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Q U I T T E N B AU M Kunstauktionen M端nchen

Auktion 112

Henry van de Velde Wegbereiter, Zeitgenossen und Nachfolger

10. Dezember 2013


Wichtige Informationen für unsere Online-Leser Die Abbildungen in diesem Katalog sind mit unserer Online-Datenbank verknüpft. Wenn Sie auf eine Abbildung klicken, können Sie ggf. weitere Abbildungen zum Objekt ansehen und zusätzliche Informationen einsehen oder abfragen. Außerdem können Sie das Objekt auf Ihre persönliche Merkliste setzen. Wenn Sie sich als Kunde anmelden, können Sie direkt auf das Objekt Ihr Gebot abgeben. Ihre Gebote verwalten Sie in Ihrer persönlichen Gebotsliste.

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>> Buy the printed catalogue in our onlineshop The items can be viewed and inspected prior to the auction; they all are, without exception, used and of a certain age. Their actual state of preservation is – corresponding to their age and their used state – not being referred to expressly in the catalogue and on the internet, but is agreed specification (cf. Conditions of sale, art. 4). The auction house cannot be held liable for malfunction or nonfunction of electrical devices. Condition reports can be forwarded on demand. They serve as a better survey on the item’s condition based on the auctioneer’s assessment.


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Q U I T T E N B AU M Kunstauktionen München

Auktion 112, Theresienstraße 60 Dienstag 10. Dezember 2013, ab 17.00 Uhr

HENRY VAN DE VELDE Wegbereiter, Zeitgenossen und Nachfolger Vorbesichtigung: Theresienstraße 60 Donnerstag 05. Dezember 10 - 18 Uhr Freitag 06. Dezember 10 - 18 Uhr Samstag 07. Dezember 13 - 17 Uhr Sonntag 08. Dezember 13 - 17 Uhr Montag 09. Dezember 10 - 15 Uhr

Q U I T T E N B A U M Kunstauktionen GmbH Geschäftsführer: Askan Quittenbaum Theresienstraße 60 · D-80333 München Tel. (+49)-89-27 37 02 10 · Fax (+49)-89-27 37 02 122 Öffnungszeiten: Di.-Fr.: 10-13 / 15-18 Uhr Donner & Reuschel AG, Konto-Nr. 0226 8802 00, BLZ 200 303 00 IBAN DE57 2003 0300 0226 8802 00, Swift/BIC: CHDBDEHHXXX


Auktion 112, Dienstag 10. Dezember 2013, ab 17.00 Uhr

HENRY VAN DE VELDE Wegbereiter, Zeitgenossen und Nachfolger Please find the English translation of the catalogue entries in the accompanying leaflet as well as at www.quittenbaum.com or scan code Erklärung zu den Katalogeinträgen anhand eines Beispiels / Explanation of catalogue entries by this example: FRANÇOIS EUGÈNE ROUSSEAU

Künstler / Hersteller / Artist / Designer / Manufacturer

(1827 - 1890) Vase 'Plat à tête de chimère', 1878-80 Rechteckiger Korpus mit eingezogener passiger Mündung, aufgesetzte Handhaben als groteske Masken. H. 20,4 cm. Ausführung: Appert Frères, Clichy. Farbloses Überfangglas mit weinroten Schlieren, Metallfolien- und Farbeinschlüsse. Flächendeckender gravierter und geschnittener Dekor, Unterwasserszenerie mit großen Fischen.

Objekt / Titel / Entwurfsjahr / Item / Title / Year of Design Kurzbeschreibung / Maße: Höhe x Breite x Tiefe cm, bzw. Höhe; Durchmesser Description / Size: height x width x depth cm, resp. height; diameter Hersteller, falls bekannt mit Ausführungsjahr / Manufacturer / Year of manufacture (if known) Material / Material Bezeichnung / Signatur / Inscription / Signature Zustand / Zusatzinformationen / Condition / additional information

Provenienz: Privatsammlung München.

Provenienz / Provenance

Ricke/Schmitt, Glassammlung Gerda Koepff, Kunstmuseum Düsseldorf 1998, S. 79, Nr. 2, S. 80, Nr. 3, weitere Vase 'Plat à tête de chimère', ohne Gravur und Schnitt.

Literaturhinweis / References

E 4.000 - 5.000 E 4.000 - 5.000 */**

Schätzpreis (Aufgeld wahlweise mit Differenz- oder Regelbesteuerung) / Estimate (buyer’s premium with either Differential taxation or Standard taxation). * Regelbesteuertes Aufgeld von 19,5% zuzüglich 7% MwSt. auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld / Standard taxation 19.5% VAT of 7% levied on total amount ** Regelbesteuertes Aufgeld von 19,5% zuzüglich 19% MwSt. auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld / Standard taxation 19.5% VAT of 19% levied on total amount (Detaillierte Informationen zum Aufgeld siehe Versteigerungsbedingungen Punkt 9) / (detailed information on buyer’s premium please confer conditions of sale, subparagraph 9)

Titel: Kat.-Nr. 16 Henry van de Velde. Gürtelschließe, 1898-99. Schätzpreis: E 40.000 - 60.000 Rücktitel: Kat.-Nr. 27 Emile Gallé. Vase 'Rose de France' mit persönlicher Widmung an die Tochter Thérèse, 28. Dezember 1901. Schätzpreis. E 120.000 - 160.000 Innentitel: Kat.-Nr. 73 Josef Hoffmann. Schmuckschale 'S 2237', 1911. Schätzpreis: E 15.000 - 25.000 Kat.-Nr. 78 Fritz August Breuhaus de Groot. Stehleuchte 'Kaktus', 1929. Schätzpreis: E 9.000 - 12.000


Liebe Sammler und Freunde des Auktionshauses, Einer der ganz großen Gestalter des Jugendstils feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag! Henry van de Veldes Einfluss auf den europäischen und insbesondere den deutschen Jugendstil und die nachfolgenden Epochen zeigt sich in der Architektur und im Kunstgewerbe. Van de Velde entwarf Privathäuser und deren Inneneinrichtungen als Gesamtkunstwerke. Der vielseitig begabte Belgier, der seine künstlerische Karriere als Maler begonnen hatte, widmete sich mit derselben Sorgfalt der Gestaltung von Schmuckstücken für die Gattinnen seiner diversen Auftraggeber wie den Entwürfen zu – durchaus zum Benutzen gedachten – Steinzeuggefäßen oder Besteckteilen. Er wirkte als Publizist, entwarf Kleider sowie die Einrichtungen von Läden, Fährschiffen und Eisenbahnwaggons und schuf Illustrationen zu zahlreichen Publikationen des Philosophen Friedrich Nietzsche, dem er sich im Geiste verbunden fühlte. Er war es auch, der 1908 in Weimar die Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule ins Leben rief, aus der, gut zehn Jahre später, eine andere weltberühmte Schule hervorgehen sollte, das Bauhaus. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen haben sein umfangreiches und facettenreiches Schaffen in diesem Jahr gewürdigt. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, die Werke von Henry van de Velde, seinen Vorläufern, Zeitgenossen und Nachfolgern in einer Spezialauktion mit 150 Losen zu präsentieren. Henry van de Veldes Ziel war es, die Grenze zwischen Kunst und Kunstgewerbe aufzuheben. Ich möchte ihn als Befreier des Kunsthandwerks bezeichnen, der seinen Nachfolgern die Anleitung dazu lieferte, sich von Konventionen zu lösen und die eigenen, ganz persönlichen ästhetischen Maximen in allen Dingen zu verewigen. Er war geprägt von einer großen gestalterischen Freiheit, die sich keinen Normen unterwirft, sondern den eigenen Schönheitsbegriff, einen „neuen Stil“ in der Einheit von Ästhetik und Funktionalität realisierte. Die zu versteigernden Objekte illustrieren eindrucksvoll das facettenreiche Schaffen von Henry van de Velde, darunter Möbel, Teller, Besteckteile, ein Tropon-Werbeplakat bis hin zu einem Türgriff aus dem Berliner Frisiersalon Haby. Ab den 1890er Jahren umkreiste sein künstlerisches Schaffen die Ornamentik der Linie und ihre Übersetzung in den Raum wie das in unserer Auktion vertretene Salzund Pfefferschälchen (Katalognummer 17) zeigt. Die bildhauerische Qualität steht im Vordergrund. Die bewegte Form gibt dem zierlichen Gebrauchsgegenstand eine außerordentliche Leichtigkeit. Vermutlich wählte der auf die Funktion bedachte Designer Messing als Material, um dem kleinen Objekt durch das Gewicht mehr Standfestigkeit zu verleihen. Das Schälchen stammt aus dem Besitz der Nachfahren des Malers Curt Herrmann, der zusammen mit seiner Frau Sophie Möbel, Bestecke und Service bei van de Velde orderte. Die Herrmanns pflegten eine freundschaftliche Beziehung zu van de Velde und luden ihn und seine Familie wiederholt für längere Aufenthalte auf Schloss Pretzfeld nach Franken ein. Auf geometrischen Formen basiert dagegen die Teekanne von Christopher Dresser mit der Katalognummer 1, die einerseits den Einfluss asiatischer Vorbilder zeigt, andererseits aber auch mit dem strengen zylindrischen Korpus auf die maschinellen Formen der Industrialisierung anspielt. 1902 schuf Henry van de Velde für den Kunstmäzen und Sammler Karl Ernst Osthaus die Inneneinrichtung für dessen visionäres FolkwangMuseum in Hagen. Aus dem Musikzimmer des Museums stammt der Schrank, der in der Auktion unter der Katalognummer 31 aufgeführt ist. Aus dem Besitz der Familie Osthaus stammt auch die Gürtelschließe aus Silber mit Mondstein- und Diamantbesatz (Katalognummer 16), die Henry van de Velde um 1898/99 schuf. Seine Schmuckstücke sind generell von besonderer Seltenheit und dieses ist dazu noch von höchster Eleganz. Auf engstem Raum (7,4 x 9,5 cm) verdichtet sich van de Veldes großartiges Empfinden für Form und Proportionen, und man ist als Betrachter wie gebannt von der bewegten Linienführung. Zwei seltene Silberarbeiten von van de Veldes Zeitgenossen Josef Hoffmann, die er für die Wiener Werkstätte entwarf, stammen auch aus dieser prominenten Provenienz (Katalognummer 51 und 72).

Emile Gallé ist ein ebenbürtiger Zeitgenosse von Henry van de Velde. Gallé, der zunächst als Keramiker wirkte, begann in den 1870er Jahren japanische Motive zu verarbeiten. Ab etwa 1880 verschrieb er sich vollkommen dem Medium Glas und vereinte darin bildhauerische und malerische Qualitäten mit einzigartiger Handwerkskunst. In seinem Oeuvre gibt es dafür wohl kaum ein besseres Beispiel als die Vase 'Rose de France' aus dem Jahr 1901 (Katalognummer 27). Die Technik der 'Sculpture de Verre', die noch über die 'Marqueterie de Verre' hinausgeht ist hier in Form einer plastischen Rosenblüte zu bewundern. Diese Vase war bis jetzt im Besitz der Familie Gallés, der sie, was eine Gravur auf der Vase belegt, am 28. Dezember 1901 seiner Tochter Thérèse widmete. Ebenso wichtige Zeitgenossen sind Peter Behrens, Bruno Paul und Richard Riemerschmid. 1902 schuf Peter Behrens, einer der ersten großen Industriedesigner, die formschöne Trinkgläsergarnitur 'Wertheim'. In der Schlichtheit ihrer Silhouette sind die Gläser kaum zu übertreffen, der breite Goldrand nimmt jedoch scheinbar klassische und zeitgenössische Goldrandgläser aufs Korn. Unter der Katalognummer 37 sind fünf unterschiedliche Gläser aus dieser Garnitur aufgeführt. Der Sessel '652' von Bruno Paul aus dem Jahr 1901 stammt aus seiner frühen und wichtigsten Schaffensphase (Katalognummer 32) und ist von allergrößter Seltenheit; hier in einer frühen Ausführung, was an der kannelierten Rückenlehnenzarge erkennbar ist. Genauso selten und hochbedeutend ist Richard Riemerschmids Salonstuhl aus dem Haus Thieme in München, den er 1902/03 schuf. Riemerschmid zeigt hier eine außerordentliche gestalterische Freiheit. Fast willkürlich verstreut wirken die eingelegten viereckig-amorphen Perlmuttplättchen, die dem Möbel etwas Exotisches verleihen. Das Blattrankenmotiv auf dem roten Bezugsstoff scheint germanischem Einfluss zu unterliegen. Riemerschmid zeigte mit dem Stuhlentwurf, wie mir scheint, seinen künstlerischen Freigeist ganz im Sinne Henry van de Veldes (Katalognummer 33). Die Ideen des visionären belgischen Gestalters, der aufgrund der kriegsbedingten ausländerfeindlichen Stimmung 1917 Deutschland verlassen musste, lebten im Bauhaus fort, das 1919 in Weimar unter der Leitung von Walter Gropius eröffnet wurde. Die Einheit von Architektur, Kunst und Kunstgewerbe wurde hier in den von Henry van de Velde entworfenen Schulgebäuden fortgeführt. Christian Dell, Marianne Brandt und Margarete Heymann-Loebenstein gehören zu den in der Auktion vertretenen Bauhaus-Künstlern (Katalognummern 99, 103, 106). In Zusammenarbeit von Hedwig Heckemann und Ewald Dülberg, die ab 1924 gemeinsam die Weberei der Bauhochschule in Weimar leiteten, entstand der farbenfrohe Kinderzimmerteppich mit geometrischen Motiven und Figuren. Der Teppich verblieb bis heute im Besitz der Familie des Auftraggebers Dr. Kurt Luthmer (Katalognummer 92) und wurde als Leihgabe der Kunstsammlungen Hessen Kassel in der Torwache ausgestellt. Aus dem Besitz des großen Kunstgewerbe-Kenners Tilmann Buddensieg stammt hingegen der Prototyp für den Armlehnstuhl 'Weissenhof MR 20', den Mies van der Rohe 1927 für die Weißenhof-Siedlung in Stuttgart entworfen hat (Katalognummer 94). Der Stuhl stammt ursprünglich aus dem Besitz des Bildhauers und Bauhaus-Lehrers PaulRudolf Henning, in dessen Haus Ludwig Mies van der Rohe lebte, als er 1927 nach Berlin kam. Die ersten Experimente zu diesem Stuhl wurden im Keller dieses Hauses gemacht. Feiern Sie also den Jubilar mit uns, genießen Sie die Kataloglektüre und lassen Sie sich zum Erwerb eines der Stücke anregen. Askan Quittenbaum

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Dear Collectors and friends of Quittenbaum’s One of the most prominent representatives of the Art Nouveau era is celebrating his 150th anniversary this year. Henry van de Velde's influence on the European and in particular the German Art Nouveau era and the subsequent epochs shows itself in architectural designs and applied arts. Henry van de Velde created private estates and their furnishings as complete artworks. The versatile Belgian who had begun his career as a painter, dedicated himself to the design of a piece of jewellery for his clients' wives with the same diligence as he would to a stoneware vessel or a piece of cutlery that indeed were meant to be used. He worked as a publicist, designed clothes, shop fittings, interiors of ferryboats and rail carriages and illustrated numerous books by Friedrich Nietzsche, to whom he felt especially attached. It was he who initiated the Grossherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule in Weimar in 1908. Ten years later, another famous school was to emerge from it – the Bauhaus. This year, numerous exhibitions and publications honoured his comprehensive and multifaceted work. We would like to use the jubilee as an opportunity to present works by van de Velde, his predecessors, contemporaries and successors in the context of a special sale comprising around 150 lots. Henry van de Velde aimed at breaking down the barriers between art and arts and crafts. I feel compelled to call him the liberator of the applied arts who taught his successors how to free themselves from conventions and to eternalise their own personal aesthetic maxims in all their creations. His designs are characterised by an extensive freedom of creativity, he did not follow any norms but realised his own concept of beauty, a “new style” uniting aestheticism and functionality. The items on offer illustrate impressively the multifaceted work of Henry van de Velde, e.g. pieces of furniture, dinnerware, flatware, an ad for Tropon, right up to a door handle for Berlin hairdresser’s Haby. Since the 1890s, his creativity circled around the ornamentation of the curve and its three-dimensional realisation, like he did with the salt and pepper cellar featuring in our auction (lot 17). The sculptural quality has priority. The animated shape gives an extraordinary easiness to the delicate implement. Presumably, the designer chose to use brass to reinforce the stability of the small item. The small pan belongs to the family of painter Curt Herrmann who, together with his wife, had been a client of van de Velde’s and had ordered furniture, flatware and dinnerware. The families were on friendly terms with each other and once more than Herrmann had asked van de Velde to visit their home at Castle Pretzfeld in Franconia. By contrast, Christopher Dresser's teapot bases on geometrical shapes. The lot number 1 in the catalogue follows Asian models but at the same time it hints at the machine-age forms of the industrialisation with its straight cylindrical shape. In 1902, Henry van de Velde created the interior for the visionary Hagen-based 'Folkwang' museum of patron and collector Karl Ernst Osthaus. The cabinet, lot 31, was part of the music room of the museum. A belt buckle of silver with moonstones and diamonds (lot 16) that Henry van de Velde had designed in 1898/99 also belongs to the Osthaus family. In general, his pieces of jewellery are very rare and moreover, this example is highly elegant. Van de Velde's sense of proportion and shape is summed up in a very limited space (7.4 x 9.5 cm) and the beholder becomes mesmerised by the animated curves. Two chased silver pieces by van de Velde's contemporary Josef Hoffmann for the Wiener Werkstätte come from the same renowned provenance (lots 51 and 72).

