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SGMI-SSIM Bulletin 30, April/Avril 1996 Content  Lead or follow - Aufgaben der SGMI; Autor: Christian A. Ludwig  Normierung im Gesundheitswesen; Autor: Walter J. Ziegler  Health-Info-Net - Das elektronische Kommunikations-Netzwerk der FMH; Autor: Jürg Jau  Gesamtschweizerische Medizinische Statistik der psychiatrischen Institutionen; Autor: Urs Frommm  Europäischer Standard für die Architektur von elektronischen Patientendossiers; Autor: Christian A. Ludwig  Les Données Minimales de Soins Infirmiéres ; Auteur: Patrick Weber  Updated Nursing Resources on the Internet; Auteur: Patrick van Gele

Lead or follow - Aufgaben der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik Christian A. Ludwig Bei der Ressourcenverteilung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen kommt der Informationstechnologie eine Schlüsselrolle zu und so überrascht es nicht, dass die Nachfrage nach Know-how in diesem Bereich rasch wächst. Während sich die Medizinische Informatik während Jahrzehnten überwiegend in akademischen Zentren entwickelt hat und dort auch sehr weitgehende Forschungsaktivitäten gediehen sind, stellt sich nun vordringlich die Aufgabe, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Mit dem neuen Schweizerischen Krankenversicherungsgesetz werden Leistungserbringer im Gesundheitswesen verpflichtet, gegenüber Krankenkassen und Gesundheitsbehörden nicht nur wie bisher Auskünfte über die erbrachten Leistungen und deren Kosten zu erteilen, sondern zusätzlich die Krankheitsart ihrer Patientinnen und Patienten zu offenbaren sowie ausführlich über ihre ärztliche und pflegerische Tätigkeit Rechenschaft abzulegen. Diese Anforderungen lassen sich nur mit Hilfe eines computerbasierten Informationsmanagements erfüllen. An der ersten Stelle der Datenverarbeitung in Klinik und Praxis steht die Eingabe der patientenbezogenen Daten. Die Leistungserbringer an vorderster Front - Ärztinnen, Ärzte, Pflegepersonen und paramedizinische Fachkräfte - können diesen Dokumentationsaufgaben nur gerecht werden, wenn die Klinik- und Praxisinformationssysteme über ein hohes Mass an Benutzerfreundlichkeit verfügen. Die erforderliche Praktikabilität einer Applikation lässt sich kaum mehr durch Planung 'auf dem Reissbrett' erzielen, zu unterschiedlich sind die Anforderungen der Endanwenderinnen und Endanwender und ihr Bedürfnis nach einer Anpassung von Programmen an die lokalen Bedürfnisse, z.B. mittels Parametrierung von Konfektionssoftware. Damit die mit der Patientenbetreuung unmittelbar befassten Fachpersonen in die Planung von Informatikprojekten sinnvoll einbezogen werden können, müssen diese über ausreichende Informatikkenntnisse verfügen oder es müssten Informatikspezialisten mit den entsprechenden medizinsichen Kenntnissen vorhanden sein. Fachpersonen für die Schnittstelle Medizin-Computer sind in der Schweiz noch rar. Während universitäre Einrichtungen des Gesundheitswesens wie auch zeitgemäss geführte Kantonsspitäler bereits über ein gewisses logistisches Umfeld für (Medizin-) Informatik verfügen, fehlen noch manchenorts entsprechende Strukturen. Dabei ist gerade für kleinere Spitäler eine Rationalisierung im Datenmanagement überlebenswichtig. Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Informatik als multiprofessionelle Fachgesellschaft stellt schon seit über zehn Jahren ein wichtiges Forum für den Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der Informatik im Gesundheitswesen dar. Die Gesellschaft organisierte im Laufe der Jahre zahlreiche


Fachtagungen und Fortbildungsveranstaltungen und pflegt einen regen Austausch mit nationalen und internationalen Gremien. Trotzdem darf nicht übersehen werden, dass insgesamt gesehen das Bildungsangebot in Medizininformatik in der Schweiz noch kaum strukturiert ist. Berufsbezeichnungen wie 'Medizininformatiker' sind nicht geschützt und eine Qualitätskontrolle von Leistungserbringern auf diesem Fachgebiet fehlt. Im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben des Informationsmanagements im Gesundheitswesen ist folglich eine Bildungsinitiative auf dem Gebiet der Medizininformatik unumgänglich. Längerfristig gesehen muss eine breitere akademische Grundlage für dieses Fachbereich geschaffen werden, sind universitäre Lehrstühle einzurichten und Fachspezialisten heranzubilden. Angesichts der anstehenden Probleme mehr praktischer Art kommt allerdings weniger dieser Nischenbildung, als vielmehr der raschen Schaffung einer breiten Basis von medizinischen Fachpersonen mit Informatikkenntnissen Priorität zu. Nur ein 'miliztaugliches' Konzept kann dafür sorgen, dass in jeder Institution des Gesundheitswesens mindestens ein Arzt, eine Pflegeperson sowie eine administrative Fachkraft mit den grundlegenden Techniken der Informationsverarbeitung, wie der Kodierung von Diagnosen und Prozeduren oder der Bewirtschaftung elektronischer Datenbestände, vertraut sind. So sollen sich beispielsweise Ärzte neben ihrer medizinischen Tätigkeit in einem gewissen Umfang der Informationstechnologie widmen können und in den Institutionen zur Verfügung stehen, wenn es um die Einführung von Informationssystemen in einem klinischen Umfeld geht. Den Spitälern ist wenig gedient, wenn - in der Art von 'one man shows' - computervertraute ¥rzte Programme selber entwickeln und einführen, da solche unprofessionellen Umsetzungen mit dem Abgang des betreffenden Arztes erfahrungsgemäss keinen weiteren Support mehr finden und zwangsläufig wieder von der Bildfläche verschwinden. Die Entwickler proprietärer Informatiklösungen sind erfahrungsgemäss überfordert, wenn es an die Anpassung von Programmen an neue Updates von Betriebssystemen oder Standardapplikationen, die Implementierung von Standards, die Netzwerkeinbindung oder Verknüpfung mit anderen Subsystemen geht. Institutionen, welche nicht über eine sehr gut ausgestattete Informatikabteilung verfügen, tun meines Erachtens gut daran, entsprechende Programme nur mit Hilfe eines spezialisierten Anbieters zu verwirklichen (vendor supported systems) bzw. spezielle, komplexere Programmieraufträge extern zu vergeben (outsourcing). Diese Firmen wiederum werden nur solange auf dem Markt bestehen können, als sie sich intensiv mit den Entwicklungen in der Medizininformatik und mit den Standards, z.B. der entsprechenden Fachgremien des Europäischen Komitees für Normung, auseinandersetzen und ihre Produkte mit der rasanten Entwicklung auf diesem Sektor Schritt halten können. Standards sind essentiell für die künftige Verknüpfung von Datenbeständen, sei es in Hinblick auf die Schaffung lebenslanger Patientendossiers wie auch von Gesundheitsstatistiken oder der überinstitutionellen Datenauswertung im Rahmen von medizinischer oder gesundheitsökonomischer Forschung. Eine Professionalisierung auf dem Gebiet der Medizininformatik ist nur durch ein strukturiertes Ausund Weiterbildungsangebot zur Vermittlung der nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erreichen. Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Informatik ist prädestiniert für eine führende Rolle bei der Realisation entsprechender Lehrgänge und Kurse, sind in ihr doch Spezialisten und potentielle Lehrkräfte aus allen Teilgebieten der Medizininformatik gut vertreten. Bei der aktiven Vertretung von Interessen auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen ist des weiteren Führungsarbeit nötig. Dies betrifft nicht nur Fragen der Akquisition, Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten, sondern vordringlich auch Fragen der Datensicherheit. Es wird Aufgabe unserer Fachgesellschaft sein, in verstärktem Umfange mit allen weiteren Interessengruppen - Behörden, Patientenvertretern, medizinischen Fachgesellschaften, Institutionen des Gesundheitswesens und der Assekuranz - in Kontakt zu treten, um diesbezügliche Aktivitäten zu koordinieren. Ich trete mein Amt als Präsident der SGMI/SSIM mit freudigem Tatendrang an. Unsere Fachgesellschaft befindet sich in einem guten Zustand, die Mitglieder des Vorstandes sind sehr motiviert und zu ausserordentlichen Anstrengungen bereit. Die Voraussetzungen sind somit günstig, dass wir uns in den kommenden Monaten nicht einfach dem Lauf der Dinge werden fügen müssen, sondern imstande sein werden, diese Führungsverantwortung in der Gesundheitsinformatik zu übernehmen.


