SPANNUNG
Die letzte Fahrt der Bourbon Rhode
PSYCHOLOGIE
Die Kraft der Erinnerung
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Die Kraft der Erinnerung
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52 Vorsicht, Glas!
Zierrat oder Hightech, filigran oder bruchsicher, bunt oder durchsichtig – Glas hat viele Gesichter
58 Wie geht es Ihnen?
Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliches
Wohlbefinden – deshalb sollte man nicht zögern, sich helfen zu lassen
KlassiKer
64 Schöpfen Sie Kraft aus der Erinnerung
Was unser Gedächtnis gespeichert hat, kann uns das Leben in der Gegenwart erleichtern
68 Liebes Christkind … Vieles ändert sich, aber diese Tradition bleibt: Kinder schreiben
Briefe an den Weihnachtsmann oder das Christkind

humor
74 Was geht Sie das an?
Unser Kolumnist wundert
sich über so manche Fragen seiner Mitmenschen
78 Eiskaltes Vergnügen
Das Schwimmen in offenen
Gewässern ist eine fast schon göttliche Erfahrung
84 Magisches Fest
Der Zauber der Weihnachtszeit zeigt sich auf vielfältige Weise
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Von Laura Potter



Was wäre der Weihnachtsbaum ohne Kugeln? Erfunden hat sie vor rund 170 Jahren ein Glasbläser aus Thüringen. Angeblich, weil er sich die Nüsse und Äpfel nicht leisten konnte, mit denen man damals den Baum schmückte. Heute werden die meisten Kugeln maschinell gefertigt.

Zierrat oder Hightech, filigran oder bruchsicher, bunt oder durchsichtig –
Glas hat viele Gesichter
von Jens Bey
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Vieles ändert sich, aber diese Tradition bleibt: Kinder schreiben Briefe an den Weihnachtsmann oder das Christkind
reader’s digest 12.2025



LANGE BEVOR die Geschenke ausgepackt werden, wenn der Weihnachtsbaum noch gar nicht geschmückt ist und die Christbaumkugeln noch in den Schachteln liegen, ist in vielen Haushalten bereits der Zauber zu spüren. Vorfreude breitet sich aus, ja fast schon Spannung, denn in Schönschrift werden Briefe geschrieben:
„Lieber Weihnachtsmann, ich hoffe, dass es dir gut geht und dass du mir alle Geschenke bringst, die ich mir wünsche. Ich hab dich lieb, und für die Rentiere haben wir Möhren rausgelegt, und für dich haben wir Plätzchen und ein Glas Milch bereitgestellt. Ich mag dich sehr, lieber Weihnachtsmann, und ich habe ein Bild von dir gemalt. Bis zum nächsten Jahr und viele Küsse, dein Clément.“
Auch wenn wir die Adresse nicht kennen, die der kleine Franzose auf den Umschlag schreibt – Rue des Étoiles (Sternenstraße) oder Nordpol –, wissen wir doch, dass sein Brief im offiziellen Sekretariat des Weihnachtsmanns in Libourne, im Südwesten Frankreichs, landet. Jedes Jahr gehen dort rund 1,3 Millionen Briefe ein. Jeder zehnte Brief kommt aus dem Ausland. „Der Weihnachtsmann ist eine mythische Figur, aber
er lebt in menschlicher Gestalt mitten unter uns“, erklärt Nadine Cretin, Historikerin und Spezialistin für westliche Feste und Traditionen. „Kinder wundern sich also nicht, dass sie ihm einen Brief oder jetzt auch eine E-Mail schicken können. Sie fragen sich vielmehr, wie es der Weihnachtsmann schafft, so viele Familien in einer Nacht zu besuchen!“ Eine übermenschliche Leistung – was Kinder aber nicht davon abhält, Bilder aus Spielzeugkatalogen auszuschneiden, um eine Wunschliste zu erstellen.
„Es gibt noch andere Weihnachtsmannbüros auf der Welt, aber unseres ist das Wichtigste“, strahlt David Resse, Leiter des Büros der französischen Post, das jedes Jahr Mitte November seine Arbeit aufnimmt. Diese Aussage sorgt in Finnland für ein wenig Unmut. „Ich muss Ihnen mitteilen, dass der echte Weihnachtsmann bei uns lebt“, sagt Hanna Raunio, Chefredakteurin von Valitut Palat – der finnischen Ausgabe von Reader’s Digest – mit gespielter Empörung. „Sein Hauptpostamt befindet sich im Weihnachtsmanndorf in der Nähe von Rovaniemi, direkt am Polarkreis.“
Das skandinavische Büro gibt es seit 1985, doch die Briefe wurden schon in den 1920er-Jahren nach Lappland geschickt. Denn damals erzählte der Journalist Eino Markus Rautio im Radio, dass der Weihnachtsmann auf dem Berg Korvatunturi (Ohrenberg) wohnt. Seit der offiziellen Eröffnung hat das finnische Büro fast 25 Millionen