Emile Gallé, a contemporary of Henry van de Velde's, is seen on a par with the famous Belgian designer. Gallé, who had started working as a potter, had begun to use Japanese motifs to decorate his vessels as early as the 1870s. Around 1880, he had devoted himself completely to glass and combined sculptural and painterly qualities with exceptional craftsmanship. There is hardly any better example for his oeuvre than his 'Rose de France' vase from the year 1901 (lot 27). The 'sculpture de verre' technique, even more elaborate than the 'Marqueterie de verre' technique, is pictured here in the shape of a plastic rose bloom. The vase has always been in the possession of the Gallé family. Gallé had dedicated it to his daughter Thérèse, which becomes evident in the inscription engraved on the vase, dated 28 December 1901. Peter Behrens, Bruno Paul and Richard Riemerschmid are likewise important contemporaries. In 1902, Peter Behrens, one of the first great industrial designers, created the shapely 'Wertheim' set of drinking glasses. The simplicity of their silhouette is hard to beat, the broad gold rim, however, seems to mock the seemingly classic and contemporary glasses with gold edges. Five different glasses from this set are listed under lot 37. The very rare '652' easy chair by Bruno Paul saw the light of day in 1901, in a very early and important creative period of the designer (lot 32). It is an early execution, recognizable through the fluted upper back. Equally rare and highly important is the salon chair Richard Riemerschmid had created for the Thieme mansion in 1902/03. It is an example of his extraordinary creative freedom. The rectangularamorphous mother-of-pearl inlaid platelets seem to have been scattered at random, giving the chair an exotic air. The leaf tendril motif on the red fabric of the back seems to be influenced by Germanic art. In my opinion, Riemerschmid shows his artistic freedom with this chair entirely in line with Henry van de Velde's thoughts about creativity (lot 33). The ideas of the visionary Belgian designer who had to leave Germany in 1917 due to the War and the growing xenophobic atmosphere, lived on in the Bauhaus, which was inaugurated in 1919 under the management of Walter Gropius. The unity of architecture, art and handicraft was continued in the same school building Henry van de Velde had designed. Christian Dell, Marianne Brandt and Margarete HeymannLoebenstein belong to the Bauhaus designers featured in this auction (lots 99, 103, 106). Hedwig Heckemann and Ewald Dülberg who had presided over the weaving department of the Bauhochschule Weimar from 1924 onwards collaborated on a multicoloured carpet for a child's room featuring geometrical motifs and figurines. The carpet has always been in the family of commissioner Dr. Kurt Luthmer (lot 92) and had been exhibited at Torwache art collection Hesse Kassel. The prototype 'MR 20 – Weissenhof' cantilever chair, designed by Ludwig Mies van der Rohe in 1927 for the Weissenhof housing estate (lot 94) belonged to the collection of the great connoisseur of arts and crafts, Tilmann Buddensieg. It had been previously in the possession of sculptor and Bauhaus teacher Paul-Rudolf Henning, where Mies van der Rohe had sojourned when he came to Berlin in 1927. The first experiments for the chair are said to have taken place in the basement of this house. Join us in the jubilee and indulge in the reading of the catalogue, allow yourself to be inspired to purchase one of the pieces. Askan Quittenbaum


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1 CHRISTOPHER DRESSER (Glasgow 1834 - 1904 Mulhouse) Teekanne, um 1880 Auf vier Füßen trommelförmiger Korpus mit scharniertem Deckel, rechteckiger Henkel. H. 16 cm. Ausführung: Dixon & Sons, Sheffield. Elektroplattiertes Metall. Griff aus Ebenholz. Spärliche Reste der Herstellerpunze, 1937 7. Vgl. Halén, Christopher Dresser, London 1990, S. 182, die Kanne ist formverwandt mit dem Unikat des Württembergischen Landesmuseums, Stuttgart und einer Kanne im Victoria & Albert Museum, London, ebenda, S. 183. Eine modellgleiche Kanne war 1998 ausgestellt im Kunstzentrum MARTa in Herford. E 5.000 - 6.000

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2 FRANÇOIS EUGÈNE ROUSSEAU (1827 - 1890) Vase 'Plat à tête de chimère', 1878-80 Rechteckiger Korpus mit eingezogener passiger Mündung, aufgesetzte Handhaben als groteske Masken. H. 20,4 cm. Ausführung: Appert Frères, Clichy. Farbloses Überfangglas mit weinroten Schlieren, Metallfolien- und Farbeinschlüsse. Flächendeckender gravierter und geschnittener Dekor, Unterwasserszenerie mit großen Fischen. Provenienz: Privatsammlung München. Ricke/Schmitt, Glassammlung Gerda Koepff, Kunstmuseum Düsseldorf 1998, S. 79, Nr. 2, S. 80, Nr. 3, weitere Vase 'Plat à tête de chimère', ohne Gravur und Schnitt. E 4.000 - 5.000

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3 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Kanne 'Mante en vol', um 1880-85 Auf abgesetztem Fuß birnenförmiger Korpus mit trichterförmig ausschwingender Mündung, spitzer Ausguß, Volutenhenkel mit Daumenrast. H. 14,8 cm. Leicht rauchfarbenes Glas, im oberen Bereich optisch geblasen. Emaillierter und goldgehöhter Dekor, Motiv einer fliegenden Gottesanbeterin und Zweigen. Am Boden signiert: E. Gallé Nancy (diamantgeritzt). Originaletikett FAIENCES & VERRERIES D'ART EMILE GALLÉ NANCY PARIS No. 279, weiteres Etikett mit schwer lesbarem Namen C....EISEN ÉPINAL. Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. Thiébaut, Les dessins de Gallé, Paris 1993, S. 144 fliegende Gottesanbeterin; Kat. Meisenthal, Berceau du verre Art Nouveau, Meisenthal 1999, Nr. 7 und 10, Vasen mit Gottesanbeterinnen. E 3.000 - 3.500 3

4 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Vase 'Chrysanthèmes', um 1890 Über zylindrischem Stand sich vorwölbender Ansatz, trichterförmig ausschwingender Korpus. H. 10,4 cm. Hellgrünes Glas, spiraloptisch geblasen. Umlaufender Dekor, Motive mit blühenden Chrysanthemen, in polychromer Emailmalerei, goldkonturiert. An der Wandung signiert: Gallé (ornamentaler Schriftzug in rotbraunem Email). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. E 3.000 - 3.500

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5 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Balustervase 'Primevère des jardins', um 1895 Auf Trompetenfuß durch Scheibennodus abgesetzter ovoider Korpus mit abgeflachter Schulter, glockenförmige Mündung. H. 15,4 cm. Überfangglas, farblos und rosa, weißliche und tiefblaue Einschlüsse. Vollständig mit dem Rad in Hochschnitt gearbeiteter Dekor, Motiv mit blühenden Gartenprimeln, die Blüten und Blätter graviert, Martelégrund. Signiert: Gallé (gravierter und vergoldeter ornamentaler Schriftzug). Originales Firmenetikett EMILE GALLÉ PARIS NANCY 6. Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. Vasen in vergleichbarer Form entstanden bereits um 1880-84, Ricke/Schmitt, Slg. Gerda Koepff, Kunstmuseum Düsseldorf, 1998, Nr. 19; um 1889, die Vase 'le Sens de la vie', Bloch-Dermant, l'Art du verre en France, Lausanne 1974, S. 67; 1892 die Vase für die Gattin des Staatspräsidenten Carnot, in gleicher Größe, Ausst.-Kat. Emile Gallé et le verre, Nancy 2004, Nr. 171 oder eine montierte Henkelvase der Sammlung Hentrich im Kunstmuseum Düsseldorf, Nr. 190. E 10.000 - 12.000

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6 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Große Schale 'Orchidées', um 1895-1900 Stark bauchiger Korpus mit weiter Mündung. H. 11,6 cm; Dm. 20,5 cm. Überfangglas, farblos, ocker und weinrot. Vollständig geschnittener und gravierter Dekor in abendlicher Stimmung, Motiv mit blühenden Wildorchideen (Bienenragwurz ?), der Grund teilweise in Marteléschliff. Oberhalb des Standes signiert: GALLÉ (hochgeschnittener ornamentaler Schriftzug). Provenienz: Privatsammlung München. E 7.000 - 9.000 7 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Vase 'Nénuphars', um 1895 Ovoider Korpus mit einschwingender Mündung. H. 15,1 cm. Überfangglas, milchig opaleszierend, farblos und bernsteinfarben. Umlaufende Teichlandschaft in abendlicher Stimmung mit Seerosen und Blättern in Hochschnitt, der Grund in Martelé-Schliff überarbeitet. Im unteren Wandungsbereich signiert: Gallé (Gravur oder Nadelätzung). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. Sprung im Boden. Vgl. Ricke/Schmitt, Glassammlung Gerda Koepff, Kunstmuseum Düsseldorf 1998, Nr. 23 Vase mit verwandtem Dekor, wie vorliegende zur Gruppe der 'Vases de tristesse' gehörend, mit Wiedergabe einer Entwurfszeichnung aus der Werkstatt Gallés, zu dieser Vasengruppe gehört auch eine weitere, bei Newark, Emile Gallé, London 1989, S. 85, mit weiter geöffneten Blüten. E 10.000 - 12.000

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8 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) 'Havana-Sessel', 1897 Auf leicht geschweiften Beinen mit Rollen gerade Zarge, zum Rückenlehnenabschluß hochgezogene Armlehnen mit Vergitterung. H. 97 cm; 78,8 x 87 cm. Mahagoni. Sitzpolster, Armlehnen und Rückenlehne mit geblümtem Textilbezug, Messingrollen. Textilbezug verblichen. Pecher, Henry van de Velde, das Gesamtwerk, München 1981, Nr. 1111, Abb. S. 86, Innenansicht von Bloemenwerf, S. 106, S. 107 zugehöriges Sofa, S. 134, Ansicht der Havana-Compagnie in Berlin (auch bei: Sembach/Schulte, Henry van de Velde, S. 140); Fiell, 1000 Chairs, Köln 1997, S. 81. E 10.000 - 12.000

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9 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Sockel für eine Petroleumlampe, 1896/97 Drei floral gebogene Arme um einen zentralen gemuldeten Wirbel gruppiert. H. 15,5 cm. Ausführung: Gladenbeck AG, Berlin. Messingguß. Bez.: G3 G3 A (3x). Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 675, S. 676 Wiedergabe einer Archivaufnahme des Schreibtisches des Grafen Kessler; weitere Abb. Pecher, Henry van de Velde, München, 1981, u.a. S. 78 f, S. 107, Kat.-Nr. 3201. E 3.000 - 3.500 9

10 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) 'Tropon'-Plakat, 1897 Französische Version aus 'L'Art Décoratif'. 24,4 x 16 cm (Darstellung). Lithographie, orange, violett, gelb und grauschwarz auf chamoisfarbenem Papier. In der Darstellung rechts bez.: Künstlersignet; l'Aliment le plus concentré. In Passepartout, verglast gerahmt. Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland. Nicht ausgerahmt beschrieben. Papier allgemein gebräunt. Föhl/Walter, Henry van de Velde, Weimar 2013, S. 179; vgl. Kat. Stilkunst um 1900 in Deutschland, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin 1972, S. 168, Nr. 461, Nr. 154; Ausst.-Kat. Europäischer Jugendstil, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Hamburg 1991, Abb. S. 158, S. 224, Kat.-Nr. 290. E 800 - 900 10

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11 ALFRED WILLIAM FINCH (Brüssel 1854 - 1930 Helsinki) Kleine Vase, um 1896/97 Zweifach eingezogene Kürbisform. H. 8,2 cm. Majolikascherben, gelb und braun glasiert, cremeweißer Schlickerdekor. Sign.: A. W. F. (geritzt); Reste eines originalen Papieretiketts. E 700 - 800 12 ALFRED WILLIAM FINCH (Brüssel 1854 - 1930 Helsinki) Henkelschale, 1897-1901 H. 9,8 cm; 31,5 x 24,8 cm. Ausführung: Manufaktur Iris-Werkstätten, Porvoo, Finnland. Majolikascherben, grün auf Braunrot glasiert, weiße Schlickertropfen. Sign.: A. W. F., IRIS Finland, Manufakturmarke (geritzt bzw. geprägt). Henkel restauriert. Föhl/Walter, Henry van de Velde, Weimar 2013, S. 292. E 500 - 600

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13 ALFRED WILLIAM FINCH (Brüssel 1854 - 1930 Helsinki) Henkelvase, um 1897 Sich leicht verjüngendes Gefäß über rundem Stand. Zinnmontierung mit hohem, rundem Griff. H. 25 cm (mit Griff). Majolikascherben, reliefierter kreuzartiger Dekor, gelbbraune Glasur. Sign.: A. W. F. (geritzt). E 600 - 700 14 HECTOR GUIMARD (Lyon 1867 - 1942 New York) Türklinke aus dem Castel Béranger, 1898 Astartig. L. 13,2 cm. Bronze. Stark korrodiert. Vgl. Ulmer, Art Nouveau, Stuttgart 1999, S. 220; vgl. Le Castel Béranger oeuvre de Hector Guimard, pl. 57 in: Birnie Danzker, Hector Guimard Castel Béranger, München 1999. E 1.800 - 2.000

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15 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Teetisch 'Sicut Hortus', 1898 Zweistufig auf schräg gestellten geschweiften Beinen, passige Tischplatten, die untere mit Bronzegriffen. H. 83 cm; 89 x 63 cm. Nußbaum mit unterschiedlichen Edel- und exotischen Hölzern intarsiert. Auf den Platten unterschiedliche Pflanzen. Auf der oberen Platte auf der Fläche verteilt, Zitat aus dem Buch Jesaja, Kapitel 61 Vers 11 'SICVT HORTUS semen SVVM germinat, sic DEVS germinabit Justicitiam' und Is (für Isaiie). In einer Kartusche signiert: ap Gallé ann D 1898, Florale Griffe aus Bronze. Provenienz: Privatsammlung München. Tillier, Emile Gallé Le verrier dreyfusard, Paris 2004, Nr. 8; Ausst.-Kat. Emile Gallé, Jugendstilmeister aus Nancy, Badisches Landesmuseum, Karlsruhe 2005, Nr. 81. Das Zitat aus dem Buch Jesaja wurde von Gallé bewußt als Hinweis auf die Dreyfus-Affäre gewählt: 'Wie im Garten die Saat aufgeht, so wird Gott die Gerechtigkeit aufkeimen lassen'. Ein Exemplar dieses in kleiner Serie hergestellten Möbels war ebenfalls 2005 im Musée de l'Ecole de Nancy anläßlich der Ausstellung 'Emile Gallé et l'affaire Dreyfus' zu sehen. Dokumente zu dem Thema finden sich im Internet. E 4.000 - 5.000

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16 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Gürtelschließe, 1898-99 In Schmetterlingsform, auch als Mantelagraffe zu benutzen. 7,4 x 9,5 cm. Ausführung in einer unbekannten Brüsseler Werkstatt. Silber, die Flügel besetzt mit zwölf Ceylon-Mondsteinen und Diamantrosen. Am Verschluß zwei Mondsteine. Die Umrahmung ziseliert. Provenienz: Familie Osthaus. Die Spange wurde erstmals bei der Libre Esthétique 1900 ausgestellt. Zwei Exemplare kamen 1902 zur Versteigerung der Firma van de Velde bei Lepke; es wird vermutet, daß Gertrud Osthaus die Schließe direkt von Lepke erworben hat. Föhl/Walter, Henry van de Velde, Weimar 2013, S. 269; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 32f, I.1. 22, identisch, ausführliche Beschreibung. Abgebildet u.a. Hoffmann, Der Moderne Stil, 1903, Faksimile-Ausgabe, Stuttgart 2006, S. 389; von Hase, Schmuck in Deutschland und Österreich, Passau 1977, S. 281, Nr. 517, das weitere Exemplar im Museum Trondheim. E 40.000 - 60.000

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17 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Salz- und Pfefferschälchen, 1900 Zwei ovale, gemuldete Schalen, in der Mitte blattartig miteinander verbunden, mittig stengelartig gebogener Griff; vier Kugelfüße. H. 7,6 cm; 10,5 x 4 cm. Messing, versilbert. Provenienz: Aus dem Nachlaß des mit Henry van de Velde befreundeten Malers Curt Herrmann (1854-1929). Ausst.-Kat. Europalia 80 Art Nouveau Belgique, Palais des Beaux-Arts, Brüssel 1980, S. 288; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 134, I. 2. 8 b; Sembach/Schulte (Hrsg.), Henry van de Velde, Köln 1992, S. 297. E 7.000 - 8.000

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18 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Dose 'Eisen-Tropon', um 1898 H. 9 cm; 7,3 x 3,7 cm. Metallblech, Lithographie in Gelb, Rot und Schwarz. Bez.: 100 gr. EISEN-TROPON, TROPON-WERKE MÜLHEIM-Rhein. Ausst.-Kat. Die Kunst zu Werben, Münchner Stadtmuseum, München 1996, S. 201. E 600 - 700

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19 DEUTSCHLAND Schreibzeug, 1900-05 Vier Teile. Ablage mit zwei Tintenfässern. H. 8,5 cm; 38 x 15,5 cm. Brieföffner: L. 24,8 cm. Messing, farbloses Glas. Gest.: DEP. 10385 D.R.G.M. 168180, GES. GESCH., GESCHÜTZT. E 800 - 1.000

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20 DEUTSCHLAND Zierlöffel, um 1900-05 Spitzovale Laffe, nadelartiger Griff mit Volutenansatz. L. 19,6 cm. Versilbertes Metall. Provenienz: Aus dem Nachlaß des mit Henry van de Velde befreundeten Malers Curt Herrmann (1854-1929). E 250 - 350

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21 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Paar Postamente, 1900-05 Auf profilierten Füßen gerader Korpus mit abgerundeten Ecken, drehbare runde Abschlußplatte. H. 121 cm; 29 x 29 cm. Mahagoni, furniert. Provenienz: Aus dem Nachlaß des mit Henry van de Velde befreundeten Malers Curt Herrmann (1854- 1929). Altersschäden. Vgl. Pecher, Henry van de Velde, München 1981, S. 295 ff, es sind eine Anzahl von Postamenten und Blumensäulen überliefert. E 9.000 - 12.000

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22 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Obstbesteck, 1900/01 Zwölf Teile. 6 Messer, L. 14,2 cm; 6 Gabeln, L. 14,2 cm. Ausführung: M. J. Rückert, Mainz. Silber, Zinken vergoldet. Bez.: Herstellermarke 800 Mond Krone (geprägt, schwer leserlich). Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 114. E 1.200 - 1.500 23 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Zwölf Fischgabeln '4800' aus dem Haus Behrens, um 1900/01 L. 18 cm. Ausführung: M. J. Rückert, Mainz. Silber, teilweise vergoldet. Bez.: Herstellermarke Mond Krone (geprägt). Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 113. E 6.000 - 7.000 22

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24 HENRY VAN DE VELDE (in der Art von) (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Streichholzhalter, um 1900 H. 4,5 cm; 3 x 1,5 cm. Silber, Schauseite mit dem typischen Linienmuster in Niellotechnik. Bez.: Mond Krone 950 (geprägt). E 200 - 250 25 AMÉDÉE DE CARANZA Vase, um 1900 Hohe, leicht konische Form. H. 28,5 cm. Ausführung: H. Copillet, Noyon. Farbloses Glas, mit Reduktionsfarben bemalt, metallisch irisierend. Motiv mit blühenden Sterndolden. Signiert: A. De CARANZA (Lüsterschrift). Im ausgeschliffenen Abriß bez.: H. Copillet & Co. Noyon (Oise) No 4212 BIS (Lüsterschrift). Provenienz: Privatsammlung München. E 3.000 - 3.500

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26 CHRISTIAN ROHLFS (Groß Niendorf 1849 - 1938 Hagen) 'Magnolienblüte', 1930 56,0 x 75,0 cm. Wassertempera auf festem Bütten von Fabriano. Rechts unten monogrammiert CR und datiert (19)30. Unter Glas gerahmt. Mit Fälzelband am oberen Rand auf Unterlagekarton montiert, verso stockfleckig und insgesamt etwas gebräunt. Links unten fachgerecht restaurierter Einriss (1,5 cm). Provenienz: Hagen'sche Sammlung, Deutsche Privatsammlung. Ausstellungen: Christian Rohlfs. Das Licht in den Dingen. Späte Temperabilder. Eine Ausstellung zum 150. Geburtstag des Künstlers. Kunsthalle Emden, Stiftung Henri und Eske Nannen, 18. 09. bis 21. 11. 1999. Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 28. 11. 1999 bis 13. 02. 2000, Kat.-Nr. 38, S. 72 und S. 206. Vogt 1930/40. Zu den schönsten und künstlerisch interessantesten Werken von Christian Rohlfs gehören die Blumenmotive und Landschaften, die er Ende der zwanziger Jahre in Ascona am Lago Maggiore in der Technik der Wassertempera auf großen Papierformaten schuf. „Künstlerisch und maltechnisch bedeutet das Spätwerk von Christian Rohlfs die letzte Steigerung und Synthese aller früheren Entwicklungsstufen“, urteilte der Biograph des Künstlers, Paul Vogt, über seine späten Bilder, die er, inspiriert von den besonderen Farben und den Lichtverhältnissen des Südens, in der Casa Margot in vielen Arbeitsschritten ausarbeitete, bis der gewünschte Grad von Transparenz und Abstraktion erreicht war. E 30.000 - 40.000

