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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

NR. 01 • Januar 2013 • HEFT 402 • 33. JAHRGANG • EURO 10,00

Nachhaltigkeit und CSR Mag. Markus Zeilinger im Interview

Pläne, Zukunftsvisionen, Innovationen Dr. Georg Steinort und Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER

„Mister Lebensversicherung“ Manfred Baumgartl, Vorstandsmitglied Allianz Versicherung AG

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STUDIE 11/2011

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EDITORIAL

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Liebe Leserinnen und Leser!

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lso, ich bin enttäuscht. Sie auch, liebe Leser? Haben Sie etwa auch, doch so unglaublich glaubhaft in allen Gazetten vorhergesagt. Ich fühlte mich so frei und unbelastet. Und was ist passiert. Nichts! In nächster Zeit werde ich wohl weniger oft ins Fitness-

Center gehen können. Auch Gesundheitstage, Verinnerlichungsseancen und Entspannungsübungen sind zunächst gestrichen. Sogar den Sprachkurs für Mandarin-Chinesisch muss ich sausen lassen. Ich werde jetzt nämlich öfters im Bezirksgericht erscheinen müssen. Warum? Na, weil ich einigen ziemlich Unschuldsvermuteten und einigen Ungustln offen und aufrichtig die Meinung

gesagt habe. Dass es so gekommen ist, daran bin nicht ich schuld, sondern jene, denen ich geglaubt habe. Den Weltuntergangspropheten. Und jetzt? Kein Weltuntergang! Das ist nicht fair. Sogar den, kurz vor dem nicht eingetroffenen Großereignis, erstandenen Riesenfernseher muss ich bezahlen, obwohl die Werbung doch so freudig versprochen hat, erst bezahlen nach dem Weltuntergang. Und da steh ich nun mit dem Elektroteil das eigentlich keiner braucht. Interessant wäre auch zu wissen, warum genau am Weltuntergangstag die Richtlinie der EU für Unisex umzusetzen gewesen ist. Haben die Verantwortlichen in der EU auch an den Weltuntergang geglaubt? Nix da, und die Annahme mit Unisex werden einige Versicherungsprämien billiger ist auch nicht in dem Ausmaß wie angenommen eingetroffen, sehr zur Verwunderung des VKIs. Sogar die abgeschlossene Weltuntergangsversicherung war ein Flopp, das T-Shirt mit dem Aufdruck „ich habe den Weltuntergang überlebt“ ist beim ersten Waschen eingegangen. Das trägt jetzt werbewirksam mein Hund, er macht bereits Furore damit. Also was ist uns, den an den Untergang Glaubenden, übrig geblieben,

Es ist eine Katastrophe: Keine Katastrophe!

so wie ich, auf den Untergang der Welt gesetzt? Das wurde uns

schnell die Neujahresvorsätze zusammenschreiben, sich zu ärgern, dass es keine Karten für das Neujahrskonzert mehr gegeben hat und mit positiven Gedanken ins neue Jahr zu rutschen. Das haben Sie hoffentlich auch gemacht und die Redaktion wünscht Ihnen alles Gute für 2013. Ihre Doris Schachinger

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INHALT

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risControl 01/13 Ausgabe-Nr.: 01 | risControl 01/2013 | Januar 2013 Heft-Nr.: 402 | 33. Jahrgang

3 EDITORIAL Es ist eine Katastrophe: Keine Katastrophe!

6 KARRIERE 6 FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER: Ombudsstelle 6 WM AG: Verstärkung 6 R + V VERSICHERUNG: Spartenleiter 6 S VERSICHERUNG: Verlängerung 7 LIECHTENSTEIN LIFE ASSURANCE AG: Country Manager 7 ALLIANZ VERSICHERUNG: Private Vorsorge 7 NÜRNBERGER VERSICHERUNG: Vorstand 7 ÖSTERREICHISCHE BEAMTENVERSICHERUNG: Landesdirektion Wien

Mag. Markus Zeilinger im Interview

Seite 10

8 KURZNACHRICHTEN 8 Übernahme 8 Kooperation 8 Eine Marke 8 Insolvenzstatistik 8 Zahltag 8 Teilstart 8 Eine Billion Euro 9 Qualität 9 Virtuelles Service 9 Kerngeschäft 9 Deutsche Wertarbeit gefragt 9 Corporate Identity

Interview mit Dr. Georg Steinort und Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER

Seite 14

10 INTERVIEW

Allianz Gruppe Österreich, Langsame Stabilisierung erwartet

10 Nachhaltigkeit und CSR 14 Pläne, Zukunftsvisionen, Innovationen 16 Kooperationen - Lehrgang 18 Der Schlüssel zum Erfolg

19 WIRTSCHAFT

Seite 22

Keine Furcht vor China

20 KOMMENTAR 20 Ausblick Kreditmarkt 2013:  Entspannung mit Nebenwirkungen 21 Privater BU-Schutz kompensiert Ausfall der staatlichen Vorsorge

22 FINANZEN 22 Langsame Stabilisierung erwartet 24 Unzufriedenheit wächst

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Marketagent, Unzufriedenheit wächst

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INHALT

26 VERSICHERUNG

Wiener Städtische Versicherung, Gesetzesänderung Gebäudeversicherung

Seite 33

26 Magere Jahre 30 „Abschluss von Frauen besonders attraktiv für Vermittler“ 32 Neue Tarifgeneration 32 Rekordschäden 33 Gesetzesänderung Gebäudeversicherung 33 Kreditentwicklung 34 Elektronisches Postfach 34 Kostenfalle Internet 35 Neue Features 36 Schneeräumen 37 Geschäftsreisen 38 Lebensversicherungen sind lebenswichtig 40 Neue Führerscheinrichtlinie

36 KOLUMNE Wofür stehen Sie 2013?

41 MARKT Roland Rechtsschutz, Kostenfalle Internet

Seite 34

Spezialitäten in Meidling Bauspezialisten TV-Kaffeemaschinen-Service Folierungen aller Art Feel the Fashion Wo Gast König ist

42 VERANSTALTUNG 42 Aktive Weihnachtsfeier 43 JUBILÄUM 43 Großer Bahnhof 44 Business Cocktail 45 Förderpreis

Allianz Versicherung, Lebensversicherungen sind lebenswichtig

46 BUCHBESPRECHUNG

Seite 38

Praxisleitfaden Betriebliche Altersvorsorge Wollen Sie keine Ausgabe versäumen? Dann abonnieren Sie risControl unter www.riscontrol.at

Abo

Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@at-verlag.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

TOGETHER, Aktive Weihnachtsfeier

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, 123rf, Fotolia, Oskar Schmidt, Wilke, Niko Formanek. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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R + V VERSICHERUNG

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Ombudsstelle

Spartenleiter

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FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER

b 2013 gibt es eine österreichweite unabhängige Ombudsstelle beim Fachverband der Finanzdienstleister für alle Kunde, geleitet von Johann Wally, der bereits seit 19 Jahren l in der Fachgruppe Wien als Ombudsmann ölt .G tätig ist. Das wurde in den zuständigen Gremien des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich beschlossen“, informiert Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich. „Die Finanzdienstleister sind stets für ihre Kunden da“, so Göltl, weiter: „Sollte es trotzdem zu Unstimmigkeiten kommen, sollen alle Kunden der Finanzdienstleister österreichweit einen einfachen Zugang zu einer objektiven und fachlich versierten Stelle haben“. Die Ombudsstelle wird ab Jänner 2013 per E-Mail an fdl.ombudsstelle@wko.at erreichbar sein. Zusätzlich wird die Telefonnummer 05 90 900-5550 eingerichtet.

iplom Betriebswirt Philipp Dierig über nimmt als Spartenleiter den Bereich Kredit- und Kautionsversicherung. Er wird sich nicht nur um die Maklerbetreuung, sondern auch um die Produktentwicklung und das Underwriting der Kreditsparte kümmern. Er folgt in dieser Funktion Frank Dombrowski, der das Unternehmen verlassen hat. Zuletzt war er als Leiter Kreditversicherung bei der VERO Versicherungsmakler GmbH tätig, zuvor bei der Coface Austria. Unterstützt wird Dierig von Nuhran Jasarov, die seit vielen Jahren in der Maklerbetreuung tätig ist und sich als Vertriebsassistenz um die administrativen Belange der Makler im Kreditversicherungsbereich kümmern wird. „Philipp Dierig ist ein ausgewiesener Fachmann, der unsere Branche sehr gut kennt und schon lange im Bereich Kreditversicherung tätig ist. Als Spartenleiter wird er maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung dieser Sparte setzen.“, freut sich Dr. Martin Beste, Geschäftsführer der Niederlassung, über die neue Personalie in seinem Team.

WM AG S VERSICHERUNG

Verstärkung

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ie WM Maierhofer AG hat Manfred Totzauer in den Vorstand geholt. Die Agenden des international erfahrenen Finanzprofis werden internationale Akquisition und Betreuung institutioneller Kunden sein. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über internationale Bankinstitute wie Credit Suisse AG, Citibank AG, Bank of America sowie HypoVereinsbank zur WM AG. Peter Maierhofer Gründer und Hauptaktionär: „Wir freuen uns, dass wir mit Manfred Totzauer einen international erfahrenen Bankfachmann für unser Team gewinnen konnten. Er wird per 17. Dezember 2012 zum Vorstand der WM AG bestellt. Manfred Totzauer bringt eine 30-jährige internationale Bankerfahrung nicht nur im Bereich Investment Banking, sondern auch seit 2001 im Bereich Internationales Wealth Management mit.“

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Verlängerung

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er Aufsichtsrat der s Versicherung hat die Vorstandsmandate von Heinz Schuster, DI Manfred Rapf und Mag. Erwin Hammerbacher einstimmig bis zum 31.Dezember 2016 verlängert. Die bisherige Vertriebsvorstand Heinz Schuster wurde zudem zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zu seinem erneuten Karrieresprung meint Schuster: „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung seitens unseres Haupteigentümers und unseres Bankpartners. Wir haben die letzten, nicht einfachen Jahre in der Versicherungslandschaft sehr gut gemeistert und sind heute größter Bankenversicherer Österreichs. In den kommenden Jahren werden wir mit Hochdruck daran arbeiten, diese Position noch weiter auszubauen.“

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Country Manager

KARRIERE

LIECHTENSTEIN LIFE ASSURANCE AG

NÜRNBERGER VERSICHERUNG

Vorstand

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artin Kappl ist zum Country Manager Österreich und zum Mitglied der Direktion von Liechtenstein Life ernannt worden. „Wir freuen uns, dass wir mit Martin Kappl einen äußerst erfahrenen und bestandenen Vertriebsspezialisten für unseren wichtigen Absatzmarkt Österreich gewinnen konnten“, sagt Marco Baur, CEO der Liechtenstein Life. Kappl verfügt über eine langjährige Vertriebserfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche in Deutschland und Österreich. Zuletzt war er Regional Sales Manager für Wien, Niederösterreich und das Burgenland sowie interimistischer Head of Sales von Clerical Medical. Er wird für den Auf- und Ausbau unserer Vertriebsorganisation in Österreich verantwortlich sein und berichtet direkt dem CEO. „Der Fokus der Marktbearbeitung liegt auf der Gewinnung und der Pflege von mittelständischen Maklerorganisationen in ganz Österreich. Zudem suchen wir die Vertriebskooperation mit Maklern, welche sich speziell der Finanzoder Pensionsplanung widmen“, so Marco Baur.

ie bereits berichtet, hat sich Ende 2012 Vorstandsmitglied Helmut Horeth in den Ruhestand verabschiedet. Seine Agenden wurden von Dr. Philip Steiner übernommen, der bereits seit Juli 2012 Vorstandsmitglied ist. Ebenfalls aus dem Vorstand der Nürnberger Österreich ausgeschieden ist Dr. Wolf-Rüdiger Knocke (56), der sich künftig seinen Aufgaben als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Beteiligungs-AG in Nürnberg widmen wird. Seine Funktion im Vorstand der NVÖ wird seit Anfang des Jahres von Dr. Jürgen Voß (42) wahrgenommen. Dr. Voß ist seit über 6 Jahren im Konzern tätig und unter anderem für die Bereiche Versicherungsmathematik, Rückversicherung und Kapitalanlagen verantwortlich. Dr. Knocke wird der Nürnberger Österreich weiter erhalten bleiben. Er wechselt in den Aufsichtsrat der NVÖ, wo er Dr. Werner Rupp (65) ersetzt, der mit Ende 2012 in den Ruhestand ging. Der Vorstand der NVÖ Versicherung AG Österreich besteht seit 1.1.2013 somit aus Kurt Molterer (Vorstandsvorsitz), sowie den ordentlichen Mitgliedern Dr. Philip Steiner und Dr. Jürgen Voß.

ALLIANZ VERSICHERUNG

ÖSTERREICHISCHE BEAMTENVERSICHERUNG

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Private Vorsorge

Landesdirektion Wien

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ndreas Csurda hat mit Anfang Jänner neue Aufgaben im Bereich „Versicherungstechnik Leben“ der Allianz Gruppe in Österreich übernommen. Zusätzlich zu seinen bisherigen Agenden in der „Betrieblichen Altersvorsorge“ zeichnet Csurda künftig auch für die Entwicklung von Produkten in der Lebensversicherung, die versicherungstechnische Vertragsführung, sowie das Underwriting im Bereich der privaten Vorsorge verantwortlich. Csurda startete 1990 seine berufliche Laufbahn in der Allianz im Bereich „Mathematik“. Kurz darauf wechselte er in die „Betriebliche Altersvorsorge“, die er seit 1995 auch leitet. Unter seiner Verantwortung entwickelte sich die Allianz österreichweit in der BAV zum führenden Anbieter. 1997 wurde Csurda Mitglied des Vorstands der Allianz Pensionskasse Aktiengesellschaft, 2002 Vorstandsmitglied der BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse. Darüber hinaus ist er seit 2003 Vorstandsvorsitzender der Plattform der Österreichischen Vorsorgekassen.

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arl Koczurek ist der neue Landesdirektor Wien bei der ÖBV, er folgt Erich Projer, der im Unternehmen die betriebliche Altersvorsorge weiterentwickeln und somit aufwerten wird. Beständigkeit hat der Korneuburger Karl Koczurek schon in seiner 22-jährigen Tätigkeit im Konzern der Wiener Städtischen Versicherung gezeigt. Stationen seiner beruflichen Karriere im Wiener Verein, einer Gruppe der Wiener Städtischen Versicherung, umfassten unter anderem Aufgaben in der Verwaltung, Verkauf im Außendienst sowie die Ausbildungsleitung für den Wiener Außendienst. Ab 2001 verantwortete er die Vertriebsleitung des Wiener Vereins in Niederösterreich, Burgenland und zuletzt zusätzlich in Wien. „Mit Karl Koczurek haben wir einen erfahrenen Versicherungsexperten und Vertriebsprofi für den bedeutenden Wiener Markt gewinnen können“, begründen die ÖBV Vorstandsdirektoren Mag. Josef Trawöger und Dr. Karl Heinz Setinek die Unternehmensentscheidung.

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KURZNACHRICHTEN

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ARISECUR

ERGO AUSTRIA

Übernahme

Eine Marke

Die Arisecur Versicherungsprovider GmbH wurde zu 100% an blau direkt, einem der führenden Versicherungssoftwareunternehmen und Maklerpools Deutschland, sowie an den jetzigen Geschäftsführer Geschäftsführer Andreas Büttner, verAndreas Büttner kauft. Das 2006 gegründete Unternehmen schreibt seit 3 Jahren Gewinne und arbeitet mit 900 Vertriebspartnern zusammen. Mit der Übernahme werden massive Investitionen in den Ausbau der IT Leistungen getätigt. Selbstverständlich wird weiterhin mit den einzelnen Aricon Unternehmen zusammengearbeitet. Auch für die bestehenden Kooperationspartner wird sich nichts ändern.

ARISECUR / I-PROSPERITIES GMBH

Kooperation Seit nunmehr drei Jahren unterstützt die i-prosperities GmbH heimische Anlage- und Versicherungsberater mit Information, Beratung, Service und den renommiertesten ProChristian Holweg dukten Liechtensteins aus den Bereichen Versicherung, Veranlagung und Bankengeschäft. Bereits nach kurzer Zeit nutzen über 300 heimische Berater das Kompetenzzentrum für Liechtenstein als Service und Abwicklungsplattform. Nun hat das Unternehmen eine Kooperation mit Arisecur abgeschlossen, und kann somit auch den Vertriebspartnern Produkte aus Liechtenstein anbieten. Als einziger Staat Europas hat Liechtenstein einen Haushaltsüberschuss und die mittlerweile selten gewordene Bestnote AAA. Durch zahlreichen Anlage- und Standortprivilegien sowie aufgrund attraktiver Produktlösungen rückt Liechtenstein immer mehr in den Fokus heimischer Berater und deren Kunden.

