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herBst : : 2018

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Liebe Leserinnen, liebe Leser Nach der erfolgreichen Lancierung der Erstausgabe vom «Geschäftsführer Bern» und den Reaktionen in der Grossregion Bern bei den Zielgruppen haben wir mit Elan nun auch die zweite Ausgabe produziert. Eine neue Publikation auf den Markt zu bringen ist immer eine Herausforderung. In der Gewissheit jedoch, dass man mit dem inhaltlichen Konzept richtig liegt und bei den Anspruchsgruppen auch eine Nachfrage für die publizistische Bearbeitung der Themenfelder im «Geschäftsführer» registriert wird, fällt ein solcher Effort noch leichter und macht umso mehr Spass. In dieser Ausgabe haben wir erneut interessante Protagonisten in Führungspositionen aus der Region Bern besucht und uns mit ihnen unterhalten. Zum Beispiel trafen wir Flughafen Bern CEO Mathias Gantenbein. Die Einblicke in seine Berufswelt und in die Herausforderungen an ihn als Geschäftsführer des Flughafens sind hoch interessant. Mathias Gantenbein besetzt einen der sowohl strategisch wie auch in der öffentlichen Wahrnehmung wichtigsten Posten in der Region Bern. Der Flughafen hat für die Bernerinnen und Berner eine grosse emotionale Bedeutung und ist auch aus ökonomischer Sicht sehr wichtig. Und jetzt sind das Flughafen Führungsteam und der CEO erst recht gefordert, seit die Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines nach Deponierung der Bücher nicht mehr wichtige Anbindungen und Strecken sichert. Spannend war auch das Treffen mit einer der wohl faszinierendsten Frauen der Region: Weltraumforscherin Kathrin Altwegg. Als «Kometenjägerin» wurde sie bekannt. Die Physikerin und Professorin für Weltraumforschung am Center for Space and Habitability der Universität Bern hat sich in einer Männerdomäne behauptet und konnte sogar Führungspositionen bei verschiedenen Weltraum-Forschungsprojekten einnehmen. Für sie als Physikerin und Projektleiterin gilt das Prinzip «Geht nicht – gibt’s nicht!». Was sie genau damit meint, erzählt sie uns in dieser Ausgabe. Diese Themen und viel mehr erwartet Sie, liebe Leserinnen und Leser in unserer zweiten Ausgabe. Lesen Sie ausserdem, wie sich Bern für den Riesenanmarsch von Gästen an die Swiss Skills in der BEA Expo wappnet. Viel Spass bei der Lektüre und bis zur nächsten Ausgabe.

Ihr Joël Ch. Wüthrich Chefredaktor

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INHALT

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highlight FLUGHAFEN BERN Ein erstes grosses Berufsziel erreicht

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BLS 22 Brainstorming auf dem Thuner- und Brienzersee

Bern-inside

business

aus & weiterbildung WEITERBILDUNG 4.0 38 Sind wir bereit für die Arbeitswelt 4.0?

bauen & Wohnen 26

SkyWork Airlines 12 Abschied trotz hoher Kundenbindung

CENTER FOR SPACE AND HABITABILITY UNIVERSITÄT BERN Geht nicht – gibt's nicht

BELP, MÜNSINGEN, WORB Metropolitanraum im Süden Berns

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SWISS SKILLS 2018 IN BERN Die nächste «Goldene Generation»

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STRAHM MÜHLE Mahlen aus Tradition

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BERN WELCOME Wertschöpfung von Sport-Events

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EINE FRAGE DER WIRKUNG Wenn Farbe & Licht kommunizieren

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mobilität Die NEUE A-KLASSE Lass uns drüber reden

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Entwicklungshilfe für Führungskräfte Zeit- und ortsunabhängig studieren an der Fernfachhochschule Schweiz Master Business Administration

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Zürich | Basel | Bern | Brig


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INHALT GELÄNDEKOMBI OPEL INSIGNIA COUNTRY TOURER Kein Ende Gelände

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sport & freizeit

genuss WEIN AUS DER REGION Wein trifft Business

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PIZZERIA RISTORANTE MOLINO THURM Mediterrane Gaumenfreuden

SCHAUMWEINE Flüssige Perlen vom Bielersee

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beauty & gesundheit

BERNER WEINMESSE Weinhändlern begegnen

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WELEDA, DR. HAUSCHKA & CO. Natürlich schön! – Streben nach Nachhaltigkeit

THUN – SPORT Das Konzept Wacker Thun: Keine Kompromisse

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SIDLER-TRAINING Kraft und Gesundheit

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RAUM FÜR WEINLIEBHABER 74 Ein neuer Weinkeller in Thun Heimberg

Style

COACHING & FISCHEN Durch Fischen zur Erkenntnis

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News 76 Ice Society

UGLY-SNEAKER Men’s World

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Flughafen Bern

Ein erstes grosses Berufsziel erreicht Regionale Flughäfen nehmen im «Etat d’ésprit» der Menschen, die sich einem Grossraum zugehörig fühlen, einen besonderen Platz ein. Jener in Bern-Belp ist diesbezüglich noch einmal spezieller. Und so sind die Aufgaben von Flughafen-CEO Mathias Gantenbein noch etwas vielfältiger als das, was das Tagesgeschäft auf den ersten Anblick vermuten lässt. Interview mit Mathias Gantenbein von Joël Ch. Wüthrich

J

a, es war schon eine Art Traum, eines Tages in einer leitenden Position am Flughafen Bern wirken zu können, sagt Mathias Gantenbein. Der jugendlich-souverän wirkende heute 40-Jährige hatte stets einen Fokus auf den Airport in Bern-Belp. Und nun ist er tatsächlich seit Ende 2015 als CEO der Flughafen Bern AG tätig. «Der Flughafen Bern hat mich nicht nur während des Studiums, sondern bereits vorher stark interessiert. Ich durfte in verschiedenen Betrieben tätig sein, welche stets einen Bezug zur Aviatik oder gar den Flughafen Bern selber hatten. Dass ich jetzt aber bereits nach relativ kurzer Zeit die Chance habe, hier als CEO tätig zu sein, ist schon eine tolle Herausforderung», sagt er. Zuvor leitete Gantenbein, der 2008 an der Universität Bern seine Doktorarbeit über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Bern geschrieben hatte, die Reisestelle des Bundes, die Spezialfinanzierung Luftverkehr beim Bundesamt für Zivilluftfahrt sowie ein Team im Bereich der Flugzeugfinanzierungen bei einer Grossbank. Während des Studiums bekleidete er diverse Funktionen bei einer Regionalfluggesellschaft und gründete

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während der Schulzeit ein kleines Reisebüro. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Der «Geschäftsführer» traf ihn zum Interview. «Geschäftsführer»: Herr Gantenbein, in einem Unternehmen spricht man oft vom sogenannten Alleinstellungsmerkmal «USP» – der Unique Selling Proposition. Alleinstellungsmerkmale hat der Flughafen Bern aufgrund seiner strategischen und regional-logistisch und -touristischen Bedeutung zur Genüge. Sie betonen aber auch immer wieder die «emotionale Verbundenheit» der Region mit dem Flughafen. Also gewissermassen die «ESP», die Emotional Selling Proposition. Mathias Gantenbein: In der Tat ist es so, dass in der Umgebung viele Personen und ansässige Unternehmen erfreut sind über die Existenz des Flughafens und dieser zugleich auch eine besondere Bedeutung hat. Natürlich ist und bleibt der Flughafen Bern im Verhältnis zu den Landesflughäfen klein, das ist weitgehend allen bewusst. Dessen ungeachtet stellt der Flug­ hafen eine Plattform für unternehmerische und fliegerische Aktivitäten


Highlight

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wurden durch SkyWork Airlines, die leider Ende August ihren Betrieb einstellen mussten und Helvetic Airways ab Bern über 25 Destinationen angeflogen, viele davon im Mittelmeerraum, viele besonders geeignet für Badeferien. Doch auch für Geschäftsreisende ist das Fliegen ab Bern attraktiv, es bestehen Verbindungen zu wichtigen europäischen Metropolen wie Amsterdam, Berlin, München, London, Hamburg und Wien. Wir freuen uns in Bern auf jeden Fluggast, und bei uns zählt jeder Passagier! Da gilt es, den Flugreisenden aus der Region zu vermitteln. Dadurch, dass wir «nur» der viertgrösste internationale Flughafen in der Schweiz sind, können die Entscheidungswege kurzgehalten werden. Man pflegt direkte Kontakte zu Fluggesellschaften und Reiseanbietern, die den Puls der Leute in der Region ebenfalls und anders spüren. Das ist sehr wichtig, denn auch wir müssen in vielen Dingen nicht immer nur rational denken und gleich handeln wie alle anderen, sondern um die Denkweise und Meinungen der Menschen im Grossraum Bern wissen und im Verkauf auch mal versuchen zu überraschen. Die Bedürfnisse der Region zu spüren, ist gerade auch bei politischen Abklärungen für Entwicklungsvorhaben von grosser Bedeutung. Ich selbst versuche den Flughafen so zu führen, dass man sich mit konstruktiven Vorschlägen jederzeit einbringen kann. Ein offener und proaktiver Gesprächspartner zu sein, erachte ich gerade im Austausch mit politischen Partnern als zentrales Anliegen, auch wenn nicht immer alles gelingen mag.

Mit 40 als Flughafen-Direktor bereits einen seiner Berufsträume erfüllen können: Mathias Gantenbein.

Welche Unterschiede bestehen in der Führung eines Flughafens im Vergleich zu einem anderen Unternehmen oder zum Gewerbe? Man führt einen Flughafen wie ein Unternehmen, aber eben nicht ausschliesslich wie ein «privates». Wir haben eine Konzession, sind ein «Service au public». Durch das öffentliche Interesse erhält die Kommunikation eine besondere Bedeutung, ebenfalls sind die Tätigkeitsfelder damit sehr vielseitig, was ein hohes und polyvalentes Engagement sämtlicher Mitarbeitenden erfordert. Und die gesellschaftlichen und politischen Aspekte sind in unserem Handeln auch immer mit einzubeziehen. So darf ich vielleicht etwas öfter oder intensiver als andere CEO mit den Behörden und anderen Gremien sprechen, gerade wenn es um Entwicklungen oder bauliche Massnahmen geht, wie beispielsweise beim geplanten satellitengestützten Anflug aus südlicher Richtung, der vierten Ausbauetappe oder bei der kürzlich realisierten Pistensanierung. Ein Austausch, den ich übrigens sehr schätze.

dar und ermöglicht der Region einen gewissen Nutzen: Im Vordergrund steht hier die ganz nüchterne Konnektivität, die Anbindung des Wirtschafts- und Lebensraumes an andere Wirtschaftsregionen über den Luftverkehr, jeweils bereitgestellt durch die Fluggesellschaften mit Linienverkehr oder auch mal mit einem Privatflug für Geschäfts- oder Privat­ reisende. Dies ist ein Standortvorteil und ein Beitrag an die Mobilität. Menschen zu verbinden, ist wunderbar. Verbringen Sie mal ein paar Minuten als Beobachter in einer Ankunftshalle im Flughafen, da erlebt man pure Emotionen. Als Hauptstadtflughafen wickeln wir zudem regelmässig diplomatischen Verkehr ab wie aber auch Rettungsflüge oder OrgantransWir befinden uns in dieser globalisierten Welt ständig in Bewegung. porte über den Luftweg, beispiels­weise für das Inselspital. Auch da wird Die Anforderungen an eine Drehscheibe wie einen Flughafen werden es emotional. In Windes­eile melimmer komplexer und die den sich jeweils unsere MitarBedürfnisse immer «ziel­grup­ «Die Kernkompetenzen als Flughafen-CEO haben beitenden, wenn es Freiwillige pen-­ a ffiner». Welche Heraussich zu früher nicht wesentlich verändert, zur Abwicklung eines kurzfristig forderungen warten auf den jedoch an Komplexität und Dynamik zugelegt.» angekündigten Rettungsfluges Flughafen Belp in den kommitten in der Nacht braucht – und die Anwohnerschaft zeigt für solche menden Jahren? Inwiefern hat die voranschreitende Digitalisierung Flüge dankbarerweise auch grosses Verständnis. Auch im Kleinen kann hier einen Einfluss? man Nutzen stiften, und das wird von der Kundschaft aus Politik, WirtNatürlich gehen wir mit der Zeit und sind uns die Veränderungen der schaft und Diplomatie geschätzt. Dabei haben Sie recht, die AlleinstelArbeitswelten bewusst – auch bezüglich der Digitalisierung. Da wird in den lungsmerkmale wie kurze Check-in-Zeiten, kurze Wege und günstige nächsten Jahren einiges passieren. Die Flugführung ohne terrestrische Parkgebühren für die Reisenden sind evident. Ganz nach unserem Slogan: Navigationshilfen ist eine solche Entwicklung, die sich bei uns mit der «Einfach.Schnell.Weg.» Wir arbeiten aber, wie Sie sagen, nicht nur mit den Etablierung des geplanten satellitengestützten Anf lugs aus südlicher angebotsorientierten, sondern auch mit den «emotionalen» AlleinstelRichtung verstärkt. Aber man kann mit der Digitalisierung der Arbeitslungsmerkmalen. So schaffen gerade auch die persönliche und familiäre welten rund um den Flughafen möglicherweise auch neue Geschäftsfelder Atmosphäre sowie der verstärkte regionale Bezug einen emotionalen Mehreröffnen. Das Thema Drohnen zum Beispiel ist ein sehr spannendes Feld. wert, auf dem wir aufbauen. Da existieren noch diverse juristische und operationelle Herausforderungen, aber wir stehen dieser Entwicklung offen gegenüber. DigitaliWie arbeiten Sie denn als CEO mit den Emotionen? sierung hat in der Aviatik natürlich eine grosse Bedeutung aufgrund der Die Emotionen ergeben sich in der Begeisterung für den Standortfaktor Technologien, die jetzt und künftig eingesetzt und benötigt werden. Das gilt Flughafen und dessen Vorteile. Diese betonen wir regelmässig. Das ist nicht nicht nur für automatisierte Prozesse. Man denke da auch an Flugzeuge einfach nur Marketing, sondern auch echte Kundenpflege. Diesen Sommer mit geringen Lärmemissionen oder gar E-Flugzeuge. Spannend ist das >

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Mathias Gantenbein arbeitet als CEO nicht nur mit den «USP», sondern auch viel mit em «ESP», den emotionalen Alleinstellungsmerkmalen.

Thema «Remote Tower», wo Fluglotsen in einem entfernten Raum verschiedene Tower bedienen und die Flugverkehrskontrolle übernehmen können. Das kann zu betriebswirtschaftlich effizienteren Lösungen führen. Als Unternehmen leben wir natürlich zu wesentlichen Teilen von den Passagieren und Flugbewegungen. Wir wünschen die Reiselustigen der Region für das Fliegen ab Bern zu gewinnen, dies ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Neben den 25 Direktverbindungen bestehen auch zahlreiche Umsteige­verbindungen über Amsterdam, eine der grossen europäischen Drehscheiben. Auch neue Märkte sind da wichtig: Wir freuen uns, immer mehr Gäste aus der Westschweiz rund um Fribourg und die Seeland-Region begrüssen zu dürfen – der Flughafen Bern ist der nächste und der wohl angenehmste Abflugort für unsere französisch­sprechende Kundschaft aus der Region – c’est un grand plaisir. Kann man in einfachen Worten beschreiben, wie man einen Flughafen führt? Welche Kernkompetenzen waren früher und sind jetzt wichtig und welche werden in Zukunft gefragt sein? Die Kernkompetenzen dürften sich nicht wesentlich verändert haben, wie in vielen Branchen auch dürfte jedoch die Komplexität und Dynamik etwas zugelegt haben. Es bedarf sicherlich der Freude am Austausch mit unterschiedlichen Interessengruppen, eine gute Prise Geduld und Gelassenheit sowie ein gewisses feu sacré. Das Flughafengeschäft hat viel mit Infrastrukturentwicklung – am Boden wie in der Luft – zu tun. Dies benötigt viel Zeit, hat einen langfristigen Charakter, da ist ein gewisses vorausschauendes Agieren hilfreich, gerade auch bei solchen strategischen Themen ist man auf ein kollegiales und motiviertes Team angewiesen. Bei der Umsetzung gibt es manchmal Vorbehalte oder Einsprachen, welche Projekte blockieren. Hier bedarf es guter Argumente, welche Wertschöpf­ungskette und welche gesellschaftlich-kulturellen und wirtschaftlichen Chancen infrastrukturelle Veränderungen an Flughäfen bringen können. Allen Flughafen-Mitarbeitenden ist klar: Es kann auch einmal ein Unglück passieren, womit man umgehen muss. Gibt es Momente, welche Sie gewissermassen befürchten beziehungsweise nie erleben möchten? Selbstverständlich existieren diese Momente, und glücklicherweise bin ich von grösseren Ereignissen verschont geblieben. Wir leben eine Sicherheitskultur, diese beinhaltet letztlich auch ein Bewusstsein über alle Eventualitäten bis hin zu einem schwarzen Anzug, der im Büroschrank hängt. Wir haben eine Krisenorganisation, und auch ich weiss, was zu tun ist, wenn besondere Situationen eintreten und als CEO informieren und Rede

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und Antwort stehen muss. So weit die Theorie. Dass die Realität anders sein kann, ist uns allen bewusst, und dem begegnen wir mit grossem Respekt. Aus diesem Grund führen Flughäfen mit ihren Partnern immer wieder auch grössere Übungen durch, wie letztmals im vergangenen November mit rund 300 Beteiligten. Dabei erkennt man unweigerlich, dass man in gewissen emotional äusserst belastenden Situationen auch mal menschlich und mental besonders stark gefordert werden kann. Alle sind bei diesen Übungen hoch engagiert und alle wünschen sich, dass der Ernstfall nie eintritt. : : www.Bernairport.ch : :

Mathias Gantenbein Mathias Gantenbein, 40 Jahre, verheiratet, zwei Töchter und im Besitz eines Doktorats der Wirtschaftswissenschaften, Universität Bern, blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Reise-Business zurück. Berufserfahrung 2015–heute Direktor Flughafen Bern AG 2013–2015 Chef Bundesreisezentrale Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, Bern 2011–2013 Fachbereichsleiter Spezialfinanzierung Luftverkehr, Bundesamt für Zivilluftfahrt, Bern 2006–2011 Business Development Aviation Finance, Credit Suisse AG, Zürich / Dubai, Vice President 2004–2006 Project Manager Market Positioning, Credit Suisse AG, Bern 1999–2002 Assistant to the Director Marketing & Sales, Air Engiadina / KLM alps / Swisswings Airlines, Bern-Belp 1996–1999 Gründer / Geschäftsführer, Skywalker Travel Agency, Ittigen Ausbildung 2008: Doktorat der Wirtschaftswissenschaften, Universität Bern 2003: Lizentiat der Wirtschaftswissenschaften, Universität Bern


Highlight

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Der «SkyWork-Schock» Just während des Drucktermins vom «Geschäftsführer Bern» kam die Nachricht: Jene Airline, die für rund 60  Prozent der Flüge ab und zum Flughafen Bern verantwortlich zeichnete, muss den Betrieb einstellen. Noch ein Tag zuvor reisten die YB-Champions League-Helden mit SkyWork und wurden von vielen Fans frenetisch am Flughafen Bern empfangen und bejubelt. Der Flughafen Bern bedauert die Betriebseinstellung von SkyWork Airlines. Er hat für diesen Fall Szenarien vorbereitet. Mit einem breiten Streckennetz und steigenden Pas­ sagierzahlen konnte der Luftverkehr von und nach Bern in den letzten Jahren stetig entwickelt werden. Die Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines hat dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Obwohl der Linienverkehr in erster Linie positive volkswirtschaftlich Effekte generiert, lagen das Investment und das unternehmerische Risiko in privater Hand. Der Flughafen Bern, der seinen Hauptkunden während Jahren, wo immer möglich, unterstützt hat, bedauert die Betriebseinstellung sehr. Er dankt den Investoren, dem Management und allen Mitarbeitenden für ihr Engagement.

Flughafen Bern Die Flughafen Bern AG ist die Betriebsgesellschaft des im Jahr 1929 eröffneten Berner Flughafens. Er ist heute der viertgrösste internationale Flughafen der Schweiz. Die Flughafen Bern AG beschäftigt 86 Vollzeitangestellte. Rund 200’000 Passagiere wählten zuletzt im Schnitt jährlich den Flughafen Bern als Ankunfts- und Abflug-Flughafen. Während des Sommerflugplans werden ab Bern 25 Destinationen direkt bedient. Der Flughafen Bern wird gerade wegen seiner kurzen Verweildauer geschätzt. Das rasche und effiziente Einchecken und Einsteigen in nur knapp einer halben Stunde bei Linienflügen (bei Charterflügen 45 Minuten) sind ein starkes Argument. Der Flughafen Bern gehört seit fast 90 Jahren zum wirtschaftlichen Grundangebot des Kantons Bern und des Schweizer Mittellandes. Die Wertschöpfung, welche der Regionalflug­hafen generiert, beträgt rund 174 Mio. Franken im Jahr. Mit allen Partnerbetrieben werden über 1 100 Voll­ zeitstellen geschaffen, zudem dient der Flughafen als Standortfaktor für die Region. Mit der vierten Ausbauetappe soll nun eine bessere Entflechtung der unterschiedlichen Verkehrsarten vorgenommen werden. So soll der Linienund Charterverkehr zusammen mit der Business Aviation in einem Bereich, die Kleinaviatik vorwiegend in einem anderen Bereich stattfinden. Mit dem Neubau von Hangars soll zudem Raum für unternehmerische Entwicklung aviatischer Betriebe entste­h en und Arbeitsplätze wie Wertschöpfung geschaffen werden. Die Entwicklung im Bereich der Business Aviation liess zuletzt mit einem stetigen Wachstum aufhorchen.

Der Sommerflugbetrieb von Helvetic Airways nach Calvi, Heraklion, Jerez, Kos, Olbia, Palma de Mallorca und Rhodos findet unverändert statt. In Zusammenarbeit mit diversen Reiseveranstaltern wie Aaretal Reisen, Belpmoos Reisen, Hotelplan Suisse, Rhomberg Reisen, TUI Suisse und Universal Reisen werden zahlreiche Feriendestinationen bedient. Die Betriebseinstellung der SkyWork Airlines führt(e) kurzfristig zu einem Wegfall der Linienflüge und verursacht beim Flughafen einen erheblichen Umsatzrückgang. Die Existenz des Flughafens ist jedoch nicht unmittelbar gefährdet. Verwaltungsrat und operative Leitung haben für diesen Fall Szenarien erarbeitet, deren Umsetzung von den Ergebnissen der Akquisitionsbestrebungen abhängt. Dass die Nachfrage nach einem Angebot von Linienund Charterstrecken vorhanden ist, haben die letzten Jahre gezeigt. Im Einzugsgebiet des Flughafens leben rund 3 Mio. Einwohner und wirken rund 4’000 Unternehmen, wobei das jährliche Passagieraufkommen schon knapp 300’000 Fluggäste erreichte. Der Flughafen hat die Akquisi­ tionsbestrebungen bei Fluggesellschaften intensiviert, um möglichst zeitnah die nachfragestärksten Destinationen im Streckennetz ab und nach Bern erhalten zu können. Dabei ist er auf die aktive Mitwirkung aus der Wirtschaft und dem Tourismus angewiesen.

