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Special: Online-Communitys Moment of Truth Touchpoints und Customer Journeys optimieren Seite 24

6/2017 · Oktober

So geht Zukunft

Alles zur weltweit größten Marktforschungsmesse

ab Seite 6

Feedback Integrierte Befragungslösung für Marketing und HR Seite 28

Kreativität Ideen im Innovationsprozess effizient entwickeln und priorisieren Seite 30

Flexibilität

Verhaltensökonomische Forschungs- und Erklärungsansätze Seite 38

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Agilität

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Unmittelbar am realen Leben der Testpersonen teilhaben


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28/09/2017

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6/2017 · Oktober Anzeige

Special: Online-Communitys Moment of Truth Touchpoints und Customer Journeys optimieren Seite 24

So geht Zukunft

Alles zur weltweit größten Marktforschungsmesse

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Feedback Integrierte Befragungslösung für Marketing und HR Seite 28

Kreativität Ideen im Innovationsprozess effizient entwickeln und priorisieren Seite 30

Flexibilität

Verhaltensökonomische Forschungs- und Erklärungsansätze Seite 38

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Unmittelbar am realen Leben der Testpersonen teilhaben


AG I L E I N S I G H T S S O F T WA R E

Sag hallo zur Zukunft der Marktforschung quantilope live auf der Research & Results: Software-Demo • Neueste Methoden Vorträge • Workshops • Masterclasses


Editorial

Einflussfaktor Es ist wie bei jedem Hype: Influencer Marketing ist in so vieler Munde, dass einige bei diesem Thema gelangweilt die Augen verdrehen. Auf Events und Kongressen, in Interviews und Medien – der Marketingtrend beherrscht die Branche. Was hierzulande noch als neue Chance angepriesen wird, ist in China längst Alltag. Ohne Key Opinion Leaders geht in Chinas Online-Marketing gar nichts, berichtet Felix Scherrer in seinem Beitrag ab Seite 44 und stellt die wichtigsten Marketing-Regeln im Reich der Mitte vor. Nicht einzelne Stars, sondern die Gemeinschaft beeinflusst in unserem Schwerpunktthema ab Seite 24 Innovationsprozesse, Touchpoint-Analysen oder das Feedbackmanagement: Market Research Online-Communitys, kurz MROCs. Sie sind mittlerweile ein fester Bestandteil im MethodenPortfolio der Marktforscher und werden trotzdem immer noch unterschätzt, stellen Maike Schmidt und Marcus Schatilow fest und räumen ab Seite 34 mit einigen Vorurteilen auf.

Foto: © www.dominikmuenich.de

Eine der wichtigsten Influencer-Veranstaltungen der Marktforschungsbranche findet am 25. und 26. Oktober bereits zum zwölften Mal in München statt: die Research & Results 2017. Zusätzlich zum erweiterten Workshop-Programm gibt es dort erstmalig die „Innovation Area“, ein offenes Forum, in dem 30 ausgewählte neuartige Methoden, Tools und Ideen präsentiert werden. Mehr Infos gibt es ab Seite 6. Wir sehen uns in München!

Dagmar Dreßler Chefredakteurin dressler@research-results.de

Beilagenhinweis: Bitte beachten Sie die Beilage von ­Ipsos in dieser Ausgabe. Research & Results finden Sie auch hier:


Inhalt

Digital Nation Warum OnlineMarketing in China anders läuft

News 6 Alles zur Research & Results 2017

 Seite 44

9 Nordlight Research feiert Jubiläum 10 GapFish bittet um Teilnahme an B2B-Studie 12 Teststudios Deutschland Gruppe investiert in Pharma 14 GOR 2018: Call for Papers 15 So war der 70. Esomar Kongress 16 Eindrücke vom ECR Tag 2017 19 BVM-Kongress 2018 in Hamburg 20 Im Interview: Steve Schlesinger 22 Lightspeed entwickelt Umfrage-App

50 Pharma-Marketing Challenges for Disease-Specific Medical Nutrition 52 Eyetracking Validierung digitaler Inhalte

23 Quantilope erweitert Methodenmix

Karriere

Research

55 Neue Leute – Neue Jobs

In Kürze

Media

27 Studie untersucht Sportgewohnheiten 33 DocCheck zum Pharma-Außendienst 37 YouGov mit Spenden-Umfrage

Thema: Online-Communitys 24 Moment of Truth Touchpoints und Customer Journeys optimieren 28 Feedback Integrierte Befragungslösung für Marketing und HR 30 Kreativität Ideen im Innovationsprozess effizient entwickeln und priorisieren 34 Flexibilität Unmittelbar am realen Leben der Testpersonen teilhaben 38 Agilität Verhaltensökonomische Forschungs- und Erklärungsansätze 40 Virtual Reality Wahrnehmung von Markenplatzierungen in einem VR-Smart Home 44 International Online-Marketing in China 48 Software Emotionale Marken-Wahrnehmung und -Steuerung

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In Kürze 64 Umfrage zum Musik-Streaming-Markt 65 FFA veröffentlicht Kino-Halbjahresbilanz

Lifestyle 56 10 Fragen – 10 Antworten Markus Eberl, Senior Director Applied Marketing Science, Kantar TNS

Service 14 Terminkalender 54 Seminare & Workshops 57 Bus-Stop

Rubriken 3 Editorial 66 Small Talk 66 Impressum Bleiben Sie auf dem Laufenden: Folgen Sie Research & Results auf LinkedIn

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Fotos: © XIESHOUTIANYA – pexels photo, Unternehmen, LinkedIn

18 Aktuelles aus Österreich


Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, führten wir gemeinsam mit Prof. Dr. Holger Lütters (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) eine Studie unter Branchenexperten durch. Die Ergebnisse stellen wir Ihnen in unserem Workshop auf der diesjährigen Research & Results in München vor. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! In unserem zweiten Workshop sprechen wir zudem mit Yannick Rieder von Q sowie Christin Schäfer von acs plus über die Relevanz von Web-Longtail im Kontext der Cross-Media-Journey.

www.gapfish.com rfq@gapfish.com


News

Jetzt geht’s los! Research & Results 2017 – die Marktforschungsmesse in München Am 25. und 26. Oktober trifft sich die Branche wieder zur Research & Results. „Insight Innovation“ ist diesmal das Motto der weltweit führenden Messe zur Marktforschung. Passend dazu: die Innovation Area – die Messe-Neuheit 2017.

Aktuelle Trends und Technologien live erleben, spannende Innovationen diskutieren, Netzwerke aufbauen und pflegen: Das alles bietet der Branchentreffpunkt Nummer eins Ende Oktober wieder in München. Schon zum zwölften Mal ist die Research & Results ein Forum für Experten und Entscheider aus Marktforschung, Marketing und Medien.

Mit 170 Ausstellern aus 24 Ländern und 104 Workshops mit hochkarätigen Referenten ist die Research & Results das weltweit größte Event für Marktforschung. Internationale Forschungskonzerne wie Kantar, Ipsos und GfK sind ebenso vor Ort wie mittelständische Unternehmen und Spezialanbieter. Vom Know-how der Experten werden mehr als 3.000 Fachbesucher profitieren – ideale Voraussetzungen also fürs Networking. 6

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Fotos: www.dominik-muenich.de

Weltweites Top-Event


News

Vielfältigste Workshops Diesmal überschreiten wir die Hundert: Mit 104 Workshops in acht Workshopräumen bietet die Research & Results 2017 ein noch breiteres Programm mit Top-Themen und -Referenten – und reagiert damit auf die große Nachfrage der Vorjahre. In ihren Vorträgen präsentieren die Aussteller exklusiv ihre Forschungsthemen und Angebote. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Big Data & Analytics, Mobile, Communitys, Implizite Ansätze, Kundenzufriedenheit, Markenführung, Best Practices sowie Branchen und Zielgruppen. So gehen zum Beispiel Malte Friedrich-Freksa von GapFish und Holger Lütters von der HTW Berlin in „Digitale Transformation in der Marktforschung“ auf den Entwicklungsstand der Mafo beim Einsatz digitaler Technologien ein. Claudia Greischel und Julia David von Produkt + Markt geben mit „Shopper Insights – mobile“ Einblick in ihre Toolbox. Sören Scholz von Interrogare erklärt in „Brand Insights 2.0“, wie Markentreiber mittels innovativer Tools identifiziert werden. Und Tanya Kirova von Research Now taucht in „Von Snapchat zu selbstfahrenden Autos“ in die Welt der GenZ ein. Die Workshops finden im stündlichen Wechsel statt, jeweils acht parallel. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Unter www.research-results.de finden Sie das vollständige Workshop-Programm.

Diesmal neu: die Innovation Area Die 30 revolutionärsten Trends und Tools werden in diesem Jahr erstmalig in der Innovation Area vorgestellt. In einem offenen Forum zeigen an beiden Messetagen ausgewählte Aussteller in kurzen Slots ihre innovativsten Highlights. Die Themen reichen von Chatbots über ­Virtual Reality und Künstliche Intelligenz bis hin zu Sprachtools und Neuromarketing. Wir möchten an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, aber so viel ist sicher: Es wird spannend!

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Insight Innovation Besuchen Sie uns auf der Research & Results in München! Wir erwarten Sie mitwww.research-results.de drei spannenden Workshops und inspirierenden Live-Demos. Mehr Informationen auf unserer Website.

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News

Zahlreiche Ständeaktionen

Öffnungszeiten für Besucher: Mittwoch, 25. Oktober: 9:00 bis 18:30 Uhr Donnerstag, 26. Oktober: 9:00 bis 17:30 Uhr Veranstaltungsort: MOC Veranstaltungscenter Lilienthalallee 40 80939 München Eintritt frei! Registrierte Fachbesucher haben an beiden Messetagen kostenfreien Eintritt zur Ausstellung und zum kompletten Kongressprogramm. Infos und Registrierung www.research-results.de

Und auch sonst ist auf der Research & Results wie immer jede Menge geboten. Verpassen Sie nicht die vielen Ständeaktionen. Zum Beispiel die „Magical Insights“ mit Magier Philo Kotnik bei Interrogare oder Gewinnspiele, etwa von Lucid, Statista und Spiegel Institut. Ein Publikumsmagnet wird sicherlich wieder VR sein: In die virtuelle Welt tauchen Sie ein bei Psyma, Tema-Q, Borderless Access, Spiegel Institut und, last but not least, GfK – dort sogar mit der VRExpertin Alexandra Chirilov, Gewinnerin des ESOMAR Award 2017. Und natürlich können Sie sich wieder verschiedenste Köstlichkeiten schmecken lassen: IFQM lädt beispielsweise zum Wiener Kipferl-Frühstück und zur Käse-Blindverkostung, bei Psyma gibt es Cocktails, Inquiry hat Met im Gepäck. Internationale Snacks und Drinks bietet IFF, Street Food schlemmen Sie bei Respondi, und Ears and Eyes sorgt mit Drinks aus dem Slushyboy für Erfrischung. Nicht zu vergessen unsere traditionelle Happy Hour zum Messeausklang – wir sehen uns! www.research-results.de

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News

Nordlight Research feiert Jubiläum

Zehn Jahre am Markt

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Nordlight Research hat Grund zum Feiern: In diesem Jahr ist das Unternehmen aus Hilden bei Düsseldorf zehn Jahre am Markt. Gegründet wurde Nordlight Research im März 2007 von Rafael Jaron, Thomas Donath und Torsten Melles. Das Ziel des Gründertrios: Unternehmen hochwertige individuelle Marktforschungslösungen im B2C- wie B2B-Bereich zu liefern – und diese auch auf neuem und unsicherem Terrain im Markt zu begleiten. „Der Bedarf an Lösungen für komplexe Fragestellungen und das VerständMitgründer nis von Marktforschung als wichtiger Pionierleistung waren von Beginn an Torsten Melles hat noch viel vor prägend für die Arbeitsweise unseres Instituts“, erklärt Mitgründer Torsten Melles. In Zukunft will Nordlight Research seine Position als „Qualitätsanbieter“ weiter ausbauen und beispielsweise im Bereich Trendforschung neue Leistungen anbieten. www.nordlight-research.com

Adform und Research Now kooperieren

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Integrierte Daten Research Now und Adform bündeln ihre Kräfte, um Werbetreibenden eine bessere Umsetzung ihrer Digital-Kampagnen zu ermöglichen. Dazu werden die First-Party-Daten von Research Now mit Daten von Drittanbietern für Advertising Targeting und Measurement in die Werbeplattform von Adform integriert. Adform-Kunden haben so Zugang zur Audience-Validation-Lösung von Research Now und können die tatsächlich erreichte Zielgruppe einer digitalen Kampagne geräteübergreifend sehen. Ende dieses Jahres werden die Daten von Research Now in das Lösungspaket von Adform integriert, einschließlich der Data Management Platform (DMP) und der Demand Side Platform (DSP). www.adform.com www.researchnow.com

GfK verkündet Richtungswechsel

Fotos: Unternehmen

Klare Aufstellung Die GfK hat ein „Transformations- und Investitionsprogramm“ verabschiedet. Wesentliches Ziel der Neuausrichtung: Der Nürnberger Marktforschungs-Konzern soll sich von einem „anerkannten“ Datendienstleister zu einem Anbieter „analytischer und vorausschauender“ Produktlösungen wandeln. „Die GfK ist zu komplex geworden und hat wichtige Trends – gerade in der Digitalisierung Stehen an der Spitze der zwei Teams: – verpasst“, resümiert GfK-CEO Peter Feld. Ab sofort, so Christoph Erbenich (GfK Digital) (l.) und David Krajicek (GfK Research) Feld, wolle die GfK alle Aktivitäten auf ihre Kunden ausrichten. Gelingen soll dies durch eine klare Vertriebsaufstellung, indem den einzelnen Regionen mehr Verantwortung übertragen wird. Zum anderen sollen die Geschäftsbereiche neu aufgestellt und die bisherigen Sektoren Consumer Experiences und Consumer Choices neu geordnet werden. Das Geschäft der GfK wird künftig in zwei Teams aufgeteilt: GfK Digital und GfK Research. Bei GfK Digital wird Christoph Erbenich, Chief Marketing and Innovation Officer, mit seinem Team neue Innovationskonzepte entwickeln, die dann vom Chief Technology Officer, Benjamin Jones, umgesetzt werden sollen. GfK Research wird von David Krajicek als CEO geleitet und konzentriert sich auf die Kernbereiche des Unternehmens. www.gfk.com www.research-results.de

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Close to Healthcare

esearch & esults 6 · 2017 nahforschen.doccheck.com

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News

GapFish bittet um Teilnahme

Große B2B-Studie

Zur Umfrage gelangen Sie über den QR-Code oder folgenden Link: rr0617.digitalfutur.com Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Digitalisierung ist in aller Munde: Artificial Intelligence, digitale Sprachassistenten, iBeacon und Co. erobern die digitale Welt. Malte Friedrich-Freksa von GapFish und Holger Lütters von der HTW Berlin fragen daher: Was denkt die Marktforschungsbranche über die Digitale Transformation? In der ersten deutschsprachigen B2BStudie zu diesem Thema werden verschiedene Aspekte der Digitali-

sierung in der Marktforschung thematisiert. Die Ergebnisse werden in den Workshops auf der diesjährigen Research & Results vorgestellt: Mittwoch, 25.10., 16.45 bis 17.30 Uhr, Raum 2, und Donnerstag, 26.10., 12.30 bis 13.15 Uhr, Raum 7. www.gapfish.com

Lightspeed Health ist ISO-zertifiziert

Aus MEC und Maxus wird Wavemaker

Signal an die Kunden

Gebündelte Kräfte

The Insight Zoo startet

GIM wird Mitglied bei Connected Living

Tiefe Einblicke

Digitale Trends setzen

In Frankfurt geht ein neues Marktforschungsunternehmen an den Start: The Insight Zoo. Gründer sind die beiden Diplom-Psychologen Nicolas Kayser und Tobias Keil. The Insight Zoo versteht sich als Spezialist für psychologische Marken-, Kommunikations- und Zielgruppenforschung und bietet neben klassischen Instrumenten wie Tiefeninterviews und Fokusgruppen auch maßgeschneiderte Forschungsmethoden an. Sowohl Kayser als auch Keil bringen langjährige Erfahrung in der Marktforschung mit. Neben Marktforschungsprojekten bietet The Insight Zoo auch Workshops und Seminare an. www.theinsightzoo.com

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GIM ist seit kurzem Mitglied des Innovationszentrums Connected Living in Berlin. Damit ist erstmals ein Unternehmen der Marktforschungsbranche Teil des Verbunds. Das Innovationszentrum hat das Ziel, Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen zusammenzubringen, die die Potenziale der digitalen Transformation erkennen und nutzen wollen. Inhaltlich stehen vor allem digitale Megatrends wie das Internet der Dinge, vernetztes Leben und die Entwicklung des Smart Home im Vordergrund. Die Mitglieder des Innovationszentrums stammen aus den unterschiedlichsten Wirtschaftssektoren. Vertreten sind neben Unternehmen auch Verbände wie die Bitkom und Forschungsinstitutionen wie das Fraunhofer-Institut. „Der Digital Shift rund um das Internet der Dinge wird in den kommenden Jahrzehnten alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche revolutionieren“, so GIM-Geschäftsführer Wilhelm Kampik. Mit der Mitgliedschaft bei Connected Living wollen die Heidelberger Marktforscher laut Kampik noch „näher als bisher“ an diesen „bahnbrechenden Trends“ dran sein. www.g-i-m.com

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Fotos: © Mimi Potter – Fotolia.com, Unternehmen

Lightspeed Health ist jetzt ISO-zertifiziert. Das Unternehmen hat sich nach zwei ISO-Normen (20252 und 26362) prüfen lassen und kann damit sowohl im Bereich quantitatives und qualitatives Projektmanagement als auch im Bereich Panel-Management zertifizierte Qualität bieten. „Die Gesundheitsindustrie steht in puncto Qualität und Konsistenz der Daten vor einer Vielzahl an Herausforderungen“, betont Jessica Santos, die bei Lightspeed Health die Bereiche Compliance und Qualität verantwortet. Die Qualitätssicherung nach den beiden ISO-Normen sei für Lightspeed Health deshalb „extrem wichtig“, so Santos. www.lightspeed-health.com

Die beiden, zum globalen Kommunikationskonzern GroupM/ WPP gehörenden, Media-Agenturen MEC und Maxus schließen sich zusammen und treten künftig unter dem Namen „Wavemaker“ auf. „Unser Ziel ist es, durch unseren Purchase-JourneyApproach, Werbetreibenden zu ermöglichen, ihren jeweiligen Geschäftsbereich zu entwickeln und dadurch zu wachsen“, sagt Tim Castree, Global CEO von MEC und Wavemaker. „Das gelingt vor allem mit der Zuhilfenahme von Insights aus Kaufentscheidungsprozessen und Daten aus der proprietären globalen ZielgruppenTechnologie von GroupM“. Die Marke und ihre neue visuelle Identität sollen bis spätestens Januar 2018 in den jeweiligen Märkten gelauncht werden. www.mecglobal.de


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News

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News

Teststudios Deutschland Gruppe investiert in Pharma

Gesundes Wachstum

Bauen die Pharma-Sparte aus: Frank Herzog (l.) und Jürgen Glaser

Die Teststudios Deutschland Gruppe, geführt von Frank Herzog und Jürgen Glaser mit zwölf Teststudios in zehn deutschen Städten, freut sich über den personellen Zuwachs und den Ausbau der Pharma-Sparte. Jürgen Wilke verfügt über 30 Jahre Pharma-Erfahrung, die er bei Interview + Exploration sammelte. Zusammen mit Louis Danguillier wird er dieses Geschäftsfeld weiterentwickeln. Wilke

wird sich um nationale Pharma-Projekte kümmern, während Danguillier sein internationales Geschäft bei Herzog + Glaser Teststudio München fortführt und das gesamte TD-DeutschlandTeam unterstützt. www.teststudios-deutschland.de

Confirmit integriert SMS-Lösung

Borderless Access legt neues Panel auf

Auf allen Kanälen

Rede und Antwort

Confirmit kooperiert mit Infobip, Anbieter von mobilen MessagingLösungen. Die Integration der SMS-Technologie von Infobip in die Software-Lösungen von Confirmit soll 800 mobile Netzwerke in 190 Ländern abdecken. „In einer immer mobiler werdenden Welt“, so Confirmit-Produktmanager Terry Lawlor, „ist es wichtig, jeden Kanal zu nutzen und das Publikum dort abzuholen, wo es sich gerade aufhält.“ Die Integration, so heißt es, ermöglicht verschiedene Formen von SMS-Umfragen. Eine Variante besteht zum Beispiel darin, den Befragten per SMS einzuladen und ihn dann per URL auf die entsprechende mobile Umfrage-Seite umzuleiten. Möglich ist es aber auch, dem Befragten per SMS eine Frage zu schicken und dann auf dem gleichen Weg eine Antwort einzuholen. www.confirmit.com

Borderless Access hat ein neues Panel aufgesetzt. Health Sight, so der Name, bietet laut Unternehmen Zugang zu mehr als 150.000 Fachärzten und basiert auf der von Borderless Access entwickelten Technologie Smart Sight. Es deckt neben den USA, Großbritannien und Kanada auch den indischen Markt ab. Inhaltlich konzentriert sich das Panel auf Themen wie die allgemeine Gesundheitspraxis und zusätzliche Leistungen im Gesundheitswesen. „Wir erweitern unser Netzwerk und unseren Service um ein eigenes Ärzte-Panel, weil unsere Kunden an einfacheren Marktforschungs- und PanelDesign-Lösungen interessiert sind“, sagt Ruchika Gupta, CEO von Borderless Access. Das Unternehmen bietet aktuell neben Konsumenten- und B2B-Panels auch IT- und Spezial-Panels an. www.borderlessaccess.com

Nachgefragt Aktuelle Ergebnisse aus den KANTAR TNS EmnidBussen Das Thema in dieser Ausgabe:

Die Haupturlaubs-Saison liegt hinter uns und EmnidBusse wollte wissen, inwieweit im Urlaub noch gelesen wird und ob dabei für das Lesen digitale Hardware sowie digitale „Begleiter“ mitgenommen und eingesetzt werden. In den ersten acht Monaten des Jahres 2017 haben 60 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren einen mindestens fünftägigen Urlaub gemacht. 64 Prozent davon, also 38 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren, haben dabei mindestens ein Buch gelesen. Bezogen auf alle Urlauber nahmen 49 Prozent ihre Bücher bereits im Reisegepäck mit und lasen sie dann, 16 Prozent benutzten einen eBook-Reader, zehn Prozent kauften oder lasen die Bücher am Urlaubsort (Mehrfachnennungen) und 36 Prozent haben nicht gelesen. Frauen lesen mit 73 Prozent aller Urlauberinnen dabei deutlich häufiger als Männer mit nur 55 Prozent. Und auch wenn es zusätzlich einen Bildungsbias gibt (mit höherem Schul- und Ausbildungsabschluss steigt die Lesewahrscheinlichkeit), so kann doch insgesamt von einer urlaubslesefreundlichen Bevölkerung gesprochen werden. Die Relation

zwischen Offline (Bücher mitgenommen) und Online (eBook-­Reader) ist dabei (noch) mit drei zu eins für die OfflineVariante eindeutig. Wie ist überhaupt die digitale Ausstattung im Urlaub? 81 Prozent haben ein Smartphone dabei, 41 Prozent eine Digitalkamera oder Digitalvideokamera, 30 Prozent ein tragbares Navi, 26 Prozent ihr Tablet, 24 Prozent einen Laptop und 17 Prozent einen eBook-Reader. Nur neun Prozent der Urlauber genießen ihren Urlaub ohne digitale Unterstützung (bei den unter 30-Jährigen war das niemand und bei den über 60-Jährigen waren es auch nur 21 Prozent). Die digitale Grundausstattung im Urlaub mit durchschnittlich über zwei Geräten – in der Regel dem Smartphone und einem weiteren digitalen Begleiter – ist zum Standard geworden. Lesen im Urlaub und digitale Grundausstattung im Urlaub als typisches Verhalten schaffen entsprechende Chancen für ContentAnbieter: ein alles in allem hochattraktiver Markt.

