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DEUTSCHLAND OKTOBER 2019, € 2,50

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

CRO

DER RAPPER ÜBER DEN ERFOLGSFAKTOR AUTHENTIZITÄT Mountainbike-Star

Erik Fedko

zeigt vor, wie du einen Kicker baust.

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MEHR

ACTION

FÜR DEINEN HERBST Fünf Top-Athleten empfehlen

OUTDOOR -ABENTEUER

zum Nachmachen


E DI TO R I A L

WILLKOMMEN

AUF EINEN SPRUNG

Fotoshoot mit Pandamaske. Wir nähern uns dem Rap-Phantom Cro, ab Seite 44.

257 KILOMETER

lang ist die Strecke des TransalpineRuns. Ab Seite 22 kommen wir den (langsamsten) Teilnehmern dieses und weiterer UltraMarathons ganz nahe.

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BITTE NACHMACHEN!

Wie du diesen Kicker selbst baust (und anschließend elegant drüberspringst), erfährst du ab Seite 50.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von The Red Bulletin! Die Redaktion

BITTE GNADE!

Bei seinem Selbstversuch als Rennfahrer kam unser Autor ans Limit (genau wie seine Schuhsohlen). Ab Seite 62 THE RED BULLETIN

ALE DI LULLO (COVER), NORMAN KONRAD

BITTE LÄCHELN!

Wie entspannt sich ein MountainbikeProfi? Richtig: auf zwei Rädern. Denn die meisten Top-Athleten können auch in der Freizeit nicht ohne ihren Sport sein. Gut für uns: Denn in der Coverstory ab ­Seite 50 zeigen uns fünf Profis Abenteuer aus ihren Diszi­plinen, die auch Freizeitsportler nachmachen können. Mountainbiker Erik Fedko macht vor, wie du einen Kicker bauen kannst. Kletterer Alex Megos empfiehlt ein Lagerfeuer-Dinner auf dem Gipfel, Segler Thomas Plößel Seen-Hopping mit der E-Jolle. Eine ganz andere Empfehlung hat dagegen Rapper Cro: Trag eine Maske, und du kannst schonungslos ehrlich sein. Im Porträt ab Seite 44 erkunden wir, ­warum der Rapper sein Gesicht noch ­immer verbirgt und welchen Einfluss die Pandamaske auf seine Songs und sein Leben hat.


SUPERCROSS GTX

RUN WITH AGILITY IN TOUGH CONDITIONS


I N H A LT The Red Bulletin Oktober 2019

62

COVERSTORY

50 RAUS MIT DIR

Wenn der Sommer endet, startet die Abenteuer-Saison: Bei uns empfehlen fünf Top-Athleten Outdoor-Erlebnisse aus ihrer Sportart zum Nachmachen.

ULTRAMARATHON

22 DIE LETZTEN HELDEN

LEICHTATHLETIK

42 LIEBE DEINE GEGNER

Faszinierende Bilder jener Langstreckenläufer, die das Ziel als Letzte erreichen

Zehnkämpfer Niklas Kaul erklärt, warum du mehr erreichst, wenn du Konkurrenten unterstützt, anstatt sie zu bekämpfen.

POP-MUSIK

HIP-HOP

Warum der größte Popstar des Jahres nichts plant – und jeden Moment auskostet

Der Deutsch-Rapper verrät, wie ihm seine Maske hilft, ­authentisch zu sein.

36 WAS BILLIE EILISH STARK MACHT

44 WARUM CRO MIT MASKE MEHR SIEHT

HOLLYWOOD

MOTORSPORT

Wie der „Fast and Furious“-Star in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt

Wir lassen unseren Autor bei der KTM X-Bow Battle an den Start gehen – und an sein Limit.

40 Ü BERLEBENSTIPPS VON JASON STATHAM

8  GALLERY 14 ZAHLEN, BITTE! 16 KOLUMNE

6 



18 FUNDSTÜCK 20 LIFE HACKS

FLOTT Crashkurs für Rennfahrer: unser Autor am Start der KTM X-Bow Battle

THOMAS BALLENBERGER/RED BULL CONTENT POOL, UNIVERSAL MUSIC, KELVIN TRAUTMAN

62 RENNFAHRER FÜR EIN WOCHENENDE

96 IMPRESSUM 98 PERFEKTER ABGANG

50 STEIL Kletterer Alex Megos empfiehlt in unserer Coverstory sein Gipfeldinner

THE RED BULLETIN


„Im Zweifel weniger Highlights, dafür keine Nieten.“ NIKLAS KAUL über Konstanz als Erfolgs­ rezept im Zehnkampf und im Leben. Seite 42

guide

DEIN PROGRAMM

78 REISEN Zu einem genialen ­Musikfestival in Uganda 82 FITNESS Freerunner Jason Paul erklärt den Backflip. 84 ENTERTAINMENT Red Bull TV-Highlights – live und on demand 86 EVENTS Pflichttermine für die kommenden Wochen 88 AUTOS Diese neuen Modelle bringen dich durch ­jedes Winterabenteuer.

36 FREI Popstar Billie Eilish hat keinen Plan für ihre Karriere – und findet das gut so. THE RED BULLETIN 

22 EUPHORISCH Was jene Ultramarathonläufer fühlen, die als Letzte ins Ziel kommen  7


GA L L E RY

Klitmøller, Dänemark

SO PADDELT EIN WELTMEISTER

Hier sehen wir den Dänen Casper „The Viking“ Steinfath beim Training vor der rauen Küste ­seiner Heimat, auch „Cold Hawaii“ genannt: Dem mehrfachen Weltmeister im Stand-up-Paddling (SUP) gelang voriges Jahr das Husarenstück, das Skagerrak, die 147 Kilometer breite Meer­ enge zwischen Dänemark und Norwegen, in ­etwas mehr als 18 Stunden zu überqueren. Instagram: @cj_steinfath

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THE RED BULLETIN


THE RED BULLETIN 

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JESPER GRONNEMARK/RED BULL CONTENT POOL


CHRIS TEDESCO/ RED BULL ILLUME

GA L L E RY

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THE RED BULLETIN


Caineville, Utah

WIE GEMALT

Man nehme eine Landschaft wie aus dem amerikanischen Bilderbuch, dazu einen talentierten Motocrossfahrer wie X-Games-Sieger Tom ­Parsons plus einen brillanten Fotografen wie Chris Tedesco. Das atemberaubende Ergebnis siehst du ja. „Die Felsen, die schon seit Urzeiten da sind“, erklärt Tedesco die Faszination der Sequenz-Aufnahme, „bilden einen Kontrast zur sehr gegenwärtigen Energie des Fahrers.“ Schöner hätten wir es auch nicht sagen können. Instagram: @tedescophoto

THE RED BULLETIN 

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GA L L E RY

Paris, Frankreich

ÜBERRASCHUNG!

Der Wettbewerb „Red Bull Dance Your Style“, dessen Finale am 12. Oktober in Paris statt­findet, hat eine ganz spezielle Herausforderung zu bieten: Die Teilnehmer (wie die Belgierin Mavinga im Bild) wissen vorher nie, zu welcher Musik getanzt werden muss. Mehr noch: Gespielt wird, womit Hip-Hopper oder Jazzdancer genau gar nichts anfangen können – von Céline Dion abwärts. Gewonnen hat, wer sich am schnellsten darauf einstellen kann. redbull.com/danceyourstyle

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LITTLE SHAO

THE RED BULLETIN 

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ZAHL E N, B I TT E !

Tag der Untoten

ALLES SO WEIT BLUT Am 5. Oktober ist World Zombie Day. Zur Einstimmung: ein paar Fakten zu einem Thema, das zwischen prickelnder Unterhaltung (in Serie) und bitterem Ernst (in Haiti) oszilliert.

erfand ein US-Kellner den Rum-Cocktail „Zombie“. Nach drei davon fühlt man sich wie einer.

3

Tage bräuchte ein (fiktives) Zombievirus zur Auslöschung einer 500.000-Seelen-Stadt, errechnete die Universität von Ottawa.

1983

1932

verwandelte sich Michael Jackson im legendären Musikvideo zu „Thriller“ in e­ inen Zombie.

lief der erste Zombiefilm („White ­Zombie“) im Kino. Die Handlung sei noch schlechter als die Schauspieler, fanden die Kritiker. Heute ist der Streifen Kult.

249

198

ist die Kennzahl des Artikels im haitianischen Gesetz, der es verbietet, Menschen in Zombies zu verwandeln.

Minuten brachten Sean McShane nach dem Dublin City Marathon 2013 ins Guinness-Buch der R ­ ekorde: als schnellsten Marathon-Läufer im Zombiekostüm.

15.458

Zombies gingen beim Zombie Pub Crawl 2014 in Minneapolis einen heben: Mehr Untote kamen bisher nirgends zusammen.

995 1.400.000

Zombies wurden allein in den ersten fünf Staffeln von „The Walking Dead“ abgemurkst. 

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1982

fand ein US-Forscher ­ eraus, dass für die Zombi­ h fizierung in Haiti ein Gebräu aus ­Krötensekret und Kugelfischgift eingesetzt wird.

Exemplare verkaufte Max Brooks, der Sohn des Regisseurs Mel Brooks, vom fiktiven Ratgeber „Zombie Survival Guide“. THE RED BULLETIN

CLAUDIA MEITERT

Wege zum Zombietum: von j­ emandem mit Gift in den Scheintod versetzt werden oder einen Virus erwischen.

1934

GETTY IMAGES (5), PICTUREDESK.COM

2

99

von 100 Voodoo-Zombifizierungen in Haiti enden tödlich.


Photo: F. Lackner

Als echter Abenteurer erkundest du Gegenden, die kaum ein Mensch vor dir je gesehen hat. Die KTM 790 ADVENTURE ist genau dafür gemacht. Sie bietet dir hervorragende Reisetauglichkeit und die unerreichte Offroad-Performance, die du brauchst, um ausgetretene Pfade zu verlassen und dein eigenes Abenteuer zu erleben.

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

FINDE DEINEN EIGENEN WEG -


KO LUM NE

Thilo Mischke

BEGEGNUNGEN

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

„Ich singe, damit ich fröhlich bleibe. Am liebsten Liebeslieder.“

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THE RED BULLETIN

THILO MISCHKE

„Ich brauch nicht viel“, sagt er. Das Hämmern der Dosen bringt ihm im Monat 400 Euro. Das reicht für Essen, Miete zahlt er keine, die Stadt duldet die Behausungen. Ich will von ihm wissen, wie er verhindert, verrückt zu werden – allein, in diesem Häuschen. Er will es mir zeigen, unterbricht seine ­Arbeit, steht auf, öffnet die Tür, zieht die Schuhe aus. Wie man das Herr Hoshi ist obdachlos. Aber es in Japan macht, bevor man eine fehlt ihm an nichts. In wenigen Wohnung betritt. Es ist sehr sauber, Worten hat er mir viel über das sehr ordentlich unter dem Vordach. ­Leben erzählt. Armut, sagt er, heißt Das Zimmer im Haus, höchstens nicht, kein Geld zu haben, sondern zwei Quadratmeter groß, ein klei­ nes Fenster. Eine Matratze, ein sich zu verirren auf dem Weg zum Kassettenregal. Herr Hoshi wählt Wohlstand. Es klang nicht nach eine aus. Legt sie in einen alten ­einer Rechtfertigung für ein Leben, Zum Zufriedensein braucht Herr Hoshi wenig mehr als Musik – und seine Katzen. Walkman und drückt auf Play. das so anders ist als das Leben der Dann singt er, und ich kann es Menschen im heutigen Japan. Ein nicht glauben, fühle den Kitsch, die Romantik der Szene, Leben, das eigentlich nur eine Regel kennt: nicht auffallen. aber es ist wahr. Herr Hoshi singt alte japanische Liebes­ Er spricht nicht viel, wir waren auch nicht verabredet. lieder. Erst jetzt sehe ich die Falten, sein Alter. Zwischen Baseballfeld und Fahrradweg gibt es einen schmalen Streifen wildes Grün. Auf diesem Streifen haben „Ich singe“, sagt er, „damit ich fröhlich bleibe. Am liebs­ sich Männer kleine Häuser gebaut, aus Brettern, blauer ten Liebeslieder.“ Ich höre ihm zu, im Schneidersitz, mit Plane, selbst gezimmerten Fenstern. Sie haben Vorgärten, halb offenem Mund. Er hat alles, ohne etwas zu besitzen. in denen sie Gemüse anbauen. Vor allem ist er eines: stolz. „Und die Einsamkeit?“, frage Ich bin hier entlanggelaufen, sein Klopfen hat mich ich. Eine von drei Katzen, rot und robust, frisst aus einem zu ihm gelockt. Habe mich mit meinen wenigen Worten Napf. Schnurrt, beobachtet mich und Herrn Hoshi. Japanisch vorgestellt. Herr Hoshi hat seine Arbeit nicht „Allein bin ich nicht“, sagt er, „nicht mehr.“ Und dann unterbrochen. Er hebt den Kopf, nickt, stellt sich vor. streicht er über ihr Fell. „Es freut mich, Sie kennenzulernen“, sagt er förmlich.

BLAGOVESTA BAKARDJIEVA

S

eit vier Stunden schlägt Herr Hoshi mit einem Hammer auf alte Getränkedosen ein. Wie eine Maschine, ein Drucklufthammer, der nur eine Funktion hat, nämlich die Dosen platt zu machen. Herr Hoshi schwitzt nicht, obwohl die Sonne brennt. Sein Ar­ beitsplatz ist ein aus Stahlresten selbst gebauter Amboss, links der Beutel mit den Dosen, rechts davon der Beutel mit dem Altmetall. Das ist sein Beruf, seit 16 Jahren. Und Herr Hoshi ist wirklich sehr glücklich. Im Hintergrund spielen japa­ nische Kinder Baseball mit ihren ­Vätern, verschwitzt essen sie Auto­ maten-Nudeln, trinken Softdrinks. Das Lachen der Familien legt sich in die Luft wie die Rufe eines Vogel­ schwarms. Die Melodie eines Sonntags. Herr Hoshi kennt keine Wochentage. Hier, an diesem Ort, im Speckgürtel von Tokio, wohnt er, direkt am Tama-Fluss.

76 Jahre ist er alt, die Haut auf seinem Körper wirkt wie um sein Skelett laminiert, so dünn ist er. Sein Lächeln ist ehrlich, als ich ihn frage, ob ich ihm helfen soll. „Nein“, antwortet er, „du bist zu langsam“, und schickt ein Kichern hinterher. Und klopft weiter. Ich will wissen, wie man in Japan arbeitslos werden könne, wie man hier, in dem Land mit dem engsten aller sozialen Netze, hin­ durch bis an das Ufer des Tama-Flusses rutschen kann. „Ich habe zu viel gearbeitet“, sagt er, „bis ich nicht mehr konnte.“ Wir hier in Europa nennen es Burn-out, in Japan gilt Herr Hoshi als einfach nicht stark genug. „Das ist das Einzige, wofür ich mich schäme“, sagt er. Er schämt sich, dass ihn die Arbeit auf der Baustelle zerbrochen hat. Er wäre gerne ein zuverlässiger Arbeiter gewesen. Die Toch­ ter spricht nicht mehr mit ihm, die Familie hat sich von ihm abgewandt. Freunde hat Herr Hoshi nur lose. „Meine Nachbarn sind freundlich, aber Freunde sind das nicht“, sagt er. Manchmal sterben sie in ihren Häuschen.

MARTIN GASCH

Er ist 200 Tage im Jahr unterwegs, Jetlag ist bei Korrespondent und Reise­ reporter Thilo Mischke (TV-Dokureihe „Uncovered“) ein Dauerzustand. Auf seinen Expedi­tionen trifft der 38-jährige Berliner immer wieder Menschen, die ihn faszi­nieren. Diesmal: Herrn Hoshi, einen Obdachlosen in Tokio, der zeigt, dass wenig Geld nicht automatisch Armut bedeutet.


Die App, die Impfungen auf dem Schirm hat. Mit TK-Safe Gesundheitsdaten sicher im Griff. Zum Beispiel letzte Impfungen oder Medikamente. Fortschritt leben. Die Techniker dietechniker.de


F U ND ST Ü CK

Beatles-Tonband

Ganz ehrlich, wir wissen nicht, was auf diesem Viertelzoll-ScotchTonband zu hören ist. Wir wissen aber, dass die Beatles darauf ihre Spuren hinterlassen haben (also wird es mit ziemlicher Sicher­heit großartig sein). Es stammt aus dem Jahr 1965, in dem die „Fab Four“ das Shea-Baseballstadion in New York und die Hollywood Bowl in Los Angeles füllten. Und es ist das Jahr ihres genialen Albums „Rubber Soul“ – also könnten sich auf diesem Band Spuren von „Drive My Car“, „Nowhere Man“ oder „Michelle“ befinden.

John, Paul, George und Ringo: Als Beatles veränderten sie die Musikwelt wie keine andere Pop-Band.

