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VOLuME 11

TRAVEL & SAVOIR VIVRE

Jordanien Tote Meer & Petra

MiaMi

Im Bann des Art Déco

Brasilien Von Olinda bis Salvador

Kenia

Masai Mara & die «Grosse Migration»

Unesco

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Art déco in Miami und ein Weltwunder in Jordanien Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser Miami, die extravagante Metropole mit einer modernen Downtown aus Glas und Stahl, einem Rausch von Pastell in South Beach und jeder Menge Sexappeal: Die Fünf-Millionen-Stadt hat viele Gesichter. Unsere Redakteurin tauchte in die Leichtigkeit des Seins am Hotspot Miami Beach ein und wanderte auf den Spuren des Art déco. Wer am bekannten Ocean Drive cruiset und was der Schmelztiegel der Kulturen sonst noch zu bieten hat, erfahren sie in diesem Magazin. Von einer der lebendigsten Städte der Welt zu einer der bekanntesten Totenstadt. Vor über 2 000 Jahren erbaut, vor circa 200 Jahren von einem Schweizer wiederentdeckt, zählt die Felsenstadt Petra heute zu einem der sieben neuen Weltwunder. Über Jahrhunderte tief, kühn und geheimnisvoll in steile Bergwände gemeisselt, hat sie bis heute nichts von ihrer Faszination verloren – ein Wunder in Rosarot von Menschenhand geschaffen, von der Natur geformt. Doch man muss gar nicht so weit reisen, um faszinierende, verzaubernde Orte zu finden: Venedig und die Algave trumpfen nicht nur mit landschaftlichen oder kulturgeschichtlichen, sondern auch mit kulinarischen Highlights auf. Während man in Portugal regionale Küche und Portwein schätz, erforscht unser Foodredakteur Thomas Hauer die kulinarische Erlebniswelt der Lagunenstadt. Neben überteuerten Touristenmenüs fand er einige wahre Genusstempel. Von der Artiks bis zu den Seychellen, von der Toskana bis nach Kenia – gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour. Begleiten Sie uns auf einer spannenden Lesereise rund um den Globus und lassen Sie sich für Ihre nächsten Ferien inspirieren.

Francesco J. Ciringione Verleger

Yvonne Beck Chefredaktorin

EDITORIAL VOLUME 11 IMAGINE 5


Inhalt Editorial 5 Special Destination Miami 10 Art Déco & Beachlife Jordanien 18 Zauber aus alter Zeit

10

Kenia 26 Einzigartige Masai Mara Brasilien 30 Unterwegs von Olinda bis Salvador

36

City & Culture Die neuen Unescostätten Wüste, Berge und Reisterrassen

36

52

Hotel Mein Wertvollstes Das Goldberg

46

Gastfreundschaft in Bayern Hotel Gut Ising

48

Gaumenfreuden im Genferseegebiet 52 Michelin-Sterne-Himmel Lost & Found Die Magie eines irischen Schlosses Ashford Castle

58

Toskana 62 700 Jahr Boccaccio

62


Food Lounge Venedig 70 Kulinarische Entdeckungen Baden-Württemberg 78 Geniesserland im Süden Deutschlands Weintourismus 82 Den besten Tropfen auf der Spur Südtirol 86 Wein-Buschenschenken und Kellerneubauten Niederösterreich 90 Grosse Feste für Weingeniesser Zum Wohl die Pfalz! Eine Reise, die verzaubert

70 120

92

Portugal 96 Portwein und kullinarische Algarve Serfaus-Fiss-Ladis 102 So schmecken die Berge Air, Road & Sea Tatort Flughafen Dream Airport

104

Asiatische Freundlichkeit Unterwegs mit Thai Airways

108

Andere Länder, andere Zeichen Sag’s mit den Händen

112

«First Class der Weltmeere» Extravaganza auf hoher See

114

Kanadische Arktis Unterwegs zu den Belugawalen

120


Adventure & Sport

126

Vergnügungsparks 126 Disney, Lego, Universal & Co Ostschweiz 130 Natour Pur Gardasee 134 Unterwegs mit dem Velo Urlaubsrevier Nockerberg Biketour

136

Pure Life Alpine Bergwelt Aquadom

138

Herbst in den Bergen Tausend Wege zum Glück

142

Wo das Glück zu Hause ist Wiesergut

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Unique Seychellen 148 A Love Story Postcard from … Island

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Vorschau 160

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Welcome to

Miami Beach ...bienvenido a Miami...

Es gibt Städte, die sind schön, architektonisch interessant, locken mit Geschichte und Kultur. Man mag sie. Es gibt Städte, deren erotischer, umgarnender Flirt aus jedem Winkel, Stein, Sandkorn und Lufthauch dampft, die wie eine verheissungsvolle, unendliche Liebesgeschichte den Atem rauben, wie Sex on the Beach prickeln, die Sinne fesseln. Man verfällt ihnen. Miami Beach ist die sexy Vereinigung einer Eva Mendez, geschmeidigem Salsa, Pink Flamingos und spritzigen, knallbunten Cocktails zwischen Palmen und Art Deco. AUTOR Helena Ugrenovic

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A

nmutig wie «Die Liebenden» von Klimt liegt die Insel zwischen Biscayne Bay und dem Atlantischen Ozean. Umrahmt von schneeweissem Sandstrand, auf dem die Wellen auf ihrem Weg zur Küste in einem faszinierenden Farbenspiel aus tiefem, satten Blau, in Azur, Türkis und helles Jadegrün verfliessen, bevor sie perlend im pulvrigen Sand versickern. Sunshine State Es muss die Entstehung der Halbinsel sein, die Schöpfung dieses Zipfels, der die Besonderheit des 27. amerikanischen Staates ausmacht und der so ganz anders ist, als die restlichen. Unter den Gliedern der vulkanischen Kette, die die karibischen Inseln über die Wasseroberfläche gestossen hat, befand sich auch Florida, das nicht zum nordamerikanischen Kontinent gehörte, sondern lange Zeit ein Singledasein führte. Über Millionen von Jahren donnerten Feuer und Lava spuckende Vulkane das Erdinnere ins Meer. Vieles davon blieb in den Tiefen des Wassers verborgen, einiges tauchte als Insel wieder auf. So wurde Florida schlussendlich mit dem nordamerikanischen Kontinent verbunden. 1 600 Kilometer Sandstrand, Sümpfe und St. Peters-

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burg, Mickey Mouse und SpaceShuttle, Palmen und Little Havanna, haufenweise Attraktionen, mit den meisten Sonnenstunden der USA und einem beneidenswerten Klima gesegnet, zieht es jedes Jahr Millionen von Urlaubern nach Florida. Hier wachsen Erdnüsse, Tabak und auf riesigen Feldern Baumwolle, säumen Palmen die Küsten, uralte Eichen die Strassen, erzählen alte Herrenhäuser von Bürgerkriegen und dümpeln in den Sümpfen Alligatoren und Schlangen. Im südlichen Sahnehäubchen Miami sprechen genau so viele Menschen Spanisch wie Englisch und flirrt die


Luft, geschwängert vom Lateinamerikanischen und Kubanischen Lebensstil. diesen schlussendlich am 14. Mai Willkommen in einem Märchen, das real ist. 1979 gewinnt. Der Art Deco District zwischen der 6. und 23. Strasse, am Ocean Drive, ist das wohl Mit den Waffen einer Frau Barbara Capitman ist eine kleine Frau mit markanter Nase, breitem Mund grösste Architekturmuseum und und einer Stimme, die so penetrant wie eine verrostete Kreissäge das Klein- wird von der U.S. Regierung zum hirn ihres Gegenübers durchbohrt. Als sie 1973 nach Miami zieht, nutzt die historischen Denkmal ernannt. studierte Lady ihr Schreibtalent, um für die 1920 und 1930 gebauten Art Als die Gebäude eines ums andeDeco Häuser zu werben. Die Stadtverwaltung spielt mit dem Gedanken, die re restauriert werden und wieder zahlreichen, heruntergekommen Gebäude abzureissen. Fasziniert von der in ihren ursprünglichen, knalligen weltweit grössten Konzentration an Art Deco Architektur, sträubt sich Bar- Art Deco Farben erstrahlen, wird bara mit Händen und Füssen dagegen. Die laute Lady, die den Stadtvätern Miami innerhalb kürzester Zeit mit ihrer revolutionären Verteidigungskampagne für den Art Deco District zum Hot Spot für Fotoshootings das Leben zur Hölle macht, prophezeit, dass genau dieses Viertel eines führender Modelabel, Drehort für Tages die jungen Menschen, Künstler und Stars sowie Touristen aus aller Filme und Serien, zieht es immer Herren Länder anlocken wird. Sie gründet die Miami Design Preservation mehr Stars und Sternchen sowie League, die einen erbitterten Kampf gegen die Abreisser-Lobby führt und Besucher an.

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Magic City Luxuriöse Anwesen und Villen entlang der Ufer und auf den aufgeschütteten kleinen Inseln rund um Miami Beach; bunt bemalte Life-Guard-Häusschen am Strand; tropische Hitze; ein pulsierendes Nachtleben in phosphoreszierendem Pink, Lila und Blau; karibisches Flair; hunderte Restaurants und in der Washington Avenue das Crobar und Mansion, die zu den berühmtesten Clubs Amerikas gehören; die Lincoln Road, wo sich Designerlabel aneinanderreihen; Collins Avenue und der Ocean Drive, wo auch das meist fotografierte Anwesen, die Villa des 1997 ermordeten Gianni Versace, steht. Miami ist ein brodelnder Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Einflüsse, hippem Lifestyle und wo Leichtigkeit und Andersartigkeit den Besucher unbeschwert in einen bunten «Bird Cage« eintauchen lassen. Für eine Stunde, eine Woche, einen Monat, ein Jahr und manch einer bleibt für immer. North Beach oder South Beach? Spielt keine Rolle. Miami Beach ist überschaubar, die Taxipreise sind moderat und wer tagsüber eher die ruhige Seite des Lebens geniessen möchte, als pumpende Beats entlang des Ocean Drive am Südzipfel, ist im nördlichen Teil der Insel besser aufgehoben. Familien ziehen das nördliche Miami Beach vor, während sich die jüngeren Generationen in die Klänge des Südens einreihen.

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Hot Spots CanyonRanch Hotel & Spa, Miami Beach

Das luxuriöse Strandhotel mit seinen weitläufigen, eleganten Suiten und spektakulärem Ausblick, liegt an einem über 230 Meter langen, unberührten Sandstrand. Das ehemalige, historische und legendäre «Carillon Hotel», das 1950 gebaut wurde und Gäste wie Frank Sinatra beherbergte, wurde von den Eigentümern der Canyon Ranch Kette penibel renoviert und in seinen alten Glanz versetzt. Grenzenloser Meerblick, Beachfront Dining sowie Bring- und Abholservice für Shoppingtouren in Bal Harbour und ein 6 500 m2 grosser Wellness Spa, der grösste in ganz Florida, bringen Körper und Seele wieder in harmonische Schwingungen. Von Yoga, Pilates, Zumba, Qi Gong, Fitness oder einer einzigartigen Inhouse-Kletterwand, können Gäste zwischen über 40 kostenfreien Indoor- und Outdoor-Kursen wählen und ist diese Canyon Ranch Anlage die einzige mit Aktivitäten für Kinder. Dass gesundes Essen ausgezeichnet schmecken kann, beweisen die innovativen Zutaten und Geschmacksrichtungen sowie die kunstvollen Präsentationen der Speisen, die zu einem Fest der Sinne werden. Ergänzend dazu passen biologisch angebaute und biodynamische Weine, Biere und Spirituosen. Alle Zutaten werden nur in ihrer Saison verarbeitet und frisch serviert. Tipp der Redaktion: Purple Pillow Cocktail mit Lavendelwodka, Heidelbeeren, Brombeeren und Limette! www.canyonranch.com/miamibeach/hotel The Juvia Restaurant & Bar

In einem Penthouse auf dem Dachgeschoss einer Tiefgarage und mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Skyline sowie die Palmen von Miami Beach, gehört das Juvia an der 1 111 Lincoln Road zu einem absoluten «must go». International gefeierte Köche zaubern aus jedem Teller ein Gourmetfestival und so ist jedes Gericht der Französischen, Japanischen und Peruanischen Küche ein explosiver Leckerbissen. Wenn sich die Nacht über Miami Beach senkt und DJ’s den Chillout-Sound mit heisseren Beats aufpeppen, ist die Terrasse der geeignete Ort für sympathische Unterhaltungen und spritzige Cocktails. Tipp der Redaktion: Cocktails zum Essen anstelle von Wein! www.juviamiami.com

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Zauber aus alter Zeit

Jordanien

Seit der Schweizer Jean Louis Burckhardt die Felsenstadt Petra im Jahre 1812 wiederentdeckte, zieht die einst blühende Handelsstadt der Nabatäer Menschen aus aller Welt in ihren Bann – und das aus gutem Grund.

AUTOR Yvonne Beck

V

or 2 000 Jahren war Petra ein wichtiger Handelsplatz der Karawanen und die felsengeschützte Königstadt der Nabatäer. Die Nabatäer, ein emsiges, arabisches Volk, schlugen diese riesige Stadt in Sandsteinwände. Ihre Siedlung wurde zu einem wichtigen Knotenpunkt auf den Handelsrouten für Gewürze und Seide. Diese Routen verbanden China, Indien und den Süden Arabiens mit Ägypten, Syrien, Griechenland und Rom. In ihrer Glanzzeit lebten in der Stadt etwa 30’000 Menschen, darunter viele Schriftgelehrte und geschickte Wasserbauingenieure. Sie bauten Dämme und Kanäle zum Schutz der Stadt und ihrer prächtigen Gebäude. Erst als sich die alte Handelstrasse vorschob und neue Seewege über das Rote Meer nach Rom Petra ins Abseits drängte, verblasste nach und nach der Glanz dieser einzigartigen Stadt.

Für einige Zeit übernahmen die Römer die Herrschaft über Petra und bauten in ihr Säulenstrassen und Bäder. Doch nach den zerstörerischen Erdbeben in den Jahren 363 und 551 wurde Petra zu einem abgelegenen, ausrangierten Aussenposten. Mehr und mehr geriet sie in Vergessenheit und nur wenige Beduinen kannten den Standort der «untergegangen Stadt». So wurde Petra zum Atlantis der Wüste. Irgendwo gelegen im «Wadi Musa» –dem Tal Moses –, an der Stelle, an der Moses mit seinem Stab Wasser aus dem Felsen gehauen haben soll.

Wiederentdeckt von einem Schweizer So galt die Stadt lange Zeit als verschollen, doch vor rund 200 Jahren wurde das aus Stein gehauene Weltwunder von dem Abenteurer Jean Louis Burckhardt wiederentdeckt. Verkleidet als muslimischer Pilger – unter dem Namen «Scheich Ibrahim» – erlangte der Schweizer das Vertrauen der Beduinen, die ihm den Weg zur Schlucht des Siq wiesen.Er weist heute noch den einzigen Weg in die Stadt. Ein schmaler Gebirgspfad von mehr als einem Kilometer Länge, der auf beiden Seiten von 80 Meter hohen Felsen umgeben ist. Ähnlich wie heute empfand bereits Burckhardt den Ritt durch diese Schlucht als ein einzigartiges Erlebnis, denn die Farben und Felsformationen sind überwältigend. Am Ende des Siq bot sich ihm der ersten Anblick des Al-Khazneh, dem berühmten Schatzhaus. Der immer enger werdende Gang öffnet sich abrupt und gibt einen atemberaubenden Blick auf den wohl «herrlichsten Ort der Welt» frei, wie es Thomas Edward Lawrence, der «Lawrence von Arabien», später in seinem Buch «Die sieben Säulen der Weisheit» beschrieben hat. Dies ist ein beeindruckendes Erlebnis. Egal, wie viel über Petra geschrieben wurde, wie viele Fotos gemacht wurden, man muss diesen bemerkenswerten Ort mit eigenen Augen gesehen haben, um die Magie der Felsenstadt zu spüren. Die gewaltigen roten Felsen und enormen Mausoleen dieser längst vergangen Kultur versetzten jeden Besucher in eine Zeit, die mit unserer heutigen Zivilisation so gar nichts gemein hat.

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Rätselhaft in steile Bergwände gemeisselt Gerade das Schatzhaus, eine massive Fassade mit einer Breite von 30 Metern und einer Höhe von 43 Metern, die aus dem dunkelrosafarbenen Gesteinsabhang geschlagen wurde, stellt alles um sie herum in den Schatten. Sie wurde im 1. Jahrhundert als Grab eines bedeutenden Nabatäerkönigs gemeisselt und ist ein hervorragendes Beispiel für das technische Genie dieses alten Volkes. Trotzdem sollte man nicht den Fehler vieler Kreuzfahrttouristen begehen, nach dem Schatzhaus die Besichtigung Petras zu beenden und umzukehren, denn Al-Khazneh ist nur das erste der vielen Wunder von Petra. Um den Ort etwas besser kennenzulernen, würde man mindestens vier oder fünf Tage benötigen. Um sich einen groben Überblick zu beschaffen, sollte man mindestens einen Tag einplanen. Es gibt Hunderte, feiner, aus dem Felsen geschlagener Gräber, die mit aufwendigen Inschriften verziert sind. Die Häuser Petras wurden zwar grösstenteils durch Erdbeben zerstört, doch die Gräber wurden in den Stein geschlagen, um die Ewigkeit zu überdauern. 500 dieser Gräber sind noch immer vorhanden. Auch wenn sie heute leer sind, faszinieren ihre dunklen Öffnungen den vorüberziehenden Betrachter noch immer. In Petra steht ausserdem ein riesiges im römischen Stil erbautes Theater, in dem 3 000 Zuschauer Platz finden. Es gibt Obelisken, Tempel, Opferaltäre und kolonnadengesäumte Strassen. Hoch oben, über dem Tal, steht das gewaltige Ad-Deir-Kloster, zu dem 800 in den Felsen geschlagene Stufen empor führen. Dank Burckhardts Wiederentdeckung ist die Ruinenstadt in Jordanien heute ein Touristenmagnet von Weltrang und gehört zum UNESCO-Welterbe. Zudem wurde sie 2007 zu einem der «Neuen Sieben Weltwunder» gekürt. Obwohl erst ein geringer Teil des Gesamtkomplexes zur Besichtigung freigelegt ist, so überwältigt doch die Grösse und Erhabenheit der Bauwerke den Besucher. – Noch dazu, wenn man sich vor Augen hält, unter welchen Bedingungen und mit welchen technischen Voraussetzungen hier vor 2 000 Jahren die Baumeister ans Werk gingen. Wer einmal die Magie gespürt und die Farben dieser Stadt gesehen hat, wird sie so schnell nicht mehr vergessen.

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Das Naturwunder Das im Süden gelegene Petra ist sicher die grösste Sehenswürdigkeit Jordaniens, doch auch der Norden des Landes hat einiges zu bieten, allen voran die Landschaft des Jordanlandes mit dem Toten Meer. Das Tote Meer liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Hier befindet sich der tiefste Punkt der Erde. Gespeist wird das grossflächige Gewässer von zahlreichen Flüssen, unter anderem dem Jordan. Sobald das Flusswasser das Tote Meer erreicht, wird es eingeschlossen und verdunstet. Zurück bleibt ein dichter, gehaltvoller Cocktail aus Salz und Mineralien, aus dem hochwertige Produkte für Industrie, Landwirtschaft und Medizin hergestellt werden. Im Toten Meer zu schweben ist eine der grossartigsten Naturerfahrungen der Welt. Und «schweben» beschreibt das Baden im Toten Meer perfekt, denn der hohe Salzgehalt des Meeres, der die Augen zum Brennen bringt, macht es quasi unmöglich, hier wirklich zu schwimmen. Vielmehr kombiniert man das Erlebnis mit einem Schlammbad oder einer Wellnessbehandlung in einem der Spas, die sich am Ufer des Toten Meeres aufreihen. Die Salze und Mineralien des Toten Meeres wer-

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den für ihre hautfreundlichen Eigenschaften weltweit geschätzt. Die niedrige UV-Strahlung und der hohe Sauerstoffgehalt tragen ihr Übriges dazu bei. Kalzium und Magnesium sind gut gegen Allergien und Bronchialinfektionen. Stark riechendes Brom beruhigt. Jod lindert Düsenerkrankungen. So besuchen die meisten Touristen das Tote Meer, um in den Genuss seiner heilenden Eigenschaften zu kommen oder um einmal im Leben auf dem Rücken liegend im Meer eine Zeitung zu lesen.Das Tote Meer ist ein circa 3 Millionen Jahre altes Binnengewässer, das über keinerlei Abfluss verfügt. Es hat lediglich Zuflüsse, von denen der Jordan der grösste ist. Aufgrund der Wasserknappheit im Umland wird dem Jordan jedoch das meiste Wasser entnommen, bevor er das Tote Meer erreicht. Die Folge ist, dass das Gewässer, welches permanent verdunstet, nicht genügend neues Wasser erhält, um seinen Wasserspiegel zu halten. Somit nimmt der Salzgehalt im Toten Meer zu, seine Grösse und sein Wasserspiegel nehmen allerdings ab. Das Tote Meer schrumpft um 50 Zentimeter pro Jahr. Daher sollte man einen Besuch nicht allzulange aufschieben. In fünfzig Jahren könnte es komplett verschwunden sein.


NICE TO KNOW Reisezeit

Von März bis Mai herrscht Hochsaison in Petra. Zu dieser Zeit blüht in den Wadis der rosa Orleander und die Aloe. Mitte Oktober bis Ende November ist nochmals eine gute Gelegenheit, Petra bei gutem Wetter zu besuchen, bevor die Regenfälle einige Wege unpassierbar machen. In der Nebensaison und den ganz frühen Morgenstunden ist Petra nahezu menschenleer, was eine noch intensivere Begegnung mit der Stadt ermöglicht. Das Totes Meer, Aqaba und Jordantal haben auch im Winter sehr angenehme Temperaturen. Die Wassertemperaturen betragen selbst in den kühleren Monaten um die 20 Grad Celsius. Einreise

Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, welcher mindestens noch sechs Monate gültig ist. Ein Visum erhält man bei der Einreise. Kosten: CHF 40. – Im Voraus zu bezahlen. Zu Besuch bei den Beduinen

Wadi Rum wird auch als «Tal des Mondes» bezeichnet. Hier schlugen Prinz Faisal Bin Hussein und T. E. Lawrence während des Araberaufstands gegen die Türken im Ersten Weltkrieg ihr Hauptquartier auf. Ihre Heldentaten sind zutiefst mit der Geschichte dieser erstaunlichen Gegend verwoben. Ein Labyrinth aus monolithischen Felsformationen erhebt sich bis zu 1 750 Meter aus dem Wüstenboden. Wer gerne wandert, kann im Wadi Rum die Stille der unendlichen Weite erleben, Schluchten erkunden oder 4 000 Jahre alte Felszeichnungen entdecken. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wadi Rum zu erkunden. Touristen wird empfohlen, im Besucherzentrum vorbeizuschauen, wo sie neben allerhand Informationen auch einen Geländewagen mit Fahrer / Reiseleiter oder Übernachtungen in einem Beduinenzelt inkl. traditionellem Essen am Lagerfeuer bei arabischer Musik buchen können. Exkursionen zur Felsenbrücke «Burda», der höchsten Brücke in Wadi Rum, vorbei an den Sieben Säulen der Weisheit sollten auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Schlammbäder

An den meisten Stränden am Toten Meer gibt es Schlammlöcher. Hier können sich Touristen ausserhalb der Wellnesstempel der Hotels Schlammpackungen auftragen. Die Packung soll fünf bis zehn Minuten in der Sonne trocknen und dann im Meer abgewaschen werden. Sie strafft die Haut, die sich anschliessend weich und erfrischt anfühlt. Touristenstrand von Amman

Dieser Strand befindet sich neben der Hauptstrasse am Toten Meer zwei Kilometer hinter dem Hotelbereich. Der Touristenstrand von Amman bietet Swimmingpools sowie Umkleidekabinen für Touristen und Einheimische zu niedrigen Preisen. Der Touristenstrand von Amman ist dazu ein idealer Ort für Strandpartys und Veranstaltungen. Best Pictures

Die beste Zeit für einen Besuch in Petra, besonders für Fotografen, ist entweder der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag, wenn die beeindruckenden, natürlichen Farben der Felsen durch die Sonne noch verstärkt werden. Aber auch für alle anderen ist es empfehlenswert, die Felsenstadt so früh wie möglich am Morgen, bevor die grossen Touristenmassen in die Stadt strömen, zu besuchen. Zudem fragen Sie immer um Erlaubnis, bevor Sie die einheimischen Beduinen fotografieren.

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Weitere Highlights Berg Nebo & Madaba

Am Berg Nebo soll Moses zum ersten Mal das gelobte Land erblickt haben. Hier soll sich auch sein Grab befinden. Vom Berg aus hat man einen weiten Blick ins Land, der bis zum Toten Meer reicht. Einen Besuch ist auch die Stadt Madaba wert, welche die «Stadt der Mosaike» genannt wird. Als Hauptattraktion gilt das byzantinische Palästina Mosaik in der griechische-orthodoxen Kirche St. Georgs. Ursprünglich bestand es aus zwei Millionen Mosaiksteinchen und hatte eine Grösse von 25 x 5 Metern. Das Mosaik zeigt Hügel, Täler, Dörfer und Städte bis hin zum entfernten Nildelta. Kreuzritterburgen & Wüstenschlösser

Als Grenzgebiet im Glaubenskrieg zwischen muslimischen und christlichen Truppen ist die Levante, die mit Burgen übersät ist. In Jordanien gibt es einige sehr gut erhaltene Burgen, wie zum Beispiel in Ajloun und Shobak. Eine der schönsten ist die Festung von Kerkak, die das semiaride Hügelland auf halber Strecke der Königsstrasse überragt. Die Ebene Ostjordaniens beherbergt die Wahrzeichen der jordanischen Wüste, eine Sammlung von Jagdschlössern und Lustschlössern wie zum Beispiel Lawrence Winterfestung in Azraq. Jerash

45 Kilometer ausserhalb von Amman liegt die Stadt Jerash. Die Ausgrabungen des antiken, etwa 2 000 Jahren alten Gerasa zählen zu den beeindruckendsten und besterhaltendsten römisch-bynzantinischen Städten des Nahen Ostens. Zu besichtigen und bestaunen sind uralte Thermen, Theater, eine 600 Meter lange mit Säulen geschmückte Kolonadenstrasse sowie der Zeus- und Artemistempel.

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Die exklusive Seite eines wunderschönen Landes!

Kenia ist weitaus besser als sein Ruf

Erwartungsvoll schweift mein Blick über die sanften Hügel der kenianischen Savannenlandschaft. Voller Ungeduld suche ich die einzigartige Szenerie der Masai Mara nach Bewegung ab, blicke von rechts nach links und versuche, in der Ferne etwas zu entdecken.

