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Familienmagazin

WOHNE N SPECIAL

Frühli ng 2018

Magazin für die Familie

RÜCKEN GUT

... alles gut: die Wahl der perfekten Schultasche

Wohnen mit Eigensinn Ein Zuhause zwischen Design und DIY

Thomas Maurer

Die liebe Ordnung

Kinderradio

Geschichte einer Kindheit

Kinder und das Chaos

Hinter den Kulissen

Frühling 2018 tipi 26 eur 2,90


#jungbleiben

Das Mineralwasserchen fĂźr Kids.

Empfohlen von

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Editorial

© Joseph Mussil

Liebe Leserin, lieber Leser, eine Altbauwohnung mit hohen Räumen, 105 m², 3 ½ Zimmer – so wohne ich mit Mann und zwei Söhnen in Wien. Und will es mir gar nicht anders vorstellen. Auch Lisa und Christian von unserer Coverfamilie haben für sich und ihre beiden Töchter ihren ganz persönlichen Wohntraum gefunden bzw. geschaffen. Ab Seite 14 erzählen sie über ihre Begeisterung für Design und wie sie in rund drei Monaten ihr Haus saniert haben. Das Kinderzimmer war übrigens als Erstes fertig. Dass dort auch mal Chaos herrscht, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Warum das oft sogar wichtig ist, erklären ab Seite 34 eine Psychologin und ein Ordnungscoach. Und während unsereins sich über Ordnung im Kinderzimmer Gedanken macht, in welcher Farbe die Wand neu gestrichen werden soll oder welche neuen Accessoires den Wohnraum verschönern sollen, haben andere Familien ganz andere Sorgen. Ab Seite 36 eröffnen sich interessante Einblicke in die Häuser von Familien aus Bangladesch, Schweden, Myanmar, Haiti und Nepal. Ebenso Einblicke hat uns Thomas Maurer gewährt. In der Geschichte einer Kindheit (Seite 26) erzählt der Kabarettist u.a. von der winzigen Wohnung in Wien-Brigittenau, in der er aufgewachsen ist – samt Häusl am Gang. Im Namen der Redaktion wünsche ich einen wunderbaren Start in den Frühling und viel Freude mit der neuen Tipi-Ausgabe.

Kim Sztrakati, Chefredakteurin chefredaktion@tipimagazin.at Tipi kommt viermal jährlich gratis zu allen McDonald’s Family Club-Mitgliedern direkt nach Hause, zur freien Entnahme findet man Tipi in allen teilnehmenden McDonald’s Restaurants, in allen 15 NAME IT-Shops, in 200 Wiener Kindergärten und in 800 Trafiken in ganz Österreich. Anmeldung zum McDonald’s Family Club ganz einfach online hier: www.mcdonalds.at

Die Tipi-Coverfamilie Wer wir sind: Lisa (34), Christian (38), Leona (13) und Emilia (5) Woher wir kommen: Kirchdorf in OÖ Was wir mögen: Lisa: Blogs & Fotografie, Christian: Musik, Leona: Malen, Ballett & Schreiben, Emilia: Kapla, alle: Kater Pepper Foto: Lisa Sperrer, www.lisasperrer.at

Lust auf

ein Cover-

Fotoshooting mit der

ganzen Familie?

Tipi und der McDonald’s Family Club suchen die nächste Coverfamilie. Wenn ihr das sein wollt, schickt einfach ein Mail mit Kurzbeschreibung und Familienfoto an: cover@tipimagazin.at

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© Simone Porteder (Illustration), Ales Fevzer, Patricia Weisskirchner, Lisa Sperrer, Noppies, www.pertramer.at, Unsplash/Rachael Crowe, www.360perspektiven.at, Zoriah Miller, Veronika Studer/AT Verlag

Inhalt

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Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak Chefredaktion: Kim Sztrakati Konzept: Ursula Ressl Art-Direktion: Simone Porteder Text-Redaktion: Inez Ardelt, Theres Arnold, Peter Draxl, Julia Fleiß, Heidrun Henke, Markus Höller, Tanja Holz, Alexander Kords, Alina Rheindorf, Susanne Sonnleitner, Lisa Strebinger, Eva Maria Wagner, Tanja Werdan, Andy Zahradnik, Peter Zirbs Assistentin der Redaktion: Natascha Holba Fotos: Alek Kawka, Heidrun Henke, Verlage, Hersteller, Verleiher & weitere Fotografen Illustrationen: Artur Bodenstein, Simone Porteder Lektorat: Gudrun Likar Marketing und Mediaberatung: Michael Martinek Redaktion- und Mediaberatung: Daniela Horvath, Georg Peter, Simone Schnak Vertrieb: Georg Peter Medieninhaber, Eigentümer und Verleger: PPH Media Verlag GmbH, Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 Wien Tel.: +43/(0)1/235 13 66-800, Fax: +43/(0)1/235 13 66999, E-Mail: office@pph-media.at Offenlegung nach § 24 bzw. § 25 MedienG sowie Angaben gem. § 5 ECG: Medieninhaber: PPH Media Verlag GmbH, Sitz in Wien. Unternehmensgegenstand: Redaktion, Herstellung und Distribution von Magazinen, Zeitschriften, Kalendern und anderen Drucksorten, insbesondere des Familienmagazins „TIPI“ und des Film- und MusikMagazins „DOT.magazine“. Geschäftsführung: Lorin Polak. PPH Media Verlag GmbH steht im Eigentum von Lorin Polak (100 %) mit Sitz in Wien. Tätigkeitsbereich PPH Media Verlag GmbH: Gegenstand des Unternehmens ist jedwede geschäftliche Tätigkeit im Zusammenhang mit Print- und digitalen Medien im Bereich zielgruppenorientiertem Jugend- und Familienformat, der Geschäftsbereich Business to Business, jedwede Tätigkeit einschließlich Marketing und Consulting im Bereich Medien und Werbewirtschaft. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Blattlinie: Familienmagazin, Berichterstattung über familienorientierte Themen wie Gesellschaft, Psychologie, Mode, Wohnen, Essen, Gesundheit, Freizeit und Reisen.

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Die Tipi-Coverfamily gibt Einblicke in ihr Zuhause. Prädikat: sehenswert! 3 6 8 10 24 31 60 66 88 90

Editorial Mein Lieblings... Where Children Sleep Familienplauderei Wie sag ich’s meinem Kind Urpeinlich, Papa! Kochschule Basteltipp Abenteuerland Pro und Kontra

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Leben und wir

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Wohne lieber ungewöhnlich Zu Besuch bei der Tipi-Coverfamily Das knallblaue Einhorn oder wie ein Kinderzimmer für Mutter und Tochter entstand Alle Zeichen auf Gelb Gelbe Farbkleckse im Kinderzimmer – garantiert genderneutral Geschichte einer Kindheit Thomas Maurer über seine Kind heit in Wien-Brigittenau

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Von der Stadtratte zum Landei Eine Gebrauchsanweisung für Neo-Landpomeranzen Die liebe Ordnung Das leidige Thema Aufräumen aus Expertinnensicht Zu Besuch auf der Welt Spannende Einblicke in die Lebensumstände von Familien So wohnt Österreich Wie groß ist die durchschnittliche Wohnung? Was zahlt man für sie? ... Fakten und Zahlen aus Österreich

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Mode & Pflege

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Zippen mit Stil Schick und funktionell – die Stillmode vom österreichischen Label zippidoo Schwangerschaftsstreifen Streifen in der Schwangerschaft? Ja, bitte! Aber nur auf der Kleidung ...

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chste Das nä Tipi:

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Thomas Maurer im TipiGespräch über seine Kindheit

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Essen und Gesundheit

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Freie Zeit

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Echt Fett! Das Einmaleins der Speisefette Essen und Stillen Rezepte für stillende Mütter – ganz ohne Fleisch Es geht auch ohne! Palmölfrei genießen Rücken gut – alles gut Was es beim Schultaschenkauf zu beachten gilt

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Pippi und der Rock 'n' Roll-Daddy Tipi-Kolumnist Peter Draxl und sein neues Buch „Papa Peinlich“ Frohe Ostern! Tipps fürs Osternest Starke Stimme Lily-Marie erzählt über „The Voice Kids“ Schauen, Spielen, Lesen, Hören Neue DVDs, Bücher, CDs & Co. Radio ist ein Kinderspiel! Hinter den Kulissen von MEIN KINDERRADIO Film-Highlights Neu im Kino

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Wir sind weg

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Der Dachsteinkönig ruft Zu Besuch im Nonplusultra der österreichischen Kinderhotels

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Inhalt

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mini Tipi Die Kinder-Besonder-Seiten zum Heraustrennen

84

Laibach, wie leiwand! Ein Städtetrip in die slowenische Metropole Spiel, Spaß und Abenteuer – in Freizeitparks und Kinderhotels Das große Frühlingserwachen Spannende Events in den Bundesländern und in Südtirol

& schick

mach mit

ein!

Überall, wo du diesen Button siehst, kannst du Tipi aktiv mitgestalten. Als Dankeschön für jede Veröffentlichung gibt es kunterbunte Geschenke.

Noch mehr Tipi gibt es auf www.facebook.com/TIPI.Familienmagazin oder bei Instagram: @tipimagazin

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Mein Lieblings... KINDER STELLEN VOR

& schick

mach mit

ein!

-sport, sspiel, iebling fo bitte an: L r e u In te Was is oto mit gazin.at etc.? F a -essen lings @ tipim eb meinli

Theo

© Privat

2 Jahre * Sa * lzburg

Mein Lieblings… Laufrad

» ... ist mein täglicher Begleiter. Damit bin ich der Allerschnellste! Ohne Laufrad will ich gar nirgends mehr hin. Und wenn es regnet, geht die Welt für mich unter, weil das Laufrad dann zu Hause bleiben muss. « 6 | f rü h l i ng 2018

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Where Children Sleep

Nantio, 15 Jahre, Kenia Aus dem Fotoprojekt „Where Children Sleep“ von James Mollison

Nantio gehört zum Rendille-Stamm im Norden Kenias. Sie lebt mit ihrer Familie in einer zeltartigen Kuppel aus Rinderhaut und Plastik, in der es kaum Platz zum Stehen gibt. Nachts brennt in der Mitte ein Feuer, um das herum die Familie schläft. Nantio hat die Schule abgebrochen und hilft jetzt zu Hause mit. Ihre Aufga-

ben: Ziegen pflegen, Brennholz hacken und Wasser holen. Sie hofft, dass sie eines Tages ein „Moran“, ein Krieger, zur Frau nehmen wird. Nantios bunte Perlenhalsketten dienen übrigens nicht nur als Schmuck, sondern spiegeln auch ihren Familienstand und Gesundheitszustand wider.

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© James Mollison

Where Children Sleep

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Familien

Familienplauderei

PLAUDE R 1. 2.

Tanja (39) Hannes (32) Luca (11) aus der Steiermark

Hildegard (50) Roland (47) Teresa (16) Benedikt Elias (12) Emelie Marie (9) aus Oberösterreich

Familie Fa schi ng

eier Familie Pichlm

Sabrina (34) Nail (33) Halil (9) Bilal (7) aus Wien Familie Klisura

Roland (41) Sonja (38) Tobias (11) Theo (6) aus Wien Karina (25) Clemens (29) Mia Sofie (3) Moritz Felix (9 Monate) aus der Steiermark 10 | f rü h l i ng 2018

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So wohnen wir

Was wir am liebsten gemeinsam machen

In einer netten Wohnung mit tollen Nachbarn

Sport: Den Winter verbringen wir in der Eishalle, und im Sommer fahren wir gerne Rad oder gehen fischen.

In einem großen Haus mit Garten und zwei Hasen und einer Katze in einem 1.500-Einwohner-Nest

Skifahren

Im Gemeindebau in Ottakring

Verschiedene Parks erkunden, Ausflüge, Kino, Fahrrad fahren

In einem Reihenfamilienhaus mit kleinem Garten in Wien. In den warmen Monaten verbringen wir unsere Wochenenden meistens am Neusiedler See.

Familie Lammel Im idyllischen Örtchen Frohnleiten, in einer 90m² Neubauwohnung mit Garten direkt gegenüber vom Kindergarten.

Familie Bogori n/Koll

gerne Wir spielen rd Brett- un Ka i Be tenspiele. ’s ht ge Schönwetter s in en mit Freund Grüne.

Im Winter werden jedes Wochenende die Ski angeschnallt, das restliche Jahr Berg- und Kletterschuhe.

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& schic

mach mit

Darüber wird gerade diskutiert

Das Highlight des bisherigen Jahres

Bei welchem Lucas erster Sieg in Verein Luca der österreichischen nächste Saison Meisterschaft Eishockey spielt

5. Da haben wir herzlich gelacht

hriger s zweijä Als Luca hat, t ersuch Cousin v erk s g rtsta die Gebu aber , n ublase zen ausz f den u a en nur s s e d t t a st “ hat. gespuckt „ n e h c u K

ein!

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udern? Wollt ihr mit uns pla : an o Fot t mi E-Mail .at plauderei@tipimagazin

6. Das wollen die Kinder einmal werden

Eishockeyprofi

Schule: Wofür müssen wir lernen? Wer prüft wen?

Langlaufen lernen in Filzmoos

Als Papa Roland mal wieder einen Witz erzählt hat.

Teresa: Kindergärtnerin, Benedikt: Fußballer, Emelie: Voltigierlehrerin

Hoverboard kaufen: Ja oder nein.

Die Buben haben bei einem Krimi als Statisten mitgespielt.

Bei einem Video, in dem ein Baby während des Essens einschläft

Halil: Handwerker oder Techniker Bilal: Polizist oder Automechaniker

Wie viel Fernsehen, Handyspielen, Playstationspielen etc. ist erlaubt.

Viel Schnee im Skiurlaub und ein STOMP-KonzertBesuch mit unserem großen Sohn

Als unser Kater von einer kleinen Maus auf den Hinterbeinen regelrecht „angepfaucht“ wurde und er nicht so recht wusste, wie er damit umgehen soll.

Theo: Form el-1oder Bob-F ahrer Tobias: ir gendwas mit Sport oder mit Tieren

Unsere Hochzeit Ende April & Baby Nummer 3, das Ende Juni zu uns stoßen wird

Der Kindergarten start von Mia ha t uns gezeigt, wie schnell die Zeit an uns vorüberzieht.

Mia hat mit Papa Arzt gespielt. Als sie ihm die Zehe „amputieren“ musste, stellte sie fest: „Papa, du hast ja LEBERWURST-Zehen.“ Wir haben uns schlappgelacht ...

Mia: Ärztin – der Arztkoffer steht zumindest immer bereit. Und für Moritz stehen die Türen in Papas Sägewerk offen.

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© Privat (5)

E REI 3. 4.

Reden, erzählen, sich besser verstehen und gemeinsam lachen.

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Leben und wir Wohne lieber ungewöhnlich • Das knallblaue Einhorn • Alle Zeichen auf Gelb • Wie sag ich’s meinem Kind • Thomas Maurer • Urpeinlich, Papa! • Von der Stadtratte zum Landei • Die liebe Ordnung • Zu Besuch auf der Welt • So wohnt Österreich

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Nix für die Katz’

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Die beliebtesten Muttertags− geschenke Blumen Süßes Ausflug machen Essen gehen Quelle: Marketagent

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.com 2017

© Bodil Johansson (1), Hersteller (8), Abir Alward/Noun Project (1)

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Belesenes Schaf Englische Schafe machen nicht „Mäh“, sie machen „Baa“. Warum wir das wissen? Weil dieses Buchregal danach benannt ist: „Baa-Baa“ von Rowen & Wren hat genügend Platz für die aktuellen Lieblingsbücher und hält sie in kindgerechter Höhe – und dekorativer Aufmachung – bereit. Um ca. € 105,–. www.rowenandwren.co.uk

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Augenöffnend Die „Gewünschtestes Wunschkind“Bloggerinnen Katja Seide und Danielle Graf schaffen es wieder mal nach ganz oben in die Bestsellerlisten. Zu Recht: Sie ermutigen, immer hinter das Verhalten zu schauen und Konflikte mit dem Kind auf Augenhöhe zu lösen – ohne Strafen und Stress. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Gelassen durch die Jahre 5 bis 10, erschienen bei Beltz um € 17,50.

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som m er 2017 |

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Leben und wir

Wohne lieber ungewöhnlich Lisa und Christian haben in Kirchdorf in Oberösterreich nicht nur ihren ganz persönlichen Wohntraum für sich und ihre beiden Kinder verwirklicht, sondern begeistern auch andere mit ihrer Leidenschaft für Design und langlebige Produkte. von peter zirbs Zu behaupten, dass Kreativität bei Lisa (34), Christian (38), Leona (13) und Emilia (5) durchaus einen gewissen Stellenwert einnimmt, wäre eine maßlose Untertreibung. Denn diese Familie ist ohne ihren kreativen Output gar nicht vorstellbar. Und damit meinen wir keine Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen: Die vier (eigentlich fünf – mit Pepper, dem vierjährigen Kater) leben ihre Leidenschaft für die schönen Dinge im Leben voll aus. Woran man das merkt? Nun, das beginnt bei ihrem aufwendig renovierten

»Ich wusste genau, was mir gefällt – und mein Mann hat denselben Geschmack!« Haus in Kirchdorf, das gut und gerne auch als Schauraum für zeitgemäßes, nachhaltiges Möbel- und Accessoire-Design durchgehen könnte. Dass Lisa und ihre Tochter Leona seit ziemlich genau fünf Jahren den erfolgreichen Blog WOHN:PROJEKT (wohn-projekt.com) betreiben, ist wohl ein weiteres Indiz für die kreative Umtriebigkeit. Und da haben wir noch gar nichts über Lisas Job als Porträtfotografin und Christians musikalische Leidenschaften erzählt. Aber alles der Reihe nach. Der verhinderte Hausbau Denn eigentlich war ein Neubau geplant, und auch der Einreichplan war bereits fertig. Mitten in diese Planung platzte

sozusagen das Haus, in dem unsere Coverfamilie jetzt wohnt – und das sie mit besonders viel Liebe und Akribie zu ihrem Wohntraum gemacht hat. Die Größe, Aufteilung und insbesondere die beste Lage, die sie sich vorstellen konnten, waren die vorrangigen Gründe, sich für eine Sanierung zu entscheiden. Und sie haben es bis heute kein bisschen bereut: „Ich bin so froh, dass wir uns für ein bestehendes Objekt entschieden haben. Hier am Land wird es in den kommenden Jahren immer mehr leerstehende Häuser geben; da ist es doch eigentlich unlogisch, dass immer mehr Grünfläche verbaut wird“, meint Lisa. In rund drei Monaten war die Renovierung abgeschlossen – eigentlich ein durchaus überschaubarer Zeitraum, wenn man an die wie in „Hinterholz 8“ beschriebenen Sanierungstragödien denkt. Im Gegensatz zu Düringers Protagonisten Krcal hat unsere Coverfamilie allerdings keine feuchten Stellen oder andere unangenehme Überraschungen gefunden; Statik und Bausubstanz wurden im Vorfeld geprüft und für gut befunden: Sie hatten also Glück. „Ein großer Pluspunkt war auch, dass mein Mann als Lehrer die Monate Juli und August zur ganztägigen Verfügung hatte und dass ich schon bei der ersten Besichtigung eine klare Vorstellung hatte, wie es hier später aussehen würde. Durch die jahrelange berufsbedingte Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen wusste ich einfach ganz genau, was mir gefällt – mein Mann hat glücklicherweise denselben Geschmack“, schildert Lisa. „Die Fenster und die Badrenovierung waren die größten Baustellen; überall sonst wurden Tapeten und Böden entfernt und neu verlegt sowie Wände gestrichen.“

Und welcher Raum war zuerst bezugsfertig? Die Frage kann Lisa schnell beantworten: „Das Kinderzimmer von Emilia, die damals drei Jahre alt war, haben wir als Erstes fertig gemacht. Denn sie konnte einfach nicht verstehen, warum wir aus unserem damaligen schönen Zuhause auf eine Baustelle ziehen. Aber als ihre heißgeliebte Puppenküche einzog, war die Welt wieder in Ordnung!“ In kreativen Dingen versiert Christian steht seiner Lisa in Bezug auf Kreativität in nichts nach – wenn auch seine Leidenschaften mehr auf der musikalischen Seite zu verorten sind: Er singt, spielt Schlagzeug und unterrichtet an einem Gymnasium. Sein Herzenspro-