Autor: Dr. Ch. A. Ludwig Präsident der SGMI/SSIM Medizinische Klinik Kantonsspital 5404 Baden Tel: 056/484 21 11 intern 2127 Fax: 056/484 35 63 e-mail: caludwig@smb.sams.ch Erstellt am 25. April 1995

Normierung im Gesundheitswesen Walter J. Ziegler Die Arbeitsgruppe "Normierung im Gesundheitswesen" der SGMI verfolgte auch 1995 die Aktivitäten der europäischen Normenarbeiten, die vom EUROPEAN STANDARDIZATION COMMITTEE (CEN) betrieben werden. Die SCHWEIZERISCHE NORMENVEREINIGUNG (SNV) unterhält hierfür die Technische Kommission TK 165 und vermittelt an die speziell interessierten SNV-Mitglieder aus Richtung CEN TC 251 die Informationen und aus Richtung SNV - Mitglieder die Mitarbeit an den Normen. Der neuesten Version 2.0 des "Directory of the European Standardization Requirements for Healthcare Informatics and Telematics" (Copyright CEN 1995) weist die bisherigen bekannten Arbeitsschwerpunkt aus 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Healthcare information modeling and medical recording Healthcare terminology, semantics and knowledge bases Healthcare communication and messages Medical imaging and multimedia Medical devices Healthcare security and privacy, quality and safety Intermittently connected devices

neu erweitert um eine "horizontale" Koordinationsgruppe 8, die für die TC 251 auch Qualitätskontrollaufgaben wahrnehmen soll. Anlässlich der CEN TC 251- Tagung in September 1995 wurden von den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen an die 30 neue Arbeitsthemen zur Diskussion gestellt, die 1996 einer nächsten Ausgabe des Directory eingefügt werden sollen. Die Aktivitäten der CEN TC 251 haben die Umtriebe besonders infolge neuer aussereuropäischer Zusammenarbeitskontakte (z.B. mit Japan) nochmals gesteigert. Das schweizerische 'Spiegelgremium' SNV/ TK 165 (7 Mitglieder) hat seine vornehmlich verwaltende Tätigkeit 1994/95 so organisiert, dass die Dokumentationslisten der Informationspapiere des CEN TC 251 vom SNV - Sekretariat an die Mitglieder des TK 165 verteilt werden und dann Kopien der Informationspapiere abgerufen werden können. Ein automatisches Verteilen aller Papiere auch nur an die wenigen TK 165 - Mitglieder ist des grossen Umfanges wegen unmöglich. Für die einzelnen Arbeitsschwerpunkte der Normenarbeiten (CEN TC 251 / WG 1-7) wurden aus dem SNV-TK 165 - Mitgliederkreis UK-Vorsitzende gefunden, die diese Arbeitsbereiche betreuen wollen; die Zusagen stehen teilweise noch aus. Von der Schweiz aus hat 1995 an Verhandlungen der CEN TC 251 Prof. Scherrer in seiner Eigenschaft als Präsident der INTERNATIONAL MEDICAL INFORMATICS ASSOCIATION (IMIA) teilgenommen. Er hat auch eine Initiative zur Förderung der Kommunikation im Bereich des Gesundheitswesens via Internet ergriffen. 1996 steht dazu die Organisation einer Konferenz an.


Adresse des Autors: Dr. Walter J. Ziegler c/o AO-Zentrum Clavadelerstrasse CH-7270 Davos Tel 081/44.24.72 Fax 081/44.22.90 Erstellt am 25. April 1995 Health-Info-Net

Das elektronische Kommunikations-Netzwerk der FMH Jürg Jau 1. AUSGANGSLAGE UND ZIELE Der Zentralvorstand der Verbindung der Schweizer Ärzte FMH hat die Schaffung eines ärzteeigenen Netzwerks unter dem Namen Health-Info-Net beschlossen. Mit diesem Netzwerk soll der Informationsaustausch innerhalb der Ärzteschaft gefördert werden. Dies insbesondere in den Bereichen Aus-, Weiter- und Fortbildung, sowie Qualitätssicherung. Die nichtärztlichen Tätigkeiten können durch den elektronischen Datenaustausch vereinfacht und administrative Abläufe verbessert werden. Das Netzwerk dient sowohl als Führungsinstrument für das Verbandsmanagement als auch zur besseren Interessenvertretung der FMH-Mitglieder. Das <<Health-Info-Net>> steht allen Ärztinnen und Ärzten, interessierten Medizinalpersonen (HealthProfessionals), sowie Verbänden, Fachgesellschaften und Institutionen im Bereich des Gesundheitswesens offen. 2. NETZWERKINFRASTRUKTUR Das Health-Info-Net baut auf den Internet-Technologien und -Standards auf (TCP/IP, SMTP, HTTP, HTML). Zusätzlich wird ein spezielles Teleconferencing-System eingesetzt (PCN2). Der Datenverkehr erfolgt aus Sicherheits- und Performance-Gründen über ein geschlossenes Netz. Die Teilnehmer benötigt einen marktgängigen Personalcomputer, einen ISDN/SWISSNET-Adapter oder ein V.34Modem, sowie die zur Verfügung gestellte Internet- und Conferencing-Software. Zurzeit besteht ein Einwählknoten in Küsnacht/Zürich. Dank einer 0848er-Nummer sind die Telefongebühren für alle Teilnehmer gleich (Fernzone I). 3. SICHERHEIT Die Authentifizierung wird durch das System <<Secure-ID>> sichergestellt. Dieses System wird auch beim Telebanking verwendet. Eine umfangreiche Firewall-Infrastruktur schützt die Netzteilnehmer gegenüber dem öffentlichen Internet. Die zu übermittelnden Daten können mit einem asymmetrischen Verfahren verschlüsselt werden (public- und private-key).


4. NETZDIENSTE (IN STICHWORTEN)        

E-Mail www Anschlagbretter Mailinglisten Conferencing mit Text, Bild und Ton Suchwerkzeuge Geschlossene Benutzergruppen elektronischer Datenaustausch für strukturierte Daten

5. NETZANWENDUNGEN Mit dem Ausbau des Netzwerkes werden viele Anwendungen in den Bereichen elektronische Medien, Expertensysteme, Datenbanken, Aus-, Weiter- und Fortbildung, Qualitätssicherung, EDI, usw. in Betrieb genommen. Ab sofort stehen folgende Anwendungen zur Verfügung:     

Zugang zum Internet (E-mail, www, ftp) Zugang zu <<Medline>> FMH-Verbandsinformationen Fachspezifische Informationen www-Links

6. AUSKÜNFTE UND ANMELDUNG Das Netzwerk wird im April 1996 in Betrieb genommen. Ansprechpartner für allfällige Fragen oder für die Anmeldung ist Jürg Jau, Verbindung der Schweizer Ärzte FMH, Health-Info-Net, Elfenstrasse 18, 3000 Bern 16, Tel. 031 351 55 43, FAX 031 351 55 77. Zusätzliche Informationen sind auch im Internet abrufbar (www.hin.ch). 7. KOSTEN Die Kosten für die Anmeldung betragen Fr. 350.--. Darin eingeschlossen sind die Registrierung, die Secure-ID-Karte, die erforderliche Software, sowie die Software-Lizenz-Gebühren. Die Teilnehmergebühr beträgt Fr. 50.-- pro Monat. (inkl. 30 Stunden pro Monat Online-Verbindungszeit und Internet-Zugang, excl. PTTTelefongebühren). Adresse des Autors: Jürg Jau Generalsekretariat FMH Informatik-Beauftragter Elfenstrasse 18 3000 Bern Tel: 031/351 55 43 Fax:031/351 55 77 Erstellt am 25. April 1995


