzwischen an Lieferketten und Dienstleistersteuerung hängt – und nicht nur am „eigenen“ IT-Team.

Risikoranking

Das aktuelle Allianz Risk Barometer zeigt eine eindeutige Richtung: Cybervorfälle bleiben 2026 weltweit das TopRisiko – zum fünften Mal in Folge. Künstliche Intelligenz ist der stärkste Aufsteiger und springt von Platz zehn auf Platz zwei. Gleichzeitig fällt die Betriebsunterbrechung erstmals aus den Top 2, bleibt aber als klassisches „Folgerisiko“ präsent – weil sie in der Praxis oft aus den anderen Top-Risiken entsteht.

Für Österreich ist die Verschiebung besonders klar: 44 Prozent der Befragten nennen KI als Top-Risiko, 32 Prozent Cyberangriffe. Dahinter folgen – gleichauf – Betriebsunterbrechung, Gesetzes- und Regulierungsänderungen sowie Klimawandel. Und ein Satz aus dem Allianz-Umfeld trifft den Nerv der nächsten Jahre: Unternehmen sind immer stärker von Drittanbietern abhängig, während KI die Bedrohungen „supercharged“, die Angriffsfläche vergrößert und Schwachstellen verschärft.

Praxis-Check

Zum Abschluss noch ein kurzer Praxis-Check: Begleitend zu diesem Beitrag haben wir eine Umfrage an ausgewählte Marktteilnehmer verschickt.

Diesmal ist die Resonanz allerdings gering geblieben – bis Redaktionsschluss liegen zwei Rückmeldungen vor. Das ist nicht repräsentativ und ersetzt keine Marktanalyse. Trotzdem sind die Aussagen lesenswert, weil sie sehr konkret zeigen, wie KI im Cyberkontext aktuell eingeordnet wird. Hier die Antworten von UNIQA und Stoïk.

Produkt-Update: Haben Sie Ihre Cyber-Policen für 2026 bereits um spezifische Deckungsbausteine für KI-Haftungsrisiken (z. B. fehlerhafte autonome KI-Agenten) erweitert?

Peter Humer, Vorstand Kunde & Markt Österreich UNIQA Österreich: Zweifellos nutzen viele Bedrohungsakteure KI-gestützte Tools, um verschiedene Arten von Schäden zu verursachen. Im neuen Produkt UNIQA Unternehmensschutz Cyber sind keine KI-spezifischen Ausschlüsse enthalten. Wir sehen KI als eine weitere Technologie, die genutzt werden kann, um cyberbezogene Schäden zu verursachen. Durch KI verursachte Schäden sind somit innerhalb der jeweiligen Bedingungen gedeckt.

Franziska Geier, Managing Director bei Stoïk: Künstliche Intelligenz ist kein Fremdkörper, sondern eine konsequente Weiterentwicklung bestehender Cyberrisiken und damit grundsätzlich zunächst mitversichert. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob durch den Einsatz von KI neue Schadensarten entstehen können, die Versicherer bislang noch nicht vollständig erfassen, oder ob Konstellationen auf-

treten, die aufgrund der bestehenden Polizzenkonzeption nicht oder nur unzureichend abgedeckt sind. Stoïk erörtert diese Fragestellungen kontinuierlich und arbeitet an Lösungen, um mögliche Deckungslücken zu schließen.

Makler-Support: Welche Tools oder Risiko-Audits bieten Sie Maklern an, um die „Regulierungs-Fitness“ ihrer Kunden rechtssicher zu prüfen?

Humer: Je nach Unternehmensgröße nutzt UNIQA verschiedene Möglichkeiten: Outsidein-Scans zur Identifikation möglicher Angriffsvektoren, Risiko-Checks über spezifische Sicherheitsfragebögen sowie – bei komplexeren Strukturen –eine tiefgehende Analyse im Gespräch mit UNIQA Spezialisten. Bei Bedarf kann zusätzlich die Begleitung durch IT-Security-Experten in Anspruch genommen werden.

Geier: Wir unterstützen Makler aktiv dabei, die regulatorische und operative Cyber-Reife ihrer Kunden strukturiert zu bewerten. Dafür nutzen wir standardisierte Cyber-Risikoabfragen, die unter anderem Aspekte aus NIS2, DORA und dem Datenschutz berücksichtigen. Ergänzend stellen wir technisch-rechtliche Mindestanforderungen als Orientierung bereit, die als Maßstab für eine „Regulierungs-Fitness“ dienen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Einordnung der KI-Nutzung – etwa mit Blick auf konkrete Einsatzbereiche, den Automatisierungsgrad und vorhandene Kontrollmechanismen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Maklern zusammen, um komplexe Risiken bereits vor der Underwriting-Phase gemeinsam zu vorstrukturieren. Zusätzlich bieten wir Beratung zu umfangreichen Präventions- und Cybersicherheitstools wie Stoik MDR und E-Mail-Security an, die dabei helfen können, potenzielle Lücken zu schließen.

Schadenpraxis: Wie reagiert Ihre Schadenabwicklung auf KI-generierte Deepfakes

(CEO-Fraud 2.0) – braucht es hierfür neue, kombinierte Deckungskonzepte?

Humer: KI-bezogene Ereignisse sind im neuen Produkt UNIQA Unternehmensschutz Cyber nicht explizit ausgeschlossen. KI-Fälschungen werden als moderne Variante klassischer Social-Engineering-, Betrugs- und Cyberangriffe reguliert. Schäden aus täuschungsbedingtem Überweisungsbetrug, Cyberereignissen oder rufschädigenden Fake-Inhalten sind bereits durch bestehende Bausteine abgedeckt – ohne Bedarf neuer Deckungskonzepte.

Parallel hat die Betrugsbekämpfung bei UNIQA hohe Priorität – so wird derzeit an der Implementierung einer leistungsfähigen Software zur Bilderkennung gearbeitet, um in der Schadenpraxis noch klarer agieren zu können. Denn: Betrügerische Handlungen schaden der gesamten Versicherungsgemeinschaft, und Ziel ist es, diese bestmöglich davor zu schützen.

Geier: KI-gestützte Betrugsformen wie Deepfakes (Voice, Video, Text) sind bereits heute Teil realer Schadenfälle, auch wenn sie in der Praxis (noch) sehr selten vorkommen. Unsere Schadenpraxis ist darauf vorbereitet: Deepfake-basierter Betrug wird funktional als Weiterentwicklung klassischer Social-Engineering-Angriffe betrachtet. Entscheidend ist dabei nicht die Technologie an sich, sondern der jeweilige Angriffsvektor und der Schadenmechanismus. Schäden werden – je nach Ausgestaltung – im Rahmen bestehender Cyberbetrugsdeckung geprüft.

Peter Humer
Franziska Geier

Cyber-Risiken im digitalen Zeitalter

Die technologische Entwicklung schreitet in rasantem Tempo voran und eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Digitalisierung, vernetzte Prozesse und Cloud-Services steigern Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, doch sie bringen auch eine Kehrseite mit sich: Unternehmen sind stärker denn je durch Cyber-Risiken gefährdet. Die Fallzahlen von Hackerangriffen und digitalen Betrugsfällen steigen kontinuierlich, Täter agieren immer ausgefeilter und nutzen Automatisierung und künstliche Intelligenz, um Schwachstellen in Unternehmensnetzwerken auszuspähen und gezielt auszunutzen.

Zu den häufigsten Szenarien zählen Ransomware-Angriffe, bei denen Systeme verschlüsselt und Lösegeld gefordert wird, sowie Phishing-Versuche, die darauf abzielen, personenbezogene oder geschäftskritische Daten zu entwenden. Auch Angriffe auf Lieferketten und gezielte Manipulationen in Kommunikationsprozessen nehmen zu. Besonders gefährlich sind sogenannte Social-Engineering-Taktiken: Betrüger nutzen die menschlichen Faktoren als Einfallstor und täuschen Zahlungen oder vertrauliche Informationspreisgaben vor. Das Schadenspotenzial ist enorm und reicht von sofortigen finanziellen Einbußen über Betriebsunterbrechungen bis hin zu weitreichenden Imageschäden und juristischen Konsequenzen.

Die Verlagerung von Geschäftsprozessen ins Digitale hat die Angriffsfläche vergrößert. Je mehr ein Unternehmen digital agiert, desto mehr Schnittstellen entstehen. Kleine Sicherheitslücken in IT-Systemen können gravierende Folgen nach sich ziehen, insbesondere dann, wenn Schutzmaßnahmen veraltet sind oder Mitarbeitende nicht ausreichend sensibilisiert werden. Die Herausforderung besteht darin, mit der Dynamik der

Bedrohungen Schritt zu halten – denn Cyberkriminalität entwickelt sich laufend weiter und wendet immer neue Methoden an. Nicht zuletzt gehen die Entwicklungen auch auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz seitens der Täter zurück. Betrugsfälle werden immer raffinierter, etwa durch täuschend echte Deepfakes, automatisierte Kommunikationsangriffe oder komplexe, KI-gestützte Phishing-Methoden. Unternehmen sehen sich dadurch mit völlig neuen Schadensszenarien konfrontiert, die selbst erfahrene Mitarbeitende und bewährte Sicherheitsvorkehrungen umgehen können. Der finanzielle und operative Schaden solcher neuartigen Betrugsmodelle ist oft erheblich und stellt viele Organisationen vor enorme Herausforderungen.

Noch vor wenigen Jahren gab es für Unternehmen oft kaum Möglichkeiten, sich gezielt gegen diese Risiken abzusichern. Erst moderne Cyber-Versicherungen schließen diese Lücke und bieten einen ganzheitlichen Schutz. Sie sind keine statischen Produkte, sondern integrierte Lösungen, die sich laufend an neue Technologien und Angriffsformen anpassen. Neben der finanziellen Absicherung im Schadensfall beinhalten sie heute oft auch präventive Dienstleistungen: Die Unterstützung bei IT-Forensik, Wiederherstellung von Daten, Rufschadensbegrenzung und sogar umfassende Risikoanalysen sowie Schulungen für Mitarbeitende gehören zum Angebot.

Wesentlicher Bestandteil effektiver Cyber-Abwehr ist eine Kombination aus technischer Absicherung und regelmäßiger Weiterbildung. Unternehmen müssen nicht nur für aktuelle Bedro-

Kittinger

hungen sensibilisiert werden, sondern auch auf die Fähigkeiten der eigenen Teams setzen.

Interne Awareness-Schulungen, Notfallpläne sowie klare Prozesse für den Umgang mit verdächtigen Vorfällen sind zentrale Bausteine. Gleichzeitig gilt es, gravierende Fehler bei der Vergabe von Zugriffsrechten und bei der Verwaltung sensibler Daten zu vermeiden. Die Cyber- Versicherung ergänzt diese Maßnahmen und schafft ein Sicherheitsnetz für den Ernstfall, sodass Unternehmen nicht unvorbereitet getroffen werden.

Aon begleitet Unternehmen als kompetenter Partner und unterstützt sie dabei, die ständig wachsende Cyber-Bedrohung in den Griff zu bekommen. Mit langjähriger Erfahrung und innovativen Lösungen, die sowohl klassische Absicherung als auch gezielten Schutz gegen moderne Betrugsformen umfassen, beraten wir branchenübergreifend – und sorgen dafür, dass unsere Kunden im Ernstfall nicht allein dastehen. Wer auf die passenden Schutzmechanismen und Präventionsstrategien setzt, kann auch angesichts der aktuellen Bedrohungslage beruhigt in die Zukunft blicken.

Nikolaus

Haftungs-Folgen der neuen EU-Vorgabe, KI als Produkt

Warum jetzt Ausbildung, Kontrolle und klare Prozesse für den Einsatz von KI entscheidend sind.

Kommentar von Rechtsanwalt Mag. Stephan Novotny, ein auf Versicherungs- und Datenschutzrecht spezialisierter Anwalt, der seit mehr als 15 Jahren mit eigener Kanzlei in Wien - auch als AFPA-Lotse - tätig ist.

Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Arbeitsalltags. Im Vertrieb, in der Beratung, in der Schadenbearbeitung und zunehmend auch im internen Prozessmanagement unterstützen KISysteme Entscheidungen, analysieren Daten und liefern Vorschläge. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von digitalen Tools, deren Funktionsweise kaum jemand vollständig versteht. Damit steigen die Chancen, aber auch die Risiken. Besonders heikel wird es, wenn KI Inhalte erzeugt, die auf den ersten Blick plausibel wirken, tatsächlich aber falsch sind. Fälle aus Australien, Großbritannien, Deutschland und den USA zeigen, dass KI sogar in Gerichtsverfahren Entscheidungen erfunden hat. In manchen Fällen mussten Anwaltskanzleien Strafen zahlen, weil sie diese Ergebnisse ungeprüft verwendet hatten. Auch vor österreichischen Gerichten waren fehlerhafte Zitate, die offensichtlich mithilfe von KI entstanden sind, ein Thema und führten zu einem entsprechenden OGH-Urteil.

Diese Beispiele verdeutlichen, warum es nicht ausreicht, KI als technisch beeindruckendes Hilfsmittel zu betrachten. Wer mit ihr arbeitet, trägt Verantwortung für das Ergebnis, unabhängig davon, wie überzeugend der Text aussieht oder wie zuverlässig das Software-Ergebnis präsentiert wird. Gerade in Branchen wie Versicherungen und Finanzdienstleistungen, in denen Beratung, Dokumentation und Rechtskonformität zentrale Rollen spielen, können Fehlentscheidungen schnell zu Schadenersatzforderungen oder regulatorischen Konsequenzen führen. Daher

muss sich jeder bewusst sein: KI unterstützt, aber sie ersetzt kein Fachwissen. Sie ist leistungsfähig, aber sie ist nicht unfehlbar.

