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Definition Printmedien & Onlinemedien
Was sind Printmedien?
Unter Printmedien versteht man gedruckte Informationsquellen. Dazu gehören die sogenannten klassischen Medien wie Zeitschriften, Zeitungen, BĂŒcher, Kataloge, aber auch Flyer, Plakate, Kalender, uvm. Allen gemeinsam ist der Farbmodus CMYK. Diese AbkĂŒrzung steht fĂŒr die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key. CMYK ist der sogenannte 4-Farbdruck â hier entstehen alle Farben aus einer Mischung dieser vier Farbbestandteile.
Es gibt aber auch Druckmethoden, bei denen Volltonfarben angewendet werden (was oft bei Werbeartikeln der Fall ist). Diese Farben sind fertig angemischt und werden als Sonderfarbe verarbeitet. Dazu gehören beispielsweise PANTONE- oder HKS-Farben, fĂŒr die es auch die entsprechenden FarbfĂ€cher zur Ansicht der Farbtöne gibt. Aber auch Logos werden hĂ€ufig in Pantone-Farben erstellt. Das hat einen einfachen Grund: Je nach Maschineneinstellung, Temperatur, Farbauftrag können Farbergebnisse beim 4-Farbdruck leicht variieren. Da die Volltonfarben aus âFarbtöpfenâ stammen, wird ein Logo auf nachbestelltem Briefpapier wieder identisch dargestellt sein.
Wichtig! Logos, die in Pantone-Farben geliefert werden, mĂŒssen vor Verwendung im 4-Farbdruck in den ensprechenden CMYK-Farbwert umgewandelt werden.
Was sind Onlinemedien?
Unter Onlinemedien versteht man herkömmliche oder digitale Medien, die a priori online publiziert werden. Das sind hauptsÀchlich Internetseiten. Newsletter und E-Mails sind weitere digitale Medien, die zum digitalen Informationsaustausch genutzt werden. Social Media Plattformen zÀhlen ebenfalls dazu. Zur Darstellung der Inhalte nutzt man beispielsweise
Bilder/Grafiken
statische Werbebanner
animierte Werbebanner
PDF zum Download, Versand per E-Mail oder zur Ansicht auf der Internetseite Videos
Allen Formaten gemeinsam ist der Farbmodus RGB (Rot-GrĂŒn-Blauviolett-System), denn am PC werden alle Farben mithilfe dieser drei Farbanteile definiert.
Das kleine Lexikon der Grafikformate â Pixel oder Vektor, was ist das eigentlich?
Was sind Printmedien?
Unter Printmedien versteht man gedruckte Informationsquellen. Dazu gehören die sogenannten klassischen Medien wie Zeitschriften, Zeitungen, BĂŒcher, Kataloge, aber auch Flyer, Plakate, Kalender, uvm. Allen gemeinsam ist der Farbmodus CMYK. Diese AbkĂŒrzung steht fĂŒr die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key. CMYK ist der sogenannte 4-Farbdruck â hier entstehen alle Farben aus einer Mischung dieser vier Farbbestandteile.
Pixelbasierte Bildformate â JPG/BMP/PNG/GIF
Diese Grafiken (Rastergrafiken) basieren auf einem Pixelraster, bei dem jeder Bildpunkt einem Farbwert zugeordnet ist. Die Aneinanderreihung dieser Farbpixel ergibt das komplexe Bild. Ein Landschaftsfoto beispielsweise ergibt sich â stark vergröĂert â aus einer Aneinanderreihung von Bildpunkten. Die Darstellung auf Computerbildschirmen beruht auf einem Pixelraster. Das bedeutet, dass alle digitalen Medien eine Grafikumsetzung aus Pixeln benötigen. Rastergrafiken können nicht ohne QualitĂ€tsverlust vergröĂert (skaliert) werden.
Vektorgrafik â SVG/EPS/AI
Bilder und Formen werden ĂŒber Vektoren beschrieben. Eine Vektorgrafik ist somit das GegenstĂŒck zur Rastergrafik und wird nicht durch einzelne Pixel sondern durch geometrische Elemente wie Linien, Kreise, Polygone oder allgemeine Kurven zusammengesetzt. FĂŒr Vektorgrafiken gibt es verschiedene etablierte Dateiformate wie SVG (Scalable Vector Graphics), EPS (Encapsulated Postscript) oder AI (Adobe Illustrator Document). Der groĂe Vorteil: Eine Vektorgrafik kann ohne QualitĂ€tsverlust skaliert und verlustfrei manipuliert werden.
