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Rheingau Musik Festival OuvertĂźre 2017

Gesamtprogramm vom 24.6. bis 2.9.2017 Igor Levit Artist in Residence

1/2017 ¡ www.rheingau-musik-festival.de

Aufbruch 30 Jahre Festival

Hauptsponsoren:


© Robbie Lawrence

© Jörg Steinmetz

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Premium-Projektpartner

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© Matthias Baus

Inhalt Magazin 4 Aufbruch in den 30. Sommer voller Musik 6 Artist in Residence: Igor Levit 12 Fokus: Anna Lucia Richter 16 Fokus Jazz: Michael Wollny 19 Erinnerungen an Prades 24 30 Jahre Rheingau Musik Festival 35 Konzertführer live 36 Next Generation Fokus-Künstler 2017: Michael Wollny Igor Levit Anna Lucia Richter

38 Tanz!Musik 40 Expedition Sound 42 Festival für Kinder und Jugendliche 43 Programm 2017

Hier können Sie ab sofort Karten bestellen: Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft mbH & Co. KG Postfach 1125 65367 Oestrich-Winkel Am einfachsten mit dem Bestellschein auf den auf Seite 82 folgenden Seiten oder über unsere Website: www.rheingau-musik-festival.de Ab dem 7. März 2017 können Sie Karten auch telefonisch bestellen:

0 67 23 / 60 21 70

Bitte beachten Sie, …

113 Service 114 Kartenvorverkauf

… dass Kartenbestellungen ab dem 20. Februar 2017 schriftlich oder über die Website entgegengenommen werden.

115 Abonnements

… dass der telefonische Vorverkauf erst am 7. März 2017 beginnt.

117 Anreise

… dass die Mitglieder des Rheingau Musik Festival e. V. ein exklusives Vorkaufsrecht genießen. Mit der Pressekonferenz am 20. Februar 2017 endet dieses Vorkaufsrecht, und es beginnt der öffentliche Vorverkauf. Ihre Bestellungen werden in der Reihenfolge des Post- oder E-Mail-Eingangs bearbeitet. Einfach und bequem bestellen Sie Ihre Konzertkarten mit dem Bestellschein auf den auf Seite 82 folgenden Seiten. Möchten auch Sie in den Genuss der bevorzugten Bestellung kommen? Dann werden Sie Mitglied unseres Fördervereins (siehe S. 123).

116 Der Rheingau

118 Spielstätten 124 Hotelempfehlungen 126 Allgemeine Geschäftsbedingungen 130 Impressum

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Š Axel Nickolaus

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Rheingau Musik Festival 2017

Aufbruch in den 30. Sommer voller Musik


as Rheingau Musik Festival wird 2017 dreißig Jahre alt. Aus einem kleinen Verein wurde ein großer internationaler Kulturbetrieb, aus einer Idee Wirklichkeit. Dieses Jubiläum gibt uns Gelegenheit, dankbar zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu wagen: Wie soll unser Musikfestival in Zukunft aussehen? Der Festivalsommer steht daher ganz im Zeichen von „Aufbruch“. Mit hochkarätigen Künstlern haben wir musikalische Projekte konzipiert, die diesem Leitgedanken entspringen: Der „Aufbruch“ kann kommen! Ausgangspunkt ist meine persönliche Initialzündung: Das Festival von Pablo Casals in Prades in den französischen Pyrenäen brachte mich Mitte der sechziger Jahre auf die Idee, im Rheingau ein Musikfestival zu gründen. Unser Jubiläum nehmen wir nun zum Anlass, originale Programme aus Prades mit Künstlern von Weltformat im Rheingau aufzuführen: Die Brüder Renaud und Gautier Capuçon mit Frank Braley, die Geschwister Tanja und Christian Tetzlaff mit Lars Vogt und weitere hochrangige Musiker kommen ebenso in den Rheingau wie die drei LOTTO-Förderpreisträger Marc Bouchkov, Pablo Ferrández und Christopher Park. Die Schirmherrschaft der Kammermusikreihe „Erinnerungen an Prades“ übernimmt die Witwe von Pablo Casals, Marta Casals Istomin, der ich für ihr Engagement herzlich danke. Unsere traditionelle Reihe „Next Generation“ bauen wir in diesem Jahr zu einem Schwerpunkt mit hochtalentierten jungen Künstlern und internationalen Jugendorchestern aus. Unter „Tanz!Musik“ versammeln wir Projekte, die um das Thema Tanz kreisen. Der Leitgedanke „Aufbruch“ spinnt sich außerdem in der neuen Reihe „Expedition Sound“ weiter, in der das Festival musikalische Grenzgänger

© Woody T. Herner/ Woodworks

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präsentiert. In vielen Konzerten ist unser Leitgedanke unmittelbar spürbar, etwa wenn die Orchesterwerke von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, Mussorgski, Strawinski und Tschaikowski erklingen. Nach dem großen Erfolg im Jahr 2015 setzen wir die transatlantische Orchesterakademie (Cuban-European Youth Academy) in Zusammenarbeit mit der Akademie Balthasar Neumann fort, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier steht. Der Sommer 2017 wird bunt und abwechslungsreich: Auf den über 40 Festivalbühnen wechseln sich junge Senkrechtstarter und internationale Größen ab – von Francesco Tristano bis Anne-Sophie Mutter, von Chilly Gonzales bis Grigory Sokolov, von Joy Denalane bis Thomas Quasthoff. Als Artist in Residence wird Igor Levit in sechs Konzerten seine beeindruckende künstlerische Bandbreite unter Beweis stellen. Mit Anna Lucia Richter nehmen wir zum ersten Mal eine Sängerin in den Fokus, die uns mit ihrer Stimme mit Sicherheit tief berühren wird. Im „Fokus Jazz“ präsentieren wir in diesem Jahr den wohl angesagtesten deutschen Jazz-Pianisten: Michael Wollny. Ein ganz besonderes Festival-Debüt feiert die weltberühmte Geigerin Ana Chumachenco, die sich mit ihren ehemaligen Meisterschülern zu einem Gipfeltreffen im Kurhaus Wiesbaden zusammenfindet: darunter Lisa Batiashvili, Veronika Eberle und Arabella Steinbacher. Für die klangprächtigen Konzertmomente sorgen neben den Jugendorchestern, internationalen Spitzenchören und Ensembles der Alten Musik die renommierten sinfonischen Klangkörper aus Birmingham, Bremen, Hamburg, München, Pittsburgh, Sankt Petersburg und Zürich sowie die Rundfunkorchester aus Berlin, des hr und des SWR.

Mit einem besonderen Konzert bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre Treue und Ihr Vertrauen in unser Programm: Wir freuen uns darauf, am 5. Juli bei „Soul am Dom“ mit Myles Sanko und seiner Band unser Jubiläum mit Ihnen zu feiern! Zum Schluss möchte ich noch auf unsere neu eingeführten Abo-Reihen hinweisen, die die Konzerte unseres Artist in Residence Igor Levit und die Konzerte der Prades-Reihe begleiten. Selbstverständlich ist an dieser Stelle nur Raum für einen Bruchteil dessen, was das Rheingau Musik Festival in seiner Jubiläumssaison zu bieten hat. Nehmen Sie sich also Zeit, blättern Sie in Ruhe durch unser Magazin und lassen Sie sich von unserem Programm inspirieren: Wir hoffen, Ihnen Lust auf viele musikalische Erlebnisse machen zu können! Viel Freude bei der Zusammenstellung Ihres ganz persönlichen Sommers voller Musik wünscht Ihnen Ihr

Michael Herrmann Intendant und Geschäftsführer Rheingau Musik Festival

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Igor Levit

Artist in Residence

VON

Markus Treier FOTOS

Robbie Lawrence

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r ist einer der gefragtesten Pianisten unserer Zeit: Igor Levit, 30, geboren in Russland, aufgewachsen in Hannover, lebt in Berlin und spielt in den größten Konzertsälen der Welt. Sein Publikum berührt er mit Hingabe und Einfühlungsvermögen. Denn Levit spürt jedem Werk bis in seine Wurzeln nach. Er versteht sich als Partner des Komponisten und sucht das Miteinander mit dem Publikum. Vom Klassik-Mainstream ist er dabei meilenweit entfernt. 2014 gewinnt er mit seiner Debüt-CD einen ECHO Klassik. Ein Jahr darauf gelingt ihm das wohl aufregendste Klavierprojekt der Gegenwart, für das er 2016 den weltweit angesehenen Gramophone Classical Music Award „Recording of the Year“ erhält. 2017 ist Igor Levit der Artist in Residence des Rheingau Musik Festivals und damit ein zentrales Gesicht des Festivalsommers.

Igor Levits Hände sind immer in Bewegung: Wenn sie keine Tasten unter sich haben, bedienen sie ein Smartphone oder blättern in einem Buch. Sitzt er aber am Klavier, geht alles seinen natürlichen Gang. Dann entsteht ein musikalischer Raum, der alle Energie in sich zu vereinen scheint. Levit spielt versunken, lässt sich vom Klicken der Kamera nicht aus der Ruhe bringen: Zwischen Proben und Konzerten hat er sich einen ganzen Tag Zeit für unsere Fotoaufnahmen genommen. Trotz des prall gefüllten Terminkalenders kommt Levit mit bester Laune auf Schloss Johannisberg an. Wir erleben einen erfrischend höflichen und geduldigen Künstler mit klaren Vorstellungen, wie er abgelichtet werden möchte. Im Gepäck hat er eine Menge Ideen, wie seine Residenz beim Rheingau Musik Festival aussehen soll.

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»Ich bin ja nicht mit zehn durch die Konzertsäle der Welt getourt, sondern habe ganz normal die Schule besucht und mit meinen Freunden Fußball gespielt.«

Levit studiert bei Hans Leygraf am Salzburger Mozarteum, später bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover.

Igor Levit, 1987 in Gorki (heute Nischni Nowgorod) geboren, 400 Kilometer östlich von Moskau, spielt Klavier, seit er drei ist. Den ersten Unterricht erhält er von seiner Mutter Elena. Mit vier gibt er sein erstes Konzert. Mit sechs debütiert er mit dem Sinfonieorchester seiner Heimatstadt. Wenig später siedelt die jüdische Familie nach Hannover über. Dort wächst er wohlbehütet auf.

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Als er 2005 beim Internationalen Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv die Silbermedaille gewinnt, füllt sich der Konzertkalender. Dann folgt eine schicksalhafte Begegnung: Der Vulkan Eyjafjallajökull legt im April 2010 den internationalen Flugverkehr lahm. Igor Levit, gerade 23, sitzt in China fest. Und spielt nun vor Ort ein Konzert nach dem anderen – was soll er anderes tun? In Jinan in der Provinz Shandong ebenfalls gestrandet: die FAZ-Musikkritikerin Eleonore Büning. Sie kennt den jungen Mann von früheren Konzerten. Und folgt ihm nun – was soll sie anderes tun? – von Konzert zu Konzert. Zurück in Deutschland verfasst sie eine Lobschrift, die für Aufsehen sorgt: „Dieser junge Mann“, steht dort zu lesen, „hat nicht nur das Zeug, einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts zu werden. Er ist es schon.“ Ein Pfund! Und eine schwere Bürde, die von nun an auf Levit lastet. Mit solchen Vorschusslorbeeren behaftet, kann man schnell die Bodenhaftung verlieren. Oder von der Erwartungshaltung erdrückt werden. Levit aber schwimmt sich davon frei und geht den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Unkonventionelles wird zu seinem Markenzeichen: Bei ZDF aspekte liefert er sich ein Live-Duell mit dem genialen Improvisationskünstler Chilly Gonzales (am 19.8. beim Rheingau Musik Festival). Und in New York erleben die Konzertbesucher in Liegestühlen unter Schallschutz-Kopfhörern eine 30-minütige Flügelfahrt Richtung Publikumsmitte, ehe Levit die „Goldberg-Variationen“ anstimmt – eine Zusammenarbeit mit der Performance-

Künstlerin Marina Abramovi´c. Außergewöhnlich auch sein Weg auf Platte: Aus „natürlicher Unbescheidenheit“ startet Levit mit den fünf letzten Beethoven-Sonaten und legt mit den Bach-Partiten nach. Dann folgt jener CDDreierpack, mit dem ihm nicht weniger als das wohl aufregendste Klavierprojekt unserer Zeit gelingt: Bachs „Goldberg-Variationen“, Beethovens „Diabelli-Variationen“, dazu „The People United Will Never Be Defeated!“ von Frederic Rzewski, ebenfalls ein VariationenZyklus: Damit wird Levit zum Vielseitigkeits-Pianisten, zum Marathon-Musiker. Mit dem fast 50 Jahre älteren amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski freundet sich Igor Levit im Laufe seiner Karriere immer mehr an. Rzewski schreibt ein Werk für den jungen Pianisten und wird zu einer wichtigen Bezugsperson:

»Frederic Rzewski getroffen zu haben und mit ihm zu kommunizieren ist mir das Schönste und Wichtigste, das mir je passiert ist.«

Dass die pianistischen Mittel des 30-Jährigen nahezu grenzenlos sind: geschenkt. Sein Spiel spricht von Strukturbewusstsein, von interpretatorischem Feingefühl und von musikalischer Hingabe, wie man es nur selten zu hören bekommt. Sein Anschlag – dieses In-denFlügel-Hineinfühlen – einzigartig! Wenn Levit ein neues Stück für sich entdeckt, lernt er es zunächst über die Augen, dann über den Kopf. Erst danach setzt er sich ans Klavier. Was dann in ihm vorgeht?

»Vor allem sehe ich etwas, vor meinem inneren Auge. Menschen, Vertraute, auch Unbekannte, Begegnungen, Gespräche. Keine Farben oder Landschaften, immer Menschen, immer total klar.«


Der Notentext ist ihm dabei heilig, ebenso das Miteinander mit dem Publikum. Trotzdem tritt er nicht hinter das Werk zurück: „Ich respektiere das Stück. Ich verbringe den ganzen Tag damit, zu ergründen, was der Komponist mir in die Noten geschrieben hat. Schließlich muss ich durch seine Musik mit den Menschen kommunizieren.“ Aber:

»Ich verstehe mich nicht als Diener des Komponisten. Ich bin sein Partner – genauso, wie auch der Zuhörer sein Partner ist.«

Schule, Studium, Karriere – alles absolviert er in Hannover. Anfang 2016 zieht er nach Berlin: „Das war jetzt einfach mal an der Zeit.“ Seinen Steinway-Flügel lässt er sich per Kran in die

Wohnung liefern. Der 88-Tasten-Koloss hört auf den Namen „Lulu“: „Sie macht, was sie will, das ist mir nicht unähnlich. Irgendwie erinnerte sie mich an die Lulu aus der Oper von Alban Berg. Dass sie weiblich ist, habe ich keine Sekunde hinterfragt – anders könnte ich mir das nicht vorstellen.“ Überhaupt hat er klare Vorstellungen. Die Musik ist ihm dabei nicht genug. Es geht um mehr: Igor Levit liebt die sozialen Netzwerke, postet fleißig auf Twitter. Seine Gedanken teilt er dort mit dem Rest der Welt. Levit, der Omnipräsente, der Informationen aufsaugt, der Haltung zeigt – musikalisch, politisch, informiert, spontan, klug, dabei erfrischend offen und direkt. Der Prototyp eines modernen, sich nicht vollständig in der Musik verlierenden Künstlers? Levit jedenfalls definiert sein Leben als einen Fluss steter Bewegungen:

»Ich reise, sehe, lese, lerne, höre, laufe … Ich bin ein sehr aktiver Mensch, muss immer in Bewegung sein. Es ist vielleicht nicht gut für meine Gesundheit, aber ich verzichte lieber auf Schlaf, als dass ich etwas verpassen wollte. Ich habe nur dieses eine Leben, und ich bin neugierig darauf.«

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»Seit unseren allerersten

Als Artist in Residence zeigt Igor Levit beim Rheingau Musik Festival in sechs Konzerten mit Musik von Beethoven bis Rzewski sein ganzes Können. Zusammen mit den Festivalmachern hat er eine künstlerisch vielseitige Reihe entwickelt. Zu den Konzerten begleiten Levit befreundete Musiker, mit denen ihn lange musikalische Partnerschaften verbinden. Dabei taucht er an den Abenden in den Kosmos jeweils nur eines Komponisten ein: In zwei Rezitals bringt er die Schostakowitsch-Präludien und -Fugen op. 87 (28.6.) und die späten Schubert-Sonaten (28.7.) zu Gehör. Am zweiten Schubert-Abend interpretiert Levit mit dem Tenor Simon Bode den Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ (29.7.). Einen im Musikgeschäft seltenen Blick auf die Person hinter der Musik verspricht das Rendezvous mit Igor Levit – ein Gesprächsabend mit der Musikjournalistin Katharina Eickhoff (30.7.). Mit Veronika Eberle und Isang Enders spielt er ein reines Beethoven-Programm: die zehnte Violinsonate, die „Sonata quasi una fantasia“ und die „Mondscheinsonate“ sowie das dritte Klaviertrio (24.8.). Als Solist führt er mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter seinem Chefdirigenten Lionel Bringuier Beethovens fünftes Klavierkonzert auf (25.8.). Gemeinsam mit dem großen amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski bringt er dessen Klavierzyklus „Dreams“ zur Aufführung. Rzewski, der mit diesem Konzert sein Festival-Debüt feiert, schrieb den zweiten Teil seiner „Dreams“ eigens für Levit (26.8.).

Gesprächen war klar, dass die Residenz beim wunderbaren Rheingau Musik Festival eine ganz besondere werden würde. Programme und Projekte entstehen meiner Meinung nach nie in der Dunkelkammer, sondern nur gemeinsam. Und so freue ich mich, nach vielen inspirierenden Begegnungen mit den Verantwortlichen und einem so fruchtbaren Austausch an Ideen auf unseren gemeinsamen Rheingausommer!«

Konzerte 28.6. Igor Levit, Klavier Dmitri Schostakowitsch: 24 Präludien und Fugen op. 87 28.7.

Igor Levit, Klavier Franz Schubert: Die letzten Klaviersonaten Konzertführer live nach dem Konzert mit Igor Levit

29.7. Simon Bode, Tenor Igor Levit, Klavier Franz Schubert: „Die schöne Müllerin“ 30.7. Rendezvous mit … Igor Levit

24.8.

Veronika Eberle, Violine Isang Enders, Violoncello Igor Levit, Klavier Ludwig van Beethoven: Sonaten op. 27 und op. 96, Klaviertrio op. 1,3

25.8.

Igor Levit, Klavier Tonhalle-Orchester Zürich Lionel Bringuier, Leitung Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Konzertführer live eine Stunde vor Konzertbeginn

26.8. Igor Levit & Frederic Rzewski, Klavier Frederic Rzewski: „Dreams“ I und II

Vier ausgewählte Konzerte mit Igor Levit (28.6., 28.7., 29.7. und 26.8.) sind im Abo zum ermäßigten Gesamtpreis erhältlich. Weitere Informationen zu unseren neu eingeführten Abonnements finden Sie auf Seite 115.

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Anna Lucia Richter Fokus

INTERVIEW

Markus Treier FOTOS

Matthias Baus

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Anna Lucia Richter, Jahrgang 1990, erhielt ihre Ausbildung in Basel und Köln und zählt zu den Senkrechtstartern der singenden Zunft. Als Lied-, Konzert- und Opernsängerin glänzt sie auf der ganzen Welt – und sie liebt die Improvisation. Auf ihrer Debüt-CD versammelt die Sopranistin mit dem Pianisten Michael Gees einen neuen Kreis aus Liedern von Schumann, Britten, Brahms und Eigenimprovisationen über Eichendorff-Gedichte. In ihrer Geburtsstadt Köln ist Anna Lucia Richter tief verwurzelt, und sie stammt aus einer Musikerfamilie: Die Mutter ist Solostimmbildnerin der Chöre am Kölner Dom, der Vater geigt im Gürzenich-Orchester, der Großvater war Pianist, der Urgroßvater Dirigent, der Onkel Cellist … Nach ihrem berührenden Auftritt in unserer letztjährigen Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ im Kurhaus Wiesbaden treffen wir eine herzliche, lustige und wortgewandte Sängerin, die sehr dankbar darüber ist, welches Talent ihr da zuteil wurde und Natürlichkeit zu ihrem obersten Gebot erkoren hat.

Sie haben mit Geige angefangen, aber das Experiment relativ schnell für gescheitert erklärt. Warum? Ich habe mit Geige angefangen, weil mein Vater auch Geiger ist. Ich war aber erst vier Jahre alt, und da will man ja eigentlich einfach nur spielen [lacht]. Beim Singen klang es

einfach sauber. Das hat mir Freude bereitet. Bei der Geige war das aber überhaupt nicht der Fall. Es klang ganz furchtbar und ich hatte nicht die Geduld, in Ruhe daran weiterzuarbeiten. Hinzu kam, dass auch mein Vater schnell gespürt hat, dass die Geige und ich uns nicht anfreunden werden [lacht] …


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Und beim Gesang war alles ganz anders? Singen war schon immer das Ausdrucksmittel, um meine Emotionen auszudrücken, die sich vielleicht sonst im Alltag nicht verbalisieren lassen. Das habe ich bis heute beibehalten. Es ist für mich ganz wichtig, dass ich beim Singen bei mir selbst bin. Sie wirken auf der Bühne sehr natürlich. Was bedeutet Ihnen das beim Singen? Natürlichkeit ist für mich beim Singen oberstes Gebot. Es geht selbstverständlich nicht darum, dass ich dem Publikum jede kleinste Ecke meiner Seele ausleuchte und schenke. Aber ich möchte auf der Bühne nichts sein, was nicht auch ein Teil von mir und meiner Persönlichkeit ist. Wenn es nicht um das Stück an sich geht und darum, dieser Musik in jedem Moment das Bestmögliche zu bieten, gibt es für mich keinen inneren Antrieb, zu singen!

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Geht es also darum, offen zu sein für den Moment der Aufführung? Genau! Zum Beispiel bei den großen Komponisten, mit denen ich glücklicherweise beim Rheingau Musik Festival zu tun habe: Bach, Schubert, Mendelssohn, aber auch bei vielen anderen Meistern bietet die Musik so viele Möglichkeiten, dass für jede Atmosphäre und jede Situation etwas darin ist, was ich ausleuchten kann. Natürlich bleiben die Schriften, die Werke an sich, gleich und müssen so gut studiert sein, dass ich möglichst jede Nuance kenne, aber je nachdem, welche Atmosphäre herrscht, kann ich unterschiedliche Kleinigkeiten in der Musik reflektieren. Und sobald ich so ein kleines Glitzern wahrnehme, gehe ich darauf ein. Diese Flexibilität habe ich nicht, wenn ich mir vorher zu viel vornehme, mich festlege … Fasziniert Sie am Gesang, dass Sie eben sehr direkt auf solche Reflektionen reagieren können? Wir haben beim Gesang den großen Vorteil, dass durch den Text noch eine ganz neue Interpretationsebene hinzukommt. Das fasziniert mich beim Singen sehr, weil ich mich

immer schon gerne mit Texten auseinandergesetzt habe. Und da eben herauszuarbeiten, was der Text sagt, wie ich ihn interpretiere, wo ich die Schwerpunkte setze und was die Musik dazu sagt. Ob sie den Text kommentiert, ob sie ihn vertieft, oder ob sie vielleicht genau das Gegenteil des Textes sagt und dadurch eine Ironie oder ein Sarkasmus entsteht, den ich selbst aus dem Text gar nicht herausgelesen habe. Mit der Musik, die aus dem Text entsteht, erzähle ich eine Geschichte. Man ist gespannt, wie sie weitergeht: Geht es gut aus? Geht es schlecht aus? Was passiert mit dem Protagonisten? Man hat Mitleid und bezieht Stellung. Ich bin unheimlich glücklich, das im Singen zeigen und darüber mit dem Publikum kommunizieren zu können.

Sie beschreiben als Ideal einer Aufführung, wenn Sie gemeinsam mit dem Publikum Raum und Zeit vergessen und gemeinsam erwachen. Warum passiert Ihnen das gerade bei Bach? Bei Bach habe ich immer das Gefühl, dass er mich erdet. Seine Musik ist so großartig, dass alle Kleinigkeiten, die uns Menschen beunruhigen könnten, verblassen. Es geht um das Sein selbst und es geht darum, wofür ich existiere. Große, so schwer zu beantwortende Menschheitsfragen, deren Antworten in seiner Musik wie selbstverständlich erahnt werden können. Und wenn das mit dem Publikum gemeinsam passiert – und dafür brauchen sowohl Publikum als auch Künstler diese Offenheit für den Moment – ist das für mich das Größte. Wenn wir innerlich zutiefst bewegt sind und anders aus dem Konzert gehen, als wir hineingegangen sind.


Wie sieht das bei Schubert aus? Schubert gelingt es, auf kleinstem Raum unglaubliche Geschichten zu erzählen, die weit über die Textlänge hinausgehen, weil sie so vielschichtig vertont sind. Man verliert sich in der Geschichte und bezieht das Vorher und Nachher in den Moment ein. Man spinnt die Geschichte weiter. Die Lieder sind wie einzelne Kapitel in größeren Geschichten. Das liegt natürlich auch daran, dass Schubert sich so viele tolle Dichter als Vorlagen gesucht hat und es nicht sehr viele Texte gibt, die nicht an sich schon attraktiv wären. Da gibt es auch ein paar bei Schubert, und da ist er dann auch noch so genial, dass Texte, die wir längst vergessen hätten, wenn sie nicht von ihm in Musik gegossen worden wären, plötzlich auch großartig werden [lacht]. Können Sie mir mehr über Ihre Projekte beim Rheingau Musik Festival erzählen? Welches übergeordnete Thema steckt hinter Ihrem Schubert-Programm? In dem Programm geht es sehr um Hoffnung und um den Umgang mit den verschiedenen Seiten der Hoffnung und Sehnsucht. Das erste Lied des Programms, die „Hoffnung“, sehe ich deshalb so ein wenig als Prolog des Ganzen. Es gibt ja eigentlich keine Handlung, keine Situation in unserem Leben, die nicht dadurch bestimmt ist, dass sich eine Hoffnung damit verbindet. Und natürlich, das ist immer ein großes Thema im Lied, geht es dann über Hoffnung zur Liebe und zur Sehnsucht. Da erklingen dann verschiedene Geschichten. Eine Suleika erhofft sich etwas anderes als eine Mignon, und der Zwerg erhofft sich eine Liebe, die er nicht bekommt. Ellen beruhigt in ihren Gesängen den Krieger und den Jäger und sagt: Jetzt kannst du deiner Menschlichkeit und deiner Hoffnung wieder mehr Zeit und Platz einräumen. Der Krieg ist vorbei. Die Hoffnung liegt im Überirdischen, im Göttlichen. Das ist für mich ein großes Thema. Dieser Abend inklusive diverser herrlicher Lieder, die jeder kennt, und kleinerer Stücke, die man vielleicht noch nicht so oft gehört hat, soll einen Bogen vom Anfang bis zum Ende beinhalten, der uns Assoziationen

und Geschichten erzählt, mit denen jeder als Mensch etwas anfangen kann. Und was erwartet uns beim Bach-Abend? Der Bach-Abend widmet sich abseits der großen Werke der kleinen Musik Bachs. Es gibt einige Lieder aus der Schemelli-Sammlung, die ja gar nicht ganz rein Bach sind, und einige sehr schöne kleine Schätze Bachs, die er seiner Frau Anna Magdalena in ihr Klavierbüchlein geschrieben hat. Wir haben dieses Programm so zusammengestellt, dass man sich vorstellen könnte, es habe so bei Bachs zu Hause an einem Sonntag im Familienkreis stattgefunden. Es ist eine Hausandacht. Man setzt sich zusammen, liest die Bibel, musiziert gemeinsam, hat Spaß an dieser schönen Musik und verpackt in diesen intimen musikalischen Rahmen die großen menschlichen Themen. Was müssen wir für diese Lieder von Bach und Schubert tun, damit sie uns heute etwas angehen? Natürlich ist diese Musik größer als wir selbst, aber wir sind ein Teil davon, und diese Musik braucht uns, um zu erklingen. Und wir brauchen diese Musik. Das ist ein Geben und Nehmen. Sobald die Natürlichkeit gegeben ist, wird in der Musik das reflektiert, was jeden etwas angeht, nämlich die Menschlichkeit. Übergeordnet ist letztlich, so schmalzig das klingt, die Liebe. Und die Beschäftigung damit wird nicht langweilig. Deswegen glaube ich auch, dass diese Musik sich nicht anbiedern muss im Sinne von oberflächlichen CrossoverKonzerten oder Modernisierungen. Denn diese Musik ist in sich modern! Mendelssohns Sinfonie-Kantate „Lobgesang“ hören wir bei jedem Pausengong bei unseren Konzerten in Kloster Eberbach. Inwiefern verändert sich in einem solchen großen Projekt mit Orchester, Chor und weiteren Gesangssolisten Ihre eigene Rolle? Natürlich bin ich dann noch mehr Teamplayer. Alleine dadurch, wie jeder seinen Part interpretiert, skizziert er auch die Rolle seiner Kollegen mit. Also ist das ganze Stück

insgesamt ein gemeinsames Erarbeiten und eine gemeinsame Interpretation. Ich freue mich sehr auf diese Aufführung. Es wird erst meine zweite Aufführung des Werks sein! Zum Schluss: Auf was dürfen sich die Besucher Ihrer Konzerte beim Rheingau Musik Festival besonders freuen? Ich möchte das Publikum einladen, einen kurzweiligen Abend zu erleben und in dieser Kurzweiligkeit einen so großen zeitlichen Raum zu spüren, dass es anders aus dem Konzert rausgeht, als es hineinkommt, und zwar positiver und mehr bei sich. Das klingt vielleicht oberflächlich betrachtet wie ein Widerspruch, aber ich denke, wir alle kennen diese Momente, die für uns besonders sind, die sehr schnell vorbeizugehen scheinen, in denen aber so viel mit uns passiert. Das wünsche ich mir und das hoffe ich, zu erreichen. Die Musik, die ich ausgesucht habe, bietet zumindest diese Möglichkeit!

Konzerte 16.7. Anna Lucia Richter, Sopran Michael Gees, Klavier Schubert-Liederabend Konzertführer live nach dem Konzert mit Anna Lucia Richter und Michael Gees 5.8.

Rendezvous mit … Anna Lucia Richter

6.8.

Anna Lucia Richter & Friends Ein Abend mit Johann Sebastian Bach

18.8. Anna Lucia Richter, Sopran Nora Gubisch, Mezzosopran Attilio Glaser, Tenor MDR Rundfunkchor Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin Alain Altinoglu, Leitung Felix Mendelssohn Bartholdy: „Lobgesang“

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Fokus Jazz

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Michael Wollny


VON

Daniel Juch FOTOS

Jörg Steinmetz

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r ist kein stiller Genießer, sondern ein Mähneschwenker, die Stirn im Landeanflug auf die Klaviatur, ein Sympathieträger, spitzbübisch lächelnd, ideenreich, sprühend, präzise, stets querdenkend. Sein Stil markant und unverkennbar, gerade auch wegen des stetigen Wandels, auf dem er fundamental gründet – und ja, er stammt aus dem beschaulichen Schweinfurt. Die Rede ist von Michael Wollny, 38 Jahre alt, achtfacher ECHO-Jazz-Preisträger, europäischer Jazzmusiker des Jahres und kreative Keimzelle des zeitgenössischen Jazz in Deutschland.

Manch einer würde jetzt vielleicht sagen, das sei die typische Biographie eines Ausnahmekünstlers. Michael Wollny empfindet vielmehr, dass sein Weg von Glück geprägt war. Schon als Kind war er von den Klavierimprovisationen seiner älteren Schwester tief beeindruckt. Mit drei, vier Jahren wurde die erste Hausmusik gestartet. Schon ein Jahr später hatte er seinen eigenen Klavierlehrer. Die örtliche Musikschule folgte und mit 15 Jahren war er Jungstudent am Konservatorium in Würzburg. Die Schule lief nebenbei, und mit 20 Jahren schloss sich das Bundesjazzorchester an. Musikalisch pendelte er zwischen den Welten. Da gab es Klassik und Jazz, aber auch Pop und Techno. Phil Collins und Michael Jackson wurden nachgespielt, doch Genesis wurde das große Ding. Tony Banks und Peter Gabriel waren seine Helden. Er selbst sagt von sich, dass der Grad an Strenge, der notwendig gewesen wäre, um ein klassischer Pianist zu werden, für ihn zu hoch war. Gleichzeitig hat er sich immer mit klassischer Musik beschäftigt und lernt da bis heute am allermeisten.

»Acht Stunden am Tag Fingerübungen zu machen war nie mein Ding. Ich habe bei klassischen Werken je kaum zweimal denselben Fingersatz spielen können. Ich habe mir das nicht merken können und es immer wieder verändert.«

2001, im Alter von 23 Jahren, erscheint Wollnys Debüt-Album. Seine Karriere als Musiker war zu diesem Zeitpunkt bereits Realität geworden. Michael Wollny arbeitet genreübergreifend. Eine Unterscheidung zwischen U- und E-Musik findet er irritierend. Aber was ist das überhaupt für eine Musik, die er kreiert? Bei ihm stehen eingängige Melodien, Motive, Stimmungen und Klangräume im Vordergrund. Auch die eine oder andere Sentimentalität ist bei ihm gut aufgehoben. In der Kompaktheit der Stücke hat sie etwas von Pop, aber mit formulierten Vorgaben und Arrangements hält er sich zurück, um soviel spielerische Freiheit wie möglich zu bewahren. Wobei Freiheit hier keinesfalls mit der Freiheit des Free Jazz verwechselt werden darf, sondern vielmehr für absolut spontane Richtungsfreiheit steht. Was Jazz für ihn ausmacht, sind nicht die Gedanken an das, was bereits da ist, sondern an das, wohin die Reise geht.

»Mich fasziniert am Improvisieren, dass man nicht die Zeit zum Reflektieren hat. Von einem Moment auf den anderen muss man etwas tun. Dieses Loslassen, gepaart mit Spontaneität, hat für mich einen besonderen Reiz.«

Makellose Schönheit ist für Michael Wollny nicht anziehend. Es muss immer noch eine Frage geben – „Unschärfe statt Vollendung, that’s Jazz!“ Jazz-Musik hat für ihn geradezu etwas Physisches, und als Pianist bemüht er sich besonders um ein haptisches Verstehen. „Man hat Sachen in den Fingern, die man nicht einmal im Kopf hat. Das hat zwar seinen Ursprung in einer Form von bewusster Auseinandersetzung mit dem Gegenstand, aber die besten Momente auf der Bühne sind die, in denen man nur noch körperlich auf das reagiert, was um einen herum passiert. Das Instrument, die Band, der Raum, die Leute. Das Unterbewusstsein übernimmt.“ Seine Inspiration zieht Wollny aus allen Richtungen und größtenteils rein intuitiv. Er spricht von einer ästhetischen Antenne, die bei ihm einfach da ist:

»Ich bin nicht festgelegt auf einzelne Klangfarben. Beschränkungen wären in meinem Fall künstlich, da meine Hörgewohnheiten und Interessen so breitgefächert sind.«

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Als „Fokus Jazz“-Künstler präsentiert Michael Wollny beim Rheingau Musik Festival in vier Veranstaltungen seine ganze musikalische Raffinesse: Im Duo mit Marius Neset, dem Shooting-Star am Saxophon, wagt Wollny einen musikalischen Seiltanz voller ausschweifender Improvisationen ohne Netz und doppeltem Boden (14.7.). Einen im Musikgeschäft seltenen Blick auf die Person hinter der Musik verspricht das Rendezvous mit Michael Wollny – ein Gesprächsabend mit Katharina Eickhoff (22.8.). Im Kurhaus Wiesbaden versammelt der Meister des feinen Klangs in dem exklusiv für das Festival zusammengestellten Projekt Michael Wollny & Friends mit Andreas Schaerer, Émile Parisien und Vincent Peirani enge musikalische Vertraute und Weggefährten um sich (23.8.). Zum Abschluss seiner „Fokus Jazz“-Residenz begibt sich Michael Wollny zusammen mit seinem Trio und dem Norwegian Wind Ensemble, dem ältesten, seit 1734 bestehenden Bläserensemble Norwegens, auf eine improvisatorische Mondreise – ein inspirierendes Abenteuer voll unkonventioneller Hörerfahrungen (29.8.). Wir jedenfalls sind sehr gespannt auf das Gesamtbild, welches das Mosaik der Konzerte am Ende der Festival-Saison ergeben wird!

»Nach meiner Premiere mit Nils

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Landgren vor zwei Jahren freue ich mich nun riesig, als „Fokus Jazz“Künstler drei für mich wirklich außergewöhnliche Konzertabende für das Rheingau Musik Festival 2017 zusammenstellen zu dürfen! Eine großartige Gelegenheit, besondere Formationen und Musiker einzuladen und mit ihnen gemeinsam Musik zu entdecken, die so nur selten auf die Bühne kommen kann. In diesem Sinne freue ich mich also auf Überraschendes und Neues – und nicht zuletzt auf das einzigartige Ambiente dieses Festivals!«

Konzerte 14.7.

Marius Neset, saxophone Michael Wollny, piano

22.8.

Rendezvous mit … Michael Wollny

23.8.

Michael Wollny & Friends Andreas Schaerer, vocals Émile Parisien, saxophone Vincent Peirani, accordion Michael Wollny, piano

29.8.

Michael Wollny Trio The Norwegian Wind Ensemble Geir Lysne, conductor


Š Time Life Pictures

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Erinnerungen an Prades


Erinnerungen an Prades

Grußwort der Schirmherrin M

it großer Freude übernehme ich die Schirmherrschaft für das Projekt „Erinnerungen an Prades“. Ich schätze die Initiative des Rheingau Musik Festivals, in Gedenken an Pablo Casals eine Reihe mit Konzerten zu gestalten, die mit demselben Programm auf seinem Festival in Prades stattgefunden haben, sehr. Auf diese Weise werden Erinnerungen an sein musikalisches Wirken und die Ideale von Freiheit und Frieden lebendig, für die er sein Leben lang gearbeitet hat. Als Musikerin und Ehefrau von Maestro Pablo Casals war ich selbst aktiv an dem jährlich stattfindenden Festival in Prades beteiligt und habe seine Arbeit zeit seines Lebens unterstützt.

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1939 ging Pablo Casals in der kleinen Stadt Prades in den französischen Pyrenäen in ein selbst gewähltes Exil. Dort gründete er später sein Festival. Im Laufe der Jahre wurde Prades unsere musikalische und spirituelle Heimat. Bis heute ist es ein faszinierender Ort, an dem sich hervorragende Musiker zu KammermusikKonzerten treffen. In der Vergangenheit war es eine Plattform für großartige Künstler aus aller Welt und für diejenigen, die wegen des Nazi-Regimes in Deutschland nicht mehr auftraten. Unser Haus war stets ein Ort der musikalischen und menschlichen Begegnungen, an dem Proben stattfanden und sich Musiker und Besucher über Musik und Menschenrechtsfragen austauschten. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass das Rheingau Musik Festival das Programm für die Konzertreihe mit großer Sorgfalt und Hingabe zusammenstellt. Aufgeführt werden ausschließlich Originalprogramme aus den Jahren 1964, 1965 und 1966, die Michael Herrmann in Prades selbst gehört und erlebt hat – eine schöne Erinnerung. Ich möchte dem Festival

außerdem dafür danken, dass es einen weiteren wichtigen Aspekt in seine Arbeit integriert: Neben drei Klaviertrios mit internationalen Ausnahmekünstlern wird ein Trio mit jungen talentierten Künstlern spielen. Ich habe immer an die Förderung begabter Nachwuchsmusiker geglaubt und bin nach wie vor Ehrenmitglied der Kronberg Academy. Umso mehr freue ich mich, dass mit Marc Bouchkov und Pablo Ferrández zwei junge Solisten dieser Akademie im Rahmen der Reihe beim Rheingau Musik Festival auftreten. Mögen diese Konzerte als Inspiration dazu dienen, Casals musikalische und menschliche Ideale weiterzutragen. Ich übermittle Ihnen meine herzlichsten Grüße und besten Wünsche für eine äußerst erfolgreiche 30. Saison des Rheingau Musik Festivals und eine ebenso glanzvolle Zukunft.

Marta Casals Isomin Schirmherrin der Konzertreihe „Erinnerungen an Prades“


Pablo Casals und sein Festival in Prades – vier Fragen an Michael Herrmann © Time Life Pictures

INTERVIEW

Markus Treier

Das Festival Pablo Casals de Prades wurde 1950 von dem berühmten katalanischen Cellisten ins Leben gerufen und ist eines der bedeutendsten Kammermusikfestivals in Frankreich. In den 1960er Jahren setzte sich dort Michael Herrmanns Vision von einem Festival in der Heimat fest. Vier Fragen an den Festivalgründer, seit 30 Jahren Kopf und Herz des Rheingau Musik Festivals. Der weltberühmte Cellist Pablo Casals war 1939 in das Örtchen Molitg-les-Bains bei Prades gezogen und gründete dort 1950 ein Festival, bei dem Kammermusik aufgeführt wurde. Im Sommer 1964 bist du das erste Mal selbst dorthin gefahren. Was hast du in Prades erlebt? Als Zwanzigjähriger reiste ich auf Empfehlung meines damaligen Chorleiters zusammen mit einem Freund zu dem Festival von Pablo Casals. Wir sind mit dem Zug gefahren, es war traumhaft schön und meine erste Reise in den Süden. Wir sahen schon während der Fahrt die Palmen, diese wunderschöne Landschaft, die reifen Pfirsiche … Das war für mich schon alleine ein großes Erlebnis! Ich war eigentlich auf Orchester- und Chorkonzerte spezialisiert und bin in Prades zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt mit Kammermusik konfrontiert worden. Ganz besonders haben mir damals die Klaviertrios gefallen. Die Werke von Beethoven, Schubert, Brahms und Mendelssohn wurden dort von den größten Künstlern ihrer Zeit aufgeführt. Viele von ihnen traten in Deutschland aufgrund des Nazi-Regimes nicht mehr auf. Künstler wie David Oistrach, Isaac Stern, Rudolf Serkin, Wilhelm Kempff, Alexander Schneider, Eugene Istomin und Julius Katchen haben mit Pablo Casals auf absolut höchstem Niveau zusammengespielt. Das hat mich so begeistert, dass ich 1965 und auch 1966 gleich wieder hingefahren bin. 1966 war das letzte Festival, das Casals dort geleitet hat. Es war sein 90. Geburtstag. Danach hat er in Prades nicht mehr gespielt.

Du warst dort als Konzertbesucher. Kamst du zu dieser Zeit bereits mit Pablo Casals und den anderen aufführenden Künstlern in persönlichen Kontakt? Wie hast du die Atmosphäre vor Ort wahrgenommen? Das Tolle war, dass man die Proben morgens in dem wirklich kleinen Häuschen von Pablo Casals miterleben konnte, wenn man sich denn rechtzeitig anstellte. Ich hatte das große Glück, den Proben in dem winzigen Musikzimmer beiwohnen zu dürfen. Dort bin ich zum Beispiel mit David Oistrach, Wilhelm Kempff und Julius Katchen ins Gespräch gekommen. Mit Letztgenanntem war ich bis zu seinem leider viel zu frühen Tod befreundet. Mit Pablo Casals selbst habe ich nicht gesprochen, aber es war sehr beeindruckend, ihn hautnah zu erleben. Inwiefern haben die Erlebnisse in Prades dein weiteres berufliches Schaffen beeinflusst? Ich fand die ganze Atmosphäre und auch das musikalische Erlebnis so hervorragend, dass ich mir gedacht habe: So etwas möchte ich auch machen! Es war damals nur ein Wunsch, aber mit diesem Gedanken bin ich jahrelang schwanger gegangen. Die Grundidee war, ein Festival im Rheingau und in Wiesbaden zu veranstalten. Diese Vision konnte ich 24 Jahre später endlich Wirklichkeit werden lassen.

oben: Besucher warten vor dem Haus von Pablo Casals in Molitg-les-Bains. Bild Seite 19: Pablo Casals probt mit David Oistrach und Julius Katchen in seinem Haus in Molitg-les-Bains.