Verpflichtende KISchulung für alle Berufsanwender seit 2025

Ein zweiter Aspekt, der die Branche unmittelbar betrifft, ist die seit Feber 2025 geltende Schulungspflicht. Der EU-AI Act schreibt vor, dass alle Personen, die KI beruflich einsetzen oder mit deren Entwicklung bzw. Betrieb befasst sind, entsprechende Ausbildungen absolvieren müssen. Diese Pflicht gilt auch für Vermittler, Berater und Mitarbeiter im Finanzund Versicherungsvertrieb. Die Erfahrung zeigt, dass Fehler im Umgang mit KI in vielen Fällen aus mangelndem Verständnis entstehen. Wer nicht weiß, wie ein Modell trainiert wird, wann es zu Halluzinationen kommt oder welche Daten im Hintergrund verarbeitet werden, kann das Risiko nicht einschätzen. Deshalb müssen Unternehmen sicherstellen, dass Schulungen durchgeführt, dokumentiert und regelmäßig wiederholt werden.

Neue EU-Vorgabe: KI gilt als Produkt

Parallel zur KI-Verordnung hat die EU auch das Produkthaftungsrecht modernisiert. Die Reform stellt einen Wendepunkt dar: Software und KI gelten

nun ausdrücklich als Produkte. Das bedeutet, dass digitale Anwendungen denselben Maßstab erfüllen müssen wie physische Waren. Wenn ein Update fehlerhaft ist, wenn Algorithmen falsche Daten verarbeiten oder wenn die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend sind, so kann das ebenso zu Schadenersatz führen wie eine defekte Bremse im Auto. Besonders brisant: Die Haftung ist verschuldensunabhängig. Damit wird jede KI-basierte Anwendung zum potenziellen Haftungsrisiko. Neben finanziellen Schäden droht auch ein massiver Vertrauensverlust bei den Kunden.

Für die Finanz- und Versicherungsbranche ist diese Reform der Produkthaftungsrichtlinie besonders relevant, weil „scheinbar fast überall“ Komponenten sind, die KI nutzen. Oft ohne, dass die Anwender es bewusst wahrnehmen. Oder wissen Sie, in welchen Ihrer Anwendungen sich KI inzwi-

Mag. Stephan Novotny

schen verbirgt? Kaum eine neue Software oder ein neues EDV-Produkt kommen ohne den Hinweis auf integrierte KI aus. ChatGPT und Microsoft Copilot sind bekannte Beispiele. Doch auch im Office-365-Paket, in diversen PC-Tools und sogar im verwendeten Browser: Nahezu überall wird mit neuen KI-Funktionen geworben. Doch was passiert tatsächlich, wenn Sie diese Anwendungen nutzen? Arbeiten die Systeme zuverlässig? Wohin gehen Ihre Anfragen? Nutzt man Ihre Inputs, um die KI weiter zu schulen?

Ich empfehle daher, zu recherchieren, wo überall bereits KI-Anwendungen im Unternehmen verwendet werden, und deren Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärungen, etc. zu studieren. Wählen Sie „datenschutzfreundliche“ Einstellungen, womit die Nutzung von Gratis-Versionen ausscheidet. Dokumentieren Sie, wie KI-/SoftwareTools ausgewählt, geprüft und überwacht werden. Diese Nachweise werden Teil der zentralen Verteidigungslinie, wenn später ein Schaden geltend gemacht werden sollte.

Erstellen Sie eine interne Richtlinie, die klar festlegt, welche KI-Tools genutzt werden dürfen und welche ausdrücklich verboten sind (etwa kostenlose Versionen bzw. das private Nutzen von KI-Anwendungen auf Firmengeräten). Fordern Sie dezidiert dazu auf: KI-Ergebnisse müssen geprüft werden. Und installieren Sie einen KI-Koordinator als 1. Ansprechpartner bei Fra-

gen und Problemen. Der kann dann immer wieder erklären, dass kostenlose Systeme ganz bewusst im Unternehmensumfeld tabu sind, weil sie häufig Ihre Daten zum Trainieren der KI verwenden, also Daten an Dritte übertragen werden. Damit können Betriebsgeheimnisse verraten werden. Und wenn dabei personenbezogene oder sensible Daten an Dritte gelangen, liegen klare Datenschutzverletzungen vor.

Schutz vor Haftung: Nutzen Sie die TOMs!

Ein wichtiger Baustein, um Risiken zu begrenzen, sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach der DSGVO, die sogenannten TOMs. Sie regeln den sicheren Umgang mit Daten, den Zugang zu Systemen, den Schutz vor Manipulation und die Einhaltung von Berechtigungen. Viele Unternehmen haben TOMs zwar irgendwann erstellt, aber lange nicht mehr aktualisiert. Im Umfeld zunehmender KI-Nutzung sind sie jedoch entscheidend: Sie zeigen, dass man alles getan hat, um Risiken zu minimieren. Dazu gehören Zutritts- und Zugriffskontrollen, Verschlüsselung, regelmäßige Backups, Löschkonzepte, klare Rollenverteilungen und Schulungen. Entscheidend ist nicht nur die Dokumentation, sondern auch die tatsächliche Umsetzung im Alltag. Nur so lassen sich Vorwürfe der Fahrlässigkeit entkräften.

Der oben vorgeschlagene KI-Verantwortliche sollte die Lizenzen und Tools verwalten, Schulungen organisieren und neue Anwendungen prüfen. Die zunehmende Regulierung sowie die Haftungs-Reform sind auch eine organisatorische Herausforderung, derer Sie sich annehmen müssen.

Eigene Versicherungen überprüfen!

Für Versicherungs und Finanzunternehmen stellt sich darüber hinaus die Frage nach dem passenden Versicherungsschutz. Angesichts der neuen Produkthaftungsregeln müssen Deckungen wie Betriebs-, Produkt-, Cyber- oder D&O Versicherungen daraufhin geprüft werden, ob KI Risiken bereits abgedeckt sind. Da viele Tools von Dritten stammen, sollte auch die Zusammenarbeit mit Herstellern und Softwareanbietern kritisch hinterfragt werden, inklusive Verträgen, Supportvereinbarungen und Haftungsklauseln. Dazu kommt: Aufgrund der massiven Bußgelder des AI Acts steigt das finanzielle Risiko sowohl für Versicherungen als auch für Vermittler.

Hochrisiko-Klassifizierung

Achtung: KI-Systeme zur individuellen Risikobewertung oder Preisbildung im Teilsektor der Lebens- und Krankenversicherungen werden laut AI Act ab August 2026 als Hochrisiko-Systeme eingestuft! Das bedeutet: Versicherungsvermittler, die solche Systeme in eigener Verantwortung verwenden, gelten als Betreiber eines HochrisikoSystems und müssen als solche sämtliche Pflichten gem. Art. 26 AI Act einhalten. Darunter fallen u.a. die Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Einhaltung der Betriebsanleitungen und des geltenden Rechts, die Durchführung einer Grundrechte-Folgenabschätzung, eine Überwachung des Systems anhand der Betriebsanleitungen, eine Meldung an die Marktüberwachungs-

behörden im Falle eines schwerwiegenden Vorfalls sowie die Aufbewahrung automatisch erzeugter Protokolle für mindestens sechs Monate. Besonders wichtig: Der Betreiber muss sicherstellen, dass das Hochrisiko-KI-System einer menschlichen Aufsicht durch Personen unterliegt, die über die erforderliche Kompetenz, Ausbildung und Befugnis verfügen!

Darüber hinaus hat die Einstufung als Betreiber Auswirkungen auf die Beratungspflicht des Vermittlers, da ein Betreiber gem. Art. 26 AI Act verpflichtet ist, den Kunden über den Umstand, dass er der Verwendung eines Hochrisiko-KI-Systems unterliegt, die Zweckbestimmung des Systems, die Art der getroffenen Entscheidungen und das Recht einer Erläuterung der Entscheidungsfindung gem. Art. 86 AIAct zu informieren. Letzteres ist Art. 22 DSGVO nachgebildet und verpflichtet den Betreiber, auf Antrag des Betroffenen eine Erklärung zu liefern, wenn der Betroffene von einer überwiegend auf Hochrisiko-KI basierenden Entscheidung erheblich betroffen ist. In Hinblick auf etwaige Geschäftsgeheimnisse gilt: Eine detaillierte Darlegung der Funktionsweise des Systems ist in der Regel nicht erforderlich, die Verweigerung der Auskunft mit dem pauschalen Verweis auf Geschäftsgeheimnisse ist jedoch nicht ausreichend. Der österreichische Gesetzgeber wäre übrigens gem. Art 86 Abs. 2 berechtigt, im nationalen Recht Einschränkungen zugunsten von Geschäftsgeheimnissen vorzusehen. Ob dies kommen wird, bleibt abzuwarten.

Für Versicherungen selbst sind die Anforderungen in der Regel noch höher, da diese – wenn sie ein Hochrisiko-KI-System selbst entwickeln oder wesentliche Änderungen daran vornehmen – nicht als Betreiber, sondern als Anbieter gelten. Damit steigt natürlich auch das Risiko von Geldbußen massiv an, wenn Versicherungen die umfangreichen Pflichten der Art. 16-22 AI Act nicht einhalten.

Abschließend kann man zusammenfassen: KI ist gekommen, um zu bleiben. Sie erhöht die Effizienz, sie eröffnet neue Geschäftschancen und sie wird in immer mehr Prozessen eingesetzt werden. Doch genauso steigen die Anforderungen an Sorgfalt, Wissen und Kontrolle. Für die Finanz- und Versicherungsbranche bedeutet das: Ausbildung, klare Prozesse, dokumentierte

Kontrollen und eine moderne technische Grundstruktur sind unverzichtbar. Wer jetzt handelt, sichert sich einen Vorsprung. Wer abwartet, riskiert Fehler, Kosten und Vertrauensverlust bei Kunden. KI ist ein mächtiges Werkzeug, aber nur dann, wenn man sie verantwortungsvoll nutzt.

Warum beschäftigt sich AFPA mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ und EU-HaftungsReform?

Als Berufsverband der selbständigen Berater und Vermittler muss sich AFPA intensiv mit “neuen Vorgaben aus Brüssel” auseinandersetzen, da diese die tägliche Arbeit der Berater und Vermittler erheblich beeinflussen. AFPA wird sicherstellen, dass unsere Mitglieder frühzeitig über die verpflichtenden Regeln informiert sind, wie etwa Schulungen zur KI-Nutzung ab 2/2025 oder die Reform der Produkthaftung, womit KI zu einem Produkt wird, das verschuldensunabhängig Haftungen auslösen kann. Hier schätzen wir besonders das Fachwissen der AFPA-Lotsen, deren Aufgabe es ist, komplexe rechtliche Regelungen klar und verständlich zu erläutern, Anwendungsbeispiele zu liefern und Fehler zu vermeiden helfen.

Michael Herzhofer, BA MA, AFPA-Obmann und Geschäftsführer der Secura-VersicherungsmaklerGruppe: „Zwei Aspekte sind mir noch wichtig: Zu beachten ist, dass reine Vermögensschäden leider im Rahmen der Produkthaftung weiterhin nicht ersatzfähig sein werden. Ersatzfähig sind gem. Art 6 Produkthaftungsrichtlinie nur Personen- und Sachschäden sowie – neu (!) – Schäden aufgrund von Vernichtung oder Beschädigung von Daten, die nicht beruflich verwendet werden (wenn etwa eine defekte Software am PC gespeicherte private Fotos beschädigt).

Der große Vorteil der neuen Produkthaftung für Software und KI besteht aber darin, dass diese verschuldensunabhängig gilt und der bisherige Selbstbehalt von EUR 500 wegfallen soll, also diese neue Produkthaftung auch für geringe Schäden möglich wird.

Und: Der Fachbeitrag unseres Lotsen Mag. Stephan Novotny zeigt ganz deutlich: Neben der Produkthaftung bleibt die generelle Compliance-Land-

schaft komplex. Die EU denkt in Systemen: NIS2, DORA, FIDA, DSGVO, AI Act und Produkthaftung greifen ineinander. Wer bereits heute Lücken in einem dieser Bereiche hat, wird automatisch Schwierigkeiten in den anderen bekommen.

Viele Unternehmen neigen dazu, jede neue EU-Richtlinie als isoliertes Einzelprojekt zu betrachten und schrittweise umzusetzen. Doch auf europäischer Ebene wird weit über einzelne Maßnahmen hinausgedacht. Die EU verfolgt eine übergeordnete Strategie, in deren Rahmen etwa DORA, die umfassende Digitalisierung des Finanzund Versicherungssektors, der digitale Euro und viele weitere Initiativen bewusst miteinander verzahnt sind. Diese Entwicklungen sind daher keine zufälligen, voneinander unabhängigen Regulierungsakte. Sondern Bausteine eines größeren europäischen Gestaltungsplans. Für Unternehmen bedeutet das: Wir dürfen nicht nur auf die jeweils nächste Richtlinie schauen, sondern müssen stets das gesamte Bild im Blick behalten und verstehen, in welche Richtung die EU die digitale und finanzielle Infrastruktur Europas langfristig weiterentwickeln möchte. Daher sollte jedes Unternehmen eine Roadmap erstellen, die alle regulatorischen Anforderungen bündelt. Sie sollte etwa festhalten, wie KI im Unternehmen eingesetzt wird, welche Risiken bestehen, wie Kontrollen aussehen, wie Mitarbeitende geschult werden und wie das Unternehmen dokumentiert, dass sie ihre Pflichten einhalten.

Denn: Die KI-Anwendung verspricht erhebliche Effizienzpotenziale, aber bei Verstößen drohen hohe Strafen. Diese gilt es zu vermeiden und die neuen Tools optimal zu nutzen.

Michael Herzhofer, BA MA

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Droht ein KI-Aktiencrash?

Der KI-Chiphersteller NVIDIA erreichte zwischenzeitlich als weltweit erstes Unternehmen eine Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar. Eine geplante Finanzierungsrunde würde OpenAI mit 830 Milliarden US-Dollar bewerten. Das Risiko eines erneuten Technologieaktiencrashs wird kontrovers diskutiert.

Die Frage nach einem größeren KI-Aktiencrash 2026 ist legitim: Kursgewinne konzentrieren sich auf wenige MegaCaps, Rechenzentrumsinvestitionen erreichen historische Größenordnungen, und die Erwartungen an Monetarisierung sind hoch.

