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Liebe Leserinnen, liebe Leser

Arbeitszeiten und Spesen mobil erfassen

Der «Geschäftsführer» Bern hat sein erstes Jahr erfolgreich hinter sich gebracht. Mit Stolz können wir verkünden, dass das Magazin bei der Zielgruppe einen gelungenen Einstand gefeiert hat und wir das Signal erhalten haben, dass man die Realisierung eines solchen Konzepts goutiert. Zum Abschluss des Jahres präsentieren wir einige interessante Schwerpunkte. Zum einen geht es um das Messewesen im Generellen, welches gerade einen starken Umbruch erlebt. Der «Geschäftsführer» hat BERNEXPO-CEO Jennifer Somm zum Interview getroffen. Ihre Analyse der aktuellen Situation ist – trotz der aktuell grossen Herausforderungen – optimistisch: «Wir setzen auf innovative Veranstaltungskonzepte, relevanten Content, inspirierenden Austausch sowie kreative Interaktion und Partizipation», sagt sie. Auch Sasa Tanasic und Daniel Fritz, die Messeleiter der MEM-Fachmesse INDUSTRIALIS (11. bis 14. Dezember in Bern) stimmen im Interview mit dem «Geschäftsführer» zu: Eine Fachmesse sei heute in erster Linie eine Networking-Plattform. In einer Zeit, in welcher die erfolgreiche Durchführung einer Fachmesse eine grosse Herausforderung darstellt, will sich die INDUSTRIALIS mit ihrem Konzept durchsetzen. Jennifer Somm hofft dies ebenfalls: «Die INDUSTRIALIS stellt die Schweizer Industrie in den Mittelpunkt und passt damit hervorragend zur Strategie der BERNEXPO GROUPE und zum Standort Bern.» Mehr dazu in aller Ausführlichkeit in dieser Ausgabe. Der zweite Schwerpunkt: Wirtschaftsspionage. Ein sehr aktuelles Thema bei KMU und Unternehmen jeder Couleur. Rund zwölf Milliarden pro Quartal – das sind keine Umsatzoder Verkaufswerte. Diese Zahl steht für die Anzahl der Cyber-Angriffe, die in der letzten Zeit auf die IT-Infrastruktur der Bedag Informatik AG in Bern registriert und abgewehrt wurden. Die Bedrohungslage habe sich verschärft, berichtet CEO Felix Akeret. Die Wirtschaftsspionage ist zu einem Big Business geworden. Wie sich Unternehmen in der Region Bern dagegen wehren, erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Im Namen des Verlags und aller Mitwirkenden wünschen wir viel Spass bei der Lektüre, erholsame Feiertage und ein schönes neues Jahr.

Ihr Joël Ch. Wüthrich Chefredaktor

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Das und viel mehr erwartet Sie, liebe Leserinnen und Leser, im dritten «Geschäftsführer» Bern des Jahres 2018. Wir wünschen Ihnen auf diesem Wege einen erfolgreichen und schönen Jahresabschluss und danken für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse in unserem ersten Erscheinungsjahr. Im ersten Quartal starten wir mit der ersten von vier Ausgaben des Jahres 2019 und würden uns freuen, wenn Sie auch dann wieder dabei sind.


6 16

20 22 44

INHALT highlight Bernexpo Groupe 6 Spagat zwischen Innovation & Tradition

business

Kongress- und Kulturzentrum Pontresina Veranstaltungen mit Weitsicht

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Berufswahl 4.0 und 42 Weiterbildungsstrategie Auf die richtige Vision kommt es an

Der Gläserne Mensch Spuren im Netz haben Folgen

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The Berlitz Schools of Languages Eine grenzenlose Welt

Industrialis Bern Blick voraus Richtung Industrie 4.0

14

Wirtschaftsspionage 28 Illegal auf Datenfang

Seminare in den Bergen Die Alternative heisst Frischluft

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Victoria-Jungfrau grand hotel & spa Entspannte Tagungen

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Parkhotel Gunten Seminare direkt am Thunersee

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Kultur- & Seminarlokal 5Ème Étage Eine spannende Woche

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Bern-inside

SSIB Swiss School for International Business Weiterbilden & Abheben im Aussenhandel

Bern West 34 Labor zwischen Banlieue & Urbanität

Sputnik Die erste Reise für Kinder

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Denkwiese Hirntraining mit Spassfaktor

36

aus- & weiterbildung Talentförderung & Führung 4.0 Der nächste «Big Deal»

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48


MariNatal Die Hochzeits- und Festmesse

BERN 25. – 27. Januar 2019 BERNEXPO Halle 2.2 + 2.1

BASEL 12. – 13. Oktober 2019 www.hochzeitsmessen.ch


82 60 84

88

68

INHALT Burki Beratung & Outplacement 50 Dank Coaching zur passenden Arbeitsstelle

54

bauen & Wohnen Lebensraum Küche Die richtigen Werkstoffe in Küchen

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Kulinarik

mobilität Luxuriöser SUV Endlich angekommen

beauty & gesundheit

berner Oberland FC Thun Oberland Effizienz Dank einer klaren Linie

Fourtwenty Trendshop Ganz legal Gras rauchen

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Auszeit am Meer Wellness-Tempel de luxe

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Style

Dr. Med. Raphael Wirth «Eine Frage der Proportionen»

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Ökonomie Heute 94 Kaufst du noch oder erlebst du schon?

Swiss Cannabis SA Mehr als ein Rauschmittel

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sport & freizeit Formel E – Swiss E-Prix 2019 Geschenk des Himmels fürs Stadtmarketing

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Besuch am Bärengraben 66 Auf der Brücke schlafen Tierpark-Restaurant Dählhölzli 68 Tierischer Genuss an der Aare

Das Zelt in Bern Einzigartige Shows im Zelt

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70


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© Kuno Mathis

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Highlight BERNEXPO GROUPE

Spagat zwischen Innovation & Tradition Seit Frühling 2017 ist Jennifer Somm Geschäftsführerin der BERNEXPO GROUPE. In einer Zeit der grossen Umbrüche im Messebereich ist sie damit auch eine Hoffnungsträgerin für den Messeplatz Bern. Im Interview sagt sie, warum Optimismus gerade in dieser dynamischen Zeit richtig ist. Interview mit Jennifer Somm von Joël Ch. Wuethrich

Geschäftsführer winter : : 2018/19


7 © BernExpo

Highlight

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Geschäftsführer»: Das Schweizer Messewesen ist aktuell Die Leitplanken zur strategischen Positionierung der BERNEXPO durch zahlreiche Herausforderungen geprägt. BesucherGROUPE wurden 2016 vom Verwaltungsrat nochmal neu angepasst. und Ausstellerzahlen stagnieren oder gehen bei einigen Hierbei geht es ja wie bei vielen Unternehmen unter anderem auch um Messen sogar zurück. Bern hat sich in den letzten Jahren Anpassungen, die eine Effizienz und die Anbindung an das Arbeitsumtrotzdem als Top-Messe- und Eventplatz in der Schweiz etabliert, feld der Zukunft garantieren sollen. Welche Punkte waren im Nachblick befindet sich sogar auf der Überholspur. Teilen Sie diese Aussage? bisher besonders wichtig, und was konnten Sie schon umsetzen? Jennifer Somm: Die Branche ist in der Tat im Umbruch. Dies gilt sowohl Wir haben unsere Positionierung und unser Portfolio konsequent geschärft. für Publikums- wie auch für Fachmessen. Im aktuellen Umfeld ist es daher In unseren Schwerpunktfeldern «Bildung», «Industrie & Technik», «Intezentral, klare Antworten auf die Herausforderungen des Marktes zu haben. rior & Design» sowie «Ferien und Freizeit» wollen wir unsere Messen und Die BERNEXPO GROUPE beVeranstaltungen live und digigeistert ihre Kunden noch immer tal weiterentwickeln und das «Wir wollen die Chancen der Digitalisierung mit zahlreichen erfolgreichen Event-Erlebnis mit relevanten nutzen. Nur wer auf allen Kanälen erlebt Messen, und wir können im Mointeraktiven Angeboten nachwerden kann, wird sich am Markt behaupten.» ment bei den meisten unserer haltig verlängern. Mit der BünPro­dukte stabile Besucher- und Ausstellerzahlen ausweisen. Das ist im delung unserer Produkte, unserer Stärken, unseres Know-how sowie unseres Jahr 2018 schon mal ein sehr gutes Zeichen. Dieser Erfolg ist aber kein Netzwerks treten wir am Markt fokussierter, relevanter und glaubwürdiger Zufall, sondern das Resultat einer stetigen Weiterentwicklung, einer auf. Das führt nicht nur zu mehr Erfolg, es erlaubt uns auch, den Markt grossen Offenheit für Neues und einer unablässigen Transformation des mitzugestalten. In den von uns definierten Bereichen wollen wir mit den Unternehmens mittels Innovation. Nehmen wir als Beispiel die BEA: Formaten der Zukunft punkten, wie zum Beispiel Karriereschritt oder Hero­ Rund 300’000 Besucher sind der Beweis, dass der Mix aus Vielfalt, Fest. Dabei setzen wir auf innovative Veranstaltungskonzepte, relevanten Tradition, Innovation und Emotion überzeugt. Schlüssel zum Erfolg Content, inspirierenden Austausch sowie kreative Interaktion und Partizisind dabei einerseits die enge Bindung zur Landwirtschaft, die Verwurpation. Diese Aspekte müssen stimmen, und daran orientieren wir uns. zelung in der Region und die starke Gewichtung des regionalen Charakters. Andererseits gilt es, den Bogen zwischen Tradition und Innovation Digitalisierung der Arbeitswelten 4.0 und die Jobs der Zukunft: Das zu spannen, den Bedürfnissen der Zielgruppe zu folgen sowie neue ist eines der aktuell vorherrschenden Themen – Inwiefern müssen auch Entwicklungen mitzunehmen. Nur so gelingt es uns, den Erfolg langSie mit Ihrem Team diesen Rechnung tragen? Ist bei der BERNEXPO fristig zu sichern. Um Ihren Vergleich aufzunehmen: Wir befinden uns GROUPE inhaltlich wie auch umsetzungstechnisch das Thema Digitalivielleicht nicht gerade auf der Überholspur, aber wir ziehen unser Tempo sierung noch mittelfristige Zukunftsmusik oder sehr aktuell? durch und beschleunigen dort rasant, wo es uns nachhaltig zielführend Das ist ein sehr umfassendes Thema. Die zentrale Frage dabei ist: Schafft es und taktisch klug weiterbringt. ein traditionsreiches Unternehmen wie die BERNEXPO GROUPE, den >

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Highlight

Weg der Transformation sowohl bei den Angeboten wie auch bei den internen Strukturen zu gehen, oder steht nicht etwa die eigene DNA im Weg? Und, Sie kennen die Antwort? (lacht) – Die DNA ist zentral, denn sie prägt ein Unternehmen – das ist richtig und wichtig. Aber: Wir müssen uns den aktuellen Herausforderungen stellen und klar definieren, was verändert werden soll. Und ebenso wichtig: was erhalten und fortgesetzt werden muss. Wenn es darum geht, schneller als andere auf Veränderungen reagieren zu können, bedarf dies der Fähigkeit des stetigen Lernens, aber auch des aktiven Verlernens. Nicht zuletzt beinhaltet unsere DNA ja die wertvollen Erfahrungen der Vergangenheit und somit auch die Kernkompetenz in unserem Business. Auf dieser Basis treiben wir die Entwicklung zukunftsweisender Formate voran, die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte sowie deren proaktive Positionierung. Hier gilt es, den Markt, die Marktteilnehmer und das Ökosystem Messe im Detail zu kennen. Als Orientierung dienen zudem die selbstverständlich aktuellen Bedürfnisse unserer Kunden, die neusten Trends sowie die sich ständig verändernden digitalen Möglichkeiten. Heute ist es für uns ein Must, reale und virtuelle Plattformen zu verknüpfen, um den Begegnungszeitraum vor und nach der Veranstaltung zu erweitern und damit auch das Live-Angebot attraktiver zu machen. Mit welchen USP – also Alleinstellungsmerkmalen und den emotionalen Alleinstellungsmerkmalen (ESP) – konnte der Messe-Standort Bern bis jetzt und wird in Zukunft weiterhin besonders punkten? Unsere DNA wird sich nicht grundsätzlich ändern. Wir sind keine Blender, werden nicht plötzlich unglaublich glamourös oder abgehoben. Wir werden stets die Bodenhaftung behalten. Aber: Wir verfügen schon heute über einen USP und einen starken ESP, an dem wir uns weiter orientieren. Die BERNEXPO GROUPE ist gut diversifiziert, überregional präsent und geht immer die Extrameile für Kundschaft und Partner. Die entsprechende Wertschätzung ist uns sehr wichtig. Was wir dagegen abschütteln müssen, ist ein allfälliger Verwaltungsmodus. Ich will, dass Projekte proaktiv, kreativ und ambitioniert umgesetzt werden. Wobei es nicht primär darum geht, die Innovation selbst zu liefern, sondern ein Thema als Erste zu lancieren. Letztlich wollen wir Marken emotional in Szene setzen, um wertvolle persönliche Verbindungen zu schaffen und Plattformen zu kreieren, auf denen die Kaufentscheide von morgen gefällt werden. Welche Aspekte machen es besonders spannend, als CEO die BERN­EXPO GROUPE zu führen und mitzuprägen? Haben Sie einen Führungsstil­ oder Führungsinstrumente und -methoden, die Sie besonders ausbeziehungsweise kennzeichnen? Dass ich in meiner Funktion die Entwicklung der BERNEXPO GROUPE und deren Zukunft mitgestalten darf, ist ein grosses Privileg. Mein Antrieb als CEO sind mein Lernwille und meine Lernfähigkeit, meine Begeisterung für Veränderung sowie der Mut, diese Veränderungen zu prägen. Hinzu kommen ein starker Durchhaltewille und ein klarer Fokus auf die wesentlichen Aufgaben. Viel wichtiger als meine Person sind aber meine Mitarbeitenden: Die Heterogenität unserer Führungsmannschaft macht uns als Team sehr stark. Die sich ergänzenden Stärken stehen sowohl für Stabilität wie auch für Innovationskraft, wobei sicherlich die Fähigkeit, rasch auf Disruption und Veränderungen zu antworten, entscheidend sein wird. Ich führe und agiere wenig hierarchisch, sondern erwarte von meinen Mitarbeitenden, dass sie Verantwortung übernehmen und Freude daran haben, Neuland zu betreten. Mein Kernteam darf die aktuelle Entwicklung nicht als Gefahr sehen, sondern soll den Wandel vielmehr als Triebfeder verstehen. Ausserdem ist es elementar, dass die Mitarbeitenden Begeisterung zeigen; die Identifikation mit der Aufgabe ist absolut entscheidend. In diesen Aspekten bin ich sehr fordernd, lebe dies aber auch konkret vor.

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Durch Ihre Funktion sind Sie eine «Person öffentlichen Interesses». Ihr berufliches Wirken wird beleuchtet, kommentiert und hinterfragt, und man muss selbst bei privaten Unternehmungen darauf bedacht sein, dass man nicht zu stark aneckt. Wie ist Ihr Umgang damit? Sie sind ja keine waschechte Bernerin. Bern hat mich sehr gut aufgenommen und ich bin überzeugt, dass ich auch als Nicht-Bernerin am richtigen Ort bin. Natürlich braucht es Zeit, um sich an einem neuen Standort zu etablieren und Netzwerke aufzubauen. Die Aufgaben bisher waren anspruchsvoll, und dementsprechend kann ich es gut verkraften, wenn man meine Arbeit und mich als Person so wahrnimmt, wie ich halt eben bin – denn Authentizität ist für mich das A und O. Überhaupt kommen an erster Stelle stets die Kunden, hier liegt unser Fokus. Wenn wir deren Bedürfnisse antizipieren und die Erwartungen übertreffen, dann wird auch die BERNEXPO GROUPE auf Kurs sein, sprich; dann habe ich meine Hauptaufgabe gut erfüllt.


© Bernexpo

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© Bernexpo

Highlight

Welche Herausforderungen warten in den nächsten Monaten und Jahren Prozess wird es wichtig sein, Neuland zu betreten und damit verbunden auf Sie als CEO? Wie werden Sie diesen begegnen? auch den einen oder anderen Fehler machen zu dürfen. Wir müssen Im Zentrum steht die Umsetzung der seitens des Verwaltungsrats eine Innovationskultur mit Fehlertoleranz zulassen, um die richtiverabschiedeten Strategie und damit die Transformation des Untergen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Wir müssen mutig sein und nehmens. Unser Fokus liegt folglich auf der Weiterentwicklung und Neues wagen – das haben wir in diesem Jahr mit zwei Premieren unAdaption unserer Produkte an die veränterstrichen, auf die ich sehr stolz bin. derten Anforderungen des Marktes. DaEine davon ist das hybride Format Karri«Die Fähigkeit, rasch auf bei nutzen wir die Chancen der DigitaliDisruption und Veränderungen ereschritt: ein Live-Event, der während sierung aktiv. Nur wer auf allen Kanälen des Jahres von einer Online-­ Plattform zu antworten, ist zentral.» erlebt werden kann, wird sich am Markt f lankiert wird und damit eine 365-Tage-­ behaupten können. Im Gegensatz zu anderen Branchen wirkt sich die Präsenz ermöglicht. Im Oktober ging die erste Durchführung des Digitalisierung jedoch sehr inspirierend auf unsere Geschäftsfelder HeroFest über die Bühne, welches die gesamte nationale Gamingaus. Die neuen Möglichkeiten erlauben es uns, die Kommunikation und Cosplay-Elite und damit eine völlig neue Zielgruppe angezogen zwischen Ausstellern und Besuchern effizienter, inhaltsstärker und hat. Da E-Sport über ein sehr grosses Potenzial verfügt, sind wir enteinfacher zu gestalten und natürlich auch zu verlängern. In diesem sprechend zuversichtlich. >

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Highlight

Diese Frage müssen wir Ihnen stellen: Führt man als Frau ein solches Unternehmen «anders», als ein männliches Pendant es tun würde? In einem Interview mit Kathrin Altwegg sagte sie uns: «Frauen denken projektorientierter und wollen sich weniger profilieren.» Teilen Sie diese Aussage? Und um es vorwegzunehmen: Ich bin keine Befürworterin von Quoten. Eine Funktion soll von derjenigen Person ausgeführt werden, die am besten dafür geeignet ist sowie menschlich und fachlich am besten passt – ganz unabhängig davon, ob Mann oder Frau. Nach diesem Prinzip stellen wir auch bei uns Leute ein. Ob ich als Frau ein Unternehmen «anders» führe? Vielleicht habe ich anfangs etwas diplomatischer kommuniziert, als dies ein Mann vielleicht täte. Mittlerweile rede ich öfter mal Klartext.

Zur Person

Alle Events müssen ins Konzept der BERNEXPO passen

Zur BERNEXPO GROUPE

Die BERNEXPO zeichnet nicht für jede Messe, Veranstaltung oder für jedes Seminar verantwortlich. Oft bietet sie auch die Infrastruktur. Dennoch heisst das Motto: Der Event muss ins Konzept der BERN­EXPO  Groupe passen. So sagt Jennifer Somm beispielsweise über die INDUSTRIALIS: «Diese Messe stellt die Schweizer Industrie in den Mittelpunkt und passt damit hervorragend zur Strategie der BERN­EXPO GROUPE und zum Standort Bern.» Nahezu 20 Eigenmessen führt die BERNEXPO Groupe aktuell durch 1.Die Publikums- und Fachmessen decken ein breites Themenspektrum ab und ziehen jedes Jahr über 700’000 Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz und dem grenznahen Ausland an. Dazu kommen noch eine Vielzahl an Kongressen und Events.

Das Live-Marketing-Unternehmen BERNEXPO GROUPE inszeniert jedes Jahr mehr als 30 Eigen- und Gastmessen mit hohem emotionalem Wert, über 200 Kongresse und Fachveranstaltungen sowie Event-Engagements jeder Grösse. Durch Live-Kommunikation schafft die BERNEXPO GROUPE erlebnisreiche Momente, kreiert Räume der Begegnung und bietet abwechslungsreiche Plattformen für Handel und Innovation. Das BERNEXPO-Gelände ist eines der grössten Messegelände der Schweiz: Acht Messehallen in zwei Gebäudekomplexen vereinen rund 40’000 m2 Veranstaltungsfläche sowie 100’000 m2 Freigelände. Die BERNEXPO GROUPE beschäftigt ein Team von rund 140 Mitarbeitenden. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund CHF 260 Mio. ist sie ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Stadt und die Region Bern, mit Ausstrahlung in die ganze Schweiz.

Anmerkungen 1

www.bernexpo.ch/bex-de/unternehmen/Portfolio/eigenmessen.aspx

© Kuno Mathis

: : www.bernexpo.ch : :

Jennifer Somm ist seit März 2017 Geschäftsführerin der BERNEXPO GROUPE. Die 47-jährige Zugerin ist die erste Frau an der Spitze der BERNEXPO GROUPE. Vor ihrem Engagement in Bern war Jennifer Somm ab 2008 bei Rufener Events Ltd. als Geschäftsführerin tätig. Zuvor war sie unter anderem Kommunikationsberaterin in Bern bei Jäggi Communications (heute Burson-Marsteller). Jennifer Somm studierte Wirtschaftswissenschaften an der Uni St. Gallen. Sie ist ledig und Mutter einer 18-jährigen Tochter. Sie wohnt hauptsächlich in Zürich.

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echt. menschlich. inspirierend. Das «etwas anDere» Meeting Teambildung ist für Sie ein Thema? Sie wünschen sich eine kreative Atmosphäre und eine Auswahl an individuellen Möglichkeiten? Für Sie spielt auch das «Drumherum» eine grosse Rolle? Dann sind Sie bei uns richtig! Als erstes Selfness Hotel in der Schweiz sind wir perfekt auf die Bedürfnisse von kleinen Gruppen ausgerichtet, die eine Infrastruktur zum Wohlfühlen, Arbeiten, Geniessen und aktiven

Sein suchen. Mit professioneller Unterstützung unserer Partner für Coaching und Teambildung stellen wir gerne mit Ihnen das für Sie passende Angebot zusammen. tagespauschale seMinar: § 1  Konferenzraum (Grösse gemäss Teilnehmerzahl) mit Grundausstattung Technik (Beamer, Leinwand, Flipchart, Pinwand) und Mineralwasser im Seminarraum § 2 Kaffeepausen (vormittags und nachmittags) § 2-Gang Mittagsmenü  & 3   -Gang Auswahlmenü am Abend § ab CHF 100 pro Teilnehmer

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Business Um als Unternehmen langfristig erfolgreich zu sein, braucht es unter anderem auch eine gute Unternehmenskultur und eine motivierende Leadership-und Talentförderungs-Strategie. Die brennende Frage aller Führungsleute heute heisst: Wie führe ich effizient und nachhaltig in der Arbeitswelt der Zukunft? Wo und wie wird in Zukunft Business betrieben und was verspricht Erfolg? Von Joël Ch. Wuethrich

D

ie Zukunft bringt in der Geschäftswelt nicht nur neue Führungsmethoden, eine rasche Entwicklung zur Digitalisierung und eine voranschreitende Transformation des Business-­ Environments, sondern auch neue Workflow-Modelle.

Die digitale Technologie und Sharing Economy zum Beispiel verändern die Schweizer Arbeitswelt. Die Studie «Der Arbeitsplatz der Zukunft: Wie digitale Techno­logie und Sharing Economy die Schweizer Arbeitswelt verändern» untersuchte die Trends in der Schweizer Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf den Arbeitsplatz der Zukunft. Auffallend: Die Sharing Economy, die immer mehr Menschen dazu veranlasst, Dienstleistungen über Onlineplattformen anzubieten, ist im Trend. Gleichzeitig werden wissensintensive Berufe und mobiles Arbeiten wichtiger. Viele Unternehmen –

auch im Grossraum Bern - haben diese Entwicklung erkannt und ermöglichen ihren Mitarbeitern die Nutzung unterschiedlicher Arbeits­plätze – neben Home-Office auch Bürogemeinschaften (Coworking). Ausserdem wird die so genannte Business Intelligence zum grossen Trend. Mit der steigenden Relevanz von Big Data und Co. werden sich auch in Unternehmen die Notwendigkeit und der Wunsch verstärken, einen sicheren Umgang mit Daten und deren Analyse und Auswertung zu erlernen. Das Jahr 2019 wird somit ganz im Zeichen der Datenkompetenz stehen. Dadurch steigt die Relevanz der eigenen Datenkompetenz («Data Literacy») bei CEOs und Mitarbeitenden Tag für Tag. Aber Achtung: Das ist erst der Anfang. Der Business Intelligence Bereich wird in den folgenden Monaten von weiteren Veränderungen geprägt sein.

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Business

Blick voraus Richtung Industrie 4.0 INDUSTRIALIS Bern

In einer Zeit, in welcher die erfolgreiche Durchführung einer Fachmesse eine grosse Herausforderung darstellt, will sich die INDUSTRIALIS mit ihrem Konzept durchsetzen. Die Chancen stehen gut, denn in einigen Branchen gibt es ein grosses Interesse daran, dass sich eine solche Netzwerk-Plattform etabliert. Besonders auch im Hinblick auf die Entwicklung der MEM(Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie)-Branche in Richtung Industrie 4.0. Von Joël Ch. Wüthrich

WERKPLATZ SCHWEIZ

PLATTFORM B2B

MENSCHEN

KOMMUNIKATION

NACHHALTIGKEIT

DIGITAL

Auf dieses Sechs-Säulen-Prinzip ist die INDUSTRIALIS aufgebaut.

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aniel Fritz und Sasa Tanasic von der INDUSTRIALIS-­ Messeleitung trauen sich etwas. Sie wollen die Fachmesse INDUSTRIALIS auf dem BERNEXPO-Gelände als ganzheitliche Plattform für die Schweizer MEM-Branche etablieren. Sasa Tanasic: «Die INDUSTRIALIS bildet die gesamte Produktions- und Handelskette unter einem Namen und einem Dach ab. Sie ist hauptsächlich eine Networking-Plattform, denn die wenigsten Aussteller schreiben heutzutage noch Aufträge an der Messe. Vielmehr geht es um den gemeinsamen Dialog sowie um die Pflege und den Ausbau des eigenen Netzwerks. Nur so lassen sich künftig Folgegeschäfte und langjährige Partnerschaften realisieren. Dies entspricht der bodenständigen und erfolgreichen Schweizer Unternehmenskultur, da es nicht den schnellen, sondern einen nachhaltigen Geschäftserfolg fördert.» Auch Jennifer Somm, CEO, BERNEXPO GROUPE, freut sich: «Die INDUSTRIALIS stellt die Schweizer Industrie in den Mittelpunkt und passt damit hervorragend zur Strategie der BERNEXPO GROUPE und zum Standort Bern.»


Business

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Technologien, Trends und Know-how-Transfer Fachbesucher werden sich an der INDUSTRIALIS über neueste Technologien und Trends aus diversen Themenbereichen informieren. Dazu zählen neben Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen auch Fertigungsmesstechnik, Maschinenbauteile und Systembau sowie Werkstoffe und Oberflächen. Sasa Tanasic betont, dass im Zuge des digitalen Wandels gewisse Themen wie additive Fertigung – also professioneller 3-D-Druck – sowie Industrie 4.0 natürlich einen wichtigen und stetig wachsenden Teil einnehmen. «Dies lässt sich auch an unserem Ausstellerportfolio und an den Auftritten der einzelnen Unternehmen beobachten. Die INDUSTRIALIS bietet Besuchern deshalb auch Sonderschauen, Themenparks und ein Fachforum mit vielen interessanten Vorträgen», sagt er. Auch Daniel Fritz unterstreicht, wie wichtig es ist, einer Messe einen bestimmten Charakter zu verpassen und vor allem diese nicht als reines Verkaufsförderungsinstrument anzusehen. Im Vordergrund stünden die «neuen Bedürfnisse» der Aussteller und Besucher: «Messeveranstalter sollten sich nicht zu wichtig nehmen und ständig selbst in den Vordergrund spielen. Es geht nicht um sie, sondern um den einzelnen Aussteller. Aussteller sind keine Melkkühe, sondern immer das Rückgrat einer jeden Messe. Leider hat sich das in jüngster Vergangenheit nicht jeder Veranstalter zu Herzen genommen, wofür die Quittung dann allerdings folgte beziehungsweise mit hoher Wahrscheinlichkeit noch folgen wird. Es gibt ja leider derzeit ein paar Beispiele, wie gestandene Messen einbrechen oder sogar ganz vom Markt verschwinden. Das ist zwar schade, allerdings zumeist selbst verschuldet. Eine Rückbesinnung auf den Kundenfokus ist unvermeidbar.»

