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VOLuME 13

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

Bali Die Insel der Götter

Singapur Rund um die Uhr

Schottland Wo die Männer Röcke tragen

Spanien

Madrid – mehr als eine Hauptstadt

SüdlicheS afrika Von Naturwundern & Träumen

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T IMELESS CL ASS I C S N ° 2 · 2 0 0 0 · S P E C I A L «R » ICO NIC C I GAR S TH AT D E FI N E D AND R EF I NED TH E C I G A R M O M E N T VIVA S U BTL ETY. V I VA S O PHI ST I C AT I O N .


Balis Hideaways und Afrikas Naturschönheiten Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser nach einem zwar nicht wirklich kalten, aber recht trüben Winter begrüssen wir nun endlich die Frühlingsboten. Passend dazu halten Sie unsere neuste Ausgabe des Magazins Imagine in den Händen. Welche Sie die grauen Tage schnell vergessen lässt. Auf Bali suchten wir für Sie einzigartige Hideaways zum Relaxen und Staunen. Obwohl die Insel in den letzten Jahren immer touristischer geworden ist, gibt es noch viele Plätze, an denen die vielschichtigen Kulturen der Balinesen noch hautnah zu erleben sind. Überall trifft man auf Opfergaben – vor der Tür des Hotelzimmers, im winzigen Schrein am Strand oder am Ende einer Theke, aber auch auf Prozessionen zu einem der zahlreichen Tempelfeste. Besuchen Sie mit uns das Chaos von Kutta, die Genüsse Seminyaks, das fast künstlich wirkende Nusa Dua, die Künstler Ubuds und die Paläste im Osten der Insel. Ein kleines pittoreskes Dorf in der Schweiz, das denselben Namen trägt wie sein imposantes Wahrzeichen, erinnert noch heute daran. Die Rede ist von der Stammburg der Habsburger, eine der mächtigsten Dynastien der europäischen Geschichte, deren Mitglieder sich auf den Weg in Richtung Wien aufmachten, sich später dort niederliessen und von dort aus die Geschicke der Welt lenkten. Lang, lang ist’s her. Heute erfindet sich Wien täglich neu. Unser Redakteur bewegt sich jenseits der ausgetretenen «Sissi-Pfade» und zeigt Ihnen Wien einmal anders, nämlich als Stadt zwischen imperialem Flair und modernen Impulsen. Doch auch Madrid, Schottland, Los Angeles und Hongkong haben einiges zu bieten, ganz zu schweigen von den kulinarischen Genüssen Singapurs. Begleiten Sie uns also auf eine spannende Reise um den Globus und entdecken Sie neu Ferienziele.

Francesco J. Ciringione Verleger

Yvonne Beck Chefredaktorin

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Inhalt

Editorial 2

Special Destination Bali 10 Die Insel der Götter Südliches Afrika Naturwunder und Wildlife

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City & Culture Wien 28 Zwischen Imperialismus und Moderne Los Angeles Die Stadt der Stars

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Hotels Eine Hotel-Ikone feiert Peninsula Hongkong

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Das Halbtax für Unterkünfte Hotelcard

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Kurze Geschichten übers Reisen Hotelstorries

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Made in Germany trifft Swiss Made Punktlandung Flughafen

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Türkische Ägäis D-Hotel Maris

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Lost & Found Der Traum vom einfachen Leben Neuengland

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Picture-Postcard aus Mexiko

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INHALT 4 IMAGINE VOLUME 13

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Mit allen Sinnen erleben Regensburg

64

Auf Erkundungstour Ab in die Natur

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Inhalt

Food Lounge Ein Paradies für Gourmets The Taste of Singapur

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Willkommen in Porto Genuss im Yeatman

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Der Himmel der Bayern Feinschmeckerparadies Dallmayr

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Dekantieren und Degustieren Die Rede ist vom Wein

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Ein Land zum Anbeissen Kärntner Alpe-Adria-Küche

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Xellent 94 The Spirit of Switzerland

Air, Road & Sea Hart, aber herzlich Die fliegenden Ikonen

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Räthische Bahn 125 Jahre faszinierend unterwegs

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Automobiles Deutschland Nostalgie auf vier Rädern

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On Tour Rushmore Bikes

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Das neue Flaggschiff AIDAprima

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INHALT 6 IMAGINE VOLUME 13

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Inhalt

Adventure & Sport Schlagend in eine andere Welt Golfferien

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Extrem Sport Unterwegs mit Benedikt Böhm

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«NaTour pur» Zwei neue Velotouren

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Pure Life

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«De Madrid al cielo» 136 Insidertipps über Madrid Thalasso 142 Heilendes Meer Auszeit mit Wasserbett Ferien im Hausboot

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Unique Wo die Männer Röcke tragen … Schottland

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Tropische Perle im Indischen Ozean 152 Mauritius

news & Books Neues aus den Hotels Food Books Fliegende Highlights Neue Gadgets Mobil Perfekt ausgestattet Bestens gerüstet Travel Books Vorschau INHALT 8 IMAGINE VOLUME 13

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Die Insel der Götter & Dämonen Wo die fliessenden Klänge der Gamelan-Musik und der allgegenwärtige Duft aus Rauchschalen böse Geister vertreiben. Bali ist eine magische Insel voller Kontraste. AUTOR Yvonne Beck SPECIAL DESTINATIONS 10 IMAGINE VOLUME 13


B

ali ist einzigartig. Die vielschichtigen Kulturen sind in sämtlichen Bereichen des täglichen Lebens spürbar. Überall trifft man auf Opfergaben – vor der Tür des Hotelzimmers, im winzigen Schrein am Strand oder am Ende einer Theke, aber auch auf Prozessionen zu einem der zahlreichen Tempelfeste. Zudem gibt es auf der Insel wunderschöne Strände mit guten Surf- und Tauchmöglichkeiten. Man kann sich im Chaos von Kutta verlieren, die Genüsse Seminyaks geniessen, in Nusa Dua auf luxuriöse Art relaxen, in Ubud Künstler aufspüren, durch Reisfelder wandern oder im Osten auf Palasttour gehen. Der Osten: Zwischen Entspannung und Kultur Die Ostküste besticht mit einfachem dörflichem Leben, dem persönlichen Kontakt zu freundlichen Menschen und nicht zuletzt mit einigen schönen, Sandstränden und interessanten Tauchgründen. Der Osten Balis besticht durch eine faszinierende Mischung aus Religion, königlicher Kultur und architektonischem Glanz. Diese Gegend wird auch gern als das «alte Bali» bezeichnet. Hier findet man nicht nur die Königlichen Paläste von Klungkung und Karangasem, sondern hier errichtete Karangasems letzter «Raja» auch seine Wasserpaläste: Ujung und Tirtagangga. Zwei der wichtigsten Tempel der Insel – Tempuyang und Besakih, Balis sogenannte Muttertempel, – befinden sich ebenfalls in Ost-Bali. In den Dörfern Ost-Balis hat sich der Lebensstil der Bewohner über die Jahrhunderte kaum verändert. Keines ist jedoch tiefer in der Vergangenheit verwurzelt als die geschlossene religiöse Gemeinschaft von Tengenen. Während die meisten Balinesen den Hinduismus im Verlauf der Jahrhunderte in den Alltag einbezogen haben und neu interpretierten, hat Tenganan unverändert an seinem Glauben in ursprünglicher Form festgehalten. In der winzigen Gesellschaft stand die spezifische Kleidung seit jeher im Zentrum der Rituale. Heute stellen die Familien immer noch die «Geringsing»- oder sogenannte doppelte «Ikat»-Kleidung auf eine Webart her, die man sonst nur in Indien findet.

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Amankila – Der friedvolle Hügel In dieser geschichtlichen Region der Insel eröffnete 1992 auf einer Felskippe mit spektakulärem Blick über die Lombok-Meerenge das Amankila, übersetzt «friedvoller Hügel». Der Pool des Resorts ist terrassenförmig auf drei Ebenen angelegt und das Markenzeichen des Designerhotels. Über ein paar Stufen erreicht man den privaten, feinsandigen Strand mit Beachclub. Gäste können entweder einen Spaziergang zum Strand unternehmen oder sich von einem Fahrer in einem von Amankilas OpenAir-Buggies dorthin bringen lassen. Windsurfing- und Boggie Boards, Kayaks und Hobie Cats können ausgeliehen werden. Acht private «Bales», vom Blattwerk geschützt, laden zum Entspannen am Strand ein. Abgesehen vom Beachclub dominiert Amankilas dreistufiger Pool die Landschaft unterhalb der Lobby. Am Steilhang errichtet, geben die tiefblauen Pools herrliche Blicke übers Meer frei und ergiessen sich in Kaskaden ineinander. Der Hauptpool ist 41 Meter lang. Als Rückzugsorte dienen die verschiedenen luxuriösen Pool-, Ocean- oder

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Garden-Suiten. Das Highlight ist jedoch die AmankilaSuite, sie umfasst zwei separate Schlafbereiche, die sich auf eine grosse Terrasse öffnen, wo sich auch der private aquamarinblaue Pool befindet. Die Suite bietet einen freien Blick über den Strand und die Amuk-Bucht. Ein privater Buttler gehört zur Serviceleistung. Das Amankila organisiert Fahrten zu etlichen Dörfern, die berühmt für ihr Kunsthandwerk sind. In Sidemen lockt der Erwerb von Textilien, in Kamasan gibt es Gemälde zu kaufen und Budakling, am Fuss des Berges Agung, ist bekannt für seine Gold- und Silberschmiede. Doch auch das Kulinarische kommt hier nicht zu kurz, im Amankila können exquisite, westlich orientierte Gerichte sowie indonesische Köstlichkeiten verzerrt werden. Wer in den Ferien selbst den Kochlöffel schwingen will, der kann bei Tagesanbruch mit einem Guide auf den nahen Markt gehen, frische Zutaten für ein echtes indonesisches Festmahl kaufen, das später im Kochkurs zubereitet wird.


Balis eigenwillige Schwester Lombok: Die östlich von Bali liegende Insel ist ein Reiseziel für ruhige, bedächtige Gemüter. Lombok ist wesentlich «rauer» als die viel besuchte liebliche Schwester Bali. Ursprünglicher – mit eigenem Rhythmus. Die Ureinwohner Lomboks haben sich ihren Glauben an Naturgeister ebenso bewahrt wie ihre eigene Sprache. Sie ist die Insel der Cidomos, der einspännigen bunten Pferdetaxis, mit denen man sich in Mataran zum grossen Markt der Korbflechter bringen lässt. Auf Lombok scheint die Zeit stehen zu bleiben, hier können die Gäste wieder durchatmen.

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Der Süden: Luxusresorts in Nusa Dua Nusa Dua bietet ein ganz anderes Bali, abseits der tumultigen Strassen und einheimischen Dörfer. Es ist Balis bewachte Anlage für Resort-Hotels. Ein riesiges, gepflegtes und aufgeräumtes Gelände, in dem man den Rest der Insel hinter sich lässt. Hier findet man keinerlei Strassenhändler, hupende Motorräder, Hektik oder sonstiges Chaos. Nusa Dua wurde in den 1970er-Jahren erbaut und so konzipiert, dass es mit den internationalen Strandresorts in der ganzen Welt konkurrieren kann. Die Atmosphäre ist kaum balinesisch, doch einige Resorts versuchen, sich eine Patina aus balinesischem Stil zuzulegen. Besonders gut gelingt das dem Amanusa, der «friedvollen Insel». Das Resort erfreut sich einer eindrucksvollen Lage in einem Garten auf einer Anhöhe direkt oberhalb Balis National Golf Clubs. Der Ausblick vom Resort reicht von der Küstenlinie des Indischen Ozeans bis hin zum heiligen Berg Agung, der den Horizont an klaren Tagen dominiert. Das Amanusa gehört zu den besten Hotels der Insel. Die elegante, bewusst zurückhaltende Architektur, mit der das Hotel aufwartet, die opulente Ausstattung und die faszinierende Aussicht kennzeichnen die nur 35 Einzelvillen. Alle diese Suiten sind grosszügig, im authentischen, balinesischen Stil mit Himmelbett, einer im Boden eingelassenen Indoor-Badewanne, einer nicht einsehbaren Dusche unter freiem Himmel sowie einer Terrasse mit überdachtem Tagesbett ausgestattet. Am liebsten würde man diese strohbedeckten Suiten gar nicht verlassen, doch der Beachclub mit seinen neun «Bales» lockt mit einem schneeweissen Sandstrand. Der zu den schönsten von ganz Bali gehört. Über mehrere Kilometer erstreckt sich der feinsandige, helle, flachabfallende Strand. Das vorgelagerte Korallenriff schützt vor der Brandung, sodass man beim Schnorcheln viele bunte Fische beobachten kann. Wer es noch sportlicher mag, kann seine Zeit auf Balis National Golf Resort verbringen, der Platz gehört zu den Top 5 der Golfplätze Asiens. Der 18-Loch-Championship-Platz wurde von Robin Nelson und Rodney Wright gestaltet. Gäste des Amanusa geniessen einen privilegier-

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ten Zugang. Doch das Hotel organisiert auch gerne Ausflüge zum alten Tempel Luhur Uluwatu, der nur eine kurze Fahrt vom Resort entfernt liegt. Als einer von Balis Sad Kahyangan (die sechs Tempel der Himmel) liegt er hoch über dem Meer auf einer riesigen Kalksteinformation. Amanusa-Guides und -Fahrer stehen zur Verfügung, um Gäste auf dieser und anderen individuellen Touren zu begleiten. So ist das Amanusa der passende Ort zum Relaxen, abseits vom quirligen Bali und vom Lärm der Strassen und doch ganz nah am Geschehen. 3 Gründe warum man nach Bali reisen sollte Spa: Exotische Klänge, aromatische Düfte und eine zauberhafte Umgebung erwarten die Besucher in den wunderschönen Spas Balis. Massagen und Körperbehandlungen sowie komplette Verwöhnprogramme werden angeboten. Golf: Neben Kultur, Natur und Strand bietet Bali auch vier abwechslungsreiche 18-Loch-Golfplätze. «Bali Golf & Country Club» im Süden bei Nusa Dua, «New Kuta Golf» im Süden bei Jimbaran, «Bali Handara Kosaido Country Club» im Herzen der Insel bei Bedugul und «Nirwana-Golf Club» beim Tempel Tanah Lot im Südwesten bieten ein spektakuläres Golferlebnis. Kochkurse: Die Zu-Hause-Gebliebenen mit balinesischen Köstlichkeiten überraschen? Kein Problem, mit den vielen Kochkursangeboten der Hotels lernen die Feriengäste die Spezialitäten zu kochen. Marktbesuch und Einkauf frischer Waren, Schürze montieren und Kochlöffel schwingen und im Anschluss die selbstkreierten Leckereien geniessen.


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Expertentipp Seit 1986 organisiert Lotus Reisen Asienreisen und konnte in dieser Zeit unzählige Male das Know-how und die Qualität seiner Angebote unter Beweis stellen. Imagine verrät der Veranstalter, warum sich Bali auch für Hochzeitsreisen eignet: Die romantische Götterinsel Bali ist eine geeignete Destination für Honeymoon und Bali-Flitterwochen. Einige Hotels offerieren kleine Aufmerksamkeiten für ihre Bali-Honeymooner wie Hochzeitskuchen, eine Flasche Wein auf dem Zimmer oder Blumendekoration. Viel Privatsphäre geniessen Hochzeitsreisende zum Beispiel im idyllischen Hotel Jembaran Puri Bali in einer privaten Poolvilla oder im Hotel Kerton Jimbaran Resort in einer Bali-Poolvilla. Romantisch ist auch ein Abstecher ins Hotel Ubud Village Resort in Ubud, in dem jede private Villa über einen eigenen Pool verfügt. www.lotusreisen.ch

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Quirliges Zentrum der Insel Wer zwischendurch einen Einkaufsbummel machen oder in das balinesische Nachtleben eintauchen möchte, ist in Seminyak genau richtig. Seminyak ist ein sehr dynamischer Ort mit Duzenden Bars und Clubs, einer Unmenge an Kreativläden und Galerien. Viele gute, günstige und individuelle Restaurants mit einheimischer und internationaler Küche bedienen das leibliche Wohl. Die Clubs im Zentrum von Seminyak werden auch von der einheimischen Bevölkerung besucht und bieten ein sehr individuelles Flair. Je weiter nördlicher man kommt, desto entspannter wird die Atmosphäre. In Seminyak findet man jedoch auch einen sehr schönen und ruhigen Strand. Er ist hervorragend für lange Strandspaziergänge und Ausritte geeignet. Zwar hat der Strandabschnitt fast immer einen hohen Wellengang und starke Unterströmung, aber gerade Wellenreiter lieben diesen Abschnitt. Weitere Regionen Jimbaran: Die lang gezogene feinsandige Bucht gehört zu den schönsten Balis. Schwimmen ist problemlos möglich und die Sonnenuntergänge unvergesslich. Kleine Fischrestaurants am Strand bieten Abwechslung und sorgen für romantische Atmosphäre. Im Dorf gibt es ein paar Warungs und Läden. Ubud: Inmitten zauberhafter Reisterrassen und über tiefen Schluchten liegt Balis kulturelles Zentrum. Trotz starker Kommerzialisierung hat sich die Region einen ganz eigenen Charakter mit magischer Ausstrahlung bewahrt. Unzählige Kunstgalerien, Handwerksstätten, Tanz- und Yogaschulen säumen die Strassen. Museen, Wanderungen, Biken und Riverrafting lassen die Zeit schnell vergehen. Ein mehrtägiger Aufenthalt lohnt auf jeden Fall. Der Zeit und Hektik entrückt, verstecken sich die Hotels, meist luxuriöse Bijous, in lauschigen Gärten. Nordküste: Nordbali hat ein eigenes Gesicht. Die lavageschwärzten Sandstrände sind noch fast menschenleer, die Szenerie sehr ländlich. Die Gegend ist bekannt für ihre hervorragenden Tauchreviere. In Lovina säumen ein paar Hotels und einige lokale Restaurants den ruhigen Strand. Beim Waka Shorea ist der Strand weiss und ursprünglich. Die Nordküste ist ein Paradies für Individualisten, Ruhesuchende, Unterwasserfans und Reisende auf der Suche nach der «balinesischen Seele».

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The Legian Bali Selbstverständlich haben sich auch hier grossartige Hotels niedergelassen. Eins davon ist das The Legian Bali. Mit Blick auf den Indischen Ozean bietet es luxuriöse Unterkünfte inmitten gepflegter tropischer Gärten. Das FünfSterne-Haus besticht durch einem rundum Wohlfühlkonzept. Das Resort, das zur asiatischen Luxushotelgruppe GHM (General Hotel Management) gehört, verfügt jetzt zusätzlich über einen 30 Meter langen Infinity Pool, ein Sonnendeck direkt am Strand und einen noch schöneren Meerblick vom Beach House. Hier können Surfer den ganzen Tag an ihrem Take-off feilen, im Anschluss bei einer Spa-Behandlung entspannen und sich am Abend im Gourmetrestaurant vom deutschen Küchenchef Dorin Schuster verwöhnen lassen. Die 67 Suiten sind eine gelungene Mischung aus modernem und traditionell indonesischem Design, für das Jaya Ibrahim verantwortlich war. Das Resort ist mit indonesischen Antiquitäten ausgestattet, die zwischen 80 und 100 Jahren alt sind. Der neue Infinity Pool wurde so dicht wie möglich an den Strand gebaut. Hierdurch können Gäste, die sich eine Abkühlung im Schwimmbad gönnen, den Blick auf den kilometerlangen Seminyak Beach inklusive Meer ausgiebig geniessen. In dem 30 Meter langen und 1,80 Meter tiefen Becken sind Wasseraktive richtig, die hervorragend ihre Bahnen ziehen und sich im Anschluss auf der Poolterrasse bei einem romantischen Sonnenuntergang erholen können. Alternativ gönnen sich Urlauber einen erfrischenden Sundowner-Cocktail auch auf dem neu angelegten und frei schwebenden Sonnendeck über dem Strand. Die beste Suite des Resorts ist ohne Zweifel die Sunset-Suite inkl. Buttlerservice. Bali ist also viel abwechslungsreicher, als so manch einer denkt. Doch eins ist allen Gebieten gemein, überall trifft man auf lächelnde Balinesen, die den Schalk im Nacken haben. Und egal, wie zahlreich Touristen auf die Insel stürmen, sie sind die gute Seele Balis, die egal, wohin man auf die Insel fährt, die Ferien zu etwas Unvergesslichem machen.

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NICE TO KNOW Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Bali ist von April bis Oktober. Im Winter bringt der Monsun kurze, heftige Regenschauer, vor allem im Dezember, Januar und Februar. Acht Grad südlich vom Äquator gelegen, erfreut sich Bali jedoch ganzjährig eines warmen, tropischen Klimas. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 28 bis 30 Grad.

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Flugzeiten

Mit Thai Airways ab Zürich via Bangkok nach Bali. Zürich – Bangkok: 10 Stunden 45 Minuten Flugzeit; Bangkok – Bali: etwa 5 Stunden Flugzeit. Mit Singapore Airlines ab Zürich via Singapur nach Bali. Zürich – Singapur: 12 Stunden Flugzeit; Singapur – Bali: 2,5 Stunden Flugzeit. Transfer

Der Flughafen von Bali (DPS) liegt im Süden der Insel. Tägliche Verbindungen gibt es von Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok, Jakarta und Hong Kong. Die Transferzeit vom Flughafen zu den Hotels in Südbali beträgt zwischen 30 und 40 Minuten, nach Ubud 1 Stunde, an die Ostküste 90 Minuten und an die Nordküste etwa 3 Stunden. Mietwagen auf Bali

Bali im Mietwagen entdecken – ein Erlebnis. Ausserhalb der stark belasteten Zentren des Südens und Ubud ist das Verkehrsaufkommen gering. Die Strassen sind jedoch schmal und werden von Mensch und Tier genutzt. Schneller als 20 bis 30 Kilometer pro Stunde kann man deshalb über Land nicht reisen. Die Beschilderung ist bescheiden. Ohne zu fragen, sind kleine Orte schwer zu finden. Einfacher ist es, den Wagen mit einem ortskundigen Chauffeur zu mieten.

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Für mein romantisches Rendezvous: Pop und klassische Liebeslieder

Für mein Couture Einkaufserlebnis: Die neuesten Kollektionen vom Laufsteg

Musik- und Visuellunterhaltung für jede Stimmung.

Ich bin nicht die gleiche Person bei jedem Flug. Meine Welt ist luxuriös und ich lebe meine Stimmungswechsel. Eine persönliche Begleitung durch das Check-in und Passkontrolle an Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi geniesse ich immer, auch werde ich dort mit einer Spa-Behandlung verwöhnt. An Bord, eine erlesene Gourmetselektion, PrivatsphäreOptionen mit dem zum bequemen Bett wandelbaren Sitz und immer neuesten Unterhaltungsprogramm, was möchte ich heute? Das muss ich jetzt noch nicht entscheiden. Am Board der Royal First Klasse wähle ich, was und wann ich will. Ich fliege THAI.

Information und Reservation: T 044 215 65 00, www.thaiair.ch, SPECIAL DESTINATIONS reservation@thaiair.ch oder in jedem Reisebüro. VOLUME 13 IMAGINE 19


Vorsicht Suchtpotenzial! Südliches Afrika Afrika — die Wiege der Menschheit. Endlose Weiten, eine faszinierende Tierwelt, schneebedeckte Fünftausender, unberührte Strände, das ansteckende Lachen der Bevölkerung machen den südlichen Teil des Kontinents zum idealen Platz, um dem Alltag zu entfliehen. Afrika ist pure Leidenschaft und ein Ort mit Suchtpotenzial. AUTORIN Yvonne Beck SPECIAL DESTINATIONS 20 IMAGINE VOLUME 13


Schneegipfel, Traumstrände und Wildtiere Die Schneekrone des Kilimandscharo, Millionen von Wildtieren: Elefanten, Zebras, Gnus, verschiedene Gazellenarten und Raubtiere, dazu Traumstrände an der Küste des Landes. Tansania trumpft mit einer unglaublichen Naturvielfalt auf.

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ernhard Grzimek und sein Sohn Michael haben dafür gesorgt, dass die Serengeti im Norden von Tansania als Lebensraum tausender Wildtiere und Pflanzen bis heute Bestand hat. Doch sie ist nur ein guter Grund, das Land zu besuchen.

Serengeti Nationalpark

Die Filmdokumentation «Serengeti darf nicht sterben» machte den Nationalpark weltberühmt. Professor Dr. Bernhard Grzimek hat sich wie kein anderer für die Tiere in Afrika engagiert. Tausende von Gnus, Zebras, Elefanten und Löwen haben dank seiner Arbeit eine Zukunft. Während der Trockenzeit verdorrt das Gras in weiten Teilen der Serengeti-Steppe und die Tiere verlassen die südliche Region des Parks. Sie ziehen am Victoriasee vorbei Richtung Norden, in die feuchte und immer begrünte Region Masai Mara in Kenia. Wenn die Regenzeit im Süden die Tiere zurückruft, folgen sie im Verlauf ihrer Wanderschaft ständig der wiederer­ blühenden Vegetation. Unzählige Hyänen, Schakale und Löwen begleiten die Tierwanderung und bilden ein fantastisches Zusammenspiel der Natur – ein gigantisches Schauspiel der Natur.

Kilimandscharo Seit seiner Eröffnung im Jahr 1977 ist der Nationalpark Kilimandscharo einer der meist besuchtesten Nationalparks Tansanias. Das liegt nicht an der Tierwelt, sondern an dem berauschenden Blick auf den schneebedeckten Berg am Äquator, und der Möglichkeit, auf das 5 896 Meter hohe «Dach» Afrikas zu steigen. Er ist einer der höchsten Vulkane und gehört zu den höchsten freistehenden Bergen der Erde. Nice to know Kilimandscharo und Serengeti Nationalpark Beste Reisezeit: Temperaturmässig ideal sind die Monate Ja-

nuar bis März und Juli bis Oktober. Das Klima wird stark durch die Höhenunterschiede mitbestimmt. Während die Küste meist heiss und feucht ist, bleibt das zentrale Hochplateau um Arusha kühler und die Luft trockener. Tipp: «Schnee am Kilimandscharo» ist eine der berühmtesten

Kurzgeschichten von Ernest Hemingway. Die weltberühmte Kulisse des höchsten Berges Afrikas präsentiert sich am schönsten von einem Kleinflugzeugrundflug aus.

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Namibia

Das Land der Bilderbuch landschaften Ursprüngliche Landschaften mit unerforschten Gebieten und seltener Natur, zahlreiche Outdoor-Aktivitäten und die einzigartige Mischung aus afrikanischen und europäischen Einflüssen machen den Reiz Namibias aus.

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ötlich gefärbte Sandrippen am Scheitelpunkt der Kalahari-Wüste wechseln sich mit authentischen Städtchen ab. Auf zur Pirsch: Tiere ausfindig machen, erkennen, anschleichen und sich das Staunen bei nächster Nähe nicht nehmen lassen ...

Etosha Nationalpark Er ist wohl eins der bedeutendsten Naturschutzgebiete Afrikas. Tatsächlich entfaltet sich hier auf einer Gesamtfläche von 22 ’270 Quadratkilometern ein geradezu paradiesisches Leben. Am attraktivsten ist ein Besuch während der Trockenzeit. Riesige Tierherden versammeln sich dann in der Morgen- und Abenddämmerung an den wenigen Wasserlöchern und eröffnen den Besuchern das eindrucksvolle Tierleben im afrikanischen Busch. Sossusvlei Die Atlantikküste im Westen und die Kalahari-Wüste im Osten begrenzen Namibia mit einer sanften Linie. Unendliche Weiten, unfassbarer Horizont und bizarre Sandformen in den Wüstenlandschaften. In kaum

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einem Land spürt man den Puls der Erdgeschichte so deutlich wie in Namibia. Ein besonderes Highlight ist sicherlich Sossuvlei – eine von Namib-Sanddünen umschlossene, beige Salztonpfanne. Die Düne 45 ist neben Big Daddy und Big Mam eine der bekanntesten und beeindruckendsten. Faszinierend auch die spektakulären Kontraste im Dead Vleis. Ein Farbspiel, was man so schnell nicht vergisst.

Nice to know

Beste Reisezeit: Mit 300 Sonnentagen im Jahr ist Namibia das ganze Jahr bequem zu bereisen. Temperaturmässig ideal sind jedoch die Monate April bis Oktober. Tipp: Besuch bei den Himbas. Dieses Volk bewahrt sich noch weitestgehend den althergebrachten Lebensstil als Wanderhirten. Die Himba reiben sich mit einer Mischung aus Ocker und Tierfett ein, wodurch ihre Haut rötlich wirkt.


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Unendliche Weite, grandiose Wildnis, paradiesische Gärten Eden. Botswana darf für sich in Anspruch nehmen, alle Facetten eines funkelnden Diamanten zu besitzen. Der grandiose Reichtum an Flora und Fauna und die Unberührtheit der Natur sind sicher Botswanas grösster Schatz.

