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Pfadis helfen Menschen auf der Flucht :: S. 4-5

Jamboree, Explorer Belt & Thx a Lot 2 :: S. 7, 8, 16

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Free Being Me – Einfach Ich! …oder warum einfach ich zu sein heutzutage so furchtbar schwierig ist.

Wir leben in einer Zeit, in der die Entwicklung eines jeden Kindes schon früh von allerhand Meinungen und Idealen geprägt ist, welche von Medien, Gesellschaft, oder aber auch dem näheren Umfeld (sprich Familie oder Freundeskreis) diktiert werden. Von Kindesbeinen an wird es einer ganzen Generation antrainiert, sich auf die Einstellungen anderer zu verlassen und deren Vorstellungen zu erfüllen. Ganz besonders betrifft dies reine Äußerlichkeiten – „Schönheits“-Ideale, welche auf reinen Trendfragen basieren und eigentlich komplett subjektiv sein sollten. Bereits vor der Pubertät weiß ein Kind schon, wie es sich zu geben, bzw. was es in der Schule zu tragen hat, um in der großen Masse nicht aufzufallen - mit dem Strom zu schwimmen. Mit einfach ich-sein hat dies nur leider nichts zu tun. Dabei kommt kein Kind mit zu wenig Selbstbewusstsein auf die Welt, ganz im Gegenteil. Nichtsdestotrotz, haben diese Kinder dann das Teenageralter erreicht, so sind sie bereits daran gewöhnt, nach (oft fiktiven) Schönheitsidealen zu streben, sich dem Gruppenzwang zu unterwerfen und haben sich so von ihrer eigenen Persönlichkeit, oftmals aber jeglichem Selbstwertgefühl und Körperbewusstsein, bereits weit entfernt. Dabei sollte gerade Schönheit eine Quelle von Selbstbewusstsein, nicht Selbstzweifeln sein. Im Erwachsenenalter resultiert dies oft in Problemen, da alte

Editorial Von Markus Höckner Free being me – einfach ich! Also nicht von Äußerlichkeiten und Schönheitsidealen leiten lassen, ist nur einer von zahlreichen Untertiteln. Wie ist das beim ppö brief? Immer wieder wurden und werden seine äußeren und inneren Werte diskutiert. Was die inneren betrifft, kann ich nach meiner ersten Ausgabe sagen: Die stimmen! Sie könnten sogar noch schöner sein, aber es gibt leider Grenzen – so fanden z.B. das Roverway 2016 oder die Berichte zu JOTA/JOTI 2015 keinen Platz mehr. In dieser Vielfalt und Breite ist es quasi unmöglich, nichts Interessantes zu finden. Wenn doch, dann schreib mir an redaktion@ppoe.at!

Gewohnheiten bekanntlich schwer abzulegen sind und das in der Kindheit nicht gefestigte Selbstbewusstsein nur schwer zurückzugewinnen ist. Wer nicht Ich sein kann, ist nicht authentisch und häufig dazu genötigt, eine Rolle zu spielen, die der eigenen Persönlichkeit nur in Teilen oder kaum entspricht. Darüber wird allerdings nur ungern gesprochen, denn wären auch wir Erwachsenen einmal ganz ehrlich, so prägen uns die in den Medien so gefeierten Schönheitsideale und surrealen Vorstellungen der perfekten Frau/des perfekten Mannes nicht weniger als sie es Kinder und Jugendliche tun. Dazu kommt, dass es an uns liegt, der nächsten Generation ein Vorbild zu sein, eine Verantwortung, welche nicht zu unterschätzen ist. Gesundes Selbstwertgefühl und Körperbewusstsein vorleben – ob nun als Eltern, Bekannte, Verwandte oder eben PfadfinderleiterInnen. Vielleicht – nein, ganz sicher – ist es jetzt also an der Zeit, endlich umzudenken. Was ich in der ersten Ausgabe nämlich noch nicht umsetzen konnte, war die Rubrik LeserInnenbriefe und Leserinnenmeinungen. Ich hatte einfach nichts. Zeitung kann eine Einbahn-Kommunikation sein, muss es aber nicht. Es gibt bestimmt Meinungen zu Themen wie: Free being me auf Seite 1 bis 3, „Change Maker“ auf Seite 10, Inhalte der Seite 11, coo­ linarisch-Abschluss Seite 14, oder, oder, oder … Daher nochmals: redaktion@ppoe.at Neu in dieser Ausgabe sind die Worte des Präsidenten (Seite 2), die fixer Bestandteil werden sollen. Da wir ja immer in Bewegung bleiben wollen/sollen, wird es auch in der nächsten Ausgabe weitere sichtbare Fortschritte geben. Ich freu mich deshalb schon auf ppö brief 1/16. Ein sehr großes Danke an alle MitarbeiterInnen dieser Ausgabe für das pünktliche und vollständige Abgeben der Beiträge!

FactBox Wissenswertes zum Bundesthema 2015/16 auf einen Blick: • Das Bundesthema 2015/16 kommt mit vier Behelfen für alle Stufen und LeiterInnen (zum Download auf der Homepage)

• Diesen Herbst und Winter werden noch weitere Workshops und Schulungen zu Free Being Me – Einfach Ich angeboten. Infos dazu bekommt ihr über die Landesverbände! (Anmeldungen und Infos per Mail an freebeingme@ppoe.at) • Badges! Wer in den Heimstunden, auf Lager oder bei Aktionen zum Thema arbeitet, kann die offiziellen Free Being Me – Einfach Ich Abzeichen bei uns anfordern • Am 22. Februar 2016 begrüßen wir den alljährlichen Thinking Day. Schaut auf der Homepage und auf facebook vorbei, wie ihr diesen ganz im Sinne von Free Being Me – Einfach Ich feiern könnt. • Der 16. April 2016 ist der offizielle Free Being Me-Tag der PPÖ: vormerken und gespannt sein! • Bereitet außerdem eure Kameras und Handys vor – schon bald gibt es mehr Infos zu unserem Videowettbewerb im Frühling! Die neuesten Infos findet ihr immer auf www.pfadfinder. at/aktionen/bundesthema. Für Fragen und Anregungen stehen wir euch gerne via freebeingme@ppoe.at zur Verfügung.

Editorial1 Impressum13

Themen

Dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, hat bereits Antoine de Saint-Exupéry in „Der Kleine Prinz“ versucht zu vermitteln. Es scheint aber, dass sich diese so wichtige Phrase in der Gegenwart zu einer häufig zitierten und dennoch bedeutungslosen Floskel entwickelt hat. Dabei liegt Schönheit nicht nur im Auge des Betrachters, sondern auch einfach in uns – unseren Fähigkeiten, unserer Individualität. Vielleicht – nein, ganz sicher – ist es jetzt also an der Zeit, dies kritisch zu überdenken.

Von Julia Krepl, Projektleiterin Bundesthema Free being Me und LB Internationales in Vorarlberg

Inhalt

Was oben angeführt dramatisch klingen mag, ist eine unterschwellige Entwicklung, die unsere Gesellschaft seit mehreren Jahrzehnten einholt und sich als ein Problem darstellt, welches aus der Welt geschafft gehört. Mit dem Bundesthema 2015/16 der PPÖ Free Being Me – Einfach Ich! beziehen auch die PfadfinderInnen in Österreich Stellung, setzen ein Zeichen für ein gesundes Selbstwertgefühl und Körperbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen und schließen sich hiermit einer globalen Kampagne des Weltpfadfinderinnenverbandes WAGGGS an, welche diese in über 140 Mitgliedsländern durchführt. Die Vision dieses Projektes strebt eine Welt ohne Selbstzweifel und negatives Körperbewusstsein an. Unsere Mission ist es also, Kinder und Jugendliche dazu befähigen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, indem wir ihr positives Körperbewusstsein und Selbstwertgefühl stärken. Innerhalb der Pfadfinderarbeit bietet sich ein sicherer Rahmen, welcher es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sich in ihrem Tempo zu entwickeln und frei zu entfalten – sich selbst zu finden und neu zu erfinden. Bei uns kann jeder sie bzw. er selber sein. Dennoch gibt es auch im geschützten Rahmen oft Unsicherheit, Gruppenzwang, das Gefühl sich verändern zu müssen, um „dabei“ zu sein. Mit Free Being Me – Einfach Ich! kommen Arbeitsbehelfe für alle Stufen, deren Ziel es ist, die Thematik in den Gruppenstunden oder aber auch auf Lager aufzugreifen und sich in einer vertrauensvollen Runde darüber auszutauschen, was es denn für jede und jeden heißt, Ich zu sein und dieses Ich dann auch aus dem altbekannten, sicheren Rahmen hinauszutragen und der restlichen Welt mit mehr Selbstbewusstsein, als starke Persönlichkeit entgegenzutreten. Ganz im Sinne des Schwerpunkts Kritisches Ausei­ nan­dersetzen mit sich selbst und der Umwelt gilt es herauszufinden, was jede und jeden von uns einzigartig, besonders und wertvoll, sprich: schön macht. Vielleicht – nein, ganz sicher – ist es jetzt also an der Zeit zu handeln. Free Being Me – Einfach Ich! wird als Bundesthema 2015/16 in die verschiedensten Arbeitsbereiche der PPÖ einfließen. Ganz besonders ist es aber auf die direkte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in den Heimstunden ausgelegt. Gemeinsam mit ihnen gilt es, Schönheit neu zu definieren und persönliche Stärke zu entwickeln. Vielleicht – nein, ganz sicher – ist es an der Zeit das Selbstwertgefühl und Körperbewusstsein von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu ver­ bessern.

Free Being Me – Bundesthema 2015/16�������������������������������1, 2, 3

Das erste Wort des Präsidenten.... 2 Pfadis helfen – So gut wir können – Menschen auf der Flucht............4-5 Von der Selbsteinschätzung zur Kompetenz – AusbildungNEU..... 11 Unser Weg zum strategischen Plan – PPÖ 2028................................. 13

Berichte Bundestagung 2015...................... 6 Allzeit Bereit – Be Prepared – 23rd World Scout Jamboree........... 7

Bericht einer erlebten Expedition – Explorer Belt in Ungarn................ 8 I am a change maker, and you?.. 10 Scouts to Scouts, HHH Tansania.. 10 Herbstarbeitskreis der GL/innen.. 11 Coolinarisch, das Ergebnis.......... 14 Thx a Lot 2.................................. 16

Infos & Termine Pinakarri 2016.............................. 9 Weltweite Verbundenheit spüren – internationale Lagervorschau..... 10 Pädagogisches Konzept beschlossen................................. 11 „Spirituelles Leben“ – Teil des Ganzen........................... 11 BJV: Vielfalt und Solidarität........ 12 Neues bei den WiWö................... 12 Kurioses Pfadiwissen................... 12 Kinderrechtenetzwerk................. 12 Freiwilliges Soziales Jahr.............. 13 BZW wiedereröffnet.................... 13 Vermischtes............................14-15 Friedenslicht 2015...................... 15

Bei Unzustellbarkeit bitte zurück an: PfadfinderInnen Österreichs A-1170 Wien, Stöberplatz 12

P.b.b. Verlagspostamt A-1050 Wien, Zulassungsnr. GZ 02Z033410 M

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ppö brief 2/15

Wort des Präsidenten, Bundesthema Free Being Me

Liebe PfadfinderInnen! Das erste Wort des neu gewählten Präsidenten Dominik Habsburg-Lothringen.

Ein neues Team Eine Bundestagung, bei der nach guter Vorbereitung ein neues Team aus bekannten und neuen Gesichtern für das Bundespräsidium gewählt wurde. Vizepräsidentin Susanna Hasenauer – mein BV Profi, meine Susi! Sie ist bereits seit zwei Perioden im Präsidium, kennt sich auch durch die vielen Aufgabenwechsel aufgrund plötzlicher Funktionsbeendigungen sehr gut aus. Sie setzte die Übersiedlung des Bundesverbandsbüros von der Bräuhaus­gasse zum Stöberplatz mit um und leitete den BZW-Umbau der Mühle. Für sie ist es ein großes Anliegen, die PPÖ als eine der größten Kinder- und Jugendbewegungen als Verband weiter zu bewegen. Vizepräsident Stefan Mühlbachler – mein Entdecker und Forscher! Pfadfinder seit Kindertagen, bisher schon in drei Bundesländern tätig, in jedem eine andere Spitzenfunktion (GL, LL und nun BV) entdeckt. Pädagoge und Techniker zugleich. Etablierung und österreichweite gesellschaftspolitische Wahrnehmung der PPÖ zusammen mit der Umsetzung der Vision 2028 sind ihm große Anliegen. Bundespräsidiums­sekretär Gregor Brosch-Fohraheim – mein Fels in der Brandung! Jung und entschlossen, privat wie beruflich, habe ich ihn kennen gelernt. Die Pfadfinder gaben ihm Ansporn und Freude als Kind und Jugendlicher, brachten ihn und seine Freundin – ebenfalls Pfadfinderin – zusammen. Gerade für Menschen aus Ballungszentren seien Natur und körperliche Ertüchtigung wichtig, möchte er Kindern und Jugendlichen Gemeinschaft bieten und Werte vermitteln. Bundesfinanzreferent Thomas Korcak – mein Guru, den ich verstehe! Wohl Pfadfinder in Jugendtagen, ist er ein Quereinsteiger. Er brennt für Jugend – soziales Lernen miteinander und voneinander – Verantwortung übernehmen für sich und die Natur. Er ist nicht nur vom Fach als Controller sondern der, der uns die Zahlen verständlich und transparent erscheinen lassen wird. Auch Spezialist für Risikomanagement. Bundesleiterin Brigitte Krepl und Bundesleiter Ulrich Gritsch – meine Heimat! Diese beiden und viele der LandesleiterInnen im Bundesrat haben mir Mut und Hoffnung gemacht

aufzubrechen, Spaß und Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeit wie Effizienz und wertschätzende Führung an die Vereinsspitze zu bringen. Uli und Gitti sind zuständig für Programm, Ausbildung und das große vielfältige Team der Bundesbeauftragten wie auch für den Visionsprozess 2028. Beide werden erst nächstes Jahr hoffentlich wieder gewählt. Foto: © Philipp Scheiflinger

Ein großer Dank an das ganze Team des Landesverbandes Kärnten und des Bundesverbandes der PPÖ für das heurige Bundestagungswochenende in Kärnten mit all seinen Gremien und Akten. Dieses ist toll verlaufen – ein Bericht ist auf Seite 6 zu finden.

Free Being Me-Festival in Sangam, Indien bekommen wir dann Besuch. Die Kinder aus den Schulen kommen zu uns nach Sangam, um mit uns zu feiern, sich mit den anderen SchülerInnen auszutauschen und ihren großen Tag zu verbringen: Sie dürfen auf einer Bühne vor 500 Pfadis ihre Free Being MeBotschaften – in Form von Liedern, Theaterstücken oder kleinen Präsentationen – mit allen Teilneh-

Von Isabella Steger, LJR Wien & Free Being Me-Team Hier sind wir also: Es ist 6 Uhr in der Früh und wir stehen vor den violetten Toren von Sangam, einem der fünf Weltzentren von WAGGGS. Eine der vielen Volunteers begrüßt uns herzlich und zeigt uns unsere Zelte. Nach einem

Meine Vision Der Verband arbeitet für die Jugend. Er soll modern sein. Für den Spirit, die Organisation und die effiziente Ressourcennutzung möchte ich mich einsetzen. Wir haben großes Potenzial, und es gibt noch Bereiche, die wir bearbeiten sollten wie u.a. Risikomanagement, Nachfolgemanagement und Autonomie von der öffentlichen Hand. Führung ist für mich keine Position, sondern Funktion. Eine positive Energie im Führungsteam, die Freude, dabei zu sein, vielleicht sogar stolz zu sein, dafür möchte ich gehen. Freude ist immer der beste Kompass für alles, was wir tun im Leben. Deshalb ist die Freude das beste Korrektiv. Die Unbeschwertheit und das Leuchten der Kinderaugen sind unser Lohn.

Wie geht es weiter? Das große Ziel vor Augen – aber einen Schritt nach dem anderen. Das neue Präsidium wird sich nun konstituieren und in einer Klausur unter anderem Aufgaben, Ziele und Kommunikation festlegen. Gleiches erfolgt dann mit unseren tollen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis Weihnachten. Im nächsten PPÖ Brief ist geplant, euch dann unsere Ideen zu präsentieren.

Kleine und große Aufgaben Wir arbeiten ehrenamtlich und in unserer Freizeit für die PPÖ. Wir werden nach bestem Wissen und Gewissen unsere Aufgaben als Präsidium wahrnehmen. Hier halten wir es für notwendig, die Aufgaben der SpitzenfunktionärInnen einzugrenzen, je nach Möglichkeit der jeweiligen Person, und dafür klar definierte aber kleine Aufgaben an weitere Freiwillige abzugeben. Dazu bitte ich euch alle um Unterstützung, nun Menschen zu finden, die bereit sein könnten, kleine Aufgaben etwa als ReferentInnen für Spezialbereiche im Bundesverband wahrzunehmen. Mit vielen Händen wird das Schwerste leicht vollbracht.

Wir freuen uns auf deine Ideen Für jede Idee sind wir dankbar und freuen uns darauf. Bei Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung.

Schlusswort Im Namen des Präsidiums danke ich euch schon jetzt für eure Unterstützung und freue mich auf die gemeinsame Zukunft.

Fotos: PPÖ

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kurzen Schläfchen ist die Müdigkeit der langen Reise auch schon besiegt, und wir sehen erst richtig, wo wir hier gelandet sind. Gemeinsam mit weiteren neunzig TeilnehmerInnen aus 25 verschiedenen Ländern haben wir uns in dem von tropischen Bäumen gesäumten Weltzentrum in Pune in Indien eingefunden, um zusammen das Free Being Me Festival zu feiern. Free Being Me ist eine weltweite Aktion von WAGGGS, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen zu einem besseren Körpergefühl und Selbstbewusstsein zu verhelfen. Das Festival soll ein Höhepunkt dieser Aktion sein, und dafür hätte es keinen besseren Ort geben können, ist hier doch gerade der brandneue Swimmingpool fertig geworden.