Quelle: EmnidBusse, CATI-Befragung, 11.09. – 13.09.2017, 1.005 Fälle

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Fotos: Unternehmen

Urlaub und Lesen gehören zusammen


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News

GOR 2018

Esomar Global Qualitative 2017

Erste Ausfahrt Köln

Zurück in die Zukunft

Die General Online Research Konferenz (GOR) der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) findet im kommenden Jahr von Mittwoch, 28. Februar, bis Freitag, 2. März 2018, in Köln statt. Die Konferenz wird ein weiteres Mal in Zusammenarbeit mit der dortigen Technischen Hochschule veranstaltet. Sie will sich auch 2018 der Diskussion und Analyse von Innovationen und aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Forschung sowie der Förderung des inhaltlichen Austauschs von Forschern aus Wissenschaft und Praxis widmen. Die dreitägige Veranstaltung besteht aus einem umfangreichen Vortrags- und Workshop-Programm mit den Schwerpunkten Online-Befragungen, mobile Forschung und Online-Forschungsmethoden, Big Data und Data Science, Politik und Kommunikation sowie Online-Marktforschung. Es werden Beiträge zu innovativen Methoden, Konzepten und Anwendungen sowie vielseitige Diskussionen zu aktuellen Trends und Entwicklungen aus allen Bereichen der digitalen Forschung erwartet – der Call for Papers ist bereits gestartet. Es gibt auch wieder drei Wettbewerbe: den GOR Best Practice Award für die beste Studie aus der OnlineMarktforschung, den GOR Thesis Award für die beste Abschlussarbeit in der Online-Forschung sowie den GOR Poster Award für das beste Poster der Konferenz. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 300 Teilnehmern von Hochschulen, Instituten und Unternehmen aus dem In- und Ausland. www.gor.de

Die 21. Auflage von Esomars Global Qualitative findet dieses Jahr vom 5. bis 7. November in Porto statt. Laut Veranstalter werden über 200 Teilnehmer erwartet, die sich auf Trends und neue Denkansätze aus der Welt der qualitativen Forschung freuen können. Das Motto 2017 lautet: „Back to the Future“. Mit den geladenen Gastrednern soll das Publikum diskutieren, wie das Erbe der qualitativen Forschung genutzt werden kann, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Vorträge, Podiumsdiskussionen, interaktive Sessions und ein kostenloser Pre-Event-Workshop – das Programm ist vielseitig. So gehören zu den vor Ort vertretenen Unternehmen unter anderem Bonduelle Food Service, Spotify, Danone, Pepsi, Duracell und Shell. Veranstaltungsort ist das Crowne Plaza Porto, das umgeben von verschieden Museen und Gärten im Herzen von Porto liegt. www.esomar.org

Die nächsten Termine München

25.10.2017

London

30.11.2017

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.theresearchclub.com

Medienpartner

Titel

Datum

Ort

Veranstalter

Internet

Corporate Researchers Conference (CRC)

16.-18.10.17

Chicago

Insights Association

www.insightsassociation.org www.researchplus.de

Research plus Nürnberg

17.10.17

Nürnberg

Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung DGOF e.V.

CRC Leadership Forum

18.-19.10.17

Chicago

Insights Association

www.insightsassociation.org

CX Next

22.-26.10.17

Orlando FL

KNect365

marketing.knect365.com

Research plus München

24.10.17

München

Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung DGOF e.V.

www.researchplus.de

Research & Results 2017

25.-26.10.17

München

Research & Results

www.research-results.de

ACI’s European Smart Homes 2017

25.-26.10.17

London

ACI

www.wplgroup.com

Research Club: Research & Results Networking Party

25.10.17

München

Research Club

www.theresearchclub.com

MRS Customer Summit 2017

02.11.17

London

MRS

www.mrs.org.uk

ESOMAR Global Qualitative 2017

05.-07.11.17

Porto

Esomar

www.esomar.org

MRMW EUROPE 2017

08.-09.11.17

Berlin

MRMW

eu.mrmw.net

ACI’s 4th Annual Real-Time Advertising Summit

22.-23.11.17

London

ACI

www.wplgroup.com

Research Club Networking Party London

30.11.17

London

Research Club

www.theresearchclub.com

London Info International 2017

05.-06.12.17

London

Info International Ltd

www.info-international.com

Alle Angaben ohne Gewähr

Ihre Veranstaltung ist noch nicht online? Eine Mail an info@research-results.de genügt! 14

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Schnellsuche Veranstaltungen www.research-results.de/veranstaltungen

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Foto: Unternehmen

Termine


News

Zeit für Ideen

Fotos: Esomar

70. Esomar Kongress in Amsterdam

Amsterdam war vom 10. bis 13. September Spielstätte des 70. Esomar Kongresses. Als besonderen Einstand am ersten Tag, überraschten die Veranstalter die anwesenden Teilnehmer mit dem Auftritt eines RugbyTeams. Um die Kongressgäste in die richtige Vortragsstimmung zu bringen, brachten sie dem Publikum Teile des Haka, einem rituellen Tanz der Māori, bei. Zu den Höhepunkten des Tages zählte unter anderem die „Yes“ (Young Esomar Society) CompeRoxan Toll (ZappiStore) tition, bei der elf junge Forscher gerade einberichtete über ihre mal 60 Sekunden Zeit hatten, den Zuhörern Erfahrungen mit Coca-Cola ihre Idee zu pitchen. Die Besten erhielten die Chance, noch einmal am nächsten Tag auf die Bühne für einen längeren Vortrag zurückzukehren. Ebenso spannend war der Slot „Adopting an Entrepreneur. How investing in a start-up solved real problems“ von Hisae Endo, Makoto Moriguchi (beide Coca-Cola Japan) und Roxan Toll (ZappiStore). Im Jahr 2014 erhielten die Strategie- und Insightteams aller Märkte von Coca-Cola die Vorgabe, 100 Prozent der Brand Building Advertising Creative zu testen. Jeder sollte einen One-Number-Score (ONS), ein proprietärer CompositeScore, überschreiten, um grünes Licht für eine Veröffentlichung zu erhalten. Auf der Suche nach einer agilen Lösung, um den kreativen Entwicklungsprozess für eine erfolgreiche ONS-Validierung unterstützen zu können, stieß Coca-Cola auf einem der letzten Esomar Kongresse auf das Start-up ZappiStore. Endo, Moriguchi und Toll erläuterten in ihrem Vortrag, welche Hürden es zu überwinden gab und Comedian Greg Shapiro unterhielt welche Lehren beide Seiten aus die Teilnehmer mit einer diesem Prozess ziehen konnten. launigen Keynote

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Rugby-Spieler brachten das Publikum mit dem „Haka“-Tanz in Stimmung

Wie der Mensch funktioniert Der zweite Tag begann mit der Session „Understanding the human condition to better the human condition“. Dort präsentierten Dany Vinh und Layhour Sao von TNS Kambodscha den Case: „Transforming LGBT opponents into allies. How research guided program strategy and the behaviour and attitudinal shift that resulted from it.“ 2015 beauftragte die Rainbow Community Kampuchea (RoCK) Kantar TNS Kambodscha, eine umfangreiche Grundlagenstudie durchzuführen, mit der die Situation der LGBT-Bevölkerung im Land objektiv aus der Perspektivität der Straight Community überprüft und verstanden werden sollte. In mehreren Fallstudien zeigten die Referenten, wie die daraus resultierenden Maßnahmen zur Verhaltensänderung bei LGBT-Gegnern beitrugen. Ein besonderes Schmankerl bot die letzte Keynote des Tages. Greg Shapiro, Comedian, bekannt als die Stimme von Donald Trump in dem millionenfach geklickten Youtube-Video „America First, Netherlands Second“ brachte mit „Dutch culture shock therapy“ dem internationalem Publikum seine Wahlheimat auf humorvolle Art ein Stückchen näher. Am Abend begaben sich die Teilnehmer per Bus oder Boot zur Esomar 70th Birthday Party und Award Show, die in einer alten Werfthalle stattfand. In einem großen Food-Court hatten die Gäste die Qual der Wahl zwischen Speisen wie Pommes, Hot Dogs und Tacos.

Kreativität und Abenteuer Der letzte Kongress-Tag präsentierte neben neuartigen kreativen Research-Ansätzen wie etwa „The Apprentice: the real winner in the boardroom. How transforming research into a TV show can be real game changer“ von Jaguar Land Rover und Northstar (beide UK) auch große menschliche Geschichten. Laura Dekker, die jüngste Person, die jemals alleine die Welt umsegelte, nahm die gebannten Zuhörer gekonnt mit auf die Reise um den Globus, die sie mit 14 Jahren berühmt machen sollte. Zum Schluss des Kongresses gab der Verband Berlin (23. bis 26. September) als Austragungsort für das nächste Jahr bekannt. www.esomar.org

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GESS Gesellschaft für Software in der Sozialforschung mbH

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| Tel.: 040 - 853 753 - 0

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News

Moderator Uwe Schulz vom WDR und Roboter Pepper

Gespannte Zuhörer im ICM München

ECR Tag 2017

Gemeinsam für den Kunden

Florian Baumgartner (AmazonFresh Germany) über Kundenzentrierung

Werbewirkungsgipfel und Insights 2017

Treffen in Frankfurt Bereits Ende August fanden in Frankfurt die Parallelveranstaltungen „Horizont Werbewirkungsgipfel“ und „Planung & Analyse Insights“ statt. Marktforscher und Unternehmensvertreter waren geladen, zwei Tage lang Trends und Entwicklungen in der Branche zu erörtern. Beim Werbewirkungsgipfel stand besonders das „Influencer Marketing“ im Mittelpunkt. Schon in der ersten Keynote am Mittwoch griff Tino Meitz von der Uni Jena das Thema auf. Er betonte, wie wichtig die Authentizität der sogenannten Influencer sei. Meitz präsentierte als Negativ-Beispiel die Youtube-Interviews mit Angela Merkel, in denen die Youtuber entgegen ihrem Image doch allzu brav auftraten. Ebenfalls als Gastreferent war Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsführung bei Gruner und Jahr, vor Ort. Auch er befasste sich mit Influencer Marketing, stellte Dos und Don’ts vor und erklärte, wie die digitalen Meinungsmacher wirken. Die Hintergründe und Erfolge der Web-Serie „Die Rekruten“ der Bundeswehr 16

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Vortrag über „Influencer Marketing“: Frank Vogel (Gruner und Jahr)

erläuterte Dirk Feldhaus, Kommunikationsbeauftragter für die Arbeitgebermarke Bundeswehr beim Bundesministerium der Verteidigung. Laut Feldhaus sorgte diese Art des Content Marketing für 21 Prozent mehr Bewerbungen und 40 Prozent mehr Zugriffe auf die Karrierewebsite. Im gleichzeitig stattfindenden Insights erwarteten die Teilnehmer Vorträge, Workshops und Gruppendiskussionen. So berichteten etwa Laura Müller, Brand & Digital Manager bei Landliebe, und Stefan Kurka, Senior Analyst bei Plan + Impuls, über den Einfluss von POS-Maßnahmen auf den Abverkaufserfolg am Beispiel einer Neuprodukteinführung und Claudia Schmidtke, Senior Customer Insights Manager bei Idealo Internet, verriet, wie Idealo Customer Insights mit einem innovativen Methodenset generiert. www.conferencegroup.de www.research-results.de

Fotos: Unternehmen

Trendforscher David Bosshart (Gottlieb Duttweiler Institut)

Was die Konsumgüterbranche im Zeitalter der Digitalisierung bewegt, konnten mehr als 800 Entscheider aus Industrie und Handel beim ECR Tag 2017 diskutieren. Veranstaltet von GS1, fand das Event am 20. und 21. September in München statt und fokussierte unter dem Motto „Kooperation – Gemeinsam den digitalen Wandel gestalten“ Trends und Strategien zur Optimierung der Value Chain. Auf den Übergang vom physischen zum virtuellen Raum, vom Consumer zum User, ging beispielsweise Trendforscher David Bosshart vom Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut ein. „Europa braucht zu lange“, bedauerte er und rief zu Visionen, Experimentierfreude und radikaler Kundenorientierung auf. In dieselbe Kerbe schlug Florian Baumgartner von AmazonFresh Germany und erklärte Amazons Prinzip „Day 1“: Mission sei eine absolute Kundenzentrierung – gekoppelt mit der Bereitschaft zu experimentieren, Rückschläge zu akzeptieren und Kunden-Feedback ernst zu nehmen. Eine „sehr aufregende Zeit“ sei es gerade für Retail-Entscheider, so Terry von Bibra von der Alibaba Group. Er empfahl eine Kombination von Online- und Offline-Aktivitäten und stellte das Omnichannel-Geschäftsmodell der chinesischen Internetplattform vor. Zudem lieferte er eine Reihe interessanter China-Insights – zum Beispiel die viel geringere Hemmschwelle chinesischer Konsumenten gegenüber digitaler Bezahlung per Smartphone. Drei Aspekte erachtete Christian Bärwind von Google Germany als besonders wichtig bei der Kombination von stationär und mobil: hohe Geschwindigkeit, eine gemeinsame Betrachtung und Messung der Channels sowie Assistenzfunktionen. Denn, so Bärwind, „Millennials erwarten Services, die sie von anderen Branchen kennen, auch von Retail!“ www.ecrtag.de


News

BVM-Veranstaltungen November

BVM-Seminare 02. – 03.11.2017 Digital-Marketing für Marktforscher: Strategien, Chancen, Trends 06.11.2017

NEU Excel für Marktforscher

06.11.2017 Aktuelle Datenschutzprobleme in der Markt- und Sozialforschung, insbesondere Änderungen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung 07. – 08.11.2017 SPSS für Marktforscher – Anwendung der Statistik 09. – 10.11.2017 Prozesskompetenz für Marktforscher – sich mehr Gehör verschaffen im Unternehmen 13. – 14.11.2017 Aktualisierung der Marktforschungspraxis 15.11.2017 16. – 17.11.2017

NEU Customer Journey Management und Forschung NEU Strukturen entdecken: Faktoren- und Clusteranalysen

20.11.2017 Innovationsforschung heute: Open Innovation, Co-Creation und New Market Research verstehen und einsetzen 21. – 22.11.2017 Betriebliche Marktforschung 27. – 28.11.2017

NEU Praktische Anwendungsfelder der Morphologischen Marktpsychologie

Dez.

29. – 30.11.2017 Blickpunkt Kunde: Servicequalität, Kundenzufriedenheit, Kundentreue 01.12.2017 Aufgaben und Pflichten des betrieblichen Datenschutzbeauftragten

Save the date: 53. Kongress der Deutschen Marktforschung 2018

Vom Influencer bis zum PoS – Was funktioniert wie in der Werbewirkungsforschung? 11. – 12.06.2018, Hamburg Alle Termine und weitere Informationen unter: bvm.org/veranstaltungen

BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. Kontorhaus Mitte • Friedrichstraße 187 • 10117 Berlin Tel.: +49 30 49 90 74-20 • Fax: +49 30 49 90 74-21 • E-Mail: info@bvm.org • www.bvm.org www.research-results.de

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News aus Österreich

Marktforschungsmesse Research & Results 2017

Das sind die Aussteller aus Österreich Auch 2017 ist Österreich mit sechs Ausstellerinstituten vertreten – drei davon am Gemeinschaftsstand mit dem VMÖ. Das Institut für Qualitative Marktforschung (IFQM) ist ein Full Service-Marktforschungsinstitut mit zwei Homebases in Österreich: Wien und Bregenz. Christian Führer spezialisiert sich mit seinem Institut auf die Geschäftsbereiche Motivforschung, Marktforschung und Consulting. www.ifqm.at Karmasin Behavioural Insights ist ein Marktforschungsinstitut, mit dem Schwerpunkt Verhaltensökonomie. Das Institut bietet neben qualitativen und quantitativen Methoden auch Semiotische Analysen an. www.karmasin-bi.at Bereits seit 1992 betreibt Robert Sobotka mit Telemark Marketing in Wien ein Telefonstudio mit 60 Arbeitsplätzen. Es werden pro Jahr etwa 180.000 Interviews durchgeführt. Damit ist es Österreichs quantitativ größtes CATI-Studio und setzt auch die Qualitätsnormen in der Branche (ISO 20252). www.telemark-marketing.com (Alle drei Stand 242)

Talk Online Panel betreibt von Wien aus Online Research Communitys mit über 450.000 Teilnehmern in 21 Ländern. Neben klassischen Online-Befragungen bietet Talk Cookie Tracking und Passive Tracking und Behavioral Data in seinen Panels an. www.talkonlinepanel.com (Stand 144) Comrecon brand navigation ist ein qualitatives Markt- und Motivforschungsinstitut, mit Fokus auf strategischer Markenführung. Das Institut arbeitet mit klassischen und kreativen Methoden wie der Semiotischen Analyse, Systemischen Aufstellungen und Lego Serious Play, um an verdeckte Bedürfnisse und Motive der Menschen zu gelangen und zukunftsreife Insights zu generieren. www.comrecon.com (Stand 240) Prediki pflegt eine weltweite Plattform für Kollektive Intelligenz, die ein breites Spektrum von Projekten für die Markt- und Meinungsforschung sowie Marktumfeldbetrachtung ermöglicht. Das Unternehmen nutzt Prognosemärkte für Crowdsourcing und Gamification. www.prediki.com (Stand 102)

Kolumne von Christian Führer, Vorstandsmitglied, VdMI

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Ich kann mich noch recht genau daran erinnern, als im Jahr 2006 die erste Marktforschungsmesse in München stattfand. Ich war damals Mitarbeiter des VMÖ und wollte dabei helfen, diese anfangs rein deutsche Messe auch in Österreich bekannt zu machen. Wir haben die Research & Results in unseren Newslettern beworben und ein Gewinnspiel veranstaltet, Zugtickets und Hotelübernachtungen verlost. Der VMÖ war zu diesem Zeitpunkt noch weit davon entfernt, sich selbst als Akteur auf der Messe zu engagieren. Mit der Zeit wurde der Zustrom der österreichischen Messebesucherinnen und -besucher immer größer: Es bildeten sich Fahr- und Fluggemeinschaften von Wien nach München. Der Österreicher-Abend hat sich mittler-

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weile als fixer Treffpunkt am Abend des ersten Messetages etabliert. Die Messe wurde zu einem informellen Come Together der österreichischen Marktforschungsbranche. Vor vier Jahren nahm das VMÖ-Vorstandsmitglied Sabine Hopf das Heft in die Hand und organisierte den ersten VMÖ-Stand, mit welchem sie nachhaltig eine Homebase für die Verbandsmitglieder geschaffen hat. Visionäre im VMÖ wollten von Beginn an mehr: Das ÖsterreicherDorf sollte entstehen! Seit drei Jahren ermöglicht der Verband den österreichischen Instituten, den VMÖ-Stand als Mitaussteller zu nutzen und damit einen ersten Schritt über die heimische Grenze in den europäischen und internationalen Marktforschungsmarkt zu gehen. Die Erfahrung zeigt, dass es sich für die Institute lohnt, sich auf dem internationalen Parkett zu engagieren. Betriebsmarktforscher schätzen an der Messe die Möglichkeit, sich auf neutralem Terrain einen Überblick über Institute und ihr Methodenangebot zu verschaffen, und zunehmend begegnen uns Bildungsanbieter in den Workshops und auf den Gängen. Auch ich empfehle meinen Studierenden den Besuch der Research & Results, um über die Marktforschungspraxis zu lernen. Heuer freue ich mich besonders auf dieses jährliche Branchen-Highlight, möge das Österreicher-Dorf stetig wachsen!

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Foto: Unternehmen

Go International!


News

MEDIEN PARTNER

Von der Spree an die Elbe 53. Kongress der Deutschen Marktforschung Aktuelle Ansätze und innovative Methoden der Werbewirkungsforschung stehen im Zentrum des 53. Kongresses der Deutschen Marktforschung in Hamburg. Am 11. und 12. Juni 2018 werden wieder rund 300 brancheninteressierte Fach- und Führungskräfte gemeinsam mit ausgewählten Referenten über die Herausforderungen, Grenzen und Chancen der Werbewirkungsforschung in Zeiten von Big Data und grenzenloser Messbarkeit von Marketingmaßnahmen diskutieren.

Call for Papers und Preis der Deutschen Marktforschung

Schwerpunkt Werbewirkungsforschung

Sie arbeiten an fortschrittlichen Methoden oder Themen und haben 2017 besonders spannende Erkenntnisse erarbeitet? Dann bewerben Sie sich um den Preis der Deutschen Marktforschung 2018, Kategorie Innovationspreis. Mehr Informationen: www.bvm.org/innovationspreis

Das Kongressprogramm 2018 widmet sich dem Thema Werbewirkungsforschung. Dabei wird es nicht nur darum gehen, wie die Effektivität und Wirkung der klassischen Medienkanäle wie Print, Radio und TV erforscht werden können, sondern insbesondere mit welchen innovativen Methoden sich neue Marketingmaßnahmen, etwa Influencer Marketing, Social Media-Werbung und Digital Out of Home, adäquat untersuchen lassen. Im Fokus steht dabei auch die Frage, wie die Wirkung verschiedener Medienkanäle und Marketingmaßnahmen vergleichbar gemessen werden kann. Der Kongress wird das Zusammenspiel der einzelnen Kanäle ebenso durchleuchten wie den Einfluss der Kreation auf die Wirkungsforschung. Es sollen Herausforderungen und Grenzen, aber auch der Nutzwert und die Chancen der Werbewirkungsforschung für Werbungtreibende, Agenturen und Medien aufgezeigt werden. In Redebeiträgen werden Experten und Keynotes die Rolle der Marktforschung in Zeiten von Big Data und scheinbar grenzenloser Messbarkeit sämtlicher Marketingmaßnahmen diskutieren und hinterfragen. Sie wollen aufzeigen, wie die Marktforschung Erkenntnisse für die Optimierung von Marketingmaßnahmen liefern kann. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern sie sich dem Thema und gewähren praxisnahe Einblicke in die neue Welt der Werbewirkungsforschung.

Sie haben einen spannenden, empirischen Beitrag zum Thema Werbewirkungsforschung? Dann bewerben Sie sich als Kongressreferent/in. Mehr Informationen: www.bvm.org/call-for-papers

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Neue Stadt, neuer Ort Veranstaltungsort des 53. BVM-Kongresses ist diesmal Hamburg. Als Veranstaltungshotel wurde das Empire Riverside Hotel ausgewählt, dessen imposanter, bronzeverkleideter Bau sich wie ein Leuchtturm zwischen Reeperbahn, Hafen und Speicherstadt erhebt. Internationales Flair und hanseatisches Understatement kennzeichnen diese Location, die einen einzigartigen Blick auf die St. PauliLandungsbrücken bietet. Wie gewohnt wird es auf dem Kongress viel Gelegenheit zu Austausch, Kommunikation und Networking geben. Beispielsweise auf der Abendveranstaltung, die fußläufig im benachbarten Hotel Hafen Hamburg stattfindet. Neben einer spektakulären Aussicht auf Hamburg, den Hafen und die Elbe bietet sie auch einen Partybereich mit Musik und Tanz und eine Rückzugszone für Gespräche und Networking. www.bvm.org www.research-results.de

Marken-TÜV. ^ĐŚƌŽƩĂƵƚŽƐŐĞŚƂƌĞŶĂƵĨĚŝĞDƺůůŚĂůĚĞ͘ ůĂƐƐĞDĂƌŬĞŶŽŚŶĞ^ĞĞůĞĂƵĐŚ͘ tŝƌŬƌŝĞŐĞŶ/ŚƌĞDĂƌŬĞŇŽƩ͕ŐĂƌĂŶƟĞƌƚ͊ ZĞĚĞŶǁŝƌ͕ǁŝĞ͗ + 49 911 995 42 90.

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News

Against the Odds Steve Schlesinger, CEO of Schlesinger Group, discusses his experiences navigating acquisitions in the international marketing research services arena.

Schlesinger: I believe that those high figures must represent acquisitions and mergers of key competitors and companies for whom the key strategy is a “get” – to knock out or absorb competition or to enter a completely unknown market. Our acquisition strategy is deeply seated, not in what we can “get” from a company, but in what we can “give” it as a group. When reviewing a company, we look for opportunities to add competitive value for future growth and return on investment. There are, of course, many success and failure criteria but for Schlesinger, this is a key element of a successful acquisition. The other key criteria for us are a thorough investigation into the culture of the company and how that will integrate within our culture. What are your main reasons for deciding to acquire a company? Do you target particular price ranges?

Schlesinger: With a total of eight acquisitions – six in Europe and two in the US, purchase prices have ranged from 400 thousand dollar to 13 million dollar. We look at the revenue at the time of acquisition and forecast what it could become once we introduce our knowledge, resources, technology and client base. Of course, we always wish to grow our business and any acquisition has to be profitable in the medium to long-term but growth is just one of our goals. In the US, growing our expertise has been a factor. In Europe, the bigger picture of providing a one-stop solution for our client research needs in key markets has been the main driver. Some of our companies are more profitable than others and this can vary year on year but the constant is that “the whole is great than the sum of its parts”. You are experts in data collection services, setting up and running research facilities, recruitment teams and mana-

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ging platforms, so why not just create a blueprint and set up your own facility and team in your acquisition market?