Gesamtschweizerische Medizinische Statistik der psychiatrischen Institutionen Urs Fromm Die Einführung des ICD 10 als Diagnose-Code in allen psychiatrischen Institutionen in der Schweiz per 1. Januar 1994 hat die Frage aufgeworfen, wie die, damals noch mehrheitlich durch die Abteilung "Medizinische Statistik" der VESKA, zusammengeführten Daten ausgewertet werden sollen. Diese Frage wurde durch die postitive Abstimmung des KVG verstärkt. Eine speziell zur Beantwortung im Auftrage der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie (SGP) und der Schweizerischen Vereinigung Psychiatrischer Chefärzte (SVPC) zusammengerufene Arbeitsgruppe, bestehend aus interessierten Fachleuten aus allen Regionen, diskutierte sie im Verlaufe des Jahres 1995. Man war sich rasch einig, dass der vom Bund (Bundesamt für Statistik / KOGES) zufolge des neuen KVG verlangte Minimaldatensatz für alle Institutionen im Gesundheitswesen in der Schweiz für die Psychiatrie nicht genügend Sinn macht. Da die meisten psychiatrischen Institutionen alleine oder in regionaler oder kantonaler Zusammenarbeit bereits, teilweise recht weit gediehene, Datenerhebungsmodule entwickelt haben und mit Erfolg anwendeten, wurden diese miteinander verglichen. Dabei musste man feststellen, dass nur das Geschlecht (also männlich oder weiblich) bei allen Institutionen identisch erhoben wird, also als "grösstes gemeinsames Vielfaches" dasteht. Basierend auf diesen Tatsachen kam die Arbeitsgruppe nach Abwägung aller Vor- und Nachteile zum Schluss, dass ein gemeinsamer Datensatz für alle psychiatrischen Institutionen entwickelt werden soll. Dieser Datensatz soll ein minimales Paket sein, das vernünftige Behandlungsauswertungen gestattet, das Vergleiche auf regionaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene ermöglicht. Zwei Hauptziele werden dabei anvisiert: Aufgrund der Verküpfbarkeit der Fälle sollen Behandlungskarrieren erfasst und beobachtet und in wenigen Jahren Aussagen über Behandlungsqualität gemacht werden können. Die Psychiatrieplanung auf kantonaler und überkantonaler Ebene soll aufgrund der so entstehenden Daten den objektiven Bedürfnissen angepasst werden können. Bei der Herstellung dieses Minimaldatensatzes, den man in Zukunft "Grundmodul" bezeichnen wird (dies in Abgrenzung zum analogen Projekt in Deutschland, das Basisdokumentation - BADO genannt wird) lagen zwei Prämissen zugrunde. Die eine beinhaltete, dass man nur eineindeutige Daten erheben will, also solche, die keine Interpretationsschwierigkeiten mit sich bringen. Die andere zielt auf eine Konsensfähigkeit, eine Kompromissbereitschaft ab. Aufgrund der Tatsache, dass die etablierten Datenerhebungen voneinader abweichen, wird dieses Projekt nur in Tat umgesetzt werden können, wenn alle Institutionen bereit sind, ihr vorhandenes System anzupassen. Dies wieder wird nur möglich, wenn die Anpassungsleistungen verhältnismässig sein werden. So kam ein "Grundmodul" zustande, das auf den ersten Moment vielleicht etwas rudimentär, einfach aussieht, beim genauer Prüfen jedoch aufzeigt, dass es Fragen beinhaltet, die prägnante Aussagen ermöglichen werden. Dieses "Grundmodul" beinhaltet Daten zur Person (Geschlecht, Geburtsjahr, Name in Form des Soudex-Codes, Nationalität, Zivilstand, Wohnsituation vor dem Eintritt, Hauptbeschäftigung vor dem Eintritt, höchste abgeschlossene Schul- oder Berufsbildung), Daten zum Eintritt (zuweisende/anmeldende Person, Freiwilligkeit, Dringlichkeit), Daten zur Behandlung (ambulant, teilstationär oder stationär, Eintritt/Aufnahme, Austritt/Abschluss, Dauer, Art der Behandlung, Medikamente, Diagnose) und Daten zum Austritt (Art des Abschlusses, Weiterleitung). Die Items sind mit einem Kommentar versehen, der die genaue Definition beinhaltet. Damit die einzelnen Institutionen, Regionen oder Kantone weitere Daten erheben bzw. ihre angestammten Datenerhebungen integrieren können, wurde festgelegt, dass "Zusatzmodule" definiert und addiert werden können. Das "Grundmodul" wurde den Auftraggeberinnen (SGP und SVPC) im Herbst 1995 übermacht. Diese haben es gutgeheissen und den einzelnen Institutionen empfohlen, es per 1.1.1996 einzuführen. Falls dies Einzelne aus irgendwelchen Sachgründen nicht tun können, soll das Jahr 1996 dazu benützt werden, um sich auf den definitiven und letztmöglichen Einführungstermin vom 1.1.1997 (der identisch mit der obligatorischen Einführung der zufolge des neuen KVG notwendigen medizinischen Statistik ist) vorzubereiten.


Mit dem Bundesamt für Statistik konnte vereinbart werden, dass die zusätzlichen Daten entgegengenommen und einer von der SGP festgelegten vertraglich gebundenenStelle weitergeleitet werden. Diese Stelle, man stellt sich eine Psychiatrische Universitätsklinik oder -institut vor, kann Auswertungen selber durchführen oder die Daten unter Vorbehalt des Datenschutzes, der Wissenschaftlichkeit und den Zielsetzungen Dritten zur Verfügung stellen, damit auch diese einzelne Projekte oder Analysen durchzuführen können. Somit werden also alle psychiatrischen Institutionen (spätestens ab 1.1.1997) Daten entsprechend diesem "Grundmodul" erheben und an regionale oder kantonale Datensammelstellen weiterleiten, wo bereits Auswertungen über das Geschehen auf diesen Stufen gemacht werden können. Die kantonalen Datensammelstellen werden die Daten zusammen mit den übrigen Zahlen der anderen medizinischen Institutionen an den Bund weitergeben. Zur Zeit wird unter der Führung der FMH die Diskussion geführt, ob eine Clearing-Stelle auf Bundesebene dazwischen geschaltet werden soll. Die Frage der EDV ist noch nicht gelöst. Es besteht die Hoffnung, dass grössere Organisationen oder Kantone den Aufwand auf sich nehmen, ihre Software anzupassen und dann den übrigen zur Verfügung zu stellen. Es überfordert die Möglichkeiten der SGP, der SVPC oder der Arbeitsgruppe, diese Leistung selber zu vollbringen. Urs Fromm, Dr.med. Externer Psychiatrischer Dienst des Kantons Aargau Erstellt am 25. April 1995

Europäischer Standard für die Architektur von elektronischen Patientendossiers Christian A. Ludwig STANDARDS FÜR DAS ELEKTRONISCHE PATIENTENDOSSIER Das Europäische Komitee für Normung (Comité Européen de Normalisation, CEN) unterhält eine Technische Kommission für Medizininformatik (TC 251), von welcher sich eine Arbeitsgruppe speziell mit dem elektronischen Patientendossier befasst (Working Group 1, Medical Records). Innerhalb der Schweizerischen Normenvereinigung (SNV) beteiligt sich als Spiegelgremium eine entsprechende Arbeitsgruppe an dieser Normenfindung (SNV-INB-TK165-WG1; Vorsitz Dr. Ch. A. Ludwig). Generell ist festzustellen, dass die Normenarbeit im Gesundheitswesen der Nachfrage hinterherhinkt. Während zahlreiche Firmen und Kliniken jetzt Bedarf an entsprechenden Richtlinien hätten, sind die Normierungsgremien in vielen Bereichen erst dabei, Begriffsklärungen vorzunehmen und erste konzeptuelle Standards zu erarbeiten. Dies hat dazu geführt, dass Programmanbieter in Ermangelung verbindlicher Vorgaben schon ihre eigenen Grundlagen entwickelt und in ihre Produkte implementiert haben. Ende 1995 sind zwei neue CEN-Prästandards der WG1/CEN-TC 251 vorgestellt worden. Der eine Prästandard befasst sich mit dem Modell für die Semantik-Repräsentation (Categorical structures of systems of concepts, Model for representation of semantics, CEN TC 251 - WG 1 - prENV 12264; englische Version, Dezember 1995). Der zweite, welcher nachstehend ausführlicher vorgestellt wird, hat die Strukturierung von Krankengeschichteneinträgen sowie architektonischer Grundlagen für elektronische Patientendossiers zum Gegenstand (Electronic healthcare record architecture; CEN TC 251 - WG 1 - prENV 12265; englische Version; December 1995). ANFORDERUNGEN AN KRANKENGESCHICHTENEINTRäGE Der CEN-Prästandard prENV 12265 definiert grundlegende, architektonische Prinzipien zur Repräsentation des Inhalts und des strukturellen Kontextes von Bestandteilen des elektronischen Patientendossiers. Eine Architekturreferenz ist insbesondere vonnöten, um Eintragungen (z.B. Systemanamnese) wieder aufzufinden und jederzeit ihrem ursprünglichen Kontext (dh. ihrem Bezug zu einem Kapitel wie der Anamnese, dem Aufzeichnungsdatum oder dem Autoren) zuzuordnen, auch wenn sie aus dem originalen Zusammenhang genommen werden.


DEFINITIONEN (Englische Version; alphabetisch geordnet; Hinweise und Kommentare in Deutsch und/oder in Klammern): Attribute

Characteristic or property of a Record Item or a Record Item Complex

Basic Information Element

Element of information in a Healthcare Record, regarded as separate from all other elements of information in that record

Concept

Unit of thought constituted through abstraction on the basis of properties common to a set of objects (ISO 1087)

Concept System

Structured set of concepts established according to the relations between them, each concept being determined by its position in the set (ISO 1087)

Electronic Healthcare Record

Healthcare Record in computer readable form (siehe auch record)

Electronic Healthcare Record Complex

System for recording, retrieving and manipulating information in Electronic Healthcare Record

Healthcare Agent

Person or device authorised to enter information into a Healthcare Record (z.B. Arzt, Pflegeperson etc.)

