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Jan Vonk Holistic Pulsing

Der sanfte Weg zu Ausgeglichenheit, Ruhe und innerer Harmonie!

Holistic Pulsing

Die heilsame Kraft der Berührung

Holistic Pulsing ist eine sanfte Entspannungstechnik, die zu neuer Vitalität führt und hilft, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Behutsame schwingende, wiegende oder pulsierende Bewegungen lösen Blockaden im Energiefluss und führen zur Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele.

26,80 € [D] ISBN 978-3-941275-04-1

Laudatio

Verlag

Laudatio

Laudatio

Verlag

Anhand zahlreicher Farbfotos und ausführlicher Anleitungen vermittelt dieses Standardbuch einen umfassenden Einblick in die Theorie und Praxis des Körperpulsings. Grundlagenwissen aus den Bereichen Organ- und Chakrenpulsing vereint mit Übungen und eindrucksvollen Fallbeispielen machen dieses Kompendium zu einem unverzichtbaren Begleiter für die Ausbildung ebenso wie für die professionelle Anwendung.

Jan Vonk

Entdecken Sie die wohltuende Wirkung sanfter Bewegung und Berührung! Lernen Sie mit Holistic Pulsing wieder ganz neu auf die Bedürfnisse und Belange Ihres Körpers zu achten!


Inhalt

Bewegt und berührt von Holistic Pulsing

Das Konzeptionstrauma

33 38 39 42  45 49 51 51

Was ist Holistic Pulsing?

11

Der Ursprung von Holistic Pulsing Breema  Manocher Moviai  H.P. bekommt seinen Namen 

12 12 13 14

Beobachtungsmeditation Dem inneren Krieg auf der Spur   H.P. und ein Mann im Koma  Die Ursache von Selbstblockaden Hanneke, die nicht verschwand  Reginas Lebenslabyrinth Eine Methode ohne Beichtpflicht

Was bewirkt H.P.

14

Wie wirkt H.P.? 

55

Rhythmus und Bewegung   Mathilde – Fallbeispiel Die Anamnese Der holistische Ansatz Mathildes Labyrinth

16 17 17 19 21

Der Körper reagiert unmittelbar  Sinnesmeditation Die Lebendige Gruppe  Chancen der Lebendigen Gruppe

56 57 59 60

Für wen ist H.P. geeignet? 15 Jung und Alt H.P. – Hilfe bei Übergewicht? Ankie und der Treueschwur   Rebirthing und H.P.   Brigitte, Tochter einer Muss-Ehe Die äußere Biografie Die innere Biografie  

16 24 24 25 31 31 31

Grundkurs: Theorie und Praxis Grundlagen: Körperpulsing 63 Die Verbindung mit Wasser  Den Krieg beenden  Wie sich Blockierungen entwickeln Klärung des inneren Krieges  Körper, Inneres Kind, Beziehungen

64 64 66 67 68


Grundannahmen bei H.P.

70

Verantwortung  Bewusstsein   Akzeptanz  

70 72 72

Die Praxis

75

Das Praxisbuch   Kontraindikationen Das Aufnahmegespräch   Professionelle Grundhaltung  Vorsicht: Fallstrick!  

75 76 76 77 78

Wie wird H.P. ausgeübt?  79 Die Basisbewegung   Bewegung und Blockierung   Wir alle sind Heiler   Allgemeine Bemerkungen   Warum eine Ausbildung?

86 87 87 88 88 89 90 90 91 91

Körperpulsen in Bauchlage 92

80 81 81 82 82

Becken-Puls seitwärts   Bein-Puls seitwärts  Rist-Puls mit Dehnung   Einfacher Rücken-Puls  Rücken-Pendel-Puls  Wirbelsäulen-Puls   Kreuzbein-Puls  

84 85 85 86

Pulsen in der Rückenlage 95

Körperpulsing   Hüftpuls Doppelter Oberschenkel-Puls  Doppelter Knie-Puls  Doppelter Schienbein-Puls 

Fuß-Puls seitwärts  Fersen-Puls seitwärts  mit Dehnung  Fuß-Roll-Puls  Zehen-Puls   Leichter Fußpuls  Fußsohlen-Puls seitwärts  Brustkorb-Puls  Schulter-Puls seitwärts   Top-Schulter-Puls seitwärts  

Bein-Puls seitwärts   Kniewurf-Puls   Zirkulärer Knie-Puls  

92 92 93 93 93 94 94 95 95 96


Gestreckter Arm-Puls   Händeschüttel-Puls  Handgelenk-Puls   Finger-Puls   Ruhender Handpuls  

96 97 97 98 99

Gliederpulsen in Bauchlage 98 Oberschenkel-Puls   Schienbein-Puls   Fußwurf-Puls   Armschwung-Puls

Kopf- und Nackenpulsen Kopf-Grundpuls   Kopfpuls mit Drehung   Figur-8-Puls  

99 99 99 100

100 100 101 101

Organpulsing Wozu Organpulsing? 