Schlesinger: There are some really great companies out there which are open to the idea of taking their business to the next level but simply do not have the resources to do so. What they do have is invaluable local knowledge of the economic, cultural and research landscape along with loyal clients and deep relationships. We believe in seeking out the best companies – not always the biggest – with shared core values and passions, we are better off than doing it from the ground up. Importantly, we will have already partnered with such companies through our Global Services team and have tested their performance which helps mitigate the risk. It is one thing for an owner of a business deciding to sell – it is a whole other experience getting the buy-in of their employees. How do you achieve this?

Schlesinger: It is important to recognize the strong stereotype of a big US Company acquiring in Europe and imposing its US culture and business formulas. When we seek to acquire a company, after taking a look at the accounts, our next interest is the incumbent team, in particular the future leaders of the company. A strong team for us is critical. The very first communications we make with our new teams is that their talent is valued and was a critical part of the decision process. We share our culture code and know that establishing genuine trust is paramount. We do a lot of listening and can learn a great deal from even the smallest of companies. And indeed, our acquisition companies often influence procedures and methods across our group. Our new teams soon see the new opportunities that they can seize to learn and grow. Why have you kept local brand names? – You have quite a collection, how do your clients keep track?

Schlesinger: Adopting a single brand name is sometimes tempting and our Head of Marketing might certainly thank me for not having www.research-results.de

Photo: © Schlesinger Associates

Mr. Schlesinger, according to Harvard Business Review, 70 to 90 percent of all mergers and acquisitions fail. At Schlesinger Group, acquisitions form a major part of your strategic plan and appear to be operating highly effectively. To what do you attribute your success?


News

to create and manage multiple brands. But, she would also be the first to agree that we have acquired brands with their own equity that their clients recognize, trust and even have affection for. We respect the intrinsic value of each brand and believe keeping it reflects our entire approach to the acquisition. Yet clients are aware of our group name and benefit from the one common purpose: to deliver outstanding marketing research services and holistic data collection solutions. As required, our brand leaders come together as one Schlesinger team to create exceptional results and a unique Schlesinger brand experience. Do you encounter integration challenges?

Schlesinger: Naturally, each acquisition is always a learning experience and there are bumps in the road but we have become experienced over the years. From the outset, our success has been based on effective integration. There is a view that consistent systems, process and technology deliver the most efficient and effective outcomes. While I agree, this view is over simplified and can have great complexity and challenging ramifications. We have developed a keen sense of when to push for brand and operational synergy and when to support local tacit information for the benefit of the team and the clients. Thus, we avoid making fast or sweeping changes across the board until each process and technology is reviewed individually to assess local compatibility – legally, practically and culturally – to achieve desired results. With your companies speaking different languages, how do you communicate effectively?

Schlesinger: Keeping employees engaged is fundamental, so we apply the same care and attention to our internal communications strategy as we do to our external communications strategy. Disciplined cascading of company messages is key. We are fortunate that the companies we have acquired already employ numerous multi-lingual people who accommodate their US clients but it is still important to internationalize our communications to reach all our teams in their local languages if needed. Cultural localization is just as important as language localization. It is important to understand what behaviours are cultural verses personal and what is just different versus right or wrong. What learnings can you share with us?

Schlesinger: Don’t “fall in love” too quickly – do your due diligence. Don’t assume EU laws, employee rights and norms are the same across European countries – be open to the need to be flexible by country. Budget beyond the purchase price, factor in taxation implications, auditors and lawyers – one particular acquisition cost us almost as much in legal fees as the value of the business!, factor in opportunity costs of acquisition and integration – can you afford to be distracted from your existing business? Understand currency risks – changes can occur during the negotiation and acquisition process and also in the longer term. A company may perform well locally but how will that translate in your local currency? Be prepared to walk away – sometimes either party needs to do this to really understand whether they truly want the acquisition to happen. And when things get complicated, remember we have far more in common with each other than things that divide us. www.schlesingerassociates.com www.research-results.de

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Brandwatch stellt Analyse-Tool vor

Auf dem Prüfstand Brandwatch hat ein Tool für die Messbarkeit von Geschäftsmodellen in sozialen Medien entwickelt. „Social Intelligence Maturity Model“, so der Name des neuen Angebots, soll Unternehmen dabei helfen, den Wert ihrer Social Media-Strategie zu messen und Anhaltspunkte für künftiges Wachstum zu gewinnen. Das kostenlos nutzbare, interaktive Befragungs-Tool bewertet die Ausrichtung der Social Media-Strategie eines Unternehmens und fasst die Antworten zu Empfehlungen zusammen. „Wir haben in den vergangenen Jah-

ren Firmen wie British Airways, Unilever und Walmart dabei unterstützt, sich an das Zeitalter der sozialen Medien anzupassen“, so Giles Palmer, Gründer und CEO von Brandwatch. „Was jetzt fehlt, ist ein Barometer, das das Wachstum im Bereich sozialer Intelligenz genau misst und anleitet.“ Mit der jetzt eingeführten Online-Bewertung sollen Unternehmen erkennen können, wo sie gerade stehen und was das nächste Ziel sein könnte. www.brandwatch.com

Das Magazin der Marktforschung Erscheinungsweise: sieben Mal jährlich Verbreitete Auflage: 3.600 Exemplare Zielgruppe: Entscheidungsträger in der Markt- und Mediaforschung

Abobestellungen und Anzeigenbuchungen unter 07151-270889 Besuchen Sie jetzt: research-results.de · research-results.de/mediadaten

Lightspeed entwickelt Umfrage-App

Splendid Research macht Conjoint billiger

Kurze Wege

Attraktives Angebot

Lightspeed Research hat eine Anwendung für mobile Umfragen kreiert. „Life Points“ lautet der Name der App, die es ermöglichen soll, Konsumenten in ihrem täglichen Leben zu erreichen und Marktforschung auf Schritt und Tritt durchzuführen. Die App wurde im Juni dieses Jahres in den USA lanciert und ist inzwischen auch in Großbritannien und in Australien verfügbar. Aus Sicht von LightspeedManager Edan Portaro ist „Life Points“ ein „Meilenstein“, um Konsumenten dort zu erreichen, wo sie sich gerade aufhalten, und die vorhandenen Marketing-Informationen mit Echtzeit-Daten anzureichern. Seit der Einführung im US-Markt habe sich, so Portaro, die Zahl der über Mobil-Geräte durchgeführten Umfragen verdoppelt. Gefördert wird die Nutzung der App, die in Kürze auch in anderen Märkten verfügbar sein soll, mit speziellen Belohnungsprogrammen. www.lightspeedresearch.com

Splendid Research hat jetzt eine Möglichkeit entworfen, ConjointAnalysen kostengünstig verfügbar zu machen. Dabei werden Fragestellungen in maßgeschneiderte Conjoint-Designs übersetzt. Neben der klassischen Conjoint-Analyse haben die Hamburger Marktforscher auch Adaptive Choiced-Based Conjoint (ACBC) sowie komplexe Discrete Choice-Modelle im Angebot. Außerdem bietet das Unternehmen zusätzlich zur Konzeption, Programmierung und Auswertung von quantitativen Befragungen auch Unterstützung bei reinen Sampling- und Rekrutierungsprojekten sowie bei Mystery Shopping und qualitativer Forschung an. „Bei uns gibt es auf Wunsch alles aus einer Hand, sodass wir kurze Feldzeiten, eine rasche Projektabwicklung und eine schnelle Datenlieferung bei hoher Datenqualität gewährleisten können“, betont Splendid-ResearchGeschäftsführer André Wolff. www.splendid-research.com

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Quantilope erweitert Methodenmix

Nach Priorität geordnet Quantilope hat den Methodenmix seiner Agile Insights Software um das automatisierte Maximum-Difference-Scaling (Maxdiff) erweitert. Die neu integrierte Befragungsmethode ermittelt, so heißt es, in Echtzeit Präferenz-Rankings für Produkte und Services. Maxdiff eignet sich zur Gewichtung bei einer Vielzahl von Attributen vergleichbaren Niveaus, wie etwa zur Relevanzmessung von Produkteigenschaften („Features“) oder Image-Aspekten sowie zur Wichtung von Werbebotschaften. „Das automatisierte Maxdiff-Scaling ist un-

ser neues Allroundtalent zur Priorisierung“, erklärt Lucas Bremer, Geschäftsführer bei Quantilope, „es befähigt Marketer, Produktmanager, betriebliche Marktforscher sowie Institute, auf Knopfdruck und in höchster Methodenqualität zu identifizieren, welche Kriterien bei Produkten oder Services die wichtigsten für den Kunden sind und damit die höchste Relevanz für die Kaufentscheidung beziehungsweise Nutzung haben.“ www.quantilope.com Anzeige

Das Research & Results Magazin als App und E-Paper

Foto: © Empatica Inc.

Sie haben die Wahl: unterwegs oder zuhause, gedruckt oder digital – lesen Sie die Research & Results wann, wo und wie es Ihnen am liebsten ist.

Besuchen Sie uns an Stand 236

Ergoneers mit App für kabellose Datenaufzeichnung

Manufacts präsentiert Messinstrument

Mobil und synchron

Stärke von Marken

Ergoneers hat eine App entwickelt, die eine kabellose Aufzeichnung physiologischer Daten ermöglicht. „Sensor Connect“ ist in das Healthcare-Armband Empatica E4 eingebunden und liefert Daten wie Puls oder Hautleitwert von Testpersonen mobil, kabellos und zeitsynchron an die Mess- und Analysesoftware D-Lab von Ergoneers. Ergänzt um weitere Daten aus der Verhaltensforschung, wie Eyetracking, soll ein noch genaueres Bild des psychischen und physischen Healthcare-Armband Empatica E4 Zustandes eines Probanden in nahezu jeder Versuchsumgebung möglich sein. Die neue App ist für Android erhältlich sowie kostenfrei bei Ergoneers als Download-Link verfügbar. www.ergoneers.com

Das Kölner Marktforschungsunternehmen Manufacts hat in der Markenstudie „Battle of Brands – Fast Food“ mit dem Instrument „Battle of Brands“ ein neues Tool zur Messung von Markenstärke und -profil eingesetzt. Der Vorteil der Methodik soll darin liegen, dass sie eine deutlich kürzere und spielerische Abfrage ermöglicht. Marken-Trackings lassen sich so schneller und kostengünstiger umsetzen als bisher, heißt es. Hinzu kommt, dass sich das Tool auch außerhalb von Online-AccessPanels, etwa im Social Media-Bereich von Marken, einsetzen lässt. Die Studie hatte untersucht, warum neue Convenience-Marken und Burgerketten dem Platzhirschen McDonald’s in der Systemgastronomie zunehmend das Leben schwer machen. www.manufacts.de

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Research

Mit Online-Communitys Touchpoints und Customer Journeys optimieren

Wenn Kunden eine Reise tun N

ichts ist so beständig wie der Wandel“, wusste schon Heraklit von Ephesus. Auch die Welt des Marketings ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen. Während Marken früher über ihre Produkte oder deren Qualität sprachen, steht heute mehr und mehr die Customer Experience im Fokus der Unternehmen.

Der Weg des Konsumenten Die Customer Journey folgt meist dem gleichen Muster: • Der (potentielle) Kunde wird sich eines Bedürfnisses oder eines Problems bewusst. • Daraufhin begibt er sich auf die Suche nach Produkten und Lösungen und erfährt mehr über seine Optionen. • Je länger sich der Kunde mit den vorhandenen Möglichkeiten auseinandersetzt, desto enger wird der Kreis der Produkte oder Dienstleistungen, die für ihn in Betracht kommen. Es findet eine genauere Evaluation der Angebote statt. 24

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• Im nächsten Schritt der Customer Journey entscheidet sich der Interessierte für ein konkretes Produkt oder einen Service. Somit wird er zum tatsächlichen Kunden. Die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde endet jedoch noch nicht an dieser Stelle. • Die Erlebnisse des Kunden nach der Kaufentscheidung sind die jenigen, die sich maßgeblich auf seine Loyalität auswirken. Entlang der gesamten Customer Journey haben Unternehmen die Möglichkeit, mit potentiellen Kunden über verschiedenste Touchpoints in „Berührung“ zu kommen. Ob durch das Platzieren möglicher Angebote bis hin zum überzeugenden Argument – Dialog und Interaktion mit Kunden kann auf vielfältige Art angestrebt werden.

Der Moment der Wahrheit Jeder einzelne Kontakt mit einer Marke, ob vom Unternehmen bewusst gesteuert oder bislang unbemerkt, stellt einen entscheidenwww.research-results.de

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Jeder einzelne Kontakt mit einer Marke kann einen Moment of Truth darstellen. Unternehmen müssen Touchpoints identifizieren, kontrollieren und so die Customer Experience und Customer Journey positiv gestalten. Julia Koch und Natali Pohlschneider erklären, wie das mit Market Research Online-Communitys gelingen kann.


Research

den Augenblick in der Customer Experience dar – den Moment of Truth. Viele Unternehmen kämpfen damit, ihre Zielgruppe zum passenden Zeitpunkt und über die richtigen Kanäle entlang der Customer Journey optimal anzusprechen. Es gilt also, den Weg des Kunden vom ersten Bedürfnis bis hin zum loyalen Kunden besser zu verstehen.

Berührungspunkte erkennen In einem ersten Schritt müssen die Touchpoints identifiziert werden. Um gleichzeitig eine Exploration der Wirkung der unterschiedlichen Berührungspunkte und ihres Gefüges stattfinden zu lassen, eignen sich insbesondere qualitative Marktforschungsmethoden: Tiefeninterviews ermöglichen etwa eine detaillierte Auseinandersetzung mit einer Person und ihrer Customer Journey. Gleichzeitig sind die Ergebnisse stark vom Erinnerungsvermögen des Befragten abhängig. Tagebuchstudien eignen sich ebenfalls gut, um individuelle Journeys nachzuvollziehen. Durch die längere Befragungsdauer kann die Customer Journey eine Zeit lang begleitet werden, was häufig zu verlässlicheren Ergebnissen führt.

Flexibilität von Online-Communitys Einen besonderen Vorteil haben in der Customer Journey-Analyse die Market Research Online-Communitys (MROCs). Diese kombinieren die Vorteile beider Techniken. Teilnehmer lösen dort unterschiedliche Aufgaben, verfassen Einträge in ihrem digitalen Ta-

gebuch und erlauben den Marktforschern, über Fotos und Videos in ihre sonst private Welt einzutauchen. Gleichzeitig werden in den Communitys gruppendynamische Prozesse genutzt: Teilnehmer tauschen sich in Foren sowie in gemeinsamen Text- oder Videochats aus. Der gesamte Prozess wird von einem geschulten Moderator eng begleitet, damit wichtige Punkte tiefgehender exploriert und die Teilnehmer entsprechend animiert werden können. Die Flexibilität der Online-Community spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Community-Lösung sollte vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten bieten und projektindividuelle Programmierungen zulassen, damit sie auf die Fragestellungen und Zielsetzung des jeweiligen Projekts abgestimmt werden kann. Für eine Touchpoint-Analyse sind dies etwa Sorting- und Placing-Tools, um die Abfolge der Touchpoints festzuhalten, oder Collagen und mobiler Video-Upload, um Touchpoints detailliert zu beschreiben und zu dokumentieren.

Alltag der Teilnehmer Wie läuft eine Touchpoint-Analyse in Online-Communitys im Detail ab? Im ersten Schritt müssen die Teilnehmer auf das Produkt oder Thema eingestimmt werden. Es eignen sich Foren, in denen sich die Teilnehmer der Community grundsätzlich über das Produkt, Services und ihre dazugehörigen Erfahrungen unterhalten. Hier kann bereits eine Sammlung von offensichtlichen Touchpoints erfolgen. In der Psychologie wird dies „Priming“ genannt. Die Verarbeitung des Alltags der Teilnehmer wird durch das Priming gezielt so beeinflusst, dass sie durch die vorangegangenen Diskussionen für Anzeige

UNDERSTANDING THE CONNECTED CONSUMER Es ist an der Zeit umzudenken: Der Verbraucher von heute nutzt Technologie, um sein Leben und seine Community neu zu erfinden. Er verändert das bestehende Wertesystem radikal. Sind Sie bereit? Die Zukunft beginnt jetzt! Discover the Connected Consumer. Treffen Sie uns auf der Research & Results 2017. Alle Informationen unter www.gfk.com/research-results.

www.research-results.de Growth from Knowledge

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das Thema unterbewusst sensibilisiert sind. Dadurch fallen ihnen die Touchpoints im Alltag auf – auch solche, die sonst nicht bewusst wahrgenommen werden. Mittels der verlängerten Feldzeit haben die Teilnehmer genug Zeit, typische Lebenssituationen zu durchlaufen, mit Touchpoints in Kontakt zu kommen und diese mithilfe von Smartphones digital festzuhalten und mit der Community zu teilen. So kann analysiert werden, welche Touchpoints zu welchem Zeitpunkt in der Customer Journey relevant sind.

Unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen Nach und nach ergibt sich ein umfassendes Bild der Touchpoints in ihrer Gesamtheit. Allerdings reihen sich diese nur selten stringent hintereinander auf. Oft kommen die gleichen Berührungspunkte zu unterschiedlichen Zeitpunkten zum Tragen. Beispielsweise werden Online-Händler sowohl zur ersten Preisfindung als auch für Erfahrungsberichte bei der genaueren Evaluation zu Rate gezogen und letztendlich beim Kauf genutzt. Hier zeigt sich die Crux: Je nachdem wie weit der potentielle Kunde auf seiner Journey ist, hat er unterschiedliche Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, denn jeder Touchpoint stellt auch einen Moment of Truth dar.

Die Wirkung messen Im zweiten Schritt gilt es herauszufinden, wie das aktuelle Geflecht der Touchpoints von den Kunden wahrgenommen und bewertet wird. Welche Touchpoints sind sehr präsent und werden häufig genutzt? Welche sind während welcher Phase der Journey relevant? Welche stellen eine optimale Kombination dar? Diese Fragen können in einem mehrstufigen Prozess beantwortet werden. Zum Beispiel lässt sich mit einem Tool das Sentiment einzelner Touchpoints erheben. Das Ergebnis zeigt, welche Emotionen vorherrschend angesprochen werden. Ein anschließendes Ranking verdeutlicht, wie wichtig die jeweiligen Berührungspunkte für den Kunden sind. Darüber hinaus bieten Collagen einen emotionaleren, tiefgründigen Einblick in besonders wichtige Touchpoints sowie verschiedenste

MEHR ZUM THEMA Market Research Online-Communitys www.research-results.de/fachartikel

Julia Koch ist als Senior Research Consultant bei Produkt + Markt im Bereich Customer & Services Research tätig. Dort betreut sie schwerpunktmäßig Studien in den Bereichen Versicherungen, Banken und Automotive.

Natali Pohlschneider ist Research Manager und studierte Lebensmittelwirtschaft mit dem Schwerpunkt Produkt- und Innovationsmanagement. Sie ist bei Produkt + Markt im Bereich Consumer & Retail Research für qualitative und quantitative Erhebungsmethoden zuständig. www.produktundmarkt.de

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Kombinationen unterschiedlichster Berührungspunkte. In der Community kann in Foren oder Chats über die bisherigen Erlebnisse mit den unterschiedlichen Touchpoints diskutiert werden.

Blick über die Schulter Da die Teilnehmer ihr Erleben mit dem Smartphone dokumentieren und erstellte Fotos und Videos direkt in der Community hochladen können, erhält der Marktforscher zudem einen „Blick über die Schulter“. Erlebnisse können so unmittelbar nachvollzogen werden. Oft ermöglicht das ein detaillierteres Verständnis der Journey. Nach Abschluss dieser Phasen zeigt sich der Status quo der Customer Journey mit ihren einzelnen Touchpoints. Jedoch offenbaren sich im Rahmen der Analyse häufig bestehende Schwachstellen. Wie können diese ausgemerzt werden?

Gemeinsam Probleme lösen In der Online-Community In|Spiary von Produkt + Markt wird zusätzlich die Optimierung der Touchpoints in den Vordergrund gestellt. Hierbei kommt ein Co-Creation-Ansatz zum Tragen – Kunden arbeiten gemeinsam mit Unternehmen an einer Problemlösung. Anders als üblich jedoch nicht an der Optimierung der Produkte beziehungsweise Services, sondern an der Optimierung der Marketingstrategie. Aus diesem Grund spielt die sorgfältige Rekrutierung der Teilnehmer für eine Touchpoint-Analyse eine zentrale Rolle. Die Teilnehmer qualifizieren sich nicht nur dadurch, dass sie sich an einem bestimmten Punkt in ihrer Customer Journey befinden. Sie werden ebenso im Hinblick auf bestimmte vorhandene Charaktereigenschaften gescreent.

Kreative Köpfe sind gefragt Gezielt wird hier nach Querdenkern und Personen mit extravaganten Mindsets gesucht – Personen, die sich gut ausdrücken können und die kreativ denken. Denn insbesondere im Rahmen der Optimierung von Touchpoints ist Kreativität gefragt. MROCs bieten dafür ideale Voraussetzungen: Da die Plattform nicht ortsgebunden ist und die Teilnehmer nicht zwingend parallel aktiv sein müssen, herrscht maximale Flexibilität. Ob Lerche oder Eule, Schichtarbeiter oder Freiberufler, Ostfriese oder Australier, alle beteiligen sich zu den Zeiten, in denen sie am kreativsten sind. Zum Zeitpunkt der Ideengenerierung für die Optimierung der Touchpoints haben sich die Teilnehmer bereits intensiv mit ihrer eigenen Customer Journey und denen der anderen Teilnehmer auseinandergesetzt. Dadurch sind all ihre Sinne unbewusst auf Touchpoints geschärft und das Gehirn verknüpft die bereits bestehenden Informationen automatisch mit den neu gewonnenen. Unterstützt werden diese neuronalen Prozesse durch verschiedene Kreativtechniken, die auf unterschiedlichen Methoden basieren. Zu erwähnen sind hier etwa Perspektivenwechsel (Verfremdungstechniken wie die Kopfstandtechnik), Assoziationstechniken oder Konfrontationstechniken (Reizwortanalyse). Darüber hinaus können in der Touchpoint-Optimierung gruppendynamische Prozesse zielgenau eingesetzt werden. Speziell das Zusammenbringen von Teilnehmern und Mitarbeitern auf der Online-Plattform erweitert die Horizonte beider Parteien und regt zum Neudenken an. Auf diese Weise lassen sich mithilfe von MROCs nicht nur tiefgründige Insights generieren, sondern ebenso wirksame Lösungen zur Touchpoint-Optimierung entwickeln. ■ www.research-results.de


In Kürze · Research Bitkom zu Urlaubsfotos im Web

GfK-Umfrage zu Gartenarbeit

Geteiltes Fernweh

Grüner Daumen

Kaum ein Strandurlaub oder Städtetrip vergeht, ohne dass davon Bilder ins Social Web gestellt werden. Das kann nerven, meint die Mehrheit der Deutschen – so das Ergebnis zweier Befragungen von Bitkom Research mit 1.005 beziehungsweise 1.013 Teilnehmern über 14 Jahren in Deutschland. Männer fühlen sich von Urlaubspostings eher gestört (56 Prozent) als Frauen (45 Prozent). Allerdings lösen die Bilder auch Fernweh aus: Jeder vierte Befragte (26 Prozent) wurde so schon einmal zu einer Reise inspiriert, 11 Prozent sogar mehrmals. Die Anregungen kommen dabei doppelt so häufig von Freunden und Familie (89 Prozent) als von Tourismusunternehmen (45 Prozent), zum geringen Teil von Youtubern, Bloggern oder Influencern (sieben Prozent). Obwohl sich jeder Zweite von den Urlaubspostings genervt fühlt, stellt auch knapp die Hälfte ihre Urlaubseindrücke selbst gerne zur Schau: 47 Prozent tun das über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Tumblr, 59 Prozent über MessengerDienste wie WhatsApp oder Snapchat. www.bitkom.org

Studie untersucht Sportgewohnheiten

Fotos: © alfa27, robu_s, Monkey Business – Fotolia.com

Ich fahr so gerne Rad Sport steigert bei vielen das Wohlbefinden. Das fand eine Studie von Splendid Research heraus, bei der 1.012 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online befragt wurden. So sind Sporttreibende in der Regel an zwei bis drei Tagen pro Woche sportlich aktiv. Hauptgründe sind der Wohlfühlaspekt (64 Prozent) und Stressabbau (49 Prozent). Frauen motiviert außerdem die Gewichtsabnahme (44 Prozent), bei Männern landet der Faktor Spaß auf Platz drei (47 Prozent). Gleichwohl ist jeder vierte Deutsche ein Sportmuffel. Bequemlichkeit und Lustlosigkeit verhindern oft die körperliche Aktivität: Insbesondere die jungen Deutschen fühlen sich oft zu faul (60 Prozent). Und welche Sportarten machen den Deutschen am meisten Spaß? Bei Radfahren und Schwimmen sind sich die Befragten einig. Beim Joggen etwa gehen die Meinungen auseinander: Es wird zwar am häufigsten ausgeübt, 14 Prozent haben jedoch keinerlei Freude daran. www.splendid-research.com

Jäten, pflanzen, ernten: In einem Garten ist immer etwas zu tun. Und selbst in Großstädten wird Gärtnern immer beliebter. Grund genug für die GfK, das Thema Gartenarbeit unter die Lupe zu nehmen. Jeder dritte Deutsche gärtnert mindestens einmal pro Woche. Demgegenüber stehen 29 Prozent, die nie zu Harke, Rechen oder Gartenschere greifen. Befragte mit Kindern unter sechs Jahren sind besonders häufig im Garten tätig: Rund 44 Prozent kümmern sich täglich oder mindestens einmal pro Woche um Rasen, Pflanzen und Co. Im internationalen Vergleich haben die Australier die Nase vorn: 45 Prozent erledigen täglich oder mindestens einmal wöchentlich Arbeiten im Garten oder auf dem Grundstück. Danach folgen Chinesen (36 Prozent), Mexikaner (35 Prozent), Amerikaner und Deutsche (je 34 Prozent). Spitzenreiter unter den „Nichtgärtnern“ sind die Südkoreaner: Über die Hälfte von ihnen arbeitet nie im Garten – dahinter Japaner (46 Prozent), Spanier (44 Prozent), Russen (40 Prozent) und Argentinier (33 Prozent). In der GfK-Umfrage wurden mehr als 23.000 Internetnutzer ab 15 Jahren in 17 Ländern befragt, in Deutschland waren es 1.535 Personen. www.gfk.com Anzeige

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Research

Feedback ist kostbar – aber nur, wenn es in die richtigen Bahnen gelenkt und entsprechende Lösungen präsentiert werden. Kamil Machura stellt einen Befragungsansatz vor, der Kundenund Mitarbeitermeinungen miteinander verknüpft.