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27 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Vase 'Rose de France' mit persönlicher Widmung an die Tochter Thérèse, 28. Dezember 1901 Flachgedrückter, sich vorwölbender Korpus mit gerader Mündung. H. 11,9 cm. Überfangglas, farblos, hellgrün, gelblich und bernsteinfarben. Von der rechten Seite auf die ganze Schauseite konzipierter Dekor einer blühenden rosaroten Rose mit grünem Blattkranz, Stengel und Blätter in Mauve, der ganze Dekor appliziert, 'Sculpture de verre', und vollständig mit dem Rad überarbeitet, mehrere Blätter aus dem Grund herausgearbeitet und graviert. Im Hintergrund eine skizzierte Baumlandschaft. Signiert: Emile Gallé und gewidmet: Thérèse Le 28 décembre 1901 (gravierter Schriftzug). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. Vorliegende Vase scheint das erste Gefäß mit diesem Dekor zu sein. Das Thema der Rose spielt im Leben und Werk Emile Gallés eine große Rolle. In seinen 'Ecrits pour l'Art', 1908 herausgegeben, widmete er der Rose, Symbol der Schönheit und Vergänglichkeit, einige, von Pierre de Ronsards 'Ode à Cassandre' inspirierte Zeilen (zitiert bei: Klesse/Mayr, Slg. Funke-Kaiser, S. XLII). Seit der Gründung 1877 war er Mitglied der Société d'Horticulture de Nancy. 1902 schuf Gallé den Pokal 'Roses de France' (Musée de l'Ecole de Nancy) mit Widmung an deren Vorsitzenden Jules Léon Simon, Autor des Buches 'Nomenclature de tous les noms de Roses'. Ein weiterer Pokal wurde 1902 im Pariser Salon gezeigt (Duncan, The Paris Salons, Bd. IV, Woodbridge 1998, S. 218, wohl heute im Kunstgewerbemuseum Köln, Slg. Funke-Kaiser, Nr. 195). Wegen des Erfolges dieser Pokale schuf Gallé weitere 'Rose de France'-Vasen und -Flakons, vgl. Hilschenz-Mlynek/Ricke, Glassammlung Hentrich, Nr. 306, mit ausführlicher, weiterführender Literatur; weitere Beispiele: Grover, Carved & decorated European glass, Vermont 1970, Nr. 304; Bloch-Dermant, l'Art du verre en France, Lausanne 1974, S. 104 (Musée de l'Ecole de Nancy); Cappa, L'Europe de l'Art Verrier, Liège 1991, Nr. 354; Ausst.-Kat. Emile Gallé et le verre, Nancy 2004, Nr. 305 (anderes Foto schon bei: BlochDermant). E 120.000 - 160.000

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28 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Türgriff aus dem Frisiersalon Haby, Berlin, 1901 Mehrfach volutenartig geschwungene Form. H. 17 cm. Messing, auf einen Holzsockel montiert. Pecher, Henry van de Velde, München 1981, Nr. 3411, Abb. S. 170, 173; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 648, Innenansicht des Salons. Der Hoffriseur François Haby ließ 1901 seinen Salon, Mittelstraße 7 in der Berliner Dorotheenstadt, durch Henry van de Velde umbauen. Die Messinggriffe wurden sowohl für Schränke als auch für Türen ausgeführt. Aus der Einrichtung des im 2. Weltkrieg schwer beschädigten Gebäudes sind Teile im Berliner Stadtmuseum erhalten, wenige Einzelteile befinden sich in Privatbesitz. E 3.000 - 4.000

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29 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Bierseidel, um 1902 Kegelform, mit zinngefasstem Deckel. H. 11,2 cm. Ausführung: Reinhold Hanke, Höhr. In der Masse grün gefärbter Steinzeugscherben, grüne Salzglasur, reliefierter, blau bemalter Dekor. Bez.: WESTERWALD ART POTTERY, 2086 (geprägt). Erlebach/Schimanski, Die Neue Ära, Düsseldorf 1987, S. 64, Nr. 81; vgl. Pecher, Henry van de Velde, München 1981, S. 188, van de Velde stellte erstmals 1902 eigene Steinzeugentwürfe auf der Düsseldorfer Kunstgewerbeausstellung aus. E 800 - 900

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30 HENRY VAN DE VELDE (Umkreis) (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Bowlengefäß, um 1902 H. 26 cm; 31 x 25 cm. Ausführung: Simon Peter Gerz, Höhr. Steinzeug, grauer Scherben, salzglasiert, Ornamente kobaltblau glasiert. Bez.: Manufakturmarke, 1244 C, weiteres Zeichen (geprägt). E 600 - 700

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31 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Musikschrank aus dem Musik-Zimmer des Folkwang-Museums, um 1902 Rechteckiger, dreistöckiger Aufbau. Unten durch eine Klapptür verschließbares Fach, darüber zwei offene Fächer. H. 115 cm; 105,5 x 35,5 cm. Eiche, natur, die Klapptür mit zwei Kassetten, gerahmt mit charakteristischen Motiven. Provenienz: ehem. Karl Ernst Osthaus, Hagen; Familie Osthaus. Innendekoration, XIII Jgg. 1902, Heft 11, H. van de Velde, Das Museum 'Folkwang' in Hagen, Prof. Henry van de Velde's kunstgewerbliches Seminar in Weimar, das Möbel ist auf den Seiten 282, 283 abgebildet. E 16.000 - 18.000

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32 BRUNO PAUL (Seifhennersdorf 1874 - 1968 Berlin) Sessel '652', 1901 Auf leicht schrägen Beinen gerade Zarge, bogenförmige Armlehnen mit der Rückenlehne zusammengefasst, oberer Abschluß begradigt. H. 89 cm; 64,5 x 66 cm. Ausführung: Vereinigte Werkstätten München. Ebonisierte Mooreiche, schwarze Lederpolsterung, Polsternägel. Entwurf für die Räume der ersten Ausstellung für Kunst im Handwerk, München. Frühe Ausführung mit kanneliertem Lehnenabschluß. Neu gepolstert. Der originale Lederbezug wurde an der vorderen Rückenlehne fachgerecht ergänzt. Die originale Borte mit den Polsternägeln wurde wiederverwendet. Ausst.-Kat. Bruno Paul, München 1992, S. 126f, Kat.-Nr. 211a; Föhl/Walter, Henry van de Velde, Weimar 2013, S. 69. E 18.000 - 25.000

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33 RICHARD RIEMERSCHMID (München 1868 - 1957 München) Salonstuhl für das Haus Thieme, München, 1902/03 Trapezförmiger Sitz über vier geschnitzten Beinen, hohe, leicht konkave Rückenlehne mit gebogtem Abschluß. H. 114,8 cm; 47 x 57,8 cm; Sitzhöhe 43,5 cm. Rüsterholz mit Perlmutteinlagen, Polsterung mit rotem Kavallerietuch und Kurbelstickerei in Gelbbraun. Provenienz: Privatsammlung München. Bezugsstoff ergänzt anhand des zweiten Salonstuhles im Besitz des Münchner Stadtmuseums. Das Dekorelement in Kurbelstickerei stammt von der Originalpolsterung und wurde bei der Erneuerung des Bezuges wieder verwendet. Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, S. 169, Nr. 98; Ottomeyer, Jugendstil Möbel, Kat. der Möbelsammlung des Münchner Stadtmuseums, München 1988, S. 94; Ausst.-Kat. La Nascita della Modernita, Palazzo Forti, Verona 1996, S. 63, S. 315. E 20.000 - 24.000

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34 DEUTSCHLAND Paar Buchstützen, um 1902 H. 19,4 cm; 13,3 x 20 cm. Mahagonifurnier. Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Gebrauchsspuren. E 300 - 400

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35 RICHARD RIEMERSCHMID (München 1868 - 1957 München) Armlehnstuhl, 1902 H. 80 cm; 55,5 x 51 cm. Ausführung: Dresdner Werkstätten, Hellerau. Eichenholz, dunkelbraune Lederpolsterung mit Polsternägeln. Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, S. 121, Kat.Nr. 90c. E 1.500 - 1.800

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36 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Tischdecke, um 1901 150 x 225 cm. Ausführung: S. Fränkel, Neustadt, Schlesien (zugeschrieben). Baumwolldamast, florales Muster. Künstlersignet PB in allen Ecken. Besitzerinitialen EE. Winziges, gestopftes Löchlein in der Mitte der Decke. Kat. Museum Künstlerkolonie Darmstadt, Darmstadt 1990, S. 24. E 400 - 500

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37 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Sechsteiliges Gläserset aus dem 'Wertheim'-Service, 1902 Wasserglas, H. 11,2 cm; Bierglas, H. 13,3 cm; Champagnerschale, H. 13,4 cm; Sektflöte, H. 18,4 cm; Weinglas, H. 15,7 cm; Likörglas, H. 13 cm. Ausführung: Benedikt von Poschinger, Oberzwieselau. Farbloses Glas mit Goldrand. Wasserglas mit Chip und kurzem Haarriss an der Mündung, Champagnerschale mit kleinem Chip unter dem Mündungsrand, Weinglas mit winzigen Bestoßungen an der Mündung, Likörglas mit winziger Bereibung am Mündungsrand. Kat. Museum Künstlerkolonie Darmstadt, Darmstadt 1990, S. 12; Ausst.-Kat. Peter Behrens und Nürnberg, Nürnberg 1980, S. 62, Nr. 73; Ausst.-Kat. Jugendstil, Hessisches Landesmuseum, Darmstadt 1982, S. 30f. E 3.000 - 3.600

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38 JOSEPH MARIA OLBRICH (Troppau 1867 - 1908 Düsseldorf) Paar Kerzenleuchter, um 1902 Auf ovalem Stand trompetenförmig einschwingender Fuß und im oberen Bereich nahezu flachgedrückter Schaft mit ovoidem Abschluß, davon ausgehend zwei leicht gebogene Leuchterarme mit viertelkreisförmigen Stegen; zylindrische Tüllen. H. 36,2 cm. Ausführung: Eduard Hueck, Lüdenscheid. Zinn, gegossen und poliert, flachreliefierte Bandornamentik, volutenartig auslaufend, im oberen Abschnitt Blattmotive. Am Boden bez.: ligiertes Künstlersignet, Manufakturmarke E. HUECK EDELZINN 1819 (reliefiert). Ausst.-Kat. Joseph Maria Olbrich, Museum Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 1983, Nr. 410, Ausführung in 'Silberzinn'; Kat. Museum Künstlerkolonie Darmstadt, Darmstadt 1990, S. 196, der Leuchter wird dort bezeichnet als eines der 'Synonyme für den Darmstädter Jugendstil'; Bröhan-Museum Berlin, Metallkunst der Moderne, Bd. VI, Berlin 2001, Nr. 157. E 6.500 - 7.500

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39 DAUM FRÈRES, Nancy Vase 'Libellules et soleil', 1902-05 Über ausgestelltem Rundfuß anschwellender knospenartiger Korpus, die Schauseiten stark abgeflacht mit ovaler, vierpassiger Mündung. H. 28,5 cm. Überfangglas, farblos, opaleszentgelb und orange, auf der einen Seite zersprengte Goldfolieneinschmelzungen und Motiv mit vier schwirrenden Libellen, rückseitig die über dem Meer untergehende Sonne, geätztes Motiv, vollständig mit dem Rad überarbeitet. Am Fuß umlaufende, geätzte und mit Gold ausgeriebene Inschrift: CE COUCHER D'UN SOLEIL, EST D'UN AUTRE L'AURORE (Aus dem Gedicht 'Psalmodies de l'âme' von Alphonse de Lamartine (Mâcon 1790-1869 Paris), übersetzt: 'Dieser Sonnenuntergang ist für jemand anderen der Sonnenaufgang'). An der Standkante und am Boden signiert: DAUM NANCY, Lothringer Kreuz (gravierter Schriftzug, mit Resten von Gold). Provenienz: Privatsammlung Bayern. Büttiker, Daum Nancy Maîtres Verriers, Zürich 2000, Nr. 24 (identisch). E 8.000 - 12.000

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40 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Pokal 'Lotus', 1902 Auf Ballenfuß zylindrischer Schaft, durch Scheibennodus abgesetzte glockenförmige Kuppa als Lotosblüte. H. 14,3 cm. Überfangglas, farblos, blau und grün, der Fuß bersteinfarben und grün. Der Blütenkelch vollständig in Hochschnitt gearbeitet mit fein ausgeführtem Kranz der lanzettförmigen Blütenblätter. Signiert: Gallé (vertiefter Schriftzug). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Emile Gallés. Klesse/Mayr, Glassammlung Funke-Kaiser, Kunstmuseum Köln, 1981, Nr. 202. E 6.000 - 7.000

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41 EMILE GALLÉ (Nancy 1846 - 1904 Nancy) Tischlampe 'Berce des prés', um 1902 Pilzform. Fuß mit weitem Rundstand, abgesetzter, senkrecht gerillter Schaft in Form eines Pflanzenstengels mit knospenartig erweitertem Abschluss; dreiarmige Montierung mit aufgesetztem Schirm in Halbkugelform. H. 38 cm. Schirm aus Überfangglas, farblos, grün und bernsteinfarben. In mehreren Arbeitsgängen geätzter Dekor, Motiv mit Dolden des Wiesenbärenklaus (Heraklium sphondylium). Fuß aus Überfangglas, farblos, opaleszentweiß und grün, im unteren Bereich rotbrauner, den Schaft wellenförmig hochgezogener Überfang, die Struktur des Pflanzenstengels in feiner Nadelätzung dekoriert. Patinierte Bronzemontierung mit analog gestalteten Abschlüssen. Am Schirm signiert: Gallé (hochgeätzter Schriftzug); Fuß signiert: Gallé (tiefgeätzter Schriftzug). Provenienz: Privatsammlung Bayern. E 5.000 - 8.000

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42 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Großer Servierteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund. Dm. 34 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur Meissen, vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, blauer Unterglasurdekor. Bez.: Knopfschwerter 52. (blau, unter Glasur), Künstlersignet 46 (geprägt). E 1.500 - 1.600

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43 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Suppenteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund. Dm. 26,5 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur, Meissen, vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, blauer Unterglasurdekor. Bez.: Knopfschwerter 41. (blau, unter Glasur), zwei weitere undeutliche Marken (geprägt). E 900 - 1.000

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44 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Speiseteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund. Dm. 26,4 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur Meissen, vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, blauer Unterglasurdekor. Bez.: Knopfschwerter 41. (blau, unter Glasur), T1 Künstlersignet (geprägt). E 900 - 1.000

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45 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Vorspeiseteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund. Dm. 23,2 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur, Meissen vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, blauer Unterglasurdekor. Bez.: Knopfschwerter 52 (blau, unter Glasur), Künstlersignet, 2 22 (geprägt). Bröhan-Museum Berlin, Porzellan, Bd. 2, Berlin 1996, S. 62. E 700 - 800

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46 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Kuchenteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund, durchbrochene Fahne. Dm. 23 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur, Meissen, vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, blauer Unterglasurdekor. Bez.: Knopfschwerter 52 (blau, unter Glasur), 18 Künstlersignet 56 2 (geprägt). Bröhan-Museum Berlin, Porzellan, Bd. 2, Berlin 1996, S. 62. E 1.000 - 1.200

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47 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Kuchenteller 'Peitschenhieb', 1903 Rund, durchbrochene Fahne. Dm. 22,8 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur Meissen, vor 1924. Porzellan, weiß, glasiert, Golddekor. Bez.: Knopfschwerter (blau, unter Glasur), Künstlersignet, 562, 138 (geprägt). Bröhan-Museum Berlin, Porzellan, Bd. 2, Berlin 1996, S. 62. E 1.500 - 2.000 47

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48 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) 18 Besteckteile '3000', 1903/05 2 Fischgabeln, L. 17,3 cm; 2 Fischmesser, L. 21 cm; Suppenlöffel, L. 21,1 cm; Austerngabel, L. 13,1 cm; Hummergabel, L. 20,7 cm; kleine Gabel mit abgerundeten Zinken, L. 17,8 cm; Schieber, L. 10 cm; Gabel, L. 20,7 cm; Messer, L. 20,6 cm; Tafelmesser, L. 25,9 cm; 6 Obstmesser, L. 17,8 cm; mit Ständer, H. 22,1 cm; 14,5 x 7 cm. Ausführung: Clarfeld & Springmeyer, Hemer. Neusilber, versilbert. Bez.: 60 GRAMM, Herstellermarke, CHS (geprägt). Provenienz: Familie Osthaus. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 225; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 368. E 1.500 - 2.000

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49 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Tafelmesser aus der Besteckgarnitur '3000', 1903/1905 L. 25 cm. Ausführung: Clarfeld & Springmeyer, Hemer. Nickelsilber, versilbert. Bez.: Herstellermarke 100 (geprägt). Klinge erneuert. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 225; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 368. E 250 - 300

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50 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Fischbesteck '8200', um 1904 Zwölf Teile. 6 Gabeln, L. 18,4 cm; 6 Messer, L. 21,4 cm. Ausführung: Franz Bahner AG, Düsseldorf. Silber. Bez.: Manufakturmarke, 800 Mond Krone, B. KNAUER (geprägt). Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 120. E 900 - 1.200

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51 JOSEF HOFFMANN (Pirnitz 1870 - 1956 Wien) Deckeldose aus einem Teeservice, 1905 Leicht gebauchter Korpus mit vierfachem Kannelürendekor, gewölbter Deckel. H. 11,4 cm. Ausführung; Josef Wagner, Wiener Werkstätte. Silber, getrieben. Gest.: am Boden Dianakopf im Sechseck, WW, Rosenmarke, Künstlermonogramm JH, Monogramm des Silberschmiedes Josef Wagner. Am Deckelrand gest.: Dianakopf im Sechseck, WW. Provenienz: Familie Osthaus. Knauf aus Edelstein fehlt. www.mak.at, Teekanne aus diesem Service, S 0419. E 10.000 - 15.000

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52 RICHARD RIEMERSCHMID (München 1868 - 1957 München) Saloneinrichtung urspr. für das Haus Dr. Edel, Dresden-Loschwitz, 1904 Neun Teile. 2 Armlehnstühle, H. 95,5 cm; 63 x 63,5 cm; Sessel, H. 106 cm; 75 x 70 cm; Sofa: H. 106 cm; 127 x 70 cm; Beistelltisch: H. 78 cm; 50 x 50 cm; Tisch, H. 78,5 cm; 113 x 72 cm; Eckschrank, H. 189,5 cm; 93 x 82 cm; Schrank, H. 162 cm; 108,5 x 35 cm; kleine Vitrine, H. 98 cm; 69,5 x 45 cm. Ausführung: Dresdner Werkstätten, Hellerau. Mahagoni, durchbrochene Rankenornamentik. Geschliffenes Spiegelglas, gelbe Samtpolsterung (erneuert). Ausst.-Kat. Jugendstil Europalia, Brüssel 1977, Nr. 64, 67, Schreibtisch und Stuhl aus dieser Einrichtung, Germ. Nationalmuseum, Nürnberg; Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, S. 185. E 8.000 - 12.000