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Business SkyWork Airlines

Abschied trotz hoher Kundenbindung Für Unternehmen, die vor allen Dingen auf eine regionale Kernkundschaft zählen, ist eine emotionale Kundenbindung und somit die so genannte «ESP» (Emotional Selling Proposition) genau so wichtig wie das Angebot. Das war auch bei der Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines nicht anders, wie CEO Martin Inäbnit in einem Interview mit dem «Geschäftsführer» bestätigte, als ein Grounding noch nicht zur Debatte stand. Von Joël Ch. Wüthrich

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er Schock sitzt tief bei der Bevölkerung in der Grossregion Bern und auch beim Flughafen Bern. Und erst recht bei SkyWork Airlines. Stolz war man bei SkyWork Airlines darauf, dass man die als einzige Linienfluggesellschaft der Schweiz auch wirklich in Schweizer Besitz war. Denn «nicht überall, wo Schweiz draufsteht, ist auch Schweiz drin», sagte SkyWork CEO Martin Inäbnit mit einem Augenzwinkern, als die Sterne um das Unternehmen noch besser standen. Dass der Standort Bern-Belp ein geostrategischer ist und das Erfolgsmodell ist, gehörte zum Konzept. Die Alleinstellungsmerkmale waren in vielen Bereichen deckungsgleich mit denjenigen des regionalen Flughafens. Besonders, was die Infrastruktur anbetrifft. Martin Inäbnit: «Kurze Wege, kurze Check-In-Zeiten, familiäres und stressfreies Umfeld, günstige Parkgebühren. In Bern gibt es keine stundenlangen Security-Kontrollen, keine lange Aufenthaltsdauer am Gate, um (gesteuert) Umsatz in der Gastronomie oder Shops zu generieren. Man kann auch sagen: Small is Beautiful.» Für die ehemaligen SkyWork-Mitarbeitenden, die in den meisten Fällen in der Region Bern wohnen und bei den Kunden und Mitarbeitern eine starke Identifikation erwirkten, war die Einstellung des Betriebes ein

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einschneidendes Erlebnis. Die sogenannte «SkyWork-Community», mit welcher man die Kundenbindung und den Zusammenhalt innerhalb der Firma beschrieb, existiert nicht mehr. Dass SkyWork Airlines, ähnlich wie der Flughafen Bern-Belp, in der Bevölkerung des Grossraums Bern nicht einfach als «gemeine Fluggesellschaft» angesehen wurde, sondern speziell im öffentlichen Interesse stand, versteht sich von selbst. Dank den ganzjährigen Verbindungen durch SkyWork Airlines in wichtige Städte Europas erschien die Bundeshauptstadt der Schweiz auf der internationalen Landkarte. So sagte Martin Inäbnit treffend: «Es wäre ein Armutszeugnis für Bern, wenn diese Region nur über Flughäfen anderer Städte erreichbar wäre. Im Weiteren ermöglichen die vielen attraktiven Ferienflugverbindungen den Kunden aus dem Einzugsgebiet des Flughafens Bern eine bequeme, unbeschwerliche Reise. Für Reisende ab Bern beginnen die Ferien im wahrsten Sinne bereits zu Hause.»

«SkyWork war eine BoutiqueFluggesellschaft und Nischenanbieterin» Herausforderungen gab es in diesem hart umkämpften Business mit der Mobilität über die Luft und der Reiselust zur Genüge. Der Markt wird


© SkyWork Airlines

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Business

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Martin Inäbnit, war seit 30. Juni 2014 CEO und Verwaltungsratspräsident von SkyWork Airlines

sehr stark – und in Zukunft noch vermehrt – über die Preise bestimmt, sagte Martin Inäbnit. Eine Entwicklung, welche SkyWork Airlines strukturell nicht mitgehen könne, wenn man das Kundenpotenzial, die Grösse der Flotte und die Infrastruktur des Flughafens Bern betrachte. Zwar werde wohl keine Billigfluggesellschaft in Bern tätig werden, aber die Preispolitik der Luftfahrtbranche setze sich sowohl in den Suchmaschinen als auch in den Köpfen der Menschen fest. «Daraus resultierend kann die

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Kundenzielgruppe von SkyWork Airlines nicht das theoretische Gesamtvolumen des Einzug-Gebietes sein. Zielgruppe von SkyWork Airlines sind diejenigen Kunden, die bereit sind, bei SkyWork Airlines das für die Qualität angemessene Preis/-Leistungsverhältnis für Tickets zu bezahlen. Diese Grundvoraussetzungen sind Chance und Herausforderung zugleich», präzisierte der CEO noch im August 2018. Bezüglich Zielgruppe und Einzugsgebiet hatte SkyWork Airlines in den letzten zwei Jahren >

Einfach. Schnell. Weg. bernairport.ch


Business

© SkyWork Airlines

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immerhin erfolgreich verstärkte Marketing-Aktivitäten in der angrenzenden Romandie unternommen; zuvor waren der Flughafen Bern und die Reise-Möglichkeiten ab dem Bern Airport in den französischsprachigen Gebieten nahezu unbekannt. Auch dieser Mehrwert fällt nun weg. Martin Inäbnit im August 2018: «SkyWork Airlines ist eine Boutique-­ Fluggesellschaft; Netz-planerisch wird sie immer eine Nischenanbieterin bleiben. In diese Richtung zielt das strategische Konzept der sogenannten W-Flüge wie beispielsweise Bern-Berlin-Graz-Berlin-Bern.» Er sagte aber auch, dass eine Herausforderung, der sich kleine Fluggesellschaften vermehrt zu stellen haben werden, die Personalsituation der Cockpitbesatzungen sei. Grosse Airlines werben zudem aggressiv gut ausgebildete Piloten ab. Man wollte aber auch weiterhin mit den Alleinstellungsmerkmalen im Flugbetrieb punkten: Die schnellen, geräumigen Turboprop-Flugzeuge sind beliebt. Die 2 / 1-Sitzkonfiguration mit überdurchschnittlich grossem Sitzabstand gibt auch grossen Passagieren ein Raumgefühl, wie es sonst im Kurzstreckenverkehr unbekannt sei, sagt man bei SkyWork Airlines. Man versuchte sich in Benutzerfreundlichkeit; so waren zum Beispiel in jeder Buchungsklasse ein Handgepäck (8 kg), ein Freigepäck (23 kg) und ein freier Snack plus Getränk inbegriffen. Beim Interlining arbeitete man mit KLM Air France zusammen und eröffne den Passagieren via Amsterdam ein weltweites Netz von Destinationen.

fanden regelmässige Konsultationen statt. Den mündlichen Statements, wie beispielsweise, dass die Anbindung von Bern doch so wichtig sei für den Standort, folgten jedoch gemäss einer Aussage Inäbnits keine Taten. Die Politik beschränke sich auf die Unterstützung des Flughafens. An anderen SkyWork-Destinationen wurde ein anderer Politstil gepflegt, fügte er hinzu. Dort sei man sich im Klaren, dass ein Flughafen ohne Airline denselben Wert hat, wie ein Bahnhof ohne Züge. : : www.flyskywork.com : :

Letztendlich nicht ausreichendes strategisches Netzwerken Natürlich ist auch Networking in allen Branchen der Wirtschaft essentiell, so war das auch bei SkyWork Airlines. Der Flughafen als Bereitsteller der Infrastruktur war ein wichtiger Partner. Die operativen Ziele des Flughafens und der Airlines sind in Vielem dieselben. Alle wollen mehr Flugbewegungen und mehr Passagiere. Die strategischen Ziele unterscheiden sich jedoch deutlich – beispielsweise in der Tarifpolitik und beim Ausbau der Infrastruktur. Der Bern Airport generierte über 60 Prozent seines Umsatzes mit SkyWork Airlines. Damit erwirtschaftete der Flughafen schwarze Zahlen, während SkyWork Airlines das Risiko trug und in Bern noch nie schwarze Zahlen schrieb, wie Martin Inäbnit jeweils betonte. Im Klartext: Jedes einzelne Ticket bei Flügen ab Bern wurde von den Aktionären subventioniert. Diese ungleiche Lastverteilung war störend für Inäbnit. Als einzige Linienfluggesellschaft sicherte SkyWork Airlines dem Flughafen Bern die ganzjährige Basisauslastung zu. Ein wichtiger Teil der strategischen Arbeit passierte mit den Reiseveranstaltern, obwohl die Mehrzahl der Ticketverkäufe über den Direktverkauf erfolgten. Die Reiseveranstalter wurden durch Key Accounts betreut; diese kamen in der Regel selber aus der Reisebranche. Die Trümpfe in der langfristigen Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern lägen, so Inäbnit im August 2018, in den erwähnten Alleinstellungsmerkmalen sowie in der Qualität und Zuverlässigkeit. Dasselbe strategische Geschäftsmodell betrieb SkyWork Airlines auch mit Grosskunden aus der Wirtschaft.

Kritik an die Politik: Auf Statements folgten nicht genug Taten Strategische Zusammenarbeit und / oder Kooperationen gab es auch mit der Wirtschaft. Mehrheitlich waren dies innovative KMUs, welche auch wichtige Kunden sind, weil für sie Effizienz hohe Priorität hat. Für deren Aussendienst-Mitarbeitende waren und sind noch immer Flüge ab Bern ein echter Gewinn und sparen viel Reisezeit ein. «Bei staatsnahen Unternehmungen und der Verwaltung werden solche Überlegungen offensichtlich weniger gewichtet. Insofern entsteht durch die Anwesenheit dieser Organisationen für SkyWork Airlines kein bedeutender Mehrwert», liess Martin Inäbnit auch schon verlauten. Mit den Behörden und der Politik

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Martin Inäbnit Martin Inäbnit, 1953, war ab dem 30. Juni 2014 CEO und Verwaltungsrats-Präsident von SkyWork Airlines. Ursprünglich aus dem Bauingenieurwesen und Inhaber einer Consulting­ firma mit Schwerpunkt Aviatik und Eisenbahn. Neben leitenden Positionen bei Crossair / Swiss blickt der in Liestal / BL wohnhafte Manager auf lange Erfahrung in verschiedenen Führungsfunktionen der Transportbranche zurück.

Zahlen und Fakten §§ §§ §§ §§ §§ §§

Existenz: 1. November 2010 bis 30. August 2018 Aktienkapital: CHF 13’200’000 120 Mitarbeitende Flotte: 6 Saab 2000 50 Sitzplätze Homebase: Bern Airport

SkyWork Airlines Die Schweizer Fluggesellschaft mit Sitz am Bern Airport verfügte über ein ganzjähriges Streckennetz zu verschiedenen europäischen Grossstädten. Darüber hinaus bot SkyWork Airlines in der Sommersaison Linien- und Charterflüge zu touristischen Zielen an. Im Sommerflugplan 2018 wurden noch 22 Ziele angeflogen. Davon wurden Sylt und Usedom ab Bern und Basel, Graz ab Berlin und, ab dem 3. September, Bremen ab Wien angeflogen. Die Flotte von SkyWork Airlines bestand aus sechs 50-plätzigen Flugzeugen des Typs «Saab 2000». Die Fluggesellschaft beschäftigte zuletzt 120 Mitarbeiter.


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Business

Blick vom Gurten im Süden Berns: In unmittelbarer Nähe zur Bundeshauptstadt hat die Metropolitanregion Bern Süd auch viel zu bieten in Bezug auf Umternehmertum und Wirtschaftskraft.

Belp, Münsingen, Worb

Metropolitanraum im Süden Berns Bern Süd ist ein interessanter Metropolitanraum (= Gemeinden in unmittelbarer Nähe einer grösseren Agglomeration), wo wichtige Unternehmen wirken und das Gewerbe einen starken Nährboden für neue Impulse findet. Das Aushängeschild der Wirtschaftsregion Bern Süd ist zwar in gewissem Masse der Flughafen in Belp, aber vor allem in den grösseren Gemeinden der unmittelbaren Region tut sich einiges. Von Joël Ch. Wüthrich

B

ei der Wirtschaftsförderung spannen mehr als 30  Gemeinden der Region zusammen. Sie haben der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, RKBM die Förderung der regionalen Wirtschaft übertragen und sich so an der Regionalversammlung vom 27. August 2010 als Teilkonferenz Wirtschaft zusammen geschlossen. Heute beteiligen sich freiwillig 33 Gemeinden aus dem Perimeter an diesem Konzept der Standort- und Wirtschaftsförderung.

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Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Standortwettbewerb und die regionale Wirtschaftsförderung. Denn jener erfolgt längst nicht mehr unter Städten und Kantonen, sondern in ständig wachsenden Metropolitanräumen. Die zu Beginn des Jahres in die Wege geleitete Leistungsvereinbarung zwischen der Wirtschaftsförderung des Kantons Bern (WFB)


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und der RKBM bildet die Grundlage für den wirkungsvollen, gemeinsamen Auftritt als «Wirtschaftsraum Bern». Der Bereich Wirtschaft erfüllt eine Doppelrolle: Im Auftrag des Kantons erbringt dieser einerseits Dienstleistungen für alle 80 Gemeinden der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, andererseits erweiterte Leistungen für die 33 Gemeinden der Teilkonferenz.

Belp im regionalen «Wirtschafts-Rating» weit vorne

Auch die Gemeinde Belp ist der RKBM angeschlossen und profitiert von den Vorzügen der zentralisierten strategischen Zusammenarbeit und vom Auftritt als «Wirtschaftsraum Bern». Aber man ist ebenso stolz auf den eigenen KMU-Verein «Belper KMU». Dieser wahrt und fördert die Interessen der Kleinen und Mittleren Unternehmen auf privatwirtschaftlicher Grundlage, nimmt gewerbepolitische Aufgaben wahr, ist Ansprechpartner der Gemeinde Belp in Vernehmlassungs- und Mitwirkungsverfahren, wahrt die Interessen seiner Mitglieder und deren Vertretung in Bauund Planungsfragen sowie in verwaltungsrechtlichen Verfahren und fördert das Lehrlingswesen. Ausserdem unterstützt der Belper KMU seine Mitglieder durch Mitarbeit bei Behörden und Kommissionen (Einsitze in Delegationen und Fachgremien), orientiert seine Mitglieder zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen (zum Beispiel Empfehlungen bei Mitwirkungen) und organisiert nicht zuletzt verschiedene Networking- Anlässe. Belp ist also nicht einfach nur der stolze Standort des Regionalflughafens (siehe Sonderthema / Highlight in dieser Ausgabe mit dem Interview mit Flughafen CEO Mathias Gantenbein und SkyWork CEO Martin Inäbnit), sondern hat auch ein pulsierendes Wirtschaftsleben. Belp ist für wirtschaftliche Anliegen in fast allen relevanten Kriterien in den regelmässigen regionalen Ratings jeweils auf den vordersten Plätzen zu finden. Auch unter anderem wegen des guten Branchen- und Grössenmixes: In Belp sind 450 Firmen und Gewerbebetriebe in breitem Branchenmix zu Hause. Vom Kleingewerbe über mittelständische KMUs, die in die ganze Schweiz liefern, bis zu international eingebundenen Filialen von Grosskonzernen. Gemäss offizieller Darstellung im Leitbild der Gemeinde verfolgen Wirtschaft, Gewerbe und Verwaltung ähnliche Anliegen. Es >

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Dass der Standort des Flughafens Bern in Belp ist, hat für die Region Bern Süd einen grossen wirtschaftlichen «Impact»

ginge in der Wirtschaft wie in der Politik um die Erhaltung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. So werden im Rahmen der Belper Wirtschaftsförderung mit den Unternehmen proaktiv und regelmässig gesprochen. Wirtschaft und Konsum seien zudem ein Gesamtsystem. Man fördert in Belp aber auch den lokalen Konsum: Lokal einkaufen sei mehr als nur ein Beitrag an die Wirtschaft, fördere Identität und Verantwortung. «Wir tragen mit unserem Entscheid der Förderung des lokalen Konsumverhaltens dazu bei, das solide System der Schweiz und dessen Werte zu erhalten», heisst es auf der Belper Gemeindewebsite, da in der Gemeinde eine grosse Vielfalt vorzufinden und für jeden Lebensstil etwas dabei sei. Ausserdem: Die Schweiz ist eines der innovativsten Länder der Welt – das würde man auch in Belp deutlich spüren.

Worb: Gute Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen Auch Worb hat sich bezüglich Wirtschaftsförderung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, RKBM angeschlossen. Mit rund 3 500 Arbeitsplätzen ist die Gemeinde eine der dynamischsten im Süden Berns in Industrie und Gewerbe. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf rund 530 Unternehmen. Die grössten Arbeitgeber in der Gemeinde Worb

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sind der Regionalverkehr Bern-Solothurn, die KWT und die OLWO. Für Unternehmen gibt es in Worb gute Entwicklungsmöglichkeiten. Insbesondere mit den Entwicklungsschwerpunkten Worbboden und Worb SBB sind die Voraussetzungen für Wachstum, zusätzliche Arbeitsplätze und Geschäftsräume in den nächsten Jahren geschaffen. Nebst den beiden erwähnten Entwicklungsschwerpunkten ist auch die Ortsplanungsrevision im Fokus der Gemeinde: Im Mai 2011 hatten die Worberinnen und Worber die Ortsplanung 06+ an der Urne abgelehnt. Teile der Bevölkerung fühlten sich damals zu wenig ernst genommen. Um die Weichen für die neue Ortsplanung richtig zu stellen, hatte der Gemeinderat 2013 drei Bevölkerungsforen durchgeführt. Danach wurden die Dokumente überarbeitet und zu einer ersten Vorprüfung dem Kanton eingereicht. Das Ortsplanungsdossier wurde dann im September 2017 zur zweiten Vorprüfung eingereicht. Im Herbst 2018 stünde die Genehmigung durch den Grossen Gemeinderat an. Rechtsgültigkeit erlangt die Planung voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019.

Münsingens Motto heisst: «Grosses Dorf - kleine Stadt»

Im Zentrum des Aaretals gelegen, umgeben von intakter Kulturlandschaft und attraktiven Naherholungsgebieten, nahe der Bundesstadt Bern und


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Business dem Tor zum Oberland Thun, angrenzend ans Emmental, liegt die Gemeinde Münsingen. Münsingen ist ein attraktiver und begehrter Arbeitsort. Die Gemeinde bietet zahlreiche Arbeitsplätze für qualifizierte Personen. Ein modernes Ortszentrum mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten erhöht die Standortattraktivität. Mehr als 100 Vereine tragen zur lebendigen und kulturellen Vielfalt in Münsingen bei. Freizeit und Sport werden gross geschrieben. Für das leibliche Wohl sorgen die Münsinger Gasthöfe und Restaurants, welche für ihre hohe kulinarische Qualität bekannt sind. Münsingen ist auch über die Region bekannt als Austragungsort für das Wirtschaftsforum. Der von der Wirtschafts- und Marketingkommission der Gemeinde Münsingen jährlich organisierte Wirtschaftsevent mit interessanten Referentinnen und Referente und mit einem starken Networking-Charakter findet jeweils im März statt. Eingeladen sind alle in Münsingen beheimateten Firmen und Vereine. Das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft wird mit diesem Anlass gezielt gefördert und damit das Thema Nachhaltigkeit aktiv gelebt. Die Wirtschafts- und Marketingkommission ist hierbei besonders aktiv. Sie ist eine Fachkommission der Gemeinde Münsingen mit fünf bis sieben Mitgliedern. Die Kommission ist das Bindeglied zwischen der Gemeinde Münsingen sowie den in Münsingen angesiedelten Unternehmungen und betreibt aktiv Wirtschaftsförderung. Zudem treibt sie ein wirksames Ortsmarketing voran, um Münsingen mit seiner Grösse und Lage als Ort mit hoher Wohn- und Lebensqualität sowie einem attraktiven Arbeitsmarktumfeld zu profilieren. Ein Problem jedoch muss Münsingen lösen: Das Ortszentrum und das Bahnhofquartier von Münsingen leiden unter dem starken Verkehrsaufkommen. Über Jahre hinweg wurden zahlreiche Verkehrsvarianten diskutiert. Nun rückt die Lösung der Münsinger Verkehrsprobleme endlich näher. Es braucht dazu die Entlastungsstrasse Nord ESN, die durchgehende Industriestrasse und die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Daneben sind Verbesserungen bei öffentlichen Verkehr und für den Fuss- und Veloverkehr in Planung. Die ESN und die Industriestrasse sind Gemeindeprojekte. Für die Sanierung der Ortsdurchfahrt ist der Kanton zuständig. Auch das westlich an den Bahnhof angrenzende Quartier «Bahnhof West» ist für die Entwicklung der Gemeinde Münsingen eine grosse

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN

Chance. Der Ortsteil West erhält einen attraktiven Bahnhofzugang sowie bessere Umsteigemöglichkeiten für Fussgängerinnen und Fussgänger, Fahrgäste des Ortsbusses und Velofahrende. Mit der künftig durchgängig befahrbaren Industriestrasse entsteht eine wichtige Querverbindung zwischen Sägegasse und Belpbergstrasse. Zusammen mit der Entlastungsstrasse Nord trägt die durchgehende Industriestrasse deutlich zur Entlastung des östlichen Bahnhofquartiers, des Dorfkerns und des Niesenwegs bei. Durch die qualitätsvolle Planung soll das Entwicklungsgebiet «Bahnhof West» zu einem lebhaften, gemischten Quartier mit Wohnraum, Arbeits­ flächen und Versorgungsmöglichkeiten umgestaltet werden. : : www.wirtschaftsraum.bern.ch : :

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Mahlen aus Tradition Strahm Mühle Ag

Getreide ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: Es ist in Backwaren und Teigwaren. Die Herstellung von Mehl wird immer technischer – der «Geschäftsführer» stellt die Arbeit der Strahm Mühle AG aus Münsingen im Kanton BErn vor. von Beat Strahm

E

inige traditionelle Berufe verschwinden immer mehr aus dem Blickfeld. Müller gehört definitiv dazu. Dabei hat lediglich das Bild vom Müller mit Zipfelmütze und Mehlsack ausgedient – Mühlen sind überwiegend zu Industriebetrieben geworden. Müller müssen heutzutage technisch gut ausgebildet sein und kaufmännisch denken. Denn Backwaren wie Brot, Kuchen und Güezli kommen fast jeden Tag auf den Tisch. Die Strahm Mühle AG produziert im Berner Mittelland Backmehl und Tiernahrung. Dank der Annahme von Getreide direkt von den Landwirten, der fachmännischen Verarbeitung und dem Verkauf vor Ort hat die Mühle eine dauerhafte und fruchtbare Partnerschaft mit ihren Lieferanten und Kunden aufgebaut.

Nahrung für Tiere Im grossen Stahlsilo lagert das Getrreide.

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Die langjährige Zusammenarbeit mit bedeutenden Tierfuttermarken ermöglicht es dem Unternehmen, immer auf dem neusten Stand der Tierernährung zu sein, sowie eine hohe und gleichmässige Qualität zu


garantieren. Die vielfältige Produktepalette reicht von Futter für Nutztiere wie Milchvieh, Rinder, Pferde und Hirsche bis hin zu Masttieren wie Schweine und Geflügel. Ebenso produziert die Mühle Futter für Kaninchen, Ziegen und Schafe, für aussergewöhnliche Tiere wie Strausse und Kameliden.

Naturnahe Produktion Neben der Mischfutterproduktion verarbeitet die Strahm Mühle AG Brotgetreide zu hochstehendem Backmehl. Das Unternehmen liefert über 30 Sorten Backmehle an verschiedene Bäckereien in der Region aus. Ausserdem können Profi- und Hobbybäcker direkt in der Mühle Mehl beziehen. Alle in der Mühle produzierten Mehle sind naturbelassen und frei von jeglichen Zusätzen. Motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter sowie eine hohe Flexibilität garantieren eine prompte Bedienung unserer Kundschaft. Damit die Strahm Mühle das auch über die nächsten Jahre garantieren kann, bildet das Unternehmen auch Lehrlinge aus.

Regionale Mühle Die Strahm Mühle AG ist eine in der Region tätige, dynamische Mehl- und Futtermühle mit Sitz in Münsingen (BE). Das Familienunternehmen, welches seit 1892 in der Hand der Familie Strahm ist, befindet sich im Mühletal am oberen Dorfrand von Münsingen und wird heute in der vierten Generation geführt. Zur Philosophie des Unternehmens gehört es, ökologisch sinnvolle Futtermittel und Backmehle aus Rohstoffen aus der Region in bester Qualität herzustellen.

Strahm Mühle AG Mühletalstrasse 24 CH-3110 Münsingen Telefon +41 (0) 31 721 10 12 info@strahm-muehle.ch : : www.strahm-muehle.ch : :

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Volle Fahrt voraus mit dem BLS-Schiff «Berner Oberland» auf dem Thunersee.