Ich bin schön, weil ich bin wie ich bin! Gegen Abend sind alle TeilnehmerInnen eingetroffen, und langsam lernen wir uns kennen. Alle bringen unterschiedlich viel Erfahrung mit Free Being Me mit. Einige arbeiten schon länger dazu, andere haben nur eine vage Idee, worum es geht. Wir (Bella und Agnes) helfen in Österreich im Bundes­ thema 2015/16 Team mit und sind beide sehr begeistert von Free Being Me – Einfach Ich! Am nächsten Tag geht es auch schon gleich los, ein Kennenlernspiel, eine Tour durch Sangam, Free Being Me-Training – alles ist dicht

gedrängt, und viel Zeit, um den Pool zu genießen gibt es nicht, aber die Teepausen mit indischem Masala Chai dürfen nicht fehlen. Der Großteil des Festivals besteht daraus, das Free Being Me Programm mit Kindern aus zwei Partnerschulen von Sangam durchzuführen. Nach einem kurzen Kennenlernen starten wir am zweiten Tag des Festivals auch schon los. Unsere Gruppe besteht aus vierzig Zehnjährigen, allesamt sind sie PfadfinderInnen, das ist hier eines ihrer Schulfächer. Wir verwenden das Free Being Me Toolkit für 7- bis 10-jährige und arbeiten uns gemeinsam durch die Selbstbewusstsein stärkenden Aktivitäten. Zwei Vormittage spielen und lernen wir mit ihnen in der Schule, wir singen Lieder, malen Bilder, und Schritt für Schritt können wir beobachten, wie sich die Kinder verändern. Wir merken richtig, wie sie mehr Selbstbewusstsein bekommen und dabei wirklich viel Spaß haben. Und wenn ein 10-jähriges Kind stolz verkündet: „Weißt du, ich bin wie ich bin und deshalb bin ich schön!“, dann ist das nicht nur sehr berührend, sondern man weiß auch, dass man etwas richtig gemacht hat.

merInnen teilen. Besonders freuen sich die Kinder über das Mittagessen: typisches Streetfood von Pune. Uns Nicht-Indern ist es ein wenig zu scharf, aber unsere schmerzverzerrten Gesichter bringen zumindest die Kinder zum Lachen. Zum Abschluss überreichen wir ihnen ihre Free Being Me Badges. Es fällt schwer, sie dann gehen zu sehen, in den drei Tagen haben wir sie echt ins Herz geschlossen.

Wir sind Einfach Ich! Auch für uns TeilnehmerInnen des Festivals heißt es nun bald Abschied nehmen. Zuerst steht aber noch etwas ganz Wichtiges auf dem Programm: die offizielle Eröffnung des neuen Swimmingpools. Nicole Grinstead (Chair vom Worldboard von WAGGGS) schneidet das Band, das quer durch den Pool gespannt ist, durch, nachdem ein traditioneller indischer Segen für den Pool gegeben wurde. Und dann auf „Drei, Zwei, Eins“ springen wir alle gemeinsam ins Wasser und feiern. Wir feiern den neuen Pool, aber auch das erfolgreiche Festival, die neuen Freundschaften, die wir knüpfen durften, und einfach die Tatsache Free Being Me - Einfach Ich sein zu dürfen.

Feiern wir uns selbst Die Nachmittage und Abende verbringen wir mit Planen und Vorbereiten, aber auch für Spiele und einen internationalen Abend bleibt Zeit. Am letzten Tag des Festivals

Und wer noch mehr von dem Free Being Me-Festival erfahren will, sollte sich unbedingt das FestivalVideo anschauen: http://bit.ly/ FBMfestival


ppö brief 2/15

Bundesthema Free Being Me

www.pfadfinderInnen.at

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Free Being Me – Einfach Ich Zuerst war da Skepsis dem neuen Bundesthema gegenüber, aber dann... Ein Motivations-Interview

ppö brief: Hallo Sebastian, danke, dass du dich für dieses Interview be­ reiterklärt und dir Zeit genommen hast. Erzähl uns doch mal, was deine Funktion(en) innerhalb der PPÖ ist/ sind? Sebastian: Ich bin derzeit RaRoBegleiter in der Gruppe Trofaiach und Assistent des Landesbeauftragten für Rover im steirischen Landesverband. ppö brief: Wie und wann hast du zum ersten Mal vom Bundesthema 2015/16 gehört? Sebastian: Meinen allerersten Kontakt mit Free Being Me hatte ich bei der letzten Bundespädagogikkonferenz, bei der das Bundes­ thema 2015/16 vorgestellt wurde. ppö brief: Was war dein erster Ein­ druck? Sebastian: Tja… um ehrlich zu sein, war mein erster Eindruck von FBM nicht sehr positiv, sondern eher lächerlich… bzw. haben mich mehrere Aspekte auch ein wenig verärgert. Wenn ich mich richtig erinnere, muss ich gestehen, dass ich die ganze Sache auch noch Tage später belächelt habe. ppö brief: Was waren deine ersten Schritte in Richtung FBM – Einfach Ich? Sebastian: Dazu muss man vorher etwas von mir wissen… üblicher-

weise liegt es in meiner persönlichen Art, Dinge erst dann abzustempeln, wenn ich mich wirklich damit auseinandergesetzt und von allen Seiten genau beleuchtet habe. Prinzipiell denke ich, dass man Dinge, egal welcher Art, nicht vorschnell und vor allem nicht endgültig verurteilen sollte. Gesagt, getan… da mich das Erlebte auf der Bundespädagogikkonferenz danach noch immer ein wenig wurmte und ich mir Gedanken darüber machte, ob an FBM nicht doch noch mehr dran wäre, beschloss ich, noch ein wenig tiefer zu graben. Angefangen habe ich Sebastian empfiehlt… Aktivitäten mit Aha-Effekt

Sich nur eine Aktivität aus der gesamten Sammlung auszusuchen, fällt mir ehrlich gesagt ziemlich schwer. Ich denke aber, dass ich die Aktivitäten, welche bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen Aha-Effekt auslösen können, am grandiosesten finde.

Was sind eure Lieblingsaktivitäten zu free being me – Einfach Ich? Was löst bei euch und euren Kids den Aha-Effekt aus? Wir freuen uns über Vorschläge und Einsendungen dazu an freebeingme@ppoe.at

Nini (FBM-Team) empfiehlt… Die Methode des RaRo-Behelfs

Julia (FBM-Team) empfiehlt… Spieglein, Spieglein!

Der RaRo-Behelf ist darauf aus­ gelegt, die Jugendlichen nach der Auseinandersetzung mit dem Thema zur eigenen Kreativität zu animieren und sich eine Aktivität zum Thema zu überlegen. Dabei sind bei Workshops schon die interessantesten Ideen entstanden. Wir haben zum Beispiel in Salzburg unter dem Titel #analogstatt­ digital eine an soziale Netzwerke angelehnte Oberfläche gebastelt, bei der Freiwillige ihr Profilbild darstellten. Dann wurde heftig kommentiert und interagiert – aber natürlich nur im Sinne von Free Being Me – Einfach Ich, also ganz ohne Body-Talk. Um Ideen, Inputs und Anleitungen zu den Spielen zu finden, besucht regelmäßig unsere Homepage!

Bei dieser Aktivität geht es darum, sich selbst positiv gegenüberzutreten. Viel zu oft zählen wir unsere negativen Attribute und Eigenschaften auf, das fällt uns erschreckend einfach. Es ist also höchste Zeit, einen Brief an uns selber zu schreiben, um uns und unserem Körper gegenüber Wertschätzung zu beweisen. Spieglein, Spieglein hilft dabei, herauszufinden, was wir an uns mögen. Zu finden ist diese Aktivität auf der Seite 33 im Behelf für 11- bis 14-jährige. Gitti (Bundesleiterin) empfiehlt… Die Geschichte von Gilly und Millie Meine Lieblingsübung bzw. -geschichte ist die der Mäuse Gilly

möglich wird, auch außerhalb der Pfadfinderei die Welt und die darin lebenden Menschen anders wahrzunehmen (auch sich selbst) und positiver miteinander umzugehen. Und drittens würde es mich freuen, wenn FBM auch noch nach dem Pfadfinderjahr 2015/16 ein wichtiges Thema in der Kinder- und Jugendarbeit bleiben würde. Foto: ©PPÖ/Paul Kubalek

Das Gespräch führte Julia Krepl mit Sebastian Ginter*. Er ist Student, Pfad­ finder in der Steiermark und Teil des free being me-Teams.

mit dem Durchstöbern der FBMHomepage von WAGGGS, danach ging es weiter mit dem Absolvieren des GLOW Online-Kurses und schließlich und endlich endete meine „Meinungsbildungsreise“ mit dem Durchackern der Behelfe. Mich hatte natürlich dann schon längst während dieses Prozesses das Interesse gepackt und seitdem komm ich auch nicht mehr wirklich los von FBM. ppö brief: Was hat dich dann doch überzeugt? Sebastian: Naja… was mich genau überzeugt hat, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz sicher sagen, aber ich glaube, bzw. bin ich heute überzeugt davon, dass es das Zusammenspiel von mehreren Faktoren ist. Zu diesen Faktoren zählen für mich vor allem folgende: • Die Einzigartigkeit und vor allem Aktualität der Thematik – es betrifft wirklich alle und egal ob Mädchen, Burschen oder

Körperbewusstsein verbessern & Selbstwertgefühl stärken

Körperbewusstsein verbessern & Selbstwertgefühl stärken

Free Being Me - Einfach Ich!

Free Being Me - Einfach Ich!

ppö brief: Was würdest du den ös­ terreichischen LeiterInnen in Bezug auf das Bundesthema raten? Sebastian: Ich weiß, dass es bei einigen Leiterinnen und Leitern leider noch immer so ist, dass sie das heurige Bundesthema belächeln, so wie ich es anfangs getan habe. Deshalb würde ich all jenen, die es noch nicht getan haben, raten, sich von ihren Vorurteilen zu befreien und sich mit dem Thema Free Being Me zu beschäftigen. Falls man danach noch immer nichts mit der Thematik anfangen kann, dann kann man wenigstens begründen, warum und hat dadurch auch etwas gelernt :P An diejenigen, die nur mit den Aktivitäten nichts anfangen können, kann ich nur weitergeben: Kommt zu einem Workshop und probiert es einfach aus – Learning by Doing ist die Devise!!

ppö brief: Was wünscht du dir für FBM in Österreich? Sebastian: Erstens wäre es wahnsinnig genial, wenn sich so viele Pfadfinder und Pfadfinderinnen wie möglich in Österreich mit FBM auseinandersetzen, Aktivitäten ausprobieren und vor allem dass Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein neues Körpergefühl erleben würden. Zweitens wäre es wünschenswert, wenn es durch FBM

Geschwister und Kinder frage, stelle ich fest, jeder hat in seinem Freundeskreis eine/n Gilly. Als PfadfinderInnen haben wir die Möglichkeit auf Kinder und Jugendliche sehr positiv einzuwirken, oft sehen sie in uns LeiterInnen FreundInnen, ja sogar Vorbilder. Wir haben die Aufgabe, Kinder und Jugendliche in deren Problemen erst zu nehmen, in ihrem Selbstwert zu stärken und dies nicht nur an Äußerlichkeiten festzumachen. Nur so können wir präventiv den – von der Gesellschaft konstruierten – Denkmustern entgegenwirken. Schönheitsideale gab und gibt es in allen Kulturen zu jeder Zeit, das möchte ich nicht negieren. Allerdings sollte das nicht auf Kosten unserer körperlichen und seelischen Gesundheit geschehen. Es gilt, die Kinder und Jugendlichen zu festigen und zu stärken.

Körperbewusstsein verbessern & Selbstwertgefühl stärken

Free Being Me - Einfach Ich!

Arbeitshilfe für

Arbeitshilfe für

11- bis 14-jährige

Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Erwachsene, FBM kann zu einem Umdenken und zu einem besseren Selbstbewusstsein führen. • Die Möglichkeit etwas zu bewegen und zu verändern. • Die vielseitige und vor allem einfache Anwendung der Materialien Auch wenn das Projekt von WAGGGS ins Leben gerufen wurde, ist die Thematik auch für Burschen höchst relevant und dank der flexiblen Arbeitsmaterialien auch einfach für diese adaptierbar.

7- bis 10-jährige Pfadfinderinnen und

Pfadfinder

und Millie. Obwohl diese Gruppenstunde im WiWö-Behelf zu finden ist, wurde ich beim Durchlesen sofort in meine Jugendzeit versetzt. Ich hatte eine Freundin und einen Freund, auf welche die Charakterisierung von Gilly passt. Beide gehörten meinem Freundeskreis an, wir mochten sie sehr, weil sie intelligent, lustig, hilfsbereit, einfach liebenswert waren. Beide gaben sehr, sehr viel auf ihr Äußeres. Was haben wir oft gewartet, weil die Haare noch nicht perfekt waren, das Make-up nicht gepasst

Arbeitshilfe für

Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter

Drei Arbeits­behelfe gibt es zum Bundes­thema free being me

hat oder schon im Auto sitzend doch noch eine andere Kleidung angezogen wurde, um dann zu hören, dass sie sich unglücklich fühlte und nicht wisse, was sie anziehen sollte. Unsere Bemühungen, beiden zu erklären, dass sie toll waren, so wie sie waren, geschminkt oder nicht, mit Jeans oder Kleid, lockigen oder geraden Haaren war oft erfolglos und wurde kommentiert mit: „Ihr nehmt mich und meine Probleme nicht ernst!“. Dies alles habe ich vor Jahrzehnten erlebt. Wenn ich

„28er-Mädelstag“

Am 11. Oktober 2015 – dem internationalen Weltmädchentag – trafen sich Biber, Wichtel, Guides, Caravelles, Leiterinnen und

sogar Muttis zum ersten „28erMädelstag“. Der Nachmittag wurde genützt, um sich mit dem neuen Jahresthema Free Being Me – Einfach Ich! zu beschäftigen und dem sogenannten Imagemythos auf den Grund zu gehen. Eifrig wurde dis-

Foto: PPÖ/Gruppe Wien 28

Anfang Oktober beschäftigte sich die Gruppe Wien 28 mit dem Bundesthema Free Being Me – Einfach Ich! und feierte gemeinsam den internationalen Weltmädchentag. Tolle Aktion! Von Annette Stummer, 28erin

ppö brief: Hast du eine LieblingsAktivität? Sebastian: Sich nur eine Aktivität aus der gesamten Sammlung auszusuchen, fällt mir ziemlich schwer. Ich denke aber, dass ich die Aktivitäten, welche bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen Aha-Effekt auslösen können, am grandiosesten finde.

kutiert, gebastelt und gespielt, und dabei fanden wir heraus, dass die Schönheitsideale auf der ganzen Welt verschieden sind. Herauszufinden, was uns selbst schön, unverwechselbar und besonders macht, war gar nicht so einfach und fiel den Jüngeren viel leichter. So brachte es auch einer unserer kleinsten Biber am Ende des Tages auf den Punkt „Es kommt doch nicht drauf an wie schön du von außen bist, sondern wie schön du drinnen bist“!


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ppö brief 2/15

Flüchtlingshilfe – So gut wir können

Pfadis helfen – so gut wir können! Vor einigen Wochen haben wir alle PfadfinderInnen aufgerufen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu engagieren und so das Versprechen einzulösen, eine bessere Welt zu schaffen. Euer Engagement ist beeindruckend – Danke!

Salzburg: Wir zaubern Kindern auf der Flucht ein Lächeln in Gesicht

Die Aktion hat uns nicht nur Anerkennung bei der Bevölkerung und in der Politik gebracht, sondern auch ein großes Medienecho ausgelöst. Sogar die Weltverbände der PfadfinderInnen haben davon Kenntnis genommen.

Von Fritz Ortner Freitag, 16 Uhr. Wir treten unseren Dienst an und holen Bastelund Zeichenmaterial sowie Spielsachen aus dem Lagerraum. Sofort sind wir von einer Kinderschar umringt, die sich auf die Sachen stürzen. Wir spüren: der Bedarf für die Betreuung der Kinder ist groß, was uns auch die Vertreter der Einsatzorganisationen bestätigen.

Gruppe Hörsching: Charity Konzert

Bundesleiterin Brigitte Krepl und Bundesleiter Ulrich Gritsch aufgerufen, sich zu engagieren und besagtes Versprechen einzulösen. Wie vielfältig die Aktionen waren/sind, könnt ihr in dieser Übersicht (aktuell unter www.ppoe.at/leiter/2015_09_ fluechtlinge.html zu finden) nachlesen. Wenn die Aktion deiner Gruppe noch nicht drauf ist, schick eine Kurzinfo an markus.hoeckner@ppoe.at

Von Stefan Glasner Seit dem Aufruf unserer Bundesleitung ist viel Aktivität in diese Sache gekommen. Hier eine Dokumentation, was die Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Österreich alles in Bewegung setzen. Aktuelles findest du auf unserer Facebookseite, welche du auch besuchen kannst, ohne dich bei Facebook anzumelden. Foto: ©PPÖ/Salzburger PfadfinderInnen

Hörsching, 9. 10. 2015. „Take me to Church“-Benefizkonzert für die Flüchtlinge im Hörschinger

Salzburger Pfadis betreuen Flüchtlingskinder am Bahnhof

Seit Mitte September organisieren die Salzburger Pfadfinder und Pfadfinderinnen die Betreuung von Flüchtlingskindern im Notquartier in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof. Die zuständige Landesrätin Martina Berthold hat den wiedergewählten Vorsitzenden des Salzburger Landesjugendbeirates Thomas Gefahrt gefragt, ob die Pfadfinder die Betreuung von Kindern unterstützen könnten. Nach einer Information aller Pfadfindergruppen in Salzburg wurden innerhalb kürzester Zeit Teams gebildet, die mit den Kindern arbeiten. In den ersten Tagen wurde eine ganztägige Betreuung auf die Beine gestellt. Als dann Ende September absehbar war, dass sich die Situation nicht so schnell ändern wird, haben die Pfadfinder entschieden, die tägliche Betreuung ab 16 Uhr zu übernehmen, während untertags andere Organisationen (Jugend Rot Kreuz, Verein Spektrum, Kinderfreunde) mit den Kindern arbeiten. Die Aktion soll vorerst bis Jahresende fortgeführt werden. Es ist jedenfalls schön zu erleben, wie schnell es gelingt, die Kinder aus ihrem tristen Alltag zu entreißen und mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind. Es ist schon eine ganze Galerie an Zeichnungen entstanden. Alle, die bisher Dienst gemacht haben – ob Jugendliche, LeiterInnen aber auch Gildefreunde – haben das als große Bereicherung erlebt.

Containerdorf. Fünf Ranger der Pfadfindergruppe Hörsching fanden sich unter der Leitung einer ehemaligen Pfadfinderleiterin zusammen, um das Ensemble „Take me to Church“ zu gründen. Am 9. Oktober fand in der Pfarrkirche St. Jakob ein fulminantes Benefizkonzert für die Flüchtlinge statt. Die begeisterten BesucherInnen wurden von den RaRo zu einer anschließenden Agape geladen. Im Laufe des wunderbaren Abends konnten über 3.600 Euro gesammelt und der Gruppe „Hörsching hilft“ übergeben werden.

Gruppe Wien 31: Sammelstand am Kirtag Von Nicole Lojnik, Pfadfindergruppe 31 Stadlau

Sachspendensammlung der 31er am Stadlauer Kirtag

Foto: ©PPÖ/Gruppe Wien 31

Die RaRo der Gruppe 31 haben während des Stadlauer Kirtags von 25. bis 27. 9. 2015 eine Sachspendensammelstation eingerichtet. Die Sammelaktion war höchst erfolgreich. Wir konnten bereits 94 Säcke á 120 Liter (Kleidung, Schlafsäcke, Unterlagsmatten, Büromaterial, Hygieneartikel, uvm.) zu Don Bosco Flüchtlingshilfe, Samariterbund, Caritas, Kolping, ins Ferry Dusika Hallenstadion und zum Wiener Hauptbahnhof bringen. Kleidung und Spielsachen sind noch auf Lager und werden bei Bedarf ausgeliefert.