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amit diese auch so bleibt, setzt Botswana nicht nur auf nachhaltiges Wirtschaften, sondern auch auf ökologischen Tourismus, um die ungewöhnliche Vielfalt dieses Landes auch der Nachwelt zu erhalten. Okavango-Delta Botswana ist ein einzigartiges Reiseziel in Afrika: eine ungewöhnliche Kombination aus Wüste und Delta, deren Feuchtgebiete im Winter sehr viele wilde Tiere und im Sommer eine schillernde Anzahl von Vögeln anlocken. Fast 40 % der Fläche, darunter auch fast das gesamte nördliche Drittel, sind in irgendeiner Art geschützt. Ein Paradies für etwa 85 Säugetierarten und für über 1 075 verschiedene Vogelarten. Das OkavangoDelta ist mit einer Fläche, die grösser als Belgien ist, das grösste Binnendelta der Welt und gleichzeitig sicherlich das grösste Naturparadies der Welt.

Chobe Nationalpark Anderthalbmal so gross wie Korsika, ist der Chobe River und der Nationalpark im äussersten Nordos-

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Botswana

Ursprünglich, unvergesslich, unvergleichlich

ten Botswanas vielleicht das Eldorado für Elefanten schlechthin. Mehr als 60’000 Dickhäuter von stattlicher Grösse leben hier, die grösste zusammenhängende Population dieser Art weltweit. Aber auch Büffel, Hippos und Antilopen finden hier ihre Refugien. Mit mehr als 440 Vogelarten ist Chobe zudem ein Mekka für Vogelbeobachter.

Nice to know

Beste Reisezeit: Temperaturmässig ideal für Tierbeobachtungen sind die Monate April bis Oktober. Sehr heiss sind die Monate November bis März. Tipp: Botswana auf dem Wasserweg. An Bord der Zambezi Queen erlebt man das Land auf ganz besondere Weise. Stille, vorbeiziehende Landschaften und kulinarische Schmankerl. Tagsüber werden spannende Landaktivitäten angeboten oder man beobachtet das faszinierende Tierleben am Ufer des Zambezi River.


Botswana, Kenia, Rep.Kongo, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Oman, Réunion, Ruanda, Sambia, Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Tansania, Uganda, VAE

Safariträume Best of Botswana 9 - 14 Tage wundervolle Flugsafari auf hohem Niveau Viktoria Fälle – Chobe Nationalpark/Linyanti Region – Khwai Region & Moremi Wildschutzgebiet – Okavango Delta – Maun ab Victoria Falls/bis Maun ab 3.418,-CHF pro Person

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Ruanda

Gorillas im Nebel Das Naturschauspiel des Kivu-Sees und der Volcanos Nationalpark – die Heimat der Berggorillas – machen Ruanda zu einem einzigartigen Reiseziel.

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uanda grenzt im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Von Nord nach Süd erstreckt sich eine bis zu 3 000 Meter hohe Bergkette. Die Virunga-Vulkane steigen westlich des Kivu-Sees steil auf und neigen sich zum hügeligen Zentralplateau. Ganz im Westen, am Oberlauf des Kagera-Flusses, gibt es eine Region mit Sumpfland. Auf den Spuren Dian Fosseys Spektakulär von Bergen umgeben ist der Kivu-See mir seinen zahlreichen Inseln. Zudem besticht das Land mit seinem wunderbaren Bergregenwaldgebiet im Nyungwe Nationalpark mit seinen 100 Orchideen, 275 Vogelarten und verschiedenen Primatenarten. Und nicht zuletzt gibt es in Ruanda die Gelegenheit, im Volcanos Nationalpark die seltenen Berggorillas in freier Natur zu erleben. Hier kann man prächtige Silberrücken beim genüsslichen Fressen und junge Gorillas beim Spielen beobachten.

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Pro Tag werden jedoch nur wenige Bewilligungen ausgestellt, daher sollte man frühzeitig planen.

nice to know

Beste Reisezeit: in der grossen Trockenzeit zwischen Juni und September. Diese Monate haben nicht nur den Vorteil, weitgehend regenfrei zu sein und Sonne pur zu garantieren. Zudem sind dann, im Gegensatz zur Regenzeit, auch die Strassen passierbar. Zusätzlich ist das Malariarisiko geringer. Tipp: «I've been accepted by a Gorilla». Dieses kurze Telegramm schickte Dian Fossey 1967. In ihrem weltbekannten Buch «Gorillas im Nebel» schildert sie die faszinierenden Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Ein Ausflug zum Grab der Gorillaforscherin und den Gräbern ihres Lieblingsgorillas «Digit» lohnt sich.


NICE TO KNOW Gesundheitscheck für das südliche Afrika

Tansania: Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wird die Gelbfieberimpfung verlangt. Die Malariaprophylaxe ist empfehlenswert (je nach Saison und Reisegebiet). Namibia: Es sind keine Impfungen notwendig. Die Malariaprophylaxe ist jedoch empfehlenswert (je nach Saison und Reisegebiet).

Generell gilt für das gesamte südliche Afrika: Da die Impfbestimmungen einem ständigen Wechsel unterliegen, sollte man vorher einen Arzt konsultieren. Aktuelle Angaben erteilen Impfinstitute und Tropenmediziner. Eine gut ausgerüstete Apotheke sowie persönliche Medikamente sollte man stets im Gepäck haben.

Botswana: Empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus sowie Polio. Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wird die Gelbfieberimpfung verlangt. Da ein Malariarisiko das ganze Jahr über besteht, ist die Malariaprophylaxe empfehlenswert. Ruanda: Die Gelbfieberimpfung ist zur Einreise obligatorisch. Empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie sowie Polio. Da ein Malariarisiko das ganze Jahr über besteht, ist die Malariaprophylaxe empfehlenswert. Die medizinische Versorgung im Land ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch.

WHILESTOCK STOCKLASTS. LASTS. WHILE TEILNAHME-CODESIN INALLEN ALLENAKTUELLEN AKTUELLENAKTIONS-PACKS. AKTIONS-PACKS.SOLANGE SOLANGE VORRAT. VORRAT. KOSTENLOSER KOSTENLOSER CODE: * *TEILNAHME-CODES CODE: CAMEL, CAMEL, POSTFACH, POSTFACH,6252 6252DAGMERSELLEN. DAGMERSELLEN. PROMOTIONSENDE:05.05.2014. 05.05.2014.WEITERE WEITEREINFOS INFOSUND UNDTEILNAHMEBEDINGUNGEN TEILNAHMEBEDINGUNGEN AUF AUF CAMEL.CH CAMEL.CH PROMOTIONSENDE:

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Eine Stadt zwischen imperialem Flair und modernen Impulsen Ein kleines pittoreskes Dorf in der Schweiz, das denselben Namen tr채gt wie sein imposantes Wahrzeichen, erinnert noch heute daran. Die Rede ist von der Stammburg der Habsburger, eine der m채chtigsten Dynastien der europ채ischen Geschichte, deren Mitglieder sich auf den Weg in Richtung Wien aufmachten, sich sp채ter dort niederliessen und von dort aus die Geschicke der Welt lenkten. AUTOR Matthias B. Grupp

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A

ls eine der ersten deutschsprachigen Städte Europas erhielt Wien im 14. Jahrhundert eine Universität. Auch das Wiener Wahrzeichen entstand im Mittelalter: der Stephansdom, von den Wienern liebevoll «Steffl» genannt. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Wien zur Metropole und zum Zentrum eines gigantischen Reiches. Wer heute nach Wien reist, wird seine Sinne bestimmt einerseits dafür verwenden, all das historische und

kulturelle Erbe in seiner Mannigfaltigkeit zu bewundern, andererseits wird derjenige, der die Hauptstadt Österreichs besucht, mit Erstaunen feststellen, dass Wien noch viel mehr bietet. Eine Stadt, die zum vierten Male in Folge den ersten Platz auf der Liste der weltweit lebenswertesten Städte belegt und von der renommierten internationalen Mercer-Studie ausgezeichnet wurde, macht an, mehrmals zu besuchen und dabei stets neues zu entdecken. Neue architektonische Wege Wiens Der zweite Bezirk, die Leopoldstadt, weist seit wenigen Jahren zwei beachtliche architektonische Neuheiten auf, die durch ihren gemeinsamen Standort wie ein Tor erscheinen und damit als wegweisend verstanden werden können. Beide liegen an der Praterstrasse direkt am Donaukanal, von dort aus kann man übrigens bequem in einer Stunde mit dem Schiff die slowakische Hauptstadt Bratislava erreichen. Doch zurück zu den Bauwerken: Dem Media-Tower von Hans Hollein flankiert seit drei Jahren der Nouvel-Tower. Das Gebäude thront wie eine Skulptur am Donaukanal, bildet ein Tor zwischen dem ersten und zweiten Bezirk und verneigt sich vor seinem gegenüberliegenden Gebäude. Das vom weltberühmten französischen Architekten Jean Nouvel erschaffene Kunstwerk bietet in vielerlei Hinsicht vielleicht auch dem Betrachter an, sich vor solch einem Bauwerk zu verneigen. Der Turm erstreckt sich in eine Höhe von 75 Meter,

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Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist Lichtdecken, in denen vereinzelt Videoprojektionen zu bestaunen sind. Die farbigen Sujets erinnern an andere Welten und je höher man kommt, desto mehr nähert man sich dem Paradiesischen. Dieses findet man in der obersten Etage. In der 18. Etage erscheint die Lichtdecke in vollem Glanz, die von der ganzen Stadt rundherum bei Nacht sichtbar ist, wobei auch hier wieder das schwebende Element zum Tragen kommt: Die Lichtdecke scheint aus dem Gebäude heraus in den Nachthimmel zu schweben. Als der Hoteldirektor erwähnt, dass man energievernünftig noch nie die ganze Leuchtkapazität ausgeschöpft habe und die gewöhnliche Beleuchtung nur ein Bruchteil von der eigentlich möglichen ausmache, bleibt so mancher Mund offen.

wobei es scheint, als würde er schweben. Das Verbindungselement daneben weist ein besonderes Dach auf, das mit seinen rautenförmigen Verglasungsteilen in den Farbtönen grau, weiss und schwarz das Dach des unweit gegenüberliegenden Stephansdomes aufnimmt und ihm damit Ehre erweist. Seine Fassade selbst erstrahlt im Tageslicht in verschiedenster Manier und macht aus dem Glaskörper einen funkelnden Juwel.

Zu den Kostbarkeiten des Bauwerks gehört außerdem eine 600 Quadratmeter vertikale, begrünte Wand, die von Patrick Blanc kreiert wurde. Die ökonomisch-ökologische Nachhaltigkeit und damit eine Verneigung vor der Umwelt findet sich jedoch in einem technisch sehr aufwendigen Wärme- und Kühlkonzept wieder. Solarenergie aus dem hauseigenen Dach leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiegewinnung. Wer von Design und Kunst im Nouvel-Tower «ganz aus dem Häuschen» ist, braucht dieses Kunstbauwerk nicht einmal verlassen, denn man findet im gleichen Bauwerk, um die Ecke des Hotels, im 6 000 Quadratmeter grossen Designcenter «Stilwerk Wien» hochwertige internationale Designvielfalt in 28 Geschäften.

Im Innern des Gebäudes wird man nicht weniger erstaunt sein und seinen Sinnen eine wahre Freude bereiten. Hier residiert das Luxushotel «Sofitel», dessen Innenausstattung ebenso bis ins kleinste Detail von Jean Nouvel designt wurde. In der Nacht wird das Gebäude zum Juwel der Farben mit einem unglaublich festlichen Zauber. Auf drei Ebenen des Turmes präsentieren sich von der

Bildungsarchitektur Erst im November letzten Jahres wurde in Wien die neue Wirtschaftsuniversität WU ganz in der Nähe des Praters eingeweiht. Auch hier kommen nicht nur die Studierenden in den Genuss eines neuen Campus, sondern die Besucher Wiens werden eine Reihe von zeitgenössischer Spitzenarchitektur entdecken, die in ihre

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Vereinigung auf einem Universitätscampus in Europa einmalig ist. Nach vier Jahren Bauzeit und der Zusammenarbeit von sechs internationalen Architekturbüros ist hier ein neuer Stadtteil entstanden, der für 25 000 Studenten einen Ort des Lernens bietet. Die Gesamtkosten beliefen sich dabei auf fast eine halbe Milliarde Euro, wobei Budget und Bauzeit eingehalten wurden. Besonders sticht dabei das Learning Center heraus, in dem sich auch die hochmoderne Bibliothek befindet. Einem futuristischen Raumschiff gleich, scheint es die Lernenden bei ihrer Tätigkeit auf ihre Wege zu begleiten. Ein Besuch der WU lohnt sich allemal, denn gleich daneben befindet sich das Wiener Messegelände, auf dem jährlich die «VIENNAFAIR The New Contemporary», die grösste internationale Kunstmesse Österreichs stattfindet. Wien ganz im Zeichen der Kunst Anfang Oktober wird Wien Hauptstadt des kulturellen Austauschs und innovativer Entwicklungen in der Kunstwelt. Einen besonders interessanten Weg schlägt die VIENNAFAIR deshalb ein, weil sie neben westeuropäischen, vor allem einen Schwerpunkt auf Galerien aus den östlich gelegenen Ländern, wie z. B. Russland, Ungarn, Polen, Slowenien, Estland, Lettland etc., setzt und sich damit eine Sonderstellung im globalen Mainstream der Kunstmessen sichern konnte. Zeitgleich zur Messe findet auch ein internationales Kuratoren-Projekt statt: «Curated by vienna» hat zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen führenden Wiener Galerien zeitgenössischer Kunst und internationalen Kuratoren zu intensivieren. Als erfolgreiches Netz- und Kommuni-

Michael Conrads; Zygote II.

Nordenhake Leon Tarasewicz; Untitled (1990).

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Hempel Stephan Balkenhol; Mann mit blauer Jacke (2012).

Clemes Gunzer-Lori Hersberger; Geist-X (2012).

kationsprojekt setzt es sich mit Themen auseinander, die auch die Kunstszenen anderer Metropolen bewegt. Mode und Gastronomie begegnen Kunst Modeliebhaber finden in Wien ein riesiges Angebot an Flagship-Stores der weltweit bekanntesten Luxusmarken. Das Altstadtviertel in der Verl채ngerung des Kohlmarktes wird nicht umsonst als goldenes Quartier bezeichnet. Wer eigene Wege zum Trend-Shopping sucht, dem ist zum Beispiel der 7. Bezirk zu empfehlen, wo der Concept-Store Eigensinnig progressive Labels

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wie Esther Perbandt oder David Andersen zum Besten gibt. In historischen Gewölben präsentieren sie neben ausschliesslich schwarzer, weisser und grauer Mode Streetphotography nationaler und internationaler Fotokünstler. Auch rund um die Wiener Shoppingmeile Mariahilfer Strasse im zweiten Bezirk findet man individuelle Angebote z. B. in der Theobaldgasse, wo Mode, Design, Musik und Gastronomie aufeinandertreffen. Wer einem Kunstwerk der Gaumenfreude begegnen möchte, besucht das «Steiereck» im Stadtpark. Hier begegnet die Inspiration der Küche dem Reichtum der Elemente und den Geschmäckern der Natur. Ein Besuch im Steiereck ist eine Entdeckungsreise in die Kunst der Spitzenküche. Nicht umsonst gilt es weltweit als eines der zehn besten Restaurants. Eine Reise nach Wien führt in vielerlei Hinsicht auch zur zeitgenössischen Kunst und zum Kunsthandwerk. Die österreichische Hauptstadt geht bezüglich Kunst einen vielversprechenden Weg, den es sich als Kunstliebhaber zu merken gilt. Also, wie heisst es so schön: Der Weg ist das Ziel. Also ist Wien Weg und Ziel. Weitere Informationen www.sofitel-vienna-stephansdom.com www.stilwerk.de/wien www.campuswu.at www.viennafair.at www.eigensinnig.at

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wien news Die Eier des Zaren

Fabergés weltberühmte Goldeier kommen nach Wien: Im Kunsthistorischen Museum gibt es die Meisterwerke des kaiserlichen Juweliers zu bewundern. Die Ausstellung «Die Welt von Fabergé» zeigt über 160 erlesene Preziosen aus Museen in Moskau. Im Zentrum stehen vier der weltberühmten kaiserlichen Ostereier, kostbare Kleinodien, die als innerfamiliäre Geschenke der Kaiserfamilie Romanow angefertigt wurden. Weitere Kleinkunstwerke aus dem Besitz der Romanows geben Einblick in das Leben und Zeremoniell am russischen Zarenhof. Kunsthistorisches Museum bis zum 18.5.2014 www.khm.at

Zum 75. Todestag

Das Sigmund Freud Museum widmet sich in einer Ausstellung den Reisen des weltberühmten Psychoanalytikers Sigmund Freud. Anlässlich seines 75. Todestages am 23. September 2014 spannt die Ausstellung im Sigmund Freud Museum den Bogen von Freuds erster Reise (der Übersiedlung) von Pribor nach Wien über seine Rundreisen an antike Schauplätze in Italien und Griechenland sowie eine Vortragsreise an die US-Ostküste bis hin zu seiner Emigration nach London. Erstmals sind Dokumente, Souvenirs und Bilder von den Aufenthalten zu sehen.Sigmund Freud Museum bis zum 5.10.2014 www.freud-museum.at

Böse Dinge

Eine Ausstellung im Hofmobiliendepot beschäftigt sich mit der Frage, was eigentlich schön oder hässlich ist. Geschmack ist relativ – relativ oft schlecht. Doch wer bestimmt tatsächlich, was geschmackvoll oder geschmacklos ist? Das Hofmobiliendepot greift den Diskurs um «schön» oder «hässlich» auf und zeigt die Ausstellung «Böse Dinge – Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks», die historische und aktuelle Positionen einander gegenüberstellt. Die Schau umfasst mehr als 500 Exponate – von Kunst-Kitsch über Geschirr bis zu Schuhen und Parfumflakons. Hofmobiliendepot / Möbel Museum Wien Bis 6.7.2014 www.hofmobiliendepot.at


Abseits der Filmindustrie

Los Angeles

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Schriftzug «Hollywood» am Mount Lee. Doch das Symbol auf dem Berg ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten von Los Angeles.

AUTOR Lone K. Halvorsen

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öglicherweise ist Los Angeles nicht die schönste Stadt der USA, aber gewiss eine der vielfältigsten. Die zweitgrösste Stadt der USA, mit knapp 4 Millionen Einwohnern, erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 1 200 Quadratkilometern und vereint eine enorme kulturelle Vielfalt. Vororte, die miteinander verschmolzen sind, und ein Stadtbild, welches sich von einer Strasse zur nächsten komplett verändert. Beverly Hills, Santa Monica, die Stadt der Schönen und Reichen ...

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Wildnis über Hollywood Doch die Stadt hat mehr zu bieten als Julia Roberts in «Pretty Woman» erleben dürfte. Los Angeles ist die Stadt der grössten Stadtparks der USA und die Küste erstreckt sich 115 Kilometer von Malibu im Norden bis Long Beach im Süden. Wer sich vom Trubel der Stadt erholen möchte, findet hier jede Menge Möglichkeiten, denn Strände und Parks bilden einen einmaligen Kontrast zum Alltagsverkehr. Unweit vom Stadtkern entfernt liegt der grösste Stadtpark Kaliforniens – Griffith Park. Der Stadtpark im Stadtteil Hollywood ist bekannt für den Mount Lee mit dem unverkennbaren Hollywood-Sign und dem Observatorium. Der Park wurde nach dem ehemaligen Eigentümer General J. Griffith benannt, der 1896 den Anwohnern von Los Angeles diese Parkanlage schenkte. Bevor er selbst seinen Traum vom Griffith Park mit dem Observatorium verwirklichen konnte, verstarb er 1919. Der prachtvolle Kuppel-


bau des Griffith Observatory erhebt sich majestätisch auf dem Südhang des Mount Hollywood und gehört gewiss zu den bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten von Los Angeles. Hier findet man Meteoriten und Gesteinsbrocken vom Mond und Mars und ein beeindruckendes Planetarium und Laserium. Jedoch besticht die Sternwarte nicht nur mit exklusiven Ausstellungsstücken, sondern auch mit einem prächtigen Panorama. Auf dem grossen Parkgelände kann man auch den Los Angeles Zoo besuchen oder die 90 Kilometer Wander- und Radwege nutzen, um den Park zu erkunden. Oder wer es mag, setzt sich aufs Pferd. Im Laufe der Jahre hat sich die Landschaft hier durch Feuer, Trockenheit und Überflutungen immer wieder verändert. Doch der Reiz des Berges bleibt.

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Der Mythos der Beachkultur von L. A. Die City of Angeles ist umgeben von unzähligen schönen Stränden. Und die drei bedeutendsten sind Santa Monica Beach, Venice Beach und Malibu Beach. Santa Monica Beach ist ein Kultort und durch die Jahre Drehort unzähliger Filme. Wenn man Los Angeles besucht, sollte man sicherlich Hollywood und Beverly Hills gesehen haben, aber ein Abstecher nach Santa Monica ist etwas ganz Besonderes. Offiziell ist die Stadt der Endpunkt der bekannten Route 66, doch auch wegen des Santa Monica Piers ist die Stadt weltbekannt. In 1908 erbaut, ist es die älteste ins Meer gebaute Flaniermeile und immer noch der Mittelpunkt des lebhaften Trubels von Santa Monica. Jedoch auch für Sonnenhungrige, Surfer, Schwimmer und Inline-Skater ist der breite Santa Monica Beach ein beliebtes Ziel. Mit dem Fahrrad oder den Inline-Skates erreicht man in 15 Minuten den verrückten Stadtteil Venice Beach. Hier geht es beinahe mehr um die Menschen, die sich dort herumtreiben, als um den Strand selbst. Bei dem legendären Ocean Front Walk erlebt man Strassenkünstler, Skatingakrobaten, Musiker und jegliche Selbstdarsteller. Nur 30 Kilometer von der Hektik in Los Angeles entfernt, spürt man hier noch den Mythos der Vergangenen Zeiten, als Arnold Schwarzenegger Bodybuilding in den USA endgültig populär machte. Doch die Fitness-Strandmeile hat eine noch längere Tradition.

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Bereits in den 30er-Jahren befand sich der ursprüngliche Muscle Beach in der Nähe des Piers von Santa Monica. Immer noch wird hier im Muscle Beach Gym unter freiem Himmel trainiert. Gewichte heben und den Bizeps vergleichen ist hier Programm. Wem das etwas zu hektisch und angeberisch sein sollte, kann immer noch auf den Strand ausweichen, der direkt an der Beach Front Promenade liegt. Der Name Venice stammt von Abbot Kinney, der 1904 das Viertel im venezianischen Stil errichten liess. Ein Kanalsystem von 26 Kilometer Länge mit Ferienbungalows aus Holz durchzog früher ganz Venice. Sechs der Wasserwege sind noch erhalten und entlang der Kanäle findet man imposante Beispiele moderner Architektur. Vom Strand des Venice Beach ergibt sich ein Ausblick bis zu der Küste von Malibu. Malibu Beach ist der Hausstrand von Hollywood und gehört zu den exklusivsten Wohngegenden in Kalifornien. Denn Malibu ist nicht nur dafür bekannt, dass es in den 30er-Jahren zum Spielplatz der Surfer wurde, sondern auch dafür, dass hier jede Menge Stars wohnen – und zwar direkt am Strand. Auf insgesamt 34 Kilometer Länge erstreckt sich ein Traumstrand, der sich in einzelne Abschnitte gliedert. Egal wo man sich befindet, überall bietet der Hausstrand Hollywoods bezaubernde Refugien voll erschlossenen Strandlebens.


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PLACES TO STAY The London West Hollywood

Mit den Blick auf den Dächern von Hollywood Hills und ein paar Schritte vom Sunset Strip entfernt. Das Hotel The London West Hollywood verbindet gekonnt den modernen Stil mit den verlockenden Reizen von Hollywood. Das preisgekrönte Hotel ist ein Muss für jeden Reisenden, der den Luxus, den Stil und die Eleganz Hollywoods erleben möchte. Im «Gordon Ramsay at the London West Hollywood» geniesst man ferner die kalifornische Küche mit saisonalen frischen Produkten aus der Gegend. www.thelondonwesthollywood.com

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b e a c hwe a r co m p etence

Kuttelgasse 7 (beim Rennweg) 8001 Zürich • www.ta-bou.com

© 2013 TA-BOU beachwear • Photo by Pascal Andrew Heimlicher • Model: Dominique Rinderknecht


The Peninsula Hongkong Eine Hotelikone feiert 85-jähriges Bestehen «The Pen» – schon der Name dieses weltberühmten Hotels setzt Fantasien frei. Nur wenige Hotels auf der Welt sind von einem vergleichbaren Nimbus und ähnlich spannender Historie umwoben wie «The Pen». Es zählt zu den Häusern, die Geschichten erzählen und selbst Geschichte geschrieben haben. AUTOR Angelika Möller HOTELS 42 IMAGINE VOLUME 13


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F

lughafen Hongkong am frühen Abend: Nach einem langen Flug in der komfortablen Businessclass der Swiss Air sind wir auf dem imposanten Airport Chek Lap Kok gelandet. Das Einreiseprozedere gestaltet sich zügig dank des «Personal Pickup» unseres Hotels Peninsula. Ein Shuttle ist vorgesehen: ein Rolls Royce Phantom im Peninsula Green. Wir lassen uns in die weichen Ledersitze fallen. Während wir über die berühmte Schrägseilbrücke Tsing-Ma-Bridge gleiten, die vom Flughafen nach Hongkong City führt, geniessen wir den spektakulären Blick auf die Skyline der Stadt. Dann rollen wir die Auffahrt zur Grande Dame der asiatischen Luxushotellerie hoch.

Der 85. Geburtstag einer Legende Wer liess sich vor uns schon alles durch dieses noble Entrée geleiten: Unzählige Celebrities kamen und kommen, um hier zu logieren. 2013 feierte das Peninsula Hongkong seinen 85.  Geburtstag. Am 11.  Dezember 1928 verwirklichten die jüdisch-irakischen Brüder Ellis und Elly Kadoori ihren Traum mit der Eröffnung des «finest hotel east of Suez». Noch immer im Familienbesitz gibt es weitere Luxushäuser dieses Namens in Asien, USA und Europa. Im Spätsommer 2014 erwartet Paris ein Peninsula-Juwel der Extraklasse. Unsere Ankunft trifft sich mit der Weltpremiere von «Tradition Well Served», einem Film über die Erfolgsgeschichte der Peninsula Hotels, die mit viel internationaler und lokaler Prominenz gefeiert wird, Beginn in einer Stunde. Und so bleibt uns nur ein kurzer Blick in die berühmte, royal anmutende Lobby mit der prachtvollen Freitreppe, den eindrucksvollen Säulen, die legendäre Empore, von der klassische Töne eines Trios herabschweben – eine Symbiose, die die magische Anziehungskraft dieser Lobby verständlich macht. Unsere Corner-Suite ist nicht nur wegen ihrer gigantischen Ausblicke auf den Hafen und das gegenüberliegende Hongkong Island «breathtaking». Selbst aus der Badewanne geben die Panoramafenster die Sicht auf Hongkongs faszinierendes Stadtbild frei. Luxuriöser kann man wohl kaum residieren. Es ist eine unaufdringlich elegante Raumästhetik und Noblesse, die das wohnliche Ambiente ausmachen. Wir hatten bereits über die einzigartige In-Room-Technologie der Peninsula Hotels gehört, die dank einer eigenen Forschungs-und

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Entwicklungsabteilung weltweit führend ist. Interaktive Tablets (in fünf Sprachen) sind nicht nur reizvolles Spielzeug für Erwachsene, sondern ermöglichen auch technischen Ignoranten den Zugriff auf Restaurantmenüs, sämtliche Hoteldienstleistungen, TV, Aussentemperatur, Wettervorhersage u.v.m., LED-Touchscreens an den Wänden können Beleuchtung, Klimaanlage, Vorhänge und Audio-Systeme bedienen. VoIP-Ferngespräche kann man gebührenfrei vom Zimmer führen. Peninsula goes Cinema Die Premiere von «Tradition Well Served» und die anschliessende Party sind ein glamouröses Erlebnis oder salopp gesagt: grosses Kino! Die riesige Terrasse mit dem angrenzenden Restaurant ist eine kaum zu toppende Location vor der Kulisse des Hafenbeckens und dem Lichtermeer von Hongkong. In den folgenden Tagen erkunden wir die Stadt. Wir besuchen Galerien und Kunstwerkstätten, wir bummeln durch die eleganten Malls, die neben europäischen Top-Designern auch Mode der aufstrebenden chinesischen Couturiers präsentieren. Besonders gern durchstreunen wir Viertel, die noch die traditionelle Lebens- und Arbeitsweise der Hongkong-Chinesen zeigen. Wenngleich die Quartiere Wanchai und mittlerweile auch K-Town zu angesagten Szenevierteln wurden, haben sie ihre Ursprünglichkeit nicht verloren. Zwei besondere Erlebnisse werden uns noch im Peninsula geboten: Der traditionelle High Tea in der Lobby wird anlässlich des Jubiläums als Tanzsaal mit feinen Teeritualen geadelt. Eine zehnköpfige LiveBand lockt zu klassischen und modernen Tänzen aufs Parkett. Mit welcher Inbrunst die Tanzenden einen «Tango Infernal» hinlegen, kann man auf den Milongas von Buenos Aires nicht beeindruckender sehen! Nachdem wir am letzten Tag das Peninsula Spa, das sich über drei Etagen erstreckt, mit Massagen, Sauna, Schwimmen und Sonnenterrasse genossen haben, begeben wir uns am Abend auf eine kulinarische Reise durch die Hotelrestaurants. Zur Auswahl stehen sieben Gourmettempel mit unvergesslichen Geschmackserlebnissen. Unabwendbar: die Abreise am nächsten Tag. Wieder gleiten wir in der Limousine über die Tsing-Ma-Bridge und hoffen, in absehbarer Zeit wieder in die umgekehrte Richtung rollen zu können ...

