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VOLUME 12

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

AUSTRALIEN Zu Besuch bei den Aborigines

BARcELoNA Weihnachtsmärkte in Spanien

DäNEmARk Kulinarische Entdeckung

ThAILAND Shoppingmekka Bangkok

kANADA Winterparadies Banff

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Australiens Ureinwohner und Thailands Shopping-Mekka Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser Australien ist zwar der kleinste Kontinent unseres Erdballs, doch kaum ein anders Land besticht so durch seine unendlichen Weiten und weckt ähnliche Sehnsüchte nach grenzenlosen Abenteuern. Einstmals Strafkolonie, dann Glücksversprechen für Auswanderer, heute ein hochmoderner Vielvölkerstaat, aber auch ein Reiseland, mit den ewigen Konturen des Uluru im Roten Zentrum, den bizarren Formen des Great Barrier Reefs und den Farben der tropischen Wälder. Reisen Sie mit uns Down Under und erforschen Sie den Nordosten Australiens, indem die Kultur der Aborigines bis heute noch in ihrer ursprünglichsten Form hautnah erlebbar ist. Wer an Shoppingtrips denkt, dem fällt zuerst sicherlich New York, London oder Istanbul ein. Ein wahres Shoppingparadies wartet jedoch in Asien. Bangkok besticht durch riesige Einkaufszentren und günstige Preise. Begleiten Sie uns durch die besten Malls und Märkte der thailändischen Hauptstadt. Doch nicht nur Asien ist im Winter einen Besuch wert, auch Barcelona ist ein Reiseziel für jede Jahreszeit. Einen Weihnachtsmarkt an den milden Gestaden des Mittelmeers erleben, ist etwas ganz besonderes. Die Stimmung in der Altstadt ist besonders schön am Abend, wenn die bunten Lichterketten angezündet werden und die Kathedrale sich in ein feierliches Lichterkleid hüllt. Sportlicher hingegen geht es in den Winterdestinationen Schweiz, Kanada und USA zu. Ob Cresta-Rennen in St. Moritz, Hundeschlittenfahrten in Alberta oder Heliskiing in den Rockies, der weisse Spass kennt keine Grenzen. Von Zürich bis Dänemark, von der Türkei bis nach Griechenland, von Ischgl bis Madagaskar – gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour: Begleiten Sie uns auf spannenden Reisen per Bahn, Schiff und Flugzeug rund um den Globus und lassen Sie sich von unserem Fernweh anstecken.

Francesco J. Ciringione Verleger

EDITORIAL 2 IMAGINE VOLUME 12

Yvonne Beck Chefredaktorin


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Inhalt Editorial 2

Special Destination Australien 10 Im Land der Aborigines Bangkok 20 Das Shoppingparadies

10

City & Culture Barcelona 28 Die Mittelmeer-Metropole

34

Zürich 34 Ein interaktives Buch

Hotel Das Traumchalet The Lodge Verbier

42

Indischer Ozean In paradiesischer Kulisse

46

42

Lost & Found Türkischen Ägäis Mehr als nur Badeurlaub

52

Adventszeit 60 An der Deutschen Weinstrasse INHALT 4 IMAGINE VOLUME 12

52


Food Lounge Smørrebrød 66 Renaissance eines dänischen Klassikers Benny Parth Der Küchenwunderknabe

76

Zypern 82 Die Kunst der mediterranen Küche

66

Air, Road & Sea

92 106

Ein neues Kapitel Fluggeschichte Unterwegs mit British Airways

88

Klassiker auf vier Rädern Eine kleine Oldtimer- und Genussreise

92

Mythen und Irrtümer Rund ums Fliegen

100

Bernina Express Von Gletschern zu den Palmen

104

Adventure & Sport Powder Dreams Skivergnügen in Kanada und USA

106

Cresta-Fahren 114 Waghalsige Männer auf zwei Kufen INHALT VOLUME 12 IMAGINE 5


Inhalt 120

Pure Life Auftanken im Bergdorf 360-Grad-Alpenerlebnis

120

Athen 124 Städtekurztrip Griechenland

Unique Let’s Party worldwide Ausgelassen, farbig und fröhlich!

128

138

Galapagosinseln 138 Auf Darwins Spuren

TRAVEL news Hotel- und Gaumenfreude 48 Reisen auf Topniveau 50 Mehr als nur Sand & Geröll 58 Reisen für Kreuzfahrtliebhaber 98 Gadgets für den Winter 112 Adventure and Sport 118

book news

112 74

Travel Books 64 Aus der Küche 74

Vorschau 144 INHALT 6 IMAGINE VOLUME 12

118


HAT K A N T E N, L I E B T K U RV E N. D E R N E U E C A D I L L A C AT S .

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Tropisches Paradies der australischen Ureinwohner Im Nordosten Australiens ist die Kultur der AboriginesUreinwohner heute noch in ihrer ursprünglichsten Form hautnah erlebbar. – Ein bleibendes Reiseerlebnis mit Seltenheitswert.

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Queensland

AUTOR Thomas Borowski

BILDER Thomas Borowski Bildagentur


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Aboriginal Willie Gordon f체hrt seine G채ste in die Geschichte seiner Vorfahren ein.

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enn er alle Geschichten erzählen könnte, die sich in seinen dunkelbraunen Augen widerzuspiegeln scheinen, dann würde Willie Gordon mit seinem riesigen Wissensschatz und seiner mystischen Ausstrahlung wohl schon längst in Hollywood Karriere gemacht haben. Aber Willie ist ein Aboriginal und ein Elder, also ein bescheidener Lehrer der Traditionen seines Familienclans, der Nugal-Warra. Entsprechend seiner Funktion als Clanoberhaupt ist er einer jahrhundertealten Tradition verpflichtet, die ihm vorschreibt, die Riten und das überlieferte Wissen seiner Vorfahren zu bewahren, wie er uns auf der vierstündigen Buschwanderung mehrmals wissen lässt. «I’m not allowed to tell», antwortet er milde lächelnd auf Fragen, während er uns im südöstlichen Teil von Cape York über das felsige Land seiner Vorväter führt.

Hier im trockenen Outback von Queensland, wo sich bei jedem Schritt der rote Staub der Erde langsam über das Schuhwerk und die Hosenbeine legt, erfährt man von Willi Gordon viel: Die Geschichten hinter den faszinierenden Felsmalereien seines Grossvaters und Urgrossvaters gehören ebenso dazu wie die Kunst, aus Blättern und ein wenig Wasser im Nu eine pflegende Handseife zu fertigen, oder die Tatsache, dass die hier überall krabbelnden, grünen Ameisen auf der Brust verrieben gut gegen Erkältung sind. Willie Gordon kennt diese Gegend wahrhaft wie seine Hosentasche. Die mit ihm verbrachte Zeit vergeht wie im Fluge. Da ist es auch nicht überraschend zu erfahren, dass er mit seinen «Guurbi Tours» genannten Buschtouren zu den Top Ten der touristischen Highlights von Queensland gezählt wird.

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Kulturfestival der anderen Art Ganz zuoberst auf der touristischen Highlight-Rangliste steht aber ein Spektakel, das Queensland-Urlauber nur alle zwei Jahre erleben können. Denn jeweils in den Jahren mit ungerader Jahreszahl findet Ende Juni das spektakuläre «Laura Aboriginal Dance Festival» statt. Im kleinen Outback-Nest Laura, 330 Kilometer nördlich von Cairns gelegen, wird einem das vielseitige Leben der australischen Ureinwohner eindrücklich vor Augen geführt. Denn hier bietet sich an einem langen Wochenende von Freitag bis Sonntag die einzigartige Gelegenheit, der Aboriginie-Kultur so nahe zu kommen, wie nur irgendwie möglich. Im idyllischen Tal des Laura-Flusslaufes treffen sich über zwanzig Aboriginie-Gemeinden der Cape York Halbinsel zum traditionellen Austausch ihrer Kulturen. Mit Kind und Kegel reisen die rund 500 Frauen und Männer an, um hier ihre Tanzrituale zu pflegen und sich den Festivalbesuchern mit ihren ausdrucksstarken Shows zu präsentieren. Drei Tage lang tanzen, musizieren und singen die Aborigines-Gruppen auf dem heiligen Tanzplatz inmitten des Areals und geben so ihre Geschichten an die nächsten Generationen weiter. Als Besucher des farbenprächtigen Festivals wird man dabei quasi rund um die Uhr mit den 40’000 Jahre alten Riten der Aborigines vertraut gemacht. Denn die jeweils auf 5 000 limitierten Besucherinnen und Besucher des Festivals campieren hier im Outback auf dem riesigen Gelände rund um den Tanzplatz, auf dem alle Aufführungen stattfinden. So wird das Tanzfestival nicht nur zum grossen Treffen der Eingeborenen, sondern auch zur kulturellen Tauschbörse zwischen den verschiedensten Kulturen. Hier sitzt man im Schatten der Bäume zusammen und lauscht den DidgeridooKlängen und den Gesängen über das grosse Känguru oder die Jagd mit dem Speer, während sich über der friedliche Zeltstadt die Düfte der zahlreichen Essstände und Lagerfeuer breitmachen. Dieses Gemeinschaftsgefühl macht für den künstlerischen Festivalleiter Raimond Blanco einen wichtigen Teil des Anlasses aus: «Wir kommen hier in Laura alle für etwas sehr Positives zusammen, indem wir unsere Kultur durch Tanz mitteilen.» Die bleibenden Eindrücke nach dem Festivalbesuch beweisen, dass das Konzept ohne Wenn und Aber aufgeht.

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Tropisches Queensland: Four Mile Beach bei Port Douglas, endlose Palmenstrände und das Great Barrier Riff.

Vom Outback ins Dschungelparadies Nach so viel Erlebnissen im staubtrockenen Outback zieht es Queensland-Besucher in der Regel an die tropische Küste, wo sich der älteste Regenwald der Welt und seine Dschungelgebiete teilweise bis ans Meeresufer erstrecken. Gesäumt vom glasklaren Wasser des Pazifiks lassen sich im «Sunshine State» Australiens herrlich entspannte Abenteuer- sowie Strand- und Badetage verbringen. Ein perfekter Ausgangspunkt dazu ist der Hafenort Port Douglas. Bekannt ist er einerseits für seine herrlichen Strände wie die endlos scheinende Four Mile Beach, andererseits für seine perfekte Ausgangslage für Ausflüge zum Great Barrier Riff. Die berühmten Tauchgründe im UNESCO-Weltnaturerbe sind in Queensland ein Muss. Täglich stechen von Port Douglas aus zahlreiche Anbieter von Tauchund Schnorcheltouren mit ihren Booten in See, um die

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abenteuerlustigen Gäste nahe an die schönsten Korallenriffe zu schippern. Das rund zwei Bootsstunden vor Port Douglas gelegene Agincourt Riff erkunden wir von der Quicksilver-Plattform aus. Das bekannte Wassersportunternehmen hat hier ein grosses Floss eingerichtet, das die ideale Ausgangsbasis für die Entdeckung des Riffs bildet. Entweder man schnorchelt zwischen sicheren Bojen und unter Aufsicht über den Korallen und der farbenprächtigen Meeresfauna oder man wagt sich auf einen ersten Tauchgang mit Instruktor. Zusätzlich bietet sich hier auch die Gelegenheit, mit einem Glasbodenboot die Unterwasserwelt trockenen Fusses zu erleben. So oder so – zurück auf dem Festland von Queensland erfreut man sich nach einem Tag inmitten des Great Barrier Riff dem guten Gefühl, dem scheinbar unendlichen Reichtum Australiens wieder ein Stück näher gekommen zu sein.


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NICE TO KNOW Anreise

Die beiden internationalen Flughäfen Brisbane und Cairns im Bundesstaat Queensland erreicht man von der Schweiz aus in rund 20 Flugstunden. Gute Verbindungen ab Zürich und ein komfortables Sitzangebot mit einer Premium Economy bieten Cathay Pacific Airways via Hongkong. Tipp: Unbedingt der Cathay Pacific Flagship-Lounge «The Wing» im Flughafen Hongkong einen Besuch abstatten! Sie verfügt über die längste Flughafenbar und ausgezeichnete Restaurants. www.cathaypacific.com Beste Reisezeit

Die Temperaturen in Queensland sind ganzjährig stabil und unterschreiten die 20º-Celsius-Grenze praktisch nie, sie klettern dafür gern mal über 30º Celsius. Von Dezember bis Mai währt die heissere, feuchtere Hälfte des Jahres, die andere Jahreshälfte ist trocken und warm. www.queensland-australia.eu Nicht verpassen

Das grandiose Laura Aboriginal Dance Festival findet alle zwei Jahre im Outback von Queensland statt. Vom 19. bis 21. Juni 2015 tanzen hier wiederum unzählige Ureinwohner Australiens um die Wette. www.lauradancefestival.com. Und: Ein Abstecher in das Weltnaturerbe Great Barrier Reef mit seinen rund 2 500 Einzelriffen gehört auf jeden Queensland-Reiseplan. Zahlreiche Anbieter führen Bootsausflüge zu den Riffen, wo die Unterwasserwelt Schwimmer, Schnorchler und Taucher gleichermassen begeistert. www.queensland-australia.eu/de/aborigines Insider-Tipp Wohnen

Die Mungumby Lodge ist eine idyllisch im tropischen Regenwald gelegenes und nachhaltig geführtes Naturresort mit nur zehn Bungalows, eigenem Pool und einer einmalig romantischen Naturumgebung. Die vom neuseeländisch-schweizerischen Ehepaar Hamish und Isabella Haslop geführte Lodge überzeugt mit hausgemachten Köstlichkeiten und interessanten Naturführungen vom sympathischen Hausherren selbst. Und: Im Bungalow Nr. 1 übernachtete Sir David Attenborough, während den Dreharbeiten zu seiner Wildtier-Filmserie «First Life». www.mungumby.com

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Shop till you drop

Mit vollen Taschen durch Bangkok

Wer an Shoppingtrips denkt, dem fallen zuerst sicherlich New York, London oder Istanbul ein. Ein wahres Shoppingparadies wartet jedoch in Asien. Bangkok besticht durch riesige Einkaufszentren und günstige Preise.

AUTOR Yvonne Beck

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n unbekannten Gefilden Geschenke jagen, macht Spass. Zudem gibt es eine Menge Attraktionen und Annehmlichkeiten für all die, die vom Powershopping mal eine Pause brauchen. Besonders abwechslungsreich geht es in Bangkok zu. Zwischen Märkten und Shopping-Malls Kluge Menschen kommen mit leeren Koffern nach Bangkok und fahren mit vollen wieder nach Hause, denn Bangkok ist eins der besten Einkaufszentren der Welt. Die Stadt bietet viele Vorteile: hervorragende Qualität, günstige Preise, gute Handwerkskunst und gut gelauntes Handeln. Handeln und Shopping sind in Thailands Metropole allgegenwärtig. Reisende werden es kaum schaffen, auf eine Strassenecke zu stossen, in der keine Verkäufer, Strassenhändler oder improvisierte Verkaufsbuden stehen. Ausserdem bietet Bangkok einen der grössten Outdoor-Märkte, ganz zu schweigen von den grössten Malls Südostasiens. Hier findet jeder das passende Mitbringsel für sich, für die Grossmutter oder den kleinen Bruder.

In der Gegend rund um den Siam Square konzentrieren sich besonders viele Einkaufszentren für Designerwaren und Kaufhausartikel aller Art. Auch das Siam Paragon, eine der neusten und schillerndsten Malls Bangkoks, befindet sich in diesem «ShoppingBermudadreieck». Fast jede Luxusmarke der Welt hat hier einen Laden. Das Einkaufszentrum erstreckt sich auf mehr als 500’000 Quadratmetern. Schnäppchen sind hier zwar nicht zu mache, doch allein der Food Court im Basement ist einen Besuch wert. Er gehört zu den besten in ganz Bangkok. Direkt nebenan liegt das MBK, ein über sieben Stockwerke ausgedehntes Einkaufszentrum. In jede Etage passt die Innenstadt einer kleinen Schweizer Stadt hinein. Hier glänzen die Geschäfte weniger durch Glamour wie im Siam Paragon, sondern durch perfekten asiatischen Kitsch zwischen No-Name-Bekleidung und Nippes jeglicher Art. So gigantisch die Shopping-Malls wirken, es sind vielmehr die Märkte unter freiem Himmel, die gute Geschäfte versprechen. Auf ihnen lässt sich gut

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feilschen und originelle Gegenstände finden. Wer Souvenirs sucht, wird an den Strassenmärkten der Th Khao San, der Th Sukhumvit und der Th Silom fündig. Doch Achtung, es sind viele Fälschungen im Umlauf. Landestypische Haushaltswaren und Kunsthandwerk im Thai-Stil werden in Bangkoks älteren Teilen wie Baglamphu oder in der Gegend um die Th Charoen Krung angeboten. Nirgends sonst gibt es so günstige Messer und Woks zu kaufen wie in den Kaufhäusern Thailands. Besonders für Freunde der asiatischen Küche sind dies schöne und sinnvolle Souvenirs. Die Kosten für ein gutes Messer liegen bei fünf und für einen Wok bei drei Franken. Zudem gibt es eine Auswahl an schönen Stäbchen und asiatischen Löffeln. Abseits der Touristenpfade Der Chatuchak-Weekendmarket, der grösste Markt der Stadt, findet an der Skytrain-Station «Mo Chit» statt. Er wird gern als die Mutter aller Märkte bezeichnet. Die Hallen und Stände sind so weitläufig, dass man sich

leicht im Gewusel verläuft. Mehr als 15’000 Stände warten jedes Wochenende auf tausende von Besuchern. Hier wird von lebenden Hühnern und Schlangen bis zu alten Ventilatoren und CDs so gut wie alles verkauft. Ist man erst einmal tief in seinem Inneren, scheint es keine Ordnung und kein Entkommen mehr zu geben. Aber Chatuchak ist in Abteilungen organisiert: Kunsthandwerk, Bekleidung, Pflanzen und vieles mehr. Doch Bangkok besteht nicht nur aus Shopping-Malls, Märkten und Sehenswürdigkeiten. Ein wirklich spannender Teil einer Thailandreise besteht immer darin, Menschen kennenzulernen. Die beste Möglichkeit dazu ist, sich treiben zu lassen. Fast jede Strasse hält Interessantes bereit. Die ältesten Bezirke bieten am meisten Abwechslung. Ein guter Anfang ist das Labyrinth aus schmalen Strassen, versteckten Tempeln und lockerem Handel in Chinatown. In Banglaphu leben einfache Menschen wie schon vor Jahrzehnte in dorfähnlichen Gegenden. Die Viertel am Khlong Lawt,

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Khlong Saen und Khlong Ong Ang laden zum Umherschlendern ein. Wege entlang der Kanäle sind oft schattig und wenig befahren. Säulen und kunstvolle Fassaden der Lagerhäuser und Geschäfte in der Nähe von Tha Tien zeugen von Handelerfolgen, während die Vororte am anderen Ufer in Thonburi ein authentisches Bangkok repräsen-

tieren und das fast ohne Touristen. Bangkok ist eine der authentischsten Städte der Welt, überall findet das wahre Leben statt. Zeit, in dieses einzutauchen! Und wer es einmal gespürt hat, wird immer wiederkommen. Sie ist eine Stadt, die viel zu schade ist für einen blossen Stopover, denn es gibt jedes Mal aufs Neue etwas zu entdecken.

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NICE TO KNOW

Bangkoks Grösse stellt so manchen Reisenden auf der Suche nach kleinen Geschäften und Märkten vor eine enorme Herausforderung. Eine gute Hilfe bietet »Nancy Chandler’s Map of Bangkok». (www.mancychandler.net) Als hätte man einen ganz persönlichen Führer, zeigt diese allerlei abgelegene Einkaufsgegenden und Märkte auf. Zudem gibt sie eine Extraübersicht über den Chatucgak-Komplex: Die farbige Karte wird in vielen Buchläden verkauft.

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Für mein romantisches Rendezvous: Pop und klassische Liebeslieder

Für mein Couture Einkaufserlebnis: Die neuesten Kollektionen vom Laufsteg

Musik- und Visuellunterhaltung für jede Stimmung.

Ich bin nicht die gleiche Person bei jedem Flug. Meine Welt ist luxuriös und ich lebe meine Stimmungswechsel. Eine persönliche Begleitung durch das Check-in und Passkontrolle an Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi geniesse ich immer, auch werde ich dort mit einer Spa-Behandlung verwöhnt. An Bord, eine erlesene Gourmetselektion, PrivatsphäreOptionen mit dem zum bequemen Bett wandelbaren Sitz und immer neuesten Unterhaltungsprogramm, was möchte ich heute? Das muss ich jetzt noch nicht entscheiden. Am Board der Royal First Klasse wähle ich, was und wann ich will. Ich fliege THAI.

Information und Reservation: T 044 215 65 00, www.thaiair.ch, SPECIAL DESTINATIONS reservation@thaiair.ch oder in jedem Reisebüro. VOLUME 12 IMAGINE 25


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Reiseziel für jede Jahreszeit

Barcelona

Die Mittelmeer-Metropole Barcelona hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Sie ist stolz auf ihre neuen Stadtteile, stolz aber auch auf ihre alten Viertel, die schöne Architektur sowie das vielfältige Angebot im Kultur-, Freizeit- und Gastronomiebereich.

AUTOR Bruno Bernhard

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audí, Picasso, Miró – viele Menschen besuchen Barcelona ihretwegen, aber nicht nur. Modernistische Bauwerke wie die Sagrada Familia, die Casa Milà (La Pedrera), die Casa Battló, der Park Güell, aber auch das Nationalmuseum für Katalanische Kunst, das Museum für Zeitgenössische Kunst, die Kathedrale, der Katalanische Musikpalast, das Gran Teatre del Liceu, das Gotische Viertel, der Montjuïc und vieles mehr üben eine riesige Anziehungskraft aus. Einen besonderen Impuls gaben die Olympischen Sommerspiele 1992 und Barcelona ruhte sich seither nicht auf den damals geernteten Lorbeeren aus. Glanzlichter einer Stadt Die Stadt hat sich gewaltig verändert, Stararchitekten haben frische Akzente gesetzt. Alte Viertel wurden restauriert, Grossprojekte wie die neue Hafenmarina im Port Vell realisiert. Jean Nouvel schuf den futuristischen Büroturm Torre Agbar, die Basler Architekten Herzog & de Meuron bauten für das Weltforum der Kulturen 2004 einen Palast in Form eines blauen Dreiecks, die beiden Fernsehtürme der Stadt stammen von Santiago Calatrava und Norman Foster und das alte Arbeiterviertel Poble Nou, in dem seinerzeit in Strandnähe das Olympische Dorf und der Port Olimpic entstanden, hat ein total neues Gesicht erhalten. An Architektur und Kultur kommt bei einem Besuch in Barcelona tatsächlich niemand vorbei. Doch was ist es, das diese Stadt so anziehend macht und den Reisenden auch bei mehrmaligem Besuch immer wieder ihrem Charme und Liebreiz erliegen lässt? Nun, das Angebot an weiteren Sehenswürdigkeiten, Unterhaltung, Gastronomie und täglichen Überraschungen ist schier unerschöpflich, das Klima, auch im Winter, meist angenehm mild. Barcelona kann allen Besuchern jederzeit viel bieten, auch Familien mit Kindern.

Weihnachtsmarkt am Mittelmeer Warum also Barcelona nicht einmal im Winter besuchen? Einen Weihnachtsmarkt an den milden Gestaden des Mittelmeers erleben, statt in den winterlich kalten Gefilden Mitteleuropas?

Auf Barcelonas Weihnachtsmarkt, dem Santa LucíaMarkt, vor der gotischen Kathedrale auf der Plaza Nueva wird vor allem traditionelles Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck geboten. Die Stimmung auf der Plaza am Rand der Altstadt Barcelonas ist besonders schön am Abend, wenn die bunten Lichterketten angezündet werden und die Kathedrale sich in ein feierliches Lichterkleid hüllt. Überhaupt spielt das Licht die wichtigste Rolle am Fest von Santa Lucía, die in Barcelona am 13. Dezember verehrt wird. Das Angebot an Sehenswürdigkeiten ist derart gross, dass es besonders bei einem ersten Besuch in Barcelona nicht leicht fällt, die verschiedenen Rundgänge zu koordinieren. Eine ausgezeichnete Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit viel zu sehen, bieten die Rundfahrten mit dem Bus Turístic. Die Busse befahren von der zentral gelegenen Plaça de Catalunya aus alle zehn bis zwanzig Minuten drei Routen. Dabei passiert man die meisten Sehenswürdigkeiten, an denen man nach Belieben ein- und aussteigen kann. Besitzer des Bus-Tickets erhalten zudem verschiedene Vergünstigungen, etwa bei Museumseintritten.