Foto: ©PPÖ/Gruppe Hörsching

Die Hörschinger bei der Geldübergabe an „Hörsching hilft“

Vor wenigen Monaten hat eine Welle der Solidarität die PfadfinderInnen in Österreich erfasst und zu einem breiten Engagement für Flüchtlinge geführt. Viele Pfadfindergruppen haben dazu mit Aktionen, Spendensammlungen oder etwa Freizeitbeschäftigung für Flüchtlingskinder unersetzliche Beiträge geleistet. Getreu dem Versprechen, die Welt besser zu verlassen, als sie vorgefunden wurde, haben auch

• Laut Medienberichten hat sich die Pfadfindergruppe Langholzfeld (OÖ) an den Paschinger offenen Kochtöpfen beteiligt. Verschiedenste Nationalgerichte wurden von Flüchtlingen und Paschingern gekocht und mit weiteren rund 200 Paschinger BesucherInnen verspeist. 1.500 Euro wurden eingenommen und werden für Projekte verwendet. • „Take me to Church“-Benefizkonzert für die Flüchtlinge im Hörschinger Containerdorf. Fünf Ranger der Pfadfindergruppe Hörsching fanden sich unter der Leitung einer ehemaligen Pfadfinderleiterin zusammen, um am 9. Oktober in der Pfarrkirche St. Jakob ein fulminantes Benefizkonzert für die Flüchtlinge zu geben. 3627,15 Euro wurden der Gruppe „Hörsching hilft“ übergeben. • Laut Medienberichten haben die Viehofner Pfadfinder (NÖ) bei der Erntedankmesse Windeln, Hygieneartikel, Kleidung, Stofftiere und Handtücher für Flüchtlinge gesammelt und zum Wirtschaftshof gebracht. • Die Pfadfindergruppen Tirols sammeln Winterbekleidung, um Flüchtlingskinder des Flüchtlingsheims Kaifenau in Landeck zu unterstützen. • Die Gruppe Wien 36 hat, lt. Medienberichten, den Reinerlös ihres großen Eröffnungsfestes verdoppelt und an mehrere Organisationen für die Flüchtlingshilfe gespendet. • Die RaRo der Gruppe 31 haben während des Stadlauer Kirtags von 25. bis 27. 9. eine Sachspendensammelstation eingerichtet. Es konnten bereits 94 Säcke á 120 Liter (Kleidung, Schlafsäcke, Unterlagsmatten, Büromaterial, Hygiene Artikel, uvm.) zu „Don Bosco – Flüchtlingshilfe“, Samariterbund, Caritas, Kolping, ins Ferry Dusika-Hallenstadion und zum Wiener Hauptbahnhof gebracht werden. • Die Pfadfindergruppen Tirols integrieren bereits erfolgreich Flüchtlingskinder bei den WiWö. • Die Gruppe Gablitz integriert

die im Ort untergebrachten Kinder der Flüchtlingsfamilie in ihre Heimstunden, wenn sie Interesse haben.

und der steirische LV haben Hangars am Hauptbahnhof Wien aufgebaut und betreuen diese laufend (Lichtinstallation, Absicherung gegen Sturm udgl.) • In Kooperation mit dem SOS Kinderdorf machen sich die Pfadfinder und Pfadfinder­ innen Tirol für unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge stark. Gesammelt werden: Geld und Sachspenden • Pfadfindergruppe Wien 80 Enzian unterstützt die Pfarre Gatterhölzl bei der Betreuung von 50 Flüchtlingen. • die Hollabrunner Pfadfinder organisieren gemeinsam mit dem Kiwanis-Club Hollabrunn eine Sternfahrt für Radfahrer zum Seifenkistenrennen. Der

Pfadis aus Baden und Wien 36 organisieren Mitmachstationen in Traiskirchen

• Im „Stöckl“ im Pfadfinderdorf Zellhof werden bis zu 17 Asylwerber untergebracht. • Die Pfadfindergruppe Freistadt lud rund 50 Flüchtlinge in ihr Pfadfinderhaus ein, um einen gemeinsamen Nachmittag mit Spielen und informativem Austausch zu verbringen. Die Flüchtlinge stammten aus Syrien, Afghanistan, Irak, Georgien, Kosovo und Libyen. • Eltern, LeiterInnen und Jugendliche der Pfadfindergruppe Wien 36 sammeln seit zwei Wochen Gewand- und Sachspenden (vorwiegend Kleidung, Kinderwägen & Spielsachen) im Heim und bringen diese regelmäßig je nach Bedarf zum West- oder Hauptbahnhof. • RaRo der Gruppen Wien 36 und Baden unterstützen die Spielenachmittage von Connect-Traiskirchen in der Eislaufhalle in Traiskirchen mit Mitmachstationen zum Basteln mit Loops, Affenfaust Knüpfen, Musizieren und Schnitzen. • Die Pfadfindergruppe Wien 81 Glanzing unterstützt, gemeinsam mit dem Elternrat, den Verein „Habibi – Flüchtlingsprojekte der Pfarre Franz von Sales“ bei der Betreuung von rund 50 untergebrachten Flüchtlingen durch das Kochen des täglichen Abendessens. • Die GruppenleiterInnen und Elternräte der Gruppe Wien 71 Simmering spenden Kleidung für Babys und Erwachsene an das Volkshilfe Wien-Verteilzentrum in Wien 3. • Die steirischen Pfadfinder­In­ nen unterstützen laufend und tatkräftig bei der Erstversorgung von Flüchtlingen am Transitstützpunkt Schwarzlsee. • Pfadfinder der Wiener Gruppen 6/7, 8, 11, 13, 28, 34, 46, 57, 66, 71, das Bundeszentrum Wassergspreng, zeltstadt.at

Kiwanis-Culb spendet für jeden geradelten Kilometer einen Euro an den Verein „menschen. leben“, der damit unbegleitete jugendliche Flüchtlinge, die in Hollabrunn untergebracht sind, unterstützt. • Pfadfindergruppe Wiener Neudorf nimmt eine Flüchtlingsfamilie im Pfadfinderheim auf. • Pfadfindergruppe Wiener Neustadt 1 bringt zwei Autos mit Sachspenden zum Hauptbahnhof Wien. • Mitglieder der Pfadfinder­ gruppe Enns haben Mitte September 2015 fleißig Sachspenden für Flüchtlinge gesammelt und diese den HelferInnen in Linz übergeben. • Salzburger PfadfinderInnen basteln, zeichnen und spielen mit Flüchtlingskindern am Salzburger Hauptbahnhof. Schnelle, niederschwellige Unterstützung und Entlastung auch für die Mütter und Väter. • Die Steirischen Pfadfinder­ Innen haben beim Aufbau der 900 Betten am Schwarzl geholfen. • Die Pfadfindergruppe Wien 38 Penzing unterstützt die Pfarre bei der Betreuung von rund 50 Flüchtlingen im Pfarrheim durch Kochen und Betreuung. • Pfadfindergruppe Wien 78 öffnet das Pfadfinderheim für Notübernachtungen und sammelt Hygieneartikel. • Pfadfinderheim der Gruppe Klosterneuburg 1 wird geöffnet.

Für alle, die noch Kontakte brauchen, haben wir eine Liste zusammengestellt. www.ppoe.at/leiter/pdf/ fluechtlingshilfe_uebersicht.pdf

Foto: ©PPÖ/Gruppe Wien 36

Vor den Vorhang – drei Beispiele


ppö brief 2/15

Flüchtlingshilfe – So gut wir können

www.pfadfinderInnen.at

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Die Wr. Neudorfer nehmen eine Familie Gute Geschichten von von Asylwerbern im Pfadfinderheim auf guten Kontakten erzählen!

Entstehung und Vorbereitungen für unser Projekt 12. 9. – Im August wurde ein sehr, sehr gut besuchter Eltern- und Gruppenrat zum Thema „Flucht und Situation von Flüchtlingen in

Erste gemeinsame Heimstunde von GuSp und Gästen 29. 9. – Nachdem der grobe Ablauf erklärt war, gab es eine gemeinsame Fragerunde. Fragen zu unseren Gästen, aber auch zur gesamten Flüchtlingssituation der Kinder waren reichhaltig. Danach wurde das gemeinsame Projekt des Abends vorgestellt. Die Aufgabe war, in drei Gruppen unsere Küchenkastl gemeinsam auf Arabisch zu beschriften. Zum Abschluss der Heimstunde wurden ein paar traditionelle

„Im gemeinsamen Tun ergaben sich Gespräche über schreckliche Erlebnisse in ihrer Heimat und auf der Flucht. Sowohl die Erzählungen als auch die Freude in den Gesichtern der Jugendlichen an diesem Nachmittag werden wir wohl nie vergessen.“, Martin Moser.

Österreich“ abgehalten. Nach teilweise hitzigen Diskussionen wurde dann die Idee geboren, im Pfadfinderheim ein wenig näher zusammen zu rücken und Platz für eine Flüchtlingsfamilie zu schaffen. Es fand sich auch gleich ein Kernteam, welches die Betreuungskoordination übernahm sowie eine Anfrage an die Gemeinde, denn wir sind als Pfadfindergruppe mit unserem Heim nur Mieter in einem Gemeindehaus, stellte. Die Marktgemeinde Wiener Neudorf unterstützt uns bei diesem wichtigen Projekt und hat als Eigentümer des Pfadiheims in einer Gemeinderatssitzung am 9. September 2015 den für die Unterbringung der Flüchtlingsfamilie notwendigen Beschluss gefasst.

Ankunft unserer Gäste 24. 9. – Recht spontan wurden wir am Donnerstag, dem 24. September von unserer Trägerorganisation, der Diakonie, verständigt, ob wir noch am selben Nachmittag unsere Gäste aus dem Flüchtlingslager in Traiskirchen abholen könnten. Aufgrund der Größe des Betreuungsteams war die Fahrt schnell organisiert. Das Betreuungsteam hatte an diesem Abend zufällig auch eine Besprechung, und so wurden gleich die ersten Punkte abgeklärt. Auf Grund der Kurzfristigkeit musste die erste Nacht noch etwas improvisiert werden, aber unsere Gäste waren sichtlich begeistert.

Unsere Gäste sind da! – Spendenliste eingerichtet 25.  9. – Mohamed, Hussein und Esahak kommen aus Syrien, sind Brüder und Freund und mindestens genauso gespannt, uns alle kennen zu lernen, wie unsere Kids selbst ;-). Dies wird nach und nach in den nächsten Wochen passieren.

rischer Flüchtlingsfamilien und deren Unterkunftgebern in Wiener Neudorf. Die Kinder konnten gemeinsam spielen und einen entspannten Nachmittag miteinander verbringen. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages ist noch ein Teil des Betreuungsteams gemeinsam mit unseren Gästen zum Solidaritätskonzert „Voices for Refugees – Konzert für ein menschliches Europa“ nach Wien gefahren.

GuSpSpiele gespielt. Obwohl nicht geplant, freuten wir uns, dass unsere Gäste auch mitspielten.

Deutsch – eine neue Sprache lernen 2. 10. – Wie motiviert unsere Gäste sind, möglichst schnell der deutschen Sprache mächtig zu werden, merkte man gleich am zweiten Tag nach ihrer Ankunft bei uns. Einer der vier Burschen sagte ganz stolz die Zahlen, Wochentage und Phrasen wie „Wie geht es dir?“, „Guten Tag/Auf Wiedersehen“, „Entschuldigen Sie, bitte!“ auf. Somit war klar, dass wir ihnen möglichst schnell Plätze in Deutschkursen organisieren mussten. Leider gibt es für Flüchtlinge, die noch mitten im Asylverfahren stecken, keine bzw. nur sehr wenige Plätze für einen intensiven Sprachkurs. Es musste eine andere Lösung her. Es wurde also eine eigene „Lerngruppe“ gebildet. Dank des großartigen Engagements konnten eine ganze Menge Lernmaterialen zusammengesammelt werden.

Ein gemeinsamer Samstag 3. 10. – Unsere Gäste sind vorerst natürlich noch nicht sonderlich gut mit ihrer neuen Wohnumgebung vertraut, daher wollten wir am zweiten Wochenende nach ihrer Ankunft versuchen, ihnen ein wenig die Umgebung in ihrem neuen Wohnort Wiener Neudorf zu zeigen. Ziel war die „Wiener Neudorfer Wies‘n“. In Gesprächen wurde schnell klar, dass die Gastfamilie unsicher bezüglich der Reaktionen der lokalen Bevölkerung war, aber mit ihrem Quartier derart glücklich sind, dass sie einfach die Ruhe genießen wollten. Umso wichtiger war unser erster gemeinsamer Ausflug in der Gemeinde. Im Anschluss gingen wir zum Vernetzungstreffen sämtlicher sy-

Arabische Pünktlichkeit 5. 10. – Ich wollte unsere Gäste um 17:45 Uhr am Pfadfinderheim abholen und die anderen Pfadfinder­ Innen um 18 Uhr bei der Badner Bahn treffen – so zumindest meine Vorstellung. Unsere Gäste waren allerdings gerade bei der Fertigstellung ihres Abendmahles... Es war ihnen auch total unangenehm und sie wollten sofort und ohne essen aufbrechen. Chrissi und ich beschlossen jedoch, alle anderen kurz über eine neue geänderte Abfahrtszeit (wann war noch unbekannt) zu informieren und ließen unsere Gäste noch in Ruhe fertig essen. Die wiederum haben uns eingeladen, mit ihnen zu essen – Widerstand war zwecklos – und wir kamen dann noch rechtzeitig zum großen Konzert am Heldenplatz.

Übersiedlungsaktion 10. 10. – Anfang September wurde in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung dem Beschluss, eine Flüchtlingsfamilie im Pfadfinderheim aufzunehmen, von allen Gemeinderatsfraktionen einstimmig zugestimmt. Nach Ankunft unserer Gäste wollten wir die notwendigen Nutzungsvereinbarungen mit der Gemeindeführung abschließen. Allerdings wurde uns von der Gemeinde mitgeteilt, dass die uns von der Diakonie zugeteilten Flüchtlinge/Gäste nicht dem einstimmig getroffenen Gemeinderatsbeschluss entsprechen, da sie laut Auffassung der Gemeinderatsmitglieder keine typische Familie sind und somit nicht im Pfadfinderheim wohnen dürfen. Die Ersatzunterkunft in Wiener Neudorf war dank engagierter Gruppenmitglieder schnell gefunden. Auch in diesem Privatquartier waren einige Vorbereitungsmaßnahmen nötig, um die Unterkunft optimal für unsere Gäste vorzubereiten. Am Samstag, 10. Oktober, war es dann soweit, und wir trafen uns um 10 Uhr im Pfadfinderheim, um unseren Gästen beim Übersiedeln zu helfen. Zu unser aller Überraschung waren die vier Burschen pünktlich um 10 Uhr mit dem Einpacken all ihrer Sachen fertig, und wir konnten schnell den Bus einladen (die österreichische Pünktlichkeit lernten sie also schnell ;-)). Anmerkung der Redaktion: Mittler­ weile wohnt eine dem Familienbild der Gemeinderatsfraktionen entsprechende Familie im Pfadiheim Wr. Neudorf. Mutter, Vater und drei Kinder, diesmal aus dem Irak. Alle Details dazu unter: pfadis.wrneudorf.at/gaeste.html

Mag. Heinz Patzelt

* ist Generalsekretär von Amnesty International Österreich. Er war bei der Wiener Pfadfindergruppe 16B „Schotten“. Das Gespräch führte Markus Höckner mit Heinz.

ppö brief: Für den Beobachter macht es den Eindruck, dass die Be­ hörden mit der aktuellen Situation vollkommen überfordert sind. Wo kommt, Ihrer Meinung nach, diese Überforderung her? Heinz: Ich erlebe die österreichische Politik, insbesondere durch die letzten Monate, wenn nicht sogar schon wenige Jahre in einem

tionaler Ebene klar, da genügt jetzt nicht mehr nur die Begleitung von außen, das wollen wir jetzt mit eigenen Augen vor Ort sehen. In der Hoffnung, durch eine strukturierte, klare Amnesty-Kritik, die die Dinge, an denen es scheitert, beim Namen nennt, rasch zu einer Verbesserung beizutragen. Traiskirchen ist keine Absicht, sondern passiert. ppö brief: Wo könnte ein zukünfti­ ger Schwerpunkt für die Pfadfinder­ Innen sein? Heinz: Einfach gute Geschichten erzählen von all den Pfadfinder­ innen und Pfadfindern, die engen und sicher auch guten Kontakt mit Schutzbedürftigen haben und hatten, die sollten jetzt gleich auch

Geschichten vom Kontakt mit Schutzbedürftigen gehören weitererzählt, sagt Heinz Patzelt

Ausmaß führungs- und leadershiplos, dass das beängstigend ist. Ohne Leadership endet nahezu alles in der Katastrophe, außer der nicht organisierte Bereich übernimmt plötzlich dieses Leadership. In Summe haben die jungen Menschen, die auf den Bahnhöfen, Grenzstellen und dergleichen einfach „zupacken“ unsere Regierung in einem Ausmaß vor sich her getrieben, wie ich das in Österreich bisher noch nicht erlebt habe. ppö brief: Die österreichische Poli­ zei kommt bei den Amnesty-Berich­ ten nicht immer gut weg. Kann es daher wirklich sein, dass die friedli­ chen Bilder der Medien kein Detail auslassen? Heinz: Das grundsätzlich kritische Bild, das Amnesty auch auf die Polizei wirft, wird, glaube ich, ganz gerne auch manchmal missverstanden. Ein menschenrechtlich funktionierender Staat ohne Polizei ist schlicht weg undenkbar. Die Polizei muss menschenrechtliche Elite sein und darf niemals Werkzeug der Politik werden. Nicht nur Rechtsdurchsetzung, sondern auch Menschenrechtsschutz, der typischerweise Hand in Hand, geht, sind die Aufgabe. Da stellt sich dann auch ein Landespolizeidirektor im Burgenland hin und sagt, dass es nicht verhältnismäßig wäre, wenn wir die Leute schlicht wegprügeln würden. ppö brief: Wie kam es zur Über­ prüfung durch Amnesty Internatio­ nal Österreich im Erstaufnahmezen­ trum Traiskirchen? Heinz: Wenn sich eine Entwicklung von primär gut, und Österreich war Anfang des Jahres in Richtung Flüchtlingsaufnahme gut unterwegs, wenn sich das plötzlich ins Gegenteil verkehrt und eine ganz kritische negative Tendenz bekommt, dann ist für uns auf internationaler und damit auch na-

noch BotschafterInnen derer Anliegen werden. Die PPÖ sind eine großartig dezentrale Struktur, sind auch wirklich fast überall, auch in allen Bevölkerungsschichten, keine Eliteneinrichtung. Richtig gemacht kann das ganz, ganz viel zu einem nachhaltig richtigen, positiven Meinungsbild beitragen. Das wäre auch etwas, das zu „Der Starke schützt den Schwachen“ mit dazugehört. Die Pfadfinder haben ein sehr gutes Image und sind „unverdächtig“, insofern ist das mit ein Job, würde ich meinen. ppö brief: Welche Hotspots auf der „Amnesty-Landkarte“ werden von der aktuellen Aufmerksamkeit über­ deckt? Was dürfen wir nicht verges­ sen/verdrängen? Heinz: Diese Krisenherde der letzten zwei, drei Jahre sind nicht besser geworden. Sie sind im Moment nur aus der Wahrnehmung verdrängt. Da ist der Weg zum Zynismus nicht weit, wenn es heißt, für Syrerinnen und Syrer sind unsere Grenzen offen, aber wir müssen sehr gut darauf schauen, dass da kein Afghane, kein Somalier, kein Jemenit durchrutscht, denn die sind ja Wirtschaftsflüchtlinge. Das ist katastrophal. Ich sehe nicht, dass Konflikte Pausen machen, denn die haben alle sehr konkrete lokale Ursachen, dieser kommt einfach noch dazu. Auch die Nähe zu den Grenzen Europas spielt da eine Rolle. Es wird gerne ausgeblendet, dass auch der Nahe Osten aus Menschen und nicht nur aus Ölquellen besteht.