Das Festival von Pablo Casals war also deine persönliche Initialzündung für die Festivalgründung. Wie finden deine Erlebnisse in Prades Eingang in die diesjährige Jubiläumssaison? Auf Schloss Johannisberg werden vier Konzerte mit den originalen Programmen aufgeführt, so wie sie einst in Prades aufgeführt wurden. Natürlich nicht mit den ursprünglichen Künstlern von damals, aber mit heutigen Weltklasse-Künstlern wie Renaud und Gautier Capuçon, Christian und Tanja Tetzlaff, Igor Levit und Lars Vogt. Ein besonderer Wunsch von mir war es, drei LOTTO-Förderpreisträger zu einem der vier Konzerte zu versammeln: Marc Bouchkov, Pablo Ferrández und Christopher Park waren von meiner Idee sofort begeistert und sagten direkt zu. Ich bin sehr dankbar, dass Marta Casals Istomin, die ich als junge Frau an der Seite von Pablo Casals in Prades erlebt habe, die Schirmherrschaft für diese Reihe übernommen hat. Die vier Prades-Konzerte sind mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich sehr darauf und bin mir sicher, dass unsere großartigen Künstler diese einmalige konzentrierte Atmosphäre von damals wieder aufleben lassen können!

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links und rechts: Erinnerungsstücke von Michael Hermann zu seinen Besuchen in Prades

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Die Brüder Renaud und Gautier Capuçon führen mit Frank Braley das originale PradesProgramm vom 30. Juli 1966 auf: Sie spielen die Bach-Sonate BWV 1015, Beethovens „Kreutzersonate“ und das zweite SchubertKlaviertrio (8.7.). Die LOTTO-Förderpreisträger Marc Bouchkov, Pablo Ferrández und Christopher Park interpretieren Mozarts Violinsonate KV 481, die erste Brahms-Violinsonate, Beethovens elf Bagatellen für Klavier und das erste Klaviertrio von Mendelssohn (10.8.). Es ist das originale Programm vom 31. Juli 1964. Die Geschwister Christian und Tanja Tetzlaff widmen sich mit Lars Vogt dem Programm vom 6. August 1964 mit Sonaten von Haydn, Mozart und Beethoven sowie dem ersten Brahms-Klaviertrio (20.8.). Veronika Eberle, Isang Enders und der Artist in Residence 2017 Igor Levit beschließen die Prades-Reihe mit dem originalen Programm vom 4. August 1966: ein reines Beethoven-Programm mit der zehnten Violinsonate, der „Sonata quasi una fantasia“ und der „Mondscheinsonate“ für Klavier sowie dem dritten Klaviertrio (24.8.).


Erinnerungen an Prades

Konzerte 8.7.

Erinnerungen an Prades I Renaud Capuçon, Violine Gautier Capuçon, Violoncello Frank Braley, Klavier

10.8.

Erinnerungen an Prades II Marc Bouchkov, Violine Pablo Ferrández, Violoncello Christopher Park, Klavier

20.8.

Erinnerungen an Prades III Christian Tetzlaff, Violine Tanja Tetzlaff, Violoncello Lars Vogt, Klavier Konzertführer live nach dem Konzert mit Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt

24.8.

Erinnerungen an Prades IV Veronika Eberle, Violine Isang Enders, Violoncello Igor Levit, Klavier

Die vier Konzerte der Prades-Reihe sind im Abo zum ermäßigten Gesamtpreis erhältlich. Weitere Informationen zu unseren neu eingeführten Abonnements finden Sie auf Seite 115.

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© Reinhard Berg

Basilika von Kloster Eberbach · 1989

30

Jahre Rheingau Musik Festival

VON

Markus Treier

Wie alles begann …

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1988 stand Michael Herrmann, der Intendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, noch ganz am Anfang seines großen Projekts: Er hatte bereits in seiner Jugend, als er selbst in Chorkonzerten im Kloster Eberbach mitsang und das Festival von Pablo Casals in Prades besuchte, die Vision von einem Musikfestival in seiner Heimat. Bis er seine Idee aber Wirklichkeit werden lassen konnte, sollten noch viele Jahre vergehen. Nach beruflichen Umwegen, die schließlich zur Gründung des Rheingau Musik Festivals führten, war sein erster Anlaufpunkt zur Finanzierung des Vorhabens die Hessische Landesregierung, die zwar von seiner Idee sehr angetan war, es aber außerordentlich bedauerte, ihm kein Geld zur Verfügung stellen zu können. Stattdessen riet man ihm, wegen der damals existierenden Zonenrandförderung Konzerte

an der innerdeutschen Grenze zu veranstalten. Herrmann startete das Projekt „Festival im Rheingau“ daraufhin mit einem Probelauf im Jahr 1987:

»Ich habe in den Sommerferien auf eigene Kosten zwei Konzerte im Rheingau veranstaltet, um zu zeigen, dass es möglich ist. Ich habe Plakate verteilt und in Frankfurt vor der Alten Oper Konzerthinweise hinter die Scheibenwischer der parkenden Autos geklemmt. Immerhin: Es hat funktioniert!«

Dann schlug die Geburtsstunde des Rheingau Musik Festivals: Michael Herrmann gründete gemeinsam mit einigen musikbegeisterten Freunden am 23. November 1987 im Rüdesheimer Adlerturm den Rheingau Musik Festival e. V. Die ursprünglich 30 geplanten Konzerte der ersten Festivalsaison wurden auf 19 Konzerte zusammengestrichen. Zu den Gründungsvätern gehörten neben dem Spiritus Rector Michael Herrmann die beiden Unternehmer Claus Wisser und Walter Fink, die ihre Expertise in die Gründung und Weiterentwicklung des Rheingau Musik Festivals einbrachten. Herrmann gelang es außerdem, Tatiana Fürstin von Metternich-Winneburg für sein Festival-Vorhaben zu gewinnen. Sie stellte den Ostflügel von Schloss Johannisberg für Konzerte zur Verfügung, der nach dem Tod von Paul Alfons Fürst von Metternich-Winneburg, dem Vorschlag Michael Herrmanns folgend, den Namen „Fürst-von-Metternich-Saal“


© Reinhard Berg

© Reinhard Berg

Michael Herrmann und Claus Wisser beim 1. Sommerfest auf Schloss Johannisberg · 1989

Fürst-von-Metternich-Saal · 1989

erhielt. Bis zu ihrem Tod 2006 war die Fürstin Vorsitzende des Festival-Kuratoriums. In dieser Funktion folgte ihr der Hessische Ministerpräsident Roland Koch nach. Am 23. Juni 1988 fiel der Startschuss für die erste offizielle Spielzeit des Rheingau Musik Festivals mit 19 Veranstaltungen an insgesamt sieben Spielstätten: Das Eröffnungskonzert fand im Kloster Eberbach statt, ohne dessen unverwechselbaren Konzertraum der „Sommer voller Musik“ bis heute undenkbar wäre. Obwohl vom Publikum gut angenommen, war das erste Jahr ein finanzieller Misserfolg: Die Karteneinnahmen und Unternehmensspenden, die im Voraus akquiriert worden waren, reichten längst nicht aus, um die teuren Veranstaltungskosten zu decken, die an den besonderen, aber ursprünglich nicht für Konzerte gedachten Spielstätten anfielen. Michael Herrmann sah sein Festival-Vorhaben bereits am Ende:

»Der Kassensturz nach der ersten Ausgabe des Festivals war ziemlich ernüchternd. Insgesamt herrschte eine große finanzielle Lücke. Ich dachte, das war’s, jetzt sind wir pleite.«

Der Vorstand des Rheingau Musik Festival e. V. war jedoch weiterhin von dem Projekt überzeugt und beschloss, den Verlust in das nächste Jahr zu übertragen, um dem Traum vom Musikfestival im Rheingau noch eine Chance zu geben. Sie erstellten ein Finanzierungskonzept, das sich schnell zum Erfolgsmodell entwickelte: Mittlerweile finanziert sich das Festival zur einen Hälfte aus Sponsoring-Beiträgen, zur anderen durch Kartenverkauf. Die öffentliche Förderung

durch das Land Hessen beträgt jedes Jahr zwischen 0,36 und 0,4 %. Das Programm wurde im zweiten Jahr bereits auf 25 Konzerte aufgestockt und um eine glamouröse Veranstaltung erweitert: das Sommerfest auf Schloss Johannisberg, das bis heute eine feste Größe im Festivalkalender darstellt und über 2.000 festlich gestimmte Gäste auf das Schlossgelände lockt. Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass Michael Herrmann das Sommerfest gemeinsam mit dem Schirmherrn des Festivals eröffnet: seit 2010 der amtierende Ministerpräsident des Landes Hessen Volker Bouffier, der Roland Koch im Amt folgte. Der große Erfolg, den das Festival in den kommenden Jahren verzeichnen konnte, führte zu einer raschen Ausweitung – aus 19 Konzerten wurden über 150, aus 7 Spielstätten wurden über 40, der Festival-Etat wurde durch das

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Michael Herrmann im Kurhaus Wiesbaden · 1989

© Reinhard Berg

finanzkräftige Engagement von über 150 Sponsoren auf 8 Millionen Euro aufgestockt, aus einem Ein-Mann-Betrieb wurde ein mittelständisches Unternehmen mit 17 festen Mitarbeitern, Volontären, zahlreichen saisonalen Arbeitskräften und Dienstleistern. Damit zählt das Rheingau Musik Festival zu den größten Musikfestivals Europas. Michael Herrmann ist stolz auf sein Team:

© Reinhard Berg

30

Jahre Rheingau Musik Festival

»Ein unerlässlicher Bestandteil des Erfolgs des Rheingau Musik Festivals sind die Kolleginnen und Kollegen, die hier in allen Abteilungen eine ausgezeichnete Arbeit leisten oder geleistet haben.« 26

Martha Argerich im Kurhaus Wiesbaden · 1989

1989

»Am 16. Juli 1989 – Herbert von Karajans Todestag – war Martha Argerich mit einer Reihe von befreundeten Musikern, darunter der Cellist David Geringas und die Hornistin Marie-Luise Neunecker, im Kurhaus Wiesbaden zu Gast. Als ich auf die Bühne trat, um die Musiker anzukündigen, war die Aufregung in der Künstlergarderobe groß: Martha Argerich hatte ihre Schumann-Noten vergessen, bei Kammermusik natürlich eine Katastrophe! Kurz entschlossen startete ich von der Bühne aus einen Aufruf an das Publikum, wer auch immer diese Noten zu Hause hätte, möge sie doch bitte holen … Zwei beherzte Konzertgäste machten sich sofort auf den Weg und kehrten eine Weile später abgehetzt, aber stolz mit der Sonatenpartitur unter dem Arm zurück. Später stellte sich heraus, dass Frau Argerich die Noten auf dem zweiten Flügel auf der Bühne abgelegt hatte … Das Konzert war natürlich ein Riesenerfolg!« Michael Herrmann


© Reinhard Berg

Yehudi Menuhin und Justus Frantz im Kurhaus Wiesbaden · 1990 © Reinhard Berg

Komponisten-Schwerpunkte György Ligeti · 1990 Mauricio Kagel · 1991 Volker David Kirchner · 1992 Wilhelm Killmayer · 1994 Wolfgang Rihm · 1995 Dieter Schnebel · 1996 Aribert Reimann · 1997 Helmut Lachenmann · 1998 Karlheinz Stockhausen · 1999 Hans Werner Henze · 2000 Krzysztof Penderecki · 2001 Steve Reich · 2002 Sofia Gubaidulina · 2003 György Kurtág · 2004 Arvo Pärt · 2005 Henri Dutilleux · 2006 Heinz Holliger · 2007 Toshio Hosokawa · 2008 Rodion Shchedrin · 2009 Kaija Saariaho · 2010 Hans Zender · 2011 Péter Eötvös · 2012

© Reinhard Berg

Mstislaw Rostropowitsch in der Basilika von Kloster Eberbach · 1989

Igor Oistrach und Natalia Zertsalova auf Schloss Johannisberg · 1993

1990 »Es war am Gedenktag der Französischen Revolution – am 14. Juli 1990 – als das Royal Philharmonic Orchestra bei uns einen Aufstand probte: Da der Flieger aus London verspätet gelandet war und die strengen gewerkschaftlichen Richtlinien vorgaben, dass den Musikern zwischen Ankunft und Konzert drei Stunden Ruhezeit zur Verfügung stehen müssen, erschien das Orchester erst um 17 Uhr zur Probe. Ungünstig nur, dass das Kurhaus mit 1.300 erwartungsvollen Zuhörern schon seit 16 Uhr voll besetzt war, da wir eine öffentliche Probe im Programm angekündigt hatten … Der Solist und der Dirigent des Abends – Justus Frantz und Yehudi Menuhin – retteten die Situation, indem sie eine kommentierte Klavierkonzertprobe improvisierten. Punkt fünf erschienen dann auch die Orchestermusiker in Jeans und T-Shirt für den zweiten Teil der Probe …« Michael Herrmann

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Michael Herrmann und Tatjana Fürstin von Metternich-Winneburg im Salon der Fürstin auf Schloss Johannisberg © Rado Flakowski

Jahre Rheingau Musik Festival

© Reinhard Berg

Dietrich Fischer-Dieskau und Gert Westphal auf Schloss Johannisberg · 1995

© Reinhard Berg

Rheingau Musik Preis Der Rheingau Musik Preis wird seit 1994 jährlich durch eine unabhängige Jury aus hochrangigen Persönlichkeiten des aktuellen Konzertlebens an bereits renommierte Künstler, Komponisten, Musikwissenschaftler und musikalische Institutionen in Anerkennung deren musikalischen Gesamtschaffens verliehen. Die durch das Rheingau Musik Festival initiierte Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung gestellt.

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1. Mozart-Nacht auf Schloss Johannisberg · 1993

1994 Volker David Kirchner · 1994 Alexander L. Ringer · 1995 Gidon Kremer · 1996 Ensemble Recherche · 1997 Toshio Hosokawa · 1998 Tabea Zimmermann · 1999 Helmuth Rilling und die Internationale Bachakademie Stuttgart · 2000 Artemis Quartett · 2001 Michael Quast · 2002 Peter Greiner · 2003 Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e. V. · 2004 Niki Reiser · 2005 Hugh Wolff · 2006 Windsbacher Knabenchor und Karl-Friedrich Beringer · 2007 Heinz Holliger · 2008 Christian Gerhaher · 2009 Taschenoper Lübeck · 2010 Bidla Buh · 2011 Lautten Compagney und Wolfgang Katschner · 2012 Fazıl Say · 2013 Christoph Eschenbach · 2014 Andreas Scholl · 2015 Walter Renneisen · 2016


© Helmut R. Schulze

»Am 29. Juni 1996 saß Carlo Maria Giulini mittags bei strömendem Regen in der eiskalten Basilika von Kloster Eberbach und wartete auf sein Orchester. Als ich ihn begrüßte, verlangte er nach einem wärmeren Ort und, als dieser nicht zu finden war, nach einem Arzt: „Soll ich sterben? Wollen Sie, dass ich sterbe? Holen Sie mir einen Arzt!“ Auf meine Nachfrage „Warum?“ erklärte er, dass er sich für den Abend krankschreiben lassen möchte, außerdem sei er Italiener und bräuchte nun sein Mittagessen. Gott sei Dank traf kurze Zeit später das Orchester ein, und über die Probe vergaß er die winterlichen Temperaturen zwischen den Klostermauern. Abends ließ ich ihm einen beheizten Wohnwagen mit einer wohltemperierten Flasche Rotwein bereitstellen – das Konzert war ein voller Erfolg, und Giulini blieb noch lange auf dem anschließenden Empfang!« Michael Herrmann

1996 Steinberger Tafelrunde · 2000

Ray Charles im Cuvéehof von Schloss Johannisberg · 1999

Karlheinz Stockhausen auf Schloss Johannisberg · 1999

© Helmut R. Schulze

© Helmut R. Schulze

© Helmut R. Schulze

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Michael Herrmann und Herbie Hancock auf Schloss Johannisberg · 2003


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© Marco Borggreve

Jahre Rheingau Musik Festival

Arvo Pärt und Michael Herrmann in der Basilika von Kloster Eberbach · 2005

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Martin Grubinger und Andris Nelsons im Kurhaus Wiesbaden · 2007


© Heike Rost

LOTTO-Förderpreis Der von LOTTO Hessen seit 2009 gestiftete LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich an ein außergewöhnliches junges Nachwuchstalent des Rheingau Musik Festivals verliehen.

Anne-Sophie Mutter im Kurhaus Wiesbaden · 2007 © Ansgar Klostermann

Sebastian Manz · 2009 Leticia Moreno · 2010 Denis Kozhukhin · 2011 Christopher Park · 2012 Iskandar Widjaja · 2013 Vestard Shimkus · 2014 Pablo Ferrández · 2015 Marc Bouchkov · 2016

© Ansgar Klostermann

Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in der Alten Oper Frankfurt · 2010

Valery Gergiev im Kurhaus Wiesbaden · 2010

2012 »Andris Nelsons sollte am 31. August 2012 zum ersten Mal in der Basilika von Kloster Eberbach dirigieren. Zu dieser Zeit wurde bei der Lufthansa gestreikt, und die Musiker kamen aus allen Richtungen und mit allen möglichen Transportunternehmen zum Festival. Nelsons war entsprechend nervös, ob es alle Musiker rechtzeitig zum Konzert schaffen würden. Auf einmal klagte er über gesundheitliche Probleme und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Damit war das Konzert eigentlich gelaufen! Aber unsere Besucher warteten draußen, es wurde immer später, und wir mussten uns etwas einfallen lassen. Auf dem Programm stand Mahlers zweite Sinfonie. Der Chorleiter Simon Halsey erklärte sich bereit, immerhin einen Satz aus dieser Sinfonie zu dirigieren. Um diesen herum haben wir dann ein neues Programm improvisiert: Der Chor sang Brahms’ ›Nänie‹ und weitere Brahms-Lieder. Wir waren alle sehr erleichtert, dass das Konzert doch noch stattfinden konnte und wir unser Publikum nicht unverrichteter Dinge nach Hause schicken mussten!« Michael Herrmann

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2014

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Jahre Rheingau Musik Festival

© Ansgar Klostermann

© Ansgar Klostermann

Artist in Residence Sol Gabetta · 2013 Frank Peter Zimmermann · 2014 Isabelle Faust · 2016 Igor Levit · 2017

Red Bull Flying Bach in der Phönix-Halle Mainz · 2013

Michael Herrmann

Cameron Carpenter im Kurhaus Wiesbaden · 2015 © Ansgar Klostermann

»Kurz bevor Bobby McFerrin am 11. Juli 2014 im Kurhaus Wiesbaden auftreten sollte, erhielt ich einen Anruf, dass das Kurhaus Wiesbaden unter Wasser steht und evakuiert werden muss. Ich bin sofort hingefahren und musste mitansehen, wie ein reißender Sturzbach durch den 32 Kurpark auf das Kurhaus zufloss. Im Grunde stand dort die ganze Stadt unter Wasser. Natürlich konnte das Konzert nicht stattfinden. Daraufhin mussten sieben Konzerte in kürzester Zeit an andere Orte verlegt, die Künstler und Sponsoren informiert, Busse umgeleitet, Instrumente neu bestellt und vor allem mehrere tausend Gäste benachrichtigt werden. Natürlich war das ein enormer Kraftakt für die gesamte Festivalmannschaft. Doch zugleich wurde durch dieses Ereignis deutlich, welches Glück das Rheingau Musik Festival mit seinem Publikum, seinen Musikern sowie seinen zahlreichen Sponsoren und Kooperationspartnern hat!«

Composer & Artist in Residence Fazıl Say · 2013 Jörg Widmann · 2014 Lera Auerbach · 2015


© Ansgar Klostermann

© Ansgar Klostermann

Fokus Jazz Nils Landgren · 2015 Till Brönner · 2016 Michael Wollny · 2017

Die Berliner Philharmoniker feiern ihre Festival-Premiere mit Yannick Nézet-Séguin im Kurhaus Wiesbaden · 2016

2016 Cuban-European Youth Academy Im August 2015 rief das Rheingau Musik Festival gemeinsam mit der Akademie Balthasar Neumann unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier die erste Cuban-European Youth Academy ins Leben. 60 junge Nachwuchsmusiker aus Kuba und Europa trafen zu einer 12-tägigen Arbeitsphase im Rheingau zusammen und lebten dort einen intensiven kulturellen Austausch: Gemeinsam mit einem DozentenTeam um Thomas Hengelbrock erarbeiteten die Teilnehmer große Orchesterwerke, musizierten in Kammermusik-Formationen und besuchten Salsa-Kurse und Workshops zu kubanischer Musik sowie historischer Aufführungspraxis.

»Die erste transatlantische Orchesterakademie war ein voller Erfolg. In den zwölf Tagen sind die jungen Musiker aus aller Welt zu einer Einheit zusammengewachsen. Die Musik hat hier alle Sprachgrenzen überwunden. Einerseits wurden die europäischen Studenten durch den Esprit der kubanischen Musiker angesteckt, andererseits haben die Kubaner gelernt, dass man klassische Musik nicht unbedingt streng und akademisch spielen muss.« Michael Herrmann

Fokus Yannick Nézet-Séguin · 2016 Anna Lucia Richter · 2017

© Ansgar Klostermann

Till Brönner im Cuvéehof von Schloss Johannisberg · 2016

CuE-Probe im Schlachthof Wiesbaden · 2015

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Š Robbie Lawrence

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Michael Herrmann und Igor Levit, Artist in Residence 2017, im Garten von Schloss Johannisberg


Konzertführer live

28.7. Schloss Johannisberg Konzertführer live nach dem Konzert mit Igor Levit 17.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Yuja Wang & Sankt Petersburger Philharmoniker

Einführungsvorträge und Künstlergespräche im Festivalsommer

18.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff, Lars Vogt & Royal Northern Sinfonia

Der Einblick in die Entstehung von Musikwerken oder das Wissen um Kompositionsweisen kann ein noch intensiveres Hören ermöglichen. Unsere Reihe „Konzertführer live“ setzen wir daher auch in dieser Saison fort und begleiten alle Orchesterkonzerte im Kurhaus Wiesbaden mit Einführungsvorträgen eine Stunde vor Konzertbeginn sowie ausgewählte Veranstaltungen auf Schloss Johannisberg mit Künstlergesprächen nach dem Konzert. Gemäß dem Motto „Musik entdecken, Hintergründe erfahren, Zusammenhänge verstehen“ vermitteln erfahrene Konzertdramaturgen und nicht zuletzt die aufführenden Künstler selbst mit ihren eigenen Worten, warum es sich lohnt, genauer hinzuhören. Selbstverständlich ist der Besuch der „Konzertführer live“ im Preis der jeweiligen Konzertkarte enthalten. Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie sich bei den folgenden Veranstaltungen auf einen wissenden Musikgenuss einstimmen!

6.7. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Lucas und Arthur Jussen & Camerata Salzburg 8.7. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Gabriela Montero & City of Birmingham Symphony Orchestra

© Giorgia Bertazzi

30.6. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Claudio Bohórquez & Colombian Youth Philharmonic

20.8. Schloss Johannisberg Konzertführer live nach dem Konzert mit Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt

13.7. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Jan Lisiecki & Münchner Philharmoniker 16.7. Schloss Johannisberg Konzertführer live nach dem Konzert mit Anna Lucia Richter und Michael Gees 20.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Alexander Malofeev & Baltic Sea Philharmonic

27.7. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Janine Jansen & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

25.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Igor Levit & Tonhalle-Orchester Zürich

von links:

26.8. Schloss Johannisberg Konzertführer live nach dem Konzert mit dem vision string quartet

vision string quartet Tetzlaff Trio

27.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Nemanja Radulovic´ & No Borders Orchestra

© Tim Klöcker

28.8. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Anne-Sophie Mutter & Pittsburgh Symphony Orchestra 1.9. Kurhaus Wiesbaden Konzertführer live zum Konzert von Sophie Pacini & Cuban-European Youth Academy

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Next VON

Markus Treier

D

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Gene ration

as Rheingau Musik Festival bringt die größten internationalen Künstler in die Region, sieht seine Aufgabe jedoch gleichzeitig darin, Verantwortung für den künstlerischen Nachwuchs zu übernehmen. Mit etablierten Konzertformaten wie „Klassik-Marathon“, „Junge Meisterpianisten der russischen Schule“ und der außerhalb des Festivalsommers stattfindenden Reihe „Konzert & Brunch“ erhalten aufstrebende Talente, die noch am Beginn ihrer Karriere stehen, ein Podium und werden in ihrer musikalischen Entwicklung unterstützt. Besonders herausragende junge Künstler und Ensembles bekommen in der Reihe „Next Generation“ die Gelegenheit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Daneben treten regelmäßig große Jugendorchester beim Rheingau Musik Festival auf und begeistern mit Frische und Leidenschaft. In Kooperation mit der Akademie Balthasar Neumann hat das Rheingau Musik Festival 2015 die erste transatlantische Orchesterakademie (CubanEuropean Youth Academy) ins Leben gerufen, die in diesem Jahr in die zweite Runde geht – ein Leuchtturmprojekt für kulturelle Verständigung und Nachwuchsförderung über alle Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Wir begleiten die größten Musiktalente auf ihrem Weg zu gereiften Künstlern und laden sie regelmäßig zum Festival ein. Die Bühne


wird mit jedem Konzert größer, die Begleitung raumfüllender, die Auftritte profilierter, das Repertoire mutiger. Jedes Jahr wird eine Künstlerin oder ein Künstler aus den Reihen „Klassik-Marathon“ bzw. „Next Generation“ mit dem begehrten LOTTO-Förderpreis ausgezeichnet, der von LOTTO Hessen gestiftet wird und mit 15.000 Euro dotiert ist. Häufig bewiesen die Festivalmacher in der Vergangenheit den richtigen Riecher: Viele der ehemaligen „Next Generation“ kommen in diesem Jahr als gefragte Klassikgrößen zurück, darunter Claudio Bohórquez (30.6.), Gautier und Renaud Capuçon (8. & 9.7), Veronika Eberle (2.7. & 24.8.), Igor Levit (als Artist in Residence mit sechs Konzerten), Jan Lisiecki (13.7.), Leticia Moreno (1.7.) und Ksenija Sidorova (16.8.). Außerdem vereinigen sich die drei LOTTO-Förderpreisträger Marc Bouchkov, Pablo Ferrández und Christopher Park zu einem Klaviertrio im Rahmen unserer Prades-Reihe (10.8.). Der „Next Generation“ räumen wir in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert ein: Bei „Junge Meisterpianisten der russischen Schule“ (23.7.) und „Klassik-Marathon“ (19.8.) gibt es wieder zahlreiche junge Talente zu entdecken. Die Geigerin Tianwa Yang (30.8.) sowie die Pianisten Ben Kim (4.7.), Dmitry Masleev (13.7.), Behzod Abduraimov (1.8.) und Lucas Debargue (23.8.) stellen in Rezitals ihr künstlerisches Vermögen unter Beweis. Weiterhin treten das kreative siebenköpfige Bläserensemble Federspiel (21.7.), mit dem Streichquartett Quatuor Arod (3.8.) die Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2016 und das innovativ-wandlungsfähige vision string quartet (26.8.) beim Rheingau Musik Festival auf. In Begleitung renommierter Orchester kehren die Pianisten-Brüder Lucas und Arthur Jussen (6.7.) und der Cellist Edgar Moreau (13.7.) zum Festival zurück. Hingegen geben der Trompeter Tamás Pálfalvi im Rahmen der Mozart-Nacht (8. & 9.7.) und der erst 15-jährige Pianist Alexander Malofeev mit dem Baltic Sea Philharmonic unter Kristjan Järvi (20.8.) ihren FestivalEinstand direkt auf der großen Bühne.

Unsere internationalen Jugendorchester versprechen mitreißende Konzerte und schlagen gleichzeitig eine Brücke zwischen Kunst und Gesellschaft: Das 2010 gegründete Colombian Youth Philharmonic (30.6. & 1.7.) versammelt junge vielversprechende Musiker aus ganz Kolumbien und kommt gleich zweimal zu Besuch: mit dem kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada und zwei herausragenden Solisten, die in der Vergangenheit ebenfalls zu unserer „Next Generation“ zählten. Die LGT Young Soloists (27.7.) haben sich zu einem einzigartigen Ensemble voller junger Streichersolisten zusammengeschlossen und pflegen einen flexiblen Ensembleverbund zwischen solistischem Heraustreten und Begleitung. Das No Borders Orchestra (27.8.). besteht aus hochklassigen engagierten Musikern aus Slowenien, Kroatien, Bosnien und

Herzegowina, Serbien und Montenegro, die sich aktiv für das gegenseitige Verständnis zwischen den in Folge des Krieges getrennten sozialen und kulturellen Gruppen einsetzen. Daneben haben sich die beiden versiertesten deutschen Jugendensembles angekündigt: Das Bundesjugendballett (27.6.) bringt bei seiner Festival-Premiere ein Musik- und Tanztheater auf die Bühne, das den poetischen Zauber und die zarte Melancholie des „Kleinen Prinzen“ äußerst kunstvoll einfängt. Und das Bundesjugendorchester (16.8.) kommt mit aufregender und besonders bildhafter Musik zum Festival, darunter Engelbert Humperdincks Märchenspiel „Hänsel und Gretel“ und Elliot Goldenthals epische „Grand Gothic Suite“ aus dem Kino-Blockbuster „Batman“.

Konzerte 27.6. Bundesjugendballett: „Ein kleiner Prinz“ 30.6. Colombian Youth Philharmonic Claudio Bohórquez, Violoncello Andrés Orozco-Estrada, Leitung 1.7.

Colombian Youth Philharmonic Leticia Moreno, Violine Andrés Orozco-Estrada, Leitung

4.7.

Ben Kim, Klavier

6.7.

Lucas & Arthur Jussen, Klavier Camerata Salzburg Gregory Ahss, Leitung

8.7. Mozart-Nacht 9.7. Tamás Pálfalvi, Trompete Camerata Salzburg Gregory Ahss, Leitung 13.7.

Dmitry Masleev, Klavier

13.7. Edgar Moreau, Violoncello Württembergisches Kammerorchester Heilbronn Ruben Gazarian, Leitung 21.7. Federspiel: „Spiegelungen“

23.7. Junge Meisterpianisten der russischen Schule 27.7. LGT Young Soloists: Virtuoser Kreuzgang 1.8.

Behzod Abduraimov, Klavier

3.8.

Quatuor Arod

16.8. Sänger der Internationalen Opernakademie Schloss Weikersheim Bundesjugendorchester Patrick Lange, Leitung 19.8. Klassik-Marathon 20.8. Alexander Malofeev, Klavier Baltic Sea Philharmonic Kristjan Järvi, Leitung 23.8. Lucas Debargue, Klavier 26.8. vision string quartet 27.8. No Borders Orchestra Nemanja Radulovic, ´ Violine Diego Matheuz, Leitung 30.8. Tianwa Yang, Violine Nicholas Rimmer, Klavier

37


© Silvano Ballone

Ta

k i s u M nz! Tänzer des Bundesjugendballetts

VON

Daniel Juch

38

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es in der gesamten neuzeitlichen Entwicklung den Tanz nur in den seltensten Fällen ohne Musik gibt? Anscheinend besteht ein besonders enges Verhältnis zwischen beiden Künsten. Und tatsächlich ist beispielsweise eine Ballettaufführung ohne Musik kaum vorstellbar. Ist es nicht gerade die Verschmelzung von Tanz und Musik, die im Ballett die Faszination, das gewisse Etwas ausmacht? Durch Gesten, Mimik und Figuren Stimmungen vermitteln. Ganz ohne Worte dem Publikum eine Geschichte erzählen. Im Idealfall in absoluter Harmonie mit der Musik, welche die Sprache der Bewegung nicht nur weiterspinnt, sondern

vollkommen neue Richtungen aufzeigt. Die Musik schöpft dagegen ihren Esprit, ihre Vitalität, Dynamik aber auch ihre Melancholie, Sehnsucht und Trauer aus kreativen, kompositorischen Ideen, die mitunter um den Tanz in all seinen Facetten kreisen. Wenn Musik und Tanz eine Verbindung eingehen, kann eine gemeinsame, eine universelle Sprache entstehen, die für jeden spürbar ist, die einzigartige Erfahrungen bereithält, verbindet und eine ursprüngliche Kraft besitzt. Das Bundesjugendballett bringt ein Musikund Tanztheater auf die Bühne, das den poetischen Zauber und die zarte Melancholie

von Antoine de Saint-Exupérys weltberühmter Erzählung „Der kleine Prinz“ einfängt (27.6.). Gemeinsam mit der Amsterdam Sinfonietta bittet der Klarinettist Martin Fröst zum Tanz in den Eberbacher Kreuzgang. Freilich muss niemand selbst das Tanzbein schwingen: Das übernimmt die Musik von Brahms, Schumann, Bartók und Schulhoff, die sich auf unterschiedlichste Art mit Bewegung und Tanzrhythmen auseinandersetzt (28.6.) Zwei Tage später folgen im Kreuzang die Trondheim Soloists mit nordischer Volksmusik, die vom gleichen Esprit geprägt ist (30.6.). In ihrem Programm „The High Road to Kilkenny“ widmen sich die Les Musiciens de Saint-Julien zusammen


mit dem Tenor Robert Getchell und dem Flötisten und Smallpipes-Spieler François Lazarevitch schwungvollen gälischen Liedern und Tänzen des 17. und 18. Jahrhunderts (5.7.). Drei Meisterwerke des klassischen Tanztheaters verwandeln das Kurhaus Wiesbaden in eine einzigartige Ballettatmosphäre: Mit Igor Strawinskis „Le Sacre du Printemps“ tauchen das Colombian Youth Philharmonic und Andrés Orozco-Estrada in das ursprüngliche und archaische Zeremoniell zur Feier des neuen Lebens im Frühling ein (30.6.). Die Sankt Petersburger Philharmoniker erzählen unter den berauschenden Klängen von Tschaikowskis „Schwanensee“-Suite die dramatische Liebesgeschichte um die verzauberte Schwanen-Prinzessin Odette und dem Prinzen Siegfried (17.8.). Und Kristjan Järvi spürt mit seiner Baltic Sea Philharmonic der richtungsweisenden Musik zu Strawinskis Ballett „Der Feuervogel“ nach (20.8.). Bettina Castaño wird dem Publikum mit einer Flamenco-Darbietung der besonderen Art den Atem rauben (9.7.). Einen lebhaften neuen Anstrich verpassen die Cellistin Harriet Krijgh und das SIGNUM saxophone quartet der Musik von Bach bis Piazzolla (12.7.). Die Pianisten Dmitry Masleev (13.7.) und Christian Zacharias (1.9.) sowie die Violinistin Tianwa Yang (30.8.) widmen sich in ihren Rezitals dem Spannungsfeld zwischen expliziten Tanzformen wie Bolero, Menuett, Ländler, Polka, Walzer auf der einen und dem lyrischen Musikstück auf der anderen Seite. Inspiriert von der Volksmusik der Walzer-Metropole Wien komponierte Johannes Brahms den Zyklus Liebeslieder Walzer, der Liebe und Leid unvergleichlich anrührend und hinreißend in Walzer-Musik setzt – ein Werk, wie geschaffen für die Gaechinger Cantorey unter Hans-Christoph Rademann (14.7.). Die Star-Akkordeonistin Ksenija Sidorova spürt farbenreich dem Tango unter anderem von Carlos Gadel, Astor Piazzolla und Mariano Mores nach (16.8.). Bei unserem Sitzkissenkonzert „Hexentanz und Zaubermusik“ erwartet unsere jüngsten Festivalbesucher ein bezauberndes Konzert mit magischen Arien

Konzerte 27.6. Bundesjugendballett: „Ein kleiner Prinz“ 28.6.

Tanzmusik im Kreuzgang Martin Fröst, Klarinette Amsterdam Sinfonietta Candida Thompson, Leitung

30.6.

Folk im Kreuzgang Gjermund Larsen, Violine Einar Olav Larsen, Violine Trondheim Soloists Oyvind Gimse, Leitung

30.6.

Igor Strawinski: „Le Sacre du Printemps“ Claudio Bohórquez, Violoncello Colombian Youth Philharmonic Andrés Orozco-Estrada, Leitung

5.7.

„The High Road to Kilkenny“ Robert Getchell, Tenor Les Musiciens de Saint-Julien Francois Lazarevitch, Flöten & Leitung

9.7.

Bettina Castaño: „Flamenco puro“

und beschwörendem Hexentanz (20.8.). Der französische Harfenist Xavier de Maistre und die mexikanisch-spanische KastagnettenVirtuosin Lucero Tena entfachen in einer spanischen Nacht das Feuer und Temperament der südlichen-mediterranen Rhythmen (25.8.). Den Glamour Frankreichs zelebriert die Hamburger Ratsmusik, ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte, die die Tanzmusik zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. aufleben lässt (27.8.). Dem schließt sich das No Borders Orchestra mit Antonín Dvoˇráks „Slawischen Tänzen“ und Zoltán Kodálys „Tänzen aus Galanta“ an, die auf kunstvolle Weise die Folklore der Völker Südosteuropas einfangen (27.8.). Die Cuban-European Youth Academy präsentiert als krönender Abschluss eine Suite aus kubanischen Liedern und Tänzen, die die kubanische Geigerin und Komponistin Jenny Peña Campo Field im Auftrag des Rheingau Musik Festivals komponiert (1.9.).

12.7.

„BACHianas“ Harriet Krijgh, Violoncello SIGNUM saxophone quartet

13.7.

Dmitry Masleev, Klavier

14.7.

Johannes Brahms: Liebeslieder Walzer Gaechinger Cantorey Hans-Peter & Volker Stenzl, Klavier Hans-Christoph Rademann, Leitung

16.8. Ksenija Sidorova’s Tango Project 17.8. Pjotr Iljitsch Tschaikowski: „Schwanensee“-Suite Yuja Wang, Klavier Sankt Petersburger Philharmoniker Yuri Temirkanov, Leitung 20.8. Sitzkissenkonzert: „Hexentanz und Zaubermusik“ 20.8.

Igor Strawinski: „Der Feuervogel“ Alexander Malofeev Baltic Sea Philharmonic Kristjan Järvi, Leitung

25.8. Noche española Xavier de Maistre, Harfe Lucero Tena, Kastagnetten 27.8.

Antonin Dvorˇ ák: „Slawische Tänze“ Zoltán Kodály: „Tänze aus Galanta“ Nemanja Radulovic, ´ Violine No Borders Orchestra Diego Matheuz, Leitung

27.8. „Der König tanzt“ Hamburger Ratsmusik 30.8. Tianwa Yang, Violine Nicholas Rimmer, Klavier 1.9.

Sophie Pacini, Klavier Cuban-European Youth Academy Duncan Ward, Leitung

1.9.

Robert Schumann: „Davidsbündlertänze“ Christian Zacharias, Klavier

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Expedition Sound VON

Markus Treier

U 40

nsere Künstler kommen aus der ganzen Welt in den Rheingau, um ein Fest der Musik zu feiern. Sie bringen ihre Kunst, aber auch ihre Biographie, ihre Erlebnisse und ihre Gedanken mit zum Festival. Der kulturelle Austausch nimmt daher einen großen Stellenwert in unserer Arbeit ein.

In einer Zeit großer Umbrüche und Veränderungen möchten wir eine neue Reihe etablieren, die zum festen Bestandteil jeder Festivalsaison werden soll: Unter „Expedition Sound“ versammeln wir innovative Künstler und Ensembles, die für künstlerische Aufgeschlossenheit und lebendige Kommunikation stehen. Die Reihe verstehen wir als Plattform für musikalische Grenzgänger und Weltenwanderer, die sich jeder Kategorie entsagen und zwischen den Genres schweben. Sie blicken über den musikalischen Tellerrand hinaus und denken

das Konzert von heute neu: Auf der Suche nach besonderen Formaten gestalten wir mit ihnen Programme, die den üblichen Rahmen sprengen, Ohren öffnen, kommunikative Brücken bauen und damit unser Publikum im Blick haben. Der Fokus liegt dabei immer auf der Kunst. Kreativität und Leidenschaft treffen hier auf höchste Musikalität und instrumentale Meisterschaft. In den Konzerten von „Expedition Sound“ werden musikalische Welten miteinander verwoben: von Künstlern unterschiedlicher kultureller Herkunft, die sich für gemeinsame Projekte zusammentun und von anderen, die dieses künstlerische Nebeneinander bereits in sich vereinen. In anderen Konzerten setzen wir Werke, die dem gleichen Genre entspringen, aber aus unterschiedlichen Epochen stammen, zueinander in Beziehung und beleuchten

deren Gegensätze und Parallelen. All diese Gestaltungsweisen versprechen bereichernde, weil überraschende und ungehörte Konzertmomente. Beim Zusammentreffen des Mandolisten Avi Avital mit dem Jazz-Bassisten Omer Avital (29.6.) entsteht ein Schmelztiegel aus nordafrikanischen Klängen, folkloristischen und klassischen Musiktraditionen, israelischen Harmonien sowie mediterranen Rhythmen. In Joy Denalanes (9.7.) Musik schlagen zwei Herzen: ihr Vaterland Südafrika in Rhythmen und Melodien, das Mutterland in den größtenteils deutschen Texten. Mit dem Geiger und Arrangeur MIKI hat sie ihren eigenen Songs eine Streichquintett-Kur verordnet. Das Duo BartolomeyBittmann (19. & 20.7.) öffnet die Klassik und kreuzt diese mit Elementen des Rock, Jazz, Folk und der Kammermusik.


Violine, Mandola und Cello entlocken die beiden Musiker eine pulsierende Mischung, die unter die Haut geht. Der Pianist, Komponist und DJ Francesco Tristano (21.7.) bewegt sich zwischen Bach und Cage, Jazz und Elektronik. Im Konzert mit der Camerata Geneva stellt er seine eigene Musik in Beziehung zu den Klavierkonzerten des barocken Meisters. Das türkische Pera Ensemble und das Orchester l’arte del mondo (10.8.) betätigen sich in „Carneval Oriental“ als musikalische Mittler: die einen stets auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen den musikalischen Welten des Orients und Okzidents, die anderen von der Tradition der Alten Musik auf historischen Instrumenten kommend – gemeinsam gekrönt von virtuosem Sologesang. Das selbsternannte „Musikgenie“ Chilly Gonzales (19.8.) klemmt sich erfolgreich

zwischen Rap, Pop, Klassik und Jazz. Seiner neu entfachten Liebe zum Streichquartett sind die Kompositionen für das Hamburger Kaiser Quartett zu verdanken. Die vier Streicher und Gonzales am Klavier spielen Kammermusik, die wie moderner Pop klingt. Für Anoushka Shankar (24.8.) ist die Sitar kein Instrument, dessen Ausdrucksmöglichkeiten an den Grenzen klassischer hindustanischer Musik enden. Mit dem Zürcher Kammerorchester begibt sie sich auf eine klangvolle Reise und verwebt dabei Klassik, Jazz- und Popmusik mit klassischen indischen Stilrichtungen. Das junge innovative vision string quartet (26.8.) stellt das Streichquartett auf den Kopf: Genreübergreifend bewegen sich die vier wandlungsfähigen Musiker zwischen konventioneller klassischer Quartett-Literatur, Eigenkompositionen und Arrangements aktueller Musikformen. Aus der Vereinigung des Avishai Cohen Trio (30.8.) mit dem orchestralen Impetus des Stuttgarter Kammerorchesters entsteht eine kreative Allianz: Hymnische Themen, die ihre melodische Kraft aus dem Reichtum jüdischer Volksmusik schöpfen, treffen auf Kontrapunkte aus Bachs „Die Kunst der Fuge“, die in arabische Tänze voller archaischer Rhythmen branden. Das Swedish Chamber Orchestra schließlich nimmt Bachs Musik in ihrem „Brandenburg Project“ (31.8.) ebenfalls als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle. Zu jedem der sechs Brandenburgischen Konzerte hat das Orchester zeitgenössische Schwesterwerke in Auftrag gegeben, die gegenübergestellt werden.  