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er als Führungskraft die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter und Kunden ernst nimmt, ist darauf angewiesen, deren Stimmung unmittelbar und zeitnah einzufangen. Digitale Befragungs-Tools ermöglichen es, auch mit einer dynamischen Marktentwicklung Schritt zu halten. Um an wirklich relevante Erkenntnisse zu gelangen, sollten Marketing- und HR-Verantwortliche im Unternehmen im Vorfeld aber ihre Hausaufgaben machen: Passende Touchpoints und Befragungskanäle müssen definiert, die Fragebögen nicht nur

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methodisch korrekt, sondern kurzweilig und ansprechend gestaltet sein. Und schließlich sollten sich die Ergebnisse so verarbeiten und präsentieren lassen, dass Entscheider darauf Zugriff haben und Probleme und Potenziale unmittelbar identifizieren können.

Feedback muss sich lohnen Auch die Kommunikation mit der Zielgruppe ist kein Selbstläufer: Um sie zur Teilnahme an einer Befragung zu motivieren, sollten Zielpersonen möglichst einfach und ohne Hürden mit dem Unternehmen in den Dialog treten können. Ebenso müssen die Befragten einen unmittelbaren Nutzen ihres Feedbacks sehen – sprich, es muss sich etwas für sie verbessern. Was sich zunächst lapidar anhört, fordert Unternehmen, die dies fundiert und nachhaltig angehen wollen, eine große Leistung ab. Nicht weniger ist nötig, als die Kunden wissen zu lassen, dass ihre Meinung gehört und den richtigen Mitarbeitern und Entscheidern im Unternehmen zugänglich gemacht wird. Und dass den Kunden wiederum die passenden Antworten, Lösungen und Services präsentiert werden.

Der geschlossene Feedbackkreis Die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Mitarbeiter zu kommunizieren und die Lösung schnell wieder an den Kunden zurückzuspielen, ist eine Herausforderung. Wie also muss der Befragungsprozess ablaufen, damit er Erfolg hat? Grundvoraussetzung ist, dass Unternehmen nicht nur die Meinung der Kunden, sondern auch die der Mitarbeiter einholen und beide Einsichten zusammenfließen: Das Feedback der Kunden zeigt, dass es ein Problem gibt – die Einsichten der Mitarbeiter offenbaren, wo die Wurzeln des Problems liegen. Kennt ein Unternehmen beide Seiten und stellt die richtigen Zusammenhänge her, kann es Probleme schnell identifizieren und somit auch schnell lösen. www.research-results.de

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Sag mir, was du denkst

Integrierte Befragungslösung für Marketing und HR


Research Zufriedene Kunden, engagierte Mitarbeiter Denn zu oft bleiben wertvolle Erkenntnisse ungenutzt und enden als Datenmüll. Die beste Analyse bringt nichts, wenn sie nicht in handfesten Verbesserungen für den Kunden mündet. Das wiederum bedeutet zwingend, dass die Mitarbeiter involviert sein müssen. Und nicht nur das: Die Mitarbeiter müssen befähigt werden, das Problem eines Kunden bei Bedarf schnell und eigenverantwortlich zu lösen. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur die Customer Journey gut zu kennen, sondern auch die Erfahrungen der Mitarbeiter – die Employee Experience. Der Kreis schließt sich, wenn Kunden- und Mitarbeiterfeedback zusammenkommen. Aus diesen geballten Informationen gilt es, die richtigen Aktionen abzuleiten und entsprechend umzusetzen – ein Prozess, an dem immer noch viele Unternehmen scheitern. Um kontinuierlich und unverfälscht die Bedürfnisse dieser beiden Anspruchsgruppen einzuholen, muss der Zugang zu spontanen Ad-hoc-Befragungen sowie deren Handhabung und Auswertung so einfach wie möglich sein.

gruppe verwaltet, ausgewählt und angesprochen werden. Dabei lassen sich schnelle Stimmungsbilder einholen oder komplexe qualitative und quantitative Forschungsdesigns aufsetzen. Die Ergebnisse sind anhand interaktiver Dashboards sofort verfügbar, sodass alle relevanten Empfänger darauf reagieren können. Um agil auf das eingehende Stimmungsbild zu reagieren, ist das Portal mobil-optimiert und auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. So können zusätzlich zur E-Mail-Einladung Push-Benachrichtigungen abgesetzt werden. Jederzeit und von überall sind die Befragungsergebnisse abzurufen, Folgebefragungen aufzusetzen oder Follow-up-Maßnahmen einzuleiten. So können die Bedürfnisse der Zielgruppe zeitnah berücksichtigt werden. ■ MEHR ZUM THEMA Market Research Online-Communitys www.research-results.de/fachartikel

Umfassende Stimmungsbilder Kamil Machura So verbindet beispielsweise das dynamische Befragungs-Tool „Portals“ von Questback Unternehmen mit ihrer Zielgruppe sowie Manager mit ihren Teams: Die Erstellung der Umfrage und deren Auswertung werden über eine intuitive Benutzeroberfläche zugänglich gemacht. Mit wenigen Klicks kann über das Portal eine Ziel-

ist Senior Product Manager bei Questback und verantwortet die Weiterentwicklung der Feedback-Plattform in den Bereichen Insight & Act. Er war maßgeblich an der Entstehung der Questback Portal-Lösung beteiligt. www.questback.com Anzeige

Die SSI Suite

Leistungsstarke Forschung zum Selbermachen.

Gestalten Sie Ihre Forschung doch einfach selbst: kinderleichte Programmierung, einfach auswählbare Zielgruppen und übersichtliches, anpassbares Reporting. Und wenn Ihnen das zuviel Involvement ist, nehmen wir Ihnen Teile davon oder auch den gesamten Prozess wieder ab - ganz wie Sie es sich wünschen. Erfahren Sie mehr unter http://ssi.my/SSI-Suite

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Research

Online-Communitys und Ideengenerierung

Ideen-Schmiede I

n einem effizienten Innovationsprozess greifen die einzelnen Phasen nahtlos ineinander, um einen möglichst reibungslosen Übergang zwischen den einzelnen Projektstufen sicherzustellen. Die Ideenentwicklung kommt dabei in einer sehr frühen Phase zum Tragen, sollte aber ein zuvor erkanntes, relevantes und unbefriedigtes Bedürfnis adressieren. Nur dann kann davon ausgegangen werden, dass die Idee auch auf eine reale Marktchance trifft und nicht nur „nice-to-have“ aus der Perspektive der Verbraucher sein wird (Abb. 1).

Voraussetzungen für kreative Ideengenerierung Um aus einem Chatroom in einer Online-Community eine Plattform für Ideengenerierung werden zu lassen, braucht es besondere Bedingungen sowie eine Adaption bewährter Kreativitätsfaktoren. Denn die Initiierung eines gleichermaßen kreativen wie strukturierten Prozesses steht vor dem Hintergrund einer eher begrenzten Interaktion durch Moderation sowie der Asynchronität des Online-Formats. Wie stellt man beispielsweise bei limitierter Interaktion sicher, dass alle Teilnehmer das gleiche Verständnis für die Aufgabe haben? Wie wird Kreativität erlebbar und wie kann der Spannungsbogen und damit die Aktivität der Teilnehmer über drei bis fünf Tage aufrechterhalten werden? 30

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Klarheit und Struktur des Ideengenerierungsprozesses werden somit zum zentralen Kriterium für den Erfolg einer OnlineCommunity. Dazu gehören sowohl eine detaillierte und ausführliche Erklärung zum Ablauf und Zusammenspiel der Teilnehmer, die Vorstellung der Regeln der Ideengenerierung sowie ein täglicher „Fahrplan“, der pro Tag jeweils ein Thema beziehungsweise Suchfeld aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet.

Kreativitätstechniken zur Inspiration Um Kreativität im Rahmen einer OnlineCommunity zu initiieren und zu inspirieren, www.research-results.de

Fotos: © Jane Kelly; ellagrin – Fotolia.com, Unternehmen

Wie können Ideen im Innovationsprozess effizient entwickelt und priorisiert werden? Kreative OnlineCommunitys machen es möglich – wissen Thomas Liehr und Richard Gehling.


Research

braucht es im Kontext von zeitversetzter Interaktion besondere Sensibilität. Kreativität muss erprobt, erlebbar und für alle Teilnehmer sichtbar gemacht werden. Kreativitätstechniken wie Mindmaps, Collagen, projektive Übungen, aber auch Fotos und selbstgedrehte Videos dienen der Inspiration und stellen sicher, dass die Teilnehmer Spaß an den kreativen Herausforderungen haben.

Erfolgsmonitoring der Markteinführung

Produkt- und Preisoptimierung

Moderation schafft Motivation Darüber hinaus ist die professionelle und erfahrene Moderation ein weiterer wesentlicher Faktor einer kreativen Online-Community, die sich zum Ziel setzt, eine Vielzahl unterschiedlichster, innovativer und möglicherweise disruptiver Ideen hervorzubringen. Die Steuerung der „sozialen Erwünschtheit“ unterliegt im Kontext einer Online-Community anderen Bedingungen als im Offline-Bereich. Es fehlt das direkte Gegenüber, das heißt, es fehlen verbale und nonverbale Zeichen der Wertschätzung und des Interesses an Meinungen und Ideenaustausch. Moderation dient hier primär der Motivation. Diese kann sichergestellt werden, indem der Moderator Präsenz zeigt, häufiges Feedback gibt, Engagement einfordert und immer wieder versucht, die Aufgabe spannend für alle Teilnehmer zu ­halten. Den Aufwand für die Rekrutierung der Teilnehmer sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Sie werden zwar über Punkte, Preise oder Geld für ihren Einsatz belohnt. Ob sie sich aber tatsächlich einbringen, hängt in aller Regel wenig davon ab. Deshalb sollte ein besonderes Augenmerk auf

Priorisierung von Marktchancen

Konzept-Priorisierung und -Optimierung

Ideengenerierung

Abb. 1: Typische Innovation Journey Ein integrierter Prozess ermöglicht die volle Ausschöpfung der Optimierungspotenziale in den einzelnen Stufen des Innovationsprozesses.

die sorgfältige Auswahl der Online-Community-Mitglieder gelegt werden. Ein spezieller Rekrutierungsprozess kann sicherstellen, dass die Teilnehmer kommunikationsstark, versiert, neugierig und in die jeweilige Kategorie eingebunden sind. Denn es zeigt sich: Je motivierter und kreativer die Teilnehmer, umso vielfältiger und facettenreicher ist der Output an Ideen.

Ideen priorisieren Unmittelbar an die Ideengenerierung schließt sich die Priorisierung an. Diese erfolgt meist mittels standardisierter quantitativer Testinstrumente unter Verwendung von möglichst spezifischen Benchmarks für die jeweilige Kategorie und Testgeografie. Es ist besonders wichtig, an dieser Stufe des Innovationsprozesses rigoros und konsequent zu testen und „auszusieben“, da in dieser Entwicklungsphase die Summe der auflaufenden Kosten typischerweise noch überschaubar ist. Schließlich handelt es sich bis jetzt nur um eine verbale Beschreibung der Ideen oder Angebotskonzepte, und das „reale“ Produkt liegt noch nicht vor. Wohingegen die Kosten üblicherweise explodieren, sobald nach dieser Stufe die eigentliche, physische Produktentwicklung in Angriff genommen wird (Abb. 2).

Standardisierter Testaufbau Um valide Ergebnisse zu bekommen, muss der Testaufbau gewissen Normen und Standards folgen. Nur dann werden die Vergleichsdaten und Benchmarks anwendAnzeige

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Research

bar sein und ihre volle Aussagekraft entfalten können. Der erste maßgebliche Schritt besteht darin, die Idee in ein sogenanntes Verbalkonzept zu überführen, welches einen quasi normierten Stimulus für die Befragung darstellt. Die übliche Struktur folgt dabei der Logik Insight, Benefit, Reason-to-Believe, Tagline – mit den optionalen zusätzlichen Elementen Markenabsender und Preisinformationen (Abb. 3).

Treiber im Innovationsprozess Bei der dann folgenden quantitativen Testdurchführung empfiehlt es sich, auf ein Instrumentarium zurückzugreifen, welches über eine validierte Historie und entsprechende Benchmarking-Normen verfügt. Derzeit werden solche robusten Ansätze durch die Automatisierung in immer schnelleren Projektlaufzeiten verfügbar, sodass unter gewissen Voraussetzungen Testergebnisse innerhalb 24 Stunden vorliegen können. Dies ermöglicht extrem schnelle Feedbackschleifen im Ideations- und Innovationsprozess, sodass die kreative Ideenentwicklung hier als sehr effizienter Treiber des gesamten Innovationsprozesses fungieren kann. ■

Relevanz von Ideen- und Konzept-Screening Das Management von Ideen und Konzepten ist ein „Point-of-no-Return“, bevor massive weitere Entwicklungskosten entstehen. Ideenentwicklung & empirischer Test: Weichenstellende Absicherung des Innovationserfolgs, geringe Kosten!

Marktsondierung und Ideengenerierung Ideen- & Konzeptscreening Business Case & technische Machbarkeitsanalyse

MEHR ZUM THEMA MARKET RESEARCH ONLINE-COMMUNITYS www.research-results.de/fachartikel

Produkt- / Lösungsentwicklung

Weitere Entwicklung der Innovation: Hohe Kosten, noch höher bei unvorhergesehenem Nachbesserungsbedarf!

Interne und externe Produkt-Tests Pilot-Produktion Finales Assessment: Launch- / No-go-Entscheidung Serienproduktion, Rollout und Markteinführung

Durchschnittliche Anteile der Innovationsausgaben nach Cooper & Kleinschmidt

Abb. 2

Quelle: Kantar TNS

Dr. Thomas Liehr ist Senior Director bei Kantar TNS und verantwortet den Geschäftsbereich Innovation & Product Development. Er hat 20 Jahre Marktforschungserfahrung und ist seit mehr als zehn Jahren auf Innovationsforschung spezialisiert.

Richard Gehling ist Senior Director bei Kantar TNS und für die qualitative Forschung verantwortlich. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der qualitativen Marktforschung arbeitet der Dipl.-Psychologe hauptsächlich im Bereich Innovation, Konzeptentwicklung und Co-Creation. www.tns-infratest.com

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Konzeptelemente Durch Kombination verschiedener Bausteine rund um den Kernnutzen wird das Bild aus Sicht der (bewertenden) Konsumenten plastischer und somit aussagekräftiger.

Insight

Benefit

Anbindung an Alltag des Konsumenten! Welches Problem möchte das neue Angebot lösen?

Abb. 3

Reasonto-Believe

KernNutzenaspekt!

Wie wird der Nutzen erbracht?

Was leistet / „tut“ / kann die Lösung?

Wie funktioniert das genau / warum sollte ich das glauben?

Tagline / Grafik

Markenabsender

Preis / Kosten

Tagline schafft Zusammenfassung und klare Kernbotschaft

Markenanbindung

Monetäre / sonstige Kosten

Quelle: Kantar TNS

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In Kürze · Research ECC Köln zur Same Day Delivery

Schnell, schneller, same day Konsumenten haben klare Vorstellungen, wie Same Day Delivery ablaufen soll. Das zeigt eine Kurzstudie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes, bei der rund 1.000 OnlineShopper befragt wurden. 92 Prozent der Teilnehmer wünschen sich, dass sie ihre Same Day-Lieferung zu Hause erhalten. Vier von zehn bevorzugen zudem, dass ihr Paket innerhalb eines Zeitfensters am Abend geliefert wird. Instant Delivery innerhalb von zwei Stunden ist nur für jeden Zehnten interessant. Aktuell würde zwar jeder Fünfte sein Paket gern am selben oder am Tag nach der Bestellung erhalten, aber: Die Shopping-­Gewohnheiten verhindern das oft, denn fast die Hälfte der Befragten kauft erst ab 18 Uhr online ein. www.ecckoeln.de

Persönlich

Partnerschaftlich Zuverlässig

DAMIT AUS DATEN FAKTEN WERDEN! Egal welche Fragen Sie haben oder wen Sie befragen wollen, wir stellen sicher, dass Sie genau jene Informationen bekommen, die Sie brauchen. Denn für uns steht der Kunde im Zentrum des Geschehens.

DocCheck zum Pharma-Außendienst

Klopf klopf Der Außendienst ist die zentrale Säule der Pharma-Kommunikation. DocCheck hat untersucht, welche Hersteller aus Sicht der Heilberufler am besten performen. Dazu wurden 398 niedergelassene Allgemeinmediziner, Fachärzte und Apotheker befragt. Mit Abstand die größte Reichweite hat der Außendienst von Bayer: Rund 40 Prozent der Befragten besuchte er im Frühjahr 2017 mindestens einmal. Berlin-Chemie hingegen erreicht Spitzenwerte bei den Mehrfachkontakten und ist der Favorit überdurchschnittlich vieler Heilberufler. In der Performance-Analyse mit den Ausprägungen „Trust“ (Vertrautheit*Glaubwürdigkeit) und „Utility“ (Relevanz*Uniqueness) kristallisieren sich 2017 Pohl-Boskamp, Eli Lilly sowie Novo Nordisk als Stars der Branche heraus. Sanofi und AbbVie erreichen Höchstwerte auf der Trust-Dimension, Almirall und Berlin-Chemie punkten bei Utility. www.doccheck.com

Fotos: © Felix Pergande, Lorelyn Medina – Fotolia.com

Digitale Services im Einzelhandel

Stationär goes digital Der stationäre Einzelhandel muss sich verändern, um neben Online bestehen zu können. Neue, digitale Services kommen aber bislang nur bei einer Minderheit der Konsumenten gut an. Das fand Dialego in einer Studie heraus, in der 1.000 Personen von 18 bis 69 Jahren in Deutschland befragt wurden. So finden etwa 30 Prozent relevant, gekaufte Produkte nach Hause liefern zu lassen. 35 Prozent sind von der Option angetan, online zu bestellen und im Laden abzuholen. Auf regelrechte Ablehnung stößt das Angebot, über passende Angebote per Push-Nachricht in Ladennähe informiert zu werden (61 Prozent). www.dialego.com www.research-results.de

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Research

Das ganz normale Leben Online-Communitys als flexibles Tool Kann man online unmittelbar am realen Leben der Testpersonen teilhaben? Wie das mit Online-Communitys geht, wissen Maike Schmidt und Marcus Schatilow – und räumen auf mit gängigen Vorurteilen.

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Lebendige Insights zur Zielgruppe Vorurteil 1: „Hinter dem Spiegel bei Gruppendiskussionen erhalten die Stakeholder einen lebhaften Einblick, wie die Zielgruppe tickt. Das fällt doch online weg.“ Alle Interessenten können, falls gewünscht, über die komplette Laufzeit Einblick in die Online-Community nehmen. Sie können mitlesen und spontan aufkommende Themen identifizieren, die für sie relevant sind. Oftmals zeigt sich gerade am Rande der Forschungsfrage vieles, was vorher nicht bedacht wurde (questions you forgot to ask). Das alles kann die Moderation direkt aufgreifen. Zudem schauen Stakeholder nicht nur bei einzelnen Gruppendiskussionen zu, sondern werden live mit in den Alltag ihrer Zielgruppen genommen. So berichten etwa die Community-Teilnehmer direkt aus dem Supermarkt, was ihnen vor Ort auffällt oder was sie mit Produkten zuhause kochen. Die künstliche Situation im Teststudio mit Beobachtungsspiegel entfällt – für Teilnehmer und Auftraggeber. Auch können Manager und Produktentwickler in Chats oder Foren, anonym oder auch nicht, direkt mit der Zielgruppe ins Gespräch kommen und vom stillen Beobachter zum aktiven Teilnehmer werden. Eine spezielle Aufklärung sowohl der Studien-Teilnehmer als auch der Auftraggeber ist hierbei unbedingt erforderlich.

Gute Erreichbarkeit Vorurteil 2: „Nur mit jungen, internet-affinen Zielgruppen lassen sich OnlineCommunitys durchführen.“ Mit solchen Bedenken wurde bereits die quantitative OnlineForschung konfrontiert. Doch mittlerweile hat sich die Ansicht

Fotos: © kerkezz – Fotolia.com, Unternehmen

nline-Communitys sind aus dem Methoden-Portfolio der qualitativen Marktforschung nicht mehr wegzudenken. Ifak setzt diese Methode seit 2009 ein. Die seitdem gesammelten Erfahrungen werden kontinuierlich in der Weiterentwicklung berücksichtigt und ermöglichen eine Vielzahl von Varianten. Die Anwendungspotenziale und die erzielbaren Ergebnisse sind außergewöhnlich umfassend – wenn Online-Communitys richtig eingesetzt werden. Doch bis heute gibt es Vorbehalte gegenüber dem Tool. Diese Zweifel sind

in der Regel unbegründet. Viele der denkbaren Probleme können vermieden werden, sind nicht existent oder werden durch neue Vorteile kompensiert.

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etabliert, dass sich Zielgruppen zwischen 18 und 70 Jahren problemlos abbilden lassen. Dies gilt selbstverständlich auch für qualitative Studien. Zudem sind moderne Plattformen intuitiv nutzbar und selbsterklärend, sodass Teilnehmer sich schnell zurechtfinden. Sollte es dennoch zu individuellen Problemen kommen, hilft die Moderation. Aufgrund seiner zeit- und ortsunabhängigen Nutzung hat sich das Tool bei schwer erreichbaren Zielgruppen bewährt. Manager, Ärzte oder auch junge Mütter schätzen OnlineCommunitys, weil sie ihre Teilnahme in den eigenen Tagesablauf integrieren können. Sie nehmen dann teil, wenn sie im Taxi zum nächsten Termin sitzen, zwischen Patienten eine Pause haben oder die Kinder Mittagsschlaf machen. Anders als Gruppendiskussionen, bei denen die Testpersonen meist nur aus einer Region oder Stadt rekrutiert werden, kommen Community-Teilnehmer aus ganz Deutschland und ermöglichen die Berücksichtigung regionaler Unterschiede.

Hohe Teilnehmerzahl möglich Vorurteil 3: „Online-Communitys sind mit maximal 50 Teilnehmern durchführbar. Eine größere Stichprobe ist notwendig für stichhaltige Ergebnisse.“ Auch hier gibt es eine Lösung – ein neues Tool, das von Data-Science-Experten entwickelt wurde und die Vorteile qualitativer und quantitativer Online-Forschungsmethoden verknüpft. Communitys mit 200 und mehr Teilnehmern sind damit durchführbar. Aus der qualitativen Diskussion werden parallel Fragestellungen abgeleitet, die in Form von Quick Polls zur Abstimmung gestellt werden. Diese Abstimmungsergebnisse werden mit bisher getätigten Aussagen in den Foren verknüpft. Muster und Typologien lassen sich so auf hoher Fallzahlbasis gut ableiten, ohne dabei den explorativen Charakter der qualitativen Forschung zu vernachlässigen.

