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GRUSELKLASSIKER
Dracula, Psycho & Co.
Wie Sie Schritt für Schritt gesünder und glücklicher werden
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GRUSELKLASSIKER
Dracula, Psycho & Co.
Wie Sie Schritt für Schritt gesünder und glücklicher werden
Koalas, Kängurus & Wombats
Die Welt der Beuteltiere
Karpaten: Bedrohtes Paradies
Fahrrad fahren: Spaß in jedem Alter!
Lebensmittel: Richtig lagern und verbrauchen
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Zwei Schicksalsschläge, eine große Liebe
TiTelgeschichTe
30
Kleine Schritte, große Wirkung
Oft erzielen kleine Veränderungen große Effekte. Jetzt im Herbst ist die beste Zeit, damit anzufangen
38
Ein Duft liegt in der Luft
Im Süden des Oman befindet sich die Wiege des Weihrauchs. Bis heute wird das wohlriechende Harz dort von Hand geerntet
KlassiKer
46 Ich wollte zur Natur zurück
Will Stanton möchte ökologischer leben und muss feststellen: Theorie und Praxis sind zwei Paar Stiefel
52 Edle Tropfen
Zehn Fragen rund um Wein
56
Warm, wärmer, Wolle
Gestrickt als Socke, gewebt als Stoff, gefilzt als Wärmedämmung –seit jeher nutzt der Mensch Tierhaar auf vielfältige Weise
62
Schuhe machen Leute Einst gab das Schuhwerk
Auskunft über den sozialen Status seiner Besitzer. Heute tragen sogar die Reichen Flip-Flops
66 Miss Sumo Ein Sport nur für Männer? Von wegen! In Japan praktizieren immer mehr Frauen Sumo
74
Genuss nach Plan Vom Einkauf bis zur Lagerung: Mit unseren Tipps sparen Sie Geld und vermeiden Abfall

80 Im Land der Beutler
Fast überall auf der Welt wurden Beuteltiere von anderen Säugetieren verdrängt. Wieso nicht in Australien?
88 Radeln mit Rückenwind
Das E-Bike eröffnet einer Gruppe Senioren im französischen Departement Var neue Horizonte
94 Angst und Schrecken
Von Vampiren, Geistern und Serienmördern – 13 gruselige Fakten über Horrorfilme
98 Doch, sie kann das!
Catrin Amrein hat das Fetale Alkoholsyndrom. Und arbeitet in einem Friseursalon
104
Ein himmlischer Halunke
Robert Boehm pflegte einen eigenwilligem Humor. Sohn
Charles verabschiedet sich von seinem Vater deshalb mit einem Nachruf der besonderen Art
110 Bedrohtes Paradies
Auf einer Wanderung durch die rumänischen Karpaten offenbart sich die Schönheit dieser Region
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118 Zwei Schicksalsschläge, eine große Liebe
Colin Cook überlebt eine HaiAttacke, Sydney Corcoran einen Bombenanschlag. Beide sind schwer traumatisiert. Und finden im jeweils anderen den Partner fürs Leben

Wie Sie Ihre Gelenke schützen und stärken; löst schmutzige Luft Lungenkrebs aus? Mehr Muskeln für besseren Schlaf 20 Ausgesprochen
Pasta mit weißem Trüffel: Der würzige Pilz macht dieses Gericht zu einer kostbaren Delikatesse
Im Fokus
Die neuseeländische Ex-Premierministerin Jacinda Ardern über Mütter in Machtpositionen und die Kraft der Freundlichkeit


Die Welt in zwei Bildern

Es gibt Sportarten, die sich lokal großer Beliebtheit erfreuen und im Rest der Welt unbekannt sind. Das Fingerhakeln zählt dazu. Ausgeübt wird es im bayrischen und österreichischen Alpenraum. Die Regeln sind denkbar einfach: Es gilt, den Kontrahenten über den Tisch zu ziehen –mithilfe eines Lederriemens, in den die Mittelfinger eingehakt werden. Beim Fingerhakeln ohne Riemen werden oft auch die Zeigefinger verwendet. Hinter jedem Wettbewerber steht sicherheitshalber ein Fänger, für den Fall, dass sich die Finger vorzeitig und plötzlich lösen.

