Produkt 3/2024

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03 2024 DIE BESTEN SEITEN FÜR MARKEN Österreichische Post AG | MZ15Z040476M PRODUKT BrandNews GmbH 2100 Korneuburg, Kirchengasse 4–6 „Nicht retournieren“ | € 4,90 HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?

EXPERIMENTELLE PREISE

Erlauben Sie mir die subjektive Feststellung: Zur Zeit brodelt und gärt es an allen Ecken und Enden, wenn wir uns das Thema Lebensmittel ansehen. Klimawandel, die Frage nach transparenten Lieferketten, Tierwohl, Bauern und Bäuerinnen, die mit ihren Traktoren auffahren… appetitlich ist anders. Natürlich sind wir im Zuge der aktuellen Ausgabe noch einmal ganz besonders oft auf diese Themenfelder gestoßen. Denn gerade, wenn es um tierische Erzeugnisse geht, fällt auf, dass hier nicht nur viel Kritik, sondern auch ökonomischer Druck auf den Akteur:innen lastet. Wir wurden daher auch immer wieder auf die Lösung aufmerksam gemacht: Lebensmittel, insbes. tierische, seien zu günstig, so erzählen viele unserer Interviewpartner:innen. Die Kosten, um alles richtig zu machen – also nachhaltig zu produzieren, sicherzustellen, dass die Lieferkette passt und weder Klima noch Tiere zu Schaden kommen – das alles trägt der Markt aktuell nicht.

Penny Deutschland hat letztes Jahr ein interessantes Experiment gestartet: Der Diskonter erhöhte eine Woche lang die Preise für neun seiner Produkte um jene Kosten, die durch die Produktion an der Umwelt und am Klima entstehen. In den Verkaufspreis wurden unter an-

derem die Auswirkungen auf Boden, Klima, Wasser und Gesundheit mit eingerechnet. Lassen Sie uns diesen Gedanken aufgreifen und überlegen, was passieren würde, wenn wir Direkt- und Ausgleichszahlungen, die Bauern und Bäuerinnen heute für ihre Arbeit (und die Einhaltung zahlreicher Auflagen) erhalten – und die bis zu 70% des bäuerlichen Einkommens ausmachen – einrechnen würden. Und dann noch all die Kosten, die eine noch korrektere Nutztierhaltung ermöglichen würden… Wieviel würde Fleisch wirklich kosten, wenn nach allen Regeln der Kunst und Wünschen der Gesellschaft produziert werden würde und diese Kosten nicht über Umwege von der Allgemeinheit, sondern direkt von jedem/r einzelnen, bei jedem Einkauf getragen werden würden?

Völlig unverständlich ist es dann, dass lt. aktuellen RollAMA-Zahlen die Aktionsanteile im Handel mittlerweile bei 30% liegen. Und davon sind insbesondere tierische Produkte über Gebühr betroffen: Mehr als die Hälfte des Rind- und Schweinefleisches, so die Ergebnisse für 2023, wurden rabattiert an die Konsument:innen verkauft, gefolgt von Butter mit einem Aktionsanteil von 46%.

Irgendwo stimmt doch da was nicht.

Brigitte Drabek_bd Karl Schilling_ksch Kristin Pfeifer_kp Heike Weiss Sonja Zauner

MEDIENINHABER: PRODUKT BrandNews GmbH, Kirchengasse 4-6, A-2100 Korneuburg HERAUSGEBER UND GESCHÄFTSFÜHRUNG: Brigitte Dràbek, Kiki Sabitzer, Sonja Zauner

REDAKTION: Brigitte Dràbek, Kiki Sabitzer, Karl Schilling, Kristin Pfeifer • GRAFIK/FOTOREDAKTION: Heike Weiss • BILDBEARBEITUNG: Rudolf Koch

• REDAKTIONSSEKRETARIAT: Sonja Zauner, Tel.: 02262/71746, Fax: DW 30 • Email: redaktion@produkt.at • DRUCK: Johann Sandler GesmbH & Co KG • Für beigestellte Bilder und Daten wird keine Haftung übernommen • Angeführte Produkt-Preise verstehen sich als empfohlene Verkaufspreise.

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Editorial PRODUKT 03 2024 3

15

Food

20

22

62

66

Nonfood

70

54 40 10 Serien & Standards
Launchmonitor 12 Personalia 78 Lieblingsprodukt 78 Produkt des Monats News
06
Alles andere als Müll ARA hält Kunststoff im Kreislauf
Prickelnde Bilanz Henkell Freixenet über 2023
Solide Performance Daten des Brauereiverbands
Stimmungsmacher News für die Eis-Saison
Aufgebrezelt Pizza mal anders von „Wagner“
Gemischtes Doppel Tafel-Innovation von „Ritter Sport“
26
30
60
Für jede:n und alles Relaunch bei „Schwarzkopf Gliss“
Spülberechtigt MGSM-Gel von „Frosch“ Professional
Alleskocher Interview: D. El Senosy & W. Schnabl, Modul
Flaschendrehen Was bestellt die Redaktion? Heftthema: 08 Interview: F. Hnat, VGÖ & J. Prodinger, NTÖ 10 Marketagent: Vegan-Studie 20 Veganer Schaumwein 24 TK-Gerichte 36 Interview: M. Spiess, Barilla 40 Milchalternativen 41 Kein Krapfen 42 Interview: C. Mösl, ARGE Heumilch 46 Fleischalternativen 47 Billa Pflanzilla
Interview: N. Marcher, Marcher Fleischwerke
Karl Christian Handl macht beides 49 Mehr Transparenz in der Nutztierhaltung 50 T. & H. Neuburger über das „Fungi Pad“ 51 Juffinger – stolz auf Fleisch 52 Mehr Obst & Gemüse? 54 Pflanzlich naschen 66 Vegane Waschmittel & Reiniger 69 Veganes Petfood 74 Professional: Vegane Speisekarte 74 Inhalt PRODUKT 03 2024 5 Tiefkühlkost Eis Convenience MoPro Frische Süßwaren Snacks Grundnahrung Reform Babynahrung Babypflege Kosmetik Hygiene Waschmittel Reiniger Heim Haushalt Heimtier Garten Getränke Food Ausstattung Technik Getränke
71
48
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launch monitor

Die aktuellen Produkteinführungen:

Kaufbereitschaft

Fragestellung: „Angenommen, Sie würden die folgenden Produkte zu einem angemessenen Preis vorfinden: Wie wahrscheinlich würden Sie diese kaufen?“ Top-Box: bewertet mit „würde ich auf jeden Fall kaufen“ (5-stufige Skalierung) in Prozent

1. Fini’s Feinstes Original mit Weizenkeim

2. Cornetto Soft Stracciatella & Caramel

33,4%

29,2%

3. Lindt Goldhase Salted Caramel

28,0%

4. Magnum Chill Blueberry Cookie

26,8%

4. Magnum Euphoria Pink Lemonade 26,8%

6 PRODUKT 03 2024 Marktforschung

befragt für jede Ausgabe von PRODUKT jeweils 500 Konsument:innen online über ihre Meinung zu den vielversprechendsten aktuellen Produktvorstellungen.

Kauf-Motive

Fragestellung: „Bitte geben Sie an, mit welchem dieser Begriffe Sie die jeweiligen Produkte am ehesten assoziieren.“

Geselligkeit

Prestige

Funktionalität

Gesundheit

Belohnung

Probierinteresse

Fragestellung: „Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit, 3 Produkte auszuwählen, um sie kostenlos zu probieren. Welche würden Sie auswählen?“ Produkte, die am häufigsten genannt wurden:

Cornetto Soft Stracciatella & Caramel Magnum Euphoria Pink Lemonade Magnum Chill Blueberry Cookie
Entspannung 1. Dallmayr Crema e Aroma 34,4% 2. Emmi Caffè Latte Birthday Edition 29,6% 3. Pago Pop 18,3%
1. Ottakringer Bio-Zwickl Dunkel 42,5% 2. Stiegl Hausbier Almrausch 41,6% 3. Pago Pop 32,4%
1. Actimel ohne Plastik-Label 51,7% 1. Eat happy mit planted. 51,7% 3. Schärdinger Bergbauern Joghurt Cerealien 45,9%
1. Lindt Lindor Cheesecake 11,7% 2. Lindt Goldhase Salted Caramel 11,1% 3. Garnier Hautklar AHA+BHA mit Kohle 10,7%
1. Magnum Chill Blueberry Cookie 67,8% 2. Milka Strawberry Cheesecake & Chocolate Heart 66,8% 3. extrême Cookie Cone Choco & Brownies 65,8%
1. Persil kompaktiert 76,9% 2. Persil Expert 75,3% 3. WC Ente Garden Escape 67,4%
7 PRODUKT 03 2024 Marktforschung

HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?

Felix Hnat ist Obmann des Vereins Vegane Gesellschaft Österreich

Mit oder ohne Tier?

Das Thema „Vegan“ erhitzt die Gemüter ähnlich schnell wie einst die Diskussion um die Corona-Impfung. Auch deshalb haben wir unser Heftthema mit „Vegan – wieso (nicht)?“ recht offen formuliert und eröffnen diese Ausgabe mit einem DoppelInterview: Felix Hnat, Obmann des Vereins Vegane Gesellschaft Österreich, beantwortet dabei dieselben Fragen wie Johanna Prodinger, GF Nachhaltige Tierhaltung Österreich.

PRODUKT: Unser Heftthema lautet „Vegan wieso (nicht)? – was spricht aus Ihrer Sicht für einen höheren Anteil an pflanzenbasierten Lebensmitteln – und was spricht für tierische Lebensmittel?

Hnat: Pflanzliche Lebensmittel liegen voll im Trend, und Österreich ist sogar Europameister. In Österreich leben 400.000 Menschen vegan, zusätzlich verzichten 800.000 auf Fleisch, und der Fleischkonsum sinkt dank der knapp 4 Millionen Flexitarier:innen jedes Jahr. Der Grund dafür ist, dass die Alternativen am Markt geschmacklich immer besser werden. Dabei spielt auch der Klimawandel eine große Rolle. Beim CO2-Abdruck eines Lebensmittels ist der Transportweg, also die Regionalität, nur für 3–7% verantwortlich. Über die Hälfte der

Treibhausgase lässt sich durch pflanzliche Zutaten reduzieren.

Prodinger: Wir leben in einem Land, in dem es möglich ist, die unterschiedlichsten Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln. Pflanzliche, eiweißreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte sind gesund, reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien. Tierische Produkte überzeugen als Eiweißlieferanten, denn die biologische Wertigkeit von tierischem Eiweiß ist unübertroffen. Fleisch gilt als vollständige Proteinquelle, d.h. alle essentiellen Aminosäuren sind in ausreichender Menge enthalten. Eine vollständig vegane Ernährung kann auf Dauer nur durch Supplementierung aufrechterhalten werden. Hier ist jedoch zu beachten, dass ein Mangel erst nach Jahren auftritt. Tie-

rische Produkte haben in vielen Kulturen eine lange Tradition und sind tief in der kulturellen Identität verankert. Insgesamt sollte immer die Ausgewogenheit und Qualität der Ernährung im Vordergrund stehen. Auf vegane Ersatzprodukte wie Analogkäse sollte hingegen verzichtet werden, da diese oft einen enormen Ressourcenaufwand haben und von minderer Qualität mit vielen Zusatzstoffen sind. Sie sehen also, sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte haben ihren Platz in einer ausgewogenen Ernährung. Dabei sollte bei der Auswahl der Fleischprodukte auf die Herkunft geachtet werden. Dies gilt insbesondere für die Gastronomie sowie für verarbeitete Produkte wie Wurstwaren.

PRODUKT: Tierische Produkte, Frau Prodinger, bzw. vegane Ersatzprodukte, Herr Hnat, stehen häufig in der Kritik – wie sieht Ihrer Meinung nach das optimale tierische bzw. vegane Produkt aus? Worauf sollte man achten?

Hnat: Generell ist die Qualität von pflanzlichen Produkten ausgezeichnet. Die Fleischlobby und die Milchwirtschaft trompeten zwar das Gegenteil heraus, aber erst letzte Woche hat ein Test des VKI gezeigt, dass die allermeisten Produkte „gut“ abschneiden. Und dabei enthalten sie nicht einmal Cholesterin oder so viele gesättigte Fette wie Fleisch. Viele heimische Firmen wie die Sojarei, Österreichs größter

News PRODUKT 03 2024 8

Tofuhersteller, machen vor, wie es sein sollte: traditionelle Produkte, keine Zusatzstoffe und Sojabohnen aus Österreich in Bioqualität. Da können die Kraftfuttermischungen für die Viehzucht mit ihren diversen Zusätzen und Vitaminen einpacken!

Prodinger: Die Aspekte Herkunft Österreich und Tierhaltung spielen dabei eine wichtige Rolle. Produkte aus Österreich unterstützen die heimische Landwirtschaft und reduzieren den CO2-Fußabdruck durch kurze Transportwege. Die Almwirtschaft in Österreich bewirtschaftet 20% der Staatsfläche und fördert geschlossene Ökosysteme sowie eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Grasland und Wiederkäuer sind zentral für die Umwandlung nicht essbarer Biomasse in menschliche Nahrung. Die kombinierte Bewirtschaftung von Schweinen und Ackerbau unterstützt ebenfalls einen effizienten Nährstoffkreislauf auf den Feldern. Zusammenfassend sollte das optimale tierische Produkt in Österreich produziert werden und eine transparente Lieferkette aufweisen. Der bewusste Konsum von qualitativ hochwertigen tierischen Produkten kann dazu beitragen, Tierwohl, Nachhaltigkeit und die eigene Gesundheit zu fördern.

PRODUKT: Spricht man das Thema vegan/tierisch an, wird es sofort emotional – warum?

Hnat: Ich denke, es ist beobachtbar, dass der Trend in Österreich weg vom Fleisch geht. Anstatt wie im Bereich Soja die Chance zu nutzen – inzwischen ist Soja in Österreich die viertwichtigste Feldfrucht – haben die Rinder-, Schweine- und Geflügelverbände beschlossen, die pflanzlichen Produkte zu verteufeln und zu bekämpfen. Das ist schade und meiner Meinung nach nicht zukunftsfähig.

Prodinger: Das Thema vegan versus tierisch ist stark emotional aufgeladen, da es grundlegende Werte und Überzeugungen berührt und uns alle täglich betrifft. Jeder hat eine Meinung dazu und viele Meinungen bedeuten auch viel Diskussions- und Konfliktpotenzial. Auch auf Seiten der Landwirtschaft ist das Thema stark emotional besetzt, geht es doch um den eigenen Familienbetrieb und die persönliche Lebensgrundlage, die über Generationen und oftmals Jahrhunderte auf den Betrieben aufgebaut wurde. In den Betrieben wird täglich viel Arbeit investiert. Das Verständnis seitens der Konsument:innen ist über die Zeit verloren gegangen und muss wieder Schritt für Schritt aufgebaut werden, damit der Wert tierischer Produkte auch angesehen wird. Die Diskussion um vegane Ernährung versus tierische Produkte zeigt, wie eng Ernährung mit Ethik, Kultur und Identität verbunden ist.

PRODUKT: Lassen Sie uns noch kurz über Preis & Wert sprechen – ist Fleisch zu billig und vegan zu teuer?

Hnat: Lebensmittel sollen ihren Wert haben und die harte Arbeit in der Landwirtschaft muss fair entlohnt werden. Als ich während der Pandemie erfolglos versucht habe, Tomaten anzubauen, habe ich gemerkt, was da geleistet wird. Hut ab vor allen Landwirt:innen in Österreich!

Was mir sauer aufstößt, ist, dass Soja- und Haferdrinks, auch wenn sie regional und biologisch sind, mit 20% MwSt. besteuert werden und Kuhmilch nur mit 10%. Das gehört angeglichen. Das ist nicht fair!

Prodinger: Gerade tierische Produkte werden oftmals in Aktionen zu Schleuderpreisen verkauft. Bäuerinnen und Bauern arbeiten 365 Tage im Jahr für die Produktion von tierischen Lebensmitteln. Ja, genau dieses Bewusstsein braucht es bei den Konsumentinnen und Konsumenten: Tierische Lebensmittel haben einen Wert!

PRODUKT: Was würden Sie sich vom Handel wünschen, um das Thema nachhaltige Ernährung (in beiden Bereichen) gut voranzubringen?

Hnat: Im Bereich pflanzliche Produkte ist der Handel der Politik um Jahrzehnte voraus, das muss man offen und ehrlich sagen. Was tierische Produkte betrifft, da wird mir auch die Gegenseite zustimmen, würde ich mir wünschen, dass der Preis von Fleisch durch Lockangebote nicht so stark gedrückt wird.

Prodinger: Vor allem braucht es mehr Zusammenarbeit zwischen Handel und der tierischen Landwirtschaft in der Konsument:inneninformation. Hintergründe und Abläufe der österreichischen Familienbetriebe sollen mit realen Bildern und Einblicken aufgezeigt werden. Denn die tägliche Verfügbarkeit von Lebensmitteln im Supermarkt wird oft als selbstverständlich angesehen. Das vielfältige Angebot verdanken wir zu einem großen Teil den heimischen Bäuerinnen und Bauern, die einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Wertschöpfungskette und verstehen die Bedeutung von Lebensmitteln und den Wert ihrer täglichen Arbeit jenseits von Inhaltsstoffen, Geschmack oder Preis.

PRODUKT: Vielen lieben Dank für Ihre offenen Antworten! ks/bd

Johanna Prodinger, Geschäftsführerin Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ)
News 9 PRODUKT 03 2024

Auf dem richtigen Veg?

Über die wahre Bedeutung einer veganen Lebensweise für die Österreicher:innen sind sich Handel, Hersteller und die unterschiedlichen Stakeholder in der öffentlichen Diskussion nicht immer einig. Wir haben gemeinsam mit Marketagent versucht, etwas Licht in die Sache zu bringen und Gemeinsamkeiten sowie Gegensätze in den Standpunkten der Brancheninsider:innen und der Konsument:innen herauszufinden.

Befragt wurden in unserer Studie nicht nur die Konsument:innen, sondern auch die Branchen-Expert:innen, also Personen aus dem Handel oder aus der Markenartikel-Industrie. Und die schätzen das Thema Vegan in mancher Hinsicht anders ein. Etwa was den Anteil jener Personen angeht, die sich als Vollzeit-Veganer:innen bezeichnen. Im Web kursieren dazu unter-

Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument*innen für vegane Produkte

Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument*innen für vegane Produkte im Food-Bereich

Anteil der Veganer:innen in Österreich

Studien-Basics Aufpreisbereitschaft der Konsument:innen für vegane Food-Produkte

360°-Studie unter Konsument:innen und FMCG-Expert:innen

Sample-Größe:

Konsument:innen: n = 1.000

FMCG-Expert:innen: n = 208

Kernzielgruppe: 14 bis 75 Jahre

Methode:

Computer Assisted Web Interviews

HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?
© Zapylaiev Kostiantyn/shutterstock
Wie hoch schätzen Sie den Anteil an Veganer*innen in Österreich ein? || Wie würden Sie Ihre Ernährungsweise am ehesten besc hreiben? || *geschätzter Anteil Anteil der Veganer*innen in Österreich 5,3% 1,4% FMCG-Expert*innen | n= 208 Konsument*innen | n=1.000 geschätzter Anteil realer Anteil Anteil der Veganer*innen in Österreich 5,3%* 1,4% FMCG-Expert*innen | n= 208 Konsument*innen | n=1.000 geschätzter Anteil realer Anteil Wie hoch schätzen Sie den Anteil an Veganer*innen in Österreich ein? || Wie würden Sie Ihre Ernährungsweise am ehesten besc hre iben? || *geschätzter Anteil Anteil der Veganer*innen in Österreich 5,3%* 1,4% FMCG-Expert*innen | n= 208 Konsument*innen | n=1.000 geschätzter Anteil realer Anteil FMCG-Expert*innen | n= 208 FMCG-Expert*innen | n= 208 Konsument*innen | n=1.000 Konsument*innen | n=1.000 Wie hoch ist Ihrer Schätzung nach die Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument *innen für Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen? || Um wie viel % dürfen Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen teurer sein, das s S ie diese bei einem gewöhnlichen Einkauf auswählen würden? Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument*innen für vegane Produkte im Food-Bereich 68,6% 9,6% Keine Aufpreisbereitschaft 17,4% 13,9% Mittelwert der Aufpreisbereitschaft Wie hoch ist Ihrer Schätzung nach die Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument *innen für Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen? Um wie viel % dürfen Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen teurer sein, das s S ie diese bei einem gewöhnlichen Einkauf auswählen würden?
68,6% 9,6% Keine Aufpreisbereitschaft 17,4% 13,9% Mittelwert der Aufpreisbereitschaft Wie hoch ist Ihrer Schätzung nach die Aufpreisbereitschaft der österreichischen Konsument *innen für Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen? || Um wie viel % dürfen Produkte des täglichen Bedarfs mit ausschließlich veganen Inhaltsstoffen/ Bestandteilen teurer sein, das s S ie diese bei einem gewöhnlichen Einkauf auswählen würden?
im Food-Bereich
68,6% 9,6% Keine Aufpreisbereitschaft 17,4% 13,9% Mittelwert der Aufpreisbereitschaft
News PRODUKT 03 2024 10

schiedliche Zahlen. In unserer Studie haben 1,4% der Bevölkerung angegeben, sich tatsächlich ausschließlich vegan zu ernähren. Handel und Markenartikler schätzen diesen Anteil deutlich höher ein, nämlich auf 5,3%. Allerdings ist für knapp ein Drittel der Bevölkerung (und das wird von den Experten beinahe deckungsgleich eingeschätzt) das Attribut „vegan“ sehr oder eher wichtig als Produkteigenschaft. Dies erklärt sich dadurch, dass rein pflanzliche Produkte natürlich längst nicht nur von Vollzeit-Veganer:innen gekauft werden, sondern von allen, die auch zwischendurch ganz bewusst mal auf Tierisches verzichten – den Flexitariern also, deren Anteil laufend steigt.

UNTERSCHIEDE. Vorteile einer veganen Ernährungsweise sehen die Expert:innen viel stärker als die Konsument:innen in Tierschutzargumenten (68,8% vs. 45,6%) sowie

in der Schonung von Ressourcen bzw. dem Klima (66,8% vs. 32,9%) und auch einer gesünderen Lebensweise (48,6% vs. 32,0%). Unterschiede gibt es auch hinsichtlich der Einschätzung der Aufpreisbereitschaft für vegane Produkte: Konsument:innen sind im Mittel bereit, für rein pflanzliche Lebensmittel um 17,4% mehr zu bezahlen. Die FMCGExpert:innen hätten diesen Wert „nur“ mit 13,9% quantifiziert. Ordentlich verschätzt haben sich die Brancheninsider hingegen hinsichtlich der Altersgruppen, für die vegane Produkte am interessantesten sind: Tatsächlich sind es die 20- bis 29-Jährigen, bei denen 16,7% Interesse bekunden, während Handel und Hersteller auf 74,5% getippt hätten. In den Altersgruppen über 40 dreht sich das Bild: Hier schätzen die Befragten aus der Branche das Konsument:inneninteresse an veganen Produkten deutlich geringer ein als es ist. Und während das Angebot an

entsprechenden Produkten im LEH für die Verbraucher:innen überwiegend (mehr als) ausreichend ist, finden Handel und Hersteller, dass das Sortiment durchaus noch in diese Richtung ausgebaut werden könnte: 41% sind der Meinung, dass es etwas zu wenig vegane Produkte am Markt gibt. Immerhin 5,5% der Markenartikler geben an, dass ihr Unternehmen plant, in die Produktion veganer Artikel einzusteigen.

WIE GEHT’S WEITER? Einig ist man sich weitgehend, dass das Thema in Zukunft noch wichtiger werden wird: 78,8% der Branchen-Expert:innen und immerhin 47,8% der Konsument:innen sind sicher, dass es weiter an Relevanz gewinnen wird. Nur 2,9% aus den Bereichen Handel und Industrie, aber immerhin 13,1% der Verbraucher:innen meinen, dass die Bedeutung auch wieder abflaut. bd

einer veganen Ernährung und Lebensweise

Vorteile einer veganen Ernährung und Lebensweise

Bestandteile (z.B. Kosmetik, veganes Leder)

Tierschutz durch rein pflanzliche Inhaltsstoffe/Bestandteile (z.B. Kosmetik, veganes Leder)

Schonung von Ressourcen/ Klimaschutz

Schonung von Ressourcen/ Klimaschutz

gesündere Ernährung/ Lebensweise

Gesündere Ernährung/ Lebensweise

Erfüllung gesellschaftlicher Verantwortung

Erfüllung gesellschaftlicher Verantwortung

Vorbeugung von (chronischen) Krankheiten

Vorbeugung von (chronischen) Krankheiten

Nutzung von Medikamenten (aufgrund gesünderer Lebensweise)

verminderte Nutzung von Medikamenten (aufgrund gesünderer Lebensweise)

reguliertes Körpergewicht

Reguliertes Körpergewicht

Kostenersparnis

sonstige Vorteile

Ich sehe keine Vorteile

Kostenersparnis

Sonstige Vorteile

Ich sehe keine Vorteile

sind die Vorteile einer veganen Ernährung/ Lebensweise? || Mehrfach -Nennung möglich
68,8% 66,8% 48,6% 38,0% 29,8% 10,1% 5,8% 2,4% 6,7% 15,9% 45,6% 32,9% 32,0% 12,1% 18,2% 12,0% 13,0% 5,5% 2,8% 30,7% pflanzliche Inhaltsstoffe/
| n=208
| n=1.000
FMCG - Expert*innen
Konsument*innen
FMCG-Expert*innen | n= 208 Konsument*innen | n=1.000
News 11 PRODUKT 03 2024

AGRANA

Stephan Meeder wurde mit Wirkung zum 1. März zum neuen Mitglied des Vorstandes der Agrana Beteiligungs AG ernannt. Er wird das Ressort Interne Revision verantworten und folgt in dieser Funktion Thomas Kölbl, der in den Ruhestand tritt. Meeder ist CEO der CropEnergies AG und seit Dezember 2023 im Vorstand der Südzucker AG.

DANONE ÖSTERREICH

Die gebürtige Kanadierin Isabel Petit hat seit Februar kategorieübergreifend die Gesamtverantwortung für die Geschäftsführung der Danone Österreich GmbH. Isabel Petit, die auf mehr als 20 Jahre umfangreiche, internationale Erfahrung bei Danone zurückblickt, ist in ihrer neuen Rolle auch Teil des Danone DACH Boards.

DIAGEO

Diageo ernennt Daniel Demke zum Commercial Director für die Schweiz und Österreich. In dieser neu geschaffenen Position wird er die Märkte Schweiz und Österreich betreuen und an Olena Neznal, Managing Director Northern Europe, berichten. Demke kann auf viel Erfahrung bei Bacardi (u.a. Commercial Development) zurückblicken.

NESTLÉ HEALTH SCIENCE

Der langjährige Mitarbeiter der Nestlé Health Science, Reinhard Wagner, ist neuer Head of Business Unit Consumer Care. Somit übernimmt er die Geschäftsführung des 2022 in die Nestlé Health Science eingegliederten Grazer Unternehmens „Promedico“. Wagner ist nun Teil des Leadership Teams der Nestlé Health Science Deutschland und Österreich.

SPITZ

Das österreichische Lebensmittelunternehmen Spitz investiert in ein eigenes Brand Business: Im Zuge dessen besetzt man die „Alpine Brands“-Tochter mit einer neuen Doppelspitze. Somit zeichnet Spitz-CEO Walter Scherb selbst für Marketing und Produktmanagement verantwortlich; Spitz-CCO Harald Doppler leitet die Vertriebsagenden.

VÖSLAUER MINERALWASSER

Mit Februar 2024 wurde die Geschäftsführung der Vöslauer Mineralwasser GmbH neu aufgestellt: Herbert Schlossnikl, seit über 23 Jahren technischer Geschäftsführer, übernimmt die Alleingeschäftsführung des Unternehmens. Er ist außerdem Obmann des Mineralwasserverbandes

Achtsamer Einkauf

Den Konsument:innen sind Energieeinsparungen nicht nur im eigenen Haushalt wichtig, sondern auch dort, wo sie ihre Einkäufe erledigen, wie eine Studie von ECR Austria und Market nun ergeben hat.

Die jüngere Vergangenheit hat uns allen aufgezeigt, wie wichtig Energie-Effizienz ist – für die Geldbörse ebenso wie für den Planeten und auch, um Abhängigkeiten zu verhindern. Und das Bewusstsein dafür bleibt offensichtlich am Weg zum Einkauf nicht an der eigenen Haustür zurück. Fast jede:r Österreicher:in identifiziert im Supermarkt Einsparungspotentiale. Lediglich 9% hatten in der Studie keine klare Vorstellung dazu. Doch wie ist man zu diesen Ergebnissen gekommen? Zunächst wurden Kund:innen durch den Supermarkt begleitet, um Ideen und Wahrnehmungen rund um Energieeffizienz zu sammeln. Die auf diese Weise gewonnenen Einsichten führten zu Hypothesen, die im Anschluss in einer breiten Bevölkerungsumfrage überprüft wurden.

WAHRGENOMMEN. Die Ergebnisse sind durchaus spannend: So sind die Kund:innen etwa sensibel hinsichtlich Beleuchtung außerhalb der Geschäftszeiten und schlagen dazu Lösungen wie Bewegungsmelder vor. Auch Ideen hinsichtlich eines innovativen Einsatzes von Abwärme aus Kühlgeräten oder bzgl. der Bedeutung effizienter Kühlung und Temperaturanpassungen wurden geäußert.

INFORMATIONSBEDARF. Vergleichsweise wenig Wissen hatten die Studienteilnehmer hinsichtlich der Vorteile bestimmter Verpackungen, etwa in Sachen Vorbeugung von Lebensmittelverschwendung. Skeptisch zeigte man sich gegenüber dem Einsparungspotential von Online-Einkäufen und Self-Scanning-Systemen. bd

PRODUKT 03 2024 12

Bio-Plattform

Bio, Öko, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit in geballter Form gab es auf der diesjährigen Biofach und der zugleich ausgetragenen Vivaness zu entdecken. PRODUKT war für Sie in Nürnberg vor Ort.

Gerade in bewegten Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, zusammenzukommen und in den Dialog zu treten“, befand Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung,

anlässlich des Messe-Duos Biofach und Vivaness, und freute sich, der Bio-Community in Nürnberg vor Ort, aber auch digital wieder eine Plattform für den Austausch bieten zu kön-

Biologische Fakten

nen. Denn zu entdecken und zu erfahren gibt es gerade im Bio- und Naturkosmetikbereich (den die Vivaness abdeckt) genug. Rund 2.550 Hersteller aus 94 Ländern präsentierten zahlreiche Produktneuheiten sowie natürlich auch ihre bestehenden Sortimente. Und so hatten die rund 35.000 Fachbesucher:innen viel zu begutachten und zu probieren. Doch nicht nur direkt an den Aussteller-Ständen gab es News: Trends und Neuheiten wurden auch im Rahmenprogramm der Messen erlebbar. Was die in Nürnberg präsentierten Produktneuheiten angeht, so lagen die Schwerpunkte im Bereich Sweet Soulfood, transparente Wertschöpfungsketten, Pilze sowie alkoholfreie Alternativen zu Wein, Bier und Spirituosen.

MASSGESCHNEIDERT. Auf der Vivaness wiederum wurde die Branche dem großen Individualisierungs-Trend gerecht und zeigte maßgeschneiderte Lösungen für jede Lebensphase und für unterschiedliche Lebensstile. Besonders viele Innovationen gab es im Bereich naturkosmetischer Deodorants, hinsichtlich haptischer und sensorischer Erlebnisse während des täglichen Beauty-Programms und auch in Sachen dekorativer Naturkosmetik zu entdecken. bd

gen, wie in vielen anderen Bereichen, auch bei Bio leicht rückläufig (-2,8%). Die höchsten BioAnteile findet man im LEH nach wie vor in der MoPro. Frisch- und ESL-Milch haben mit 28,3% den höchsten wertmäßigen Bio-Anteil aller RollAMA-Warengruppen, gefolgt von Joghurt mit knapp 25%. Eine erfreuliche Entwicklung erzielten die Bio-Anteile bei Frischobst und -gemüse: Hier wuchsen die Bio-Anteile auch im vergangenen Jahr kontinuierlich weiter. Frischgemüse ist damit zur Warengruppe mit den dritthöchsten wertmäßigen Bio-Anteilen (22,7%) aufgerückt.

Im Rahmen der Biofach präsentiert die AMA-Marketing traditionell die neuesten BioKennzahlen aus dem LEH, die aus dem RollAMA-Haushaltspanel gewonnen werden. Diese belegen u.a., dass Bio-Lebensmittel trotz Teuerung weiterhin gefragt sind.

So zeigen die RollAMA-Zahlen für das Gesamtjahr 2023 u.a., dass sich der Umsatz von Bio-Frischeprodukten im Lebensmitteleinzelhandel um 5,3% (auf rund 873,6 Mio. €)

gesteigert hat. Langfristig betrachtet wuchsen die Umsätze im Bio-Bereich seit 2019 um mehr als 50%. Die Absatzentwicklung war allerdings im Vorjahr angesichts der Teuerun-

DIFFERENZEN. Bei Fleisch und Geflügel blieben die Bio-Anteile, trotz hoher Preisdifferenz zwischen biologisch und konventionell, stabil bei rund 7%. Im Durchschnitt zahlten die Verbraucher:innen € 17,28 für ein Kilogramm Bio-Fleisch. 2019 waren es € 13,62 pro Kilogramm. Generell waren die Preisunterschiede zwischen biologischen und konventionellen Produkten 2023 je nach Warengruppen unterschiedlich hoch und lagen zwischen knapp 10% bei Frischmilch und bis zu 85% bei Fleisch und Geflügel. Bio-Eier waren im Schnitt um 62% teurer als ihre konventionellen Pendants. Bei Käse und Butter lag die Differenz bei 28,4 bzw. 23,2%. ks

News PRODUKT 03 2024 14
© bbernard/shutterstock

ARA/Daniel Willinger

©

Alles andere als Müll

Auch wenn die Österreicher:innen Kunststoffverpackungen bereits recht engagiert sammeln, steht einer 100%igen Wiederverwertung immer noch einiges im Weg. Aus unterschiedlichen Gründen müssen bestimmte Verpackungen aussortiert werden. Nun hat die ARA aber ein Verfahren entwickelt, mit dem auch diese Sortierreste im Kreislauf gehalten werden können.