Dauer je nach Fragestellung Vorurteil 4: „Online-Communitys sollten mindestens eine Woche lang sein, damit die Teilnehmer ausreichend Zeit haben, sich einzugewöhnen, und maximal drei Wochen, damit die Teilnehmer am Ball bleiben.“ Sicher, bei der Konzeption einer Community ist die Planung der Laufzeit unter Berücksichtigung der Fragestellungen essentiell. Die Teilnehmer dürfen mit Aufgaben weder unternoch überfordert werden. Wenig bekannt ist, dass sich Communitys auch für singuläre oder wenig komplexe Fragestellungen eignen. So können im Rahmen von zwei- bis dreitägigen Sprints effiziente und effektive Insights gewonnen werden – gerade wenn schnell Ergebnisse vorliegen sollen. Im Gegensatz dazu können etwa Sorgen und Probleme chronisch erkrankter Menschen besser verstanden werden, wenn ein Format mit einer Dauer von mehreren Wochen oder Monaten genutzt wird. Diese Zeitspanne ermöglicht es, Vertrauen aufzubauen, den Verlauf der Krankheiten länger zu begleiten und letztlich die Probleme und Sorgen tiefergehend zu erfassen.

Spannende Guidelines motivieren Vorurteil 5: „Ohne einen Moderator, der sie persönlich face-to-face anspricht, lassen sich die Teilnehmer nicht motivieren, mitzumachen und die Fragen zu beantworten.“ Wie auch offline gilt: Eine gute Guideline und die Moderation sind die Antwort (Abb. 1). Das Warm-up holt den Teilnehmer in seinem Alltag ab und weckt Interesse. Daran anknüpfend werden die Teilnehmer mit unterhaltsamen und spannenden Fragen zum Kernthema hingeleitet. Es sollten eher mehrere Fragen in einem einzelnen Forum untergebracht werden als zu viele Foren mit ähnlichen Fragen. Die Moderation muss sich als Teil der Community begreifen, intensiv auf die Teilnehmer eingehen und auf die Beiträge reagieren. Kein Proband darf aus den Augen verloren werden. Werden diese Punkte beachtet, ist der Impact, der sich aus Communitys ziehen lässt, enorm.

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Research

Abb. 1: Zentrale Rolle in Online-Communitys: Moderator und Guidelines geben den Rahmen vor

sicheren Umfeld heraus mittels eines bei der Anmeldung in der Community gewählten Nickname. Diese Vertrauenszone bildet die Basis, um auch über schwierige Themen zu sprechen. Zudem sind die Teilnehmer häufig intrinsisch motiviert, sich sehr offen über ihre Sorgen und Probleme mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das haben viele Online-Communitys unter Beweis gestellt, sei es zum Thema Kindererziehung oder zum Umgang mit chronischen Darmkrankheiten. Die Teilnehmer vergessen schnell, dass sie eigentlich an einer Marktforschungsstudie teilnehmen. Und: Zwischen Gruppendiskussionen und Einzelgesprächen kann man switchen, sodass einzelne Themen auch unter vier Augen zwischen Moderator und Teilnehmer besprochen werden können. Diese Funktion fördert die Erkenntnistiefe immens.

Konstruktive Atmosphäre sicherstellen

Kreativtechniken digitalisieren

Vorurteil 6: „Besonders meinungsstarke Teilnehmer übernehmen die Führung und lassen andere nicht mehr zu Wort kommen. Oder die Teilnehmer feinden sich bei unterschiedlichen Meinungen gegenseitig an!“ Ja, in Communitys kann es heiß hergehen, zum Beispiel wenn es sich um Facebook und Meinungsbildung dreht. Aber auch hier ist eine aktive, empathische Moderation gefordert, die Meinungen einordnet, relativiert und immer wieder hinterfragt, Teilnehmer motiviert und gegebenenfalls eingreift. Sollten Teilnehmer andere einschüchtern, können persönliche Nachrichten an sie gesendet werden, ohne sie vor allen zu diskreditieren. Genauso kann man ruhige Teilnehmer motivieren und gezielt nach ihrer Meinung fragen. Generell gilt es, eine konstruktive Gesprächsführung und angenehme Atmosphäre in der Community sicherzustellen.

Vorurteil 8: „Kreative Methoden lassen sich online nicht anwenden. Daher eignen sich Online-Communitys schlecht für Innovationsthemen.“ Kreative Methoden lassen sich immer dann einsetzen, wenn sich die Teilnehmer darauf einlassen. Im Rahmen von Communitys können das private Umfeld und die zeitliche Flexibilität eine große Hilfe hierbei sein. Für Fragestellungen, bei denen es auf die Spontaneität ankommt, werden eher synchrone Tools und dazu passende Kreativtechniken genutzt. Bei anderen Themen kann den Teilnehmern mittels asynchroner Methoden Zeit gegeben werden, sich in Ruhe über die Aufgabenstellung Gedanken zu machen, Ideen zu entwickeln und diese fundiert zu bewerten. Marktforscher sind immer wieder fasziniert davon, mit wie viel Zeit und Energie die Aufgaben von den Teilnehmern bearbeitet werden. Der Vorteil, dass sowohl das schnelle als auch das langsame Denken im Rahmen einer Community genutzt werden kann, bietet Potenzial für Design Thinking-Projekte. Bei diesem Innovationsansatz, bei dem die Needs der Zielgruppen im Fokus stehen, können unter anderem Disney-Räume online zur Ideengenerierung eingesetzt werden. Auch das Basteln von Prototypen funktioniert wunderbar mit Hilfsmitteln, die sich im Haushalt der Teilnehmer finden lassen, oder mit Bildmaterial aus dem Internet. Mittels Videopitches werden Ideen vorgestellt und in der Community diskutiert und weiterentwickelt. Letztlich können so der gesamte Design Thinking-Prozess oder einzelne Phasen digital umgesetzt werden. Endkunden und Produktentwickler arbeiten kurzfristig oder über einen längeren Zeitraum zusammen und treiben erfolgreiche Innovationen voran.

Anonymität bei heiklen Themen Vorurteil 7: „Die Teilnehmer trauen sich nicht, offen über Themen zu sprechen, die als intim oder sehr persönlich gelten.“ Online-Communitys sind das ideale Tool, um über heikle Themen zu diskutieren. Jeder Teilnehmer agiert aus seinem persönlichen,

Maike Schmidt ist seit 2013 Senior Consultant bei IFAK. Mit Herz, Neugierde und Einfühlungsvermögen taucht sie in die Welt der Konsumenten ein und beantwortet mittels Deep Dive oder Design Thinking-Sprints Marketingfragestellungen aus den Bereichen Products & Services, Needs & Habits oder auch zu Medien- und Kommunikationsthemen.

Marcus Schatilow ist seit 2007 bei IFAK tätig und verantwortet als Head of Consumer & Customer die Industrien Retail, Aviation, Services, FMCG und Non-Food/Gebrauchsgüter. Mit Leidenschaft, fundiertem Know-how und langjähriger Expertise unterstützt er Unternehmen bei allen Fragestellungen zur Entwicklung und Bewertung von Produkten und Services. www.ifak.com

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Große Flexibilität Aufgrund der Mächtigkeit und Flexibilität des Tools lassen sich Online-Communitys für fast alle Fragestellungen einsetzen. Durch kontinuierliche Weiterentwicklungen werden die Grenzen des Tools immer weiter verschoben und eröffnen neue Möglichkeiten, noch tiefer in die Welt der Konsumenten einzutauchen. ■ MEHR ZUM THEMA Market Research Online-Communitys www.research-results.de/fachartikel

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In Kürze · Research Ipsos veröffentlicht Handelsmarkenmonitor

LA-MED API-Studie 2017

Wurst ist wurscht Ärzte-Umschau Vegetarische Produkte von Handelsmarken sind vor allem bei Frauen beliebt. So das Ergebnis des Handelsmarkenmonitors, der jährlich von Ipsos und der Lebensmittel Zeitung erhoben wird. Vier von zehn Konsumenten (41 Prozent) nehmen immer öfter vegane und vegetarische Produkte von Handelsmarken wahr (2016: 39 Prozent, 2015: 29 Prozent). Vor allem Frauen kaufen gerne vegetarische Frauen kaufen bewusst vegetariProdukte von Handelsmarken sche Produkte (57 Prozent). Die männlichen Konsumenten greifen dagegen weniger häufig bewusst zu den fleischfreien Lebensmitteln (46 Prozent). Das Vertrauen in die Qualität der Produkte lässt noch Raum für Optimierung. Lediglich knapp ein Drittel (29 Prozent) der Konsumenten denkt, vegetarische Produkte von Handelsmarken seien qualitativ hochwertig. Mann (27 Prozent) oder Frau (31 Prozent) macht dabei kaum einen Unterschied. Insbesondere in der Gruppe der älteren Verbraucher ab 60 Jahren ist das Vertrauen in die Qualität jedoch gering (19 Prozent). Unter den Jüngeren (18 bis 39 Jahre) ist es dagegen vergleichsweise hoch (39 Prozent). Ähnlich sieht die Einschätzung der Qualität im Einkommensvergleich aus. Das Vertrauen der Konsumenten mit einem höheren Einkommen (ab 3.000 Euro monatlich) ist deutlich größer (40 Prozent versus 19 Prozent) als das der Geringverdiener (bis 1.500 Euro monatlich). Für die repräsentative Studie wurden 1.005 haushaltsführende Personen ab 18 Jahren befragt. www.ipsos.de

Bei Ärzten ist in puncto Fachmedien Print weiterhin dominant. Das ergab die diesjährigen LA-MED API-Studie. Die Reichweitenstudie von der Arbeitsgemeinschaft LA-MED Kommunikationsforschung, durchgeführt von Kantar TNS, liefert ein aktuelles Bild davon, wie niedergelassene Hausärzte (API) Fachmedien und andere Informationsquellen nutzen. Die Fachzeitschrift (95,6 Prozent) kann ihren Spitzenplatz im Ranking ausbauen, gefolgt von Tagungen und Kongressen (76,4 Prozent). Recherchen in Fachbüchern und im Internet sowie der Austausch mit Kollegen und Pharmareferenten werden jeweils von gut zwei Drittel der APIs zur beruflichen Information genutzt. Für die Studie gaben 1.000 niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten in persönlichen Interviews Auskunft darüber, wie sie sich generell beruflich informieren, welche Fachzeitschriften sie wie häufig lesen und welche Fach-Websites sie nutzen. www.tns-infratest.com www.la-med.de

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YouGov mit Spenden-Umfrage

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Zahl nach Wahl Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist ungebrochen hoch – scheitert aber oft an der Bezahlmethode. Das zeigt eine YouGovUmfrage. 64 Prozent der Bundesbürger haben schon einmal gespendet. Ein Fünftel verzichtete auf eine Geldspende, da es keine geeignete Bezahlmethode gab, und jeder Zehnte aufgrund von Problemen beim Bezahlvorgang. Derzeit werden Spenden hauptsächlich bar (21 Prozent) oder per Überweisung (20 Prozent) getätigt, PayPal wird von 13 Prozent genutzt. Bei ihrer nächsten Spende würden potenzielle Spender gerne neben klassischen Methoden wie Überweisung (50 Prozent) oder Barzahlung (49 Prozent) auch auf digitale Methoden wie PayPal (35 Prozent) oder Kreditkarte (zehn Prozent) zurückgreifen. Dafür wünschen sich 19 Prozent der Befragten eine klare Kommunikation der Bezahlmöglichkeiten in den Informationsmaterialien der Spendenorganisationen. Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich befragt werden. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen Befragung von 2.000 Personen. www.yougov.de www.research-results.de

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Research

Neue Wege Agile Forschung und Verhaltensökonomie Innovationsteams müssen sich vielen neuen Anforderungen stellen. Bastian Verdel zeigt, wie sich dabei verhaltensökonomische Forschungs- und Erklärungsansätze und die Möglichkeiten digitaler Marktforschung nutzen lassen. ethoden wie Design Thinking, Scrum und Lean Start-up führen aktuell in vielen Unternehmen zu einem Umbruch in der Gestaltung von Innovationsprozessen. Mal steht die eine, mal die andere Methodik etwas mehr im Vordergrund – doch alle haben dasselbe Ziel: in immer kürzeren Zyklen Produkte und Services zu entwickeln, die den Kundenbedarf treffen und die Existenz des Unternehmens in den bewegten Zeiten der Digitalisierung nachhaltig sichern. Dabei steht Kundenorientierung immer häufiger auf der Agenda, und wir Marktforscher finden Mitstreiter für unsere Mission.

Geänderte Anforderungen Unternehmen suchen neue Wege, denn viele Marktforschungsinstrumente werden den Anforderungen der agilen Innovationsbewegung nicht gerecht. Solche Anforderungen gibt es viele – zwei davon sind in diesem Kontext besonders zentral:

1. In Iterationen arbeiten Anstelle eines Innovationsprozesses mit einigen wenigen Stages und Gates arbeitet man nun in vielen kurzen zeitlichen Abschnitten (Sprints), die jeweils eine Evaluierung des aktuellen Entwicklungsstands durch den Kunden vorsehen. Dadurch wird der Prozess wesentlich agiler, Kurskorrekturen können früher erfolgen. Das bedeutet für die Marktforschung: Sehr viel häufiger wird nun Kundenfeedback benötigt. Das geht aber bei einer typischen Sprinttaktung von zwei Wochen nicht mit den klassischen Tools.

2. Nah am Kunden bleiben Um Innovation nachhaltig kundenorientiert zu gestalten, ist es notwendig, dass die Beteiligten von Anfang an ein Gefühl für die Bedürfnisse des Kunden entwickeln und dies im Innovationsprozess immer weiter ausbauen. Hier reicht nicht nur die reine Knowhow-Vermittlung, sondern es geht darum, die Kundenbedürfnisse wirklich zu verstehen, nachzuempfinden und in Innovationen kontinuierlich umzusetzen. 38

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Auch hier spielt die Frequenz des Feedbacks eine Rolle. Es ist einfacher, über eine längere Zeit in kleineren Schritten gemeinsam mit dem Kunden zu lernen, als zu wenigen Zeitpunkten umfangreiches Kundenwissen aufgetischt zu bekommen. Insofern ist das Arbeiten in Iterationen ein wesentlicher Beitrag zu nachhaltiger Kundenorientierung im Innovationsprozess.

Agile Research Communitys Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es notwendig, ein Research Framework zu entwickeln, das für die unterschiedlichen Innovationsphasen und Bedarfe die passenden Instrumente bereitstellt. Ein solches Framework hier vorzustellen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle mit den agilen Communitys ein Instrument beschreiben, mit dem wir bei vielen Kunden wie ING-DiBa, EWE, 3M, Henkel, Lufthansa sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Die Vorteile des Instruments Ein wesentliches Plus des Instruments ist www.research-results.de

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Research die Vielfalt der einsetzbaren Methoden. Boten Community Tools frßher im Prinzip nur eine Forumsdiskussion, so haben moderne Plattformen viele psychologische Fragetechniken und auch InteraktionsmÜglichkeiten aus dem Design Thinking-Bereich. Und jenseits der qualitativen Methoden sind auch quantitative Aufgabenstellungen mÜglich, um Produktinteresse im Rahmen von Iterationen zu messen. Sobald eine Gruppe von Probanden in die Plattform eingeladen ist, kann man per Mausklick die fßr den Forschungs-Step passende Methodik wählen und diese auch spontan oder agil wechseln. Das bedeutet zum Beispiel: Sehen wir am Anfang, dass ein Insight nicht funktioniert, kÜnnen wir etwa mehr Gewicht auf die Herausarbeitung des Kundenbedßrfnisses legen. Oder wir kÜnnen nach einer ersten Messung des Produktinteresses genauer analysieren, wie das Konzept zu optimieren ist, und einen spontanen Ideenwettbewerb aufsetzen. Ein wesentlicher Faktor fßr mehr Agilität ist die MÜglichkeit, sehr schnell Gruppen von n=50 bis n=200 ßber Online-Panels in die Community einzuladen. Auf diese Weise kÜnnen wir in den wichtigsten Ländern Communitys innerhalb weniger Stunden einrichten.

Menschliche Verhaltensweisen Ein entscheidendes Hilfsmittel, um Kundenbedßrfnisse nachhaltig zu kommunizieren, ist unsere Behavioral Economics Toolbox. Dabei handelt es sich um eine systematische Sammlung von wissenschaftlich belegten menschlichen Verhaltens- und Entscheidungsmustern. Wir haben deren Quintessenz auf Karten gedruckt und Methoden zur Analyse und Identifikation der Effekte entwickelt, die wir zur Erklärung der Ergebnisse benutzen. Dadurch dass wir die irrationalen Verhaltensweisen von Menschen beim Namen nennen, werden diese fßr Product-Owner und andere Innovationsbeteiligte verständlich und nachvollziehbar.

Effizienter (den Kundenbedarf treffen)

Agile Research + Behavioral Economics = Erfolgreiche Innovation

Actionable (praktisch umsetzbar)

Schneller und flexibler

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Bastian Verdel ist seit 2017 Managing Partner (Gesellschafter) der StraightONE GmbH (vormals Blauw Research GmbH). Er hat 20 Jahre Erfahrung in der Kundenverhaltensforschung und Beratung rund um die Themen Innovation, Design, Loyalty und Pricing. www.straight.one Anzeige

ein Produkt von

LĂśsungen finden statt vertagen Nehmen wir zum Beispiel den „Drop the Bucket Effect“, der vereinfacht gesagt Situationen beschreibt, in denen Menschen aufgrund zu vieler oder widersprĂźchlicher Informationen ihre Entscheidung vertagen. Haben wir frĂźher deutlich gemacht, dass ein neues Produkt- oder Serviceangebot zu komplex ist und die Menschen Ăźberfordert, wurde oftmals argumentiert, dass man auf einzelne Aspekte nicht verzichten kann, weil sie inhaltlich oder auch in manchen Fällen rechtlich unumgänglich sind. Erklären wir aber nun, dass diese Komplexität zu einem „Drop the Bucket Effect“ fĂźhren kann, ist die Bereitschaft, Ăźber eine LĂśsung nachzudenken, wesentlich hĂśher. Gerade auch, weil man sagen kann: „Wir mĂźssen da aktiv werden, um den ‚Drop the Bucket Effect‘ zu vermeiden.“ Statt: „Das Konzept ist gut, doch das Institut meint, wir mĂźssten es noch einfacher machen – was aber technisch und rechtlich schwierig ist.“ Womit das Innovationsteam dann selbst vom „Drop the Bucket Effect“ betroffen wäre.

Prinzipien agiler Research Marktforschung muss sich verändern, um fßr agil arbeitende Teams relevant zu bleiben. Der Grundsatz lautet: • schneller (Iterationen) • flexibler (Pretotype Feedback und Experimente) • involvierter (Empathy Building) • umsetzungsrelevanter (Behavioral Economics) ■www.research-results.de

Einfach fragen. Befragungen und Erhebungen smart digitalisiert.

0LWGHUPRELOHQRÉž LQH Erhebungs- und Befragungssoftware mQuestÂŽČ´QGHQ Sie fĂźr jede Antwort die richtige Frage. Kommen Sie auf einen (VSUHVVREHLXQVYRUEHL Research & Results 2017 Stand 178

ɆΖQWXLWLYH)UDJHERJHQHUVWHOOXQJ und Auswertung ɆΖGHDODP326EHL&DU&OLQLFV DXI0HVVHQXQG(YHQWV 7DJHEXFKVWXGLHQ9HUNHKUV HUKHEXQJHQ6WRUH&KHFNVXQG Mystery Research Studien Ɇ1DWLYIžU$QGURLGXQG$SSOHL26 ɆMillionenfach bewährt

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VR in der Smart HomeForschung

Zukunft ist jetzt V

irtuelle Realitäten, digitale Sprachassistenten und Smart HomeAnwendungen – das sind Begriffe, die uns als Marktforscher nicht nur aus methodologischer Perspektive interessieren, sondern auch in Bezug darauf, wie sie den Alltag von Konsumenten in Zukunft verändern werden. Wir wissen, dass eine Entwicklung hin zu einem „New Normal“ stattfinden wird, wir wissen jedoch nicht, wie schnell diese Entwicklung voranschreiten wird. Und vor allem wissen wir noch nicht, wie sich dieser neue Normalzustand im Alltag unserer Zielgruppen anfühlen wird: Welche Auswirkungen sind für die Rezeption von Inhalten und die Wahrnehmung von Marken zu erwarten? Welche neuen Interaktionsmöglichkeiten stehen auf welche Weise mit unseren archaischen Verhaltensmustern im Wechsel?

Blick in die Zukunft Solche Fragestellungen sind gut vergleichbar mit den Überlegungen des Science-Fiction-Autors William Gibson (unter anderem „Neuromancer“, „Virtuelles Licht“, „Mustererkennung“), der sich damit regelmäßig auseinandersetzt. Gibsons gleichermaßen pragmatische wie inspirierende Antwort lautet: „Die Zukunft ist bereits hier – sie ist nur ungleichmäßig verteilt.“ 40

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Digitale Assistenten und Smart Home Features werden unser Leben verändern. Was bedeutet das für die Werbung? Daniel Daimler und Eva Herzog stellen ein Studiendesign vor, das Einblicke liefert, wie Markenplatzierungen in einem VR-Smart Home wahrgenommen werden.


Research

Vor diesem Hintergrund haben wir uns bei Pilot und der Verizon-Tochter Oath gemeinsam mit dem VR-Spezialisten Virao die Frage gestellt: Wie können wir die Möglichkeiten der virtuellen Realität nutzen, um eine möglichst realistische Alltagssituation in eine plausible nahe Zukunft zu projizieren?

Experimentelles Studiendesign Das Ergebnis dieser Überlegungen ist ein experimentelles Studiendesign, für das wir in der virtuellen Realität eine kleine Wohnung mit frei begehbarem Wohnzimmer und Küche erschaffen haben. Diese virtuelle Wohnung haben wir um verschiedene Smart Home-Elemente ergänzt: • Jeannie, eine simulierte digitale Assisten tin, welche die Testpersonen durch das Smart Home-Apartment führt und kleine Aufgaben erteilt, • die Möglichkeit, über ein Augmented Reality-Dialogfeld im Wohnzimmer ver schiedene Lichtstimmungen ­auszuwählen und zu verändern (Abb. 1), • einen digitalen Kühlschrank in der ­ Küche, über den Lebensmittel bestellt werden können (Abb. 2), • sowie eine Augmented Reality-Wetter anzeige in der Küche, welche das aktuelle Wetter in der echten Realität anzeigt.

Abb. 1: Virtuelles Wohnzimmer: Augmented Reality-Dialogfeld zur Auswahl verschiedener Lichtstimmungen

Werbeplatzierung in der virtuellen Wohnung Insgesamt n=338 Testpersonen konnten dieses Basisszenario eines Smart HomeApartments selbst erleben, indem sie sich in einem Hamburger Teststudio eine VRBrille aufsetzten. Alle Personen hatten dieselben Interaktionsmöglichkeiten innerhalb der virtuellen Wohnung, insbesondere die Veränderung der Lichtstimmung im

Abb. 2: Virtuelle Küche: Digitaler Kühlschrank zur Bestellung von Lebensmitteln

Wohnzimmer und der Einkauf von Lebensmitteln am digitalen Kühlschrank in der Küche. Wir differenzierten das Basisszenario über vier Testzellen weiter aus, sodass jeweils mehr als n=80 Testpersonen unterschiedlichen Arten von Werbeplatzierungen ausgesetzt waren. In allen vier Testzellen war in der Küche, direkt neben dem digitalen Kühlschrank, eine Packung Kaffee als Produktplatzierung integriert sowie ein digitales Banner für einen Anzeige

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Freizeitpark, das neben der Augmented Reality-Wetteranzeige im Raum schwebte.

Ausdifferenzierte Testzellen Die Testzellen unterschieden sich jeweils darin, wie viel Werbung im virtuellen Wohnzimmer platziert wurde. • Unsere erste Testzelle enthielt nur das Basisszenario, im Wohn zimmer wurden keine weiteren Marken platziert. • In der zweiten Testzelle kam eine Werbeform hinzu: ein TV-Spot für einen Streaming-Anbieter. • Zusätzlich zu diesem TV-Spot wurde in der dritten Testzelle ein Audio-Sponsoring für eine Telekommunikationsmarke über die Tonspur der digitalen Assistentin eingespielt („Dieses Smart Home wird Ihnen präsentiert von …“). • Schließlich wurde in der vierten Testzelle neben dem TV-Spot und dem Audio-Sponsoring auch ein digitales Banner für eine Käsemarke platziert, das neben dem Augmented Reality-Dialog feld zur Auswahl der Lichtstimmung im Raum schwebte.