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Mit Jänner wurden die bisher unter Victoria-Volksbanken Versicherung firmierenden Gesellschaften in Ungarn und der Slowakei unter der Marke ERGO neu strukturiert. Somit treten jetzt alle zur Versicherungsholding ERGO Austria International AG zählenden Auslandsgesellschaften unter einer Marke auf. „Die ERGO Versicherungsgruppe verfolgt international die Strategie eines einheitlichen Markenauftrittes. Zu dieser Zielsetzung konnten wir mit der planmäßigen Realisierung der Rebrandingprozesse unserer Auslandstöchter beitragen. Wir nutzen die Einmarkenstrategie, um in Österreich und ebenso in unseren Auslandsmärkten, unseren Kunden und Partnern Mag. Harald Londer, Serviceverbesserungen Vorstandsmitglied ERGO Austria International zu bieten. Unser Slogan „Versichern heißt verstehen“ gilt für alle unsere Gesellschaften. Dementsprechend werden wir ERGO in unseren Auslandsmärkten als eine Versicherungsmarke positionieren, die für mehr Transparenz sowie Verständlichkeit gegenüber ihren Partnern und Kunden steht. In allen Ländern arbeiten wir an der Erweiterung der Produktpalette“, erklärt Mag. Harald Londer, für das Auslandsgeschäft verantwortliches Vorstandsmitglied der ERGO Austria International AG.

CREDITREFORM

Insolvenzstatistik Die Creditreform hat die endgültigen Zahlen der Insolvenzentwicklung 2012 veröffentlicht. Pro Werktag hat es 25 Firmeninsolvenzen gegeben (ein Plus von 1,2% gegenüber 2011), die Prognosen in diesem Bereich liegen bei einer Zunahme von 6% für das heurige Jahr. Als Hauptursache werden Managementfehler angegeben. Die am stärksten betroffenen Branchen sind weiterhin das Transportwesen und die Baubranche. Die Privatinsolvenzen sind leicht zurückgegangen und die Entwicklung für das heurige Jahr sollte stabil bleiben.

ALLIANZ VERSICHERUNG/ DEUTSCHLAND

Zahltag Die Allianz Lebensversicherung hat ihre Nichtzulassungsbeschwerde beim Deutschen Bundesgerichtshof zurückgezogen. Damit wurde das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart aus dem Jahr 2011 rechtskräftig. Darin handelt es sich um zahlreiche Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen, die als unwirksam erklärt wurden. Die Allianz Versicherung stellt sich daraufhin auf Zahlungen von rund 120 Millionen Euro ein.

EUROPA

Teilstart Nach Berichten in einigen deutschen Medien, soll die europäische Versicherungsaufsicht einen Teilstart der Solvency II Regeln planen. Entgegen der Erwartungen, dass Solvency II erst mit 2014 gestartet werden wird, oder wie auch von Eiopa Präsidenten Gabriel Bernardino nicht vor 2016 erwartet, sollen Richtlinien für die Aufsicht, die Berichtspflichten der Versicherer, das Risikomanagement und die Zulassung unternehmensinterner Risikomodelle ausgegeben werden. Die umstrittenen Eigenkapitalvorschriften werden angeblich noch nicht in den Richtlinien enthalten sein.

VISA EUROPE

Eine Billion Euro Die jährlichen Konsumentenzahlungen mit Visa Bankkarten in Europa haben 2012 erstmals eine Billion Euro überschritten. Trotz dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld stiegen die Ausgaben von Karteninhabern im Handel um 8% auf 1.3 Billionen Euro. Im E-Commerce, dem am schnellsten wachsenden Geschäftsfeld, sogar um 16%. Onlineausgaben mit Visa Karten haben einen Zuwachs von 20% auf 200 Mrd. Euro verzeichnet. Damit wird mehr als jeder siebente Euro in Europa mit einer Visa Karte bezahlt.

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CHINA / DEUTSCHLAND

Qualität

Deutsche Wertarbeit gefragt

Die Landesdirektion Kärnten und Osttirol konnte im Dezember die fünfhunderttausendste Qualitätspartnerin begrüßen. Landesdirektor Dr. Hannes Kuschnig und UNIQA Betreuerin Wieslawa Glowinski von der GeneralAgentur Eventus haben Desiree Maria Theres Zechner mit einer Gutschrift von 10.000 Partnerpunkten im Vorteilsklub der UNIQA belohnt. Die UNIQA QualitätsPartnerschaft bietet diverse Vergünstigungen und Zusatzangebote. Kunden sammeln durch die Prämienzahlung laufend Partnerpunkte, die gegen Leistungen wie Gutscheine, Thermen- und Wellnessaufenthalte sowie Artikel für Reise, Sport und Freizeit eingetauscht werden können. Wenn sie in einem Kalenderjahr keinen Schaden zu melden

v.l.n.r.: UNIQA GA Eventus Wieslawa Glowinksi, QualitätsPartnerin Desiree Marie Theres Zechner, Landesdirektor Dr. Hannes Kuschnig

SKANDIA

ZURICH INSURANCE GROUP

Virtuelles Service Seit Anfang des Jahres können alle Kunden bei Skandia die Möglichkeit ihre Verträge direkt online zu verwalten. Vertriebspartner konnten dies bereits seit längerer Zeit mittels dem Onlineportal eFOX. Das neue Webportal bietet Kunden die Möglichkeit Fondswerte, Fondszusammenstellung oder auch über das Investmentanalysetool Morningstar X-Ray sämtliche relevanten Informationen per Klick einzusehen. Auch Vertragsänderungen können Anleger online anfordern. sei es eine neue Fondsaufteilung, die Anforderung der Finanzamtsbestätigung, oder auch die Änderung persönlicher Daten. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, funktioniert die elektronische Unterschrift wie auch im Online-Banking mit einem TAN-System. Die TANs werden dann nach der Anmeldung entweder per Post oder per SMS auf das Mobiltelefon des Kunden geschickt.

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hatten, erhalten Kunden außerdem einen Schadenfrei-Bonus und damit einen Teil ihrer Versicherungsprämien retour. Auch Unterwetterwarnungen als Zusatzleistung sind inkludiert.

Kerngeschäft Die Zurich verfolgt ihren Weg weiter, aus Geschäften auszusteigen die nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören. Die Eagle Star Insurance Group mit Sitz in Großbritannien, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Zurich, hat ihr Schadenversicherungsgeschäft auf die RiverStone Insurance übertragen. Hierbei geht es überwiegend um Asbest-, Umwelt- und Gesundheitsrisiken, die in den USA zwischen Mitte der 1940er und Mitte der 1980er Jahre versichert worden waren. Weiters hat die irische Zentralbank Mitte Dezember den Antrag auf Rückzug der Banklizenz in Irland genehmigt. Bereits im letzten Jahr wurden die verbleibenden Bankkonten von Dunbar Bank pl in Großbritannien erfolgreich übertragen und die britische Banklizenz zurückgegeben. Die aktuellen Transaktionen umfassen die Strategie von Zurich, einen Großteil nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäfte zu veräußern und damit bis 2015 1,5 Mrd. USD an Kapital freizusetzen.

KURZNACHRICHTEN

UNIQA VERSICHERUNG

Einer Studie zufolge, ist für die deutschen Nobelmarken BWM, Mercedes und Audi China der wichtigste Absatzmarkt im Jahr 2012 gewesen. Insgesamt wurden im letzten Jahr über 950.000 Neuwagen verkauft. Auch das Jahr 2013 soll weiterhin boomen und man erwartet einen Absatz von über einer Million Neuwagen. Seit dem Jahr 2005 sind die Verkäufe in China pro Jahr um 37% gestiegen.

COFACE

Corporate Identity Mit einem neuen Corporate Identitiy möchte die Coface noch mehr Ihre Strategie auf das Kerngeschäft Kreditversicherung nach außen tragen. Das neue Logo und der neue Claim sind Symbol für den starken Einsatz für Cofacekunden. Das neue Design wurde von der französischen Agentur W & Cie. ent-

worfen. Es ist einfacher und kraftvoller. Jeder Bestandteil wurde darauf ausgelegt, die neue strategische Ausrichtung der Coface zu unterstützen. „Unser neuer Claim drückt unseren speziellen Mehrwert als Kreditversicherer aus sowie unser festes Versprechen unseren Kunden gegenüber: Sicherer Handel - weltweit“, sagt JeanMarc Pillu, Chief Executive Officer der Coface-Gruppe.

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INTERVIEW

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Nachhaltigkeit und CSR risControl_01.indd 10

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INTERVIEW

Verantwortungsvolle Unternehmen entscheiden sich für fair-finance, so Mag. Markus Zeilinger im Interview risControl: Herr Mag. Zeilinger, die fair-finance Vorsorgekasse ist sehr erfolgreich. Inwiefern ist der Trend zur Nachhaltigkeit für diesen Erfolg verantwortlich? Zeilinger: Nachhaltigkeit ist kein Trend. Das Konzept der Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft des 16. Jahrhunderts. Holz sollte den Wäldern nur in jenem Ausmaß entnommen werden, wie zur Erhaltung eines stabilen Baumbestandes und einer zukunftsfähigen Nutzung sinnvoll war. Heute hat sich dieses ursprünglich auf Ressourcenerhalt, also auf Ökonomie, ausgerichtetes Bewirtschaftungskonzept um die ökologische und soziale Dimension erweitert. Unabhängig von der langen Historie wird ökonomische Nachhaltigkeit nach der Blase kurzfristiger Gewinnmaximierung wieder stark in der Öffentlichkeit und auch in den Unternehmen thematisiert. Nachhaltigkeit ist also kein Trend, sondern eine Notwendigkeit oder eine Wertehaltung, indem der dauerhafte Nutzen mehr Wert ist, als der kurzfristige. Unternehmen, die dies frühzeitig erkennen und pro-aktiv darauf zugehen, durchleben einen Wertewandel und erhöhen somit ihre Wettbewerbschancen. Sozialverant-

BM Rudolf Hundstorfer mit den Preisträgern des Betrieblichen Sozialpreises 2012 wortliche und mitarbeiterInnenorientierte Unternehmen zählen zu den Innovationsführen und sind in der Regel wirtschaftlich erfolgreich und krisenresistent. Mit fairfinance versuchen wir diese Erkenntnis konsequent und bestmöglich umzusetzen. Das eröffnet uns Chancen, bringt positive Reputationseffekte und eine Markendifferenzierung und führt letztendlich auch zu unternehmerischem Erfolg.

fairͲfinance

risControl: Sie sagen, Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Wertehaltung. Aber dann müsste das Konzept von fair-finance und anderer sozialverantwortlicher Anbieter schon vor Jahren erfolgreich gewesen sein. Das war es aber nicht. Zeilinger: fair-finance gibt es erst seit 2010. Aber fair-finance hätte bei Einführung der

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*) fair-finance performance im 2. Halbjahr 2010 (2,54%) zzgl. durchschnittliche performance aller Kassen im 1. Halbjahr 2010

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fair-finance liegt bei einer umfassenden Bewertung von Kosten, Performance, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Service deutlich an der Spitze

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Performance der Betrieblichen Vorsorgekassen 2010 – 3. Quartal 2012

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INTERVIEW

12 Abfertigung Neu im Jahr 2003 nicht funktioniert. So wie ja auch die Umsätze der fairtrade oder bio gehandelten Produkte nicht von Anfang an so hoch war. Das hängt aber nicht mit dem Angebot, sondern mit der Nachfrage zusammen und da kommt der Begriff CSR ins Spiel. Bei „Corporate Social Responsibility“, also unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung handelt es sich eher um einen Trend. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts waren die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den USA hinsichtlich Umweltschutz und Sozialstandards unzureichend, so dass der unternehmerischen Eigenverantwortung besondere Bedeutung zukam und den Begriff CSR prägte. Sozial verantwortlich handeln heißt demnach, über die bloße Gesetzeskonformität hinaus mehr

Markus Zeilinger (l), BM Rudolf Hundstorfer mit den Vertretern des Siegerprojektes von dm drogeriemart in Humankapital, in die Umwelt und in die Beziehung zu den Stakeholdern zu investieren. Die Unternehmen wie auch die Konsumenten beziehen zunehmend CSR-Kriterien in Ihre Entscheidungen ein. Viele Unternehmen zahlen ihren MitarbeiterInnen mehr als Kollektivvertrag oder Arbeitsmarkt verlangen, bieten freiwillige Sozialleistungen oder bemühen sich um Ressourceneffizienz und um den Umweltschutz. Dies alles geschieht nicht primär aus ökonomischen Überlegungen, sondern vielfach aus unternehmerischer Verantwortung. Die Entscheidung zur Auswahl oder dem Wechsel der Betrieblichen Vorsorgekasse fällt den Unternehmen ganz besonders leicht, da dies kostenfrei und ohne Nachteile erfolgt. Und wenn man sich nur kurz mit den möglichen Anbietern beschäftigt, wird man ganz schnell und eindeutig erkennen, dass fair-finance die beste und sicherste Wahl ist. risControl: Wie sieht nun das Angebot von fair-finance in Bezug auf Nachhaltigkeit konkret aus?

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Zeilinger: Wie gesagt, Nachhaltigkeit hat mehrere Dimensionen. Wir bieten einerseits unseren Kunden mehr Leistung zu einem geringen Preis und andererseits ein sozialverantwortliches Gesamtkonzept im Gegensatz zum Streben nach Profitmaximierung der Mitbewerber. Die Mehrleistung besteht vor allem in der Mindestzinsgarantie, die wir als einziger Anbieter gewähren und zwar auch für 2013 unverändert in Höhe von 2,25% und auch in einer Beteiligung am Unternehmenserfolg, die gemäß Businessplan erstmalig in 2015 zu einer Gutschrift auf den Konten der Anspruchsberechtigten führen wird. Dass diese Mehrleistung nicht mehr kostet, überrascht, weil wir alle schon dahin gehend konditioniert sind. fair-finance hat aber die günstigsten Gebühren der Branche und dies bei den besten Veranlagungserträgen. Nach dem Rekordjahr 2011 mit 9,67% Ertrag, konnten wir auch in 2012 mit 6,2% ein Spitzenergebnis Ergebnis erzielen. Das war aber nur die eine Seite, die der ökonomischen Vorteile für die Kunden. Die andere Seite betrifft die gesellschaftliche Verantwortung. Nicht nur, dass wir die Vermögensveranlagung streng nach nachhaltigen Kriterien ausgerichtet haben und dafür auch zuletzt mit dem Gold-Zertifikat der ÖGUT ausgezeichnet wurden, und unsere Geschäftsprozesse entsprechend den CSRStandards wie Transparenz, Environment Social Governance (ESG) und Mitsprache ausgerichtet sind, bemühen wir uns, durch eigene Initiativen Verantwortung zu übernehmen. So findet der von fair-finance finanzierte und organisierte Betriebliche Sozialpreis großen Anklang und auch unsere dauerhafte Unterstützung für das Projekt JUCA der Caritas, in das auch unsere Kunden eingebunden sind, geht sicherlich über das normale Ausmaß von Charity- und Spendenprogrammen hinaus. risControl: Wie viele Unternehmen haben dieses Angebot schon angenommen?

Markus Zeilinger gratuliert den Preisträgern des Betrieblichen Sozialpreises 2012 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das entspricht einem Marktanteil von über 2%. Unternehmen wie Red Bull, Wienerberger, Palfinger, dm, Swarovski, Bene, Hartlauer Gruppe, AK Salzburg und NÖ, Anker Brot und viele soziale Einrichtungen wie die Caritas zählen schon zu unseren Kunden. risControl: Was erwarten Sie für 2013? Zeilinger: Den bisher schon starken Argumenten für uns konnten wir mit kontinuierlich ausgezeichneten Veranlagungsergebnissen und dem Gewinn des renommierten IPE-Country Awards Austria im November 2012 in Kopenhagen nochmals Nachdruck verleihen. So dass ich für fair-finance einen großen Wachstumsschub erwarte. Hinsichtlich der Vermögensveranlagung und der Performance wird es in 2013 spannend. Die Zinsen können kaum mehr weiter sinken, was nicht nur geringe Zinserträge sondern auch automatisch stagnierende Kurse oder Kursverluste bei Anleihen bedeutet. Aktien sind bei den Vorsorgekassen nicht sehr bedeutend, aber mangels Wachstums gehe ich auch hier gedämpft in das neue Jahr. risControl: Sehr geehrter Herr Mag. Zeilinger, Vielen Dank für das Gespräch.