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53 ADELBERT NIEMEYER (Warburg 1867 - 1932 München) Restservice '820' und '811' mit Dekor 752 'Goldwürfel', 1905 21 Teile. 2 Mokkatassen mit Untertellern, H. 4,7 cm; Kaffeetasse mit Unterteller, H. 4,8 cm; Brotteller, Dm. 15,8 cm; Kuchenteller, Dm. 19,3 cm; 6 Suppenteller, Dm. 24,2 cm; 6 Speiseteller, Dm. 24,2 cm; Deckelterrine, H. 12 cm; 26,5 x 21,7 cm; Gemüseschüssel, Dm. 23,8 cm; 2 ovale Platten, 30,2 x 20 cm; 50 x 33,5 cm. Ausführung: Königl. Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Porzellan, weiß, glasiert, Goldwürfeldekor. Bez.: Manufakturmarke (blau, unter Glasur), Rautenschild, 820 (geprägt), 552 752 30 (gemalt). Kaffeetasse mit langem Haarriss, Unterteller mit Bestoßung und Haarriss; Suppenteller und Speiseteller mit Bestoßungen; Gemüseschüssel mit zwei Bestoßungen am Rand. Ziffer, Nymphenburger Moderne, München 1997, S. 120-1, Nr. 148-51. E 3.500 - 4.000 54 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Obstmesser und Obstgabel 'Modell I', 1905/06 Geschwungene Formen, blattartiger Reliefdekor. Gabel, L. 16,3 cm; Messer, L. 18,2 cm. Ausführung: Koch & Bergfeld, Bremen. Silber. Bez.: 800, Künstlersignet. Gravierte Besitzerinitialen KEO. Provenienz: Nachlass Karl Ernst Osthaus; Familie Osthaus. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 208f; Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 328. E 4.000 - 5.000

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55 RICHARD RIEMERSCHMID (München 1868 - 1957 München) Schreibtisch 'Einrichtung III', 1905 Rechteckiger Korpus mit offenem Kniefach, Büroeinrichtung mit zwei Schüben und zwei Zügen. Leicht überstehende, profilgerahmte Schreibplatte. H. 80 cm; 139 x 72 cm. Ausführung: Deutsche Werkstätten, Hellerau. Eichenholz, Rahmen- und Füllungsbauweise, Kassettentüren. Eisenbeschläge und Griffe. Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, Nr. 136a mit Abb. S. 203. E 2.500 - 3.000

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56 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Kleiner Schrank, um 1905 Über kurzen Füßen ausgebogte Zarge, zweitürige Front, profilgerahmte Füllungen, überstehende Platte. H. 111 cm; 80,5 x 48,5 cm. Kirschholz. Messingbeschläge. Provenienz: Familie Osthaus. E 8.000 - 12.000

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57 GUSTAVE SERRURIER-BOVY (Liège 1858 - 1910 Liège) Vitrine, um 1905 Auf leicht konischen Pfostenbeinen dreistöckiger Aufbau, zweitürige Front, darüber dreiseitiges Fach mit klappbaren Türen, zurückgesetzter Spiegelaufsatz. H. 186 cm; 99 x 35 cm. Mahagoni, Messingbeschläge, türkise Cabochons. Scheiben und Spiegel facettiert. Schlüssel bez.: SERRURIER BOVY. Vgl. Firmenkatalog von 1909, Reprint Association Serrurier-Bovy, Liège 1989, nicht paginiert. E 4.000 - 5.000

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58 WIEN Paar Schränke, um 1905 Rechteckiger zweitüriger Korpus mit bombierter Front. Überstehende, profilierte Deckplatte. H. 184,5 cm; 124 x 90 cm. Mahagoni mit unterschiedlichen Edelhölzern intarsiert. Rauten und andere geometrische Motive. E 3.000 - 4.000

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59 THEODOR MÜLLER, Weimar Tintenfass mit Wiege, um 1905 Tintenfass mit Ablage, H. 9,4 cm; 15 x 11,5 cm; Blotter, H. 6 cm; 18,5 x 6 cm. Farbloses Glas, Metallblech, versilbert, Montierung aus Silber. Montierung bez.: Herstellermarke TM, Mond Krone 800 bzw. 925. Blotter bestoßen. Gravur: P, 20. III. 26. E 1.500 - 2.000

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60 ERICA VON SCHEEL (1881 - 1966) Kaffeekanne, um 1905 Schlanke ovoide Form, H. 17 cm. Ausführung: Reinhold Hanke, Höhr. Salzglasiertes Steinzeug, grauer Scherben, kobaltblauer Dekor. Gest.: Künstlermonogramm S 2125A. Pecher, Henry van de Velde, München 1981, S. 191; Sembach/ Schulte (Hrsg.), Henry van de Velde, Köln 1992, S. 324; Föhl/ Walter, Henry van de Velde, Weimar 2013, S. 45. E 500 - 600 61 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Vier Taschentücher für die Familie Herrmann, um 1906 Quadratisch. 46,5 x 47 cm. Weißer Seidendamast. Eingesticktes Besitzermonogramm CS nach Entwurf von van de Velde. Provenienz: Aus dem Nachlaß des mit Henry van de Velde befreundeten Malers Curt Herrmann (1854-1929). Ein Tuch mit drei kleineren Löchern und Verschmutzung. Lt. Aussage des Einlieferers enstanden die Servietten und auch Tisch-Textilien wohl um das Jahr 1906, als seine Großeltern ihre Wohnung in Berlin bezogen, die unter der persönlichen Aufsicht von Henry van de Velde eingerichtet wurde. E 300 - 400

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62 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Drei Bögen Sammlungsetiketten für Curt und Sophie Herrmann, um 1906 8,7 x 14,4 cm. Jeweils zehn Etiketten. Flachdruck, braun auf Büttenpapier, cremegelb, gelblichbraun und grau. Provenienz: Aus dem Nachlaß des mit Henry van de Velde befreundeten Malers Curt Herrmann (1854-1929). E 600 - 700

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63 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Drei Suppenlöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 Stiele mit glattem runden Abschluß. L. 22 cm. Silber, graviertes Besitzerwappen. Bez.: Mond Krone 800 (geprägt). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Henry van de Velde entwarf ebenfalls das Wappen der Familie. Im Familienarchiv auf einem Tisch abgebildet. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 220; Föhl/ Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 464; S. 486. E 1.000 - 1.200 64 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Drei Mokkalöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 Stiele mit glattem runden Abschluß. L. 11 cm. Silber, graviertes Besitzerwappen. Bez.: Mond Krone 800 (geprägt). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Henry van de Velde entwarf ebenfalls das Wappen der Familie. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 222; Föhl/ Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 464; S. 503. E 500 - 600

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65 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Zwei Besteckteile aus dem 'Modell III', 1910/11 Stiele mit glattem runden Abschluß. Kompottlöffel, L. 18,7 cm; Saucenlöffel, L. 17,7 cm. Ausführung: Franz Bahner AG, Düsseldorf. Silber. Bez.: 800 Mond Krone Herstellermarke (geprägt). Mit Monogramm HJ. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 510 bzw. vgl. 502. R 400 - 500

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66 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Sechs Speiselöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 L. 22,2 cm. Ausführung Franz Bahner AG, Düsseldorf. Silber. Bez.: 800 Krone Mond Herstellermarke MORITZ STUMPF & SOHN (geprägt). Mit Monogramm HJ. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 486. E 1.000 - 1.200

67 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Dessertlöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 Stiel mit glattem runden Abschluß. L. 18,7 cm. Silber, graviertes Besitzerwappen. Bez.: 800 Krone Mond (geprägt). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 479. E 350 - 400 68 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Kaffeelöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 Stiel mit glattem runden Abschluß. L. 13,9 cm. Ausführung Franz Bahner AG, Düsseldorf. Silber, graviertes Besitzerwappen. Bez.: 800 Krone Mond, Manufakturmarke (geprägt). Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 518. E 200 - 250

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69 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Vier Teelöffel aus dem 'Modell III', 1910/11 L. 13,9 cm. Ausführung: Franz Bahner, Düsseldorf. Silber. Bez.: 800 Krone Mond Herstellermarke, MORITZ STUMPF & SOHN (geprägt). Mit Monogramm HJ. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 518. E 600 - 700

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70 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Buchschmuck 'Essays' Henry van de Velde, Essays, Insel Verlag, Leipzig 1910. Buchschmuck von Henry van de Velde. Rücken mit Golddruck. Rücken des Bucheinbands und wenige Seiten fast gelöst, wellig (wohl Feuchtigkeit), Rücken verschmutzt. E 90 - 100 71  JOHANNES LUDOVICUS MATHIEU LAUWERIKS (Roermond 1864 - 1932 Amsterdam) Gürtelschnalle, 1910-14 Zweiteilig. Rechteckig. 6,5 x 12,7 cm. Ausführung: Frans Zwollo, Hagener Silberschmiede. Silber, reliefierter Mäanderdekor, zwölf Hämatit-Cabochons. Bez.: HS 12 (undeutlich), Reste eines Papieretiketts. Provenienz: Familie Osthaus. Ausst.-Kat. Frans Zwollo sr. en sijn tijd, Museum Boymans-van-Beuningen, Rotterdam 1982, S. 110, Nr. 76 (identisch). E 4.000 - 5.000

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72 RICHARD RIEMERSCHMID (München 1868 - 1957 München) Speisebesteck 'Carl Weishaupt München', 1911/12 70 Teile. 12 Suppenlöffel, L. 21,7 cm; 6 Dessertlöffel, L. 18,6 cm; 6 Kaffeelöffel, L. 15 cm; Kartoffellöffel, L. 25,3 cm; Sahnelöffel, L. 18,5 cm; 7 Vorspeisengabeln, L. 18,6 cm; 6 Speisegabeln, L. 18,4 cm; 6 große Speisegabeln, L. 21,7 cm; 6 Kuchengabeln, L. 15 cm; Aufschnittgabel, L. 19,4 cm; 12 Messer, L. 20,5 cm; Buttermesser, L. 16 cm; Pastetenmesser, L. 20 cm; Kuchenheber, L. 22,4 cm; 2 Saucenkellen, L. 16,3-18,5 cm. Ausführung: Bruckmann & Söhne, Heilbronn für Carl Weishaupt, München. Silber. Bez.: Manufakturmarke, Mond Krone 800, WEISHAUPT (geprägt). Gravierte Besitzerinitialen MO in verschiedenen Versionen. Dabei: Kaffeelöffel, Bruckmann, L. 14 cm. Bei einem Messer die Klinge abgebrochen. Provenienz: Familie Osthaus. Sänger, Das deutsche Silber-Besteck, Stuttgart 1991, S. 199. E 11.000 - 13.000

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73 JOSEF HOFFMANN (Pirnitz 1870 - 1956 Wien) Schmuckschale 'S 2237', 1911 Auf filigranem Stand mit vierfachem Blattrankenmotiv, gemuldete Schale mit Perlrand. H. 4,7 cm; Dm. 16,4 cm. Ausführung: Alfred Maier, Silberschmied der Wiener Werkstätte. Silber, getrieben. Gest.: Monogramm von Alfred Maier im Kreis, A, Dianakopf im Sechseck, WW, Rosenmarke und Monogramm von Josef Hoffmann. Provenienz: Familie Osthaus. www.mak.at, Objekt 1452. E 15.000 - 25.000

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74 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Buchschmuck 'Essays Karl Scheffler' Henry van de Velde, Vier Essays von Karl Scheffler, Insel Verlag Leipzig 1913. Buchschmuck von Henry van de Velde. Rücken und Ornamente mit Golddruck. Mit Besitzerstempel Sammlung Roselius und Widmung der Vorbesitzer. Vorsatzblätter und Ränder gebräunt und angeschmutzt. E 120 - 150 75 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Drei Druckplatten für das Wappen der Familie Mutzenbecher, um 1916 Unterschiedliche Größen und Materialien. Kupfer: 2,4 x 1,6 cm; Messing: 4,3 x 2,2 cm; Eisen: 8,2 x 9,8 cm. Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. E 500 - 600 76 DEUTSCHLAND Tischlampe, um 1916 Auf hochgewölbtem Fuß mehrfach abgesetzter Schaft, konischer Schirm. H. 68 cm; Dm. 41 cm. Messing; Schirm aus Metall und Stoff. Provenienz: Aus dem Besitz der Familie Mutzenbecher, Hamburg. Die Lampe stand im Arbeitszimmer des Ehepaares Heinrich und Rosemarie Mutzenbecher, Alsterchaussee 13, Hamburg, auf dem in unserer 43. Auktion versteigerten Schreibtisch von Henry van de Velde (Kat.-Nr. 229); s. Dokumentation des Hauses Mutzenbecher, Hamburg, 1919, Taf. 2. E 600 - 700

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77  HENRY VAN DE VELDE, Weimar und MAX HEIDERICH, Paderborn Dokumentation des Hauses Mutzenbecher, Hamburg, 1919 Archiv des Mutzenbecherschen Familientages. Acht Photographien aus dem von Henry van der Velde und Max Heiderich für Heinrich und Rosemarie Mutzenbecher entworfenen und mit eigenen Möbeln eingerichteten Haus in der Alsterchaussee 13, Hamburg, 1916. E 300 - 400 78  FRITZ AUGUST BREUHAUS DE GROOT (Solingen 1883 - 1969 Köln) Stehleuchte 'Kaktus', 1929 H. 156,5 cm. Ausführung: WMF, Geislingen. Brüniertes Messing auf Glasfuß; Schirme aus Überfangglas, farblos, opalweiß und rot. Bez.: Ikora-Marke (geprägt). Burschel/Scheiffele, WMF Ikora Metall, Stuttgart 2006, S. 38. E 9.000 - 12.000

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79 GABRIEL ARGY-ROUSSEAU (Meslay-le-Vidame 1885 - 1953 Paris) Vase 'Médaillons de fleurs', 1925 Schlanker ovoider Korpus mit abgesetzter Mündung. H. 26,1 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, milchig cremefarben, grüne und violette Schlieren, umlaufender leicht reliefierter Fries mit drei Medaillons mit roten Blüten, dazwischen Wellenornamente. Signiert: G. ARGY-ROUSSEAU, am Boden bez.: 11841 (geprägt). Provenienz: Privatsammlung München. Bloch-Dermant, Gabriel Argy-Rousseau, Paris 1990, S. 206, Nr. 25.19. E 5.000 - 6.000

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80 FRANÇOIS-EMILE DÉCORCHEMONT (Paris 1880 - 1971 Conches) Vase 'Quatre masques', um 1919 Ovoider Korpus mit ausschwingendem Lippenrand. H. 13,5 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, hellgrünlich mit dunkelbraunen Marmorierungen. Rillendekor, darüber umlaufender Fries mit reliefierten antikisierenden Masken, dazwischen ovale Motive. Am Fußrand und am Wandungsansatz zwei 'Daumenabdrücke'. Signiert: muschelförmige Marke DECORCHEMONT (geprägt). Am Boden schwer lesbare Diamantritzung E 950 (?). Provenienz: Privatsammlung München. Vgl. Ayroles, François Décorchemont, Paris 2006, S. 245, Schale mit antikisierenden Masken. E 2.500 - 3.000

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81 GABRIEL ARGY-ROUSSEAU (Meslay-le-Vidame 1885 - 1953 Paris) Vase 'Lion et chouette', 1925 Ovoider Kelch auf gerilltem Ansatz. H. 14,5 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, vorwiegend blau und rosa marmoriert. In sechs gerahmten Feldern reliefierter Löwe und Eule sowie Voluten bzw. Blätter. Signiert: G. ARGY ROUSSEAU (geprägt). Provenienz: Privatsammlung München. Bloch-Dermant, Gabriel Argy-Rousseau, Paris 1990, S. 204, Nr. 25,07. E 3.000 - 4.000

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82 GABRIEL ARGY-ROUSSEAU (Meslay-le-Vidame 1885 - 1953 Paris) Vase 'Feuillages modernes et fleurs', 1925 Ovoider Korpus mit trichterförmiger Mündung. H. 22 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, grüne und blaue Farbeinschlüsse, reliefierter Dekor, dreieckige Blätter und umlaufender Fries aus Blütenrosetten. Signiert: G. ARGYROUSSEAU (geprägt). Provenienz: Privatsammlung München. Bloch-Dermant, Gabriel Argy-Rousseau, Paris 1990, S. 204, Nr. 25,03, dort S. 146 f. Foto von Argy-Rousseau in seinem Arbeitszimmer, diese Vase auf dem Tisch vor ihm. E 5.000 - 6.000

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83 GABRIEL ARGY-ROUSSEAU (Meslay-le-Vidame 1885 - 1953 Paris) Vase, um 1927 Gefußte Glockenform. H. 12,7 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, blaue, grüne und weißliche Pulveraufschmelzungen, leicht reliefierter Dekor, umlaufend Wolkenmotive. Signiert: G. ARGY-ROUSSEAU (geprägt). Provenienz: Privatsammlung München. Vgl. Bloch-Dermant, Gabriel Argy-Rousseau, Paris 1990, S. 213, Nr. 27,18, in der Ausführung verwandter Dekor. E 3.000 - 4.000

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84 GABRIEL ARGY-ROUSSEAU (Meslay-le-Vidame 1885 - 1953 Paris) Schale mit Rauten, 1930 Auf gekantetem Metallfuß tiefgemuldete Wandung. H. 13 cm; Dm. 20 cm. Pâte de verre, transluzide Glasmasse, vorwiegend milchig, umlaufender Dekor aus Rautenmotiven mit rotbraunen, ockerfarbenen und cremefarbenen Aufschmelzungen. Signiert: G. ARGYROUSSEAU (geprägt). Vernickelte Metallmontierung, gest.: Rest der Herstellermarke, 283. Provenienz: ehem. Sammlung Alain Lesieutre, Paris; Privatsammlung München. Bloch-Dermant, Gabriel Argy-Rousseau, Paris 1990, S. 221, Nr. 30.04. E 6.000 - 7.000

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85 RENÉ BUTHAUD (Saintes 1886 - 1986 Bordeaux) Vase, 1930er Jahre Auf abgesetztem Stand starke Tropfenform mit verdicktem Lippenrand. H. 29,3 cm. Irdenfarbener Fayencescherben, glasiert. Zwischen Palmen Darstellung zweier afrikanischer Mädchen in anmutiger Haltung in brauner Malerei, teilweise versilbert und vergoldet. Glasur mit feinem Craquelé. Am Boden signiert: ligiertes Künstlermonogramm RB (schwarzer Schriftzug). Provenienz: Privatsammlung München. E 12.000 - 14.000

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86 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Klappsitz aus einem 1. Klasse-Eisenbahnwagen der SNCB, 1935 48 x 39, 5 cm. Mahagoni, verchromte Metallhalterung. Gestreifter Veloursbezug. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 719 ff. E 1.500 - 1.800