AUTOR Nadine Hopf, Michael Merbeck

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E

s ist ein wirklich traumhaft schöner Morgen im Masai Mara Nationalreservat. Die aufgehende Sonne taucht die sattgrüne Savannenlandschaft, die mit silberglänzendem Tau überzogen ist, in ein wunderbar, warmes und intensives Licht. Durch das offene Fenster des Landcruisers weht der kühle, frische Duft der Umgebung herein. Ausser unserem Fahrzeug ist kein weiteres zu sehen. Weitab von Zuhause fühle ich mich wirklich wie in einer anderen Welt. Abseits der bekannten Touristenpfade gibt es Nationalparks und Reservate, die authentische und einsame Safaris à la Hemingway versprechen. Auf meiner Reise durch Kenia war ich anfangs sehr skeptisch, doch das Land hat mich überzeugt. Eine grüne Oase inmitten der afrikanischen Savanne – Segera Retreat, Laikipia Plateau Das neue und exklusive Luxuscamp, gegründet von Jochen Zeitz, dem ehemaligen CEO von Puma, eröffnete im Dezember 2012 seine Tore. Die Ranch mit Blick auf den Mount Kenia liegt auf dem Laikipia Plateau und lässt keine Wünsche offen. Verschiedene Stationen auf der Ranch versprechen einmalige Erlebnisse, wie z. B. «Der Stall», in dem man ein romantisches Dinner vergangener Zeiten geniessen kann, oder in «Der Lounge», in der man vom ersten Stock einen fantastischen Sonnenuntergang über der ostafrikanischen Savanne bewundern kann. Die Landschaft, bestehend aus Savanne und Grasland, bietet zahlreichen Wildtieren ein perfektes Ökosystem, wie beispielsweise dem bedrohten Grevyzebra, den Wildhunden, Leoparden, Löwen, Elefanten und Giraffen. Joy’s Camp, Shaba-Nationalreservat Nach diesen ersten Eindrücken meinte ich, dass nicht mehr viel kommen konnte, doch da täuschte ich mich. Nach einem kurzen Flug landeten wir im Shaba-Nationalreservat, welches heute noch einer der exklusivsten Parks Kenias ist. Absolute Ruhe, Weite und Ungestörtheit empfand ich an diesem Ort. Der Park besticht nicht durch seine Tierdichte, sondern durch das friedvolle Geniessen einer aussergewöhnlichen Tierwelt, darunter Langhalsantilopen, Netzgiraffen, Somalia-Strausse, Grevyzebras und viele mehr. Auch die abwechslungsreiche und einmalige Landschaft liess mich die Besonderheit dieses Ortes spüren, was sich zudem in der Atmosphäre des Joy’s Camp wiederspiegelt. Das Joy’s Camp, dass einen grossen Bereich im Park einnimmt,

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befindet sich an dem ehemaligen Zeltcamp der britischösterreichischen Naturforscherin und Schriftstellerin Joy Adamson. Sie wurde durch ihre Bücher über die Löwin Elsa und die Gepardin Pippa weltberühmt. Lewa Safari Camp, Lewa Wildlife Conservancy Obwohl mir das Abschiednehmen vom Joy’s Camp schwer fiel, erreichte meine Reise im Lewa Wildlife Conservancy den nächsten Höhepunkt. Gleich der Filmkulisse für «Out of Africa» beeindruckt der Park durch die natürlich Schönheit seiner Wildnis. Die Migrationsroute der Elefanten, die dort hindurchführt, und die fast einmalige Landschaft Ostafrikas haben die UNESCO erst kürzlich dazu bewogen, dieses Gebiet in die Liste der «Weltnaturerbe» aufzunehmen. Kaum im Park angekommen, wurden wir von Stefano Cheli begrüsst, dem Gründer von Cheli & Peacock, einem Anbieter für gehobene Safaris durch Kenia, und gingen auf die Pirsch. Bereits nach wenigen Minuten sahen wir Staub am Horizont. Ein sichtlich irritiertes und aufgebrachtes Spitzmaulnashorn kam in unsere Richtung. Als wir näher an das Nashorn heranfuhren, zeigte es uns, wer der Herr der Savanne ist. Kopf hoch und die Nüstern in unsere Richtung gedreht, nahm es unsere Witterung auf. Danach ein Kopf senken und Vortrieb in unsere Richtung,

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wie ein aufgebrachter Stier. Stefano, sichtlich nervös und in Angst um seinen neuen Landcruiser, legte schnellstens den Rückwärtsgang ein und vergrösserte mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit die Distanz zwischen uns und dem Nashorn. – Nur ein Abenteuer während meines Aufenthaltes hier. Elephant Pepper Camp, Masai Mara Nun nahte das Ende der Reise und «Die Grosse Migration» wartete auf mich. Ich konnte es kaum erwarten, am Mara-Fluss anzukommen. Dort zeichnete sich ein Naturwunder vor unseren Augen ab: 2 000 bis 3 000 Gnus und Zebras überquerten den Fluss. Was für ein Ereignis! Chaos herrscht im Fluss, die Zebras wieherten, während die Gnus weitermarschierten. Manche rutschten, stolperten oder traten auf die verwirrten Flusspferde. Das Spektakel dauerte nur 20 Minuten, dann herrschte wieder Ruhe. So schnell, wie die Tiere auftauchten, so schnell verschwanden sie auf der anderen Seite des Flusses am Horizont. Zufrieden und begleitet vom Sonnenuntergang fuhren wir am späten Nachmittag zurück zum Camp. Mit dem Anblick einer Giraffe verabschiedeten wir uns von der afrikanischen Savanne. – Ein unvergessliches Erlebnisse! Kenia – ich komme wieder! www.abendsonneafrika.de


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Mit dem Mietwagen von Olinda bis Salvador Brasilien Olinda ist eine von Brasiliens grössten und am besten erhaltenen Kolonialstädte. Mit seinen Kopfsteinpflasterstrassen und bunten Häusern, majestätisch gelegen an einer Bergseite, Aussicht gewährend auf Recife und das smaragdgrüne Meer, ist Olinda eine der charmantesten und malerischsten Attraktionen Brasiliens. AUTOR Philipp Bernhardt

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ie Stadt ist voller Künstlerateliers. Leuchtende, bunte Kunst wird hier angefertigt und verkauft, die sprudelnde lokale Kultur wiederspiegelnd. Samba- und Frevo-Schulen proben das ganze Jahr über, Olinda wird zur Bühne dieser Rhytmen in einem von Brasiliens besten Strassenkarnevals. Als Anerkennung von solch historischem und kulturellem Wohlstand ist Olinda 1982 in die UNESCO-Liste der Weltkulturerbe aufgenommen worden. Tag 1: Recife – Porto de Galinhas 60 km; Reisezeit: 1 Std. Ein tropisches Frühstück inkl. frischer Mango, Papaya, Ananas und Maracuja, dazu gibt es «Macaxeira» mit Butter und Ei sowie eine Tapioca mit Kokos-Käse Füllung (2 lokale Maniok-Wurzel-Spezialitäten). Dann fahren wir mit unserem einheimischen, deutschsprachigen Guide ca. 20 Minuten zum Mietwagenunternehmen nach Recife, Stadtteil «Boa Viagem» (zu deutsch: «Gute Reise!»). Das passt gut, denn heute beginnt unsere Abenteuermietwagentour. Die Strassen sind gut, der Verkehr erstaunlich ruhig, der Mietwagen nagelneu. Ausgestattet sind wir mit einem Infokit, das Geheimtipps und Wegbeschreibungen enthält. Wir werden entlang wenig frequentierten Küstenstrassen geleitet, streckenweise gar über Sandwege, die wir niemals alleine finden würden und wo auch kein GPS weiterhilft. Tag 2: Seepferdchen & Meeresfrüchte Wir fühlen uns wie im Paradies, schnorcheln im glasklaren Wasser über den Korallenriffen, unternehmen eine Buggytour und erforschen eine Seepferdchenkolonie. Am Abend geniessen wir frische Meeresfrüchte: Hummer, Langusten, Krabben, Flusskrebse, Austern. Der Name der Stadt Porto de Galinhas («Hafen der Hühner») stammt übrigens aus der Zeit der Folgejahre nach Abschaffung des internationalen Sklavenhandels 1850: Wenn die ortsansässigen Sklavenhändler hörten, dass «Angolanische Hühner» angekommen waren, wussten sie, dass sie eine Schiffsladung von Sklaven erwarten konnten. Tag 3: Porto de Galinhas – Maragogi 120 km; Reisezeit: 2 Std. Unsere Reise geht weiter nach Maragogi, bekannt für türkisfarbene Gewässer. Es handelt sich auf diesem Streckenabschnitt um die an Kokospalmen reichste Region Brasiliens. – Tatsächlich sehen wir diese exotischen Pflanzen, soweit das Auge reicht. «Agua de Coco» ist allgegenwärtig: Eine frische, eisgekühlte Kokosnuss für umgerechnet 1 CHF belebt den Geist, löscht den Durst und ist sehr gesund. Wir spüren, dass wir einige der wenigen Menschen sind, die hier vorbeikommen, denn ohne Auto und Insiderwissen gelangt man nicht ohne Weiteres in diese Gefilde.

Manguaba Fluss

Fischer in Maragogi

Naturreservat Sta Isabel Strand in Salvador

Tag 4: Fischerdörfer & Traumstrände Die Schönheit dieser Region ist surreal. Wir machen einen Ausflug mit unserem Auto um die vom Aussterben bedrohte Sehkuh (oder: Manatee), in seinem natürlichen Habitat zu beobachten. Dies ist nur vormittags

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Salvador

möglich und pro Tag dürfen nur 35 Personen in das Naturschutzgebiet. Wir erleben ein uns unbekanntes Tier, das ganz zahm ist und sogar bis an die Bordkante unseres Ausflugsbootes kommt, um sich fotografieren zu lassen. Nachmittags relaxen wir in einer Hängematte unserer Unterkunft. Tag 5: Maragogi – Maceió 120 km; Reisezeit: 2 Std. Wir verlassen Maragogi und überqueren einen Fluss per Autofähre, überall Fischer, Palmen und Mangroven. Wir geniessen die Reise in vollen Zügen. Ein Stopp am Strassenrand, um uns Cashewnuts und 1 kg goldgelbe Mangos zu kaufen. Auch ohne Portugiesischkenntnisse: Mit ein wenig Spanisch und mit Händen und Füssen lässt sich kommunizieren. In Maceio tanken wir unseren Wagen auf, wohlgemerkt mit Zucker. Alle Neuwagen Brasiliens sind mit FLEX ausgestattet und vertragen sowohl Normalbenzin als auch Alkohol. Tag 6: Maceió – Penedo 170 km; Reisezeit: 3 Std. Wir befinden uns auf den Spuren der Geschichte. Das ist das wahre Brasilien, hier gibt’s was zu erleben. Die Landschaft: ein Mix aus Afrika und Karibik, die Menschen ausgesprochen freundlich. Es ist ursprünglich, fernab vom entwickelten Süden des Landes. Wir fahren weiter Richtung Penedo, eine unentdeckte koloniale Perle Brasiliens, gelegen am mächtigen São FranciscoFluss. Beim Ausblick vom Balkon unseres Hotels werden uns abermals die enormen Ausmasse dieses Landes bewusst. Brasilien ist etwa so gross wie ganz Europa, 207 mal so gross wie die Schweiz.

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Tag 7: Penedo – Aracaju 130 km; Reisezeit: 2 Std. Uns erwartet ein Naturreservat, das fantastische Landschaften bietet: Sanddünen, Lagunen, Sümpfe, Kokuspalmenwälder, Atlantik. Auf diesem Streckenabschnitt hüpfen uns kleine Sagui Affen über den Weg und unterwegs laden Einheimische uns zum Fussballspiel ein, wobei die Brasilianer klar überlegen sind. Tag 8: Aracaju – Mangue Seco – Praia do Forte 260 km; Reisezeit: bis Mangue Seco 90 Min / bis Salvador 4 Std. Wir fahren nach Praia do Forte, ein beliebter Badeort, der etwa 1 Stunde vor Salvador liegt. Für Abenteurer sind auf dem Weg zwei Übernachtungen im exotischen Mangue Seco möglich. Tag 9: Schildkröten & Waale In Praia do Forte angekommen, geniessen wir die natürlichen Swimmingpools des Atlantiks und besuchen Tamar, ein interessantes Meeresschildkrötenprojekt. Von Juli bis Oktober können zudem Wale beobachtet werden. Tag 10: Praia do Forte – Salvador 80 km; Reisezeit: 1 Std. In Salvador geben wir unser Auto ab und verbringen zwei Tage mit viel Sightseeing. Für Brasilianer ist Bahia Synonym für ein entspanntes Lebenstempo und eine spezielle Intensität in allem, was Brasilien repräsentiert: Farbe, Musik und Religion. 80 % der Einwohner sind afrikanischer Abstammung und stolz auf ihre Wurzeln. Uns ist klar: Was wir in den vergangenen 10 Tagen erlebt haben, erlebt man nicht alle Tage.


DESTINATIONS– Peru Argentinien – Bolivien – Brasilien – Chile – EquadorSPECIAL – Kolumbien VOLUME 11 IMAGINE 33

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TRAVEL NEWS Hier schiesst man den Vogel ab Birdie, Albatros und Eagle – bestens bekannte Ausdrücke oder schräge Vögel? So oder so: Golfprofis, Amateure sowie Beginner – alle können ihrem Lieblingshobby frönen, und das an den schönsten Flecken dieser Erde.

Tunesien – Hier sind Albatros und Eagle nicht nur Vögel

Nicht umsonst werden die endlosen Sandstrände und Dünen in der Ferienregion Gammarth auch als die «Côte d’Azur» Tunesiens bezeichnet. Reisegäste finden hier Villen und Residenzen in üppigen grünen Gärten, historische Sehenswürdigkeiten und eine Vielzahl an charmanten Geschäften und Restaurants. Das Golf-Hotel «Carthage Thalasso Resort» bietet mit seinem nahe gelegenen 18-Loch-Golfplatz die ideale Ruhe-Oase, um seinem Lieblingshobby nachzugehen und Tunesien von einer seiner schönsten Seite kennenzulernen. Mit etwas Glück sind hier Albatros und Eagle nicht nur Vögel!

Dominikanische Republik – Bachata, Merengue oder Swing?

Als elegant, luxuriös und traumhaft könnte man diesen Ort bezeichnen: Die Luxus-Anlage «Tortuga Bay» liegt umgeben von Palmenhainen direkt am schneeweissen Sandstrand von Punta Cana. Einer der besten 18-Loch-Golfplätze der Karibik – «La Cana» – grenzt direkt ans Resort: Mit perfektem Swing und gelungenem Abschlag ein sicheres Birdie!

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Türkei – Golf Academy oder 19. Loch?

Bekannt für schöne Golfplätze und weitläufige Hotelanlagen inmitten grüner Pinien- und Eukalyptuswälder liegt die Ferienregion Belek. Morgens eine Runde Golf spielen und nachmittags eine erfrischende Abkühlung im Meer geniessen. Oder allfälliges Verbesserungspotential in der Golf Academy ausloten … Damit das 19. Loch das einzige Handicap bleibt!

Teneriffa – Zähl- oder Lochspiel?

Die vielfältigste aller Kanarischen Inseln ist Teneriffa. Ein rund 3  700 Meter hoher, schneebedeckter Berg, Sandstrände, fruchtbare Täler und malerische Dörfer prägen das Bild der Insel. Wer noch mehr Abwechslung braucht, dem bieten sich spektakuläre Wanderungen im unter Naturschutz stehenden Kraterkessel «Caldera de las Cañadas» an. Die milden Temperaturen auf Teneriffa eignen sich perfekt für eine Kombination aus Bade- und Golf-Ferien. Ob Zähl- oder Lochspiel, in jedem Fall ein Score über den Erwartungen!

USA – Hole in one

Das Golf-Mekka schlechthin ist Palm Beach in Florida. Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt. Direkt am privaten Sandstrand liegt das Luxushotel «The Breakers» mit direkt angrenzendem 18-Loch-Championship-Golfplatz. Die besondere Atmosphäre und Architektur, welche Eleganz und Gemütlichkeit sowie Tradition und Moderne miteinander verbindet, sorgt für einen unvergesslichen Aufenthalt. Gewonnen hat man hier sowieso schon: Hole in one! www.hotelplan.ch www.travelhouse.ch

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Wüsten, Berge und Reisterrassen

Neue UnescoStätten

Die 37. Session des Unesco World Heritage Committee hat in diesem Sommer 19 neue Stätte aufgenommen. 981 Stätten in 160 Ländern befinden sich nun auf der «World Heritage»-Liste der Unesco, darunter neu der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel, in Namibia die Namib-Wüste, in Portugal das Universitätsviertel von Coimbra und in Japan der heiligen Berg Fuji.

AUTOR Yvonne Beck

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ie UNESCO-Welterbekonvention ist seit mehr als 40 Jahren das international bedeutendste Instrument, das von der Völkergemeinschaft zum Schutz des Kultur- und Naturerbes beschlossen wurde. Die Rettung der Tempel von Abu-Simbel war die Geburtsstunde der UNESCO-Konvention von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Seitdem haben 190 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet, wovon 160 auf der Welterbeliste repräsentiert sind. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der aussergewöhnliche universelle Wert der Stätte sowie ein Managementplan, der den Erhalt für zukünftige Generationen sicherstellt. In diesem Jahr lagen dem Welterbekomitee über 30 Nominierungen vor. 19 schafften den Sprung auf die UNESCO-Welterbeliste. Erstmals sind Fidschi mit der historischen Hafenstadt Levuka, Katar mit den archäologischen Stätten von Al Zubarah und Lesotho mit dem Nationalpark Sehlabathebe als Erweiterung der grenzüberschreitenden Welterbestätte Maloti-Drakensberg in der Liste vertreten.

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Indien: Bergfestungen von Rajasthan

Gefährdete Gebiete Sieben Welterbestätten hat das Komitee jedoch als «besonders gefährdet» eingestuft. Allen voran Syriens Kulturerbe, welches durch den Bürgerkrieg besonders bedroht ist. Das Komitee entschied, alle sechs Welterbestätten des Landes auf die «Liste des gefährdeten Welterbes» zu setzen. Betroffen sind die Altstädte von Damaskus, Bosra und Aleppo, die Ruinen von Palmyra, die Burg Krak des Chevaliers und die antiken Dörfer in Nordsyrien. Ebenfalls bedroht ist das Korallenatoll East Rennell auf den Salomonen, wo die massive Abholzung von Waldflächen zu schweren Schäden am Ökoystem geführt hat. Nur eine Stätte konnte von der Liste des bedrohten Welterbes gestrichen werden: Bam und seine Kulturlandschaft gilt nicht mehr als gefährdet. Das Welterbekomitee kam zu der Überzeugung, dass die Zitadelle von Bam, die 2003 bei einem Erdbeben schwer beschädigt wurde, ausreichend stabilisiert sei und ein verbessertes Management die Erhaltung des Kulturerbes sicherstelle. Auf der Liste des gefährdeten Welterbes stehen nun insgesamt 44 Stätten.

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Deutschland: Bergpark Wilhelmshรถhe

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Portugal: Universit채t Coimbra

Polen & Ukraine: Holzkirchen in den Karpaten

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Ukraine: Antike Stadt, Taurische Chersones und ihre Chora

Italien: Villen und G채rten der Medici in der Toskana

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Italien: Italien: Ätna Ätna

Namibia: Namib-Wüste Italien: Ä

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Niger: Historisches Zentrum von Agadez

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Iran: Golestan-Palast in Teheran


Tadschikistan: Nationalpark Tajik im Pamirgebirge

Japan: Fuji

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Katar: Arch채ologische St채tten von Al Zubarah

China: Reisterrassen von Honghe

China: Tian Shan-Gebirge in Xinjiang

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PUSCHL AV ( SCHWE IZ ), 2005

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Willkommen im neuen Goldberg Mein Wertvollstes

Am 19. Juli 2013 eröffnete in Bad Hofgastein im Salzburger Land nach aufwendigem Um- und Neubau das familiengeführte Hotel DAS.GOLDBERG. In Alleinlage auf einem Hochplateau erwarten 67 moderne Studios und Suiten, feine Kulinarik sowie eine eigene Kaffeerösterei und kleine Brotmanufaktur die Gäste. Entspannung verspricht ein grosszügiges Naturspa. PUBLIREPORTAGE

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ie Studios und Suiten ermöglichen aufgrund der grossen Glasfronten einen direkten Blick auf die Marktgemeinde Bad Hofgastein und das Bergpanorama. Die Studios verfügen über weitläufige Terrassen oder einen Balkon, eine Regendusche in den Bädern, einen gemütlichen Schaukelstuhl sowie teilweise über eine freistehende Badewanne.

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Die Suiten bieten zusätzlich einen Wohnbereich mit Sitzecke, offenem Kamin und Teebar. Besonders nobel präsentieren sich die vier Loftsuiten. Hier befindet sich auf der Dachterrasse eine grosse Badewanne für zwei Personen. Ein offener Kamin sorgt für eine behagliche Atmosphäre. Die Loftsuite XL verfügt als einzige der Suiten über zwei Terrassen mit Doppelbadewanne.


Das GOLDBERG-Spa lädt zum Relaxen ein. Gäste geniessen verschiedene Körper- und Gesichtsbehandlungen und entspannen in einer Kräuter- und Finnischen Sauna, im Dampfbad und einer Infrarotkabine. Im Aussenbereich befinden sich die Schwitzstube im Bergchalet, ein beheizter Whirlpool sowie ein Infinity-Pool. Ein Kneippbach und ein erfrischender Badesee unterstreichen den Bezug zur Natur. Paare geniessen exklusiv das kleine Bergchalet als Privat-Spa mit Sauna, Hotpot und Massagebereich. Auf Wunsch kann auf der Galerie auch übernachtet werden. Feinschmecker erwartet im DAS.GOLDBERG ein vielseitiges Angebot. Küchenchef Thomas Ellwanger und sein Team bieten eine gesunde und leichte Gourmetküche aus regionalen Produkten, verfeinert mit Kräutern aus dem Hotelgarten an. In der kleinen hoteleigenen Brotmanufaktur werden Bauernbrote nach traditionellen Rezepten frisch gebacken. Kaffeetrinker kommen in den Genuss einer eigenen Rösterei, die sich in der Hotellobby befindet. NICE TO KNOW

Am Rande des Nationalparks «Hohe Tauern» gelegen, ist das Hotel Ausgangspunkt für viele Aktivitäten in der Natur. Im Sommer warten 350 Kilometer Wanderwege und ein weitläufiges Netz an Radwegen. Bergführer Christian startet zwischen Mai und Anfang November fünfmal wöchentlich ab dem hauseigenen Alpin-Aktiv-Center und zeigt Gästen die schönsten Plätze im Tal. Auch E-Bikes und Wanderstöcke können ausgeliehen werden. Im Winter entdecken Skifahrer 220 präparierte Pistenkilometer. Der Ski-In und Ski-Out und die Schlossalmbahn, die unmittelbar am Hotel vorbeiführt, ermöglichen den direkten Einstieg ins Skivergnügen.

DAS.GOLDBERG Haltestellenweg 23 A-5630 Bad Hofgastein/Österreich +43 (0) 6432 6444 info @ dasgoldberg.at www.dasgoldberg.at

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Hotel Gut Ising Country Life auf Sterne-Niveau: An einem der schönsten Orte Oberbayerns liegt das Vier-Sterne-Superior Hotel Gut Ising. Mit einem malerischen Blick auf das Bergpanorama, der unmittelbaren Nähe zum Chiemsee und seinem typisch bayerischen Flair wirkt das 170 Hektar grosse Gut fast, als ob die Zeit stehengeblieben wäre. PUBLIREPORTAGE

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esucher werden jedoch vom Gegenteil überzeugt: Wo einst die Kelten siedelten und sich das römische Staatsgut Usinga befand, verbinden heute acht Gutshäuser gekonnt nostalgischen Charme mit modernem Komfort. Die Hotelzimmer, Suiten und Apartments sind mit antiken, Biedermeier- oder bemalten Bauernmöbel ausgestattet oder überzeugen mit exklusivem Design wie unter anderem die zwei Spa-Suiten. Mit einem eigenen Whirlpool, einer Infrarot-Kabine, einem King Size Bed und einem Kamin geniessen Gäste hier vollkommenen Komfort. Bekannt ist das charmante Landgut vor allem für seine Reit- und Poloangebote. Mit drei Reithallen, einer Reitschule und vielseitigen Angeboten von

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Country Cross bis hin zu Springund Dressurturnieren ist für jeden Pferdeliebhaber das Richtige dabei. Auch Golf- und Tennisspieler können sich über aktive Stunden auf Gut Ising freuen. Ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi, das Landgut ist der ideale Ausgangspunkt für ein paar Runden auf dem 9-LochGolfplatz oder für ein Tennismatch nach Gutsherrenart.


Das exklusive Gut ist aber nicht nur ein Paradies für Reiter, Golfer und Tennisspieler: Ballonfahrten, Radfahren und Mountainbiken machen Gut Ising das ganze Jahr über zu einem vielseitigen Urlaubsziel. Mit dem Chiemsee und den bayerischen Alpen vor der Haustür können Gäste nach Herzenslust segeln, baden oder auch wandern. Wer kulinarische Höhepunkte sucht, ist am Ostufer des grössten bayerischen Sees ebenso willkommen. Das seit August 2012 eröffnete Gourmetstüberl Usinga lockt Geniesser von Nah und Fern mit feinster Alpenkulinarik und ausgewählten regionalen Produkten. Der Fisch wird von lokalen ChiemseeFischern angeliefert, das Fleisch stammt von Landwirten und Metzgereien aus der unmittelbaren Umgebung und sämtliche Backwaren werden direkt im Umland hergestellt. Für alle weiteren Produkte fährt Spitzenkoch Gunnar Huhn einmal wöchentlich zum Grossmarkt nach München, um die Ware selbst auszuwählen und für beste Qualität garantieren zu können. Wer traditionelle Gutshofgerichte bevorzugt, sollte sich zudem einen Besuch im Restaurant «Zum Goldenen Pflug» nicht entgehen lassen. Entspannung finden Gäste im modernen «Ising Spa & Wellness» mit acht grosszügig gestalteten Behandlungsräumen inklusive Couple Treatment Room, einem eleganten lichtdurchfluteten Ruheraum, einem Aussenpool mit Sonnendeck, Felsenschwimmbad, Saunalandschaft und einem gut ausgestatteten Fitnessraum. Ein besonderes Highlight im «Ising Spa & Wellness» ist zudem die HydraFacial-Behandlung – eine einzigartige Verfahrensweise zur Hautverjüngung, die Gut Ising als erstes und bislang einziges Hotel in Deutschland anbietet.

Badeurlauber, die gleichzeitig die Natur geniessen möchten, kommen auf Gut Ising ebenso auf ihre Kosten. Zahlreiche Strandbäder rund um den Chiemsee laden mit herrlichem Blick auf das Alpenpanorama zum Verweilen ein. Für Ruhesuchende bietet Gut Ising nur zehn Minuten vom Hotel entfernt einen eigenen Badestrand inklusive Bootshaus an. Von der malerischen Bucht können Urlauber den Wassersportlern, wie Seglern oder Surfern, zuschauen oder einfach selbst aktiv werden.