PNG â Rastergrafik
Portable Network Graphics (PNG) ist ein universelles Grafikformat fĂŒr Rastergrafiken mit verlustfreier Datenkompression und kann bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen. Vorteil: Hohe Auflösung und Transparenzen (Hintergrund) möglich. Anwedungsgebiet: Digital
GIF â Rastergrafik
Das Graphic Interchange Format (Gif ) ist ein Grafikformat, das bis zu 256 Farben darstellen kann. Wegen der geringen Farbtiefe wird es bevorzugt bei Grafiken mit groĂen, einfarbigen FlĂ€chen und sich mwiederholenden Mustern angewendet. Vorteil: Einzelbe Farben können gesichert werden, um eine FarbverĂ€nderung auszuschlieĂen (z.B. bei einem Logo). Animationen sind möglich. Anwedungsgebiet: Digital, z. B. fĂŒr Navigationselemente und Icons auf Webseiten
JPG (manchmal auch JPEG) â Rastergrafik
Das Joint Photographic Expert Group (JEPG) ist das kompatibelste und universell nutzbarste Bildformat, das verlustbehaftet ist und bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen kann. Verwendung: Es eignet sich fĂŒr komplexe Bilder mit vielen Farbinformationen. Anwedungsgebiet: Digital und Druck
TIFF â Rastergrafik
Das Tagged-Image File Format (Tiff ) ist ein Bildformat zur Speicherung von hochauflösenden Bilddaten. Vorteil: Tranzparenzen möglich Anwedungsgebiet: Druck
EPS â Vektorgrafik
Encapsulated PostScript (EPS) ist ein Bildformat in der Seitenbeschreibungssprache PostScript damit eine Grafik in ein Dokument eingefĂŒgt werden kann. Ein EPS ist als Vektorgrafik gedacht. Es kommt aber immer wieder vor, dass Pixelgrafiken eingefĂŒgt werden. Dann gelten die folgenden Vorteile nicht. Vorteil: Tranzparenzen möglich, Skalierung ohne QualitĂ€tsverliust Anwedungsgenbiet: Druck
Grafiken im Format JPG können fĂŒr Online- und Druckmedien verwendet werden. Wichtig dabei ist, die Auflösung und der Farbmodus fĂŒr den jeweiligen Medienkanal.
Die Grafikformate im Ăberblick
Bildformate
Transparenzen möglich â
Ebenen â â â
Farbmodus
Komprimierung verlustfrei verlustbehaftet verlustbehaftet verlustfrei verlustfrei
Skalierung verlustbehaftet verlustbehaftet verlustbehaftet verlustbehaftet verlustfrei
Auflösung ab 72 dpi aufwÀrts 72 dpi ab 72 dpi aufwÀrts ab 300 dpi aufwÀrts
Besonderheiten
Gewinnt an Bedeutung, da auch hier eine hohe Farbtiefe verlustfrei komprimiert werden kann. Durch die möglichen Tranzparenzen wird das PNG beispielsweise fĂŒr BildschirmprĂ€sentationen immer attraktiver.
Animation Kompatibel zu jedem Bildbearbeitungsprogramm
*Indiziert bedeutet, dass das Format auf einer Farbtabelle/Farbpalette abgespeichert wurde.
Genutzt um hochaufgelöste Bilder in druckfĂ€higer, verlustfreier QualitĂ€t zur VerfĂŒgung zu stellen.
Wichtiges Format zum Austausch von Daten in der Druckvorstufe in Verlagen und Druckereien.
Vektor
Wichtiges Format zum Austausch von Daten in der Druckvorstufe in Verlagen und Druckereien.
Ein EPS ist nicht automatisch eine Vektordatei. Eine Vektordatei wird als EPS abgespeichert, um so einen Daten â austausch in alle Grafikprogramme zu ermöglichen. Wird aber versehentlich eine Rasterdatei als EPS abgespeichert â bleibt der Inhalt eine Rasterdatei.
Farbmodus und Auflösung: Die Basis fĂŒr eine optimale Darstellung
Bildauflösung per Definition
FĂŒr digitale Medien:
PPI (pixel per inch/Pixel pro Zoll) ist die relative Auflösung eines Bildes, die sogenannte Pixeldichte. Die Pixeldichte gibt an wie viele Pixel sich auf einem Inch (Inch = Zoll = 2,54 cm) befinden. Bei einer Auflösung von 72 dpi befinden sich also 72 Pixel auf einer LÀnge von 2,54 cm.