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Das Herz der Stadt: die Rambla Mittelpunkt Barcelonas ist die in sieben Abschnitte gegliederte Rambla, eine Flaniermeile, die sich von der Plaça de Catalunya bis zur Kolumbussäule am Hafen hinunter zieht. Da wird flaniert, geschaut, musiziert, getanzt und bestaunt, kurz: Hier trifft sich ganz Barcelona. Oben, an der Rambla de Canaletes, steht ein Brunnen, von dem eine Legende sagt, dass, wer von seinem Wasser trinkt, auch immer wieder in diese Stadt zurückkehren wird. Der nächste Abschnitt ist die Rambla del Estudis, die wegen der bei Kindern besonders beliebten Verkaufsstände, an denen Vögel und zahllose andere Kleintiere angeboten werden, im Volksmund auch «Rambla dels Ocells» (Rambla der Vögel) heisst. Weiter geht es über die Rambla del Flors, ein wegen seiner Blumenpracht besonders farbenfroher Abschnitt. Zur Linken führt die Carrer de la Portaferrissa zu zahlreichen Modegeschäften, etwas weiter in Richtung Meer liegt die Markthalle Sant Josep, besser bekannt unter dem Namen «La Boqueria», die traditionsreichste von ganz Barcelona. Weitere Markthallen finden sich in jedem Quartier. Besonders sehenswert ist beispielsweise der Mercat Municipal de Santa Caterina in der Altstadt. Der Neubau mit seinen geschwungenen Dächern ist auch für Architekturbegeisterte ein Leckerbissen. Westlich der «Rambla» liegt das Raval-Viertel, das in

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den letzten Jahren ein bemerkenswertes architektonisches Lifting erfahren hat und jetzt mit Boutiquen, Antiquitätenläden und modernen Restaurants auftrumpft. Die Rambla del Centre oder Rambla dels Caputxins ist von dicht aneinander gereihten Terrassen von Bars und Restaurants geprägt. Dominiert wird sie jedoch von der Fassade des «Gran Teatre del Liceu», des Opernhauses. Auf der Ostseite gelangt man durch eine kurze Querstrasse auf die Plaça Reial (nicht zu verwechseln mit der Plaça del Rei hinter der Kathedrale), einem schönen, geschlossenen und rund um die Uhr belebten Platz. Er ist von klassizistischen Häusern gesäumt, unter deren Arkaden man Läden und Restaurants findet. Über die Rambla de Santa Mónica erreicht man schliesslich das Kolumbusdenkmal und damit den Hafen. Rechterhand liegen die Drassanes, die historischen Werftanlagen, die heute das sehenswerte Schifffahrtsmuseum (Museu Marítim) beherbergen. «Barri Gòtic», Küstenlinie und Montjuïc Nur ein paar Schritte von den Ramblas sind es ins Gotische Viertel mit seinen verwinkelten Gassen und der Kathedrale. Östlich der Via Laietana gelangt man dann ins «Casc Antic», die Altstadt, und anschliessend, weiter südlich ins trendige La Ribera-Quartier, wo sich Antiquitätengeschäfte, Weinlokale, Restaurants,


Designerbars, Modeboutiquen und Kunstgalerien abwechseln. Hier befinden sich auch das besonders bei Jungen und Schönen beliebte Szene-Viertel El Born, die Kirche Santa Maria del Mar – wohl das schönste Gotteshaus Barcelonas mit reinster katalanischer Gotik – , sodann das Picasso-Museum das Textil- und Bekleidungsmuseum sowie das Schokolademuseum. An der Grenze zwischen La Ribera und Barceloneta liegt der weitläufige «Parc de la Ciutadella». Von da geht es am Bahnhof «Estación de França» vorbei zum Jachthafen «Port Vell», der durch eine schwimmende Brücke mit dem «Maremàgnum» verbunden ist, einem riesigen Einkaufs- und Vergnügungszentrum. Von dort gelangt man ins Viertel Barceloneta, das seiner zahlreichen Fischrestaurants wegen beliebt ist, dem zum Freizeitgelände gewordenen Olympischen Dorf und zum Olympischen Hafen mit seinen zahlreichen Restaurants. Andere olympische Komplexe finden sich auf Barcelonas Hausberg Montjuïc, so das Olympiastadion und die überdachte Sporthalle «Palau Sant Jordi». Am Montjuïc, von welchem man fast ganz Barcelona überblickt, liegen auch das spanische Dorf (Poble Espanyol), ein grosser Vergnügungspark, das katalanische Kunstmuseum MNAC und das Museum Joan Miró. Erreichen kann man den Montjuïc vom Metallturm «Torre de San Sebastià» im Hafen aus mit der Luftseilbahn, die das

ganze Hafengelände überquert und zum Aussichtspunkt «Miramar» führt. Bei der Metrostation Avinguda del Parallel gelangt man zudem mit einer Standseilbahn hinauf zur Avinguda del Miramar und von dort mit einer Gondelbahn hinauf zum Kastell, der die Stadt strategisch beherrschenden Festungsanlage. Nicht vergessen darf der Besucher bei seinem Rundgang das wesentliche Persönlichkeitsmerkmal der Stadt, die Jugendstil-Architektur, deren Hauptexponent Antoni Gaudí ist. Deshalb gehören die Kirche Sagrada Familia, der Parc Güell, die Casa Batlló (mit Mosaikfassade und Keramikdach), die Casa Milà «La Pedrera» und der katalanische Musikpalast von Lluis Domènech i Montaner zum Pflichtbesuch. Wer sich für die Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts interessiert, dem sei zusätzlich ein Streifzug vom Olympiahafen am Meer entlang bis hinaus zu den teils futuristischen Gebäuden des «Forum 2004» empfohlen. Für Architekturliebhaber gibt es übrigens besondere Stadtführungen mit speziell dafür ausgebildeten Architekten (www.artchitectours.com) und mit einem speziellen Ticket, dem «Articketbcn 2007» kann man während sechs Monaten die sieben führenden Museen Barcelonas besuchen (www.articketbcn.org).

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Konstante Versuchung für «Shopping Victims» Barcelona wäre der perfekte Standort für ein «Denkmal zu Ehren der unbekannten Käuferin». Warum also nicht einfach einen Kurzaufenthalt planen, um nach Herzenslust in einigen der 35’000 Geschäften der Stadt zu stöbern? Die längste Shoppingmeile Europas zieht sich über fünf Kilometer durch das Zentrum der katalanischen Hauptstadt. Den Passeig de Gràcia sowie die Rambla de Catalunya darf man mit gutem Gewissen als zwei der schönsten Einkaufsstrassen Europas bezeichnen. Eingangstor zu den wichtigsten Einkaufsmeilen Zentrum, L’Eixample und La Diagonal ist die Plaça de Catalunya. Wer auf Shopping-Tour geht, tut gut daran, sich vorher in einem Café oder einer der zahlreichen Tapas-Bars noch zu stärken. Die grossen Alleen mit Jugendstilbauten im Eixample, die sich an den Passeig de Gràcia und die Rambla de Catalunya anschliessen, sind der Standort der Luxusgeschäfte der Stadt. Vom Passeig de Gràcia bis zur Plaça Macià erstreckt sich ein Teil der Allee La Diagonal, dem Zentrum des Geschäftslebens von Barcelona. Hier finden sich namhafte Modehäuser, Möbel- und Dekorationsgeschäfte sowie bekannte Warenhäuser. Für Shopping-Fans gibt es die spezielle Buslinie «Bus Shopping Line», die alle wichtigen Einkaufsgegenden der Stadt verbindet. Die erste Haltestelle befindet sich auf der Plaça de Catalunya, die Endhaltestelle liegt auf der Plaça Pius XII. Neuste Trends in Kunst und Musik Barcelona ist auch eine Stadt der Zukunft, in der die Vorlieben und Hobbies der jungen Generation eine grosse Rolle spielen. Der ohnehin umfassende Veranstaltungskalender für Kino, Theater, Musik und Ausstellungen wird durch Festivals aller Art noch erweitert. So sind etwa das BAM (Barcelona Acció Musical), das Sónar (Internationales Festival der Modernen Musik und Multimediakunst) oder das BAC! (Barcelona de Arte Contemporáneo) Beispiele für das Interesse der Stadt an den neusten Trends in Kunst und Musik. Dazu sind die traditionellen katalanischen Feste, wie etwa das Fest de la Mercè (der Schutzpatronin Barcelonas) dank ihres besonderen Programms jedes Jahr Treffpunkt für Hunderte von Fans der berühmtesten Bands weltweit.

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Aushängeschild Küche Und da zur Kultur auch das Nachtleben gehört, findet man in der Stadt eine Vielzahl von Diskotheken, Konzertlokalen, Cocktailbars und Restaurants: exklusives Ambiente an der Diagonal, Lokale mit einer besonderen Note im Barrio de Gràcia, Terrassenrestaurants mit und ohne Musik am Port Vell und Port Olímpic. Die Küche Barcelonas und Kataloniens ist in Spanien wohl die reichhaltigste und raffinierteste. Sie vermählt gekonnt, ja manchmal sogar etwas gewagt, ausgeprägte Kontraste und ist immer wieder ein sinnliches Erlebnis für den Gaumen. «Mar y Muntanya», Meer und Berg, nennen die Katalanen die Verbindung von Meeresund Landprodukten. Neben Sterne-Lokalen gibt es die grossen, schönen Restaurants, wo die einheimische Traditionsküche gepflegt wird und natürlich die vielen kleinen Tapas-Bars, die zu jeder Tageszeit ihre beliebten Häppchen anbieten.

NICE TO KNOW

Anreise: Bequem erreichbar ist Barcelona von der Schweiz aus auf dem Luftweg mit Swiss, Iberia, Vueling und Skywork Airlines (ab Bern-Belp). Unterwegs in Barcelona

Die Barcelona Card, bietet freie Fahrt mit dem ÖV und viele Vergünstigungen. Mit Bus Turístic lässt sich auf drei kombinerbaren Routen die Stadt bequem entdecken. Shopping

Maremàgnum am alten Hafen, das Eixample-Viertel mit dem Passeig de Gràcia und der Rambla de Catalunya, die Markthallen und die Strasse Portal del Ángel bei der Plaça Catalunya sind sichere Werte. www.barcelonaturisme.com www.spain.info


Das erste Modell der neuen SIGMA Sports-Produktlinie. Intelligent und schnell, wenn es darum geht, Action in der Bewegung zu erfassen – Ein Hochleistungsobjektiv für dynamische Aufnahmen, auch bei schwierigen Bedingungen. Ott + Wyss AG · Fototechnik · 4800 Zofingen Telefon 062 746 01 00 · info@owy.ch · www.fototechnik.ch

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Zürich – Welcome Home!

Entdecken, Ausgehen & Einkaufen

Peter Bührer veröffentlicht einen neuen Zürichführer, der gleichermassen den Zürich-Besucher – egal, ob von nah oder fern –, wie auch den Züricher selbst anspricht. Neu: Das Buch ist interaktiv!

AUTOR Yvonne Beck

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BILDER Marion Duschletta


B

estsellerautor Peter Bührer («My New York City») hat Zürich auf eine neue und spektakuläre Art und Weise ins Bild gesetzt. Sein neuer Lifestyle-Guide enthält alle wichtigen und aktuellen Informationen zu Essen, Trinken, Hotels, Shopping, Kultur und Unterhaltung in der grössten Schweizer Stadt. Doch Peter Bühler hat damit keinen weiteren 08/15 Zürich Guide geschaffen, sondern geht neue, innovative Wege. Über 90 QR-Codes verlinken mit allen wichtigen Fahrplänen und Veranstaltungskalendern, ergänzen das Buch mit verblüffenden Geschichten und Informationen zur Stadt und liefern mehr als zwei Stunden Unterhaltung mit Musik, Filmen und Konzertausschnitten. Imagine traf den Autor und unterhielt sich mit ihm über Zürich, warum es seiner Meinung nach einen weiteren Cityguide brauchte und welche neuen Wege er mit diesem beschreitet. Imagine: Herr Bührer, in diesem Jahr sind schon einige Bücher über Zürich erschienen. Was macht das Ihre so besonders? Peter Bührer: Es ist das erste tagesaktuelle Buch. Mit dem Buch und einem Smartphone können sie direkt den Flug nach Zürich buchen oder die Zugverbindung abfragen. Sie können Ihr Hotelzimmer buchen und sehen, welche Musik heute Abend in welchem Club aufgelegt wird oder welches Museum gerade welchen Künstler zeigt oder was die aktuelle Inszenierung im Opernhaus ist. Aber auch die Art und Weise der künstlerischen Illustration.

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Der Titel lautet: «Zürich – Welcome Home!». Für wen haben Sie dieses Buch zusammengestellt – für Besucher der Stadt oder Menschen, die bereits hier leben? Und was genau verspricht der Slogan? Wie können Sie einen Gast herzlicher und aufrichtiger begrüssen als mit «Welcome Home». Es ist unser zu Hause hier. Wir begrüssen die Mitbewohner ebenso mit «Welcome Home» wie die von fern Zugereisten oder Zugezogenen. Nach Ihrem letzten Projekt «My New York City», mit welchem Sie die Stange sehr hoch gelegt haben, ist jeder gespannt, was Sie uns nun zu präsentieren habe. Eine wichtige Neuerung des Buches sind die QR-Codes, welche Sie selbst eigentlich als «optische Umweltverschmutzung» betiteln. Doch welche Highlights verstecken sich hinter diesen? Und glauben Sie, dass so die Zukunft der Reiseführer aussehen wird?

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Nun ja, alles was neu ist, kann auch anfangs befremdlich sein. So ein quadratisches, technisch anmutendes Kästchen ist schon auffällig. Mittels Vernetzung über die QR-Codes (QR-CodeReader downloaden, Handy übers Kästchenhalten, scannen und Sie werden automatisch verlinkt) erhalten Sie nützliche, tagesaktuelle Informationen und zudem Filme zu den verschiedenen kulturellen Institutionen wie Opernhaus oder Tonhalle, Konzertmitschnitte, einen Helikopterflug über Zürich oder eine Fahrt mit dem Märlitram. So beinhaltet das Buch zusätzlich zu dem Printinhalt über 4 Stunden elektronische Unterhaltung. Auch dieses Mal arbeiten Sie wieder mit Vouchern. Wen haben Sie als Partner gefunden? Und welchen Mehrwert erhält der Käufer des Buches durch diese 15 Voucher? Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, attraktive Part-


ner für das Buch zu gewinnen, die mit ihrer Grosszügigkeit die Gäste einladen. Zwei bestellen und nur eines bezahlen, und zwar konsequent durch das ganze Buch hindurch. Der rote Faden ist, dass man von früh morgens bis spät abends zu jeder Tageszeit Zürich auf dieser Basis «Two for One» entdecken und geniessen kann. Der Mehrwert pro Buch beläuft sich auf über 500 Franken. Wie lange haben Sie an diesem Projekt gesessen? Und was war das Schwierigste? Ich denke für jeden Autor ist immer das Schwierigste, eigenständig zu sein, und trotzdem die Erwartungen der Leser zu erfüllen. Eben nicht nur Geheimtipps, sondern auch Traditionelles und Beständiges mitzuteilen und dabei immer die perfekte Mischung zu finden. In der Arbeit selbst war die Herausforderung sicherlich das fokussierte Arbeiten. Vor lauter unerledigten Arbeiten und spontan einfliessenden neuen Themen das Ziel nicht aus den Augen und

sich selber nicht im Hamsterrad zu verlieren. Welches ist Ihr Lieblingskapitel im Buch? Das ist schwierig, viele Seiten haben ihren Reiz durch die Servicefreundlichkeit, andere wiederum durch die Emotionalität. «Heissi Marroni» ist so eine Seite. Jeder verbindet für sich so viel mit den gerösteten Kastanien, mit den Marroniständen und der Jahreszeit. – Dass sie einem die Hände wärmen für die einen, den Genuss der Ersten wieder im Herbst für die anderen, und dann im Buch werden sie noch begleitet von dem Marronilied von Andrew Bond, welches allen Familien mit kleineren oder mittlerweile ja schon grösseren Kindern bekannt ist. Finde ich als Züricherin in dem Buch auch noch echte Geheimtipps? Oder wandeln Sie doch eher auf ausgetretenen Pfaden? Ich glaube schon, dass jeder etwas Neues über

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Zürich entdecken kann, je nachdem wie häufig jemand in der eigenen Stadt unterwegs ist, gibt es immer einige Tipps – szenige wie neue –, die neu sind. Allerdings geht ja ein Wanderer nicht immer auf den anspruchsvollen Routen und ist vielleicht auch dankbar, wieder einmal an einen Klassiker erinnert zu werden. So ist das Buch auch zu sehen: als Ideengeber. Was ist Ihr persönliches Highlight in dem Buch? Ganz schwierig. Sicherlich war nicht vorgesehen, dass sich die QR-Code-Thematik derart intensiviert und daraus eine konzeptionelle Funktionalität wird. Es gibt so viele schöne Seiten und das hat sicher auch damit zu tun, wie die Motive der Illustration gewählt und wie sie bearbeitet worden sind. Das sensibilisiert die Wahrnehmung und den Wiedererkennungswert. Stimmt es, dass Yello eigens für das Buch einen Song geschrieben hat? Wie kam es dazu? Dieter Meier und ich kennen uns. Und während eines Meetings fragte ich ihn, ob er nicht Lust hätte, zusammen mit Boris Blank eine Zürich-Hymne zu kreieren. Spontan sagte er zu und nun das Resultat hören zu können, ist gigantisch. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass der Sound derart grossartig wird. Sie lassen viele Prominente zu Wort kommen. Wen zum Beispiel und was haben sie zu dem Buch beigetragen? Das Buch wird von «WIR, GEMEINSAM und HEIMATSTOLZ» getragen. So bot es sich an, die ganz persönlichen Eindrücke der bekannten Züricher, Wahlzüricher und Zürich-Liebhaber in mein Buch zu integrieren. Moritz Leuenberger hat ein sehr persönliches Statement abgegeben, in welchem er beschreibt, was er Gästen in Zürich zeigt; Ueli Maurer bringt es auf den Punkt, das Zürich nicht Zürich ist, sondern ganz einfach die Stadt, Corine Mauch, die Stadtpräsidentin, schwärmt vom Museum Rietberg, Udo Jürgens vom Zürichsee und seinem Boot. Andere beschreiben ein Restaurant oder ein Spazierweg.

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Können Sie etwas zu Aufbau und Layout des Buches sagen?

Entstanden ist etwas, das keine andere Stadt der Welt hat.

Wahrnehmung ist Emotionalität, Emotionalität schafft Wiedererkennung, Wiedererkennung und Detail schaffen Verbundenheit. Die simple Tatsache, Themen übersichtlich auf jeweils einer Doppelseite zu gestalten, macht dies möglich. Die Züricher sagen, die Vielseitigkeit der Stadt so gar nicht zu kennen, und die, die Zürich eigentlich nicht so mögen, sagen, da kommt Zürich ja richtig sympathisch rüber.

«Zürich – Welcome Home» ist auch ein Miteinander. Aus diesem Grund haben wir uns zu Kooperationen und Partnerschaften entschlossen und gemeinsam mit diesen die Zürich-Produktwelt geschaffen. Mit Sprüngli die Zürich-Pralinendosen, mit SIGG die Zürich-Trinkflaschen, mit Ravensburger das ZürichPuzzle und Memory, mit Alprausch das ZürichBaumwolltuch und vieles – auch Uhren – mehr.

Zu dem Buch wurde eine ganze Produktwelt im Design des Buches geschaffen. Wer hat sich hieran alles beteiligt? Und wen spricht diese besonders an? Es liegt ja in der Natur der Menschen, nicht nur einen Artikel, sondern auch ein begleitendes Produkt zu haben. So auch zum Lifestyle-Buch Zürich. Da die Stadt bislang keinen Produktauftritt hatte, haben wir uns entschlossen eine Kollektion mit Produkten im Look & Feel des Buches zu machen.

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Ist dieses Projekt abgeschlossen oder werden Sie «Zürich – Welcome Home» erweitern bzw. verfeinern? Zürich soll einerseits weiter ausgebaut und ergänzt werden, beispielsweise auch mit Sonderthemen wie «Zürich-City-Beaches». Keine andere Stadt hat so viele Strand- und Flussbäder, geschweige denn in dieser Wasserqualität, wie Zürich. Dass Projekte weiterziehen in andere Städte, liegt auf der Hand. Allerdings exklusiv nur in einer Stadt, jeweils in einem Land.


urbanes Ambiente und schlichte Eleganz ankommen und sich wohlfühlen exquisite Speisekultur ein unvergessliches Erlebnis mitten in der Stadt

P ark Hy att Z ü rich b ef in det sich an erstklassiger Lage. 1 4 2 g ros s z ügige Z immer u n d Suiten, talentier te Chefs im Restaurant “ p arkhuus ” , “th e Lou n ge” a ls eine Oase im H erzen des Hotels und e i ne m ondän e Atmosp h äre in der pulsierenden ONYX Bar. Lassen Sie s ich von u n s ü berra sch en und verzauber n. R e s e r vationen u n d Au skü n f te unter der Telefonnummer + 4 1 43 883 1234 o der zu rich.park.hyatt.com.

The trademarks HYATT®, PARK HYATT® and related marks are trademarks of Hyatt Corporation. ©2013 Hyatt Corporation. All rights reser ved.


Das Traumchalet

The Lodge Verbier

Verbier im Kanton Wallis zählt bei anspruchsvollen Wintersportlern zu einem der attraktivsten Skigebiete in den französischen Alpen. In der Nähe zu Frankreich und Italien gelegen, umgibt den Ort ein 300 Quadratkilometer grosses Sport- und Erholungsgebiet. Durch strenge Bauvorschriften hat sich Verbier das Flair eines historischen und exklusiven Bergdörfchens bewahren können. Die fantastische Lage auf einem 1 500 Meter hohen, sonnigen Plateau bietet einen grandiosen Blick auf die französischen Alpen.

AUTOR Angelika Möller

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S

ir Richard Branson schwärmt: «From the moment I saw it, I knew this beautiful chalet in the Swiss Alps was destined to become my favourite mountain hideaway.» Der Wirtschaftstycoon, Globetrotter, Abenteurer und Visionär hat mit seiner Virgin Limited Collection aussergewöhnliche Retreats weltweit geschaffen: wie seine Lodge Ulusaba am Rande des Krüger Parks in Südafrika, seine Kasbah Tamadot im marokkanischen Atlas oder sein magisches Hideaway Necker Island, die einsame und legendäre Insel, die zu den beliebtesten Refugien des internationalen Jet Sets gehört. Ein rustikales Pendant schuf er in Verbier im Schweizer Kanton Wallis. Zu diesem Ort hat Branson eine besondere Beziehung: Schon als Kind fuhr er regelmässig mit seiner Familie zum Skilaufen hierher. Coming home … Mit diesem Wissen im Hinterkopf war das Interesse gross, dieses Refugium kennenzulernen. Eine elegante Limousine holt uns am Bahnhof Martigny ab. Absolute

Ruhe umgibt die «Lodge» direkt am Waldrand oberhalb des Ortes und trotzdem scheinen es nur wenige Minuten zu Fuss ins Zentrum zu sein. Schon beim Betreten der Lodge umfängt uns der unverwechselbare Duft von Pinienholz. Wände und Deckenbalken aus diesem besonderen Naturmaterial strahlen ein behagliches, rustikales Flair aus. «Coming home with family and friends» ist die Philosophie der Lodge, die sich in der herzlichen Begrüssung des Gastgebers Gareth offenbart. Bei einem Glas Champagner schweift unser Blick durch den grossen Livingroom mit Kamin, mehreren bequemen Sitzgruppen sowie eine kleine Bibliothek und Bar. Am Fenster, so wird uns erzählt, ist das Lieblingsrequisit von Branson – ein langer Eichenholztisch für gemeinsame Mahlzeiten, die einen Teil der privaten Wohlfühlatmosphäre ausmachen. Die Lodge, mit ihren sieben Zimmern und zwei Suiten, bietet Platz für bis zu 18 Personen, ein zusätzlicher Kinderschlafraum hat maximal 6 Schlafplätze – ideal für Grossfamilien und Freundeskreise.