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© Lisa Sperrer (1)

Leben und wir

jekt ist seine Band „One Chair Missing“ (onechairmissing.com). Zu Hause hat er ein Büro, in dem einige Instrumente stehen – Schlagzeug geübt wird im Keller. Vor etwa neun Jahren haben Lisa und Christian einen ehemaligen Stall in einem Vierkanthof zum Musikstudio umgebaut; nun kann hier auf 60 Quadratmetern nach Herzenslust aufgenommen, gejammt und getüftelt werden. Lisa wiederum hat bereits während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften einige Fotokurse belegt. Das Interesse ist beständig größer geworden, und kurz nach der Geburt der jüngsten Tochter hat sie sich dazu entschieden, Porträtfotografie als Beruf auszuüben. Bis dahin hatte sie als freie Redakteurin

und PR-Beraterin gearbeitet. Der Blog WOHN:PROJEKT, den sie gemeinsam mit ihrer Tochter ins Leben gerufen hat, dient einerseits dazu, eigene Ideen zu teilen und in einem virtuellen Album zu sammeln und andererseits dazu, sich bewusst Zeit für Kreativität und gemeinsame DIY-Projekte zu nehmen. Dass sie damit auch andere inspirieren und zum Handwerken animieren, freut alle Beteiligten natürlich sehr. Und wie so oft erschlossen sich über die Dinge, die man wirklich gerne und mit Herz macht, neue Wege: „Über den Blog bin ich auch zu meinem jetzigen Hauptjob gekommen: Beim Naturmöbelhersteller Pastarro kümmere ich mich seit fast vier Jahren um PR und Social-Media-Betreuung“, freut sich Lisa über den guten Lauf

der Dinge. Letzten September konnte sie sich einen großen Traum erfüllen: „Pastarro – wertvoll schenken“ heißt der Concept Store, den sie gemeinsam mit ihren drei Kollegen ins Leben gerufen hat (pastarro.com). Dort ist sie für Einkauf, Produktpräsentation, Deko, Medien und ihre Shop-Mitarbeiterinnen zuständig. „Der Shop ist sozusagen mein drittes Baby: Fast ein Jahr lang hab ich sorgfältig verschiedenste nachhaltige, fair produzierte, hochwertige und langlebige Artikel zusammengetragen, die man bei uns in der Gegend nirgendwo findet. Da mein Engagement für Pastarro und mein Blog mittlerweile einen Großteil meiner Arbeitszeit einnehmen, fotografiere ich momentan eher selten – und wenn, dann f rü h l i ng 2018 |

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Leben und wir

Mein Leben ohne Vater von peter zirbs

Es geht also ums Wohnen, erklärte mir unsere geschätzte Chefredakteurin. Ob mir dazu etwas einfallen würde? Und während sie den Satz noch fertigsprach, zogen, aus den Tiefen der Erinnerung entfliehend, Bilder auf und an meinem inneren Auge vorbei. Man schrieb die 70er-Jahre; ich war ein kleiner Bub und lebte mit meiner Mutter in der Burggasse im 7. Wiener Gemeindebezirk. Im Nachhinein kommt mir die Wohnung gar nicht so winzig vor, wie sie tatsächlich war: Großzügiger Wohnraum war damals tendenziell noch den Besserverdienern und Bürgerlichen vorbehalten, doch wenn man es nicht anders gewohnt war, schien auch in der kleinsten Hütte ausreichend Platz. Immerhin hatten wir, im Gegensatz zu einigen anderen Parteien in unserem Haus, kein Klo am Gang, sondern tatsächlich eines in der Wohnung. Ein eigenes Badezimmer war allerdings zu diesem Zeitpunkt unerreichbarer Luxus, und daher beschränkten sich die Waschmöglichkeiten auf ein grünes Waschbecken in der Küche, wo man mit dem Waschlappen und hoffentlich ausreichend vorhandenem Warmwasser seine persönlichen Vorstellungen von Hygiene verwirklichen konnte. Wäre da nicht die Oma gewesen, die in ihrer Wohnung nahe der Kennedybrücke nicht nur ein richtiges Badezimmer, sondern sogar eine echte Badewanne besaß! So wurde es also jahrelang zur Tradition, einmal in der Woche einen Badetag bei ihr einzulegen. Ich erinnere mich recht genau an die Freude, die das bei mir regelmäßig auslöste – aber natürlich nicht, weil ich so ein begeisterter Badefreund war, sondern weil diese wöchentlichen Besuche stets mit einigen exotischen Freuden verbunden waren, die es daheim nicht gab. Ich will an dieser Stelle dem Spezialtoast meiner Oma ein kleines Denkmal setzen, denn nie wieder habe ich eine derart erlesene Komposition aus Scheiblettenkäse, Pressschinken, Gurkerl, Senf und doppelt Butter gegessen. Das ist lange her; mittlerweile gibt es kaum noch Wohnungen ohne Dusche; der Wohnstandard ist in den letzten 40 Jahren beständig gestiegen – fast so stark wie die Mietpreise. Nichts erinnert mehr an die klassischen Arbeiterwohnungen Wiens vor ein paar Dekaden. Und doch ist da ein winzig kleiner, roter Faden in die Vergangenheit übrig geblieben: Immer, wenn ich eine dampfende Badewanne sehe, bekomme ich unbändige Lust auf den Spezialtoast meiner Oma.

nur ausgewählte Aufträge. Das sehe ich aber durchaus positiv, denn so bleibt der Spaß erhalten, und es wird nicht eintönig. Am allerwichtigsten ist mir allerdings, dass ich Zeit mit meiner Familie verbringe: Gemeinsam Mittag zu essen und den Nachmittag zusammen zu verbringen, ist mir heilig“, verrät Lisa. Echte Nachhaltigkeit und ganz viel Herzblut Lisa legt Wert darauf, dass Pastarro nicht nur ein weiterer Anbieter zeitgemäßen Designs mit skandinavischem Einschlag ist, sondern ein Marktplatz für nach Lisas Ihr Stil ist eine Mischung aus natürlich und skandinavisch: Sie lieben es, sich ein Stück Natur in Form von Massivholz, Pflanzen und Materialien wie Rattan, Leder oder Ton ins Haus zu holen..

strengen Kriterien ausgewählte Hersteller: „Durch den Blog konnte ich in den vergangenen Jahren viele Kontakte zu kleinen, feinen Herstellern knüpfen – das ist ein enormer Pluspunkt. Meistens überlege ich mir, was saisonal nachgefragt werden könnte oder reagiere auf das Feedback der Kunden. Dann mache ich mich auf die Suche nach Artikeln, die genau unseren Prämissen entsprechen: nachhaltig, langlebig, hochwertig und fast immer in Europa gefertigt. Das ist oft gar nicht so einfach! Am wichtigsten ist uns, dass die Hersteller verantwortungsbewusst und nicht ausbeuterisch produzieren. Da sind ganz viele Produkte schon mal ausgeschlossen. Auch viele, denen man es nicht auf den ersten Blick ansieht, wie zum Beispiel den süßen dänischen Häkelspieluhren, die aber bei genauerer

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Leben und wir Betrachtung irgendwo in China und kaum nachvollziehbar produziert werden. So etwas wird man bei uns im Shop nicht finden; das ist mir ein großes Anliegen“, stellt Lisa mit Nachdruck klar. So ist es nur selbstverständlich, dass auch als Familie darauf geachtet wird, nur fair produzierte Dinge und Bio-Lebensmittel zu kaufen. Ganz besonders viel Herzblut steckt aber auch im bereits erwähnten Blog, den sie mit ihrer Tochter führt. Ein besonders beliebter Bereich des Blogs ist die sich ständig erweiternde Sammlung an DIYAnleitungen für alle diejenigen, die gerne selber Hand anlegen, um auf diese Weise zu echten Unikaten zu kommen. Doch woher nimmt Lisa ihre Inspiration für diese Anleitungen? „Die Inspiration entsteht aus dem Alltag oder beim Spazierengehen in der Natur. Und natürlich hole ich mir

gerne Anregungen aus Zeitschriften; von Pinterest und Instagram und von anderen Blogs. Mein absolutes Lieblings-DIY ist mein selbst gemachter Couchtisch aus einer alten Stalltür – das war auch das erste Posting am Blog, das so richtig viel Aufmerksamkeit bekam und auch ganz oft auf Pinterest geteilt wurde“, erklärt sie. Genau zum richtigen Zeitpunkt Rückblickend gesehen, dürfte es wohl genau den Nerv der Zeit getroffen haben: Als Lisa und Leona ihren Blog WOHN:PROJEKT gestartet haben, gab es nämlich noch nicht so viele Blogs, die sich Aktuelle Trends machen sie nur in Form von auswechselbaren Accessoires wie Kissen oder Deko mit. Nicht austauschbar hingegen ist Familienmitglied Pepper, der Kater.

mit Interieur beschäftigten. Bislang war die Reise für Lisa und ihre Tochter jedenfalls eine sehr spannende, „zumal wir uns ja nicht mal im Traum gedacht hätten, wie groß das Ganze werden kann, welche tolle Kooperationen wir machen können – und dass der Blog mal einen Teil meines Einkommens ausmachen würde. Das Gute daran war, dass wir uns niemals Druck gemacht haben. Ich hatte auch nie den Drang, unseren Blog professionell zu betreiben und davon leben zu müssen. Das war und ist sehr positiv – auch für meine Leser: So müssen wir nicht jeden Kooperationsvorschlag annehmen und haben die Freiheit, genau das zu machen, was uns wirklich taugt. Und ich denke, das macht auch den Erfolg aus: Ehrlich zu bleiben und die Leute nicht mit Werbung zu überfluten“, weiß Lisa.

© Lisa Sperrer (6), Adrian Batty (1)

Anfangs war Emilia (5) noch ein bisschen skeptisch, was die Renovierung des Hauses anbelangte. Aber als ihre Puppenküche aufgebaut wurde, war die Welt wieder in Ordnung. Punkto Stil und Epochen gibt es kaum Vorgaben: Wenn die Farbfamilie passt, darf auch ruhig quer durch die Jahrzehnte gemixt werden. Damit haben sie schon einigen potenziellen Hauskäufern Mut gemacht: Viele Vorher-Nachher-Berichte zur Bungalow-Renovierung findet man im Blog unter www.wohn-projekt.com. f rü h l i ng 2018 |

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Leben und wir

© Lisa Sperrer (1), Internorm (1)

Selbst gemachte Möbel kombiniert mit Designerstücken: Neben Mid Century-Kleinmöbeln findet man einen DIY-Tisch aus einem alten Scheunentor sowie eine Thai-Lampe aus Bambus. .

Kinder und Design – geht denn das? Auch die Jüngsten haben Spaß an gutem Design; das wohl beste Beispiel ist Emilia, die mit ihren fünf Jahren schon ziemlich genau weiß, womit sie am liebsten spielt – nämlich mit Kapla, dem Bausteinsystem aus Pinienholz. Ansonsten ist Design noch kein Thema für sie, „wie man auch an ihrer selbst ausgesuchten KinderzimmerDeko sehen kann“, schmunzelt die Mama. Leona, die in die vierte Klasse Gymnasium geht, mit Vorliebe zeichnet und malt, gern Ballett tanzt und gerade ihren ersten Roman begonnen hat, setzt sich hingegen viel mit dem Thema Design auseinander – und plant gerade eine Neugestaltung ihres Zimmers. Verträgt sich also Liebe zum Design mit Kindern im Haus? „Meine Mädels waren als Kleinkinder glücklicherweise recht brav“, berichtet Lisa. „Sie haben keine Vasen oder Deko-Objekte zerstört. Worauf ich aber besonders achte, ist, dass ihre Spielsachen auch in ihrem Zimmer bleiben oder dorthin wieder zurückwandern. Es gibt natürlich Ausnahmen: Wenn zum Beispiel eine Lego-Stadt aufgebaut oder ein Kapla-Kunstwerk errichtet wurde. Das darf dann natürlich ein Weilchen stehen bleiben“, zeigt sich Lisa als Mama generös.

Vom Leben auf dem Lande Lisa und Christian haben früher in Wien und Salzburg gelebt, trafen aber ganz bewusst die Entscheidung, wieder aufs Land zu ziehen. Sie fahren zwar immer wieder gern in die Stadt, um Konzerte oder Ausstellungen zu besuchen, freuen sich aber jedes Mal aufs Heimkommen nach Kirchdorf. Was aber macht das Leben auf dem Lande denn so besonders für unsere Coverfamilie? Lisas Erklärung ist so einfach wie logisch: „Ich bin hier in

unserem kleinen Nest aufgewachsen und genieße es, dass meine Kinder auch hier aufwachsen können. Außerdem lieben wir die Natur und die Berge, die uns umgeben – und unsere Familien sind ebenfalls in der Nähe. Auch infrastrukturell ist der Standort für uns perfekt: Wir haben ein Krankenhaus, alle Fachärzte, Behörden und außerdem eine super Autobahn- und Zuganbindung, sodass wir schnell in die Stadt kommen. Das Einzige, was uns abgeht, ist ein See.“ Mit dieser kleinen Einschränkung lässt es sich durchaus leben, finden wir. Auf unsere Frage, wo Lisa aktuelle oder besser noch zukünftige Wohntrends sieht, gibt sie eine Antwort, die überraschend wenig mit Design, dafür aber umso mehr mit einer gesunden Einstellung zum Leben zu tun hat: „Ich glaube, dass der Trend, sich die Natur ins Haus zu holen, noch lange bleiben oder sogar noch ausgeprägter wird. Im städtischen Bereich finde ich Generationenhäuser sehr interessant: Das wäre durchaus eine Wohnform, die ich mir auch für mich vorstellen kann. Und Synergien zu nutzen wie Car-Sharing oder eine gemeinsame Pool- und Saunanutzung – das halte ich für eine tolle Idee!“ Dem können wir uns nur anschließen.

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Leben und wir

Das knallblaue Einhorn

oder wie ein Kinderzimmer für Mutter und Tochter entstand Ein Geschwisterpaar in einem Zimmer – geht das? Natürlich, dachten wir uns bei der Gestaltung unseres Kinderzimmers. Aber die Prinzessinnentapete muss draußen bleiben. Es sollte ein gemütliches, buntes Zimmer werden, in dem sich Sohn und Tochter wohlfühlen. Oder doch eher Mutter und Tochter? Lest selber, was daraus geworden ist! von susanne sonnleitner Farbenfroh und dennoch dezent. Hier sollen sich doch Sohn und Tochter wohlfühlen, nicht wahr?

Dass es vorteilhaft ist, wenn Geschwister in einem Zimmer schlafen, ist weithin bekannt. Dadurch wird nicht nur die Bindung zueinander gestärkt, die Kinder fühlen sich auch weniger allein. Ist die Entscheidung dafür einmal gefallen, stellt sich unweigerlich die Einrichtungsfrage. Wie kann ich die kindlichen vier Wände gestalten, um möglichst beiden Sprösslingen gerecht zu werden?

Vor dieser Frage standen auch wir, kurz nachdem wir in unser neues Haus eingezogen waren. Zwar gab es in dem ausgebauten Dachgeschoß unseres Zweifamilienhauses zwei Kinderzimmer, eines wollten wir aber vorerst als Wickel- und Anziehzimmer nutzen. Nicht nur wir Eltern, auch unsere Kinder fanden es schön, ihre Nächte (zumindest vorerst) gemeinsam zu verbringen. Mit unserer Tochter, 5, hatten

wir allerdings einen Deal ausverhandelt: Die Einrichtung sollte weitgehend farblich neutral gestaltet werden, damit sich unser Kleiner, 3, nicht bald von Lillifee & Co. erschlagen fühlt. Gesagt, getan. In beiderseitigem Einvernehmen gingen wir ans Werk. Stets im Kopf: Ein Kinderzimmer sollte es werden, aber bloß kein typisches Mädchen- oder Bubenzimmer! Ein ausgeklügeltes Farbkonzept Zunächst galt es, die Wandfarbe zu definieren. Die Wahl fiel auf ein dezentes Grün, gepaart mit Sonnengelb. Diese Farbkombination verleiht dem Raum ein freundliches Aussehen. Zudem schmiegt sich der Gelbton harmonisch an die hölzernen Deckensparren an. Um für mehr Spannung zu sorgen, werden die beiden Farben von einem etwa 15 cm breiten, horizontalen Streifen in Weiß getrennt. Die warmen Farben alleine sorgen für ein behagliches Wohngefühl, dennoch lassen sie genug Spielraum für Wandgestaltung, sei es mit Bildern, Zeichnungen oder Wandtattoos. Bei der Farbauswahl der Möbel war es naheliegend, zu Weiß zu greifen. So wird dem eher kleinen Raum noch genug Weite verliehen. Um Platz zu sparen – und um die Raumhöhe von ca. 3,30 Metern optimal auszunutzen –, schlafen die Kinder in einem Stockbett, das ebenfalls weiß lackiert wurde. Die Große oben, der Kleine unten. Bei den Schrankfronten griffen wir zu einer dezenten Weiß-Beige-Kombination, um Eintönigkeit zu vermeiden. Auch der bequeme, weich gepolsterte Lesesessel fällt ganz weiß aus und lädt zum Schmökern und Kuscheln ein. Farbakzente dürfen dennoch nicht fehlen und bringen Pep in das Kinderzimmer. Ein Hingucker ist der bunte kreisförmige Teppich, der mit kräftigen Farben punktet. Auch die maßgeschneiderten Vorhänge

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Leben und wir

Ein Sessel für zwei – zum Lümmeln und Lesen. Eine freundliche Gelb-Grün-Kombination ziert dahinter die Wand.

sorgen für Farbtupfer und fügen sich – gemeinsam mit dem Lampenschirm – harmonisch ins Farbkonzept ein, das vornehmlich auf Rot, Gelb und Grün beruht. Und dann galt es natürlich noch, Platz für die Spielsachen zu schaffen. Puppenequipment, Kaufmannsladen, Schaukelgiraffe und Mähdrescher mussten unbedingt untergebracht werden, so die einhellige Meinung unserer Kinder. Den von uns mit viel Liebe gestalteten Kaufmannsladen haben wir prominent auf einem kleinen Tischchen platziert. Er passt – wie es der Zufall will – ganz hervorragend ins Farbkonzept. Vieles fand außerdem in den geräumigen Schränken und Schubläden Platz.

Schlaf gut!

... und dann kam alles anders Eine kindgerechte Handhabung stand dabei im Mittelpunkt. Zum einen eignen sich die Schränke mit ihren großzügigen Griffen perfekt für kleine Hände. Zum anderen wurde das modulare Schranksystem so angeordnet, dass viele Sachen in Bodenhöhe oder knapp darüber verstaut werden können. Und da beide Kinder regelrechte Leseratten, oder besser Bilderbuchratten, sind, darf eine gut sortierte, kleine Bibliothek nicht fehlen. Bücherregale sind genügend vorhanden und werden wohl in den nächsten Jahren gefüllt werden … Nach und nach entstand so ein gemütlicher Rückzugsort für unsere Sprösslinge. Den besonderen Charme hat dieser Raum sicher der Materialauswahl zu verdanken. Der Parkettboden in Bernsteineiche, die Holzsparren an der Decke und die Tür in kanadischem Ahorn tragen wesentlich zum natürlichen Charakter des Zimmers bei.