Weitere Informationen

Hotel Gut Ising +49 (0) 8667 79 0

www.gut-ising.de

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Travel News Bikers Paradise

Aller guten Dinge sind drei: Am 29. Juni 2013 eröffnete das «Jing An Shangri-La West Shanghai» als drittes Haus der asiatischen Luxushotelgruppe in Schanghai seine Pforten. Westlich des Huangpu-Flusses, in der historischen Innenstadt gelegen, vereint das Fünf-Sterne-Hotel in seinem Angebot und seiner Einrichtung traditionelle chinesische Wurzeln und modernes Design. So schmücken über vier Millionen funkelnde Kristalle und zahlreiche Kunstwerke von chinesischen und internationalen Künstlern das Hotel. Alle 508 Zimmer und Suiten befinden sich in den oberen 29 Etagen eines 60-stöckigen Wolkenkratzers und eröffnen atemberaubende Ausblicke auf die Metropole. www.shangrila.com

Qatar Airways Business Class gewinnt Skytrax-Award

Qatar Airways wurde bei den Skytrax World Airline Awards 2013 erneut mit drei wichtigen Auszeichnungen geehrt. Die Fluggesellschaft mit Sitz in Doha konnte das Rennen in den Kategorien Beste Business Class, Beste Business Class-Lounge und Bestes Servicepersonal im Nahen Osten für sich entscheiden und wurde für seinen Fünf-Sterne-Service und die exzellente Kundenbetreuung ausgezeichnet. www.qatarairways.ch

Poliza zeigt die Vielseitigkeit Afrikas

Der Wildlife-Fotograf und Experience-Designer Michael Poliza verliebte sich im Jahr 2 000 so sehr in Südafrika, dass er beschloss, für einige Jahre nach Kapstadt zu ziehen. Der gebürtige Hamburger schlug seine Zelte in der zweitgrössten Stadt Südafrikas auf, die ihren Namen dem 45 Kilometer südlicher gelegenen Kap der Guten Hoffnung verdankt. Fortan bereiste Poliza Afrika zu Land, zu Wasser und in der Luft – immer dabei seine Kamera. Seit Sommer 2012 gestaltet der leidenschaftliche Globetrotter und Experience-Designer unter der Marke «Michael Poliza Experiences» Reisen in die Länder und an die Orte, an denen seine Bilder entstanden sind. Südafrika, wie Michael Poliza es auf der von ihm gestalteten Experience zeigt, ist Stadt, Berge, Küste und Wüste in einem. www.mp-experiences.de


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Michelin-SterneHimmel über dem Genferseegebiet Kaum gibt es auf der Welt Regionen unter einem helleren Michelin-Sterne-Himmel als das Genferseegebiet. Die landschaftlich vielfältige und atemberaubende Gegend gehört in Sachen Kochkunst unabdingbar zur Spitze. Wo sich Lebenskunst mit Gaumenfreuden reimt, haben wir drei Spitzenköche besucht.

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Gaumenfreuden auf höchstem Niveau

AUTOR Lilly Steffen


Benoît Violier

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it 3 Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten ist Benoît Violier der gastronomische Spitzenreiter. Seine früheren Chefs, Frédy Girardet und Philippe Rochat, haben ihm schon immer ein ausserordentliches Talent attestiert. Seit April 2012 ist Violier im renommierten Hôtel de Ville in Crissier der Chef. Das Restaurant de l’Hôtel de Ville braucht man nicht mehr vorzustellen; der Name ruft sofort die Vorstellung kulinarischer Fantasie und Extravaganz hervor – und alle Welt macht sich auf, die Küche dieses Hauses für sich zu entdecken. Im Olymp der Spitzengastronomie Die Nachfolge solch gastronomischer «Denkmäler» wie Girardet und Rochat erfordert, dass einige Grundbausteine der ursprünglichen Speisekarte beibehalten werden. Davon zeugen die sagenhaften Gerichte, die zum Ruf des Hauses beitrugen, wie das berühmte «Œuf à l’italienne aux truffes blanches d’Alba», der «Canard Nantais cuit rosé au vin de Brouilly» oder das «Soufflé aux fruits de la passion». Der Mehrwert, den Violier schafft, entsteht aus einer gewissen Klassik des Ausdrucks und der Technik sowie aus der Kreativität, die seiner Wesensart entspricht. Derzeit setzt Benoît auf ein neues Thema, schlichter in dem Sinne, dass er ausschliesslich mit feinsten saisonalen Produkten arbeitet. Dabei hebt er das Hauptelement durch ein anderes hervor. Ein solches Gericht, komponiert aus nur zwei Elementen, kommt

epikurisch bereinigt daher. Diese, alles Überflüssige weglassende Küche passt ausgezeichnet zum herrschenden Zeitgeist der Leichtigkeit: ohne Sossen, nur das reine Produkt – so exakt wie möglich nachzeichnend. Der begeisterte Hochgebirgsjäger Violier, steht mit 22 Köchen in einer brandneuen, faszinierend schönen Küche und präsentiert seinen Gästen fünfmal im Jahr eine neue Karte. Im Herbst 2013 stellt er die deutsche Version seines spektakulären Kochbuches vor: «Die Küche des europäischen Haarwildes». Der Gault-Millau und der Guide Michelin sind sich einig und wir auch: Benoît Violier verdient – auch nach so kurzer Zeit an der Spitze in Crissier – die gastronomischen Höchstnoten.

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Edgard Bovier

Die personifizierte Leidenschaft der mediterranen Küche Im Herzen von Lausanne heisst Chef Edgard Bovier seine Gäste im «La Table d’Edgard» willkommen. Das mit einem Michelin-Stern und 17 Gault-MillauPunkten ausgezeichnete Restaurant befindet sich im Hotel Lausanne Palace & Spa; ein prestigeträchtiges Haus, in dem bis heute bekannte Persönlichkeiten und gekrönte Häupter logieren. Das elegante Restaurant mit Blick auf den See und die Alpen ist liebevoll mit kleinen und grossen Olivenbäumen dekoriert – ein erstes Zeichen von Boviers Liebe zur mediterranen Küche. Die Karte spricht für sich und ist eine Symphonie aus südlichen und regionalen Produkten, sorgfältig ausgewählt – eine Reise entlang der Mittelmeerküste. Spätestens nach dem Essen ist jedem Gast klar, wieso Edgard Bovier als die «personifizierte Leidenschaft» der mediterranen Küche gilt. «Haute cuisine du soleil, la passion, et l’huile d’olive», lautet seine Philosophie, die er hier leicht und exquisit zelebriert. Lange bevor die auf Olivenöl basierende Küche, reich an Gemüsen und Meeresfrüchten, in der Schweiz bekannt und beliebt wurde, begeisterte sich Edgard dafür. «Das Geheimnis der guten Küche sind die Qualität und Frische der Produkte. Ich mag Produkte mit einem intensiven Geschmack. Meine Aufgabe als Koch ist es, jedem Produkt seine ursprüngli-

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chen Aromen und seinen Geschmack zu erhalten und zu entfalten.» Für seine Gerichte verarbeitet Bovier in erster Linie saisonale Produkte von kleinen Produzenten aus dem Wallis und dem Genferseegebiet. Von ihnen bezieht er Produkte wie Aprikosen, Erdbeeren, Kürbisse und Mesclun, Geflügel, Fleisch und Bergkäse. «Ich mag Fisch, er ist typisch für die mediterrane Küche und wird häufiger verwendet als Fleisch. Meine Lieblingsfische sind der Wolfsbarsch, die Meerbarbe und der Sankt Petersfisch. Sie werden in Frankreich, Italien und Portugal gefischt. In Bezug auf Fleisch habe ich eine gewisse Vorliebe für Lammfleisch – aus typisch mediterranen Ländern.»


Genussvoll abnehmen mit Gerichten vom Sternekoch Seit dem Frühjahr 2012 ist Lionel Rodriguez der neue Küchenchef im Hôtel des Trois Couronnes & Destination Spa in Vevey. Letzten Herbst griff der junge Chef nach dem ersten Michelin-Stern. Der in Toulouse geborene Lionel Rodriguez verarbeitet – wie sein langjähriger Maître Edgard Bovier – die besten saisonalen Produkte aus der Romandie und dem Genfersee und verfeinert sie mit den authentischen Aromen seiner mediterranen Heimat im Südwesten Frankreichs. In seinem Restaurant verwöhnt er «normale» sowie Kurgäste. Seine Karte basiert auf den Themen «Schlemmerei» und «Wohlbefinden» und bietet traditionelle sowie sehr ausgewogene und gesunde Gerichte. Jede Speise ist mit den Angaben zu Gluten, Kalorien und Laktose versehen. Ein klein wenig skeptisch bestellen wir ein Fischgericht, welches als sehr leicht und bekömmlich aufgeführt ist und auch Kurgästen erlauben

soll, kulinarische Höhenflüge zu erleben: «Féra du lac lé man grillé, pulpe d’aubergine au condiment citron et chantrelles d’automne». Das Gericht ist ein Gedicht! Wir sind satt und fühlen uns trotzdem angenehm leicht. Eine Pure-Detoxoder Pure-Weight-Control-Kur, wie das Spa des Hotels sie anbietet, ist mit der Küche von Lionel Rodriguez bestimmt ein Erfolg und ein wahrer Genuss.

Lionel Rodriguez

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Travel News Authentische Berghütte im Herzen der Insel

Der Cirque de Mafate ist einer von drei Talkesseln auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Nur zu Fuss oder mit dem Hubschrauber erreichbar, ist der Talkessel Mafate ein wahres Wanderparadies. In diesem aussergewöhnlichen Umfeld befindet sich in dem Ort La Nouvelle die Gîte «Le Tamaréo». Das kleine Dorf La Nouvelle bietet Wanderern verschiedene Unterkünfte, darunter Campingplätze, Gîtes (französisch für Berghütte) und Bungalows. Die Gîte «Le Tamaréo» gehört zu den qualitativ hochwertigen Unterkünften der Gegend. Sie ist die erste Berghütte für Wanderer auf der Insel, welche mit dem französischen Qualitätssiegel «Rando Accueil» ausgezeichnet wurde. www.insel-la-reunion.com

Schokoladenmuseum

Am 24.Oktober 2013 eröffnet Valrhona nach sechsjähriger Arbeitsphase das Schokoladenmuseum im französischen Tain-l’Hermitage bei Lyon – die «Cité du chocolat». Auf 1 000 m² hat der Schokoladenspezialist mit viel Liebe und Fachwissen eine Erlebniswelt errichtet, die Besuchern aus aller Welt die Schönheit der Schokolade nahebringen soll und die einzigartige Möglichkeit bietet, hinter die Kulissen der gehobenen Schokoladenherstellung zu blicken. Valrhona hat die «Cité du chocolat» für all jene gegründet, die die Schönheit der Schokolade entdecken wollen. Das Konzept der «Cité du chocolat» gründet auf drei Begriffe: Geschmack, Aktion, Zutaten. Es lässt die Besucher in die Welt der Schokolade eintauchen. www.valrhona.com

Im Paradies kann es nicht schöner sein!

Das 4-Sterne-Strandhotel Heringsdorf hat seine Erweiterungsund Verschönerungsphase abgeschlossen und bietet seinen Gästen nun beispielsweise einen Muscheltraumraum, den neuen Ruheraum des Hotels. Hier liegt man unter einer überdimensionalen handgefertigten Muschel, auf herrlich weichen Wasserbetten, die einen sanft ins Land der Träume geleiten und wunderbare Entspannung garantieren. Im neuen Paarbehandlungsraum kann man nun gemeinsam Massagen auf der Softpackliege geniessen oder zu zweit ein Bad in der Yin-Yang-Wanne nehmen. Hier werden auch die «Wellness-Trios» zelebriert, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte. Absolut einzigartig auf der Insel Usedom und dazu herrlich entspannend ist der 30 °C warme beheizte Sole-Aussenpool des Strandhotels. Der Pool ist befüllt mit Heringsdorfer Sole und das Wasser tut einfach nur gut. www.strandhotel-heringsdorf.de


Inserat tessal Kurhaus

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ir reisen per Boot von der Wasserseite des Lough Corrib an. Er ist der zweitgrösste See Irlands. Etliche unbewohnte MiniInseln (üppig bewachsen) gleiten an uns vorbei. Dann eröffnet sich der Blick auf das prachtvolle Schloss, das unter den dunklen, tief hängenden Wolkenfetzen mystisch und fast unwirklich erscheint. Hier könnten gleichermassen Harry Potter, verwunschene Prinzessinnen oder gar das Gespenst von Canterville hausen.

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Ihre Majestät lässt bitten In dieser wilden und ursprünglichen Landschaft Connemaras im Westen Irlands mit bis zu 800 Meter hohen Bergen, Heide, überwucherten Mooren, glasklaren Seen, saftig grünen Wiesen, auf denen unzählige Schafe grasen, liegt eins der imposantesten und schönsten Schlösser Europas: Ashford Castle. Im 13. Jahrhundert von einer anglonormannischen Adelsfamilie erbaut, erwarb die berühmte Bier-


Die Magie eines irischen Schlosses

Ashford Castle

Die Szenerie, die sich bei unserer Ankunft bietet, ist filmreif. Längst vergessene und versickerte Kindheitsfantasien aus der Märchenwelt scheinen Wirklichkeit zu werden ...

AUTOR Angelika Moeller

Dynastie-Familie Guinness das Anwesen in den 1850er-Jahren als Familienbesitz und wurde 1939 als Schlosshotel etabliert. Die Ankunftszeremonie am Portal des Schlosses holt uns in die Realität zurück. Nachdem wir über das holprige Kopfsteinpflaster der Schlossbrücke geleitet wurden, begrüsst uns der Hoteldirektor. An seiner Seite die junge Falknerin, auf deren Arm

ein riesiger Falke sitzt, der scheinbar keine Notiz von uns nimmt. Beim Betreten der Eingangshalle überwältigt die Pracht vergangener Zeiten. Reiche Holztäfelung, erlesene Antiquitäten, opulente Gobelins, Gemälde alter Meister zeugen von ruhmreicher Vergangenheit mit wahrhaft königlichem Ambiente. Es wäre kaum verwunderlich, wenn ein ergrauter Butler in Livrée diskret raunen würde: «Ihre Majestät lässt bitten ...»

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Noblesse oblige Mein Zimmer, besser gesagt Salon, entspricht bis ins letzte Detail der Noblesse des Hauses. Es ist mit historischen Schätzen, einem grossen Kamin, in dem schon das Holz für ein prasselndes Feuer am Abend kunstgerecht gestapelt ist, und einem royalen Himmelbett, mit flauschigen Seidenkissen dekoriert, möbliert. Die imposante Ritterrüstung im Erker ruft jedoch ein leichtes Gruseln hervor. Ist dort wirklich niemand drin? Ich nehme mir vor, das vor dem Schlafengehen noch mal zu überprüfen – das muss ja niemand sehen. Mein Refugium ist eins der insgesamt 83 Zimmer und Suiten, die alle einen malerischen Blick auf Lough Corrib und das bewaldete Anwesen freigeben. Fast schade, dass draussen im Park Gäste in zeitgemässer Kleidung lustwandeln, die dem Flair der vergangenen Jahrhunderte so gar nicht mehr entsprechen.Aber nun lockt die Zeremonie des High Tea im Drawing Room, die dieser Tradition alle Ehre macht und von dezenten Harfenklängen begleitet wird. Leicht dekadent, aber schön.

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Es schliesst sich eine kleine Schlossführung an, die durch schier unzählige (Geheim-) Gänge weitere historische Schätze offenbart und der Fantasie wieder Flügel verleiht. Vor dem Dinner im George V, in dem der deutsche Sternekoch Stefan Matz die kulinarische Regie führt, durchstreifen wir noch einen Teil des 160 Hektar grossen Geländes mit gepflegten Parkanlagen sowie naturbelassenem Waldgebiet. Dabei entdecken wir das idyllische Cullen House, nur 200 Meter vom Schloss entfernt, das eine rustikale, typisch irische Alternative zum Grand Dinner im George V anbietet. Zu später Stunde lassen wir uns trotz Reisemüdigkeit noch in die Dungeon Bar verführen. Was früher ein Gefängnis war, bietet mit Live Musik eine fröhlich entspannte Atmosphäre, in der nach einigen Guinness so mancher Gast seiner Sangeslust freien Lauf lässt. Zu Besuch bei den Falken Nach so beeindruckenden Erlebnissen des ersten Tages überwältigt mich der Schlafdrang. Statt das Interieur der Ritterrüstung in meinem Zimmer zu erkunden,


falle ich schnell in märchenhafte Träume bis die ersten Sonnenstrahlen durch die schweren Samtvorhänge auf meiner seidigen Bettdecke tanzen. Es wartet ein fantastisch dekoriertes, an Vielseitigkeit kaum zu toppendes Frühstück mit typisch britisch bzw. irischen Spezialitäten wie u. a. Black Pie (Blutwurst mit Grütze), köstlichem Wildlachs, dem traditionellen Porridge, Shepherd’s Pie (Lammhackfleisch und Kartoffeln), weisse Bohnen in Tomatensosse mit landfrischem Farmhouse Soda Bread. Dazu Orangensaft und starker Schwarztee mit Milch. Natürlich steht auch jede klassisch-europäische Frühstücksvariante zur Verfügung.

In den nächsten zwei Tagen stehen weitere (sportliche) Aktivitäten zur Wahl wie z. B. Golfen auf dem eigenen 9-Loch-Golfplatz, Fischen auf dem Lough Corrib, Reiten, Tontaubenschiessen, Ausflüge in die zauberhafte Umgebung und Boot-Tripps oder Relaxen im top ausgestatteten Wellness-Bereich.

Gut gestärkt freuen wir uns auf eine Besonderheit, die Ashford Castle bietet: die Falkenschule. Nach einer mit viel Humor gespickten Einführung des Fakners über das Verhalten der eindrucksvollen Raubvögel, dürfen wir die Könige der Luft selbst fliegen lassen.

Waren wir bei der Ankunft noch zu Fuss vom Bootssteg über das Buckelpflaster durch das Tor zum Schloss gelangt, so fahren wir nun in einer noblen SchlossLimousine im Schritttempo wieder hinaus, angeführt von einer irischen Dudelsack-Musikgruppe. Ashford Castle – ein wahrlich königlicher Aufenthalt.

Es kostet schon einige Überwindung und etwas Mut sich den überdimensionalen, speckigen Handschuh überzustreifen und den schweren, ernst dreinblickenden Vogel auf den Arm gesetzt zu bekommen. Unser erfahrener Lehrmeister versteht es, die Falken in die Lüfte zu schicken und mit einem kurzen Pfiff wieder punktgenau auf unserem Arm landen zu lassen.

NICE TO KNOW Anreise

Flughafen Knock, eine Fahrstunde von Ashford Castle entfernt. Flug mit Swiss ab Zürich via Düsseldorf weiter mit Lufthansa nach Knock. www.lhw.com www.ashford.ie

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Vom flüssigen Gold der Toskana

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700 Jahre Boccaccio «Ein unvergängliches Gelächter, das aus den lebensvollen Tagen der Renaissance zu uns herüberklingt» – so beschreibt Alfred Kerr das weltberühmte Buch «Dekameron» des Dichters Boccaccio. In diesem Jahr feierte man in der Toskana seinen 700. Geburtstag. Grund genug für eine Stippvisite. AUTOR Yvonne Beck

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etritt man nicht gerade in der Hauptsaison das kleine Städtchen Certaldo im Herzen der Toskana, mag die «baumbedeckte Anhöhe» (Cerrus Altus) noch beinahe so aussehen, wie ihr berühmtester Sohn, Giovanni Boccaccio, sie erlebte. 1313 kam der Schriftsteller, Demokrat, Dichter und bedeutender Vertreter des Humanismus wahrscheinlich hier zur Welt und verbrachte in dem kleinen Dörfchen seinen Lebensabend.

Auf den Spuren des Dichters Der vermeintliche Geburtsort des Dichters, genauer gesagt, die mittelalterliche Altstadt auf dem Hügel über der Neustadt ist während der Woche ein wenig besuchter, ruhiger Ort. Boccaccio, dem Certaldo seinen Ruhm verdankt, wurde 1313 als uneheliches Kind geboren – unsicher, ob hier oder in Florenz geboren. Beide Städte buhlen um den bekannten Namen. Gesichert ist jedoch, dass er von 1361 bis zu seinem Tod 1375 in Certaldo lebte. Das Haus, in welches Boccaccio sich 14 Jahre vor seinem Ableben zurückzog und in welchem er seinen letzten Atemzug tat, ist die heute als Studienzentrum und Museum eingerichtete Casa del Boccaccioso. In ihr befindet sich eine umfangreiche Bibliothek mit den wichtigsten Arbeiten von und über Boccaccio – u. a. natürlich das Dekameron in jeder erdenklichen Sprache. Das Meisterwerk umfasst eine Sammlung von 100 Novellen, deren Abfassung aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen 1349 und 1353 erfolgte. Seine Rahmenhandlung verlegt Boccaccio in ein Landhaus in den Hügeln von Florenz. In dieses Landhaus sind sieben Mädchen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Zu ihrer Unterhaltung und zum Zeitvertreib wird jeden Tag ein König oder eine Königin bestimmt. Der oder die Auserwählte darf einen Themenkreis vorgeben, zu dem sich jeder der Anwesenden eine Geschichte ausdenken und diese zum Besten geben muss. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück. Die gesamte Casa del Boccaccio wird vom Geist des Schriftstellers umweht, hat man doch von ihrem Turm aus eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft der Toskana. Man fühlt sich in die Landpartie der Dekarone-Protagonisten versetzt. Nur zu gut kann man sich den Dichter in den kühlen Gemäuern vorstellen. Direkt neben der Casa del Boccaccio ist das schlichte Grab des Dichters mit einer marmornen im Boden eingelassenen Grabplatte. Betrachtet man den heutigen Weltruhm des Dichters, ist es kaum vorstellbar, dass Boccaccio zeitlebens mit Geldsorgen zu kämpfen hatte. Erst nach seinem Tod wurde ihm Ruhm und Ehre zu Teil. Umso mehr verdienen heute die Souvenirverkäufer an ihm.

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Im Land der Oliven Doch nicht nur sein erst später Erfolg, auch sein zur damaligen Zeit fast königliches Alter ist verwunderlich. Im 13. und 14. Jahrhundert hatten die Menschen eine Lebenserwartung von kaum mehr als 35 bis 40 Jahren. Boccaccio wurde jedoch 65 Jahre alt. Fragt man die Toskaner oder Einwohner Certaldos nach dem Grund, lächeln sie bloss und verweisen auf die wunderschöne Landschaft, die sie umgibt. Einige, etwas gesprächigere Genossen verweisen auf das milde Klima oder ihre heiligste Kochzutat – das Olivenöl. Einer, der sich besonders gut mit dem flüssigen Gold der Toskana auskennt, ist der Gutsverwalter des Castello del Nero, Stefano Pantani. Seit über 24 Jahren ist er bereits auf dem Gut beschäftigt und verantwortet den Anbau von Oliven und Wein. Zu behaupten, er kenne jeden Baum des Anwesens, ist vielleicht übertrieben, denn die Ländereien des Castello de Nero umfassen 7,5 ha. Aber in all den Jahren hat sich Stefano zu einem echten Olivenölprofi entwickelt. Auf dem ihm obliegenden Gebiet werden drei der vier für die Toskana typischen Olivensorten angebaut: Frantoio (mit 80 % die am weitesten verbreitete Sorte in der Toskana), Leccino und Pendolino (jeweils rund 10 % in der Toskana).Von ihm lernen wir, dass Oliven in der Toskana wesentlich kleiner als beispielsweise süditalienische Olivensorten, der Ertrag deshalb geringer und die Preise höher sind. Der Rest, wie er uns erzählt, hängt jedoch immer vom Wetter ab: Erntezeit, Geschmack und Produktionsvolumen … Gesundheit von innen und aussen Einzig über die Qualität seines Öls lässt er keine Zweifel aufkommen. Die von Hand geernteten Früchte werden täglich zur Presse gebracht, denn je schneller sie nach der Ernte weiterverarbeitet werden, desto unverfälschter und intensiver ist das Aroma. Lagerung begünstigt Fäulnis, die zu Fehlnoten im Aroma führt. Im Castello del Nero geht Qualität noch über Quantität! Und das schmeckt man! Wer jedoch dieses Öl kosten möchte, muss Gast im Castello del Nero sein, denn es wird einzig für den hauseigenen Verbrauch produziert. Dafür freut sich Küchenchef Giovanni Luca di Pirro umso mehr über die Flaschen des «flüssigen Goldes», das die Küche seines Restaurants «La Torre» im Castello del Nero verfeinert. Von intensiv gelbgrüner Farbe, auf der Zunge aromatisch-würzig und im Abgang leicht bitter – das frisch gewonnene Olivenöl ist ein Produkt für Feinschmecker. Doch das Olivenöl aus eigener Herstellung veredelt nicht nur die typisch toskanische Küche des Castello del Nero von Giovanni Luca Di Pirro. Auch im ESPA-Spa des Castello del Nero findet das grüne Gold Anwendung: In den Signature Treatments des Destination-Spas verschönert es dank seines hohen Gehalts an Vitamin E und weiterer anti-oxidativer Inhaltsstoffe selbst empfindliche Haut. Ob von innen oder aussen – seit Jahrtausenden ist das «flüssige Gold der Toskana» als Heilmittel bekannt. Und vielleicht ist es wirklich die Zauberzutat für ein langes und gesundes Leben.

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PLACES TO BE Unter dem Wappen der del Neros

Das 5-Sterne-Boutique-Hotel Castello del Nero liegt im anmutigen Tavarnelle Val di Pesa im Herzen der Region Chianti, umgeben von der bezaubernden florentinischen Hügellandschaft. Das beeindruckende Schloss aus dem 12. Jahrhundert ist ein prächtiges Exemplar eines toskanischen Herrensitzes und ein idealer Ausgangspunkt, um die Toskana zu erkunden. Imposant thront das Hotel über dem Pesa-Tal und bietet atemberaubende Blicke in alle Himmelsrichtungen. Mit viel Liebe zum Detail wurde es vollständig und originalgetreu restauriert, samt adligen Wappen und ausladenden Kaminen. Die Originalfresken, Gewölbedecken und Kamine in den Zimmern und Aufenthaltsbereichen verströmen das edle Flair einer ehrwürdigen Fürstenresidenz.