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Hotel news Grautöne im Dylan

The Dylan Amsterdam stellt die Zimmer der Serendipity-Collection vor. Sechszehn rundum neu gestaltete Räume, in Partnerschaft mit dem renommierten, niederländischen Innenarchitekten Remy Meijers warten nun auf ihre Gäste. Die Zimmer vereinen das Beste aus zwei Welten: Luxuriöse Materialien und die grosszügig angelegte Innenausstattung tragen zu einer unumstösslichen Balance von zeitgenössischem Design und Tradition bei, welche der Herkunft und dem Charme des Hotels treu bleibt. Die einladende Ruhe und der Komfort spiegeln sich im Raumnamen wider, verkörpert «Serendipity» doch die bezaubernde Gelassenheit, die man im Herzen einer der pulsierenden Städte Europas finden kann – ein ruhiger Zufluchtshafen in diesem einmaligen Gebäude an der Keizersgracht. www.dylanamsterdam.com Neueröffnungen in Taipei, Bodrum und Marrakesch

In diesem Jahr wird die Mandarin Oriental Hotel Group drei neue Luxushotels bzw. Resorts eröffnen. Los geht’s mit dem Mandarin Oriental Bodrum. 102 Suiten und Zimmer auf einem 60 Hektar Grund mit zwei Kilometer langem Sandstrand inklusive kleinen Buchten und einem Beach Club werden im Sommer 2014 bezugsfertig sein. Das neue Luxushotel liegt rund 20 Kilometer nördlich von Bodrum auf der Halbinsel «Cennet Koyu», auch Paradies Strand genannt, mit einem herrlichen Panoramablick über die Ägäis. Im Vorort Palmeraie eröffnet das neue Mandarin Oriental Marrakesch. Es bietet 61 traditionellen Riads und Suiten auf einem 20 Hektar grossen Grund inmitten von Olivenbäumen und exotischen Palmenhainen mit Blick auf das schneebedeckte Atlasgebirge. Und seit Mai hat das Mandarin Oriental Taipei inmitten des Geschäfts- und Finanzzentrums der Stadt geöffnet. Das Luxushotel bildet mit seinen 303 Zimmern das Kernelement eines neuen Luxus- und Entertainmentkomplexes direkt im Stadtzentrum. www.mandarinoriental.com Sanften Riesen auf der Spur

The Dylan Amsterdam stellt die Zimmer der Serendipity-Collection vor. Sechszehn rundum neu gestaltete Räume, in Partnerschaft mit dem renommierten, niederländischen Innenarchitekten Remy Meijers warten nun auf ihre Gäste. Die Zimmer vereinen das Beste aus zwei Welten: Luxuriöse Materialien und die grosszügig angelegte Innenausstattung tragen zu einer unumstösslichen Balance von zeitgenössischem Design und Tradition bei, welche der Herkunft und dem Charme des Hotels treu bleibt. Die einladende Ruhe und der Komfort spiegeln sich im Raumnamen wider, verkörpert «Serendipity» doch die bezaubernde Gelassenheit, die man im Herzen einer der pulsierenden Städte Europas finden kann – ein ruhiger Zufluchtshafen in diesem einmaligen Gebäude an der Keizersgracht. www.fourseasons.com


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as Prinzip der Hotelcard ist ebenso einfach wie genial: Hotelcard im Internet unter www.hotelcard.com für nur 95 Franken bestellen und dann ein ganzes Jahr lang die schönsten Hotels in den beliebtesten Tourismusregionen zum halben Preis buchen. Im Gegensatz zu Deals und anderen Schnäppchen im Internet ist die Hotelcard ein Abonnement, das während seiner Gültigkeit beliebig oft eingesetzt werden kann. Imagine sprach mit dem Geschäftsführer Fabio Bolognese über die Vorzüge und das Angebot der Hotelcard. IMAGINE: In wie vielen Hotels kann man mit der Hotelcard übernachten? Fabio Bolognese: Aktuell in mehr als 500 Hotels.

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Rund 60 Prozent davon in der Schweiz, der Rest in den umliegenden Ländern. Und in welchen Ländern? 345 Hotels in der Schweiz, 114 in Deutschland, 20 in Italien, 35 in Österreich und zwei Hotels in Liechtenstein. Wird ein Ausbau der Länder angestrebt? Wir fokussieren uns auf das deutschsprachige Europa: D-A-CH-Region plus Südtirol, dazu ein ­ paar weitere Hotels aus Italien. Eine Ausdehnung auf weitere Länder wird derzeit nicht angestrebt. Wir akquirieren gezielt nach den Bedürfnissen ­unserer


Das HalbtaxAbo für Hotels Mit der Hotelcard, dem ersten Halbtax für Hotels, übernachten Gäste in Hunderten Top-Hotels aus dem deutschsprachigen Europa zum halben Preis. AUTORIN Lilly Steffen

Abonnentinnen und Abonnenten. Dies bedeutet: mehr Stadthotels, mehr Wellnesshotels, mehr ­Hotels aus den Bereichen 4 und 5 Sternen, zudem Hotels aus Tourismusregionen wie Schwarzwald, Südtirol, Wallis, Graubünden, Berner Oberland, etc. Welche Kategorien an Hotels werden ab­gedeckt? Sämtliche Kategorien von 1 bis 5 Sternen. Die meisten Hotels sind aus dem 3- und 4-Sterne-­Bereich. Mehr als 200 Wellnesshotels und mehr als 200 Hotels in Wintersportorten, die auch zum ­Wandern hervorragend geeignet sind. Für wen ist die Hotelcard gedacht?

Die Hotelcard eignet sich für jede Person, die mindestens 1 Wochenende pro Jahr in einem Hotel verbringt, vorwiegend für den privaten Nutzen. Sie kann aber natürlich auch geschäftlich genutzt w ­ erden. Ab wann kompensiert sich der Kauf einer H ­ otelcard? Der Kauf der Hotelcard kompensiert sich bereits bei der ersten oder spätestens ab der zweiten Übernachtung. Durchschnittlich spart man dank der Hotelcard etwa 120 Franken pro Nacht, was bei einem Wochenende mit 2 Übernachtungen rasch mehr als 200 Franken ausmacht. Da das ­Hotelcard-Abonnement nur 95 Franken pro

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«Neue Hotels sind weiterhin sehr willkommen.» Fabio Bolognese

Das Grand Hotel des Bains, Yverdon.

Jahr kostet und die Hotelcard unbeschränkt einsetzbar ist, besteht ein enormes Sparpotenzial. Die «Schnäppchen­jäger» machen aber bloss ein Drittel unserer Abonnenten aus. Zwei Drittel, das wissen wir aus einer Kundenumfrage, buchen bei gleichbleibendem Budget teurere Hotels oder leisten sich einen Luxus in Form von einem schönen Wellnesspackage oder einem gediegenen Nachtessen. Steht Hotelcard-Gästen der gleiche Service zu Verfügung wie regulär zahlenden Touristen? Ja. Sämtliche Hotels verpflichten sich vertraglich dazu und halten dies auch ein. Profitieren von der Hotelcard nur die Gäste oder auch die Hoteliers? Hotelcard bedeutet eine echte Win-win-Situation! Die Hotels profitieren, indem sie ihre Auslastung optimieren, zusätzliche Gästesegmente ansprechen, zusätzlichen Umsatz in Form von Food & B ­ everage, Verlängerungsnächte, Wellnessdienstleistungen, Minibar, etc. generieren und zudem i­hren Bekanntheitsgrad steigern. Bisher war die Hotelcard nur für Privatpersonen erhältlich. Ihr neustes Produkt heisst

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«Company Hotelcard». Für wen ist diese ent­wickelt ­worden? Die Company Hotelcard ist das übertragbare Hotel-­ Halbtax, welches auf vielfachen Wunsch für Unternehmen entwickelt wurde. Der Unterschied besteht darin, dass die Karte (man erhält 2 Exemplare) übertragbar ist und so von allen Mitarbeitenden des Unternehmens, aber auch von externen Gästen und Geschäftspartnern genutzt werden kann. Selbstverständlich dürfen die Mitarbeitenden die Karte auch privat nutzen. Wichtiges Stichwort hier: die Work-Life-Balance. Besitzen Sie selbst eine Hotelcard? Selbstverständlich. (Lacht.) Und seit ich sie habe, verbringe ich mindestens fünf Wochenenden pro Jahr in einem Schweizer Hotel, was ich – bevor ich die Hotelcard hatte – praktisch nie getan habe. www.hotelcard.com


agentur-frontal.ch

Die exzellenten Destillate mit Gletscherwasser Mit frischem Gletscherwasser vom Titlis und rein natßrlichen Ingredienzien wird XELLENT nach traditioneller Handwerkskunst im Kupferhafen gebrannt. Exzellente Destillate aus dem Herzen der Schweiz sind eine reine Familiensache – seit 1918.

www.xellent.com

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Kurze Geschichten übers Reisen Hotelstorries Hotel – das kann Erholung verheissen, Luxus und Leichtigkeit, oder Einsamkeit und trostlose Schäbigkeit. François Loeb gewährt in seinen «Hotelgeschichten» Eintritt in die unterschiedlichsten Hotels. AUTOR Yvonne Beck SPECIAL DESTINATIONS 52 IMAGINE VOLUME 13


I

n den 28 Kurzgeschichten ranken wahre Kaskaden von Erzählungen ähnlich wie der Efeu an einer alten Hotelfassade: Mysteriöse Gäste, unheimliche Machenschaften, alles verändernde Zeitsprünge und skurrile Parallelwelten. Ein Hotel kann zu einem geheimnisvollen Ort werden, zu einem, den man nie wieder vergessen wird. Ist ein Hotel wirklich nur ein Ort, den man auf einer Reise besucht oder verbirgt sich dahinter weit mehr? Was geschieht, wenn die Türen sich schliessen oder es Nacht wird? Wenn sich die Eingangstüren hinter dem Gast schliessen, eröffnen sich nicht selten Fragen wie: Warum scheint die Fahrt mit dem Aufzug unendlich lang zu dauern und warum sehen alle Hotelangestellten gleich aus? Virtuos gelingt es François Loeb, den Leser in seinen fantastischen Kurzgeschichten in eine absonderliche Welt zu entführen. «Sternenzimmer und andere Hotelgeschichten» von François Loeb ist sicherlich eine gute Wahl für das Reisegepäck. IMAGINE sprach mit dem Autor François Loeb über seine persönlichen Hotelerfahrungen und den Reiz der alpinen Hotels. Imagine: Herr Loeb, «Sternenzimmer und andere Hotelgeschichten» umfasst 28 Kurzgeschichten. Was gefällt Ihnen so an der literarischen Gattung Kurzgeschichte? François Loeb: Diese Gattung ist in der deutschen Literatur im Vergleich mit der Englischen noch nicht zur Genüge entwickelt. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, in der Zeitnot bald zum Attribut der Wertschätzung in der Gesellschaft gehört, kann ich mit dieser Kurzform Gedanken

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François Loeb| Allitera Verlag

weitertragen, Denkanstösse vermitteln und Menschen erfreuen, die unter obigem Syndrom leiden. Zudem kommt mir gelegen, dass ich beim Schreiben von Kurzgeschichten als Autor mehr Erfolgserlebnisse geniessen kann, denn jede fertiggestellte Geschichte vermittelt mir Befriedigung!

Menschen, die diese aufsuchen, zurück! Wundervolle Begebenheiten kann der Gast erleben. Wichtig ist es, den Ziegelsteinen unter dem Verputz zuzuhören. Versuchen Sie es einfach einmal!

Bereits in Ihrem Werk «Irrwege zum Glück» nehmen Sie thematisch Bezug auf alpine Grandhotels, diesen Aspekt nehmen Sie in «Hotelgeschichten» wieder auf. Was motivierte Sie zu dieser Idee?

Sie sind als lesender Literat in Hotels unterwegs gewesen. Was bedeuten Hotels für Ihr literarisches Schaffen?

Mein Vater liebte alte, teils leicht abgewirtschaftete alpine Hotels. Wir verbrachten oft die Ferien in solchen, meist von alten Menschen bevorzugten Häusern. Wir, als Kinder, langweilten uns dabei, erkundeten vom Dachboden bis zu den Kellergewölben alles und erlebten Fantasiegeschichten, die mich noch heute beflügeln. Was alles in solchen Hotels geschieht und geschehen ist, verinnerlichen die Gemäuer. Sie strahlen es ab, schenken es den

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Hotels sind eine Quelle des literarischen Schaffens. Neben den oben aufgeführten Gründen sind es die Gäste, das Zusammenkommen so vieler unterschiedlicher Individuen, seien es die Mitarbeiter oder die Besucher eines Hauses, die diesem die einmalige Ausstrahlung verleihen. Jedes Hotel erschafft zu jeder Zeit je nach seinen Bewohnen eine neue Identität und das ist das Spannende: Vermeint ein Gast das Haus zu kennen, ist er auf dem Holzpfad,


denn das Hotel erfindet sich dank seiner wechselnden Gästen und Mitarbeiter stets neu. Und das ist ein Abenteuer, das Keinem entgehen darf! In «Hotelgeschichten» erhält der Leser den Eindruck, dass konkrete historische Hotels, zum Beispiel in der Geschichte «Hotel Maragna» oder «Hotel zur sonnigen Weltenuhr», Schauplatz der Handlung sind. Was meinen Sie zu dieser Annahme? Ja! Sehr konkrete Hotels! Nämlich diejenigen, die in meinem Kopf entstanden sind und dort tatsächlich in der vierten Dimension bestehen, in denen ich jederzeit ohne Anreise Übernachten und Speisen kann. Auch diese Häuser verwandeln sich ständig, denn der Kopfarchitekt ist stets tätig und belohnt mich immer wieder mit neuen Überraschungen! Welches Hotel mögen Sie als Gast besonders und welches hat Sie am meisten inspiriert?

Es sind die Hotels meiner Kindheit und Hotels mit Tradition. Meist auch solche, die in Familientraditionen geführt werden. Moderne Ketten ohne Individualität haben zu wenig eigenständigen Charakter, um zu beeindrucken. Moderne, durch Familien geführte Häuser, die das Umweltthema täglich mit grossem Engagement leben, wie zum Beispiel das Hotel Victoria in Freiburg im Breisgau, sind Quellen der Inspiration. Verraten Sie uns, an welchem Ort Sie am liebsten schreiben? In der Bahn, da ich dort durch die Gedanken der Mitreisenden inspiriert werde. Das erkenne ich daran, dass, wenn ein Wechsel der Fahrgäste stattfindet, ein Schreibfaden abreissen kann, und ich dann ratlos vor dem Laptop sitze. Es ist kein Gedankendiebstahl! Bewahre! Es ist die Ausstrahlung der Gedanken, die mich beflügeln! Dann schreibe ich sehr gern auf meinem Rheinboot. Das Schaukeln, so scheint es, schaukelt mir meine Gedanken hoch!

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Made in Germany trifft Swiss Made Punkt­landung am ­Flughafen Zürich Wenn das Dorint Airport-Hotel Zürich im März seine Pforten öffnet, erwartet die Gäste so manche Einzig­artigkeit – nicht zuletzt die Kombination aus sprich­wörtlicher ­deutscher Gründlichkeit und Schweizer Perfektion. Dass der ­Hotel-Neubau, dessen Grundriss an das Schweizer Kreuz erinnert, schon mehr als ein halbes Jahr vor Eröffnung einen Architekturpreis erhielt, ist nur eine davon.

I

ch habe schon in vielen Hotels und für verschiedene Hotelketten gearbeitet. Aber was Dorint jetzt zwei Kilometer vom Züricher Flughafen auf die Beine gestellt hat, ist etwas ganz Besonderes», kündigt D ­etlef Linder, Hoteldirektor in der Riethoffstrasse 40, an. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit hat das Konzept des Neubaus mitbestimmt. So verfügt das Hotel über 24 Erdsonden, durch die aus 225 Metern Tiefe Erdwärme für das Warmwasser- und Heizungssystem des Hauses gewonnen wird. Über 75% des herkömmlichen Energiebedarfs werden durch ein flächendeckendes LED-

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Beleuchtungskonzept eingespart und im Sinne des MINERGIE-Standards bilden die Gebäudehülle und die Haustechnik ein integrales System. «So schaffen wir es, die CO2-Belastung deutlich zu reduzieren», erläutert Detlef Linder. Drehkreuz Flughafen Bereits jetzt kann Dorint sich an dem neuen Standort über sehr gute Vorausbuchungszahlen freuen und fiebert dem ersten grossen Highlight entgegen, der Leichtathletik-EM im Sommer 2014, bei der das Hotel als o ­ ffizielles Team-Hotel an den Start geht.


«Der Flughafen Zürich ist ein wichtiges Drehkreuz für nationale und internationale Geschäftsreisende. Daher haben wir nicht nur bei den Hotelzimmern darauf ­geachtet, dass sie allen Komfort für Businessgäste bieten, sondern auch einen grossen Tagungsbereich mit ­ Tagungs-, Konferenz- und Meetingräumen sowie ­Syndicate Rooms eingerichtet», führt Linder aus. Dass für Übernachtungsgäste WLAN inklusive ist, sei ebenso selbstverständlich wie die spezielle Schallisolierung. Auch die gute Verkehrsanbindung – 2 Kilometer zum Flughafen via Shuttle-Service, Tramstation in un-

mittelbarer Nähe und nur 10 Autominuten zum Messege­ lände – seien wichtige Pluspunkte für Businessreisende. Dorint, eine führende deutsche Hotelkette mit über 50-­ jähriger Tradition und Hauptsitz in Köln, eröffnet mit dem Airport-Hotel bereits ihr drittes Haus in der Schweiz. In Basel kennen Geschäftsleute das Dorint an der ­Messe und Wintersportler und Naturfreunde zieht es auf 1 200 Meter Höhe über dem Thunersee, wo sie im Dorint Blüemlisalp Beatenberg / Interlaken mit e­ inem traumhaften Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau b­ elohnt werden. www.dorint.com/zuerich

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Türkische Ägäis D-Hotel Maris Ein Fünf-Sterne-Haus am Rande eines riesigen Naturschutzgebietes auf der Halbinsel Datca mit traumhaftem Blick auf die türkische Ägäis.

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as Luxushotel, das zur renommierten Kooperation The Leading Hotels of the World gehört, verfügt über eine eigene Bucht mit fünf feinsandigen Privatstränden, eine eigene Segel- sowie eine Motorjacht, ein Wasserflugzeug für private Transfers und einen Hubschrauber mit Landeplatz. Seine direkte Lage am Meer macht das D-Hotel Maris zu einem Eldorado für Wassersport-Begeisterte. So eignet sich die Privatbucht mit ruhigem, seeähnlichem Gewässer perfekt zum Schwimmen, Wakeboarden oder Kajakfahren. Für Wasserratten Unmittelbar vor der Halbinsel bietet das rauere Meer mit Wind und Wellen optimale Voraussetzungen für Wasserski-Fans, Segler und Surfer. In der hauseigenen Wassersportschule sowie der Tauchbasis können Anfängerkurse belegt und international anerkannte Surf-, Segel- und Tauchscheine erworben werden. Exklusive Ausflüge geniessen Gäste mit der hoteleigenen Motor- und Segeljacht. Speziell für das D-Hotel Maris gebaut, sorgt diese mit vier Luxuskabinen für ein besonderes Erlebnis zu Wasser.

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Für Gourmets Feinschmecker begeben sich im D-Hotel Maris mit seinen fünf À-la-carte-Restaurants und sechs Bars auf eine kulinarische Weltreise. Die Restaurants servieren sowohl einheimische als auch internationale Speisen. Am Strand «The Bay» befinden sich ein italienisches, ein türkisches und ein Steak-Restaurant, auf der anderen Seite der Bucht und direkt am Strand gelegen, wird ägäische Küche angeboten. Diese zeichnet sich vor allem durch frischen Fisch, Früchte und Gemüse aus. Auf der Terrasse des Hauptgebäudes werden im Zuma Restaurant köstliche und raffinierte Gerichte der japanischen Küche serviert. Das Frühstücksrestaurant «The Terrasse» sorgt mit Blick auf die Ägäis für einen perfekten Start in den Tag.

Gäste des D-Hotel Maris residieren in 200 eleganten Zimmern und Suiten, wahlweise mit Blick auf die Berglandschaft oder das Meer. Für höchste Ansprüche steht eine Villa mit 310 Quadratmetern Wohnfläche, Garten und privatem Pool bereit. Gäste der Suiten und der Villa geniessen als zusätzlichen Service die Nutzung eines eigenen Strandes sowie der Executive Club Lounge. Im D-Ho tel Maris sind Kinder ab 8 Jahren herzlich Willkommen. www.dhotel.com.tr

Für Wellnessliebhaber Als derzeit einziges Ferienresort in der Türkei verfügt das D-Hotel Maris über ein ESPA, Ableger des renommierten Spa- und Beautyunternehmens aus Grossbritannien. Das zirka 3 000 Quadratmeter grosse Spa bildet das Herzstück des Hotels. Hier erwarten Gäste ein Innenpool mit Zugang zur Sonnenterrasse, eine getrennte Saunalandschaft, eine private SpaSuite, ein Fitnessbereich und zehn Behandlungsräume. Traditionell türkische Anwendungen wie eine Hamam-Waschung und klassische Körper- und Gesichtsbehandlungen sorgen für entspannte Stunden. Darüber hinaus spendet ein grosser Pool im Freien Abkühlung.

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Der Traum vom einfachen Leben Die Religionsgemeinschaft der Shaker Will man als Besucher in Neuengland tiefer in die amerikanische Geschichte eintauchen, stösst man unweigerlich auf die christliche Freikirche der Shaker, deren Mitglieder sich hier im 18. Jahrhundert niederliessen. AUTOR Kathrin Berns

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er Name ihrer Gemeinschaft leitet sich von ihren rituellen und ekstatischen Tänzen während des Gottesdienstes ab. Mit Prinzipien wie Fleiss, Geschlechter- und Rassengleichheit, Gemeinbesitz, Pazifismus und Zölibat wurden sie eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Gruppierungen des Landes. Doch das Prinzip einer Religion ohne Ehe, Sexualität und Fortpflanzung führte letztendlich dazu, dass es heute kaum noch Mitglieder dieser einzigartigen Glaubensgemeinschaft gibt.

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Geniale Erfinder und Konstrukteure Dem technischen Fortschritt in keiner Weise abgeneigt und der Moderne aufgeschlossen waren die Shaker geniale Erfinder und Konstrukteure. In den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Architektur, Handwerk, Wirtschaft, Musik, Bildung, Medizin, Landwirtschaft und Handel leisteten sie wichtige Beiträge zur amerikanischen Kultur. Das Streben nach höchster handwerklicher Produktqualität war und ist für sie die Grundvoraussetzung eines


gottgefälligen und freudvollen Lebens. Heutzutage sind neben Kleidung und Gebrauchsgegenständen aus eigener Herstellung vor allem die Architektur und die charakteristischen Holzmöbel der Shaker weltweit bekannt, welche sich durch klare Formen und hohe Funktionalität auszeichnen. Ganz nach der Überzeugung «ein Gegenstand ist von sich aus schön, wenn er seinen Zweck erfüllt» verzichtet der zeitlose Shaker-Style auf unnötige Verzierungen und Ornamentik und zeigt Parallelen zur englischen Arts-and-Crafts-Bewegung. New Hampshire, Massachusetts, Maine Drei Shaker-Dörfer in Neuengland eignen sich hervorragend, um einen Einblick in diese aussergewöhnliche Welt zu gewinnen. Das Canterbury Shaker Village in New Hampshire ist eines der ältesten vollständig erhaltenen Shaker-Dörfer. Hier stehen das einzige intakte Versammlungshaus der ersten Shaker-Generation aus dem Jahr 1792 und ein Wohnhaus von 1793. Besucher können die historischen Gebäude besichtigen und in den Gärten flanieren. www.shakers.org Das Hancock Shaker Village in Pittsfield, Massachusetts, wurde in den 1780er-Jahren gegründet und von seinen Bewohnern auch City of Peace genannt. Bis in die 1830er-Jahre wuchs die Gemeinschaft auf 300 Gläubige an, die auf ihrem Land Gemeindehäuser, Scheunen, Werkstätten sowie eine Farm errichteten. Im Zentrum der Arbeitswelt stand die 1826 gebaute Round Stone Barn, eine sehr ertragreiche Molkerei. Insgesamt 18 historische Gebäude können heute noch besichtigt werden. Das Hancock Shaker Village besitzt zudem eine erstklassige Sammlung mit original Möbeln, Kunst, Objekten, Werkzeugen, Textilien und anderen Artefakten. www.hancockshakervillage.org Die weltweit letzte aktive Shaker-Gemeinschaft befindet sich am Sabbathday Lake im Bundesstaat Maine. Bruder Arnold führt Interessierte durch das grosse Wohnhaus, wo einst 70 Shaker in 50 Zimmern gelebt

haben. Ausserdem können Besucher fünf weitere Gebäude und die Gärten besichtigen und dabei spannende Einblicke in über 200 Jahre Shaker-Geschichte gewinnen. Im Shop des Dorfes gibt es typisches Kunsthandwerk, Kräuter und Tees und traditionelle Geschenke zu erwerben. www.maineshakers.com

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Postcard from ...

o! Viva Méxic

a ribich e u nd k ik a n ind ia nis ge rä a p tr t en la m er entitä La nd in Z se Mexik os Id im os , gr K ontine nt lüsse. Das a nisch en sch e Ein f a nnord a m erik a n d ie A tl en d nd n u a o grenzt esicht er: von Mexik G f e ol el G vi t en d zeig iese Oste n a n te. Mexik o a turpa ra d azif ik küs Wüste n, N en e tr tik- u nd P rg s a k sch en u nd lfa lt u nd üppig e Vie ch end e Men te n. K urz: d as la , te d ä ne St te K üs u nd mod er u nd sa n f 22-Mile, G ebirge ch ä hrend d ie u W rä . B er ht ge ic erne es G od M nd s ta use f ür d a La nd d er pen, Mexico-City lip t K d ta en ts in p it se lione n-H a u Ozea n. ca pulco m ef bla uen a ub er t A nd d em ti u steht, b ez oK nd a e S rb en en n, el eg a nt kte H üt te d em gold fa d ec in s ed b n oh te t tr lle s Mayastä Tra d it ione er rasch t ossa rt ig e Mexik o üb te u nd gr n. tá ca Yu lonia lstä d sel : ein neuer d er H a lbin rfa hru ng en E H otspots en u er ein ne d er m it enteuer od im m er wie rt ig es A b a d a ra u f ig n nz te ei er n , ei it Ja hrhu nd se G esch m a ck er d t, ol ler Or geheim nisv werd en! td eckt zu en , et wa rt

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Schweiz


Unesco Welterbe mit allen Sinnen erleben Nicht erst seit der Ernennung zum Welterbe der UNESCO weiss man, dass Regensburg ein ganz besonderes Erlebnis ist. Davon zeugen die stetig wachsenden Besucherzahlen der 2 000-jährigen römischen Stadt an der nördlichsten Spitze der Donau. Eine Stadt, die man sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen kann.