Healthcare Domain Information Model

Concept system within the specific domain of healthcare

Healthcare Record

Repository of information regarding the health of a Subject of Care (Abkürzung: HR)

Healthcare Record Architecture

Principles on which the logical structure of Healthcare Records are based

Interchange Mechanism

Agreed mechanism for the interchange of Electronic Healthcare Records, in whole or in part

Original Record Item Complex

Record Item Complex representing the original record context (information context in the record) for the information it contains

Record

Healthcare Record in computer readable format (Dossier darf jeweils nur einem einzigen Patienten ( Subject of Care) zugeordnet sein

Record Item

Architecture component for the representation of basic information elements in Electronic Healthcare Records Informationseinheit, welche sich als Resultat einer Messung, Befragung, Beobachtung etc. ergibt (logische Ebene). Aus funktioneller Sicht handelt es sich um die kleinste Informationseinheit im Patientendossier. Attribute ( Attribute):  Record Item Content Type Attribute (z.B. Freitext, strukturierter Text, Bitmap etc.)  Record Item Content Attribute  Original Record Context Attribute  Unique Instance Identifier Attribute  Name Attribute  Revised Version Attribute  Status Attribute (z.B. vorläufig, gültig, modifiziert, ungültig; siehe auch revised version attribute)  Subject of Care Identification Attribute  Recording Date and Time Attribute  Recording Healthcare Agent Attribute  Responsible Healthcare Agent Attribute  Presentation Attribute (z.B. Präsentation von Zahlenwerten als Grafik, Tabelle etc.)  Comment Attribute  Additional attributes

Record Item Complex

Architecture component for the representation of the logical structure and the content within this structure of Healthcare Records Attribute ( Attribute):  Record Item Complex Type Attribute (z.B. Originaleintrag, Eintrag in einem View Record Item Complex)  Content Attribute of Original Record Item Complexes  Record Item Complex Content Order (z.B. sequenziell, alphabetisch, chronologisch, ansteigend)  Übrige Attribute analog Record Item (Attributes)

Subject of Care

Person or defined group of persons receiving, or having received healthcare

View Record Item Complex Record Item Complex representing another Record Complex (information context in the record) for the information it contains Zusammenstellung von anderweitig als ursprünglich gruppierten Krankengeschichteneinträgen (subsidiäre Patientendossiers mit nach speziellen Kriterien gewählter Gruppierung von Einträgen, z.B. Medikationsdossier, Darstellung der ärztlichen Problemliste im Pflegedienstdossier etc.) Siehe auch: (original) Record Item Complex Attribute ( Attribute):  Record Item Complex Type Attribute  Content Attribute of View Record Item Complexes  übrige Attribute analog Record Item (Attributes)


Ein Krankengeschichteneintrag setzt sich grundsätzlich aus einem Record Item mit dem dazugehörigen Record Item Complex zusammen. Ein Patientendossier (Electronic Healthcare Record) enthält zumindest ein Record Item und einen Record Item Complex. KOMMENTAR Dieser Prästandard gibt Empfehlungen zum informationstechnologischen Management von Krankengeschichteneinträgen. Er befasst sich weder mit der Gliederung und Präsentation des elektronischen Patientendossiers, dem Design von Informationssystemen oder dem Format von Informationselementen (Bild, Ton, Text)! Die Prästandards sollen im Laufe dieses Jahres durch die zuständigen CEN-Gremien verabschiedet werden. Diese Vorabinformationen tragen hoffentlich dazu bei, dass Programmentwickler und Medizininformatiker, welche sich bereits mit elektronischen Patientendossiers auseinanderzusetzen haben, von den laufenden Normierungsbemühungen Kenntnis erhalten und angeregt werden, deren Fortgang zu verfolgen und offizielle Standards fortlaufend in ihren Produkten zu berücksichtigen. Dr. med. Christian A. Ludwig Vorsitzender SNV-INB-TK165-WG1 Medizinische Klinik Kantonsspital 5404 Baden Tel: 056/484 21 11 int. 2127 Fax: 056/444 74 04 e-mail: caludwig@smb.sams.ch Erstellt am 25. April 1995

Les Données Minimales de Soins Infirmiers Patrick Weber INTRODUCTION En raison de l'inflation des coûts de la santé, phénomène qui n'est pas nouveau mais qui devient inacceptable dans une situation économique nationale morose, le besoin de données statistiques sur l'activité de soins est impératif. L'obligation légale conduit la confédération et les cantons à demander la collecte de données complètes, fiables et précises pour la planification sanitaire[1]. La récolte de données démographiques et médicales est effective depuis de nombreuses années mais pas uniforme. L'appréciation de l'activité médicale Suisse est très importante et comporte de nombreux avantages. Par contre ce reflet n'est que partiel et ne permet d'exprimer qu'une partie de l'activité de soins autour du patient dans les établissements de santé. Pour cette raison notre GIC, (Groupe d'Intérêts Communs) "Informatique dans les soins infirmiers" de l'ASI (Association Suisse des Infirmiers[2]) et aussi commission scientifique et technique de la SSIM (Société Suisse d'Informatique Médicale), souhaite proposer à la CSSS (Commission Statistique Sanitaire Suisse) un amendement à la statistique sanitaire Suisse demandant la prise en compte des Données Minimales de Soins Infirmiers (DMSI) en complément à celles qui sont collectées pour l'activité médicale. OBJECTIFS Avoir une meilleure compréhension en termes médico-économiques de l'activité de soins par l'intermédiaire de données de soins infirmiers qui complètent celles déjà récoltées. Créer une commission de travail, avec le soutien des instances reconnues en matière de traitement des données sanitaires, qui se chargera de la définition des données à récolter. Cette commission, pour fonctionner correctement, devrait avoir un mandat émanant de la CDS (Conférences des Directeurs cantonaux des affaires Sanitaires) via la CSSS pour permettre une approche officielle auprès des différents partenaires concernés par ces données. Faire des propositions concrètes intégrant la récolte des données, leurs traitements et leurs mises à disposition de l'OFS (Office Fédéral de la Statistique). Les données doivent produire des informations


dont la définition et la classification sont uniformes. Elles concernent les aspects spécifiques du système de santé et elles doivent permettre de répondre aux besoins des différents partenaires. L'activité liée à la récolte des données n'entraînera pas, à terme, de surplus de travail pour les fournisseurs. SITUATION ACTUELLE De nombreux travaux ont été effectués pour connaître la situation Suisse en matière d'outils de mesure de la charge en soins, aussi bien pour les bénéficiaires à domicile que ceux hébergés dans des établissements courts, moyens et longs séjours[2/3/4]. Ces travaux sont précieux et nous permettent de rechercher le commun dénominateur utile pour les Données Minimales de Soins Infirmiers (DMSI). L'ASI soutient activement ce projet et relève l'importance de cette démarche, qui n'est pas nouvelle dans ses intentions mais qui peut s'exprimer plus aisément aujourd'hui. Notre GIC se doit d'offrir des ressources à la commission qui sera nommée afin de partager son expertise dans le domaine. Si les médecins possèdent des informations objectives sur leurs activités en terme de diagnostics, les soins infirmiers ne possèdent que des données subjectives. Ces dernières ne sont pas prises en compte par les économistes de la santé publique. Notre GIC a été actif dans les démarches permettant de connaître et d'évaluer des outils liés à la récolte de données de soins. Comme, par exemple, le PRN (Projet de recherche en Nursing CHUV HCUG), le RIM (Résumé Infirmier Minimum Belge), les NIC (Nursing Interventions Classification Iowa University), les données de la NANDA (North American Nursing Diagnosis Association) et d'autres. Nous sommes aussi membre de l'AFEDI (Association Francophone Européenne des Diagnostics Infirmiers), d'ACENDIO (Association for Common European Nursing Diagnoses, Interventions and Outcomes) dont les activités de cette dernière sont supportées par le CII (Conseil International des Infirmiers) et l'OMS. Ses membres travaillent actuellement sur l'ICNP (International Classification for Nursing Practice). Nous suivons aussi les développement du groupe européen TELENURSE. POURQUOI DES DONNÉES MINIMALES DES SOINS INFIRMIERS (DMSI) Il est nécessaire de compléter les données sanitaires établies sur l'activité médicale par des données issues des soins infirmiers. Les infirmiers doivent affronter trois rôles principaux qui sont, les actes médicaux délégués, les soins autonomes qui sont effectués sur décisions infirmières et les actions de soins conjointes médecins et infirmières principalement en vue du diagnostic médical[5]. Si une partie de l'activité infirmière est directement issue du diagnostic médical, celle qui concerne la sphère autonome et celle qui concerne la contribution au diagnostic médical ne peuvent pas être extrapolées des codifications actuelles ou des DRGs (Diagnosis Related Groups). La mise en place des DMSI fait partie d'une démarche visant à la valorisation des outils de mesure de la qualité des prestations. Ces outils pour être complets doivent permettre l'extraction des données utiles aux DMSI. Les programmes d'assurance qualité en Suisse dans le domaine hospitalier sont encore rares et leurs nombres sont en dessous de la moyenne européenne en la matière. 17% des hôpitaux suisses ont nommé un membre de la direction responsable de la qualité contre 53% dans les hôpitaux européens[6]. LES COÛTS Les soins infirmiers représentent, en terme de ressource, environ le 50% de l'ensemble de la masse salariale des hôpitaux de soins aigus et plus dans les institutions de moyens et longs séjours ainsi que dans les services de soins à domicile. L'activité des médecins représente environ le 30% du budget salaire des hôpitaux de soins aigus et moins dans les autres établissements précités. Ce dernier élément est plus difficilement évaluable en raison du mode hétérogène de financement des médecins. Dans l'étude menée par le Professeur E. Halloran de l'université de soins infirmiers en Caroline du Nord, USA, il montre les éléments suivants. Entre le temps passé par les infirmières auprès des patients, leurs diagnostics infirmiers, leurs DRGs et leurs situations démographiques, 45% des temps de soins sont attribuables aux diagnostics infirmiers, 15% sont attribuables aux DRGs et seulement


