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Sportguide Winter 2019, Ausgabe 2/2019

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Editorial s ist manchmal gar nicht so

E

über die Freeride World Tour geschrie-

leicht, sich Ausgabe für Aus-

ben. Erstmals zeigen wir die Fahrerin-

gabe, Winter für Winter, etwas

nen und Fahrer, die sich auf dieses toll-

Neues zu überlegen, worüber man

kühne Abenteuer einlassen, damit sich

schreiben könnte, wenn die Welt, über

unsere Leser ein besseres Bild von

die man berichten sollte, sich kaum zu

ihnen machen können.

verändern scheint. Jedes Jahr stehen die selben Sportarten, dieselben Events

Ein Grossteil der Ausgabe widmen wir

und dieselben Produkte.

dem Ski Alpin Sport und den zahlreichen Athletinnen und Athleten und

1002 handmade Skis

deren Saisonaussicht und Verfassung.

Als Boutique-Verlag und kleines Unter-

Daneben haben wir verschiedene um-

nehmen ist es mir ein Herzenswunsch,

fangreiche Berichte über Skiregionen

über solch kleine Unternehmen und

und Wintersportferien verfasst. Beson-

Erfinder zu schreiben, die mit viel mehr

ders spannend könnte die Story über

Innovation und Kreativität gegen die

einige Geheimtipps sein, denn es gibt

unsagbare Übermacht der grossen Ski-

viel mehr zu entdecken als immer die-

marken ankämpfen. Es ist kaum zu

selben bekannten Wintersport-Desti-

glauben, dass trotz rückläufigem Markt

nationen.

immer wieder neue Skimarken auf den Markt gebracht werden, obwohl doch

Ich hoffe, die Ausgabe gefällt unseren

eigentlich gar kein Platz für sie besteht.

Leserinnen und Lesern. Eure/Ihre An-

Unser riesiger Erfolg mit der Story

regungen nehmen wir gerne entgegen.

„1001 handmade Skis” anno 2015 und

Viel Spass mit der Ausgabe!

der veränderte Markt in diesem speziellen Segment hat uns veranlasst, eine Fortsetzungsstory über die wagemuti-

Der Herausgeber Rolf Fleckenstein

gen Skibauer der Gegenwart zu schreiben. Nach 1001 folgt 1002, deshalb lautet die diesjährige Story „1002 handmade Skis”, logisch. Freeride World Tour mit Gesicht Manchmal denken auch wir an die einfachsten Dinge nicht. Wir haben schon

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Freeride World Tour Einer der verrücktesten Events im Wintersport geht auch 2020 über die Bühne. An 5 Standorten auf der ganzen Welt stürzen sich die Todesmutigen in die Tiefe. Wir zeigen die Fahrer, die Resultate und die Termine.

28 10 Generationswechsel im Ski Alpin Der Generationenwechsel im Ski Alpin Sport ist in vollem Gange. Grosse Namen wie Marcel Hirscher, Lindsey Vonn oder Aksel Lund Svindal sind abgetreten. Und die Jungen rücken nach und füllen die entstandenen Lücken.

1002 handmade Skis Nachunserem 1. Bericht „1001 handmade Skis” anno 2015 folgt in dieser Ausgabe der Folgebericht. Dabei sind zahlreiche neue kleine Skimarken entstanden. Wer wie einzuschätzen ist, hier unser Bericht.

38 Ski-/Winterbekleidung Was die Marken Unleash Your Nature (UYN) und Helly Hansen diesen Winter neues anzubieten haben, stellen wir kurz vor. Daneben machen wir gerne auf den Wettbewerb von UYN mit Didier Cuche aufmerksam.

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Traumpisten Wir stellen einige der schönsten und bekanntesten Skiregionen der Welt vor, die echte Traumpisten bieten, aber auch viel Unterhaltung, eine gehobene Gastronomie und stylishe Hotels.