Ein Bericht der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) prognostiziert, dass der weltweite KIMarkt von 189 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 4,8 Billionen US-Dollar im Jahr 2033 ansteigen wird – eine 25-fache Steigerung in nur einem Jahrzehnt. Die Marktkapitalisierung der größten KInahen Technologiewerte hat das bereits weitgehend eingepreist. Trotzdem ist ein Crash wie 2000 kein Basisszenario. Der zentrale Unterschied lautet: Damals kollabierte ein Markt, der zu großen Teilen aus Unternehmen mit wenig Substanz, unsicherer Finanzierung und teils realen Betrugsfällen bestand. Heute diskutiert der Markt vor allem, ob hochprofitable Firmen dauerhaft so stark wachsen können, wie es die Bewertungen implizieren, und ob der KI-Investitionszyklus seine Renditeziele erreicht.

2000 versus 2026: Substanzlücke gegen Erwartungslücke

Die IT-Blase um 1999 und 2000 war ein Gemisch aus echter Innovation und struktureller Übertreibung. In Deutschland stand der Neue Markt sinnbildlich für den Mechanismus: Viele Emittenten gingen in einem sehr frühen Stadium an die Börse, während Bilanzskandale, Insiderhandel und Betrugsfälle die Reputation unterhöhlten.

In den USA war das Muster ähnlich, nur größer skaliert. Der NASDAQ Composite erreichte am 10. März 2000 einen Schlussstand von 5.048,62 Punkten und fiel bis 9. Oktober 2002 auf 1.114,11 Punkte – ein Rückgang um rund 78 Prozent. Das war nicht nur eine Bewertungsstory, sondern eine Cashflow-Story: Viele Firmen hatten keinen belastbaren Pfad zu Gewinnen. Sobald die Kapitalreserven aus dem IPO aufgezehrt waren, fiel das Finanzierungskorsett weg, und damit der Boden unter den Kursen.

2026 ist die Ausgangslage grundlegend anders. Die KI-Profiteure sind überwiegend etablierte Konzerne mit realen Umsätzen, hohen operativen Margen und starken Cashflows. Ein Dotcom-Mechanismus im Stil „kein Gewinn, keine Finanzierung, Totalausfall“ ist daher strukturell weniger wahrscheinlich. Das heißt aber nicht, dass es keine Übertreibung gibt. Die Verwundbarkeit liegt an anderer Stelle: im Verhältnis aus Investitionswelle, Abschreibungsdynamik und der Frage, wie schnell eine KI-Monetarisierung in der Breite gelingt.

Hier hilft ein quantitativer Vergleich über Multiples und Konzentration. Goldman Sachs argumentiert in seiner Bubble-Analyse vom 22. Oktober 2025, dass das mediane 24-MonateForward-KGV der Magnificent Seven in etwa im Bereich um 25 (24,5 ohne Tesla) liegt. Die Werte basieren auf Konsensprognosen und entsprechen in etwa der Hälfte der entsprechenden Bewertung der sieben größten Unternehmen während der Dotcom-Blase Ende der 1990er Jahre.

Eine Reihe von Analysten weist auf ein Klumpenrisiko: Da der S&P 500 kapitalisierungsgewichtet ist, haben Kursschwankungen der größten Unternehmen einen überproportionalen Effekt. Würden die Magnificent Seven (Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, NVIDIA, Meta, Tesla) kollektiv um zehn Prozent fallen, müsste der Rest des Index (493 Aktien) um ca. fünf Prozent steigen, nur damit der S&P 500 unverändert bleibt. Das liegt daran, dass diese sieben Werte zusammen ca. 30 bis 35 Prozent des Index ausmachen. Im Gegensatz zu den Tech-Aktien im Jahr 2000 ist also die Konzentration höher, aber die Indexschwergewichte sind plausibel bewertete hochprofitable „Cashflow-Maschinen“.

Capex, Abschreibungen und Kapitalkosten – warum 2026 das Jahr der fundamentalen KI-Abrechnung wird

2026 steigen Investitionsbudgets massiv, und genau dort kann Übertreibung entstehen: nicht, weil KI wertlos wäre, sondern weil Kapazitäten zu früh, zu teuer oder mit zu optimistischen Nutzungsannahmen gebaut werden.

Ein greifbares Beispiel liefert Meta: Reuters berichtet, dass Meta für 2026 Investitionen in einer Bandbreite von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellte. Solche Größenordnungen sind Wachstumssignale, erhöhen aber auch die Sensitivität gegenüber späteren Auslastungsraten und Abschreibungsdauern.

Der nächste Schritt ist die Ergebnisqualität. Die Financial Times zitiert eine Morgan-Stanley-Schätzung, wo-

nach Microsoft, Oracle, Meta und Alphabet durch den KI-Infrastrukturaufbau in den Jahren 2026 bis 2029 über 680 Milliarden US-Dollar an Abschreibungen tragen könnten. Um die Gewinne zu glätten, könnten Unternehmen längere Abschreibungsdauern wählen – was die Abschreibungslast in späteren Jahren erhöht. Ein weiterer Punkt ist die Monetarisierungslücke: Wenn die Einnahmen aus KI-Diensten wie SoftwareAbos oder Cloud-Nutzung nicht im gleichen Maße steigen wie die Kosten für die Infrastruktur, sinken die Nettomargen. Das kann sich alles negativ auf zukünftige Bewertungs-Multiples auswirken.

Crash-Trigger Radar 2026: fünf Messgrößen, die wirklich zählen

Ein KI-Crash kommt selten aus dem Nichts. Oft kippt zuerst die Ertragserwartung. Fünf Indikatoren geben besondere Warnsignale:

Erstens: Hyperscaler-Capex dreht von Wachstum auf Kürzung: KI-Infrastruktur wird in Wellen aufgebaut. Sobald zwei bis drei große Cloud-Käufer ihre Capex-Guidance nicht nur verlangsamen, sondern tatsächlich kürzen, dreht der Rechenzentrumszyklus. Meta zeigt mit 115 bis 135 Milliarden US-Dollar 2026, wie stark Erwartungen am CapexFaden hängen. Ein Warnsignal wäre eine Quartalsrevision mehrerer Hyperscaler um mehr als zehn Prozent nach unten oder Hinweise auf Verzögerungen bei neuen Datacentern.

Zweitens: Rechenzentrums-Auslastung und „Bau auf Verdacht“: Wenn Kapazität vor Nachfrage gebaut wird, erscheinen die Kosten früher als die Erträge. Investoren unterscheiden zunehmend zwischen AI-Ausgaben, die bereits

Wachstum liefern, und Ausgaben, die erst später monetarisieren. Warnsignale sind Formulierungen wie pausieren, priorisieren oder phasenweise verschieben bei Projekten.

Drittens: Margenkompression bei Halbleitern statt Umsatzrückgang: Für starke Kursbewegungen reicht es oft, wenn die Bruttomarge oder der Operating Leverage enttäuscht. Bei NVIDIA zeigt die Rekordentwicklung, wie hoch die Messlatte liegt: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 meldete NVIDIA 57,0 Milliarden US-Dollar Umsatz und 51,2 Milliarden US-Dollar im Bereich Data Center. Wenn Margen zwei bis drei Quartale unter Erwartung liegen, etwa durch Preisdruck oder Mix-Effekte, kann das als „Gewinnpfad bricht“ interpretiert werden.

Viertens: Kreditbedingungen und Kapitalkosten: Die Dotcom-Blase platzte auch, weil sich das Zinsumfeld drehte. 2026 wäre der Kanal: steigende Realzinsen plus fallende Gewinnrevisionen führen zu Multiple-Kompression. Warnsignal: Renditeanstieg am langen Ende plus negative Earnings-Revisions in der Breite, nicht nur in einzelnen Titeln.

Fünftens: Regulierung und Geopolitik als Nachfrageschock: Exportrestriktionen oder eine Beschleunigung von Sovereign AI könnten Umsatzpfade verschieben. Der Crashauslöser wäre weniger die Existenz chinesischer Konkurrenz an sich, sondern ein plötzlicher Nachfrageeinbruch durch Regeln, Fragmentierung oder schnell bessere Substitute.

NVIDIA und der DatacenterZyklus: drei Frühindikatoren

Da ein großer Teil der KI-Wertschöpfung aktuell über Infrastruktur läuft, konzentriert sich das Marktrisiko häufig auf den Datacenter-Komplex. Drei Signale drehen historisch oft früher als der Kurs:

Erstens: Mix-Verschiebung von Training zu Inference: Training treibt Spitzenchips und hohe Verkaufspreise. Inference (das spätere Arbeiten mit KI im Beruf) wird mit der Zeit preissensitiver und öffnet Wettbewerb. Wenn in der Kommunikation stärker Total Cost of Ownership und „Inference at scale“

betont werden, kann das auf Margennormalisierung hindeuten.

Zweitens: Käufermacht: Wenige Hyperscaler bündeln einen Großteil der Nachfrage. Das erhöht die Verhandlungsmacht. Dann kann der Umsatz weiter steigen, aber die Marge wird der Riss. Hinweise auf kundenspezifische Preise, Bundles oder größere Rabatte sind deshalb relevante Frühindikatoren.

Drittens: Capex-Qualität der Käufer: Ausgaben ja, aber wie finanziert? Wenn Capex aus starker operativer Basis kommt, toleriert der Markt mehr. Wenn Capex steigt und zugleich operative Marge oder Free Cashflow erodieren, kippt die Story.

Szenarien 2026: Korrektur plausibel, Crash braucht mehrere Brüche

Der harte Vergleich zu 2000 liefert die Einordnung: 2000 bis 2002 fiel der NASDAQ um rund 78 Prozent. Eine Wiederholung dieser Größenordnung würde 2026 mehrere gleichzeitig auftretende Brüche voraussetzen: abruptes Abkühlen der Hyperscaler-Investitionen, deutliche Margenkompression bei Infrastruktur, negative Gewinnrevisionen in der Breite, dazu ein Makro oder geopolitischer Schock. Möglich, aber unwahrscheinlich.

Realistischer ist ein Korrekturszenario: 20 bis 35 Prozent Rücksetzer in einem „KI-Korb“ bei Rotation in Value, Dividenden und defensive Sektoren. Der Grund ist mechanisch: Hohe Indexkonzentration verstärkt Bewegungen. Ein Basisszenario bleibt hohe Volatilität ohne Systemkrise, in der Bewertungen über Seitwärtsphasen normalisieren und Gewinne Teile der Erwartungen einholen.

Fazit

Ein größerer KI-Aktiencrash 2026 ist nicht ausgeschlossen, aber die Mechanik wäre eine andere als 2000. Damals kollabierte ein Markt, weil zu viele Firmen ohne tragfähige Ertragsbasis am Finanzierungstropf hingen und Skandale Vertrauen zerstörten. Heute entscheidet sich das Risiko an messbaren Stellen: Capex-Wellen, Auslastung, Abschreibungen, Margen und Kapitalkosten. Wer diese Frühindikatoren beobachtet, kann das Crashrisiko besser quantifizieren als mit dem Schlagwort „Blase“ allein.

Michael Kordovsky

Täuschend echte Kunst

Vom Pop-Phänomen zum KI-Hoax: Die Debatte um Authentizität und Urheberrecht im Zeitalter der Algorithmen

Die Band „The Velvet Sundown“ ging im vergangenen Jahr viral. Der vermeintliche Indie-Act wurde millionenfach gestreamt und schaffte es in mehreren europäischen Ländern in die Charts. Alles wirkte stimmig: Bandfotos, eingängige Songs, eine sorgfältig konstruierte Backstory. Doch dann kippte die Geschichte. Ein KI-Erkennungsfilter der Streamingplattform Deezer schlug an: Die Songs stammten zu hundert Prozent aus dem Generator Suno. Keine Musiker, kein Proberaum, keine Band – nur Algorithmen. Später räumten die Betreiber ein, das Projekt sei als Kunstexperiment gedacht gewesen, als Hoax. Man habe niemanden täuschen, sondern „aufrütteln“ wollen.

Bio-Siegel

Deezer schrieb in einer Erklärung, dass es mit einem starken Anstieg von Musik auf seiner Plattform konfrontiert ist, die mithilfe von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz erstellt wurde. Nach den Angaben des Streamingdienstes werden diese genutzt, um auf betrügerische Weise Tantiemen zu verdienen. Und natürlich ist der Betrug umso verlockender, wenn die KI die Kosten für glaubwürdige Inszenierung auf nahe Null senkt. Nicht nur KI-Musik, sondern auch KI-generierte Bücher überschwemmen derzeit den Markt. Sachbücher, Biografien oder Ratgeber: KI-generierte Bücher gibt es in allen Bereichen. Vor allem Kinderbücher sind zu einem Segment geworden, in dem durch KI-generierte Porträtfotos von erfundenen Autoren, erfundene Lebensläufe, wie z.B. „arbeitet seit 20 Jahren mit Kindern“, falsche Tatsachen beworben werden. Daher wird inzwischen ein „Bio-Siegel“ bzw. ein „KIfrei“-Label diskutiert. Die Frage ist nur,

von Mag. Christian Sec

ob das Betrüger tatsächlich davon abhält, weiterzumachen. Neue Technologien waren schon immer ein Einfallstor für Abzocker. Schon in den Anfangsjahren des World Wide Web wurden hastig zusammenkopierte WikipediaArtikel als vermeintliche Reiseführer verkauft. Erschreckend ist dabei weniger die Dreistigkeit der Anbieter als die schiere Zahl der Menschen, die solchen mit ein paar Prompts zusammengeschusterten Textschrott tatsächlich kaufen.

Ökonomisch, aber unethisch

Die Frage ist also nicht, ob es gerecht ist, Geld zu verdienen, ohne Aufwand und Risiko zu tragen, die echte Künstler auf sich nehmen, sondern vielmehr, ob sich die Kaufentscheidung ändert, sobald klar ist, dass ein Produkt von einer KI stammt. Eine Studie der FH Wiener Neustadt zeigt, dass die Quelle des Textes - also entweder von Menschen oder von einer KI verfasst - die Bewertung bzw. die Kaufentscheidung verändert, selbst dann, wenn der Text identisch ist. Also nicht (nur) der Inhalt zählt, sondern auch die zugeschriebene Autorenschaft. Es zeigt sich also, dass Menschen nicht nur ein Produkt kaufen, sondern auch eine Urheberschaft und eine damit verbundene Geschichte. Ökonomisch gedacht wäre also das Schweigen über KI-Einsatz rational. Ethisch jedoch ist es genau das Gegenteil. Denn wenn eine Information die Kaufentscheidung beeinflusst, dann ist sie offensichtlich relevant. Und relevante Informationen bewusst zu verschweigen, heißt zu manipulieren. Der Konsument wird also reines Mittel zum Zweck. Das Muster von AI-Washing ähnelt dabei dem des Greenwashings oder anderen Irreführungen.