105

Der Bauch  Hans-Jürgen – Fallbeispiel Bauchpulsing – Totalplan  Lungenpulsing   Die Herz-Bauchverbindung

105 107 111 112 114

Das Immunsystem  Totalperistaltik  

114 116

Das Basis-Bio-RegulierungSystem – BABIRESY  117 Das Konzeptionsgefäß   Die Tsubos   Reflexzonen   Der Magen  Der Darm   Vergeben/Loslassen   Das Ego  Das Märtyrer-Spiel  

Leber und Nieren – Zwei wichtige Filter Die Leber   Die Nieren  Das Blut-Team Das Herz   Denken und Fühlen in Energien 

118 119 120 121 123 125 125 126

129 129 132 136 137 139

Die Organpulsing-Sitzung  141 Der richtige Zeitpunkt   Die Wahl der Organe 

141 142


Inhalt

Chakrenpulsing Die Chakren-Lehre

148

Was sind Chakren?   148 Blockaden im Chakrensystem   149 Wie werde ich „Chakren-Pulser“?  151 Die Chakrenpulsing-Sitzung 152

Kleine Chakren Anatomie 152 Das Wurzel-Chakra  Das Wurzel-Chakra-Pulsing Wurzel-Chakra-Meditation Das Sakral-Chakra  Das Sakral-Chakra-Pulsing Sakral-Chakra-Meditation Das Nabel-Chakra   Solar-Plexus-Pulsing  Nabel-Chakra-Meditation Das Herz-Chakra   Herz-Chakra-Pulsing   Herz-Chakra-Meditation Das Hals-Chakra   Das Hals-Chakra-Pulsing   Hals-Chakra-Meditation

156 158 158 158 160 160 160 163 163 163 165 166 166 168 168

Das Stirn-Chakra   Stirn-Chakra-Pulsing   Stirn-Chakra-Meditation Das Kronen-Chakra  Kronen-Chakra-Meditation

169 171 171 171 174

Ganzheitliche Selbsthilfe Selbstpulsing  

174

Wasser-Visualisierung

175

Das Atmen  

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Zum Schluss Wichtiger Hinweis   Bücher, die weiterhelfen  Adressen, die weiterhelfen  Glossar  Danksagung  Impressum 

176 176 178 180 180 188 188


Bewegt & Ber端hrt von Holistic Pulsing


Beweg t und Berühr t – von Holistic Pulsing

Christine, 62 Jahre, ist in Panik.

Seit zwei Wochen hat sie kei­nen Stuhlgang. Ihr Bauch ist hart und verkrampft. Sie getraut sich nicht zu essen. Trinken geht einigermaßen. Ich lade sie ein, sich auf den Massagetisch zu legen. Sanfte Musik spielt. Die Ausbildungsgruppe ist gerade beim Thema Bauch und Bauch-Pulsing-Sitzungen werden ausgetauscht. Ich lege meine Hände auf Christines Bauch, schließe meine Augen, gehe in Kontakt mit dem Bauch und beginne subtil zu pulsen. Nach einigen

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Minuten fragt Christine: „Was tust du mit mir? Was passiert mir? Mein ganzer Körper bewegt sich!“ Meine Antwort: „Erfahre nur, lass dich einfach pulsen. Melde dich sofort, wenn es eventuell unangenehm ist.“ Ich pulse mit kleinen, feinen Bewegungen weiter. Wenn sich im Körper etwas nicht mehr bewegt, wenn etwas verkrampft und starr ist, braucht es Berührung. Berührung und Bewegung – in welcher Form auch immer – sind die wichtigsten Elemente des Lebens. Wir geraten


Was ist Holistic Pulsing?

in Panik, wenn ein Teil unseres Körpers nicht mehr funktioniert, weil er unbeweglich ist. In Berührung und Bewegung entsteht unser Leben. Die Geschlechtsteile zweier Menschen berühren einander, ein Spermium berührt eine Eizelle, Zellen teilen und berühren sich. Neun Monate lang wird das ungeborene Kind in der Gebärmutter unermüdlich massiert. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Berührung und Bewegung für die gesunde Entwicklung eines Kindes eine entscheidende Rolle spielen. Vor allem die Berührung durch die Mutter beeinflusst das Wachstum, das Immunsystem und andere wichtige Lebensfunktionen. Berührung ist lebensnotwendig, ebenso nötig wie Essen, Trinken und Schlafen. Deanne Juhan19, ein bekannter Anatomie- und Physiologie-Lehrer am Trager-Institut in den Vereinigten Staaten, beschreibt in seinem Buch „Körperarbeit“, dass berührende Hände wie Taschenlampen in einem abgedun­kelten Raum seien. An diese Aussage musste ich denken, als sich Christine wegen ihres harten Bauchs meldete. Berührende Hände sind das Medikament. Bei vielen Schmerzzuständen, vor allem der inneren Organe, bilden Berührung und Bewegung genau jene Hilfe, die am dringendsten benötigt wird. Allein eine liebevolle bewusste Berührung kann schon

Holistic Pulsing

heilend wirken. Berührung kann wie Meditation sein. Unser Verstand hört zu „plappern“ auf. Berührung und sanfte Bewegung lassen uns die Wurzeln unseres Seins erfahren. Wir tauchen in die Tiefe unseres Seins, wo wir vollständig und heil sind.