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THE RED BULLETIN

HENRY LEUTWYLER, GETTY IMAGES

REKORDZEIT


L IF E HACKS

Science-Bastler

GENIALE TRICKS BEI STURM UND NÄSSE Schlaue Lösungen für konkrete Probleme, Volume 13: Vom Schlechtwetter überrascht wird jeder einmal. Wie du mit Klebeband, Papier und Müllsäcken dem Regen trotzt.

REGENSCHIRM REPARIEREN

SCHUHE TROCKNEN

Der Kugelschreiber-Trick Wenn der Sturm den Bezug von den Speichen reißt, wird jeder SchirmZ nutzlos EITU– ein trauriger Anblick. NG als du denkst. Aber Reparieren geht leichter,

News mit Saugkraft

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NG Nasse Füße bekommen? Schuhe nicht auf die Heizung stellen! Die Zeitung von gestern ist 1h besser.

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1h

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Zeitungspapier zerknüllen, in den Schuh stopfen, warten.

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2 Erwärme das Plastik, sodass es formbar wird (aber nicht an­ kokeln!). Mithilfe der Schere verengst du das Röhrchen an einer Stelle abseits der Mitte (nicht abschneiden!).

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Nimm ein dünnes Plastikröhrchen aus einem defekten Kugelschreiber. Schneide ein etwa 2 cm langes Stück ab. Das wird die neue Öse.

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1

REGENJACKE BASTELN

Wir nennen es Trashy Chic Vom Wetterumschwung überrascht? So machst du aus einem Müllsack einen feinen Regenschutz.

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oben

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oben

3 Das Röhrchen auf

die Speiche stecken. Mit Nadel und Faden die Schirm-Bespan­ nung an der vereng­ ten Stelle des Röhr­ chens befestigen. Hält vielleicht sogar besser als zuvor.

Müllsack entlang der Linie auf­ schneiden. Kapuze (li. u.) über­ ziehen, an den Laschen zubinden.

SNEAKERS PIMPEN

SASCHA BIERL

Sport trotz Regen: Mit Gaffer Tape machst du deine Laufschuhe temporär wasserdicht.

Vorfuß und Obermaterial mit drei Tape-Streifen abdichten.

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CLEMENS MAKANAKY

Eine Ausrede weniger

THE RED BULLETIN


Date mit dem Schweinehund

Verrückte Distanzen, atemberaubende Höhenmeter, unmenschliche Bedingungen: ULTRAMARATHONS sind das beste Transportmittel, um an seine Grenzen zu gelangen. Aber warum will man überhaupt dorthin? Wir haben ein paar Nachzügler gefragt. Text ANDREAS WOLLINGER  Fotos KELVIN TRAUTMAN

Der Comrades-Ultra­ marathon wird seit 1921 ausgetragen: Er sollte an die Strapazen von Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnern.

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THE RED BULLETIN


„Ich bin immer wieder überrascht, wie viel ein wenig Hilfe bewirken kann.“

SkyRun 100 Südafrika

Adrian Saffy, 48, Eventmanager Der Lerneffekt bei extremen Erfahrungen ist riesig. Fast jeder nimmt etwas fürs Leben mit. Adrian Saffy etwa hilft einer Frau, die im Begriff war aufzugeben, über einen Anstieg 30 Kilometer vor dem Ziel. „Wenn du ein wenig Hilfe bekommst“, sagt er, „bist du oft stärker, als du vorher geglaubt hast.“

START Lady Grey

Start: Lady Grey Ziel: Wartrail Country Club Distanz: 100 km Höhenmeter: 4445 Checkpoints: 9 Monat: November Siegerzeit: 13:23:46 Std. Challenge: Orientierungslauf in einsamen Bergen skyrun.co.za

ZIEL Wartrail Country Club

Louise Clamp war schon zweimal am SkyRun 100 gescheitert. Beim dritten Versuch hatte sie es nach knapp 30 Stunden schon fast ins Ziel geschafft, doch die letzten 400 Meter brauchte sie ein bisschen Unterstützung für das Happy End.

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Die vierte Etappe führt auf den Ötztaler Gletscher. Würden sich die Läufer umdrehen, hätten sie eine präch­ tige Aussicht auf das Ötztal bis Mandarfen.

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THE RED BULLETIN


„Wenn du an deine Grenzen gehst, kannst du alles rundherum vergessen.“ Rutger Kleemans, 45, Rechtsanwalt Warum man sich all die Stra­ pazen antut? „Ich schätze, ich möchte mich wieder wie ein zehnjähriger Bub fühlen“, sagt Rutger, „dessen einziges und unmittelbares Ziel es ist, an die Spitze des Baumes zu klettern, und nichts anderes zählt.“

START Oberstdorf

ZIEL Sulden am Ortler

Transalpine Run von Deutschland nach Italien

Start: Garmisch/Oberstdorf Ziel: Brixen/Sulden Distanz: 257 km Höhenmeter: 16.398 Etappen: 7/8 Monat: August/September Siegerzeit: 28:53:02 Std. Challenge: Alpenüberquerung im Laufschritt transalpine-run.com THE RED BULLETIN 

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„Es war so ein Gefühlschaos. Und dann brach es einfach aus mir heraus.“ Sylvia Fiedler, 42, Physiotherapeutin Sie hatte sich gefürchtet vor dieser langen, schwierigen dritten Etappe. Weil sie trotz einer Verletzung an den Start gegangen war. Und dann, fünf Kilometer vor dem Etappenziel, in einer Verpflegungsstation, die Erkenntnis: Ich hab’s bald geschafft. Dann kamen die Tränen zwischen Schmerz und Erleichterung. Zwei Tage später musste Sylvia den Gesamt-Marathon aufgeben. Macht nichts. „Es tut gut, zu wissen, dass man auch mit dem Scheitern klarkommt.“


90 Kilometer auf Asphalt sind für Muskelapparat und Knochengerüst eine gewaltige Herausforderung. Mike greift da aus Erfahrung zu den harten Bandagen.

ZIEL Pietermaritzburg

„Ich bin ein Durchschnittstyp. Was ich erreiche, kann jeder schaffen.“ Mike Evered-Hall, 75, Pensionist Mike Evered-Hall zählt zu den Ältesten beim Comrades-Ultramarathon, 23-mal hat er schon teilgenommen. Sein Geheimnis? „Ich halte mich von Kaffee, Nikotin und anderen schädlichen Substanzen fern“, sagt er, „dafür frisches Obst und Gemüse, viel Training und genügend Schlaf. Das ist alles.“

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START Durban

Comrades Marathon Südafrika

Start: Durban Ziel: Pietermaritzburg Distanz: 90 km Höhenmeter: 1700 Checkpoints: 6 Monat: Juni Bestzeit: 05:26:34 Std. Besonderheit: ältester Ultramarathon der Welt comrades.com

Denise Herdien, 58, bei einem ganz persönlichen Triumph: Sie hat die halbe Distanz des Ultramarathons geschafft, 17 Sekunden vor dem Cutoff.

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Die Einsamkeit der Nacht: Läufer am Lion’s Head oberhalb von Kapstadt

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Geraldine van Tromp bei der härtesten Passage des Rennens, dem Anstieg an der Hout Bay, 55 Kilometer vor dem Ziel. „Meine Energiereserven waren auf dem Tiefpunkt.“

Teilnehmer von Ultrabewerben sind Meister im Vorhersehen von Schmerzen. Abgeklebte Brustwarzen zählen da zu den einfacheren Übungen.

Ultra-trail Cape Town Südafrika

„Es ist fast eine spirituelle Erfahrung, den Körper arbeiten zu spüren.“ Geraldine van Tromp, 42, Ingenieurin

Start/Ziel: Kapstadt, Gardens Tech Rugby Club Distanz: 100 km Höhenmeter: 4300 Checkpoints: 7 Monat: November Siegerzeit: 9:51:00 Std. Challenge: sehr steile An- und Abstiege ultratrailcapetown.com START/ZIEL Gardens Tech Rugby Club, Kapstadt

„Es ist leicht, hinter den Rollen als Ehefrau, Mutter und Ingenieurin verlorenzugehen“, sagt Geraldine van Tromp. Der Ultralauf war „eine Gelegenheit, für mich allein zu sein, beim Training und beim Rennen. Und ich habe dabei gelernt, dass ich stärker bin, als ich je ­geglaubt hätte.“ Ihre Zeit im Ziel: 15 Stunden, 48 Minuten, 44 Sekunden. THE RED BULLETIN 

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„Es war ein harter Kampf bis zur Ziellinie, körperlich und geistig.“ Joseph Chick, 42, Sozialarbeiter

Sieben Jahre hatte Joseph Chick auf eine Teilnahme gehofft, doch als er dieses Jahr endlich am Start stand, wusste er, dass sein größter Wunsch nicht in Erfüllung gehen würde: Er hätte seinen Eltern gern gezeigt, wozu er imstande ist, aber da waren beide schon tot. „Ich bin nicht religiös oder spirituell, aber ich hatte sie die ganzen 100 Meilen in meinem Herzen, auch wenn es das nicht unbedingt leichter machte.“

ZIEL Auburn

START Squaw Valley

Western States 100-Mile Endurance Run Kalifornien, USA

Start: Squaw Valley Ziel: Auburn Distanz: 161 km Höhenmeter: 5500 hinauf, 7000 hinunter Checkpoints: 20 Monat: Juni Bestzeit: 14:09:28 Std. Challenge: Schnee auf den Pässen, Hitze in den Tälern wser.org

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Geschafft! Auf dieser Wiese nach dem Ziel lecken die Finisher ihre Wunden. Lauter Helden!

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INMA SANCHEZ UNIVERSAL MUSIC

Billie Eilish im Hier und Jetzt: Wenn sie um die Welt tourt, versetzt die Fans in einen Ausnahmezustand.


HE RO ES

Billie Eilish

VON DER ENERGIE DES AUGENBLICKS

Billie Eilish, 17, katapultierte sich gleich mit ihrem ­Debütalbum „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ an die Spitze der Charts. Ihr Erfolgsprinzip? Nichts planen. Und jeden Moment auskosten.

B

illie Eilish hat ihr ­Debütalbum in Zu­ sammenarbeit mit ­ihrem älteren Bruder Finneas im Haus ihrer Eltern in L. A. aufgenommen. Dort begaben sich die beiden auf eine Reise in ihre Kindheit, um etwas in Musik zu verwandeln, das sie beide beschäftigt: die Angst vor dem Erwachsen­ werden. Entstanden sind eine Reihe persönlicher Songs, die entgegen den Trends der aktu­ ellen Popmusik düster, melan­ cholisch, kühl daherkommen – und die Zuhörer wahrschein­ lich gerade deshalb in ihren Bann ziehen. Und noch etwas trug zum Erfolg bei: Während ihrer kreativen Arbeit liessen sich Billie und Finneas nie ­unter Druck setzen.

„Wenn man sich mit einer möglichen Zukunft beschäftigt, erstickt man das Jetzt.“

the red bulletin: Wir ­haben den Eindruck, dass du nicht in erster Linie nach Erfolg strebst – ist das so? billie eilish: Ja. Mehr als um den Erfolg geht es mir um Spontaneität und die Energie des Augenblicks. Das Album ist die Konsequenz einer ­Achterbahn von Gefühlen, die ungefiltert rauswollten. Das Besondere an dieser Methode, wenn man sie denn so nennen will, ist, dass man die Dinge einfach tut, ohne sie zu hinter­ fragen. Darin liegt ein gewisser Zauber. Man gerät in einen tranceartigen Zustand, in dem man ein bisschen verrückt, aber auch sehr authentisch ist. Woher kommt diese doch sehr abgeklärte Sicht der Dinge? Ich hatte schon immer das Be­ dürfnis, den Moment intensiv zu erleben. Wenn ich esse, denke ich an die Köstlich­­ keiten, die vor mir stehen. Während der Ballettstunden spüre ich meinen Körper ganz bewusst. Beim Klavierspielen tauche ich in die Noten ein. Und wenn ich komponiere,

suche ich die Verbindung zu meinen Gefühlen, die mich zu Worten inspirieren. Un­ bewusst habe ich es immer vorgezogen, keine grossen Träume zu haben – ich möchte einfach nur da sein. Meine Eltern waren mir da stets ein Vorbild: Sie haben hart ge­ arbeitet, sich aber immer Zeit für anderes gegönnt, um sich vom Stress nicht die Lebens­ freude nehmen zu lassen. An die Zukunft zu denken erzeugt Stress? Genau. Darum möchte ich gar nicht daran denken. Wenn sich der Kopf mit Vergangenem oder mit einer möglichen Zukunft beschäftigt, erstickt man das Jetzt. Für mich ergibt das keinen Sinn, denn so kann man den flüchtigen Moment, den man gerade erlebt, gar nicht wahrnehmen. Wir leben ja permanent auf der Überholspur … Ja, es ist absurd. Ungefähr so: „Los, schnell ans Ziel – aber wo ist das Ziel eigentlich?“ Ich habe gelernt, jede meiner Lebensphasen zu geniessen. Nachdem die Aufnahmen extrem gut verlaufen sind und mein erstes Album herausgekommen ist, denke ich nicht an das, was eines Tages passieren könnte. Ich kon­ zentriere mich auf das, was jetzt ansteht. Zum Beispiel mit vielen Leuten darüber reden. Ohne Ziele kreativ sein – geht das überhaupt? Ich glaube einfach nicht daran, auf ein im Vorhinein festgelegtes Ergebnis hinzu­ arbeiten. Und es mir prinzi­ piell egal, was andere sagen. Was mich interessiert, ist, wie ich mich fühle und was ich über mich selbst denke.

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HE RO ES

Als mein Bruder und ich die Songtexte schrieben, wollten wir in erster Linie Geschichten erzählen – manche sehr per­ sönlich, andere fiktiv, aber sie haben alle mit Dingen zu tun, die man sich in anderer Form nicht auszusprechen traut. Und wenn man in seinen Träu­ men rumzuwühlen beginnt, kann das auch ziemlich her­ ausfordernd sein. Aber so gehe ich nun mal ans Songwriting heran. Ich wüsste gar nicht, wie ich es anders machen sollte.

Lohnt es sich denn, bei etwas­ zu leiden, das du liebst? Seit wir den ersten Song auf­ genommen haben, sind wir extrem happy, weil uns das Musikmachen Freude bereitet – so einfach ist das. Es läuft gut, und wir freuen uns über den Erfolg, aber wir waren auch davor schon glücklich. Irgendwann habe ich mal jemanden sagen hören, dass das Glück nicht das Ziel der Reise ist, sondern die Art, wie man reist. Das ist genau meine Philosophie.

Aber im Musikbusiness gibt es ja schon einen gewissen Druck, erfolgreich zu sein … Druck erzeugt Stress, und Stress macht dich krank.

Die aktuellen Musiktrends zu ignorieren – ist das auch eine Philosophie? Ich habe grossen Respekt vor denen, die diese Rolle über­

DIE SCHRÄGSTEN OUTFITS VON BILLIE

Mit den Klamotten hält es die 17-jährige Amerikanerin wie mit der Musik: alles gaaanz entspannt. Erlaubt ist, was persönlich flasht.

nehmen, aber ich will lieber auf der anderen Seite bleiben. Ich mache nur die Musik, von der ich etwas verstehe. Viel­ leicht kommen irgendwann mal andere Musikformen dazu, so oder so werde ich aber nur das umsetzen, was mir persönlich entspricht. Ich werde nie versuchen, jemand anderer zu sein. Spontaneität vor Planung und Authentizität vor Erfolg. Aber was spricht wirklich gegen ein gut durchdachtes Musikprojekt? Während der Aufnahmen gab es Momente, in denen wir uns von den vorherigen Proben total entfernten. So etwas ­geschieht, wenn man nicht darüber nachdenkt. Es passiert­ einfach, und am besten lässt man es zu. Die Intuition leitet uns, sie zeigt uns, wie der Song aufgenommen und wie er am Ende veröffentlicht ­werden soll. Dafür gibt es ­keine Erklärung, es ist eine reine Frage des Gefühls.

WORTLOS AUFFÄLLIG So vermeidet man mit­ hilfe von Louis Vuitton Smalltalk und bleibt trotzdem im Gespräch.

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NO HANDSHAKE Mit freundlichen ­Grüssen vom Mode­ label Calvin Klein. Oder doch von Pumuckl?

ZIEH LEINE, MANN! Oder: Wenn alle Stricke reissen, bleibt noch ­immer eine Karriere als Fashion-Blogger.

KRIMINELL COOL Das Längsgestreifte im Knast-Stil macht schlank – dazu gehen auch Baggy Pants.