BLS AG

brainstorming auf dem Thuner- Und Brienzersee Extrafahrten auf dem Thuner- und Brienzersee zeichnen sich aus. Ein Ausflug mit dem Schiff in der Jungfrau-Region zieht immer mehr Gruppen für Meetings und Team-Events an. Die Schifffahrt der BLS AG bietet Unternehmen dazu zahlreiche Möglichkeiten. Kunden und Teams profitieren von inspirierenden Entdeckungsreisen. von Manuela Olgiati

D

em Büroalltag entfliehen, neue Perspektiven entwickeln und auf einem Schiff gut auf Kurs sein. Dabei können innovative Projekte oder ein neues Produkt einer Gruppe – seien dies Kunden, Mitarbeiter oder andere Gäste – in einer nicht alltäglichen Umgebung vorgestellt werden. Wer das Aussergewöhnliche für einen Team-Anlass, einen Ausflug oder ein Geschäftsessen sucht, ist mit einer Schifffahrt gut beraten. Unternehmen profitieren vom attraktiven Business Package der BLS Schifffahrt.

Kreativ im Business-Schiff Neben einem Mitarbeiterausf lug, besonderen Veranstaltungen und Events kann das BLS-Schiff als Meetings- oder Vortragsort genutzt werden. Das Business-Schiff MS «Schilthorn» bietet dafür eine ideale

Plattform. Mit seiner technischen Infrastruktur ist es ein schwimmendes Mini-Kongresszentrum auf dem See. Während der Fahrt auf dem Thunersee bekommen Macher und Denker mit einer auffrischenden Brise gleich kräftigen Rückenwind für neue Projekte, Verhandlungen und Präsentationen. Auf dem Schiff kann zudem die Kulinarik genossen werden. Ob ein Apéro mit Häppchen und einem Wein aus der Region oder einem reichhaltigen Buffet mit salzigen und süssen Leckereien sowie warmen und kalten Delikatessen. Für jeden Anlass steht eine Auswahl bereit. Mit dem Business Package werden die kulinarischen Bedürfnisse ebenfalls vollumfänglich abgedeckt.

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Bern Inside Wer sind die Taktgeber in der Businesswelt der Region und welche Trends bezüglich Arbeitswelten 4.0 werden in Bern gesetzt? Was tut sich in der Bundeshauptstadt? Wir schauen hinter die Kulissen. Von Joël Ch. Wüthrich


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Bern-Inside

Geht nicht – gibt’s nicht Center for Space and Habitability Universität Bern

Als «Kometenjägerin» wurde sie schon mehrfach bezeichnet. Als Weltraumforscherin und «Astrophysikerin» auch, obwohl sie Letzteres klar verneint. Denn Kathrin Altwegg ist de facto Physikerin und Professorin für Weltraumforschung am Center for Space and Habitability der Universität Bern. In der Männerdomäne konnte sie sich behaupten. Und noch mehr als das. Für sie als Physikerin gilt eh das Prinzip: «Geht nicht – gibt's nicht.» interview mit Kathrin arltwegg Von Joël Ch. Wüthrich

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raumforschung heisst dies zwar seit einiger Zeit kürzer zu treten, aber mitnichten mit dem Arbeiten aufzuhören. Noch immer lässt sie sich regelmässig beim Physikalischen Institut der Universität Bern an der Sidlerstrasse blicken. Denn nach 20 Jahren an der Rosetta-Mission der ESA beginnt für ihr Team die eigentliche Wissenschaft: die Auswertung der Daten.

Kathrin Altwegg hat noch viel vor … Ausserdem hat Kathrin Altwegg noch etwas vor: Sie leistete nicht nur als Weltraumforscherin und Physikerin Pionierarbeit an der Uni Bern. Sie kämpft nach wie vor auch dafür, dass mehr Frauen den Weg in die Wissenschaft und in die naturwissenschaftlichen Disziplinen finden.

© Joël Ch. Wüthrich

ede Person entwickle irgendwann einen Fokus auf etwas Bestimmtes, ja gar eine Begierde. Bei Kathrin Altwegg (65) hiess das Objekt dieser Begierde «Rosetta». Die Mission Rosetta war ihr grosser Erfolg, für den sie jahrelang gearbeitet hatte. Mitte 2014 war es dann auch so weit, als der staunenden Öffentlichkeit bekannt gegeben wurde, dass nach zehn Jahren Weltraumflug die europäische Weltraumsonde Rosetta den Kometen «Churry» erreichte. An Bord: ein Massenspektrometer der Uni Bern, an welchem Kathrin Altwegg massgeblich mitgearbeitet hatte. Dieser Erfolg brachte der Berner Forscherin den Preis des Berner Handelsund Industrievereins ein. Das Rosetta-Experiment ist nun zu Ende. Für die «Grande Dame» und Pionierin unter den Frauen in der Schweizer Welt-

Kathrin Altwegg hatte jeweils immer das richtige Gefühl, wie Projektteams zu führen sind.

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zahl: eine Konstellation, die Seltenheitswert hat in der Welt der Physik. Darüber und über ihre Art der Teamführung sprachen wir mit Professorin Kathrin Altwegg am Physikalischen Institut der Universität Bern.

Das brauche nach wie vor viel Geduld, sagt sie. Sie wolle den Mädchen und jungen Frauen die Angst vor einigen Ausbildungen und Berufen nehmen, betont sie. Am Physikalischen Institut der Universität Bern studieren heute zehn bis 15 Prozent Frauen. Und sie hatte kürzlich ein gutes Dutzend Doktoranden unter ihren Fittichen und ist stolz darauf, dass diese jetzt auch ihren Weg gehen.

«Geschäftsführer»: Frau Altwegg, ist es eigentlich eine Legende oder entspricht es der Tatsache, dass Frauen im Berufsleben projektorientierter sind als Männer? Besonders, wenn sie Führungspositionen einnehmen. Kathrin Altwegg: Das würde ich schon unterstreichen. Viele Frauen mit Führungsrollen wollen in erster Linie ein Projekt zum Erfolg führen und denken erst danach an eine Beförderung. Der Drang, zudem noch beweisen zu müssen, dass man Dinge erreichen kann, die bisher vor allem Männern vorbehalten war, ist spürbar. Da möchte man oft noch etwas besser sein, um eventuellen Zweifeln vorzubeugen. Ein solches Verhaltensmuster spürt man an den Universitäten noch immer. Bei den Männern kommt es vielleicht öfter vor, dass man gross herauskommen möchte. Ich möchte dies jedoch nicht generalisieren.

Die Naturwissenschaft ist offenbar in der Familie Altwegg in Fleisch und Blut übergegangen: Ihr Ehemann ist ebenfalls promovierter Physiker und Professor an der Fachhochschule Freiburg. Die Töchter der Familie Altwegg haben Mathematik und Jetzt sind Sie aber gross herMaterialwissenschaften studiert. ausgekommen, als Leiterin ei«Herzblut ist wichtig und ein Antriebsfaktor. Auffällig ist, dass Kathrin Altwegg nes solch aufwändigen, teuren Ich wählte immer motivierte Mitarbeitende, trotz ihres grossen Leistungsund äusserst prestigeträchtidie sich mit dem Projekt identifizierten!» nachweises und allen Ehren, die gen Pro­jektes … ihr zuteil wurden, äusserst bodenständig wirkt. Dieser Eindruck täuscht Ja, und es ist mir ehrlich gesagt nicht ganz so wohl dabei, in diese Schublade nicht, wie sie uns bestätigt. Sie habe den hohen wissenschaftlichen Ander «Frau in der Männerdomäne» gesteckt zu werden. Ich wurde Leiterin spruch und eine ausgeprägte Erdung unter einen Hut gebracht, wurde sie des Projektes, weil ich da hineingewachsen bin und die Fähigkeiten dazu auch schon zitiert. mitbrachte. Ich wurde zum Aushängeschild. Besonders weil ich eine Frau bin und ich oft zitiert wurde, als ich bei Rosetta von «meinem Baby» Als Frau in einer Männerdomäne zu bestehen, ist zwar heute auch noch sprach. Rosetta hat aber auch mehrere «Väter». Aber es ist in der Tat nicht die Regel, wie es eigentlich sein sollte, aber auch keine Ausnahme optimales Teamwork unter vielen absoluten Fachleuten und Top-Experten mehr. Einer Sensation kam es aber schon gleich, als Kathrin Altwegg vor gewesen. Ich wurde auch gefördert und gestützt von meinen männlichen mehr als zwei Jahrzehnten zur Leiterin jenes Teams ernannt wurde, welches Mentoren und Vorgesetzten. Was bei mir eventuell zu Buche schlug, war das Schlüsselexperiment auf der Kometensonde Rosetta zum Kometen meine Fähigkeit, die Teamchemie zu fördern, und eine Gabe, Sachen gut «Churry» geschickt hatte. Sie entwickelte Rosina, ein Instrument, das die vermitteln zu können. Zusammensetzung der Gase im Schweif des Kometen Tschurjumow-­ Gerasimenko misst. Für Altwegg war Rosina das Herzstück der Mission. Welche sind Ihre besonderen Fähigkeiten bei der Teamführung? Das Messinstrument arbeitete perfekt. Besser sogar, als sich Altwegg das je Ich glaube, dass ich didaktisch geschickt bin und auf die Leute eingehen vorstellen konnte. Die Leitung eines solchen Teams als Frau unter Männern kann. Dazu kommt vielleicht eine Gabe, konstruktiv kritisch – manchmal beanspruchte nicht nur viel Fachkenntnis, sondern auch Durchsetzungssogar mit einem Blick von aussen – Probleme lösen zu können. Beim vermögen. Auch wenn in ihrer Gruppe damals vier Physikerinnen und Rosetta-Projekt gab es Situationen, wo wir einfach den Fehler nicht fanzwei Physiker sowie ein Softwareingenieur und ein Laborant arbeiteten. den und hoch intelligente Physiker und Techniker wochenlang inklusive Zusammen mit der Chefin waren die Frauen damals sogar in der MehrWochenende- und Nachtschichten nach der Lösung suchten. Ich zog >

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Kathrin Altwegg und ihr Stolz: Der Massenspektrometer im Labor des Physikalischen Instituts der Universität Bern

mich dann mal ein Wochenende kurz zurück, spielte mit den Kindern und machte einen Ausflug, und in einer ruhigen Minute hatte ich eine Idee, was man zur Lösung des Problems machen könnte. Und es konnte umgesetzt werden. Der Rückzug und der Blick von aussen wirkt manchmal Wunder. Das sollte man öfter machen, wenn ein Problem zu gross wird. Auch im Beruf. Einen interessanten Führungsgrundsatz des Tempo-­ Zurücknehmens und die Sachen von einer anderen Warte aus zu betrachten, kann ich auch anhand eines anderen Beispiels erklären, das in die gleiche Richtung zielt: Viele Mitarbeitenden sagten mir, dass sie sehr gerne mit den Franzosen arbeiten würden, weil diese sich eine längere Mittagspause gönnen. Und in dieser Mittagspause am gemeinsamen Esstisch lösen sich durch Gespräche und lockere Ideentransfers mehr Probleme, als man sich vorstellen könne. Welchen Gegenwind mussten Sie in den letzten 20 Jahren aushalten? So manchen. Erstmal war man in der Raumfahrtbehörde nicht ganz so einverstanden, dass ich das Projekt in einem Teilzeitpensum leite. Ich hatte junge Kinder und wollte für sie die Work-Life-Balance nicht riskieren oder ganz einfach nicht zu oft sie alleine lassen. Da musste ich mich schon durchsetzen. Dann gab es immer wieder Reibereien zwischen diversen Ressorts und den verschiedenen internationalen Teams und deren Verantwortlichen. Hier musste ich oft schlichten und vermitteln, damit alles wieder projektorientiert läuft. Das habe ich von meinem ersten Chef Hans Balsiger, einem begnadeten Diplomaten, gelernt. Viele sind aber noch immer der Meinung, dass man als «Teilzeit-Manager/in» eben auch nur Teil-Erfolge feiern kann … Mit Verlaub, das ist absoluter Blödsinn. Heute besonders ist es mit den aktuellen Kommunikationsmitteln immer möglich zu führen. Dezentrales Führen ist nicht erst seit gestern im Trend. Dies gilt auch für die Soft Skills. Sobald man Vertrauen entgegenbringt und die richtigen Leute an den richtigen Schnittstellen mit den nötigen Fähigkeiten hat, kann das genauso gut klappen, als wenn man eine Vollzeit-Managerin oder ein Vollzeit-Manager ist. Wichtig ist auch die Zusammenstellung der Teams.

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Eine gesunde Mischung bedeutet nicht nur die Abdeckung des fachlichen Bereichs, sondern auch die Gewährleistung der Teamchemie bezüglich den Abläufen und Persönlichkeiten und eine Ausgewogenheit zwischen Erfahrung und Dynamik beim Kenntnisstand, den Arbeitsweisen und der Altersstruktur. Sie haben auch einen Teil Ihrer Teams rekrutiert … HR-Fachleute sagen heute vermehrt: «Haben zwei Kandidatinnen oder Kandidaten die fachlich gleich guten Fähigkeiten, entscheiden die Soft Skills!» Da bin ich ganz damit einverstanden. Herzblut ist wichtig und ein Antriebsfaktor. Man muss sich identifizieren können. Ich hatte Leute evaluiert, die fachlich top waren, aber es war bei ihnen kein Herzblut zu spüren. Es war ihnen eigentlich egal, was sie bauen. Ich will Leute um mich haben, die sich identifizieren mit dem Projekt. Sehen Sie, Ingenieure sagen uns manchmal, was nicht möglich sein soll. Wir gehen die Sachen anders an: «Geht nicht» gibt es nicht in unserer Gedankenwelt. Wir wollen dann erst recht wissen, ob es gehen könnte! Solche Leute sind mir in meinen Teams am liebsten. : : www.phinst.unibe.ch : :

Keine Angst vor Naturwissenschaft Den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium hatte Kathrin Altwegg immer gemocht. Archäologin wollte die Arzttochter aus Balsthal SO damals werden. Deshalb lernte sie neben Griechisch und Latein im Freifach Hebräisch. Kurz vor der Matura hat sie sich dann jedoch entschieden, an der Universität Basel Festkörperphysik zu studieren. Nach dem Doktorat in Basel zog sie mit ihrem späteren Ehemann Laurenz, gleichfalls Physiker und heute pensionierter Professor für Telekommunikation an der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur, in die USA und beschäftigte sich an der New York University mit physikalischer Chemie. Als beide nach einigen Jahren wieder in die Schweiz zurückkehrten, bewarb sie sich in Bern bei Professor Johannes Geiss für eine Post-Doktoratsstelle. Sie arbeitete bei der Auswertung der Daten der Europäischen Raumsonde Giotto mit, die 1986 am Kometen Halley und 1992 an dessen kleinerem Cousin Grigg-Skjellerup vorbeiflog und Messungen vornahm. Geiss' Nachfolger Hans Balsiger schliesslich machte sie 1996 zur Projektmanagerin von Rosina.


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Swiss Skills 2018 in Bern

Die Nächste «Goldene Generation» Regelmässig räumen die Schweizerinnen und Schweizer an den World Skills – den offiziellen Berufs-Weltmeisterschaften – eine grosse Anzahl Medaillen ab. 2017 waren es sagenhafte 20 – davon elf goldene. Für alle Berufstalente ist es ein Traum, in der «Berufs-Nati» dabei zu sein. Der Weg führt über die Swiss Skills. Von 12. bis 16. September 2018 werden die Schweizer-Meister-Titel in Bern vergeben, und man kann sich für die nächste Berufs-WM qualifizieren. Von Joël Ch. Wüthrich

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ür jene, die Talente live und unter Wettkampfbedingungen über die Schulter schauen möchten, ist Bern ab dem 12. Sep­ tember 2018 das Schweizer Epizentrum. In 75 Berufen wird an den SwissSkills um Schweizer-Meister-Titel gekämpft. Für diesen Grossanlass, der ein enormes Zuschauer- und Medieninteresse weckt sowie die Berufsverbände elektrisiert, lassen sich die Berner auch einiges an organisatorischem und finanziellem Aufwand kosten. Und so greift die Berner Stadtregierung ganz schön in die Schatulle: Um Unter-

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stützung von 300’000 Franken wurde sie von SwissSkills 2018 angefragt. Angesichts des grossen Interesses und der erfolgreichen World Skills wurde der Betrag aber gleich beinahe verdoppelt: Vorgesehen sind nunmehr fast 540’000 Franken! Der Kredit setzt sich aus drei Teilbeträgen zusammen. Zum einen aus einem Barbetrag an die Organisatoren von 125’000 Franken, mit dem der Mehraufwand seitens SwissSkills gedeckt werden soll, der den Organisierenden aufgrund eines geplanten nationalen Thementages bei der SRG SSR entsteht. Der zweite Betrag wird im Rahmen


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eines Gebühren- und Kostenerlasses von insgesamt 175’000 Franken geleistet, wovon 13’000 Franken von Bern Welcome übernommen werden. Der dritte Beitrag betrifft die Unterstützung von 245’300 Franken für ein Berner Rahmenprogramm. Auf Anregung der Stadt Bern sieht dieses Rahmenprogramm unter anderem vor, jungen Menschen mit Behinderung den Zugang zur Ausbildungs- und Berufswelt zu erleichtern. Ausserdem sollen junge Menschen angesprochen werden, die aufgrund ihres Migrationshintergrunds sprachliche Schwächen aufweisen und deshalb Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden.

Teilnahme- und Besucherrekord «Das Interesse ist enorm. Die Feedbacks von ganz links bis ganz rechts sind äusserst positiv», sagte beispielsweise Gemeinderat Reto Nause. Bern wolle, so wurde vermittelt, auch die übernächsten SwissSkills 2022 austragen. Der Berner Event wird im Rahmen der SwissSkills der bisher wohl grösste und umfassendste, aber auch modernste und spannendste aller Zeiten. Erwartet werden in der Wettkampfwoche nämlich über 150’000 Besucher, über 1 000 Teilnehmende in 75 Berufs-Meisterschaften. Viele Jugendliche haben sich zudem für das Selektionsverfahren der nächsten World Skills in Kasan in Russland beworben. Man spricht von einer Zunahme von über 20 Prozent gegenüber der letzten Mission in Abu Dhabi, erläuterte Projektleiter Paul Hüppi. Der Weg nach Kasan führt für die meisten Berufsverbände über die SwissSkills 2018 in Bern.

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Grosses mediales Interesse und viel Interaktion Neu an den SwissSkills 2018: die Möglichkeit der Interaktion. Gegenüber den ersten und bislang einzigen SwissSkills auf dem Gelände der Bern Expo 2014 soll es Besuchern diesmal auch möglich sein, selbst einen Grossteil der Berufe auszuprobieren. Dafür interessieren sich jetzt schon sehr viele Schulklassen in der ganzen Schweiz, die im Rahmen der Lehrstellensuche einen Ausflug nach Bern planen. «Bereits über 53’000 Schulbesuche wurden gebucht. Bei den ersten zentralen SwissSkills 2014 hatten Schulklassen mit 34’988 Schülerinnen und Schülern den Anlass besucht», freuen sich OK-Präsident Dr. Claude Thomann und Stiftungsratspräsident von SwissSkills, Reto Wyss. Um die Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz nach Bern zu transportieren, planen die SBB den Einsatz von bis zu acht Extrazügen pro Tag. Medial begleitet werden die SwissSkills 2018 unter anderem im Rahmen einer SRG-Themenwoche von den TV-, Radio- und Onlinekanälen aus allen Landesregionen. Höhepunkt der umfassenden Berichterstattung ist eine neunstündige LiveTV-Sendung von den SwissSkills 2018 am Samstag, 15. September, die auf SRF 1 ausgestrahlt wird. Die französisch- und italienischsprachigen TV-Sender (RTS / RSI) berichten jeweils vier Stunden live aus Bern.

Wertschöpfung und Imagegewinn für Bern Das alles wird in Bern eine hohe Wertschöpfung und ein noch grösserer Imagegewinn erwirken und auch beim Thema «Arbeitswelten 4.0» und Talentschau in den nationalen Fokus rücken. Die Stadt Bern steht an den fünf Veranstaltungstagen im Fokus des nationalen Interesses und erhält die Möglichkeit, sich als weitsichtige Akteurin in der Bildungspolitik zu präsentieren und ihre Rolle als Bundesstadt, Politzentrum und idealen Messestandort an der Sprachgrenze im Herzen der Schweiz zu stärken. Man profitiere natürlich von der gelungenen Erstaustragung des Jahres 2014. Viele Lehrpersonen hätten dort gesehen und erlebt, was die SwissSkills speziell für Schülerinnen und Schüler im Berufswahlalter bieten und wie dieser Anlass das Angebot der regionalen Berufsmessen ideal ergänze, erklärte Claude Thomann das enorme Interesse. Dazu wird eine riesige «temporäre Fabrik» für 1 100 Teilnehmende auf einer Fläche von 100’000 m2 (= 14 Fussballplätze) aufgebaut. In über 100 Berufen können die Besucher gar selber etwas ausprobieren. Das kann man nirgends sonst, ergänzt der stolze OK-Präsident Claude Thomann. >

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Bundesrat Schneider-Ammann begeistert Dass die SwissSkills 2018 ein nationaler Anlass sind, der den Wert der Schweizer Berufslehre herausstreicht, erkennt man an der bundesrätlichen Unterstützung. Bildungsminister Johann Schneider-Ammann hat zwei weitere Bundesräte ins SwissSkills-2018-Boot geholt. Die Bundesräte Ignazio Cassis und Guy Parmelin übernehmen jeweils das Patronat des Team Svizzera Italiana und des Team Romandie. So erfahren auch in der lateinischen Schweiz die beste n jungen Berufsleute den höchsten politischen Rückhalt. Mit SwissSkills verfüge die Berufslehre über ein grossartiges Schaufenster, sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann an der Medienkonferenz des SwissSkills Day. Es sei eine weitere ausgezeichnete Plattform, um die Qualität und die Möglichkeiten unseres dualen Berufsbildungssystems zu demonstrieren. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) freut sich dabei nicht nur darüber, dass «die Schweizer Berufsbildung während der SwissSkills 2018 so stark im Fokus stehen werden wie nie zuvor», sondern auch, dass sich anhand der SwissSkills 2018 zeigen lasse, wie gut Privatwirtschaft und öffentliche Hand in der Berufsbildung zusammenarbeiten.

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Darum sind Schweizer Berufsleute Weltklasse Das duale Berufsbildungssystem in unserem Land ist einzigartig. Junge Schweizer Berufsleute stellen das an Meisterschaften immer wieder unter Beweis. Elf Goldmedaillen holte das SwissSkills-Team, das im Oktober 2017 in Abu Dhabi an der Berufs-WM antrat.