Das ungekürzte Interview, in dem es noch viel mehr um Pfadfinder­Innen ging, findest du auf unserer Homepage unter www.ppoe.at/leiter

Foto: ©PPÖ/Salzburger PfadfinderInnen

10. 9. 2015 – Als Pfadfindergruppe begleiten wir unsere Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zu verantwortungsbewussten Erwachsenen. Ein wichtiger Aspekt dieser Entwicklung ist die Friedenserziehung. Dabei ist es selbstverständlich, dass wir selbst auch mit gutem Beispiel vorangehen.

Um für uns das Organisatorische etwas zu vereinfachen, haben wir für Sachspenden eine online-Liste erstellt.

Foto: ©PPÖ/Gruppe Wien 36

Hilfe für Asylwerber beschlossen – wir freuen uns auf euch

Ein Interview mit Heinz Patzelt Foto: ©Ziegler/Amnesty International

Das ist ein Auszug ihrer Geschichte.


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Bundestagung 2015

Bundestagung 2015 Jedes Jahr tagt das höchste Gremium der PPÖ. Das bedeutet, dass sich jedes Jahr im Oktober rund 100 PfadfinderInnen aus ganz Österreich treffen. Das spezielle an diesem Jahr war die Wahl des Bundespräsidiums.

Am Freitag, den 15. Oktober 2015 war Treffpunkt. Der Ort des Geschehens: das schöne Schloss Krastowitz nahe Klagenfurt. Aufgrund des schlechten Wetters und der aktuellen Grenzproblematik kamen viele LV-Delegationen erst am späteren Abend an. Fast der gesamte BJR kam zu nächtlicher Stunde ins Schloss. Lange wurden dann noch Neuigkeiten ausgetauscht und aktuelle Themen besprochen. Der Samstagvormittag stand im Zeichen der Gremien. Es tagten der Bundespräsidialrat, der Bundesrat und der Bundesjugendrat.

Was da eigentlich besprochen wurde? Im Bundespräsidialrat ging es um das Budget 2016, den Abschluss der 55. Pfadfinderlotterie, die aktuelle Situation in den Landesverbänden und natürlich um den Wahlvorschlag für das künftige Bundespräsidium. Der Bundesrat befasste sich mit den Einreichungen zur Verleihung des silbernen Steinbocks, den aktuellen Themen: „Menschen auf der Flucht“ und „Safe from harm“, sowie der zukünftigen Abstimmung von Bundesthema und HHH untereinander. Auch im Bundesjugendrat wurden unter anderem die Anträ-

ge an die Bundestagung und der Wahlvorschlag diskutiert. Darüber hinaus war die organisatorische Situation eines Landesjugendrats Thema der Beratungen. Nach einer Stärkung ging es dann auf den Marktplatz. Hier stellten Gremien und auch Arbeitsgruppen ihre aktuellen Aktivitätsschwerpunkte vor. Es machte den Eindruck einer kleinen Pfadfindermesse, wo du dir über die breite Palette der in der PPÖ vertretenen Themen einen sehr guten Überblick verschaffen konntest.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ © Helmut Schmidt, ehemaliger Bundes­ kanzler der BRD Dann wurde es Zeit für das große Leitthema Vision 2028. In einer sehr kurzweiligen Präsentation stellten Irene Rojnik und Ulrich Gritsch die mittlerweile elf Visionsziele vor. Danach wurden alle Anwesenden eingeladen, sich zu einem Ziel zu setzen und über die Begeisterung und mögliche Fallen bei diesem Thema Gedanken auszutauschen. In vier Runden wurde eine ganze Menge an Meinungen eingefangen. Details dazu im Vision2028-Update auf Seite 13. Nun war ein arbeitsreicher Tag zu Ende, und alle freuten sich auf den bevorstehenden Festakt des Kärntner Landesverbandes. Alles

Foto Präsidium: © PPÖ/Rudi Klaban

Ehrenbürgerschaft für Christoph

Das (bis auf die Bundesleitung) neu gewählte Präsidiumsteam, v.l.n.r.: Thomas Korcak, Uli Gritsch, Susanna Hasenauer, Dominik Habsburg-Lothringen, Gitti Krepl, Stefan Mühlbachler und Gregor Brosch-Fohraheim

begann mit dem Aufziehen der PPÖ-Fahne vor dem Schloss und einer Begrüßung durch Stadträtin Ruth Franziska Feistritzer, in Vertretung von Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz. 50 Jahre Techuana galt es zu feiern und Hans „Hopfi“ Hopfgartner für seine Verdienste um den „scoutigsten“ Lagerplatz zu ehren. Bei der Überreichung einer geschnitzten „Techuana Flamme“ war der Applaus bereits groß, es hielt die anwesenden Pfadfinder– Innen aber noch auf ihren Sesseln. Als Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser nach Hopfis 50-jährigem Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung von Techuana in einer sehr persönlichen Rede das Silberne Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich überreichte, hielt es niemanden mehr auf seinem Sessel. Unter Standing Ovations überreichte Landeshauptmann Kaiser noch eine „Techuana“ Geburtstagstorte an Hopfi. Der Präsident des Kärntner Landesverbandes Christoph Habsburg-Lothringen erhielt eine Ehrenbürgerschaft von Techuana übereicht. Auch er trug wesentlich zur Entwicklung dieses Pfadfinderzeltplatzes bei. Ausgeklungen ist der Abend dann bei einer zünftigen „Kärntna Jausn“.

Anträge Am Sonntag ging es dann besinnlich los. Nach einem ökumeni-

schen Gottesdienst in der kleinen Kirche am Gelände des Schlosses eröffnete Franz Stelzer seine letzte Bundestagung als Präsident der PPÖ. Im ersten Block wurden die folgenden Anträge behandelt: • Antrag 1 – Bundesrat an Bundestagung – Satzungsänderung Bundesrat-Mitglieder • Antrag 2 – Bundesrat an Bundestagung – Genehmigung Bundesrat Geschäftsordnung • Antrag 3 – Bundesrat an Bundestagung – Pädagogisches Konzept • Antrag 4 – Bundesleitung an Bundestagung – Positionspapier Duty to God • Antrag 5 – Bundesleitung an Bundestagung – Änderung Verbandsordnung Schwerpunktbezeichnung „Leben aus dem Glauben“ in „Spirituelles Leben“ Zu den Anträgen 1 und 3 wurden Abänderungen eingebracht und auch angenommen. Danach wurde dann mittels Stimmzettel über die einzelnen Anträge abgestimmt. Alle Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen. Im zweiten Block war die Spannung zu spüren, denn Dominik Habsburg-Lothringen holte zu seiner Kurzpräsentation der KandidatInnen für das nächste Präsidium aus. Die Delegierten zückten die Schreibgeräte und setzten ihre Kreuze. Das Auszählen von je 108

Gerhard Fabisch und Dominik „übergeben“ vierzig Zelte, eine Spende des Sparkassenverbands

KonferenzteilnehmerInnen unter sich

Stimmen für neun KandidatInnen dauerte seine Zeit. Diese wurde mit dem neuen BundesjugendratsVideo vertrieben.

Am Ende der Bundes­ tagung folgten Ehrungen und Verabschiedungen Franz Stelzer wurde nach drei Jahren als Präsident der PPÖ verabschiedet. In Abwesenheit wurde auch dem bereits im Jänner 2015 ausgeschiedenen Bundespräsidiumssekretär Hubert Nowak gedankt. Christian Gruber wurde nach neun Jahren als Bundesfinanzreferent verabschiedet. Für seine Verdienste um das Pfadfinderwesen und seinen großen Einsatz speziell in den letzten neun Jahren wurde ihm der silberne Steinbock verliehen. Auch er bekam vom Auditorium Standing Ovations! Nach der Rückgabe der PPÖFahne – haben doch glatt einige Schlitzohren die Fahne des Nächtens geklaut – konnte der neu gewählte Präsident die Sitzung schließen und an die Burgenländer übergeben. 2016 wird die Bundestagung nämlich im Burgenland stattfinden. Schluss war aber noch immer nicht, denn der Sparkassenverband Österreich übergab vierzig Zelte an die PPÖ, um Jugendpfadfindercamps, insbesondere mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen durchführen zu können.

Das neue BJR-Video: youtube.com/watch?v=7XcRIPcEdE

Hopfi wurde mehrfach geehrt

techuana@techuana.at

Fotos: © Philipp Scheiflinger

Markus Höckner Assistent der Bundesleitung


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23rd World Scout Jamboree, Japan

www.pfadfinderInnen.at

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Allzeit Bereit – Be Prepared Das Jamboree, das Ziel aller PfadfinderInnen. Wer hinfährt, hat was zu träumen, wer dort ist, hat was zu erleben und wer dort war, hat was zu erzählen. Denn ein Jamboree unterscheidet sich um so vieles von einem normalen Lager. • Die Lagersprache ist Englisch und Französisch, und das Lager findet im internationalen Raum statt • Der Großteil der TeilnehmerInnen kennt sich nicht, so können internationale Kontakte geknüpft werden • Das Programm wird zentral von der Jamboree-Leitung organisiert • Vor oder nach dem Jamboree wird das Land erkundet

Von Ines Burghart, RaRo Baden und Marcel Gafl, RaRo Bruck a.d. Leitha, Young Correspondents Das Ganze beginnt bei der Anmeldung, denn diese erfolgt schon weit im Voraus. Dementsprechend früh muss man wissen, ob man dieses Event auch miterleben möchte, denn bis zum Jamboree vergeht noch viel Zeit. Zeit, in der man sich überlegen kann bzw. muss, wie dieses finanziert wird. Immerhin kostet die Teilnahme an einem Jamboree doch um ein bisschen mehr als ein normales Lager. Rückt dann irgendwann die Anreise in nahe Zukunft, so geht es ans sich-Gedanken-machen, was denn nun eingepackt wird. Immerhin liegt zum Beispiel Japan in einer ganz anderen Klimazone als Österreich. Zwar fällt die Entscheidung, welchen Wintermantel man einpackt, weg, aber dafür stellte sich oftmals die Frage, welcher Schlafsack nun eingepackt werden sollte – oder ob man überhaupt einen mitnimmt. Und anders als bei einem Nullachtfünfzehnlager muss der fertig gepackte Rucksack noch die Prüfung der berühmt-berüchtigten Zollkontrolle bestehen!

Unterschiede zu einem „normalen“ Lager Aber natürlich gibt es noch viele weitere Unterschiede, die einem erst vor Ort auffallen: Auf ein La-

Jede/r erlebt ihr/sein eigenes Jamboree ger fährt man mindestens einmal im Jahr. Die durchschnittliche Teilnehmeranzahl beträgt zehn bis zwanzig PfadfinderInnen. Die Lagersprache ist Deutsch und das Lager findet in Österreich oder den Nachbarländern statt. Die TeilnehmerInnen kennen sich untereinander. Das Programm wird von den LeiterInnen oder TeilnehmerInnen geplant. Nach dem Lager erfolgt die direkte Heimreise.

Das Jamboree ist ein einmaliges Erlebnis • Man kann es nur einmal als TeilnehmerIn besuchen • Das 23. World Scout Jamboree zählte stolze 34.000 TeilnehmerInnen!

Doch trotz den zuvor erwähnten Punkten fällt es einem persönlich

Stichwort: Programm

Shinto-Schrein

gar nicht so leicht, konkrete Vergleiche zu ziehen – nicht etwa, weil es keine gibt, sondern weil es sich um zwei unterschiedliche Erlebnisse handelt. Noch dazu erlebt jeder sein persönliches Jamboree, denn so verschieden die Kulturen, die dort vertreten sind, auch sind, so verschieden ist auch die Auffassung jedes Einzelnen. Abenteuer, Bekanntschaften und Emotionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Und so fliegt jeder mit seiner eigenen Geschichte im Gepäck zurück nach Hause. Genau diese Gründe sollten jeden, der noch unschlüssig bezüglich künftiger Jamborees ist, überzeugen, ein Teil von einem zu werden.

Vor dem Lager: Vorbereitung in Patrulle und Trupp * Offizielle Verabschiedung im Außenministerium mit Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres Sebastian Kurz * Vorbereitungswochenende vor dem Abflug: offizielles Foto und die Verabschiedung in Schönbrunn, Geocache Stadtspiel im 1. Bezirk * Abschiedsparty mit Karaokewettbewerb Am Lager: Eröffnungsfeier * Pflichtprogramm für TeilnehmerInnen: Peace Programme * Global Development Village * Exploring Nature * Cross Road of Culture * City of Science * Community Services * Water Activities Daneben hatten die TeilnehmerInnen Zeit für: Kochen * Nachbartrupps kennenlernen * Lagerplatz erkunden * Einkaufen im Scout Shop * Supermarkt am Lagergelände besuchen * Erkunden der japanischen Stände mit Essen und Souvenirs * Jamboreepost schreiben * am Lagerhauptplatz Zelte der verschiedenen Länder (auch Österreich) und WOSM und WAGGGS besuchen * Culture Day mit Tag der offenen Töpfe, einer Parade mit verschiedenen Darbietungen und einem Fest in der Arena * Schlusszeremonie. Nach dem Lager: Rundreise von Yamaguchi über Kyoto nach Tokyo

Hiroshima Peace memorial

Weben will gelernt sein

Fotos: © Sebastian Verderber

Traditionelle Tee-Zeremonie


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Explorerbelt 2015

Bericht einer erlebten Expedition 17 Teams, 200 Kilometer, 10 Tage – Das war der Explorerbelt 2015 in Ungarn Von Magdalena Hageneder aus der Gruppe Leonstein/Steyrtal

Von Christopher Calliess, Assistent des BB für RaRo

Als Alex und ich entschieden, wir machen das wirklich, wir melden uns da an, war die Expedition noch sehr weit weg. Als wir in Wien ankamen und letzte Vorbereitungen trafen, war sie ganz plötzlich sehr nahe! Realisiert haben wir das ganze Ausmaß aber trotzdem noch nicht einmal ansatzweise. Nachdem Zusatzgepäck, Handys und sonstiger Luxus abgegeben waren und wir unsere Karten hatten, war’s auch schon Zeit, in den Zug in Richtung Unbekannt zu steigen. Endgültig. Endlich! Im Zug war ich nur aufgeregt, fröhlich und gespannt, was in den nächsten zwei Wochen auf mich zukommen würde. Wie verändert ich am Ende dieser Reise sein würde, konnte ich nicht ahnen. Abends erst in der Zielstadt – wohl eher Anfangsstadt – angekommen, auf Kompass und Karte angewiesen, starteten wir noch frisch und ausgeruht los. Im viel zu schwülen Klima schafften wir es in den ersten paar Stunden, das getragene Gewand durchzuschwitzen, dementsprechend wurde der nächtliche Geruch im Zelt mit jedem Tag nur schlimmer. In den nächsten paar Etappen versuchten wir, möglichst frühmorgens aufzustehen, um der glühenden Hitze zu entkommen (hoffnungslos) und unsere Kräfte gut aufzuteilen. Ich durchlief im Laufe eines Tages regelmäßig eine Gefühlspalette, die in meinem bequemen Alltagsleben lange vergessen schien. Wirklich aufstehen zu müssen, täglich Lager aufschlagen und wieder einpacken, Ausdauer zeigen und auch psychisch Durchsetzungskraft zu beweisen, Ärger und Stress zu vermeiden, in 24 Stunden auf engstem Raum mit einem Menschen, mit Karten, aber ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land über Feldwege oder gar querfeldein zu navigieren und noch vieles mehr galt es zu bewältigen. Als es nach drei Tagen zu regen begann, kam die Belastung, Kleidung, sich selbst und vor allem Schlafsack trocken zu halten, noch dazu. Am allerwichtigsten war in dieser Zeit aber, nicht die Motivation zu verlieren, weiterzugehen, auch wenn der Tag schon lange und die Schuhe sehr nass waren.

Im heurigen Sommer konnten wir zum ersten Mal einen österreichischen Explorerbelt durchführen. Der Explorerbelt ist eine international verbreitete Methode, pfadfinderisch mit fremden Ländern und Kulturen in Kontakt zu kommen. Bei einem ersten Treffen Ende Jänner setzten sich die TeilnehmerInnen zum ersten Mal genauer mit dem Explorerbelt auseinander. Sie informierten sich über Ungarn im Allgemeinen und definierten ein persönliches Projektziel, das ihnen die Menschen und ihre Kultur näher bringen sollte. Beim zweiten Vorbereitungstreffen Mitte Juni hatten sie dann die Möglichkeit, den Umgang mit Karte und Kompass zu üben, ihre Projekte zu verfeinern und auch mit einem erfahrenen Mediziner über Herausforderungen einer so langen Wanderung zu sprechen. Mitte August war es dann soweit: 17 Zweierteams aus ganz Österreich brachen auf, um die Expedition ihres Lebens in Ungarn zu bestreiten. Treffpunkt für die Teams war der Wiener Hauptbahnhof, wo sie ihre Zugtickets zu

Die täglichen Positionsmeldungen und ein kurzes Statement können auch auf der Homepage http:// explorerbelt.ppoe.at angesehen werden. Eine Wanderung über 200 km ist natürlich nicht ganz einfach. Leider gab es auch Teams, die aufgrund körperlicher oder materialtechnischer Probleme die Expedition abbrechen mussten. Am Montag, den 24. August kamen zwölf der siebzehn Teams sehr erschöpft, aber auch sehr glücklich in Budapest an. Am Abend wurden sie von uns mit einem mehrgängigen Gala-Dinner verwöhnt. Am nächsten Tag konnten sie bei Spielen und Aktivitäten entspannen und regenerieren. Auch die eine oder andere Blase musste versorgt werden, und manch angespannter Muskel wurde mit einer erholsamen Massage wieder fit gemacht. Der Explorerbelt ist nicht nur eine sportliche Herausforderung. Auch das Projekt stellt einen sehr wichtigen Bestandteil dar. Die drei folgenden Tage verbrachten wir mit der Aufarbeitung und Präsentation der Projekte. Am Freitagabend konnten wir in einer stimmungsvollen Zeremonie den zwölf erfolgreichen Teams ihre Explorerbelt-Gürtel überreichen. Am Samstag hatten die TeilnehmerIn-

den Startpunkten erhielten. Nach teils abenteuerlichen Fahrten quer durch Ungarn starteten sie ihre Wanderung mit dem Ziel Kettenbrücke in Budapest. Das Planungsteam bezog in der Zwischenzeit Quartier am Lagerplatz am Stadtrand von Budapest. Dort nahmen wir einmal täglich die Anrufe aller Teams entgegen. In den kurzen Telefonaten erzählten uns die Teams ihre momentane Position, den weiteren Weg und wie es ihnen persönlich und körperlich so geht.

nen dann noch die Möglichkeit, Budapest genauer zu erkunden, bevor es am Sonntag wieder ab nach Hause ging. Die erfolgreiche Realisierung des Projektes verdanken wir allen TeilnehmerInnen, einem tollen Team und nicht zuletzt allen UnterstützerInnen aus unserer Bewegung. Allen, die jetzt Lust haben, loszulaufen und den Explorerbelt selbst zu absolvieren, können wir verraten, dass wir schon an einer Fortsetzung 2017 arbeiten!