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BOOK NEWS Kurztrips von Mumbai bis Melbourne

Asien und Ozeanien haben so viel zu bieten, dass man mehrere Jahre bräuchte, um alles zu sehen. Hat man aber den richtigen Reiseführer zur Hand, kann man auch an einem einzigen Wochenende erstaunlich viel erleben. Sorgfältig recherchiert und von leichter Hand geschrieben, bietet diese aktualisierte, erweiterte Sammlung der beliebten «36 Hours»-Reisekolumnen aus der New York Times 60 raffiniert ausgetüftelte Reisepläne für unvergessliche Kurztrips. Von bekannten Highlights bis hin zu überraschenden Geheimtipps, wie ein laotischer Arc de Triomphe, ein Mangrovensumpf in Brisbane, die mystische Schönheit des Flusses Li in Guilin oder disneyartige Wellnessoasen in Seoul – in diesem Buch ist einfach alles drin. 36 Hours. Asia & Oceania | Barbara Ireland | Taschen Verlag

Meereswunder

Yann Arthus-Bertrand, der erfolgreichste Luftbildfotograf der Welt und engagierte Umweltschützer, porträtiert in diesem überwältigenden Band gemeinsam mit dem gefeierten Unterwasserfotografen Brian Skerry in über 200 Fotografien die Grossartigkeit der Weltmeere und ihrer Bewohner. Engagierte Beiträge von namhaften Journalisten, Wissenschaftlern und Umweltaktivisten weisen auf die grossen Probleme von Überfischung, Artensterben und Verschmutzung der Meere hin und bieten Lösungswege an. Dieses Buch dokumentiert auf nie zuvor gesehene Weise die Faszination und Bedeutung der Meere für uns Menschen, zeigt aber zugleich auch die Notwendigkeit auf, zu handeln, um diesen Lebensraum, der die Grundlage für unser Leben ist, in Zukunft zu bewahren. Der Mensch und die Weltmeere | Yann Arthus-Bertrand | Knesebeck Verlag

Ein einzigartiges visuelles Erlebnis

In seinem Bildband «Before They Pass Away» fängt Jimmy Nelson die Lebensweise der letzten verbliebenen Völker ein, denen es gelingt, in einer globalisierten Welt ihre überlieferten Bräuche aufrechtzuerhalten: Die epischen Porträts des britischen Fotografen zeigen dieses würdevolle Erbe jahrhundertealter Traditionen in einem stolzen Geist und in all ihrer Pracht. Dieser Rundblick auf die Stammeskulturen der Welt ist ein einzigartiges visuelles Erlebnis und vor allem auch ein bedeutendes historisches Dokument. Diese Hommage an die kraftvollen Stammeskulturen rund um den Globus ist ein Muss für jeden Fotografieliebhaber. Before they pass away | Jimmy Nelson | teNeues Verlag


«Watt wären wir ohne Watt?»

Seit 2009 Weltnaturerbe der UNESCO, bietet das Wattenmeer eine Landschaft von unwiderstehlicher Schönheit. Sein Herzstück, der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, ist mit einer Fläche von 4 410 km² der grösste seiner Art in Deutschland. Diese Naturregion mit ihrem unvergleichlichen Reichtum an Formen und Farben hat Jürgen Wettke aus der Vogelperspektive fotografisch eingefangen. Seine faszinierenden Aufnahmen zeigen das Wattenmeergebiet rund um Amrum, Föhr und Sylt, wie man es bislang noch nicht gesehen hat. Er weckt damit Emotionen und schafft so ein grösseres Bewusstsein für die Fragilität der Ökosysteme Die Kunst des Wattenmeeres | Jürgen Wettke | teNeues Verlag

Abseits der bekannten Wege

Dieses aussergewöhnliche grossformatige Reisebuch stellt über 1 000 Alternativen zu den bekanntesten Reisezielen in aller Welt vor, die zwar weniger bekannt, jedoch ebenso faszinierend und spannend sind. Wer die Pyramiden von Giseh beeindruckend findet, dem könnten auch die Pyramiden von Meroë gefallen. Wer gerne einmal die Lebensfreude des südamerikanischen Karnevals erleben möchte, den interessiert sicherlich statt Rio de Janeiro auch der Karneval von Salvador. In neun Kapiteln kann jeder schnell neue Traumziele entdecken, die seinen Interessen entsprechen. Praktische Informationen und nützliche Hinweise zu den Reisezielen helfen zudem bei der konkreten Urlaubsplanung. 1 000 Traumziele | Vorwort von Bill Bryson | Dorling Kindersley Verlag

Dorling Kindersley Verlag

Dieses Praxishandbuch zeigt Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um sich in der freien Natur zurechtzufinden und auch unter unwirtlichsten Bedingungen zu überleben – ob beim Zelten, in den Bergen, in der Wüste oder bei Eis und Schnee. Hugh McManners, ehemaliger Offizier der British Army und Outdoor-Fachmann, hilft Ihnen mit seinen praxiserprobten, leicht verständlichen Anleitungen und kompetenten Tipps, dem «Ruf der Wildnis» mit Selbstvertrauen zu begegnen. Von der Grundausrüstung über Lagerbau, giftige Pflanzen, Wasser- und Nahrungssuche bis hin zu Wetterkunde und Kartenlesen – im Survival-Handbuch finden Sie alle wichtigen Informationen und Techniken für das Überleben fernab der Zivilisation. Das ultimative Standardwerk für Outdoorfans! Survival-Handbuch | Hugh McManners | Dorling Kindersley Verlag


Il ventre di Venezia

Kulinarische Entdeckungen im Herzen der Lagune

Venedig zählt zu den schönsten Städten der Welt. Und es ist fast unmöglich, sich nicht auf Anhieb unsterblich in die pittoreske Kulisse bröckelnder Fassaden und verwinkelter Gässchen, stolzer Palazzi und malerischer Kanäle zu verlieben. Aber auch für Feinschmecker ist die Lagunenstadt zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ziel, zählt die traditionelle Cucina veniziana doch zu den besten Regionalküchen der italienischen Halbinsel.

AUTOR Dr. Thomas Hauer

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usgangspunkt für unseren kulinarischen Streifzug durch il Ventre, den Bauch von Venedig, ist San Paolo. Genauer gesagt, das linke Ufer des Rialto Viertels entlang des Canal Grande, eines der ältesten Quartiere der Stadt. Schon vor 1 000 Jahren war hier das kommerzielle Zentrum von La Serenissima, der Erlauchtesten, wie die stolze mittelalterliche Republik Venedig mit Beinamen hiess. Und noch immer sind die Mercati di Rialto, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht und heute aus der Pescheria (Fischmarkt) und der Erbaria (Obst- und Gemüsemarkt) bestehen, eine Institution, wo sich Einheimische und Touristen zwanglos mischen. Jeden Morgen wird fangfrischer Fisch aus der Lagune, der an die Stadt

angrenzen Adria und dem Atlantik auf kleinen Lastkähnen vom ausserhalb gelegenen Grossmarkt über Venedigs maritime Hauptverkehrsader herangeschippert. Ausserdem auch knackiges Grünzeug von der berühmten Gemüseinsel Sant’ Erasmo, dem Garten Venedigs, deren mineralstoffreicher Boden für ein überaus würziges Aroma der lokalen Vegetabilien sorgt. Auf dem Rialtomarkt Anschliessend drapieren die Verkäufer ihre Waren an den rund vier Dutzend Marktständen so liebevoll, als handele es sich bei den Viktualien um Juwelen in der Auslage von Bulgari, die eifersüchtig um die Gunst der Kundschaft buhlen: zarte Babyartischocken und süsse Ochsenherztomaten, knackiger Fenchel und schneeweisser Spargel, edle Steinpilze und aromatischer Radicchio, edler Branzino (Wolfsbarsch) und glitzernde Orata (Goldbrassen), feuerrote Gamberoni und winzige Calamaretti. Egal, was Herz oder Gaumen begehren, auf dem Rialtomarkt wird man fündig. Beim Schlendern entlang der Marktstände ist probieren übrigens ausdrücklich erwünscht: knackige Herzkirschen aus dem Piemont, sonnengetrocknete Rubino-Tomaten aus Sizilien, rohe Sardellen direkt aus der Hand, winzige Gamberi rossi, taufrischer Tonno – wir müssen nur zugreifen. Trotz seiner Lage im touristischen Herzen der Stadt, ist der Rialtomarkt vor allem am frühen Morgen der ideale Ort um ein authentisches Stück Venedig zu erleben. Wenn am späten Vormittag die Touristenmassen heranwogen, sind die meisten Marktstände oh nehin bereits

wie leergefegt und die empfindliche Ware längst auf dem Weg in die Küchen der Restaurants. Dabei kann vor allem die reiche Auswahl maritimer Spezialitäten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die

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Fischerei in der Lagune seit Jahren in einer tiefen Krise befindet. Der Fischfang mit Netzen ist dort schon seit langem verboten. Nur das Ausbringen von Reusen an den Mündungen der Kanäle ist noch erlaubt und ist vor allem im Norden der Lagune rund um die Insel Burano verbreitet, deren bunte Fischerhütten noch von der einstigen Bedeutung des Fischereigewerbes für die Bewohner dieses Eilands zeugen. Was die Lagune hergibt Die Pescatori finden in ihren Fangkörben vor allem Meeräschen, Aale, Flundern und Seezungen, ausserdem kleine Tintenfische oder Krabben. Aber die Fangmengen nehmen kontinuierlich ab. Was bleibt, ist

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die Zucht. Diese findet in sogenannten Valle da pesca statt. Das sind mit Dämmen, hölzernen Pfählen und Schilfgeflecht begrenzte Wasserflächen, die heute rund 92 km 2 der insgesamt etwa 550 Quadratkilometer grossen Lagune bedecken. Besonders bedeutend: die Muschelfischerei. Mehr als 80 % der in Italien verspeisten Herzmuscheln stammen aus der Lagune von Venedig – unverzichtbare Zutat der berühmten Spaghetti Vongole, die mit reichlich Knoblauch, glatter Blattpetersilie und einem Schuss Weisswein zubereitet werden. Aber auch Kamm-, Enten- und Scheidenmuscheln gedeihen prächtig. Mancher Fischer hat angesichts der Krise bereits umgesattelt und seine Casone, wie die traditionellen Fischerhütten genannt werden, mittlerweile zum mari-


timen Imbiss umgebaut, wo er Touristen seine Meeresfrüchte auf eigene Rechnung serviert. Dieser Ittiturismo ist eine Art maritime Variante des in Italien sehr erfolgreichen Agriturismo und verschafft den Fischern eine zusätzliche Einnahmequelle. Einen ähnlichen Weg schlug auch Lorenzo Manna ein, von allen im Quartier liebevoll Lollo genannt. 27 Jahre arbeitete der waschechte Venezianer, der von der Insel Giudecca stammt, als Fischverkäufer auf der Pescheria und war 15 Jahre lang sogar deren Präsident, bevor er ein eigenes Restaurant eröffnete. Seine Osteria 1518 unweit der Anlagestelle St. Basilio ist ein echter Geheimtipp, denn was hier auf dem Teller landet, ist die

Quintessenz venezianischer Küche: feiner Garnelentatar mit Olivenöl und frisch gemahlenem Pfeffer, gegrillte Calamaretti mit Polenta, mit Gemüsezwiebeln sauer eingemachte Sardinen oder kleine Jakobsmuscheln in der Schale. Auf Anfrage begleitet Lollo Fischliebhaber gerne auf den Markt oder zu den Muschelbänken und beantwortet alle Fragen rund um Flossen- und Schalentiere. Eine ganz besondere Spezialität der Lagune, die man mit Lollo entdecken kann, sind die Moeche – eine venezianische Variante der Softshellcrabs. Die Schalentiere werfen im Frühjahr ihren alten Panzer ab und sind dann einige Zeit so weich, dass sie als Ganzes verspeist werden können, das heisst mitsamt Beinen, Scheren und Innereien. Die Zubereitung ist nichts für schwache

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Nerven: Man setzt die Tiere in eine Schüssel mit gequirltem Ei oder Milch und lässt sie so lange darin schwimmen, bis sie sich an ihrer Henkersmahlzeit satt gefressen haben. Ihr Leben hauchen sie dann in siedendem Öl aus, in dem sie knusprig ausgebacken werden – mit einem Spritzer Zitrone: eine Delikatesse! Rund 40 Molencante, wie die lokalen Krebsfischer heissen, gibt es noch in der Lagune. Die meisten haben die 70 aber schon hinter sich gelassen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses traditionelle Gewerbe ebenfalls verschwunden sein wird. Dabei ist die Fischerei durchaus lukrativ – bis zu 60 Franken kassieren die Fischer für ein Kilo der Krabbeltiere. Wer nach einer ausgiebigen Shoppingtour langsam Hunger verspürt, findet rund um die 1907 errichteten, neogotischen Markthallen ebenfalls zahlreiche traditionelle Bacari. Diese urigen, meist recht schlicht eingerichteten Stehbars sind eine venezianische Institution, wo sich die Einheimischen ab dem späten Vormittag auf ein Gläschen Wein treffen, zu dem kleine, Chichetti genannte Häppchen verspeist werden. Zum Beispiel frittierte Fischchen, eingelegtes Gemüse oder herzhafte Fleischklösschen in Tomatensauce. Venezianischer als hier ist es sonst nirgendwo in der Stadt und die Baceri sind ein idealer Ort, um mit «echten» Einheimischen ins Gespräch zu kommen, um ihnen den ein oder anderen Geheimtipp für eine schöne Trattoria zu entlocken. Wer sich ohne die Hilfe von Einheimischen orientieren will, für den gilt die Faustregel – je weiter weg vom Markusplatz, desto besser. Natürlich gibt es aber auch hier Ausnahmen. Restaurants, die ein Menu turistico anbieten, das womöglich von einer Art Marktschreier lautstark angepriesen und mit ausgebleichten Polaroids dokumentiert wird, sollten Geniesser jedoch tunlichst meiden. Auf den Speisekarten traditioneller Lokale finden man statt Pizza und Co. typisch venezianische Spezialitäten wie Baccalà mantecato, herzhaftes Stockfischmus, Bigoli in Salsa, Pasta mit kräftiger Sardellensauce, Pasta e Fagoli, dicke Makkaroni mit Bohnen, Fegato alla veneziana, saftige, geschmorte Kalbsleber mit Weisswein und Zwiebeln und natürlich Risotto nero mit frischem Sepia.

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Luxuröses Domizil Nur fünf Minuten vom Rialtomarkt entfernt, hat im Juni übrigens das wohl exklusivste Hotel der Lagunenstadt seine Pforten geöffnet: das Aman Canal Grande. Zwar bietet die Stadt mit den Baur-Hotels, dem Cipriani, Danieli oder Palazzo Gritti ohnehin einige der exklusivsten Hoteladressen Italiens. Aber das Aman im altehrwürdigen, 1550 errichteten Palazzo Papadopoli, einem der architektur- und kunsthistorisch bedeutendsten Gebäude der Stadt, spielt in einer ganz eigenen Liga. Teilweise zieren die Gasträume originale Tiepolofresken. Zudem verfügt das Anwesen gleich über zwei grosszügige Gärten – im Herzen Venedigs eine absolute Ausnahme. Wer es sich leisten kann – die Suitenpreise starten bei rund 1 400 Franken – wähnt sich hier nicht wie in einem schnöden Luxushotel, sondern hat das Gefühl bei guten Freunden zu Gast zu sein, die ihr feudales Heim gerne teilen. Und ein wenig stimmt das auch, wohnt der Eigentümer Graf Gilberto Arrivabene Valenti Gonzaga mit seiner Familie doch gleich selber unter dem Dach. Einmalig! Bei einem kühlen «Spritz» auf dem schmalen Balkon des Palastes mit spektakulärem Blick auf den Kanal, der träge zu unseren Füssen vorbeifliesst, fühlen wir uns selbst ein wenig wie die Dogen von Venedig – vor allem, wenn die Menschen auf den im Minutentakt vorbeifahrenden Va-

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poretti uns zuzuwinken beginnen. Gäste des Resorts haben übrigens die Möglichkeit eine veritable Expertin für die traditionelle Küche Venedigs kennenzulernen: Fernsehköchin Maria Grazia Calò, deren Palazzo sich direkt an den Garten des Palazzo Papadopoli anschliesst. Bei einem Bummel auf dem Rialtomarkt werden die Zutaten für eine Cooking Session in Marias privater Küche eingekauft und die zubereiteten venezianischen Fischklassiker wie Sarde in saor, Tagliolini alla Rialto und Branzino al forno con patate anschliessend gemeinsam in ihrem Esszimmer verspeist. Natürlich hat der Concierge des Aman ausserdem diverse kulinarische Geheimtipps auf Lager. Versprochen!


NICE TO KNOW Mercati di Rialto:

Gemüsemarkt täglich ausser Sonntag von ca. 7.30 – 16.00 Uhr Fischmarkt täglich ausser Sonntag und Montag von ca. 7.30 – 13.00 Uhr Hotel:

Aman Canal Grande Palazzo Papadopoli Calle Tiepolo 1364 30125 Venezia www.amanresorts.com Restaurant:

Osteria 1518 Dorsoduro 1518/A 30123 Venezia +39 (0) 41 520 57 99 Montags geschlossen

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Neun exklusive Privathotels erfüllen höchste Ansprüche Für Geniesser ist Baden-Württemberg eine erstklassige Adresse. Wein und Kulinarik spielen hier traditionell eine grosse Rolle. Kaum eine Region kann so viele Gastronomie-Sterne aufweisen.

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Baden-Württemberg, das Geniesserland in Deutschlands Süden

AUTOR Lilly Steffen


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b man auf den Hügeln des Kaiserstuhls einen Grauburgunder trinkt, in einem Landgasthof am Bodensee einen fangfrischen Felchen bestellt oder in den Tälern des Schwarzwalds im Feinschmeckerrestaurant speist: Überall im Süden Deutschlands gehen Gastronomie und Region, Natur- und Kulturlandschaft eine reizvolle Verbindung ein. Best of SouthWest Germany Neun traditionsreiche Luxushotels haben sich nun in der Kooperation «Best of SouthWest Germany» zusammengeschlossen. Sie gehören zum Besten, was die baden-württembergische Hotellerie zu bieten hat. Alle Häuser sind mit der Auszeichnung «5 Sterne Superior» dekoriert und weisen damit die höchste Klassifizierung auf. Sie sind durchwegs privat geführt, in den Küchen ihrer Gourmetrestaurants arbeiten einige der berühmtesten Köche des Landes, die es gemeinsam auf 14 Michelin-Sterne bringen. Wellness- und Spa-Angebote im Premiumsegment laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen. Trotz zahlreichen Gemeinsamkeiten zeichnen sich die neun Häuser aber vor allem durch ihre Individualität aus. Das Spektrum reicht von mondänen, städtischen Grand-Hotels bis zu feinen Landhotels in einigen der schönsten Ferienlandschaften in Deutschlands Süden – von der Kurpfalz und Hohenlohe über den Schwarzwald bis zum Bodensee. Eine Reise zu den neun Hotels beginnt ganz oben im Norden Baden-Württembergs, inmitten der Heidelberger Altstadt und nur einen Steinwurf vom Schloss entfernt. Dort strahlt der 1865 eröffnete Europäische Hof den Glanz eines internationalen Grand-Hotels aus. Ein Aufenthalt in diesem modern interpretierten, klassischen Haus wird abgerundet durch einen Besuch des Panorama Spas über den Dächern der Stadt oder zwischen hohen Bäumen im lauschigen Garten. Im Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe, in der idyllischen Landschaft Hohenlohes zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen gelegen, lässt sich die Eleganz der ehemaligen fürstlichen Sommerresidenz erleben oder bei einer Partie Golf von den kulinarischen Spezialitäten der Region träumen. Am Übergang von der Rheinebene in den nördlichen Schwarzwald liegt in Ettlingen das bereits 1788 erstmals erwähnte Hotel Erbprinz. Tradition paart sich hier mit einer detailverliebten modernen Gestaltung, in den Zimmern ebenso wie im gleichnamigen Gourmetrestaurant. Im legendären Brenners Park-Hotel an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden lässt sich das mondäne Flair der Kurstadt erleben wie an kaum einem anderen Ort. Nicht nur während der Rennwoche ist es ein Treffpunkt des internationalen Jet-Set. Auf dem Weg Richtung Süden geht für Feinschmecker kein Weg vorbei am Schwarzwaldort Baiersbronn, dem als «Sternedorf» ein legendärer Ruf vorauseilt. Gleich zwei Meisterköche, die beide vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet wurden, laden hier in ihre Restaurants ein. In der Schwarzwaldstube des Hotels Traube Tonbach steht mit Harald

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Wohlfahrt seit über 30 Jahren einer der international führenden Küchenchefs am Herd. Gleich nebenan kocht Claus-Peter Lumpp im Hotel Bareiss, das wie die Traube seit Generationen in Familienbesitz ist. Beide Häuser sind nicht nur Wallfahrtsorte für Gourmets, sondern erfüllen höchste Ansprüche an Komfort und Service. Von Baiersbronn ist es nur eine kurze Fahrt nach Bad Peterstal-Griesbach, wo mit dem Hotel Dollenberg ein weiteres Haus jeden erdenklichen Luxus bietet. Als «bestes Familien-Hotel auf dem Kontinent» würdigte es kürzlich der renommierte Hotelkritiker Heinz Horrmann. Von den feinen Landhotels im Schwarzwald geht es weiter südlich nach Freiburg, wo das Colombi Hotel mit urbaner Eleganz aufwartet. Dank Alfred Klinks Zirbelstube und einem exquisiten Weinkeller steht hier einem genussvollen Aufenthalt nichts im Wege. Ganz im Süden BadenWürttembergs bietet das Konstanzer Hotel Riva zeitlos moderne Architektur, schnörkelloses Design und eine spektakuläre Lage. Vom Pool auf dem Dach aus hat man das Gefühl, über dem Bodensee zu schweben.

NICE TO KNOW Gewinnen Sie eine Reise nach Baden-Württemberg

Frage: Wie viele Michelin-Sterne vereinen die Gourmetrestaurants der neun «Best of SouthWest Germany»-Hotels? Senden Sie uns Ihre Antwort bis zum 10. Oktober 2013 an folgende Anschrift: Prestige Media AG Magazin Imagine Kennwort: Baden-Württemberg Leimgrubenweg 4 CH-4053 Basel Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir zwei Übernachtungen in einem Doppelzimmer de Luxe im 5* Superior Colombi Hotel Freiburg inkl. Frühstück für zwei Personen (nach Verfügbarkeit). www.colombi.de

www.bestof-bw.com

Brenners Park-Hotel & Spa Baden-Baden

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Colombi Hotel Freiburg


3.314.379 FRANZOSEN KÖNNEN NICHT IRREN*

* So viele kommen in einem Jahr nach Baden-Württemberg, um dort zu essen. Bon appetit! Jeder geht eben auf seine Art über Grenzen.

www.tourismus-bw.de info@tourismus-bw.de SPECIAL DESTINATIONS VOLUME 11 IMAGINE 81


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Den besten Tropfen auf der Spur

Weinreisen

Wo Wein und schöne Landschaften sich vereinen, da lässt sich auch der Reisende gern nieder. Daher ist der Weintourismus eines der wachstumsträchtigsten Tourismussegmente der vergangenen Jahre.

AUTOR Yvonne Beck

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er Weintourismus erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Für Touristen ist es ein kulinarisches Erlebnis, für die Regionen und Winzer eine gern gesehene, zusätzliche Einnahmequelle. Ob in Italien, Spanien, Deutschland oder in der Schweiz, man setzt auf den Saft der Trauben. Kulturgut Wein Im kalifornischen Napa-Valley boomt der Weintourismus seit Jahren. Das Napa-Valley zählt insgesamt 4,7 Millionen Übernachtungsgäste, die einzig wegen des Weintourismus kommen. Damit gehört das Weinbaugebiet hinter Disneyland zur beliebtesten Touristenattraktion Kaliforniens. Allein der Grossbetrieb Mondavi verzeichnet bis zu 400’000 Besucher pro Jahr. Doch auch Neuseeland und Australien nutzen das touristische Potenzial ihrer Weinbaubetriebe. 90 Prozent der neuseeländischen und 50 Prozent der australischen Betriebe gewähren Reisenden gerne Einblick in die Geheimnisse der Weinproduktion, bieten Degustationen und Führungen an. In Italien, dem europäischen Champion des Weintourismus, sind jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher aufgrund des Weines in den Anbaugebieten unterwegs. – Kein Wunder, befinden sich doch fast 50 Prozent der europäischen Weinstrasse in Bella Italia: vom Barolo aus der Region Piemont bis hin zum sizilianischen Nero d’Avola, vorbei am berühmten toskanischen Chianti – die italienische Weinkarte ist prall gefüllt. Bereits seit Anfang der 90er-Jahre fördert der Movimento Turismo del Vino den Weintourismus im eigenen Land, denn Wein ist in Italien ein Kulturgut, das gehegt, gepflegt und perfekt vermarktet wird.

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Qualität statt Quantität In Österreich produzieren rund 20’000 Betriebe Wein auf einer Anbaufläche von 45’900 Hektar. Zwei Drittel der Gesamtproduktion entfallen auf Qualitätswein. Die beliebtesten Rebsorte unter den Weissweinen ist der Grüne Veltliner (36 Prozent der Gesamtanbaufläche), unter den Rotweinen ist es der Zweigelt (neun Prozent der Gesamtanbaufläche).

Die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark sind als eigene Weinbaugebiete definiert. Daneben gibt es 16 weitere Weinbaugebiete inklusive Wien. Jedes dieser Bundesländer bietet für den Weintouristen spezielle Weinstrassen an. Niederösterreichs Weinstrasse beispielsweise ist 830 km lang und führt durch alle acht Weinbaugebiete. Die Steiermark besitzt sieben Weinstrassen, wobei die bekannteste die Südsteirische Weinstrasse ist. In den Gebieten entlang der Weinstrasse lässt sich das grösste weintouristische Auf kommen Österreichs verzeichnen. Das Weintourismusland Österreich kann hinsichtlich der Quantität der grossen Weinländer wie Spanien, Frankreich und Italien zwar nicht mithalten, sehr wohl besteht es aber hinsichtlich der Qualität. Genau das ist es, was der Weintourist von heute sucht: Kultur, Exklusivität und Lu-


xus. Die Entdeckung regionaler Genussfreuden ist für diese Gruppe ein bedeutendes Reisemotiv. Wohin geht der Weintourismusmarkt? Die Fachwelt ist sich weitgehend einig, dass die Weinund die Tourismuswelt vor grossen Veränderungen stehen. Laut des Institutes für berufsbegleitende Studien in Wien gibt es einen unübersehbaren Trend in Richtung Qualität. Verkürzt könnte man sagen, es geht vom übermässigen Trinken zum «Verkosten», vom «Kofferraumtourismus» zur «Luxusreise», vom Wein als Lebensmittel zum Lifestyle-Objekt, «Wining & Dining» gilt zunehmend als Zeichen des Wohlstands. Der Gast wird zum Weinkenner und bringt ein grosses Know-how in Sachen Wein mit. Weintrinken ist also en vogue! Weinseminare haben Konjunktur, Weinkulturreisen sind in. – Wein ist zum Synonym für Genuss geworden. Qualität ist wieder gefragt und wird auch honoriert. Weinliebhaber wollen die edlen Tropfen und ihre Herkunft mit allen Sinnen erleben und geniessen. Weingüter haben über Jahrhunderte ihre Produkte mit schönen Bauten und herrschaftlichen

Residenzen gefeiert. Allein die Anwesen sind oft schon eine touristische Attraktion. Zudem entstehen vielerorts ambitionierte Neu-, Um- und Anbauten, die die grosse Tradition aufgreifen. Weltweit sorgt das Thema Weinarchitektur mit spektakulären Neubauten für Gesprächsstoff. Allen voran die Weinpaläste Spaniens mit Gütern wie Marqués de Riscal oder der Kellerei Ysios. Doch auch in der Schweiz ist der Wein ein wichtiger, touristischer Faktor. Ob im Wallis, im Waadtland oder Tessin, die Eidgenossen beherbergen so manches Juwel. Schon seit der Römerzeit kultiviert man hier Trauben und keltert sie zu Wein. Schweizer Wein ist qualitativ hochwertig, wird jedoch kaum exportiert, denn die Schweizer trinken 95 Prozent ihres Weines lieber selbst. Um in den Geschmack der edlen Tropfen zu kommen, muss man also in die Schweiz reisen. Und das lohnt sich! Denn was gibt es Schöneres, als die Ferien in einer fantastischen Landschaft zu verbringen und dabei ein köstliches Glas Wein zu geniessen? Das sind die Annehmlichkeiten des Lebens, die man sich nicht entgehen lassen sollte. In diesem Sinne: Gute Reise und zum Wohl!