Zeilinger: Da wir uns ja sehr stark auf große Unternehmen konzentrieren, ist die Anzahl der Unternehmen weniger relevant. Mag. Markus Zeilinger Aber die etwa 700 ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der fair-finance VorsorgeUnternehmen, die kasse AG. Bis 2007 hat er die BONUS Vorsorgekasse und BONUS wir bisher als Kunden Pensionskasse geleitet, davor war er Vorstand der Winterthur gewinnen konnten, Versicherung für Personenversicherungen. Er studierte beschäftigen etwa Politikwissenschaft und Handelswissenschaften in Wien.

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INTERVIEW

Die neuen Seminare starten jetzt.

bei Ihrem s o f n I e r e N채h r und auf e u e r t e b r Makle demie.at a k a r le k a w w w.m

Maklerakademie

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v.r.n.l.: Dr. Georg Steinort und Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER

2013 BEI CCA UND TOGETHER

Pläne, Zukunftsvisionen, Innovationen Interview mit Dr. Georg Steinort und Mag. Alexander Petzmann, Geschäftsführer von CCA und TOGETHER

risControl: Der Beginn eines neuen Jahres ist immer ein guter Zeitpunkt, um die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und neue Zukunftspläne zu schmieden. Wie sieht ihr Resumee aus? Dr. Georg Steinort: Wir haben gerade im vergangenen Jahr viele Innovationen gebracht, die dem Trend der Zeit entsprechen. Mit tis2go gibt es ein innovatives neues Service für unsere Kunden, dass es ermöglicht, sämtliche Aufgaben sofort und vor Ort beim Endkunden fertigzustellen. Alle Daten können von unterwegs

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vom Tablet aus verwaltet werden und Geschäftsfälle werden vollelektronisch abgewickelt. So kann der gesamte Prozess von der Produktberatung bis zum abgeschlossenen Vertrag direkt vor Ort beim Kunden erfolgen. Wir glauben, dass das die Arbeit des Maklers, was die Abwicklung betrifft, in Zukunft erheblich vereinfachen wird. Selbstverständlich arbeiten wir auch im Jahr 2013 mit großem Enthusiasmus weiter am Ausbau unserer mobilen Services, zum Beispiel gibt es in Bälde mit tis2go-sign die Option, Dokumente mittels biometrischer Unterschrift digital am Tablet zu signieren. Es sind aber auch

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noch viele weitere Innovationen geplant, die unser Service für den Kunden weiter verbessern und ausbauen. Mag. Alexander Petzmann: Wir sind aber auch stolz darauf, was bisher schon erreicht werden konnte. Wir unterstützen besonders auch die kleinen Makler – bereits mit der kostenfreien Basisversion von TOGETHER können die wichtigsten Funktionen genutzt werden: Von der Interessentenverwaltung und Offertberechnung über die Abwicklung von Anträgen und Verfügbarkeit all ihrer Daten inkl. den Provisionsdaten bis hin zu Polizzenkopien ist bei unserer Leistungsstufe 1 schon alles mit dabei. Und das auf der einzigen wirklich neutralen Abwicklungsplattform in Österreich – denn wir sind weder Makler noch Versicherer. Unsere Kunden geben ihre Anträge immer unter der eigenen Vermittlernummer und nicht unter einer fremden ab. Unseren Kunden bleibt immer ihre gesamte Provision, denn wir verdienen nicht am Versicherungsgeschäft mit. Und alle Daten, die unsere Kunden in ihrem TOGETHER haben, gehören und bleiben ihr Eigentum, ob es sich nun um Interessenten-, Antrags-, Polizzen-, Bestands- oder Provisionsdaten handelt, und liegen sicher und geschützt in einem österreichischen

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Rechenzentrum. Wir bieten die einzige Plattform mit echter elektronischer Anbindung, die eine vollelektronische Abwicklung ohne zwischengeschaltete Backoffices ermöglicht. Diese Vorteile schätzen unsere Kunden und belohnen uns mit langjähriger Treue und ständigem Zuwachs.

INTERVIEW

Kräfte ein, um für unsere Kunden den täglichen Workflow immer weiter zu verbessern. Ganz nach dem Motto Schneller. Besser. Richtiger. Steinort: Ganz im Sinne der schnellen und effizienten elektronischen Abwicklung setzen wir auch immer mehr Tarifrechner mit der neuen R5-Technologie um. Neben einer Steigerung der Geschwindigkeit wird dadurch auch die Anwenderfreundlichkeit wesentlich verbessert – für eine noch effizientere Abwicklung. Bei CCA gibt es seit letztem Jahr das CCA Online Portal, mit dem Kunden, Vermittler und Mitarbeiter je nach Berechtigung mobil auf Daten aus CCA9 zugreifen und auch Schadenmeldungen abwickeln können. Wir arbeiten am weiteren Ausbau der Schnittstellen und Funktionen, um unseren Kunden größtmögliche Mobilität und Flexibilität zu bieten. Wir freuen uns auf die Herausforderungen im neuen Jahr und wünschen ein gemeinsam erfolgreiches Jahr 2013! risControl: Wir danken für das Gespräch!

risControl: Welche Zukunftsvisionen und –pläne gibt es noch für das Jahr 2013? Petzmann: Ein Schwerpunkt ist das Thema „Ultramobilität“. Wir arbeiten an mehreren Fronten zum Thema Mobilität: Immer mehr TOGETHERund CCA-Funktionen direkt am Tablet anzubieten, eigene Apps zu entwickeln, die Handysignatur für unsere Softwareprodukte einzusetzen – damit ist nicht nur ein sicherer und einfacher Einstieg in die Plattform möglich, sondern auch der Endkunde kann schon bald seine Versicherungsdokumente direkt vor Ort beim Makler einfach und sicher rechtskräftig unterzeichnen. Wir setzen unsere

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INTERVIEW

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RAINER POLLEICHTNER, MBA, VERTRIEBSSTEUERUNG GROSSMAKLER ÖSTERREICH UND PROJEKTLEITER HELVETIA FÜR KMULEHRGANG

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HELVETIA VERSICHERUNG / D.A.S.VERSICHERUNG

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ufgrund des großen Interesses an unserem KMU-Lehrgang gemeinsam mit D.A.S. Österreich und der Vermittlerakademie im Jahr 2011, haben wir diesen auch heuer wieder auf die Beine gestellt. Wir wollen Makler im Gewerbebereich noch umfassender informieren und für das Thema sensibilisieren. Insgesamt wollen wir zu einer Professionalisierung des Versicherungsgeschäftes im Business to Business-Segment beitragen. Die Nachfrage aus der Maklerschaft ist auch heuer wieder sehr groß. Bereits innerhalb weniger Tage haben sich die ersten Vertriebspartner angemeldet. Durch die Beschränkung der Teilnehmeranzahl auf maximal 20 Personen können wir einen sehr hochwertigen, exklusiven Unterricht gewährleisten. Im Part Gewerbeversicherung wollen wir einen ganzheitlichen Blick auf die Unternehmensrisiken, Schnittstellen und Grenzen des Riskmanagements werfen. Dazu kommen konkrete Informationen zu unterschiedlichen Risiken, wie Elementar, Haftpflicht, Maschinen/Technik etc., und welche weiteren Details speziell für KMUs zu beachten sind. Ziel ist es, durch gesteigerte Kompetenz die Sicherheit im Kundengespräch zu erhöhen. Dazwischen gibt es immer wieder praktische Übungen zur Führung von Dialogen, überzeugendes Verkaufen und die Möglichkeit zu Reflexion und Diskussion. Die Anmeldefrist läuft noch bis Ende Februar, Einzelplätze sind auch danach noch zu buchen. Wir wollen Vertriebspartner für uns zu gewinnen, die über ein großes Potenzial im Bereich der KMU-Vorsorge verfügen. Auch mir persönlich ist ständige Weiterbildung ein großes Anliegen. Nach Abschluss eines MBA bin ich im Moment in Ausbildung zum MLS – Master of Legal Studies (Versicherungsrecht). Ich denke, man sollte nie aufhören, dazuzulernen und über den Tellerrand zu schauen.

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Kooperationen Der dritte Lehrgang zum zertifizierten Versicherungsberater für KMU startet Anfang April 2013.

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ie Resonanz auf die ersten beiden Lehrgänge war ausgesprochen positiv, die Nachfrage der Makler nach weiteren Durchgängen ist dementsprechend groß“, zeigt sich Werner Panhauser, Helvetia Vorstand und Mitinitiator des Lehrgangs, erfreut. Teilnehmen können ausschließlich Versicherungsmakler mit Berufserfahrung. Sie sollen Unternehmen zukünftig als kompetente Ansprechpartner entgegentreten können. Denn die Marktanalysen der Initiatoren zeigen, dass es Firmenkunden wichtig ist, dass ein Berater nicht nur bei seinen Versicherungsprodukten versiert ist, sondern sich ebenfalls gut in wirtschaftlichen sowie rechtlichen Zusammenhängen auskennt, von denen ein Betrieb betroffen sein kann. Sie legen Wert darauf, dass in ihrer Sprache mit ihnen kommuniziert wird. Diese Anforderungen unterscheiden sich stark von jenen der Privatkunden. Mit dem Zertifikats-Lehrgang bieten die beiden Versicherungsgesellschaften für Versicherungsmakler eine exklusive, hochwertige Zusatzausbildung, um die KMU-Kunden optimal betreuen zu können. „Mit über 90% aller Unternehmen stellen die Klein- und Mittelbetriebe in Österreich einen interessanten Markt mit noch viel ungehobenem Potenzial dar“, so Johannes Loinger, Vorstandssprecher D.A.S. Im Lehrgang wird viel

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INTERVIEW

KLAUS POINTNER, LEITER PARTNERVERTRIEB, D.A.S. ÖSTERR. ALLG. RECHTSSCHUTZVERSICHERUNGS-AG

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n - Lehrgang Dir. Johannes Loinger, Vorstandssprecher D.A.S. Österreich (l) und Werner Panhauser, Vertriebsvorstand Helvetia Versicherung Augenmerk auf betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen, Risikoanalyse und -management für Betriebe sowie Kommunikationskompetenz gelegt. Dabei wird auf fundierte Theorie und auf einen hohen Praxisanteil geachtet. Fragen- und Argumentationstechniken für den Verkauf von Leistungen an B2B-Kunden sowie professionelles Agieren im Schadenfall sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Denn Selbstständige haben meist wenig Zeit und schätzen daher klare, fokussierte Sprache und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Produktpräsentationen. Veranstaltungsort ist das Hotel „Das Traunsee“ in Traunkirchen/OÖ. Insgesamt 76 Unterrichtseinheiten sind von den maximal 20 Teilnehmern zu absolvieren. 12 Stunden davon via E-Learning-Plattform, die restlichen 64 Stunden aufgeteilt auf drei Module zu je 3 bzw. 2 Tagen im Schulungsraum. Der Lehrgang schließt mit einer mündlichen und schriftlichen Zertifizierungsprüfung am 3. und 4. Juni 2013 ab. Abgerundet wird der Lehrgang durch ein Follow up am 21. und 22.10. 2013. Die Lehrgangsgebühr beträgt 2.200 Euro exkl. USt. Helvetia und D.A.S. übernehmen die Hälfte der Kosten bei bestehender Vereinbarung. Wenn eine Produktionszielvereinbarung im KMU-Segment abgeschlossen und erreicht wird, entfällt für den Teilnehmer auch die zweite Hälfte.

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echtsschutz, insbesondere der Firmen-Rechtsschutz, gilt als eher komplexe Sparte. Fakt ist jedoch: Der Bedarf an Rechtsschutzlösungen ist ungebrochen hoch. Daher möchten wir durch einen partnerschaftlichen Wissenstransfer unseren Beitrag dazu leisten, die RechtsschutzExpertise der Makler im KMU-Segment zu vertiefen. In einem härter werdenden Wettbewerb gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich durchzusetzen. Wir sind davon überzeugt, dass dabei eine stetige Qualitätsverbesserung die nachhaltigste und effizienteste Methode ist. Aus diesem Grund investieren wir viel Energie und materiellen Einsatz, um eine ideale Symbiose mit den freien Vermittlern zu bilden. Die rege Nachfrage zur Weiterführung des erfolgreichen KMU-Lehrgangs in Kooperation mit Helvetia und VERMAK bestätigt, dass das Interesse an einer praxisorientierten Ausbildung sehr hoch ist. Wir bieten daher auch in diesem Jahr – neben unseren beliebten Maklerforen – einen Lehrgang an und legen dabei noch mehr Augenmerk auf den entscheidenden „point of sale“, das Kundengespräch. Oder um es mit den Worten von Danny Kaye zu sagen: „Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.“ Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Geschäftsjahr und freue mich auf ein Wiedersehen beim KMU-Lehrgang im April 2013.

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Johannes Muschik, Geschäftsführer der Vermittlerakademie

Der Schlüssel zum Erfolg

risControl: „Was erwartet Teilnehmer im Lehrgang „Berater/in für Klein- und Mittelbetriebe?“ Muschik: Sie erwerben das Rüstzeug für den Verkauf von Versicherungen an diese Zielgruppe. Zum einen Fachwissen, etwa die Risikoanalyse von Gewerbebetrieben oder die einzelnen Deckungsbausteine. Zum anderen trainieren sie den „Ernstfall“, konkret das Gespräch mit Unternehmern. Bei der Zertifizierung muss ein Praxisfall komplett eigenverantwortlich erarbeitet und präsentiert werden. Wer bestanden hat, der kann getrost zu neuen Firmenkunden gehen und dort überzeugen. risControl: „Wieso arbeiten immer mehr Versicherungen mit der Vermittlerakademie zusammen?“ Muschik: „Erstens, weil Qualifikation im Sinne von „Knowhow“ und „Do-How“ heute der Schlüssel zum Verkaufs- und Vertriebserfolg ist. Zweitens verschärft sich der Wettkampf um die Verkaufstalente von morgen. Rund ein Fünftel der selbständigen Vermittler geht demnächst

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in Pension und auch im angestellten Vertrieb fehlen immer mehr qualifizierte Berater. Was aber nützen Versicherungslösungen, wenn keiner da ist, der sich damit auskennt und sich zum Kunden hin traut? Die Versicherer, die mit uns zusammenarbeiten haben dieses Problem erkannt und setzen konsequent Aktivitäten, um ihre Marktposition abzusichern und auszubauen.“ risControl: „Viele Assekuranzen veranstalten doch Road-Shows und Produktschulungen. Was macht gerade die Ausbildungen der Vermittlerakademie so erfolgreich?“ Muschik: „Die meisten herkömmlichen Verkaufs- und Vertriebstrainings oder auch Produktschulungen haben nur einen kurzen motivierenden Effekt. Langfristig lassen sich damit so gut wie nie dauerhaft Verkaufssteigerungen erzielen. Das hat unserer Erfahrung nach drei Gründe. Die meisten Schulungen sind zu allgemein und zu oberflächlich. Die Teilnehmer werden persönlich viel zu wenig eingebunden. Und herkömmliche Trainings sind in der Regel nicht in die übergeordnete Vertriebsstra-

tegie integriert. Deshalb gehen wir einen komplett anderen Weg. Wir bieten nur firmenspezifische Aus- und Weiterbildungen im Bereich Verkauf und Vertrieb an und das ausschließlich in der Versicherungsund Finanzbranche. Und unsere Ausbildungsprogramme sind immer auf eine konkrete Aufgabenstellung innerhalb der Vertriebsstrategie des Unternehmens ausgerichtet. Damit erzielt man sowohl bei externen Vermittlern als auch beim eigenen Außendienst ein viel höheres Involvement. Und es führt zu mehr Umsatz und Gewinn, ganz im Sinne der übergeordneten Vertriebsziele und Vertriebsstrategien.“ risControl: „Welche weiteren Schwerpunkte setzt die Vermittlerakademie im heurigen Jahr?“ Muschik: „Wir bieten heuer fünf verschiedene Lehrgänge an. Weiter begleiten wir Versicherungen und Vermittlungsunternehmen bei ihren Vorbereitungen auf drei neue EU Richtlinien, die voraussichtlich 2015 in Kraft treten.“ risControl: Wir danken für das Gespräch!