Die Gründe, warum Kunststoffe nicht recycelt werden können, sind vielfältig: Sie können zu stark verschmutzt oder zu klein sein oder aus unterschiedlichen chemischen Stoffen bestehen – all dies steht einem effizienten Recycling im Weg. In der Kunststoffsortieranlage der ARA und ihrer Partner Bernegger und Der Grüne Punkt in Oberösterreich wird etwa eine Sortiertiefe von 80% erreicht. Heißt: Ein Fünftel der sortierten Mengen konnte bisher nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll wiederaufbereitet

werden. Deshalb wurden solcherlei Verpackungen aussortiert und thermisch verwertet. Im Sommer geht aber im niederösterreichischen Pöchlarn die österreichweit erste Anlage für Polyolefin-Aufbereitung in Betrieb. Unter dem Titel „Upcycle“ werden in Kooperation der ARA mit dem Anlagenbetreiber SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH jährlich zusätzlich rund 30.000t Recyclingmaterial gewonnen, indem aus den Sortierresten bis zu 50% der Wertstoffe zurückgewonnen werden. Die (CO2-optimierte)

Im Einsatz, um Kunststoff noch besser zu recyceln: Martin Prieler, ARA Vorstand, Erich Frommwald, CEO Kirchdorfer Gruppe, Jürgen Secklehner, GF ARAplus, Reinhard Kerschner, GF Top Umweltservice GmbH und GF Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH, Richard Walter, GF SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH

thermische Verwertung jener Reste, die nicht mehr rezyklierbar sind, übernimmt Kirchdorfer Zement. ARA Vorstand Martin Prieler ist jedenfalls überzeugt, dass mit der neuen Anlage viel bewegt werden kann: „Es ist von zentraler Bedeutung, Rohstoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu halten und damit gleichzeitig die ambitionierten EU-Ziele bei Kunststoffverpackungen zu erreichen. Unser neues Verfahren ist ein wichtiger Fortschritt zur Erreichung beider Ziele.“

NEUER ROHSTOFF. Verarbeitet werden bei Upcycle sowohl gemischte Kunststoff-Fraktionen aus dem Gelben Sack als auch Fraktionen aus der Gewerbesammlung. Das Ergebnis sind jedenfalls hochwertige Polyolefin-Rezyklate in einer Reinheit von mind. 90%,

die von der Industrie schließlich als Sekundärrohstoff mechanisch oder chemisch recycelt werden. bd

TRANSFORMATION

Derzeit tätigt die Industrie massive Anstrengungen, um die Wertstoff-Kreisläufe zu optimieren. Tetra Pak etwa hat mehrere strategische Investitionen angekündigt, um die Recyclingkapazität für Kartonverpackungen in der EU zu erhöhen. „Für uns geht dies über Investitionen der Industrie hinaus. Es ist Teil der Transformation hin zur Kreislaufwirt-

schaft und eine Investition in die Zukunft unseres Planeten“, so Markus Pfanner, Vice President Sustainability Operations bei Tetra Pak International SA. Insbesondere die Wiederverwertung inkl. der Schutzschichten aus Polyethylen und Aluminium („PolyAI“) soll dadurch vorangetrieben werden. Derzeit werden EU-weit in 20 spezialisierten Fabriken Getränkekartons recycelt, in sieben Anlagen auch PolyAI, sechs weitere sind in Entwicklung.

News 15 PRODUKT 03 2024

Durch Investitionen von Tetra Pak sollen künftig alle Komponenten von Getränkekartons noch besser recycelt werden. ||
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EsistvonzentralerBedeutung,Rohstoffesolangewie möglichimKreislaufzuhalten.
MartinPrieler,ARAVorstand

PET-Geschichten

Die Sammelmoral der Österreicher:innen bei Plastik-Flaschen ist hoch, und somit blieb die PET-Recycling-Menge 2023 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr zuvor, wie die PET to PET Recycling Österreich GmbH kürzlich bekanntgab. Allerdings gilt es sich jetzt schon für kommende Herausforderungen zu rüsten – Stichwort Einwegpfand.

Insgesamt 32.283t PET-Material, was rund 1,3 Mrd. Flaschen entspricht, wurden vergangenes Jahr in der PET to PET RecyclingAnlage in Müllendorf wiederverwertet, sprich im Bottle-to-Bottle-Kreislauf gehalten. Und das, obwohl 2023 einige Erschwernisse parat hatte: Inflation und hohe Energiekosten führten zu Einsparungen in der Branche, zugleich wirkte auch die Tatsache, dass Primärrohstoffe signifikant günstiger zu haben wa-

ren als Sekundär- (also recycelte) Rohstoffe, einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft entgegen. Dennoch: Die Mengen lagen nur leicht unter jenen von 2022 (32.900t). Zugleich wurde auch kräftig in den Standort investiert. Geschäftsführer Christian Strasser: „Wir haben auf die Herausforderungen im vergangenen Jahr reagiert und vorausblickend wichtige Maßnahmen für Investitionen rund um unseren Recyclingstandort getätigt.“ So

LIZENZIERUNGSHILFE

Wer Verpackungen in Umlauf bringt, muss sich seit Inkrafttreten der neuen Verpackungsverordnung im Jahr 2023 bei einem lizenzierten Verpackungssammel- und Recyclingsystemanbieter registrieren und die jährlichen Verpackungsmengen der zuständigen Behörde melden. Der Fachbegriff dafür ist „Lizenzierung“. Und genau für diese Lizenzierung bietet Interzero nun unter www.licensing.interzero.at

eine Plattform, auf der sämtliche damit einhergehenden Verpflichtungen erfüllt werden können. So lassen sich etwa Lizenzverträge verwalten und alle Schritte zur Erfüllung des Gesetzes mit einem Tool abwickeln. Damit will man insbes. KMUs und Start-ups aus Österreich ermöglichen, vom Know-how des Unternehmens zu profitieren. „Bei sich ständig ändernden Lizenzierungs- und Recyclinganforderungen ist es entscheidend, einen erfahrenen Partner zu haben, der die neuesten Entwicklungen und Vorschriften kennt“, so Martin Ulke, GF von Interzero Circular Solutions Europe.

Auf den Dächern der PET to PET Recycling GmbH finden sich jetzt 6.400m2 PV-Anlagen.

wurde Ende des Jahres eine Photovoltaik-Anlage (Fläche: 6.400m2, Leistung: 1.200kWp) in Betrieb genommen, mit der nun rund 10% der erforderlichen elektrischen Energie aus eigener Erzeugung gedeckt werden können.

WIRD STEIGEN. Nächstes Jahr wird PET to PET aber nochmal deutlich mehr zu tun haben, schließlich steht 2025 die Einführung des Einwegpfandes an. „Wir erwarten eine größere Rücklaufmenge und eine sauberere Flaschenqualität, welche eine weitere Steigerung des Recyclatanteils in der Flasche ermöglicht. Dazu ist aber auch die Anpassung unserer Anlage an die geänderten Materialqualitäten erforderlich“, so Thomas Billes, ebenfalls GF der PET to PET. Konkret wird ein zusätzlicher Lagersilo gebaut und somit das Speichervolumen von 640 auf 780m3 erweitert. Außerdem soll es ebenfalls noch heuer ein 225m2 großes neues Bürogebäude inkl. Sozialräumen geben sowie einen Veranstaltungsraum für Feierlichkeiten und Meetings. Weiters ist die Errichtung einer 100m2 großen Werkstätte für die mechanische und elektrische Instandhaltung vorgesehen.

MOBIL. Aber auch für den Weg zum Betrieb gibt es innovative Ideen: Nachdem nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Mitarbeiter:innen von den allgemeinen Kostensteigerungen betroffen sind, hat sich PET to PET eine besondere Förderung einfallen lassen: Für das 90-köpfige Team gibt es die Möglichkeit eines Dienstfahrrads: Bereits 10% der Belegschaft nutzen dieses Angebot oder haben zumindest großes Interesse daran. bd

Interzero unterstützt mit einem neuen Tool bei der Lizenzierung.

News PRODUKT 03 2024 16
© ARA/Daniel Willinger

Vetropack 0,33L Mehrweg MEHR, KLEINER

Um auch bei kleineren Biergebinden das Mehrwegprinzip sinnvoll umsetzen und die ab sofort gültige Mehrwegquote leichter erfüllen zu können, hat Vetropack zusammen mit namhaften Vertretern der Brauwirtschaft eine neue 0,33L-Mehrwegflasche entwickelt, die dieser Tage als Standardlösung für die Bier-Branche auf den Markt kommt. Die Flasche wird mit der von Vetropack entwickelten Echovai-Technologie hergestellt und ist dadurch um ein Drittel leichter als herkömmliche Mehrweggebinde. „Dabei weist sie mindestens gleiche oder bessere Festigkeitswerte auf“, erklärt Erich Jaquemar, Strategischer Kundenbetreuer der Vetropack in Österreich. Aufgrund der dadurch erreichten geringeren Abnutzung an den Kontaktflächen kann sie im Vergleich zu herkömmlichen Gebinden etwa 20% mehr Umläufe erreichen. Mit dem neuen Standard sind sechs Kisten auf einer Palette stapelbar. Bei der Produktion des Rohglases kommen aktuell zwei Drittel Recyclingglas zum Einsatz.

Waldquelle GUTE TAT

Eine weitere fruchtige Variante ergänzt das Sortiment der „Waldquelle“, und zwar die Geschmacksrichtung „Brombeere & Schwarze Johannisbeere“. Das spritzige Mineralwasser enthält weder Zucker noch Süßstoffe, ist dafür aber mit B-Vitaminen angereichert. Und dient außerdem einem guten Zweck: 5 Cent pro Flasche gehen an das mit der Volkshilfe initiierte Projekt „Kinderzukunft“.

Pago Pop SAFT MIT TWIST

air up AIR-UPGRADE

Mit den neuen „Gen 2 Tritan Renew“-Flaschen will Air up das Konzept des duftbasierten Trinkens noch attraktiver machen. Die Flaschen, hergestellt in Österreich, bestehen aus 50% recycelten Materialien, sind mit 600ml sowie 1.000ml Fassungsvermögen zu haben und wurden in der Handhabung optimiert. Farblich haben die Konsument:innen die Wahl zwischen Anthrazit, Lavendel und Blaubeere.

Coca-Cola K-Wave GRUSS AUS KOREA

Die weltweite K-Pop-Welle schwappt bereits bis in die Getränkestraßen des Handels: Dort ist ab sofort nämlich „Coca-Cola K-Wave Zero Sugar“ zu finden. Hinter dieser Limited Edition steckt ein fruchtiges Coke im Glitzer-Design, das natürlich auch standesgemäß musikalisch begleitet wird: nämlich mit einer Hymne ganz im Stil des koreanischen Pops, die bei allen Maßnahmen präsent sein wird.

100% Sprudel bei 0% Alkohol – das verspricht der jüngste Launch aus dem Hause Eckes-Granini: Unter dem Namen „Pago Pop“ bringt man ein prickelndes Refreshment-Produkt mit LifestyleFaktor auf den Markt, das den Anforderungen einer urbanen, jüngeren und ernährungsbewussten Zielgruppe entspricht. Zu haben sind die Varianten „Marille-Basilikum“, „Erdbeere-Minze“ sowie „Mango-Ingwer“.

Nussyy Smoothies EDELFRÜCHTE

Die österreichische Marke „Nussyy“ steht für hochwertige vegane Bio-Produkte. Ab sofort bietet man auch Smoothies an, und zwar in den Sorten „Merry Berry“ (u.a. mit Granatapfel, Erdbeere, Kirsche), „Tropic Breeze“ (Orangen, Bananen, Maracuja, Mango, Kokosnuss) und „Well Greens“ (mit Kohl, Gurke, Spinat und Apfel). Die Getränke kommen ohne Zuckerzusatz, Zusatzstoffe, Fett und Salz aus.

Stiegl Hausbier Almrausch DIE BRISE WALD

„Almrausch“ heißt die neue Bierspezialität aus der Stiegl-Hausbrauerei. Die Idee dafür entstand bereits im Vorjahr, als man gemeinsam mit Schüler:innen der Tourismusschulen Klessheim das „Oimrausch“-Bier braute. Jetzt hat Stiegl beschlossen, so ein Zirbenbier auch in das „Hausbier“-Sortiment aufzunehmen. Das rote Zirben-Zwickl ist ganzjährig in der 0,25L-Einwegflasche im Handel erhältlich.

launch line extension launch launch launch line extension line extension 17 PRODUKT 03 2024 Packaging/Food

Grosser Durst

Der Mineralwasser-Absatz war 2023 nur leicht rückläufig und bleibt somit auf einem hohen Niveau – so das Fazit des Forum Natürliches Mineralwasser.

Durchschnittlich 83 L Mineralwasser haben die Österreicher:innen 2023 konsumiert – das ergibt aufs Jahr gesehen eine Menge von 678,5 Mio. L, die für den Konsum in Österreich abgefüllt wurden, inklusive Export waren es 706,8 Mio. L. Zum Vergleich: 2022 beliefen sich diese Mengen auf 699,2 bzw. 724,4 Mio. L. Was den Inlandskonsum angeht, so liegt dieser weiterhin über jenem aus 2020 und 2021. Herbert Schlossnikl, Sprecher des Forum Natürliches Mineralwasser, gibt sich deshalb durchaus zufrieden: „Das vergangene Jahr war für viele Haushalte sehr herausfordernd. Umso erfreulicher ist, dass die Österreicher:innen natürliches Mineralwasser aus heimischen Quellen auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten wertschätzen. Die konstant hohe Nachfrage unterstreicht den hohen Stellenwert von Mineralwasser

als Durstlöscher von höchster, kontrollierter Qualität.“

|| Esisterfreulich,dassdie Österreicher:innen natürlichesMineralwasseraus heimischenQuellenauch inwirtschaftlichturbulenten Zeitenwertschätzen.||

HerbertSchlossnikl, ForumNatürlichesMineralwasser

GERNE MIT. Wenn es um die Entscheidung prickelnd, wenig oder ohne geht, dann ist eigent-

WASSER OHNE GRENZEN

Deutschland ist für die Vöslauer Mineralwasser GmbH der wichtigste Exportmarkt. Um die Präsenz dort weiter zu stärken, gründet man nun eine neue Gesellschaft: die Vöslauer Deutschland GmbH. Deren Geschäftsführung obliegt der Vertriebsexpertin Raffaela Lackner-Petz

lich fast alles beim Alten: Rund 54% des Marktes entfallen auf Mineralwasser mit Kohlensäure. Allerdings hat Wasser ohne CO2 weiter zugelegt, und zwar um gleich 3% auf 177,2 Mio. L, was 26% des Marktes entspricht. Mit einem Anteil von 20% liegt Mineralwasser mit wenig Kohlensäure an dritter Stelle.

LIEBLINGSFLASCHEN. Betrachtet man die Mineralwasser-Konsumgewohnheiten nach Gebinden, so ist die 1,5L-PET-Flasche eindeutig der Liebling der Österreicher:innen, aber auch die 1L-Glasflasche hat bereits eine stattliche Fangemeinde. Der Mehrweganteil ist weiter gestiegen und belief sich auf 19,8% der Abfüllmenge (2022: 19,1%).

AUFGEHEIZT. Auch der Klimawandel ist an der Mineralwasser-Bilanz ablesbar: Wenig überraschend bleibt der Juli der absatzstärkste Monat. Jedoch sorgten Temperaturrekorde im Herbst auch für deutliche Zuwächse im Mineralwasser-Absatz, der im September um 6% und im Oktober um 10% über dem Vorjahr lag. bd

Mineralwasser-Fakten

Konsum pro Kopf: 83L

Inlands-Abfüllmenge: 678,5 Mio. L

Mengen-Zuwachs im Oktober: +10%

Mengenanteil prickelnd: 54%

Mineralwasserabsatz Inland:

2020: 644,4 Mio. L

2021: 662,6 Mio. L

2022: 699,2 Mio. L

2023: 678,5 Mio. L

und der erfahrenen Betriebswirtin Ana Raditcheva. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den beiden versierten Managerinnen aus dem eigenen Haus, die nun die Spitze der Vöslauer Deutschland GmbH übernehmen“, so Herbert Schlossnikl, der seit Kurzem als alleiniger Geschäftsführer von Vöslauer in Österreich fungiert.

Raffaela Lackner-Petz und Ana Raditcheva stehen an der Spitze der neuen Vöslauer Deutschland GmbH.

Food PRODUKT 03 2024 18

Entspann’ di

Dass man sich ein „Gröbi“ – weil zuckerfrei – jederzeit guten Gewissens gönnen kann, will DrinkStar den Konsument:innen nun durch eine neue Marken-Kampagne vermitteln.

Die Botschaft ist klar: „Entspann’ di – is eh a ‚Gröbi‘!“ Damit will man den Markenkern – zuckerfrei, null Kalorien, fruchtiger Geschmack – dem Zeitgeist entsprechend auf den Punkt bringen. Bildlich dargestellt

KOMPLEXER ZUGANG

Charakterstark, rein und komplex, so wird „Nemiroff“ – die Nummer 1 unter den ukrainischen Vodkas – gerne beschrieben. Als eine der zehn besten internationalen Vodkamarken mit über 70 Auszeichnungen setzt „Nemiroff“ seine Erfolgsgeschichte seit Jänner 2024 im Vertrieb von Eggers & Franke Öster-

STARKES FINNISCH

Schon seit längerer Zeit ist Coca-Cola HBC Österreich auch als Anbieter lokaler und internationaler Premium-Spirituosen bekannt – nun kommt eine weitere hinzu: So wird das Portfolio um „Finlandia Vodka“ ergänzt, was Costas Santorineos, Premium Spirits Business Director, sehr stimmig findet: „‚Finlandia Vodka‘ ist eine der bekanntesten globalen Vodka-Marken, die perfekt in unser Portfolio, bestehend aus allen wichtigen Spirituosen-Segmenten, passt.“ Die Produkte der Brand werden

wird dies etwa in einer sommerlichen Szenerie am See, bei der sich die Freizeitsportler:innen im Anschluss eine Limo gönnen und so vermitteln sollen, das auch alle, die aktiv durchs Leben gehen sowie auf ihre Figur achten, auf

aus reinem, natürlich gefilterten finnischem Gletscherwasser und hochwertiger finnischer Gerste, die unter der Mitternachtssonne reift, produziert. Neben den Varianten „Classic“ (etwa ideal für „Fin Tonic“) und „Redberry“ (mit Beerenfruchtnote, z.B. für Cocktails) stehen auch die „Botanical“-Sorten „Wildberry & Rose“ sowie „Cucumber & Mint“ zur Verfügung – allesamt in der 0,7L-Flasche, „Classic“ zusätzlich auch in 0,05L- und 1,75L-Einheiten.

„Gröbi“ gibt sich in der neuen MarkenKampagne frischer und moderner.

nichts verzichten wollen und müssen. Der TVSpot dazu wird auf reichweitenstarken Sendern wie ORF, RTL, Vox, Sixx und im Umfeld von TV-Highlights wie „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben zu sehen sein. Begleitend läuft eine breit angelegte Digital-Kampagne inkl. zahlreicher Social-Media-Aktivitäten. Für den Sommer ist darüber hinaus in Wien eine Out-of-Home-Kampagne mit einer Reichweite von 22 Mio. Bruttokontakten geplant, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Aktionen am PoS runden das Paket ab.

AUFGEFRISCHT. DrinkStar zeigt hier also ordentliche Marketing-Power, schließlich geht man mit der 60-jährigen Brand neue Wege. „Mit der Repositionierung der Marke schlagen wir das nächste Kapitel von ‚Gröbi‘ auf“, freut sich Volkmar Goebel, Leiter Marketing bei DrinkStar, und führt näher aus: „Das aus unserer bisherigen Kampagne bekannte Setting am See bleibt zwar erhalten. Aber wir verbinden ‚Gröbi‘ jetzt mit einem frischen, modernen Lebensgefühl.“ bd

„Finlandia Vodka“ kann man in Österreich jetzt über Coca-Cola HBC beziehen.

reich fort. Damit wechselt die traditionsreiche Marke von Coca Cola HBC zur noch jungen Vertriebstochter des deutschen Spirituosenvertriebs. GF Patrick Paternina: „Unsere Partnerschaft mit ‚Nemiroff‘ markiert einen weiteren Meilenstein in der noch jungen Unternehmensgeschichte von Eggers & Franke Österreich. Wir sind stolz, diese ausgezeichnete Marke auf dem österreichischen Markt vertreten zu dürfen.“

Food 19 PRODUKT 03 2024

Prickelnde Bilanz

2023 war für Schaumwein nicht gerade ein von Leichtigkeit und Prickeln geprägtes Jahr. Immerhin hat der Markt mengenmäßig um rund 5% nachgelassen. Henkell Freixenet Austria hält in diesem Umfeld allerdings weiterhin die Stellung als Marktführer.

Alles in allem kann man bei Henkell Freixenet Austria auf das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich zurückblicken – denn trotz globaler Herausforderungen behauptet sich das Unternehmen, zu dem u.a. Marken wie „Henkell“, „Mionetto“ oder „Freixenet“ gehören, weiterhin an der Spitze des österreichischen Schaumweinmarktes. Fasst man die Marken des Hauses zusammen, beanspruchen sie 36% der abgesetzten Menge für sich, in Flaschen ausgedrückt sind das sage und schreibe 6,5 Mio., die über die Kassen des LEH gehen. Die stärkste Marke im Portfolio, und somit gewichtigste Brand am Markt, ist dabei weiterhin „Henkell Sekt“ mit einem mengenmäßigen Marktanteil von 16%. Ein Wermutstropfen ist allerdings die allgemeine Absatz-Situation, die – der Teuerung und dem gestiegenen Außer Haus-Konsum geschuldet – einen Rückgang von 5% in der Menge verzeichnet. Wertmäßig gab es zwar ein Plus von 3,5%, das die Hersteller aufgrund der ge-

stiegenen Kosten und der Kaufzurückhaltung jedoch nur begrenzt zum Anstoßen animiert. Philipp Gattermayer, GF Henkell Freixenet Austria: „Österreich ist einer der größten und vielfältigsten, aber auch preissensibelsten Sektmärkte im internationalen Vergleich.“ Umso stolzer ist Gattermayer über die Führungsposition: „Trotz der Herausforderungen durch einen volatilen Weinmarkt und steigende Kosten haben wir es geschafft, das fünfte Jahr in Folge die Nummer 1 am Markt zu sein. Das verdanken wir unseren treuen Sektfans, einer guten Partnerschaft mit unseren Lieferant:innen und natürlich unserem engagierten Team.“

ANIMIEREND. Als Wachstumsthema präsentiert sich das Segment Alkoholfrei: 7,1% Wachstum belegen, dass „Bubbles ohne Troubles“ durchaus Potential haben. Henkell Freixenet hat diesen Trend bereits 2015 aufgegriffen und pusht seither dessen weitere Ent-

wicklung. Mit Erfolg, darf man sagen, denn die Produkte des Hauses stehen für einen mengenmäßigen Marktanteil von über 45%. Wobei insbes. „Henkell Alkoholfrei“ mit einem Plus von 28% hervorzuheben ist. Da darf man dann auch gespannt sein, wie sich die aktuelle Neueinführung „Mionetto 0.0 Alcoholfree“ entwickeln wird, zumal die Prosecco-Marke im abgelaufenen Jahr ein Plus bei Menge und Wert verzeichnen konnte. PRODUKT hat „Mionetto“ mit und ohne Promille bereits genau unter die Lupe genommen, siehe Seite 71. Im Trend sind außerdem weiterhin Rosé-Schaumweine – und auch hier stehen mit „Kupferberg Rosé“ (17%) und „Henkell Rosé“ gleich zwei Henkell Freixenet-Produkte an der Spitze des Marktanteil-Rankings. Für 2024 plant Henkell Freixenet Austria, seine Position weiter zu stärken. Gattermayer: „Unser Sortiment wird für seine hervorragende Qualität geschätzt, und genau da wollen wir unsere Kund:innen noch stärker abholen.“ ks

Schaumwein

Die Herstellung von Schaumweinen ist zu Beginn immer rein pflanzlich. Die Trauben werden zu Saft gepresst und dieser anschließend in Fässern unter Zugabe von Hefe vergoren. Der für Veganer:innen kritische Punkt folgt erst danach, wenn die Hefe und andere im Wein schwebende Bestandteile herausgefiltert werden. Hierzu müssen sogenannte Klärmittel, die tierischen Ursprungs sein können, eingesetzt werden. Diese können jedoch durch vegane Klärmittel ersetzt werden, ohne dass

der Geschmack dadurch beeinträchtigt wird. Henkell Freixenet bietet zahlreiche Produkte mit dem V-Label an, u.a. „Henkell Trocken“ oder „Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut“. Philipp Gattermayer, GF Henkell Freixenet Austria: „Immer mehr Menschen setzen auf einen veganen Lebensstil, ohne dabei auf Genuss verzichten zu wollen. Wir wollten diesem Bedürfnis gerecht werden und waren im Jahr 2021 der erste Hersteller in Österreich, der vegane Qualitätsschaumweine angeboten hat.“

vegan
PRODUKT 03 2024 20 Food

Solide Performance

Die heimische Bierbranche durfte sich im Jahr 2023 über ein zufriedenstellendes Ergebnis freuen. Laut dem Verband der Brauereien Österreichs liegt der Gesamtausstoß des Vorjahrs bei 9,98 Mio. Hektoliter und kommt damit an das sehr hohe Niveau des Jahres 2019 heran.

Der Bier-Inlandsabsatz (inkl. AF-Bier) lag bei 8,55 Mio. HL, die Exporte beliefen sich auf 1,43 Mio. HL. Wie seit vielen Jahren führt „Lager-/Märzenbier“ das Ranking der beliebtesten Sorten innerhalb Österreichs an, gefolgt von den Kategorien „Spezialbier“, „Schankbier“, „Pils“, „Radler mit Alkohol“ sowie „AF-Bier“ inklusive. Auch interessant: Das „Bockbier“ hat sich im Vorjahr nahezu verdoppelt.

RÜCKBLICK. Karl Schwarz, der Obmann des Verbands der Brauereien, bezeichnete 2023 im Rahmen der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz als „schwierig“ und ging ins Detail:

Richtungsweisend

Die Brau Union Österreich darf sich über das Beste zweier Welten freuen: Zum einen setzt das neue „Gösser Biostoff“ zur Gänze auf biologische Zutaten, zum anderen ist es in der ebenfalls neuen 0,33L-Mehrweg-Leichtflasche erhältlich.

Biologische Produkte sind im Zentrum der Gesellschaft angekommen. Auch umweltfreundliche Verpackungen sind vielen wichtig. Genau hier kommt unsere neueste Innovation ins Spiel: Mit ,Gösser Biostoff‘ haben wir ein Lagerbier auf den Markt gebracht, das all diesen Bedürfnissen gerecht wird und sowohl mit seinem angenehmen und leicht trinkbaren Geschmack (4,8% Alkoholge-

„2023 war ein schwieriges Jahr, das von einer historisch hohen Inflation und einer Veränderung der Absatzmärkte sowie Konsumzurückhaltung geprägt war.“ Gleichzeitig meinte er aber auch: „Unter Berücksichtigung dieser Aspekte können wir mit den Ergebnissen zufrieden sein, zumal 2022 das Jahr mit dem höchsten Bierausstoß seit den 1990er Jahren war.“ Der unmittelbare Vergleich der beiden Jahre sei für ihn aber nur bedingt aussagekräftig, war 2022 doch geprägt von „Nachholeffekten“ und damit nicht repräsentativ. „Ein Rückgang im Ausstoß von nur 3% im Vergleich zum Ausnahmejahr davor ist daher ein mehr als solides Ergebnis“, freut sich Schwarz.

Das neue „Gösser Biostoff“ sorgt sowohl in der kleinen Mehrweg fl asche als auch in der 12er-Kiste für nachhaltigen Komfort.

Für unterwegs ist die 0,5L-Dose mit von der Partie.

halt – Red.) als auch mit dem stylischen Auftritt in der innovativen Mehrweg-Kleinflasche vor allem auch die jüngeren Erwachsenen ansprechen wird“, sagt Michael Wallner, Marketing Director bei der Brau Union Österreich.

HERKUNFT. Der Bio-Hopfen kommt aus dem Mühlviertel, „und zwar werden hier die Sorten Malling, Spalter Select, Tradition und Perle

Der Obmann vom Verband der Brauereien Österreichs, Karl Schwarz, und GF Florian Berger charakterisieren den Bierdurst der Österreicher:innen in 2023 „trotz herausfordernder Umstände“ als „stabil“.

WANDEL. Das vorige Jahr hat auch gezeigt, dass bei den Konsument:innen ein gewisser Wandel stattfindet, „u.a. der bewusstere Umgang mit Alkohol sowie der demographischethnische Wandel in der Gesellschaft“, so Karl Schwarz, der anmerkte: „Das ist die Realität, der sich die Brauer stellen müssen.“ Darüber hinaus sei die Kostenbelastung aufseiten der Brauereien nach wie vor hoch und könne nicht 1:1 an Handel und Gastronomie weitergegeben werden. Die hohen Lohnabschlüsse in den beiden vergangenen Jahren schlagen zudem „auf den Bierpreis durch“. Der Obmann fordert daher erneut die Regierung auf, die Schieflage bei der Biersteuer „zu begradigen“ und diese auf die Hälfte zu senken.

TREND. Ein Zukunftsmarkt könnte AF-Bier sein. In Österreich beträgt der Anteil am Gesamtausstoß 3,3%. Zur Verdeutlichung des Potenzials verweist Verbands-GF Florian Berger auf Österreichs bieraffine Nachbarländer: „In Deutschland liegt der AF-Bieranteil bereits bei 7,6%; in Tschechien bei 6,3%.“ ksch

verwendet“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability Brau Union Österreich: „Die Bio-Gerste kommt ebenfalls aus Österreich. Die Bio-Qualität der Rohstoffe wurde unabhängig geprüft, und das Produkt darf sich mit dem Logo ,Austria Bio Garantie‘ sowie dem EU-Bio-Logo schmücken.“

GEBINDE. Das neue „Gösser Biostoff“ ist als erste nationale Marke in der innovativen 0,33L-Mehrweg-Leichtflasche erhältlich, die gemeinsam mit Vetropack entwickelt wurde. Erich Jaquemar, Strategic Account Manager Vetropack: „Mit unserem speziellen Echovai-Verfahren können wir Glasflaschen durch thermische Härtung extrem widerstandsfähig machen, und das bei geringerem Gewicht. Die Flaschen sind rund ein Drittel leichter, aber im Vergleich zu gängigen Mehrwegflaschen um 20% öfter wiederverwendbar. Nach zahlreichen gemeinsamen Tests freuen wir uns, gemeinsam mit der Brau Union Österreich diese Standardflasche nun in großem Stil auf den Markt zu bringen.“ Die kleinere 12er-Kiste sorgt zusätzlich für leichtere Handhabung; die 0,5L-Dose ergänzt das Portfolio. ksch

Food PRODUKT 03 2024 22

Ottakringer Bio-Zwickl Dunkel NOCH MEHR BIO

Zum „Bio-Zwickl Hell“ aus dem Hause Ottakringer gesellt sich im Regal nun das neue „Bio-Zwickl Dunkel“ – beide Biere werden im Handel in der 0,5L-Mehrwegflasche angeboten. Die Zwickl-Biere von Ottakringer werden ausschließlich mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft gebraut. So ist es erklärtes Ziel der Brauerei, das Bio-Segment in den nächsten Jahren stärker zu etablieren.

Original Wagner Brezel Pizza IM GROSSFORMAT

Die neue „Original Wagner Brezel Pizza“ präsentiert sich mit fluffig-krossem Teig, braunem, bauchigen Brezelrand und den für „Wagner“ typischen Belägen. Die beiden Varianten „Schinken“ und „Käse“ entsprechen mit einem Durchmesser von 29cm dem Trend zu großformatigen Pizzen. Bei „Wagner“ hat man ein Verfahren entwickelt, damit die Pizza erst im heimischen Ofen so herrlich brezelbraun backt.

Magnum Euphoria Pink Lemonade EUPHORISIEREND

Das neue „Magnum Euphoria Pink Lemonade“ lädt Eisliebhaber:innen dazu ein, in eine ganz besondere Stimmung einzutauchen. So steht die neue Sorte für Momente der Euphorie, hier trifft erfrischendes Zitroneneis auf einen Kern aus fruchtigem Himbeersorbet, umhüllt von weißer Schokolade und Knisterstückchen. Die Neuheit ist in der Kleinpackung, im 6er-Mini-Pack sowie im 440ml-Becher erhältlich.

Magnum Double Caramel WIEDER DA

Es gibt hervorragende Neuigkeiten für alle Konsument:innen mit großer Leidenschaft für Eisgenuss und Karamell. Denn: Das „Magnum Double Caramel“ ist wieder erhältlich. Dabei handelt es sich um cremiges Vanilleeis, eingetaucht in eine zarte Kakaoglasur, umhüllt von intensiver Karamellsauce und vollendet mit knackiger MagnumMilchschokolade. Erhältlich ist „Magnum Double Caramel“ in der Vorratspackung zu je vier Stück.

Dallmayr Crema e Aroma HOME BARISTA-FUN

Mit der neuen Sorte „Crema e Aroma“ erweitert Dallmayr seine Home Barista-Linie. Der Neuzugang schmeckt kräftig, aromatisch und hat wenig Säure. Durch seine cremige Struktur und die schonende, dunkle Röstung eignet sich „Crema e Aroma“ ideal für Kaffeezubereitungen mit Milch. Die neue Sorte fügt sich optisch nahtlos in das nun in vier aufmerksamkeitsstarken Farben gestaltete Sortiment ein.