Gemeinsam an einem Strang ziehen Das Messewesen in der Schweiz ist im Umbruch (lesen Sie mehr dazu in unserem Interview mit Jennifer Somm, CEO der BERNEXPO GROUPE). Wie sieht Daniel Fritz die Zukunft der Schweizer Industriemesselandschaft? «Im Bereich der Schweizer Industriemessen gibt es aktuell eine Zersplitterung, welche für niemanden zufriedenstellend sein kann. Es ist aus unserer Sicht undenkbar, dass sich mittel- und langfristig alle Messen halten werden, dafür ist der Schweizer Messemarkt schlichtweg zu klein. Unser Wunsch ist eine ganzheitliche Schweizer Industrie- beziehungsweise MEM-Plattform, bei der sowohl die entsprechenden Aussteller, als auch die Verbände und der Veranstalter gemeinsam an einem Strang ziehen und somit den Erhalt der Messeattraktivität auch in Zukunft bestmöglich absichern. Selbstverständlich wären wir froh, wenn es uns mit der INDUSTRIALIS gelingen würde, diesen Part einzunehmen.»

Neue Bedürfnisse, Konzepte und Herausforderungen Es sei heute nicht mehr entscheidend, die grossen Besuchermassen in die Hallen zu bekommen, bestätigt auch Sasa Tanasic. Vielmehr liege die Herausforderung darin, gezielt die richtigen Personen zum Messebesuch zu animieren: «Das Prinzip heisst also ganz klar Qualität vor Quantität. In unserem Fall handelt es sich bei der Besucherzielgruppe neben den klassischen Einkäufern vor allem um Ingenieure, Konstrukteure und generell Entscheider der jeweiligen Unternehmen. Kommen die richtigen Besucher, dann sind unsere Aussteller und damit auch wir glücklich und zufrieden.» Zu einem gelungenen Messeauftritt gehört, so Fritz und Tanasic, ganz essenziell auch die gezielte Besucherakquise durch den jeweiligen Aussteller. Dieser Punkt sei nicht zu unterschätzen und im einen oder anderen Fall noch verbesserungswürdig. Besucher kämen nicht wegen eines Veranstalters an eine Messe, sondern aufgrund der Attraktivität, welche hauptsächlich von den jeweiligen Ausstellern ausgeht. «Die grosse Mehr-

Die Messeleitung: Sasa Tanasic und Daniel Fritz (rechts)

Die INDUSTRIALIS wird sowohl Netzwerk-Plattform sein wie auch die neuesten Trends im Bereich der Industrie 4.0 präsentieren.

heit unserer Kunden versteht sehr gut, dass sie hier auch in der Pflicht sind. Die meisten sind daher in ihren Aktivitäten bezüglich Besucherwerbung äusserst aktiv und schlussendlich auch erfolgreich», sagen sie.

Respekt für die Aussteller Die Attraktivität einer Messe steigt natürlich mit der Anzahl an potenten und namhaften Ausstellerfirmen. Daniel Fritz: «Die erste Durchführung der INDUSTRIALIS, welche in diesem Jahr vom 11. bis 14. Dezember in Bern stattfinden wird, hat immerhin über 100 starke Pionierunternehmen mit an Bord. Dieses Ergebnis freut uns sehr und kann in Anbetracht der Umstände durchaus als Erfolg gewertet werden. Der sehr späte Termin wurde verständlicherweise oftmals bemängelt, allerdings handelt es sich hierbei um ein einmaliges Übel, welches leider nicht zu vermeiden war. Ab 2020 wird die Messe dann jeweils im für uns deutlich attraktiveren November durchgeführt.» Jedem einzelnen Aussteller der INDUSTRIALIS gebühre an dieser Stelle grösster Dank und höchster Respekt, sagt Fritz. Die erbrachte Pionierleistung für die neue Plattform und damit für den Werkplatz Schweiz könne nicht hoch genug gewürdigt werden.

Industrialis Bern EXPOMECH AG Ruessenstrasse 12 CH-6340 Baar ZG Telefon +41 (0) 44 310 11 00 info@industrialis.ch : : www.industrialis.ch : :

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Die Alternative heisst Frischluft Seminare in den Bergen

Wer lernen will, muss zuerst seinen Kopf freimachen, durchlüften sozusagen. Und wo gelingt das am besten? Natürlich in den Bergen. Abseits der Hektik des Alltags, hoch über den aus dieser Perspektive kleinen Dingen des täglichen Lebens mal so richtig durchatmen in der frischen Bergluft – und so offen werden für Neues. von Peter Büchel

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Raus aus den urbanen Zentren und rein in die Bergwelten macht den Kopf frei.

eminare in den Bergen haben ihren ganz besonderen Reiz. Dabei sind die Chancen auf nachhaltige Wissensvermittlung und Lern­erfolge in dieser speziellen Atmosphäre entsprechend gross. Seminare in den Bergen bedürfen aber in Bezug auf bestimmte Aspekte in der individuellen Checkliste einer besonderen Vorbereitung. Vier Punkte, auf die das Augenmerk besonders gelenkt werden soll:

Übernachtung Stimmen Atmosphäre und Service, stimmt der Gesamteindruck des favorisierten Seminarhotels in den Bergen, geht es primär mal darum, ob denn die Kapazität auch für die rein zahlenmässig zu erwartende Seminar-Teilnehmerschaft passt. Natürlich: Die zur Verfügung stehenden Seminarräumlichkeiten müssen ausreichend Platz bieten. Aber genauso wichtig: Auch die Anzahl Betten muss bereitstehen! Grad bei Seminaren

Tagen am Thunersee Oberhalb des Thunersees liegt das hotel schönbühl. Das ehemalige Winzerhause eignet sich hervorragend für KlausurTagungen, Tagesseminare oder mehrtägige Workshops. Insbesondere Kader-Teams in kleinen gruppen fühlen sich im familiären hotel gut aufgehoben. Die seminarräume haben viel Tageslicht und sind mit moderner Infrastruktur ausgestattet. Das restaurant punktet mit Panorama-aussicht auf den Thunersee und die Berner Oberländer Bergen, mit ausgezeichneter Küche und mit persönlichem und familiärem service und ambiente.

Hotel Schönbühl AG | Dorfstrasse 47 | 3652 Hilterfingen | Telefon +41 (0) 33 243 23 83 | info@schoenbuehl.ch | www.schoenbuehl.ch


Business

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abseits alternativer Übernachtungsmöglichkeiten, wie sie beispielsweise eine Stadt bietet, ist es wichtig, dass für alle Teilnehmer ein individuelles Übernachtungsangebot besteht – Einzelzimmer und Doppelzimmer.

Erreichbarkeit Seminarhotels in den Bergen haben die Eigenheit, mitunter zumindest leicht abseits des öffentlichen Verkehrs zu sein. Da ist die Erreichbarkeit abzuklären. Ist das Seminarhotel mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar? Und wenn nicht: Besteht ein Shuttleservice oder kann der organisiert werden? Und für den Privatverkehr: Bestehen ausreichend Parkmöglichkeiten vor Ort oder in der Nähe – ebenfalls mit einem Shuttleservice kombiniert? Der Anreise der Seminarteilnehmer ist entsprechend Aufmerksamkeit zu schenken.

Infrastruktur Multimediale Technik wird im Seminarablauf immer wichtiger. Muss nicht sein, kann aber sein. Deshalb: Prüfen Sie die technische Grundausstattung des Seminarraums. Genügt die Ihren Ansprüchen und den Ansprüchen der Seminarleiterin oder des Seminarleiters? Denken Sie daran: Was nicht da ist und was Sie nicht mitbringen, kann bei einem Seminar in den Bergen nicht mal eben schnell um die Ecke besorgt werden. Deshalb kommt der technischen Infra­struktur bei einem Seminar in den Bergen ganz besondere Bedeutung zu.

Rahmenprogramm Das ist jetzt einfach: Ein Seminar in den Bergen braucht in der Regel kein besonderes Rahmenprogramm. Die spezielle Atmosphäre hoch über und abseits des Alltags lässt sich mit einem einfachen Liegestuhl geniessen, mit einem Gespräch auf der Hotelterrasse, mit ein paar Wanderschritten in der nahen Umgebung. Trotzdem kann es je nach Standort für die Teilnehmer interessant sein, das Besondere der Region zu erleben. Welche Möglichkeiten bestehen für ein attraktives Rahmenprogramm, und: Übernimmt das Seminarhotel die Organisation und Durchführung dieser Programme?

Weiter- und Fortbildung mit Erholung verbinden – hier in Wengen.

Fazit Die Durchführung eines Seminars in den Bergen stellt die Organisatoren vor ein paar spezielle Herausforderungen. Wer sie gezielt annimmt, kann aber besonders punkten – bei den Seminarteilnehmern und bezüglich der Lernergebnisse, die in diesem entspannten Umfeld in der Regel besonders positiv ausfallen und nachhaltig haften bleiben. : : www.eventlokale.ch : :

WILLKOMMEN IM HERZEN DER SCHWEIZ. Wir bieTen iHnen alles für iHren individuellen anlass sei dies ein ConGress, ein seminar, ein firmenanlass oder eine familienfeier.

Gemeinde Hasliberg | 6085 Hasliberg Goldern | Tel. 033 972 11 54 | gemeinde@hasliberg.ch | www.hasliberg.ch


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Business

Entspannte Tagungen VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa

Eine Tagung oder ein Meeting alleine kann schnell trocken und langweilig wirken. Es kommt auf die richtigen Nebenaktivitäten an: Wandern und Aktiv-Sport in der Natur, ein Wellness-Nachmittag im Spa oder eine Weindegustation am Abend bringen den Teilnehmern Abwechslung und frischen Schwung. von Benjamin Josi

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as VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa ist ein kleines Universum in der Hotellerie. Mit 216 Zimmern – davon 106 Junior-Suiten und Suiten – ist das 5-Sterne-Hotel VICTORIA-JUNGFRAU ein stattliches Hotel, gross genug, um das Attribut «Grand» zu tragen und gleichzeitig überschaubar genug, um seinen über 150 Jahre gewachsenen Charakter und das einzigartige Cachet zu behalten. Ein Highlight ist die landschaftliche Umgebung und das Erlebnis der Natur. Die Aussicht vom Haus nach Süden ist spektakulär, gehört das «Dreigestirn» von Eiger, Mönch und Jungfrau doch zu den schönsten Berglandschaften nicht nur des Berner Oberlands, sondern der ganzen Schweiz.

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Inmitten dieser idyllischen Landschaft verfügt das Hotel über 22 Veranstaltungsräume mit Kapazitäten von zwölf bis 400 Personen. Ob für ein Seminar im kleinen Kreis, eine Tagung oder einen Kongress, das Hotel bietet das optimale Raumangebot und vor allem auch die notwendige Anzahl Räume für Breakout-Sessions, Verwaltungsratssitzungen oder Diskussionen «en petit comité». Ein erfahrenes Team von hauseigenen Spezialisten ist dafür besorgt, dass die hochkarätige Kongresstechnik auch optimale Resultate liefert.

Mehr als nur Tagen Die Tagungen lassen sich ganz einfach mit erlebnisreichen Gruppenakti­ vitäten in und um Interlaken verbinden. Das Berner Oberland gilt als kleines Winter-Wunderland und bietet eine Vielzahl an Winteraktivitäten. Wie wäre es, auf dem Eisfeld vom «Top of Europe ICE MAGIC» über die Höhenmatte zu gleiten, die interaktive Ausstellung von James Bond zu erleben oder unter dem Sternenhimmel das Niederhorn runter zu schlitteln? Das VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa arbeitet mit professionellen und bewährten Partnern zusammen und organisiert Ausflüge ganz nach den Wünschen und Bedürfnissen der Gäste.

Vitale Begegnungen Es muss nicht immer ein Winterspaziergang sein, der einen frischen Wind und neue Ideen bringt. In Zusammenarbeit mit Experten bietet der Spa zahlreiche Behandlungen und Personal Trainings zur Steigerung der Konzentration. Dies verleiht jedem Meeting eine vitale Note. Nach einem erfolgreichen Tag lädt der 5 500m2 grosse Spa Nescens zum Entspannen ein.

Kulinarische Erlebnisse Zur Winterzeit zeigt sich das Hotel idyllisch.

Das VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa offeriert eine vielfältige Auswahl an Restaurants und Bars mit unterschiedlichsten Speisekarten. Neben dem hochstehenden Angebot in dem Casual Fine Dining Restaurant «La Terrasse» und dem Ristorante e Pizzeria «Sapori» gestaltet das Team massgeschneiderte Bankettlösungen für jede Art von Anlässen. Wein­ degustationen und weitere Tastings organisiert das Hotel gerne auch in Kombination mit einer Tagung.

VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & S pa Höheweg 41 CH-3800 Interlaken Telefon +41 (0) 33 828 28 28 interlaken@victoria-jungfrau.ch Im Spa und Schwimmbad mit Blick in die Natur den Tag reflektieren.

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: : www.victoria-jungfrau.ch : :

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TAGEN & FEIERN AM THUNERSEE

Hotel mit 45 individuell eingerichteten Zimmern mit Klimaanlage und WLAN Autonomes Tagungszentrum mit 7 funktionalen Seminarräumen für 5 bis 150 Personen Zusätzliche Eventräumlichkeiten: Vinothek, ParkSide und Festsaal Belle Epoque Garten Eden für Feierlichkeiten und Team-Aktivitäten im Freien Eden Spa mit Panorama-Hallenbad, Soleaussenbad und weiteren Attraktivitäten Optimale Erreichbarkeit mit Zug und Auto aus den Schweizer Zentren

3700 Spiez am Thunersee, T +41 33 655 97 00 meeting@eden-spiez.ch, www.eden-spiez.ch

SpecialTagungsangebot Unsere Leistungen

• Geeigneter Tagungsraum für die gebuchte Gruppenstärke mit entsprechender Bestuhlung • Hauseigene Technik: Beamer, Leinwand, 1 Flipchart mit Papier und Stiften,1 Pinnwand sowie Blöcke und Stifte für alle Teilnehmer • Kaffeepause vormittags mit Kaffee, Tee, verschiedenen Säften, Müsli- oder Schokoladenriegel, Obstplatten, Snacks nach Wahl des Küchenchefs • Mineralwasser im Tagungsraum unlimitiert • Mittagessen: Buffet oder 3-Gänge-Menü nach Wahl des Küchenchefs (ohne Getränke) • Kaffeepause nachmittags mit Kaffee, Tee, verschiedenen Säften, Müsli- oder Schokoladenriegel, Obstkorb, Kuchen nach Wahl des Küchenchefs • Freier Internetzugang in den Tagungsräumen • Kostenlose Parkplätze

BEST PRICE Garantie

Mit dem Promocode GF Bern profitieren Sie vom Spezialpreis zu CHF 79.00 pro Person. Buchbar für Veranstaltung vom 1. Januar 2019 bis 18. April 2019.

Übernachtung

Informieren Sie sich über unsere speziellen Übernachtungskonditionen in Verbindung mit einem Tagungsangebot.


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Business

Seminare direkt am Thunersee Parkhotel Gunten

Sei es das Finden einer neuen Idee, die Präsentation der Geschäftsstrategie oder das Mitteilen einer wichtigen Botschaft – manchmal braucht es für solche Anlässe einen Ortswechsel. Raus aus dem grauen Büro und rein in die Natur. Direkt am Thunersee liegt ein Ort der Ruhe und Inspiration. von Fabienne Pullman

Ruhe geniessen im Spa im Bootshaus.

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unten ist ein kleines Dorf an der Sonnenseite des Thunersees. Es liegt ideal zwischen Thun und Interlaken und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar, beispielsweise ab Bern in 45 Minuten. Mit seiner Lage auf 565 Metern über dem Meer ist das Seeklima sehr mild und ausgeglichen – nicht umsonst wachsen zum Beispiel Palmen am Ufer des Sees. Es ist der ideale Ort, um konzentriert zu arbeiten und neue Visionen zu entwickeln – in einer fantastischen Umgebung, mit Blick auf Berge, See und Park. Hierzu bietet das Parkhotel Gunten Räumlichkeiten für Seminare und Workshops, Retreats und Incentives für maximal 30 Personen an, eine ideale Teilnehmeranzahl, um sich gegenseitig zu inspirieren und

trotzdem die Ruhe geniessen zu können. Nach einem kreativen Seminartag gibt es die Möglichkeit für einen entspannten Abschluss im modernen Spa mit direktem Seeeinstieg. Der kleine, aber dennoch feine Spa-Bereich im Bootshaus hat direkte Sicht auf den Thunersee durch das grosszügige Panoramafenster in der finnischen Sauna und im Ruheraum. Auf Voranmeldung können die Gäste eine entspannende Massage buchen. Anschliessend geniessen die Seminargäste ein Dinner im Restaurant. Mit erfrischender Herzlichkeit serviert das Team kulinarischen Genuss mit regionalen oder mediterranen Köstlichkeiten. Danach geht es in die komfortablen Zimmer des Parkhotels Gunten für eine erholsame Nacht. Auch Entspannung ausserhalb der Seminarzeiten ist wichtig! Nach einem Seminarblock können die Teilnehmer den Blick auf den Thunersee und das Alpenpanorama des Berner Oberlandes bestaunen, sei es von der Hotelhalle aus oder dem mediterran gestalteten Park mit Seeanstoss. Wenn die Gäste zwischendurch ein bisschen «Stadtluft» schnuppern möchten, sind sie in 15 bis 20 Minuten im Herzen von Thun oder Interlaken – sei es zum Bummeln oder für eine Stadt- oder Schlossbesichtigung. Dank der Gästekarte reisen Hotelgäste mit dem Bus sogar kostenlos bis Thun und Interlaken.

Parkhotel Gunten Seestrasse 90 CH-3654 Gunten Telefon +41 (0) 33 252 88 52 info@parkhotel-gunten.swiss Sonnige Aussichten direkt am Thunersee auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

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: : www.parkhotel-gunten.swiss : 


Lenkerhof gourmet spa resort – Ihre event-mögLIchkeIten! Der Lenkerhof liegt im südlichsten Teil des Berner Oberlandes, im Ursprungsgebiet der Simme. An der Lenk finden Sie AbLenkung vom Business – Alltag und natürlichen Spielraum für kreative Gedanken und innovative Ideen. Tauchen Sie ein in eine Welt von ungezwungenem Luxus und lassen Sie sich dabei von der unkonventionellen Atmosphäre, von den erstklassigen Entspannungsmöglichkeiten und von der imposanten Berglandschaft inspirieren. Man munkelt, hier sei schon so manch entscheidende Idee entstanden. Versprechen können wir nichts – aber wir schaffen das ideale Umfeld dazu. Erleben Sie den (Mehr)Wert im Lenkerhof und verbinden Sie Ihre Pflicht mit luxuriöser Entspannung. Resist the usual – machen Sie unseren Slogan zu Ihrem Baustein für Ihren Erfolg - mit Nachhaltigkeit!

Lenkerhof gourmet spa resort Badstrasse 20, 3775 Lenk im Simmental Telefon +41 (0) 33 736 36 36 Fax +41 (0) 33 736 36 37 welcome@lenkerhof.ch www.lenkerhof.ch

HOTEL METROPOLE**** INTERLAKEN METROPOLE HOTEL ★ ★ ★ ★

EIN ORT FÜR NEUE IDEEN UND AUSSICHTSREICHE TAGUNGEN

INTERLAKEN

Dank der einzigartigen Bauweise des Hotel Metropole verfügen alle Zimmer über eine wunderschöne Aussicht, 84 von 96 Zimmern sogar mit exklusivem Blick auf die Jungfrau! Es erwarten Sie schlichte Eleganz gepaart mit Funktionalität und jeglichen Komfort eines Viersterne-Hauses. • • • • • • •

Restaurant Bellini mit gehobenem Ambiente und feiner CH-Küche Panorama-Restaurant Top o‘Met auf der 18. Etage mit saisonalen Gerichten 8 Seminar- & Banketträume Tageslichtdurchflutet & klimatisiert Moderne Seminartechnik Tagespauschale ab CHF 81.Professionell und Individuell

Höheweg 37 | 3800 Interlaken | Tel.: 033 828 66 66 www.metropole-interlaken.ch


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Business

Eine Bühne für Konzerte – wie Jamsessions der Berner Jazzszene.

Eine Spannende Woche Kultur- und Seminarlokal 5ème Étage

Für Seminare ist nicht immer Platz im eigenen Büro, ein Teamevent benötigt eine angemessene Location und eine grosse Feier die richtige Infrastruktur. Mitten in Bern liegt ein Kultur- und Seminarlokal, das für solche Anlässe und Events ausgestattet ist. von Clemens Kuratle

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n der Aare, am Mühleplatz 11 im Mattequartier, organisiert das Team der 5ème Étage seit elf Jahren massgeschneiderte Events. Flexibilität ist hier Trumpf. Ein Team von Mitarbeitenden aus der Berner Kulturszene macht möglich, was sonst nicht möglich ist. Zusammen mit den Kunden sucht das Lokal nach Lösungen, welche auf den jeweiligen Anlass und das vorhandene Budget zugeschnitten sind, damit der Anlass zu einem einmaligen Erlebnis wird. Ein imaginärer Wochenbericht: §§ Die Woche startet montags mit vier Salsa-Workshops und anschliessender Salsabar. Serviert wird vegetarische Pasta. §§ Dienstags können die Räumlichkeiten bis 19:00 Uhr für Meetings genutzt werden, aber dann heisst es: Platz machen für die hiesige Jazzszene, welche hier allwöchentlich ihre öffentliche Jamsession abhält. Zuhörer wie Musiker verköstigt das Étage mit seinem legendären Risotto. §§ Am Mittwochmorgen findet ein Workshop der Ersatzreifen GmbH statt, und um 18:00 Uhr startet der Cocktailkurs. Auch das ist ein Teamevent, diesmal aber von der Gfrörli&Heizmerii AG. §§ Der Donnerstag steht im Zeichen der Retraite des Interessenverbands Weinglas & Buntspecht, welcher nach einer vom Étage organisierten

Stadtführung zum Kürbis-, Minestrone- und Fischsuppenplausch an den Mühlenplatz zurückkehrt. Abends feiert die Banque sans frontières ihr 20-jähriges Bestehen, musikalisch umrahmt von einem Quartett aus hiesigen Jazzcracks. Zum Znacht gewünscht sind authentische Käse-­ Spinat-Momos, zubereitet vom tibetanischen Team der Étage. §§ Freitag ist Sitzungstag. Von 10:00 bis 13:00 Uhr tagt die IG Velo, und auf den Heimweg gibt’s ein Lunchsäckli. Der Abend steht dann ganz im Zeichen der Disco for Adults mit den DJs W. Bolliger und Schäggu – eine öffentliche Veranstaltung des Hauses. §§ Am Samstag feiert Esther Spüler ihren 50. Geburtstag. Zur reich­ haltigen, vegetarischen Paella werden separat zubereitete Meeresfrüchte, Orangenpoulet und Tessiner Luganighe gereicht. Dazu gibt es gemischten Salat und als Dessert hausgemachtes Tiramisù und Schoggi­ mousse, zubereitet nach altem, italienischem Rezept. Im Anschluss legt ihr Sohn auf. Es wird gefeiert bis morgens um drei. §§ Sonntag trifft sich die Fussballmannschaft 5ème Étage zum jährlichen Raclette. Das Lokal bietet eine eigene Lounge, ein grosszügiges Fumoir, eine Küche – in der auch selber kochen möglich ist – und eine Bar mit breitem Sortiment inklusive einer Auswahl handverlesener Single-Malts und vielen speziellen Limonaden. Es ist Platz für 120 Personen, und die komplette Infrastruktur für beispielsweise Workshops, Konzerte, Discos und Caterings ist vorhanden.

Kultur- und Seminarlokal 5ème Étage Mühlenplatz 11 CH-3011 Bern Telefon +41 (0) 31 311 11 97 5etage@5etage.ch : : www.5etage.ch : 

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der SchlüSSel zum erfolg? kreativ tagen in einer inSpirierenden umgeBung Ein SEE, viElE MöglichkEitEn. in diESEn drEi BEtriEBEn dEr hauEnStEin hotElS findEn SiE diE nötigE infraStruktur koMBiniErt Mit EinEr EinMalig SchönEn lagE aM thunErSEE, uM ihr SEMinar in EinEM inSpiriErEndEn und krEativEn rahMEn ErfolgrEich durchzuführEn.

deltapark vitalreSort ****S

www.deltapark.ch

Ein Aufenthalt, der gut tut. § Direkt am Ufer des Thunersees umgeben von 2 Naturschutzgebieten § 13 Seminarräume mit Platz für bis zu 200 Personen § 4 Restaurants § 2000m2 SPA & Wellness § 150 Parkplätze § Kostenloses WLAN § Tagespauschale ab CHF 97.00

Belvédère Strandhotel & reStaurant ****S

www.Belvedere-Spiez.ch

Arbeiten, wo andere Ferien machen § Strandhotel & Restaurant mit Sicht auf die Spiezer Bucht § 4 Seminarräume mit Kapazitäten bis zu 120 Personen § 36 Boutique Zimmer und Suiten § Restaurant & Vinothek § Wellnessanlage mit Aussenpool und Strandbad § Gratis Parking § Kostenloses WLAN § Tagespauschale ab CHF 137.00

SolBadhotel SigriSwil ****

www.SolBadhotel.ch

Tagen mit Aus- und Weitsicht § Auf der Sonnenseite hoch über dem Thunersee mit Panoramablick § 9 Seminarräume § 71 Zimmer & Suiten § 2 Restaurants § 800m2 Wellness & SPA § 95 Parkplätze § Kostenloses WLAN § Tagespauschale ab CHF 95.00


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Business

In Pontresina Kongresse mit Weitblick veranstalten.

Veranstaltungen mit Weitsicht Kongress- und Kulturzentrum Pontresina

Die Engadiner Gemeinde Pontresina hat die Vorzüge des Veranstaltungsgeschäfts bereits früh erkannt. Der Beitrag beleuchtet, wie sie sich erfolgreich neben grossen MICE-Bergdestinationen wie Davos oder Interlaken positionieren kann. von Freya Mohr

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as Veranstaltungsgeschäft «MICE-Business» rund um Meetings, Incentives, Conventions und Exhibitions (MICE) ist heute einer der tragenden Pfeiler des Schweizer Tourismus. Laut dem Meetings Report Schweiz von Schweiz Tourismus aus dem Jahre 2016 beträgt der Anteil der Veranstaltungsindustrie an den Logiernächten in der Schweizer Hotellerie 17.7 Prozent. Von diesen Veranstaltungen finden 84 Prozent in städtischen Gebieten statt, während die Land- und Bergregionen sich die verbleibenden 16 Prozent aufteilen. Das heisst also, dass das alpine Kongresswesen jährlich rund eine halbe Million Logiernächte generiert. Im Vergleich zu den 37 Millionen Übernachtungen, welche 2017 gesamtschweizerisch registriert wurden, mag eine solche Zahl zwar gering erscheinen, doch gerade für die Bergregionen ist das Veranstaltungsgeschäft heute bedeutender denn je. Es hat sich zu einem wichtigen Komplementärangebot zum Ferientourismus entwickelt, welches

Der Tourismusdirektor Jan Steiner.

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vor allem die Nebensaison belebt. In Pontresina haben vor 20 Jahren der damalige Kurdirektor Markus Lergier und Gemeindepräsident Geni Peter die Wichtigkeit dieses ergänzenden Angebots erkannt und ihrer Vision Taten folgen lassen. Unter ihrer Regie wurde in der kleinen Gemeinde das erste Kongresshaus des Engadins erbaut. Als einen «vorausschauenden Entscheid und ein deutliches Bekenntnis zum MICE-Geschäft» bezeichnet Jan Steiner, der amtierende Tourismusdirektor von Pontresina, den damaligen Entscheid. Wenngleich es mit der 30 Millionen Franken teuren Investition alleine noch nicht getan war.

Das Gesamtpaket muss stimmen Warum soll man für eine geschäftliche Veranstaltung einen dreistündigen Anfahrtsweg auf sich nehmen? Mit solchen Fragen werden die Kongressverantwortlichen in Pontresina nicht selten konfrontiert. Klar, wenn je­ mand eine kurze, trockene Sitzung abhalten möchte, der wird die Anreise nicht auf sich nehmen. Wer jedoch ein anregendes Meeting mit Weitblick inmitten der Engadiner Bergwelt durchführen möchte, kommt hier auf seine Kosten. «Pontresina ist ideal für Meetings in Verbindung mit Incentives und eignet sich hervorragend für mehrtägige Anlässe wie Strategie-­ Workshops, Kreativ-Retreats oder Teambildung-Events», erklärt Steiner. Und trotz Weitsicht sind die Distanzen in Pontresina kurz, denn das Kongresszentrum und die zahlreichen Hotels mit moderner MICE-Infrastruktur sind alle innerhalb von sieben Minuten zu Fuss erreichbar. Für ein erfolgreiches MICE-Geschäft muss allerdings das Gesamtpaket stimmen. Dazu gehören Übernachtung, Verpflegung, Kongresslokalität und ein Business-Service auf Top-Niveau. Wichtig ist dabei, neben der Wahrung der Servicequalität und der Freundlichkeit des Personals, stets in die Weiterentwicklung der MICE-Infrastruktur zu investieren. Pontresina hat diesen Bedarf bereits frühzeitig erkannt und verfügt heute über ein


Business

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zeitgemässes und qualitativ hochstehendes Veranstaltungsangebot, welches kontinuierlich geprüft und weiterentwickelt wird.