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esehen werden wollen die zahlreichen Werke romanischer und gotischer Baukunst, in der vom Zweiten Weltkrieg weitgehend verschonten historischen Altstadt. Keine andere Stadt Mitteleuropas spiegelt die wichtigen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen des hohen Mittelalters in ihrem noch vorhandenen Baubestand so lebendig wider. Geschichte, soweit das Auge reicht Die bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt wie der Dom, das Rathaus, die Innenhöfe und Hauskapellen der mittelalterlichen Bürgerhäuser, das Schloss der Fürstin Thurn und Taxis, die romanischen Sakralbauten oder die gotischen Bettelordenskirchen lassen sich alle zu Fuss durch die verwinkelten Gässchen der verkehrsberuhigten Altstadt erkunden. Die jahrhundertealte Steinerne Brücke gehört zu den Hauptwerken europäischer Brückenbaukunst des Mittelalters und bietet eine malerische Kulisse für einen Stadtspaziergang. Wer genau hinhört, gewinnt nicht selten den Eindruck, die Steine würden Geschichten erzählen. Der Blick auf die nahezu zwanzig erhaltenen Turmbauten, die bunten Häuser

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und die Torbögen der Stadt lässt ein südländisches Flair aufkommen und den Betrachter verstehen, warum die Donaumetropole auch die «nördlichste Stadt Italiens» genannt wird. «Die milde Luft, die ein grosser Fluss mitbringt, ist ganz etwas Eigenes.» Schon Goethe bemerkte bei seiner Regensburg-Reise: auch die Nase kommt in Regensburg nicht zu kurz. Zu der frischen Donaubrise gesellt sich ein weiteres einzigartiges Aroma, der Duft der frischen Bratwürste der «Historischen Wurstkuchl», der ältesten Bratwurststube der Welt. Rostbratwürste und andere Regensburger Spezialitäten kann man sich auch in den unzähligen Biergärten der Donaustadt schmecken lassen. Am besten geniesst man dazu ein Bier aus einer der regionalen Traditionsbrauereien. Neben kulinarischen Genüssen bietet Regensburg seinen Gästen auch ein facettenreiches kulturelles Programm. Dem Gehörsinn schmeicheln nicht nur die weltbekannten Regensburger Domspatzen, sondern auch andere,


über das ganze Jahr verteilte musikalische Highlights, wie beispielsweise das bayerische Jazzweekend, die «Tage Alter Musik» oder die Thurn und Taxis Schlossfestspiele. Wenn die Sonne untergeht, schläft Regensburg noch lange nicht. Trotz der vielen historischen Kostbarkeiten ist Regensburg auch eine junge Stadt mit über 25’000 Studenten, die ein pulsierendes Nachtleben zu bieten hat. Ob Traditionslokal, Kneipe, Club, Disco oder charmantes Strassencafé, man fühlt die besondere Mischung aus Tradition und Moderne an jeder Ecke. Egal, für welche Lokalität oder Unterkunft man sich entscheidet, ob für eine gemütliche familienbetriebene Pension oder ein Sternehotel, man spürt die aussergewöhnliche Gastlichkeit und Herzlichkeit der Regensburger. Es ist ein Ort, an dem man sich schnell zu Hause fühlen kann. Wer einmal hier gewesen ist, kommt wieder, weil er erlebt hat, dass Regensburg eine Stadt für alle Sinne, für alle Jahreszeiten und für alle Generationen ist. www.regensburg.de

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Auf Erkundungstour in der Natur

natur pur tour

Unendliche Weiten, schwindelerregend hohe Bäume, tiefrote Felsen, glasklare Seen – ob alleine, zu zweit, mit Freunden oder Familie: Statt grosse Einkaufscenter, rasante Vergnügungsparks und schrille Partys, wieso nicht die Natur mit all ihren Facetten und Farben geniessen und die eindrücklichsten Nationalparks dieser Erde erkunden?

AUTOR Yvonne Beck

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b auf Bärensuche im kanadischen Banff, auf Entdeckungstour in Costa Ricas Nationalpark Manuel-Antonio oder im australischen Daintree-Regenwald, auf einem Rundflug über die Nationalparks im Westen der USA oder auf Pirschfahrt in der Serengeti in Tansania – eines haben diese Nationalparks gemeinsam: Sie begeistern ihre Besucher auf ihre ganz eigene Art und Weise. Sei es, um Flora und Fauna zu entdecken, einen Szenenwechsel während einer Reise zu geniessen oder einfach nur dem Rummel der Stadt zu entfliehen – hier kann man so richtig durchatmen.

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Glasklare Seen in Westkanada Ein einmaliges Bergpanorama, glasklare Seen und riesige Waldgebiete warten im Westen Kanadas auf ihre Besucher. Mit dem Mietwagen lassen sich die beiden Nationalparks Banff und Jasper individuell und im eigenen Tempo entdecken. Mit etwas Glück können Bären, Elche und Wölfe gesichtet werden. Ob Wandern, Kanufahren, eine Velotour oder einfach nur Relaxen – hier gibt es viele Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden.

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Beeindruckende Flora und Fauna in Costa Rica Costa Rica überzeugt durch landschaftliche Gegensätze: So können Reisegäste von Dschungelerlebnissen im Tortuguero-Nationalpark im Norden, über karibisches Flair an der Atlantikküste im Westen bis hin zu Nebelwaldregionen in der Region Monteverde im Zentrum des Landes erleben und erkunden. Die verschiedenen Nationalparks dieses Landes laden zum Verweilen ein. So befindet sich unter anderem der Manuel-Antonio-Nationalpark an der Pazifikküste und beherbergt nebst über 350 verschiedenen Pflanzenarten auch verschiedene Säugetierarten, wie Faultiere, Kapuzineraffen, Gürteltiere, Weissrüssel-Nasenbären oder Schwarzleguane.hier gibt es viele Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden.

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Regenwalderlebnisse in Australien Eines der ältesten Urwaldgebiete befindet sich im Daintree-Nationalpark nördlich von Cairns in Australien. Hier können Reisegäste die vielfältige Flora und Fauna im feuchttropischen Regenwald entdecken und bestaunen. In der eindrücklichen Mossman-Schlucht können zum Beispiel abwechslungsreiche Regenwaldwanderungen unternommen werden.

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Das Beste kombiniert im Westen der USA Yosemite, Grand Canyon, Monument Valley, Lake Powell, Bryce Canyon – sie sind der Inbegriff von Naturschönheiten im Westen der USA. Und das Beste ist: Diese Nationalparks und Sehenswürdigkeiten lassen sich bestens miteinander kombinieren. Im Bus an den monumentalen Felsstatuen vorbeifahren oder per Privatflugzeug Las Vegas anfliegen und die beeindruckende Wüstenstadt aus der Vogelperspektive geniessen – so lässt sich der amerikanische Westen auf eindrückliche Art und Weise erkunden.

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Einmalige Tierpracht in Tansania Die Serengeti – einer der grössten Nationalparks Afrikas – beherbergt etwa 3 Millionen Tiere. Jährlich durchwandern Gnu-Herden mit 1,5 Millionen Tieren die Weiten der Buschlandschaft. Neben dieser faszinierenden Tierwelt bietet Tansania aber weitere Highlights: den Ngorongorokrater, den Kilimanscharo und den Victoriasee. Hier lässt sich die Natur- und Tierpracht in ihrer vollen Blüte bestaunen. Die vorgelagerte Insel Sansibar wiederum lädt zu entspannten Tagen am Strand ein.

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Ein Paradies fĂźr Gourmets The taste of Singapur So unterschiedlich die Einwohner Singapurs auch sein mĂśgen, es gibt eine Eigenschaft, die sie alle vereint: das Essen. AUTOR Yvonne Beck


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er übliche Gruss zur Mittagszeit lautet: «Sudah Makan?» (Haben Sie bereits zu Mittag gegessen?) und bestätigt einmal mehr, was viele schon immer geahnt haben: Singapurianer sind wahre Food-Maniacs. Und auch Besucher lassen sich von dem Gaumenparadies schnell in Bann ziehen, denn hier kann man sich so gut wie durch jede Küche Asiens schlemmen. Die Einwohner Singapurs sind sehr geschäftstüchtig, doch noch wichtiger als die Aktienkurse sind ihnen Nasi Lemak und Chilli Crabs. Über die ganze Stadt sind Markthallen mit Food Countern und Strassenküchen verteilt, in denen man rund um die Uhr für eine paar Dollar Spezialitäten auf Papptellern aufgetischt bekommt. The Kitchen-Melting-Pot Aufgrund der multikulturellen Bevölkerung sind in Singapurs Küche die Kochstile Chinas, Malaysias, Indiens und Indonesiens vertreten. Diese haben sich gegenseitig beeinflusst und kommen in der Peranakan-Küche hervorragend zum Tragen. In Singapur hielt die Kultur der Peranakan Anfang des 19. Jahrhunderts Einzug. Durch ihren politischen und wirtschaftlichen Erfolg wurden sie hoch angesehen und galten als die Elite der singapurischen Bevölkerung. Die Peranakans sind für ihre Anpassungsfähigkeit bekannt. Manche behaupten, dass sie chinesischer sind als die Chinesen,

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englischer als die Engländer und malaiischer als die Malaien. Und das zeichnet auch ihre Küche aus, die mancherorts auch Nyonya-Küche genannt wird. Das schönste an Singapur ist: Gutes Essen muss durchaus nicht teuer sein. Ein jeder geht hier in die einfachen Food Center, Food Courts und Kopi Tiams. Banker und Maserati-Fahrer sitzen hier gemeinsam mit Fahrradkurieren und Strassenkehrern auf einfachen Plastikstühlen unter grellem Neonlicht und schlagen sich die Bäuche voll. Gemütlich ist es hier zwar nicht, allerdings sind die Plätze auch weniger zum Verweilen gedacht, als zum guten Essen für wenig Geld. Die traditionellen Garküchen, die man aus anderen südostasischen Ländern kennt, sind in Singapur aus hygienischen Gründen von der Strasse verbannt worden und in überdachten Hawker bzw. Food Centern untergebracht worden. Hier gibt es alles, was den Gaumen erfreut. Und wer mutig ist, wird belohnt. Man sollte einfach fast alles probie-

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ren, auch wenn es mal nicht so appetitlich aussieht, denn vieles, was unseren Augen fremd ist, schmeckt häufig besonders gut. Und selbst bei Gerichten, die seltsam riechen, kann man wahre Geschmacksexplosionen erleben. Allerdings Achtung für alle, die schärfeempfindlich sind. Das Essen ist oftmals schärfer, als es die europäischen Geschmacksknospen gewohnt sind. Die Portionen sind häufig kleiner als in heimischen Gefilden – gerade an den Food Courts, doch wenn man es wie die Einheimischen macht, weniger und dafür öfter isst, kommt man immer auf seine Kosten. Vor allem bei der riesigen Auswahl ist dieses Vorgehensweise perfekt Das beste Frühstück der Stadt Neben den Food Courts gibt es in Singapur selbstverständlich auch einheimische und internationale Restaurants aller Küchen und Preisklassen. Besonders gut sind auch die Restaurants der Hotels. Eins dieser Hotels ist das Ritz-Carlton. Es gehört unbestritten zu den absoluten


Spitzenadressen in Singapur. Grosszügig, exklusiv eingerichtete Zimmer, eine strategische Lage sowie ein ausgesuchter Service machen des Hotel Ritz-Carlton Millena zum Liebling vieler Geschäftsleute und Feriengäste.

«Durian» oder Stinkfrucht sucht man vergeblich, sie wurde vor einigen Jahren aus geschlossenen öffentlichen Gebäuden verbannt, denn der Geruch war für viele unerträglich.

Zudem besitzt das Hotel in der Nähe der Marina Bay, 5  Gehminuten vom Singapore Flyer entfernt, eine Sammlung zeitgenössischer Kunst und verfügt über einen Wellnessbereich und einen Aussenpool im angelegten Garten. Die geräumigen Zimmer und Suiten biete einen Panoramablick auf die Marina Bay und den Kallang River. Schöner kann ein Tag fast nicht beginnen, ausser mit dem preisgekrönten Champagnerbrunch des Hauses. Von frischen Austern, Sushi, warmen und kalten asiatischen Gerichten, Parmaschinken, Polenta, französischem Käse, Süssspeisen aller Art – alles nur vom feinsten. Man fühlt sich, als wäre man im Gourmethimmel angekommen, und ärgert sich, dass man in den vergangenen Tagen nicht mehr gehungert hat, um all die Köstlichkeiten probieren zu können. Einzig die

Auch wer den Sonntagsbrunch verpassen sollte, kommt kulinarisch in diesem Hotel nicht zu kurz. Im Summer Pavillon können Gäste authentische chinesische Gerichte geniessen, während im Shirashi traditionelle japanische Küche serviert wird. Und zur Entspannung gibt es einen Drink in der Chihuly Lounge. Besonders luxuriös präsentiert sich auch die im Herbst 2013 eröffnete Club Lounge mit herrlichem Panoramablick auf die Skyline Singapurs. Ein wahrlich luxuriöser Ort. Fazit: Egal wo, in Singapur wird nicht nur gegessen, Essen wird zelebriert und hat einen enorm hohen Stellenwert im Leben der Menschen. Singapur lässt sich am besten geschmacklich erfahren und man wird nicht enttäuscht.

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Must Try in Singapur Das Traditionsgericht Singapurs ist «Chicken Ric». Reis wird mit Pandanussblättern und Ingwer angebraten und in Hühnerbrühe gegart, White Chicken oder Brown Chicken (gegrilltes Hähnchen), gewürzt mit Sesamöl, Sojasosse und Frühlingsziebeln – ursprünglich von der Insel Hainan. In der Regel wird klare Hühnerbrühe dazu gereicht. «Singapore Laksa», eine leicht scharfe Kokossuppe mit Nudeln, Meeresfrüchten und Fishcake, und die legendären «Chillie Crab», eine ganze Riesenkrabbe, die in Chilisauce gekocht wird, sind weitere Spezialitäten. Bak Kwa: Scheiben aus geraspeltem Schweinefleisch, mit Honig bepinselt und dann gegrillt, sehen nicht unbedingt appetitlich aus, sie sind es aber doch. Und für den kleinen Hunger zwischendurch: Roja, ein tropischer Salat aus Gurke, Ananas, Mango, gegrilltem Tofu, Tamarindensaft, frittierten Teigstücken mit Garnelenpaste und gehackten Erdnüssen. Nicht zu vergessen: die Satay, Spiesse mit Huhn- oder Rindstückchen, in scharfen Gewürzen eingelegt und über Holzkohlen gegrillt, dazu gehört unbedingt eine Erdnusssauce. Das Getränk der Stadt «Singapore Sling» ist ein fruchtig-aromatischer Cocktail aus Gin, Kirschlikör, Bénédictine und weiteren Zutaten. Der Longdrink dient als Signature Drink des Raffles Hotel in Singapur. Die Rezeptur des heute im Raffles Hotel servierten, fruchtigen «Singapore Sling» ist mit Ananassaft, Grenadine und Orangenlikör verfeinert.

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NICE TO KNOW Von der Strasse in den Mund Lau Pa Sat

Schon allein die achteckige viktorianische Markthalle aus Gusseisen mit ihren schlanken Säulen und dem geschwungenen Dach lohnt einen Besuch. Die Preise der rund 50 Garküchen sind etwas höher als in anderen Hawker Centern, dafür sitzt man auch gemütlicher. Ab 19.00 Uhr ist die Boon Tat Street für den Verkehr gesperrt und an den Strassenständen werden Satay-Spiesse gebrutzelt. www.laupasat.biz Makansutra Gluttons Bay

Am Ufer der Marina Bay gibt es ein Probiermenü mit sieben Speisen. Zum Andenken stehen an der Essensmeile noch einige Garküchen-Karren. Einige der Betreiber sollen Nachfahren der damaligen Essensverkäufer sein. Alle Stände bieten gutes und preiswertes Essen an. www.makamsutra.com Straits Kitchen

Die luxuriöse Variante der Food Courts findet man im Grand Hyatt Hotel. Das trendigen Hotel-Restaurant des Luxushotels ist wie ein Food Center aufgebaut. Die Gerichte, ein Queerschnitt der Küche Singapurs, werden vor den Augen der Gäste zubereitet. www.restaurants.sinagpore.hyatt.com

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The Yeatman

im norden von portugal

Wo findet man in einer idyllischen Stadt wie Porto im Norden Portugals in einer zauberhaften Landschaft mit malerischen Weinbergen am Douro Fluss ein adäquates Domizil? Zweifellos im exklusiven Weinhotel «The Yeatman», das im Jahr 2010 eröffnet wurde und zur Relais & Chateaux Gruppe gehört.

AUTOR Angelika Moeller

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T

he Yeatman ist benannt nach der britischen Portwein-Pionierfamilie, die seit mehr als 300 Jahren an den Hängen des Douro mit Leidenschaft edle Portweine produziert. Und so umgibt der Geist des Portweins dieses Fünf-Sterne-Hotel mit einer gekonnten Mischung aus britischem Understatement und Einflüssen portugiesischer Kultur. Britania meets Portugal Das Entrée, ein schlichter, flacher Bau, doch wenn sich die gläserne Schwingtür öffnet, befindet man sich in einer opulenten Marmorlobby, der obersten Etage dieses noblen Gebäudes, das sich terrassenförmig an den Hang oberhalb des Douro schmiegt. Gemäss britischer Usancen kümmert sich der Portier in Uniform und Bowler Hat um das Gepäck, bevor man an der privat

anmutenden Rezeption herzlich empfangen wird. Alle 70 Zimmer und Suiten faszinieren mit einer grossen, nicht einsehbaren Terrasse, vor allem aber einem sensationellen Blick auf den Douro und vis-à-vis die wunderschöne Altstadt mit ihren farbigen Häusern und roten Ziegeldächern. In Zusammenarbeit mit jeweils einem portugiesischen Weingut sind die Zimmer individuell im englischen Landhausstil mit lokalen Einflüssen gestaltet. Auch auf den Fluren, selbst im Fahrstuhl, finden sich Bezüge mit alten Landkarten, historischen Korkarbeiten, Gemälden und Fotografien zur Geschichte und Bedeutung der Umgebung. Üppige Gärten, grosse Sonnenterrassen sowie In- und Outdoorpool (in Form einer Portweinkaraffe) bieten erholsame Rückzugsorte mit Traumaussichten.

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Kulinarik auf höchstem Niveau Seit 2011 pilgern globale Feinschmecker zu einem ganz besonderen Anlass in das vielfach preisgekrönte Hotel, das in puncto Kulinarik und Wein auf einem Top-Level angesiedelt ist. The Yeatman bildet die optimale Kulisse für die im Frühsommer stattfindende «Route of Stars», eine kulinarische Reise durch Europa mit internationalen Spitzenköchen. Sie wird angeführt von Ricardo Costa, dem jungen Chefkoch des Hauses und Liebling der portugiesischen KulinarikSzene. Bereits mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet, lockt er nicht nur Hausgäste in sein Gourmetrestaurant. Seine Gerichte sind inspiriert von regionalen portugiesischen Rezepten, die er originell und kreativ interpretiert. Man möchte ja schmecken, wo man sich befindet, und es gelingt ihm überzeugend, sich von der globalen Einheitsküche abzusetzen. Seine wöchentlichen Wein-Dinner sind begehrt und ein wahres Gaumen-Festival. Den Duft und die Seele des Atlantiks – beides spürt und schmeckt man in seinen fantasievoll zubereiteten Meeresfrüchten. Das gekonnt gewählte Ensemble an Gewürzen, die seine Fleischgerichte verfeinern, zaubern unverwechselbare Geschmacksnoten. Weindirektorin Beatriz Machado ist kompetente Herrin mit exzellenter Beratung zu dem

mehr als 25 000 Flaschen fassenden Weinkeller im The Yeatman. Hier ruhen nicht nur die besten Tropfen Portugals, sondern auch begehrte Sammlerstücke anderer Weinregionen. Wer mag, kann auch im Wein baden: Das 2 000 Quadratmeter grosse «Vinotherapie Spa by Claudalie» gilt als das beste seiner Art in Europa. Kann man da widerstehen? Eintauchen in ein warmes «Vine Barrel Bath» mit wohltuender Düsenmassage – da weiss man nicht was mehr berauscht: der Duft des Weines oder der märchenhafte Ausblick. Nahezu alle Behandlungen nutzen die Wirkstoffe aus Traubenkern für die zahlreichen Behandlungsvariationen. Aber Entwarnung: Die Gefahr eines Katers, selbst eines Schwipses kann ausgeschlossen werden.

NICE TO KNOW Anreise:

Ab Zürich nonstop mit der portugiesischen Airline TAP oder mit Swiss via Genf. Die diesjährige «Route of Stars» findet vom 5. bis 7. Juni 2014 statt. The Yeatman, www.the-yeatman-hotel.com

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Der Himmel der Bayern

Ein Tag in Münchens Feinschmeckerparadies Dallmayr

Wer glaubt, die kulinarischen Meriten der bayrischen Landeshauptstadt liessen sich auf den rustikalen Dreiklang Schweinshaxe, Weisswurst und Breznknödel reduzieren, irrt.

AUTOR Dr. Thomas Hauer Bilder Dallmayr

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ünchen spielte mit Eckart Witzigmanns legendärem «Aubergine» oder dem «Tantris», den ersten deutschen 3-Sterne-Restaurants, über mindestens eine Dekade auch gastronomisch in der ersten Liga und wurde in dieser Zeit zur Keimzelle des teutonischen Küchenwunders. Aber selbst wenn die Gastroszene seit den wilden 80ern in etwas ruhigere Fahrwasser geraten ist und schon lange kein Münchner Restaurant mehr höchste Weihen im Michelin erringen konnte, ist die Stadt für ambitionierte Feinschmecker mit aktuell 12 im Guide Rouge gelisteten Sterne-Restaurants noch immer ein lohnendes Ziel. Hendl und Steckerlfisch Aber nicht nur besternte Gourmettempel, der weltberühmte Viktualienmarkt oder urige Wirtshäuser und Biergärten, in denen ausladende Kastanien in den Sommermonaten Schatten spenden, während der Duft von frisch gegrilltem Hendl und Steckerlfisch die Luft erfüllen, machen die Stadt für Geniesser attraktiv. Nur einen Steinwurf vom geschäftigen Münchner Marienplatz, unterhalb der imposanten neugotischen Rathausfassade, liegt in der Dienerstrasse ausserdem auch eines der schönsten Delikatessenhäuser der Welt. Der Dallmayr, wie das prachtvolle Ladengeschäft von den Einheimischen liebevoll genannt wird, ist eine Münchner Institution, deren Geschichte bis ins Jahr 1700 zurückreicht. Zu einem der führenden Feinkosthändler wurde das Unternehmen aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts unter Therese Randlkofer, die das Geschäft

1895 gemeinsam mit ihrem Mann Anton übernommen hatte. In wenigen Jahren konnte die resolute Chefin 15 Hoflieferantentitel aus ganz Europa erwerben – Grundstein einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Bis heute ist das Haus der grösste Delikatessenhändler Europas und seine Geschicke werden u. a. noch immer von Nachfahren der Randlkofer Theresʼ gelenkt – mittlerweile in der fünften Generation. Tag für Tag drücken sich schon vor Ladenöffnung Scharen von Kunden und Touristen aus aller Herren Länder die Nasen an den prachtvoll dekorierten Schaufenstern platt, hinter denen bereits seit den frühen Morgenstunden hektische Betriebsamkeit herrscht. Neben der Münchner Stammkundschaft besuchen Jahr für Jahr mehr als 1,4 Millionen auswärtige Besucher die von gewaltigen Marmorsäulen getragenen Verkaufsgewölbe, wo sie zu Spitzenzeiten von 130 blau livrierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedient werden. So zählt Dallmayr schon an durchschnittlichen Tag rund 8 000 Kunden, vor Feiertagen auch schon einmal locker das Doppelte. Die Pforte zum Paradies Wenn dann pünktlich um 9.30 Uhr die Türen aufgesperrt werden, wird das mit einem kollektiven «Ah!» und «Oh!» kommentiert, als öffne sich die Pforte ins Paradies. Und tatsächlich finden Connaisseure in 19 Fachabteilungen bei Dallmayr so ziemlich alles, was gut und teuer ist. Mehr als 8 000 Artikel umfasst das

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Lukullusbar und einem eleganten Bistro-Café im ersten Stock können Austern, Champagner, Törtchen und Co. dann gleich vor Ort verkostet werden. Herr über das Dallmayr-Sortiment Chefeinkäufer Stefan Weiss, der seine Karriere in dem Münchner Feinkostimperium schon vor mehr als 30 Jahren begonnen hat, ist Herr über das Dallmayr-Sortiment. Heute sind er und sein Team von sechs Einkäufern auf der ganzen Welt unterwegs, um die besten Lieferanten – aktuell sind es rund 1 050 – ausfindig zu machen oder gemeinsam mit Partnern exklusive Produkte für die anspruchsvolle Kundschaft zu kreieren. So brachte Weiss z. B. Riesling-Papst Egon Müller und Schnapsgrossmeister Hans Reisetbauer zusammen, um aus Müllers TBATrestern von der weltberühmten Lage Scharzhofberg einen aromengewaltigen, ungestümen Brand zu kreieren, der die Kritiker reihenweise in Verzückung versetzt. Ein weiteres Beispiel ist der «Formaggio senza Nome». Diese «namenlose» Käsespezialität stammt aus dem nur über Schotterpisten erreichbaren piemontesischen Bergdorf Valliera, das, von seinen einstigen Bewohnern

Sortiment aktuell und was es nicht gibt, wird besorgt. Zentrum des Ladengeschäfts ist dabei seit jeher ein imposanter Puttenbrunnen, in dem in der Saison lebende Flusskrebse auf Kundschaft warten. Die bei Dallmayr angebotenen Feinkostprodukte werden übrigens zum grössten Teil direkt vor Ort produziert. Ein Team von rund 70 Köchen und Patissiers bereitet im Obergeschoss edle Traiteurwaren, delikate Feinkostsalate, frische Pasta, Gebäck, Törtchen oder delikate Macarons zu. Was aus Platzgründen nicht vor Ort hergestellt werden kann, z. B. rund 75 Sorten hausgemachte Pralinen oder der legendäre Dallmayr Rauchlachs, kommt aus mehreren hauseigenen Feinkostmanufakturen im Münchner Umland. In der angeschlossenen

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in dieser ursprünglichen Art nur noch selten gibt und in Deutschland exklusiv bei Dallmayr erhältlich ist.

verlassen, über Jahrzehnte in einen Dornröschenschlaf verfallen war, bis es von einem Kreis von Idealisten wieder wachgeküsst wurde. Seitdem grasen hier auf 1 500 Metern Höhe wie in alten Tagen Rinder einer lokalen piemonteser Rasse, aus deren Rohmilch ein kräftiger Käse mit feinsäuerlichem Teig entsteht, den es

Die Konkurrenz schläft nicht Wie Dallmayrs Münchner «Erzrivale» Feinkost Käfer unweit des Prinzregententheater hat das Haus aber auch ein veritables Feinschmeckerrestaurant zu bieten. Freilich bewegt man sich bei Dallmayr dabei aber in ganz anderen Sphären, viele Kritiker halten das Restaurant für das beste der Stadt. Und tatsächlich prangen seit der Ausgabe 2009 gleich zwei der begehrten Michelinsterne über dem Etablissement, das sich damit die Krone des höchstdekorierten Lokals der Stadt nur mit dem eingangs erwähnten «Tantris» unter Ägide von Hans Haas teilen muss.

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Dallmayrs Feinkostimperium umfasst nicht nur das bekannte Ladengeschäft in der Dienerstrasse mit dem imposanten Verkaufgewölbe und 2-Sterne Restaurant, sondern auch einen Versandhandel, Catering und mehrere Delikatessen Manufakturen in und um München.

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Die Geschicke des Dallmayr Restaurants lenkt dagegen seit mehr als 10 Jahren Winklerschüler Diethard Urbansky, der davor ausgerechnet für kurze Zeit in der Käferschenke den Kochlöffel geschwungen hatte. Gespeist wird bei Dallmayr – noblesse oblige – von handdekoriertem Nymphenburger Manufakturporzellan und mit massivem italienischem Sterlingsilberbesteck, während die Weine aus der rund 750 Positionen umfassenden Karte in mundgeblasene Gläser der weltbekannten Glashütte Theresienthal fliessen. Die Wände der eleganten Gasträume sind holzgetäfelt und mit mongolischem Rosshaar bespannt, was für eine besonders angenehme Akustik sorgt – so fällt das Abschalten mitten im Herzen des bis spät in den Abend hektischen Stadtzentrums nicht schwer. Die Küche von Diethard Urbansky ist ein Musterbeispiel klassischer Moderne nach dem Motto «weniger ist mehr» – so stört hier auf den wie in Marmor gemeisselt wirkenden Tellern kein unnötiger Zierrat den Genuss, jedes Element spielt eine tragende Rolle im Konzert der Aromen – sonst wird es konsequent aus dem Rezept verbannt. Für diese Küche braucht man keine Gebrauchsanleitung, man kann sie einfach geniessen. Dabei finden auch ungewöhnliche Produkte ihren Weg auf den Teller – so z. B. Karpfenbauch, den Urbansky mit SaiblingsKaviar und Wasabi kombiniert oder feinstes Bries vom Holzkohlengrill in Verbindung mit hauchdünnen Scheiben vom Kalbsherz und aromatischen Grünkohlsaft. Ein Fokus von Urbanskys Küche liegt ausserdem auf regionalen Produkten, die im Münchner Umland in grosser Fülle und hervorragender Qualität zu finden sind, seien es die schon erwähnten bayrischen Flusskrebse, aromatisches Poltinger Lamm, der berühmte

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Schrobenhausener Spargel oder seltene Süsswasserfische aus den umliegenden Flüssen und Seen, wie z. B. der Huchen oder die Trüsche, und exzellentes Wild aus bayrischer Jagd. Aber natürlich kommen der Tradition des Hauses entsprechend auch zahlreiche internationale Luxusprodukte auf den Tisch. Diese werden aber so spannend neu interpretiert und in Szene gesetzt, dass hier niemals Langeweile aufkommt.


Schlaraffenland für die Seele Im wunderschönen Alpenhof Murnau in Oberbayern finden Sie eine Oase der Gastlichkeit. Gönnen Sie sich eine Auszeit und erleben Sie in unserer großzügigen Sauna- und Badelandschaft Wellness für die Sinne. Tanken Sie neue Kraft für den Alltag inmitten malerischer Natur und lassen Sie sich von der Vielfalt des gastronomischen Angebotes im Alpenhof Murnau überrraschen. Genuss auf höchstem Niveau.

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NICE TO KNOW Beim Weisswurstpapst ...