2% sont attribuables aux aspects démographiques soient l'âge, le sexe, le statut marital et la religion.[7] Cette étude porte sur 31'326 patients représentant 266'271 journées. L'absence d'une forte relation de causes à effets entre les temps de soins et les DRGs laisse supposer que la majorité des soins aux patients ne sont pas issus d'ordres médicaux. Ceci renforce l'observations de Florence Nightingale affirmant que les soins médicaux et les soins infirmiers ne doivent pas être confondus au risque de diminuer la valeur des deux activités[7]. Cette étude montre aussi que les DRGs ne sont pas de bons "prédicteurs" de durée de séjour car un grand nombre de DRGs ont une durée de séjour plus ou moins identique. Par contre les diagnostics infirmiers permettent d'expliquer le 50 à 60% des durées de séjours[7]. LA STATISTIQUE SANITAIRE SUISSE Par notre action nous souhaitons développer une approche globale de la statistique des établissements sanitaires, par la diffusion d'informations cohérentes et complètes sur les prestations de soins infirmiers, au sens large du terme, en relation avec les objectifs de l'OFS[1]. Actuellement la statistique sanitaire Suisse ne prend pas en compte les données issues des soins infirmiers. Pour une raison que je présume évidente, les soins infirmiers ne possèdent pas encore de base uniforme de récolte de données. Nous sommes convaincus de la nécessité de saisir les données infirmières afin de compléter la pertinence des données actuelles. Cette action doit contribuer à l'atteinte des objectifs de l'OFS soient: 1. Donner un aperçu à l'échelle nationale de l'offre (lits, personnel, etc.), des prestations (patients traités, consultation ambulatoires, etc.) et des données financières (dépenses, recettes, investissements) des établissements sanitaires. 2. Surveiller sur le plan épidémiologique la fréquence des maladies et les opérations subies par la population résidente suisse. 3. Observer l'évolution dans le temps de l'offre (modifications structurelles), des prestations et les données financières. 4. Préparer les bases de la collaboration aux niveaux cantonal et fédéral afin de planifier une couverture sanitaire conforme aux besoins de la population. 5. Mise à disposition des données au service d'autres statistiques (statistique des finances publiques, statistique des coûts du système de santé, etc.). Préparer des données pour la recherche scientifique, les comparaisons intercantonales ainsi que pour le public. LES INQUIÉTUDES Un bon nombre de soignants sont inquiets dans le fait de transmettre des DMSI à des fins d'analyse et de statistique. Cette inquiétude est motivée par un manque de maîtrise de ces données à laquelle s'ajoute un manque de confiance face aux instances qui utiliseront les données. Notre postulat repose principalement sur la situation économique actuelle. Elle est suffisamment préoccupante pour que le manque de données soit plus préjudiciable que la possession de données même incomplètes. Par contre, il est indispensable d'avoir une unité dans la récolte de ces données. L'expérience de ces derniers temps montre que les restrictions déjà mises en place dans les secteurs infirmiers ne sont pas faites avec toute la prudence nécessaire. Nous pouvons déjà constater des effets secondaires à ces restrictions comme par exemple la recrudescence importante des infections nosocomiales dans certains secteurs où la dotation a été réduite sans étude préalable approfondie. COMMENT EXPRIMER LES DMSI "If you can't name it, you can't control it, finance it, research it, teach it, or put it into public policy"[8] Pour obtenir des données utilisables à une échelle nationale, il est important de standardiser les résultats pour permettre la comparaison au niveau national.


La plupart des pays, semblables au nôtre, s'accordent pour admettre que les DMSI à collecter sont: 1. 2. 3. 4.

Les diagnostics ou problèmes infirmiers. Les interventions de soins infirmiers. Les résultats attendus des interventions infirmières. L'intensité de soins.

Ces quatre éléments offrent une approche globale de l'activité de soins infirmiers. Elles doivent être associées aux données médicales et démographiques du patient. De nombreuses études sont en cours dans les domaines de la récolte de données de soins infirmiers que ce soit au niveau des patients à domicile ou au niveau des patients hospitalisés. Certaines prennent en compte un des quatre aspects précités et d'autres en prennent plusieurs. Les quatre éléments représentatifs des données infirmières sont, en principe, complémentaires en raison de leur forte interdépendance. Pour pouvoir évaluer les résultats attendus des soins, il est indispensable de fixer des objectifs de soins exprimés sous forme de diagnostics infirmiers qui sont réalisés grâce à des interventions de soins. L'intensité se mesurant en combinant les éléments entre eux et en mesurant la charge en soins. Les diagnostics de soins infirmiers ou problèmes de soins infirmiers L'expression diagnostic infirmier est souvent utilisée en Suisse avec l'expression problème infirmier. La raison pour laquelle j'utilise le terme diagnostic est principalement issue de la littérature qui utilise uniformément le terme diagnostic. Le diagnostic infirmier trouve sa raison d'être dans la Loi[5] et dans les fondements de la démarche de soins infirmiers. Il est l'expression de l'analyse de la situation du patient avec les responsabilités suivantes, basées ici sur les théories de V. Henderson. La profession infirmière doit aider l'individu, malade ou en santé, au maintien ou au recouvrement de la santé (ou à l'assister dans ses derniers moments) par l'accomplissement des tâches dont il s'acquitterait lui-même s'il en avait la force, la volonté, ou possédait les connaissances voulues et d'accomplir ces fonctions de façon à l'aider à reconquérir son indépendance le plus rapidement possible[9]. Pour répondre à ce postulat, une démarche structurée est nécessaire. Elle prend en compte la démarche théorique des soins infirmiers illustrées ci-dessous. Ce schéma[10] démontre le cadre conceptuel autour duquel se construisent les diagnostics et les interventions de soins infirmier. Ici le modèle conceptuel utilisé est celui de V. Henderson, la démarche sera identique pour d'autres modèles. L'expression du diagnostic infirmier est, dans la majorité des cas, issue de la nomenclature de base, proposée par la NANDA qui avait validé, en 1994, 137 diagnostics infirmiers. Cette nomenclature est traduite en français et maintenue dans le cadre l'AFEDI. Le diagnostic infirmier fait partie intégrante de la pratique infirmière et un lien existe avec la CIPSI (Classification Internationale de la Pratique des Soins Infirmiers) issue du CII[12]. De plus, certains diagnostics infirmiers sont acceptés dans la CIM 10 et dans UMLS (Unified Medical Language System). Le diagnostic infirmier

Le diagnostic médical

Décrit les réactions de l’individu face au processus Décrit le processus de la maladie de maladie Est orienté vers l’état de santé du patient

Est orienté vers la pathologie

Est le point de départ des interventions infirmières Est le point de départ des actes médicaux La classification est reconnue et en voie d’acceptation.

Est classé dans des systèmes bien développés et acceptés (OMS, UMLS, SNOMED, etc.)

Constitue une entité de dépendance reconnaissable

Constitue une entité clinique reconnaissable11


LES INTERVENTIONS INFIRMIÈRES En complément aux diagnostics infirmiers, les interventions sont la suite logique des activités de soins. Elles sont issues de la combinaison du diagnostic, des objectifs de soins et de la situation du patient[13]. Les libellés des interventions de soins doivent être soutenus par une nomenclature structurée dont l'arborescence est sans confusion pour garantir une démarche statistique correcte. Si la classification de la NANDA offre une approche utilisée par un grand nombre de professionnels, les outils permettant d'identifier les interventions sont beaucoup plus nombreux. Il est difficile, aujourd'hui, de faire un choix parmi eux. Voici une liste des outils les plus couramment utilisés ou de ceux qui sont en développement avec une portée internationale. 1. UE[14] (Union Européenne): TELE-NURSE ce groupe met en place les bases du recueil et de la communication des données infirmières. 2. CII[8] (Conseil International des Infirmiers): développe en collaboration avec l'OMS siège européen à Copenhague. L'ICNP (International Classification for Nursing practice). 3. Suède[15]: Ehnfors M. Critères et principes pour une documentation infirmière issue des dossiers de soins 4. Danemark[16]: SKS Classification danoise des interventions de soins. 5. Belgique: RIM[17] (Résumé Infirmier Minimum) et RMP[18] (Résumé Minimum Psychiatrique). 6. Hollande: WCC[19] Santé publique nationale, comité de classification de la terminologie infirmière. But développement d'un langage commun de soins infirmiers 7. Angleterre: Dans la codification médicale Read Codes sont inclus des termes soins infirmiers et un effort important est fait dans le cadre du NHS (National Health Service) pour posséder les données infirmières. 8. USA: NIC[20] Classification des interventions de soins. Développé à l'université Iowa. 9. USA: HHCC[21] Classification des diagnostics et interventions dans les soins à domicile de V. Saba Université Georgetown 10. USA: OMAHA[22] Système utilisé dans les services de santé publique. 11. USA: NILT[23] L'effort est mis dans une approche de classification des actions de soins Université du Texas. 12. etc. En ce qui concerne la Suisse trois actions principales sont en cours. 1. L'une avec le groupe piloté par le Dr A. Assimacopoulos qui collabore activement aux développements de Telenurse. 2. L'autre avec la Kaderschule für die Krankenpflege et M. R. Widmer qui travaillent activement dans l'adaptation des NIC en allemand. Ce groupe a été initié par M. R. Widmer membre du comité du GIC. Cette action donne suite aux dixièmes journées de la SSIM. 3. Le travail du groupe romand du GIC, MM. Despont, Van Gele et votre serviteur portent leurs activités principalement dans l'analyse des différentes méthodes et sur l'élaboration de propositions pour la récolte des données dans un but statistique. LES RÉSULTATS ATTENDUS DES SOINS Tout naturellement après avoir collecté les diagnostics et les interventions de soins, il est indispensable de mesurer le résultat des actions entreprises, si non l'exercice serait incomplet. Les outils de mesure des résultats ne sont pas nombreux. Certains outils, cités ci-dessus, ont une approche transversale, du diagnostic au résultat en passant par les interventions. Il est souvent laissé aux institutions le choix des outils. La mesure des résultats est fortement influencée par la mission institutionnelle et la politique de santé publique mise en oeuvre. Néanmoins le groupe de l'université d'Iowa qui a développé les NIC souhaite faire de même pour le NOC (Nursing Outcomes Classification). Les membres de ce groupe sont au début de leur démarche. Le travail mené par le groupe ICNP permet de développer les trois domaines parallèlement, diagnostics, interventions et résultats.