Was ist Holistic Pulsing? Holistic Pulsing ist eine Methode, um den Körper tief zu entspannen. Dies wird erreicht, indem der Körper mittels einer speziellen Berührungsqualität in eine sanfte, schaukelnde Bewegung versetzt wird, die sich wellenartig über Muskeln, Sehnen und Gelenke ausbreitet. Dadurch können tiefe Schichten des Bewusstseins erreicht werden. Auf dieser Ebene kannst du Dein Geburtsrecht auf Frieden und Liebe erfahren und in dein Leben einladen. Du kannst beginnen, deine Opferrolle – die anderen, die Umstände, die Eltern, deine Geschwister, deine Kollegen, deine dicken Hüften, ... sind schuld – aufgeben und diesen Frieden und diese Liebe jetzt selbst kreieren. Holistic Pulsing, symbolisch betrachtet, ist die sanfte Bewegung und Massage der Gebärmutter, die jetzt nur positive und liebevolle Bewegungen um dich herumfließen lässt und deine Lebens- und Beziehungsenergie regeneriert. Viele von uns haben bis jetzt nicht wirklich

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Holistic Pulsing

gelebt, sondern nur überlebt, oder Krieg geführt. Sie haben sich oftmals seit ihrer Empfängnis und Geburt bis jetzt fast nur verteidigt oder angreifend durchgeschlagen. Sie sind so an kriegerische Gefühle gewöhnt, dass sie kaum noch wissen, was wirklich friedvolle Gefühle sind. Holistic Pulsing kann in hohem Maße dazu beitragen, dass in dir das Gefühl von Frieden, Selbstannahme und bedingungsloser Liebe wieder erwacht. Tovi Browning12 nennt ihr Buch, in dem sie Holistic Pulsing beschreibt „Gentle Miracles“ („ Sanfte Wunder“). H.P. geht davon aus, dass wir unser Recht auf Empfängnis aus Liebe auf einer tiefen Ebene in uns tragen und dass hartnäckige Blockierungen diese Gefühle nur betäubt und unsichtbar gemacht haben. Unsere ursprüngliche Empfängnisenergie in Liebe ist aber immer noch keimfähig genug, um zum Vorschein zu kommen und nachträglich zu wachsen.

Der Ursprung von Holistic Pulsing Der amerikanische Zirkusarzt Dr. Trager entdeckte um 1970, dass er die extrem überspannten und belasteten Muskeln seiner Artisten wieder flexibel und geschmeidig „machen“ konnte, indem er sie besonders sanft schüttelte und wiegte.

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Die Überlegung dabei war, dass verletzte Muskeln nicht durch massives Bearbeiten, also neue „Verletzungen“, geheilt werden konnten. Er entdeckte, dass Sportmassagen und ähnliche Techniken, bei denen versucht wird, Muskeln zu dehnen, neue Verspannungen und neuen Stress verursachen. Möglicherweise wurde Dr. Trager von der „BreemaArbeit“ inspiriert, die damals in den Vereinigten Staaten zahlreiche begeisterte Anhänger hatte.

Breema Im kleinen Grenz- und Bergdorf Breema zwischen Afghanistan und Iran gab es weder Ärzte noch Apotheker. Die Einwohner entwickelten eine Art feiner Energieabeit, mit der sie Frauenleiden, Rückenbeschwerden, Erkältungen und anderes behandelten. Diese Heilmethode beruhte auf Yoga17, Akupressur und Berührung. Die BreemaArbeit gehörte zur Dorfkultur, sie war nicht als Therapie oder Heilmethode entwickelt woden. Es war eine Schulung von Körperbewusstsein, Verstand und Gefühl, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Eltern wandten es bei ihren Kindern an, Kinder bei ihren Eltern und Freunde untereinander, ohne Einschränkung. Das Wesentliche dabei war, dass ein Breema-


Der Ursprung von Holistic Pulsing

Praktizierender nie etwas tat, was für ihn selbst anstrengend, unangenehm oder unbequem war. Was in einer Sitzung geschah, war völlig offen und in keiner Weise festgelegt. Es wurde nicht diagnostiziert oder beurteilt. Es ging darum, die Selbstheilungskraft zu aktivieren. Sie vertrauten darauf, dass der Körper an eine höhere Weisheit angeschlossen ist und sich über die innere Stimme mitteilt.

Manocher Moviai Ein gewisser Manocher Moviai, geboren in Breemava, sei nach Kalifornien ausgewandert und habe diese Form der Energie-Arbeit nach Amerika gebracht; so wird überliefert. Sein Großvater habe ihm diese Energie-Arbeit vorgelebt und auch die dahinter steckende Philosophie und Theorie nahegebracht. Moviai sammelte Schüler um sich und erzählte ihnen folgende Geschichte: „Als kleiner Junge ging ich mit meinem Großvater, Kahn Baba, Ziegen hüten. Zum Essen nahmen wir Mehl, Butter, Milch, Eier, Honig und Salz mit. Abends machten wir ein Feuer und auf einem glatten Stein backte er mit allen Zutaten schöne Pfannkuchen, die er mit Honig bestrich. Er sagte zu mir: „Siehst du diese Pfannkuchen? Die habe ich gebacken mit Mehl aus Getreide, mit Butter und