Konzerte 29.6.

Avital meets Avital Avi Avital, Mandoline Omer Avital, Bass Jonathan Avishai, Klavier Itamar Doari, Perkussion

9.7.

MIKIs Takeover! Ensemble feat. Joy Denalane: „Soulful Classical Music“

19.7. BartolomeyBittmann: „Neubau“ 20.7. 21.7. Francesco Tristano, Klavier & Electronics David Greilsammer, Klavier & Leitung Camerata Geneva 10.8.

„Carneval Oriental“ Francesca Mazzulli Lombardi, Sopran Susan Zarrabi, Mezzosopran Pera Ensemble l’arte del mondo Werner Ehrhardt, Leitung

19.8.

Chilly Gonzales, Klavier Kaiser Quartett

24.8.

„Oriental Spirit“ Anoushka Shankar, Sitar Manu Delago, Hang Zürcher Kammerorchester Willi Zimmermann, Konzertmeister

26.8. vision string quartet 30.8. Avishai Cohen Trio Stuttgarter Kammerorchester Meesun Hong Coleman, Violine & Leitung 31.8.

„The Brandenburg Project“ Håkan Hardenberger, Trompete Maya Beiser, Violoncello Swedish Chamber Orchestra Thomas Dausgaard, Leitung

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Wir möchten junge Ohren öffnen, Neugierde wecken und vor allem den Spaß an klassischer Musik vermitteln. Dafür bieten wir dem Zuschauernachwuchs gleich mehrere Möglichkeiten:

Konzerte

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11.6.

RMF zu Gast auf dem Hessentag: Joely & Oliver mit Band für Kinder und Erwachsene

25.6. Taschenoper Lübeck: „Odysseus“ für Kinder ab 6 Jahren 23.7.

Sitzkissenkonzert „Peter und der Wolf“ (2x) für Kinder ab 4 Jahren

6.8.

Sitzkissenkonzert „Ritterklang und Prinzessinnengesang“ (2x) für Kinder von 3 bis 10 Jahren

20.8. Sitzkissenkonzert „Hexentanz und Zaubermusik“ für Kinder ab 3 Jahren 27.8.

Familienkonzert „Harry Potter“ für die ganze Familie

Kinder- und Sitzkissenkonzerte

Workshops

Konzertregeln nehmen wir hier nicht so genau: Bei unseren Kinder- und Sitzkissenkonzerten liegt uns das familiäre Umfeld am Herzen, damit sich jeder, ob groß oder klein, auf die Musik einlassen kann und ein schönes, gemeinsames Konzertabenteuer entsteht. Die Kinder machen es sich auf unseren Sitzkissen gemütlich und erleben die Künstler aus unmittelbarer Nähe. Wir laden alle zum Zuhören, Staunen und Mitmachen ein!

Mit ausgewählten Künstlern bieten wir Workshops an, in denen Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen selbst aktiv werden können und von den Profis der jeweiligen Sparte lernen. Unsere Workshops geben Gelegenheit, sich in der Gruppe praktisch auszuprobieren und richten sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

Konzerte für die ganze Familie

Mit unseren Schulbesuchen ermöglichen wir Schülern eine persönliche Begegnung mit hochkarätigen Solisten und Ensembles, die bei uns auftreten: An einem individuell abgestimmten Vormittag kommen die Musiker direkt in die Klassenräume. Dort zeigen sie ihr Können, erzählen aus ihrem Alltag und stellen sich den Fragen des jungen Publikums. In diesen so ganz anderen Musikstunden kommt es zu besonderen Begegnungen und Gesprächen. Die Künstler freuen sich, wenn sie die Schüler auf dem anschließenden Konzert wiedersehen. Häufig finden die Schulbesuche in Kooperation mit „Rhapsody in School“ statt.

Ob alt oder jung – unsere Feste unter freiem Himmel sind etwas für die ganze Familie: Nicht Stillsitzen, sondern Entdecken und Erkunden ist hier angesagt! Für die Größeren haben wir außerdem zahlreiche Konzerte der „Next Generation“ im Programm, die entweder in den Schulferien oder am Wochenende vormittags und nachmittags stattfinden. Mit Joely & Oliver, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“, sind wir in diesem Jahr zusätzlich auf dem Hessentag in Rüsselsheim zu Gast. Ein genauer Blick lohnt sich also: Blättern Sie doch am besten gemeinsam mit Ihren Kindern durch unser Programm!

Angebote für Schulen

Haben wir Ihr Interesse an einem Schulbesuch geweckt? Dann kontaktieren Sie Sabine Siemon unter 0 67 23 / 91 77 15 oder siemon@rheingau-musik-festival.de


Programm 2017 43

K 1–K 161

Unsere Konzerte tragen fortlaufende Konzert-Nummern, die die Handhabung des Festivalmagazins und die Kartenbestellung erleichtern.


© Ben Knabe

© Susie Knoll

SK 1

11.6. Sonntag, 11.00 Uhr Rüsselsheim, Theater

RMF zu Gast auf dem Hessentag

Joely & Oliver mit Band Joely Ketterer Gesang Oliver Ketterer Gesang, Gitarre, Saxophon u. a. Luis Bucarey Gitarre, Tiple & Gesang Oswaldo Cruz Keyboard & Klavier Marco Dufner Perkussion Sebastian Gieck Bass  elodien und Ohrwürmer für M Kinder und Erwachsene

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Das Rheingau Musik Festival beim Hessentag! Und das mit zwei Künstlern, die wir sehr liebgewonnen haben: Joely und ihr Vater Oliver. Seit Joely fünf Jahre alt ist, singen die beiden zusammen. Früher textete der Vater die Lieder noch nach Joelys Erlebnissen im Kindergarten. Diese Zeit ist natürlich längst vorbei, aber Joely steht nach wie vor am liebsten mit ihrem Vater auf der Bühne. Joely & Oliver haben viele Ohrwürmer erfunden, am bekanntesten ist natürlich das Lied „Chipyday“, das durch „Die Sendung mit der Maus“ berühmt geworden ist. Auch „A Little Kiss“, „I mog di, du mogst mi“ und „Seifenblasen“ sind zu unsterblichen Melodien geworden. Oliver komponiert fast alle Lieder selbst, spielt Saxophon, und Joely singt mit ihrer tollen Stimme die mal lustigen, mal traurigen, mal albernen, mal klugen Texte. Wir sind gespannt, welche neuen Songs sie dieses Mal im Gepäck haben!

Karten zu: 10,– Euro für Kinder 20,– Euro für Erwachsene

K1

K2

24.6.

25.6. Sonntag, 19.00 Uhr

Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika Eröffnungskonzert

hr-Sinfonieorchester Andrés Orozco-Estrada, Leitung Richard Wagner Vorspiel 1. Akt aus „Lohengrin“ WWV 75 Ouvertüre zu „Rienzi“ WWV 49 Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ WWV 63 Hector Berlioz „Symphonie fantastique“ op. 14 Aufbruchsstimmung und sinfonisches Neuland Da steckt jede Menge Aufbruch drin! Wir starten in die 30. Festivalsaison. Das hr-Sinfonieorchester spielt den Auftakt. Und Hector Berlioz’ großartige „Symphonie fantastique“ führt vor Ohren, in welche aufregenden Klangwelten sich die Musikwelt im 19. Jahrhundert aufmachte. Mit Berlioz fängt die Musik an, Geschichten zu erzählen. Und sie tut es auf eine Art, die unerhört revolutionär und bezwingend ist. Seine Zutaten: die Höhen und Tiefen einer schwärmerischen Liebe, die impulsive Glut eines exzentrischen Künstlers, ein guter Schuss Autobiographie, eine wagemutige Orchesterbehandlung, Traum und Ekstase. Was bei den Zeitgenossen auf Unverständnis traf, ist heute eine der bekanntesten und beliebtesten romantischen Sinfonien überhaupt.

Karten zu: 110,– 90,– 70,– 40,– 20,–* Euro • Achtung: Wegen Fernsehaufzeichnungen können auf einigen Plätzen Kameras das Blickfeld einengen. • Live in hr2-kultur am 24.6. und auf www.hr-sinfonieorchester.de am 25.6. • Ausstrahlung in 3sat am 8.7. und im hr-fernsehen am 9.7. siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Kloster Eberbach, Basilika


K3

25.6.

Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Kinderoper

Taschenoper Lübeck: „Odysseus“ Taschenoper Lübeck lautten compagney BERLIN Musik von Claudio Monteverdi und Katia Tchemberdji

Rheingau Musik Preis 2010

K4 Rheingau Musik Preis 2012

Großes Drama im Miniaturformat Eine Oper braucht nicht unbedingt ein großes Orchester, ein ganzes Sängerarsenal oder ein aufwändiges Bühnenbild. Was sie aber braucht, ist eine berührende Geschichte, die mit ebenso bewegender Musik erzählt wird. So wie etwa die des tragischen Helden Odysseus, der jahrelang durch die Welt irrt und überall ein Fremder bleibt – ein Flüchtlingsdrama der griechischen Antike, das heute aktueller scheint denn je. Die Taschenoper Lübeck, dem jungen Publikum des RMF bereits aus einigen Produktionen bestens bekannt, konzentriert diesen Stoff aufs Wesentliche: eine Geschichte über den Umgang mit Fremden, die Angst vor dem Unbekannten und die Chance der neuen Erfahrung, die die Auseinandersetzung mit dem Fremden birgt. Musik von Claudio Monteverdi trifft dabei auf Klänge unserer Zeit, komponiert von Katia Tchemberdji.

K5

27.6.

Dienstag, 20.00 Uhr Oestrich-Winkel, Weingut Allendorf

28.6.

Mittwoch, 20.00 Uhr Oestrich-Winkel, Weingut Fritz Allendorf

Cyprès & Band: „Chanson Française“ Cyprès vocals, guitar & harmonica mit Band Die Leichtigkeit des Seins im Rheingau Was fällt Ihnen zu Musik aus Frankreich ein? Zweifellos das Chanson. Spätestens seit Edith Piaf 1945 mit „La vie en rose“ und Juliette Gréco Anfang der 1950er Jahre mit „Les feuilles mortes“ weltberühmt wurden, gilt das Chanson als Inbegriff der französischen Musik. Der 27-jährige Pariser Cyprès war seit seiner Kindheit von der magischen Schlichtheit des Chansons fasziniert. Seine Helden waren Georges Brassens, Charles Aznavour und Maxime Le Forestier. Und wie diese unsterblichen Klassiker handeln seine lyrischen Lieder von Liebe, Weltschmerz, Fernweh und den Höhen und Tiefen des Künstlertums. Sie rufen Bilder hervor, welche die Welt in ein besonderes Licht tauchen – Musik, die zum Träumen anregt, freilich immer am Puls der Zeit.

Karten zu: 35,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • Der Hof ist überdacht.

Karten zu: 10,– Euro für Kinder 20,– Euro für Erwachsene • für Kinder ab 6 Jahren

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

45


Schwerpunkt

Unter unserem Schwerpunkt „Tanz!Musik“ versammeln wir Projekte, die auf verschiedenste Art dem „Tanz“ entspringen: Musik, die tanzt und Musik, die vertanzt wird. Tanzmusik also im doppelten Sinn. Damit spüren wir auf verschiedenste Art dem engen Verhältnis zwischen den beiden Künsten nach, denn gerade wenn Musik und Tanz eine Verbindung eingehen, entsteht eine gemeinsame, eine universelle Sprache, die für jeden spürbar ist, die einzigartige Erfahrungen bereithält, die verbindet und eine archaische Kraft besitzt. 

© Melanie Couson

Tanz!Musik

K6

27.6.

Dienstag, 20.00 Uhr Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus Tanz!Musik / Next Generation

Bundesjugendballett: „Ein kleiner Prinz“ Bundesjugendballett Musiker der Lucerne Festival Academy und des Podium Festival Esslingen Kevin Haigen Künstlerische Leitung · Steven Walter Musikalische Konzeption Aike Errenst und Johannes Fuchs Dramaturgie Musik- und Tanztheater angelehnt an Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ mit Musik u. a. von Edward Elgar, Maurice Ravel und Leoš Janácˇek Motive und Choreografien u. a. von John Neumeier, Yuka Oishi und Zhang Disha 46

Eine Koproduktion von Bundesjugendballett, Podium Festival Esslingen und Lucerne Festival Ein zauberhaft-poetisches Musik- und Tanztheater

Weitere Informationen zu „Tanz!Musik“ finden Sie ab Seite 38.

Ein Knabe begegnet in der Wüste einem notgelandeten Piloten, erzählt ihm von seinem Heimatplaneten, dem winzigen Asteroiden B 612, und stellt ihm scheinbar einfache Fragen … Antoine de Saint-Exupérys „Kleiner Prinz“ ist Ausgangspunkt für eine collageartige Inszenierung, die der künstlerische Leiter Kevin Haigen unter Verwendung von choreografischem Material, unter anderem von John Neumeier, erarbeitet hat. „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, heißt es in der zauberhaft-poetischen Erzählung. Wenn sich jedoch Augen und Ohren verbinden, wenn Tanz und Ton zusammenfinden, kommt man dem Wesentlichen ein ganzes Stück näher. Die achtköpfige Truppe des Bundesjugendballetts und die Instrumentalisten der Lucerne Festival Academy und des Podium Festival Esslingen präsentieren ein Musik- und Tanztheater, das den märchenhaften Zauber und die zarte Melancholie des „Kleinen Prinzen“ äußerst kunstvoll einfängt. Lassen Sie sich bewegen!

Karten zu: 55,– 50,– 45,– 35,– 30,– 20,– 15,–* Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Robbie Lawrence

© Mats Bäcker

K7

K8

28.6.

Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang Tanz!Musik

Tanzmusik im Kreuzgang Martin Fröst Klarinette Amsterdam Sinfonietta Candida Thompson Leitung Johannes Brahms Ungarische Tänze Nr. 1, 14 und 21 · Aus Liebeslieder-Walzer op. 52 und 65 Erwin Schulhoff Fünf Stücke für Streicher Robert Schumann Aus Fünf Stücke im Volkston op. 102 Béla Bártòk Rumänische Tänze Sz 56 Göran Fröst Klezmer Dances Nr. 2 und 3 Star-Klarinettist mit tänzerischem Esprit Der schwedische Klarinettist Martin Fröst bittet zum Tanz in den Eberbacher Kreuzgang! Selbstverständlich muss niemand selbst das Tanzbein schwingen. Das übernimmt die Musik. Gemeinsam mit der Amsterdam Sinfonietta hat Fröst ein kurzweiliges Programm zusammengetragen, das voller Tanzrhythmen steckt: Brahms, Schumann, Bartók und Schulhoff haben sich beim Tanz die impulsive Kraft abgeschaut und ihren Werken einverleibt. Zu ganz unterschiedlichen Zeiten der Musikgeschichte sind dabei Musiken entstanden, die betrachten, Humor und Ironie besitzen, die sich mit der Bewegung auseinandersetzen und in schwungvollen Rhythmen schwelgen.

28.6.

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Artist in Residence

Igor Levit, Klavier Dmitri Schostakowitsch 24 Präludien und Fugen op. 87

Schwerpunkt

Next Generation Wir halten kontinuierlich Augen und Ohren offen, um Ausnahmetalente frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Denn der musikalische Nachwuchs ist unsere Zukunft. Er stellt die Weichen für die kommenden Jahrzehnte. Der „Next Generation“ räumen wir in diesem Jahr daher einen besonderen Stellenwert ein und versammeln zahlreiche junge Künstler sowie nationale und internationale Jugendensembles und -orchester im Rheingau. 

Klavierkosmos auf Bachs Spuren Schostakowitsch? Dass sei für ihn die „totale Existenzmusik“, sagt Igor Levit, „jedem Ton kommt essenzielle Bedeutung zu“. Wie recht er doch hat! Kaum ein Komponist hat so akribisch gearbeitet wie Schostakowitsch und jedes musikalische Detail mit so viel Bedeutung aufgeladen. Kein Wunder, dass ausgerechnet Johann Sebastian Bach zu seinen Hausgöttern zählte. Von dessen „Wohltemperiertem Klavier“ ließ er sich zu seinen 24 Präludien und Fugen op. 87 anregen. Wie der große Barockmeister durchschreitet auch Schostakowitsch darin die 24 Dur- und Molltonarten der chromatischen Skala. Schematisch? Von wegen! Jedes dieser Kleinode zieht den Hörer tiefer in einen subjektiven und emotional tiefgründigen Kosmos für den es kaum einen besseren Interpreten als den detailversessenen Ausnahmeinterpreten Igor Levit gibt.

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Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro • im Abo erhältlich, siehe Seite 115

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,–* Euro •w  itterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich

Weitere Informationen zu „Next Generation“ finden Sie ab Seite 36.

siehe Seite 114

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de


K 10

28.6.

Mittwoch, 20.00 Uhr Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus

Meret Becker: „Le Grand Ordinaire“ Meret Becker Gesang, Säge & Homophone Peter Wilmanns Saxophon & Klarinette Uwe Langer Trompete, Tuba, Posaune u. a. Buddy Sacher Gitarre, Banjo & Mandoline Ben Jeger Glasharfe, Piano & Akkordeon Der alte Zauber der Zirkus-Manege

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Meret Becker ist eine Künstlerin mit vielen Gesichtern: Schauspielerin, Tatort-Kommissarin, Komponistin, Sängerin, Performing Artist, Produzentin. Ein Multitalent! Beim Rheingau Musik Festival entführt sie ihr Publikum in eine nostalgische Zirkuswelt. Es ist jener Zirkus, den alle kennen, den alle als Kind gesehen haben wollen, den es aber schon damals nicht mehr – oder vielleicht niemals? – gab: komisch, laut, leise, grob, rührend, romantisch, verrucht und pudrig verstaubt. Das Zelt knarzt und ächzt, die Seiltänzerin hat Beine aus Watte, der Clown ist immer zu Scherzen bereit. Mit ihren Mitstreitern eröffnet uns die vielseitige Künstlerin eine Welt voller Artistik, Slapstick, Zauberei, mit Zirkusband und Musikclown. Dinge können hier im Raum schweben, verschwinden, wiederkommen: „Wir führen nur aus, was das Publikum erfindet“, meint Meret Becker, und macht damit die Zuschauer zu den eigentlichen Künstlern. Es lebe der Zirkus!

Karten zu: 55,– 50,– 45,– 35,– 30,– 20,– 15,–* Euro

K 11

29.6.

29.6

Donnerstag, 19.30 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof

. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

The Hooters: „Give The Music Back“

Le Concert Spirituel: „Italienische Chorpracht“

Eric Bazilian vocals, guitar, mandoline, flute, saxophone & harmonica Rob Hyman vocals, keys & accordion John Lilley guitar & mandolin Tommy Williams guitar & mandolin Fran Smith Jr. bass David Uosikkinen drums

Le Concert Spirituel Chor und Orchester Hervé Niquet Leitung

Mit Legenden zurück in die 80er Wer kennt sie nicht: The Hooters, die mit ihren Klassikern „Johnny B“ und „All You Zombies“ wie kaum eine andere Band mit den 80ern verknüpft sind. 1980 in Philadelphia gegründet, gelang der Band um Sänger und Gitarrist Eric Bazilian und Keyboarder Rob Hyman ein kometenhafter Aufstieg. Der Ritterschlag folgte mit ihrer Teilnahme beim von Bob Geldof organisierten Live AidKonzert in Philadelphia 1985 und der Auszeichnung „Best New Band Of The Year“ durch das Rolling Stone Magazine im selben Jahr. Für ihre Premiere beim Rheingau Musik Festival hat die Band nicht nur ihre heiß geliebten Songs im Gepäck, sondern auch Hooters-Versionen anderer Hits wie den Beatles-Klassiker „Lucy In The Sky With Diamonds“. Feinster Rock mit Folk-Einflüssen, der Jugendträume wieder aufleben lässt!

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– Euro • Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

© JP Campion

© Jan Klug-Offermann

© Joachim Gern

K9

Francesco Corteccia Prozession Giovanni Pierluigi da Palestrina Drei Motetten Sanctus aus Missa Laudate Dominum Orazio Benevolo Missa Deus pro nobis Magnificat  uf höchsten Gipfeln A der Chorkunst Zwei mit gleichem Geburtsjahr: Als 1988 das RMF aus der Taufe gehoben wurde, gründete in Paris der ECHO-Klassik-Preisträger 2016 Hervé Niquet das Ensemble Le Concert Spirituel. Das muss gefeiert werden! Die Originalklang-Spezialisten begeben sich dazu auf eine Gipfeltour in zwei goldene Zeitalter italienischer Musikgeschichte: Zwischen den Neuerungen der Sakralkunst durch die Renaissance und der Prachtentfaltung des Barock bewegt sich das Programm, das auf die Klanggewalt der Mehrstimmigkeit setzt. Die italienischen Komponisten jener Zeit verstanden es meisterhaft, nicht nur die Musik, sondern auch den Raum durch geschickte Aufteilung der Stimmen in Szene zu setzen. Le Concert Spirituel vermittelt lebendige Einsichten in diese beeindruckende Klangwelt.

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 15,–* Euro siehe Seite 114


© Mark Higashino

© Jean-Baptiste Millot/DG

K 12

K 13

29.6.

30.6.

Donnerstag, 20.00 Uhr Mainz, Alte Lokhalle

Freitag, 19.30 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Expedition Sound

Friday Night in J’berg

Avital meets Avital

Dee Dee Bridgewater: „A Tribute to Ella Fitzgerald“

Avi Avital Mandoline Omer Avital Bass Jonathan Avishai Klavier Itamar Doari Perkussion  ine mitreißende Session zwischen E Kammermusik und Jazz Avital meets Avital ist ein Dialog zwischen zwei Musikern aus gänzlich verschiedenen musikalischen Hintergründen, jedoch mit einem gemeinsamen musikalischen Erbe. Der Grammynominierte Mandolinist Avi Avital, aus der klassischen Musiktradition stammend, trifft in diesem Projekt auf den Grammy-Gewinner und Jazzbassisten Omer Avital. Die beiden Musiker konstruieren mit Unterstützung von Piano und Perkussion einen Schmelztiegel aus nordafrikanischen Klängen, folkloristischen und klassischen Musiktraditionen, israelischen Harmonien sowie mediterranen Rhythmen, in dem sich am Ende wunderbar zeigt, wie gut sich sensitive Kammermusik mit wild-emotionalem Jazz verbinden kann.

Karten zu: 48,– Euro

Dee Dee Bridgewater vocals Landes Jugend Jazz Orchester Hessen Wolfgang Diefenbach Leitung Zwei Jazz-Generationen vereint Die legendäre Jazz-Diva Ella Fitzgerald schrieb Musikgeschichte mit ihrer Umsetzung des „Great American Songbook“-Repertoires. Niemand anderes gestaltete jedes Wort von Klassikern wie Cole Porters „I’ve Got You Under My Skin“ oder Rodgers & Harts „Have You Met Miss Jones?“ so fein zum musikalischen Kleinod, formulierte die Texte so plastisch und swingte so sehr aus tiefster Seele. Zu Ehren der First Lady des Jazz vereinen sich mit der markanten Sängerin Dee Dee Bridgewater und dem Landes Jugend Jazz Orchester Hessen zwei Generationen des Jazz, um dem Phänomen Ella Fitzgerald nachzuspüren. Dabei trifft Dee Dee Bridgewaters extrem wandlungsfähige Stimme, die vom kleinmädchenhaften Kieksen über Scatten à la Satchmo bis zum rauen Blues-Shouting eine große Palette abdeckt, auf den druckvollen und dichten Bigband-Sound des hessischen Jazznachwuchses.

Schwerpunkt

Expedition Sound In den Konzerten von „Expedition Sound“ werden musikalische Welten miteinander verwoben: von Künstlern unterschiedlicher kultureller Herkunft, die sich für gemeinsame Projekte zusammentun, und von anderen, die dieses künstlerische Nebeneinander bereits in sich vereinen. In anderen Konzerten setzen wir Werke, die dem gleichen Genre entspringen, aber aus unterschiedlichen Epochen stammen, zueinander in Beziehung und beleuchten deren Gegensätze und Parallelen. All diese Gestaltungsweisen versprechen bereichernde, weil überraschende und ungehörte Konzertmomente. 

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Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– Euro • Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Weitere Informationen zu „Expedition Sound“ finden Sie ab Seite 40.

www.rheingau-musik-festival.de


© Santiago Suarez Ruiz

© Nikolaj Lund

K 14

30.6.

Freitag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang Tanz!Musik

Folk im Kreuzgang Gjermund Larsen Violine Einar Olav Larsen Violine Trondheim Soloists Oyvind Gimse Leitung Edvard Grieg „Aus Holbergs Zeit“-Suite op. 40 Zwei nordische Weisen op. 63 Gjermund Larsen „Diplom“-Volkssuite „Osa“-Suite  eidenschaftliche Folkmusik L im Licht des Nordens

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In den nordischen Melodien finden wir Edvard Grieg im leidenschaftlichen Spiel mit Volksliedern: Insbesondere die „Holberg“-Suite ist eine Verbindung aus europäischer Musiktradition und einer ursprünglichen norwegischen Klangpalette. Diesen Weg verfolgen die Trondheim Soloists mit zwei brillanten Solisten und mit Musik, die von der gleichen Energie und Zartheit geprägt ist. Wilde Natur, Nordlicht – ein Aufeinandertreffen von musikalischer Verspieltheit und Leidenschaft. Die Trondheim Soloists unter Oyvind Gimse zählen mit fünf Grammy-Nominierungen innerhalb von drei Jahren längst zu den hervorragenden Klangkörpern Skandinaviens. Sie stammen aus einem malerischen Städtchen, das von Bergen umgeben an einem Fjord liegt. Das Volkstümliche strömt hier aus jeder Note und jedem Atemzug!

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,–* Euro •w  itterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich siehe Seite 114 Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 15

30.6.

Freitag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Next Generation / Tanz!Musik

Claudio Bohórquez, Violoncello Colombian Youth Philharmonic Andrés Orozco-Estrada, Leitung Jimmy López „América Salvaje“ Pjotr Iljitsch Tschaikowski Rokoko-Variationen op. 33 Igor Strawinski „Le Sacre du Printemps“ Jugendliche Meisterschaft und tönende Ekstase Ausnahmsweise mal nicht sein hr-Sinfonieorchester, sondern eine wahre Herzensangelegenheit stellt Andrés Orozco-Estrada in diesem Konzert bei uns vor: die Colombian Youth Philharmonic. Das Ausnahmeorchester ist bester Beweis für die herausragende musikalische Ausbildung und Nachwuchsförderung in Kolumbien. Keine Frage, dass sich Orozco-Estrada dafür besonders leidenschaftlich stark macht, denn die großartige Karriere des Kolumbianers hat ganz ähnlich begonnen wie die dieser jugendlichen Meister. Ins Kurhaus Wiesbaden zaubert die Colombian Youth Philharmonic eine außergewöhnlich bewegte und szenisch aufgeladene Interpretation eines der ohnehin elektrisierendsten Werke der Musikgeschichte: Strawinskis „Le Sacre du Printemps“ – Inbegriff für entfesselte Energie und tönende Ekstase.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden


© Jim Rakete

© Ansgar Klostermann

K 17

2.7.

Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof Jazz-Matinee

Klaus Doldingers Passport Classic hr-Bigband K 16

1.7. Samstag, 18.00 Uhr

Schloss Johannisberg, Cuvéehof

LOTTOFörderpreis 2010

Next Generation

Sommerfest mit Feuerwerk: „Südamerikanische Nacht“ Leticia Moreno Violine · Colombian Youth Philharmonic · Andrés Orozco-Estrada Leitung · Waterproof · Martin Breinschmid & The Radio Kings feat. Carole Alston Duo Einfach Riesig Jimmy López „América Salvaje“ · Astor Piazzola „Cuatro Estaciones Porteñas“ Gabriela Lena Frank „Escaramuza“ · Silvestre Revueltas „Sensemaya“ Alberto Ginastera „La Estancia“-Suite · Arturo Márquez Danzón Nr. 2 Ein Fest für alle Sinne Eigentlich braucht es an diesem Abend kaum mehr ein Feuerwerk: Denn wenn das Rheingau Musik Festival zum Sommerfest einlädt, steht diesmal Musik auf dem Programm, die selbst stark leuchtende Farben auffächert und bunte Funken zündet! Das Colombian Youth Philharmonic hat gemeinsam mit der spanischen Geigerin Leticia Moreno ein außergewöhnliches Programm im Gepäck, das von der Vielfalt südamerikanischer Musik kündet. Freilich aber bleibt das Festival seiner guten SommerfestTradition treu. Und so darf sich das Publikum erneut auf die Mischung aus musikalischen Acts auf verschiedenen Bühnen, kulinarischen Genüssen und eben nicht zuletzt auf ein opulentes Feuerwerk freuen!

Karten zu: 70,– Euro • Preis ohne Speisen und Getränke • Einlass und Beginn: 18.00 Uhr • Ende gegen 24.00 Uhr •D  as Sommerfest findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Klaus Doldinger saxophone Wolfgang Schmid bass Curt Cress drums hr-Bigband Ed Partyka conductor Jazz made in Germany Klaus Doldinger, mittlerweile 81 Jahre alt und Galionsfigur des deutschen Jazz, lädt mit seiner Band Passport Classic und der hr-Bigband zur Jazz-Matinee auf Schloss Johannisberg. Passport, das ist Doldingers 1972 gegründete Formation, mit der er seit jeher auf der Höhe der Zeit navigiert, federnd swingenden Rhythmus und fließend griffige Jazz-Themen verknüpft und es so immer wieder schafft, den Jazz einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zusammen mit seinen Weggefährten Curt Cress und Wolfgang Schmidt geht der dauerbeschäftigte Saxophonist auf eine Zeitreise, die einen nostalgischen, freilich unverstellten Blick zurück auf die künstlerische Hochphase von Passport Classic wirft. Druckvolle Unterstützung erhalten sie dabei von der hr-Bigband, und werden im Cuvéehof mit solidem Herzschlag grooven!

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– Euro • Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115 www.rheingau-musik-festival.de

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© Felix Broede

© Peter Rigaud

© Anja Frers/DG

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2.7.

Sonntag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Laiendormitorium

An Alehouse Session II Thomas Guthrie Gesang · Bjarte Eike Violine Milosˇ Valent Violine · Per Buhre Viola Steven Player Tanz & Gitarre · Fredrik Bock Gitarre · Johannes Lundberg Kontrabass Helge Norbakken Perkussion Auf dem Programm steht traditionelle, verführerische, berührende und spritzige Musik, begleitet von Anekdoten und Witzen.  ie heiß ersehnte Fortsetzung D des großen Erfolgs aus 2015

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Für Reisende ist ein Besuch des lokalen Pubs seit jeher ein absolutes Muss. Nirgendwo sonst lässt sich so gut mit der Bevölkerung in Kontakt kommen und Lokalkolorit live erleben. Denn Pubs, auch Taverns oder Alehouses genannt, waren bereits im Mittelalter ein wichtiger Ort der Zusammenkunft. Hier mischen sich Gesprächsfetzen, Gesang, Musik und das Klirren von Bierkrügen zu einem Klanggebilde, das so facettenreich und schillernd ist wie das Leben selbst. Frei nach diesem Vorbild haben die Barock-Solisten aus Norwegen nach dem brillanten Erstling 2015 einen zweiten ausgelassenen Abend konzipiert und entführen das Publikum wiederum in ein englisches Alehouse des 17. Jahrhunderts. Freuen Sie sich auf eine gemütliche Atmosphäre, die traditionelle und berührende Musik, Anekdoten, viel Witz und die Liebe zum Gerstensaft zu ihrem Recht kommen lässt!

Karten zu: 45,– 35,– 25,– 15,–* Euro siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 19

2.7. Sonntag, 20.00 Uhr

Lisa Batiashvili, Arabella Steinbacher und Veronika Eberle

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Geigengipfel beim RMF: „A Tribute to Ana Chumachenco“ Lisa Batiashvili, Ana Chumachenco, Veronika Eberle, Daniel Röhn, Arabella Steinbacher und Rudens Turku Violine Münchener Kammerorchester Clemens Schuldt Leitung Wolfgang Amadeus Mozart Adagio und Fuge c-moll KV 546 · Johann Sebastian Bach Konzert für drei Violinen D-Dur BWV 1064 · Jean-Marie Leclaire Konzert für drei Violinen Georg Philipp Telemann Konzert für vier Violinen G-Dur · Antonio Vivaldi Konzert für vier Violinen F-Dur · Konzert für vier Violinen h-Moll · Edvard Grieg „Aus Holbergs Zeit“-Suite op. 40 Die Weltelite der Geiger auf einer Bühne Die in Padua geborene, in Argentinien aufgewachsene Geigerin Ana Chumachenco ist eine schillernde Persönlichkeit und gilt als Koryphäe ihres Fachs: Als Geigerin, Pädagogin und Jurorin hat sie sich einen weltweiten Ruf erarbeitet. Nach ihrer Übersiedlung nach Europa wurde ihr musikalischer Werdegang von großen Künstlerpersönlichkeiten wie Yehudi Menuhin, Sándor Végh und Joseph Szigeti beeinflusst. In ihrer Geigenklasse an der Musikhochschule München hat sie Schülerinnen und Schüler wie Lisa Batiashvili, Veronika Eberle, Daniel Röhn, Arabella Steinbacher und Rudens Turku zu Solisten von Weltformat geformt. Beim Rheingau Musik Festival kommt es nun im Kurhaus Wiesbaden zu einem weltweit einzigartigen Gipfeltreffen dieser Geigengrößen. Mit dem Münchener Kammerorchester lassen die „Meisterschülerinnen und -schüler“ und deren musikalische Mutter unter anderem die Konzerte Vivaldis, Telemanns und Bachs in unterschiedlichsten Konstellationen und Besetzungen aufblühen. Eine absolut einmalige Gelegenheit für alle Geigenenthusiasten!

Karten zu: 90,– 75,– 65,– 55,– 25,–* Euro


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4.7.

© Jean-Baptiste Millot

© Ansgar Klostermann

© Banders Volvic

K 20

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5.7.

5.7.

Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Mittwoch, 19.00 Uhr Geisenheim, Domplatz

Mittwoch, 20.00 Uhr Wiesbaden-Biebrich, Oranier-Gedächtnis-Kirche

Next Generation

Ein Fest zum Jubiläum

Tanz!Musik

Ben Kim, Klavier

Myles Sanko & Band: „Soul am Dom“

„The High Road to Kilkenny“

Johann Sebastian Bach Invention Nr. 12 A-Dur BWV 783 · Invention Nr. 13 a-Moll BWV 784 · Sinfonia Nr. 12 A-Dur BWV 798 Sinfonia Nr. 13 a-Moll BWV 799 Claude Debussy Études, Livre I Nikolai Kapustin Aus 8 Concert Etudes op. 40 Robert Schumann Symphonische Etüden op. 13

Myles Sanko vocals Gareth Lumbers saxophone Tom White trombone Phil Stevenson guitar Tom O’Grady keys Jon Mapp bass Rick Hudson drums

 ine pianistische AusnahmeE erscheinung „Ja, auch – aber …“ Würde so Ben Kim vielleicht antworten, wenn man ihn fragt, ob das Klavier das Wichtigste in seinem Leben ist? Dass er eine brillante Technik und ein unglaubliches Gespür für interpretatorische Feinheiten hat, ist eine Selbstverständlichkeit. Dass er aber seine Inspiration auf hochalpinen Klettertouren findet oder aus dem ganz normalen Leben schöpft, macht ihn zu einer der wohltuendsten Ausnahmeerscheinungen unter den Pianisten seiner Generation. So viel Natürlichkeit, sympathische Ausstrahlung und angenehme Bescheidenheit gepaart mit größter Virtuosität erlebt man nur sehr selten bei einem Spitzenmusiker. Unser Fazit: Unbedingt hingehen, wenn sich Ben Kim mit einem Programm im Rheingau vorstellt, das genauso facettenreich ist wie er selbst.

Karten zu: 35,– 25,– 15,– Euro

Wir sagen Danke! Mit diesem Konzert möchten wir mit Ihnen unser Jubiläum feiern: Das Rheingau Musik Festival lädt mit Myles Sanko und seiner Funkband zum „Soul am Dom“ auf dem Geisenheimer Domplatz. Sanko schickt sich gerade an, die Soulwelt im Sturm zu erobern. Seine charakteristische Stimme, seine Texte und sein moderner wie cooler Style, der vom spritzig-sahnigen Motown-Sound über knackigen Funk bis hin zu groovendem Jazz reicht, bescheren ihm haufenweise Lobeshymnen und eine treue Fangemeinde, weit über die Grenzen seiner Heimat Großbritannien hinaus. Kein Wunder, dass er Gregory Porter als ideale Vorband für seine große Tour erschien. Zum Rheingau Musik Festival kommt er schon zum zweiten Mal: 2015 begeisterte Myles Sanko uns derart bei der „Soulnight“, dass wir ihn gleich wieder eingeladen haben. Let it soul!

Karten zum Jubiläums-Sonderpreis: 10,– Euro • Ausschließlich Stehplätze • Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt.

Robert Getchell Tenor Les Musiciens de Saint-Julien François Lazarevitch Flöten & Leitung Werke u. a. von Henry Purcell, Ruairí Dall Ò Catháin, Turlough O’Carolan, Henry Purcell und James Oswald I rische Lieder mit tänzerischem Schwung Der französische Flötist François Lazarevitch ist nicht nur ein flammender Musiker, sondern auch ein Jäger und Sammler: Nach der überaus erfolgreichen Erkundung der Alten Musik aus Schottland beim Festival 2014 begibt er sich mit Les Musiciens de Saint-Julien nun ins Irland des 17. und 18. Jahrhunderts, um mit uns gälische Tänze und Lieder dieser Zeit zu entdecken. Das Programm und die gleichnamige CD „The High Road to Kilkenny“ hat ihre Wurzeln in einer Rucksacktour, die Lazarevitch Ende der 90er Jahre über die Grüne Insel unternahm und dort auf traditionelle irische Musiker traf – seither spielt er neben vielen flötenartigen Blasrohren auch die irische Tin Whistle. Zusammen mit dem amerikanischen Tenor Robert Getchell eröffnet Lazarevitch uns faszinierende klangliche Horizonte: höchst unterhaltend, höchst vergnügsam, energetisch, gespielt auf höchstem Niveau und mit viel tänzerischem Schwung – eine Musik, die ansteckt, die zum Mitwippen, Mittanzen verleitet!

Karten zu: 35,– 25,– Euro

siehe Seite 115 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Maik Reuß

Schubertiade In vier Projekten gehen wir dem Phänomen Schubert nach: Neben seinem umfangreichen Liedschaffen zählt Franz Schubert auch in der Instrumentalmusik zu den bedeutendsten Komponisten der Frühromantik. Zwei Abende widmen sich seinen Liedern, ein Rezital seinen letzten Klaviersonaten. Daneben blicken wir in einem musikalisch-literarischen Rendezvous in das Seelenleben des Komponisten und entdecken in Briefen, Notizen und musikalischen Auszügen faszinierende Facetten dieses romantischen Genies. 

Konzerte 5.7.

Ulrich Noethen, Rezitation Hideyo Harada, Klavier

16.7. Anna Lucia Richter, Sopran Michael Gees, Klavier 28.7. Igor Levit, Klavier 29.7. Simon Bode, Tenor Igor Levit, Klavier

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K 23

5.7.

Rheingau Musik Preis 2002

Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

Michael Quast: „Der Herr von Wutzebach“ Michael Quast Barock am Main-Ensemble Komödie in hessischer Mundart von Rainer Dachselt nach Molières „Monsieur de Pourceaugnac“ mit Musik von Jean-Baptiste Lully  olières „Herr von Pourceaugnac“ M auf Hessisch Der Schauspieler, Kabarettist und Regisseur Michael Quast hat sich auch in diesem Jahr wieder ein Stück ausgesucht, das dem Frankfurter Original und seinem Barock am Main-Ensemble auf den Leib geschrieben ist: „Der Herr von Wutzebach“ frei nach Molières „Herr von Pourceaugnac“, von Rainer Dachselt ins Hessische versetzt und in eine Großstadtkomödie mit Tanz und Musik umgeschrieben. Der wohlhabende Herr von Wutzebach kommt vom Land. In der großen Stadt Frankfurt möchte er sich ein wenig amüsieren und seine Braut abholen. Doch diese hat ganz andere Pläne, die sie im Dschungel der Großstadt mithilfe einer zwielichtigen, aber äußerst kreativen Gaunertruppe durchsetzen will. So kommt es, dass merkwürdige Gestalten den überraschten Wutzebach an die Grenze seines Verstandes bringen. Ob er da jemals wieder heil herauskommen wird?

Karten zu: 50,– 40,– 30,–* Euro • Das Schauspiel findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

© Heike Steinweg

ulrich noethen

K 24

5.7.

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal © Heike Steinweg

Schubertiade

„Möchte füllen dunklen Raum mit allmächt’gem Liebestraum“ Ulrich Noethen Rezitation Hideyo Harada Klavier Franz Schubert Auszüge aus den Sonaten, Impromptus, Moments musicaux, Walzer, Ländler und der „Wanderer-Fantasie“ Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Texte von Schubert und Zeitgenossen Musikalisch-literarisches Rendezvous mit Schubert Jeder kennt seine Musik, doch nicht ganz so viel weiß man über Franz Schubert selbst, den introvertierten und jung verstorbenen Träumer, dem die Konturen seiner Welt immer ein wenig zu scharf waren. Dicklich war er, kurzsichtig, schweigsam, wenig gesellig und trotz seines großen Bekanntenkreises ein Außenstehender. Doch er besaß die tiefe romantische Sehnsucht, die Wirklichkeit durch „Phantasie, das höchste Kleinod des Menschen“ anzureichern. Ein seltener Blick ins Seelenleben des Komponisten gelingt Ulrich Noethen und Hideyo Harada: In Briefen, Notizen und wundervoller Musik entdecken sie faszinierende Facetten dieses romantischen Genies.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro


© Dirk Kikstra

© Juliane Njankouo

K 25

6.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Blechbläserensemble Ludwig Güttler Ludwig Güttler Trompete & Leitung Tylman Susato Fünf Tänze Gottfried August Homilius Choralkonzert Bernd Franke Chagall-Impressionen Johannes Brahms Fest- und Gedenksprüche Tomaso Albinoni Sonate C-Dur Johann Sebastian Bach Sarabande mit Variation nach BWV 990 · Echo nach BWV 821 Giovanni B. Sammartini Sonate As-Dur Victor Ewald Sonate b-Moll op. 5 Klangpracht in Kloster Eberbach Er gehört beim Rheingau Musik Festival zu den Musikern der ersten Stunde und hält unserem Publikum seit 1988 Jahr für Jahr die Treue: Ludwig Güttler hat sich innerhalb seiner unbeschreiblichen Musikerkarriere als herausragender Trompetenvirtuose, Dirigent und Musikforscher einen Namen gemacht. Nach dem letztjährigen Auftritt mit dem Kammerorchester Virtuosi Saxoniae steht Ludwig Güttler diesmal seinem Blechbläserensemble vor und präsentiert selten aufgeführte Werke von Susato über Albinoni, Bach, Sammartini bis Brahms, Ewald und Franke. Ausgestattet mit einem tiefen Gespür für die Aufführungspraxis vergangener Zeiten lässt diese Paarung die romanische Basilika in musikalischem Glanz erstrahlen.