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Das duale Bildungssystem in der Schweiz ist ein echtes Erfolgsmodell: Dank der Kombination der Ausbildungen über den akademischen Weg und die Berufslehre haben auch junge Berufsleute mit durchschnittlichen oder schlechten schulischen Leistungen die Chance, Erfolg zu haben und an internationalen Berufsmeisterschaften Preise zu gewinnen. Dies bestätigt auch die neue Studie «Die Top 200 des beruflichen Nachwuchses» der Erziehungswissenschafterin Prof. Dr. Magrit Stamm, welche im Rahmen des SwissSkills Day 2017 am 8. Februar in Bern vorgestellt wurde. Ihr Fazit: Eine hohe Qualität der Berufsbildung stärkt die Schweizer Innovationskraft. Das duale Bildungssystem der Schweiz ergänzt eine international hoch angesehene akademische Ausbildung mit der direkten, praxisorientierten Berufslehre. Die Berufsausbildungen dauern jeweils drei bis vier Jahre und orientieren sich an tatsächlich nachgefragten beruflichen Qualifikationen und an den zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen. Gemeinsam sorgen die Hochschulstudiengänge und die Berufslehren für eine ideale Mischung von Talent aus Theorie und Praxis. Die hohe Qualität der Berufsbildung ist eine zentrale Stütze der Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft, die ihrerseits interessante Stellen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für motivierte und qualifizierte Fach- und Führungskräfte bietet. Aber: «Erfolg ist nicht an eine akademische Laufbahn gebunden. Es gibt viele Erfolgsgeschichten von Menschen, die mit einer Lehre begonnen haben und mittels der höheren Berufsbildung weit gekommen sind», sagt beispielsweise Terry Tschumi, Schulleiterin der TEKO Basel (Höhere Fachschule für HR-Abschlüsse in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Büromanagement) und fügt an: «Der Vorteil der dualen Weiterbildung liegt in der professionellen Kombination von Wissen mit gleichzeitigem Aufbau praktischer Kompetenzen.» Das Schweizer Bildungssystem geniesst weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Im «Global Competitiveness Report» des World Economic Forum rangiert das Schweizer Ausbildungssystem im weltweiten Vergleich seit Jahren auf Platz 1. : : www.swiss-skills.ch : :

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Bern-Inside

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Swiss Skills Facts Der Ticketverkauf beginnt ab Dienstag, 5. Juni 2018, unter www.swiss-skills2018.ch. Jugendliche unter 22 Jahren wie auch Begleitpersonen von Schulklassen profitieren von einem Gratiseintritt an den SwissSkills 2018. Für Erwachsene kostet ein Tageseintritt 15 Franken.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei der Medienkonferenz der SwissSkills: "Es wird sich wieder zeigen, wie gut wir in der Schweiz im Bereich der Berufsbildung sind."

Mehr Berufe und Ambitionen für 2022 Mit den SwissSkills 2018 soll an den Erfolg von vor vier Jahren angeknüpft und die Ausstrahlung des Anlasses gesteigert werden. Die Vielfalt an den SwissSkills 2018 ist mit 135 Berufen, wovon 75 Berufe Schweizer Meisterschaften durchführen, beachtlich. Im Vergleich zu 2014 werden an den SwissSkills im Herbst 2018 deutlich mehr Berufe für die Besuchenden selber erlebbar gemacht, und die verschiedenen Landesteile werden stärker miteinbezogen als vor vier Jahren. Mit dem vom Gemeinderat beschlossenen Gesamtpaket wird die Stadt Bern zur «institutionellen Partnerin» der SwissSkills 2018 und schafft sich damit eine gute Ausgangslage, wenn es um die Vergabe der SwissSkills 2022 geht.

§§ Veranstalter: Verein SwissSkills Bern. §§ 12. bis 16. September auf dem Bern-Expo-Gelände. §§ Insgesamt 135 Berufe. Davon tragen 75 Berufe ihre Schweizer Berufsmeisterschaften aus. §§ Über 135 Berufe können die Besucher im Rahmen des neuen interaktiven Konzepts «MySkills» selber ausprobieren, und es finden an die 60 Berufsdemonstrationen statt. 1 100 Teilnehmende, 500 Experten, 250 Volunteers. §§ 71 involvierte Berufsverbände (Organisationen der Arbeitswelt / OdA). Veranstaltungsbudget von 16.5 Millionen Franken. Zusätzlich wenden die Berufsverbände 20 bis 25 Millionen Franken auf. §§ 73 Prozent des OK-Budgets werden durch die öffentliche Hand, namentlich das Staatssekretariat für Bildung, §§ Forschung und Innovation, den Kanton Bern und die Stadt Bern, getragen. §§ Messegelände von 100’000 m2 (entspricht rund 14 Fussballfeldern).150’000 erwartete Besucher, davon über 50’000 in Schulklassen. §§ Spezielle Angebote für Schulkassen: Gratiseintritt und Anreise aus der ganzen Schweiz für maximal 20 Franken pro Person dank Zusammenarbeit mit den SBB.

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Bern Welcome

Wertschöpfung von Sport-Events Der Sport und die Wertschöpfung: In einer Sport- und Event-Stadt wie Bern kann einiges generiert werden. Ob nun ein Grossereignis stattfindet, der BSC Young Boys in der Champions- oder Europa League spielt oder der SC Bern viele Fans mobilisiert: Potenzial für eine Wertschöpfungs­ steigerung ist immer vorhanden, wie Martin Bachofner, CEO Bern Welcome, bestätigt. Von Joël Ch. Wüthrich

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ür Martin Bachofner, den CEO von Bern Welcome, variiert die Wertschöpfung je nach Art des Sportanlasses. Schliesslich konsumieren Besucherinnen und Besucher eines Sport-Events unterschiedlich. «Ein Fussballfan generiert erfahrungsgemäss zum Beispiel weniger als ein Besucher eines Box-Events. Die Wertschöpfung wird vor allem bei mehrtägigen Anlässen gebracht, so wird der Konsum in den Bereichen Shopping, Gastronomie, Hotellerie und Stadt­ besichtigungen gefördert. Spezielles Potenzial sehen wir im Nachwuchssport, wenn die ganze Familie anreist, und in Nischensportarten. Letztere sind insofern interessant, da sie Wertschöpfung im kleinen und regelmässigen Rahmen bringen, die Stadt aber bezüglich Infrastruktur nicht so fordert, wie es Grossanlässe machen.»

Höchste Wertschöpfung bei Gegnern mit grossem Fanpotenzial Aber auch die Teilnahme eines Berner Fussball- oder Eishockeyclubs an einem internationalen Wettkampf wie beispielsweise die Uefa Champions League mit dem BSC Young Boys (Bemerkung: zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war noch nicht ermittelt, ob YB dieses Jahr in der

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Europa- oder Champions League spielen wird) und mit dem SC Bern kann eine hohe Wertschöpfung generieren. Martin Bachofner: «Eine Teilnahme an internationalen Wettkämpfen ist aus unserer Sicht sehr wichtig, speziell im Fussball. Wenn internationale Mannschaften mit ihren Fans nach Bern reisen, sind die Hotels in der Stadt nahezu ausgebucht.» Einschlägige Erfahrung mit der Fussball-Champions-League-Wertschöpf­ ungskette hat bekannterweise die Stadt und Grossregion Basel dank der internationalen Erfolge und Beteiligungen seines FC Basel. Profitabel war bisher immer eine Champions-League-Teilnahme (mit Gruppenphase und allenfalls Achtelfinal) für Hoteliers und Detailhändler, wie Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing, und Christoph Bosshardt, Head of Marketing & Incoming Services von Basel Tourismus, bestätigen. Sabine Horvath: «Der FCB hat sich mit den Erfolgen in der Europa und Champions League in den letzten zehn Jahren international kontinuierlich einen Namen gemacht und dadurch auch der Stadt Basel zu einer grösseren Bekanntheit verholfen.» Insbesondere die mediale Aufmerksamkeit, welche die Champions League weltweit erfährt, habe zudem den Namen Basel in die Welt hinausgetragen, führte Christoph Bosshardt aus.


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für Familien. Auch wollen wir, abgesehen vom Sport, weitere Veranstaltungen akquirieren, die zur Erfolgspositionierung von Bern Welcome passen und die bestehende Infrastruktur zu füllen vermögen», so Bachofner. Der CEO von Bern Welcome weiter: «Auch sind wir dabei, mit Bern Meetings & Events AG einen One-Stop-Shop aufzubauen, sodass das Organisieren von Events für Veranstalter in Bern einfacher wird. Als Bindeglied zu den Bewilligungsbehörden leistet sie Unterstützung von der Idee bis zur Umsetzung und entwickelt Eigenveranstaltungen, die zu Bern passen.» : : www.sportamt-bern.ch : : : : www.bern.com : :

Sportnetzwerk-Provider und Impulsgeber Die Komplexität des Sports macht es sehr anspruchsvoll, ein starkes Netzwerk zwischen den zahlreichen Akteuren aufzubauen. Dadurch stehen Organisatoren von vielen Sportveranstaltungen vor der Herausforderung, wie sie ihre Veranstaltung mit weniger Sponsoren und Partnern aus der Wirtschaft solid finanzieren können. Sportveranstaltungen geniessen im Kanton Bern eine lange Tradition und lösen bei den Teilnehmenden sowie den Zuschauenden mehrheitlich positive Emotionen aus. Zudem sind Sportveranstaltungen gewinnbringend für die Standortförderung und können die Menschen aller Altersklassen für die jeweilige Sportart motivieren. Internationale Grossanlässe im Kanton Bern locken alljährlich Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an. Wo will also der Kanton Bern hin? Eine Stärkung des Berner Sports wird angestrebt, damit die Bedürfnisse des Sports, insbesondere finanzielle Mittel, wahrgenommen werden. Der Kanton Bern kann die Akteure zusammenbringen. Die entstehenden Sportpartnerschaften sollen sowohl der Wirtschaft wie auch dem Sport einen Mehrwert bringen. Der Kanton Bern mit seinen vielen Verbindungen in die Wirtschaft kann als Impulsgeber Wirtschaftspartner zusammenbringen und damit eine Brücke in die Sportwelt schlagen.

Entwicklung der Schweizer Sportwirtschaft Besonders spannend würde es jedoch für die Wertschöpfung insgesamt, wenn prominente Gegner mit grosser Fanschar anreisen und dies zudem weltweit viel Aufmerksamkeit erzeuge. Das könnte nun auch für Bern zutreffen, sollte YB attraktive Gegner mit vielen Fans anziehen, die mindestens zwei Tage und eine Logiernacht in der Stadt bleiben. In Bezug auf die Wertschöpfung insgesamt, worin eben diese Logiernächte, die Umsätze bei den Detailhändlern der unmittelbaren Region und die Publicity für die Stadt und Region im Allgemeinen einbezogen werden, hänge eben vieles von der gegnerischen Mannschaft ab, sagen Horvath und Bosshardt. «Englische Teams mit ihrem grossen Anhang und der guten Erreichbarkeit generieren zusätzlich ungefähr 2 000 und mehr Logiernächte in Basel, einerlei, ob es sich um Champions-League- oder Europa-League-Spiele handelt», betonte Christoph Bosshardt.

Neue Wege in der Akquise von Sportanlässen Es ist aber, wie Martin Bachofner schon betonte, nicht nur der Fussball, der Wertschöpfung generiert. Für die nahe Zukunft ist einiges geplant, um die Wertschöpfung der Sportereignisse und Events in Bern noch zu steigern. «Der Fokus liegt in der Akquise der mehrtägigen Sportanlässe oder Events

Die Schweizer Sportwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt. Das zeigen Zahlen aus einer Untersuchung, die das Forschungsunternehmen Rütter Soceco im Auftrag des Bundesamts für Sport BASPO erstellt hat. Die Bruttowertschöpfung des Sports ist um mehrere Prozent gestiegen. Die Beschäftigung ebenfalls. Die Zunahme ist primär auf ein Wachstum in den Bereichen Sportanlagen, Sportvereine und -verbände sowie Sportunfälle zurückzuführen. Dabei waren Faktoren wie der anhaltende Boom bei den Gymnastik- und Fitnesscentern, eine gesteigerte Arbeitsproduktivität bei den internationalen Sportverbänden sowie zunehmende Sportunfallzahlen und allgemeine Kostensteigerungen im Gesundheitswesen ausschlaggebend. Der Anteil der Sportwirtschaft ist ungefähr gleich gross wie derjenige der Branche Energie- und Wasserversorgung und mehr als doppelt so hoch wie jener der Land- und Forstwirtschaft. Mit nahezu 100’000 Vollzeitstellen leistet der Sport einen Beitrag von über 2.5 Prozent zur Gesamtbeschäftigung der Schweiz.

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9. November 2018 – Aussenhandelsleiter/-in mit eidg. Diplom (HFP) in Zürich 15. Februar 2019 – Aussenhandelsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis (BP) in Bern

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Know-how für die Aussenwirtschaft Der jährlich stattfindende Fachkongress der Aussenwirtschaft «Zollsymposium» bietet spannende Referate zu aktuellen Themen für Führungs- und Fachkräfte international tätiger Unternehmen. Der Kongress ist die perfekte Plattform um Expertenwissen aus erster Hand zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen, Pflege und Ausbau des eigenen Netzwerks und um länderspezifische Beratungsgespräche in Anspruch zu nehmen. Melden Sie sich jetzt online an! Wir freuen uns Sie im Foyer des Hallenstadions Zürich zu begrüssen. www.ssib.ch/zollsymposium

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Aus- & Weiterbildung Eine passgenaue Weiterbildung zu finden wird immer schwieriger. Besonders im Zeitalter der Arbeitswelten 4.0, aufgrund der Änderung der Anforderungen in den Jobs und der Digitalisierung der Berufswelt. Nicht alle Weiterbildungen sind auch nachhaltig und eignen sich, um für die Arbeitswelt der Zukunft fit zu sein. Im Geschäftsführer Bern erhalten Sie jede Ausgabe ein Update über die neuesten Trends aus der Welt der Weiterbildung. Von Joël Ch. Wüthrich


Futurist und Arbeit 4.0-Experte Gerd Leonhard plädiert für praxisnahe Ausbildung.

Weiterbildung 4.0

Sind wir bereit für die Arbeitswelt 4.0? Das Schweizer Ausbildungssystem erntet viel Lob, aber es gibt auch kritische Stimmen. Manche Experten und Futuristen fragen aus gutem Grund: Wird im Schweizer Ausbildungssystem zu wenig auf die Anfordernisse der Zukunft vorbereitet? Von Joël Ch. Wüthrich

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st die Ausbildung und somit die Vorbereitung auf die Arbeitswelten der Zukunft, einher gehend mit der digitalen Transformation in der Schweiz noch zeitgemäss? Dieser Frage gehen einige Futuristen wie Gerd Leonhard auf den Grund.

In einem Interview in der Handelszeitung wurde der Futurist und Zukunftsforscher Gerd Leonhard mit Sätzen zitiert, die es in sich hatten: «Erfolg ist immer eine Frage der Kultur. Und hierzulande gilt oft: Sei auf Sicherheit bedacht, wage dich nicht zu weit vor. Dabei wäre etwas mehr Biss und Aggressivität gut. Das gilt vor allem, weil in den kommenden Jahren viele Jobs verschwinden werden und wir gezwungen sind, neue Jobs zu erfinden. Viele Inhalte im Schweizer Ausbildungssystem sind sicherlich von gestern. Es geht oft um Fähigkeiten, die gut sind, aber sicherlich nicht dazu geeignet, zum Beispiel eine eigene Firma zu starten.»

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Neues Denken für die Ausübung neuer Berufe Gewiss, das sind harte Aussagen. Welche Fähigkeiten werden demnach also in Zukunft noch mehr gefragt sein? In sieben bis zehn Jahren kämen wir an den Punkt, an dem Maschinen viele der logischen Fähigkeiten des Menschen beherrschen, sagen die Fachleute. Analysieren und komplexe Entscheide durch Computer zu treffen, ist dann möglich. Gerd Leonhard weiter im besagten Interview: «Kognitive Fähigkeiten, die zurzeit noch den Menschen vorbehalten sind – wie etwa das Kombinieren –, die beherrscht der Computer bis dahin. Doch der Teil, den Computer wohl niemals wirklich lernen können werden, nämlich einen biologischen Körper zu haben, zu existieren und zu fühlen oder Geschichten zu entwickeln oder Dinge, die es noch nicht gibt, oder Fantasie zu haben – oder aber Kreativität: Das wird jener Teil sein, der wichtiger sein wird, weil er uns als Menschen von den Maschinen unterscheidet.» Auch wir haben mit dem bekannten Futuristen und Zukunftsforscher einige Monate zuvor


Aus-  & Weiterbildung

Was bedeutet dies also für die Aus- und Weiterbildungsbranche? Diese reagiert auf die Trends mit Angeboten, welche die Fähigkeit zum «neuen Denken und Verknüpfen» fördern. Viele Seminare und Workshops zum Thema Change Management für Führungspersonen (zum Beispiel Erfolgreiches Change Management)1, – bereiten­professionell auf die Transformation und Digitalisierung der Arbeitswelten. Interessant sind zudem Auswirkungen der Digitalisierung für Human Resources (Digital HR)2, – auf welche man sich gut vorbereiten sollte, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

: : www.praxisseminare.ch : : : : www.teko.ch : : : : www.gerdleonhard.de : : Anmerkung 1 www.praxisseminare.ch/seminare/geschaeftsfuehrung/event/ 693-erfolgreiches-change-management 2 www.praxisseminare.ch/seminare/personal/rekrutierung/event/1064-digital-hr 3 www.teko.ch/de/top/technik/hf-technik/energieundumwelt

© Lernwerkstatt Olten

Abhilfe durch Seminare mit gezielter Ausrichtung?

Fachschulen basiert letztendlich also darauf, dass man sich dank einer strategisch richtigen Weiterbildungsentscheidung für die Berufe der Zukunft fit machen kann. Terry Tschumi abschliessend: «Ein HF-Studium erfolgt meist nebenberuflich – so können Studierende Beruf und Weiterbildung vereinen. Aufgrund der während des Studiums praxisorientiert erlernten Kompetenzen ist man nach dem Abschluss in der Lage das Erlernte umzusetzen und somit eine begehrte Fachkraft.»

© METAV

gesprochen. Schon vor zirka zwei Jahren sagte er, dass der Trend sich dahingehend entwickle, indem sich Berufsleute der Zukunft sich «fast von selbst ein Profil geben» und ihre Fähigkeiten gezielt in Projekten zum Einsatz kommen. «Die Energiewende spielt da eine grosse Rolle und auch der Weg vieler Gemeinden und Städte zur 2000 Watt-Gesellschaft. Supervisoring bleibt im Trend und wird nach wie vor von Menschen besser erledigt werden können als von den intelligentesten Maschinen. Bei allem, was mit emotionaler Intelligenz und nicht nur mit Big Data-Input zu realisieren sein wird, werden wir als Berufsmenschen einen Vorsprung gegenüber Maschinen haben.» Weiter sagte er: «Wir in der Schweiz sind so stark in der Zukunftsforschung aber irgendwie auch sehr traditionell, veranlagt. Auch in den Arbeitswelten», sagt er. Viele dieser «neuen Berufe», die in der Welle der Automatisierung und Digitalisierung und besonders im Naturschutz-, Cleantech- und Umwelt- / Energie-Bereich hervorkommen, haben es aber in sich: Fachkenntnis und Vielseitigkeit sind Voraussetzungen für die Ausübung dieser neuen Berufe, aber besonders wichtig ist für Berufsleute in den «neuen Berufen» die vielen erworbenen Fähigkeiten zu verknüpfen. Man spricht sogar in Fachkreisen bei den Zukunftsforschern von «neuem Denken statt neuen Berufen».

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Eine wichtige Rolle nehmen die Fachhochschulen und die Höheren Fachschulen ein. In der innovationsstarken Schweiz bereiten Höhere Fachschulen wie beispielsweise die TEKO Basel Studierende auf ihre künftigen Aufgaben vor. Nicht zuletzt sind es die Höheren Fachschulen, welche Ausbildungen anbieten, die sich an die Arbeitswelten 4.0 der Zukunft orientieren. Eines der Beispiele: Die Techniker / innen in Energie und Umwelt 3, – und viele mehr. TEKO Basel Schulleiterin Terry Tschumi: «In einigen Berufszweigen ist ein Fachkräftemangel abzusehen, beziehungsweise, es werden neue Berufsbilder mit neuen Kernkompetenz-­ Anforderungen geschaffen. Bildet man sich in Berufen mit grosser Nachfrage, hat man gute Zukunftsaussichten. In einer Zeit der Globalisierung und Innovation müssen Mitarbeitende Kenntnisse und Kompetenzen laufend aktualisieren, um arbeitsmarkt- und konkurrenzfähig zu bleiben.»

Handlungsorientiertes Unterrichten gefordert Es braucht also neben den öffentlichen, universitären Angeboten in der Aus- und Weiterbildung auch jene der Privaten, der Höheren Fachschulen, die mit Engagement, Initiative und Innovation punkten und praxisnah unterrichten. Der Hauptgrund in der Aktualität der Höheren Fachschulen liegt folgerichtig in der laufenden Anpassung der Lehrgänge an die neuesten Entwicklungstrends sowie im hohen Praxisbezug. Dies bestätigt auch Arthur Schärli, Leitexperte SBFI für Qualitätsmanagement an Fachschulen: «Der Stellenwert der Höheren Fachschulen wie ist gestiegen. Das handlungsorientierte Unterrichten ist nicht nur im Trend, sondern auch gefordert. Der fachlich-sachliche Unterricht ist die Basis, aber der Praxisbezug muss eindeutig da sein. Schulen wie zum Beispiel die TEKO machen hier dabei eine vorbildliche Arbeit.» Der Erfolg der Höheren

© METAV

Höhere Fachschulen springen ein

Mit modernen Hilfsmitteln in der Weiterbildung auf die Anfordernisse im Job der Zukunft vorbereiten. Das muss das Ziel sein.

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Aus- & Weiterbildung © SWISSBAU

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Auch die Weiterbildung ist im technologischen Wandel. Im Bild: Schulungssituation zum Thema Digitalisierung an der Fachmesse SWISSBAU 2018

Weiterbildung 4.0

Bereit für die vierte Industrielle Revolution Die «vierte Industrielle Revolution» ist in vollem Gange. Das hat Auswirkungen auf die Weiterbildungsbranche. Denn mit der vierten Industriellen Revolution ändern sich auch die Arbeitswelten. Das Stichwort heisst «Arbeit 4.0». Von Joël Ch. Wüthrich

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ir befinden uns im Zeitalter der Industrie 4.0. – also inmitten der vierten Industriellen Revolution. Den Ausdruck «Industrie 4.0» liest man heuer immer häufiger und er beschäftigt nicht nur die Futuristen und Zukunftsforscher, sondern auch jene Leute, die sich mit Personalentwicklung und Trends in den künftigen Berufswelten auseinander setzen.

Technologien, rasant ansteigende Datenmengen und die Möglichkeiten, diese immer schneller auszuwerten, verändern sich Geschäftsmodelle, die Gesellschaft und nicht zuletzt unser Alltag. Die Weiterbildung ist in diesem Kontext als Vermittlerin der Kompetenzen im Umgang mit neuen Anwendungen gefordert und wird gleichzeitig auch selbst von den digitalen Entwicklungen verändert.

Im Gegensatz zu den früheren Industriellen Revolutionen nach der Erfindung von leistungsfähigen Maschinen und der Optimierung der Automation – später auch durch die Einführung künstlicher Intelligenz – geht es bei der aktuellen «digitalen Revolution» um geistiges Leistungsvermögen. Die Maschinen erhalten die Fähigkeit, immer komplexer zu denken, was grosse Konsequenzen für das Personalwesen bedeutet. In einer Studie der Universität St. Gallen zusammen mit der Deutschen Telekom mit dem Titel «Arbeit 4.0» wurden 25 Megatrends ausgemacht, die auch die Weiterbildungsbranche tangieren.

Weiterbildung 4.0 – Am Ball bleiben

Digitalisierung beschreibt ein breites Feld von technologischen Veränderungen. Durch die ständig wachsende Vernetzung der digitalen

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Bei der Lernwerkstatt Olten beispielsweise beschäftigen sich mehrere Workshops und Seminare mit dem Phänomen, das längst keines mehr ist. Zum Beispiel sind diesem Thema beim diesjährigen Berufsbildungs-­ Event1 – jedes Jahr ein beliebter Networking–Event und ein Stell­dichein für die Berufsbildungsfachleute – einige Workshops gewidmet: «Der digitale Lernraum – Einsatz elektronischer Geräte im Unterricht» ist einer der beliebten und praxisorientierten Workshops. Weitere heissen «Digitale Lernzielkontrollen – Lernfortschritt mit elektronischem Quiz überprüfen!», «Animated Storytelling – Erklärvideos im Handumdrehen selbst erstellt» oder auch «Power Point ade – Die kreativsten Präsentations-Apps».