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WIRTSCHAFT

AUSTRIAN CHINESE BUSINESS ASSOCIATION

Keine Furcht vor China

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r. Hannes wir ohne unser ChinaAndrosch hat Engagement anstelle der auf Einladung Marktführerschaft heute der Austrian wohl nur mehr ein kleiner Chinese Business Associund unbedeutender Niation über seine langjähschenplayer wären“. rige Erfahrungen in den Dr. Androsch ging auch Geschäftsbeziehungen mit auf Thematiken der MitarChina referiert und zeigte beiterführung vor Ort und damit auf, dass der rechtim Vergleich zu Indien zeitige Blick über den Telein, wo AT&S ebenfalls lerrand auch für heimische Anlagen betreibt. Konkret Unternehmen oft erfolgwurde er nach der Relereich sein kann. vanz gewerkschaftlicher In seinem Vortrag spannte Organisation gefragt und Dr. Hannes Androsch er den Bogen von seinen führte aus: „Gewerkschaftersten Kontakten in den frühen 1980er Jah- liche Organisation spielt in China eine weren, damals noch in der Creditanstalt, um niger relevante Rolle als in Indien. Jedem dann auf die atemberaubenden Entwick- Unternehmer sei natürlich angeraten, seine lungen seither einzugehen, sowohl im Land Mitarbeiter so gut wie möglich zu behanselbst als auch im Hinblick auf AT&S, dem deln. Wenn nicht schon aus generellen größten österreichischen Investor in Chi- ethischen Gründen, so aus Überlegungen na. AT&S beschäftigt derzeit bereits 5.500 des Unternehmensvorteils. Die FluktuatiMitarbeiter in China. Neben dem 2002 er- on bei AT&S ist für China vergleichsweise öffneten Werk in Shanghai (Investitionsvo- niedrig, was sicherlich auch mit den guten lumen € 600 Mio), welches eines der größ- Verpflegungsbedingungen zu tun hat, die ten auf HDI Technologie spezialisierten AT&S vor Ort bietet – hier darf nicht geProduktionsstätten in China ist, wird soe- spart werden“. ben eine weitere Großanlage in Chongqing Ein weiteres Thema waren die zukünftigen errichtet. Bis zum Endausbau dieser zwei- wirtschaftlichen Entwicklungen in China. ten Anlage 2015 werden weitere € 600 Mio Auf die Frage, ob China die Weltwirtschaft Investitionsvolumen fließen und zusätzlich dominieren werde, meinte Dr. Androsch: 5.000 Mitarbeiter beschäftigt werden. „Meine Mutter pflegte zu sagen, Bäume Angesprochen auf die strategischen Investi- wachsen nicht unaufhörlich in den Himtionsgründe, meint Dr. Androsch: „Wenn mel! Denken wir an den Aufstieg Japans man tanzen will, muss man da sein, wo die zurück, der vor Jahrzehnten als unaufhaltMusik spielt. Für AT&S bedeutet dies, dass sam erschien. Man muss sich vor China

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nicht fürchten. Es ist zu wünschen, dass sich das Land weiterhin gut entwickelt und damit einen äußerst wichtigen Beitrag zum globalen Wachstum liefert.“ Nicht zuletzt wurden auch die Möglichkeiten für österreichische Unternehmen erläutert, sich im Rahmen der Schwerpunkte des derzeitigen Fünfjahresplanes, zu profilieren. Dr. Androsch meinte: „Es gibt vom Potential her eine Reihe von Möglichkeiten für österreichische Unternehmen, sich in China als Cluster aufzustellen. Dazu bedarf es natürlich eines gewissen Mutes, den Schritt in eine fremde Kultur, einen neuen Markt und globale Bedingungen zu wagen. Vielfach ist dies ganz einfach notwendig, um in Zukunft auch noch erfolgreich oder überhaupt mitspielen zu können“.

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Ausblick Kreditmarkt 2013: Entspannung mit Nebenwirkungen Positive Überraschungen zum Jahresauftakt kamen vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, der die radikalen Liquiditätsregeln von Basel III entschärfte und einer erfolgreichen Anleihen-Auktion des ESM. Gleichzeitig zeichnet sich eine globale Konjunkturerholung ab. Doch die Kehrseite einer nachhaltigen Entspannung liegt in einem allgemeinen Zinsanstieg.

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ie Liquiditätsregeln von Basel III waren die Antwort auf die Finanzkrise: Banken müssen in Krisenzeiten ihre Zahlungsfähigkeit für einen Zeitraum von 30 Tagen sicherstellen und für ein „Krisenszenario“ ausreichend Barreserven und solide Wertpapiere bereithalten. Die Annahmen bezüglich des Verlauf des Krisenszenarios, von denen die Höhe der Reserven abhängt, wurden nunmehr entschärft: Anstatt eines Abfluss von 5% der geschützten Einlagen von Privatkunden wird nur noch von 3% ausgegangen und für die geschützten Einlagen von Unternehmen, Staaten, Zentralbanken oder öffentlich-rechtlichen Einheiten wird nur noch ein Abfluss von 20% anstatt wie bisher 40% angenommen. Darüber hinaus wurde die vollständige Erfüllung der Liquiditätsvorschriften von Anfang 2015 auf Anfang 2019 verschoben. Den Liquiditätspuffer müssen die Institute Anfang 2015 nur zu 60% erfüllen. Welche Dimensionen diese Erleichterungen haben, lässt sich anhand einer Ende 2011 vom Baseler Ausschuss veröffentlichten Schätzung der

Auswirkungen der ursprünglichen Liquiditätsbestimmungen nur erahnen: Demnach hätten weniger als die Hälfte der 200 größten Banken der Welt den Vorgaben entsprochen und zusammen 1,8 Billionen Euro an hochliquiden Anlagen benötigt. Die Folge wäre eine massive Kreditklemme gewesen, die in den vergangenen Jahren bei Firmenkunden bereits einsetzte.

Tauwetter am Kreditmarkt vs. Gefahr eines allgemeinen Zinsanstiegs Nun können Banken europaweit wieder mehr Kredite vergeben und sich auch untereinander mehr Geld leihen. Dadurch könnten sich die Refinanzierungsaufschläge stabilisieren bzw. sogar leicht zurückgehen. Somit bestehen für 2013 gute Chancen, dass sich die Konditionen für Neukredite nach den starken Margen-Erhöhungen 2012 nicht mehr weiter verschlechtern, vorausgesetzt die Situation am Geld- und Kapitalmarkt bleibt entspannt. Ein gutes Zeichen diesbezüglich ist, dass es dem Euro-Rettungsschirm, ESM – trotz Verlust der höchsten Bonitätsnote bei der

Eine Rückkehr des Zinsniveaus Richtung langjähriger Durchschnitt ist nur noch eine Frage der Zeit

Michael Kordovsky, INFINA Credit Broker GmbH, Head of Research

Rating-Agentur Moody´s – gelungen ist, bei der ersten Anleihen-Auktion am 8. Jänner 2013 Dreimonats-Papiere im Volumen von 1,93 Milliarden Euro zu platzieren, und das zu einer Durchschnittsrendite von minus 0,0324 Prozent (Anleger zahlen dem ESM Geld!). Da die Konjunktur der Leitwirtschaft China erneut anspringt und auch die US-Wirtschaft wächst, sollte 2013 aufgrund stärkerer Geldflüsse in die Realwirtschaft auch in der Eurozone eine konjunkturelle Erholung einsetzen. Sollte diese in einen nachhaltigen Aufschwung übergehen, dann könnte sich langfristig das Zinsgefüge wieder normalisieren. Erste Tendenzen in diese Richtung lassen sich bereits jetzt erkennen: Seit dem historischen Tief von 0,1810% im Dezember 2012 stieg der 3-Monats-Euribor bis 09.01.2013 auf 0,192%, während am langen Ende der 10-Jahres-Swapsatz seit Jahresbeginn von 1,5580 auf 1,678% anstieg. Auch die Renditen 10jähriger deutscher Bundesanleihen drehen nach einer Bodenbildung nach oben. Auf lange Sicht liegt die größte Gefahr für verschuldete Häuselbauer und Besitzer weitgehend kreditfinanzierter Anlegerwohnungen in einer Annäherung des Zinsniveaus an langjährige Durchschnittswerte. Sobald die Notenbankinterventionen enden und Anleger auch bei deutschen Bundesanleihen positive Realrenditen fordern, setzt eine nachhaltige Zinswende ein, die hochverschuldete Immobilienbesitzer hart treffen könnte. Deshalb rät INFINA der Kreditmakler dazu, freiwillige Sondertilgungen durchzuführen, denn die Tilgungen von heute sind die Zinsersparnisse von morgen.

Quelle: PROFIN-Zinscheck

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KOMMENTAR

Privater BU-Schutz kompensiert Ausfall der staatlichen Vorsorge Die Regierung streicht die befristete Invaliditätspension und erwartet sich dadurch 700 Millionen Euro an Einsparungen. Ein privater Berufsunfähigkeitsschutz wird damit wichtiger denn je.

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b 2014 wird die befristete Form der Invaliditätspension in Österreich zur Gänze abgeschafft und damit die Situation für ältere Arbeitnehmer deutlich verschärft. Denn konkret bedeutet diese Veränderung: Ist eine Person vorübergehend nicht mehr in der Lage zu arbeiten oder so schwer krank, dass sie über einen gewissen Zeitraum aus dem Arbeitsleben ausscheiden muss, erhält sie ein Rehabilitationsgeld und soll wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Wer seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, wird umgeschult und bekommt ein Umschulungsgeld. Nur bei dauerhafter Invalidität oder wenn eine Umschulung nicht zweckmäßig oder zumutbar ist, wird weiterhin eine Invaliditätspension gewährt. Diese Reform gilt für alle nach dem 31.12.1963 Geborenen und gilt damit in wenigen Jahren für alle, die noch nicht das staatliche Pensionsalter erreicht haben. Die Regierung erhofft sich aus der Reform Einsparungen in Höhe von 700 Millionen Euro. Die Neuregelung trifft in Zukunft besonders ältere Arbeitnehmer, die bereits bisher kaum mehr eine Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt hatten, wenn sie arbeitslos wurden – eine Behinderung oder gesundheitliche Einschränkungen verschärfen die Situation für die Betroffenen zusätzlich.

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(31%) oder Herz-Kreislauferkrankungen (11%) sondern seit einigen Jahren reihen sich Psychische Krankheiten (32%) auf Platz 1 ein. Ein Trend, der auch in Zukunft anhalten wird.

BU-Schutz wird immer wichtiger

Elisabeth Wolfbauer-Schinnerl, HDI Lebensversicherung Aktuell gibt es in Österreich rund 210.000 Empfänger einer Invaliditätspension und das, obwohl von mehr als 73.000 Anträgen auf eine Invaliditätspension pro Jahr nur etwas mehr als einem Drittel der Antragsteller eine entsprechende Pension zuerkannt wird. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren wohl deutlich zurückgehen. Die häufigsten Ursachen für eine Invaliditätspension sind dabei nicht mehr die klassischen Krankheiten des Bewegungsapparates

Aber was macht man mit Menschen, die an Burn out oder schweren Depressionen leiden? Hier wird eine Rückkehr in den Arbeitsprozess trotz Umschulung ein Problem werden. Die Folge sind für die meisten Betroffenen wohl deutliche finanzielle Einbußen. „Ein privater Berufsunfähigkeitsschutz hilft diesen Ausfall zu kompensieren“, sagt Elisabeth Wolfbauer-Schinnerl von der HDI Lebensversicherung. Ein weiterer Vorteil der privaten BU-Absicherung ist der Berufsschutz. So stellt etwa die HDI Lebensversicherung auf den zuletzt ausgeübten Beruf ab und verzichtet auf jede Form der Berufsverweisung. Ausschlaggebend ist nur, dass der Versicherte dem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann. Bereits eine Beeinträchtigung der Berufsunfähigkeit von 50% über einen Zeitraum von 6 Monaten führt bei HDI zur Leistungspflicht. Es spielt also anders als bei der staatlichen Versicherung keine Rolle, ob der Betroffene aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung noch einer anderen Tätigkeit nachgehen könnte.

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FINANZEN

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ALLIANZ GRUPPE ÖSTERREICH

Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE

Für das kommende Jahr erwartet die Allianz eine allmähliche Stabilisierung der weltweiten Konjunktur: Globaler Wachstumsmotor bleiben die Emerging Markets, auch in der Euro-Zone soll es wieder langsam bergauf gehen. Österreichs Wirtschaft kann sich im europäischen Vergleich gut behaupten und wird beim Wachstum 2013 leicht zulegen. Die politischen Fortschritte sowie die zunehmende fiskalpolitische und europäische Integration werden 2013 zu einer Entschärfung der Schuldenkrise beitragen, ist man bei der Allianz überzeugt.

Langsame Stabilisierung

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nde der zweiten Jahreshälfte 2012 ist die Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung nach wie vor groß. Wesentliche Voraussetzung für eine zumindest moderate Belebung der weltwirtschaftlichen Aktivität ist, dass die

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Staatsschuldenkrise im Euro-Raum allmählich abebbt. „Die Chancen auf eine globale wirtschaftliche Erholung haben sich in den vergangenen Wochen verbessert“, erklärt Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE. Sowohl die Maßnahmen der Europäischen Zentral-

bank, die Konsolidierungsschritte und Strukturreformen auf nationaler Ebene, als auch die stärkere Integration bei der Wirtschafts- und Fiskalpolitik geben Anlass zur Hoffnung, dass die Euro-Zone der Lösung der Schuldenkrise ein Stück näher gekommen ist.

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Euro-Zone: Österreich auf einem guten Weg

erwartet Konjunkturmotoren 2013: Brasilien, China und Russland Wirft man einen Blick auf die globale Weltwirtschaft, so gibt es unterschiedliche Tendenzen: In den USA gibt es trotz der Risiken auch Hoffnungsschimmer, wie ei-

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Für die Entwicklung der Euro-Zone hält Heise das Szenario einer engeren Koordination der Wirtschafts- und Finanzpolitik mit begrenzter gemeinschaftlicher Haftung und einer rudimentären Bankenunion für wahrscheinlich. Flankierend erwartet Heise für 2013 eine weiterhin expansive Geldpolitik seitens der EZB. Ein anhaltender Schuldenabbau und eine Konsolidierung in der Peripherie wirken deflationär, insgesamt gäbe es ein instabiles Gleichgewicht zwischen inflationären und deflationären Kräften. In den Peripherieländern waren in den letzten Monaten bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen, die sich auch im nächsten Jahr in einem geringeren Rückgang des Wirtschaftswachstums ausdrücken sollten. Von der außenwirtschaftlichen Seite dürften 2013 wieder etwas stärkere Impulse kommen als zuletzt. Eine allmähliche Belebung des Welthandels ist wahrscheinlich, die Abwertung des Euro dürfte auch heimischen Exporteuren Marktanteilsgewinne bringen. „Die österreichische Wirtschaft wird deshalb 2013 mit 0,9 Prozent wieder etwas stärker wachsen als 2012“, sagte Heise. „Österreich kann sich im Vergleich zu den anderen Euro-Ländern sehr gut behaupten. Um sich weiter zu verbessern, müsste Österrei-

ch vor allem bei der Arbeitsproduktivität zulegen“, kommentiert Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, den Konjunkturausblick. Bei unterschiedlichen Konjunkturindikatoren schneidet Österreichs Wirtschaft sehr gut ab: Denn obwohl sich die Konjunktur abgekühlt hat, erweist sich Österreichs Arbeitsmarkt bisher als robust. Die österreichische Arbeitslosenquote war zuletzt weiterhin die niedrigste in Europa. Die Leistungsbilanz ist nahezu ausgeglichen, die Lohnstückkostenentwicklung ist moderat und der Schuldenabbau im privaten Sektor kommt gut voran. Dagegen ist der österreichische Anteil am Welthandel seit 2000 gesunken. Die durchschnittliche Entwicklung der Binnennachfrage in den vergangenen fünf Jahren verlief gedämpft, ebenso wie die Arbeitsproduktivität, die in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 0,2 Prozent gesunken ist.

FINANZEN

nen Anstieg beim Wohnungsbau und eine Nachfragebelebung bei der Industrie. In Brasilien bleibt der Inlandskonsum Impulsgeber für das Wachstum, in China gibt es erste Anzeichen wieder anziehender Konjunktur. Brasilien (von 1,5 auf 4,5 Prozent), China (von 7,8 auf 8,3 Prozent) und Russland (von 3,7 auf 4,0 Prozent) können den Prognosen zufolge beim Wachstum 2013 gegenüber 2012 deutlich zulegen, in den USA (2,2 auf 2,1) und Japan (1,7 auf 0,9) hingegen sei mit rückläufigen Wachstumsraten zu rechnen. Aufgrund dieser Entwicklungen hält Heise eine moderate weltwirtschaftliche Belebung 2013 für wahrscheinlich, von der auch die EuroZone profitieren könnte: „Nach einem voraussichtlich negativen Wirtschaftswachstum für 2012 in der Euro-Zone von minus 0,3 Prozent rechnen wir für 2013 mit einem Wachstum von 0,5 Prozent“, so Heise.