Und wenn das nicht so wäre, wären dann Inspiration und Kreativität blockiert? Auf jeden Fall, denn es fällt schwer, kreativ zu sein, wenn man unter irgendeiner Art von Stress steht – insbesondere, wenn es sich dabei um Zeit­ druck handelt. Daran würde man langsam, aber sicher ­zugrunde gehen. billieeilish.com

THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES

Das setzt voraus, dass man sehr entspannt an die Sache herangeht. Das ist natürlich der Idealfall. Wir hatten das Glück, keine Deadlines einhalten zu müs­ sen. Das sorgte für ein Gefühl absoluter Freiheit. Jeder Schritt in unserem Projekt er­ folgte vollkommen stressfrei. Aber mir ist bewusst, dass das ein Luxus ist in einer Zeit, in der alles im Eiltempo erledigt werden muss.


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HE RO ES

„ICH BIN FAST ERTRUNKEN“ „Fast & Furious“-Star Jason Statham steht nicht nur im Kino für Action. Der 52-Jährige weiß lebensgefährliche Situationen auch in der Realität zu meistern.

T

he red bulletin: Ihre Filmcharaktere schwebten sehr oft in Lebensgefahr. Aber was war die brenzligste Situation, die Sie in der Realität über­ stehen mussten? jason statham: Während des Drehs zu „Expendables 3“ bin ich fast draufgegangen. Für Probeaufnahmen musste ich in einem drei Tonnen schweren Tieflader auf eine Hafenmauer zusteuern. Allerdings hatte ich diesen Wagen nie gefahren, die Gangschaltung war mir ein bisschen suspekt. Ich war mit rund 50 Sachen unterwegs, als ich den Punkt erreichte, wo ich stoppen sollte; also trat ich auf die Bremsen – nichts.

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Wie reagiert man da am ­besten? Ich versuchte mich aus dem Sitz zu drücken, damit ich leichter aus dem Auto hinaus­ kam. Aber als ich das geschafft hatte und meine Hände an die Tür legte, knallte der Truck gerade ins Meer. Und weil das Fenster unten war, strömte das Wasser in einem richtigen Schwall herein, und die Kabine war binnen einer Sekunde voll. Was geschah dann? Normalerweise würdest du tief einatmen, denn das gibt dir Luft für rund eineinhalb Minuten. Aber weil alles so schnell passierte, kapierte ich, dass ich keine Extraluft hatte. Ich war unter Wasser und sank immer tiefer in eine dreckige, finstere Brühe. Da geriet ich in Panik. Wie tief waren Sie da? Wahrscheinlich fünf bis zehn Meter. Aber dann bekamen Sie die Situation unter Kontrolle? Nein. Denn plötzlich trieb ich wie schwerelos im Wasser. Ich wusste nicht mehr, wo das Fenster war, mein Kopf krachte gegen die Decke. Ich tastete herum, völlig orientierungs­ los, versuchte mich wieder zu fassen. Ich schwamm herum, suchte nach dem Fenster, das

ich dann auch fand. Und als ich mich rausziehen wollte, verfing sich das Pistolen­ halfter, das ich am Bein trug, im Lenkrad. In diesem Moment schwankte ich zwischen „Ich werde es schaffen, ich muss das hinkriegen“ und „Oh Scheiße“. Da verstand ich plötzlich, was es heißt, zu ertrinken. Können Sie dieses Gefühl beschreiben? Mein Reflex war es, den Mund zu öffnen und Luft zu holen. Aber dann begriff ich, dass es die nicht gab, also hielt ich ihn geschlossen. Und dann? Ich kam frei, kämpfte wie wild, machte einen Schwimm­ zug nach dem anderen. Und mit dem buchstäblich aller­ letzten Zug brachte ich meinen Kopf an die Oberfläche, und ich war am Leben. Es war eine ganz, ganz üble Erfahrung. Wie hat das Ihre Lebens­ einstellung geprägt? Alles wird mit einem solchen Erlebnis neu kalibriert. Seit diesem Tag schätze ich es ­total, dass ich am Leben bin und auf dieser Erde herum­ spazieren darf. Irgendwie sollte jeder einmal so etwas durchmachen, damit er eine neue Perspektive auf sein ­Dasein bekommt. Jason Statham ist derzeit mit „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ im Kino.

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RÜDIGER STURM

Jason Statham

Aber alle haben überlebt? Ja, aber als ich das mitbekam, merkte ich auch, dass ich über den Rand der Hafen­mauer in das verdammte Meer fuhr. Drei Meter in die Tiefe.

„Ich sank immer tiefer in eine dreckige, finstere Brühe.“

TRUNK ARCHIVE

Die Hydraulik war im Eimer. Plötzlich hörte ich einen ge­ waltigen Knall. Ich dachte, ich sei in den Wagen gekracht, in dem die Kameracrew saß, und hätte alle gekillt. Das war für mich das schwärzeste Gefühl überhaupt.


Statham tut nicht nur so, als ob: Er ist auch im wirklichen Leben hart im Nehmen.


HE RO ES

LIEBE DEINE GEGNER

Warum es klug ist, seine Kontrahenten anzufeuern: Deutschlands Zehnkampf-Star Niklas Kaul weiß, wie man sich gegenseitig zu Höchstleistungen pusht.

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he red bulletin: Du bist U23-Europameister im Zehnkampf und hast gerade eine persönliche Bestmarke von 8572 Punkten aufgestellt. Dabei hattest du vorher schon 8400 Punkte als dein „großes Ziel“ definiert. Wie schafft man es, seine Erwartungen derartig zu übertreffen? niklas kaul: Das geht nur, wenn auch deine Gegner stark sind und man sich gegenseitig pusht. Aber die mentale Kom­ ponente ist nur ein Punkt: Ich hatte vorher außerdem die Trainingsumfänge reduziert und habe mich daher frischer gefühlt.

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Wie geht ihr Athleten bei so einem langen Wettkampf miteinander um? Das ist unter uns Zehnkämp­ fern wirklich speziell: Wir sind Freunde. Anders würde es auch gar nicht funktionieren. Wie bitte? Am Ende steht einer auf Platz 1, ein anderer auf Platz 10 – trotzdem ist man gut Freund? Genau. Man feuert sich gegen­ seitig an, baut sich auf und hilft einander aus dem Tief, das unvermeidlich auftaucht. So pushst du dich gegenseitig. Wenn alle rund um dich ex­ zellent performen, zieht dich das mit. Wir kämpfen ja nicht in erster Linie gegeneinander, sondern um Weite, um Zeiten, um Punkte. Kein Neid? Nein, Respekt vor der Leistung der Gegner. Ärgere dich lieber über deine eigene schlechte Leistung als darüber, dass jemand anderer etwas Tolles geschafft hat – wenn du schon unbedingt negative Gefühle aufkommen lassen willst.

Der Ertrag für den Einzelnen ist größer, wenn er alle rund um sich unterstützt? Unterschrift! Zu hundert Pro­ zent. Deine Eltern, beide Ex-Spitzensportler, trainieren dich. Wie darf man sich eure Zusammenarbeit vorstellen? Wir verstehen uns wirklich gut, Reibungspunkte sind eher die Ausnahme. Ich glaube auch, dass sich Menschen in einem harmonischen Umfeld wohler fühlen und besser performen, als wenn es nur darum geht, cooler und toller zu sein als der andere.

WÜSTEN-SPIELE

Ende September beginnt die Leichtathletik-WM 2019 in Katar. Der Zehnkampf mit Niklas Kaul wird einer der Höhepunkte bei der Leichtathletik-WM in Doha, Katar (27. 9. bis 6. 10.). Top-­ Favorit ist der französische Titel­ verteidiger Kévin Mayer, der mit 9126 Punkten auch den Welt­ rekord hält. Wegen der großen ­Hitze werden die 400- und die 1500-Meter-Läufe der Zehnkämpfer um Mitternacht gestartet.

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WERNER JESSNER

Niklas Kaul

Und wie macht man das? Wir haben alle Stärken und Schwächen, Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Egal ob beim Sport oder woanders: Es wird nie alles nach Plan laufen. Du darfst das nicht an dich rankommen lassen. Abhaken, weiter. Das ist über­ haupt das Geheimnis: Halte die Ausrutscher nach unten möglichst gering. Im Zweifels­ fall weniger Highlights, dafür keine Nieten.

Kein Brusttrommeln am Start? Das würde eher als lächerlich empfunden werden. Du gehst nach dem finalen 1500-MeterLauf auch gemeinsam auf eine Ehrenrunde – vom Ersten bis zum Letzten. Jeder weiß, was die anderen geschafft haben, wie sehr ihre Körper schmer­ zen. Das verbindet mehr, als Platzierungen trennen. Und mit Blick auf mein Studium: Da kommt man gemeinsam auch besser vom Fleck.

WAYNE REICHE/RED BULL CONTENT POOL

Beim Zehnkampf gehst du zwei volle Tage lang ans ­Limit. Wie steht man das durch? Indem du locker bleibst, selbst wenn es in einzelnen Disziplinen hakt.


„Im Zweifelsfall: weniger Highlights, dafür keine Nieten.“ Niklas Kaul, 21, über Konstanz als Erfolgsrezept im Zehnkampf


Ein Mann ohne Gesicht als Superheld der Generation Instagram? Mit einer Panda-Maske verwandelte sich Carlo in den Rapper Cro – und damit in eine Kunstfigur, die bis heute nur ein Ziel hat: authentisch sein. Plus: die Macht der Maske – acht weitere Künstler im Zitat, warum sie ihr Gesicht verstecken. Text STEFAN NIEDERWIESER Foto NORMAN KONRAD  Illustrationen TOM MACKINGER

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THE RED BULLETIN


Rapper Cro auf Instagram: kreativ verstecktes Antlitz für 541.000 Fans

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Bilder aus Cros Instagram-Feed: Ein Geheimnis erhöht die Spannung, es bietet Schutz. Beides hilft Cro, so zu sein, wie er ist.

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E

asy. Ganz easy mischte Cro vor acht Jahren den deutschen Rap auf. „Easy“, so hieß seine erste Single, die geschmeidige Wortspiele in entspannte Beats bettete. 21 Jahre war dieser Junge aus Stuttgart alt, als sie rauskam. Kurz zuvor hatte Carlo – so sein ­bürgerlicher Name – noch Cartoons für eine Zeitung gezeichnet, der musikalische ­Unterricht lag in der Vergangenheit, war aber nicht in Vergessenheit geraten. Er setzte sich eine Panda-Maske auf und wurde zu Cro. Und dann steppte, ­Pardon, rappte der Bär. Das Video schlug über Nacht ein, der Song räumte Platin (Schweiz und Österreich) und dreifach Gold (Deutschland) ab. Und das in einer Zeit, als Deutsch-Rap in künstlerischen Seichtgewässern dahindümpelte. Mit Cro kam eine neue Welle. Er war kein Kleinganove aus dem Plattenbau, aber auch kein weichgespülter Weltverbesserer. Cro war anders. Er war un­ beschwert und lässig. Und er kannte die hübschesten Frauen.

„Ich hatte einfach diese Idee davon, im Bus zu sitzen, von niemandem erkannt zu werden und zu lauschen, wie Leute über mich reden.“ – Sido Außerdem hatte er ein Geheimnis. ­ atürlich wollten die Leute wissen, wer N Cro ist. Wer verbirgt sich hier? Warum tut er das? Und wann taucht vielleicht auch das erste Bild ohne Maske auf? Ein Geheimnis erhöht immer die Spannung. Und ein Geheimnis bietet auch Schutz. Beides hilft Cro, so zu sein, wie er ist. „Ich bin immer echt“, sagt Cro im ­Interview. „Die Maske dient dazu, meine Fans auf meine Musik und Kunst zu

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l­ enken und sie nicht mit meinem Aus­ sehen abzulenken.“ Und warum aus­ gerechnet ein Panda? „Das war einfach die coolste Maske, die es auf dieser Internetseite gab, und deswegen habe ich sie

„Make-up schien der perfekte Weg für jeden von uns, sich einen Charakter zu geben, der uns als Individuen definiert und versinnbildlicht.“ – Kiss völlig hirnlos bestellt.“ Neu ist die Taktik freilich nicht. Bereits seit Jahrtausenden nutzen Menschen Anonymität und Narren­freiheit einer Maske, um sich ­gesellschaftlichen Konventionen zu ent­ ziehen, im Amphitheater, bei Masken­ bällen, im Karneval. Wenn die Person in den Hintergrund tritt, tritt ihr Handeln in den Vordergrund. Und genau das wollte Cro: fokussieren. Bei ihm sind es die Musik und seine Texte, in denen er ausdrückt, was ihn beschäftigt. Weil seine Fans sein Gesicht oder ­seine Mimik auf der Bühne nicht beurteilen können, müssen sie ihm tatsächlich zu­ hören. Das schafft Freiheit. So kann er sich einfacher treu bleiben. Sich treu zu bleiben, das ist nicht immer einfach. Cro ist heute keine 21 mehr, er hat sich künstlerisch verändert, sein letztes Album heißt „Tru“. Darauf probiert er mehr aus, echte Instrumente statt Loops aus dem Pult, nostalgische Sounds und

„Ich mache das nicht, weil ich denke, dass ich hässlich bin. Ich versuche ein wenig Kontrolle über mein Image zu haben. Und es erlaubt mir einen Funken Privatsphäre.“ – Sia

Effekte. Die Songs erstrecken sich teilweise weit über fünf Minuten, man spürt die hitzige Atmosphäre förmlich aus den Boxen tropfen. Seine Stimme klingt ab­ geklärter. Das Video zu „Computiful“ ist voll mit Palmen, Kassetten, Bikinis, hübschen Mädchen mit Schmollmund, pink-violetten Farben und Bildern, die an VHS-Ästhetik und frühes Internet er­ innern. Sie wechseln in rasend schnellen Schnitten. „Ich hab auf Tinder kein’n Bock“, singt er dort immer wieder. Dennoch swipt sich der Protagonist des Songs durch die D ­ ating-App, sucht „computed love“. Aber eine falsche Nachricht, und schon ist er von Maria abgeturnt. So lange, bis die nächste Maria kommt … Cro untersucht in seinen Songs Liebe im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit. „Scheiß auf Hype und auf Fame,

„Kraftwerk und Ziggy Stardust und Kiss – die Leute glaubten, die Helme seien Marketing oder so etwas, aber für uns war es Sci-Fi-Glam.“ – Daft Punk mach das Internet kaputt“, singt Cro. Dass Liebe heute nicht einfacher geworden ist, auch wenn schlaue Algorithmen sie verwalten. Diese Liebe mit ihren Wider­ sprüchen zu beschreiben ist eigentlich viel mehr, als man von einem Hip-Hopoder Rap-Song e­ rwarten kann. Cro komponiert eine ­Collage des modernen Lebens. Der Album­titel „Tru“ ist weniger Hand aufs Herz als Faust aufs Auge. Tru sein, echt sein, das bedeutet im Hip-Hop oftmals, dass man nicht den ­gleichen Weg geht, den die meisten ­gehen. Rapper erzählen ganz gerne von ihren A ­ utos, Alkohol oder diversen Sub­ stanzen, die sie auf dem Weg nach ganz oben verkonsumieren. Credibility wird zur Marke, die Marke zur Trademark. Die Sweater von Supreme oder Palace, die Sneakers von Balenciaga oder Yeezy.

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„Ich spiele schon so lange, aber niemand erkennt mich, und ich kann so sein, wie ich bin.“ – Sbtrkt Cro tickte früher nicht anders. Er erzählte von vier Mercedes-Benz, die auf ihn angemeldet waren, und Fünf-SterneHotels, in die er laufend eincheckt. Die übliche Angeberei. Mittlerweile braucht er das nicht mehr, und er braucht auch keine Leute, die andere nur kopieren. Ob seine Fans auch so fühlen wie er? „Ich hoffe, dass ich denen das wenigstens mitgeben konnte und sie darüber nachdenken, was sie wirklich benötigen, um glücklich zu sein“, sagt Cro. „Ich mach immer das, was mir Spaß macht und was ich zu hundert Prozent fühle. Das wirtschaftliche Ergebnis ist erst einmal egal“, so Cro weiter. Seine ­ersten b ­ eiden Alben brachten Pop und Rap zusammen, easy Refrains, Zeilen über das gute Leben, coole Beats. Cro brach ­damit Rekorde, er musste immer weiter, lief und lief wie Forrest Gump. Im gleichnamigen Song „Forrest Gump“ schildert er seinen Weg. Sein Vater meinte früh zu ihm, er solle lieber etwas Solides machen. Aber statt im Hamsterrad des Lebens anzutreten, hat Cro alles auf Risiko gesetzt. Und wie bei Forrest Gump liefen hinter ihm bald mehr und mehr Fans ein Stückchen seines Weges mit.