FĂŒr Printmedien:
DPI (dots per inch) ist die Auflösung einer Druckdatei und gibt die Anzahl der Punkte an, die ein Drucker auf einem Inch (= 2,54 cm) drucken soll. Eine gÀngige Druckauflösung ist 300 dpi. Wird eine Grafik mit einem Layoutprogramm erstellt, werden die Elemente nicht aus Pixeln sondern Vektoren aufgebaut.
Farbmodus per Definition
RGB
Am PC kann eine Farbe durch ihre Anteile an den drei PrimĂ€rvalenzen Rot, GrĂŒn und Blauviolett definiert werden. Dieses sogenannte RGB-System (Rot-GrĂŒn-Blauviolett-System) baut also auf der additiven Farbmischung auf. Im höchsten Wert (100 %) ergeben alle drei Farben die Farbe WeiĂ. FĂŒr Printmedien:
CMYK
Die AbkĂŒrzung CMYK steht fĂŒr die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key. CMYK-FarbrĂ€ume sind, wie RGB-FarbrĂ€ume, gerĂ€teabhĂ€ngig und benötigen deshalb Farbprofile, um Farbtöne exakt zu beschreiben.
Volltonfarben
Volltonfarben sind Sonderfarben, die als fertige Farbe zum Einsatz kommen. Dazu zĂ€hlen Pantone-Farben oder HKS-Farben. Wobei die Pantonefarben eine gröĂere Farbpalette anbieten. GlĂ€nzende Farben, wie z.B. Gold oder Silber können nicht im 4-Farbdruck erstellt werden. Hier werden Sonderfarben benötigt.
Graustufen
Bei Bildern im Graustufenmodus werden verschiedene Schattierungen (Stufen) der Farbe Grau verwendet. In 8-Bit-Bildern sind bis zu 256 Graustufen enthalten. Jedes Pixel eines Graustufenbildes hat einen Helligkeitswert zwischen 0 (Schwarz) und 255 (WeiĂ). In 16- und 32-Bit-Bildern ist die Anzahl der Graustufen wesentlich höher als in 8-Bit-Bildern. Graustufenwerte können auch als Prozentwerte der Deckung mit Schwarz (0 % entspricht WeiĂ, 100 % Schwarz) gemessen werden. Beim Graustufenmodus wird der im Dialogfeld âFarbeinstellungenâ gewĂ€hlte Arbeitsfarbraum verwendet.
Jedes Medium hat fĂŒr die einzelnen Elemente feste Vorgaben fĂŒr Farben und GröĂe.
Farbmodus und Auflösung â Praxisbeispiele: Was bedeuten die Vorgaben in der Praxis
GröĂe, Auflösung und Farbmodus richten sich immer nach dem gewĂŒnschten Ergebnis und benötigt auch immer die Vorgabe, wofĂŒr das Endprodukt genutzt werden soll.
Dabei gilt:
Druckmedien: mindestens 300 dpi + CMYK-Farbmodus
Onlinemedien: 72 dpi + RGB-Frabmodus
Digitale Medien: mindestens 72 dpi + RGB-Farbmodus
Umsetzungsbeispiele Onlinemedien
Anforderung: Slidergrafik fĂŒr eine Webseite ohne Animation. Der Slider soll 1170 Pixel breit und 550 Pixel hoch sein.
Ergebnis: RGB-Farbmodus / Auflösung 72 dpi / GröĂe: 1170 x 550 px (Pixel) / Format: JPG oder GIF
Anforderung: Animierter Superbanner fĂŒr PSI Webseite. Ein Superbanner ist 728 Pixel breit und 90 Pixel hoch.
Ergebnis: RGB-Farbmodus / Auflösung 72 dpi /
GröĂe: 728 x 90 px (Pixel) / Format: GIF animiert
In manchen FĂ€llen ist auch eine sehr kleine maximale DateigröĂe vorgegeben. Dann richtet sich das Dateiformat nach dem optimalsten Ergebnis bei dieser KB-Zahl. Das kann je nach Motiv das JPG oder das GIF sein.