Klingt doch nach einem astreinen wohnplattformtauglichen Interior-DesignProjekt, oder nicht? Fast! Denn wie so vieles im Leben hat auch diese Sache einen Haken. Wenn auch mein Herz beim Anblick des Ergebnisses regelrechte Luftsprünge machte – denn ich bin eine echt leidenschaftliche Wohnraumgestalterin –, musste ich schon bald feststellen: Es kommt alles anders. Und wer Kinder hat, kennt das vielleicht. Der Kleine zieht es mittlerweile vor, doch im großen kuscheligen Bett von Mama und Papa zu nächtigen, während die Große des Nächtens lautstark protestiert, denn alleine schlafen geht gar nicht. Also komme ich nun in den Genuss, die Nächte im Kinderzimmer zu verbringen, oben bei ihr, wo es auch kuschelig ist. Kuschelig eng, versteht sich. So schnell geht die eingangs hochgepriesene Geschwisterbindung flöten … Dass hoch über dem Bett meiner Tochter ein überdimensionales aufblasbares Einhorn thront, ist nur eine weitere von den Kindern herbeigeführte Veränderung und war so in meinem Designplan auch nicht vorgesehen. Denn es ist blau, knallblau. Und passt sowas von überhaupt nicht in mein sorgfältig ausgewähltes Farbkonzept. Apropos, das habe ich auch gelernt: Farbkonzepte sind Kindern so was von egal. Bei meinem nächsten Wohnprojekt werde ich das wohl berücksichtigen müssen: ein Gartenhäuschen à la Pippis Villa Kunterbunt.

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Leben und wir

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Leben und wir

Schwierige Themen – kinderleicht gemacht. Oder so leicht wie möglich. Diesmal in der Tipi-Serie: ein Einbrecher war im Zuhause. Wie das Kinder und Familie am besten gemeinsam verarbeiten, erklärt uns Psychologin Jasmin Mandler. von markus höller Zu Hause wurde eingebrochen – wie vermittelt man das den Kindern? Jasmin Mandler: Sind die Spuren eines Einbruchs für ein Kind sichtbar oder war die Familie während des Einbruchs anwesend, ist es unerlässlich, mit dem Kind darüber zu sprechen. Prinzipiell gilt, dass die Reaktion der Kinder auch wesentlich von der Reaktion der Eltern auf das Ereignis abhängt. Haben Eltern nach dem Einbruch zeitnah einen „Fahrplan“, wissen, was zu tun ist und gelingt es ihnen weiters, wieder Sicherheit und Stabilität zu vermitteln, gelangen Kinder rascher wieder zu einer inneren Sicherheit. Geraten Eltern deutlich aus dem Konzept und reagieren selbst mit massiver Verunsicherung, Verzweiflung und Angst, verunsichert dies Kinder mitunter am meisten, da sie ihre Eltern nicht mehr als schutz- und sicherheitsgebenden „Hafen“ erleben. Kinder benötigen in dieser Zeit von ihrem Umfeld viel Verständnis, Vorhersehbarkeit und gewohnte Abläufe, möglichst wenig (gravierende) Veränderungen. Es ist wichtig, wieder Normalität in die Familie einkehren zu lassen und gewohnte Abläufe und Rituale weiterzuführen. Eltern sollten in dieser Zeit sorgsam auf die Ängste und Sorgen der Kinder reagieren, diese aufgreifen und auf ihre Fragen altersgerechte Antworten finden. Fühlen sich Eltern und Kinder mehrere Monate nach dem Ereignis immer noch deutlich ängstlich, verunsichert und irritiert, schrecken beispielsweise bei jedem Geräusch in der Wohnung hoch, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein.

rungen, wie beispielsweise, dass manche Menschen böse Dinge tun, um etwas zu bekommen, können zumeist gut verstanden werden. Wichtig ist es, dem Kind zu vermitteln, dass der Einbruch vorbei ist, sich (höchstwahrscheinlich) nicht so rasch wiederholen wird und die Gefahr somit beendet ist. Bei besonders verunsicherten Kindern kann es sinnvoll sein, über zusätzlich angeschaffte Schutzvorkehrungen zu sprechen. Ab dem späteren Volksschulalter entwickeln Kinder immer differenziertere moralische Vorstellungen und sind in der Lage, komplexere Zusammenhänge wie beispielsweise Beweggründe für einen Einbruch zu verstehen. Soll man das Kind an eventuell nötigen Aufräumarbeiten und den Ermittlungen teilhaben lassen? Ab dem mittleren Volksschulalter kann es Kindern helfen, wenn sie ihre Eltern z.B. durch Schildern ihrer Wahrnehmungen oder kleine Aufräumarbeiten unterstützen können. So erleben sie sich als selbstwirksam, wertvoll und unterstützend. Während man Kindern im Kindergartenalter mit einfachen

© Privat

Einbrecher

Interview

Mag.a Jasmin Mandler ist Klinische und Gesundheitspsychologin sowie Kinder- und Jugendpsychologin in Wien und leitet gemeinsam mit Mag.a Maria Beham die psychologische Praxis „die Entwicklungshelferinnen“. Sonnbergplatz 7/19, 1190 Wien

Worten die Vorkommnisse erklären sollte, kann eine Einbindung in Aufräumarbeiten, Ermittlungen etc. noch überfordernd sein. In diesem Alter ist es besonders wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass es in Sicherheit ist und sich nicht zu fürchten braucht. Wie geht man damit um, wenn dem Kind persönlich wichtige Gegenstände zerstört oder entwendet wurden? Wurden persönliche Gegenstände des Kindes entwendet oder zerstört, ist es wichtig, dies gemeinsam mit dem Kind zu „betrauern“. Spielzeuge, Plüschtiere und Ähnliches haben gerade für jüngere Kinder oft eine große emotionale Bedeutung, und deren Verlust kann nur schwer verkraftet werden. Es ist wichtig, die Trauer des Kindes um den Verlust bzw. die Zerstörung seiner ihm wichtigen Gegenstände ernst zu nehmen. Gemeinsam mit dem Kind kann man überlegen, was helfen würde, damit es sich wieder besser fühlen kann. © Julia Marschat – vielen herzlichen Dank!

Wie sag ich’s meinem Kind:

Ab welchem Alter begreifen Kinder den Begriff Einbruch bzw. ein kriminelles Vergehen als solches? Wie differenziert soll man Kindern die Beweggründe eines Einbrechers erläutern? Aus entwicklungspsychologischer Sicht zeigt sich, dass Kinder ab dem vierten Lebensjahr beginnen, zwischen „gut“ und „böse“ zu unterscheiden. In ihren Rollenspielen kommen Drachen, Räuber, Piraten, Polizisten und Ritter vor. Einfache Erklä24 | f rü h l i ng 2018

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Leben und wir

Die Geschichte einer Kindheit

Interview

Thomas Maurer Er ist in Wien geboren; „so, wie es sich gehört“, merkt er ironisch an. Für Tipi plaudert Thomas Maurer aus dem Nähkästchen – und wesentlich größer als ein solches fühlte sich die kleine Wohnung unweit des Wallensteinplatzes für die fünfköpfige Familie ohnehin nicht an. von peter zirbs hat es natürlich etwas anders ausgesehen: Nach der Eliminierung der ursprünglichen Bevölkerung war der Bezirk sehr durchmischt mit Arbeitern und kleinen Angestellten, mit deren Kindern ich in die Schule in der Staudingergasse gegangen bin. Damals war das meine Volks- und Hauptschule. Ich habe noch zwei jüngere Geschwister. Hast du noch irgendeinen Bezug zu deiner alten Schule? Unlängst erfuhr ich aus dem Radio, dass sie mittlerweile als Brennpunktschule mit 30 verschiedenen Nationalitäten und einem offensichtlich ziemlich großartigen Lehrkörper gilt. Damals war das meine Volks- und Hauptschule. Im Gegensatz zu heute ist man ja relativ bald alleine in die Schule gegangen. Es war also eher unüblich, dass die Mamas oder Papas dich in die Schule gebracht oder abgeholt haben. An der Kreuzung dort stand noch eine Politesse, die mich immer ein bisschen an die Dame am PEZ-Automaten erinnert hat. Meine Mutter ist nach meinem Schuleintritt bald wieder arbeiten gegangen, also hat man sich mit seinen Freunden im Park getroffen: Der Augarten zum Spielen war vor der Haustür.

Thomas, was sind deine frühesten Erinnerungen an deine Kindheit? Wo bist du aufgewachsen? Thomas Maurer: Meine erste Erinnerung sind vage Bilder von Fauteuils aus den 50er-Jahren, die dann später nicht mehr da waren. Ich bin in der Brigittenau aufgewachsen, aber im sogenannten „besseren

Teil“ – das war, wie ich allerdings erst später erfahren habe, der ehemalige gehobene jüdische Teil um den Wallensteinplatz. Dort war praktisch jede Wohnung gewaltsam geräumt, doch davon wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nichts. Drumherum waren also eher gediegene Gründerzeitbauten; ein paar hundert Meter weiter in der Brigittenau

Noch einmal zurück zur Wohnung: Wie dürfen wir uns eure Wohnsituation vorstellen? Unsere Wohnung war winzig; mein Vater hat sich später dann ganz klassisch den Traum vom Häuslbauen erfüllt. Dafür hat er unvorstellbare Mengen an Überstunden gemacht und jedes Wochenende am Haus gebaut. Er hat dabei jedes Trum selber in der Hand gehabt. Die Wohnung jedenfalls war maximal heiße 50 Quadratmeter groß, und wir haben dort zu fünft gewohnt. Es ist allerdings niemandem etwas komisch vorgekommen – es war halt einfach so. Bei den anderen war es ja auch nicht viel anders. Wir hatten zu dritt ein Kinderzimmer, und vorne hat es noch einen zweiten Raum gegeben und eine Küche. Das Häusl

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Leben und wir

einen anderen geistigen Entwicklungsweg genommen hätte. Lesen hat natürlich auch etwas Eskapistisches an sich, das gilt auch heute noch für mich. Es ist eine Frage der Kulturtechniken: Ich kann eigentlich besser lesen als fernschauen. Beim Fernschauen habe ich immer das Gefühl, ich müsse nebenher noch etwas anderes tun. Wie ging’s ausbildungstechnisch weiter? Nach vier Jahren Hauptschule begann für mich ein Jahr lang eine ziellose Odyssee, in deren Rahmen ich auf der HAK gelandet bin. Mit ist bis heute nicht ganz klar, warum ich das gemacht habe – wahrscheinlich, weil irgendjemand aus meiner Klasse auch dort hingegangen ist. Der Besuch weiterführender Schulen hatte in unserer Familie keine Tradition. Jedenfalls probierte ich ein Jahr die HAK; wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir 14 oder 15 Gegenstände, von denen ich in 11 notentechnisch gefährdet war. Im Endeffekt bin ich mit neun Fetzen heimgegangen – aber ich habe auf der HAK sehr gut Zehn-Finger-Maschinschreiben gelernt. Das ist bis heute sehr nützlich.

Und nach dem Jahr auf der HAK? Anschließend bin ich aufs Gymnasium in der Hegelgasse gegangen, bin dort allerdings bereits im ersten Jahr einem Disziplinarpogrom zum Opfer gefallen. Im zweiten Jahr hatte ich Bildnerische Erziehung als Hauptgegenstand; das war dort ein Schulversuch. Das wäre eigentlich super gewesen, leider bin ich in den beiden Gegenständen, wo ich mit den Lehrkräften am schlechtesten zurechtgekommen bin, noch einmal durchgefallen – ja, und das war es dann mit meiner schulischen Karriere. Ich habe aber dann mit Zeichnen mein erstes Geld verdient, indem ich Illustrationen gemacht habe. Mit 15 habe ich in der Wunderwelt Comics gezeichnet! Allerdings nur drei Ausgaben lang, weil ich immer zu spät abgegeben hab. Bist du noch immer so ein begnadeter Prokrastinierer? Mittlerweile reiße ich mich zusammen, ich bin gar kein Last-Minute-Typ mehr. Dazu ist es mir bei meinen Programmen zu wichtig,

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Wie bist du zum Lesen gekommen? War das in der Familie so verbreitet? Mein Interesse am Lesen hat sich praktisch von selbst eingestellt: Da ich das Glück hatte, im Roten Wien aufzuwachsen, ging ich einfach in die Leihbücherei – da gab’s genug Lesestoff. Wenn man bedenkt, dass es bis heute in Klagenfurt keine Leihbücherei gibt, kann man annehmen, dass ich wohl

Oben: Klassischer Extremsport der frühen 70er-Jahre – Schifahren im Augarten! Rechtes Bild: Der junge Thomas Maurer mit dem mittlerweile ebenfalls ausgewachsenen OrangUtan-Weibchen Sonja.

© www.lukasbeck.

Welche Art Schüler warst du denn? Thomas, der Musterschüler? Was meine Hauptschulzeit anbelangt: Ich würde heute wohl als nicht schulkompatibel gelten. Ich war zwar an vielem interessiert und konnte schon lesen und schreiben, bevor ich in die Schule kam, aber das hat mir nicht allzu viel genützt. Das ist dann auch so geblieben. In der Hauptschule war es aber ganz okay, ich hatte eine sehr gute Klassenvorständin. Aber in der Volksschule habe ich eine ernsthaft schwer geistes- und persönlichkeitsgestörte Religionslehrerin gehabt, die man heute vermutlich nicht mehr auf die Menschheit loslassen würde. Im Nachhinein gesehen, hätte mir durchaus auch der damals noch existierende B-Zug blühen können, doch das ist zum Glück ausgeblieben. Dass ich eine gute Klassenvorständin gehabt habe, war tatsächlich wichtig. Ich konnte sehr gut zeichnen und habe sehr viel gelesen, das ist schon auch ein bisschen gefördert worden.

com (1), Privat (2)

war am Gang. Ein Bad wurde erst später eingebaut, nämlich ziemlich genau zu der Zeit, als auch Edmund Sackbauer in der TVSerie sich ein Bad in der Küche eingebaut hat. Da hat sich mein Vater wahrscheinlich inspirieren lassen.

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Leben und wir

Was war dann dein Plan nach der Hegelgasse? Als dann klar war, dass es mit der Matura nichts mehr wird, habe ich Buchhändler gelernt. Die Buchhandlung gibt es aber nicht mehr, der Eigentümer Herr Kernstock war Hauptverbandsleiter und hat mittlerweile die Freimaurerbuchhandlung in der Rauhensteingasse. Jetzt musst du uns aber schon noch verraten, wie du zum Kabarett gekommen bist. Zwischen der Schule und der Lehre waren ein paar ungezügelte Monate, in denen ich mich aus einer Sauflaune heraus bei einem Nachwuchswettbewerb gemeldet habe. Das habe ich mir nie vorher überlegt; ich habe auch nie Schultheater gespielt – ich bin zufällig beim Kabarett Niedermair vorbeigekommen, war betrunken, und es brannte noch Licht. Das ist der Grund, warum ich mich dort angemeldet habe. Gab’s vorher schon Interesse an Kabarett? Als Konsument hatte es mich schon interessiert, ich hab ja auch meine QualtingerPlatten gehabt, aber ich wäre tatsächlich nicht auf die Idee gekommen, das zu machen. Draußen ist jedenfalls ein Zettel gehangen, ich bin reingegangen und hab mich beworben. Zwei, drei Wochen später wurde ich angerufen, ob ich eh komme – da hatte ich das schon irgendwie vergessen gehabt. Natürlich hab ich gesagt „ja, klar, ich bin dabei“, obwohl ich natürlich keine Ahnung hatte, was ich da mache. Ja, und wie war’s? Es war ganz furchtbar, ich hab es auch nicht gut auswendig gelernt, also bin ich nach drei Minuten ohne Text dagestanden. Ich hab die Leute ein bisserl angeflogen, und das dürfte irgendwie dann doch ganz lustig gewesen sein, denn ich wurde zum nächsten Termin ein halbes Jahr später wieder eingeladen. Da hab ich dann doch eine Nummer geschrieben vorher, und das hat dazu geführt, dass der Stangl, der damals schon so ein bisschen die graue Eminenz im Niedermair war, mich mit einem Vertrag quasi dazu gezwungen hat,

ein ganzes Programm zu schreiben. Sonst wäre es durchaus möglich gewesen, dass ich es wieder versacken hätte lassen. Warst du dann ein bisserl besser vorbereitet? Ich hab ab dem Zeitpunkt schon einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, weil ich mir gedacht habe: Das sehen ja dann Leute, also muss ich etwas machen, was mir auch gefallen würde. Da war ich parallel noch Buchhändler; mein erstes Programm hatte Premiere, da war ich gerade beim Zivildienst – ich durfte aber meine Auftrittstermine absolvieren. Es stellte sich dann für mich allerdings bald heraus, dass ich das Geld, das ich als Buchhändler bekommen hab, auch locker als Kabarettist mit dem ersten Programm verdienen kann. Du hast vorhin von den Häuslbau-Ambitionen deines Vaters erzählt. Wo steht denn dieses Haus? Das steht in einer Siedlung kurz vor Wiener Neustadt. Das ist ein ganz eigenartiges spezielles Soziotop, denn das waren alles ebenfalls Hacklerfamilien; Baugrund war billig, und besonders reizvoll war die Gegend nun auch wieder nicht. Die Grundstücke waren verhältnismäßig klein, gerade so, dass eben ein Einfamilienhaus mit ein bisschen Garten Platz hat. Im Sommer wurde ein Fußballturnier organisiert, und wir kamen immerhin auf rund sieben Mannschaften. Wie auch immer: Zwar gab es damals bei mir in der Schule bereits ein paar Türken und ein paar Jugoslawen – die Siedlung hingegen war rein autochthon proletarisch-kleinbürgerlich und heterosexuell. Zumindest offiziell. Mittlerweile ist der Prozess der Überalterung auch schon wieder Vergangenheit; es ziehen bereits wieder Jüngere und Kinder dort hin, und mittlerweile gibt es auch dort eine Vielfalt der Nationen. Wie sah dort deine Freizeitgestaltung aus? Dadurch, dass dort sehr viele Kinder herumgelaufen sind, war es durchaus abenteuerlicher, als man es heute finden würde. Es gab einen großen verwilderten Obstgarten, eine richtige Gstätten, wo wir den Kukuruz gefladert und über dem Lagerfeuer gegrillt haben. Man ist damals in der Früh los, zu Mittag zum Essen wieder heim, und dann war man wieder unterwegs bis am Abend – ohne Aufsicht. Heute eigentlich fast unvorstellbar. Ab dem 12. Lebensjahr war auch das Rad sehr wichtig; mit dem ist man dann die 30 Kilometer zum Neufelder See baden gefahren. Klar, es war manchmal auch unfassbar fad. Deshalb hat man so Tagespunkte entwickelt wie: Wir treffen uns

© www.pertramer.at

dass ich gut probe. Ich habe bemerkt, dass ich sehr viel besser bin, wenn ich mich eingehend damit beschäftige. Als ich angefangen habe, war das Timing auch eher so, dass ich rechtzeitig mit dem Schreiben fertig bin, um den Text gerade noch auswendig zu lernen. Mittlerweile schaue ich darauf, dass sich ausführliche Probenarbeit auch noch ausgeht.

THOMAS MAURER Geboren 1967 in Wien. Er bemühte sich redlich, auf der HAK und am Gymnasium Hegelgasse schulisch zu reüssieren. Trotz seiner Liebe und seinem Talent für Grafik und Illustration beschritt er diesen Weg nicht weiter, sondern begann eine Lehre zum Buchhändler. Diese währte nur kurz, denn nach seinem ersten Erfolg beim Talentwettbewerb „Sprungbrett“ 1988 im Kabarett Niedermair trat er bereits 1989 mit seinem ersten Soloprogramm Unterm Farkas hätt’s des net geben auf. Jetzt, zahlreiche Preise im In- und Ausland, mehrere TV- und Theaterproduktionen sowie 16 Programme später, ist er aktuell mit seinem Programm Zukunft auf Tour. Nächste Termine: 16.04., 11.05., 9.06., Stadtsaal Wien, www. stadtsaal.com Weitere Termine & Tickets: www.thomasmaurer.at

um beim Bankerl bei der Bushaltestelle. Einfach so, ohne Plan. Später kam dann noch das Flippern dazu: Solange es noch die analogen Flipper gab, war ich dank der erreichten Freispiele kaum vom Gerät wegzubekommen. Deine Freizeitinteressen könnte man also mit Lesen, Radfahren, Flippern und Kicken zusammenfassen? Na ja, so eine Kindheit in Brigittenau war schon eine Spur härter. Es gab folgende drei Disziplinen: Kicken, Schmähführen und Raufen. In zumindest einer dieser Disziplinen sollte man exzelliert haben – idealerweise war man ein Kombinierer dieser Fähigkeiten. Als Kicker galt ich nicht als sonderlich brillant, aber ich war bekannt als kompromissloser Vorstopper. Schmähführen konnte ich ohnehin ganz gut, und beim Raufen war ich ein unbeliebter Gegner, weil ich mich im Falle eines Angriffs so lange gewehrt habe, bis auch dem anderen irgendetwas wehgetan hat.