L'INTENSITÉ DE SOINS L'intensité de soins est la mesure permettant d'associer, à une situation, les ressources (soignants et infrastructure) nécessaires pour atteindre les objectifs de soins. Le calcul de l'intensité de soins tient compte principalement du facteur Interventions. Le résultat permettant de vérifier la pertinence entre objectif de soins et les ressources mises en oeuvre. Différents outils sont utilisés pour mesurer ou prédire la consommation des ressources. En Suisse, les approches suivante peuvent être citées:[2/3/4] Le PRN (Projet de Recherche en Nursing) Utilisé dans les cantons francophones. Le RAI (Resident Assessment Instument) Utilisé dans les établissements de long séjour. L'étude CAREMS menée dans le canton de Vaud destinée aux EMS. Le SEP PAMS(System zur Erfassung des Pflegeauwandes) et (Pflegeauwand Messystem) l'un utilisé à l'hôpital universitaire de Zürich et l'autre à St-Gall. Ces deux outils ont la même base de développement et sont en voie de fusionner. En Turgovie est utilisée une méthode d'analyse qui prend en compte les soins requis et les soins donnés ceci en relation avec un outil qui permet de faire des catégories de patients. A Berne le VBK (Verband Bernischer Krankenhäuser) utilise un outil qui permet une mise en relation du coût par cas, avec les frais d'infrastructure et de personnel. Ceci en utilisant une mesure des soins requis dans les domaines les soins médicaux délégués et des soins infirmiers autonomes. Tous ces outils sont en mesure de donner des résultats sur la charge de travail ou l'intensité de soins. Notre travail consiste à mettre en oeuvre, au niveau national, une structure d'informations utilisables et comparables, basées sur les données d'intensité de soins. EN CONCLUSION Notre groupe est convaincu de la nécessité d'avoir des données statistiques fiables sur l'activité des soins infirmiers. Ces données doivent être mises en relation avec les données médicales et les données administratives. Un travail important reste à faire dans la définition des DMSI. Cette action doit être nationale avec une participation active des différents secteurs concernés, soient les secteurs hospitaliers courts, moyens et longs séjours, les secteurs ambulatoires et les soins à domiciles. L'analyse des données que nous voulons fournir en complément de celles déjà récoltées doivent permettre de répondre aux questions suivantes[11]:      

Par quels médecins? Par quels infirmiers? A quel moment? Avec quelles qualifications? Avec quelle efficacité et efficience? Avec quels résultats attendus?

1. CSSS - CDS. Statistiques des établissements de santé. Conception générale. OFS, 24.08.95 2. Berthou A GSRP. Outils de mesure de la charge en soins infirmiers ISP. Institut Suisse de la santé Publique. 1995 3. Fischer W. Possibilités de mesure des prestations hospitalières OFAS Rapport de recherche 1/94 4. Fischer W. Leistungserfassung und Patientenkategorisierung in der Pflege VESKA Jan. 95 5. Loi sur la santé publique du 29 mai 1985 6. Junken H. Ziegler R. Le management de la qualité à l'hôpital. Atag Ernst & Young Bulletin. Santé publique. 7. Halloran E. J. Predicting Nursing Care Costs with Nursing Diagnoses. School of Nursing, University of North Carolina. 9 juin 1994. 8. Clark J. An International Classification for Nursing Practice CII July 95 9. Henderson V. Basic Principles of Nursing. Geneva. International Counsil of Nurses 1972 10. Labreze L. Fondation Bergonié Bordeaux 11. Van Gele P. La standardisation et la classification des composantes des soins infirmiers: Essentiel ? CHUV janvier 1996


12. Affara F. Utilité sociale du diagnostic infirmier. Actes des journées d'étude AFEDI Nov. 94 13. Werley H. & Lang N. Identification of the Nursing Minimum Data Set. Springer Publishing Company New York. 1988 14. Assimacopoulos A. Personne de contact pour plus de renseignements. HUG Psychiatrie Unité médico-économique 15. Ehnfors M. & al. Toward Basic Nursing Information in Patient Records Vard I Norden 3/4 91 Vol 21. 16. Madsen I & Burgaard J. Proposal for the Danish Classification of Nursing Interventions. The National Health Service Classification System (SKS) Denmark 17. Weber P. Etude pilote, mise en place et évaluation du Résumé Infirmier Minimum. Informatique et Santé No 17 mai/juin 1994. 18. Université catholique Louvain. Résumé minimum psychiatrique 1992 Ministère de la Santé publique et de l'environnement. 19. Ten Napel WCC dutch classification and terminology committee for health. National Council for Public Health. WHO collaborating centre for ICIDH. 5th European Summer School of Nursing Informatics 1995. 20. Mc Closkey J.& Bulechek G. Nursing Interventions Classification 2nd Edition Mosby 1996 21. Saba V. Home Health Care Classification of Nursing Diagnoses and Interventions. Georgetown University School of Nursing July 1994. 22. Martin K. Omaha Visiting Nurse Association, 108040 Harney Street, Omaha NE 68154 23. Grobe S. Nursing Intervention Lexicon & Taxonomy. University of Texas. Austin Adresse de l'auteur: Patrick Weber CH-1414 Rueyres Tel +41-21-887.60.30 Fax +41-21-887.60.32 e-mail: 100645.1154@compusere.com Etabli le 25 avril 1996

Updated Nursing Resources on the Internet Patrick Van Gele Voici une mise à jour des sites les plus intéressants pour les infirmières. Vue la vitesse avec laquelle le WWW se développe, il est parfois très difficile de tout vérifier et de mettre à jour. Veuillez accepter mes excuses pour d'éventuelles erreurs. General nursing references (these are great places to start) Nursing Links http://www.bath.ac.uk/~exxrw/nu.html Idea Nurse http://www.silcom.com/~peter/nurse.html The WEBster - The Fine Art of Nursing http://innet.com/~kathiw/nurse.html Nursing/Health Professionals Resources http://www.slackinc.com/allied/all.htm Nursing Resources Home Page http://aisr.lib.tju.edu/CWIS/CAHS/nursing/nurse.html The Thomas Jefferson University/College of Allied Health Sciences World Wide Web page of nursing resources. Serves as an excellent starting point in your exploration. Nursing Informatics Groups http://134.192.4.195/students/~snewbol/skngroup.htm


NURSE http://www.csv.warwick.ac.uk:8000/ The University of Warwick One of the most updated and well documented nursing sites on WWW Nightingale http://nightingale.con.utk.edu:70/0/homepage.html The University of Tennessee, Knoxville - College of Nursing also on :gopher://nightingale.con.utk.edu/00/homepage.html. NP Web http://unhinfo.unh.edu/unh/acad/health/nursing/index.html A Primary Care Homepage for Nurse Practitioners, to enhancing clinical practice and collaboration among Nurse Practitioners and our Physician colleagues. Galaxy nursing section http://galaxy.einet.net/galaxy/Medicine/Nursing.html. Martindale's Health Science Guide - '95 http://www-sci.lib.uci.edu/~martindale/HSGuide.html A "Health Science Multimedia Education and Specialized Information Resource Guide". Clinical Nursing Resources in clinical areas of nursing as well as important biomedical links. AIDS CDC National AIDS Clearinghouse Web Server http://cdcnac.aspensys.com:86/ The CDC National AIDS Clearinghouse is a comprehensive information service for people working in the fields of HIV prevention, care, and support. All of the Clearinghouse's services are designed to facilitate the sharing of information and resources on education and prevention, research findings, and news about AIDS-related trends. You can now order selected HIV/AIDS-related publications FREE through the Clearinghouse's Internet. Order Form. Contact: CDC National AIDS Clearinghouse (aidsinfo@cdcnac.aspensys.com). HIV/AIDS Treatment Information Services http://text.nlm.nih.gov/atis/list.html Guidelines on clinical practice and management of AIDS from the Agency for Health Care Policy and Research. This site also includes patient information, selected Morbidity and Mortality Weekly Reports, and antiretroviral therapy. Nursing HIV/AIDS gopher://odie.niaid.nih.gov/11/aids/nursing Information on nursing practice, education, research, and community nursing resources, including plans for teaching anxiety management and links to other nursing sites.Contact: National Library of Medicine ALTERNATIVE MEDECINE Alternative Medicine on Yahoo http://www.yahoo.com/Health/Alternative_Medicine This site features a very comprehensive list of alternative medicine resources on the Internet, including fulltext documents, company information, products, and USENET goups. International Network for Interfaith Health Practices http://www.interaccess.com/ihpnet/ Electronic forum for dialog and resource sharing to explore the relationship between spirituality and health. Co-sponsored by the Congregational Nurse Program of Saint Francis Hospital of Evanston, Illinois.