Rechtsstreitigkeiten

Neben der ethischen Problematik führt dieser Wildwuchs zu einer existenziellen Bedrohung für die Kreativwirtschaft. Eine weltweite Analyse für die Kreativwirtschaft zeigt, GenAI-Anbieter und Plattformen könnten bis 2028 von rund drei Milliarden Euro auf 64 Milliarden Euro wachsen. Gleichzeitig verlieren menschliche Musiker und audiovisuelle Kreative beträchtliche Einnahmen (bis zu 24 % bzw. 21 % ihrer jetzigen Einkünfte). Die Wertschöpfung landet somit bei KI-Plattformen statt bei den Urhebern – obwohl die Modelle auf ihren Werken basieren und diese dafür keine Vergütung erhalten. In einem Urheberrechtsfall zwischen der deutschen Musikverwertungsgesellschaft GEMA und dem US-KI-Anbieter OpenAI hat das Landgericht München im November 2025 ein wegweisendes Urteil gefällt. Das Gericht bestätigte damit, dass bei generativen KI-Modellen eine Speicherung geschützter Werke in trainierten Modellen und deren anschließende Reproduktion im Output nicht durch die Schranken für Text- und Data-Mining gedeckt ist, sondern eine Lizenzpflicht und Urheberrechtspflicht nach sich zieht. OpenAI wurde verpflichtet, Schadensersatz und Lizenzgebühren zu zahlen für die unlizenzierte Nutzung der Liedtexte – einschließlich nicht bezahlter Tantiemen. Auch im Textbereich gibt es bereits einige Klagen. Derzeit ist ein Vorbereitungsprozess der New York Times gegen OpenAI im Gange. Im Zuge des laufenden Verfahrens haben US-Richter entschieden, dass OpenAI rund 20 Millionen anonymisierte ChatGPT-Logs an die NYT und weitere Medienkläger herausgeben muss. Der Fall zeigt, dass Gerichte grundsätzlich bereit sind, Urhe-

berrechtsansprüche gegen KI-Training ernst zu nehmen und er zwingt Techunternehmen dazu, offen Trainingsdaten und -methoden zu dokumentieren.

Mensch und Maschine

Auf den ersten Blick wirkt der Vorwurf gegen KI paradox. Schließlich lernen auch Menschen, indem sie andere lesen,

hören, imitieren. Jeder Roman steht auf den Schultern früherer Romane. Warum sollte eine Maschine das nicht dürfen? Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass große Sprachmodelle wie GPT-Systeme nicht nur abstrakte Muster lernen, sondern Tendenzen zur „Memorization“ ausbilden – also Teile ihrer Trainingsdaten so kodieren, dass sie auf Anfrage Wort-für-Wort

wiedergegeben werden. Das unterscheidet sie qualitativ von menschlichem Lernen, bei dem zwar Ideen und Stil, aber nicht Millionen Texte quasi „im Kopf gespeichert“ werden. Kurzum: Menschen lernen von Werken, die sie konsumieren, die KI verwertet die Werke, mit denen sie gespeist werden. Ein Mensch wird dabei von einem Werk inspiriert, ohne es zu speichern, während die KI nur das gespeicherte immer wieder neu kombiniert. Theoretisch könnten beide Herangehensweisen zum selben Output führen. Ja, ich würde „Velvet Sundown“ vermutlich feiern – als neues Wunder am Indie-Pop-Himmel. Wenn es keine KI-generierten Songs wären, sondern dieselben Stücke, gespielt und komponiert von einer echten Band. Vier Musiker aus New York vielleicht, die in einem stickigen Proberaum genau diese bezaubernden Harmonien entwickeln, diese Melodien, die einen seidenweichen kalifornischen Sonnenuntergang in die Seele zeichnen.

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CEOs: Stimmung, Innovationen und Investitionen

Österreichische CEOs blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft als ihre internationalen Kollegen. Nur 24 Prozent erwarten ein Wirtschaftswachstum, weltweit sind es 61 Prozent. Auch das Vertrauen in die eigene Geschäftsentwicklung ist niedrig: Lediglich zwölf Prozent rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit steigenden Umsätzen, international liegt dieser Wert bei 30 Prozent. Die Ergebnisse stammen aus der 29. Global CEO Survey von PwC, für die 4.454 CEOs aus 95 Ländern befragt wurden, darunter 34 aus Österreich.

Als größte kurzfristige Probleme nennen österreichische CEOs makroökonomische Unsicherheiten und Cyberrisiken (je 24 %) sowie Inflation (18 %). Diese Themen binden viel Aufmerksamkeit: 56 Prozent der Zeit wird für die Lösung aktueller Probleme verwendet, während nur elf Prozent in langfristige Planung über fünf Jahre fließen. Rudolf Krickl, CEO von PwC

Inkasso bleibt Herausorderung

ACREDIA Versicherung

Offene Rechnungen einzutreiben, ist für Unternehmen weltweit weiterhin schwierig. Der aktuelle Collection Complexity Score 2026 von ACREDIA und Allianz Trade zeigt: Die Lage hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung zwar leicht verbessert, das Risiko bleibt aber hoch. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 47,2 von 100 Punkten und damit weiter in der Kategorie „hoch“. Besonders im internationalen Geschäft gibt es große Probleme. Fast die Hälfte aller grenzüberschrei-

Österreich, ordnet dies ein: „Der Zeitmangel für strategische Themen ist alarmierend, denn die Weichen für die Zukunft werden heute gestellt. CEOs müssen sich bewusst Freiräume für Zukunftsfragen schaffen durch Delegation, durch effizientere Prozesse und vor allem durch den klugen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Wer jetzt in Innovation investiert, statt nur zu reagieren, sichert sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.“

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in österreichischen Unternehmen steckt noch in den Anfängen: Nur 18 Prozent der CEOs berichten von höheren Umsätzen durch KI. Viele Unternehmen experimentieren, nutzen die Technologie aber noch nicht strategisch. Gleichzeitig ist der Handlungsdruck hoch: 68 Prozent der Führungskräfte sorgen sich, ob ihre Unternehmen schnell genug auf technologische Entwicklungen reagieren können. Unternehmen, die Innovationen aktiv vorantreiben, profitieren davon: 29 Prozent der österreichischen CEOs erzielen bereits zehn bis 20 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die in den letzten drei Jahren neu eingeführt wurden.

tenden Forderungen betrifft Länder, in denen der Forderungseinzug sehr schwierig oder sogar extrem komplex ist. Das entspricht einem Volumen von rund 1,1 Billionen US-Dollar. Zwar ist die Zahl der Länder mit sehr hohem Risiko leicht gesunken, doch hohe Insolvenzzahlen, politische Spannungen, veränderte Handelswege und neue digitale Risiken machen das Eintreiben offener Forderungen weiterhin anspruchsvoll.

„Auch wenn sich die globale Inkassokomplexität zuletzt leicht entspannt hat, bleibt der Forderungseinzug für Unternehmen weltweit eine große Herausforderung. Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen, lokale Zahlungs-

Rudolf Krickl

Weltweit planen 51 Prozent der CEOs, im kommenden Jahr im Ausland zu investieren, in Österreich knapp 40 Prozent. Die bevorzugten Märkte der heimischen Führungskräfte sind die USA und Deutschland (je 24 %), trotz Handelsbarrieren in den USA. Global liegen die USA mit 35 Prozent vorn, gefolgt von Indien, Großbritannien und Deutschland (je 13 %). Indien gewinnt zunehmend an Bedeutung: Zwar sehen aktuell nur sechs Prozent der österreichischen CEOs den Markt als Investitionsziel, der Anteil wächst jedoch stark. China liegt mit drei Prozent deutlich dahinter (global 10 %). Asiatische Märkte bieten durch Innovationskraft und niedrigere Kosten strategische Vorteile, besonders angesichts wachsender Handelskonflikte.

gepflogenheiten und hohe Insolvenzzahlen erhöhen vor allem im internationalen Geschäft das Ausfallrisiko. Ein strukturiertes Kredit- und Forderungsmanagement sowie die laufende Bewertung von Länderrisiken sind da-

Gudrun Meierschitz

her wichtiger denn je“, betont Gudrun Meierschitz, Vorständin der ACREDIA Group.

Für österreichische Unternehmen sind die Bedingungen für den Forderungseinzug grundsätzlich stabil. Das Zahlungsverhalten ist meist verlässlich, auch Gerichte und rechtliche Rahmenbedingungen funktionieren gut. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass außergerichtliche Lösungen oft der schnellste und effektivste Weg sind, um offene Rechnungen einzubringen. Das Insol-

Frisches Kapital

Das europäische Cyber-InsurTech Stoïk hat seine Series-C-Finanzierungsrunde über 20 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Angeführt wurde das Investment von der Investmentgesellschaft Impala sowie dem Bestandsinvestor Opera Tech Ventures.

Mit der neuen Kapitalspritze steigt das Gesamtkapital des Unternehmens auf rund 70 Millionen Euro. Neben den beiden Lead-Investoren beteiligten sich auch die namhaften Bestandsinvestoren Alven (Lead der Series-B) und der US-Venture-Capital-Riese Andreessen

Neue Ablebensversicherung

Wiener Städtische

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten gewinnt finanzielle Vorsorge an Bedeutung. Die Vorsorgestudie 2026 der Wiener Städtischen zeigt: 61 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Lebensqualität innerhalb der kommenden Monate.

Die Wiener Städtische hat vor diesem Hintergrund ihre Ablebensversicherung überarbeitet und unter dem Namen „sicherer.nachlass“ neu aufgesetzt.

venzrecht in Österreich setzt auf Sanierung statt Zerschlagung. Rund ein Drittel der insolventen Unternehmen kann fortgeführt werden, was die Chancen auf zumindest teilweise Rückzahlungen erhöht. Scheitert eine Sanierung oder kommt es zu einem Konkurs, bleiben die Rückflüsse für ungesicherte Gläubiger meist gering. Seit 2021 steht Unternehmen zudem ein präventives Restrukturierungsverfahren zur Verfügung, um finanzielle Probleme frühzeitig zu stabilisieren. Eine Analyse von Allianz Trade

Horowitz (a16z) erneut an der Runde. Laut CEO Jules Veyrat wurde die Summe von 20 Millionen Euro bewusst gewählt, um das starke Wachstum diszipliniert und ohne Überfinanzierung voranzutreiben. Das frische Kapital fließt primär in die technische Entwicklung von KIAgenten. Diese sollen die Prävention, Bedrohungserkennung und die Schadenreaktion (Incident Response) automatisieren und verbessern.

„Stoïk verfolgt das Ziel, als „CISO of Europe“ ein integriertes Modell aus Versicherungsschutz und aktiven IT-Sicherheitsdiensten anzubieten. In Deutschland und Österreich liegt der Schwerpunkt dabei auf lokal ver-

„Gerade wenn Zukunftsängste zunehmen, brauchen Menschen Lösungen, die ihnen Halt geben – sicherer.nachlass ist genau dafür konzipiert und bietet Kunden dank neuer Features einen weitreichenden Schutz“, betont Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen.

Die Versicherung ist so gestaltet, dass sie sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen lässt. Kunden können zwischen einer gleichbleibenden, fallenden oder kreditorientierten Versicherungssumme wählen – je nachdem, ob die Absicherung der Familie oder eines Kredits im Vordergrund steht. Der Vertrag kann für eine Person oder für zwei Personen auf Gegenseitigkeit abgeschlossen werden. Bei dieser Vari-

und Allianz Research zeigt außerdem, dass Inkassorisiken auch in den wichtigsten Exportmärkten Österreichs eine zentrale Rolle spielen. Hohe Exportvolumina bedeuten nicht automatisch geringes Risiko. Unter den wichtigsten Absatzmärkten gelten unter anderem China, die Slowakei und Indien als besonders anspruchsvoll. Mit der Verschiebung globaler Handelsströme gewinnen zudem neue Märkte an Bedeutung, die häufig mit sehr hohen Inkassorisiken verbunden sind.

fügbaren Response-Strukturen, um auf systemische Abhängigkeiten (Cloud, Dienstleister) reagieren zu können“, so Franziska Geier, Leiterin des Geschäfts in der DACH-Region.

ante wird die Versicherungsleistung im Todesfall direkt an die hinterbliebene Person ausbezahlt, ohne ein Verlassenschaftsverfahren abzuwarten. Ein namentlich festgelegtes Bezugsrecht ermöglicht eine rasche Auszahlung.

Zusätzlich können optionale Zusatzversicherungen wie ein Prämienerlass im Krankheitsfall oder Family Plus eingeschlossen werden. Bei bestimmten Lebensereignissen – etwa Heirat, Geburt eines Kindes oder dem Kauf einer Immobilie – kann die Versicherungssumme bis zum 50. Lebensjahr ohne neue Gesundheitsprüfung um bis zu 50.000 Euro erhöht werden. Auch bei kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten sind Maßnahmen wie eine Prämienstundung von bis zu drei Monaten oder die Wiederherstellung des Vertrags nach einer Kündigung vorgesehen.