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Zu Gast bei Freunden Im Winter wird sie meist wochenweise komplett vermietet, in der Nebensaison jedoch auch tageweise und individuell. So auch jetzt, als wir auf eine kleine Gruppe junger, sympathischer Amerikaner treffen. Bevor wir uns zu einem gemeinsamen leichten Lunch verabreden, beziehen wir unsere Suite. Ein interessanter und gekonnter Stilmix: Weisse Baumstammtischchen, fellbezogene Loungesessel, Schwarz-Weiss-Fotos mit Alpenmotiven, Spiegelumrahmung, Teppicheinfassung und der Betthintergrund sind aus geprägtem Krokodilleder und vermitteln einen Hauch von Afrika, verbunden mit alpinem Lebensgefühl. Ein offener Badbereich

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wirkt grosszügig und lichtdurchflutet. Wir fühlen uns wohl, geniessen später das nach individuellen Wünschen gestaltete Lunch des ambitionierten Hauskochs und um 17 Uhr die Tea-Time am offenen Kamin. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den leise rieselnden Schnee, entspannen wir uns vor dem Dinner im kleinen, aber feinen Spa mit Pool, Innen- und Aussenjacuzzi. Die angebotenen vielseitigen Treatments werden unsere folgenden Spätnachmittage ausfüllen. Dem Konzept der Lodge «Zu Gast bei Freunden» entsprechend, sind alle Mahlzeiten inklusive Getränke vom Wasser bis hin zum Champagner im Preis ent-


halten. Ein neunköpfiges Serviceteam mit Chauffeur, zwei Köchen und dem Gastgeber Gareth Chambler kümmern sich engagiert und liebevoll um das Wohl der Gäste – und das vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Überflüssig zu sagen, dass die Küche Kulinarik auf höchstem Niveau bietet und sich auch auf Extrawünsche und besondere Vorlieben der Gäste einstellt. Fazit: Auch das Mountain Retreat «The Lodge» spiegelt Richard Bransons Philosophie von aussergewöhnlichen Refugien mit individuellem Service und vielfältigen sportlichen Aktivitäten an den schönsten Orten der Welt wider. Das ideale Hideaway für Skifans, Abenteurer und Geniesser.

Weitere Informationen

www.virginlimitededition.com www.thelodge.com

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Sun Resorts / Kanuhura

Indischer Ozean Abschalten, erholen, bei sich ankommen. Das ist die Verzauberung der Malediven: Eine paradiesische Kulisse streichelt die Seele, an den F체ssen weicher Sand und eine w채rmende Sonne auf der Haut.

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Ausspannen, chillen und geniessen


Sun Resorts / Long Beach

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uxuriöse Auszeit in der privaten Kuschelvilla, Wellness Deluxe im tropisch pointierten Spa. Die Zeit fliessen und den Blick weit gehen lassen über das strahlende Blau des Indischen Ozeans, das mit dem Blau des Horizonts verschmilzt. Das 6-Sterne-Leading-Hotel of The World «Kanuhura», zur Hotelkette Sun Resorts gehörend, steht für unaufdringlichen Barfussluxus und einen Servicestandard, der jeden Gast mit Charme, Herzlichkeit und Understatement verwöhnt – ein Logenplatz für Entspannung pur. Jede der 100 Villen mit persönlichem Buttler schmiegt sich herrlich unter die wogenden grünen Palmen oder thront pittoresk über dem glasklaren Wasser des Meeres. Kulinarisch ist das Resort ein Garant für lukullische Genüsse. Wer mehr Aktivität und kreolische Herzlichkeit inmitten einer tropischen Natur sucht, der wird auf Mauritius fündig, wo auch extravagante Adressen auf ReiseConnaisseurs warten. Avantgardistischen Lifestyle und ein cooles Publikum? Sundowner an der Sunsetbar bei lässigen Chilloutklängen? Sun Resorts setzt mit einem innovativen Hotelkonzept des 5-Sterne Resorts Long Beach neue Trends auf der Insel. Das Hotel steht für ein junges, innovatives Design, ein stylishes Ambiente und

eine frische, relaxte Atmosphäre. Die Architektur ist schlicht gehalten, dezente Farben, grosse Glasfronten und weitläufige Pool- und Gartenanlagen überzeugen. Schicke Sessel und weiche balinesische Betten warten auf ein Publikum, das sich einfach nur treiben lassen will. Die Toplage an einem der schönsten Strandabschnitte der Ostküste runden dieses Juwel ab. Tipp & Beratung vom Spezialisten

Lassen Sie sich inspirieren und vom Indischen Ozean-Spezialisten Manta Reisen beraten. Druckfrisch präsentieren sich die neuen Kataloge Malediven / Sri Lanka (Angebote bis April 2014) sowie Mauritius / Seychellen (Angebote sogar bis Oktober 2014). Kataloge können auf www.manta.ch kostenlos bestellt oder virtuell durchgeblättert werden. Alle Angebote sind einfach und bequem auch online buchbar.

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TRAVEL NEWS Das erste komplette Hotelprojekt Zaha Hadids

Die spanische Hotelkette Meliá Hotels International setzt den globalen Expansionskurs ihrer luxuriösen Design- und Lifestylemarke «ME by Meliá» fort. Die Stararchitektin Zaha Hadid wird mit dem «ME Dubai» erstmals die komplette Innen- und Aussengestaltung eines Hotels übernehmen, welches 2016 an den Start geht. In eine sensationelle Architektur gekleidet, wird das ME Dubai auf einer Teilfläche von rund 23’200 Quadratmetern 100 Zimmer und Suiten sowie mehrere Sterne-Restaurants in Zusammenarbeit mit exquisiten Gastronomiepartnern bieten. www.opus-dubai.com & www.melia.com

Gaumenzauber in Davos

Der Gault Millau Guide Schweiz 2014 bewertet die fantasievollen Kreationen von Küchenchef Thorsten Bode neu: mit 16 Gault-Millau-Punkten! Was der gebürtige Deutsche als mittlerweile etablierter Chef und seine kompetente Servicecrew im «Mann und Co.» des Waldhotel Davos auf die Teller zaubern, ist hohe Kochkunst: kreativ, präzise und perfekt. Gang um Gang ist sinnlich und sinnig, verspielt und seriös und vor allem ebenso gut wie schön – mit einem Wort: virtuos! Und das verdient laut Gault Millau 16 Punkte. www.waldhotel-davos.ch

Logenplatz für Gäste

Der Chef de Cuisine des Mei Jiang-Restaurants im The Peninsula Bangkok lädt ab sofort zum Chef’s Table in sein kulinarisches Reich ein. Feinschmecker der kantonesischen Küche sind live bei der Zubereitung ihres mehrgängigen Menüs dabei und schauen den Meistern am Herd über die Schulter. Bis zu acht Personen können an der Tafel des Chef’s Table die besondere Atmosphäre in der Küche erleben. Bei den Menüs stehen zwei verschiedene Mittagsvarianten «Lunch» und «Seafood», zwei Dinnermenüs «Health» und «Happiness» sowie das wechselnde Fünf-Gänge-«Signature Menu» von Chef Jackie Ho zur Wahl. www.peninsula.com


Nicht nur für Superstars

Pilates-Guru Lynne Robinson, so betitelt von der Tageszeitung The Times, kehrt zum vierten Mal ins Six Senses Zighy Bay zurück. Damit holt sich das luxuriöse Ökoresort eine der weltbesten Fitnesstrainerinnen in seinen Spa. Lynne Robinson ist für ihre hohe Qualität und Perfektion in ihren Lektionen bekannt. Lynne arbeitete bereits mit prominenten Grössen wie Hugh Grant, Liz Hurley, Sophie Dahl, Pat Cash und hochkarätigen Sportteams zusammen. Vorteil: Ihr Kurs ist einfach zu erlernen, lässt sich zu Hause leicht in den täglichen Alltag einbauen und zeigt dadurch eine nachhaltige Wirkung. Das ganzheitliche Programm im Spa kann über drei, fünf oder sieben Tage gebucht werden. www.sixsenses.com Englands Rose kehrt zurück

Bereits 16 Jahre ist es her, dass die wohl beliebteste Prinzessin der Moderne bei einem Unfall in Paris zu Tode kam. Gerade im Moment lohnt sich ein Besuch der britischen Metropole für alle Fans und Bewunderer der verstorbenen Prinzessin. Der neue Film «Diana» erzählt die letzten zwei Jahre des Lebens von Prinzessin Diana und basiert dabei auf dem Erfolgsbuch von Kate Snell «Diana: Her Last Love».Einstimmen auf dieses grossartige Kino-Highlight lässt es sich besonders gut in der stilvollen und traditionell britisch eingerichteten Stables Bar & The Conservatory im The Milestone Hotel. Zu Ehren Dianas, die die Vereinigten Staaten von Amerika liebte, wird hier der «Royal Cadillac»-Cocktail mit weisser Crème de Cacao serviert. www.milestonehotel.com Neue Geschenkkollektion

Rechtzeitig vor der Weihnachtssaison 2013 führt Relais & Châteaux eine neue Geschenklinie ein und präsentiert diese in 14 edlen Geschenkschatullen in minimalistischem Design und purem Weiss. Insgesamt stehen 2 800 mögliche Geschenkideen in nahezu 350 Hotels und Spitzenrestaurants weltweit zur Auswahl. Zusammengestellt wurden sie von den passionierten Maîtres de Maison und Küchenchefs von Relais & Châteaux. Die Kreationen kosten zwischen 210 und 1 520 Franken. Zusätzlich sind Geschenkgutscheine im Wert von 50, 100 oder 200 Franken erhältlich, die in allen Relais & Châteaux-Mitgliedshäusern eingesetzt werden können. Die Création-Geschenke und Gutscheine sind jeweils für zwei Personen und zwei Jahre (ab Kaufdatum) gültig. www.relaischateaux.com/gift


TRAVEL NEWS Geheimtipp Simbabwe

Eine Reise in das exotische Land Simbabwe bedeutet eine intime Begegnung mit Afrika jenseits der Touristenströme. Besonders für Safari-Fans ist Simbabwe kaum zu toppen, denn hier gibt es garantiert keine Jeepkolonnen, die sich durch die Nationalparks wälzen und die Tierwelt ist mindestens genauso aufregend wie in den umliegenden Ländern. Neben seiner atemberaubenden Tierwelt sind die weltberühmten Viktoriafälle – die grössten Wasserfälle Afrikas – eine der grossen Highlights in Simbabwe. Der gewaltige Sambesi, der hier die Grenze zu Sambia bildet, stürzt auf fast zwei Kilometern Breite bis zu 120 Meter in die Tiefe. Abendsonne Afrika ist ihr Ansprechpartner für Reisen und individuelle Safaris in das südliche und östliche Afrika und führt Sie in Gebiete die wild, ursprünglich und einfach unvergleichlich sind. Entdecken Sie beispielsweise Simbabwe auf einer 14-tägigen Selbstfahrer-Reise mit Abendsonne Afrika. www.abendsonneafrika.de Kia Ora mit Singapore Airlines

Neuseeland hat für jeden etwas zu bieten. Der aus zwei Inseln bestehende Staat im Südpazifik lockt mit atemberaubenden Landschaften, herzlichen Einwohnern, kulinarischen Köstlichkeiten sowie einem angenehmen Klima. Dank der aktuellen Sondertarife von Singapore Airlines nach Christchurch und Auckland muss eine Reise dorthin kein Traum bleiben. Darüber hinaus bietet Singapore Airlines auch zu zahlreichen beliebten Destinationen in Südostasien und Australien attraktive Flugangebote. Die Tarife sind buchbar bis zum 13. Oktober 2013 und gültig für Abflüge zwischen dem 4. November 2013 bis zum 19. Juni 2014. www.singaporeair.com Reisen auf Topniveau

Das neue Online-Reiseportal Travelluxury.ch verschreibt sich zu 100 Prozent dem Luxussegment – der Crème de la Crème der Reiseziele und Hotels. Das sorgfältig erlesene Angebot ist ab sofort buchbar. Simon Schnellmann, Gründer und Inhaber des Zürcher Online-Reisebüros Travel Worldwide, will mit dem neuen Portal eine Nische im Schweizer Reisemarkt besetzen. Travelluxury.ch konzentriert sich ausschliesslich auf die weltbesten Angebote im höchsten Qualitätssegment und hebt sich dadurch von den Mitbewerbern ab. Das profunde Fachwissen der Berater erlaubt es Travelluxury, für jedes noch so exklusive Kundenbedürfnis ein passgenaues Reiseangebot zu kreieren. www.travelluxury.ch


Winter 2013/14

te 5 näch on is v e r p z um n! e s s e i 4 g en e k

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Buchung unter Stichwort «Imagine»: www.sunstar.ch Tel. +41 (0)61 925 70 70 SPECIAL DESTINATIONS reservation@sunstar.ch VOLUME 12 IMAGINE 51


HoSgeldiniz! Herzlich willkommen an der türkischen Ägäis Die Türkei nur auf Kebab, Köfte und Antalya zu reduzieren, wäre genauso falsch, wie Italien nur mit Pizza, Pasta und Sizilien oder die Schweiz in Rösti, Banken und das Matterhorn zu beschreiben. Der Staat auf zwei Kontinenten ist ein einzigartiges, Naturhistorisches Museum mit unzähligen Sehenswürdigkeiten und insgesamt 7 200 Kilometer Küstenlinie, auf der 235 Strände mit der blauen Flagge für ihre Wasserqualität ausgezeichnet sind. AUTOR Helena Ugrenovic

A

nders als die Türkische Riviera rund um Antalya mit Bettenburgen, wuchtigen Hotelanlagen in der Form von Wellen, Schiffsbugen oder den Kuppeln des Kremls, erinnert der kurvige Küstenabschnitt an der Ägäis, zwischen Kas und bis hoch nach Troja, an Italiens «Strada del Sole» oder die AmalfiKüste. Tiefblaues Wasser plätschert an goldfarbene und weisse Strände. Malerische Dörfer und grosszügige

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Hotelanlage­n zieren luftig leicht die hügelige Landschaft der sattgrünen Berghänge. Die Aussicht führt nicht über endloses Wasser, bis sie sich am Horizont verliert, sondern eröffnet den Ausblick auf kleine Inseln und Bergketten der Nachbarsbuchten, welche die felsige Küste in verschiedensten Farbschattierungen umschmeicheln. Wer die atemberaubende Schönheit dieser Gegend zum ersten Mal erlebt, reibt sich verblüfft die Augen.


Die Magie eines irischen Schlosses

Ashford Castle

Die Szenerie, die sich bei unserer Ankunft bietet, ist filmreif. Längst vergessene und versickerte Kindheitsfantasien aus der Märchenwelt scheinen Wirklichkeit zu werden ...

AUTOR Angelika Moeller

Die Farbe des Sommers Unberührte Landschaften zwischen traditionellen Dörfern und Menschen, historische Stätten oder Sehenswürdigkeiten wie die Ruinenstädte Kaunos, Ephesus, Tlos, Saklikent oder Pamukkale, das fragile «Baumwollschloss», prägen die idyllische Natur, in der mancherorts nur das Zirpen der Zikaden die Stille durchbrechen. Die Gemächlichkeit ist nicht öde, sondern trotz

hohem Erholungswert belebend. Bei Schweizer Touristen eher unbekannt, ist dieses aufstrebende Küstengebiet vom Massentourismus verschont, noch nicht von Turnschuhen und Flip-Flops plattgetreten und scheint die Zeit zwischen den Pinienwäldern und Feigenbäumen still zu stehen. Die abwechslungsreiche Küstenlandschaft und die vielfältige Vegetation der Türkischen Ägäis bieten mehr als nur reinen Badeurlaub und sind ein ideales

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Ein Mythos erhielt mit der Entdeckung der Troja-Ruinen eine historische Grundlage.

Die Celsus-Bibliothek in den Ruinen von Ephesus.

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In der türkischen Region Lykien, südlich von Fethiye und am Fuss des Berges Babadag liegt Ölüdeniz.

Revier für Naturliebhaber. Kanufahrten oder Ausflüge im romantischen Zweimaster, die im kristallklaren Wasser an einsame Buchten segeln, vervollständigen den einmaligen Eindruck auf die Küstenlandschaft und ihre überschaubaren Marinas, eleganten Yachten und die majestätischen Hügel hinter den Hafenstädten und Dörfern. Der grösste Basar Der grösste Basar liegt nicht etwa in einer der Städte, sondern ist die Türkische Ägäis selbst, die keine Wünsche offenlässt. Durch die nördliche Lage herrscht ein angenehmes Klima, das nicht ganz so brütend heiss ist wie an der Türkischen Riviera rund um Antalya. Es macht ausgiebiges Sonnenbaden erträglich. Grandios­e Bergwelten und Kulturschätze wie die geschichtsträchtigen Städte Troja, Ephesos und Pergamon sind wahre Entdeckungsmagnete und versetzen Besucher in längst vergangene Zeiten und Welten. Das pulsierende

Nachtlebe­n der Hafenstädtchen wie Icmeler, Fethiye und allen voran Marmaris, das ein Hotspot für Nachtschwärmer ist, lässt die Herzen von Partylöwen höherschlagen. The Secret Valley Eines der bestgehüteten Paradiese befindet sich knapp­e 15 Minuten vom Flughafen Dalaman entfernt. Nach einer kurzen Fahrt über kurvige Strassen offenbart sich das Akkaya Tal. Ein Kleinod, das aus einem See, einem Fluss und einer beeindruckenden Schlucht besteht. Fernab vom touristischen Treiben, dem Geruch türkischen Kaffees und endlosen Shopping-Erlebnissen in bunten Basaren ist ein Ausflug ins «Secret Valley» zugleich ein Abstecher in eine verwunschene Gegend, in der nur das Motorgeräusch des Bootes hörbar ist, das die spiegelglatte Oberfläche des Sees und Flusses durchbricht und zwischen den rotbraunen Felswänden der Schlucht vorbeigleitet.

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NICE TO KNOW Ab Zürich:

Jeweils am Montag mit Edelweiss Air vom 7. Juli bis 13. Oktober 2014 Ab Stuttgart

Jeweils am Montag, am Freitag, am Samstag (2 Flüge) ab Ende April bis Anfang November 2014 Ab München

Jeweils am Montag (2 Flüge), am Freitag, am Samstag (2 Flüge) ab Mitte April bis Anfang November 2014 Mietauto

Um die atemberaubende Schönheit der Gegend und die historischen Schätze zu erkunden, empfiehlt es sich, mobil zu sein. www.tui.ch www.tuerkei-info.ch Dinieren im Storchennest – Akkaya Garden

In den Tiefen des Akkaya Tals, zwischen Wasserfällen und fast versteckt im dichten Pinienwald, befindet sich das wahr gewordene «Pandora». – Es ist nicht eine Reise nach Avatar, sondern ins Akkaya Garden Restaurant, das von Tripadvisor im Jahr 2012 mit dem «Certificate of Excellence» ausgezeichnet wurde. Besucher sitzen in ausladenden «Storchennestern», die um die Stämme der Bäume gebaut sind und quälen sich durch die Vielfältigkeit der Menükarte, die sich von landestypischen Köstlichkeiten bis hin zur westlichen und asiatischen Küche zieht. Robinson Club Sarigerme Park

Von den Gästen auf Holidaycheck zum Tophotel 2013 gekürt, bietet der auf einem Hang gebaute Club einen herrlichen Blick auf die weitläufigen Sandbuchten von Sarigerme und ist eine Oase des Wohlbefindens für Paare und Alleinreisende. Besonders zu empfehlen: die Beach-Party.

Akkaya Garden Restaurant in der Nähe der Akkaya Schlucht.

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Die schรถnsten Buchten liegen unweit des Hafens von Gรถcek.


TRAVEL NEWS Ab in die Wüste Mehr als nur Sand & Geröll Sie haben etwas Mystisches und Eindrückliches, die Wüstenlandschaften unserer Erde. Am wärmenden Lagerfeuer unter sternenklarem Himmel erzählen die Beduinen überlieferte Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Tagsüber entzücken grüne Oasen und stolze Kamele. «Schick mich in die Wüste», möchte man da gleich sagen … Ob auf dem Kamelrücken oder im 4 × 4-Geländewagen, in der komfortablen Hotelanlage am Dünensandstrand oder im Zelt mitten in der Wüste, so unterschiedlich die Vorlieben der Reisenden sind, so unterschiedlich sind auch die Wüstenlandschaf-

ten und ihre Entdeckungsmöglichkeiten. Djerba, Fuerteventura, der Westen der USA, der Oman und Australien sind nur fünf Reiseziele, in denen man dem Geheimnis der Wüste auf den Grund gehen kann.

Kleine Wüstenoasen in Tunesien

Wer neben süssem Nichtstun auch etwas Action schätzt, der gibt am besten seinen heiss geliebten Liegestuhl für einen Tag frei, denn es lohnt sich! Auf Ausflügen erkunden Reisegäste die Insel Djerba oder das Festland Tunesiens und entdecken dabei Steinwüstenlandschaften, Berghöhlendörfer, riesige Sanddünen und kleine Wüstenoasen. Und wer wissen möchte, wo der Film «Krieg der Sterne» gedreht wurde, kann die legendäre Mondlandschaft «Matmata» besuchen. www.migros-ferien.ch

Eindrückliche Dünenlandschaft auf Fuerteventura

Corralejo, ein ehemaliger Fischerort im Norden der Insel Fuerteventura, überzeugt durch eine schöne Altstadt und eine ausgedehnte Dünenlandschaft, die unter Naturschutz steht. Reisegäste können während eines Tagesausfluges die vielfältigen Landschaftsbilder dieser Insel kennenlernen. Das ganze Jahr über herrscht auf Fuerteventura ein mildes Klima, welches ideale Bedingungen für Ausflüge oder Sportaktivitäten bietet. www.fly.hotelplan.ch


Glamouröses Wüstenfeeling in Las Vegas

Ein etwas anderes Wüstenerlebnis bietet die USA mit ihrer Spiel- und Show-Metropole Las Vegas. Hier gibt’s nichts, was es nicht gibt. Wer neben Glitzer und Glamour die Region rund um das Party-Mekka besuchen möchte, kann beispielsweise einen Ausflug ins umliegende Gebiet per Helikopter unternehmen. Aus der Vogelperspektive ist der Hoover Dam und der Lake Mead zu bestaunen. Fuss setzen können Reisegäste im Grand Canyon West auf dem Land der Hualapai Indianer nahe dem Colorado River. www.hotelplan.ch

Spannender Wüstenausflug im Oman

Abwechslungsreich präsentiert sich der Oman: rostrotes Gebirge, üppige Palmenhaine, grüne Oasen und goldfarbene Sanddünen. Neben entspannten Tagen am Meer und einer Erkundung der charmanten Hauptstadt Muscat stellt ein Ausflug in die Wüste des Oman ein besonderes Erlebnis dar. Während eines 2-tägigen Ausflugs kommen Reisegäste unter anderem in den Genuss von gewaltigen Sanddünen, verschiedenen Gazellenarten, dem Besuch eines Beduinenstammes sowie einem traditionellen arabischen Abendessen unter freiem Sternenhimmel. www.travelhouse.ch

Roter Wüstenzauber in Australien

Inmitten der roten Wüstenlandschaft mit Sicht auf den Ayers Rock – «Uluru» in der Sprache der Aborigines – befindet sich das spektakuläre Wüstencamp Longitude 131°. Sich im Swimmingpool abkühlen, ein vorzügliches, privates Abendessen unter dem glitzernden Sternenhimmel des Outbacks geniessen oder den Ayers Rock aus der Luft während eines Helikopterfluges bestaunen – hier wird grossen Wert darauf gelegt, dass sich Reisegäste an diesem speziellen Ort wohlfühlen. www.travelhouse.ch


Adventszeit in Neustadt an der Weinstrasse / Pfalz Genussmomente der besonderen Art Ein Landstrich mit alten, aber lebendigen Traditionen und … berühmt für seinen Wein: Ein idealer Ort also, um ein paar Tage weihnachtliche Atmosphäre an der Deutschen Weinstrasse zu erleben … PUBLIREPORTAGE


I

n kleinen, gerade im Winter besonders stimmungsvollen Weindörfern der Pfalz, die sich von Nord nach Süd entlang der Touristikroute aufreihen, lassen sich weihnachtliche Bräuche und Traditionen erleben: Deidesheim, Freinsheim, Speyer, Sankt Martin, Wachenheim, Neuleiningen und Neustadt an der Weinstrasse sind Besuche wert: Weihnachtlich geschmückt sind nicht nur die Adventsmärkte, auch die Weingüter, Restaurants, Geschäfte atmen Weihnachtsdüfte aus und heissen herzlich willkommen: Es ist dieses weihnachtliche Flair, das die Pfalz so unverwechselbar macht. In Neustadt an der Weinstrasse riecht die Adventszeit nach Süssem, nach Natur, nach Freude am guten Geschmack und schenkt magische Momente: In Neustadt an der Weinstrasse heisst der Weihnachtsmarkt Kunigundenmarkt: Dann öffnen die historischen Höfe der

Altstadt ihre Pforten, alte, mittelalterliche Fachwerkhäuser schaffen den idealen Rahmen für eine Atmosphäre einer anderen Zeit. Die Höfe sind Zentren des Genusses, mit Spezialitäten von kleinen, handwerklich arbeitenden Erzeugern, die authentischen Geschmack bieten – wirklich feine Sachen: Die italienische Hütte «Piemont/Roero» riecht man schon von weitem: Frische Trüffel verströmen einen betörenden Duft, Schokolade, beste Salami, frische Nudeln …; die englische Hütte mit berühmtem Tee oder feinem Buttergebäck, die französische Hütte ist die reinste Freude für das Auge und den Gaumen. Dann Wildspezialitäten, Rieslingweine von berühmten Weinlagen, Eisweine und viele weitere Genüsse … Von Hof zu Hof schlendernd, stossen Sie immer wieder auf neue Spezialitäten: Geräuchertes Fleisch, feiner Honig, Pilze, die «heisse Kunigunde» aber auch ausgewählte Geschenkideen.