Inhalt 4

Dies&Das Allerlei Spannendes & Neues aus der Welt des Wintersports

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Ski-Neuheiten

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Ski Alpin Der Generationswechsel hat begonnen

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Ski Alpin Athletinnen & Athleten Unser Kurzportrait von 30 Fahrern

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Freeride World Tour Meeting der Extremisten

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UYN - funktioneller Lifestyle & Didier Cuche

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Helly Hansen Odin

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Skimarkt 2019/20 - 1002 handmade Skis 54 swiss massiv 55 R11 56 Radical 58 RTC 60 Opera 62/63 five star ski, Zero 64 Skilogik, Limpid, Anavon 65 Core, Bogner/Indigo, Vist 66 AK 68/69 Timbaer, Marc-Ski, Zai 70 Original+, Ünique, Virus

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Luxusskivergnügen & echte Traumpisten 74 Cortina d’Ampezzo 76 Ski Arlberg 78 Kitzbühel 80 Sölden/Ötztal 82 Stubaier Gletscher 84 Ischgl 86 Ski Big 3 / Kanada

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Kaiserwinkl Langlaufen wie ein Kaiser

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4 Geheimtipps für ihre Skiferien Unentdeckte Skiregionen

72 Geheimtipps Für einmalstellen wir einige ausgesuchte Skiregionen und Winterdestinationen vor, die über keine grossen klingenden Namen verfügen, aber die dafür die Ruhe und Abgeschiedenheit bieten, welche viele Leute suchen.

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Gsiersertal Ein Winteridyll

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Winterferien-News

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Impressum

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Ski Alpin

Der Generationenwechsel hat begonnen Nicht nur der RĂźcktritt von Superstar Marcel Hirscher macht dies deutlich, nein auch der Abgang von Stars wir Aksel Lund Svindal, Frida Hansdotter und anderen haben LĂźcken hinterlassen. Dazu kommt, dass junge Fahrerinnen und Fahrer mit viel Ehrgeiz in die neue Saison starten und selbst alte Hasen alt aussehen lassen. Ein gutes Beispiel die Auftaktsiegerin Alice Robinson aus Neuseeland. Der Generationenwechsel im Ski Alpin ist in vollem Gange. von Rolf Fleckenstein


Bild: Am 4.09.2019 gibt der erfolgreichste Skirennfahrer der Gegenwart, der Österreicher Marcel Hirscher, seinen Rßcktritt vom aktiven Skirennsport während seiner eigens dazu angesetzten Pressekonferenz bekannt.


Henrik Kristoffersen

Kämpfertyp Zum Saisonstart in Sölden legte Kristoffersen mit Platz 18 einen Fehlstart hin. Der skandinavische Sunnyboy aus dem hohen Norden hängt die Latte dennoch hoch. Der Norweger wird in der aktuellen Saison garantiert noch einmal oben angreifen. Denn der Wikinger ist ein Kämpfertyp und will den Frust ganz schnell abschütteln. Nach dem Hirscher-Aus peilt der 25jährige selbstverständlich die Kristallkugel an. Als Hauptkonkurrenten hat er Alexis Pinturault und Dominik Paris auf dem Zettel.

Alexis Pinturault

In Topform Mit dem souveränen Sieg beim Riesenslalom in Sölden legte Pinturault bereits für die aktuelle Saison vor. Der 28jährige konnte sich auf dem Rettenbachgletscher deutlich von der Konkurrenz absetzen. Nach dem Rücktritt des achtfachen Gesamt-weltcupsiegers Marcel Hirscher gilt Pinturault als sein bisher stärkster Konkurrent nicht nur in Fachkreisen als einer der heißesten Aspiranten auf den Weltcuptitel.

Dominik Paris

Streif-Legende Super-G-Weltmeister Dominik Paris zählt zu den Favoriten auf den Gesamtweltcup und der Speed-Italiener wird auch in der aktuellen Saison wieder oben angreifen. Der dreifache Streif-Gewinner und Kitzbühel-Sieger 2019 gehört eindeutig zum heißen Kreis der Aspiranten auf die Kugel. Wie er letzten Januar die HahnenkammAbfahrt hinunter jagte, zeigte Mut, unbezwingbaren Willen und Kaltschnäuzigkeit.