„Wir gehen mit Maske auf die Bühne und sind anschließend ohne Maske die Jungs, die wir immer waren. Die Masken schützen uns auch davor, dass wir unsere Egos zu sehr aufblasen.“ – Genetikk

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Und plötzlich blieb Cro stehen. Blieb stehen und ging nach Hause. Er fragte sich, was wichtig ist, was echt ist und was fake. Das Ergebnis war „Tru“. Wenn man sich überlegt, was echt ist und was fake, was richtig und was falsch, kann einem leicht schwindlig werden. Denn es ist ja so: Ich bin immer ich. ­Insofern bin ich immer echt. Aber in echt vielleicht noch auf dem Weg. Im Englischen gibt es den Spruch „Fake it till you make it“, salopp übersetzt „Tu so lange, als ob, bis du es geschafft hast“. Diese Spielwiese zwischen Sein und Schein ist der fruchtbare Nährboden für Social Media.

„Ich habe sie für meinen ersten offiziellen Deadmau5-Gig getragen, und alle haben mich angesehen in der Art ‚Was zur Hölle?‘. Ich habe sie aufgesetzt – und los! Ja, ich bin Deadmau5, hier ist mein Mäusekopf.“ – Deadmau5 Und Cro hat sich seinen ganz eigenen Reim darauf gemacht. Im Video zu „Unendlichkeit“ stürzt er aus einem Fenster, das aussieht wie ein Instagram-Post, er fällt an einem Feed von Fotos entlang ins Leere. Cro spricht aus, was sich andere nur denken: „Viele Leute auf Instagram sind fake.“ Die Villa, das Boot, der Urlaub und die Partys, alles nur getrickst. Cro ist ein Phänomen. In einer Zeit, in der es so viele Bilder gibt wie noch nie, ist er ein Star geworden, weil er sein Gesicht eben nicht herzeigt, weil er das Spiel nicht mitspielt und stattdessen lieber ­Dinge postet, die ihm wichtig sind und die ihn inspirieren. Natürlich kündigt er auch neues Material an oder Konzert­ termine. Seine Maske gibt ihm dennoch eine Freiheit, sich auszudrücken, die

­ ußergewöhnlich ist. Und Cro scheint a ­einen gesunden Umgang mit modernen Kommunikationsplattformen zu haben. Er verteufelt sie nicht, Verbote oder strikte Auszeiten vom Smartphone machen das

„Wenn du eine Maske aufsetzt, verlässt du deine eigene Zeit, und du lässt die Welt hinter dir, in der man sich über Auf­ richtigkeit lustig macht, du bewegst dich in eine Welt von Superhelden, wo Sailor Moon und Spider-Man, die vollkommenen modernen Role Models, zu finden sind.“ – Pussy Riot Leben nur unentspannt, sagt er. Aber wenn etwas Spannendes passiert, lässt er das Handy links liegen. Von Batman bis Spider-Man – auch ­Superhelden tragen Masken. Zum Schutz ihrer wahren Identität. Das findet auch Cro super. „Ich laufe durch die Straßen und werde null erkannt, einmal im ­Monat vielleicht. Das ist gut für meinen Charakter. Hätte ich die Maske nicht, wäre ich, glaube ich, anders zu fremden Menschen. Dann hätte ich wahrscheinlich Star­allüren. Wenn ich den Schutzschild Maske nicht hätte, bräuchte ich den Schutzschild des Arschlochseins.“ ­A llerdings existieren diese zwei Welten nicht ohne Konflikte, bei Superhelden nicht und auch nicht bei Cro. Im Video zu „Baum“ fährt er einen weißen Lotus Esprit, wie ihn einst auch James Bond ­gefahren hat. Plötzlich steht sein Alter Ego vor ihm. Carlo und Cro auf Kollisionskurs. Im Video finden Fiktion und Traum, virtuelle Realität und das echte Leben mit atemberaubenden Bildern zueinander. „Easy“ ist schon lange her. Das hier ist große Kunst. Und gleichzeitig ist es tru.

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20-21 | 09 | 1 9 FESTSAAL KREUZBERG BERLIN BATTLES | WORKSHOPS REDBULL.COM/CYPHERGERMANY


ALE DI LULLO

Abflug: Mountainbiker Erik Fedko steht Kopf – sein selbst gebauter Kicker hat ihn in diese Lage katapultiert.

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Bau wie Mountainbike-Star ERIK FEDKO einen Kicker.

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Gönn dir wie Kletterer ALEX MEGOS ein Gipfeldinner.

Kraxle wie Trail­ runner FLORIAN NEUSCHWANDER auf den Hochstaufen.

Fahr wie Ski-Ass JOHANNA HOLZ­ MANN mit dem Bike zum Powder.

Cruise wie Segler THOMAS PLÖSSEL übers Wochenende von See zu See.

ABENTEUER FÜR DEINEN ACTION-HERBST

Ab Oktober wirst du melancholisch? Wir hätten da was für dich: Outdoor-Erlebnisse zum Nachmachen, empfohlen von Top-Athleten – vom entspannten Seen-Hopping mit der Elektro-Jolle bis zum aufregenden Bike-Trip in den Pulverschnee. Text MERLIN GRÖBER


MOUNTAINBIKE

Anleitung:

FÜR ÜBERFLIEGER

NÜTZE DEINE SCHANZE Als Slopestyle-Ass überwindet Erik Fedko jedes Hindernis. Hier zeigt er, wie du dein eigenes baust (und drüberspringst).

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Erik Fedko

Träume werden wahr

W

enn ich auf meinem Rad sitze, fühle­ ich mich frei. Mein Sport gibt mir ­Lebensfreude – und die Möglichkeit, um die ganze Welt zu reisen. Doch obwohl ich so viel rumkomme: Der schönste Ort für mich ist zu Hause im Ruhrgebiet bei meinen Eltern und Freunden. Mit meinem Dad baue ich gerade eigenhändig ein Trainingsgelände in der Nähe von Dortmund. Den acht Meter hohen Startturm mit anschließendem Holzsprung und Erdlandung ­haben wir schon fertig gebaut. So ein eigenes Trainingsgelände ist ideal. Damit kann ich mich noch besser auf meinen Traum vorbereiten: Slope­style-Weltmeister zu werden. Dass Träume wahr werden können, habe ich schon erlebt: Als Kind habe ich davon geträumt, bei einen Red Bull Joyride mitzufahren. Voriges Jahr wurde ich dann Dritter beim Joyride in Whistler in Kanada. Ich stand auf dem Podest mit meiner Medaille um den Hals und dachte: „Träume ich? Ist das hier wirklich echt?“ Erst am nächsten Morgen habe ich begriffen, was da eigentlich passiert war. Die Erfüllung von so einem Kindheitstraum ist ein unbeschreibliches Gefühl.“

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200 cm

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Das brauchst du:

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5×3 m

55××33mm 55×

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5 ×53×m3 m

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20 cm 75×

55× 75× 5×3 m

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 Maßband  Schnur  Stift  Stichsäge  Akkuschrauber  Holzböcke  Siebdruckplatte 200 × 80 × 1,8 cm  Siebdruckplatte 100 × 200 × 0,9 cm  5-mm-Holzbohrer  75 Torx-Schrauben 5 × 80 mit Bit  55 Torx-Schrauben 4,5 × 40 mit Bit  Schraubzwingen  5 Latten 300 × 6 × 4 cm  1 Brett 200 × 10 × 1,7 cm

Seitenteile ausschneiden. Schraube eine Latte an die kleinere Platte – parallel zur kurzen Seite, mit 20 cm Abstand zum Rand. In 200 cm Abstand zur unteren Längskante schraubst du eine Schraube in die Latte, befestigst daran eine Schnur samt Stift, die bis zur Unterkante der Platte reicht, und ziehst einen Bogen. Säge die Rundung aus, leg das kleinere Stück auf die übrige Platte und säge einen zweiten Bogen aus.

1

Frage des Könnens: Profi Erik landet abschüssig, Anfängern hilft eine erhöhte Fläche.

THE RED BULLETIN


5x 3m

Jumpen wie Erik 55x

Hier erklärt der Biker den Trick „Tailwhip“ so, dass auch geübte Hobbyfahrer ihn schaffen können.

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5×3 m „Ein eigenes Trainingsgelände ist zur WMVorbereitung ideal.“

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Erik75× Fedko

5×3 m

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SASCHA BIERL ALE DI LULLO

5x 3m

LANDUNG Wenn’s wieder runtergeht, musst du schnell sein: Setze beide Füße auf die Pedale und greife den Lenker fest. Um die Landung abzufedern, gehst du leicht in die Knie.

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Säge die Latten auf 96,4 cm. Da die Steitenteile 1,8 cm dick sind, ergeben sich 100 cm Breite. Säge das 2-m-Brett so zu, dass du ein 100 cm langes und ein 96,4 cm 20 cm langes Stück erhältst.

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SPRUNG Jetzt wird’s anspruchsvoll: Die Lenker-Drehrichtung richtet sich nach dem Fuß, der auf dem hinteren Pedal steht. Bei mir ist es der linke, deshalb schlage ich nach links ein. Dann das rechte Bein heben und mit dem linken Fuß fest gegen das Bike treten, um die Rotation zu verstärken. Wichtig: Lass das Fahrrad direkt unter dir durchschwingen und nicht vor dir. Fang das Rad nach der Drehung mit dem rechten Fuß ab.

200 cm

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Mit den längeren Schrauben eine Seitenwand mit drei Latten verschrauben. Stets vorbohren, damit die Platte nicht bricht. Dann das zweite Seitenteil mit den Latten verschrauben.

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10 Latten mit je 8 cm Abstand mit den längeren Schrauben an den Oberkanten der Seitenteile befestigen. Die letzte Latte schließt mit dem oberen Ende der Wände ab, das 96,4 cm lange Brett mit dem Anfang.

ANFAHRT ×3 m Je höher der5 Sprung sein soll, desto schneller musst du bei der Anfahrt sein (unbedingt Helm und Protektoren tragen). Für den 75× Tailwhip auf dem Foto fahre ich mit 20 bis 25 km/h an. Sobald du das untere Ende der Rampe erreichst: Geh in die Knie, damit du dich besser abstoßen kannst. Wenn du oben an der Rampe bist: Stoß dich ab und zieh am Lenker, dann springst du höher. Sobald du in der Luft bist, lehnst du dich über den Lenker.

EXTRA-TIPPS: 1. Trainiere die Rotation auf dem Rücken liegend mit dem Bike über dir. 2. Lande erst auf einem Table. 3. Üben, üben, üben.

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Bring die große Siebdruckplatte als Fahrbahn auf. Drücke die Platte zuerst mit Schraubzwingen auf die Rippen. Wenn die Platte bündig ist, dann verschraube die Fahrbahn mit jeder Latte mit fünf Schrauben. Fertig!

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Schraube 2 Latten als Winkel zur Stabilisierung an die Rückseite der Rampe (vorher anlegen und zurechtsägen). Das 100-cmBrett schraubst du oben auf die Plattform.

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FÜR GENIESSER

KLETTERN

GIPFEL-DINNER AM LAGERFEUER Je später im Jahr, desto kürzer die Klettertage. Profi-Kletterer Alex Megos empfiehlt: Gönn dir nach der Bergtour ein zünftiges Abendessen.

Wurzelgemüse im Feuer DAS BRAUCHST DU

Alex Megos

Es geht darum, eine gute Zeit zu haben

K

lettern fasziniert mich, weil es unendlich viele Routen auf dieser Welt gibt – viel mehr, als ich in einem Leben schaffen kann. Außerdem liebe ich die Emotionen, die ich beim Klettern erlebe – so wie bei der legendären Route „Action Directe“ im Frankenjura, die ich vor fünf Jahren durchstiegen habe. Es hatte nur acht Grad an dem Tag – eigentlich zu kalt, um am Fels zu klettern. Ich habe es trotzdem probiert und es geschafft. Oben habe ich einfach nur vor Freude geschrien und fast geweint vor Glück – das sind unbeschreiblich schöne Momente. Beim Klettern lerne ich aber auch, mit Niederlagen umzugehen – und mit Stress. Es gibt kaum eine stressigere Situation als im Finale eines Weltcups zu klettern und zu wissen: In 30 Sekunden geht es los, dann musst du in die Route. Durch die Konfrontation mit diesem Stress bin ich im Alltag gelassener geworden. Klettern ist für mich aber auch ein geselliger Sport, den ich zusammen mit Freunden ausüben kann. Abends sitzen wir dann am Feuer, reden, lachen und grillen gemeinsam – beim Klettern geht es für mich in erster Linie darum, eine gute Zeit zu haben.“

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 2 Zwiebeln  ½ Kürbis  1 Rote Bete  2 Pastinaken  2 Zucchini  3 Kartoffeln  2 Süßkartoffeln  Salz  Pfeffer  Oregano  Olivenöl  Messer  Schneidebrett  Feuer mit Glut  Alufolie SO LANGE DAUERT’S

ZUBEREITUNG:

Zwiebeln, Pastinaken und Zuc­ chini in Scheiben schneiden; den Kürbis, die Rote Bete und die Kartoffeln würfeln. Das Gemüse mit Olivenöl be­ träufeln und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Alles in einer Tupperdose durch­ mischen, in Alufolie wickeln und direkt auf die Glut legen. Ab und zu wenden und nach 30 Minuten kontrollieren, ob das Gemüse weich ist. Dazu Alufolie aus dem Feuer nehmen, kurz aufwickeln und mit dem Messer zum Check in die Kartoffeln stechen. Nach dem Essen die Alufolie zu­ sammenlegen und für die nächste Grillsession aufbewahren.

30 Minuten

...und auch nicht ein scharfes Messer

Schneideunterlage nicht vergessen …

Erst mischen, dann in die Alufolie

TIPP

Das Gemüse schon am Abend vor der Klettertour schneiden und mit Olivenöl sowie den Gewürzen abschmecken. Über Nacht ziehen das Olivenöl und die Gewürze ins Gemüse ein, dann schmeckt alles noch besser, und man muss weniger Kochausrüstung mitschleppen. Am besten, du packst das Gemüse in der Alufolie in eine Tupperdose, dann läuft nichts aus.

THE RED BULLETIN


Wie du die Glut garantiert entfachen kannst Der Herbst ist nass und kalt. Du willst aber trotz­ dem grillen? Alex Megos erklärt dir, wie’s geht. DAS BRAUCHST DU Streichhölzer, Taschenmesser, Zunder, Anfeuer- und Brenn­ material SO MACHST DU FEUER

VORBEREITEN Zum Feuermachen brauchst du Zunder, Anfeuer- und Brennmaterial. Dafür eignen sich trockene Gräser, Laub oder Holz­ späne. Such dann nach Fichten­ reisig, denn es hängt selbst abge­ storben am Baum und zieht daher keine Feuchtigkeit vom Boden.

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ANFEUERN Lege eine Schicht daumendicker Äste auf den Boden, als Schutz vor der Feuchtigkeit. ­Drücke deinen Zunder zusammen, lege ihn drauf und baue außenrum eine Reisig-Pyramide. Zünde das Feuer an mehreren Stellen an und puste, bis das Reisig brennt.

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Zum gelegentlichen Check die Alufolie immer wieder ö≠nen

KONRAD LIMBECK, THOMAS BALLENBERGER/ RED BULL CONTENT POOL SASCHA BIERL

„Klettern bedeutet für mich immer auch Geselligkeit.“ Alex Megos

Hohe Ziele: Alex Megos träumt von den Olympischen Spielen in Tokio 2020.



BRENNEN LASSEN Jetzt kannst du dickere Äste nachlegen, bis das Feuer groß genug ist. Willst du darauf kochen, dann heiz ordentlich ein, damit du ausreichend Glut hast.

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VORSICHT: Mach nur dort ein Feuer, wo es erlaubt ist, und achte darauf, dass du immer genug Wasser in der Nähe hast, um gegebenenfalls löschen zu können.   55


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TRAIL-RUNNING

FÜR G IPFELSTÜRMER

DAS GIBT DIR BERGE!

52:50 min

Rekord von Florian Neuschwander

Je länger, desto besser: Florian Neuschwander ist einer der besten Ultradistanzläufer Deutsch­ lands. Hier verrät er seine liebste Bergstrecke (und wie auch du sie schaffen kannst).

START: Parkplatz Adlgass Florian Neuschwander

Lauf dich zu dir selbst!

Bis zum Frillensee steigt der Weg nur leicht an. Gas geben!

S

obald ich im Freien bin und laufe, kann mein Kopf abschalten. Das Beste am Laufen: Es ist der einfachste Sport der Welt. Denn egal wo du gerade bist oder wie viel Uhr es ist, du musst dir nur deine Laufschuhe anziehen – und es kann losgehen! Besonders gerne bin ich am Hochstaufen ­unterwegs, einem Berg in meiner neuen Heimat am südlichsten Zipfel Deutschlands. Der Trail dort ist vielseitig und anspruchsvoll: Am Anfang geht’s zügig voran, dann wird’s steiler, und am Ende muss ich richtig kraxeln. Der Hochstaufen ist daher ein guter Trail, um deine Technik zu ver­ bessern. Außerdem stehe ich gern auf dem Gipfel und blicke ins Tal. Dann denke ich: ‚Wow, krass, von da unten, wo die Menschen jetzt wie Ameisen aussehen, bin ich gekommen.‘ Beim Laufen geht es für mich aber um mehr als die schöne Aussicht: Ich habe durch den Sport gelernt, dass es wichtig ist, bei sich zu bleiben und sein Ding durchzu­ ziehen – egal, auf welche Hindernisse man stößt.“

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schmaler Singletrail

Frillensee

Der Frillensee ist der kälteste See Mitteleuropas.