ASTHMA Asthma Advice http://www.asthma.com/membership.html CANCER American Cancer Society http://www.cancer.org/ In 1913, 10 physicians and five laymen founded the American Society for the Control of Cancer. Its stated purpose was to "disseminate knowledge concerning the symptoms, treatment, and prevention of cancer; to investigate conditions under which cancer is found; and to compile statistics in regard thereto." Later renamed the American Cancer Society, Inc., the organization now consists of over 2 million Americans working to conquer cancer. This site provides information on topics such as Cancer Prevention, Environmental Cancer Risks, and Tobacco Use. There is also a form to obtain free cancer information brochures and pamphlets. Contact: American Cancer Society Foundation (mmitchel@cancer.org) Cancer Pain Education http://coninfo.nursing.uiowa.edu/www/nursing/virtnurs/cncrpain/toc.htm Information on pain control for cancer patients and their families. Includes discussions on drug and non-drug measures for dealing with pain. CancerNet http://wwwicic.nci.nih.gov/CancerNet.html CancerNet gives you access to PDQ information summaries on treatment (for health professionals and for patients), supportive care, screening and prevention, and investigational or newly approved drugs. The treatment and supportive care summaries are available in English and Spanish. CancerNet also provides access to fact sheets on over 100 cancer-related topics from the NCI's Office of Cancer Communications, selected PDQ News items, information on ordering NCI publications, citations and abstracts on cancer topics extracted monthly on the bibliographic database CANCERLIT, and additional information on PDQ and its availability. Contact: National Cancer Institute (cheryl@icic.nci.nih.gov) Journal of the National Cancer Institute http://wwwicic.nci.nih.gov/jnci/jnci_issues.html The Journal of the National Cancer Institute publishes manuscripts that describe new findings of particular significance in any area relating to cancer, as well as associated news items, reviews, and opinion pieces. Contact: National Cancer Institute ( cheryl@icic.nci.nih.gov ) OncoLink http://oncolink.upenn.edu/ Cancer resource site from the University of Pennsylvania. Contains news on cancer trials, meetings, support groups, information by cancer type, book reviews, and it also supports keyword searching.Contact: (editors@oncolink.upenn.edu). CLINICAL PRACTICE GUIDES AHCPR Clinical Practice Guidelines http://text.nlm.nih.gov/ahcpr/list.html AHCPR Clinical Practice Guidelines. Fulltext clinical practice guidelines, quick reference guidelines, and consumer guidelines from the Agency for Health Care Policy and Research. TALARIA Guidelines for Cancer Pain http://www.stat.washington.edu/TALARIA/TALARIA.html A hypermedia version of the clinical practice guidelines for cancer pain from the Agency for Health Care Policy and Research.


DEATH AND DYING DeathNET http://www.islandnet.com/~deathnet/open.html An information service focusing on end-of-life issues. Contains U.S. and Canadian news on euthanasia, transcripts of Senate special committee hearings, and a last rights online bookstore. Emotional Support Guide http://asa.ugl.lib.umich.edu/chdocs/support/emotion.html Internet resources, including information for dealing with physical loss, chronic illness, and bereavement. DRUG INFORMATION PharmInfoNet http://pharminfo.com/ Drug information by trade name, and home pages, catalogs and product information from pharmaceutical companies, a gallery of pharmaceutical related art, and links to other pharmacy sites. Contact: VirSci Corporation (webmaster@pharminfo.com) PPS Online http://www.pps.ca/pps.htm An online pharmaceutical reference system providing product information, clinical trials, industry announcements, and consumer health information. Intended primarily for practitioners. HOSPITAL NURSING SERVICES Duke University Medical Center http://nursing.www.mc.duke.edu/nursing/nshomepg.htm The University of Washington School of Nursing http://www_son.hs.washington.edu/ The University of Iowa Nursing Page http://indy.radiology.uiowa.edu/Nursing/ColOfNurseHP.html University of California at San Francisco http://nurseweb.ucsf.edu/www/ucsfson.htm MEDICAL-SURGICAL Chronic Wound Healing http://coninfo.nursing.uiowa.edu/www/nursing/virtnurs/chronwnd/!int.htm A brief tutorial on chronic wound care. Includes definitions, assessment, therapy, and nutrition components. Multimedia Medical Reference Library http://www.tiac.net/users/jtward/index.html Extensive list of information on diseases, clinical practice guides, treatment and therapies. Contains links to medical software sites and HospitalWeb. MIDWIFERY Midwifery, Pregnancy, and Birth Related Complications http://www.efn.org/~djz/birth/birthindex.html Contains many fulltext articles on midwives and midwifery, including some from Midwifery Today. Also has links to sites on breastfeeding, birth complications, infant nutrition, and other midwifery resources. Midwifery Home Page http://www.csv.warwick.ac.uk:8000/midwifery/ Part of the NURSE Web site, this home page provides links to resources on midwifery, women's health, Planned Parenthood, and breastfeeding.


Midwifery Internet Resources http://www.csv.warwick.ac.uk:8000/midwifery-resources.html This site contains links to a wide variety of midwifery resources, including resource guides, gophers, USENET groups, and the New Midwifery Information Service. PATIENT EDUCATION AHCPR Consumer Guides http://text.nlm.nih.gov/ahcpr/guidesp.html Written for the layperson, these guides cover a variety of health care topics, such as ulcers, cataracts, HIV, heart disease, and more. Issued by the Agency for Health Care Policy and Research. American Cancer Society - Patient And Family Education http://nysernet.org/bcic/acs2/pat.fam/index.html Contains patient guides on cancer related topics including Chemotherapy, Helping Children Understand, Questions About Breast Surgery and many more. Contact: American Cancer Society Foundation (mmitchel@cancer.org) Bone Marrow Transplants http://nysernet.org/bcic/bmt/bmt.book/toc.html A Book of Basics for Patients reprinted by NYSERNet, Inc.with permission from BMT Newsletter . This book presents clear and complete information for the bone marrow transplant patient. Contact: NYSERNet, Inc. (webteam@nysernet.org) Medical Multimedia Group -Patient Education for the 21st Century http://www.cyberport.net/mmg/homepage.html The major goal of the APECS system is to convey complicated medical concepts to the lay public. Although generally a commercial site, this page includes several patient guides covering topics such as Carpal Tunnel Syndrome, Low Back Pain, Knee Problems and Cumulative Trauma Disorders. Contact: Medical Multimedia Group (mmg@cyberport.net) WellnessWeb - The Patient's Network http://wanda.pond.com/wellness/ The Patient's Network focuses on a community approach to the delivery of health car information. It combines original material with links to dozens of other resources. The Patient's Network contains "Medical Centers" which are developed by patients and professionals. Medical Center departments include the Smoker's Clinic, Women's Health, Stress Control Center, Elders Watch and more. Contact: WellnessWeb ( feedback@wellweb.com ). PEDIATRICS American Academy of Pediatrics http://www.aap.org/ A voice for children for more than 60 years, the American Academy of Pediatrics (AAP) is an organization of 50,000 pediatricians dedicated to the health, safety and well-being of infants, children, adolescents and young adults. " This growing Web site offers News Releases, Information and Services for Health Professionals, and links to Pediatric Internet resources. Contact: Michael Copeland (76042.3601@compuserve.com) CDC Immunization Information Page http://www.cdc.gov/diseases/immun.html Up-to-date immunization information for diseases ranging from chickenpox to tetanus. Description, transmission, and vaccine information are given for each disease. Contact: CDC (netinfo@cdc1.cdc.gov) Marshall University Department of Pediatrics gopher://ruralnet.mu.wvnet.edu/11u%3a/dept/pediat A gopher with lots of good pediatric information. Provides access to documents, other gopher servers, the Pediatric AIDS Newsletter, information on nutrition, lead toxicity, and other health care issues concerning children.