Durchführung des Tests Die Testpersonen waren hinsichtlich Alter, Geschlecht und ihrer bisherigen Erfahrung mit Erlebnissen in der virtuellen Realität gleichmäßig auf die Testzellen verteilt. Die durchschnittliche Dauer einer Testsession betrug fünf Minuten, wobei Frauen im Schnitt vier Sekunden länger als Männer in der virtuellen Wohnung verbrachten und die durchschnittliche Dauer der Testsessions mit zunehmendem Alter zunahm. Im Anschluss an das Erlebnis in der virtuellen Realität wurde mit allen Testpersonen ein CAPI-Interview durchgeführt, um das Nutzererleben in der virtuellen Wohnung, die Akzeptanz der Smart Home-Anwendungen und die ungestützte Erinnerung an die beworbenen Marken zu erheben. Neben den Aussagen der Probanden wurde zur Analyse der VRDaten die von Pilot und Virao gemeinsam entwickelte VR-Analytics-Lösung Behavr eingesetzt. Mit diesem Tool war es uns möglich, die Aufmerksamkeits- und Interaktionsdaten der Testpersonen in der virtuellen Wohnung auf die Millisekunde genau aufzuzeichnen und mit den erhobenen Befragungsdaten zu verknüpfen. Sichtkontakte mit dem TV-Spot Testzelle mit TV-Spot als einzigem visuellen Werbemittel im Wohnzimmer (n=83) Testzelle mit TV-Spot und Augmented Reality-Banner im Wohnzimmer (n=89)

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Fast allen Testpersonen (98 Prozent) gefiel das Erlebnis in der virtuellen Wohnung insgesamt gut oder sehr gut – dabei waren keine signifikanten Unterschiede zwischen den vier Testzellen, Geschlecht, Altersklassen oder der bisherigen Erfahrung in der VR zu beobachten. Jede zweite Testperson beschrieb ihr Erlebnis in der VR spontan als „authentisch“, „natürlich“, oder „realitätsnah“, jede vierte als „modern“, innovativ“, oder „zukunftsorientiert“. 98 Prozent der Probanden bestätigten die Aussage, dass die virtuelle Realität es erlaube, Geschichten und Erlebnisse auf eine ganz neue Art und Weise zu präsentieren. Dies bedeutet auch ein starkes Potenzial für Marken, VR als neue Möglichkeit zu nutzen, mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten – eine Aussage, die 91 Prozent der Testpersonen befürworteten. Immerhin noch 72 Prozent stimmten zu, dass, was heute das Fernsehen sei, in Zukunft Erlebnisse in der virtuellen Realität sein werden.

Bewertung der Werbung Von den simulierten Smart Home-Elementen wurde der digitale Kühlschrank mit 93 Prozent am stärksten ungestützt erinnert und gefiel den Probanden im Vergleich zu den anderen Elementen am besten. Demgegenüber wurde Jeannie, die digitale Assistentin, von lediglich 55 Prozent ungestützt erinnert – obwohl sie das dominanteste Element in der Wohnung war. Sie polarisierte die Nutzer in ihrer Bewertung stark. Am schwächsten erinnert und am schlechtesten bewertet wurde die Augmented Reality-Anzeige des aktuellen realen Wetters. Dabei war ein starker Zusammenhang mit der im unmittelbaren Kontext platzierten Werbung für einen Freizeitpark zu beobachten: Testpersonen, die sich ungestützt an die beworbene Marke erinnern konnten, gefiel die AR-Wetteranzeige signifikant schlechter als Probanden, die sich nicht ungestützt an die Marke erinnern konnten.

Wahrnehmung des TV-Spots Spannende Ergebnisse konnten wir auch in Hinblick auf die Wahrnehmung des TV-Spots für einen Streaming-Anbieter generieren: In einer Testzelle war der TV-Spot das einzige Werbemittel, das im Wohnzimmer platziert war. In dieser Testzelle hatten 94 Prozent der Testpersonen mindestens einen Sichtkontakt mit dem TV-Spot. Die durchschnittliche visuelle Aufmerksamkeit lag je Millisekunde Laufzeit des Spots bei 28 Prozent. In der Nachbefragung konnten sich 42 Prozent der Testpersonen ungestützt an die beworbene Marke erinnern. In der Testzelle, in der im Wohnzimmer zeitgleich zum TVSpot auch das Augmented Reality-Banner für Käse platziert war, lag die durchschnittliche Aufmerksamkeit für den TV-Spot je Millisekunde mit 13 Prozent nur halb so hoch, und die beworbene Marke wurde von nur 33 Prozent erinnert (Abb. 3). Ohne jeden Sichtkontakt mit dem TV-Spot – also mögliche Wahrnehmung der Marke nur auf der Tonspur – lag der Recall für die beworbene Marke bei immerhin noch 13 Prozent im Durchschnitt der Testzellen.

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Quelle: pilot; Angaben in Prozent

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Auch wenn die digitale Assistentin Jeannie in ihrer Akzeptanz unter den Testpersonen eher polarisierte, konnte sich das über ihre Tonspur platzierte Audio-Sponsoring für eine Telekommunikationsmarke gegenüber den anderen visuellen Werbeplatzierungen sehr www.research-results.de


Research

Käse-Werbung und Einkaufsverhalten

Virtuelles Wohnzimmer ohne Augmented RealityBanner für Käse

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Virtuelles Wohnzimmer mit Augmented RealityBanner für Käse

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Ø Bestellmenge Käse am virtuellen Kühlschrank

Abb. 4

gut behaupten: 41 Prozent erinnerten sich ungestützt an die beworbene Marke. Dieses Ergebnis zeigt, dass bei zunehmender Verbreitung von digitalen Assistenten in realen Haushalten Audio-Sponsoring eine erinnerungsstarke Werbeform darstellen kann.

Unterschiede im Einkaufsverhalten

Quelle: pilot

Mit der VR-Analytics-Lösung Behavr konnten wir nicht nur die visuelle Aufmerksamkeit unserer Testpersonen, sondern auch ihr Einkaufsverhalten in der Interaktion mit dem digitalen Kühlschrank erfassen: Probanden, denen im Wohnzimmer das Augmented Reality-Banner für Käse präsentiert wurde, legten signifikant mehr Käse in den virtuellen Warenkorb als die Testpersonen einer anderen Testzelle, in der keine Werbung für Käse platziert war (Abb. 4). Die in der Vorbefragung angegebene durchschnittliche Verwendungshäufigkeit von Käse war in beiden Testzellen identisch, sodass der Unterschied im Einkaufsverhalten als Wirkung des Werbemittels erklärt werden kann.

Mehr Flexibilität mit VR Die vielschichtigen Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass Marktforschung in der virtuellen Realität sehr gut dazu geeignet ist, Konsumenten in eine plausible Alltagssituation zu versetzen und ihre Reaktionen auf neuartige Marketing-Stimuli in einer Art zu vermessen, wie sie weder mit klassischer Online-Forschung noch mit Feldexperimenten in der echten Realität möglich wäre. Als besonders wertvoll stellte sich für uns dabei die Möglichkeit heraus, Daten zu Aufmerksamkeit, Verhalten sowie Erinnerungsleistungen und Meinungen flexibel miteinander zu verknüpfen. Dadurch können wir eine holistischere Perspektive auf unsere Zielgruppen gewinnen. Randomisierte Experimentaldesigns lassen sich in der virtuellen Realität unkompliziert umsetzen und erlauben saubere Aussagen über kausale Wirkungszusammenhänge – auch als wichtige Ergänzung zu korrelativen Big Data-Analysen.

Marktforschung der Zukunft Das aus unserer Sicht stärkste Argument für mehr Forschung in der virtuellen Realität liegt aber nicht nur in den methodologischen Details, sondern in den Implikationen für die Rolle der Marktforschung in der Zukunft: Virtuelle Realität hat das Potenzial, die leider immer noch vorherrschende Kluft zwischen Forschung und Design aufzulösen – und erlaubt damit Herstellern, Händlern und Medien, die Möglichkeiten ihrer Marken völlig neu auszuloten. ■

MEHR ZUM THEMA VIRTUAL REALITY www.research-results.de/fachartikel

Daniel Daimler ist Seniorberater Marktforschung bei der Agenturgruppe pilot in Hamburg. Dort verantwortet er Projekte in der Kommunikationsund Innovationsforschung und beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Zukunftstechnologien für die Markt- und Mediaforschung. www.pilot.de

Eva Herzog ist Head of Research DE bei der Verizon-Tochter Oath (ehemals Yahoo Deutschland Services GmbH). Seit 2013 ist sie in der Marktforschung des Unternehmens tätig und analysiert die Wirkung von innovativen Werbeformaten. Dabei verantwortet sie die Durchführung von Trendforschungen in den Bereichen Mobile, Video und Social. www.oath.com Anzeige

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Mehr Sein als Schein Online-Marketing in China

Der chinesische Online-Markt hat seine eigenen Gesetze. Westliche Unternehmen, die hier erfolgreich sein wollen, müssen sich deshalb anpassen. Felix Scherrer stellt die Vermarktungs- und Vertriebsprozesse in China vor und gibt Tipps, wie ein effektiver Markteintritt gelingen kann.

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hina tickt anders. Seine Märkte und Vermarktungsstrategien für Marken und Unternehmen ebenso. China heißt: 1,3 Milliarden Menschen. Eine expandierende Volkswirtschaft mit protektionistischen Elementen, eine immer noch wachsende Mittelschicht, enorme Konsumgütermärkte mit riesigen Absatzpotenzialen. Business in China heißt aber auch: Konfrontation mit ausdifferenzierten Einzelmärkten, rasante Veränderungsgeschwindigkeit sowie überaus dynamische Online-Vermarktungsformen über eng verzahnte Social Media-Kanäle. Marken, die international, in China und vor allem weiterhin in ihren eigenen, nationalen Märkten erfolgreich sein wollen, müssen sich bei ihren Aktivitäten im Reich der Mitte auf neue, unbekannte und rasante Vermarktungsund Vertriebsprozesse einstellen.

Wer in China verkaufen will, muss „Social Media“ sagen. Persönliche Beziehungen und ein ausgefeiltes System des Geschenkemachens („Gifting“) und Austauschs von Gefälligkeiten sind kulturell gewachsene Grundlagen für Kontakte und Verkäufe. In der riesigen Fläche des Landes und in der politisch gewollten Abschottung von unerwünschten Einflüssen sowie ausländischen Unternehmen und Märkten läuft die Kommunikation fast immer online. Zudem liegt die Technologie beinah ausschließlich in der Hand nationaler Firmen. Seit 2011 dominieren mobile Geräte und Anwendungen: Personal Banking, Peer-to-PeerZahlungen und Life Tools etwa. Konsumenten agieren massiv im digitalen Raum. Die Rate der mobilen Zahlungen etwa war 2016 in China 50 Mal höher als in den 44

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Kontakt über Social Media


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USA. Die Zahl der Mobiltelefonnutzer ist längst größer als die der Desktop-Internet-Nutzer. Smartphone- und mobile Technologie treiben die Internetnutzung und Entwicklung von Diensten und Devices an – nicht umgekehrt. Social Messaging-Dienste wie QQ und WeChat sind wichtiger als die Suchmaschine Baidu (Abb. 1).

Plattformen und Dienste aktiv nutzen Diversifikation ist das Thema für alle Unternehmen, die sich auf dem chinesischen Online-Markt behaupten oder halten wollen. Social Messaging, Networking-Anwendungen, vertikale Plattformen in allen Branchen – von Parenting über Mode bis Elektronik – sind nur einige Aspekte. Unternehmen sollten die wichtigsten Plattformen und Dienste aktiv nutzen: WeChat ist die führende Social Media-Plattform für Neuigkeiten, Kundenservice, Einkauf und Personal Banking. QQ ist die zweitwichtigste Messaging App, ihre „Schwester-Plattform“ QZone eine Social Networking-Website mit Blogs und Homepages. Sina Weibo, zunächst ­größtes soziales Abb. 1: Chinas führende Social Messaging-Dienste

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Netzwerk in China, legte inzwischen einen erfolgreichen Relaunch als wichtigste Live Video-Plattform hin, die mit großen Marken und Influencern zusammenarbeitet. Wichtig sind zu den Marken passende vertikale Plattformen – die chinesische Top BeautyWebsite Mellishou etwa bietet Modeartikel, Produktrezensionen, Beratung und Shopping-Möglichkeiten. Sie hat mehr MAU (Monthly Active User) als Twitter. Produkte oder Dienstleistungen sind auf Shoppingsites gut aufgehoben – Verbraucher steigen oft über E-Commerce-Seiten anstelle von Suchmaschinen ins Netz ein. Videoon-Demand verzeichnet Wachstumsraten von mehr als 30 Prozent jährlich. Plattformen wie iQiyi, PPS und Youku/Tudou sind Schlüsselkanäle für Werbung und Inhalte. Live Video erlebt einen Boom – 2016 starteten mehr als 1.000 Live Streaming-Dienste in App-Shops. Die Integration von Live Video in E-Commerce und Influencer-Marketing schreitet unaufhaltsam voran. ■

MEHR ZUM THEMA internationale FORSCHUNG www.research-results.de/fachartikel

Felix Scherrer, Research Director bei ­Linkfluence Germany, leitet die Abteilung Online-Forschung in Düsseldorf. Seine Beratungsschwerpunkte sind Healthcare, Beverages, Medien und Entertainment, Employer Branding sowie die Meinungsforschung für Großbauprojekte. Scherrer hat bereits namhafte Unternehmen wie Roche Diagnostics oder Sanofi bei Forschungsprojekten beratend unterstützt. www.linkfluence.de

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Grundlegende Handlungs- und Verhaltensweisen Für ein erfolgreiches Top Level-Marketing herrschen in China andere Regeln und Gesetzmäßigkeiten als andernorts. Spezifische Handlungs- und Verhaltensweisen sind gefragt. Wir haben zwölf grundlegende aufgelistet. Einmal messen, zweimal schneiden Schnelle Entscheidungen und experimentelles Handeln sind unabdingbar. Agiles Marketing und iterative, schrittweise Lösungen sind wichtiger als eine hohe Markenkonsistenz. E-Commerce heißt Überall-Commerce Kauf-Möglichkeiten sind immer nur wenige Klicks vom Produkt entfernt. Influencer sind der Kanal Ohne Promis, Schauspieler, Musiker oder Blogger läuft im Marketing gar nichts. Das Geschenk zählt „Gifting“, der stetige, wertschätzende und institutionalisierte Austausch von Geschenken, ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Kooperationen in diesem Bereich steigern den Erfolg von Marketing- und Vertriebsaktivitäten erheblich. Die Zukunft ist live Vermarktung via Live-Streaming ist zweimal so lukrativ wie Gaming und fünfmal so viel wie Fernsehen. Heutiger Marktführer ist der erst 2016 gegründete Kanal Yinke. Willkommen in der Maschine Künstliche Intelligenz ist mit Chatbots im Online-Kaufprozess allgegenwärtig. Bewegung auf ungleichen Spielfeldern Chinas Firewall, ein großer, liquider und billiger Kapitalmarkt sowie offene Auslandsmärkte verschaffen inländischen Firmen enorme Marktvorteile. Für ausländische Unternehmen gelten dagegen strenge Regularien – etwa die Verpflichtung, alle Daten des Geschäftsverkehrs auf chinesischen Servern zu speichern. Kenntnis der Branchen-Struktur Behördliche Vorschriften sind enorm unterschiedlich – vom Verbot einer Geschäftstätigkeit über eine vorgeschriebene Joint Venture-Struktur bis zur völligen Offenheit für ausländischen Besitz. Auch geltende Fünf-Jahres-Pläne haben teils enorme Auswirkungen aufs Geschäft. Geld für Talent Die Gehälter, gerade für Experten und Führungskräfte wie Software-Programmierer und UI/UX-Designer, sind enorm gestiegen. China ist, nach bis zu siebenmaligen Erhöhungen bei den Durchschnittsgehältern, kein Low Cost-Arbeitsmarkt mehr. Arbeitgeber sind zudem verpflichtet, in Renten- und Sozialversicherungen sowie Wohnungsfonds einzuzahlen. Markenschutz, Markenschutz, Markenschutz Im Jahr 2016 verlor Apple eine Markenrechtsklage gegen den Lederwaren-Hersteller Xintong Tiandi, der 2007 seine Marke registriert hatte. Apple betrat den chinesischen Markt mit seinen iPhones erst 2009 und hatte seine Marke zuvor nicht lokal geschützt. Internationaler Markenrechtsschutz nach dem Madrid-System gilt in China nicht. Marken müssen sich beim Chinese Trademark Office separat registrieren. Konzentration auf Inhalte, Seeding und WeChat Von jedem Unternehmen wird ein aktiver, professioneller WeChat-Auftritt erwartet. Seeding via Influencer sowie hochwertiger Content sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Marketing. Produktqualität spielt eine untergeordnete Rolle. Differenzierung statt wahllose Streuung Die stark fragmentierten, teils gesättigten und hochdynamischen Konsumgütermärkte verlangen ausdifferenzierte Vermarktungs- und Werbeansätze.

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Research

Tool prüft Emotionalität von Marken

Die Suche nach dem Motiv Motive sind die heimlichen Treiber des menschlichen Verhaltens. Damit Marken erfolgreich sein können, müssen sie die Bedürfnisse und Beweggründe ihrer Zielgruppe kennen. Michael Zengel und Thomas Bohn stellen ein Tool zur emotionalen Marken-Wahrnehmung und -Steuerung vor. ie heutige Welt führt zu einer Überlastung von Konsument und Marketeer. Während der Konsument an die ­Grenzen seiner Entscheidungs- und Wahrnehmungsfähigkeit kommt, haben Marketeers mit der Wirksamkeit ihrer Maßnahmen zu kämpfen, der Bedarf an alternativen Ansätzen der Ansprache und Durchdringung steigt. Eine Lösung ist die motivorientierte Ansprache.

Grundlagen von Entscheidungen In der Motivforschung wird im Wesentlichen zwischen vier zentralen Motivdimensionen unterschieden: Erregung, Autonomie, Sicherheit und Verbundenheit. Diese Dimensionen bilden die Grundlage aller relevanten Entscheidungen. Ein weiterer großer Vorteil: Motivational agierende Marken 48

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sind nachhaltig erfolgreicher. Sie ermöglichen durch eine erhöhte Aufmerksamkeit nicht nur eine bessere Erreichbarkeit und Durchdringung der Zielgruppe, sondern auch eine maximale Wirkungskraft durch konkrete Motivbefriedigung. Hier setzt das motivorientierte Markenmanagement-System von Advant, der Lead Profiler (Landscape of Emotional Archetypes and Dimensions), an.

Implizite und explizite Messung Das System ist ein universell einsetzbares, zweistufiges Modell aus impliziter und expliziter Befragung für Markenführung und Markenpositionierung. Das Modell hilft, die Passfähigkeit von Marken oder Testimonials zu testen, die eigene Markendarstellung mit den Bedürfnissen der Zielgruppe abzugleichen oder den Fit von Marken-Partnerschaften zu bewerten. Der Ansatz des Lead Profilers basiert auf den vier zentralen Motivdimensionen Erregung, Autonomie, Sicherheit und Verbundenheit, denen insgesamt 49 konkrete Motive zugeordnet und in einem Wahrnehmungsraum semantisch verortet wurden. Das marktforscherische Fundament ist ein zweistufiger Ansatz, bei dem Marken, beziehungsweise ihre Attribute, zunächst mittels Reiz-Reaktions-Verfahren implizit verortet und dann in einem zweiten Schritt in einem expliziten Messverfahren hinsichtlich ihrer Stärke eingestuft werden. Durch die Kombination impliziter und expliziter Befragungstypen innerhalb eines Modells ermöglicht das System eine sofortige Validierung, Bewertung und Quantifizierung der impliziten Ergebnisse. www.research-results.de

Fotos: © Sergey – Fotolia.com, Unternehmen

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Research

Im dreidimensionalen Wahrnehmungsraum Nach der Auswertung der Daten werden abgefragte Marken in einem dreidimensionalen Wahrnehmungsraum positioniert und visualisiert (Abb. 1). Durch die 3D-Visualisierung wird ersichtlich, wo sich die Marke im Wahrnehmungsraum und im Kontext der Zielgruppe befindet, ob sie sich mit ihr überschneidet und wie stark die jeweiligen Attribute ausgeprägt sind. Zudem hat Advant anhand der Motivdimensionen sechs emotionale Zielgruppentypologien entwickelt, die ebenfalls auf der emotionalen Landkarte des Lead Profilers platziert sind (Abb. 2). Die Advant-Archetypen (Hedonist, Entdecker, Performer, Perfektionist, Traditionalist, Socializer) haben nicht nur spezifische Werte-Charakteristika, sondern sind zudem mit Daten zum Medien-Nutzungsverhalten verbunden. Mithilfe seines übergeordneten Ansatzes kann jede Marke analysiert sowie gesteuert und hinsichtlich Passfähigkeit auf Medien, Kooperationspartner et cetera betrachtet werden – ob Persönlichkeits-, Produktoder übergeordnete Konzernmarke. ■

Autonomie

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Abb. 1: Beispiel 3D-Visualisierung Wahrnehmungsraum

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Dr. Michael Zengel ist Research Director bei der Advant Group und verantwortet in seiner Funktion alle Marktforschungsthemen der Gruppe. Einer seiner Schwerpunkte ist neben der Methodenentwicklung und -implementierung die stetige Weiterentwicklung des Leistungsangebotes.

Thomas Bohn

Abb. 2: Die sechs Zielgruppentypologien

hat Betriebswirtschaft, Marktforschung und Konsumentenpsychologie in Pforzheim studiert und ist Junior Consultant bei der Advant Group. Dort ist er hauptsächlich verantwortlich für qualitative Studien, Fragebogenprogrammierung und Projektmanagement sowie für Konzeption und Programmierung des L.E.A.D. Profilers. www.advant.com

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LEADING WITH IMPLICIT

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esearch & esults 6 · 2017 49 Treffen Sie eye square auf der Research & Results Messe in München am Stand 224.


Research

Marketing Challenges for Disease-Specific Medical Nutrition

Robert Dossin explains in the first of four articles why successful ­marketing offers numerous challenges for diseasespecific medical nutrition products.

I

ncreasingly, medical nutrition solutions are being developed to treat or prevent diseases like diabetes, Alzheimer’s, and obesity. Previously, drugs have been predominantly prescribed for these conditions, with medical nutrition traditionally only used to address malnutrition. In this first article we discuss the challenges that medical nutrition marketers have to face: • How to raise awareness for a new medical nutrition category • How to best utilize “consumer pull” and “healthcare professional push” • How to create desire for disease-specific medical nutrition products • How to highlight the unique value of disease-specific medical nutrition products • How to set the right price for disease-specific medical nutrition

A New Product Category “Disease-specific medical nutrition” can be considered as a new product category: positioned between medications available from pharmacies and drug stores on the 50

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Build Awareness Where previously medical nutrition was mainly used to address malnutrition, medical nutrition solutions are increasingly being developed to treat or prevent diseases. At the moment, healthcare professionals and consumers are not always aware of medical nutrition as a treatment option. How should they view such a product? Is it a “serious”, clinically proven medical product or a healthy, consumer product? Is it a drug or a functional food product like Actimel? It is therefore important to build awareness not only for specific products, but also for the medical nutrition category as a whole.

Educate Healthcare Professionals Dieticians and nurses are generally familiar with medical nutrition products, but most doctors and specialists are not. While the latter acknowledge the importance of nutrition, they are relatively unaware of the possibilities of medical nutrition as a means of treating or preventing a condition. As marketers, it is therefore crucial to take into account this awareness gap when thinking about how to encourage a healthcare professional to recommend these products to their patients.

Clarify the Position of Medical Nutrition The first step is to assess current knowledge and perception of healthcare professionals. Depending on existing awareness, it would be beneficial to educate them about: • The role of nutrition in the treatment paradigm • The efficacy level that can be expected from medical nutrition products • Patient types for whom medical nutrition could be relevant • How to use medical nutrition products: As a supplement to or replacement for a current therapy • Medical nutrition’s working mechanism and potential risks in terms of side effects and interaction with other therapies When presented with a medical nutrition product for the first time, consumers are often unclear about whether it is a serious pharmaceutical product or a healthy food product. Can a “food product” be as effective as a pharmaceutical pill or ointment? And if it is a food product, then why is it more expensive than the healthy products from the supermarket? Since these consumers are looking for a means to manage or prevent a health condition, they will often consult a healthcare professional to ask for their endorsement. However, consumers are getting more and more knowledgeable and independent – for some conditions more than others – and they can easily search the internet to find answers or confirmation. What does this mean for marketers of medical nutrition products? As with healthcare professionals, it is crucial to assess the current knowledge and perception of consumers and inform them about: • The content of medical nutrition: “Natural” or “active” ingredients • The kind of diseases and conditions it can be used to treat • Practical guidelines about when and how to use medical nutrition products • How to integrate them into their diet and daily lives www.research-results.de

Fotos: © peshkova – Fotolia.com, Unternehmen

Attention Please

one hand, and health foods sold in supermarkets on the other. Most health services and insurers currently don’t cover the cost of these nutritional products for disease prevention or management. Consumers (patients) are therefore the final decision makers while healthcare professionals often remain strong influencers. This results in a complex competitive environment and decision-making process, making it a real challenge for marketers to optimize the uptake of these medical nutrition products.