Danach kommt ein schmaler Singletrail. Runter mit dem Tempo!

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So machst du dich im Flach­­­land fit für den Trail Kein Berge? Kein Problem. Florian Neuschwander zeigt dir fünf Übungen, mit denen du auch ohne Alpen trainieren kannst.

6,7 km

bergauf, insgesamt 938 Höhenmeter

TREPPEN STEIGEN! Möglichst viele Höhenmeter ­sammeln, egal wie oder wo. ­Aufzüge sind tabu.

AB AUFS LAUFBAND! 10 Kilometer bei 10 Prozent ­Steigung locker durchlaufen oder die Steigung immer nach einem Kilometer erhöhen: erst 5, 10, dann 15 Prozent, jeweils für 1 Kilometer. Nach 10 Kilometern hast du so einen Berglauf mit 1000 Höhenmetern in den Beinen.

1771 m DER TRAIL AUF DEN HOCHSTAUFEN ist interessant und anspruchsvoll. München

PHOTOS COURTESY OF FLORIAN NEUSCHWANDER

Klettersteig mit Stahlseilen

Nach 6,7 Kilometern erreicht man den Gipfel. Genieße die 360-Grad-Aussicht in den Chiemgau.

POWERHIKEN! Wird’s besonders steil (16 Prozent und mehr), sollte man, statt zu laufen, lieber schnell wandern, das verbraucht weniger Energie. Das Powerhiken will geübt sein, hier werden andere Muskelpartien be­an­sprucht als beim Rennen. ­Daher: So oft wie möglich schnell wandern, am besten an steilen Hängen.

1500 m

700 Meter unter dem Gipfel musst du kraxeln. Halte dich an den Stahlseilen fest! Vorsicht im Gipfel­bereich, vor allem beim Abstieg: Hochnebel und Regen machen den Fels rutschig.

ZIEL: Hochstaufen 1000 m

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KRAFTAUSDAUER UND SCHNELLIGKEIT TRAINIEREN! Dafür reicht ein Hügel mit drei bis sechs Prozent Steigung. Programm: 200 Meter Bergsprints, dann locker bergab traben. Das Ganze zehnmal hintereinander.

Einkehr ins Reichenhaller Haus, die höchst­gelegene Hütte der Chiemgauer Alpen. Hier gibt’s leckere Holunderschorle.

QUERFELDEINTRAINING Unebenes Gelände beansprucht beim Laufen die Beine und Füße deutlich stärker als ebene Wege. Also: abseits der normalen Laufroute immer wieder Cross- und Waldläufe einbauen.   57


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TELEMARK / MOUNTAINBIKE

FÜR M ULTITA LENTE

ZUM POWDER RADELN

Im Herbst liegt die Schneefall­grenze hoch. TelemarkProfi Johanna Holzmann rät: mit dem Mountainbike bis zum Powder fahren. Hier kommt ihre Packliste.

Packanleitung Zieh dir Skiunterwäsche, Tourenhose, Buff und die dünne Windjacke an. Wenn’s dir nicht zu unbequem ist, nimm auch die Tourenschuhe zum Radeln.

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Den Rest der Ausrüstung packst du in den Rucksack. Achte darauf, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt ist und schwere Gegenstände (zum Beispiel die Wasserflasche) nahe am Rücken und auf Schulterhöhe liegen.

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Die Skier schiebst du seitlich in die Befestigungsschlaufen des Rucksacks und bindest sie oben zusammen. Dadurch sind sie gut fixiert und pendeln beim Radeln nicht hin und her. Außerdem gehen die Skier unten auseinander und kommen dem Hinterrad deines Mountainbikes nicht zu nahe.

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Das brauchst du:

Johanna Holzmann

Schwing dich zu neuer Leichtigkeit!

L

anglaufen und Skifahren: Beim Telemarken kann ich beide Disziplinen verbinden. Das gefällt mir besonders bei dieser Art des Skilaufs. Die Bindung beim Telemarken ist hinten offen, der Körperschwerpunkt liegt tief, du rauschst knapp über dem Pulverschnee dahin. Nirgendwo im Leben fühle ich mich sonst so leicht. Ich gehe auch gern auf Skitouren, häufig in Balderschwang, wo mir meine Eltern und Großeltern das Skifahren beigebracht haben. Ich kann mich noch an eine besondere Tour im letzten Winter erinnern. Ich bin mit meinem Vater frühmorgens los, es war unter der Woche, und wir hatten die Berge für uns allein. Den Tag vorher hatte es geschneit, keine einzige Spur war im Schnee, es war perfekt. Als ich oben auf dem Gipfel stand, habe ich gemerkt, wie klein man eigentlich ist. Alle Sorgen und Probleme rücken dabei in die Ferne. Der Skisport lehrt mich aber auch, dass ich mit viel Übung aus meinen Schwächen Stärken machen kann. Und wenn sich meine Gedanken im Alltag einmal im Kreis drehen, erinnere ich mich an schöne Momente auf den Skiern – dann geht es mir gleich viel besser.“

 Mountainbike (mit Spikes)  Fahrradhelm  Brille  Radschuhe  Getränke (Wasser, Tee, Red Bull)  Energieriegel  Kamera  Tourenschuhe und -ski  Steigfelle  Teleskopstöcke  Skibrille  Skihelm  LVS-Gerät  Schaufel  Sonde  Stirnband  Mütze  Buff  Handschuhe  dünne Windjacke  Skijacke  warme Unterwäsche und Socken  Tourenhose  Wechselkleidung

Den Rucksack gleichmäßig packen

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Packe die Skistöcke zu den Skiern außen an den Rucksack; dadurch hast du im Rucksack mehr Stauraum.

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Mit Tourenstiefeln kannst du radeln.

Ski und Stöcke außen befestigen THE RED BULLETIN


START Balderschwang

München

BALDERSCHWANG im Süden Bayerns ist der Ausgangs­ punkt für die Tour.

Burgl-Hütte

Güntlealpe ZIEL Feuerstätterkopf

Hier erfährst du den ersten Schnee Eine Herbst-Skitour zu finden ist nicht leicht. Johanna Holzmanns Tipp: der Feuerstätterkopf.

Gib mir ein A: Wenn die Ski oben zulaufen, geraten sie unten nicht in die Speichen.

„Auf dem Gipfel rücken alle Sorgen in die Ferne.“

SEBASTIAN HOLZMANN

Johanna Holzmann

ANFAHRT Entweder mit dem Auto nach Balderschwang oder mit dem Zug zum nächsten Bahnhof nach Fischen. Von dort mit dem Bus über den Riedbergpass nach ­Balderschwang. DER WEG In Balderschwang radelst du am Wanderparkplatz vorbei an der Bolgenach entlang bis zum Wert­ sto≠hof, dann links auf einer Teer­ straße bergauf, vorbei am Alp­ hotel Boden zur Fuchshütte. Dort zeigt dir der Wegweiser die Richtung zur Burgl-Hütte (1420 Meter), die du über einen steilen Schotterweg vorbei an der Güntle­alpe nach rund sieben Kilometern (ab Balderschwang) erreichst. ENDSPURT An der Schneegrenze stellst du dein Mountainbike ab, spannst die Felle auf deine Skier und läufst Richtung Südwesten. Später wird’s dann stei ler, schließlich erreichst du über einen Grat den Gipfel des Feuerstätterkopfs auf 1645 Metern. Fahr über den Gipfelhang nach Nordosten ab. Dann über die freien Wiesen zurück zu deinem Bike.

Highlight des Tages: Jetzt kommt die Ab­ fahrt zurück zum Bike.

THE RED BULLETIN 

TIPP: Liegt ausreichend Schnee, lass dein Mountainbike bereits am Alphotel Boden stehen.   59


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SEGELN

FÜR CRUISER

VON SEE ZU SEE HOPPEN

Freitagnachmittag los, Sonntag zurück: Profi-Segler Thomas Plößel zeigt dir seine Lieblingstour auf der Mecklenburger Seenplatte – und wie du dafür eine Elektro-Jolle baust (geht wirklich ganz einfach).

Dein Programm FREITAG 16:00 Ankunft Mirow. Lebensmit‑ tel für 2 Tage im Supermarkt kaufen.

Thomas Plößel

Balsam für die Nerven

T

raining und Wettkämpfe auf dem Wasser können ganz schön anstrengend sein – klar. Aber nirgendwo sonst erfahre ich gleich­ zeitig solche Glücksgefühle, etwa wenn wir ganz im Einklang mit Wind und Wasser dahingleiten oder ein gegnerisches Team überholen. Aber auch in meiner Freizeit kann ich nicht ohne Segeln sein – es gibt einfach nichts, was mich mehr ent­ spannt. Ich wohne in Berlin, die Stadt kann das Nervenkostüm ziemlich beanspruchen. Wenn ich mal meine Ruhe brauche, fahre ich zur Mecklenburger Seenplatte, dort hat mir mein Vater das Segeln beigebracht. Ich brauche nur eine gute Stunde, dann bin ich an einem kleinen Grundstück, das meiner Familie gehört – dort liegt eine Jolle. Ich liebe es, mit dem Boot hinaus auf die naturbelassenen Seen zu segeln; der Wald reicht hier bis ans Ufer, und die Bäume ragen über das Wasser. Hier kann ich zwei Dinge verbinden: Wald und Wasser – beides liebe ich. Abends in der Jolle liegen, über dir die Sterne, neben dir die Fische, die aus dem Wasser springen, und morgens wirst du vom Zwitschern der Vögel geweckt – so ein Ausflug bedeutet für mich Freiheit und maxi­ male Entspannung, danach kann mich selbst der Berliner Feierabendverkehr nicht mehr aus der Ruhe bringen.

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17:00 Boot zu Wasser lassen (etwa bei der Bootswerft Rick), Abfahrt Richtung Süden. Der E‑Motor bringt einen bis zum ersten See. Ab hier möglichst segeln! ­Achtung: Segler brauchen für diese Tour eine Jolle mit Klappmast, alle anderen montieren den Motor an ein einfaches Boot und nehmen ­genug Reserve-Akkus mit. 18:30 Auf dem Vilzsee Richtung Westen weiter zum Schwarzen See. Segler schaffen die komplette Strecke meist ohne Motor.

Berlin

08:00 Aufstehen, Anker lichten und in Schwarz frische Brötchen beim Bäcker holen. 09:00 Abfahrt Richtung Süden und dann nach Osten zur Diemitzer Schleuse. 11:00 Festmachen im Kanal bei der Schleuse. Eis essen und Bogen schießen beim Biber Ferienhof. In dieser Zeit die Batterie der ElektroJolle nachladen. 15:30 Nach einem schnellen Schlag mit dem Wind über den Labussee gibt’s Mittagessen beim Fischer in Canow. 16:30 Ablegen Richtung Rätzsee. Die Einfahrt in das kleine Fließ­ gewässer Dollbek im Nordosten des Labussees ist schwer zu finden. Warum? Hier sieht’s aus wie im Ama‑ zonas. Wichtig: Vor der Einfahrt in die Drosedower Bek Mast umlegen, denn hier überragen die Bäume das Wasser an vielen Stellen komplett.

19:30 Anker werfen auf dem Schwarzen See. Nahe einer kleinen Insel am Westufer ist es flach und ruhig. Tipp: Abendessen in einem Restaurant in Schwarz. Am öffent­ lichen Steg kann man anlegen. 20:30 In der Jolle unter die Schlafmatte eine Rettungsdecke legen und über den Schlafsack ­einen Biwaksack ziehen. Das hält die Feuchtigkeit fern und hält auch im Herbst schön warm.

Nach dem Tagestrip Segel einholen …

SAMSTAG 06:00 Von den zahlreichen ­Vögeln am Ufer und auf dem See geweckt werden. Noch mal um­ drehen und weiterschlafen.

… und ausspannen THE RED BULLETIN


„So ein Ausflug ist für mich maximale Entspannung.“ Thomas Plößel

Toi, toi, toi: Mit etwas Glück kannst du auch im Oktober noch im T-Shirt segeln.

18:00 Bei der Brücke über die Drosedower Bek anlegen: Im west­ lichen Wald finden sich oft Maronen und sogar Steinpilze! 19:00 Beim Ausgang aus der Bek ist eine schöne Badestelle. An­ legen und schwimmen gehen. Oder: ab ans Ufer – Abendessen kochen.

So baust du eine Elektro-Jolle Nie sind Jollen so günstig wie zum Saison­ende im Herbst. Jetzt heißt es zuschlagen und für unsere Tour mit Elektromotor ausstatten. DAS BRAUCHST DU

SO BAUST DU SIE Den Elektromotor mit der Befestigung an das Brett schrauben. Darauf achten, dass zwischen Ruder und Motor genug Platz ist, damit bei starkem Aus­ schlag nichts blockiert.

20:00 Zum Sonnenuntergang ein lauschiges Plätzchen in einer der vielen Buchten des Sees suchen.

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SONNTAG

LAURA PLÖSSEL

SASCHA BIERL

08:00 Frühstück auf dem See ­inmitten unberührter Natur. Die Brötchen von Samstag sollten noch reichen, denn am Rätzsee gibt es weit und breit kein Dorf.

Mit dem Akkuschrauber vier Löcher in das Heck der Jolle bohren.

1

09:00 Rückweg antreten. Wenn der Wind passt, kann man den lan­ gen Rätzsee schön hinuntersegeln. 13:00 Schleuse Diemitz passieren und im Restaurant daneben Mittag essen. Batterie nachladen, denn der Weg nach Mirow beinhal­ tet noch mindestens vier Kilometer, die nicht gesegelt werden können. 17:00 Ankunft in Mirow. Stadt­ bummel – und auf Wiedersehen. THE RED BULLETIN 

1 Jolle 1 dickes (3–4 cm) und 20 × 35 cm großes Brett 12-Volt-Batterie mit mindestens 74 Ah Elektro-Außenbordmotor Akkuschrauber 4 Schrauben mit Muttern

Die 12-Volt-Batterie im Heck montieren und vor Spritzwasser schützen. Wie? Ich habe hinten eine Backskiste (eine Art kleine Truhe), wo ich die Batte­ rie sehr gut unterbringen kann. Ein guter Batteriekasten erleichtert die Befestigung.

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Das Brett mit den Schrauben und Muttern festziehen.

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Unser Mann am Steuer Redakteur Jessner unter Rennfahrern am Red Bull Ring. KTM X-Bow Battle, 300 PS, Heckantrieb, keine Fahrhilfen.

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D E R IN LET RED BULLBSTSE H V ERSU C

EINMAL IM LEBEN ...


... RENNFAHRER SEIN Wenn man sich den Jugendtraum „Rennfahrer“ im fortgeschrittenen Alter erfüllen will: Wie nahe kommt man den Profis? Ein Selbstversuch im KTM X- Bow. Text WERNER JESSNER  Fotos KONSTANTIN REYER 64  




Augen auf Grün Essenziell ist das ­kleine grüne Display, das dir in Echtzeit mitteilt, ob du aktuell schneller oder lang­ samer unterwegs bist als auf der persönlich schnellsten Runde.


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enn sich Kombis mit Frontantrieb und Automatikgetriebe ins Leben geschlichen haben, wenn man ein Netflix- statt eines Kino-Abos hat und ohne längeres Nachdenken nicht mehr sagen kann, welches das letzte besuchte Live-Konzert war, wird es Zeit, etwas zu ändern. Nicht dauerhaft, denn wer würde schon einen Saab verkaufen, auf das Ende der letzten Staffel dieser spannenden Serie verzichten oder eine Band, die man schon dreimal live gesehen hat, unbedingt noch ein viertes Mal anschauen? Aber ­zumindest für ein Wochenende könnte man doch aus der selbst geschaffenen Bequemlichkeit ausbrechen und das tun, was man sich mit 15 Lebensjahren für sein Leben mit 25 ausgemalt hatte: Rennfahrer sein. Profi-Rennfahrer wirst du ­allerdings nicht von heute auf morgen, nicht mit allem Geld der Welt. Aber es gibt Möglichkeiten, zumindest halbernst schnell im Kreis zu fahren: Markenpokale, Gentlemen-Racer-Serien, Langstreckenfahrten. Natürlich ergibt das bereits einen passablen Kick, doch wir wollten den echten Stoff: Anstatt in eine Serie mit hochgezüchteten Kleinwagen schrieben wir uns in die KTM X‑Bow Battle ein. Was du damit fahren darfst: den KTM X-Bow, einen nur 810 Kilo leichten, 300 PS starken

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Rennwagen mit Carbonchassis, dessen Entwicklungsziel war, „ein Formel-3-Auto mit zwei ­Sitz­plätzen zu bauen“, so KTMVorstand Hubert Trunkenpolz. ­Formel 3: Das ist die letzte oder vorletzte Stufe vor der Formel 1, je nach Talent. Beim Studium der technischen Daten wird dem Möchtegern-Rennfahrer klar: Dieses Gerät meint es richtig ernst. Keine Traktionskontrolle, kein ABS, keinerlei Hilfsmittel. Einzig dein Können muss dich auf der Straße halten. Und selbst sündteure Supersportwagen schleppen weitaus mehr Gewicht pro PS.