PEDINFO - A Pediatrics WebServer http://www.lhl.uab.edu/pedinfo/ These World Wide Web pages are dedicated to the dissemination of on-line information for pediatricians and others interested in child health. " Contact: Andy Spooner, M.D. (spooner@aol.com) Virtual Children's Hospital http://indy.radiology.uiowa.edu/VirtualChildHosp/VCHHomePage.html From the University of Iowa, this site includes multimedia pediatric textbooks, the Encyclopedia of Pediatric Disease, patient simulations, clinical reference works, and links to other Internet resources. Contact: Virtual Children's Hospital ( sandro@lhc.nlm.nih.gov ) PRIMARY CARE NP Web: Primary Care Homepage for Nurse Practitioners http://unhinfo.unh.edu/unh/acad/health/nursing/index.html A very good resource for practitioners. Provides links to great nursing sites, primary care projects, professional news, and community health projects. Renaissance Medical http://nyx10.cs.du.edu:8001/~yejnes/Pat_Ed_Resources.html This source lists general medical resources, the MCW International Travelers Clinic, information on asthma, carpal tunnel syndrome, diabetes, and publications from the National Heart, Lung, and Blood Institute. Critical Incidents http://www.silcom.com/~peter/ci.html Bennerian examplary narratives of clinical nursing incidents. Current entries include "A Difficult Day in Dialysis," "Tough Triage Decision," and "Labor and Delivery." Nurses are invited to share their own experiences. Dr. Diane Wink's Home Page http://pegasus.cc.ucf.edu/~wink/home.html Diane Wink is the Associate Director of the School of Nursing at the University of Central Florida. Good, highly relevant links to sites on nursing, child & family, health education, Internet basics, and Macintosh resources. Communication ADN/RN Concepts http://www.azstarnet.com/~jlichty/rn.htm A communication resource regarding current trends and issues in healthcare. Nursing issues are highlighted. Directory of Scholarly Electronic Conferences http://www.mid.net/KOVACS/ by Diane Kovacs includes over 700 academic discussion groups. Education Information about doctoral programs around the world and links to nursing schools that have information on the Internet. Doctoral Programs in the United States http://www.lib.umich.edu/tml/usdoc.html Doctoral Programs outside the United States http://www.lib.umich.edu/tml/indoc.html


Schools of Nursing on the Internet United States: http://www.lib.umich.edu/tml/usnur.html Outside the United States (Australia, Great-Britain, Canada, Holland, Japan, Taiwan): http://www.lib.umich.edu/tml/innur.html Organizations Information about professional societies and government agencies. American Journal of Nursing http://www.ajn.org American Journal of Nursing Company Online Services Provides information relating to the online services available through AJN: company information; online publication and subscription information; the AJN Career Guide; continuing education courses; a multimedia catalog; and network services. American Nurses Association http://www.ajn.org:80/guide95/g5xx036a.1t This source provides an alphabetical listing by state of the American Nurses Associations, including the U.S. Virgin Islands and Washington D.C. Each listing provides an address, phone number, and fax number. There is also an AJN Career Guide Mail Form that is currently a work in progress. This form will allow the user to answer questions concerning the areas of nursing practice interested in, the degree received, number of years in nursing, and if the user is seeking a new position. This form is then submitted to the advertisers in the AJN 1995 Career Guide Online. CTI Centre for Nursing and Midwifery http://www.shef.ac.uk/uni/projects/ctinm/index.html CTI Centre for Nursing and Midwifery this site is based at the University of Sheffield,UK. Midwest Alliance in Nursing gopher://gopher.itd.umich.edu:8888/00/presoff/nursing/gopher/@08@Nursing%20Organzations/@01 @Midwest%20Alliance%20in%20Nursing A description of Midwest Alliance in Nursing (MAIN) is provided along with the 1993-1994 Governing Board members and executive officers. Nursing Organizations and Publications With Electronic Mail Access http://www.nursing.ab.umd.edu/students/~snewbol/sknorg.htm An alphabetical listing of approximately 15 nursing organizations and publications that have e-mail access. Contact information including names, addresses, phone numbers, and e-mail addesses is provided. National Institute of Nursing Research http://www.nih.gov/ninr/ The National Institute of Nursing Research's mission is to promote science that strengthens nursing practice and improves health care. The National Institute of Nursing Research supports interdisciplinary research and research training in universities, hospitals, and research centers across the country and conducts intramural investigations at the National Institute of Health. This page is currently under construction. Nursing Specialist Interest Group http://www.bcs.org.uk/siggroup/sg39.htm Nursing Specialist Interest Group Homepage A British organization that is interested in the use of Information Management and Technology and the nursing perspective of healthcare computing. Sigma Theta Tau http://www.nursing.ab.umd.edu/students/~snewbol/sknstti.htm Sigma Theta Tau International Honor Society of Nursing Contact Information Provides address, phone number and e-mail addresses for Sigma Theta Tau International Honor Society, Online Journal of Knowledge Synthesis for Nursing, and the Pi Chapter at the University of Maryland at Baltimore. The Pi Chapter Executive Board 1995-96 is also available.


Research Resources related to nursing research and funding information. Community of Science Web Server http://best.gdb.org/ Provides information about researchers, inventions, and research facilities in North America. Research Information gopher://fhs.csu.McMaster.CA:70/11/res At McMaster University includes an overview of faculty research, departmental research projects, and information about grants and awards. Research Information from the National Institute of Health gopher://gopher.nih.gov:70/11/res Includes access to CRISP (Computer Retrieval of Information on Scientific Projects), and information about the HHMI-NIH Research Scholars Program. Research Information UCSF http://nurseweb.ucsf.edu/www/research.htm At the University of California, San Fransisco lists specific areas of research and local research centers and institutes. Research Information Nightingale gopher://nightingale.con.utk.edu:70/11/Research From the University of Tennesse, Knoxville is currently under construction, but will include abstracts, research groups, researchers/specialists, and research methodology. Research Henderson http://www_son.hs.washington.edu/vhl.html Register yourself and your research at the Virginia Henderson Library Registry of Nursing Knowledge. Research Information from the Virtual Nursing College. ftp://ftp.langara.bc.ca/pub/nursing/vnc.htm#Research" Miscellaneous Resources AVLINE - AudioVisuals Online http://wwwetb.nlm.nih.gov/avline/ Contains bibliographic records for a large number of audiovisual materials. The titles are organized by Medical Subject Headings. Contact: Cognitive Science Branch, LHNCBC, NLM (cgsbadmin@nlm.nih.gov) A Multimedia Catalog published by the American Journal of Nursing Company http://www.ajn.org:80/mmpub/mmcat/vidtc.html Providesdescriptions and information on a few multimedia resources. For videocassettes, it allows sample viewing.Contact: Jack Peterson ( jack.peterson@ajn.org ) Australian Electronic Journal of Nursing Education (AEJNE) http://www.csu.edu.au/faculty/health/nurshealth/aejne/aejnehp.htm Collegian: The Journal of the Royal College of Nursing, Australia gopher://nurse.csv.warwick.ac.uk:70/00/papers/journals/collegian.txt Contemporary Nurse: A Journal for the Australian Nursing Profession gopher://nurse.csv.warwick.ac.uk:70/00/papers/journals/contemporary-nurse.txt Health Care in Later Life gopher://nurse.csv.warwick.ac.uk:70/00/papers/journals/health-late-life.txt Nursing Times gopher://nurse.csv.warwick.ac.uk:70/00/papers/journals/nt.txt


Social Sciences in Health: The International Journal of Research and Practice gopher://nurse.csv.warwick.ac.uk:70/00/papers/journals/soc-sci-health.txt AJN- The American Journal of Nursing Online http://www.ajn.org:80/ajn/page1.html Is a full text journal with graphics. It includes annual subject and author indexes. Computers in Nursing - Interactive http://www.cini.com/cin/cin.htm Is dedicated to the interactive Web version of Computers in Nursing and will feature up-to-date information and news about computer applications in nursing. Journal of Neonatal Nursing http://www.bizjet.com/jnn/Welcome.html The electronic version of the Journal of Neonatal Nursing - the journal for all professionals who care for neonates and their families. MCN- The Maternal/Child Nursing Journal Online http://www.ajn.org:80/mcn/page1.html Published by the American Journal of Nursing Company and is presented in the same format as AJN. As of May, 1995 it does not include annual indexes online. Midwifery Today gopher://nightingale.con.utk.edu:70/11/Publications/Periodicals/midwif-articles Has full text articles on the Nightingale Gopher. Not all articles from every issue are included. This seems to be a fairly unpredictable source. NR- Nursing Research http://www.ajn.org:80/nr/page1.html Is also published by the American Journal of Nursing Company and is a full text journal with color graphics. It presently does not include an annual index. Online Journal of Knowledge Synthesis for Nursing http://www.oclc.org/oclc/forms/ojksn.htm Is a subscription based onlin journal. Demonstration software, subscription terms, and an order form are availabl online. HealthWeb http://www.ghsl.nwu.edu/healthweb/ Resources in medicine, allied health, and basic sciences. Nurse Net Nederland & Internet Gateway Rotterdam http://care4all.nursing.nl:8080/ An international centre for healthcare information (half in dutch half in english). Auteur: Patrick Van Gele Soins intensifs CHUV/BH 10-982 Rue du Bugnon 46 1011 Lausanne Tel +41-21-314.16.35 Fax +41-21-314.13.84 e-mail PVANGELE@CHUV.HOSPVD.CH Etabli le 25 avril 1996

SGMI Bulletin 30  

Bulletin der SGMI; wurde im 2001 ins SMI überführt

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