Aus-  & Weiterbildung Um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Digitalisierung zu meistern, ist die Weiterbildung in drei Bereichen gefordert: §§ 1. Digitale Grundkompetenzen: Die Strategie des Bundesrates zur digitalen Schweiz sieht als Kernziel vor, dass die gesamte Bevölkerung befähigt wird, die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu nutzen. Rund 1.5 Millionen Personen in der Schweiz besitzen diese grundlegenden Kompetenzen jedoch nicht. Basierend auf dem Weiterbildungsgesetz Art. 13–16 soll die Weiterbildung dazu beitragen, IKT-Kenntnisse im Rahmen der Grundkompetenzen bei Betroffenen zu fördern. §§ 2. IKT-Fachkräftemangel: Eine Umfrage der Konjunkturforschungsstelle zur Digitalisierung in den Schweizer Unternehmen 2017 ergibt, dass als grösstes Hindernis für eine fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft fehlendes qualifiziertes Personal gesehen wird. Die Weiterbildung kann hier flexibler als die formale Bildung die Nachfrage aus der Wirtschaft aufnehmen und laufend den technologischen Entwicklungen anpassen. §§ 3. Komplementäre Kompetenzen: Die Digitalisierung verändert die Berufsbilder. Die Auswirkungen dieser Veränderungen gehen aber weit über das Digitale hinaus. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft in Zürich zu kaufmännischen Berufen zeigt beispielsweise, dass insbesondere Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen wichtiger werden. Das heisst konkret, Kompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit sind entscheidend, um die neuen Technologien effizient zu nutzen, sinnvoll einzusetzen und für diese Neuerungen offen zu sein. Für die Digitalisierung fit zu sein, bedeutet also weit mehr als nur technologische Versiertheit. In der Vermittlung dieser Fähigkeiten hat die Weiterbildung eine lange Tradition und viel Erfahrung.

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«Emotionale Intelligenz» ist gefragt Es sind Berufsleute gefragt, die vernetzt denken, agieren und gewissermassen die «emotionale Intelligenz» einsetzen können. So sagt der Zukunftsforscher Gerd Leonhard: «Sobald es um Prozesse geht, die eine künstliche Intelligenz erledigen kann, steht die Türe offen für Veränderungen.» Was Leonhard aber auch betont: «Die Berufsleute der Zukunft werden sich fast von selbst ein Profil geben und ihre Fähigkeiten werden gezielt in Projekten zum Einsatz kommen.» Netzwerke spielen – so die bereits erwähnte Studie der Universität St. Gallen – eine zentrale Rolle in der neuen Arbeitswelt.

Kreativität und nichtlineares Denken Diese ganzen Auswirkungen haben Einfluss auf die Aus- und Weiterbildung des Personals. Die geforderten Fähigkeiten heissen neu: Kreativität, nichtlineares Denken (das können die Maschinen nicht übernehmen) und der Einsatz von ausgeprägten ICT-Kenntnissen. Also rüsten sich Schweizer Weiterbildungsinstitute mit Tablets und Laptops, um den Digital Natives – der Generation, die von Beginn an mit Internet und Smartphone aufwächst – eine zeitgemässe Ausbildung zu ermöglichen und sich den neuen Erwartungen anpassen. Trendy ist dabei das «Prinzip des BYOD», was so viel heisst wie «Bring Your Own Device». Digitalisierung in der Weiterbildung bedeutet also nicht nur, dass der Umgang mit neuen Technologien geschult werden muss, sondern dass diese neuen Technologien auch in den Unterricht miteinbezogen und genutzt werden. : : www.lernwerkstatt.ch : : Anmerkung 1

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Bauen & Wohnen Eine Frage der Wirkung

Wenn farbe & Licht kommunizieren Beim Einrichten eines Hauses ist das Beleuchtungskonzept von grosser Bedeutung: Licht trägt dazu bei, dass wir uns wohlfühlen, und auch dazu, das Beste aus einem Raum herauszuholen. Überall dort, wo kein oder wenig Tageslicht hinkommt, sorgen künstliche Lichtquellen für Helligkeit und Atmosphäre. Dass diese die Wirkung der Wandfarbe beeinflussen, wissen dabei die wenigsten. Das Unterbewusstsein denkt aber mit. Daher ist es wichtig, bei der Farbauswahl die Lichtverhältnisse im Zimmer zu berücksichtigen.

© Alpina

von Georg Lutz

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arbe absorbiert Licht und verändert sich somit im Auge des Betrachters. Gleichzeitig wirkt sie auf die Stimmung im Raum ein. Gerade bei Kunstlicht kennt man diesen Effekt, beispielsweise vom Shoppen: Die Kleidung sieht bei Tageslicht irgendwie anders aus als noch in der Umkleidekabine.

Atmosphäre schaffen Auf jeden Fall verschafft Licht eine Orientierung im Raum. Licht setzt Zeichen. Zentraler Akteur ist hier das Tageslicht. Farben und der Einsatz von Kunstlicht können und sollten hier unterstützend wirken. Manchmal geht es aber auch um Räumlichkeiten, die wenig und keine Unterstützung durch Tageslicht haben. Worauf ist zu achten? Im Normalfall gehören Lampen an die Decke. Orientierung und Emotionen können dann gut gesteuert werden. Bei Spots an der Wand besteht die Gefahr von klaustrophobischen Atmosphären.

© Alpina

Je heller die Farben eines Raumes sind, desto aktivierender wirkt er. Dunklere Farben beruhigen eher und bringen die Anwesenden zur >

Bevor man sich für einen Farbton entscheidet, sollte man die Farbkarte bei Tages- und Kunstlicht an die betreffende Wand halten.

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© Alpina

Bauen  & Wohnen

Licht und Farbe kommunizieren auf wundervolle Weise.

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Bauen & Wohnen © Alpina

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Ruhe. Heute weiss man auch, wenn die Lichthelligkeit in einem Raum runtergeht, schwindet auch die Aufmerksamkeit. In Schulen ist dies tagtäglich zu beobachten. Es gibt aber auch umgekehrte Phänomene. Normalerweise ist ein Zimmer in einem Krankenhaus weiss gestrichen – alles soll nüchtern und professionell wirken. In einer Kinderstation sieht das aber schon wieder anders aus. Dort sollte Farbe im Spiel sein, sonst breitet sich schlechte Laune aus.

Praktische Tipps Und woher weiss man, wie sich ein Farbton bei sich veränderndem Lichteinfall verhält? Der Trick ist, Farbkarten an die betreffende Wand zu halten. Und zwar nicht nur bei Tages-, sondern auch bei künstlichem Licht. Denn die Wirkung hängt vor allem von der Lichtquelle ab. Das gelbliche Licht, das Glühbirnen und Energiesparlampen verbreiten, lässt etwa Rot- und Gelbtöne, wie beispielsweise das Tiefrot «Tanz der Sehnsucht» von Alpina Feine Farben, noch wärmer erscheinen. Grüntönen wie dem Patina-Grün «Hüterin der Freiheit» verleiht es einen gelblichen und Blautönen wiederum einen grünen Schimmer. Am besten passt gelbliches Licht daher zu warmen Farben. Wer LED- oder Halogenlampen sein Eigen nennt, kann mit kühlen Wandfarben nichts falsch machen. Denn LEDs spenden bläuliches, kaltes Licht, das Farben am wenigsten verfälscht. Genauso verhält sich die Situation bei klarem und weissem Licht von ungedimmten Halogenlampen. Zu beachten sind übrigens nicht nur die Lichtquellen im Haus, sondern auch die vor dem Fenster. Leuchtet zum Beispiel ein rötliches Licht von draussen auf die tiefblaue Wand, erscheint sie abends lila. Das mag ein Vorteil sein, wenn man die Farbe mag. Ansonsten sollte man sich für einen anderen Ton entscheiden. : : www.alpina-farben.de : :

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Ein leidenschaftliches Tiefrot, wie «Tanz der Sehnsucht», wirkt unter gelblichem Licht noch wärmer.

Klare und kühle Wandfarben eignen sich gut für Räume, die mit LED- oder Halogenlampen beleuchtet werden.

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Mobilität Mobilität ist eines der grossen Themen unserer Zeit. Seien es Themen rund um die Art und Weise der Mobilität (mit Fahrzeugen, Antriebsmodelle, Nachhaltigkeit, Zweirad, ÖV etc.), Die Reisemöglichkeiten oder die politischen Aspekte zum Themenfeld: Mobilität fasziniert die Menschen und ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Von Freya Mohr


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Fahrtermin mit der neuen A-Klasse

Lass uns drüber reden Natürlich könnte man mit der neuen A-Klasse auch einfach nur fahren. Aber ihr innovatives Bedienkonzept und ihr Vernetzungstalent reizen dazu, sich intensiver mit ihren Möglichkeiten neben der blossen Fortbewegung auseinander zu setzen. Man könnte sich sogar mit ihr unterhalten. von Stefan Wagner / Motorsport.com Switzerland

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ie neue A-Klasse dürfte das erste Auto sein, dass wir noch vor der ersten Fahrt von innen deutlich besser kennen als von aussen. Mercedes hat ihr ein ziemlich revolutionäres Interieur verpasst. Und sich in den letzten Monaten nicht gescheut, es uns immer und immer wieder zu zeigen. Mit Infotainmentund Connectivity-Lösungen, die den Rest der Kompaktklasse-Cockpits aussehen lassen wie Höhlenmalerei. Auch sonst ist fast alles neu. Die A-Klasse erhält Assistenzsysteme aus der Oberklasse, komplett neue Motoren und deutlich komfortabler soll sie ebenfalls sein. Also so richtig geräumig konnte die letzte A-Klasse ja leider nicht gelten – vor allem hinten wurde es knapp für Erwachsene. Und nun? Viel besser. Ich möchte fast behaupten, neben dem neuen Bediensystem ist das verbesserte Raumgefühl eines der schlagenden Argumente für die 2018erA-Klasse. Das Chassis ist nicht komplett neu, es ist eine Weiterentwicklung von Daimlers kompakter MFA-Plattform. Deutlich gewachsen ist der Baby-Benz trotzdem. In der Länge um satte zwölf Zentimeter (auf

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4.42 Meter), im Radstand um immerhin drei (auf 2.73 Meter). Ausserdem ist er geringfügig breiter und höher. Sie werden entspannter sitzen: Vorne ein bisschen und hinten ganz dramatisch. Selbst zwei 1.90-Meter­ -Hühnen werden keine körperlichen Qualen erleiden, wenn sie hintereinander Platz nehmen. Und auch um Schultern und Haupt ist es nun deutlich luftiger. Im Kofferabteil übrigens auch. 29 Liter mehr klingen nicht wie die Neuerfindung des Rades, aber Mercedes verspricht zwei Harrasse mehr und gegen die ist in der Regel wenig einzuwenden. 370 bis 1 200 Liter sind etwas unter VW-Golf-Niveau. Das passt schon. Auch weil die Ladeluke nun fette 20 Zentimeter breiter ist als beim Vorgänger. Wer das alte Nadelöhr von Kofferraumöffnung noch im Gedächtnis hat, wird sich sicher darüber freuen. In der schönen neuen Autowelt sind aber längst die Bildschirme am allerwichtigsten. Und wie «fancy» das Zeug ist, das sie anzeigen. Im Fall der neuen A-Klasse hat man als Tester wenig Spielraum: Beeindruckender geht es gerade nicht. Punkt. Hier drin sieht es aus, als hätte man ein S-Klasse-Cockpit genommen und es von einer Club-Lounge in ein junges Hightech-Start-up transportiert. Wie die beiden 10.25-Zoll-Screens auf diesem durchgestylten Armaturenbrett thronen, wie fantastisch hier drin alles verarbeitet ist, wie Technik und Luxus aus jeder Pore des Interieurs triefen – da wird es selbst für einige Oberklasse-Kandidaten unangenehm. Und dann ist da natürlich noch MBUX. Das revolutionäre Infotainmentsystem, das jetzt Mercedes-Benz User Experience (eben MBUX) heisst. Es soll ständig von Ihnen lernen, Sie deutlich besser verstehen und sich Ihren Wünschen permanent anpassen. Bedient wird das fürchterlich schlaue Ding über Touchpads (in der Mittelkonsole und klein am Lenkrad) oder – ein Novum beim Daimler – über einen Touchscreen. Der gewohnte Dreh-Drück-Steller ist Geschichte. Ich persönlich finde das ziemlich

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schade, weil die Bedienung über die Touchpads (besonders die am Lenkrad) nicht so richtig prickelnd funktioniert und ziemlich ablenkt. Die Touchscreen-Bedienung hingegen ist gut und flott und natürlich können Sie auch einfach mit MBUX reden. Man wird mit ihm nicht herumscherzen können wie mit einem guten Freund, aber beeindruckend aufnahmefähig ist das System schon. Beispiele gefällig? «Mir ist kalt» genügt, und die A-Klasse dreht selbständig die Heizung auf. Bei «Wie wird das Wetter» bekommen Sie eine sehr professionelle Vorhersage der Witterungsverhältnisse (und das für jeden Ort der Welt). Sie wollen zu einem «Italiener in Baden»? MBUX findet sie alle, spuckt Ihnen gleich die Yelp-Bewertungen mit aus und navigiert sie hin. Natürlich können Sie auch einfach sagen, welche Musik Sie hören wollen. MBUX merkt sich das sogar. Genau wie häufigere Routen oder Telefon-Gesprächspartner und macht Ihnen daraufhin Vorschläge. Hüten Sie sich also davor, in der A-Klasse mit Ihrer Affäre zu telefonieren, wenn Ihr Partner das Auto auch nutzt. Mercedes sagt, die «Gespräche» mit MBUX werden gespeichert. Anonym natürlich. Verwendet werden sie nur, um das System weiter zu trainieren und ihm neue Dialekte, Modewörter und Redewendungen beizubringen. Alles kann MBUX aber dann doch nicht verstehen. Das ESP oder Assistenzsysteme müssen Sie noch immer selbst ausschalten. Und hin und wieder meldete es sich während der Testfahrt auch ungefragt zu Wort. Aber an sich ist diese Art der Bedienung schon ein ziemlicher Schritt nach vorne. Eines der beeindruckendsten und hilfreichsten Features ist sicher die Augmented-Reality-Funktion fürs Navi. Hier schaltet das Bild vor >

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Kreisverkehren / Abfahrten / Kreuzungen auf die Frontkamera um und blendet Ihnen wie im Videospiel blinkende Richtungspfeile ein. Oder Hausnummern, wenn Sie eine bestimmte Adresse suchen. Wer sich hier noch verfährt, sollte wohl gar nicht Auto fahren. Natürlich gibt es auch diverse Connectivity-Dienste wie Echtzeit-Verkehrsinfos oder Parkplatzsuche. Viele der Ausstattungsoptionen waren bis vor kurzem noch unvorstellbar in allem, was unter fünf Meter lang ist: Farbiges Head-up-Display, Sitzklimatisierung, intelligente LED-Scheinwerfer, das komplette Arsenal an semiautonomen Fahrhilfen aus der S-Klasse. Allerdings kostet das allermeiste extra. Zu Mercedes‘ Verteidigung sei aber erwähnt: Zwei digitale Sieben-Zoll-Bildschirme sind auf jeden Fall an Bord. Das schicke Cockpit fällt also nicht in die Steinzeit zurück, wenn Sie sich für eine Basis-A-Klasse entscheiden. Die Zeiten des ziemlich hart austeilenden Vorgänger-Fahrwerks sind aber serienmässig vorbei. Mercedes hat ausgiebig an der McPherson-Voderachse getüftelt. Hinten gibt es eine Verbundlenkerachse, die stärkeren Modelle und die Allradaversionen kriegen eine Vierlenker-Aufhängung. Optional gibt es adaptive Dämpfer. Dynamic Select mit seinen vier Fahrprogrammen Eco, Comfort, Sport und Individual ist serienmässig. Unabhängig von all diesem Parametern federt die neue A-Klasse wirklich sehr sehr gut. Weitere Pluspunkte gehen auf das Konto der Rohbau- und Dämmungs-­Ingenieure: Die dicken Säulen des Vorgängers wurden merklich entschlackt. Die Folge: Man sieht endlich raus aus diesem Auto. Offiziell wurde die Rundumsicht um zehn Prozent verbessert. Gefühlt sind es eher 30. Apropos: 30 Prozent leiser ist der neue A ebenfalls; dank ausgeklügelter Aerodynamik- und Dämm-Konzepte. Das Fahrverhalten würde ich als akkurat, sachlich und sehr alltagsorientiert beschreiben. Wohl nicht ganz so anonym und mehrheitsfähig (sprich: langweilig) wie beim Golf, aber eher ausgewogen als wirklich aufregend. Sogar beim vorläufigen Topmodell A 250 mit seinen durchaus wuchtigen 224 PS. Hier ist man immer schnell unterwegs, das Ganze aber ohne grosse Gänsehaut. Dafür ist es insgesamt zu steril, wirkt die Lenkung zu künstlich und indifferent. Nicht falsch verstehen: Dieses Auto ist extrem

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kompetent abgestimmt, liegt satt auf der Strasse, wirkt mit seinen etwa 1 350 Kilo (20 Kilo leichter als vorher) schön handlich. Aber in schnellen Kurven geht der A eher früh ins Untersteuern, wird dann recht schnell und rigoros vom ESP zurechtgestutzt. Wer es richtig sportlich mag, wird also auf die AMGs warten müssen. Künftig soll es ja gleich zwei Varianten geben. Zum Start der neuen A-Klasse sind drei verschiedene Motorisierungen lieferbar. Die Benziner haben nun einen Partikelfilter, der Diesel ein SCR-­System mit AdBlue-Einspritzung. Der eben beschriebene A 250 ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Zweiliter-Benziners. Er hat 350 Newtonmeter, kommt mit dem bekannt guten Mercedes-Siebangang-DCT, ist richtig fix unterwegs. 0-100 km/h gehen in 6.2 Sekunden, die Spitze liegt bei 250 km/h. Klingt stark nach Hot Hatch, aber dafür ist er zu zivilisiert. Obwohl er im Sport-Modus schon ein bisschen heiser trompeten darf. Den bisherigen 1.6-Liter-Benziner löst ein mit Renault gebautes 1.33-Liter-Aggregat ab. 163 PS und 250 Newtonmeter (schwächere Varianten werden folgen) reichen im Alltag natürlich vollkommen aus. Dank Zylinderabschaltung und neuem, deltaförmigem Zylinderkopf soll der Motor mit bestenfalls 5.2 Liter auskommen. Auffällig ist, wie unauffällig er ist. Sehr gleichmässig, sehr laufruhig, kein Brecher, aber flott genug. Der neue 1.5-Liter-Diesel mit 116 PS und 260 Newtonmeter ist ebenfalls eine Renault-Entwicklung mit Mercedes-Abstimmung. Ein sauberer, sparsamer (4.1 Liter NEFZ-Verbrauch) Selbstzünder. Ordentliche Manieren, etwas zäh, wenn man mal ein bisschen mehr abfordert. Ab August 2018 können Sie Ihre A-Klasse auch verleihen. Bevor Ihre Augen jetzt zu grossen Dollarzeichen werden: Es geht «nur» um Familie und Freunde. Die registrieren sich wie Sie selbst über die Mercedes-me-App. Die App öffnet / schliesst auch das Auto und gibt «over the air» den im Fahrzeug deponierten Schlüssel für einen definierten Zeitraum frei. Ohne Internetverbindung (zum Beispiel in Tiefgaragen) wird das allerdings nichts. Und die Preise? Beginnen für den A 200 bei 37’180 Franken. : : www.mercedes.com : :


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Geländekombi Opel Insignia Country Tourer

Kein Ende Gelände Auch das kleine, aber feine Segment der Geländekombis ist mit dem Aufkommen der SUVs unter Druck geraten. Dabei bieten die Allradler für die Langstrecke - wie zum Beispiel der Opel Insignia Country Tourer - nicht nur Ladequalitäten und Fahreigenschaften eines Kombis. Diesem Auto sieht man auch noch an, wozu es konstruiert wurde. von Andreas Faust

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o weit weg war die Heckklappe noch selten beim Blick in den Rückspiegel. Unendliche Weiten tun sich auf im Opel Insignia Country Tourer hinter den Rückenlehnen der Frontsitze. Endlich sind in Opels Flaggschiff wieder klassische Kombiqualitäten zu finden, nachdem der Vorgänger raumökonomisch ja keine allzu grosse Nummer war. Ausserdem gleitet man mühelos und hüfthoch auf den Fahrersitz, hat das genau richtige Mass an Übersicht und fühlt sich dennoch, als sässe man im Sitz statt nur drauf. Was für das Fahrgefühl ja einen sehr grossen Unterschied macht.

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Draufsitzen, das gibt es im SUV. Dessen Siegeszug scheint derzeit unaufhaltsam. Ganze Fahrzeugklassen fallen ihnen zum Opfer – wer würde noch einen kleinen Kombi oder einen kleinen Van kaufen? Über viele Jahre machten sie sich nur in den höherpreisigen Segmenten breit, aber inzwischen haben sie jede Fahrzeugklasse erobert, bis hin zu den Kleinwagen. Dabei ist es längst nicht mehr der Allradantrieb, der die Kundschaft lockt: Hohe Sitzposition für viel Übersicht, einfacher Einstieg und die üppige Kopffreiheit sind die Argumente für die modernen Crossover.


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Zu schade. Denn mit der Ausbreitung dieser automobilen Alleskönner zwischen Offroad-Kletterer, Familienmobil und rollender Nobel-Lounge stirbt auch ein Stückchen guter alter Autokultur. Vor fünfzehn Jahren noch konnte man jedem Modell schon äusserlich ansehen, wozu es gut war. Und wozu nicht. Einen Familienvan sportwagengleich um die Kurven werfen? Kleinwagen mit einer Ausstattung, die manchen Besitzer einer Nobelkarosse vor Neid erblassen lassen? Sportwagen, mit denen man zu Viert in die Ferien fahren kann? Damals undenkbar. Heute versuchen sich zahlreiche Crossover-Modelle an genau diesem Spagat. Wobei man ehrlich zugeben muss: Ohne dabei tatsächlich auch in allen Disziplinen zu glänzen. Aber Alleskönnertum wird derzeit eben von Neuwagenkäufern honoriert.

Das Rezept ist dabei garnicht so kompliziert: Man nehme Allradantrieb, Kunststoffverkleidungen an Schürzen, Schwellern und Radhäusern, ein wenig längere Federn und die leistungsstärksten Antriebe, die für das jeweilige Modell angeboten werden – schon fertig. Opels Insignia nimmt dabei aber doch eine Sonderstellung ein, weil er eben nicht über den üblichen 4x4 mit zentraler Kupplung verfügt. Jedes Hinterrad hat vielmehr seine eigene Kupplung, die so dosiert geschlossen werden kann, dass der Insignia sich per Torque Vectoring sozusagen wie von selbst durch die Kurve schiebt. Statt das kurveninnere Rad gezielt abzubremsen – und damit eben auch Schwung aus der Fuhre zu nehmen, steigert er das Drehmoment am kurvenäusseren Rad. Erstaunlich, wie agil dieser Kniff den auf XXL-Format angewachsenen Insignia macht.

Dabei gäbe es ein Segment, dessen Modelle eine höhere Sitzposition und ein wenig mehr Bodenfreiheit bieten, dafür aber wahre Grösse statt nur Hochformatigkeit und den schlanken Auftritt statt Dutzendgesichtern. Autos, denen man an jedem Zentimeter ihre Spezialisierung auf die Langstrecke mit viel Gepäck ansieht – aber die dennoch beinahe alles beherrschen, was auch ein SUV auszeichnet. Sie werden chronisch unterschätzt: Geländekombis wie der Opel Insignia Country Tourer.

Mit dem sehr knapp dimensionierten Vorgänger hat er nichts mehr gemein. VW Passat und Ford Mondeo sind nur ein Massstab, Opel wollte höher hinaus: Grössenmässig Richtung Oberklasse, ohne dabei Kunden von Hyundai i40 oder Skoda Superb abzuhängen.

Dabei hat sich in den letzten Jahren dieses Segment doch recht gefüllt. Subaru machte vor 22 Jahren mit seinem Outback den Anfang – unter irritierten Reaktionen des Publikums: Wer braucht denn bitte einen Kombi mit so viel Bodenfreiheit? Immerhin so viele, dass Audi und Volvo später nachzogen – letztere boten zuletzt mit dem S60 CC sogar die einzige Geländelimousine an. Inzwischen sind längst auch Skoda, VW, Mercedes und Seat mit dabei.