Original Wagner Piccolinis Brezel HERZHAFTE FREUDEN

Die neuen „Original Wagner Piccolinis Brezel“ sind in zwei pikanten Sorten erhältlich. Bei „Käse“ überzeugen Edamer, Mozzarella und herzhafter Hartkäse. Bei „Rustikal“ gesellen sich zu Edamer und Mozzarella noch Schweinebauch und würziger Schnittlauch hinzu. Bei den „Original Wagner Piccolinis Brezel“ schmeckt man sofort den Laugenteig, der dem Produkt den unverkennbaren Charakter verleiht.

Magnum Chill Blueberry Cookie ENTSPANNT VEGAN

Eine entspannte Auszeit samt multisensorischem Geschmackserlebnis bietet das neue vegane „Magnum Chill Blueberry Cookie“. Dafür sorgen cremiges Eis mit Vanille-Keks-Geschmack, fruchtiges Heidelbeersorbet und eine Hülle aus knackiger veganer Schokolade und knusprigen Keksstückchen. Das „Magnum Chill Blueberry Cookie“ wird neben der Kleinpackung auch im Standard-3 Stück-Multipack angeboten.

Magnum Classic STIL-FRAGEN

Der neue 8er-Pack vereint die drei „Magnum“Klassiker „Magnum Classic“, „Magnum Mandel“ und „Magnum White Chocolate“ in einem Mix. Hier trifft cremiges Vanilleeis auf die typisch knackige Magnum-Schokolade. Der Multipack in der 8-Stück-Vorratspackung ergänzt den erfolgreichen Mix der „Magnum“-Klassiker im Mini-Format. So lassen sich wunderbar EisMomente zelebrieren – denn Genuss hat Stil.

launch line extension launch launch launch launch launch relaunch Food 23 PRODUKT 03 2024

HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?

Alternativprogramm

Viele Menschen wollen aus den unterschiedlichsten Gründen und zu den verschiedensten Anlässen ihren Fleischkonsum reduzieren oder ganz darauf verzichten.

Dass dabei der Genuss nicht zu kurz kommt, dafür sorgen TK-Produkte, die ohne tierische Zutaten auskommen.

Egal, ob veganer Jänner, österliche Fastenzeit, Wellness-Retreat oder einfach hin und wieder zwischendurch –fleischlose (vegane) Kulinarik ist in Österreich angekommen.

KONSUM. Für jene Menschen, die Fleisch reduzieren bzw. substituieren wollen, bieten Tiefkühlprodukte zahlreiche Möglichkeiten. „Viele Menschen wollen aufgrund von ethischen oder gesundheitlichen Gründen ihren Fleischkonsum reduzieren. Sie lieben den Geschmack und die Textur von Fleisch und betrachten es als Highlight einer Mahlzeit. Unser Ziel ist daher, Fleischliebhaber:innen zu erreichen, die mit unserem Portfolio kom-

promisslos ihren Fleischkonsum reduzieren können“, sagt Gunnar Widhalm, Customer Strategy & Planning Director Nutrition DACH, Unilever, und ergänzt: „Unsere Marktforschungen (Nielsen, 2024 – Red.) zeigen, dass vegane Nuggets die meistgefragte Sorte im TK-Bereich sind.“ Ähnlich sieht es Christian Szuchy, Country Business Development Manager – Austria & Switzerland, Frosta: „Grundsätzlich ist die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen zu tierischen Produkten in den letzten Jahren rasant gestiegen, wenngleich auf immer noch kleinem Niveau. Wir glauben stark daran, dass die Menschen in Zukunft zwar weniger Fleisch essen werden, allerdings nicht unbedingt als ,Veganer‘, sondern

es wird die Zahl derjenigen stark steigen, die immer mal wieder eine Mahlzeit ohne Fleisch essen möchten. Generell steckt diese Kategorie aber in den Kinderschuhen; der Anteil an Veganer:innen in Österreich ist gering.“

ES GEHT VORAN. Die Tiefkühlprodukte der holländischen Marke „The Vegetarian Butcher“ sind seit 2021 in Österreich erhältlich. „Sie sorgen für humorvolle Abwechslung im Handel und beweisen, dass Fleischliebhaber:innen beim Genuss von pflanzlichen Fleischalternativen auf nichts verzichten müssen. Wir erleben seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum von Fleischersatzprodukten im TK-Bereich. Zudem sind wir sehr stolz darauf, dass ,The Vegetarian Butcher‘ Top 2 Marke im Tiefkühlmarkt ist“, sagt Gunnar Widhalm. Im Jahr 2023 konnte man im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum verzeichnen (Nielsen, Umsatz, 2024 YTD). Die weitere Entwicklung sieht er positiv: „Mit dem Ziel, Tiere aus der Nahrungskette zu befreien und dabei auf nichts verzichten zu müssen, schaffte es ,The Vegetarian Butcher‘, Innovationen mit authenti-

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© Tatjana Baibakova/shutterstock

schem Geschmack zu kreieren. Nach dem erfolgreichen Launch sind im österreichischen Einzelhandel bereits diverse Varianten der Marke im Tiefkühlregal erhältlich, wie bspw. ,Beflügel Nuggets‘, ,Crispy Chickimicki Burger‘ oder ,Wie’n Schnitzel‘. Ein Blick auf die Marktentwicklung zeigt, dass das vegane TK-Segment konsequent wächst – damit sind wir bei einer der zentralen Entwicklungen im FoodBereich mit attraktiven Angeboten ganz vorne mit dabei.“

BEWUSSTSEIN. In Österreich bietet Frosta derzeit Gerichte und Gemüse-Bowls an, die von Natur aus vegan sind. „Bei unserer ,Asian-Street-Food‘-Range kommen Rezepturen zum Einsatz, die gänzlich ohne Fleisch oder Fleischersatz auskommen, wie z.B. bei den ,Nom Nom Noodles Wok Style‘ oder der ,Yummy Tummy Soup Ramen Style‘“, skizziert Christian Szuchy die Details und erklärt: „Nach unserer Beobachtung spielten die Zutatenlisten von Fleischalternativen bisher keine große Rolle, es schien, als ob alle ihre Augen zudrücken würden, wenn es um vegane Produkte ging. Das scheint sich nun zu ändern, denn Menschen geht es nicht nur um Geschmack und Nachhaltigkeit, sondern auch darum, dass die Zutatenlisten kurz sind. Dies

bestätigen auch Marktforschungen.“ Für ihn liegt in Zukunft „die größte Herausforderung“ darin, „Fleischalternativen zu entwickeln und hier die richtige Konsistenz zu erzielen, und nicht mit Aromen und Zusatzstoffen nachzuhelfen“. Auf mögliche Entwicklungen angesprochen sagt Szuchy: „Im Vergleich zur ursprünglichen Fleischindustrie stecken Unternehmen, die Fleischalternativen produzieren, noch in den Kinderschuhen – dies zeigt sich derzeit auch noch im Preis für pflanzliche Ersatzprodukte. Es gibt jedoch Prognosen, dass bereits in den kommenden Jahren Fleisch aus pflanzlichen Proteinen mit herkömmlichem Fleisch preislich gleichziehen könnte – dies wird ein wichtiger Schritt sein, um Fleischalternativen für Verbraucher:innen noch interessanter zu machen.“ Überdies geht er davon aus, dass „neben klassischen Fleischprodukten wie Schnitzel und Chicken Nuggets zukünftig sicher auch ausgefallenere Produkte als fleischlose Alternative“ angeboten werden: „Die Vielfältigkeit der Branche wird mit der steigenden Nachfrage wachsen. So haben wir uns als Nachhaltigkeitsziel gesetzt, den Anteil an Fleisch, bezogen auf alle eingesetzten Zutaten, weiter zu reduzieren, in den letzten fünf Jahren haben wir den Anteil in unserem Portfolio um über 20% reduziert.“

NAHE DRAN. Der österreichische Vegan-Pionier Charly Schillinger, der neben seinen Restaurants („Swing Kitchen“) auch TK-Desserts („Cheezecake mit Sauerkirschen“, „MandelNougat Traum“) für den Handel anbietet, beobachtet: „Je näher am Original eine Alternative ist, desto besser verkauft sie sich“. Für ihn ist klar: „Dieser Trend wird sich weiter verschärfen, weil es immer mehr vegane Produkte geben wird, die von Fleisch, Fisch, Milch und Eiern nicht mehr zu unterscheiden sind.“

VIELFALT. Für das heurige Jahr hat es sich iglo zur Aufgabe gemacht, „TK und iglo wieder öfters auf den Speiseplan der heimischen Haushalte zu bringen“. Bei der Zielerreichung sollen u.a. auch vegane Neuprodukte wie „iglo Ideenküche Natur Protein Mix“, „iglo Green Cuisine vegane Nuggets mit ‚Cheese‘-Alternative“ oder „iglo Röstgemüse Wok Mix“ behilflich sein.

ALLTAGSTAUGLICH. Wenig Zeit und fehlende Inspiration können sich ebenso negativ auf das fleischlose Vorhaben daheim auswirken wie (zu) lange Zutatenlisten. Die am Markt erhältlichen veganen TK-Produkte können mit Abwechslung, rascher Zubereitung, Portionierbarkeit (und Gelingsicherheit) unterstützen. ksch

Stimmungsmacher

Prädestiniert für den Sommer, aber ebenso in den kühleren Monaten geschätzt: Eis ist für viele Österreicher:innen eine wunderbare Möglichkeit, sich eine Erfrischung zu gönnen und gleichzeitig dem süßen Genuss zu frönen.

Eis ist in aller Munde – was sonst auch, ergab doch eine aktuelle Studie (Studie Demand Spaces, 2023, Streetbees) unter Eisliebhaber:innen, dass die Allermeisten (31%) deshalb Eis essen, um zu entspannen und ihre Stimmung zu heben. Da kommen die Neuheiten in der Kategorie für 2024 gerade recht, für einen Markt mit viel Potential, denn der heimische Eismarkt wächst jährlich im Durchschnitt um 6% (Nielsen, LEH inkl. H/L, Eis AT Gesamt, Umsatz in tsd. €, 2013 bis 2023).

KRAFTVOLL. Haushohe Nummer 1 am österreichischen Eismarkt im LEH, in dem 2023 in Ös-

terreich 256 Mio. € umgesetzt wurden (Nielsen, LEH inkl. H/L, Eis AT Gesamt, Umsatz in tsd. €, Jahr 2023), ist Unilever (Nielsen, LEH inkl. H/L; Eis Total, Marktanteil Wert, 2023). Auch alle Top-10 der umsatzstärksten Eis-Neuheiten kamen 2023 von Unilever (Nielsen, LEH exkl. H/L; Eis Total, Top 10 Innovationen, Wert, 2023). „Unsere Eismarken sind nicht nur Innovationsmotor, sondern prägen mit Markenstärke, überzeugender PoS-Power und führenden Media Investments nachhaltig die Entwicklung und den Erfolg des gesamten Eissegments“, erklärt Andrea Huber-Schallmeiner, Category Lead Ice Cream Unilever Austria. Das macht Österreich

zu einem der Top-Eismärkte von Unilever in Europa: „Auch der Anteil von Eis am Gesamtumsatz ist im Vergleich zu anderen Ländern hierorts deutlich höher“, unterstreicht Gerold Idinger, GF Unilever Austria, die Wichtigkeit des Eis-Portfolios. Auf die Eis-Neuheiten für 2024 angesprochen, sprechen beide von Attributen wie „euphorisch, gechillt, noch cremiger, noch bunter und in vielen neuen Formaten“. Das Ziel dabei: große wie kleine Eisliebhaber:innen für „die unwiderstehliche Magie von ‚Magnum‘, ,Cornetto‘ und Co.“ zu begeistern.

WUNSCHLOS. Wirft man einen Blick auf die Neuheiten der Unilever Eis-Unit, dann bleiben wohl keine Wünsche offen. Neu in der „Magnum“-Range sind „Magnum Euphoria Pink Lemonade“ sowie das vegane „Magnum Chill Blueberry Cookie“. In neuer Rezeptur präsentiert sich „Cornetto“, ebenso in neuem Verpackungsdesign sowie in der Soft-Range mit der neuen Sorte „Soft Stracciatella & Caramel“. Fast

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© Monkey Business Images/shutterstock

schon verwegen ist „Cornetto Go“ – raus aus der Tüte, hinein ins handliche Sandwichformat. Die Kiddies werden sich heuer über die neuen EisFormate „Go Minis“, „Dracula“, „Haribo PushUp“ und „Twister Mini Tropical“ freuen. Die Marke „Cremissimo“ stellt für 2024 „Cremissimo Mango-Maracuja Joghurt“ vor samt nationaler Plakatkampagne im Frühjahr mit „Cremissimo“Fan Kati Bellowitsch als Testimonial. Der weiterhin wachsende Markt für pflanzenbasierten Eis-Genuss lässt auch „Cremissimo“ nicht kalt: Nach der beliebten „Cremissimo Bourbon Vanille Vegan“ wird das Sortiment um „Cremissimo Schokolade Haselnuss Vegan“ erweitert. Neu sind auch „Triple Choc“, „Pekannuss Karamell“ und „Erdbeer Baiser“ als Minis im 200ml-Becher. Bei „Ben & Jerry’s“ betreten „Ben & Jerry‘s Sunny Honey Home“ und „Ben & Jerry‘s Sundae Marshmallow and S‘more“ die heimische EisBühne. „Auftritt und Sortiment sind auf Wachstumstreiber und aktuelle Trends ausgerichtet. Fast jede Unilever-Eismarke präsentiert heuer neue Formate: „Das Angebot, wie man sein Lieblingseis genießen kann, und das garantiert ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zaubern wird, war noch nie so vielfältig wie in diesem Jahr“, freut sich Huber-Schallmeiner.

KLIMAFRAGE. Die Eismarken von Unilever stehen auch für Nachhaltigkeit, Transparenz und eine Social-Mission, was man etwa mit nachhaltigen Zutaten, veganen Eissorten oder recyclingfähigen Verpackungen umsetzt. Ende 2023 wurde zudem eine Initiative präsentiert, bei der Unilever der gesamten Speiseeisindustrie kostenlose Lizenzen für zwölf Patente zur Verfügung stellt. Für die Entwicklung von Produkten, die auch bei –12 °C stabil gelagert werden können, anstatt bei –18 °C (Industrienorm). „Die entsprechende Erwärmung der Kühlkette reduziert den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen pro Tiefkühltruhe um ca. 25%“, schätzt Huber-Schallmeiner.

AUSBAU. Froneri hat laut eigenen Angaben im letzten Jahr die Distribution ausweiten und die „Sichtbarkeit der Marken wesentlich erhöhen“ können. „Ein echter Renner war ,extrême Cookie Cone‘ im Multipack mit der einzigartigen

Waffel aus knusprigen Keksen. Auch ,Milka‘ performte sehr gut. Eigene ,Milka‘-Platzierungen und Aktionen am PoS gaben der Erfolgsmarke im Eis-Segment weiter Auftrieb. Besonders erfolgreich war hier das Stieleis ,Milka Strawberry Cheesecake‘. Ein dritter Treiber waren die ,Nuii‘-Minis im gemischten Multipack“, wirft Silvia Reiter, Head of Retail, Froneri Austria, einen Blick zurück. 2024 will man das Geschäft weiter ausbauen: „Dabei bleiben ,Milka‘ und ,Nuii‘ weiterhin im Fokus“, sagt Silvia Reiter und präzisiert: „Bei ,Nuii‘ setzen wir mit ,Nuii Caramelised Salted Almond & New Zealand Honey‘ auf eine internationale Sorte mit original neuseeländischem Honig. Diese neue Sorte wird es zusammen mit der etablierten Sorte ,Nuii Salted Caramel & Australian Macadamia‘ auch im MiniFormat in der Multipackung geben.“ Bei „Milka“ wird man sich in diesem Jahr über die Sommersorte „Milka Strawberry Cheesecake“ auch als Tub mit Schokoladenmoussekern freuen dürfen. Überdies will Froneri in 2024 gezielt das Multipackungs-Sortiment verstärken. „Dazu zählen u.a. die neue Sorte ,extrême Cookie-Cone Brownie‘ mit einer Waffel aus Keksstückchen, das neue Premium-Eis ,Nuii Caramelised Salted Almond & New Zealand Honey‘ sowie die Fruchteis-Multipackungen ,Pirulo Tropical‘, ,Pirulo Fruit Joy‘ und ,Pirulo Fruity Mix‘“, erklärt Reiter und ergänzt: „Exklusiv bei Spar gibt es zudem zwei neue ,Nuii‘ Mini-Mix-Multipackungen. Minis sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden und eignen sich besonders gut, um neue Konsument:innen anzusprechen.“

TRENDTHEMEN. Für Silvia Reiter spielt das Thema Snacking eine immer größere Rolle im EisSegment: „Das zeigt sich besonders an der positiven Entwicklung im Bereich Multipackungen und Impulseis.“ Die jeweiligen Zugänge sind für sie unterschiedlich: „Die Produkte von ,Milka‘ sind der ideale Familien-Snack. Mit ,Nuii‘ erlebt man ein Geschmackserlebnis mit landestypischen Zutaten. Und ,Pirulo Fruit Joy‘ enthält 57 kcal und ist eine besonders fruchtige Erfrischung für zwischendurch.“ Stichwort „Pirulo“, bei dem man auch den Vegan-Trend spielt: „In den letzten Jahren sind vegane Eissorten immer beliebter geworden. Das sehen wir z.B. am

generellen Anstieg im ‚Fruit & Fun‘-Segment. Mit unseren veganen ,Pirulo‘-Stieleis-Sorten sprechen wir längst nicht nur Kinder an. Auch immer mehr Erwachsene greifen bei FruchteisSorten zu. So ist etwa unser neues ,Pirulo Fruit Joy‘ in Großbritannien auch bei Erwachsenen ein voller Erfolg“, so Reiter.

VER-RIEGELT. Der Markt für Eiscremeriegel hat sich für Mars sehr erfreulich entwickelt. Hier ist man die Nummer 1 in der Kategorie mit rund 50% Marktanteil. Eisriegel sind der ideale Eisgenuss für den kleinen Moment zwischendurch, etwa mit dem typischen Geschmack von „Mars“, „Snickers“ oder „Bounty“ – um sich zu belohnen, kulinarisch zu verwöhnen, oder aber auch für den gemeinsamen Genuss daheim. Entsprechend wächst die Kategorie, und Mars setzt auch heuer wieder neue Impulse. Eisliebhaber:innen dürfen sich daher auf den „Twix“-Eiscremeriegel im 6er-Pack freuen. Zusätzlich wird es „Snickers Creamy Peanutbutter“ im 6er-Pack für zuhause geben.

VERWÖHNUNG. Letztes Jahr konnte „HäagenDazs“-Vertriebspartner Conaxess Trade die Neulistung von gleich neun neuen Sorten vermelden. „Wir hatten mit ‚Häagen-Dazs‘ ein unglaubliches Mengenwachstum in 2023. Das stärkste Produkt bleibt ,Vanilla Caramell Brownie‘, gefolgt von ,Salted Caramel‘“, sagt Reinhard Mülleder, Commercial Director: „Heuer werden wir zwei neue Sorten ,Häagen-Dazs‘ auf den Markt bringen: ,Macaron Double Chocolate‘ und ,Macaron Strawberry & Raspberry‘. Die beiden wurden gemeinsam mit dem französischen Star-Konditor Pierre Hermé entwickelt.“ Neu eingeführt in Österreich wird die Marke „N!ck’s“. Reinhard Mülleder dazu: „Mit dem Fokus auf bewussten Genuss bietet ,N!ck’s‘ Eissorten, die die Sinne verwöhnen und vollständig auf Zuckerzusatz, Gluten und hohe Kalorien verzichten.“

MEHR. Eis ist beliebtes Wohlfühlprogramm und erlernter Stimmungserheller – und mittlerweile noch viel mehr, nämlich auch verspielt, kalorienreduziert, nachhaltig und klimafreundlich. Die Eissaison ist eröffnet, ran an die Kühltruhen. ksch

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t s s s

Mit den neuen „Brezel“-Produkten setzt „Wagner“ gleichzeitig auf fluffig-locker sowie herzhaft knusprig. Die Stars dieser TK-Range sind „Original Wagner Brezel Pizza“ in den Varianten „Käse“ und „Schinken“ sowie „Original Wagner Piccolinis Brezel“ in den Sorten „Käse“ und „Rustikal“.

Aufge rezelt

Herrlich knusprig, fluffig-locker, brezelbraun und mit pikanten Belägen – so schmecken die neuen „Brezel“-Produkte von „Wagner“. Die präsentieren sich sowohl klein als auch ganz groß und bringen Abwechslung in das Segment der Tiefkühl-Pizzen.

Pizza- und Brezel-Liebhaber:innen kommen mit den neuen „Original Wagner Piccolinis Brezel“ sowie „Original Wagner Brezel Pizza“ gleichermaßen auf ihre Kosten. „Unsere neuen ,Brezel‘-Produkte sind eine echte Sensation, die im heimischen Ofen knusprig-frisch und brezelbraun gebacken werden“, freut sich Oliver Schoß, Head of Marketing bei der European Pizza Group. Die „Original Wagner Brezel Pizza“ und „Piccolinis Brezel“ sind in Deutschland bereits seit Herbst 2023 erhältlich und dort ausgesprochen erfolgreich. Oliver Schoß: „Die Reaktionen der Verbraucher:innen sind genauso positiv wie das Feedback unserer Partner im Handel.“ Bei der Markteinführung setzt die European Pizza Group auf die Unterstützung einer großen

SPIELGEFÄHRTEN

Die „Schofrulade“, das ist das Zusammenspiel gefrorener Früchte und zarter Schokolade des steirischen Betriebes Obst Oswald, gewinnt immer mehr an Bekanntheit. Das hat sicherlich auch mit wichtigen Listungen im In- und Ausland zu tun, wie GF Nicole Oswald erzählt: „Wir konnten im Jahr 2023 einen wichtigen weiteren Vertriebspartner für die ,Schofrulade‘ gewinnen und freuen uns hier über die Zusammenarbeit mit Interspar; zusätzlich wird es noch eine weitere In- & Out-

digitalen Marketing-Kampagne auf verschiedenen Social Media-Plattformen.

KLEIN. Die neuen „Original Wagner Piccolinis Brezel“ sind in zwei pikanten Sorten erhältlich. Bei „Käse“ überzeugen Edamer, Mozzarella und herzhafter Hartkäse. Bei „Rustikal“ gesellen sich zu Edamer und Mozzarella noch Schweinebauch und würziger Schnittlauch hinzu –natürlich ebenfalls serviert auf dem neuen Boden mit typischem Brezelgeschmack. Bei den „Original Wagner Piccolinis Brezel“ schmeckt man sofort den Laugenteig, der dem Produkt den unverkennbaren Charakter verleiht.

GANZ GROSS. Die neue „Original Wagner Brezel Pizza“ präsentiert sich mit fluffig-kros-

sem Teig, braunem, bauchigen Brezelrand und den für „Wagner“ typischen Belägen. So begeistert die „Original Wagner Brezel Pizza Schinken“ mit ihrem neuen Brezelrand belegt mit saftigem Schinken, rotem und gelbem Paprika sowie Mozzarella – abgerundet mit Käsedrops auf einer Sauce aus sonnengereiften Tomaten. Wer Käse mag, wird die „Original Wagner Brezel Pizza Käse“ schätzen: Mozzarella, Emmentaler, Hartkäse und Käsedrops auf einer würzigen Frischkäse-Knoblauch-Sauce lassen die Käse-Fan-Herzen höher schlagen. Das Ganze präsentiert sich auf fluffig-krossem Teig mit dem braunen Brezelrand. Die beiden Varianten „Schinken“ und „Käse“ entsprechen mit einem Durchmesser von 29cm dem Trend zu großformatigen Pizzen.

BACKINNOVATION. „Gute Teige und die Kunst des Backens – das ist unsere DNA“, unterstreicht Oliver Schoß und sagt: „Das Bäckerhandwerk ist in unserer Identität verankert!“ Dabei hebt er die Tatsache hervor, dass man eigens ein neuartiges Verfahren entwickelt hat, „damit die Pizza erst im heimischen Ofen so herrlich brezelbraun backt“. ksch

Aktion mit Unimarkt geben. Ebenfalls dürfen wir uns über diverse Listungen in Deutschland freuen, die nun alle in der Umsetzung sind.“ Die Zielgruppe der „Schofrulade“ ist grundsätzlich sehr breit: „Wir fokussieren uns hier auf eine junge Zielgruppe zwischen 18 und 35 Jahren, die wir über Social MediaPlattformen ansprechen“, sagt Nicole Oswald und ergänzt: „Ebenfalls sind Kinder eine Zielgruppe, da die ,Schofrulade‘ durch die reine, ganze Frucht auch im Hinblick auf Vitamine punkten kann.“ Derweil ist „Schofrulade“ in den vier Sorten „Erdbeere“, „Himbeere“, „Banane“ und „Mango“ erhältlich.

Die „Schofrulade“ von Obst Oswald gibt es in vier fruchtigen Sorten.

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Ver jüngung

Rebel Meat stellt sich unter der Marke „Rebel Kids“ neu auf: Die Produkte, die zu gleichen Teilen aus Bio-Fleisch und Bio-Gemüse bestehen, fokussieren nun deutlich auf die Zielgruppe Kinder.

Die Idee aus dem Hause Rebel Meat ist eine recht einfache: Traditionelle Fleischprodukte wie Würstel, Burger und Fleischbällchen werden nicht klassisch hergestellt, sondern aus einem ausgewogenen Anteil von 50% Bio-Fleisch und 50% Bio-Gemüse. „Diese Kombination ermöglicht nicht nur eine effiziente Ressourcennutzung und eine Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks“, erzählt Cornelia Habacher, COO von Rebel Meat, „sondern eröffnet auch neue geschmackliche und ernährungsphysiologische Dimensionen“.

NEUE POSITION. Im Laufe des vergangenen Jahres hat man sich schließlich für eine Neu-

s t s t

positionierung entschieden, die nicht mehr auf das Argument „weniger Fleisch“ fokussiert, sondern mit „mehr Gemüse“ argumentiert. Im Zuge dessen wurde auch die Zielgruppe neu definiert. Habacher: „Die Nachfrage nach nachhaltigen und gesünderen Fertiggerichten in Bio-Qualität steigt stetig. Gerade im Bereich der Familienernährung ergibt sich hier aber eine Lücke. Außerdem sind Kinder und Gemüse nicht immer beste Freunde. Das wollen wir mit ‚Rebel Kids‘ ändern.“

REBELLION. Die Neupositionierung – alle Produkte werden jetzt unter der Marke „Rebel Kids“ angeboten – wird mit einem con-

venienten Launch unterstrichen. Habacher: „Um Eltern eine Hilfe im hektischen Alltag zu sein, haben wir in Kooperation mit zwei Ernährungsberatern komplette Menüs entwickelt.“ Die zwei ersten Gerichte sind das „Regenbogen Curry“, das ganz ohne Fleisch auskommt, und der „Wikingertopf“, der mit Geflügelbällchen nach dem bewährten Prinzip 50% Fleisch plus 50% Gemüse punktet. Ersatzprodukte für Fleisch werden bewusst nicht eingesetzt. Habacher: „Wir bieten keine Fleischersatzprodukte an. Unser Ansatz ist schonend verarbeitetes Gemüse zu verwenden und, wenn Fleisch, dann Bio-Fleisch mit transparenter Herkunft.“ ks

Cornetto Soft THE SOFT TOUCH

Beim neuen „Cornetto Soft Stracciatella & Caramel“ trifft Vanilleeis auf feine Karamell-Sauce – getoppt wird das Ganze mit kleinen SchokoStückchen. Im Detail lassen sich softer und voller Eis-Genuss ausmachen, der sich in knuspriger Kakao-Waffel mit cremigem Saucen-Kern präsentiert. Die neue Sorte ist in der Kleinpackung sowie in der 4 Stück-Vorratspackung für zu Hause erhältlich.

Eskimo Go Minis FRUCHTIG FRECH

Neue Eis-Formate gibt‘s 2024 auch für die „Kleinen“, in Form der „Go Minis“. Erstmals enthält eine Kleinpackung nicht nur ein Eis, sondern fünf kleine Stieleise in verschiedenen Sorten und Formen: zum Snacken, zum Teilen und zum Spaß haben. Die „Go Minis“ bieten Schleckvergnügen in den Geschmacksrichtungen Orange, Erdbeer, Cola und Brombeere. Na wenn das nicht auch die „Großen“ begeistert?

Eskimo Dracula COOL? DRACOOLER!

Unheimlich verspielter Eis-Spaß mit Biss, außergewöhnlich im Geschmack und in der 6 StückVorratspackung für zu Hause erhältlich – so präsentiert sich „Dracula“. Vom coolen Gruselgrafen empfohlen: 6x Wassereis mit Colageschmack in Kombination mit Eis mit cremigem Vanille- und fruchtigem Erdbeergeschmack. Für große und kleine Eisliebhaber:innen empfohlen, denn es schmeckt schauderhaft gut.

Eskimo Kids Mix EISIGE VIELFALT

Cornetto Go UNTERWEGS

Die Marke „Cornetto“, die für eine ganze EisKategorie steht, geht 2024 in Sachen Snacking noch einen Schritt weiter: Man wagt sich aus der Tüte heraus und präsentiert „Cornetto Go“. Dabei sorgen Eiscreme mit Vanillegeschmack und Kakao-Keksstückchen zwischen zwei soften Kakao-Keksen für einzigartige Genussmomente bei jedem Biss. Der perfekte Snack für unterwegs – Let’s „Cornetto Go“!

Eskimo Haribo Push Up GOLD-BÄRIG

Er ist wieder da! Wenn es um neue Eis-Formate geht, darf auch ein Push-Up im Sortiment nicht fehlen: „Haribo Push Up“ betritt die Bühne und weiß die Eisliebhaber:innen zu begeistern. Denn das cremige Eis mit Vanillegeschmack und fruchtiger Erdbeersauce hat auch wieder bunte, und insbesondere bekannte, Freunde im Gepäck: So krönen „Original Haribo Goldbären“ im Stiel den neuen „Haribo Push Up“!

Eskimo Twister mini Tropical LET’S TWISTER AGAIN

Quirlig verdreht und tropisch fruchtig, so präsentiert sich der neue „Twister mini Tropical“ seiner großen wie treuen Fangemeinde. Dabei fügen sich exotisches Fruchtsorbet, Ananasfruchteis und ein Vanilleeis-Stream auf pflanzlicher Basis zu einem genussvollen Ganzen zusammen. Das Ergebnis lässt sich schmecken: ein sommerlich-erfrischendes Geschmackserlebnis, das die ganze Familie begeistern wird.

Cremissimo Mango-Maracuja LÖFFELWEISE SOMMER

Manchmal muss es bei den Kiddies einfach Eis sein – da kommt der „Eskimo Kids Mix“ gerade recht. Denn der hat für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei: egal, ob Kindergeburtstag, Spieljause oder Lernpause. Mit jeweils 2x „Minimilk“, „Flutschfinger“, „Twister“ und „X-Pop“ bietet der bunte Mix in der Vorratspackung 8x abwechslungsreichen Eis-Spaß, der verantwortungsbewusst für Kinder gemacht ist.

Die neue „Cremissimo“-Sorte „Mango-Maracuja Joghurt“ sorgt für den frisch-fruchtigen Sommergenuss: Cremiges Eis mit Joghurt und fruchtiges Mango-Maracuja-Sorbet sorgen für die gewünschte Erfrischung an lauen Sommerabenden, unter dem Sonnenschirm oder immer dann, wenn man sich die Sonne herbeiwünscht. Somit ist „Cremissimo“ ideal zum Teilen – so schmeckt das „Zusammensein“ im diesjährigen Sommer.

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Cremissimo VEGANES VERGNÜGEN

Nach „Cremissimo Bourbon Vanille Vegan“ wird das Sortiment um eine weitere vegane Variante erweitert: Das neue „Cremissimo Schokolade Haselnuss Vegan“ mit karamellisierten Haselnussstückchen und Schokoladensauce vereint zwei Geschmacksrichtungen zu einem schokoladigen Eisvergnügen auf pflanzlicher Basis. Ein Genuss für alle, die „Cremissimo“ lieben.

Ben & Jerry’s Sunny Honey Home INSPIRIEREND

Die Sorte „Ben & Jerry‘s Sunny Honey Home“ setzt auf Eiscreme mit Zitronengeschmack, durchzogen von einem Honig-Karamell-Strudel und saftigen Zitronen Cookie-Chunks. Sie wurde in Zusammenarbeit mit geflüchteten Unternehmer:innen entwickelt und ist von den Lieblingszutaten ihrer Herkunftsländer inspiriert. Außerdem unterstützen die Einnahmen Startups, die von Geflüchteten geführt werden.

extrême Cookie Cone OVER THE TOPPING

Mit dem neuen „extrême Cookie Cone Choco & Brownies“ kombiniert Froneri cremiges Schokoladeneis mit Schokoladensauce und jeder Menge Browniestückchen. All das in einer Waffel aus knusprigem Keks. Und in der Kekswaffel steckt ein Schokoladensaucenkern; getoppt wird das Eis mit knusprigen Cookiestückchen. Das neue „extrême Cookie Cone Choco & Brownies“ ist ideal zum Teilen in der Multipackung.

Nuii Mini Adventure ABENTEUERLUSTIG

Das schlägt das Herz von Stieleis-Liebhaber:innen gleich höher: Kokos-Eiscreme (8% Milchfett) mit „Kokos Passionsfrucht-Indische Mango-Sorbet“, umhüllt von extradicker weißer Schokolade mit Kokoschips mit Kokosblütenzucker und karamellisierten Kokosflocken, so präsentiert sich unverwechselbar exotisch „Nuii Mini Adventure Coconut & Indian Mango“ – und das in der Multipackung zu je 6 Stück.

Cremissimo Minis NEU FORMATIERT

Cremiges Eis, Sauce und spannende Toppings, vereint im neuen Cremissimo 200ml-Kleinformat – das sind die „Cremissimo Minis“. Die werden nicht nur im handlichen Format angeboten, sondern sind überdies in den drei Geschmacksrichtungen „Triple Choc“, „Pekanuss Karamell“ und „Erdbeer Baiser“ erhältlich. Das Kleinformat sorgt für zusätzliche Verzehranlässe und erschließt so neue Konsument:innen.