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87 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Sechs Beleuchtungskörper aus einem Wagen der 1. Klasse der SNCB, 1935 Runde profilierte Form mit freistehenden Birnen. 35,5 x 32 cm. Verchromtes Metall. Spuren der Demontage aus dem Eisenbahnwaggon. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 719 ff. 1935 erhielt Henry van de Velde den Auftrag zur Ausstattung mehrerer Eisenbahnwaggons der SNCB. Das von ihm gestaltete Logo 'B' ist noch in Gebrauch. Schon bei früheren Beleuchtungskörpern und Einrichtungen entwarf van de Velde Objekte, bei denen die Leuchtmittel oder Wasserrohre ohne Verkleidung als Gestaltungselemente verwendet wurden, was ihm die Kritik namhafter Künstler wie Liebermann einbrachte. E 4.000 - 4.500

88 HENRY VAN DE VELDE (Antwerpen 1863 - 1957 Zürich) Vier Beleuchtungskörper aus einem 1. Klasse Waggon der SNCB, 1935 Runde profilierte Form mit freistehenden Birnen. 35,5 x 32 cm. Verchromtes Metall. Spuren der Demontage aus dem Eisenbahnwaggon. Föhl/Neumann, Henry van de Velde, Bd. I, Metallkunst, Leipzig 2009, S. 719 ff. E 2.500 - 3.000

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89 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) 'Synchron-Netzanschlußuhr' für Wechselstrom 'FU 172288', um 1910 Dm. 22 cm. AEG, Berlin. Metallblech, schwarz lackiert, Messing, farbloses Glas, weißes Zifferblatt mit schwarzen und roten Zahlen, schwarz lackierte Zeiger. Bez.: AEG, Plakette mit Typenbez. Provenienz: Nachlaß Sammlung Prof. Tilmann Buddensieg. Vgl. Peter Behrens und die AEG, S. D. 181, Nr. P. 106. E 600 - 700 90 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Aufzugschalttafel, um 1909 H. 28,7 x 10,3 x 4,5 cm. AEG, Berlin. Eisenguß, teilweise vernickelt, schwarz emailliert. Bez.: AEG. Provenienz: Nachlaß Sammlung Prof. Tilmann Buddensieg. Vgl. Peter Behrens und die AEG, S. D 175. E 700 - 800 91 PETER BEHRENS (Hamburg 1868 - 1940 Berlin) Persönlicher Brief von Peter Behrens 27,8 x 22 cm. Schwarze Tinte auf strukturiertem Papier. Signiert. In Passepartout montiert, verglast gerahmt. Provenienz: Nachlaß Sammlung Prof. Tilmann Buddensieg. E 500 - 600

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92 HEDWIG HECKEMANN (Münchhausen bei Marburg 1903 - 1991 Freiburg im Breisgau); EWALD DÜLBERG (Schwerin 1888 - 1933 Freiburg im Breisgau) Kinderzimmerteppich für Dr. Kurt Luthmer, 1923/24 275 x 305 cm. Kunstakademie Kassel. Mehrfarbige Baumwolle. Als 'eines der wichtigsten Werke Heckemanns' bezeichnet Horst Dauer den Kinderzimmerteppich in seinem Aufsatz über die Weberei der Bauhochschule Weimar. Der Teppich entstand im Auftrag des Museumsdirektors Dr. Kurt Luthmer, wohl in Zusammenarbeit von Hedwig Heckemann und Prof. Ewald Dülberg. Die Figurenmotive lassen ein persönliches Verhältnis zwischen dem Auftraggeber und Dülberg erkennen. Abgebildet sind u.a. Dr. Luthmer und Prof. Dülberg im Gespräch, seine Tochter mit Puppe und Hedwig Heckemann selbst. Heckemann und Dülberg arbeiteten zusammen an der Kasseler Kunstakademie. Ab 1924 leiteten sie gemeinsam die Weberei der Bauhochschule Weimar - die Entstehung des Kinderzimmerteppichs fällt in ihr letztes Jahr in Kassel. In Kassel standen Heckemann und Dülberg vor allem unter dem Einfluss des Spätexpressionismus - der Kinderzimmerteppich leitet die geometrische Strenge mit Verwendung der Formen Dreieck, Rechteck und Quadrat als Grundlage ein, für welche Heckemann später bekannt ist und mit welcher die Bauhochschule Weimar ihre Erfolge feierte. Provenienz: Seit seiner Entstehung befand sich der Teppich im Besitz der Familie Luthmer und war seit 1976 als Leihgabe an die Staatliche Kunstsammlung Hessen Kassel in der Torwache ausgestellt. Das andere Bauhaus, S. 155, Abb. 4. E 20.000 - 30.000

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93 MARGARETE SCHÜTTE-LIHOTZKY (Wien 1897 - 2000 Wien) 'Frankfurter Küche', 1926 H. 230 x 296 x 60 cm; Herd: H. 81,5 x 82,5 x 49,5 cm; freistehendes Regal: H. 110 x 79,5 x 24 cm. Ausführung: Firma Grumbach Frankfurt (zugeschrieben); für das städtische Hochbauamt, Frankfurt. Verschiedene Holzarten, je nach Verwendungszweck ausgesucht (z. B. Eichenholz gegen Ungeziefer, Buchenholz für die Arbeitsplatte, Weichholz für die Rahmenkonstruktion), blau lackiert, Waschbecken, Metallguß weiß emailliert. Messing, patiniert, schwarzes Linoleum, acht Schütten aus Aluminiumblech. Herd bez.: ORIGINAL BOECKER. Dabei: Margarete Schütte-Lihotzky. Warum ich Architektin wurde, Salzburg 2004; Helen Barr/Ulrike May, Das Neue Frankfurt, Spaziergänge durch die Siedlungen Ernst Mays und die Architektur seiner Zeit, Frankfurt 2007; zeitgen. Postkarte Frankfurt a.M. Heddernheim, sowie diverse Kleinteile. Die Küche ist nicht vollständig; einige fehlende Teile wurden ergänzt. Margarete Schütte-Lihotzky, Warum ich Architektin wurde, S. 145-163; Frauen im Design, S. 160-173; Kat. Die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky aus der Sammlung des MAK Wien, Berlin 1992. E 10.000 - 12.000

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94 LUDWIG MIES VAN DER ROHE (Aachen 1886 - 1969 Chicago, USA) Prototyp Armehnstuhl 'Weissenhof - MR 20', 1927 H. 78,5 x 52,5 x 83 cm; Durchmesser Stahlrohr: 2,9 cm. Berliner Metallgewerbe Josef Müller, Berlin. Stahlrohr, vernickelt, verschraubt, schwarzes Leder. Leder fachgerecht erneuert. Provenienz: Nachlaß Sammlung Prof. Tilmann Buddensieg. Der Stuhl stammt ursprünglich aus dem Besitz des Bildhauers und Bauhaus-Lehrers Paul-Rudolf Henning, in dessen Haus Ludwig Mies van der Rohe lebte, als er 1927 nach Berlin kam. Die ersten Experimente zu diesem Stuhl wurden im Keller dieses Hauses gemacht. Henning behielt diese Prototypen, da er die etwas zierlicheren Proportionen bevorzugte. Das Stahlrohr ist erheblich dicker (29 mm) und die Vernickelung im Vergleich zu den später in Serie produzierten Exemplaren von geringerer Qualität. Die Konstruktion besteht aus lediglich zwei miteinander verschraubten Elementen, dem Rohr des Stuhlgestells und der Armlehnen. Bereits in den frühen Jahren 1904-1907 arbeitete Ludwig Mies van der Rohe im Büro des Architekten und Möbelentwerfers Bruno Paul in Berlin, später, 1908-11, mit Walter Gropius und Adolf Meyer bei Peter Behrens. 1927 leitete er die Werkbundausstellung 'Die Wohnung', Stuttgart (Weißenhofsiedlung) und gestaltete zwei Jahre später, 1929, den zukunftsweisenden Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Barcelona. Von 1930-33 war er Direktor des Bauhauses in Dessau und Berlin. 1937 wanderte er nach Chicago aus, wo er von 1938-58 Direktor der Architektur-Abteilung des 'Armour Institute' des späteren 'Illinois Institute of Technology' wurde. Ab 1958 unterhielt er ein eigenes Architekturbüro in Chicago. Tilmann Buddensieg, Berlin 1900 - 1933, New York, Berlin 1987, Abb. Nr. 1. Vgl. Sotheby's, Auktion 25. 10. 1991, 'Bauhaus, Wiener Werkstätte and other Important 20th Century Design', Kat. Nr. 161. E 9.000 - 10.000

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95 LUDWIG MIES VAN DER ROHE (Aachen 1886 - 1969 Chicago, USA) Armlehnsessel 'Weissenhof - MR 20', um 1927 H. 79 x 55 x 85 cm; Rohr-Dm. 2,4 cm. Berliner Metallgewerbe Joseph Müller, Berlin. Stahlrohr, gebogen, verschraubt und gesteckt, blau lackiert; Rohrgeflecht. Neuzeitliche, dem Originalzustand folgende Lackierung; kleinere Brüche im Rohrgeflecht. Provenienz: Nachlaß Sammlung Prof. Tilmann Buddensieg. Deutsche Stahlrohrmöbel, S. 64; Tilmann Buddensieg, Berlin 1900-1933, Abb. Nr. 1 (identisch). E 6.000 - 7.000

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96 ERICH DIECKMANN (Kauernick/ Westpreußen 1896 - 1944 Berlin) Typenarmlehnstuhl, um 1926 H. 81,5 x 53,5 x 56,5 cm. Bauhochschule Weimar (zugeschrieben). Eschenholz und Schichtholz mit Eschenfurnier, Leinengurtgeflecht, gestreifter Bezugsstoff in Rottönen und Cremeweiß. Erich Dieckmann, Möbelbau, Stuttgart 1931, Nachdruck Weil am Rhein 1990, S. 45, Nr. 64. E 2.000 - 2.500

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97 ERICH DIECKMANN (Kauernick/ Westpreußen 1896 - 1944 Berlin) Stuhl, um 1926 H. 81 x 43,5 x 52 ,5 cm. Bauhochschule Weimar (zugeschrieben). Rüsterholz, dunkel gebeizt, Nylongeflecht. Das ursprüngliche Geflecht wurde wohl zu einem späteren Zeitpunkt mit Nylon erneuert. Dieckmann Möbelbau, S. 42 - 45, Nr. 57; Erich Dieckmann, Praktiker der Avantgarde, S. 84. E 2.000 - 2.500

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98 EL LISSITZKY (Polschinok 1890 - 1941 Moskau) Leporello mit Katalog 'Union der Sozialistischen Sowjet Republiken', 1928 'Union der Sozialistischen Sowjet Republiken'. Katalog des Sowjet-Pavillons auf der Internationalen Presse-Ausstellung Pressa, Köln 1928. Hrsg. vom Komitee des Sowjet-Pavillons auf der Internationalen Presse-Ausstellung Köln 1928. Umschlag, Typo- und Photogestaltung Prof. El Lissitzky, Moskau. Druck: M. Dumont Schauberg Köln. Mit beigelegtem Leporello: Offset nach Fotocollage und Buchdruck auf Offsetpapier. Einband mit Prägedruck. Tupitsin, El Lissitzky Jenseits der Abstraktion, Sprengel-Museum Hannover, Hannover 1999, S. 119. E 2.300 - 2.500

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99 CHRISTIAN DELL (Offenbach 1893 - 1974 Wiesbaden) Seltene Doppelarm-Tischleuchte, 1927/28 H. 49 (max.); Schirm: 16 x 15 cm. Rondella, Oberursel. Messingrohr, vernickelt, Alumiumblech, schwarz lackiert. Schwarze Bakelitabschl端sse, Eisenplatte. Provenienz: M端nchner Privatsammlung. Vgl. Ausst.-Kat. Die Metallwerkstatt am Bauhaus, Berlin 1992, S. 201; vgl. Amt f端r industrielle Formgestaltung, Neues Bauen Neues Gestalten, Das Neue Frankfurt, Dresden 1984, S. 193. E 3.000 - 4.000

100 CHRISTIAN DELL (Offenbach 1893 - 1974 Wiesbaden) Tee-Ei, 1924 L. 13 cm. Metallwerkstatt des Bauhauses in Weimar. Messing, versilbert. Die Metallwerkstatt am Bauhaus, S. 194. E 400 - 500 100

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101 MARIANNE BRANDT (Chemnitz 1893 - 1983 Kirchberg) Serviettenhalter, 1929-32 H. 10,8 x 19,5 x 2,5 cm. Ruppelwerk, Gotha. Metallblech, grün, schwarz und silber lackiert. Bez.: Herstellerstempel. Vgl. Bauhauskünstler in Gotha, S. 47/48. E 500 - 600 101

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102 MARIANNE BRANDT (Chemnitz 1893 - 1983 Kirchberg) Kugelbar, 1929-32 H. 19 cm; Dm. 16,8 cm. Ruppelwerk, Gotha. Metallblech, braun und schwarz, innen rotbraun lackiert; Likörset, Flasche mit sechs Gläsern, farbloses Glas. Bez.: Gut Holz! E 700 - 900

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103 MARIANNE BRANDT (Chemnitz 1893 - 1983 Kirchberg), Gotha Deckenleuchte aus dem Bauhaus Dessau, 1928/29 H. 51 cm; Dm. 23 cm. Schwintzer & Gräfe, Berlin (zugeschrieben). Aluminiumblech, Aluminiumrohr, Glas, farblos matt, im unteren Bereich opalweiß; Porzellanfassung. Die Deckenleuchte wurde während der ersten, umfassenden Sarnierungsarbeiten des Bauhaus Dessau, 1986 in einem Bauschuttcontainer gefunden. Neben der Deckenleuchte wurden damals leider viele weitere original Einrichtungsgegenstände entsorgt; u.a. auch Teile der originalen Stahlrohrbestuhlung des Saales. E 3.000 - 4.000

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104 LUDWIG MIES VAN DER ROHE (Aachen 1886 - 1969 Chicago) Kindersessel und Hocker 'Barcelona', 1929 Sessel: H. 62,5 x 61,5 x 63 cm; Hocker: H. 31 x 45,5 x 48 cm. Knoll International, New York, um 2010. Bandstahl, verchromt, rote Ledergurte, rote Lederpolster. Bez.: Knoll Studio, faksimilierte Signatur mies van der Rohe, Herstelleretikett, Vertriebsetikett. Fast neuwertig! Reuter, Mies und das Neue Wohnen, 2008, Ostfildern, S. 144ff, S.184ff. E 3.000 - 3.500 105 LUDWIG MIES VAN DER ROHE (Aachen 1886 - 1969 Chicago) Kindersessel 'Barcelona', 1929 H. 62,5 x 61,5 x 64 cm. Knoll International, New York, um 2010. Bandstahl, verchromt, weiĂ&#x;e Ledergurte, weiĂ&#x;e Lederpolster. Bez.: Knoll Studio, faksimilierte Signatur mies van der Rohe, Herstelleretikett, Vertriebsetikett. Fast neuwertig! Reuter, Mies und das Neue Wohnen, 2008, Ostfildern, S. 144ff, S.184ff. E 2.200 - 2.500

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106 MARGARETE HEYMANN-LOEBENSTEIN (Köln 1899 - 1990 London) Teeservice, um 1929 20 Teile. Kaffeekanne, H. 14,5 cm; Sahnekanne, H. 8,5 cm; Zuckergefäß mit Griff, H. 8 cm; 6 Tassen mit Untertassen, H. 5,1 cm; 5 gemuldete Teller, Dm. 19 cm; 6 Teller mit umgeklapptem Rand, Dm. 19,2 cm. Ausführung: Hael-Werkstätten, Marwitz. Steingutscherben, uranrot, Kanne innen cremegelb glasiert. Bez.: Werkstattmarke, 446, 10, 26 (dunkelblauer Glasurstempel). Schnabel der Sahnekanne geklebt. Vgl. Keramik am Bauhaus, S. 208, Abb. aus dem Hael-Modellkatalog, ca. 1929. E 2.500 - 2.800

107 MARGARETE HEYMANN-LOEBENSTEIN (Köln 1899 - 1990 London) Zigarettendose, um 1929 H. 5,7 cm; 18,5 x 11,2 cm. Ausführung: Hael-Werkstätten, Marwitz. Steingutscherben, uranrot glasiert. Bez.: Werkstattmarke, undeutliche Modellnummer (dunkler Glasurstempel). E 400 - 500

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108 KARL RAICHLE  (Dettingen unter Teck 1889 1965 Meersburg) Kaffeeservice, um 1930 Vier Teile. Auf rautenförmigem Grundriss bzw. dreieckig. Kaffeekanne, H. 20,4 cm; Milchkännchen, H. 10,4 cm; Zuckerdose mit Deckel, H. 6,3 cm; Tablett, 29,2 x 29,6 cm. Zinn, Holzknäufe und -isolatoren. Bez.: r URACH, ZS2, 5, HANDMADE GERMANY (geprägt). E 1.500 - 1.800

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109 WILLY STOLL (Arnsbach/Württ. 1907 - 1989 Leipzig) Saftkanne mit acht Bechern, um 1930 Bauchige, glockige Formen auf leicht ansteigendem Rundfuß. Kanne, H. 29 cm; 8 Becher, H. 8,4 cm. Silber. Bez.: W. STOLL, HANDARBEIT Mond Krone 925 (geprägt). E 1.800 - 2.500 109

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110 WOLFGANG TÜMPEL (Bielefeld 1903 - 1978 Herdecke/Ruhr) Stövchen, 1930er Jahre Vierfüßig, durchbrochen. H. 11 cm; Dm. 16,2 cm. Messingblech, Kupfernägel. Provenienz für Kat.-Nr.: 110-115: Die Familie des Einlieferers war mit Wolfgang Tümpel befreundet. Tümpel beauftragte die Mutter, die ein Fotoatelier in Bielefeld betrieb, damit, seine Objekte zu fotografieren. Dafür bekam sie gelegentlich von Tümpel gestaltete Objekte als Bezahlung. E 1.800 - 2.000

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111 WOLFGANG TÜMPEL (Bielefeld 1903 - 1978 Herdecke/Ruhr) Teedose, um 1936 Zylindrisch, über leicht eingezogenem Stand. Flacher Deckel mit Ringknauf. H. 12,9 cm; Dm. 9 cm. Kupfer, Hammerschlagstruktur, innen verzinnt. Bez.: t (erhaben). Bestoßen. Vgl. Ausst.-Kat. Wolfgang Tümpel, Bielefeld 2003, S. 18, Nr. 2; Ausst.-Kat. Metallwerkstatt am Bauhaus, Berlin 1992, S. 285. E 3.200 - 4.000

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112 DEUTSCHLAND Teesieb mit Untersatz, 1940er Jahre L. 14,9 cm; Dm. 8 cm; Untersatz: Dm. 6,5 cm. Versilbertes Messing, Ebenholzgriff. Bez.: Krone, ORIGINAL WEIMAR HANDARBEIT. E 800 - 1.000 113 WOLFGANG TÜMPEL (Bielefeld 1903 - 1978 Herdecke/Ruhr) Kerzenleuchter, um 1945-50 Sechsflammig. H. 17 cm; Dm. 27 cm. Messingrohr, Messingblech und -draht. Nicht bez. Vgl. Ausst.-Kat. Wolfgang Tümpel, Bielefeld 2003, S. 28, Nr. 46. E 800 - 1.000 112