Karten zu: 70,– 55,– 45,– 35,– 15,–* Euro siehe Seite 114

K 26

6.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Next Generation

Lucas & Arthur Jussen, Klavier Camerata Salzburg Gregory Ahss, Leitung Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338 Konzert für drei (zwei) Klaviere und Orchester F-Dur KV 242 „Lodron-Konzert“ Franz Schubert Deutsche Tänze D 820 Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589 „Kleine C-Dur“ Mozarts musikalischer Nachwuchs In ihrer Heimat werden die niederländischen Jussen-Brüder schon lange gefeiert: Dort wurden Lucas und Arthur zu nationalen Stars, als sie mit acht und zwölf Jahren vor Königin Beatrix spielten und ein riesiges Medieninteresse entfachten. Seit kurzem erobert das fulminante, junge Klavierduo die Konzertsäle der Welt und bringt frischen Wind in die Klassik-Szene. Für ihr mittlerweile drittes Gastspiel beim Rheingau Musik Festival haben die Jussens Mozarts „Lodron-Konzert“ in der Fassung für zwei Klaviere im Gepäck, dass der Genius für die aus der bekannten Salzburger Familie stammende Gräfin Antonia Lodron und ihre beiden Töchter Aloisia und Josepha komponiert hatte. Damit liegt das Werk in besten Händen, denn die Jussen-Brüder studierten bei ausgewiesenen Mozart-Spezialisten wie Maria João Pires und Menahem Pressler. An deren Seite stellen wir – wie passend! – das Kammerorchester der Mozartstadt: die Camerata Salzburg.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 18,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Dario Acosta

© Jens Meisert

K 27

7.7. Freitag, 19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Paulus“ Johanna Winkel Sopran Sebastian Kohlhepp Tenor Thomas E. Bauer Bass Kammerchor Stuttgart Klassische Philharmonie Stuttgart Frieder Bernius Leitung Felix Mendelssohn Bartholdy „Paulus“ op. 36  in Ensemble der allerersten E Festival-Stunde

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Als am 23. Juni 1988 der Rheingau seinen Aufbruch in die Festivalwelt wagte, standen Frieder Bernius und der Kammerchor Stuttgart auf der Bühne von Kloster Eberbach. Seitdem sind sie so regelmäßig wie kaum ein anderes Ensemble zu Gast im Rheingau – und das mit gutem Grund: Den Chor zeichnen eine bewundernswerte Stimmkultur sowie eine Natürlichkeit und Klarheit der Diktion aus, die geradezu einmalig sind. Im Rheingauer Jubiläumsjahr interpretieren Bernius und seine Sänger den „Paulus“ – das persönlichste unter den großen Oratorien Mendelssohn Bartholdys, das einem Spitzenchor wie dem Stuttgarter zur Entfaltung all seiner herausragenden Qualitäten den besten Raum schafft.

Karten zu: 85,– 75,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

K 28

7.7. Freitag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Operngala Olga Peretyatko, Sopran Lawrence Brownlee, Tenor Olga Peretyatko Sopran Lawrence Brownlee Tenor Filarmonica Arturo Toscanini Speranza Scappucci Leitung Arien und Duette aus: Vincenzo Bellini „Die Puritaner“ · „Der Pirat“ Georges Bizet „Die Perlenfischer“ Gaetano Donizetti „Die Regimentstochter“ Italienische und französische Opernschätze Wer kennt sie nicht, die Opern-Klassiker von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini? Doch das Rheingau Musik Festival sucht stets das Besondere und präsentiert zu seiner Operngala Arien und Duette aus Opernperlen wie Vincenzo Bellinis „Die Puritaner“ und „Der Pirat“, Gaetano Donizettis „Die Regimentstochter“ und Georges Bizets „Die Perlenfischer“. Partien wie maßgeschneidert für die russische Sopranistin Olga Peretyatko, die an der Metropolitan Opera in New York oder bei den Salzburger Festspielen genauso zu Hause ist wie an der Mailänder Scala. 2013 sorgte sie im Kurhaus Wiesbaden bereits für stehende Ovationen, in diesem Jahr kehrt sie als Weltstar zurück. Ihr zur Seite stehen mit Lawrence Brownlee einer der erfolgreichsten amerikanischen Belcanto-Tenöre unserer Zeit und die Opernspezialisten der Filarmonica Arturo Toscanini.

Karten zu: 90,– 75,– 65,– 50,– 25,–* Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Shelley Mosman

© Lisa Marie Mazzucco

K 29

7.7. Freitag, 20.00 Uhr

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Dover Quartet Joel Link Violine Bryan Lee Violine Milena Pajaro-van de Stadt Viola Camden Shaw Violoncello Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Nr. 23 F-Dur KV 590 „Preußisches Quartett“ Simon Laks Streichquartett Nr. 3 Robert Schumann Streichquartett F-Dur op. 41,2  unges Streichquartett mit J kammermusikalischer Tiefe Das Dover Quartet aus den USA gehört zu den interessantesten jungen Streichquartetten unserer Tage. Die Musiker gewannen 2010 den Fischoff Wettbewerb, wurden 2012 beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in London ausgezeichnet und konnten ein Jahr später den Internationalen Streichquartett-Wettbewerb im kanadischen Banff für sich entscheiden. Zu ihrem Festival-Debüt bringen die vier Musiker ein spannungsvolles Programm mit: Den Anfang macht Mozarts drittes „Preußisches Quartett“, sein abschließender Beitrag zur Gattung Streichquartett. Mit Schumanns F-Dur-Quartett hören wir den glänzenden Versuch einer romantischen Neubelebung der durch Haydn, Mozart und Beethoven tradierten Gattung. Scharf kontrastiert werden diese beiden Klassiker der Quartett-Literatur von Simon Laks drittem Streichquartett, mit dem der Ausschwitz-Überlebende eine bewegende Hommage an das reiche volksmusikalische Erbe seiner polnischen Heimat verwirklichte.

K 30 Gabriela Montero

8.7. Samstag, 19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Gabriela Montero, Klavier City of Birmingham Symphony Orchestra Mirga Gražinyte˙-Tyla, Leitung Claude Debussy „Prélude à l’après-midi d’un faune“ Pjotr Iljitsch Tschaikowski Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 Igor Strawinski „Petruschka“. Burleske Szene in vier Bildern Pianistischer Querkopf trifft auf Entdeckung am Dirigentenpult Das nennt man Frauenpower! Zwei der aktuell herausragendsten Künstlerinnen der Musikwelt treffen sich auf der Kurhaus-Bühne. Mit ihrem überschäumenden Temperament und einem musikalischen Querkopf begeistert Gabriela Montero seit geraumer Zeit ihr Publikum und zeigt in jedem ihrer Konzerte, dass Musik in ihrem tiefsten Inneren entspringt. Das teilt sie ganz eindeutig mit Mirga Gražinyte˙-Tyla. Seit Herbst 2016 ist die junge Litauerin Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra und steigt mit unglaublicher Leichtigkeit in die großen Fußstapfen, die ihr ein Simon Rattle oder Andris Nelsons hinterlassen haben. „Ich brauche es, von der Musik getragen zu werden“, sagt die charmante Ausnahmedirigentin und lässt beeindruckend spüren, was dann entsteht: „Musik, die uns alle trägt“.

Karten zu: 100,– 80,– 65,– 50,– 25,–* Euro • Konzertführer live um 18.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Simon Fowler

Schwerpunkt

Erinnerungen an Prades Mit der Reihe „Erinnerungen an Prades“ greifen wir die persönliche Initialzündung des Festivalgründers und Intendanten Michael Herrmann auf: Herausragende Künstler führen Klaviertrio-Programme auf, die in den sechziger Jahren auf dem Festival von Pablo Casals in Prades in den französischen Pyrenäen gespielt wurden. Dort setzte sich Michael Herrmanns Vision eines Festivals im Rheingau fest. Die Schirmherrschaft der Kammermusikreihe „Erinnerungen an Prades“ übernimmt Marta Casals Istomin, die Witwe von Pablo Casals. 

K 31

8.7. Samstag, 19.00 Uhr

Renaud Capuçon

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Erinnerungen an Prades I

Renaud Capuçon, Violine Gautier Capuçon, Violoncello Frank Braley, Klavier Johann Sebastian Bach Violinsonate Nr. 2 A-Dur BWV 1015 Franz Schubert Klaviertrio Es-Dur D 929 Ludwig van Beethoven Violinsonate A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ Kammermusik intensiv „Das will ich auch“, ist manchmal nicht die schlechteste Einstellung. Als Michael Herrmann mit jungen 20 Jahren zum ersten Mal das Festival Pablo Casals de Prades besuchte, war ihm sofort klar, dass der Rheingau auch ein Festival bräuchte. Seit 30 Jahren ist seine Vision nun Wirklichkeit. Zeit, dem Prades Festival Danke zu sagen! Mit vier Konzerten begeben wir uns deshalb im Jubiläumsjahr 2017 auf eine musikalische Reise in die französischen Pyrenäen, wo nun schon seit 57 Jahren Kammermusik auf eine einmalig intensive Weise zelebriert wird. Den Anfang der Rheingauer Prades-Reise machen die Brüder Capuçon gemeinsam mit ihrem langjährigen Triopartner Frank Braley. Das Programm, das sie mit in den Rheingau bringen, hat echten Prades-Zuschnitt: Mit dem Festivalgründer Pablo Casals selbst am Violoncello erklang es dort im Festivalsommer 1966.

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Karten zu: 60,– 45,– 35,– Euro Weitere Informationen zu „Erinnerungen an Prades“ finden Sie ab Seite 19.

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

• im Abo erhältlich, siehe Seite 115


© Dominik Odenkirchen

K 34

9.7.

Sonntag, 19.00 Uhr Bad Homburg, Kurpark Tanz!Musik

Bettina Castaño & Ensemble: „Flamenco puro“ K 32

K 33

8.7.

9.7. Sonntag, 18.00 Uhr

Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

Kloster Eberbach, Kreuzgang

Next Generation

Mozart-Nacht Tamás Pálfalvi Trompete · Camerata Salzburg · Gregory Ahss Leitung Azahar Ensemble · Ran Jia Klavier · Quatuor Voce 1. Teil im Kreuzgang: Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu „Così fan tutte“ KV 588 Divertimento D-Dur KV 251 · Konzert für Horn (Trompete) Nr. 1 D-Dur KV 412 2. Teil in verschiedenen Räumen: Kammermusik 3. Teil im Kreuzgang: Joseph Haydn Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe:1 Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner“ Mozart’scher Sturm und Drang Ein Termin, den sich jeder Rheingauer Festival-Fan seit vielen Jahren dick in den Kalender schreibt: die Mozart-Nacht in Kloster Eberbach. Ob Orchesterserenade im idyllischen Kreuzgang oder Kammermusiken in Laiendormitorium, Basilika und Hospitalkeller: Zur Mozart-Nacht wird fast das ganze Kloster zur Bühne für Mozart und seine Zeitgenossen. In diesem Jahr wird es dabei besonders jugendlich, denn gemeinsam mit der Camerata Salzburg folgt Tamás Pálfalvi unserer Einladung zur Mozart-Nacht. Mit atemberaubender Virtuosität und innovativen Programmideen lässt der erst 25-jährige Trompeter derzeit die Musikwelt aufhorchen. Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten für sein Instrument, darf es für Pálfalvi auch mal ein Mozart’sches Hornkonzert sein, dem er mit der Trompete ganz besondere Klangqualitäten verleiht.

Karten zu: 65,– 55,– 35,– 25,–* Euro •E  nde gegen 22.30 Uhr (8.7.) bzw. 21.30 Uhr (9.7.) •w  itterungsbedingte Verlegung der Kreuzgang-Konzerte in die Basilika möglich siehe Seite 114 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Bettina Castaño, Clarisse Wedding und Christina Hall Tanz Mariano Campallo und El Espina Flamenco-Gitarre David Hornillo Gesang Manuel Salgado Palmero Tanz der Leidenschaft Manche Flamenco-Tänzerinnen faszinieren durch eine blendende Technik, so lupenrein und sauber, geschliffen wie ein Diamant. Andere durch die Intensität ihrer Interpretation, durch die Gabe mit einer traditionellen Phrase etwas ganz Neues zu sagen. Wieder andere beeindrucken durch ihre Bereitschaft zum Risiko – etwa wenn sie ein tollkühnes Zapateado-Tempo wählen oder ungewöhnliche, aufregende Klangfarben mit den Füßen kreieren. Bettina Castaño tut all das und 59 noch mehr: Sie experimentiert mit Weltmusik, entfernt sich vom traditionellen Flamenco und findet wieder zu ihm zurück. Mit ihrem unerschöpflichen Reichtum an Choreographien und einem beeindruckenden Tanzrepertoire hält sie die Flamenco-Welt in Atem. Es lebe Spaniens berühmteste Kunst!

Karten zu: 35,– Euro • freie Platzwahl • witterungsbedingte Verlegung in das Kurtheater Bad Homburg mit Beginn um 19.30 Uhr möglich siehe Seite 115 www.rheingau-musik-festival.de


© Jackie Hardt

© Karl Lagerfeld

K 35

9.7.

Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Gautier Capuçon, Violoncello Frank Braley, Klavier Ludwig van Beethoven Cellosonate Nr. 2 g-Moll op. 5,2 Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69 Cellosonate Nr. 4 C-Dur op. 102,1 12 Variationen über Mozarts „Ein Mädchen oder Weibchen“ F-Dur op. 66 Beethoven pur

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Beethoven mochte das Cello, das steht fest! Hätte er diesem warmtönenden und ausdrucksstarken Instrument sonst so viele Kammermusikwerke geschenkt und dessen Repertoire mit so revolutionären Meilensteinen entwickelt? Beethoven ist einer der wichtigsten Mentoren des Cellos und hat ihm eine Fülle neuer Herausforderungen und Ausdrucksmöglichkeiten beschert. In seinen Cellowerken habe er rote Linien überschritten, aber nicht um etwas zu vollenden, sondern um ein Abenteuer zu beginnen, sind Gautier Capuçon und Frank Braley überzeugt. Beide kennen nicht nur ihren Beethoven ganz genau, sondern auch den Musizierpartner: Seit 20 Jahren arbeiten sie zusammen, doch in einem großen Duoprojekt sind sie mit ihrer aktuellen Aufnahme der Beethoven-Werke und der nun folgenden Tournee erstmals zu erleben.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 36

9.7.

Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Expedition Sound

MIKIs Takeover! Ensemble feat. Joy Denalane: „Soulful Classical Music“ Joy Denalane Gesang MIKI Violine, Konzeption & Arrangements Shinkyung Kim Violine Elizabeth Y. Lubnow Viola Matthias Wehmer Violoncello Max Dommers Kontrabass & Arrangements Einzigartige Soul-Stimme im Streichergewand Joy Denalane ist die unumstrittene Soul-Queen in Deutschland. Mit dem Song „Mit Dir“ schaffte sie 1999 im Duett mit dem Freundeskreis-Frontmann und späteren Ehemann Max Herre den Durchbruch. Seitdem half sie dem deutschsprachigen Soul aus den Kinderschuhen, eroberte Amerika, kehrte zurück und veröffentlichte mit dem Album „Maureen“, benannt nach Joy Denalanes zweitem Vornamen, ein sehr persönliches Werk, auf dem sie ihre unterschiedlichsten Facetten auslebt – ungeschminkt, reflektiert und nahbar. Mit MIKI und seinem Takeover! Ensemble setzen wir die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit fort: Waren es im letzten Jahr Max Mutzkes Songs, die einer Streichquintett-Kur unterzogen wurden, sind es nun Joy Denalanes Lieder. Entstanden sind wieder aufregende Arrangements – intim, fesselnd, sphärisch, dazu handgemacht und unplugged!

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 20,–* Euro


© Xxxxxxxx Xxxxxxxx

© Colville W. Heskey

K 38

12.7. Mittwoch, 19.00 Uhr Schloss Vollrads, Seebühne

The Mahotella Queens: „50 Years“

K 37

11.7. Dienstag, 19.00 Uhr

Cyrille Aimée

Schloss Vollrads, Seebühne

Ladies’ Night Cyrille Aimée & Band Nomfusi & Band Gypsy-Jazz und südafrikanisches Dynamit Cyrille Aimée wuchs in dem kleinen Örtchen Samois-Sur-Seine auf, Sitz des rennomierten DjangoReinhardt-Festivals. Ihre kindliche Neugier führte immer wieder dazu, dass sie heimlich ihr Kinderzimmer verließ, um die unvergleichliche Atmosphäre des nahegelegenen Festivals mitzuerleben. Die Faszination für die Musik und die Menschen verebbte nie, sodass sie Jahre später selbst als Straßenmusikerin von Ort zu Ort zog. Mittlerweile hat Cyrille Aimée ihren eigenen Stil gefunden, eine spannende Mixtur aus Gypsy-Jazz und brasilianischen Gitarrenklängen, gewürzt mit einer Prise karibischer Exotik. In Südafrika wird Nomfusi bereits als Nachfolgerin von Miriam Makeba und Brenda Fassie gehandelt. 2013 spielte sie in der Filmbiographie „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ an der Seite von Idris Elba und Naomie Harris tatsächlich die junge Miriam Makeba. Bei Nomfusi trifft die Seele von Mama Afrika auf das Feuer von Tina Turner und verwandelt sich in pures südafrikanisches Dynamit, funky Grooves aus Soul, Motown und Sophiatown.

Karten zu: 45,– Euro • freie Platzwahl • Speisen und Getränke ab 17.30 Uhr •D  as Konzert findet ab diesem Jahr als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115

Hilda Tloubatla vocals Nobesuthu Mbadu vocals Amanda Nkosi vocals Sandile Mkize guitar Jacky Mokoatla keys Bethuel Mbonani drums Die älteste „Girlband“ der Welt The Mahotella Queens sind echte Legenden: Seit Mitte der sechziger Jahre singen, tanzen und spielen sie vor ausverkauften Häusern. Zusammen mit der Makgona Tsohle Band und dem legendären Bassisten Mahlathini erschufen sie eine explosive Mischung aus verschiedenen südafrikanischen Stilen und anderen Einflüssen. Wunderschöne Harmonien, A-capella-Gesänge, der fesselnde Township Jive und Mbaqanga beschreiben ihre Musik. Mit energiegeladenen Tanzeinlagen und ihren einzigartigen Songs erobern sie seit 50 Jahren die Musikwelt und sind auf den internationalen Bühnen zu Hause. The Mahotella Queens repräsentieren nun mehr als zwei Generationen. Ihr unverwechselbarer Sound und ihre Liveshows sind einzigartig und voller Energie.

Karten zu: 45,– Euro • freie Platzwahl • Speisen und Getränke ab 17.30 Uhr • Das Konzert findet ab diesem Jahr als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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K 40

K 41

12.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

12.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

13.7. Donnerstag, 20.00 Uhr

Singer Pur: „Süß ist das Licht“

Tanz!Musik

Tanz!Musik / Next Generation

„BACHianas“ Harriet Krijgh, Violoncello SIGNUM saxophone quartet

Dmitry Masleev, Klavier

Mainz, St. Stephan

Claudia Reinhard Sopran Rüdiger Ballhorn Tenor Markus Zapp Tenor Manuel Warwitz Tenor Reiner Schneider-Waterberg Bariton Marcus Schmidl Bass Werke u. a. von Orlando di Lasso, Max Reger, Richard Strauß, Philip Glass und Wolfgang Rihm Chagall im Lichte der Vokalmusik

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© Nadine Targiel

© Arne Schultz

K 39

Natürlich lässt sich dieser Spielort beim besten Willen nicht dem Rheingau zuschlagen – aber in diesem Fall hält es das Festival wie die für ihre genre- und epochenübergreifenden Programme bekannten Interpreten des Abends: Grenzen sind bisweilen dazu da, überwunden zu werden! Und so wird die Pfarrkirche St. Stephan in Mainz einmal mehr beim Rheingau Musik Festival zum stimmungsvollen Raum für exquisite Vokalmusik, die bestens mit den berühmten blauen Fenstern von Marc Chagall harmoniert. Denn das Ensemble Singer Pur, eine der erfolgreichsten deutschen A-cappella-Formationen der Gegenwart, führt in seinem Programm das Publikum nicht nur vom Zeitalter der Renaissance in die Gegenwart, sondern zugleich von der Finsternis ins Licht. Ein Programm mit Strahlkraft, zugeschnitten auf einen Konzertort von besonderer Magie!

Karten zu: 38,– 28,– 10,– Euro

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Blaž Kemperle Sopransaxophon Erik Nestler Altsaxophon Alan Lužar Tenorsaxophon Guerino Bellarosa Baritonsaxophon Johann Sebastian Bach Italienisches Konzert BWV 971 Cellosuite Nr. 3 C-Dur BWV 1009 Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 Astor Piazzolla „Adiós Nonino“ · „Four for Tango“ · „Libertango“ · „Le Grand Tango“ Heitor Villa-Lobos „Bachianas Brasileiras“ Nr. 5  ommerlicher Mix aus S Leidenschaft und Virtuosität Blaž Kemperle, Erik Nestler, Alan Lužar und Guerino Bellarosa haben sich 2006 beim Studium in Köln kennengelernt und bilden das SIGNUM saxophone quartet. Seit sie 2014 zu ECHO Rising Stars durch die European Concert Hall Organisation (ECHO) ernannt wurden, verläuft ihre Karriere im Senkrechtflug nach oben. Musikalisch suchen die vier Saxophonisten beständig nach neuen Begegnungen, die ihr Ausdrucksspektrum erweitern. Das teilen sie eindeutig mit der 25-jährigen niederländischen Cellistin Harriet Krijgh, die ebenfalls das ECHO Gütesiegel tragen darf und sich mit dem Quartett aufmacht, der Musik von Bach über Piazzolla bis zu den „Bachianas Brasileiras“ einen neuen Anstrich zu verpassen.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Domenico Scarlatti Sonata f-Moll K 466 Sonata d-Moll K 141 Pjotr Iljitsch Tschaikowski Aus 18 Morceaux op. 72 Camille Saint-Saëns Danse Macabre op. 40 Sergei Rachmaninow Aus „Morceaux de Fantaisie“ op. 3 · Polka de W. R. Aus 6 Études-tableaux op. 33 „La Foire“ Aus 9 Études-tableaux op. 39 Franz Liszt Totentanz. Paraphrase über „Dies irae“ S 126 Virtuose Tastentänze Aufgepasst: Hier tanzen die Tasten! In einem Programm voller Rhythmik und Energie nimmt Dmitry Masleev seine Zuhörer mit auf die dunkle und wilde Seite des Tanzes. Düster-schaurige Klänge eines Liszt’schen Totentanzes, virtuose Rasereien Rachmaninow’scher Etüden oder Tschaikowski’sche Überdrehtheiten tauchen sein Rezital in ein fantastisches Licht. Anscheinend ganz nach dem Geschmack des jungen Russen, denn nach seinem jüngsten großen Wettbewerbserfolg, dem 1. Preis beim Moskauer TschaikowskiWettbewerb 2015, schrieb die neue musikzeitung über sein bezwingendes Spiel: „Eine geradezu ans Metaphysische reichende Musikalität zeigte sich da und verwandelte den Raum in eine Atmosphäre des Unwirklichen.“

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro


© Julian Mignot

© Alberto Venzago

K 43

13.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang Next Generation

Italienische Nacht Edgar Moreau Violoncello Württembergisches Kammerorchester Heilbronn · Ruben Gazarian Leitung

K 42

13.7. Donnerstag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Jan Lisiecki, Klavier Münchner Philharmoniker Valery Gergiev, Leitung Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 Modest Mussorgski „Bilder einer Ausstellung“ Große Orchestertradition und sanfte Revolution Manchmal kommt selbst bei Beethoven die Revolution auf leisen Füßen. Ganz sanft wagt er in seinem berühmten vierten Klavierkonzert den unerhörten Ausbruch aus der Tradition: Völlig auf Augenhöhe begegnen sich erstmals in der Musikgeschichte der Solist und das Orchester. Ein Konzert, das über musikalische Aufbrüche aufregend detailreich zu erzählen hat. Wie gemacht für Jan Lisiecki, von dem die New York Times sagt, er bringe jede Note zum Sprechen. Beim Rheingau Musik Festival mittlerweile Stammgast, machen wir ihn in diesem Jahr zum künstlerischen Partner von Valery Gergiev, der selbst wie ein Besessener nach dem funkelnden Kern in jedem großen sinfonischen Werk schürft. Seit 2015 tut er das als Chefdirigent bei den traditionsreichen Münchner Philharmonikern, die im Rheingauer Jubiläumsjahr endlich auch wieder in Wiesbaden zu Besuch sind.

Karten zu: 130,– 100,– 80,– 60,– 30,–* Euro •K  onzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Antonio Vivaldi Concerto grosso Nr. 11 d-Moll op. 3 RV 565 Luigi Boccherini Cellokonzert Nr. 9 B-Dur G 482 Menuett aus Streichquintett Nr. 5 E-Dur op. 11 Cellokonzert Nr. 2 A-Dur G 475 „Florenz“ Sinfonie Nr. 6 d-Moll G 506 „La Casa del Diavolo“ Giuseppe Tartini Violinsonate Nr. 4 g-Moll op. 1 Vom Geheimtipp zur großen Karriere Bei seinem letztjährigen Festival-Debüt auf Schloss Johannisberg begeisterte der junge französische Cellist Edgar Moreau das Publikum nicht nur mit einer fulminanten Technik und interpretatorischer Intensität, sondern insbesondere mit der Fähigkeit, Schweres zum Schweben zu bringen. Die Wiedereinladung folgte prompt. Zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Ruben Gazarian widmet sich der ECHO Klassik „Nachwuchskünstler des Jahres 2016“ in der Eberbacher Sommernacht der hinreißend-fiebernden Musik des italienischen Barock. Wir dürfen gespannt sein auf erfrischendes, transparentes Spiel mit einer unverwechselbaren Handschrift, das seine Intensität aus einem inneren Impuls erwachsen lässt.

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 20,–* Euro • witterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich siehe Seite 114 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Jörg Steinmetz

© Victoria Cadisch

K 45

14.7. Freitag, 20.00 Uhr Mainz, Alte Lokhalle Fokus Jazz

Marius Neset, saxophone Michael Wollny, piano Jazzduo mit unbändiger Kreativität K 44

14.7. Freitag, 20.00 Uhr

Mary Bevan

Kloster Eberbach, Basilika

Georg Friedrich Händel: „Messiah“ Mary Bevan Sopran Tim Mead Countertenor Jeremy Ovenden Tenor Neal Davies Bass Tölzer Knabenchor Kammerorchester Basel Paul McCreesh Leitung Georg Friedrich Händel „Messiah“ HWV 56 64

Ein barockes Meisterwerk in exquisiter Besetzung Der beständige Aufbruch ist diesem herausragenden Klangkörper quasi in die Gene geschrieben: Seinen 60. Geburtstag feierte der Tölzer Knabenchor im vergangenen Jahr und hat in dieser Zeit durch unzählige Sängergenerationen eine immerwährende Frischzellenkur durchlebt. Sich dabei treu zu bleiben und die hochgesteckten musikalischen Ziele immer aufs Neue zu erreichen oder zu übertreffen, ist eines der Erfolgsgeheimnisse dieses weltberühmten Knabenchores. Im Rheingau feiern die jugendlichen Sänger das Festivaljubiläum gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel, einer großartigen, rein englischen Solistenriege, dem Händel-Spezialisten Paul McCreesh und Händels „Messiah“. Ein schöneres Ständchen können wir uns kaum wünschen!

Karten zu: 85,– 75,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Michael Wollny und Marius Neset im Duo – eine höchst interessante Paarung: Deutschlands derzeit wohl fantasievollster Pianist und Norwegens Shooting-Star am Saxophon, der die Poesie seiner Heimat mit der Kraft eines Michael Breckers und der Raffinesse eines Jan Garbarek zusammenführt. Beide Musiker verbindet nicht nur die absolute Beherrschung ihres Instruments, sondern vor allem eine unbändige Kreativität, gepaart mit vergleichbaren ästhetischen Vorstellungen: Michael Wollny und Marius Neset vereint einerseits Energie, Virtuosität und Klangbewusstsein, andererseits eine ungezügelte Spontaneität, die sich in ideenreichen musikalischen Einfällen und ausschweifenden Improvisationen kanalisiert. Man darf gespannt sein auf einen Abend jenseits des Üblichen – musikalischer Seiltanz ohne Netz und doppeltem Boden!

Karten zu: 42,– Euro


© Ansgar Klostermann

© Holger Schneider

K 46

14.7. Freitag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Lutherkirche

Tanz!Musik

Gaechinger Cantorey Hans-Peter & Volker Stenzl, Klavier Hans-Christoph Rademann, Leitung Johannes Brahms Liebeslieder Walzer op. 52 „Ungarische Tänze“ Nr. 2, 4 und 8 Felix Mendelssohn Bartholdy Aus Lieder im Freien zu singen op. 48 und op. 59  errliche Chormusik H mit volkstümlicher Seele „Der ernste, schweigsame Brahms, norddeutsch, protestantisch und unweltlich, schreibt Walzer?“, fragte ungläubig der Musikkritiker Eduard Hanslick, als Brahms ihm 1866 einige Klavierwalzer widmete. Doch eine Stadt löst das Rätsel: Wien. Bereits wiederholt lebte der Komponist in der Walzermetropole und ließ sich von der Volksmusik inspirieren, die auf ihn wie ein Jungbrunnen wirkte, wie die Liebeslieder Walzer vor Ohren führen. Liebe und Leid sind niemals sonst derart anrührend und hinreißend in Walzer-Musik gesetzt worden. Die Gaechinger Cantorey unter Hans-Christoph Rademann schlägt mit tänzerischer Leichtigkeit den Bogen zu Mendelssohn Bartholdy.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro

15.7. Samstag, 16.00 Uhr

16.7. Sonntag, 16.00 Uhr

K 47 Eltville, Weingut Langwerth von Simmern K 48 Eltville-Erbach, Weingut Baron Knyphausen K 49 Kiedrich, Weingut Robert Weil K 50 Kloster Eberbach, Domäne Steinberg

K 51 Eltville, Weingut Langwerth von Simmern K 52 Eltville-Erbach, Weingut Baron Knyphausen K 53 Kiedrich, Weingut Robert Weil K 54 Kloster Eberbach, Domäne Steinberg

Fahrende Musiker in Weingütern Frankfurt Swing All Stars · The Shoo-Shoos · The Speedos · Uwaga! Wer Musik und Wein liebt, ist hier richtig Exzellenter Wein, regionale Spezialitäten, traumhafte Umgebung und natürlich mitreißende Ensembles bilden das Erfolgsrezept dieses Klassikers: Riesling trocken oder feinherb? QbA oder Große Lage? Das sind an diesem Nachmittag auch schon die schwierigsten Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Ansonsten kann sich das Publikum entspannt nach Gutsherrenart verwöhnen lassen: Vier hochrangige Weingüter bieten Platz, um sich an exzellentem Wein und regionalen Spezialitäten in traumhafter Umgebung zu erfreuen. Auch für den Musikgenuss ist gesorgt: Denn ganz nach mittelalterlicher Spielleut’Manier reisen vier Ensembles von Weingut zu Weingut und offerieren dort ihre Künste. Und die sind, zum lockeren Ambiente dieses Klassikers unter den Festival-Veranstaltungen passend, unterhaltsamer Art und reichen von gepflegtem Swing bis Weltmusik. Und wie beim Wein gilt auch hier: Auf guten Geschmack können Sie sich verlassen!

Karten zu: 35,– Euro • Preis ohne Speisen und Getränke • Ende der Veranstaltung: 20.00 Uhr • Bitte geben Sie auf dem Bestellschein das Weingut Ihrer Wahl und einen Alternativwunsch an.

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© AMC Verona

© Luca Piva

K 56

K 56

16.7. Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Grigory Sokolov, Klavier

K 55

15.7. Samstag, 19.00 Uhr

Rheingau Musik Preis 2014

Kloster Eberbach, Basilika

Gustav Mahler: „Auferstehungssinfonie“ Christiane Karg Sopran Gerhild Romberger Alt Chor des Bayerischen Rundfunks SWR Vokalensemble SWR Symphonieorchester Christoph Eschenbach Leitung Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“ Ein Ausnahmewerk in hochkarätiger Besetzung 66

Was ist das für eine Sinfonie, die eine solche Faszination ausübt? Schon die Uraufführung von Gustav Mahlers zweiter Sinfonie, geläufig als „Auferstehungssinfonie“ bezeichnet, war ein überwältigendes Ereignis. Nicht nur, dass Mahler in seinem Werk auf die Verbindung von Wort und Musik, von Kantate und Sinfonik setzte. Nicht nur, dass das Werk alle zeitlichen und räumlichen Konventionen sprengt – man spricht hier von einer Aufführungsdauer von 90 Minuten und mehr als 150 Musikern – nein, es versucht auch eine der drängendsten existenziellen Fragen zu beantworten: die große Frage „Warum hat man gelebt?“ Deshalb vermutlich der ungeheure orchestrale und stimmliche Aufwand, das Ausloten der Klangräume, der Gang von der Totenfeier im ersten Satz bis zur Apotheose im Finale – Mahlers Zweite, ein Ausnahmewerk!

Karten zu: 120,– 90,– 70,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate C-Dur KV 545 Klavierfantasie c-Moll KV 475 Klaviersonate c-Moll KV 457 und weitere Werke, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden Ein Pianist ohne Worte Er bedarf keiner Worte: Anti-Star par excellence, zurückhaltend, fern von Exzentrik und Glamour, wird Grigory Sokolov heute von einer begeisterten Anhängerschaft gefeiert. Ganz gleich, ob er Raritäten oder Herzstücke des klassischen Repertoires interpretiert: Immer werden seine Konzerte zu besonderen Erlebnissen. Die internationale Kritik rühmt besonders die Tiefe seiner musikalischen Welt, seine absolute technische Kontrolle sowie die immer wieder überraschende Originalität seiner Interpretationen. Da darf das Programm ruhig fast bis zum letzten Augenblick geheim bleiben, denn man kann sich sicher sein, dass der russische Ausnahmepianist seine Stückauswahl jederzeit mit Intelligenz und Bedacht trifft. Streng geheim bleibt übrigens auch die Zahl der Zugaben: Lassen Sie sich überraschen!

Karten zu: 65,– 55,– 50,– 35,– 20,–* Euro


© Max Parovsky

© Matthias Baus

K 57

16.7. Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Fokus: Anna Lucia Richter/Schubertiade

Anna Lucia Richter, Sopran Michael Gees, Klavier Franz Schubert „Hoffnung“ D 637 · „Suleika II“ D 717 · Lieder der Mignon: „Nur wer die Sehnsucht kennt“ D 877,4 · „Heiß mich nicht reden“ D 877,2 · „So lass mich scheinen“ D 877,3 · Romanze aus „Rosamunde“ D 797 „Nachtviolen“ D 572 · „Viola“ D 786 · „Erster Verlust“ D 226 · „An mein Herz“ D 860 · „An den Mond“ D 259 · „Der Zwerg“ D 771 · „Die Götter Griechenlands“ D 677 · „Das Heimweh“ D 456 „Totengräbers Heimweh“ D 842 · Ellens Gesänge: „Raste Krieger“ D 837 · „Jäger ruhe von der Jagd“ D 838 · „Ave Maria“ D 839 · „Abschied von der Erde“ D 829 Feinfühliger Schubert-Abend Eine helle, leichte Stimme, frisch, klar konturiert, schnörkellos, gerade heraus, sehr natürlich – so klingt die Sopranistin Anna Lucia Richter, die das Rheingau Musik Festival in diesem Jahr besonders in den Fokus nimmt. Und diese Aufmerksamkeit zahlt sich aus, begegnet man hierdurch doch einer charismatischen und intelligenten Künstlerin, die mit ihren Interpretationen wirklich etwas Neues erzählt. In Schuberts Musik sucht sie feinfühlig das einfache bewegende Volkslied und entlockt ihm gemeinsam mit Michael Gees vielfarbige Klangschattierungen. Ihre bezaubernden Facetten sind wie gemacht für die Lieder der Mignon und Ellen, der Fürstin des Sees.

K 58

K 59

19.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Wiesbaden, Innenhof der Hessischen Staatskanzlei

20.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Innenhof der Hessischen Staatskanzlei

Expedition Sound

BartolomeyBittmann: „Neubau“ Klemens Bittmann Violine & Mandola Matthias Bartolomey Violoncello Innovative Brückenbauer zwischen den Stilen Es ist eine musikalische Reise durch die verschiedensten klanglichen Umgebungen, die BartolomeyBittmann in ihren Konzerten unternehmen: Mit ihrem in der klassischen Musiktradition verankerten Instrumentarium – Cello, Violine und Mandola – begeben sich die beiden Individualisten auf einen Weg abseits des Herkömmlichen: Sie öffnen die Klassik und kreuzen diese mit Elementen des Rock, Jazz, Folk und der Kammermusik. Eingängig ist ihre „neugebaute“ Musik, dabei enorm spannend und vor allem mit unbändiger Spiellust und explosiver Energie präsentiert: Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann begeistern mit jener Art von Grooves, die unwillkürlich unter die Haut gehen und Bilder in den Köpfen entstehen lassen. Für alle, die den Klang eines Streichinstruments genauso zu schätzen wissen wie einen guter Popsong!

Karten zu: 35,– Euro • Bitte beachten Sie, dass Ihre Personalien vor dem Besuch des Konzerts abgefragt werden, da dies für den Eintritt in die Hessische Staatskanzlei erforderlich ist. • witterungsbedingte Verlegung in den Büchnersaal innerhalb der Staatskanzlei möglich

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro •K  onzertführer live nach dem Konzert mit Anna Lucia Richter und Michael Gees Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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K 61

19.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Josef Bulva, Klavier Bohuslav Martinu˚  Klaviersonate Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldsteinsonate“ Franz Liszt Klaviersonate h-Moll G 178  er Grandseigneur zurück auf D der Festival-Bühne

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Seine Biografie kennt Höhen und Tiefen – und gleich ein doppeltes Wunder: Denn noch unglaublicher als die Wunderkind-Laufbahn des Josef Bulva ist die Tatsache, dass der tschechische Pianist heute überhaupt konzertiert. Bulva hatte 1996 nach einem Sturz mit gravierender Handverletzung seine Pianistenkarriere bereits abgeschrieben und erfolgreich als Börsenmakler gearbeitet – bis er nach langen Jahren intensiven Übens und etlichen Operationen 2009 wieder auf die internationalen Konzertpodien zurückkehren konnte. Wer den Grandseigneur der Klaviermusik seitdem erlebt hat – etwa bei seinem denkwürdigen Debüt im Rheingau 2013 – spürt: Hier spielt einer, den nichts von seinem Weg abbringen konnte, einer, dessen Hände nach wie vor virtuose Hochleistungen vollbringen können, anscheinend ohne jegliche Anstrengung. Das Publikum muss schwitzen, nicht der Interpret, findet Bulva.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro siehe Seite 114

K 62

20.7.

21.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

Freitag, 20.00 Uhr Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

„La Tromba Italiana“ Gábor Boldoczki, Trompete Franz Liszt Kammerorchester

Next Generation

Benedetto Marcello Introduzione, Aria e Presto a-Moll · Antonio Vivaldi Konzert für Oboe und Violine Nr. 16 B-Dur RV 548 Konzert für zwei Violinen Nr. 11 d-Moll RV 565 Konzert für Violine Nr. 9 D-Dur RV 230 Ottorino Respighi Antiche danze ed arie per liuto · Gioachino Rossini Streichersonate Nr. 1 G-Dur · Giuseppe Torelli Trompetenkonzert D-Dur Italienischer Barock im Kreuzgang In der Serenissima strahlte zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Stern von Antonio Vivaldi – dem bedeutendsten Komponisten des venezianischen Hochbarock – am hellsten. Für sein Programm „La Tromba Italiana“ hat der ungarische Trompetenvirtuose Gábor Boldoczki Bearbeitungen von Solokonzerten, die Vivaldi dem über die Grenzen Venedigs hinaus bewunderten Klangkörper vom Ospedale della Pietà in die Finger geschrieben hatte, und Giuseppe Torellis Trompetenkonzert ausgewählt. Das alles sind Werke wie geschaffen für Gábor Boldoczki, der mit seiner leichtzüngigen Artikulation, seiner Beweglichkeit und lebhaften Tongebung so geschmack- und seelenvoll in die Partien schlüpft, dass der Eberbacher Kreuzgang im barocken Glanz erstrahlen wird.

Karten zu: 60,– 45,– 35,– 20,–* Euro • witterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich siehe Seite 114 Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

© Maria Froidl

© Marco Borggreve

© Angelo Antolino

K 60

Federspiel: „Spiegelungen“ Ayac Iuan Jimenez-Salvador Trompete u. a. Frédéric Alvarado-Dupuy Trompete u. a. Matthias Werner Posaune & Gesang Philip Haas Trompete, Flügelhorn u. a. Roland Eitzinger Tuba & Gesang Simon Zöchbauer Trompete, Zither u. a. Thomas Winalek Posaune, Basstrompete u. a. Frisch, frech, Blech! Alpenländische Blasmusik zeitgenössisch veredelt: Ohne Berührungsängste verbindet Federspiel heimische Volksmusik und weltmusikalische Elemente. Markenzeichen des siebenköpfigen Bläserensembles sind Eigenkompositionen, die Bezug auf die musikalischen und biographischen Wurzeln der sieben Musiker nehmen und so das Spannungsfeld aus Tradition und Moderne ausreizen. Mit seiner grenzenlosen Spiellust und den preisgekrönten Auftritten und Aufnahmen gilt das Ensemble seit nunmehr zwölf Jahren als einer der innovativsten und interessantesten Klangkörper der europäischen Blasmusikszene. In ihrem neuen Programm „Spiegelungen“ bearbeiten die Musiker Melodien ihrer Heimat, improvisieren darüber und lassen sie in ihrem ganz spezifischen Sound neu erklingen – immer mit einer Prise Humor und Selbstironie …

Karten zu: 33,– Euro • witterungsbedingte Verlegung in die Reithalle mit freier Platzwahl möglich siehe Seite 115


© Marie Staggat

K 64

22.7.

Samstag, 19.00 Uhr Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

Pippo Pollina: „Il sole che verrà“

K 63

21.7.

Freitag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Kulturzentrum Schlachthof Expedition Sound

Francesco Tristano, Klavier & Electronics David Greilsammer, Klavier & Leitung Camerata Geneva Johann Sebastian Bach Klavierkonzert f-Moll BWV 1056 Konzert für zwei Klaviere c-Moll BWV 1060 Francesco Tristano „Hello“ · „Elektron I“ · „Elektron II“ · „Eastern market“ · „Opa!“ John Adams „Shaker Loops“ Bach und elektronische Beats Die klassische Musik sei tot, behauptete er einmal in einem Interview, auf dem Podium aber beweist er überzeugend genau das Gegenteil. Francesco Tristano ist einer der eigenwilligsten Pianisten der jüngeren Generation. Barockmusik und selbst komponierte elektronische Musik vertragen sich bestens für den Luxemburger, der sich im Konzertsaal ebenso wie in Clubs zuhause fühlt. Ein Musikstück müsse Polyphonie, Rhythmus und Basso continuo haben, damit es ihn interessiert, erklärte Tristano einmal; da wird er bei Bach ebenso fündig wie in der Welt der elektronischen Beats. Dass er dabei bisweilen Irritationen bei seinem Publikum auslöst, ist ihm nur recht: „Verunsicherung ist doch ein super Gefühl. Ich persönlich möchte nicht ins Konzert, um versichert zu werden – da bleibe ich zuhause und höre mir eine Aufnahme an, die ich eh schon auswendig kenne. Die Bühne steht für Freiheit und für Überraschung.“ Freuen Sie sich auf ein Konzert zwischen Bach und elektronischen Beats!

Karten zu: 25,– Euro • ausschließlich Stehplätze

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Pippo Pollina Gesang, Gitarre & Klavier Palermo Acoustic Quintet: Roberto Petroli Saxophon, Klarinette & EWI Michele Ascolese Gitarre Filippo Pedol Bass Gianvito Di Maio Keyboard & Akkordeon Fabrizio Giambanco Perkussion Herrlich tiefgründige Lieder voller Emotionen Pippo Pollina gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen italienischen Liedermacher. Bei seinem ersten Gastspiel beim Rheingau Musik Festival entführt der Cantautore die Zuhörer auf eine mediterrane Reise voller Poesie, Melancholie und Leichtigkeit. In der Tradition großer italienischer Liedermacher wie Paolo Conte und Gianmaria Testa stehend, spürt Pippo Pollina in seinem neuen Songzyklus „Il sole che verrà“ der Hoffnung nach. „Wo die Politik und die Religion es nicht mehr schaffen, Elemente bereitzustellen für eine Plattform der Ideen und genügender Werte, sind wir Künstler gefragt, mögliche Wege aufzuzeigen.“ Wir sind gespannt, welche Wege uns der charismatische Poet mit seiner warmen, rauchigen und kraftvollen Stimme aufzeigen wird!