Herausforderungen bleiben gross Generell ist das MICE-Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich herausfordernder geworden. Ein Hindernis für viele Bergdestinationen stellt die Compliance (Regelkonformität) dar. Verschiedene Ferienorte stehen als solche auf der Blacklist, auch Pontresina. Kongresse, welche auf Unterstützung von pharma- oder medizintechnischen Herstellern angewiesen sind, dürfen deshalb nicht in Pontresina durchgeführt werden, egal, ob die Teilnehmer in einem 5-Sterne- oder einem 3-Sterne-Hotel wohnen. Von der Liste wegzukommen, ist schwierig. «Für Pontresina ist dieses SchwarzWeiss-Denken sehr von Nachteil. Dabei kann man sich im Umfeld einer Stadt doch noch viel stärker ablenken als bei uns. Aber dort gelten Kongresshäuser eben eher als neutrale Standorte», sagt Steiner. Hinzu kommt noch, dass das Kongress- und Kulturzentrum Pontresina vor 20 Jahren erbaut wurde. Damals war es im Dorf das einzige Zentrum mit Seminarräumen, aber heutzutage hat fast jedes Hotel eigene Seminarräume. Dennoch ist der Umgang untereinander trotz dieser «hausgemachten» Konkurrenzsituation kulant und fair. «Statt sich dem Futterneid hinzugeben, freut man sich, dass der Gast sich für Pontresina entschieden hat. Sicher, am Ende ist jeder ein Einzelkämpfer, aber auf einem sehr konstruktiven Niveau», so der Tourismusdirektor. Steigerungspotenzial ortet Jan Steiner vor allem in der regionalen Nutzung, denn in Pont­resina steht das einzige Kongresszentrum im Oberengadin. Ausserdem will er das Bewusstsein fördern, dass Pontresina und St. Moritz praktisch eins sind. Viele Gäste reisen nach wie vor nur zu einem Kongress ins Engadin, wenn dieser in St. Moritz stattfindet. Für Steiner unverständlich, denn Pontresina liegt lediglich acht Fahrminuten von St. Moritz entfernt.

Zeitgemässe und qualitativ hochstehende Veranstaltungsangebote im Kongress- und Kulturzentrum Pontresina Pontresina.

Das Kongress- und Kulturzentrum Pontresina steht mitten in den Bergen.

Drei Fragen an Jan Steiner Welche Rolle spielt heute der Preis im Kongresswesen? Der Preis ist bei uns selten ein Thema. Wir sind ja auch nicht teurer als urbane Destinationen. Im Preis widerspiegelt sich zwar auch die Qualität, umgekehrt haben aber Aussagen wie ­«je mehr 5-Sterne-Hotels, desto mehr MICE-Geschäft» heute keine Gültigkeit mehr. Es ist inzwischen so, dass Kongress­gäste auch ohne Probleme in 2-, 3-, und 4-Sterne-Hotels übernachten. Das «versnobte» Kongresswesen von vor 20 Jahren, als man unter dem Vorwand eines Kongresses eine Woche Ski­fahren ging, existiert nicht mehr. Der Geschäftsreisende von heute kommt in die Berge, um zu arbeiten. Wie sieht die Konkurrenzsituation mit den Bergregionen der Nachbarländer aus? Hier verhält es sich ähnlich wie beim Ferientourismus. Klar gibt es unter den Nachbarländern starke Konkurrenz. Beispielsweise werden in Österreich Kongresse organisiert und veranstaltet, die eine ähnlich hohe Qualität wie in der Schweiz haben. Wer jedoch Richtung Italien und Frankreich fährt, erlebt nicht dieselbe Qualität. Ist die Schweiz vom Preis her konkurrenzfähig? Absolut! Was die Beherbergung von Kongressteilnehmern betrifft, sind wir durchaus konkurrenzfähig – sowohl gegen­ über Städten als auch dem Ausland. Was uns in der Schweiz verteuert, sind Verpflegung und die entsprechenden ­Rahmenbedingungen.

Das Kongresszentrum bietet moderne Infrastruktur in grosszügigen Räumlichkeiten.

Kongress- & Kulturzentrum Pontresina by Hotel Saratz Via Maistra 133 CH-7504 Pontresina Telefon +41 (0) 81 838 83 14 fenena.peduzzi@pontresina.ch : : www.pontresina-congress.ch : :

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Business

Spuren im Netz haben Folgen Der gläserne Mensch

Informationen sind das Gold der heutigen Zeit. Mit Informationen lässt sich viel Geld verdienen. Alleine Facebook hat im ersten Quartal 2018 einen Umsatz von knapp zwölf Milliarden US-Dollar. Man muss aber nicht nach Kalifornien schauen. Auch in der Schweiz sind solche Entwicklungen zu beobachten. Die verschiedenen Anbieter unternehmen viel, um an unsere Informationen zu gelangen. Das ist nicht ungefährlich. von Andreas Wisler

Den gläsernen Menschen gibt es nicht nur in der Theorie oder in China, sondern auch in der Schweiz.

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iele Menschen geben freiwillig und sehr offen ihre Daten an andere weiter. Diese Angaben werden von den zahlreichen Anbietern gespeichert und automatisch ausgewertet. Eine Logik versucht, diese vielen Daten in einen Zusammenhang zu bringen. Vielen sind sicherlich die Hinweise von Amazon bekannt: «Andere Personen interessierten sich auch für …» Alleine durch diesen kleinen Hinweis konnte Amazon den Umsatz massiv erhöhen. Viele Dienste sammeln aber auch Daten, wenn wir dies gar nicht mitbekommen. So öffnet ein Besuch von den vier Zeitungen 20 Minuten, Blick,

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NZZ und Tages-Anzeiger über 270 weitere Seiten im Hintergrund. Mit dem Browser-Plugin Lightbeam kann dies visuell dargestellt werden. Somit wissen zum Beispiel Google und Facebook, dass wir nun auf diesen Seiten waren. Wenn wir nicht eingeloggt sind, nicht wir als identifizierte Person, aber dieses Gerät. Heute kann sogar gemessen werden, wie lange wir auf einer Seite verweilen. So kann festgestellt werden, ob uns ein Artikel gefällt oder wir nach wenigen Sekunden schon wieder auf «Zurück» klicken. Facebook hat zugegeben, sogar die Mausbewegungen auf der eigenen Webseite aufzuzeichnen. So kommen immer mehr Daten zusammen.


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Wahlen beeinflussen Facebook verdient an personalisierter Werbung Geld. Wenn ich Klettern als Hobby habe, bekomme ich passende Werbung. «O.k., was ist dann das Problem? Ist doch gut, wenn ich passende Werbung bekomme», ist eine oft gehörte Aussage. Ja, das passt schon. Der Fall von Cambridge Analytica zeigt, was die Schattenseiten sind. Je nach politischer Ausrichtung wurden beim Wahlkampf von Donald Trump andere Inhalte angezeigt. Wählerinnen und Wähler der Republikaner wie auch der Demokraten bekamen für sie passende Anzeigen zu Gesicht. Und beide meinten, den idealen Kandidaten gefunden zu haben, und gaben ihre Stimme entsprechend ab. Auch in der Schweiz kann die politische Meinungsbildung dadurch beeinflusst werden. Google merkt sich, welche Links angeklickt wurden und welche nicht. So kann ebenfalls ein Profil erstellt werden. Bei einer weiteren Abstimmung werden dann nur noch passende Informationen an­gezeigt. Und alle fühlen sich in ihrer Meinung bestätigt. «Das, was ich denke, denken auch alle anderen. Google hat es mir ja auch so angezeigt. Meine Meinung muss also die richtige sein.» Herzlich willkommen in der Meinungsblase.

Das Netz weiss mehr In Amerika gab es einen Fall, da bekam eine junge Frau, die noch zu Hause bei ihren Eltern wohnte, ein Paket mit Produkten für Schwangere. Der Vater wollte wutentbrannt den Versender des Pakets verklagen. Wie sich dann aber herausstellte, war die Tochter tatsächlich schwanger. Anhand des veränderten Verkaufsverhaltens stellte der Algorithmus fest, diese Person muss schwanger sein und hat den Versand des Pakets ausgelöst. Google kann heute besser als die Weltgesundheitsorganisation WHO nachverfolgen, wie sich eine Krankheit, beispielsweise die Grippe, rund um die Welt bewegt. Überall suchen die betroffenen Personen nach «tränende Augen, tropfende Nase, leichtes Fieber …». Da heute auf praktisch jeder Webseite zusätzlicher Inhalt hinzugefügt wird, zum Beispiel der Like- oder Share-Button von Facebook, kennt Facebook praktisch jede Webseite, die wir aufrufen. Sind wir noch eingeloggt, kann das persönliche Profil ergänzt werden. Auch wenn wir nie etwas anklicken, liken oder teilen, Facebook (und andere Dienste) wissen, wo wir uns tagtäglich bewegen und was uns interessiert oder eben nicht. Manch schlauer Zeitgenosse denkt jetzt, «ich nutze gar keine solche Social Media Tools, von mir wissen sie ja nichts», wollen enttäuscht werden. Facebook kennt die Nicht-User besser, als ihnen lieb sein kann. Der Autor dieser Zeilen garantiert seinen Leserinnen und Lesern, wenn sie sich bei Facebook anmelden, dass sie dann eine Liste von Freundschaftsvorschlägen erhalten. Diese Kontakte stehen schon in einem Zusammenhang mit der Person. Auch die Vorlieben sind bereits vorhanden, halt bis jetzt ohne einen echten Menschen im Hintergrund verknüpft, sondern unbestimmt. Aber das kann sich schnell ändern.

Falsche Auswege Zwei weitere zu kritisierende Aussagen sind im Umlauf: «Ich nutze immer den Inkognito-Modus meines Browsers» und «ich lösche immer meine Cookies». Beide Aussagen fallen bei näherer Betrachtungsweise wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der Inkognito-Modus verhindert, dass lokal Spuren bleiben (besuchte Webseiten, temporär gespeicherte Webseiten und Bilder). Die im Lightbeam gezeigten Verbindungen sind trotzdem da. Mit dem Löschen der Cookies erschweren Sie tatsächlich die Arbeit der Datensammler, aber heute ist es möglich, auch ohne Cookies einen Benutzer wiederzuerkennen. Die Einstellungen des

Browsers, die installierten Schriftarten und Plugins sind einfach doch nicht so unterschiedlich. Und diese Informationen können ausgelesen werden. Man kann selbst den praktischen Test unter https://panopti­c lick.eff.org/ durchführen. Am Ende der Auswertung kann man auf «fingerprinting» klicken. Wie eindeutig stellt sich der Browser auf?

Einfache Gegenstrategien Was kann man als Laie nun dagegen unternehmen? Wer Skript-Blocker wie NoScript für Mozilla Firefox oder NotScript für Google Chrome nutzt, ist schon mehrere Schritte weiter. So kann man das Nachladen von Skripts und anderen Seiten unterbinden und nur dann freigeben, wenn man dies möchte. Leider kann es sein, dass eine Seite nicht immer von Beginn weg korrekt angezeigt wird und zuerst einzelne Skripts aktiviert werden müssen. Dies ist aber nur selten der Fall und der Preis für die Anonymität im Internet. Natürlich wird dies von den (kostenlosen) Seiten gar nicht gerne gesehen. So kann auch keine Werbung mehr angezeigt werden. Die Folge ist, dass einzelne Seiten gar nicht mehr angeschaut werden können oder ein Banner angezeigt wird: «Bitte schalten Sie Ihren Skript-Blocker für diese Webseite aus.» Anonymität im Internet ist möglich, doch dies ist mit Aufwand und Kompromissen verbunden. So werden wir nicht selten vor die Wahl gestellt, was einem wichtiger ist: meine Anonymität oder der Besuch dieser Webseite mit allen Spuren, die ich bewusst und unbewusst hinterlasse.

go security Schulstrasse 11 CH-8542 Wiesendangen Telefon +41 (0) 52 511 37 37 : : www.gosecurity.ch : :

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Business Wirtschaftsspionage

Heisses Eisen für KMU illegal auf Datenfang Gehen Wirtschaftsspionage und Cyber-Angriffe nur die grossen Unternehmen etwas an? Mitnichten – immer häufiger sind auch KMU-Betriebe davon betroffen. Tendenz steigend. Auch Unternehmen in der Region Bern sind alarmiert. Von Fabrice Müller

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ber 40 Millionen pro Woche. Allein 600 Millionen im vergangenen August. Rund zwölf Milliarden pro Quartal. Nein, das sind keine Umsatz- oder Verkaufswerte. Diese Zahlen stehen für die Anzahl der Cyber-Angriffe, die in letzten Zeit auf die IT-Infrastruktur der Bedag Informatik AG in Bern registriert und abgewehrt wurden. Das Unternehmen ist im Rechenzentrumsbetrieb tätig und unterhält Server-Lösungen für öffentliche Institutionen und Unternehmen. «Wir stellen seit zwei bis drei Jahren einen massiven Anstieg an Eindringungsversuchen fest. Die Bedrohungslage hat sich somit deutlich verschärft - und wir halten dagegen», berichtet CEO Felix Akeret, der sich erst kürzlich an einer internationalen Konferenz über Cyber-Angriffe und Wirtschaftsspionage mit anderen Fachleuten

auf C-Level austauschte. Früher seien die Angriffe im Sinne von Wirtschaftsspionage vor allem von staatlichen Geheimdienstorganisationen gesteuert worden. «Heute stehen vermehrt private Akteure dahinter. Die Wirtschaftsspionage ist zu einem ‹Big Business› geworden», sagt Felix Akeret, der über einen langjährigen Background im Bereich «Defence» sowie IT-Sicherheit verfügt.

Immer mehr Fälle landen beim Nachrichtendienst des Bundes (NBD) Die Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien, um an Informationen zu gelangen, zu denen man mit herkömmlichen Mitteln keinen Zugang hätte, nahm in den letzten Jahren laut des Nachrich-

Die heute praktizierte Wirtschaftsspionage ist quasi ein Überbleibsel der Taktik von Nachrichtendiensten.

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Business tendienstes des Bundes (NDB) stark zu. Kriminelle, Konkurrenten, Staaten, Terroristen oder unabhängige Gruppierungen verwenden diese Technologien, um in Informatiksysteme einzudringen und sich Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen. Wie Carolina Bohren, stellvertretende Chefin Kommunikation des NDB informiert, erhalte der Nachrichtendienst aufgrund der verstärkten Sensibilisierung für das Thema bei Wirtschaftsinstanzen in den letzten Jahren mehr Rückmeldungen zu Verdachtsfällen als früher. «Auch die Anzahl der Unternehmen, die von Cyber-Spionage betroffen sind, hat in den letzten Jahren stark zugenommen.» Derzeit führt die Universität Bern im Auftrag des NDB eine Studie über Wirtschaftsspionage in der Schweiz durch; die Studie soll voraussichtlich Ende 2019 erscheinen. Der NDB geht im Bereich der Wirtschaftsspionage von einer hohen Dunkelziffer aus: «Spionageversuche werden manchmal nicht erkannt oder nicht gemeldet. Gerade für kleinere Unternehmen ist es oft schwierig, Spionage zu erkennen, weil ihnen nicht selten das Bewusstsein dafür fehlt.» Zudem seien die nötigen Sicherheitsmassnahmen zum Schutz sensibler Daten häufig nicht vorhanden. Wird ein Spionageversuch hingegen erkannt, verzichte manches Unternehmen darauf, den Vorfall den zuständigen Behörden zu melden. Grund: «Es befürchtet eine Offenlegung seines Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisses sowie einen Reputationsverlust», begründet der NDB.

Lukratives, erfolgreiches Geschäft Wirtschaftsspionage, und insbesondere Cyber-Angriffe verursachen weltweit einen Schaden von gegen sechs Trillionen US-Dollar. «Die Cyber-­ Kriminalität hat sich zu einem lukrativen, erfolgreichen Geschäft entwickelt, das mit dem Aufkommen des Internets seinen Lauf genommen hat», sagt Peter Meier, Mitarbeiter der coprin ag in Effretikon. Das Unternehmen

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hat sich auf Präventions- und Sicherheitsdienste für Unternehmen spezialisiert. Aus Sicherheitsgründen möchte der Mitarbeiter, der Firmen im In- und Ausland berät, nicht mit seinem richtigen Namen erwähnt werden; er wird deshalb als Peter Meier zitiert. Die heute praktizierte Wirtschaftsspionage sei – so Peter Meier – quasi ein Überbleibsel der Taktik von Nachrichtendiensten, um an Informationen zu gelangen. Im Zentrum stehen Spionageaktivitäten über IT-Technologien, über persönliche Kontakte sowie über Prozesse in den Unternehmen, die ausspioniert werden.

«Active Interception» Moderne Computerprogramme und Technologien erlauben es der Wirtschaftsspionage, in fremde IT-Infrastrukturen einzudringen. Peter Meier erwähnt zum Beispiel das Modell «Active Interception»; das Gerät in der Grösse eines Koffers erlaube es, eine bestehende Antenne der Swisscom digital zu kopieren und sich so in andere Kommunikationsgeräte einzuloggen. «Auf diese Weise erhält man Zugriff auf alle Telefon- und Handy-­ Daten eines Unternehmens. Auch das ist übrigens eine Technik, die von den Nachrichtendiensten angewandt wird», sagt Peter Meier. Wird das Handy einer Person überwacht beziehungsweise verfolgt, erhalten die Akteure zudem Informationen über das Kommunikationsverhalten und die Aufenthaltsorte der Zielperson. «Auf diese Weise lässt sich ein Profil der Person erstellen, das zeigt, wo sie besonders angreifbar ist, beispielsweise um an Daten zu gelangen», erklärt Peter Meier.

Der Mensch als Türöffner Der Faktor Mensch spiele auch in den sozialen Medien eine wichtige Rolle. Wirtschaftsspione verfolgen ihre Zielpersonen in den sozialen Medien, bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihnen auf und stellen vordergründig unverdächtige Fragen zur Arbeit. Und schliesslich helfen die Kenntnisse über die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Unternehmen, um gezielt an Informationen heranzukommen. «Wer die Prozesse und Kontakte im Unternehmen kennt, für den ist der Betrieb wie ein offenes Buch», warnt Peter Meier. Kenne ein Wirtschaftsspion beispielsweise die Kontakte und Geschäftsbeziehungen von Partnerbetrieben bzw. Zulieferfirmen, sei es für ihn ein Leichtes, einen gefälschten E-Mail-Account dieser Zuliefererfirma zu erstellen und unter dem Namen eines dem Zielunternehmen bekannten Mitarbeiters ein E-Mail mit Malware zu senden. Mit dem Öffnen des Mails wird die Malware aktiviert und liefert ab diesem Zeitpunkt unerkannt sämtliche Ein- und Ausgänge von E-Mails an die kriminellen Akteure. Weitere in der Wirtschaftsspionage üblichen Methoden sind etwa Unternehmensbesuche von ausländischen Delegationen, Angebote von Dienstleistungen an Forschungsunternehmen, die Teilnahme an gemeinsamen Projekten, der Erwerb von Technologien und Unternehmen zur Platzierung neuer Mitarbeitender in sensiblen Bereichen sowie die Abschöpfung ehemaliger Angestellter, die Zugang zu sensiblen Informationen hatten. Welche Firmen und Branchen sind von Wirtschaftsspionage betroffen? Der NDB nennt verschiedene Gründe, weshalb ein Unternehmen Ziel von Wirtschaftsspionage wird. Interessant seien zum Beispiel Unternehmen, die Güter im Hochtechnologiebereich herstellen und «kritisches» Knowhow besitzen. Ebenso kommen Firmen infrage, die weltweit führend einen Nischenmarkt bedienen oder Geschäftsbeziehungen zu sogenannten Risiko­staaten pflegen. Mögliche Gründe dafür, dass ein Unternehmen Opfer von Wirtschaftsspionage wird, können sein, dass es angewandte Forschung betreibt oder seine Güter Exportkontrollen unterliegen. Als eine Medizinaltechnik-Firma in einem stark regulierten Bereich mit strengen Anforderungen an Marktzulassungen sieht Thomas Kutt, Head of Investor Relations der Yposmed Holding AG in Burgdorf, das Unternehmen nicht als vorrangiges Ziel von Wirtschaftsspionage. «Alle technischen Errun­ genschaften von Ypsomed sind ausserdem mit Patenten geschützt.» >

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Business

Trotzdem misst das Unternehmen mit rund 1500 Mitarbeitenden der Cyber-­Sicherheit höchste Bedeutung zu. «Wir führen laufend interne Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter durch und erhöhen permanent die internen Anforderungen zur IT-Sicherheit. Wir haben umfassende Systeme und Prozesse im Einsatz und lassen sie auch laufend durch Dritte prüfen», erläutert Thomas Kutt und betont: «Die Cyber-­ Sicherheit erhält bei uns auch in Zukunft höchste Aufmerksamkeit.»

Hinweise für Spionagetätigkeiten Eindeutige Erkennungszeichen einer Wirtschaftsspionagetätigkeit im Unternehmen gebe es keine, sagt der NDB. «Am Anfang liegen meist nur Vermutungen vor. Diesen sollte man aber unbedingt nachgehen und mögliche Beweise sicherstellen.» Folgende Punkte können auf eine Spionagetätigkeit hinweisen: Ein Innentäter kann dadurch auffallen, dass er sich zu ungewöhnlichen Zeiten im Firmengebäude aufhält, eine grosse Menge an Daten auf den USB-Stick kopiert oder Dokumente fotokopiert. Ein Mitarbeiter unterhält private Kontakte zu Angestellten von ausländischen Botschaften oder Konkurrenzunternehmen. Weitere Hinweise sind unerklärliche elektronische Datenabflüsse oder wenn beim Besuch einer Delegation die Anzahl der Delegationsmitglieder viel höher ist als normalerweise üblich. Wenn bei einem Cyber-Angriff beispielsweise eine Ransomware eingesetzt wird, kann dies eine Tarnung für einen gravierenderen Angriff sein.

Bewusstseinsprozess für KMU Um sich vor Wirtschaftsspionage und Cyber-Attacken zu schützen, müsse sich ein Unternehmen zuerst einmal bewusst sein, wo die Schwach­­s tellen liegen, empfiehlt Peter Meier und spricht von einem Bewusstseinsprozess. Mögliche Schutzmassnahmen sind Felix Akeret ist CEO der Bedag AG in Bern. unter an­derem die

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Sensibilisierung der Mitarbeitenden für den korrekten Umgang mit Informationen und Daten – unter anderem auch auf Geschäftsreisen im Ausland. Peter Meier empfiehlt deshalb, für heikle Gespräche ein altes Handy zu benutzen, weil dieses mit den modernen Abhörsystemen nicht kompatibel sei. Zu den weiteren Schutzmassnahmen gehören etwa die Regelung und Limitierung der Zugriffsrechte der Mitarbeitenden auf Daten, Akten und Produkte, oder die Segmentierung der IT-Netzwerke, indem etwa das Netzwerk der Forschungsabteilung vom restlichen Firmennetzwerk getrennt ist. Hinzu kommen zum Beispiel Zutrittskontrollen und die ständige Begleitung von externen Besuchern, die Verschlüsselung von Festplatten und E-Mails und die Überprüfung von Lieferanten und Beratern. «Da viele KMU-Betriebe nicht über genügend Ressourcen und Know-how verfügen, um die Sicherheit ihrer Informatiknetzwerke zu gewährleisten und zu überwachen, sind Investitionen in externe Unterstützung empfehlenswert», betont der NDB.

Dreiteiliges Sicherheitskonzept Die Bedag AG schützt sich auf einer ganzen Anzahl Ebenen vor Wirtschaftsspionage und Cyber-Angriffen. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt sei dabei – so Felix Akeret – die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden, um Angriffe über den Faktor Mensch zu unterbinden oder diese so rasch wie möglich zu entdecken und zu eliminieren. Das Sicherheitskonzept werde konsequent und kontinuierlich an die laufende Bedrohungslage angepasst. Wichtig sei dabei auch der Austausch in der


Business

IT-­Sicherheits-Community. Die Bedag AG baut derzeit ihre Abteilung im Kampf gegen Cyber-Angriffe weiter aus – zum einen, um sich zu schützen, zum anderen, um die Detektivierung, sprich, die Suche nach Eindringlingen zu verstärken. «Der Einsatz von künstlichen Intelligenzen hilft, den Faktor Mensch zu entlasten und die Sicherheit weiter zu erhöhen», ist Felix Akeret überzeugt. Sein Unternehmen berät auch andere Betriebe im Umgang mit Cyber-Angriffen und profitiert dabei von den eigenen Erfahrungen. Zu Schaden gekommen seien die Bedag AG und deren Kunden aufgrund von Cyber-Angriffen und Wirtschaftsspionage dank der bisher ausgeführten Vorsorgemassnahmen bis heute nicht. Dennoch bezeichnet Felix Akeret den potenziellen Schaden als «sehr hoch» – nicht nur im Hinblick auf den Missbrauch von Daten, sondern auch aufgrund eines Imageschadens, der dadurch entstehen könnte.

Öffentliche Programme gegen Spionage und Cyber-Angriffe Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) führt seit 2004 unter dem Namen «Prophylax» ein Präventions- und Sensibilisierungsprogramm hinsichtlich der Bedrohung durch Proliferation und Spionage, das an Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute gerichtet ist. Im Rahmen von vertraulichen bilateralen Gesprächen soll das Bewusstsein dieser Instanzen für diese Thematiken geschärft werde : : www.melani.admin.ch : :

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Schnelltests und Tools für KMU Generelle Informationen sowie die Möglichkeiten zur Einschätzung der eigenen Sicherheitsvorkehrungen: §§ Prophylax: Präventions- und Sensibilisierungsprogramm des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) Unter www.ndb.admin.ch / wirtschaftsspionage finden sich zudem der Sensibilisierungsfilm «Im Visier» sowie weitere Dokumente zum Thema Wirtschaftsspionage. §§ Self-Assessment rund um den IKT-Minimalstandard mittels Bewertungstool des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) §§ Cybersecurity-Schnelltest für KMU von ICTSwitzerland

MELANI In der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI des Bundes arbeiten Partner zusammen, welche im Umfeld der Sicherheit von Computersystemen und des Internets sowie des Schutzes der schweizerischen kritischen Infrastrukturen tätig sind. Die Website von MELANI richtet sich an private Computer- und Internetbenutzer sowie an kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) der Schweiz.

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  29.11. – 31.12.2018 Die Adventszeit taucht Bern in goldenes Licht. Traditionelle Weihnachtsmärkte, Schlittschuhlaufen vor einzigartiger Kulisse, gemĂźtliches Beisammensein in Pop-Up-Bars – in Sachen Weihnachten hat die Bundesstadt so einiges zu bieten. Lassen Sie sich von liebevoll gestalteten Winterwelten und kulinarischen KĂśstlichkeiten verzaubern, schlendern Sie durch festlich dekorierte Gassen und geniessen Sie einen vorweihnachtlichen Shopping-Bummel unter den Lauben. Viel Freude beim Entdecken!

1 BERNER STERNENMARKT

5 KUNSTEISBAHN BUNDESPLATZ

2 WEIHNACHTSMARKT WAISENHAUSPLATZ

6 Ă˜SCĂ…R ELCH

Der Sternenmarkt ist das jßngste Mosaikteilchen der Berner Weihnachtsmärkte: Ein zauberhaftes Winterwunderland fßr Gross und Klein. Der Weihnachtsmarkt mit ßber 30 Jahren Tradition – fßr das leibliche Wohl sorgt der Platzhirsch mit feinen Fondue- und Raclette-Spezialitäten.

3 BERNER MĂœNSTER WEIHNACHTSMARKT

Vor der einmaligen Kulisse des Berner MĂźnsters bieten regionale HandwerkskĂźnstler ihre Unikate an.

4 HANDWERKERMARKT MĂœNSTERPLATTFORM An zwei Adventswochenenden lädt der traditionelle Handwerkermarkt zum Flanieren und Staunen ein.

Schlittschuhlaufen vor dem Schweizer Parlamentsgebäude. Kalte Fßsse kÜnnen im Eisbahnrestaurant ganz schnell wieder aufgewärmt werden. Bunt, frÜhlich, urban: Die Winter-Pop-Up-Bar verzaubert das Ringgenpärkli in ein kleines Winterparadies mitten in der Stadt.

7 CHALET ALPENLAND

Hßttenzauber auf dem Kornhausplatz: Mit verschiedenen Fondue- und Raclettespezialitäten sorgt das Alpenland fßr winterliches Berg-Feeling.

8 RUMMELBUMMEL

Kerzenziehen, Karussellfahren, gemßtliches Beisammensein am Feuer – das vielseitige Adventsprogramm im liebevoll dekorierten Innenhof des PROGR sorgt fßr unvergessliche Erlebnisse.