Kein kulinarischer München-Streifzug wäre komplett ohne ein zünftiges Weisswurstfrühstück. Die Besten der Stadt gib es beim Wallner Ludwig ganz in der Nähe der Grossmarkthalle. Dazu geniesst man traditionell krosse Brezn, hausgemachten süssen Senf und ein oder zwei gut gekühlte Halbe Weissbier – für viele alteingesessene Münchner nicht nur am Wochenende der perfekte Start in den Tag.

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Dekantieren und degustieren

wein

Ein ausdrucksstarker Körper bei milder Säure und geschmeidig im Abgang? Oder doch lieber ein dezenter Rosinengeschmack und ein feinwürziges Rosenbouquet? Die Rede ist vom Wein.

AUTOR Lilly Steffen

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K

aum ein anderes Getränk verfügt über eine solch lange Tradition, vermag derart Begeisterung auszulösen und stellt zudem eine regelrechte Wissenschaft dar. Spanischer, italienischer oder doch lieber französischer Wein? Am genussvollsten lässt sich der edle Tropfen vor Ort kosten. Französischer Weingenuss auf dem Fluss, «Wine & Dine» in Südafrika, edle Tropfen in Bordeaux, auf der Spur der Weinkultur in Italien oder Entspannung pur auf einem Weingut in Portugal – hier kommen Weinamateure und -profis gleichermassen auf ihre Kosten.

Wine & Dine in Südafrika Malerische Küstenlandschaften, historische Orte, Weingüter und ausgezeichnete Restaurants: Die Kap-Provinz in Südafrika ist bekannt für ihre Weinregion. Feinschmecker, Geniesser und Weinliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Auf einer Mietwagenrundreise können Reisegäste ihre Ferientage nach Belieben selbst gestalten und verschiedene Gourmetrestaurants testen – mit dem passenden Wein versteht sich. Ganz nach dem Motto: Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. Mehr zur 7-tägigen Mietwagenrundreise «Wine & Dine» ab / bis Kapstadt in Südafrika unter: www.travelhouse.ch.

Französischer Weingenuss auf dem Fluss Auf der Rhône von Lyon über Arles nach Vienne erleben Reisegäste malerisch-romantische Flusslandschaften und Kulinarik pur. Während der Fahrt können Feinschmecker-Dinner genossen sowie ein Champagnerkurs und ein Vortrag über Trüffel besucht werden. Weinliebhaber können ihr Wissen über die edlen Tropfen während eines Weinseminars mit Weinexperten testen und erweitern. Hier wird reiner Wein eingeschenkt! Die 8-tägige Flussfahrt «Route Gourmet» auf dem 4-SterneSchiff «A-Rosa Luna» ab / bis Lyon in Frankreich ist bei Hotelplan buchbar: www.hotelplan.ch kreuzfahrten.

Auf den Spuren der italienischen Weinkulturen Lebensfreude, gutes Essen, Kochen, feinste Olivenöle und auserlesene Weine – das ist Italien. In Apulien lernen Gäste die Kultur der italienischen Kulinarik näher kennen und bestimmt auch lieben. Lokale Spezialitäten kosten, eine Olivenmühle besichtigen, die pittoreske Altstadt Ostuni besuchen, während eines Kochkurses regionale Gerichte zubereiten oder doch lieber «dolce far niente» geniessen? Eines ist klar: Hier wird bestimmt kein alter Wein in neuen Schläuchen serviert. Die 5-tägige Rundreise «Apulien – kulinarische Tradition» bietet Globus Reisen an: www.globusreisen.ch.

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Ein Land zum Anbeissen Kärntner Alpe-Adria-Küche

Kärnten Tourismus

In Kärnten lautet das Motto seit jeher: Lustvoll leben und gelassen geniessen. Genuss verspricht auch die Kärntner Alpe-Adria-Küche. . Von Kärntner Käsnudeln bis Zirbenschnaps.

AUTOR Lilly Steffen

© Franz Gerdl / Kärnten Werbung

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eeinflusst von den Esskulturen dreier Länder – Kärnten, Friaul-Julisch-Venetien, Slowenien – werden in Kärnten vor allem frische und regionale Produkte zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. Wie es sich für eine wirklich authentische Küche gehört, sind es sowohl die unterschiedlichen Regionen als auch der Lauf der Jahreszeiten, die das interessante Spektrum der Kärntner Alpe-Adria-Küche abbilden. Guter Geschmack kennt keine Grenzen! Eines der vielen Beispiele für eine ganz besondere saisonale Kärntner Köstlichkeit ist der Lavanttaler Spargel, der bereits ab Anfang April von Hand gestochen wird. Er ist nicht nur auf den Wochenmärkten, sondern auch direkt bei den Bauern erhältlich. Zudem zaubern die heimischen Wirte aus dem Lavanttaler Spargel

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herrliche Gerichte. Ein weiteres Beispiel aus der Kärntner Küche: Kärntner Käsnudeln und herbstliche Wildspezialitäten aus den heimischen Wäldern – vor allem Hirsch und Reh. Als besonders hochwertig gilt das Wild aus dem Metznitztal. Fest verbunden mit dem landwirtschaftlichen Jahreslauf sind in Kärnten auch kirchliche Traditionen, die die regionale Küche geprägt haben: Dies spiegelt sich beispielsweise bei der Osterjause mit Schinken, Kren und Reindling, bei der dottergelben Kirchtagssuppe oder beim knusprigen Martini-Gansl von den Kärntner Biobauernhöfen wider. Feste und Märkte Eine gute Möglichkeit, die regionale Küche zu verkosten, bieten nicht nur herzliche Gastgeber in den heimischen Gastronomiebetrieben, bei denen Spektrum


© Tine Steinthaler/ Kärnten Werbung

von der Buschenschenke übers urige Wirtshaus bis zum hippen Szenelokal am See und zum Drei-HaubenTempel reicht. Auch bei den übers Jahr stattfindenden kulinarischen Festen gibt es zu den Gaumenfreuden die berühmte Kärntner Gastfreundschaft und Geselligkeit. Um nur einige der Feste zu nennen: Gurktaler Speckfest, Hadʼnherbst, Rindfleischfest in den Ossiacher Tauern, Irschner Kräuterfestival oder Polentafest in Nötsch. Ein Garant für unvergessliche Begegnungen sind aber auch die wöchentlich stattfindenden Kärntner Bauernmärkte, wo es als Zugabe zu den köstlichen Produkten auch noch Ratschläge oder Anekdoten vom Produzenten gibt. Genussland Kärnten Wer sich durch die Kärntner Alpe-Adria-Küche kostet, wird sich nicht wundern, dass es zwischen dem Lesachtal und dem Lavanttal 13 Genussregionen gibt, die die regionalen und kulinarischen Besonderheiten höchster Qualität in den Mittelpunkt stellen. Unter der Dachmarke «Genussland Kärnten» sind 13 Produkte zusammengefasst, die nach klar definierten Kriterien heranwachsen, reifen und verarbeitet werden. Der Bogen spannt sich von Gailtaler Speck und Nockberge Almrind bis zu Jauntaler Hadn und Lavanttaler Apfelwein. Als ein ganz besonderer kulinarischer Genuss gilt das Glockner Lamm, das durch das Weiden auf bis zu 3 000 Metern Seehöhe einen ganz besonders feinen Geschmack nach Almkräutern hat. Eine weitere besondere Spezialität: die Kärntna Låxn, die nur von vier ausgewählten Betrieben in Oberkärnten gezüchtet und verarbeitet werden darf. Das langsame Aufwachsen dieser Seeforelle im sauberen Gebirgswasser bei niedriger Temperatur garantiert beste Fleischqualität. Das beliebte Festfest in Feld am See findet am 5. Juli statt.

Wein, Most und Zirbenschnaps haben lange Tradition Die Kärntner Antwort auf den italienischen Frizzante ist der Lavanttaler Apfelwein, hergestellt aus den guten alten Sorten mit Namen wie «Bohnapfel», «Lavanttaler Banane» oder «Schmidberger». Das Wissen um die Verarbeitung dieser Äpfel zu Most und Schnaps wird von Generation zu Generation weitergegeben. Als Kompetenzzentrum für die Obstverarbeitung und Institution zur Qualitätssicherung hat sich der Zogglhof in St. Paul im Lavanttal entwickelt. Auf eine mehr als 1 000-jährige Tradition blickt der Weinbau in Kärnten zurück. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, feiern die Kärntner Weine seit einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Comeback. Doch auch Hochprozentiger hat in Kärnten eine lange Tradition. Den Abschluss einer traditionellen Kärntner Jause mit schmackhaftem Speck, Würstel, Leberwurst und Topfenkäse bildet normalerweise ein Digestif. Besonders beliebt sind erlesene Schnäpse aus Kärntner Produktion. Wer zum traditionellen Zirbenschnaps greift, erhält einen Schnaps, für dessen leicht harzigen Geschmack die Zapfen einer speziellen Kieferart verantwortlich sind.

NICE TO KNOW Welterbe Brot

Gar 10’000 Jahre alt ist die Kunst des Lesachtaler Brotbackens. Der Bearbeitungsweg vom rohen Korn zum fertigen Brotgenuss ist seit Jahrhunderten unverändert und hat es 2010 sogar zum immateriellen Kulturerbe unter Schutz der UNESCO gebracht. Kulinarik-Guide

Kärntner Alpen-Adria-Küche, ist ab Mitte März über info@kärnten.at erhältlich.

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XELLENT – THE SPIRIT OF SWITZERLAND Die DIWISA Distillerie Willisau SA hat weder den Vodka noch den Gin erfunden, aber sie hat diese perfektioniert. Bei XELLENT heisst das: Herstellung aus 100% ­Schweizer Rohmaterialien, Verwendung von Gletscherwasser vom Titlis, keine K ­ ompromisse bei der Qualität, individuelle Geschmacksnote und eigenständiges, unverwechselbares Design – Swissness pur!

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ur hochwertiger Schweizer Roggen, angebaut unter strengsten Qualitätskontrollen in der Zentralschweiz, in Höhen von 500 bis 800 Metern wird für XELLENT verwendet. In e­ iner kleinen Mühle unweit der Destillerie werden die Roggenkörner vom Spreu getrennt, gereinigt und fein gemahlen. Perfekte Destillation – Gletscherwasser vom Titlis Über drei Stufen wird die Stärke im Mahlgut aufgeschlossen, verflüssigt, verzuckert und schonend vergärt. Ungewöhnlich ist schon die erste Destillation. In kleinen Kupferblasen von 500 Litern wird in sogenannten «Pot-Still-Verfahren» der wertvolle Rohstoff zum ersten Rohbrand verarbeitet. Dieses Verfahren gilt als das Schonendste. Mit 76% Vol. erhält XELLENT seinen unvergleichlichen Geschmack. Einzigartig ist auch die zweite Phase: In einer Kolonne von 45 Glockenböden wird der Rohbrand gereinigt und schonend kondensiert. In der dritten Destillation wird der Geschmack noch einmal ver­ feinert und harmonisiert. Jetzt hat XELLENT seine glasklare Reinheit und 96% Vol. Ganz behutsam und

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schrittweise mit kleinen Ruhepausen wird nun im letzten Schritt XELLENT Swiss Vodka mit dem Gletscherwasser auf 40% Vol. Trink­ stärke ­reduziert. Auch für den XELLENT Swiss Edelweiss Gin werden nur die besten Zutaten verwendet. Ausgangspunkt bildet der XELLENT Swiss Vodka. Zur Herstellung des Gins werden beste Wachholderbeeren, Edelweiss sowie weitere Botanicals wie frische Zitronenmelisse, Waldmeister und Lavendel hinzugegeben. Vor der Destillation werden die auserlesenen Zutaten mehrere Stunden im Vodka eingelegt. Dadurch können sich die Aromen und Geschmacksnoten der Wacholderbeeren und Kräuter optimal entfalten. Nach sorgfältiger Destillation im Pot-Still-Hafen entsteht der XELLENT Swiss Edelweiss Gin. Zur Reduktion auf Trinkstärke wird ebenfalls Gletscherwasser verwendet. «Connaisseur» rund um den Globus Dank höchster Qualitätsauszeichnungen ist XELLENT in zahlreichen Ländern vertreten. www.xellent.com


BOOK NEWS French Cuisine

Paris ist ein Ort ungeahnter Gaumenfreuden – das weiss die französische Foodspezialistin Trish Deseine und verrät in ihrem Foodguide die besten Adressen in Frankreichs Metropole. Von Bistros, Restaurants bis hin zu Spezialgeschäften – unter ihren Lieblingsadressen finden sich neben traditionellen Pariser Originalen auch richtige Insidertipps. Sie streift die besten Märkte der Stadt und führt auf kulinarischen Spaziergängen durch Pariser Szeneviertel. Dazu gibt sie nützliche Tipps für die französische Küche zu Hause und zeigt, wo man die besten Produkte rund ums Essen bekommt, angefangen beim richtigen Wein bis zum perfekten Tafelkleid. Paris kulinarisch | Trish Deseine | Knesebeck Verlag

The Place to Be

«Bloss kein Gourmettempel» war seine Maxime. Und sie ist es bis heute, auch wenn der Fisch im «Sansibar» frischer ist und besser schmeckt als in vielen Sterne-Restaurants und der Weinkeller so manchen Sommelier vor Neid erblassen lässt. Einen Ort, an dem sich alle wohlfühlen, wollte Herbert Seckler schaffen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Egal, ob Flip Flop oder High Heel: In seinem Sansibar sind alle gleich und alle werden gleich freundlich und aufmerksam behandelt. «Das grosse Sansibar Buch» erzählt die ganze spannende Geschichte Herbert Secklers und der berühmtesten Strandbar der Welt. Das grosse Sansibar Buch | Inga Griese & Herbert Seckler | Collection Rolf Heyne

Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag

Als sich David Frenkiel und Luise Vindahl kennenlernten, wurde ihnen schnell bewusst, dass Ernährung in ihrer Beziehung eine grosse Rolle spielen würde: Er lebte jahrelang als «ungesunder Vegetarier» hauptsächlich von Pizza, Pasta und Süssem, sie war schon lange eine gesundheitsbewusste Fleischesserin. Nach vielen Diskussionen über ausgewogene und gesunde Ernährung fingen sie schliesslich an zu experimentieren und ihre Kochabenteuer festzuhalten. Das Ergebnis: ihr seit 2009 erfolgreicher Rezeptblog Green Kitchen Stories. In diesem appetitlich und stimmungsvoll fotografierten Buch versammeln sie jetzt ihre 100 besten Rezepte. Die grüne Küche | Luise Vindahl & David Frenkiel | Knesebeck Verlag


Die fliegenden Ikonen

Die Girls von Singapore

Sie ist attraktiv, anmutig, charmant, schlank, elegant und hat für jeden Passagier stets ein Lächeln parat. Sie gilt als Idol der Lüfte: das «Singapore Girl», das Markenzeichen von Singapore Airlines. Bevor sie als Stewardess arbeiten dürfen, müssen sie jedoch eine monatelange Ausbildung absolvieren.

AUTOR Yvonne Beck

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ie Fluggesellschaft aus dem Löwenstaat gehört zu den besten Airlines der Welt. Das verdankt sie zum einen ihrer Qualität, dem wohl passagierfreundlichsten Flughafen der Welt und ihrem Ruf, bei Neuerungen immer eine der ersten zu sein. (Das erste richtige flache Bett in der First und Businessclass. Der Linieneinsatz des Superjumbos A380 etc.) Zudem vermarktet sie wie keine zweite ihre Flugbegleiterinnen als attraktive Singapore Girls. Und diese Singapore Girls sind keine Fantasiewesen, sondern ein Markenzeichen aus Fleisch und Blut, welches Passagiere der Airline tagtäglich in Augenschein nehmen. Ein sichtbares und erlebbares Markenzeichen – ein Novum in der Airlinegeschichte und ein ausgeklügelter Marketingschachzug, denn auch in Fernsehspots und Anzeigenkampagnen lächeln uns diese Girls an. Die da werbenden Stewardessen für Singapore Airlines sind

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übrigens keine Models, es sind «echte» Stewardessen. Selten lag Werbung und Realität so nah beieinander. Um dem Mythos des Singapore Girls auf die Spur zu kommen, besuchte Imagine die Stewardessen-Schule von Singapore Airlines, die als härteste weltweit gilt. Ein Blick hinter die Kulissen Um es gleich vorwegzunehmen, die Anforderungen, die an Singapurs weltbekannte Stewardessentruppe gestellt werden, sind immens, die Vorschriften streng. Keine andere Fluggesellschaft betreibt bei der Rekrutierung einen ähnlichen Aufwand ihres Personals wie Singapore Airlines. 13 Wochen dauert ein Training – im Vergleich zur Lufthansa mit zwölf Wochen und Air Berlin mir sechs Wochen eine lange Zeit, bei der die Rekruten schwierige und harte Tests bestehen müssen. Die Zahl der Bewerbungen übersteigt bei Weitem die Zahl der zu besetzenden Stellen. Und vor dem eigentlichen Training gilt es, sich gegen viel


eine gelernte Stewardess zum korrekten Schminken und Frisieren. Jeder Dutt muss richtig sitzen, keine einzige Haarsträhne darf zu weit ins Gesicht hängen, Haarlängen sind exakt geregelt. Alles, was über die Schulter ragt, muss zum Dutt geformt werden. Wobei auch hier nur drei verschiedene Haarknoten erlaubt sind: Chignon, French Twist und French Plait. Auch beim Parfüm sind nur bestimmte Noten zugelassen und nur in ganz zarter Dosierung. Am Ende der Ausbildung stehen 15 Tage Notfalltraining auf dem Plan: Der Umgang mit angetrunkenen Gästen wird ebenso geprobt wie Notfälle, Wasserlandungen etc. Diese Art von Notfalltraining stellt sicher, dass alle Flugbegleiterinnen in Extremsituationen beherzt und angemessen agieren. Und man ist überrascht, wie resolut die sonst so zart wirkenden Damen werden können. Geschult werden sie an Mock-ups, originalgetreuen Kabinennachbauten der eingesetzten Singapore-Airlines-Maschinen. Der Security-Trainingsraum wird dominiert von einem A380-Rumpf in acht Metern Höhe mit der aufblasbaren Rutsche. Hier üben die Azubis einen beherzten Sprung, nebenan trainiert man im Wellenbad die Prozeduren nach einer Notwasserung. Dieses Sicherheitstraining, muss jeder der etwa 6 000 Flugbegleiter von Singapore Airlines ein Mal im Jahr wiederholen. Natürlich wird auch das Servieren von Speisen und Getränken geprobt. Im sogenannten «wet run» üben die Konkurrenz durchzusetzten. Mehrere Gesprächsrunden sind zu durchlaufen, gefolgt von einem SozialkompetenzCheck. Es wird grossen Wert auf eine freundliche und servicebejahende Grundhaltung gelegt. Taktgefühl und gute Umgangsformen sind ebenso Pflicht. Alles andere kann gelernt werden, ob Laufen oder Lächeln. Hört sich ein bisschen wie im Modellbusiness an und gewisse Ähnlichkeiten lassen sich durchaus feststellen. Haarige Angelegenheit Ein Schwerpunkt des Programms ist das perfekte äussere Erscheinungsbild. Die Schminkvorschriften sind bei Singapore Airlines sehr streng. Insgesamt sind nur zwei Make-up-Stile erlaubt: ein kühlerer Ton (mit blauem Lidschatten) und eine wärmere Variante (mit bräunlichem Lidschatten). Finger- und Fussnägel müssen lackiert sein – auch hier ist die Farbe vorgeschrieben, ebenso beim Lippenstift. Etwa eine Stunde braucht

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angehenden Girls das Zubereiten und Servieren von echten Speisen. Auf dem Plan stehen dabei auch Details, wie Kaffee richtig einschenken oder Champagnerflaschen korrekt entkorken.Die Nachwuchskräfte werden zudem in das Angebot der verschiedenen Weine und Champagner, die an Bord ausgeschenkt werden, eingeführt. Mit vollen Tabletts werden Singapore Girls und ihre männlichen Kollegen jedoch erst nach einem absol-

vierten Jahr in der Economy Class auf die Businessclass-Passagiere losgelassen. Hier muss einfach jeder Handgriff sitzen. Die gut dreimonatige Ausbildung der staatlichen Luxuslinie Singapurs gilt als hart, aber effizient. In mehr als 160 Kursen lernen die Anwärterinnen alles, was ein Singapore Girl können muss. Vom Schminken über das richtige Gehen bis hin zur Selbstverteidigung, vor allem aber die beste Betreuung des Fluggastes und wie man ihm fast jeden Wunsch von den Augen abzulesen kann.

NICE TO KNOW Die «Uniform»

Singapore-Airlines-Flugbegleiterinnen tragen keine steifen Uniformen, sondern eine «Sarong Kebaya», ein hautenges Kostümkleid mit elegantem, durch einen Faltensaum verdeckten Schlitz und einem unverwechselbaren Batikmuster, entworfen vor gut vier Jahrzehnten vom Pariser Modemacher Pierre Balmain und seither unverändert im Einsatz. Anhand der Farbe erkennt man den Rang der Stewardess. Blau: Flight Stewardess: Grün: Leading Stewardess; Rot: Chief Stewardess; Lila: Inflight Supervisor. Bei den Männern spiegelt sich der Dienstgrad währenddessen auf den Krawatten wieder. Einstellungskriterium

Längst nicht mehr stammen alle Singapore Girls aus Singapur: Die Flugbegleiterinnen stammen aus China, Japan, Korea, Malaysia und Indien. Es müssen jedoch asiatische Länder sein. So wird man auch in Zukunft vergebliche nach blonden, rothaarigen oder blauäugigen Singapore Girls suchen. Ursprünglich rekrutierte Singapore Airlines als Flugbegleiterinnen nur junge Frauen aus Singapur oder Malaysia, die Lockerung der Regel stellt sicher, dass unterschiedlichste Sprachkenntnisse beim Servicepersonal vertreten sind. Das Mindestalter für angehende Singapore Girls beträgt 20 Jahre und wird im Regelfall auch nicht deutlich überschritten. Der Fünfjahresvertrag der Stewardessen kann maximal vier Mal um die gleiche Zeit verlängert werden, danach ist noch ein Aufschlag von weiteren drei Jahren möglich, bevor die Karriere als Singapore Girl unweigerlich endet. Die Ikone als Wachsfigur

Vier von zehn Flugbegleitern bei Singapore Airlines sind männlich. Als Markenbotschafterin gilt jedoch das Singapore Girl. Dieses steht sogar seit 1993 im Londoner Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, wo sonst Stars wie Angelina Jolie, die Queen oder Freddie Mercury zu sehen sind.

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TRAVEL NEWS Neue Verbindung von Billund nach Zürich

Sun-Air, der dänische Franchise-Partner von British Airways, eröffnet am 28. April 2014 die 13. direkte Flugroute ab dem dänischen Jütland. Der Flug wird jeweils fünf Mal pro Woche am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag durchgeführt. Billund ist Dänemarks zweitgrösster Flughafen und liegt zentral auf Jütland. Mehrere grössere Firmen haben ihren Hauptsitz im Einzugsgebiet des Flughafens, welcher in weniger als einer Stunde von Aarhus, Herning, Kolding, Vejle, Horsens oder Esbjerg aus mit dem Auto zu erreichen ist. Billund ist mit dem originalen Legoland und Europas grösstem gedeckten Wasserpark Lalandia ein bekannter Anziehungspunkt. Das schöne, von zwei Meeren umspülte Jütland ist zudem bekannt für ruhigen und Naturreichen Urlaub. www.ba.com Dem Paradies ein Stück näher

Das Streckenportfolio des Ferienfliegers Condor wird um ein Ziel reicher: Ab November 2014 ist Grenada immer samstags ab Frankfurt nonstop mit Condor zu erreichen. Mit türkisblauem Meer, einsamen Buchten mit Bilderbuchstränden, bunten Wohnhäusern, Gewürzplantagen und Vulkanen werden in Grenada Karibikträume wahr. Condor rüstet derzeit ihre gesamte Langstreckenflotte mit einer neuen modernen Kabine aus, sodass die Grenada-Flüge mit neuster Kabinenausstattung geplant sind: In-Seat-Entertainment in allen Klassen, neue, moderne Sitze und eine neue Businessclass mit Liegesitzen und 15-Zoll-Bildschirmen. Natürlich ist Grenada nicht nur von Deutschland aus bequem zu erreichen: Für die Anreise nach Frankfurt können Anschlussflüge ab Zürich ganz praktisch gleich bei Condor dazu gebucht werden. Ausserdem bietet Condor günstige Bahntickets an. www.condor.com Neuer First-Class-Sitz

Die Fünf-Sterne-Airline Qatar Airways präsentierte an der ITB ihren neuen First-Class-Sitz, der in den ab Juni 2014 ausgelieferten A380 zum Einsatz kommt. Der neue geräumige HighTech-First-Class-Sitz bietet einen knapp 2,30 Meter langen Sitzabstand und lässt sich in ein vollständig flaches Bett umwandeln. Weiterhin stehen den Fluggästen über die 66-Zentimeter-Bildschirme zahlreiche Entertainmentinhalte zur Verfügung. Qatar Airways hat insgesamt 13 A380 bei Airbus in Auftrag gegeben. Sie werden über 517 Sitze verfügen, davon 8 in First und 50 in Businessclass. Für 2014 sind zudem sechs neue Routen ab Doha geplant: Philadelphia (ab 2. April), Larnaca (ab 29. April), Istanbul Sabiha Gökcen Airport (ab 22. Mai), Edinburgh (ab 28. Mai), Miami (ab 10. Juni) und Dallas / Fort Worth (ab 1. Juli). www.qatarairways.com


TRAVEL gadget

Fünf Technikhelfer für entspannte Geschäftsreisen Zettelchaos, schlechter Sitzplatz im Flieger und wenig Schlaf lassen auf vielen Geschäftsreisen die eigene Leistung nur schwer abrufen. Neue Gadgets und Apps verbessern sowohl den Komfort als auch die Produktivität während der Reise. TEXT Evernote

Laserkeyboard für unterwegs

Wer auf dem Weg nicht nur effektiv arbeiten, sondern auch noch richtig Eindruck schinden will, schreibt einfach auf der mitgebrachten Lasertastatur. Mit dem mobilen Gerät kabellos verbunden projiziert «Epic» von Cellulon dank 3DElectronic-Perception-Technology eine Tastatur auf jede Unterlage und erfasst die Tippbewegung. Die eingebaute Maus sorgt ausserdem für entspanntes und schnelles Arbeiten im Dokument.

Schlafmaske, die Gehirnströme misst

Auf eng getimten Reisen bleibt wenig Zeit für genügend effektiven Schlaf. Wer trotzdem seine Leistung auf den Punkt abrufen möchte, dem bleiben oft nur kurze Powernaps, die üblicherweise wenig zur Erholung beitragen. Die von dem amerikanischen Startup Intelclinc entwickelte intelligente Schlafmaske NeuroOn misst Gehirnströme, Augenbewegung und Muskelkontraktionen und verspricht damit das Aufwecken zum perfekten Zeitpunkt. Bei richtiger Anwendung verspricht der Hersteller bis zu vier Extrastunden ohne Schlaf pro Tag.


Sitzplan-App für angenehmes Fliegen

Vom besten Blick auf den Film bis zum Ausmass der Beinfreiheit lassen sich durch SeatGuru bereits vor der Reise alle möglichen Störfaktoren umgehen. Nach der Angabe von Flugnummer und -datum zeigt die App den detaillierten Sitzplan des Flugzeugs an, inklusive Informationen zu TV-Geräten, Steckdosen, Sitzgrösse, dem üblichen Menüplan und Toilettennähe. Einzig der Sitznachbar bleibt noch eine Überraschung.

Mit Cloud-App gegen Zettelchaos

Egal, ob QR-Code, Zahlen- und Buchstabenkombination oder Fingerabdruck: Digital abrufbare Tickets ersparen dem Vielreisenden schon lange die Zettelwirtschaft am Gate. Mit Cloud-basierten Programmen, wie z. B. von Evernote, lassen sich PDFs und Mails zentral verwalten und kostenlos von überall via Smartphone, Tablet oder PC abrufen. Zudem können mehrere Nutzer gemeinsam an Dokumenten arbeiten und auf intuitiv bedienbarer Oberfläche zahlreiche Organisations- und Texterstellungstools nutzen.

Die neue Business Class zum Träumen...

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Der Eröffnungszug, 1889.

Rhätische Bahn Seit 125 Jahren ist die Rhätische Bahn (RhB) in Graubünden unterwegs. Im ­Jubiläumsjahr lässt sie die vergangenen Zeiten wieder aufleben: Viele Jubiläums­angebote mit h ­ istorischen und nostalgischen ­Zugkompositionen laden zu eindrucksvollen Zeitreisen ein.

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125 Jahre ­faszinierend ­unterwegs


Landwasserviadukt heute.

Der Bau des Landwasserviadukts, 1901.