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Beat Feuz

Abfahrt-Ass Der Schweizer Beat Feuz kann darauf hoffen, die Königsdisziplin zu verteidigen. Als Gesamtsieger 2018 und 2019 geht er auch 2020 als klarer Favorit auf die Kristallkugel in der Abfahrtsdisziplin ins Rennen. Als größte Ziele der Saison benennt der gebürtige Emmentaler heuer zwei Erfolge bei den Abfahrtsklassikern: „Die Gamsjagd in Kitzbühel und ein Erfolg in Wengen“ hat Beat im Visier.

Ramon Zenhäusern

2-Meter-Athlet Der Schweizer Slalom-Profi und Ski-Riese Ramon Zenhäusern, der die Konkurrenz meist auch ganz ohne Treppchen überragt, beginnt die neue Saison erst Ende November jenseits des Polarkreises im finnischen Levi. Hält Ramon an seiner Topform fest, kann er in der aktuellen Saison, in der mangels anderer Wettbewerbe alles vom Weltcup abhängt, gewiss ein Wörtchen bei den Top-Plätzen mitreden. Der Walliser lehnt es ab, große Ziele heraus zu posaunen. Dennoch ist damit zu rechnen, dass er unter die Top 7 fährt.

Mikaela Shiffrin

Rekordjägerin Kann die US-Amerikanerin heuer an die Rekordsaison des Vorjahres anknüpfen? In der Vorsaison gewann Mikaela Shiffrin den Gesamtweltcup mit deutlichem Vorsprung. Beim Riesentorlauf in Sölden fuhr Schiffrin heuer nur auf Platz zwei, den Slalom im finnischen Levi gewann sie aber schon wieder mit deutlichem Abstand. Kann Mikaela an den Erfolg der letzten Saison anknüpfen, oder kann ihr Wendy Holdener ein Schnippchen schlagen? Neben ihrer Paradedisziplin Slalom sind von Mikaela Shiffrin auch in anderen Rennen wieder Erfolge zu erwarten.

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Freeride World Tour

Meeting der Extremisten Wer sich freiwillig beinahe in den Tod stürzt und die steilsten Hänge unberührter Bergwelten auf zwei Skiern runter tänzelt, ist entweder verrückt oder einer der wenigen Teilnehmer der Freeride World Tour. Auch diese Saison geben sich die Extremisten die Ehre und beweisen an fünf Standorten auf der ganzen Welt, wer am coolsten die Hänge runter gleitet und die Gefahr der unbekannten Tiefschneewelt überlebt. von Rolf Fleckenstein


Ski-Markt 2019/20

1002 handmade Skis Nach unserem Riesenerfolg mit unserem Bericht 1001 handmade Skis anno 2015 folgt nun der Folgebericht. Trotz schrumpfenden Marktes kommt es immer mehr Menschen in den Sinn, eine eigene Skimarke aus der Taufe zu heben und auf den Markt zu bringen. Es sind diese kleinen Skifirmen, die mit ihren Ideen den Markt beleben und bereichern. Viele von ihnen produzieren auf bescheidenem Raum mit viel Leidenschaft ihre handgefertigten Ski. Leider zeigt sich bei Neueinsteigern gerne Fehler, die sie (beinahe) den Erfolg kosten. FĂźr den Konsumenten bedeutet der Mut solcher Skibauer eine faszinierende Vielfalt am Markt. Auf den folgenden Seiten berichten wir Ăźber aktuelle handmade Skimarken und solche, die von sich behaupten, es zu sein. von Rolf Fleckenstein


Bild: René Unternährer ist mit seiner Marke „swiss massiv’ einer der wenigen Skihersteller in der Schweiz, der seine Skier in Eigenproduktion herstellt und dafür einen hohen Aufwand betreibt, um seinen Kunden am Ende einen Ski mit hoher Verarbeitungsqualität zu liefern.