Alle Informationen zur Berner Weihnachten finden Sie auf Bern.com


Bern-Inside Wer sind die Taktgeber in der Businesswelt der Grossregion Bern und welche Ideen und Konzepte haben Potenzial zum nachhaltigen Durchbruch? Wer wird sich in den Arbeitswelten 4.0 durchsetzen und was tut sich in der Bundeshauptstadt hinter den Kulissen? von Charles Staubach

I

n internationalen Studien zur Standortqualität belegt der Wirtschaftsraum Bern die vordersten Ränge. Persönliche Sicherheit, der allgemein hohe Ausbildungsstand der Bevölkerung, die kulturelle Vielfalt, die politische Stabilität, die Wohn- und Umweltqualität, das Freizeitangebot oder der Naherholungsraum sorgen für Lebensqualität. Diese Voraussetzungen sind Grundlage für ein florierendes Gewerbe, einen gut funktionierenden Handel sowie für innovative und solid aufgestellte Firmengründungen für alle Gewerbetreibenden und KMU. Die einzigartige Stellung als «politisches Epizentrum» der Schweiz

mit den vielen Interessengruppen macht die Region Bern noch interessanter. Die Hauptstadt Bern mit der als UNESCO-Welterbe geschützten Altstadt, der Aare und dem vielfältigen Natur- und Erholungsraum bietet zudem eine einmalige Atmosphäre zum Leben und Arbeiten. Wir stellen uns die Frage: Welche Persönlichkeiten und welche Ideen stehen aber hinter den Unternehmungen? Wer steckt hinter den Firmenlogos und nackten Kennzahlen, wer sind die Menschen, welche mit Ihrem Engagement, ihren Überzeugungen und auch mit ihrem Risikobewusstsein das lokale und regionale Wirtschaftsgeschehen prägen.

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Das neue Schloss Bümpliz: Eines der (neuen) Wahrzeichen in BernWest.

Bern West

Ein «Labor zwischen Banlieue und Urbanität» Bern West sei ein Labor zwischen Banlieue und Urbanität, das mehr politischen Einfluss brauche, sagen die Insider und Kenner der Region um Bümpliz, Bern Bethlehem und Bottigen-Riedbach. Und in den letzten Jahren hat sich in Bern West eine enorme Dynamik entwickelt im Bereich Wohnungsbau, Wertschöpfung und Gewerbe. Von Joël Ch. Wüthrich

B

ümpliz-Bethlehem ist mit 35’000 Einwohnern und 16’000 Arbeitsplätzen eine mittelgrosse Schweizer Stadt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Region um Bümpliz-Bethlehem eine markante Mutation erlebt: Mit dem Tram entstand eine erste Aufwertung des Stadtteils. Viele Jahre später kamen dann das Westside, die Fachhochschule der Künste oder die autofreie Siedlung Burgunder.

Verdichtung im Westen Berns Dabei spielen Bümpliz und Bethlehem in Zukunft bei der Stadtentwicklung eine mitentscheidende Rolle, wenn man beobachten kann, wie die sogenannte «Verdichtung» voranschreitet. Ein Beispiel ist Stöckacker Süd: Die bestehende Siedlung wurde abgerissen und neu gestaltet. Ähnliches soll nun mit der Meienegg-Siedlung passieren. Die Planung Weyermannshaus West nimmt Gestalt an. Janine Blunier Bigler, Präsidentin vom KMU-Gewerbeverband Bern West, gibt jedoch zu bedenken, dass Industrie und Gewerbef lächen im Moment vom Wohnungsbau verdrängt würden – sogar entlang der Autobahn: «Handwerkerbetriebe werden verbannt und finden meist keine geeigneten Räumlichkeiten. So sehe ich hier eher erweitertes Potenzial für Büros von Verwaltungen, Versicherungen, für IT-Betriebe oder verkaufsorientierte Firmen. Für Produktionsstätten fehlt zumindest grossf lächiges Land. Ich denke, Bern West stösst an seine Grenzen.»

Potenzial für Verwaltungen, Versicherungen, IT-Betriebe oder verkaufsorientierte Firmen Der Gewerbeverein KMU Bern West ist eine Interessengemeinschaft von Handwerkern, Gewerbetreibenden und Dienstleistenden im Westen von Bern. Gegründet im Jahre 1909 besteht der Verein seit über 100 Jahren. Der KMU Bern West wahrt und fördert die Interessen seiner Mitglieder

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gegenüber den Behörden, der Öffentlichkeit und anderen Organisationen. Der Verein orientiert seine Mitglieder über wirtschaftliche und politische Belange der Region. «Die Vereinsangehörigkeit motiviert, nicht nur den Kontakt zu anderen Mitgliedern zu suchen, sondern in einem Netzwerk von wirtschaftlich denkenden Mitmenschen zu lernen und gegenseitiges Interessen zu erfüllen», heisst es in den Statuten. Mitglied sind vor allem Handwerker, Gewerbetreibende und Dienstleistende, aber auch Industrielle, Gönner und Freunde gewerblicher Bestreben (natürliche und juristische Personen). Der Westen von Bern umfasse zwar in erster Linie die Gebiete Bümpliz, Bethlehem, Oberbottigen und Riedbach. Willkommen seien jederzeit auch in angrenzenden oder anderen Gebieten domizilierte Personen und Firmen, welche aus wirtschaftlichen Interessen oder blosser Sympathie zum Verein, zu einzelnen Mitgliedern oder zum Berner Westen, zur Stärkung unserer Sache beitragen wollen. Präsidentin Janine Blunier Bigler (Honda Center W. Blunier AG) betont hierbei, dass besonders auch in Bern West derzeit flexibles Denken und pro- wie auch reaktive Anpassung an die Begebenheiten eine der grossen Herausforderungen für die KMU der Region seien: «Unsere Welt und wir sind und waren immer im Umbruch. Nur wer flexibel denken kann, kann auf Veränderungen richtig reagieren und sich anpassen. Die Region ist gut erschlossen, und wenn wir Arbeitsplätze bieten mit flexiblen Arbeitszeiten, sind Wohnen, Freizeit­ angebote, Erholungsraum und Arbeiten alles in Ihrer Nähe möglich.»

Weg vom «Trabantenstadt-Image» Der Förderverein Westkreis 6 war einer der treibenden Kräfte, um die Attraktivität des Berner Westens voranzutreiben. Man konnte das Image der einst als Satelliten- oder Trabantenstädte bezeichneten Bümpliz und


Bern-Inside Bethlehem durch kulturelle Anlässe und Aufklärung entscheidend verbessern. Gerade Bethlehem mit seinen Hochhäusern haftete ein schlechter Ruf an. Das Quartier wurde etwa als Ausländerghetto oder als DDR-­ Plattenbausiedlung abqualifiziert (Zitat aus den Medien). In den letzten Jahrzehnten ist in Bümpliz und Bethlehem jedoch viel investiert worden. Besonders entscheidend waren die Errichtung des Westside in Bern­ Brünnen, das Tram Bern West, die Wohnüberbauung Brünnen oder die Neugestaltung des Europaplatzes. Im Zentrum von Bümpliz wurde zudem die historische Bausubstanz renoviert. Das alles rief in den letzten Jahren natürlich auch die KMU jeder Couleur auf den Plan, die sich für einen Standort in Bern West interessierten und die äusserst vielseitige und heterogene Anspruchsgruppen bedienen wollen. Dieser Trend wird sich, so sagen Beobachterinnen und Beobachter in der Region, fortsetzen.

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Westside als «Treiber» Sicherlich ein sehr wichtiger Treiber war das Westside. Eine nicht ganz so neue Idee, denn rund 42 Jahre hat es gedauert von den ersten Gedanken zur Stadterweiterung in Bern-Brünnen bis zur Eröffnung des Shoppingund Erlebniscenters Westside. Ein erstes Projekt aus dem Jahre 1972 wurde ein Opfer der «Ölkrise», ein zweites mit 6 000 Wohnungen und rund 4 000 Arbeitsplätzen lehnte das Volk 1978 an der Urne ab. Nach einer Reihe weiterer Projekte sagten die Bernerinnen und Berner im Jahr 2000 «JA» zum ausgereiften Grossprojekt in Bern-Brünnen. Zur Realisierung eines Freizeit- und Einkaufszentrums gründete die Genossenschaft Migros Aare kurz darauf die Neue Brünnen AG. Noch im selben Jahr beauftragte diese im Rahmen eines eingeladenen internationalen Architekturwettbewerbs den Stararchitekten Daniel Libeskind mit der Realisierung des heutigen Projekts. Seine eigenständige, visionäre Architektur und die perfekte Einbettung in die Umgebung fanden bei Fachleuten und in der Öffentlichkeit grossen Anklang. Im August 2003 erteilte der Regierungsstatthalter die Baubewilligung für das Freizeit- und Einkaufszentrum Westside, rund acht Monate später folgte dann die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, und im Dezember wurde sie auch vom kantonalen Verwaltungsgericht bestätigt. Mit dem Spatenstich im Herbst 2005 konkretisierte sich die grösste private Baustelle der Schweiz. Nachdem im Frühling 2006 die Bauarbeiten zur Autobahnüberdeckung abgeschlossen wurden, legte die Neue Brünnen AG zusammen mit Daniel Libeskind bereits am 28. April 2006 den Grundstein für das Freizeit- und Einkaufszentrum Westside. Im September 2007 wurden der Rohbau und im Februar 2008 praktisch alle Verträge mit den Mietern abgeschlossen. Im April 2008 starteten die Arbeiten am Innenausbau. Am 8. Oktober 2008 wurde das Shopping- und Erlebniscenters Westside der Öffentlichkeit übergeben. : : www.westside.ch : : : : www.kmubernwest.ch : :

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Bern-Inside © Fabrice Müller

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Christoph Fahrni gehört zu den Gründern der Denkwiese-Events in Bern.

Hirntraining mit Spassfaktor Denkwiese

Bern ist um einen Anlass der besonderen Art reicher: Die Denkwiese-Nächte verbinden Weiterbildung mit Unterhaltung. Hochkarätige Referentinnen und Referenten sorgen für Wissenstransfer und viel Spass. Und jede / r kann dabei sein.

«

Von Fabrice Müller

Deine Visionen warten überall, sind bereit, in den Einsatz zu schreiten und gesehen zu werden. Visionen zu haben, sie umzusetzen, sie zu leben und grossartig davon leben zu können, ist so viel einfacher, als du glaubst …» Mit diesen Worten motivierte die Schweizer Buchautorin Milena Haller im Rahmen ihres Referats an der zweiten Denkwiese-Nacht vom 7. September in Bern das Publikum, die eigenen Visionen umzusetzen. Mit einer Vision starteten auch Christoph Fahrni (34) und Pascal Schwendimann (31) vor bald einem Jahr. Inspiriert von einem Buch, das aufzeigt, wie bestimmte Denkprozesse einen Kreativprozess auslösen können, begaben sich die beiden Arbeitskollegen, die früher zum Leitungsteam des Swisscom-Shops in Bern gehörten, auf die Suche nach ihren eigenen Visionen und Ideen. «Wir wollten etwas auf die Beine stellen, das für viele Menschen einen Mehrwert darstellt, etwas mit Sinn und Potenzial», schildert Christoph Fahrni die Ausgangslage im Mai 2017.

Weiterbildung und Unterhaltung verbinden Nachdem sie ihre Hirnzellen in regelmässigen Treffen auf Hochtouren brachten, um nach zündenden Ideen für ein gemeinsames Projekt zu

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suchen, kamen sie zum Schluss: «Wir mussten die Bedürfnisse der Gesellschaft, sprich, was die Menschen beschäftigt, aber auch das, was uns bewegt, ins Zentrum unseres Projekts stellen», schildert Christoph Fahrni die Entstehungsgeschichte der Denkwiese. Geboren war die Idee, das Bedürfnis vieler Menschen nach Wissen mit dem Wunsch nach Unterhaltung zu verbinden. Mit Unterhaltung lerne es sich besser, ist Christoph Fahrni überzeugt. Ebenso mit Referentinnen und Referenten, die ihr Know-how und ihre Erfahrungen als Impulsvorträge in 20-Minuten-­Portionen attraktiv und praxisorientiert vermitteln. Keine langweiligen, stundenlangen Vorträge sollen auf der Denkwiese über den Äther gehen, sondern kurze, knackige und informative Beiträge wie auch Diskussionen, die ein breites Publikum ansprechen und einen Mehrwert bieten. Der erste Denkwiese-Event fand im Stufenbau in Bern statt. Mit dabei der ehemalige Profi-Tennisspieler Markus Czerner, der zum Thema Miss­erfolg sprach. «Manche seiner Aussagen haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen», schwärmt Christoph Fahrni und zitiert folgende Aussage von Markus Czerner: «Du wirst im Leben immer wieder scheitern. Nimm es an, werde besser, scheitere immer besser.» Spuren hinterlassen habe auch folgende Aussage von Markus Czerner: «Wir alle kennen unser Geburtsdatum, nicht aber unser Enddatum: Also, nutz deine Zeit und füll dein Leben mit Momenten.»


Bern-Inside

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Nähe als Erfolgsfaktor Zwei bis dreimal im Jahr steht die Denkwiese-Nacht auf dem Programm, an der acht Referentinnen und Referenten, ein Denkwiese-­ Gespräch sowie Musik für Wissensvermittlung und Unterhaltung sorgen. An der nächsten Denkwiese-Nacht vom 1. März 2019 im Zentrum Paul Klee in Bern treten der Motivationstrainer Biyon Kattilathu, der Mentalcoach, Unternehmer und passionierte Bergsteiger Dino Beerli sowie weitere hochkarätige Rednerinnen und Redner auf. Ein wichtiger Bestandteil der Denkwiese-Anlässe mit bis zu 200 Teilnehmenden sind die «Denkpausen» zwischen den Referaten. Sie dauern 20 Minuten und ermöglichen den Austausch mit den Besuchern und den Referentinnen und Referenten. «Wir erwarten von den Rednern, dass sie sich bewusst für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung stellen», sagt Christoph Fahrni. Diese Nähe sei ein wichtiger Erfolgsfaktor der Denkwiese-Events.

Klare Vorstellungen bei der Referentenwahl Bei der Auswahl der Referentinnen und Referenten legen Pascal Schwendi­ mann und Christoph Fahrni den Fokus auf Persönlichkeiten aus den Bereichen Kommunikation, Beziehung, Gesundheit, mentale Stärke, Erziehung und beruflicher / persönlicher Erfolg. Ausserdem sollten die Referenten über Erfahrung als Redner verfügen und durch ihre Ausstrahlung überzeugen. «Wir führen mit allen Referentinnen und Referenten Vorgespräche, um abzuschätzen, ob sie zu unserem Konzept passen», sagt Christoph Fahrni. Weil er und Pascal Schwendimann mit der Denkwiese ein breites Publikum ansprechen, müssen sich die Redner entsprechend ausrichten. Es gilt, innerhalb kurzer Zeit die Essenz des Themas zu vermitteln. Wer steht bei Christoph Fahrni und Pascal Schwendimann auf der Wunschliste für künftige Referate? «Wir würden gerne René Borbonus aus Deutschland mit dem Thema ‹Die Kraft der Rhetorik› zu uns nach Bern einladen. Und Bertrand Piccard hätte sicher zu den Themen Mut, Unternehmertum und Konzentration einiges zu sagen. Auch ihn wollen wir einmal auf unserer Denkwiese-Bühne sehen», sagen die beiden Organisatoren. Sie sehen die Denkwiese aber ebenso als Plattform für weitere Projekte und Ideen in der Wissensvermittlung. Sechs Wochen nach einem Denkwiese-Anlass werden die Referate auf Youtube veröffentlicht. Weitere spannende Produkte der Denkwiese stehen in der Pipeline. Impressionen von den letzten beiden Denkwiese-Anlässen.

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Aus- & weiterbildung Man lernt nie aus. Dieser Satz ist wohl jeder und jedem geläufig. Jetzt, wo sich die Arbeitswelten 4.0 in einer nachhaltigen Transformation befinden, erst recht. Neues Wissen wird immer wichtiger und die Wahl einer Aus- bezi ehungsweise Weiterbildung wird zu einer strategischen Angelegenheit. Denn auf die richtige Vision kommt es an. von Charles Staubach

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er Entscheid für eine Aus- oder Weiterbildung oder auch für ein Seminar wird immer mehr zu einer strategische Angelegenheit. Die brennenden Fragen heutzutage heissen: Welche Berufe haben Zukunft und passen in die Arbeitswelten 4.0? Welcher Berufszweig hat noch einen «goldenen Boden», und welche Weiterbildung wird mir helfen, einen Argumentationsvorsprung bei einer Bewerbung zu generieren? Denn die Arbeitswelt wird sich mit der Digitalisierung und Transformation stark verändern. Und da muss man sich dementsprechend das richtige Knowhow aneignen. Das Motto heisst: Lebenslanges Lernen! Dies gilt auch und erst recht für Führungsleute. Diese müssen sich immer wieder den neuen Herausforderungen des Leadership stellen. Talentförderung und Führung 4.0 sind die

Schlagwörter. Gute Führungskräfte fordern und fördern ausserdem Talente. Und sie können die Talente und generell gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich binden. Mit dem besten Anreizsystem, das es gibt: das Schaffen von Perspektiven. Führung 4.0 und der damit verbundene Wandel im Verhältnis der Führungskraft zum Personal ist ausbaufähig. Jeder Transformationsprozess ist jeweils auch eine unternehmenskulturelle Herausforderung. «Das Heil kann man deshalb keineswegs in Technologien alleine finden. Gewinnen werden diejenigen, denen es gelingt, die Menschen auf dem Weg der Transformation mitzunehmen», sagen die Fachleute auf diesem Gebiet wie beispielsweise die Referentinnen und Referenten am alljährlichen WEKA Laedership Forum, das am 31. Januar 2019 im Technopark Zürich über die Bühne geht. (www.praxisseminare.ch/kongresse/fuehrung/event/1048-weka-leadership-forum-2018)

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Aus- & Weiterbildung

Talentförderung und Führung 4.0

Der nächste «Big Deal» Gute Führungskräfte fordern und fördern Talente. Und sie können die Talente und gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich binden. Mit dem besten Anreizsystem, das es gibt: das Schaffen von Perspektiven. Von Joël Ch. Wuethrich

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ührungskräfte werden immer mehr zu Brückenbauern. Wissen und Informationen müssen so geteilt werden, dass die Mitarbeitenden eigenständig und motiviert an Ideen arbeiten können. Viele Studien zeigen, dass Know-how-Transfer, Talentförderung, das Schaffen von Entwicklungsmöglichkeiten und eine attraktive Berufsperspektive sowie die emotionale Einbindung in die Projekte eine optimale Führung 4.0 in naher Zukunft ausmachen. Dies sind die besten Treiber für gute Leistungen und erleichtern die Führung enorm.

Transformationsprozess als unternehmenskulturelle Herausforderung Aber: Führung 4.0 und der damit verbundene Wandel im Verhältnis der Führungskraft zum Personal ist noch ausbaufähig. Jeder Transforma­ tionsprozess ist jeweils auch eine unternehmenskulturelle Herausfor­ derung. «Das Heil kann man deshalb keineswegs in Technologien alleine finden. Gewinnen werden diejenigen, denen es gelingt, die Menschen auf dem Weg der Transformation mitzunehmen», sagen Fachleute auf diesem Gebiet wie beispielsweise die Referentinnen und Referenten am alljährlichen WEKA Laedership Forum, das am 31. Januar 2019 im Technopark Zürich über die Bühne geht.

Zu Leadership gehört auch Talentmanagement Diana Roth lebt und arbeitet in Bern, ist Dozentin für Personalmana­gement für Führungsfachleute an der TEKO Basel und nach eigener Definition «HerzBlutPersonalerin»1. Sie ist eine Befürworterin von Talentmanagement als Chefsache. So wie auch Peter Schaller, Dozent und Fachmann für Talentmanagement an der Lernwerkstatt Olten. Auf www.bildungsblog.ch betont Peter Schaller, dass Mangel an Perspektiven und persönlicher Weiterentwicklung der «Killer» im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden sei: «Damit nicht auf einmal andere von der Konkurrenz vom Talent Ihres Schützlings profitieren, ist Talentmanagement gefragt 2.» Diana Roth kann dem nur beipflichten. «Hilfe – ich finde nie gute Mitarbeiter … und wenn ich sie gefunden habe, laufen sie mir nach spätestens sechs Mo­naten weg. Ich habe es so satt!» Diese Aussage stammt von einem ihrer Coaching-Klienten, einem Personalleiter aus der Baubranche. Roth: «Gemeinsam gingen wir diesem Phänomen auf die Schliche, und es stellte sich Folgendes heraus: Es gab keine Arbeitgebermarke. Man erwartete einfach, dass man gerne dort arbeitet. Schliesslich habe man einen Namen in der Region. Aber: Ein Name alleine genügt nicht mehr. Die positive Arbeitgebermarke muss aufgebaut, gepflegt werden, um langfristig hoch qualitative Mitarbeitende auf dem Markt zu gewinnen.» Diana Roth merkte auch, dass das Thema Personalentwicklung kaum grosses Gewicht hatte. Weiterbildungen fanden nur auf eigene Faust statt. Es wurden keine Mitarbeitende gefördert, da Vorgesetzte immer Angst hatten, dass die Mitarbeitenden da-

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nach abspringen. «Das Gegenteil ist aber der Fall: Je mehr ein Unternehmen in die Mitarbeiter investiert, desto länger bleiben sie dem Unternehmen treu, und der Mehrwert ist enorm. Mitarbeiter, die gefördert werden, fühlen sich wertgeschätzt, anerkannt und: Sie können wachsen. Kommt hinzu, dass das Betriebsklima positiver ist und der Output für die Kunden dementsprechend attraktiv.» Ergo: Einer der wichtigsten Faktoren eines modernen Leadership ist das Talentmanagement mit dem Ziel, Gewinnung, Beurteil­ ung, Entwicklung, Motivation und Bindung von Mitarbeitenden zu sichern. Talentmanagement ist ein Gesamtprozess, bestehend aus abgrenzbaren Einzelelementen. Dieser Prozess richtet sich nach dem Personalbedarf der Unternehmung. Die Einzelelemente sind die Gewinnung, Identifikation, Entwicklung, Einsatz und die Bindung der Talente.

Vernetzt denkende Führungsleute in einer vernetzten Welt Ebenso wichtig sind künftig jene Führungsfachleute, die bestens auf der Klaviatur der Menschenführung spielen können. Der klassische Chef existiert nicht mehr, sagen Expertinnen und Experten. Dies betreffe jede Branche und jede Hierarchiestufe. In der vernetzten Arbeitswelt von morgen wird personelle und betriebswirtschaftliche Führung von Mitarbeitenden und Teams anspruchsvoller und das Kompetenzfeld breiter. Der Umgang mit immer komplexeren Leadership- und Managementaufgaben setzt Fachwissen sowie auch Kenntnisse in Problemlösestrategien voraus. Methoden- und Sozialkompetenz sind ebenso wichtige Aspekte für die tägliche Arbeit in einer Führungsposition. Anmerkungen www.dianarothcoaching.com www.bildungsblog.ch/talentmanagement 3 www.praxisseminare.ch/kongresse/fuehrung/event/1048-wekaleadership-forum-2018 1 2

Tipp: Mit den aktuell spannendsten Themen rund um Leadership 4.0 beschäftigen sich vier hochkarätige Referentinnen und Referenten am WEKA Leadership Forum 2019. Der Event ist am 31. Januar 2019 im Technopark Zürich und richtet sich sowohl an gestandene wie auch an ambitionierte Führungskräfte, die Unmögliches ermöglichen und mit Mut neue Wege erschliessen wollen. Das Motto heisst: Die Gewinner der Transformation sind diejenigen, denen es gelingt, die Menschen mitzunehmen 3. : : www.praxisseminare.ch : :


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Aus- & Weiterbildung

Auf die richtige Vision kommt es an Berufswahl 4.0 und Weiterbildungsstrategie

Die Berufswahl oder der Entscheid für eine Weiterbildung ist eine strategische Angelegenheit. Welche Berufe haben Zukunft und passen in die Arbeitswelten 4.0? Welcher Berufszweig hat noch einen «goldenen Boden», und welche Weiterbildung wird mir helfen, einen Argumentationsvorsprung bei einer Bewerbung zu generieren? Diese Fragen «plagen» 2018 viele Jugendliche heute mehr denn je. Denn die Arbeitswelt wird sich mit der Digitalisierung und Transformation stark verändern. Von Joël Ch. Wuethrich

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erufe und Weiterbildungsmöglichkeiten, welche die Chancen auf eine Jobsicherheit in den künftigen Arbeitswelten erhöhen, sind hoch im Kurs. Die Digitalisierung der Arbeitswelten und der Weg zur Industrie 4.0 ebnen neue Wege, und neue Berufe entstehen. Diese neuen Berufe haben es aber in sich: Fachkenntnis und Vielseitigkeit sind Voraussetzungen, aber besonders wichtig ist für Berufsleute in den neuen Berufen, die vielen erworbenen Fähigkeiten zu verknüpfen. Man spricht sogar in Fachkreisen bei den Zukunftsforschern von «neuem Denken statt neuen Berufen». Einer dieser Zukunftsforscher ist der Futurist Gerd Leonhard. Er wagt eine Prognose, die für Aufsehen sorgen könnte: «Man kann davon ausgehen, dass bis zu 50 Prozent der Berufe in den nächsten Jahrzehnten verschwinden werden und sich neue Jobprofile entwickeln. Alles, was automatisiert oder digitalisiert werden kann, wird betroffen sein.» Die Berufsleute der Zukunft würden sich «fast von selbst ein Profil geben» und ihre Fähigkeiten gezielt in Projekten zum Einsatz bringen. «Die Energiewende spielt eine grosse Rolle und auch der Weg vieler Gemeinden und Städte zur 2000-Watt-Gesellschaft. Bei allem, was mit emotionaler Intelligenz und nicht nur mit Big-Data-Input zu realisieren sein wird, werden wir als Berufsmenschen einen Vorsprung gegenüber Maschinen haben.»

Die Weiterbildungsinstitutionen reagieren auf die Trends Was bedeutet dies für die Aus- und Weiterbildungsbranche? Besonders jene «Berufe der Zukunft» im Cleantech- und Energie- und Umwelt-­ Bereich erfordern die Fähigkeit zum «neuen Denken und Verknüpfen». Da geht es um anforderungsreiche Aufgaben im Bereich Ressourcen-­

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schonende Art der Behandlung von Technologien und Dienstleistungen. Effizienzsteigerung und Kostenminderung spielen in der Berufswelt eine entscheidende Rolle. Fachkräfte für den Bereich Energie und Umwelt sind dementsprechend gesucht. Und: Erkannt hat den Trend auch die Politik. Die kantonale Finanzierung der entsprechenden Lehrgänge steht in den zuständigen Departementen ganz oben auf der Prioritätenliste. Gefordert sind somit nicht nur die Betriebe, die KMU und Konzerne, sondern auch die Weiterbildungsinstitute. TEKO-Basel-Schulleiterin Terry Tschumi beispielsweise bestätigt denn auch, dass Bund und Kantone Ausbildungen wie etwa Techniker/in HF Umwelt und Energie ideologisch und finanziell unterstützen. Je nach Kanton werden bis zu 50 oder gar 60 Prozent der Ausbildungskosten übernommen: «Jene, die jetzt davon profitieren, werden künftig bei der Jobsuche einen Vorteil und bessere Karrierechancen haben. Ich gehe davon aus, dass im Zeichen der Globalisierung, der Energiewende und der neuen Herausforderungen an die Mitarbeitenden diese effizienten und gut ausgebildeten Berufsleute äusserst beliebt sein werden.» Gleiches sagt auch Daniel Herzog, CEO der Lernwerkstatt Olten, die auch eine Filiale in Bern hat und im Kanton viele Seminare und Weiterbildungen anbietet: «Viele Fachleute müssen sich nun auch nach einer passgenauen Weiterbildung umsehen. Der Jobmarkt wird Fachleute in Digitalisierung produzieren. Wichtig hierbei ist: das Erkennen, wer das Talent hat, eine solche Position zu bekleiden. Hier sind Top-Talentmanagement und Mentoring gefragt.» Man müsse das Potenzial der eigenen Mitarbeitenden frühzeitig erfassen, gezielt weiterentwickeln und ihnen klare Perspektiven aufzeigen, sagt beispielsweise Talentmanagement-Experte Peter Schaller von der Lernwerkstatt Olten. Potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten


Aus-  & Weiterbildung für Schlüssel- und Führungspositionen müssen zudem frühzeitig aufgebaut und Talente nachhaltig an die Unternehmung gebunden werden. Damit bleibt auch das Know-how in der Firma, was die Kontinuität erhöht. In einer Fachstelle mit hohen Anforderungen und komplexen, verknüpfungsintensiven Aufgaben erst recht.

