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Photo: Ian Coble • Location: Sun Valley, Idaho

2016 / 2017 Allmountain

2016 / 2017 Freeride

2016 / 2017 Allmountain

2016 / 2017 Aktiv Tipp

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2016 / 2017 Allmountain Free

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Editorial Alles, was im Winter Spass macht und fasziniert

D

ie letzte Ausgabe unseres Sport-

Typen, Geschichten, die unter die Haut

guides anno 2016 liegt vor uns.

gehen, einzigartige Erlebnisse, das ist

Auch das war wieder ein hartes

echt, das ist autenthisch und nichts aus

Stück Arbeit, bei dem wir kein Winterthema

dem Programmheft. Ich hoffe, dass wir mit

ausgelassen haben, nein, stimmt nicht,

den speziellen Geschichten wie zB. Eis-

aber bei dem wir viele, spannende Ge-

klettern an den Niagarafällen, die auserle-

schichten rund um den Winter reingepackt

sene Nordpol-Reise, die Klettertour in

haben mit einzigartigen Bildern und beein-

Patagonien und die Skitour in Sibirien den

druckenden Stories, die dahinter stehen.

Nerv der Leser treffen. Mir hat’s schon

Vor allem lag unser Augenmerk auf der

beim Schreiben Spass gemacht und dann

Outdoor-Thematik, welche wir dieses Jahr

noch diese atemberaubenden Bilder. Was

erstmals und zu unserem eigenen Erstau-

sagen unsere Leser? Mehr davon?

nen mit viel Erfolg aufgegleist haben. Nun kommt hier quasi die Fortsetzung der

Icehotel, Reisenews

Sommerausgabe.

Ein einzigartiges Hotel, das nur im Winter besteht, verdient auch einen würdigen

Ausrüstungstipps für Freerider

Platz in der Winterausgabe. Und nochmals

und Skitourer

die aktuellen Reisenews über Ferienregio-

In der vorangegangenen Ausgabe haben

nen, die sich an Wintergäste richten und

wir zahlreiche Skier und Wintersportartikel

Spannendes zu bienten haben.

für klassische Alpinfahrer vorgestellt. Dieses Mal beschränkten wir uns im Umfang

Mir gefällt unsere aktuelle Ausgabe, ich

auf die Thematik Freeride und Skitouren.

hoffe auch unseren Leserinnen und Lesern. Ich wünsche deshalb allen unseren

Grosse Events

Leserinnen und Lesern viel Spass mit der

Mit der alpinen Ski WM in St. Moritz 2017

aktuellen Ausgabe.

und der Freeride Worldtour stehen einige sportliche Grossanlässe auf dem Programm, über die wir in dieser Ausgabe ein paar Worte verlieren, natürlich mit dem Rennprogramm. Einzigartige Stories Wenn mich etwas an der Outdoor-Ausgabe fasziniert, dann die Freiheit und Authentizität der Stories, die wir beim Recherchieren

finden.

Beeindruckende

Der Herausgeber Rolf Fleckenstein


Inhalt 4 Winternews Alles, was Wintersportfreunde interessieren könnte

8 Cerro Standhardt, Patagonien Erster Bergsteiger aller drei Gipfel

18 90 Grad Nord Die Reise an den nördlichsten Punkt der Erde

24 Gora Probeda, Sibirien Mission Impossible

30 Nadine Wallner Immer am Limit!

34 Ausrüstungstipps 40 Freeride Worldtour Who’s the crack, who’s the champ?

46 Niagarafälle Weltweit erste Eiskletterbesteigung

54 Patrouille des Glaciers Wettlauf von Zermatt nach Verbier

60 Ski Alpin WM 2017 St. Moritz Bereits zum fünften Mal im edlen Jetset-Kurort

68 Chiemgau Wo der Langlaufsport zu Hause ist

76 Icehotel Übernachten bei Minus 5 Grad

78 Reisenews 80 Impressum


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Cerro Standhardt, Patagonien

Erster Bergsteiger aller drei Gipfel Stephan Siegrist komplettiert 2012 erfolgreich die Winter-Trilogie der Cerro Torre Gruppe. Zusammen mit Ralf Weber und Thomas Senf gelingt Stephan Siegrist die Besteigung des Cerro Standhardts im Winter. Das Schweizer Trio erreicht am 1. August 2012 den nĂśrdlichsten Gipfel der Cerro Torre Gruppe im Alpinstil Ăźber die Route Exocet. Damit gelang Stephan Siegrist als erstem Alpinisten die Besteigung aller drei Hauptgipfel der Cerro Torre Gruppe im Winter. Drei Freunde, drei Gipfel. Text: Rahel Schelb Fotos: Thomas Senf


Bild: Ralf Weber klettert, gesichert von Stephan Siegrist, die letzte Seillänge der Route 'Exocet' vor dem Gipfeleisfeld..Die praktisch nicht absicherbare Wand ist völlig mit Rauhreif-Eis überzogen und macht die eigentlich nicht allzu schwere Kletterei sehr anspruchsvoll.


Interesse am Artikel? „Cerro Standhardt, Patagonien” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch

Bild: Zustieg zum Torre Egger unter dem Cerro Torre. Teilweise hüfttiefer Neuschnee lässt die Bergsteiger nur langsam vorankommen.

Bild: Ralf Weber und Stephan Siegrist auf dem Zustieg zum Cerro Standhardt. Der Neuschnee macht den Marsch zum Einstieg anstrengend.


B

ergsteigen im patagonischen Winter ist noch in der Pionierphase. Fast könnte man es vergleichen mit dem Sommer-Bergsteigen vor dreissig Jahren, als sich noch nicht unzählige Alpinisten in den patagonischen Bergen tummelten. Nur wenige Bergsteiger wagen sich im Winter an die Berge heran. Es ist also eine komplett andere Sache, so alleine am Berg zu sein und auf gut gesinnte Wettergötter zu hoffen. Zudem wirken die ohnehin schon kalten Temperaturen bei den gefürchteten patagonischen Winden noch beträchtlich tiefer. Bergsteigen im Winter bringt aber auch entscheidende Vorteile gegenüber dem Sommer: Oftmals ist der Schnee verfestigter und auch die Stein- und Eisschlaggefahr verringert sich beträchtlich. Zudem erlauben die exakten Wetterinformationen heute auch bei einem kürzeren Schönwetterfenster einen Gipfelversuch.

Die hauptsächliche Tätigkeit in Patagonien besteht aber aus einer oftmals zermürbenden Warterei. Die Schönwetterfenster zwischen den berüchtigten Stürmen sind in der Regel selten und kurz. Ebenfalls kurz sind die Tage im Winter: Tageslicht gibt es bloss zwischen 09.30 Uhr und 18.30 Uhr, die neun Stunden wollen also gut genutzt sein. Die Cerro Torre-Gruppe Der Cerro Standhardt (auch Aguja Standhardt genannt) ist mit 2'730 Metern Höhe der nördlichste der Cerro Torre Gruppe, welche sich im Campo de Hielo Sur an der argentinisch-chilenischen Grenze befindet, etwa 50 km nördlich des bekannten Nationalparks Torres del Paine. Er wurde nach dem deutschen Fotografen Ernst Standhardt benannt, welcher seit den Dreissigerjahren in Patagonien lebte und verantwortlich für viele der ersten Fotos dieser Berge war. Der

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Cerro Standhardt wurde am 29. Januar 1988 durch die Amerikaner Jim Bridwell, Jay Smith, Glen Dunmire und Greg Smith durch die Route Exocet erstbestiegen. 2008 stand Stephan Siegrist bereits einmal auf dem Gipfel des Cerro Standhardt, damals im argentinischen Sommer, gemeinsam mit Alex Huber, Roger Schäli und Ralf Weber. Nun realisierte Stephan Siegrist am 1. August 2012 gemeinsam mit Thomas Senf und Ralph Weber sein Ziel, den Cerro Stanhardt noch im Winter zu begehen. Der Torre Egger, 2'850 Meter hoch, schliesst sich dem Cerro Standhardt südlich an. Er bildet die Mitte des eleganten Dreigestirns. Seinen Namen erhielt der Berg zum Gedenken an Toni Egger, der bei der Erstbegehung des Cerro Torre 1959 durch eine Lawine getötet wurde. Im Gegensatz zum Nachbarn Cerro Torre, der bereits meh-


Bild: Ralf Weber klettert, gesichert von Stephan Siegrist, die erste Seillänge der Route 'Exocet' vom Col Stanhardt weg..Die Wand ist völlig mit RauhreifEis überzogen und macht die eigentlich nicht allzu schwere Kletterei sehr anspruchsvoll.

Interesse am Artikel? „Cerro Standhardt, Patagonien” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch

rere hundert Besteigungen aufweist, wurde der Torre Egger bisher nur sehr wenig begangen. Erstbegangen wurde er am 22. Februar 1976 durch Jim Donini, John Bragg und Jay Wilson. Am 3. August 2010 gelang Stephan Siegrist gemeinsam mit Dani Arnold und Thomas Senf die erste WinterErstbesteigung des Torre Egger. Der Cerro Torre (spanisch: „Turm-Berg“) ist mit 3'128 Meter die höchste der drei Granitnadeln der Gebirgsgruppe. Der Cerro Torre gilt als Inbegriff des extremen Bergsteigens. Neben der Eiger Nordwand und dem Walkerpfeiler ist er DAS grosse Ziel für „richtige“ Bergsteiger. Er ist aufgrund seiner steil aufragenden, glatten Granitwände und der extrem widrigen Wetterbedingungen nur sehr schwer zu besteigen und gilt daher unter Bergsteigern als einer der schwierigsten und zugleich schönsten

Gipfel der Welt. Die Erstbesteigung des Cerro Torre soll am 30. Januar 1959 Cesare Maestri und Toni Egger über die Nordwand gelungen sein, was aber immer wieder bezweifelt wurde, da Egger beim Abstieg durch eine Eislawine tödlich verunglückte und seine Kamera, welche angeblich das Gipfelfoto enthielt, verloren ging. Am 14. Juli 1999 gelang Stephan Siegrist gemeinsam mit Thomas Ulrich, David Fasel und Greg Crouch die Winter-Erstbegehung der Westwand des Cerro Torre. Mach das Trio voll! Nach der Winter-Erstbegehung der Westwand des Cerro Torres 1999 und der Winter-Erstbesteigung des Torre Eggers 2010 gelang es Stephan Siegrist, mit der Winterbegehung des Cerro Standhardts die Winter-Trilogie zu komplettieren. Er ist somit der erste Bergsteiger, der alle drei Hauptgipfel im Winter erreicht hat!


Bild: Stephan Siegrist und Ralf Weber im Biwak am ersten Abend der Gipfelbesteigung des Cerro Standhardts in Patagonien. Im Hintergrund: Fitz Roy


Eigentlich wollten die drei Alpinisten Stephan Siegrist, der Ringgenberger Thomas Senf und der Thuner Ralf Weber bereits am 25. Juli 2012 einen Gipfelversuch wagen, gerieten nach einer ersten Nacht im Niponino-Camp auf dem Gletscher aber in einen ausgewachsenen Sturm, welcher die drei noch vor Erreichen des Wandfusses kurzerhand wieder zum Rückzug zwang! Ein patagonischer Willkommensgruss sozusagen.

nino-Camp, wo sie bei ihrem ersten Versuch Material zurückgelassen hatten. Von dort aus ging es also mit noch mehr Material beladen über den Gletscher hoch zum Col Standhardt. Stephan: „Die Schlechtwettertage zuvor brachten Neuschnee, der ungemütlich windverfrachtet war!“ Knietiefes Spuren und wiederholtes gegenseitiges Sichern aufgrund der Lawinengefahr verlängerte so den Zustieg beachtlich.