W

as bedeutet „handmade” bei der Herstellung eines Skis? Der Begriff selbst ist geradezu irreführend, werden doch bei jeder Skiproduktion Hände eingesetzt. Es gibt hier keine offizielle Definition. Doch was ist unter einem „handmade Ski” zu verstehen. Im Grundsatz geht es darum, sich von der Massenproduktion zu unterscheiden und damit auch eine hohe Qualität zu kommunizieren. Aus Sicht des Konsumenten wird unter dem Begriff ein hochwertiger Ski verstanden, der mit sorgfältigster Handarbeit hergestellt wurde. Doch wo ist die Grenze, wie viel Handarbeit erlaubt die Bezeichnung „handmade” und wo ist die Bezeichnung nicht mehr gerechtfertigt? Zur Handhabung dieses Begriffes gibt es keine Vorschriften oder Vereinbarungen. Und deshalb ist dies auch für mich schwierig zu beurteilen, welche Marke man tatsächlich als handmade bezeichnen würde und welche nicht und es braucht dazu auch einige Recherche. Gerade kleine Skimarken und Hersteller verwenden den Begriff „handmade”, auch um sich von der maschinell betriebenen Massenproduktion zu unterscheiden, wie man sie von grossen Skimarken kennt, die in riesigen Werken tausende und abertausende Ski am Tag produzieren. Was ist handmade? Der Begriff „handmade” bei der Ski-Produktion ist schwierig zu definieren. Sicherlich schliesst der Begriff mit ein, dass der Hersteller ein eigenes Skikonzept und/oder eine eigene Skiform verwendet, um einen Ski zu fertigen, den es im Markt bisher nicht gibt. Beim Skikonzept kommt die spezifische Materialverwendung

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Bilder: René Unternäher bei verschiedenen Arbeitsschritten, damit ein Ski von swiss massiv entsteht (linke Seite), Mark Farner (rechts oben) und Flo Hösli (rechts unten) bei der Produktion eines Radical Skis.

und -komposition dazu, bei der Wert auf den Einsatz von hochwertigen Materialien gelegt wird. Handmade bedeutet weiter, dass nicht irgendwelche Mitarbeiter von irgendwoher in irgendeiner Fabrik verschiedene Lagen in die Form legen und dann Schluss, sondern dass Skibauer, Schreiner oder zumindest sehr erfahrene und gut geschulte Mitarbeiter zahlreiche Arbeitsschritte präzise und mit hoher Sorgfalt durchführen, die zum grossen Teil händisch und mit einem hohem Aufwand durchführen. Die Arbeits-

schritte selbst sind häufig viel intensiver und aufwendiger. Beispielsweise werden Massenski relativ kurze Zeit in der Form gepresst, wogegen kleine Hersteller ihre Skier gut eine Stunde oder sogar noch länger pressen und dann in aller Ruhe kühlen und nicht schock kühlen wie in der Massenherstellung. Das einzigartige Konzept, die ausgesuchten Materialien und der aufwendige geführte Herstellungsprozess sollen am Ende dazu führen, dass dem Kunden ein kleines Meisterstück übergeben wird.


rene Uhrmacher tagtäglich höchste Präzisionsarbeit leisten. Zu beurteilen, ob eine Skimarke wirklich zu Recht als „handmade” bezeichnet werden kann, ist schwierig. Die Überprüfung aller genannten Faktoren ist schwierig und auch fehlt ein Mass. Wie viel Anteil an Handarbeit erlaubt diese Begrifflichkeit und wie viel tut es nicht? Und wie will man das von aussen wirklich überprüfen. Ich habe versucht, einige kleine handmade Skimarken auf den folgenden Seiten zusammenzutragen, die wir besucht haben und über die wir recherchiert haben. Ich habe meinen Eindruck zu jeder Marke festgehalten und die Informationen dazu.

Wer sein Möbel nicht in einem Möbeldiscounter kauft, dessen Möbel häufig genug aus billigen Spanpressplatten besteht, sondern sich ein Möbel in einer Möbelschreinerei kauft, kann in der Regel davon ausgehen, dass er eine höherwertige Ware erhält. Sicherlich ist dies auch abhängig von der Schreinerei und deren Qualitätsstandards, doch im Grundsatz kann man das erwarten. Eine feine Schreinerei wird auch besondere Materialien verwenden und nur Stücke anbieten, die in einer kleinen Serie erhältlich sind und deshalb rarer und damit wertvoller sind. Zudem kann eine Schreinerei auch ein