Holistic Pulsing

Milch von den Kühen, mit Honig von den Bienen und mit ein bisschen Salz, das sehr teuer ist, denn es kommt von weit her.“ Dann rollte er den Pfannkuchen zusammen, aß ihn und fragte mich: „Und wie schmeckt er dir?“ Ich antwortete: „Wieso fragst du das, du hast mich überhaupt nichts kosten lassen.“ Mein Opa antwortete: „Aber ich habe dir doch alles über Pfannkuchen erzählt?“ Nachdem mein Opa mir deutlich gemacht hatte, dass nur Erfahrungen zählen und dass Informationen aus zweiter Hand, wie ausführlich sie auch sein mögen, überhaupt nichts bringen, bekam ich meinen köstlichen Pfannkuchen.“ Bei der Breema-Arbeit geht es wesentlich um Resonanz und Ausgewogenheit zwischen Körper, Verstand und Gefühl. Mit diesen Qualitäten können wir uns selbst erfahren. Die Merkmale der Breema-Arbeit sind die gleichen wie bei Holistic Pulsing. Wirkliches Lernen und Umlernen fängt mit dem Körper an. Es geht darum, präsent zu sein, nichts zu bewerten, rein und vorbehaltlos in die Beobachtungsposition zu gehen, bedingungslos anzunehmen und anzuerkennen, was ist. Also: Nicht diagnostizieren, nicht therapieren und nicht urteilen! Der Gebende schafft auf Grund seiner Erfahrung Raum und Wärme und tut nie etwas, das für ihn selbst unangenehm, unbequem oder

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Holistic Pulsing

verletzend ist. Welche Beschwerden und „Probleme“ jemand hat, spielt bei dieser Körperenergiearbeit eine untergeordnete Rolle und ein bestimmtes Therapieziel gibt es auch nicht. Was bei einer Sitzung passiert, ist in keiner Weise festgelegt und nicht vorhersehbar. Es geht nur darum, das Leben in all seinen Facetten zu lieben und zu lernen, das Leben selbst als Lehrer zu begreifen. Diese alte, über Jahrhunderte hinweg mündlich und praktisch überlieferte Breema-Tradition könnte Ursprung und Pflegestätte von Holistic Pulsing gewesen sein. Die Einwohner von Breema überlieferten die Energie-Übungen Jahrhunderte lang von Generation zu Generation. In dem Buch von Jon Schreiber „Touching the Mountain“18 wurden solche Übungen zum ersten Mal schriftlich beschrieben.

Holistic Pulsing bekommt seinen Namen Der englische Arzt Dr. Curtis Turchin hat die Entdeckung von Dr. Trager studiert, beschrieben und weiter entwickelt und der TragerEntspannungstechnik den Namen Pulsing gegeben. Die Osteopathin Tovi Browning12 besuchte in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts Seminare von Dr. Trager in England. Sie entdeckte, dass man

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die „grob-anatomischen“ Griffe der Osteopathie sehr wirkungsvoll auch „fein-anatomisch“ auf Zellebene ausführen konnte. Sie „übersetzte“ die Griffe in klein-anatomische Bewegungen und nannte diese Methode Holistic Pulsing, welche sie in ihrem Buch „Gentle Miracles“ ausführlich beschreibt. Ich nahm dieses Buch als Ausgangspunkt und entwickelte zuerst unter Begleitung von Annemarie Oldach und später von Franziska Püller Holistic Pulsing weiter. Zusammen mit unseren Kursteilnehmern entdeckten wir, dass bestimmte Griffe die Organe und die Leitbahnen der Akupunktur ansprechen. Daraus entstand das Organ- und Chakren-Pulsing.

Was bewirkt Holistic Pulsing? Holistic Pulsing ist eine ganzheitliche Methode, die die Einheit aus Körper, Geist und Seele erfahrbar macht. Bewusster und unbewusster emotionaler Stress, z.B. das Tragen einer schweren seelischen Last, bewirkt im Körper Verspannung. Diese wiederum blockiert den freien Lauf der Körperflüssigkeiten (Blut, Wasser, Lymphe, ...). Besteht diese Blockierung über längere Zeit und bleibt der emotionale Stresszustand aufrecht, werden Gift- und Abfallprodukte nicht ausreichend ausge-


Was bewirkt Holistic Pulsing?

schwemmt. Entzündungen entstehen und verursachen Schmerz. Holistic Pulsing ist eine subtile Methode, mit der man Blockierungen genau lokalisieren kann. Durch die tiefe körperliche Entspannung lösen sich Stauungen und Verstopfungen auf, der Körper kann seine Selbstheilungskräfte entfalten. H.P. hat diesbezüglich Verbindungen und Übereinstimmungen mit der Osteopathie und Craniosacraltherapie. Holistic Pulsing kann eine Unterstützung sein, um zu entdecken, wer ich wirklich bin und helfen, mein volles Lebenspotenzial zu entfalten.

Holistic Pulsing

Da das Pulsen im Rhythmus und Tempo des Herzschlags eines ungeborenen Kindes erfolgt, erreicht man eine tiefe Erinnerungsebene. Geburtserfahrungen, Erinnerungen aus dem Mutterschoß bis hin zur Konzeption können schon sehr früh Blockierungen verursacht haben. Durch H.P. können Basiserfahrungen aus dieser nonverbalen Zeit auftauchen und transformiert werden. Wenn eine Lebenserfahrung war, dass das Gehaltensein, die Wärme und Geborgenheit fehlten, kann bei einer H.P.-Sitzung dieser Zustand erlebbar werden.