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Die leichtesten Varianten speckten trotz Grössenzuwachs dennoch bis zu 170 Kilogramm ab, was fahrdynamisch natürlich eine Welt ausmacht. Die angenehm tiefe Sitzposition bleibt beim Country Tourer natürlich erhalten – es wird einfach die komplette Karosserie mit mehr Bodenfreiheit höher gesetzt. Daher der leichte Einstieg. Nicht so hoch wie im SUV, aber in einer wesentlich eleganteren Karosserie verpackt. Auf der Rückbank wird der Zuwachs spürbar an mehr Knie- und Kopf­ freiheit. Opels Frontsitze gehören sowieso zu den bequemeren der Autowelt; tiefer positioniert, räkelt es sich noch besser. Das zum Fahrer >


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Opel Insignia Country Tourer Fünftüriger Kombi mit fünf Plätzen, Allradantrieb mit Torque Vectoring, Aufhängung vorn Dreiecksquerlenker, Federbeine, Stabilisatoren, hinten Mehrlenker, Stabilisatoren, Bremsen vorn/hinten Scheiben, Zahnstangenlenkung, Traktionskontrolle, Bremsassistent, ESP

geneigte Cockpit ist wurde komplett entrümpelt; die Tastenwüste früherer Versionen ist passé. Und das bei deutlich umfangreicherer Aussttattung wie dem neuen Head-Up-Displays, das Fahrinfos in die Frontscheibe projiziert. Oder den adaptiven LED-Scheinwerfern, in denen 32 statt bisher nur 14 LEDs für gleichmässigere Illuminierung und präziseres Nichtblenden des Gegenverkehrs leuchten. Hinaus in die Wildnis. Der Insignia federt und dämpft geschmeidiger mit der optionalen Dämpfer­ anpassung ausgewogener als der Vorgänger; das Mehr an Radstand und Spurbreite erhöht deutlich Fahrkomfort und Lenkpräzision. Selbst im Sportmodus wirkt er noch komfortabel. Und tritt viel leichtfüssiger an und wankt in Kurven dank tieferem Schwerpunkt weniger als ein SUV. In Kraftentfaltung und Drehmomentverlauf wirkt der grosse Turbodiesel so souverän und gelassen wie überhaupt dieses ganze fast schon oberklassige Auto. Das müsste man nun nur noch herumerzählen. Nehmt euch in Acht, ihr SUVs.

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§§ §§ §§ §§

Abmessungen (L / B / H) | 5 004  / 1 871 / 1 525 mm Radstand: 2 829  mm Tankinhalt: 62 L Kofferraumvolumen: 560 – 1 665 L

§§ §§ §§ §§ §§ §§ §§

Treibstoff: Diesel Zylinder: R4 Hubraum: 1 956  cm3 Bohrung x Hub: 83.0 x 90.4 mm Verdichtung: 6.0:1 Max. Drehmoment in Nm / U / min: 480 / 1 500 Kraftübertragung / Gänge: AT / 8

§§ §§ §§ §§ §§ §§

0 – 100 km / h in 8.2 s Höchstgeschwindigkeit: 228 km / h Durchschnittsverbrauch: 7.2 l/100 km CO2-Emission: 188 g / km Energieeffizienzkategorie: G Preis: ab 53’900.– CHF

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Sport & Freizeit Sport ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität, sondern hat zunehmend auch wirtschaftlich eine erhebliche Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Ob aktiv betrieben oder passiv als Zuschauer verfolgt: Sport hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Sportwirtschaft macht in der Schweiz einen Umsatz von über 21 Milliarden Franken (Tendenz stark steigend) und hat ein Beschäftigungsvolumen von nahezu 100’000 vollzeitäquivalenten Stellen. Von Joël Ch. Wüthrich


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Sport & Freizeit Thun – Sport

Das Konzept Wacker Thun: Keine Kompromisse Über sportliche Erfolge und eine ganz klare Positionierung mit dem Bekenntnis zum «Oberländer Herzblut» in der unmittelbaren Region hat sich der amtierende Handball-Schweizer-Meister Wacker Thun bei Fans und Bevölkerung einen hohen Beliebtheitsgrad erarbeitet. Aber geht da noch was? Von Joël Ch. Wüthrich

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hierzulande im Gegensatz zu vor 20 bis 30 Jahren weniger als auch schon zu den «populären Mannschaftssportarten» zählt, sei nur möglich, indem man auf allen Ebenen das sogenannte Markenversprechen einhalte. Das bedeutet im Klartext: Der Slogan «Oberländer Herzblut» muss in jeder Situation glaubwürdig gelebt werden. Sei es beim Versprechen, den eigenen Nachwuchs an die Spitze zu führen wie auch beim Branding des Clubs mit Corporate Design (Logos, Signalfarben-Einsatz und so weiter), beim Verhaltensmuster (Corporate Behaviour) und generell beim Corporate Identity, also dem Erscheinungsbild, das ein Unternehmen im Rahmen seiner Aussendarstellung anstrebt und die Unternehmens­ identität widerspiegeln soll.

Glaubwürdigkeit und Kundenbindung In der Konsequenz liegt die Kraft, kann man das Konzept also zusammenfassen. Die Schwierigkeit bestehe darin, die Balance zwischen Kon-

© Roland Peter/Wacker Thun

a, den Stolz der Thunerinnen und Thuner über «ihren» Wacker Thun bekäme man schon zu spüren, sagt der Medien- und Kommunikationschef Marc Santschi. Und man könne auch auf ein stattliches, für Handballverhältnisse sehr stolzes Kernzielpublikum zählen. Santschi sagt auch, dass sowohl der Zuschauerschnitt von knapp über 1 300 pro Heimspiel, die geschenkte Aufmerksamkeit in den Medien und in der Öffentlichkeit und auch die potenzielle erweiterte Kundschaft in der Grossregion Bern und Bern Oberland zufriedenstellend wären. Man sei auch besonders stolz, dass man in Thun in allen Belangen – sportlich wie auch im Bereich der Kundenbindung – eine Schweizer Handball-Hochburg hatte aufrichten können, und dies ohne Mäzenats-Support wie beispielsweise in Schaffhausen. «Aber die Wirtschaftsregion Thun gibt leider nicht sehr viel mehr her, als das, was wir schon an Zielpublikum und an Sponsoren und Gönnern haben», bilanziert Santschi. Das Überleben auf hohem Niveau im Schweizer Handball, der

Mit einem Zuschauerschnitt von über 1 300 kann sich Wacker Thun als Zuschauerkrösus der Schweizer Handballszene fühlen.

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Sport & Freizeit zepttreue und neuen Impulsen und Notwendigkeiten (zum Beispiel in der Mannschaftszusammenstellung) zu finden.

© Roland Peter/Wacker Thun

Diese Konsequenz ist also der Schlüssel für Wacker Thun, um in Zukunft allenfalls das Kernzielpublikum zu halten und bestenfalls natürlich zu erweitern. Mit dem Meistertitel 2018 wurde erneut auf dem sportlichen Sektor einiges zur Identitätsstiftung in der Region Thun beigetragen. Sportliche Erfolge sind wichtig und auch die Glaubwürdigkeit des Kommunikationszieles «Wir haben Oberländer Herzblut» und dessen Umsetzung. Und dennoch offenbart der aktuelle sportliche Höhenflug mit der daraus resultierenden Teilnahme an der Champions-League-­ Gruppenphase ein dickes Haar in der Suppe: Sowohl Wacker Thun wie auch das Stadtmarketing der Stadt Thun ärgern sich wohl «grün und blau» (oder eher «grün und weiss»), dass man die fünf Heimpartien (die erste am 20. September, die letzte am 29. November 2018) gegen sehr attraktive, international gute Gegner wegen der nicht international homologierten Sporthalle in Gümlingen spielen muss.

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Ärgerlich: Champions League-Heimspiele in Gümlingen «auswärts» «Das ist einer der Nachteile unseres Konzepts, bei welchem wir als Spitzenclub in einer kleinen Wirtschaftsregion ohne Mäzenat auskommen wollen. Gerne hätten wir eine schöne Sporthalle wie beispielsweise die Kadetten Schaffhausen und würden diese grossen Events in Thun durchführen wollen», sagt Marc Santschi. Kein Wunder, weiss man doch aus einer Studie, wie gross die Wertschöpfungskette sein kann bei Events in Thun und Umgebung. Hinter den Kulissen wird jedoch schon einige Jahre daran gearbeitet, um eine neue, den internationalen Ansprüchen für Sportereignisse genehme Sporthalle zu bauen. Dass die Platzverhältnisse in der Lachenhalle eng und die Bedürfnisse für eine neue Halle vorhanden sind, ist schon länger klar. Platz haben beim zuschauerstärksten Club der Liga maximal 2 000 Fans. In den letzten Jahren ermöglichte die Stadt unter anderem ein Eventpodest für die Betreuung von Sponsoren und verschob das Spielfeld um 1.5 Meter, um eine Minigegentribüne zu ermöglichen. Im Aufgabenund Finanzplan der Stadt sind Beträge für eine neue Dreifachsporthalle enthalten: In den Jahren 2018 und 2019 sind es je 50’000 Franken für die Planung, in den Jahren 2021 und 2022 je 7.5 Millionen für die Realisierung. Man prüfe auch, ob es weitere Vereine mit dem Bedürfnis nach einer neuen Halle gibt. Nebst Wacker kontaktierte die Stadt nämlich auch den Damenhandballclub Rotweiss und den Unihockey-­ Club Thun. Noch sei nicht in Stein gemeisselt, dass die Stadt als Bauherrin und Eigentümerin auftritt, denn es sei nicht einfach «nur» ein städtisches Projekt.

© Roland Peter/Wacker Thun

FCT und Wacker: «Cohabitation à la Thun» Eine weitere «pièce de résistance» ist die Tatsache, dass im Grossraum Thun nicht so viele bedeutende private Unternehmen ihren Sitz haben und so die Suche für solvente Sponsoren und Partner überschaubar bleibt. Dennoch, so Marc Santschi: «Wir freuen uns, dass wir auch hier wieder eine starke Kundenbindung erzeugen konnten und wir auf die Partner zählen können. Sie honorieren unser Konzept.» Auch, so Santschi, sei es von Vorteil, dass man die Konkurrenz zum FC Thun sowohl bei den potenziellen Fans wie auch Unterstützern und Partnern nicht so stark spüre, da die Anspruchsgruppen unterschiedlich seien. : : www.wackerthun.ch : :

© Roland Peter/Wacker Thun

Die «Wackeren» Wacker Thun wurde 1961 gegründet und gewann seither zwei Mal den Schweizer-Meister-Titel in der obersten Spielklasse der Männer (Saison 2012 / 13 und 2017 / 18). Seit vielen Jahren hat sich Wacker als absoluter Schweizer Spitzenclub etabliert. Der bisher grösste internationale Erfolg: Als einzige Schweizer Klubmannschaft gewann Wacker Thun den EHF Challenge Cup. In der Saison 2013 / 14 spielte Wacker in der Champions League. Die Thuner gewannen in den Jahren 2002, 2006, 2012, 2013 und 2017 den Schweizer Cup. Wacker stellt Junioren-Mannschaften aller Altersgruppen, von U11 (unter elf Jahren) bis zu U19. Über alle Stufen wird mit den Partnervereinen TV Steffisburg und DHB Rotweiss Thun zusammengearbeitet. Neben vielen Handballmannschaften verfügt Wacker Thun über ein 30-köpfiges ehrenamtliches TV-Team, welches unter dem Label wackerTV Liveübertragungen produziert sowie Interviews und Zusammenfassungen veröffentlicht.

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Muskelaufbau und Körperfettreduktion für mehr Kraft und Gesundheit.

Der Personal Trainer André Sidler ist Inhaber von SIDLER-Training.

Kraft und Gesundheit SIDLER-Training

Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sind grundlegend für ein erfülltes und gesundes Leben. Genau da setzt SIDLER-Training mit seinem Personal Training (PT) an. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit zu verbessern, körperliche Beschwerden zu lindern sowie Kraft und Energielevel zu steigern. von André Sidler

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nsere heutigen Lebensumstände machen es uns nicht leicht, sich gesund und leistungsfähig zu fühlen. Stress im Alltag, zu wenig Bewegung, schlechte Ernährung führen langfristig gesehen zu gesundheitlichen Problemen. Erstaunlich ist, dass mit relativ wenig Aufwand schon viel dagegen gemacht werden kann, aber es muss eben richtig gemacht werden.

Krafttraining ist die Lösung Heutzutage ist Krafttraining für muskuläre Balance im Körper essenziell und das einzige Mittel dazu. Krafttraining ist mit Abstand die effizienteste Form des Trainings, die am schnellsten zu Ergebnissen führt. Mit relativ wenig Zeitaufwand kann man damit schon viel erreichen. Grundsätzlich reichen zwei bis vier Stunden pro Woche, je nach Zielsetzung. Jedoch sollte diese Zeit auch so effizient wie möglich genutzt werden – und genau da kommt PT ins Spiel. Richtiges Krafttraining muss gelernt sein und ist komplexer, als man denkt. Progression und Kontinuität sind zwei grundlegende Prinzipen, welche die meisten Trainierenden falsch machen, neben der korrekten Übungsauswahl und Übungsausführung. Genau diese Punkte kann ein Personal Trainer optimal abstimmen und kontrollieren. Bei SIDLER-Training reichen die Kunden von jungen Nachwuchssportlern über Mütter zu höherem Kader bis hin zu Leuten um die Pensionierung. Training, Ernährung und Schlaf sind die drei Grundpfeiler des Personal Trainers André Sidler. Generelle Ziele seiner Kunden sind fast immer Reduzierung von Körperfett, Erhöhen von Muskelmasse und Beseitigen von Schmerzzuständen. Die Trainingsprogramme passt der Personal Trainer individuell an die Voraussetzungen und Ziele der Kunden an, denn Training muss spezifisch sein. PT ist einerseits Training für den

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Körper, andererseits geht es um Lifestyle Coaching in puncto Ernährung, Regeneration und Schlaf. Das Ziel von SIDLER-Training ist es, den Kunden etwas mitzugeben, was sie gut und nachhaltig in den Alltag integrieren können.

In die 4. Säule investieren Verbessern von Muskel-Fett-Verhältnis, Steigern der Kraft und Beseitigen von muskulären Dysbalancen führen zu deutlich mehr Lebensqualität, und dies bereits kurz-, aber insbesondere auch langfristig. So sind beispielweise Rückenschmerzen oft nach zwei bis drei Monaten Training deutlich weniger bis teilweise sogar ganz verschwunden. Eine bessere Körperkomposition führt zu mehr Energie und die Leistungsfähigkeit steigt. Immer wieder erfahren die Kunden am eigenen Leib, welch grossen Einfluss strukturiertes Training und gute Ernährung, respektive das Etablieren eines gesunden Lebensstils, auf ihr Wohlbefinden haben. PT ist deshalb eine Investition in die langfristige Gesundheit, eine Investition in die 4. Säule. Deswegen begleitet SIDLER-Training die Kunden auf dem Weg zu mehr Kraft und Gesundheit.

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Sport & Freizeit

Durch Fischen zur Erkenntnis Coaching & Fischen

Fischen ist eine von vielen Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen. In der Ruhe gewinnen Manager an innerer Kraft. Erfolgreiches Fischen verlangt nach einer gründlichen «Rundschau». Bevor die Fische anbeissen, gilt es, einiges zu überlegen. Martin Ruch von Coaching & Fischen bietet ein wirkungsvolles Angebot im Coaching von Führungskräften an. von Martin Ruch

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rfolgreich sein. Was genau bedeutet das? Es ist mir wichtig, zuerst den Begriff «erfolgreich» zu klären: Wenn ich mit Kunden ein paar Stunden am Wasser verbringe, tritt für mich «Erfolg» dann ein, wenn die Zeit mit oder ohne gefangene Fische ein Gefühl der «Zufriedenheit» auslöst. Hat ein Fisch angebissen, ist das eine schöne Zugabe¹. Seit mehr als zehn Jahren biete ich Kurse für Familien oder Vater beziehungsweise Mutter mit Kind an. Ziel ist es, gemeinsam schöne Stunden zu verbringen und dabei ganz nebenbei innerlich zu wachsen. Wie aber geht das?

Wahrnehmung und Achtsamkeit schärfen Wenn ich mit meinen Kunden beispielsweise von September bis Oktober fischen gehe, dann sind es vor allem die Barsche (Egli), welche am ehesten zu fangen sind. Die Technik, diese Fische zu fangen, verlangt nach einer gewissen inneren Ruhe. Diese ist vielleicht nach rund 30 Minuten aktivem Fischen erreicht. Dieser Zustand ist sehr erholsam und macht es möglich, wichtige Dinge rundherum erst richtig wahrzunehmen. Zum Beispiel, wie kalt oder wie warm das Wasser ist, ob es klar oder eher trüb erscheint. Auch oberhalb der Wasseroberfläche ist vieles zu beobachten. Etwa wenn Möwen und Gänsesäger in der Nähe des Wassers

Naturerlebnis Fischen.

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Sport & Freizeit

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kreisen. Wer gut zuhört, nimmt die Rufe wahr. Denn wenn sich die Vögel kreischend auf das Wasser stürzen, bedeutet dies auch, dass die jungen Fische nicht mehr weit entfernt sind. Und wo die jungen Fische sind, halten sich meist auch die grossen auf.

nem Büro ergeben. Gewisse Themen können sich draussen in der Natur so verdichten, dass sich selbst das Naturerlebnis in seiner Wirkung re­ lativiert und einer fokussierten, konzentrierten Beratung in geschützter Atmosphäre Platz macht.

Gut gemeinte Tipps

Anmerkung

Spätestens dann, wenn wir die Gewissheit haben, dass die grösseren Fische wie Egli, Hecht und Zander in der Nähe sind, steigt der Adrenalinspiegel – auch der von Kindern. Vor allem Kinder und Jugendliche sind dann gleich voller Hoffnung, einen grossen Hecht zu fangen. Gelingt das dann aber über längere Zeit nicht, kommen die Kids rasch einmal in die «Experimentierphase».

A. Weber (2011): Mehr Matsch! Kinder brauchen Natur, S. 47 ff. Gerald Hüther, Uli Hauser (2012): Jedes Kind ist hochbegabt, Knaus Verlag, S. 76 ff. 3 T. Kinne (2017): Zeitschrift für Heilpädagogik, Schweiz, S. 13-19 4 G. Schreyögg (2012): Grundlagen der Organisation 1 2

Sie versuchen, mit den kreativsten Ideen alternative Fanggeräte zu entwickeln. Für Eltern und auch für mich als Coach bedeutet diese beginnende Kreativitätsphase manchmal eine eher heikle Situation. Sie verführt Erwachsene schnell dazu, den Kindern und Jugendlichen «gute» Tipps zu geben, korrigierend einzuwirken oder etwa, «noch besser», vorzuzeigen. Aber genau darauf sollten wir in aller Regel verzichten. Denn wenn wir uns nicht einmischen, unterstützen wir erstens die wachsende Selbstständigkeit und Selbstsicherheit der Kinder. Zweitens gilt dies als Schutz unserer gerade erreichten inneren Ruhe². Kinder und Jugendliche beginnen mit viel Intensität und Lust ihre geschaffenen oder noch weiterzuentwickelnden Fanggeräte auszuprobieren. Oft sagen mir dann Mütter oder Väter, sie hätten ihre Kinder schon lange nicht mehr so erlebt – total bei sich.

Grosse Aufregung, ein Kind hat einen 74cm grossen Hecht gefangen.

Zufrieden, aber zu wenig erholt Diese lebendige, lustvolle Stimmung, die bei solchen «Familienausflügen» regelmässig aufkommt, beflügelt so manche Familie, das Erlebte zu wiederholen. Es ist nur das gemeinsame Erleben, welches nach Wiederholung verlangt. Der Erfolg dieser Events steht und fällt unter anderem mit den gezielten Interventionen des Coaches. Und zwar dadurch, dass der Coach die Eltern daran hindert, bestimmte Dinge zu tun, oder sie eben gerade dazu ermutigt³. Als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer oder als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des mittleren Kaders fühlen sich manche während des Fischereiausfluges jedoch am Ende des Tages zu wenig erholt. Zufrieden schon, aber zu wenig erholt. Dann wäre eine Fortsetzung dieses Angebotes in etwas anderer Form sinnvoll.

Die Organisationskultur neu sehen So kann es sehr hilfreich sein, nur noch zu zweit fischen zu gehen, um während des Tages in der beeindruckenden Natur bestimmte Themen «lockerer» als gewohnt anzugehen. Dabei gehe ich mit den Führungskräften unter anderem folgende Fragen durch: §§ Schafft es die Führungskraft, sich nach der Arbeit und Informationsflut genügend zu erholen? Wo ist in dieser Hinsicht Entwicklungspotenzial ersichtlich? §§ Was erlebt die Führungskraft mit den eigenen Kindern als schwierig? Was für Entlastungsstrategien kommen infrage? Und welche kommen gar nicht infrage? §§ Fühlt sich die Führungskraft von den Mitarbeitern unterstützt und verstanden? Wie lässt sich die Organisationskultur in seinem oder ihrem Unternehmen beschreiben⁴? Es ist klar, dass bei solchen Fragen das Fischefangen in den Hintergrund tritt. Das geschieht dann, wenn die Führungskraft «angebissen» hat. Es kann dann durchaus sein, dass sich daraus ein paar Sitzungen in mei-

Martin Ruch (links) ist Coach und Inhaber von Coaching & Fischen.

Coaching & Fischen Oberer Aareggweg 102 CH-3004 Bern Telefon +41 (0) 76 563 98 18 : : www.coaching-fischen.ch : :

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GENUSS

BERNEXPO Mo–Fr 17–22 Uhr Sa 16–22 Uhr So 14–18 Uhr Vorverkauf bernerweinmesse.ch

12.–21.10.2018

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Genuss Genuss ist positive Sinnesempfindung, die mit körperlichem und/oder geistigem Wohlbehagen verbunden ist. Beim Geniessen wird mindestens ein Sinnesorgan erregt. Kulinarische, geistige Genüsse wie das Hören von Musik oder das Lesen, Filme anschauen sowie körperliche Genüsse (Sport, Freizeitbetätigung, Sexualität) sind uns wichtig. Am häufigsten wird der Begriff im Zusammenhang mit Essen und Trinken verwendet, aber auch mit dem Konsum. Von Freya Mohr


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GENUSS

Idyllisch: das Weingebiet am Bielersee.

Wein als Kundengeschenk bleibt in guter Erinnerung.

Wein trifft Business Wein aus der Region

Kundengeschenke beleben die Geschäftsbeziehung. Aber es ist nicht einfach, gleich ein passendes Präsent zu finden. Wein ist in dieser Hinsicht beliebt. Der «Geschäftsführer» präsentiert die Gewinnerweine des «Berner Wein des Jahres 2018». von Freya Mohr

W

er Kundengeschenk bei Google eingibt, landet rund 800’000 Treffer. Gar nicht so einfach, aus dieser Fülle etwas Passendes rauszusuchen. Klar ist, dass Kundengeschenke nach wie vor ein wirksames Mittel zur Kundenbindung sind. Aber was ist sinnvoll und eignet sich am besten? Vor dieser Frage stehen Unternehmen immer wieder. Vor allem vor Weihnachten ist es an der Zeit, über eine kleine Aufmerksamkeit für treue Kunden nachzudenken. Bei der Wahl sollte ein Unternehmen auf jeden Fall auf die Qualität Wert legen. Denn gerade hochwertige Geschenke hinterlassen einen guten und bleibenden Eindruck. Und darauf kommt es schliesslich an. Eine Flasche Wein kann genau diesen Zweck erfüllen. Wein ist etwas zum Geniessen. Er verstaubt nicht einfach in einer Schublade oder wird achtlos liegengelassen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine gute Flasche Wein zu verwenden: zu einem leckeren Essen zu zweit, an einem gemütlichen Abend vor dem Kamin oder in geselliger Runde mit Freunden. Das positive Gefühl, das beim Genuss hervorgerufen wird, verbindet der Kunde direkt mit dem Unternehmen.