Karten zu: 33,– Euro • witterungsbedingte Verlegung in die Reithalle mit freier Platzwahl möglich siehe Seite 115

www.rheingau-musik-festival.de

69


© Ulrich Hartmann

© Sandra Ludewig/Sony Music

K 66

K 65

22.7.

Samstag, 19.00 Uhr Ingelheim, Weingut J. Neus

Anna Depenbusch & Band: „Das Alphabet der Anna Depenbusch“  harmante Liedermacherin C am Klavier

70

Anna Depenbusch ist eine poetische Geschichtenerzählerin und Meisterin der Brüche. Ihre Lieder handeln von den Besonderheiten des Alltags, vom Leben und der Liebe in allen Facetten. Sie formt Geschichten aus Wahrheiten, Phantasie und Ironie. Sie schlüpft in die Rolle der Verliebten, der Verletzten, der Träumerin und der Beobachterin. Mit unendlich viel Gefühl erfüllt ihre Stimme den Raum. Sie flüstert und pfeift, sie streichelt, bebt, spottet und berührt. Und manchmal, wie in der dynamischen „Haifischbarpolka“, huschen plötzlich flackernde Bilder vom Kabarett der zwanziger Jahre vorbei. Dann scheint sich das Klavier unter Anna Depenbuschs Fingern zu biegen und zu atmen wie ein Akkordeon. Unsere Besucher dürfen sich auf neue Songs und eine gehörige Portion charmante Unterhaltung freuen: direkt, intim und sehr persönlich.

Karten zu: 35,– Euro •E  inlass: 18.00 Uhr •D  as Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 115

K 67

23.7.

Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Next Generation

Junge Meisterpianisten der russischen Schule Alexandra Dovgan (* 2007) Daniil Tretiakov (* 2006) Ekaterina Guliaeva (* 2001) Timofei Vladimirov (* 2001) Die Stars von morgen Welche Künstlerpersönlichkeiten an den Konservatorien von Moskau und Sankt Petersburg ihre Reife erlangen, zeigt nunmehr seit 16 Jahren eine der erfolgreichsten Reihen des Rheingau Musik Festivals. Stupende Fingerfertigkeiten betrachten die vier jungen Pianisten, die sich beim Festival mit anspruchsvollstem Repertoire vorstellen, dabei „nur“ mehr als das solide Fundament – die individuelle Gestaltung, das eigentliche Musizieren fängt dort erst an. Den Besuchern bietet sich tatsächlich die Möglichkeit, die Stars von morgen zu erleben: Daniil Trifonov etwa gab bei den „Jungen Meisterpianisten der russischen Schule“ als 12-Jähriger sein erstes Deutschland-Konzert, heute ist er ein gefeierter Shootingstar, der in allen großen Musikmetropolen zuhause ist und regelmäßig in den Rheingau zurückkehrt.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

K 68

23.7.

Sonntag, 11.00 Uhr Kurfürstliche Burg Eltville, Kurfürstensaal

23.7.

Sonntag, 16.00 Uhr Kurfürstliche Burg Eltville, Kurfürstensaal Sitzkissenkonzert

„Peter und der Wolf“ Juri Tetzlaff Erzähler Profive Bläserquintett Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ in einer Bearbeitung für Bläserquintett Klassiker für Kinder, neu erzählt Ganze Generationen verbinden mit Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ ihre erste Begegnung mit der Welt der klassischen Musik. Das Märchen um den kleinen Peter, seinen Großvater und eine aufregende Wolfsjagd mit Hilfe eines kleinen Vögelchens stellt schließlich auf besonders anschauliche Weise klassische Musikinstrumente und charakteristische Themen vor. Juri Tetzlaff, den Jüngsten bekannt als quirliger KiKA-Moderator im Baumhaus, hat sich den Text von Prokofjew vorgeknöpft und daraus eine zeitgemäße Fassung erarbeitet. Gemeinsam mit den süddeutschen Bläsersolisten Profive erzählt er die altbekannte Geschichte neu – nicht zuletzt um „seinen Zuhörern Lust auf Musik zu machen und darauf, ein Instrument zu lernen“.

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene • für Kinder ab 4 Jahren

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Horst Helmut Schmeck

© Max Parovsky

K 69

23.7.

Sonntag, 18.30 Uhr Geisenheim-Johannisberg, Burg Schwarzenstein Konzert mit Galadiner

BartolomeyBittmann Klemens Bittmann Violine & Mandola Matthias Bartolomey Violoncello Zwei Grenzgänger laden zum Diner Es ist eine musikalische Reise durch die verschiedensten klanglichen Umgebungen, die BartolomeyBittmann in ihren Konzerten unternehmen: Mit ihrem in der klassischen Musiktradition verankerten Instrumentarium – Cello, Violine und Mandola – begeben sich die beiden Individualisten auf einen Weg abseits des Herkömmlichen: Sie öffnen die Klassik und kreuzen diese mit Elementen des Rock, Jazz, Folk und der Kammermusik. Eingängig ist ihre Musik, dabei enorm spannend und vor allem mit unbändiger Spiellust und explosiver Energie präsentiert: Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann begeistern mit jener Art von Grooves, die unwillkürlich unter die Haut gehen und Bilder in den Köpfen entstehen lassen. Für alle, die den Klang eines Streichinstruments genauso zu schätzen wissen wie ein guter Popsong!

Karten zu: 126,– Euro (Konzert: 38,– Euro, Diner: 88,– Euro) • Preis inkl. Aperitif und Menü, ohne Getränke • 18.30 Uhr: Aperitif • 19.00 Uhr: Konzert • 20.30 Uhr: Menü

K 70

K 71

25.7.

26.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

Dienstag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Mondieu Operettenassekuranz: „Sonnenbrand am Wolgastrand“ Julian Krüper als Kanzleisekretär Bartholomäus Saelhuysen Julia Klein als Fräulein Lieselotte Merzenisch Nadine Schuster als Frau Paula Buntschuh Operettenrevue der zwanziger Jahre „Operette? – aber sicher!“ ist das Firmenmotto der Mondieu Operettenassekuranz. Ihre Policen sind abendfüllende Bühnencollagen, in denen sich mitreißende Musik mit hintersinnigen Texten und doppelbödigen Conférencen zu einer Unterhaltungsform ganz eigener Art fügt. Vom Besten je ein bisschen: Musik aus dem Revuepalast, Texte wie im Schauspiel und ein bisschen Tanz aus dem Ballett. In ihrer neuesten Police „Sonnenbrand am Wolgastrand“ nehmen Sie Paula Buntschuh, Lieselotte Merzenisch und Bartholomäus Saelhuysen mit auf eine Reise um die Welt: im Schlafcoupé nach Großberlin, im Luftballon ins Ungarnland und hoch zu Ross am Wolgastrand. Vorwitzig, hintersinnig und nicht immer ganz korrekt.

Karten zu: 38,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • Der Hof ist überdacht.

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

71


© wildundleise.de

© Jim Rakete/Sony Classical

K 73

26.7.

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Internationale Bläsersolisten

K 72

26.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

Christian Gerhaher

Rheingau Musik Preis 2009

Wiesbaden, Lutherkirche

Christian Gerhaher, Bariton Gerold Huber, Klavier Robert Schumann Lieder und Gesänge op. 27 Romanzen und Balladen op. 49 Liederkreis op. 24 Drei Gesänge op. 83 Fünf Lieder und Gesänge op. 127 Sechs Gedichte und Requiem op. 90 Schumann-Ausdeutung in Perfektion 72 „Ach Clara, was das für eine Seligkeit ist für Gesang zu schreiben!“, schrieb Robert Schumann beglückt an seine Braut, als er sich 1840 – von Depression und Schaffenskrise erholt – geradezu manisch dem Gesang widmete. Bis dato hatte er fast ausschließlich für Klavier komponiert, im „Liederjahr“ jedoch entstanden 138 Werke für Gesang, etwa die Hälfte seines Liedschaffens. Wie im Rausch flogen ihm die Ideen zu. Christian Gerhaher und Gerold Huber begreifen die Tiefe und Dichte dieser Lieder wie kaum jemand. Mit viel Intellekt und Feingefühl durchdringen sie den Schumann’schen Kosmos und beginnen ihren Konzertabend mit Musik aus dem Liederjahr.

Karten zu: 65,– 50,– 30,– Euro

Magali Mosnier Flöte Ramón Ortega Quero Oboe Sebastian Manz Klarinette David Alonso Horn Marc Trenel Fagott

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“ KV 620 Arien aus „Don Giovanni“ KV 527, „Die Hochzeit des Figaro“ KV 492, „Titus“ KV 621 und „Die Zauberflöte“ KV 620 Carl Nielsen Bläserquintett op. 43 Jean Françaix Bläserquintett Nr. 1  ünf mal eins ergibt F einmaligen Bläsersound „Internationale Bläsersolisten“ als Bezeichnung für die herausragenden Bläser, die sich in diesem Konzert auf der Johannisberger Kammermusikbühne versammeln, klingt eher wie Understatement. Alle fünf zählen auf ihrem Gebiet zu den führenden Virtuosen ihrer Generation, und jeder von ihnen steht regelmäßig als Solist auf den Bühnen rund um den Globus. Aber gerade weil sie allesamt künstlerisch ihren eigenen und höchst erfolgreichen Weg gehen, ist es umso eindrucksvoller, sie zum Kammerensemble vereint zu erleben. Seit 2011 konzertiert das preisgekrönte Quintett zusammen und begeistert regelmäßig durch einen Ensembleklang, den die starken künstlerischen Charaktere seiner Mitglieder zu etwas ganz Besonderem machen.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

LOTTOFörderpreis 2009


© Harald Hoffmann/Decca

© Young Soloists GmbH

K 74

27.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang Next Generation

Virtuoser Kreuzgang LGT Young Soloists Alexander Gilman Leitung Giuseppe Tartini „Teufelstriller“-Sonate Gustav Holst St Paul’s Suite op. 29,2 Max Bruch „Kol Nidrei“ op. 47 Nikolai Rimski-Korsakow „Goldener Hahn“ Anton S. Arenski Tschaikowski-Variationen David Popper Konzert-Polonaise op. 14 Pjotr I. Tschaikowski Andante Cantabile op. 11 Felix Waxman „Carmen“-Fantasie Pablo de Sarasate „Navarra“ op. 33 Virtuose Soirée im Kreuzgang Schon die nüchternen Zahlen sind beeindruckend: Zwischen blutjungen 13 und nicht minder zarten 23 Jahren sind die Mitglieder der LGT Young Soloists und zusammengerechnet haben die 20 Streicher bereits mehr als 70 erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Was das 2013 gegründete und in flexibler Besetzung musizierende Streicherensemble aber auf die Bühne zaubert, ist mehr als bloß beeindruckend – es ist umwerfend! Jeder von ihnen ist ein herausragender Solist und lässt dennoch dem einmalig homogenen Ensembleklang stets den Vortritt. Zu ihrem Festival-Debüt haben die LTG Young Soloists ein Programm im Gepäck, das vor Virtuosität nur so sprüht.

K 75

27.7.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Janine Jansen, Violine Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi, Leitung Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338 Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“ Klassische Meisterschaft Jetzt wird’s klassisch! Nach einem grandiosen Brahms-Zyklus kehren Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr künstlerischer Leiter Paavo Järvi mit Wiener Klassik pur in den Rheingau zurück. Eine erfrischende und ewige Jugend versprühende Mozart-Sinfonie, ein Violinkonzert in klassischer Vollendung und natürlich einen gewichtigen Beethoven bringen die Nordlichter mit in den goldenen Kurhaussaal. Natürlich? Ja, natürlich! Denn Beethoven zählt nicht nur zu den Lieblingskomponisten der Kammerphilharmonie – dank Beethoven durfte das einmalige Ensemble auch mit Järvi die größten gemeinsamen Erfolge feiern: Rund um den Globus bejubelt man ihre Beethoven-Interpretationen und die dazugehörigen Einspielungen sind preisgekrönt. Wir sagen: mehr davon, bitte!

Karten zu: 85,– 70,– 55,– 40,– 25,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,–* Euro •w  itterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich siehe Seite 114 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

73


© Felix Broede

© Anna Schattenbrunner

K 78

28.7. Freitag, 20.00 Uhr

Rolf Beck

Kloster Eberbach, Basilika

Wolfgang Amadeus Mozart: Messe c-Moll

K 76

K 77

27.7.

28.7. Freitag, 20.00 Uhr

Donnerstag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie: „PARADIESSEITS“ Wiebke Eymess und Friedolin Müller Gesamtkunstwerk mit feinsinnigem Wortwitz

74

Diesseits von Eden und jenseits aller Genregrenzen haben Wiebke Eymess und Friedolin Müller ihre eigene Form des Kabaretts gefunden: federleichter Witz und unterhaltsamer Tiefsinn, absurd-komische Dialoge und verstörend-schöne bis schön-verstörende Lieder auf Saiten- und zahlreichen Schrumpfinstrumenten. Die Kunst des Duos ist jung und ungewöhnlich, dabei immer der Kabarett-Tradition verpflichtet. Sie sind durchaus politisch – aber allergisch gegen Politikernamen. Sie kehren lieber vor ihrer eigenen Tür. Vorzugsweise das hinübergewehte Laub vom Baum der Erkenntnis. Nach ihrem hochgelobten und preisgekrönten Erstling „MitternachtSpaghetti“ sucht das real-fiktive Liebespaar in „PARADIESSEITS“ das Paradies auf Erden und den Weg zurück nach Eden. Oder geht’s uns im Diesseits schon viel besser als uns klar ist? So ein großer Garten macht ja sehr viel Arbeit ...

Karten zu: 40,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • Der Hof ist überdacht.

Simona Saturová Sopran Slávka Zámecˇníková Sopran Lucia Duchonˇová Mezzosopran Eric Stoklossa Tenor Yannick Debus Bass Internationale Chorakademie Lübeck Akademie der Sinfonietta Cracovia Rolf Beck Leitung Felix Mendelssohn Bartholdy Psalm 42 op. 42 „Wie der Hirsch schreit“ Wolfgang Amadeus Mozart Messe c-Moll KV 427 „Große Messe“ Musik wird Völkerverständigung Als Mozart des 19. Jahrhunderts hat Robert Schumann seinen Freund Felix Mendelssohn bezeichnet. Wie wäre es mit dieser These: Mozart und Mendelssohn sind die Bachs ihrer Zeit. Mendelssohn setzte sich mit seinen großartigen Psalmenvertonungen ganz direkt in seine Nachfolge. Und selbst aus Mozarts beeindruckender c-Moll-Messe klingt Bach-Begeisterung. Absolute Leidenschaft für Chormusik spricht dagegen aus den intensiven Interpretationen, die Rolf Beck mit der Internationalen Chorakademie Lübeck erarbeitet. Von vier Kontinenten stammen die jungen herausragenden Choristen, deren Stimmen am Ende jeder Arbeitsphase zu einem einzigartig organischen Chorklang verschmelzen. Das schönste Nebenprodukt dieser künstlerischen Arbeit? Die Musik gewordene Völkerverständigung.

Karten zu: 65,– 55,– 40,– 30,– 15,–* Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

siehe Seite 114


© Woody T. Herner/ Woodworks

© Robbie Lawrence

K 79

28.7.

Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Artist in Residence / Schubertiade

Franz Schubert: Die letzten Klaviersonaten Igor Levit, Klavier Franz Schubert Klaviersonate A-Dur D 959 Klaviersonate B-Dur D 960  chuberts schönster S Schwanengesang Das Große und Ganze ist es, was Igor Levit mag. Wenn er sich mit etwas beschäftigt, dann umfassend. Wenn er sich auf etwas einlässt, dann ohne Kompromisse. Deshalb reizen ihn auch die Kompositionen, die einen ganzen musikalischen Kosmos umschreiben. Schuberts letzte Klaviersonaten sind solche Werke. In den letzten Monaten eines viel zu kurzen Komponistenlebens geschrieben, sind sie Resümee und Neubeginn zugleich. In diesem beeindruckenden Sonatenzyklus steckt Schuberts ganzer Gedankenreichtum. Die Sonaten sind sein musikalisches Vermächtnis und prall voll Emotionalität. Da braucht es einen Interpreten, der nicht nur eine brillante Technik, sondern sehr viel Sinn für Poesie und Erzählung besitzt. Wen? Igor Levit natürlich!

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro •K  onzertführer live nach dem Konzert mit Igor Levit • im Abo erhältlich, siehe Seite 115

K 80

29.7.

Samstag, 17.00 Uhr Kloster Eberbach, Domäne Steinberg

Steinberger Tafelrunde da Blechhauf’n · Hootin’ the Blues · The Beez · Monsieur Momo Alexander Merk Zauberkünstler Musikalische Unterhaltung und Rheingauer Kulinarik im feinsten Einklang Eine einzelne Flasche Riesling für 10.300 Euro: Mit dieser Rekordsumme sorgte vor einigen Jahren bei einer Versteigerung eine 1920er Trockenbeerenauslese vom Steinberg für Aufregung. Aber keine Frage, die Domäne Steinberg der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach steht nicht nur für hervorragende Gewächse, sondern bietet zugleich ein traumhaftes Ambiente für einen der Klassiker im Rheingauer Festivalkalender, bei dem in diesem Jahr unter anderem mit der spritzig-frechen österreichischen Brassband da Blechhauf’n ein frischer Wind weht: Eine fast 700 Meter lange Tafel schlängelt sich durch den Eberbacher Steinberg, hier wird gevespert, getrunken und natürlich gelauscht, wenn verschiedene Ensembles und Künstler Musik, Zauberei und Kleinkunst darbieten. Im Zusammenspiel von musikalischer Unterhaltung, kulinarischen Genüssen, netter Gesellschaft und Abendsonne einer der entspanntesten Termine im Festival!

Karten zu: 80,– Euro • Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass pro Person maximal 6 Karten bestellt werden können. • Preis inkl. Vesper, Wasser und eine Flasche Wein • Einlass und Beginn: 17.00 Uhr • Ende gegen 22.00 Uhr • Die Steinberger Tafelrunde findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Georg Pieron

© Robbie Lawrence

K 81

29.7.

Samstag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Artist in Residence / Schubertiade

Franz Schubert: „Die schöne Müllerin“ Simon Bode, Tenor Igor Levit, Klavier Franz Schubert „Die schöne Müllerin“ D 795 Lieder für und unter Freunde(n)

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Mit guten Freunden musiziert es sich immer noch am besten! Unter diesem Motto steht eindeutig ein besonderer Liederabend: Igor Levit und Simon Bode sind nicht nur seit ihrer Jugend beste Freunde, sondern auch ein Liedduo, das bereits zu Schülerzeiten Preise gewann und in letzter Zeit immer wieder mit außergewöhnlichen Liedprojekten auf sich aufmerksam macht. Freundschaft ist darin stets das zentrale Thema und wird es auch bei uns sein, wenn sich die Freunde Franz Schubert widmen: Freundschaften waren für Schubert das A und O seines künstlerischen Daseins. Den Künstlerfreunden stellte er auch seinen Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ zuallererst vor. Sie waren überwältigt! Wie könnte es bei diesem grandiosen Werk über allzu menschliches Liebesglück und -leid auch anders sein.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro • im Abo erhältlich, siehe Seite 115

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 82

K 83

29.7.

30.7. Sonntag, 19.00 Uhr

Samstag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Martin Zingsheim & Band: „Heute ist morgen schon retro“ Musikalische Wortakrobatik Martin Zingsheim hat die Kleinkunstszene im Sturm erobert, zahlreiche Kabarettpreise eingeheimst und den Sprung ins Radio und Fernsehen geschafft. Zum Rheingau Musik Festival kommt das 32 Jahre junge Ausnahmetalent mit seinem Programm „Heute ist morgen schon retro“: Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten hat er die Hits aus seinen ersten fünfeinhalb Jahren Tourneeleben für Band arrangiert und präsentiert sie in ganz neuem musikalischen Gewand, nebst einigen ungehörten Zingsheim-Songs. Dazwischen wie immer Martin Zingheims gewohnt virtuose kabarettistische Gedankenausflüge. Ausgerüstet mit Geige, Klavier, Klarinette und Schlagzeug springt er mit seiner Band lustvoll hin und her zwischen Tango und Rock’n’Roll, zwischen Ballade und Popsong, zwischen Hip-Hop, Weltmusik und Reggae. Ein fulminanter Abend erwartet Sie!

Karten zu: 40,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr (29.7.) bzw. 17.00 Uhr (30.7.) • Der Hof ist überdacht.


30.7.

Sonntag, 16.00 Uhr Geisenheim, Rheingauer Dom

Iveta Apkalna, Orgel Johann-Gottfried Müthel Fantasie F-Dur Johann Sebastian Bach Triosonate Nr. 3 d-Moll BWV 527 Passacaglia c-Moll BWV 582 − teris Vasks Te Deum für Orgel Pe Felix Mendelssohn Bartholdy Orgelsonate Nr. 4 B-Dur op. 65,4 Philip Glass Conclusion 3. Akt aus „Satyagraha“ Der weibliche Star der Orgelszene Bei der jungen lettischen Organistin Iveta Apkalna verbinden sich tiefe Musikalität und makellose Technik mit einem untrüglichen Gespür für die Wirkung der Musik. So hat die in Berlin lebende Ausnahmekünstlerin in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Orgel als Königin der Instrumente von ihrem angestaubten Image zu befreien. Seit ihrem Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado ist die zweifache ECHO-Klassik-Preisträgerin eine weltweit gefragte Solistin, die 2017 Titularorganistin der Elbphilharmonie Hamburg ist. Eine Künstlerin mit Ausnahmerang, wie wir finden, perfekt geeignet um den 175. Geburtstag der Stumm-Orgel im Rheingauer Dom, die größte zweimanualige Orgel des 19. Jahrhunderts, zu feiern.

Karten zu: 38,– Euro

© Cristian Fatu

© Robbie Lawrence

© Nils Vilnis

K 84

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30.7.

1.8. Dienstag, 20.00 Uhr

Artist in Residence

Next Generation

Rendezvous mit … Igor Levit

Behzod Abduraimov, Klavier

Igor Levit im Gespräch mit Katharina Eickhoff

Johann Sebastian Bach Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 Franz Liszt Sonate für Klavier h-Moll G 178 Valse Caprice Nr. 6 aus Soirées de Vienne S 427 Franz Schubert Moment musical Nr. 2 As-Dur D 780 Sergei Prokofjew Sonate Nr. 6 A-Dur op. 82

Sonntag, 19.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals

 in Blick hinter die E Musikerpersönlichkeit Igor Levit spielt Klavier seit seinem dritten Lebensjahr. Den ersten Unterricht erhält er von seiner Mutter Elena. Mit vier gibt er sein erstes Konzert. Mit sechs debütiert er mit dem Sinfonieorchester seiner Heimatstadt Gorki. Heute lebt er in Berlin und spielt in den größten Konzertsälen der Welt. Er versteht sich als Partner des Komponisten und sucht das Miteinander mit dem Publikum. Beim Rheingau Musik Festival tritt er seit 2011 regelmäßig auf. Als Artist in Residence stellt er 2017 in sechs Konzerten seine beeindruckende künstlerische Bandbreite unter Beweis. Das Gespräch mit Katharina Eickhoff verspricht ein „Rendezvous“ der besonderen Art zu werden: Igor Levit ist vom Klassik-Mainstream meilenweit entfernt, liebt die sozialen Netzwerke und scheut sich nicht, Stellung zu beziehen, sowohl in künstlerischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht.

Karten zu: 18,– Euro • freie Platzwahl

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Für Klavierfans ein Muss! „Halten Sie die Ohren nach ihm auf“, empfahl die Washington Post. Das haben wir gerne getan und waren komplett überwältigt von dem, was wir zu hören bekamen: Behzod Abduraimov ist wahrlich ein Ausnahmepianist! Mit seinen jungen 26 Jahren wirkt er so ausgereift wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation. Sein Spiel ist brillant und strahlt dennoch eine fast überlegene Ruhe aus. Alles ist wohl artikuliert, genau im richtigen Atem, mit fein ausgeloteten Farben und trotzdem so spannungsgeladen, wie man es nur sehr selten erlebt. Abduraimov versteht es, zu gestalten – und sei der musikalische Bogen auch noch so weit gefasst. So wird auch Liszts große h-Moll-Sonate zum Gravitationszentrum in einem Programm, das vor Virtuosität nur so strotzt, doch ganz ohne den oberflächlichen Effekt auskommt. Ganz Abdumairov eben!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Verena Chen

© Mila Pavan

K 88

3.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Next Generation

Quatuor Arod K 87

2.8.

Rheingau Musik Preis 2007

Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll Robin Johannsen Sopran Sophie Harmsen Alt Julian Prégardien Tenor Andreas Wolf Bass Windsbacher Knabenchor Freiburger Barockorchester Martin Lehmann Leitung Johann Sebastian Bach Messe h-Moll BWV 232 78

Opus maximum in Starbesetzung Die Krone von Bachs Gesamtwerk? Wer die h-Moll-Messe dazu kürt, liegt keinesfalls falsch. Diese erhabene Sakralkomposition übertrifft alles, was an Messvertonungen nicht allein der Bach-Zeit, sondern weit darüber hinaus bekannt ist. Bach ließ in das vielgestaltige Werk die ganze Bandbreite seiner Kunst einfließen: Von einfacher Liedhaftigkeit bis zu komplizierter Polyphonie und von großer Barockpracht bis zu inniger Empfindsamkeit bietet die Messe alles auf, was Bachs kompositorisches Schaffen auszeichnet. Ein Hochgenuss für alle Freunde überwältigenden Chorgesangs – und ein Prüfstein für jeden Chor. Bei einem der renommiertesten Knabenchöre weltweit ist die h-Moll-Messe damit bestens aufgehoben, und man darf sich auf ein barockes Meisterwerk mit jugendlicher Brise freuen.

Karten zu: 85,– 75,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Jordan Victoria Violine Alexandre Vu Violine Corentin Apparailly Viola Samy Rachid Violoncello Joseph Haydn Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 33,2 Hob. III „Der Scherz“ Béla Bartók Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 7 Sz 40 Franz Schubert Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 „Rosamunde“  ie Gewinner des ARDD Musikwettbewerbs 2016 Das Streichquartett ist die Königsdisziplin der Kammermusik – und eine auf zwischenmenschlicher Ebene hochexplosive Konstellation von vier Individuen. Das trifft auch und besonders auf die vier Musiker des Quatuor Arod zu, die ihren Namen aus der Literatur wählten: Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Die jungen Franzosen haben sich nach dem Pferd des Elben Legolas benannt – ein Symbol für den gemeinsamen abenteuerlichen Weg, der in diesem Jahr zu einem neuerlichen Gipfelpunkt führte: Beim 65. Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2016 begeisterten sie die hochkarätig besetzte Jury und die Zuschauer mit überraschend frischen, unkonventionellen, mitreißenden Interpretationen und erhielten den 1. Preis. Wir sind sehr gespannt, welche neuen Pfade sie bei ihrem Rheingauer Debüt betreten werden!

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Mali Lazell

© Frank De La Guardia Rondón

K 90

5.8.

Samstag, 19.00 Uhr Wiesbaden, Kurpark

Curtis Stigers & Band  in Sänger mit unverkennbarer E Stimme K 89

4.8. Freitag, 19.00 Uhr

Eliades Ochoa

Wiesbaden, Kurpark

Eliades Ochoa & Roberto Fonseca: „Kubanische Nacht“ Roberto Fonseca & Band Eliades Ochoa & Quarteto Patria Zwei Generationen des Buena Vista Social Club Schwarzer Hut, markantes Spiel, umwerfendes Charisma: Nicht zufällig kennt man Eliades Ochoa auch als den „kubanischen Johnny Cash“. Der Autodidakt, der schon mit elf Jahren als Straßenmusiker auftrat, entwickelte seinen ganz eigenen, unverkennbaren Stil. Neben Compay Segundo, Rubén González und Ibrahim Ferrer wurde Ochoa später zum Hauptakteur des Projekts Buena Vista Social Club. Mit seiner Band, dem Quarteto Patria, verzaubert er das Publikum weltweit mit der wunderbar zeitlosen Musik Kubas. Der kubanische Jazz-Pianist Roberto Fonseca spielte nach dem Tod von Rubén Gonzáles ebenfalls beim Buena Vista Social Club. Er beeindruckt durch seine einzigartige Klavierkunst, einer Kombination aus präziser Rhythmik und intensiver Emotion. Wir sind uns sicher: Diese beiden Vertreter der kubanischen Musik werden den Wiesbadener Kurpark zum Kochen bringen!

Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro •D  as Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 115

Curtis Stigers – Songwriter, Saxophonist, Entertainer, aber in erster Linie Sänger – ist so etwas wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies in der Musikindustrie: Er nimmt nur die Musik auf, die er selbst liebt, führt seit über 20 Jahren eine erfolgreiche Karriere und bewegt sich dabei behände zwischen den Polen Jazz und Pop, nimmt das Beste aus den Stilen, gibt seinen speziellen Charme dazu und schafft immer wieder etwas vollkommen Neues. „Als ich meine ersten Jazzplatten aufnahm und darauf auch Songs von Elvis Costello und den Kinks interpretierte, reagierten die Leute geschockt. Heute scheint das aber fast schon en vogue zu sein. Ich glaube ich war einer derer, die in dieser Hinsicht für andere Jazzsänger den Weg bereitet haben.“ Zusammen mit seiner Band wird der US-Superstar mit Juwelen wie das durch Frank Sinatra berühmt gewordene „Fly Me To The Moon“ oder George Gershwins „Love Is Here To Stay“ für das ganz große Gefühl im Wiesbadener Kurpark sorgen – veredelt von Stigers warmer, rauchiger Stimme und seinem satten Saxophonsound.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro • Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 115

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

79


5.8.

Samstag, 19.00 Uhr Hochheim, Weingut Künstler

Levin: „Heart In My Hand“ Special Guest: Katharina Busch Levin Deger vocals & guitar Katharina Busch vocals Giuliano Sulzberger guitar Steven Parry piano Thomas Hauser bass Maxime Paratte drums

5.8.

Samstag, 19.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals Fokus: Anna Lucia Richter

Rendezvous mit … Anna Lucia Richter Anna Lucia Richter im Gespräch mit Katharina Eickhoff  in Blick hinter die MusikerE persönlichkeit

Karten zu: 34,– 28,– 18,– Euro •D  er Hof ist überdacht.

Karten zu: 18,– Euro

Levin kehrt mit seiner Band drei Jahre nach dem ersten Auftritt auf dem Weingut Künstler zum Rheingau Musik Festival zurück: Mit neuen Songs im Gepäck und gespannt, wohin ihn seine Gitarre und seine Passion führen werden. In seiner Kindheit waren es die Beatles und Cat Stevens, aber auch italienische Klassiker und türkische Folklore, die seine musikalische Heimat bedeuteten. Diese Einflüsse bestimmen heute in Kombination mit seiner warmen, schnörkellosen Stimme und seiner an diesen Vorbildern wohlgeschulten Gitarrentechnik Levins Klangwelt. Als Special Guest hat er die Sängerin Katharina Busch eingeladen, mit ihrer gefühlvollen Stimme dem Konzert einen eigenen Stempel aufzudrücken. Diese Musik, Sonnenuntergang, ein Glas guter Wein – mehr braucht es nicht für einen rundum gelungenen Abend!

© thinkstock

K 94

K 93

Was Anna Lucia Richter auch singt, ob Oper, Kunstlied oder geistliche Musik – wir haben keinerlei Zweifel, dass dieser in Basel und Köln ausgebildeten Sopranistin die Zukunft gehört. Sie singt in den renommiertesten Häusern und gewann zahlreiche internationale Preise, darunter den prestigereichen Borletti-Buitoni Trust Award im Februar 2016. Als erste Sängerin überhaupt haben wir sie in diesem Jahr zur FokusKünstlerin gekürt: Mit ihren musikalischen Freunden gestaltet Anna Lucia Richter einen Bach-Abend, mit dem Pianisten Michael Gees widmet sie sich Schuberts Liedern. Außerdem singt sie die Sopran-Partie in Mendelssohns „Lobgesang“ mit dem MDR Rundfunkchor und dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin. Doch ein wahrhaft rundes Bild dieser facettenreichen Künstlerin entsteht erst im Austausch über ihre reiche Gedankenwelt und ihre musikalische Herangehensweise: Es verspricht ein spannendes Gespräch zu werden, wenn die Musikjournalistin Katharina Eickhoff auf Anna Lucia Richter trifft.

 ersierter Singer-Songwriter V aus der Schweiz

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© Matthias Baus

© Johannes Diboky

K 92

K 91

• freie Platzwahl

6.8.

Sonntag, 11.00 Uhr Kurfürstliche Burg Eltville, Kurfürstensaal

6.8.

Sonntag, 16.00 Uhr Kurfürstliche Burg Eltville, Kurfürstensaal Sitzkissenkonzert

„Ritterklang und Prinzessinnengesang“ Katharina Ritter Geschichtenerzählerin Uta Sailer Moderation Stephan Keppler Portativ, Saz, Schalmei, Sackpfeife & Gesang Ilona Hanning Blockflöten Corinna Metz Viola da gamba Johannes Berger Cembalo  in abenteuerliches E Mitmachkonzert Spinat auf dem Teller, damit das Korsett nicht zwickt. Einen Stock im Rücken, damit man gerade geht. Knickse üben und das Besteck manierlich benutzen. Prinzen- und Prinzessinnenpflicht. Von wegen! Viel lieber als nur Prinzessin sein, möchte Amalie Hofkapellmeisterin werden. Nun soll sie aber fort, um einen fremden Prinzen zu heiraten. Damit das nicht passiert und sie ihn weiter in den Schlaf singen kann, hat ihr geliebter Bruder Wiggerl einen Plan. Ob er funktioniert und warum eine klappernde Ritterrüstung und eine kleine Rennsau dabei eine Rolle spielen, verrät euch unsere Geschichtenerzählerin im Konzert. Mit dabei sind Instrumente direkt vom Königshof, außerdem Lieder und Tänze aus längst vergangener Zeit, die für alle Prinzessinnen und Ritter bestens geeignet sind.

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– für Erwachsene • für Kinder von 3 bis 10 Jahren

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Sophie Krische

Cuban-European Youth Academy

K 96

K 95

6.8.

Sonntag, 18.30 Uhr Geisenheim-Johannisberg, Burg Schwarzenstein Cuban-European Youth Academy / Konzert mit Galadiner

Caribe Nostrum Jenny Peña Campo Field Violine Javier Cantillo Laffita Violine Osvaldo Enriquez Castro Viola Roberto Mario de la Masa Violoncello Aristides Ariel Porto Garcia Klarinette Kubanische Spielfreude pur Kaum war die Cuban-European Youth Academy 2015 zu Ende, kehrte das kubanische Quintett Caribe Nostrum zum Rheingau Musik Festival zurück und bescherte uns einen mitreißenden „Konzert & Brunch“. Wir freuen uns, dass uns die fünf jungen Musiker nun wieder besuchen: 2014 gegründet, haben sie sich schnell weit über Kuba hinaus einen Namen gemacht. Alle fünf sind Mitglieder sehr guter kubanischer Orchester. Das Repertoire des Ensembles konzentriert sich auf lateinamerikanische und insbesondere kubanische Werke. Mit eigenen Arrangements, die virtuose Improvisationen mit Elementen klassischer Musik sowie mit Jazz und lateinamerikanischen Volksliedern kombinieren, begeistert Caribe Nostrum Musikliebhaber aller Genres. Tauchen Sie ein in diese ganz besondere musikalische Welt!

Karten zu: 126,– Euro (Konzert: 38,– Euro, Diner: 88,– Euro) • Preis inkl. Aperitif und Menü, ohne Getränke • 18.30 Uhr: Aperitif • 19.00 Uhr: Konzert • 20.30 Uhr: Menü

6.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Hochheim, Weingut Künstler

L’aupaire & Band L’aupaire vocals, guitar & keys Karsten Brudy guitar, trumpet & pedal steel guitar Lars Cölln bass & guitar Peppa keys & vocals Jonathan Reiter drums & percussion Poppig-bluesiges Klangfeuerwerk Vor zwei Jahren erschien plötzlich ein junger Musiker aus Gießen auf der Bildfläche und mischte mit seiner ersten EP „Rollercoaster“ die Musikszene so richtig auf! Bis Robert Laupert aka L’aupaire jedoch so richtig durchstarten konnte, hatte er seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Seine Stimme und seinen Sound hat der heute 27-Jährige erst in Budapest gefunden. Dorthin zog er sich in eine selbstgewählte schöpferische Isolation zurück – und plötzlich sprudelte er vor Kreativität. Zurück aus Budapest interessierte sich plötzlich auch der Rest der Welt für den jungen Hessen. Eine Einladung zum South by Southwest Festival in Texas war das Sprungbrett für seine Weiterreise nach Los Angeles, wo er auf Mocky traf, jenen Klangzauberer, der bereits die Musik von Peaches, Feist, Gonzales und Jamie Lidell veredelte. Gemeinsam haben sie an neuen Songs geschrieben. L’aupaires Kompositionen sind ergreifend, seine Stimme der Wahnsinn, purer Blues, bezirzende, vollmundige und poppige Melodiebögen, spannend erzählte Geschichten sein Erfolgsrezept.

Karten zu: 34,– 28,– 18,– Euro

In Kooperation mit der Akademie Balthasar Neumann unter der Leitung von Thomas Hengelbrock hat das Rheingau Musik Festival 2015 die erste transatlantische Orchesterakademie ins Leben gerufen: ein Leuchtturmprojekt für kulturelle Verständigung und Nachwuchsförderung über alle Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Auch für die zweite CubanEuropean Youth Academy übernimmt der Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft. Sie findet u. a. mit drei Konzerten beim Rheingau Musik Festival statt: mit dem kubanischen Quintett Caribe Nostrum, einem musikalisch-literarischen Abend mit Johanna Wokalek und einem Orchesterkonzert im Kurhaus Wiesbaden als krönender Abschluss.   81 Konzerte 6.8. Caribe Nostrum 8.8. Johanna Wokalek, Rezitation Caribe Nostrum 1.9.

Sophie Pacini, Klavier Cuban-European Youth Academy Duncan Ward, Leitung

• Der Hof ist überdacht.

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© Matthias Baus

K 98

6.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Rüdesheim, St. Jakobus

© Klaus Sahm

Fokus Anna Lucia Richter

K 97

6.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Wiesbaden, Kurpark

Max Giesinger & Band Max Giesinger vocals Steffen Graef guitar Klaus Sahm keys Paul Sieferle bass Lars Brand drums Nicht nur einer von „80 Millionen“

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2016 hat er die deutsche Musiklandschaft im Sturm erobert, und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Rede ist von Max Giesinger, Viertplatzierter der ersten „The Voice of Germany“-Staffel, Chart-Stürmer und Sänger des EM-Hits „80 Millionen“. Dass so ein Erfolg nicht alltäglich ist, zeigen viele Karrieren ehemaliger Castingshow-Teilnehmer – nicht so beim 28-jährigen Singer-Songwriter: Nach der großen TV-Hysterie folgte ein „Jetzt erst recht“-Gefühl. Bei seinem Debüt „Laufen lernen“ setzte Max Giesinger ganz auf die postmoderne Version des „Do it yourself“-Gedankes und finanzierte es über Crowdfunding. Mit dem aktuellen Album „Der Junge, der rennt“ ist ihm eine intime Momentaufnahme gelungen: Songs, die in ihrer Vielschichtigkeit berühren, mitreißen und zwischendurch für einen Moment nachdenklich stimmen.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro •D  as Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 115

Anna Lucia Richter & Friends: Ein Abend mit Johann Sebastian Bach Anna Lucia Richter Sopran Georg Nigl Bariton Dmitry Sinkovsky Violine Hille Perl Gambe Jeremy Joseph Cembalo Werke von Johann Sebastian Bach: aus Georg Christian Schemellis Gesangbuch, aus dem Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach sowie Ausschnitte aus Kantaten wie „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21, „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ BWV 92 und „Ich geh’ und suche mit Verlangen“ BWV 49 Bach – ganz nah und intensiv Künstlerische Vielseitigkeit ist es immer wert, genau unter die Lupe genommen zu werden. Deshalb ist es keine Frage, dass wir dieser jungen Sängerin unser besonderes Ohrenmerk widmen: Anna Lucia Richter mag es gerne, sich auszuprobieren. Das ist auch gut so, denn alles, was sie macht, besticht durch beeindruckende Intensität, Kreativität und Stilsicherheit. Für uns ist sie gemeinsam mit Freunden auf musikalischem Besuch in Leipzig und gestaltet eine andächtige Hausmusik im Wohnzimmer Johann Sebastian Bachs. Mit den innigen wie farbenfrohen Stücken aus Schemellis Gesangbuch und mit Kleinodien aus dem Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach kommen Anna Lucia Richter & Friends dem großen Barockmeister ganz nah.

Karten zu: 35,– 28,– Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


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© Ben Knabe

© Stefan Klüter

K 99

8.8.

Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Cuban-European Youth Academy

Johanna Wokalek, Rezitation Caribe Nostrum Jenny Peña Campo Field Violine Javier Cantillo Laffita Violine Osvaldo Enriquez Castro Viola Roberto Mario de la Masa Violoncello Aristides Ariel Porto Garcia Klarinette  uba – eine musikalischK literarische Spurensuche Abgenutzt und trotzdem prächtig, heruntergekommen und voller Würde, heiter und manchmal sehr melancholisch – Kuba umgibt einen Zauber, der sich kaum in Worte fassen lässt. Zusammen mit dem kubanischen Quintett Caribe Nostrum begibt sich die Schauspielerin Johanna Wokalek auf eine musikalisch-literarische Reise in dieses Land voller Widersprüche. Rare literarische Schätze lassen dabei Momente der Vergangenheit und Gegenwart Kubas aufscheinen und in Verbindung mit der Musik dieses faszinierenden Landes, die Elixier und kulturelles Gedächtnis zugleich ist, lebendig werden. Archaisch-ursprüngliche Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert treffen auf feurig-emotionale Werke der jungen Komponistin und Violinistin Jenny Peña Campo Field und verweben sich mit Gedichten und Geschichten zu einem berührenden und mitreißenden Abend.

K 100

K 101

8.8.

9.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

Dienstag, 20.00 Uhr Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

Rheingau Musik Preis 2016

Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

Walter Renneisen: „Deutschland, Deine Hessen“ Walter Renneisen Schauspiel Eine kurzweilige literarische Reise durch Hessen Der Schauspieler Walter Renneisen ist ein langjähriger Wegbegleiter des Rheingau Musik Festivals und seit letztem Jahr stolzer Rheingau Musik Preisträger. Sein Programm „Deutschland, Deine Hessen“ ist eine erlesene Collage aus literarischen Fundstücken, Mundart-Schnipseln und komischen Miniaturen, in der Renneisen einige der größten Hessen und Hessen-Liebhaber zu Wort kommen lässt: Tacitus und die Gebrüder Grimm, Goethe, Grimmelshausen und Büchner. Daneben rezitiert er Lyrik in hessischer Mundart unter anderem von Ernst Schidger, Jakob Falk und Friedrich Stolze. Diese humoristische Mischung serviert er dem – auch nicht-hessischen! – Publikum zum Genießen. Nie platt und volkstümelnd, aber stets intelligent und liebevoll berichtet Walter Renneisen von den literarischen Perlen und sprachlichen Besonderheiten eines an kulturellem Geschmeide schwerreichen Volksstammes.

Karten zu: 40,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • Der Hof ist überdacht.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

83


© Emre Mollaoglu

K 103

9.8.