In der KTM X-Bow Battle gilt:

Arrive and drive. Wenn du dein Startgeld bezahlt hast, musst du dich um nichts mehr kümmern. Auto, Reifen, Bremsbeläge, Sprit, sogar der Overall: alles inklusive. Das Beste: Du hast sogar einen ­eigenen Betreuer. Das Allerbeste: Meiner heißt Herwig. Zuerst erklärt Herwig das Startprozedere: Einen Knopf in der Mittelkonsole drücken, dann erwacht das Display. Mit ­einem Tastendruck am Lenkrad bestätigen. Warten, bis das GPS die Rennstrecke erkannt hat, um danach in Echtzeit deinen Rückstand (oder im besten Fall Vorsprung) auf die persönliche Rekordrunde ins Cockpit protokollieren zu können. Noch einmal auf den Startknopf drücken, und der 300-PS-Audi-Turbomotor im Heck erwacht zum Leben. Nächster Punkt: Sitz anpassen. Wer nicht gut sitzt, hat kein ­Gefühl fürs Auto, von schmerz­ haften Druck- und Scheuerstellen am ­Rücken ganz zu schweigen. ­Anschließend: Gurte anziehen, fest und immer fester. Der Gang­ wechsel erfolgt übrigens mit einer ganz normalen H-Schaltung mit

Kein ABS, keinerlei Hilfsmittel. Pures Können muss dich auf der Straße halten.

Das ist die KTM X- Bow Battle

Basics: eine internationale Rennserie in drei Klassen – Rookie, Elite und als Königsklasse GT4. Fünf Rennwochenenden mit jeweils zwei Sprint- und einem Endurance-Rennen. Voraussetzung: D-Lizenz. Preis pro Saison: € 44.800,–. Einzelstart: € 9900,–. Arrive and drive – Fahrer müssen sich nur um die Unterkunft kümmern. Anmeldung: 2020 startet die KTM X-Bow Battle in eine neue Saison. Alle Details, ­Kontakte und einen eigenen Livestream für Fans gibt’s auf: x-bow-battle.at

Kupplung. Vergiss Automatik, ­alter Mann! Herwig weist mich aus der Box, denn die Sicht ist eher ­bescheiden. Da der Helm mittels HANS (Head and Neck Support) mit den Gurten verbunden ist, kann man den Kopf seitlich kaum drehen. Egal, auf einer Renn­ strecke schaut man doch ohnehin immer nach vorn, zumindest habe ich mir das als Fünfzehn­ jähriger so vorgestellt.

Der X-Bow rattert durch die ­ oxengasse. Ui, ist der laut. B Ui, ist der hart gefedert. Rechtskurve, raus auf die Strecke. Ui, ist das windig. Uiuiui, wie der ­beschleunigt! Bis in den dritten Gang drehen die Hinterräder durch. Bloß beim Bremsen tut sich erschreckend wenig. Herwig hatte mich gewarnt: Die Reifen sind kalt, die Bremsen sind kalt. Am Anfang l­ ieber vorsichtig. Die Rennfahrerkollegen, zwischen hoffnungsvollen Jung-Genies, mehrfachen Staatsmeistern und alten Hasen, hatten allesamt gemeint, man müsse den X-Bow hart auf der Bremse anpacken, nur dann könne man schnell sein. THE RED BULLETIN


Goldene Hände Selbst muss man sich gerade einmal um ­Kleinigkeiten wie ein sauberes Helmvisier kümmern. Das Auto ist in den kundigen ­Händen ­eines KTM-Mannes.

Riesiges Feld Die Startgerade ist bis ganz nach hinten gefüllt, vom superschnellen geschlos­senen GT4 der Werkspiloten bis zu den offenen Modellen der Rookies ganz hinten.


Runde 1 Ein Rennen der KTM X-Bow Battle dauert 25 Minuten und wird nicht in der ersten Kurve gewonnen (selbst wenn sich das traditionell nicht zu allen Teil­ nehmern durchspricht).

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Ui, ist der X- Bow laut. Ui, ist der hart gefedert. Ui, ist das windig. Uiuiui, wie der beschleunigt!


Lernen per Telemetrie Anhand der Daten­ aufzeichnung auf der Suche nach dem inneren Sebastian Vettel. Oder wie Mentor und Werkspilot Reini Kofler sagt: „Das ist natürlich eine Katastrophe.“

S E I VO R B E R E I T E T An der Rennstrecke ist es zu spät für Improvisation. Fehlende Handschuhe oder nicht reservierte Hotelzimmer haben da nichts verloren. SEI PÜNKTLICH Rennwochenenden sind durchgetaktet. Wer zu spät in die Boxengasse rollt, ist genauso raus wie jeder, der Briefings oder die Abnahme der feuerfesten Wäsche verschwitzt.

Ach: Es gibt keinen Bremskraftverstärker. Wenn du tatsächlich langsamer werden willst, musst du mit voller Kraft ins Pedal springen. Daran muss man sich erst ge­wöhnen. Falls es Zweifel gab: ­Motorsport ist Sport, denn so ­viele Beinpressen wie an diesem Wochenende musste ich mein ­Leben lang noch nicht machen.

Die ersten Runden waren genau so, wie man es vermuten würde, nämlich ein Dialog in einer fremden Sprache. Ich sagte: Würdest du bitte einlenken? Und der KTM X-Bow tat, als könne er mich nicht verstehen. Dann lenkte ich stärker, und der X-Bow sagte: Musst nicht so brüllen. Was im richtigen Leben brüllte, waren die Auspuffe der lieben Gegner, die an mir vorbeibretterten. So war das nicht ausgemacht. In der nächsten Kurve bremste ich mutig spät, aber dumm heftig. Ich muss das Lenkrad dabei wohl zufällig völlig gerade gehalten ­haben, ansonsten wäre ich vermutlich bis auf die Terrasse des benachbarten Schönberghofes ­gekreiselt, so stark, wie es im Rückspiegel geraucht hat. „Oh, hast ­einen Bremsplatten?“, quittierte Herwig zurück in der Box meinen Anfall von Heldentum. Die schlechte Nachricht: Mit den eckig gebremsten Vorderreifen und daraus resultierenden Vibrationen würde ich für den Rest der Zeit leben müssen. Merke: Studiere das Reglement genau. Da steht nämlich schwarz auf weiß: ein Satz Michelin-Slicks. Es wurde jedenfalls Zeit, die Hilfe von Profis in Anspruch zu nehmen. Reini Kofler ist KTMWerkspilot und jener Mann, dem auf dem X-Bow fahrerisch niemand das Wasser reichen kann. Reini, bitte hilf mir! 70  



S E I AU F M E R KSA M Als Rookie besteht deine Aufgabe darin, schnell zu lernen. Die bessere Linie, der exakte Bremspunkt: Vieles kann man durch Beobachten verbessern.

Bei der Analyse der Telemetrie­

daten offenbarte sich Schreck­ liches. Als Rennfahrer bist du ­völlig gläsern, dagegen ist ein Spaziergang durch London die reinste Geheimmission. Seit meiner letzten Mathematikschularbeit waren Ausreden nicht mehr auf so trockenen Boden gefallen. Hier habe ich beim Schaltmanöver drei Zehntelsekunden verschenkt. Dort war ich 15 Meter zu früh auf der Bremse, hier 20 Meter zu spät am Gas. Ergo fehlen am Kurvenausgang 12,8 km/h. Dieses Defizit schleppte ich über die gesamte Gerade mit, weil der Schnelle ja genauso schnell beschleunigt wie ich, aber eben von einem höheren Geschwindigkeitsniveau aus. Reini Kofler hat übrigens eine wahn­ sinnig liebevolle Art, seinen Blick vom Laptop mit den Daten gerade­ wegs in deine Augen wechseln zu lassen und dabei zu sagen: „Das ist natürlich eine Katastrophe.“ So viel also zum spät berufenen Rennfahrertum. Um aus diesem Mathematikschularbeits-Gefühl rauszukommen, hilft nur das, was schon damals geholfen hat: Lernen. Die nächsten Tage haben mein Verständnis von der Arbeit

So wirst du Rennfahrer Es ist nie zu spät: zehn Tipps für deine erfolgreiche Renn­­fahrerkarriere. LÖSE EINE LIZENZ Für den Anfang genügt eine nationale D-Lizenz, für die man nur ein ärzt­ liches Attest plus eine Versicherung braucht. Kostenpunkt: 72 Euro. S E I S TA R K Nacken, Schultern, Arme sowie das rechte Bein und die Gesäß­muskulatur werden weit härter be­ ansprucht, a­ ls du meinst. SEI FIT Je niedriger dein Puls, desto coolere Ent­ scheidungen kannst du treffen – vor allem gegen Rennende.

SEI BESCHEIDEN Du träumst vom Sieg? Vergiss es! Wenn du als Rookie gewinnen könntest, was würde das über die arrivierten Piloten sagen? NUTZE DIE MÖGLICHKEITEN Live-Timing im Cockpit, Telemetrie-Auswertung am Laptop mit Mentoren, Tipps alter Hasen: Greif zu, wenn man dir Möglichkeiten zur Verbesserung anbietet. B L E I B B R AV Vergiss Highlife mit Boxenludern und Cham­ pagner: Sei abends als Erster im Bett und morgens gemeinsam mit den Mechanikern als Erster an der Strecke. BLEIB LOCKER Selbst wenn die Gurte drücken, du den Bremspunkt verpasst und die Runde vergeigt hast – vergiss nie, warum du hier bist: weil du es selbst willst. THE RED BULLETIN


Custom-­ Rakete Die Autos sind ein­ heitliche KTM X-Bow R mit 300 PS, für den Renn­einsatz adaptiert, etwa mit Slicks und großen Heckflügeln.

Gemeinsam stärker Besser vor dem Qualifying lernen: Nutze den Windschatten der Vordermänner, gerade auf Vollgas-Strecken wie dem Red Bull Ring.


von Rennfahrern gewaltig ver­ ändert. Was es bedeutet, Runden­ zeiten auf die Zehntelsekunde ­genau abzuliefern, kann nur einer verstehen, der einen 10-Sekunden-­ Rückstand abtragen muss.

Das hat nichts mit Mut, mit

­ isiko oder den oft beschworenen R Eiern zu tun, das funktioniert nur mit Analyse, mit Denken und ­Umsetzen. Übung hilft, wenn du dich ans Limit tasten willst, ohne das Auto zu verschrotten, und ­klarerweise braucht es Zeit, um die Sprache des KTM X-Bow mit seinem Rennfahrwerk, aber vor ­allem den Umgang mit den Slick­ reifen zu erlernen. Reini, wo bremst man hier? Reini, wie lenkst du da ein? Reini, ab wo darf ich hier ans Gas, ohne mich zu drehen? Sollten ihn meine Fragen ­genervt haben, hat er es sich zu­ mindest nicht anmerken lassen – etwas, was ich nie schaffen würde, sollte mich jemand zum zehnten Mal fragen, ob man Rennfahrer mit einem oder zwei „n“ schreibt.

Bis zum Qualifying zeigte die Lernkurve in jedem Training nach oben. Herwig war schon so was Ähnliches wie stolz auf mich. Noch so etwas, was man in einer derart exponierten Situation zu schätzen lernt: Nestwärme, Freundlichkeit, Herzlichkeit. ­Jemanden, der mit- und voraus­ denkt. Unter Stress werden Dinge kompliziert, über die du sonst ­keine Sekunde nachdenkst. Wie man das Helmband schließt. Was die schwarz-weiße Flagge bedeu­ tet (nein, nicht die karierte, das schafft man). Und dass Formel-1-­ Piloten jemanden haben, der ­ihnen das Helmvisier reinigt, fiel mir erst auf, als ich insekten­ verkrustet in der Startaufstellung stand. Recht weit hinten zwar, aber nicht auf dem letzten Platz. Rennen zu fahren ist noch ein­ mal etwas völlig anderes, als einen Tag lang Rundenzeiten zu opti­ mieren. Wie man überholt, hatte mir keiner gezeigt. Zwar hatte ich mir vorgenommen, während der Renndauer meinen inneren Pazi­ fisten zu fesseln und zu knebeln, aber so ganz gelang mir das dann doch nicht. Ich bin keiner, der ­anderen in die Kiste fährt oder sie auf den Grünstreifen drängt. Denn 72  



zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon genau genug, was ich nicht bin, nämlich: ein Rennfahrer.

Immerhin reichte es zur Dar­ stellung eines Rennfahrers. Dank der Fehler anderer konnte ich mich im Endklassement unter 16 Startern nach vorn auf Platz 9 schummeln. Im Ziel musste ich nicht besonders tief in mich rein­ hören, um zu erkennen, dass ich bloß an der obersten Schicht ge­ kratzt hatte. Dass es unendlich viel Denken, Überwinden, Umsetzen erfordern würde, um die nächste Sekunde zu finden, die richtigen Personen um mich, die mir in den Hintern treten oder aber den Nacken kraulen, um die nächste zu finden, und dann …? Nein, die letzten paar Prozent werden für mich unerreichbar sein. Diese Erkenntnis kann man traurig finden oder logisch oder auch lehrreich.

„Rennen zu fahren ist noch einmal etwas völlig anderes, als einen Tag lang, von anderen ­unbedrängt, Rundenzeiten zu optimieren.“ Oder man geht wieder in sein Leben mit Automatikgetriebe, Frontantrieb und Netflix-Abo ­zurück, ist glücklich über die Er­ innerung an ein unvergessliches Wochenende, bei dem von früh bis spät der Kopf geraucht und das Fleisch geschmerzt haben – und frohlockt insgeheim, es als Teenager nie so wirklich ernsthaft mit der Rennfahrer-Karriere ver­ sucht zu haben.

Konzentra­tion jetzt! Noch eine Erkenntnis: Es gibt auf einem Rennplatz viel zu wenig Orte, an denen man ungestört ist. Und jetzt reden wir noch nicht von der Formel 1.

Potenzial zum Verbessern Hier sieht man die Folgen eines noch nicht ganz passenden Rennsitzes. Kein ­Wunder, dass Profis so viel Zeit für dessen perfekte Form aufwenden.

THE RED BULLETIN


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SEITE 82

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Fliegende Surfer und schnelle Bikes: die Highlights auf Red Bull TV – live und on demand

Yoga, Breakdance, Schlamm-Lauf: die wichtigsten Termine der kommenden Wochen

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REISEN

Unterwegs in Uganda, auf dem genialsten Festival, von dem du noch nie gehört hast SEITE 78

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Reisen

Rhythmus-Magier: Diese burundischen Trommler sind Teil des Funk-Kollektivs The Kuruka Chama.

MUSIKFESTIVAL AUF UGANDISCH

STILL DASTEHEN? UNMÖGLICH! Am Oberlauf des Weißen Nils treffen Moderne und Tradition ostafrikanischer Musik aufeinander. Gareth Main war am genialsten Festival, von dem du noch nie gehört hast.

E

s ist zwei Uhr morgens, und rund um mich steht niemand mehr still. Die schwüle Nacht ist voll Zigarettenqualm und lauter Musik, die Bühne gehört jetzt dem Nilotika Culture Ensemble. Dreißig Musiker mit allen Arten von Schlaginstrumenten sind

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ständig in Bewegung. Dauernd stoßen neue Percussionisten dazu, während andere abgelöst werden. Ein Chaos. Aber nur scheinbar: In Wirklichkeit funktioniert alles reibungslos wie ein Uhrwerk, kein einziger Drummer verpasst seinen Einsatz.

Fixstarter beim Nyege Nyege: DJ Hibotep aus Kampala

THE RED BULLETIN


guide

REISE-TIPPS

UGANDA UNLIMITED

Warum man Rolex essen kann und wieso du in Uganda fast überall der Älteste sein wirst. Wissenswertes für deine Reise. Das Festival findet zu Beginn der zweiten ­Regenzeit des Jahres statt, die von September bis November dauert. Rechne mit Tages­ temperaturen um 28 °C.

Musik nonstop: Bei Nyege Nyege spielt die Musik vier Tage lang durch.

Uganda Dem. Rep. Kongo N il

Jinja Kampala

Kenia

Ruanda

WÄHRUNG UGANDA-SCHILLING (UGX) Keine Untereinheit 1 € = 4150 UGX

ZAHARA ABDUL PHOTOGRAPHY

GARETH MAIN

Statt Pommes gibt es Schweinefleisch-Spieße und ugandische Snacks wie Rolex.