Umsetzungsbeispiele Printmedien
Anforderung: Firmenlogo als Vektor-EPS
Ergebnis: CMYK-Farbmodus / Auflösung 300 dpi /
GröĂe: individuell â da Vektoren verlustfrei skalierbar sind/ Format: EPS oder PDF
Anforderung: Produktfoto 90 mm x 127 mm
Ergebnis: CMYK-Farbmodus / Auflösung 300 dpi /
GröĂe: 90 mm x 127 mm / Format: JPG
Anforderung: Farbige ganzseitige Anzeige zur Verwendung in einem Magazin
Ergebnis: CMYK-Farbmodus / Auflösung 300 dpi /
GröĂe: 210 mm x 297 mm / Beschnittzugabe 3mm /
Inkl. Schnittmarken / Format: JPG oder PDF (Ideal ist ein druckfÀhiges PDF siehe S. 10)
Anforderung: Flyerproduktion bei einer Onlinedruckerei wie z. B. www.WirmachenDruck.de
Vorgehen: ZunĂ€chst muss auf der Internetseite nach den Druckvorgaben recherchiert werden. Diese lauten fĂŒr dieses Beispiel: âFlyer DIN lang Quer (21,0 cm x 10,5 cm), beidseitig bedruckt, 90g hochwertiger QualitĂ€tsdruck matt, 4/4 farbig (beidseitiger Druck), Endformat: 21,0 cm x 10,5 cm, Datenformat: 21,6 cm x 11,1 cm
Ergebnis: Zweiseitiges Dokument / CMYK-Farbmodus / Auflösung 300 dpi / GröĂe: 210 mm x 105 mm / Beschnittzugabe 3mm (zu erkennen an der GröĂe des âDatenformatesâ) / keine Schnittmarken / PDF
Printmedien â Das PDF â Portable Document Format
Das PDF-Format wurde ursprĂŒnglich erfunden, um den sicheren Austausch von Dokumenten auf digitalem Weg zu erleichtern. Die Vorteile waren (und sind) in erster Linie, dass die Dateien alle Informationen gebĂŒndelt enthalten und unabhĂ€ngig vom Erstell-Programm vom EmpfĂ€nger geöffnet und genutzt werden können. Diese Eigenschaften macht sich auch die Druckindustrie zunutze und verarbeitet bevorzugt PDF-Dateien, um zeit- und kostenintensive Schritte in der Druckvorstufe zu vermeiden.
Was ist ein interaktives PDF?
Das interaktive PDF ist ein Dokumentenformat. Es wird etwa im Onlinemarketing, der Content-Entwicklung, im E-Learning u. Ă. genutzt und von Web-Entwicklern auf der Website implementiert. Es bietet die Möglichkeit, Dokumente oder OnlineprĂ€sentationen bereitzustellen, die User am Bildschirm bearbeiten, versenden, unterschreiben und archivieren können. Interaktive PDFs eignen sich bspw. fĂŒr ArbeitsblĂ€tter, Dokumente, Checklisten, PrĂ€sentationen oder Seminarunterlagen.
Ein PDF ist generell fĂŒr kollaborative Zwecke geeignet, etwa um Dokumente barrierefrei zu versenden. âPDFâ bedeutet Portable Document Format und ist seit Jahrzehnten das Format, mit denen Sender und EmpfĂ€nger elektronische Dokumente austauschen können. UnabhĂ€ngig davon, welches Betriebssystem, Anwendungsprogramm oder Device von ihnen benutzt wird: Das Layout der entsprechenden Datei bleibt unverĂ€ndert. Das PDF besitzt darĂŒber hinaus eine geringe DateigröĂe und kurze Ladezeit und kann optimal und kreativ interaktiv gestaltet, mit einem Passwort versehen und direkt ausgelesen werden. Es ist auĂerdem möglich, Informationen aus den interaktiven Formularen zu extrahieren und in Datenbanken zu erfassen.
In den interaktiven PDF-Dateien werden Felder, SchaltflĂ€chen und Links sowie Videos, Audios, Animationen, GIFs, auch Links, Podcasts, Tabellen und Umfragen etc. eingebunden, um Informationen zu vermitteln oder Produkte und Dienstleistungen passend zu prĂ€sentieren. So werden bspw. fĂŒr eine PrĂ€sentation dekorative Elemente wie animierte SeitenĂŒbergĂ€nge genutzt, um das Erlebnis zu verbessern.