Mohammed Al-Mahris
Weihrauchbäume stehen in seinem Garten

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DAS HARZ IN HANDARBEIT

Von Rike Uhlenkamp
Gerade bevor die Sonne hinter den Hügeln verschwindet, kommt Said Ali Al-Mahri in seinem Paradies an: Verteilt auf dem steinigen Plateau und auf den umliegenden Hängen wachsen Tausende uralte Bäume, krallen ihre Wurzeln in das Gestein und recken die dünnen, knorrigen Äste gen Himmel. Für die Boswellia sacra, die arabischen Weihrauchbäume, und ihr „weißes Gold“ ist der 62-Jährige in die Berge gewandert.
Baumharz prägt das Leben der Menschen hier bis heute Etwas Tageslicht bleibt noch. Im langärmligen Funktionsshirt und einem aus Tuch gebundenen Rock hockt er sich vor einen Stamm. Mit seinem scharfen Messer beginnt er, das getrocknete Harz abzulösen, das an mehreren Stellen aus der Baumhaut tritt. In einem geflochtenen Körbchen, das an seinen Arm baumelt, sammelt er seine Ausbeute.
Ein paar Bäume weiter kratzt Said Ali Al- Mahris Cousin an einer Rinde. Die beiden Männer tragen denselben Vor namen, denselben Nachnamen. Um sie zu unterscheiden, fügte man ihren Namen den des jeweils erstgeborenen Sohnes hinzu: Said Ali und Said Mohammed. In der Erntesaison zwischen April und Oktober erklimmen die beiden Männer alle zwei bis drei Wochen das Gebirge.
Der Weihrauch, den die Saids dabei ernten, gilt als der beste der Welt. Hier in Dhofar, der südlichsten Provinz des
Oman, herrschen für die Bäume die perfekten klimatischen Bedingungen: Es ist karg und trocken. Gleichzeitig schenken der nahe Indische Ozean und der jährliche Monsun Luftfeuchtigkeit.
Um an das Olibanum, den Weihrauch, zu kommen, müssen die Saids mehrere Schnitte setzen: Das Harz, das nach den ersten beiden aus dem Baum fließt, ist minderwertig. Erst ab dem dritten Schnitt beginnt die eigentliche Ernte, die in den nächsten Wochen immer reiner wird. Über Tage bearbeiten die Männer dann Baum für Baum.
Manchmal begleiten Freunde oder eines ihrer Kinder sie. Fast immer sind Kamele dabei, die ihr Gepäck schleppen. Ihre Ausflüge sind auch eine Reise in die eigene Vergangenheit und die ihrer Heimat: In Dhofar wird das kostbare Baumharz schon seit Jahrtausenden geerntet, verarbeitet und exportiert und prägt das Leben der Menschen bis heute.
Traditionell teilt sich die omanische Gesellschaft in unterschiedliche Nomadenstämme auf: Beduinen, die der Wanderung der Fische nachreisen und vor allem Sardinen, Thunfisch, Makrelen, aber auch Meeresschnecken fangen, oder solche, die in der Wüste Kamele und Ziegen hüten. Und die Jaballi, „das Bergvolk“: Halbnomaden, die
Im Wadi Dawkah stehen rund 5000, zum Teil sehr alte Weihrauchbäume (rechts oben). Erst mit dem dritten Schnitt in die Bäume beginnt die eigentliche Ernte (links unten). Viele Omaner räuchern Kleidung mit Weihrauch aus (rechts unten), um Ungeziefer loszuwerden




Seit jeher nutzt der Mensch Tierhaar auf vielfältige Weise
von Doris Kochanek
Bei den schottischen Highland Games Kilt zu tragen ist für Männer – wie diese Tänzer – Ehrensache. Traditionell geben die Muster der Röcke Auskunft darüber, zu welchem Clan ihre Träger gehören. Eins haben alle echten Kilts gemeinsam: Sie sind aus Wollstoff gefertigt.