Geschafft! Am Ziel, der Kettenbrücke in Budapest

Mehr als nur wandern... In dieser Zeit wurde mir auch wirklich bewusst, dass der Explorer Belt viel mehr ist als nur eine etwas längere Wanderung. Der Explorer Belt ist ein Kopfsprung in die Kultur des Landes, das man bereist. Explorer Belt ist zehn Tage „Wache“ machen, fast auf sich alleine gestellt und meistens nur mit den eigenen Gedanken beschäftigt. Explorer Belt ist körperlich nicht zu unterschätzen, aber trotzdem für jeden Normalsterblichen machbar. Der Explorer Belt ist, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen, mit sich selbst und der Umwelt im Einklang unterwegs zu sein, psychisch gewappnet für Konflikte und Probleme zu sein und sich wieder einmal wirklich intensiv mit den eigenen Motiven und Antrieben auseinanderzusetzen. Kurz gesagt habe ich wieder erfahren dürfen, was es heißt, mit geringen Mitteln die schönsten Momente erleben zu dürfen.

Fotos: © PPÖ

Trotz der eben genannten Beschwerden überwogen für mich die positiven Gefühle. Wir wanderten fast den ganzen Tag durch beschauliche Dörfer, große Felder und dazwischen ein Wald. Wir verliefen uns fast gar nicht und durften Gastfreundschaft an unseren emotionalen Tiefpunkten erfahren, die mir gezeigt hat, wie viel Hilfsbereitschaft an den Stellen wartet, an denen man sie am wenigsten erwartet. Aus dem Regen wurden wir gerettet und in eine Garage aufgenommen, wo endlich unsere Kleidung trocknen konnte und wir neue Kraft schöpften. Wir durften durch einen glücklichen Zufall in einem Hotel übernachten und zum ersten Mal nach einer Woche duschen und die besten, frischen Marillenmarmeladenbrote essen. Schlussendlich kamen wir, bis auf Blasen an den Füßen, fast unversehrt in Budapest an, und gingen in eine Woche wohlverdientes Verwöhnprogramm, Reflexion und Lagerfeuerfreu(n)de über, in der uns der Erzählstoff bei weitem nicht ausging!

2017 wieder ein Explorerbelt: https://youtu.be/J8UqDaKT_P4


Internationales

www.pfadfinderInnen.at

Das NÖ. Landeslager in Laxenburg

Zwei Wiener im hohen Norden

Ein Schlagwort fehlt wahrscheinlich in der Überschrift dieses Artikels: „Nass“! Denn, obwohl jedes Explorer Belt-Team der Gruppe Wien 16 „Schotten“ von unterschiedlichen Abenteuern und Erlebnissen erzählen kann, haben wir alle eine gemeinsame Erfahrung: Den schottischen Regen. In unserer Pfadfindergruppe 16 „Schotten“ ist es Tradition, den Schottischen Explorer Belt zu machen. Seit Jahrzehnten pflegen wir mit der schottischen Pfadfindergruppe „Bishopton“ innige Freundschaft. Aus dieser Freundschaft entstand

Skye auf die Suche nach dieser ominösen Gürtelschnalle machten. Grundsätzlich sind die Anforderungen des Schottischen Explorer Belts ähnlich den österreichischen Anforderungen. Allerdings haben wir unsere Routen selbst ausgesucht und die Reise organisiert. Die Schotten legen sehr viel Wert auf den Kontakt zu den schottischen Einheimischen. Deshalb mussten wir uns ein „soziales Thema“ überlegen und penibelst mit Interviews und Aufzeichnungen im Logbuch bearbeiten (zB.: das Thema von Laurin und Beni: „The Challenges and Highlights of managing Life on the western Isles“). Zusätzlich mussten Aufgaben von unserem schottischen Betreuer gelöst wer-

Laurin und Benedikt unterwegs in Schottland

die Tradition, den Explorer Belt in Schottland zu absolvieren. Diesen Sommer sind wieder zwei Explorer Belt-Teams aufgebrochen, um die Highlands und Inselwelten Schottlands zu bezwingen. Laurin Akantisz und Benedikt Gröhs verschlug es auf die äußeren Hebriden, während sich Nico Erich und Philipp Kummer auf der Isle of

Hilf, das Pinakarri mitzugestalten, schon jetzt!

Von Marisa Fedrizzi

Nur noch acht Monate – dann geht’s los!

Foto: © Benedikt Gröhs

Von Benedikt Gröhs, Wölflingsleiter Gruppe Wien 16 „Schotten“

den. Nach der positiv absolvierten Wanderung sind die Ergebnisse und Erfahrungen sowohl in Schottland als auch in Wien vor einer Jury aus Explorer Belt-Absolventen und RaRo-Führern zu präsentieren. Verliehen wird uns demnach nicht der Explorer Belt der PPÖ, sondern der Schottische Explorer Belt.

Wir freuen uns auf knapp 100 Gruppen aus zehn verschiedenen Ländern auf einem Lager, das sich ganz dem „bewussten Erleben“ verschrieben hat. Das Motto ist Programm – Pinakarri bedeutet „deepest listening“ also „genaues Zuhören“ – was für uns auch das Hören auf sich selbst beinhaltet. Die Programmteams arbeiten auf Hochtouren, das Infrastrukturteam ist auch schon ziemlich weit, alles läuft nach Plan. Jetzt brauchen wir noch euch, damit wir das Lagererlebnis gemeinsam mit euch gestalten können.

Beteiligt euch! Das Pinakarri 2016 gibt euch viele Möglichkeiten, euch einzubringen und das Lager mitzugestalten. Bewirb dich als Young Correspondent! Als Junge/r JournalistIn hast du die Möglichkeit, bei der Öffentlich-

keitsarbeit am Lager selbst mitzuarbeiten! Dein Lager – deine Ideen – deine Fähigkeiten. Berichte als Young Correspondent von deinen Lager­ erlebnissen! Schreiben ist nicht so deine Stärke? Kein Problem, stelle dein Können als Grafikerin, Layouter, Fotografin oder Filmemacher unter Beweis! Interesse? Bewirb dich unter yc@pinakarri.at und sag uns... • deinen Namen und dein Alter • welcher Gruppe und Stufe du angehörst • in welchem Bereich du deine Stärken siehst. Wir freuen uns auf dein Mail! Mittlerweile haben sich schon sechs Young Correspondents gemeldet. Wir hoffen, im nächsten ppö brief schon Beiträge liefern zu können. Die Bau-Challenge: der Down Under Tower Um so ein Bauwerk auf die grüne Wiese zu bringen, braucht es ein hoch motiviertes Team. Daher kommst Du nun ins Spiel. Für deine Bewerbung ins Mitarbeiterteam des Down Under Towers brauchst du zwei weitere Leute (LeiterInnen, RaRo), um an der Dreibeinchal-

lenge teilzunehmen. Um ins Team aufgenommen zu werden, dreht ein Video, das zeigt, wie schnell ihr ein Dreibein bauen könnt, stellt es Online und sendet den Link zum Video an uns. Das Video „Dreibeinchallenge – die Vorlage für Laxenburg bei Wien Eure Bewerbung“ findest Du auf 1.-11. August 2016 Youtube unter „Pinakarri Down Under Tower“. Wir freuen uns auf eure hoch motivierte und leidenschaftliche Mitarbeit. Der Down Under Tower wird an drei Wochenenden vor dem Pinakarri-Lagerbeginn errichtet. Jedes Wochenende (8. bis 10. Juli 2016, 15. bis 17. Juli 2016 und 22. bis 24. Juli 2016, Freitagnachmittage bis Sonntagabende) ist als Spezialseminar anrechenbar. Die offizielle Anmeldung wird über das Seminarprogramm Niederöster­ reich er­folgen. www.facebook.com/pinakarri2016 Gestalte das Pinakarri-Liederbuch mit! Im Kreis des Lagerfeuerscheins darf natürlich eine Gitarre nicht fehlen. Und damit die besagte Gitarre auch zu vielen Liedern klimpern kann, suchen wir eure beliebtesten Lagerfeuerlieder, die wir in einem Pinakarri-Lagerliederbuch sammeln wollen. Schick uns deine Vorschläge an info@pinakarri.at Lagerlied Ein Sommerlager ohne Lagerlied? Nicht mit uns! Schicke uns doch deinen Vorschlag fürs Pinakarri Lagerlied! Einzige Voraussetzung ist, dass das Lied gut mit Akustikgitarre spielbar sein soll, damit im Kreis des Lagerfeuers gemütlich mitgesungen werden kann. Einsendungen bitte an info@pinakarri.at

Hüter der Erinnerung – Wir suchen die Geschichte aus dem Scout Camp Austria in Eggenberg!

Mach mit und hilf uns, die beste Geschichte aus dem Pfadfinderlager Eggenberg zu finden. Werde auch du ein Hüter der Erinnerung und gewinne einen Gutschein der Ferienregion Attergau Salzkammergut im Wert von Euro 100,– In den 1970er Jahren wurde das größte Pfadfinderlager Österreichs in Eggenberg nahe St. Georgen im Attergau gegründet. Seit dem darf die Region rund um St. Geor-

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Pinakarri 2016

Explorer Belt in Schottland: Abenteuer, Teamwork, Tradition

Foto: © PPÖ

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gen i. A. jeden Sommer zahlreiche PfadfinderInnen aus der ganzen Welt in Eggenberg begrüßen. Alle fünf Jahre veranstalten die OÖ PfadfinderInnen ein internationales Großlager im Scout Camp Austria zu unterschiedlichen Themen. 2008 fand das Lager „Aqua 2008“ und 2013 das Lager „Planet 13“ mit je über 4000 TeilnehmerInnen statt. Vielleicht hast du sogar daran teilgenommen?

Erzähl uns deine Geschichte vom Pfadfinderlagerplatz Eggenberg & GEWINNE! Du hast deinen Sommer schon einmal am Pfadfinderplatz Eggenberg verbracht? Gibt es ein Erlebnis, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Deine Eltern waren auch schon im SCA Eggenberg und haben dir eine Geschichte erzählt? Du kennst jemanden, der beim Aufbau des Camps dabei war?

Dann schick uns deine Geschichte per E-Mail oder Post an Tourismusverband Attergau, Attergaustraße 31, 4880 St. Georgen – info@attergau.at und gewinne einen Feriengutschein der Region Attergau-Salzkammergut im Wert von Euro 100,–. Einzulösen in den Betrieben der Gemeinden St. Georgen, Berg und Straß im Attergau. Einsendeschluss ist der 31. März 2016.


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Internationales

Weltweite Verbundenheit spüren

I am a Change Maker! – what about you?

Die Chance, Pfadfinderei international zu erleben, sind Auslandslager – hier eine Vorschau auf einige davon in den Jahren 2016 und 2017. Weitere Infos erhaltet ihr beim Internationalen Team der PPÖ.

WAGGGS/WOSM „Chief Volunteer Meeting“ in Portugal

ternationales Pfingstlager von 13.16. 5. 2016 erleben. Zielgruppe sind Patrullen mit 11-17-jährigen Kids und Jugendlichen. MitarbeiterInnen im International Service Team werden ebenfalls gesucht. Informationen und Anmeldung findet ihr unter: www.intercamp2016.wcz

Porto war in der letzten Oktoberwoche das Mekka der europäischen Pfadfinderei. Neben der Akademie, dem Treffen der hauptamtlichen Mitarbeiter­ Innen und einem Netzwerktreffen tagten auch die ehrenamtlichen BundesleiterInnen. Für die PPÖ nahmen Gitti Krepl (Bundesleitung) und Katrin Mayer (Ausbildung) teil. Schwerpunkte des Treffens waren neben dem Einstiegsreferat zum Thema „We form the next generations“ auch Workshops zu Themen wie Spannungsfeld ehrenamtlichehauptamtliche Tätigkeit, Sponsoring und externe Kooperation, Personalmanagement auf Bundesund Landesebene, Vorteile von fla-

Die Kernbotschaft für unsere Arbeit

Internationale Lager Orte der Begegnung. So am Bundeslager in Deutschland 2014 mit ägyptischen Pfadfindern

Von Philipp Lehar, LB für Internationales Tirol

Central European Jamboree Von 4.-14. 8. 2016 lädt der polnische Pfadfinderverband ZHP nach Wroclaw zu dieser traditionsreichen Veranstaltung. Nicht nur Verbände aus Mitteleuropa sind mit dabei; 2010 waren in Ungarn 17 Nationen vertreten. Am Programm stehen unter anderem künstlerische Workshops, Aus-

flüge, Konzerte, Spiele, Handwerk und eine gemeinsame Gute Tat. Das Kennenlernen von Kulturen, Begegnungen und Austausch sind Schwerpunkte. Weitere Infos unter: http://cej2016.pl/

Intercamp Pfingsten einmal anders verbringen, könnt ihr 2016 in Jarome im Osten der Tschechischen Republik. Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus verschiedenen europäischen Ländern, den USA und Kanada werden dort gemeinsam ein in-

Was wurde aus deiner HHH-Spende für Tansania? Ein Projekt-Zwischenbericht

vom Nachfolgeprojekt.

Chief Executive Meeting Abseits der vielen Einladungen zu internationalen Veranstaltungen, die allesamt sehr verlockend klingen, tauschten sich die hauptamtlichen VertreterInnen der europäischen Verbände aus 22 Ländern in Porto zwei Tage lang zu verschiedenen Aspekten der professionellen Führung von Pfadfinderorganisationen aus. In mehreren Sessions wurde zu den Themen: ‚Duty to God‘, Governance im Verband und auch über die verschiedenen Methoden zur strategischen Planung diskutiert. Die aktuellen Themen

der PPÖ stehen also auch international ganz oben auf der Agenda.

Thema Flüchtendenhilfe Viel Zeit wurde dem Thema „Flüchtlingshilfe“ gewidmet, mehrere Verbände konnten ihre beeindruckenden Projekte zur Flüchtlingsunterstützung präsentieren. So werden in der Türkei Flüchtlinge als PfadfinderleiterInnen ausgebildet, die dann innerhalb der Flüchtlingslager Gruppen gründen können, in Griechenland wird aktuell an einem Kinderbehelf auf Arabisch für minderjährige Flüchtlinge gearbeitet, darin sollen Spiele und Pfadfindertechniken an die Flüchtlinge vermittelt werden, so dass diese sich auch alleine sinnvoll beschäftigen können, und die mazedonischen PfadfinderInnen sind als eine von vier nationalen Organisationen (neben dem Roten Kreuz und der Caritas) bei der Betreuung der Flüchtlinge direkt an den Grenzübergängen zugelassen und haben die Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge übernommen.

VCP-Bundeslager: http://bundeslager.vcp.de Spejdernes Lejr 2017: http://spejderneslejr2017.dk/ National Jamboree Schweden: http://2017.scout.se/

Scouts to Scouts

Unser Auftrag ist es, die Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen, sich aktiv und selbstverantwortlich in die Gesellschaft einzubringen und etwas verändern zu wollen. Es liegt an uns, unser pfadfinderisches Tun immer wieder zu hinterfragen: Unterstütze ich diesen Prozess mit den von mir angewandten Methoden? Biete ich Strukturen, die diese Entwicklung fördern? Wenn das nicht so ist – dann habe den Mut und ändere das! Dann braucht es vielleicht neue Ideen, neue Methoden, andere Strategien! Sei auch du ein Change Maker!

Von Sonja Wellenhofer

Im Sommer 2017 sind gleich mehrere National Jamborees geplant. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder begibt sich mit internationalen Gästen im August auf die Spuren Martin Luthers in Wittenberg. Von 22. - 30. 7. 2017 werden nahe der dänisch-deutschen Grenze 40.000 PfadfinderInnen beim „Spejdernes Lejr 2017“ erwartet. Die Schweden laden im selben Jahr auf den Lagerplatz des 22. Welt-Jamborees ein. Infos findet ihr unter den folgenden Links:

Von Josef Gusel, Communication Officer, Sustainable Agriculture Tanzania (SAT) Das Scouts to Scouts-Projekt bezeichnet die Zusammenarbeit der PfadfinderInnen Österreichs (PPÖ) mit den PfadfinderInnen Tansanias. Ziel des Projektes ist es, die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen in Mbeya durch eine Ausbildung in biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft zu reduzieren, die Ernährungssicherheit zu steigern und neue Einkommensmöglichkeiten zu kreieren. Die Organisation SAT fungiert dabei als Kooperationspartner und übernimmt die Ausbildung der PfadfinderInnen in biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft.

Projektziele und Fortschritte 1. 150 SchülerInnen werden in neu angelegten Schulgärten an drei Schulen intensiv in biologi-

scher Landwirtschaft ausgebildet, wobei das Interesse von weiteren 1500 Schülern und Schülerinnen geweckt wird. Den SchülerInnen werden dadurch neue JobMöglichkeiten geboten, die die Einkommen steigern, die Ernährungssicherheit stärken und die Arbeitslosigkeit reduzieren. Seit Beginn des Projektes im Oktober 2014 konnten 2 Schulen für das Konzept gewonnen und insgesamt 87 PfadfinderInnen in biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft ausgebildet werden. An der Mpandapanda Secondary School und der Nzondahaki Secondary School­ wurden Demonstrationsgärten von einer Größe von insgesamt 900 m² angelegt. Bislang konnten insgesamt 29  kg Blattgemüse geerntet werden. Um weitere Schulen und PfadfinderInnen zu erreichen, wurde für mehrere Tage ein Jugendcamp mit insgesamt 41 TeilnehmerInnen veranstaltet. Dabei wurden hauptsächlich die Verwendung nachhaltiger Anbaumethoden und die Grundprinzipien der

PfadfinderInnen-Vereinigung mit besonderem Augenmerk auf den Umweltschutz gelehrt. 2. Drei LehrerInnen werden im SAT Farmer Training Centre ausgebildet mit dem Ziel, die Schulgärten nach Projektabschluss weiterzuführen, um weiterhin Jugendlichen dieses Wissen zugänglich zu machen und um die Ernährungssituation langfristig zu verbessern. Bisher wurden zwei LehrerInnen ausgebildet. 3. Den zwei Ausbildern wird ein Jahr Studium auf der Universität als Gegenleistung ermöglicht.

