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klimaneutral

natureOffice.com | DE-275-2XUMP2N

gedruckt


Auf dem Weg des Menschen vom Jäger und Sammler zum Landwirt ...

... ist irgendwann irgendwas ...

*Rinderfarm, frĂźher bekannt als Urwald

... schrecklich schief gegangen.


Davor aber sah es jahrtausendelang ganz gut aus. Eine Vielzahl von Nutztierrassen entwickelte sich, die perfekt an ihren Lebensraum angepasst waren. Das Schwarzbunte Niederungsrind zum Beispiel kommt gut mit feuchtem Klima zurecht, und hat sehr fett- und eiweiĂ&#x;haltige Milch.

Die Nutztiere formten ihrerseits die heutigen regionaltypischen Kulturlandschaften Europas, wie zum Beispiel Heiden und Moore, aktiv mit. Hier zu sehen: der Poitou-Esel bei der Landschaftspege.


Wachsender Bedarf an Fleisch und der menschliche Hang zu Effizienz rückten der Vielfalt zuleibe. Die alten Rassen wurden durch Hochleistungsrassen ersetzt. Gewachsene Diversität droht, in wenigen Jahrzehnten unwiederbringlich zu verschwinden.

Akut gefährdet ist zum Beispiel die Weiße Gehörnte Heidschnucke. Sie ist aus dem Viehbestand der Landwirte heutzutage so gut wie verschwunden. Diese Rasse bleibt erhalten dank der Arche Warder.

Geschrieben und gezeichnet von Diana Schackow


e in Ic h b B b in T ig e -e -e r em a u s -s -s d . o o -z -z Z

gler in An n e n i Ich b lschwei Satte r Arche e a u s d d e r. Wa r

Ic h bi n ei n Ho ch le is tu ng ssc hw ei n au s de r Fa br ik .


L-lau u u ut Bbbb-undesministerium ffffür Landes-s-wirtschaft und Er-näh-h-rung brauche ich ch 220 qm Pla-ha-hatz. In Echt brauche ich natürlich mehr!


Ich lebe auf 1 qm in der Fabrik.

Wo kommt denn der Tiger her?

In der Arche Warder gibt es genug Platz. Voll schmutzig hier! Sand und Matsch ...

Geil wah?


Ich bin extra fĂźr den Verzehr gemacht!

Ich auch! Aber bis dahin kann es mir doch gut gehen.

I-i-i ch werd e wenigst-t-t-ens nicht g g g gegessen.

Sorry?

Willst du nicht mal richtig lange rennen?

A-a-aber die die K-k-kids l-l-lieben mich-ich!

Wie poste ich das jetzt?

Ich brauche Pommes!


Ausssserdem kenne ich die Wil-l-ldnis gar gar nicht. in-n-n Echt-t wäre ich sehr-r-r schnell t-t-t-tot. Ich übrigens auch!

Man hätte dich nicht einsperren und dich nicht so hochzüchten dürfen.

Aber das liegt nicht in unseren Pfoten.

Wir müssen dann wieder.

Jup!


Aber Freunde, am Ende kackt die ...

Genau-u!

Haha!


*

* Konstruiert von juhing Š2020


1)

2)

* 1) Moderne Milchleistungskühe werden bedarfsgerecht

* Alte Haustierrassen sind über Jahrhunderte, mitunter

Jahrtausende, an sich immerwährend ändernde Umweltbedingungen sowohl über natürliche Selektion als auch durch gezielte Zuchtauswahl angepasst worden und haben dadurch eine bemerkenswerte Stabilität und Langlebigkeit erworben. Alte Rassen erweitern unsere Möglichkeiten, die unterschiedlichen Landschaftsregionen nachhaltig zu bewirtschaften und machen es mit ihrer hohen Anpassungs- und Widerstands�ähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen möglich, auch den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu begegnen. (Quelle: Arche Wader)

ge�üttert. Grassilage, Maissilage, eiweißreiche Er-gänzungsfuttermittel wie Soja sowie Mineral- und Vitaminleckmasse sind entscheidend �ür eine hohe Milchleistung. Diese Kühe erhalten pro Tag etwa 25 Kilogramm Spezialfutter. Da eine Unter- bzw. Überversorgung mit einzelnen Futterkomponenten �ür die Tiere schädlich ist, werden die Futterrationen häufig computerberechnet und pelletiertes Kraftfutter über Automaten zugeteilt. Den klassischen Weidegang gibt es häufig nicht mehr. (Quelle: Arche Wader)

2) Nur wenige Tiere werden zur Fortpflanzung auserwählt.

Ein „Superbulle“ hat teilweise mehr als 100000 Töchtern. Mit dieser Praxis wird ein ge�ährlicher, genetischer Flaschenhals geschaffen. Denn wenn ein Bulle zugleich Vater und Groß-vater ganzer Generationen von Kühen ist und sich auf der anderen Seite Hunderttausende Bullen nicht fortpflanzen können, weil sie als Kalbfleisch auf dem Teller landen, wird der Genpool massiv eingeschränkt. Das Erbgut der Rinder verändert sich. (Quelle: Arche Wader)


– Das alles ist vorbei… Es ist zum Lachen! Bist du ein andrer oder liegts an mir? Vielleicht kann keiner von uns zwein dafür. Man glaubt oft nicht, was ein paar Jahre machen. Mascha Kaléko


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