Einst war das Schuhwerk ein Indikator für den sozialen Status. Heute tragen sogar die Reichen Flip-Flops
VON Richard Glover
Mein vater pflegte zu sagen: „Man kann einen Mann nach seinen Schuhen beurteilen.“
Wichtig war seiner Ansicht nach, ein Paar gute Schuhe zu besitzen und Oberleder sowie Absätze regelmäßig zu polieren. Er brachte mir bei, dass man auf das Poliertuch spuckt, damit das Leder besonders glänzt. Auch meine Mutter nahm Schuhe ernst. Sie bekam fast einen Schreikrampf, wenn sie jemanden in Flip-Flops sah. Diese Person hatte ja wohl jeden Anspruch auf Zivilisiertheit aufgeben!
Es war kein Zufall, dass man früher vornehme Leute als „gut betucht“ bezeichnete. Und zur guten Kleidung gehörte ein ordentliches Paar Schuhe. Gut gepflegt galt es als wichtiger Indikator für den sozialen Status.
Früher war auch das Anpassen von Schuhen für Kinder eine große Sache. Man wurde von seiner Mutter in den Laden gezerrt, um dort dann seinen Fuß in etwas zu stecken, das aussah wie ein Schraubstock. Von allen Seiten drückten Leisten auf den Fuß, dann wurde eine exakte Größe berechnet.
Anschließend wählten Eltern und Verkäufer einen viel zu großen Schuh aus, „damit er hineinwachsen kann“.
Zum Schluss wurde an den Zehen und Fersen gedrückt, um sicherzustellen, dass das Ding so locker wie möglich saß – eher ein Clownsschuh als ein Schuh für Schultage. Dann musste das Kind unter den wachsamen Augen aller im Laden zur Tür und zurück laufen. Wenn man die Strecke schaffte, ohne
dass die Clownsschuhe von den Füßen fielen, galten sie als perfekt passend.
Doch selbst dies war ein Fortschritt gegenüber den 1950er-Jahren, als die Schuhgeschäfte in Sydney, Australien, mit einem Gerät namens Fluoroskop ausgestattet waren: einem primitiven Röntgengerät, das Kinderfüße vermaß. Bei Schuhen wurden eben weder Risiken noch Kosten gescheut.
Jetzt, ein paar Generationen später, hat der Schuh seinen Status verloren,
zumindest in seiner geschnürten oder mit hohen Absätzen versehenen Form. Der männliche Winkelpicker, der für seine spitze Zehenpartie bekannt ist, ist zum Glück schon länger Geschichte. Er kam in der westlichen Welt dem Fußbinden am nächsten. In jüngerer Zeit scheinen auch Frauen, zumindest bei der Arbeit, auf High Heels zu verzichten – sehr zur Freude ihrer Podologen.
War der Höhepunkt dieses Prozesses erreicht, als der mehrfach geschiedene Milliardär Rupert Murdoch beschloss,
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FAST ÜBERALL AUF DER WELT WURDEN
BEUTELTIERE VON ANDEREN SÄUGETIEREN VERDRÄNGT. WIESO NICHT IN AUSTRALIEN?
Von Claudia Ruby

Dreimal pro Woche legen diese Frauen und Männer viele Kilometer auf dem Fahrrad zurück
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Gemeinsame Ausfahrten mit dem Fahrrad schweißen zusammen FOTOGRAFIERT VON MAÏTÉ BALDI
Als wär’s der erste Sonnenaufgang der Welt: Morgenstimmung im Fa˘ga˘ras¸-Gebirge

reader’s digest 10.2025

ZWEI DRITTEL VON EUROPAS URWÄLDERN LIEGEN IN DEN RUMÄNISCHEN KARPATEN.
AUF EINER WANDERUNG OFFENBART SICH DIE SCHÖNHEIT DIESER REGION
von Diana Laarz