EU-Reform als potenzieller Wachstumsmotor Vor den nächsten wichtigen Entscheidungen auf politischer Ebene – wie zum Beispiel der Einigung auf einen detaillierten „Fahrplan“ für 2013 – sieht Heise Fortschritte bei der Bewältigung der Herausforderungen. „Es gibt Fortschritte, die Euro-Länder sind auf gutem Weg zu einer stärkeren Integration. Die Politik hat im Kampf um den Euro das Heft des Handelns zurück gewonnen. Entschlossenes Agieren bleibt auch 2013 das Gebot der Stunde“, so Heise. „Wir gehen davon aus, dass vor allem die politischen Fortschritte hin zu mehr europäischer Integration und die fortschreitende außenwirtschaftliche Anpassung in den Problemländern zu einem allmählichen Abebben der Schuldenkrise beitragen“, erklärte Heise. Die Schritte der letzten Wochen geben Grund zur Zuversicht: Die Bankenaufsicht ist Teil der geplanten Bankenunion für das Euro-Währungsgebiet und Voraussetzung dafür, dass der kürzlich in Kraft getretene permanente Rettungsschirm ESM angeschlagene Banken direkt rekapitalisieren darf – ein Schritt, der die Negativspirale zwischen Bankenkrise und steigender Staatsverschuldung durchbrechen dürfte.

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MARKETAGENT

Unzufriedenheit wächst

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ie Europäische Umfrage der marketagent.com hat ergeben, dass seit Beginn 2012 die europäische Lebensqualität sich auf einem leisen, aber stetigen Rückmarsch befindet. Waren es Anfang 2012 noch über 30 Prozent die sich im eigenen Land wohl gefühlt haben, sind es aktuell nur mehr knapp 25 Prozent. Die Tendenz ist leicht sinkend. Am wohlsten fühlen sich die Niederländer knapp gefolgt von Österreich, wobei auch hier die Lebenszufriedenheit im Sinken ist. Die Studie macht zudem deutlich, dass Österreich europaweit den höchsten Anstieg der wahrgenommenen Lebenshaltungskosten verzeichnet. Dass, man für das Leben in der Alpenrepublik heute deutlich tiefer in die Tasche greifen muss, als noch vor einem Jahr, meint

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jeder dritte befragte Österreicher. „Nicht nur Wirtschaft und Politik stimmen die Europäer zunehmend missmutiger, auch der Arbeitsmarkt und die Einkommensschere werden europaweit kontinuierlich angespannter wahrgenommen“, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, die Studienergebnisse. „Besonders die älteren Generationen in Europa verlässt der Optimismus. Sie spüren die Einkommensschere besonders stark“, erklärt Thomas Schwabl. Auch die Situation der heimischen Wirtschaft wird derzeit in Europa tendenziell negativer beurteilt als noch vor einem Jahr. Aktuell halten 60 Prozent der Europäer die Wirtschaftslage im eigenen Land für schlecht. Im ersten Quartal 2012 waren es 55,6 Prozent. Die Wirtschaft in der D-A-CH-Region wird da-

gegen vergleichsweise florierend erlebt. So glauben 41,7 Prozent der Österreicher an eine positive Wirtschaftslage. Hierzulande scheint die Welt im europäischen Vergleich noch in Ordnung zu sein, zumindest wenn es um die soziale Lage geht. Die Stimmung hinsichtlich Bildungs- und Jobchancen ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern sehr gut. Jeder fünfte Österreicher empfindet es einfach, einen Job zu finden (20,6%) und mehr als drei Viertel beschreiben die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich als eher bis sehr gut (76,7%). Auch bei der Einkommensschere, also der Kluft zwischen Arm und Reich, liegt Österreich deutlich unter dem europäischen Schnitt, wobei die Stimmung mit 82,6 Prozent empfundener Ungleichverteilung dennoch Signalwirkung hat.

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26 VERSICHERUNG

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Magere Jahre Die Renditen von klassischen Lebensversicherungen und Vorsorgeprodukten leiden unter den Auswirkungen der allgemeinen Finanzkrise. Von einer akuten Notlage der Assekuranzen kann laut Marktbeobachtern aber nicht gesprochen werden. Panikmache wäre auf jeden Fall ein schlechter Ratgeber. Harald Kolerus

D

ie Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft waren 2012 ohne Zweifel schwierig: EU-Schuldenkrise, endlose Griechenland-Diskussion und Konjunkturabschwung wirken belastend. Denn der Rentenmarkt ist kein sicherer Hafen mehr bzw. werfen sehr solide Anleihen kaum noch Zinsen ab. In riskantere Anlageformen, wie Aktien, können Versicherer wiederum nur beschränkt investieren; außerdem sind die Weltbörsen von Volatilität gekennzeichnet.

Sicherheit geht vor An dieser Ausgangslage wird sich vermutlich auch 2013 nichts Wesentliches ändern, was bedeutet, dass es für die Versicherer nicht gerade einfach ist, ihren Kunden hohe Renditen zu bieten. Dazu meint Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung: „Natürlich spielt auch die Entwicklung der Renditen eine Rolle.

Durch die Situation an den Finanzmärkten können wir frühere Renditen einfach nicht mehr erwirtschaften. Das ist auch kein Wiener-Städtische-Spezifikum, sondern gilt für die gesamte Branche.“ Hört man sich in der Versicherungswirtschaft um, wird klar, dass die Jagd nach maximalen Renditen als Verkaufsargument in den Hintergrund tritt. Stattdessen erfolgt eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen der Assekuranzen. „Der Sinn von echten Vorsorgeprodukten liegt in einer möglichst hohen Sicherheit und nicht bei einer möglichst hohen Rendite. Wer die optimale Absicherung für verschiedene Ebenen sucht, für den sind Versicherungsprodukte das Richtige. Wer das Risiko sucht und mit seinem Geld spekulieren will, für den sind Versicherungen die falschen Produkte“, bringt es Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender der Uniqa Österreich Versicherungen AG, auf den Punkt. Uniqa verfolgt laut Löger eine vorsichtige Veranlagungspolitik und bildet in Zeiten guter Kapitalveranlagungsergebnisse

entsprechende Reserven. Dadurch können Schwankungen am Kapitalmarkt auch über längere Zeiträume ausgeglichen und die in den Verträgen garantierten Leistungen erfüllt werden. „Die ,vorsichtige‘ Garantiezinspolitik der FMA (Finanzmarktaufsicht, Anm.) aus den letzten Jahren macht sich heute bezahlt. Probleme in dem Ausmaß wie in Deutschland gibt es bei österreichischen Versicherungen aus diesem Titel nicht“, so der Uniqa-Vorstand. Lasshofer argumentiert ähnlich: „Heute geht es um lebenslange Wertsicherung, wobei unser Unternehmen trotz Senkung des Garantiezinses durch die FMA bei einer Gesamtverzinsung von rund 3,5 Prozent bleiben wird. Damit schaffen wir Stabilität und Kontinuität.“ Luciano Cirinà, Vorstandschef der Generali Gruppe Österreich und Präsident des Versicherungsverbandes, sieht die Situation ähnlich: „Insgesamt ist das aktuelle Umfeld der Kapitalmärkte eine große Herausforderung für jeden langfristig orientierten Investor, wobei dem Thema Zinsänderungsrisi-

ALTERSGRUPPEN IN ÖSTERREICH bis 14 Jahre 19,7 %

63,0 %

15–59 Jahre 25,8 %

60,9 %

60 Jahre und älter

34,7 %

52,0 %

17,3 %

13,3 %

13,3 %

1996

2015

2030

STEIGENDE LEBENSERWATUNG in % 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0

Quelle: Statistik Austria

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Die Österreicher und Österreicherinnen werden immer älter. Wer heute geboren wird, hat durchaus realistische

Frauen

Männer

in Jahren

Chancen, das beinahe biblische Alter von 100 Jahren zu erreichen. Das hat nicht nur Folgen für die Pensionsabsicherung, sondern auch für das Thema Pflege. Bis 2030 wird

87,6

OECD

83,1

es laut Prognosen rund 500.000 Pflegebedürftige in Österreich geben, die Gesamtkosten werden sich auf rund 8,5 Milliarden Euro belaufen. Angesichts dieser Dimensionen läuft die Nachfrage nach Pflegeversicherungen noch sehr

87,3

Österreich

83,7

schleppend, hier wird bei weitem noch nicht ausreichend vorgesorgt.

81

82

83

84

85

86

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88

Quelle: OECD,Renten auf einen Blick, Band 61

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Pflege & Co

„Private Vorsorge hat nichts an Wichtigkeit eingebüßt. Ganz im Gegenteil, sie wird nicht nur aus demografischen Gründen immer wichtiger.“ Robert Lasshofer, Wiener Städtische ko in der Veranlagung verstärkt Augenmerk geschenkt wird. Das Asset Management der Generali versucht bestmöglich, Chancen an den Kapitalmärkten zu evaluieren und Zinsvorteile aus dem Bereich Unternehmensanleihen oder auch Emerging Markets risikoadjustiert zu nutzen.“ Bei der Generali wird bei der klassischen Lebensversicherungen aller Voraussicht nach auch (im kommenden Jahr) heuer die Gesamtverzinsung auf den veranlagten Prämienanteil 3,4 Prozent betragen. Johanna Stefan, Generaldirektorin der Donau Versicherung, kann der aktuellen Lage auch Positives abgewinnen: „Natürlich sind seit dem Ausbruch der Finanzkrise die Zinsen im Allgemeinen gefallen. Die Finanzkrise brachte aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Denn zu Unrecht erfolgte in den erratischen Marktbewegungen oft keine Differenzierung zwischen den Qualitäten der Schuldner. So konnten fundamental exzellent bewertete Veranlagungen auf attraktiven Niveaus getätigt werden.“ Laut Stadler bieten sich auch im aktuellen Marktumfeld immer wieder Möglichkeiten, durch einen langfristigen und risikooptimierten Invest-

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Die Vertreter der Versicherungsbranche betonen auch immer wieder, dass Vorsorgeprodukte – Rendite-Diskussion hin oder her – schon allein aufgrund der demografischen Entwicklung an Bedeutung gewinnen werden. Dass die Menschen in Industrienationen wie Österreich immer älter werden, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Ebenso dass diese Entwicklung das Umlageverfahren vor große Herausforderungen stellt (siehe Grafiken links). Deshalb sind Vorsorgeprodukte als Ergänzung – nicht als Ersatz – des staatlichen Pensionssystems nicht wegzudiskutieren. Ebenfalls demografisch bedingt wird die Finanzierung der Pflegekosten die gesamte Gesellschaft in Zukunft noch stärker beschäftigen. Lasshofer meint dazu: „Für uns ist das Thema Pflege eines der wichtigsten Zukunftsthemen, allerdings zeigt sich bei der privaten Pflegevorsorge noch ein ambivalentes Bild: Die Bevölkerung ist sich der Notwendigkeit zwar bewusst, das Thema Pflege wird aber noch viel zu oft beiseite geschoben.“ Die mangelnde Nachfrage ist vor allem psychologisch begründbar: Pflege ist der Teil in der Vorsorge, der am wenigsten bewusst wahrgenommen wird. Erst wenn man persönlich betroffen ist oder man es im unmittelbaren Umfeld erlebt, beginnt meist das Umdenken. „Vielen Menschen ist noch nicht bewusst, dass nur eine private Pflegevorsorge vor einer Schmälerung des erarbeiteten Vermögens schützt, wenn man einmal zum Pflegefall werden sollte“, so Cirinà. Um hier mehr Bewusstsein zu schaffen, hat die Wiener Städtische übrigens eine gemeinsame Kampagne mit der Erste Bank, dem Wirtschafts- und Sozialministerium und dem ÖGKV (Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband) gestartet, die für das Pflegethema sensibilisieren soll und Österreichs beliebteste Pflegerinnen und Pfleger vor den Vorhang holt.

Hab & Gut Vor allem im Pflegebereich besteht also ein erheblicher Nachholbedarf. Strak nachge-

fragt werden hingegen bereits jetzt Schaden- und Unfallversicherungen, deren Prämienvolumen im Jahr 2012 um rund zwei Prozent gestiegen ist. „Dass man in Krisenzeiten auch verstärkt sein Hab und Gut absichern will, ist eine durchaus logische Entwicklung“, meint Cirinà. Dazu kommt das wachsende Bewusstsein dafür , dass im Zuge der Klimaerwärmung das Wetter immer stärkere Kapriolen schlägt und eben erheblichen Schaden anrichten kann. Interessant ist, dass beim Thema Unwetterrisiken verstärkt auf Prävention gesetzt wird. So bietet Uniqa seit 2004 Unwetterwarnungen für Privatpersonen und Gemeinden an. Rund 370.000 Kunden der Uniqa Gruppe nutzen diesen Service. Seit dem Start 2004 wurden über 40 Millionen Warnungen per SMS verschickt. Durch die rechtzeitige und ortsgenaue Warnung können natürlich nicht alle Schäden vermieden werden, sie ermöglicht aber den Betroffenen, präventive Maßnahmen zu ergreifen und damit die Schäden zu minimieren. Faktum ist, dass in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Häufung, vor allem von Sturm- und Hochwasserschäden, zu

VERSICHERUNG

mentansatz besonders attraktive Renditen zu erwirtschaften, sodass Vorsorgeprodukte weiterhin eine sehr attraktive Form der Alterssicherung bleiben.

„Wer mit seinem Geld spekulieren will, für den sind Versicherungen die falschen Produkte. Versicherungen stehen für bestmögliche Absicherung.“ Hartwig Löger, Uniqa Österreich

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„Nur eine private Pflegevorsorge schützt vor einer Schmälerung des erarbeiteten Vermögens, wenn man einmal zum Pflegefall werden sollte.“

leistet bei Berufsunfähigkeit durchschnittlich 800 Euro monatlich, Berufsunfähigkeitspensionen für Frauen liegen im Schnitt noch darunter. Mit einer entsprechenden Versicherung kann hingegen mit einer individuell wählbaren monatlichen Pension die Einkommenslücke im Fall einer Berufsunfähigkeit abgedeckt werden. Cirinà: „Eine Berufsunfähigkeit bringt nicht nur körperliche und psychische Einschränkungen mit sich, sondern auch beachtliche Einkommensverluste. Dabei braucht man genau in so einem Fall mehr finanzielle Mittel, zum Beispiel für Therapien und andere Maßnahmen. Die staatliche Unterstützung reicht da meist nicht aus. Daher ist eine rechtzeitige Absicherung durch eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung notwendig.“

Wie es euch gefällt Thema für 2013 wird laut Branchenvertretern wie schon 2012 und auch 2011 der zunehmende Wunsch der Kunden nach Individualität, Transparenz und Einfachheit

„Für Versicherer wird 2013 kein leichtes Jahr, es wäre aber stark übertrieben und Schwarzmalerei, eine große Krise herbeireden zu wollen.“

Luciano Cirinà, Generali Österreich

Christoph Krischanitz, Arithmetica

beobachten ist. Ein Einfluss auf die Prämiengestaltung im Bereich Naturkatastrophen ist laut der Wiener Städtischen in Form einer Verteuerung nicht auszuschließen. Lasshofer von der Wiener Städtischen meint dazu: „Gerade die massiven Unwetterschäden der letzten Zeit haben das Thema ,Absicherung gegen Naturkatastrophen‘ wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Wir verzeichnen heuer ein Schadenvolumen aufgrund von Naturkatastrophen von ca. 62 Millionen Euro für rund 35.000 Schäden.“

sein. „Wer sich stärker an den Kundenbedürfnissen und nach Lebensphasen orientiert und den Kunden auch lästige Dinge wie komplizierte Schadenerledigung etc. abnimmt, gewinnt“, so Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Ergo Versicherung Austria. Ergo ist folgerichtig bereits mit einer Transparenzoffensive gestartet.