Ben & Jerry’s LAGERFEUERROMANTIK

„S’more“ heißt in den USA das Lagerfeuer-Sandwich mit gegrillten Marshmallows und einem Stück Schokolade zwischen zwei Keksen. In Anlehnung daran vertraut das neue „Ben & Jerry‘s Sundae Marshmallow and S‘more“ auf Schokoladeneiscreme mit Schoko Cookie Dough-Chunks, durchzogen von einem gerösteten Marshmallow Karamell-Swirl. Obendrauf begeistert ein cremiges Sundae-Topping mit Schokoladen-Chunks.

Nuii ENTDECKUNGSREISEN

Froneri verstärkt seine beliebte PremiumStieleis-Brand „Nuii“ mit der neuen Geschmacksrichtung „Caramelised Salted Almond & New Zealand Honey“. Das Eis präsentiert sich mit leichter Süße vom Honig der neuseeländischen KamahiPflanze, der auf gesalzene, karamellisierte Mandeln im Schokoladenmantel trifft – so lassen sich die exotischen Geschmackswelten der grünen Insel genussvoll entdecken.

Nuii Mini Adventure (EIS-)SNACK-MINIS

Pro Multipackung der neuen Minis von „Nuii“ erwarten die Verbraucher:innen sechs köstliche Stieleis-Minis. Bei „Nuii Mini Adventure Australian Macadamia & New Zealand Honey“ bekommt man überdies doppelten Genuss mit den beiden Sorten „Salted Caramel & Australian Macadamia“ sowie „Caramelised Salted Almond & New Zealand Honey“. Mit einem kleinen (Eis-)Snack zwischendurch beginnt das Geschmacksabenteuer.

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Pirulo Fruit Joy SPASS MUSS SEIN

Fruchtiger Eisgenuss, ideal zum Snacken, das kommt an. So punktet „Pirulo Fruit Joy“ mit intensivem Geschmack nach Schwarze Johannisbeere, Orange, Limette, Himbeere und Ananas. Mit der neuen veganen Sorte spricht Froneri bewusst auch eine erwachsene Zielgruppe an und will sich damit als fruchtiger Eissnack (auch im Multipack) von anderen Marken im Frucht- und Wassereis-Segment abheben.

Pirulo Tropical LUST AUF MEHR

Der Klassiker „Pirulo Tropical“ ist jetzt auch in der Multipackung im Großformat erhältlich. Statt der Mini-Version erwartet die Verbraucher:innen 4x 70ml Stieleis-Erfrischung. Mit 24% statt zuvor 7% Fruchtgehalt wird es in der neuen Multipack-Version zudem ganz toll fruchtig. Als Out of Home-Impulseis hat sich „Pirulo Tropical“ bereits bestens bewährt; jetzt folgt die Multipack-Version.

Oreo Mini Bites BITES ME

Mit den neuen „Oreo Mini Bites“ im Cup setzt Froneri auf ein echtes Trendprodukt. Als Stieleis, im Tub und als Eis-Sandwich ist „Oreo“ bereits beliebt. Jetzt gibt es jedoch noch einen Grund mehr, in der Impulseistruhe zuzugreifen. Denn den schwarz-weißen Kultkeks gibt es zum ersten Mal als „Oreo Mini Bites“ im Becher. Die 14 Bites eignen sich ideal zum Snacken, mit Freunden oder ganz allein.

N!ck's BEWUSST GESCHLECKT

Das in Schweden gegründete Food-Tech-Unternehmen N!ck's steht für Produkte aus hochwertigen Inhaltsstoffen ohne Zuckerzusatz, Gluten und Palmöl. Die Riegel der gleichnamigen Marke sind ja bereits seit geraumer Zeit in Österreich erhältlich, ab sofort gibt es aber auch „N!ck's“Eis, in Sorten wie „Sea Salt Caramel“, „Strawberry White Chocolate“ und „Chocolate Brownie“, jeweils im 473ml-Becher.

Pirulo Fruity Mix MIX IT

In der „Fruity Mix“-Packung sind die Stiel-EisKlassiker „Pirulo Kaktus“ und „Pirulo Watermelon“ sowie das neue Stieleis „Pirulo Fruit Joy“ enthalten. Im „Pirulo Fruity Mix“ bekommen kleine und große Frucht-Fans ganze sieben Mal puren Eisgenuss: 2x „Pirulo Watermelon“, 2x „Pirulo Fruit Joy“ und sogar 3x „Pirulo Kaktus“. Der Mix aus bewährten Klassikern und aufstrebenden Neuzugängen macht den Unterschied.

Milka Strawberry Cheesecake FRUCHT-TUB-ATA

Beim neuen „Milka Strawberry Cheesecake & Chocolate Heart“ im Tub-Format trifft cremiges Eis mit Käsekuchengeschmack auf fruchtige Erdbeerzubereitung und zarte „Milka“-Alpenmilchschokoladestückchen sowie leckere Kuchenstückchen. Im Inneren des Tubs verbirgt sich ein einzigartiger Kern aus luftigem „Milka“Schokoladenmousse. Damit rundet Froneri die „Milka“-Eis-Range durch eine fruchtige Sorte ab.

Häagen-Dazs FRANZÖSISCH

Im Rahmen einer Kooperation mit Pierre Hermé Paris lanciert „Häagen-Dazs“ nun die Eis-Linie „Macaron“. Die Variante „Strawberry & Raspberry“ besteht aus Erdbeer- und Himbeer-Eis sowie rosa Mini-Macaron-Schalen, während für „Double Chocolate Ganache“ glatte, gesalzene, dunkle Schokoladenganache mit cremigem SchokoEis und Mini-Macaron-Schalen kombiniert wird. Vertrieb: Conaxess Trade Austria.

Rebel Kids KINDER, KINDER

Rebel Meat fokussiert sich unter der Marke „Rebel Kids“ auf Nahrungsmittel für Kinder, denn gerade sie sind ja wahre Meister, wenn es darum geht, Gemüse in der täglichen Ernährung zu umgehen. Die neuen „Rebel Kids“-Menüs setzen auf Speisen, die Gemüse in den Fokus nehmen, aber auch Fleisch nicht ausschließen. So bestehen z.B. die Geflügelbällchen jeweils zur Hälfte aus Biofleisch und Gemüse.

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HEFT-THEMA

WIESO (NICHT)?

Für Vielfalt am Teller

Matthias Spiess, GF Barilla Austria, erzählt im Interview, wie man bei Barilla das Thema vegane/vegetarische Ernährung sieht und warum man ein Mehr an nichttierischen Lebensmitteln für den richtigen Weg in die Zukunft hält.

PRODUKT: Was fällt Ihnen spontan zum Thema „Vegane Ernährung“ ein?

Spiess: Vielfalt, Umweltschutz und Tierwohl sind die drei Schlagworte, die mir direkt in den Kopf kommen. In den letzten Jahren konnte man deutlich sehen, dass es ein wachsendes Interesse für pflanzenbasierte Ernährung gibt. Ich finde, das ist eine tolle Entwicklung. Was ich an der veganen Ernährung besonders schätze, ist die Vielfalt, die sie bietet. Und insgesamt bin ich fest davon überzeugt, dass die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung immens sind.

PRODUKT: „Barilla“-Pasta ist per se vegan. Wie sieht es aber im Bereich Pesto und Sugo aus?

Spiess: Unsere veganen Pesti und Sughi erfreuen sich großer Beliebtheit, und ihr Absatz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Das „Barilla Pesto Basilico Vegan“ rangiert unter den Top 5 Artikeln unseres Portfolios. Um eine noch einfachere Orientierung am Regal zu ermöglichen, ist seit letztem Jahr auch das Vegan-Label auf den Etiketten der veganen Varianten abgebildet. Aber natürlich hat auch unser traditionelles „Sugo Bolognese“ weiterhin einen festen Platz im Sortiment. Für Barilla steht seit jeher die Qualität der Produkte im Mittelpunkt – so auch bei den veganen Varianten. Daher arbeiten wir ständig daran, den Geschmack und die Rezeptur unserer Produkte zu perfektionieren. Unser Ziel ist es, eine breite Palette an Lebensmitteln anzubieten, die gut schmecken, eine ausgewogene Ernährung ermöglichen

und dabei gleichzeitig aus nachhaltigeren Lieferketten stammen.

PRODUKT: Beim Thema Plant-based geht es immer mehr um nachhaltige Aspekte – welche Ziele/Visionen hat Barilla in Bezug auf eine klimaschonende Ernährung?

Spiess: Barilla hat sich seit jeher zum Ziel gesetzt, eine führende Rolle bei der Förderung einer nachhaltigeren Ernährung zu spielen. Wir sind uns bewusst, dass unsere Entscheidungen als Lebensmittelhersteller direkte Auswirkungen auf die ausgewogene Lebensweise der Konsument:innen und unseres Planeten haben. Wir haben bereits 2010 das Konzept der Doppelpyramide erstellt, das Empfehlungen für die Häufigkeit des Verzehrs verschiedener Lebensmittelgruppen gibt und die relativen Auswirkungen der einzelnen Gruppen auf die Gesundheit und die Umwelt aufzeigt. Dabei sind jene Lebensmittel, die für unseren Körper am besten sind, oft auch diejenigen, die die geringsten Auswirkungen auf die Umwelt haben.

PRODUKT: Welche Aktionen setzen Sie in diese Richtung?

Spiess: Zum einen führen wir regelmäßig Kampagnen durch, um das Bewusstsein für die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung zu schärfen. Ein Beispiel dafür ist unsere Zusammenarbeit mit der Veganen Gesellschaft Österreich. Zum anderen hat die Initiative Veganuary in diesem Jahr in meiner Wahrnehmung den

Mainstream erreicht und wird die Essgewohnheiten weiter beeinflussen. Im ersten Quartal 2024 haben wir erstmals eine TV-Kampagne ausgestrahlt, in der wir auf unsere veganen Pesti hinweisen. Diese Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Vielfalt und den Geschmack unserer veganen Produkte zu erhöhen.

PRODUKT: Wie sehen Sie die Zukunft von veganen Lebensmitteln?

Spiess: Die Zukunft von veganen Lebensmitteln sieht sehr vielversprechend aus, denn immer mehr Menschen erkennen deren gesundheitliche und ökologische Vorteile und passen ihre Essgewohnheiten entsprechend an. Ich glaube, dass Plant-based bereits auf dem besten Weg in Richtung Mainstream ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir überhaupt kein Fleisch oder keinen Käse mehr essen dürfen. Es geht vielmehr darum, ein Gleichgewicht zu finden und bewusste Entscheidungen zu treffen. Und das Thema Genuss bleibt dabei keineswegs auf der Strecke. Im Gegenteil, die italienische Lebensweise, die Genuss und Qualität in den Mittelpunkt stellt, passt perfekt zu einer pflanzenbasierten Ernährung. Letztendlich geht es darum, eine Ernährungsweise zu fördern, die sowohl für uns als auch für unseren Planeten gut ist. Und ich bin überzeugt, dass eine pflanzenbasierte Ernährung ein wichtiger Teil dieser Zukunft ist. ks

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Ranan

den Grill

Mancherorts lassen es die Temperaturen schon zu, dass man ins Freie geht, sich Freunde einlädt und die Grillzeit startet. Genau für diese Momente hält efko zwei Neuprodukte parat, die frischen Wind in die Welt der Burger- und Barbecue-Zubereitungen bringen.

Dieses Frühjahr darf sich das efko-Sortiment über zwei innovative Neuzugänge freuen: So erweitern die beiden Produkte „Rote Zwiebeln Burger & BBQ“ (210mlGlas) sowie „Pikantes Weißkraut Burger & BBQ“ (370ml-Glas) die Regale von ausgesuchten Lebensmitteleinzelhändlern.

GRILL-KULINARIK. Betrachtet man das Etikett der beiden Neuen, so hat efko ganz klar die Themen Grillen und Barbecue vor Augen, wie efko-Geschäftsführer Thomas Krahofer bestätigt: „Die Variante ,Rote Zwiebeln Burger & BBQ‘ mit ihrer mild-süßlichen Note sowie ,Pikantes Weißkraut Burger & BBQ‘, mit einer harmonischen Kombination aus Curry und Chili gewürzt, bieten die ideale geschmackliche Abrundung für eine Vielzahl von Gerichten. Ob als unverzichtbare Zutat für den perfekten Burger, als vielseitige Ergänzung für Grillgerichte oder als raffinierte Beilage – diese Produkte setzen neue Maßstäbe in Sachen Geschmack und Vielfalt.“ Dabei soll obendrein das Kreativpotenzial von Hobbyköch:innen ge-

weckt werden: „Mit dieser geschmacklichen Innovation wollen wir Mut zur kulinarischen Kreativität machen und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, bekannte Grill- und BarbecueGerichte neu zu interpretieren und individuelle Kreationen zu verfeinern“, sagt Krahofer.

HOCHWERTIG. Im Jahr 1941 erfolgte die Gründung der Gartenbaugenossenschaft Eferding –die Vorläuferin der heutigen efko („Eferdinger Kostbarkeiten“). Heute, mehr als 80 Jahre später, verarbeitet und veredelt die efko Unternehmensgruppe jährlich rund 90.000 Tonnen von 70 Frucht- und Gemüsesorten. Nach wie vor gilt die Zielsetzung, frisches und heimisches Gemüse und Obst schonend zu verarbeiten und zu hochwertigen Spezialitäten zu veredeln. „Dabei arbeiten wir nach strengen Kriterien, um den Konsument:innen die höchste Qualität zu bieten. Die Herkunft und Qualität unserer Produkte stehen immer im Zentrum unserer Überlegungen“, erklärt Thomas Krahofer die Philosophie der Gruppe und führt weiter aus: „Unsere Hauptrohstoffe

efko-Geschäftsführer Thomas Krahofer ist davon überzeugt, dass die beiden Neuprodukte in der Grillsaison „neue Maßstäbe in Sachen Geschmack und Vielfalt“ setzen.

kommen nicht nur aus Österreich, sondern zu einem großen Teil auch unmittelbar aus dem Eferdinger Becken. Am wichtigsten ist uns saisonal geerntetes Gemüse – denn nur wer saisonal erntet, kann auch Gemüse aus der Region beziehen.“ ksch

Die beiden neuen Produkte „Rote Zwiebeln Burger & BBQ“ und „Pikantes Weißkraut Burger & BBQ“ ergänzen das efko-Sortiment und bringen frischen Wind auf die Grill-Teller von kreativen Hobbyköch:innen.

efko Burger & BBQ RAN AN DEN GRILL

Wenn die Temperaturen im Freien steigen, die Tage länger werden, dann liegen wieder Grillaromen in der Luft. Passend zur Grill- und Barbecue-Saison präsentiert efko die Neuprodukte „Pikantes Weißkraut Burger & BBQ“ und „Rote Zwiebeln Burger & BBQ“. Die Zwiebel-Variante mit ihrer mild-süßlichen Note und das pikante Weißkraut, gewürzt mit einer harmonischen Kombination aus Curry und Chili, bieten die ideale geschmackliche Abrundung für eine Vielzahl von Gerichten – insbesondere für jene, die bei launigen Grill-Festen serviert werden. Dass man bei efko mit den beiden Sorten den Fokus auf die Grill-Saison legt, unterstreicht auch das darauf Bezug nehmende Etikettendesign der beiden Produkte. Erhältlich ist „Rote Zwiebeln Burger & BBQ“ im 210ml-Glas sowie „Pikantes Weißkraut Burger & BBQ“ im 370ml-Glas.

Dr. Karg's Protein GESCHWÄRZT

Wer in der Ernährung Kohlenhydrate reduzieren und sich dafür eine Extra-Portion Eiweiß gönnen möchte, dem offeriert Dr. Karg's seine „Protein“-Linie, bestehend aus dem „Knäcke Kürbiskern“ und „Protein Snacks“ in den Sorten „Emmentaler Käse“ sowie „Sesam Leinsaat“. Ab sofort werden diese Produkte im neuen Verpackungsdesign angeboten, und zwar mit Proteinspezifischem dunklem Farbcode.

Natural Food STARKES FRÜHSTÜCK

Genusskoarl Bio-Soja Sauce FREI VON GLUTEN

Bereits 2022 kreierte der „Genusskoarl“ seine erste Bio-Sojasauce. Nun begibt er sich erneut auf die Spuren asiatischer Würzkunst. Die neue Sojasauce präsentiert sich in Bio-Qualität und ist, obwohl als klassische „Shoyu“ mit Weizen hergestellt, laut „Genusskoarl“ Karl Severin Traugott „vollkommen glutenfrei“. Vom Anbau der Rohstoffe bis zur Fermentierung und Abfüllung produziert man regional.

Knusperli VERBESSERT

„Knusperli“ präsentiert sich mit vielen neuen Produktvorteilen: „Knusperli Müslis“ sind Anfang des Jahres im 375g – 425g-Stehbeutel vom Band gelaufen. Das Verpackungsdesign streicht die Produktvorteile klar hervor, durch das Weglassen der Faltschachtel werden jährlich ca. 70 Tonnen Karton und ca. 20 Tonnen CO2 eingespart. Und: Ab sofort kommen alle „Knusperli Müslis“ ohne Palmöl aus.

Clean Eating wird immer wichtiger, und so achten die Konsument:innen verstärkt auf kurze, verständliche Zutatenlisten. Dieses Prinzip befolgt man auch bei Natural Food und lanciert nun eine ganz darauf abgestimmte Produktneuheit: Die „Bio Protein Choco-Flakes“ sind reich an Proteinen (11,3g pro Portion) sowie an Ballaststoffen, kommen ohne Zusätze aus und sind außerdem vegan.

Knusperli Granola KNUSPERN IM DUETT

„Knusperli Granola“ ist nicht nur neu, rein vegan und mit 50% weniger Zucker (im Vergleich zu anderen Knuspermüslis) – es ist auch in zwei Sorten erhältlich. „Naturell“ ist für jene, die sich ihr Müsli individuell verfeinern wollen. „Kakao & Dattelcrisps“ wiederum setzt auf eine Kombination aus Haferknusperstücken mit Kakao und feinen, knusprigen Dattelcrisps aus sonnengereiften Datteln.

Actimel NACKT

Seit 2018 hat Danone seinen Kunststoffverbrauch um mehr als 60.000 Tonnen reduziert. Kürzlich setzte man einen weiteren bedeutenden Schritt in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung: So ist „Actimel“ jetzt nämlich ohne Plastik-Label auf den Flaschen erhältlich. So wird nicht nur noch mehr Plastik eingespart, sondern zugleich auch die Recyclingfähigkeit auf 99% erhöht.

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Schärdinger Bergbauern Joghurt FRÜHSTÜCK & MEHR

„Schärdinger“ sorgt nun für Abwechslung in seinem „Bergbauern Joghurt“-Sortiment im 450g-Mehrwegglas, denn die Range wird dieser Tage um die Variante „Cerealien“ ergänzt. Cremiges Joghurt mit natürlichem Fettgehalt trifft dabei auf zarte Getreideflocken – eine Kombi, die nicht nur zum Frühstück gut passt, sondern sich auch als vollwertiger Snack für zwischendurch eignet.

Schärdinger Kefir PRICKELND

Kefir wird längst auch von den österreichischen Konsument:innen geschätzt, nicht nur wegen seines prickelnden Geschmacks, sondern auch aufgrund der probiotischen Wirkung. Die Berglandmilch kombiniert nun das beliebte Getränk mit Früchten – so entsteht der „Schärdinger Kefir“ in den Geschmacksrichtungen „Himbeer“ und „Mango-Maracuja“, der proteinreich, laktosefrei und fettarm ist.

Emmi Caffè Latte GESCHENKT

Zum Start ihres Jubiläums-Jahres – „Emmi Caffè Latte“ wird heuer 20 – schickt Emmi den beliebten Eiskaffee in einer „Birthday Edition“ an den Start. Feine Kaffeenoten treffen dabei auf ein Hazelnut Choco-Aroma, wobei die Variante zu 100% aus natürlichen Zutaten besteht. Dank des geringen Koffeingehaltes soll die „Birthday Edition“ eine breitere Zielgruppe ansprechen, die man mit Illustrationen wie Geburtstagskuchen, Streuseln und Kerzen gleich direkt am PoS in Partylaune versetzen will. Praktisch ist das „Von… Für…“-Namensschild, das den Eiskaffee in ein individuell personalisierbares Geschenk verwandelt. Dass „Emmi Caffè Latte“ einen Runden begeht, wird aber nicht nur im Kühlregal spürbar sein, sondern u.a. auch im TV sowie auf Social Media, etwa im Rahmen einer erneuten Kooperation mit GNTM oder auch mit dem Frequency Festival in St. Pölten.

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(NICHT)?

Besser ohne Kuh?

Wenn jemand mehr Pflanzliches in seinen Speiseplan einbauen möchte, dann ist der Griff zu veganen Milchalternativen naheliegend. Wir haben uns angesehen, wie die Kategorie derzeit dasteht und wie es mit ihr weitergehen könnte.

Unbestritten hat sich im Bereich der Alternativen in den vergangenen Jahren richtig viel getan. Es ist unübersehbar, dass veganen Drinks, Käse und Ersatzprodukten für Joghurt, Rahm etc. im Handel mehr Platz eingeräumt wird als früher. Und dies geschieht natürlich nicht ohne Grund: Insbesondere in den Corona-Jahren 2020/21 haben die Alternativen mit +34,4% bzw. +23,6% aus der Nische heraus mengenmäßig massiv zugelegt (RollAMA) und halten seitdem grob gesprochen das erreichte Niveau. Von den Absätzen klassischer Milchprodukte ist dies freilich weiterhin nur ein Bruchteil – aber mit der Tendenz nach oben. 2023 beliefen sich die Verkaufsmengen auf 24.994 Tonnen und standen nach einem Wert-Plus von 11,2% zuletzt für einen Umsatz in Höhe von rund 66,8 Mio. €. Tatsache ist, dass diese Zuwächse nicht auf einen plötzlich stark gestiegenen Anteil an komplett vegan lebenden Menschen zurückzuführen sind, sondern auf die wachsende Anzahl jener Personen, die bewusst öfter mal Pflanzliches in ihren Einkaufswagen legen. Die vielbeschworenen Flexitarier also. „Wir verstehen, dass die Nachfrage nach rein pflanzlichen Produkten nicht nur von Vollzeit-Veganer:innen getragen wird,

sondern von einer vielfältigen Käuferschicht, die Wert auf ihre Gesundheit und Umwelt legt“, so Wolfgang Goldenitsch, President of International bei Mona Naturprodukte GmbH („Joya“). „Der Anteil an Flexitarier:innen ist in den letzten Jahren um 70% gestiegen, ebenso wie der Anteil an Veganer:innen und Vegetarier:innen in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum zeigt“, fügt er noch hinzu. Auch bei Rupp – seit letztem Jahr mit pflanzlichen Käse-Alternativen unter dem Namen „Veinschmecker“ in diesem Segment vertreten – sieht man das größte Potential in jenen Konsument:innen, die für beide Bereiche offen sind. Vorstandsmitglied Daniel Marte: „Neben den Vollzeit-Veganer:innen sind vor allem die Flexitarier:innen eine wichtige Zielgruppe für uns.“

GANZ ODER GAR NICHT? Dass prinzipiell ein erhöhter Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln sowohl aus ernährungsphysiologischer Sicht als auch in puncto Nachhaltigkeit Sinn macht, darüber braucht man heutzutage eigentlich nicht mehr diskutieren. Durchaus kontrovers stellt sich aber die Frage dar, inwieweit denn nun Kuhmilch durch pflanzliche Produkte ersetzt werden sollte. Soviel sei vorausgeschickt:

Eine letztgültige Beurteilung dieser Frage obliegt uns als Handelsfachmagazin nicht, wohl jedoch unterschiedliche Ansätze und Argumente zu dieser Frage zu sammeln und gegenüberzustellen. Jene Hersteller, die sich auf den pflanzlichen Bereich fokussiert haben, argumentieren freilich auch sehr stark in diese Richtung. „Pflanzliche Milch weist im Vergleich zu Kuhmilch erhebliche Vorteile hinsichtlich des Flächenverbrauchs, der Treibhausgasemissionen, des Wasserverbrauchs und der Stickstoffbelastung auf. Studien zeigen, dass Milchprodukte etwa 25 bis 30% der ernährungsbezogenen CO2-Emissionen eines durchschnittlichen Europäers ausmachen. Darüber hinaus trägt die Produktion von Kuhmilch maßgeblich zum Verlust der Biodiversität bei“, meint etwa Wolfgang Goldenitsch, Mona Naturprodukte. Einen ähnlichen Ton schlägt man bei Oatly an. Svenja Fritz, GF Oatly DACH & Polen: „Wir denken, dass es besser für die Menschen und unseren Planeten ist, Pflanzen direkt für den menschlichen Verzehr anzubauen, anstatt sie erst durch den Körper einer Kuh zu schicken. Einer aktuellen Studie zufolge hat die in Deutschland verkaufte ‚Oatly Barista Edition‘ eine um 65% geringere Klimabelastung als vergleichbare Kuhmilch.“ Upfield propagiert für die pflanzliche Butter-Alternative „Flora“ derzeit ebenfalls „Skip the cow“. Bei der Berglandmilch, wo man neben dem Standard-Milchprodukte-Sortiment auch einige pflanzliche Artikel anbietet, betont man hingegen: „Die Milchwirtschaft ist eine der nachhaltigsten und effizientesten Formen der Lebensmittelherstellung. Bei Betrachtung der gesamten landwirtschaftlich nutzbaren Flä-

WIESO
HEFT-THEMA
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Rimma Bondarenko/shutterstock

che der Erde ist festzustellen, dass mehr als die Hälfte davon aus Grünland besteht. Nur mithilfe von Wiederkäuern, insbesondere der Milchkuh, kann diese Fläche genutzt werden, um Lebensmittel herzustellen. Nur so kann nichtessbare Biomasse wie Gras verwertet und in für den Menschen nutzbare Lebensmittel umgewandelt werden“, erläutert BerglandmilchGF Josef Braunshofer und merkt an: „Auf die Nährstoffdichte umgelegt weisen Pflanzendrinks einen deutlich höheren CO2-Fußabdruck auf. Wer das Klima schonen möchte, trinkt am besten Wasser. Wenn man aber satt werden will und das Klima schützen möchte, ist Milch eines der besten Mittel der Wahl.“

||Wirdenken,dassesbesser fürdieMenschenundunseren Planetenist,Pflanzendirektfür denmenschlichenVerzehranzubauen,anstattsieerstdurchden KörpereinerKuhzuschicken.

SvenjaFritz,GFOatly

VERGLEICHBAR? In allgemeine Zahlen gießen lässt sich der Vergleich der Ökobilanzen von Milchprodukten und deren Alternativen allerdings nicht so einfach. Schließlich ist der ökologische Fußabdruck von Hochleistungskühen aus Großställen mit einem hohen Kraftfutteranteil (wie international oft üblich) anders zu beurteilen als etwa der einer österreichischen Bio-Heumilchkuh, die in Weidehaltung lebt. Und auch bei den pflanzlichen Produkten lassen sich Äpfel nicht mit Birnen, resp. beispielsweise österreichischer Hafer nicht mit Reis aus internationalem Anbau gleichsetzen. Je nach

Marke und Produkt setzen die Hersteller natürlich auf unterschiedliche Zutaten und Herkünfte. „Eines unserer Grundprinzipien ist es, so viel wie möglich aus der Region zu beziehen“, schildert etwa Wolfgang Goldenitsch, Mona Naturprodukte. Sojabohnen für die Marke „Joya“ werden immer aus Österreich bezogen, der Hafer stammt, so Goldenitsch, „zu großen Teilen aus Österreich oder unseren Nachbarländern.“ Und wie sieht es bei Oatly aus?

„Die ‚Oatly‘-Produkte für den europäischen Markt basieren auf Hafer, der hauptsächlich in Schweden, den Niederlanden, Finnland oder dem Vereinigten Königreich angebaut wird“, berichtet Svenja Fritz. „Die Basis unserer veganen Produkte ist heimischer Hafer, der von unseren Milchbäuer:innen aus dem Waldviertel stammt“, informiert wiederum Berglandmilch-GF Josef Braunshofer.

PREIS/WERT. Preislich liegen die Pflanzlichen übrigens im Normalfall über den Produkten tierischer Herkunft – eine Situation, mit der nicht alle Beteiligten zufrieden sind. „Pflanzliche Milchprodukte unterliegen in Österreich einer Mehrwertsteuer von 20%, während für Kuhmilch lediglich ein Satz von 10% gilt. Diese steuerliche Diskrepanz verstärkt den Preisunterschied zwischen den beiden Produktkategorien, da höhere Steuersätze die Endkosten für pflanzliche Alternativen erhöhen“, so Goldenitsch, Mona, um dann aber hinzuzufügen: „Insgesamt ist der Preisunterschied gerechtfertigt, da er die höheren Produktionsund Betriebskosten von Milchalternativen widerspiegelt.“ Svenja Fritz von Oatly wiederum ist überzeugt: „Der Preisunterschied zwischen Milchprodukten und pflanzenbasierten Alternativen behindert den Wandel hin zu pflanzenbetonteren Ernährungsgewohnheiten, schafft unfaire Wettbewerbsbedingungen und steht in eindeutigem Widerspruch zu den Klimazielen.“

vegan

Die Rezeptur des Krapfens ist im Lebensmittelhandbuch Codex Alimentarius Austriacus festgehalten und legt fest, dass mindestens sechs Eidotter pro Kilogramm Teig verarbeitet werden müssen. Kuchen-Peter, Österreichs wichtigster Krapfenhersteller, bietet eine vegane Variante des Originals an, dessen Rezeptur sich im Wesentlichen nur da-

Kein Krapfen

AUSBLICK. Die große Frage ist natürlich, wie es mit den Milchalternativen langfristig weitergehen wird. Derzeit mag ihre mediale Präsenz sowie jene im (Kühl-)Regal größer sein als ihre Marktbedeutung. Unbestritten ist jedoch, dass die Kategorie wächst. „Die Prognosen für den Zeitraum von 2019 bis 2029 deuten darauf hin, dass pflanzliche Alternativen weltweit ein Wachstum von 17,8% verzeichnen werden“, so Wolfgang Goldenitsch, Mona Naturprodukte, bezugnehmend auf eine Statista-Studie. Bei Rupp setzt man in das Segment ebenfalls hohe Erwartungen: „Wir sind davon überzeugt, dass der Markt für Käsealternativen in den nächsten Jahren

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DieMilchwirtschaftisteine dernachhaltigstenundeffizientestenFormenderLebensmittelherstellung.

JosefBraunshofer,GFBerglandmilch

weiter wachsen wird. Auch deshalb, weil das Potential für Innovationen groß ist“, meint Daniel Marte, Vorstandsmitglied Rupp. Derzeit schätzt Roland Griesebner, GF Oatly, die Lage so ein: „Pflanzendrinks machen nur einen kleinen Teil der gesamten Milchkategorie aus, es gibt also noch enormes Wachstumspotential.“ Verdrängt wird die klassische Milch von den Alternativen aber nicht werden, schließlich haben beide gute Argumente, die für die Konsument:innen relevant sind. Daniel Marte, Rupp: „Es darf kein Weg aufoktroyiert werden, sondern wir als Hersteller müssen den Endverbraucher:innen eine bedürfnisorientierte Produktauswahl zur Verfügung stellen.“ bd

durch unterscheidet, dass statt der tierischen Komponente Kartoffelflocken in der Zutatenliste stehen. Edwin Tomanek, Vertriebs- und Marketingleiter: „Unsere Produktentwicklung hat lange daran gearbeitet, eine vegane Variante zu entwickeln. Auch der besondere Verarbeitungsprozess sorgt dabei für ein täuschend ähnliches Ergebnis.“

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HEFT-THEMA

WIESO (NICHT)?

Christiane Mösl, Geschäftsführerin der ARGE Heumilch, ist überzeugt davon, dass Milchprodukte auch weiterhin einen wichtigen Platz in unserer Ernährung einnehmen werden.

PRODUKT: Ausschlaggebend für den verstärkten Wunsch nach pflanzlichen Lebensmitteln sind ja hauptsächlich Nachhaltigkeits-, Tierwohl- und Gesundheitsaspekte. Wie schneiden denn Heumilch-Produkte diesbzgl. ab?

Mösl: Bei Heuwirtschaft geht es primär um die Milcherzeugung aus dem Dauergrünland, das, ähnlich wie der Waldboden, eine wichtige Kohlenstoffsenke darstellt und enorme Mengen an CO2 speichert. Daher trägt Heumilch zum Schutz des Klimas bei. Die artgerechte Fütterung mit Gräsern, Kräutern und Heu fördert das Tierwohl und liefert die Grundlage für die Natürlichkeit unserer gesunden Produkte. Zudem ist eine dauernde Anbindehaltung bei Heumilch seit 2018 verboten.

PRODUKT: Und inwieweit werden Sie diese Argumente heuer auch in Richtung Endverbraucher:innen kommunizieren?

Milch – unersetzbar

Vom Trend zu „öfter mal pflanzlich“ müsste ja eigentlich auch der Milchmarkt direkt betroffen sein. Wir haben bei Christiane Mösl, GF der ARGE Heumilch, nachgefragt, wie sie die Sache sieht und inwieweit auch Milchprodukte in das Ernährungsschema bewusster Konsument:innen passen können.

PRODUKT: Unser Heftthema lautet „Vegan –wieso (nicht)“. Zweifelsohne ist der Stellenwert rein pflanzlicher Lebensmittel im Wachsen begriffen. Wie sollte die Milchwirtschaft Ihrer Meinung nach auf den Wunsch nach verstärkter pflanzlicher Ernährung reagieren?

Mösl: In der öffentlichen Wahrnehmung haben vegane Produkte in den letzten Jahren eine hohe Aufmerksamkeit erfahren. Aktuell sieht man aber am Markt, dass dieses Segment einem starken Preisdruck ausgesetzt ist. Jede Molkerei muss für sich selbst entscheiden, wie sie mit veganen Produkten umgeht. Grundsätzlich spricht aber das Segment eine andere Zielgruppe an. Zudem können vegane

Produkte Milch- und Milchprodukte aufgrund ihres Nährstoffgehalts nicht ersetzen, denn sie enthalten weniger Proteine oder Kalzium.

PRODUKT: Welchen Platz können und sollen Milchprodukte Ihrer Meinung nach in Zukunft im Speiseplan der Österreicher:innen einnehmen?