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Zwischen Weinstube und Verkostungs-Lounge Keine Weinregion schafft den Spagat zwischen bodenständiger Tradition und modernem «Winemaking» so spielend wie Südtirol. Zwischen den WeinBuschenschenken hoch über dem Tal und den spektakulären Kellerneubauten mit durchgestylter Degustationsbar liegen oft nur wenige Kilometer. AUTOR Lilly Steffen

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och über der Stadt Bozen ist die Welt an einem warmen Herbsttag für die Wanderer mehr als nur in Ordnung. Denn während hier oben am Ritten, wo die Rebberge allmählich in alpines Weideland übergehen, ein angenehm frisches Lüftchen weht, staut sich unten im Talkessel die Hitze. So wachsen hier neben den Reben auch Oliven- und Feigenbäume. In einem voll ausgereiften Bozner Wein aus der alteingesessenen Sorte Lagrein finden wir schon eine mediterran anmutende Fruchtfülle. Die Wanderer aber, die nur wenige Kilometer vom Bozner Stadtzentrum entfernt, am Südhang des Ritten unterwegs sind, erleben bereits ein ganz anderes Südtirol. Denn wenn sie ihren Blick heben und ihn über die Wiesen und Kastanienhaine schweifen lassen, wirken die weissgepuderten Alpengipfel schon greifbar nah. Knödel und Vernatsch Alpin ist auch das Ambiente in Buschenschenken wie dem Patscheiderhof. Natürlich empfiehlt der Patron zur bäuerlich schmackhaften Küche, mit Schlutzkrapfen, Knödeln und Schweinerippchen einen «Nuien», sprich einen frisch abgefüllten, herbfruchtigen Vernatsch. Und tatsächlich: Dieser herrlich frische und süffige Wein ist der bestmögliche Begleiter zu diesen deftigen, hausgemachten Spezialitäten. Es gibt Dutzende von solchen gemütlichen Bauernstuben und Buschenschenken in Südtirol. «Törggelen» nennt sich der Brauch, wenn Einheimische, aber auch immer mehr Feriengäste, im Herbst auf den zahlreichen Höhenwegen von Hof zu Hof wandern. Dort erwartet sie authentischer Genuss, dessen Basis noch immer die traditionelle Mischkultur ist, mit hausgeräuchertem Speck, Kastanien vom nahen Wald sowie Obst und Wein aus eigenem Anbau.

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Neue Weine, neue Keller Gegensätze erzeugen Spannung. Der Weinbau in Südtirol ist der beste Beweis dafür. Denn noch während wir in den gemütlichen Gaststuben jener Berghöfe sitzen, die wie Vogelnester am Hang zu sitzen scheinen, erkennen wir unten im Tal die Strukturen des modernen Weinbaus. Reiften die Trauben hier noch vor 20 Jahren mehrheitlich in klassischen Pergel-Rebgärten unter durchgehenden Laubdächern, so dominieren heute Drahtzuganlagen, in denen die Erträge besser kontrolliert werden können. Die eigentlichen Aushängeschilder für den dynamischen Aufbruch sind aber die Kellerneubauten. Auf der Weinstrasse fahren wir von Bozen in Richtung Süden und stossen auf das futuristische Winecenter der Kellerei Kaltern. Es thront wie eine überdimensionales Skulptur am Dorfeingang. Nicht weniger spektakulär zeigt sich der Neubau der Kellerei Tramin, mit einem der Glasfassade vorgelagerten, grün glänzenden Metallgerippe, das die Ranken der Reben symbolisiert. In diesen neuen Kathedralen des Südtiroler Weins werden die Besucher nicht mehr in Gewölbekellern oder getäferten Stuben empfangen, sondern in lichtdurchfluteten Lounges und an kühn geschwungenen Verköstigungstresen. Auch die Gastronomie zieht mit: Zwischen Meran im Norden und Salurn im Süden kreieren ambitionierte Küchenchefs innovative Gerichte, passend zu diesen neuen Südtiroler Spitzenweinen. Oft vereinen sie dabei die alpinen Klassiker mit der mediterranen Küche. So kommt der deftige Speck plötzlich als leichtes Carpaccio mit sautierten Steinpilzen daher. Das mundet zu einem reifen Südtiroler Pinot Noir. Grosse Vielfalt auf kleinem Raum Der Südtiroler Wein verdient diese selbstbewusste Inszenierung. Denn hier am Übergang zwischen Nord und Süd, wo kühle Alpenbrisen auf warme Luftmassen aus dem mediterranen Raum stossen, können heute rund 20 verschiedene Rebsorten unter perfekten Bedingungen reifen. Während weisse Gewächse wie Weissburgunder, Müller-Thurgau, Kerner, aber auch der Pinot Noir in Höhenlagen zwischen 500 und 1 100 Metern höchst elegante, ja subtile Weine ergeben, erreichen auf dem Talboden nebst dem alteingesessenen Lagrein auch Bordeaux-Sorten wie Merlot oder Cabernet Sauvignon eine verführerische Fruchtfülle. Es ist auch diese «Klaviatur» aus Klimaunterschieden, Höhenlagen und Bodenarten, die es den Winzern erlauben, unterschiedlichste Weintypen in die Flaschen zu bringen. Kein Wunder, gilt das Südtirol heute als die italienische Weinregion mit der grössten Vielfalt. Zwischen der beschwingten Fröhlichkeit eines in einer Höhenlage gereiften Vernatsch und einem voll strukturierten Cabernet Blend aus einer tiefen und entsprechend warmen Lage mögen – stilistisch gesehen – Welten liegen. Dabei stammen sie womöglich aus dem gleichen Weinbaudorf. So bietet das Südtirol heute auf engem Raum eine überaus reiche Genuss- und Weinbaukultur. www.suedtirolwein.com www.suedtirol.info

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Kellergassen, Winzerdörfer & erlesene Weine Genussurlaub im Weinherbst Niederösterreich

Foto: weinfranz.at

Wenn in der Luft der süße Duft von Früchten liegt und die Natur ihr frohes Farbenspiel beginnt, startet auch der Weinherbst Niederösterreich. Über 100 Weinorte laden wieder zu einem bunten Veranstaltungsreigen – mit stimmungsvollen Kellergassenfesten, geselligen Verkostungen, lehrreichen Riedenwanderungen und traditionellem Brauchtum. Die perfekte Gelegenheit, Genuss und Urlaub zu verbinden. Herbstlich willkommen!

www.weinherbst.info

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Weinherbst Niederösterreich: Das grosse Fest für Weingeniesser In Niederösterreich gibt es sogar eine eigene Jahreszeit für den Wein: den Weinherbst. PUBLIREPORTAGE

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ein, die Weinlandschaft entlang der Donau geizt zu keiner Jahreszeit mit ihren landschaftlichen, kulinarischen und kulturellen Reizen. Aber im Herbst, wenn etwa an einem der vielen Sonnentage in der Wachau aus dem Funkeln der Donau, dem braunroten Schimmern der Weinblätter und dem satten Honiggelb der reifen Weintrauben ein einziges goldenes Leuchten wird, dann überkommt so manchen Weinreisenden das Gefühl, einen Schatz gefunden zu haben. Schon nach wenigen Augenblicken in Niederösterreich erkennt der Weinreisende, dass er es hier mit einer einzigartigen Mischung aus Naturund Kulturlandschaft zu tun hat. Nicht in Schönheit erstarrt, sondern lebendig, ein guter Boden, natürlich auch hervorragende landwirtschaftliche Produkte, und für Menschen, die den authentischen Genuss auf hohem Niveau lieben. Die Weine Niederösterreichs haben Weltniveau, internationale Auszeichnungen bestätigen das. Und von der Weinkultur ist es gerade hier nur ein kleiner Schritt zu anderen kulturellen Aktivitäten.

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Auch da kann Niederösterreich mit einem breiten Angebot punkten: Ereignisse wie das Musikfestival Grafenegg haben Weltklasse, Museen widmen sich Grössen von Egon Schiele über Arnulf Rainer bis Hermann Nitsch, und bei den unzähligen Weinfesten kann man Volkskultur im ursprünglichen Sinne des Wortes entdecken und hautnah miterleben. Überhaupt ist das grösste Bundesland und Kernland Österreichs reich an Schätzen, die gerade im Weinherbst besonders hell und verführerisch funkeln. Denn diese «fünfte Jahreszeit» wird in Niederösterreich mit höchst attraktiven kulinarischen, vinophilen und kulturellen Veranstaltungen gefeiert: mit heiteren Kellergassenfesten, Weintaufen, Brauchtumsfeiern, Konzerten, Theater, mit Radtouren durch Weingärten und mit einem Abstecher in die nahe Hauptstadt Wien. Keine Angst vor der Fülle all dieser Verlockungen: Die Gastgeber in den Gasthöfen, Winzerhöfen und Hotels haben wohldurchdachte Angebote und viele Tipps, in denen von der Donauschifffahrt über die


geführte Weinwanderung bis zur E-Bike- Tour und zum Degustationsmenü im Haubenrestaurant alles vertreten ist. Jetzt heisst es nur mehr, sich Zeit nehmen, um diese «fünfte Jahreszeit» in Niederösterreich mit allen Sinnen zu geniessen und die besonderen Schätze dieses Landes zu heben. Weinherbst Niederösterreich: Das gibt’s nur einmal (pro Jahr)! Was im Jahre 1996 mit 36 Weinorten begann, entwickelte sich mit den Jahren zu Europas grösster Initiative den Weintourismus: der Weinherbst Niederösterreich. In rund 100 Weinbaugemeinden Nie-

derösterreichs finden dabei zwischen Ende August und Ende November rund 800 Veranstaltungen statt. Doch was an dieser in Niederösterreich so besticht, ist nicht ihre Grösse. Es ist die authentische Art und Weise, wie hier der Wein, die Kultur und das Leben gefeiert werden, wie tief das Leben mit und vom Wein mit dem Land verbunden ist. All das und noch viel mehr kann man bei einem Kurzurlaub in Niederösterreich erleben. Ursprünglich, fröhlich, hochklassig. Auch ruhig ein paar Tage länger, denn der Weinherbst-Geniesser kennt keine Eile. www.weinherbst.info

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Eine Reise, die verzaubert Die Reise an die Deutschen Weinstrasse, der ältesten Weintouristikroute Deutschlands. Die Weinregion «Pfalz» begeistert seine Gäste durch die Vielzahl an Highlights.

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Zum Wohl die Pfalz!

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ie fragen sich, wieso Sie ausgerechnet Ihren wohlverdienten Urlaub dort verbringen sollten? Ganz einfach: Auch Sie werden begeistert sein. Im Südwesten Deutschlands, an der Grenze zum französischen Elsass, dem Hunsrück, Hessen und Baden liegt die «Toskana» Deutschlands. Diesen Namen verdankt die Pfalz ihrem milden Klima, welches optimale Bedingungen für den Anbau von Wein, Kastanien, Feigen, Kiwis, Mandeln und Auberginen bietet. Rein ins Urlaubsparadies! Wanderfreunde kommen durch die Abwechslung zwischen Wald und Rebenmeeren voll auf ihre Kosten. Das gewisse «Etwas» verbirgt sich in der Vielfalt an historischen Burgen, Felsenmeeren und besonders in der Pfälzischen Mentalität und der Vielfalt an bewirteten Waldhütten des Pfälzerwaldvereins. Die höchste Erhebung des Pfälzerwaldes ist die Kalmit, mit 673 m. Mag sein, dass die Höhe der Berge nicht rekordverdächtig erscheint, dafür werden Sie mit atemberaubenden Aussichten, besonders über die Rheinebene belohnt. Wer sich lieber von zwei Rädern tragen lässt findet in der Pfalz optimale Gegebenheiten. Ob mit dem Mountainbike durch den Wald, mit dem Stadtbike durch die flachen Rebenmeere oder mit dem e-Bike über die Hügel der Deutschen Weinstrasse entlang, die Landschaft überzeugt durch ihre Schönheit und Vielfalt an Eindrücken.

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Pfälzer Wein & Kultur Als zweitgrösstes Weinanbaugebiet Deutschlands ist die Pfalz und besonders die Ferienregion Deutsche Weinstrasse ein Muss für jeden Weinliebhaber. Wer träumt nicht davon, den stressigen Berufsalltag hinter sich zu lassen, sich zurückzulehnen und das Leben zu geniessen? Das wird Ihnen in den vielen traditionsreichen und innovativen Weingütern entlang der Deutschen Weinstrasse bestens gelingen, während Sie beispielsweise die bekannteste Pfälzer Rebsorte, den Riesling verkosten. Vom Frühjahr bis zum Herbst gibt es in der Pfalz jede Menge zu feiern. Im August findet in der cittaslow Deidesheim die berühmte Weinkerwe statt, im Frühjahr das Mandelblütenfest in Gimmeldingen. Ein ganz besonderes Highlight ist das jährliche Deutsche Weinlesefest in Neustadt an der Weinstrasse im Oktober mit dem grössten Winzerfestumzug Deutschlands. Gefeiert wird zwei Wochen lang mit einem urigen Fachwerk-Weindorf und dem Deutschen Wein- und Sekttreff mit täglicher Livemusik. Neben der Weinlese wird auch feierlich die Krönung der Pfälzischen und Deutschen Weinkönigin zelebriert.

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Auch im kulturellen Bereich weiss die Pfalz Ihren Durst bestens zu stillen. Am bekanntesten unter den pfälzischen Burgen, Schlössern und Kirchen sind wohl der Trifels bei Annweiler, das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstrasse, das als Wiege der Deutschen Demokratie gilt und der Kaiserdom zu Speyer. Lassen Sie sich verzaubern – wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen

Tourist-Information Neustadt an der Weinstrasse +49 (0) 6321 92 68 57 touristinfo@neustadt.pfalz.com www.neustadt.pfalz.com


Travel Gadget Grosser Spass für die Kleinen

Gut ausgerüstet macht das Familienwochenende noch viel mehr Spass. Die frischen Columbia Sommerprodukte schützen die Kids vor schädlichen UV-Strahlen und halten sie dank dem einzigartigen Feuchtigkeitsmanagement Omni-Wick® angenehm trocken. Coole Sujets inklusive. Die leichten und dennoch robusten Silver Ridge II Shorts für Mädchen sind nicht nur bequem, sondern sorgen auch für Abkühlung. Denn die Omni-Wick®-Technologie sorgt durch eine schnelle Feuchtigkeitsregulierung, Atmungsaktivität und schnelles Trocknen für optimalen Tragekomfort; Sonnenschutzfaktor 30 schützt bei langen Aufenthalten im Freien vor der Sonne. www.columbiasportswear.ch

Neues für den Abenteuerurlaub

Das abnehmbare Gear Bag von Eagle Creek verfügt über diverse Tragemöglichkeiten: abdeckbare Rucksacktragegurte sowie abnehmbare, gepolsterte Schultertragegurte und zahlreiche Griffe. Zudem sind die Rucksacktragegurte für den optimalen Lastenausgleich mit Brustriemen ausgestattet. Äussere Verstautaschen, eine abschliessbare Fronttasche, Einschubfächer mit Stifthalter und Schlüsselanhänger mit Porter Key™-Flaschenöffner sorgen für Ordnung. Die beiden gepolsterten Einschubfächer in der Fronttasche bieten für die meisten 15’’ Laptops und für die meisten Tablet-PCs Platz. Die selbstreparierenden Spiralreissverschlüsse sind abschliessbar. Der Taschenboden ist wasserabweisend und die verwendeten Materialien wie Bi-Tech™ und BiTech™ Armor gewähren zusätzlichen Schutz vor extremer Abnutzung und feuchten Witterungsverhältnissen. www.eaglecreek.com

Für Snowboardpioniere

Noch liegt kein Schnee auf den Gipfeln der Berge, doch ehe man sich versieht, ist es wieder soweit. In gewohnter Manier zeigt der Snowboardspezialist Burton daher bereits jetzt eine umfangreiche Kollektion, die ihresgleichen sucht. Spannende Geschichten verstecken sich hinter den Graphics der neuen Boards. So gibt es für den kommenden Winter z. B. das Easy Livinʼ in Kooperation mit Jimi Hendrix. Aufwändige Details wie das Songblatt des Titels «Voodoo Child and Angel» sowie das eingearbeitete Plektron zieren die Vorderseite des Boards. Das Lipstick zeigt hingegen ein klassisches italienisches Panoramastrandbild des italienischen Fotografen Massimo Vitali von 1995. Reibt man auf der Vorderseite des Boards, steigen wohlbekannte Düfte von Sonnencreme entgegen.


Portugiesische Sinnesfreuden

Portwein und

Von der erlesenen Küche der edlen Restaurants bis hin zum berühmten Portwein – Portugal bietet eine Kostprobe des schönen Lebens.

AUTOR Lone K. Halvorsen

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Kulinarik


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st Portugal für sein Essen und seine Weine bekannt? – Diese Frage wurde mir gestellt, als mir eine kulinarische Reise nach Algarve bevorstand. Gewiss, der portugiesische Portwein ist weltweit bekannt, jedoch «versteckt» sich das Essen in Portugal noch hinter den «Tapas» aus dem Nachbarland Spanien. An der bezaubernden Küste von Algarve thront über einem abgelegenen Strand das Vila Vita Parc Resort & Spa. Seine Restaurants bieten ein gastronomisches Erlebnis, welches zahlreiche Gourmets anzieht. Auch der Portwein hat hier einen ganz besonderen Platz. A Vintage Affair Lange bevor die portugiesischen Tafelweine anfingen, auf den internationalen Märkten bekannt zu werden, war Portwein bereits einer der grössten Exporte des Landes. Der Charakter dieses süssen Branntweins verdankt er der Region, in der die Portweintraube reifen, der Alto Douro. Die Ehre der Namensgebung gilt der Stadt Porto. In Vila Vita Parc werden traditionelle portugiesische Produkte unterstütz, insbesondere der Portwein. In den eindrucksvollen Weinkellern des Resorts lagern rund 110 Portweinsorten, unter ihnen eine seltene Flasche Taylor’s Scion Tawny Jahrgang 1855, eine Flasche 1963er Wiese & Krohn Vintage Port und der jüngere Dow’s Vintage 2007, der unglaubliche 100 Punkte in der bekannten Zeitschrift Wine Spectator erhielt. Das Team plant noch weitere Portweine, wie Quinta do Passadouro und Quinta do Vallado, in seine Liste aufzunehmen. Der Food & Beverage Director, Remmert Jepkes betont: «Unseren Gästen möchten wir nur die besten Weine bieten». Deshalb erwarb das Resort ein 33 Hektar grosses eigenes Weingut in der Douro-Region.

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Hans Neuner & Ocean Doch nicht nur der Portwein ist ein echter Gaumenschmeichler, auch für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. Im Jahr 2012 erhielt der Küchenchef des Restaurants «Ocean», Hans Neuner, vom Guide Michelin seinen zweiten Stern. Damit zählt das Gourmetrestaurant zu den beiden einzigen Zwei-Sterne-Restaurants in Portugal und Hans Neuner in die Riege der internationalen Spitzenköche. Getreu seinem Motto «Keep it simple» zaubert der Österreicher Gourmetmenüs, die sich durch Frische, Individualität und Leichtigkeit auszeichnen. IMAGINE sprach mit dem Sternekoch über eins der schönsten Dinge des Lebens: Das Kochen.

stellt, ob ich nicht Interesse hätte. Ich habe daraufhin mit dem General Manager des Hauses, Herrn Gillig, telefoniert. Es herrschte von Anfang an Sympathie. So bin ich, ohne das Hotel vorher gesehen zu haben, hergeflogen und habe sofort angefangen zu arbeiten.

IMAGINE: Wie sind Sie ins Villa Vita Parc gekommen?

Worin unterscheidet sich das hoteleigene Restaurant Ocean von anderen Restaurants in Portugal?

Hans Neuner: Das war ein wenig unkonventionell. Ich habe in Hamburg auf einer Messe gekocht, dort erzählte mir eine Küchenfirma, dass sie eine neue Küche in Portugal gestalten. Schnell war die Frage ge-

Der grandiose Ausblick auf die Küste! Ich versuche, einfach etwas anderes zu machen als die anderen Köche. Gewiss spielen gute Produkte und guter Service eine grosse Rolle.

Was hat Ihren Kochstil beeinflusst? Die vielen Stationen in meinem Leben haben meinen Kochstil sicherlich geprägt. Hier versuche ich jedoch, so regional wie möglich zu kochen und vieles am Hotel selbst anzubauen, damit wir keine Produkte aus dem Ausland kaufen müssen.

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Kreieren Sie Ihre Speisekarte anhand Ihren Gästen? Wir versuchen, nicht allzu «fancy» zu sein, denn wir haben Gäste aus ganz Europa und wir möchten daher nicht zu stark in eine Richtung tendieren. Jedem Gast soll das, was er bei uns serviert bekommt, einfach sehr gut schmecken. Woher bekommen Sie neue Inspirationen für Ihre Gourmetkreationen? Essen gehen, Bücher lesen und Motorrad fahren. Wenn ich auf dem Motorrad herumfahre, bin ich völlig frei im Kopf und so entstehen neue Ideen. Sie versuchen, nur regionawle Produkte zu verwenden. Haben Sie hierfür enge Kooperationen mit den ansässigen Bauern?

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Als ich hier begonnen habe, kam zwei Mal in der Woche ein Flieger aus Paris mit französischen Produkten. Nun arbeiten wir jedoch vermehrt mit den Bauern aus der Umgebung zusammen und beziehen von ihnen heimische Produkte. Aus dem hoteleigenen Land- und Weingut, Herdade dos Grous, erhalten wir zudem biologisches Fleisch und Gemüse. Ausserdem ist der Fisch, den wir hier haben, sensationell. Die einzigen Produkte, die wir noch aus Frankreich importieren, sind Butter und Gänseleber. Was bedeuten die zwei Michelin-Sterne für Sie? Mit den zwei Sternen gehören wir natürlich zur internationalen Oberliga. Dennoch koche ich jetzt nicht anders als vorher. Natürlich entwickeln wir uns stetig weiter, aber wir bleiben unserem Stil treu.


Haben Sie im Restaurant Ocean ein bevorzugtes Gericht? Nein, hier im Ocean nicht. Mein Lieblingsgericht ist der Gulasch von meinem Vater. Die internationale Küche ist in den letzten Jahren einem stetigen Wandel ausgesetzt. Wie sehen Sie die Entwicklung des Kochens in der Zukunft? Back to basic! Ich denke, dass wir puristischer werden und dass wir selbst immer mehr anbauen werden. Wir können die Karotten in 5 Minuten aus dem Garten holen und die Gäste können die Kräuter am Tisch abschneiden. Frischer geht’s einfach nicht. Und diese Frische schmeckt man.

PLACES TO STAY Portugal von einer seiner schönsten Seiten kann man im Vila Vita Parc Resort & Spa erleben. Eine luxuriöse Oase des individuellen Service, in der die Gastfreundschaft und die Kultur des Landes klare Akzente setzten. www.vilavitaparc.com

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So schön können Berge schmecken! Genuss mit Augen, Nase und Gaumen

Ist die Rede davon, dass man in die Berge zum Geniessen fährt, so ist damit meist der optische Genuss des Panoramas, vielfach auch der Genuss klarer Luft und unverbauter Natur, gemeint. In Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol ist der Begriff Genuss allerdings weiter gefasst und schliesst Gaumenfreuden mit ein, die weit über die Hütten-Brotzeit hinaus reichen. AUTOR Lilly Steffen

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nter dem Motto «Sommer. Berge. Attraktionen.» bietet die beliebteste Familienferienregion der Alpen auch in diesem Jahr eine Fülle gastronomischer Erlebnisse, die in den Bergen stattfinden und mit diesen ursächlich zu tun haben. Ein Highlight der besonderen Art ist das Programm «Dem Wilderer auf der Spur», eine Kombination aus Theater und bodenständigen Gaumenfreuden. Zu Anfang geht es mit der Gondel bergauf, wobei man schon wundersame Bewegungen und Personen im Wald beobachten kann. Oben angekommen folgt ein kleiner Fussmarsch an weiteren Spielszenen vorbei zum Restaurant Leithe

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Wirt. Dort lösen sich die Rätsel in den nächsten Akten aus dem Wilderer-Stück auf. Ob es ein Happy End gibt, wird an dieser Stelle nicht verraten. Sicher ist jedoch, dass beim abschliessenden Buffet mit Wildgerichten und anderen Genüssen aus der Region die Glückshormone satt ausgeschüttet werden. Talwärts geht’s mit einer Fackelwanderung. Genuss pur! Man sollte auch nicht versäumen, in der Genussgondel in den Tag hinein zu frühstücken. Beginn ist um 8.30 Uhr im Panoramarestaurant BergDiamant in Fiss, wo


man mit frisch gepresstem Orangensaft begrüsst wird – weiter geht’s in der reservierten Frühstücksgondel. Während der zwei Runden, welche die Gondel über den Berghängen schwebt, werden gebeizter Lachs, Beef Tartar, Wurst- und Käsevariationen, Eierspeisen nach Wahl und hausgemachte Brotsorten serviert. Der Abschluss des etwa zweistündigen Frühstücks findet wieder im BergDiamant statt, wo Süssigkeiten gereicht werden und ein Geschenk auf die Gäste wartet. Die Idee von der Bewegung mit Genuss spiegelt sich in der neu inszenierten Kulinarik-Wanderung wieder. Start der geführten Wanderung ist um 10.30 Uhr in Fiss, wo in der Möseralm Aperitif und Vorspeise des Überraschungsmenüs zur ersten Stärkung serviert werden. Nach kurzem Fussmarsch und einer Seilbahnfahrt bis auf 2436 Meter Höhe warten im Panoramarestaurant BergDiamant Suppe und Hauptspeise. Von dort geht es nach einem Stopp mit Panoramagenuss am Crystal Cube über den mittleren Sattelkopf runter zum Restaurant Leithe Wirt. Hier wird man für die kleine sportliche Anstrengung mit einem köstlichen Nachtisch entschädigt. Das gesamte Überraschungsmenü wird aus regionalen Produkten hergestellt. Dank den einheimischen Wanderführern, die die Tour begleiten, sind die Wegpassagen kurzweilig und informativ – und der ein oder andere InsiderTipp wird auch preisgegeben. Herbstzeitgenuss Genussherbst ist der Titel einer kulinarischen Reihe mit speziellen, alpinen Zutaten. Mit einem täglich wechselnden Programm, das alle Sinne anspricht, wird die Erntezeit, die Zeit der reifen Früchte und der bunten Farben, kreativ und intensiv gefeiert – Urlaub zum Schmecken, Riechen, Fühlen und Anfassen. An jedem Tag der Woche steht im «Herbst der Sinne» vom 14.9. bis 12.10.2013 ein anderes Schmankerl auf dem Programm. Showkochen sowie Kochkurse für Gross und Klein ermöglichen einen

Blick über die Schultern der Köche in den verschiedensten Bergrestaurants. Dabei wird dabei so manches «Knödel-Geheimnis» gelüftet … Noch ein letzter Tipp für Wanderer, die eine aussergewöhnliche Alternative zur Rast in einer Berghütte suchen: Im Crystal Cube am Zwölferkopf, einem schräg am Hang stehenden Glaskubus, kann man sich an der 360 Grad Panoramasicht nicht nur satt sehen, sondern sich auch auf feinste Art satt essen. Bis zu acht Personen können in diesem Würfel ein fünf Gänge-Menü mit «typisch Tiroler Gerichten – heiss und kalt» und natürlich den dazu passenden Getränken geniessen.