Juli erneut ins Bridwell Camp aufstiegen, war das Wetter noch alles andere als gut! Wir starteten nur, weil wir die Wetterinfos des Innsbrucker Meteorologen Karl Gabl hatten.“ In den frühen Morgenstunden des 31. Juli stieg die Truppe vom Bridwell-Camp, welches offiziell Campo d`Agostini heisst und an der Laguna Torre am Fuss des Torregletschers liegt, erneut hoch zum Nipo-

und der mit Neuschnee bedeckte Fels machten das Klettern aber zu einer völlig anderen Geschichte als im Sommer – zu anspruchsvollen Seillängen. „Nach einer windigen Biwaknacht folgten weitere Seillängen, die bei diesen Verhältnissen alles andere als gemütlich waren. Ungefestigter „Griesschnee“ auf glatten Granitplatten – teilweise eingeblasen und wieder stark lawinengefähr-

det. So mussten wir uns auch hier jede Seillänge sichern. Wir brauchten deutlich mehr Zeit als geplant, um den eindrücklichen Eiskanal zu erreichen, der sich bis nördlich des Gipfels hochzieht.“ Sorgen machte den drei Berg-

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„Wir waren erlöst, als wir nach der ersten Seillänge Dann bestellen Sie Vom dieCol Stanhardt aktuelle Nummerweiter eine Eisspur startete das Team in Stephan erzählt: „Auch als wir am 30. die Route „Exocet“. Der starke Wind im Kanal vorfanden” „Sportguide Winter”, 6/2016

„Cerro Standhardt, Patagonien”

per Email unter info@sportguide.ch

Stephan Siegrist, Profi Alpinist steigern vor allem die Frage, ob sich trotz des ungewöhnlich warmen letzten Sommers genügend Eis bilden konnte: „Wir waren erlöst, als wir nach der ersten Seillänge weiter eine Eisspur im Kanal vorfanden. Aber das Eis war nicht wirklich dick – nein es war auch sauhar-

Bild: Stephan Siegrist und Ralf Weber kurz vor Sonnenaufgang am Morgen nach der Gipfelbesteigung im etwas exponierten dafür umso aussichtsreicheren zweiten Biwak direkt unter dem Gipfelpilz des Cerro Standhardts in Patagonien.


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Interesse am Artikel? „Cerro Standhardt, Patagonien” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch Bild: Stephan Siegrist klettert im letzten Abendlicht die letzte Seillänge auf den Gipfelpilz des Cerro Standhardts.

Bild: Ralf Weber macht sich auf dem Gipfelpilz des Cerro Standhardt bereit zum Abseilen.


Bild: Stephan Siegrist und Ralf Weber stehen im letzten Abendlicht auf dem Gipfel des Cerro Standhardt, Patagonien. Zusammen mit Thomas Senf gelang ihnen am 1. August 2012 eine Winterbesteigung des Cerro Standhardt im Alpinstil. Im Hintergrund: Fitz Roy.

tes Wintereis. Entsprechend unangenehm splittrig und eine kräftige Angelegenheit war es, das Eis zu klettern.“ Abwechselnd führten Stephan, Thomas und Ralph die Seillängen. Stephan: „Wo normalerweise Felsseillängen kämen, machte angeklebtes Eis diese wieder zeitfressend und schwierig.“ Doch nach zwei anstrengenden Klettertagen standen die drei Freunde am Schweizer Nationalfeiertag, dem 1. August, unter dem Gipfelpilz – und im letzten Abendlicht nahm sich Stephan der letzten Seillänge an. Stephan: „Auf dem Gipfel des Cerro Standhardt (auf den Tag genau zwei Jahre nachdem Thomas und ich auf dem Gipfel des Torre Egger standen) konnten wir um 18.30 Uhr die letzten Sonnenstrahlen geniessen. Die Sonne ging unter und gleichzeitig kam der Vollmond zum Vorschein, was für ein Anblick! Ein unglaublich schöner Moment – was gibt

es Besseres, als mit zwei seiner besten Freunde im Gebirge unterwegs zu sein.“ Der Wintertraum der patagonischen Trilogie hat sich für Stephan Siegrist erfüllt! Es folgte eine Biwaknacht, welche Stephan als „wohl eindrücklichste Biwaknacht“ bezeichnete – weil das Band so schmal war, lagen die drei längs hintereinander auf einer Rampe unter dem Gipfelpilz, unter ihnen der Abgrund und der im Mondlicht schimmernde Gletscher. Am 2. August ging es mit einer langen Abseilfahrt zurück auf den Torregletscher, es folgte der Abstieg bis ins Bridwell Camp und in den anschliessenden Tagen der Materialtransport zurück in die Zivilisation.

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Cerro Torre Torre Egger Cerro Standhardt


90 Grad Nord - Nordpol

Die Reise an den nördlichsten Punkt der Erde Eis, soweit das Auge reicht, hie und da ein Seebär, der auf der Suche nach Nahrung ist, ein Walross, das sich auf einer Eisscholle in Sicherheit wiegt und mitten drin der Atomeisbrecher, der sich durch das meterdicke Eis wälzt. Das ist eine Reise, die es in sich hat, eines der seltenen Abenteuer, das nur wenigen Menschen vorbehalten ist. Text: Rolf Fleckenstein Fotos: Antony Smith, Lauren Farmer


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Bilder: Das Eis zerbirst in riesige Eisbrocken, wo sich der Atomeisbrecher seinen Weg bahnt (links). Mit dem schiffseigenen Helikopter sind kleinere Rundflüge möglich (unten). Die Brücke ist auch für Passagiere geöffnet, hier kann man dem Kapitän über die Schultern blicken (oben).

o für handelsübliche Kreuzfahrtschiffe, die Richtung Nordpol schippern, Schluss ist, da geht die Reise mit dem russischen Atomeisbrecher „50 Let Pobedy”, was so viel bedeutet wie „50 Jahre des Sieges”, erst richtig los. Alleine die Tatsache, dass man sich als Passagier auf einem mit Atomenergie betriebenen Eisbrecher befindet, lässt manches Männerherz höher schlagen. Die Reise an den Nordpol und die damit verbundene Tatsache, dass man damit einen Ort auf der Welt erreicht, den nur sehr wenige Menschen in ihrem Leben je gesehen haben und der bis anhin wenigen, aussergewöhnlichen Menschen wie z.B. Entdeckern, Wissenschaftlern und Flugpionieren vorbehalten war, welche eine Expedition zum Nordpol unternahmen, ist für sich selbst genommen ein absolutes Highlight. Das ist eine Reise, die man einmal im Leben macht und niemals wieder vergisst.

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50 Let Pobedy Ein Highlight der Reise ist die Fahrt auf dem Atomeisbrecher „50 Let Pobedy”. Die Masse des stärksten Eisbrechers der Welt sind denn auch beeindruckend. Das 159 m lange und 30 m breite Schiff verfügt über eine Wasserverdrängung von 25’840 Ton-

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nen und eine Motorenkraft von 75’000 PS, die es auf max. 21.4 Knoten beschleunigt. Die über 40 cm dicken Stahlwände brechen durch über drei Meter dickes Eis wie nichts. Dabei knarrt das Eis laut und das Schiff beginnt zu vibrieren. Die Energie der Motoren stammt von zwei Kernreaktoren, die je 171 Millionen Watt bzw. 171 Megawatt (MW) erzeugen, wovon in der Regel nur einer gebraucht wird, und von zusätzlich zwei Dampfturbinen, die je 28 MW erzeugen. Diese geballte Kraft kennt kein Hindernis, wenn es darum geht, sich durchs Packeis Richtung Norden zu bewegen mit dem Ziel Nordpol. Bei der Position 90 Grad Nord ist der nördlichste Punkt der Erde erreicht und das Schiff wird angehalten. Der sieben Tonnen schwere Anker wird aufs Eis gelassen, damit wird getestet, ob das Eis stark genug ist, um die Passagiere zu tragen. Die Gäste steigen aus und bilden um den Nordpol einen Kreis, der den ersten, eigens gebildeten kleinsten Breitengrad südlich des Nordpols darstellt. Wer ausserdem genügend Mumm hat und über eine gute Fettschicht verfügt, kann auch ein einzigartiges Bad im eiskalten Nordpol-Meer nehmen. Zur Sicherheit werden die Passagiere dabei an die Leine genommen.


Eisbären in freier Wildbahn Wer kennt sie nicht, die aufregenden Eisbären, die man, wenn überhaupt, nur in Zoos antrifft und dies selten genug, oder Walrösser, wie man sie lediglich aus Dokumentarfilmen kennt. Hier sind sie echt und live und Teil des Programms. Auf dieser Reise sieht man Wildtiere wie Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung, wie sie von Eisscholle zu Eisscholle springen, wie sie brüllen, wie sich auf dem Eis wälzen und sich damit am Rücken kratzen oder wie eine EisbärenFamilie unterwegs ist auf Nahrungssuche. Hier sieht man Walrösser, einzeln auf einer Eisscholle treiben, um sich zu sonnen und vor Schwertwalen Schutz zu suchen, oder in einer Herde dicht aneinandergedrängt. Hier kann man sich fühlen wie Jacques Cousteau und Grönlandwale beobachten, wenn sie auftauchen, faszinierend.

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Ewiges Eis Doch am eindrücklichsten ist wohl diese schier unendliche Eiswelt, diese Eiswüste, die keine Ende zu kennen scheint und auch das Wissen, dass man Orte erreicht, an die nur wenige ausgesuchte Forscher gelangt sind. Am Komfort jedoch kann es nicht liegen, dass aus der ganzen Welt Passagiere die Reise zum Nordpol bei der in Hamburg ansässigen Poseidon Expeditions für den exquisiten Preis von Euro 27’000 - 44’000 buchen. Die deutsche Firma chartert denn von Russland den Atomeisbrecher im Sommer, der ansonsten als Arbeitsschiff eingesetzt wird und für russische Soldaten und Offiziere ausgestattet ist, um den Seeweg im Nordpolarmeer frei zu halten. Die Kajüten sind deshalb nicht luxuriös ausgestattet, was die Passagiere wissen. Das tut der Faszination jedoch keinen Abbruch. Die Nordpol-Reisen, die jeweils im Sommer durchgeführt werden, sind ausserordentlich gefragt. Die Touren 2017 sind bereits ausgebucht. Wer also Interesse an der Reise hat, muss sich für 2018 und 2019 ranhalten, will er noch einen freien Platz ergattern, denn an den Nordpol geht es eben nicht alle Tage.


Bilder: Wenn der 7 Tonnen schwere Anker nicht durchs Eis bricht, können die Gäste aufs Eis. Gemeinsam um den 90. Grad Nord bilden sie einen Kreis, den kleinsten Breitengrad südlich des Nordpols (Bilder linke Seite); Auf ihrer Reise zum Nordpol sehen die Passagiere immer wieder Eisbären in freier Wildbahn. Auf seinem Weg zum Franz-Josef-Land steuert das Schiff z.B. auch den imposanten Rubini Rock an (Bilder rechte Seite).

Infos Einschiffung: Route: Ausschiffung: Zeitraum/Dauer: Preise: Veranstalter:

Murmansk Murmansk - Nordpol - Murmansk Franz-Josef-Land - Nordpol Murmansk Murmansk Juni, 14 Tage ab 27’995 Euro Poseidon Expeditions https://poseidonexpeditions.com

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n Rolf Fleckenstein

Gora Probeda, Sibirien

Mission impossible Matthias Mayr und Matthias Haunholder sind zwei Skifreeride-Spezialisten, die gemeinsam für die Freunde von Skitouren noch unbekanntes Terrain in noch unberührter Natur entdecken. Nach ihrem letzten Dreh auf der Onekotan Insel - die Insel gehört zur nördlichen Kurilengruppe, die wiederum am Zipfel der Halbinsel der Region Kamtschatka ihren Anfang nimmt und sich bis nach Japan erstreckt - haben sie beim Flug nach Hause ihr nächstes Abenteuer ausgemacht: Den Gora Probeda in Sibirien. von Bruno & Rolf Fleckenstein


itten in Nordostsibirien ragt der höchste Berg des Tscherskigebirges 3’003 Meter über Meer in die Höhe, er heisst Gora Probeda („Gora” ist das russische Wort für „Berg”). Er ist das Ziel von Matthias Mayr und Matthias Haunholder. 1’300 Kilometer vom nächsten Helikopter oder Spital entfernt, fern von jeder modernen Zivilisation ist die Reise eine wahre „Mission Impossible”. Das nächste Dorf Sasyr befindet sich luftlinienmässig rund 40 km östlich davon entfernt, doch daraus werden am Boden etliche hundert Kilometer, schliesslisch gibt es hier keine Strassen oder Autobahnen, sondern nur die eisige Tundra.