INFO Holistic Pulsing ist geeignet für Menschen, die... • nach einer wirksamen Entspannungsmethode suchen • nach neuen Impulsen und Lösungen für fest gefahrene Lebenssituationen suchen (Beziehung, Arbeit, Übergewicht ...) • die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren wollen • als Alternative oder Ergänzung zur klassischen Medizin eine sanfte Behandlungsmethode suchen • schwanger sind und in geborgener Atmosphäre die Beziehung zu ihrem ungeborenen Kind vertiefen möchten • ihre Selbstwahrnehmung verbessern und sich persönlich weiterentwickeln wollen

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Holistic Pulsing

Sanftheit und Sicherheit Holistic Pulsing braucht keine Gewalt und keinen Zwang, daher provoziert es kaum Widerstand. H.P. gibt Antwort auf das tief in uns verwurzelte embryonale Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. Glaubensmuster wie „Heilen tut weh, ist schmerzhaft, Heilen ist mühsam und schwierig, geht langsam ...“ verhindern oft den natürlichen Heilungsprozess. Die Heilungsversuche bleiben erfolglos, vor allem wenn es um psychische und emotionale Probleme geht. Die Sanftheit und Sicherheit der feinen Schwingung bei H.P. ist eine ununterbrochene Einladung an den Körper, sich zu entspannen und die Selbstheilung einzuleiten.

Rhythmus und Bewegung Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben. Wenn wir ein bisschen „tot“ sind, z.B. tot geschwiegen, depressiv, wenn wir nicht gesehen werden, weil wir uns nicht bewegen, wenn wir nicht gehört werden, wenn wir uns zurückziehen usw., verzichten wir auf Rhythmus und Bewegung und verschwinden allmählich ganz. Wenn ein Trauma nicht verarbeitet oder integriert werden kann, verspannt unser Körper. Unser Gewebe, unsere Organe, die einzelnen Zellen ziehen sich zusammen, werden hart

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und zäh. Wir werden als Ganzes hartnäckig, starrköpfig, engstirnig, unbiegsam. Wir sind dann einfach ein bisschen tot. Das Zusammenkrampfen, den Atem anhalten, Tränen zurückhalten, Kummer hinunterschlucken und all das waren Methoden bzw. Strategien, um zu überleben. In Wirklichkeit sind dies Strategien, um jedes Mal ein bisschen zu sterben. Holistic Pulsing bringt auf eine zarte, subtile Weise die erstarrten, verkrampften und zähen Zellen wieder in Bewegung. Die Zellen erinnern sich wieder an den heilen Zustand, werden wieder jung und lebendig.

INFO Jung und Alt Bei Kindern und jungen Menschen kann Holistic Pulsing sehr schnell wirken. Sie haben noch verhältnismäßig wenig Ballast und reagieren deswegen spontan und natürlich auf diese Methode. Ältere Leute brauchen häufig zwar etwas mehr Zeit. Die Ergebnisse und Erfolge sind dennoch oft erstaunlich.


Mathilde, (k)ein hoffnungsloser Fall

Special

Mathilde, (k)ein hoffnungsloser Fall Mathilde, eine Frau von 30 Jahren, ist die einzige Tochter einer sehr reichen Familie. Ein Freund hatte ihr geraten, sich an mich um Hife zu wenden. Sie meldete sich per Telefon mit einer kräftigen Stimme: „Ich habe Übergewicht.“ und „Ich kann immer nur Ja sagen.“ Wir vereinbarten einen Termin, sie kam pünktlich. Mathilde ist extrem korpulent und hat bestimmt 150% Übergewicht. Sie bittet um ein Kissen. Sie erzählt mir mit Humor, dass sie am liebsten auf dem Boden sitzt, weil nicht alle Stühle für ihr Gewicht berechnet sind. Ich erkläre ihr die Grundprinzipien von Holistic Pulsing und lade sie ein hinzuspüren, ob sie mit mir arbeiten will und kann. Ich weise darauf hin, dass Holistic Pulsing eine fein-energetische Körperarbeit ist. Sie brauche nichts zu sagen, wir gehen einfach auf die Suche nach dem „Inneren Arzt“, um die Blockierungen von innen aus in Bewegung zu bringen. Sie unterbricht mich: „Ich betrachte mich als hoffnungslosen Fall. Ich habe schon drei Therapien hinter mir und das Gefühl, dass ich überhaupt nicht leben kann. Ich kann keine Beziehung eingehen und weiß eigentlich überhaupt nicht, was Beziehung ist. Ich sage immer zu allem, was auf mich zukommt, Ja. Die letzten zwei Jahre waren eine Katastrophe.“

D ie A n amn ese Geboren vor 30 Jahren. Sie hätte ein Junge sein sollen. Ihre Mutter nahm sich vor, Mathilde spartanisch zu erziehen und begann damit unmittelbar nach der Geburt. In einem Gespräch mit ihrer Mutter schilderte diese stolz, unter welchem Motto sie ihre Tochter erzogen hatte: „entweder gerne“ oder „gar nicht“. Wenn sich Mathilde beim Stillen kurz von der Brust abwendete, legte die Mutter sie unmittelbar in die Wiege zurück, ließ sie schreien und stillte sie erst wieder, nachdem sie vollkommen still geworden war. Innerhalb einer Woche trank Mathilde beide Brüste ohne Unterbrechung leer. Das Spiel „entweder gerne“ oder „gar nicht“ hat ihr ganzes Leben geprägt und beherrscht. Sie sagte zu allem, was ihr die Eltern und später die Lehrer und Lehrerinnen auftischten, automatisch Ja. Dieses eingefleischte totale Ja ließ keinen Platz für ein Nein. Alles wurde für sie bestimmt, sie brauchte nur zu schlucken. Ihre Eltern schickten sie in ein von Nonnen streng geführtes Mädcheninternat, um das Letzte aus ihr herauszuholen. Mathilde war eine brillante Schülerin und aß alles, was aufgetischt wurde. Sie war ein bisschen rundlich, aber die Lösung dieses Problems wurde auf später verschoben. Auch ihre Mutter war auffallend rundlich.