Bereits erreicht! Allgemeine Ziele • Stärkung von Ernährungssicherheit • Senkung der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen • Armutsreduzierung • Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten • Schaffung einer gerechteren Welt • Langfristige Zusammenarbeit zwischen den PfadfinderInnen Österreichs und Tansanias • Ausbildung der Pfadfinder­ Innen in biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft Fotos: © Mohamed Hussein und Allen Mpande

Von Gitti Krepl , Bundesleiterin und Katrin Mayer, BB für Ausbildung

chen Hierarchien (Vorstand und Generalversammlung) und Vermarktung pädagogischer Konzepte. Die Vorstellung eines Best PractiseBeispiels aus einer Mitgliedsorganisation mit anschließender Diskussion bot dabei ausreichend Raum für den Gedankenaustausch und das Eröffnen neuer Blickwinkel. Der Abend stand ganz im Zeichen der Vernetzung mit der Akademie und dem informellen Austausch. Am Sonntag gab es eine umfassende Frage-Einheit mit den beiden Vorsitzenden der Weltkommittees von WAGGGS und WOSM, Nikola Grinstead und João Armando, sowie den Vorsitzenden der beiden Europakommitees, Corinna Hauri und Andrea Demarmels. „Awareness of our mission“, „Impact“, „Fun“, „Leadership“, „Confidence“, „Ambition“, „Brave“, „Vision“ and „Open minded“ haben sie uns mit auf den Weg gegeben.

Foto: © PPÖ/Gaby Lehar

Fotos: © PPÖ/Katrin Mayer

Bundeslager in Deutschland, Dänemark und Schweden


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Programm/Ausbildung, GruppenleiterInnen

www.pfadfinderInnen.at

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Endlich ist es soweit – das pädagogische „Spirituelles Leben“ – Teil unserer ganzheitlichen Konzept ist beschlossen Bei der Bundestagung am 18. Oktober 2015 wurde das neue pädagogische Konzept beschlossen. Im Zuge dessen wurden auch zwei Schwerpunkte umbenannt. Alle Details zu diesem Prozess und auch zu den Änderungen findest du auf der PPÖ-Homepage in der Rubrik „Programm“ sowie in der aktualisierten Verbandsordnung. Von Katrin Mayer, Bundesbeauftragte für Ausbildung Seit mehr als zwei Jahren arbeiten wir, die Bundesausbildung – also alle Landesbeauftragten und die Bundesbeauftragten aller Stufen, der GruppenleiterInnen und der Ausbildung – daran, das pädagogische Konzept der PPÖ auf den neuesten Stand zu bringen. Bei der Bundestagung war es nun soweit. Unser „neues“ pädagogisches Konzept wurde beschlossen.

Neu? Manch einer hat dazu gemeint: „Aber das machen wir doch eh schon immer so! Was ist da neu?“ Das Neue ist, dass wir uns durch das Niederschreiben wieder bewusster machen, was wir unbewusst ohnehin tun. Und es war auch endlich an der Zeit, die Formulierungen pädagogischer Inhalte an aktuelle Entwicklungen in Erziehung und Bildung sowie bei WAGGGS und WOSM anzupassen!

Hier in Kürze einige wichtige Änderungen • Entwicklungsaufgaben lösen die Stufenziele ab. • Die acht Schwerpunkte sind nun ganz allgemein und zeit-

gemäß mit drei bis vier Sätzen beschrieben. • Zwei Schwerpunkte wurden umbenannt. Die neuen Namen lauten: „Spirituelles Leben“ und „Körperbewusstsein und gesundes Leben“. • Die PfadfinderInnenmethode wurde als zentrale Methode der pädagogischen Umsetzung aufgenommen. Ihre sieben Elemente sind gleichwertig und ergänzen sich gegenseitig. Und sie spannt den Rahmen für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. • Zahlreiche Begriffe, wie zum Beispiel „Sozialformen“,

„Erprobungssystem“, „Geschlechterbezogenes Arbeiten“ und vieles mehr, wurden neu definiert und ebenfalls im Rahmen der pädagogischen Umsetzung in die Verbands­ordnung aufgenommen. Für die Umsetzung in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sind vor allem auch die Methoden der einzelnen Altersstufen geeignet. Diese bieten die beste Basis, um dieses pädagogische Konzept in die Tat umzusetzen. Schau auf die Homepage und lies in das „neue“ Konzept hinein! Und wenn du Fragen hast, dann sprich uns an oder schreib uns!

Das pädagogische Konzept Das pädagogische Konzept

Unser Auftrag

Warum machen wir das?

Wohin begleiten wir?

Was sind unsere Themen?

Wie arbeiten wir?

Die Mission der PPÖ

Pädagogischer Auftrag

Unterstützung bei der Bearbeitung von Entwicklungsaufgaben

Pädagogische Schwerpunkte Ausgewogene Programmgestaltung auf Basis unserer acht Schwerpunkte

Pädagogische Umsetzung

Ganzheitliche Arbeitsmethoden auf Basis der sieben Elemente der PfadfinderInnenmethode

Von der Selbsteinschätzung zur Kompetenz

Erziehung

Ein neuer Name und ein Positionspapier der PPÖ zum „ersten“ Schwerpunkt Von Uli Gritsch, Bundesleiter Drei Grundprinzipien wurden von Baden Powell in Gesetz und Versprechen für die PfadfinderInnen festgelegt: „Duty to God“, „Duty to Others“ und „Duty to Self“. Genauso wie die beiden letzteren – die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und das Nutzen der eigenen Fähigkeiten – gehört die Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Menschen zu den Grundprinzipien des Pfadfinderseins.

Jeder Mensch ist einzigartig Und jede/r hat ihre/seine eigene Form der Sinnsuche. Uns alle verbindet das Bedürfnis, bewusst die Fragen nach dem Woher, Wohin und Wieso zu stellen und aktiv nach Antworten zu suchen. Für die PPÖ ist die spirituelle Dimension ein Teil der ganzheitlichen Erziehung bzw. Entwicklung eines Individuums. Sie stellt einen fixen Bestandteil der pädagogischen Arbeit dar. Die Bundestagung hat im Oktober 2015 ein Positionspapier beschlossen, das sich mit diesem Grundprinzip und folglich dem „ersten“ Schwerpunkt auseinandersetzt. Eine Arbeitsgruppe mit

VertreterInnen der Landesverbände, des spirituellen Arbeitskreises, der Ausbildung und der Jugend hat unter Koordination der Bundesleitung Definitionen für die vier Kernbegriffe Spiritualität, Religion, Religiosität und Glaube erarbeitet. Die generelle Zielrichtung für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Rolle der PfadfinderleiterInnen wurden formuliert. Dabei wurden die internationalen Entwicklungen auf Ebene der Weltverbände berücksichtigt. Gleichzeitig wurde der „erste“ Schwerpunkt, der primär der entwicklungsgemäßen Förderung der spirituellen Dimension dient, von „Leben aus dem Glauben“ umbenannt in „Spirituelles Leben“. Dadurch soll klarer der ganzheitliche Ansatz zum Ausdruck kommen. Als nächsten Schritt werden wir bestehende Beschreibungen und Methoden mit dieser „aktualisierten, spirituellen“ Brille durchleuchten und wenn nötig überarbeiten.

Das vollständige Positions­ papier ist auf www.pfadfinder.at zu finden –> als Anhang in der Verbandsordnung.

Herbstarbeitskreis der GruppenleiterInnen Am 7./8.11.2015 fand der heurige Arbeitskreis in Linz statt.

Genau wie wir Kinder und Jugendliche ermutigen, Verantwortung für die eigene Weiterentwicklung zu übernehmen, so wird auch AusbildungNEU einen Schwerpunkt auf deine Eigenverantwortung als auszubildende Person legen. Du entscheidest mit, was du schon kannst und was du noch brauchst. Ohne dich geht es nicht! Wichtig dafür ist deine Fähigkeit zur Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen. Das bedeutet, dass du dein Können und dein Handeln regelmäßig reflektierst und dir so ein Bild über deine Stärken und Schwächen machst. Beobachte dich selbst in konkreten Situationen bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder bei der Arbeit im Team. Hole dir zusätzliches Feedback zu deinem Verhalten von anderen Personen, die dich erleben. Überlege, wo du dich verbessern willst und welche Schritte dazu nötig sind. Das neue Ausbildungssystem wird in vielen Kompetenzbereichen

„Messlatten“ für deine Fähigkeiten und Fertigkeiten vorgeben. Das heißt, es wird beschreiben, was du in deiner jeweiligen Funktion als JugendleiterIn oder als GruppenleiterIn wissen und können solltest, um deine Arbeit gut machen zu können. Es zeigt dir also die Richtung für deine persönliche Weiterentwicklung – dich einzuschätzen, wie weit du am Weg schon gekommen bist, und den nächsten Schritt zu setzen, liegt maßgeblich an dir!

Probiere das gleich aus! Du musst nicht warten, bis AusbildungNEU da ist – probiere doch schon jetzt eine kleine Übung dazu: Weiter unten findest du ein paar Fragen, die mit Kompetenzen zusammenhängen, die für dich als LeiterIn wichtig sind. Suche dir eine für dich interessante Frage aus und überlege dir zunächst selbst deine Antworten darauf. Denke dabei an konkrete Situationen zurück, was du da getan hast und was das Ergebnis war – schätze dich in deiner Kompetenz mit dem gewählten Thema selbst ein.

Wenn du damit fertig bist, bittest du eine andere Person (z.B. MitleiterIn, Gruppenleitung, ...) dieselbe Frage für dich zu beantworten. Hole dir also Feedback zu deiner Kompetenz mit dem Thema. Vergleiche schließlich dein Selbstbild mit dem erhaltenen Fremdbild, versuche daraus Schlüsse in Hinblick auf deine Kompetenz zu ziehen und nimm dir einen konkreten Schritt zur Weiterentwicklung vor. Hier sind die Fragen: • Wenn ich für eine Heimstundenplanung verantwortlich bin, was läuft gut, was nicht so gut? • Wie gehe ich mit Gefahrenquellen und Risikosituationen um? • Wie arbeite ich mit den Eltern von Kindern und Jugendlichen zusammen? • Welche Rollen nehme ich üblicherweise in meinem Team ein? • Wie trage ich zur Konfliktlösung in meinem Team bei? • Wie schätze ich meinen eigenen Führungsstil ein? • Kommuniziere ich klar und authentisch? Weitere Informationen zum Projekt AusbildungNEU findest du auf der PPÖ-Website unter www.ppoe.at/ausbildung_neu

Von Susanne Panzenböck, Bundes­beauftragte für GruppenleiterInnen Diesmal war der Arbeitskreis mit vierzehn Personen so groß wie schon lange nicht mehr. Zu folgenden Themen haben wir gearbeitet: • Vernetzung mit dem RaRoArbeitskreis zum Thema: „Was tun wir mit den aufgebrochenen RaRo?“ • Neuauflage von GOLD • Safe from harm: Projektgruppe

gegründet, in der der GLArbeitskreis aktiv mitarbeitet • AusbildungNEU-Arbeitsgruppe „Lernen in der Gruppe“: Upgrade und Feedback zu den ersten Modulen

Neue Ideen bei Darts und Bowling Abends haben wir etwas für uns als Team getan und uns in Linz sportlich betätigt. Bei Bowling, Darts und Billard hatten wir viel Spaß, aber auch viele neue Ideen für unsere Arbeit!

Foto: © PPÖ/Christopher Calliess

Von Katharina Rollinger, Bundesbeauftragte für CaEx und Gerald Stockinger, Bundesbeauftragter für Ausbildung


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Stufen: WiWö, Bundesjugendvertretung

Vielfalt und Solidarität Die Bundesjugendvertretung startete eine Kampagne, die Chancen und Rechte für junge Flüchtlinge in ihr Zentrum gestellt hat.

Von Geo Gegenhuber.

Diesen Sommer hat eine Welle der Solidarität die Menschen in Österreich erfasst und zu einem breiten Engagement für Flüchtlinge geführt. Viele Jugendorganisationen – auch die PfadfinderInnen Österreich – haben dazu mit Aktionen, Spendensammlungen oder etwa Freizeitbeschäftigung für Flüchtlingskinder unersetzliche Beiträge geleistet. Damit junge Flüchtlinge ihre Rechte und Chancen auf ein gutes Leben wahrnehmen können, braucht es Veränderungen und Lösungen in Politik und Verwaltung. Als gesetzliche Interessensvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich vertritt die Bundesjugendvertretung (BJV) auch die Anliegen junger Flüchtlinge. Der BJV ist wichtig, dass die UN-Kinderrechte für alle Kinder und Jugendlichen in Österreich gelten – egal ob sie Simon und Amina heißen und hier aufgewachsen sind, oder Sabeen und Ahmed, die gerade an einem österreichischen Bahnhof angekommen sind. Denn: Flüchtlingskinder sind zuallererst Kinder und erst dann Flüchtlinge und

Foto: © BJV

Von Mag. Julia Preinerstorfer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der BJV

dürfen nicht aufgrund ihres rechtli­ chen Status diskriminiert werden! (Art. 22, UN-Kinderrechtskonvention) Die BJV hat daher Ende November eine breite Kampagne gestartet, die eine positive Haltung gegenüber jungen Flüchtlingen nach außen trägt und zu einem positiven gesellschaftlichen Klima beitragen soll. Diese Kampagne – von Jugendlichen für Jugendliche – wird durch Beiträge der Mitgliedsorganisationen der BJV, unter anderem der PfadfinderInnen Österreichs, zum Leben erweckt und nimmt so immer mehr Gestalt an. Die Aktionen werden bis weit ins

nächste Jahr hineingehen – von Social Media-Aktivismus, über Workshops an Schulen bis hin zu einer Metho­ den-Toolbox und einem Blog sind eine Vielzahl an Dingen geplant. Die BJV freut sich, wenn möglichst viele Pfadfinder und Pfadfinderinnen diese wichtige Kampagne unterstützen. Über die aktuellen Aktivitäten rund um die Kampagne informiert ihr euch am besten auf der BJV Webseite www.bjv.at und auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/bjvpage

Was gibt es Neues bei den WiWö?

auf alle für die Pfadfinder n und Pfadfinderinne

Bücher im Hosentaschenformat entstehen, die die Punkte Versprechen, 1. Stern, 2. Stern sowie die Spezialabzeichen abdecken. Im Zuge dieser Überarbeitung widmeten wir uns auch den beiden höchsten Abzeichen der WiWö-Stufe, dem „Tanzenden Wichtel“ und dem „Springenden Wolf“. Sie werden zu einem Abzeichen zusammengeführt. Den genialen Namen für dieses schöne Abzeichen erfahrt ihr demnächst.

u Olave Baden-Powell spielte gerne Tennis und Hockey. Aus Familienmitgliedern und Bediensteten baute sie eine eigene Mannschaft auf, die dann gegen Mannschaften aus der Nachbarschaft antraten. u Leopold Figl, erster Bundeskanzler der Zwiten Republik und Außen­minister des österreichischen Staatsvertrages, war

es

Rufen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne!

Tel +43 (0)2262 64 65 00 Schuster-Straße 4 2111 Tresdorf / Wien www.aufblasbar.at Fun G

am e s

u Im Alter von 7 Jahren notierte der junge, aber scheinbar schon sehr reife Robert Powell (erst 1869 nahm die Familie den Vor­namen des verstorbenen Vaters Baden in den Familiennamen auf) seine persönlichen „Laws for me when I am old“: Lebensregeln fürs Alter: „Die Armen sollen genauso reich wie wir werden. Und sie sollen ein Recht darauf haben, genauso glücklich wie wir zu sein. Jeder, der eine Straße überquert, soll dem Straßenfeger etwas Geld geben und Gott danken für alles, was er uns gegeben hat. Er hat die Reichen reich und die Armen arm gemacht. Ich kann ihnen sagen, wie man ein guter Mensch wird: man muss, wann immer man kann, zu Gott beten. Aber beten allein reicht nicht. Man muss sein Bestes geben, richtig zu handeln.“ R.S.S. Powell, 26. Februar 1865

Wir würden uns freuen, wenn sich PfadfinderInnen im Landes­verband der Tiroler PfadfinderInnen melden. tirolerpfadfinder.landesverband@chello.at Weitere Infos zum Aufgabenbereich erfolgen nach Absprache.

Netzwerk Kinderrechte * kommt aus der Pfad­ finderInnengruppe Graz 11, hat dort GuSp, WiWö und Biber geleitet, dann war sie Gruppen­ leiterin. Nina ist die Vertreterin der PPÖ im Netzwerk Kinderrechte.

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Fun Games wie Luftburgen und Rutschen, Action Games wie Torschusswand, Riesenwuzzler, Bull Riding und vieles mehr!!!! Bei uns gibt’s den ganz Spaß einfach und günstig zum Mieten!

zwischen 1960 und 1964 Schirmherr der Pfadfinder Österreichs (Vorgänger der PPÖ) und von 1964 bis zu seinem Tod, Präsident dieses Verbandes. Sein Sohn Johannes war International Commissioner der PÖ und von 1994 bis 2000 Präsident der PPÖ. Leopold Figl starb 1965 in Wien.

Das Team des Tiroler Pfadfinderzentrums Igls sucht für die Sommermonate Juli und August 2016 zur Verstärkung Volunteers zur Mitarbeit vor Ort.

von Nina Jessenko

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Wir überarbeiten gerade unser Erprobungssystem. Die einzelnen Erprobungspunkte werden neu

formuliert, denn viele der bisherigen Inhalte, wie etwa die Bundeshymne oder die Radfahrregeln, wurden von den WiWö ohnehin als „Schulwissen“ gelernt und werden in Zukunft weggelassen. Als Ergebnis sollen vier kleine

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Von Christa Sieder, Bundesbeauftragte für Wölflinge

u Dass der Keksverkauf der USamerikanischer Pfadfinderinnen nicht nur ein Klischee aus diversen Fernsehserien ist, sondern ein beinahe 100 Jahre altes FundraisingProjekt, bei welchem in den USA alljährlich drei Millionen Mädchen einen Umsatz von 714 Millionen Dollar erwirtschaften, ist zumindest in Pfadfinderkreisen auch hierzulande bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass auch die Boy Scouts of America traditionell ein bestimmtes Produkt verkaufen, um an Gelder für ihre Jugendarbeit zu kommen. Seit Anfang der 1980er verkaufen die Boy Scouts alljährlich Popcorn der Marke Trail‘s End in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und Varianten. Über 70 % des Erlöses geht dabei an die lokalen Pfadfindergruppen.

Online auf www.nutzlosespfadiwissen.at

Das Netzwerk Kinderrechte Österreich – National Coalition (NC) – ist ein unabhängiges Netzwerk von 41 KinderrechteOrganisationen und -Institutionen zur Förderung der Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention in Österreich. Bei der letzten Sitzung wurde das Leitungsteam gewählt. Natürlich ging es auch in diesem Gremium um das Flüchtlingsthema. Diesmal ist die Zusammenfassung aber eine andere: Der Wecker klingelt laut. „Aufstehen, du musst zur Schule!“ Unwillig dreht man sich nochmal um... Schule ist für Kinder in Österreich ganz normaler Alltag. Doch ganz anders ist die Situation für viele andere Kinder, die sich mitten in Kriegsgebieten befinden. Viele Schulen wurden zerstört, oder es ist

lebensgefährlich, dorthin zu gehen. LehrerInnen sind geflohen. Mehr als 13 Millionen Kinder können deswegen keine Schule besuchen. Doch was soll die Zukunft bringen, in ständiger Angst vor Krieg und Gewalt und ohne Ausbildung? Ein Grund mehr, warum sich Eltern mit ihren Kindern auf einen gefährlichen Fluchtweg begeben. Um ihnen hoffentlich ein sicheres und besseres Leben zu ermöglichen.