NICE TO KNOW

Einen kompletten Überblick über alle Sommerveranstaltungen in SerfausFiss-Ladis findet man unter: www.serfaus-fiss-ladis.at/de /newsevents/eventkalender

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Tatort Flughafen Der «Dream Airport»

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as Warten am Flughafen auf den internationalen Flug oder bei Verspätungen kann sich sehr lange hinziehen. Wie könnte man die Wartezeit am besten verkürzen? 49 Prozent der Urlauber träumen davon, sich bereits vor dem Abflug bei einem unterhaltsamen Film zu entspannen. Auf Platz zwei der Wunsch-Einrichtungen am Airport landen Schlafkapseln. Diese Möglichkeit bietet zum Beispiel der Flughafen in Abu Dhabi bereits an: Für weniger als zehn Euro pro Stunde können Passagiere ein Schläfchen vor dem Weiterflug einlegen. Die Bronze-Medaille geht für 32 Prozent der Reisenden an eine Flughafen-Bibliothek, in der Reisende ihre Urlaubslektüre ausleihen können. Dies zeigt, dass E-Books im Urlaub anscheinend keine so grosse Rolle spielen wie im Alltag – viele haben am Strand noch gerne richtiges Papier in der Hand. Auch eine Grünanlage im Freien (31 Prozent) und ein Beachclub (12 Prozent) gehören laut «Skyscanner»– Umfrage zu einem perfekten Flughafen dazu.

Schminktisch vs. Golfen Während sich beide Geschlechter beim Kino noch einig waren, sehnt sich fast die Hälfte der Frauen nach Schminkbereichen mit kostenlosen Kosmetikprodukten – wo hingegen nur 14 Prozent der Männer dies genauso sehen. Ein persönlicher Einkaufsberater gehört ebenfalls zu den Wünschen der weiblichen Passagiere. Die männlichen Umfrageteilnehmer würden hingegen mehr Aktivangebote am Flughafen begrüssen, wie zum Beispiel ein Schwimmbad, einen kostenlosen Fahrradverleih oder einen Übungsbereich für den perfekten Golfschwung. Der Internationale Changi Airport in Singapur ist sicherlich Vorreiter, was Traum-Flughafen-Einrichtungen betrifft: Vom 24-Stunden-Fitness-Center über kostenlose Fussmassagen bis zum Swimming-Pool auf der Dachterrasse bietet der Flughafen mehr Services als manches Hotel. Aber andere Flughäfen ziehen nach: München bietet zum Beispiel als erster deutscher Flughafen eine Minigolfanlage.

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Bei dem piepts wohl?! Doch trotz den Bemühungen der Flughäfen sind viele Passagiere schon vor dem Abheben gestresst und genervt. Denn bevor Entspannung im Urlaub ansteht, gilt es die Sicherheitskontrollen am Flughafen zu überstehen. Für viele sind diese echte Aufreger, wie aktuelle Umfragen von TripAdvisor® zeigen. Die mehrfachen Sicherheitskontrollen am Airport gehören für knapp ein Drittel aller Reisenden zu den nervigsten Momenten bei Flugreisen. Die langen Warteschlangen an den Security-Checks sorgen sogar bei noch mehr Reisenden für Unmut (43 Prozent) als die Kontrollen selber. Das wissen auch die Verantwortlichen und sind ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten die

Checks zu verbessern und (zeit)effizienter zu gestalten, zum Beispiel durch den Einsatz von Körper-Scannern. So testen einige Flughäfen seit kurzem «Nacktscanner». Doch wie beliebt sind diese Sicherheitsmassnahmen? Ziemlich entspannt geht knapp die Hälfte der 2 375 befragten Reisenden mit den Nacktscannern um. Wenn es der Sicherheit dient, stören die Geräte 48 Prozent der Befragten nicht. Eine eher resignierte Haltung zum Thema weist rund ein Viertel (22 Prozent) der Teilnehmer auf, sie empfinden die aktuellen Kontrollmechanismen auch nicht als angenehmer. Apropos derzeitige Sicherheitsstandards: 30 Prozent halten diese für absolut ausreichend, was in ihren Augen Nacktscanner obsolet macht.

TIPPS UND TRICKS Sechs stressfreie Wege ins Flugzeug:

Bereits am Vorabend die grössten Stressfallen vermeiden: Online einchecken, Sitzplatz buchen, Bordkarte ausdrucken: – Sich wenige Stunden vor Abflug auf der Homepage des Flughafens über eventuelle Verspätungen und Abflug- Gate beziehungsweise Terminal informieren – Genug Zeit für den Weg zum Flughafen einplanen – besonders bei Reisen mit Kindern – Lange Warteschlangen am Schalter durch den Quick Check-in/Self Check-In am Automaten umgehen – Auf die Sicherheitsbestimmungen achten: Vor Abflug Gepäck auf Flüssigkeiten sowie spitze Gegenstände überprüfen, metallhaltige Kleidungsstücke oder Accessoires vermeiden, Plastiktüten für Flüssigkeiten im Handgepäck vorbereiten – Wichtige Dokumente und Unterlagen, wie Reisepass und Bordkarte, immer griffbereit bei sich tragen

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Für mein romantisches Rendezvous: Pop und klassische Liebeslieder

Für mein Couture Einkaufserlebnis: Die neuesten Kollektionen vom Laufsteg

Musik- und Visuellunterhaltung für jede Stimmung.

Ich bin nicht die gleiche Person bei jedem Flug. Meine Welt ist luxuriös und ich lebe meine Stimmungswechsel. Eine persönliche Begleitung durch das Check-in und Passkontrolle an Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi geniesse ich immer, auch werde ich dort mit einer Spa-Behandlung verwöhnt. An Bord, eine erlesene Gourmetselektion, PrivatsphäreOptionen mit dem zum bequemen Bett wandelbaren Sitz und immer neuesten Unterhaltungsprogramm, was möchte ich heute? Das muss ich jetzt noch nicht entscheiden. Am Board der Royal First Klasse wähle ich, was und wann ich will. Ich fliege THAI.

Information und Reservation: T 044 215 65 00, www.thaiair.ch, SPECIAL DESTINATIONS reservation@thaiair.ch oder in jedem Reisebüro. VOLUME 11 IMAGINE 107


Asiatische Freundlichkeit

Service als Tugend

Bereits das Einsteigen ins Flugzeug und die persönliche Begrüssung durch die adrett gekleideten Flight Attendants der Thai International Airways ist erfrischend anders. Das traditionelle Outfit lässt farblich wie modisch die ganze Vielfalt Thailands erahnen und hebt sich nicht nur dadurch von allen anderen Fluggesellschaften ab. Da fühlt man sich vom ersten Moment an willkommen an Bord.

AUTOR Stephan Balle

SPECIAL DESTINATIONS 108 IMAGINE VOLUME 11


W

ie uns Chutima Keansuntia erklärt, kann jede weibliche Flugbegleiterin die Farbe und den Schnitt der traditionellen Uniform selbst auswählen, was wiederum die Individualität jeder einzelnen Mitarbeiterin hervorhebt. Als Gast fühlt man von Beginn an die Herzlichkeit und Verbundenheit der Flight Attendants zu ihrem Land und ihrer Airline. Das äussert sich auch im Umgang mit den Passagieren und der täglichen Routinearbeit. Denn was zählt schon ein professioneller Service während eines Fluges, wenn die Professionalität nicht mit einer ehrlichen Dienstleistungsbereitschaft gepaart ist?

Als Botschafter Thailands in der Luft Innerhalb einer Kabinenbesatzung gibt es eine strikte Arbeitsaufteilung. In den Galleys, den Flugzeugküchen, arbeiten ausschliesslich männliche Flight Attendants, die alle Serviceprozesse sektionsweise steuern. Adisak Thuedkiatissak ist in seiner Funktion als Inflight Manager für das Wohl der Gäste verantwortlich. Er kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn er von neuen, zukünftigen Kabinenprodukten spricht, welche er uns via persönlichem Smartphone sogleich bildlich vorführt. Auch nach 32 Jahren hört man seine Begeis-

terung für den Beruf als Flugbegleiter bei jedem Satz heraus. Er kennt sich in allen der von der Thai International Airways über die letzten Jahrzehnte genutzten Flugzeugtypen bestens aus. Seine Augen beginnen zu strahlen, als er von seinen ersten Erfahrungen mit einer DC-8 spricht, einem der ersten Düsenjets, mit denen Fluggesellschaften Interkontinentalflüge durchführen konnten. Ein Mitarbeiter, der sein ganzes Herzblut dem Service am Kunden verschrieben hat. Mit fünf Jahren Erfahrung ist Apirapat Sititsarn eines der jüngsten Crewmitglieder an Bord unseres Royal Orchid-Service von Zürich nach Bangkok. Auch bei ihr spürt man, dass es noch heute ein grosses Privileg ist, diesen Beruf ausüben zu dürfen. Sie versteht sich als «Botschafterin», die den Passagieren aus aller Welt einen Teil der thailändischen Kultur näherbringen darf. Ein regelmässiges Training der Flugrettungsübungen und das ständige Erneuern der Servicetrends gewährleisten, dass jeder Flight Attendant dauerhaft fit für seine tägliche Arbeit ist. Natürlich gehören nebst den angeflogenen Destinationen immer auch neue Erkundungen örtlicher Sehenswürdigkeiten und das Geniessen der ortstypischen Spezialitäten zum Repertoire. Da stehen im Gegensatz zur sonst traditionell eher schärferen,

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asiatischen Küche auch mal Ausflüge in die Schweizer Küche (zum Beispiel ein Käse-Fondue) auf dem Programm. Service über den Wolken Erst mit fünf Jahren Berufserfahrung werden die Flight Attendants für den anspruchsvolleren Service in der Royal Silk-Class (Businessklasse) geschult, um dann auch dort ihre Kunden verwöhnen zu können. Sieben Jahre vergehen, bis Passagiere in der Royal First-Class bedient werden dürfen. Die nötigen Qualifikationen werden in umfangreichen Schulungen erworben. Die Veränderungen in der Luftfahrt der letzten Jahre sind an den thailändischen Flight Attendants aber auch nicht spurlos vorbeigezogen. So sind die meisten Aufenthalte an den ausländischen Zieldestinationen auf ein Minimum an Zeit reduziert worden.

Wir persönlich freuten uns über einige gute Tipps, was unseren Aufenthalt in Bangkok betraf. So erhielten wir kompetente Antworten auf Fragen wie: «Wo können wir besonders authentisch essen? Welche Sehenswürdigkeit gilt es, zu entdecken?» Bei Vielfliegern, wie den Besatzungsmitgliedern von Thai International Airways, kann man immer wieder besondere Highlights erfahren. Jeder Flugbegleiter hat ein bevorzugtes Arbeitsumfeld an Bord eines jeden Flugzeugtyps. So ist, wie bei allen Airlines, die Besatzung nicht für alle Flugzeugtypen geschult und zugelassen. Bei einer solch grossen Flotte verschiedenster Flugzeugtypen ist es nicht so einfach, immer den Überblick zu behalten. Generell werden Veränderungen im Team gut aufgenommen und jeder gibt sein Bestes, um auch mit der neuen Ausgangslage Positives bewerkstelligen zu können. Kinder haben in der thailändischen Kultur einen besonderen Stellenwert. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass ihnen an Bord von Thai International Airways eine besondere Aufmerksamkeit zuteilwird. Jeder Wunsch wird dem Kunden, ob gross oder klein, von den Augen abgelesen. Getreu der thailändischen Gastfreundschaft wird von Beginn an ein nahtloser Service geboten, der sich in kleinen Dingen vom Service anderer Fluggesellschaften abhebt. So wird jeder Flug zu einem unvergesslichen Erlebnis und die sprichwörtliche Vorzüglichkeit verleiht dem Aufenthalt an Bord einen einzigartigen Charme, von dem man auch Wochen später noch gern träumt.

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Andere Länder, andere Zeichen An Vertraute Zeichen können in anderen Ländern eine völlig andere Bedeutung haben oder das Gegenüber sogar beleidigen. dere Länder, andere Zeichen TEXT widmu.de

A

ugen auf bei der Zeichensprache! Im Ausland lauert auch das ein oder andere Fettnäpfchen. Neben unzureichenden Sprachkenntnissen führt vor allem der falsche Einsatz von Gesten und Handzeichen oft zu interkulturellen Missverständnissen.

Viel Spielraum für gewundene Finger Wer Zeige- und Mittelfinger kreuzt, wünscht dem Gegenüber in Brasilien und Kanada viel Glück. Im Reich der Mitte steht das Symbol dagegen für die Zahl Zehn. Ganz anders sieht es in Deutschland, Schweden, in der Schweiz oder in Spanien aus. Denn wer hier hinter seinem Rücken die Finger kreuzt, signalisiert eine vorsätzliche Lüge.

Der verfängliche Daumen Das Ausstrecken des dicksten Fingers unserer Hand – ganz im Sinne von «Daumen hoch!» – ist hierzulande positiv besetzt und gilt als Zeichen der Zustimmung und des Lobes. Ganz anders in fernen Ländern: Im Orient sollte der Urlauber den Daumen lieber überhaupt nicht strecken, in der Türkei symbolisiert er sogar die Einladung zu sexuellen Praktiken. Wer mit dem Daumen die Zahl Eins anzeigen möchte, dürfte in Asien für Verwirrung sorgen, denn in Japan steht er für die Zahl Fünf, in Indonesien sogar für die Sechs.

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Zwei Bier oder Victory Zwei Finger, die ein V bilden: Auch diese Geste übersetzen wir gerne mit «Bitte noch zwei Bier!». Bei Japanern darf sie bekanntermassen auf keinem Urlaubsfoto fehlen, denn sie signalisiert Glück und Wohlbefinden in diesem Moment. Für Franzosen bedeutet das V hingegen Victoire, also Sieg. Dies alles gilt, sofern die Handfläche nach aussen zeigt. Ist sie nach innen gedreht, ergibt sich ein komplett neuer Katalog an Deutungsmöglichkeiten. Die Zahl Zwei in den USA ist dabei noch die Harmloseste. In Australien, Malta, England oder Neuseeland entspricht die Geste nämlich unserem hiesigen Stinkefinger.

Heavy Metal-Gruss oder betrogener Ehemann Sehr unterschiedlich sind auch die Deutungsarten, wenn jemand Zeige- und kleinen Finger abspreizt. Im Baltikum und in Südeuropa will die Geste zum Beispiel ausdrücken, dass jemand gehörnt, also betrogen wurde. In den USA heisst das Zeichen aber, dass man jemanden liebt. Dazu sollte allerdings auch der Daumen abgespreizt werden. In Argentinien will man sich mit der Geste eher gegen Unheil wehren und bei uns sowie in den USA bekennen sich Heavy Metal-Fans auf diese Weise zu ihrer Lieblings-Musik.

Kleiner Finger – grosse Wirkung Der kleinste unserer Finger bietet ebenfalls viel Spielraum für Interpretation. Auf Bali steht er generell für etwas Schlechtes, Japaner nutzen ihn als Symbol für eine Frau und in Südamerika bedeutet der kleine Finger «dünn». In vielen Mittelmeerländern steht der kleine Finger eher für ein winziges Geschlechtsorgan des Mannes.

Ein Fingerkreis auf Abwegen Wer hierzulande Zeigefinger und Daumen zu einem Kreis formt, möchte damit sagen, dass er etwas gut findet oder ihm das Essen vorzüglich mundet. Auch in der Tauchersprache bedeutet das Zeichen, dass alles in bester Ordnung ist. Vermeiden sollten Urlauber es jedoch im Süden Europas, in Brasilien oder in Russland: Ähnlich wie das Strecken des Daumens gilt es dort als beleidigend. In Japan ist der Fingerkreis Sinnbild für Geld, der Italiener drückt damit fehlendes Verständnis aus und in Belgien wiederum symbolisiert die Geste eine Null – also, dass etwas wertlos oder nichtig ist.

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«First Class» der Weltmeere Die schönsten Reisen beginnen häufig mit einer Suche. Der Suche nach der faszinierendsten Destination, dem richtigen Transportmittel, der passenden Unterkunft. Mit einem Kreuzfahrtschiff die Welt zu bereisen, zählt zu den angenehmsten und interessantesten Reiseformen überhaupt. Sie ermöglicht, fast täglich in einem anderen Hafen aufzuwachen und so neue Welten zu erforschen. Und all dies in einer komfortablen Umgebung und ohne lästiges Kofferpacken.

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Extravaganza auf hoher See!

AUTOR Sabrina Landi

och bequemer und exklusiver wird die Schiffsreise in einer grandiosen Suite. Viel Platz zum Wohlfühlen, erstklassiger persönlicher Butler-Service rund um die Uhr, kulinarische Genüsse im Lieblingsrestaurant oder relaxen auf der eigenen Terrasse mit Whirlpool sind die perfekten Voraussetzungen für Ihre exklusive Auszeit auf See! Imagine stellt Ihnen einige einzigartige Schiffssuiten vor.

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Owner’s Suite

Celebrity Cruises: «Reflection Suite» Mit frischen Ideen und modernem Lifestyle sorgt Celebrity Cruises immer wieder für überraschende Innovationen und setzt neue Massstäbe im Bereich der PremiumKreuzfahrten. So auch auf dem jüngsten Flottenmitglied der «Celebrity Reflection». Das erfolgreiche Konzept ihrer Schwesterschiffe wurde auf der «Celebrity Reflection» weiter perfektioniert. Als herausragende Neuheit hat die Reederei an der Aussenwand auf Deck 14 eine vollkommen verglaste Dusche angebaut, welche das Gefühl vermittelt, beim Duschen über dem Meer zu schweben. Dennoch ist sie von aussen nicht einsehbar. Eine neue Technologie stellt die Glaswände per Knopfdruck von durchsichtig auf lichtdurchlässig. Beim Betreten der Dusche sorgt ein Sensor dafür, dass in der Automatik-Einstellung die Verglasung direkt in den Modus licht-, aber nicht blickdurchlässig wechselt. Die schwebende Dusche ist Bestandteil der neuen und einzigartigen «Reflection Suite»: Diese Suite bietet für bis zu sechs Personen ein völlig neues Raumgefühl auf 147 m2 und dank der Eckposition eine besonders beeindruckende Aussicht. Zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer sowie ein 17 m2 grosser Balkon mit Badewanne und Regendusche im Freien sind Ausdruck von «Modern Luxury». Unter diesem Motto fasst Celebrity Cruises all das zusammen, was die Premium-Kreuzfahrtmarke ausmacht. Hierzu zählen modernes Design, frischer Lifestyle und überraschende Innovationen. Mit der schwebenden Dusche auf der «Celebrity Reflection» gelingt dies auf eindrucksvolle Weise.

Silversea: «Owner’s Suite» Familie Lefebvre aus Rom gründete vor beinahe zwanzig Jahren eine kleine Kreuzfahrtgesellschaft, die sich auf luxuriöses Reisen im europäischen Stil spezialisierte. Für Silversea Cruises gelten die Werte von damals nach wie vor und dies bereits in der zweiten Familiengeneration: exquisite Reiseziele, Individualität, kulinarische Erlebnisse der Extraklasse und ein hoher Anspruch an erstklassigem Service. Silversea verfügt an Bord ihrer Schiffe ausschliesslich über Suiten, wobei auf der «Silver Spirit» die geräumigsten der ganzen Flotte zu finden sind. Jede ist ein aufwendig gestalteter Rückzugsort mit Meerblick und 95 Prozent der Suiten verfügen über eine private Teak-Veranda. Die «Owner’s Suite» ist mit bis zu 150 m 2, davon 18 m 2 Veranda, die grösste Suite an Bord und kann wahlweise mit einem oder zwei Schlafzimmern gebucht werden. Die Innenausstattung spiegelt das Ambiente des anspruchsvollen 1930er Art Deco wider, natürlich nicht ohne über die neuesten Innovationen und maritimen Spitzentechnologien zu verfügen. Neben ihrem unverwechselbaren Luxus und Lifestyle, gewinnt die «Silver Spirit» die maximal 540 Gäste an Bord mit einer grossen Auswahl an Restaurants, einem grosszügigen Spa-Bereich und vielen weiteren Annehmlichkeiten für sich. Silversea Cruises verführt alle Sinne mit gehobenen All-Inclusive-Vorteilen und bietet ein Meer an Möglichkeiten – an Bord und an Land.

Reflection Suite

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The Haven Garden Villa

Seabourn: «Wintergarten-Suiten» Ein Seabourn Schiff ist wie ein privater Club. Einladende und weitläufige Decks sowie eine luxuriöse, aber entspannte Atmosphäre heissen die Gäste an Bord der «Seabourn Odyssey», «Seabourn Sojourn» und «Seabourn Quest» herzlich willkommen. Die drei baugleichen Schiffe wurden zwischen 2009 und 2011 in Dienst gestellt und verfügen über 225 Suiten – davon 199 mit eigener Veranda. Das Highlight der luxuriösen Unterkünfte bilden die bis zu 130 m2 grossen «Wintergarten-Suiten», die unter anderem ein privates verglastes Solarium mit Badewanne und Liege umfassen. Der Gast kann zwischen einer «Grossen Wintergarten-Suite» mit zwei Schlafzimmer oder einer «Wintergarten-Suite» mit einem Schlafzimmer wählen. Die dazugehörige Veranda, die sich über die Schiffslinie nach aussen erstreckt, bietet einen wunderschönen Ausblick entlang der Schiffsseite. Getreu der Seabourn-Tradition laden an Bord immer auch eine Vielzahl preisgekrönter Restaurants ein, wobei niemals ein Aufpreis anfällt. In warmen Gewässern freuen sich die

Wintergarten-Suite

SPECIAL DESTINATIONS 116 IMAGINE VOLUME 11

Gäste auf das beliebte «Caviar in the Surf»-Strandbarbecue. Für das persönliche Wohlfühlprogramm lädt der über 1000 m2 grosse SpaBereich ein, welcher sich über zwei Decks erstreckt und auch über eine private Spa-Villa verfügt. Einfach zurücklehnen, sich an den kleinen Details erfreuen und vom persönlichen Steward mit unaufdringlichem, aber aufmerksamen Service verwöhnen lassen! Denn Seabourn bedeutet Eleganz auf See, neu definiert und Alles-Inklusive!


Norwegian Cruise Line: «The Haven Garden Villen» «The Haven» by Norwegian™ ist eine private Oase, die die luxuriösesten und grössten Wohnträume auf den obersten Decks einiger Schiffe von Norwegian Cruise Line beherbergt – ein sogenannter Schiff-im-SchiffSuitenkomplex. Imposant und bis ins kleinste Detail exklusiv, präsentieren sich die «Garden Villen» als Teil davon. Alle Suiten-Gäste kommen in den Genuss von exquisiten Extras und aufmerksamen Details, aber die «Garden Villen» auf der «N. Gem», «N. Pearl», «N. Jade» und «N. Jewel» bieten den Gästen besonders viel Freiraum. Bis zu 454 m 2, verteilt auf drei elegante Schlafzimmer mit drei edlen Marmorbädern, einem grosszügigen Wohnzimmer mit Piano und einem privaten Aussenbereich mit Terrasse, Essbereich, Whirlpool und Sonnendeck, stehen für bis zu acht Personen zur Verfügung. Inmitten des «The Haven» befindet sich zudem ein nur mit spezieller Schlüsselkarte zugänglicher privater Bereich: «The Haven Courtyard». Hier können die Gäste ihre Tage auf See ungestört verbringen, nach Herzenslust entspannen und sich verwöhnen lassen. Der Innenhof beherbergt einen Pool, Sonnenliegen, bequeme Lounges, einen Whirlpool, eine Sauna und einen kleinen Fitnessraum. Selbstverständlich steht die Welt von Freestyle Cruising® by Norwegian Cruise Line mit unzähligen Essens-, Unterhaltungs-, Wellness- und Sport-Möglichkeiten an Bord eines jeden Schiffes offen. So kombiniert man das Beste aus beiden Welten – die unendlichen Möglichkeiten an Bord eines veritablen Resorts auf See sowie die private Atmosphäre eines exklusiven Suitenbereichs.

Owner’s Suite

Wohin Sie Ihre Reise auch führt, unsere Kreuzfahrtenspezialisten finden die perfekte Suite – ganz nach Ihrem Gusto! Ihr schwimmendes Domizil begleitet Sie zu den schönsten Zielen der Welt.

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Owner Suite

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten: «Owner Suite» Als Neubau und als zweites Flaggschiff von HapagLloyd Kreuzfahrten hat die «EUROPA 2» im Mai 2013 Kurs auf die schönsten Reiseziele der Welt genommen. Das Gestaltungskonzept folgt aktuellen Designtrends und ist eine gelungene Mischung aus leger-stilvollem Ambiente und modernster Technologie. Eine lockere Atmosphäre und moderner Lifestyle bestimmen das Bordleben. Viel Raum pro Gast – wie kaum ein anderes Schiff –, die exzellente Ausstattung und das luxuriöse Wohngefühl sind nebst der kulinarischen Vielfalt und der ausgezeichneten Küche nur einige der vielen Annehmlichkeiten an Bord der «EUROPA 2». Das luxuriöse Schiff verfügt ausschliesslich über Suiten mit privater Veranda – zwischen 35 und 114 m 2 gross, inklusive Veranda – welche mit viel Liebe zum Detail und edlen Materialien eingerichtet wurden. Die «Owner Suite» ist dabei weit mehr als die grösste Suite an Bord – sie ist ein erlesenes Domizil auf allerhöchstem Niveau mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten und exklusiven Serviceprivilegien. Und das dazugehörige elegante Bad mit Dampfsauna, Whirlpool, Daybed, TV und Panoramablick glänzt als Ihr persönliches, kleines Wellnesscenter an Bord. Die geringe Passagierzahl von maximal 516 Gästen und die aufmerksame deutsch- und englischsprachige Hotelcrew sorgen dafür, dass Exklusivität und Erholung vom ersten Moment an garantiert sind. Das ist die neue Art, Luxus entspannt zu geniessen!