Mösl: Milchprodukte haben am österreichischen Markt einen hohen Stellenwert und sind traditionell stark im Speiseplan verankert. Wir sind davon überzeugt, dass hochwertige und nachhaltige Produkte, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind und keine Zusatzstoffe enthalten, auch in Zukunft sehr stark punkten werden.

Mösl: Nachhaltigkeits-, Tierwohl- und Gesundheitsaspekte stehen im Mittelpunkt unserer Kommunikationsmaßnahmen. Wir werden heuer und auch in den nächsten Jahren diese Themen bei all unseren Kampagnen und bei der Pressearbeit besonders hervorheben.

PRODUKT: Die Heuwirtschaft punktet aber ja nicht nur mit Nachhaltigkeits-Argumenten im weiteren Sinne, sondern wurde heuer außerdem als erstes landwirtschaftliches Weltkulturerbe im deutschsprachigen Raum anerkannt. Können Sie uns die Hintergründe für diesen Schritt schildern?

Mösl: Wir möchten mit der Einreichung als landwirtschaftliches Weltkulturerbe bei der FAO die nachhaltige Heuwirtschaft fördern und weiter erhalten. Nur mehr 3% der Milchwirtschaft in Europa ist Heuwirtschaft. Mit der Auszeichnung soll deren Stellenwert bei den Endverbraucher:innen wieder stark ins Bewusstsein rücken.

PRODUKT: Danke für das Gespräch! bd

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Die Hundertjährige

Dieses Jubiläum dürfen nicht allzu viele Marken begehen: „Rama“ wird 100! Zu diesem besonderen Anlass blicken wir in die Entstehungsgeschichte der Brand und verraten, welche Feierlichkeiten geplant sind.

Margarine war Ende des 19. Jahrhunderts als preiswerte Butteralternative sehr gefragt. Der Butterhändler Jan Jurgens sicherte sich das Patent darauf und bot unterschiedliche Margarine-Produkte an. 1924 schließlich vereinte die von ihm gegründete Deutsche Jurgenswerke AG alle Produkte unter dem Namen „Rahma“. Um Ver-

Guter Preis

Dass die SalzburgMilch eine treibende Kraft in Sachen Tiergesundheit ist, ist längst bekannt. Nun hat man dem Engagement durch eine Auszeichnung einmal mehr Ausdruck verliehen.

Die „Goldene Kuh“ ist € 22.000,- wert. Doch sie bekommt nur, wer als Milchbauer bzw. -bäuerin außerordentliches Engagement in Sachen Tierwohl zeigt. Dafür kommen prinzipiell so einige Höfe in Frage, schließlich setzen sämtliche 2.400 Milchlieferanten des Unternehmens jene hohen Standards um, die 2017 im Rahmen der SalzburgMilch-Tiergesundheitsinitiative formuliert wurden und die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Die „Goldene Kuh“ belohnt aber wiederum jene, die das

Zum 100. Geburtstag gibt’s für „Rama“ nicht nur Kuchen, sondern auch zahlreiche Marketing-Aktivitäten.

MITFEIERN. Das Jubiläum ist natürlich auch Anlass für unterschiedliche Aktivitäten, u.a. eine Kampagne mit dem Claim „Rama – 100 Jahre für euch da!“ Der entsprechende Hinweis wird das ganze Jahr über auf den runden 400g-Bechern von „Rama“ zu finden sein. Außerdem wird es eine Sammelpromo geben, bei der Prämien von „Le Creuset“ verlost werden.

VIELFÄLTIG. Freilich umfasst das Sortiment der Marke heute deutlich mehr als „nur“ herkömmliche Margarine. „Rama“ gibt es zum Streichen, zum Backen, zum Kochen und zum Braten. „Rama Culinesse“ etwa ist bis heute Marktführer bei flüssigen Margarinen, und im Bereich Sahnealternativen hat man sich mit den „Rama Cremefine“-Produkten einen Namen gemacht. bd

wechslungen mit reinen Milchprodukten vorzubeugen, wurde die Schreibweise der Marke später auf das heute geläufige „Rama“ geändert. Flächendeckende Werbung machte die Brand rasch bekannt, und auch 100 Jahre nach der Gründung ist „Rama“ (heute im Portfolio von Upfield) aus dem Handel nicht wegzudenken.

Wohlergehen ihrer Tiere durch zusätzliche Aktivitäten gefördert haben. Die eingereichten Projekte wurden nun durch eine unabhängige Jury gesichtet. Dabei gab es in drei Kategorien die Möglichkeit auf eine Auszeichnung, nämlich „Innovative Umbaulösungen für Milchkühe“, „Tierwohl bei der Milchkuh“ und „Tierwohl beim Kalb“. Ganze 80 Initiativen wurden eingereicht. „Es hat sich gezeigt, dass Tierwohl auf ganz unterschiedliche Weise gefördert werden kann“, so Katharina Lichtmannsperger, Tierärztin der SalzburgMilch.

GUTE IDEEN. Zu den prämierten Projekten zählen Maßnahmen wie ungehinderter Kontakt zwischen Kalb und Mutterkuh, frei zugängliche Milch-Tränken für die Kälber oder auch Halsbänder mit Sensoren, die Bewegungsmuster aufzeichnen, um Verhaltensänderungen zu erkennen und auf Situationen wie Geburten oder Erkrankungen rasch reagieren zu können. Von vielen Maßnahmen haben aber auch die Landwirt:innen selbst profitiert, z.B. durch gesteigerte wirtschaftliche Effizienz oder Reduktion der Arbeitsbelastung. bd

Diese Landwirt:innen tun mehr für ihre Milchkühe, als es das Gesetz und die SalzburgMilch verlangen und wurden dafür mit der „Goldenen Kuh“ belohnt.
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Oatly Bio Barista ÖKO IM KAFFEE

Die „Oatly Barista“-Edition hat eine große Fangemeinde, die den Haferdrink, der sich besonders gut für die Verwendung in Heißgetränken eignet, derart schätzt, dass auch Rufe nach einem vergleichbaren Produkt in Bio-Qualität laut wurden. Diesen Wunsch erfüllt man jetzt mit dem Launch von „Oatly Bio Barista“, der komplett mit Zutaten aus ökologischem Anbau hergestellt wird.

Berger Backofen Leberkäse DO IT YOURSELF

Warmer Leberkäse ist eine der Lieblingsspeisen in Österreich. Wer ihn perfekt genießen möchte, der ist mit Varianten, die man zuhause selbst fertig backt, perfekt bedient. Berger Schinken lanciert genau dafür jetzt eine neue „Backofen Leberkäse“-Range aus 100% österreichischem Fleisch. Erhältlich sind die Varianten „klassisch“ und „Käse“. Die 500g-Stücke sind bei 200°C im Ofen in 30 Minuten servierbereit.

planted.steak WIE IN ECHT

Das Schweizer Food Tech-Startup Planted bringt jetzt das „planted.steak“ auf den Markt und unterstreicht damit seine Innovationskraft im Bereich alternativer Proteine. Das Steak auf pflanzlicher Basis ist dank eines neuen Fermentierungsprozesses saftig und zart und weist den für Fleisch typischen Umami-Geschmack auf. Es ist reich an Proteinen und Ballaststoffen und liefert zudem B12 und Eisen. purro

KEINE ALTERNATIVE

Mit „purro“ präsentiert die Bio Metzgerei Juffinger ein komplett neues Produkt- und Markenkonzept für alle, die gerne Fleisch essen, aber auf ein schlechtes Gewissen verzichten möchten. Das reduzierte Design mit Sagern wie „Ich bin kein veganer Aufschnitt“ setzt optisch um, was dahintersteckt: Wurstwaren, die aus BioFleisch mit hohen Tierwohlstandards und ohne Zusatzstoffe hergestellt werden.

Berger Vegan Preiselbeer Pastete AM START

Auch bei Berger Schinken hat man längst die Zeichen der Zeit erkannt und steigt jetzt in das spannende Thema Vegan ein. Als erstes Produkt der neuen „Berger Vegan“-Linie wurde kürzlich eine „Preiselbeer Pastete“ lanciert, die mit ihrem leicht süßlichen Geschmack und der cremigstreichfesten Konsistenz punktet. Die rein pflanzliche Rezeptur umfasst Sonnenblumenkerne, Kokosfett und Preiselbeeren.

Billi Green GRILL BILL

Jetzt füllen sich die Regale des LEH wieder mit Produkten für den Grill, nicht fehlen dürfen dabei vegane Pendants zu Grillklassikern aus Fleisch. Im Vertrieb von Hotwagner finden sich etwa Neuheiten der Marke „Billie Green“: Optimal für fleischfreie Burger sind die „Grill-Taler mit Kräutermarinade“ geeignet, und zum Verfeinern gibt es zudem den neuen „Grill-Bacon mit Paprika-Marinade“.

Rügenwalder Mühlen Snack KOOPERATIV

Die Rügenwalder Mühle und ihr Markenbotschafter Paul Ripke (Fotograf und Content Creator) setzen ihren gemeinsamen Weg fort. Die Kooperation bekommt jetzt mit dem veganen „Paulled Pork Mühlen Snack“ ein eigenes Produkt. Dabei wird ein lockerer Hefeteig mit veganem Pulled Pork in süß-rauchiger Barbecue Sauce gefüllt. Das To Go-Produkt wird im 3erMultipack angeboten (Vertrieb: Hotwagner).

Eat happy mit planted. SUPER BOWL

Eine „Quinoa Bowl“ mit Quinoa, Karotten, Brokkoli, Avocado und „planted.chicken“ ergänzt ab sofort das „Eat happy“-Sortiment. Damit steht für den großen Hunger nach veganen Gerichten eine trendige Speise in rund 100 Chillern bereit. Die Bowl hat zur Kennzeichnung einen apfelgrünen und lila Sticker mit der Aufschrift „Eat happy mit planted.“. So erkennt man sofort die Verwendung der bekannten Marke.

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HEFT-THEMA

Zum Verwechseln ähnlich: das neue „planted. Steak“

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Auch wenn, gemessen am tierischen Segment, die Um- und Absätze von pflanzenbasierten Fleisch-Ersatzprodukten immer noch relativ gering sind: Die Zuwachsraten sind sehr vielversprechend. Eine immer breitere Auswahl und verbesserte geschmackliche Qualitäten verschaffen dem Bereich zusätzlich Aufschwung.

Eines ist gewiss: Die Aufmerksamkeit, die dem Thema „vegane Fleischersatzprodukte“ im LEH zuteil wird, ist um ein Vielfaches größer als die tatsächlichen aktuellen Umsätze. Die RollAMA etwa weist pflanzenbasierten Alternativen lediglich einen Wertanteil von 1% in der Kategorie „Fleischprodukte inkl. pflanzlicher Produkte“ zu, 99% gehen demnach an die tierischen Pendants. Allerdings: Die Zuwächse der letzten Jahre machen klar, dass das Thema viel Potential mitbringt: Von 2018 bis 2023 ist die Anzahl pflanzlicher Ersatz-Produkte von 423 auf über 900 Artikel gestiegen, wertmäßig hat sich das Segment verdoppelt, genauso wie hinsichtlich der ab-

gesetzten Menge (RollAMA, GfK 2024). Nielsen beziffert den Umsatz mit Plant-basedFleisch-Produkten im gekühlten Bereich für 2023 schließlich auf 43,9 Mio. €, was einem Plus von 14,9% vs. Vorjahr entspricht (Nielsen KW 52/2023).

MOTIVE. Parallel zu dieser Entwicklung sinkt der Fleischkonsum in Österreich (zwar nur) langsam, aber stetig. Wurden 2007 noch 66,8kg pro Kopf und Jahr verspeist, waren es 2023 nur noch 58,6kg. Im globalen Durchschnitt liegt Österreich damit aber immer noch im absoluten Spitzenfeld: Nach Angaben von Our World in Data wurden 2021 welt-

weit durchschnittlich rund 42kg Fleisch pro Kopf im Jahr konsumiert. Die Auswirkungen für das Klima, der Wunsch nach mehr Tierwohl und die eigene Gesundheit führen jedenfalls dazu, dass immer mehr Verbraucher:innen tierische Lebensmittel hinterfragen, einschränken oder sogar ganz darauf verzichten. Lt. Smart Protein Report leben mittlerweile 15% der Österreicher:innen fleischfrei (vegan, vegetarisch oder pescetarisch) und etwa 40% bezeichnen sich als Flexitarier und reduzieren ihren Fleischkonsum ganz bewusst.

DIE GESUNDHEIT. Der veganen Lebensweise wird gerne zugeschrieben, dass sie gesund sei. Allerdings macht sich hier auch Skepsis breit, denn die Kategorie punktet nicht gerade mit Natürlichkeit und Manufaktur-Charakter, sondern, aufgrund ihres hohen Verarbeitungsgrades, eher mit Lebensmittel-Hightech. Sind die Produkte dadurch weniger günstig für die Gesundheit? Der VKI hat sich kürzlich eingehend mit dieser Frage befasst und nach 323 getesteten Produkten festgestellt, dass „unverarbeitetes Fleisch hinsichtlich des NOVAScores zwar deutlich bessere Ergebnisse liefert, aber sobald die Produkte verarbeitet sind, schneiden Ersatzprodukte (hinsichtlich NOVA und Nutri-Score) entweder besser oder gleich schlecht ab wie die tierischen Originale“ (konsument, Feb. 2024).

DIE PRODUKTE. Der Markt für vegane Ersatzprodukte ist keine Spielwiese mit Schönwetter für Herstellermarken, denn gerade hier sind die Marken des Handels überaus präsent. Dennoch: Viele Brands, die bei den Verbraucher:innen Popularität genießen, finden ihren Platz im hart umkämpften Regal und beleben das Segment mit Innovationen.

SAFTIG. Brandneu ist etwa das „planted. Steak“, das schmecken und garen soll wie ein

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„echtes“ Rinder-Filetsteak. Pascal Bieri, CoGründer: „Das Steak ist eine echte Innovation für die gesamte Kategorie. Kein anderes pflanzliches Steak weist solche Eigenschaften bei Saftigkeit und Textur auf wie unseres und kommt dabei ganz ohne Zusatzstoffe aus.“ Planted wächst seit der Gründung 2019 jährlich im hohen zweistelligen Bereich und ist Marktführer in der Schweiz. Bieri: „Unser Ziel ist es, diese Stellung auch in weiteren Märkten auszubauen.“

WÜRZIG. Seit 2017 ist Vegini am österreichischen Markt präsent. Vanessa Stelzer, Head of Marketing: „Wir können mit Stolz sagen, dass wir uns dank starker Partnerschaften positiv weiterentwickeln. Die grüne Revolution ist aus unserer Sicht nicht aufzuhalten.“ Aktuell steht der Launch einer neuen Bratwurst-Variante an, auch hier zielt man auf den Start der Grillsaison, die für pflanzliche Produkte eine gute Gelegenheit darstellt, die Umsätze anzukurbeln.

GESCHMACKVOLL. „The Green Mountain“ (Hilcona) erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit am Markt, Albert Bamberger, National Key Account Manager Retail AT: „Unsere Marke wächst zweistellig, wird gut distribu-

iert, und wir konnten auch unsere Visibilität signifikant erhöhen. Das ‚The Green Mountain Hühnerfilet‘ ist z.B. der stärkste Markenartikel in der Kategorie.“ Mit viel Elan geht es auch hier in die warme Jahreszeit: Mit 1. April startet eine Grill-Kampagne mit Gewinnspiel und Verkostungen.

CREMIG. Berger Schinken steigt jetzt mit einer „Preiselbeer Pastete“ ganz neu ins Segment ein. Rudolf Berger, GF: „Wir stehen auch weiterhin für Schinken und Fleisch. Aber wir nutzen unsere Kompetenz in diesem Bereich und weiten die Produktpalette um pflanzliche Produkte aus. Wir sind gespannt, wie groß das Potential in der nahen Zukunft ist, denn eine seriöse Vorhersage ist sehr schwer zu treffen.“ Als nächster Launch warten bereits pflanzliche Würstel auf ihren Start.

PRAKTISCH. Auf tierische Produkte zu verzichten ist insbes. unterwegs nicht immer einfach. Ungekühlt haltbare Snacks, wie z.B. die „Veggie“-Produkte aus dem Hause Handl Tyrol (siehe auch Interview auf Seite 48) oder der neue „Rügenwalder Mühlensnack Paulled Pork“ (Hotwagner), sind da willkommen. Wolfgang Hotwagner ist mit der Entwicklung des Bereichs zufrieden: „Die Absätze in unserem

Die Handelsseite

veganen Portfolio sind 2023 im hohen zweistelligen Bereich gewachsen.“

NICHT FISCH. Nicht nur Fleisch, sondern auch Fischersatz ist ein Thema für das vegane Sortiment im LEH. Auch wenn diese Produktgruppe noch ganz am Anfang steht, Potential scheint sie zu haben. Bei Revo Foods sieht das CEO Robin Simsa folgendermaßen: „Pflanzlichen Produkten gehört die Zukunft, das ist ganz klar. Speziell bei Fisch kommt es durch Überfischung zu immer höheren Preisen und geringerer Verfügbarkeit. Es ist klar, dass es eine Alternative geben muss.“ Und tatsächlich, die Verbraucher:innen nehmen veganen Fischersatz durchaus an. So ist das stärkste Produkt der veganen Nestlé-Brand „Garden Gourmet“ der „Thun-Visch“ und auch die letzte Neuheit aus dem Hause Nestlé war mit dem „MarineStyle Crispy Filet“ ein Fischersatzprodukt.

FAZIT. Das Segment Fleisch- und Fisch-Ersatzprodukte hat durchaus seine Berechtigung, was insbes. die steigenden Um- und Absätze eindrucksvoll beweisen. Skeptiker werden vermutlich über die Jahre – und mit steigenden Produktqualitäten sowie mit transparenten Informationen über Zutaten und Verarbeitung – überzeugt werden können. ks

Die pflanzliche Ernährung ist im Vormarsch – können Sie das mit Blick auf Ihre Geschäftszahlen bestätigen?

Das können wir auf jeden Fall bestätigen. Der Umsatz und Absatz von rein pflanzlichen Produkten steigt seit Jahren stetig an. Zwei von zehn Befragten kaufen mindestens einmal wöchentlich rein pflanzliche Produkte. Gerade bei der jüngeren Zielgruppe isst bereits jetzt schon jede:r Fünfte kein tierisches Fleisch mehr. Darauf haben wir mit dem rein pflanzlichen Supermarkt, dem Pflanzilla, reagiert und bieten bei Billa Plus mittlerweile 7.000 Plant-based-Artikel.

Rewe präsentiert Fleischersatzprodukte direkt neben den tierischen Pendants, warum?

Da wir immer die breite Masse ansprechen und Wahlfreiheit geben möchten. Aber dafür muss auch der Preispunkt stimmen. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, 50 pflanzliche Artikel dauerhaft günstiger oder gleich günstig anzubieten. Das kommt extrem gut an: wir sehen hier eine Absatzsteigerung von über 33%.

Was erwartet uns in diesem Bereich weiterhin?

Viele Plant-based-Produkte haben sich qualitativ enorm verbessert. Und gerade pflanzliche Milchvarianten weisen eine sehr dynamische Entwicklung auf – bereits jede zehnte verkaufte Milch bei Billa und Billa Plus ist rein pflanzlich. Was uns dabei aber sauer aufstößt, ist die steuerliche Ungleichbehandlung. Hier ist der Gesetzgeber gefragt, eine faire Besteuerung einzuführen. Wir identifizieren frühzeitig die Entwicklungen am Markt, und gehen davon aus, dass es künftig auch mehr funghi-basierte Produkte geben wird. Neben den Zutaten werden sich auch die Produktionsverfahren ändern, wie zum Beispiel durch die Fermentation.

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Verena Wiederkehr, Billa Head of plant-based Business Development über Plant-based bei Billa:

HEFT-THEMA

(NICHT)?

Differenzierter

Norbert Marcher, Geschäftsführer Unternehmensgruppe Marcher Fleischwerke, erzählt im Gespräch, warum aus seiner Sicht sowohl Produkte mit Fleisch als auch Ersatzprodukte ihre Berechtigung haben. Und warum beides in der Marcher Gruppe seinen Platz hat.

PRODUKT: Die Marcher Gruppe steht für Marken wie „Landhof“ und „Loidl“, aber auch „die Ohne“ – warum bzw. wie funktioniert traditionell & vegan in einem Unternehmen?

Marcher: Mit unseren Marken verfolgen wir eine vielseitige Strategie, um verschiedene Marktsegmente anzusprechen. Unsere Fleisch-Produkte repräsentieren bewährte Handwerkskunst, während „die Ohne“ als Innovationsmarke Vorreiter in der Entwicklung und Herstellung von Fleischalternativen ist. Unser Ziel ist es, mit unseren fleischlosen Alternativen eine attraktive Ergänzung zu unserem Wurstsortiment für all jene zu bieten, die aus welchen Gründen auch immer auf Fleisch verzichten möchten.

PRODUKT: Wie sehen Sie das Thema vegane Ersatzprodukte und Lebensweise? Was befürworten Sie? Und wo sehen Sie Herausforderungen?

Marcher: Noch nie wurde über das Thema Ernährung so viel diskutiert wie heute. Oft besteht eine Spannung zwischen Personen, die Fleisch konsumieren und solchen, die sich für eine vegetarische oder vegane Lebensweise entscheiden. Die öffentlichen Diskussionen über Tierwohl, CO2-Abdruck auf der einen Seite und die Verwendung von hochverarbeiteten Zusatzstoffen für Ersatzprodukte auf der anderen Seite führen zu Missverständnissen und tragen wenig zur Klärung bei. Wir sehen Fleisch als ein äußerst wertvolles Nahrungsmittel, das vielfach zu Unrecht in der Kritik steht. Dass Fleisch im Rahmen einer ausge-

wogenen Ernährung einen wichtigen Stellenwert einnimmt, steht für uns außer Zweifel. Diesem Aspekt wird unseres Erachtens in der öffentlichen Diskussion zu wenig Bedeutung beigemessen. Es geht in der momentanen Diskussion um nachhaltige Landnutzung auch komplett unter, dass Rinder aus dem für den Menschen ungenießbaren Gras hochwertigstes Eiweiß in Form von Milch und Fleisch produzieren. Auch in Österreich sind viele Grünlandflächen nicht sinnvoll als Ackerflächen nutzbar und nur mit Weidevieh überhaupt zu bewirtschaften. Trotzdem haben unsere Ersatzprodukte ihren fixen Platz in unserem Sortiment eingenommen und können sich trotz eines sehr kompetitiven Markts gut behaupten. Wir sehen hier aber bereits einen NachfragePeak erreicht – diese Range macht einen sehr niedrigen einstelligen Prozentsatz am Gesamtumsatz aus. Vor allem kommunikativ kommt diesem Segment eine enorme Bedeutung zu, der Umsatz kann damit nicht mithalten.

PRODUKT: Die Fleischbranche wird gerne unter Generalverdacht gestellt – warum ist das aus Ihrer Sicht nicht gerechtfertigt?

Marcher: Die Art und Weise, wie Nutztiere gehalten werden, kennen die meisten Menschen nicht mehr aus eigener Wahrnehmung und sie sind deshalb auf Bilder angewiesen. Diese schwanken zwischen den Extremen der werblichen Idyllisierung und verstörenden Bildern von groben Missständen. Beides entspricht nicht der durchschnittlichen Realität in unseren Stallungen und polarisiert. Ein emotional geführter Diskurs ist hier in aller Regel zur Fin-

Norbert Marcher, Geschäftsführer Unternehmensgruppe Marcher Fleischwerke

dung von lösungsorientierten Kompromissen wenig hilfreich. Die Nutztierhaltung muss eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz finden. Viele Landwirt:innen sind auch bereit, dafür nötige Investitionen zu tätigen – etwa bei der Abschaffung von Vollspaltenböden – sie sind jedoch im Unklaren darüber, welches konkrete Stallkonzept auch in zehn bis 20 Jahren den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen wird. Hier gilt es möglichst kurzfristig Klarheit herzustellen und Landwirt:innen bei ihren Stallbaubemühungen sowohl finanziell wie auch in den Genehmigungsverfahren zu unterstützen.

PRODUKT: Was sollten wir – als Gesellschaft, Medien, Handel – bei der Diskussion um eine pflanzenbasierte Ernährung unbedingt mitdenken?

Marcher: Insgesamt sollten wir die Diskussionen um unterschiedliche Ernährungsweisen differenziert führen und sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte jeweils berücksichtigen. Das setzt jedoch voraus, dass man sich ernsthaft, wissensbasiert und objektiv mit der Thematik befasst. Diese Herangehensweise würden wir auch von Medien erwarten, nämlich wissens- und faktenbasiert zu publizieren. ks

Vegan und klassisch –bei der Marcher Gruppe findet man beides.

WIESO
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HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?

Wert & Haltung

Handl Tyrol steht für traditionelle tierische Erzeugnisse und, seit letztem Jahr mit dem Launch der „Veggie“-Linie, auch für vegane Alternativen – wie beides eine Zukunft hat, darüber haben wir mit GF Karl Christian Handl gesprochen.

PRODUKT: Handl Tyrol erzeugt jetzt auch vegane Alternativen – warum?

Handl: Verbraucherbedürfnisse ändern sich. Heute essen und leben die Menschen bewusster als noch vor Jahren. Für uns ist die „Veggie“-Linie ein logischer Schritt und damit eine Antwort auf Veränderungen.

PRODUKT: Welche Punkte einer veganen Lebensweise befürworten Sie? Und wo sehen Sie Herausforderungen?

Handl: Wir haben von Beginn an Konsument:innen in unser „Veggie“-Projekt miteinbezogen und konnten daraus viel lernen: 100% pflanzlich, vegan und gentechnikfrei sind die wichtigsten Punkte, mit denen man eine vegane Lebensweise skizzieren kann. Es soll natürlich aussehen und unverwechselbar im Geschmack sein. Das ist etwas, das wir durchaus befürworten. Denn wir sehen Konfliktpotential darin, wenn ein veganes Pro-

TRANSPARENZ-OFFENSIVE

Dass die Diskussion um vegan/nicht-vegan eine direkte (positive) Auswirkung auf die Zukunft der Nutztierhaltung haben kann, wird manchmal vergessen. Die österreichische Nutztierhaltung (NTÖ) und die Landwirtschaftskammer gehen jetzt jedenfalls geschlossen in eine Transparenz-Offensive.

Eine Kombination aus Haltungsform, Herkunft und Qualität, ein so genanntes „Qua-

dukt gleich schmecken soll wie das verwandte Fleischprodukt. Dies ist meist nur mit vielen chemischen Zusätzen möglich, was den Grundgedanken einer gesünderen Lebensweise konterkariert.

PRODUKT: Die Fleischbranche wird gerne unter Generalverdacht gestellt – warum ist das aus Ihrer Sicht nicht gerechtfertigt?

Handl: Die Gesellschaft ist einerseits ganz klar für bessere Bedingungen bei der Tierhaltung und andererseits nur selten bereit, die Mehrkosten dafür auch entsprechend in Kauf zu nehmen. Dass im Bereich der Tierhaltung neue und höhere Standards gewünscht sind, unterstützen wir ganz klar. Hier gibt es, wie man den Medien entnommen hat, neue politische Rahmenbedingungen, um das Tierwohl entsprechend herzustellen. Wir sehen diese Entwicklungen positiv. Es braucht aber immer auch die ganzheitliche Betrachtung der jeweiligen Themenfelder.

Seit letztem Jahr ergänzt die „Veggie“-Linie das traditionelle Handl Tyrol-Sortiment.

PRODUKT: Was müsste sich aus Ihrer Sicht in Bezug auf den Umgang mit tierischen Lebensmitteln ändern?

Handl: Wir müssen bei tierischen Lebensmitteln die Tierhaltung und das Tierwohl stärker berücksichtigen. Dies hat dann auch zur Folge, dass der (monetäre) Wert von tierischen Lebensmitteln wieder steigt. Gleichzeitig sollten wir uns stärker um eine ausgewogene Ernährung kümmern. Dadurch wird der wöchentliche Fleischkonsum reduziert, und es sollte dafür qualitativ hochwertiges Fleisch verzehrt werden. Bei verarbeiteten Fleischprodukten sollte neben der Qualität des Rohstoffes auch die ehrliche Produktion im Vordergrund stehen.

PRODUKT: Und dieselbe Frage in Richtung „vegan“: Was sollten wir bei der Diskussion um eine pflanzenbasierte Ernährung unbedingt mitdenken?

Handl: Bei einem ehrlichen Plant-based-Produkt sollte so gut wie möglich auf unnötige Zusatzstoffe verzichtet werden. Denn egal, ob Fleisch oder veganes Produkt, die Qualität des Rohstoffes und die ehrliche Produktion sollten im Vordergrund stehen.

litätsstufen-System“, soll künftig auf tierischen Produkten sichtbar werden. Ziel ist es, eine Wahlmöglichkeit für Konsument:innen zu schaffen, sie für mehr Tierwohl zu gewinnen und eine bessere Lebensgrundlage für die Mastbetriebe zu erreichen.

LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger: „Wenn es unsere Handelspartner und qualitätsbewussten Gruppen in der Gesellschaft wirklich ernst meinen mit mehr Tierwohl, braucht es einen konkreten Plan mit klaren

Zukunftsperspektiven für die tierhaltenden Betriebe. Dafür gilt es, Haltungsform, Herkunft und Qualität zusammen sichtbar zu machen und auch für eine kostendeckende Abgeltung der höheren Produktionsstandards zu sorgen – nicht bloß für ein paar Monate, sondern über mehrere Jahre. Schließlich müssen Investitionen in Tierwohl-Ställe auch über mehrere Jahre abbezahlt werden. Mehr Tierwohl wird nur in Kombination mit Bauernwohl gelingen.“

Karl Christian Handl, Geschäftsführer Handl Tyrol
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WIESO (NICHT)?

Fungitioniert

Mit dem „Hermann.Bio Fungi Pad“ ist eine Fleisch-Alternative am Markt, die nicht vegan, sondern vegetarisch ist – und das aus gutem Grund, wie Hermann und Thomas Neuburger im Interview erklären.

PRODUKT: Das „Fungi Pad“ ist vegetarisch –nicht vegan. Warum?

Thomas Neuburger: Gerade bei so komplexen Themen wie unserer Ernährung ist es verlockend, die Welt dogmatisch in Kategorien einzuteilen. So einfach ist es aber nicht und vegan ist nicht gleich gesund. Ja, man kann heute vegane Produkte mit Methylcellulose, Carrageen und diversen anderen Kunstzusatzstoffen herstellen. Das ist aber nicht unser Weg. Unser Anspruch ist, Lebensmittel zu produzieren, keine Kunstprodukte. Das „Fungi Pad“ besteht aus Kräuterseitlingen, Reis, Pflanzenöl, Bio-Eiern, Salz und Pfeffer. That’s it. Natürlich, ehrlich und transparent. Künstliche Zusatzstoffe braucht es nicht. Als Lebensmittelproduzent steht es für uns außer Frage, das natürliche Bio-Ei nicht durch ein importiertes künstliches Bindemittel zu ersetzen. Wir forschen gemeinsam mit der BOKU intensiv daran, pflanzliches Eiweiß mit mehr Bindekraft zu gewinnen, um auch der veganen Community eine Alternative bieten zu können. Bis es so weit ist, setzen wir auf Bio-Eier aus der Region.

PRODUKT: Was sind generell die Herausforderungen dabei, ein Produkt vegan zu rezeptieren?

Hermann Neuburger: Heutzutage ist es überhaupt nicht schwer, ein veganes Kunstprodukt herzustellen. Die Herausforderung besteht darin, ein nahrhaftes vegetarisches Lebensmittel zu produzieren.

Thomas Neuburger: Neben dem Geschmack, dem Mundgefühl, der Bissfestigkeit und dem Nährstoffgehalt spielen natürlich auch betriebswirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Das Lebensmittel muss leistbar sein. Das bedeutet, die Herausforderung alternativer Lebensmittel ist ein gelungenes Zusammenspiel aus Natürlichkeit, Geschmack, Verfügbarkeit, Klimafreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Das war für uns der entscheidende Grund, selbst Pilzzüchter zu werden und unseren Rohstoff nachhaltig und regional zu produzieren.

PRODUKT: Wie sehen Sie das Thema vegan generell?

Thomas und Hermann Neuburger mit Karl Wrenkh vom Restaurant und Kochsalon Wrenkh, wo man jetzt auch „Fungi Pad“-Kochkurse anbietet.

Nicht nur der Geschmack, auch die Konsistenz von Fleischersatzprodukten ist das Ergebnis von Forschung und Entwicklung. Häufig findet sich in der Zutatenliste Methylcellulose. Sie wird, auch in Produkten wie herkömmlichen Saucen oder Suppen enthalten, in der Lebensmittelindustrie häufig als Verdickungs-, Geliermittel und Stabilisator eingesetzt. Allerdings wird Methylcellulose nicht natürlich auf

Fleischersatz

Thomas Neuburger: Es ist kein Geheimnis, dass wir als Fleischhauer-Familie natürlich auch Fleisch essen. Entscheidend ist, wie oft und mit welchem Verantwortungsbewusstsein. Aus meiner Sicht ist zweimal pro Woche genug. Von ideologischen Grabenkämpfen halte ich aber wenig, das bringt uns nicht weiter. Ich bin davon überzeugt, dass auch unsere Ernährungsgewohnheiten möglichst bunt und vielfältig sein sollten. Es braucht Aufklärung und vor allem ein alternatives Angebot.

PRODUKT: Wie entwickelt sich das „Fungi Pad“ ? Hermann Neuburger: Mit dem „Fungi Pad“ haben wir vor einem Jahr eine vollkommen neue Produktkategorie geschaffen: die Fleisch-Alternative. Ein neues Produkt muss erst bekannt und von den Konsument:innen gelernt werden. Für uns hat das „Fungi Pad“ das Zeug zu einer echten Revolution am Lebensmittelmarkt. Wir sind jedoch nach wie vor ein Start-up, das aber zunehmend an Fahrt aufnimmt. Aktuell sind wird dabei, den Markt auf Deutschland, die Schweiz und Skandinavien auszuweiten. ks

Über die Verpackung wurde heftig diskutiert – jetzt wurde sie überarbeitet. Das „Fungi Pad“ kommt im neuen, sehr ansprechenden Look in den Handel. vegan

Basis von Baumwolle gewonnen, sondern durch chemische Reaktionen hergestellt. Daher muss sie in Zutatenlisten von Lebensmitteln mit der E-Nummer 461 gekennzeichnet werden. Als natürlicher Ersatz für Methylcellulose präsentiert die Agrana übrigens aktuell die physikalisch behandelte, kaltquellende Quellstärke „Quemina“, die auf der Zutatenliste als „Stärke“ ausgezeichnet werden kann.