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Die Reise zum Gora Probeda in Sibiriens Nordosten bedeutete für die beiden und ihre Filmcrew, innerhalb von nur drei Wochen hunderte Kilometer unwegsamen Geländes zu überwinden, eine grosse Anzahl von eisigen und schneebedeckten Geländepassagen zu durchqueren, den angepeilten Berg zu erklimmen, um als erste Menschen dieser Welt mit den Ski vom Gora Probeda runterzufahren und dies alles durch die sprichwörtliche „sibirische Kälte”. Daraus entstand auch der Film „The white Maze” (das weisse Labyrinth), der diese eindrückliche Entdeckungsreise zum Inhalt hat. „Nur wer zu weit geht, kann herausfinden, wie weit man gehen kann”, war das Motto ihrer Reise. Die Bedingungen, um ihr Unterfangen zu realisieren, waren denn alles andere als einfach. Die Temperaturen schwankten so dramatisch, dass in einem Stadium der Reise das Thermometer auf Minus 60° Celsius fiel. Kochendes Wasser, das man in die Luft schleudert, hätte sich gleich in Schnee verwandelt. Es folgten Tage, an denen sie die eisigen Strassen mit ihren Van durchquerten. Über Nacht taute das Eis jedoch überraschend auf und sie fanden sich mitten in einem Fluss wieder. Auf ihrer atemberaubenden und manchmal auch unheimlichen Reise zu ihrem Ziel folg-


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ten sie mit ihrem Reisebus der „Strasse der Knochen” einer etwa 40-stündigen Fahrt, auf der sie es nicht leisten konnten, stecken zu bleiben. Diese Route führte sie schliesslich in das Dorf Sasyr, eine 700 Seelen-Gemeinde im Tal, in welcher die Bewohner in einfachsten Verhältnissen in Hütten leben, die aber auch über Strom und das Nötigste zum Leben verfügen. Für die Crew bedeutete dies, am Ende der Zivilisation angekommen zu sein. Die Einheimischen sagten den zwei tollkühnen Abenteurern, dass sie verrückt seien, das Unmögliche zu versuchen. Ab da an nannten sie ihre Reise „Mission impossible”. Zum Gipfel ihrer Träume mussten sie nochmals hunderte Kilometer durchs Gebirge fahren und da die eisigen Strassen nicht mehr passierbar waren mussten sie ihre Ausrüstung über Hunderte von Kilometer über Eis und Schnee schleppen. Die gefährlichen Zustände bereiteten dem Team Kopfzerbrechen,

da sie nicht sicher waren, ob ihre Kameraausrüstung noch funktionieren würde und es angesichts der arktischen Temperaturen überhaupt möglich sein würde, das erforderliche Bildmaterial in diesem Teil Sibiriens zu erfassen. Doch das Motto des Paares lautete: „Es gibt immer einen Weg”. Die ansässigen Nomaden unterstützten die beiden in ihrer Mission. Das Duo konnte sich auf deren Kenntnisse des Gebietes stützen, was

für den Erfolg dieser Operation unerlässlich und sehr hilfreich war. Auf dem Aufstieg zum Gipfel hatten sie mit abweichenden Gletscherspalten zu kämpfen und mussten entlang des steilen Bergrücken gehen, bis sie oben angekommen endlich aufatmen und unter blauem Himmel die Abfahrt geniessen konnten.


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Immer am Limit Nach zweijähriger Verletzungspause gelang Nadine Wallner letzte Saison ein erfolgreiches Comeback. Nun wird sie alles daran setzen, um wieder vorne mit dabei zu sein, auch wenn ihr der Teamspirit wichtiger ist als der Sieg. von Bruno Fleckenstein


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ie zweifache Freeride-Weltmeisterin von 2013 und 2014 liebt es an die Grenzen zu gehen und hat schon früh lernen müssen, mit Rückschlägen und Verletzungen umzugehen. Die junge Voralbergerin verschrieb sich zuerst dem alpinen Skisport, doch Verletzungen wie z.B, der Milzriss, den sie sich mit 15 Jahren beim Slalomtraining zuzog, und weitere Verletzungen bedeuteten für sie das Aus im alpinen Skizirkurs. Danach absolvierte sie die Ausbildung zur staatlichen Ski- und Bergführerin. Der Wechsel zur Freeride-Disziplin hängt wohl auch damit zusammen, dass ihr Vater, selbst ein erfahrener Ski- und Bergführer, sie oft auf Touren mitnahm und sie dort die Liebe zum Powder und ungezwungenen freien Fahren für sich entdeckte. Nadine erzählt, dass sie durch eine Freundin auf den Freeridesport aufmerksamwurde, welche ihr auch den Kontakt zu den Veranstaltern besorgte und sie ermunterte, bei einem Freeridevent mitzumachen. Ihre Teilnahme war ein positives Erlebnis, sie fand Gefallen daran und auch die Ideologie dieses Sportes gefiel ihr sehr. Auch ihre erste Teilnahme an der Freeride Worldtour gefiel ihr gut. „Freeride und Contest fahren, bedeutet, viel mehr Freiheit als in einer anderen

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Sportart zu haben. Es ist ein ganz eigener Spirit und eine eigene Philosophie, wieso wir einen Hang runterfahren. Es geht zwar um Wettkampf und Podium, doch ich glaube es geht vor allem darum, dass man sich trifft und gemeinsam im Gelände fährt und Sachen ausprobiert.” Nadine sagt, sie würde nicht über einen Felsen springen, weil ihr jemand das vorschlägt oder um jemandem zu gefallen, sondern sie hört bei der Wahl ihrer Line ausschliesslich auf ihre innere Stimme und fährt nur nach ihrem eigenen Willen. Nach dem offenen Schien- und Wadenbeinbruch, den sie sich 2014 bei einem Dreh in Alaska zuzog und der sie für zwei Jahre ausser Gefecht setzte, konnte sie an der Freeride Worldtour letzte Saison wieder Anschluss finden - sie beendete die Saison im April 2016 in Verbier mit dem hervorragenden dritten Rang - und versucht in der kommenden Saison, dieser erfolgreichen Spur weiter zu folgen.

PLAYYERR


Ausrüstungstipps

Fulltilt First Chair 10

Spezielles Konzept Die Marke „Fulltilt” wird nicht jedem Skifahrer etwas sagen, sie ist eher unter Freestylern bekannt, doch eigentlich ist die Marke für jeden Skifahrer eine spannende Option. Die Bauart ist der ehemaligen Marke Raichle abgeguckt. Dabei besteht der Sksichuh aus drei Teilen: Schale, Schaft und losgelöster Zunge, die nicht nur das Ein- und Aussteigen erleichtert, sondern auch für geringeren Druck aufs Schienbein und einen gleichmässigen Flex verantwortlich ist. Zudem kann man die Zungen je nach Flexstärke wählen und austauschen.. Das hier abgebildete Modell First Chair 10 ist das hochwertigste Modell, sportlich, mit starker 10 Flex-Zunge, 99 mm Leistenbreite und etwas grösserem Zehenraum.

Rossignol 7-Series

Neu mit Carbon Alloy Matrix Die 7-Series von Rossignol ist eine erfolgreiche Freeride-Palette, die in ihrem ersten Winter mit ihrer Air-Tip-Technologie Furore machte. Das Konzept, die Schaufel mit Luft zu füllen wurde deshalb auch auf andere Linien übertragen. Diesen Winter kommt eine technologische Neuerung dazu, die Carbon Alloy Matrix. Dabei handelt es sich um ein neues Gewebe, das eine neue Ära von hocheffizienten Materialien für die Konstruktion von Skiern einläutet. Die Carbon Alloy Matrix ist eine Kombination aus Karbon- und Basalt-Fasern. Karbon sorgt für Auftrieb, Leichtigkeit und eine gute Kraftübertragung, Basalt für Stabilität und Schlagdämpfung. Das neue Gewebe steigert die Performance, die Griffigkeit, die Präzision, die Stabilität und die Manövrierfähigkeit des Skis.


Dynastar Vertical Mythic

Neues Leichtgewicht in der Tourenpalette Dynastar ist seit Jahren stark in den Bereich Freeride und Touring. Das Highlight dieses Winters unter den Tourenmodellen des französischen Skiherstellers ist der neue „Vertical Mythic“. War es letzten Winter der Mythic, der als neuer Backcounty-Freetouring Ski von sich Reden macht, so ist es diesen Winter der Vertical Mythic, der mit seinem ultraleichten Gewicht von nur 2 kg/Paar die Renneigenschaften eines Sporttourenskis mit der Tiefschneetauglichkeit eines Freetourer in sich vereint. Verantwortlich dafür ist zum einen der neue ultraleichte Kern, der aus einer Mischung von ultraleichtem Paulownia-Holz und Schaum besteht, und zum anderen eine neue Generation von Karbonfasern, die Dynastar unter dem Begriff „Carbon Ply” führt. Das Karbon ist dabei abgeflacht und diagonal geflochten. Diese Struktur reduziert signifikant die Schwachpunkte von Karbon in Sachen Elastizität und Widerstandsfähigkeit und vermindert gleichzeitig signifikant das Gewicht. Der Einsatzbereich des neuen Vertical Mythic ist sehr gross, er ist ein Allrounder für klassische Skitourengeher, Speedtourer und Abfahrtsfreunde und gehört klar zu den Besten seines Faches.

K2 LockJaw

Multifunktionstool Ich gehöre auch zu denen, für die ein Skistock kaum beachtenswertes ist. Doch gewisse Stöcke sind mehr als nur Stöcke, dies beweist der LockJaw von K2, er ist Skistock, Sonde und Hangneigungsmesser in einem. Der leichte Adventure-Griff mit Haken ermöglicht das Bedienen der Skischuh-Schnallen oder der Steighilfen. Zusammen mit dem verlängerten EVA-Griff bietet er beste Kontrolle. Dank des Lockjaw-Verstellmechanismus wird ein einfaches, rutschfreies und schnelles Einstellen der Stocklänge unterwegs gewährt. Abnehmbare Powder-Teller passen sich optimal dem Gelände an und optimieren die Hebelwirkung bergauf und bergab. Die Karbidspitze besticht durch hohe Steifigkeit. Der in den Griffen der Stöcke integrierte Hangneigungsmesser ist ein praktisches Tool und ermöglicht eine schnelle und präzise Messung der Hangneigung. Im Notfall kann der Stock zu einer Sonde umgerüstet werden: Die unteren Schaft-Teil lassen sich zusammenschrauben und ergeben eine lange Sonde. Dieses multifunktionale Werkzeug ist für Backcountryskifahrer das Richtige.