Doch ist das überhaupt möglich? Kann ein derartiger Haufen Leute wirklich mit solchem Tempo und Können synchron musizieren? Irgendwann lasse ich das Nach­ denken sein und gebe mich, be­ nebelt von Rhythmus und selbst gebranntem Gin, ganz der Musik hin. Als die Percussion-Band aus Buganda (einem Königreich, das zu Uganda gehört; Anm.) von der Bühne geht, bin ich völlig des­ orientiert. Wie lange ging das so? Wie spät ist es? Egal. Dass das Leben in Uganda ein bisschen lauter, bunter und inten­ siver ist als daheim, ahnt man schon, wenn man am Flughafen Entebbe ins Freie tritt. Denn man wird gleich von einer Horde Taxi­

THE RED BULLETIN 

Im Dialekt steht „nyege“ für „den unkontrollierbaren Drang zu tanzen“. fahrer überrannt, die einem ihre Fahrpreise ins Gesicht brüllen. Ein erster Vorgeschmack auf das Gewusel am Nyege Nyege Festival in Jinja, für das man – nach zwölf­ stündiger Anreise aus Europa – noch vier weitere Fahrstunden einrechnen muss. Noch nie vom Nyege Nyege ge­ hört? „The Guardian“, CNN, BBC und „Rolling Stone“ überschlagen sich vor Begeisterung für sein „zu­

ESSEN

WISSEN

ROLEX Ein absolutes Muss in Uganda: Rolex probieren – ein mit Omelett und etwas Gemüse gefülltes Fladenbrot.

NIL-QUELLE In Jinja, dem Schauplatz des Nyege Nyege, ent­ springt der längste Fluss der Welt: der (Weiße) Nil.

GEBRATENES SCHWEINEFLEISCH Perfekt für sehr Hungrige: An einer SchweinefleischBude bekommst du für umgerechnet 5 Euro rund 2 Kilo gebratenes Schwei­ nefleisch mit Beilagen. POSHO Ugandische Gerichte sind nahrhaft und un­ kompliziert. Bestes Bei­ spiel: Posho, ein stärke­ haltiger Maismehlbrei, den man in Bohnensauce ertränkt.

JUNGBRUNNEN Die Hälfte der Bevölke­ rung ist jünger als fünf­ zehn. Damit liegt Uganda weltweit hinter Niger an zweiter Stelle. TIERPARADIES Außer in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo gibt es nur noch in Uganda frei lebende Berggorillas. SPRACHEN In Uganda werden über vierzig Sprachen ­gesprochen, die meist­ verbreitete ist Luganda.

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Reisen

guide

EINSCHALTEN

KLANGREISE

Hinter dem Festival stecken zwei lokale ­Plattenlabels: Nyege Nyege Tapes und ­Hakuna Kulala. Diesen drei Tunes solltest ­ du unbedingt eine Chance geben.

ANHÖREN

SLIKBACK: „TOMO“ Dieser kenianische Producer eroberte im Vorjahr das ­polnische Electronic-Festival Unsound im Sturm. Die Beats seiner neuen EP sind ebenso intensiv wie aggressiv – und peitschen das ganze Genre in neue Dimensionen.

VERSCHIEDENE: „SOUNDS OF SISSO“ Ein kräftiges Lebenszeichen der Underground-Szene von Daressalaam in Tansania. Dahinter steckt der Produzent Sisso vom Sisso Studio, das Singeli erfunden hat – eine ultraschnelle Nische der Dance-Musik.

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kunftsweisendes Programm“, das Londoner Magazin „Fact“ nannte es sogar „das beste Electronic-­ Music-Festival der Welt“. Fakt ist, dass man nirgendwo sonst einen solchen Mix aus progressivem Electro und tradi­ tionellem Uptempo-Style aus Zentral- und Ostafrika erleben kann. Allein schon deshalb, weil 80 Prozent der über 200 auftretenden Künstler Afrikaner sind. Die Ähnlichkeit mit europäischen Festivals beschränkt sich auf das Vorhandensein von fünf Bühnen. Die Location (in einem atemberaubenden Wald am Nil), das E ­ ssen (unbedingt die Streetfood-Spezialität namens Rolex probieren!) und das Line-up (vier Tage lang Beschallung rund um die Uhr) eröffnen aber definitiv neue Horizonte. Im Mittelpunkt des Nyege ­Nyege Festivals, das im Vorjahr zum vierten Mal stattfand, steht die Musik – auch wenn „nyege“ umgangssprachlich „geil“ bedeutet. Prompt befürchtete Ugandas Ethik-Minister Simon Lokodo, dort werde „die Homosexualität gefeiert und junge Menschen für die Homosexualität rekrutiert“. Von einer derartigen Massenbekehrung der 9000 Vorjahres­

besucher ist nichts bekannt. Vielleicht auch deshalb, weil der Minister die wahre Bedeutung von „Nyege Nyege“ nicht kennt: Im lokalen Luganda-Dialekt steht „nyege“ für den „unkontrollier­ baren Drang, sich zu bewegen und zu tanzen“. Diese Symptome verursacht vor allem die sogenannte traditionelle Musik, die mit mindestens 160 Beats per minute um rund 50 Prozent schneller pumpt als unser gewohnter Club-Track. Manchen ist das immer noch zu beschaulich: Die mehrstündigen Sets des tansanischen DJs und Producers Sisso bewegen sich konstant jenseits der 200 BPM. Und sie begeistern neben den Fans auch die lokale Prominenz: Wer den hünenhaften ehemaligen Kickbox-Star Otim Alpha aus Gulu in Norduganda einmal im gebatikten T-Shirt abtanzen sah, wird den Anblick nie mehr vergessen. Bist du ein erfahrener FestivalBesucher, der seine Ausdauer schon auf vielen mehrtägigen Events ausgelotet hat? Vielleicht könnte das Nyege Nyege Festival in Jinja am Nil und am Viktoriasee deine nächste Challenge sein. Nyege Nyege, jedes Jahr im September, Jinja, Uganda; nyegenyege.com

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ZAHARA ABDUL PHOTOGRAPHY

NIHILOXICA: „NIHILOXICA“ Ein Paradebeispiel für die Kreation neuer Sounds aus ­traditionellen Instrumenten: eine Collabo des Nilotika ­Culture Ensemble mit den Briten Jacob Maskell-Key (an den Drums) und Pete Jones (am Synthesizer).

GARETH MAIN

Die Bühnenshow von Lokalmatador Faizal Mostrixx: Folklore trifft Electro-Beats.


Fitness HOW TO BACKFLIP

SO KRIEGST DU DEN DREH RAUS Ihr grillt im Park, die Sonne scheint, alles ist ganz entspannt, und plötzlich machst du aus dem Stand einen Rückwärtssalto. Freerunner Jason Paul erklärt, wie du deine Freunde beeindruckst.

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KLEIN MACHEN

LANDEN

Für einen Backflip brauchst du nur genug Platz. Okay, am Anfang kann auch eine Matte nicht schaden. Stell dich gerade auf, die Füße schulterweit. Richte die Schultern auf und schau Richtung Horizont. Streck die Arme Richtung Him­ mel. Beim Sprung pas­ siert viel gleich­zeitig. Du musst die Schritte üben, bis daraus ­intuitiv eine fließende Bewegung wird.

Gehe in die Knie wie für einen Hocksprung. Schwing die Arme nach hinten und dann nach vorne, bis über deinen Kopf – dort musst du stoppen, das ist wich­ tig! Übe das erst mal, damit du ein Gefühl für das Timing bekommst. Es geht darum, den Ab­ sprung mit dem Arm­ schwung zu synchro­ nisieren. Im Moment des Absprungs müssen deine Arme am Körper vorbei schwingen.

Stoß dich vom Boden ab – du musst Höhe ­gewinnen! Wiederhole diesen Schritt, bis du kerzengerade und rich­ tig hoch springst. Einen guten Backflip machst du auf Kopfhöhe, also streng dich an! Dabei den Kopf auf den Hori­ zont richten. Wenn du den Kopf zu früh nach hinten ziehst, wird dei­ ne Wirbelsäule folgen wollen, und du springst nicht mehr hoch, son­ dern nach hinten.

Du hast deine Arme über deinem Kopf ge­ stoppt und die optima­ le Flughöhe erreicht – jetzt wird’s schwierig: Du musst dich klein machen, damit du dich drehst. Greif mit dei­ nen Händen entweder an die Schienbeine oder steck sie in die Kniekehlen. Zieh die Knie zum Körper, öffne deine Beine, sonst haust du dir die Knie ins Gesicht. Lös dich nicht zu früh!

Sobald du den Boden siehst, lös dich wieder aus der Kugel. Das Schwierigste hast du dann schon hinter dir, denn das Landen fühlt sich wie eine einiger­ maßen natürliche Be­ wegung an. Hör auf deine Intuition, lass deine Knie wieder los, mach dich gerade – und lande. Am besten auf den Fußballen, nicht auf den Fersen. Federe mit den Knien nach, bis du sicher stehst.

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SCHWINGEN

SPRINGEN

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NICLAS SEYDACK

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ROBERT GARO/RED BULL CONTENT POOL

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STEHEN

TOM MACKINGER

Jason Paul, 28, aus Frankfurt am Main ist einer der besten Parkour­läufer der Welt.


guide

VIDEO-PROJEKT

JASON HAT AN DER UHR GEDREHT

In seinem neuen Video erfüllt sich Jason einen Traum – und geht auf Zeitreise durch Frankfurt. Für den Reverse-Effekt hob Jason seine Technik aufs nächste Level und lernte, seine Tricks rückwärts zu absolvieren. Die Story: Nach dem Aufstehen erlebt Jason ein Unglück nach dem anderen, bis er merkt, dass er in der Zeit zurück­ gehen kann – und sich aufmacht zur Rettung seines Tages. Schau das täuschend echte Spektakel auf youtube.de/redbull

THE RED BULLETIN 

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Entertainment Heimvorteil: Shane McElrath (USA, li.) siegte im Vorjahr.

Motorrad-Action im Westen der USA, fliegende Surfer an Frankreichs Atlantikküste und qualmende Reifen auf der legendärsten Renn­ strecke Irlands: Hier sind die Highlights von Red Bull TV in d ­ iesem Monat.

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Oktober   LIVE 

RED BULL STRAIGHT RHYTHM

Für seine sechste Ausgabe kehrt das Retro-Motorrad-Rennen auf das Fairplex-Gelände in Pomona östlich von Los Angeles zurück. Das Besondere: Die Teilnehmer kämpfen mit ihren Zweitakt-Motorrädern auf einem schnurgeraden Track Kopf an Kopf um Platz eins. Und dabei gibt das Best-of-ThreeRennformat jedem eine zweite Chance auf den Sieg.

3

Oktober   LIVE 

RED BULL AIRBORNE IN FRANKREICH

SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL

Red Bull TV ist deine g ­ lobale digitale Destination für Entertainment abseits des Alltäglichen, empfangbar rund um die Uhr an jedem Ort der Welt. Geh auf redbull.tv, hol dir die App oder connecte dich via Smart-TV. Alle Infos: redbull.tv

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Die Surf-Serie Red Bull Airborne beendet ihre erste Saison in den Wellen von Hossegor bei Biarritz in Südfrankreich. Sei dabei, wenn die Athleten mit ihren Sprüngen um den Gesamtsieg kämpfen.

4

Oktober   PREMIERE 

MX WORLD S2

Die zweite Staffel von MX World bringt dich den Stars der FIM Motocross World Championship näher als je zuvor: mit Einblicken in den Alltag der Top-Teams und die Persönlichkeit der Fahrer. Folge dem Duell zwischen Legende Tony Cairoli und Jeffrey Herlings hautnah.

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CHRIS TEDESCO/RED BULL CONTENT POOL, RYAN MILLER/RED BULL CONTENT POOL, MARCEL VAN HOORN/RED BULL CONTENT POOL, JORDAN BUTTERS/DMEC/RED BULL CONTENT POOL, GOLD & GOOSE/RED BULL CONTENT POOL

WEGE ZUM RUHM


guide

NEU

TRANSPORTER PACKS ABENTEUERERPROBT

Rutschpartie: DriftSport ist Action pur.

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und 22. September   LIVE 

DRIFT MASTERS IRELAND

Auf dem Mondello Park Circuit nahe Dublin, Irlands größter Motorsportstrecke, steigt das Finale der Drift Masters European Championship 2019. Das Ziel der Fahrer aus dem übrigen Europa: die mittlerweile 16 Jahre andauernde Siegesserie der Iren auf ihrer Heimstrecke zu beenden.

Ausgewählt für dich: das Highlight des Monats

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September   LIVE 

ZWEIRADHELDEN Rasante Action und legendäre Fahrer wie Marc Márquez: Die MotoGP-Saison biegt auf die Zielgerade, und ServusTV überträgt jedes Rennwochenende. Als Nächstes: am 14./15. 9. den Großen Preis von San Marino, am 21./22. 9. den Großen Preis

von Aragón in Spanien, am 5./6. 10. den Großen Preis von Thailand. Die Übertragungen bieten geballte Fachkompetenz, neben Motorradlegende Gustl Auinger und Ex-Pilot Alex Hofmann kommentiert auch Moto2-­ Weltmeister Stefan Bradl.

REINSCHAUEN: SERVUSMOTOGP.COM

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ospreyeurope.de


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September Ab auf die Halde Zehn der weltbesten Freestyle-Motocrosser kommen in den Ruhrpott, um auf drei Stages ihr Können zu beweisen. Die Motorrad-Akrobaten rund um Star-Fahrer Luc Ackermann kämpfen bei Red Bull Dirt Diggers in der Halde Lohberg um den Sieg. Gewonnen hat, wer in den Kategorien Free­ride, Freestyle MX und Big Jumps in Summe am besten abschneidet. Motto des Freestyle-Motocross-Bewerbs: Höher, weiter, spektakulärer! Halde Lohberg, Dinslaken; redbull.com/dirtdiggers

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September Hier ist Joy Sie wird als „Queen of Soul“ und als Gebieterin über Soul und Hip-Hop gefeiert. Im September gastiert Joy Denalane, die Ber­linerin mit dem unverkennbaren Lockenkopf und der noch un­ver­kennbareren Stimme, in Hamburg. Begleitet wird sie bei ihrem Auftritt vom virtuosen MIKIs Takeover! Ensemble – und wir freuen uns schon auf den Hit „So sieht man sich wieder“. Laeiszhalle, Hamburg; joydenalane.com

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Oktober Auf zum Lauf Vom Ottoplatz über den Hohenzollernring bis zum Ziel am Kölner Dom: Rund 6500 Teilnehmer werden beim Köln Mara­ thon erwartet, weitere 15.000 bei Halbmarathon, Staffel- und Schülerbewerben. Übrigens: Noch nie wurde so nachhaltig gelaufen. Die Becher werden wiederverwertet, die Laufshirts sind aus Bio-Baumwolle und die Medaillen aus Holz! Köln; koeln-marathon.de

September

TANZ DICH INS FINALE

Nach siebenjähriger Pause kehrt der Red Bull BC One Cypher zurück nach Deutschland. Im Festsaal Kreuzberg in Berlin treten je 16 B-Girls und B-Boys in K.-o.-Kämpfen gegeneinander an. Acht Tänzer aus den besten Crews werden schon vorab eingeladen, die zweiten acht werden am Vortag beim Q ­ uali­fying bestimmt. Die beiden Gewinner fliegen nach Mumbai, Indien: erst zum Last Chance Cypher und im besten Fall zum Red Bull BC One World Final. Festsaal Kreuzberg, Berlin; redbull.com

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und 15. September Finde dein Glück im Schlamm Am Schluss bist du von Kopf bis Fuß mit Matsch bedeckt. Dann hast du auf 16 Kilometern 25 Hindernisse bewältigt – und gespürt, was es heißt, zu kämpfen, zusammenzuhalten und dich zu überwinden. Denn so dreckig du auch bist, alle, die den „Tough Mudder“ vor dir absolviert haben, sind mit einem breiten Grinsen ins Ziel gestolpert. PS: Den Lauf gibt’s auch in einer Mini-Variante (5 Kilometer, 13 Hindernisse). Oettinger Forst, Wassertrüdingen; toughmudder.de

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YASSINE ALAOUI/RED BULL CONTENT POOL, TOUGH MUDDER, URBAN FIT DAYS

Events


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guide

und 15. September

HIER MACHST DU DICH FIT

50 Aussteller, 120 Workouts und Workshops und ein Food-Market, der beweist, wie gut gesundes Essen schmecken kann. Bei den Urban Fit Days gibt es außerdem interessante Experten-Talks sowie die neuesten Wearables und besten Gadgets zum Testen. ­Tickets (in unterschiedlichen Kategorien) ab 8,50 Euro. SEZ, Berlin; urban-fit-days.de

NICHTS LEICHTER ALS DAS Was auch immer du vorhast – der neue AIRY machtʼs mit. Der nur 165g leichte Bluetooth-Kopfhörer bietet dir maximale Bewegungsfreiheit, erstklassigen Sound und bis zu 30 Stunden Laufzeit.  NEU 

AIRY

teufel.de/airy


Die Eiseiligen

Von Skilift bis Berghütte, von Autobahn bis Serpentine: Mit diesen neuen Autos bist du für jedes Winterabenteuer gerüstet. Text WERNER JESSNER

Gute Schwingung: Schon die Türen ­zeigen, dass sich der McLaren zu Höherem berufen fühlt.