Jedes in Österreich lebende Kind ist schulpflichtig, so auch Flüchtlingskinder. Rund 5.000 Kinder, die eine schwere Flucht hinter sich haben, besuchen eine österreichische Schule und haben die Möglichkeit, in einem sicheren Umfeld zu lernen. Das Recht auf Bildung ist ein Kinderrecht. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, ohne Gefahr eine Schule zu besuchen, ansonsten wird diese Generation ihrer eigenen Zukunft beraubt.


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PPÖ 2028, Stufen: CaEx, FSJ, BZW

www.pfadfinderInnen.at

Unser Weg zum Strategischen Plan

CaEx-BuLeiLa 2015 „Ab in den Süden 2.0“

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ ist ein viel zitierter Satz. Falsch! Wer eine Vision hat, hat einen Leuchtturm, auf den er zusteuern kann.

Die PPÖ haben vor einem Jahr bei der Bundestagung 2014 dieses Leuchtfeuer entzündet. Seitdem haben wir sie: Unsere Vision 2028. Sie wurde gemeinsam mit „Unserem Auftrag“ (Mission) in der Verbandsordnung verankert. Unsere Vision 2028 Mit Mut zu Abenteuer und gelebter Vielfalt sind wir die Kinder- und Jugendbewegung für selbstbestimmte Entfaltung und nachhaltiges Engagement.

2028 soll unser „Vision Statement“ kein Fremdwort mehr sein, sondern gelebtes Pfadfindertum. Wir haben daher begonnen, in thematischen „Zukunftsateliers“ die strategische Ausrichtung für künftige Entscheidungen, Vorgehens- und Verhaltensweisen deutlich zu formulieren. Ein Boot, in dem jeder in eine andere Richtung rudert, wird sich kaum von der Stelle bewegen. Mehr als vierzig ExpertInnen in den Arbeitsgruppen sowie dut-

zende LeiterInnen am Thx a lot 2 haben dafür konkreten Input geliefert. Der Bundestagung 2015 wurde der erste Entwurf für einen Strategischen Plan vorgestellt. Dieser enthält Ziele, Meilensteine und

konkrete Schritte für die nächsten Jahre. Wenn wir alle darin enthaltenen Zielsetzungen erreicht haben werden, haben wir die Vision 2028 verwirklicht.

Ja gut, und wann hab ich was davon? Nachhaltige Veränderungen entstehen immer nur von innen, erfordern Mut und Zeit. Konsequent und zielstrebig haben wir uns auf den Weg gemacht und dabei schon vieles erreicht: Im Herbst 2013 gab es den Entschluss zur Visionsentwicklung mit der breiten Einbindung möglichst vieler Pfad-

finderInnen, 2014 wurde die Vision beschlossen, und jetzt, ein Jahr später, liegen die Ideen zur Umsetzung auf dem Tisch. Schritte, die unmittelbar jede Pfadfindergruppe “spüren” wird können. Bevor es soweit ist, werden wir gemeinsam mit den gewählten EntscheidungsträgerInnen sowie den verschiedenen Arbeitsgruppen den Strategischen Plan in den nächsten Monaten fixieren. Klar ist auch, dass wir mit den vorhandenen Ressourcen nicht alles auf einmal werden angehen können. Und was es genau dann braucht, um für oder mit einer Pfadfindergruppe oder einem Landesverband ein strategischen Ziel konkret umzusetzen, wird uns keiner besser sagen können, als Du als LeiterIn! Also: bleib dran! Laufende Neuigkeiten zum Projekt „PPÖ 2028“ findest du auf www. pfadfinder.at oder hier im nächsten ppö brief.

Von Martina Wetschko, LB für CaEx in Kärnten Von 11. bis 13. September 2015 buchte eine kleine, aber feine Runde von CaEx-LeiterInnen aus ganz Österreich den Aktivurlaub „Ab in den Süden 2.0“ im schönen Techuana in Kärnten. Nach einem herzlichen Willkommen wurden unsere Gäste mit einer feinen Kärntner Brettljause bewirtet, bei der ein Reindling natürlich nicht fehlen durfte. Am Samstag startete der Tag mit Animation am Pool, unter anderem konnten dabei Liegestühle gefertigt und Seifenfußball gespielt werden. Mit „Kärntner Kasnudeln“ gestärkt, ging es am Nachmittag zum Stadtspiel nach Velden, zum Minigolfen, oder in den Klettergar-

Mutig, bunt, laut So wollen und werden wir 2028 wahrgenommen werden. Gemeinsam mit dir werden wir schaffen, dass das nicht nur am Papier stehen bleiben wird!

Das Freiwillige Soziale Jahr

Bundeszentrum Wassergspreng – Nach Umbau wiedereröffnet

Junge Menschen leisten dieses Freiwilligenjahr, weil sie sich sozial engagieren möchten und ihre Fähigkeiten und Grenzen entdecken wollen. Von Harald Fartacek, fsj Geschäftsführer

Hast du Interesse an einem Freiwilligen Sozialjahr im Ausland? Das FSJ-Team gibt gerne darüber Auskunft, auf was du achten sollst und welche Träger für einen Auslandseinsatz empfehlenswert sind.

Und was hat das alles mit uns Pfadfindern zu tun? Die PPÖ sind eine von fünf Gründungsorganisationen des FSJ. Seit

Von Sonja Wellenhofer

Foto: © fsj

Das FSJ ist ein Jugendprojekt. Junge Menschen nutzen die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung und nehmen sich Zeit für die berufliche Orientierung. Sie verbessern ihre Chance auf Aufnahme in eine Ausbildung im Sozialbereich. Viele möchten aber auch zwischen Schule und Studium ganz konkret zupacken und mithelfen. „FSJ-lerInnen“ wollen nicht passiv zuschauen, sondern sich aktiv einbringen und die Welt verbessern! Ein FSJ bedeutet einen 10 bis 11-­ monatigen, pädagogisch begleite­ ten Sozialeinsatz mit Anspruch auf Taschengeld und Weiterbezug der Familienbeihilfe. Geregelt ist der FSJ-Einsatz im österreichischen Frei­willigengesetz. Zivildienstpflichtige junge Männer können ein FSJ anstelle des Zivildienstes leisten. Ab 1. 1. 2016 reichen dafür voraussichtlich zehn Monate. Bist du daran interessiert, informiere dich beim FSJ-Team möglichst rasch, damit notwendige Fristen und Abläufe eingehalten werden können.

1968 gibt es den „Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste“, der dieses Projekt in Österreich trägt. Gemeinsam mit der Katholischen Jugend Österreich, Katholischen Jungschar Österreichs, Kolping Österreich und der Jugendinitiative des Jesuitenordens bilden wir den Vereinsvorstand. Vorsitzende ist Judit Marte-Huainigg von der Caritas Österreich. Am 14. 10. 2015 fand die Generalversammlung des Vereins statt. Für zehn Jahre war Irene Krug (Gruppe Wien 6, Bundesleiterin 2001-2007) die Vertreterin für die PPÖ im Vorstand. Sie bekleidete

ten. In der Nacht wurde der Souvenir-Mafia das Handwerk gelegt. Ein weiteres Highlight im „Ab in den Süden“-Resort war die Jurten-Bar, die mit Lagerfeuer zu einem gemütlichen Ausklang des Tages einlud. Am Sonntag gab es einen gemütlichen Brunch, bevor es wieder hieß, die Sachen zu packen. Wir hoffen, viele unserer Gäste auch im nächsten Jahr am CaExBuLeiLa in einem anderen Bundesland wiederzusehen.

Fotos: © PPÖ

Von Uli Gritsch, Bundesleiter und Projektleitung „PPÖ 2028“

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die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden. Begonnen hat ihr Engagement für das FSJ mit ihrer Funktion als PPÖ-Bundesleiterin. Nun folgt ihr der neue Assistent der Bundesleitung Markus Höckner nach. Irene wurde von Vorsitzender Mag. Judit Marte-Huainigg und Geschäftsführer Harald Fartacek großer Dank für ihr langjähriges engagiertes Mitarbeiten im Trägerverein ausgesprochen. Daran, dass immer mehr junge Menschen ein FSJ mit Freude und Begeisterung absolvieren und auch die Zahl der Einsatzstellen kräftig wächst, hat Irene großen Anteil!

Mach was aus deinem Sommer! Unter diesem Motto steht der Freiwillige Sommereinsatz. Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren können diesen unbezahlten Sozialeinsatz absolvieren, er dauert je nach Einsatzprojekt zwei bis vier Wochen. Genaue Infos zu den Einsatzstellen finden sich auf der Homepage www.fsj.at unter „Freiwilliger Sommereinsatz“.

Weitere Infos www.fsj.at Geschichten aus und um das FSJ: www.facebook.com/fsj.at

Freiwilliger Sommereinsatz

Im September 2015 wurde im Beisein des Landtagsabgeordneten und Bürgermeisters von Perchtoldsdorf Martin Schuster feierlich die Wiedereröffnung nach dem großen Umbau gefeiert. Trotz etwas kühlerer Temperaturen wurden die Gäste und das BZW-Team gut unterhalten, das Team um Andreas Kranzelmayer hat sich erneut selbst übertroffen und in Rekordzeit ein fabelhaftes Buffet bereitgestellt. Die Band von unserem ehemaligen Bundesleiter Christoph Hofbauer spielte auf, und durch den Festakt führte der Präsident a.D. Christian Letz. Gegen eine Spende konnte ein sym-

bolischer Dachziegel erworben werden, diese Spenden werden bereits für den nächsten Renovierungsschritt (Ausbau des Dachbodens der Mühle) gesammelt.

Spenden werden weiterhin gern angenommen: AT39 2011 1000 0007 4152 GIBAATWWXXX, bitte schreibt im Betreff „Dach“

Der Bundesverband der PPÖ bedankt sich bei all den vielen HelferInnen. Ohne den tatkräftigen Einsatz des BZW-Teams wäre ein derart großes Projekt kaum realisierbar gewesen. Danke!

Impressum ppö brief Medieninhaber, Verleger und Herausgeber Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs Stöberplatz 12/3-4, 1170 Wien Tel: +43 1 523 31 95 bundesverband@ppoe.at www.pfadfinderInnen.at Redaktion Markus Höckner |redaktion@ppoe.at Design & Layout Paul Kubalek |grafik.kubalek.at Hersteller Grasl Druck

„Pfadfinder und Pfadfinderinnen Öster­ reichs“, Stöberplatz 12/3-4, 1170 Wien. Grundlegende Richtung der Zeitschrift: Der ppö brief ist eine unabhängige Zeitschrift, die alle wichtigen Entwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, vor allem nach pfadfinderischen Gesichtspunkten, beobachtet und kommentiert. Weiters dient sie der Kommunikation zwischen der Verbandsleitung und den Leitungspersönlichkeiten sowie den Freunden und Interessierten an der Entwicklung des Verbandes.

Anzeigenannahme Monika Zimmerl, Stöberplatz 12/3-4, 1170 Wien Tel: +43 1 523 31 95, E-mail: bundesverband@ppoe.at Danke an Marisa Fedrizzi für‘s Korrektur­ lesen!

Alle Rechte, insbesondere das Recht auf Vervielfältigung, sind dem Herausgeber vorbehalten. Gefördert vom

Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz Medieninhaber (Alleininhaber): Verein Dieses Produkt entspricht dem Österreichischen Umweltzeichen für schadstoffarme Druckprodukte (UZ 24), UW-Nr. 715 Grasl FairPrint, Bad Vöslau, www.grasl.eu


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ppö brief 2/15

Vermischtes

Coolinarisch, das Ergebnis...

Vermischtes

Von Gitti Krepl, Bundesleiterin

Drei konkrete Ergebnisse sind aus diesem Bundesthema entstanden: Das Methodenkochbuch auf un-

serer Website, die Erprobungskarte der Gruppe Wien 34 und das „Biber – WiWö coolinarisch“-Buch der LeiterInnen des LV Salzburg. Das Thx a Lot 2-Lager stand ebenfalls ganz im Zeichen von coolinarisch. Erinnerungen daran werden auf Seite 16 wach. Wenn auch in deiner Gruppe noch eine Aktion stattgefunden hat, die du veröffentlichen möchtest und dafür noch Abzeichen bekommen willst, so melde dich bis Jahresende (31.  12.  2015) an markus.hoeckner@ppoe.at. Ein riesen Dankeschön gilt es Charly Bonetti und seinem Team zu sagen für die Vor- und Aufbereitung des gesamten Bundesthemas.

Das war Coolinarisch – das Kochseminar Von Susi Panzenböck, BB für Gruppenleiterinnen Wir schreiben den Samstag, 12.  9.  2015, 10 Uhr: 18 Männer und Frauen aus ganz Österreich landen im PfadfinderInnenheim Wels. Ihre Mission: Kochen und Essen. Am Samstag wurde in drei Gruppen gegeneinander angetreten und am offenen Feuer gekocht. Die coolinarischen Highlights: Karotten-Ingwer-Suppe im Brot serviert, Kürbiscremesuppe, Penne arrabiata, Schweinsmedaillons mit Zucchini- und Paprikaschiffchen

gefüllt mit Couscous, Schweinsmedaillons im Speckmantel mit Kartoffelchips und Gemüse, Schokoladenmousse-Variationen mit Maronikürbis in Honigkruste. Samstagabend gab es eine Verkostung von frischen Naturalien im Vergleich zu industriell hergestellten. Sonntag konnten die TeilnehmerInnen verschiedene Workshops beuchen zu den Themen: Hygiene und Sauberkeit, Allergien und Unverträglichkeiten, Kochen mit alternativem Kochgeschirr, Brainfood, Risikomanagement. Es war ein Seminar mit tollen Leuten, vielen neuen Ideen und jede Menge Spaß!

Pfadis in „Zusammen: Österreich“

stellt eine gute Voraussetzung dar, um dies auch außerhalb des Finanzlebens in ganz Österreich zu ermöglichen“, so Gerhard Fabisch, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes. Gemeinschaft erleben, die Unterstützung und Förderung der Jugend und des Gemeinwohls, die Befassung mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen und die Stärkung der sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen sind nur einige Schlagworte, die sich sowohl im Leitbild der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) wie auch im Gemeinwohlgedanken der österreichischen Sparkassen, der vor beinahe 200 Jahren festgeschrie-

ben wurde, wieder finden. „Kinder und Jugendliche dürfen in dieser Bewegung viel probieren, lernen, Fehler machen und sich weiter entwickeln. Jedes Kind sollte davon profitieren, Abenteuer erleben und durch den Bezug zur Natur, Achtung vor dem Leben und Respekt vor sich selbst entwickeln können. Durch Bündelung unserer Ideen und Kräfte mit dem Österreichischen Sparkassenverband wollen wir dies vermehrt für Kinder und Jugendliche zu Wege bringen, die diese Möglichkeit sonst nicht haben würden.“, so Dominik Habsburg-Lothringen, Präsident der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs.

Treffen der Gilwellrunde Oberösterreich

Karlheinz Zöhrer, einem Mitglied der Gilwellrunde, machten wir eine zweistündige Fahrt auf der Donau.

Die wärmende Gulaschsuppe, welche wir im Anschluss an die Fahrt im Salon des Schiffes verspeisten, schmeckte herrlich.

Von Sylvia Kitzmantel Einmal jährlich trifft sich die Gilwellrunde Oberösterreich, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Diesmal waren wir auf der Donau unterwegs. Am 10. Oktober traf sich die Gilwellrunde Oberösterreich zu einem gemeinsamen Ausflug. 22 TeilnehmerInnen konnten wir an Bord der „Apollo“ begrüßt werden. Gemeinsam mit Kapitän

Interesse am Abenteuer?

presented by

HERBST 2015

AKTIV WERDEN, ABER WIE?

Service: Zehn Ideen für alle, die etwas tun wollen

SPRACHTRAINING PER MAUSKLICK

Online: Neue Angebote auf Österreichs größter Deutschlern-Plattform

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In „Zusammen Österreich“, einem Magazin für Migration, Integration und Zusammenleben, herausgegeben vom Österreichischen Integrationsfonds, handelte in der Ausgabe 3/2015 (= Herbstausgabe) die Titelgeschichte von ehrenamtlichem Engagement. Was eignet sich da besser als die PfadfinderInnen zu portraitieren? So leitet die Geschichte mit einem Portrait von Pfadfinderleiter Daniel Przybilovszki (Gruppe Wien 14) und drei seiner Explorer ein. Sie sprechen über Motive, sich ehrenamtlich zu engagieren und zeigt schöne Pfadi-Bilder. Wer mehr wissen will liest einfach nach.

Der Österreichische Sparkassenverband spendet den Pfadfinder­ Innen vierzig Zelte, die in den kommenden Jahren für Kinderbzw. Jugend-Pfadfindercamps, ins­ besondere für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, verwendet werden. In den nächsten fünf Jahren soll in allen Bundesländern zumindest je ein Camp – organisiert von den Pfadfindern und den Sparkassen – mit diesen Zelten durchgeführt werden. „Neben einem Schwerpunkt in der Finanzbildung setzen wir auch in anderen Bereichen Zeichen und unterstützen junge Menschen in ihrer Entwicklung. Die Kooperation mit den PPÖ

Foto: © PPÖ/Sylvia Kitzmantel

Ergebnis

Gerhard Fabisch, Präsident des Sparkassenverbands und Dominik Habsburg-Lothringen, Präsident der PPÖ bei der Übernahme der Zelte auf der Bundestagung

Von Markus Höckner, Assistent der Bundesleitung

Foto: © PPÖ/Martin Widerin

Das Bundesthema 2014/2015 lautete, nach Bewegung 2013/2014, Coolinarisch. Es sollte sich also alles rund ums Essen drehen. Nach Bewegung die fast logische Fortsetzung. Dabei ist die Liste für mögliche Umsetzung nahezu endlos: Gemeinsam Kochen, gemeinsam Essen, neue Rezepte ausprobieren, internationale Gerichte, nachhaltig Einkaufen, sich gesund ernähren... Rund 100 Gruppen haben sich bereits 3.000 Abzeichen abgeholt und Beiträge für die Homepage und den ppö brief eingeschickt. Es ist faszinierend zu sehen, welche Kreativität in den PfadfinderInnen steckt. Kochen ja, aber wie: Mini Crepes auf Blechdosen, Calzone am Grill, Kochduelle mit und ohne Vorgaben, Eis selbst gemacht, Gemüse angebaut und beim Wachsen beobachtet, Pfadis bekochen ihre Eltern, usw.. Aber auch Veränderungen im Ernährungsverhalten wurden beleuchtet: Veränderungen von Einst zu Jetzt, Unverträglichkeiten und Ernährungstrends (vegetarisch, vegan, …) waren ebenfalls Thema.