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Mammut Ultralight Removable Airbag 3.0

Neues Rucksack-Airbag-Toolkit Der neue Ultralight Removable Airbag 3.0 bringt gerade einmal 1’510 g auf die Waage (inkl. Airbag System 3.0 und Carbon-Kartusche). Nimmt man das Airbag System heraus, wiegt er nur noch federleichte 500 g. Dabei bietet er dennoch genügend Stauraum und alle nötigen Befestigungsmöglichkeiten für an-

spruchsvolle Skitouren. Die diagonale Skihalterung lässt sich bei schnellen Aufstiegen auch mit angezogenem Rucksack bedienen, seitliche Kompressionsriemen halten den Rucksack nah am Körper und verbessern so den Sitz. Pickel bzw. Stöcke finden aussen Platz, während sich im Inneren des 18 l

Rucksacks neben Schaufel und Sonde auch ein Trinksystem verstauen lässt. Der rückseitige Reissverschluss bietet bequemen Zugriff auf das Hauptfach. Verkaufspreis: CHF 700.00 www.mammut.ch

Fischer Sports Verticalp

Das Leichtgewicht kennt nur eine Richtung: bergauf Fischer Sports hat für Rennläufer und sportliche Skitourengeher das neue ultraleichte Modell „Verticalp” auf den Markt gebracht, das nur ein Ziel hat: Steigungen leichtfüssig zu überwinden. Mit unglaublichen 580 Gramm ist der Ski gewichtsmässig ein Winzling und die richtige Waffe im sportlichen Skibergsteigen. Der eingefrässte Paulownia-Holzkern (Air Tec Ti) und die Vollkarbonlagen sind für das Minimalgewicht im Wesentlichen verantwortlich. Individuell positionierbare Gewichtselemente optimieren dabei die Gewichtsabstimmung. Das Modell richtet sich vornehmlich an Profis, bei denen es auf jedes Gramm ankommt. Doch der Verticalp ist vor allem für eines gemacht: bergauf. Für Tourengeher mit Abfahrtswünschen hat Fischer Sports 11 weitere, geeignetere Modelle im Programm.


Fischer Sports Travers Carbon

Neuheit für Skitourer Fischer Sports hat in den letzten Jahren eindrücklich bewiesen, dass die österreichische Sportmarke insbesondere im Bereich der Skischuhe für ausserordentliche Innovationen gut ist. Insbesondere in Sachen Technologie und Komfort gehört Fischer Sports zu den Besten im Markt. Diesen Winter bringt Fischer Sports mit dem neuen Modell Travers Carbon ein neues Highlight für Skitourengeher auf den Markt. Auf den ersten Blick sticht das Boa-Schnürungssystem hervor, was an Radschuhe erinnert. Das ist super einfach zu bedienen und gewährleistet einen gleichmässigen Verschluss. Die spezielle Manschettenkonstruktion ermöglicht einen bislang unerreichten Rotationswinkel von mehr als 80° für optimale Bewegungsfreiheit. Die eingesetzte Aramid-Platte im Sohlenbereich sorgt für höchste Torsionssteifigkeit. Die Voraussetzung für ein kontrolliertes und perfektes Abfahrtserlebnis.

Fischer Sports Touring

Beindruckende Tourenpalette Fischer Sports hat ein starkes Image als Marke des alpinen Skirennsportes, doch auch im Tourenbereich legt Fischer Sports stark vor. Kaum eine andere Marke hat eine solch umfassende und abgerundete Pakette an TourenskiModellen wie Fischer Sports. Die ganze Kollektion mit technischen Erklärungen und Modellvergleich findet man auf www.sportguide.ch/ski-kollektionen-2016-2017/.


Interesse am Artikel? „Ausrüstungstipps” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 perRipstick Email unter info@sportguide.ch Elan Neue Freeride-Linie Neu auf diesen Winter lanciert Elan seine „Ripstick“-Kollektion, welche die letztjährige Spectrum-Reihe ablöst. Die neuen Freeride-Modelle sind in ihrem Design ähnlich wie ihre Vorgänger, haben technologisch jedoch eine Weiterentwicklung durchlebt. Dafür steht die neue TNT-Technologie, welche den TubeLite Holzkern - dank Karbonröhrchen entlang der Aussenkanten leichter und torsionssteif bzw. drehsteif, was einen guten Kantengriff sichert - mit den neuen Vapor Tip-Einlagen - Vapor Einlagen verringern das Gewicht an den Skienden und erhöhen die Stabilität - kombiniert. Die Schaufel und das Skiende sind leichter und vibrationsärmer und der gesamte Ski wird dadurch stabiler und manövrierfähiger. Die Skier gleiten auch bei anspruchsvollen Verhältnissen sanft durch und über den Tiefschnee. Ein neues Tiefschnee-Erlebnis!

Skikollektion Elan auf www.sportguide.ch


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Freeride Worldtour

Who’s the crack, who’s the champ? Bereits zum 10. Mal geht 2017 die Freeride Worldtour über die Bühne, an welcher unter 50 Freeriderinnen und Freerider die Weltmeisterin und der Weltmeister erkoren wird. Waghalsige Sprünge, tollkühne Lines und mörderische Akrobaten-Einlagen sind der Grund, weshalb sich tausende Zuschauer den Nervenkitzel an einem der fünf Events weltweit nicht entgehen lassen wollen. Wer wird diese Saison der Champ? Text: Rolf Fleckenstein


lle Skifahrer kennen das, Hänge abseits der Piste, die so steil sind, dass man sie nicht in ihrer Gänze überblicken kann und die irgendwo beim Runterblicken im Blickwinkel verschwinden. Es sind Hänge, an die man sich nur vorsichtig herantastet, um nur ja nicht runterzufallen, und bei denen man runter schaut und denkt „ich bin doch nicht verrückt, da komme ich niemals lebend unten an!” Genau solche Hänge und dieser an Wahnsinn grenzende Kick, die Abfahrt auf solchen Hängen lebendig zu überstehen, sind das Lebenselixier dieser echt verrückten Freerider, die sich in schneeverhangene Abhänge stürzen, welche die Bezeichnung „schwarze Piste” schon galaktisch lange hinter sich gelassen haben. Beim Skifahren trifft man nur sehr selten auf so erlesene Geschöpfe, man muss schon gut hinschauen, will man sie entdecken. Was macht diese Gattung Skifahrer aus? Ist es grenzen-

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loser Mut, eine gesunde Portion Wahnsinn, jugendlicher Übermut, naive Tollkühnheit oder einfach skitechnische Genialität, welche diese Skifahrer, die sich Freerider nennen, auszeichnen? Vielleicht von allem ein bisschen. Es sind seltene Exemplare der Gattung Skifahrer, die jedoch wie wir alle auch ihresgleichen suchen, um miteinander Spass zu haben.

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Worldtour Dann bestellen Sie Freeride die aktuelle Nummer Vor dreissig Jahren wäre so ein Event denkbar gewesen. Schnee hätte „Sportguide Winter”,kaum 6/2016 es gehabt, mehr wie heute, und auch einzelne Spinner, die es früher schon wagten, Hänge mit Skiern zu erobern, per Email unter info@sportguide.ch die niemand für skifahrbar hielt. Doch eine Organisation auf die Beine zu stellen, die solche Events finanzieren und organisieren könnte und würde, wäre schwierig gefallen. Zu engstirnig war die Gesellschaft, zu konservativ, es gab kaum Raum neben dem offiziellen Ski


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Alpin Weltcup, doch die Welt ist auch dank der Globalisierung offener geworden, gottseidank! Heute finden sich Freerider aus aller Welt zusammen, um sich an fünf Events in verschiedenen Skiregionen der Welt zu treffen, eine gute Zeit miteinander zu verleben und sich darin zu messen, wer den Hang mit den tollsten Sprüngen, den akrobatischsten Einlagen und der waghalsigsten Linie meistert. Diese fünf internationalen FreerideEvents sind Teil der „Freeride Worldtour”, die 2017 bereits ihre 10. Austragung erlebt! Hier messen sich die besten Freerider und Snowboarder der Welt an den schwierigsten Hängen der Erde, um unter sich aus zu machen, wer in dieser Disziplin der verdiente Weltmeister ist. 50 Fahrerinnen und Fahrer, davon 22 Skifahrer, 11 Skifahrerinnen, 8 Snowboarder und

8 Snowboarderinnen machen unter sich den Weltmeister-Titel aus. Zahllose Schaulustige und Fans nehmen Teil an diesem aussergewöhnlichen Nervenkitzel. Der Freeride Worldtour mit den besten 50 Athletinnen und Athleten sind über 60 Events mit rund 2700 Freeridern vorausgegangen, die sich an der Freeride World Qualifier für die World Tour zu qualifizieren versuchten. Es stehen also die Besten der Besten der Freeride-Community auf den Gipfeln, um Ihr Können vor Publikum an den schwierigsten Hängen der Welt unter Beweis zu stellen. Wer wird diese Saison den Titel nach Hause tragen? Mehr erfahren sie auf www.sportguide.ch oder auf der Homepage der Organisation selbst auf www.freeworldtour.com.

Freeride Worldtour 2017 28. Januar 2017 Chamonix / Mont-Blanc, Frankreich Season Opener 11. Februar 2017 Vallnord-Acalis, Andorra Hold the line 6. März 2017 Fieberbrunn, Österreich Crunch Time 18.-25. März 2017 Haines, Alaska/USA The dream stop 1. April 2017 Verbier, Schweiz The Grand Finale


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photo © Blake Jorgenson

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GRENZENLOSES SKIVERGNÜGEN Freeriden heisst bestehende Grenzen zu verschieben und Spuren zu hinterlassen. Der mühelose Auftrieb, die spielerische Wendigkeit und die herausragende Leichtigkeit des SOUL 7 HD garantieren Selbstvertrauen und puren Skigenuss – ganz gleich wohin der Schnee Dich führt. ROSSIGNOL – ANOTHER BEST DAY! www.rossignol.com


Niagarafälle, USA/Kanada

Weltweit erste Eiskletterbesteigung Der amerikanisch-kanadische Doppelbürger Will Gadd stellte sich vor rund zwei Jahren einer spektakulären, auf seine Person zugeschnittenen Herausforderung. Zum einen weil das Zielobjekt an der Grenze der USA und Kanada verläuft und zum anderen weil es noch nie jemand wagte und schaffte, an den berühmtesten Wasserfällen der Welt hoch zu klettern. von Josh Sampiero


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er beste Eiskletter der Welt, Will Gadd, ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen, sein unglaubliches Klettertalent unter Beweis zu stellen. Ein Kälteeinbruch vor zwei Jahren machte es möglich, die weltberühmten Niagarafälle als Kletterobjekt ins Auge zu fassen. „Auf der Suche nach den anspruchsvollsten Aufstiegen bin ich zwar um die ganze Welt gereist, die Niagarafälle jedoch, eines der wichtigsten Wahrzeichen meines Heimatlandes, verkörperten eine lebenslange Mission, die ich früher niemals für möglich hielt,” erzählte Gadd.

den lassen, dadurch konnte es überhaupt erst frieren. In einem warmen Winter ist das nicht der Fall!” In Zusammenarbeit mit dem NYS Parks Department und der NYS Parks Police konnten Will und sein Team eine Route entwikkeln, die sowohl sicher war und auch der Umwelt keinen Schaden zufügte. Das war Gadd besonders wichtig: „Die Niagarafälle sind einer der meist besuchten Orte Amerikas, wir müssen sie behandeln wie ein Juwel!”

„Auf der Suche nach anspruchsvollen Aufstiegen bin ich um die ganze Welt gereist, die Niagarafälle verkörperten eine lebenslange Mission” Will Gadd, Profibergsteiger

Die Niagarafälle sind die bekanntesten Wasserfälle der Welt. Die Fälle stürzen genau an der Landesgrenze zwischen den USA und Kanada in die Tiefe, jedes Jahr reisen 20 Millionen Besucher an, um sich das faszinierende Naturspektakel anzusehen. Viele Waghalsige haben sich auf unzählige Arten bereits die Fälle herunter getraut, aber Will Gadd, der zum National Geographic Adventurer des Jahres gewählt wurde, ist der erste Mensch, der es den Wasserfall hochgeschafft hat. Wie das geht? Der Kälteeinbruch in den USA hat die Niagara Fälle gefrieren lassen. Das passiert nicht häufig. „Ich war im Sommer hier und wollte mir ansehen, ob es möglich ist, hier hochzuklettern,” erzählt Gadd. „Man kann sich nicht vorstellen, was da alles runterkommt! Der kalte Winter hat das Wasser erst weniger wer-

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Also gab es zwei Prioritäten beim Klettern: Die Sicherheit und die Ethik. „Es gibt keine Bolzen und es wird nicht ein Teil im Eis zurückbleiben, was nicht vorher schon dort war,” erklärt Will. „Der natürlich Weg ist der einzig mögliche!” Die Route ging von der amerikanischen Seite in der sogenannten HorseshoeSection der Fälle, in der Nähe des Terrapin Point, 45 Meter gerade runter. Und es handelte sich nicht um kompaktes Eis. „Das Eis besteht hier aus Schichten”,


so Will weiter. „Das heisst, es gibt erst eine Eisschicht, dann Schnee und Luft, und dann wieder Eis. Das ist auf gar keinen Fall stabil.” Den Klettergrad schätzte Will bei WI6+ ein, schwieriger geht es beim Eisklettern nicht. Seine einzigen Hilfsmittel waren ein paar Eispickel, Steigeisen und der Prototyp eines speziell angefertigten Black Diamond Eis-Hakens.

die Eisplatten und Wände unsicher und unvorhersehbar," sagt Will. "Es ist eine raue Umgebung und alleine schon eine Herausforderung, überhaupt, an der Eiswand zu bleiben, geschweige denn an ihr hochzuklettern!"