AIR, ROAD & SEA 118 IMAGINE VOLUME 11

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In der kanadischen Hudson Bay

Unterwegs zu den Belugawalen

Eine dreiwöchige Expeditionskreuzfahrt ab Kangerlussuaq in der kanadischen Arktis bis nach Churchill und entlang der grönländischen Westküste bis hoch nach Siorapaluk.

AUTOR Esther Kunz

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D

rei Seetage liegen seit dem Ablegen im grönländischen Nuuk hinter uns. Rundum seitdem nur Wasser. Nebel, Regen, hoher Seegang mit Windstärke 8 werden von kurze sonnige Abschnitte abgelöst. Ein dramatischer Sonnenuntergang um 23 Uhr entschädigt uns für die Unbill des Wetters. Erst am dritten Seetag ist ein begrenztes Sonnentanken an Deck möglich, doch Langeweile kommt nie auf. Den Passagieren steht an Bord eine breit angelegte Bibliothek zur Verfügung, vier Lektoren, Spezialisten auf ihrem Fachgebiet, halten auf diese Reise abgestimmte Themen-Vorträge, so über Grönland, seine Geologie, Gletscher und Eisberge, Fauna und Flora in der sommerlichen Arktis und natürlich über die Wale, die wir anzutreffen hoffen … Die Eisbärenhauptstadt Nach der Durchfahrt der Hudson Strait navigiert die MS Hanseatic in der immensen Hudson Bay. Kaum vorstellbar, dass sie noch anfangs Juni, also vor sechs Wochen, eisbedeckt und ein beliebter Tummelplatz der Eisbären war. Am nächsten Vormittag taucht Bug voraus zwischen Hudson Bay und Churchill River eine flache Halbinsel auf. Wir nähern uns Churchill (Manitoba), der Siedlung mit dem Spitznamen «Eisbärenhauptstadt». Mächtige Getreidesilos streben dem Himmel entgegen, denn hier endet die in Winnipeg beginnende Eisenbahnstrecke, auf der jährlich 250’000 Tonnen des in den Prärieprovinzen

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Kanadas angebauten Getreides umgeschlagen und verschifft werden. Eine Verbindungsstrasse existiert nicht.

und Teil einer Schule von mehreren hundert hungrigen Tieren sind.

Es ist Mittag, als die MS Hanseatic hier festmacht. Neugierig wird das Anlegemanöver von den Einheimischen beobachtet, denn ausser kleinen Expeditionsschiffen wie der MS Hanseatic und der MS Bremen verirren sich kaum je Cruiseliner in diese Abgeschiedenheit.

Ausser unsern Walexperten weiss jedoch niemand, dass noch ein anderer Grund die Weisswale in diese Flussmündung treibt. Belugas wechseln jedes Jahr ihr Kleid und finden hier scharfkantige Felsen, um daran ihre Haut von den sich festgesetzten Algen zu befreien.

Während die Zodiacs vorbereitet und zu Wasser gelassen werden, informiert an Bord der einheimische Walexperte Mike Macrito über die Anatomie und das Verhalten der Belugas, die sich gegenwärtig in grosser Zahl im Mündungsbereich des Churchill River aufhalten sollen. Im arktischen Sommer sei das für sie ein idealer, fischreicher Futterplatz, zumal sie in Familienverbänden mit ihrem Nachwuchs leben

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Auf «Du und Du» mit den Weisswalen, den Belugas Auf geht’s nun zum Rendez-Vous mit den Belugas! Acht bis zehn Passagiere finden in einem Schlauchboot Platz, bekleidet mit den warmen roten Expeditionsparkas der Hanseatic. Darüber trägt jeder vorschriftgemäss die Schwimmweste. Bald sieht das Mündungsgebiet des Churchill River einer Landkarte mit roten Inseln ähnlich, als plötzlich weisse Punkte auftauchen, um gleich wieder zu verschwinden. «Belugas», schreit Benjamin in unserem Zodiac, ein 11jähriger Junge vom Zürichsee. Der Jüngste hat Argusaugen. In der Tat tauchen weisse Rücken auf, zwei, drei hintereinander wie in einem Reigen. Einmal hier, einmal dort, es werden immer mehr. Sie nähern sich neugierig den Schlauchbooten. Voraus, achteraus, an Backbord, an Steuerbord und sogar unter den Booten sind sie zu sehen. Wasserfontänen schiessen in die Höhe. Wir können ihr Blasen, sogar ihr Pfeifen hören. Eine Gruppe taucht unter unserem Boot hindurch und versetzt uns in helle Begeisterung. Eine ganze Schule, Hunderte an der Zahl, halten sich in Familienverbänden heute Nachmittag hier im Mündungsbereich des Churchill River auf und tummeln sich um unsere Schlauchboote. Sie kommen immer näher, werden zutraulicher. Der eine schwimmt knapp unter der Wasseroberfläche, so dass der ganze Körper samt Fluke zu sehen ist. Er hat keine Rückenfinne wie andere Wale.

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Plötzlich nähern sich zwei Alttiere und strecken senkrecht Kopf und Oberkörper aus dem Wasser, uns neugierig aus ihren winzigen Äuglein anguckend. Da kennt unsere Begeisterung keine Grenzen mehr. «So was gibt es sonst nur im Film», meint unser Expeditionsleiter David. Die Weisswale können nämlich den Kopf drehen wie die Flussdelphine und sind ebenso neugierig und menschenfreundlich. Charakteristisch ist ihr Kopf mit der Melone, die an eine Mütze erinnert. Immer wieder tauchen schneeweisse Mütter mit ihren noch grau gefärbten Jungtieren auf. Die Weibchen leben mit ihnen zusammen, die Männchen hingegen von ihnen getrennt. Weisswale, die Kanarienvögel der Meere «Wie erkennen die Jungen ihre Mütter?», möchten wir gerne wissen. «Jede Mutter hat ihren eigenen Pfiff, an dem sie von ihrem Jungen erkannt wird.» Und diese Stimmenvielfalt sollen wir zu hören bekommen. Der Chief ruft alle Zodiacs zusammen. Mit Hilfe gekreuzter Paddel liegen wir wie eine Armada Seite an Seite. Mike Macrito und Andrea halten ihre mitgebrachten Unterwasser-Mikrophone ins Wasser, um uns an der Konversation der Belugas teilnehmen zu lassen. Was wir da hören, lässt uns den Atem anhalten. Der Walgesang unter unsern Booten ist einem Sphärengesang ähnlich. Man wird des Zuhörens nicht müde! Die Belugas werden deshalb auch Kanarienvögel der See genannt, da sie über ein grosses Repertoire an Tönen verfügen. Sie pfeifen, quietschen, brummen, singen. Ein unvergessliches Erlebnis. Warum die verschiedenen Farben? Die weisse Farbe dient der Tarnung, da diese Wale vorwiegend am Rande des Packeises leben. Die Jungen werden braun geboren und werden im Laufe von fünf Jahren weiss. So können wir in etwa das Alter dieser faszinierenden Meeressäuger erraten. Nie wieder werde ich diesen Ausflug mit den schiffseigenen Zodiacs vergessen.

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Nervenkitzel, Spass und Erholung

Hier wird Vergnügen grossgeschrieben

Quidditch spielen in Hogwarts, eine Bummel durch das Springfield der Simpsons, vor Cinderellas Schloss posieren und Mickey Mouse die Hand schütteln, Frau Holle und Rapunzel besuchen oder einfacher Adrenalinausstoss auf dem Rollercoaster …

AUTOR Yvonne Beck

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W

eltweit buhlen die Vergnügungsparks um Aufmerksamkeit: höher, schneller, bunter, spektakulärer. Jedes Jahr entstehen neue Attraktionen, Themenwelten und spektakuläre Fahrgeschäfte. Imagine stellt Ihnen einige dieser Parks vor.

Donald Duck oder als Muggel in der Zauberwelt Die spektakulärsten und aufwendigsten Parks befinden sich in den USA, genauer gesagt in Florida, nirgends ist die Vergnügungsparksdichte höher als im Sunshinestate. Island of Adventure, Disney World, Sea World und die Universal Studios ziehen Tausende von Besuchern jährlich in ihren Bann. Während Disneys Wahrzeichen immer noch das Cinderella-Schloss ist, begeistert das Universal Resort Orlando seit einigen Jahren mit der Wizarding World of Harry Potter. Diese Attraktion entführt Besucher in die Fantasiewelt von J. K. Rowling. Allraunen in Ladenschaufenstern, die maulende Myrte auf der Toilette, sprechende Bilder in den Fluren Hogwarths, ein Flug mit dem Hippogriff – in Form einer familienfreundlichen Achterbahn – so, als sei man mittels Portschlüssel direkt in die Welt der Dumbeldores und Snapes gebeamt worden. Nicht verpassen sollte man Honeydukes Süsswarenladen mit Bertie Botts Bohnen. – Aber Achtung! Es gibt sie wirklich in jeglicher Geschmacksrichtung genauso wie aus den Harry Potter-Bänden bekannt. Weitere Highlights des Parks sind: Incredible Hulk Coaster für Hartgesottene, Amazing World of Spiderman in 3D und für alle Fans von «Horton hört ein Hu» die Welt von Dr. Seuss. Die Walt Disney World umfasst 122 Kilometer und besteht aus vier separaten Themenparks und zwei Wasserparks. Den meisten ist das Magic Kingdom mit Mickey Mouse, Cinderella, Dumbo und Schneewittchen ein Begriff. Kinder lieben es! – Die Jungen das Piratenland, die Mädchen die Prinzessinenwelt. Fazit: Universal übertrifft in Sachen Nervenkitzel Disney bei Weitem, doch besonders kleinere Kinder werden in der Märchenwelt Disneys ihren Spass haben.

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In Grimms Märchen Welt oder eine Welt aus 55 Millionen Steinchen «Knusper, knusper, Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?» lautet das Motto inmitten der detailgetreuen Kulisse der Grimmschen Märchen im Europa Park in Rust. Im Märchenwald können die kleinen Besucher auf den Spuren ihrer Lieblingsmärchen wandeln, während die Erwachsenen sich in ihre Kindheit zurückversetzt fühlen. Nostalgiegefühle kommen auch bei dem der vier letzten existierenden Salon-Karussells auf. Hier können Besucher auf Pferdchen, Schweinchen oder in Kutschen ihre Runden drehen – ganz wie anno dazumal. «Speed» hingegen ist das Motto der Mercedes-BenzHall. Grossformatige Wandgrafiken und Filmszenen aus Formel 1 und DTM vermitteln die dynamische Atmosphäre eines Autorennens und lassen den Besucher eintauchen in die rasante Welt des Motorsports. In 2,5 Sekunden von 0 auf 100 schafft man es auf dem Bluefire Megacoaster. Wer danach ein wenig Abkühlung brauch, steigt in den Atlantica Super Splash, der Seetauglichen einen tiefen Sturz ins kühle Wasser beschert – vorwärts und rückwärts.

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Über 50 aussergewöhnliche Fahrattraktionen, spannende Shows und Workshops sowie Modelle aus 55 Millionen Steinen erwarten Familien mit Kindern im Alter zwischen drei und zwölf Jahren im Legoland Deutschland im bayerischen Günzburg. Kinder können hier in die Rolle ihrer Lieblingshelden schlüpfen und einmal Pirat, Erfinder, Prinzessin, Ritter oder Schatzsucher sein. Ob ein wilder Actionflug im Flying Ninjago, eine rasante Fahrt mit dem Feuerdrachen, ein Tauchgang in der Unterwasserwelt Legoland Atlantis, eine Entdeckertour durch die Lego Fabrik und das Miniland oder Wasserspass in Käpt’n Nicks Piratenschlacht, es gibt jede Menge zu entdecken! Vor allem die eigene Kreativität und Fantasie sind gefragt. – Das Ganze natürlich alles im Zeichen der kleinen, bunten Bausteinchen. Fazit: Im Europapark finden auch Erwachsene ihren Spass und Aktion. Legoland ist eher etwas für Kinder von drei bis zwölf Jahren, aber trotzdem Kult, denn fast jeder hat in seiner Kindheit mit Lego gespielt.


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Madagaskar Der achte Kontinent

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Masai Mara & die «Grosse Migration»

Englands ältestes Seebad

Auf den Spuren der Anne Frank

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Von Olinda bis Salvador

Zwischen Luftgitarren WM und Saunieren

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Schönheit jenseits des Ararat

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NaTour pur

Bewusst langsam die Ostschweiz entdecken

Glaubt man der Werbung, besteht die Ostschweiz aus Käse, Most, Säntis und ein paar Ex-Missen. Natürlich gibt es mehr zu entdecken, viel mehr. Zum Beispiel auf den zwei Kulturwegen durch die Ostschweiz.

publireportage

Speicher im Appenzellerland

S

chon Max Frisch wusste: «Musse und Wohlleben sind unerlässliche Voraussetzungen aller Kultur». Um sich auf sie einzulassen, braucht es Zeit und Raum – atmen und schlendern statt hetzen und keuchen. Dem Langsamtourismus hat sich die Angebotslinie «NaTour pur» von Ostschweiz Tourismus verschrieben. Beim Wandern und Velofahren kommen Sie dem Wesen dieser besonderen Region am nächsten. Wandern und Kultur Auf der «Kulturspur Appenzellerland» begeben Sie sich auf eine dreitägige Entdeckungsreise durch Raum und Zeit. Sie wandern an 50 Kultur- und Schauobjekten entlang und gewinnen einen Einblick in die Lebensart und das Brauchtum des Appenzellerlandes – dank vie-

ADVENTURE & SPORT 130 IMAGINE VOLUME 11

ler Gegensätze: hier die älteste urkundlich erwähnte Siedlung, da eine zeitgenössische Installation des bekannten Künstlers Roman Signer, dort die wildromantische Wissbachschlucht. Auf der «Nordostschweizer Kulturroute» sind Sie im Sattel unterwegs: Sie radeln durch die sanfte Hügellandschaft um Winterthur, vorbei am Rheinfall und den Schlössern, Burgen und Klöstern, die sich entlang des Rheins aufreihen, wie Perlen an einer Kette. Ein besonderer Ort ist die Kartause Ittingen – Jahrhunderte von Mönchen bewohnt und seit 1977 ein bekanntes Zentrum mit kultureller und spiritueller Ausrichtung. Alte Geschichten hier, junge Kultur dort: Frauenfeld, Start und Ziel der dreitägigen Velotour, lockt mit einer frischen Kulturszene, mit Festivals und Altstadtevents.


Velofahren in Stein am Rhein

Rheinfall im Schaffhauserland

NICE TO KNOW Kulturspur Appenzellerland

Nordostschweizer Kulturroute

Wandern, 50 Kilometer, drei Tage:

Velofahren, 100 Kilometer, drei Tage:

1. Tag 2. Tag 3. Tag

1. Tag 2. Tag 3. Tag

Degersheim – Stein AR Stein AR – Trogen Trogen – Rheineck

Frauenfeld – Schaffhausen Schaffhausen – Winterthur Winterthur – Frauenfeld

Weitere Informationen und Buchung der «NaTour pur»-Angebote unter: www.natourpur.ch Ostschweiz Tourismus

2 Übernachtungen, Gepäcktransport, Reiseunterlagen CHF 356.– pro Person

2 Übernachtungen, Gepäcktransport, Reiseunterlagen CHF 356.– pro Person

Fürstenlandstrasse 53 CH-9000 St. Gallen Tel. +41 71 274 99 00

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NICE TO KNOW Routenreporter – authentische Erlebnisse

Immer mehr Menschen entdecken die Schweiz zu Fuss, auf dem Velo oder mit dem E-Bike. Angebote wie «NaTour pur» ziehen. Die Linie von Ostschweiz Tourismus und SwissTrails GmbH beinhaltet buchbare Velo-, Mountainbike- und Wanderreisen durch die Ostschweiz und das Fürstentum Liechtenstein mit Gepäcktransport. Dieses Jahr gehen Routenreporter auf ausgewählte «NaTour pur»-Strecken: Menschen wie du und ich, die in Wort, Bild und Film von ihren Erlebnissen berichten. Projektleiterin Dui Klameth berichtet: «Die Routenreporter stehen für authentische Erlebnisse. Wir sind jedes Mal gespannt, welche Geschichten sie im Rucksack zurückbringen.» Den Anfang machten Fotograf Daniel Boschung (54), Künstlerin Esther Roth (70), Bäuerin Monika Knechtle (37) und Pfadleiter Nik Moser (22). www.natourpur.ch/routenreporter

Geniesserin Roth liess sich auf den Appenzeller Weg ein – sogar ohne Schuhe. Auf dem Barfussweg von Gonten erlebte sie die Natur mit allen Sinnen.

Esther Roth auf dem Appenzeller Weg

Bäuerin Knechtle begab sich auf die Mostindien-Tour Thurgau. In Altnau traf sie auf eine Apfelbäuerin aus Leidenschaft und in der Kartause Ittingen wurde sie ins jahrhundertealte Handwerk der Holzköhlerei eingeführt. Monika Knechtle auf der Mostindien-Tour Thurgau

Nik Moser auf dem Liechtensteiner Panoramaweg

Jungspund Nik Moser kletterte durch den Fürstensteig in Liechtenstein bis auf den Gipfel der Drei Schwestern. Sein Fazit: «Auch wenn es an einigen Stellen Mut braucht, die Wanderung ist absolut empfehlenswert!»

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Travel Gadget High Performance in Qualität und Design

Skifahrer aufgepasst, bald beginnt die neue Saison! Pünktlich dazu präsentiert Kästle seine neuen Modelle und zieht in der Wintersaison 2013/14 einmal mehr die Qualität der Quantität vor. Getreu dem Motto «Weniger ist mehr». Das Resultat kann sich sehen lassen: Der Winter 2013/14 wird mit einer innovativen Ski-Range eingeleitet, die nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Design überzeugt. DesignNeuinterpretationen gibt es insbesondere in der BMX-Serie. Die stilvoll reduzierte Grafik der Big Mountain-Modelle wurde durch gezielte Designelemente verfeinert, um die «Welt des Freeridens» visuell noch besser zum Ausdruck zu bringen. Einen regelrechten Neustart verzeichnet die FX-Serie. 2013 zeigt sich das FreeskiLine-Up technisch auf dem neuesten Stand und geht bewusst in die Offensive. Sie trägt die Signatur des weltbesten Freeski-Athleten Chris Davenport und ist eine gemeinsame Entwicklung mit dem amerikanischen Sportler. www.kaestle-ski.com

Mehr erleben auf Reisen

Das neue Kompaktfernglas CL Pocket von Swarovski Optik lässt jeden zum Entdecker werden. Horizonterweiterungen, die immer aufs Neue über raschen: Kreuzfahrt, Wanderung, Safari – das neue CL Pocket ist überall dabei und ermöglicht unvergessliche Erlebnisse in ungeahnter Sehschärfe sowie hervorragender optischer Qualität! Tiere und Pflanzen, Details an Bauwerken und Wahrzeichen oder mit einem Mal die ganze Bühne des OpenAir-Events entdecken – mit dem CL Pocket bleibt nichts im Verborgenen. Durch das faltbare Brückendesign lässt sich das CL Pocket ganz leicht überall hin mitnehmen und wird dabei vielen Ansprüchen gerecht. www.swarovskioptik.com

Nikon 1 meets J. W. Anderson

Nikon und der angesehene britische Designer J. W. Anderson haben sich zusammengetan und eine luxuriöse Kameratasche aus Leder für das schlanke, elegante Kamerasystem Nikon 1 kreiert. Die Unisextasche ist durch die klassischen Kamerataschen der vierziger Jahre und Jonathans androgynen Stil inspiriert. Sie ist so vielseitig wie die Nikon 1 selbst und bietet Raum für eine Kamera sowie für mehr als ein Wechselobjektiv. Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit zwischen Nikon und einem Modehersteller. Durch die Kombination aus traditionellem Lederhandwerk und vielseitiger Modernität reflektiert die Tasche die Mischung aus technologischem Erbe und modernstem Design, die den Kameras der Reihe Nikon 1, wie die Nikon 1 S1, Nikon 1 J3 und Nikon 1 V2, innewohnt. Es sind nur 400 Taschen der Limited Edition, die in vier Farbvarianten – Schwarz, Weiss, Blau und Orange – erhältlich. www.nikon.ch


Unterwegs mit dem Velo Klassiker Gardasee

Intensive Naturerlebnisse in Verbindung mit körperlicher Herausforderung können süchtig machen.

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ie Region rund um den schönsten See Norditaliens, den Gardasee, übt seit jeher eine grosse Anziehungskraft auf deutschsprachige Gäste aus. – Das klassische Mountainbike-Revier schlechthin. Asphalt- und Schotteranstiege findet man in der Region genauso wie technisch anspruchsvolle Singletrails und schnelle Abfahrten auf gemässigtem Untergrund. Die wahren Mountainbike-Freaks trifft man jedoch auf den verblockten, steilen und felsigen Passagen an, die ihnen so einiges abverlangen. Routenvielfalt Viele Biker sind schon echte «Gardasee-Kenner». Dennoch gibt es immer wieder neue Touren zu entdecken. So ist zum Beispiel die Abfahrtsvariante vom Tremalzopass über den Lago di Ledro schlichtweg beeindruckend. Aber bei der Tourenwahl muss man immer genau aufpassen: Anstiege mit über 2 000 Höhenmetern am Stück sind in der Region keine Seltenheit! Eine neue, noch wenig bekannte Route führt zunächst die Strasse hinauf in Richtung Altissimo. Die Originaltour ist schon wegen seiner Abfahrt, dem Sentiero 601, populär. Nach scheinbar nie enden wollenden 1 200 Höhenmetern, kann man jedoch auch rechts abbiegen, auf die Alternativstrecke. – Ein echter Geheimtipp.Ein Forstweg, der sich etwa auf gleicher Höhe befindet, führt in Richtung Navene bis zum Sentiero 6, dem Start der angestrebten Abfahrt. Technisch anspruchsvoll, steinig und mit Absätzen und unzähligen Serpentinen bleibt dieser rassige Trail sicher nicht lange ein Geheimtipp. Wer es sich erlauben kann, den Blick vom Weg zu nehmen und in die Umgebung zu blicken, wird mit

einem sensationellen Ausblick auf den scheinbar senkrecht darunter liegenden Gardasee belohnt. Nach dieser Härteprobe liegt es nahe, anstatt der Hauptstrasse den Seeweg ab Malcesine für die Rückfahrt zu nutzen. Das Linienschiff bringt Bike und Biker nach Torbole zurück.Nach etlichen Kilo- und vor allem Höhenmetern steht man dann meist bei einem leckeren Après-BikeSnack vor der Qual der Wahl: Entspannung am Seeufer oder Anstrengung im Fitnessraum, Relaxen in der Hotelsauna oder sich am Pool auf den Bikerstammtisch freuen. Am besten man begibt sich gleich mal auf die Suche nach der besten Tour für den nächsten Tag. In dieser Region mit den Hotspots Rovereto und Vallagrina im Osten, Monte Baldo, Trento und Monte Bondone sowie dem nördlichen Valle die Laghi gehen die Touren nie aus. Selbst langjährigen Kennern öffnen sich immer wieder neue Möglichkeiten und Strecken.

NICE TO KNOW

Mehr Information zur Mountainbike-Region www.mountaingardabike.com Ein auf Mountainbiker spezialisiertes Hotel am Gardasee: Aktivhotel Santalucia Gardasee www.mtb.aktivhotel.it Informationen zu allen auf Biker spezialisierte Regionen und Hotels: «Mountain Bike Holidays» www.bike-holidays.com

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Urlaubsrevier Nockberge «Nockbike» steht seit rund 20 Jahren für eine einzigartige Berg- und Seen-Landschaft abseits der MainstreamRegionen. Die Region um Bad Kleinkirchheim-Nockberge und dem Millstättersee steht den bekannten Radsportdestinationen aber mit Sicherheit um nichts nach.

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erade die eindrucksvollen Formen der Nockberge, mit ihren saftigen, sanften Bergrücken und sauberen Seen, bilden eine ideale Kulisse für alle Strassenradsportler. Egal, ob es viele Höhenmeter zu überwinden gilt oder die flacheren Touren rund um die Seen bevorzugt werden, auf einem solch abwechslungsreichen Wegenetz findet jeder Roadbiker seine Bestimmung. Kröne dich zum «Nockalmkönig» Seit 2009 findet jährlich der «Kärnten Radmarathon Bad Kleinkirchheim» statt. Nockberge und Millstättersee formen die Tribüne und die landschaftliche Schönheit der Strecke überzeugt durch Einzigartigkeit. Nach 108 Kilometern, 2 458 Höhenmetern und zwei schweisstreibenden Bergwertungen wird der Erstplatzierte auf der Eisentalhöhe zum «Nockalmkönig» gekrönt. – Ein echter Rennradlertraum. Wir starten die «Nockalmrunde» heute ganz ohne Rennatmosphäre und Zeitmessung. 35 Kilometer schlängeln sich durch den Nationalpark. So eine Ruhe wie hier findet man als Rennradler nur selten. 52 Kehren mit Steigungen bis zu 12 % stellen die Kondition ordentlich auf die Probe. Als Bergspezialisten freuen wir uns aber auf die beiden Pässe Schiestlscharte und Eisentalhöhe,

den höchsten Punkt der Runde. Ordentliche Kletterpassagen und tolle Abfahrten werden erwartet. Da kommt Freude auf. Vielleicht sollten wir Ende Mai doch noch einmal wiederkommen, wenn die 5. Auflage des Kärnten Radmarathons stattfindet. Nockbike für Genussradler Für Genussradler bieten sich die Touren rund um den Millstätter See, Ossiacher See oder Wörthersee an. Hier kann man das aktive Vergnügen mit dem Sprung ins kühle Nass verbinden. Sportlich attraktiv, aber auch für ungeübtere Radsportler durchaus zu bewältigen, ist der Anstieg auf den Glanz. Für die Anstrengungen in manch steilen Passagen werden wir durch den atemberaubenden Blick über das Drautal entschädigt. Rasant geht es dann abwärts, Richtung Millstätter See. Dort angekommen, lassen wir uns vom Kap 4613, bekannt als Feuerinsel & Pyramide, anlocken. Bevor wir über Radenthein nach Bad Kleinkirchheim zurückradeln, kommt die Pause auf der schwimmenden Ganzjahresterrasse genau richtig. Je länger die Speisekarte, desto grösser wird die Sorgenfalte auf der Stirn. Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. In den Nockbergen verwöhnen Spezialitäten wie Nockalmrind, Kärntner Låxn oder Frigga den Gaumen. Man hat die Qual der Wahl, genauso wie bei der Entscheidung für die nächste Tour.

NICE TO KNOW

Mehr Information zur Rennradregion: www.nockberge.at www.millstaettersee.com Spezialisierte Rennradhotels: Hotel Kärntnerhof www.family-kaernten.com Landhotel Lindenhof www.landhotel-lindenhof.at Inforamtionen zu allen auf Rennradfahrer spezialsierten Hotels & Regionen: Roadbike Holidays www.roadbike-holidays.com

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Auszeit in alpinen Bergwelten Aktivität, Entspannung und Genuss – das alles vereint der Aqua Dome zu einem ganzheitlichen Ferienerlebnis in Längenfeld im Tiroler Ötztal. Neben diversen Schwimm- und Wohlfühlbecken bietet die Therme die Saunawelt Gletscherglühen, die Spa-Oase Morgentau, das Fitnesscenter Gipfelsturm und das 4 -Sterne Superior Hotel inklusive Premium-Spa.