Berufe in den «Schnittstellen» Trendscouts der Branche betonen jedoch, dass der Bereich Cleantech boomen wird wie kaum ein anderer. Als «Oase für grüne Technologie» sehen die Zukunftsforscher Mitteleuropa in wenigen Jahren. Es wird stetig in erneuerbare Energien investiert. So wird man immer häufiger die Berufs­ bezeichnungen «Abfall-Designer», Energieberater / in mit eidgenössischem Fachausweis, Fachmann / Fachfrau Entsorgungsanlagen und Rohstoffaufbereiter/in hören. Der Umwelt- und Klimaschutz schaffe «grüne Arbeitsplätze» sagen die Experten. In den letzten drei Jahren hat sich der Berufsmarkt dementsprechend angepasst. Somit haben zum Beispiel Techniker HF in Energie und Umwelt besonders gute Aussichten. Ein weiteres Beispiel: Wer jetzt eine Ausbildung zur beziehungsweise zum Wirtschaftsinformatiker / in, Techniker / in (unter anderem auch im Fachbereich Energie und Umwelt), Ingenieur / in, Mechatroniker / in oder in der PR-Branche und Betriebswirtschaft macht oder sich für eine Karriere als Technische(r) Kauffrau / Kaufmann entscheidet, hat vorerst eine gute Wahl getroffen. Laut einer Oxford-Studie zur Zukunft des Arbeitsmarktes sind diese Berufe auch im Jahr 2030 noch gefragt. Generell sind Berufe gefragt, die viel mit dem Vernetzen von Fähigkeiten zu tun haben oder als Schnittstellen zwischen Berufsgruppen fungieren

MINT ist cool Auch ein Phänomen unserer Zeit bei der strategischen Berufswahl: Naturwissenschaft ist trendy – jetzt mehr denn je. Denn nicht nur das Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen ist gestiegen, auch die strategische Herangehensweise bei der Wahl der Wahlpf lichtfächer spielt eine Rolle. Kein Wunder, öffnet das erworbene Wissen beim Wahlpflichtfach MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) doch die Türen zu den Jobs der Zukunft in den digitalisierten Arbeitswelten. In den Sekundarschulen der meisten Kantone – auch im Kanton Bern – sind die MINT-Fächer hoch im Kurs. Besonderen Zuspruch und ein grosser Anstieg des Interesses für das Wahlpflichtfach MINT ist erkennbar bei jungen Frauen. Das hat auch Einfluss auf die Wahl der Schwerpunktfächer an den Gymnasien. So belegen derzeit über 30 Prozent der Schweizer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ein Schwerpunktfach im Bereich der Naturwissenschaften. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei knappen 20 Prozent. Das verwundert nicht, denn die meisten Kantone setzen in ihren Gymnasien auf Fördermassnahmen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dieser Trend wird sich noch verstärken, sagt man in Fachkreisen. Mit einer Ursache dafür ist, dass in den Sekundarschulen vieler Kantone 2016 das Wahlpflichtfach MINT eingeführt wurde.

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MINT und Berufsmatura – weichenstellend für das Berufsstudium Auch im Trend: Informatik als eigenständiges Fach. Bis spätestens 2022 sollen so viele Gymis wie möglich Informatik als eigenständiges Fach einführen, wie dies von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren im Rahmen der Harmonisierung geplant sei. Auch steigt die Maturitätsquote landesweit. Dies sei aber vor allem auf die Beliebtheit der Berufsmaturität und der Fachmaturitäten zurückzuführen. Dies eröffnet natürlich auch Perspektiven in Richtung Berufsstudium. «Mit einer Berufsmaturität im Gepäck kann man an viele Lehrgänge der Höheren Fachschulen andocken», sagt beispielsweise Terry Tschumi, Schulleiterin der TEKO Basel, und fügt an: «Wer in der Schule sich mit Naturwissenschaften durch das Wahlpflichtfach vertieft beschäftigt hat, kann sich bereits mittels passenden praxisbezogenen Lehrgängen fit für die Berufswelt machen. Besonders für BWLer, Wirtschaftsinformatik-­ Studierende und andere stehen dann viele Türen offen für eine interessante Karriere in der Arbeitswelt der Zukunft.»

Praxisbezug – Projektartiges Arbeiten wird gefördert Und wie wird MINT unterrichtet? Das projektartige Arbeiten bildet einen Schwerpunkt in MINT. In vielen Modulen findet ausgehend von einem Thema, einem Phänomen oder einem technischen Gerät respektive Gegenstand eine schrittweise Öffnung in den Themenbereich statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten kleinere oder grössere Aufgaben, Problemstellungen oder Projektaufträge, die sie in Gruppen bearbeiten sollen. Oft lassen die Autorinnen und Autoren der Lehrmittel beziehungsweise des MINT-Unterrichtskonzeptes ihre Erfahrungen in die projektartigen Arbeiten einfliessen und geben den Lehrpersonen Tipps, wie solche Unterrichtsphasen geschickt strukturiert und die Schülerinnen und Schüler begleitet werden können. : : www.lernwerkstatt.ch : : : : www.teko.ch : :

Vorneweg: Frauen untermauern den Trend zu MINT Statistische Zahlen zeigen auf, dass auch die Frauen dazu beigetragen haben, dass MINT zum Top-Renner unter den Wahlpflichtfächern in den Sekundarschulen und naturwissenschaftlichen Fächern zu den beliebtesten Schwerpunktfächern in den Gymnasien wurden. Die Zahl der Schülerinnen mit Schwerpunkt bei den MINT-Fächern hat sich in den letzten drei Jahren fast verdoppelt. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der Naturwissenschaftsfächer ist, dass Schülerinnen und Schüler sich schon früh mit möglichen Berufsfeldern und Bildungswegen auseinandersetzen. Die Laufbahnorientierung sei ein zentraler Erfolgsfaktor und erhöhe die Chancen im Arbeitsmarkt.

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Aus- & Weiterbildung

The Berlitz Schools of Languages AG

Eine grenzenlose Welt Die Berlitz Sprachschule ist zweifelsohne eine der bekanntesten und besten Sprachschulen in der Schweiz und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erstklassigen Sprachunterricht. Profitieren auch Sie von 140 Jahren Know-how. Interview mit Anastasia Christaki von Christoph Steinmann

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irektorin der Berlitz-Filialen in Basel und Bern ist Anastasia Christaki, Griechin aus Thessaloniki und Kind eines Offiziers der griechischen Armee. Dadurch kam sie schon früh in Berührung mit «fremden» Sprachen. Seit Februar 2018 lebt sie in Basel, nach Lebensabschnitten in Griechenland, den USA, Deutschland und Österreich. «Geschäftsführer»: Warum arbeiten Sie bei Berlitz? Anastasia Christaki: Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Sprachen, und die Diversität verschiedener Kulturen fasziniert mich. Bei uns treffen Menschen unterschiedlichster kultureller Prägungen mit unterschiedlichen Lebensläufen, Erfahrungen und Sichtweisen aufeinander. Und es gefällt mir auch, dass ich es mit weltoffenen Menschen zu tun habe. Es sind immer Menschen, die über den Tellerrand ihres eigenen Kulturkreises hinausblicken, sonst würden sie keine Fremdsprache lernen oder lehren. Wie haben sich die Ansprüche an eine Sprachschule in den letzten Jahren von Kundenseite her verändert? Unseren Kunden ist heute zeitliche und räumliche Flexibilität sehr wichtig. Ein- oder mehrmals pro Woche zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, das schaffen viele nicht mehr bzw. wollen sich

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Aus-  & Weiterbildung

nicht festlegen. Deshalb sind eLearning-Formate mit und ohne Trainer wichtig. Apropos Trainer: Auch hier verändern sich die Ansprüche. Es reicht nicht mehr, dass ein Trainer guten Unterricht macht, das wird bei einem Qualitätsanbieter wie Berlitz ganz selbstverständlich vorausgesetzt. Die Kunden erwarten auch, dass die Chemie stimmt. Der Lehrer muss zum Umfeld des Lernenden bzw. des Unternehmens passen. Auf der Homepage sprechen Sie von der Berlitz-Methodik. Können Sie die kurz erklären? Ein sehr wesentlicher Aspekt der Berlitz-Methode ist der Unterricht ausschliesslich in der Fremdsprache. Dazu kommt ein Fokus auf das aktive Sprechen von Anfang; schliesslich geht es ja darum, die Scheu zu überwinden und die fremde Sprache tatsächlich anzuwenden. Ein weiterer Grundpfeiler unserer Methodik ist die Kompetenz unserer Trainer. Wir arbeiten nur mit hoch qualifizierten, professionellen und regelmässig geschulten Muttersprachlern, die dadurch auch Einblicke in die Kultur und Gepflogenheiten ihrer Heimatländer geben können. Dieser interkulturelle Aspekt gehört ebenfalls zu unserer Methodik. Wichtig ist es uns zudem, auf die individuellen Ansprüche des Lernenden bzw. die Anforderungen im Unternehmen einzugehen. Vokabular, Themen, fachliche Schwerpunkte wie English for Aviation, Engineering oder Law und die Unterrichtsmaterialien werden an die Bedürfnisse des Kunden angepasst. Unser Unterricht vermittelt exakt die Sprachfertigkeiten, die benötigt werden. Für alle, die sehr intensiv lernen möchten, bieten wir als Berlitz-typische Besonderheit das Format Total Immersion® an, mit zwölf Unterrichtseinheiten täglich über mehrere Wochen. Der Schüler soll in der Fremdsprache sprechen, denken und – scherzhaft gesagt – im Idealfall träumen. Wer Sprachen lernen will, der sollte dies bereits in jungen Jahren tun. In Schulen werden auch Sprachen gelernt. Kann Berlitz hier ergänzend wirken? Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit gehören zu den historischen Wurzeln der Schweiz. Es gibt bei uns 26 Kantone, von denen drei zwei-

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sprachig sind, ein Kanton ist dreisprachig. Verschiedene Sprachen zu sprechen, gehört quasi zur DNA unseres Landes, und natürlich kommen die Kinder bei uns früh mit anderen Sprachen in Berührung. Das zahlt sich aus, wie internationale Vergleiche zur Sprachkompetenz zeigen, in denen die Schweiz meist besser als der EU-Durchschnitt abschneidet. Berlitz ergänzt mit seinem Angebot die hervorragende Basis, die in den Schulen gelegt wird. Überall wird von Fachkräftemangel geredet. Wie sieht es bei Ihnen beim Unterrichtspersonal aus? Berlitz hat als Anbieter und als Arbeitgeber eine gute Reputation, deshalb ist es für uns kein Problem, in allen Bereichen qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Eine gute Kommunikation führt zu guter Völkerverständigung. Gerade im Multikultiland Schweiz besonders relevant. Spüren Sie etwas davon? Trotz der Sprachenvielfalt gibt es in der Schweiz keine Konflikte zwischen den Sprachregionen. Der Sprachunterricht in den Schulen ist die Basis dafür, dass die Menschen miteinander kommunizieren können. Weil sie sich verstehen, haben sie auch Verständnis füreinander. In diesem Sinne sehen wir uns, als Sprachanbieter mit Schulen in Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, Zug und Zürich, auch als Brückenbauer zwischen den Menschen und Kulturen.

The Berlitz Schools of Languages AG Aarbergergasse 30 CH-3011 Bern Telefon +41 (0)31 310 08 80 bern@berlitz.ch : : www.berlitz.ch : :

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Aus- & Weiterbildung Die SSIB bereitet ihre Studenten auf einen globalisierten und sich verändernden Wirtschaftsmarkt vor.

SSIB Swiss School for International Business AG

Weiterbilden & abheben im Aussenhandel Berufe in der Import- und Exportbranche haben Zukunft. Die SSIB Swiss School for International Business AG ist ein Unternehmen verschiedener Industrie- und Handelskammern und das führende Ausbildungszentrum für die Bereiche Import, Export, Zoll und Mehrwertsteuer. von Fabienne Müller

SSIB-Absolventen des Lehrgangs Aussenhandelsfachmann / -frau die eidgenössischen Prüfungen erfolgreich bestanden. Die Abschlussquote liegt damit 13.7 Prozent über dem Durchschnitt. Dieses Resultat verdeutlicht, dass die SSIB ihre Studenten bestmöglich auf die Prüfungen vorbereitet und dass die Dozenten ein fundiertes sowie praxisnahes Wissen an die Studierenden weitergeben. Die Begleitung und die Beratung der Studenten (auch nach erfolgter Weiterbildung) ist bei der SSIB eine wichtige Kernkompetenz, von der auch international tätige Unternehmen profitieren können. Durch die starken Synergien mit den Handelskammern, kompetenten Fachexperten, einem grossen Netzwerk und über 30 Jahre Erfahrung ist die SSIB eine solide Wissenspartnerin in der Aussenhandelsbranche.

ZOLLSYMPOSIUM

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urch die Globalisierung und die stetigen Veränderungen der Wirtschaftsmärkte spielt die Import- und Exportbranche eine immer wichtigere Rolle. Die Komplexität nimmt zu, und die international tätigen Unternehmen sind darauf angewiesen, kompetente Fachpersonen in ihrer Firma zu wissen. Es lohnt sich also, eine Ausbildung in diesem Bereich zu machen und sich weiterzubilden. Die SSIB als führende Anbieterin im Aussenhandel bietet Lehrgänge an fünf Standorten an: Zürich, St. Gallen, Basel, Bern und Luzern.

FUNDIERTES WISSEN Als Unternehmen verschiedener Handelskammern kann die SSIB bei den Lehrgängen Exportsachbearbeiter / -in und Importmanager / -in nach erfolgreichem Abschluss den Absolventen ein auf dem Markt hoch anerkanntes SIHK-Diplom vergeben. Die beiden Lehrgänge dauern insgesamt sechs Kurstage und werden mit einer Prüfung abgeschlossen. Zusätzlich wird der Zertifikatskurs Zollsachbearbeiter/-in sowie viele spannende Seminare geboten. Ein Highlight sind die Inhouse-Seminare oder Workshops, welche exakt auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt werden. Die eidgenössischen Lehrgänge Aussenhandelsfachmann / -frau mit eidgenössischem Fachausweis (BP) sowie der Lehrgang Aussenhandelsleiter/-in mit eidgenössischem Diplom (HFP), welche jeweils eine Ausbildungsdauer von insgesamt drei Semestern aufweisen, runden das vielfältige Lehrgangsangebot der SSIB ab. 2017 haben 86.4 Prozent der

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Der SSIB liegt überdies viel daran, die Wirtschaftsunternehmen über Aktuelles zu informieren und veranstaltet so jährlich im November den Fachkongress «Zollsymposium». Ein bestens etablierter Kongress für Führungs- und Fachkräfte international tätiger Unternehmen, der sich ideal für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch sowie Networking anbietet. Interessante Referate, ein Round Table und viele weitere Highlights werden den Teilnehmern geboten.

Persönliche Beratung Die SSIB steht den Interessenten, wie auch den Studierenden und Abgängern, jederzeit beratend zur Seite und unterstützt diese in Ausbildungsfragen sowie bei beruflichen Herausforderungen. So finden unter anderem regelmässig Informationsveranstaltungen statt. Die Termine und Standorte sind online abrufbar und Interessenten haben ausserdem die Möglichkeit, ein persönliches Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen.

SSIB Swiss School for International Business AG Riedtlistrasse 19 CH-8006 Zürich Telefon +41 (0) 43 243 75 30 mail@ssib.ch : : www.ssib.ch : :


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Aus- & Weiterbildung

Die erste Reise für Kinder Sputnik

Der heutige Lebensstil und die Anforderungen an berufstätige Eltern verlangen nach einer flexiblen, kompetenten und zuverlässigen Kinderbetreuung. Die Kinder sollen bereits für das Leben lernen, aber trotzdem Freiräume zum Spielen haben. Der Beitrag zeigt, wie die Sputnik Kita diesem Wunsch nachkommt. von Nicole Provini

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ährend meiner Zeit als Kindergärtnerin und später als Primarlehrerin erkannte ich, wie wichtig das selbstständige Handeln und das Sammeln eigener Erfahrungen für Kleinkinder ist. Kinder sollten diese früh in ihrem Leben machen. Fehlen diese Erfahrungen und findet die Wissensvermittlung später in der Schule ohne Anbindung an Handlung statt, bleiben die neu erworbenen Kenntnisse oft nur spärlich haften. Hat sich ein Kind aber einmal stundenlang mit dem Eingiessen von Wasser in einen Ein-Liter-Messbecher beschäftigt, wird es sich später daran erinnern und es wird begreifen, was die Masseinheit ein Liter bedeutet. Im Laufe der Zeit wuchs in mir der Wunsch, Kinder in ihrem Frühstadium zu betreuen und ihnen dabei zu helfen, für ihre zukünftige Entwicklung ein stabiles Fundament aufzubauen. Deshalb gründete ich im August 2012 die Sputnik. «Sputnik» heisst übersetzt «Weggefährte». In diesem Sinn möchte die Kita die Kinder auf ihrem ersten, wichtigen Teil des Weges im Leben begleiten. Ich bin mir der grossen Verantwortung bewusst und freue mich nach 25 Jahren umso mehr an dieser schönen Arbeit mit den Kindern. Als Mutter von drei fast erwachsenen Kindern überlegte ich mir, welche Art von Betreuung ich mir als berufstätige Mutter für meine Kinder gewünscht hätte. Die besten Geschenke sind bekanntlich die, die man am liebsten selbst behalten würde. Zusammen mit

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meinem 25-köpfigen Team biete ich deshalb in der Sputnik eine spielund lernfreundliche sowie sichere Umgebung. In folgendem Beitrag beleuchte ich die pädagogischen Potenziale der Sputnik.

Spielend lernen Die Sputnik bietet eine qualitativ hochstehende Betreuung für Kinder und orientiert sich stark an der Montessori-Pädagogik. Die Betreuer unterrichten nach den Vorgaben des Lehrplans des Kantons Bern. Während der Freiarbeit können sich die Kinder mit unterschiedlichsten Materialien und Aufgaben beschäftigen und erlernen durch ihre eigenen Handlungen wesentliche Fertigkeiten. Einen weiteren Fokus legt die Kita auf das freie Spiel. Spiel ist nicht nur Spiel, sondern ein wichtiges Lernfeld: Es wird gesprochen, verhandelt, geplant, gelacht, manchmal auch gestritten, umgesetzt und diskutiert. Nirgends sonst kann man auf einen Schlag so viele Kompetenzen lernen, üben und festigen. Deshalb ist uns die Vorbereitung der Lernumgebung wichtig, und wir stellen den Kindern passendes Material zur Verfügung. Während den Freispiel-Sequenzen halten wir uns beobachtend im Hintergrund. Am Morgen und am Nachmittag können die Kinder, den schönen, alten Park der Sputnik Kita entdecken, im Malatelier kreativ sein oder sich im Bewegungsraum austoben. Wann immer möglich, binden die Betreuer


Aus-  & Weiterbildung die Kinder in tägliche Arbeiten mit ein. In der eingerichteten Kinderküche dürfen die Kinder Getreide mahlen und Brot backen oder einen Apfel rüsten und einen kleinen Kuchen belegen. Solche Arbeiten bereiten ihnen viel Freude, fördern ihre Selbstständigkeit und stärken das Selbstbewusstsein. Wichtig sind der Sputnik auch Fremdsprachen. Dazu gehören regelmässiges Singen fremdsprachiger Lieder, im Morgenkreis auf Französisch oder Italienisch zu zählen und die Treffen im Englischoder Französischkreis zweimal in der Woche.

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Zusatzangebot §§ Frühenglisch §§ Deutsch für fremdsprachige Kinder §§ Frühmusikalisierung in Zusammenarbeit mit der Musikschule Kellenberger Bern §§ Einbezug von Logopädie und Früherziehung §§ Waldgruppe im Bremgartenwald

Ein vielseitiges Team Das Sputnik-Team besteht aus pädagogisch ausgebildeten Fachpersonen verschiedenen Alters aus den Bereichen Primarschule, Kindergarten, Sozialpädagogik und Kinderbetreuung und wird durch Auszubildende ergänzt. Neben Deutsch sind viele weitere Sprachkenntnisse bei den Sputnik-Mitarbeitern vorhanden. Von dieser Konstellation profitieren die Kinder, indem sie mit deutschen, französischen und englischen Versen und Liedern erste Sprachbarrieren überwinden, was besonders Expats sehr begrüssen.

Organisation und Aufnahme Die Sputnik betreut Kinder ab drei Monaten bis zum Schuleintritt – eine Ganztagesschule von der ersten bis zur sechsten Klasse ist in Planung und Aufbau. Der Übergang von der Sputnik Kita in den angegliederten Kindergarten ist fliessend. Oft wissen die Kinder selber, wann die Zeit für den Übertritt reif ist. Aus pädagogischen Gründen sollten die Kinder mindestens 40 Prozent pro Woche die Kita besuchen. Für begründete Ausnahmefälle können Spezialregelungen vereinbart werden. Da der Besuch des Kindergartens obligatorisch ist, müssen die Kindergartenkinder an mindestens drei ganzen Tagen pro Woche die Sputnik besuchen.

Neues erfahren – dafür bietet die Kita Raum und Zeit.

Eltern, die für ihre Kinder einen Kita- oder Kindergartenplatz in der Sputnik wünschen, vereinbaren einen Besichtigungstermin. Diese finden jeweils montags und dienstags ab 18 Uhr ohne Kinder statt. In einem zweiten Schritt kommen die Eltern mit ihrem Kind einen halben Tag schnuppern. Bei dieser zweiten Begegnung erfolgt zusammen mit den Eltern die sorgfältige Planung der Eingewöhnung und Integration des Kindes in dessen Gruppe. Die Eingewöhnungsphase beträgt in der Regel zwei Wochen. Zum Schutz der Gruppe behalten wir uns vor, in begründeten Fällen die Aufnahme abzulehnen. Kommt es zu keinem Vertragsabschluss, ist die Schnupperzeit kostenlos.

Grundangebot §§ Betreuung ganztags und halbtags, täglich zwölf Stunden geöffnet §§ Flexible Betreuung bei Notfällen §§ Annahme von Betreuungsgutscheinen §§ Integrierter Kindergarten §§ Strukturiertes Programm und Rituale §§ Montessori-Material §§ Englisch- und Französischkreis §§ Sorgfältig gestaltete Lernumgebungen §§ Kinderspielplatz mit diversen Geräten im privaten Park §§ Frisch zubereitete und gesunde Nahrung, Zwischenmahlzeiten und warmes Mittagessen §§ Spaziergänge, Aufsuchen von öffentlichen Spielplätzen, Waldtage §§ Raum und Zeit zum Spielen, Verweilen, Basteln, Lachen, Feste feiern §§ Elterngespräche, Veranstaltungen mit und für Eltern §§ Jährliches Sommer- und Winterfest

Die Kinder helfen in der Küche und lernen selbstständiges Handeln.

Sputnik Laupenstrasse 49 CH-3008 Bern Telefon +41 (0) 31 302 03 08 info@sputnik-bern.ch : : www.sputnik-Bern.ch : :

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Aus- & Weiterbildung

Ursula Burki-Salzmann, Geschäftsführerin und Inhaberin der Burki Beratung & Outplacement GmbH.

Burki Beratung & Outplacement GmbH

Dank Coaching zur passenden Arbeitsstelle Ein Coaching unterstützt Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten oder müssen. Die Burki Beratung & Outplacement GmbH bietet Unterstützung und Begleitung zum individuellen, erfolgsorientierten Selbstmanagement sowohl in beruflichen wie auch in sozialpsychologischen Fragestellungen mit erfahrenen Experten an.

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Interview mit Ursula Burki-Salzmann von w

Geschäftsführer»: Frau Burki-Salzmann, welche Vorteile stellungen im Bereich der Sozialpsychologie führt. Um diesen Bereich haben Menschen, die sich mit einem professionellen im Rahmen des Outplacements und Management-Coachings professionell Coaching beruflich neu orientieren möchten? abzudecken, arbeite ich mit meinem Geschäftspartner Dr. phil. Heinz Ursula Burki-Salzmann: Mit einem Coaching können die Bolliger-­S alzmann zusammen. Als Experte in Burn-out-Prophylaxe, Chancen im Arbeitsmarkt wesentlich gesteigert werden. Der Stellen­ Ressourcen-Management, Self-Care sowie Umgang mit Stress-Situationen suchende lernt selbstbewusst aufzutreten. Er wird vorbereitet auf heikle sind ihm Gelassenheit im Alltag wichtig. Deswegen arbeitet er mit Situationen. Im Hintergrund steht auch eine den Klienten auf diese Ziele hin. Diese Zumoralische Stütze, um nach Absagen auf Stel«Mit einem Coaching können sammenarbeit ist sowohl für den Klienten lenbewerbungen nicht in eine Motivationskrise wie für den Arbeitgeber ein grosser Gewinn, Chancen im Arbeitsmarkt zu stürzen. Absagen erzeugen Frustrationen wesentlich gesteigert werden.» denn sie finden unter einem Firmendach gleich und Einbussen im Selbstwertgefühl. In einem zwei Experten. Coaching lernen Menschen, mit Niederlagen umzugehen. Dies bringt im Lebensalltag weitere Vorteile. Wichtig scheint mir, dass der StellenEine neue Stelle kommt selten von allein. Wie unterstützen Sie Kliensuchende weiss, dass ihm auch ausserhalb vom Familien- und Freundestinnen und Klienten konkret? kreis ein aufbauender und professioneller Coach zur Seite steht. Zu den Stärken meiner Firma zählt ein grosses Netzwerk. Auf dem Geschäftsplatz Bern kennt man sich. In Gesprächen sind Vakanzen und AnWann rückt der sozialpsychologische Aspekt ins Zentrum? forderungsprofile zu erfahren. Klientin und Klient haben eigene Netzwerke, Wenn zum Beispiel private Belastungssituationen zu gross werden und seien dies nun der Freundeskreis, erweiterter Familienkreis oder ehemalige es schwierig wird, sich konstruktiv mit der eigenen beruflichen Situation Arbeitskolleginnen und -kollegen. Es gibt immer verschiedene Kanäle auseinanderzusetzen. Oder wenn ein Coaching zu spezifischen Frageund Möglichkeiten. Zum Beispiel: Eine Spontananfrage kann je nach

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Welches sind die Vorteile einer Outplacement-Beratung? Stellensuchende profitieren von einer professionellen Begleitung, einer unabhängigen Sparringpartnerschaft in einer schwierigen beruflichen Situation. Die Klienten lernen, Mut und Zuversicht zu fassen, Selbstvertrauen zu finden, ihre Ziele zu definieren, professionell in schriftlicher und persönlicher Form im Arbeitsmarkt aufzutreten. Das erhöht die Chancen auf dem offenen und dem verdeckten Arbeitsmarkt. Die Stellensuche wird meist einige Monate in Anspruch nehmen. Wie darf man sich eine solche individuelle Beratung vorstellen? Im Coaching setze ich individuell passende Methoden ein. Diese können je nach Situation kreativ, kognitiv, haptisch oder abstrakt sein. Das gegenseitige Vertrauen wird aufgebaut. Auch ein gemeinsamer Spaziergang schafft Raum für Gespräche. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Lösungen in Gang zu bringen. Der Mensch steht für mich immer in seiner Ganzheit im Fokus.

Im Coaching wirkt eine vertrauensvolle Atmosphäre aufbauend.

Dr. phil. Heinz Bolliger-Salzmann ist Geschäftspartner der Burki Beratung & Outplacement GmbH.

Situation hilfreich sein. Die sogenannten Spontanbewerbungen machen dann Sinn, wenn sie sehr gezielt eingesetzt werden. Dazu gilt es «goldene Brücken» zu schlagen. Wird dann Vernetzung wichtig? Persönliche Kontakte nehmen eine wichtige Funktion ein. Sie basieren auf einem guten Netzwerk und soliden Recherchen, die Zeit in Anspruch nehmen. Ein sich lohnendes Ziel, wer überzeugen will. Diese Form der Bearbeitung des verdeckten Arbeitsmarktes führt oft erfolgreicher zum Ziel, als sich in der Masse der Mitkonkurrierenden durchzusetzen. Als ehemalige Recruiterin weiss ich auch, wie Firmen ihrerseits auf verschiedenen Kanälen ihre Fach- und Führungskräfte suchen – im heutigen digitalen Zeitalter immer mehr via Social Media und Direct Search: Eben auf dem informellen Weg. Dieses Wissen müssen sich die Arbeitssuchenden zunutze machen und entsprechend auftreten. Wann braucht es welches Ihrer Angebote? So individuell die Menschen sind, so einzigartig sind die Formen eines Coachings. Ob nun ein Management Coaching, ein Outplacement oder ein Arbeitsmarkt-Coaching angemessen sind, entscheidet die Situation.