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HENNING BAUM

SOLOMON GORDON

UWE OCHSENKNECHT

ANNETTE FRIER

MILAN PESCHEL

CHRISTOPH MARIA HERBST

EIN FILM VON DENNIS GANSEL EINE CHRISTIAN BECKER PRODUKTION

AB 30. MÄRZ IM KINO Tipi_JimKnopf.indd 1

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Leben und wir

Wir wollen es anders machen! PROMOTION; © MAM Babyartikel (4), Grafik (1)

Wie ticken heutige Mütter und Väter? Die heimische Babyartikelmarke MAM und das Meinungsforschungsinstitut marketagent.com haben Österreichs Eltern befragt*. Ein aktuelles Stimmungsbild.

Erziehungsstil 2.0: partnerschaftlich Eine klare Mehrheit der Befragten (64 %) bevorzugt den demokratischen Erziehungsstil, bei dem Eltern und Kinder viel miteinander reden und gemeinsam nach Lösungen suchen. Der autoritäre Erziehungsstil, der durch klare Grenzen und strenge Regeln der Eltern gekennzeichnet ist, hat deutlich weniger Anhänger: Auf diesen setzen aktuell weniger als ein Drittel der Mütter und Väter in Österreich. Abgeschlagen an dritter Stelle landet der sogenannte Laisser-faire-Erziehungsstil, bei dem sich die Eltern möglichst wenig einmischen: Nur knapp jeder Zehnte orientiert sich an diesem Modell. Dass die Eltern von heute in Sachen Erziehung häufig neue Wege gehen, zeigen ihre

Antworten auf die Frage, wie sie selbst erzogen worden seien: Fast die Hälfte hat Erfahrung mit autoritärer Erziehung, nur 31 % wurden demokratisch, 22 % antiautoritär erzogen. Neue, alte Wertewelt? Passend zum partnerschaftlichen Erziehungsstil sind auch die topplatzierten Werte, zu denen die Eltern ihre Kinder erziehen möchten: An oberster Stelle stehen Selbstbewusstsein bzw. Selbstvertrauen (67 %). Konservativ sind die dahinter folgenden Eigenschaften mit Höflichkeit (65 %) und Verlässlichkeit (52 %). Interessant sind dabei die unterschiedlichen Angaben von Müttern und Vätern: Mitgefühl ist mehr als der Hälfte der Mamas, jedoch nur knapp einem Drittel der Papas wichtig. Disziplin ist im Vergleich scheinbar ein männlicher Wert: Fast die Hälfte der Väter, aber nur jede dritte Mutter halten diese Eigenschaft für erstrebenswert. Erziehungstipps aus dem Internet Wo und wie informieren sich heutige Mütter und Väter? Ärzte sind unumstritten die Nummer 1. Dahinter folgen Freunde und Bekannte, und erst auf Platz drei wird der Rat der eigenen Eltern geschätzt. Bei den Social Media-Plattformen hat ganz klar Facebook den höchsten Stellenwert. Dafür sind vor allem die Millennials, also 25–29-Jährige, affin. Bei Eltern, die das 30. Lebensjahr bereits überschritten haben, nimmt die Relevanz von Facebook und Co. in Fragen der Erziehung mit zunehmendem Alter ab. Karenz und Kinderbetreuung: Alles beim Alten? Bei den Themen Karenz und Kinderbetreuung gibt es, was die Gleichstellung von Müttern und Vätern betrifft, trotz geeigneter Karenzmodelle weiterhin Luft nach oben: 39 % der Mütter gehen zwischen zwei und 24 Monaten in Karenz, knapp ein weiteres Drittel (27 %) plant sogar eine noch längere Karenzdauer. Bei den Vätern ist die Babypause dagegen immer noch ein Minderheitenprogramm: Mehr als die Hälfte geht gar nicht in Karenz, 16 % sind immerhin zwei Monate zu Hause bzw. haben dies zumindest vor. Mehr als jeder zehnte Vater kann es sich gar nicht vorstellen, beim Kind daheim zu bleiben. Bei der Aufteilung der Elternarbeit klaffen Fremd- und Selbstbild stark auseinander: 77 % der Väter glauben, zu gleichen Teilen wie ihre Partnerin in Betreuung und Erziehung der Kinder eingebunden zu sein. Die Frauen empfinden dies anders: Nur 44 % sind der Meinung, die anfallenden Arbeiten seien ausgewogen verteilt.

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*Repräsentative Studie: 500 Mütter und Väter zwischen 20 und 45 Jahren mit mindestens einem Kind unter 3 Jahren

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Leben und wir

Urpeinlich, Papa! Mein Bac, dein Bac

Gehört ein Kinderzimmer zum Grundriss einer Wohnung oder doch nicht? Existiert diese Kammer des Schreckens nur in Hogwarts oder in einem Paralleluniversum oder ist sie real? Betreten verboten oder Teil des Haushalts? Will man sie überhaupt betreten ohne Seuchenschutzanzug oder tut man sich die Pflege des Kabäuschens tatsächlich an? Ich bin ein ordentlicher Mensch, weil ich schlicht und ergreifend zu faul bin, dauernd irgendwelche Dinge zu suchen, nicht zu wissen wo was ist, Gewand nicht zu finden ... ich hasse Unordnung. Fräulein Tochter hingegen ist Vorsitzende der Europäischen Chaosforschung und lebt nicht lineare Dynamik (ihr Zimmer) in dynamischen Systemen (meine Wohnung). Es herrscht Ordnung in ihrem Chaos, meint sie, und sie hat alles im Griff. Mit deterministischen Gleichungen hab ich nichts am Hut, mein mathematisch zu gering geschulter Geist teilt diese Meinung ergo nicht. So räume ich stur wie ein Esel jeden verfluchten Morgen ihr Zimmer auf. Um dann am Abend mit einer gewissen Faszination zu beobachten, wie der kleine Mensch es binnen weniger Sekunden bewerkstelligt, einen schönen, ordentlichen Raum in einen Kriegsschauplatz zu verwandeln. Ground Zero. Würde ich es ihr gleichtun wollen, wäre das selbst mit einem ausgetüftelten Verheerungsplan in dieser Zeit nicht zu schaffen. Die Diskussion ist täglich dieselbe, detto irgendwie fesselnd – diese Ausdauer wie von einem IronmanTriathleten. „Das ist mein Zimmer, kannst du das bitte in Ruhe lassen?“ – „Das ist

© Privat

Ein glorreicher Werbespot, der gefühlte 50 Jahre im Fernsehen lief. Wie das Bawag-Kapitalsparbuch. Tut zwar nichts zur Sache, die Diskussion ist aber eine ähnliche. von peter draxl immer noch meine Wohnung, und hier gelten meine Regeln.“ – „Mach einfach die Tür zu und lass sie zu, wenn dir der Anblick nicht gefällt.“ Nein, der Anblick gefällt mir nicht. Nie. Es sieht aus, als hätte die NSA den Laden komplett durchsucht, auf der Suche nach Kims Abschusscodes für sein atomares Spielzeug, und dabei jeden Nanomillimeter im Raum umgedreht. Jeden. Die Diskussion „Meine Wohnung, mein Zimmer, mein Chaos, meine Ordnung, dein Problem“ könnte ich auch mit einem Hydranten führen. Der hätte mehr Verständnis für meinen seelischen Schmerz. „Und außerdem ist das urpeinlich, dass du in meinen Sachen wühlst.“ Was bitte soll hier peinlich sein? Sind hier Waffen, Drogen, staatsfeindliche Propagandapapiere versteckt? Rauchwaren aus illegalen Quellen? Wohl kaum. Ihr Tagebuch? Greif ich nicht an, ich staube es nur ab. Und die Mini-BHs Körbchengröße Doppelminus-A, die kenn ich alle schon. Ah! Ein Bingo. Beim Thema Unterwäsche zieht das pubertierende Fräulein ein wenig Farbe im Gesicht auf. Das ist es also! Es ist also peinlich, dass ich die Unterwäsche sehe, anfasse, wegräume, in den Waschvollautomaten stopfe, reinige, aufhänge, zusammenfalte, wieder in den Kasten lege. „Du kannst dein Zeug auch selber waschen. Sofern du in der Lage bist, überhaupt zu erkennen, was Schmutzwäsche ist und was nicht.“ Selber waschen? Diese Aussage war scheinbar in Mandarin oder Klingonisch. Unverständnis, Entsetzen, Verwunderung, Wut in einer bunten Synchronizität in dem kleinen Gesicht einer entgeisterten bald 15-Jährigen. Die weder weiß, wie eine Waschmaschine, ein Staubsauger oder ein Geschirrspüler zu handhaben ist, noch jemals auf den Gedanken kommen würde, jene Gerätschaften irgendwann in ihrem Leben bedienen zu wollen. Selbst der Wasserkocher entbehrt nicht einer gewissen Herausforderung. „Eigentlich peinlich, dass du nicht mal weißt, wie eine Waschmaschine funktioniert.“ Zweites Bingo. Zu meiner Selbstverteidigung rattere ich wie ein Maschinengewehr Haushaltsgeräte raus, die Frau Chaosvorsitzende nicht zu bedienen weiß. Als Dank werde ich kraftvoll und bestimmt aus der NSA-Bude geschoben, und mir wird vor der Tür die Nase zugeknallt. Oder umgekehrt. Haha. Erwischt. Wer hier wohl peinlich ist. f rü h l i ng 2018 |

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Leben und wir

Von der Stadtratte zum Landei Es sind nur drei Kilometer, die meine Familie von der Stadtgrenze trennen. Aber auf diesem kurzen Abschnitt liegen Welten. Das weiß ich jetzt nach fünf Jahren Leben hier im Speckgürtel. Vor unserem Umzug war mir das nicht klar. Obwohl ich es anfangs bereut habe, hierher gezogen zu sein, will ich jetzt nicht mehr zurück. von alina rheindorf Ich bin verheiratet, habe zwei Söhne und hatte letzte Woche mein allererstes Blind Date. Eine Freundin einer Freundin ist mit ihrer Familie aus Wien in unseren Ort gezogen, und deshalb war es naheliegend, uns beide zu verkuppeln. Aus Mangel an Alternativen ist schnell klar, dass wir uns im Dorfpub treffen. Und auch das Gesprächsthema ist in unserem Fall vorprogrammiert: „How to survive“ im Speckgürtel. Hier meine Gebrauchsanweisung für Neo-Landpomeranzen:

2. Das Dorf ist ein Dorf An den Gedanken muss man sich gewöhnen. Es heißt ja die Welt ist ein Dorf. Einige meinen auch, Wien sei ein Dorf. Aber mir ist hier schnell klargeworden, dass so was nur Leute sagen, die noch nie in einem wirklichen Dorf gelebt haben. Wenn ich jetzt in der Stadt an einer überfüllten U-Bahn-Station unterwegs bin, sehne ich mich meist schon wieder nach unserem leeren Gehsteig vor dem Haus, auf dem sich nur Stop-and-go-Verkehr bildet, wenn unsere Kinder Freunde eingeladen haben.

3. Bobofreie Zone Das vegane Grünkernlaibchen und den glutenfreien Spinatmuffin sucht man hier im Bioladen vergeblich. Bioladen? Bioladen gibt es hier gar keinen. Macht nichts. Mich hat als Kind die Leberkässemmel satt gemacht, und das Superfood hat mir nicht wirklich gefehlt. Meine Kinder müssen nun eben auch ohne groß werden. Das hat nicht nur Nachteile. Man kann hier den Kindern bedenkenlos Cabanossi (von mir liebevoll Fleischrestestangerl genannt) in die Schule mitgeben. Im siebenten Wiener Gemeindebezirk steht darauf wahrscheinlich öffentlicher Elternpranger. Klar sollte man bewusst einkaufen und darauf achten, dass die Produkte fair und regional produziert werden. Aber hin und wieder kann man auch ein Auge zudrücken, finde ich. Solange genügend Obst und Gemüse am Speiseplan stehen. Böser Zucker, schlimme Laktose und verteufelte Kohlenhydrate! Unsere Kinder werden heute viel zu früh mit übertrie-

© ddraw / Freepik

1. Tausche Großstadttrubel gegen ländliche Einsamkeit Der neue Lebensmittelpunkt liegt ab sofort dezentral. Möglicherweise lässt es der Zeitplan neben Arbeit, Schule und Kindergarten nicht zu, jede Woche in die Stadt zu fahren, um alte Bekannte, Familie und Freunde zu treffen. Während die einen die neue Ruhe und Abgeschiedenheit genießen, fehlt anderen anfangs der Austausch mit befreundeten Eltern. Mit

etwas Glück ist das aber nur von kurzer Dauer. Kinder tun sich meist sehr leicht, neue Freunde zu finden. Da können wir Eltern uns ruhig ein Scheibchen abschneiden. Beim Abholen im Kindergarten oder am Spielplatz kommt man ohnehin schnell ins Gespräch. Es dauert bestimmt nicht lange, dann ist man auch ein Jeder, an einem Ort, wo jeder jeden kennt.

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Leben und wir benen Ernährungsregeln konfrontiert. Essen soll in erster Linie Spaß (und satt) machen. 4. Gespielt wird überall Es heißt ja, man weiß das Tolle erst zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat. So erging es mir mit den Spielplätzen. In dieser Hinsicht ist Wien das Gelobte Land, in dem ich meine postnatalen Nachmittage verbracht habe. Immer frischer Sand in der Kiste, die Spielgeräte sind meist durchdacht gestaltet und fantasievoll umgesetzt. Und das Wichtigste: Es spielen dort eine Menge Kinder, während die Eltern auf einer Parkbank sitzen und plaudern. Am Land verirren sich höchstens ein paar Jugendliche dorthin, um heimlich eine Zigarette an dem Ort zu rauchen, wo Mama sie eben nicht mehr vermutet. Die unter Zehnjährigen spielen im eigenen Garten oder noch besser im Wald. Apropos: Was den angeht, kann wiederum Wien nicht mithalten. 5. Keine Qual bei der Schulwahl Warum? Ganz einfach: Wo weniger Leute wohnen, gibt es auch weniger Schulen und Kindergärten. Die große Auswahl gibt es nicht, denn es fällt meistens schon Privat, Waldorf und Montessori weg. Fluch, aber auch irgendwie Segen zugleich. Denn im besten Fall bedeutet es auch Stabilität und dass die Kinder, mit denen sie maturieren, auch schon ihre Sandkastenbuddys waren und vielleicht sogar Freunde fürs Leben bleiben.

6. Alles ist einfach Viel gibt es von allem nicht am Land. Wenn die Infrastruktur gut ausgebaut ist, gibt es eine Post, eine Trafik, einen Buchladen, einen Gemischtwarenhändler und eine Apotheke. Alles, was der Mensch so braucht, aber nicht immer das, was er gerne hätte. Hast du Lust auf frisches Sushi? Vergiss es! Kinoabend? Nicht hier! Einen Spezialisten für das Spezielle? Den sucht man hier garantiert vergeblich. Aber das macht auch nichts, denn wozu gibt es Bus und Bahn? Gut, die Intervalle könnten etwas verkürzt werden. Aber dann denke ich daran zurück, wie oft ich in meiner Jugend in der Stadt vergeblich auf die Straßenbahn gewartet habe, weil ein Falschparker die Schienen verstellt hat. 7. Mehr vom Gleichen Der Speckgürtel wird immer dicker. Damit ist nicht die deftige Hausmannskost am Land gemeint, sondern bevölkerungsmäßig legt das Wiener Umland ordentlich zu. Doch wer tummelt sich hier? Die kulturelle und soziale Vielfalt bestimmt nicht. Sondern die Mittelschicht oder etwas überspitzt formuliert: die Es-geht-mir-gut-Fraktion. Das Problem dabei: Vorstadtkinder wachsen möglicherweise mit einem leicht verzerrten Weltbild auf. Sie leben oft in Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften. Ihre Eltern haben sichere Jobs und führen ein finanziell eher sorgenfreies Leben. Ihre Kinder wachsen behütet auf und gelten in der echten Welt möglicherweise als ein wenig verhätschelt. Das ist nicht unbedingt

nur etwas Schlechtes, denn Kind sein allein ist ohnehin oft schon hart genug. 8. Nichts hält ewig – oder doch? Bevor wir den großen Schritt gewagt haben, aufs Land zu ziehen, habe ich mich umgehört bei Leuten, die der Stadt schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt haben. Wie es ihnen mit der Entscheidung geht und ob sie es je bereut haben. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Das hat sich allerdings nach unserem Umzug geändert. Zwei von den befragten Personen wohnen mittlerweile wieder in der Stadt und sind doch lieber dort glücklich. Auch ich werde mir vorbehalten, in vielen, vielen Jahren eventuell wieder zurück in die Stadt zu ziehen und sie mit all ihren Vorteilen und überfüllten U-BahnStationen zu genießen. Man weiß ja nie. Mein Blind Date jedenfalls ist davon überzeugt, den Schritt, aufs Land zu ziehen, nicht zu bereuen. Die Umstellung von Stadtratte zu Landei fällt manchen etwas schwer, andere fühlen sich sofort zu Hause. Aber eine Warnung zum Abschluss habe ich noch an alle Bald-Landeier: Die Metamorphose von Stadtratte zu Landei geschieht schleichend, aber irgendwann ist sie passiert: Du trägst im Garten plötzlich Crocs, weil sie halt doch sehr praktisch sind. Du streichst dir das Datum vom Feuerwehrfest rot im Kalender an, und deine Kinder bestaunen beim Sonntagsausflug in die Stadt die dreistöckigen „Hochhäuser“.

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Leben und wir

Die liebe Ordnung

Interview

Das Aufräumen ist oft ein leidiges Thema zwischen Eltern und ihrem Nachwuchs. Im Tipi-Interview erzählen Psychologin Mag. Martina Rammer-Gmeiner, warum das „kreative Chaos“ wichtig ist und Ordnungscoach Katrin Miseré, warum ein „nicht enden wollendes Chaos“ meist mit einem Überfluss an Dingen zusammenhängt. von eva maria wagner gewissen Regeln kann das gut klappen. Die Kinder können auch in leichte Haushaltstätigkeiten mit einbezogen werden. So lernen sie, dass etwa gemeinsames Putzen auch lustvoll sein kann und vor allem, dass auch sie einen wichtigen Beitrag zum Zusammenleben leisten können.

„Den eigenen Ordnungsanspruch hinterfragen“ Brauchen Kinder Ordnung? Martina Rammer-Gmeiner: Ja, aber ihre ganz eigene! Genauso wie die Eltern haben auch Kinder ihren eigenen Ordnungsbegriff, der je nach Typ unterschiedlich ist. Deshalb sollten für eine Beschäftigung mit dem Thema immer auch die Erwachsenen ihren Ordnungsanspruch hinterfragen. Was ist mein individuelles Putz- und Aufräumbedürfnis? Was ist mein persönlicher, vielleicht sogar übersteigerter, Anspruch an Ordnung im Zuhause? Wenn nun beim Spielen das „kreative Chaos“ ausbricht? Ein gewisses Maß an „kreativem Chaos“ halte ich für wichtig. Denn was die Eltern meist schnell stört, ist in der Welt des Kindes vielleicht gerade eine neue, im Spiel geschaffene, Welt – sozusagen ihr eigenes „Ordnungssystem“. Würde man dies sofort zusammenräumen oder als Unordnung bezeichnen, würde man das falsche Signal an die Kinder senden. Besser ist es, gemeinsam zu beschließen, wie lange die Kunstwerke, Bausteine etc. stehen bleiben und wann sie wieder weggeräumt werden.