10.8. Donnerstag, 20.00 Uhr

10.8. Donnerstag, 20.00 Uhr

Expedition Sound

Maurice Steger: „Souvenirs“

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Tim Fischer: „Absolut“ Tim Fischer Gesang Rainer Bielfeldt Klavier Chansonnier mit „absolutem“ Unterhaltungswert

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© Molina Visuals

© Jim Rakete

K 102

Tim Fischer verkörpert immer wieder die unterschiedlichsten Persönlichkeiten: Er ist schrille Diva und dünnhäutiger Chansonnier par excellence, der mit jedem Lied ein kleines Theaterstück inszeniert und dabei etwas von sich selbst preisgibt. Im Jahr 2013 war der extravagante Sänger das letzte Mal zu Gast beim Rheingau Musik Festival und begeisterte das Publikum mit seiner Hommage an den 2011 verstorbenen, großen Liedermacher Georg Kreisler. Mit seinem neuen Programm „Absolut“ erfindet sich Tim Fischer gemeinsam mit dem Pianisten und Komponisten Rainer Bielfeldt wieder einmal völlig neu. Da stehen zukünftige Klassiker hemmungslos neben alten und ganz alten Liedern. Vollmundig serviert er uns Gehaltvollhochgeistiges und berauscht sich und uns mit Chansons, die es absolut in sich haben, unter anderem von Edith Jeske, Pigor, Jacques Brel und Rainer Bielfeldt. Tim Fischer sind diese Lieder wie auf den Leib geschneidert – mit atemberaubender Artikulation und absoluter Präzision feuert er sie dem Publikum entgegen. Nicht verpassen!

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Kloster Eberbach, Basilika

„Carneval Oriental“ Pera Ensemble l’arte del mondo Francesca Mazzulli Lombardi Sopran Susan Zarrabi Mezzosopran Pera Ensemble l’arte del mondo Werner Ehrhardt Leitung Werke u. a. von Jean Baptiste Lully, André Campra, Claudio Monteverdi und Alessandro Scarlatti  berraschendes aus dem Ü Schmelztiegel der Kulturen Karneval hat längst nicht nur in den rheinischen Hochburgen oder in Venedig seine Tradition. Ins multikulturelle Istanbul des 16. und 17. Jahrhunderts, bekannt für seine prunkvollen Maskeraden und Feste zur Karnevalszeit, führen die Musiker des türkischen Pera Ensembles gemeinsam mit dem Orchester l’arte del mondo. Die einen stets auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen den musikalischen Welten des Okzidents und Orients – die anderen von der Tradition der Alten Musik auf historischen Instrumenten kommend. Aus der Begegnung zweier experimentierfreudiger Ensembles ergibt sich ein schwungvolles, überraschendes Programm mit französischer und italienischer Barockmusik, die sich im farbprächtigen orientalischen Gewand zeigt.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro siehe Seite 114 Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 104

Hofheim, St. Peter und Paul

Maurice Steger Blockflöte Mauro Valli Barockcello Daniele Caminiti Theorbe Naoki Kitaya Cembalo Nicola Fiorenza Sonata a-Moll Girolamo Frescobaldi Cento partite sopra passacagli Andrea Falconiero Canzoni del sei’cento Nicola Antonio Porpora Sonata F-Dur Giovanni Antonio Piani Sonata Nr. 4 D-Dur Giovanni Adolfo Hasse Cantata D-Dur Signor Gleitsmann Capriccio c-Moll Giuseppe Sammartini Sonata G-Dur op. 2  lockflöten-Virtuose mit B barocken Schätzen Der österreichische Graf Aloys von Harrach war zu Beginn des 18. Jahrhunderts Diplomat, Vizekönig von Neapel, Kunstsammler und auch Mäzen. Gerade die Musik hatte es ihm besonders angetan, denn er gab Kompositionen in Auftrag, sammelte Werke und spielte vermutlich selbst Blockflöte. Erst kürzlich wurde eine Vielzahl verschollener Manuskripte aus seiner Sammlung entdeckt. Der charismatische Blockflötenvirtuose Maurice Steger geht der Sache auf den Grund und stellt bei seiner Rückkehr zum Rheingau Musik Festival ein Konvolut von Werken vor, die Graf von Harrach auf seinen Italienreisen sammelte und als Souvenirs nach Hause brachte – unerhörte Musik aus erster Hand, affektgeladen, temperamentvoll und von berückender Schönheit.

Karten zu: 38,– 28,– Euro


© Katrin Jäger

© Nikolaj Lund

K 105

10.8. Donnerstag, 20.00 Uhr

LOTTOFörderpreis 2012, 2015, 2016

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Erinnerungen an Prades II

Marc Bouchkov, Violine Pablo Ferrández, Violoncello Christopher Park, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Violinsonate Es-Dur KV 481 Johannes Brahms Violinsonate Nr. 1 G-Dur op. 78 Ludwig van Beethoven Elf Bagatellen für Klavier op. 119 Felix Mendelssohn Bartholdy Klaviertrio d-Moll op. 49  rei LOTTO-Förderpreisträger auf D dem Kammermusikpodium Viermal geht es in der Rheingauer Jubiläumssaison nach Südfrankreich. Zumindest die Gedanken und Ohren dürfen dorthin reisen, wo Pablo Casals 1950 eines der inzwischen ältesten Kammermusikfestivals der Welt gegründet hat. Das idyllische Prades am Fuße der Pyrenäen ist für Künstler wie Publikum zum Synonym und zur Pilgerstätte für intensives kammermusikalisches Erleben geworden. Ein Vorbild auch für das Rheingau Musik Festival, das in vier Konzerten dem künstlerischen Geist von Prades huldigt. Mit Marc Bouchkov, Pablo Ferrández und Christopher Park treffen sich dazu drei LOTTO-Förderpreisträger erstmals auf dem Kammermusikpodium und interpretieren ein Programm, das genauso im Juli 1965 in Prades erklungen ist.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

K 106

K 107

10.8. Donnerstag, 20.00 Uhr

11.8. Freitag, 20.00 Uhr

Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

Miroslav Nemec: „Nemec’ Platz – bitte!“ Miroslav Nemec Gesang & Gitarre Christoph Weber Klavier Eigenvertonungen von Gedichten und Texten u. a. von Ernst Jandl, H. C. Artmann, Erich Kästner und Ödön von Horváth, musikalisch unterstützt von Georg Kreisler, Arik Brauer, Wolfgang Ambros und Rio Reiser Große Sprachkunst mit poetischer Musikalität Als Kommissar Ivo Batic im Münchner Tatort ist Miroslav Nemec längst Kult. Nun zeigt sich der sympathische Künstler von einer anderen Seite: „Den Zugang zur Sprache als Transportmittel von Gefühlen und Begebenheiten“, so sagt er, habe er über die Musik gefunden. In seinem Programm „Nemec’ Platz – bitte!“ verbindet Nemec Musik und Sprache: Nemec liest und singt – mal sich selbst an der Gitarre begleitend, mal begleitet von dem Pianisten Christoph Weber – Gedichte und Texte von Erich Kästner und Ödön von Horváth sowie der großen Wiener Lyriker Ernst Jandl und H. C. Artmann. Die Poesie von Artmanns berühmtem Gedichtband „Med ana schwoazzn Dintn“ (Mit einer schwarzen Tinte) und Jandls Sprachakrobatik gewinnen in Nemecs Eigenvertonungen eine neue Dimension, die diesen musikalisch-literarischen Abend zu einem Gesamtkunstwerk machen. Ein Abend voller Poesie und schwarzem Humor!

Karten zu: 38,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • Der Hof ist überdacht.

• im Abo erhältlich, siehe Seite 115 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

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© Decca/Simon Fowler

K 108

11.8. Freitag, 18.30 Uhr

Rheingau Musik Preis 2011

Geisenheim-Johannisberg, Burg Schwarzenstein Konzert mit Galadiner

Bidla Buh im Duo: Musik-Comedy im Frack des neuen Jahrtausends Hans Torge Bollert Gesang & gestopfte Trompete Olaf Klindtwort Gitarre & Refraingesang Musik-Comedy mit Diner

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Mit Schmelz in der Stimme, gestopfter Trompete und schmeichelnd swingender Jazzgitarre präsentieren die beiden Casanovas der norddeutschen Tiefebene, Hans Torge Bollert und Olaf Klindtwort, in ihrer Show einen wahren Augen-und Ohrenschmaus, nicht nur für die Damenwelt! Das Duo-Programm von Bidla Buh zeigt die ganze dynamische Bandbreite von fulminant-virtuoser Musik-Comedy bis hin zu ganz leisen Momenten. So fallen die beiden Vollblutmusiker in gewohnt parodistischer Art über Grammophon-Klassiker her, verwandeln so manches Pop-Œuvre in nostalgisches Liedgut und lassen bissig-hintergründige Chansons erklingen – wie immer überraschend, musikalisch virtuos, manchmal auch ein wenig skurril, aber stets mit perfekt aufeinander abgestimmter Choreographie und garniert mit dem anschließenden Diner.

Karten zu: 126,– Euro (Konzert: 38,– Euro, Diner: 88,– Euro) • Preis inkl. Aperitif und Menü, ohne Getränke • 18.30 Uhr: Aperitif • 19.00 Uhr: Konzert • 20.30 Uhr: Menü Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 109

11.8. Freitag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Barock-Fest mit Julia Lezhneva Julia Lezhneva Sopran Cappella Gabetta Andrés Gabetta Violine & Leitung Georg Friedrich Händel „Salve Regina“ HWV 241 · „Un pensiero nemico di pace“ aus „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ HWV 46a · „Brilla nell’alma“ aus „Alessandro“ HWV 21 Ouvertüre aus „Il Parnasso in festa“ HWV 73 Antonio Vivaldi „Zeffiretti, che sussurrate“ RV 749.21 · Ouvertüre aus „Bajazet“ RV 703 Nicola Antonio Porpora „In caelo stelle clare“ · Ouvertüre aus „Orfeo“ Francesco Geminiani Concerto grosso Nr. 12 in D „La Follia“ Eine der schönsten Stimmen für barocke Sternstunden Italien – das muss einen einfach inspirieren, findet Julia Lezhneva und hätte damit sicherlich auch Händel aus der Seele gesprochen. Erst 21 Jahre zählte der Barockmeister, als er sich auf eigene Faust nach Italien aufmachte. Dort erhielt er seine wohl wichtigste künstlerische Prägung. Gar nicht so viel älter ist Julia Lezhneva heute selbst und sagt, dass sie sich auch deshalb mit Händels ersten Schritten auf internationaler Bühne so gut identifizieren kann. Ein Understatement natürlich, denn von ersten Erfahrungen auf der musikalischen Weltbühne kann bei ihr längst nicht mehr die Rede sein. So jung wie sie ist, machen ihre fabelhaft natürliche Stimmführung, das klare wie warme Timbre und beeindruckend gefühlvolle Interpretationen Julia Lezhneva derzeit völlig zu Recht zu einer der gefragtesten Sopranistinnen weltweit.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 20,– 15,–* Euro siehe Seite 114


© Guido Harari

© Decca/Justin Pumfrey

K 110

11.8. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Mitsuko Uchida, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate Nr. 16 C-Dur KV 545 Robert Schumann „Kreisleriana“ op. 16 Fantasie C-Dur op. 17 Jörg Widmann Sonatina facile Grande Dame des Klaviers Als Mitsuko Uchida vor zwei Jahren im vollbesetzten Großen Haus des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden ihren Soloabend gab, hätte manch einer im Publikum gerne noch mehr von ihr gehört. Allein: Nach einer derart fulminanten Deutung der Beethoven’schen „Diabelli-Variationen“, einem der komplexesten Klavierwerke überhaupt, verbot sich jegliche Zugabe. Alle, die die fein austarierte Klavierkunst der Wahl-Londonerin mit japanischen Wurzeln und Wiener Prägung lieben, dürfen sich nun auf eine Rückkehr der Pianistin freuen. Für ihren Abend auf Schloss Johannisberg hat Mitsuko Uchida Musik zweier Komponisten ausgewählt, die ihr extrem ans Herz gewachsen sind: Mozart, Dreh- und Angelpunkt ihrer musikalischen Karriere, und Schumann, dessen Imaginationskraft die Pianistin bis heute fasziniert.

Karten zu: 60,– 45,– 35,– Euro

K 111

12.8. Samstag, 16.00 Uhr

Schloss Vollrads, Schlosshof und -garten

Schlossfest Mario Biondi & Band Mario Biondi & Band Soultyzer ALMA Chapeau D’oro Der Festival-Klassiker, diesmal mit heißem Soul made in Italy Der Herr mit der markanten Glatze heißt Mario Biondi, kommt aus dem sonnigen Sizilien – und überrascht mit einer dieser samtigen, charismatischen Soul-Stimmen, wie sie eigentlich nur jenseits des Atlantiks hervorgebracht werden. Mario Biondi ist in Italien längst ein Star, gilt in Deutschland aber immer noch als Geheimtipp. Wer den Sänger jedoch bereits erlebt hat – etwa bei seinem fulminanten Rheingau-Debüt mit der hr-Bigband vor zwei Jahren –, kann bezeugen: Mit einer ganz eigenen Mischung aus Soul, Funk und R’n’B bringt Mario Biondi sein Publikum sofort auf Temperatur! Beste Voraussetzungen also für ein sommerliches Schlossfest im traumhaften Ambiente von Schloss Vollrads, bei dem natürlich auch diesmal wieder kulinarische Genüsse, köstliche Weine und weitere musikalische Acts verschiedenster Stilrichtungen auf mehreren Bühnen aufwarten.

Karten zu: 48,– Euro • Preis ohne Speisen und Getränke • Einlass und Beginn: 16.00 Uhr • Ende gegen 22.00 Uhr • Das Schlossfest findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 114 und 115 Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Gavin Evans/DG

K 114

16.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Tanz!Musik

Ksenija Sidorova’s Tango Project K 112

K 113

12.8. Samstag, 20.00 Uhr

Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

13.8.

Rheingau Musik Preis 2011

Sonntag, 19.00 Uhr Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

Bidla Buh: „Mehr geht nicht“ Hans Torge Bollert Gesang & gestopfte Trompete Olaf Klindtwort Gitarre & Refraingesang Jan-Frederick Behrend Schlagwerk & Effekte Musik-Comedy der Spitzenklasse

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Bidla Buh – das ist Musik-Comedy im nostalgischen Gewand der 1920er und 1930er Jahre. Die drei ungleichen Brüder Hans Torge, Olaf und Jan-Frederick intonieren mit tollkühnen Stil-und Zeitsprüngen ihre ganz eigene Art von Humor: Mit roter Rose im Knopfloch und Pomade im Haar, gestopfter Trompete und raffiniertem Schlagwerk, schmeichelnder Jazzgitarre und samtweicher Stimme fallen die Hamburger Jungs über Grammophon-Klassiker her, verwandeln so manches Pop-Œuvre in nostalgisches Liedgut und lassen bissig-hintergründige Chansons erklingen. Die Show der drei Tausendsassas bewegt sich dabei stets abseits musikalischer Trampelpfade: ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus mit atemberaubender Performance, verblüffenden musikalischen Variationen und perfekt aufeinander abgestimmter Choreographie. Für ihr diesjähriges Gastspiel beim Rheingau Musik Festival haben sich Bidla Buh etwas Besonderes einfallen lassen: „Mehr geht nicht“ – wie immer mit Schmalz in der Kehle und Spott auf der Seele.

Karten zu: 40,– Euro • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr (12.8.) bzw. 17.00 Uhr (13.8.) •D  er Hof ist überdacht.

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Ksenija Sidorova Akkordeon Alexander Sitkovetsky Violine Aizhana Nurkenova Klavier Astor Piazzolla „Tanti Anni Prima“ · „Soledad“ „Riverado“ · „Angel suite“ · „Yo soy Maria“ „Romance del Diablo“ · „Escualo“ · Jacob Gade „Jalousie“ · José Lucchesi „Espuma de champagne“ · Jerzy Petersburski „Tired Sun“ · Gerardo Matos Rodríguez „Cumparsita“ · Carlos Gardel „Por una Cabeza“ · Enrique Francine „La vi llegar“ − rs Maskats „Midnight in Riga“ Artu Mariano Mores „Cafetin de Buenos Aires“ Oscar Strock „Black Eyes“ Leidenschaftlicher Tango-Abend Voller Energie und Emotion erobert Ksenija Sidorova derzeit die großen Bühnen und begeistert weltweit durch ihren wandlungsfähigen musikalischen Ausdruck: mal betörend schön, mal voll faszinierender Strahlkraft. Beim Rheingau Musik Festval konnte man sich schon 2013 kaum ihrer ungeheuren Leidenschaft entziehen, die sich so unmittelbar auf das Publikum überträgt. Ebenso dramatisch wie sie selbst ist der Tango, dem die lettische Star-Akkordeonistin nun ein ganzes Konzert widmet. Seit 2009 UNESCO-Weltkulturerbe ist der argentinische Tanz heute eine hochangesehene Stilrichtung und hat doch nie seine wilde und volkstümliche Seele verloren. Ksenija Sidorova bringt seine farbenreiche Ausdruckswelt virtuos zum Klingen.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro


© Krause & Johansen

© Bundesjugendorchester

K 116

17.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Berlin Philharmonic Stradivarius Summit K 115

16.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika Next Generation

Bundesjugendorchester Sänger der Internationalen Opernakademie Schloss Weikersheim Bundesjugendorchester Patrick Lange Leitung Engelbert Humperdinck 1. Bild aus „Hänsel und Gretel“ Modest Mussorgski „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ Elliot Goldenthal „Grand Gothic Suite“ aus „Batman“ Erzählungen in musikalischen Facetten Einfach aufregend, was das Bundesjugendorchester zum Rheingau Musik Festival mitgebracht hat! Den Anfang macht Engelbert Humperdincks spätromantisches Märchenspiel „Hänsel und Gretel“, das sich eng auf die gleichnamige Vorlage aus den berühmten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm bezieht. Abgelöst wird dieses schaurig-schöne Bild von Mussorgskis diabolisch-greller Sinfonischer Dichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“, die unter anderem von Walt Disney in seinem filmischen Meilenstein „Fantasia“ verarbeitet wurde. Das große Finale bildet Elliot Goldenthals epische „Grand Gothic Suite“ aus dem Blockbuster „Batman“, die den Dunklen Ritter nuancenreich skizziert. Eine musikalische Bilderflut, wie geschaffen für Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren. Wir freuen uns sehr auf diesen Besuch!

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro siehe Seite 114

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Wolfram Brandl Violine Christoph Streuli Violine Matthew Hunter Viola Walter Küssner Viola Knut Weber Violoncello Stephan Koncz Violoncello Johannes Brahms Streichsextett G-Dur op. 36 Pjotr Iljitsch Tschaikowski Streichsextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence“ Sechs Stradivaris auf einen Streich Die sechs Stars in diesem Ensemble sind jeweils ca. 300 Jahre alt, ein Vermögen wert – und stumm, wenn sie nicht von herausragenden Musikern zum Klingen gebracht werden. Gleich ein ganzes Streichensemble mit Instrumenten des wohl berühmtesten Geigenbauers aller Zeiten zu bestücken war die faszinierende Idee, die einige Mitglieder der Berliner Philharmoniker im Jahr 1993 realisierten, als sie den „Stradivarius Summit“ gründeten. Hier werden wahre Klangwunder in einer Formation zusammengeführt. Schließlich gelten die Instrumente, die Antonio Stradivari einst in Cremona schuf, bis heute als die besten der Welt. Einen Abend lang begeben sich die Musiker auf die Spuren des Mythos Stradivari – mit zwei Geigen, zwei Celli und zwei der insgesamt nur acht erhaltenen Bratschen aus der Werkstatt des Meisters.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

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© Giorgia Bertazzi

© Norbert Kniat/DG

K 118

18.8. Freitag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Ludwig van Beethoven: „Tripelkonzert“

K 117

17.8. Donnerstag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Tanz!Musik

Yuja Wang, Klavier Sankt Petersburger Philharmoniker Yuri Temirkanov, Leitung Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 Pjotr Iljitsch Tschaikowski „Schwanensee“-Suite op. 20a Ballettklassiker par excellence

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Kopfkino an! Ein absoluter Klassiker taucht das Kurhaus Wiesbaden in Ballettatmosphäre: „Schwanensee“ ist zum Inbegriff für klassisches Ballett geworden. Aber braucht es eigentlich mehr als Tschaikowskis berauschende Musik, um die Geschichte von der verzauberten Schwanen-Prinzessin Odette zu erzählen? Braucht es nicht, sind wir überzeugt, besonders dann nicht, wenn ein berufenes Orchester wie die Sankt Petersburger Philharmoniker Tschaikowskis Orchesterfarben auf die große Leinwand des Kopfkinos werfen. Schließlich atmet ihre Heimatstadt noch den Geist, den die legendäre Choreographie des Mariinsky-Theaters dem Werk für immer eingeprägt hat. Tschaikoswki zur Seite steht Brahms mit dem ersten Klavierkonzert, das seinen energiegeladenen Aufbruch in die Welt der Orchestermusik markiert.

Karten zu: 130,– 100,– 80,– 60,– 30,–* Euro •K  onzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Christian Tetzlaff Violine Tanja Tetzlaff Violoncello Lars Vogt Klavier & Leitung Royal Northern Sinfonia Ludwig van Beethoven „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 „Tripelkonzert“ Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92  eethovens „Tripelkonzert“ B exklusiv beim Festival Als die Festivalmacher 2015 nach dem phänomenalen Kammermusikabend auf Schloss Johannisberg mit den Geschwistern Tetzlaff und Lars Vogt zusammensaßen, schmiedete man gemeinsame Pläne und ging das Projekt „Tripelkonzert“ an. In diesem Sommer ist es nun soweit: Unserer Ansicht nach viel zu selten gespielt, geht Beethoven in seinem einzigen Konzert für drei Solo-Instrumente besondere Wege. Die drei Solisten – mit dem Tetzlaff Trio exquisit besetzt – treten im Trio, in unterschiedlichen Duetten und auch einzeln hervor. Das Ohr erfreut sich so am reizvollen Spiel mit den Klangfarben. Dass Lars Vogt „seine“ Royal Northern Sinfonia mit zum Festival bringt und zu Beethovens siebter Sinfonie von den Tasten auf das Dirigentenpodest wechselt, lässt unsere Vorfreude nur noch mehr steigen!

Karten zu: 85,– 70,– 55,– 40,– 25,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Christine Schneider

© Matthias Baus

K 120

19.8. Samstag, 19.00 Uhr

Raphaela Gromes

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Next Generation

Klassik-Marathon K 119

18.8. Freitag, 20.00 Uhr

Anna Lucia Richter

Kloster Eberbach, Basilika

Fokus: Anna Lucia Richter / 500 Jahre Reformation

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Lobgesang“ Anna Lucia Richter Sopran Nora Gubisch Mezzosopran Attilio Glaser Tenor MDR Rundfunkchor Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin Alain Altinoglu Leitung Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 „Reformationssinfonie“ Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“ Ein Lobgesang auf die große romantische Sinfonie Nicht allein für das Rheingau Musik Festival ist 2017 ein Jubeljahr: 500 Jahre Reformation feiert die evangelische Christenheit. Wir gratulieren mit einem besonderen Programm zu diesem Gedenken an einen der epochalsten Aufbrüche des Abendlandes: Mit zwei Sinfonien bringt Mendelssohn erhabene Andacht in den Konzertsaal. Den Lutherischen Choral „Ein feste Burg“ band der tiefgläubige Protestant Mendelssohn in seine fünfte Sinfonie ein und schuf ein Werk, das den Reformationsgedanken mit romantischer Inbrunst feiert. Ein musikalisches Experiment wagt Mendelssohn in seiner zweiten Sinfonie: Sie ist Lobpreis Gottes, der beeindruckenden Chorkunst und der großen romantischen Sinfonie in einem!

Aidan Mikdad Klavier Anne Luisa Kramb Violine Julius Asal Klavier Raphaela Gromes Violoncello Julian Riem Klavier Arcon Trio Salaputia Brass Quintett Karmen Mikovic Moderation Für Entdecker junger Meister Eine der schönsten RMF-Tugenden? Dem herausragenden künstlerischen Nachwuchs eine Bühne zu geben! Aller Anfang ist schwer, das weiß auch das Rheingau Musik Festival und hat es sich deshalb zum Anliegen gemacht, Talente zu entdecken, zu fördern und ihre ersten Schritte auf der großen Konzertbühne zu begleiten. Denn welch schöne Bestätigung ist es doch zu beobachten, wie so manchem Künstler die Rheingauer Bühne zum Sprungbrett in die ganz große Karriere wurde. „Klassik-Marathon“ heißt das beliebte Format. Darin stellen wir dem Publikum eine ganze Reihe und ganz unterschiedliche Nachwuchskünstler vor, denen man mit Sicherheit nicht zum letzten Mal begegnen wird. Ein Kammermusikabend, der mit Überraschungen nicht geizt!

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Karten zu: 100,– 75,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Alexandre Isard

K 122

20.8.

Sonntag, 11.00 Uhr Kurfürstliche Burg Eltville, Kurfürstensaal Sitzkissenkonzert / Tanz!Musik

„Hexentanz und Zaubermusik“ K 121

19.8. Samstag, 19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Expedition Sound

Chilly Gonzales & Kaiser Quartett Chilly Gonzales Klavier Kaiser Quartett Das Enfant terrible auf Kammermusikpfaden

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Chilly Gonzales – kanadischer Pianist, Grammy-Gewinner, Guinness-Weltrekordhalter, Morgenmantelund Pantoffelträger mit einer ausgeprägten Schwäche für Pop-Musik. Bei seinem Debüt beim Rheingau Musik Festival taucht er mit dem Hamburger Kaiser Quartett tief in den Kosmos der romantischen Kammermusik des 19. Jahrhunderts ein und transportiert sie mit seiner ganz eigenen Mischung aus Klassik, Jazz und Pop in das 21. Jahrhundert. Dabei überträgt er Ideen und Spielweisen aus unterschiedlichsten Genres auf die Klassik. Oberstes Gebot bleibt immer das Credo, bei jedem Stück eine ganz eigene musikalische Welt einzufangen, die den Zuhörer unmittelbar fesselt. Wir finden: ein ebenso genialer wie moderner Zugang zur Kammermusik, wie geschaffen für einen Mann unserer Zeit!

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Annette Bialonski Gesang Natalia Gamper Klavier Marianne Valérie Partale Tanz Claudia Runde Konzept, Flöte, Moderation & Leitung  agische Arien und M beschwörender Hexentanz „Du musst verstehn: aus 1 mach 10, und 2 lass geh’n! Aus 5 und 6, so sagt die Hex, mach 7 und 8, so ist’s vollbracht.“ Eigentlich kennt Hexe Deborah Hippenstiel das Hexeneinmaleins in- und auswendig. Aber irgendwie klappt die Zauberei heute nicht wie gewohnt: Das Hexenhaus tanzt bei Mussorgskis Klaviermusik wie die „Hütte der Baba Yaga“ über die Bühne. Die schwarze Katze Hermelinda jagt Edvard Griegs Töne statt der Mäuse. Und dann beginnt sie auch noch eine missgelaunte Maunz-Arie alla Rossini anzustimmen, in die Hexe Hippenstiel klagend einfällt. Trotz beschwörendem Gesang aus Dvorˇ áks „Rusalka“ und zauberhafter Unterstützung kleiner und großer Hexenkünstler im Publikum kann Deborah das Hexeneinmaleins nicht lösen. Ob es am Sprung im Hexenkessel liegt?

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene • für Kinder ab 3 Jahren

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Giorgia Bertazzi

© Ansgar Klostermann

K 123

20.8.

Sonntag, 17.00 Uhr Lorch, St. Martin 500 Jahre Reformation

Bach-Trompetenensemble München Edgar Krapp, Orgel Arnold Mehl, Leitung Werke u. a. von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Felix Mendelssohn Bartholdy Bach-Trompeten-Gala zum Jubiläum Nein, die Adventszeit ist noch nicht angebrochen, und doch statten uns der Organist Edgar Krapp und das traditionell zur Festlichen Bach-Trompeten-Gala geladene Bach-Trompetenensemble München zur Festival-Hochsaison einen Besuch ab. Der Grund ist einfach: Zu unserem Jubiläum, zum Luther-Jahr und dem 250. Todestag von Georg Philipp Telemann haben sich die Kirchenmusikspezialisten zusammengetan, um sowohl die große Kunst des Orgelspiels als auch die beiden Jubiläen näher zu beleuchten. Die Pfarrkirche St. Martin in Lorch bietet den feierlichen Rahmen für einen stimmungsvollen Konzertabend. Es werden Werke vom Barock über die Romantik bis ins 21. Jahrhundert präsentiert, von Michel-Richard Delalande, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann über Felix Mendelssohn Bartholdy und Léon Boëllmann bis zu Zsolt Gárdonyi, Franz Lehrndorfer und Wilfried Hiller.

Karten zu: 38,– Euro

K 124

20.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Erinnerungen an Prades III

Christian Tetzlaff, Violine Tanja Tetzlaff, Violoncello Lars Vogt, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Violinsonate B-Dur KV 378 Ludwig van Beethoven Violinsonate A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ Joseph Haydn Klaviersonate C-Dur Hob. XVI:50 Johannes Brahms Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8 Kammermusik höchster Güte Das Festival von Pablo Casals in Prades in den französischen Pyrenäen war für Michael Herrmann Ideengeber: Dort entwickelte er in den sechziger Jahren die Vision eines Festivals im Rheingau. Ein weiteres Mal bietet sich in dieser Saison die Gelegenheit, mit dem Intendanten in Erinnerungen an Prades zu schwelgen und ein Programm zu erleben, das dort mit Igor Oistrach, Pablo Casals und Mieczysław Horszowski genauso im August 1964 zu hören war. In deren Fußstapfen treten drei treue Begleiter des Rheingau Musik Festivals: Christian und Tanja Tetzlaff mit ihrem langjährigen Triopartner Lars Vogt. Diese drei Ausnahmemusiker widmen sich vier Werken, die zu den klangschönsten ihrer Gattung zählen und den Bogen vom Alterswerk eines Haydns bis zum verdichteten, revidierten Frühwerk eines Brahms spannen.

Karten zu: 60,– 45,– 35,– Euro • Konzertführer live nach dem Konzert mit Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt • im Abo erhältlich, siehe Seite 115

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Markus Neumeyer

© Peter Adamik

K 126

22.8.

Rheingau Musik Preis 2002

Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Michael Quast: „Im Weißen Rössl à trois“ Michael Quast und Sabine Fischmann Markus Neumeyer Klavier

K 125

20.8. Sonntag, 19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Kristjan Järvi’s Sound Experience / Next Generation / Tanz!Musik

Alexander Malofeev, Klavier Baltic Sea Philharmonic Kristjan Järvi, Leitung Sergei Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 Igor Strawinski „Der Feuervogel“ Orchesterdebüt voller Intensität

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Eine einmalige Orchesterinitiative hat Nachwuchs bekommen! Es ist schon etwas Besonderes, wenn heutzutage keine Orchester eingespart, sondern neu gegründet werden. Kristjan Järvi, Dirigent und Tausendsassa, hat in den vergangenen zehn Jahren gleich zwei aufregende Klangkörper ins Leben gerufen: das Baltic Sea Youth Philharmonic und erst im vergangenen Jahr dessen großen Bruder, das Baltic Sea Philharmonic. Entstanden ist ein hoch professionell agierendes Ensemble, das sich den erfrischenden Geist des Jugendorchesters bewahrt hat. Im Rheingau stellt sich das Baltic Sea Philharmonic mit einem virtuosen Feuerwerk und einmaligen Experiment vor: Strawinskis „Feuervogel“ spielt es auswendig. Ein intensiveres Zusammenspiel im großen Rund des Sinfonieorchesters ist kaum vorstellbar!

Karten zu: 65,– 55,– 50,– 35,– 20,–* Euro •K  onzertführer live um 18.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Nach Ralph Benatzkys „Im weißen Rössl“ und dem Libretto von Ralph Benatzky, Hans Müller-Einigen und Erik Charell sowie den Liedtexten von Robert Gilbert  enatzkys Klassiker in charmant B reduzierter Fassung Sabine Fischmann und Michael Quast nehmen sich gemeinsam mit ihrem Pianisten Opern- und Operettenstoffe auf ihre ganz spezielle Art vor: Basierend auf gründlicher Werkanalyse und lustvoller Musikalität greifen sie zum Vergnügen des Publikums mitunter zu drastischen Mitteln und karikieren das Personal bis zur Kenntlichkeit … Mit ihren ganz persönlichen Fassungen „à trois“ von Mozarts „Don Giovanni“, Strauss’ „Fledermaus“ und Bizets „Carmen“ haben sie beim Rheingau Musik Festival in den vergangenen Jahren bereits ein großes Fanpublikum aufgebaut. In bewährter Art begeben sich Michael Quast und Sabine Fischmann nun auf die Reise an den Wolfgangsee und nehmen uns mit ins „Weiße Rössl“, frei nach Ralph Benatzky. In rasantem Tempo schlüpfen sie in sämtliche Rollen des Stücks: in die Rösslwirtin Josepha, den Zahlkellner Leopold, den schönen Sigismund, das lispelnde Klärchen und den ehrwürdigen Kaiser.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Jörg Steinmetz

© Jörg Steinmetz

K 127

22.8.

Dienstag, 20.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals Fokus Jazz

Rendezvous mit … Michael Wollny Michael Wollny im Gespräch mit Katharina Eickhoff  in Blick hinter die E Musikerpersönlichkeit

K 128

23.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

Michael Wollny und Vincent Peirani

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Fokus Jazz

Michael Wollny – eine der angesagtesten JazzMusiker-Persönlichkeiten Deutschlands, ein Querdenker und Sympathieträger: „Jazz ist der Begriff, der so wahnsinnig viel meint heute. Immer wieder gibt es Versuche, diesen Begriff abzulegen oder ihn auf etwas Historisches oder eine Stilistik zu münzen. Für mich ist es aber immer eine Haltung.“ Im Gespräch mit dem diesjährigen „Fokus Jazz“-Künstler wird die Musikjournalistin Katharina Eickhoff den ein oder anderen Blick auf die Person an den schwarzen und weißen Tasten werfen, auf sein turbulentes Leben, seine Projekte unterschiedlichster Couleur, auf die Sonnen-, aber auch Schattenseiten des Musikerdaseins blicken sowie der Frage nachspüren, woher er seine Kreativität schöpft. Lassen Sie sich auf ein „Rendezvous“ der besonderes Art ein: intim, kritisch, aber stets pointiert und mit Substanz – ein außergewöhnlicher Blickwinkel auf Michael Wollny.

Karten zu: 18,– Euro • freie Platzwahl

Michael Wollny & Friends Andreas Schaerer vocals Émile Parisien saxophone Vincent Peirani accordion Michael Wollny piano Ein Abend voller kreativer Ausnahmekünstler quer durch alle Stile Mit dem einmaligen Projekt „Michael Wollny & Friends“ versammelt unser diesjähriger „Fokus Jazz“Künstler nicht nur langjährige Freunde und Weggefährten um sich, sondern auch die unbändige künstlerische Kreativität dieser hochveranlagten Musiker. Da wären zum einen der Akkordeonist Vincent Peirani und der Saxophonist Émile Parisien, die zu den französischen Jazz-Shooting-Stars der vergangenen Jahre zählen. Zusammen teilen sie die Leidenschaft für mitreißende Klangkaskaden, ihr offenes Ohr für spannende Motive quer durch alle Stilrichtungen und ihre unbändige Lust am Improvisieren. In ihren Konzerten sorgen sie regelmäßig für Furore. Vervollständigt wird das Quartett vom Schweizer Michael Schaerer, einem der aktuell wandelbarsten, virtuosesten und ausdrucksstärksten Sänger des europäischen Jazz. Er ist ein Stimm-Jongleur, der sein Organ in den verschiedensten Lagen und vom klassischen Lied- bis zum Crooner- oder Scat-Gesang erklingen lassen sowie alle nur denkbaren Geräusche erzeugen und Instrumente imitieren kann. Zusammen wird das Quartett in unterschiedlichste musikalische Welten eintauchen und improvisierend nach neuen Klängen forschen – ein Traum, wie wir finden!

Karten zu: 48,– 42,– 32,– 25,– 20,–* Euro

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Andreas Müller

© Felix Broede/Sony Classical

K 129

23.8.

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Next Generation

Lucas Debargue, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate Nr. 9 a-Moll KV 310 Franz Schubert Klaviersonate a-Moll D 784 Karol Szymanowski Klaviersonate Nr. 2 A-Dur op. 21  enkrechtstarter auf dem Weg S in den Klavierolymp

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Wunderkind? Das zu sein, weist Lucas Debargue weit von sich. Dennoch hat seine Karriere zweifellos etwas Wundersames. Als er 2015 beim berühmten Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau zum Star wurde, wusste er selbst erst wenige Jahre, dass das Klavier seine Profession sein sollte. Der Erfolg bescherte ihm nicht nur höchstes Lob aus Künstler- und Kritikerkreisen, sondern auch einen Plattenvertrag bei Sony Classical. Seitdem reißt sich die Konzertwelt um den jungen Senkrechtstarter, der seine klare und bezwingende Musiksprache eben nicht nur aus stundenlangem Üben zieht, sondern aus einer umfassenden Beschäftigung mit der Welt. Ob er immer beim Klavier bleibe, wisse er noch gar nicht, sagt Debargue. Aber im Moment sei es sein Ziel, immer noch etwas besser zu spielen. Doch der Einwand ist berechtigt: Besser geht gar nicht!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

K 130

24.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 und „Te Deum“ Chorgemeinschaft Neubeuern Orchester der KlangVerwaltung München Enoch zu Guttenberg Leitung Anton Bruckner „Ave Maria“ Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 „Te Deum“ C-Dur WAB 45 Bruckner pur Zeit für einen Blick zurück und ganz viele Blicke nach vorne ist es nach 30 Jahren Rheingau Musik Festival – und war es auch, als Anton Bruckner seine 9. Sinfonie in Angriff nahm. In dem überwältigenden, doch Fragment gebliebenen Werk resümiert er nicht nur sein gesamtes Sinfonie-Schaffen, sondern wagt auch einen ganz persönlichen Blick auf das Kommende – das Leben nach dem Tod. Der tief gläubige Christ Bruckner hat seinem Meisterwerk das Vertrauen auf Gott einkomponiert und die Sinfonie zu einem berührenden Testament gemacht. Enoch zu Guttenberg und seine Ensembles erfüllen Bruckner einen Wunsch und nehmen neben der neunten Sinfonie auch sein „Te Deum“ ins Programm. Keines seiner Werke mochte er selbst so sehr wie dieses großartige Chorwerk, das so einmalig zwischen Monumentalität und Innigkeit changiert.

Karten zu: 100,– 80,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Robbie Lawrence

© Harper Smith/DG

K 132

24.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Artist in Residence / Erinnerungen an Prades IV

Veronika Eberle, Violine Isang Enders, Violoncello Igor Levit, Klavier

K 131

24.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Expedition Sound

„Oriental Spirit“ Anoushka Shankar, Sitar Zürcher Kammerorchester Anoushka Shankar Sitar Manu Delago Hang Zürcher Kammerorchester Willi Zimmermann Konzertmeister Werke von Anoushka Shankar, arrangiert für Sitar und Streichorchester von Jules Buckey: „Land Of Gold“, „Traveller“, „Dissolving Boundaries“, „Say Your Prayers“, „Metamorphosis“, „Buleria con ricardo“ und weitere Werke für Streichorchester und Perkussion Orientalischer Geist umweht das Kurhaus Die Sitar-Virtuosin Anoushka Shankar versetzt ihre Zuhörer klanglich in eine andere Welt und verströmt mit betörender Vielfarbigkeit das exotische Flair indischer Musiktraditionen. Ihre Musik klingt märchenhaft und wunderbar sinnlich. Kein Wunder, ist sie doch von ihrem berühmten Vater, dem Sitar-Guru Ravi Shankar, Halbschwester Norah Jones und zahlreichen Mosaiksteinchen, die sie auf ihrem künstlerischen Werdegang gesammelt hat, inspiriert. Mit dem Zürcher Kammerorchester begibt sich Anoushka Shankar als musikalische Pionierin auf eine klangvolle Reise ohne Grenzen und verwebt dabei auf kunstvolle wie selbstverständliche Weise Elemente von Klassik, Jazz- und Popmusik mit klassischen indischen Stilen.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 20,–* Euro

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

Ludwig van Beethoven Violinsonate Nr. 10 G-Dur op. 96 Klaviersonate Nr. 13 Es-Dur op. 27,1 „Sonata quasi una fantasia“ Klaviersonate Nr. 14 cis-Moll op. 27,2 „Mondscheinsonate“ Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 1,3 Beethoven hoch vier Am Fuße der Pyrenäen liegt der südfranzösische Ort Prades und hat in der Musikwelt einen ganz besonderen Klang: 1950 gründete hier Pablo Casals ein Festival, das bis heute zu den bedeutendsten Kammermusikfestivals der Welt gehört. Die Art, wie sich in Prades Kammermusik erleben lässt, ist einmalig und beispielhaft auch für das Rheingau Musik Festival. In vier Johannisberger Konzerten erklingen deshalb Programme in ihrer originalen Prades-Gestalt, wie noch Pablo Casals sie mitgeplant und interpretiert hat. Zu einem dieser Programme trifft sich unser Artist in Residence Igor Levit mit zwei Freunden und eng vertrauten Musizierpartnern im Rheingau. Beethoven steht dabei im Mittelpunkt und darf in einem vielgestaltigen Programm seine ganze großartige Kammermusik-Meisterschaft beweisen.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro • im Abo erhältlich, siehe Seite 115 www.rheingau-musik-festival.de

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© Gregor Hohenberg/Sony Classical

© Robbie Lawrence

K 134

25.8.

Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Tanz!Musik

Noche española Xavier de Maistre Harfe Lucero Tena Kastagnetten

K 133

25.8. Freitag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Artist in Residence

Igor Levit, Klavier Tonhalle-Orchester Zürich Lionel Bringuier, Leitung Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Edvard Grieg „Peer Gynt“-Suite Nr. 1 Edward Elgar „Enigma-Variationen“ op. 36 Beethoven in vollendeter Meisterschaft 98

Beethoven, das gibt Igor Levit gerne zu, sei der Dreh- und Angelpunkt seiner Arbeit. Nirgendwo empfinde er das künstlerische Abenteuer, die Erkundung eines Werkes und auch das Ringen um ein Ergebnis so unendlich inspirierend wie bei diesem Komponisten. Keine Frage, dass unser Artist in Residence 2017 seine Rheingauer Konzertserie mit Beethoven bekrönen soll. Dessen fünftes Klavierkonzert interpretiert Levit gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und findet in dem Klangkörper enge Verbündete in der Erforschung von Beethovens gedanklicher und emotionaler Tiefe. Levit ist überzeugt, dass kaum ein Komponist der Welt so viel Neues zu sagen hatte wie Beethoven. Und wir sind glücklich darüber, dass ausgerechnet Levit sich bei uns zu seinem Sprachrohr macht!

Karten zu: 85,– 70,– 55,– 40,– 25,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Manuel de Falla Spanischer Tanz Nr. 1 Isaac Albéniz Aus Española Nr. 1 op. 47 Barcarolle Mallorca op. 202 · Antonio Soler Sonate für Harfe · Mateo Pérez de Albéniz Sonate D-Dur op. 13 · Jesús Guridi „Viejo Zortzico“ · Ernesto Lecuona Malagueña Enrique Granados Valses poéticos H 147 DLR 7:8 · Aus Danzas españolas · Francisco Tárrega „Recuerdos de la Alhambra“  tar an der Harfe trifft auf S Kastagnetten-Virtuosin Dass die Harfe es verdient, mit weitaus interessanteren Aufgaben betraut zu werden, als lediglich plätschernde Glissandi und sanft perlende Läufe in den Orchesterklang zu mischen, zeigt seit einigen Jahren äußerst erfolgreich Xavier de Maistre an seinem Instrument. Der Franzose hat die Harfe von ihren Klischees befreit und die Grenzen des auf ihr Möglichen neu definiert – mit spannenden Bearbeitungen, bei denen durchaus einmal kräftigere Töne angeschlagen werden. Das gilt auch für die spanische Nacht, die der mit zahlreichen Preisen bedachte Harfenist auf Schloss Johannisberg gestaltet: In Werken von Soler, Granados, de Falla und anderen darf die Harfe Feuer entfachen und Temperament zeigen – zumal, wenn die mexikanisch-spanische Kastagnetten-Virtuosin Lucero Tena rasante Rhythmen beisteuert.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70


© Tim Klöcker

© James McMillan/Decca

K 136

26.8.