Gadd hatte sich die Route in drei Abschnitte aufgeteilt, jeder von ihnen ungefähr eine Stunde. Der Weg ging ziemlich perfekt an der Grenze entlang, was ziemlich passend war für Gadd, der sowohl die amerikanische, als auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt. Auf jeden Fall ein neuer Meilenstein, mit dem er an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen kann. Da erkletterte Gadd einen neuen Steig an den Helmcken Falls, bezwang das Eis des Kilimanjaro und ging ruhmbeladen vom Ouray Ice Festival nach Hause. Wie hat es sich nun angefühlt, als Sieger auf dem Gipfel der Niagarafälle zu stehen? Will ist sich nicht so sicher, ob es wirklich ein Sieg war: „Die Tour hat mich fertig gemacht. Ich bin vielleicht oben angekommen, aber Niagara hat den Krieg gewonnen. Ich hatte extreme Unterkühlung. Der Wasserfall hat mich stärker mitgenommen, als ich es dachte!” Auch wenn sich Gadd vielleicht nicht als Sieger sieht, ist er doch für einen weiteren historischen Moment, an diesem Weltwunder verantwortlich.

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Von dort ging es dann mit Methode auf„Niagarafälle . weltweit erste Eiskletterbesteigung” wärts, alle paar Meter sicherte sich Will mit Eisschrauben und Express-Schlingen. Aber das Unangenehmste war, dass er die ganze Besteigung über komplett nass war. „Ich war so nah an

Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, „Es 6/2016 gab Eisstücke, die waren so gross per Email unter info@sportguide.ch wie Autos”

Am Tag vor der Tour liess sich Gadd nochmal von oben die Fälle am Seil herab, um Eis, das eventuell brechen könnte, zu entfernen: „Da gab es Stükke, die waren so gross wie Autos!” Nach einem ganzen Tag Arbeit war die potentielle Route gesichert. Auch wenn der Ort so unverdorben und ruhig erscheint, ist es hier alles andere als friedlich! Über 150'000 Tonnen Wasser stürzen jede Minute hier herunter und haben mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometer einen Druck, wie wenn 4000 riesige LKW gleichzeitig auf den Grund knallen. "Die unglaublichen Wassermengen erschüttern den Boden und dadurch werden

Will Gadd, Profibergsteiger den Fällen, ich konnte meinen Eispickel in den rein halten. Ein Teil der Tour ging hinter dem Wasserfall entlang, ich hatte ganz schön viel Niagarawasser im Nacken! Dieser Aufstieg hat mich echt fertig gemacht. Ich bin zwar an der Spitze angekommen, aber trotzdem hat der Niagara den Krieg gewonnen!”


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Patrouille des Glaciers

Wettlauf von Zermatt nach Verbier Die Patrouille des Glaciers (PDG) ist das weltweit grösste Rennen im Skibergsteigen. Die Organisatoren bezeichnen es als internationalen militärischen Skialpinismus-Wettkampf der Schweizer Armee, an welchem auch zivile Patrouillen teilnehmen dürfen. Dieses einzigartige Rennen wurde zur Zeit des zweiten Weltkrieges vom Schweizer Militär ins Leben gerufen, um die Mobilmachung, d.h. die Einsatzfähigkeit der Gebirgsbrigaden zu verbessern. "Der härteste Teamwettkampf der Welt!", nennt der Veranstalter dieses Wettkampfes das Rennen stolz. von Bruno Fleckenstein


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er Ursprung der Patrouille des Glaciers (PDG) geht auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Die Gebirgsbrigade 10 war bereit für ihren Auftrag: Den südöstlichen Bereich der Schweizer Alpen zu verteidigen. Zwei Hauptleute der Gebirgsbrigade 10, Rodolphe Tissières und Roger Bonvin, waren die eigentlichen Initiatoren. Roger Bonvin werden einige kennen, er war zwischen 1962 und 1973 Bundesrat. Die Truppe sollte ihre Einsatzfähigkeit im Rahmen eines ganz besonderen Patrouillenlaufes beweisen.

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Die Initianten hatten dazu eine legendäre Strecke ausgewählt, die schon damals berühmte „Haute Route“ zwischen Zermatt und Verbier. Was normalerweise vier Tage dauert, sollte in einer einzigen Etappe bewältigt werden. Der Wettlauf fand erstmals im April 1943, womit der Wettlauf „Patrouille des Glaciers“

ins Leben gerufen worden war. Nach einem tragischen Unfall bei der dritten Auflage 1949, bei welcher eine Patrouille in eine Gletscherspalte stürzte und erst 8 Tage später geborgen werden konnte, wurde die Fortsetzung dieses Wettlaufes vom Eidgenössischen Militärdepartement verboten.

Aufgrund zahlreicher Äusserungen und Wünschen seitens der Bevölkerung, wurde das Rennen 1983 vom damaligen Korpskommandanten Roger Mabillard wieder zugelassen. Seither stieg das Interesse an diesem Armeeanlass teilzunehmen, welche alle zwei Jahre stattfindet.


Strecke und Voraussetzung Die Wettkampfstrecke führt von Zermatt nach Verbier (Parcours Z) respektive von Arolla nach Verbier (Parcours A) und ist in einer einzigen Etappe zu absolvieren. Dieser einzigartige Wettkampf ist durch die Länge seines Parcours, die Anforderungen des hochalpinen Geländes, die Höhenlage und das Profil der Strecke charakterisiert.

chen, gehören zu den Voraussetzungen für die Teilnahme. Auch die uneingeschränkte Akzeptanz des Reglements und die Bereitschaft, den Anweisungen des Wettkampfkommandos Folge zu leisten, sind Teil der Anforderungen an die Teilnehmer.

Wer sich um die Teilnahme an der PDG bewirbt, muss einem festgelegten Anforderungsprofil entsprechen. Dazu gehört Erfahrung im hochalpinen Bereich, welche die Teilnehmer befähigt mit unvorhersehbaren Situationen und extremen Bedingungen in diesem schwierigen Gelände fertig zu werden. Auch entsprechendes Training und persönliche Vorbereitung, um den körperlichen, psychischen und technischen Anforderungen des Wettkampfes zu entspre-

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Die teilnehmenden Patrouillen treten in Teams von drei Männern, Frauen oder gemischte Gruppen den Wettkampf an und werden in verschiedene Kategorien unterteilt wie z.B. Senior, Schweizer Militär oder zivile Damenpatrouillen. Ein striktes Ausrüstungsreglement, das vor-


gibt, welche Gerätschaften wie Skier, Lawinenschaufel, Höhenmeter usw. benutzt werden dürfen, sowie Antidopingkontrollen sollen für Chancengleichheit sorgen.

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Mit der Anmeldung geht der Chef der Patrouillengruppe auch eine persönliche Verpflichtung ein. Dazu gehört, dass er selber an der PDG teilnehmen wird und dass er als Mitstreiter nur Personen anmeldet, die gewisse Mindestanforderungen erfüllen.

Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 Nebst dem Anforderungsprofil müssen die Teilnehmer die Fähigkeit aufweisen, Seilschaft mit Skis talwärts fahren per Email unter info@sportguide.ch inzuderkönnen, und müssen darüber hinaus sehr gute Skifahrer und aktive Tourengeher sein. Als weitere Voraussetzung sind verschiedene Strecken in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren. Bei normalen Verhältnissen haben die Teilnehmer drei Stunden Zeit von Zermatt das Zwischenziel in Schönbiel zu erreichen. Für Zermatt nach Arolla beträgt die Vorgabezeit achteinhalb Stunden, genau so viel wie von Arolla nach Verbier. Ein Wettlauf der Gebirgsprofis Für die Teilnehmer und geübten Alpinisten bedeuten diese Zeitvorgaben, eine hohe Leistungsbereitschaft mitzubringen, denn wer die Strecke von Zermatt nach Schönbiel nicht in der vorgegebenen Zeit absolviert, wird disqualifiziert. 8 Kilometer von Zermatt nach Schönbiel wären eigentlich einfach zu meistern, wären da nicht die etwa 1'000 Meter Höhendifferenz in einem schwierigen Gelände, die zusätzlich in der Zeit bewältigt werden müssen, um weiter am Rennen teilnehmen zu können. Es ist kein Wettkampf für Anfänger, sondern ein Rennen für alpine Profis. Insbesondere gilt dies für die Teilnehmer des Schweizer Militärs. Umso witziger ist es, dass es heutzutage immer wieder privaten Patrouillen gelingt, das Rennen zu gewinnen und das Militär als Initiator des Rennens zu schlagen. Zum


einen ist die Patrouille des Glaciers ein einzigartiger Härtetest für Teilnehmer, die eine alpine Herausforderung in einer sehr speziellen Disziplin suchen und sich mit anderen darin messen wollen, und zum anderen ein Spektakel für Anhängers des Militärs. Der Rekord bei den Herren liegt bei 5:52:20.7 Stunden, aufgestellt 2010 vom Swiss Team Gardes-frontière und den Patrouillenläufer Florent Troillet, Martin Anthamatten und Yannick Ecoeur. Die Damen vom Team Aprotec mit den Schweizer Teilnehmerinnen Séverinne Pont Combe, Laetitia Roux und Maude Mathys haben im Jahr 2014 mit einer Zeit von 7:27:31.8 Stunden einen neuen Damenrekord aufgestellt. Das nächste Rennen findet 2018 wieder statt. Wer dabei sein will muss sich voraussichtlich von August bis Ende September 2017 anmelden. www.pdg.ch

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Ski Alpin WM 2017 in St. Moritz

Bereits zum 5. Mal im edlen Jetset-Kurort In St. Moritz werden vom 6. bis 19. Februar 2017 zum fünften Mal nach 1934, 1948, 1974 und 2003 die alpinen Ski Weltmeisterschaften statt finden. Das Highlight ist die neue Herren-Abfahrtspiste „freier Fall”, eigens von Bernard Russi, dem ehemaligen Schweizer Abfahrtsweltmeister und Olympiasieger konzipiert. von Bruno Fleckenstein


Interesse am Artikel? „Ski Alpin WM 2017 in St. Moritz” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch m St. Moritz als Destination von VIPs, Jetset und Sportbegeisterten wieder einmal in ein spektakuläres Licht zu setzen und dem Niveau einer WM gerecht zu werden, wurde rund um das Renngeschehen ein entsprechendes Rahmenprogramm aufgegleist. Mit einer Eröffnungsfeier im Kulm Park wird die SKI WM am 6. Februar um 18:00 Uhr eröffnet und die anschliessende Party geht dort bis spät in die Nacht weiter. Nebst dem Kulm Park, in welchem alle Medaillenzeremonien auf dem Zeremonienplatz stattfinden werden, ist auch das Zielgelände Salastrains, auf dem sich das Public Village befindet, sowie die Fussgängerzone mit dem Inscunter Street Festival die richtige Adresse, wenn es um Unterhaltung an der WM geht. Das Public Village mit Unterhaltungsangebot auf ”höchstem Niveau” öffnet schon um 9:00 Uhr früh und das Street Festival Inscunter startet in der Fussgängerzone um 14:00 Uhr vorab der Eröffnungsfeierlichkeiten. Daneben können auch diverse Flugshows, z.B. das Training mit der Patrouille Suisse am 9. Februar von 14:30 -15:30 Uhr und verschiedene Konzerte im Kulm Park, das erste am 7. Februar von 19:30 -20:30 Uhr, besucht werden.