Grosse Auswahl Für jeden Anlass und Geschmack ist bei der grossen Weinauswahl das passende Kundengeschenk dabei: ob ein leichter Weisswein, ein aromatischer Rotwein oder ein lieblicher Roséwein. Alternativ kann es auch ein

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prickelnder Schaumwein sein. Wer seinen Kunden schon länger kennt und über die Vorlieben Bescheid weiss, kann den Wein auf den individuellen Geschmack abstimmen. Um einen guten Wein zu finden, muss es auch nicht immer ein Importwein aus Frankreich oder Italien sein. Ein Wein aus der Region verstärkt den Bezug zum Unternehmen und der Kunde gewinnt einen Einblick in das regionale Weinangebot. Oft gibt es zu den regionalen Winzern eine spezielle Geschichte zu erzählen, die dem Kundengeschenk in der Welt der Massenprodukte einen besonderen Stellenwert gibt. So erhält das Geschenk einen zusätzlichen Wert, der über den puren monetären Wert hinausgeht.

Berner Weine Wie wäre es zum Beispiel mit einem regionalen Wein von den Gewinnerinnen und Gewinnern des «Berner Wein des Jahres 2018»? Auch dieses Jahr haben die Volkwirtschaftsdirektion des Kantons Bern und Rebgesellschaften des Kantons Bern die besten Weine und den besten Winzer ausgezeichnet. Wenn das kein Anlass ist, um unter den prämierten Weinen ein ganz besonderes Kundengeschenk mit einer interessanten Geschichte auszuwählen. Ein fruchtiger Wein, der gerade jetzt in den kälteren Monaten gut zu einem Fondue oder Raclette passt, ist der Gewinnerwein Gutedel Sélection 2017. Der Chasselas kommt von der Winzerin Anne-­Claire Schott aus Twann. Weissweinliebhaber treffen mit dem Bijou des Blancs 2017


ebenfalls eine gute Wahl. Der Ligerzer Beat Burkhardt gewann mit seinem Weisswein in der Kategorie Beste weisse Spezialität. Beim Pinot Gris 2017 von Martin Hubacher aus Twann treffen feine Birnenaromen auf Quittennoten, was den prämierten Wein zu einem guten Essensbegleiter macht. Wer lieber Rotwein als Kundengeschenk in Erwägung zieht, trifft mit dem Pinot Noir Barrique 2015 von Stephan Martin aus Ligerz eine gute Wahl. Prämiert als bester Berner Pinot Noir, ist der rubinrote Wein ideal zu festlichen Hauptspeisen und Fischgerichten. Eine Alternative ist der Gewinnerwein aus der Kategorie Beste rote Spezialität: Der Twanner Martin Hubacher keltert mit seinem Saint Laurent 2015 einen exzellenten Rotwein mit eleganten Schokoladen- und Kaffeenoten. Martin Hubacher gewann ausserdem den Award als Berner Winzer des Jahres 2018. Wer sich nicht entscheiden kann, ob lieber Rot- oder Weisswein als Kundengeschenk, stellt sich von Hubachers Weingut Johanniterkeller ein kleines Weinensemble aus verschiedenen Rebsorten zusammen und verschenkt somit verschiedene Weine von einem Spitzenwinzer. Mit einem Berner Wein hebt sich ein Unternehmen von der Masse ab und schenkt dem Kunden etwas Hochwertiges mit regionaler Geschichte. Ein solches Geschenk bleibt in guter Erinnerung. : : www.rundschaumedien.ch/GF/BE : :

www.laeset-sunntige.ch

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DAS WINZERFEST AM BIELERSEE

Festbeginn am Samstag ab 14.00 Uhr

Samstags jeweils Weindegustation mit dem Wypass. Sonntags um 10.30 Uhr Predigt auf dem Bärenplatz mit anschliessendem Matinéekonzert.

22. / 23. September 29. / 30. September

Offene Weinkeller, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk, musikalische Unterhaltung und vieles mehr!


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GENUSS

Flüssige Perlen vom Bielersee Schaumweine

Dass die Bielerseewinzer auch hervorragende Schaumweine produzieren, gilt nach wie vor als Geheimtipp. Viele Betriebe haben einen eigenen Vin Mousseux, einige davon sind sogar preisgekrönt. Wir stellen die Region und ihre Schaumweine vor von Nicolas Bollinger

Ganz schön fruchtig: der Vin Mousseux 1617 Bendicht.

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s scheint selbstverständlich zu sein: An Firmenanlässen, Familienfesten oder immer, wenn es etwas zu feiern gibt, knallen die Korken und es wird angestossen mit Champagner, Prosecco, Sekt oder vielleicht auch mit Cava – Hauptsache mit Schaumwein. Bei der Auswahl des entsprechenden Vin Mousseux greifen viele intuitiv zu den Erzeugnissen aus Frankreich, Italien oder Spanien, ohne sich bewusst zu sein, dass auch in nächster Nähe hervorragende Schaumweine gekeltert werden. Die Weinbauregion Bielersee assoziieren die meisten Menschen nach wie vor mit Chasselas und Pinot Noir – aber mit Vin Mousseux? Dass nicht wenige Winzer auch immer einen solchen Wein im Angebot haben, gilt nach wie vor als Geheimtipp. Da die Herstellung vergleichsweise teuer und mit viel Aufwand verbunden ist,

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verwenden die Winzer in der Regel nur einen kleinen Anteil ihrer Trauben für dieses Nischenprodukt. Kleine Menge, grosser Aufwand – das ist auch der Grund, weshalb man die Verarbeitung des Traubenguts an spezialisierte Betriebe delegiert, wie etwa an die Weinkellerei Paul Gasser im zürcherischen Ellikon oder an eine prominente Adresse wie Mauler in Môtiers, Kanton Neuenburg.

Gut gerüttelt Bei der Herstellung der Bielersee-Schaumweine setzt man nämlich vorwiegend auf die «méthode traditionelle», sprich die Gärung in der Flasche. Zunächst wird – wie bei jedem anderen Wein – ein stiller, trockener Grundwein produziert. Doch im Anschluss gibt man eine Zucker-­


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Hefe-Mischung dazu, füllt den Wein in Flaschen ab und lässt ihn ruhen. Auf die nun in der Flasche stattfindende zweite Gärung kommt es nämlich an: Es entsteht Kohledioxid, das sich im Wein löst und später für das charakteristische Schäumen sorgt. Die abgestorbenen Hefezellen sinken als Hefesatz zu Boden und geben nach und nach ihr Aroma an den Wein ab. Während dieses mehrmonatigen Prozesses entstehen die für Schaumweine so typischen Geschmacksnoten. Um das Hefedepot aus der Flasche zu bekommen, wird die Flasche bei der «méthode traditionelle» sehr langsam nach unten gekippt und dabei gerüttelt, damit das Depot in den Flaschenhals rutscht. Dieses wird dann eingefroren und durch ein kurzes Öffnen der Flasche herausgedrückt. Ein Jahr nach der Ernte, wenn die Reben ihr Laub verloren haben, ist der neue Mousseux trinkbereit.

Erlesene Schaumweine So gesehen wird Bielersee-Schaumwein genau gleich wie der berühmte Champagner hergestellt. Nur enden damit die Gemeinsamkeiten. Das kühle Klima und die Kreideböden der Champagne sind ein völlig anderes Terroir als der Bielersee, und es werden nahezu ausschliesslich die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay verwendet. Obwohl Fabian Teutsch vom Weingut Schlössli in Schafis bei seiner Cuvée Chanoir auf die bewährte Assemblage aus Chardonnay und Pinot Noir zurückgreift, ist das Ergebnis kein Champagner-Klon, sondern ein komplett eigenständiger Schaumwein. Diese Assemblage ergänzt Martin Hubacher vom Johanniterkeller Twann noch um die Sorte Muscat und hat mit dem 1617 Bendicht einen enorm fruchtigen und verführerischen Vin Mousseux vorzuweisen. Chantal und Manuel Bourquin aus Schernelz setzen hingegen komplett auf Pinot Noir: Als Grundwein nutzen sie den eigenen Blanc de Noirs, also einen aus roten Pinot-Noir-Trauben gewonnenen Weisswein und produzieren daraus den fruchtigen, nach Himbeere, Brombeere und Honig schmeckenden Mousseux de Cerniaux; brut trocken, aber dennoch geschmeidig oder demi-sec mit einer schönen leichten Süsse. Auch hier gilt: gleiches Verfahren wie beim Champagner, doch in diesem Fall mit dem unverwechselbaren Ausdruck eines Bielersee-Pinots. Es geht aber auch etwas ausgefallener. Bei Nick Bösigers «Frauenkopf brut» geben mit Chasselas und Pinot Gris eher Schaumwein-untypische Rebsorten den Ton an. Für Benjamin Stamm, Kellermeister beim Twanner Weingut Frauenkopf, ist das schon fast eine Ehrensache: «Chasselas ist natürlich das absolute Flaggschiff der Region; zusammen mit dem Pinot Gris ergibt das eine wunderbare Assemblage!» Der Frauenkopf brut ist denn auch ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Bielerseewinzer bei

ihren Schaumweinen – im Gegensatz zu den strengen Regeln in der Champagne – auf eine riesige Vielfalt an aromatischen Traubensorten zurückgreifen können und sich auch nicht scheuen, dies zu tun. Stephan Martin vom Weingut am Stägli in Ligerz verwendet für seinen «Les Perles de Stéphane» nebst dem klassischen Chardonnay auch die frisch-­f ruchtige, eher säurearme Riesling x Silvaner-­Traube. An der internationalen Weinprämierung 2017 in Zürich wurde dieser Mousseux mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Besonders die Blancs de Noirs vom Bielersee schlagen sich hervorragend auf dem nationalen und internationalen Parkett. So holte der Mousseux Blanc de Noir von Räblus Weinbau in Vingelz eine Goldmedaille beim diesjährigen Grand Prix de Vin Suisse, und der Ligerzer Erich Andrey wurde mit seinem Mousseux Pinot Noir Brut sogar an einem der grössten, offiziell anerkannten Weinwettbewerbe der Welt, dem AWC Vienna, mit einer Silbermedaille prämiert. : : www.bielerseewein.ch : :

Haus des Bielersee Weines

Ein Bijou aus den 30er Jahren mitten im Rebgebiet Den modern eingerichteten Saal (100 Plätze) und das rustikale Sitzungszimmer (12 Plätze) können Sie bei uns mieten für: > Apéro und Weindegustation durch eine Winzerin / einen Winzer > Geschäftssitzungen, Workshops, Tagungen, Seminare

Rebgesellschaft Bielersee Haus des Bielersee Weines

Moos 3 | 2513 Twann | Tel. 032 315 27 18 (9–11 Uhr) info@bielerseewein.ch | www.bielerseewein.ch


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GENUSS Berner Weinmesse

Weinhändlern begegnen Rot, Weiss oder Rosé – Wein, so weit das Auge reicht. Wer nicht immer denselben Wein aus dem Supermarkt trinken möchte, besucht die Berner Weinmesse und degustiert, tauscht sich mit Weinspezialisten aus und lernt neue Rebsorten kennen. von Claudia Connor

Gut beraten: Weinspezialisten geben ihr Wissen weiter.

An der Berner Weinmesse tauchen die Besucher ein in die wunderbare Welt des Weins. Vor Ort berät der führende Fachhandel, und Weinspezialisten erzählen viel Interessantes, Neues und Persönliches über die rund 2 000 sorgfältig erlesenen Weine. Und damit die Gäste das Ausstellerverzeichnis und die Weinliste papierlos durchstöbern können und ihre Notizen stets zur Hand haben, setzt die Berner Weinmesse seit letztem Jahr auf einen Weinkatalog in App-Form: www.deguvino.com

Berner Weinmesse: Weindegustation in edlem Ambiente.

E

in Zusammenschluss von sieben Berner Weinhändlern war der Auftakt. Sie suchten eine Plattform, um neue Jahrgänge einem breiteren Publikum zu präsentieren und um gemeinsam stärker aufzutreten. Heute hat sich die Berner Weinmesse zur grössten Weinmesse im Espace Mittelland entwickelt. Viele kommen seit Jahren oder seit Generationen. Sei es auf Empfehlung, um Neuheiten zu entdecken, zum Degustieren, zum Kaufen, zum Networken, zum Geniessen oder einfach um einen schönen Abend in stimmungsvollem Ambiente zu verbringen. Richten tut sich die Berner Weinmesse an kaufkräftige und genussorientierte Wein- und Gourmetfreunde, die grossen Wert auf kompetente Beratung, auf ein ansprechendes Ambiente und auf hohe Qualität legen. Die Veranstalter freut es insbesondere, dass vermehrt auch viele jüngere Besucherinnen und Besucher an die Berner Weinmesse kommen, grosses Interesse am Kulturgut Wein zeigen, sich beraten, inspirieren lassen und ebenfalls kaufen.

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Vor und nach dem Besuch der Oenothek lockt der Marktplatz mit einer Vielfalt an traditionellen und neuen Delikatessen, mit dem Klösterli Weincafé und dem Restaurant Hotel Moosegg. Daniel Lehmann, Geschäftsführer und Küchenchef des mit 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichneten Hotels Moosegg, verwöhnt die Besucherinnen und Besucher an der Berner Weinmesse mit seiner modernen Landküche. Dass die Berner Weinmesse eine solche Spitzengastronomie bieten kann, ist wohl einzigartig in der Schweizer Messewelt. Auf Einzigartigkeit sind alle Aussteller bedacht, und genau das macht die Berner Weinmesse zum unvergesslichen Erlebnis. Vom 12. bis 21. Oktober 2018 auf dem BERNEXPO-Gelände in Bern.

Berner Weinmesse AG Lorrainestrasse 2A CH-3013 Bern Telefon +41 (0) 79 936 32 01 info@bernerweinmesse.ch : : www.bernerweinmesse.ch : :


NEU

G R E B M I E IN H

Eine Welt voller Genuss und Leidenschaft Über 1’200 Weine Tägliche Degustation Genussvolle Events Blümlisalpstrasse 46 | 3627 Heimberg, Thun www.moevenpick-wein.com


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GENUSS

Ein neuer Weinkeller in Thun Heimberg Raum für Weinliebhaber

Die Kompetenz der Beratung und die vielfachen Möglichkeiten der regelmässigen Degustationen von Spitzenweinen in Mövenpick-Weinkellern sprechen sich herum. Jetzt öffnet ein neuer Mövenpick-Weinkeller in Thun seine Türen. Aus diesem Anlass führten wir ein Interview mit dem Geschäftsführer Markus Fuhrer. Interview mit Markus Fuhrer von Georg Lutz

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chon die ersten Verantwortlichen bei Mövenpick in der AufbruchAn diesem Tag startete ich mit dem Degustationswein, und meine Neugier stimmung der Nachkriegsjahre waren primär Gastgeber. Sie für hochwertige Weine war geweckt. ermöglichten es für Frau und Herr Schweizer, in den ersten Mövenpick-Restaurants qualita­ Ich erinnere mich gut, es war ein Château tiv hochwertige Delikatessen und GeMouton Rothschild, der meine Leiden«Für den Kunden soll bereits tränke in ungezwungener Atmosphäre zu schaft entfachte. der Einkauf von Weinen zu einem geniessen. Diese Philosophie hat sich bis So entstehen aus Fehlern Innovationss­ persönlichen Erlebnis werden.» heute nicht verändert. chübe. Immer wieder interessant zu hören, wie der Mensch nicht immer die geraden Wege wählt. «Geschäftsführer»: Sie haben bereits 20 Jahre Erfahrung in der Welt der Weine. Gab es ein Schlüsselerlebnis in Ihrem Leben, das Sie mit Sie wechseln vom Mövenpick-Weinkeller Bern nach Thun. Was ist Ihrer Passion für Wein in Verbindung bringen? der besondere Reiz am Standort Kanton Bern mit mittlerweile drei Markus Fuhrer: Der Beginn meiner Wein-Leidenschaft geht zurück bis Mövenpick-Weinkellern? auf meine Lehrjahre in der Gastronomie. Wir hatten in einem Betrieb In Bern befindet sich nicht nur die Hauptstadt der Schweiz, es ist zudem morgens Service-Schulung, und weil ich verschlafen hatte und spät dran ein grosser Kanton mit einer hohen Einwohnerdichte und einer grossen war, blieb keine Zeit mehr für meinen Morgenkaffee und ein Frühstück. Anzahl von Weingeniessern. In dieser Region haben wir mit Bern und Biel

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GENUSS bereits zwei etablierte Standorte. Mit dem neuen Mövenpick-Weinkeller in Thun möchten wir das Berner Oberland, die Region Thunersee und Teile des Emmentals sowie die Weinliebhaber des Aaretals erreichen. Was erwartet den Kunden im neuen Weinkeller in Thun? Für den Kunden soll bereits der Einkauf von Weinen zu einem persönlichen Erlebnis werden. Wir beraten individuell in mehreren Sprachen und gehen auf die jeweiligen Wünsche der Kunden ein. Wir haben nicht nur ein Sortiment von rund 1 000 verschiedenen Weinen und Spirituosen aus über 25 Ländern, sondern auch das Hintergrundwissen zu den Weinen und deren Herkunftsregionen. Eine weitere Besonderheit, die die Kunden in Thun erwartet, ist ein begehbarer Raritätenraum. Wie in allen anderen Weinkellern von Mövenpick können die Kunden viele Weine gratis degustieren. Zudem bieten wir regelmässige Events rund um das Thema Wein an. Aufgrund der teilweise über Jahrzehnte andauernden Partnerschaften zu den weltbekannten Weingütern befinden wir uns auch in der glücklichen Lage, unseren Kunden Raritäten und Grossflaschen anbieten zu können. Die Parkplätze vor dem Ladengeschäft runden das attraktive Angebot ab.

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Markus Fuhrer empfielt: 1. Der Torre Albeniz aus dem Ribera del Duero Ein Wein, den ich gerne mit meinen Nächsten an einem Familienfest geniesse. Der Reserva ist vielseitig und edel. Gibt es auch in Magnum und 3-Liter-Format. 2. Der Prisoner aus dem Napa Valley Der Wein für die Ladiesnight und den Herrenabend mit oder ohne Zigarre. 3. Und last but not least: ein gereifter Leoville Barton Der Bordeaux-Klassiker für das Tête-à-Tête.

Wie kommen in Ihrem Hause der Keller und das Angebot im Webshop zusammen? Es ist eine wechselseitige Verbindung, die sich gegenseitig befruchtet.Häufig informieren sich Kunden im Webshop und nutzen anschliessend die Möglichkeit, den im Netz ausgewählten Wein im Weinkeller ihres Vertrauens zu degustieren und gleich vor Ort zu kaufen. Kunden probieren zunächst im Weinkeller, nehmen drei Flaschen mit und bestellen dann nach? Richtig, auch das ist eine Variante – häufig kommt es im Anschluss eines Besuchs im Weinkeller zu einer Online-Bestellung. Unsere Kunden holen sehr gerne ihre Online-Bestellungen im Weinkeller ab, sodass sich immer wieder eine Gelegenheit für den persönlichen Austausch bietet.

Es geht nicht nur um die Quantität der angebotenen Weine, sondern auch um die Qualität der Beratung.

Gibt es regionale Schwerpunkte bei Ihnen? Ja, wir können neben einem internationalen Sortiment an Qualitätsweinen auch Weine aus der Region anbieten. Ein gutes Beispiel sind die Weine der Staatskellerei Zürich, an deren Entstehung mehr als 100 regionale Winzer mit der Lieferung ihres Traubenguts eingebunden sind. Können Sie uns einige konkrete Beispiele aus dem Tessin verraten? Auch aus der Sonnenstube haben wir hervorragende Produzenten im Angebot: Vinattieri, Gialdi, Cantina Kopp von der Crone, Castello di Morcote, Klausener, Huber und einer meiner persönlichen Favoriten, die Azienda Settemagio. Wein kann man theoretisch überall einkaufen, und es gibt diverse Mitbe­ werber in diesem Segment. Was ist das Besondere bei Mövenpick-Wein? Bei uns findet der Kunde schweizweit die grösste Vielfalt an Weinen mit der Möglichkeit, diese täglich zu degustieren. Zudem bieten wir über das Jahr verteilt die Chance, mehr als 500 verschiedene Weine zu probieren und kennenzulernen. Einzigartig ist auch unsere zehnjährige Genussgarantie auf alle Weine, die der Kunde bei uns erwirbt. Und sollten Sie mal ein Präsent für Ihre Lieben, Geschäftspartner oder einen Mitarbeitenden suchen, helfen wir Ihnen gerne, das passende Geschenk zu finden. Das Thema Bio-Weine bekommt in der Winzerbranche Aufwind. Wie ist Ihre Positionierung dazu? Im Premium-Segment ist Bio sowohl im Weinberg als auch im Keller schon immer gängige Praxis. Beispielsweise viele der familiengeführten Chateaus im Bordeaux stellen seit Generationen ihre Weine im Einklang mit der Natur her, ohne das gross zu kommunizieren.

Markus Fuhrer ist Geschäftsführer des Mövenpick-Weinkellers in Thun.

mövenpick wein Blümlisaplstrasse 46 CH- 3627 Heimberg Telefon: +41 (0) 33 437 1304 weinkeller.heimberg@moevenpick.com : : www.moevenpick-wein.com/de : :

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Ice Society News

Bei «süssen Verführungen» wie Speiseeis setzen viele ganz bewusst auf Hochwertiges. wir stellen Ihnen die neuen trend-Eiskreationen vor, die bereits London und New York im sturm erobert haben. Wer unwiderstehliche Spezialitäten sucht, ist hier genau richtig! von Anka Refghi

Taiyaki Ice Cream «Glaube, Liebe, Glück» – so lautet das Motto von Tom, Ricky und Jimmy von «Taiyaki NYC», die Erfinder des Meer­jung­frauen-­ ­Einhorn-­Eises. Taiyaki, eine Gebäckwaffel in Fisch­form, hat in Japan eine lange Tradition als Glücks­bringer und wird eigentlich mit roter Bohnenpaste («Anko») gefüllt. Aber nicht genug: Die drei wollten eine Streetfood-Sensation und toppten die Fisch­waffel mit Matcha, Vanille oder mit der «Glitzer-­Einhorn-­Locke». Nach dem Einhorn-­Hype steht der Meerjungfrauen-Hype schon in den Startlöchern! Wunderbar, denn als mytho­ logisches Symbol des Glückes steht die Meerjungfrau für Fruchtbarkeit, Frei­gebigkeit, Reichtum und Überfluss. Zwar gibt es in Bern keine Eiswaffel in Fischform, aber ebenso ausgefallene Glacé-Sorten. Zum Beispiel die Gelateria di Berna in der Mittelstrasse füllt die Waffeln mit Kreationen wie Grapefruit Pfeffer oder Ricotta Feige.

Rolled Ice Cream Bislang wurde vor allem auf den Strassen Thailands das frisch gemachte Eis verkauft. Aber nun überrollt uns langsam ebenfalls das Thai-Eis. Statt einer fertigen Eismasse wird das Eis direkt vor den Augen der Kunden zubereitet. Egal wie verrückt die Kombi auch sein mag – alle Wünsche können hierbei erfüllt werden! Wie wird es gemacht? Eine Platte, die an diejenigen für Crêpes erinnert, wird auf bis zu minus 30 Grad Celsius heruntergekühlt. Hierauf wird eine Masse aus einer einfachen «Crème Anglaise» gegeben, die blitzschnell gefriert. Nun kann man nach Herzenslust frische Früchte, Schokolade, Kekse oder sonstige Leckereien dazugeben. Diese werden dann mit zwei scharfen Spachteln direkt auf der Kühlplatte zerhackt, und die Masse wird immer wieder dünn auf die Platte gestrichen und abgerollt.