Und wenn dann zusammengeräumt werden soll? Dann können schon ganz kleine Kinder mit einbezogen werden, indem man gemeinsam die Spiele wieder einräumt und die Kinder Schritt für Schritt anleitet. Je größer sie werden, desto selbstständiger können sie das erledigen. Dann sollte man ihnen auch nicht mehr zu viel abnehmen oder gar für die Kinder aufräumen. Mit

Mag. Martina Rammer-

Gmeiner

ist Psychologin und Erz iehungsberaterin sowie Mutter von drei Söhnen. www.martinarammer -gmeiner.at

Sollte man Kinder für das Aufräumen belohnen? Die Belohnung für das Aufräumen ist ja sozusagen der aufgeräumte Zustand selbst. Wenn wir den Kindern beispielsweise sagen: „Schau, jetzt haben wir wieder Platz für etwas Neues!“ oder wenn der ordentliche Zustand der Wohnung oder des Kinderzimmers gemeinsam genossen werden kann – mit einer Tasse Kakao, einer Geschichte oder etwas anderem. So wird das Kind lernen, das Thema Aufräumen positiv zu besetzen und nicht als etwas Mühsames zu begreifen. Was raten Sie Familien, in denen das Thema Ordnung ständig für Konflikte sorgt? Eltern sollten beachten, dass vor allem kleine Kinder noch sehr im Augenblick leben. Hier würde ich vor allem zu Entspannung raten. Bei größeren Kindern sind gewisse Regeln sinnvoll, die zum Familientyp und dem Typ des Kindes passen müssen. Wenn die Unordnung zum Beispiel die Organisation der Schulsachen betrifft, kann man dem Kind helfen, sinnvolle Strategien zu lernen, um den Überblick besser zu bewahren. Generell rate ich aber zur Vorsicht: Eine zu starre Ordnungskultur kann auch viel Schaden anrichten und dazu führen, dass Kinder einem sehr starken Leistungsdruck unterliegen. Deshalb wieder: Eigene Grenzen hinterfragen und vielleicht sogar ein bisschen ausweiten. Man könnte zum Beispiel die „Tage der eigenen Ordnung“ einführen. Tage, an denen dem Ordnungsanspruch der Eltern Rechnung getragen wird, aber eben auch Tage, an denen das Ordnungssystem der Kinder seinen Raum bekommt.

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Leben und wir

„Regelmäßiges Ausmisten erleichtert das Aufräumen“ Was macht eigentlich ein Ordnungscoach? Katrin Miseré: Ich helfe dort, wo es Probleme mit der Ordnung oder der Struktur gibt. Eine dauernde Unordnung hat meist mit einem „zu viel an Dingen“ zu tun. Da ist das Ausmisten der erste Schritt. Es geht darum, Entscheidungen zu treffen: Was braucht man noch und was lagert man gedankenlos? Dann gilt es, Strukturen für die Dinge zu finden, die sinnvoll sind und die man mit wenig Aufwand gut halten kann. Gerade im Leben mit Kindern sammeln sich viele Sachen an. Wie bekommt man das in den Griff ? Meiner Meinung nach sammeln sich die Sachen nicht von selbst an. Wir entscheiden, ob wir sie zu uns reinlassen oder nicht. Und auch, ob wir uns gleich darum kümmern oder später. Natürlich bringen Kinder Spielzeug, Krimskrams und Kleinigkeiten mit. Das soll auch so sein. Trotzdem ist es hin und wieder notwendig, eine Bestandsaufnahme zu machen. Man kann sich mit den Kindern gemeinsam hinsetzen und überlegen, was noch gebraucht wird und was weggegeben werden kann.

© Fotolia (2), Privat (2), Verlage (3)

Können Kinder lernen, sich von Dingen zu trennen? Mit etwas Übung lernen sie das sogar sehr gut und sind bald imstande, selbst Entscheidungen zu treffen. Ich miste zum Beispiel zweimal im Jahr mit meinen Kindern aus. Immer vor Weihnachten und vor den Geburtstagen geben wir Dinge zum Flohmarkt oder an karitative Organisationen. Damit entsteht auch wieder Platz für Neues. Die Kinder sehen die Notwendigkeit des Ausmistens und werden nach

Katrin Miseré

ist Ordnungsberaterin und Mutter von zwei Kindern. www.katrin-schafft-platz.at

ihrer Meinung gefragt. Dadurch, dass wir das regelmäßig machen, bleibt die Menge an Dingen überschaubar. Und dann ist auch das Aufräumen leichter? Ja, die Übersicht über die Dinge geht nicht verloren. Wenn außerdem jedes Ding seinen fixen Platz hat und nach dem Gebrauch wieder dort hingegeben wird, dann klappt das mit der Ordnung meist auch ganz gut. So kommt es, dass bei uns nicht im klassischen Sinne aufgeräumt wird, es also keine Großkampftage gibt. Sondern wir räumen einfach die Sachen, wenn wir mit der Tätigkeit fertig sind, wieder zurück. Das gelingt leichter, wenn man die Tätigkeit als Prozess sieht, der erst abgeschlossen ist, wenn alles wieder so ist wie vorher. Wenn ich mir zum Beispiel ein Brot schmiere, dann gehört das Wegräumen der Sachen einfach dazu. Klingt einfach, aber wie kann man das tatsächlich umsetzen? Man muss geduldig sein und sich vor Augen führen, dass man mit den Kindern für das Leben trainiert. Das Erinnern gehört dabei dazu, denn Kinder sind einfach noch impulsiv und verspielt. Ein einfacher Hinweis, ganz ohne schimpfen, reicht meist: „Der Teller steht noch am Tisch.“ Eltern von kleinen Kindern dürfen nicht vergessen, dass das Aufräumen begleitet werden muss. Ein „Räum dein Zimmer auf!“ ist für kleine Kinder viel zu unklar und kaum bewältigbar. Wichtiger sind genaue Anweisungen: „Du räumst jetzt das Playmobil wieder in die Kiste und dann bekommst du die nächste Aufgabe von mir.“

Welche Rolle spielen Eltern als Vorbilder? Eltern sollten den Kindern nicht vermitteln, dass Aufräumen und Hausarbeit mit Frust besetzt sind. Das klappt vor allem dann, wenn die Aufgaben neutral verteilt werden, wenn also jeder in der Familie mithilft und auch die Kinder mit kleinen Aufgaben, wie den Tisch decken, Geschirrspüler ausräumen etc., betraut werden. Wichtig ist, dass sich die Eltern im Klaren darüber sind, dass man mit Kindern nie so leben wird wie als Single. Kinder brauchen ihren Spielraum, und dieser muss ihnen gegeben werden. Sie sollen nicht das Gefühl haben, dass sie die Ordnung stören. Haben Sie praktische Tipps für mehr Ordnung im Kinderzimmer? Kisten sind immer eine gute Sache. Kinder wühlen einfach gerne und leeren gerne aus. Für das Lego empfiehlt sich ein großes Tuch, auf dem gespielt wird und das nachher zusammengezogen werden kann. Was sich auch bewährt, ist eine „Schatzkiste“: Da kommt alles rein, was die Kinder an Kleinkram mitbringen, gesammelte Schätze von draußen und vieles mehr. Und für andere Tipps einfach die Kinder selbst fragen: „Wie könnten wir bestimmte Plätze besser gestalten? Was ist deine Lösung, wenn wieder Platz gebraucht wird?“ Kinder sind da oft sehr kreativ und finden erstaunliche Lösungen, und gleichzeitig üben sie eine wichtige Kompetenz für das Leben ein.

BÜCHERTIPPS Nicole Weiss: Familie Ordentlich. Familienalltag entspannt im Griff, Ordnung halten, Freiräume schaffen; humboldt Verlag, € 20,60 Tipps & Tricks, die helfen, das alltägliche Haushalts-FamilienChaos zu beherrschen. Marie Kondo: Das große Magic-Cleaning-Buch; rororo, € 15,50 Die Ordnungs-Queen hilft mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen beim Aufräumen von Kleidung, Schuhen, Büchern und Co. Fräulein Ordnung: Besser aufräumen, freier leben; Christian Verlag, € 20,60 „Fräulein Ordnung“ Denise Colquhoun gibt Tipps zur Wohnungsentrümpelung und Inspirationen für ein entspannteres und befreiteres Leben.

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Leben und wir

Zu Besuch auf der Welt Für das Projekt Dollar Street besuchten Fotografen über 250 Familien aus aller Welt. In mehr als 30.000 Bildern haben sie die Lebensumstände der Menschen akribisch dokumentiert. Ein paar davon sind hier zu sehen ...

Haus

Dusche

Hossain

Familie Hossain lebt in Dhaka in Bangladesch. Mohammad (35) arbeitet als Rikshafahrer, seine Frau Shathi (25) in einer Textilfabrik. Aufgrund der günstigen Miete sind sie mit ihrer 12-jährigen Tochter und ihrem einjährigen Sohn vor knapp einem Jahr hierher gezogen – da nehmen sie auch die Tausenden Moskitos in Kauf, die hier herumschwirren. Die Toilette teilen sie sich mit 20 anderen Familien. Für ihr Essen geben sie ungefähr 70 Prozent ihres Einkommens aus. Wenn genügend angespart ist, möchte sich Mohammad eine neue Riksha kaufen. Einen Fernseher gibt es schon – der liebste Besitz der Familie.

Riksha

© Luc Forsyth (4)

Bangladesch, $ 175,–

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Leben und wir

© Moa Karlberg (4)

Haus

Badezimmer

Kjelsson

Schweden, $ 2.074,–

Die Kjelssons leben in Brastad in Schweden. Johan (34) arbeitet als Store Manager, seine Frau Charlotta (28) ist Studentin und Bäckerin. Gemeinsam mit ihren Kindern Casper (7) und Filip (3) leben sie in ihrem eigenen Haus

Schlafzimmer

mit fünf Zimmern. Für Essen geben sie ungefähr 30 Prozent ihres Einkommens aus. Was übrig bleibt, sparen sie für die nächste große Anschaffung: ein neues Bett. Ihr wertvollster Besitz: die Familienfotos auf der Festplatte.

© Zoriah Miller (2)

Haus

Magolie Paul lebt mit ihren zwei Kindern James und Olive im Département Oest im Süden von Haiti. Ihr EinZimmer-Haus haben sie vor vier Jahren selbst gebaut; es hat keine Elektrizität. Die Toilette, die etwas außerhalb liegt,

teilen sie sich mit über 100 anderen Haushalten. Fast 90 Prozent ihres Einkommens gibt die 29-Jährige für Wasser und Essen aus. Trotzdem versucht sie, zu sparen, um möglichst bald das Dach ihres Hauses auszuwechseln.

Paul

Haiti, $ 40,–

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Leben und wir

Bastakoti

Nepal, $ 3.829,–

Familie Bastakoti lebt in Kathmandu in Nepal. Navendra (38) besitzt ein Reisebüro, in dem auch seine Frau Savita (27) als Managerin arbeitet. Bereits seit 10 Jahren besitzen sie dieses Haus mit fünf Zimmern; seit fünf Jahren wohnen

sie dort gemeinsam mit Sohn Susadh. Ungefähr 30 Prozent ihres Einkommens gehen für Essen drauf, ca. 10 Prozent für Wasser. Die nächste große Anschaffung soll ein Auto sein, um ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen: viel reisen.

Haus

Garten Rasierer

Küche

Toilette

© Luc Forsyth (7)

liebster Besitz

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Leben und wir Das Projekt Dollar Street gewährt Einblicke in das Leben von über 250 Familien weltweit. In jedem Haus verbringt der Fotograf einen Tag damit, bis zu 135 Objekte und Orte wie Zahnbürsten oder Toiletten zu fotografieren. Die Sammlung von bisher ca. 30.000 Fotos kann nach Themen oder nach Regionen und Ländern aufgerufen werden. www.gapminder.org/ dollar-street

Tisch mit Essen

Dusche

Toilette

Wanddekoration

Küche

© Luc Forsyth (7)

Schlaf-/Kinderzimmer

Macho

Myanmar, $ 47,–

Macho (41) lebt mit ihrem Mann Kozawmin (46) und ihren fünf Kindern im Dorf Yegyaw in Myanmar. Nachdem die Reisfelder der Familie vor Kurzem überschwemmt wurden, arbeitet Kozawmin nun auf anderen Farmen – gegen Reis als

Bezahlung. Dabei ist der letzte Schicksalsschlag gar nicht so lange her: Vor vier Jahren ist einer ihrer Söhne an einem Schlangenbiss gestorben – der Grund, weshalb sie damals für einen neuen Start hierher gezogen sind.

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Leben und wir

So wohnt Österreich Anzahl der Hauptwohnsitzwohnungen im Jahr 2016

3.864.819 Durchschnittliche Anzahl der Wohnräume

37,7 %

Wohnungseigentum

10,5 %

Gemeindewohnung

7,6 %

Genossenschaftswohnung

16,3 %

Andere Hauptmiete

17,7 %

Sonstige

10,1 %

4

99,3 m²

NÖ 115,1 m² OÖ 107,8 m²

Wien 73,7 m²

Durchschnittliche Wohnfläche pro Haushalt

Vbg. 99,7 m²

Tirol 98,6 m²

Durchschnittliche Wohnfläche pro Person

Kärnten 105,9 m²

Miete inkl. Betriebskosten

44,6 m²

Haushaltsgröße

(Hauptwohnsitzwohnungen) im 3. Quartal 2017 Pro Wohnung monatlich

€ 507,6

Einfamilienhaushalte Mehrfamilienhaushalte Einpersonenhaushalte MehrpersonenNichtfamilienhaushalte

Durchschnittliche Haushaltsgröße

2,2 Was ist bei der Immobiliensuche besonders wichtig?

Raumaufteilung Garten Terrasse/Balkon Fläche Höhere Stockwerke mit Lift Untere Stockwerke

30 % 27 % 23 % 12 % 6% 2%

59,4 % 1,6 % 37 %

Wo würden Sie am liebsten wohnen?

2%

Einfamilienhaushalte

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Bundes-/Landeshauptstadt

39 %

Bezirkshauptstadt

18 %

Am Land

43 %

48 % 24,8 % 18,7 % 8,5 %

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Burgenland 123,4 m²

Stmk. 105,1 m²

Sbg. 95,5 m²

© Drawnhy97/Freepik, Freepik

Durchschnittliche Wohnfläche

Hauseigentum

Quellen: Statistik Austria 2016/2017, Wohnnet/SReal 2017

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Mode & Pflege Freche Früchtchen

Zippen mit Stil • Schwangerschaftsstreifen

Auf die nächsten 3! Pünktlich zum dritten Geburtstag hat sich der österreichische Onlineshop Emma & Paul einen neuen Look verpasst. Das Motto aber bleibt: Stylishe Kindermode aus nachhaltigen Materialien von ausgewählten Labels, z.B. Tigershirts mit kurzen oder langen Ärmeln um je € 28,–. www.emma-und-paul.at

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Voller Durchblick Kinderaugen sind empfindlicher als die von Erwachsenen, da sich die Pigmente, die vor UV-Strahlung schützen, erst nach und nach entwickeln. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne muss daher eine Brille her. Z.B. von Izipizi: für Kinder von 1 bis 3 um € 25,–, für Kinder von 3 bis 10 um € 35,–. Erhältlich bei mina-lola.com

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Mode & Pflege

Blumen, Süßes und Essen stehen in der Hitliste der Muttertagsgeschenke ganz oben. Dabei kann auch Schmuck mal schön sein ... Im Medaillon und in den Ringen der Petite Memories-Kollektion von Pandora haben kleine Buchstaben (z.B. für die Namen der Kinder) und Symbole Platz. Kette mit Medaillon um € 179,–, Ringe ab € 69,–, Petite Elements ab € 10,–. www.pandora.net

Mehr davon!

Die etwas andere Interpretation des auf sämtlichen Social-Media-Kanälen omnipräsenten Gucci-Shirts ... Das Label Womom (aus Woman und Mom) bringt witzige, vom Mamileben inspirierte Designs auf fair hergestelle Shirts und Sweater aus Biobaumwolle. Und die sind, bitte schön, nicht nur für Mamas, sondern für alle Frauen! Mutti-Shirt um € 55,–. www.womom.de

Einer wie keiner Mit diesem farbenfrohen Rucksack bleibt eine Verwechslung im Kindergarten garantiert ausgeschlossen – denn er ist selbst gemacht. Ja, wirklich! Auf der Seite der Initiative Handarbeit wird gezeigt, wie aus Stoff, Ösen, Druckknöpfen, Gürtelschnallen und Schnappschloss ein neuer ständiger Begleiter für den Nachwuchs entsteht. Diese und weitere Anleitungen für Groß und Klein unter initiative-handarbeit.de

© National Geographic

fünf Mal täglich musste Familie Huber ihr Internet-Modem neu starten. „Der Neustart dauerte jedes Mal 2 bis 3 Minuten“, sagt Gerhard. Vor allem abends und am Wochenende brach die Bandbreite meist ein. Gerade aber dann hat die Familie Zeit, zu streamen oder online zu spielen. „Es macht keinen Spaß, wenn alle zwei Minuten der Stream pausiert oder das Spiel abbricht.“

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Kleine Erinnerungen

Auch mit ihrem TV-Erlebnis war Familie Huber nicht zufrieden. „Wir hatten früher ein Paket mit Internet und TV, aber da mussten wir immer die Entscheidung treffen: TV oder Internet. Dann haben wir Satelliten-TV ausprobiert, aber das ist zu oft ausgefallen, wenn es mal stärker bewölkt war oder gar gewittert hat.“ Da kam der Tipp von Freunden, sich doch die Pakete von UPC anzusehen, gerade recht. Familie Huber entschied sich für ein Paket mit TV und Internet und ist seitdem begeistert.

Volles Haus? Volle Power! „Das Internet ist schon wieder ausgefallen!“, ruft der Sohn aus seinem Zimmer. Kein Wunder: Wenn alle Familienmitglieder gleichzeitig im Internet sind, stößt die Internetleitung schnell mal an ihre Grenzen ... Promotion

Papa streamt Musik, Thomas spielt online, Katharina recherchiert für ein Referat, und Mama sieht sich eine Serie aus dem Internet an. Und zack – ist das Internet schon wieder weg. Das Einzige, was kurzfristig hilft, ist, das Modem neu zu starten. Bis zu

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„Wir können alle unabhängig voneinander im Internet sein und fernsehen – sogar online! Außerdem ist jetzt auch das WLAN-Signal viel besser und reicht für jedes Zimmer.“ Familie Huber hat nun eines der modernsten Modems zu Hause, die UPC Connect Box. Sie steht für Stabilität und WLANReichweite. Die Stabilität merken die Hubers vor allem beim Streamen: Das ist nun auch am Wochenende oder abends kein Problem. Der Internetanschluss hat immer genug Bandbreite zum Streamen, Gamen oder Musik Hören – ohne Qualitätsverlust. „Besonders erstaunt waren wir aber über das Fernseherlebnis von UPC. Wir wussten gar nicht, was sich hier in den letzten Jahren alles getan hat“, ist Elisabeth begeistert. Sie nutzt vor allem die Möglichkeit, auch unterwegs fernzusehen. „Und mit Kindern ist die Pause-Funktion superpraktisch.“ Die Kinder wiederum mögen die Replay-Funktion: „So verpassen wir auch an Tagen mit viel Hausaufgaben unsere Lieblingssendung nicht, weil wir sie uns einfach bis zu 7 Tage später ansehen können.“

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Mode & Pflege

Zippen mit Stil Stillen in Style – getreu diesem Motto designen Nici Pederzolli-Rottmann und Marisa Zanon schicke, funktionale Kleidung für stillende Mütter. Mit ihrem Label zippidoo – apparel for her machen die Tiroler Schwestern Stillmode „fashionable“. von inez ardelt

Von stillenden Müttern entwickelt. Dieses Gütesiegel ist unschlagbar, wenn es darum geht, jungen Mamas etwas zu verkaufen. Denn sie gehören mitunter zur kritischsten Konsumentinnen-Gruppe, die man sich vorstellen kann. Das wissen Nici Pederzolli-Rottmann und ihre Schwester Marisa Zanon. „Wir haben unser Modelabel ja auch aus einer realen Situation heraus entwickelt“, erzählt Pederzolli-Rottmann vom Start als „Mompreneur“. Als stillende Mama praktisch und gleichzeitig lässig angezogen sein, ist die Devise der fashion-, sport- und reisebegeisterten Gründerinnen von zippidoo. „Ich hatte damals bereits meine ersten zwei Kinder und Marisa gerade ihren ersten Sohn geboren. Nachdem wir beide Kaiserschnitt-Entbindungen gehabt haben und keine normalen Jeans tragen konnten, weil die zu unbequem waren, haben wir gerne Kleider angezogen.“ Wer schon einmal ein Kind gestillt hat, weiß jedoch, dass Kleider – so sie nicht geknöpft sind – völlig ungeeignet sind in diesem Stadium der Elternschaft, in dem es mitunter mal sehr schnell gehen muss, wenn der Nachwuchs die Hunger-Sirene einschaltet.