AusfĂŒllbare Seminarunterlagen oder Dokumente mĂŒssen nun nicht mehr ausgedruckt werden, sondern können direkt am Rechner ausgefĂŒllt, zwischengespeichert, weiterbearbeitet (auch von unterschiedlichen Usern) und dann zurĂŒckgesendet werden. Sie können durch einfache oder fortgeschrittene Signaturen auch rechtsgĂŒltig unterzeichnet werden. Da die Zugangsvoraussetzungen gut sind, eignen sich interaktive PDFs fĂŒr den massenhaften Informationsaustausch. Sie bieten nicht zuletzt eine optimale Datensicherheit, und bei Bedarf lassen sich einzelne Passagen durch eine SchwĂ€rzung unkenntlich machen.
Printmedien â Das Druck-PDF
Da fĂŒr den Druck jedoch erweiterte, ganz spezielle Vorgaben gelten, wurde ein Standard entwickelt, der eben diese Vorgaben berĂŒcksichtigt: das PDF/X
Der Zusatz X steht fĂŒr exchange, also Austausch. Denn genau darum geht es, um einen sogenannten blinden Austausch zwischen Kunde und Druckerei. Damit ist gemeint, dass die Druckerei die vom Kunden angelieferte PDF-Datei theoretisch ungesehen und ungeprĂŒft verwenden kann. Dennoch erfolgt in der Praxis in der Regel eine PrĂŒfung, bevor die Daten zum Druck freigegeben werden. Der Designer hat so die Gewissheit, dass seine Daten wie gewĂŒnscht gedruckt werden, die Druckerei hat den Vorteil, dass das Risiko fehlerhafter Daten minimiert wird.
Das PDF/X-Format stellt sicher, dass bestimmte Grundvoraussetzungen fĂŒr den Druck erfĂŒllt sind. Dies beinhaltet jedoch nicht die QualitĂ€t der Datei (z. B. was die Auflösung von Bildern betrifft). Vielmehr geht es darum, dass Schriften und Bilder eingebettet sind, der richtige Farbraum enthalten ist oder die korrekten Einstellungen fĂŒr ĂberfĂŒllen und Ăberdrucken vorgenommen wurden.
PDF/X Versionen
Da je nach Anwendungszweck und technischen Voraussetzungen die Anforderungen an eine PDF/X-Datei variieren können, sind im Laufe der Jahre verschiedene Varianten entstanden. Die gebrĂ€uchlichsten sind PDF/X-1a, PDF/X-3 und PDF/X-4. Sie grenzen sich in erster Linie durch die UnterstĂŒtzung unterschiedlicher FarbrĂ€ume ab.
PDF/X-1a erlaubt ausschlieĂlich CMYK und Sonderfarben, jedoch keine Farben auf Basis von ICC-Profilen. Transparenzen sind ebenso wie Ebenen nicht möglich. WĂ€hrend PDF/X1a:2001 auf PDF-Version 1.3 basiert, ist PDF/X1a:2003 auf 1.4 erweitert worden.
PDF/X-3 ermöglicht neben CMYK und Sonderfarben auch den Einsatz von RGB, LAB und ICC-basierten Farben. Eine Umwandlung in CMYK erfolgt bei Bedarf in der Druckvorstufe. In der Regel wird das Zielfarbprofil jedoch beim Export aus dem Layoutprogramm berĂŒcksichtigt. Transparenzen und Ebenen werden automatisch reduziert. 2003 wurde wie bei PDF/X1a eine Revision durchgefĂŒhrt, die Standard-Version ist jedoch PDF/X-3:2002, wie sie von der ECI in Kooperation mit dem Bundesverband Druck und Medien erarbeitet wurde. Sie wird zum Beispiel auch von FLYERALARM verwendet.
PDF/X-4 macht die Verwendung derselben FarbrÀume wie PDF/X-3 möglich, zusÀtzlich jedoch auch Transparenzen und Ebenen. Im Druck wird die Version zum Beispiel bei Textilien wie Bekleidung oder Baumwolltaschen genutzt.
Printmedien â Das druckfĂ€hige PDF als Druckvorstufe
Satzspiegel
Der Satzspiegel ist die NutzflÀche auf der Seite eines Magazins und wird begrenzt durch Stege, die AbstÀnde zwischen Satzspiegel und Rand. Bsp. Satzspiegel : 185 x 260 mm
Anschnitt/Beschnitt
Als Anschnitt/Beschnitt bezeichnet man den ĂŒber das Endformat herausragenden Rand zur Vermeidung von unerwĂŒnschten âweiĂen Blitzerâ. Beschnitt wird grundsĂ€tzlich bei Druckdateien angewendet und bewegt sich im Bereich 1 bis 4 mm an jeder Seite. Bsp. Anschnitt : 3 mm
Das PDF als Druckvorlage
Das druckfĂ€hige PDF ist nach den Vorgaben fĂŒr die Druckproduktion zu erstellen.