Briefe von Kindern, aber auch von Erwachsenen, aus 200 Ländern erhalten. Das Besondere daran? Es hat sieben Tage die Woche geöffnet.
Doch die französische „Konkurrenz“ war zuerst da. Sie verdankt ihre Existenz Magdeleine Homo, die in den 1950er-Jahren bei der Post des kleinen normannischen Badeortes Veules-lesRoses arbeitete. Zehn Jahre lang beantwortete sie mithilfe der Postbotin des Ortes die Briefe der Kinder, wobei sie gegen die Geheimhaltungsvorschriften ihres Arbeitgebers verstieß, weil sie die Umschläge öffnete. 1962 durfte sie diese Aufgabe schließlich offiziell übernehmen. „Heute versenden unsere 60 ‚Wichtel‘ bis zu 30 000 Antworten pro Tag und beherrschen mehrere Sprachen, um fehlerfrei zu schreiben“, verrät David Resse.
Nicht alle Kinder in Europa schreiben Briefe an den Weihnachtsmann. In Deutschland wenden sich viele lieber an das Christkind oder den Nikolaus. Für diese Sendungen hat die Deutsche Post sieben Weihnachtspostfilialen eingerichtet. Die älteste, im Hildesheimer Ortsteil Himmelsthür, ist seit 1967 im Einsatz. Vergangenes Jahr gingen an die 600 000 Briefe ein, das waren rund zwölf Tonnen Papier.
Der bislang beeindruckendste Brief war vier Meter lang! Sein Verfasser muss entweder sehr brav gewesen sein – oder das genaue Gegenteil. Die Antworten werden mit einer besonderen Weihnachtsbriefmarke und einem Sonderstempel versandt.
In der Schweiz gehen die Briefe an das Christkind. Im letzten Jahr beantworteten acht „Wichtel“ von der

geht
Warum versprechen sich Menschen etwas davon, andere mit Fragen zu löchern?
VON Richard Glover
Wenn ich humple, frag mich
bitte nicht, warum. In jungen Jahren steckt hinter jeder Verletzung eine tolle Anekdote: „Ich habe ein Kind aus einem brennenden Haus gerettet und mir dabei wohl einen Muskel gezerrt.“ Mit so einer Geschichte will man gefragt werden.
Später im Leben gibt es immer noch Verletzungen, aber keine gute Story mehr dazu. „Wie hast du dir den Rücken verletzt?“ – „Ich bin heute Morgen zu schnell aus dem Bett gestiegen.“
Oder: „Ich war unter der Dusche und habe versucht, mir die Füße zu waschen.“ Oder: „Beim Müllrausbringen.“
Warum löchern die Leute mich trotzdem, und was soll ich sagen? „Das Alter, fürchte ich. Das kommt vor. Kann mich nicht beklagen.“ So zu reagieren ist schlimmer als das Hinken.
Inzwischen hinkt auch mein Hund. Während sich manche Leute verkneifen, mich nach meiner Einschränkung zu fragen, kennen sie bei Clancy keine Hemmung. „Was ist denn mit dem armen Ding los?“, wollen sie wissen und gehen in die Hocke, um seinen Rücken zu streicheln. Sie schauen ihm tief in die Augen und gurren leise.
Manchmal berühren sie seinen Kopf mit ihrem. Die Botschaft ist klar: Ich kümmere mich nicht richtig um die Gesundheit meines Hundes. Anscheinend denken die Leute, dass es eine einfache Heilung für Clancys Hinken gibt, aber der Besitzer scheut die 9,50 Euro für die Tabletten oder den Verband.
Wenn sie sich zu Clancy hinunterbeugen und direkt mit ihm sprechen, ist es, als erwarteten sie, dass er zurückflüstert: „Helft mir! Dieser Mann ist ein Monster.“
Warum stellen Menschen so viele Fragen zu Themen, auf die es niemals eine gute Antwort geben kann? Ich habe Freunde, die keinen Alkohol trinken, und sie berichten jedes Mal, wenn sie ein Sodawasser bestellen, von einer
ähnlichen skrupellosen Inquisition: „Oh, Sie trinken nicht. Warum nicht?“ Was erwarten die Fragenden für eine Information? „Ich hatte in meinen frühen Zwanzigern ein schreckliches Alkoholproblem, das sowohl meine Gesundheit als auch mehrere Ehen zerstört hat, und da ich nicht in der Lage war, meinen Alkoholkonsum zu mäßigen, musste ich ganz damit aufhören. Also, ja, ein Sodawasser, wenn Sie eins haben.“ Oder: „Das ist meine Religion. Es ist verboten.“ Oder: „Ich finde Men-
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