Können Sie ein Beispiel nennen? Wenn ein Klient oder eine Klientin kopflastig nach Antworten und Erklärungen sucht und die Gedanken im Kopf kreisen, dann setze ich viel auf Bewegung. Ich ermuntere meinen Coachee aufzustehen und sich im Raum zu bewegen, um Gedanken freizusetzen. Verkrampfungen werden so gelöst. Auch draussen in der Natur gibt es Gelegenheit, Blockaden frei fliessen zu lassen. Welcher Erfahrungs- und Altersgruppe gelingt der Absprung leichter in der aktuellen Arbeitswelt? Die Frage nach Erfahrung und Alter kann nicht allgemein beantwortet werden. Jede Altersgruppe hat Chancen, sich im Arbeitsmarkt zu behaupten. Bedingung ist die professionelle Vorbereitung. Eine solide Berufsausbildung und stetige Weiterbildung steigern die Möglichkeiten zusätzlich. Der Schlüssel zum Erfolg hängt aus meiner Sicht von drei Kernpunkten ab: erstens den Glauben an sich selber wiederzufinden. Zweitens den Auftritt, das Dossier und die Gesprächsführung zu professionalisieren und drittens die Argumente für seine Passung authentisch und glaubwürdig zu formulieren. Das beginnt schon beim Motivationsschreiben und bildet mit dem perfekten Dossier die Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch. Sie arbeiten seit 15 Jahren im Beratungsunternehmen. Zuvor waren Sie eine erfolgreiche Head Hunterin. Was hat Sie zur Firmengründung bewogen? Unabhängigkeit! Und die Leidenschaft, das grosse Potenzial von hervor­ ragend ausgebildeten Menschen wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu bringen. Manchmal packt mich auch mein Ehrgeiz, zu verhindern, dass gute Leute in die Aussteuerung und damit in einen Teufelskreis des sozialen Abstiegs schlenkern. Schliesslich bin ich Ökonomin und betrachte die volkswirtschaftliche Seite eines Arbeitsmarkt-Coachings: Je schneller die Arbeitssuchenden wieder eine Stelle finden, desto mehr können Zentren der Arbeitsvermittlung Geld sparen. Damit leistet das Coaching einen volkswirtschaftlichen Beitrag an die Öffentlichkeit.

Burki Beratung & Outplacement GmbH Thunstrasse 17 | Marktgasse 61 CH-3005 Bern Telefon +41 (0) 31 318 68 89 burki@burki-beratung.ch : : www.burki-beratung.ch : :

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’Oberland ja, z’Oberland, z’Berner Oberland isch schön... und das nicht nur für die Einheimischen. Unternehmerinnen und Unternehmer, Event-Agenturen, die Tourismus-Branche und so weiter leben unter anderem auch vom Standortvorteil und der hohen Wertschöpfung, die lokale und auswärtige Investoren, Gäste oder Mandatnehmer/innen generieren. Dabei ist die klare Positionierung zur Marke Oberland und den Wertevorstellungen der Region in jeder Hinsicht hilfreich. Dies bestätigen nicht nur führende Unternehmen und KMU,

sondern auch die populären Sportclubs wie Wacker Thun (Handball Meister 2018) und FC Thun (Fussball Super League). Der Tourismus stellt zwar den wichtigsten Wirtschaftszweig für die Region dar. Die Gegend, wo viele ihre Ferien verbringen, inspiriert aber auch Industrie und Gewerbe. Die Region hat sich zu einem dynamischen Wirtschaftsraum entwickelt. Zahlreiche industriell tätige Firmen sind im Berner Oberland angesiedelt und innovative Gewerbetreibende schätzen neben der besonderen Landschaft auch die gut funktionierende Infrastruktur.

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Berner Oberland

Effizienz dank einer klaren Linie FC Thun Oberland

Die totale Identifikation des FC Thun mit der Marke Berner Oberland ist ein Erfolg. Eine klare Positionierung hat noch nie geschadet, zumal wenn diese sowohl traditionelle wie auch aktuelle Werte bedient. Für die Wertschöpfung der Region ist der FCT ein wichtiger Faktor. Die Erfolgsgeschichte des FC Thun ist aber alles andere als ein Selbstläufer. Der «Geschäftsführer» sprach mit Joël Kissling, Mitglied der dreiköpfigen Geschäftsleitung und Geschäftsleiter Kommerz. Er ist gewissermassen derjenige, der die wichtige Schnittstellenposition im Klub bekleidet. Von Joël Ch. Wuethrich

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dentität und Identifikation wird beim FC Thun grossgeschrieben. Die Positionierung als wichtiger Identifikationsträger im Berner Oberland ist gelungen mittels klarem Branding und dem Bekenntnis zur Region und auch dank nicht zu unterschätzender starker Wertschöpfung und Wirtschaftskraft. «Wir müssen dennoch Jahr für Jahr kämpfen, um den Betrieb auf diesem Niveau weiterführen zu können», sagt Joël Kissling, seines Zeichens Geschäftsleiter Kommerz beim FCT. So wie beispielsweise am 2. November 2016, als die FC Thun AG der Öffentlichkeit mitteilte, dass die Existenz des Fussballklubs akut gefährdet sei. Wenn es nicht gelingen sollte, so hiess es damals, bis Ende Jahr eine Million Franken und bis Ende Saison mindestens 1.5 Millonen Franken zu generieren, müsste der Betrieb des FC Thun eingestellt werden, und die FC Thun AG würde aufgelöst. Gleichzeitig mit dieser Medienmitteilung wurde ein breit angelegter Spendenaufruf durchgeführt. Die Stadt Thun wollte sich bei der Rettung beteiligen und den Liquiditätsengpass überbrücken – im Wissen, dass ab der Saison 2017 / 18 mit mehr TV-Geldern gerechnet

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werden könne und sich die Situation so stabilisieren werde. Ein wichtiger Faktor damals für diesen Entscheid war, dass die Nachwuchsabteilung des FC Thun (Aufwendungen von jährlich über 1.5 Millonen Franken) ebenfalls von einem Konkurs betroffen gewesen wäre. Die Stadt Thun unterstütze aber in vielfältiger Weise ein attraktives Kultur-, Freizeit-, Tourismus- und Sportangebot. Vor diesem Hintergrund erschien eine einmalige Unter­stützung des FC Thun mit einem Darlehen vertretbar.

Traditionsklub als Wirtschaftsfaktor und Image-Botschafter Diese Episode zeigt deutlich, welche Bedeutung der FC Thun für die Region hat. Es ist ein Traditionsverein, der auch ein Wirtschaftsfaktor ist, Wertschöpfung generiert, Juniorenarbeit seriös betreibt und nicht zuletzt auch das gute Image der Region transportiert. Die Solidaritätswelle 2016 war gross (bis am 25. November 2016 wurden über 473’000 Franken gespendet) und zeigt bis heute deutlich auf, dass die Positionierung und


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Neue Effizienz mit «Verschlankung» der GL Damit dies alles so bliebe, sei man nun strategisch und operativ auch in der Chefetage gefordert. Einer der wichtigen strukturellen Schritte: In der Geschäftsleitung des FC Thun sind seit 2016 nur noch drei statt sechs Personen vertreten. Mit der neuen Struktur wurden 200’000 bis 300’000 Franken eingespart, die Effizienz gesteigert und internen Abläufe auf Ebene Geschäftsführung verkürzt. Den Vorsitz hat nach wie vor Präsident Markus Lüthi als Delegierter des Verwaltungsrats. Daneben hat es strukturell in der Chefetage nur noch zwei Bereiche: zum Beispiel der Bereich «Kommerz» unter der Leitung von Joël Kissling, der die Finanzen, den Stadionbetrieb, die Vermarktung und das Ticketing leitet und näher zusammenführt. Dies reduziere Schnittstellen und schaffe Synergie­p otenzial unter einer Führung, so Kissling. Für den Bereich Sport ist Andres Gerber zuständig. Joël Kissling ist hierbei als «operativer Leiter» in der Geschäftsstelle an einer Schnittstellenposition: «Das Aufgabengebiet ist sehr breit. Nebst dem Tagesgeschäft mit den Themen Kommerz, Vermarktung, Eventmanagement, Markenbindung und Infrastruktur kann ich auch technische Aufgaben erledigen und neue Themenfelder entwickeln. Es kommen neben unternehmensführenden auch viele konzeptionelle und strategische Herausforderungen auf mich zu. Das macht den Job spannend.» Die aktuellen Herausforderungen für Joël Kissling sind unter anderem die Optimierung der Zusammenarbeit mit der Stadionvermarktung sowie die Kreation weiterer flankierender Angebote in und um die Stockhorn Arena. Das beinhaltet einen Ausbau und eine optimierte Synergie bei den Rahmenprogrammen der Location im Bereich Infrastruktur für Seminare und Generalversammlungen, für Events (volksnahe Events miteingeschlossen), Kultur oder Kulinarik. Kissling: «Wenn bei uns ein Event oder eine Veranstaltung läuft, so haben wir viele Möglichkeiten, rund um die Arena oder auch innerhalb des Stadions attraktive Rahmenprogramme anzubieten. Zum Beispiel Stadionführungen, Fussballspiele für Teilnehmende, Ausflüge und so weiter.» Ein Plus sind auch die Angebote direkt angrenzend an die Stockhorn Arena. So zum Beispiel das Shopping im Panorama-Center.

Identifikationskraft des FC Thun Früchte trägt und ein Beleg ist für gute Verankerung in Stadt und Region. Im Klub – so sagen die Verantwortlichen – würde man Wert daraus legen, dass die Werte und die Positionierung sowohl intern wie auch extern gelebt würden. Frei nach dem Prinzip des Corporate Behaviour. Der FC Thun ist aber auch durch seine nationale und internationale Präsenz zu einem wichtigen Botschafter für die Stadt und die Region Thun sowie für das ganze Berner Oberland geworden. Die sportlichen Leistungen fänden überdies weit über Thun hinaus Beachtung und Respekt, umso mehr als dass sie im schweizerischen Vergleich mit eher geringeren finanziellen Möglichkeiten erzielt werden. Ein attraktives Angebot an Fussball generell und somit auch ein Klub wie der FC Thun bilden für die Region Thun positive Standortfaktoren im Wettbewerb mit anderen Städten und Gemeinden. Fussballvereine würden zudem grosse Jugendund Integrationsarbeit leisten.

Auch ein Ausbau bei den Sponsoreneinnahmen (derzeit ungefähr der fünf Millionen Franken) – vor allem bei den sogenannten Platin-Sponsoren – ist eine der wichtigen Tasks für die nächsten Monate und Jahre. Auch hier würde man grossen Wert auf die Identifikation mit der Region legen wollen, auch wenn nationale Sponsoren natürlich ebenso willkommen sind. Joël Kissling: «Als grösster Sportklub der Region verbindet der FC Thun Berner Oberland die Menschen und sorgt weit über die Kantonsgrenzen hinaus für positive Schlagzeilen. Die Bodenständigkeit, die ehrliche Arbeit und die damit verbundenen sportlichen Erfolge sorgen in der ganzen Schweiz für Begeisterung. So kann man bei uns vom guten Image des FC Thun Berner Oberland profitieren und Teil unserer Familie werden – ob als Matchbesucher, Sponsoring-Partner, mit einer Mitgliedschaft im Klub oder indem man die Stockhorn Arena als Austragungsort für Ihre nächste Veranstaltung entdeckt.»

Soziales Engagement &  Projekte Ausserdem kann sich der FC Thun durch soziale Projekte auszeichnen: Unter dem Begriff «Engagement» werden diverse Projekte mit sozialen und präventiven Themen innerhalb der Organisation des FC Thun sowie Projekte mit interner Beteiligung zugunsten sozial benachteiligter Menschen der Region zusammengefasst. Dabei ist dem FC Thun eine hohe qualitative Umsetzung wichtiger als eine grosse Anzahl Projekte. Der FC Thun macht ausserdem allen Kids im Berner Oberland diverse Angebote, ob als Teil­nehmer unserer tollen Kids Camps, Einlaufkinder, Ballkinder, Helfer bei Verteilaktionen oder als Teilnehmer an speziellen Kids Days. >

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Das «Special Team» hat bereits folgende Preise gewonnen: 2014 Winner Bronzemedaille bei den Special Olympics National Games, 2015 Winner des «Prix Printemps» Schweiz. Seit Februar 2016 nehmen in Zusammenarbeit mit Asylorganisationen auch Flüchtlinge an den Special Trainings teil. Weitere Angebote sind unter anderem die «Special Moments & Special Days» für hilfsbedürftige und sozial benachteiligte Menschen, das Angebot «Praktika & Arbeit» für stellenlosen Jugendliche aus der Region, für ausgesteuerte Menschen und anerkannte Asylbewerber oder auch das Engagement bei Radio Blind Power, wo blinde und sehbehinderte Menschen im Stadion am Fussball teilhaben können. Weitere soziale Engagements wären zudem die «Bahnhof-Paten Thun» und das Hilfsprojekt «Delta Cultura» Capo Verde.

Joël Kissling, Geschäftsleiter Kommerz beim FC Thun

Dazu gehören externe Projekte wie «Rotwysses Härz», bei welchen Special Trainings (Integration & Inklusion) für Kinder und Jugendliche mit geis­ tiger Behinderung mittels Special Trainings in der Stockhorn Arena angeboten werden. Darüber hinaus veranstaltet der FC Thun Fussballturniere und nimmt mit diesem «Special Team» an diversen anderen sportlichen Anlässen teil (zum Beispiel Grand Prix Bern 2016, National Games 2014).

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Zu den internen Engagements und Projekten gehört das «Klassenzimmer»: In einer ganzheitlichen Ausbildung zum Profifussballer ist die Erlangung und Förderung sozialer Kompetenz ein wichtiger Bestandteil. Doch nicht nur Spieler, sondern auch alle anderen Mitarbeitenden des FC Thun werden seit 2007 im «FC Thun Klassenzimmer» in diversen Ausbildungsmodulen geschult und für die Gefahren des Fussballgeschäfts sensibilisiert. Für dieses Projekt arbeitet der FC Thun auch mit verschiedenen Partner­ organisationen und Dozenten zusammen. : : www.fcthun.ch/de/Engagement : :


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Bauen & Wohnen Ob Landhausstil, schwedisches Design oder Minimalismus – die Inneneinrichtung spiegelt die Personalität des Bewohners wider – sei das in den Wohn- und Schlafräumen oder in der Küche. Aber wie entsteht eine harmonische und aufeinander abgestimmte Einrichtung? von Freya Mohr

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ekanntlich ist das stilsichere Einrichten von Wohnungen und Häusern nicht immer eine einfache Sache. Materialien müssen aufeinander abgestimmt werden, es kommt auf die richtige Farbwahl an, die Kombination an Möbelstücken soll ein einheitliches Bild ergeben … Das trifft heutzutage nicht nur auf den Wohnraum und das Schlafzimmer zu, sondern auch auf die Küche. Ein Ort, der immer mehr zum Lebensraum und zentralen Treffpunkt wird.

Die Einrichtung der Küche fängt bei der Auswahl der Werkstoffe an – sie verleihen jeder Küche einen ganz eigenen Charakter. Stahl­k üchen sind ein Klassiker, und eine Küche aus pulverbeschichtetem Aluminium hat eine andere Wirkung als eine Altholzküche aus recycelten Materialien. Der Vielfalt an Werkstoffen ist keine Grenze gesetzt: Naturstein, Holz, Edelstahl, Kunstharz oder Quarzkomposite. Die richtige Wahl zu treffen, ist oft gar nicht so einfach, wie es vielleicht zu Beginn scheint. Die folgenden Seiten geben Inspiration.

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Die richtigen Werkstoffe in Küchen Lebensraum Küche

Die moderne Küche ist nicht mehr nur zum Kochen da. Sie hat ihre soziale Funktion zurückgewonnen. Als zentraler Wohnraum ist sie Treffpunkt für Familie, Freunde und Bekannte. Ausserdem dient sie als feines Kochlabor. Jetzt stellt sich die Frage, welche Werkstoffe am besten zur modernen Küche passen.

© Team 7 Natürlich Wohnen GmbH

von Helen Stacher

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üchen bilden den Lebensmittelpunkt eines Zuhauses. Oftmals werden sie mit dem Wohnraum verknüpft, sodass ein zentraler Raum zum Kochen, Treffen und Entspannen entsteht. Diese Entwicklung hat vor allem etwas mit der veränderten Wahrnehmung des Kochens zu tun. War es lange nur ein notwendiges Übel, ist das Kochen inzwischen gesellschaftsfähig geworden. Der Genuss beim Essen und Kochen ist in den Vordergrund gerückt. Heute hat das gemeinsame Kochen mit der Familie oder Freunden einen wichtigen Platz im gesellschaftlichen Leben eingenommen – dies spiegelt sich auch im Design der Küchen wider. So sind Kochinseln nach wie vor sehr beliebt. Im Premium-Segment ist jede Küche ein Unikat und muss nach den individuellen Bedürfnissen gut geplant werden. Die gewählten Materialen spielen dabei eine grosse Rolle. Im Folgenden stellen wir einige Beispiele vor.

Die Frage nach Stahl oder Aluminium Seit Jahren ein Klassiker auf dem Schweizer Küchenmarkt ist die Forster Stahl­küche. Wo es um Dauerhaftigkeit und Ästhetik geht, bleibt Stahl unerreicht. So sind Forster Küchen auch nach 50 Jahren noch modern. Konzentration auf das Wesentliche ist eine Qualität, die auch morgen noch stimmt. Auch Aluminium eignet sich hervorragend für den Küchenbereich. Es lässt sich mühelos reinigen, ist absolut hygienisch und geruchsneutral. Mit dem Know-how in der Aluminium-Verarbeitung realisiert beispielsweise die Firma Lehni in Zusammenarbeit mit Architekten und Küchengeräteher­ stellern individuelle Aluminiumküchen, die sich aufgrund ihrer klaren Linienführung optisch zurücknehmen und zeitlos sind. Das Aluminium kann entweder farblos oder in einer Wunschfarbe pulverbeschichtet gewählt werden. Die Arbeitsflächen sind aus rostfreiem Stahl oder nach

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Wunsch gefertigt. Puristische Eleganz prägt auch den Auftritt der Küchen von Orea aus kühlem Alucobond. Geräucherte Eiche und Aluminium entfalten ihre Wirkung im Wechselspiel mit grosszügigen Flächen und filigranen Materialdimensionen. Sie sorgen für eine zeitlose, warme Atmosphäre, ohne auf Funktionalität zu verzichten.

Natürliches Holz Der Trend zum ökologischen Wohnen hat auch auf dem Gebiet der Küchen Einzug gehalten. Aus Gründen des Raumklimas und der Umweltfreundlichkeit wünschen heute viele eine Küche aus echtem Holz. Durch ihre einzigartigen Muster und Maserungen strahlen Holzküchen Individualität aus. Regelmässig mit Naturöl gepflegt behält Holz seine Schönheit über viele Jahre. Auch «Recycling» und «Upcycling» sind Themen in der Küche. Exklusivität bietet die Altholzküche, die aus antikem Holz gefertigt ist. Holzteile, die oftmals schon mehrere hundert Jahre alt sind, werden so vorbereitet, dass sie bedenkenlos zu Küchenmöbeln verarbeitet werden können, ohne dabei ihre rustikale und authentische Ausstrahlung zu verlieren.

Arbeitsflächen aus Naturstein, Quarz und Beton Gestaltungfreiheit besteht auch bei den Arbeitsflächen und Küchenab­ deckungen, die aus einem besonders beständigen Material gefertigt sind: Beliebt sind Abdeckungen aus Naturstein wie Granit, Marmor und Schiefer oder Edelstahl und neuerdings auch aus Beton. Arbeitsplatten aus Naturstein sind besonders edel und robust, haben aber auch ihren Preis. Eine gute Alternative bieten Arbeitsplatten aus Quarzkomposit, einem Kunststein. Quarz ist eines der härtesten Mineralien der Natur mit >

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Bauen & Wohnen

© Sio4 Küchen GmbH

Weiss ist in der Beliebtheitsskala ganz oben. Küchen mit weissen Lackfronten – hier in Matt von Hans Eisenring – sind klassisch, zeitlos und modern.

einer hohen Stabilität und ist besonders kratzfest. Quarzkomposite wie Silestone und Space-Stone oder Mineralwerkstoffe wie HI-Macs oder Staron können in vielen unterschiedlichen Farben und Oberflächen hergestellt werden. Bekannt ist auch der Werkstoff Corian, der zu zwei Dritteln aus mineralischem Füllstoff und zu einem Drittel aus Acrylglas besteht. Die Oberfläche von Kompositwerkstoffen ist nahezu porenfrei, sodass ihr Flecken von Kaffee, Wein, Zitronensaft und anderen Produkten des täglichen Bedarfs kaum etwas anhaben können. Das Material kann auch für die Gestaltung der gesamten Küche eingesetzt werden, inklusive Böden und Wände.

Exklusive Natursteinküche

© Orea AG

Die CUBE-Natursteinküche: Bei der Insellösung entsteht durch das Maserungsbild eine perfekte Steinblockoptik.

Eine besondere Ästhetik, Exklusivität und Langlebigkeit vereint eine Küche ganz aus Naturstein wie beispielsweise der Küchen­monolith CUBE der Manufaktur sio4. Die schlichte geometrische Form verbindet sich mit der individuellen Maserung des Steins zum Unikat – ob als freistehendes Modul oder als Insellösung. Eine Steinküche entspricht dem Wunsch nach mehr Natürlichkeit und bietet alle Vorteile eines naturrobusten Materials. Die langlebigen Steinoberflächen sind leicht zu reinigen, schnitt- und kratzfest sowie feuchtigkeitsresistent. Durch die Einzigartigkeit des Naturwerkstoffs Stein wird die Küche zum exklusiven Wohnraum und Lebensmittelpunkt, in dem man sich gerne länger aufhält. Egal, ob Naturstein, Mineralwerkstoffe, Holz, Kunstharz oder Metall, die moderne Küche ist nicht mehr nur zum Kochen da. Sie hat ihre soziale Funktion zurückgewonnen und gilt als zentraler Wohnraum.

Orea 1: Die Küche mit Oberflächen aus Alucobond und edlem Holz besticht durch eine schlanke, saubere Formensprache.

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Genuss Aussergewöhnliches Essen gibt es heute immer öfter auf der Speisekarte. Aber wie wäre es mal mit einem aussergewöhnlichen Ort zum Essen? Zum Beispiel neben wilden und exotischen Tieren wie Bären, Rentieren oder Leoparden. von Freya Mohr

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ie Zeiten, in denen Raubtiere auf den Tellern landeten, sind zum Glück vorbei. Der Handel mit Bärenfleisch ist in Bern seit Mitte der 1980er-Jahre verboten. Die wilden Tiere sind heute im BärenPark und im Dählhölzli anzutreffen. Auf die Teller kommen heute immer mehr Zutaten aus der Region, die der Saison entsprechen. Wer also in Bern einen Bärenhunger verspürt, ist gut bedient. Direkt am Bärengraben liegt das Restaurant Altes Tramdepot. Das Restaurant ist unter anderem für sein Tram-Bier bekannt – das kommt aus der

hauseigenen Brauerei. Passend dazu gibt es deftige Speisen wie Weisswurst im Sud auf der Speisekarte. Die eiswerkstatt gleich nebenan verarbeitet natürliche Zutaten zu italienischem Gelato. Das Alte Tramdepot ist aber längst nicht das einzige Restaurant in Bern, in dem die Gäste sozusagen direkt neben wilden Tieren speisen. Die Rede ist vom Tierpark-Restaurant Dählhölzli. Nach oder vor einem Spaziergang durch den Tierpark gibt es hier Regionales und Saisonales auf den Teller. Die Einrichtung aus Holz lässt dabei Safari-Ambiente aufkommen.

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Kulinarik

Das Zollhaus liegt über der Aare direkt am Bärengraben.

Auf der Brücke schlafen Besuch am Bärengraben

Aussergewöhnliche Hotels gibt es auf der ganzen Welt: übernachten im Baumhaus, schlafen im Iglu oder campen in Planwagen sind nur einige Beispiele. Das Restaurant Altes Tramdepot eröffnete im Sommer ein Hotel im Zollhaus auf der Nydeggerbrücke. Jetzt können Gäste direkt am Bärengraben nächtigen. von Freya Mohr

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lleine im Hotel. Und zwar ganz alleine – ohne schnarchende Gäste im Nebenzimmer, ohne putzendes Zimmermädchen auf dem Flur und ohne läutende Concierge-­Klingel nachts um drei Uhr. Ist das möglich? Die elf Pop-­up-Hotels, die diesen Sommer in einer Kampagne von Schweiz Tourismus beworben wurden, bewiesen es. Alle diese Hotels hatten nur ein Zimmer und wurden extra für diese Aktion zur Übernachtungsmöglichkeit umgebaut. Da gab es zum Beispiel ein Zimmer im Fischergalgen in Basel und eins im Krummturm in Solothurn. Und es gab auch ein Zimmer im Zollhäuschen der Nydeggerbrücke in Bern. Es ist das einzige der elf Ein-Zimmer-Pop-up-­Hotels, das auch noch nach der Aktion von Schweiz Tourismus bestehen bleibt und als Hotelzimmer gemietet werden kann.

Zimmer mit Aussicht auf Bern Was die Grösse angeht, täuscht beim Zollhaus der erste Blick. Auf zwei Etagen erhält der Gast in dem One Suite Hotel nicht nur ein Hotelzimmer, sondern eine ganze Wohnung mit 70 Quadratmetern: Das Schlaf­zimmer

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und ein Bad befinden sich im zweiten Stock. Die Küche, ein weiteres Bad und der Wohnbereich mit eigener Terrasse liegen in der ersten Etage. Unmit­ telbare Nachbarn sind übrigens Ursina, Finn und Björk – die drei Berühmtheiten im BärenPark. Wer jetzt zur Winterzeit im Wohnzimmer aus dem Fenster schaut, kann ihnen vielleicht noch bei den Vorbereitungen für den Winterschlaf zusehen. Das Hotel befindet sich nämlich wirklich inmitten der bekannten Berner Sehenswürdigkeit. Nicht das einzige Sehenswerte, das es bei einem Blick aus dem Fenster zu erspähen gibt. Das Hotel Zollhaus ist nur wenige Schritte von der Aare und der Berner Altstadt entfernt – die Fenster geben neben dem Bärengraben die Aussicht auf die Nydegger­ brücke, das Berner Münster und die UNESCO-geschützte Altstadt frei. Wer sich nun wundert, wo es den Schlüssel zu diesem aussergewöhn­ lichen Hotel gibt, wenn es doch keine Rezeption hat, geht ein paar Schritte weiter: Das Zollhaus gehört zum Restaurant Altes Tramdepot – auch gleich neben dem BärenPark. Der stellvertretende Geschäftsführer Matthias Keller hatte die Idee zu dem Hotel.


Modernes Mobiliar kombiniert mit alten Relikten und Fotos der Stadt.

Was für Instagram-Fans: Blick auf die historische Altstadt von Bern.

Historische Gemäuer Da das Hotelzimmer zwar eine Küche hat, aber keinen Herd, bietet sich am Abend ein Besuch im heimeligen Alten Tramdepot an. Seit 20 Jahren ist das Restaurant aus der Berner Gastronomie-Szene nicht mehr wegzudenken. Die Grundmauern des Alten Tramdepots sind ein historischer Bau und wurden bereits 1889 / 90 gelegt. Ursprünglich diente das Gebäude als Depot für das Luftdrucktram zwischen Bärengraben und Güterbahnhof. Nach dem Grossumbau öffnete das Restaurant am 17. November 1998 seine Türen.

Gemütlich schlafen direkt unterm Dach des Zollhauses.

Etwas Besonderes ist sicherlich die hauseigene Brauerei. Entweder man beginnt den Samstagnachmittag mit dem Brauerei-Treff und erfährt alles über die Kunst des Bierbrauens, oder man geht gleich zum genüsslichen Teil über: ein Tram-Bier mit deftiger Weisswurst im Sud. Nicht die einzige hauseigene Spezialität im Alten Tramdepot. Neben Tram-Bier gibt es auch noch Tramdepot Whisky und Bierbrand. Und natürlich das hausgemachte Eis aus der eiswerkstatt.

Glacekreationen Die Gelateria produziert Gelato nach klassischem Handwerk. Ganz so wie in Italien. Das ganze Jahr über können die Gäste aus bis zu 22 verschiedenen Sorten auswählen. Von traditionellen Geschmacksrichtungen wie Vanille und Schokolade über ausgefallenere Sorten wie Black Vanilla bis hin zu Sorbettos mit Passionsfrucht und Chili oder Mandarine ist alles dabei. Die eiswerkstatt stellt jedes Gelato aus 100 Prozent natürlichen Zutaten her, der intensive Geschmack entsteht durch die Verarbeitung erstklassiger Rohstoffe. Deswegen ist man in der Gelateria wahrscheinlich eher nicht alleine – vor allem nicht im Sommer.

Hausgemachtes Eis das ganze Jahr – in der Gelateria eiswerkstatt.