In der Vorbereitung sollten folgende Punkte ĂŒberprĂŒft werden:
Alle Elemente sind im Farbmodus CMYK
Eventuell enthaltene Volltonfarben wurden in CMYK konvertiert
Schriften sind entweder in Pfade konvertiert oder können ins PDF eingebettet werden
Die enthaltenen Grafiken haben eine Auflösung von mindestens 300 dpi
Die GröĂe der kompletten Datei entspricht den Formatangaben der gewĂŒnschten Anzeige
Nicht zu vergessen die Beschnittzugabe, fĂŒr die das Motiv an allen Seiten 3 mm ĂŒber das gewĂŒnschte Format laufen muss.
Anmerkung
Ein PDF angelegt im Format DIN A5 kann nicht als DIN A4 Anzeige verwendet werden â auch wenn die Proportionen entsprechen - da in diesem Fall die enthaltenen Pixelgrafiken unscharf gedruckt werden.
Schriften in Pfade konvertieren
Um eine Schrift abzubilden muss die jeweilige Schrift (der Schriftfint) im System der Druckerei installiert sein. Das ist nicht immer der Fall. Um Ănderungen in der Darstellung zu 100 % zu vermeiden kann man Schriften in Pfade umwandeln. Die Schrift ist danach ein Bild aus Vektoren und kein verĂ€nderbarer Text mehr.
Endformat A4 (210x297+3mm)
Grafikprogramme â Welches Programm zu welchen
Zweck
Adobe Photoshop
Bildbearbeitung und Compositing
Adobe Photoshop ist ein Bildbearbeitungsprogramm fĂŒr Pixelgrafiken. Es beinhaltet ein Ebenen-basiertes Bearbeitungssystem, Automatisierungsfunktionen und unterstĂŒtzt
Transparenzen. Sie können Fotos anpassen, beschneiden, retuschieren, unerwĂŒnschte
Objekte aus Bildern entfernen und alte Fotos restaurieren.
Adobe InDesign
Layouts fĂŒr Print- und digitale Publikationen
InDesign ist ein professionelles Layout- und Satzprogramm fĂŒr das Destop-Publishing.
Das Programm unterstĂŒtzt Vektorbearbeitung, Tabellen-, Zellen- und Objektformate, Transparenzen, Zeichen- und Absatzattribute, Typografie sowie Ecken- und Ăberlagerungseffekte.
Hier können in Photoshop erstellte Bildelemente integriert und mit Schriften und Vektorgrafiken zu einem Gesamtobjekt kombiniert werden. InDesign eignet sich daher ebenfalls sehr gut fĂŒr einseitige Print-Publikationen, wie z.B. Anzeigen.
Adobe Illustrator
Vektorgrafik und Illustration
Adobe Illustrator ist ein Werkzeug fĂŒr Vektorgrafiken. Erstellen Sie Logos, Symbole, Skizzen, typografische Elemente und andere Illustrationen fĂŒr Print und Web.
Photoshop vs. InDesign
Mit allen drei Programmen ist es jeweils auch möglich eine Druckvorlage fĂŒr eine Anzeige fĂŒr die Printproduktion zu erstellen - oder Banner und Grafiken fĂŒr Webseiten zu kreieren. Aber mit EinschrĂ€nkungen. Alle drei Programme sind auf einen bestimmten Bereich spezialisiert. Sollten alle drei Programme zur VerfĂŒgung stehen, ist eine Kombination aus allen ideal. Photoshop zur Bildbearbeitung, Illustrator fĂŒr Vektorgrafiken und InDesign um alle Elemente zu kombinieren. Soll nur eine Programm zum Einsatz kommen empfiehlt sich Photoshop als Bildbearbeitungsprogramm.
Was ist interpolieren?
Interpolieren ist die zusĂ€tzliche Berechnung von Bildpunkten zwischen anderen Bildpunkten zur Erhöhung oder Verkleinerung der Auflösung von Grafiken. FĂŒhrt aber bei VergröĂerungen meist zu UnschĂ€rfen.
Es gibt eine Vielzahl an Grafikprogrammen. Die hier genannten sind allerdings in der Druckvererbeitenden Branche fĂŒhrend und werden daher hier verglichen.