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114 WOLFGANG TÜMPEL (Bielefeld 1903 - 1978 Herdecke/Ruhr) Bratengabel, um 1950 L. 25,1 cm. Silber. Bez.: 835 Mond Krone (geprägt). E 800 - 1.000 115 WOLFGANG TÜMPEL (Bielefeld 1903 - 1978 Herdecke/Ruhr) Tortenheber, um 1950 L. 13,9 cm. Silber. Bez.: TW, 935 (geprägt). Ausst.-Kat. Wolfgang Tümpel, Bielefeld 2003, S. 27, Nr. 45. E 800 - 1.000

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116 TRUDE PETRI (Hamburg 1906 - 1998 Vancouver) Speiseservice 'Urbino', 1931 26 Teile. 4 Suppenteller, Dm. 22,3 cm; 6 Speiseteller, Dm. 24,5 cm; 5 Kuchenteller, Dm. 20,8 cm; 6 Schälchen, Dm. 14,5 cm; 2 ovale Schalen, 23,5 x 14,5 cm bzw. 32,2 x 12,3 cm; Deckelschüssel, H. 9,9 cm; Dm. 22,1 cm; Gemüseschüssel, auch als Deckel zu verwenden, Dm. 24,2 cm; runde Platte, Dm. 29,8 cm. Ausführung: Staatl. Porzellanmanufaktur Berlin, 1938 und 1939. Porzellan, seladongrün gefärbt, farblos glasiert. Bez.: Szeptermarke (blau, unter Glasur), FC 3, Formerzeichen, bzw. R, 1, Jahresbuchstaben für 1938 und 1939 (geprägt). Bröhan-Museum Berlin, Porzellan, Berlin 1993, Bd. 1, S. 257; Köllmann/Jarchow, Berliner Porzellan, Bd. II, München 1987, S. 481. E 700 - 800

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117 AXEL EINAR HJORTH (zugeschrieben) (Krokeks 1888 - 1959 Stockholm) Bank 'Skoga' , 1933 H. 78 x 187 x 61,5 cm. Nordiska Kompaniet (NK), Stockholm. Kiefernholz, massiv. Provenienz: Familienbesitz S端dschweden bis 2012, danach Sammlung S端ddeutschland. E 2.000 - 3.000 117

118 AXEL EINAR HJORTH (zugeschrieben) (Krokeks 1888 - 1959 Stockholm) Zwei Sessel 'Skoga', 1933 H. 74,5 x 68,5 x 63 cm. Nordiska Kompaniet (NK), Stockholm. Kiefernholz, massiv. Provenienz: Familienbesitz S端dschweden bis 2012, danach Sammlung S端ddeutschland. E 2.000 - 3.000

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119 AXEL EINAR HJORTH (Krokeks 1888 - 1959 Stockholm) Bank 'Sport', 1930er Jahre H. 40 x 169,5 x 37,5 cm. Nordiska Kompaniet (NK), Stockholm. Kiefernholz (Oregon Pine), massiv, karierter Textilbezug. Provenienz: Familienbesitz Südschweden bis 2012, danach Sammlung Süddeutschland. E 1.500 - 2.000 120 GERRIT RIETVELD (Utrecht 1888 - 1964 Utrecht) Stuhl 'ZigZag', 1934 H. 73,5 x 37,3 x 44,5 cm. Gerard A. van de Groenekan, Utrecht. Rüsterholz, Messingschrauben. Provenienz: Niederländische Sammlung. Kat. 100 Masterpieces, Vitra Design Museum, Weil am Rhein 1996, S. 112 f.; Kat. Design im 20. Jahrhundert, Museum f. angewandte Kunst, Köln 1989, S. 156, Nr. 132. E 5.000 - 6.000

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121 FLEMMING LASSEN (zugeschrieben) (1902 - 1984) Armlehnsessel, 1940er Jahre H. 84 x 75 x 87 cm. Cabinetmaker Jacob Kjaer, Dänemark (zugeschrieben). Buchenholz, dunkel gebeizt, Schaffellbezug. Dieses Exemplar wurde fachgerecht restauriert und mit einem neuen Schaffellbezug bezogen. E 7.000 - 9.000

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122 PHILIP ARCTANDER (1916 - 1994) Schaukelsessel 'Clam chair', 1944 H. 80 x 67 x 96 cm. Nordisk Staal & Möbel Central, Dänemark. Birkenholz, grau-weißer Schaffellbezug, cremefarbene Lederknöpfe. Dieser Sessel wurde in der Vergangenheit regelmäßig als Entwurf von Viggo Boesen oder Martin Olsen beschrieben. Erst zu Beginn dieses Jahres konnte Bruun Rasmussen, Kopenhagen die genaue Urheberschaft ermitteln. Es steht nun einwandfrei fest das dieser Sessel 1944 von Philip Arctander entworfen wurde. Dieses Exemplar wurde fachgerecht restauriert und mit einem neuen Schaffellbezug bezogen. E 7.000 - 9.000

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123 PHILIP ARCTANDER (zugeschrieben) (1916 - 1994) Armlehnsessel 'Clam chair', 1944 H. 75 x 69 x 91,5 cm. Sune Johanssons Möbelfabrik, Nässjö (zugeschrieben). Birkenholz, roter Wollbezug. E 6.000 - 7.000 124 PHILIP ARCTANDER (zugeschrieben) (1916 - 1994) Sofa 'Clam', um 1944 H. 77 x 122 x 79 cm. Vik & Blindheim, Norwegen (zugeschrieben). Birkenholz, braun, beige und rosa gestreifter Textilbezug. E 6.000 - 8.000

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125 ALBRECHT LANGE (1908); HANS MITZLAFF (1910 - 1997) Sitzgruppe, um 1949 Sessel: H. 76 x 49 x 68 cm; Schaukelstuhl: H. 74,5 x 49 x 71,5 cm; Tisch: H. 60 x 92,5 x 92,5 cm. Buchenholz und Buchenschichtholz. Neue Möbel 1, S. 100. R 3.000 - 3.500 125

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126 MAX BILL (Winterthur 1908 - 1994 Berlin) Unikat Dreirund-Sofatisch, um 1950 H. 46,5 x 108,5 x 108,5 cm. Horgen Glarus, Glarus. Buchenholz, Glasmosaik, schwarz mit Gold. Bez.: Herstelleretikett. Das Glasmosaik des Tisches wurde aufwendig und fachgerecht bei der Mayer'schen Hofkunstanstalt in München restauriert. Schweizer Möbel und Interieurs, S. 162 f, S. 362. E 10.000 - 12.000

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127 MAX BILL (1908 - 1994); HANS GUGELOT (1920 - 1965); PAUL HILDINGER 'Ulmer'-Hocker, 1953 H. 45 x 40 x 30 cm. Paul Hildinger, HfG, Ulm. Fichten- und Buchenholz, gesteckt und verleimt. Provenienz: Familie Otl Aicher. Schweizer Möbel und Interieurs, S. 367; hfg, die frühen Jahre, S. 46; Spitz, hfg Ulm, London 2002, S. 173. E 4.500 - 5.000

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128 EGON EIERMANN (Neuendorf/Berlin 1904 - 1970 Baden-Baden) Satztisch '312', um 1951/52 H. 56,5 x 70 x 43,5 cm. Wilde & Spieth, Esslingen. Schichtholz mit Buchenfurnier, Tischlerplatte mit schwarzem Laminat. Bei diesem Objekt handelt es sich um ein äußerst seltenes Sammlerstück. Es wurde in nur sehr geringer Stückzahl zwischen 1952 und 1962 produziert. Der Entwurf war bis vor kurzem auch dem Karls-ruher Institut für Technologie (KIT), das den Nachlaß Egon Eiermanns verwaltet, unbekannt. Im Firmenarchiv der Firma Wilde & Spieth fanden sich jedoch originale Firmenkataloge und Prospekte, die E. Eiermann als Entwerfer des Tisches belegen. Vgl. Wir richten unsere Wohnung ein, S. 103, S. 115; Neue Möbel aus Biegeholz und Stahlrohr, o.J., S. 25; Wilde & Spieth Prospekt, Stühle Sessel Tische, 1960, S. 20. E 1.500 - 1.800 128

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129 EGON EIERMANN (Neuendorf/Berlin 1904 - 1970 Baden-Baden) Paravent, 1968 H. 172 x 362 x 4 cm; zusammengeklappt: 172 x 87,5 x 18,5 cm. Philip Klaer, Speyer. Kiefernholz (Oregon Pine), massiv, Segeltuch, sandfarben. Die Paravents wurden in einer Kleinserie für das Abgeordnetenhochhaus ('Langer Eugen' - Architekt, Egon Eiermann, 1965 - 1969) des Deutschen Bundestages in Bonn entworfen. Sie standen ursprünglich in den Foyers der Abgeordnetenbüros und der Ausschuss-Sitzungssäle. Provenienz: Sammlung Süddeutschland. Vgl. Egon Eiermann die Möbel, S. 169; Design made in Germany, Nr. 59. E 4.000 - 5.000

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130 LE CORBUSIER (1887 - 1965) Großer Aufbewahrungs-Einbauschrank aus der 'Unité d'Habitation de Marseille', um 1949 H. 226 x 335 x 58 cm. ATBAT (Atelier des batisseurs); Schreinerei Barbaris, Ajaccio (wohl). Rahmenkonstruktion aus Holz, außen und teilweise innen mit aufgesetzten Sperrholzplatten; fünf Klapptüren aus furnierten Tischlerplatten, weiß lackiert, mit aufgesetzten Griffprofilen aus Eichenholz; vier Schiebetüren aus Sperrholz, weiß lackiert, mit aufgesetzten Griffleisten aus Eichenholz; Führungsleisten der Schiebetüren aus Hartholz. Innenseitig weiß lackiert mit Fächereinteilung. Aus der Original-Einrichtung der Unité d'Habitation de Marseille. Es handelt sich hierbei ursprünglich um einen Einbauschrank; die Rückseite, linke Seitenwand sowie ein oberer Abschluß fehlen daher. Bei Bedarf können diese Elemente jedoch angefertigt und ergänzt werden. Provenienz: Münchner Privatsammlung. Le Corbusier, Möbel und Interieurs 1905-1965, S. 150; Le Corbusier, L'unité d'habitation de Marseille, S. 76f (Schema), S. 78f. E 15.000 - 18.000

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131 BANSI LAL, indischer Künstler und Koch des 20. Jahrhunderts (nach) Le Corbusier gewidmeter Gobelin 'To Mr L-C‘, späte 1950er Jahre 98,5 x 222,0 cm. Gobelin, Wolle auf Baumwollkette. Wolle mit Naturfarben bemalt und gefärbt. Im Zentrum gewidmet "To Mr L-C", am linken Teppichrand bezeichnet Chandigarh, Punjab (in Sanskrit), am unteren Teppichrand in phonetischer Übertragung in die englische Sprache "CHANDICARH" für Chandigarh und bezeichnet "BANSI LAL" (gewebt) für den Urheber der zeichnerischen Vorlage. Am oberen Teppichrand eine weitere Inschrift in Hindi. Chandigarh ist die Haupstadt der beiden indischen Bundesstaaten Punjab und Haryana. Die in der Architekturgeschichte berühmte Planstadt Chandigarh wurde im Anschluss an die Teilung Indiens nach Plänen Le Corbusiers in der Zeit von 1951-1962 als neue Hauptstadt errichtet. Am 19.12.1950 unterzeichnete Le Corbusier den Vertrag für den Entwurf einer neuen Hauptstadt, nachdem er ein entsprechendes europäisches Team zusammengestellt hatte, dem auch sein Vetter und langjähriger Mitarbeiter Pierre Jeanneret angehörte. Le Corbusier wurde zum "Architect Advisor" ernannt und mit dem Masterplan und dem Entwurf des Regierungsviertels von Chandigarh betraut. Er selbst konzentrierte sich bei der Realisierung ganz auf die "Synthèse des Arts", auf das Zusammenwirken aller Künste, der Architektur und Skulptur, der kunstgewerblichen Ausstattung und Möblierung. Le Corbusier selbst entwarf keinerlei Möbel für seine Architekturen in Indien, sondern übertrug deren Gestaltung seinem Vetter Pierre Jeanneret. Was Le Corbusier selbst übernahm, war der Entwurf für Wanddekorationen, so auch für die großformatigen Tapisserien der Repräsentationsbauten im Regierungsviertel, die von 1952 bis 1955 erbaut wurden. Seine Tapisserie-Kompositionen folgten polychromen, orthogonal aufgebauten Mustern, die durch zahlreiche Symbole ergänzt wurden. Die Tapisserien sollten eigentlich in der traditionellen indischen Technik des "durrie weaving" in kleinen Manufakturen mit einfachen Webstühlen hergestellt werden. Schließlich mussten sie aber, auch wegen des Termindrucks der kompletten Fertigstellung des Regierungsviertels, von der East India Carpet Company in Amritsar produziert werden, die über die entsprechenden Kapazitäten verfügte. Le Corbusiers Interesse an der Gestaltung der Wandteppiche mag ein Grund dafür sein, dass ihm die für ihn tätigen indischen Bauingenieure, so die Überlieferung im Jahr 1968 durch Albert Jeanneret, zum Abschied diesen sehr persönlichen und individuell gestalteten Gobelin schenkten. Anders als die Ausstattungsexemplare in den Repräsentationsbauten der Planstadt Chandigarh ist dieses Exemplar, so wie Le Corbusier es ursprünglich für alle Tapisserien vorgesehen hatte, auf einem kleinen Webstuhl mit Webkette entstanden.


Der Gobelin geht in der Gestaltung auf eine Zeichnung von Bansi Lal zurück. Bansi Lal war Koch im Haus von Pierre Jeanneret in Chandigahr und zudem ein Künstler, der spontan zeichnete und musizierte. Pierre Jeanneret ließ für sich zwei mehrfarbige Teppiche nach Zeichnungen von Bansi Lal weben, die in der wissenschaftlichen Literatur nachgewiesen sind. Typisch für Bansi Lals Zeichnungen sind Tier- und Blumendarstellungen und Schriftzeichen, lateinische und solche in Sanskrit und Hindi. Neben der Widmung "To Mr L-C" zwischen den Löwenbeinen dieses Gobelins ließen sich auch die Schenkenden selbst zum Andenken auf dem Teppich verewigen. Sie wählten, so Albert Jeanneret, dafür Tiermotive, darunter das Abbild eines Papageis, eines Rebhuhns, eines Skorpions, eines Tigers und für das Zentrum das mächtigste aller wilden Tiere, den Löwen. Jedes Tier stand für die Herkunftsregion eines der schenkenden indischen Ingenieure. Der historisch bedeutsame Gobelin ging später in den Besitz von Albert Jeanneret über. Dieser wiederum dekorierte mit ihm das mittlerweile von ihm bezogene "Petite Maison", das kleine Häuschen bei Vevey am Genfer See, das Le Corbusier 1923 ursprünglich für seine Mutter gebaut hatte. Der aktuelle Besitzer besuchte Albert Jeanneret 1967 im "Petite Maison" und nahm die Tapisserie dort persönlich als Geschenk entgegen. Seitdem befindet sie sich in einer deutschen Privatsammlung. Provenienz: Le Corbusier 1950er/frühe 1960er Jahre, folgend Albert Jeanneret; seit 1967 Privatsammlung Nordrhein-Westfalen bis heute. Vgl. Einladungskarte zur Ausstellung Le Corbusier, mobilia, Nürnberg 1967 (mit Abbildung). Le Corbusier - Pierre Jeanneret. L'Aventure Indienne, Paris u. a. O., 2010, S. 264 und S. 286 (Abb. weiterer Teppiche nach Zeichnungen von Bansi Lal im Hause P. Jeanneret). E 14.000 - 15.000

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132 PIERRE JEANNERET (Genève 1896- 1967 Paris) Bücherregal 'Chandigarh', um 1957/58 H. 71 x 121,5 x 27 cm. Indisches Rosenholz. Bez.: D(...)H/SR - 4; 6 OIT OITH WRS 10 (undeutlich). 1951 beauftragte Pandit Nehru Le Corbusier und sein Team, die Verwaltungsgebäude der neuen Hauptstadt Chandigarh im Punjab zu entwerfen. 1964 waren die Gebäude fertig gebaut und ausgestattet. Vgl. Le Corbusier Pierre Jeanneret, L'Aventure Indienne, S. 195; S. 596f. E 10.000 - 12.000

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133 CHARLOTTE PERRIAND (Paris 1903 - 1999 Paris) Tisch 'Brèsil', um 1962 H. 69,5 x 242 x 67 cm. Frankreich, um 1970. Fichtenholz, massiv. Der ursprüngliche Entwurf entstand für Perriands Wohnung in Rio de Janeiro. In einer kleinen Serie gelangte dieser jedoch auch in einigen Apartmentanlagen der Skiregion Les Arcs zum Einsatz. Provenienz: Privatwohnung in der Apartmentanlage 'Trois Arcs - Arc 1600', die Jean-François Buherne, einem der Manager der Les Arcs Wohnanlagen gehörte. Dort stand der Tisch mit der 'Brèsil'-Bank (nachfolgende Katalognummer) von 1970 - 1992. Védrenne, Charlotte Perriand, New York 2005, S. 67; McLeod, Charlotte Perriand, New York 2003, S. 192. E 5.000 - 7.500

134 CHARLOTTE PERRIAND (Paris 1903 - 1999 Paris) Bank 'Brèsil', um 1962 H. 42 x 244 x 33 cm. Frankreich, um 1970. Mahagoniholz, massiv. Der ursprüngliche Entwurf entstand für Perriands Wohnung in Rio de Janeiro. In einer kleinen Serie gelangte dieser jedoch auch in einigen Apartmentanlagen der Skiregion Les Arcs zum Einsatz. Provenienz: Privatwohnung in der Apartmentanlage 'Trois Arcs - Arc 1600', die Jean-François Buherne, einem der Manager der Les Arcs Wohnanlagen gehörte. Dort stand die Bank gemeinsam mit dem 'Brèsil'-Tisch (vorangehende Katalognummer) von 1970 - 1992. Védrenne, Charlotte Perriand, New York 2005, S. 67. E 5.000 - 7.500

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135 CHARLOTTE PERRIAND (Paris 1903 - 1999 Paris) Hocker, 1938 H. 45 cm; Dm. 32 cm. Georges Blanchon, Paris; Sentou, Paris; Steph Simon, Paris, ab 1946. Kiefernholz, klar lackiert. Charlotte Perriand, CGP, S. 72. E 1.500 - 1.800 136 CHARLOTTE PERRIAND (Paris 1903 - 1999 Paris) Hocker, 1938 H. 40 cm; Dm. 32,5 cm. Georges Blanchon, Paris; Sentou, Paris; Steph Simon, Paris. Eschenholz, klar lackiert. Charlotte Perriand: An Art of Living, S. 17; McLeod, Charlotte Perriand: An Art of Living, S. 192. E 2.000 - 2.200 137 CHARLOTTE PERRIAND (Paris 1903 - 1999 Paris) Hocker, 1938 H. 45 cm; Dm. 30 cm. Georges Blanchon, Paris; Sentou, Paris; Steph Simon, Paris, ab 1946. Kiefernholz. McLeod, Charlotte Perriand: An Art of Living, S. 192. E 900 - 1.000