Custom-Service anbieten und ein Möbel auf Kundenwunsch anfertigen, was der Möbeldiscounter nicht vermag. Aus diesem Grund ist ein Möbel bei einer Schreinerei sicherlich teurer als beim Discounter aber auch einzigartiger und wertvoller. Dasselbe gilt für Uhren. Es gibt Marken, die massenweise BilligUhren für den kleinen Mann produzieren und solche, die höchste Uhrwerkkunst zelebrieren und eine ausgesuchte Kundschaft bedienen. Auch dort gibt es den Unterschied zwischen industrieller Massenproduktion und hoher Uhrwerkkunst, bei welcher erfah-

Eigenproduktion versus Fremdproduktion Was viele Konsumenten nicht wissen, ist die Tatsache, dass viele Skihersteller auch bei anderen Herstellern und Konkurrenten produzieren lassen, sei es aus Kapazitätsgründen oder sei es aus Kostengründen. Es fragt sich, ob die Eigenproduktion eines handmade Skis zwingend vorausgesetzt werden muss. Ich denke, nein. Wichtig ist, dass die Herstellung bei einem externen Hersteller die hohen Anforderungen an einen handmade Ski erfüllt. Solange dies gewährleistet ist, kann man sicherlich von einem handmade Ski sprechen. Worin besteht der Nutzen? Ob das Fahrverhalten eines handmade Skis besser ist, ist sehr fraglich. Was das Skikonzept und das Engineering anbelangt, machen grosse Skimarken, die in der Masse produzieren einen ausgezeichneten Job. Einen handmade Ski zu kaufen, um damit ein bes-

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swiss massiv

Zentralschweizer Skibaukunst René Unternährer ist ein Skibauer mit langjähriger Berufs- und Branchenerfahrung, hatte er doch zuvor lange für Stöckli gearbeitet, bis er sich entschloss, seine eigene Marke auf den Markt zu bringen. Und diese Idee war gut, denn die Kunden verdanken es seiner Initiative und seinem Mut, dass die Skiwelt um ein paar wunderschöne Modelle bereichert wird, die in aufwendiger Handarbeit in seinen Produktionsräumen im luzernischen Entlebuch entstehen. Heraus stechen dabei seine Modelle mit der Entlebucher Eibe, bei dessen Berührung man den Eindruck hat, als streichle man über einen Baum. Dabei ist jeder Ski ein echtes Unikat, gerade bei den Modellen mit Eibenholz wird das deutlich, denn jeder Baum hat woanders seines Äste und das wird bei ihm individuell zelebriert und naturecht gelebt. Die Ausrichtung auf reine Carver Ski macht Sinn, schliesslich werden in Europa vor allem die Skisegmente Rennski, Carver oder Allmountain Ski gekauft und gefahren, schliesslich haben wir in Europa vor allem präparierte Pisten. Bei der Marke swiss massiv kann man sich zu 100% darauf verlassen, dass die Ski handmade sind. Für Konzept und Skibau ist der Unternehmer direkt verantwortlich, hier wird nichts ausgelagert. René Unternährer spricht von rund 9 Stunden reine Produktionszeit, bis ein Ski entsteht, das ist gelebte Sorgfalt. Heute steht Kunden eine ansehnliche Palette zur Verfügung. Die Modelle von swiss massiv können wir getrost weiterempfehlen, hier wird nichts geschummelt und nichts erzählt, was nicht stimmt. Das sind reine handgefertigte Schweizer Carvingski von hoher Qualität mit Vorliebe für Holz. Einzigartigkeit, Originalität, Rarität und höchste Verarbeitungsqualität sind garantiert. www.swissmassiv.ch