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er Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld – ist das modernste und architektonisch beeindruckendste Thermen-Resort im Alpenraum. Die futuristisch anmutende Wasserwelt im Herzen des Ötztals begeistert zu jeder Jahreszeit mit verschiedenen In- und Outdoor-Attraktionen auf über 50’000 Quadratmetern. Futuristische Schalenbecken Das Herzstück, der kristallförmige Thermendom Ursprung, lädt mit schwefelhaltigem Thermalwasser aus fast 1 900 Metern Tiefe zum gesunden Baden ein. In der Freilufttherme Talfrische lösen drei scheinbar schwebende Schalenbecken mit Unterwassermusik, Lichteffekten, Schwefel- und Solewasser alle Alltagssorgen im Nichts auf. Heiss und sinnlich geht’s in der Saunawelt Gletscherglühen zu: Von sanften 55° C bis zu satten 115° C halten die abwechslungsreichen Saunen für jeden das passende Wärmeerlebnis bereit. Alpines Wohnen Neben der Therme verwöhnt das 4-Sterne Superior Hotel Aqua Dome seine Gäste vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Alpiner Charme trifft hier herzliche Gastfreundschaft. Zeitgenössische Architektur beherbergt ein Wohn- und Wohlfühlangebot der Superlative. Das Wohnen in den zusätzlich 60 neuen Zimmern und Suiten im alpinen Stil stellt einen deutlichen Bezug zur Region her. Natürliche Materialien und eine klare Formensprache verbinden die Vorzüge moderner Architektur mit heimeliger Wohlfühlatmosphäre gekonnt. Gesunde Kräuter für Körper und Geist Das neue Spa 3000 ist exklusiv für Hotelgäste reserviert und verdankt seinen Namen den zahlreichen Dreitausendern im hinteren Ötztal. Kräuter, Mineralien, Edelsteine, Feuer und Wasser werden hier gekonnt in Szene gesetzt. Der Wellness-Rundgang beginnt in der Alpenkräutersauna. Hier werden eigens Kamille, Pfefferminze und Lavendel mit reinem Ötztaler Wasser destilliert. Im Kräuterpackungsbad kann man aus verschiedenen alpinen Packungen wählen. Ein weiteres Highlight ist das Ötztaler Mineralbad, in dem Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium und Se-

len aus feinen Düsen zur Inhalation versprüht werden. Relaxen vor imposanter Bergkulisse Auf der zweiten Ebene des Spa 3 000 gewähren acht Meter hohe gipfelförmige Glasfassaden spektakuläre Aussichten auf die umgebende Bergwelt. Rund ums Feuer, Almensicht – die Entspannungsräume tragen nicht nur klangvolle Namen, sondern sind individuell gestaltet. Abtauchen in wohlig warmes Ötztaler Thermalwasser heisst es in den Längenfelder Badl’n. Im 36° C warmen Nass können die Gäste auf Unterwasserliegen vor dem imposanten Bergpanorama relaxen – der perfekte Ausklang eines Wellness-Spaziergangs.

NICE TO KNOW AQUA DOME

Tirol Therme Längenfeld Oberlängenfeld 140 A-6444 Längenfeld www.aqua-dome.at

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Tausend Wege ins Gl端ck

Herbst in den Bergen

Wanderwege, Biketrails, Velorouten und eine einzigartige Urigkeit machen die Bergwelt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

AUTOR Lilly Steffen


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ährend im Herbst die Tiere von der Alp zurück ins Tal getrieben werden, treibt es immer mehr Menschen im Herbst in die Berge. Die Alp- beziehungsweise Almwirtschaft hat eine lange Geschichte. Seit Hunderten von Jahren werden Weiden oberhalb der Waldgrenze genutzt. Die Herstellung von Käse im Sommer diente den Menschen dazu, Milch haltbar zu machen und Vorräte für die langen Wintermonate anzulegen. Aus der Ferne sah und sieht das Älplerleben romantisch aus: Glockengebimmel, ein Grashalm im Mundwinkel, viel Natur, Sonnenuntergänge über den Berggipfeln und Kerzenschein am Holztisch. Doch dieser Job bedeutet in Wahrheit harte körperliche Arbeit und ein Leben in Einfachheit. Trotzdem ziehen die Berge, ihre Bewohner und Brauchtümer immer mehr vor allem Städterinnen und Städter an. Besonders im Herbst, denn dann sind die Temperaturen angenehmer als im Hochsommer und die Wälder zeigen sich in ihren buntesten Farben Bergromantik Zum romantischen Bild der Schweizer Bergwelt trug vor allem Johanna Spyri mit ihren Heidibüchern bei. In nur wenigen Jahren nach der Erstpublikation wurden diese Bücher zum Welterfolg. Bis heute wurden sie in über 50 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt. Kein Wunder, dass viele Touristen auf den Spuren der kleinen Heidi wandern wollen. In der heutigen Ferienregion «Heidiland» wurde Heidi gesund und glücklich, knüpfte Freundschaften und fand zu sich selbst. Hier fühlte sich das Naturkind geborgen. Bei ihrem Grossvater auf der Alp oberhalb von Maienfeld verspürte und versprühte Heidi die reine Lebensfreude. So ist der Weiler Maienfeld für jeden Heidifan ein Muss. Er beherbergt das «Original Heidihaus» – ein Wohnhaus mit Einrichtung wie zu Heidis Zeiten – das «Johanna Spyri Museum Heididorf», einen Dorf- und Souvenirladen voller Heidiandenken und die kleinste Poststelle der Schweiz mit Heididorfsonderstempel. Daneben ziehen weitere Sehenswürdigkeiten und Angebote Besucher

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Engadin im Herbst

aus aller Welt an: verschiedene Heidiwanderwege und -pfade, eine Heidialp und das Johanna Spyri-Museum in Hirzel.Outdoor und AdrenalinDoch nicht nur die romantische Seite der Berge zieht immer mehr Menschen in ihren Bann. Abenteuer und Outdoor-Erlebnisse gewinnen von Jahr zu Jahr mehr Bedeutung. Auf Schotterpisten, Waldwegen, Singletrails – bergauf und bergab, können Mountainbiker ihre Fähigkeiten optimal ausspielen. Mit einem Zweirad aus eigener Kraft in die Berge zu fahren ist umweltfreundlich, praktisch, erlebnisreich und hat eine lange Tradition. Schon die alten Bergvagabunden sind mit dem Drahtesel in die Berge aufgebrochen. Damals war es schlicht das günstigste Verkehrsmittel, um zu den Bergen zu gelangen. Heute ist das Mountainbiken angesagter denn je. «Bike & Hike» lässt die Bergsteiger Gipfel erklimmen, beim Cross Country wird eher kupiertes Gelände unter die Räder genommen. Tourenfahrer lieben grosse Runden, «All Mountain» führt in die hohen Berge zu oft schwierigen Abfahrten. Freerider und Downhiller nutzen gern Aufstiegshilfen und bewegen sich teilweise in Bike-Parks, während Free- und Slopestyler viele Aktionen in der Luft vollbringen. Sie alle nennen sich Mountainbiker! Was sie eint, ist die Leidenschaft für das Outdoor-Erlebnis auf zwei Rädern. Bewegungsfreude, Naturerlebnis, Gemeinschaft, Erholung und Ausgleich zum Beruf, Gesundheit und Training sind ihre Motive. Glück haben inzwischen auch die weniger Trainierten, seit Erfindung des E-Bikes erreichen auch sie den Gipfel.

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NICE TO KNOW Herbstbräuche in der Schweiz

Der Herbst ist traditionell die Zeit der Ernten und des Dankes. Im Herbst verkaufte man früher Vieh und Geflügel und bezahlte den Angestellten die Löhne für die im Sommer geleisteten Dienste. Entsprechend war der Herbst seit jeher auch die Zeit, Geld auszugeben und zu feiern. Gelegenheit bot sich an zahlreichen Märkten mit Gaststuben, Tanzveranstaltungen, Schaubuden und vielem mehr. Viele dieser herbstlichen Traditionen haben bis heute ihren Marktcharakter erhalten. Schöne Beispiele sind die zahlreichen Winzerfeste im Waadtland, Wallis und Tessin, der pittoreske Warenmarkt «Saint-Martin» in Chevenez oder die zahlreichen Kastanienfeste im Tessin und im Bergell.


Urlaubshelfer a la Daniel Düsentrieb: Die verrücktesten Reiseaccessoires der Welt Nackenkissen, Kamera und Stromadapter - es gibt etliche Reiseutensilien, die viele Urlauber nicht entbehren können. Das Angebot solcher Helfer wird jedoch nicht nur grösser, sondern auch immer kreativer. Experimentierfreudige Urlauber kommen bei den neuen Produkten, die das Reisen erleichtern, voll auf ihre Kosten. Wir stellen die ausgefallensten Utensilien für Reiseprofis vor.

Gabelstäbchen – das trickreiche 3-in-1 Besteck

Selbst beim Stehasiaten passiert dem Durchschnittseuropäer oft der peinliche Fauxpas, dass die Reisnudel einfach durch die Stäbchen rutscht. Steht der Urlaub in Asien bevor, können Reisende entweder wochenlang die richtige Technik üben, oder zu den smarten Gabelstäbchen greifen. Diese Utensilien sehen aus wie Essstäbchen; werden diese umgedreht, so sind sie Messer und Gabel. Mit den spülmaschinenfesten Gabelstäbchen aus umweltfreundlichem Polystyrol sind Reisende für den Asientrip bestens ausgerüstet.

Die Digitalkamera-Schwimmmaske

Des Reisenden unentbehrliche Begleiterin darf nirgendwo fehlen: Die Fotokamera hält jeden besonderen Moment fest, vom Essen im Restaurant, über die weiten Sanddünen, bis hin zur belebten Stadt. Nur die Tauchtour lässt sich mit der herkömmlichen Digitalkamera meist nicht mit den Zuhausegebliebenen teilen. Abhilfe schafft hier die Taucherbrille mit einer integrierten wasserfesten Digitalkamera für Fotos und Videos. So kann man auch nach der Rückkehr immer wieder in die Unterwasserwelt tauchen.

Der Kopf-Schirm für eine trockene Sightseeing Tour

Ein plötzlicher Regenguss im Urlaub kann die geplante Stadttour vermiesen. Mit einem Stadtplan in der einen und einer Fotokamera in der anderen Hand bleibt keine Hand mehr, um einen Regenschirm zu halten. Der verregnete City Trip kann durch eine Innovation trotzdem noch gerettet werden. Der Kopf-Schirm ermöglicht den Reisenden eine trockene Sightseeing Tour, ohne dabei einen lästigen Schirm halten zu müssen. Dank seiner grossen Beliebtheit wird dieser Schirm auf vielen Internetportalen günstig angeboten.


Wo das Glück zu Hause ist Alte Werte bewahren ist besonders in unserer schnelllebigen Zeit etwas sehr Wichtiges geworden. Einige Berghotels verstehen das jedoch falsch und bleiben verankert in längst veralteten Klischees mit einer Überladung alpinem Kitsch. Zwei, die den richtigen Weg gehen, sind Martina und Josef Kröll mit ihrem Wohlfühlrefuguim dem Wiesergut.

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Wieser(gut) hervorragend

AUTOR Yvonne Beck


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erien in den Bergen? Ja, aber wenn, nur im Winter zum Skifahren. Da ist man Abends dermassen ausgepowert, dass man über die häufig geschmacklosen Unterkünfte hinwegsehen kann. – Im Sommer oder Herbst niemals! So, meine bisherige Meinung, besonders im Bezug auf Skiorte in Österreich. In diesem Sommer wurde ich eines Besseren belehrt! Es gibt sie, die kleinen Orte, die alte Werte und modernes Design, Geschichte und Innovationen perfekt vereinen können! Und dadurch etwas ganz besonderes schaffen. Eine dieser Perlen in der Bergwelt Saalbach Hinterglemms ist das Wiesergut. Auf zu neuen Ufern – Die Geschichte im Gepäck Das kleine, aber sehr feine Boutique-Hotel Wiesergut steht auf geschichtsträchtigem Boden. Die ältesten Nachweise über eine Besiedlung des Glemmtals stammen aus dem Jahr 1222. Damals sprach man von «Salpach», dem heutigen Saalbach. Auf diesem Grund befindet sich seit 1350 ein Gutshof, genannt «Wiesern». Gertraud Kröll, die Urgrossmutter von Josef Kröll, begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Unterbringung von Urlaubsgästen in Hinterglemm und verwandelte

den Gutshof von 1350 in einen Bauernhof zum Urlaubmachen. Die Pionierarbeit liegt Martina und Josef Kröll, Landwirte und Inhaber der beliebten Wieseralm, sozusagen im Blut. Viele Jahre arbeiteten sie an der Idee vom neuen Wiesergut, reisten durch die Welt, liessen sich inspirieren und schufen sich eine ganz eigene Vision, dem Hotel eine moderne Identität zu geben. Gleichzeitig wollten sie die Werte und Traditionen des Familienbetriebes erhalten. «Wir sind kein kühles Designhotel, sondern ein Ort, den wir lieben und den auch unsere Gäste lieben sollen», sagt Josef Kröll. Das scheint ihnen zu gelingen, denn trotz der puristischen Architektur und des edlen Designs fühlt man sich vom ersten Moment an wohl im Wiesergut. Wie in einer kleinen Oase, die es einfach nur gut mit uns meint. Baden unterm Sternenhimmel Im Wiesergut setzt die Natur Akzente: unbehandelte Hölzer und zeitloser Naturstein, wettergegerbtes Leder und kuschelige Naturstoffe. Auch die Suiten versprechen nur das, was sie halten können: Insgesamt 17 Gutshofsuiten und sieben Gartensuiten überzeugen durch naturverbundenen Luxus in puristischem Design,

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ohne dabei eine Sekunde lang unterkühlt zu wirken. Die exklusiven Gartensuiten mit begrünten Dächern sind eine Verschmelzung von Innen und Aussen. Sie geben durch ihre vier Meter hohen Glasfassaden die Sicht auf die umliegenden Berge frei. Ein Kamin aus unbehandeltem Stahl, eine freistehende Badewanne mit Blick in den Sternenhimmel sowie ein mit warmem Quellwasser gefüllter Hotpot tun das Übrige. «Back to the roots» Auch in Gourmetkreisen hat sich das Wiesergut inzwischen einen Ruf gemach. Das Geheimnis ist eigentlich recht einfach, doch überzeugt: Die Frische macht den Geschmack! So kommen saisonale Zutaten aus dem heimischen Gemüse-, Obst- und Kräutergarten auf den Tisch. Speck, Rindfleisch stammen vom Pinzgauer Milchkalb, Milch und Eier aus der eigenen Landwirt-

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schaft. «Back to the roots» ist die Philosophie in der Küche. So werden traditionelle, qualitativ hochwertige Zutaten neu interpretiert. Unkomplizierte Gerichte mit erntefrischen Naturprodukten und einer hausgemachten Wildkräuterküche sorgen immer wieder für ein geschmackliches Erlebnis. Selbst das Wiesernbrot wird noch immer auf seine ursprüngliche Weise hergestellt: mit natürlichem und durch Steinmühlen gemahlenem Mehl, reinem Salz und frischem Glemmtaler Quellwasser. Von Hand geknetet, geformt und direkt im Holzbackofen an der Piazza gebacken, werden dazu raffinierte Aufstriche oder hausgemachte Marmeladen gereicht. Irgendwie scheint alles so einfach … und doch einfach perfekt! Egal, ob im Herbst, Winter, Frühling oder Sommer …


Best of Travel Apps

Where to go?

Auf dem Sprung? Four-square macht es leicht, das Beste in der Umgebung zu entdecken, egal, wo man gerade ist. 30 Millionen Leute sind schon auf Foursquare, um rauszufinden, wo die eigenen Freunde und Einheimischen gerne hingehen und um Empfehlungen für die besten Bars, Restaurants und Sehenswürdigkeiten zu bekommen. Das Beste ist: Foursquare ist genau auf den User zugeschnitten und mit jedem Check werden die Empfehlungen noch besser.

Zollkontrolle

Mit der neuen MARCO POLO Travel Guides App können Metropolen ganz entspannt erkundet werden. Durch übersichtliche Listen und individuelle Filtermöglichkeiten, detaillierte Karte und innovative Routinghilfe ist jeder Hotspot schnell und einfach gefunden. Orientierung vor Ort ist ganz einfach und die Gefahr des Verlaufens in fremder Umgebung gebannt. Äusserst praktisch und kostenschonend: Die MARCO POLO Travel Guides App inklusive Kartenmaterial funktioniert auch im Offline-Modus.

Neue Fotodimension

Beinahe unzählige Möglichkeiten, Fotos in Kunstwerke zu verwandeln, gibt es bei Tangent. Einfach anzuwenden, hilft Tangent dabei, Fotos auf das nächste Level zu heben. Unter anderem bietet Tangent 15 vorgefertigte Muster, die man im Handumdrehen auf seine Fotos legen kann. Wer richtig kreativ werden will, kann das natürlich auch tun. So steht in drei verschiedenen Kategorien dann neben geometrischen Formen wie Kreise, Quadrate oder Dreiecke auch eine Auswahl von Patterns mit vielen hochwertigen Punkt- oder Strichmustern, sowie eine Sektion mit unterschiedlichen Farbanordnungen bereit.

Trinkgeldalarm

Der Kellner schaut nach dem Bezahlen etwas böse drein. – Schon wieder zu wenig Trinkgeld gegeben? Dabei war der Service wirklich gut. Damit so etwas nicht mehr vorkommt, gibt es jetzt den Tipulator. – Ein hübscher, witziger und einfach zu bedienender Trinkgeldrechenautomat benutzbar mit dem iPhone und iPod touch. So macht man Bedienungen froh.


A Love Story Mit dem Einchecken auf dem Segelschiff Sea Bird am Hafen von Victoria beginnt eine Reise in einen wahr gewordenen Traum, der sich manchmal surreal anf端hlt. Man ist nicht der Betrachter einer Postkarte. Man ist mitten drin.

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Auszeit von der Vollzeit: Seychellen AUTOR Helena Ugrenovic


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or 200 Millionen Jahren waren alle Kontinente zu einem riesigen Urkontinent vereint. So war das heutige Indien mit der Ostküste Afrikas verbunden. Als Indien sich im Prozess der Kontinentaldrift immer weiter von Afrika entfernte, näherte es sich aus südlicher Richtung dem asiatischen Kontinent an, bis es mit ihm verschmolz. Einige Landmassen, sogenannte kontinentale Überreste, blieben auf ihrem Weg im Meer zurück. Sie zählen heute zu den ältesten, schönsten und einzigartigsten Granitinseln der Welt: die Seychellen. Abschied «Logbucheintrag, Tag 7: SY Sea Bird – 29th June. 0545hrs: picking up anchor from Ste Anne Marine Park, approaching Victoria Harbour, heading into base. Wind: blowing from southeast @ 10 knots. Sea conditions: calm.6.30hrs: drop anchor at base. Lat: 04 degrees 37’.2 S / Long: 055 degrees 27’.5 E.» Ein bisschen verloren und immer noch tief bewegt von all den Impressionen, stehen wir am Pier im Hafen von Victoria und blicken auf unser Schiff. Es war uns sieben Tage und sieben Nächte ein Zuhause. Wehmut überdeckt die geballte Ladung an Emotionen und Eindrücken, die unsere Seelen gefüttert hat. Die Einzigartigkeit dieses uralten Erdfleckens ist mystisch und schön, magisch und bizarr zugleich. Vor einer Woche hatten wir uns auf eine Reise begeben – ohne Fernseher, SMS, Internet und WiFi, ohne Bezug zum Rest der Welt. Sieben Tage und sieben Nächte waren wir offline und noch nie zuvor so online. Was für ein Luxus!

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Pirates of the Seychelles Die Atmosphäre an Bord ist locker und ungezwungen. Vielleicht liegt es am Gefühl der Freiheit, dass ein Schiff ausströmt oder der Vorahnung, Zeugen von etwas Besonderem zu werden. Der Trip in ein Land, das lange vor unserer Zeit entstand, wird uns zu sieben verschiedenen Inseln führen. Einerseits ist das Schiff gross genug, um Privatraum zu geniessen, andererseits so gemütlich und überschaubar, um Erlebnisse als Gruppe zu teilen. Als am Abend der Grill an die Aussenwand des Schiffs montiert wird und ein reichhaltiges Barbecue auf der glühenden Kohle brutzelt, sind wir eine Deutsch-Franko-Schweizerisch-AmerikanischeGemeinschaft, mitsamt einer prallen Bananenstaude, die, befestigt am Dach des Hecks, im Rhythmus der Wellen pendelt.

From Dusk till Dawn «Siehst du diese spezielle Sternformation?» Jude, unser Kapitän, zeigt in den glitzernden Himmel. Es ist stockdunkel auf dem Schiff. «Das ist das Kreuz des Südens, das nur in der südlichen Hemisphäre sichtbar ist.» Inmitten des hellen Bandes einer Milchstrasse, bilden die vier hellsten Sterne ein Kreuz. Vom Schiffsheck erklingt Gelächter. Wie jeden Abend sitzen wir am riesigen, blank polierten Holztisch mit den ausladenden, weichen Bänken. Wir reden, lachen, trinken den heimischen Rum namens «Takamaka» und wünschen uns, die Zeit möge einfach nur stillstehen. Wir sehnen uns danach, zu verharren und ein bisschen länger zwischen den Inseln und fern unseres wahren Lebens zu verweilen.

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«ES SIND NICHT IMMER DIE SCHIFFBRÜCHIGEN, DIE AUF INSELN ZUFLUCHT SUCHEN.» (INGEBORG BACHMANN)

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Memories Ich liege auf dem gepolsterten Sonnendeck, starre in den nächtlichen Himmel und das Kreuz des Südens. Es ist unser vorletzter Abend und ich möchte für einen kurzen Moment alleine sein mit dieser Liebesgeschichte, der wir alle erlegen sind. Ich möchte die Gedanken, Gefühle, Eindrücke und Bilder abrufen, um die einzelnen Perlen zu einer Kette zu knüpfen, die ich imaginär um den Hals tragen: Jadegrüne Wellen spülten als einzig wahrnehmbares Geräusch an den pulvrigen, schneeweissen Strand der menschenleeren Bucht, die wir mit einem kleinen Motorboot angesteuert hatten. Die Sonne brannte auf dem von Muscheln und Korallenstückchen übersäten

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Sand, während die saftig grünen Berggipfel im Hintergrund von dicken Nebelschwaden und grauen Wolken verschluckt wurden. Gorillas im Nebel – ein groteskes Bild, das nur vom Wasser aus in dieser Vollkommenheit sichtbar war. Die eine Hälfte unserer Gruppe erkundete als Schnorchler und Taucher die Unterwasserwelt, während der Rest und ich im warmen Sand von Baie Ternay lagen und einfach existierten. Ich schoss Hunderte gleicher Fotos, besessen davon, jedes Detail dieser Naturschönheit einzufangen. Die Sonne versank langsam an einem Himmel, der, eingetaucht in flammendes Orange, Rot und Rosa zu brennen schien. Wir hatten die Insel Curieuse mit den gefrässigen Riesenschildkröten verlassen, segelten in den Sonnenuntergang und hatten uns zur Cocktailstunde auf dem Captain’s Deck um Jude versammelt. Fasziniert beobachteten wir den Sonnenuntergang und ein Gefühl von Freiheit, Schönheit und Unendlichkeit ergriff Besitz von uns. «Hey Guys, wir sind im Paradies! Es ist echt, wir träumen nicht!», sprach Chris uns aus den Herzen. Am nächsten Tag segelten wir nach La Digue, der Insel


mit einem der schönsten Strände der Welt. Dort lagen von Wasser und Wind geschliffene Granitbrocken auf dem Sand, im seichten Meer eingebettet. Mit den Fahrrädern hatten wir einen Teil der mit Palmen überwucherten Insel erkundet und uns im wannenförmigen, warmen Plateau eines Steinfelsens gesonnt. Nun dümpelten wir im lauwarmen Wasser herum und beobachteten die Fische, die um uns herumschwammen.

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Ewigkeit Es war traumhaft. Sogar ein paar Wochen nach unserem Turn erhielt ich eine E-Mail unserer Honeymooner Daniela und Matthias, in der sie schrieben, dass sie noch immer nicht glauben konnten, all das tatsächlich erlebt zu haben. Die Mystik und Schönheit dieser Inseln wirkte wie ein Zauberland, das weit entfernt von unserem Planeten zu sein schien. Noch Jahre später wird sie wehmütige Sehnsucht hervorrufen.

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MALERISCH MAKELLOS MAURITIUS

NICE TO KNOW Airline: Sehr gute und preislich attraktive Verbindung von Zürich nach Mahé bietet Emirates. www.emirates.com Seychellen All-Inklusive: auf einem

Schiff. Vollpension, Schnorcheln, Tauchen, Baden, Geniessen, das Gepäck fährt mit, niedrige Nebenkosten, dafür umso mehr Erlebnisse und Eindrücke. www.seychelles-cruises.com

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rüsse G e b Lie

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ESER IMA GINE L Post fach

Schweiz


VORSCHAU Die fünfte Jahreszeit

Ob Karneval, Fasnacht oder Fasching, die fünfte Jahreszeit feiert man fast überall auf der Welt. Und das kann ganz unterschiedlich aussehen, denn jede Kultur hat seine eigenen Rituale und Bräuche. Imagine stellt Ihnen einige Faschingshochburgen vor. Vom stillen Maskenfest in Venedig zu heissen Samba-Rhythmen in Brasilien, vom Kamellewerfen in Köln zum Blumenkorso in Nizza. Tauchen Sie ein in die närrische Zeit.

Ski heil!

Wintermärchen können wahr werden! – Erleben Sie es selbst! Frau Holle wird auch in diesem Winter für schneesicheren Pistenbetrieb in den Skigebieten sorgen. Majestätische Gipfel, glitzernder Schnee und bestens präparierte Pisten. Ob Boarden, Carven oder Wedeln, Imagine präsentiert Ihnen die schönsten Skigebiete, hält Ausschau nach Aktivitäten ausserhab der Pisten und macht den ultimativen Aprés-Ski-Test.

Eine Reise zum fünften Kontinent

Australien zieht jährlich Millionen Europäer an, denn die über 20 Stunden Flug lohnen sich. «Down Under» belohnt die Anreisestrapazen mit einem einzigartigen weiten Outback, der Kultur der Aborigines, hippen Städten wie Sydney oder einer faszinierenden Unterwasserwelt am Great Barrier Reef. Entdecken Sie mit uns, warum Australien einfach unvergleichlich ist und warum Koalas, Kängurus und Wallabys gerade diesen Erdteil so lieben. Freuen Sie sich mit uns auf die im August 2013 erscheinende Ausgabe mit vielen spannenden Themen und Geschichten rund um den Globus.

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