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Special In ihrem Leben hat sich ein „Konsummuster“ ausgewirkt, das besagt: „Wenn etwas Essbares vorhanden ist, muss es gegessen werden.“ Außerdem bestimmten die Eltern Mathildes Leben bis ins kleinste Detail. Mathildes tiefster Glaubenssatz war: „Ich habe ideale Eltern und ich bin eine Mustertochter.“ Diese Art zu leben wurde als „Familienglück“ definiert. Nach dem Abitur studierte Mathilde anfangs Jura. Da sie aber noch Zeit übrig hatte, entschloss sie sich, auch noch Ökonomie zu studieren. Ihr Leben veränderte sich nicht wesentlich: studieren, Vorlesungen hören, essen, schlafen. Sie hatte Glück, dass sie sehr intelligent war und ausgezeichnete Prüfungen ablegte. Ihre Eltern riefen jeden Tag an und besuchten sie oft. Der Mythos war: „Alles ist perfekt.“ Mathilde schloss nach vier Jahren beide Studien erfolgreich ab. Die Eltern organisierten ein Fest und dabei kündigten sich die ersten „Lebensschmerzen“ an. Verschiedene Gäste erlaubten sich Bemerkungen über Mathildes Korpulenz. Sie hörte ihre Mutter sagen: „Macht euch keine Sorgen, das kriegen Wir schon hin.“ Mathilde wurde auf Kur geschickt, um abzunehmen. Der Arzt, der sie untersuchte und ihre Lebensgeschichte anhörte, überwies sie zu einem Psychiater. Ihr Esszwang war so stark, dass sie das Kurprogramm nicht mitmachen konnte. Unverrichteter Dinge kehrte sie zu ihren Eltern zurück. Sie sollte sich zunächst aus der Symbiose mit ihren Eltern befreien, war sich dieser Symbiose aber nicht bewusst. Sie ließ alles beim Alten und arbeitete als Geschäftsführerin im väterlichen landwirtschaftlichen Großbetrieb, so wie es geplant war. Sie isolierte sich, aß dauernd und nahm weiter zu, bis ein guter Freund zu ihr sagte: „Mathilde, so geht es nicht weiter, du brauchst Hilfe.“ Sie begann ihre Therapie zunächst mit einer bioenergetischen Psychoanalyse. Die Gruppe wurde von einem bekannten Psychiater geleitet. Nach der dritten Sitzung brach sie völlig zusammen, als in der Gruppe anlässlich ihres Essmusters heftig gelacht wurde. Die Konfrontationen, Meinungen, Urteile, Diagnosen und Ratschläge der Gruppenmitglieder waren ihr zu viel. Sie schaltete ab. Der Hausarzt gab ihr Beruhigungsmittel und Antidepressiva und Mathilde funktionierte im Betrieb ihres Vaters zur vollen Zufriedenheit weiter. Später versuchte sie es mit Gestalttherapie und Hypnose. Sie kam aber keinen Schritt weiter. Als sie sich bei mir meldete, war sie verzweifelt, äußerst skeptisch und misstrauisch. Zusammenfassend sagte sie über sich selbst: „Ich bin ein hoffnungsloser Fall, ich kann mich nur bei meinen Eltern wohl fühlen.“ Ein weiteres Schlagwort aus der psychoanalytischen Gruppe verfolgte sie unentwegt: „Mathilde, mit deinem Übergewicht bist du schwer krank, du folterst dich mit Messer und Gabel, du musst Hilfe suchen.“

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Mathilde, (k)ein hoffnungsloser Fall