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Neben dem WM-Dorf in der Fussgängerzone wird es noch verschiedene andere Eventlocations geben, die von privaten Anbietern initiiert werden. Besondere Highlights Das White Turf, das berühmte internationale Pferderennen auf dem gefrorenen St. Moritzersee findet während der WM vom 12. bis zum 19. Februar statt. Die Schweizer Uhrenmarke Longines, welche für die Zeitmessung im alpinen

Skisport verantwortlich ist, führt am 13. Februar 2017 von 14.00-15.00 Uhr auf der Corviglia das Longines Future Ski Champions Race für internationale Skifahrer unter 16 Jahren durch. Moritz, das Maskottchen, und der freie Fall Moritz, der Steinbock, ist das Maskottchen der FIS Alpinen Ski WM St. Moritz 2017. Anlässlich des Weltcup Finals 2016 wurde Moritz von der Jury, beste-


hend aus Schweizer Rennfahrern/innen, Medienvertretern sowie Mitgliedern des OK der Ski WM, getauft und hatte sogleich auch seinen ersten offiziellen Auftritt. Moritz wird während der WM für tolle Stimmung im Ziel und auch im Dorf sorgen und Freundschaften mit Fans aus der ganzen Welt schliessen. Er wird mit den Gewinnern feiern, aber vor allem auch die Verlierer trösten. Der Starthang zur Herren-Abfahrt, der als "freier Fall" bezeichnet wird, ist das sportliche Highlight der Ski WM 2017. Mit einem Gefälle von 45 Grad bzw. 100% fühlt sich der steilste Start der Welt wie der senkrechte Sturz in die Tiefe an. Fast senkrecht geht es die ersten 150 Meter hinab, auf welchen die Fahrer das Gefühl des freien Falls erleben. Der atemberaubende Starthang wurde darum "Freier Fall" genannt, und gab somit der Pista Corviglia auf dem St. Moritzer Hausberg ihr Markenzeichen. Nirgendwo sonst im alpinen Skizirkus stürzen sich die Abfahrer über eine derart steile Geröllhalde in die Tiefe, was den Abfahrtsstart zum Mythos macht. Gebaut wurde das Meisterstück für die Ski Weltmeisterschaften 2003. Bernhard Russi, der ehemalige Abfahrtsweltmeister und Olympiasieger, hat diesen gemeinsam mit den Bauprofis der Ski WM 2003 konzipiert und umgesetzt. Bei der Hang-

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bearbeitung und den Beschneiungsleitungen wurde er von Paul Accola unterstützt, welcher als Menzi-MuckSpezialist diese schwierigen Arbeiten im gefährlichen Steilhang ausgeführt hat. Im Hinblick auf die Ski WM 2017 wurde der Herren Abfahrtsstart auf den neusten Stand gebracht, die Startplattform sowie die Treppenkonstruktion wurden den heutigen Sicherheitsanforderungen angepasst. Ansonsten präsentiert sich die Attraktion im Originalzustand und wurde an den Ski Weltcup Finals im März 2016 zum ersten Mal nach 2003 wieder befahren.

Der Weg zum Event Die Zuschauer erreichen den Zielraum Salastrains oder die Rennstrecken am St. Moritzer Hausberg Corviglia auf verschiedene Weise. Wer mit den Skiern zu den Rennen kommen will, dem wird empfohlen die Bergbahn-Zugänge Signalbahn, Chantarella/Corviglia oder Celerina/Marguns zu benutzen. Daneben werden Shuttle-Busse ca. alle 10 Minuten auf einem Rundkurs ins Zielgelände führen. Die Shuttles sind ab mindestens zwei Stunden vor Rennbeginn bis ca. 16 Uhr im Einsatz. Wer gerne einen Winterspaziergang bei herrlicher Kulisse machen möchte, der

erreicht das Zielgelände vom Bahnhof St. Moritz via Dorfzentrum in ca. 45 bis 60 Minuten. Der Weg ist ausgeschildert. Die Zeichen stehen gut, dass diese Weltmeisterschaften mit all ihren Unterhaltungsmöglichkeiten und speziellen Anlässen wieder ein voller Erfolg für die Veranstalter und ein unvergessliches Erlebnis für die Besucher aller Nationen werden kann.

Rennprogramm Ski Alpin WM Montag, 06. Februar 2017 10:30 Uhr Training Abfahrt Damen* 12:30 Uhr Training Abfahrt Herren* Dienstag, 07. Februar 2017 12:00 Uhr Super G Damen 14:00 Uhr Training Abfahrt Herren* 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Mittwoch, 08. Februar 2017 12:00 Uhr Super G Herren 14:00 Uhr Training Abfahrt Damen* 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Donnerstag, 09. Februar 2017 10:30 Uhr Training Abfahrt Damen* 12:30 Uhr Training Abfahrt Herren* Freitag, 10. Februar 2017 10:00 Uhr Alpine Kombination Damen, Abfahrt 13:00 Uhr Alpine Kombination Damen, Slalom 18:30 Uhr Medaillenzeremonie 19:00 Uhr Startnummernauslosung Abfahrt Herren Samstag, 11. Februar 2017 12:00 Uhr Abfahrt Herren 14:00 Uhr Training Abfahrt Damen* 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Abfahrt Herren 19:00 Uhr Startnummernauslosung Abfahrt Damen Sonntag, 12. Februar 2017 12:00 Uhr Abfahrt Damen 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Abfahrt Damen

Montag, 13. Februar 2017 09:30 Uhr Riesenslalom Damen, Quali 1. Lauf** 10:00 Uhr Alpine Kombination Herren, Abfahrt 13:00 Uhr Alpine Kombination Herren, Slalom (im Anschluss Siegerpräsentation) 13:00 Uhr Riesenslalom Damen, Quali 2. Lauf** 18:00 Uhr Siegerpräsentation Qualifikationsrennen Riesenslalom Damen 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Alpine Kombination Herren Dienstag, 14. Februar 2017 12:00 Uhr Nations Team Event 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Mittwoch, 15. Februar 2017 keine Rennen Donnerstag, 16. Februar 2017 09:30 Uhr Riesenslalom Herren, Quali 1. Lauf** 09:45 Uhr Riesenslalom Damen, 1. Lauf 13:00 Uhr Riesenslalom Herren, Quali 2. Lauf** 13:00 Uhr Riesenslalom Damen, 2. Lauf (im Anschluss Siegerpräsentation) 18:00 Uhr Siegerpräsentation Qualifikationsrennen Riesenslalom Herren 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Riesenslalom Damen

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Freitag, 17. Februar 2017 09:30 Uhr Slalom Damen, Quali 1. Lauf** 09:45 Uhr Riesenslalom Herren, 1. Lauf 13:00 Uhr Slalom Damen, Quali 2. Lauf** 13:00 Uhr Riesenslalom Herren, 2. Lauf (im Anschluss Siegerpräsentation) 18:00 Uhr Siegerpräsentation Qualifikationsrennen Slalom Damen 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Riesenslalom Herren 19:00 Uhr Startnummernauslosung Slalom Damen Samstag, 18. Februar 2017 09:30 Uhr Slalom Herren, Quali 1. Lauf** 09:45 Uhr Slalom Damen, 1. Lauf 13:00 Uhr Slalom Herren, Quali 2. Lauf** 13:00 Uhr Slalom Damen, 2. Lauf 18:00 Uhr Siegerpräsentation Qualifikationsrennen Slalom Herren 18:30 Uhr Medaillenzeremonie Slalom Damen 19:00 Uhr Startnummernauslosung Slalom Herren Sonntag, 19. Februar 2017 09:45 Uhr Slalom Herren, 1. Lauf 13:00 Uhr Slalom Herren, 2. Lauf 14:00 Uhr Medaillenzeremonie Slalom Herren * Eintritt frei ** Eintritt frei - Rennen finden in Zuoz statt


Interesse am Artikel? „Ski Alpin WM 2017 in St. Moritz” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch Bild: Walter Von Känel, Präsident von Longines (rechts) am FIS Forum in Sölden vom 21. Oktober 2016

Longines

Revolutionäre Zeitmessung In diesem Jahr kündigt die Marke eine bedeutende Entwicklung in der Technologie zur Zeitmessung und Nachverfolgung alpiner Skirennen an, die ihre Premiere offiziell an den Weltmeisterschaften in St. Moritz 2017 feiern wird.

L

ongines ist bereits seit 1933 im alpinen Skisport aktiv. Die Marke hat sich dabei immer wieder vielfältigen Herausforderungen im Bereich der Zeitmessung gestellt und dadurch höchste Kompetenz in der Messung und Aufzeichnung sportlicher Spitzenleistungen erlangt. Noch in diesem Jahr bereitet sich der Schweizer Uhrenhersteller darauf vor, die Grenzen des Möglichen in der Zeitmessung einmal mehr zu verschieben – mit Verlaufsdaten, die es dem Zuschauer ermöglichen werden, das Geschehen auf der Skipiste hautnah zu verfolgen und noch besser zu verstehen.

Die innovative Technologie präsentiert sich in Form eines kleinen Kastens, der am Schuh des Skifahrers befestigt wird und über Radar- sowie Bewegungssensoren verfügt. Diese sorgen dafür, dass nicht nur die Geschwindigkeit des Athleten unmittelbar und kontinuierlich gemessen wird, sondern auch Beschleunigung und Verlangsamen, die Zeit, die er für die Beschleunigung auf 100

km/h benötigt, sowie eine Analyse seiner Sprünge. Diese Daten werden anschliessend den Fernsehzuschauern, dem Publikum vor Ort sowie den Athleten selbst in TV-Grafiken aufgeschlüsselt. So können die Sportler ihre Performance noch präziser analysieren. Diese bedeutende Entwicklung in der Zeitmessung und Bild: Longines Conquest 1/100th Alpine Skiing


der Datenverarbeitung des alpinen Skisports wird ihre Premiere offiziell an den Weltmeisterschaften von SanktMoritz 2017 feiern, die Longines als Partner und Offizielle Uhr unterstützt. Im Rahmen dieser internationalen Wettkämpfe wird auch die 4. Ausgabe der Longines Future Ski Champions ausgetragen – ein Rennen, das von der Marke ausgerichtet wird, und in dem junge Skifahrer unter 16 Jahren aus der ganzen Welt aufeinandertreffen. Anlässlich der Weltcup-Finale in Aspen im kommenden März wird Longines den Preis der „Longines Rising Ski Stars“ vergeben, der die beste Skifahrerin unter 21 Jahren und den besten Skifahrer unter 23 Jahren der WeltcupSaison auszeichnet. Beide Programme reihen sich ein in die Fülle globaler Engagements, mit denen die Marke junge sportliche Talente unterstützt – wie insbesondere das Turnier der Longines Future Tennis Aces anlässlich von Roland-Garros oder der Prix Longines Future Racing Stars, ein Pferderennen für junge Jockeys, das taggleich mit dem Prix de Diane Longines stattfindet. Die Offizielle Uhr der Saison, die Conquest 1/100th Alpine Skiing, ist ein Chronograph mit Hundertstelsekunde, der eigens für die Profis und Fans dieser Disziplin entwickelt worden ist. Das Modell verfügt unter anderem über eine Funktion zum Messen mehrerer Zwischenzeiten sowie über eine intuitive Analoganzeige der Hundertstelsekunde durch einen separaten Zeiger. Dies alles wird ermöglicht durch ein exklusives Uhrwerk der neuesten Generation.

Bild: Gut zu erkennen, am Schaft des Skischuhs oberhalb der Ferse angebracht, ist das Kästchen von Longines, das sämtlichen Daten über den Lauf eines Skifahrers bzw. einer Skifahrerin sammelt.