Samstag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Expedition Sound / Next Generation

vision string quartet K 135

25.8.

Rheingau Musik Preis 2015

Freitag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Andreas Scholl, Countertenor Accademia Bizantina Alessandro Tampieri, Leitung Antonio Vivaldi Stabat Mater RV 621 und Marien-Kantaten aus dem 17. Jahrhundert von Nicola Porpora, Leonardo Vinci und Pasquale Anfossi Heimspiel für den gefeierten Countertenor Auf seinen Touren durch den Rheingau hat ihn das Publikum in den vergangenen drei Jahren mit großem Interesse begleitet, schließlich waren es stets ganz besondere Gelegenheiten, einen Star der Klassikwelt aus nächster Nähe, in engem Bezug zu seiner Heimat zu erleben. Auch zu seiner Verbindung zu Kloster Eberbach hätte der sympathische Countertenor einiges zu erzählen – angefangen bei seiner Statistenrolle bei den Dreharbeiten zu „Der Name der Rose“ vor 30 Jahren. Bei der kommenden Begegnung mit Andreas Scholl in der klangprächtigen Basilika des Klosters aber geht es allein um die Musik: Antonio Vivaldis betörend-schlichtes Stabat Mater trifft auf seltene, teilweise unveröffentlichte Marien-Kantaten des 17. Jahrhunderts. Andreas Scholl zur Seite steht die Accademia Bizantina – ausgewiesene Spezialisten für das barocke Repertoire.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 20,– 15,–* Euro siehe Seite 114

Jakob Encke Violine Daniel Stoll Violine Sander Stuart Viola Leonard Disselhorst Violoncello Samuel Barber Adagio aus dem Streichquartett Nr. 1 B-Dur op. 1 Claude Debussy Streichquartett g-Moll op. 10 und Jazz- / Poparrangements sowie Eigenkompositionen  reisgekröntes Streichquartett P auf neuen Pfaden Samuel Barbers Adagio wurde als Konzertstück für Streichorchester und insbesondere als Filmmusik zum Welterfolg. In seiner Urfassung für Streichquartett aus Opus 11 nimmt der rührselige Charakter umso mehr für sich ein. Dagegen wirkt Debussys Musik wie ein Farbenrausch – und dann folgen die wahnsinnig guten Arrangements und Eigenkompositionen des jungen vision string quartets quer durch alle Stile. Dieses Quartett steht für einen ganz eigenen Zugang zur Musikgeschichte, den die vier jungen Musiker aus Berlin auf höchstem Niveau pflegen. Mit ihrer einzigartigen Wandlungsfähigkeit stellen sie zurzeit die klassische Konzertwelt komplett auf den Kopf und wurden kürzlich mit dem 1. Preis beim Concours de Genève ausgezeichnet.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro • Konzertführer live nach dem Konzert mit dem vision string quartet Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

99


© Robbie Lawrence

© Harald Hoffmann/DG

K 138

26.8.

Samstag, 21.00 Uhr Wiesbaden, Casino-Gesellschaft Artist in Residence / Expedition Sound

Late Night mit Igor Levit & Frederic Rzewski Igor Levit & Frederic Rzewski Klavier K 137

26.8.

Samstag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Thomas Quasthoff: „My Favourite Things“ Thomas Quasthoff vocals Frank Chastenier piano Dieter Ilg bass Wolfgang Haffner drums „Can’t We Be Friends“, „For Once In My Life“, „Witchcraft“, „We’ll Be Together Again“ u. a. Thomas Quasthoff singt seine Jazz-Favoriten Wenn Musiker aus ihrem gewohnten Genre ausbrechen und Neuland betreten, ist dies nicht selten ein

100 Wagnis. Bei Thomas Quasthoff – mehrfacher Grammy- und Echo-Preisträger und einer der weltweit

profiliertesten Klassikinterpreten – kann man jedoch sicher sein, dass er genau weiß, was er tut. Der Bass-Bariton erweitert sein musikalisches Spektrum und präsentiert Lieblingslieder von Jazz-Legenden, Pop-Stars und Blues-Helden. Gerade in der Musik von Stevie Wonder, Percy Mayfield, Bill Withers oder eines Duke Ellington kann sich seine einzigartige Stimme auf völlig andere Art entfalten, fast austoben. Nicht nur, dass die nicht-klassische Phrasierung seine Stimme geschmeidig macht. Vor allem kann er ihr ein raues, rauchiges Timbre mitgeben, so richtig schön brummen und knurren, perfekt passend zur Sinnlichkeit dieser Musik. Mit Frank Chastenier, Dieter Ilg und Wolfgang Haffner hat Thomas Quasthoff nicht nur außerordentliche Musikerkollegen dabei, sondern auch gute Freunde.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Frederic Rzewski „Dreams“ I und II Ein Dreamteam – aber nichts für Träumer! Noch ganz am Anfang seiner Karriere war Igor Levit, als sein Künstlerdasein wie von einem Erdbeben durchgeschüttelt wurde: Frederic Rzewski sollte das personifizierte Beben sein, dessen Kunst den jungen Interpreten wachrüttelte. Mit Rzewskis Werken beschäftigt sich Levit seither intensiv und er sagt, das sei „mit das Prägendste für mich, was es überhaupt gibt“. Rzewski ist ein Enfant terrible der zeitgenössischen Musik: Um Strömungen und Moden kümmert er sich herzlich wenig. Seine Musik ist so aktuell wie zeitlos – und immer aufregend. Zum Zyklus „Dreams“ ließ sich Rzewski vom Film inspirieren. Den zweiten Teil widmete er Igor Levit, der in einem eindringlichen Konzert den Gesamtzyklus nun gemeinsam mit seinem Freund und geistigen Mentor aufführen wird.

Karten zu: 28,– Euro • im Abo erhältlich, siehe Seite 115


© Charlotte Abramow/DG

© Joao Carlos Medau

K 139

27.8.

Sonntag, 16.00 Uhr Ingelheim, Kultur- und Veranstaltungshalle kING Familienkonzert

„Harry Potter“ Ben Moderation Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Olivier Tardy Leitung  usikalischer Zauber für M die ganze Familie Wer kennt sie nicht, die schaurig schönen Geschichten rund um Harry Potter und seine Freunde Hermine Granger und Ron Weasley: Joanne K. Rowlings Romane haben weltweit Rekorde gebrochen, wurden in 79 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet und haben im Kino große und kleine Fans auf der ganzen Welt begeistert. Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt nimmt uns mit nach Hogwarts und begleitet den berühmtesten Zauberschüler der Welt auf seinen Abenteuern: Das Orchester taucht in die magische Welt ein und präsentiert die schönsten Melodien aus der Verfilmung der „Harry Potter“Bücher. Dazu schwingt KiKA-Moderator Ben den Zauberstab. Ein Konzert voller Zauber – familiengerecht aufbereitet und mit hohem Wiedererkennungswert!

Karten zu: 15,– 12,– 9,– Euro für Kinder 30,– 24,– 18,– Euro für Erwachsene

K 140

27.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Tanz!Musik / Next Generation

Nemanja Radulovic´, Violine No Borders Orchestra Diego Matheuz, Leitung Pjotr Iljitsch Tschaikowski Violinkonzert D-Dur op. 35 Antonín Dvorˇ ák „Slawische Tänze“ Nr. 2, 4, 6 und 8 Zoltán Kodály „Tänze aus Galanta“ Aleksandra Vrebalov „Pannonia Boundless“ Mit Tanz!Musik gegen die Sorgen von heute Da hat sich beim Rheingau Musik Festival eine hochinteressante Paarung gefunden: Mit seinen üppig wallenden Locken und dem extrovertiertem Stil wirkt Nemanja Radulovi´c wie ein Rockstar. Seine Maxime ist seit jeher so einfach wie klar: „Ich spiele gern für jedes Publikum und versuche nicht, Geschichtsunterricht zu erteilen oder zu zeigen, wie man Geige spielt. Stattdessen möchte ich nur, dass die Zuhörer wahre Emotionen empfinden durch die Musik, die ich spiele.“ Zusammen mit dem No Borders Orchestra taucht Radulovi´c tief in Tschaikowskis mal energiegeladenes, mal lyrisch-schwermütiges Violinkonzert ein. Davor macht sich das Orchester, das sich aus Musikern des ehemaligen Jugoslawien zusammensetzt und sich zum Ziel gesetzt hat, durch künstlerische Klasse sozial-gesellschaftliche Probleme wie Rassismus und Homophobie zu überwinden, auf, das Publikum mit dem Rausch des Rhythmus in Kodálys und Dvorˇáks Tänzen anzustecken.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro • Konzertführer live um 18.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Thomas Rabsch

© Helge Krueckeberg

K 141

27.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Hallgarten, Mariae Himmelfahrt Tanz!Musik

Hamburger Ratsmusik: „Der König tanzt“ Simone Eckert Diskant & Bassviola da gamba Ulrich Wedemeier Theorbe & Barockgitarre Anke Dennert Cembalo Werke u. a. von Marin Marais, Louis Couperin und François Couperin Musik am Hof von Versailles In unseren heutigen Augen kaum vorstellbar: ein Staatsmann, der tanzt, der fast ebenso viel Zeit mit Musik und Tanz verbringt wie mit Regieren, der in ungeheurem Maße diese Künste unterstützt, fördert, voranbringt. Ludwig XIV. erhielt seinen Beinamen „Sonnenkönig“, nachdem er im Ballet royal de la nuit, mehrere Male zwischen dem 23. Februar und 16. März 1653 aufgeführt, selbst in der Rolle der aufgehenden Sonne tanzte, namentlich als Apollon. Der königliche Tanz102 meister und Hofkomponist Jean Baptiste Lully schuf in seinem Auftrag prachtvolle Opern und Ballette, die in Versailles zelebriert wurden. Die besten Musiker Frankreichs fanden sich hier ein, darunter François Couperin und der Gambist Marin Marais, deren gesamte Instrumentalmusik von der Tanzmusik und den Air des Cours beeinflusst ist. Ganz Europa schaute auf Frankreichs Glamour, der unter der Schirmherrschaft des Sonnenkönigs stand. Die Hamburger Ratsmusik lässt diesen alten Glanz wieder aufleben und bringt den tanzenden König zum Erklingen.

Karten zu: 30,– 20,– Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 142

27.8.

Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

„Baroque Blues“ Eckart Runge Violoncello Jacques Ammon Klavier Werke u. a. von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Astor Piazzolla, Chick Corea und Miles Davis Kammermusik an den Randzonen der Genres Eckart Runge und Jacques Ammon sind Grenzgänger par excellence. Mit ihrem Programm „Baroque Blues“ spielen sie gekonnt zwischen den Epochen und Genres, zwischen Barock und Blues. Dabei lassen die Künstler die barocken Klassiker von Bach über Händel bis Vivaldi aufleben und geben faszinierende Einblicke in die Welt des Blues, Latin Jazz und Tango mit Stücken von Miles Davis, Chick Corea und Astor Piazzolla. Wie selbstverständlich lassen sie die verschiedenen Stilistiken ineinander fließen. In Kombination mit dem kammermusikalisch-farbigen Dialog von Cello und Klavier gibt das Duo Runge und Ammon in „Baroque Blues“ eine nuancenreiche Antwort auf den „verstaubten“ Klassikbetrieb auf der einen und seichtes Crossover auf der anderen Seite!

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro


© Timm Kölln

© Monika Höfler

K 144

29.8.

Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Viviane Hagner & Friends

K 143

28.8.

Montag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Anne-Sophie Mutter, Violine Pittsburgh Symphony Orchestra Manfred Honeck, Leitung Witold Lutosławski Partita für Violine und Orchester („für Anne-Sophie Mutter“) Antonin Dvorˇ ák Violinkonzert a-Moll op. 53 Peter Iljitsch Tschaikowski Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ Mit Begeisterungspozential für Romantiker und Perfektionisten Im Jubiläumsjahr darf sie natürlich nicht fehlen: Seit mehr als 20 Jahren ist Anne-Sophie Mutter regelmäßig zu Gast im Rheingau. 2017 steht ihr mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra einer der traditionsreichsten amerikanischen Klangkörper zur Seite, dessen künstlerischer Leiter seit 2009 Manfred Honeck ist. „Sie sind es gewohnt, am Detail zu arbeiten“, sagt er über sein Orchester, „und sie wünschen sich neue Ansätze.“ In dieser Hinsicht haben sich Honeck und das Pittsburgh Symphony eindeutig gesucht wie gefunden. Und auch Anne-Sophie Mutter formuliert für sich: „Ich versuche eigentlich nur, mich einem Werk immer wieder aufs Neue zu nähern und dem Zuhörer etwas zu vermitteln, was unter die Haut geht, was eine Erinnerung an das Werk hinterlässt.“ Das sollte ihr wohl gelingen!

Karten zu: 180,– 150,– 120,– 80,– 40,–* Euro •K  onzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden

Viviane Hagner Violine & Leitung Schumann Quartett Jean Efflam Bavouzet Klavier und weitere Künstler, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden Maurice Ravel Violinsonate Nr. 2 G-Dur César Franck Klavierquintett f-Moll Felix Mendelssohn Bartholdy Oktett Es-Dur op. 20 Ein Kammermusikabend voller Ausnahmekünstler An einem Ort, der wie kaum ein anderer für Widerstand, Austausch, Kultur und Europa steht, musizieren und leben seit dem Sommer 2015 jedes Jahr weltweit etablierte Künstler mit aufstrebenden Nachwuchstalenten zusammen: In dem polnischen Dorf Krzyz˙owa, früher Kreisau, erarbeiten junge und weltweit etablierte Ausnahme- 103 künstler ein abwechslungsreiches Kammermusik-Programm. Wir freuen uns sehr, dass das Generationen übergreifende Ensemble auf der anschließenden Tournee wieder beim Rheingau Musik Festival Station macht: 2015 boten die Musiker um Viviane Hagner bereits einen atemberaubenden und musikalisch hochkarätigen Kammermusik-Abend. Die exquisite KünstlerZusammenstellung verwandelt die Musik von Maurice Ravel, César Franck und Felix Mendelssohn Bartholdy sicher auch in diesem Jahr in unerhörte Klangerlebnisse. Ein Abend, den Sie nicht verpassen sollten!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de


© Friedrun Reinhold

© Jörg Steinmetz

K 146

30.8.

Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Next Generation / Tanz!Musik

Tianwa Yang, Violine Nicholas Rimmer, Klavier K 145

29.8.

Dienstag, 20.00 Uhr Messe Frankfurt, Kongresshaus Kap Europa Fokus Jazz

Michael Wollny Trio & The Norwegian Wind Ensemble: „MOON“ Michael Wollny piano Christian Weber bass Eric Schaefer drums The Norwegian Wind Ensemble Geir Lysne conductor Eine improvisatorische Reise zum Mond 104 Nah genug um sein Betreten zu erträumen, gleichzeitig fern und mystisch entrückt ist der Mond seit jeher die große Projektionsfläche der Menschheit. Über die Jahrhunderte hinweg – von Matthias Claudius’ „Der Mond ist aufgegangen“ über Carl Orffs Oper „Der Mond“ und einen der ersten ScienceFiction-Filme „Die Reise zum Mond“ bis zu Pink Floyds Konzeptalbum „Dark Side Of The Moon“ – spiegeln die Werke ihre jeweilige Epoche. Inspiriert von diesem weißlich-schimmernden Himmelskörper hat Michael Wollny gemeinsam mit seinen Trio-Partnern Eric Schaefer und Christian Weber ein außergewöhnliches Projekt geschaffen, in dem sie auf eine improvisatorische Mondreise gehen. Begleitet werden die drei Mondreisenden vom Norwegian Wind Ensemble, dem ältesten, 1734 gegründeten und seit 1746 kontinuierlich bestehenden Bläserensemble Norwegens und wahren Könnern kollektiver Improvisation. Wir sind gespannt auf ein inspirierendes Abenteuer voll unkonventioneller Hörerfahrungen!

Karten zu: 48,– 30,– Euro

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Pablo de Sarasate Bolero op. 30 Sofia Gubaidulina „Der Seiltänzer“ Pablo de Sarasate „Carmen“-Fantasie Eugène Ysaÿe Sonate für Violine solo Nr. 5 op. 27,5 Astor Piazzolla Grand Tango Maurice Ravel „Tzigane“ Virtuoses Rheingau-Debüt Ein atemberaubend virtuoser Tanz der Saiten erwartet den Hörer, wenn Tianwa Yang sich erstmals im Rheingau vorstellt. Ihr Ruf, eine der interessantesten Geigerinnen ihrer Generation zu sein, ist ihr selbstverständlich längst vorausgeeilt, denn nicht zuletzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestierte ihr jüngst: „Sie ist oben angekommen, in der kleinen Spitzengruppe der weltbesten Violinvirtuosen.“ Bereits mit 13 Jahren spielte sie ihre erste CD ein und hat inzwischen eine beeindruckend umfangreiche Diskografie vorzuweisen, in der zwei Namen besonders herausstechen: Ysaÿe und Sarasate. Für die Einspielung der hochvirtuosen Werke dieser beiden großen Geiger und Komponisten wurde Tianwa Yang mehrfach ausgezeichnet. Bei ihrem Rheingau-Debüt gibt sie eine Kostprobe ihrer preisgekrönten Interpretationen.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro


© Salzburger Marionettentheater

© Youri Lenquette

K 148

31.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Europäische Marionettengala K 147

30.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

Avishai Cohen

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Expedition Sound

Avishai Cohen Trio Stuttgarter Kammerorchester Avishai Cohen bass & vocals Omri Mor piano Itamar Doari percussion Stuttgarter Kammerorchester Meesun Hong Coleman Violine & Leitung Jazz, Weltmusik und Klassik – eine wunderbare Allianz! Kaum ein anderer Musiker versteht es so gut, seine unbändige Lust am Spiel und die Hingabe für den Jazz auf sein Publikum zu übertragen wie Avishai Cohen. Dabei gilt der israelische Kontrabassist und Sänger nicht erst seit seiner ECHO-Jazz-Auszeichnung als eine Koryphäe des Jazz, die einen ganz eigenen unverwechselbaren Stil pflegt. Wenn sich beim Rheingau Musik Festival das Avishai Cohen Trio mit dem orchestralen Impetus des Stuttgarter Kammerorchesters vereint, dann entsteht eine kreative Allianz, die den musikalischen Grenzgang zelebriert. Hymnische Themen, die ihre melodische Kraft aus dem Reichtum jüdischer Volksmusik schöpfen, treffen auf Kontrapunkte aus Bachs „Die Kunst der Fuge“, die in arabische Tänze voller archaischer und lebhafter Rhythmen branden. Ein Projekt, das die Grenzen zwischen den Genres überwindet, an die Freiheit appelliert und zeigt, dass gute Musik immer aus dem Herzen entspringt.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Salzburger Marionettentheater Prager Marionettentheater „Spejbl und Hurvinek“ FANTASIE-Theater Dornerei-Theater mit Puppen Szenenausschnitte aus berühmten MozartOpern wie „Zauberflöte“ und „Don Giovanni“, musikalische Ballette und kabarettistische Szenen  arionettentheater mit SpitzenM ensembles aus aller Welt Wer glaubt, die traditionelle Kunst des Spiels am Faden ist nur etwas für die kleinen Festival-Besucher, der irrt. Zur Europäischen Marionettengala beim Rheingau Musik Festival haben sich mit den Marionettentheatern aus Salzburg und Prag, dem FANTASIE- und dem Dornerei-Theater erstmalig vier der etabliertesten Ensembles dieses historischen Brauchtums zusammengefunden. Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Programm mit Arien aus berühmten MozartOpern, musikalischen Szenen im Stile der Comedian Harmonists und gewitzte Dialogszenen voll augenzwinkernder Komik. Lassen Sie sich von der Vielfältigkeit an Ausdrucksmöglichkeiten faszinieren, die das Spiel mit den gelenkigen Holzfiguren bietet. Selbst kleinste Gesten transportieren auf diese Art alle Formen der Emotion. Ein außergewöhnlicher Genuss!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Nikolaj Lund

© Benjamin Ealovega

K 149

31.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Marktkirche

Philharmonia Chorus Philharmonia Chorus Thomas J. Frank Orgel Stefan Bevier Leitung Hubert Parry „Blest Pair Of Sirens“ Edward Elgar „Great Is The Lord“ Ralph Vaughan Williams „Toward The Unknown Region“ Hubert Parry „I Was Glad“ Charles Villiers Stanford Magnificat „For Lo, I Raise Up“ „Te Deum“ Charles Wood „Expectans Expectavi“ „O Thou The Central Orb“  nglische Stimmgewalt E der Spätromantik Auch das gibt es noch nach 30 Jahren Rheingau Musik Festival: ein Debüt! Aus London reist erstmals der traditionsreiche wie stimmgewaltige Philharmonia Chorus an. Im Gepäck: ein Pro106 gramm, das ganz in angelsächsischem Zungenschlag ein vielgestaltiges und klanggewaltiges Gotteslob anstimmt. Die Werke eines Edward Elgar, Charles Villiers Standfords oder Ralph Vaughan Williams verbreiten allesamt nicht nur den schwelgerischen Atem der englischen Spätromantik. Sie setzen auch ein für die Musikgeschichte Englands so bedeutendes Kapitel fort: den Chorgesang. Mit bewundernswerter Disziplin und Ausdrucksstärke pflegt der Philharmonia Chorus, der 2017 sein 60. Jubiläum feiert, die eigene und die jahrhundertealte Tradition ihrer Heimat.

Karten zu: 45,– 30,– 18,–* Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 150

31.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika Expedition Sound

„The Brandenburg Project“ Håkan Hardenberger Trompete Maya Beiser Violoncello Swedish Chamber Orchestra Thomas Dausgaard Leitung Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047 Steven Mackey „Triceros“ für Trompete und Kammerorchester Mark-Anthony Turnage Neufassung des Brandenburgischen Konzerts Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Bach in neuem Licht Halbe Sachen gibt es bei Bach nicht! Welche musikalische Form der große Barockmeister auch in die Finger bekam: Er hat sie veredelt und vollendet. Die Gattung „Konzert“ trieb er in seinen sechs Brandenburgischen Konzerten auf die Spitze, die vielgestaltig und kunstvoll einen ganzen konzertanten Kosmos aufspannen. Sie sind Vorbild und Inspirationsquelle für Generationen von Komponisten und Musikern bis weit in die Gegenwart geworden. Daran knüpft auch das Swedish Chamber Orchestra in seinem „Brandenburg Project“ an: Jedem der sechs Bach’schen Meisterwerke hat es darin ein zeitgenössisches Auftragswerk gegenübergestellt, das Bach reflektiert, sich an ihm reibt oder ins Heute übersetzt. Die spannende Erkenntnis: Auch nach dreihundert Jahren ist Bachs Musiksprache modern und unendlich faszinierend!

Karten zu: 65,– 55,– 35,– 30,– 20,–* Euro siehe Seite 114


© Ansgar Klostermann

© Chris Carroll

K 151

31.8.

Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

New York Voices Kim Nazarian vocals Peter Eldridge vocals Lauren Kinhan vocals Darmon Meader vocals Aufregende JazzA-cappella-Formation Die vier Sängerinnen und Sänger vom Big Apple zählen ohne Zweifel mit zum Besten, was der vokale Ensemble-Jazz zu bieten hat. Der Grund für den Erfolg des mit gleich zwei Grammys dekorierten Quartetts liegt in der verblüffenden Präzision des Gesangs, den gekonnten Tempowechseln, dem dynamischen Feingefühl und im messerscharfen Timing. Zu ihrem Gastspiel im Kurhaus Wiesbaden haben die New York Voices einen Querschnitt durch die jüngere Musikgeschichte im Gepäck: Angefangen bei Broadway-Hits der 1920er Jahre über JazzStandards wie Oliver Nelsons „Stolen Moments“ zu Soul- und Pop-Evergreens wie Bill Withers „Ain’t No Sunshine“ bis hin zu Eigenkompositionen machen sich die vier Stimmakrobaten auf, das Publikum von den Stühlen zu reißen.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 20,–* Euro

K 152

1.9. Freitag, 20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Cuban-European Youth Academy / Tanz!Musik

Sophie Pacini, Klavier Cuban-European Youth Academy Duncan Ward, Leitung Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 Jacques Ibert „Bacchanal“ Jenny Peña Campo Field Kubanische Suite (Auftragskomposition des RMF) George Gershwin Cuban Overture Krönender Abschluss der zweiten transatlantischen Orchesterakademie Nach vielen Tagen intensiver Probenarbeit präsentieren die Teilnehmer der zweiten Cuban-European Youth Academy ein großes Orchesterkonzert, in dem der junge Klangkörper alles zeigen darf. Ins Kurhaus kommen die kubanischen und europäischen Talente mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm, einem herausragenden jungen Dirigenten und einer ECHO-prämierten Solistin. Die deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini feiert ihre Festival-Premiere mit Beethovens drittem Klavierkonzert, das als Wegbereiter gilt: Erstmals agiert das Klavier als gleichberechtigter Partner zum Orchester in einem Werk von beinahe sinfonischer Länge. Neben zwei Klassikern mit kubanischen Einflüssen steht außerdem eine Uraufführung auf dem Programm: Im Auftrag des Rheingau Musik Festivals verfasst die kubanische Geigerin und Komponistin Jenny Peña Campo Field, AkademieTeilnehmerin der ersten Stunde, eine Kubanische Suite, die sie aus Tänzen und Liedern ihrer Heimat zusammenstellt. Frischer Wind und lebendiger Klang sind hier ausdrücklich erwünscht!

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 18,–* Euro • Konzertführer live um 19.00 Uhr im Kurhaus Wiesbaden Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Nicole Chuard

© Dmitrii Dubinsky

K 154

1.9. Freitag, 20.00 Uhr

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Tanz!Musik

Christian Zacharias, Klavier K 153

1.9. Freitag, 20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem musicAeterna Chor und Orchester Teodor Currentzis, Leitung Thomas Tallis „Spem in alium“ Alfred Schnittke Three Sacred Hymns · Aus Choir Concerto Henry Purcell „Hear My Prayer“ · „I Will Sing Unto The Lord“ · „Remember Not, Lord“ György Ligeti Lux aeterna Wolfgang Amadeus Mozart Requiem d-Moll KV 626 Zum Abschluss jede Menge Aufbruch 108

Ein Synonym für musikalischen Aufbruch? Ganz klar: Wolfgang Amadeus Mozart! In seinem Werk manifestiert sich einer der bedeutsamsten Wendepunkte der Musikgeschichte. Sein Requiem ist End- und Ausgangspunkt zugleich: Mit seiner so vollkommenen wie berührenden Totenmesse verabschiedete er sich selbst aus dem Leben und öffnete die Türen für ein musikalisches Zeitalter, das die Persönlichkeitsentfaltung in den Fokus rückt. „Musik ist gemacht für Menschen, die Fragen stellen“, sagt auch Teodor Currentzis, der mit seinen radikalen und elektrisierenden Interpretationen einen Aufbruch nach dem anderen wagt. Doch was bei ihm und seinem musicAeterna Chor und Orchester stets wie aus dem Moment geboren daherkommt, ist Ergebnis eines akribischen Hineintauchens in die tiefsten Tiefen der Musik.

Karten zu: 100,– 80,– 60,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

Franz Schubert Klaviersonate Nr. 4 a-Moll D 537 Aus Valses nobles D 969 Aus Valses sentimentales D 779 Maurice Ravel Valses nobles et sentimentales Robert Schumann „Davidsbündlertänze“ op. 6 Klavierpoet zurück im Rheingau Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Pianisten seiner Generation. „Man muss Musik sprechen“, ist er überzeugt. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich, was er damit meint: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt. Kein Wunder also, dass er sich ausgerechnet zu Robert Schumann hingezogen fühlt und einer seiner bedeutendsten Interpreten geworden ist. Schumanns Musik sei einfach Poesie ohne Worte, sagt Zacharias. In seinem Johannisberger Rezital lässt er nicht nur Schumann, sondern auch Franz Schubert zum Tanz aufspielen. Zum stilisierten und höchst kunstvollen Tanz, versteht sich, auch wenn trotzdem ganz deutlich ist, wie nah am Rhythmus des wahren Lebens sich die Kunst dieser großen Romantiker abspielt.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro


© J. Konrad Schmidt

K 155

2.9.

Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika Abschlusskonzert

Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“ Elisabeth DeShong Mezzosopran Brenden Gunnell Tenor Markus Eiche Bariton Philharmonia Chorus Symphoniker Hamburg Sir Jeffrey Tate Leitung Edward Elgar „The Dream of Gerontius“ op. 38 Ein Hoch auf ein Festival Ein Werk, ein musikalischer Aufbruch und ein bedeutendes Festival im Fokus des Abschlusskonzertes 2017: Genau 1900, als die Welt in ein neues Jahrhundert aufbrach, präsentierte Edward Elgar sein expressives und hochromantisches Oratorium „The Dream of Gerontius“. Eine Seele lässt er darin aus dem Diesseits ins Jenseits wandern. Und der Gattung Oratorium eröffnete er damit neue Welten. Komponiert hatte Edward Elgar sein klanggewaltiges Werk im Auftrag des Birmingham Triennial Festival, dem so viele epochale Chorwerke zu verdanken sind: Mendelssohns „Elias“, Dvorˇáks „Requiem“ oder Gounods „Mors et Vita“. Unser Fazit: Wie gut, dass es Festivals gibt! Ganz in bester englischer Chortradition wird der Londoner Philharmonia Chorus Elgars Meisterwerk zelebrieren und das Rheingau Musik Festival 2017 beschließen.

Karten zu: 130,– 90,– 70,– 40,– 20,–* Euro siehe Seite 114

Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de

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© Ansgar Klostermann

© Harald Hoffmann/DG

K 156

3.12.

Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Adventskonzert

Albrecht Mayer, Oboe I Musici di Roma Antonio Vivaldi Concerto für Streicher und B. c. D-Dur RV 123 · Sinfonie aus „Il Gustino“ RV 717 Johann Sebastian Bach Konzert für Oboe d’amore, Streicher und B. c. A-Dur nach BWV 1055 · Konzert für Violine, Oboe, Streicher und B. c. d-Moll BWV 1060 Georg Friedrich Händel Konzert für Oboe d’amore, Streicher und B. c. nach HWV 32, 296a und 34 „Verdi prati“ Carl Philipp Emanuel Bach Sinfonie B-Dur für Streicher Wq 182,2 Barocke Klanglust Er hat die Klassikszene erobert, die Popcharts gestürmt und der Musikwelt die verführerische Schönheit der Oboe offenbart: Albrecht Mayer 110 ist der international gefragteste und bekannteste Vertreter seines Instruments und der vielleicht erfolgreichste Oboist aller Zeiten. Seinen musikalischen Projekten verschreibt er sich stets mit Haut und Haar, mit Leidenschaft widmet er sich der oft spärlichen Originalliteratur wie auch seinen stilsicheren Bearbeitungen für die Oboe. Pure Klanglust ist auch zu erwarten, wenn sich der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker mit I Musici di Roma zusammentut, einem der besten Kammerorchester der Musikszene. Gemeinsam bringen sie Ihnen die fantastischen Konzerte barocker Meister ganz nahe.

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 20,–* Euro Karten- und Infotelefon: 0 67 23 / 60 21 70

K 157

K 158

8.12.

K 159

9.12

Freitag, 20.00 Uhr Geisenheim, Rheingauer Dom

. Samstag, Geisenheim, Rheingauer Dom

Adventskonzert

1. Konzert 17.00 Uhr 2. Konzert 20.00 Uhr

Festliche Bach-Trompeten-Gala Bach-Trompetenensemble München Arnold Mehl Trompete & Leitung Edgar Krapp Orgel Meisterwerke aus der goldenen Zeit des Barock Es ist beim Rheingau Musik Festival mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, die Adventszeit mit den Klängen einer festlichen Bach-Trompeten-Gala einzuläuten. Das Bach-Trompetenensemble München, das sich auf die wahrhaft königliche Instrumentenpaarung Orgel und Trompete spezialisiert hat, wird wie jedes Jahr dem Rheingau einen Besuch abstatten. Der Rheingauer Dom in Geisenheim bietet den festlichen Rahmen für einen stimmungsvollen Konzertabend. Es werden Suiten, Sonaten und Konzerte aus dem Hochbarock sowie Bearbeitungen von Chorälen zu Advent und Weihnachten von Johann Sebastian Bach und seinen Zeitgenossen zu erleben sein – differenziert zusammengestellt und feinsinnig arrangiert von den Kirchenmusikspezialisten und langjährigen musikalischen Partnern Arnold Mehl und Edgar Krapp.

Karten zu: 40,– Euro


© MusKorpsBw

K 161

14.12. Donnerstag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Ringkirche Adventskonzert

St. Petersburger Knabenchor Wadim Ptscholkin, Leitung Traditionelle russische, deutsche und französische Weihnachtslieder sowie Welt-Chormusik

K 160

10.12. Sonntag, 17.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Weihnachtskonzert des Hessischen Ministerpräsidenten

Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr Leonor Amaral Sopran Walter Renneisen Rezitation Musikkorps der Bundeswehr Oberstleutnant Christoph Scheibling Leitung Deutsche und internationale Advents- und Weihnachtsmusik in großer Bläserbesetzung Festliche Advents- und Weihnachtsmusik Weihnachtliche Musik mit sinfonischem Blasorchester – für dieses Format hat sich das Rheingau Musik Festival ein besonderes Orchester auserwählt: Das Musikkorps der Bundeswehr gilt als eines der renommiertesten Klangkörper seiner Art und wirkt als repräsentatives Konzertorchester der Bundeswehr in der ganzen Welt. In das Kurhaus Wiesbaden kommt das Orchester mit der Sopranistin Leonor Amaral und einer erlesenen Auswahl an Advents- und Weihnachtsmusik in blasmusikalischen Arrangements. Wer könnte ein solches Konzert passender umrahmen als Walter Renneisen, unser Rheingau Musik Preisträger 2016? Er wird mit einer Weihnachtsgeschichte dem Konzert eine ganz persönliche Note verleihen. Mit diesem Benefizkonzert setzt sich das Rheingau Musik Festival gemeinsam mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier für den Verein Bundeswehr Sozialwerk e. V. ein, der sich seit 1960 für die Menschen in der Bundeswehr und für deren Familien engagiert. Was mit Erholungsheimen begann, ist heute zu einem breiten Spektrum an sozialen Angeboten ausgebaut: für Familien, die von einem Auslandseinsatz betroffen sind, Eltern mit behinderten Kindern und vielem mehr.

 iner der herausragendsten KnabenE chöre Russlands auf Adventsbesuch Weit bis ins Mittelalter zurück reicht die Tradition der Knabenchöre: In einer Zeit als Frauen das Musizieren in der Kirche noch untersagt war, wurden Knaben für die Sopran- und Altstimmen eingesetzt und junge Männer, die den Stimmbruch bereits hinter sich hatten, für die Tenorund Bassstimmen. Dass Knabenchöre auch heute noch existieren und sich zudem übergroßer Beliebtheit erfreuen, liegt in ihrem außergewöhnlich reinen und besonders zu Herzen gehenden Klang begründet. Der Petersburger Knabenchor ist im Vergleich zu Traditionsensembles wie den Wiener Sängerknaben oder dem Leipziger 111 Thomanerchor eine recht junge Formation: Erst 1992 wurde er von Wadim Ptscholkin gegründet, hat sich aber mit Preisen und CD-Produktionen bereits in kürzester Zeit ein großes Renommee „ersungen“. Beim Rheingau Musik Festival werden die jungen A-cappella-Spezialisten ein abwechslungsreiches Programm aus russischen, deutschen und französischen Weihnachtsliedern und Welt-Chormusik zu Gehör bringen.

Karten zu: 35,– 25,– 10,–* Euro

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 20,–* Euro Alle Preise zzgl. Systemgebühren von 1,30 Euro pro Karte | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

www.rheingau-musik-festival.de


Nur wer für jeden Einzelnen da ist, kann für alle da sein. Wir sind die Post für 82 Millionen Menschen. Und für jeden von ihnen geben wir täglich alles. Bei Wind und Wetter sind über 87.000 Post- und 21.000 Paketboten im ganzen Land unterwegs, damit rund 61 Millionen Briefe und fast 4 Millionen Pakete zuverlässig Ihren Empfänger erreichen. Und das bereits nach nur einem Tag. Mit dieser einzigartigen Leistung machen unsere Zusteller die Deutsche Post zur Post für Deutschland. 112

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Deutsche Post; ImageAnzeigenkampagne; Motiv:Deutschland von Oben N16; OvertĂźre 2017; 210x210 mm; ISOcoated_39L

Service 113


Kartenvorverkauf Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft mbH & Co. KG Postfach 1125 65367 Oestrich-Winkel Geschäftsführer Michael Herrmann, Ansgar Klostermann

Mitarbeiter Julia Behrens, Maximilian Dahlen, Ute Herrmann, Patricia Plettner, Jan Polewski, Eva Waitz

Karten- und Infotelefon

0 67 23 / 60 21 70

(Montag bis Freitag 9.30 bis 17.00 Uhr) Bitte beachten Sie, dass die telefonische Kartenbestellung erst ab dem 7. März 2017 möglich ist.

Kartenbestellung Kartenbestellungen werden ab dem 20. Februar 2017 schriftlich oder über die Website und ab dem 7. März 2017 zusätzlich über unser Kartentelefon entgegengenommen. Die Bestellungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Die Mitglieder unseres Fördervereins genießen bis zum 20. Februar 2017 ein Vorzugsrecht. Bitte kreuzen Sie auf dem Bestellschein unbedingt Ihre Alternativwünsche bezüglich der Preiskategorien an. Wir können Ihnen nur dann – sofern vorhanden – Karten anderer Kategorien anbieten. Nachträgliche Änderungen Ihrer Bestellung sind nicht möglich. Wir senden Ihnen gemäß Ihrer Bestellung ein konkretes Angebot mit Rechnung. Mit Begleichung der Rechnung innerhalb des Zahlungsziels akzeptieren Sie unser Angebot. Der Versand der Karten erfolgt nach Zahlungseingang.

Systemgebühr www.rheingau-musik-festival.de

Alle Kartenpreise verstehen sich zuzüglich einer Systemgebühr von 1,30 Euro pro Karte.

Ermäßigung

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Für Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligen- und Wehrdienstleistende (jeweils bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) sowie für Erwerbslose reserviert das Rheingau Musik Festival 5 % des Gesamtvolumens der Eintrittskarten, die unter Vorlage des entsprechenden Nachweises und nach Verfügbarkeit zu 50 % Ermäßigung im Vorverkauf sowie an der Abendkasse erhältlich sind. Die Konzertkarte ist nur in Kombination mit dem Ermäßigungsnachweis gültig. Karten, die zu einem vollen Preis erworben wurden, können nachträglich nicht ermäßigt werden. Die Ermäßigung gilt nicht für die Kinder- und Sitzkissenkonzerte, die Galakonzerte und die Steinberger Tafelrunde.

Hinweis für Mitglieder des Rheingau Musik Festival e. V. Da die Zahl der Fördermitglieder erfreulicherweise stetig steigt, kann es trotz der exklusiven Bedienung im Vorverkauf in

einzelnen Preiskategorien zu Engpässen kommen. Vergessen Sie deshalb bitte nicht, Ihre Alternativwünsche anzugeben.

RMV-KombiTicket Sie können alle Konzertorte kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen: Die Eintrittskarten des Festivals sind als RMV-KombiTicket gültig und berechtigen zur Nutzung aller Verkehrsmittel des Rhein-MainVerkehrsverbundes an den Konzerttagen (nähere Bestimmungen siehe Kartenaufdruck).

Shuttle-Service Bei den Konzerten in Kloster Eberbach und bei der Steinberger Tafelrunde, bei den Großveranstaltungen auf Schloss Johannisberg (29.6., 30.6., 1.7. und 2.7.) und bei den Veranstaltungen auf Schloss Vollrads bieten wir aufgrund der dortigen Parkplatzknappheit einen Sonderbusverkehr in Zusammenarbeit mit der ESWE an. Fahren Sie mit den Bussen und Bahnen des RMV zum Hauptbahnhof Wiesbaden. Dort starten jeweils 70 und 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn die ESWE-Sonderbusse ab Bussteig D. Zusteigemöglichkeiten bestehen außerdem am Platz der Deutschen Einheit, Bussteig B, und am P&R-Platz Kahlemühle (WiesbadenBiebrich) jeweils 5 Minuten später. Tipp: Der zweite Bus ist erfahrungsgemäß jeweils weniger stark frequentiert. Bei unseren Großveranstaltungen auf Schloss Johannisberg haben wir zusätzlich zu den Shuttle-Bussen ab Wiesbaden einen Shuttle-Dienst mit ESWE-Bussen von Geisenheim eingerichtet. Bitte folgen Sie der Ausschilderung vor Ort. Falls Sie Fragen zum RMV-KombiTicket oder den Anreisemöglichkeiten haben, steht Ihnen die RMV-Hotline unter 0 69 / 24 24 80 24 bzw. das ESWE-Info Telefon unter 06 11 / 45 02 24 50 zur Verfügung. Nutzen Sie die RMV-App oder informieren Sie sich unter: www.rmv.de


Abonnements SMS-Regenwarnung Bei den gekennzeichneten Veranstaltungen können Sie den kostenfreien Service der SMS-Regenwarnung nutzen. So haben Sie die Möglichkeit, sich über witterungsbedingte Änderungen im Programmablauf oder der Spielstätten informieren zu lassen. Tragen Sie sich einfach auf www.rheingau-musikfestival.de bei der betreffenden Veranstaltung für den Service ein. Bitte beachten Sie auch die bereits angegebenen Ausweichhinweise in diesem Programm und auf den Eintrittskarten.

Die hochkarätigen Konzerte unseres Artist in Residence Igor Levit und unserer Prades-Reihe bündeln wir zu attraktiven Abonnements zum ermäßigten Gesamtpreis. Sie buchen eine feste Preiskategorie und sparen bis zu 19 % gegenüber dem regulären Einzelpreis. Bis auf das Konzert von Igor Levit und Frederic Rzewski am 26. August in der Wiesbadener Casino-Gesellschaft finden alle Abo-Konzerte im Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg statt. Für unsere Abonnenten halten wir Kontingente guter Sitzplätze in allen Preiskategorien bereit. In der Regel können Sie Ihren Sitzplatz über die gesamte Dauer Ihres Abonnements beibehalten.

Allgemeine Hinweise Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass sich die Spielorte des Rheingau Musik Festivals akustisch, klimatisch und in baulicher Hinsicht zumeist von herkömmlichen Konzertsälen unterscheiden. In den niedrigeren Preiskategorien, insbesondere in den Kirchen, muss damit gerechnet werden, dass die Sicht auf die Bühne teilweise erheblich und in manchen Fällen vollständig behindert wird. Bei den meisten Veranstaltungen des Rheingau Musik Festivals werden Getränke angeboten, darunter Wein von Rheingauer Winzern.

Kartenrückgabe Kartenrückgabe und -tausch ist auch bei nur teilweise erfüllten Bestellungen nicht möglich. Besetzungs- und Programmänderungen berechtigen nicht zur Rückgabe der Karten. Lediglich bei genereller Absage einer Veranstaltung wird innerhalb einer Frist von zwei Monaten gegen Vorlage der Eintrittskarten in der Kartenvorverkaufsstelle der Kaufpreis erstattet. Sollte eine bereits laufende Veranstaltung abgebrochen werden müssen, kann kein Ersatz gewährt werden.

Abo 1

Abo 2

Abo Artist in Residence: Igor Levit

Abo Erinnerungen an Prades

28.6. Igor Levit, Klavier Dmitri Schostakowitsch: 24 Präludien und Fugen op. 87

8.7.

Renaud Capuçon, Violine Gautier Capuçon, Violoncello Frank Braley, Klavier Werke von Bach, Beethoven und Schubert

10.8.

Marc Bouchkov, Violine Pablo Ferrández, Violoncello Christopher Park, Klavier Werke von Mozart, Beethoven, Brahms und Mendelssohn Bartholdy

20.8.