Im Fall der Fälle Paradoxerweise wird im Gegensatz zur Absicherung von Sachwerten das Risiko der Berufsunfähigkeit noch vielfach unterschätzt. Laut Information des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz wird jeder fünfte Österreicher berufsunfähig, und ca. 30 Prozent der Pensionszahlungen werden für Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen aufgewendet. Die Sozialversicherung

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Fazit

„Die Kunden wünschen sich mehr Transparenz, Einfachheit und Klarheit. Außerdem ist die Absicherung von Risiken wichtiger als hohe Renditen.“ Elisabeth Stadler, Ergo Austria

Für die Versicherungswirtschaft wird 2013 „eine Herausforderung“, wie es in Branchenkreisen immer wieder heißt. Eine Untergangsstimmung herbeizureden wäre allerdings übertrieben, das meint auch Christoph Krischanitz, Geschäftsführer von Arithmetica (das Unternehmen ist auf Versicherungs- und finanzmathematische Berechnungen spezialisiert): „Die Situation ist für die Versicherungen schwieriger geworden, aber ich sehe hier keine große Krise – das wäre Schwarzmalerei. Die Hauptaufgabe der Versicherungen ist auch nicht Maximierung von Renditen, sondern die solide Absicherung von Risiken.“

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VAV-UNFALLVERSICHERUNG

„Abschluss von Frauen besonders attraktiv für Vermittler“ Die VAV startet ins Jahr 2013 mit neuen Produkten in der Unfallversicherung. Dank cleverer Produktstrategie wird trotz Unisex-Vorgaben eine Differenzierungsstrategie verfolgt, erklärt Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr im risControl-Interview. risControl: Herr Dr. Griesmayr, die VAV hat nach einigen Jahren, in denen es eher ruhig um die Unfallversicherungen in Ihrem Haus war, die Produktpalette überarbeitet. Was sind die wesentlichen Merkmale der neuen Produkte? Griesmayr: Die Produktpolitik der VAV ist ganz klar: Dauerhaft günstig und differenziert. Die Differenzierung ist Voraussetzung für den attraktiven Preis. Das leben wir seit vielen Jahren in der KFZ-Versicherung mit dem Typenklassentarif vor, auch bei anderen Produkten gehen wir konsequent diesen Weg. Wir haben daher einen ganz starken regionalen Bezug in unsere Unfallversicherungen eingebaut. Die Erfahrung lehrt uns, dass Menschen, die umfassende Freizeitmöglichkeiten vor der Haustüre haben, sportlich aktiver und damit auch unfallgefährdeter sind. Darüber hinaus setzen wir den „NoSports“-Ausschluss im neuen Tarif fort. Hier kann der Versicherungsnehmer bis zu 25 Prozent Prämie sparen, wenn risikoreiche Sportarten vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden. Eine wesentliche Neuerung ist auch die Progression bei Dauerinvalidität: Hier schließen wir mit 500 Prozent zur Marktspitze auf. Neu ist die Unfallrente, die bereits ab 35 Prozent Dauerinvalidität zur Auszahlung kommt. Auch neu ist die Unfall-Assistance, hier gehen wir Versicherungsnehmern direkt bei der Bewältigung des Alltags nach einem Unfall zur Hand. Aus der langen Liste der Neuerungen möchte ich noch das Genesungsgeld erwähnen, welches das Spitalgeld bei stationärem Aufenthalt nach einem Unfall verdoppelt. risControl: Diese Produktmerkmale, die Sie beschreiben, sind auch bei anderen Anbietern zu finden. Sie haben aber angekündigt, dass es bei der VAV ein ganz besonderes Differenzierungsmerkmal gibt. Worum handelt es sich dabei?

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kann. Und der Vermittler profitiert in diesem Fall von der Bonus-Provision. Eine typische Win-Win-Situation also. risControl: Wo sehen Sie – im Vergleich zu den anderen Sparten Ihres Hauses – die Herausforderungen bei der Unfallversicherung?

„Die VAV versteht es, trotz Unisex risikokonform zu differenzieren.“ Griesmayr: Ausgangslage ist die umstrittene Unisex-Vorgabe, die wir selbstverständlich gesetzestreu in unserem Tarif umgesetzt haben. Es ist aber sehr schade, dass Versicherungen das Risikomerkmal des Geschlechtes, welches statistisch eindeutig belegt ist, nicht mehr heranziehen dürfen. Das stellt in gewisser Weise einen Rückschritt für die Branche dar. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen geben unserer Ansicht nach aber durchaus Möglichkeiten, weiterhin Anreize für Vertragsabschlüsse von Frauen zu bieten: Denn es ist nicht verboten, differenzierte „Vermarktungs-Anreize“ für bestimmte Segmente zu setzen. Und wir tun das, in dem wir unsere Vertriebspartner am Erfolg des ertragreichen Segments „Frauen“ beteiligen und – wie auch schon seit 2010 in der KFZVersicherung – eine Bonus-Provision zahlen. Das bedeutet konkret plus 3 Prozent Provision über die gesamte Laufzeit – und das schon ab dem ersten Vertrag. Wie günstig eine VAV-Unfallversicherung sein kann, zeigt mein Lieblingsbeispiel: Nehmen Sie eine 30-Jährige Wiener Bankangestellte, die eine VAV-Unfallversicherung bereits ab 5,97 Euro Monatsprämie abschließen

Griesmayr: Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit. Viele Menschen wissen nicht, dass in so einem Fall die gesetzliche Sozialversicherung für die Unfallfolgen nicht aufkommt, sodass etwa ein Skiunfall mit schweren Verletzungen, neben den körperlichen Schäden, finanziell zum Ruin führen kann. Die adäquate Vorsorge ist daher besonders wichtig. Hier kommt den Versicherungsvermittlern eine wichtige Rolle als Berater zu, um diese Wissenslücke bei Versicherungsnehmern zu schließen. Wir unterstützen die Vermittler mit umfassenden Informationen auf unserem Vertriebspartner-Portal VAV PRO und einem einfach zu bedienenden Online-Tarifrechner. So bleibt mehr Zeit für das Beratungsgespräch. Auch in der Bearbeitung gibt es Unterschiede: Was die Schadensabwicklung anlangt, ist die Unfallversicherung komplexer als andere Sparten und oftmals langwierig. Eine Dauerinvalidität kann beispielsweise oft erst nach Jahren und mehreren Gutachten festgestellt werden. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Reserven, die gebildet werden müssen. Weiters ist das Nachfrageverhalten anders als etwa in Sparten mit Pflichtversicherung. Auch aus diesem Grund ist intelligente Differenzierung beim Angebot und bei der Tarifierung sehr wichtig und trägt letztlich zur Kundenzufriedenheit bei. Nochmals die VAV-Ansage: Preisgünstig durch Differenzierung. risControl: Wir danken für das Gespräch!

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EIN UNFALL KOMMT IMMER UNERWARTET.

Foto: clipdealer

UNFALLVERSICHERUNG MIT BONUS-PROVISION

Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit: beim Bus-Nachlaufen, Ausmalen, Abstauben, Spielen mit Kindern. Wissen Ihre Kunden, dass die gesetzliche Sozialversicherung bei einem Freizeitunfall nicht leistet? Private Absicherung ist daher unbedingt notwendig – und mit den neuen Unfallversicherungen der VAV jetzt noch besser! Individuell gestaltbar und mit vielen Vorteilen: • 500 % Progression bei Dauerinvalidität • Genesungsgeld ab dem 14. Tag stationären Aufenthalts (optional)

• Unfallrente ab 35 % Dauerinvalidität • besonders attraktive Prämien bei No-Sports-Variante, uvm.

Neu: Bonus-Provision für Frauen. Achten Sie auf dieses Zeichen: Informationen und Online-Tarifrechner unter www.VAVPRO.at oder fragen Sie Ihren zuständigen Regionalleiter bzw. Ihr Service-Team.

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VERSICHERUNG

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DIALOG LEBENSVERSICHERUNG AG

Neue Tarifgeneration Die Dialog Lebensversicherung hat ihren neuen Unisex - Tarife eingeführt. Gleichzeitig mit dieser Umstellung wurden auch in der Ablebensversicherung und in der BU- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung viele Verbesserungen und neue Bedingungen eingeführt.

F

ür alle erwähnten Produkte gelten ab sofort eine Nachversicherungsgarantie bis zu sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses, parallel dazu wurde der Ereigniskatalog erheblich ausgeweitet. Durch die Unisex - Angleichung wurden bei der Ablebensversicherung RISK-vario® die Tarife für Männer günstiger und für Frauen

teurer. Für Raucher und Nichtraucher wurden die Tarife angepasst, die Prämien für männliche Nichtraucher werden billiger. Die Höchstgrenze der Nachversicherungssumme wurde von 100.000 Euro auf 150.000 Euro angehoben. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung wird auf die Berufswechselprüfung in den letzten 12

Monaten vor Eintritt des BU-Leistungsfalles verzichtet. Die Nachversicherungsgarantie kann jetzt bis zum 50. Lebensjahr wahrgenommen werden. Und bei SBUSolution können Karenzzeiten zwischen 6 und 24 Monaten vereinbart werden, und die Option „garantierte Rentensteigerung“ im Umfang von 1 bis 5 % kann inkludiert werden.

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG

Rekordschäden

S

o viele Schäden wie noch nie in der 65 jährigen Unternehmensgeschichte, gab es im letzten Jahr auf Grund Hagel, Frost, Überschwemmung und Dürre. Mit 30.558 Schadens-

meldungen wurden die Zahlen der Schadensmeldungen für das Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Insgesamt waren über 320.00 Hektar Agrarfläche mit einem Gesamtschaden von 125 Mio. Euro betroffen.

Rekordschäden in der Landwirtschaft 2012: Schäden mehr als verdoppelt

30.558

2012

2011

14.955

2010

14.728 www.hagel.at

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Das Jahr 2012 hatte einige Wetterextreme auf Lager, die späte Frostnacht vom 17. auf den 18. Mai mit bis zu - 6 Grad, hier betrug der Gesamtschaden im Wein-und Ackerbau 25.Mio. Euro. Der Gesamtschaden durch Hagel, allein im Juli waren es 22 Tage mit Hagelereignissen, schlug sich mit 60 Mio. Euro zu Buche. Die Hitzetage und der fehlende Niederschlag kosteten dem Unternehmen Schadenszahlungen in Höhe von mehr als 40 Mio. Euro. „Damit liegt 2012 das Schadensausmaß in der Landwirtschaft auf einem historischen Niveau. Trotz der entsprechend hohen Anzahl an Schadensbegutachtungen konnten die Schäden Dank des europaweit modernsten Schadenserhebungssystems durch unsere Experten rasch abgewickelt werden. Aufgrund des Klimawandels wird künftig mit einer weiteren Zunahme von Schäden im Agrarsektor gerechnet“, resümiert Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung.

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VERSICHERUNG

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Gesetzesänderung Gebäudeversicherung

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ufgrund diverser gesetzlicher Änderungen mit Wirksamkeitsdatum 1. September 2012 können manche Versicherungsnehmer die Vorsteuer nicht mehr geltend machen, d.h. die Versicherungssumme – bislang ohne Umsatzsteuer (USt.) – muss um die 20-prozentige USt. erhöht werden. Betroffen von der neuen Gesetzeslage sind vor allem Banken, Versicherungen, Bund, Länder, Gemeinden und andere Körperschaften öffentlichen Rechts, aber auch Gebäudeeigentümer die an gewerbliche Mieter wie Banken, Gemeinden usw. vermieten (und diese nicht vorsteue-

rabzugsberechtigt sind). Die Entscheidung, ob die Versicherungssumme mit oder ohne USt. angegeben wird, liegt in der Verantwortung des Versicherungsnehmers, der seine eigenen steuerlichen Verhältnisse selbst beurteilen muss. „Damit keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht, nehmen wir mit allen Betroffenen Kontakt auf, um auf die neue steuerrechtliche Situation hinzuweisen und raten jedenfalls dazu, einen Steuerberater hinzuzuziehen“, erläutert Vorstandsdirektor Erich Leiß die Vorgangsweise der Wiener Städtischen. Die Wiener Städtische bietet allen betroffenen KundInnen prämienfreien Versicherungs-

Erich Leiß, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung schutz bis zur Klärung der steuerlich korrekten Versicherungsform, befristet mit 1. März 2013.

CREDITREFORM

Kreditentwicklung

C

reditreform hat unter 1.700 österreichischen Klein- und Mittelbetrieben eine aktuelle Umfrage zum Thema Kreditentwicklung – und Finanzierungsbedingungen durchgeführt. Von den befragten Unternehmen, die in den vergangenen Monaten einen Kredit beantragt haben, wurde jeder zehnte Fall abgelehnt. Diese Entwicklung verschärft den Eindruck unter den Mittelständlern, dass sich die heimische mittelständische Wirtschaft bereits in einer Kreditklemme befindet. Hinzu kommt, dass jeder Vierte davon ausgeht, dass die Kreditklemme in naher Zukunft noch kommen wird. Nur jeder Fünfte vertritt die Ansicht, dass es keine Kreditklemme gibt. Die Gründe für schwierige Finanzierungsbedingungen liegen mehrheitlich bei den verlangten höheren Sicherheiten, gefolgt von den steigenden Kreditzinsen,

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nur mehr jedem Fünften wurde der Kredit nicht in der gewünschten Höhe und jedem Zehnten nicht in der gewünschten Laufzeit gewährt. Zusammenfassend ist zu sagen,

dass immer mehr die eigene Liquidität und Bonität in den Mittelpunkt rückt und mehr Zeit für Riskmanagement aufgewendet wird.

Insolvenzstatistik 2012 - ÖSTERREICH

Insolvenzen nach Branchen 2012

2011

Veränderung absolut

Veränderung in %

Insolvenzen je 1.000 Unternehmen 13,8

Sachgütererzeugung

353

452

-99

-21,9

Bauwesen

924

988

-64

-6,5

32,2

1.141

1294

-153

-11,8

14,3

Beherbergungs- und Gaststättenwesen

797

980

-183

-18,7

17,3

Verkehr- und Nachrichtenübermittlung

581

542

+39

+7,1

37,1

Kredit- und Versicherungswesen

152

161

-9

-5,5

23,1

1.502

1036

+466

+45,0

17,6

816

741

+75

+10,1

k.A.

6.266

6.194

+72

+1,2

17,0

Handel

Unternehmensbezogene Dienstleistungen Übrige Gesamt

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VERSICHERUNG

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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG / DONAU VERSICHERUNG

Elektronisches Postfach Eine Gesetzesnovelle hat die rechtliche Basis für die Regelung von elektronischer Korrespondenz für die Versicherungswirtschaft geschaffen.

D

ie Wiener Städtische Versicherung stellt ihren KundInnen auf Wunsch, ihre Versicherungskorrespondenz, in einer kostenlosen e-box zur Verfügung. Für die Nutzung sind lediglich ein SMS-fähiges Mobiltelefon (für die Zusendung eines SMS-Tans für die Anmeldung), ein Internetzugang und eine persönliche E-MailAdresse (für die Benachrichtigungen über neue Post) notwendig. „Wir begrüßen die Möglichkeit, mit unseren KundInnen und GeschäftspartnerInnen in einer vereinfachten, schnellen, umfassenden und im Sinne

der Nachhaltigkeit umweltschonenden Form zu kommunizieren“, so Wiener Städtische Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer. „Mit der e-box haben unsere KundInnen jederzeit und überall via Internet umfassenden und aktuellen Einblick in ihre Versicherungskorrespondenz und die lästige Ablage in Papierform entfällt.“ Die Donau Versicherung hat ihre bestehende Kunden-Service-Plattform MyDonau erweitert und bietet nun die Möglichkeit die gesamte Korrespondenz in den elektronischen Posteingang zu bekommen. Mag. Johanna Stefan, Generaldirektorin Donau

Versicherung: „Sehr viele Kunden sind es mehr und mehr gewöhnt Informationen elektronisch zu erhalten. Wir haben schon früh einen Schritt in diese Richtung gemacht und freuen uns nun unseren Kunden die erweiterten Möglichkeiten anbieten zu können. In den ersten Tagen sind bereits 5.000 Kunden auf das neue Postfach umgestiegen und wir erwarten eine rasche Zunahme.

ROLAND RECHTSSCHUTZ

Kostenfalle Internet Online-Verkauf: privater oder gewerblicher Handel

für den Verkäufer. Zudem dürfen private Händler – anders als gewerbliche – die gesetzliche Gewährm Zeitalter von Aukleistung ausschließen. Falls tionsplattformen sie dies nicht tun, haften werden immer sie zwei Jahre für mangelmehr Käufer auch hafte Ware. Hier empfiehlt zu Verkäufern. Die UnterAnwältin Sporn folgenden scheidung zwischen „priAusschlusshinweis: „Dies vaten“ und „gewerblichen“ ist ein privater Verkauf von Händlern gestaltet sich oft gebrauchter Ware und erschwierig. Partneranwältin folgt unter Mag. Heike Sporn: „Wer Ausschluss jeglicher Gebeispielsweise viele origi- Partneranwältin Mag. Heike Sporn währleistung.“ Privathändnalverpackte Teile verkauft lern steht es darüber hinaus und monatlich zahlreiche Bewertungen frei, auch ihre gebrauchten oder neuen bekommt, wird rein rechtlich als gewerb- Markenartikel zu verkaufen. „Gewerbliche licher Händler behandelt, da er nicht mehr Verkäufer hingegen benötigen laut Marin privatem Umfang tätig wird.“ Diese Un- kengesetz die ausdrückliche Zustimmung terscheidung ist wichtig: Bei Verträgen zwi- des Markeninhabers, andernfalls drohen schen Privatpersonen besteht grundsätz- Unterlassungs- und Schadenersatzfordelich kein Rückgaberecht – ein klarer Vorteil rungen“, erklärt Rechtsanwältin Sporn.