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Chiemgau

Wo der LanglaufSport zu Hause ist Die Region Chiemgau umfasst das Gebiet rund um den Chiemsee im Südosten Bayerns. In der sehr ländlichlandwirtschaftlich geprägten Region entwickelte sich in den letzten Jahrzenten ein sanfter Wintertourismus, dessen Hauptattraktion die naturbelassene Landschaft darstellt. Keine Hotelburgen, keine lärmenden Après-Ski Bars. Vor allem der Nordische Skisport wie etwa Langlaufen und der Biathlonsport blicken hier auf eine lange Tradition zurück. Diese Region gilt es zu entdecken – auf schmalen Skiern, mit oder ohne Gewehr. von Marlene Seitz


m Vorfeld unserer Reise informiere ich mich über die Möglichkeiten, die uns der Chiemgau bietet. Die nackten Zahlen klingen sehr viel versprechend: 407 Kilometer klassisch gespurte Loipen und 368 Kilometer für den Skating-Stil stehen zur Auswahl. Die Loipen tummeln sich vor allem südlich von Traunstein Richtung Chiemgauer Alpen. Die Hauptorte des Wintersports sind Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl. Wer sich in der WintersportSzene ein wenig auskennt, horcht spätestens bei diesen Namen auf. Inzell ist als Eislauf-Hochburg bekannt und Ruhpolding macht sich seit über dreißig Jahren mit dem jährlichen BiathlonWeltcup und einigen Meisterschaften einen Namen. In den 60er Jahren wurde im Chiemgau die erste Loipe Bayerns gespurt. Seitdem ist eine lange Zeit vergangen, um Erfahrung und Knowhow zum Präparieren der Spuren zu sammeln. Noch nicht ganz so lang,

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aber dennoch in absoluter Perfektion zieht Bernhard Meyer jedes Jahr im Winter feine Spuren in den Schnee. Er ist für die Loipen am Hochberg, dem Hausberg Traunsteins, zuständig. Bei meiner Vorab-Erkundung stoße ich auf ein Interview mit dem Spurer. Der gelernte Elektriker verrät sein Geheimnis, warum er die Strecken so perfekt präparieren kann: nur wer selbst begeisterter Langläufer ist, kann nachempfinden, was die Sportler benötigen. Zudem kommt jahrelange Erfahrung hinzu. Er nehme auch gerne immer wieder Anregungen von Läufern entgegen, um sein Werk zu perfektionieren.

Surfen merke ich schnell, dass der Chiemgau das Thema Langlauf ernst nimmt und nicht nur als Nischenangebot führt. Ich kann es kaum erwarten, selbst meine Langlaufstöcke in den Schnee zu stoßen. Zwei Wochen später ist es dann soweit und ich stehe gemeinsam mit meinem Partner auf der Grashofloipe in Ruhpolding. Diese wurde uns von Rezeptionistin Carola empfohlen zum Warmlaufen. Auf dem Rundkurs über den Golfplatz müssen wir kaum Höhenmeter bewältigen – perfekt für den Anfang. Immerhin sind schon ein paar Jahre vergangen, seit dem wir das letzte Mal auf Langlauf-Skiern standen. Außerdem beginnt die Spur direkt vor dem Ortnerhof, in dem wir uns für eine Woche einquartiert haben. Das Hotel gehört zu der Gruppierung „Cross Country Ski Holidays“ und verspricht daher besonders passend für Langläufer zu sein. Unser erster Eindruck kann das auch bestätigen. Die Skier sind sicher

Interesse am Artikel?

„Chiemgau - wo der Langlaufsport zu Hause ist” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch Von der Hotellobby in die Spur Auf der Website der Region sind alle Loipen ausführlich erklärt und können nach bestimmten Kriterien gefiltert werden wie z.B. „Einkehrmöglichkeiten”, „familienfreundlich”, „Flutlicht”, „aussichtsreich” und noch weiteren. Beim


im Skiraum untergebracht, in dem auch ein Wachsbock mit dem gängigen Wachszubehör steht. Am Infopoint finden wir nicht nur umfassendes Kartenmaterial über die Loipen der Region, sondern auch einige Broschüren von Langlauf-Schulen. Unser Gespräch mit Carola machte uns schnell klar, dass sie sehr ortskundig und vor allem selbst begeisterte Langläuferin ist. Ihre Tipps kommen aus erster Hand und wir können uns zu hundert Prozent auf ihre Aussagen verlassen. Das unterscheidet eben ein echtes Langlauf-Hotel von einem gängigen Wintersport-Hotel. Zurück auf die Loipe: der 8,8 Kilometer lange Rundkurs führt uns zuerst über freies Feld und dann nach Ruhpolding rein bis zum Langlauf-Zentrum. Nach eineinhalb Runden wagen wir den Umstieg auf eine mittelschwere Loipe, die

ebenfalls am Langlauf-Zentrum startet. Die übersichtlichen Wegweiser sagen uns, dass es sich um die Wasen Loipe handelt. Und prompt kommen wir ins Schwitzen. Gleich zu Beginn steigt die Loipe an und bringt uns auf ein Hochplateau über Ruhpolding. Von hier haben wir einen traumhaften Ausblick über die gesamte Gemeinde. Da es schon später Nachmittag geworden ist, gehen überall im Ort langsam die Lichter an und eine gemütliche Atmosphäre macht sich breit. Einfach herrlich! Eine Runde drehen wir noch auf der roten Loipe, dann biegen wir in das Verbindungsstück ein, das uns wieder zum Hotel bringt. Die behagliche Atmosphäre hat uns angesteckt, jetzt ruft der Wellnessbereich. Eine wohltuende Massage lockert unsere Beine und beugt dem unvermeidlichen Muskel-

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kater ein wenig vor. Schließlich haben wir diese Woche noch so einiges vor. Faszination Biathlon hautnah erleben Gleich am nächsten Tag wartet schon ein Höhepunkt unseres Aufenthalts auf uns. Zweimal die Woche findet in der Chiemgau Biathlon-Arena eine kostenlose Führung mit anschließendem Schießen auf die original WettkampfScheiben statt. Das dürfen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Stilecht machen wir uns mit den LanglaufSkiern auf den Weg zum Stadion. In entgegengesetzter Richtung zu gestern bringt uns die Laubauer Loipe direkt dorthin. Die Führung und die Einblicke hinter die Kulissen des jährlichen Weltcup-Spektakels faszinieren uns. Am meisten beeindruckt uns natürlich


Interesse am Artikel? „Chiemgau - wo der Langlaufsport zu Hause ist” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch

das Schießen. Jetzt wird uns erst mal bewusst, welche Meisterleistung die Athleten am Schießstand vollbringen. Wir kommen immerhin ziemlich ausgeruht und relaxt an den Schießstand. Aber nach eine paar Runden im Stadion und mit rasenden Puls gleicht es einem Wunder, dass sie überhaupt in der Lage sind zu schießen. Wobei wir bei der Führung auch erfahren, dass der Fortschritt der Technik auch diesen Sport vereinfacht hat. Als 1970 zum ersten Mal eine Biathlon-Veranstaltung hier über die Bühne ging, schossen die Sportler aus einer Entfernung von 150 Metern mit Großkaliber-Gewehren auf Luftballons. „Da hat fast keiner getroffen!“, lacht unser Stadion-Guide. Es menschelt im Langlauf-Sport Es ist faszinierend festzustellen, mit wie viel Begeisterung sich die Menschen im Chiemgau dem Nordischen Winterort widmen. Egal mit wem wir bis jetzt gesprochen haben, ist die Zuneigung zu dem Sport anzumerken. So ist es auch

nicht verwunderlich, dass die Region bereits einige Sportgrößen hervorgebracht hat. Tobias Angerer stammt aus Traunstein und Andreas Birnbacher aus Prien am Chiemsee, beide fanden demnach in ihrer Heimat die besten Trainingsbedingungen vor. Fritz Fischer war hier sowohl als aktiver Athlet als auch als Trainer aktiv und auch Simon Schempp, der derzeit erfolgreichste deutsche Biathlet, trainiert regelmäßig auf den Chiemgauer Loipen und im Biathlonstadion. Doch im Chiemgau geht es nicht immer um hundertstel Sekunden und sportliche Höchstleistung. Am 29. Januar 2017 geht die Chiemgau-Trophy in die dritte Runde. Bei dem Team-Wettbewerb gibt es keine Zeitmessung, dafür aber „SchmankerlStationen“ und das kreativste oder größte Team gewinnt. Eine gewisse Sportlichkeit sollte man dennoch mitbringen. Die Strecke führt von Inzell über Ruhpolding bis nach Reit im Winkl. Langläufer können die Route jederzeit auf eigene Faust abfahren. Ungefähr fünf Stunden sollte man dafür einpla-


nen. Kleiner Trost: es locken zahlreiche Einkehrmöglichkeiten entlang der Route. Unser Ziel für den letzten Urlaubstag steht somit fest: die Chiemgau-TrophyRunde fahren. Bis dahin müssen wir

noch ein wenig trainieren, aber angesichts der optimalen Bedingungen sind wir da mehr als zuversichtlich. Bereits die ersten beiden Tage überzeugten uns, dass der Chiemgau ein Langlauf-

Paradies ist, das seinesgleichen sucht. Und zwar ist es nicht nur das großzügige Loipennetz, sondern vor allem die Einstellung der Menschen hier, die den Sport auf schmalen Brettern hochleben lässt. Egal ob es um Spitzensport geht oder um einen gemütlichen LanglaufUrlaub – im Chiemgau findet Jeder sein passendes Plätzchen.

Chiemgau Anreise Mit dem Auto von ZürichMünchen-Chiemgau, 420 km. Von München aus 108 km, 46 km westlich von Salzburg. Region Eine idyllische alpine Ferienregion in Bayern mit herrlichen Bergen, Tälern und Seen, familiär und ruhig, mit einem ganz starken Langlaufangebot Loipennetz 407 km klassische Loipen, 368 km Skating Loipen, Total 775 km Langlaufloipen Langlaufhotel Ortnerhof Das Wohlfühlhotel Ort 6, D-83324 Ruhpolding Tel: +49 (0)8663 / 8823-0 E-Mail: hotel@ortnerhof.de Internet: www.ortnerhof.de Weitere Regionen und Hotels finden Sie bei CROSS COUNTRY SKI HOLIDAYS unter www.langlauf-urlaub.com Adresse Chiemgau Tourismus e.V. Haslacher Str. 30 DE 83278 Traunstein Tel. +49 (0)861 — 90 95 90-0 info@chiemgau-tourismus.de www.chiemgau-tourismus.de

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30 Langlauf-Hotels in 15 Regionen

Interesse am Artikel? Gsieser Tal

Val di Fiemme

„Chiemgau - wo der Langlaufsport zu Hause ist” Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer Hotel Nele*** Berghotel Jochgrimm*** „Sportguide Winter”, 6/2016 Hotel Quelle**** per Email unter info@sportguide.ch s

Hotel Waldruhe***

Direkt an der berühmten Marcialonga Loipe, familiäre Atmosphäre

In grösstenteils unberührter Natur

Hauseigenes Kino, grosszügiger Spa, Fitnessraum, Schneesauna (!)