Research Defining Knowledge and Perception Tips for Successful Medical Nutrition Marketing Market research is essential in defining knowledge and perception about medical nutrition products in general, and about your individual products key information if you want to market your products effectively. Some tips for Marketers and Market Researchers: Tips for Market Researchers • Make sure you research not only how your new product is perceived but also medical nutrition in general. This will determine the potential barriers or misunder standings you need to overcome. • Your competitive environment may be wider than you expect. Make sure you get a good understanding of the perceived competition and how to differentiate your nutritional product from others – but also from drugs and health food. • Investigate what clinical endpoints will satisfy healthcare professionals for them to consider your product a credible alternative for treatment or prevention. Tips for Marketers • Publish articles about successful clinical trials in peerreviewed scientific journals. • Solicit endorsements from leading specialists in relevant medical fields. • Organize presentations about medical nutrition at relevant medical conferences and trade fairs. • Develop case histories of successful medical nutrition products in text and video format and tailor them for use in brochures, presentations, press releases, advertorials, articles and web content. • Place human interest stories about medical nutrition in popular magazines and newspapers.

MEHR ZUM THEMA PHARMA-FORSCHUNG www.research-results.de/fachartikel

Robert Dossin is responsible for overall client relations in the Healthcare sector at SKIM. He works with Consumer Health and Pharmaceutical companies. Robert holds a Masters in Science (MSc) degree in Marketing and a Postgraduate Diploma in Marketing (DipM) from the Chartered Institute of Marketing in the UK, where he is also a Chartered Marketer and elected Fellow. www.skimgroup.com Anzeige

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Research

Viele Augen lügen nicht Um die Wirksamkeit oder Usability von OnlineWerbung oder Websites zu testen, eignet sich besonders das Eyetracking. In seiner klassischen Form ist das Verfahren jedoch oftmals zeitaufwändig und ortsgebunden. Jonas Fuchs stellt am Beispiel eines Energieversorgers vor, wie Probanden bequem von zuhause aus per Webcam an Eyetracking-Studien teilnehmen können.

E

yetracking-Studien waren bisher zeitaufwändig, kostspielig und konnten selten in signifikanter Fallzahl durchgeführt werden. NaturEnergiePlus, eine Marke der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), konnte mit Hilfe der neuen Technologie von Eyezag in 24 Stunden Feldphase eine Eyetracking-Studie mit 67 Probanden durchführen und erhielt dabei signifikante Erkenntnisse über die Qualität des neuen Webdesigns. Die Probanden konnten die Studie dabei komplett zuhause über den Browser des eigenen Rechners ausführen. Weder seitens der Teilnehmer noch seitens der EnBW musste eine Software installiert werden, um die Studie zu verwirklichen.

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Klassische Methoden sind oft schwerfällig Eyetracking-Studien liefern bei der Entwicklung von Werbefilmen, -Anzeigen, -Bannern, Websites oder Druckerzeugnissen wertvolle Erkenntnisse über deren Werbewirkung oder Usability. Einziger Nachteil: Klassisches Eyetracking ist sehr zeitaufwändig und ortsgebunden, daher kostspielig und große Fallzahlen sind schwer zu handhaben. Zudem werden Online-Projekte heutzutage meist agil entwickelt, das heißt mit möglichst kurzen Abstimmungszyklen. Genau dafür sind klassische Eyetracking-Methoden oft zu schwerfällig: Probanden müssen an einen bestimmten Ort eingeladen und dort betreut werden, es muss genügend Hardware bereitstehen. Außerdem ist die Aussagekraft der Ergebnisse eingeschränkt, da eine repräsentative Zahl an Probanden schwer zu erzielen ist.

Usability-Forschung für Website-Relaunch Auch NaturEnergiePlus, eine Marke mit speziellem Fokus auf Ökostrom und Energie aus Wasserkraft, nutzt Eyetracking-Analysen zur Werbewirksamkeits- beziehungsweise Usability-Forschung. Im Frühjahr 2017 stand nun der Launch der neuen UnternehmensWebsite an und auch hier sollte die Akzeptanz der User geprüft werden. Schließlich geht ein Unternehmen mit der Einführung eines neuen Layouts immer auch ein Risiko ein: Kommt die Gestaltung bei den Usern an? Sind Seitenaufbau und Navigation selbsterklärend und kann der Nutzer die wichtigsten Informationen auf allen Seiten auf einen Blick erkennen? Das Design der Website enthielt einige Neuerungen, unter anderem viele Illustrationen und Graphiken anstatt von Fotos. NaturEnergiePlus wollte daher sichergehen, dass das neue Layout vom User verstanden wird. Auch sollte der OnlineNutzer durch die Illustrationen nicht von den eigentlichen Kernaussagen der Websites abgelenkt werden. www.research-results.de

Fotos: © reispreis – Fotolia.com, Unternehmen

Validierung digitaler Inhalte mit Eyetracking


Research

Eyetracking-Studie NaturEnergiePlus Teilnehmer: Feldphase: Vorgaben: Methode:

n = 67 Die Teilnehmer wurden über ein Panel nach vorgegebenen Screening-Kriterien rekrutiert und haben von zuhause aus teilgenommen. Das Eyetracking läuft dabei komplett im Browser, Probanden mussten nichts installieren. 24 Stunden Zwei Stimuli inklusive Anweisungen, eine Monade Aufzeichnung von Blickdaten via Webcam, Aufzeichnung von Mausdaten

Abb. 1: Heatmap der Blickaufzeichnung

Online von zuhause Zur Validierung des Designs führt NaturEnergiePlus in regelmäßigen Abständen Labortests durch. Dabei prüfen die Usability-Experten der EnBW das Design im Rahmen von Interviews. Als Ergänzung dazu wurde anschließend die Eyetracking-Studie konzipiert, um die Ergebnisse aus den Labortests zu verifizieren. Da die Prozesse im Bereich der Entwicklung von Benutzeroberflächen bereits im Vorfeld des Projekts sehr eng getaktet waren, musste die Studie in einem sehr engen Zeitfenster stattfinden. Um Zeit zu sparen, hat sich das Energieunternehmen diesmal für eine am Markt völlig neue Eyetracking-Methode entschieden: Mit der Technologie von Eyezag, einem Start-up aus Karlsruhe, können Probanden von zuhause aus auf ihrem Endgerät und in ihrem Browser an der Studie teilnehmen. Teilnehmer müssen dazu keine Software installieren. Auf diese Weise sind extrem kurze Feldphasen möglich und Investitionen in Durchführung und Handling der Studie sind gering. Zwei Stimuli inklusive Anweisungen und eine Monade erhielten die Teilnehmer. Die Aufzeichnung der Blickdaten erfolgte dabei via Webcam, die mittlerweile standardmäßig in jedem Laptop oder Smartphone verbaut ist. Die Bewegungen der Maus wurden über die Software mitgetrackt.

nis der neuen Eyetracking-Methode sehr zufrieden. Die regelmäßig anstehenden Iterations-Entscheidungen im Rahmen verschiedenster digitaler Projekte können mit der neuen Technologie zukünftig schnell und sicher getroffen werden – ohne dabei das Projekt selbst zu verlangsamen. ■

MEHR ZUM THEMA Eyetracking www.research-results.de/fachartikel

Schnelle Entscheidungen möglich Jonas Fuchs In Bezug auf das neue Layout zeigte sich, dass die Illustrationen vom User sehr gut verstanden und angenommen wurden. Es konnte objektiv nachgewiesen werden, dass trotz der Graphiken der Fokus auf dem Inhalt klar bestehen blieb, Inhalte im Großteil schneller und effizienter aufgenommen und die Details der Hintergrundillustrationen erfasst wurden, aber nicht zu einer Irritation oder Ablenkung führten (Abb. 1). EnBW ist mit der Durchführung und dem Ergebwww.research-results.de

ist Geschäftsführer von Eyezag und leitet den Vertrieb des jungen Unternehmens. Als Mitgründer verbindet er das Know-how im Bereich der Marktforschung mit der technischen Umsetzung und entwickelt das Unternehmen damit zu einem vollwertigen Technologieanbieter, Dienstleister und Projektpartner. www.eyezag.de

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Service

Seminare & Workshops Thema

Datum

Anbieter

Ort

Preis

Vertiefung der quantitativen Marktforschungspraxis

16.-17.10.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Über die Kunst, gute Fragen zu stellen

18.-19.10.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Aktuelle Datenschutzprobleme in der Markt- und Sozialforschung

20.10.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 990

Digital-Marketing für Marktforscher: Strategien, Chancen, Trends

02.-03.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Excel für Marktforscher

06.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 990

SPSS für Marktforscher – Anwendung der Statistik

07.-08.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Prozesskompetenz für Marktforscher – sich mehr Gehör verschaffen im Unternehmen

09.-10.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Aktualisierung der Marktforschungspraxis: neue Themen, veränderte Rollen und optimierte Umsetzung

13.-14.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Strukturen entdecken: Faktoren- und Clusteranalysen

16.-17.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Innovationsforschung heute: Open Innovation, Co-Creation und New Market Research verstehen und einsetzen

20.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 990

Betriebliche Marktforschung – erfolgreich Marktforschungsprojekte steuern und die Marktforschung im Unternehmen „verkaufen“

21.-22.11.2017

BVM www.bvm.org

Berlin

EUR 1.600

Alle Angaben ohne Gewähr

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Ihre Veranstaltung ist noch nicht online? Eine Mail an info@research-results.de genügt!

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Back to the Future 54

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Karriere

Netquest

NPD Group

Der Online-Panel-Betreiber Netquest ernennt Marc Smaluhn zum Managing Director Europe. Smaluhn bringt langjährige Erfahrung in Online-Marketing, Marktforschung und Management mit, nicht zuletzt war er in leitender Position bei DoubleClick und Research Now. Spezialisiert auf Behavioral Data-Lösungen und nach eigenen Angaben Marktführer in Spanien und Lateinamerika, befindet sich Netquest derzeit auf Expansionskurs in die großen europäischen Märkte Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien.

Gerhard Hausruckinger ist neuer Geschäftsführer für die Region Europa und Asien bei der NPD Group. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Port Washington (New York) ist ein globaler Anbieter für Informations- und Advisory-Dienstleistungen. Als Nachfolger von Michel Maury, der 2018 in Ruhestand gehen wird, berichtet Hausruckinger direkt an NPD CEO Karyn Schoenbart.

Gelszus Jan Delventhal verstärkt neben Horst Wilbrink, Frank Meincke und Gideon Spanke als Geschäftsführer das Leitungsteam der Gelszus Messe-Marktforschung. Delventhal konzentriert seine Aufgaben auf den Bereich Business Development. Zuletzt war er als Account Director Research & Analysis bei Statista. Questback Mit Michael Langenbach (l.) und Philippe Dupont baut Questback sein Schweizer Vertriebsteam mit zwei Enterprise Account Executives aus. Der Wirtschaftsinformatiker Langenbach fokussiert sich dabei auf Kunden aus der Finanz- und Versicherungsbranche sowie aus dem Bereich Consumer Goods und Retail. Er war zuvor unter anderem bei Sage, SAP und Oracle tätig. Dupont kümmert sich als Wirtschaftsingenieur vorrangig um Kunden aus den Branchen Chemie, Pharma und Maschinenbau.

Fotos: Unternehmen

AGOF Patrick Gerigk übernimmt bei der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) die Verantwortung für den Fachbereich Controlling. Der gelernte Großund Außenhandelskaufmann mit einem Master in Finance & Accounting war zuletzt als Controller beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels tätig.

Der ContextStellenmarkt

Lightspeed Angie French wird ab November CEO Europe, Middle East and Africa (EMEA) von Lightspeed. In dieser Position berichtet sie direkt an Global CEO Caroline Frankum. French ist eine erfahrene Führungspersönlichkeit und war bei Xerox, Microsoft und zuletzt bei Xaxis tätig und dort seit 2014 als Vice President, Client & Agency Engagement EMEA. Plan + Impuls Der Bereich Shopper Research der Münchner Plan + Impuls hat Verstärkung erhalten: Elisabeth Schneider (l.) und Sofia Chioti. Schneider studierte Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie mit den Schwerpunkten Markt-, Konsumentenund ökonomische Psychologie und promovierte an der LMU München. Chioti hat einen Masterabschluss in BWL, Schwerpunkt Verhaltensorientiertes Marketing und Management, und war zuletzt bei Infraquest tätig. DGOF Die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) erweitert ihre Geschäftsstelle in Köln: Anja Heitmann unterstützt nun Geschäftsführerin Birgit Bujard im Eventmanagement und bei der Vereinsorganisation. Heitmann kommt vom Smart News Fachverlag, wo sie seit 2012 als Redakteurin und Assistentin der Geschäftsführung tätig war. Davor war die Soziologin selbstständige PRBeraterin.

Die legendäre „Rote Context Liste“ erscheint online bei Research & Results mit Top-Vorteilen für Stellenanbieter und Stellensuchende

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Lifestyle

10 Fragen – 10 Antworten

„Jetzt sind die spannendsten Zeiten“ Markus Eberl, Senior Director Applied Marketing Science, Kantar TNS Welches Klischee über Marktforscher ärgert Sie am meisten? „Das sind doch langweilige Erbsenzähler und Lieferanten von Zahlenkolonnen.“ Welches trifft voll auf Sie zu? „Spaß am Umgang mit Zahlen und statistischen Methoden zu haben.“ Was wären Sie – abgesehen von Marktforscher – noch gerne geworden? „Achterbahn-Ingenieur: Es ist einfach faszinierend, aus Zahlen Emotionen zu machen.“ Was auf keinen Fall? „Bildender Künstler oder Maler: Ich habe selbst weder handwerkliches noch zeichnerisches Talent, um meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen.“ Macht Ihnen die Arbeit als Marktforscher immer noch Spaß? Und warum? „Absolut! Gerade jetzt sind die spannendsten Zeiten: Neben Survey gibt es immer mehr Verhaltensdaten. Und mit beidem zusammen können Marktforscher viel bessere Entscheidungen in Unternehmen fördern als reine Technik-Consultants. Künstliche-Intelligenz-Techniken sind zwar nicht neu, aber jetzt können wir sie zum Einsatz bringen.“ Welches Produkt haben Sie zuletzt nur wegen der Werbung gekauft? „Ein Spotify Premium-Abo: Aber weniger wegen der Werbung für das Abo, sondern eher, um die Werbung innerhalb des kostenlosen Abos zu umgehen. Ich liebe meine jetzt unendlich große Musiksammlung!“ Welche Frage würden Sie gerne mal allen Bundesbürgern stellen? „Ich liebe datentechnische Herausforderungen und würde sie daher um ein Foto ihres letzten Einkaufs bitten und um ein kurzes Video-Statement dazu.“ Wann haben Sie das letzte Mal die Teilnahme an einer Umfrage abgebrochen? Was hat Sie gestört? „Letzte Woche wurde ich zu einer zweiminütigen Feedback-Befragung zu einer Servicedienstleistung eingeladen. In Minute drei, beim ersten Full-Screen Grid, bei dem ich auf meinem Mobiltelefon scrollen musste, brach ich ab.“

Welche Frage würden Sie gerne dem nächsten interviewten Kollegen stellen? „Welchen Trend in der Marktforschung halten Sie für am stärksten überschätzt?“ Dr. Markus Eberl ist als Senior Director Applied Marketing Science mit seinem Team bei Kantar in Deutschland für Advanced Analytics, Data Science und Artificial Intelligence zuständig. Nach dem Studium und der Promotion in Betriebswirtschaft an der LMU München entwickelte er für SPSS und IBM Predictive Analytics- und KI-Lösungsarchitekturen für verschiedene Branchen, bevor er schließlich auf die Anwendungsseite dieser Techniken wechselte. www.tns-infratest.com

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www.research-results.de

Fotos: © IKO, Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com, Unternehmen

Frage Ihres Kollegen aus der Ausgabe 5: „Wie wird sich die Arbeit als Marktforscher in fünf Jahren verändert haben?“ „Nur noch ein Bruchteil der Daten, mit denen wir arbeiten, wird aus Befragungen stammen. Wir werden weniger vorab bestimmen können, wie die Daten aussehen, mit denen wir arbeiten, und werden mehr zu Daten-Kuratoren. Der Anspruch, faktenbasierte Unternehmensberatung zu machen, wird aber bleiben. Analytisches Wissen wird immer bedeutsamer werden.“


Service

Bus-Stop Fotos: © Kzenon, andreusK – Fotolia.com

Der Omnibus-Service von Research & Results Mehrthemenumfragen, auch Omnibusse genannt, sind aus der Marktforschung nicht wegzudenken. Sie sind kostengünstig, schnell und zielgruppengenau. Der Bus-Stop von Research & Results ist das optimale Tool, um die passende Mehrthemenumfrage für Ihre Zwecke zu finden – gedruckt und online. Bus-Stop Online

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Service · Bus-Stop

Omnibus

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Termine

• Markenname • Kontakt

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

myonlinepanel Online-Bus Germany

• Deutschland ab 14 Jahren online repräsentativ

• Täglich (Mo.-Fr.), 14 Uhr

• 1-2: Pro Frage 690/490 ab 3: Pro Frage 600/410 (Coding inklusive)

• nach Vereinbarung

• 1000/500 myonlinepanel GmbH www.myonlinepanel.com Dirk Zelzer · omnibus@myonlinepanel.com Tel.: 05 51/4 99 74-270 · Fax: 05 51/4 99 74-20

The German

• Online Access Panel repräsentativ rekrutiert

• 1500

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

i:omnibus

Ipsos Observer · www.ipsos.de Manuela Schrödel 04542 / 801 5391 Sigrid Möller 04542 / 801 5223 bus@ipsos.com

i-Bus

• 1-2: Pro Frage 465/325 ab 3: Pro Frage 345/245

• Teilbelegung: ja

• Deutschland ab 14 Jahren

DEUTSCHLAND

Preise (ab EUR)

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• 1. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 800

Methode • Besonderheiten

ONLINE • Datensatz SPSS oder CSV • Tabellen und Charts optional • Integration von Bildern (à EUR 60) • Audio und Video möglich • Rabattstaffel bei Tracking / Mehrfachbuchung

ONLINE

• 450

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

• Deutschland 16–70 Jahre

• jeden Mittwoch 10 Uhr

• 1000 pro Land

• nach 4-5 Werktagen

• auf Anfrage (offen) • ab 490 (geschlossen)

• Online-Access Panel, aktiv rekrutiert

• Internetnutzer Deutschland 16-64 Jahre

• jeden Dienstag, 10 Uhr • jeden Montag

• 1.000 Kantar TNS www.emnidbusse.com Melanie Kötter melanie.koetter@tns-infratest.com Tel: 0521/9257-306 – Fax: 0521/9257-333

• Online-Panel, on und offline rekrutiert

GfK eBUS®

• Internetnutzer ab 14 Jahren

ONLINE

• 580 Auswertung inkl. Tabellenband (Kreuztabellen)

• Teilbelegung: ja

• 500/1000

• 950 Auswertung inkl. Tabellenband (Kreuztabellen)

ONLINE • Rabatte ab 5. Frage • Integration von Bildern • Audio und Video möglich • Tabellen oder SPSS • Charts optional

• jeden Mittwoch • nach 4–5 Werktagen

• GfK Online-Panel, on- und offline rekrutiert

• 950 (n=1000/ inkl. Tabellenband) • 600 (n=1000/ inkl. Tabellenband)

ONLINE Integration von Bildern, Audio, Video möglich

GfK SE www.gfk.com/omnibus • Teilbelegung: ja Klaus Hilbinger / Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

forsa.omninet

• täglich (Mo.-Fr.)

forsa GmbH · www.forsa.de May-Britt Schumacher · may-britt.schumacher@forsa.de Tel.: 0 30/6 28 82-0 · Fax: 0 30/6 28 82-400

• Bevölkerung 14+ in Deutschland • 1000 • Offline per CATI rekrutiert, auch Nicht-Onliner über Set-Top-Box (am TV angeschlossen) • Teilbelegung: ja

EmnidBus-CATI 100

• Bevölkerung 14+

• Mo.-Fr., 10.00 Uhr

• 500 je Werktag, inkl. Samstag, 1.000 Fälle bei Bedarf möglich

• n=1.000 nach 3 Werktagen

Kantar TNS www.emnidbusse.com Melanie Kötter melanie.koetter@tns-infratest.com Tel: 0521/9257-306 – Fax: 0521/9257-333

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• Repräsentative Randomstichprobe

• in Absprache

• ab 950 (n=1.000; inkl. Vercodung) • ab 580 (n=1.000)

• 1.055 (n=500) 1.480 (n=1.000) • 630 (n=500) 1.000 (n=1.000)

ONLINE • Integration von Bildern, Audio, Video möglich • Umfassende Beratung • Ergebnisbericht und Tabellenband mit um fangreicher Standard soziodemografie

CATI • Optional jetzt auch mit Mobilfunkanteil in der Stichprobe • Umfassende Beratung • Inkl. Tabellen/Datensatz

• Teilbelegung: ja

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Bus-Stop · Service

Omnibus

Sample

Preise (ab EUR)

Termine

Methode

• Markenname • Kontakt

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

EmnidBus-Zielgruppe

• Teilzielgruppen, auch mit geringer Inzidenz, z. B.: Haustierbesitzer, Singlehaushalte, Tablet-PC-Besitzer

• Mo.-Fr., 10.00 Uhr

• Je nach Komplexität/ CATI Inzidenz: ab 1.055 (n=500)

Kantar TNS www.emnidbusse.com Melanie Kötter melanie.koetter@tns-infratest.com Tel: 0521/9257-306 – Fax: 0521/9257-333

GfK TELEFON BUS

• 100.000 + Interviews p.a.

• Bevölkerung ab 14 Jahren

Legal

• n=1.000 nach 4 Werktagen

• Repräsentative Randomauswahl (ADM-Mastersample)

• ab 1.650 (n=1000/ inkl. Tabellenband) • ab 1.200 (n=1000/ inkl. Tabellenband)

CATI • Optional jetzt auch mit Mobilfunkanteil • Umfassende Beratung • Inkl. Tabellen / Datensatz

• Teilbelegung: ja

• Bevölkerung 14+ in Deutschland • 500 / 1000

forsa GmbH · www.forsa.de May-Britt Schumacher · may-britt.schumacher@forsa.de Tel.: 0 30/6 28 82-0 · Fax: 0 30/6 28 82-400

• täglich

• täglich 13 Uhr • 1 bis 2 Werktage nach Einschaltung

• ab 750 (n=500) ab 1.150 (n=1.000) inkl. Vercodung • ab 450 (n=500) ab 720 (n=1.000)

• Random (Auswahl grundlage: ADM Telefon Mastersample) • Teilbelegung: ja • Rechtsumfragen in Deutschland • 1000 / 2000

• Mittwoch

CATI • Mit Mobilfunkanteil • Umfassende Beratung • Ergebnisbericht und Tabellen band mit umfangreicher Standardsoziodemografie • Geeignet für Teilzielgruppen, auch mit geringer Inzidenz

DEUTSCHLAND

forsa.omniTel®

• 630 (n=500)

• Random

• 500/1.000

GfK SE www.gfk.com/omnibus Klaus Hilbinger/Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

• Je nach Inzidenz für n=500 ca.: 50 %: 2-3 WT 25 %: 4-5 WT 10 %: 10-12 WT

• Besonderheiten

CAPI

• auf Anfrage

• nach 3 bis 4 Wochen

Optional: • Befragungskonzeption • Gutachten / Ergebnis zusammenfassung

• Random-Route Ipsos Observer · www.ipsos.de Dr. Heiko Lehmann 04542 / 801 5423 Heiko.Lehmann@ipsos.com

Capibus

• Bevölkerung ab 14 Jahren in D oder Haushaltführende

• Mittwoch • nach 2 / 3 / 5 Wochen

• 1000 / 2000 / 4000 Ipsos Observer · www.ipsos.de Manuela Schrödel 04542 / 801 5391 Katja Geissler 04542 / 801 5185 bus@ipsos.com

• 1290 /1700 / 3010 (offen) • 860 / 1200 / 2090 (geschlossen)

• Random-Route • Teilbelegung: ja

CAPI • Integration von Bildern • Audio und Video möglich • Ergebnisbericht und Tabellen band mit umfangreicher Standardsoziodemografie • SPSS, Charts optional • Papiervorlagen, Vorlage Originalprodukt Anzeige

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Growth from Knowledge

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Service · Bus-Stop

Omnibus

Sample

Methode

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

• Besonderheiten

GfK CLASSIC BUS

• Bevölkerung ab 14 Jahren

• Dienstag

• 1160 (n=1000 / inkl. Tabellenband)

CAPI

GfK SE www.gfk.com/omnibus Klaus Hilbinger/Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

EmnidBus-CAPI

DEUTSCHLAND

Preise (ab EUR)

• Markenname • Kontakt

• 1000 / 2000 / 3000 / 4000

• nach 2 / 3 / 4 / 5 Wochen

Kantar TNS www.emnidbusse.com Melanie Kötter melanie.koetter@tns-infratest.com Tel: 0521/9257-306 – Fax: 0521/9257-333

• Repräsentative 2-stufige Quota Auswahl

CAPI Mehrthemenbefragung

• Bevölkerung ab 14 Jahre in Deutschland

• Dienstag

• 1.400

CAPI

• nach 2 / 3 / 4 / 5 Wochen

• 920

Integration von Bildern, Audio, Video möglich Spezialgruppen möglich

• Teilbelegung: ja • jeden Montag • nach 3 Wochen/ nach 5 Wochen

• 1000 / 2000 MARPLAN Media- und Sozialforschungsgesellschaft mbH www.marplan.de Corinna Güllner · bus@marplan.de Tel.: 069/8059-0 ∙ Fax: 069/8059-243

• Random-Route / ADM-Sample

GfK EURO BUS®

• Bevölkerung / Internetnutzer in nahezu allen Ländern Europas

EUROPA

Ipsos Observer · www.ipsos.de Manuela Schrödel 04542 / 801 5391 Sigrid Möller 04542 / 801 5223 bus@ipsos.com

• ab 850 (n=1.000) ab 1200 (n=2.000)

CAPI • Integration von Bildern, Audio, Video möglich • Umfassende Beratung • Ergebnisbericht und Tabellenband mit umfang reicher Standardsozio demografie

• länderspez.