M

it der Gründung der «Schmalspurbahn Landquart – Davos» durch den Holländer Willem Jan Holsboer nahm der Bahnbau in Graubünden seinen Anfang. Bereits 1889 konnte die Strecke von Landquart nach Klosters und ein Jahr ­ später bis nach Davos in Betrieb genommen werden. Mit dem Bau weiterer Strecken nach St. Moritz, Disentis / Mustér und Scuol-Tarasp sowie den Fusionen mit der Arosa- und der Berninabahn vergrösserte sich das Streckennetz der RhB bis auf 384 ­K ilometer Bahnlinie mitten im schweizerischen ­Hochgebirge. 125 Jahre Bahnerlebnisse Eine grossartige Landschaft, die einzig­artige Strecken­ führung und kreative Angebote auf den Schienen machen die Bündner Bahn so speziell. Authentische Zugkompositionen aus dem Dampfzeitalter wie auch Fahrzeuge aus den 30er-Jahren fehlen ebenso wenig

Erlebniszug Albula.

im Angebot wie moderne Panoramawagen in den welt­ berühmten Zügen «Bernina Express» und «Glacier ­Express». Im Jahr 2008 wurden die Albula- und die Berninastrecke der RhB auf die UNESCO Welterbe­ liste aufgenommen. Einzigartig fügen sich die Bahn­ linien mit spektakulären Kunstbauten wie Viadukten und Kehrtunnels harmonisch in die bezaubernde Landschaft ein. Spektakuläre Jubiläumsangebote Die RhB feiert 2014 ihr 125-jähriges Bestehen mit besonderen Jubiläumsangeboten: Neben einem Tag der offenen Tür am 10. Mai in der Werkstätte in Landquart erwarten die Besucher im Laufe des ganzen Jahres Dampffahrten, Nostalgiefahrten und historische Zugkom­ positionen auf dem ganzen Streckennetz. Ob Bahnliebhaber, Nostalgiker oder Geniesser – es ist für jeden Geschmack ein passendes Bahnerlebnis dabei. Weitere Informationen finden Sie unter www.rhb.ch/125-jahre.

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Automobiles Deutschland Das Auto ist der beste Freund. In den Automobilmuseen Deutschlands gibt es nostalgisches und automobiles Kulturgut aus n채chster N채he.

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Nostalgie auf vier R채dern


D

ie Region Stuttgart hat viel bewegt. 1883 entwickelte Gottlieb Daimler den ersten schnell laufenden, leichten Universalmotor und legte damit einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung des Automobils. Noch heute zeugen viele Museen und Veranstaltungen von der automobilen Vergangenheit der Region. Der Geschichte auf der Spur Alles begann in einem schönen Fachwerkhaus in Schorndorf. Dort wurde Gottlieb Daimler als Sohn eines Bäckers im Jahr 1834 geboren. Heute dient das Geburtshaus, das von der Daimler-Benz AG erworben und restauriert wurde, als Museum und Tagungsstätte. Dort hängt auch die legendäre Postkarte, die Gottlieb Daimler 1872 an seine erste Frau schickte. Darauf markierte er sein damaliges Wohnhaus in Köln-Deutz und schrieb: «Von hier aus wird ein Stern ausgehen … » Da ist er zum ersten Mal aufgeblitzt der Stern, der später zum Markenzeichen der Stuttgarter Automobilschmiede werden sollte. Daneben sind u. a. auch Daimlers Gesellenstück und das Notizbuch seiner Russlandreise zu sehen. Seine ausgedehnten Reisen und die begrenzten Möglichkeiten des Verkehrs waren Ausgangspunkt für eine weltverändernde Vision, der «selbsttätigen Fahrerei». Seine Ideen, allesamt Mei-

lensteine der Technik, setzte Daimler gemeinsam mit Wilhelm Maybach in seiner Werkstatt, einem Gewächshaus in Bad Cannstatt, um. Heute befindet sich in der Werkstatt in der Taubenheimstrasse die Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte. Modelle der Motoren und Werkzeuge lassen für den Besucher die Arbeit und Ideen der beiden Erfinder lebendig werden. Auch in der Galerie für Technik in Schorndorf kann man, neben weiteren technischen Errungenschaften, die Erfindungen Daimlers bestaunen. Mit einer grösseren Vision – zumindest längenmässig – beschäftigte sich in den 1930 er-Jahren Gottlob Auwärter jr., der 1935 in Stuttgart-Möhringen seinen Karosseriebetrieb gründete und mit der Fertigung von Omnibussen begann. Das Gottlob Auwärter-Museum zeigt anhand von 38 Stationen die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens auf, das von einer kleinen Wagnerwerkstatt zur Omnibusweltmarke NEOPLAN heranwuchs. Eine Nummer kleiner und auch nur auf zwei Rädern unterwegs ist alles, was es im Zweirad-Museum Pleidelsheim bei Ludwigsburg zu besichtigen gibt. Auf vier Ebenen und 860 Quadratmetern sind 250 rare Stücke ausgestellt, darunter der dreirädrige Benz-Patent-Motorwagen sowie eine weissrote BMW R 100 GS Paris-Dakar.


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Spielzeuge & Klassiker Im Boxenstopp in Tübingen kann Man(n) dies alles auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche bewundern. Der Boxenstopp gehört zu den ältesten und besten privaten Automobilmuseen Deutschlands. Besondere Highlights der Ausstellung sind die schnittigen Sportwagen, die (Renn-)Motorräder und eine alte Märklin-Anlage. Klassiker überdauern: Im Mercedes-Benz Classic Center in Fellbach können Automobilbegeisterte Legenden der Marken Daimler, Benz, Mercedes oder Mercedes-Benz bestaunen. In der angeschlossenen Werkstatt werden zudem Wartungsarbeiten und Reparaturen durchgeführt.

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Schöne Autos brauchen eine schöne Kulisse: Jährlich im Juni versammeln sich die schönsten und aussergewöhnlichsten klassischen Automobile im Rahmen der Veranstaltung Retro Classics meets Barock vor der wunderschönen Kulisse des Barockschlosses Ludwigsburg. Auch 127 Jahre nach der Erfindung des Automobils ist selbiges in der Region Stuttgart präsenter denn je. Mit den beiden grossen Automobilmuseen von Mercedes-Benz und Porsche sowie dem Meilenwerk Region Stuttgart ist das touristische Angebot komplett und stellt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für die Region Stuttgart dar.


On Tour Harley-Davidson Rushmore Bikes Harley-Davidson geht in der Produktentwicklung neue Wege: Vergangenes Jahr hat der führende amerikanische Motorradhersteller das Projekt Rushmore lanciert – und damit gehörig Staub aufgewirbelt. AUTOR Nicolas Ziegler

U

m das Fahrverhalten ihrer Touring-Maschinen weiter zu optimieren, arbeitete Harley-­ Davidson noch stärker mit den eigenen, ­passionierten Kunden zusammen und orientierte sich an ihren Erfahrungen und Vorlieben. Über mehrere Monate hinweg reisten die Ingenieure auf ihren Bikes durch die Welt und sprachen mit Bikern über ihre V ­ isionen und Wünsche. Die Inputs wurden systematisch ausgewertet und später in den Entwicklungswerkstätten aufgegriffen und umgesetzt. Die neuen Modelle sind nun dank der Zusammenarbeit noch agiler, kraftvoller und sicherer. Innovative Highlights sind unter anderem der neue Bluetooth-fähige Boom! Box-Infotainment-

System, verbesserte Verschalungen oder die besonders hellen Dual-Halogen-Daymaker-Scheinwerfer. Ab April bis Mitte August touren die neuen Rushmore-­ Modelle nun durch die ganze Schweiz. Im XXL-­ Harley-Truck werden die Maschinen an elf ausgewählte ­Standorte in der ganzen Schweiz gefahren. An jedem Stopp können sämtliche Bikes kostenfrei Probe gefahren werden – einzige Voraussetzung, um dabei zu sein: ein gültiger, unbeschränkter Motorradführerschein. HarleyDavidson kümmert sich um den Rest – inklusive Harley Spirit, Versicherung und sogar Motorradbekleidung. www.harley-davidson.ch

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TRAVEL NEWS Mit dem Rustexpress.ch zum Europa-Park

Eurobus erweitert sein Angebot und bietet seit dem 5. April fünf tägliche Routen mit dem Rustexpress.ch zum Europa-Park an. Zusätzlich zu den bereits angebotenen vier Strecken ab Zürich, Bern / Basel, Ost- und Zentralschweiz, wird auch eine Route ab dem Aargau täglich bedient. Ganz neu fährt zusätzlich vier Mal wöchentlich ein Bus ab der Region Biel und Solothurn nach Rust. Neu können auch die vier grossen 4-Sterne-Superior-Hotels des Europa-Parks direkt auf Rustexpress.ch gebucht werden. In diesen parkeigenen Erlebnishotels steht vom Einzel- bis zum Vierbettzimmer alles zur Verfügung. www.eurobus.ch

Donau im Dreivierteltakt

Mit Rad und Schiff entlang der Donau – ein ganz besonderes Erlebnis, denn das «schwimmende Hotel» ist immer dabei! Leicht bergab, meist mit einer sanften Brise im Rücken radelt man durch die beeindruckende Donaulandschaft und entdeckt die sagenumwobene Wachau. Und dann Wien – ein Feuerwerk an Sehenswürdigkeiten! Eine Stadt, die sich kaum beschreiben lässt, die man einfach erleben muss! Während einer Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad sind der Stephansdom, das Rathaus oder das Riesenrad zum Greifen nah. Auf dem Naschmarkt wird ein Marktbummel zu einem kulinarischen Erlebnis. Die Höhepunkte der Tour: die Schlögener Donauschlinge, die Wachau und die Weltstadt Wien mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. www.eurotrek.ch

Mit Pioniergeist Neuland entdecken

Auf den Premierenreisen der Expeditionsschiffe von HapagLloyd-Kreuzfahrten werden die Gäste zu echten Pionieren. Die jeweilige Schiffskonstruktion – mit einer geringen Tiefe von nur 4,8 Metern, einer Länge von maximal 122,8 Metern (MS Hanseatic) bzw. 111,5 Metern (MS Bremen) sowie der höchsten Eisklasse für Passagierschiffe – ermöglicht es, Destinationen zu bereisen, die von einem Kreuzfahrtschiff noch nie zuvor erschlossen wurden. Im August 2014 wird die Hanseatic als erstes nicht russisches Passagierschiff die Nordostpassage durch die russische Arktis befahren. Zudem wird auf der Amazonasreise mit der Bremen erstmalig versucht, über Iquitos hinaus bis nach Nauta zu kommen. 2015 wird die Hanseatic so hoch in Kanadas Norden vorstossen wie nie zuvor, mit dem Ziel Greelyfjord. www.hl-kreuzfahrten.de


pirelli.ch

ENGINEERED TO EXCITE BENZINGUTSCHEIN IM WERT VON

CHF 40.– vom 15.3. bis 30.4.2014*

TECHNOLOGIE – MIT DEN FÜHRENDEN FAHRZEUGHERSTELLERN ENTWICKELT – UM DIE LEISTUNG IHRES FAHRZEUGES ZU STEIGERN.

*Beim Kauf von vier Pirelli PKW oder SUV Sommerreifen ab 17 Zoll oder Winterreifen ab 16 Zoll beim teilnehmenden Händler vom 15.03. bis 30.04.2014 und deren Registrierung im P ZERO CLUB. Details und Teilnahmebedingungen unter pirelli.ch, Rubrik P ZERO CLUB.


AIDAprima

Das neue Flaggschiff von AIDA ­Cruises

Das neue Flaggschiff von AIDA Cruises wird 2015 auf den Namen AIDAprima getauft. AIDA Cruises ist die erste Reederei, die ganzjährig ein Schiff ab einem deutschen Hafen einsetzen wird.

AUTOR Lilly Steffen

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A

n Bord von AIDAprima ist man vom schlechten Wetter völlig unabhängig. Das Schiff wird mit seinen vielseitigen Erlebniswelten zur ­ estination – 365 Tage im Jahr. D Kreuzfahrt im Zeichen der 4 Elemente Bei der Gestaltung der neuen Activity-Decks mit dem 4 Elements standen die Elemente Wasser, Luft, Erde und Feuer Pate: Rasanter Spass auf den zwei Wasserrutschen des AIDA Racers oder sich treiben lassen auf dem Lazy River, ein Klettergarten in luftiger Höhe, ein grosszügiges Sportdeck, auf dem man ebenerdig trendigen Sportarten nachgehen kann. Das neue 4 Elements steht ganz im Zeichen von Action, Sport & Fun für die ganze Familie. Damit man sich jeden Tag und zu jeder Jahreszeit nach Herzenslust vergnügen kann, hat das 4 Elements ein auffahrbares Foliendach und ist damit wetterunabhängig. Gläserne Fahrstühle, die die Aussenbereiche miteinander verbinden, sowie ein gläserner Skywalk in 45 Metern Höhe am Heck des Schiffes sind weitere Highlights von AIDAprima. Individualität vom Bug bis zum Heck – das neue Kabinenkonzept AIDAprima verfügt über 1643 Kabinen, 14 verschiedenen Kabinenvarianten stehen zur Auswahl. Da ist für Jeden etwas dabei. Die klassische Balkonkabine wird zur Verandakabine, dank eines 6 m² grossen Sonnen­ bereiches mit Platz für bis zu zwei Liegen. Neu sind ebenfalls die Lanaikabinen mit Wintergarten und grosser Veranda auf dem Lanaideck (Deck 8). Die Türen des Wintergartens der Lanaikabine lassen sich komplett öffnen und verwandeln das private Ferienreich in ein 32 m² grosses Sonnenparadies. Wer sich für eine der 36 Panoramakabinen entscheidet, kann auf dem neuen Patiodeck ungestört im exquisiten Ambiente die Weltmeere erobern. Zugang zum neuen Patiodeck, das u.a. mit einem geschützten Sonnenareal und einer privaten Wasserlandschaft zum Ausspannen einlädt, haben ausschliesslich die Gäste der Panorama­kabinen und Suiten. Von der Patio Bar aus geniesst man am Bug des Schiffes auf Deck 16 die gleiche Aussicht wie der Kapitän. In den 32 Suiten von AIDAprima regiert die Grosszügigkeit. Bis zu 53 m² Wohnfläche oder ein bis zu 82 m² grosses privates Sonnendeck. In der neuen AIDA Lounge geniessen Suitengäste ein privates und exklusives Angebot, selbstverständlich mit Concierge-Service.

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Schlemmen und geniessen bis zum Auch das Restaurantkonzept auf AIDAprima wurde massgeblich weiterentwickelt. 13 Restaurants laden zu einer kulinarischen Weltreise ein. Neben den AIDA Klassikern wie dem Markt Restaurant, Bella ­Donna oder dem East wird es mit dem Fuego ein weiteres ­Buffet-Restaurant für die ganze Familie direkt neben dem 4 Elements geben. Im French Kiss servieren die AIDA Köche Spezialitäten der französischen Küche. Das Casa Nova bietet feinste mediterrane Küche im Ambiente einer venezianischen Villa. Premiere feiert ebenfalls die AIDA Kochschule. Nach dem gemeinsamen Einkauf exquisiter Zutaten auf den lokalen Märkten lüften die AIDA Köche ihre Geheimnisse während der gemeinsamen Zubereitung erlesener Menüs. Für den kleinen Hunger zwischendurch ist die Scharfe Ecke

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mit verschiedensten Currywurst-Spezialitäten genau das richtige. Die 18 Bars an Bord von AIDAprima sind ideale Treffpunkte, um sich über erlebtes auszu­tauschen und neue Freunde kennenzulernen. Jungfernfahrt und Metropolenreise Die Jungfernfahrt von AIDAprima führt vom 22. März bis 16. Juni 2015 auf einer einmaligen 86-Tage-Reise vom japanischen Yokohama aus nach Hamburg. AIDA Gäste werden 39 Häfen in 22 Ländern auf drei Kontinenten kennenlernen. Am 20. Juni 2015 startet die erste von 52 Reisen siebentägigen Reisen von AIDAprima zu den schönsten Metropolen Westeuropas. London/Southhampton, Paris/Le Havre, Brüssel/Zeebrügge und Rotter­ dam sind die Stationen dieser faszinierenden Reise. www.aida.ch/neuegeneration


ICH SEIN kann ich am besten an Bord von AIDA.

Tauchen Sie ein in eine einzigartige Welt der Entspannung. Ob Ayurveda, Massagen, Sauna mit Meerblick oder ein Aufenthalt in Ihrer privaten Wellness Suite – AIDA ist Ihre Wohlfühloase mitten auf dem Meer.

Einmalig. Immer wieder.

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Mit einem Schlag in eine andere Welt

Golfferien

An traumhaften Reisezielen wie den Balearen, Griechenland, T체rkei, den vereinigten Arabischen Emiraten oder in der Dominikanischen Republik erwarten Golfer abwechslungsreiche Pl채tze und ideale Trainingsbedingungen.

AUTOR Yvonne Beck

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L

ange Zeit war Golf nur ein Sport für Reiche. Doch seit einiger Zeit wendet sich auch der normale Durchschnittsbürger dieser Sportart zu. Kein Wunder, denn was gibt es Schöneres, als an der frischen Luft übers Grün zu wandern und sich sportlich sowie geistig zu betätigen? Entspannung und Fitnesstraining in einem, loslassen vom Alltagsstress. Kein Wunder, will man diesem Sport auch in den Ferien frönen. So springt auch die Tourismusbranche seit einiger Zeit auf diesen Zug auf. Und der Sektor boomt, denn fehlt es zu Hause an Zeit, dann kann man sich im Golfurlaub total der Faszination Golf verschreiben und die Golfprüfung ablegen oder das persönliche Handicap verbessern. Der Golfsport erfordert Konzentration, Koordination, Kraft und Ausdauer. Wer die Platzreife erlangen oder sein Handicap dauerhaft verbessern möchte, entscheidet sich für Golfferien. Professionelle Trainer und modern ausgestattete Plätze garantieren schnell beachtliche Erfolge. Top-Golfresorts, von Stararchitekten entworfene Traum-Golfplätze oder ein gemütliches Badeferienhotel in der Nähe einer Driving Range – das Golfferienangebot hält für jeden Geschmack und jedes Budget etwas bereit. Auch dem trüben Wetter kann man ein Schnippchen schlagen: mit einer Golfreise zu sonnigen Ferienzielen wie Dubai, Ägypten, Thailand, die Kanarischen Inseln oder Mauritius. Putten im Paradies Eins der beliebtesten Golfparadiese ist Thailand. Das asiatische Land verfügt in fast all seinen Regionen über ausgezeichnete Golfplätze. Während man im Norden inmitten des Dschungels golfen kann, locken im Süden Plätze in der Nähe der traumhaften Strände. Selbst die thailändische Hauptstadt Bangkok bietet eine Vielzahl von Golfmöglichkeiten. Hua Hin bietet hingegen die beste Kombination. Dort kann man nicht nur auf den besten Golfplätzen der Umgebung spielen, sondern auch die herrliche Strandatmosphäre geniessen. Nebenbei hat man die Möglichkeit, Bangkok mit seinen vielen Attraktionen zu erkunden. Möchte man auf verschiedenen Plätzen golfen und ausserdem die historischen Sehenswürdigkeiten des Landes kennenlernen,

bietet sich eine Golfsafari durch Zentralthailand an. Besonders luxuriös geht es in den Arabischen Emiraten zu. Vor allem Dubai bietet ausgezeichnete Golfplätze. Darüber hinaus lassen sich die wunderbaren Strände und die noblen Hotels geniessen. Möglichkeiten zum Golfspielen findet man ebenso im Indischen Ozean. So bietet das Touristenparadies Mauritius neben seinen weissen Stränden und klarem Wasser auch erstklassige Golfanlagen. Wer lieber die Karibik bevorzugt, kommt in der Dominikanischen Republik auf seine Kosten. Dort kann man unter Kokospalmen den Golfschläger schwingen und nebenbei am Strand ausspannen. Doch auch im Nachbarland Österreich kommen Freunde des Golfsports auf ihre Kosten. Ein ganz besonderes Schmankerl bietet die Region Kärnten. Mit der Alpe-AdriaGolf-Card brauchen sich Golffans um nichts mehr zu kümmern, ausser um ihr Handicap. Die Karte sorgt für viele unbeschwerte sonnige Stunden auf den Fairways und Greens der 20 schönsten Golfanlagen in Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien. Zwischen drei und fünf Greenfees können flexibel auf diesen Golfanlagen, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, abgespielt werden. Die Alpe-Adria-Golf-Card sorgt dabei für einen einheitlichen Preis und hohe Flexibilität. Die faszinierende Natur in drei Ländern und die facettenreiche, köstliche Alpe-Adria-Küche machen den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Golferlebnis.

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Golfkreuzfahrten Heute hier – morgen dort! Ein neuer Tag, ein neuer Ort und eine neue Partie Golf! Mit einer Kreuzfahrt gelangen Golfer bequem und entspannt von Platz zu Platz, die schönsten Putting Greens der Welt auf einfache Art und Weise zu erreichen. Zudem kann man mit der ganzen Familie anreisen, denn während die Eltern zufrieden das Eisen schwingen, werden die Kinder bestens betreut. Imagine präsentiert eine kleine Auswahl:

Die EUROPA – das 5-Sterne-PlusKreuzfahrtschiff Das Schiff bietet ein umfangreiches Programm an Golfkreuzfahrten weltweit an. Und auch sonst kann man sich hier in jedem Fall wohlfühlen. Für Golfer gibt es an Bord einen Golfsimulator mit über 30 TopGolfplätzen der Welt inklusive Videoanalyse. Jede Golfreise wird durch einen PGA-Professional begleitet. Erfüllen Sie sich den Traum einer exklusiven Golfkreuzfahrt zu den schönsten Plätzen der Welt! Columbus 2 – Hapag-Llyod Sportlich bis elegant präsentiert sich die COLUMBUS 2 der Reederei Hapag-Lloyd. Ganz oben auf dem Sonnendeck findet man alles, was man braucht, um sich auf die nächsten Greens vorzubereiten. Hier können Golfer an ihrer Schlagtechnik arbeiten. Golf-&-Cruise-Reisen mit der COLUMBUS 2 führen zu einigen der schönsten und bekanntesten Golfplätze der Welt. In kurzer Zeit lernt man so erstklassige Plätze in verschiedenen Ländern kennen. Begleitet werden die Spieler dabei von erfahrenen Pros. MS Deutschland – Reederei Peter Deilmann Reisen um die Welt mit dem Traumschiff MS DEUTSCHLAND und eine wundervolle Zeit auf dem schwimmenden Grand Hotel im stilvollen Ambiente,

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vornehmer Eleganz und modernster Technik geniessen. So lernt man die schönsten Golfplätze rund um den Globus kennen und wird dabei von erfahrenen Golfbetreuern an Bord und an Land begleitet. Golfreisen mit der MS DEUTSCHLAND erfreuen sich grosser Beliebtheit, erfüllen doch Service, Auswahl der Golfplätze und die Betreuung höchste Ansprüche. TUI – Mein Schiff Die sportlichen Herausforderungen im Golf und ein ausgezeichneter Service an Bord der Flotte TUI Cruises begeistern seit einigen Jahren eine Vielzahl von Golfspielern. Als Highlight findet einmal jährlich ein hochklassiges Golfturnier an den verschiedensten Plätzen dieser Welt statt. Ab dem 01.06.2014 heisst es zudem «Leinen los» zur Jungfernfahrt für Mein Schiff 3 rund um Westeuropa. Aber auch im Mittelmeer und beim Inselhopping auf den Kanaren werden Sie sich auf diesem Schiff so richtig wohlfühlen.


Luxuriöses Arabisches Erlebnis

Der Schweizer Reiseveranstalter "Golf and Travel" entführt Sie in die arabische Welt des „ShangriLa’s Barr Al Jissah Resort and Spa“, eines der fünf besten Ferienresorts im Mittleren Osten. Bei der aus drei Hotels bestehenden Anlage in Oman wählen Sie zwischen den folgenden Alternativen: ab CHF 1,520 pro Person im familienfreundlichen “Al Waha“, ab CHF 2,150 für das im Herzen der Anlage gelegene „Al Bandar“ oder ab CHF 2,590 für das luxuriöse „Al Husn“. Das exklusive Arrangement beinhaltet den Hin- und Rückflug mit Oman Air, den Transfer zwischen Flughafen und Hotel sowie die Übernachtung mit Frühstück für sieben Nächte. Der Aufenthalt im Al Husn Hotel ist darüber hinaus inklusive Mini Bar, Teeservice und Aperitifs vor dem Abendessen. Für die Übernachtung von Kindern (1) im Zimmer der Eltern werden CHF 850 für die Reise berechnet. Das Arrangement ist gültig von 15.05.2014 – 30.09.2014 Weitere Informationen, auch zu allen weiteren Sommer Arrangements, erhalten Sie auf der Internetseite www.golfandtravel.ch oder unter der Telefonnummer 0041 41 799 71 99.

Bahnhofstrasse 1 6037 Root | Tel. +41 41 799 71 99 | Mobile +41 79 245 42 76 Fax +41 41 799 71 91 | www.golfandtravel.ch | dorian.lustenberger@golfandtravel.ch


Adventure & Sport NEWS Der Sommer wird bunt

In diesem Sommer sind die Kindle eReader und Tablets so bunt und vielseitig einsetzbar wie nie zuvor. Zahlreiche neue Funktionen und Inhalte erweitern die Einsatzmöglichkeiten der Geräte und machen sie zu praktischen und unterhaltsamen Begleitern – zuhause und im Urlaub. Die knallbunten Hüllen von Swees für den Kindle Paperwhite machen auf Anhieb gute Laune. Sie sind nicht nur bunt, sondern auch besonders leicht, damit sie in der Badetasche nicht ins Gewicht fallen. Mit diesem und vielen weiteren frechen Accessoires zu den Kindle eReadern und Tablets kommt Farbe in den Sommer.

Im Zeichen von Widerstand und Beständigkeit gefertigt

Anlässlich des 25. Jubiläums seiner uhrmacherischen Aktivitäten präsentiert Victorinox Swiss Army eine limitierte und nummerierte Edition seiner berühmten Taucheruhr aus Titan. Erstmals in den Reihen dieser Kollektion sind 500 Stück dieses exklusiven Modells mit einem Gehäusedurchmesser von 43 Millimetern und mit einem mechanischen Chronografenuhrwerk mit automatischem Aufzug ausgestattet. So stellt die Dive Master 500 mit dem Jahrgang 2014 einmal mehr eindrucksvoll ihre hochwertige Bauweise, Robustheit und Zuverlässigkeit unter Beweis.

Multifunktionale Kjuss-Leichtgewichte

Eine Softshell-Jacke für Abenteuer in den Bergen, am Wasser oder in der Stadt – ein hochelastischer Windbreaker, so leicht wie eine Feder. Modisch und dennoch sehr technisch umgesetzt, bietet sie optimalen Wetterschutz und besten Komfort. Nur 145 g resp. 170 g trotzen Wind und Wetter. Das 4-Wege-Stretchmaterial und die ergonomische Schnittführung des ultraleichten Windbreakers sorgen für unschlagbare Bewegungsfreiheit. Hoher Tragekomfort ist garantiert. Das geringe Packvolumen ist ein weiterer Pluspunkt und macht das Ladies Breeze Jacket und das Men Seve Jacket zum unverzichtbaren Begleiter.


Von Berg bis Stadt

Wer das Abenteuer sucht, sollte mit beiden Füssen fest auf dem Boden stehen, wie mit den Salewa Escape – dem Schuh für Abenteuerreisen und die relaxten Momente zwischen alpinen Herausforderungen. In der Surround-Technologie mit GoreTex ist ein komplett neuer Standard entstanden, der Komfort auf das höchste Level hebt. Die GoreTex-Technologie und die offene Sohlenkonstruktion sorgen für einen absolut wasserdichten und doch rundum atmungsaktiven Schuh.

Aloha Dakine

Der Hawaii-Style ist angesagter denn je: Die tropischen Blumenmotive á la Thomas Magnum werden im Sommer 2014 die Strände und Citys auf der ganzen Welt erobern und bringen viel Exotik und lässiges Surf-Feeling zu Dakine-Fans und allen, die es werden wollen. Die Designthemen Tropics, Higgins und Aloha finden sich auf Taschen, Rucksäcken, Hip Bags, Reisegepäck, Party Duffles, Caps und Geldbeuteln wieder, zudem begeistern die Produkte mit viel Funktionalität und durchdachten Details.

Für scharfe Momente

Als Nachfolgerin der erfolgreichen D4 ist die Nikon D4S wegweisend im Bereich professionelle High-Speed-Fotografie. Der Sensor der Kamera in neuer Ausführung bietet eine ultimative Bildqualität und der ISO-Bereich von 100 bis 25’600 ist auf branchenführende 409’600 erweiterbar (ISO Entsprechung). Mit Nikons neuer Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 4 setzt die Kamera auch in Sachen Leistung völlig neue Massstäbe: Die Bildwiedergabe und die ISO-Leistung konnten nochmals verbessert werden. Eine optimierte Anordnung und neue Formen der Tasten sorgen für die optimale Ergonomie auch bei langen Fotoeinsätzen.


Die Formel 1 des Bergsteigens

Benedikt Bรถhm

In knapp 24 Stunden schaffte es Benedikt Bรถhm mit Skiern bis zum Gipfel und wieder herunter, und das auf dem achthรถchsten Berg der Welt!