Auf der Sonnenseite, direkt an der Loipe

www.hotelnele.com

www.jochgrimm.it

www.hotel-quelle.com

www.waldruhe.com

Weissensee

Drei Zinnen Dolomiten

Apparthotel Germania***

Sporthotel Tyrol****

Alpenwellnesshotel St. Veit****

Hotel Regitnig****

UNESCO Weltnaturerbe der Dolomiten, direkt an der Langlaufloipe

Hauseigenen Dolomiti Spa, ausgezeichnete, internationale Küche

Alpine und mediterrane Spezialitäten, grosser, moderner Wellnessbereich

Traditioneller Winterurlaub an Österreichs berühmtem Weissensee

www.apparthotel-germania.com

www.sporthoteltyrol.it

www.hotel-st-veit.com

www.hotel-regitnig.at

Paznaun - Ischgl

Tiroler Zugspitz Arena

Hotel Post****

Sporthotel Schönruh****

Hotel Fischer am See****

Sporthotel unser LOISACH

300 m2 Wellnessbereich, direkt am Loipeneinstieg, 1’600 m über Meer

Gemütliches Ambiente, am Fusse des Wettersteinmassives

Inmitten einzigartiger Naturkulisse, direkt am See, direkt an der Loipe

Herzliche, familiäre Atmosphäre, im Ortszentrum

www.hotel-post.at

www.hotel-schoenruh.com

www.fischeramsee.at

www.unser-loisach.at

Scheidegg

Olympiaregion Seefeld

Aktivhotel Zum Gourmet****

Hotel Bergland All Inclusive**** Biohotel Leutascherhof****

Hotel Bergblick

Gourmet-Menüs, grosszügiger Wellnessbereich, Feng Shui

Moderner Landhausstil, in unmittelbarer Nähe der Loipeneinstiege

Gehobene Küche mit Bio Produkten, Wellnessangebote, Panoramablick

In unberührter Natur, Sonnenlage, im wunderschönen Allgäu

www.zumgourmet.at

www.bergland-seefeld.at

www.leutascherhof.at

www.gaestehaus-bergblick.de


Cross Country Ski Holidays Saalfelden Leogang

Kitzbüheler Alpen

Familienhotel Furtherwirt****

Landhotel Strasserwirt****

Hotel Saliter Hof****

Hotel & Spa Ritzenhof****s

Hallenbad, Kosmetik-/Massagestudio, Happy-Kinderclub, Bio-Bauernhof

Hoher Qualitätsstandard, helle Zimmer, Tiroler Küche, Saunalandschaft

Herrliche Naturkulisse, schöner Wellnessbereich

Exklusives Designhotel, Malerische Aussicht auf das Steinerne Meer

www.furtherwirt.at

www.strasserwirt.at

www.saliterhof.at

www.ritzenhof.at

Salzburger Sportwelt

Chiemgau

Hotel Zum Jungen Römer****

Hotel Das Urbisgut****

Hotel …mein Neubergerhof****

Hotel Ortnerhof****

Regionale Gourmetküche, ruhige Zimmer, direkt an der Loipe

Ruhige Sonnenlage, Wellnessbereich, Fitnesscenter, ausgezeichnete Küche

Panoramarestaurant, Wellness, IndoorKletterwand, eigene Biathlonanlage

Direkt an der Loipe, grosse Wellnesslandschaft, kulinarische Köstlichkeiten

www.roemer.at

www.urbisgut.com

www.neubergerhof.at

www.ortnerhof.de

Ramsau am Dachstein

Zell am See - Kaprun

Hotel Der Auhof****

Hotel Sonnblick****

Hotel Rösslhof****

Ferienhotel Knollhof****

Am Rande eines Naturschutzgebietes, modern-rustikales Hotel

Zwischen Kitzsteinhorn und Zeller See, familiäre, traditionelle Atmosphäre

Inmitten herrlicher Landschaft, 10 Minuten vom Nordic Zentrum

Auf dem Hochplateau am Dachstein Massiv, direkt an der Loipe

www.derauhof.at

www.hotel-sonnblick.at

www.roesslhof.at

www.knollhof.at

Ausseerland - Salzkammergut

Wander- & Landhotel Kanzler***S Narzissenhotel**** Direkt an der Langlaufloipe, inmitten des wunderschönen Salzkammerguts

Schöne Panoramalage, freier Zutritt zum Narzissenbad, inmitten der Bergwelt

www.landhotel-kanzler.at

www.narzissenhotel.at

Cross Country Ski Holidays – Langlauf Urlaub in den Alpen Winter-Destinationen gibt es in den Alpen genügend. Doch nur wenige bieten ein wirklich umfassendes Angebot für Langläufer und Sportarten abseits der Skipiste. Hinter dem Namen „Cross Country Ski Holidays“ stehen 30 Hotels in 15 Regionen, die sich auf Langlauf-Gäste spezialisiert haben. In den Regionen stehen ein grosses Langlauf-Netz, professionelle Beratung sowie Shops und Service-Stellen zur Verfügung. In den Hotels wird vor allem auf die Ausstattung und die Langlauf-Kompetenz geachtet. Die Regionen widmen sich ebenfalls den Wintersport-Themen Biathlon, Tourenski, Schneeschuhwandern und Eissport. Die zu erfüllenden Kriterien werden regelmäßig überprüft, so ist eine gleichbleibende Qualität gewährleistet. www.langlauf-urlaub.com


Icehotel

Übernachten bei Minus 5 Grad

J

edes Jahr, wenn der Fluss Torne im schwedischen Jukkasjärvi vereist, entsteht ein neues Icehotel. Dann strömen rund 200 Eiskünstler in das Dorf, um aus dem Eis des Flusses das einzigartige Icehotel zu formen und dies schon seit 26 Jahren. Jahr für Jahr kommen 50’000 Gäste nach Jukkasjärvi, um sich dieses einzigartige Übernachtungsspektakel nicht entgehen zu lassen. 2500 Eisblöcke mit einem Gewicht von je 2 Tonnen müssen herhalten, damit dieses einzigartige Kunstwerk entsteht. Berauschende Suiten, Zimmer und Skulpturen werden aus dem Eis gehauen, um ihre Gäste zu bezaubern. Und man mag es kaum glauben, man kann in solchen Eiszimmern auch tatsächlich übernachten,

doch erhält man auch einen Wärmeschlafsack, um die Temperaturen von Minus 5 bis Minus 8 Grad Celsius auch auszuhalten. Dieses Jahr gibt’s zusätzlich exklusive Carpe Diem Betten. Wem das - verständlicherweise - zu kalt ist, dem stehen auch ganz normale Zimmer zur Verfügung. Dem steht die kunstvoll gezimmerte Eisbar zur Verfügung, um die Eiswelt zu erleben. Im nördlichen Schweden kommt man auch in den Genuss Polarlichter zu sehen oder auf einem Rentierschlitten zu fahren. Doch was so herrlich am 19. November beginnt, findet am 12. April wieder sein Ende. Dann taut die erstarkte Frühlingssonne das Eis des Hotels wieder auf und das Wasser fliesst zurück in den Torne Fluss.

www.icehotel.com


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Skyway Monte Biancho, Courmayeur

Das 8. Weltwunder Auf der italienischen Seite des Mont Blanc liegt Courmayeur. Die dort ansässigen Bergbahnen haben aufgerüstet und mit der neuen Skyway Monte Biancho das 8. Weltwunder erschaffen, wie die Anbieter auf ihrer Internetpräsenz behaupten. Von Courmayeur (1’300 m ü.M.) gleitet das neue Flagschiff mit Kapazität für 80 Personen innerhalb von zehn Minuten hinauf zur modernisierten Zwischenstation Pavillon du Mont Fréty (2’173 m ü.M.). Hier erwartet den Besucher zwei Aussichtsrestaurants mit Terrasse und jeweils 100 bzw. 50 Sitzplätzen. Nebst Kino, Konferenzräumen, Weinkeller und einem Geschenkshop kann man von hier aus auch zur Schneeschuhtour aufbrechen. Von der Zwischenstation steigt man in die zweite Bahn, wieder mit Rundumsicht, für 75 Personen, um 10 Minuten später den Gipfel Punta Helbronner auf 3’466 m ü. M. zu erreichen. Es erwartet den Besucher dort oben angekommen eine 360° Aussichtsplattform mit spektakulärer Aussicht auf den Mont Blanc und sogar das Matterhorn. Ein GletscherBistro und eine Kristallausstellung runden das Angebot nebst dem Freeridegelände ab.


Lenzerheide

Nordic House eröffnet Das Nordic House ist ab 6. Dezember 2016 bis 1. April 2017 täglich von 8.30 17.30 Uhr geöffnet. Neben Bistro, Sportshop sowie Garderoben und Duschen für das öffentliche Langlauf-

zentrum, beinhaltet das Nordic House auch einen professionellen Athletikraum, einen Seminarraum sowie Unterkünfte für ca. 60 Personen in flexibel gestaltbaren Mehrbettzimmern. Es bietet somit für

nationale und internationale Biathlonund Langlauf-Vereine eine ideale Infrastruktur für mehrtägige Trainingslager in der Ferienregion Lenzerheide. Mit dem Bau des Nordic House wurde im Frühjahr 2016 das eigentliche Herzstück der Biathlon Arena Lenzerheide realisiert. In nur gerade sieben, dafür umso intensiveren Monaten wurde das vierstöckige Gebäude erstellt und am Samstag, 3. Dezember 2016, im Rahmen des Biathlon Alpencup feierlich eröffnet. Entstanden ist nicht nur ein multifunktionales Betriebsgebäude, sondern ein eindrucksvolles, architektonisches Meisterwerk. Damit ist auch der Weg zur Bewerbung für die internationale Biathlon Weltcuprennen geebnet.

Lenzerheide

Neue Attraktion "iis-Paradiis" Der Sportplatz Lenzerheide verwandelt sich in diesem Winter erstmals in das Lenzerheidner „iis Paradiis”. Eröffnet wurde das magische Erlebniseisfeld am 1. Dezember 2016. Neben „Heidi’s Skateway to Love”, einer speziellen Eiswelt für Kinder sowie einem Chnebelplatz und Eisstockfeld umrahmt ein kleines GastroAngebot das neue Wintererlebnis. Bereits im vergangenen Winter wurde das traditionelle NaturEisfeld beim Sportplatz Lenzerheide mit einem Kunsteisfeld ergänzt. Die Erfahrungen in jenem schneearmen und eher milden Winter waren äusserst positiv, wie Bruno Fläcklin, Tourismusdirektor der Ferienregion Lenzerheide, bestätigt: „Insbesondere im Dezember bot das Kunsteisfeld ein sehr willkommenes Zusatzangebot für Gäste und Ein-

wohner.” Aus diesem Grund hat die Gemeinde Vaz/Obervaz beschlossen, das Eisangebot in der Ferienregion Lenzerheide mit einem attraktiven Erlebniseisfeld zu ergänzen. Inszeniert wird das einzigartige „Lenzerheidner iis Paradiis” beim Sportplatz Lenzerheide auf einer Gesamtfläche von über 3‘000 m2. Mittendrin befinden sich die Eiswege des „Heidi’s Skateway to Love”. Auf rund 350 Metern tauchen Gross und Klein in die winterliche Eislandschaft ein. Insbesondere abends, wenn dank dezenter Beleuchtung und Hintergrundmusik das „Lenzerheidner iis Paradiis” besonders magisch erstrahlt, lädt der Eisweg zum genussvollen Eislaufen ein. www.iisparadiis.ch

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Impressum Verlag: Rolf Fleckenstein Media Alte Landstr. 168, CH-8800 Thalwil, Schweiz Tel. +41-44-720 99 55 Fax +41-44-721 00 35 Email: info@sportguide.ch www.sportguide.ch

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Herausgeber Rolf Fleckenstein

Dann bestellen Sie die aktuelle Nummer „Sportguide Winter”, 6/2016 per Email unter info@sportguide.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Bruno Fleckenstein, Rahel Schelb, Josh Sanpiero, Marlene Seitz, Rolf Fleckenstein Fotos, Bildquellen: Cover: Nadine Wallner/Josef Mallaun/Red Bull Content Pool Innenseiten: Patagonien: Thomas Senf; Nordpol: Antony Smith, Lauren Farmer; Sibirien: Jonas Blum/Red Bull; Nadine Wallner: Josef Mallaun/Red Bull; Freeride Worldtour: Thomas Bekker, David Carlier, Jeremy Bernard, Tero Repo; Niagarafälle: Greg Mionske, Christian Pondella & Keith Ladzinski/Red Bull, PDG: Jürg Kaufmann; Ski WM: Alexis Boichard, Nicola Pitaro; Chiemgau Tourismus, Icehotel, Lenzerheide Tourismus; Bildarchive der Hersteller & Marken Inserate info@sportguide.ch Abos, Bestellungen info@sportguide.ch Druck Johnen-Druck 54470 Bernkastel-Kues

Weitere aktuelle Ausgaben unseres Magazins zum Anschauen und Bestellen auf www.sportguide.ch.

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