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Online-Angebote: Kosten müssen klar erkennbar sein Gewinnspiele, Downloads, Testabonnements – das Internet steckt voller vermeintlicher Gratisangebote. Mit der Rechnung entpuppen sie sich dann oft im Nachhinein als kostenpflichtig. Oft verstecken sich Kosten in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder im Kleingedruckten am Seitenende. „Kunden sollten nicht vorschnell auf Zahlungsforderungen eingehen. Für eine rechtliche Gültigkeit muss auf der Startseite ein klar sichtbarer Hinweis erfolgen, dass das Angebot kostenpflichtig ist“, sagt Rechtsexpertin Sporn. Sollte der Online-Dienst nicht in Anspruch genommen werden, kann auch hier der Vertrag innerhalb der genannten 14-Tage-Frist widerrufen werden. Wenn der Internetanbieter jedoch hartnäckig Rechnungen schickt, sollten Kunden einen Anwalt kontaktieren, der eine Unterlassungsaufforderung veranlasst.

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VERSICHERUNG

HELVETIA VERSICHERUNG

Neue Features

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ters erleichtern Pflicht- bzw. Hilfefelder die Eingabe der für die Polizzierung wichtigen Informationen. Ein Vergessen beim Erheben bzw. Eintippen notwendiger Daten ist somit ausgeschlossen. Die Voraussetzungen um ins Partnerweb einzusteigen sind einfach, lediglich ein Internetbrowser, der Adobe Acrobat Reader und die persönlichen Zugangsdaten sind erforderlich. Diese erhalten Vertriebspartner direkt bei Ihren Coaches. Es wurde auch ein neues interaktives Lernvideo für die Benutzung des Partnerwebs installiert, hier findet man Antworten auf die am häufigsten auftretenden Fragen im Zusammenhang mit der Benützung des Partnerwebs.

WIEN NORD

Alexander Neubauer, Leiter Partnervertrieb Österreich

as Partnerweb der Helvetia Versicherung ist um einige Features reicher. Die Polizzierungen der Produkte aus dem Portfolio von Helvetia „Ganz Privat“ (Unfall, Haushalt, Eigenheim, Haftpflicht und Rechtsschutz) können vom Vertriebspartner nun via Partnerweb unmittelbar veranlasst werden – ein Papierantrag ist nicht mehr notwendig. „Der Prozess der Polizzierung wird durch die elektronische Verarbeitung massiv beschleunigt“, zeigt sich Alexander Neubauer, Leiter Partnervertrieb Österreich, begeistert. Mit der neuen Upload-Funktion ist ein rasches Hochladen der Beilagen und ein bequemes Speichern der Daten im Archiv möglich. Wei-

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D.A.S RECHTSSCHUTZ

Mag. Gerhard Jeidler Geschäftsführender Partner

Mag. Harald Woschitz Geschäftsführender Partner

Wofür stehen Sie 2013? Wie reagieren Sie auf die Frage von jemandem, der Sie nur flüchtig kennt, was Sie denn eigentlich beruflich so machen? Antworten Sie dann souverän und überzeugend, und das auch noch so, dass es der andere versteht? Erstaunlich viele Unternehmer – nicht nur in unserer Branche - sind dazu leider nicht immer in der Lage.

Schneeräumen Auch ohne Gehsteig ist Schneeräumen vorgeschrieben.

KOLUMNE

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lar sind wir fähig zu antworten. Aber in den wenigsten Fällen ist es die Botschaft, die beim Gegenüber ankommen soll. Verstehen Sie das nicht falsch: Wir haben noch niemanden in unserer Branche getroffen, der auf die Frage „Was tun Sie?“ keine Antwort gewusst hat - meistens wird von Produkten und Dienstleistungen gesprochen, vom „was“ und manchmal vom „wie“. Selten bis nie aber darüber, warum wir etwas tun, von Leidenschaft, eigenem Antrieb, Emotionen, Freude oder Mehrwert für den Kunden. Folgende Fragen an sich selbst helfen für die persönliche Positionierung (nach dem Motto: weshalb stehe ich am Morgen auf und mache das, was ich teilweise schon jahrelang tue?): „Was macht mir grundsätzlich Freude? Bei welchen Kunden fühle ich mich am wohlsten? Worauf konkret freue ich mich jeden Tag? Was kostet mich am wenigsten Kraft? Was bringt mir am meisten Energie?“ Jede Analyse ist nur so viel Wert wie die Ehrlichkeit bei deren Erstellung. Gehen Sie dabei auch darauf ein, was notwendige Routine geworden ist, und wie Sie abgenutzte und demotivierende interne Prozesse verändern können. Und: Wie Sie Ihre persönliche Art, zu verkaufen, verbessern können (offene Fragen stellen, wertschätzend zuhören, visualisieren, Vorteil für Kunden darstellen, systematisches Service bieten, usw.). Ihre Kunden erfahren und spüren dann, dass Sie glaubwürdig zu Ihrem Beruf und Ihrer Verantwortung stehen – und das ist vor dem anspruchsvollen Hintergrund der heftig diskutierten Imagefindung unserer Branche ein wertvolles USP, das Sie von vielen anderen Mitanbietern unterscheiden kann. Ein erfolgreiches Jahr 2013! CHE FÜR DIE BRAN ER BRANCHE D S U A R TE DIE BERA TUNG Fa. IMPULSBERA eratung sb en m eh Untern und r Positionierung fü Die Spezialisten ungswirtschaft er ch rsi Ve r lung in de Markenentwick kagasse 14/8A 1010 Wien, Zelin ung.at at www.impulsber ung.at at er lsb office@impu

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n Ortsgebieten sind Liegenschaftseigentümer verpflichtet, Gehsteige und Gehwege in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen zu säubern, sowie bei Schnee und Glatteis zu bestreuen. „Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von einem Meter zu säubern und zu bestreuen“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Die Räumpflicht gilt laut Straßenverkehrsordnung auch an Sonn- und Feiertagen. Bei extremen Witterungsverhältnissen, wie andauerndem Schneefall oder sich ständig erneuerndem Glatteis – wenn das Räumen praktisch nutzlos ist –, muss allerdings nicht ununterbrochen geräumt werden“, so Kaufmann weiter. Die Schneeräumung kann auch über Schneeräumdienste oder Dritte erfolgen. Der Rechtsschutzversicherer empfiehlt dazu eine vertragliche Regelung, die eine ordnungsgemäße Räumung gewährleistet. Verträge, in denen Schneeräumdienste nur im Rahmen ihrer Kapazitäten säubern oder streuen müssen, reichen für eine Haftungsbefreiung des Grundstücksbesitzers oder Weghalters nicht aus. Denn bei Verletzung der Räumpflicht können Geldstrafen bis 72 Euro drohen, unabhängig ob Schaden entstanden ist oder nicht.

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ALLIANZ GRUPPE

Geschäftsreisen Österreichs Berufstätige sind auf Reisen. Ein Drittel aller Berufstätigen gehen hin und wieder auf Geschäftsreise, und fast jeder Dritte erlebt dabei bereits ein Sicherheitsrisiko.

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aut Statistik Austria gab es im vorigen Jahr 3,7 Mio. Geschäftsreisen – ein Fünftel des gesamten Fremdenverkehrsaufkommens. Nur 1,8% der aktuell Befragten rechnen damit, dass in ihrem Reiseland Probleme auftreten können. Jedoch jeder Dritte hatte schon das eine oder andere Sicherheitsproblem zu bewältigen. Am häufigsten wird über verlorenes Gepäck geklagt, rund 10% der Befragten hatten bereits Unfälle oder Probleme mit dem Auto, 8,4% wurden auf offener Straße bestohlen, 6,2% in ihrer Unterkunft. Bei 84,2% der befragten Berufstätigen erfreuen sich Geschäftsreisen großer Beliebtheit, meist dauert die Tour nicht länger als 2-3 Tage. 61,7% der Business-Touristen sind laut Allianz Studie allein unterwegs; Auto, Bahn und Flugzeug haben als Verkehrsmittel dabei annähernd den gleichen Stellenwert. Als sicherste Reiseländer werden Österreich, Deutschland und die Schweiz klassifiziert, auch die Länder Westeuropas sowie Japan erhalten gute Sicherheitsnoten. Die USA halten immerhin noch 78% für ein sicheres Geschäftsreiseland. Ein mulmiges Gefühl befällt die Business-Traveller lediglich bei Reisen nach Russland oder Brasilien oder in die Balkanstaaten, die weniger als drei von zehn Geschäftsreisenden als sicher einstufen. Die Organisation der Dienstreisen liegt gleich häufig bei der Firma und dem einzelnen Mitarbeiter, Sicherheitsfragen haben dabei aber keineswegs Priorität. Fast 40% verlassen sich auf Ihren Kreditkartenschutz, 11% zerbrechen sich gar nicht den Kopf und 3,8% geben an, bewusst

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Dr. Christoph Heißenberger, Geschäftsführer Allianz Global Assistance Österreich

unversichert zu reisen. Als Hauptargument gegen den Abschluss einer Geschäftsreiseversicherung führen mehr als die Hälfte an, dass sie durch die Kreditkarte ausreichend abgesichert wären, 29,3% sind die Kosten einer Versicherung zu hoch und 17,2% sehen keine Notwendigkeit. Die Allianz Global Assistance bietet mit der „Global Business Assistance“ ein individuell, modular gestaltbares ReiseversicherungsPackager. Das Basis-Modul enthält neben einer Auslandskranken-, Unfall- und Reisegepäckversicherung auch zahlreiche Assistance-Leistungen wie beispielsweise eine 24-Stunden-Notrufnummer. „Mit Zusatzmodulen ist zudem ein Upgrading möglich, das Mobilitätsschutz für Firmenautos, eine Haftpflichtversicherung auch für die Freizeit und vieles mehr beinhaltet“, so Dr. Christoph Heißenberger. Grundsätzlich ist die Geschäftsreiseversicherung

nicht an Namen gebunden, Reisetage können auf beliebig viele Mitarbeiter aufgeteilt werden. Ein spezieller Stornoschutz, der neben den üblichen Gründen auch Storno wegen technischer Probleme, der Absage eines Geschäftstermines oder bei Visumverzögerungen enthält, kann dazu gebucht werden. Auch für Geschäftsreisen in Krisenregionen gibt es spezielle Security Bausteine, so wie spezifische Versicherungslösungen für längere berufliche Auslandsaufenthalte.

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Manfred Baumgartl, Vorstand Allianz Versicherung

ALLIANZ VERSICHERUNG

Lebensversicherungen sind lebenswichtig Eine Allianz Studie ergab: Herr und Frau Österreicher geben nur halb so viel für Lebensversicherungen weit aus als Durchschnittseuropäer. Die ideale Lösung ist ein Schulterschluss von privater und staatlicher Vorsorge.

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anfred Baumgartl gab im Dezember seine letzte Pressekonferenz als Vorstand der Allianz Gruppe und beendete mit Ende des Jahres 2012 seine aktive Karriere. Er bekleidete über zehn Jahre das Amt des Vorsitzenden der Sektion Lebensversicherung im Versicherungsverband und galt in der Branche als „Mister Lebensversicherung“. In der Al-

lianz war er knapp 20 Jahre tätig, prägte die Entwicklung im Personenversicherungsbereich und stellte die Palette in der Altersvorsorge auf eine breite Basis. Erst vor kurzem wurde Manfred Baumgartl vom Bundespräsidenten mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Die Lebensversicherung werde in Zukunft eine steigende Bedeutung als einziges

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Österreicher bei Ausgaben für Lebensversicherung im globalen Mittelfeld Wirft man einen Blick auf die jährlichen Bruttoprämien in der Lebensversicherung, so zeigen sich interessante Ergebnisse: Hierzulande geben die Menschen insgesamt 2,3 Prozent des BIP für Lebensversicherungen aus. Damit liegt Österreich weltweit auf Platz 27, im Europavergleich auf Platz 14. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass Herr und Frau Österreicher durchschnittlich 831 Euro pro Jahr für Lebensversicherungen ausgeben, der Europa-Durchschnitt liegt bei 1.470 Euro. In Europa bilden die Briten (8,7 Prozent), Franzosen (6,2 Prozent) und Iren (6,1 Prozent) das Spitzentrio. Deutschland (3,4 Prozent) liegt im ersten Drittel auf Platz 10, auf den hintersten Plätzen liegen die Ukraine (0,08 Prozent) und Russland (0,06 Prozent). funktionales System zur Absicherung von existenziellen Risiken und zur Vorsorge fürs Alter erfahren, zeigte sich Baumgartl überzeugt. „Lebensversicherungen sind lebenswichtig – nicht nur für den Einzelnen, sondern für die gesamte Weltwirtschaft“, kommentierte er die Ergebnisse einer Allianz Studie zum Thema Demographie.

Lebensversicherung als globales Bollwerk für Finanzmärkte und Volkswirtschaften Die Studie zeigt die Vielschichtigkeit der Bedeutung der Lebensversicherung in einem globalen Vergleich: Weltweit belaufen sich die Ansprüche privater Haushalte bei Lebensversicherungsunternehmen auf über 10.000 Milliarden Euro. Während beispielsweise in den USA 2.703 Milliar-

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Die Welt altert – Österreich altert Kamen weltweit im Jahre 1950 2,3 Über-60-Jährige auf ein Neugeborenes, so werden für das Jahr 2050 knapp 16 Über-60-Jährige auf ein Neugeborenes prognostiziert. Damit wird dann jeder fünfte Erdenbürger älter als 60 Jahre sein. In Österreich gab es im Jahr 1950 ca. 11 Über-60-Jährige pro Neugeborenem, diese Zahl wird sich bis zum Jahr 2050 auf vierzig fast vervierfachen. Obwohl Österreich altert, ändert sich nichts am Pensionseintrittsverhalten: Das reale Pensionsantrittsalter sinkt seit den 1970er Jahren kontinuierlich, Österreicher sind mit durchschnittlich 24 Jahren „Vize-Europameister“ bei der Verweildauer in Pension. Das Umlagesystem biete zwar eine gute Grundversorgung, aber Bundeszuschüsse von im Schnitt zwischen 7 und 10 Milli-

arden Euro pro Jahr seien notwendig, um die Finanzierbarkeit aufrecht zu halten, so Baumgartl.

VERSICHERUNG

den Euro und in Deutschland 749 Milliarden Euro in Lebensversicherungsunternehmen veranlagt sind, haben private Haushalte in Österreich über 68 Milliarden Euro in Lebensversicherungen investiert. Heimische Versicherungsunternehmen nehmen pro Jahr rund 7 Milliarden Euro Prämien in der Lebensversicherung ein.

Schulterschluss aus staatlicher und privater Vorsorge „Steigende Lebenserwartung und Staatsverschuldung werden zu weiteren Leistungskürzungen im Umlagesystem führen. Der veränderte Arbeitsmarkt lässt langfristige und stabile Einkommensentwicklungen immer weniger zu. Eine flexible, jederzeit liquidierbare Zusatzvorsorge für Berufsunfähigkeit, Hinterbliebene, Alter und Pflege muss in Eigenverantwortung finanziert werden.“ Kapitaldeckung und Umlageverfahren im Schulterschluss bieten laut Baumgartl die ideale Lösung zur Kombination der Systeme: Budgetlücken der öffentlichen Hand werden mit durchgehenden Beitragsleistungen bis zum gesetzlichen Pensionsalter geschlossen. Die Brückenpension zwischen gesetzlichem und tatsächlichem Pensionsantrittsalter wird durch kapitalgedeckte Vorsorge finanziert. Die Brückenpension selbst finanziert die Sozialversicherung: Der Bürger zahlt weiter Beiträge in die Sozialversicherung ein (Selbst- bzw. Weiterversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung), und zwar bis zum gesetzlichem Pensionsantrittsalter. Dies führe zu einer Planbarkeit der Einkünfte für die Sozialversicherung: „Mit diesem Modell kann die öffentliche Hand mit dem demografischen Wandel Schritt halten und das System darauf adaptieren – und jeder Bürger kann sein Pensionsantrittsalter frei wählen, ohne das System zu belasten“, erklärte Baumgartl.