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Gegenwind

Wenn eine neue Fleischmarke auf der Biofach, bei der das bestimmende Thema „Vegan“ war, zum Best New Product gewählt wird, ist das eine echte Leistung. „purro“, von der Bio-Metzgerei Juffinger, steht für Wurst und Schinken für alle.

Das Design der neuen Range ist mit Sagern wie „Ich bin kein veganer Aufschnitt“ bewusst provokativ gestaltet, aber auch puristisch und zurückhaltend. Genauso wie es die Produkte sind. Anton Juffinger: „Unsere Motivation, ‚purro‘ ins Leben zu rufen, war nicht, gegen Veganer:innen zu arbeiten. Ganz im Gegenteil. Wir akzeptieren andere Ernährungsweisen voll und ganz, möchten aber auch Menschen, die gerne und qualitativ hochwertiges Fleisch essen, wieder das Gefühl geben, dazu mit Stolz stehen zu dürfen.“

STRENG GENOMMEN. Die Range umfasst neben reinsortigen Snackwürsteln (Huhn, Schwein und Rind) auch Salami und Rohschinken sowie Extrawurst (Lyoner). Produziert wird

snach strengen Bio Austria- und biokreis-Richtlinien. Juffinger: „Die Tiere erfahren so zu Lebzeiten den höchstmöglichen Standard, der an Tierwohl in der Fleischproduktion möglich ist. Uns ist wichtig, dass unsere Bauern kleinstrukturiert und regional sind und sich an die strengen Bio-Vorschriften halten. Mehrmals pro Jahr werden sowohl unsere Bio-Bauern als auch wir von unabhängiger Stelle kontrolliert, um somit den Konsument:innen höchste Tierwohl- und Qualitätsstandards garantieren zu können. Weil es aktuell in aller Munde ist – Vollspaltenböden kennen unsere Tiere nicht!“ Und auch Zusatzstoffe haben bei „purro“ ausgedient, die Zutatenlisten sind übersichtlich und kurz. Juffinger: „Es ist Zeit, ein neues Kapitel in der Geschichte des Fleischkonsums aufzuschlagen – eines, das

t

von Verantwortung, Bewusstsein und echter Wertschätzung geprägt ist.“ ks

Anton Juffinger, Bio Metzgerei Juffinger, setzt mit „purro“ auf Produkte, die „ethisch und ökologisch vorbildlich sind“.

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WIESO (NICHT)?

Hot plants

Eine Wende hin zu mehr pflanzenbasierten Lebensmitteln müsste eigentlich bedeuten, dass – neben Hülsenfrüchten und Ersatzprodukten – v.a. mehr Gemüse und Obst konsumiert wird. Wir haben uns daher gefragt, wie es um diese Warengruppe bestellt ist.

Die Antwort darauf ist nicht ganz eindeutig. Die aktuellen RollAMA-Zahlen zeigen nur ein ganz leichtes Mengen-Plus von 0,3% für Frischgemüse und 1,2% für Obst im Vergleich mit dem Vorjahr. Vergleicht man die Marktentwicklung im LEH mit jener der Corona-Jahre (2020 und 2021), so ergibt sich freilich ein sehr deutliches Minus, gemessen an „Vor-Corona“ jedoch ein eindeutiges Plus. Bedenkt man außerdem, dass aktuell die allermeisten Warengruppen von Mengen-Rückgängen betroffen sind (aufgrund des sparsamen Einkaufsverhaltens und des gestiegenen Außer-Haus-Konsums), steht die Warengruppe gar nicht schlecht da.

RANKING. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag bei Gemüse bei 123,9kg und bei Obst bei 74,3kg (Statistik Austria 2021/22). Wobei in Sachen Gemüse weiterhin die Tomate deutlich an erster Stelle des Mengen-Rankings im LEH steht, gefolgt von Zwiebeln und Karotten. Bei Obst sind Bananen führend, auf Platz 2 landen Äpfel gefolgt von Orangen auf Platz 3. Eine erfreuliche Entwicklung erzielten die Bio-Anteile bei Frischobst und -gemüse: Sie wuchsen auch im vergangenen Jahr zumindest wertmäßig weiter. Frischgemüse ist damit lt. AMA-Marketing zur Warengruppe mit den dritthöchs-

ten wertmäßigen Bio-Anteilen (22,7%) im LEH aufgerückt. Den höchsten Bio-Anteil kann dabei übrigens Wurzelgemüse mit 43,5% vorweisen, und bei Obst werden am häufigsten Zitrusfrüchte in Bio-Qualität konsumiert.

GUT VERSORGT? Und wie sieht es mit dem Selbstversorgungsgrad aus? Klar, in Sachen Bananen oder Orangen ist Österreich hoffentlich weiterhin zur Gänze auf Importware angewiesen, aber wie schlagen wir uns in anderen Produktgruppen? Über alle Varianten hinweg weist die Statistik Austria (2021/22) für Gemüse einen Selbstversorgungsgrad von 57% und für Obst 41% aus. Heimische Produktion und Verbrauch stehen insbesondere bei Zwiebeln, Karotten und Salat gut im Einklang, bei Tomaten, die bei uns außerhalb des Glashauses nur im Sommer wachsen, stammen jedoch nur 18% der benötigten Jahresmenge aus Österreich.

AUSSICHTEN. Die Lieferanten des Handels sehen einer Hinwendung zu mehr Obst und Gemüse jedenfalls mit Hoffnung entgegen. Josef Peck, Vorstand der Erzeugergemeinschaft LGV Gärtnergemüse und Seewinkler Sonnengemüse: „Vom vegan/vegetarisch/flexitarischen Trend profitieren wir seit Jahren und

merken, dass sich die Nachfrage nach frischem Gemüse noch immer steigert.“ Und bei Chiquita, dessen Markenprodukte fast als Synonym für Bananen stehen, meint Marc Speidel, Director of Sales North Europe: „Wir unterstützen den Trend zu pflanzlicher Ernährung und gesünderen Essgewohnheiten und sehen den Anstieg der pflanzlichen Ernährung als Chance.“ Walter Pardatscher, General Manager im VOG Consortium, bringt aber auch Herausforderungen ins Spiel: „Sicherlich ist die Tatsache, dass wir mit unseren Äpfeln ein natürliches Produkt anbieten, das perfekt mit einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil harmoniert, ein Vorteil, gleichzeitig wissen wir aber auch, dass wir, um auf immer komplexeren und konkurrenzreicheren Märkten zu bestehen, langfristig mehr bieten müssen.“ Geht es um den Obst- und Gemüse-Anbau in Österreich, weiß die AMA-Marketing um die Herausforderungen. GF Christina Mutenthaler-Sipek: „Zu den größten Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe zählen sicherlich der Strukturund Klimawandel, und vor diesem Hintergrund auch die Erfüllung der hohen Anforderungen an die Qualität ihrer Erzeugnisse. Für uns ist es einerseits wichtig, die Leistung der heimischen Landwirt:innen vor den Vorhang zu holen und andererseits die Richtlinien weiterzuentwickeln, um die Qualität abzusichern.“

FAZIT. Zusammenfassend lässt sich vermutlich einfach nur feststellen, dass der Konsum von Obst und Gemüse in Zukunft sicherlich an Fahrt aufnehmen wird. Die Herausforderung, den Bedarf zu vernünftigen Erzeuger-Bedingungen, leistbaren Preisen und unter nachhaltigen Kriterien zu decken, sollte aber nicht zu gering geschätzt werden. ks

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© YARUNIV Studio/shutterstock

Ölz Dinkel Toast VERMEHRUNG

Der „Ölz Dinkel Toast“ ist nicht neu, kommt jetzt aber auch in einer 500g-Einheit in die Regale des Handels. Zusätzlich zur erfolgreichen 250g-Packung steht damit eine größere VerpackungsVariante zur Verfügung. Der Toast punktet mit 100% Dinkel und dem typisch zart nussigen Geschmack. Er ist frei von Konservierungsstoffen und bleibt im wiederverschließbaren Beutel dennoch lange frisch.

Mestemacher Bio Unser Pures KRAFTPAKET

Mestemacher lanciert jetzt eine weitere „Unser Pures“-Brot-Variante. Das „Bio Unser Pures Toastbrötchen“ wird ohne Mehl und Hefe hergestellt und setzt stattdessen auf Zutaten wie Ölsaaten und Hafer in Bio-Qualität. Das „Toastbrötchen“ ist somit reich an Omega 3-Fettsäuren, glutenarm und bietet eine Kombination aus Ballaststoffen, B-Vitaminen, Antioxidantien sowie einen hohen Eiweißgehalt.

Napoli Dragee Keksi IN-TEAM-BEREICH

Mit Gegensätzen will das heurige „Dragee Keksi des Jahres“ die Konsument:innen anziehen, denn die 2024er-Limited-Edition besteht aus dunklen Keksi in weißer Schokolade und hellen Keksi in Zartbitterschokolade, die gemeinsam unter dem Namen „Dream Team“ an den Start gehen. Natürlich trägt auch die Packung des „Keksi des Jahres“ das Fairtrade-Logo, außerdem kommt sie im neuen Design.

Manner ZUM EIS

Die Packungen von Manners Eiswaffel-Angebot wurden jetzt noch frischer und moderner gestaltet, zugleich hat der Klassiker des Sortiments –die „Manner Eiswaffel“ (75g) – eine verbesserte Rezeptur mit erhöhtem Creme-Anteil erhalten. Ein Display für die gemeinsame Präsentation von „Eiswaffeln“, „Hohlhippen“, „Waffelherzen“ und „Waffeltüten“ soll für Aufmerksamkeit am PoS sorgen.

Ölz Kakao Rollen FAIRSUCHUNG

Produkte mit ethisch korrekten Zutaten liefern einen willkommenen USP und erleichtern den Verbraucher:innen die Kaufentscheidung am Regal. Mit den neuen luftig lockeren „Ölz Kakao Rollen“ setzen die Ölz Meisterbäcker auf diesen Trend und bringen ein neues Snacking-Produkt mit Umsatzpotenzial auf den Markt. Für die Kakao-Füllung kommt Fairtrade-zertifizierter Kakao zum Einsatz.

Feinbäckerei Ogoralek GÖNN DIR

Die Feinbäckerei Ogoralek lanciert mit der Neuheit „Mandel-Kränze“ ein echtes Belohn-Produkt: Handgemachte „Mandel Kränze“, reichlich gefüllt mit zwei verschiedenen, fruchtigen Marmeladen-Füllungen. Dafür wird ein Butter-Linzer-Teig mit einer saftigen Mandel-Creme, die im Kreis auf den Linzer-Teig gespritzt und gebacken wird, mit Marmelade gefüllt. Eine runde Sache für den süßen Gusto.

Casali Rum-Kokos MIT LONGDRINK

Im gänzlich neuen Design präsentiert Manner den heurigen „Shot of the year“, der wie gewohnt für Abwechslung im Sortiment von „Casali Rum-Kokos“ sorgen soll. Dieses Mal ist es die Variation „Cuba Libre“, die als Limited Edition angeboten wird, und zwar im 175g-Standbodenbeutel, der sich durch einen metallisierten Farbcode deutlich vom Standard-Sortiment abhebt und auch jüngere Zielgruppen ansprechen soll.

Manner Sommerglück HEISSE SCHNITTEN

Schnitten haben eigentlich immer Saison, aber natürlich passen fruchtige Geschmacksrichtungen besonders gut in die heiße Jahreszeit. Und so bringt Manner auch heuer wieder die „Sommerglück“-Range in den Handel. Diese Saison-Schnitten-Range umfasst die Geschmacksrichtungen „Orange“, „Himbeere“ und „Pfirsich“, die jeweils im wiederverschließbaren Beutel angeboten werden.

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WIESO (NICHT)?

Gönn’s dir mal pflanzlich

Auch bei den kleinen Freuden zwischendurch darf oder soll es für die Österreicher:innen immer öfter rein pflanzlich sein. Der Süßwaren-Markt hat sich in der jüngeren Vergangenheit bereits gut auf die veganen Konsument:innenwünsche eingestellt, einige Innovationen und starke Zuwächse hervorgebracht.

Vegan – das wurde noch vor wenigen Jahren von den allermeisten schnell mal mit Verzicht assoziiert. Und Naschen und Verzicht, das geht sich irgendwie gar nicht gut aus. Aber: Erstens war das ja zumeist ein Vorurteil bar von persönlichen Erfahrungen. Erst der mediale Hype um Pflanzliches hat viele dazu gebracht, vegane Süßigkeiten überhaupt zu probieren. Zweitens hat sich hier dank umfangreicher Forschung und Entwicklung der Markenartikler in der letzten Zeit qualitativ viel getan. Und drittens sind sogar viele Süßwarenklassiker seit jeher vegan – ohne, dass es die breite Masse überhaupt weiß. Unbestritten ist jedenfalls, dass die Bedeutung veganer Süßigkeiten steigt. Dazu Wolfgang Stöhr, GF

auf schließen, dass man sich hier noch einiges erwartet. Und auch unter den Herstellern gibt es zahlreiche Vertreter, die dem Thema sehr viel zutrauen – etwa Wolfgang Stöhr, Ritter Sport: „Immer mehr Menschen erkennen die Bedeutung einer pflanzlichen Ernährung und suchen nach veganen Alternativen, auch beim Naschen.“ Marketingleiterin Sabrina Pappel ergänzt: „Ein Ergebnis der ‚Smart Protein Report‘Studie ist auch, dass 29% der österreichischen Konsument:innen mehr pflanzliche Alternativen in der Kategorie Süßigkeiten und Snacks einfordern – mehr als noch in jeder anderen Food-Kategorie.“ Bereits seit 2016 bietet das Unternehmen pflanzenbasierte Schokosorten an und zählt damit zu den Pionieren am veganen Tafelschokolademarkt, wo man mit einem Anteil von 43,2% klarer Marktführer ist (NielsenIQ, Menge, 2023). Alleine im Jahr 2023 machte Ritter Sports entsprechender Umsatz einen Sprung um 95,3%. Und man geht davon aus, dass der Zenit hier noch nicht erreicht ist. Stöhr: „Studien zeigen, dass der globale Markt für vegane Schokolade bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 12,8% zulegen könnte.“ Die Bestseller des Sortiments sind in diesem Bereich die Varianten „Crunchy Mandel“ und „Salted Caramel“. Im Jänner wurde mit „Crispy Cookie“ die sechste Sorte mit V-Label eingeführt.

Ritter Sport Österreich: „Laut des Smart Protein Reports von 2023 hat Österreich mit 5% den höchsten Anteil an Veganer:innen. Zählt man auch noch die Flexitarier:innen dazu, dann spricht man von mittlerweile einem Anteil von 42%, die pflanzenbasierten Lebensmitteln etwas abgewinnen können.“ Und damit bringt er auf den Punkt, was für jede Kategorie gleichermaßen zählt: Als Zielgruppe sind hier nicht nur die Vollzeit-Veganer:innen zu sehen, sondern all jene Menschen, die (heute öfter als früher) ganz bewusst zwischendurch etwas rein Pflanzliches verzehren möchten. Zugegeben, die Marktanteile von rein veganen Produkten sind immer noch klein – der Platz, den der Handel dem Thema einräumt, lässt aber dar-

GENUSS? Einen Wandel in Sachen Vegan hat man auch bei Storck beobachtet: „Vor einigen Jahren wurde Vegan noch von vielen Konsument:innen als eher genussfeindlich wahrgenommen, dies hat sich in den letzten zehn Jahren geändert“, so Marketing Director Lisa-Maria Ferstl. Erst im Herbst hat man eine vegane „nimm2 Lachgummi“-Variante als Limited Edition lanciert: die „nimm2 Lachgummi SauerStars“. Bei Lindt schlägt man in eine ähnliche Kerbe: „Die Gesellschaft setzt sich immer mehr mit ihrer Ernährung auseinander und achtet darauf, eine ausgewogene Ernährung für Körper und Umwelt zu schaffen. Was dabei auf keinen Fall auf der Strecke bleiben sollte, ist der Genuss“, so eine Unternehmenssprecherin. Mit „Lindt Hello Vegan“ hat man ein

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© Luis Molinero/shutterstock

entsprechendes Angebot für die junge Zielgruppe im Programm, aber auch unter dem klassischen „Lindt“-Markendach stehen mittlerweile vegane Schokoladen zur Verfügung.

IMMER MEHR OHNE. Auch im Bereich Fruchtgummi hat das vegane Segment in den letzten Jahren eine ordentliche Entwicklung hingelegt. Federführend ist hier Katjes: Die Produkte des Unternehmens sind seit dem Jahr 2016 (nach schrittweise erfolgter Umstellung) zu 100% frei von tierischer Gelatine. 2022 wurde schließlich der Großteil der Produkte auf vegan umgestellt. Die letzten Produktnews in diesem Bereich waren der „Pop Mix“, der „Feel-Good Mix“ sowie die Mischung „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ für Fans der gleichnamigen Serie. Trolli ließ zuletzt ebenfalls mit veganen Produkt-News von sich hören, nämlich den „Sour Strawbies“ –aus gutem Grund: „Wir sehen ein dynamisches Wachstum der Vegan-Range. Die Produkte entwickeln sich überproportional“, freut sich Franziska Jordan, Communications Manager.

AUFWÄNDIG. Ganz easy ist die Herstellung auf Basis veganer Rezepturen natürlich nicht, schließlich muss auf langjährig gelernte und praktische Zutaten verzichtet werden, etwa auf Bienenwachs im Fruchtgummi, das für

eine glänzende Optik sorgt. Oder eben auf Milchbestandteile in Schokolade oder anderen Naschereien, wo Milchpulver, Butterreinfett oder Milchsäure gängige Ingredienzien sind. Und natürlich herrschen dort, wo sowohl vegan als auch nicht-vegan produziert wird, auch in der Herstellung besondere Anforderungen. „Um das V-Label tragen zu können, sind strenge Vorgaben einzuhalten, damit es nicht zu einer Kontamination mit nichtpflanzlichen Bestandteilen kommt“, schildert Sabrina Pappel, Ritter Sport, und berichtet aus dem Werk in Breitenbrunn, wo das komplette „Ritter Sport Vegan“-Sortiment produziert wird: „Anlagen, die nicht getrennt werden können, müssen nach der Produktion einer Sorte, die Milch enthält bzw. vor einer veganen Produktion, intensiv gereinigt werden.“

WEISS MAN. Freilich wurde auch lange bevor Vegan seine Fühler aus der Nische gestreckt hat, rein pflanzlich produziert. Insbesondere in der veganen Community weiß man natürlich, welche Produkte auch ganz ohne Label ohne tierische Zutaten auskommen, wie etwa die „Manner Neapolitaner“-Schnitten oder „Ritter Sport Marzipan“. „nimm 2 soft“ ist für Veganer ebenso geeignet wie die Bonbons „Firn“, „Eiszapfen“ und „Wiener Zuckerl“. bd

veggie

In den letzten Jahren ist „Veggie“Fruchtgummi ein großes Thema geworden. Wenngleich er nicht das primäre Thema unserer Vegan-Ausgabe ist, soll er hier trotzdem erwähnt werden, erfreuen sich doch auch diese Produkte im Zuge des Trends zu bewusster Ernährung steigender Beliebtheit. Auf Gelatine wird dabei natürlich verzichtet. Zutaten wie Bienenwachs, Milchsäure oder Karmin können aber in vegetarischen Produkten verwendet werden. Dass auch Klassiker wie „Haribo Pico-Balla“ vegetarisch sind, ist dabei so manchem (noch) gar nicht bewusst.

Ritter Sport Duo SÜSSES PAAR

Ritter Sport lanciert eine Großtafel-Range mit besonderen inneren Werten. Denn hinter der Innovation „Ritter Sport Duo“ stecken Schoko-Quadrate im 218g-Format, bei denen jede Tafel gleich zwei Geschmacksrichtungen enthält. An den Start geht „Ritter Sport Duo“ mit vier Varianten, nämlich „Crunchy Duo“ (mit den Sorten „Crispy Cream“ und „Choco Crunch“), „Fruity Duo“ („Crazy Cassis“ und „Be my Berry“), „Sweet’n Salty Duo“ („Caramel Crush“ und „Big Brownie“) sowie „Coffee Duo“ („Milky Macchiato“ und „Crunchy Coffee“).

„Mit der neuen ‚Duo‘-Reihe werden vor allem jüngere Schokoladenfans angesprochen, die noch wenig Berührung mit unseren Produkten hatten. Besonders wichtig ist uns, dass unser Rohstoff Kakao in Einklang mit den Menschen und der Natur vor Ort produziert wird“, so Ritter Sport Österreich-GF Wolfgang Stöhr über die Neueinführung. Denn natürlich kommt auch für „Ritter Sport Duo“ (so wie für das bestehende Sortiment) ausschließlich zertifiziert nachhaltiger Kakao zum Einsatz.

Wick KÜHLEND

Bei den Wirkbonbons von „Wick“ werden die kühlschmeckenden Eigenschaften von Menthol seit letztem Jahr besonders hervorgehoben. Auch bei den beiden neuen Sorten „Spearmint“ sowie „Salbei“ wird die Eigenschaft „mit kühlendem Menthol“ prominent auf der Packung ausgelobt. Die Marke ist übrigens Partner von Polar Bears International – eine Initiative zum Schutz der Eisbären.

Ehrmann High Protein JETZT OHNE

Forest Gum NASCHHALTIG

Mit „Forest Gum“ betritt nun eine echte Innovation den Süßwaren-Markt, denn dieser vegane Fruchtgummi ist in kompostierbaren Beuteln verpackt. Der Wald kommt nicht nur im Namen vor, auch die Sorten („Wild Berries“, „Mushroom Magic“, „Wonder Worms“) sind davon inspiriert. Außerdem wird mit jedem Kauf ein eigenes Waldschutzprojekt in der Nähe von Köln unterstützt.

Dickmann's Dicke Eier UMS EGG GEDACHT

Für alle, die bewusster snacken möchten, hat Zentis die „Ehrmann High Protein Crispy balls“ nun einem Relaunch unterzogen. Die Kugeln mit Knusper-Kern und Schoko-Überzug sowie einer ordentlichen Portion an Proteinen kommen jetzt nämlich ohne Zuckerzusatz aus. Erhältlich in den Sorten „Milchschokolade“, „Milchschokolade mit Karamellgeschmack“ und „Weiße Schokolade“.

nimm2 Lachgummi MIT OHREN

Damit er besonders gut ins Nesterl passt, kommt „nimm2 Lachgummi“ heuer in einer Oster-Edition auf den Markt. Diese enthält wie gewohnt Fruchtgummi mit Vitaminen, allerdings in ganz auf das Saison-Highlight abgestimmten Formen wie Hasenohren oder Ostereiern. Geschmacklich hält die Limited Edition Orange, Zitrone, Kirsche, Banane und Waldmeister bereit. Erhältlich im Tray mit 45 Stück.

merci Coconut Collection SOMMER-SCHOKI

Wenn es einen Zeitpunkt gibt, zu dem dicke Eier gefragt sind, dann ist das zweifelsfrei Ostern. Storck hat sie, genauer gesagt „Dickmann's Dicke Eier“, also Schaumküsse mit weißem Überzug und bunten Crispies. Zum echten Hingucker wird die österliche Nascherei dank Verpackung in einem durchsichtigen Eierkarton, der insgesamt acht „Dicke Eier“ enthält. Verfügbar ab Ende März.

Die warme Jahreszeit kommt – und mit ihr die „merci Finest Selection Coconut Collection“, die auch heuer wieder für Mehrumsatz sorgen soll. Der streng limitierte Mix enthält die Geschmackskombinationen „Dunkle Vollmilch Kokos-Crème“, „Weiße Kokos Crisp“, „Vollmilch Kokos-Crème“ sowie „Weiße Kokos-MandelCrème“. Angeboten wird die Kreation in einer Packung im sommerlichen Design.

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Weniger ist mehr

Das Prinzip Clean Eating trägt man bei Natural Food ja quasi bereits im Namen. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Snacks und Frühstücks-Produkten, die ganz auf die Anforderungen ernährungsbewusster Konsument:innen abgestimmt sind.

Ich will Lebensmittel herstellen, die frei von Zusatzstoffen und Chemie sind.“ Mit diesem Credo ist Gründerin und Geschäftsführerin Timea Hipf vor sieben Jahren angetreten, um Produkte zu entwickeln, deren Zutatenliste auch den Prüfungen besonders kritischer Verbraucher:innen standhält. Sie bewies ein gutes Gespür dafür, dass der Markt für Snacks aus alternativen Rohstoffen Potential hat und setzte auf Linsen, Erbsen u. Ä. als Basis für ihre innovativen Produkte. Begonnen hat alles mit Knabbereien, später wurde das Sortiment um Frühstücksartikel wie Porridge, Granolas, Knuspermüslis oder Cerealien erweitert. Und auch den Protein-Trend hat sie früh erkannt und befeuert – z.B. mit Produkten wie dem „Protein Crackerbread“ oder – brandneu – den

Scherz-Artikel

Der Claim für „Napoli Dragee Keksi“ ist Generationen bekannt. Nun richtet Manner die beliebte Marke aber auf die Zukunft aus und will sie mit einem neuen Kommunikationskonzept jünger, schneller, aber auch weiterhin humorvoll gestalten.

Es müssen intensive Tage gewesen sein, in denen Manner zusammen mit der Agentur Wirz ein völlig neues Konzept für „Napoli“ entwickelt hat. Schließlich lag die Latte hoch: Die „Napoli Dragee Keksi“ gehen durchaus als Werbelegende durch. Am Beginn stand eine genaue Analyse, wie die Brand heute wahrgenommen wird: „Im Gegensatz zu anderen Produkten aus dem Haus Manner sind ‚Napoli Dragee Keksi‘ nicht so sehr mit einer bestimmten Jahreszeit oder einem speziellen

„Long Crackers“ sowie den „Bio Protein ChocoFlakes“, die beide auf der Biofach viel positives Feedback bekommen haben. Neben der eigenen Marke „Natural Crunchy“ bietet das Unternehmen seine Dienste und das umfangreiche Know-how in Sachen Clean-Eating auch als Lohn- bzw. Eigenmarkenproduzent an.

WACHSTUM. Die Qualität der Produkte scheint jedenfalls zu stimmen: Der Umsatz von Natural Food hat sich allein im letzten Jahr verdoppelt. „Dieses Jahr werden wir über 10 Mio. Packungen herstellen“, kündigt Timea Hipf an. Produziert wird an vier Standorten, wobei man sämtliche Produkte sowohl in konventioneller als auch in Bioqualität anbieten kann – immer aber ohne Palmöl, Ge-

Ort assoziiert. Sie stehen vielmehr für den alltäglichen treuen Begleiter, der nicht von unserer Seite weicht. Diesem Grundgedanken des ‚gelassenen Buddy an meiner Seite‘ wollten wir im wahrsten Sinne des Wortes ‚Leben‘ einhauchen“, hört man aus dem Entwicklerteam. Und so werden die „Dragee Keksi“ künftig als „Scherzkeksi“ personifiziert und sollen jene Person verkörpern, die in jeder Situation eine passende Pointe parat hat. Doch wie kann man sich diesen humorigen Ansatz genau vor-

Timea Hipf, GF Natural Food, mit einem Teil ihres umfangreichen Portfolios an Frühstücks-Produkten.

Brandneu im Sortiment sind die „Long Cracker“, wie gewohnt proteinreich und mit kurzer Zutatenliste.

schmacksverstärker und Aromen, dafür protein- und ballaststoffreich und vegan. Hipf: „Wir setzen auf wenige, aber dafür besonders hochwertige Rohstoffe.“ bd

NATURAL FOOD – DAS PORTFOLIO:

• Extrudierte Snacks und Frühstückscerealien

• Knuspermüslis

• Granolas

• Müslimischungen

• Porridges

• Laugen-Brezel und -Sticks

• Cracker, Cheese Cracker, Long Cracker

Das „Napoli Dragee Keksi“ wird jetzt zum Scherzkeksi.

stellen? Manner-Marketingleiter Rainer Storz: „Ich würde den Scherzkeksi-Stil als pointierte Schlagfertigkeit definieren.“ Diese wird v.a. digital, etwa in Social Media, zum Einsatz kommen.

INSEL-LÖSUNG. Modernisiert hat man auch den Auftritt von „Casali“, wobei hier der FunFaktor und ein präzise definiertes Lebensgefühl in den Fokus gerückt wurden. Das Summerfeeling auf der Insel, auf der wir – so der bisherige Claim – ja alle zuhause sind, dient nun als emotionales Daheim, innerhalb dessen die einzelnen Subbrands („Schoko-Bananen“, „Waves“, „Rum-Kokos“) unterschiedliche Regionen einnehmen: von der entspannten Gelassenheit des Schoko-Bananen-Strands über die sportliche aktive Waves-Coast bis zur ausgelassen geselligen Rum-Kokos-Bar. bd

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Lindt Excellence Croquant ÜBERZEUGEND

Selbst wer sich bisher noch nicht über dunkle Schokolade drübergetraut hat, soll mit der neuen „Excellence Croquant“-Range überzeugt werden, ist man bei Lindt sicher. Die Argumente, die man dabei ins Treffen führt, sind je nach Sorte Waffel-, Gebäck- oder Karamellstückchen, die für einen knusprigen Genuss sorgen. Die drei genannten Varianten sind ab sofort jeweils als 100g-Tafel zu haben.

HENNE & EI

Wer zuerst da war, ist in diesem Fall irrelevant. Fest steht, dass sowohl Hennen als auch Eier heuer wieder Teil von Lindts festlichem Ostersortiment sind. In Sachen Design setzt man dabei diesmal auf florale und maritime Muster, dank derer die Süßigkeiten auch bestens als Deko-Elemente taugen. Ein Highlight des Oster-Sortiments ist die „Lindt Frozen Yogurt Mischung“, die am besten gekühlt genossen wird.

Lindt Goldhase GESALZEN

Der „Lindt Goldhase“ – mit über 70 Jahren im Osterbusiness ein echter Klassiker – hoppelt heuer in einer neuen Geschmacks-Kombination durch den (Vor-)Frühling. Heuer gibt es ihn nämlich in der beliebten und trendigen Geschmacksrichtung „Salted Caramel“. Dabei ist crunchy Karamell mit feinen Salzstücken in Vollmilchschokolade eingebettet. Erkennbar ist diese neue Variante an der blauen Schleife.

Lindt Lindor Cheesecake KEIN KÄSE

Die Trend-Mehlspeise schlechthin hält nun Einzug ins „Lindt Lindor“-Sortiment. Die berühmten Kugeln mit dem kühlen Schmelz stehen jetzt auch in der Variante „Cheesecake“ zur Verfügung. Die Cheesecake-Füllung ist dabei von weißer Schokolade umhüllt, wobei die Kreation ab April sowohl im 200g- als auch im 500g-Cornet angeboten wird, jeweils mit Sichtfenster und hohem Appetite Appeal.

Lindt
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Gemischtes Doppel

Im Süßwaren-Regal passiert derzeit Großes: Ritter Sport lanciert eine neue Linie an Tafeln im 218g-Format. Und diese haben innere Werte, die man am Markt bislang nicht kannte.

Unter dem Namen „Ritter Sport Duo“ kommt dieser Tage eine besondere Schoko-Range in den Handel: Die Quadrate stechen nicht nur durch ihre schiere Größe ins Auge, sondern locken auch mit einem spannenden USP: Innerhalb einer Tafel sind nämlich gleich zwei Sorten zu finden. Im „Crunchy Duo“ treffen „Crispy Cream“ und „Choco Crunch“ aufeinander, beim „Fruity Duo“ sind es „Crazy Cassis“ und „Be my Berry“. Das „Sweet ’n Salty Duo“ vereint „Caramel Crush“ mit „Big Brownie“ und mit dem „Coffee Duo“ serviert man Liebhabern von Kaffeeschokolade die zwei Sorten „Milky Macchiato“ und „Crunchy Coffee“. Was hier recht einfach klingt, ist allerdings in der Herstellung ganz schön schwierig. „Produktionstechnisch gesehen ist ‚Ritter Sport Duo‘ eine Sensation“, hielt Ritter Sport Österreich GF Wolfgang Stöhr bei der Pressekonferenz, im Rahmen derer auch die Innovation präsentiert wurde, fest. Das Projekt habe ihn schon seit über sechs Jahren begleitet, schildert er – und ist mit dem Ergebnis nun sichtlich zufrieden. „Ritter Sport Duo“ soll insbesondere ein Angebot an jüngere Ziel-

DURCHGEKAUT

Das dänische Label „True Gum“ steht für plastikfreie Kaugummis, die ohne Palmöl und hormonstörende Chemikalien auskommen. Den Entwicklungsprozess schildert Peter Regnersgaard, einer der drei Gründer, die zugleich Studienfreunde waren, folgendermaßen: „Das war ein aufwändiger, jahrelanger Prozess mit über tausend gescheiterten Versuchen in der

gruppen sein. Im Sinne größtmöglicher Transparenz können interessierte Konsument:innen auch bei der neuen Range mittels QR-Code auf der Packung allerhand über das Produkt und die Herkunft der Rohstoffe erfahren. Derzeit ist der Kakao bereits bis zu den jeweiligen Kooperativen rückverfolgbar. „Man soll ja auch ein gutes Gefühl dabei haben, wenn man sich ‚Ritter Sport‘-Produkte kauft“, so Stöhr. Insbesondere mit den neuen „Duo“-Produkten will man den Konsument:innen aber auch einen gewissen Fun-Faktor bieten, der zum Probieren einlädt. Marketingleiterin Sabrina Pappel: „‚Ritter Sport Duo‘ ist das richtige Produkt, um neue Konsument:innen anzuziehen.“

PLUS. Dass die Fangemeinde von „Ritter Sport“ schon jetzt groß ist, belegt auch die Bilanz über das Jubiläumsjahr 2023 (Ritter Sport Österreich wurde 40), die man im Zuge der Pressekonferenz präsentierte: So wurden 2023 in Österreich elf Millionen Tafeln der Marke verkauft (alle Marktzahlen: NielsenIQ). Der Umsatz des Unternehmens stieg auf 23,1 Mio. € an, was einem Plus von 14,7% entspricht, das

wiederum deutlich über der Entwicklung des Gesamtmarkts für Tafelschokolade und Pralinen liegt. Zuwächse gab es somit auch in Sachen Marktanteil bei Tafelschokolade, der sich zuletzt auf 7,8% belaufen hat. Was Pralinen angeht, wo man nicht nur mit Schokowürfeln, sondern auch mit „Amicelli“ vertreten ist, so fällt die Bilanz ebenfalls positiv aus: „Amicelli“ wuchsen um 14,2% im Umsatz (vgl. Pralinenmarkt: +7,6%) und die „Ritter Sport“Schokowürfel konnten um 33,3% im Wert sowie 37,5% in der Menge zulegen. Überaus gut läuft es mit den veganen Schokolade-Produkten – Details dazu können Sie in unserer Story zum Thema „Vegan naschen“ ab Seite 54 nachlesen. bd

Hat gut lachen: Ritter Sport Österreich GF Wolfgang Stöhr präsentierte nach über sechs Jahren Entwicklungsarbeit kürzlich eine echte Innovation.

eigenen Küche. Doch irgendwann hatten wir ein perfektes Ergebnis.“ Statt einer Kaumasse auf Kunststoffbasis kommt bei „True Gum“ der Saft der Sapodilla-Bäume aus dem zentralamerikanischen Dschungel zum Einsatz, wobei die Bäume dafür nicht gefällt werden müssen. Gesüßt wird mit Stevia und Xylit. Dass „True Gum“ „positive Veränderungen in der Gesellschaft vorantreiben möchte“, wurde nun durch die B Corp-Zertifizierung auch öffentlich anerkannt.