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R11

Sportliche Highend-Carver Roy Leuenberger ist ein wahrhaft sympathischer Zeitgenosse, offen, kommunikativ, ehrlich und verliebt in seine Arbeit als schreiner und Skibauer. Viele Jahre war er bei der Stöckli Skifabrik, bis er sich vor 9 Jahren entschloss, eine eigene Skimarke auf die Beine zu stellen, die R11. Das hohe fachliche und handwerkliche Know-how bringt er mit, um Skier in aller Perfektion zu bauen. Auch hat er sich seine Skipresse selber gebaut - das ist selten genug und verlangt viel Know-how. heute bietet er drei Skimodellean - durchwegs Carver, die sich für den Pisteneinsatz perfekt eignen. Die Konstruktion des Skis überzeugt, die Herstellung ist aufwendig und verlangt viel handwerkliche Feinarbeit, produziert Roy Leuenberger seinen Ski doch in 16 Stunden. Die drei Skimodelle sind denn auch mit verschiedenen Optionen erhältlich. Zum einen wird der Ski nach Gewicht und Kraftaufwand individuell hergestellt, zum anderen kann die Farbe gewählt und ein persönlicher Name oder ein Firmenlogo eingraviert werden. Viel Leidenschaft, viel persönlicher Einsatz, hohe handwerkliche Qualität sind die Kennzeichen eines R11-Skis. www.r11.ch.

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Radical

Nachfolge geregelt Auch Mark Farner ist eines der Urgesteine der Schweizer handmade Snowboards- und Ski-Szene. Bereits seit 35 Jahren produziert der Skibauer aus Zürich-Wollishofen seine Snowboard- und Skikollektionen für den Winter. Als einer der Pioniere startete Mark Farner 1984 mit seinen handgefertigten Snowboards. Anlässlich des neuen Shops und dessen Eröffnung liess das Unternehmen auch in seine Geschichte blicken und stellte verschiedene solcher Objekte von damals zur Schau. Man würde nicht vermuten, welche grossen Veränderungen die Branche in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat. Und Mark Farner blickt offensichtlich nach vorne und legt die Geschicke des Unternehmens in die Hände der nächsten Generation, denn ab dieser Saison sind Flo Hösli und Patrick Stauber Teil der Geschäftsleitung und übernehmen damit Verantwortung für die Zukunft des Geschäftes. Mit dem „One of Ten”-Modell zeigen sie, dass sie sich bewegen und den Kunden neue Konzepte liefern und das ist für ein kleines Geschäft lebenswichtig, denn hier zählt Innovation und Originalität.

Bilder: Bilder aus der Produktion (links); Flo Hösli und Patrick Stauber vlnr. bei der Präsentation des neuen „One of Ten” 2019 anfangs Oktober; der Radical One of Ten Skimodell (rechts)

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Sehnsuchtsorte für Skifahrer

Luxus-Skivergnügen & echte Traumpisten Von den Klassikern am Arlberg über die Königin der Dolomiten und der legendären Streif bis hin zu den kanadischen Rocky Mountains: Das sind die Skigebiete und Regionen mit dem grössten Neidfaktor und den atemberaubendsten Pisten, die Genusscarver und ambitionierte Fahrer auf dem Weihnachtswunschzettel haben. von Henning Heilmann


W

äre auf dem Wunschzettel für Weihnachten ein Wintersportort einzutragen, an welchem wir uns einen Skiurlaub oder zumindest Skipass für einen Tag wünschen könnten, wäre es sicher einer dieser sieben mondänen Skiregionen, die passioniere Skifahrer am häufigsten nennen würden.

Cortina d´Ampezzo Königin der Dolomiten

Cortina d’Ampezzo gilt unter Skifahrern als die Königin der Dolomiten, einzigartig und unnachahmlich im gesamten Alpenraum. Wer selbst einmal das

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atemberaubende Panorama an der Tofana di Mezzo (3’244 m) genossen hat oder wer zum ersten Mal die herrliche Lagazuoi Piste hinunter gebrettert ist, stimmt sicherlich schnell in den Chor all jener ein, welcher diesem legendären Skiort majestätische Titel verleihen. Auf der GebirgsjägerTour, die auch von Cortina d’Ampezzo in Angriff genommen werden kann, rücken berühmte Gipfel wie Civetta, Lagazuoi, Conturines, Settsass, Sassongher, Sella und Marmolada ins Licht. Cortina d’Ampezzo ist ein ambitionierter Wintersportort mit ei-