Franziska Geier
„Nähe ist unsere DNA – Digitalisierung unser Werkzeug“

Naturgefahren, steigende Regulierung und wachsende Erwartungen an Tempo und Transparenz verändern den Versicherungsmarkt spürbar. Die Niederösterreichische Versicherung setzt dabei auf eine klare Linie: Der Kunde steht im Mittelpunkt – und die strategischen Leitplanken reichen von „Kunden begeistern“ über „Digitalisierung vorantreiben“ bis „Kultur stärken“. Generaldirektor Stefan Jauk spricht über die größten Risiko- und Ergebnistreiber, eine konsequente, aber faire Zeichnungspolitik und den Wunsch nach proportionaler Regulierung. Vertriebsvorstand Stefan Wukovitsch, seit 1.1.2026 für die Vertriebsagenden verantwortlich, betont Qualität und Geschwindigkeit in der Zusammenarbeit mit Maklern und Partnern. Wie gelingt der Spagat zwischen gelebter Nähe vor Ort und digitalen Abschluss- und Servicestrecken – und welche gemeinsamen Prioritäten setzt der Vorstand für 2026?

Generaldirektor Mag. Stefan Jauk, sie führen die NV seit 2021 als Generaldirektor – was hat sich seither in Ihrer strategischen Prioritätenliste am stärksten verschoben?

Jauk: Bei all meinen Entscheidungen und Handlungen steht der Kunde im Mittelpunkt, dies ist ein Grundsatz,

Bei all meinen Entscheidungen und Handlungen steht der Kunde im Mittelpunkt, dies ist ein Grundsatz, der in der Vergangenheit an oberster Stelle stand und auch in Zukunft unsere Ausrichtung prägen wird.

der in der Vergangenheit an oberster Stelle stand und auch in Zukunft unsere Ausrichtung prägen wird. Im Rahmen unseres Strategieprozesses 2026, den wir 2021 gestartet haben, haben wir drei Säulen definiert: “Kunden begeistern”, “Digitalisierung vorantreiben” und “Kultur stärken”. Wir haben seitdem eine Vielzahl an Projekten und Maßnahmen verabschiedet und diese konsequent umgesetzt. Die Ergebnisse spüren unsere Kunden und unsere Mitarbeiter teilweise bereits. Die Prioritäten verschieben sich laufend, aber wir orientieren uns immer an den Bedürfnissen der Kunden.

In welchen Sparten sehen Sie derzeit die größten Risiko- und Ergebnishebel (z. B. Naturgefahren, Kfz, Gewerbe) – und wie

reagiert die NV in der Zeichnungspolitik?

Jauk: Der größte Risiko- und Ergebnistreiber liegt aktuell klar bei den Naturgefahren – das Hochwasser 2024 hat dies deutlich gezeigt. Wir als NV waren mit rund 16.000 Einzelschäden mit einem Schadenvolumen von rund EUR 90 Mio. betroffen.

Schadenhäufigkeit und Intensität nehmen zu, Schadenszenarien werden komplexer und schwerer kalkulierbar. Unsere Antwort ist eine konsequente, aber faire Zeichnungspolitik: risikoadäquate Prämien, klare Bedingungen und laufende Anpassungen. Insbesondere im Gewerbe- und KMU-Geschäft bieten wir lösungsorientierte, passgenaue Deckungskonzepte. Für Makler ist Transparenz entscheidend – sie müssen klar erkennen können, welche Risiken wir tragen können.

Wo sehen Sie aktuell den größten Regulierungs- bzw. Aufsichts-Impact auf mittelgroße Versicherer –

Ich wünsche mir eine proportionale Regulierung, die Größe und Komplexität berücksichtigt.

und was wünschen Sie sich an Rahmenbedingungen?

Jauk: Regulierung ist wichtig und richtig, aber Überregulierung führt zu einer nicht zielführenden Komplexität und einem massiven Kostenauftrieb im Geschäft. Der größte Einfluss kommt aktuell aus den steigenden Transparenz- und Dokumentationspflichten sowie einer dichteren aufsichtsrechtlichen Kontrolle zentraler Prozesse. Für mittelgroße Versicherer bedeutet das einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand.

Ich wünsche mir eine proportionale Regulierung, die Größe und Komplexität berücksichtigt. So können regionale Versicherer ihre Stärken ausspielen: Qualität, individuelle Lösungen und schnelle Entscheidungen vor Ort.

Vertriebsvorstand Mag. (FH) Stefan Wukovitsch, Sie wurden im Herbst in den Vorstand berufen und über-

nahmen per 1.1.2026 die Vertriebsagenden – welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Wukovitsch: Mir sind zwei Dinge besonders wichtig: eine hohe Qualität und Geschwindigkeit in der Kooperation mit unseren Vertriebspartnern. Dies erreichen wir durch klar struk-

turierte, verlässliche Vertriebsprozesse und kompetente Ansprechpartner in der NV. Makler und Kooperationspartner sollen erleben, dass die NV erreichbar, entscheidungsstark und lösungsorientiert agiert und sich kontinuierlich verbessert. Wir entwickeln unsere internen Abläufe laufend weiter, um einfacher, schneller und konsistenter zu werden.

Die NV betont im Markt die Nähe und Präsenz vor Ort. Wie halten Sie diese Stärke hoch und bauen gleichzeitig digitale Abschluss- und Servicestrecken aus?

Wukovitsch: Nähe ist seit über 100 Jahren Teil der NV-DNA – und das bleibt so. Wir setzen bewusst auf persönliche individuelle Betreuer für Makler statt einem Call Center, so leben wir Service für unsere Partner. Digitale Lösungen verstehen wir nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung: für schnellere Abschlüsse, effizientere Bestandsarbeit und mehr Transparenz. Seit November ist unser NV OffertRechner für Makler verfügbar und bietet Maklern eine Online-Antragstrecke. Gleichzeitig

bleiben unsere Ansprechpartner persönlich für kundenorientierte Lösungen erreichbar, regional verankert und entscheidungsfähig. Diese Verbindung aus Menschen und Digitalisierung ist unsere Stärke.

Wie möchten Sie das Zusammenspiel der Vertriebswege weiterentwickeln – Makler, Partnervereine, Bankenvertrieb: Wo sehen Sie die größten Hebel?

Wukovitsch: Der größte Hebel liegt in einem klar strukturierten Miteinander auf Augenhöhe. Makler sind unsere zentralen Partner im Kerngeschäft, Partnervereine und Banken wichtige Ergänzungen. Wir vereinfachen Schnittstellen und harmonisieren Services, um für Partner und Makler noch attraktiver zu werden. Jeder Partner soll wissen, woran er ist.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit im Vorstand organisiert, da-

mit Strategie und Vertrieb 2026 „aus einem Guss“ sind?

Jauk & Wukovitsch: Wir arbeiten eng und strukturiert zusammen – mit regelmäßigen Abstimmungen, klaren Verantwortlichkeiten und einem gemeinsamen Verständnis der Rolle der NV. Gleichzeitig starten wir 2026 einen unternehmensweiten Strategieprozess, der die gesamte NV – insbesondere den Vertrieb – digitaler, effizienter und bewusst nahe bei Kunden und Partnern gestaltet.

Qualität ist für uns ein Gesamtbild: gute Beratung, saubere Bestandsführung und ein verlässlicher Schadenservice.

Makler sind unsere zentralen Partner im Kerngeschäft, Partnervereine und Banken wichtige Ergänzungen.

Wo liegen die drei wichtigsten gemeinsamen Prioritäten für 2026?

Jauk & Wukovitsch: Die drei wichtigsten gemeinsamen Prioritäten für 2026 liegen erstens im qualitativen Wachstum im Kundengeschäft und in der Beibehaltung der Profitabilität, zweitens darin, Kunden-, Partner- und Mitarbeiterzufriedenheit durch gezielte Maßnahmen zu fördern, und drittens in Investitionen in die IT sowie darin, die Digitalisierung pragmatisch voranzutreiben – mit klaren, effizienten Prozessen und dem weiteren Ausbau unseres OnlineOffert-Rechners als zentralem Tool für schnelle, transparente Angebote.

Wenn Sie an „Qualität im Vertrieb“ denken: Meinen Sie Beratung, Bestandspflege, Schadenservice –oder alles, und wo starten Sie?

Jauk & Wukovitsch: Qualität ist für uns ein Gesamtbild: gute Beratung, saubere Bestandsführung und ein verlässlicher Schadenservice. Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen, wo Standard nicht reicht.

Was wäre Ende 2026 ein Ergebnis, bei dem Sie sagen: „Das war ein gutes Jahr für Kunden, Partner und Mitarbeitende“?

Jauk & Wukovitsch: Wenn Kunden und Makler sagen: „Die NV ist verlässlich, flexibel, kompetent und entscheidet schnell – das ist unsere Versicherung.“ Und wenn die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem hohen Niveau gehalten werden bzw. noch gesteigert werden konnte. Dann war 2026 ein gutes Jahr für alle.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Geldwäsche: Latenter Risikofaktor Kunde

Insbesondere für die Finanzbranche werden die Pflichten zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung immer strenger. Wobei strenger nicht automatisch wirksamer bedeutet, denn auch der pure Formalismus breitet sich zunehmend aus. Im Fokus stehen die Kunden, potenziell neue ebenso wie vorhandene. Immer öfter müssen ihnen Risikofaktoren zugeordnet werden. Wer Vermögen angespart hat oder Geld veranlagen möchte, steht beinahe schon unter Generalverdacht.

Kaskade an Behörden

Sämtliche Bestimmungen zur Geldwäsche-Prävention basieren auf den EUGeldwäsche-Richtlinien, mittlerweile der vierten ergänzt durch die fünfte. Die nächste Evolutionsstufe zündet im Juli 2027 (Spoiler: Einfacher wird es nicht). Doch nicht nur der europäische Gesetzgeber schärft die Vorschriften für Finanzdienstleister laufend nach. Auch nationale Aufsichtsbehörden wie die Finanzmarktaufsicht FMA, die europäische Bankenaufsicht EBA und neuerdings die europäische Geldwäsche-Behörde AMLA (Anti-money Laundering Authority) sowie internationale Organisationen wie die FATF (Financial Action Task Force) legen mit ihrer Aufsichts- und Prüfpraxis die Latte höher und höher. Die Folge ist, wie gesagt, nicht immer die erhöhte Wirksamkeit.

Lange Liste an Risikofaktoren

Verpflichtete zur Geldwäsche-Prävention, wie Banken, Versicherungen, Krypto- und Wertpapierdienstleister, haben bei der Bewertung des individuellen Kundenrisikos eine Vielzahl an potenziell risikoerhöhenden Faktoren zu berücksichtigen. Treffen ein oder gar mehrere solcher Risikoaspekte auf einen Kunden, seine wirtschaft-

lichen Eigentümer oder Vertreter (wie Geschäftsführer und Treuhänder) zu, müssen diese Personen in der Regel einer erhöhten Risikostufe zugeordnet werden – und zwar unabhängig vom Transaktions- bzw. Anlagebetrag.

Die Folge sind verstärkte Sorgfaltspflichten, eine verstärkte fortlaufende Überwachung der Geschäftsbeziehung sowie eventuell eine Verdachtsmeldung an die Geldwäschemeldestelle oder das Beenden einer bestehenden Geschäftsbeziehung. Jedenfalls wird es für alle Beteiligten – salopp gesagt – unlustig.

Risikofaktoren gemäß FMGwG

Relevant ist für Finanzdienstleister unter anderem die (nicht erschöpfende) Liste an „Risikofaktoren und möglichen Anzeichen für ein potenziell erhöhtes Risiko“ in Anlage III des Finanzmarkt-Geldwäschegesetzes FMGwG. Hier werden Transaktionen in Bezug auf Öl, Waffen, Edelmetalle, Tabakerzeugnisse, Kulturgüter und andere Artikel von archäologischer, historischer, kultureller oder religiöser Bedeutung (…) sowie Elfenbein und geschützte Arten als potenziell risikobehaftet eingestuft.

Die Finanzmarktaufsicht erweitert diesen Katalog um Kunden, die (unter anderem) in den Branchen Waffen/Verteidigung/Militär, Kernkraft, Seefahrt-/ Schifffahrtsindustrie, Erdgas und Erdöl, Maschinen- und Anlagenbau, elektronische Erzeugnisse und chemische Produkte tätig sind.

Seit Dezember 2024 gelten auch Begünstigte eines Lebensversicherungsvertrages, also alle Polizzeninhaber und Begünstigte im Todesfall, als potenzieller Risikofaktor. Da sich Lebensversicherungen in Österreich größter Beliebtheit erfreuen, erzeugt alleine dieser Aspekt Hunderttausende, wenn nicht sogar ein paar Millionen potenzielle Risikokunden.

Andreas Dolezal

Bargeldintensive Branchen

Finanzdienstleister haben auch festzustellen, ob Kunden oder wirtschaftliche Eigentümer (von Unternehmen) Verbindungen zu einer besonders bargeldintensiven Branche haben. Als solche nennt ein Arbeitsdokument der EU-Kommission Bars, Restaurants, Bauunternehmen, Kraftfahrzeughändler, Autowaschanlagen, Kunst- und Antiquitätenhändler, Auktionshäuser, Pfandhäuser, Juweliere, Textileinzelhandel, Spirituosen- und Tabakgeschäfte, Einzelhandels- bzw. Nachtgeschäfte, Glücksspielanbieter, Stripclubs (sic!) und Massagesalons.

Betreibern, Inhabern und genau genommen auch Mitarbeitern solcher Betriebe, wie zum Beispiel Wirts- und Kaffeehäuser, Trafiken, Supermärkte und Tankstellenshops, wird potenziell erhöhtes Risiko zugeordnet. Auf zumindest einem Auge ist die EU-Kommission im Zusammenhang mit Bargeldintensität blind, denn sonst würde sie wohl beispielsweise auch Hotels, KFZWerkstätten und Handwerksbetriebe nennen. Rechnen Sie überschlagsmäßig hoch, wie viele Personen da zusammenkommen!

Politisch exponierte Personen

Wenn Sie eine politisch exponierte Person, kurz PEP, sind, wie zum Beispiel Nationalratsabgeordneter, hoher Militär oder Vorstand eines staatsnahen Betriebes, dann wissen Sie das in aller Regel. Aber nicht nur die Inhaber solcher wichtigen, öffentlichen Ämter gelten als politisch exponiert und somit per Definition als Risikofaktor, sondern (verkürzt gesagt) auch deren Eltern und Lebenspartner sowie deren Kinder und deren Lebenspartner. Alleine hieraus ergeben sich österreichweit viele zehntausend Risikokunden.