: : www.zollhausbern.ch : : : : www.altestramdepot.ch : : : : www.eiswerkstatt.ch : :

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Kulinarik

Tierischer Genuss an der Aare Tierpark-Restaurant Dählhölzli

Um richtig zu geniessen, muss neben dem Essen auch das Ambiente stimmen. Ausgefallen lässt es sich mit Blick auf die Aare und den Tierpark in Bern speisen. Auf den Teller kommt nur Saisonales aus der Region. Wir stellen das Tierpark-Restaurant Dählhölzli vor. von Nora Bölsterli

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ur Minuten vom Zytgloggeturm und somit nicht weit von der Berner Innenstadt entfernt, doch aller Hektik entrückt; inmitten der Berner Stadtlandschaft und doch von Natur umgeben: Das ist das Tierpark-Restaurant Dählhölzli. Am lauschigen Ufer der Aare kann man mit der Familie oder mit Freunden Energie auftanken oder Feste feiern. Ob draussen, unter schattigen Bäumen oder drinnen im grosszügigen Galerierestaurant – es stehen verschiedene Lokalitäten zur Verfügung. Wenn eine Expedition ins Tierreich oder eine Entdeckungstour entlang der Aare den Appetit angeregt hat, können sich die Gäste etwas Schmackhaftes gönnen – entweder im bedienten Restaurant oder an der unkomplizierten Selbstbedienungstheke vom Tierpark-Restaurant Dählhölzli. Die Gerichte auf der Menükarte werden von Zutaten der Saison bestimmt. Zutaten, die das Team in der Region aufspürt und auf deren Qualität es setzt. Die spezielle Kinderkarte und eine Spielecke sorgen dafür, dass sich auch die Kleinen im historisch-originalen Restaurant aus dem Jahr 1938 wohlfühlen. Dass das Tierpark-Restaurant Dählhölzli speziell unter Kindern zum Geheimtipp geworden ist, liegt übrigens nicht nur an den Spieleinrichtungen und der Kinderkarte, sondern vor allem an einem grossen Herzen für kleine Gäste.

Schlemmen à discrétion Bei den kulinarischen Wochen-Specials im Tierpark-Restaurant Dählhölzli kommt bestimmt jeder auf seine Kosten. Jeden Sonntag verwandelt sich das Restaurant zum Frühstücksland: Von 9.00 bis 12.00 Uhr wird ein klassisches Schweizer Zmorge-Buffet à discrétion mit Berner Zöpfe, Fleischund Käseplatten, Birchermüesli und vielem mehr serviert. Dienstags geniessen die Gäste Rindstatar à discrétion und am Sonntag von 12.30 bis 14.30 Uhr gibt es ein Sonntagsbratenmenü à discrétion. Vor oder nach dem leckeren Sonntagsschmaus ist es an der Zeit, den Tierpark Dählhölzli zu besuchen, denn der Eintritt ist im Sonntagsbraten-Package inklusive.

Tagen und feiern Ob fürs Geschäft oder für einen Familienanlass, das Tierpark-Restaurant Dählhölzli kann für ein paar Stunden ganz oder teilweise gemietet werden. Die vier Säle und Konferenzräume bieten Platz für zehn bis 80 Personen. Das Ambiente, der aufmerksame Service und das liebevoll kreierte, kulinarische Angebot sorgen dafür, dass die Teilnehmer kaum bemerken, dass sie eigentlich arbeiten.

Das Zmorge am Sonntag lässt keine Wünsche offen.

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Auch für private Anlässe wie Taufe, Geburtstag, Konfirmation, Hochzeit, Jubiläum oder Weihnachtsessen hat das Tierpark-Restaurant Dählhölzli das passende Package bereit. Aktuell gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, das Jahresende oder den Jahresanfang in der unvergleichlichen


Kulinarik

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Fast wie auf Safari: Das Galerierestaurant hat Charme.

Nach einem Spaziergang an der Aare ein saisonales Dessert geniessen.

Lichtdurchflutete Räume eignen sich für Seminare und Tagungen.

Location zu feiern. Fonduezauber in der Fischerstube, ein festliches 4-Gang-Menü oder eine unkomplizierte Tavolata bieten ein Angebot für jeden Anlass – ob mit Arbeitskollegen, Freunden oder Familie. Das Ganze kann mit einer Führung durch den Tierpark im Vorfeld ergänzt werden. Auch Kindergeburtstage im Dählhölzli sind zum Gesprächsthema auf den Berner Spielplätzen geworden. Unbestrittener Star unter den kleinen Geburtstagsgästen ist Wulli Waschbär, der tierisch freundliche Animator. Wer also in Bern an der Aare entlangflaniert, sollte das Tierpark-Restaurant Dählhölzli nicht missen. Das Restaurant mit seinen vielen Möglichkeiten erfüllt alle Wünsche von Klein bis Gross, von Arbeit bis Vergnügen.

Tierpark-Restaurant Dählhölzli Tierparkweg 2 CH-3005 Bern Telefon +41 (0) 31 351 18 94 info@daehlhoelzli.ch Leckere Gerichte im Restaurant mit regionalen Zutaten.

: : www.daehlhoelzli.ch : :

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Kulinarik

Von CBD-Blüten über Shishas bis zu CBD-Tee – ein vielfältiges Angebot erwartet die Kunden im Shop.

Ganz legal Gras rauchen Fourtwenty Trendshop

Wenn es um Hanf geht, ist ein kompetenter Ansprechpartner gefragt. Hier spielt es keine Rolle, ob man Grosshändler oder Produzent von Hanfprodukten ist oder ein einfacher Konsument von Canabidiol-­ (CBD-)Hanf-Produkten, welche heute vermehrt in der Schweiz angeboten und konsumiert werden. von Tom Krisper

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n einem schönen Gewölbekeller der Altstadt Bern liegt das Fourtwenty, ein Grow- und Headshop mit einem grossen Angebot an exzellenten Produkten. Der Schweizer Shop gilt seit über 17 Jahren als zuverlässige Anlaufstelle in Sachen Treibhaustechnik und Raucherzubehör und legt Wert auf eine richtige und kompetente Beratung. Das sehr gut sortierte Angebot umfasst die grösste Auswahl an CBD-­ Produkten in der Schweiz sowie eine grosse Auswahl an Pfeifen, Bongs, Shishas, hochwertigen Vaporizern, Papers, Blunts, Grindern, Waagen sowie verschiedene Arten von Dosentresoren und Minigrip-Beuteln.

CBD – das legale Gras Durch die langjährige Erfahrung im Hanfbusiness kennt sich das Fourtwenty mit der aktuellen Gesetzlage aus und informiert sich ausserdem regelmässig über Neuheiten auf dem Hanfmarkt. Als vor über zwei Jahren der CBD-Hype begann und sich das kaum psychoaktive Cannabinoid aus weiblichem Hanf als «das legale Gras der Stunde» entpuppte, nahm das Fourtwenty den Moment wahr. Heute ist das Fourtwenty der grösste Grosshändler von CBD-Produkten in Bern und der Region: Der Grow- und Headshop beliefert weit über 140 Läden wie auch Growshops in der ganzen Schweiz. Das Angebot zählt weit über 70 verschiedene CBD-Blütensorten von bekannten Schweizer Herstellern, dazu gehören Pure Production, Double Green, WP-Labs, Starbuds und C-Pure – um nur einige zu nennen. Das Fourtwenty unterstützt und verkauft die führenden CBD-Produkte auf dem Markt und sucht immer wieder mit grosser Sorgfalt nach neuen, qualitativen Hanfprodukten. Neben CBD-Blüten beinhaltet das Angebot auch die bekannten CBD-Öle von MediHemp, PuraVida und Cannaliz. Für die Dampfer von E-Zigaretten führt das Fourtwenty CBD-E-Liquids

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der Marke Meet Harmoy, einer der bekanntesten und qualitativ besten E-Liquid-Marken auf dem CBD-Markt. Des Weiteren sind Hanf-CBDProdukte erhältlich wie Drops, Rocks, Tee, Terpene und sogar CBD-­ Leckerlis für den geliebten Vierbeiner – den Hund. Das Fourtwenty verkauft zudem seine eigene CBD-Hausmarke, genannt Hempy. Diese wird Indoor, im Treibhaus, und auch Outdoor unter strengen Bedingungen und Kontrollen angebaut. Hempy steht für Qualität. Das Hempy Indoor No. 1 ist bei den Kunden äusserst beliebt und wird auch an private Kioske und an Kioske von Naville Distribution im Kanton Waadt geliefert.

Fachkundiger Ansprechpartner Das Fourtwenty ist der kompetente Ansprechpartner für jedes grosse CBD-Projekt in der Schweiz. Und auch in der Zukunft, wenn die psycho­ aktive Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) legalisiert wird, ist das Fourtwenty der richtige Ansprechpartner für Geschäftsleute, Anwälte, Ärzte und die Polizei.

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Beauty & Gesundheit Schönheitsideale ändern sich mit der Zeit und sind von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Oft hängt die Schönheit mit der Gesundheit und der eigenen Einstellung zusammen – eine gesunde Ernährung, ein gesundes Stressmanagement und ein gesundes Sportprogramm verbessern das eigene Körpergefühl. von Freya Mohr

Wahre Schönheit kommt von innen» – ein oft gehörter Spruch. Aber wie erlangt man ein gesundes Körpergefühl? Entspannung, Regeneration und eine gesunde, ausgewogene Ernährung tragen sicherlich dazu bei, ein inneres Gleichgewicht zu erlangen. Ein Nachmittag in der Sauna, ein SPA-­ Wochenende oder eine Woche intensives Wellness-Programm geben einem schnell wieder die nötige Balance und bringen den Teint zum Strahlen.

Detox-Kuren, Anti-Stress-Behandlungen und Akupunktur sind nur einige der Methoden, die in den Wellness-Tempeln angewendet werden. Auch leichte körperliche Aktivitäten gehören dazu wie Yoga, Shiatsu, Tai-Chi oder Chi-Kung. Entspannen lässt es sich danach im Hammam, bei einer Phyto-Fango-Therapie oder bei einer Massage. Wir stellen auf den folgenden Seiten eine besondere Wellness Clinic im Süden Spaniens vor. Bevor sich der Winter-Blues einstellt, gibt es dort einen Kick an frischer Energie und Entspannung für die innere Schönheit.

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Beauty & Gesundheit auszeit am meer

Wellness-Tempel de luxe Wenn Wellness der Superlative auf eine sensationelle Location trifft, ist ein perfekter Entspannungsurlaub garantiert. Egal ob drei, sieben, vierzehn oder mehr Tage – ein massgeschneidertes Programm in der «SHA Wellness Clinic» im spanischen Alicante garantiert maximalen Erfolg für die Gesundheit. von Nike Schröder

Traumhaft eingebettet in die Natur: die «SHA Wellness Clinic»

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Beauty & Gesundheit

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Entspannung für Körper, Geist und Seele

S

chon bei der Anreise wird klar, dass die Gäste ein ganz besonderes Erlebnis erwartet, denn die «SHA Wellness Clinic» bietet einen wundervollen Panoramablick auf die Ausläufer der Gebirgskette Sierra Helada und liegt zudem direkt am azurblauen Meer inmitten eines Naturschutzgebietes. Entspannung, Regeneration, Genuss und das Erlangen des inneren Gleichgewichts stehen hier als oberste Ziele auf dem Programm. Die Verbindung aus fernöstlichen und modernsten Techniken garantiert Erholung pur und ein ganz neues, gesundes Körpergefühl. Im über 6 000 m² grossen Wellnessbereich lässt sich ein perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Programm zusammenstellen. Ein Schwerpunkt der «Clinic» ist unter anderem die makrobiotische Ernährung mit ihrer heilenden Kraft. «Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung», wusste schon Hippokrates. Der Küchenchef und sein Team zaubern für jeden Gast kulinarische Meisterwerke – gesund, saisonal, natürlich, energetisch, ausgewogen und von tausendjährigen Prinzipien inspiriert. SHA bietet drei Arten von Menüs («SHA», «Biolight» und «Kushi»), um in höchstem Masse auf alle Gäste eingehen zu können und ihnen damit grösstmögliche Vitalität zu verleihen.

Natürliche Therapien Ergänzt wird der Aufenthalt durch natürliche Therapien wie die speziell entwickelte SHA-Methode, Detox- & Anti-Aging- oder Anti-Stress-­ Behandlungen, Akupunktur, Shiatsu, Yoga, Chi-Kung, Tai-Chi, Watsu, Hydrotherapie, Rassoul Hammam, Phyto-­Fangotherapie oder Unter­

wasser­druckstrahlmas­sage. Ziel ist eine «Umerziehung» von schlechten Gewohnheiten, damit der erreichte optimierte Gesundheitszustand möglichst lange erhalten bleibt. Die vielen positiven internationalen Bewertungen wie beispielsweise als «Best Destination Spa – Condé Nast Johansens (2017)» oder «Spa Finder Crystal Award Best in Europe + Best in Spain (2015)» zeigen, dass es sich hier um einen ganz besonderen Wellness-Tempel handelt, der in jedem Fall eine Reise wert ist. : : www.shawellnessclinic.com : :

AHA Academy Hier vermittelt das SHA-Team den Gästen in Gesprächen, Übungen, Spazier­gängen oder Konferenzen, auf Wunsch als Gruppenaktivität oder Privatstunde, wertvolles Wissen zu Schönheit und Gesundheit. Die Experten geben ihr Wissen aus Forschungsarbeiten zu den Vorteilen von Natur­therapien und gesunder Ernährung sowie jahrhundertelang gesam­ meltes asiatisches Medizinwissen in Verbindung mit den jüngsten Fortschritten westlicher Medizin weiter. So können die Gäste nach dem Aufenthalt bei SHA die neu erworbenen Kenntnisse auch zu Hause weiter anwenden, vertiefen und ein gesundes Leben nach der SHA-Philosophie führen.

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Beauty & Gesundheit Dr. med. Raphael Wirth

«Eine Frage der Proportionen» Um ihren Idealvorstellungen zu entsprechen, unterziehen sich heute immer mehr Menschen Schönheitsbehandlungen oder legen sich gar unters Messer . Schönheitsbehandlungen und –operationen sind heute kein Tabuthema mehr. Der Gang zum Ästhetischen Chirurgen fällt vielen Menschen leichter. Dr. med. Wirth über das Geschäft mit der Schönheit, über plastische Chirurgie und Patientenwünsche.

«

INTERVIEW MIT DR. MED. RAPHAEL WIRTH

Geschäftsführer»: Ein Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie wird oft nur als «Schönheitschirurg» wahrgenommen. Was entgegnen Sie dem? Dr. med. Raphael Wirth: «Schönheitschirurg» ist kein geschützter Titel, jeder Arzt darf sich im Prinzip als Schönheitsmediziner bezeichnen. Ich bin zwar unter anderem für die Schönheitschirurgie zuständig, bezeichne mich aber nicht als Schönheitschirurgen. Denn der Facharzttitel für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie ist geschützt und vom Bund anerkannt; er besagt, dass ich die spezifischen Weiterbildungen besucht habe und die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitze, die es für dieses breitgefächerte medizinische Teilgebiet braucht. Welche Menschen suchen den Plastischen Chirurgen auf? Einerseits kommen Patienten zu mir, die dies nicht freiwillig tun – Tumoroder Brustkrebspatientinnen und -patienten. Andererseits suchen mich Patientinnen und Patienten jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Schichten auf, die etwas an sich verändern möchten. Wie zum Beispiel jüngere Frauen, die ihre Brust zu gross oder zu klein finden, Jugendliche mit abstehenden Ohren oder junge Männer mit etwas Wohlstandsspeck. Ein grosser Teil meiner Kundschaft machen auch Frauen zwischen 30 und 50  aus. Sie investieren viel Zeit in ihren Körper und treiben eine Menge Sport, wünschen sich aber oft ihren früheren Körper mit straffem Po, Bauch und Busen zurück. Ab 50 Jahren kommen auch die Männer wieder; typische Eingriffe sind bei ihnen Lidplastiken (Schlupflider, Tränensäcke entfernen), Faltenbehandlungen oder ein Facelifting. Was ist für Sie ein schöner Körper? Ein schönes Gesicht? Für mich ist das eine Frage der Proportionen; es geht nicht darum, wie dick, dünn, gross oder alt jemand ist, sondern dass alles proportional zueinander passt. Schön sein bedeutet auch nicht faltenfrei, im Gegenteil. Die «glatt­ gebügelten» faltenfreien Gesichter, die man auch häufig in Magazinen und Zeitschriften sieht, entsprechen nicht meinem Verständnis von Schönheit. Das Geschäft mit der Schönheit ist auch in der Schweiz ein Wachstumsmarkt. Im Jahr 2014 wurden 53’300 Schönheitsbehandlungen durchgeführt. Sind Patienten heute schneller bereit zu einer OP? Diese Zahl hört sich sicher nach sehr viel an, ein Grossteil davon sind aber Injektionen mit Botox und Hyaluronsäure und anderen nicht invasiven Methoden zuzurechnen, die häufig wiederholt werden müssen. Entscheidend ist aber, dass heute Schönheitsbehandlungen und auch -operationen kein Tabuthema mehr sind und man auch vermehrt darüber spricht; die Hemmschwelle, einen Ästhetischen Chirurgen aufzusuchen, ist niedriger geworden. Wie sicher sind denn Schönheitsoperationen und -behandlungen? In den allermeisten Fällen sehr sicher. Im Rahmen eines ästhetischen Eingriffes gehe ich kein übermässiges Risiko ein und wende auch

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sichere, bewährte Verfahren an, die funktionieren. Auch sind die Patienten grundsätzlich gesund. Ist dies nicht der Fall, muss abgeklärt werden, ob ein Risiko für die / den Patientin / en besteht und sie / er Schaden erleiden könnte – falls dem so wäre, darf man die Operation nicht durchführen. Es ist Ihnen ein Anliegen, dass sich Ihre Patientinnen und Patienten genügend Zeit nehmen, die gefällte Entscheidung reifen zu lassen. Wie beraten Sie Ihre Patienten? Neue Patienten, die eine ästhetische Behandlung wünschen, berate ich ausführlichst. Die Patienten schildern, was sie stört oder was sie ändern möchten. Dann wird das Problem beurteilt und es wird besprochen, welche Veränderungen möglich und sinnvoll sind und welche Kosten anfallen. Wichtig ist die vollumfängliche Aufklärung. In der Regel haben sich die Patienten ihre Entscheidung aber gründlich überlegt, bevor sie den ersten Termin beim plastischen Chirurgen vereinbaren. Es lassen sich aber nicht immer alle Wünsche erfüllen und immer wieder muss man von gewissen Eingriffen abraten bzw. Patienten ablehnen.

D r .  m e d .  R a p h a e l W i r t h Facharzt für Plastische, Rekonstruktive & Ästhetische Chirurgie FMH, Facharzt für Chirurgie FMH General-Dufour-Strasse 17 CH-2502 Biel Telefon +41 (0) 32 322 88 10 info@dr-wirth.ch : : www.dr-wirth.ch : :


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Beauty & Gesundheit

Mehr als ein Rauschmittel Swiss Cannabis SA

Hanfprodukte erfreuen sich zunehmend grosser Beliebtheit – auch bei Kunden über 50. Hochwertige Cannabisprodukte aus CBD-Hanf finden vermehrt in der Kosmetik und im Wellness-Bereich Anwendung sowie in der Lebensmittelproduktion. Folgender Beitrag zeigt, wie sich die Swiss Cannabis SA durch ihre HANFTHEKEN zum Schweizer Marktführer von CBD-Produkten für Wellness und Wohlbefinden entwickelt hat. von Marco Stettler und Remo Schmid

S

eit knapp zwei Jahren findet man in der Schweiz ein wachsendes Angebot an Hanfprodukten und Rohstoffen, die reich am wohl­ tuenden und entspannenden Cannabidiol (CBD) sind, aber im Ge-

gensatz zum bekannten Tetrahydrocannabinol (THC) keine berauschende (psychoaktive) Wirkung aufweisen. Das grosse Angebot an Cannabis- und CBD-Produkten findet bei Menschen im Alter zwischen 18 und 88 Jahren grossen Anklang. Das Schweizer Unternehmen Swiss Cannabis SA ist vom gesundheitsfördernden Potenzial der Hanfpflanze überzeugt und hat seit September 2016 in der Deutsch- und Westschweiz schon mehr als 16 Geschäfte im Franchisesystem unter dem Namen HANFTHEKE beziehungsweise CANNATHÈQUE eröffnet. Im Zentrum der HANFTHEKEN steht das Thema Wohlbefinden, Wellness und Lifestyle. Hier finden die Kunden ein grosses Angebot an hochwertigen Rohstoffen, CBD-Hanfblüten, -Öltropfen, -Extrakte und Hanfsamenöl-­ Kapseln sowie eine Auswahl an Bio-Lebensmitteln, Life­ style- und kosmetischen Produkten.

Schweizer Hanfprodukte in Pharmaqualität Die von Swiss Cannabis SA verwendeten Hanfpflanzen baut grösstenteils der Schweizer Partner AI FAME GmbH in Wald-­Schönengrund (SG) an. Die AI FAME GmbH hat sich auf die Produktion, die Zucht, den Anbau und die Ernte von Cannabispflanzen spezialisiert. Ihre Tochtergesellschaft

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Beauty & Gesundheit

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entwickelt. Ebenso hat das Unternehmen vor Kurzem neue Premium-­ CBD-Kosmetikprodukte in Kollaboration mit der Jüstrich Cosmetics AG lanciert. Swiss Cannabis SA legt sehr viel Wert auf kontinuierliche Innovationen und starke Partnerschaften mit etablierten Schweizer Produzenten, die ebenso hohe Qualitätsansprüche verfolgen.

CBD-Kosmetik und Hautpflege Die neu entwickelte CBD-Hautpflegelinie in Zusammenarbeit mit TAL umfasst eine intensive CBD-Regenerationscreme, ein CBD-Duschgel, ein mildes CBD-Shampoo und eine CBD-Bodylotion. Die Produkte eignen sich insbesondere für trockene, beanspruchte und empfindliche Haut. Diese CBD-Kosmetiklinie ist reich an natürlichen Wirkstoffen und überzeugt durch die beruhigende, pflegende und natürliche Wirkung. Die verwöhnenden Premium-CBD-Kosmetikprodukte umfassen eine nährende Intensivpflege für beanspruchte Hände mit biologischem Kokosund Hanföl. Ein ideales Produkt für die tägliche Pf lege strapazierter Hände. Ein weiteres Produkt ist eine beruhigende und entspannende Intimpflege mit Hanfextrakt. Das ausgleichende Öl-Gel mit biologischem Kokos- und Hanföl wirkt entspannend und zugleich intensiv pflegend und bewahrt die natürliche Wohlfühlbalance der Haut. Alle Produkte sind in den HANFTHEKEN und CANNATHÈQUES in der Deutsch- und Westschweiz und im Online-Shop erhältlich.

Die HANFTHEKEN

Alle CBD-Produkte von Swiss Cannabis sind aus Schweizer Anbau.

AI LAB Swiss AG übernimmt die Weiterverarbeitung für den Lebensmittel- und Medizinbereich und ist vom Schweizerischen Heilmittel­ institut Swissmedic GMP-zertifiziert. GMP (Good Manufacturing Practice) steht für eine gute Herstellungspraxis und dient der Gewährleistung der Produktqualität von Arzneimitteln. Zudem besitzt das Unternehmen eine Bewilligung des Schweizerischen Heilmittelinstituts zur Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen (API-Zulassung). Die Kunden der HANFTHEKEN können sich somit auf kontrollierte Schweizer Cannabis-­ Rohstoffe und CBD-­Produkte in Pharmaqualität verlassen, die sämtliche gesetzliche Rahmenbedingungen erfüllen.

Innovationen im Hanfmarkt Besonders beliebt bei der Generation 50plus sind die wohltuenden und entspannenden CBD-Öltropfen. Grossen Anklang finden auch Bio-­ Hanflebensmittel, wie etwa die neuen Schweizer Urdinkel-Teigwarenspe­ zialitäten mit Hanf, der Hanftee aus Schweizer Anbau und die Hanfsamen, die sich durch ihre hochwertigen Inhaltsstoffe und ungesättigten Fettsäuren auszeichnen. Eine besondere Innovation stellt die Schweizer CBD-­ Kosmetik- und Hautpflegelinie dar. Diese hat Swiss Cannabis in Zusammenarbeit mit der legendären Marke TAL und der Parsenn-Produkte AG

Die HANFTHEKEN sind keine legalen Kiffershops, sondern Wellness- und Lifestyle-Boutiquen für Menschen zwischen 18 und 88 Jahren. Die Nähe zum Volk und eine fach­ männische Beratung liegen der Swiss Cannabis SA hierbei am Herzen.Die HANFTHEKEN fokussieren sich auf das Wohlbefinden der Menschen, Wellness und Lifestyle. Weniger hingegen setzt das Unternehmen auf den Freizeitkonsum von Rauchwaren. Hierdurch entsteht ein klarer Kontrast zu Hanf-Shops, die sich ausschliesslich auf legales Gras und auf Tabakersatzprodukte fokussieren. Die erste HANFTHEKE eröffnete 2016 in Bern in der Kramgasse, in der Zwischenzeit sind schweizweit 15 weitere dazugekommen. Die HANFTHEKEN bieten ausschliesslich Produkte an, die reich an Cannabidiol (CBD) sind, aber keine berauschende Wirkung haben. Der THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol) mit seiner psychoaktiven Wirkung liegt bei allen Produkten unter dem gesetzlich festgelegten Grenzwert von einem Prozent. Alle Standorte der HANFTHEKEN sind auf der Webseite zu finden. Zusätzlich gibt es einen 24-­Stunden­­Onlineshop, damit die Kunden auch ausserhalb der Öffnungszeiten die Produkte der Swiss Cannabis SA beziehen können. Die Lieferung erfolgt innert ein bis zwei Arbeits­tagen bequem nach Hause.

Swiss Cannabis SA Tüfi 450 CH-9105 Wald-Schönengrund Telefon +41 (0) 62 398 07 07 info@swiss-cannabis.com : : www.swiss-cannabis.ch. : :

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Sport & Freizeit Sport ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität, sondern hat zunehmend auch wirtschaftlich eine erhebliche Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Ob aktiv betrieben oder passiv als Zuschauer verfolgt: Sport hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. von Charles Staubach

D

ie Sportwirtschaft macht in der Schweiz einen Umsatz von über 21 Milliarden Franken (Tendenz stark steigend) und hat ein Beschäftigungsvolumen von nahezu 100’000 vollzeitäquivalenten Stellen.

Die Wertschöpfung über den Sport und die Sportevents ist überdies im Steigflug. Und in einer Sport- und Eventstadt wie Bern kann einiges generiert werden. Ob nun ein Grossereignis stattfindet, der BSC Young Boys in der Champions- oder Europa League spielt oder der SC Bern viele Fans

mobilisiert: Potenzial für eine Wertschöpfungssteigerung ist immer vorhanden, wie Martin Bachofner, CEO Bern Welcome bestätigt. Bern ist eine Top-Sportstadt, in welcher 2018 die hiesigen Mannschaften in den populären Teamsportarten (und auch einige Einzelsportlerinnen und – sportler) national und international absolute Spitze waren. Im 2019 darf man sich in der Grossregion Bern wiederum auf einige spannende Sport-­ Grossanlässe freuen – sei es im Bereich Amateur- und Spitzen- aber auch im Breitensport. Auch das Formel E-Rennen in Bern wird die Stadt in ihren Bann ziehen. Lesen Sie hierzu mehr auf den folgenden Seiten.

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Sport & Freizeit Formel E – Swiss E-Prix 2019 in Bern

Geschenk des Himmels fürs Stadtmarketing Die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) und die Berner Stadtregierung haben im Oktober 2018 grünes Licht gegeben für das Rennen der Formel E-Elektroboliden in der Bundesstadt. Das wird der Stadt eine enorme Publicity bescheren. Von Joël Ch. Wuethrich

E

s ist ein echter Glücksfall für Bern: Der Formel-E-Grand Prix (offiziell Swiss E-Prix) wird 2019 trotz des grossen Erfolgs nicht wieder in Zürich stattfinden. Wegen der Terminkollision mit dem «Züri-Fäscht» 2019 konnte der Stadtrat für eine weitere Austragung in Zürich keine Bewilligung mehr erteilen. Der Grund: Ein weiterer Grossanlass sei für die Bevölkerung eine zu grosse Belastung. Der Renntag sei zwar ein Erfolg gewesen, schrieb der Zürcher Stadtrat zu seinem Entscheid. Auf dem Gelände habe eine gute Stimmung geherrscht und das Medienecho sei riesig gewesen. Aber bei der Terminkollision müsse man dem «Züri-Fäscht» die Priorität einräumen, und so kommt Bern zum Handkuss.

entweder am 9. oder am 22. Juni 2019 – das genaue Datum ist noch nicht definitiv kommuniziert worden – in der Bundeshauptstadt durchgeführt wird, ist einer der grössten Einzelanlässe überhaupt in den letzten Jahren und somit eine internationale Strahlkraft entwickeln. Denn die Formel E ist im Aufwind. Viele Marken und Sponsoren schmücken sich mit ihrem Engagement für die Elektro-­Rennboliden, und es werden von ihnen und den jeweiligen Veranstaltern sowie von der Dachorganisation FIA bezüglich Public Relations und Imagewerbung keine Kosten und Aufwände gescheut. Auch sind in der Formel E hierzulande sehr prominente Fahrer am Start. So zum Beispiel der Schweizer Formel-E-Top-Fahrer Sébastien Buemi und der einstige Sauber-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld.