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138 NANNA DITZEL (Kopenhagen 1923 - 2005 Kopenhagen); JÖRGEN DITZEL (1921 - 1961) Sessel 'Oda', 1953 H. 94 x 87 x 91,5 cm. Poul Kolds Savværk, Dänemark. Teakholz, hell- und dunkelgrauer Wollbezug. Danish Chairs, S. 166. E 6.500 - 7.000 138

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139 BRUNO MATHSSON (Värnamo 1907 - 988 Värnamo) Tagesbett / Liege 'Berlin', 1957 H. 53 x 201,5 x 127 cm. Karl Mathsson, Värnamo, 1961. Birkenschichtholz, Birkenholz, Matratze mit schwarz-braunem Textilbezug. Bez.: Hersteller-Brandstempel. Das Bett wurde 1957 auf der 'Interbau' Messe in Berlin ausgestellt und gelangte so zu seinem Namen; hier in einer frühen Ausführung aus dem Jahr 1961. Matratze neu. Bruno Mathsson, Möbelkonstnären Glashusarkitekten Människan, S. 234. E 3.200 - 3.500

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140 VERNER PANTON (Gamtofte 1926 - 1998 Basel) Freischwinger 'S-Chair 275' aus der Vorserie, um 1956 H. 86 x 42 x 53 cm. August Sommer, Weil am Rhein für Thonet, Frankenberg, ab 1965. Schichtholz gebogen, farblos lackiert. Im Gegensatz zum Serienmodell hat der hier angebotene Stuhl keine tiefe Einbuchtung im oberen Bereich der Rückenlehne; außerdem ist auch die Rückenlehne nicht ganz so weit durchgebogen. Vgl. Verner Panton, S. 249. E 3.200 - 3.500 141 ILLUM WIKKELSO (1919 - 1999) Sessel 'V 11' mit Ottoman, 1960er Jahre Sessel: H. 85,5 x 86 x 93 cm; Ottoman: H. 29,5 x 65 x 45 cm. Holger Christiansen, Dänemark. Palisanderholz, mittelbrauner Lederbezug. Den store danske Möbelguide, S. 353. E 6.000 - 7.000 140

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142 HELENE HAEUSLER (1904 - 1987); RENATE MÜLLER Prototyp Rupfentier 'Nashorn', 1967 H. 57 x 87 x 32 cm. Brauner Rupfen, blaues und rotes Leder, schwarze Knopfaugen. Bez.: 'Haeusler'-Ringe (Leder, ineinandergreifend). Das Nashorn ist das zweite prototypisch entstandene Rupfennashorn von Helene Haeusler; es wurde 1967 von ihr im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit als Dozentin an der Fachschule für Gestaltung und Spielzeug in Sonneberg gemeinsam mit ihrer Studentin Renate Müller entwickelt und umgesetzt; Frau Haeusler und Renate Müller ergänzten später die Rupfentiere mit vielen weiteren Entwürfen und entwickelten sie zur Serienreife. Provenienz: Familie Haeusler. Die Nichte von Helene Haeusler hatte das Nashorn Ende der 1960er Jahre auf der Leipziger Messe gekauft. Sie arbeitete als Erzieherin an einer Förderschule, wo das Nashorn ('Tipsy') dann auch lange Jahre bespielt wurde. Penti, Erika und Bebo Sher, S. 266. E 1.200 - 1.500

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143 OTL AICHER (Ulm 1922 - 1991 Rotis bei Leutkirch) Barhocker 'Rotis', 1970er Jahre H. 79 - 87 x 48 x 48 cm. Siegel, Günzburg (zugeschrieben). Stahlrohr und Stahlstäbe, verchromt, schwarzes Leder. Von diesem Hocker ließ Otl Aicher nur insgesamt 30 Stück anfertigen. Sie kamen in seinem Privathaus und Studio in Rotis zum Einsatz. Provenienz: Familie Otl Aicher E 2.000 - 2.200

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144 OTL AICHER (Ulm 1922 - 1991 Rotis bei Leutkirch) Prototyp Regal, 1970er Jahre H. 162 x 163 x 25 cm. Siegel, Günzburg (zugeschrieben). Stahlstäbe, verchromt. E 1.000 - 1.200

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145 OTL AICHER (Ulm 1922 - 1991 Rotis bei Leutkirch) Tisch 'Rotis' mit vier Stühlen, um 1970 Tisch: H. 65 x 160 x 120 cm; Stühle: H. 76 x 60 x 63 cm. Tisch: Nadelholz massiv; Stühle: Buchenholz, Buchenschichtholz. Bez. der Stühle: Herstelleraufkleber: 'Stühle aus Stein am Rhein' "Die 'Piktogramm'-Zeichensprache für die Olympiade München 1972, der weiterentwickelte Lufthansa-'Kranich', das Erscheinungsbild des ZDF in den 1970er Jahren. Sie alle eint eines: Ihre Herkunft aus den Büros von Otl Aicher (1922-1991). Der Mitgründer und zeitweilige Rektor der Ulmer 'hochschule für gestaltung' (hfg) prägte grafische Gestaltung in Deutschland – bis heute spürbar. Weniger bekannt: Otl Aicher entwickelte auch Möbel. Darunter viele, die nur in einer ganz geringen Auflage hergestellt wurden. Nämlich diejenigen, die Aicher nach eigenen Entwürfen für seinen letzten Wohn- und Arbeitsort Rotis bei Leutkirch in Auftrag gab. Oft bei regionalen Handwerksbetrieben. Eine dieser Möbelgruppierungen: massive Holztische mit Holz-Klappstühlen. Ein halbes Dutzend dieser Tischgarnituren ließ Otl Aicher in den frühen 70er Jahren anfertigen. Sie wirken wie eine Mischung aus Stil-Elementen des Holz-Mobiliars in der Ulmer 'hochschule für gestaltung' (hfg) und stabiler Allgäuer Handwerkskultur. An ihnen saß Otl Aicher samt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch zu Gesprächen mit Kundenfirmen. Mal zum Mittagessen mit schwäbischen Maultaschen und Kässpätzle, mal zu Besprechungen. Wichtige Ideen für Gestaltungskonzepte von Unternehmen wie Bulthaup, dem ZDF oder fsb mögen beim Tafeln an diesen starken Massivholztafeln entstanden sein. Ihre klaren Kanten und ihre stämmige Stabilität haben die Tischgarnituren bis heute bewahrt." (Zitat: Julian Aicher). Provenienz: Familie Otl Aicher. E 6.000 - 7.000

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146 GABRIELLA CRESPI (1922) Schreibtisch 'Yang Yin', 1979 H. 81,5 x 48 x 59 cm. Italien. Holzkonstruktion mit Messingblech belegt bzw. mehrschichtig schwarz lackiert. Bez.: Künstlersignatur und -marke, 6 (geprägt). Dieser Schreibtisch stammt aus der Serie 'Yang Yin' die Gabriella Crespi 1979 entwarf. Crespis Entwürfe bedienten hauptsächlich das obere Marktsegment - vor allem auch die Modewelt war von ihren Entwürfen begeistert - und wurden nur in kleinen Serien hergestellt. Provenienz: Privatbesitz Nordrheinwestfalen; erworben in Palm Beach, Florida in den frühen 1980er Jahren. furniture & interiors of the 1970s, S. 84 (Text), S. 95; Les Decorateurs des années 60 - 70, S. 144f. E 20.000 - 25.000

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147 REINHARD MÜLLER (Frankfurt a. Main 1957) Armlehnstuhl 'd8 Documenta', 1987 H. 81 x 53 x 50 cm. Pentagon, Köln. Vierkantstahlrohr, Stahlrohr, Stahlstäbe, Stahlblech, rote Neoprenpolsterung. Bez.: Marke im Neopren. Hergestellt für das Café 'Casino', Documenta 8, Kassel; es wurden nicht mehr als 10 Exemplare hergestellt. Pentagon, Informal Design, S. 16, 114, 120-21. E 3.000 - 3.500

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148 MARC NEWSON (Sydney 1966) Stuhl 'W. & L.T.', 1996/1997 H. 81,5 x 48 x 59 cm. W. & L.T., Deutschland, 1996/97. Rotationsgeformtes Polypropylen, grün. Bez.: W. & L.T., Designer- und Produktangaben im Guß. Die Kat.-Nr. 148/149/150 stammen aus der Showroom-Ausstattung der Marke W&LT, Walter van Beirendonck und Marc Newson – Kiss the Future. Marc Newson, S. 142-149. E 3.000 - 4.000

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149 MARC NEWSON (Sydney 1966) Stuhl 'W. & L.T.', 1996/1997 H. 81,5 x 48 x 59 cm. W. & L.T., Deutschland, 1996/97. Rotationsgeformtes Polypropylen, weiß. Bez.: W. & L.T., Designer- und Produktangaben im Guß. Marc Newson, S. 142-149. E 3.000 - 4.000

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150 MARC NEWSON (Sydney 1966) Regal 'W. & L.T.', 1996/97 H. 194 x 193 x 65 cm. W. & L.T., Deutschland, 1996/97. Rotationsgeformtes Polypropylen, rot, Aluminium. Bez.: W. & L.T., Designer- und Produktangaben im GuĂ&#x;. Marc Newson, S. 142-149. E 6.000 - 7.000

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Register AEG, Berlin 89,90 Aicher, Otl 143-145 Appert Frères, Clichy 2 Arctander, Philip 122-124 Argy-Rousseau, Gabriel 79,81-84 ATBAT (Atelier des Batisseurs) 130 Bahner AG, Franz, Düsseldorf 50,65,66,68,69 Bansi Lal 131 Barbaris, Ajaccio 130 Bauhaus 100,103 Bauhochschule Weimar 96,97 Behrens, Peter 22,23,36,37,50,89-91 Berlin, StPM 116 Berliner Metallgewerbe 94,95 Bill, Max 126,127 Blanchon, Georges, Paris 135-137 Boesen, Viggo 122 Brandt, Marianne 101-103 Breuhaus de Groot, Fritz August 78 Bruckmann & Söhne, Heilbronn 72 Buthaud, René 85 Caranza, Amédée de 26 Chandigarh, Indien 131,132 Christiansen, Holger, Dänemark 141 Clarfeld & Springmeyer, Hemer 48,49 Copillet, H., Noyon 26 Crespi, Gabriella 146 Daum Frères, Nancy 39 Décorchemont, François, Conches 80 Dell, Christian 99,100 Deutsche Werkstätten, Hellerau 55 Deutschland 19,20,34,76,112 Dieckmann, Erich 96,97 Ditzel, Jörgen 138 Ditzel, Nanna 138 Dixon & Sons, Sheffield 1 Dresdner Werkstätten, Hellerau 35,52 Dresser, Christopher 1 Dreyfus, Alfred 15 Dülberg, Ewald 92 Dumont Schauberg Köln 98 Eiermann, Egon 128,129 Finch, Alfred William 11-13 Fränkel, S., Neustadt 36

Gallé, Emile, Nancy 3-7,15,27,40,41 Gerz, Simon Peter, Höhr 30 Gladenbeck AG, Berlin 9 Groenekan, Gerard A. van de 120 Grumbach, Frankfurt 93 Gugelot, Hans 127 Guimard, Hector 14 Hael-Werkstätten, Marwitz 106,107 Haeusler, Helene 142 Hagener Silberschmiede 71 Hanke, Reinhold, Höhr 29,60 Heckemann, Hedwig 92 Heiderich, Max 77 Heymann-Loebenstein, Margarete 106,107 HfG, Ulm 127 Hildinger, Paul 127 Hjorth, Axel Einar 117-119 Hoffmann, Josef 51,73 Horgen Glarus, Glarus 126 Hueck, Eduard, Lüdenscheid 38 Iris, Porvoo 12 Jeanneret, Pierre 131,132 Johansson, Sune, Möbelfabrik, Nässjö 123 Kjaer, Jacob 121 Klaer, Philip, Speyer 129 Knoll International, New York 104,105 Koch & Bergfeld, Bremen 54 Kolds, Poul, Savvaerk A/S, Dänemark 138 Lange, Albrecht 125 Lassen, Flemming 121 Lauweriks, Johannes Ludovicus Mathieu 71 Le Corbusier 130-132 Lissitzky, El 98 Maier, Alfred 73 Mathsson, Bruno 139 Mathsson, Karl, Värnamo 139 Meissen, KPM 42-47 Mies van der Rohe, Ludwig 94,95,104,105 Mitzlaff, Hans 125 Müller, Joseph, Berlin 94,95 Müller, Reinhardt 147 Müller, Renate 142 Müller, Theodor, Weimar 59 Newson, Marc 148-150 Niemeyer, Adelbert 53

Nordisk Staal & Möbel Central, Dänemark 122 Nordiska Kompaniet (NK), Stockholm 117-119 Nymphenburg, KPM 53 Olbrich, Joseph Maria 38 Olsen, Martin 122 Panton, Verner 140 Paul, Bruno 32 Pentagon, Köln 147 Perriand, Charlotte 130,133-137 Petri, Trude 116 Poschinger, Benedikt von, Oberzwieselau 37 Raichle, Karl, Urach 108 Riemerschmid, Richard 33,35,52,55,72 Rietveld, Gerrit 120 Rohlfs, Christian 26 Rondella, Oberursel 99 Rousseau, Eugène 2 Rückert, M.J., Mainz 22,23 Ruppelwerk, Gotha 101,102 Scheel, Erica von 60 Schütte-Lihotzky, Margarete 93 Schwintzer & Gräfe, Berlin 103 Sentou, Paris 135-137 Serrurier-Bovy, Gustave 57 Siegel, Günzburg 144,145 SNCB 86-88 Sommer, August, Weil am Rhein 140 Steph Simon, Paris 135-137 Stoll, Willy, Leipzig 109 Thonet, Frankenberg 140 Tümpel, Wolfgang 110,111,113-115 Velde, Henry van de 8-10,16-18,21,25, 28-31,42-49,54,56,61-70,74,75,77,86-88 Vereinigte Werkstätten, München 32 Vik & Blindheim, Norwegen 124 W. & L.T., Deutschland 148-150 Wagner, Josef 51 Weishaupt, Carl, München 72 Wien 58 Wiener Werkstätte 51,73 Wikkelsö, Illum 141 Wilde & Spieth, Esslingen 128 WMF, Geislingen 78 Zwollo, Frans 71

Besitzerliste Auktion 112 1: 30; 2: 101; 3: 36; 4: 60; 6: 15, 33, 99; 7: 8; 8: 1, 23; 9: 42, 43, 44, 45, 46, 59; 10: 2, 6, 26, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85; 11: 109; 12: 87, 88; 13: 29; 14: 52, 58; 15: 89, 90, 91, 94, 95; 16: 14; 17: 32, 78; 18: 9, 10; 19: 97; 20: 34, 63, 64, 67, 68, 75, 76, 77; 21: 125, 139, 141, 147; 22: 18; 23: 53; 24: 49; 25: 57; 26: 35, 140; 27: 144; 28: 128; 29: 96, 126, 132, 135, 136, 137, 138; 30: 86; 31: 120; 32: 93, 98; 33: 50; 34: 117, 118, 119, 129; 35: 133, 134; 36: 19; 37: 131; 38: 130; 39: 24; 40: 127, 143, 145; 41: 150; 42: 37; 43: 47; 44: 17, 20, 61, 62; 45: 104, 105; 46: 25; 47: 102; 48: 92; 49: 38; 50: 3, 4, 5, 7, 27, 40; 51: 146; 52: 108; 53: 16, 31, 48, 51, 54, 56, 71, 72, 73; 54: 110, 111, 112, 113, 114, 115; 55: 123, 124; 56: 103, 142; 57: 11, 12, 13, 70, 74; 58: 21; 59: 28; 60: 100; 62: 116; 63: 106, 107; 64: 148, 149; 65: 22, 65, 66, 69; 67: 55; 68: 39, 41; 69: 121, 122

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HENRY VAN DE VELDE - WEGBEREITER, ZEITGENOSSEN UND NACHFOLGER

10. Dezember 2013


www.quittenbaum.com

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Impressum Geschäftsführer und Versteigerer Askan Quittenbaum +49 89 273702-113 Experten Askan Quittenbaum +49 89 273702-113 Pierre Brossard (Jugendstil, Art Déco) +49 89 273702-118 Arthur Floss (Design) +49 89 273702-110 Faridah Younès M.A. (Kunsthandwerk) +49 89 273702-115 Dr. Bettina Krogemann (Gemälde, Grafik) +49 89 273702-119 Presse- und Öffentlichkeits­arbeit Dr. Claudia Quittenbaum +49 89 273702-113 Office Management Ingrid Ilgen +49 89 273702-10 Logistik und Versand Dirk Driemeyer +49 89 273702-112 Buchhaltung Alicja Wika Eduard Egger +49 89 273702-117 Katalog-Bestellung Stephanie Häfele B.A. +49 89 273702-116 Photographie Kalan Konietzko Mirco Taliercio Layout Daniela Neumann Produktion und Druck omb2 Print GmbH, München Website corporate design solutions, München Repräsentanz Jochen Fey, Berlin

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Q U I T T E N B AU M Kunstauktionen München

Auktion 112

Henry van der Velde

10. Dezember 2013

Versteigerungsbedingungen

Conditions of Sale for Auctions

Mit der Teilnahme an der Versteigerung, die online live übertragen wird (nähere Information entnehmen Sie bitte unserer Website), erkennt der Bieter nachstehende Bedingungen an:

The translation of these conditions of sale is provided for information only; the German original is the definitive version.