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Aus der Pfalz auf den Gabentisch Auch für eine Vielfalt an kreativen Geschenkideen ist gesorgt: Rock au Vin, einzigartiger Weinsteinschmuck, gibt es nur hier! Schön getöpferte Gugelhupfförmchen, Weihnachtsschmuck und Adventskränze, formschöne Schneidebretter aus Stirnholz oder Weindauben als Kerzenhalter, Flaschenhalter und Obstschalen finden Sie auf dem Kunigundenmarkt in Neustadt an der Weinstrasse genauso wie Lebkuchen, Gebäck, Glühwein, Liköre, Pralinen und vieles mehr. Dazu erklingt weihnachtliche Musik. Gedämpftes Dämmerungslicht der Dezemberabende, magisch aufgehellt von Laternenlicht, setzen grosse, dekorierte Tannenbäume mit Tausenden von Lichtern in Szene – fast irreal und magisch schön. Schwedenfeuer und heisse Tassen mit würzigem Glühwein wärmen auf … bis zum nächsten Rundgang des Genusses oder zum «Neustadter Winterzauber» mit (Kunst-)Eisbahn und Feuerwerk – am Fusse der spätgotischen Stiftskirche, Ort des Innehaltens, von Konzerten und Orgelspiel.

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NICE TO KNOW

Übrigens: Wussten Sie, dass im Jahre 1689 die Liebe der Bürgerstochter Barbara Kunigunde Kirchner zum französischen Kriegskommissar Johann Peter de Werth die Stadt vor der bereits beschlossenen Niederbrennung rettete? 2013, also genau 324 Jahre später schreibt Neustadts berühmte Schönheit erneut Geschichte: Sie wird zur Namenspatronin des Geniessermarktes. Kunigundes zweite Liaison ist damit eine der kulinarischen Genüsse. Der Kunigunden-Weihnachtsmarkt ist an allen Adventswochenenden von Freitag bis Sonntag geöffnet: Freitag 15–21 Uhr, Samstag und Sonntag 11–21 Uhr. www.kunigundenmarkt.de Infos und Zimmerreservierung: Tourist-Information Neustadt an der Weinstrasse www.neustadt.pfalz.com


16. – 19. Januar 2014 Messeplatz Bern Do / Fr 13 – 20 Uhr Sa / So 10 – 18 Uhr

www.ferienmesse.ch

30. Jan – 2. Feb 2014 Messe Zürich Do / Fr 13 – 20 Uhr Sa / So 10 – 18 Uhr www.fespo.ch

14. – 16. Februar 2014 Messe Basel, Halle 4 Fr / Sa 11 – 19 Uhr So 10 – 18 Uhr

www.baslerferienmesse.ch


BOOK NEWS Zwischen Strandkorb und Sturmflut

Sie leben an der Schnittstelle zwischen Land und Meer. Dort, wo der Wind wohnt und der Blick endlos ist. Wo morgens die Dünen glühen und abends kein Schiff mehr geht. Lassen Sie sich entführen in die Welt der Sylter Austernprinzessin, Borkums singendem Wattführer und Helgolands Robbenvater. Folgen Sie dem Chronisten von Amrum in die Zeit der Strandräuber, dem fliegenden Koch von Baltrum in die Lüfte und einem Schatztaucher in die geheimnisvollen Tiefen der Nordsee. 25 grosse Erzählungen von Menschen, die sind wie ihre Heimat: rau, charmant und einzigartig. «Inselstolz» ist eine Hymne auf Norddeutschlands kleine Welten vor der Küste und das grosse Herz ihrer Bewohner. Inselstolz | Gerhard Waldherr
| Ankerherz Verlag

¡Buen viaje!

Geniessen Sie die kristallklaren Gewässer der Bahamas, surfen Sie in Costa Rica oder tanzen Sie Tango in Buenos Aires; entdecken Sie hektische Megastädte, antike Ruinen, abgeschiedene Strände und tropische Regenwälder. Von bekannten Highlights – der Nebelwald in Costa Rica, Schnorcheln vor den Cayman Islands, urbanes Strandleben in Ipanema – bis hin zu überraschenden Geheimtipps – ein Konzertsaal für Steelbands in Trinidad, die Stadtmauer von Cartagena in Kolumbien, ein Berggipfel in Antigua, der nach Barack Obama benannt wurde, – in diesem Buch stecken 2 160 mit Umsicht geplante Reisestunden. The New York Times. 36 Hours. Latin America & The Caribbean | Barbara Ireland | Taschen Verlag

Die Einzigartigkeit der Zufluchtsorte am Strand

Wahrscheinlich ziehen die meisten von uns einen Strandurlaub jedem anderen Urlaub vor. Dieser reich bebilderte Band präsentiert die coolsten Strandhotels fernab vom Stress der modernen Welt. Verstreut über eine Reihe von traumhaften Küstenregionen rund um den Globus, bietet jedes dieser Refugien die Gelegenheit, sich in der Sonne zu aalen oder in der Brandung zu paddeln – und dabei die hippsten Locations und exklusivsten Annehmlichkeiten zu geniessen. Cool Escapes Beach Resorts | Martin Nicholas Kunz | teNeues Verlag


Historische Unterkünfte zwischen Zermatt und Sankt Bernhard

Das Wallis ist schon wegen seiner 43 Berge, die mehr als 4 000 Meter hoch sind, ein wortwörtlich herausragender Kanton im Süden der Schweiz. Sein trockenes und mildes Klima bekommt nicht nur den Weintrauben, es macht das Hochtal mit seinen vielen Seitentälern auch zum Ferienziel erster Güte. Der Alpintourismus, ausgelöst durch die entdeckungsfreudigen Engländer, sorgte im 19. Jahrhundert für den Anfang einer Hotellerie, welche sich an den Bedürfnissen der Bergsteiger und Tourengänger orientierte. Über 40 dieser historisch interessanten Gasthäuser und Hotels werden in diesem Buch vorgestellt. Historische Gast-Häuser & Hotels. Wallis
| Inge Jucker
| Hoffmann Verlag

Nichtreiseberichte

Wer auf Partys mit Geschichten von Reisen in exotische Länder auftrumpfen kann, hat schon gewonnen. Aber muss man dafür unbedingt dort gewesen sein? Keineswegs! Wie fürs Plaudern über Ungelesenes gibt es auch für das entspannte Sprechen über nicht besuchte Orte berühmte Vorbilder: Karl May hat Winnetous Wilden Westen nie gesehen; Marco Polo, der angeblich jahrelang in China lebte, füllte sein Buch mit Fabelwesen. Selbst Jules Vernes Romanfigur Phileas Fogg trägt ein enzyklopädisches Wissen über die Welt zur Schau, die er in 80 Tagen wie im Blindflug umkreist hat. Wie man über Orte spricht, an denen man nicht gewesen ist
| Pierre Bayard
| Antje Kunstmann Verlag

Trauminsel auf Zeit

Seit jeher haben Privatinseln unsere Träume beflügelt. – Sie gehören ausserdem zu den beliebtesten Reisezielen. Ob an den weissen Sandstränden der Seychellen oder in romantischen Robinson-Crusoe-Retreats in der Karibik, auf einer Insel lassen Sie die übrige Welt für eine Weile zurück oder nehmen nur das Beste daraus mit! Cool Private Island Resorts – The World’s 101 Best Islands – lädt den Leser auf eine Weltreise der anderen Art ein: auf ein atemberaubendes Inselhopping mit Stopps in zahlreichen wahrhaft königlichen Resorts, sinnlichen Spas und sonnendurchfluteten Strandbungalows. Cool Private Island Resorts
| The World’s 101 Best Islands
| teNeues Verlag


Renaissance eines dänischen Klassikers Mein erster Kontakt mit der dänischen Küche fand Ende der 70er-Jahre statt. Damals, noch ein kleiner Junge, sass ich jeden Sonntagnachmittag gebannt vor der Flimmerkiste und wartete sehnsüchtig auf den Beginn meiner Lieblingssendung: der Muppet Show. AUTOR Dr. Thomas Hauer

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© Columbus Leth for Aamanns

Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm –


© Visit Denmark

Wie alle Städte am Wasser besitzt auch Kopenhagen eine ganz besondere Atmosphäre.

N

eben Fozzi, dem Bären, liebte ich vor allem den Danish Chef – im amerikanischen Original übrigens ein Schwede. Jedenfalls handelte es sich um einen ziemlich zerstreuten Herrn mit gewaltigem Schnauzbart und buschigen Augenbrauen. In seiner schneeweissen Kochuniform, geschmückt mit einer rosa Fliege, praktizierte er meinen damaligen Traumberuf auf recht unkonventionelle Weise. Und noch heute erinnere ich mich an einige seiner verwegenen Rezeptideen – z. B. Eichhörncheneintopf. Das Geheimnis des dänischen Nationalgerichts Am meisten aber trieb mich die Frage um, was es mit der ominösen Formel «Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm» auf sich haben mochte, mit der der Chef seine Zuschauer in jeder Folge begrüsste. Meine Mutter meinte, bei dem Smørrebrød müsse es sich

wohl um eine Art Knäckebrot handeln, an dem die da oben doch tagein tagaus herumknabbern würden, wenn sie nicht gerade Hering assen, wie sie felsenfest überzeugt war. Mein kindlicher Einwand, dass Knäckebrot doch wohl eher aus Schweden stamme, wurde von ihr achselzuckend zur Seite gefegt und das Rätsel blieb erst einmal ungelöst. Heute, 35 Jahre später, bin ich dank der Lektüre diverser Klassiker zwar mit den theoretischen Grundlagen eines dänischen Butterbrots – so die eigentliche Wortbedeutung, smør og brød (Brot und Butter), – vertraut. Da ich aber bisher noch nie einen Fuss in das stolze Königreich Hamlets gesetzt hatte, liess die Praxis arg zu wünschen übrig. Also machte ich mich nach Kopenhagen auf, um dort dem Geheimnis des dänischen Nationalgerichts, das seit einigen Jahren eine echte Renaissance erlebt, auf den Grund zu gehen.

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© Royal Smushi Cafe © Royal Smushi Cafe

© Royal Smushi Cafe © Royal Smushi Cafe

Im Royal Smushi Cafe, gleich neben dem Flagshipstore von Royal Copenhagen, werden die kleinen Brotkunstwerke auf edelstem Manufaktur-Porzellan serviert.

«Knäck» den Promi Ungekrönte Königin des klassischen Smørrebrød ist Ida Davidsen. Ihre Familie ist schon seit mehr als 125 Jahren eine feste Grösse im Butterbrotgeschäft. Begonnen hat alles mit einer kleinen Weinstube im Stadtteil Nørrebro, die Idas Urgrossvater Oskar gleich neben seiner Weinhandlung eröffnete. Bekamen seine Gäste nach ein paar Gläschen Rebensaft langsam Appetit, begann seine Frau Petra, im Hinterzimmer zu werkeln, und erschien alsbald mit einer Platte frisch belegter Brote: Die Geburtsstunde eines Mythos, denn schnell verbreitete sich die Kunde vom Smørrebrød – im Jahre 1888 offenbar eine ähnlich umwälzende Gastrorevolution, wie die New Nordic Cuisine unserer Tage – im ganzen Land.

es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft, denn das komplette Smørrebrødmenü bringt es auf die stattliche Länge von 1,4 Metern, die längste Speisekarte der Welt. Neben den Klassikern – dazu später mehr – hat sich Ida auf Promi-Smørrebrød spezialisiert. Kaum ein mehr oder weniger bekannter dänischer Zeitgenosse, für den sie kein passendes Rezept kreiert hat. Wer also z. B. schon immer einmal von Kronprinz Frederik naschen wollte, kommt bei Ida voll auf seine Kosten – im übertragenen Sinne versteht sich. Besonders lecker: Das Ritt Bjerregaard, benannt nach der ehemaligen Oberbürgermeisterin Kopenhagens, garniert mit geräucherter Lammkeule, Rührei und frischen Kräutern. Himmlisch!

In Idas Restaurant, das heute in der geschäftigen Store Kongensgade liegt, sind insgesamt mehr als 250 verschiedene Variationen der kunstvoll belegten Happen im täglich wechselnden Angebot. Das Restaurant hat

Von traditionell bis experimentell Nun ist das mit dem traditionellen und bisweilen recht rustikalen Smørrebrød, wie es bei Ida Davidsen in gläsernen Vitrinen essbaren Juwelen gleich präsen-

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© Royal Smushi Cafe

© Royal Smushi Cafe

© Royal Smushi Cafe

© Visit Denmark

Grundlage für das echte Smörrebröd ist meist saftiges Roggenvollkornbrot.

tiert wird, so eine Sache, denn das ist trotz allem nicht einfach nur ein beliebig belegtes Brot. Vielmehr gibt es einige Grundregeln zu beachten: Puristen schwören auf saftiges, kompaktes Roggenvollkornbrot, das in dieser Qualität nur in Dänemark gebacken wird. Es gibt aber auch Varianten auf Basis von Grau- oder Weissbrot. Ohne Butter – alternativ auch mit Gänseoder Schweineschmalz – wäre ein Smørrebrød aber definitiv kein Smørrebrød. Als Belag des bei den Dänen vor allem als gehaltvoller Mittagssnack verzehrten Klassikers kommt dagegen alles in Betracht, was Kühlschrank und Speisekammer hergeben: kalter Braten, Schinken, Tatar oder Roastbeef, Leberpastete, Speck, diverse Käse, Hering (mariniert in Sherry, Dill oder Curry, geräuchert, als Rollmops, in Aspik oder Salat), Räucheraal, Lachs, Backfisch und Krabben, Ei (roh, gekocht oder gebraten), eingelegtes Gemüse, Kartoffeln, saure Gurken

und Pickles, Zwiebeln, Salat und frische Kräuter, Mayonnaise, Meerrettich und Remoulade ... Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aber es gibt eben auch einige Traditionsrezepte mit bisweilen reichlich seltsam anmutenden Namen, die nach genau vorgeschriebenen Zutaten verlangen, z. B. das Sol over Gudhjem (Sonne über Gudhejm), belegt mit geräuchertem Hering, Zwiebeln und / oder Schnittlauch, klein geschnittenen Radieschen, gekrönt von einem rohem Eigelb. Ebenfalls oft im Angebot: Stjerneskud, die Sternschnuppe, mit einer Kombination von gedünstetem und gebackenem Fischfilet, Krabben, Mayonnaise, rotem Kaviar und Zitronenschnitz. Hartgesottene sollten Dyrlægens natmad probieren, was soviel wie Nachtmahl des Veterinärs bedeutet, das mit Leberpastete, Cornedbeef (Saltkød), Aspik (Sky), Zwiebelringen und Kresse daherkommt. Aber alle haben eines gemeinsam: Zubereitet mit frischesten Zutaten schmecken sie einfach köstlich und ersetzen mühelos eine komplette Mahlzeit.

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© Royal Smushi Cafe

© Royal Smushi Cafe

Auch im Inneren präsentiert sich das Royal Smushi Cafe am Rande der belebten Fussgängerzone ausgespochen stylisch.

Die Rückkehr der Götterspeise Dabei wäre das Smørrebrød in den letzten Jahren beinahe in Vergessenheit geraten. Erst auf der Erfolgswelle der New Nordic Cuisine kam diese Götterspeise wieder in Mode und überall spriessen seitdem die Smørrebrødbars wie Pilze aus dem Boden. Übrigens erfordert der Lehrberuf der Smørrebrødsjomfru, der Butterbrotjungfer, die für die fachgerechte Zubereitung der kleinen Brotkunstwerke zuständig ist, eine dreijährige Ausbildung! Während man ein Smørrebrød als Pausensnack natürlich auch aus der Hand verzehren kann (Håndmad), greift man im festlichen Rahmen oder Restaurant meist zu Messer und Gabel – zumal auf manchen Exemplaren der Belag so hoch aufgetürmt ist, dass händisches Essen beinahe unmöglich ist, ohne eine Sauerei zu veranstal-

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ten. In vielen Etablissements bekommen die Gäste die Zutaten für das Smørrebrød aber auch separat zum Brot serviert und jeder kann sein Exemplar ganz nach den persönlichen Vorlieben selbst am Tisch zubereiten. Eine weitere Kopenhagener Top-Adresse für Smørrebrød-Fans ist nach einhelliger Meinung der Einheimischen das Restaurant Schønnemann am Hauser Plads, das ebenfalls auf eine bis ins späte 19. Jahrhundert reichende Geschichte zurückblicken kann. Es hat, wie das Restaurant von Ida Davidsen, nur zur Lunchzeit von etwa 11.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Hier interpretiert man das Thema Smørrebrød und seine diversen Variationen etwas freier und entschlackter als bei der Konkurrenz, wenngleich nicht weniger virtuos. Dazu sind mehr als 90 Sorten


© Columbus Leth for Aamanns

© Columbus Leth for Aamanns

Im Adam Aaamanns Edelimbiss geht es deutlich nüchterner zu. Hier gibt es das Smörrebröd auch in der praktischen Pappbox zum mitnehmen für ein stilvolles Lunch in einem der zahlreichen Kopenhagener Parks.

Schnaps, Aquavit und Genever im Angebot. Am besten lässt man sich vom freundlichen Service bei der Auswahl unter die Arme greifen. Ohne Reservierung geht hier allerdings meist nichts. Eine nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch besonders ansprechende Version der dänischen Kultspeise serviert dagegen das Royal Smushi Café im Hinterhof des Flagship-Stores von Kopenhagens berühmter Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen. Die lautmalerische Ähnlichkeit zum japanischen Sushi ist gewollt, erwarten Gäste hier doch mundgerecht zurecht geschrumpfte Smørrebrødhäppchen, die auf edelstem Tafelgeschirr und in ausgesprochen schickem Ambiente serviert werden. Eine Adresse zum Sehen und gesehen werden.

Mein absoluter Smørrebrød-Favorit in Kopenhagen ist aber Adam Aamanns. Der smarte Chef hat das Butterbrot in seinem mit typisch skandinavischer Zurückhaltung eingerichteten Nobelimbiss in der Øster Farimagsgade zur wahren Kunstform entwickelt und mittlerweile sogar einen Ableger seiner Deli im Big Apple eröffnet. Nicht verpassen sollte man seine New Classics mit pikant eingemachtem Hering, in Dill Vinaigrette gekochten Kartoffeln, Kapern, Senfsaat und roten Zwiebeln oder das mit Jersey Beef-Tatar, Knusperzwiebeln, hausgemachter Remoulade und frisch geriebenem Meerrettich. Zu diesen Leckerbissen, die es auch in schicken Take-away-Schachteln zum Mitnehmen gibt, empfiehlt sich – ganz klassisch – ein kühles Bier, das im Aamanns aus diversen Microbreweries stammt. Gleich nebenan betreibt der umtriebige Wikingernachfahre ausserdem noch ein kleines, feines Bistro im New Nordic Style.

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© Thomas Ibsen for Noma Restaurant © Thomas Ibsen for Noma Restaurant

© Thomas Ibsen for Noma Restaurant

Unumstrittnerer Star in Kopenhagens Gastroszene ist René Redzepi vom Noma, das bereits mehrfach zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde.

Im dänischen Kochhimmel Apropos New Nordic: Natürlich ist Kopenhagen nicht nur Welthauptstadt des Smørrebrød, sondern mit aktuell 15 Michelin-Sternen verteilt auf 13 Restaurants auch die höchstdekorierte Gastrokapitale Skandinaviens. Das haben die Hauptstädter vor allem Claus Meyer und René Redzepi vom Kultrestaurant Noma zu verdanken, die mit einem 2004 auf ihre Initiative hin gemeinsam mit Chefs und Food-Experten aus ganz Skandinavien formulierten Manifest der New Nordic Cuisine, der neben der Molekularküche vielleicht bedeutendsten gastronomischen Bewegung des 21. Jahrhunderts, angestossen haben. Die Idee: In den Gerichten soll durch die verwendeten Produkte eine Region im wahrsten Sinne «schmeckbar» gemacht werden, d. h. ihr besonders Mikroklima, ihre Topografie, ihre Böden, die Kultur und Traditionen ihrer Menschen zum Klingen gebracht werden. Wenn man so will also die Übertragung des Terroirgedankens vom Weinberg auf Acker und Gemüsegarten bzw. vom Keller in die Res-

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taurantküche. Das klingt zehn Jahre später im Zeichen einer europaweit wieder erstarkten Regionalküche wie die natürlichste Sache der Welt, war damals aber tatsächlich revolutionär. Neben dem Noma als Leitstern der Bewegung und seinen ebenfalls besternten Spinoffs wie Geranium oder Relæ – übrigens das einzige Sternerestaurant weltweit, in dem zu 100 % mit Biozutaten gekocht wird – bietet Dänemarks Hauptstadt noch Dutzende weitere kulinarische Hot-Spots, die sich diesem Prinzip verschrieben haben. Die Stippvisite im hohen Norden lohnt aber nicht nur wegen der quicklebendigen Gastroszene: Kopenhagen lockt Besucher auch mit seinen herrlichen Parks, bedeutenden Kunsttempeln wie dem Thorvaldsen Museum oder der weltbekannten Glyptothek und einer Design-, Shopping- und Fashionszene, die die Stadt mittlerweile zur am schnellsten wachsenden Tourismusmetropole unter Europas Hauptstätten gemacht hat.


© Visit Denmark © Visit Denmark

© Visit Denmark

Von der kleinen Meerjungfrau über den bunten Hafen bis zu den königlichen Schlössern – Kopenhagen hat weit mehr zu bieten als eine aufregende Gastroszene und ist in den letzten Jahren zur klassischen Ganzjahresdestination geworden.

PLACES TO STAY Aamanns

www.aamanns.dk Ida Davidsen

www.idadavidsen.dk Restaurant Schønnemann

www.restaurantschonnemann.dk Royal Smushi Cafe

www.royalsmushicafe.dk Allgemeine Infos zu Kopenhagen und Dänemark

www.visitcopenhagen.com www.visitdenmark.com

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BOOK NEWS Original Italienisches von zwei italienischen Originalen!