Drittländer mit hohem Risiko

Eine weitere „Chance“ als Risikokunde eingestuft zu

werden, kann sich aus dem Bezug (wie Wohn-/Firmensitz, Staatsangehörigkeit) zu einem Drittland mit hohem Risiko ergeben. Als solche stuft die EU-Kommission die Länder Afghanistan, Algerien, Angola, Bolivien, Britische Jungferninseln, Kamerun, Côte d’Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Haiti, Kenia, Laos, Libanon, Monaco, Myanmar/Birma, Namibia, Nepal, Südsudan, Syrien, Trinidad und Tobago, Vanuatu, Venezuela, Vietnam, Jemen, Iran, Nordkorea und neuerdings Russland ein. Die „Graue Liste“ der FATF ergänzt noch die Virgin Islands (UK) und das EU-Mitgliedsland Bulgarien.

Staaten, die sich Brüssel mutmaßlich aus politischen und/oder diplomatischen Gründen nicht traut auf diese Länderliste zu setzen, werden vielfach von verpflichteten Finanzdienstleistern ergänzt. Oft gelten daher auch Kunden mit Bezug zu Weißrussland, Ukraine, Libyen usw. als risikobehaftet.

Steueroasen

Auch Kunden mit Bezug zu einer Steueroase wird erhöhtes GeldwäscheRisiko zugeordnet. Laut „SteueroasenKundmachungs-Verordnung 2025“ des Justizministeriums gelten die Länder Amerikanisch-Samoa, Anguilla, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Russische Föderation, Samoa, Trinidad und Tobago, Amerikanische Jungferninseln,

Vanuatu, Antigua und Barbuda, Belize, Britische Jungferninseln, Brunei Darussalam, Eswatini, Seychellen, Türkei und Vietnam als nicht kooperativ für Steuerzwecke.

Gibt es noch „normale“ Kunden?

Gelingt es Ihnen oder Ihren Kunden, von keinem einzigen der genannten Risikofaktoren betroffen zu sein? Die Chance, dass Privatanleger oder Firmenkunden eines Finanzdienstleisters (mehr oder weniger) erhöhtes Risiko von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zugeordnet wird (oder werden muss), steigt angesichts der unzähligen potenziellen Risikofaktoren ins Unermessliche. Manche Finanzdienstleister lehnen Geschäftsbeziehungen mit Risikokunden wie Juwelieren und politisch exponierten Personen mittlerweile sogar kategorisch ab. Zu viel Aufwand, zu viel (Aufsichts-)Risiko.

Pauschale Kriminalisierung

Setzt sich der gegenwärtige Trend fort, gibt es – überspitzt ausgedrückt – bald nur mehr Risikokunden. Nicht umsonst sprechen Experten angesichts der ausufernden Bestimmungen und strengen Aufsichtspraxis von einer zunehmend pauschalen Vorverurteilung und ungerechtfertigten Kriminalisierung sämtlicher Personen.

7. Mai 2026 Messezentrum Salzburg Halle 1

FACHVORTRÄGE

Mindestens 5 IDD-Stunden

Betriebliche Kollektivversicherung: Totgesagte leben länger... oder doch nicht? Michael Kögler, Vorsorgeexperte UNIQA Versicherung

Innovation, Digitalisierung und erfolgreiche Nachfolgeregelung für Versicherungsmakler

Ing. Mag. Herbert Orasche (Geschäftsführer und Gesellschafter) & Doris Antoni (Vertrieb und Marketing), g&o brokernet GmbH

Die Eckpfeiler einer soliden Strafrechtsschutzversicherung Mag. Martin Moshammer, Niederlassungsleiter ROLAND Rechtsschutz Österreich

Vertrauensschadenversicherung – Das unterschätzte Schutzschild gegen Wirtschaftskriminalität

Dr. Georg Aichinger, IDD Akademie

Rechtsschutzversicherung – Beispiele aus der Praxis einer Rechtsanwältin Mag. iur Therese Frank

PROGRAMM

Erfolg durch mentale Stärke

Markus Hörndler, Speaker, Führungskräfte-, Vertriebs-, Persönlichkeits- und Mentaltrainer bei Hörndler Consulting e. U., Bestsellerautor, Unternehmensberater

Status Quo? Adé! – Eine neue Ära geht an den Start

Podiumsdiskussion

Servicefreundlichster Versicherer risControl

Verleihung Diplome akademischer Versicherungsmakler und akademischer Versicherungsmanager

InnoShip Institut AG

Stand Februar 2026 — Änderungen vorbehalten

UNSERE AUSSTELLER

Stand Februar 2026

Exklusives Hybridmodell und 1-Minuten-Modellrechner für Versicherungsvermittler

Die APK Versicherung AG kündigt für das Jahr 2026 den Start einer neuen, modernen Lösung für Firmen-Pensionszusagen an. Im Mittelpunkt steht ein hochattraktives Gesamtpaket für Versicherungsvermittler, das digitale Effizienz, innovative Produktkombinationen und fundiertes Beratungs-Know-how vereint.

In Kooperation mit der business-point consulting und vorsorge gmbh stellt die APK Versicherung AG ihren Vertriebspartner leistungsstarke Online-Modellrechner zur Verfügung – sowohl für den Bereich Zukunftssicherung als auch insbesondere für Firmen-Pensionszusagen. Damit können realistische, verständliche Modellrechnungen für Kunden in weniger als einer Minute erstellt werden – ein klarer Effizienzgewinn in der Beratung.

Highlight: Vollständige Hybrid-Berechnung aus Sicherheit und Renditechancen

Ein zentrales Highlight der neuen Lösung ist die vollständige Modellrechnung eines innovativen Hybridmodells,

dass zwei starke Komponenten vereint, von zum Beispiel:

• 50 % fondsgebundene Rentenversicherung der APK Versicherung AG

• 50 % klassische Lebensversicherung mit Rentenoption über die Zürich Versicherung AG

Diese Kombination ermöglicht es Versicherungsvermittlern, Stabilität und garantienahe Elemente mit langfristigen Renditechancen zu verbinden –transparent, nachvollziehbar und direkt im Beratungsgespräch vor Ort kalkulierbar.

Mehrwert für Versicherungsvermittler: Tools und Beratungs-Know-how

Die Kooperation mit business-point geht bewusst über die Bereitstellung

von Rechentools hinaus. APK-Vertriebspartner erhalten zusätzlich praxisnahes Know-how für erfolgreiche Beratungsgespräche, darunter:

• Muster Pensionszusagen

• Unterstützung bei Kunden und Steuerberatern

• Überprüfung bestehender Vorsorgelösungen

• Versicherungsmathematische Berechnungen und Gutachten

Damit positioniert sich die APK Versicherung AG als aktiver Partner, der Versicherungsvermittler nicht nur mit Produkten, sondern auch mit konkreter Beratungskompetenz unterstützt.

Interesse geweckt?

Mit dem Marktstart 2026, der innovativen Hybridlösung und den digitalen Beratungswerkzeugen setzt die APK Versicherung AG neue Impulse im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge. Am 25. Februar 2026 findet zum Thema Pensionszusage über das Portal meine-weiterbildung.at eine Online-Schulung (1 Stunde IDD Weiterbildung) statt. Im Anschluss an die Schulung wird eine Präsentation zum neuen Produkt der APK Versicherung AG stattfinden.

Versicherungsvermittler, die sich frühzeitig informieren oder eine Kooperation bzw. Nutzung der neuen Services prüfen möchten, sind eingeladen, direkt Kontakt (per Mail an pensionszusage@apk.at) aufzunehmen oder sich gerne zum kostenlosen online Seminar anzumelden.

Mag. (FH) Katharina Braunsteiner-Leeb (Vorstand), Mag. Eugen Sagon (Leitung Versicherung) und Mag. Gabriela Capellmann (Vorstand)

#frausorgtvor

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Ihre Sorgen möchten wir haben.

Scoring

InterRisk

Das renommierte Analysehaus Ascore hat in einer umfangreichen Studie 74 deutsche Kompositversicherer in der Kategorie „Privat & Gewerbe“ bewertet, mit Schwerpunkt auf dem Privat-

Starkes Geschäftsjahr

VBV-Betriebliche Altersvorsorge AG

Die VBV-Gruppe hat 2025 ein sehr gutes Geschäftsergebnis erzielt. Zum Jahresende verwaltete die Pensions- und Vorsorgekassengruppe 17,8 Milliarden Euro für mehr als 3,7 Millionen Menschen. Zuwächse ergaben sich sowohl durch neue Unternehmenskunden – darunter IBM Österreich – als auch durch positive Veranlagungsergebnisse.

Andreas Zakostelsky, Generaldirektor der VBV-Gruppe, dazu: „Die VBV ist weiter auf Erfolgskurs: So konnten im Vorjahr allein in der VBV-Pensionskasse 80 Pensionskassenverträge mit Unternehmenskunden abgeschlossen werden. Ein besonderes Highlight war der

Veranlagungsjahr

BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft

Die BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft blickt auf ein solides Veranlagungsjahr zurück. Mit einer Performance von 5,56 Prozent lag das Ergebnis über dem Branchenschnitt von 4,88 Prozent und spiegelt laut Unternehmen die konsequent umgesetzte Anlagestrategie wider. Als zentrale Elemente nennt der Vorstand

kundengeschäft. Grundlage waren die Geschäfts- und SFCR-Berichte der Unternehmen. Die Bewertung erfolgte anhand der Kriterien „Erfahrung“, „Sicherheit“, „Erfolg“ und „Bestand“, die aus zehn Kennzahlen abgeleitet wurden (u. a. Beiträge, Eigenkapital- und Solvabilitätsquote, Ergebnis- und Kostenquoten, Schadenquote/Combined Ratio sowie Bestands- und Vertragsentwicklung). Die InterRisk erreichte dabei einen Spit-

Neukunde IBM Österreich.“

Die VBV-Pensionskasse verwaltete zum 31. Dezember 2025 ein Vermögen von 9,75 Milliarden Euro für über 410.000 Berechtigte. Das Veranlagungsergebnis in den Risikogemeinschaften (VRGn) lag je nach Strategie zwischen vier Prozent bei konservativen und sieben Prozent bei dynamischen Portfolios. Die Aktienstrategie erzielte besonders gute Ergebnisse, Anleihen- und Private-Debt-Portfolios lieferten stabile Erträge. Die Pensionskasse wurde beim Branchen-Ranking des Finanzmagazins Börsianer bereits zum siebten Mal als „Beste Pensionskasse Österreichs“ ausgezeichnet.

Die VBV-Vorsorgekasse steigerte ihr verwaltetes Vermögen um mehr als 13 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Bei der Abfertigung NEU betreut die VBV über 3,3 Millionen Menschen. Das Veranlagungsjahr 2025 schloss die Vorsor-

ein geringes Fremdwährungsrisiko durch konsequentes USD-Hedging, den Fokus auf europäische Märkte sowie eine gezielte Untergewichtung des Zinsänderungsrisikos. Zudem setzt die BONUS nach eigenen Angaben in turbulenten Marktphasen auf einen besonnenen Ansatz und realisiert Gewinne vorausschauend, statt kurzfristig auf Marktbewegungen zu reagieren.

Für 2026 kündigt die Pensionskasse an, diese Linie fortzuführen: Risikokonzentrationen – insbesondere im Aktienbereich – sollen vermieden und die kurze Duration im Anleiheportfolio beibehal-

zenplatz und wurde mit sechs Kompassen als „Hervorragend“ ausgezeichnet. Vorstandsvorsitzender Dr. Florian Sallmann sieht die Auszeichnung als Bestätigung: Nach zahlreichen Top-Bewertungen im Produktbereich werde nun auch das Unternehmen selbst prämiert – basierend auf über drei Jahre ausgewerteten Kennzahlen. Er wertet das Ergebnis als Beleg für vorausschauende, erfolgreiche Unternehmensführung und die Leistung der Mitarbeitenden.

Andreas Zakostelsky

gekasse mit einer Performance von 4,78 Prozent ab, deutlich über dem Branchenschnitt, und erzielte damit eines der besten Ergebnisse seit Bestehen. Auch die Langfrist-Performance ist führend: Seit Beginn der ÖKB-Messung 2004 erreichte die Vorsorgekasse eine jährliche Netto-Performance von 2,5 Prozent pro Jahr – das beste Ergebnis aller österreichischen Vorsorgekassen.

ten werden. Unterstützt wird die Gesellschaft durch ihre Aktionärsstruktur mit der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft und der Generali Versicherung.

Nachhaltigkeit ist laut BONUS seit der Gründung 1997 fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Auszeichnungen wie die Ernennung zur „Nachhaltigsten Pensionskasse Österreichs“ sowie erneut ÖGUT Gold in der BONUS Vorsorgekasse unterstreichen diesen Anspruch. Insgesamt setzt die BONUS Gruppe damit auf Kontinuität in der Veranlagung und auf eine langfristig ausgerichtete Weiterentwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich.

Ausbau des Werkstattnetzes

MO‘ Drive

MO‘ Drive, führender österreichischer Service-Provider für zentral gesteuertes Schadensmanagement, erweitert sein Premium-Werkstattnetz kontinuierlich. Versicherer und Maklerorganisationen verfügen damit bereits über mehr als 40 Service Points in sämtlichen Bundesländern. Mit rund 25.000 gesteuerten Schäden pro Jahr, einem First Call innerhalb von zwei Stunden, einer durchschnittlichen Reparaturzeit von lediglich vier Werktagen so-

wie einer Kundenzufriedenheit von 98 Prozent (CAST-Gesamtwert 2025) setzt MO‘ Drive klare Qualitätsstandards in der Branche. „Wir kooperieren ausschließlich mit Werkstätten, die höchste technische Standards, moderne Infrastruktur und exzellenten Kundenservice gewährleisten“, sagt Geschäftsleiter Wolfgang Weinberger. Zusätzlich zu modernsten Reparaturmethoden – etwa der Laser-Schweißtechnik – bietet MO‘ Drive ein österreichweites Holund Bringservice, digitale Schnittstellen für Versicherer und vollständige Transparenz über ein eigenes TrackingTool. Auf Basis starker Partner und einer

Wolfgang Weinberger

konsequenten Qualitätsstrategie positioniert sich MO‘ Drive damit als bevorzugter Provider für Versicherer, Makler und Flottenkunden im österreichischen Schadensmanagement.