Keine Alternative Bei der Absicherung von Hinterbliebenen, existenziellen Risiken, wie zum Beispiel der Berufsunfähigkeit, sowie der Vorsorge für Bedarfslagen im Alter gäbe es keine Alternativen zum „System Lebensversicherung.“ Der Bedarf an kapitalgedeckter betrieblicher und privater Vorsorge werde künftig weiter steigen. „Kapitallebensund Rentenversicherungen, ergänzt um Fondsinvestments, werden an Bedeutung gewinnen“, so Baumgartl.

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WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Neue Führerscheinrichtlinie Mit 19. Jänner tritt die 3. EU - Führerscheinrichtlinie in Österreich in Kraft. Der Mopedführerschein wird Pflicht und der MotorradklassenFührerschein wird auf drei Stufen ausgebaut. Die Wiener Städtische Versicherung sieht in der Harmonisierung der europaweiten Richtlinien durchaus positive Effekte.

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er in Zukunft ein Moped lenken will braucht eine Lenkerberechtigung der Klasse AM. Die neue Richtlinie bedeutet, dass MotorradfahrerInnen ein dreistufiges Modell durchlaufen müssen, und so sukzessive Fahrerfahrungen sammeln können. Der Einstieg wurde auf das Mindestalter von 16 Jahren herabgesetzt, dennoch erwarten sich die Experten und Expertinnen einen Rückgang bei Moped- und Motorradunfällen, wie dies bei der Einführung des Probeführerscheins zu beobachten war. In den vergangenen zehn Jahren (2002 bis 2011) waren die Zahlen, sowohl für Unfälle als auch, für verletzte oder getötete Personen im Straßenverkehr rückläufig. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Wiener Städtische Schadenshäufigkeiten der Altersgruppe der unter 20jährigen mit einem Rückgang von rund 10 Prozent wieder. Unmittelbare Auswirkungen der neuen Führerscheinrichtlinien auf den Versicherungsschutz sind derzeit nicht zu erwarten. „Wir begrüßen die Novellierung der Führerscheinrichtlinie. Jugendliche sind bei Kfz-Versicherungen zwar das höchste Risiko, die Unfallhäufigkeit hat sich aber seit der Einführung des Probeführerscheins

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deutlich verringert. Im Zuge der MotorradMehrphasenausbildung muss zukünftig ein Fahrtechnik- und auch ein Gefahrenwahrnehmungstraining absolviert werden. Diese Maßnahmen unterstützen das Sammeln von Fahrerfahrungen und reduzieren so das Versicherungsrisiko“, so Wiener Städtische Vorstandsdirektor Erich Leiß.

Erich Leiß, Vorstandsdirektor Wiener Städtische

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Folierungen aller Art

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TOGETHER

Aktive Weihnachtsfeier

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lle Jahre wieder feierte TOGETHER ihre Weihnachtsfeier in den Büroräumlichkeiten am Handelskai in Wien. Mehr als 150 Gäste wurden bei der diesjährigen, mit vielen Überraschungen gespickten, Veranstaltung begrüßt. Geschäftsführer Mag. Alexander Petzmann und Dr. Georg Steinort

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hielten in Ihrer Weihnachtsansprache Resümee über das vergangene Jahr und überreichten der 9.000 Userin Sandra Brendinger aus dem Büro W & B Versicherungsmakler eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Wie auch in den letzten Jahren stand der Abend unter dem Motto „Kunst und gute Gespräche“. Heuer stellte die Künstlerin Martina Reinhart Ihre Werke aus. Die in Linz geborene Künstlerin ist diplomierte Malerin und promovierte Philosophin, die sich in ihrer Arbeit meist mit Themenschwerpunkten beschäftigt die sie dann in Zyklen umsetzt. Viele Neuerungen haben den Abend kurzweilig werden lassen, gestartet wurde mit Punsch und Weihnachtskeksen. Dieser Einstieg bot den Gästen die Gelegenheit zum „Ankommen“. Der Überraschungsgast, der Schnellkünstler XI Ding, welcher bereits zweimal den ersten Preis auf dem europaweiten Karikaturwett-

bewerb „ISCA minicon“ für professionelle Porträtkarikatur Künstler gewonnen hat, fertigte innerhalb von 2 Minuten Karikaturen der Gäste an. Aber neben Kunst und Netzwerken wurde auch anderes Interessantes geboten, bei einer Vertreterin des Bundeskanzleramts konnten die Besucher vor Ort Ihre Handysignatur freischalten lassen.

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DIE NIEDERÖSTERREICHISCHE VERSICHERUNG

JUBILÄUM

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m 15. Jänner 1923 wurde die „Erste n.oe. BrandschadenVersicherungsgesellschaft“ durch Josef Reither, den späteren Landeshauptmann von Niederösterreich, gegründet. Seit Ende der 70er Jahre trägt das Unternehmen den Namen „Die Niederösterreichische“ und hat sich zu einer modernen Marke entwickelt. „Das heutige Jubiläum gibt uns Anlass mit Stolz auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zu blicken“, freut sich Generaldirektor Dr. Hubert Schultes. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei all den Menschen zu bedanken, die in den vergangenen 90 Jahren Teil der NV-Familie geworden sind: Bei unseren KundInnen, PartnerInnen und MitarbeiterInnen. Gleichzeitig kann ich versprechen, dass wir uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen werden, son-

dern wie bisher für unsere Kunden da sein und sie bei ihren Vorhaben unterstützen werden“, verspricht Schultes. Weiterhin an einem gesunden, kontinuierlichen Wachstum zu arbeiten, ist das erklärte Ziel. „Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und uns für Sportler, Kulturschaffende und Sozialprojekte in Niederösterreich und Wien einsetzen“, bekräftigt Vorstandsdirektor Mag. Bernhard Lackner, „denn den Anspruch, nicht nur ans Tagesgeschäft zu denken, sondern auch

v.l.n.r.: Vorstandsdirektor Mag. Bernhard Lackner, Aufsichtsratspräsident DI Josef Pleil, Generaldirektor Dr. Hubert Schultes vor der Büste von Unternehmensgründer Josef Reither dem Land und seinen Menschen zu helfen, haben wir heute mehr denn je“, so Lackner weiter.

11. INFORMATIONSTAG DER WIENER VERSICHERUNGSMAKLER

Großer Bahnhof

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it Bundesminister Rudolf Hundstorfer haben die Wiener Versicherungsmakler für den 11. Informationstag am

13.3.2013 einen besonderen Eröffnungsredner gewonnen. „Seit langem pflegen wir intensiven Austausch mit dem Konsumentenschützern“ erklärt Fachgruppen-Obmann

VORSORGEPENSIONGESUNDHEITHAFTPFLICHTVERSI F R AVISO E I E B E ZUM R U F E11. P E INFORMATIONSTAG NSIONFINANZEKFZRECHTSSCHUTZP K F DER Z W IWIENER R F Ü R S I VERSICHERUNGSMAKLER EFÜRUNS VORSORGEWOHNENVORSOR FINANZENPESIONVORSORGEKFZ RECHTSSCHUTZPEN SIONVORSORGEKFZHAFTPFLICHTVERSICHERUNGWO NENVORSORGEPENSIONKFZRECHTSSCHUTZVORSORG KFZRECHTSSCHUTZHAFTPFLICHTPENSIONKFZVORSO F R 13. E I EMärz B E R U2013 FEVERMÖGENVORSORGEPENSIONGESUND Palais EIW O H N Ferstel, E N R E C HWien TSSCHUTZWOHNENFINANZENVORSO O H Nur N E Nfür V Ogeladene R S O R G EGäste FINANZENPENSIONVORSORGEKFZR SCHUTZPENSIONVORSORGEKFZHAFTPFLICHTVERSIC RUNGWOHNENVORSORGEPENSIONKFZRECHTSSCHUT V O R S O R G E K F Z R E C H T S S C H U T Z HEUTEbeginntMORGEN HAFTPFLICHTPENSION

VM OÖ RG SE ON RV GO ER FSROERIGE EBPE ERNUSF IEOV risControl_01.indd 43

KommR Helmut Mojescick und ist über die Zusage von Minister und WKW-Präsidentin KommRin Brigitte Jank sehr erfreut. Das Tagesmotto „HEUTE beginnt MORGEN“ zeichnet sich durch kontrastreiche und markante Referenten aus. Jeweils anschließende Podiumsdialoge bestreiten Dr. Luciano Cirina und Dr. Burkhard Gantenbein unter der Moderation von Alexander Goebel. Keynote-Speaker Philipp Riederle, der bereits mit 13 Jahren seine erste TV-Sendung in Deutschland bestritt und mittlerweile sein Abitur macht, wird Interessantes zur Kommunikation mit der Jugend übermitteln. In die Wertewelt einer „glücklichen Zukunft“ entführt Prof. Dr. Harald Welzer in seiner Aufgabe als kritischer Glücks- und Zukunftsforscher.

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AMERIKANISCHE HANDELSKAMMER

Business Cocktail v.l.n.r.: Thomas Brennan, Commercial Conselor US Embassy, Felix Thun-Hohenstein, Präsident AmCham Austria, Daniela Homan, Executive Director AmCham Austria, Norbert Lessing, Country General Manager Hilton Österreich, Friedrich Rödler, Senior Partner PwC Austria

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er bereits zur Tradition gewordene Business-Cocktail der Amerikanischen Handelskammer in Österreich, (AmCham Austria) am Anfang des Jahres dient nicht nur dem konstruktiven Austausch der austro-amerikanischen Wirtschaft, son-

v.l.n.r.: Marcel Landesmann, Partner, Bank Gutmann, Wolfgang Lafite, Partner, DLA Piper Weiss-Tessbach, Alfred Pasquali, Partner, Bank Gutmann

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dern auch der Vorschau auf das neue Jahr aus wirtschaftlicher und politischer Sicht. Die Prominenz der Wirtschaft gab sich auch heuer wieder ein Stelldichein. „2013 wird sowohl ein spannendes, als auch ein herausforderndes Jahr für beide Nationen“, begann AmCham-Austria-Präsident Felix Thun-Hohenstein seine Ansprache vor über 100 Gästen. In Österreich steht mit der 25. Nationalratswahl im September ein gewichtiges Ereignisse an. In den USA wird mit Spannung erwartet, wie sich USPräsident Barack Obama in seiner zweiten Amtsperiode schlagen wird. „In jedem Fall werden diese Entwicklungen und Ereignisse großen Einfluss auf die Wirtschaft in Österreich und den USA nehmen“, sagt Thun-Hohenstein. Daneben fordert der AmCham Austria-Präsident eine Verstärkung der transatlantischen Beziehungen

zwischen Europa und den USA. Da der wirtschaftliche Druck aus Ländern wie China oder Russland ständig mehr wird, sei eine übergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger. 2013 sollen unter anderem gezielt neue Zielgruppen erschlossen werden. Zum Start sind Veranstaltungen, Events und Workshops für Marketingverantwortliche in Unternehmen geplant. Außerdem setzt die Kammer auf den Knowhow-Austausch

v.l.n.r.: Friedrich Rödler, Senior Partner, PwC Austria, Wolfram Senger-Weiss, Finanzvorstand Gebrüder Weiss, Norbert Lessing, Country General Manager Hilton Österreich zwischen den Mitgliedern. Ganz nach dem Motto „Benefit from the best“, werden neue Workshops angeboten, bei denen TopManager renommierter Unternehmen ihre Strategie zum Erfolg mit anderen teilen.

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D.A.S. RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

v.l.n.r.: Dr. Attila Fenyves, Institutsvorstand Institut für Zivilrecht Universität Wien, Mag. Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutzversicherung, Dr. Stefan Lahnsteiner, Gewinner Förderpreis, Johannes Loinger, Vorstandssprecher D.A.S. Rechtsschutzversicherung, Dr. Franz Kronsteiner, Österreichische Vorstand Gesellschaft für Versicherungsfachwissen

Förderpreis Bereits zum sechsten Mal wurde der Förderpreis für Jungakademiker von der D.A.S. Rechtsschutzversicherung verliehen.

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ie Jurymitglieder Univ. Prof. Attila Fenyves und der Vorstand der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen, Franz Kronsteiner, vergaben den heurigen Förderpreis an Stefan Lahnsteiner aufgrund seiner Veröffentlichung zum Thema „Die schuldhafte Herbeiführung des Versicherungsfalles“. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die Arbeit hilfreiche Erkenntnisse für die Praxis enthielte. Der Preisgewinner hat die relevante Judikatur zum Thema „Die schuldhafte Herbeiführung des

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Versicherungsfalles nach §61 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)“ strukturiert aufgearbeitet und bietet damit eine Orientierungshilfe für künftige Fälle. Neben Obliegenheitsverletzungen spielt vor allem die schuldhafte Herbeiführung des Versicherungsfalles eine entscheidende Rolle für Leistungspflichten von Versicherungsunternehmen. „Niemand bekommt gerne sein eigenes Fehlverhalten vor Augen geführt, insbesondere dann nicht, wenn es als Begründung für den Verlust einer Leistung dient“, erklärt dazu Vorstand Ingo Kaufmann. „Der Preisträger Lahnsteiner hinterfragt in seiner Arbeit dabei kritisch das Alles-oder-Nichts Prinzip. Diese Regelung kann Konflikte verschärfen; ein vollständiger Leistungsverlust ist unflexibel und es werden keine Kompromisse vorgesehen“.

Bei vielen Auseinandersetzungen mit Versicherungsunternehmen geht es um die Frage, ob ein behauptetes Fehlverhalten des Versicherten die Leistungsfreiheit des Versicherers begründet. „Als Rechtsschutzspezialversicherer sind wir frei von jeglicher Interessenkollision und bieten deshalb unseren Kunden auch Rechtsschutz für Auseinandersetzungen mit anderen Versicherungsunternehmen an. Die vorliegende Arbeit ist dabei eine wertvolle Unterstützung für uns“, so Kaufmann weiter. „Es ist unser Ziel, den juristischen Nachwuchs zu fördern“, erklärt Vorstandssprecher Loinger. „Das Behandeln von aktuellen, rechtlichen Fragestellungen kann dazu beitragen, unser Rechtsschutzangebot im Sinne der Kunden weiterzuentwickeln. Gerade als Spezialrechtsschutzversicherer sind wir laufend auf der Suche nach den besten Lösungen“.

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BUCHBESPRECHUNG

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DR. HEIMO CZEPL GERHARD DANLER MAG. IUR. PETRA FAHRENBERGER MAG. MARKUS WEIXLBAUMER

Praxisleitfaden Betriebliche Altersvorsorge

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DIE AUTOREN: Dr. Heimo CZEPL ist Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater, Schwerpunkt BAV. Beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger. Gerhard DANLER ist Berater für Betriebliche Alters- und Personalvorsorge, akademisch geprüfter Versicherungsmathematiker, Sachverständiger und Leiter des Marktsegments BAV bei einem Schweizer Versicherer in Österreich.

ie Betriebliche Altersvorsorge wird weiterhin an Bedeutung gewinnen und Österreich hat Aufholbedarf in der Nutzung der evidenten betriebswirtschaftlichen Vorteile. Das Hauptaugenmerk des Handbuchs wird auf konkrete Hilfestellung für Berater, Unternehmer und Personalvertreter und den unmittelbaren Einsatz in der Praxis gelegt. Modellhafte Vergleichsrechnungen, Übersichten, Musterformulare, Checklisten schlagen die Brücke von der Theorie zur bedarfsorientierten Entscheidungsfindung und Umsetzung.

Betriebswirtschaftliche Zielsetzungen, arbeits-, steuer- und insolvenzrechtlichen Regelungen sind die entscheidenden Blickwinkel, aus denen das Autorenteam, bestehend aus Wirtschaftsberater, Juristen, Versicherungsexperten, die einzelnen Varianten und Instrumente der BAV behandelt. Um zukünftigen Entwicklungen Rechnung zu tragen und weitere Arbeitsbehelfe sinnvoll eingliedern zu können, wurde die Loseblattform gewählt. Reformen, deren konkrete Implementierung und praktische Auswirkungen werden in dem Nachschlagewerk laufend aktuell behandelt.

Finanzverlag, Kitzler Verlag Ges.m.b.H. Format: 240 x 200 mm Einband: Loseblattausgabe Preis: EUR 95,-, inkl. 10% Ust., exkl. Versandkosten ISBN: 978-3-9501931-9-0

Mag. iur. Petra FAHRENBERGER ist Richterin des Landesgerichts Ried im Innkreis. Mag. Markus WEIXLBAUMER, MBA, ist Rechtsanwalt und Partner bei Hackl, Hatak, Weixlbaumer Rechtsanwälte; Tätigkeitsschwerpunkt Insolvenzrecht.

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VERANSTALTUNG

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Ausgabe Jänner 2013