Nicht immer verderben viele Köche den Brei. Als Autoren ergänzen sich die zwei Grossmeister der italienischen Küche sogar prächtig: Den Norditaliener Antonio Carluccio und den Süditaliener Gennaro Contaldo verbindet die Leidenschaft für gutes Essen. Zwischen Alpengipfeln, Apennintälern und Mittelmeerküste haben sie kulinarische Schätze ausgegraben – die originale Landküche ihrer Heimat. Mehr als 80 authentische Rezepte, die auch Kenner der italienischen Küche überraschen werden, haben die beiden in ihrem neuen Kochbuch versammelt. Italienische Landküche | Antonio Carluccio und Gennaro Contaldo | Dorling Kindersley Verlag

Libanesische Vorspeisenkultur

Mezze sind der Inbegriff arabischer Genusskultur. Die besten Mezze findet man im Mittleren Osten, speziell im Libanon. Mohamad Salameh und Bettina Matthaei sind dorthin gereist und berichten über die Kultur und Küche des Landes. Im Rezeptteil ist dann die ganze Vielfalt der Mezze versammelt: klassische, feine, neue, opulent-festliche und die Süssen zum Schluss. Die traditionellen Rezepte reichen von bekannten Hummus und Fattoush über knusprige Halbmondtäschchen bis zu den scharfen Bataa Harras. Entdecken Sie die vielfältigen Aromen und die raffinierten Genüsse einer noch unverfälschten Küche. Mezze | Mohamad Salameh & Bettina Matthaei | Gräfe und Unzer Verlag

Indisch für Veggies

Halloumi mit Kräuterkruste und Feigen-Pistazien-Chutney, Paprika mit Erdnuss-Tamarinden-Sauce oder Auberginen mit Granatapfel-Joghurt – die vegetarische Küche Indiens ist würzig, sinnlich und vielfältig wie keine andere. Anjum Anand präsentiert 115 exotische, leichte und gesunde Lieblingsgerichte für Vegetarier und «Flexitarier», die ihren Fleischkonsum einschränken wollen. Die Rezepte wurzeln tief in der wundervollen regionalen Küche Indiens, aber Anjum Anand hat auch Klassiker neuinterpretiert und stellt Eigenkreationen vor, in denen sich Indien und Europa treffen. Anjums indische vegetarische Küche | Anjum Anand | Dorling Kindersley Verlag


Das echte Venedig kulinarisch entdecken

Die traditionellen Weinbars (Bacari) sind die ältesten Lokale Venedigs. Hier kehren die Venezianer gerne ein. Es gibt guten Wein und köstliche Gerichte zu entdecken, die man sonst kaum noch findet. Mit ihnen hat sich ein authentisches Stück Venedig und ein Stück sehr kommunikativer Ess- und Trinkkultur erhalten. Das Buch lädt zu fünf OmbreSpaziergängen («ombra» heisst «ein Gläschen Wein») durch die schönsten Bacari ein. Die Autoren führen Sie jenseits der ausgetretenen Pfade zu immer neuen Insider-Adressen, erklären die Spezialitäten, die Quartiere und stellen Ihnen interessante Venezianer vor. 50 der besten Rezepte der Bacari haben sie für dieses Buch gesammelt. Weinbars in Venedig | Beat Koelliker & Cornelia Schinharl | Gräfe und Unzer Verlag

Von süss bis herzhaft, von schnell und einfach bis raffiniert.

Cynthia Barcomi, geboren in Seattle, hat schon als kleines Mädchen für ihr Leben gern gebacken. In ihrer Wahlheimat Berlin eröffnete sie die Barcomi’s Kaffeerösterei und das Barcomi’s Deli in Berlin Mitte. Beide Läden haben längst Kultstatus erlangt. In ihrem neuen Buch stellt die Berliner Baking Queen über 70 ganz neue Rezepte vor. Alles ganz leicht nachzubacken und einfach unwiderstehlich. Schokolade-Orangen-Muffins, Ziegenkäsemuffins, Buttermilch-Nuss-Waffeln, Himbeer-Cheesecake-Brownies, MarzipanCheesecake, Mokka-Cupcakes ... Let’s Bake | Cynthia Barcomi | Mosaik Verlag

Deutsche Gerichte neu entdeckt

Erleben Sie die deutsche Küche von einer ganz neuen Seite! Von der Spargelschaumsuppe über geschmorte Ochsenbacken bis zum Bratapfel nimmt sich Frank Rosin beliebte Speisen vor und interpretiert sie neu – mit einem sagenhaften Ergebnis: Rund 100 originelle Rezepte für Suppen, Vorspeisen, Hauptgerichte, Beilagen und Desserts, die überschaubar im Aufwand, mit leicht erhältlichen Zutaten zubereitet und damit für jeden ambitionierten Hobbykoch realisierbar sind. Neue deutsche Küche | Frank Rosin | Dorling Kindersley Verlag


Im Land der Haubenköche

Zwei Hauben von «Gault Millau», vier Sterne von «À la carte» und drei Löffel vom «Schlemmeratlas» bestätigen die wunderbare Kochkunst Benjamin Parths.

AUTOR Yvonne Beck

© YSCLA Stüva/Gerhard Berger

Der Küchenwunderknabe Benny Parth


© highendFOOD.org

Dank Benjamin Parths Kochkünsten hat sich das Stüva (rätoromanisch für «Stube») im Geniesserhotel YSCLA in Ischgl vom Geheimtipp zu einem der Top-Gourmetrestaurants Tirols entwickelt.

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ie Tourismusregion Paznaun-Ischgl in Tirol – nur drei Autostunden von Zürich entfernt – ist eine der beliebtesten Winter-Hotspots und bekannt als das österreichische Eldorado der Spitzengastronomie und -hotellerie. Das Paznaun weist die höchste Dichte an Luxushotellerie und -gastronomie in Österreich auf. Der Silvretta Strasse entlang bieten alle Orte (Ischgl, Mathon, Kappl, See, Maut und Galtür) Verwöhnküche vom Feinsten: charakteristische Tiroler Spezialitäten wie auch exklusive Weltküche und damit eine aussergewöhnliche Melange an Ursprünglichkeit und Moderne. Vom Paznauner Schafl über traditionellen Bergkäse werden heimische Gustostücke in Szene gesetzt, um Besuchern aus aller Welt lukullische Besonderheiten zu bieten. Ein Highlight der Region ist das Gourmet-Restaurant Stüva im Herzen von Ischgl. Gaumengenüsse auf höchstem Niveau werden hier von Benjamin Parth, Österreichs jüngstem Haubenkoch, auf die Teller gezaubert. Seine Rezepte von bodenständig bis ausgefallen finden in Gourmetkreisen höchste Anerkennung. IMAGINE traf Benny Parth, in seinem Gourmetrestaurant Stüva im Hotel Yscla und sprach mit ihm über die Tiroler Küche, die Macht der Sossen und dem Purismus in der Küche.

IMAGINE: In so jungen Jahren mit zwei Hauben ausgezeichnet zu werden ist eine grosse Ehre. Aber übt es nicht auch einen gewissen Druck auf Sie aus, dieses Niveau zu halten? Benny Parth: Ich empfinde das nicht als Druck, ich sehe das viel eher als Ansporn, mich immer weiter zu verbessern. Von wem haben Sie das Kochen gelernt? Ich kann keine bestimmte Person nennen. Ich habe eigentlich auf meinen verschiedenen Stationen durch Europa von jedem etwas mitgenommen. Mit welcher Art von Küche sind Sie gross geworden? Gibt es besondere Einflüsse, die sich in Ihrer Küche heute wiederfinden? Aufgewachsen bin ich natürlich mit einfacher aber ehrlicher Tiroler Hausmannskost. Auf Reisen hat mich mein Vater schon in jungen Jahren in exzellente Restaurants mitgenommen, hier habe ich auch meine Leidenschaft fürs Kochen und gute Essen entdeckt.

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© highendFOOD.org © YSCLA Stüva/Gerhard Berger

Benjamin Parth verbindet in seinen Kreationen Internationalität mit seinen Tiroler Wurzeln. Im Bild ein «Parth-Klassiker»: Seesaibling auf Erdäpfelpüree mit Enzianschaum.

Das Gericht «Jakobsmuschel in Champagner mit Lauch und Kaviar» bezeichnet die Gault Millau Redaktion 2012/13 als «ein bemerkenswertes Zitat der französischen Klassik».

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Auch als Koch muss man sich zuerst einmal «erfinden». Woher nehmen Sie die Inspirationen für Ihre Küche?

Was macht eine wirklich gute Sosse aus?

Ich finde meine Inspiration in der Natur, beim Snowboarden und auf Reisen.

Welche «Kochmode» können Sie gar nicht nachvollziehen?

Ist es schwer, sich in so jungen Jahren bei älteren Kollegen durchzusetzten?

Kochtechnisch bin ich für alles offen. Ob ich Insekten essen muss, weiss ich nicht.

Eigentlich nicht, da jeder Kollege weiss, wie viel Arbeit dahinter steckt.

Sie sind der jüngste Haubenkoch Österreichs und haben in jungen Jahren schon sehr viel erreicht. Was wünsche Sie sich für Ihre Zukunft?

Was ist das Besondere an der Tiroler Küche? Und was denken Sie, warum steht hier die Wiege so vieler Top-Köche? Die Tiroler Küche ist eine wirklich authentische Küche. Ich denke, das macht sie so besonders. Was zeichnet die Speisekarte des Stüva aus?

Dass sie schmeckt. (Lacht.)

Dass ich gesund bleibe. Bleiben Sie Ischgl erst einmal treu oder zieht es Sie in die grosse weite Welt hinaus? Momentan bleibe ich in Ischgl, weil ich hier alles habe, was ich brauche.

Unser Restaurant ist in Ischgl – in mitten einer wunderbaren Alpenlandschaft, die viel hergibt. Wir bieten nur absolut marktfrische Speisen an.

Kochen ist für Sie in drei Worten …

Ihre Küche wird gerne als klassisch und puristisch beschrieben? Bedeutet das so viel wie «weniger ist mehr»? Was genau bekomme ich im Stüva auf den Teller?

Ihre Galgenmahlzeit (Lieblingsgericht) wäre …

Wir verzichten komplett auf Spielereien und bei uns wird nur das auf dem Teller serviert, was man auch essen kann. Häufig verzichten sie sogar auf Beilagen. Warum? Damit der Gast auch nach einem grossen Menü nicht übersättigt aufsteht. Teilweise reicht ein Fisch mit einer dazu korrespondierenden Sosse. Wie wichtig sind Sossen für Sie und Ihre Küche? Die Sossen sind in meiner Küche das Wichtigste. In die Sosse wird die meiste Zeit und viele erstklassige Zutaten investiert.

Sauberkeit, viel Arbeit, Leidenschaft.

Die Ente von Philippe Rochat.


© Hotel YSCLA

Ähnlich dem Urlaubsversprechen Ischgls an seine Gäste, sind auch die Menükompositionen des jungen Paznauners alles andere als alltäglich.

NICE TO KNOW Tiroler Haubenlokale:

Hotel Rössle, Galtür

Schlossherrenstube im Schlosshotel Romantica Gemütliche Schlossherrenstube mit urigem Tiroler Charme, ausgezeichnet mit 3 Gault-Millau-Hauben. Die jahrhundertealte Stileinrichtung und ihre beeindruckende Almatmosphäre schaffen einzigartige Behaglichkeit. www.romantica.at

1 Gault-Millau-Haube, 13 Punkte Gault Millau. Küchenchef und Hausherr Martin Türtscher des ältesten Gastbetriebs des Paznaun verwendet überwiegend regionale Produkten für die klassische, authentische Küche, die mit Raffinement gepaart ist. www.roessle.com Gourmet auf der Skipiste

Paznauner Stube im Trofana Royal

3 Gault-Millau-Hauben. Küchenchef Martin Sieberer ist Tirols konstant höchstdekorierter Koch. Seit 1998 ist er mit drei Hauben ausgezeichnet. Täglich aufs Neue inspiriert und mit Liebe zubereitet sind Sieberers Köstlichkeiten ein Fixpunkt für Gourmets. www.trofana.at Stüva im Yscla

Stüva im Yscla – 2 Gault-Millau-Hauben, 16 Punkte Gault Millau, 4 Sterne à la carte, 3 Bestecke Schlemmeratlas, Mitglied bei Jeunes Restaurateurs d’Europe. Kleines, gemütliches Restaurant vom Hotel Yscla. www.yscla.at Ristorante Toscana

1 Gault-Millau-Haube, 13 Punkte Gault Millau. Das Restaurant Toscana zeigt sich – typisch für Ischgl – recht gestylt. Die Karte ist italienisch angehaucht, saisonal, das Fleisch kommt vom heimischen Biobauern. www.ristorante-toscana.at

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Charmant und edel auch auf der Skipiste? Dann bietet sich die wahrscheinlich stilvollste «Skihütte» der Tiroler Alpen an: das Alpenhaus auf der Idalp. Erreichbar ist das Gourmetzentrum – eines der höchst gelegenen in den Alpen – in nur wenigen Minuten von den Bergstationen Silvretta- und Fimbabahn. Im Inneren trifft alpines Flair auf edles, puristisches Design: Kuhfelle, Holz und Glas verschmelzen zu einem harmonischen und stilvollen Ambiente. Neben einem Selbstbedienungs-Restaurant gibt es eine gediegene VIP-Lounge, mit Top-Service, Spitzenweinen und -küche. Der kulinarische Jakobsweg in den Hochalpen

Jeden Sommer besuchen Feriengäste und Gourmets aus vielen Ländern den «Kulinarischen Jakobsweg». Bei vier verschiedenen Wanderungen, die in Ischgl, Galtür, Kappl und See starten, können Besucher nicht nur die Natur, sondern auch Küchenhighlights von vier Sterneköchen aus vier verschiedenen Ländern geniessen. Je ein Spitzenkoch übernimmt die Schirmherrschaft für eine der Gasthütten der Region und kreiert in uriger Hüttenatmosphäre ein exklusives Gericht für die Sommerspeisekarte. Auch hier wird die Verschmelzung von Luxus und bodenständiger Gemütlichkeit für Gäste sicht- und fühlbar.


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kANADA

Unesco

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ZüRIch

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TüRkEI

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TOSkAnA // ARkTIS // SEychELLEn // PORTugAL // BERgfERIEn

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Heimat des Weihrauchs

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Schönheit jenseits des Ararat

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ISchgL

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Zypriotische Genussmomente

Halloumi, Olivenöl & Co

Den Zyprioten liegt die Kunst der mediterranen Küche im Blut. Ihre sonnengereiften Früchte, das würziges Fleisch und der fangfrische Fisch mit duftenden Kräutern verzauberten schon manchen Gaumen.

AUTOR Yvonne Beck

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«Zypern ist die vornehmste, berühmteste und reichste Insel, nicht zu vergleichen mit den anderen Inseln des Meeres, von allen die fruchtbarste.» (Pilgerausspruch aus dem 14. Jahrhundert)

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I

n den kleinen Tavernen sitzen, im Hintergrund das glitzernde Meer unter tiefblauem Himmel – diese Vorstellung schafft sofort Appetit auf die Spezialitäten der zypriotischen Küche, die eng an die griechische angelehnt ist. Die lebensfrohe Einstellung der Zyprioten spiegelt sich auch in ihren gesunden und herzhaften Speisen wider.

Mezé – Mehr als eine Vorspeise Auf Zypern wird nicht bloss gegessen, sondern Essen regelrecht zelebriert. Jedes Menü beginnt mit typischen Vorspeisen, der Mezé. Diese splitten sich in Fleisch- und Fischmezé auf. Meist werden zirka zehn kleine Gerichte gereicht, zu denen standesgemäss Salate, Oliven, Humus

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und gegrillter Halloumi-Käse gehören. Der Halloumi, ein salziger, halbfester Schafskäse, wird gern naturbelassen gegessen oder mit Olivenöl bestrichen auf dem Grill zubereitet. Man sollte nicht wie viele Touristen den Fehler machen, sich schon hier den Magen zu voll zu schlagen, denn wie der Name schon sagt, sind Mezé bloss die Appetithäppchen – es folgen bei einem echten zypriotischen Essen auf alle Fälle noch Fisch- oder Fleischhauptgerichte, ganz zu schweigen von der Nachspeise. Jedoch erfährt man durch die Mezé – Zyperns Nationalgericht – einen perfekten Querschnitt der kulinarischen Spezialitäten des Landes. Für die Hauptspeisen auf Zypern werden häufig gegrilltes Fleisch oder gegrillter Fisch verwendet. Sie werden mit


Gemüse serviert. Die Zyprioten lieben BBQ. Überall auf der Insel drehen sich Lammspiesse über glühenden Kohlen. Zum Würzen dienen häufig Knoblauch und frische Kräuter. Ein sehr typisches Gericht auf Zypern ist Souflaki – dabei handelt es sich um Schweine- und / oder Lammfleisch, welches am Spiess über dem Grill kross gebraten wird –, aber auch Kleftiko. Während des Unabhängigkeitskampfes gegen die osmanische Herrschaft Anfang der 20er-Jahre machten Räuberbanden, die von Viehdiebstahl lebten, die Berge Zyperns unsicher. Diese «Kleftes» bereiteten Ziegen oder Lämmer in eingegrabenen Lehmöfen zu. So blieb ihr Versteck geheim, denn man konnte den Rauch nicht entdecken. Das Fleisch wurde zum Teil tagelang luftdicht verschlossen gegart. So konnte auch das Fleisch älterer Tiere

verwendet werden, welches durch die lange Garzeit auf der Zunge verging. Natürlich sind auch Meeresspezialitäten auf jeder Speisekarte vertreten, wenngleich, bizarrerweise dafür, dass Zypern eine Mittelmeerinsel ist, die Priorität scheinbar eher auf herzhaften Fleischgerichten oder Wildspeisen liegt. Diese ergänzen sich jedoch umso besser mit dem zypriotischen Weinen, der überall auf der Insel angebaut und hergestellt wird. Die edlen Tropfen der Insel Lange Zeit wurde zypriotischer Wein vom Rest der Welt kaum beachtet. Erst seit Anfang der 1990er-Jahre wurde der Weinbau durch junge, gut ausgebildete Abkömmlinge alteingesessener Familien neu erfunden. Traditionen,

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wie die Pflege der autochthonen Rebsorten und modernere Weinkeller, steigerten schnell die Qualität des Weinangebotes. Die kleinen Weinberge sind ein perfektes Wein-Ökosystem, das weitgehend ohne künstliche Bewässerung und ohne chemische Pflanzenschutzmittel auskommt. Dazu kommt das Glück, dass Zypern von Weinschädlingen komplett verschont wurde. Daher können im Einklang mit der Natur unverfälschte Weine ohne chemische Belastung entstehen. Autochthone Sorten sind die weissen Spourtiko und Xynisteri sowie die roten Maratheftiko, Mavro und Ophtalmo. Zudem findet man häufig die europäischen Sorten Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Riesling und Syrah. Die meisten Weinbaugebiete liegen im Südwesten der Insel in den südlichen Ausläufern des Troodos-Gebirges in bis zu 1 500 Meter Seehöhe, womit sie zu den höchstgelegenen Weinbergen in Europa zählen.

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Küchenchefs setzen neue Trends Ähnlich wie beim Wein erfährt auch die Küche Zyperns einen Aufwind. Impulsgeber sind häufig die internationalen Küchenchefs der Hotels. Allen voran die Chefs der Thanos-Hotels. An der nordwestlichen Spitze Zyperns, am Rande der als Naturschutz-Reservat ausgewiesenen Akamas-Halbinsel, liegt an einem privaten Küstenabschnitt zwischen dem kleinen Städtchen Polis und dem malerischen Fischerdorf Latchi das Anassa. Seit 1998 ist dieses Fünf-Sterne-Hotel, im Stil eines byzantinischen Dorfes, die «Königin der Region». Das kulinarische Konzept des Luxusrefugiums basiert auf Nachhaltigkeit und Regionalität: Kräuter, die im eigenen Garten des Hotels wachsen, und erntefrische, saisonale Produkte aus den umliegenden Dörfern werden unter der Ägide von Executive Chef David Goodridge in vier Restaurants zu mediterranen Köstlichkeiten mit asiatischer


Note verwandelt. Das kulinarische Highlight bildet das in einem Keller Gewölbe gelegene «Basiliko». Eine trendige Erlebnisküche basierend auf asiatischer Kochkunst mit entsprechenden Zutaten und einem Hauch mediterraner Würze. Spitzengastronomie at it’s best! Auch die Fünf-Sterne-Hotels Almyra und Annabelle setzten ein kulinarisches Zeichen. Sie befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, in der Hafenstadt Pafos an der Südwestküste der Mittelmeerinsel. Während das Almyra eine schicke Designerausstattung mit familienfreundlicher Einrichtung vereint und mit dem Almyraspa über ein ganzheitliches Wellnessrefugium verfügt, ist das Schwesterhotel Annabelle mit seinen zahlreichen Sporteinrichtungen das perfekte Ziel für aktive Gäste. Golfer können auf einigen Weltklasse-Plätzen in näherer Umgebung ihrer Leidenschaft frönen. Das Almyra bietet eine wunderbare

gastronomische Auswahl. Unter der Ägide des britischen Küchenchefs Rob Shipman, der in gleicher Funktion auch die kulinarische Leitung des Schwesterhotels Annabelle innehat, werden die Gäste in fünf exquisiten Restaurants mit zeitgenössischer mediterraner und internationaler Küche verwöhnt. Im Open-Air-Restaurant Notios mit Blick über das Meer wird diese mittags und abends kunstvoll mit japanischen Einflüssen kombiniert. Hier wird das einzigartige Dining-Konzept Omakasé – übersetzt «Vertaue dem Chefkoch» – gepflegt, hinter dem sich speziell kreierte japanische-mediterrane Überraschungsmenüs mit bis zu neun Gängen verbergen, die zu den weiteren Spezialitäten des Notios gehören. Maritime zypriotische Küche serviert hingegen die Strandbar Ouzeri: Zur Meeresbrise werden leichte griechische Snacks und lokale Spezialitäten serviert. Hier verschmelzen Tradition und Innovation zu dem perfekten Gaumenschmaus.

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Ein neues Kapitel Fluggeschichte

Unterwegs mit dem A380 von British Airways

Fliegen hat über die Jahre doch ein wenig an Glamour verloren. Seit der A380 den Himmel verschönert, ist der Glamour jedoch wieder zurückgekehrt.

AUTOR Lone K. Halvorsen

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I

ch sitze im Flugzeug – endlich! Ich muss zwar eine Zwischenlandung in Heathrow machen, aber die Vorfreude ist, wie das alte Sprichwort ja sagt, die schönste Freude. Diese Freude hat mich die letzte Woche stets begleitet. Genauer gesagt, seitdem ich weiss, dass ich am Jungfernflug des A380 von Heathrow nach Los Angeles teilnehmen werde. Fliegen: Lust statt lästiges Übel Im internationalen Wettbewerb, in dem die Preise für Flugtickets zunehmend gesenkt werden und der Service naturgegebener Weise darunter leidet, ist Fliegen für die Meisten nur noch ein Mittel zum Zweck geworden. Doch Fliegen ist nicht gleich Fliegen, was ein Flug mit dem Airbus A380 deutlich macht. Dass Fliegen tatsächlich ein Genuss sein kann, werden auch Vielflieger und Geschäftsreisende bestätigen können. Kein Handy, das klingelt, keine E-Mails die beantwortet werden müssen, die neuesten Filme schauen und dabei von zuvorkommenden Damen bedient werden, die stets ein nettes Lächeln auf den Lippen haben. Wo sonst kann man so gut abschalten wie im Flugzeug? Und so freue ich mich umso mehr auf den Langstreckenflug mit dem A380 von British Airways von London nach Los Angeles. Das gigantische Flugzeug, welches die meisten nur aus Zeitschriften, Magazinen oder Fernsehen kennen, erwartet mich und 468 weitere Passagiere in Heathrow. Die Länge des Flugzeugs beträgt sagenhafte 72,7 Meter und die Flügelspannweite 79,8 Meter. Wenn man die gesamten Kabel, die im A380 verlegt sind, aneinanderlegen würde, entspricht dies einer Länge von 515 Kilometern. Kurz: Ein wahrer Gigant!

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Heute fliegt das weltweit grösste Passagierflugzeug zum ersten Mal für British Airways von Heathrow nach Los Angeles und ich bin dabei. Schon beim Boarding erkennt man, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches Flugzeug handelt, denn es gibt nicht nur einen Eingang ins Flugzeug, sondern gleich drei. Das Einsteigen über drei unterschiedliche Eingänge beschleunigt nicht nur die sonst mühselige Boardingprozedur, sondern strahlt auch in den Kabinen eine angenehme Ruhe aus. Ein komfortabler und eleganter Riese Ich nehme den Gang zum Oberdeck und schon beim Einsteigen erkenne ich die Liebe zum Detail, die in diesem Flieger steckt. Diese Aussage mag vielleicht wie eine abgedroschene Floskel klingen, gerade wenn es um Flugzeuge geht, doch das Designteam hat im A380 etwas erschaffen, was Eleganz und Komfort ausstrahlt und hält. Egal wie lange der Flug dauert, ein beruhigendes Gefühl von Wohlbefinden erfüllt mich. Eine zuvorkommende Flugbegleiterin weist mir den Weg in die sogenannte «Club World». Die «Club World», welche mit einem erstklassigen Mass an Komfort und Service, mit Freiheit und Flexibilität wirbt, macht jede Reise zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis. Was sich auch auf meinem Flug mehr als bestätigt.