De r ho l istische Ansatz Nachdem ich Mathilde über H.P. erzählt hatte, fragte sie geradeheraus: „Entschuldigung, darf ich mit der Tür ins Haus fallen? Die anderen Therapeuten haben mir auch immer den Himmel auf Erden versprochen und es wurde die Hölle für mich. Ich will wissen, bin ich wirklich ernsthaft krank und wenn ja, was können Sie für mich tun?“ Meine Antwort: „Ich betrachte Übergewicht als Symptom. Welche Krankheit oder besser gesagt welche Störung oder Blockierung dahinter steckt, weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht. Ich kann und will mit dir arbeiten, wenn du willens bist, die Beziehung zu dir selbst auf tiefst möglicher Ebene zu heilen, ohne wissen zu wollen, wie der Heilungsprozess vor sich geht.“ Mathilde ließ nicht locker: „Ich habe schon so viel über mich gehört, ich will die Wahrheit wissen.“ „Die einzige Antwort, die ich dir jetzt geben kann, ist: Du hast Blockaden und es ist zu heilen.“ „Geben Sie mir bestimmte Aufträge? Soll ich z. B. mit meinen Eltern etwas aus-arbei-ten?“ Sie betonte jede Silbe ausdrücklich. Ich wiederholte: „Nicht Diagnosen, nicht Urteile und schon gar nicht Aufträge bringen dich auf Kurs, es geht allein darum, deine innere Heilkraft anzusprechen.“ Mathilde ist wie viele, um nicht zu sagen wie die meisten Menschen, mit Überzeugungen aus der Schulmedizin aufgewachsen. Nun wurde sie auf einmal mit einem holistisch arbeitenden Therapeuten und dessen Vokabular konfrontiert. Sie wurde misstrauisch und stutzig, als sie Ausdrücke und Begriffe wie „Innerer Arzt“, Selbstheilung, Psychosomatik, ganzheitlich usw. hörte. Darum war es bei Mathilde eine Herausforderung, nicht wie bei der Schulmedizin auf Symptome zu reagieren, sondern konsequent die inneren Heilkräfte des Körpers anzusprechen und Mathilde dabei ganz frei zu lassen. Anstelle Vorschriften zu machen – das hätte nur ihre Glaubenssätze verstärkt – war es wichtig, holistisch und integrierend zu arbeiten. In der dritten Holistic-PulsingSitzung meinte Mathilde: „Ich sitze in jeder Hinsicht fest und ich bin neugierig, ob Sie mich herausholen können!“ Ich antwortete nicht. Sie wiederholte ihre Aussage: „Sie sagen ja gar nichts!“ „Du darfst alles sagen, du darfst alles fühlen, du darfst neugierig sein. Ich kommuniziere jetzt intensiv mit deinem Körper und ich kann nur ein Ding gut tun, später komme ich auf deine Fragen zurück.“ Es gibt Menschen, die weit von sich selbst weggekommen sind. Sie sind in Überlebensstrategien gefangen und haben sich selbst lange Zeit manipuliert, dass sie kaum noch spüren können, wie sich ihr Körper authentisch und original anfühlt. Ein Kettenraucher z.B. kann überhaupt nicht mehr spüren, wie sich sein Leben ohne Rauchen anfühlt.

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Körperpulsen

Fußsohlen-Puls seitwärts Lege deine Handflächen auf die Fußsohlen des Pulsees. Pulse in Längsrichtung des Körpers mit kaum wahrnehmbarer Amplitude. Die Pulswelle wird im ganzen Körper sichtbar. Die Wirbel erhalten die Chance sich „einzupendeln“. Dies ist ein sehr subtiler Puls und daher auch äußerst effektiv. Die sanfte Berührung gibt den Füßen leichte aber deutliche Unterstützung und Wärme. Auch mit diesem Puls kannst du eine Sitzung abschließen, indem du die Amplitude langsam kleiner werden und den Berührungsdruck abnehmen lässt. Obwohl die Hände zum Schluss ohne Bewegungsimpuls auf den Fußsohlen ruhen, empfindet der Pulsee weiterhin tiefgreifendes Pulsieren. Pulsees melden oft intensive Empfindungen von Wärme, Energie und eine bis dahin unbekannte Zärtlichkeit, die von Kopf bis Fuß wohl tut. Der Fußsohlen-Puls kreiert eine ganz besondere Pulswelle! Oft entsteht in dieser Situation eine heilende Stille. Es ist empfehlenswert, in diesen Momenten keine Fragen zu stellen und nicht zu reden. Lass den Pulsee, eventuell mit leiser Musik, ungestört ruhen – aber nicht allein! Setz dich still neben ihn und bleibe energetisch mit ihm verbunden. Da wir im Leben, speziell in der Kindheit, oft allein gelassen wurden, können solche Sequenzen die damals enstandenen Traumata heilen helfen.

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Brustkorb-Puls Wenn die Hände von den Beinen zum Brustkorb aufwärts reisen, sorge dafür, dass das Pulsen ohne Unterbrechung weiter geht. Lege die Hände mit Kontakt an jede Seite des Brustkorbs. Die Finger zeigen zum Kopf. Die Taille muss frei schwingen können. Es ist ein Seite-zu-Seite-Puls. Der Oberkörper wird quasi zwischen deinen Handflächen hin- und hergewiegt. Mit großer Amplitude gepulst wirkt er befreiend für die Halswirbelsäule, mit kleiner weitet er den Brustkorb. Es soll jedoch keinesfalls eine vibrationsartige Bewegung sein, da diese das vegetative Nervensystem irritiert. Gut gepulst wird die Atmung tiefer; Lachen und Stimme werden ausdrucksvoller!


Allgemeines Pulsen in Rückenlage

Körperpulsen

Schulter-Puls seitwärts Du stehst neben dem Pulsee. Deine Hände umfassen leicht und doch deutlich die Schultern. Es ist ein Seite-zu-Seite-Puls. Wichtig: Schulter nicht „quetschen“ oder drücken! Nach einiger Zeit kannst du deine Hände die Arme des Pulsees entlang nach unten bis zu seinen Ellenbogen bewegen. Achte, dass die Pulswelle dabei nicht unterbrochen wird. Der Schulter-Puls verbessert die Mobilität der Halswirbelsäule.