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INDIVIDUELL PORSCHE PANAMERA GTS SPORT TURISMO

UNIVERSELL AUDI A4 ALLROAD QUATTRO

Style-Faktor: So nahe man einem Nutzwert-Porsche nur kommen kann, ohne per SUV ins Ober­geschoß ausweichen zu müssen.

Style-Faktor: Fusioniert die robuste Optik eines SUV mit der bewährten Eleganz eines Kombis.

Technik-Bonus: Die 460 PS fetzen vier Passagiere plus Gepäck in 4,1 Sekunden allradgetrieben auf Tempo hundert.

Technik-Bonus: Die 245 PS des 2-Liter-Benziners kommen per ­ llrad auf die Straße – und zwar mit 35 Millimetern mehr Boden­ A freiheit als im normalen A4.

Innovations-Plus: Totale Individualisierung – von der Ziernaht bis zum Sicherheitsgurt in Sonderfarben oder dem Schlüssel in Wagen­farbe ist alles machbar.

Innovations-Plus: perfekte Übersicht im Innenraum dank digitaler Armaturen und riesigem freistehendem Touchscreen in der Mittelkonsole.

Passende Wintersportarten: alle, die man gern in der Gruppe macht und die weit weg statt­finden. Man will ja auch die Autobahn genießen.

Passende Wintersportarten: Ski, Snowboard, Rodeln … you name it.

Empfohlene Destination: Obertauern in Salzburg (selbst wenn die Passstraße rauf verschneit sein sollte).

Empfohlene Destination: Kitzbühel zur Zeit des HahnenkammWochenendes.

Einfach nur lässig gleiten oder kraftvoll die Kurve kratzen – alles total easy.

Der Beweis: Strom­ linie kann man auch mit V8-Verbren­ nungsmotor haben.

SPEKTAKULÄR McLAREN GT Style-Faktor: Das längste Glasheck der jüngeren Supersport­ wagen-Geschichte macht diese Flunder richtig nutzwertig: 570 ­Liter Gepäckvolumen, so viel wie ein Fünfer-BMW! Technik-Bonus: 620 PS, in 9 Sekunden auf Tempo 200, Spitze 326 km/h – und dennoch Platz für – tatsächlich! – Skier. Innovations-Plus: Das Glasdach lässt sich in sieben Stufen ­dimmen, von winterdunkel bis sommerhell. Passende Wintersportarten: Eisschnelllaufen zum Beispiel, vor allem in der spektakulären Short-Track-Variante. Empfohlene Destination: Mit dem McLaren GT fällt man selbst im Schweizer Nobelort St. Moritz auf.

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ELEKTRISCH MERCEDES EQC

RIESIG SEAT TARRACO

Style-Faktor: Das ist ja gerade das Besondere – dass sich der ­erste vollelektrische Mercedes optisch so zurückhält und seine ­Talente nicht rausbrüllt.

Style-Faktor: Ein großes SUV ist für sich schon ein Statement. Und größer als der siebensitzige Tarraco geht es kaum.

Technik-Bonus: Bis zu 471 Kilometer rein elektrische Reichweite. Damit kann man schon arbeiten.

Technik-Bonus: Gerade im Winter ein Thema – Sitzheizung vorn und auch hinten, 3-Zonen-Klimaanlage und auf Wunsch fernbedienbare Standheizung.

Innovations-Plus: Mercedes garantiert für die Batterie ­ein­wandfreie Funktion ohne signifikanten Kapazitätsverlust für 160.000 Kilometer oder acht Jahre.

Innovations-Plus: Je nach Untergrund, Zahl und Magenfestigkeit der Passagiere lassen sich Ansprechverhalten des Motors und die Schaltkennlinie des DSG anpassen.

Passende Wintersportarten: Eissegeln.

Passende Wintersportarten: alle, die viel Gepäck brauchen (oder man kauft der Familie doch wieder Ski, anstatt sie auszuborgen).

Empfohlene Destination: Steinhuder Meer, mit knapp 30 Quadrat­ kilometern größter See Nordwestdeutschlands, auf dem regel­ mäßig Wettkämpfe im Eissegeln stattfinden.

Empfohlene Destination: Skifahren in der Sierra Nevada und dem Seat seine Heimat zeigen, anyone?

Rutsch-Party: Mit diesem Sportler lässt es sich gut driften.

SPORTLICH TOYOTA GR SUPRA Style-Faktor: Lange Motorhaube, kurzes Heck, Double-BubbleDach – genau so sind klassisch-zeitlose Sportwagen geschnitten. Technik-Bonus: In Zeiten allgegenwärtigen Downsizings ist ein 3-Liter-Reihenmotor mit 340 PS ein Statement pro Fahrspaß. Innovations-Plus: Die Karosserie ist steifer und dabei um 40 Kilo leichter als die beim gemeinsam entwickelten Bruder, dem BMW Z4. Passende Wintersportarten: Schnee-Driften. Empfohlene Destination: skandinavische Auto-Spielplätze auf Eis, zum Beispiel in Ivalo oder Luleå. Das Brett: Liegt fett auf der Straße wie ein Powderski und wedelt durch die Kurve wie ein Slalomcarver.

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REVOLUTIONÄR HYUNDAI NEXO

VERNETZT FORD PUMA

Style-Faktor: Träger des renommierten Red Dot Design Award 2018. Noch Fragen?

Style-Faktor: Crossover-SUV mit sportlicher Linienführung, das nicht protzig auftritt und bei allem Design den Nutzwert nicht vernachlässigt.

Technik-Bonus: Eines der ersten Wasserstoffautos auf dem Markt – eine Brennstoffzelle speist den 163 PS starken E-Antrieb. In nur fünf Minuten tankt man für 756 Kilometer elektrische Reichweite. Innovations-Plus: Als erster Hersteller überhaupt nutzt Hyundai Kamerabilder beider Fahrzeugseiten für seinen neuen TotwinkelAssistenten. Passende Wintersportarten: etwas Innovatives wie Airboard, Snowscoot, Snowbike oder Ice Cross. Empfohlene Destination: idealerweise in Reichweite einer der 71 bereits existierenden Wasserstoff-Tankstellen Deutschlands.

Technik-Bonus: Mild-Hybrid-Benzinmotor mit Zylinderabschaltung – wird die Leistung nicht benötigt, schaltet die Elektronik ­einen Zylinder ab und binnen 14 Millisekunden wieder zu. Innovations-Plus: Per FordPass gekoppelt, kann man den Puma über das Smartphone aufsperren, starten, das Navi programmieren – oder Daten wie Reifendruck oder Spritmenge kontrollieren. Passende Wintersportarten: Wegen des größten Kofferraums seiner Klasse: Eishockey (funktioniert selbst für Goalies). Empfohlene Destination: Pole-Position vor der Eishalle.

WINTERCAMPING HYMER CROSSCAMP Wintersport ist teuer, Betten sind ausgebucht, und den ganzen ­Urlaub an einem Ort zu verbringen ist viel zu langweilig? Sich des Autos wegen mit einer einzigen Sportart zu bescheiden ist auch nicht im Sinn erfüllter Ferien? Willkommen in der Welt der Camper! Reisemobil-Spezialist Hymer baut nun den Toyota Proace Verso zum Kompakt-Camper um. Dabei laufen alle Möbel mit Ausnahme von Kleiderkasten und Kühlschrank auf Schienen und sind herausnehmbar. Das gilt auch für den Küchenblock mit Spüle und zwei Gaskochern. Dank Aufstelldach gibt es vier Schlafplätze, und eine Standheizung macht auch kalte Winternächte erträglich. Drei Motorisierungen gibt es, wobei wegen des hohen Gewichts des Crosscamp die maximal möglichen 180 PS ideal scheinen.

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DAS SPIEL DER SPIELE SAMMLE ALLE GAMING-ITEMS UND ERSTARKE ZUM ENDBOSS. SO MEISTERST DU JEDES LEVEL IM SPEEDRUN. LET’S PLAY!

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KICK DICH AUS DEM KÄFIG

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THE LEGEND OF ZELDA: LINK’S AWAKENING Du strandest mit Link auf einer Insel. Kämpfe dich durch Labyrinthe an dein Ziel: das Ei auf dem Vulkan. Gute Reise! Nintendo Switch

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DIE BIRNE AN! WAS WÄRE, WENN … wir noch immer einen Grund bräuchten, warum Videogames die Deutschen so faszinieren? DER GEISTESBLITZ SAGT: In einer im Jahr 2018 durchgeführten Studie von Splendid Research haben 2024 Deutsche genug Gründe genannt: Wie im großen Kino schätzen Gamer kreative Geschichten (43 %) und den Reiz von Bild und Ton (43 %). Außerdem fliehen sie gerne in neue Welten (37 %), um sie zu entdecken (30 %). Die Lieblingsgames der Deutschen: Auf Platz eins thront König Fußball mit der „FIFA“Serie. Auf Platz zwei springt „Super ­Mario“, gleich dahinter die Sozial­ simulation „Die Sims“. Männer zocken lieber Sportspiele und Shooter; Frauen spielen am meisten Puzzlespiele und Jump ’n’ Runs. Und was spielst du so?

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DAS WURMLOCH HP GAMING NOTEBOOK Du bist ein Gaming-Nomade, der zwischen den Welten hin und her springt? Mit dem schlanken Pavilion Notebook wandert deine Kommandozentrale immer mit dir mit. Zocke, wo auch immer du gerade bist. PERFEKT FÜR DICH, WENN … … du lieber mit Handgepäck spielst.

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DAS KRAFTFELD

„Gears 5“

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IMPRESSUM

THE RED BULLETIN WELTWEIT

Aktuell ­erscheint The Red Bulletin in sieben Ländern. Auf der Titelseite der US-Ausgabe fliegt uns Ausnahme-­ Basketballer Anthony Davis entgegen. Mehr Storys ­abseits des Alltäglichen gibt’s auf: redbulletin.com

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Chefredakteur Alexander Macheck Stv. Chefredakteur Andreas Rottenschlager Creative Director Erik Turek Art Directors Kasimir Reimann (stv. CD), Miles English, Tara Thompson Head of Photography Fritz Schuster Deputy Head of Photography Marion Batty Photo Director Rudi Übelhör Chefin vom Dienst Marion Lukas-Wildmann Managing Editor Ulrich Corazza Freie Mitarbeiter Jakob Hübner, Werner Jessner, Alex Lisetz, Stefan Wagner Grafik Marion Bernert-Thomann, Martina de ­Carvalho-Hutter, Kevin Goll, Carita Najewitz Fotoredaktion Susie Forman, Ellen Haas, Eva Kerschbaum, Tahira Mirza Head of Commercial & Publishing Management Stefan Ebner Publishing Management Sara Varming (Ltg.), Ivona Glibusic, Bernhard Schmied, Melissa Stutz, Mia Wienerberger B2B-Marketing & Kommunikation Katrin Sigl (Ltg.), Agnes Hager, Teresa Kronreif Head of Creative Markus Kietreiber Co-Publishing Susanne Degn-Pfleger, Elisabeth Staber (beide Ltg.), Mathias Blaha, Vanessa Elwitschger, Raffael Fritz, Marlene Hinterleitner, Valentina ­Pierer, Mariella Reithoffer, Verena Schörkhuber, Julia Zmek, Edith Zöchling-Marchart Commercial Design Peter Knehtl (Ltg.), Sasha Bunch, Simone Fischer, Martina Maier, Florian Solly Anzeigenservice Manuela Brandstätter, Monika Spitaler Herstellung Veronika Felder Produktion Walter O. Sádaba, Friedrich Indich, Sabine Wessig Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Claudia Heis, Sandra Maiko Krutz, Nenad Isailović, Josef Mühlbacher Operations Michael Thaler (MIT), Alexander Peham, Yvonne Tremmel (Office Management) Abo & Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Klaus ­Pleninger (Vertrieb), Nicole Glaser (Vertrieb), ­Victoria Schwärzler, Yoldaş Yarar (Abo) Verlagsanschrift Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-0 Fax +43 1 90221-28809 Web redbulletin.com Medieninhaber, Verlag & Herausgeber Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 General Manager & Publisher Andreas Kornhofer Geschäftsführer Dkfm. Dietrich Mateschitz, Gerrit Meier, Dietmar Otti, Christopher Reindl

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THE RED BULLETIN Österreich, ISSN 1995-8838 Länderredaktion Christian Eberle-Abasolo Lektorat siehe entsprechenden Eintrag bei Deutschland Publishing Management Bernhard Schmied Sales Management The Red Bulletin Alfred Vrej Minassian (Ltg.), Thomas Hutterer, Stefanie Krallinger Media Sales Gerald Daum, Franz Fellner, Wolfgang Götz, Christopher Miesbauer, Nicole Okasek-Lang, ­Jennifer Sabejew, Johannes Wahrmann-Schär, Kristina Krizmanic (Team Assistant) anzeigen@at.redbulletin.com Sales Operations & Development Stefanie Boruta (Ltg.), Anna Schönauer

THE RED BULLETIN Schweiz, ISSN 2308-5886 Länderredaktion Arek Piatek, Nina Treml Lektorat siehe entsprechenden Eintrag bei Deutschland Country Channel Management Meike Koch Media Sales Marcel Bannwart (D-CH), marcel.bannwart@redbull.com Christian Bürgi (W-CH), christian.buergi@redbull.com

THE RED BULLETIN USA ISSN 2308-586X Länderredaktion Peter Flax (Ltg.), Nora O’Donnell Lektorat David Caplan Director of Publishing Cheryl Angelheart Media Sales Todd Peters, todd.peters@redbull.com Dave Szych, dave.szych@redbull.com Tanya Foster, tanya.foster@redbull.com

THE RED BULLETIN Mexiko, ISSN 2308-5924 Länderredaktion Luis Alejandro Serrano (Ltg.), Marco Payán Lektorat Alma Rosa Guerrero Country Project Management Giovana Mollona Media Sales Alfredo Quinones, alfredo.quinones@redbull.com

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must-haves

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1 BEYER’S OIL: BARTPFLEGE AUS BAYERN

Bastian Beyer fertigt in Berchtes­ gaden aus natürlichen Zutaten hochwertige Pflegeprodukte für Männer. Das Bienenwachs kommt aus einem kleinen Bienenstock in der Nähe des Chiemsees. Beyer’s Oil ist zu 100 % natürlich und handgemacht, pflegt die Gesichtshaut und macht den Bart weicher. Der Duft nach Eisenkraut ist belebend und erfrischend. beyersoil.de

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2 KNALLIG DURCH DIE KALTE JAHRESZEIT

Colmar überzeugt mit seiner Herbst/ Winter-Kollektion 19/20. Die Designs der Linie Originals by Originals orientieren sich am Stil der 1970er-Jahre, der modern interpretiert wird. Im ­Vordergrund stehen knallige Farben und hochglänzende Materialien, ­kombiniert mit markanten Details wie Maxikragen oder farblich abgesetzten Bündchen. colmar.it

3 KOMFORT-HIGHLIGHT: BLACKYAK CALVANA HOODY

Vereinte BLACKYAK Expertise aus Komfort und Performance. Clima­ shield® APEX sorgt für die Isolation und lässt im Zusammenspiel mit YAK FLOW™ Feuchtigkeit nach außen entweichen, aber keine kalte Luft eindringen – perfektes Trageklima! Der Midlayer kann bei Aktivitäten mit hoher Belastung, bei kaltem Wetter und als Layering-Produkt getragen werden. blackyak.com

4 BLACKBEARDS BARTÖL TONKA-VANILLE

Süße Vanille wird umgarnt von herber Tonkabohne, gekrönt von einem frischen Hauch Bergamotte. Die Vor­ züge von Bartöl: Es pflegt den Bart, macht ihn weich, verleiht ihm einen betörenden Duft und lässt ihn, wenn er von einem Sonnenstrahl geküsst wird, schimmern, als wäre er von tausend Diamanten besetzt. Definitiv ein Essential für jeden Bartträger. blackbeards.de

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Perfekter Abgang

Hubschrauber über ihren Köpfen sind die New Yorker gewohnt, doch bei diesem reckten selbst sie ihre Hälse: In den Morgenstunden des 18. Mai vollführte Red Bull Aerobatic-Pilot Aaron Fitzgerald Schrauben, Flips und Sturzflüge über den Dächern Manhattans. Video unter redbull.com

Die nächste Ausgabe des RED BULLETIN erscheint am 8. Oktober 2019. 98  



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