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Der A380 der British Airways bietet insgesamt 469 Reisenden Platz. British Airways handelt nach der Devise «weniger ist mehr». Zum Vergleich: Bei der Lufthansa kommen auf gleichen Raum 526 Fluggäste und bei Air France 516 Kunden unter. British Airways bietet stattdessen höheren Komfort in dem in vier Klassen unterteilten Innenraum. Die 14 Sitze der «First Class» sind im vorderen Hauptdeck angeordnet und erinnern, dank eines edlen Lichtdesigns, an eine schicke Hotel-Lounge. Die «Club World»-, respektive «Businessclass»-Reisenden können sich zwischen Haupt- oder oberem Deck entscheiden. Hier sitzen sich die Passagiere versetzt gegenüber. Eine Wahl zwischen Ober- und Unterdeck haben auch die 303 «World Traveller»-Reisenden (Economy). Im Oberdeck befinden sich zusätzlich 55 Sitze der «Premier Economy Class». Für welchen Sitzplatz man sich auch entscheidet, Komfort ist Trumpf und Langeweile kommt nirgends auf. Stets wird man vom freundlichen, jedoch unaufdringlichen Personal nach seinem Wohlbefinden gefragt. Und wem Essen, Lesen, Staunen und Schlafen nicht ausreicht, dem steht natürlich das umfangreiche Entertainmentprogramm zur Verfügung. Heathrow – Los Angeles British Airways nahm ihre erste Maschine vom Typ A380 im Juli 2013 in Empfang. Sie ist die erste Fluggesellschaft Grossbritanniens, die mit dem Riesen die


Lüfte erobert. Insgesamt hat British Airways zwölf Maschinen bestellt, die bis 2016 zum Einsatz kommen sollen. Ohne Zwischenlandung kann der A380 15’700 km zurücklegen und mehr Passagiere zu niedrigeren Kosten bei gleichzeitig geringere Umweltbelastung befördern. Dem A380 kommt daher auch eine Schlüsselrolle für das nachhaltige Wachstum des Flugverkehrs zu, denn er transportiert mit einem Flug mehr Passagiere als jedes andere Flugzeug. Der neue A380-Flug von London nach Los Angeles ist nun seit dem 24. September 2013 unter der Flugnummer BA269 und BA283 fünf Mal pro Woche startbereit. Der Jungfernflug nach Los Angeles wurde von der Crew des Fernsehsenders BBC begleitet und sowohl die Crew von British Airways wie auch die Passagiere waren gleichermassen euphorisiert. Trotz einer gewissen Aufregung war der Service, angefangen bei der Begrüssung am Gate, über den ständig präsenten Service während des Fluges bis zur sanften Landung, ausgezeichnet. Nicht nur die Passagiere, sondern auch die Mitarbeiter hatten scheinbar viel Spass auf dem Jungfernflug von London nach L. A.. Dort angekommen wurde der Flug mit der üblichen Dusche durch die Flughafen-Feuerwehr beendet. Mit ein wenig Wehmut darüber, dass die 11 Stunden Flug schon vorüber waren, tröstete mich der Gedanke, dass es in drei Tagen schon wieder zurückgehen sollte. Zusammenfassend lässt sich feststellen, das Sprichwort «Der Weg ist das Ziel» trifft auf einen Flug mit dem A380 der British Airways mehr als nur zu. Selten hat Fliegen so viel Spass und Entspannung gebracht wie auf diesem Flug.

NICE TO KNOW

Das weltweit grösste Passagierflugzeug fliegt bald für British Airways zwischen London Heathrow, Los Angeles, Hongkong und Johannesburg. Tickets für Flüge in diesen neuen Flugzeugen können für ausgewählte Flüge zwischen London und Los Angeles seit dem 24. September 2013, zwischen London und Hongkong seit dem 22. Oktober 2013 und zwischen London und Johannesburg ab 12. Februar 2014 gebucht werden. www.britishairways.com

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Klassiker auf vier Rädern Mit Statussymbol und Lifestyle retrospektiv durchs Hohenloher Land. Eine kleine Oldtimer- und Genussreise – auch für Unerfahrene empfehlenswert.

Der Klassiker unter den Oldtimern, das Mercedes-Cabriolet 190 SL Jahrgang 1961, «posiert» im Park des Wald- & Schlosshotels Friedrichsruhe vor dem Jagdschloss.

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AUTOR Inge Jucker


© Inge Jucker

B

eim Einsteigen umfängt einen schon der typische Oldtimer-Duft: Benzin, Öl und Leder ... Und dann muss man es erst einmal bestaunen, das MercedesCabriolet 190 SL, Jahrgang 1961. Zu der Zeit, als dieser Wagen aus der Fabrik rollt, wird John F. Kennedy als neuer amerikanischer Präsident vereidigt, die britische Wochenzeitung «The Sunday Telegraph» gegründet, das erste Kernkraftwerk Deutschlands liefert Strom und der Bau der Berliner Mauer beginnt ... Die Mauer gibt es glücklicherweise nicht mehr – aber dieses MercedesCabrio hat die Jahrzehnte gut überstanden! Es ist nach wie vor ein Bijou. Die runden Formen, Chrom und das Cremeweiss in Kombination mit Rot – der Wagen strahlt eine Eleganz aus, die schon manchen Autoliebhaber ins Schwärmen brachte. Der erste Mercedes 190 SL wurde 1955 am Genfer Automobilsalon gezeigt und fand rasch begeisterte Käufer. Der Anblick des Klassikers lässt bei Cineasten sogleich Filmbilder aufsteigen: Grace Kelly und Frank Sinatra fuhren den Wagen in «High Society», einem Filmmusical aus dem Jahre 1956. 1959 erlebte der 190 SL im Film «Happy Anniversary» zusammen mit David Niven und Mitzi Gaynor ein tolles «product placement». Viele Film- und andere Stars waren vom bequemen Reisewagen äusserst angetan, darunter Gina Lollobrigida, Cary Grant, Alfred Hitchcock, Zsa Zsa Gabor, Ski-Legende «Blitz aus Kitz» Toni Sailer und auch Ringo Starr, der Schlagzeuger der Beatles, der 15 Jahre lang einen 190 SL fuhr.

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© Inge Jucker © Retro Promotion

Parade vor dem Jagdschloss: Mercedes-Benz 230 SL Jg 1966, Fiat 500 Giardient Jg. 1976, drei Porsches 911 S, Mercedes-Cabrio 190 SL und ein BMW 628 CSi, Jg. 1992.

Eine Corvette Stingray Jahrgang 1968 sorgt bei Oldtimer-Fans für Schwärmereien.

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Verrucht und doch beliebt Nur eine prominente 190-SL-Besitzerin hätte der Autohersteller aus Imagegründen wohl lieber verheimlicht: Rosemarie Nitribitt, die Frankfurter Edelprostituierte, die 1957 auf ungeklärte Weise ermordet wurde. Der bis heute ungelöste Fall füllte die Klatschblätter, regte zu Spekulationen an und sorgte für einen Roman und zwei Filme. Ein schwarzer Mercedes 190 SL mit roten Ledersitzen war Nitribitts Markenzeichen. Der Skandal und Sex-and-Crime-Faktor konnten der Beliebtheit des Wagens allerdings nichts anhaben. Im Gegenteil: Das sorgte für noch mehr Aufmerksamkeit. Diese erfahren auch wir während unseres OldtimerWeekends in der Umgebung von Stuttgart. Von der Retro Promotion Event-Garage in Gäufelden leihen wir uns den Mercedes. Weitere Fans alter Wagen wählen Porsche, BMW und Fiat – insgesamt stehen etwa 50 Fahrzeuge zur Verfügung. Nach der Einweisung, einer ersten Instruktion zum Betrieb des Oldtimers und mit einer Streckenbeschreibung ausgerüstet, geht die Fahrt zusammen mit sechs anderen Kultautos durch das Hohenloher Land los.

Unser Ziel heisst Öhringen – «Motor-Museum». Der Name untertreibt ein wenig, denn wer hätte schon Lust, sich Motoren ohne Chassis anzuschauen? Wer das Glück hat, vom Besitzer Paul Heyd durch das Museum geführt zu werden, bekommt viele Histörchen zu hören. Zu jedem der Sport- und Tourenwagen aus der Zeit von 1948 bis 1960 und der Motorräder aus den 1940er- bis 1970er-Jahren weiss der Sammler etwas zu erzählen. Die Sammelleidenschaft hört jedoch nicht bei den Motoren auf. Alte Emaille-Schilder, Musikboxen, Mode, Fotoapparate und seit Neuestem auch Glaskunst faszinieren Paul Heyd ebenso. Und weil er die nostalgischen Fundstücke nicht allein geniessen will, ist alles in seinem Museum ausgestellt. Mit drei Euro Eintritt ist man dabei.

© Retro Promotion

Autofahren wird wieder zum Abenteuer Nach ein paar hundert Metern hat man sich mit dem

ungewohnten Fahrempfinden arrangiert – keine Servolenkung, keine Bremshilfe, höherer Lärmpegel – und die Konzentriertheit macht der Freude Platz. Das Gefühl, mit diesem aufsehenerregenden Fahrzeug unterwegs zu sein, ist kaum zu beschreiben. Wäre es der eigene Wagen, wir würden wohl vor Stolz platzen ... Es kommen aber auch Erinnerungen an eine Zeit auf, in der eine Autofahrt noch abenteuerlich war: Nie wusste man, ob man überhaupt und pannenfrei ans Ziel kommt.

Das Mercedes-Benz-Cabrio 190 SL aus dem Jahre 1960 hat schon viele Ausfahrten ins Grüne hinter sich.

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© DZT / Werner H. Müller

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung des Wald- & Schlosshotels Friedrichsruhe zählen das Kloster Gross Comburg und die Henkersbrücke in Schwäbisch Hall.

Oldtimer der anderen Art Ebenfalls ein Oldtimer ist die Stadt Schwäbisch Hall, die auf das frühe Mittelalter zurückgeht. Die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern ist einen Bummel wert. Für Kunstinteressierte drängt sich der Besuch der Kunsthalle Würth auf. Das moderne Gebäude ist clever in die Altstadt integriert. Gezeigt werden Wechselausstellungen, die zur Hauptsache aus den Beständen des Sammlers und namengebenden Unternehmers Reinhold Würth stammen.

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Wer nun mit seinem Oldtimer auch noch stilecht übernachten will, dem sei das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe in Zweiflingen empfohlen. Das hübsche Jagdschloss ist im 18. Jahrhundert erbaut worden und aus dem dazugehörigen Ökonomiegebäude wurde das spätere Waldhotel Friedrichsruhe, welches 1953 eröffnete. Nach und nach kommen ein Anbau, mehr Zimmer, ein Golfplatz und ein preisgekrönter Spa sowie aktuell ein Michelin-Stern und 16 Gault-MillauPunkte dazu. Das 5-Sterne Haus, das zu den Small Lu-


© Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe © Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe

© DZT / Tim Krieger

Im Park des Wald- & Schlosshotels Friedrichsruhe gehören auch das Jagdhaus aus dem 18. Jahrhundert (o.) und das Torhaus (u.) zum Hotelbetrieb.

xury Hotels of the World zählt, passt prima zu einem (verlängerten) Oldtimer-Weekend. Schliesslich musste noch Zeit für einen der besten Spas Deutschlands sein. Passend zur Region werden hier San Vino-Behandlungen angeboten, Anwendungen mit Produkten, die aus Traubenkernen gewonnen werden. Es ist ein Wohlfühlort par excellence – ermöglicht durch all die zuvorkommenden und herzlichen Mitarbeitenden. Die Oldtimer-Truppe ist sich einig: So etwas hat man schon lange nicht mehr erlebt ...

NICE TO KNOW Retro Promotion GmbH

www.retropromotion.de Motoren-Museum, Öhringen

www.motormuseum-oehringen.de Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe

www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

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TRAVEL NEWS Reisen für Kreuzfahrtliebhaber Urlaub auf dem Wasser ist für immer mehr Menschen die perfekte Reiseform. Ob Kulturkreuzfahrten über Europas Flüsse, eine Reise zu den Trauminseln der Karibik oder eine klassische Mittelmeercruise, die Vielfalt an Routen ist nahezu unerschöpflich.

Mein Schiff 1

Die Schätze Europas steuern Kreuzfahrer auf der Mein Schiff 1 von TUI Cruises an, dem Schwesterschiff des kürzlich zum Schiff des Jahres 2014 gekürten Mein Schiff 2. Auf der 11-tägigen Kreuzfahrt «Rund um Westeuropa Nord» warten attraktive Küstenstädte, einzigartige Kulturmetropolen und wunderschöne Naturmonumente auf die Reisenden. Mit den Anlegehäfen Mallorca, Cádiz, Lissabon, La Coruña, London, Paris, Zeebrügge und Bremerhaven bietet die Reederei ihren Gästen eine aussergewöhnliche Route auf dem Wohlfühlschiff. www.tuicruises.com

Queen Marry 2

Eine der wohl emotionalsten Seereisen erleben Passagiere während der Kreuzfahrt «Faszination Transatlantik – Kurs Hamburg 2014» auf der majestätischen Queen Mary 2. An zehn Terminen von Mai bis November 2014 legt der gigantische Ozeandampfer die berühmte Passage zwischen Hamburg und New York zurück und erinnert die Gäste so an eine Epoche, in der das Reisen in ferne Länder noch mit viel Zeit verbunden war. www.cunard.de

MS Deutschland

Exotische Erlebnisse erwarten die Passagiere auf der MS Deutschland, die zu einer 11-tägigen Entdeckungskreuzfahrt zu den asiatischen Königsdynastien einlädt. Die faszinierenden Städte Singapur, Kuala Lumpur und Penang stehen dabei ebenso auf dem Programm wie tropische Naturschauspiele und traumhafte Strände. www.deilmann-kreuzfahrten.de


Disney Cruise Line

Aber auch für die kleinen Gäste an Bord hat Lufthansa City Center bei ihrer Auswahl der Kreuzfahrten gedacht. Mit Disney Cruise Line geht es in den Wintermonaten von Port Canaveral auf die Bahamas. Immer mit an Bord: Micky Maus, Donald Duck und ein äusserst familienfreundliches Unterhaltungsprogramm. www.disneycruise.disney.go.com

Aida

In den Orient verschlägt es die AIDAdiva. Hier funkelt es, wohin man schaut: goldene Strände und Wüsten, Märkte wie zu Sindbads Zeiten, glitzernde Shoppingtempel und himmelhohe Glaspaläste – ein Märchen aus 1001 Nacht. Das Morgenland eröffnet eine magische Welt und auch das Schiff wird die Augen auf der 7-tägigen Kreuzfahrt zum Leuchten bringen. www.aida.de

MS Europa 2

Hapag Lloyd bietet mit seinen Golfreisen die perfekte Verbindung zwischen dem eigenen Lieblingssport und der vielleicht schönsten Art zu reisen. Auf der EUROPA 2 können Golfer mit professioneller Unterstützung und modernster Technik ihr Spiel optimieren. Zwei hochmoderne Golfsimulatoren halten virtuell eine grosse Auswahl weltweiter und namhafter ChampionshipCourses bereit und ermöglichen in direkter Kombination mit einer integrierten Videoanalyse schnellstmöglichen Lernfortschritt. Bei einer Golfkreuzfahrt lernt man die landschaftlich schönsten und spielerisch reizvollsten Golfplätze der Welt kennen, ohne zwischendurch das Hotel wechseln zu müssen. www.hl-kreuzfahrten.de


Die berühmtesten Mythen rund ums Fliegen Betäubt in der Flugzeugkabine und festgesaugt an der Bordtoilette Die Faszination vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit – und treibt manchmal seltsame Blüten. So ranken sich rund um die Luftfahrt kuriose Mythen und Irrtümer, die mit Vorsicht zu geniessen sind. TEXT widmu.de


Kann Übergewicht an Bord für Passagiere und Stewardessen zum Problem werden? Hier sind insbesondere Flugbegleiter asiatischer Airlines in der Pflicht, stets auf ihren Taillenumfang zu achten. Verfehlen sie das Gardemass, werden sie zunächst auf schlechter entlohnte Flüge und anschliessend zum Bodenpersonal versetzt. Auch die Diskussion um übergewichtige Flugreisende reisst nicht ab. So gelangt beispielsweise die USamerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines regelmässig in die Schlagzeilen, indem sie von zu korpulenten Passagieren verlangt, einen zweiten Sitzplatz zu bezahlen oder sie gleich ganz vom Flug ausschliesst. Europäische Airlines sind hier hingegen noch vorsichtig mit solch rüden Aktionen.

Können Fluggäste durch ein beschädigtes Fenster aus dem Flugzeug gesaugt werden? Der Klassiker unter den Flugmythen: Im Passagierraum ist das nicht möglich. Dort sind die Fenster mehrfach verglast und darüber hinaus zu klein. Im Cockpit ereignete sich 1990 allerdings ein Zwischenfall, bei dem der Pilot um ein Haar aufgrund des plötzlichen Druckabfalls aus einem zerstörten Fenster gezogen worden wäre. Ein Flugbegleiter und der Kopilot verhinderten Schlimmeres.

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Stimmt es, dass Fluggesellschaften ihre Flüge überbuchen? Im Bereich des Ticketverkaufs ist es gängige Praxis, Flüge um einige Prozent zu überbuchen. Airlines rechnen stets mit Passagieren, die nicht zum Abflug erscheinen. Mit Überbuchungen wollen sie verhindern, dass Kapazitäten an Bord ihrer Maschinen frei bleiben und ihnen so Umsätze verloren gehen. In welchem Masse Flüge überbucht sind, hängt beispielsweise von den Wochentagen oder Ferienzeiten ab. Daneben gibt es Unterschiede von Land zu Land. Während japanische Passagiere als sehr zuverlässig gelten und Flüge dort kaum überbucht werden, vergeben Airlines in Indien bisweilen zehn Prozent mehr Tickets als Sitzplätze vorhanden sind.

Wird der Sauerstoffgehalt in der Kabine während des Fluges reduziert, um die Passagiere ruhig zu stellen? Das Gegenteil ist der Fall. Damit alle Passagiere den Flug unbeschadet überstehen, wird künstlich Sauerstoff zugeführt. Der Luftdruck an Bord eines Flugzeuges entspricht etwa dem auf einem 2 500 Meter hohen Berggipfel. Eine Reduzierung des Sauerstoffes wäre im Hinblick auf die Gesundheit der Fluggäste überaus leichtsinnig.

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Wird die Flugzeugtoilette in der Luft entleert? Nein, zumindest nicht absichtlich. Der Unrat wird in Tanks an Bord gesammelt. In manchen Fällen gelangen aber kleinere Flüssigkeitsmengen aufgrund poröser Dichtungen nach aussen und frieren anschliessend umgehend am Rumpf des Flugzeugs fest. In geringerer Höhe lösen sich diese Klumpen – wegen des enthaltenen Desinfektionsmittels auch Blue Ice genannt – und fallen beim Landeanflug ab.

Besteht beim Betätigen der Spülung der Flugzeugtoilette die Gefahr, dass das Gesäss auf dem Sitz festgesaugt wird? Von Seiten der Airlines wird dieser Mythos stets dementiert, ein Fall ist allerdings tatsächlich dokumentiert: Vor mehr als zehn Jahren verbrachte eine Frau einen Transatlantikflug aus diesem Grund fast ausschliesslich auf der Bordtoilette. Erst bei der Landung in den USA konnte der unglückseligen Dame geholfen werden. Für ihre Atlantiküberquerung «am stillen Örtchen» wurde sie von der Airline finanziell entschädigt.

Warum gibt es für Notfälle keine Fallschirme an Bord? Abgesehen davon, dass Laien Fallschirme wahrscheinlich nicht korrekt bedienen können, verhindert der Überdruck in mehr als 10’000 Metern Höhe, dass die Flugzeugtüren geöffnet werden können. Selbst, wenn dies gelingen würde, so wären in erster Linie die in dieser Höhe herrschenden -50° Celsius das Hauptproblem für Fallschirmspringer. Fallschirme retten in solchen Höhen also keine Leben.

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Bernina Express

Von den GletSchern zu den Palmen

Erleben Sie eine der spektakul채rsten Alpen체berquerungen von Chur nach Tirano im Panoramawagen des Bernina Express.

PUBLIREPORTAGE


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och hinauf zum Gletscherglitzern der Berge, tief hinab ins Palmenparadies Italiens. Die Albula- und Berninalinie verbinden den Norden und den Süden Europas in Schlangenlinien und ohne Zahnrad und dies auf wundervolle Weise: 55 Tunnels, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Zug mit Leichtigkeit. Hier werden Naturgenuss und Kulturerlebnis eins! Nicht von Ungefähr hat das angesehene amerikanische Reisemagazin National Geographic den Bernina Express als einer der weltweit schönsten Züge erkoren. Die Fahrt führt von Chur (585 m ü. M.) durch das wilde Albulatal ins Oberengadin und weiter nach Ospizio Bernina zum höchsten Punkt auf 2 253 m ü. M. bis nach Poschiavo – Tirano (429 m ü. M.) und dauert rund vier Stunden. Sie führt durch klimatische Extreme und verbindet Kulturen und Sprachen. Schlag auf Schlag folgen die Höhepunkte unterwegs: verwirrende Kehrtunnel und schwindelerregende Viadukte im Albulatal, später auf dem Berninapass zum Greifen nahe Gletscher.

Seit Juli 2008 zählen die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn von Thusis bis Tirano zum UNESCO Welterbe. Die mehr als 100 Jahre alte Bahnstrecke ist bezüglich Bautechnik und Linienführung eine einzige Meisterleistung. Landschaft und Eisenbahn verschmelzen: in weiten Radien, raffinierten Kunstbauten, in Schlangenlinie durch schroffe Täler. Namhafte Höhepunkte sind das «Landwasserviadukt», die Kehrtunnel zwischen Bergün und Preda oder das Kreisviadukt bei Brusio. Der Bernina Express befährt die ganze 122 km lange UNESCO Welterbestrecke.

NICE TO KNOW

Die Fahrt im Bernina Express ist buchbar unter www.rhb.ch/berninaexpress, an jedem bedienten Bahnhof und beim Railservice der RhB (railservice@rhb.ch / Telefon +41(0)81 288 65 65).

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Weisse Traumdestinationen

Powder Dreams

Pulverschnee satt, leere Pisten – Skiurlaub in Kanada und den USA bedeutet grandioses Skivergnügen.

AUTOR Lilly Steffen


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arven, Wedeln, Boarden; Freeriden … Egal wie man die weissen Hänge herunter saust, es ist immer ein erhabenes Gefühl. Und bereits im Herbst sehnen sich eingefleischte Skicracks nach weissen Hügeln und Pulverschnee, in dem sie ihre erste Line hinterlassen können. Zwei der schönsten und bekanntesten Skigebiete liegen in Kanada und den USA: Banff und Aspen heissen Skifahrer aus der ganzen Welt willkommen und verwöhnen mit einem einzigartigen Pistenerlebnis.

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Die Kanadischen Rocky’s Kanada ist ein Wintermärchen in Weiss. Die majestätischen Kanadischen Rocky’s und die Tierwelt Kanadas machen die Winterferien zu einem echten Erlebnis. Gerade der Ort Banff ist für seine atemberaubenden Landschaften bekannt. Er gehört zu den beliebtesten Skistationen Kanadas und wartet mit unzähligen Aktivitäten auf. Rund um die Stadt liegen die drei Skigebiete Lake Louise, Sunshine Village und Mount Norquay. Gäste profitieren von Skipisten mit einer Gesamtlänge von über 200 Kilometern, verteilt auf 3 136 Hektar! Zudem ist Banff die grösste Stadt im gleichnamigen Nationalpark und mit 1 463 Metern die höchstgelegene Gemeinde Kanadas. Das Gebiet ist von Gipfeln wie Mount Rundle, Sulphur Mountain, Mount Norquay und Cascade

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Mountain umgeben und strahlt eine einzigartige Ruhe aus. Darüber hinaus ist Banff ausgesprochen gut erreichbar: Es liegt 126 Kilometer westlich von Calgary und 58 Kilometer östlich von Lake Louise, sodass sich selbst ein Wochenendskiausflug lohnt! Das Skigebiet Banff ist sehr vielfältig: Lake Louise ist das Gebiet mit der grössten Pistenauswahl (Lifte: 11; Abfahrten: 100) und begeistert mit seiner spektakulären Bergszenarie. Das höchstgelegene Skigebiet Kanadas, Sunshine Village (Lifte: 12; Abfahrten: etwa 90), steht vor allem für exzellente Schneeverhältnisse. Im oberen Bereich sind es baumfreie Hänge, während Sie sich im unteren Teil auf geschützten Waldabfahrten austoben können. Nur rund 18 Kilometer von Banff entfernt, findet der Wintersportler ein beeindruckendes, hochalpines Skiareal, das sich kreisförmig um das Village ausbreitet. Insbesondere


für Könner bietet Sunshine mit einem grossen Angebot an schwarzen und doppelschwarzen Hängen ein exzellentes Terrain. Mount Norquay, der Hausberg Banffs, ist hingegen bekannt für seine anspruchsvollen Buckelpisten und Waldabfahrten. Alle drei Skigebiete können mit dem Tri-Area-Skipass miteinander kombiniert werden und sind von Banff aus mit einem kostenlosen Shuttle-Bus bequem zu erreichen. Banff bietet eine gemütliche Trapperatmossphäre mit zahlreichen Hotels, Bars, Restaurants, Geschäften und Boutiquen. Und auch ausserhalb der Pisten gibt es viel zu erleben. Wer es sportlich mag, sollte unbedingt eine Snowmobiletour buchen oder die gefrorenen Wasserfälle des Johnston Canyon bewundern. Auch der Ausflug mit dem Helikopter zu einer Hundeschlittentour ist sicherlich ein Highlight eines Banff-Aufenthaltes.