„Wir Mütter von heute stillen unsere Babys immer dann, wenn sie danach verlangen. Im privaten Umfeld genauso wie in der Öffentlichkeit: in Parks, im Bus, beim Arzt oder auch mal im Café“, wissen die Designerinnen und freuen sich, innovative und modische Stillbekleidung anbieten zu können, die Müttern und Babys das Stillen erleichtert. Wie alles begann In Ermangelung funktioneller und modischer Kleidung während ihrer Stillzeit wurden die beiden Schwestern kreativ und gründeten 2014 ihr eigenes Label. Die wertvolle Selbsterfahrung fließt in die Arbeit Mit neuen, bedruckten Stoffen präsentiert sich die Frühlings-Stillmode. Kleid „zipp’flora“ um € 74,90.

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des unternehmungsfreudigen Duos ein. Der Clou der Stillkleider ist der namengebende Zipper. Ein Reißverschluss, der mit einem Handgriff von links oder von rechts zu öffnen ist und dezentes, bedecktes Stillen erlaubt. Immer und überall. „Eines Tages kam Marisa mit einem gestreiften Kleid daher, das auf Höhe der Brust einen querverlaufenden Reißverschluss hatte“, erinnert sich die ehemalige Profi-Snowboarderin Pederzolli-Rottmann an die Geburtsstunde von zippidoo. „Ich fand das so toll, dass ich sofort in Produktion damit gehen wollte.“ Derart motiviert, werkten sie zielstrebig an der Umsetzung und fanden im deutschen Grabenstätt am Chiemsee eine Firma, mit der sie gemeinsam zehn Modelle des Stillkleides entwickelten. In dem kinder- und babyfreundlichen Café in Innsbruck, in dem wir Nici und Marisa treffen, hat jede zweite Frau ein Shirt oder Kleid mit dem auffallenden Zipper und einem aufgenähten Täschchen an. „Auch das ist ein besonderes Accessoire, das wir uns extra einfallen haben lassen“, so Marisa Zanon, die gerade noch Yoga für Mütter und Babys unterrichtet hat und sich jetzt zu uns setzt. Die kleine Tasche ist nämlich nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch praktikabel, wenn frau dezent ihre Stilleinlagen – noch dazu hygienisch – zwischenlagern will. Wir hören uns unter den anwesenden zippidooTrägerinnen um und bekommen nur Po-

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Mode & Pflege

sitives zu hören: „Ich liebe das Kleid, es ist tipptopp. Außerdem das Einzige, wo ich anschließend meine Stilleinlagen nie suchen muss“, sagt Conny. „Ich bin einfach nur begeistert von der Idee und auch der Verarbeitung! Das zippidoo-Stillkleid aus Innsbruck war mit Abstand das schönste Geschenk zur Geburt“, schwärmt Anna. Zip, zip, hurra! So easy das Handling ist – einfach Verschluss leicht öffnen, Kind anlegen, fertig –, so sehr kann der Reißverschluss auch Ängste hervorrufen, sich beim Öffnen bzw. Schließen die Brust einzuzwicken. Kann das tatsächlich passieren? „Das werden wir natürlich immer wieder gefragt“, gibt Nici Pederzolli-Rottmann unumwunden zu. Anhand eines Modellkleides zeigt sie, wie sicher der Zipper ist und dass sogar ein extra Stoffstreifen direkt unterhalb des Verschlusses zusätzlich angebracht wurde, um hypothetische Unfälle zu verhindern. „Um Vorbehalte zu entkräften und unseren Kundinnen die Möglichkeit zu geben, sich unsere Produkte ganz genau anzusehen und sie haptisch zu erfahren, bieten wir das sogenannte ‚zippidoo café‘ an“, erzählt Marisa Zanon. Ähnlich wie bei TupperwarePartys bucht man zippidoo, und die Kollektion kommt zu einem nach Hause, wo in aller Ruhe probiert und getestet werden kann. Ab fünf Interessentinnen ist man dabei und bekommt als Gastgeberin auch noch allerhand „Zuckerln“, wie ein gratis Produkt und 15 Prozent vom Gesamtumsatz der Gäste als zusätzlichen zippidoo-Gutschein. Derzeit verkaufen sechs Geschäfte österreichweit die Produkte von zippidoo. 90 Prozent des Vertriebs laufen allerdings online über den Webshop von www.zippidoo.com. Die unterschiedlichen Modelle variieren in Farbe, Passform und Zippidoo-Shirts (je € 64,90) können auch als Sportshirts getragen werden.

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Schnitt und erlauben zudem vielseitige Kombis. In der neuen Kollektion gibt es diesmal zusätzlich zu Kleidern und Longshirts auch sporttaugliche T-Shirts. Daneben wird es verspielte Details mit Volants geben, die wiederum den Reißverschluss optisch ganz verschwinden lassen, sodass sich das Kleidungsstück auch nach der Stillzeit noch gut tragen lässt. Satte, kräftige Farben machen Lust auf den Frühling. Funktionell sind sie dank des beidseitig zu öffnenden Reißverschlusses quer über die Brust alle. Die nachhaltig produzierten Modelle entsprechen dem Zeitgeist und geben der modernen Frau die Möglichkeit, in der neuen Lebensphase aktiv und unabhängig zu bleiben. Natürlich nachhaltig Und natürlich wird nur Fairtrade zertifizierte Biobaumwolle verwendet. „Nachhaltigkeit ist für uns ein sehr wichtiges Thema“, so das Schwesternpaar. „Unsere GOTSzertifizierten Textilien werden aus 100 Prozent kontrolliert biologischer Baumwolle, ökologisch nachhaltig und unter idealen sozialen Bedingungen hergestellt – während der gesamten Wertschöpfungskette.“ Was sich verständlicherweise im Preis widerspiegelt, der von 59,90 bis 84,90 Euro reicht. „Mit Billig-Diskontern können wir natürlich nicht konkurrieren. Das ist uns bewusst. Aber gerade Müttern ist Qualität – so wie uns auch – ein großes Anliegen.“

Elegant mit verspielten Volants kommt das rote Kleid „zipp’carmen“ daher. Um € 84,90.

Interview

Nici Pederzolli-Rottmann (links) hat mit ihrer Schwester Marisa Zanon das Stillmodelabel zippidoo gegründet.

„Öffentliches Stillen polarisiert“ Ihr schreibt auf eurer Website „dezentes, bedecktes Stillen“ ist mit zippidoo kein Problem. Muss man sich denn als stillende Frau verstecken? Nici: Natürlich nicht! Aber Stillen in der Öffentlichkeit ist ein Thema, das – groteskerweise – polarisiert. Es gibt immer noch Fälle, wo Frauen das Kaffeehaus verlassen müssen, wenn sie das Kind anlegen. Ich sehe es so: Unsere Mode hilft Frauen, an öffentlichen Plätzen dezent anzulegen. Es geht ja auch noch um andere Faktoren. Ich habe etwa meinen Sohn bei der Taufe im Dezember gestillt. Da war ich schon froh, mich nicht in der eiskalten Kirche entblößen zu müssen. Keiner hat es gemerkt, und ich hab nicht gefroren. Warum wird Stillmode in der Fashionbranche so stiefmütterlich behandelt? Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass sich alles auf das Baby konzentriert. Mamas kaufen gerne für ihre Schätze ein, aber nicht so sehr für sich selbst. Vielleicht auch weil sie denken, das lohnt sich nicht für die kurze Dauer der Stillzeit. Manche sagen, sie kommen kaum dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu stillen. Aber man ist ja nicht nur Milchmaschine! Wer ist die klassische zippidooTrägerin? Das ist eine Frau, die rausgeht, etwas unternimmt, an Mode interessiert ist und einen Sinn für Nachhaltigkeit und Qualitätsbewusstsein hat. Und natürlich: stillt.

© Fred Einkemmer

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Mode & Pflege

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Essen und Gesundheit

Echt Fett!

Das Einmaleins der Speisefette Selbst wenn sie kalorientechnisch auf den ersten Blick abschreckend wirken: Fette sind essenzielle Bausteine, die uns in der richtigen Dosierung fit und gesund halten. von lisa strebinger Reinfett hat im Vergleich zu puren Kohlenhydraten oder Eiweißen mehr als doppelt so viele Kalorien, und zwar erstaunliche 9 kcal pro Gramm. Das mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, trotzdem sollten wir bei Weitem nicht zu sparsam damit umgehen. Immerhin müssen Kinder, Stillende und Schwangere ihren Energiebedarf zu rund 35 Prozent aus Fetten decken, Erwachsene zu 30 Prozent: Das ergibt 60 bis 80 g Fett pro Tag. Was übrigens unsere Blutfettwerte angeht, gilt Folgendes: Zu viele gesättigte Fettsäuren steigern schlechtes LDL-Cholesterin, das Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt. Einfach ungesättigte senken die fiesen LDL-Werte, und Omega3-Fettsäuren erhöhen das gefäßschützende, gute HDL-Cholesterin. (siehe Tab.)

Fett ist ein Tausendsassa „Das Fett aus unseren Lebensmitteln ist ein wichtiger Energielieferant, es schützt den Körper vor Kälte, ist für den Transport der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K verantwortlich, es dient als Polster für bewegliche Organe, wie etwa den Augapfel, und es schützt innere Organe wie die Niere oder unser Gehirn“, erklärt die niederösterreichische Ernährungswissenschaftlerin Lisa Kerschbaumer, MSc. Sie betont, dass Fette unabkömmliche Baustoffe für Zellen jeglicher Art sind und eine wichtige Rolle bei entzündungshemmenden Prozessen spielen. Nicht zu vergessen, benötigt der Körper Fette, um lebensnotwendige Hormone zu produzieren, wie Gewebshormone, die den Blutdruck regulieren, oder Sexualstoffe.

Nicht jedes Fett ist gleich gesund Aber aufgepasst: Fett ist nicht gleich Fett! So sollte höchstes Augenmerk auf die Qualität gelegt werden. Lisa Kerschbaumer: „Man unterscheidet zunächst zwischen Fetten pflanzlicher Herkunft wie Pflanzenöle, Avocados, Kerne oder Nüsse und zwischen Fetten tierischer Herkunft, z.B. Butter, Schlagobers, Eier, Fisch oder Schmalz. Ob es sich dabei um gute oder weniger gute und essenzielle Fette handelt, kann man durch diese Einteilung noch nicht feststellen. Erst die Kategorisierung in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gibt Aufschluss.“ Grundsätzlich sollte man alle drei Fettsäurearten zu sich nehmen, denn sie

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Essen und Gesundheit

Aufgepasst beim Kochen und Braten! Wenn es ums Kochen geht, spalten sich die Meinungen, welche Fette wirklich die besten sind. „Fakt ist, dass es Fette beziehungsweise Öle gibt, die eher für die Zubereitung kalter Speisen und andere, die zum Kochen und Braten geeignet sind. Wichtig ist der Rauchpunkt. Das ist jene Temperatur, bei der das Öl zu rauchen beginnt und sich dabei schädliche Stoffe bilden“, so Ernährungsexpertin Lisa Kerschbaumer. Raffinierte Raps-, Olivenoder Kokosöle sind besonders hitzestabil. Durch die Raffination wird neben der Erhöhung des Rauchpunkts die Haltbarkeit des Öles verlängert und Begleitstoffe wie Geruch, Beigeschmack oder Pigmente entfernt. Unter allen hitzebeständigen Speiseölen ist das Rapsöl zu empfehlen. „Es hat nämlich ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren, ganz im Gegensatz zum derzeit sehr beliebten Kokosöl, das vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren besteht“, so Lisa Kerschbaumer. Kaltgepresste Öle: Nicht zum Kochen! Kaltgepresste Speiseöle werden, wie der Name vermuten lässt, nur durch Pressen der Rohware gewonnen (also im Fall von Kürbiskernöl: die Pressung der Kürbiskerne). Filtrationsschritte wie Erhitzung, Entsäuerung oder Bleichen sind verboten. Die Zusatzbezeichnung „nativ“ ist ein weiteres Qualitätskriterium und zeichnet jene Öle aus, die gar nicht vorab behandelt wurden, sondern das pure Öl der Saat beinhalten. Kaltgepresste Öle sind wenig hitzebeständig und eignen sich daher nicht zum Braten und Frittieren. Eher sollten sie kurz vor dem Genuss von Speisen zugefügt werden – etwa in den Salat, als Schuss in die Suppe oder über gegartes Gemüse

geträufelt. Dafür werden Der Transport des Fettes diese Öle in der Küche Aber egal, ob man sich aufgrund ihrer einzigarein Butterbrot gönnt, tigen Geschmacksnoten einen Leinöl-Salat geliebt, denn durch das genießt oder sich mal schonende PressverfahPommes reinpfeift: ren bleiben sämtliche Jedes Nahrungsfett ist Aromen erhalten. Obwohl kaltgepresste hydrophob, also nicht Öle grundsätzlich ein besin wässrigem Milieu seres Image genießen als löslich. Damit es von ihre raffinierten Verwandunserem stark wassermer, MSc. Lisa Maria Kerschbau ten, sind sie hinsichtlich haltigen Körper verchaftlerin ist Ernährungswissens ihrer ernährungsphysiologidaut und aufgenomtet bie in Niederösterreich und schen Eigenschaften beinamen werden kann, und Ernährungsworkshops he ident zu bewerten. Zwar muss es in kleine in Kle und ß Gro für Kochkurse enthalten kaltgepresste Öle Bestandteile gespalan. www.educa.cc mehr sekundäre Pflanzenten und wasserlöslich stoffe, wie Carotinoide oder gemacht werden, Tocopherole, jedoch so weindem es sich an diverse Transportnige, dass sie in unserem Körper nicht ihre moleküle koppelt. So kann das Fett die positiven Wirkungen entfalten können. Darmwand passieren und danach über Neueste Untersuchungen zeigen Blut- und Lymphbahnen zu unterschiedjedoch, dass in vielen raffinierten Ölen, vor lichen Orten im Körper gelangen. Dann allem in jenen, die sehr günstig produziert hilft es beispielsweise bei der Hormonbilwerden oder in der industriellen Lebensdung, bei der Vitamin-Aufnahme, schützt mittelherstellung weiterverarbeitet werden, diverse Organe oder bewahrt den Körper krebserregende Glycidol-Fettsäureester zu vor Kälte. Nur wenn man zu viel Fett zu finden sind. Zuletzt ist damit Palmöl stark in sich nimmt, lagert es sich als ungesundes Verruf geraten, aber auch SonnenblumenDepotfett ab und verstopft Gefäße. öl ist häufig betroffen. „Oft werden diese „Sichtbares Fett soll deshalb immer von Glycidol-Fettsäureester in Backwaren wie der Nahrung entfernt werden, wie etwa Kuchen oder Keksen, Margarine, Aufstrider weiße Rand beim Schweinebraten. chen und vielen anderen Fertigprodukten Außerdem sollte man besonders auf nachgewiesen. Daher sollte man nur wenig Fettfallen achten. Käse, Schlagobers und davon zu sich nehmen. Problematisch wird vor allem Fertigmenüs, Chips, Schokolaes vor allem bei Kleinkindern, da sie im de, Eiscreme, Wurstwaren, Torten oder Verhältnis zu ihrer Körpergröße sehr viel Tiefkühlgemüse in Sauce weisen einen davon essen“, erklärt Lisa Kerschbaumer. sehr hohen Fettanteil auf, der oft nicht Als Koch- und Bratalternative könnte man wahrgenommen wird“, warnt Lisa Kerschdaher zum hoch erhitzbaren, natürlichen baumer. Wer jedoch bewusst genießt und Schweineschmalz greifen. Hier muss gleichzeitig Fett nicht als Feind betrachtet, einem nur bewusst sein, dass dieses viele der wird geschmacklich sowie gesundgesättigte Fettsäuren enthält. heitlich belohnt.

FETTE

LEBENSMITTEL

AUSWIRKUNG AUF DEN KÖRPER

BEDARF

Gesättigte Fette

Fleisch, Wurst, Milch, Milchprodukte, Schweineschmalz, Kokosfett, Palmkernfett

Erhöhung des LDL-Cholesterins → größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

10 % des Gesamtenergiebedarfs

Einfach ungesättigte Fette

Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Avocado, Mandeln, Pistazien

Günstige Auswirkung auf die Blutfettwerte → Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt

13 % des Gesamtenergiebedarfs

Mehrfach ungesättigte Fette → Omega-3- und Omega-6Fettsäuren → Verhältnis sollte 1:5 betragen

Omega-3-FS: Rapsöl, Leinöl, Nüsse, Avocado, fettreicher Meeresfisch, Walnussöl

Omega-3-FS: wichtig für funktionierendes Gehirn- und Nervensystem, entzündungshemmende Wirkung sowie Erhöhung des guten HDL-Cholesterins → Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt

7 % des Gesamtenergiebedarfs

Omega-6-FS: Distelöl, Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Fleisch, Milchprodukte, Eigelb

© Fotolia (1), Privat (1)

sind im Gesamten für unseren Körper von zentraler Bedeutung. Nur gemeinsam können sie uns effektiv vor Krankheiten schützen. Der Mythos „je mehr ungesättigte Fettsäuren desto besser, und gesättigte Fettsäuren sind schädlich“ stimmt also nicht. Lisa Kerschbaumer gibt ein Beispiel: „Es kommt auch immer auf das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren an. Während nämlich Omega-3-Fettsäuren ausschließlich mit positiven Funktionen in Verbindung gebracht werden können, kann ein Zuviel an Omega-6 oder ein schlechtes Verhältnis zu Omega-3 mit entzündungsfördernden Eigenschaften in Verbindung gebracht werden.“

Omega-6-FS: Senkung des schlechten LDL-Cholesterins, aber auch des guten HDL-Cholesterins, bei falschem Verhältnis zu Omega-3-FS → entzündungsfördernd!

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Essen und Gesundheit

So wie in der Schwangerschaft muss man auch in der Stillzeit auf eine ausgewogene Ernährung achten. Wie das auch ohne Fleisch gelingt, zeigen die nächsten Seiten.

ZUTATEN 2 PORTIONEN 1 Süßkartoffel. Für die Sauce: 2 EL geröstetes Sesamöl, 1 EL Olivenöl, 1 EL Senf, ½ EL Ahornsirup, 1 Prise jodiertes Salz, Pfeffer aus der Mühle, etwas Sesam, ungeschält, einige Sonnenblumenkerne, ½ kleine frische Chilischote, 1 Avocado, 80 g Tempeh, geräuchert, ¼ gelbe Paprika, 1 Karotte, 1 Handvoll Karottengrün, einige Tropfen Zitronensaft, frisch gepresst, 1 EL Hanföl Die Süßkartoffel schälen und in ½ cm dicke Scheiben schneiden. Im Dämpfsieb über kochendem Wasser 10 Minuten schonend garen, danach kalt abschrecken. Für die Sauce das Sesam- und Olivenöl mit Senf, Ahornsirup, Salz, Pfeffer, Sesam und Sonnenblumenkernen gut vermischen und die fein geschnittene Chilischote unterrühren. Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Die Avocado von der Schale befreien und mitsamt dem Kern mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden. Anschließend die Kernscheiben entfernen. Den Tempeh in Scheiben schneiden. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Avocado-, die Tempeh- und die gedämpften Süßkartoffelscheiben abwechselnd zu kleinen Türmchen aufeinanderstapeln. Die Sauce darüber verteilen und im vorgeheizten Ofen etwa 10 bis 15 Minuten goldbraun backen. Währenddessen die Paprika in sehr kleine Würfel schneiden. Von der ungeschälten, aber gründlich gewaschenen Karotte mit dem Sparschäler dünne Streifen schneiden und beiseitestellen. Die Türmchen mit gezupftem Karottengrün, den Paprikawürfelchen und Karottenstreifen dekorieren und mit einigen Tropfen Zitronensaft und Hanföl beträufeln.