: : www.taiyakinyc.com : :

Mochi Ice Cream Man nehme kleine Kugeln Eiscreme und wickle sie in einen traditionellen japanischen Mochi-Reiskuchen ein. Und heraus kommt: ein cremiger, süsser Leckerbissen, der auch optisch einiges hermacht! Mochi-Teig wird aus süssem Reisteig hergestellt, der sich glatt und weich anfühlt. Der leicht zähe Teig schmilzt beim ersten Bissen schnell im Mund. Die traditionellen Eiscreme­a romen sind Vanille, Schokolade und Erdbeere. Andere Aromen wie Kona-­K affee, Pf laumenwein und rote Bohnen sind ebenfalls weitverbreitet. Für alle Experimentierfreudigen: Man kann die kleinen Kugeln spielend leicht selbst zu­ bereiten und mit seinen Lieblingsaromen immer wieder neu in Szene setzen. Wer sich nicht selbst die Mühe machen möchte, kann die süssen Raritäten in Bern bei Yooji's im Einkaufszentrum Westside kosten. : : www.yoojis.com : :

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Molinos Antipasti, wie man sie sonst nur in Italien kennt.

Mediterrane Gaumenfreuden Pizzeria Ristorante Molino Thurm

Italianità inmitten der Berner Altstadt, und das nur wenige Gehminuten vom Bundesplatz entfernt. In der Pizzeria Ristorante Molino Thurm erwartet die Gäste eine warme Gastlichkeit, wie man sie sonst nur aus den Ferien in unserem südlichen Nachbarland kennt. So stammt auch der Gerant, Giuseppe Pignatelli, aus dem wunderschönen Alberobello, der Stadt der weissen steinernen Trulli-Häuser in Apulien. von Nadja Mora

G

iuseppe Pignatelli ist Gastgeber mit Leib und Seele und freut sich, mit seinem Team den Gästen in Bern seine Leidenschaft für die italienische Küche weiterzugeben. Nebst der aussergewöhnlichen Gastfreundschaft sind es die authentischen Rezepte, die hohe Kochkompetenz und eine erstklassige und auserwählte Produktqualität, welche die Pizzeria Ristorante Molino auszeichnen.

Pizza und Parmesan Aficionados der italienischen Küche werden in der Pizzeria Ristorante Molino ganztags an 365 Tagen im Jahr mit italienischen Klassikern verwöhnt. Sei es nun mit dem Gran Tagliere di Antipasti, der sich auch wunderbar zum Apéro zu zweit geniessen lässt, mit einer feinen Pasta-­

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Spezialität, wie etwa die herrlichen Ravioli Burro e Salvia, mit einem cremigen Zitronenrisotto, einem herzhaften Fleischgericht oder aber mit einer der beliebten Molino-Pizzen. Das Geheimnis der Molino-Pizza liegt übrigens in ihrem knusprigen, besonders bekömmlichen Teig. Dieser wird nach einem hauseigenen Rezept vor Ort hergestellt und gärt während 48 Stunden. Belegt wird sie nur mit den besten Produkten Italiens. So stammen etwa die Parmesansplitter auf der Pizza Miss Italia von einem echten Parmigiano Reggiano Vecchio, der während 24 Monaten reifen konnte. Gäste können den rezenten Italiener in der Pizzeria Ristorante Molino auch als «Aperitivo Italiano per Due» geniessen. Die Portion Parmesan für zwei wird zusammen mit Oliven und hausgemachter Focaccia serviert und lässt sich herrlich mit einem feinen, hauseigenen


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Drink geniessen. Auch finden sich auf der sorgfältig zusammengestellten Speisekarte Spezialitäten in laktose- und glutenarmen Varianten. Zudem sind vegane und ohne Schweinefleisch zubereitete Speisen explizit als solche ausgewiesen. Damit entspricht die Menükarte den heutigen Essgewohnheiten perfekt. Und seit einiger Zeit wartet Molino mit einer Weltneuheit auf, die Feinschmecker begeistert: die laktosefreie Variante des Mozzarella di Bufala Campana DOP. Abgerundet wird das feine Speisenangebot durch eine erlesene Auswahl an italienischen und einheimischen Weinen.

Eine kulinarische Reise durch Italien

Knuspriger Boden und frische Zutaten: Molinos Pizza ’O mare mio.

Durch den Einsatz der sorgfältig ausgewählten Qualitätsprodukte entführt das Molino seine Gäste auf eine kulinarische Reise durch Italien. Die cremige Burrata Pugliese wird im Stiefelabsatz in Apulien eingekauft. Ebenfalls aus dem südlichen Italien, nämlich aus der Region Kampanien, stammt der herrlich schmackhafte Mozzarella di Bufala DOP, der hervorragend mit dem Olivenöl Extra Vergine IGP Toscano des Molino harmoniert. Dieses hervorragende Olivenöl stammt übrigens aus der ältesten Olivenöl-Manufaktur Italiens. Eine echte Delikatesse, die im ländlichen Friaul im Norden Italiens entsteht, bietet die Pizzeria mit dem herzhaften Prosciutto di San Daniele DOP an. Dieser wird während mindestens 13 Monaten luftgetrocknet, damit er sein vollstes Aroma entfalten kann. In der Pizzeria können Besucherinnen und Besucher den herzhaften San-Daniele-Rohschinken unter anderem mit Burrata auf einem Rucolabett geniessen. Dieser Teller vereint ein hochstehendes Produkt aus dem Norden mit einem Qualitätsprodukt aus dem Süden Italiens, und die Gäste erwartet eine italienische Geschmacksexplosion. Besonders auffällig ist der Einsatz der ausgewählten Qualiätsprodukte bei den «Pizze Selezione Molino». Diese spezielle Auswahl an Pizzen ist nebst den «Pizze Classiche» wie Pizza Margherita, Prosciutto, Funghi oder Napoli auf der Speisekarte einzeln aufgeführt. Die «Pizze Selezione Molino» sind mit auserlesenen Zutaten belegt. So gibt der Pizzaiolo etwa der «’O Mare Mio» Meeresfrüchte, Riesencrevetten und Burrata Pugliese zu. Eine wahre Gaumenfreude, die einen an die Küste Italiens versetzt.

La Dolce Vita

Gemütliches Ambiente fast wie in der Toskana.

Das Ambiente der Pizzeria Ristorante Molino Thurm ist – wie in allen, der mittlerweile 19 Pizzeria Ristorante Molino schweizweit – einladend und gemütlich. Im klassischen italienischen «Look-and-Feel» dieser Lokalität erinnern viele Details an die Toskana. Kinder sind in der Pizzeria Ristorante Molino herzlichst willkommen, und die jüngsten Gäste erhalten spezielle Kindermenüs sowie eine kleine Überraschung. Der grosszügig gestaltete Aussenbereich bietet Gästen insbesondere im Sommer bei ungezwungener Atmosphäre ein wenig Dolce Vita direkt auf dem Waisen­ hausplatz. Nachmittags geniessen die Gäste hier gerne einen wohlmundenden Kaffee und verführerische hausgemachte Dolci, während sie dem Treiben der Leute zusehen. Die Molino-Kaffeebohnen sind schonend aus den besten Arabica- und Robusta-Kaffeesorten geröstet, woraus der typisch italienische Kaffee entsteht. Diese herrliche Röstung ist in der Pizzeria Ristorante Molino auch für zu Hause erhältlich.

Pizzeria Ristorante Molino Thurm Waisenhausplatz 13 CH-3011 Bern Telefon +41 (0) 31 311 21 71 bern@molino.ch Eintreten und in Italien ankommen.

: : www.molino.ch/de : :

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V ITA LR ESORT A M T H U N ER SEE

DELTAPARK VITALRESORT

Das 4e Superior–Hotel «Deltapark» liegt an ruhiger Lage, in einer grossen Parklandschaft, am Ufer des Thunersees, im wunderschönen Berner Oberland, zwischen Thun und Interlaken. Das Hotel verfügt über 106 Zimmer in der 4e Superior– und 3e –Kategorie und seit Juni 2017 ergänzen drei luxuriös ausgebaute Villen das Zimmerangebot des Hotels.

Ganzheitliche Wellness Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Gesundheit und das Wohlbefinden aktiv zu gestalten und zu verbessern. Im DELTAPARK VITALRESORT findet der Gast mit den vier Bereichen Entspannung, Bewegung & Fitness, Beauty sowie Ernährung eine breite Angebotspalette, die je nach Anspruch und Bedürfnis ganz individuell kombiniert werden kann. Der Deltaspa, ganz auf Fitness und alpines «Well-Being» ausgerichtet, bietet eine Welt der Entspannung und Verwöhnoasen für jeden Geschmack. Innensolebad, Aussensprudelbad, diversen Saunen und Dampfbäder mit Erlebnisduschen und Ruhezonen sowie drei Private Spas lassen keine Wünsche offen.

Seevillen – individuelles Wohnen mit Hoteldienstleistung Drei luxuriös ausgebaute Villen ergänzen seit Juni 2017 das Zimmerangebot des Hotels. Die Gäste können bei der Gestaltung Ihres Aufenthaltes auf das breite Angebot des Hotels zurückgreifen: Von der individuellen Kühlschrankfüllung, der Miete eines Motorbootes, mit der Ergänzung der Mahlzeiten in den Hotelrestaurants oder mit personalisiertem Sport- und Wellnessprogramm.

Lernen Sie uns kennen und profitieren Sie von unserem Herbst-Special mit 15%–20% Rabatt auf die Zimmerpreise von September bis Dezember 2018. Hier finden Sie alle Informationen dazu: www.deltapark.ch/Herbstangebot

DELTAPARK | Deltaweg 29 | CH-3645 Gwatt bei Thun | Tel. 033 334 30 30 | www.deltapark.ch


Beauty & Gesundheit ÖKO UND NACHHALTIGKEIT SIND IM TREND. DAS WIRKT SICH AUCH AUF DIE BEAUTY-INDUSTRIE AUS: IMMER MEHR PFLEGEPRODUKTE MIT NATÜRLICHEN INHALTSSTOFFEN STEHEN IN DEN REGALEN. WIR ZEIGEN DAS Neueste im Bereich der Nachhaltigkeit und die Trends des Jahres in Beauty und Gesundheit. Von Joël Ch. Wüthrich


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Beauty & Gesundheit

Natürlich schön! Weleda, Dr. Hauschka & Co.

Ob Weleda oder Dr. Hauschka, wir haben den lange in die Schublade «Öko und Birkenstock» gelegten Naturpflegeprodukten einen frischen Vibe eingehaucht. von Valeska Jansen

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ber Nacht wurde die «Rosencreme» von Dr. Hauschka oder die grüne Tube mit der Gesichtspf lege «Skin Food» von Weleda quasi zum Kultprodukt der Celebrities. Vor allem die Transparenz der Zutaten in diesen Pflegen brachte den Erfolg. Skandale um Pestizide und chemische Inhaltsstoffe, die dem Menschen innen und aussen Schaden zufügen können, unterstützten diesen Siegeszug noch. Der Trend «zurück zur Natur» mit dem Wunsch, gesund zu leben, die Dinge dabei einfach zu halten, hat seinen Höhepunkt sicher noch nicht erreicht.

Umdenken und Misstrauen Immer mehr Menschen träumen von einer Konsum­g üter-Pause und wollen sich dem Druck der Hochglanzfotos mit schillernden Hightech-­ Kosmetikprodukten entziehen. Das Vertrauen in phantasievolle Formulierungsbezeichnungen ist abhan­denge­kom­men, der Konsument will heutzutage wissen, «was in der Tube steckt». Naturkosmetik und sogenannte «Organic»(Organic heisst ins Deutsche übersetzt organisch und wird landläufig unter dem Begriff «Bio» gehandelt)-Produkte schies­s en wie Pilze an einem warmen Herbsttag aus dem Boden. Vor allem ein Slogan dieser ­jungen Unternehmen hat sich im Gedächtnis vieler verankert: «Unsere Produkte sind so rein und n ­ atürlich, dass man sie auch essen könnte!»

Schottland meets Korea Duncan Napier, ein schottischer Botaniker aus Edinburgh, der im Jahr 1860 neben einer Klinik auch seine erste Pf lanzenapotheke eröffnete, hatte eher zufällig die wohltuenden und heilkräf­t igen Wirkungen der Pflanzen entdeckt. Er begann, sich intensiver mit Heilpflanzen zu beschäftigen, und wurde bekannt für seine gesundheitsfördernden und die Haut verbessernden pf lanzlichen Produkte. Ausgehend von der Pf lanzenheilkunde und der Philosophie von Duncan Napier hat die koreanische Marke «Belif» «The True Herb Formula», eine auf speziell ausgewählten pf lanzlichen Rohstoffen basierende Formel, entwickelt und setzt diese gegen die typischen Hautprobleme unserer Zeit ein.

Pionierin aus der Pharmazie Als die gelernte Apothekerin und Homöopathin Margo Marrone 140 Jahre nach Napier ihr Kosmetik-­Unternehmen «The Organic Pharmacy» gründete, machte sie sich schnell einen Namen als Pionierin in der Natur­ kosmetik. Auf die Frage, ob man ihre Produkte auch verzehren könnte, antwortet sie pragmatisch: «Selbstverständlich! Ich würde es aber nicht wirklich empfehlen, rein aus geschmacklichen Gründen, meine ich.» Die moderne und äusserst aufgeschlossene Unternehmerin erzählt, wie es zur Gründung ihrer Linie kam: «Schockiert darüber, dass ich die Menge der giftigen Pestizide in unseren Lebensmitteln und die fraglichen Inhaltsstoffe in Kosmetika nicht kannte, entschied ich mich, meine Kräuter-, homöopathischen und pharmazeutischen Kenntnisse zu ver­ wenden, um ein Einkaufsparadies frei von Chemikalien in anderen Geschäften zu schaffen.»

Streben nach Nachhaltigkeit Dass Erzeugnisse aus der Organic- und Naturkosmetik heute auch visuell wie Hightech-Produkte aussehen können, überzeugt selbst die Zögerer, die ihre Pflege auch aus optischen Gründen auswählen. Die Italienerin Francesca Lenardo verbindet mit ihrer Pflegelinie «Insium» innovative Optik mit natürlichem und veganem Inhalt. «Meine Liebe zur Hautpflege wurde mir von meiner Grossmutter vermittelt. Sie hatte mit 90 Jahren noch eine perfekte und faltenfreie Haut. Von klein auf erzählte sie mir von ihren Heilmitteln für die Haut, für welche sie nur natürliche Zutaten benutzte. Das Resultat ist eine wirksame Anti-Aging-Pflege, die angenehm ist und sofort pflegt, frei von allen Inhaltsstoffen, die potentiell schädlich sind für Haut und Umwelt», erklärt Lenardo.

Mütter als Zielgruppe Viele Frauen sind heute sensibilisiert, was Pf lege und die darin enthaltenen Inhaltsstoffe angeht. Doch kaum ein Typ Frau ist so heikel in der Verwendung von Cremes und Co. wie junge Mütter. Bereits während der Schwangerschaft achten viele darauf, welche Inhaltsstoffe in Body­lotions und Gesichtscremes enthalten sind. Die britische Baby- und Mutter-Pf legelinie «Little Butterf ly London» gehört mit ihren romantischen Verpackungen, auf denen sich pastellfarbene

Geschäftsführer Herbst : : 2018


Beauty & Gesundheit Schmetterlinge tummeln, zu einer der begehrtesten ihrer Art. Von der Österreicherin Gudrun Wurm in London gegründet und mit unzähligen Awards und Auszeich­nungen bedacht, ist die Eco-zertifizierte Marke oft die erste Wahl als passendes Geburtsgeschenk. «Was soll man dem royalen Nachwuchs schenken?» war in der englischen Presse zu lesen, darunter die markanten Produkte mit ihren phantasievollen Namen wie «bubbles in the breeze – top to toe wash» oder «floating on clouds – bedtime bath milk».

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prüfte Hautpflege. Sie gehört heute zu den exklusivsten und teuersten Organic-­Pflegeprodukten weltweit.

Weniger ist mehr

Rolls-Royce aus Hawaii

Auffallend bei allen Organic- und Naturmarken ist die reduzierte Liste an Inhaltsstoffen. Weniger glamourös und chic, aber trotzdem einer der grössten Celebrity-Lieblinge ist die Egyptian Magic Creme aus den USA. Sie kommt mit nur fünf I­ nhaltsstoffen aus und verspricht dabei, die Allroundpflege für über 20 Bedürfnisse zu sein. Honig, Propolis, Gelee Royal, Bienenpollen, Bienenwachs und Olivenöl versprechen Abhilfe bei t­rockenen und geschädigten Haaren, rissigen Fersen, rauen Ellenbogen, Schwangerschaftsstreifen und sollen selbst die sensibelste Gesichtshaut pflegen. Ganz ohne Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propa­ganda, hat der eher «retro» wirkende Tiegel Kultcharakter erreicht. Kate Hudson antwortet in Talkshows auf die Frage nach ihrem «Beauty-­G eheimnis», dass sie Egyptian Magic verwendet. Die Liste ihrer Kolleginnen, die ebenfalls auf die Fünf-Inhaltsstoffe-Creme schwören, ist lang: Cara Delevingne, Adriana Lima, Behati Prinsloo, Lizzy and Georgia May Jagger, Rashida Jones, Taylor Schilling, Brooke Shields, Madonna, Chaka Khan, Michelle Trachtenberg, Karolina Kurkova, Selma Blair, Gucci Westman, Sarah Rafferty und noch viele mehr sollen begeisterte Fans sein.

Der Deutsche Dr. Jürgen Klein arbeitete viele Jahre in der Forschung und Entwicklung sowie als wissenschaftlicher Leiter bei Wala / Dr. Hauschka in Deutschland. 1984 wanderte er nach Australien aus und gründete dort seine eigene Pflegemarke Jurlique, verkaufte diese 18 Jahre später und zog weiter nach Hawaii. Hier entwickelte der promovierte Chemiker auf Basis alchemistischer und biochemischer Prinzipien JK7®Luxurious Natural Skin Care – eine kräuterbasierte, natürliche und wissenschaftlich ge-

Dass ein natürliches Pflegeprodukt dank seines offenen und transparenten Umgangs mit den ­Inhaltsstoffen viele Anhänger gewinnen kann und dass das Verpackungsdesign auch très chic sein kann, beweisen heute fast alle Natur- und Organic-­Marken. Der Öko- und Bio-Chic von einst ist längst Schnee von gestern, und die Wirkweisen zeigen, dass Pflege auch ohne künstliche Zusatzstoffe funktioniert.

Neuheit aus Schweden Björn Axén, bekannt als schwedische Haarpflegemarke, expandiert in eine «Organic»-Körperpflegelinie. «Mit den neuen Körperprodukten transferieren wir unsere starke Kompetenz und unser Know-how in der Pflege der Kopfhaut in eine neue Kategorie», erklärt Johan Hellström, CEO von Björn Axén in Schweden. Die Björn Axén Organic Body Range konzentriert sich mit Produkten wie Body Wash, Body Scrub, Lotion, Cream und Öl auf die tägliche Hautpflege. Selbst die Verpackungen bestehen aus recyceltem Kunststoff und sind klimaneutral. Die Inhaltsstoffe sind biologisch abbaubar.

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Was ist iM Jahr 2018 eiNe gesuNDe uND effizieNte hautpflege, Nach DerMatOlOgischeN uND allergOlOgischeN KriterieN? Wir sind ein hochmotiviertes team, welches sich von der ‘’illusions-kosmetik’’ distanziert hat. SkinIdent ist die erste und zur Zeit (Juni 2006) auch einzige Hautpflegelinie weltweit, die ausschliesslich aus hautidentischen bzw. körperidentischen Inhaltsstoffen und Vitaminen aufgebaut ist. Hautidentisch bedeutet, dass diese Substanzen von natur aus in ihrer Haut vorkommen und deshalb vom immunsystem als körpereigen erkannt werden. Diese neue Konzeption hat direkt sichtbare und fühlbare Vorteile für Sie und Ihre Haut. In unserem Institut empfangen wir regelmässig Kundschaft deren Hautbild sich durch bedenkliche Inhaltsstoffe, zu einer Problemhaut verändert hat. Die Analyse Ihrer Heimpflegeprodukte und der Analyse Ihres aktuellen Hautzustandes (Feuchtigkeit, Sebum, Porengrösse, Melanin, Akne, Hämoglobin, Faltentiefe), ergibt aufschlussreiche Resultate. Anschliessend präsentieren wir Ihnen gerne einen massgeschneiderten Pflegeplan. Wir bieten Ihnen in angenehmer Atmosphäre professionelle kosmetische Behandlungen an. Wir freuen uns Sie im Institut de Beauté Gabrielle begrüssen zu dürfen.

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Style «Style» ist sehr individuell und in der Perzeption einer jeder und eines jeden wird das Wort «Stil» sehr unterschiedlich empfunden. Manche sind «stilsicher» oder aber auch «stylish». In der Fachliteratur wird «Stil» in Bezug auf das Wort «Style» als «charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform» definiert. Wichtig ist und bleibt: Der Zeitgeist bringt viele Stile in allen Lebensbereichen hervor. Von Joël Ch. Wüthrich


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Style

Giorgio Armano

DAKS

Men’s World Ugly-Sneaker

Die Zukunft ist da. Anfang des Jahres sind die Fashionshows für die Herbst- und Winterkollektion 2018 / 19 der Herren in Mailand über die Bühne gegangen. wir Blicken zurück: «Kariert» bleibt ebenso Thema wie der «Ugly-Sneaker»-Trend für diesen herbst und winter. von Anka Refghi

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ls Gegenpol zu den Techno-, Sports- und Streetwear-­ Einf lüssen mit ihren funktionalen Tech-Stoffen setzen die Designer aktuell auf f lauschige und softe Stoffe mit aufgerauten Oberflächen, die an Ursprünglichkeit erinnern. Wolle spielt ebenso eine Hauptrolle wie Karomuster in allen erdenklichen Farben und Kombinationen. Denn wie schon 2017 kommt auch 2018 kaum ein Label ohne den Klassiker aus. Ob Giorgio Armani, das britische Label DAKS oder Versace – Karo ist Trumpf. Versace kombiniert in seiner Kollektion mit dem schottischen Tartan in Rot, das durch den Punk einst in die Jugendkultur kam, während das britische Label DAKS auf den Karo-Look von Kopf bis Fuss setzt und «il Maestro» Giorgio Armani gewohnt stilvoll und zurückhaltend karierte Sakkos als Akzent zum ansonsten unifarbenen Look einsetzt. Aber nicht nur Karos sind das Muster der Stunde,

Geschäftsführer Herbst : : 2018

auch Streifen und Punkte machen sich breit. Grundsätzlich werden die Schnitte der Hosen wieder weiter, die Mäntel länger und die Stoffe weich und kuschelig. Es lebe die neue Lässigkeit.

Sneakerness Das Credo «unförmig und hässlich» bleibt auch in dieser Saison für die Fussbekleidung der Herren aktuell. Vorläufig kein Ende in Sicht für den «Ugly-Sneaker»-Trend also, denn auch für die 2018er-Schauen schickten zahlreiche Designer wie Dior, Versace und Prada ihre Models wieder mit klobigen Turnschuhen im Laufschuhlook auf den Runway. Adidas, Nike und Co. ziehen in ihren Kollektionen nach, Gucci, Balenciaga und Valentino stehen ohnehin bereits auf dem Olymp des gewöhnungsbedürftigen Schuhwerks. Mit den sogenannten «Dad Sneakers» gehen die Designer auch in dieser Saison wieder hart an die Grenze des guten Geschmacks. Des Dilemmas Lösung? Die Kombination muss stimmen. Als Stilbruch zum (Karo-)Anzug, als wichtiges Accessoire zum «Normcore»-Look oder «freestyle» zur abgeschnittenen Jeans. Alles eine Frage des Stylings.


Vorschau Die nächste Ausgabe erscheint Mitte November 2018

Standortportrait Bern West Mit dem «Geschäftsführer Bern» die Wirtschaftsregion Köniz, Neuenegg, Schwarzenburg entdecken

Herausgeber rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 110 CH-4132 Muttenz / Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 Fax +41 (0) 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch Verleger Francesco J. Ciringione Verlagsleitung Hasan Dursun h.dursun@rundschaumedien.ch Mitglied der Geschäftsleitung Boris Jaeggi b.jaeggi@rundschaumedien.ch

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Geschäftsführer Bern 02/2018  

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