ner glorreichen Geschichte. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts ereilte Cortina der Ruf eines mondänen Wintersportortes für gutbetuchte und berühmte Touristen. 1924 wurden die ersten Bergbahnen errichtet und 1956 Olympische Winterspiele ausgetragen. Daran wird heuer angeknüpft: 2020 steigt das Weltcupfinale, 2021 die alpine Ski-WM und 2026 finden wieder Olympische Winterspiele statt. Glamourös beginnt in Cortina schon der Start in die Skisaison mit der Cortina Fashion Week. Wenn der Ort von 6. bis 8. De-


zember offiziell in den Winter startet, wird die Fussgängerzone zum Laufsteg. An der Corso Italia, die durch den mondänen Ort führt, führt kein Weg vorbei. Models flanieren entlang der edlen Boutiquen in der Einkaufsstrasse wie auf einem Catwalk, auf dem Open Air-Laufsteg werden die angesagtesten Outfits der aktuellen Saison präsentiert.

Cortina d´Ampezzo – Facts Saison: 30.11.2019 – 03.05-2020 Pistenkilometer: 120 km Höhe: 1’224 - 2’930 m Skipass: ab 50 CHF / 46 EUR Pisten-Tipps: 1 Armentarola, 2 Lagazuoi Hotels: Grosse Auswahl an Vier-Sterne-Hotels Entfernungen: Zürich 450 km, Innsbruck 200 km, günstige Fernbusverbindung ab Milano Adressen: Fremdenverkehrsamt Cortina d´Ampezzo, Infopoint: Corso Italia, 81, Sitz: loc. Sacus 4, 32043 Cortina d’Ampezzo (BL), Italien, Tel. +39 0436 869086, infopoint@cortinadolomiti.eu www.cortina.dolomiti.org

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Winterferien-News

Hotel MorgenZeit, Maria Alm

Stylish, modern Jung, modern und mit viel Holz ausgestattet präsentiert sich ab Dezember 2019 das neue Hotel Morgenzeit in Maria Alm in der Region Hochkönig. Das Hotel beherbergt 20 Suiten, einen Wellnessbereich mit Sauna und Außenpool. Die Attraktion im Sommer ist der Schwimmteich im Garten. Kulinarisch verwöhnt das Hotel seine Gäste mit einem reichhaltigen Brunch, der täglich bis 13 Uhr angeboten wird. www.hotel-morgenzeit.at

Silvana Mountain Hotel, Zermatt

Neues Spa Von September bis Dezember 2019 baut das Silvana Mountain Hotel seinen Spa-Bereich um. Auf knapp 200 Quadratmetern entstehen neben dem bestehenden Erlebnis-Pool in mehreren kleinen Chalets drei verschiedene Saunen, Erlebnisduschen, zwei Ruheräume, eine Lounge und ein Massageraum. Es wird alles mit rohen Steinplatten und altem Holz gebaut, sodass eine alpine Atmosphäre entsteht. Nach dem Umbau darf das Hotel mit Stolz behaupten, das nächste Wellnesshotel zum Matterhorn zu sein. Das Silvana Mountain Spa wird ab dem 5. Dezember 2019 auf Anfrage öffentlich zugänglich sein.

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Parkhotel Beau Site, Zermatt Im Herbst 2019 werden im Parkhotel Beau Site die Eingangshalle, Lobby, Bar und Restaurants aufwendig umgestaltet und erneuert. Neben einem neuen Look erwarten die Gäste ab Ende November 2019 auch drei neue Konzepte: Im Grillrestaurant bestimmt das Prunkstück des Restaurants das Speiseangebot: hochwertige Fleischcuts vom Holzfeuergrill. Aber auch Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse stehen zur Auswahl. Im Gornergratsaal entsteht ein rundum erneuerter Restaurantbereich mit Büffet und offener Show-Küche, in welchem morgens ein Frühstück und abends wechselnde Buffets mit einer Auswahl von Fleisch, Fisch und vegetarischen Spezialitäten serviert werden. Abgerundet wird das Angebot mit einer neuen "Shop-in"Vinothek mit auserwählten Weinen, die man vor Ort geniessen oder kaufen kann.

© Fischer Sports GmbH

Umbau

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Sportguide Winter 2019, Ausgabe 2/2019 by Rolf Fleckenstein Media - Issuu