Top-Schulter-Puls seitwärts Du stehst hinter dem Pulsee und legst die Hände auf die Schultergelenke. Die Fingerspitzen schauen jeweils Richtung Ellenbogen des Pulsees. Du pulst Seite-zu-Seite und achtest darauf, dass die Schultern des Pulsees die Möglichkeit haben, sich zu weiten. Ein herrlicher Puls für die obere Wirbelsäule!

Längs-Schulter-Puls Du stehst – wie oben – hinter dem Pulsee, die Hände liegen näher beim Hals als beim Top-Schulter-Puls, aber nicht zu nahe am Hals. Die Daumen liegen am Rücken, die anderen Finger auf dem Schlüsselbein. Pulse Richtung Füße. Der Puls soll sich in Längsrichtung durch den ganzen Körper zu den Zehen hin fortsetzen. Die Pulswelle ist besonders gut sichtbar am Bauch. Dieser Puls eignet sich besonders für Frauen

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Chakrenpulsing

Andere Bezeichnungen: Muladhara Basis-Chakra Steißbeinzentrum

Farbe: Feurig-Rot

Element: Erde

Körperliche Zuordnung: Steißbein, Beine, Füße, Ausscheidung Stärkende Affirmation: Ich stehe fest mit beiden Beinen im Leben. Freudig bewältige ich die Herausforderungen des täglichen Lebens. Hilfreiche Steine: Rubin: Hilft, eigenbestimmt zu leben. Turmalin-schwarz : Erdverbundenheit Unterstützende Blütenessenzen: Cherry Plum: bei Aggression, Zerstörungswut, Selbstmordgefahr Holly: bei Aggressivität, Gewalttätigkeit Rock Rose: Erste-Hilfe-Mittel bei Panik, Schock, Bestandteil der Rescue Remedy-Notfalltropfen. Sweet Chestnut: bei totaler Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Depression Wild Rose: bei Burnout, Resignation, Apathie

Das Wurzel-Chakra Mula bedeutet Wurzel, Adhara heißt Stütze. Durch dieses Chakra sind wir mit dem Geist der Mutter Erde verbunden. Hier finden wir die Sicherheit, den festen Boden unter den Füßen. Ist das Wurzel-Chakra in Harmonie, erfahren wir ungetrübte Lebenskraft. Wir fühlen uns verbunden und sind geerdet. Ein ausgeglichenes Wurzel-Chakra ist für die psycho-spirituelle Integration sehr wichtig. Hier

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sind wir mit der unerschöpflichen Kundalinikraft verbunden. Im Wurzel-Chakra befindet sich der Sitz unserer physischen Lebensenergie, des Lebenswillens. Gemeinsam mit dem Sakral-Chakra sorgt es für die körperliche Potenz. Ein Mensch, dessen Wurzel-Chakra voll funktionsfähig ist, steht mit beiden Beinen im Leben. Er wird seine körperliche Potenz bejahen und Kraft und Vitalität ausströmen.


Chakrenpulsing

Das Wurzel Chakra

Menschen, deren Wurzel-Chakra zu wenig Energie hat, hinterlassen bei ihren Mitmenschen keinen bleibenden Eindruck. Wenn dieser Zustand über einen längeren Zeitraum anhält, werden alle anderen Energiezentren massiv in Mitleidenschaft gezogen. Der Energiehaushalt wird generell sehr gering sein. Damit ist die Basis für physische Erkrankungen an den genetisch bedingten Schwachstellen des Körpers gegeben. Ursachen von Disharmonien und Unterfunktion des ersten Chakras: • zu wenig geerdet • zu früh und zu schnell „sauber“ • Angst, die wir von den Eltern übernommen haben • Ängste aus früheren Generationen • Misshandlung in der Kindheit • niemals oder zu wenig gelobt worden

• zu viel Arbeit (Workaholic) • zu viel Grübeln • übernommene Negativität • Wut, Aggression Bei einer Blockierung ist man sehr materiell orientiert und sucht nach starker Absicherung. Geben und Empfangen ist nicht im Gleichgewicht. Es besteht ein Mangel an Urvertrauen, der prä- oder postnatal entstanden ist. Körperlich kann es sich über den Verdauungstrakt als Verstopfung oder Durchfall auswirken bis hin zu Übergewicht. Angst loszulassen und mangelnder Lebenswille bis hin zu Selbstmordgedanken sind Zeichen eines geschwächten Wurzel-Chakras. Ohne Wurzel entsteht kein Wachstum. Übernimm Verantwortung für das, was du erkennst. Bleibe nicht in und an Vergangenem hängen. Geerdet sein heißt, unvermeidliche, natürliche

Die Wurzel-Chakra-Meditation Nimm dir für diese Meditation mindestens 10 Minuten Zeit. Sitze bequem und aufrecht (Wirbelsäule gerade) auf deinen Sitzknochen. Schließe die Augen, atme ununterbrochen ein und aus, wie im Kreis (Rebirthing-Atmen). Nimm deinen Körper wahr und erlaube ihm sich zu entspannen. Lenke nun deine Aufmerksamkeit auf dein erstes Chakra. Lass deinen Atem bis an die Basis der Wirbelsäule strömen und lass ihn sich an dieser Stelle ausbreiten. Vielleicht spürst du Wärme oder Bewegung in dieser Gegend. Visualisiere die Energie dieses Chakras als rotes Licht, das sich allmählich ausbreitet und deinen ganzen Körper ausfüllt.

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Holistic Pulsing – Die heilsame Kraft der Berührung