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NICE TO KNOW Sechs gute Gründe für einen Skiurlaub in Nordamerika Die Mentalität

Kanadier und Amerikaner sind in der Regel die angenehmsten Zeitgenossen der Skiwelt. Niemand drängelt, fährt über fremde Ski oder ignoriert andere Wartende am Lift. Im Mittelpunkt steht der Spass am Sport – Verbissenheit ist ihnen fremd. Die Pisten

Wer Ski fährt um des Skifahrens willen, will seine eigene Linie zeichnen, seinem eigenen Rhythmus folgen, Tempo, Schwungradien und Stopps selbst bestimmen. Diese unschätzbare Freiheit bieten die Skigebiete im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – hier ist es Regel, nicht Ausnahme, eine Piste für sich zu haben. Der Schnee

Qualität und Menge des Schnees, der in Nordamerika als Cold Smoke oder Champagne Powder daherkommt, stellen alles in den Schatten, was man in der Regel aus den Alpen kennt. Der Pulverschnee der Rocky Mountains ist legendär, trocken und federleicht. Ab durch den Wald

In den Alpen ist es tabu, von der Pistenschneise in den Wald abzubiegen. Anders in Nordamerika: Grenzen setzt innerhalb des Skigebietes nur das eigene Können. Wild Wild West

Viele alte Gold- und Silberminenstädtchen haben sich in Ski-Resorts verwandelt und ihren Wildwestcharme in die Neuzeit hinübergerettet. Trapperfeeling inklusive. www.aspensnowmass.com www.banff.ca travelalberta.com

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Traumhaftes Skivergnügen und internationale Prominenz Einst ein kleines Silberminenstädtchen, heute der bekannteste Skiort Amerikas – Aspen im Bundesstaat Colorado. Dieser Ort steht ähnlich wie St. Moritz in der Schweiz für jede Menge Prominenz und Haute-Volée. Es kann durchaus vorkommen, dass Ihnen hier der ein oder andere Filmstar über den Weg läuft. Zuallererst jedoch suchen die fantastischen Pisten weltweit ihres Gleichen. Aspen Snowmas (Lifte: 21; Abfahrten: 87), Aspen Mountain (Lifte: 8; Abfahrten: 76; Länge: 50 km, davon 21 km schwer, 29 km mittel, 0 km leicht), Aspen Highlands (Lifte: 4; Abfahrten: 130; Länge: 45 km, davon 21 km schwer, 14 km mittel, 10 km leicht) und Buttermilk (Lifte: 9; Abfahrten: 42; Länge: 37 km, davon 7 km schwer, 15 km mittel, 15 km leicht) bilden die berühmten Skigebiete in Aspen. Snowmass ist mit seinen 137 Pistenkilometern – davon 46 km schwer, 78 km mittel, 13 km leicht – der

grösste Skiberg des Gebiets. Es besteht aus zumeist anspruchsvollem Gelände. So kommt auch bei Experten keine Langeweile auf. Das Gebiet ist so gigantisch und weitläufig, dass man in einer Woche nicht alle Pisten ausprobieren kann. Buttermilk ist die Nummer 1 für Snowboarder. Als Austragungsort der X-Games bietet das Gebiet den entsprechenden Terrainpark. Ansonsten ist Buttermilk eher für Anfänger geeignet, die Pisten sind breit und flach. Aspen Mountain, von den Einheimischen «Ajax» genannt, ist vor allem für seine Waldabfahrten berühmt. Der Höhepunkt der Aspen Highlands ist die sogenannte «Highland Bowl», ein riesiger, unpräparierter und von der Bergwacht kontrollierter Steilhang. Aspen bietet zudem jede Menge Restaurants mit kulinarischen Highlights, Einkaufsmöglichkeiten und einen charmanten historische Ortskern mit Gebäuden aus dem viktorianischen Zeitalter. – Perfekt zum Bummeln und shoppen.

Schneegestöber und Action pur!

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rtönt das wolfartige Heulen von rund 800 Huskys, Samojeden und Grönlandhunden und erschallt das knappe «Gee» oder «Go» der Musher, dann liegt wieder ein Hauch von Alaska über dem Südschwarzwald. Traditionell am letzten Januarwochenende finden im beliebten Wintersportort Todtmoos

Vom 24. bis 26. Januar lockt das Internationale Schlittenhunderennen nach Todtmoos

seit 1975 die Schlittenhunderennen statt und begeistern jährlich mehrere Tausend Besucher. Neben den Rennen selbst gehören auch Fackelwanderung, Country-Abend und «Schlittenhunde hautnah» zum Programm. Für Todtmooser Übernachtungsgäste ist der Eintritt mit der Inklusiv Gästekarte übrigens frei.

NICE TO KNOW

Schlittenhunde-Trainingslager vom 23. Dezember 2013 bis 05. Januar 2014. Hier können Winterurlauber bereits beim Training einen Blick auf Hunde und Musher werfen. Mehr Infos auf www.todtmoos.de

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Travel Gadget Lofoten Gore-Tex Pro Shell Jacket von Norrona, für Damen und Herren

Mit dieser top ausgestatteten Jacke ist Frau wie Mann wunderbar auf den bevorstehenden Winter vorbereitet. Sie schmückt uns bei strahlendem Sonnenschein, schützt uns bei Kälte, Wind und Nässe. Für den hervorragenden Tragekomfort sorgt neben dem hochatmungsaktiven GoreTex-Pro-Stretch die umfangreiche Ausstattung. Diese trumpft mit zwei Brusttaschen mit integriertem Brillenreinigungstuch, einer Oberarmtasche, langen Unterarmbelüftungen und der helmtauglichen Kapuze auf. Der herausnehmbare Schneefang lässt sich perfekt mit der dazugehörigen Lofoten-Hose verbinden. Trotz der kompletten Ausstattung bringt die Jacke gerade einmal 550 g / 622 g auf die Waage.

Orb Freebird Ski von Black Crows

Dieser am Freetouring orientierte Tourenski bringt dem anspruchsvollen Skifahrer oder der anspruchsvollen Skifahrerin besonders viel Fahrvergnügen. Die Sandwichkonstruktion mit gewichtsoptimiertem PaulowniaHolzkern sorgt für kraftvolles und klares Fahrverhalten. Dank ABSSeitenwangen fährt sich der Ski mit einem kräftigen Kantengriff. Die vibrationshemmende Gummi-Einlage im Schaufelbereich sorgt für eine sehr hohe Laufruhe, die Doppelradius-Geometrie erleichtert dazu die Schwungauslösung und verbessert den Kantengriff. Den Ski gibt es in den Längen 168 cm und 179 cm mit einem Gewicht von 3 050 g.

Rocker Removable Airbag 18 von Mammut

Dieser Lawinenrucksack ist für Skitourenliebhaber sowie Freerider ein zuverlässiger Begleiter. Der körpernahe Sitz sorgt für eine direkte Kraftübertragung und bietet im Ernstfall sicheren Halt. Trotz der kompromisslosen Ausstattung mit separaten Fächern für Sicherheitsausrüstung, persönliche Utensilien und gefüttertem Brillenfach, bleibt der Rucksack erstaunlich kompakt. Die Ski werden bei diesem Modell diagonal befestigt. Optional lässt sich ein Trinksystem integrieren. Dank des geringen Gewichts von 2 000 g ist der Tragekomfort sehr gut. Cartridge R.A.S. 300 Bar Steel von Mammut

Die ideale Kartusche für den Mammut-Lawinenrucksack, mit Stickstoff als Füllgas, einem Betriebsdruck von 300 Bar und einem Gesamtgewicht von 500 g. Erhältlich bei Bächli Bergsport oder im Onlineshop www.baechli-bergsport.ch


Bild: Marmot

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Alles, was Sie für ein perfektes Outdoor-Erlebnis brauchen, finden Sie bei Bächli Bergsport: Die grösste Auswahl von Bergsportartikeln in der Schweiz, sportliche Beratung, wegweisenden Service und faire Preise.

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SPECIAL DESTINATIONS VOLUME 12 IMAGINE 113


Waghalsige M채nner auf zwei Kufen

Cresta Club St. Moritz

Der Cresta Run in St. Moritz ist einzigartig auf der Welt und das ultimative Adrenalin-Erlebnis. Aber Achtung: Nur f체r echte Kerle! Und Knochenbr체che sind nicht ausgeschlossen!

AUTOR Yvonne Beck


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an sagt: Cresta-Fahren wird für jeden, der einmal damit angefangen hat, zu einer wahren Sucht. Das Spiel mit der Gefahr, der Hauch des Abenteuers, das ist es wohl, was das Fahren auf dem Cresta Run mit dem schnellen Skeleton so attraktiv und faszinierend macht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der besten Fahrer beträgt – bei stehendem Start – knapp 90 km/h, die Höchstgeschwindigkeit auf dem unteren Teil der Piste hingegen 140 km/h. Faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Nase des Fahrers höchstens 15 bis 20 Zentimeter über dem Eis dahinfliegt! Wer hat’s erfunden …? Den Wintersport mit einer fast 130-jährigen Tradition wurde von Engländern bedacht und ist in St. Moritz beheimatet. Das Besondere an dieser Sportart ist, dass hier Skeleton auf einer Natureisbahn betrieben wird. Erste Cresta-Rennen wurden auf der klassischen

Bahn in der Wintersaison 1884 / 85 ausgetragen. Initiiert wurden diese Rennen von einer Gruppe Briten um einen Major namens W. H. Bulpetts. Der Cresta Club ist ein privater Club, in dem jedoch auch Nicht-Mitglieder willkommen sind, einen Run zu absolvieren. Ihm gehörten ursprünglich fast nur Engländer und Amerikaner an. In den letzten Jahren ist er jedoch offen gestaltet worden und heute stammt ein Grossteil der Mitglieder aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Österreich oder Frankreich. Eines ist allerdings nach wie vor geblieben: Es geht «very british» zu. Der Speaker hält sich strikt an die englische Sprache und viele der Fahrer tragen historische Sportbekleidung. Der Cresta Club ist eine der wenigen echten Männerdomänen im Engadin, denn das eherne Gesetz lautet: «Frauen müssen draussen bleiben». Zunächst stand die Teilnahme zwar auch Frauen offen, aufgrund der schweren Brustverletzungen wurden sie jedoch später wieder ausgeschlossen. Ein Verbot, was bis heute nicht aufgehoben ist. In der Garderobe des Clubs hängt ein Schild, dessen Inschrift einen weiteren Grund für den Ausschluss der Frauen beschreibt: «Cresta Run – wo Frauen keinen Ärger machen und die Geplagten Ruhe finden». Der Cresta-Sport gleicht zwar der olympischen Disziplin Skeleton, ist jedoch unvergleichlich, da er stets

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nur auf einer einzigen Bahn weltweit praktiziert wurde: nämlich, auf dem Cresta Run von St. Moritz – Celerina, einer Natureisbahn. Mit Spitzengeschwindigkeit durch die Kurven Die Streckenlänge beträgt 1 214 Meter, der Höhenunterschied 157 Meter. Die Strecke verläuft zwischen St. Moritz und Celerina, bleibt aber im Gegensatz zum Olympia Bobrun St. Moritz – Celerina näher an der Falllinie. Bis zum Ziel hat der Pilot, auf dem Bauch liegend, zehn Kurven zu durchfahren. Die kapriziöseste Kurve (die Nummer fünf) trägt den Namen «Shuttlecock». Aus ihr fliegt bei einem Tempo von zirka 80 km/h zirka jeder 15. Starter hinaus. An dieser Stelle wurden nicht nur tausende von Knochen gebrochen, sondern dort liessen sogar schon einige Menschen ihr Leben. Der Schnellste schaffte die Gesamtdistanz vom oberen Start, dem Top, in 50,09 Sekunden. Seit 1999 wird dieser Streckenrekord vom Briten James Sunley gehalten. Der Cresta Club ist ein privater Club. Zu seinen berühmten Fahrern gehörte neben dem deutschen Playboy Gunter Sachs weitere angehörige des Jetsets: Fiat-Patriarch Gianni Agnelli oder der ehemalige Chrysler- und

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GM-Boss Robert «Bob» Lutz. Doch auch Nicht-Mitglieder sind willkommen, einen Run zu absolvieren. Nach der Ablieferung von 600 Schweizer Franken sowie des Nachweises einer Krankenversicherung können sich auch Anfänger in den Mythos des Cresta Runs einweisen lassen. Ausgestattet mit dem nötigen Equipment und anschliessendem Vortrag durch den Clubsekretär, trifft man seinen «Guru», wie der Instruktor des Tobogganing Clubs heisst, um später den Speed des Eises unter sich zu spüren und dem Rausch der Geschwindigkeit zu verfallen – allen Gefahren zum Trotz. Abschliessend treffen sich die wagemutigen in der Sunny Bar im legendären Kulm Hotel. Die Siegerehrungen und das gesellige Beisammensein in dieser Bar sind legendär. Unzählige Bilder erinnern an waghalsige Rennen, Siege und Knochenbrüche, der ein oder andere Schnurrbart an verlorene Wetten. Noch heute trifft man nach den Rennen viele Fahrer, die Ergebnisse vergleichen, feiern, trinken und bei leckerem Essen und Sonnenschein die Aussicht auf den St. Moritzersee geniessen. Hier wird das unglaubliche Gefühl der Geschwindigkeit nochmals gefeiert in einer illustren Herrenrunde.


NICE TO KNOW Übernachtungstipp

Um den Tourismus im Winter zu beleben, schloss Johannes Badrutt, Hotelpionier und Gründer des Kulm Hotels, mit den überwiegend britischen Gästen eine Wette ab. Er behauptete, dass sie auch im Winter ein herrliches Klima und viel Sonne auf der Terrasse geniessen könnten – für den Fall, dass das Wetter während des dreiwöchigen Aufenthalts schlecht und sie nicht braun werden sollten, müssten sie den Aufenthalt nicht bezahlen. Badrutt behielt recht und innerhalb kürzester Zeit reisten immer mehr Gäste an und in St. Moritz wurde 1864 der Wintertourismus und kurz darauf auch mehr und mehr Wintersportarten ins Leben gerufen. Das Kulm Hotel ist also im gewissen Sinne der Geburtsort des Wintertourismus. Bis heute beherbergt das Kulm Hotel den St. Moritz Tobogganing Club und auf dem Hotelgelände befinden sich der legendäre Cresta Run und der Olympia Bob Run St. Moritz – Celerina. Zudem können wagemutige Cresta-Fahrer im neuen Spa perfekt die lädierten und müden Knochen regenerieren. www.kulm.com

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TRAVEL NEWS Allwetterhose

Mit der Dakine Mens Shifter Pant-Snowboardhose wird die neue Technical Outerwear von Dakine angeführt. Mit 20 000er Wassersäule und der besonders langlebigen «Durable Water Repellant»-Imprägnierung ist sie genau für den Typ Fahrer gemacht, den es bei jedem Sauwetter auf den Berg zieht. Die Schneehose liefert mit ihrem Klima-KontrollSystem optimale Trockenheit und ist zudem besonders atmungsaktiv. Die Dakine Mens Shifter Pant-Skihose ist für alle, die sich im Backcountry und abseits der Piste zu Hause fühlen und nasses Wetter nicht scheuen, die erst beste Wahl. www.dakine.com

Es warm haben und dabei gut aussehen Sie möchten eine leichte Jacke, die schön warm hält, in der sich die Hitze aber nicht staut? Columbia hat genau das Passende: die Omni-Heat Thermal Reflective. Sie reflektiert die Körperwärme und ist dabei hochgradig atmungsaktiv. Mit der Powerfly Daunenjacke wird diese Technologie durch Gänsedaunen ergänzt, während die Shimmer Me Flash-Jacke dank Omni-Heat Thermal Insulated die beste synthetische Isolierung auf dem Markt bietet. Frische Farben, Kapuzenvarianten, Reissverschlüsse in Kontrastfarben, Daune mit geringem Packmass – schwerfällige Midlayer können zu Hause bleiben. www.columbiasportswear.ch

Darauf haben E-System-User lange gewartet Eine Kamera, die die Vorteile des Four-Thirds-Systems und des Micro-Four-Thirds-Systems in einem Modell vereint: höchster technologischer Standard, Schnelligkeit und Kompaktheit. Genau diese Vorteile machen das neue Top-Modell von Olympus nun auch für Besitzer von Vollformat- und APS-C-Spiegelreflexkameras interessant. Sie alle kennen das Problem – Ihre Fotoausrüstung ist oftmals einfach zu sperrig und zu schwer. Anders die neue OM-D E-M1 von Olympus. Sie ist im Vergleich zu Kameras mit entsprechender Ausstattung wesentlich kompakter und damit die Alternative für unterwegs. www.olympus.ch


5 in 1: Neue Mini WiFi Camcorder Überwachungscam, Actioncam, Carcam, Social-Media-Cam und Webcam in einem! Mit dem neuen, kleinen Rollei Mini WiFi Camcorder 1 ist einfach alles möglich. Dank der grossartigen Bilder in HD-Qualität ist ein gelungener «Mittendrin-Effekt» garantiert! Aufgepasst: Mit 100 Minuten Akkulaufzeit im Aufnahme- und Streaming-Modus überzeugt der Rollei Mini WiFi Camcorder 1 auf der ganzen Linie. Und natürlich ist der Kleine auch als Webcam nutzbar. Dank des integrierten Lautsprechers sowie des Mikrofons eignet er sich hervorragend als «Gegensprechanlage aus der Ferne». Mit der Zwei-WegeSprachkommunikation kann so ganz einfach live ein lieber Gruss ins eigene Zuhause übertragen werden. www.rollei.com Stylishe Farbpackages Dass Grün, Pink, Blau und Rot zu den immer wiederkehrenden Trendfarben zählen, ist kein Geheimnis. Doch dass sie sich in diesem Winter ihren Weg in Richtung Bergwelten und Schneehänge bahnen, verspricht eine aufregende und bunte Skisaison. Die österreichische Premium Skimarke Kästle geht mit ihren vier BMX-Modellen an den Start und zeigt diese in unterschiedlichen, ansprechenden Farbdesigns. Die Allmountain- und Freeride-Bretter in Grün, Pink, Blau und Rot erobern die luftigen Höhen mit einer sportlichen aber zugleich reduzierten Optik, setzen aber auch beim «Darunter» auf Erstklassigkeit. Egal, welche Farbe – Beanie, Belt und Skiteller lassen sich ganz lässig dazu kombinieren. www.kaestle-ski.com

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Die Nikon D5300 ist die erste digitale Nikon-Spiegelreflexkamera im DX-Format mit integrierten WiFi- und GPS-Funktionen. Die Kamera mit dem schlanken und flexiblen Design besticht durch eine spektakuläre Foto- und Videoqualität und ist die ideale Wahl für kreative und sozial aktive Menschen. Der innovative CMOS-Bildsensor im DX-Format mit 24,2 Megapixeln erfasst selbst feinste Details in aussergewöhnlicher Schärfe. Dank der integrierten WiFi-Funktion können Fotos direkt auf ein Smartphone oder Tablet übertragen und unmittelbar geteilt werden. Zudem bietet die kamerainterne GPS-Funktion die Möglichkeit, Reiseaufnahmen und Geotags mit den jeweiligen Standortdaten zum Aufnahmezeitpunkt hinzuzufügen. www.nikon.ch


Auftanken im Bergdorf

360-GradAlpenerlebnis & heimelige Gefühle

Es heisst, um sich richtig zu erholen und mal abzuschalten, braucht man mindestens zwei Wochen Ferien. Wir machten die Erfahrung, dass es auch in drei Tagen gut möglich ist. Man muss nur wissen wo …

AUTOR Yvonne Beck


Seit Mai 2013 überrascht das Priesteregg mit dem weltweit einzigen Willy Bogner-Chalet.

E

s gibt Orte, die sprechen einfach für sich selbst. Man kommt an und fühlt sich gleich gut aufgehoben. Einer dieser Fleckchen Erde ist das Bergdorf Priesteregg. Gelegen auf einem Hochplateau in 1 100 Metern Höhe im Angesicht der Leoganger Steinberge. Mit einem kilometerweiten Blick ins Tal hinab oder zum fast 3 000 Meter hohen imposanten Hochkönig empor. – Egal, ob zur Winter- oder Sommerzeit, ein Ort, der ganz grosses Kino verspricht und dieses auch zu erfüllen weiss. Willkommen bei den Bergdörflern Renate und Hubert Oberlader – oder einfach nur Renate und Huwi, denn als Bergdörfler duzt man sich – erfüllten sich hier ihren Traum eines Chaletdorfs, dass es vom

Komfort her mit jedem Luxushotel der Welt aufnehmen kann. Durch seine vielen Auszeichnungen als «Hide­ away des Jahres» und vor allem durch die Mundpropaganda ist das Mountain Resort mit seinen 16 Chalets längst kein Geheimtipp mehr. Bis zu sechs Monate im Voraus sind die Chalets ausgebucht. Die Ideen für ihr Bergdorf haben Renate und Huwi von ihren zahlreichen Reisen mitgebracht. Sie haben das besten aus der ganzen Welt zusammengetragen und auf ihre Bergwelt adaptiert und das bis ins kleinste Detail. Alles steht im Einklang mit der Natur. Schon beim Betreten des Chalets atmet man tief den Duft von Zirbenholz ein. Auf dem alten Ofen stehen selbst gemachte Marmelade und verschiedene Teesorten, in der Mitte des Raums

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knistert ein Feuer im Kamin und die freistehende Badewanne schreit gerade nach einem wohltuenden, wärmenden Vollbad mit Blick auf das Bergpanorama. Dieses Chalet möchte man so schnell nicht wieder verlassen. – Muss man auch nicht, denn der Frühstückstisch wird morgens von Bergfeen, während die Gäste meist noch schlafen, im eigenen Chalet gedeckt. Beim Aufwachen ist der Tisch dann bereits liebevoll mit all dem bestückt, was das Herz begehrt: knackige Brötchen, Bergkäse, frischer Schinken, Eier und vieles mehr. Auch das Abendessen kann man sich ins Chalet liefern lassen oder man marschiert wenige Minuten zu «Huwis Alm» und geniesst dort Ochsenfleischbraten vom Bio-Galloway-Rind aus eigener Zucht, Kasnockern oder das urige Hutessen. Zum Wohlfühlfaktor tragen zudem noch Kleinigkeiten wie das frische Quellwasser im Schlafzimmer, die Massage im eigenen Chalet, der Hot Pot vor der Tür, die

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bequeme­n Tempur Matratzen und die finnischen Saunen in jedem Chalet bei. Wenn man so will, hat das Priesteregg nur einen Fehler: Man will es am liebsten gar nicht mehr verlassen. Vom Besten das Beste Seit diesem Sommer ist zudem das neue Willy-BognerChalet bezugsfähig. Highlight dieses Luxusdomizils ist sicherlich der private 56 Quadratmeter grosse InfinityPool, der mit 14 Metern Länge viel Platz zum Schwimmen bietet und im Winter auf 34 Grad Celsius erwärmt wird. Durch die Hanglage gibt der Pool den Gästen förmlich das Gefühl, über dem Tal zu schweben. Für das Willy-Bogner-Chalet wurde eines der bestehenden Premiumchalets in der ersten Reihe des Bergdorfes umgebaut und aussen um einen neuen grosszügigen Wohnbereich erweitert. Dieser ist aus massivem Holz gefertigt und gibt durch grosse Panoramafenster zur


West- und Südseite den Blick auf die alpine Umgebung frei. Offen über zwei Ebenen angelegt, bietet er eine Sitzgruppe sowie eine Felsendusche, eine kleine Teeküche und einen offenen Wandkamin. Der Wohnbereich kann auch für Wellnessanwendungen genutzt werden und führt direkt auf die grosse Holzterrasse mit Aussendusche und offenem Grillkamin sowie dem Infinity-Pool. Das Willy-Bogner-Chalet bietet Platz für zwei Gäste. Der umfangreiche Premiumservice beinhaltet vielfältige Sonderleistungen, die in Hinsicht auf Kulinarik, Wellness und Aktivitäten keine Wünsche offenlassen. Zur Begrüssung erhalten Gäste des WillyBogner-Chalets eine Flasche Jahrgangschampagner sowie jeweils eine Wohlfühlanwendung – das BognerTreatment. Neben den üblichen Inklusivleistungen wie dem Decken des Frühstückstisches erleben Gäste des Willy-Bogner-Chalets zusätzliche Annehmlichkeiten. So stehen alle alkoholfreien Getränke kostenfrei zur

Verfügung und das Abendmenü mit passender Weinempfehlung wird entweder im Chalet oder im Restaurant Brugg serviert. Mit Bogner’s Barbecue-Service lässt es sich jederzeit köstlich schlemmen. Der Grill wird befeuert, feine Zutaten wie Fleisch, Gemüse, Salate und Brot bereitgelegt und auf Wunsch bereitet eine «Bergfee» des Priesteregg das Mahl zu. Nur für Gäste des Willy-Bogner-Chalets ist zudem ein überdachter Parkplatz in bester Lage an der Talstation der Leoganger Asitzbahn reserviert. So ist der schnelle und bequeme Einstieg in den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang mit seinen 200 bestens präparierten Pistenkilometern garantiert. Mit dem Bogner-Chalet setzen Renate und Huwi dem Bergdorf endgültig die Krone auf. Wobei sie sich diese durch ihre Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Liebe zum Detail längst verdient haben.