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Trolli Tarantula INS NETZ GEGANGEN

Eindeutig nix für Arachnophobiker ist Trollis Umsatzhoffnung für das heurige HalloweenGeschäft. Dann soll nämlich „Tarantula“ Gruselstimmung verbreiten. Diese XL-FruchtgummiSpinnen fallen besonders detailgetreu aus und eignen sich somit bestimmt auch für den einen oder anderen Halloween-Streich. Zu haben sind die Riesenspinnen in vier Geschmacksrichtungen im 150g-Beutel.

Landgarten Bio Erdbeere BEERÜHREND

Man soll ja mehr Obst essen. Besonders angenehm fällt die zusätzliche Portion im Falle der neuen „Landgarten Bio Erdbeere in Zartbitter Schokolade“ aus. Gefriergetrocknete Bio-Erdbeeren werden dafür mit hochwertiger, Fairtrade-zertifizierter Schokolade umhüllt, wobei sich die süßen sowie fein-herben Aromen der beiden Komponenten hier sehr gut ergänzen. Der Snack ist vegan und im 50g-Beutel erhältlich.

Landgarten Protein Bio Kürbis KÜRBUSINESS

Proteine sind ja seit geraumer Zeit eines der großen Ernährungsthemen. Kürbiskerne bringen davon von Natur aus viel mit – und so serviert Landgarten sie nun als „Protein Bio Kürbis Snack“, wobei die knusprigen Kerne (aus österreichischem Anbau) dafür mit würziger Tamarisauce verfeinert werden. Sie eignen sich zum direkt Snacken gleichermaßen wie als Topping, z.B. für Salate, Bowls oder Suppen.

xox Apfel Popcorn MAL ANDERS

Süßes Popcorn kennt man ja mittlerweile auch in Österreich bestens. Xox hat das Thema aber nochmal neu interpretiert und bringt nun „Apfel Popcorn“ auf den Markt. Dafür wird karamellisiertes Popcorn mit echtem Apfel veredelt. Der fruchtige Snack ist glutenfrei sowie vegetarisch und wird im auffällig gestalteten 125g-Beutel angeboten. Die Bestelleinheit besteht aus zwölf Beuteln im Karton.

Küfferle ANPFIFF

Die ersten Produkte bringen sich bereits für die heurige Fußball-Europameisterschaft in Stellung, so auch die „Küfferle Katzenzungen“ (in der 75g-Packung) sowie die „Küfferle Schoko Schirmchen“ (in der 54g-Einheit). Beide sind ab April im besonderen Fußball-Design erhältlich, um sich etwa als Snack während der EM-Matches bzw. generell als Nascherei für alle Fußball-Fans begehrlich zu machen.

Landgarten Bio Edelnuss SELEKTIV

Auf die Mischung kommt es an, dachte man sich wohl bei Landgarten und kreierte die neue „Bio Edelnuss Selektion“. Sie beinhaltet Cashewkerne, Mandeln, Hasel-, Macadamia- und Pekannüsse. Diese werden allesamt fettfrei geröstet, wodurch das Nussaroma besonders gut zur Geltung kommt. Geeignet als Snack für zwischendurch – am Schreibtisch ebenso wie auf der Couch. Erhältlich im 45g-Beutel.

Landgarten Bio Cashews URLAUBSKERN

Mit den „Bio Cashews Rosmarin“ präsentiert Landgarten nun einen mediterranen Snack. Die Cashewkerne werden dafür fettfrei geröstet und mit Rosmarin sowie einer Prise Meersalz verfeinert. In dieser Form eignen sie sich nicht nur pur zum Knabbern, sondern auch als Zutat in unterschiedlichen Gerichten oder etwa als Topping. Erhältlich sind die „Bio Cashews Rosmarin“ im 50g-Beutel.

xox Asia FERNKÖSTLICH

Die Vorliebe der Österreicher:innen für asiatische Gerichte möchte sich Xox nun auch im Snack-Regal zunutze machen und präsentiert eine brandneue „Asia“-Range. Diese umfasst etwa den „Miso Snack“, einen Mais-Reis-Kartoffel-Snack mit Miso-Geschmack. Weiters zu haben ist der „Wasabi Snack“ mit der typischen Schärfe sowie ein „Teriyaki Snack“. Alle sind im 100g-Beutel im Asia-Look zu haben.

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Für jede:n und alles

„Schwarzkopf Gliss“ kommt jetzt nicht nur mit einem optischen Update in die Regale des Handels, sondern auch mit nochmals verbesserten Formulierungen und einem übersichtlichen Pflege-Leitsystem. Und: Die Marke positioniert sich damit auch stärker als Brand für jede Anwendung und jede:n Anwender:in.

Unter dem Motto „For Every You“ präsentiert „Schwarzkopf Gliss“ den aktuellen Relaunch der Marke, die bisher v.a. im Bereich Kuren top performt. Die Brand ist Haarpflege-Expertin seit über 70 Jahren und der „Technology Leader“ im Henkel-Sortiment. Sie steht für neue Formate wie den „Night Elixier“ oder Pflege-Innovationen wie das „HaptIQ“-System. Nun soll „Gliss“ aber auch außerhalb des Bereichs Kuren stärker positioniert werden. Jaroslava Haid-Jarkova: „‚Gliss‘ ist vor allem eine Haarpflege- und nicht nur eine Kuren-Marke, und das wollen wir mit dem Relaunch 2024 noch deutlicher machen. Das Portfolio bietet Haarpflege, von

‚Gliss‘isteineHaarpflegeundnichtnureineKuren-Marke, daswollenwirnunnochklarer machen.

Shampoo über Conditioner und Kuren, für jeden und jede, also „For Every You“, wie es auch schon der neue Slogan sagt.“

TREFFSICHER. Dass die Produkte für jede:n die richtige Pflege bieten, soll nun auch mit einer neuen, auf den Flaschen gut ersichtlichen,

Pflegeskala gezeigt werden. Mit den PflegeLeveln von 1 (sanfte Pflege) über 2 (normale Pflege) bis hin zu 3 (intensive Pflege) ist es leichter denn je, das passende „Schwarzkopf Gliss“-Produkt für das jeweilige Bedürfnis zu finden. Allen gemeinsam ist, dass die hochwirksamen Formeln, die Wirkstoffe wie Keratin mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs kombinieren, das Haar von innen und außen nachhaltig stärken. Wobei natürlich das richtige Shampoo die Basis jeder Pflegeroutine sein sollte. Damit aber auch das sinnliche Erlebnis nicht zu kurz kommt, wurde dem Thema Duft viel Aufmerksamkeit zuteil: Die neuen verwöhnenden Düfte wurden gemeinsam mit Premiumparfümeurin Catherine Poensin-Stefani entwickelt, um das Pflegeerlebnis auf ein Premiumlevel zu heben.

TIERISCH GUT. Aufgrund hochwirksamer Inhaltsstoffe, wie etwa Keratin, ist „Gliss“ nicht

vegan. Allerdings legt die Marke viel Wert auf die Tatsache, dass man schon lange auf Tierversuche verzichtet. Mit dem Relaunch findet daher jetzt auch das Peta-Zertifikat auf den Produkten seinen Platz. Haid-Jarkova: „Wir arbeiten schon seit Jahrzehnten ohne Tierversuche, das war den Endkonsument:innen allerdings nicht wirklich klar, mit der Zertifizierung wollten wir noch einmal darauf hinweisen.“

NEU DABEI. Das „Schwarzkopf Gliss“-Portfolio wurde aber nicht nur insgesamt neu aufgestellt, sondern wird aktuell auch um Neuheiten erweitert: „Gliss 4-in-1 Bonding“Haarmasken ergänzen das Portfolio. Die innovativen Formulierungen mit „Schwarzkopf Bonding HaptIQ“-System sorgen für eine starke Haarstruktur und eine intensive Reparatur von innen heraus. Die Masken können als Pre-Shampoo, Conditioner, Maske oder Leavein angewendet werden. Ein Upgrade bekommen zudem die „Gliss Express-Repair-Spülungen“ dank neuer Formulierungen. Alle Varianten wurden überarbeitet und bieten jetzt zusätzlichen Hitzeschutz für bis zu 230°C, ganz ohne Extra-Step in der Pflegeroutine.

BEGLEITEND. Dieser umfangreiche Relaunch wird natürlich in TV und Digitalmedien stark unterstützt. Zusätzlich sorgen Sampling-Aktionen, Influencer-Kooperationen und Aktivierungen am PoS für Aufmerksamkeit. HaidJarkova: „Ganz neu bei der Relaunch-Kommunikation: Wir haben drei Ambassadors, Ana Ivanović, Swantje Paulina und Collien UlmenFernandes, die unter dem Motto ‚For Every You‘ als Creative Collective außergewöhnliche Frauen repräsentieren.“ Sie markieren gleichzeitig auch den Beginn eines neuen Kapitels in der „Schwarzkopf“-Geschichte, denn mit der Vorstellung der neuen globalen Markenbotschafterinnen, die allesamt bedeutende Kunstschaffende sind, untermalt „Schwarzkopf“ seine Mission, eine starke und kulturell relevante Marke zu schaffen. ks

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© Ekaterina Jurkova/shutterstock

Fini's Feinstes KEIM VERGLEICH

Der Weizenkeim ist der kleinste und gleichzeitig nährstoffreichste Teil des gesamten Getreidekorns. Er ist voller Vitamine und Mineralstoffe, wertvollem Eiweiß und Ballaststoffen und enthält besonders viel gesundes Spermidin. Aufgrund ihres Fettgehaltes werden die Keime allerdings in der modernen Mehlproduktion für gewöhnlich aussortiert – v.a., um eine lange Haltbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Nicht so bei „Fini's Feinstes“, wo man den nötigen Extraschritt schon immer gegangen ist und den Keim wieder hinzufügt. Bis heute ist die heimische Fini’s Feinstes-Mühle damit österreichweit die einzige, die die natürlichen Kraftpakete den Hauptsorten (Weizenmehl glatt, griffig, universal) beimengt. Mit der prominenten Auslobung auf allen „Fini's Feinstes“-WeizenmehlPackungen erhält diese Besonderheit jetzt verstärkte Sichtbarkeit.

Kotányi GEMÜSEKÜCHE

Kotányi weiß, wie man Verbraucher:innen auf ihrem Weg zu mehr Gemüse im Alltag unterstützen kann und lanciert jetzt eine Range an Gewürzmischungen, die speziell auf die vegetarisch/vegane Küche abgestimmt sind. Zu haben sind u.a. Gewürzzubereitungen für „Avocado“, „Pasta“, „Tex Mex“, und „Gemüse“ (mit Ingwer, Cardamom und Curcuma) sowie eine „Harissa“Mischung und „Paprika geräuchert“.

Garnier Hautklar ALLES KLAR

Gliss

NEXT LEVEL

Mit den neuen Pflege-Leveln von 1 (sanfte Pflege) über 2 (normale Pflege) bis hin zu 3 (intensive Pflege) macht „Schwarzkopf Gliss“ es seinen Kundinnen jetzt noch leichter, die richtige Pflege für ihre Bedürfnisse zu finden. Zusätzlich dazu punktet „Gliss“ ab sofort mit noch wirksameren Formeln, neuen Premiumdüften und einem modernisierten Verpackungsdesign, das das neue Leitsystem in den Fokus nimmt.

Frosch

GELING-GARANTIE

Mit dem „Frosch Maschinengeschirrspül-Gel All-in-1“ lanciert Erdal nun eine weitere ÖkoAlternative für das MGSM-Regal. Dabei kommen ausschließlich pflanzlich basierte Tenside sowie der Naturwirkstoff Limone zum Einsatz. Das Gel entfaltet seine Leistung selbst bei kurzen Spülprogrammen und hat auch Klarspüler und Salz bereits mit an Bord. Erhältlich in einer Flasche aus 100% Altplastik ohne Sleeve-Folie.

Eine Feuchtigkeitspflege für die speziellen Bedürfnisse von öliger und zu Unreinheiten neigender Haut kommt jetzt mit „Garnier Hautklar AHA+BHA Aktivkohle Mattierende Air Cream“ in die Geschäfte. Die leichte Creme hilft mit AHA und BHA sowie Aktivkohle dabei, öliger Haut vorzubeugen und Unreinheiten zu mildern und sie dennoch, dank Glycerin, gut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Styx aloe vera handcreme INTENSIV

Das „Styx“-Portfolio wird aktuell wieder um eine Handcreme erweitert, die besonders ausgiebige Pflege verspricht: Die „Styx aloe vera Handcreme“. Natürliche Pflanzenöle und Aloe Vera Extrakt versorgen die Haut mit viel Feuchtigkeit und machen sie geschmeidig und weich. Die dezent riechende Creme ist Cosmos-zertifiziert, vegan und in einer Tube (70 bzw. 140ml), basierend auf Zuckerrohr, erhältlich.

Persil VERSTÄRKUNG

Henkel verbessert seine Waschmittel ja laufend, aktuell gibt es einen weiteren Meilenstein zu vermelden: So sind vom „Persil“-Pulver künftig nur mehr 55g pro Waschgang (statt zuletzt 60g) nötig. Zum Vergleich: 2008 wurden noch 95g benötigt. Möglich wurde die Kompaktierung dank innovativer Formeln und immer effizienterer Inhaltsstoffe. Zugleich ist natürlich auch weniger Verpackungsmaterial nötig.

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fewa LÄNGER WIE NEU

„fewa“ macht Kleidung nicht nur sauber, sondern lässt sie – dank verbesserter Renew-Formel mit Dispersin-Technologie – länger wie neu aussehen. Dies entspricht freilich auch voll und ganz dem Nachhaltigkeits-Gedanken, Wäsche so lange wie möglich in gutem Zustand zu erhalten. Je nach Art der Textilien kann man dabei auf unterschiedliche „fewa“-Varianten zurückgreifen, z.B. „fewa Sport“ oder „fewa Wolle“.

Dr. Beckmann AUFGEPUTZT

„Dr. Beckmann“, die Marke für effektive Fleckentfernung sowie Wäsche- und Haushaltspflege, präsentiert sich im frischen Look: Das weiterentwickelte Logo ist moderner und dynamischer und bringt zusammen mit dem neuen Claim „Einfach erstaunlich“ das „Dr. Beckmann“Leistungsversprechen auf den Punkt. Der neue Markenauftritt wird von einer Multi-ChannelKampagne in 70 Ländern begleitet.

WC Ente VERSPIELT

Auch auf der Toilette mögen die Konsument:innen Abwechslung – selbige liefert SC Johnson nun mit zwei neuen Limited Editions der „WC Ente“. Für exotisches Flair mit saftigen Noten von Hibiskus und Rose sorgt die Sorte „Tropical Adventure“, während „Garden Escape“ einen Mix aus Gurke, Minze und einer cremigmilchigen Moschusbasis bietet. Beide gibt es als „Reinigungs-Gel“ sowie als „Frische-Siegel“. „Tropical Adventure“ wird zusätzlich auch als WC-Einhänger angeboten, der das Wasser beim Spülen violett färbt. Mit Farbe punktet die „WC Ente“ auch im Regal – dort stechen die Produkte durch ihre auffällig bunte Aufmachung sofort ins Auge. Außerdem bringen sie einen Fun-Faktor mit: Auf der Packung findet sich nämlich ein QR-Code, der zu einem web-basierten Mobile Game führt – praktisch, wenn’s am WC mal länger dauert.

Persil Expert FÜR ANSPRUCHSVOLLE

„Wenn’s perfekt werden soll“ – nicht weniger ist der Anspruch von Henkels neuer Premium-Linie „Persil Expert“, die das Ergebnis intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit darstellt. Insgesamt vier Varianten für unterschiedliche Ansprüche stehen zur Verfügung. So soll etwa „Persil 4in1 Expert“ für optimale Fleckentfernung sorgen, auch bei besonderen Herausforderungen wie verschmutztem Sportgewand, Flecken auf der Arbeitskleidung oder auch beanspruchter Alltagswäsche. „Persil Expert Frische Lavendel“ wiederum punktet mit einem Premium-Parfum, das für langanhaltenden Duft sorgen soll, ebenso „Persil Expert Strahlende Frische“, das Noten von Bergamotte, Mandarine, Grüne Noten sowie Maiglöckchen, Rose, Jasmin, Zedern-, Sandelholz und Moschus-Duft bietet. Ein besonderes Angebot für empfindlichere Personen ist „Persil Expert Für sensible Haut“. Diese Variante ist frei von Farbstoffen und zugesetzten Konservierungsmitteln, ECARF-zertifiziert und enthält ein hypoallergenes Parfum mit einem Hauch Aloe Vera.

The Good Stuff GUTES ZEUG

Katzen so zu ernähren, wie es die Natur für sie vorsieht, das ist das Ziel der Marke „The Good Stuff“. Diese erweitert nun ihr Nassfutter-Angebot für Katzen um die Sorten „Huhn mit Hering“, „Huhn mit Lachs“ sowie „Truthahn mit Kürbis“. Das Futter enthält frisches Muskel- und Fischfleisch, hochwertige Innereien von regionalen Lieferanten, regional verfügbares Gemüse sowie Taurin und Katzenminze.

yummeez Soft Bonies KNOCHENJOB

Die Pets Nature GmbH erweitert ihr Portfolio unter der Marke „yummeez“ um einen weiteren Hundesnack, genauer gesagt um die „Soft Bonies“. Diese Leckerlis in Knochenform zeichnen sich durch ihren intensiven Käsegeschmack aus und sind darüber hinaus gut teilbar, wodurch man für jede Hundegröße stets die richtige Belohnungs-Portion parat hat. Die „Soft Bonies“ sind getreide- und glutenfrei.

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spülberechtigt

Im Gel-Segment des MGSM-Marktes tut sich etwas: Aktuell schickt Erdal mit dem „Frosch Maschinengeschirrspül-Gel All-in-1 Limone“ eine neue Öko-Alternative an den Start.

Das Konzept ist eindeutig: Der Launch wurde – wie von der Marke „Frosch“ gewohnt – ganz auf die Anforderungen besonders umweltbewusster

Wie neu?

Bei der Frage „Ist das neu?“ denken viele immer noch unweigerlich an den „fewa“-Werbe-Spot, der schon vor vielen Jahren darauf hingewiesen hat, dass Produkte der Marke für einen Look wie neu sorgen. Diese Eigenschaft ist heute relevanter denn je.

Nachhaltigkeit ist auch in Sachen Kleidung ein wichtiges Attribut – wer das Klima schonen will, greift zu Naturfasern und/ oder achtet darauf, sein Gewand möglichst lange in einem wortwörtlich tragbaren Zustand zu erhalten. Und hier will Henkel nun „fewa“ ver-

Tenside, das sind jene Inhaltsstoffe, die – sehr grob zusammengefasst – etwa in Waschmitteln oder Reinigern dafür sorgen, dass sich Schmutz von Oberflächen oder Textilien lösen kann. Dass diese auch tierischen Ursprungs sein können, wissen wohl nur jene, die sich schon intensiver

Konsument:innen abgestimmt. Das beginnt bei den Inhaltsstoffen: So werden ausschließlich pflanzlich basierte Tenside sowie der Naturwirkstoff Limone verwendet.

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stärkt ins Mindset der Konsument:innen bringen. Die Produkte der Brand verfügen nun nämlich über eine verbesserte „Renew“-Formel mit Dispersion-Technologie, die ebendiesen Konsument:innenwunsch nach langem Erhalt der Lieblingskleidung erfüllt.

Nachdem ja aus Nachhaltigkeits-Gründen (und wohl auch um die Stromrechnung niedrig zu halten) immer öfter auch die Temperatur und Dauer des Spülvorganges heruntergeschraubt werden, wurde das Gel so konzipiert, dass es auch in kurzen Programmen seine volle Wirkung entfalten kann. Klarspüler und Salz sind bereits im Gel enthalten. Die Rezeptur ist EU Ecolabel-zertifiziert und frei von Mikroplastik.

PACKAGING. Auch bei der Verpackung stand natürlich der Öko-Gedanke im Vordergrund: Das „Frosch Maschinengeschirrspül-Gel Allin-1 Limone“ wird in einer 650ml-Flasche aus 100% Altplastik angeboten. Um eine optimale Recyclingfähigkeit zu gewährleisten, hat man dabei auf eine Sleeve-Folie verzichtet. bd

Soll dabei helfen, dass Kleidung länger wie neu aussieht: „fewa“.

AUFGEFRISCHT. Eine der Kernkompetenzen der Marke ist die Erhaltung von Farben. Sogar bereits verblasste Farben sollen mit Produkten wie „fewa Blütenrausch“, „fewa Blütenmeer“, „fewa Color“, „fewa Black“ oder „fewa White“ einen Look wie neu erhalten. „fewa Sport“ hingegen stärkt die Fasern und erneuert die Atmungsaktivität von Sportkleidung. Und „fewa Wolle“ hilft mittels sog. Dreifach-RenewTechnologie bei der Entfernung von Knötchen und Fusseln und sorgt für den Formerhalt der Kleidung. Diese besonderen Eigenschaften werden auch in der Kommunikation rund um „fewa“ stärker betont, denn mit dem Relaunch der Formel ging auch eine entsprechende Neupositionierung der Marke einher. bd

Tierisch gute Waschkraft?

mit der Materie beschäftigt haben. Tatsächlich können Tenside nämlich gut aus Schlachtabfällen hergestellt werden. Alternativ können sie aber auch aus Pflanzen oder synthetisch, z.B. aus Erdöl, produziert werden.

vegan
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Grillvergnügen 2.0(24)

Bald ist es so weit: Die Grill-Saison kann offiziell beginnen. Und damit der Start auch reibungslos gelingt, präsentiert Weber seine Neuheiten für 2024. Highlight ist der Smart-ControlGasgrill „Summit FS38“.

Der Barbecue-Spezialist Weber präsentiert mit dem „Summit FS38“ seinen laut COO Mike Jacobs „modernsten SmartControl-Gasgrill der gesamten Unternehmensgeschichte“. Mit ihm lassen sich „Grillspeisen in Restaurantqualität und mit Hochleistungs-Infrarot-Sear Zone für Temperaturen bis über 815°C zubereiten“, verspricht Frank Rommersbach, General Manager Sales & DTC EMEA bei Weber. Der neue Smart-Gasgrill überzeugt mit SmartControl-Technologie und übersichtlichem, farbigem 8 Zoll-HD-Touchscreen. Die Smart-Technologie arbeitet mit der „Weber Connect App“, sorgt für eine automatische Steuerung, überwacht den Grill und stellt eine

Feurige Designs

Flammendes Inferno einmal anders: Bic präsentiert acht neue FeuerzeugDekors, die sich mit Spaß, Kreativität, Wortwitz, Cuteness und geometrischer Eleganz in Szene setzen.

Mit der Maxi-Serie „Positive Vibes“ hat Bic dieses Frühjahr eine FeuerzeugSerie im Programm, die mit warmen Farben, niedlichen Sprüchen und glücklichen Sonnen auf gute Laune setzt. Richtig bunt geht es bei der Serie „Street Art“ zu. Sie vereint hippe Designs mit urbanem Style. Die Mini-Dekore sind eine Hommage an die Graffiti-Kunst von Metropolen wie New York, London oder Berlin. Die neue Maxi-Serie „Masks“ besticht durch

präzise Hitzeregulierung sicher. „Mit den neuen ,Summit FS38‘-Modellen denken wir groß und setzen neue Standards“, so Rommersbach.

MEER DAVON. Wer es gerne mediterran mag, für den hält Weber den neuen Gasgrill „Weber Slate GP Premium Plancha“ parat. Die Plancha kommt innerhalb von zehn Minuten auf hohe Temperaturen von über 260°C und besticht mit einer digitalen Temperaturanzeige. Das mediterrane Grillen auf der heißen Platte („Plancha“) hat seine Fühler von Spanien und Frankreich bis in den deutschsprachigen Raum bereits ausgestreckt und unterstreicht einmal mehr das Trend-Potenzial dieser Zubereitungsvariante.

ON TOP. Mit der „Weber BBQ Kitchen“ haben Grill-Fans jetzt die Möglichkeit, sich ihren Outdoorbereich individuell zusammenzustellen. Das modulare Baukasten-System, von Spülen bis hin zu Stauraum und Kühlschrank, bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. „Für Weber ist dieser Schritt von großer Bedeutung, wir erschließen damit ein neues Segment und sind einmal mehr Vorreiter für innovatives Grillen“, so Frank Rommersbach. Aber auch im Elektrogrill-Segment sorgt Weber für „bunte“ Neuigkeiten, denn das Modell „Lumin“ erstrahlt fortan auch in frischem Mint-Grün – bewährte Attribute, neuer Look. ksch

An den Weber-Neuheiten führt in der Barbecue-Saison 2024 kein Weg vorbei – das verdeutlichen der Smart-Control-Gasgrill „Summit FS38“, der Gasgrill „Weber Slate GP Premium Plancha“ sowie der Elektrogrill „Weber Lumin“ in der neuen Farbe Mint Green.

Die „Bic-Maxi“-Feuerzeug-Serie „Retro Diner“ ist ganz Feuer und Flamme für die Fifties; mit den Mini-Feuerzeugen „Street Art“ setzt man auf Graffiti-Kunst im Hosentaschenformat.

knallige Farben und freche Gesichtsausdrücke. Sie erinnern an mexikanische Superhelden und Bösewichte. Wesentlich niedlicher sind dagegen die Monster der Mini-Reihe „Furry“. Mit ihrem zotteligen Fell, den großen Kulleraugen und den hervorstehenden Zähnen bringen sie jeden Feuerzeug-Shopper zum Schmunzeln. Jede Menge Cuteness erwartet die Kund:innen mit der Mini-Reihe „Message“, bei der sich alles um die Liebe dreht. Genauso niedlich sind die

„Outstanding Animals“ im knuffigen Comic-Stil. Fans des Rock’n’ Rolls werden die neuen Maxi-Dekore „Retro Diner“ lieben. Denn hier dreht sich alles um die Fifties – von Roller Skates über rosa Milkshakes bis hin zur coolen Jukebox. Schlichte Eleganz verspricht dagegen die Mini-Serie „Black&White“. Die zweifarbigen Muster kommen mit klaren Linien daher.

ABSATZFÖRDERND. Zur „Positive Vibes“-Serie hält Bic auch den passenden Thekenaufsteller bereit – für mehr Spontankäufe im Kassenbereich. Zusätzlichen Absatz verspricht das „Good Vibes“-Paket. Es besteht aus dem Thekenaufsteller, je einem Maxi-Tray aus den bewährten Serien „Positiv“, „Passion“ und einem 50er-Tray aus dem Klassiker „Standard“. Beim Kauf des Pakets erhalten Händler einen edlen „Bic Wireless Charger“ aus FSC-zertifiziertem Holz gratis on top.

SAMMLER-EDITION. Jedes der acht Motive aus den neuen Feuerzeug-Serien ist durchnummeriert. Mit dem passenden Thekenaufsteller sehen Kund:innen, ob die gesuchte Motiv-Reihe vorhanden ist und können gezielt nach dem fehlenden Design suchen. ksch

Nonfood PRODUKT 03 2024 68

Wer bei der eigenen Ernährung Wert auf einen hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel legt, wird wohl auch beim Einkauf für die Haustiere ins Grübeln kommen, ob es denn immer Fleisch sein muss. Tatsächlich gibt es insbesondere für Hunde mittlerweile veganes Futter. Statt tierischen Erzeugnissen finden sich in der Zutatenliste dann beispielsweise Gemüse, Getreide, Beeren, Kräuter, Algen, Öle, Mineralstoffe. Gekennzeichnet sind solcherlei Produkte allerdings dann oft als „Ergänzungsfutter“, wobei auch veganes Alleinfutter erhältlich ist. Ob es denn möglich und sinnvoll ist, Hunde und Katzen vegan zu ernähren, wird derzeit erforscht. Bislang ist die Studienlage eher rar. Bei Hunden dürfte eine rein pflanzliche Er-

Vegan füttern?

nährung eher möglich sein, denn die ursprünglichen Fleischfresser haben sich im Laufe der Jahrtausende bereits an uns angepasst und können mittlerweile auch pflanzliche Nahrung verwerten. Bei Katzen dürfte dieser Prozess hingegen noch nicht so weit fortgeschritten sein, schließlich waren und sind sie auch in menschlicher Gesellschaft schlicht häufig noch dafür da, Mäuse zu fangen. Vielerorts wird darauf hingewiesen, dass ihr Verdauungstrakt auf eine rein pflanzliche Ernährung (noch) nicht ausgelegt ist. Wer seinen Hund rein pflanzlich füttern möchte, sollte dafür allerdings einige Wochen an Übergangszeit einplanen und sich insbesondere in dieser Phase auf eine veränderte Verdauung einstellen.

vegan
© Pixel-Shot/shutterstock

HEFT-THEMA WIESO (NICHT)?

PRODUKT: Welche Praxistauglichkeit hätte eine rein vegane Kochausbildung?

Schnabl: Prinzipiell spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine verstärkte Ausbildung im Bereich vegane, vegetarische Kochkunst. Allerdings habe ich ein Problem damit, diese Form als Einzelausbildung zu etablieren. Denn da fehlt dem Auszubildenden jegliche Berechtigung, auch in anderen gastronomischen Betriebstypen zu arbeiten. Abgesehen davon habe ich generelle Zweifel, dass es genug Großbetriebe gibt, die sich zusätzlich zur normalen Küchenbrigade einen eigenen veganen/vegetarischen Alleinkoch leisten können und wollen.

PRODUKT: Könnte man sich damit Job-Möglichkeiten verbauen?

Schnabl: Ich denke schon. Man braucht ja nur den Bereich der Patisserie anschauen. Diese Ausbildung ist eine Spezialisierung innerhalb des Kochberufs. Dem gegenüber steht der Konditor/die Konditorin als ein eigener Lehrberuf. Und wie viele Betriebe beschäftigen tatsächlich einen Konditor in ihrer Küchenbrigade? In der Praxis schaut es meist so aus, dass ein klassisch ausgebildeter Koch, zusätzlich zu seinen angestammten Arbeiten in der Küche, den Süßspeisenplatz mitbetreut.

El Senosy: Ich bin auch der Meinung, dass es aktuell sowie in absehbarer Zukunft keine eigene Ausbildung im Bereich veganer/vegetarischer Kulinarik bedarf. Sehr wohl sehe ich es aber auch als notwendig an, alternative Ernährungskonzepte in die Ausbildung zu integrieren. Das tun wir auch hier bei uns im Modul, indem wir u.a. das Freifach zur veganvegetarischen Fachkraft anbieten. Der damit beauftragte Fachlehrer hat im Rahmen der Vegucation-Standards seine Zusatzausbildung absolviert. Ich habe dieses Freifach bei uns im Haus ins Leben gerufen, weil wir unseren Schüler:innen jenes Know-how vermitteln wollen, um nach dem Schulabschluss bestmöglich auf die berufliche Praxis vorbereitet zu sein.

Alleskocher

Die Wiener Tourismusschulen Modul bieten das Freifach zur veganen-vegetarischen Fachkraft an. PRODUKT hat mit Direktor Werner Schnabl und Fachvorstand Didier El Senosy darüber gesprochen, ob eine rein vegane Kochausbildung Sinn machen würde.

PRODUKT: Also ändern sich die Anforderungen an den Kochberuf?

Schnabl: Das ist eine normale Entwicklung, da braucht man nur einen Blick auf die letzten 50 Jahre werfen, welche Veränderungen da im Außer-Haus-Bereich generell stattgefunden haben; manche Gerichte sind gänzlich von den Speisekarten verschwunden.

El Senosy: In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass wir im Rahmen unserer Ausbildung, egal ob es um tierische oder pflanzliche Produkte geht, ganz klar das lebensmittelverarbeitende Handwerk in den Mittelpunkt rücken. Da haben auch Fertigprodukte, die im Haushalt verwendet werden, nichts zu suchen.

Schnabl: Und hier schließt sich dann für uns auch wieder der Kreis zu einer allgemeinen Kochausbildung. Denn egal, um welches Lebensmittel es sich handelt, ich komme um die Grundzubereitungsarten sowie die Warenkunde nicht herum. Und genau diese Punkte sind die Eckpfeiler unserer Ausbildungsinhalte in der Küche. ksch

Lesen Sie das vollständige Interview auf

www.produkt.at

PROFESSIONAL
Didier El Senosy Fachvorstand
Modul PRODUKT 03 2024
Werner Schnabl Direktor
Tourismusschule

Flaschendrehen

ZWEI DRINKS IM WETTBEWERB – WAS BESTELLT DIE REDAKTION?

Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut

VSWenn es um Schaumwein geht, ist Prosecco nicht mehr aus dem heimischen Getränkesortiment wegzudenken. Um dem steigenden Konsument:innenwunsch zu weniger bzw. überhaupt null Promille zu entsprechen, lancierte „Mionetto“ vor Kurzem einen alkoholfreien Prosecco. PRODUKT möchte herausfinden, ob es sich mit beiden gleich gut anstoßen lässt und verkostet „Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut“ gegen „Mionetto 0,0% Alkoholfrei“.

AUFTRETEN. Das Design der Flaschen wirkt mit den leuchtend-orangen Etiketten – v.a. im Vergleich zu anderen Schaumweinflaschen – jung und modern und ist ein garantierter Hingucker in jeder Bar. „Mionetto“-Flaschen erkennt man wirklich immer und überall – „sogar ohne Brille“, fügt eine Verkosterin an.

PUR. Wir verkosten die beiden Varianten zunächst pur gegeneinander. Farblich ist in den Gläsern kaum ein Unterschied bemerkbar, allerdings perlt die alkoholfreie Variante eine Spur dezenter. In der Nase ist sie dafür einen Hauch fruchtiger als das alkoholische Original. Ein Probeschluck bestätigt den fruchtigen ersten Eindruck: Der alkoholfreie Prosecco erinnert geschmacklich an einen feinen Traubensaft mit einer ausgeprägten Säure. Tatsächlich ist einigen in der Verkostungsrunde die Säure etwas zu dominant. Wir wenden uns dem gewohnten Prosecco zu.

Mionetto 0,0% Alkoholfrei

Dieser präsentiert sich frisch und leicht, mit einer sehr zurückhaltenden Süße – ein angenehmer Schaumwein, den wir zu jeder Tagesund Nachtzeit trinken könnten. Denn da sind wir uns einig: Prosecco geht einfach immer.

ANLASS. „Was wäre für euch ein Grund, zur alkoholfreien Variante zu greifen?“, bringt eine Verkosterin die Runde zum Nachdenken. Wir stellen fest: Für uns ist es normal, zu Säften oder Wasser zu greifen, wenn der Alkoholpegel mal auf 0,0 bleiben soll. Und wenn gefeiert wird, bleibt das Auto ohnehin zuhause. Wir grübeln weiter, während wir Sprizz-Varianten mit Bitterlikör (mit und ohne Alkohol) mixen. Und da kommt es, das Aha-Erlebnis. „Genau das habe ich gebraucht“, entfährt es einer Verkosterin, als sie am Drink mit alkoholfreiem Prosecco nippt: „eine entschärfte Variante meines Lieblingsdrinks, die schmeckt wie das Original, aber nun wesentlich weniger Alkohol bzw. keinen Alkohol enthält!“ Der Rest der Verkostungsrunde nickt zustimmend. Ohne Geschmacksverlust ein paar Promille einsparen – ein unschlagbares Argument.

FAZIT: In der puren Verkostung wählen wir aufgrund der doch recht intensiven Säure der alkoholfreien Variante einstimmig den „Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut“. In der Kombination mit Bitterlikör und Soda gewinnt jedoch der „Mionetto 0,0% Alkoholfrei“ mit 3:2. kp

Kandidat 1

Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut

Dieser trockene Spumante ist das Ergebnis erlesenster Trauben aus der Provinz Treviso und hochprofessioneller Kellerarbeit. Er definiert sich durch seine hell leuchtende, gelbe Farbe, seine intensive Perlage, das fruchtige Bukett nach Golden-DeliciousÄpfeln, Birnen und Honig sowie durch feine Aromen von Akazie.

Kandidat 2

Mionetto 0,0% Alkoholfrei

Die alkoholfreie Variante unter der Marke „Mionetto“ entspricht dem Wunsch nach einem bewussten Lebensstil und besticht durch ein feinperlendes Mousseaux, eine helle strohgelbe Farbe und einen erfrischend fruchtigen Geschmack, ausbalanciert mit einer leichten Süße. Die sorgfältige Alkoholreduktion erhält das Aroma und das feine Bouquet, das Noten von reifen Früchten, Zitrus und grünem Apfel umfasst.

Did you know?

Seit 1887 verbindet die Marke „Mionetto“ erstklassigen Geschmack mit einzigartigem Design sowie unbeschwertem italienischen Lebensgefühl. Seit der Gründung im Herzen von Valdobbiadene ist Mionetto einer der ältesten, zugleich jedoch innovativsten Prosecco-Hersteller und steht sowohl für die Liebe zum Weinbau und der Heimat als auch für zeitlosen Geschmack.

eingereicht von

Henkell Freixenet Austria

71 PRODUKT 03 2024

News für Gastronomie & Hotellerie

Metro Österreich

Neue Marke

Im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier wurde aus AGM Spittal an der Drau nun Metro Spittal. Beim Sortiment legt man den Fokus darauf, die Wertschöpfung bestmöglich in der Region zu halten und mit dem Angebot den Anforderungen der lokalen Kund:innen zu entsprechen.

Del Fabro Kolarik

Eingegliedert

Der Getränkegroßhändler Del Fabro Kolarik integriert das Tochterunternehmen Höfinger & Maller. Mit der Verschmelzung entstehen Synergien, die es dem Getränkegroßhändler ermöglichen, Kund:innen bessere Angebote und Services zu bieten.

Winterhalter

Ausgezeichnet

Dass Winterhalter Ressourcenschonung und Umweltschutz großschreibt, stellt man einmal mehr unter Beweis: Für das System zum Mehrwegspülen erhielt man den Branchenaward „Best of Market 2024“ in der Kategorie Nachhaltigkeit.

Transgourmet Österreich Umsatzsteigerung

Transgourmet Österreich erzielte 2023 einen Netto-Umsatz von 872 Mio. € – ein Zuwachs zum Vorjahr um 16%. Als Treiber nennt man neben der Standort-Eröffnung in Krems die Nachfrage aus der Spitzengastronomie sowie bei nationalen Großkunden und die erfolgreichen Eigenmarken.

Handelshaus Kiennast

Expansion

Das Handelshaus Kiennast verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatz von 149,6 Mio. € und damit ein Umsatzplus von rund 36% gegenüber dem Vorjahr. Prägend war die Integration der Unik GmbH (vormals Lekkerland Österreich) mit rund 150 Mio.€, Umsatz und 500 Mitarbeiter:innen.

Die neue Pop-Kultur

Der Trend zu bewusstem Konsum in Sachen Zucker, aber auch Alkohol wird längst auch auf den Getränkekarten in der Gastronomie widergespiegelt. Von Pago gibt es dafür nun ein neues sprudeliges Angebot.

Unter dem Namen „Pago Pop“ bringt Eckes-Granini nämlich eine neue Linie im Bereich Refreshment auf den Markt, die die Anforderungen einer jüngeren, ernährungsbewussten Zielgruppe erfüllen soll. Schließlich zeichnet sich die Neuheit durch ihre fruchtigen und besonderen Rezepturen mit einem geringen Zuckergehalt aus. Besonders beliebte „Pago“-Sorten erhalten dabei jeweils einen speziellen Twist, und so entstehen die drei „Pago Pop“-Varianten „Marille-Basilikum“, „Erdbeere-Minze“ sowie „Mango-Ingwer“. Dem Gedanken und Konsument:innenwunsch „Sprudel ohne Alkohol“ folgend hat „Pago Pop“ eine prickeln-

de Konsistenz. In dieser Form wird „Pago Pop“ von den Gästen als mehr als nur Fruchtsaft wahrgenommen und eindeutig als LifestyleGetränk eingestuft. So richtet sich die Neuheit natürlich vorwiegend an junge Leute aus dem urbanen Umfeld, die nach leichteren Alternativen zu klassischem Fruchtsaft suchen.

VORTEILHAFT. Dass „Pago Pop“ ready-todrink ist, hat natürlich für Gastronom:innen auch ganz praktische Vorteile. Schließlich ist die Erfrischung damit direkt servierfertig. „Pago Pop“ steht ab sofort zur Verfügung, und zwar exklusiv für die Gastronomie. bd

Exklusiv für die Gastronomie: „Pago Pop“ Erdbeere-Minze, Mango-Ingwer & Marille-Basilikum

PRODUKT 03 2024

Ottakringer Bio-Zwickl Rot SIGNALFARBE

Frisch gezapft in ausgezeichneter Bio-Qualität leuchtet das neue „Ottakringer Bio-Zwickl Rot“ naturtrüb aus dem Glas und folgt damit dem Trend hin zu Bieren in Bio-Qualität. Das Geschmacksprofil erinnert an süßes Gebäck, ein wenig wie Karamell. Das cremige Mundgefühl wird von Malz- und fruchtigen Hefenoten begleitet. Das „Bio-Zwickl Rot“ ist ausschließlich in der Gastronomie erhältlich. www.ottakringerbrauerei.at

Azul Las Lajas Black Honey HONIGSÜSS

Neu bei „Azul“ ist der Spezialitätenkaffee „Las Lajas Black Honey“ der Varietät „Typica“ aus Costa Rica – den Wurzeln der Marke. In der Tasse zeigt der für die Filterzubereitung prädestinierte Kaffee einen geschmeidigen Charakter mit lebendigem Geschmacksprofil. Dabei treffen Aromen von tropischen Früchten auf Schokolade; der Kaffee schmeckt vollmundig mit einer feinen Süße. www.dallmayr.com

Heimbs NEUES DESIGN

Im Zusammenspiel aus Zeit, Erfahrung und Fingerspitzengefühl entstehen bei der Marke „Heimbs“ seit dem Jahr 1880 handverlesene Kaffees, Trinkschokoladen und Tees – exklusiv für die Gastronomie. Jetzt präsentiert „Heimbs“ das neue Verpackungsdesign, das zukünftig auch auf recyclingfähige Mono-PE-Folie umgestellt und mit dem Recycling-Logo vom Grünen Punkt gekennzeichnet wird. www.dallmayr.com

Resch&Frisch Keimlingsweckerl SOOO SUPER

Der neue Star im Resch&Frisch-Superfood-Sortiment ist das „Keimlingsweckerl“. Dabei handelt es sich um ein knuspriges Weckerl mit gekeimtem Getreide, das mineralstoffreich, ballaststoffreich und laktosefrei ist – also ein Superfood, das definitiv mehr kann, und obendrein schmeckt. Als Empfehlung für den Gast: ein noch warmes „Keimlingsweckerl“ mit Butter, Käse, Pfeffer und Salz servieren. www.resch-frisch.com

Danzka NOCH COOLER

„Danzka“ präsentiert sich jetzt mit einem Design Upgrade: Die Aluminiumflasche im Cocktail Shaker-Look bleibt mit all ihren Vorteilen (schnelle Kühlung, leicht und unzerbrechlich) erhalten, das Wort Vodka rückt jedoch in den Hintergrund. Stattdessen wird nun mehr auf die unterschiedlichen Varianten fokussiert und das Puristische des dänischen Stils stärker betont.

www.danzka.com

Dallmayr FRISCHER LOOK

Dallmayr startet mit einem umfassenden ReDesign seiner Gastronomie-Packungen in das Frühjahr. Die modernen und farbenfrohen Designs für das Kaffeesortiment und die DallmayrTrinkschokolade spiegeln das hohe Qualitätsbewusstsein und die Innovationskraft des Münchner Traditionsrösters wider – daher bleiben auch Sorten, Abpackgrößen und Rezepturen sowie die Namen unverändert. www.dallmayr.com

Keo Super Fruitea SUPER-POWER

Der Früchtetee „Keo Super Fruitea“ mit den Superfood-Früchten Açai-Beere, Granatapfel und Heidelbeere macht aus jedem Schluck eine fruchtigfrische Energie-Bombe. Lässig-elegant als Teachamp für Becher und Kännchen ist der Editions-Tee die ideale Basis für sommerliche Eistees und fruchtige Cocktails sowie winterliche Tee-Mixgetränke. „Keo Super Fruitea“ ist ab April 2024 erhältlich. www.dallmayr.com

Bridor Mini-Mix MORNING-STARTER

Mit „Mini-Mix-Friandises“ und „Mini-Mix-Gourmandises“ reagiert Bridor auf die Nachfrage im Gastgewerbe nach Mini-Größen. Das Feingebäck aus Plunderteig (zwischen 28g und 50g) präsentiert sich in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Texturen und Formen. Es ermöglicht professionellen Gastgeber:innen, ihren Gästen ein vielseitiges wie exquisites Frühstücksangebot zu präsentieren. www.bridor.com

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HEFT-THEMA

Vegangebot

Das große Angebot an pflanzlichen Produkten spricht immer mehr Menschen an, was sich auch auf das Außer-Haus-Geschäft auswirkt: Gäste schätzen fleischlose, vegane Gerichte auf der Speisekarte.

Die Anzahl jener, die gerne ein ausschließlich pflanzliches Gericht konsumieren, hat in den letzten Jahren zugenommen. Aufgrund dieser Tatsache haben sich Begriffe wie „Flexitarier“ oder „Plant-based“ gebildet; frei nach dem Motto: „Alles kann – nichts muss!“. Für die iglo-Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung 1.015 Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt. Dabei fand man u.a. heraus, dass bei jenen, die weniger Fleisch essen, am häufigsten mehr Gemüse auf die Teller kommt – und zwar bei beinahe 87%. Rund drei Viertel essen öfter fleischlose Nudel- oder Reisgerichte, jeder Zweite greift vermehrt zu Linsen, Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten. Je rund ein Viertel gibt laut der iglo-Trendstudie an, häufiger Getreide-Laibchen, gegrillten oder gebackenen Käse oder Süßspeisen zu essen. Ein Fünftel greift häufiger zu Fleischalternativen, ein Sechstel zu Tofu.

TRENDIG. Ein pflanzliches Angebot ist für Philipp Thaurer, Commercial Manager Nestlé Professional bei Nestlé Österreich, nur mit „Produkten erfolgreich, die schmecken!“. Und da kommt die Marke „Garden Gourmet“ ins Spiel: „Das ,Garden Gourmet‘-Sortiment ist so vielseitig, dass fast alle Küchen und Trends dieser Welt damit gekocht werden können“, weiß Philipp Thaurer und empfiehlt hierfür u.a. „Sensational Burger“, „Sensational Sausage“, „Sensational Filet-Streifen“ oder „Beetroot Falafels“ aus

dem „Garden Gourmet“-Sortiment. Toll für die Praxis: „Der Kreativität der Köch:innen sind keine Grenzen gesetzt; es kommt auf das Gesamtkonzept der Gastronomie an“, so Thaurer.

FUNKTIONELL. Im veganen Segment bietet Unilever Food Solutions & Eskimo mit „The Vegetarian Butcher“ eine umfangreiche Auswahl wie etwa die „NoChickenChunks“ oder die „NoChickenNuggets“ an. „Hellmann’s vegane Mayo“ eignet sich ideal zum Verfeinern – „und das ohne Kompromisse im Geschmack“, sagt Alexander Rohrberg, Culinary Fachberater UFS & Eskimo: „Mit unseren Produkten von ,Knorr Professional‘ lassen sich sowohl Fleischalternativen veredeln als auch Gemüse als Hauptkomponente oder Beilage verfeinern.“ Im Portfolio von „Carte D’Or Professional“ hat man u.a. auch vegane Eissorten: „Ganz neu sind das vegane ,Sorbet Orange‘ sowie die Sorte ,Schokolade Vegan‘“, erklärt Rohrberg. Diese bietet man in einer zweigeteilten Wanne zu je 2,4L an.

VIELFÄLTIG. Vegetarier bzw. Veganer sind bei Weinbergmaier gut aufgehoben. „Dafür sorgen wir mit einem stetig wachsenden Sortiment an attraktiven, fleischlosen Gerichten, das sich auch gut und einfach kalkulieren lässt“, sagt Weinbergmaier-GF Gerald Spitzer. Unter der Marke „Bauernland“ findet man fleischlose Strudel, Gemüselaibchen und Semmelknödel, die mit Steinpilzen oder Spinat verfeinert sind. Die Marke „Toni Kaiser“ bietet darüber hi-

naus auch einen süßen veganen Dessertklassiker: „Den ,Original Wiener Apfelstrudel‘ für die Gastronomie“, erklärt Gerald Spitzer und verrät: „Für das heurige Jahr 2024 sind weitere Innovationen und Produktentwicklungen in diesem Segment geplant.“

KNOLLIG. Die Kartoffel als Hauptrohstoff ist ja bereits ein veganes Produkt. Damit das auch nach der Verarbeitung so bleibt, verwendet 11er zum Frittieren ausschließlich pflanzliche Öle. „Daher ist unser Produktsortiment größtenteils vegan“, sagt Evelyn Burtscher, Marketingleitung 11er, und präzisiert: „Vegan sind bspw. alle ,11er Pommes Frites‘, ebenso der Klassiker, das ,11er Rösti wie hausgemacht‘, das es auch als veganes Rösti in den Sorten ,Rosmarin‘ und ,Kürbiskern‘ gibt.“ Zahlreiche andere Rösti- und Kroketten-Varianten im 11er-Portfolio sind ebenso vegan.“

SNACKIG. Unter dem Label „Green Delight“ bietet Aviko ein Sortiment an veganen SnackProdukten als echte Alternativen ganz ohne Fleisch- oder Milcherzeugnisse. „Plant-Based Chili Cheezz Nuggets“ und „Plant-Based Cheezz Onion Rings“ werden mit „Potato Cheezz“ hergestellt, einer neuartigen Käse-Alternative auf Kartoffel-Basis, die von Avikos Schwester-Unternehmen Rixona entwickelt wurde. Die dritten im Bunde sind „Plant-Based Chicken Pops“ auf Basis von Weizen-, Soja- und Erbsenproteinen. Alle drei Produkte lassen sich schnell und einfach in der Fritteuse zubereiten. „PlantBased Chicken Pops“ und „Cheezz Onion Rings“ eignen sich zudem für Kombidämpfer, SpeedOfen und Band-Ofen.

PUNKIG. Salomon FoodWorld hat für heuer die Parole „Punk up your Snacks“ ausgerufen. Gemäß dem Credo empfiehlt Maik Pötschke, Head of Marketing Salomon FoodWorld, die „Tajine Bites“, die mit Linsen, getrockneten Früchten und orientalischen Gewürzen in Crunch-Panade mit Schwarzkümmel für authentischen Geschmack sorgen. „Unsere ,Tajine Bites‘ sind vegan, knusprig, fruchtig – einfach anders“, sagt Maik Pötschke und empfiehlt sie „als Starter mit Dip oder als Highlight auf der Bowl“.

PRAKTISCH. Bei VeggieMeat setzt man mit der Marke „vegini“ auf eine breite und vielseitige Produktpalette. „Unsere Produkte sind auch gastro-tauglich und werden den Gastronom:innen in jeweils 3kg-Kartons angeboten“, erklärt Vanessa Stelzer, Head of Marketing, und führt weiter aus: „Im Rahmen der Kommunikation möchten wir die Gastronom:innen

PRODUKT 03 2024 74
Fine Dining mit „Garden Gourmet“.
WIESO (NICHT)?

Eine kulinarische Idee von 11er: Rösti mit Avocado-Tartare.

auf unser vielseitiges pflanzliches Produktangebot aufmerksam machen. Wir bieten leistbare Fleisch- und Fischalternativen mit hoher Qualität im Geschmack an.“

RÜHRIG. Mit der Marke „nøgg“ bietet Eipro EiAlternativprodukte auf Pflanzenbasis an und ermöglicht es Profiköch:innen, den Gästen beliebte und neue Rezepte mit Ei auch in einer alternativen pflanzenbasierten Version anzubieten. Die pflanzlichen Rührei-Alternativen gibt es in bekannter flüssiger Form zur Zubereitung in der Pfanne und als tiefgekühltes fer-

Die

tiges pflanzliches Rührei, das nur noch erwärmt werden muss – gerne zum Frühstück(sbuffet) oder als Carbonara-Zutat.

WÜRZIG. Fleischlose Ersatzprodukte sind vielfältig und lassen sich zu Burger-Patties, Bällchen, Nuggets oder Pastasaucen weiterverarbeiten. „Da sie jedoch in der Regel neutral im Geschmack sind, ist die richtige Würzung unerlässlich“, weiß Christian Berger vom „Wiberg“Team Inspiration. „Wiberg“ hält daher für jeden kulinarischen Stil, quasi einmal rund um den Globus, die passenden Gewürze parat. So führt

Süße Versuchung: der „Original Wiener Apfelstrudel“ von „Toni Kaiser“.

der Spezialist unter anderem „Wiberg Italia Style Gewürzzubereitung“, „Wiberg Cajun Kreolische Würzmischung“, „Wiberg Shichimi Togarashi grob“ oder das „Wiberg Sesam Öl“.

TAUGLICH. Die Gründe, warum Menschen außer Haus auf Fleisch bzw. tierische Produkte verzichten wollen, sind unterschiedlich; dass sie es tun, wenn vielleicht auch nicht immer, ist Realität. Insofern macht es aus wirtschaftlicher Sicht Sinn, die kulinarische Möglichkeit hierfür zu bieten und ein pflanzenbasiertes Angebot mitzudenken. ksch

Nachgefragt beim Profi

Das erfolgreiche Gastro-Ehepaar Charly und Irene Schillinger („Swing Kitchen“) gibt nützliche Tipps zur Gestaltung des veganen Angebots:

ECKPFEILER. Wie in jeder herkömmlichen Gastronomie kann ein veganes Lokal auch nur bestehen, wenn es den Gästen schmeckt. Positive Nebeneffekte des Veganismus wie „gut fürs Klima“, „besser für die Gesundheit“ alleine reichen nicht aus – der Genuss steht immer im Vordergrund. Diese Ausrichtung hat es uns ermöglicht, erst kürzlich unseren 5-millionsten Gast zu begrüßen.

STOLPERSTEINE. Wir haben beobachtet, dass die Köch:innen aktuell überhaupt nicht gut mit Veganismus umgehen können, weil ihnen die Ausbildung in diese Richtung fehlt. Deshalb unser Appell and die Verantwortlichen, ganz rasch die vegane Kochlehre einzuführen, denn

in 10 Jahren wird generell in den meisten Speisekarten zumindest die Hälfte vegan angeboten werden müssen.

EMPFEHLUNG. Keine Angst vor Alternativen zu Fleisch, Fisch, Käse und Eiern, denn je authentischer veganes Essen ist, desto besser wird es angenommen. Und benennen Sie die Speise ruhig mutig – was ausschaut und schmeckt wie ein Schnitzel, zu dem sollten Sie auch Schnitzel sagen, dann wird es sich gut verkaufen.

VEGAN-TRENDS. Abseits von Alternativen zu Faschiertem, Hühnerfleisch und Käse halten immer mehr hervorragende Ei-Alternativen, vegane Fischfilets und plant-based Meeresfrüchte Einzug. Generell sind vegane Produkte Mainstream geworden und in allen Segmenten verfügbar. ksch

„Plant-Based Chicken Pops“ von Aviko setzen auf Weizen-, Soja- und Erbsenproteine.
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Bridor Mini-Tartelettes

FRUCHTIGE TÖRTCHEN

Die „Mini-Tartelettes“ von Bridor im 35g-Format bestehen aus feinem Plunderteig mit reiner Butter. Bridor bietet die „Mini-Tartelettes“ in verschiedenen fruchtigen Variationen an: „Mini-Tartelettes mit Apfel und Birne“, „MiniTartelettes mit Ananas und Passionsfrucht“ sowie „Mini-Tartelettes mit Apfel und Schwarzer Johannisbeere“. Die Tartelettes gibt es auch im Mini-Mix-Pack. www.bridor.com

Wiberg GESCHMACKSERLEBNIS

Bridor Milka Schnecke

SÜSSE VORFREUDE

Die mit „Milka“ entwickelte Plunderschnecke vereint die Qualitätsansprüche von „Milka“ und Bridor. Die „Bridor Milka Schnecke“ ist ab April 2024 auch im Außer-Haus-Bereich erhältlich. So dürfen sich große wie kleine Gäste auf den unverwechselbar süß-cremigen Geschmack feiner „Milka“-Schokolade freuen – so lassen sich Genussmomente und (Zusatz-) Umsatz wunderbar in Szene setzen. www. bridor.com

Hügli GEHEIMNISVOLL

Die Hügli-Marke „Bresc“ präsentiert sechs authentische Pestos und Saucen („italienische Geheimnisse“). Die Produkte werden vor allem jene Köch:innen begeistern, die den italienischen Geschmack suchen – und dabei obendrein Zeit sparen möchten. Die sechs Neuheiten sind „Caponata“, „Gremolata“, „Aglio e Peperoncino“, „Pesto all’Arrabbiata“, „Veganes Pesto“ sowie „Pesto alla Genovese“. Bresc bringt mit „Italienische Geheimnisse“ den authentischen italienischen Geschmack in die professionelle Küche, hergestellt aus den besten Zutaten. Doch neben einer konsequent hohen kulinarischen Qualität liegt der Mehrwert für Köch:innen oder Lebensmittelprofis in der reduzierten Zeit für die Miseen-Place, und auch direkt am Gericht kommt das Küchen-Team mit weniger Handgriffen aus. www.huegli.com

Der Neuzugang im Sortiment der „Wiberg“Gourmetsaucen heißt „Aioli Sauce“. Dabei bildet Knoblauch die geschmacklich kräftige Basis, die durch eine erfrischende Säurenote abgerundet wird. Für die cremige Konsistenz zeichnet extranatives Olivenöl verantwortlich, das aus Andalusien stammt. Das umfangreiche Sortiment der „Wiberg“-Gourmetsaucen erstrahlt nun in einem neuen, einheitlichen Erscheinungsbild. Das facettenreiche Neuprodukt „Avocado & Bowl“ punktet mit fruchtig-frischem Temperament. Es verfeinert Avocados in sämtlichen Formen und gibt Bowls den letzten Schliff beim Finishen. Der neue „Wiberg“-Allrounder schmeckt nicht nur gut, sondern setzt auch dekorative Akzente. Die beiden Neuprodukte sind seit 1. März im „Wiberg“-Onlineshop und ab 1. April im Fachhandel erhältlich. www.wiberg.eu

Alpenhain VEGGIE-SNACK

Mit den neuen „Back-Gouda Nuggets“ offeriert Alpenhain jetzt eine trendige vegetarische Alternative zu fleischigen Nuggets. Dafür wird milder Gouda mit Kartoffelstreifen paniert. Die Nuggets sind vielseitig einsetzbar, z.B. als Snack für zwischendurch oder als Topping auf Salat. Erhältlich ist die Neuheit im 2,25kg-Karton, der etwa 135 Stück à 16,7g (einzeln entnehmbar) enthält. www. alpenhain.de

Werner & Mertz Professional NACHHALTIG REIN

Das Herzstück des neuen „Switch“-Systems von Werner & Mertz Professional sind ultrakonzentrierte Formulierungen in intelligenten Verpackungen. Jede „Switch“-Flasche hat eine Dosierkappe, die eine präzise Dosierung der vorgesehenen Menge Reinigungslösung ermöglicht. Ist die Flasche leer, kann sie einfach mit umweltfreundlichen und recycelbaren Nachfüllbeuteln wieder befüllt werden. www.green-care-professional.com

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Ecolab WISCHENSCHAFT

Bei der professionellen Reinigung geht es nicht nur um eine einzelne Komponente des Reinigungszyklus. Aus diesem Grund hat Ecolab eine neue Reihe von Reinigungstextilien entwickelt, die zu 100% aus recycelten Fasern bestehen. „From Waste to Textile“ lautet das Credo des Entwicklungsteams von Ecolab, um die hohen Erwartungen an Leistung, Hygiene und Lebensdauer zu erfüllen. Einerseits sind die vier beliebtesten „Rasant“-Flachmopps ab sofort auch aus recycelter Faser als neue „Rasant-Planet“-Serie verfügbar. Andererseits betreten die neuen Mikrofasertücher der „Polifix“-Reihe – genannt „Polifix microclin planet“ – die Professional-Bühne. Beide Produktserien wurden intensiv in Ecolabs Research & Development Center in Monheim, Deutschland, getestet und haben mit Bestnote bestanden. www.ecolab.de

Hobart Smart Load EFFIZIENZSTEIGERUNG

Das „Hobart Smart Load“-Beladungssystem ist eine neue Komponente für teilautomatisierte Spülsysteme, Bandspülmaschinen mit abgesenktem Zulauf oder für die bewährte „autoLine“Bandspülmaschine. Die „Hobart Smart Load“ erfordert keinen zusätzlichen Platz am Zulauf der Maschine, denn die Schächte werden direkt an den Bandzulauf montiert. Die Reinigung erfolgt einfach mit Wasser. www.hobart.de

Schaerer Loyalty-App KUNDENBINDUNG

Zusammen mit „Schaerer Coffee Link“ unterstützt die „Loyalty App“ die Prozessoptimierung und Kostensenkung – bspw. beim Personaleinsatz, in der Warenwirtschaft und der Logistik. Das integrierte CRM ermöglicht u.a. direkten Kundenkontakt, Community Management und dynamische Preisgestaltung über die App. Auch Abonnementmodelle sowie individuelle Angebotsgestaltung sind möglich. www.schaerer.com

Purezza Frizzante 80 H2O’ZAPFT IS

Die Kapazität des für den HoReCa-Bereich konzipierten „Purezza Frizzante 80“ umfasst 80L/ Stunde und sorgt für ein effizientes und kontinuierliches Zapfen von ungekühltem oder gekühltem stillem sowie gekühltem kohlesäurehaltigem Wasser. Die leistungsstarken Zapfhähne ermöglichen das Befüllen von drei Flaschen gleichzeitig. In Österreich wird das Produkt in Q2 gelauncht. www.purezza-water.de

Brita Proguard Gastronomy GLANZPOWER

Mit dem „Proguard Gastronomy“ bringt Brita ein innovatives Filtersystem auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein Umkehrosmose-Filtersystem, das Kalk und Gips sowie potenziell korrosive Substanzen wie bspw. Chlorid und Sulfat reduziert. Das Ergebnis: gelungene Backwaren und Speisen von gleichbleibend hoher Qualität sowie glänzende Gedecke, die den Gästen in der Regel sofort auffallen. www.brita.at

Purezza Murano Tower POWER-TOWER

Der elegante und kompakte „Purezza Murano Tower“ wurde entwickelt, um gefiltertes Wasser in großen Mengen und mit hoher Durchflussrate zu liefern. Er eignet sich daher ideal für stark frequentierte Umgebungen im Außer-HausGeschäft/Professional-Bereich. Somit kann man Gästen und Kund:innen eine optisch ansprechende wie funktionelle Möglichkeit zum Wasserbezug bieten. Der „Purezza Murano Tower“ besitzt eine elegante Oberfläche aus gehärtetem Glas für einfache Reinigung sowie hygienische, geschützte Ausgabedüsen aus rostfreiem Stahl. Moderne Technologie ermöglicht eine effiziente, kontinuierliche und leistungsstarke Zapfleistung für ungekühltes oder gekühltes stilles Wasser sowie gekühltes kohlesäurehaltiges Wasser. In Österreich ist das Produkt ab Q2 erhältlich. www.purezza-water.de

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PRODUKT DES MONATS

Aus allen Produktvorstellungen der letzten Ausgabe [01-02/2024] haben die Handelsentscheider:innen ihre Top-Favoriten gewählt.

Kategorie Food:

Casali Shot of the year

Das ganz persönliche Lieblingsprodukt der aktuellen Ausgabe – diesmal von Samira

Richtig gut gefallen hat den Handelsentscheider:innen, wie Manner seinen „Casali Shot of the year“ präsentiert: nämlich im komplett neuen Look. Doch vor allem die inneren Werte haben überzeugt: Diesmal sorgt die Variante „Cuba Libre“ als limitierte Edition im 175g-Standbodenbeutel für karibischen Naschspaß, womit man auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen will.

Kategorie Nonfood: Loctite Klebstoff Entferner

s t s t

Guten Tag, mein Name ist Samira und ich bin, so ehrlich muss ich wohl sein, eine ziemlich kecke Husky-Dame. Mein Herrchen meint oft, ich sei eine Teufelin, aber das scheint mir dann doch ein wenig stark übertrieben. Mein Kumpel Balu ist etwas anders, der kann als stattlicher Husky-Rüde zwar genauso stur und „verhaltenskreativ“ sein wie ich, kommt aber laut Frauchen dabei charmanter daher. Na ja, charmant ist relativ, denn letztendlich verfolgen wir beide dasselbe Ziel – unseren Willen durchzusetzen. Es ist jetzt nicht so, dass wir die Wünsche von Herrchen und Frauchen inhaltlich nicht verstünden, allein es fehlt das entsprechende Animo zum Gehorsam. Doch unlängst war ich wieder Wachs in deren Händen, denn Herrchen hat uns mit den neuen Hundefuttersorten von „Good Stuff“ verwöhnt: der fettarme Fleischanteil ist super, Gemüse und Obst sorgen für Abwechslung und, die Gewürze geben den letzten Schliff. Was soll ich sagen, das Zeug schmeckt himmlisch. Auch Balu war von dem Mahl begeistert – das hat meine routinemäßige „Nachkontrolle“ seiner Schüssel gezeigt. Wir haben dann beide auf Wunsch von Herrchen auch brav „Platz“ gemacht und uns mit einem zufriedenen Husky-Heuler bedankt: „So darf es sein, aoooooouuuhhh!“

Die Heimwerkerkönig:innen unter den Handelsentscheider:innen sind sich einig: Der „Loctite Klebstoff Entferner“ von Henkel hat großes Erfolgspotenzial. Denn der entfernt ausgehärteten Superkleber, der an Orten und Materialien gelandet ist, wo man es eigentlich gar nicht geplant hatte. Überdies praktisch ist, dass er auch Marker- oder Tintenflecken entfernt.

The Good Stuff

Das „Lieblingsprodukt“ wird aus all jenen Neuheiten gewählt, bei denen wir die Gelegenheit bekommen, sie selbst zu probieren.

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