• länderspez.

• länderspez.

• länderspez.

• jeden Donnerstag, 10 Uhr

• länderspez. (offen)

CAPI/CATI/ONLINE

• 500 / 1000 / 2000 pro Land • länderspez. • Teilbelegung: ja • Deutschland, F, UK, E, I, NL, B, SWE, USA, CAN, HU, PL, RU, TR, RO, BR, ARG, MX, CHL 16-70 Jahre • 1000 pro Land • Online Access Panel aktiv rekrutiert

• Internet-Nutzer 16-70 Jahre, Deutschland weitere Länder F, UK, E, I, USA, CAN, HU, PL, B, SWE Ipsos Observer · www.ipsos.de Manuela Schrödel 04542 / 801 5391 • 1000 pro Land Sigrid Möller 04542 / 801 5223 • Online-Accessbus@ipsos.com Panel aktiv rekrutiert

Global Express

• ab 1250 (n=1.000) ab 1.700 (n=2.000)

• Teilbelegung: ja

Ipsos Instant 24 h

Integration von Bildern, Audio, Video möglich Specials: - GfK KINDER BUS - GfK SENIOREN BUS

• Teilbelegung: ja

• 1.000 / 2.000 / 3.000 / 4.000

i:omnibus

• 790 (n=1000 / inkl. Tabellenband)

• Repräsentative 2-stufige Quota Auswahl

• Bevölkerung ab 14 Jahren

GfK SE www.gfk.com/omnibus Klaus Hilbinger/Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

WELT

Termine

• Bevölkerung in vielen Staaten weltweit • 500 oder 1000 pro Land

• ab 490 (geschlossen)

• weitere Länder auf Anfrage • Rabatte ab 5. Frage • Integration von Bildern • Audio und Video möglich • Tabellen oder SPSS • Charts optional

• ab 590 (geschlossen)

ONLINE

• nach 5 Werktagen

• täglich 10 Uhr

ONLINE

• Ergebnisse nach 24 Stunden

• Rabatte ab 5. Frage • Integration von Bildern • Audio und Video möglich • Tabellen oder SPSS • Charts optional

• täglich

• länderspez.

CAPI/CATI

• länderspez. nach 4 bis 6 Wochen

• länderspez.

weitere Methoden auf Anfrage

• länderspez. Ipsos Observer · www.ipsos.de • Teilbelegung: ja Manuela Schrödel 04542 / 801 5391 Katja Geissler 04542 / 801 5185 bus@ipsos.com

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www.research-results.de


Bus-Stop · Service

Omnibus

Sample

Termine

Preise (ab EUR)

Methode

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

• Besonderheiten

GfK GLOBO BUS®

• Bevölkerung/ Internetnutzer in vielen Ländern weltweit

• länderspez.

• länderspez.

CAPI/CATI/ONLINE

• länderspez.

• länderspez.

• 1. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 950

• 500 / 1000 / 2000 pro Land

GfK SE www.gfk.com/omnibus Klaus Hilbinger/Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

• länderspez.

Bankers Customers

• Deutsche Bankkunden/ Wertpapierbesitzer ab 18 Jahren

• Teilbelegung: ja

• 1200 IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• IT-Manager • Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

Early Needs

• ja

• 2. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 1. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 800

• nach Vereinbarung

• Online-Tracking, repräsentativ rekrutiert

Beer Specialist

• Deutsche Biertrinker

ONLINE

• 1300 • 800

• nach Vereinbarung

• Schwangere/Junge Mütter mit Kindern im Alter von 0–36 Monaten

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

ONLINE

• 1300 • 750

• Teilbelegung: ja

• 1000 • Online-Panel, repräsentativ rekrutiert IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

• 200

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

ONLINE

• 450

SPEZIELLE ZIELGRUPPEN

German IT-Managers

WELT

• Markenname • Kontakt

• Teilbelegung: ja

• 1. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

ONLINE

• 950 • 450

• nach Vereinbarung

Bus-Stop Der Fahrplan für Ihre Zielgruppe Bus-Einträge jetzt buchen: Telefon: 07151-270889 E-Mail: anzeigen@research-results.de Buchungsschluss: 10. November 2017 Die nächste Ausgabe erscheint am 8. Dezember 2017 www.research-results.de

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Service · Bus-Stop

Omnibus

Sample

Preise (ab EUR)

Methode

• Markenname • Kontakt

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

• Besonderheiten

German Travelers

• Reisende

• 1. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 950

ONLINE

• 1200

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

Focus Immobilienbesitzer

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

Bankers Mirror

• Besitzer von Immobilien • Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• 200

Insurance Mirror

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• 100

Focus Neuwagenkauf

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

ONLINE

• 325

• 550

ONLINE

• 350

• nach Vereinbarung

• 950

ONLINE

• 450

• Teilbelegung: ja

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• 1. Werksmittwoch im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 950

ONLINE

• 450

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

• Manager deutscher Unternehmen • 500

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• 1. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• nach Vereinbarung

• 1000

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• 525

• nach Vereinbarung

• 800

• Nutzer von Mobiltelefonen

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• 1. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 3. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

German Mobile Phone User

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

ONLINE

• 500

• nach Vereinbarung

• Personen, welche in den letzten 4 Jahren einen Neuwagen kauften • Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

German Managers

• 950

• Teilbelegung: ja

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• 2. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• Teilbelegung: ja

• Versicherungsmittler

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

• Kundenberater von Banken

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• 450

• Teilbelegung: ja

• 500

SPEZIELLE ZIELGRUPPEN

Termine

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

• 1. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 1400

ONLINE

• 800

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

www.research-results.de


Bus-Stop · Service

Omnibus

Sample

Termine

Preise (ab EUR)

Methode

• Markenname • Kontakt

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

• Besonderheiten

German Pet Owners

• Heimtierhalter in Deutschland

• 1. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 600 (je Tierkategorie)

ONLINE

• 2.100; 7 Tierkategorien à n=300

• 300 (je Tierkategorie)

• nach Vereinbarung

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• Online-Panel, repräsentativ rekrutiert

DocCheck MediBus – APIs / Apotheker / PTAs

• ndgl. Allgemeinmedi• jeder 1. und 3. ziner in Deutschland Werksdienstag im • Apotheker/PTAs in Monat Deutschland • nach 3 Wochen • 150/300 • Zufallsauswahl aus dem DocCheck Online-Panel, repräsentativ rekrutiert • Teilbelegung: ja

• 690/850 inkl. Coding und Tabellenband (Kreuztabellen); zzgl. EUR 25 je UAE Meldung

• Fachärzte in Deutschland • 50/100 (je nach Facharztrichtung) • Zufallsauswahl aus dem DocCheck Online-Panel

• jeder 2. Werks dienstag im Monat

• 390/590 inkl. Coding und Tabellenband (Kreuztabellen); zzgl. EUR 25 je UAE Meldung

• Personen ab 18 Jahre mit Migrations hintergrund

• 3. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

DocCheck Research · research.doccheck.com Kati Hiltrop 0221/92053-516 medibus@doccheck.com

DocCheck MediBus – Fachärzte

Focus Migration

• 600 IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

Focus Millionäre

• Panel, repräsentativ rekrutiert

• Millionäre • Panel, repräsentativ rekrutiert

German Pharmacists

• Teilbelegung: ja

• Apotheker • 300 • Panel, repräsentativ rekrutiert

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

Focus Institutionelle Investoren

ONLINE

• 300/400 inkl. Tabellenband (Kreuztabellen)

• Integration von Bildern; Videos • Optional: Fragebogen erstellung, Charts/Mgmt. Summary • Pharmakovigilanztraining nach Vereinbarung

• 1025

CATI

• 625

• nach Vereinbarung

• Teilbelegung: ja

• 100

IMR Institute for Marketing Research GmbH www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

• nach Vereinbarung

• 400/550 inkl. Tabellenband (Kreuztabellen)

ONLINE • Integration von Bildern; Videos • Optional: Fragebogen erstellung, Charts/Mgmt. Summary • Pharmakovigilanztraining nach Vereinbarung

SPEZIELLE ZIELGRUPPEN

DocCheck Research · research.doccheck.com Kati Hiltrop 0221/92053-516 medibus@doccheck.com

• Teilbelegung: ja

• Teilbelegung: ja

• Institutionelle Investoren • 200 • Panel, repräsentativ rekrutiert

• 3. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 3800

CATI

• 2400

• nach Vereinbarung

• 2. Werksdienstag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• 800

CATI

• 450

• nach Vereinbarung

• 2. Werksfreitag im Monat 10 Arbeitstage vor Erhebungsbeginn

• ab 3.400

CATI

• ab 2.000

• nach Vereinbarung

IMR Institute for Marketing Research GmbH • Teilbelegung: ja www.imr-frankfurt.de Thomas Wiemers · thomas.wiemers@imr-frankfurt.de Tel.: 0 69 / 297 207 - 0

www.research-results.de

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Service · Bus-Stop

Omnibus

Sample

Berlin-Bus

• Grundgesamtheit • Umfang • Auswahl • Teilbelegung

• Redaktions schluss • Ergebnistermin

• Offene Frage • Geschlossene Frage

• Bevölkerung 14+ in Berlin

• täglich (Mo.-Fr.)

• ab 750 (n=500; inkl. Vercodung)

• 500 wöchentich forsa GmbH · www.forsa.de May-Britt Schumacher · may-britt.schumacher@forsa.de Tel.: 0 30/6 28 82-0 · Fax: 0 30/6 28 82-400

GfK PKW BUS

• 6 Werktage nach Einschaltung

• ab 450 (n=500)

• Random (Auswahl grundlage: ADM Telefon Mastersample) • Teilbelegung: ja • PKW Fahrer ab 18 Jahren

Methode • Besonderheiten

CATI • Optional: Stichprobe mit Mobilfunkanteil • Umfassende Beratung • Ergebnisbericht und Tabellenband mit umfang reicher Standardsozio demografie

• Dienstag

• 1550

CAPI

• nach 3 Wochen

• 1050

Integration von Bildern, Audio, Video möglich

• 1400

GfK SE www.gfk.com/omnibus Klaus Hilbinger/Thomas Helmreich · bus@gfk.com Tel.: 0911/395 2323

Preise (ab EUR)

• Repräsentative 2-stufige Quota auswahl

Studie untersucht E-Mail-Nutzung in der DACH-Region

Mail mal Deutsche, Österreicher und Schweizer sind gleich, aber anders – zumindest bei der E-Mail-Nutzung. Das fand MindTake Research im Auftrag von United Internet Media heraus. Dafür wurden über 3.000 E-Mail-Nutzer in den drei Ländern befragt. Die Studie untersuchte drei Faktoren, die zur Wahl des privaten E-Mail-Anbieters führen: „Einfachheit und Bequemlichkeit“, „Produktleistung und Sicherheit“ sowie „Empfehlung und Image“. Durch Clusterung ließen sich vier verschiedene Nutzertypen herausbilden, an denen sich die Vorlieben in den einzelnen Ländern ablesen lassen. Die „Anspruchsvollen“, die auf alle Faktoren Wert legen, sind in allen drei Märkten zu etwa gleichen Anteilen zu finden. Die „Usability-Orientierten“ sind vor allem an einem einfachen und bequemen Dienst interessiert. Diese Gruppe gibt es in Österreich in stärkerem Maße als in Deutschland und der Schweiz. In Österreich und in der Schweiz sind die „Unkomplizierten“, denen alle Punkte im Vergleich weniger

wichtig sind, tendenziell häufiger vertreten als in Deutschland. Bei den „Hardfacts-Orientierten“ zählen dagegen vor allem „Produktleistung und Sicherheit“ und „Einfachheit und Bequemlichkeit“, aber weniger das Image oder Empfehlungen. Sie sind am häufigsten in Deutschland anzutreffen. Außerdem fand die Studie heraus, dass Schweizer E-Mails deutlich aktiver außer Haus nutzen – sei es in der Arbeit, unterwegs, in öffentlichen Einrichtungen oder bei Verwandten, Freunden und Bekannten. Die Deutschen rangieren bei den Außer-Haus-Werten im Mittelfeld, dahinter die Österreicher. Bei der Wahl der Screens zeigen sich länderübergreifende Trends: Zum Lesen von E-Mails wird auf alle Screens, also PC oder Laptop, Smartphone und Tablet, zurückgegriffen, zum Schreiben nutzen die DACH-Einwohner eher PC oder Laptop und Smartphone – das Tablet hat als Schreibgerät eine geringere Relevanz. www.united-internet-media.de

OmniQuest-Umfrage zum Musik-Streaming-Markt

Dreh die Mucke auf! Der Musik-Streaming-Markt ist noch lange nicht gesättigt. Dies ergab eine OmniQuest-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern. Aktuell nutzen weniger als ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) einen Musik-Streaming-Dienst, weitere zehn Prozent geben an, einen solchen Dienst in der Vergangenheit einmal genutzt zu haben. Der Anteil der aktiven männlichen Nutzer von Musik-Streaming liegt mit 33 Prozent etwas höher als der Anteil der aktiven weiblichen Nutzer mit 26 Prozent. Bei den 18- bis 29-Jährigen finden sich 65 Prozent aktive Nutzer, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 46 Prozent und bei den 40- bis 49-Jährigen nur noch 32 Prozent. Der Nutzeranteil der Befragten mit einem Alter von 50 Jahren und älter liegt nur noch 64

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bei durchschnittlich elf Prozent. Hauptsächlich genutzt werden Spotify (51 Prozent), Amazon Prime Music (42 Prozent), Apple Music (19 Prozent) und Deezer (18 Prozent) – 34 Prozent der Musik-Streaming-Nutzer haben mehr als einen Anbieter gleichzeitig abonniert. Die Befragten nutzen MusikStreaming-Dienste bei der Hausarbeit (52 Prozent), unterwegs (42 Prozent), beim Sport (35 Prozent) und auf dem Weg zur Arbeit (28 Prozent). Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben liegen bei 14,38 Euro, weibliche Nutzer geben mit 12,10 Euro weniger aus als männliche Nutzer mit 15,88 Euro. www.omniquest.de www.research-results.de

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SPEZIELLE ZIELGRUPPEN

• Markenname • Kontakt

Termine


In Kürze · Media Studie untersucht Podcast-Nutzung

FFA veröffentlicht Kino-Halbjahresbilanz

Sprich dich aus

Fortsetzung folgt

Podcasts werden in Deutschland immer beliebter. Zu diesem Ergebnis kommt die Podcast-Studie „Spot on Podcast“, die Facit Research im Auftrag der AS&S Radio bei 3.000 Befragten ab 14 Jahren durchgeführt hat. 15 Prozent der deutschen Bevölkerung gibt an, wöchentlich Podcasts zu hören. 73 Prozent nutzen dafür vor allem das Smartphone, 61 Prozent den Laptop. Die größte Verbreitung finden Podcasts in der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen, gefolgt von den 14- bis 29-Jährigen. 29 Prozent sind 50 Jahre und älter. Die Hörer sind darüber hinaus durchschnittlich jünger, gebildeter und aus einkommensstärkeren Haushalten als die Vergleichsgruppe der Nicht-Hörer. www.ard-werbung.de www.facit-group.com

Die deutschen Kinos haben sich von den rückläufigen Zahlen des Vorjahres erholt und im ersten Halbjahr 36,9 Millionen Euro (7,7 Prozent) mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum umgesetzt. Das zeigt die Kino-Halbjahresbilanz der Filmförderungsanstalt (FFA). Auch die Zahl der Besucher stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahrs deutlich an: Mit 60,2 Millionen Tickets sahen im ersten Halbjahr 2,8 Millionen mehr Besucher (4,9 Prozent) einen Film in einem Kino als im Jahr davor. Der deutsche Marktanteil sank mit 10,5 Millionen Besuchern (Vorjahr 15,5 Millionen) allerdings im gleichen Zeitraum auf 18,0 Prozent (26,7 Prozent). Erfolgreichste Filme des ersten Halbjahres waren das Sequel „Fifty Shades of Grey“, die Fantasy-Musical-Verfilmung „Die Schöne und das Biest“ (beide 3,4 Millionen Besucher) und der achte Teil des Actionfilms „Fast & Furious“ mit 3,2 Millionen Besuchern. Einziger deutscher Film in den Top Ten ist das vierte Leinwand-Abenteuer von „Bibi & Tina“ mit 1,6 Millionen Besuchern. www.ffa.de

Bitkom Research mit Umfrage zu Videospielen

Game Invaders

Fotos: © Nintendo; sirinsv, Andrey Popov – Fotolia.com

Video- und Computerspiele sind aus dem Alltag vieler Jugendlicher und Erwachsener nicht mehr wegzudenken. Das ergab eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.192 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 517 Gamer. 43 Prozent spielen zumindest gelegentlich. Das entspricht rund 30 Millionen Menschen, wobei Frauen (41 Prozent) Männern (46 Prozent) in der ursprünglichen Männer-Domäne „Gaming“ dabei kaum nachstehen. Gaming ist dabei vor allem bei den Jüngeren ein Massenphänomen, doch auch Spieler ab einem Alter von rund 50 Jahren sind keine Seltenheit mehr. 74 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 63 Prozent der 30- bis 49-Jährigen spielen Video- oder Computerspiele. Unter den 50- bis 64-Jährigen spielt heute bereits fast jeder Vierte (24 Prozent), in der Generation 65 Plus ist es knapp jeder Achte. www.bitkom-research.de

GfK über den Abverkauf von Fernsehgeräten

Get Smart Immer mehr Konsumenten entscheiden sich für den Kauf eines Smart-TV. So das Ergebnis einer GfK-Erhebung. Rund 59 Prozent aller in den ersten sechs Monaten 2017 weltweit (außer Nordamerika) verkauften Fernsehgeräte waren Smart TVs. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 51 Prozent. Spitzenreiter dieser Entwicklung ist China. Dort waren bereits 89 Prozent aller zwischen Januar und Juni verkauften Fernseher smart. In Europa waren es im gleichen Zeitraum 56 Prozent, gegenüber 46 Prozent im ersten Halbjahr 2016. Die

www.research-results.de

durchschnittlichen Ausgaben für ein Fernsehgerät stiegen weltweit bei 448 Euro (von 431 Euro im letzten Jahr). In Deutschland wurden 2017 im ersten Halbjahr trotz fehlenden Fußball-Großereignisses insgesamt drei Prozent mehr TV-Geräte abgesetzt. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch zwei Ereignisse befeuert: die DVB-T Abschaltung Ende März 2017 sowie die Abschaltung des analogen Kabelsignals in Haushalten in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Beide Anlässe wurden von den Konsumenten genutzt, um sich mit einem neuen Fernsehgerät auszustatten. GfK erhebt im Rahmen des Handels-Panels in mehr als 75 Ländern weltweit regelmäßig Daten zum Abverkauf von Fernsehgeräten. Im Panel berichten 425.000 Einzelgeschäfte in über 120 verschiedenen Verkaufskanälen. Alle Zahlen beziehen sich auf den Gesamtmarkt. www.gfk.de esearch &

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Small Talk

Oans, zwoa, gsuffa

13,7% Platz 4: Der Norden

Trinkhäufigkeit von Bier nach Regionen

21,7% Platz 2: Der Osten

19,5% Platz 3: Der Westen

25,2% Platz 1: Der Süden

männlich

11,7%

weiblich

IMPRESSUM Anschrift der Redaktion: Research & Results Haldenbergerstraße 28 80997 München Telefon: 089/1490279-0 Fax: 089/1490279-29 E-Mail: info@research-results.de www.research-results.de Chefredakteurin: Dagmar Dreßler E-Mail: dressler@research-results.de Leitende Redakteurin: Judith Grabmayer E-Mail: grabmayer@research-results.de Redaktion: Anna Felsenstein, Franziska Gschwandtner, Renate Reitmeier, Sabine Weich Autoren/Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Bohn, Daniel Daimler, Robert Dossin, Jonas Fuchs, Richard Gehling, Eva Herzog,

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Quelle: Splendid Research (Befragt wurden 1.031 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren) – „Wie häufig haben Sie im vergangenen Monat Bier getrunken? – An mindestens vier Tagen pro Woche“

Julia Koch, Thomas Liehr, Kamil Machura, Natali Pohlschneider, Marcus Schatilow, Felix Scherrer, Maike Schmidt, Bastian Verdel, Michael Zengel

Bankverbindung: Stadtsparkasse München, BIC SSKM DE MM, IBAN DE06 7015 0000 0046 1084 29

Art Direction & Grafik Design: Brainpirates GmbH

Druck: C. Maurer Druck und Verlag Schubartstraße 21, 73312 Geislingen/Steige

Titelfoto: © www.dominikmuenich.de Anzeigen und Vertrieb: Heinrich Fischer (verantwortlich für Anzeigen) Lange Straße 64 71332 Waiblingen Telefon: 07151/270889 Fax: 07151/270890 E-Mail: fischer@research-results.de Verlag: Reitmeier Input Management Services GmbH Haldenbergerstraße 28 80997 München Telefon: 089/1490279-0 Fax: 089/1490279-29 E-Mail: info@research-results.de www.research-results.de Herausgeber und Geschäftsführer: Heinrich Fischer, Hans Reitmeier (presserechtlich verantwortlich für den redaktionellen Inhalt), Martin Sippel

Service: Research & Results erscheint 2017 mit sieben Ausgaben. Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 14/2017 gültig. Bezugspreise: Jahresabonnement Inland*: € 179,90 Probeabonnement Inland: € 49,50 Jahresabonnement Ausland**: € 189,00 * inklusive 7 % Mehrwertsteuer und Versandkosten ** ohne Mehrwertsteuer. EU-Bestellungen bleiben nur bei Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mehrwertsteuerfrei

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Zur Veröffentlichung angenommene Beiträge gehen in das unbeschränkte Verfügungsrecht des Verlages über. Für unverlangte Einsendungen aller Art übernimmt der Verlag keine Haftung. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Reproduktion, gleich welcher Art, auch Übersetzungen in fremde Sprachen, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags zulässig. ISSN 1613-7280

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Fotos: © Olga Bazanova, panptys, crevis – Fotolia.com

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STAND NR. 114 AUSBAU DER NATIONALEN UND INTERNATIONALEN PHARMAFORSCHUNG

PHARMA�FORSCHUNG BEI TESTSTUDIOS�DEUTSCHLAND.DE ÜBER 30 JAHRE PHARMAERFAHRUNG BUNDESWEITE PHARMAREKRUTIERUNG, PATIENTEN, MED. FACHPERSONAL, ÄRZTE, APOTHEKER PHARMADIENSTLEISTERNETZWERK GESCHULTE PHARMAINTERVIEWER INTERNATIONALE PHARMAPROJEKTE Jürgen Wilke Projektkoordination Pharma

Louis Danguillier Projektkoordination International

erreichbar unter muenchen@hg-teststudios.de

WIR SIND FÜR SIE DA Frank Herzog Geschäftsführer

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Research & Results 6/2017  

Research & Results ist eine führende Zeitschrift für Marktforschung mit jährlich sieben Ausgaben. Sie enthält u.a. Fachartikel, Nachrichten,...

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