40 Zelte vom Sparkassenverband für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs

Deine Wochenenden sind Dir zu langweilig!? Dann bist Du bei uns genau richtig! Ein unvergessliches, abwechslungsreiches und abenteuerliches Wochenende wartet auf Dich! Von Jung bis Alt wird ein Programm geboten - von Canyoningtouren in tiefen Schluchten bis hin zur entspannten Wanderung durch die Salzburger Wälder! FREIWILLIG ENGAGIEREN – GUT ZUSAMMENLEBEN

In der Freizeit für das Miteinande r: Was eine Vielzahl ehrenamtli cher Initiativen für erfolgreiche Integration leistet

01_Cover_korr1_X_korr-bf.indd 1 04.09.2015 11:06:41

„Zusammen Österreich“ online: www.issuu.com/integrationsfonds/ docs/zoem_201503_gesamt_ lowres_einzelsei Integrationsfond: www.integrationsfonds.at

Foto: © Sparkassenbverband

Durchführung von Kinder- und Jugendcamps als Ziel

Wann: 13. bis 15. August 2016 Wo: Flachau - Jugendgästehaus Stadler Nähere Infos über die Aktivitäten und den Preisen folgen in kürze! Wir freuen uns auf Deine Anmeldung! Dein Family Scouting Team Info: stefan.hawel@gmx.at - 0664/40 50 130 oder www.gilde.ppoe.at

Dann bist du bei dieser Aktion genau richtig. Das Adventure Weekend ist eine Neuauflage des weithin bekannten Family Scouting und findet 2016 in diesem Format das 2. Mal statt. Von 13. bis 15. August bieten wir dir ein unvergessliches Wochenende in der Flachau – Salzburger Land. Ob 10-Meter-Sprung beim Canyoning oder doch eine gemütliche Hüttenwanderung, ob 40 Meter hohe Felswand im Alpinpark oder doch lieber ein gemütlicher Badetag mit Kajakkurs und/oder Standup patteln, ob Höhlentour, Hochseilgarten oder Klammwanderung, du kannst selbst entscheiden wie aktionsreich dein Wochenende wird.

Das Pfadfinderische kommt dabei nicht zu kurz Wir sind in einem Jugendgästehaus untergebracht und können dort gemeinsam grillen und die Abende am Lagerfeuer ausklingen lassen. Ob Gilde, Gruppe oder (noch) nicht Pfadis, ein Wochenende für Alle jeden Alters. Zeig Bereitschaft zum Abenteuer!


„Pfadfindersein heißt ... ständige Weiterentwicklung fordern und fördern“ Von Philipp Lehar, LBI Tirol Dieses Zitat aus dem Leitbild der „Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs” (PPÖ) ist einer der Gründe, warum wir uns als Kooperationspartner bei der Fachtagung Pfadfinden engagieren. Gemeinsam mit deutschen PfadfinderInnenverbänden und der Universität Duisburg-Essen richten die PPÖ als Mitveranstalter die Fachtagung Pfadfin-

Die Besten der 55. PfadfinderInnenlotterie Beste Gruppe absolut Losanzahl 8.220

2. Salzburg 6

3.970

3. Dornbirn

3.160

Meiste Lose pro Mitglied Gruppe

Losanzahl

1. Furth (NÖ)

41,7

2. Neusiedl (Bgld)

36,2

3. Spittal/Dr. (Ktn)

35,7

Friedenslicht 2015

beitragen, die Pfadfinderpädagogik in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen und über Veröffentlichung von Sammelbänden eine breitere Literaturbasis über Pfadfinderei in Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Eingeladen sind Interessierte, WissenschafterInnen, Laien, PfadfinderInnen, Studierende... Der Tagungsbeitrag (Übernachtung, Verpflegung, Tagungsband) beträgt je nach Zahlungszeitpunkt und Zimmerkategorie zwischen EUR 145 und 170. Anmeldung, weitere Infos und detailliertes Tagungsprogramm sind unter folgender Adresse zu finden: www.fachtagung-pfadfinden.de

Friede in mir – Friede mit dir. Unter diesem Motto, welches an das aktuelle PPÖ-Bundes­ thema angelehnt ist, feiern wir die Übergabe des ORF-Friedenslichtes aus Bethlehem an die PfadfinderInnen Österreichs.

Jeder von uns ist, so wie Sie oder Er geschaffen ist, von Gott wertgeschätzt mit allen seinen unverwechselbaren Eigenschaften. Wenn wir uns selbst mit all unseren Eigenschaften akzeptieren, sind wir in der Lage, auch unser

Lotterie 2016 Folgende Termine und Daten bitte beachten: Bestellung der Lose bis 22. 11. 2015 unter www.ppoe.at/aktionen/lotterie/index.html Lospreis: EUR 2,– Beginn Losverkauf 27. 1. 2016 Ende Losverkauf 15. 4. 2016 Losrückgabe und Abrechnung der Gruppen 22. 4. 2016 Ziehung 18.5.2016 Ziehungsergebnisse in der Wiener Zeitung und auf der Homepage ab 25. 5. 2016 Beginn der Gewinnauszahlung 31. 5. 2016 Einsendeschluss Dreiecke der LosverkäuferInnen 31. 5. 2016 Ende der Gewinnauszahlung 16. 7. 2016

A A

ROMAN KÖHLER ROMAN KÖHLER ROMAN KÖHLER

40. Todestag, gestorben am 14. September 1975 40. Todestag, gestorben am 14. September 1975 Gedenken am Grab mit Kranzniederlegung, 40. Todestag, 14. September Gedenken am Grabgestorben mit Kranzniederlegung, Wiener Zentralfriedhof, 2. Tor,am Gruppe 43F, Reihe1975 10 Grab 17 Wiener Zentralfriedhof, 2.2015, Tor, Gruppe Gedenken am mit Kranzniederlegung, Mittwoch, 16.Grab September 17 Uhr 43F, Reihe 10 Grab 17 Mittwoch, 16. September 17 Uhr 43F, Reihe 10 Grab 17 Wiener Zentralfriedhof, 2. 2015, Tor, Gruppe 110. Geburtstag Roman Mittwoch, 16. September 2015, Köhler, 17 Uhr geboren am 23. Mai 1906 110. Geburtstag Roman Köhler, geboren am 23. Mai 1906 Gedenkgottesdienst, Kaiserjubiläums-Kirche, 1020 Wien, Mexikoplatz 12 Gedenkgottesdienst, Kaiserjubiläums-Kirche, 1020 Wien, Mexikoplatz 12 110. Geburtstag Roman Köhler, geboren am Vorgartenstr.) 23. Mai 1906 Freitag, 20. Mai 2016, 18.30 Uhr, Elisabethkapelle (U1 Freitag, 20. Mai 2016, 18.30 Uhr, Elisabethkapelle (U1 Vorgartenstr.) Gedenkgottesdienst, Kaiserjubiläums-Kirche, 1020 Wien, Mexikoplatz 12 10 Jahre Pfadfinder-Gilde Roman Köhler,(U1 gegr. am 10. März 2006 Freitag, 20. Mai 2016, 18.30 Uhr, Elisabethkapelle Vorgartenstr.) 10 Jahre Pfadfinder-Gilde Roman Köhler, gegr. am 10. März 2006 KÖHLER-KELLER Festl, im Pfadfinderheim der Gr. 27-Donaustadt, KÖHLER-KELLER Festl, im Pfadfinderheim der Gr. 27-Donaustadt, Erinnerungen und Begegnung, Chronik, 10 Jahre Pfadfinder-Gilde Roman Köhler, gegr. am 10. März 2006 Erinnerungen und Begegnung, Chronik, Ausgabe der Roman KÖHLER-KELLER Festl,Köhler-Briefmarke, im Pfadfinderheim der Gr. 27-Donaustadt, Ausgabe der Roman Köhler-Briefmarke, Musik, Buffet, Altpfadfindertreffen, Eltern und Freunde der „27er“ Erinnerungen und Begegnung, Chronik, Musik, Buffet, Altpfadfindertreffen, Eltern Freunde „27er“ Samstag, 15. Oktober 2016, ab 16 Uhr,und 1020 Wien,der Wohlmutstr. 19–21 Ausgabe der Roman Köhler-Briefmarke, Samstag, 15. Oktober 2016, ab 16 Uhr, 1020 Wien, Wohlmutstr. 19–21 Musik, Buffet, Altpfadfindertreffen, Eltern und Freunde der „27er“ Martina Miksch Andrea Lackner Wolfgang Hofegger Manfred Walden Samstag, 15. Oktober 2016, ab 16Wolfgang Uhr, 1020Hofegger Wien, Wohlmutstr. 19–21 Elternratsobfrau Gruppenführerin Gruppenführer Gildemeister Martina Miksch Andrea Lackner Manfred Walden

Gruppenpreise

Elternratsobfrau

Mädchen Gruppenführerin

Buben Gruppenführer

0664/143 18 52 Gildemeister

info@gruppe27.at info@gruppe27.at info@gruppe27.at Mädchen Buben 0664/143 18 52 Martina Miksch Andrea Lackner Wolfgang Hofegger walden.consult@a1.net Manfred Walden info@gruppe27.at info@gruppe27.at info@gruppe27.at walden.consult@a1.net Elternratsobfrau Gruppenführerin Gruppenführer Gildemeister Um Antwort wird gebeten! Mädchen Buben 0664/143 18 52 Um Antwort wird gebeten! info@gruppe27.at info@gruppe27.at info@gruppe27.at walden.consult@a1.net

15 Jahre Sozialpartner der Generationen

Präsident des Seniorenrates Andreas Khol, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung Laura Schoch und Seniorenratspräsident Karl Blecha

ler Kinder und Jugendlicher bis zum Alter von 30 Jahren, während der Seniorenrat, der Dachverband aller Pensionisten- und Seniorenvereinigungen, sich für die Interessen von SeniorInnen einsetzt. Gemeinsam werden also etwa sechs Millionen Menschen in Österreich vertreten. Bei der Festveranstaltung waren einige Jugendliche und noch mehr ältere Personen im Plenarsaal versammelt, um den Festreden von Bundespräsident Heinz Fischer und Nationalratspräsidentin Doris Bures zu lauschen. Die beiden Seniorenratspräsidenten Karl Blecha und Dr. Andreas Khol betonten die generationenübergreifende Zusammenarbeit von Bundesjugendvertretung und Seniorenrat,

allerdings mit der Problemstellung, dass man leider nicht immer völlig ernst genommen wird. Die Vorsitzende der BJV, Laura Schoch, hob ebenfalls die Wichtigkeit der Generationenzusammenarbeit hervor und erzählte – angesichts der aktuellen Flüchtlingsherausforderung – von dem Engagement vieler junger Menschen mit der Einladung, auch in dieser Hinsicht SeniorInnen stärker ehrenamtlich einzubinden. Zum Abschluss gab es noch ExpertInnenreferate von Dr.in Eva Zeglovits (IFES) und Univ. Doz. Dr. Peter A. Ulram (ecoquest), die die Bedeutung der Sozialpartnerschaft und ihren Wandel im Laufe der Zeit beleuchteten, mit einer anschließenden Publikumsdiskussion.

Fotos: © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Um Antwort wird gebeten! sendungen wurden schließlich die „Ich liebe euch alle…“

Von Agnes Koreska, Gruppe Klosterneuburg 1, Projektmitarbeiterin in der BJV

Bundespräsident Heinz Fischer am Rednerpult

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10 10 10

DIPL.-ING. OSTR. DIPL.-ING. OSTR. DFM, LFM+Präsident der Wiener Pfadfinder, BKK DFM, LFM+Präsident Wiener Pfadfinder, BKK DIPL.-ING. OSTR. Gruppen-FM der Wr. Gruppender 9-St. Othmar und 27-Donaustadt Gruppen-FM der Wr. Gruppender 9-St. Othmar und 27-Donaustadt DFM, LFM+Präsident Wiener Pfadfinder, BKK Gruppen-FM der Wr. Gruppen 9-St. Othmar und 27-Donaustadt

• ab 20 verkaufte Lose: Radiergummi • ab 50 verkaufte Lose: 2 Jonglierbälle • ab 100 verkaufte Lose: I.scout Wasserflasche Einsendeschluss der bunten Dreiecke von den Losbögen ist der 31. 5. 2016.

Foto: © Christian Dusek

110 110

A

Einzelgeschenke für LosverkäuferInnen

Vertretung von sechs Millionen Die Bundesjugendvertretung (BJV) vertritt die Interessen al-

dieser Welt. Dieses Reich Gottes ist der Friede, welchen wir mit dem Licht weitergeben wollen. Dieser Friede ist erfüllt, wenn wir einander akzeptieren und einander das Recht auf Leben zugestehen ohne Ansehen der Person.

zueinander zueinander zueinander 110

40 4400

Die verkaufsstärksten Gruppen (absolut und im Verhältnis zur Mitgliederanzahl) bekommen je einen Gutschein über EUR 500,– der Firma zeltstadt.at.

Am 15. September 2015 wurde ein kleines Jubiläum im Parlament gefeiert – vor 15 Jahren wurden nämlich zunächst der Österreichische Seniorenrat und bald darauf auch die Bundesjugendvertretung als gesetzliche Interessensvertretungen gesetzlich verankert.

Gegenüber in seiner Buntheit anzunehmen. Der biblische Begleittext zu dieser Feier steht im Mattheus-Evangelium 6 / 26-33 und berichtet von der Unbeschwertheit der Vögel, der Schönheit der Lilien und dem Vorrang des Reichs Gottes vor allen anderen Sorgen

Datum: Sa, 12. Dezember 2015 Ort: R.-k. Pfarrkirche „Neu­ simmering“ am Enkplatz (U3) Zeit: 14 bis 15 Uhr

M M R O R O OM R

1. Rankweil

den vom 19. - 21. 2. 2016 in Oberwesel am Rhein (D) aus. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung mit Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen wird das Themenfeld „Pfadfinderische Beziehungsformen und Interaktionsstile“ beleuchtet werden. Aspekte sind unter anderem „Nähe und Distanz“ sowie „Spiel, Erlebnis, darstellendes Spiel, entdeckendes Lernen, musische Erziehung und ästhetische Bildung“. Neben Vorträgen, Diskussionen und Workshops wird es auch typisch Pfadfinderisches wie Lagerfeuer geben. Die Tagungsreihe „Fachtagung Pfadfinden“ möchte dazu

15

Von Manuel Ungersböck, Gruppe Neunkirchen Am Samstag, den 5. 9. 2015 war unsere Gruppe in die Hallen des Wiener Rathauses geladen. Nun wird sich sicherlich der eine oder die andere fragen, wie wir dorthin gekommen sind.

besten Fotos ausgewählt und diese im Freiwilligenkalender 2016 abgedruckt. Umso erstaunter waren wir, als wir erfuhren, dass auch zwei unserer Fotos vorne mit dabei waren. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz lud alle Sieger zu einem Festakt in das Wiener Rathaus ein. Dort gab es einen kleinen

Neunkirchner PfadfinderInnen mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer

Unter dem Motto „52 Wochen – 52 Fotos zur Freiwilligentätigkeit“ startete das Sozialministerium dieses Frühjahr einen Aufruf an alle Vereine, Organisationen sowie alle Interessierte: es sollten Fotos zum Thema „Freiwilliges Engagement“ zugesendet werden. Aus den unzähligen Ein-

Empfang von Bundesminister Hundstorfer persönlich, welcher seine Rede mit den Worten „…ich liebe euch alle…“ (in Richtung aller anwesenden Freiwilligen) beendete. Anschließend gab es eine kleine Urkundenverleihung inklusive einer symbolischen Übergabe eines Kalenders.

Foto: © PPÖ/Gruppe Neunkirchen

Außenperspektive und Diskurs

Gruppe

Vermischtes

www.pfadfinderInnen.at

KÖ K K HÖ L EHRLÖEH L E R R

ppö brief 2/15


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ppö brief 2/15

Rückblick: Thx a Lot 2

Das Thx a Lot 2 – ein cooli-narrisches Abenteuer

Von Elena Alberti, Vorsitzende des Bundesjugendrats Das Programm klang vielversprechend: Gleich zu Beginn Workshops und Walk-in Aktivitäten mit superbuntem Inhalt. Am buntesten war wohl das Zelt von Rainbow Scouting Austria, es gab nämlich Getränke in allen Regenbogenfarben. Beeindruckend und berührend war auch der Vortrag über das HHH-Projekt „Medizin im Himalaya“ mit vielen Fotos und Infos direkt aus Nepal. Ein langer Ausklang beim Lagerfeuer durfte natürlich nicht fehlen, die niedrigen Temperaturen waren ein Grund mehr, dort ein bisschen zusammen zu kuscheln. Der Samstag startete dafür mit Sonnenschein und einem köstlichen Frühstück (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das wundervolle Kochteam, das unsere Pfadi-Gourmet-Gaumen so richtig verwöhnte!) Die Meinung der Teilnehmenden war am Vormittag beim Feedback zur Ausarbeitung der Vision 2028 gefragt. Nach einem köstlichen Mittagessen startete das „coole und narrische“ Nachmittagsprogramm, bei dem wir mittels farblich markiertem Holzbesteck in Gruppen

eingeteilt wurden. Schnell war klar: Das Abendessen war unsere Aufgabe, und es würde ein gigantisches Galadinner werden! Nach der Bewerbung bei unseren Wunsch­ köchInnen mit umgedichteten Liedern ging es beim Kochen richtig rund. Wir schälten gefühlte Milliarden Zwiebeln, wuschen Unmengen von Salat, schnipselten und rührten, was das Zeug hielt. Doch damit nicht genug! Es musste ein entsprechend dekorierter Tisch

her, was alle Kochteams fabelhaft machten. Selten hat man so schöne, kreative und bunte Tafeln auf einem Lagerplatz gesehen. Der einzige Wermutstropfen war, dass man sich nicht durch alle Speisen kosten konnte – es waren einfach viel zu viele! Die gefutterten Kalorien wurden aber allesamt beim nächtlichen Tanzen verbrannt, was wir einer fantastischen Pfadiband zu verdanken hatten. Wie sich also herausstellte, war das Thx a Lot 2 „narrisch cool“. Wir freuen uns sehr auf ein Thx a Lot 3!

• über 600 fröhliche Gesichter • tolles Angebot in über 20 Workshops • viele Ideen, hitzige Gespräche, gute Ansätze, revolutionäre Gedanken zu den Visionen 2028 • FreeBeingMe – das Bundesthema – methodisch gut präsentiert • ein wunderbares Länderbuffet • Lange Nacht der Musik am Lagerfeuer • Cool & Narrisch – der Megaevent • ein coolinarisches Highlight am Festabend • Heiße Rhythmen und hervorragende TänzerInnen • Rührender Vortrag und Spendenübergabe an das HHH-Projekt Nepal • Forderung nach Thx a Lot 3, … Bleibt nur eines zu sagen: D-A-N-K-E!!! an alle Coolen und Narrischen,... fürs Kommen, fürs Organisieren des „Thx a Lot 2“, für die Arbeit in und für „unsere PPÖ“.

Fotos: ©PPÖ/Werner Amann und Monika Zimmerl

Nach dem Riesenerfolg des Thx a Lot 2012 stellte sich eine Frage – würde das Thx a Lot 2 auch so fantastisch werden? Würde es eher cool oder gar narrisch sein?

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Zeitung für Kinder- und JugendleiterInnen der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs. Thema dieser Ausgabe: Free being me - Einfach Ich!...

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