AUTOR Lone K. Halvorsen

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D

er Dynafit-Geschäftsführer Benedikt Böhm hat ein zeitraubendes und vor allem ein ungewöhnliches Hobby. Denn neben seinem Kopf beansprucht der Manager vorwiegend seinen Körper. Der 1977 in München geborene Böhm bezwingt Achttausender so kompromisslos, wie kaum ein anderer, denn seine Leidenschaft ist das Speed-Bergsteigen. Leicht, schnell und sicher besteigt er mit Skiern in Re-

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kordzeit die höchsten Gipfel der Welt. IMAGINE sprach mit dem sympathischen 36-jährigen Extremskibergsteiger, der den Manaslu ohne Sauerstoff bezwungen hat. IMAGINE: Was treibt Sie dazu, die höchsten Berge der Welt im Eiltempo zu besteigen? Benedikt Böhm: Ich komme aus dem Leistungssport als Skitourenrennläufer. Mich hat der Sport


so fasziniert, dass ich diesen Speed-Ski-Stil an immer höheren Bergen ausprobiert habe. So ging es von 5 000 auf 6 000, 7 000 bis auf 8 000 Meter. Es geht dabei nicht um Rekorde, sondern um ein Zeitfenster, welches ich mir selbst auferlege, um heil nach oben und wieder herunterzukommen. Ich bin fasziniert von der Kombination aus schnellem und leichtem Aufstieg, direkt vom

Basecamp gefolgt von einer Skiabfahrt an den höchsten Bergen. Wie viel Vorbereitungszeit benötigen Sie für eine Besteigung? Und welche Faktoren müssen beachtet werden? Bis ich mich 2006 an meinem ersten 8 000er in diesem Speed-Ski-Stil gewagt habe, sind Jahre der Vorbereitung vergangen. Es geht nicht nur um ein unglaubliches Trainingspensum, sondern auch ums Steilwandskifahren und perfekte Technik. Zudem musste ich meine Instinkte entwickeln, um die richtigen Entscheidungen in der Todeszone zu treffen. Als Aussenstehender würde man vermuten, den Berg könnte man eher in einem etwas ruhigeren Tempo geniessen. Was reizt Sie so sehr an der schnellen Besteigung? Das ist ein allgemein gängiger Irrglaube. Schnelligkeit ist völlig subjektiv und der Genuss hängt enorm mit der individuellen Leistungs- und Belastungsgrenze zusammen. Ich denke, dass ich einen wesentlich niedrigeren Puls habe als zum Beispiel die vielen Skitourengeher, welche ich schnell während meiner Trainingseinheiten überhole. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ich mehr von meiner Umgebung mitbekomme, obwohl ich schneller bin, da ich weiter von meiner anaeroben Schwelle entfernt bin als vielleicht der langsamere Sportler. Wenn es an eine Gipfelbesteigung von einem 8 000er geht, kann ohnehin nicht mehr von Geniessen gesprochen werden. Auch hier habe ich erlebt, dass Bergsteiger wesentlich näher an ihrer Leistungsgrenze waren als ich, obwohl sie von einem 2 400 Meter höher gelegenen Lager zum Gipfel gestartet sind. Zudem hatten sie künstlichen Sauerstoff und Sherpa dabei. Ich startete vom Basecamp und verzichte auf künstlichen Sauerstoff und Sherpa. Mit welcher Ausrüstung sind Sie unterwegs? Was befindet sich in Ihrem Rucksack? Wird auf etwas verzichtet, um das Gewicht zu reduzieren, was jedoch eventuell dieSicherheit optimieren könnte? Wir verzichten auf alles, was man sonst dabei hat, wenn man traditionellerweise über Lagerketten geht. Das heisst, wir haben keine Rückzugsmöglichkeit in ein Zelt und einen wärmenden Schlafsack.

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Wir haben somit auch keine Kochstelle und kein extra Proviant. Wir brechen fast auf wie bei einem Skitourenrennen in den Alpen. Alles ist auf ein minimales Zeitfenster ausgelegt. In unserem Rucksack befindet sich nur das allernötigste Material, wie Steigeisen, Pickel, 2 Liter zu Trinken und 20 Powergels zu Essen. Gesamt wiegt mein Rucksack 12 kg. Alles ist kompromisslos abgestimmt, um schnell und leicht zu sein. Jeder Handgriff ist perfektioniert. Schnelligkeit ist wiederum der entscheidende Sicherheitsfaktor für mich. Denn anstatt mich 3 bis 4 Tage in der Risikozone aufzuhalten, verbringe ich nur wenige Stunden in der Todeszone. Zudem breche ich mit vollen Energiespeichern vom Basecamp in einem Zug zum Gipfel auf. Ich habe zwar keine Lagerketten, aber die Skier als schnelle Abstiegshilfe, falls ich umkehren muss. Es gibt kein gut oder schlecht, jeder muss für sich entscheiden, wie er am besten in der Todeszone zurechtkommt. Begleitet Sie stets die Angst während einer Bergbesteigung? Angst kann blockieren, aber auch überlebenswichtig sein. Ich versuche, blockierende Angst mit Mut zu überwinden und überlebenswichtige Angst nicht zu ignorieren. Die Anspannung während solch einer Besteigung, die ich als die Vorstufe der Angst empfinde, ist ein extrem wichtiger Motor. Würden Sie sich selbst als mutig bezeichnen? Der Grat zwischen Mut und Dummheit ist oft schmal. Ich war von Kind auf bis Mitte zwanzig ein Draufgänger und wollte Stuntman werden. Dabei lieferte ich mich regelmässig selbst mit Platzwunden ins Krankenhaus ein. Schmerzhaft lernte ich, dass selbst verschuldete Verletzungen dumm sind. Ich habe mein Draufgängertum abgelegt und bekämpfe meine Angst heute nicht mehr durch Tollkühnheit, sondern durch Professionalität und optimale Vorbereitung. Bei der Besteigung von Manaslu wurden Sie mit der Gewalt der Natur direkt konfrontiert. Im Lager 3 nebenan starben mehrere Bergsteiger in einer Lawine. Wie stark beeinflussen solche Erlebnisse weitere Bergbesteigungen? In solchen Situationen handelt man instinktiv. Wenn die Aussenwelt von solchen Unglücken hört, ist das ein grosser Schock. Wir wissen um die Risiken und wir wären naiv, wenn wir diese ignorieren würden. Die Risikobereitschaft sinkt mit steigendem Alter und wachsender Erfahrung. Mit meinen fünf Freunden zusammen waren wir kurz nach dem Lawinenunglück als Erste an der Unglücksstelle. Wir haben sechs Stunden dort oben gearbeitet, bis endlich Rettung aus der Luft kam. Sechs Tage später bin ich in 15 Stunden vom Basecamp zum Gipfel gelaufen. Dabei zählt für mich die Selbstachtung. Wir hatten alles getan, um den Menschen zu helfen, und ich hatte ein reines Gewissen vor mir selbst.

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Reizt Sie der Mount Everest? Ja. Wie sehen Sie die Entwicklung der Outdoor-Branche in Zukunft? Für die ganze Outdoor-Branche kann ich nicht sprechen, aber es wird wie überall sein: Um eine boomende Branche erfolgreich zu erhalten, muss sich die ganze Branche immer wieder neu erfinden. Dafür braucht es die Bereitschaft, Veränderungen voranzutreiben und Innovationen zu fördern. Ich denke, dass die Branche das Potenzial hat, auch langfristig erfolgreich zu sein, denn was gibt es Schöneres als in den Bergen und draussen zu sein?

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NICE TO KNOW Im Angesicht des Manaslu

Speedbergsteigen in der Todeszone Von Benedikt Böhm Im Herbst 2012 ereignete sich eines der schwersten Bergunglücke im Himalaja: Benedikt Böhm plante eine Speedbegehung des Manaslu, als eine Lawine mehrere Bergsteiger begrub und er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach Überlebenden machte. Nun verarbeitet er die Tragödie in einem Buch und erzählt, warum er wenige Tage danach trotzdem den Gipfel bestieg. Rückblickend beleuchtet er Schlüsselmomente seiner Bergsteigerkarriere: von der Bezwingung des ersten Achttausenders – des Gasherbrum II –, einem dramatischen Überlebenskampf am Broad Peak bis hin zum Scheitern am Manaslu fünf Jahre zuvor. Er schreibt über schwierige Entscheidungen, einsame Erfolge sowie Freundschaft und Rivalität am Berg; und schildert, wie sich Expeditionen, Familie und Beruf vereinbaren lassen.

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VOLUME 12

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

AUSTRALIEN

VOLuME 11

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Jordanien

Zu Besuch bei den Aborigines

VOLUME 10

VOLUME 9

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VOLUME 8

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

Asien

ARABIEN

Dubai & Oman

Tote Meer & Petra

USA

Thailand & Vietnam

Tokio

Florida, North Carolina und Texas

Die Sushi-Metropole

BARcELoNA

Besucherzentren der grünen Insel

Masai Mara & die «Grosse Migration»

kANADA

Unesco

Winterparadies Banff

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ZüRIch

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TüRkEI

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AThEn

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TOSkAnA // ARkTIS // SEychELLEn // PORTugAL // BERgfERIEn

Zwischen Luftgitarren WM und Saunieren

Brighton Oman

Heimat des Weihrauchs

Mittelmeer

New Yorks Streetfood

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Finnland

Englands ältestes Seebad

Filme aus Mollywood

USA

Wüsten, Berge, Reisterrassen www.prestigemedia.ch | chF 4.90.–

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Marokko

IRLAND

Kenia

Shoppingmekka Bangkok

Auf den Spuren der Anne Frank

Die Perle Afrikas

Von Olinda bis Salvador

ThAILAND

gALApAgOS

Amsterdam

UGANDA

Brasilien

Kulinarische Entdeckung

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Perle an der Elbe

Schönheit jenseits des Ararat

Im Bann des Art Déco

DäNEmARk

ISchgL

Hamburg

ARMENIEN

MiaMi

Weihnachtsmärkte in Spanien

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THAILAND // NAMIBIA // SALZBURG // APULIEN // ABC INSELN

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Inseln zum Träumen

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JAMAIkA // FLUSSFAhRT DUORO // WIEn // TIM RAUE // TEUFELSInSEL

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KREUZFAHRTEN // MALEDIVEN // PARIS // ST. MORITZ // ÄGYPTEN // CUBA

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«NaTour pur» Zwei neue Velotouren in der Ostschweiz

Velofahrer, die es leichter nehmen, oder sportliche V ­ elofahrer, die auf ihre Kilometer kommen wollen – in der Ostschweiz gibt es für alle Zweirad-Begeisterten genau die richtigen Routen.

V

orbei an Flüssen, Seen oder voralpinen Landschaften, das Entdecken von Kulturschätzen wie Museen, Schlösser und idyllische Städtchen – per Velo kein Problem und mit der Familienroute haben auch die Kleinen ihren Spass.

Familienroute Die neue Familienroute Bodensee-Rhein zwischen Bad Ragaz und Schaffhausen ist für Familien ein unvergessliches Abenteuer, bei dem die Kleinen im Mittelpunkt stehen. Denn sie verbindet als signalisierte

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Velotour t­olle Spielplätze und zahlreiche Familien­ attraktionen. Gemütlichkeit und Abwechslung werden auf der Familien­route Bodensee-Rhein gross geschrieben. Die Strecke ist sicher zu befahren und flach. Die 187 Kilometer entlang dem Rhein und Bodensee sind in sechs Tages­etappen mit Musse zu bewältigen. Das lässt Frei­ räume – etwa um zu schwimmen und zu planschen, über dem selbst entzündeten Feuer eine Wurst zu «brötle», in ­einem familienfreundlichen Betrieb einzukeh-


Die Königsroute im Toggenburg. © Perret

ren, sich auf einem der vielen Spielplätze auszutoben oder einen agrotouristischen Betrieb zu besuchen. Für die Übernachtung stehen Gasthöfe, Hotels, Jugendherbergen oder Bauernhöfe zur Auswahl. Königsroute Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein Rheinfall, Churfirsten, Bodensee, Säntis und vieles mehr: Die Königsroute der Ostschweiz umfasst die schönsten «Perlen» der Erlebnisregion. In zehn Tagen wird die Region mit eigener Muskelkraft erkundet.

Rund 300 Kilometer, der grösste Teil der Route, werden auf dem Velo zurückgelegt. An zwei Tagen werden für 20 Kilometer die Wanderschuhe angezogen. Hier und da lohnt sich ein Umsteigen auf die ÖV, sei es auf einer schönen Schifffahrt oder einer Zugfahrt mit Aussicht. Tag 1: Romanshorn – Schaffhausen: Der Tag am Wasser. Er startet in Romanshorn und führt zunächst am Bodensee entlang. Die Schifffahrt von Stein am Rhein bis Schaffhausen, einem der schönsten

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schiff­baren Abschnitte des Rheins überhaupt, ist ein Highlight des ersten Tages. Übernachtet wird im zauberhaften Schaffhausen. Ein Abstecher an den Rheinfall, dem grössten Wasserfall Europas, ist ein Muss. Tag 2: Schaffhausen – Kloster Fischingen: Vom Seerücken ins Tannzapfenland oder der Kontrast zwischen Kartause und Kloster. Tageshighlights sind die Anlage der Kartause Ittingen und die Übernachtung im neu ­renovierten Kloster Fischingen.

Rheinfall mit Schloss Laufen (ZH). © Christof Sonderegger

Tag 3: Kloster Fischingen – Rapperswil: Hier sind die ersten Höhenmeter beim Übergang vom Bodensee in das Zürichsee-Gebiet zu absolvieren. Oben angekommen, wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Tag 4: Rapperswil – Wildhaus: Der Erholungstag unter dem Motto «Tosender Fluss und klingender Berg». Die Bahnfahrt der Thur entlang und die leichte Bergwanderung auf dem Klangweg mit vielen spannenden Installationen und Panoramasicht auf den Säntis sind ein echtes Erlebnis. Schlafen im Stroh. © Christof Sonderegger

Tag 5: Wildhaus – Bad Ragaz: Rheintal so weit das Auge reicht: Zum ersten Mal zeigt es sich bei der aussichtsreichen Talfahrt in seiner ganzen beein­ ­ druckend schönen Grösse. In Bad Ragaz lädt ein Besuch in der Tamina Therme zum entspannenden ­ ­Tagesabschluss ein.

Tag 7: Vaduz – Appenzell: Auf dieser Etappe geht’s in Wanderschuhen in das Appenzeller Alpstein­gebiet mit einer der schönsten Panoramen der östlichen ­Alpenregion.

Tag 6: Bad Ragaz – Vaduz: Diese landschaftlich sehr schöne Etappe führt durch die Bündner Herrschaft und hinunter in die Liechtensteiner Rheinebene.

Tag 8: Appenzell – Heiden: Zunächst die typische ­Appenzeller Hügellandschaft und zuletzt die fantastische Aussicht über den Bodensee. Der Brauchtums- und Er-

Die Familienroute Bodensee – Rhein.

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Die Königsroute Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein.


Die Ostschweiz bietet Spass für Gross und Klein.

lebnisfaktor ist in dieser Region so dicht, dass es für Hobbyfotografen, Volkskundler, Handwerkslieb­ haber und generell für Genussmenschen schwierig ist, die Kompassnadel auf Kurs zu halten. Tag 9: Heiden – St. Gallen: Diese Etappe führt vom traditionell geprägten Appenzeller Vorderland hinein in die städtische Agglomeration. Wer St. Gallens wunderschöne Altstadt mit ihrem UNESCOWeltkultur­ erbe besucht, dem Stifts­ bezirk mit Stiftsbibliothek und ­Kathedrale, der entdeckt die wohl berühmteste Ostschweizer K ­ ulturperle. Tag 10: St. Gallen – Romanshorn: Mit einer ­Stippvisite im klassischen Mostindien am oberen Bodensee endet die zehntätige Route. Gemütlich lässt man das Velo den langen «Hang» zwischen Stadt und See «hinunter­t rölen». Abwechslung b­ ieten die vielen bäuerlichen Highlights entlang der S ­ trecke. Ein Halt im Wasserschloss Hagenwil darf nicht fehlen.

NICE TO KNOW

Die beiden neuen Routen von «NaTour pur», der Angebotslinie von Ostschweiz Tourismus, sind mit Übernachtung, Velo- und Gepäcktransport ab / nach Domizil, Gepäcktransport zwischen den Etappen, Reiseunterlagen und Kartenmaterial bei SwissTrails als Ganzes oder etappenweise buchbar. Dies ermöglicht entspannte und sportliche Ferien! www.swisstrails.ch Weitere Informationen

Familienroute: www.natourpur.ch/familienroute Königsroute: www.natourpur.ch/koenigsroute Ostschweiz Tourismus Fürstenlandstrasse 53 CH-9000 St. Gallen Tel. +41 (0)71 274 99 00 www.ostschweiz.ch

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«De Madrid Madrid al cielo» «De Madrid al cielo» heisst ein Sprichwort der Madrilenen. – «Von Madrid aus direkt in den Himmel». Mit anderen Worten, gibt es nach dem Empfinden der spanischen Hauptstädter nichts Göttlicheres als die Stadt Madrid selbst; ausser eben irgendwann ganz oben beim Allmächtigen anzukommen.

AUTORIN & BILDER Anya Bartels-Suermondt


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A

uch wenn der Himmel noch lange warten kann, man sollte öfter «nach oben schauen» in dieser iberischen Hochburg der Schönheit. Denn was es hier unter diesem, nach König Felipes IV Hofmaler Diego Velzaquez benannten, «velzaqueñischem» tiefblauem Himmel zu sehen gibt, ist monumental: Da gruppieren sich auf den Dächern der gewaltigen Paläste, Stadthöfe, beängstigend lebensnahe Skulpturen von viel bepferdeten rasenden Streitwagen, stolzen Kriegern, mystischen Engeln, durchmischt mit gigantischen Uhren, Türmen und goldenen Kugelsäulen. Kurzum, direkt unter Madrids Himmel geht es so turbulent zu wie in epischen Geschichtsdramen à la Spartakus.

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Der Geist Madrids Zurück auf iberischem Boden findet der Besucher in Madrid eine Mischung aus brodelndem Treiben, schrägen Stadtvierteln, prachtvoller antiker und moderner Architektur, Reliquien vergangener Zeiten und allerorts eine scheinbar nie enden wollende überschäumende Lebensfreude. Krise in Spanien? Ja, und wie! Aber grundsätzlich gilt: «Es gibt nichts, was sich nicht durch ein gutes Glas Wein mit Freunden regeln lässt!» Den Geist der Stadt machen die Menschen aus: Madrilenen sind stolz auf die Ihrigen und überaus gastfreundlich zu Besuchern, hier bleibt keine Tür verschlossen. Zwischen Improvisieren, Chaos und dem in der Seele verankerten Optimismus wird das


«Miteinander» im Bestreben gelebt, dass es ein jedem an nichts fehlen darf. Bei mir gleich um die Ecke wohnt Schriftsteller Javier Marias («Mein Herz so Weiss»), just daneben haben sich die Homeless Antonio und José auf meiner Strasse eingerichtet, wo sie im Übrigen nie alleine sind. Hier kennt jeder jeden, wie in einem Dorf: Mein Barrio «Los Austrias» lebt über das ganze Jahr hinweg draussen, unter diesem fast immer blauen VelazquezHimmel, ganz gleich, ob während der Semana Santa hier die Madonna übers Kopfsteinpflaster getragen wird oder 100 Meter weiter in der Gran Via ein Pokal aus den jubelnden Händen «unserer» Fussballgötter

der «La Roja» vom Bus runterfällt! Irgendwas ist immer! Madrid ist über das ganze Jahr so freudig bewegt und facettenreich wie die Gestensprache der handbemalten Fächer edler Damen. Die schönsten kaufen die Caballeros bei der «Casa Diego» gleich am geografischen Kilometer 0 Spaniens, auf der Puerta del Sol, wo Napoleon einst vom spanischen Volk bezwungen wurde. Zwischen dem geschichtsträchtigen Platz «Tor der Sonne», dem wunderschönen Tropengartenbahnhof «Atocha», dem Real-Madrid-Tempel «Estadio Bernabeu», der Plaza «Santa Ana» mit seiner melancholischen Garcia-Lorca-Statute und seinen wilden

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PURE SPECIAL LIFEDESTINATIONS 140 IMAGINE VOLUME 13


Cani-Bars, zwischen dem Edelviertel «Salamanca» und dem alternativen Immigrantenbarrio «Lavapies», findet sich auch an jeder Ecke und zu jeder Stunde Musik. Im antiken «Café Central», gleich um die Ecke der Santa Ana, finden allabendlich die besten Jazz- und Blues-Konzerte statt (unbedingt reservieren). Im «Central» finden sich Jahr für Jahr Jazz- und BluesGrößen aus allen Teilen der Welt ein, es gilt als einer der besten Jazz-Clubs Europas und ist jeden Abend bis zur Stuckdecke rauf voll! Aber, wenn in Spanien, dann lieber Flamenco? Auf der zelebren Bühne im Hinterzimmer der berühmten «Casa Patas» feierten eine Vielzahl der grössten Flamenco-Stars ihr Debüt. In der «Casa Patas» kann man auch gleich zwischen jeweils zwei Konzerten am Abend die spanisch-rustikale und hier ausgesucht gute Küche geniessen. Es empfiehlt sich, bei derartig ambitionierten Plänen für den Abend, vorab am Nachmittag eine satte Siesta zu halten! – Die Uhren in Spanien gehen anders, denn vor 21 Uhr oder 22 Uhr wird kaum gegessen. Und wer bis spät durchhält, sollte in der «Casa Patas» die zweite Vorstellung des Abends gegen halb 1 Uhr nachts besuchen. In der sitzt man dann zwischen den authentischen «Gitanos» und Musikern.

te, sollte in den Mercado San Miguel gehen, eine im Altstadtviertel «Barrio de los Austrias» gelegene, im Jahre 1913 im Jungendstil erbaute, traumhafte Markthalle. Seit Dekaden unter Denkmalschutz stehend, ist der Mercado heute zu einem wahren Gourmettempel mutiert. An unzähligen Kochstellen werden hier die Spezialitäten gleich vor den Augen der Besucher zubereitet. Wer will, kann sich so den ganzen Tag durch Dutzende verschiedener Küchen probieren, die Gerichte kommen je nach Wunsch als ganze Rationen oder als kleine Tapas. Ein Besuch im Mercado San Miguel kann schnell zur Neuauflage des Ferreri Films «Das grosse Fressen» werden, auch Mastroianni und Piccoli, obschon Italiener, hätten hier wohl proklamieren wollen: «De Madrid al cielo»! Anya Bartels-Suermondt

www.anyabartelssuermondt.com

PLACES TO BE Café Central

Ein besonderes Mekka von Avantgarde-Restaurants, Vintage-Läden, Galerien, Programmtheatern, schrillen Cafés, speziellen Büchereien und schummrigen Cocktailbars findet sich zwischen den eng – wie verliebt – verschachtelten restaurierten Häusern in «Chueca» und «Malasaña», beide eine Art madrilenisches SOHO mit multikulturellem Touch aus Schwulen-, Künstler- und Kreativen-Szene! Hier stehen Edelhuren neben dem roten Teppich einer Vernissage, geben Literaten in Antiquariaten Lesungen, Tür an Tür mit Kramläden, die noch heute Niedrigpreise mit «Todo a 100» in Peseten anpreisen. Gleich daneben die Top-Cocktailbar «Valgame Dios», dort treffen sich bei Inhaber Santi Schauspieler, Musiker, Toreros – kurz: die Schönen und Berühmten – auf einen der besten Gintonics der Stadt!

Plaza del Ángel, 10, 28012 Madrid Phone:(+34) – 913 69 41 43 www.cafecentralmadrid.com

Wer ausgesuchte Weine, Seeigel, Schinkenspezialitäten, Wermut vom Fass, Chorizos mit Mango, Joghurtspezialitäten oder Feingebäck geniessen möch-

Mercado San Miguel

Casa Patas

Calle de los Cañizares, 10, 28012 Madrid Phone: (+34) – 913 69 04 96 www.casapatas.com Valgame Dios

Calle de Augusto Figueroa, 43, 28004 Madrid Phone: (+34) – 917 01 03 41 Casa Diego

Puerta del Sol, 12, 28013 Madrid Phone: (+34) – 915 22 66 43

Plaza de San Miguel, s/n – 28005 Madrid www.mercadodesanmiguel.es

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Die wohltuenden Eigenschaften des Meeres

Thalasso

Ein Aufenthalt am Meer steigert das Wohlbefinden. Meerwasser, Salz, Algen und Schlick – die Elemente des Meeres – machen schön, schlank und gesund.

AUTORIN Lilly Steffen

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ür den Wellnessurlaub oder eine Kur mit Anwendungen eignet sich Thalasso hervorragend. Auf die Methode, mit Meereswasser, Algen, Meeresschlamm und -luft Menschen zu behandeln, schwört man schon einige Jahrhunderte, denn Thalassokuren können eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Sauerstoffversorgung im Körper haben. Durch die Förderung der Fettverbrennung sind sie zudem ideal zum Abnehmen und Entgiften. Sie werden zur Revitalisierung sowie bei Stress und allgemeiner Erschöpfung empfohlen. Zudem beeinflussen sie Herzkreislauf, Blutdruck, Gelenke, Wirbelsäule, Atemwege, Rheuma, Neurodermitis und Schuppenflechte, Durchblutungsstörungen, chronische Verstopfung, Morbus Crohn sowie Rückenprobleme positiv. Der Gesundheit zuliebe Bereits im Jahr 1750 hat der englische Arzt Richard Russell die Therapie mit Meerwasser gegen Infektionskrankheiten ausgearbeitet. Seine Arbeit handelte «Über die Verkleinerung der Halslymphknoten oder über den Gebrauch des Meerwassers bei Erkrankungen der Lymphknoten».

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Jedoch kam es erst im 19. Jahrhundert zu einem Durchbruch in der Anerkennung des Verfahrens, das heute nach einigen geschichtlichen Unwägbarkeiten wieder eine Renaissance erlebt. Ursprünglich war die Thalassotherapie dazu gedacht, mit der ganzen Kraft des Meerwassers gegen Infektionskrankheiten anzugehen. Schon im 19. Jahrhundert kam die Therapiemethode von Frankreich nach Deutschland und wurde im Seebad Heiligendamm erstmalig angewendet. Neben den vielfältigen Anwendungen mit den Meeresprodukten spielt auch die Entspannung durch Spaziergänge in klarer Luft am Meeresstrand eine grosse Rolle. Das Reizklima sorgt für einen zusätzlichen gesundheitlichen Aspekt, der Aufenthalt am Meer bringt tiefe Entspannung für Körper und Geist. Natürliche Bestandteile aus dem Meer werden zu Algenpackungen, Schlammbädern oder einer Schlickpackung verarbeitet. Meerwasserinhalationen sind ideal bei gesundheitlichen Problemen mit den Atemwegen. Ab an die See Um eine Thalassokur durchzuführen, muss man nicht ins Mutterland des Thalasso, Frankreich, fahren, auch nicht

unbedingt bis nach Tunesien. Obwohl in Tunesien besonders die Wärme und die Sonne als sehr positiv empfunden werden. Es gibt auch an der Ostsee in Deutschland schöne Angebote im Bereich der Thalassokuren. Einzigartig jedoch ist das heilsame Reizklima der Nordsee, das schon bei einem Strandspaziergang vitalisiert und die Abwehrkräfte stärkt. Eine Wohltat für Körper und Geist. Wenn eine frische Brise die salzige Seeluft herüberweht, der Sand weich unter den Füssen nachgibt und die scheinbar unendliche Weite jeglichen Alltagsstress vergessen lässt, dann tut man sich und der Gesundheit etwas Gutes. Die Bewegung an der frischen Luft und die Reize des Seeklimas stärken Körper und vermitteln ein wohliges Entspannungsgefühl. Das ist bereits der erste wohltuenden Thalassoeffekt der Nordsee. Und mit gezielten kosmetischen und therapeutischen Anwendungen lässt sich dieser noch verstärken. In den Thalassoeinrichtungen entlang der Nordseeküste und auf den Inseln kann man jede Menge Thalassoanwendungen zur Entspannung und Steigerung des Wohlbefindens geniessen. Die entsprechenden medizinischen

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Voraussetzungen zur Durchführung einer Thalassotherapie an der Nordsee bieten Kliniken, Kur- und Gesundheitszentren in den Seeheilbädern und Seebädern an. Zu Beginn einer Therapie sollte ein ärztlicher Check erfolgen, um die Anwendungen auf die individuellen Bedürfnisse jedes Gastes abzustimmen. Allein an Niedersachsens Nordsee gibt es 24 anerkannte Kur- und Erholungsorte, die über eine hervorragende gesundheitstouristische Infrastruktur verfügen. Ein weiterer Vorteil: Die Vorzüge von Meerwasser und Heilschlick kann man an der Nordsee ganzjährig erleben! Entlang der Küste und auf den Inseln gibt es zahlreiche gesundheitstouristische Einrichtungen,

die zum Wohlfühlen einladen. Ansprechende Saunalandschaften, Massagen, Thalasso- oder Kosmetikanwendungen in den vielseitigen Einrichtungen bieten Erholung und Entspannung für jeden Geschmack. Hinzu kommen Schwimm- und Erlebnisbäder, die Spass für die ganze Familie garantieren.