Christian Tetzlaff, Violine Tanja Tetzlaff, Violoncello Lars Vogt, Klavier Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Brahms

24.8.

Veronika Eberle, Violine Isang Enders, Violoncello Igor Levit, Klavier Werke von Beethoven

28.7. Igor Levit, Klavier Franz Schubert: Die letzten Klaviersonaten 29.7. Simon Bode, Tenor Igor Levit, Klavier Franz Schubert: „Die schöne Müllerin“ 26.8. Igor Levit & Frederic Rzewski, Klavier Frederic Rzewski: „Dreams“ I und II Abo-Preis: 160,– 130,– 100,– Euro Ihre Ersparnis: 23,– 23,– 23,– Euro

Abo-Preis: 190,– 150,– 120,– Euro Ihre Ersparnis: 30,– 20,– 10,– Euro Unsere Abonnements sind erhältlich über unseren telefonischen Vorverkauf, über unsere Website und schriftlich mit dem Bestellschein auf den auf Seite 82 folgenden Seiten. Führen Sie dort anstelle der Konzert-Nummer die Abo-Nummer auf. Die Angabe des Datums kann in diesem Fall entfallen. Geben Sie in den weiteren Feldern den Abo-Titel, den Abo-Preis und die Abo-Anzahl an.

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© Sabine Siemon

Der Rheingau

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»der ganze herrliche, blühende, grüne Rheingau mit seinen Bergen und Tälern und den ganzen Rebenparadiesen« Robert Schumann

Der Rheingau gehört mit seinen Weinbergen, prächtigen Kirchen, Schlössern, Burgen und malerischen Ortschaften zu den schönsten Regionen Deutschlands. Nicht nur die Einheimischen wissen den 38 Kilometer langen,

sonnigen Landstrich zwischen Wiesbaden und Lorchhausen zu schätzen. Direkt am Rhein gelegen, wo der mächtige Strom das einzige Mal die Richtung wechselt und für wenige Kilometer nach Westen fließt, ist das Klima besonders angenehm und verwöhnt die Besucher im Sommer und Winter mit milden Temperaturen wie im Süden Europas. Geprägt wird die Region von Bergen und Hügeln. Sie bilden zusammen mit dem einmaligen Klima ideale Bedingungen für den Weinbau, dessen Tradition hier seit der Römerzeit gepflegt wird. Weltbekannt ist vor allem der Rheingauer Riesling. Die feinen Tropfen kön-

nen in zahlreichen Weinlokalen, auf Weinfesten und auf Wanderungen durch die Weinberge verkostet werden. Neben der Weinkultur bietet der Rheingau eine große Vielfalt an außergewöhnlichen Ausflugszielen: Altehrwürdige Burgen und Schlösser auf den Höhenzügen entlang des Rheins warten darauf, erkundet zu werden. Die historischen Städte und Weinbauorte sind liebevoll restauriert. Außerdem finden in der Region das ganze Jahr über Konzerte, Lesungen und Veranstaltungen rund um den Wein statt.


Anreise Anreise

Aus Richtung Mainz

Der internationale Flughafen Frankfurt Airport liegt verkehrsgünstig zum Rheingau (ca. 50 km Entfernung). Von dort aus erreichen Sie Wiesbaden bequem mit Nahverkehrszügen oder S-Bahn. Ab fünf Stunden vor Beginn der Veranstaltung und bis Betriebsschluss gilt die Eintrittskarte gleichzeitig als Fahrkarte für freie Hin- und Rückfahrt mit Verkehrsmitteln des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (nähere Bestimmungen siehe Kartenaufdruck).

über A 60 bis Dreieck Mainz A 643 bis Schiersteiner Kreuz A 66 / B 42 Richtung Rüdesheim

Per Auto Aus Nord und Süd über A 3 bis Kreuz Wiesbaden A 66 Richtung Rüdesheim auf der B 42 der Ausschilderung zu den einzelnen Veranstaltungsorten folgen

Per Bus und Bahn Bis Hauptbahnhof Wiesbaden mit ICE, IC, Nahverkehrszügen oder S-Bahn Nahverkehrszüge und Busverbindungen in den Rheingau oder Pendelbusverkehr zu den Konzerten in Kloster Eberbach und bei der Steinberger Tafelrunde, bei den Großveranstaltungen auf Schloss Johannisberg (29.6., 30.6., 1.7. und 2.7.) und bei den Veranstaltungen auf Schloss Vollrads. Beachten Sie bitte hierzu die jeweiligen Hinweise unter „Shuttle-Service“ auf den vorangegangenen Seiten.

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Bad Schwalbach

Wiesbaden

Martinsthal Lorch

Kloster Eberbach

Kiedrich Eltville Erbach Hattenheim

Hallgarten B 42

B 42

Walluf

A 643

Schloss Johannisberg

Oestrich Johannisberg Geisenheim Mittelheim Rüdesheim Winkel Eibingen

Ingelheim

Bad Homburg Kelkheim

Frankfurt

A 671

Abtei St.Hildegard

Bingen

→ A 66

A 66

Schloss Vollrads

Assmannshausen

Mainz

Hofheim Rüsselsheim


© Ansgar Klostermann

Kloster Eberbach Der für die Veranstaltungen des Rheingau Musik Festivals eingerichtete Shuttle-Service aus Wiesbaden bietet eine günstige Alternative.

und zur Basilika. Sprechen Sie unseren Parkplatzdienst darauf an. Eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden.

Shuttle-Service

Basilika*

Zu allen Veranstaltungen im Kloster Eberbach sowie zur Steinberger Tafelrunde werden Sonderbusse ab Wiesbaden eingesetzt, die die Besucher bis unmittelbar vor die Klosterpforte fahren und unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt werden können. Abfahrt: jeweils 70 und 60 Minuten vor Konzertbeginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D) Zustiegsmöglichkeiten: am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&R-Platz Kahlemühle (WiesbadenBiebrich) jeweils 5 Minuten später Tipp: Der zweite Bus ist erfahrungsgemäß jeweils weniger stark frequentiert.

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel

(ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) Kloster Eberbach 65346 Eltville am Rhein www.kloster-eberbach.de/kloster

Von Eltville besteht eine Zusteigemöglichkeit nach Kloster Eberbach mit der RMV-Buslinie 172.

Parkmöglichkeiten Auf dem Klostergelände selbst bestehen nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Bei größeren Veranstaltungen leitet unser Parkplatzdienst die Fahrzeuge auf den Parkplatz des nahe118 gelegenen Eichbergs um, von wo vor dem Konzert ein Kleinbus-Shuttle die Besucher in regelmäßigen Abständen zur Klosteranlage bringt. Ein Rücktransport nach dem Konzert ist aufgrund der eingerichteten Einbahnstraßenregelung nicht möglich. Weitere Parkplätze stehen entlang der Straße von Kloster Eberbach in Richtung Hattenheim zur Verfügung. Sie ist an den Veranstaltungsabenden als Einbahnstraße ausgeschildert, damit sie einseitig beparkt werden kann. Die Besucher sollten gegebenenfalls auf einen mehrminütigen Fußweg eingestellt sein und ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen.

Bühne

Kreuzgang*

Busreisen Busse können nur über die Abfahrt Kiedrich anreisen. Ausreichend Busparkplätze befinden sich auf der westlichen KlosterZufahrt. Bitte Beschilderung beachten.

Bühne

Bei unsicherer Witterung … … können die für den Kreuzgang geplanten Freiluftveranstaltungen in die Basilika verlegt werden. In diesem Fall sind Abweichungen und Qualitätseinschränkungen der Sitzplätze leider unumgänglich. Es gilt dann nicht der hier dargestellte Saalplan der Basilika.

Bitte beachten Sie … … dass auch in den Sommermonaten in der Eberbacher Basilika recht kühle Temperaturen vorherrschen können.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Längere Fußwege sind nicht auszuschließen. Es gibt ebenerdige Zugänge zum Kreuzgang

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie

3. Kategorie 4. Kategorie 5. Kategorie**

*  Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. *  *mit Sichteinschränkungen


© Hannah Meinhardt

© Hannah Meinhardt

Kurhaus Wiesbaden

Anfahrt Kurhaus und Kurpark Wiesbaden Kurhausplatz 1 65189 Wiesbaden www.wiesbaden.de Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die mit der Konzertkarte genutzt werden können, ist das Kurhaus ausgezeichnet zu erreichen: Die Buslinien 1, 2, 8 und 16 fahren die Haltestelle „Kurhaus / Theater“ an.

angeben.) Eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden.

Friedrich-von-Thiersch-Saal*

Bühne

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Parkmöglichkeiten Unmittelbar am Kurhaus steht Ihnen die Parkgarage „Kurhaus“ mit direktem Zugang in das Foyer des Kurhauses zur Verfügung (mit Aufzug). Die Parkgarage verfügt über 520 Stellplätze. Weitere öffentliche Parkmöglichkeiten befinden sich in näherer Umgebung.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Bitte beachten Sie, dass es keinen Aufzug zum Rang gibt. Plätze für Rollstuhlfahrer können entsprechend nur im Parkett eingerichtet werden. (Bitte bei der Bestellung

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie

3. Kategorie 4. Kategorie 5. Kategorie**

*  Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. *  *mit Sichteinschränkungen


Schloss Johannisberg Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Lockerer Kies erschwert den Hin- und Rückweg zum Schloss Johannisberg. Bitte beachten Sie, dass der Konzertsaal und die Toilette für Rollstuhlfahrer nur über eine Rampe zu erreichen sind.

© Axel Nickolaus

Bühne

Cuvéehof*

Anfahrt (ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) Schloss Johannisberg 65366 Johannisberg www.schloss-johannisberg.de

Parkmöglichkeiten Auf dem Schlossgelände gibt es nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Sobald diese besetzt sind, leitet unser Parkplatzdienst die ankommenden Fahrzeuge auf 120 die Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen. So kann es unter Umständen zu mehrminütigen Fußwegen kommen. Daher empfehlen wir, ausreichend Zeit bei der Anreise einzuplanen. Der für die Großveranstaltungen des Rheingau Musik Festivals auf Schloss Johannisberg eingerichtete ShuttleService bietet eine günstige Alternative zur Anfahrt mit dem eigenen Auto.

Shuttle-Service Zu den Großveranstaltungen am 29.6., 30.6., 1.7. und 2.7. werden Sonderbusse ab Wiesbaden nach Schloss Johannisberg eingesetzt, die unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt

werden können. Bitte beachten Sie, dass zu den Konzerten im Fürst-von-Metternich-Saal keine Sonderbusse eingesetzt werden. Abfahrt: jeweils 70 und 60 Minuten vor Konzertbeginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D) Zustiegsmöglichkeiten: am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&R-Platz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später. Zusätzlich ist an den Tagen der Großveranstaltungen ein Shuttle-Service von Geisenheim eingerichtet. Tipp: Der zweite Bus ist erfahrungsgemäß jeweils weniger stark frequentiert.

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie 3. Kategorie 4. Kategorie Erweiterung 4. Kategorie (bei Bedarf)

Fürst-von-Metternich-Saal* Bühne

Bitte beachten Sie … … dass bei keiner Veranstaltung des Rheingau Musik Festivals (auch nicht bei Freiluftveranstaltungen) Tiere mit auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden dürfen. … dass die Freiluftveranstaltungen auf Schloss Johannisberg bei jeder Witterung draußen stattfinden. Auf unserer Website können Sie sich für unseren kostenfreien Service der SMS-Regenwarnung anmelden.

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie 3. Kategorie *  Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern.


© Axel Nickolaus

© Woody T. Herner / Woodworks

Schloss Vollrads

Anfahrt (ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) Schloss Vollrads Vollradser Allee 65375 Oestrich-Winkel www.schlossvollrads.com

Parkmöglichkeiten Auf dem Schlossgelände gibt es nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Sobald diese besetzt sind, leitet unser Parkplatzdienst die ankommenden Pkws auf die Parkmöglichkeiten in den umliegenden Weinbergen um. Die Konzertbesucher sollten ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen und mit stabilem Schuhwerk ausgerüstet sein, da gegebenenfalls ein mehrminütiger Fußweg in Kauf genommen werden muss.

Shuttle-Service Zu allen Veranstaltungen auf Schloss Vollrads werden Sonderbusse ab Wiesbaden eingesetzt, die die Besucher bis unmittelbar vor die Veranstaltungsstätte fahren und unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt werden können.

Abfahrt: jeweils 70 und 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D) Zustiegsmöglichkeiten: am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&RPlatz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später Tipp: Der zweite Bus ist erfahrungsgemäß jeweils weniger stark frequentiert. Bitte beachten Sie … … dass bei keiner Veranstaltung des Rheingau Musik Festivals (auch nicht bei Freiluftveranstaltungen) Tiere mit auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden dürfen. … dass die Freiluftveranstaltungen auf Schloss Vollrads bei jeder Witterung draußen stattfinden. Auf unserer Website können Sie sich für unseren kostenfreien Service der SMS-Regenwarnung anmelden.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Bitte beachten Sie, dass es auf Schloss Vollrads keine behindertengerechte Toilette gibt.

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Adressen aller Spielstätten 2017 Alte Lokhalle Mainz Mombacher Straße 78–80 55122 Mainz www.lokhalle-mainz.de Burg Schwarzenstein Relais & Châteaux Rosengasse 32 65366 Geisenheim-Johannisberg www.burg-schwarzenstein.de Casino-Gesellschaft Wiesbaden Friedrichstraße 22 65185 Wiesbaden www.casino-gesellschaft.de Domplatz Geisenheim Bischof-Blum-Platz 65366 Geisenheim Hessische Staatskanzlei Georg-August-Zinn-Straße 1 65183 Wiesbaden www.stk.hessen.de Hessisches Staatstheater Wiesbaden Christian-Zais-Straße 3 65189 Wiesbaden www.staatstheater-wiesbaden.de Hessische Staatsweingüter Domäne Rauenthal / Gutsausschank im Baiken Wiesweg 86 65343 Eltville am Rhein www.kloster-eberbach.de/weingut www.baiken.de 122 Hessische Staatsweingüter Domäne Steinberg 65346 Eltville am Rhein www.kloster-eberbach.de/weingut

Kongresshaus Kap Europa Osloer Straße 5 60327 Frankfurt am Main www.kapeuropa.de

Rettershof 65765 Kelkheim www.rettershof-kelkheim.de

Kurfürstliche Burg Eltville Burgstraße 1 65343 Eltville am Rhein

Ringkirche Wiesbaden Kaiser-Friedrich-Ring 7 65185 Wiesbaden www.ringkirche.de

Kurhaus und Kurpark Wiesbaden Kurhausplatz 1 65189 Wiesbaden www.wiesbaden.de

Schlachthof Wiesbaden Murnaustraße 1 65189 Wiesbaden www.schlachthof-wiesbaden.de

Kurpark Bad Homburg 61348 Bad Homburg vor der Höhe www.bad-homburg.de

Schloss Johannisberg 65366 Johannisberg www.schloss-johannisberg.de

Lutherkirche Wiesbaden Sartoriusstraße 16 65187 Wiesbaden www.lutherkirche-wiesbaden.de

Schloss Vollrads Vollradser Allee 65375 Oestrich-Winkel www.schlossvollrads.com

Marktkirche Wiesbaden Schlossplatz 4 65183 Wiesbaden www.marktkirche-wiesbaden.de

Theater Rüsselsheim Am Treff 7 65428 Rüsselsheim www.theater-ruesselsheim.de

Oranier-Gedächtnis-Kirche Lutherstraße 11 65203 Wiesbaden-Biebrich www.oranierkirche.de Pfarrkirche Heilig Kreuz „Rheingauer Dom“ Bischof-Blum-Platz 65366 Geisenheim www.kath-kirche-geisenheim.de Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt Pfarrgasse 1 65375 Hallgarten www.pastoraler-raum-eltville.de

Weingut Fritz Allendorf Kirchstraße 69 65375 Oestrich-Winkel www.allendorf.de Weingut Diefenhardt Hauptstraße 9 65344 Eltville-Martinsthal www.diefenhardt.de Weingut Baron Knyphausen Erbacher Straße 28 65346 Eltville am Rhein www.baron-knyphausen.de

Pfarrkirche St. Jakobus Kellerstraße 1 65385 Rüdesheim am Rhein

Weingut Künstler Geheimrat-Hummel-Platz 1A 65239 Hochheim am Main www.weingut-kuenstler.de

Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals Rheinallee 1 65375 Oestrich www.rheingau-musik-festival.de

Pfarrkirche St. Martin Am Markt 65391 Lorch am Rhein www.stadt-lorch-rheingau.de

Weingut Langwerth von Simmern Kirchgasse 6 65343 Eltville am Rhein www.langwerth-von-simmern.de

kING – Kultur und Veranstaltungshalle Ingelheim Neuer Markt 1 55218 Ingelheim am Rhein www.king-ingelheim.de

Pfarrkirche St. Peter und Paul Pfarrgasse 4 65719 Hofheim am Taunus www.st-peterundpaul-hofheim.de

Weingut J. Neus Bahnhofstraße 96 55218 Ingelheim am Rhein www.weingut-neus.de

Pfarrkirche St. Stephan Kleine Weißgasse 12 55116 Mainz www.st-stephan-mainz.de

Weingut Robert Weil Mühlberg 5 65399 Kiedrich www.weingut-robert-weil.com

Kloster Eberbach 65346 Eltville am Rhein www.kloster-eberbach.de


Exklusive Programmvorstellungen

Förderverein des Rheingau Musik Festivals

Exklusives 4-wöchiges Vorkaufsrecht

Fördern Sie uns! Probenbesuche und ausgewählte Konzerte Sie tragen zur kulturellen Vielfalt bei.

Als Mitglied unterstützen Sie das Festival mit einem Jahresbeitrag von 75 Euro für eine Einzelmitgliedschaft und 100 Euro für eine Partnermitgliedschaft. Wenden Sie sich gerne an Rebecca Zimmermann, Tel. 0 67 23 / 91 77 20 oder zimmermann@rheingau-musik-festival.de Einfach und bequem werden Sie Mitglied unseres Fördervereins auf www.rheingau-musik-festival.de

oder mit der Beitrittserklärung auf den auf Seite 82 folgenden Seiten.

Sie unterstützen, was Sie lieben.


Hotelempfehlungen Wiesbaden Dorint Hotel Pallas Wiesbaden Auguste-Viktoria-Straße 15 65185 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 33 06-0 Fax: 0 611 / 33 06-10 00 info.wiesbaden@dorint.com www.dorint.de

Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel Kranzplatz 12 65183 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 155-0 Fax: 0 611 / 155-111 info.wiesbaden@radissonblu.com www.radissonblu.de Rheingau

Hotel am Schlosspark Armenruhstraße 2 65203 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 609 36-0 Fax: 0 611 / 609 36-60 info@hotelamschlosspark-wiesbaden.de www.hotelamschlosspark-wiesbaden.de Hotel Nassauer Hof Wiesbaden Kaiser-Friedrich-Platz 3–4 65183 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 133-0 Fax: 0 611 / 133-632 info@nassauer-hof.de www.nassauer-hof.de Hotel Oranien Platter Straße 2 65193 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 18 82-0 Fax: 0 611 / 18 82-200 124 info@hotel-oranien.de www.hotel-oranien.de pentahotel Wiesbaden Abraham-Lincoln-Straße 17 65189 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 797-0 Fax: 0 611 / 761-372 info.wiesbaden@pentahotels.com www.pentahotels.com

Breuer’s Rüdesheimer Schloss Steingasse 10 65385 Rüdesheim am Rhein Tel.: 0 67 22 / 90 50-0 Fax: 0 67 22 / 90 50-50 info@ruedesheimer-schloss.com www.ruedesheimer-schloss.com Gästehaus Kloster Eberbach Kloster Eberbach 65346 Eltville am Rhein Tel.: 0 67 23 / 993-0 Fax: 0 67 23 / 993-100 gastronomie@kloster-eberbach.de www.kloster-eberbach.de/hotel-gastro Hotel Kronenschlösschen Rheinallee 65347 Eltville am Rhein Tel.: 0 67 23 / 64-0 Fax: 0 67 23 / 76-63 info@kronenschloesschen.de www.kronenschloesschen.de Hotel Nassauer Hof Kiedrich Bingerpforten Straße 17 65399 Kiedrich Tel.: 0 61 23 / 99 93-60 Fax: 0 61 23 / 99 93-61 00 info@hotel-nassauerhof.de www.hotel-nassauerhof.de

Hotel Schloss Reinhartshausen Hauptstraße 41 65346 Eltville am Rhein Tel.: 0 61 23 / 676-0 Fax: 0 61 23 / 676-400 info@schlosshotel-reinhartshausen.de www.schlosshotel-reinhartshausen.de Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein Rosengasse 32 65366 Geisenheim-Johannisberg Tel.: 0 67 22 / 99 50-0 Fax: 0 67 22 / 99 50-99 info@burg-schwarzenstein.de www.burg-schwarzenstein.de Taunus Schlosshotel Rettershof Rettershof 5 65779 Kelkheim Tel.: 0 61 74 / 290-90 Fax: 0 61 74 / 25 35-2 info@schlosshotel-rettershof.de www.schlosshotel-rettershof.de

Touristische Auskünfte und Informationen für die gesamte Region

Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH Tel.: 0 67 23 / 60 27 20 www.kulturland-rheingau.de tourist@kulturland-rheingau.de Kein Verkauf von Eintrittskarten für das Rheingau Musik Festival


Werden Sie unser Partner! Engagieren Sie sich als Sponsor oder privater Förderer beim Rheingau Musik Festival

Catharina Lerch Stefanie Jerger

Christian Fuchs Annabelle Novotny

Helfen Sie mit, die kulturelle Vielfalt der Region zu bereichern. Profitieren Sie vom Image einer internationalen Kulturmarke. Und werden Sie Teil unserer begeisterten Festivalfamilie! Wir beraten und informieren Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten Ihres Engagements. Unsere Sponsoring-Möglichkeiten erlauben Ihnen eine umfangreiche Markenpräsenz und zahlreiche kommunikative und individuelle Leistungen rund um die Konzerte. Kommen Sie auf uns zu: Tel. 0 67 23 / 91 77 38 oder sponsoring@rheingau-musik-festival.de Weitere Informationen unter www.rheingau-musik-festival.de


AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind Grundlage und Bestandteil jeder vertraglichen Vereinbarung zwischen der Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH sowie allen Unternehmen der Rheingau Musik Festival Gruppe (nachfolgend kurz „RMF“ genannt) und dem Kunden. Kartenbestellung, -verkauf Mit der Kartenbestellung bei RMF, spätestens bei Vertragsschluss durch Zahlung der Karten, akzeptiert der Kunde die AGB des RMF. Alle Angebote des RMF sind freibleibend, sofern im Angebot nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Sämtliche Ausschreibungen im Internet, in Medien und Prospekten sind lediglich Aufforderungen an den Kunden zur Einholung eines konkreten Angebots durch Kartenbestellung. Verträge zwischen RMF und dem Kunden kommen erst mit Zahlung der Karten (Eingang des Kaufpreises bei RMF) zustande. Auf die Kartenbestellung des Kunden übersendet RMF dem Kunden ein konkretes Angebot unter Beifügung einer Rechnung. Der Kunde nimmt das Angebot mit Zahlung der Rechnung innerhalb des auf der Rechnung vermerkten Zahlungsziels an. Der Versand der Karten erfolgt nach Zahlungseingang. Maßgeblich ist das Datum des Zahlungseingangs. Zahlt der Kunde die Rechnung innerhalb der Zahlungsfrist nicht, ist das Angebot des RMF hinfällig und die angebotenen Karten werden wieder in den freien Verkauf gegeben. Alle Kartenpreise verstehen sich zzgl. einer Systemgebühr von 1,30 Euro pro Karte. Der Umfang der vertraglichen Leistungsverpflichtungen ergibt sich ausschließlich aus dem konkreten Angebot des RMF sowie diesen AGB. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern, bedürfen einer ausdrücklichen Bestätigung. Im Rahmen des Vertragsgegenstandes bestimmt und verantwortet RMF, 126 wie der Vertrag ausgeführt wird. Nachträgliche Änderungen einer Bestellung sind nach Zustandekommen des Vertrages (Zahlung des Kaufpreises) nicht möglich. Es besteht kein Anspruch auf Rücknahme oder Umtausch von Karten für nicht wahrgenommene Konzerte. Beim Erhalt der Rechnung und/oder Eintrittskarte(n) sind die aufgedruckten Angaben (Vorstellung, Preisgruppe, Datum, Uhrzeit) im eigenen Interesse sofort zu überprüfen. An der Tageskasse kommen Restkarten eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung zum Verkauf. Hinterlegte Karten müssen spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden. Für in Verlust geratene Eintrittskarten wird seitens des RMF kein Ersatz gewährt. Der Erwerb von Eintrittskarten zum Weiterverkauf ist grundsätzlich untersagt. Ausnahmen hiervon bedürfen einer vorherigen schriftlichen Zustimmung des RMF.

Auch auf dem Veranstaltungsgelände ist ausschließlich das RMF bzw. eine von ihm beauftragte Person (Firma) zum Verkauf von Eintrittskarten sowie von Waren und Dienstleistungen berechtigt. Besetzungs- und Programmänderungen, Veranstaltungsverlegung, -absage, Sichtbehinderung Unwesentliche Besetzungs- und Programmänderungen berechtigen nicht zum Rücktritt vom Vertrag, zur Rückgabe der Karten oder zur Minderung des Kaufpreises. Bei Absage einer Veranstaltung wird gegen Vorlage der Eintrittskarte innerhalb einer Frist von einem Jahr nach dem Termin der Veranstaltung der Kaufpreis (ohne Systemgebühr) vom RMF zurückerstattet. Gleiches gilt, wenn eine Veranstaltung auf einen anderen Termin verlegt wird und der Kunde die Veranstaltung an diesem Ersatztermin nicht besucht. Sollte eine bereits laufende Veranstaltung aus vom RMF nicht zu vertretenden Gründen abgebrochen werden müssen, kann nur dann eine (teilweise) Rückerstattung des Kaufpreises erfolgen, wenn weniger als die Hälfte der Veranstaltung stattgefunden hat. Das RMF behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. Auf den Plätzen der niedrigeren Preiskategorien muss insbesondere in den Kirchen damit gerechnet werden, dass die Sicht teilweise erheblich und in manchen Fällen vollständig behindert wird. Dies berechtigt weder zur Minderung noch zum Schadensersatz oder Rücktritt vom Vertrag. Durch Kameras oder technische Aufbauten können Sichtbehinderungen entstehen. Freiluftveranstaltungen Das RMF behält sich vor, den Beginn der Aufführung aus wetterbedingten Gründen zeitlich zu verschieben. Sofern Freiluftveranstaltungen in einen Saal verlegt werden müssen, kann eine Übereinstimmung der Bestuhlungspläne im Hinblick auf die Qualität des einzelnen Sitzplatzes nicht gewährleistet werden. Für einige Veranstaltungen werden zusätzliche so genannte Schönwetterkarten ausgegeben. Diese verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Veranstaltung in einen Raum verlegt wird. Der Kunde erhält gegen Vorlage dieser Karte vom RMF den gezahlten Kaufpreis (ohne Systemgebühr) zurückerstattet. Bei unsicherer Witterung kann sich der Kunde unter www.rheingau-musik-festival.de informieren, ob und wo die Veranstaltung stattfindet. Darüberhinaus hat der Kunde die Möglichkeit, den RMF-Service „SMS Regenwarnung“ zu nutzen. Dazu kann der Kunde bis spätestens sieben Stunden vor Veranstaltungsbeginn auf der oben genannten Internetseite seine Handy-Nummer angeben (Eingabefeld jeweils rechts unten auf der Seite der jeweiligen Veranstaltung), um sich kurzfristig über witterungsbedingte Änderungen im Programmablauf oder der Spielstätte der Veranstaltungen informieren zu lassen.

Späteinlass, Bild- und/oder Tonaufnahmen Verspäteter Einlass kann nur in einer Veranstaltungspause gewährt werden. Bei Veranstaltungen ohne Pause gibt es keinen Späteinlass. Die Eintrittskarte verliert beim Verlassen des Veranstaltungsgeländes ihre Gültigkeit. Ton-, Foto-, Film- und Videoaufnahmen vor, während und nach der Veranstaltung auf dem Veranstaltungsgelände, auch für den privaten Gebrauch, sind untersagt. RMF ist berechtigt, derart hergestellte Aufnahmen an sich zu nehmen oder, soweit technisch möglich, zu löschen. Für den Fall, dass während einer Vorstellung Bild- und/ oder Tonaufnahmen durch dazu berechtigte Personen gemacht werden, erklärt sich der Besucher mit dem Erwerb der Eintrittskarte damit einverstanden, dass er evtl. in Bild und/oder Wort aufgenommen wird und die Aufzeichnungen ohne Anspruch auf Vergütung veröffentlicht und verwertet werden dürfen. Sonstiges Die Mitnahme von Tieren auf das Veranstaltungsgelände ist nicht gestattet. Vor Konzertbeginn sind Signalfunktionen von elektronischen Armbanduhren abzustellen und Mobiltelefone auszuschalten. Den Anweisungen des vom Veranstalter eingesetzten Personals ist Folge zu leisten. Innerhalb des Festivals gibt es Spielstätten, die über eingeschränkte Parkmöglichkeiten verfügen. Es empfiehlt sich, dies bei der Planung der Anreise zu berücksichtigen. Längere Fußwege sind nicht auszuschließen. Das RMF haftet grundsätzlich nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten besteht die Haftung auch bei einfacher Fahrlässigkeit, jedoch begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Ansprüche für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleiben von vorstehenden Beschränkungen unberührt. In Bezug auf die Haftung des RMF für das Handeln ihrer Erfüllungsgehilfen gilt Vorgenanntes entsprechend. Der Kunde nimmt die Leistung des RMF grundsätzlich auf eigene Gefahr in Anspruch. Ansprüche gegen Sponsoren des RMF sind grundsätzlich ausgeschlossen. Sponsoren tragen keine Verantwortung für die Organisation und Durchführung der gesponserten Veranstaltung und haften Dritten, insbesondere Besuchern und Lieferanten der gesponserten Veranstaltung, gegenüber nicht. Kunden werden ihre Ansprüche ausschließlich gegenüber dem RMF geltend machen. Es gilt ausschließlich Deutsches Recht. Erfüllungsort und Gerichtsstand sämtlicher Ansprüche aus diesem Vertrag ist Oestrich-Winkel. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise nichtig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der anderen Bestimmungen hiervon unberührt.


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// Leipzig

© Maxim Schulz

© Oper Leipzig – Tom Schulze

© Felix Bröde / DG

// Hamburg

// 23.–26. März 2017

// 16.–18./19. Mai 2017

Donnerstag, 23. März

Dienstag, 16. Mai

Individuelle Anreise zum Hotel Fürstenhof Leipzig. Begrüßungscocktail. 20.00 Uhr Gewandhaus: Lang Lang Debussy: Ballade; Liszt: Sonate h-Moll S 178 Albéniz: Suite española op. 47/1–5,8 Granados: Suite »Goyescas« op. 11 (Auszüge) Falla: Danza ritual del fuego

Individuelle Anreise zum Hotel The Westin Hamburg. Begrüßungscocktail. 19.00 Uhr Staatsoper Hamburg: Ballett »Peer Gynt« von John Neumeier Musik: Alfred Schnittke; Dirigent: Markus Lehtinen Philharmonisches Staatsorchester Hamburg; Hamburg Ballett John Neumeier

Freitag, 24. März Ausflug nach Eisleben und Mansfeld auf den Spuren von Martin Luther inkl. Mittagessen 19.30 Uhr Oper Leipzig: Ballett »Die Große Messe« Choreographie: Uwe Scholz Leitung: Christoph Gedschold Gewandhausorchester, Opernchor Leipziger Ballett, Gesangssolisten Musik: Mozart: Messe c-Moll, KV 427; Adagio und Fuge c-Moll, KV 546; Motette »Ave verum corpus«, KV 618 sowie von Jahn, Kurtág, Pärt.

Samstag, 25. März Führung Mendelssohn Bartholdy inkl. Mendelssohn-Haus und Sonderkonzert. Fakultativ: 17.00 Uhr Oper Leipzig: Siegfried von Richard Wagner Dirigent: Ulf Schirmer; Insz.: R. Gilmore

Sonntag, 26. März Nach dem Frühstück individuelle Abreise.

PREIS P.P. € 1.060 DZ € 1.350 EZ € 75 AUFPREIS »SIEGFRIED« Leistungen: 3 ÜB/FR im Hotel Fürstenhof Leipzig, Begrüßungscocktail, gute Konzert- und Ballettkarten inkl. Transfers, Sonderkonzert, Besichtigungen, 1 x Mittagessen, individuelle An-/Abreise. Aufpreis Karte (1. Kategorie) für »Siegfried«: € 75. Reisebedingungen: Angebotsreise mit Sondertarifen.

Mittwoch, 17. Mai Hafencity und Speicherstadt inkl. Mittagessen im exquisiten Restaurant »Carls«. 20.00 Uhr Elbphilharmonie: Academy of St Martin in the Fields Tomo Keller, Violine und Leitung; Kit Armstrong, Klavier Britten: Variations on a theme by F. Bridge op. 10 Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 482, Sinfonie Es-Dur KV 543

Donnerstag, 18. Mai Nach dem Frühstück individuelle Abreise oder Verlängerung: 19.30 Uhr Staatsoper Hamburg: Lucia di Lammermoor von Donizetti Dirigent: Pier Giorgio Morandi Mit A. Bogdanchikov, K. Tretyakova, D. Nurgeldiyev…

PREIS P.P. € 860 DZ BIS 18.05. € 1.180 EZ BIS 18.05. € 1.140 DZ BIS 19.05. € 1.580 EZ BIS 19.05. € 60 AUFPREIS DELUXE-ZIMMER/ NACHT Leistungen: 2 bzw. 3 ÜB/FR im Hotel The Westin Hamburg (Premium-Zimmer auf Anfrage), Begrüßungscocktail, gute Opern-/Konzertkarten inkl. Transfers, Führung Hafencity und Speicherstadt inkl. Mittagessen, versierte Reiseleitung. Reisebedingungen: Angebotsreise mit Sondertarifen.

Freitag, 19. Mai Nach dem Frühstück individuelle Abreise

ADAC Musikreisen für die Freunde des Rheingau Musik Festivals


© Jiuguang Wang

© Fotolia

© Dollarphotoclub

// Barcelona

// Eisenach – Musikfest Luther

// 20.–23. Juni 2017

// 28. April–01. Mai 2017

Dienstag, 20. Juni

Freitag, 28. April

11.05 Uhr Flug Frankfurt–Barcelona (an 13.05 Uhr). Transfer zum Hotel Avenida Palace. Stadtrundgang und gemeinsames Tapas-Abendessen.

Mittwoch, 21. Juni Führungen im Palau de la Música Catalana & Miro Museum inkl. Mittagessen 20.30 Uhr Palau de la Música Catalana: Le Concert des Nations mit Jordi Savall Mozart: Sinfonía núm. 39, KV 543; Sinfonía núm. 40, KV 550; Sinfonía núm. 41, KV 551, »Júpiter«

Donnerstag, 22. Juni »Auf den Spuren von Gaudí« inkl. Mittagessen und Besuch der weltberühmten Sagrada Familia. 20.00 Uhr Gran Teatre del Liceu: Don Giovanni von Mozart Dirigent: Josep Pons; Regie: Kasper Holten Mit C. Álvarez, E. Halfvarson, V. Goikoetxea…

Freitag, 23. Juni Bei einer Stadtrundfahrt sehen Sie das UNESCO-Weltkulturerbe von Barcelona und besichtigen das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau sowie das maritime Barcelona. Anschließend Fahrt zum Flughafen. 15.50 Uhr Abflug nach Frankfurt (an 18.00 Uhr).

PREIS P.P. € 1.860 DZ € 2.120 EZ=DZ € 1.960 JUNIORSUITE € 2.290 JUNIORSUITE=EZ Leistungen: 3 ÜB/FR im Hotel Avenida Palace, gute Opern-/ Konzertkarten inkl. Transfers, Besichtigungen und Führungen, 1 x Abend- und 2 x Mittagessen lt. Programm, versierte Reiseleitung, Flug Frankfurt–Barcelona– Frankfurt mit LH (Economy Class) inkl. Flughafentransfers zu den angegebenen Zeiten. Reisebedingungen: Angebotsreise mit Sondertarifen. Andere Abflughäfen auf Anfrage

Beratung und Buchung ADAC Hessen-Thüringen, Musikreisen Telefon: (069) 66 07 83-01/-07 E-Mail: oper@hth.adac.de www.adac-musikreisen.de

Individuelle Anreise zum Steigenberger Hotel Thüringer Hof. Begrüßungscocktail. 19.30 Uhr Georgenkirche: Dresdner Kreuzchor Leitung: Roderich Kreile J. S. Bach: »Komm, Jesu, komm« BWV 229 Brahms: »Es ist das Heil uns kommen her« op. 29 Schütz: »Das ist je gewisslich wahr« SWV 388 u. a. Werke

Samstag, 29. April Führung Luther in Eisenach inkl. Mittagessen 19.30 Uhr Wartburg: Jörg Widmann Quartett J. Widmann, Klarinette; R. Rilling, Violine; Y. Gil, Klavier; D. Adorján, Violoncello J. S. Bach: Chor »Oh Mensch, bewein dein Sünde groß«; Choral »Ach Herr lass dein lieb’ Engelein« aus Johannespassion BWV 245 Messiaen: Quatuor pour le fin de temps

Sonntag, 30. April Ausflug Schmalkalden & Wilhelmsthal Luther-Führung in Schmalkalden inkl. Mittagessen. 15.00 Uhr Kirche St. Georg/Schmalkalden: Flautando Köln – Lesung: Martin Brambach Musik und Texte um Martin Luther Werke von Praetorius, di Lasso, Luther u. a. Weiterfahrt nach Wilhelmsthal. 17.00 Uhr Schloss Wilhelmsthal: Luthers Laute F. Vitzthum, Countertenor; J. Behr, Laute Werke von L. Senfl, H. Neusidler, J. de Prez u. a.

Montag, 01. Mai Nach dem Frühstück individuelle Abreise.

PREIS P.P. € 690 DZ € 810 EZ Leistungen: 3 ÜB/FR im Steigenberger Hotel Thüringer Hof, Begrüßungscocktail, gute Konzertkarten inkl. Transfers, Besichtigungen und Führungen inkl. Mittagessen, individuelle An-/Abreise. Reisebedingungen: Angebotsreise mit Sondertarifen.


Impressum Veranstalter Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH Rheinallee 1, 65375 Oestrich-Winkel www.rheingau-musik-festival.de info@rheingau-musik-festival.de

Mitgliedschaften • American Chamber of Commerce in Germany e. V. • European Festivals Association, Brüssel • Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. • Marketing Club Frankfurt

Karten- und Infotelefon 0 67 23 / 60 21 70

• Verband der Deutschen Konzertdirektionen e. V., München

Schirmherr Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen

Kuratorium Vorsitzender des Kuratoriums Roland Koch, Ministerpräsident a. D.

Intendant und Geschäftsführer Michael Herrmann Verwaltungsleitung Burkhard Scheuer Assistenz der Geschäftsführung / Förderverein Rebecca Zimmermann Programmplanung Lisa Ballhorn, Timo Buckow Dramaturgie Markus Treier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sabine Siemon Assistenz Dramaturgie und PR Daniel Juch

130

Sponsoring Stefanie Jerger (Leitung), Catharina Lerch, Annabelle Novotny Sponsoring und Kommunikation Christian Fuchs Künstlerisches Betriebsbüro Philip Niggemann (Leitung), Michael Schwierzy (Leitung), Julia Waibel Technische Leitung Jens Miska Buchhaltung Ulrike Püttner

Gründungsvorsitzende des Kuratoriums Tatiana Fürstin von Metternich-Winneburg † 2006 Tarek Al-Wazir, Wiesbaden Dirk Beese, Wiesbaden Prof. Dr. Wilhelm Bender, Frankfurt Martin J. Blach, Eltville Michael Boddenberg, Wiesbaden Ulrich Brass, Aschaffenburg Detlef Braun, Frankfurt Hans-Dieter Brenner, Usingen Dr. h. c. Udo Corts, Frankfurt Hans Eichel, Kassel Gabriele Eick, Frankfurt Dr. Karl Graf zu Eltz, Eltville Prof. Christoph Eschenbach, Washington / Paris Michael Fabich, Wiesbaden Matthias Feltz, Frankfurt Prof. Dr. Stephan Frucht, Berlin Katherine Fürstenberg-Raettig, Frankfurt Sven Gerich, Wiesbaden Tanja Gönner, Eschborn Thomas Götzfried, Wiesbaden Herbert Hans Grüntker, Frankfurt Enoch Baron zu Guttenberg, Schloss Guttenberg Dr. Peter Hanser-Strecker, Mainz Dr. Matthias Hildner, Wiesbaden Günter Högner, Wiesbaden Rainer Huber, Offenburg Hartmuth Alexander Jung, Wiesbaden Dr. Franz Josef Jung, Eltville / Berlin Heinz-Jürgen Kallerhoff, Wiesbaden Thorsten Klindworth, Wiesbaden Klaus-Peter König, Hochheim Manfred Krupp, Frankfurt Eva Kühne-Hörmann, Wiesbaden

Harald Lemke, Bonn Paul Meuer, Geisenheim Hans-Joachim Michel, Frankfurt Folke Mühlhölzer, Wiesbaden Tina Müller, Rüsselsheim Dr. Andreas Muschter, Wiesbaden Maja Oetker, Bielefeld Kai Ostermann, Bad Homburg Dr. Helmut Reitze, Duisburg Florian Rentsch, Wiesbaden Frank Riemensperger, Kronberg Prof. Knut Ringat, Hofheim Thomas Rodermann, Frankfurt Thorsten Schäfer-Gümbel, Wiesbaden Ervin Schellenberg, Wiesbaden Dr. Stefan Schulte, Frankfurt Michael Siebold, Frankfurt Dr. Heinz-Dieter Sommer, Frankfurt Carsten Spohr, Frankfurt Dr. Heinz-Georg Sundermann, Wiesbaden Ruth Wagner, Darmstadt Prof. Jürgen Weber, Frankfurt Wilhelm Weil, Kiedrich Dr. Theodor Weimer, München Ernst Welteke, Kronberg Dr. Hans-Henning Wiegmann, Schlangenbad Axel Wintermeyer, Wiesbaden Michael C. Wisser, Frankfurt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Stuttgart Vorstand Rheingau Musik Festival e. V. Claus Wisser (Vorsitzender), Kurt Bischof, Ute Herrmann, Wolfgang Schleicher, Hans-Burkhardt Ullrich Festivalmagazin 1/2017 Herausgeber: Rheingau Musik Festival e. V. Verleger: Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH Erscheinungsweise: viermal jährlich Redaktion: Markus Treier, Daniel Juch Texte: Daniel Juch, Judith Kissel, Ilona Schneider, Ruth Seiberts, Markus Treier Titelfoto: Robbie Lawrence Gestaltung: Q Kreativgesellschaft, Wiesbaden Herstellung: Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH, Mörfelden-Walldorf Auflage: 85.000 Stand: 11. Januar 2017 (Änderungen vorbehalten)


Ihre LOTTOCard, Ihr Vorteil beim Rheingau Musik Festival! Sie sind Besitzer der kostenfreien LOTTOCard, der Kundenkarte von LOTTO Hessen? Dann profitieren Sie doch einfach von Ihrem LOTTO-Rabatt beim Rheingau Musik Festival. Wie das geht? Ab fünf Tage vor einer Veranstaltung gibt’s im Ticketbüro des Rheingau Musik Festivals unter der Telefonnummer 0 67 23 / 60 21 70 um 20 Prozent rabattierte Eintrittskarten*. Nur und exklusiv für Inhaber der LOTTOCard. Ihre LOTTOCard, Ihr Vorteil!

*Solange der Vorrat reicht. Die Abholung erfolgt an der Abendkasse gegen Vorlage der LOTTOCard. Die Regelung ist auf bis zu sechs Tickets pro Person und Konzertveranstaltung begrenzt.

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Š Michael Herrmann

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