Aus dem Buch Vegan Love

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© Veronika Studer, AT Verlag /www.at-verlag.ch (2)

Essen und Stillen

Avocado-Steak-Türmchen

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© Anke Schütz/ZS Verlag (1), ZS Verlag (1)

Essen und Gesundheit

Kürbispie mit Rote-Rüben-Salat ZUTATEN FÜR 1 TARTEFORM VON 28 CM (6 STÜCKE) 500 g Kürbis (z. B. Muskatkürbis), 125 g eiskalte Butter, 250 g Topfen (20 % Fett), 180 g Dinkelmehl (Type D 700), 10 g Kakaopulver, 75 g Schlagobers, 2 Eier, 100 g geriebener Emmentaler, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 kleine Rote Rübe (ca. 100 g), 50 g Postelein (Portulak), 1 EL Rapsöl, 1 EL Apfelessig, Fett für die Form, Mehl zum Ausrollen

Sarah Schocke: Veggie for Moms; ZS Verlag, € 17,50. Alltagstaugliche, vegetarische Rezepte, die (werdende) Mütter mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Für die Füllung den Kürbis halbieren, entkernen und auf einem Backblech im Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten garen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale herauslösen und abkühlen lassen. Inzwischen die Tarteform einfetten. Für den Teig die Butter in Würfel schneiden, mit der Hälfte des Topfens, Mehl und Kakao mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgeräts zu einem Teig verkneten. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis von etwa 32 cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auskleiden. Kürbisfleisch, restlichen Topfen, Sahne, Eier und Emmentaler in einem hohen Rührbecher mit dem Stabmixer glatt pürieren. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Teig verstreichen. Die Pie im Ofen auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen. Inzwischen für den Salat die Rote Rübe schälen und auf dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden. Postelein verlesen, waschen und trocken schütteln. Für das Dressing Öl, Essig, etwas Salz und Pfeffer verrühren. Postelein und Rote Rübe mit dem Dressing mischen. Die Pie aus dem Ofen nehmen, den Salat darauf verteilen oder dazu servieren. TIPP: Die Zubereitung dauert etwas länger, und man kann die Pie leider kaum kleiner backen. Macht aber nichts: Sie schmeckt warm und kalt, als Snack oder Hauptmahlzeit, mit und ohne Rohkost on top. Einmal kochen, dreimal essen – yeah!

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Zucchinicremesuppe mit Haselnüssen ZUTATEN ½ Zwiebel, ½ Knoblauchzehe, 250 g Zucchini, 3 EL Rapsöl, 1 EL weißes Mandelmus, jodiertes Salz, Pfeffer aus der Mühle, 50 g Haselnüsse, 1 EL Leinöl, ½ EL Zitronensaft, frisch gepresst Die Zwiebel und den Knoblauch grob hacken. Die Zucchini in Scheiben schneiden und zusammen mit der Zwiebel und dem Knoblauch im Rapsöl andünsten. 200 ml Wasser dazugeben, das Gemüse 10 Minuten dünsten und dann pürieren. Das Mandelmus einrühren und auf kleiner Stufe kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Haselnüsse halbieren und unter häufigem Rühren etwa 3 Minuten in einer Pfanne ohne Fett anrösten, dann kurz abkühlen lassen. Die Suppe in einem Teller anrichten und ebenfalls etwas abkühlen lassen. Die Haselnüsse in einer kleinen Schale mit dem Leinöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermischen und über die Suppe streuen. TIPP: Im Sommer schmeckt die Suppe auch kalt vorzüglich.

© Veronika Studer, AT Verlag /www.at-verlag.ch (1), AT Verlag (1)

© Anke Schütz/ZS Verlag (1)

Essen und Gesundheit

Lauren Wildbolz: Vegan Love; AT Verlag, € 29,–. Kochbuch und Ratgeber für Schwangerschaft, Stillzeit, Baby und Kleinkind. Mit Beiträgen von drei Fachärzten zur medizinischen Unbedenklichkeit.

Aus dem Buch Veggie for Moms

Müslimuffins mit Gojibeeren ZUTATEN FÜR 1 MUFFINBLECH (12 STÜCK) 1 kleiner Apfel (ca. 120 g, 30 g Kürbiskerne, 40 g Mandeln, 20 g Leinsamen, 20 g Gojibeeren, 50 g Haferflocken, 200 g Dinkelmehl (Type D 700), 80 g Zucker, 2 TL Backpulver, 200 g Topfen (20 % Fett), 2 Eier, 75 ml Rapsöl, 50 ml Apfelsaft, 12 Muffin-Papierförmchen Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Papierförmchen in die Mulden des Muffinblechs setzen. Den Apfel waschen und in grobe Stücke schneiden, dabei das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelstücke mit Kürbiskernen, Mandeln, Leinsamen und Gojibeeren im Blitzhacker fein zerkleinern. Die Haferflocken mit Mehl, Zucker und Backpulver in einer Schüssel gründlich mischen. Die Apfelmischung unterheben. In einer zweiten Schüssel Topfen, Eier, Öl und Apfelsaft mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren. Die Mehlmischung dazugeben und alles zügig mit einem Teigspatel oder Kochlöffel vermengen. Den Teig auf die Papierförmchen verteilen und im Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten goldbraun backen. Die Muffins samt Papierförmchen aus dem Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

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Interview

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Essen und Gesundheit

SaugerAkzeptanz*

Am Puls der Zeit

Die Wiener Babyartikelmarke MAM kreiert jedes Jahr einzigartige Designs für ihre Babyflaschen und Schnuller. Kollektions-Managerin Birgit Beaca-Krenn über aktuelle Trends, länderspezifische Vorlieben und die neue TIME FOR LOVE-Kollektion.

SkinSoft™ Silikon Hautähnliches Gefühl

Symmetrische Form – liegt immer perfekt in Babys Mund

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Hochwertiges Material

Gleichmäßiger Trinkfluss durch Luftventil & ventilierten Flaschenboden

Was war die Inspiration für die aktuelle MAM-Kollektion? Birgit Beaca-Krenn: Für TIME FOR LOVE zogen wir unsere Inspirationen aus dem Trend, der durch den bewussten Rückzug aus dem hektischen Alltag und der Reizüberflutung auch für Kinder charakterisiert werden kann. Innere Ruhe und soziale Geborgenheit sind hier wesentliche Elemente, ebenso wie technikfreie Zeit zu Hause, die z.B. mit Freunden oder Haustieren zum Spielen reserviert ist. Wie kann man sich das nun auf MAM-Produkten vorstellen? Die TIME FOR LOVE-Kollektion zeigt idyllische Szenen, in denen Tierbabys von größeren Artgenossen umsorgt werden – ein Design in bewusst weichen Pastellfarben. Unsere Charaktere fangen genau diese entspannte Stimmung mit viel Liebe zum Detail ein: So kuscheln Hunde und Katzen in herkömmlichen Häusern und z.B. Pinguine und Eisbären in von Iglus inspirierten Behausungen. Es wurde auch eigens ein entzückendes Kurzvideo entwickelt, das auf YouTube unter „Take some Time for Love“ die Geschichte zu den Charakteren erzählt. Inwiefern spielen internationale Trends bei der Entwicklung eine Rolle? Für MAM war von Anfang an klar: Innovative Produkte müssen sich auch im entsprechenden Look präsentieren. Daher recherchieren wir umfangreich nach kommenden Baby & Kids-Lifestyle-Trends.

Wie lange dauert es vom ersten Entwurf bis zum finalen Produkt? Was passiert alles in dieser Zeit? Generell dauert es über ein Jahr von der Trendidee bis zum fertigen Produkt. Mit viel Feingefühl wird entschieden, welcher Trend sich auch wirklich für MAM-Produkte eignet. Danach werden erste Entwürfe von Druckdesigns entwickelt, fertig ausgearbeitet, mit Konsumenten und Konsumentinnen weltweit getestet, in der Produktion zum ersten Mal angedruckt und für die Serienproduktion freigegeben. Welche Designs sind bei Eltern besonders beliebt? Gibt es hier länderspezifische Unterschiede? Als international tätiges Babyartikel-Unternehmen bietet MAM für über 40 Märkte Kollektionen an, die kulturelle Unterschiede im Design und Empfindungen von Farben berücksichtigen. Generell sind weltweit Babyprodukte in Blau und Rosa nach wie vor sehr beliebt. Wobei gerade auch das Bewusstsein für Unisex-Farben in diesem Segment immer mehr wächst. Manche Länder, wie z.B. im skandinavischen Raum, sind hier Vorreiter und bevorzugen eher eine pastellige Produktgestaltung. Wohingegen in Ländern aus dem Mittelmeerraum und Südamerika kräftige Farben mit starken Kontrasten sehr beliebt sind. Blickt man nach Asien, bedeuten z.B. in China gelbe und rote Produkte besonderen Wohlstand und viel Glück.

Warum 94 %* der Babys den einzigartigen MAM Sauger lieben: Babys lieben das Gefühl von weicher Haut. Aus diesem Grund haben wir den speziellen Skin-Soft™ Silikon Sauger entwickelt, der sich so weich anfühlt, fast wie Mamas Haut. Durch die einzigartige Form und Flexibilität des MAM Saugers erleben Babys ein Gefühl, das dem des Stillens noch näher kommt und sofort Vertrauen schafft. Erfahren Sie mehr auf www.mambaby.com *Marktforschungen mit 1.508 Babys, 2009 – 2017

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Essen und Gesundheit

Es geht auch ohne Palmöl! Palmöl ist das am meisten verwendete pflanzliche Öl der Welt. Doch seine Gewinnung hat bedrohliche Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Bio-Vorreiter Ja! Natürlich denkt an zukünftige Generationen und produziert ab sofort ausschließlich palmölfrei.

Auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt Was uns das angeht? Viel! Denn hinter dem Wunderwuzzi Palmöl steckt ein bedrohliches Geheimnis. Um Anbauflächen für Palmölplantagen zu gewinnen, werden laufend riesige Regenwaldgebiete zerstört – täglich eine Fläche so groß wie 670 Fußballfelder, vor allem in Malaysien und Indonesien. Damit verlieren viele Pflanzen- und Tierarten wie Orang-Utans ihren Lebensraum, die Landwirte ihre Lebensgrundlage. Zwangsenteignungen, schlechte Bezahlung und intransparente Produktionsprozesse stehen an der Tagesordnung.

© Ja! Natürlich (1), Markus Mauthe / Greenpeace (1)

Viele benutzen täglich Palmöl – oft ohne es zu wissen. Denn Palmöl ist Bestandteil zahlreicher Produkte. Von Nougatcreme, Keksen, Chips und Schokolade bis hin zu Shampoo, Zahnpasta und Waschmitteln steckt es in fast jedem zweiten Produkt in den heimischen Supermarktregalen. Es gilt als das billigste Pflanzenöl, aber auch seine universelle Einsetzbarkeit, Haltbarkeit und die speziellen Verarbeitungseigenschaften machen es zu einem beliebten Öl in der Lebensmittelproduktion.

Hinzu kommt ein gesundheitlicher Aspekt – einzelne Bestandteile von Palmöl stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, wie eine Greenpeace-Untersuchung letztes Jahr ergeben hat. Jetzt ist es offiziell: Ja! Natürlich hat Palmöl aus allen Rezepturen verbannt. Als Österreichs größte Bio-Marke sieht

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sich Ja! Natürlich in der Verantwortung für nachfolgende Generationen. Insgesamt zehn Jahre an Produktentwicklung waren notwendig, um Palmöl erfolgreich gegen vorwiegend heimisch produziertes Fett wie Sonnenblumenöl oder Butter sowie gegen natives Olivenöl, Sojaöl oder fair gehandelte Kakaobutter auszutauschen. Der Aufwand hat sich gelohnt!

UNSERE

Gibts bei:

#palmölfasten

janatuerlich.at 20.03.18 16:56


Essen und Gesundheit

FAKTEN UND Z AHLEN 800 Lebensmittel mit Palmöl befinden sich durchschnittlich in einem österr. Supermarkt. 22 Prozent Palmöl ist durchschnittlich in einem Schokoladeaufstrich enthalten. 62 Mio. Tonnen Palmöl werden weltweit jährlich produziert. 670 Fußballfelder Waldfläche pro Tag werden gerodet, um Platz für die Palmölproduktion zu schaffen. 17 Mio. Hektar beträgt die weltweite Palmanbaufläche. Quellen: Greenpeace, WWF, Global 2000

Die Ja! Natürlich Nougatcreme – Eine Erfolgsgeschichte Der Weg zu einer palmölfreien Nougatcreme-Rezeptur, die in Sachen Geschmack und Konsistenz mit palmölhaltigen Produkten mithalten kann, war nicht

Promotion

Waren es 2010 rund 20 Produkte aus der Ja! Natürlich-Palette, in denen Palmöl zu finden war, so waren es letztes Jahr nur mehr zwei, und ab sofort ist es kein einziges mehr. Warum der Bio-Vorreiter bei der Produktion nun ganz auf das umstrittene Öl verzichtet, erklärt Geschäftsführerin Martina Hörmer: „Lebensmittelherstellung im Einklang mit der Natur und zum Wohl von Mensch, Tier und Umwelt ist uns ein zentrales Anliegen. Die Palmölproduktion ist schlichtweg nicht mit unseren Grundsätzen hinsichtlich Ethik und Transparenz vereinbar.“

leicht. Doch der Aufwand hat sich gelohnt, wie die positive Resonanz zeigt: Viele Kundinnen und Kunden beteuern, dass die neue Rezeptur noch besser schmeckt als bekannte Produkte mit Palmöl.

Weitere Informationen unter www.janatuerlich.at und auf magazin.janatuerlich.at.

PRODUKTE SIND

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Essen und Gesundheit

© Fortepan (1), Privat (1)

Eiskönigin, Cars oder Pokemon – für Kinder geht es bei der ersten Schultasche vorwiegend um die Optik. Aus orthopädischer Sicht sollte man jedoch einiges mehr bei der Ausrüstung eines Taferlklasslers beachten. von julia fleiß

Rücken gut – alles gut „Beim Kauf der Schultasche für meine Tochter war mir wichtig, dass das Eigengewicht nicht zu groß ist. Die Bücher sind schließlich schwer genug. Außerdem hat mir bei der gewählten Schultasche die gute Polsterung für den Rücken gut gefallen“, erzählt Andrea K., deren Tochter vergangenen Herbst mit der Volksschule begonnen hat. Damit hat sie schon einmal zwei wichtige Kriterien abgedeckt: Gewicht und Tragekomfort. Für Eltern und Mediziner steht beim Kauf der ersten Schultasche neben dem passenden Design vor allem der gesunde Rücken im Mittelpunkt. Ein Großteil der Kinderorthopäden und Ratgeberseiten im Internet empfiehlt zur Vorbeugung von Fehlhaltungen im Kindesalter leichte Schultaschen, die bequem auf dem Rücken aufliegen. Vor allem auf die gleichmäßige Gewichtsverteilung kommt es an. Bei etwa vier Zentimeter breiten Schultergurten verteilt sich der Druck des Gewichts optimal. Das lässige, einseitige „um die Schulter Werfen“ eines Rucksackgurtes, wie manche Eltern es aus der eigenen Schulzeit noch kennen, ist aus orthopädischer Sicht gar nicht empfohlen. Und auch der Coolness-Faktor dieser Modeerscheinung aus den 80er- und 90er-Jahren hat sich mittlerweile relativiert. Heutzutage liegt Gesundheit im Trend, das Bewusstsein für einen gesunden Rücken ist laut Experten inzwischen merklich größer. Auf die Beratung kommt es an Die leere Schultasche sollte nicht viel mehr als ein Kilogramm auf die Waage bringen.

Beim Thema, wie viel sie gepackt wiegen darf, scheiden sich die Geister: Nach einer alten Regel sollte sie maximal 12,5 Prozent des Körpergewichts des Taferlklasslers haben. Im Gespräch mit Experten zeigt sich aber, dass auch etwas mehr nicht automatisch schädlich für die Haltung ist. Auch wenn beim täglichen Packen des Schulranzens nicht penibel Waage und Taschenrechner zum Einsatz kommen müssen – gerade bei den jüngeren Schülern sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht zu viel mit sich herumschleppen. Nicht benötigte Bücher und Hefte sollten daheim bzw. in der Schule bleiben, um unnötige Belastung zu vermeiden. Außerdem wichtig: das ausgewogene Verteilen des Gewichts in der Tasche und die individuelle Anpassung der Gurte. Denn selbst der teuerste, super gepolsterte Schulranzen kann falsch sitzen. Im Internet bestellen oder gar auf eigene Faust ohne den Nachwuchs kaufen, ist nicht ratsam. Es macht durchaus Sinn, die Schultasche mit einem dünnen T-Shirt und mit einer dicken Jacke auszuprobieren. Die Tragegurte dürfen weder im Sommer noch im Winter unangenehm sein. Ein Einkauf für mindestens vier Jahre Sparen ist bei der Erstklassler-Ausstattung des eigenen Kindes jedenfalls nicht angebracht. Ab 100 Euro aufwärts ist man bei der Anschaffung dabei. Immerhin sollte es eine Investition für mindestens vier Jahre sein. Ratsam ist, ein neutrales Muster zu wählen, denn was, wenn die Eiskönigin,

die mit sechs Jahren total „in“ ist, mit acht Jahren vom Kind verweigert wird? „In“ sind auch Schultrolleys, die seit einigen Jahren als vermeintlich schonende Alternative zu schweren Schultaschen über die Schulhöfe gezogen werden. Doch Experten wie auch Eltern wittern darin einen Flop: „Ein Schultrolley wäre für mich nicht infrage gekommen. Beim Ziehen nimmt man ja automatisch eine schiefe Haltung ein. Und beim Stiegensteigen muss das Gepäck dann doch gehoben werden“, äußert Manuela B. ihre Bedenken, die beim Kauf des ersten Ranzens für ihren Sprössling bewusst zu einer herkömmlichen Schultasche gegriffen hat. Tragen Kinder heute schwerer? Das Thema der schweren Schultaschen ist nicht neu. Das Schulgepäck ist nicht schwerer geworden, meint Expertin Dr. Renata Pospischill: „Es ist eher so, dass wir seit Jahren über dieses Thema sprechen und sich trotzdem nichts ändert.“ Generell zeigt sich aber ein höheres Bewusstsein für einen gesunden Rücken. Das ist nicht zuletzt bei der großen Auswahl an Schulausrüstung spürbar. Auf das individuelle Kind wird viel besser eingegangen. Manche Hersteller veranstalten sogar Schultaschenmessen im Frühjahr, bei denen man sich aus einer Vielzahl von Modellen auf die Suche nach dem richtigen machen kann. Ganz im Sinne der Vorbereitung auf das Osterfest – immerhin werden Schultaschen traditionell gerne vom Osterhasen gebracht.

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Was sollte beim Kauf einer Schultasche beachtet werden? Welche Merkmale sind aus orthopädischer Sicht ein Muss? Dr. Pospischill: Da jedes Kind unterschiedlich gebaut ist, müssen Schultaschen unbedingt individuell angepasst werden. Es gibt keine spezielle Empfehlung, die für jedes Kind gültig ist. Da Schulkinder im Wachstum sind, ist es wichtig, dass die Schultergurte verstellbar sind. Hüft- und Brustgurt unterstützen den Tragekomfort und sorgen für den richtigen Sitz der Tasche. Wie weiß man, dass die Schultasche richtig sitzt? Der Tornister soll oben mit den Schultern abschließen und über dem Gesäß sitzen. Auch die Breite sollte mit den Schultern des Kindes begrenzt sein. Die Schultasche muss neben der Größe des Kindes auch an die jeweilige Jahreszeit angepasst werden: Mit dicker Jacke müssen die Riemen länger sein als mit dünnem T-Shirt. Wie schwer darf die Schultasche sein? Nach alter Regel sollte eine Schultasche nicht mehr als 12,5 Prozent des Körpergewichts haben. Tatsächlich ist beim Tragen von bis zu 30 % des Körpergewichts nicht

Interview

mit orthopädischen Folgeschäden zu rechnen. Auch auf das richtige Einpacken kommt es an: Das Schwerste sollte möglichst rückennah gelagert werden, da es so am wenigsten belastend ist. Im Orthopädischen Spital Speising wurden bereits mehrere Studien zum Thema durchgeführt. Eine davon zeigte, dass 13- bis 14-jährige Schüler mit durchschnittlich bis zu 50 Prozent ihres Körpergewichts am schwersten tragen.