1. Die Versteigerung erfolgt freiwillig. Sie wird im eigenen Namen und für Rechnung der Auftraggeber durchgeführt mit Ausnahme der besonders gekennzeichneten Eigenware. 2. Bieter und Käufer haben keinen Anspruch auf deren Bekanntgabe. 3. Die Versteigerung erfolgt in Euro. Der Aufrufpreis wird vom Auktionator festgelegt. Gesteigert wird im Regelfall um jeweils 5% - 10% des vorangegangenen Gebots in Euro. 4. Die zu versteigernden Gegenstände können vor der Auktion besichtigt und geprüft werden; sie sind ausnahmslos gebraucht und von einem gewissen Alter. Ihr dadurch bedingter tatsächlicher Erhaltungszustand, der im Katalog und im Internet durchgehend nicht ausdrücklich beschrieben wird, ist vereinbarte Beschaffenheit (§434 Abs. 1 Satz 1 BGB). Farbige Reproduktionen im Katalog müssen die Gegenstände nicht farbgetreu wiedergeben. Alle Katalogangaben, die nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden, dienen nur der Information; das gilt auch für Angaben über die geographische Herkunft von Objekten. Sie sind nicht vertraglich vereinbarte Beschaffenheit und enthalten keine Garantien im Rechtssinne; das gilt auch dann, wenn Gegenstände im Katalog optisch oder in sonstiger Weise hervorgehoben und / oder außerhalb des Kataloges werblich o.ä. herausgestellt werden. Vereinbarte Beschaffenheit sind nur die Katalogangaben über die Urheberschaft, Signatur, Material, Restaurierung und Provenienz, eine besondere Garantie, aus der sich weitergehende Rechte des Käufers ergeben, wird vom Versteigerer hinsichtlich der entspr. Beschaffenheit ausdrücklich nicht übernommen. Die Vereinbarung über die Urheberschaft, Signatur, Material, Restaurierung und Provenienz begründet auch keine strengere als die im Gesetz vorgesehene Haftung, vgl. §§ 276 Abs. 1, 443, 477 BGB. Für Funktionsfähigkeit und Sicherheit von elektrischen Geräten wird keine Haftung übernommen. Auf Wunsch des Interessenten abgegebene Zustandsberichte (Condition Reports) dienen nur der näheren Orientierung über den äußeren Zustand des Objekts nach Einschätzung des Versteigerers. Wird dem Versteigerer vom Käufer vor Ablauf der Verjährung, die – vorbehaltlich einer vorsätzlichen Rechtsverletzung – ab dem Tage der Übergabe des zugeschlagenen Gegenstandes läuft und ein Jahr beträgt, nachgewiesen, daß Katalogangaben über die 'Urheberschaft', 'Signatur', 'Material', 'Restaurierung' und 'Provenienz' unrichtig sind, wird dem Käufer auf Verlangen der gesamte Kaufpreis (Zuschlagsumme; Aufgeld; Mehrwertsteuer; Folgerechtsanteil) Zug um Zug gegen Rückgabe des Kaufobjektes zurückerstattet; alternativ ist nach Wahl des Ersteigerers der Kaufpreis zu mindern. Schadenersatzansprüche des Käufers wegen Sachmängeln sowie aus sonstigen Rechtsgründen (einschließlich: Ersatz vergeblicher Aufwendungen) sind ausgeschlossen, soweit nicht der Auktionator oder seine Erfüllungsgehilfen vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat. Unberührt bleibt die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Für nicht vorhersehbare oder entfernter liegende Schäden haftet der Versteigerer in keinem Falle. Diese Grundsätze gelten bei Pflichtverletzungen von Erfüllungsgehilfen des Auktionators entsprechend. 5. Der Versteigerer hat das Recht, Katalognummern zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihe auszubieten oder zurückzuziehen. 6. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf ein Übergebot nicht erfolgt und der vom Einlieferer vorgesehene Limitpreis erreicht ist. Wird dieser Limitpreis nicht erreicht, kann der Versteigerer das Gebot ablehnen oder unter Vorbehalt zuschlagen; in diesem Fall ist der Bieter 4 Wochen an sein Gebot gebunden. Erhält er in dieser Zeit nicht den vorbehaltlosen Zuschlag, dann erlischt sein Gebot. Wird ein Vorbehalt nicht angenommen, kann die Katalognummer ohne Rückfrage an einen Limitbieter abgegeben werden. 7. Der Versteigerer kann ein Gebot ablehnen; in diesem Fall bleibt das unmittelbar vorher abgegebene Gebot gültig und verbindlich. Geben mehrere Personen das gleiche Gebot ab, so erhält das als erstes eingegangene Gebot den Zuschlag. Bei Meinungsverschiedenheiten und sonstigen Zweifeln am Zuschlag kann der Versteigerer den Gegenstand erneut ausbieten. Der Versteigerer darf für den Einlieferer bis zum vereinbarten Mindestverkaufspreis (Limit) auf das Lot bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden oder nicht. Zum Schutz des eingelieferten Objekts kann der Versteigerer den Zuschlag unterhalb des Limits an den Einlieferer erteilen; in diesem Falle handelt es sich um einen Rückgang.

1. The auction is voluntary and is conducted in Quittenbaum’s name and on the account of the client, with the exemption of property in the possession of the auctioneers, which is indicated separately.

Participation in the auction, which will be transmitted live online (for more information please visit our website) implies unconditional acceptance of the following conditions of sale:

2. Bidders and buyers have no right to disclosure. 3. The auction is conducted in Euros. Starting prices are set by the auctioneer. Bids will normally be raised by increments, in euros, of between 5 and 10%. 4. Objects to be auctioned may be viewed and inspected prior to the auction. They are, without exception, used and of some age. The actual condition of the goods – corresponding to their age and used state –,is not being referred to expressly in the catalogue and on the internet, but is agreed specification (§ 434, para. 1, sentence 1, German Civil Code). Goods are sold “as is”. Coloured reproductions in the catalogue do not necessarily faithfully represent the true colour of the objects. All descriptions in the catalogue, including those pertaining to geographical provenance of items, have been made with due care and in good faith for informational purposes only. They do not constitute any agreement on the condition of goods and do not give rise to any guarantees in the legal sense. This applies even when objects are highlighted in the catalogue either visually or by other means and/or given special prominence outside the catalogue for advertising or similar purposes. The only information in the catalogue deemed to be agreed specification is that concerning authorship‚ signature, material, restoration and provenance: on no account does the auctioneer assume any special guarantee regarding condition giving rise to additional rights on the part of the buyer. The agreement concerning authorship‚ signature, material, restoration and provenance does not form the basis of any liability going beyond that laid down by statute (cf. §§ 276 para. 1, 443, 477 German Civil Code). The auction house cannot be held liable for malfunction or nonfunction of electrical devices. Condition reports can be forwarded on demand. They serve as better survey on the item‘s condition based on the auctioneer‘s assessment. If the buyer proves to the auctioneer before expiration of the period of limitation, said period running – except in cases of legal infringement with wilful intent -– from the date of transfer of the knocked down object and lasting for a year, that information given in the catalogue on the authorship, signature, material, restoration and provenance is incorrect, the buyer is entitled to demand reimbursement of the total purchase price (hammer price, premium, value-added tax, and a proportion of artist resale rights). Alternatively, at the choice of the bidder, the purchase price is to be reduced. Claims for compensation on the part of the buyer based on material defects or any other legal grounds (including compensation for payments made to no avail) are excluded, unless they are based on intent or gross negligence or material breaches of contract on the part of the auctioneer or his assistants. Liability for injury to life, limb or health is not affected. Under no circumstances does the auctioneer assume liability for non-foreseeable or remote damages. These principles apply correspondingly to breaches of duty by the auctioneer’s agents. 5. The auctioneer reserves the right to combine or separate lots listed in the catalogue, to offer lots outside the specified sequence, or to withdraw any lot from the auction. 6. The bid is awarded if after three calls of a bid no overbid is made and the consignor’s reserve price has been reached. If this reserve price is not reached, the auctioneer may either reject the bid or knock down the object subject with reservation; in this case the bidder is bound to his/her offer for the period of 4 weeks. If he/she does not receive unconditional acceptance of his/her offer within this period of time, the bid expires. The lot may be disposed of to a reserve bidder without further consultation. 7. The auctioneer is entitled to reject a bid: in this case, the bid immediately preceding remains the valid and binding offer. If several bidders submit identical bids, the lot will be sold to the person whose bid was received first. In cases of differences of opinion and any other doubts concerning the award, the auctioneer is entitled to call the object anew. The auctioneer is entitled to bid on the lot in the consignor‘s interest up to the arranged reserve without indicating it to the public and regardless of possible existing bids. If the reserve cannot be reached, he has the right to hammer down the item in the consignor‘s favour, in this case the item is being bought-in.

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8. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr für etwaige Verluste, Beschädigungen, Verwechslungen etc. auf den Käufer über. Der Käufer hat seine Erwerbung spätestens 10 Tage nach vollständiger Bezahlung seiner Verbindlichkeiten abzuholen oder einen Spediteur mit der Abholung zu beauftragen, danach gerät er in Annahmeverzug. Im übrigen ist der Auktionator nicht verpflichtet, den zugeschlagenen Gegenstand vor vollständiger Bezahlung aller vom Käufer geschuldeten Beträge an den Käufer bzw. den von ihm beauftragten Spediteur herauszugeben.

8. The award of the bid imposes the obligation to buy and pay. With the award of the bid, the risk of accidental loss, damage, mistake e.a. of the object shall pass to the buyer. The buyer shall collect his/ her acquisition not later than 10 days after having paid in full. Thereafter, he/ she will be in default of acceptance. The auctioneer shall not be obliged to hand over any objects before the buyer has paid in full all the amounts due and payable, neither to the buyer him/ herself, nor to the person he commissioned with transport.

9. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus der Zuschlagsumme, dem Aufgeld von 19,5% und der auf die Zuschlagsumme und das Aufgeld erhobenen Mehrwertsteuer in der jeweils gesetzlichen Höhe (Regelbesteuerung) oder aus der Zuschlagsumme und dem Aufgeld von 27,5% inklusive MwSt, die nicht ausweisbar ist (Differenzbesteuerung). Nicht besonders gekennzeichnete Objekte werden grundsätzlich differenzbesteuert, besonders gekennzeichnete Objekte werden regelbesteuert. Außerdem ist vom Käufer ein Anteil an der vom Versteigerer zur Abgeltung des gesetzlichen Folgerechts (§ 26 UrhG) zu entrichtenden Abgabe an die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Höhe von 0,95% der Zuschlagsumme (zuzügl. MwSt.) zu bezahlen, wenn es sich um ein nach 1900 entstandenes Originalwerk der Bildenden Kunst (Ausnahme: Fotografien; Bild- und Siebdrucke; posthume Abgüsse von Plastiken) handelt.

9. The purchase price comprises the hammer price, the premium of 19,5 % and valueadded tax, which may be levied either in the form of statutory value-added tax at the appropriate rate, or as a dífferential tax included in the buyer’s premium of 27.5%. Objects not specifically identified will, in all cases, be subject to differential taxation; specifically identified objects will be subject to statutory value-added tax. Furthermore, the buyer shall pay a proportion of the fees payable by the auctioneer to the Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst [German association for reproduction rights in the visual arts] as compensation for the droite de suite (artist’s resale rights) (§ 26 German Copyright Act), in respect of all original works of fine art created after 1900 (with the exception of photographs, reproductions and serigraphs, and posthumous castings of sculptures), the sum payable being 0.95 % of the hammer price (plus VAT).

10. Ausfuhrlieferungen sind von der Mehrwertsteuer befreit, innerhalb der EU jedoch nur bei Unternehmen mit Umsatzsteueridentifikationsnummer. Sobald der Ausfuhrnachweis erbracht ist, wird dem ausländischen Kunden die Mehrwertsteuer vergütet.

10. No value-added tax will be charged for objects which are to be exported to countries outside the European Union (EU) or within the EU where the buyer is an art dealer with a sales tax identification number. Value-added tax will be refunded to foreign customers upon receipt of proof of export.

11. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen wegen Überlastung der Buchhaltung einer besonderen Nachprüfung und eventuellen Berichtigung. Irrtum vorbehalten. Mündliche Auskünfte ohne schriftliche Bestätigung sind unverbindlich. 12.  Der Kaufpreis, d.h. der Endpreis (Zuschlag+Aufgeld+ bzw. inkl MwSt. + anteiliges Folgerecht) ist fällig mit Zuschlag. Persönlich an der Auktion teilnehmende Ersteigerer haben den Endpreis sofort in bar in Euro an Quittenbaum Kunstauktionen GmbH zu entrichten. Bei späterer Abholung wird auch eine sofortige Überweisung des Rechnungsbetrages akzeptiert. Zahlungen auswärtiger Ersteigerer, die schriftlich, per Email oder telefonisch geboten haben, sind binnen 10 Tagen nach Rechnungsdatum fällig. Zahlbar in bar, per Verrechnungsscheck oder per Überweisung. 13. Verweigert der Käufer Abnahme oder Zahlung oder gerät er mit der Zahlung des Kaufpreises in Verzug, kann der Versteigerer wahlweise entweder Erfüllung des Kaufvertrages oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Der Käufer gerät 10 Tage nach Rechnungstellung in Verzug. Verlangt der Versteigerer Erfüllung, steht ihm neben dem Kaufpreis der Verzugsschaden zu. Dazu gehören auch ein etwaiger Währungsverlust, der Zinsverlust sowie der Kostenaufwand für die Rechtsverfolgung. Verlangt der Versteigerer Schadenersatz wegen Nichterfüllung, so ist er berechtigt, das Versteigerungsgut bei Gelegenheit noch einmal zu versteigern. Mit dem Zuschlag erlöschen die Rechte des Käufers aus dem früher ihm erteilten Zuschlag. Der Käufer haftet für jeden Ausfall, hat keinen Anspruch auf einen Mehrerlös und wird zur Wiederversteigerung nicht zugelassen. 14. Ersteigertes Auktionsgut wird erst nach geleisteter Barzahlung ausgeliefert. Geht eine Zahlung nicht rechtzeitig ein, so haftet der Käufer für alle hieraus entstehenden Schäden. Eine Stundung wird nicht gewährt. Bei Zahlungsverzug werden die bei der Hausbank des Versteigerers üblichen Bankzinsen für einen Überziehungskredit berechnet. Der Nachweis eines geringeren Schadens bleibt dem Käufer vorbehalten. 15. Der Versteigerer lagert alle Gegenstände während eines Zeitraumes von 5 Wochen ab dem Tage der Auktion. Danach ist er berechtigt verkaufte, nicht abgeholte Gegenstände im Namen und für Rechnung des Käufers bei einer Spedition einlagern zu lassen. Weist der Käufer den Versteigerer schriftlich an, den Transport des Gegenstandes durchzuführen, veranlasst der Versteigerer einen sachgerechten Transport zum Käufer auf dessen Kosten und – soweit der Käufer als Unternehmer handelt – auf dessen Gefahr. Nach Anlieferung hat der Käufer, der Unternehmer ist, die Sachen unverzüglich auf Schäden zu untersuchen und diese dem Transportunternehmen anzuzeigen; spätere Reklamationen wegen nicht verdeckter Schäden sind ausgeschlossen. 16. In den Geschäftsräumen haftet jeder Besucher – insbesondere bei Besichtigungen – für jeden von ihm verschuldeten Schaden. 17. Für Kunden, die an einer Auktion nicht persönlich teilnehmen können, werden schriftliche Gebote entgegengenommen und interessenwahrend durch den Auktionator ausgeführt. Die Gebote müssen bei Besichtigungsschluß vorliegen. Bei schriftlichen Geboten beauftragt der Interessent den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben. Wünscht der Kunde, telefonisch für eine Position mitzubieten, wird ein im Saal anwesender Telefonist beauftragt, nach Anweisung des Telefonbieters Gebote abzugeben. Telefonische Gebote oder Gebote über das Internet während der Auktion bedürfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Das Auktionshaus übernimmt keine Gewähr für die Verfügbarkeit des Telefon- und Online-Verkehrs und keine Haftung dafür, dass aufgrund technischer oder sonstiger Störungen keine oder unvollständige Angebote abgegeben werden. 18. Es gilt ausschließlich deutsches Recht.

11. Due to the excessive pressure on the accounts department during and immediately after the auction, all invoices made out at the time shall be subject to further scrutiny and correction. Errors excepted. Information given verbally without written confirmation is not binding. 12. Buyers participating in the auction in person shall pay the final price (hammer price plus premium plus value-added tax) in cash immediately to Askan Quittenbaum Kunstauktionen München GmbH. In the case of purchase by written order, payment is due within 10 days after the invoice date. If buyers bid in a written form, via E-mail or on the phone, payment is due within 10 days after the date indicated on the invoice. Payment can be settled cash, as account-only cheque or via bank transfer. 13. If the buyer refuses to collect or pay or is in arrears with payment, the auctioneer can demand either fulfilment of the purchasing contract or compensation due to non-fulfilment. The buyer is in arrears if the period specified in sub-para. 12 – 10 days after date of invoice – has expired, or else if the deadline given with a warning passes without payment. If the auctioneer demands fulfilment, he/she is entitled to the purchase price plus compensation for damage caused by delay. This includes any exchange rate losses, losses of interest and costs of legal action. If the auctioneer demands compensation due to non-fulfilment, he/she is entitled to re-auction the objects at some future point. Upon knockdown the rights of the buyer arising from the previous award expire. The buyer is liable for any shortfall, has no claim to any surplus receipts and is not admitted to any further bid. 14. Auctioned objects shall be handed over only after cash payment has been effected. If payment is not received on time, the buyer is liable for any damage suffered as a result. Payment may not be deferred. In the case of payment arrears, interest at the standard bank rate is charged. The buyer is free to prove minor damage. 15. The auctioneer shall keep the objects in storage for a period of 5 weeks from the date of the auction. Any objects that have not been claimed within this period may, after this period has been exceeded, be stored at a transport company by the auctioneer in the name and for the account of the buyer. Upon the buyer’s written instruction to the auctioneer concerning despatch of the object in question, the auctioneer shall organise appropriate transport to the buyer at the buyer’s cost, and, where the buyer acts as an entrepreneur, at the risk of the latter. After delivery, the buyer who is regarded as an entrepreneur, is to probe the goods immediately for damage and inform the transport company about it. Subsequently registered complaints are foreclosed, unless the damage had been concealed. 16. Visitors to our premises, especially in the case of viewings, shall be liable for all damage caused. 17. For customers who cannot participate personally in the auction, written orders are accepted and executed by the auctioneer in the interest of the customer. Orders must be placed at the latest at the close of viewing. In the case of written bids, interested parties authorize the auctioneer to submit bids on their behalf. If customers wish to participate in bidding for a lot by telephone, a member of staff present in the auction room will be delegated to make bids according to the instructions of the telephone bidder. Bids by telephone or via internet have to be announced beforehand and accepted by the auctioneer. The auction house does not guarantee the availability of telephone or internet lines and cannot be held accountable for not transmitted or incomplete bids due to technical or other malfunction. 18. The law of the Federal Republic of Germany shall apply exclusively

19. Erfüllungsort und Gerichtsstand sind, soweit sie vereinbart werden können, München.

19. The place of performance and jurisdiction shall be Munich, as far as this can be agreed.

20.  Diese Versteigerungsbedingungen gelten entsprechend für alle Fälle des 4-wöchigen Nachverkaufs von Gegenständen, die auf der Versteigerung nicht zugeschlagen worden sind. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. In den vorgenannten Fällen finden die Bestimmungen über Fernabsatzverträge (§§ 312b - 312d BGB) keine Anwendung. Sollte eine oder mehrere Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

20. These conditions of sale apply correspondingly in all cases of the 4-week post-auction sales of objects not knocked down at the auction. In the post-auction sale, which forms part of the auction, interested parties place an order, by telephone or in writing, for a bid to be submitted for a particular sum. The provisions of Sections 312b-312d of the German Civil Code concerning distance contracts shall not apply in the above named cases. If one or more provisions of these auction conditions are or become invalid, the validity of the remaining provisions will not be affected.

21.  Soweit die Versteigerungsbedingungen in mehreren Sprachen vorliegen, ist stets die deutsche Fassung maßgebend.

21. If the Conditions of Sale for Auctions are available in several languages, the German version shall always prevail.

Stand: 15. November 2013 100


QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH Theresienstraße 60 · D-80333 München · Telefon 089-27 37 02 10 · Telefax 089-27 37 02 122 E-Mail: info@quittenbaum.de · Internet: www.quittenbaum.de


Auction 112 | Henry van de Velde | Quittenbaum Art Auctions Munich