Die Niederösterreichische Versicherung (NV) baut ihr digitales Serviceangebot für Makler weiter aus: Im NV MaklerCockpit steht ab sofort der Online-Offertrechner zur Verfügung.

Kriegsrisikoschutz gestärkt

KNIAZHA Vienna Insurance Group

KNIAZHA Vienna Insurance Group (KNIAZHA VIG), Teil der Vienna Insurance Group, hat gemeinsam mit Aon eine Rückversicherungsvereinbarung mit der U.S. International Development Finance Corporation (DFC) abgeschlossen. Damit kann das Unternehmen KMU und Privatpersonen in der ge-

Damit lassen sich individuelle Angebote für Kunden schnell und unkompliziert online berechnen – ohne zusätzliche Software und ohne unnötige Wartezeiten. Der neue Online-Offertrechner bringt spürbare Erleichterung im Alltag: Offerten für alle relevanten Produkte können sofort erstellt werden. Das reduziert den administrativen Aufwand deutlich und schafft mehr Raum für das, worauf es ankommt – persönliche Beratung. Der Zugriff erfolgt direkt im NV MaklerCockpit, jederzeit und ortsunabhängig.

samten Ukraine gegen Kriegsrisiken absichern und regionale Wiederaufbauinitiativen unterstützen.

Harald Riener, Vorstandsmitglied der VIG und Aufsichtsratsvorsitzender der KNIAZHA VIG, betont, dass die Kooperation das langfristige Engagement der VIG in der Ukraine unterstreicht und eine Plattform für Stabilität, Wiederaufbau und nachhaltiges Wachstum schafft. Die Vereinbarung stärkt die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Ukraine, mindert Konfliktrisiken und nutzt

Für zusätzliche Klarheit sorgt die übersichtliche und nachvollziehbare Darstellung der Tarifdetails. Makler können ihren Kunden damit in Echtzeit passgenaue Lösungen präsentieren. Das hebt die Servicequalität, verkürzt Entscheidungswege und stärkt die Kundenbindung – ein klarer Vorteil in einem zunehmend digitalen Markt. Mit dem Online-Offertrechner setzt die NV ein weiteres Zeichen für digitale Maklerunterstützung und zeigt, wie Technologie den Beratungsprozess effizienter macht. Mehr Informationen sind über die Maklerbetreuer erhältlich.

die globale Expertise von Aon zur Entwicklung innovativer Versicherungslösungen.

Harald Riener

Ministerialrat MMag. Stefan Trojer, Yorck Hillegaart (Präsident von BIPAR), Dr. Nadine Wiedermann-Ondrej (BMF), Nic De Maesschalck, Katharina Freingruber, LL.B. (Fachgruppenobfrau Burgenland), Prof. Mag. Erwin Gisch, MBA (Geschäftsführer Fachverband) und KommR Christoph Berghammer, MAS (Fachverbandsobmann)

BIPAR Mid-Term Meeting 2026

Fachverband der Versicherungsmakler

Rund 120 europäische Branchenvertreter kamen in Wien zusammen, um über regulatorische Weichenstellungen, Marktbedingungen und die Zukunft der Versicherungsvermittlung zu beraten. Als Austragungsort des BIPAR Mid-Term Meetings 2026 wurde die österreichische Bundeshauptstadt zum Knotenpunkt für Delegierte aus ganz Europa. Dass der europäische Dachverband BIPAR (European Federation of Insurance Intermediaries) Wien wählte, ist primär dem langjährigen Engagement des österreichischen Fachverbands der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten zu verdanken.

Anerkennung für österreichische Pionierarbeit

KommR Christoph Berghammer, MAS Fachverbandsobmann der österreichischen Versicherungsmakler, sieht in der Wahl Wiens ein klares Signal: „Dass Wien als Austragungs-

ort ausgewählt wurde, ist eine Anerkennung für die konsequente europäische Arbeit unseres Fachverbands. Österreich bringt sich auf Augenhöhe in die zentralen Zukunftsfragen der Branche ein.“ Auch BIPAR-Präsident Yorck Hillegaart würdigte Berghammers langjährige Expertise im Management Board, die maßgeblich dazu beigetragen habe, dass die Anliegen der österreichischen Makler in Europa Gewicht haben.

Österreich-Vormittag

Ein programmatischer Schwerpunkt war der „Österreich-Vormittag“, der nationale Perspektiven mit europäischen Trends verknüpfte. Dr. Nadine Wiedermann-Ondrej (BMF) referierte über die wachsende Bedeutung der privaten Altersvorsorge (dritte Säule) und betonte, dass Finanzbildung die Grundvoraussetzung für eigenverantwortliche Vorsorgeentscheidungen sei. Ministerialrat MMag. Stefan Trojer (Bundesministerium für Wirtschaft) gab Einblicke in die kommenden regulatorischen Herausforderungen, insbesondere die nationale Umsetzung der Retail Investment Strategy (RIS) in die Gewerbeordnung. Fachverbands-Geschäftsführer Erwin Gisch unterstrich die Bedeutung des österreichischen Marktes: Mit über 50 Millionen Ver-

trägen und einem Prämienvolumen von 21,4 Milliarden Euro gehört Österreich zu den versicherungsintensivsten Märkten Europas. Das seit 1996 bestehende Maklergesetz mit dem „Best-AdvicePrinzip“ sichere dabei eine treuhänderische Beratung auf höchstem Niveau.

Zukunftsthema Frauen in der Branche

Unter der Leitung von Katharina Freingruber, LL.B. Fachgruppenobfrau der Versicherungsmakler in Burgenland, präsentierte die Initiative „Women Wanted“ Wege zur Stärkung von Frauen in der Branche. Das Ziel: Sichtbarkeit erhöhen und Karrieren fördern. Flankiert wurde dies durch Impulse von Dr. Judit Havasi (Donau Versicherung) und einer Botschaft von WKÖ-Präsidentin Martha Schultz, die Gleichstellung als gemeinsame Aufgabe der gesamten Branche definierten.

Fazit

Das Treffen bot neben fachlichem Austausch auch Raum für Vernetzung im kulturellen Rahmen des Leopold Museums. Christoph Berghammer resümierte zufrieden: „Der Dialog zeigt, dass viele Herausforderungen europäische Lösungen brauchen. Wien hat hierfür ein starkes Signal gesetzt.“

AssistanceLeistungen ausgebaut

Vienna Insurance Group

Die Vienna Insurance Group (VIG) bietet unter der Marke „Global Assistance“ rund 150 Assistance-Leistungen in Zentral- und Osteuropa an, sowohl für Kunden der Gruppe als auch für Drittkunden. Mit dem Start in Albanien ist nun der 18. Markt erschlossen.

„Wir haben früh erkannt, wie wichtig es ist, einen Mehrwert über Zusatznutzen zum bestehenden Versicherungsschutz zu schaffen. Dies steigert sowohl die Kontaktfrequenz als auch die Loyalität gegenüber unseren lokalen

Jahresergebnis 2025

Fachverband

Pensionskassen

Die österreichischen Pensionskassen können im Jahr 2025 auf ein Plus von 4,88 Prozent verweisen. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für die 1,13 Millionen Kunden der Pensionskassen.

Für diese verwalten die heimischen Pensionskassen aktuell ein Vermögen von 30,64 Milliarden Euro. Im Schnitt haben die rund 160.000 Leistungsberechtigten im Vorjahr eine monatliche Zusatzpension von 419 Euro bekommen (14-mal pro Jahr). Auch die Langfristperformance der acht österreichischen Pensionskassen ist mit 5,02 Prozent klar besser als die von zahlreichen anderen Anlageformen. Die heimischen Vorsorgekassen (Abfertigung NEU) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr ein durchschnittliches Ergebnis von 3,64 Prozent erzielt. Aktuell verwalten die sieben österreichischen Vorsorgekassen ein Vermögen von 23,7 Milliarden Euro für rund vier Millionen Anwart-

Marken“, erklärt Gábor Lehel, Vorstandsmitglied und Chief Innovation Officer.

Die gesamte Prozesskette – von Versicherungsleistung über Schadenabwicklung bis zur Assistance – wird über eigene Servicegesellschaften abgedeckt, wodurch die Servicequalität gezielt gesteuert und optimiert werden kann. Seit der ersten Gesellschaft 2014 in der Tschechischen Republik ist das Netzwerk auf zwölf Gesellschaften in 18 Ländern mit über 800 Mitarbeitern gewachsen, was eine lückenlose Betreuung von der Ostsee bis zum Mittelmeer ermöglicht. Das Portfolio umfasst Services in den Bereichen Fahrzeug, Gesundheit, Haushalt, Reise, Recht, Cyber/IT und Concierge-Dienste, die auch unabhängig von einem Versicherungsschutz genutzt werden können. Jährlich werden über eine Million Assistance-Fälle be-

schaftsberechtigte. „Die betriebliche Altersvorsorge ist für viele Menschen bereits heute eine verlässliche Ergänzung zur staatlichen Pension. Umso wichtiger sind selbst in Zeiten erhöhter Unsicherheit gute und stabile Ergebnisse“, betont Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Unser Ziel ist es, die betriebliche Altersvorsorge endlich für alle Menschen in Österreich verfügbar zu machen. Ebenso sehen wir es als wichtiges Ziel, unsere Performance weiter zu steigern. Dazu braucht es allerdings Änderungen, die nur durch politische Schritte zu erreichen sind.“

Zakostelsky begrüßt den ersten Schritt der Bundesregierung zum Thema „Beschäftigung und soziale Absicherung im Alter“, damit sei eine zentrale Forderung der Branche der betrieblichen Altersvorsorge enthalten, er sieht aber massiven Diskussionsbedarf bei weiteren Punkten wie zum Beispiel die Vorgabe von Kosten am Markt bei den Vorsorgekassen und einer regelmäßigen vorzeitigen Entnahme. Vielmehr ist eine bessere Performance für die Vor-

arbeitet. Die Gesellschaften verfügen über ein breites Partnernetzwerk und eigene Infrastruktur – darunter 4.500 Abschleppwägen, 800 Einsatzfahrzeuge, 25 Rettungswägen und ein Flugambulanz-Jet – und sind digital vernetzt. Mit 20 gesprochenen Sprachen wird schnelle und grenzüberschreitende Hilfe gewährleistet.

sorgekassen durch Wegfall der Bruttokapitalgarantie zu erreichen, die nicht mehr zeitgemäß ist.

„Unser Ziel ist der Vollausbau des Systems mit zahlreichen Verbesserungen, um künftig eine noch höhere Performance für alle Berechtigten zu erzielen. Klar ist aber auch: Maßnahmen wie zum Beispiel eine Entnahmemöglichkeit bei Pensionsantritt bei Pensionskassen würden diese Bestrebungen ad absurdum führen. Deshalb braucht es hier noch Nachverhandlungen – wir sind aber optimistisch, dass es insgesamt ein wichtiger Reformschritt Richtung Ausbau der 2. Säule wird“, so Zakostelsky abschließend.

Andreas Zakostelsky
Gábor Lehel

Revolution des Makler Business

Die seit zwei Jahrzehnten erfolgreiche Abwicklungsplattform ARISECUR erweitert ihr Geschäftsmodell. Wir haben mit Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR GmbH, darüber gesprochen.

Was war der ausschlaggebende Punkt, jetzt den nächsten Schritt zu setzen?

Büttner: ARISECUR ist seit dem Jahr 2006 als Abwicklungsplattform für Vermittler in Österreich tätig. In dieser Zeit hat sich der Markt deutlich verändert. Der Großteil der österreichischen Versicherungsmakler ab einem bestimmten Umsatzvolumen bevorzugt heute Direktvereinbarungen mit Versicherungsunternehmen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Digitalisierung, Automatisierung und Datenqualität massiv gestiegen. Daten- und Dokumentenverarbeitung sind komplexer denn je. Makler benötigen daher einen Partner, der diese Services professionell und effizient übernimmt – auch dann, wenn sie bewusst auf Direktvereinbarungen setzen. Genau diese Marktlücke adressieren wir jetzt.

Was steckt hinter der Ergänzung beziehungsweise dem neuen Modell?

Büttner: In Österreich gibt es aktuell rund 3.970 aktive Mitglieder im Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. ARISECUR arbeitet derzeit mit rund 950 Vermittlerbetrieben zusammen.

Viele Maklerbetriebe mit Direktvereinbarungen benötigen weiterhin die Unabhängigkeit und Flexibilität eines leistungsfähigen Verwaltungssystems, möchten aber gleichzeitig nicht auf die Effizienz, Skalierbarkeit und Servicequalität eines starken Netzwerks verzichten. Daraus ergab sich die kon-

sequente Weiterentwicklung unseres Angebots: ergänzend zur reinen Abwicklungsplattform, einer Service- und Einkaufsgemeinschaft für Makler mit Direktvereinbarungen.

Für welche Vermittlungsmodelle ist das Plattformmodell weiterhin das beste Fit – und für wen ist das neue Modell besonders interessant?

Büttner: Während unser klassisches Plattformmodell auf Partner mit ein bis drei Mitarbeitern und auf Vertriebe jeder Größe ausgerichtet ist, haben wir mit dem ARISECUR Service Modell eine Lösung für kapitalstarke und bestandsprägende Unternehmen mit einem jährlichen Provisionsumsatz von bis zu EUR 250.000 geschaffen. Wir richten uns damit gezielt an etablierte Betriebe mit komplexen Strukturen, die unsere technologische Infrastruktur als Beschleuniger nutzen wollen, während sie ihre gewachsenen Direktanbindungen und ihre unternehmerische Autonomie vollständig wahren.

Was genau verstehen Sie unter Datenservices für Versicherungsmakler mit Direktvereinbarungen, was wird angeboten und welche Module sind verfügbar bzw. buchbar?