NICE TO KNOW Wichtige Kriterien für eine Thalassotherapie

- Die Einrichtung sollte nicht weiter als 300 Meter vom Meer entfernt liegen. - Die Behandlungen müssen mit frischem und unbehandeltem Meerwasser durchgeführt werden. - Einrichtungen müssen Badeärzte, Masseure, Therapeuten und Sportlehrer beschäftigen. - Vor Ort sollten weitere gesundheitsfördernde Aktivitäten an geboten werden. - Allergenarme und reine Seeluft am Kurort - Angebot zur Bewegung direkt am Strand Wellness oder Therapie

Die Thalassotherapie als medizinisches Heilmittel oder zur Vorbeugung gegen Krankheiten kann nur in Therapieeinrichtungen und Rehakliniken in Seeheilbädern und Seebädern durchgeführt werden. Sie unterliegt der ständigen medizinischen Begleitung durch einen Arzt und ausgebildete Therapeuten. Thalassoanwendungen im Rahmen der Wellness oder eines Wellnessurlaubs dienen dagegen nur der Entspannung, ganz gleich ob beim Sport, wie Powerwalking durch die Dünen und Wassergymnastik im erfrischenden Meerwasser, oder bei entspannenden Algenpackungen, Massagen und einer Tasse Tee am Kamin.

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Original Thalasso gibt es nur am Meer! Seit 端ber 200 Jahren hat die Therapie mit den gesunden Zutaten des Meeres ein Zuhause an der Nordsee.

3. Thalasso-Gesundheitswoche an der Nordsee vom 02. bis 09. November 2014

cken Entde ter e Sie un und.d s e g r .mee www ft des a r k l i e die H es! Meer

SPECIAL DESTINATIONS VOLUME 13 IMAGINE 145


Auszeit auf dem wasser Es gibt Orte, an denen man sich fühlen kann, wie auf Wellen gebettet. Zum Beispiel in zwei der europaweit 20 Center Parcs. Hier geniessen Gäste mit besonderen Ferienwünschen Wasserspass, sportliche Abwechslung, Unterhaltung und extrem erholsamen Schlaf. AUTOR Christine Hinnen

F

ernab von Hektik und Alltag liegt das idyllische Hausboot und schaukelt auf dem kleinen See, eine komfortable Unterkunft auf dem Wasser mit einem gemütlichen Wohnzimmer im nautischen Design. Auch von den zwei Schlafzimmern aus fällt der Blick auf eine spiegelglatte Wasseroberfläche. Küche und Bad sind modern und luxuriös ausgestattet. Sanft hebt und senkt sich das Häuschen, einen Zentimeter, vielleicht zwei … seekrank kann man hier nicht w ­ erden. Dafür tiefenentspannt. Die Schlafzimmer und das grosse Bad sind unten, die Fenster liegen knapp über dem Wasserspiegel, man wohnt

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praktisch im See. Schnell stellt sich heraus: Nirgends sonst ist der Schlaf so tief, ruhig und erholsam wie in dem sich fast unmerklich bewegenden Hausboot. Kaffee und die frischen Brötchen, die morgens vor die Tür geliefert werden, sind der perfekte Start in jeden neuen Ferientag. Perfekte Balance zwischen Relaxen und Aktivität Entspannung ist schön und gut, finden die Kinder. Aber ihre Entdeckerlust ist stärker. Erstes Objekt der Neugier sind die Gänse, die um das Hausboot herumpaddeln und den Feriengästen Gesellschaft leisten. Aber Vorsicht – nicht füttern, die Viecher können ganz schön zubeissen!


Angeln ziehen die Kinder auch kurz in Erwägung – die Möglichkeit besteht, allerdings ist die Aussicht auf ein leckeres Fischdinner nicht gerade rosig, denn die Karpfen lassen sich nicht so einfach ködern. Also ab auf die Velos, die beim Steg bereitstehen. Die grosse Parkanlage erkunden, durch den Wald flitzen, vorbei an Enten, Eichhörnchen, Rehen und Hasen, an Bungalows mit grossen Sitzplätzen, Grillplatz und angenehmer Privatsphäre. Ein Halt beim Kinderbauernhof, ein Besuch bei den Geisslein, rasch die kleinen Ferkel streicheln und auf der Eselweide Hallo sagen. Dann geht es weiter zum Market Dome mit seinen vielen Restaurants, Shops, tropischen Pflanzen und Tieren sowie dem Unterhaltungscenter mit Bowlingbahn und Spielstationen. Und natürlich zum Aqua Mundo, dem Herzstück jeder Anlage von Center Parcs: In diesem Wasserparadies können sich kleine und grosse Wasser­ratten austoben, sie können schnorcheln, die Wasserrutschen runter­flitzen, schwimmen, saunieren oder einfach relaxen. Auch alle, die es noch aktiver mögen, finden in den ­Center Parcs, was ihr Herz begehrt. Je nach Anlage wird Wasserski angeboten, Rafting, Wakeboarden, Bogen­ schiessen, Schlägersportarten natürlich, Klettern, Wildwasserrafting, Abenteuergolf … Es gibt kaum etwas, was Sportler bei Center Parcs vermissen könnten. Zwei Center Parcs mit Hausbootangeboten Wohnen im Hausboot kann man aktuell in den Anlagen Bispinger Heide im Norden Deutschlands und in De Kempervennen in Holland. Bispinger Heide bietet zusätzlich Aktivitäten wie Reiten in der Lüneburger Heide oder Tauchen im tropischen Aqua Mundo. Während sich die Kleinen in der Indoor-Spielwelt und auf den zahlrei-

chen Spielplätzen in der Nähe vergnügen, können die Eltern dem Stress entfliehen und sich bei einer sanften Massage oder einer angenehmen Gesichtsbehandlung im Beauty- und Wellnesscenter verwöhnen lassen. De Kempervennen bietet seinen Gästen im Winter IndoorSkifahren und im Sommer Wasserski an. Dazu locken Wanderungen im angrenzenden Naturgebiet De Malpie und Ausflüge in die Umgebung, zum Beispiel ins hübsche Städtchen Eindhoven und zum Safaripark Beekse Bergen oder dem Themenpark De Efteling. Center Parcs, darüber sind sich begeisterte Gäste einig, ist «ein bisschen wie campieren, nur komfortabler». Sie fühlen sich – egal ob im Hausboot, im Baumhaus oder im komfortablen Bungalow – wohl, willkommen … eben wie zuhause. Und viele wollen am liebsten gar nicht mehr zurück in den Alltag.

NICE TO KNOW

Reservation/Infos: www.centerparcs.ch Telefon 0848 11 22 77, sowie in jedem Reisebüro

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Wo die Männer Röcke tragen

Schottland

Traumhafte Landschaft, Whisky, Männer in Röcken, Dudelsack und das Ungeheuer von Loch Ness. Schottland hat auch in diesem Jahr einiges zu bieten.

AUTOR Yvonne Beck

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S

chottland, das Land von historischen Burgen, traditionellen Highland Games und wunderschönen Seen. Landschaften, die berühmten Filmen als Kulisse dienten, Adressen, die Lust auf stilvolles Shoppen machen, und Orte, die die perfekte Bühne für aufregende Veranstaltungen bilden. Die Schotten wissen, wie man feiert und Geschichten erzählt. Imagine stellt Ihnen drei Highlights der nächsten Monate vor: Mai: Auf den Spuren des Lebenswassers Der Whisky-Monat Mai rückt das schottische Nationalgetränk in den Mittelpunkt, das weltweit genauso als

Symbol für Schottland steht wie das Tartanmuster und der Dudelsack. Whisky ist aus dem schottischen Kulturerbe nicht wegzudenken; sogar sein Name stammt von dem gälischen Ausdruck «Uisge Beatha» mit der Bedeutung «Wasser des Lebens». Besonders am Welt-Whisky-Tag rückt das schottische Nationalgetränk weltweit ins Rampenlicht. Der nächste findet am 17. Mai 2014 statt. Pubs, Bars, Restaurants und Brennereien im ganzen Land laden aus diesem Anlass mit Veranstaltungen zum Thema «Uisge Beatha» ein. Um Schottlands Nationalgetränk noch näher kennenzulernen, sollte man jedoch an einer Brennereitour teilnehmen und bei


energiegeladenen Cèilidhs einen guten Tropfen oder noch besser zwei probieren. Gäste können lokale Aromen probieren, an einer Masterclass teilnehmen und mit etwas Glück sogar die Brennereien besichtigen, die für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind. Dies ist der ideale Weg, um herauszufinden, welcher Whisky einem letztendlich am besten schmeckt! Im Mai findet zudem das einwöchige Islay Festival of Malt and Music oder «Fèis Ìle» statt. Es beginnt alljährlich am letzten Maiwochenende und eignet sich hervorragend, das torfige, rauchige Aroma der Whiskysorten von den Isles of Islay und der Nachbarinsel Jura kennenzulernen. Jede Brennerei veranstaltet einen eigenen «Tag der offenen Tür» und auf besondere Veranstaltungen, traditionelle Musik, Cèilidhs und OpenAir-Events kann sich der Besucher die ganze Woche lang freuen. Juni: Legenden werden lebendig Schottland erinnert 2014 an die Schlacht von Bannockburn, die vor genau 700 Jahren in der Nähe der Stadt Stirling stattfand. «Bannockburn Live» findet am Samstag, dem 28., und Sonntag, dem 29. Juni, statt. Während dieser Tage wird die Schlacht nachgestellt, sodass man sich einen Eindruck davon machen kann, wie im 14. Jahrhundert gekämpft wurde, und eine wirkliche Vorstellung davon bekommt, was in dieser schicksalhaften Schlacht geschah. Hier werden die legendären Figuren Robert the Bruce und Eduard II. zu neuem Leben erweckt, die ihre Armeen in die Schlacht führen. Dies wird die grösste Nachstellung sein, die je an dieser historischen Stätte stattgefunden hat, und die Besucher sind eingeladen, durch historische Clan-Dörfer zu spazieren, schotti-

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sches Essen und Trinken zu probieren und an einem vollgepackten Programm mit Musik-, Literatur-, Handwerks- und Outdoor-Veranstaltungen teilzunehmen. Verpassen sollte man zudem nicht die nagelneue «Battle of Bannockburn»-Besucherattraktion: Das hochmoderne Besucherzentrum lädt dazu ein, die Geschichte von Bannockburn zu entdecken und sich mithilfe innovativer 3D-Technologie ein Bild vom Anblick und der Geräuschkulisse zu machen, die für die mittelalterliche Kriegsführung typisch waren. Juli: Ein echtes Schottland-Abenteuer Der Juli ist der ideale Monat für Erkundungstouren: Wandern entlang der Küste, Radfahren übers Land,


die pulsierende Metropole Glasgow ins Rampenlicht, die als Kreativschmiede für Musik, Theater, Kunstausstellungen, Literatur und vieles mehr gilt. Wer keinen Sport schauen möchte, dem bietet die grösste Stadt Schottlands zahlreiche kostenlose Museen sowie 90 Parks und Gartenanlagen. Glasgow ist eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge in die schottische Hauptstadt oder den Loch-Lomond-Nationalpark, die beide in weniger als einer Stunde erreichbar sind. Etwas weiter entfernt liegen die majestätischen Schottischen Highlands und zauberhafte Inseln.

NICE TO KNOW

Kanutrips auf dem Fluss Spey oder Kajakausflüge zu den schottischen Inseln. Vom 23. Juli bis 3. August 2014 wird die Stadt Glasgow die 20. Commonwealth Games veranstalten und somit im Brennpunkt der Weltöffentlichkeit stehen. Sportler aus aller Welt werden in 17 Disziplinen um Medaillen kämpfen, darunter Leichtathletik, Radsport, Boxen und Schwimmen. Die Sportstätten stehen praktisch vor dem Abschluss und die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren – man könnte meinen, bereits jetzt zu hören, wie die jubelnde Menge in Hampden Park Usain Bolt zu einem neuen Weltrekord anfeuert. Und auch im Sir Chris Hoy Velodrome wird der Adrenalinpegel mit Sicherheit beträchtliche Höhen erreichen. Doch geht es bei den Commonwealth Games nicht nur um Sport: Das einjährige Programm «Culture 2014», dessen Startschuss bereits im Juli fällt, zeichnet sich als grösstes kulturelles Fest ab, das Schottland je gesehen hat. Das gleichzeitig mit den Games beginnende und genauso lange andauernde «Festival 2014» rückt

Schottlands historische Hauptstadt Nirgends lässt sich das schottische Naturell so gut kennenlernen wie in Edinburgh. Mit einer der angesehensten Universitäten Grossbritanniens, den vielen Museen und Kulturangeboten sowie der imposanten Architektur ist die Stadt ein Ort voller Geschichte und Stil. In der Umgebung, den Lothians, lockt die wild-romantische Küste und eine faszinierende Flora und Fauna. Majestätisch thront das Edinburgh Castle über der Stadt. Neben dieser beliebten Attraktion sind auch die Royal Botanic Gardens, die St Giles Cathedral oder die National Gallery of Scotland äusserst populäre Besucherziele. Gourmets erfreuen sich an der hohen Dichte an Sternerestaurants, Shopping-Liebhaber können sich von Trend-Boutique zu Trend-Boutique treiben lassen und Aktive spielen Golf, leihen sich ein Fahrrad oder jubeln im Murrayfield Stadium ihrer Lieblings-Rugby-Mannschaft zu. Anreise

Edelweiss fliegt 1 bis 2 Mal wöchentlich Non-Stop von Zürich nach Edinburgh. Die Flugzeit beträgt etwa 2 Stunden. www.edelweissair.ch

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Tropische Perle mitten im Indischen Ozean Hört man den Namen «Mauritius», assoziiert man damit einen fernen edlen Ort, der paradiesisch sein muss. Wem die «blaue Mauritius», die weltberühmte königliche Briefmarke aus der britischen Kolonialzeit ein Begriff ist, verbindet damit etwas Seltenes und Wertvolles.

Mauritius

AUTOR Matthias B. Grupp

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U

mgeben von schützenden Korallenbänken liegt die Insel Mauritius, rund 800 Kilometer östlich von Madagaskar und 4 700 Kilometer südlich von Mumbai entfernt. Wie ein Juwel liegt Mauritius umsäumt von schneeweissen Stränden und Lagunen fernab der Welt,in den Weiten des tiefblauen Indischen Ozeans. Faszinierende Berge mit Steilwänden und vulkanisches Gestein verleihen dem paradiesischen Ort ein abwechslungsreiches Bild. Um Mauritius liegen einige kleinere Inseln, wobei Rodriguez eine der schönsten ist. Sie ist nur mit dem Propellerflugzeug von Mauritius aus erreichbar.

neben Englisch und Kreolisch auch Französisch. Als Immigrationsort macht ein bunter Kulturtiegel die Bevölkerung aus, deren Wurzeln in Indien, Afrika, China und Europa liegen. Ein friedliches Nebeneinander der Gläubigen vier großer Weltreligionen macht diese Insel zu einem wirklichen Paradies. Zu den besonderen Merkmalen gehört sicherlich der Ge- nuss des Lebens auf der Insel. Auf Mauritius gibt es vergleichsweise sehr viele Feiertage, womit man jeder Kultur gerecht wird.

Vier Weltreligionen in einem Kleinod vereint Eine lange Geschichte mit vielen kulturellen Einflüssen darf die heutige Republik als sein Eigen nennen. Gleich vier Kolonialmächte nahmen Mauritius in den letzten 500 Jahren in Besitz. 1505 wurde sie durch den Portugiesen Mascarenhas entdeckt. Gut hundert Jahre später kam sie in den Besitz der Holländer, die die Insel nach ihrem Regenten, dem Prinzen Maurits van Nassau, benannten. 1715 übernahmen die Franzosen die Herrschaft, unter der die heutige Hauptstadt Port Luis mit einem wichtigen Hafen auf dem Weg von Europa in den Fernen Osten entstand. 1815 wurde die Insel zur britischen Kolonie, neben Französisch kam Englisch als Sprache auf die Insel. Trotz 158-jähriger Regentschaft des British Empires spricht heute jeder auf Mauritius

Berauschende Farben und ein Fest der kulinarischen Genüsse Nicht nur der in seinen vielerlei Blau- und Grüntönen schimmernde Ozean mit seinen Meeresbewohnern ist ein Farbgenuss, sondern auch die Vegetation auf Mauritius. Auf der vulkanischen Insel gedeihen sattgrüne Palmen, das tropische Klima sorgt für eine üppige Natur, die der Insel eine reichhaltige Fruchtbarkeit beschert. Allerlei Früchte gedeihen hier, wobei man besonders Stolz auf die Königin der Früchte ist: die Ananas. Weite

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Ebenen dienen dem Anbau des für Mauritius bekannten Zuckerrohrs. Auf dem Markt in Port Louis findet man Gewürze, Früchte und Gemüse in allen nur erdenklichen Farben und das Auge kann sich bei diesem wunderbaren Anblick kaum sattsehen. In Chamarel ist die siebfarbige Erde zu bestaunen, deren Basaltgesteinhügel in Blau-, Grün-, Rot- und Gelbschattierungen in mitten einer grünen Urwaldlandschaft ein Bild einer anderen Welt zeichnen. Nicht weit davon entfernt stürzt der Chamarel-Wasserfall in die Tiefe, ein atemberaubendes unvergessliches Spektakel. Chamarel steht jedoch auch für seinen weltbekannten Rum, dessen Herstellungsstätte mit einem wunderschönen Ambiente besucht werden kann. Vom Premium transparenten bis zum goldenen Rum de Luxe, der vier Jahre in Eichenfässern gelagert wird, findet der Liebhaber dieser Spezialität ein vielfältiges Rumangebot. Kulinarisch wird auf der Insel viel geboten, seien es Fischspezialitäten oder eines der vielen indischen Currys. Als besonderer Leckerbissen gelten Palmherzen, wofür ein Baum sieben Jahre wachsen muss, um dann sein Innerstes für diese Spezialität, die übrigens an einer mauretanischen Sauce Hollandaise gereicht wird, wie man es hier ausdrücken mag, ein wahrer Genuss ist. Neben typischen Teesorten besitzt Mauritius auch eine Kaffeekultur, wobei hier zu einer Tasse auch wieder die verschiedensten Zuckerarten angeboten werden.


Highlights neben Strand und Ruhe Wer auf Mauritius etwas erleben möchte, hat eine Fülle von Möglichkeiten, seine Zeit zu verbringen. Viele Hotels bieten verschiedene Programme an, wie zum Beispiel White Sand Tours, die auf unterhaltsame Art im komfortablen Bus über die Insel führen. Man kann die Tour stets nach seinen Wünschen mitbestimmt. Shopping in Port Louis, wo man einheimische Märkte, Briefmarken, vielerlei Variationen des Dodos (das ist der ausgestorbene Nationalvogel), grossartige Holzschiffmodelle und vieles mehr findet, bildet eine abwechslungsreiche Aktivität zum Strand. Wanderungen, Safaritouren, Helikopterflüge oder Wasserflugzeuge fliegen, wie im Hotel Lux in Grande Gaube, gehören neben den vielen Wasserangeboten zu den Ferienträumen, die hier wahr werden können. Seeexkursionen mit dem Katamaran oder einfach Surfen, Tauchen, Schnorcheln oder U-Boot-fahren im warmen Ozean, alles ist möglich, sogar Hochseefischen oder Fliegenfischen. Eines der begehrtesten Hotels ist das «Constance Le Prince Maurice» im nördlichen Osten der Insel. Hier geht jeder Wunsch in Erfüllung und bietet ein Paradies für Golfspielende. Sein Spa- und Beautyangebot

lässt jede Frau und jeden Mann wirklich erholen. Ein Geheimtipp bei Promis aus aller Welt und besonders bei Schweizer Gästen ein Ort, an den man gern zurückkehrt. Kleiner, aber entzückend durch seinen Charme, besticht das Boutiquehotel «Sakoa» im Norden der Insel. Direkt vor der kleinen Anlage streckt sich der endlos lange Strand von Trou aux Biches mit feinstem Sand. Ein Sonnenuntergang zu der traditionellen Séga-Musik mit farbenfrohen Tänzerinnen und Tänzern rund um ein Feuer erfreut das Herz, das sich dadurch mit der Insel noch mehr verbindet. Der glänzende Ozean bleibt unvergesslich und ein Dinner direkt am Strand lässt einen bald Geschichten unter dem herrlichen Sternenhimmel erzählen. Man erzählt sich vom Pferderennen auf dem legendären Champs de Mars in Port Louis, von Delfinen und Walen in der Nähe von Mauritius, von alten Wrackteilen am Meeresgrund und von vielen Erlebnissen auf seinen bisherigen Reisen, um das Erlebte auf Mauritius nach Hause zu tragen. Eine Postkarte ist und bleibt nach wie vor eines der schönsten Souvenirs von der Insel, weil sie eben wirklich «ein Ort fernab von der Welt» ist, ganz nach dem Titel des mauretianisch-französischen Literaturnobelpreisträgers Le Clézio mit seinem gleichnamigen Roman.

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BOOK NEWS Schiffe und Routen von einst bis jetzt

Einst waren Kreuzfahrten noch den «Happy Few» vorbehalten, heute sind Schiffsreisen ein Luxus für fast jeden Geldbeutel. Ob auf dem Mittelmeer, im hohen Norden, eine Reise in die Karibik oder die Königin unter den Kreuzfahrten – die Fahrt rund um die Welt – Boris Dänzer-Kanthof erzählt in seinem Band, was Reisende auf den ersten schwimmenden Palästen erwartete und welchen Luxus eine Seereise auf heutigen Kreuzfahrtschiffen bietet. Dazu illustrieren authentische Dokumente, historische Plakate, Auszüge aus Reisetagebüchern, viele bisher unveröffentlichte Fotografien und Anekdoten vom Leben an Bord die Entwicklung von den bescheidenen Anfängen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Revival der Kreuzfahrt in heutigen Tagen. Kreuzfahrtträume | Boris Dänzer-Kantof | Kesebeck Verlag

Das mondänste Dorf der Welt

Wer an St. Moritz denkt, denkt an blauen Himmel und Berge, Wasser und Wandern, Schnee und Sport, Vergnügen und Luxus. Das ist die sichtbare Gegenwart des Weltkulturortes. Daneben gibt es die Vergangenheit, die nicht weniger aufregend ist. Das gilt insbesondere für St. Moritz. Wie der kleine Flecken im abgelegenen Hochtal Graubünden zum mondänsten Dorf der Welt wurde, in dem sich die Prominenz aus aller Welt trifft, wie Abenteuer und Wagemut, Glück und Zufall zusammenspielen und welche Schicksale sich ereigneten – davon erzählt Curt Riess. St. Moritz – Die Geschichte des mondänsten Dorfes der Welt

Curt Riess & Karl Lüönd | Europa Verlag Zürich

Zimmer mit Aussicht

Ob London, Paris oder Schanghai: Auf Geschäftsreisen bevorzugt der moderne Mensch oft den immer gleichen Typus von Hotelzimmern, denn das hält den Kopf frei. Ganz anders sind die Prioritäten bei der Suche nach dem idealen Ort für ein Familienjubiläum, ein Wochenende mit der neuen Liebe oder ein paar Tage in «splendid isolation» mit guten Büchern. Plötzlich ist ein Balkon mit Aussicht wichtiger als die Anzahl der Fernsehkanäle, ein Bett mit himmlischer Matratze und handgebügelter Leinenwäsche relevanter als WLAN in jeder Ecke des Hotelgebäudes. Hier setzt dieser Taschenzweibänder an. Mit 100 Hotels in Ländern von Argentinien bis Vietnam macht er bereits die Suche nach dem nächsten Ferienort zum Vergnügen. 100 Getaways around the World | Margit J. Mayer | Taschen Verlag


Naturfotografie hautnah

Für die schönsten Naturaufnahmen reisen sie in die entlegensten Gebiete, warten tagelang auf den perfekten Moment, suchen das optimale Berglicht oder tauchen ab in die Stille der Ozeane, jeder mit seiner ganz eigenen Intention. In diesem reich bebilderten Band stellen sich fünf Naturfotografen vor. Sie alle haben speziell für dieses Buch ihre besten Aufnahmen ausgewählt – eine unglaubliche Themenund Stilvielfalt. In persönlichen Interviews erzählen die Naturfotografen von ihrer Motivation und ihrer jeweils individuellen Herangehensweise. Jäger des Lichts | Martin Rasper | Knesebeck Verlag

Das Gastgeberland der Fussball-WM

«Wer Abschied nimmt, nimmt Sehnsucht mit», so heisst es in einer brasilianischen Redensart. Wobei das Schlüsselwort «saudade» mit «Sehnsucht» nur unzureichend zu übersetzen ist. Was Worte nicht vermögen, das gelingt Olaf Heine mit seiner Fotografie. Seit 2010 spürt der renommierte Porträt- und Modefotograf der Seele Brasiliens nach. Dass er uns das Land von Copacabana und Karneval in Schwarz-Weiss präsentiert, ist nur scheinbar ein Widerspruch. Heines Aufnahmen sind mitunter so sinnlich wie von einer tiefen Melancholie Brazil | Olaf Heine | TeNeues Verlag

Die Erde von oben

Der Weltraum ist inzwischen der wichtigste Standort zur Beobachtung der Landmasse und der Meere. Satelliten schweben auf einer Höhe zwischen 500 und 800 Kilometern über der Atmosphäre, manche umrunden die Erde in nur 99 Minuten. Was sie dabei aufnehmen, lässt uns einfach nur staunen. Fast künstlerisch muten die Aufnahmen geometrischer Strukturen und aussergewöhnlicher Farbspiele an. Neben ihrer unbeschreiblichen Schönheit zeigt der von Yann Arthus-Bertrand aus den Aufnahmen von «Astrium» zusammengestellte Band aber auch die Fragilität der Erde. Er offenbart das Ausmass des menschlichen Fussabdrucks und gibt einen Eindruck davon, wie schutzbedürftig unser Planet ist. Die Erde vom All | Yann Arthus-Bertrand | Knesebeck Verlag


VORSCHAU Das Revival einer Insel

Lange Zeit galt Ibizaw als Jetsetter-Treffpunkt, als Insel der Künstler und Aussteiger. Heute hängt ihr der Ruf als Partyinsel an. Die Clubs und Discotheken der Insel, die zu den grössten und besten der Welt zählen, locken tausende Besucher. Tanzen, Feiern, Trinken. Doch Ibiza ist viel mehr und besonders in der Nebensaison einen Besuch wert.

Luxus über den Wolken

Fliegen hat inzwischen Flair des Alltäglichen angenommen. Der Konkurrenzkampf führte zu sinkenden Preisen und damit leider auch zu sinkendem Komfort – heisst es. Für viele der grossen Fluggesellschaften ist jedoch die First Class ein wichtiger Imageträger und wirtschaftlicher Faktor. Denn Business-Bucher und First-Class-Kunden bilden zwar nur 20 Prozent der Fluggäste, zahlen aber 80 Prozent des Umsatzes! Wir schauen uns den neuen Luxus über den Wolken an. Dem Hobbit, Winnetou und Vampiren auf der Spur

Neuseeland vermarktet sich als Heimat der Hobbits. Städte wie Barcelona oder Paris locken Starregisseure mit viel Geld, denn Kinoerfolge und Serienhits versprechen Touristenmassen. Ob Kroatien durch «Winnetou», die die Grafschaft Hampshire durch «Downtown Abbey», Irland durch «Games of Thrones», Filmfans pilgern zu den Drehorten ihrer Lieblingsfilme. Wir zeigen Ihnen einige Originalschauplätze.

Freuen Sie sich mit uns auf die im Juni 2014 erscheinende Ausgabe mit vielen spannenden Themen und Geschichten rund um den Globus.

Publisher Francesco J. Ciringione | Owner Prestige Media International AG, www.prestigemedia.ch | Publishing Director Boris Jaeggi / b.jaeggi@prestigemedia.ch | Editor in Chief Yvonne Beck  /  y.beck@prestigemedia.ch | Prestige Media International AG, Schützengasse 4, CH-8001 Zürich | Art Director & Head of Production Valerie Asal / v.asal@prestigemedia.ch | Sales Bulut Yildiz / b.yildiz@prestigemedia.ch | Editors Yvonne Beck, Anya Bartels-Suermondt, Matthias B. Grupp, Lone K. Halvorsen, Thomas Hauer, Christine Hinnen, Angelika Möller, Lilly Steffen, Nicolas Ziegler | Web Dennis Senn | Support Dejan Djokic | News Yvonne Beck | Cover Picture Bilddatenbank | Photographs Aman Resorts, GhM Hotels, Wien Tourismus, Matthias B. Grupp, Ritz Carlton, Peninsula, Hotelcard, Dorint Hotel, Hotel D-Maris, New England Tourism, Regensburg Tourismus, Singapur Airlines, Singapur Tourismus, The Yeatman, Dallmayr, Kärnten Tourismus, Deutsche Tourismus Zentrale, Aida, Ostschweiz Tourismus, Benedikt Böhm, Anya Bartels-Suermondt, Center Parcs, Visit Schottland, Bilddatenbank | Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt, mit Genehmigung der Urheber. | Administration & Abo Service Serpil Dursun  /  s.dursun@prestigemedia.ch | Corrector Gloria Hoppe | Coordination Laura Giarratana | Main Office Prestige Media International AG, St. Jakob-Strasse 110, CH-4132 Muttenz/Basel, info@prestigemedia.ch, www.prestigemedia.ch | Internet www.imaginemag.ch | E-Mail info@prestigemedia.ch | Price / Issue CHF 4,90 | Price / Year CHF 19.– | Frequency vierteljährlich Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt.

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