Kein Aufwand zu klein für PR & Imagewerbung

Die Crux mit der Streckenführung

Dementsprechend euphorisch reagierte man in Bern. So hat die Stadtregierung verkündet, man wolle sich einem «grossen Publikum als moderne und attraktive Stadt im Herzen Europas präsentieren». Der Swiss E-Prix, der

Die erteilte Bewilligung ist an wesentliche Bedingungen geknüpft. Die Stadt Bern leiste beispielsweise keinen finanziellen Beitrag an das Rennen – der Veranstalter habe alle Kosten zu tragen. Eine grosse Herausforderung

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Sport & Freizeit

sei die Streckenführung. Die Aarehalbinsel scheint eine Alternative zur Innerstadt darzustellen. Gegenüber verschiedenen Medien wurden unter anderem das BERNEXPO-Gelände und das Wankdorf-Quartier rund um das Stade de Suisse vorgeschlagen. Die Veranstalter sind da jedoch nicht sonderlich erpicht darauf, dass sich die Streckenführung zu weit von der Stadtmitte befindet. Eine Herausforderung sind auch die zahlreichen Brücken, die bei einem Rundkurs durch die Innenstadt passiert werden müssten. Eine Alternative wäre die Lorrainebrücke aus der Stadt raus und via Kornhausbrücke wieder in die Stadt rein. Die Innenstadt solle nicht zu stark befahren werden, so die Vorstellungen der Stadtregierung – auch wenn das UNESCO-Weltkultur­erbe als Kulisse sehr attraktiv wäre. Weitere zu prüfende Faktoren wären: die Passierbarkeit der Brücken für die Formel-E-Boliden, das Gefälle oder die Steigungen auf Strassen, die nicht geeignet sind für den empfindlichen Unterboden der Rennautos. Was man jedoch schon weiss: Die Tramschienen sind kein Problem. «Die Gespräche mit der Stadt und der Verwaltung laufen», sagte der Medien­sprecher des Veranstalters «Swiss E-Prix Operations AG», Stephan Oehen, den Medien. Auch noch zu beachten sei eine für alle verträgliche Strecken­f ührung, welche den Alltagsverkehr und die Quartierbevölkerung nicht über Gebühr einschränke. Offen ist noch das Austragungsdatum. Gemäss Kalender auf der Website der Formula E ist Sonntag, 9. Juni 2019, als Renntag vorgesehen.

Will Zürich den Swiss E-Prix 2020 wieder zurück? Aber Achtung: 2020 könnte der Swiss E-Prix wieder in Zürich stattfinden. Zürich bemüht sich offenbar um die Austragung 2020. Die Quartiere um das Seebecken hält der Zürcher Stadtrat nach den Erfahrungen in diesem Jahr jedoch nicht mehr für geeignet. Es müsse ein anderer Standort für das Rennen gefunden werden. Für die Organisatoren sei dies kein Hindernis. «Zürich ist immer eine Option», stellte Stephan Oehen von Swiss E-Prix gegenüber den Medien klar. Man habe auch schon Ideen, wo sonst in Zürich ein Rennen mit internationaler Ausstrahlung statt­finden könne. Eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus der Stadtverwaltung und dem Veranstalter prüfe nun mögliche Veranstaltungsorte und lege diese dann dem Stadtrat zum Entscheid vor, steht es in der Mitteilung weiter.

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Bern wird aber alles daran setzen, 2019 die grösstmögliche Wertschöpfung aus diesem Event zu erzielen. Die höchste Wertschöpfung wird vor allem bei mehrtägigen Anlässen gebracht, so würde der Konsum in den Bereichen Shopping, Gastronomie, Hotellerie und Stadtbesichtigungen gefördert, sagte Martin Bachofner, CEO von Bern Welcome, im Interview mit dem «Geschäftsführer» im Sommer 2018. Mit den Qualifikationstagen und dem Renntag ist dies beim Swiss E-Prix der Fall. : : www.fiaformulae.com/de : :

Formel E und die Ökobilanz Die Formel E war die erste Motorsport-Kategorie, die mit der ISO-20121-Zertifizierung – der höchsten Auszeichnung für nachhaltige Veranstaltungen – ausgezeichnet wurde. Nun hat die ABB FIA Formel E Meisterschaft im Rahmen des FIA Environmental Certification Framework drei Sterne erhalten. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der FIA für die festgelegten umwelttechnischen und nach­h altige Ziele. Der Sinn der Nachhaltigkeit in der Formel E sei, die Ökobilanz und Umweltauswirkungen zu verringern, sagte Julia Palle, Senior Sustainability Consultant bei der Formel E. Gutachten befanden, dass die Formel E seit der ersten Saison 2014 / 15 ihre Umweltpraktiken umfassend weiterentwickelt und auch die internen Prozeduren, Verfahren und Überwachungen verbessert habe. Zu den wichtigsten Elementen für die FIA-Auszeichnung zählen das Engagement der Führungsetage, Kommunikation, Schulung und Leadership, jedoch auch, wie das Unternehmen gewisse Bereiche wie Transport, Energienutzung und Abfallhandhabung beeinflusst. Die ABB FIA Formel E Meisterschaft habe ein Umweltverwaltungssystem eingeführt, um seinen Betrieb laut bewährten Praktiken zu verbessern. Gleichzeitig unterstütze und fördere sie neue und sauberere Technologien, sagte der FIA Deputy President for Sport, Graham Stoker.

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Sport & Freizeit

Im Dezember gastiert DAS ZELT in Bern.

Einzigartige Shows im Zelt DAS ZELT in Bern

Ursprünglich konzipiert für die Landesausstellung Expo.02, ist DAS ZELT in den letzten 16 Jahren zu einem festen Bestandteil des Schweizer Kulturlebens herangewachsen. Vom 18. bis 31. Dezember 2018 schlägt das grösste Schweizer Tourneetheater seine Zelte auf der Allmend in Bern auf. von Fabienne Pullan

V

on Comedy über Concert bis Circus verzaubert DAS ZELT sein Publikum mit einem vielseitigen Programm. Dieses Jahr bringt das Tourneetheater zudem viele neuartige, innovative und aussergewöhnliche Shows nach Bern. «Supermarkt Ladies» ist das erste Musical der Schweiz zum Mitbestimmen. Das Publikum entscheidet über das Geschehen und lenkt die Geschichte dreier Supermarktverkäuferinnen, sodass jede Show ganz individuell verläuft. «This Is Rock» bringt nicht nur viel Rock, sondern ein echtes Lebensgefühl auf die Bühne. Die Show erzählt die Geschichte der klassischen Rockmusik und ihrer Rock Giants, inszeniert durch eine handverlesene Band: «The Rock Community». Bei der neuen Familienshow «Family Circus» können Kinder die Stars nicht nur auf der Bühne bestaunen, sondern selber Teil der Zirkusshow sein und neben bekannten Artisten wie zum Beispiel Nina Burri eine eigene Nummer vor Hunderten von Zuschauern vorführen. Spannend wird es dieses Jahr im «Comedy Club 18»: Neben der festen Besetzung mit Peter Pfändler, Rob Spence, Barbara Hutzenlaub und Charles Nguela treten zwei Newcomer gegeneinander im Comedy-Battle an, und das Publikum im Saal entscheidet, wer in die grosse Finalshow kommt. In Bern duellieren sich Niko Formanek und Milva Stark. DAS ZELT präsentiert zudem weitere Show-Highlights von gestandenen Comedy- und Musikgrössen wie Marco Rima, Massimo Rocchi, «Lapsus», Philipp Fankhauser, «Starbugs Comedy», Claudio Zuccolini, «Heimweh», Stefan Büsser sowie das musikalische Lausbubentheater «Neues von Michel aus Lönneberga». Von diesem Show-Programm lässt sich jeder gerne verzaubern und verbringt einen unvergesslichen Abend unter der Zeltkuppel. DAS ZELT bietet sowohl für Privatpersonen wie auch für Firmen vor und nach den Vorstellungen hochwertige Hospitality-Erlebnisse an. Von einem exquisiten 3-Gang-Gourmet-Menü (Reservation erforderlich),

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über warme Tagesgerichte oder Grillspezialitäten bis zu pikanten und süssen Snacks – Die Kombination einer kreativen und auserlesenen Gastronomie mit Top-Acts der nationalen und internationalen Show­ szene ist einzigartig und sorgt für Erinnerungen, die bleiben.

DAS ZELT in Bern, Allmend §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§ §§

Supermarkt Ladies, 18. – 23.12.2018 Starbugs Comedy, 18.12.2018 Lapsus, 19.12.2018 Comedy Club 18, 20.12.2018 Neues von Michel aus Lönneberga, 23.12.2018 Massimo Rocchi, 26. & 27.12.2018 Claudio Zuccolini, 26.12.2018 Stefan Büsser, 27.12.2018 Philipp Fankhauser, 28.12.2018 Family Circus, 29. & 30.12.2018 This Is Rock, 29. & 31.12.2018 Heimweh, 30.12.2018

DAS ZELT AG Leonhardsgraben 34 CH-4051 Basel Telefon +41 (0) 61 260 06 00 info@daszelt.ch : : www.daszelt.ch : :


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Mobilität Mobilität ist in der heutigen globalisierten Welt eine entscheidende Komponente in der Businesswelt und wird immer wichtiger. Mobilität bedeutet auch Selbständigkeit und die Art, wie mobil man sich gibt, ist Ausdruck der Persönlichkeit. Genau so, wie die Wahl des Vehikels, welches uns von A nach B bringt. von Charles Staubach

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as ist eigentlich Mobilität? Rein definitionsgemäss ist Mobilität folgendes: Potentielle Mobilität ist die Beweglichkeit von Personen, allgemein und als Möglichkeit. Realisierte Mobilität ist die Befriedigung von Bedürfnissen durch Raumveränderung, wobei der Verkehr das Instrument ist, das man dann für die konkrete Umsetzung der Mobilität benötigt. Dafür braucht es Fahrzeuge, Infrastrukturen und Verkehrsregeln. Wenn man über die Zukunft auf unseren Strassen, Schienen, Wasserwegen oder in der Luft nachdenken und Lösungen entwickeln will, ist Nachhaltigkeit iebenfalls ein wichtiger Aspekt, der seit einigen Jahren zum Vokabular der Mobilitätsforscherinnen und -forscher gehört.

Mobilität ist aber auch eine ganz persönliche Angelegenheit und über die Fahrzeuge und Bewegungsmittel generell definieren wir uns selbst. Wie das Frauchen, so der Wauwau, wie das Auto, so der Fahrer, hiess es dann und wann im Volksmund. Studien aus Deutschland und den USA lassen aber tatsächlich den Rückschluss zu, dass sich die Persönlichkeit in der Automarke wiederspiegelt. Zu den neuesten Trends 2019 und vielem mehr kann man sich bald aus erster Hand in der Region informieren: Nächstes Jahr dürfen wir uns nämlich auf die Berner Auto Show im März 2019 und auf die Mobility Days im September 2019 freuen. Auch ein Highlight: Der Gemeinderat von Bern hat den Weg für ein Formel-E-Rennen in der Bundeshauptstadt geebnet. Es soll im kommenden Jahr am 22. Juni stattfinden.

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Mobilität Luxuriöser SUV

Endlich angekommen Mit der Luxuslimousine Phaeton versuchte VW den Sprung in die Oberklasse – mit mässigem Erfolg. Doch der neue Touareg hat als Marken-­ Flaggschiff alle Talente, um in einer höheren Liga mitzuspielen. von Auto-Medienportal.Net

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Viel Chrom und Querspangen geben dem Touareg ein markantes Aussehen.

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s gab eine Zeit, da wollte man in Wolfsburg mehr wagen als nur Volks-Wagen. Der damalige VW-­Vorstandschef Ferdinand Piëch sah für die Marke mehr als Golf und Co. im Portfolio. Mit dem Phaeton wagte er 2002 den Einstieg ins automobile Oberhaus. Ohne freilich das Prestige und die Verkaufszahlen des A8 der Konzernschwester Audi zu erreichen. Inzwischen ist er eingestellt – nachfolgerlos, auch weil sich Volkswagen inzwischen auf seine elektromobile Zukunft konzentriert. Deshalb kommt der neuen Generation des XL-SUV Touareg nun auch eine neue Rolle zu: die des Flaggschiffs im Programm.

Mehr Platz, weniger Gewicht Die dritte Generation des Touareg wurde breiter (plus 44 mm auf 1.98 m) länger (plus 77 mm auf 4.79 m) und flacher (um 7 mm auf 1.70 m). Die neuen Dimensionen führen zu einem um 113 Liter auf 810 Liter vergrösserten Kofferraum. Die Rücksitzbank lässt sich um 160 Millimeter verschieben und in der Neigung bis zu 21 Grad verstellen. Die maximale Anhängelast liegt wieder bei 3 500 Kilogramm. Trotz der grösseren Länge und Breite wurde die Karosserie im Vergleich zum Vorgänger um 106 Kilogramm leichter. Hinter diesen wenigen Fakten offenbart der Touareg seine eigentliche Stärke auf der Langstrecke: viel Raum, sehr gute Vordersitze, auch mit Massagefunktion, hinten verschiebbare Rücksitze, der dennoch grosse Kofferraum mit absenkbarer Ladekante und drei Ausstattungsvarianten, bei denen der Name das Gebotene recht gut charakterisiert: Elegance,

Atmosphere und R-Line. Das Ambiente hier und auch der erste Blick auf das virtuelle Cockpit zeigen, dass dieser Volkswagen mit ungewohntem Anspruch auftritt. Markenvorstand Jürgen Stackmann sprach jetzt bei der Vorstellung des Touareg in Tirol vom ersten Volkswagen im Premiumsegment. So schnell gerät der Phaeton in Vergessenheit.

Flaggschiff mit Premium-Eigenschaften Das Aussendesign zeigt den Premium-Anspruch mit weniger Zurückhaltung als das Innenleben. Ganz schön viel Gesicht mit grossen Lufteinlässen, viel Chrom und Querspangen lassen keine Zweifel aufkommen: Hier be­ ansprucht ein Auto die Rolle als Spitzen­modell und Flaggschiff der Marke. Alles, was der Konzern zu den Stichworten Infotainment, Konnektivität und Dienstleistungen und Künstlicher Intelligenz bei Anzeige, Bedienung und Fahrerassistenz zu bieten hat, findet Platz im Touareg. Weil es so eindrucksvoll in den Blick fällt, wählen wir das neue Cockpit als Beispiel. In ihm verschmelzen ein Zwölf-Zoll-­D isplay und der 15-Zoll-Touchscreen des Top-Informationssystems «Discover Premium» zu einer digitalen Bedien-, Informations-, Kommunikations- und Entertainmenteinheit, die «allways on» steuerbar ist und sich individualisieren lässt. Das Cockpit kommt fast ohne klassische Tasten aus. Dabei gingen die Entwickler aber nicht den Weg, alles über den Bildschirm zu steuern und damit den Blick vom Geschehen auf der Strasse abzulenken. Für häufig genutzte Funktionen gibt es den Schalter noch. Ausserdem lässt sich viel über die Knöpfe am Lenkrad oder über die Sprachsteuerung steuern. >

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Die Zahl der Möglichkeiten zu entdecken und die richtigen für den persönlichen Geschmack und den persönlichen Fahrstil zu nutzen, kostet Zeit. Aber es lohnt sich; denn der Touareg hat alles an Bord, was Fahrerassistenzsysteme heute bieten können, bis hin zu einer Funktion, die sich als «vorauseilender Gehorsam» beschreiben lässt. Wer sich darauf einlässt, dessen Auto sorgt dafür, dass es nur mit der zulässigen Geschwindigkeit fährt und schon am Ortsschild nur noch 50 km / h auf dem Tacho sieht. Das System warnt auch, wenn der Fahrer im Begriff steht, eine Kurve zu schnell anzugehen. Der Touareg umrundet Kreisverkehre in diesem Modus nur wenig schneller als mit Schrittgeschwindigkeit. Perfekt fürs Gelände: der fünftürige SUV mit Allradantrieb.

Intelligentes Licht

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Die Scheinwerfer verfügen über LED-Matrixlicht mit 128 LED pro Scheinwerfer: 48 fürs Abblendlicht, 27 fürs Fernlicht und die übrigen fürs Kurvenund Abbiegelicht, Standlicht und das animierte Blinklicht. Der Fahrer schaltet nur den «Dynamic Light Assist ein», den Rest übernimmt das System. Der klassische Fernlicht-Assistent hat schon wieder ausgedient, weil die Elektronik heute so viel mehr kann als Ein- oder Ausschalten und auf Blendung anderer achten.

Verschiedene Motoren zur Auswahl Seit diesem Sommer gibt es vorerst zwei V6-Diesel mit 231 PS und 286 PS. Folgen wird ab Herbst ein V6-Benziner mit 340 PS und später ein V8-Turbodiesel mit vier Litern Hubraum, 421 PS sowie 900 Nm. Auch eine Plug-in-Version mit einer Systemleistung von 367 PS wird kommen. High-Tech im Cockpit.

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Der SUV einer neuen Generation.

Wir bringen die Zukunft in Serie.

Der neue Touareg. Jetzt Probe fahren. Der neue Touareg setzt neue Massstäbe: Mit seinem geradlinigen und ausdrucksstarken Design ver­ bindet er Fahrerlebnis mit Eleganz. Im Inneren erwarten Sie jede Menge Platz, Komfort sowie viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Wegweisende Technik wie das Innovision Cockpit, die LED­ Matrix­Scheinwerfer und zuverlässige Assistenzsysteme machen ihn zum SUV der Zukunft. ¹ Der VW Touareg verfügt über Garantie inkl. Verschleissreparaturen bis 3 Jahre oder 100’000 km und kostenlose Wartung bis 10 Jahre oder 100’000 km. Es gilt jeweils das zuerst Erreichte. Änderungen vorbehalten.

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Style Kunden möchten Produkte heute anfassen, spüren, riechen, schmecken … bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Sie wollen die Marke erleben – mit allen Sinnen. Mit einfacher Werbung ist es da nicht getan. Marketing muss Emotionen wecken und die Produkte erlebbar machen. von Freya Mohr

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oher kommt der Sinn für guten Stil? Und was motiviert uns letztendlich zum Kauf neuer Produkte? Inspirationen bekommen wir durch Fashion-Magazine, Lifestyle-Blogs und Instagram-Posts. Aber auch die Marken selber setzen ihre Produkte immer mehr in Szene. Ein bisschen Print-Werbung hier und ein wenig Online-Marketing dort reichen heute nicht mehr aus. Unternehmen inszenieren eine komplette Welt um ihre Produkte, in die der Kunde eintauchen kann. Es geht darum,

ein einmaliges Erlebnis und einen einmaligen Service zu bieten. Kunden kaufen heutzutage nicht mehr einfach Produkte, sondern Emotionen. Und genau darum geht es in der sogenannten Erlebnis-Ökonomie. In Markenwelten wie der Autostadt Wolfsburg können Besucher das Unternehmen förmlich anfassen, in edlen Boutiquen wie Brioni in Mailand erleben Kunden personalisierten Service und auf der partizipativen Internetplattform von Burberry wird guter Stil direkt vorgelebt von anderen zufriedenen Kunden.

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Perfekter und individueller Service sind oberstes Gebot.

kaufst du noch oder erlebst du schon? Ökonomie heute

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Rund 20 Jahre ist es her, dass B. Joseph Pine zum ersten Mal von der «Erlebnis-Ökonomie» sprach. Heute ist der Wunsch des Kunden, nicht nur Produkte, sondern Erlebnisse zu kon­su­mieren, das Must-have der Wirtschaftswelt. von Wilma Fasola

Erlebnisse sind eigenständige Wirtschaftsgüter», so schrieb es B. Joseph Pine im Jahr 1999 in seinem Buch «The Experience Economy». Knapp 20 Jahre später ist aus den Wirtschaftsgütern ein verdammt lukrativer Wirtschaftszweig geworden. Zumindest, wenn man es richtig macht. Und dafür müssen Unternehmen viel tun. Vor allem aber ihre Kunden bis ins Detail kennen. So ein bisschen Social Media hier und noch ein wenig Marketing da reichen nicht aus, um Käufern das für sie so wichtige Erlebnis zu bieten. Denn es muss einzigartig sein und genau zu ihren Bedürfnissen passen. Kunden wollen Marken spüren, anfassen, und sie wollen das Gesamtpaket cool finden. Persönliche Ansprache, individueller Service kommen zudem on top. Erst dann sagen sie «Ja» zum Produkt oder zur Dienstleistung. Und sind bereit, fast jeden Preis zu zahlen.

Kunden wollen erleben Beginnen wir aber mit einer kurzen Definition oder besser mit einem Wie. Denn nichts anderes steckt hinter der «Experience Economy», oder eben eingedeutscht der «Erlebnis-Ökonomie», als die Frage «Wie bringe ich Kunden dazu, sich für mein Produkt zu entscheiden?» Das Angebot

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ist gross, und Waren wie auch Dienstleistungen sind austauschbar. Daher müssen Unternehmen neben guten Produkten und hervorragendem Service vor allem ein eindrückliches Erlebnis liefern, damit Kunden am Ende zu ihren werden und es auch bleiben. Und dabei geht es um mehr als gute Werbung oder ein aktives Sein in den Social-Media-Kanälen. Es geht um das grosse Ganze, die perfekte Inszenierung. Pine und Co-­ Autor James H. Gilmore sprechen daher auch von Theater. Wer Produkte emotionalisieren und erlebbar machen will, der braucht gutes Personal. Echte Akteure und keine Statisten. Menschen, die performen, sich einbringen. Menschen, die bereit sind, jeden Tag aufs Neue auf die Bühne zu treten, eine Show zu bieten und aus einer Ware, einer Dienstleistung etwas Erlebbares zu machen.

Kunden wollen individuell erleben Plakative Beispiele sind die Autostadt in Wolfsburg, die Heineken Experience in Amsterdam und die zahlreichen Pop-up-Stores, die zur Einführung von Produkten getreu dem Namensmotto aus dem Boden ploppen. Hier werden Produkte mit Emotionen aufgeladen, weil man sie anfassen, spielerisch kennenlernen und einfach Kontakt zu ihnen auf-


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nehmen kann. Wer beim Wort Erlebnis ausschliesslich an die Freizeit­ industrie denkt, der irrt gewaltig. Es ist vor allem die Luxusgüterbranche, die sich dem Trend «Experience Economy» nicht verwehren kann. Teure Uhren, noch teurere Autos und auch massgeschneiderte Kleidung vom italienischen Luxuslabel – der Kunde erwartet das Mehr. Und das ist nicht der Champagner bei der Beratung, es ist die perfekte Umgebung, die kleine Überraschung, mit der man nicht gerechnet hat, oder eben einfach die Befriedigung des inneren Kindes oder der Wunsch, wie eine Königin behandelt zu werden.

Kunden wollen individuell auch online erleben Ausschlaggebend für die Entwicklung der Erlebnis-­Ökonomie war übrigens der steigende Kundenwunsch nach massgeschneiderten Angeboten. Sich abheben von der Masse, etwas ganz Eigenes präsentieren und geniessen können, das funktioniert schon seit vielen Jahren hervorragend. Zunächst bei den Besserverdienenden, heute aber kann man auch mit kleinerem Budget einen Massanzug tragen oder ein modifiziertes Auto fahren. Und auf Mass heisst auch passgenauer Service, und der hat sich letztendlich zum Erlebnis ent­wickelt. Die schon angesprochene Inszenierung durch die Verkäufer oder den Verkaufsort. So hat beispielsweise Brioni im Mailänder Geschäft die berühmte dritte Etage, zu der nur VIPs und beste Kunden Zutritt erhalten. Oder wer schon einmal im Showroom von Audemars Piguet in Genf empfangen wurde, der weiss, was Service leisten kann. Parallel findet «Experience Economy» aber auch in der E-Commerce-Welt statt. Oder anders, der Kunde erwartet, dass hier genauso ein Aufwand um seine Person und seine Wünsche betrieben wird wie im realen Leben. Daher hat Erfolg, wer auch über die virtuellen Kanäle immaterielle Bedürfnisse befriedigen kann. Experten sind sich sogar fast komplett einig, dass kein Unternehmen auf eine Omni-Channel-­ Präsenz verzichten kann. Sprich: auf allen Kanälen das Beste geben. Auf allen Kanälen erleben lassen.

Kunden wollen individuell auch online und alles jeden Tag erleben Erlebnis-Ökonomie ist somit keine Eintagsf liege. Es ist die ständige Verbesserung, das immer wieder Hinterfragen der eigenen Angebote, das konstant Neue und eben Überraschende. Es ist ein nicht aufzuhaltender Wandel im Gesellschafts- und Wirtschaftsleben. Etwas, dem man sich nicht entziehen kann. Entweder man spielt mit oder setzt auf das komplette Gegenteil. Denn durch die Erlebnis-­Ökonomie hat auch die Massenware wieder Bedeutung bekommen. Kunden kaufen eben entweder in kurzer Zeit zum günstigen Preis oder aber nehmen Geld in die Hand, um wirklich Erlebnisse zu bekommen. Im Idealfall eben dann das perfekte, weil individuelle Erlebnis. Oder um es noch einmal mit den Worten von B. Joseph Pine zu sagen: «Erlebnisse sollen personalisiert, das heisst, individuellen Bedürfnissen angepasst werden, und personalisierte Services sollen zu Erlebnissen werden.» Die Standardlösung gibt es nicht, und getestet werden kann nur am echten Menschen. Zahlreiche Marketing-Tools tragen auf jeden Fall dazu bei, die eigenen Zielgruppen zu definieren, und auch deren Wünsche sowie Bedürfnisse lassen sich gut in Worte packen. Aber ob am Ende das Ergebnis überzeugt, zeigt nur die Realität.

Kunden wollen mit Sicherheit individuell auch online und alles jeden Tag erleben Parallel zeigt sich dazu auch, dass der Kunde nicht nur erleben will. Er will Sicherheit dabei. Ist das noch real oder schon Fiktion? Ist das noch echt oder Schein? Immer mehr Inszenierung führt zu Verunsicherung, zu viel Schein zu der Frage, was noch real ist. Das steigert die Anforderung an die Unternehmen und Marken noch um ein Vielfaches. Erlebnisse inszenieren ist eben nur eine Seite, das Inszenierte auch bis ins Detail mit

Authentizität zu füllen, das ist eine echte Herausforderung. Eine schon sehr perfekte Interpretation hat Burberry erschaffen. Kurz für jeden, der die Marke nicht kennt: das Label mit den abgenähten Steppjacken. Sie haben den Produkten nicht nur RFID-Chips eingenäht, die über Herkunft und Herstellung informieren. Nein, das britische Label hat auch eine eigene Internetplattform ins Leben gerufen, auf der Kunden sich in ihrem Trenchcoat inszenieren können. Und wer einmal auf Instagram war, der weiss, dass dieses Prinzip Hochsaison hat.

Wer jetzt nicht handelt, ist raus Schliessen wir daher mit einem letzten Zitat. «Erdachtes vergeht, Erlebtes bleibt.» Das stammt von Kurt Haberstich, dem bekannten Schweizer Buchautor und Aphoristiker. Nur vier Worte, die das Konsumverhalten unserer Gesellschaft nicht treffender formulieren könnten. Das Kauferlebnis hat sich zum Big Business entwickelt. Zum Punkt, der über Bleiben oder Gehen entscheidet. Keine Marke, kein Unternehmen kann es sich mehr leisten, nur gute Produkte und besten Service zu bieten. Wenn der Käufer das nicht spürt. Wenn er es nicht erleben kann und für sich als überzeugend einstuft, dann ist beim Thema «Experience Economy» noch Nachholbedarf. Und der besteht mit Blick auf die Wirtschaftswelt noch an mancher Stelle. Aber der Druck steigt, und man legt nach. Weitere 20 Jahre aber sollte man nicht verstreichen lassen, sonst ist man womöglich raus aus dem Geschäft. : : www.rundschaumedien.ch/GF/BE : :

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Vorschau Die nächste Ausgabe erscheint Mitte März 2019

Standortporträt Bern Nord BEA Frühlingsmesse Bern, Berner Auto Show, Messe Eigenheim Bern, StandortPorträt Bern NORD und viele Porträts und Interviews spannender CEOs

Herausgeber rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 110 CH-4132 Muttenz / Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 Fax +41 (0) 61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch Verleger Francesco J. Ciringione Verlagsleitung Hasan Dursun h.dursun@rundschaumedien.ch Mitglied der Geschäftsleitung Boris Jaeggi b.jaeggi@rundschaumedien.ch Projektleitung Franco D'Elia f.delia@rundschaumedien.ch Chefredaktion Joël Ch. Wüthrich

Redaktion Georg Lutz g.lutz@rundschaumedien.ch

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Bilder ALTES TRAMDEPOT, Bern Welcome, BernExpo Groupe, Burki Beratung & Outplacement GmbH, DAS ZELT, eiswerkstatt, Eventlokale, Fourtwenty GmbH, formulae.com, Fotolia, GoSecurity, Isabell Schlewies, iStock, J.Kissling, Kultur- und

Freya Mohr f.mohr@rundschaumedien.ch Leitung Produktion & Grafik Ladina Cantieni l.cantieni@rundschaumedien.ch Korrektorat / Lektorat Brigitte Battaglia

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Geschäftsführer Bern 03/2018  

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