Büttner: Unter Datenservices verstehen wir die vollautomatisierte, standardisierte und qualitätsgesicherte Verarbeitung sämtlicher Bestands- und Bewegungsdaten aus Direktvereinbarungen. Technisches Fundament sind dabei zwei etablierte Standards: BiPRO und OMDS. ARISECUR nutzt beide seit vielen Jahren produktiv und verfügt über

entsprechend tiefgehende operative Erfahrung in der Verarbeitung standardisierter Daten. Eingehende Dokumente und Datensätze werden systemseitig korrekt dem jeweiligen Kunden, Vertrag und Vorgang zugewiesen. Medienbrüche oder individuelle Importlogiken entfallen vollständig.

Abgedeckt werden: Kundendaten, Vertrags- und Bestandsdaten, Schadensund Leistungsdaten, Mahn- und Inkassoinformationen.

Die einzelnen Module sind separat buchbar. Makler entscheiden selbst, bei welchen Gesellschaften sie eine vollständige Datentiefe benötigen und wo reduzierte Informationen ausreichen. Dieses modulare Prinzip basiert auf langjähriger Praxiserfahrung mit BiPRO-Standards und stellt sicher, dass Datenservices exakt dem tatsächlichen Bedarf des Maklerbetriebs entsprechen.

Was ist Ihr Anspruch an „flexibel“: Geht es eher um Skalierbarkeit, um individuelle Anpassbarkeit oder um schnelles Aktivieren/Deaktivieren von Services?

Büttner: Flexibilität bedeutet bei uns drei Dinge: Skalierbarkeit, individuelle Anpassbarkeit und operative Entlastung. Im Gegensatz zu anderen Produkten für die Pflege von Dokumenten und Daten für Direktvereinbarungen stellt das ARISECUR Service Modell eine Full-Service-Dienstleistung dar. Eingehende Dokumente und Daten werden automatisch erkannt, zugeordnet und verarbeitet. Auf Seiten der Makler entstehen keine manuellen Aufwände. Die Bestandspflege erfolgt vollständig automatisiert und bleibt transparent und kontrollierbar.

Direktvereinbarungen sind für viele Makler ein sensibles Thema: Welche Vorteile ergeben sich durch die neue Service-Option konkret?

Büttner: Der Makler behält 100 Prozent seiner Direktvereinbarungen, Courtagen und Bonifikationen sowie direkten Ansprechpartner. Gleichzeitig entfallen operative Nachteile, die Direktanbindungen oft mit sich bringen: Insellösungen, Medienbrüche und hoher

administrativer Aufwand. ARISECUR übernimmt die technische und organisatorische Komplexität im Hintergrund.

Der Makler gewinnt Zeit, Datenqualität und Prozesssicherheit – ohne Abhängigkeiten oder Einschränkungen.

Flexibilität bedeutet bei uns drei Dinge: Skalierbarkeit, individuelle Anpassbarkeit und operative Entlastung.

Wie sieht die technische Integration für den Makler aus? Bleibt er in seiner gewohnten Softwareumgebung oder bietet das ARISECUR Service Modell hier ein eigenes Interface?

Büttner: Nein. Der Makler arbeitet künftig vollständig in der Systemwelt von ARISECUR. Dieser bewusste Schritt ist kein Nachteil, sondern eine zentrale Stärke des neuen Geschäftsmodells. Der Wechsel in eine einheitliche Systemlandschaft ermöglicht erst jene Effizienz, Datenqualität und Automatisierung, die mit fragmentierten Eigenlösungen oder „Parallelsystemen“ nicht erreichbar sind. Für Makler liegt der zentrale Vorteil darin, dass mit ARISECUR eine „Single Source of Truth“ entsteht: Die Bestandsdaten werden in einem System konsolidiert, wodurch Inkonsistenzen und manuelle Korrekturen entfallen. ARISECUR stellt eine integrierte End-to-EndSystemwelt zur Verfügung, die speziell für österreichische Versicherungsmakler mit Direktvereinbarungen entwickelt wurde.

Kurz gesagt: Der Umzug in die ARISECUR Systemwelt ist eine strategische Entscheidung zugunsten von Effizienz, Betriebssicherheit und Zukunftsfähigkeit. Makler geben keine unternehmerische Freiheit ab – sie gewinnen operative Kontrolle zurück.

Welchen Zeit- oder Kostenvorteil versprechen Sie einem mittelständischen Maklerbetrieb durch den Wechsel auf das neue Servicemodell?

Büttner: Ein realistischer Effekt ist eine Reduktion administrativer Aufwände um 20–30 Prozent. Gleichzeitig steigt die Datenqualität signifikant, weil Fehler und manuelle Korrekturen entfallen. Das wirkt sich unmittelbar auf Produktivität, Skalierbarkeit und Ertrag aus.

Zusätzlich profitieren Maklerbetriebe durch die Integration von simplr: Kunden erhalten einen digitalen Zugang zu ihren Verträgen, Dokumenten und Schäden in einer zentralen App. Das reduziert spürbar die Rückfragen im Geschäftsalltag und steigert gleichzeitig Servicequalität, Transparenz und Kundenbindung.

Gerade in Österreich sind Datenschutz und regulatorische Anforderungen zentral: Wie ist das neue Geschäftsmodell aufgestellt? Welche Rolle spielen Datensicherheit, Zugriffskonzepte und Transparenz, wenn Makler mit Direktvereinbarungen arbeiten?

Büttner: Wir haben bereits vor mehreren Jahren ein Informationssicherheits-Managementsystem innerhalb des Konzerns umgesetzt. Durch präventive Maßnahmen, klar definierte Prozesse und eine hohe Reaktionsfähigkeit im Ernstfall leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung von Cyberrisiken. Unsere Muttergesellschaft (blaudirekt GmbH) ist seit 2025 nach ISO 27001-Zertifizierung für Informationssicherheitsmanagement zertifiziert.

In ihrer täglichen Arbeit sind Versicherungsmakler auf den sicheren Austausch von Kunden- und Vertragsdaten sowie sensiblen Finanzinformationen angewiesen. Mit unserem Informationssicherheits-Managementsystem sorgen wir dafür, dass sämtliche Daten stets nach strengsten Sicherheitsstandards verarbeitet werden. Das schafft allen angebundenen Partnern von ARISECUR einen echten Wettbewerbsvorteil: Wer auf geprüfte und dokumentierte Sicherheitsstandards setzen kann, genießt nicht nur Vertrauen bei Endkunden, sondern hebt sich auch sichtbar vom Markt ab.

Was dürfen Makler in der Einführungsphase erwarten? Wie begleiten Sie die Betriebe beim Einstieg oder Umstieg?

Büttner: Einen strukturierten, realistischen Einstieg – ohne operative Risiken. Wir analysieren die Ausgangssituation, definieren gemeinsam das optimale Modul-Setup und begleiten

die technische Anbindung Schritt für Schritt. Im laufenden Betrieb reduziert sich die Komplexität spürbar: weniger Schnittstellen, weniger Fehlerquellen, mehr Übersicht. Unser Anspruch ist klar: keine Produktdemo, sondern ein funktionierender Betrieb ab Tag eins, um unmittelbare Produktivität zu schaffen!

Abschließend: Welche Rolle spielt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der ARISECUR Systemwelt?

Büttner: Künstliche Intelligenz ist für uns kein Zukunftsthema, sondern ein konkretes Effizienz- und Qualitätsinstrument. KI analysiert eingehende Dokumente und Datensätze, erkennt Muster, verbessert laufend die Zuordnung und Plausibilitätsprüfung. Je mehr Bestände und Vorgänge über das System laufen, desto präziser und stabiler werden die Prozesse. Dieser Lerneffekt ist ein zentraler Hebel für Skalierbarkeit und langfristige Effizienz. Ein konkretes Beispiel ist der Vertragspilot, der aktuell in den Startlöchern steht. Er ermöglicht die KI-gestützte Erfassung und Strukturierung von Polizzen – auch dann, wenn diese nicht über standardisierte BiPROSchnittstellen geliefert werden. Damit können Bestände schneller, fehlerärmer und deutlich ressourcenschonender ins System überführt werden.

Wichtig ist die klare Einordnung: Die KI unterstützt operative Prozesse, trifft aber keine fachlichen oder beratungsrelevanten Entscheidungen. Die Verantwortung bleibt vollständig beim Makler. Für österreichische Makler bedeutet das: kontinuierlich steigende Automatisierung, messbare Entlastung im Tagesgeschäft und eine Systemwelt, die mit dem eigenen Bestand mitwächst –statt ihn auszubremsen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Der Wechsel in eine einheitliche Systemlandschaft ermöglicht erst jene Effizienz, Datenqualität und Automatisierung, die mit fragmentierten Eigenlösungen oder „Parallelsystemen“ nicht erreichbar sind.

3. Schadendialog 2026

Perspektiven wechseln. Lösungen finden. Zukunft gestalten.

Die Schadenwelt steht vor tiefgreifenden Veränderungen – technologische Entwicklungen, steigender Kostendruck und neue Nachhaltigkeitsanforderungen verlangen nach neuen Denkansätzen und vor allem nach Austausch auf Augenhöhe. Genau hier setzt der 3. Schadendialog an, der am 5. Mai 2026 im Twelve Conference Center am Wienerberg in Wien stattfindet.

Unter dem diesjährigen Motto „Perspektive wechseln, Lösung finden“ etabliert sich der Schadendialog weiter als zentrale Plattform für Fach- und Führungskräfte aus Versicherungswirtschaft, Sachverständigenorganisationen, Reparaturbetrieben, Rechtswesen und Schadenmanagement. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Herausforderungen nicht nur zu beleuchten, sondern gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln – praxisnah, fachlich fundiert und mit Blick in die Zukunft.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Programms steht ein Thema, das die Branche zunehmend beschäftigt: die Nutzung und Reparatur mit gebrauchten Teilen im Kfz-Schadenmanagement. Zwischen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Qualitätssicherung und rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich neue Fragestellungen, die sowohl Versicherer als auch Werkstätten, Sachverständige und Rechtsvertreter gleichermaßen betreffen.

Diese komplexen Aspekte werden in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion sowie in begleitenden Fachvorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Zu den bestätigten Sprecherinnen und Sprechern zählen unter anderem Sven Rabe (Vorstandsvorsitzender der VAV Versicherung), Alexander Bayer (Chefsachverständiger des VVO), Reinart Clark (Vorsitzender des Lack- und Karosseriebeirats), Anette Chassée (COO der CARTV-Gruppe), Arthur Clark

(ehemaliger Bundesinnungsmeister der Karosseriebautechniker und -lackierer) sowie Dr. Martin Neuwirth (Rechtsanwalt). Ergänzt wird das Programm durch Vertreter von Eurogarant sowie eines namhaften deutschen Versicherers, die ihre praktischen Erfahrungen und strategischen Perspektiven einbringen.

Neben den Vorträgen und der Podiumsdiskussion setzt der Schadendialog 2026 verstärkt auf Interaktion und fachlichen Austausch. Erstmals werden im Networking-Bereich moderierte Thementische eingerichtet, die den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich in kleiner Runde gezielt zu zwei ausgewählten Fachthemen auszutauschen. Bei Kaffee und Kuchen entstehen so strukturierte Gesprächsräume, in denen konkrete Fragestellungen diskutiert, Erfahrungen geteilt und neue Lösungsansätze entwickelt werden können. Die moderierten Tische fördern nicht nur die fachliche Tiefe, sondern auch den persönlichen Austausch – ein Element, das in einer zunehmend digitalisierten Branche bewusst gestärkt wird.

Der Schadendialog versteht sich dabei nicht nur als Vortragsveranstaltung, sondern als Arbeitsplattform für die Branche: ein Ort, an dem Perspektiven zusammengeführt, Standpunkte

diskutiert und gemeinsame Wege entwickelt werden. Gerade in Zeiten schneller Veränderungen gewinnt dieser offene Dialog an Bedeutung – denn nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Blickwinkel aufeinandertreffen.

Veranstaltet wird der 3. Schadendialog von einem starken Netzwerk engagierter Branchenakteure: DEKRA (Helmut Geil), CarVita (Jürgen Henschel), CARTV (Jan S. Kralik) und Schadenmeister (Martin Winkler) bündeln ihre Expertise, um eine Plattform zu schaffen, die Fachwissen, Praxis und strategische Perspektiven vereint. Ihr gemeinsames Ziel: den konstruktiven Austausch innerhalb der Schadenbranche zu fördern und Impulse für zukunftsfähige Lösungen zu setzen.

Der Empfang beginnt um 12:30 Uhr, das Programm verspricht einen abwechslungsreichen Nachmittag voller fachlicher Impulse, Diskussionen und persönlicher Begegnungen. Wer sich aktiv an der Weiterentwicklung des Schadenmanagements beteiligen möchte, findet im Schadendialog 2026 die ideale Gelegenheit dazu.

Eine Veranstaltung für alle, die bereit sind, Perspektiven zu wechseln – um gemeinsam Lösungen zu finden.

Jan S. Kralig (CarTV), Jürgen Henschel (CarVita), Helmut Geil (Dekra Austria) und Martin Winkler (Schadenmeister)

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Fotos: Philipp Lipiarski, risControl/Christoph Schönfellner, Marcel Peters, ARISECUR, Philipp Monihart, Stephan Huger, Adobe Stock/kras99, Adobe Stock/ Zelma, Richard Tanzer, WKÖ/Studeny, Wiener Verein, Laura Katschnig, Mateja Pernat, Marlene Fröhlich, DONAU/ Pitterle, Sabine Klimpt, Giuliano Koren, Martina Draper, Alice LeMarin, Günther Freund, Georg Wilke, wefox, BLENDE11 FOTOGRAFEN, Deloitte/feelimage, Graz99ers, UNIQA/Nessweda, wefox Austria/Marco Pertl, Natascha Unkart, Ingo Folie, Chiara Milo.

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In der nächsten Ausgabe

Technologischer Wandel trifft Sicherheitskonzepte: Ein Blick auf die Dynamik moderner Mobilitätsformen und die Zukunft des Schadenmanagements

informationen und den in Interviews geäußerten Meinungen.

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und

verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird.

Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend.

Es gilt der Anzeigentarif 01/2026/ (ca)

Interview mit Franz Josef Zeiler, Vorstandsmitglied DONAU Versicherung

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