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St채dtekurztrip Griechenland Unbekanntes Athen

Den Lycabettus erklimmen, leckere Meze probieren und in der lebendigen Ermou Strasse in der Altstadt flanieren. TEXT Lilly Steffen

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echselnde Ausstellungen, schöne Einkaufsmöglichkeiten, ein vielseitiges Nachtleben und Musikfestivals machen einen Kurztrip nach Athen zum abwechslungsreichen Erlebnis. Die Sandstrände der Vorstadt Vouliagmeni mit kristallklarem Wasser in der Nähe von Athen laden zudem im Herbst zu einem gemütlichen Spaziergang am Saronischen Golf ein.

Geschichte zum Anfassen im Olympieion und auf der Akropolis Athen – Eine der ältesten Städte Europas, erstmals erwähnt um 4 500 vor Christus, galt vor allem um 500 nach Christus als Zentrum von Kunst und Philosophie mit Gelehrten und Dramatikern wie Sokrates, Perikles oder Sophokles. Auch heute ist die vielfältige Geschichte Athens überall in der Stadt anhand von Kirchen, Moscheen, Bädern und anderen Bauten allgegenwärtig und erlebbar. Die Stadtfestung, die Akropolis, Athens berühmteste Sehenswürdigkeit, ist am

besten frühmorgens oder eine Stunde vor Schluss zu besichtigen, um dem grössten Andrang zu entgehen. Auch das Olympieion, der Tempel des Olympischen Zeus, ist einen Besuch wert, da er als grösster Tempel des antiken Griechenlands gilt. Für einmalige Ausblicke über das Athener Stadtgebiet, die Akropolis und den Saronischen Golf sorgen der Philopapposhügel, die höchste Erhebung im südlichen Teil Athens, und der Stadtberg Lycabettus. Koulouri in der Athener Markthalle probieren Nach viel interessanter Geschichte und Kultur lädt die Athener Markthalle im Zentrum der Stadt hungrige Besucher ein, kulinarische Köstlichkeiten sowie Früchte, frischen Fisch und die traditionellen «Koulouri» zu testen. Die Teigringe bestehen aus Hefeteig und Sesam und sind ein beliebter Imbiss für zwischendurch. Drei Tavernen in der Markthalle laden zudem zum Verweilen ein, um die Atmosphäre des aufgeregten Markttreibens und der lebendigen Stadt zu erleben. In umliegenden

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Restaurants oder in den «Mezedopolia», sogenannte Tapasbars, können Kulinarikfreunde dann die typischen griechischen Tapas, «Meze», probieren und die herzhaften Gerichte Griechenlands geniessen. Die kulinarische Vielfalt des Landes zeigt auch ein Gastronomiemuseum, das im März 2013 in Psirri eröffnet hat. Shoppingparadies und aufregendes Nachtleben Die Plaka, einer der ältesten Stadtteile Athens und die heutige Innenstadt Psirri sind die Zentren der Stadt, die zum Spazieren und Shoppen einladen. Die Ermou, benannt nach Hermes, dem Schutzgott der Kunsthändler und Reisenden, ist die grösste Einkaufsstrasse mit kleinen Cafés und Bars in der Altstadt. Des Weiteren bieten Shoppingzentren wie «Attika Department Store» oder die Strasse Voukourestiou zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für jeden Geschmack. Viele aufstrebende Gegenden in Athen wie das Studentenviertel Exarchia, das gehobene Kolonaki-Viertel, das beliebte Partyviertel Gazi oder Thissio, wo sich gemütliche Cafés anein-

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anderreihen, zeigen die Vielfältigkeit der pulsierenden, griechischen Hauptstadt. Nur ein Steinwurf zum Meer: Wellness am Saronischen Golf Der Vorort Vouliagmeni mit kristallklarem Wasser, Sandstränden und palmengesäumten Boulevards ist mit dem Bus von Athen aus in nur 20 Minuten erreichbar. Der zugehörige See ist eine seltene geophysische Formation, die abgesenkt in den Resten einer sehr grossen Kalksteinhöhle liegt, die nach einem Erdbeben zusammengebrochen ist. Das gesamte Jahr über hat der See angenehme 24 Grad und das mineralreiche Wasser eignet sich hervorragend für die Behandlung von Rheuma und Arthritis. So bietet Athen Sonnensuchenden selbst im Winter nach nur rund zweieinhalb Flugstunden abwechslungsreiche Kultur, Kulinarik und jahrtausendealte Sehenswürdigkeiten bei durchschnittlich angenehmen 16 Grad.


PUSCHL AV ( SCHWE IZ ), 2005

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«Man muss die Feste feiern, wie sie fallen»

Let’s Party worldwide

Ausgelassen, farbig und fröhlich! – Ob mitfeiern oder das Spektakel aus sicherer Ferne geniessen, eines haben Feste gemeinsam: Sie machen Spass! Umso mehr, wenn es sich dabei um Volksfeste in fernen Ländern mit noch unbekannten Traditionen handelt. Auf geht’s!

AUTOR Yvonne Beck

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Man soll die Feste feiern, wie sie fallen», lautet ein bekanntes Sprichwort. Und Feste gibt es genügend: Ob das Military Tattoo in Schottland bestaunen, beim Holi-Festival in Indien mitmischen, beim Karneval in Brasilien mittanzen, beim Rodeospektakel Stampede in Kanada den Cowboy-Hut zücken oder das Lichterfest in Thailand erleben, es wird gefeiert! Holi-Fest in Indien Ausgesprochen bunt geht es am Holi-Fest in Indien zu. Die Feier zu Ehren des Frühlings kann im ganzen Land besucht werden. Am imposantesten jedoch spielen sich die Feierlichkeiten in den Städten ab, so zum Beispiel in Jaipur. Während einer geführten Rundreise durch Rajasthan kommen Reisegäste in den Genuss der schönsten Sehenswürdigkeiten und können beim Holi-Fest Mitte März mitfeiern.

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Military Tattoo in Schottland Tanzformationen, Musikkapellen und Hunderte von Dudelsackspielern geben ihr Bestes vor einer atemberaubenden Kulisse, dem mit Fackeln beleuchteten Edinburgh Castle in Schottland. Das Military Tattoo – was soviel bedeutet wie Zapfenstreich – findet jedes Jahr im August statt und lockt bis zu 200’000 Besucher in die charmante schottische Hauptstadt.

St. Patrick’s Day in Dublin Guinness trinken und Ceilidh tanzen zu Ehren des Bischofs Patrick, dem Schutzheiligen Irlands. Er gilt als der erste christliche Missionar in Irland. Am St. Patrick’s Day ist Irland noch ein bisschen grüner als sonst und bevölkert von so manchem Fabelwesen.

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Hafenfest in Boston In ganz Amerika werden Partys zum Unabh채ngigkeitstag am 4. Juli gefeiert, aber nirgends wehen dermassen viele Sternenbanner wie in Boston. Zwei Millionen Menschen vergn체gen sich auf dem sechst채gigen Hafenfest bei Konzerten, Feuerwerken und Walbeobachtungsfahrten.

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Stampede in Kanada In Calgary – der Stadt der echten Cowboys – findet jedes Jahr im Juli während 10 Tagen das Rodeospektakel Stampede statt. Die grösste Freiluftausstellung der Welt bietet seinen jährlich 1.5 Mio. Besuchern eine Show der Extraklasse. Rodeo-Shows, Chuckwagon-Rennen sowie Darbietungen der First Nations lassen die Herzen der Wild-West-Fans höherschlagen.

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Oktoberfest in München Jedes Jahr im Herbst heisst es in der bayrischen Hauptstadt «O’zapft is» und dann ziehen sich die Buam die Lederhosen und die Madls die Dirndl an. Alle stossen dann auf das grösste Bierfest der Welt an: das Münchner Oktoberfest. In zwei Wochen zieht es 7 Millionen Festbesucher auf die Wiesn. Bei Blasmusik und Rummel werden 6 Millionen Liter Bier getrunken und 300’000 Würstchen vertilgt.

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Karneval in Brasilien Heisse Rhythmen und bunte Federn lassen Rio de Janeiro während des Karnevals noch quirliger aufleben. Das jährliche Tanzspektakel wird auch im Februar und März 2014 seine Besucher regelrecht in den Bann ziehen. Aber auch sonst weiss die Stadt mit dem berühmten Zuckerhut zu überzeugen: Unzählige Sehenswürdigkeiten, imposante Bauwerke, charmante Stadtviertel sowie ein reiches kulinarisches und kulturelles Angebot hat Rio de Janeiro zu bieten.

Las Fallas in Valencia Las Fallas ist ein spanisches Frühlingsfest, das jedes Jahr in Valencia im März stattfindet. Das hochexplosive, fünftägige Fest vertreibt den Winter mit Feuerwerk, Stierkampf und einer Parade mit rund 400 Ninots, gigantische Pappmaschee-Symbole, die in der letzten Nacht des Festes in einem riesigen Feuer verbrannt werden.

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Karneval in Venedig Der Fr체hling ist die Zeit des Karnevals. In aller Welt feiert man heute ausgelassen die tollen Tage. Der Ursprung des Festes, der Beginn der Fastenzeit, ist dabei schon fast in Vergessenheit geraten. Nur in Venedig geht es noch leiser und ruhiger zu als in den meisten St채dten, gepr채gt von vielen Masken.

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Drachen am Strand von Bali Wenn farbenprächtige Fische und Vögel am Himmel von Bali zu sehen sind, ist Drachen-Festival-Zeit auf der Insel der Götter. Traditionell werden den Hindu-Göttern durch die Drachen Nachrichten geschickt und um reiche Ernte gebeten. An den riesigen Drachen baut oftmals ein ganzes Dorf mit. Und bis zu zehn Leute müssen die Schnur der bis zu 15 Meter langen Flugobjekte am Strand von Padang Galak halten, damit niemand abhebt.

Lichterfest in Thailand Die Thailänder bedanken sich jedes Jahr beim ersten Vollmond im November für das Element Wasser. So erwartet die Besucher am 17. November 2013 ein magischer Moment, wenn die Einheimischen ihre Kerzen auf selbst gebastelten Schiffchen den Fluss hinunter schwimmen lassen. Die nördliche Stadt Chiang Mai bietet neben dem Lichterfest Loy Kratong auch prächtige Tempelanlagen, Kunsthandwerke und jahrhundertalte Traditionen.

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Chinesisches Neujahr in Hong Kong Flammende Drachen- und Löwentänze, Akrobaten und Blaskapellen füllen die Strassen von Hong Kong beim Chinesischen Neujahr im Januar oder Februar. Gläubige Einheimische gehen in die Tempel der Stadt. Der Höhepunkt der Feiern ist ein herrliches Feuerwerk über dem Victoria-Hafen.

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Im Luxusliner auf Darwins Spuren Ein kaum besuchtes Naturparadies, ein neues und extrem wendiges Expeditionsschiff, das selbst die entlegensten Winkel mühelos ansteuern kann und ein Rundum-Wohlfühl-Service – die neue Art der Expeditionsreisen. AUTOR Yvonne Beck | Bilder Siversea Cruises

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ie Galapagosinseln – gelesen und gehört hat wohl schon jeder von diesem ganz besonderen, exotischen Ort. Ob Charles Darwin, die berühmten Galapagos-Schildkröten oder die unglaubliche Artenvielfalt, bei fast jedem löst der Name der weltbekannten Inseln sofort eine Assoziation aus. Doch ein tatsächlicher Besuch des Naturparadieses ist nur wenigen vergönnt. Gäste des neuen Silversea-Schiffs «Silver Galapagos» können nun an gleich zwei unterschiedlichen Expeditionsreisen zu den Inseln teilnehmen und sich von erfahrenen Naturforschern in die Geheimnisse von Galapagos einweihen lassen. Imagine sprach mit dem Expeditionsexperten Pierre Thomas über die Besonderheiten der «Silver Galapagos» und über die Faszination der Galapagosinseln. Imagine: Herr Thomas, Sie sind Expeditionsleiter auf der Silver Galapos. Was ist das Besondere an diesem Schiff, dem Neuzugang der Silversea-Flotte? Pierre Thomas: Die luxuriöse Silver Galapagos bietet zwei verschiedene sieben Tage lange Reiserouten zu den Galapagosinseln. Dank ihrer schnittigen Form lässt sie sich in den Gewässern der Galapagosinseln hervorragend navigieren und ist deshalb ideal geeignet, dieses Naturparadies hautnah zu erleben und zu erkunden. Für uns bedeutet die Expedition auf der Silver Galapagos das Erkunden der Kultur und der Natur. Wir sind auf der Suche nach einer Bereicherung, etwas Besonderem. Und wir nehmen uns die Zeit, mit den Passagieren etwas Einmaliges zu erleben. Das ist der wahre Luxus unserer Zeit.

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Und Galapagos ist ja schon an sich etwas Besonderes … Ja, ganz sicher! Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und ihrer weit vom Festland entfernten Lage bilden die Galapagosinseln den natürlichen Lebensraum für zahlreiche einzigartige Tierarten, die sonst nirgendwo auf dieser Welt zu finden sind. Und mit der Silver Galapagos haben Sie nun die Möglichkeit, dieses faszinierende Reiseziel auf eine gleichermassen einzigartige Art und Weise für sich zu entdecken. Das Schiff übernimmt den stilechten Transport der Gäste und der Lektor sensibilisiert die Gäste für das Land. Wer in einem Luxussegment wie dem unsrigen reist, ist auf der Suche nach den gewissen Extras. Und das sind auch die emotionalen Erfahrungen, die eine Reise mit sich bringt. In Galapagos gibt es so viel zu sehen und zu entdecken. Ich habe selbst zehn Jahre dort gelebt und trotzdem habe ich jede Woche etwas Neues entdeckt. Ein Orka, der das Boot umkreist, kleine Blaufusstölpel bei ihren ersten Flugversuchen, Kolonien von Fregattvögeln,

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schnorcheln mit Robben, Pinguine … die Tierwelt ist einfach unglaublich – eine Tierwelt, die noch keine Menschenscheu kennt. Die meisten Tiere haben keinen Angstinstinkt, da sie ihn nie gebraucht haben und daher kommt man ihnen auf Galapagos näher als irgendwo anders auf der Welt. Die Galapagosinseln sind ein sehr fragiles Ökosystem. Wie trägt man dem Rechnung, damit der Tourismus – auch die Expeditionsfahrten – ihm keinen Schaden anrichten? Pro Jahr reisen zirka 160’000 Touristen auf die Inseln. Aber dies übers ganze Jahr verteilt. Es wird grossen Wert darauf gelegt, dass kein Archipel zu irgendeiner Zeit überlaufen ist. Machen wir eine Woche lang eine Expeditionsfahrt in diesem Gebiet, werden in der nächsten Woche ganz andere Inseln angelaufen. Wenn wir mit unserem Schiff irgendwo anlegen, dann wird man weit und breit kein anderes Schiff sehen. Das Nationalparksystem ist hier ziemlich strikt und das ist auch gut so.


Selbst wenn wir mit unserem Expeditionsschiff ankern, dann schicken wir unsere einzelnen Zodiaksimmer in verschiedene Richtungen, damit nie zu viele Menschen auf einer Stelle sind. Und wissen Sie was das Schönste ist? – In den Nationalparks kann und darf man nicht telefonieren, keine SMS schicken oder sonstiges. Für viele Besucher ist das sehr ungewohnt, aber im Endeffekt sind unsere Passagiere dankbar dafür. Das ist übrigens auch zum Schutz der Natur, denn die Galapagos-Spottdrossel kopiert Töne und nimmt sie in ihr Repertoire auf. Stellen Sie sich vor, wie schlimm wäre es, wenn plötzlich überall Handyklingeltöne zu hören wären. An Bord der Silver Galapagos ist jedoch WLAN installiert oder? Ja, an Bord des Schiffes haben Sie WLAN. Wir haben auf all unseren Schiffen WLAN. Es wurde eingeführt, um die Kommunikation auf den Schiffen zu erleichtern. Wir geben iPads an Bord aus, sodass man Informationen, Tagesprogramme und Exkursi-

onen überall mobil an Bord abrufen kann. Zudem haben wir einen exklusiven Vertrag mit der Royal Geographic Society mit Hauptsitz in London. Durch sie haben wir Zugang zu fast zwei Millionen Karten, Dokumenten und Forschungsberichten. Brauchen wir Originalbilder vom Darwinfinken oder seine Originalreiseroute, bekommen wir die Informationen und das Material in kürzester Zeit übers Internet geliefert. Das ist sensationell. Für uns ist es eine Ehre, dass uns diese ehrwürdige Institution unterstützt. Somit können wir grossartige Vorträge an Bord halten – lehrreich und spannend zugleich. Wie sind Sie selbst nach Galapagos gekommen und was waren Ihre vorherigen Stationen? Ich wurde in Belgien geboren, doch meine Eltern sind 1978 nach Afrika gezogen, dort haben wir zehn Jahre in Kinshasa gelebt, der Hauptstadt des ehemaligen Belgisch-Kongo. Da ich in Kinshasa nicht die Ausbildung und Studien betreiben konnte, die ich wollte, bin ich nach meinem Schulabschluss nach Belgien

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zurückgegangen. Dort habe ich mich auf tropische Fischzucht spezialisiert. 1992 bin ich nach Ecuador gegangen und habe dort eine Fortbildung in einem Garnelenzuchtzentrum gemacht. Das Land hat mich dermassen fasziniert, dass ich für zehn Jahre dort geblieben bin und unter anderem als Expeditionsleiter gearbeitet habe. Jetzt arbeite ich teilweise in Europa und teilweise in Ecuador – das ist eine perfekte Mischung. Ich liebe es, den Menschen die Schönheit Galapagos näherbringen zu können. Worin sehen Sie den grossen Unterschied zwischen einer Kreuzfahrt und einer Expeditionsfahrt? Auf Expeditionskreuzfahrten erfahren die Gäste einen viel persönlicheren Service, die kleinen Schiffe können viele sonst nur schwerzugängliche Stellen anfahren und bei Expeditionsfahrten hat man ein grosses Team von Lektoren und Experten an Bord, die jederzeit Fragen beantworten können. Bei uns steht die individuelle Betreuung der Gäste im Vordergrund. Unser Konzept ist ganz einfach: von allem nur das Beste! Für 100 Passagiere stehen zirka 70 Angestellte zur Verfügung. Der Unterschied zwischen einem Kreuzfahrtschiff und einem Expeditionsschiff ist zudem, dass wir mit zirka 100 bis 120 Passagieren irgendwo ankommen und nicht gleich einen ganzen Ort überschwemmen wie die grossen

Kreuzfahrtschiffe mit ein paar Tausend Passagieren. Nur so kann man einen Ort wirklich geniessen. Für wen ist eine Expeditionskreuzfahrt geeignet? Ich denke für jeden Menschen ab sechs Jahre, doch man muss die Zeit haben, diese Reise zu machen und vor allem die finanziellen Mittel. Eine Expeditionsfahrt hat ihren Preis, denn die Logistik, die hinter einer solchen Reise steckt, ist unglaublich kompliziert und vielfältig. Unsere Kunden haben eine gewisse Sensibilität für die Tierwelt und Natur. Sie sind meist schon viel gereist, aber möchten jetzt etwas ganz Neues sehen. Vom Alter her – da es eine Frage der Zeit und des Einkommens ist – sind die meisten unserer Passagiere älter als 45. Unsere Passagiere sind durstig nach Wissen, Erlebnissen und Kenntnissen. Wie sieht ein Tag auf der Silver Galapagos aus? Pro Tag machen wir im Schnitt zwei Landgänge einen Vormittags und einen am Nachmittag. Je nachdem wo wir uns gerade befinden, machen wir entweder eine Bootsfahrt entlang der Küste, einen Landgang, es gibt Schnorchelmöglichkeiten, Kajak- und Glasbodenbootfahrten … Es gibt so viel zu entdecken und zu erleben.

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VORSCHAU Selamat Datang

Indonesien – über 17’000 Inseln entlang des Äquators bilden das grösste Inselreich der Erde. So unterschiedlich wie die Inseln in ihrer Gestalt und ihrer Flora und Fauna, so verschieden sind auch ihre Bewohner und deren Traditionen, Sitten und Bräuche. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt fremder Kulturen, erleben Sie malerische Reisterrassen, feinsandige Traumstrände und eine bunte Tier- und Pflanzenwelt.

Stadt der Engel

Los Angeles ist nach New York die zweitgrösste Stadt der USA. Bekannt durch seine Filmindustrie und den über der Stadt prangenden Schriftzug «Hollywood» leben hier Stars und Sternchen auf der Suche nach Ruhm und Erfolg. So steht die Stadt für Glamour, Strände und ein multikulturelles Flair. Und wer einmal Venice Beach und die Beverly Hills besucht hat, weiss warum so viele Menschen dieser Metropole verfallen.

Mehr als eine Stopover-Destination

Viele Touristen benutzen Singapur als eine reine StopoverDestination. Imagine macht sich auf die Suche, warum es sich lohnt, mehr als nur einen Tag in der asiatischen Stadt zu verbringen. Besuchen Sie mit uns den neuen Botanischen Garten «Garden by the Bay», schauen Sie mit uns in die Töpfe und Pfannen der Strassenmärkte und erleben Sie, was Luxus made in Singapur heisst.

Freuen Sie sich mit uns auf die im April 2014 erscheinende Ausgabe mit vielen spannenden Themen und Geschichten rund um den Globus.

Publisher Francesco J. Ciringione | Owner Prestige Media AG, prestigemedia.ch | Publishing Director Boris Jaeggi / b.jaeggi@prestigemedia.ch | Editor in Chief Yvonne Beck / y.beck@prestigemedia.ch | Art Director & Head of Production Nicole Senn / n.senn@prestigemedia.ch | Head of Sales and Marketing Boris Jaeggi / b.jaeggi@prestigemedia.ch | Editors Yvonne Beck, Bruno Bernhard, Thomas Borowski, Lone K. Halvorsen, Thomas Hauer, Inge Jucker, Angelika Möller, Lilly Steffen, Helena Ugrenovic | Web Dennis Senn | Support Dejan Djokic | News Yvonne Beck | Cover Picture Bilddatenbank | Photographs Thomas Borowski, Yvonne Beck, Spanien Tourismus, Virgin Limited Edition, Manta Reisen, Ankerherz Verlag, Taschen Verlag, TeNeues Verlag, Inge Jucker, Pfalz Tourismus, Thomas Hauer, GU verlag, AV verlag, Ischgl Tourismus, Thanos Hotels, British Airways, Rhätische Bahn, Bächli Sport, Kulm Hotel, Priesteregg, Silversea, Abendsonne Afrika, Bilddatenbank | Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt, mit Genehmigung der Urheber. | Administration & Abo Service Serpil Dursun / s.dursun@prestigemedia.ch | Corrector Gloria Hoppe | Coordination Laura Giarratana | Main Office Prestige Media AG, Bösch 73, CH-6331 Hünenberg | Publisher / Production Prestige Media AG, Leimgrubenweg 4, CH-4053 Basel, Telefon +41 (0)61 335 60 80, Telefax +41 (0)61 335 60 88, info@prestigemedia.ch, www.prestigemedia.ch | Internet imaginemag.ch | E-Mail info@prestigemedia.ch | Price / Issue CHF 4,90 | Price / Year CHF 19.– | Frequency vierteljährlich Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt.

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