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Dr. Renata Pospischill ist als Oberärztin an der Abteilung für Kinderorthopädie im Orthopädischen Spital Speising auf Früherkennung, Prävention und Behandlung kinderorthopädischer Erkrankungen spezialisiert. Die Fachärztin und zweifache Mutter erklärt, worauf es bei Schultaschen ankommt. www.kinderortho.at

Welche orthopädischen Probleme beobachten Sie bei Kindern und Jugendlichen? Ist die Ursache dafür das Tragen zu schwerer Schultaschen? In der Theorie tendiert man bei zu lockeren, langen Schulterriemen zum Hohlkreuz, während bei zu straffen Gurten ein Rundrücken die Folge sein kann. Grundsätzlich ist das falsche Tragen von Schultaschen schlecht, aber Haltungsschäden, die meist

erst im jugendlichen Alter zwischen 10 und 15 Jahren auftreten, resultieren aus multifaktoriellen Einflüssen. Die nicht höhenverstellbaren Schulmöbel, auf denen die Kinder stundenlang sitzen, verursachen mehr Haltungsschäden als die schwere Schultasche, die zweimal pro Tag relativ kurze Zeit getragen wird.

Wie kann man Haltungsschäden im Kinder- und Jugendalter vorbeugen bzw. entgegenwirken? Ganz klar: mit Sport. Ich finde es wichtig, dass die Kinder nicht gleich mit Physiotherapie einen Stempel aufgedrückt bekommen, sondern dass sie mit rumpfkräftigenden Sportarten wie Klettern, Volleyball oder Schwimmen dem langen Sitzen entgegenwirken. Leider wird der Sportunterricht an Schulen tendenziell eher reduziert. Dafür gehen viele Lehrer weg vom Frontalunterricht hin zu Projekten mit mehr Bewegung im Klassenraum. Das ist ein durchaus positiver Trend!

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Kochschule

© Privat

Zutaten

Für den Teig: * 250 g Mehl Butter * 150 g weiche * 1 Ei * 2 EL Milch * 1 Prise Salz Für den Belag: * 200 g Lachs * 1 Zwiebel Bärlauch * ca. 3 Handvoll Für den Guss: fraîche * 250 g Crème * 3 Eier * 100 ml Milch r Parmesan * 50 g geriebene z, Pfeffer, Sal * nach Bedarf: tnuss ska Mu ene gerieb ten Bra zum Öl * zum Überbacken: r Emmentaler * 100 g geriebene ln * 50 g Mande

Rezept von Hanah F., Burgenland

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Kochschule

cht? Lieblingsgeri Habt ihr ein : an e tt bi zept E-Mail mit Re azin.at ag im tip @ le kochschu

Lachs-Quiche mit Bärlauch Zubereitung 1 Der Teig: Zuerst aus dem Mehl, der weichen Butter, dem Ei, der Milch und einer Prise Salz einen geschmeidigen Teig herstellen. In Folie wickeln und für mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. 2 Die Füllung: Bärlauch waschen und trockenschütteln. Den Bärlauch und die Zwiebel in feine Streifen schneiden. Den Lachs waschen, trockentupfen, gegebenenfalls von der Haut befreien und in Würfel schneiden. 3 In einer Pfanne bei mittlerer Hitze die Zwiebel in Öl andünsten. Die Hitze

etwas erhöhen, den Lachs hinzufügen und etwa 5 Minuten braten. Zum Schluss den Bärlauch dazugeben und abkühlen lassen. 4 Der Guss: Crème fraîche, Milch, Parmesan und Eier mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (nach Bedarf ) verrühren. 5 Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Kuchenform buttern und den Teig in die Form geben, dabei einen kleinen Rand hochziehen. 6 Den Teig im vorgeheizten Ofen 10 Minuten vorbacken.

7 Die Mandeln in Wasser einlegen und zum Kochen bringen. Nach ca. 2 bis 5 Minuten durch ein Sieb abgießen, kalt schwemmen, häuten und grob hacken. 8 Den Belag auf dem Teig verteilen und den Guss darübergeben. Nun mit dem Emmentaler und den Mandelsplittern bestreuen und ca. weitere 25 Minuten backen. Der Käse sollte leicht gebräunt sein. Tipp: Sollte kein Bärlauch zur Hand sein, schmeckt diese Quiche auch wunderbar mit Blattspinat und Knoblauch.

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Freie Zeit

Gewusst?

Die liebe Schwerkraft

Noch bevor Tischtennis ebenso genannt wurde, hatten seine englischen Erfinder noch eine Reihe anderer Namen für das flinke Ball-über-das-NetzSpiel parat: Pingpong, Whiff Whaff und Flim Flam. Lautmalerei at its best ... Mode von Zara, www.zara.com

Schienen, Bausteine, Kugeln und ein Hauch von Physik – das machte GraviTrax zum Weihnachtshit des letzten Jahres. Zu Recht! Die Kugelbahn aus dem Hause Ravensburger begeistert Kinder ab 8 ebenso wie Erwachsene. Mit den verschiedenen Bauteilen entstehen abwechslungsreiche Parcours, die Action-Elemente wie GaußKanone, Katapult, Looping oder Hammerschlag nutzen physikalische Grundgesetze für die Beschleunigung der Murmeln. Starter-Set um ca. € 50,–, Erweiterungssets ab ca. € 10,–. www.ravensburger.de

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Der Rock ’n’ Roll-Daddy • Basteltipp: Wandorganizer • Frohe Ostern! • Starke Stimme • Schauen, Spielen, Lesen, Hören • Radio ist ein Kinderspiel! • Film-Highlights

Spielspaß im Prater – Kolariks Kinderpartys Spielvergnügen Ende nie: Die Praterfee und das dazugehörige OutdoorFreizeitareal im grünen Prater sind der ideale Ort für einen spaßigen Nachmittag – oder die nächste Geburtstagsparty. Für Partystimmung pur sorgen dekorierter Tisch, Verpflegung, Geburtstagstorte und Geburtstagskrone sowie das Austoben auf den Luftburgen, Trampolinen und mit der Kinderautobahn. Damit die Feier noch unvergesslicher wird, gibt’s auch Kinderschminken und Ponyreiten auf der Hauptallee. www.kolarik.at/kinderparty

Großer Helfer Bei Reparatur- und Wartungsarbeiten an Straßen, Gehsteigen und Parkanlagen ist der MB Sprinter aufgrund seiner Größe und Variabilität ein unverzichtbarer Helfer in vielen Gemeinden. Das Fahrzeug ist neu im Bruder-Sortiment und kommt im bekannten Maßstab 1:16 in die Kinderzimmer. Es besitzt eine kippbare Ladepritsche, Bordwände zum Öffnen, ansteckbare Auffahrrampen zum Transport kleiner Fahrzeuge. Damit der Spielspaß gleich losgehen kann, ist der Bruder-Bauarbeiter samt Schubkarre, Werkzeug, Schildern und Pylonen zur Stelle. Für bessere Sichtbarkeit ist der Sprinter mit einem Light & Sound-Modul ausgestattet – neben drei Sire-

nenlauten kann damit auch das Motorgeräusch des Fahrzeugs erzeugt werden. Somit steht der nächsten Baustelle im Kinderzimmer nichts mehr im Wege. Um € 44,99. www.bruder.de

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Wortschatz wins

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Geschicklichkeit ist sicher eine der wichtigsten Eigenschaften beim Spielen – doch bei Scribblenauts Showdown kommt es vor allem auf den Wortschatz an. von markus höller Ein Partyspiel, das noch dazu klüger macht, gibt’s das? Ja! Der aktuelle Teil der 2009 gestarteten Scribblenauts-Reihe hat sich völlig neu erfunden und setzt sowohl im Einzelspieler- als auch im Partymodus voll und ganz auf Hirnschmalz, Taktik und Wissen. Klassische Gesellschaftsspielelemente, wie man sie aus Malefiz oder UNO kennt, dazu knifflige Aufgaben, die einen hohen Wortschatz erfordern – hier sind abgebrühte Gamer und

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Kinder gleichermaßen gefordert. Klar ist hier und da ein wenig Action nötig, und das Spiel nimmt auch viele Anleihen an Handyspielen wie Angry Birds und verleitet einen schon mal zum Button Smashing. Aber in Summe ist es immer das Finden des richtigen Wortes (aus einem programmierten Schatz von über 30.000 Begriffen) am Anfang einer Challenge, das den Wettstreit entscheiden kann. Dabei bleibt Scribblenauts Showdown immer erfrischend gewaltfrei und geizt nicht mit komischen Slapstick-Momenten. Wir verlosen drei Vollversionen von Scribblenauts Showdown sowie exklusive, nicht im Handel erhältliche Scribblenauts-Goodies (Mütze, Riesenbleistift & Klebe-Button-Set): Mail bis 30.04.2018 an gewinn@tipimagazin.at

Spiel: Scribblenauts Showdown Developer: Shiver; Publisher: WB Games Plattformen: PS4, Xbox One, Nintendo Switch Altersfreigabe: ab 6 Jahren Kreativität ist auch abseits der über 25 Minispiele gefragt, denn die eigene Spielfigur kann frei gestaltet werden; der SandboxModus als Krönung lässt einem selbst bei der Spielgestaltung völlig freie Hand. Sowohl für Kinder ab dem Lesealter als auch für Erwachsene bietet das Spiel (bei sehr kurzer und intuitiver Eingewöhnung) praktisch ewig Abwechslung und Spaß und ist nicht nur auf den Heimkonsolen PS4 und Xbox One, sondern auch unterwegs mit der Switch eine echte Spaßmaschine, die bemerkenswert hohe pädagogische Qualität aufweist.

LET’S CEE FILM FESTIVAL 2018

SAVE SAVE THE THE DATE: DATE: 13.-22. 13.-22. APRIL APRIL 2018 2018 IN IN WIEN WIEN Auch unsere jüngsten Gäste werden beim LET’S CEE Film Festival 2018 bestens unterhalten. Auch unsere jüngsten Gäste werden beim LET’S CEE Film Festival 2018 bestens unterhalten. Im kroatischen Kinderkrimi DAS GEHEIMNIS DES GRÜNEN HÜGELS verschwinden auf rätIm kroatischen Kinderkrimi DAS GEHEIMNISaus DESdem GRÜNEN HÜGELS verschwinden auf rätselhafte Weise immer wieder Gegenstände Dorf. Weil die Polizei nicht eingreift, selhafte immer Kinder, wiederden Gegenstände aus dem Dorf. Weil die Polizei nicht eingreift, versucht Weise eine Gruppe Dieb auf eigene Faust zu fangen. versucht eine Gruppe Kinder, den Dieb auf eigene Faust zu fangen. Das türkische Drama DER GAST: ALEPPO - ISTANBUL zeigt die Flucht einer Frauengruppe Das türkische Drama DER GAST: ALEPPO - ISTANBUL zeigt die Flucht einerFlüchtlinge Frauengruppe aus Syrien in die benachbarte Türkei und hilft dabei, die Gefühle syrischer und aus Syrien in die benachbarte Türkei und hilft dabei, die Gefühle syrischer Flüchtlinge die Gegebenheiten, denen sie sich jeden Tag gegenübersehen, besser zu verstehen. und die Gegebenheiten, denen sie sich jeden Tag gegenübersehen, besser zu verstehen. In der slowakischen Buchverfilmung DAS FÜNFTE SCHIFF versucht die kleine Jarka, dem In der mit slowakischen Buchverfilmung FÜNFTE SCHIFF versucht die kleine Jarka, dem Alltag ihrer überforderten Mutter DAS zu entfliehen. Gemeinsam mit ihrem Freund Kristian Alltag mit ihrer überforderten Mutter zu entfliehen. Gemeinsam mit ihrem Freund Kristian schafft sie sich in einer verlassenen Gartenhütte ihre eigene Familienidylle. schafft sie sich in einer verlassenen Gartenhütte ihre eigene Familienidylle. Die Filme werden an den Wochenenden 14./15. April bzw. 21./22. April in Originalversion mit dt. Die Filme werden an den Wochenenden April bzw. 21./22. April inCinema Originalversion Untertiteln bzw. Deutsch eingesprochen14./15. im Urania Kino bzw. im Village gezeigt. mit dt. Untertiteln bzw. Deutsch eingesprochen im Urania Kino bzw. im Village Cinema gezeigt. Beginnzeiten, Spielstätten und weitere Informationen findet man ab 22. März unter: Beginnzeiten, Spielstätten und weitere Informationen findet man ab 22. März unter: www.letsceefilmfestival.com. www.letsceefilmfestival.com. Zusätzlich gibt es Zeichentrickfilme aus ZentralZusätzlich gibt es Zeichentrickfilme aus Zentral- Bei und Osteuropa (ohne Dialoge, ab vier Jahren): BEei i ffreiem und Osteuropa (ohne Dialoge, ab| vier nr KURZFILMBLOCK 1: 14.4., 11:00 21.4.,Jahren): 12:00 Einttreitite!m ritt! KURZFILMBLOCK KURZFILMBLOCK 1: 2: 14.4., 14.4., 11:00 12:00 || 21.4., 21.4., 12:00 11:00 KURZFILMBLOCK 2: 14.4., 12:00 | 21.4., 11:00 im Urania Kino – mit jeweils sechs Kurzfilmen. im Urania Kino – mit jeweils sechs Kurzfilmen. 062_SUB.FREIEZEIT_2018F_d.indd 63

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Freie Zeit

Pippi und der Rock ’n’ Roll-Daddy Über Katzenpölster, „Stranger Things“ und was am Grabstein stehen soll. von andy zahradnik

Peter Draxl, Schreiber der Tipi-Rubriken „Urpeinlich, Papa!“ und „Pro & Kontra“, hat ein Buch veröffentlicht: „Papa Peinlich“. Untertitel: „Der Rock ’n ’Roll-Daddy und sein Teenager“. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Aus zwei Leben gegriffen und niedergeschrieben. Pippi und Papa. Rock ’n’ Roll-Daddy? Wie wird man das? Einfach auf die Harley hocken, Krach machen, das Schlagzeug hauen, bis „Highway To Hell“ zu erkennen ist, und sich literweise Tinte in die Haut jagen lassen? So einfach geht’s nicht. Vielmehr ist es ein Potpourri aus hart und zart, wild und still und dabei auch ganz bewusst ein wenig dated wirkend, wiewohl dies zum Teil auch nur Fassade ist. Daddy ist viel digitaler, als sich das auf den ersten Blick vermuten lässt. Hinter dem analogen Aufzug des RR-Daddy steckt ein Technik-Nerd vor dem Herrn. Ein Early Adopter. Einer, der seinem Kind die smarte Welt erklärt und nicht umgekehrt, wie es heutzutage meist Usus ist. Aber das ist eine andere Geschichte als die des das Leben seines Kindes begleitenden Rock ’n‘ Rollers, dessen Spezies schon seit ewigen Zeiten der baldige Tod prophezeit

wird, der aber nie eintritt, weil die Legionen der Living Dead auch heute noch stetigen Zulauf haben. I hope I die, before I get old – das gilt schon lange nicht mehr. Den Rock ’n’ Roller hat sich Peter Draxl nicht einfach so selbst ins Stammbuch geschrieben. Vielmehr hat er sich im Dienste des R&R auch über zwanzig Jahre lang ernährt. Recorded Music Business. Bis ins Top-Management von Universal Music hat er es gebracht, und der R&R war dabei stets mehr als der Soundtrack der Arbeitswelt. Geliebt. Gelebt. Niedergeschrieben. Pippi ist heute 15 Jahre alt. Ein aufgewecktes Teenager-Mädchen. Die Tochter zweier Recorded Music People. Mama und Papa waren beide für EMI tätig. Als Pippi zur Welt kam, da war die Plattenwelt noch in Ordnung. Der Laden brummte, und CDs galten noch nicht als Auslaufmodell. Die Lebenswelt der Eltern spielt sich seit Jahren auf zwei Planeten ab. Planet Mama und Planet Papa, und Pippi springt so seit langer Zeit durch ihre Galaxis. Pippi heißt eigentlich anders, aber sie will ihren Namen nicht mit jenem Buch in Verbindung gebracht sehen, in dem sich im Grunde

alles um sie dreht. Um die Erlebnisse, die Pippi und Daddy auf dem Planet Papa erlebt haben und über die nun zu lesen ist. „Kindi, Prinzessin, Goldlöckchen“, nennt sie Draxl, und wenn das Wort „Prinzessin“ fällt, verzieht Pippi das Gesicht, denn so hat sie die Zahnärztin immer genannt, und Zahnärzte tauchen eher selten in Verbindung mit angenehmen Erinnerungen auf. „Das ist mein Papa, er hat das coole Buch geschrieben.“ Café Ansari, Wien. Georgisch-orientalische Küche. Pippi hat einen Teller Humus vor sich. In der Tasse kühlt Tee vor sich hin. Papa klaut ihr die dazugehörigen Gurken. Wie war Pippis Reaktion, als sie davon erfuhr, dass Daddy ein Buch über ihr gemeinsames Leben schreiben möchte? „Ich hab’s cool gefunden“, sagt sie. Einfach machen. Auf nichts warten. Schreiben. „Das ist es, was mir an meinem Vater immer schon gefallen hat, dass er einfach das tut, was er will, sein Zeugs durchzieht. Und irgendwann haben wir begonnen, in unseren Erinnerungen zu kramen und sie aufzuschreiben.“

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Freie Zeit Wenn nun das Buch auf dem Markt erscheint, Medien sich interessieren und Pippi darauf angesprochen wird, ob sie nicht diejenige sei, welche? Das wäre kein Problem. „Dann sage ich: Das ist mein Papa, er hat das coole Buch geschrieben.“ Noch Fragen? Dass der Peter Draxl Talent zum Schreiben hat, ist schon seit Langem klar. Der „Draxl“ stand allerdings nie als Autor unter den Zeilen. Da musste stets ein Pseudonym her, denn der Peter Draxl, den man via Google mit einem Klick sofort findet, schöpfte eben auf einer anderen beruflichen Baustelle. Unter Pseudonym schrieb er bisher über sein Leben. Kolumnen erschienen und blieben nicht unbeobachtet. Eines ergab das andere. Jetzt das Buch. Pippi am Planet Papa Pippi und Papa. Die Tochter steht auf Deutsch-Rap, der Vater auf Glam-Rock der 80er- und 90er-Jahre. Netflix und seine Serien zieht man sich gemeinsam rein. Seinen Tattoos steht sie mittlerweile gelassen gegenüber. „Am Anfang war ich voll dagegen. Er hat es mir zwar erklärt, aber seine Motive verstehe ich bis heute nicht. Doch wenn es für ihn eine Bedeutung hat, dann soll er es machen“, sagt sie, die sich selbst nur dann unter die Nadel

© Patricia Weisskirchner, Milena Verlag

LESETIPP Peter Draxl: Papa Peinlich. Der Rock’n’Roll-Daddy und sein Teenager; Milena Verlag, € 21,– Als nicht ganz alltäglicher Vater erlebt man mit seiner allerliebsten Tochter viele peinliche, lustige und schräge Momente. Eine Sammlung aus Kurzgeschichten, die das Leben schreibt – mit Witz, Charme und Selbstironie.

legen würde, „wenn das Motiv eine echte Bedeutung hätte“. Glam-Rock, die Harley, die Tattoos … Pippi und die Männerwelt ihres Papas. Klappt das gut? „Der Papa lebt gar nicht in einer Männerwelt“, lacht sie und schiebt ein, „der ist eher eine Tussi“ nach. Papa protestiert umgehend: „Tussi!? Wieso? Nur weil es bei mir sauber und aufgeräumt ist?“ Pippi lacht: „Du hast Katzenpölster daheim und Lichterketten. Überall.“ Also wie jetzt? No Son of Anarchy? Stattdessen „Stranger Things“ auf Netflix und Katzenpölster? „Auch Kerle mögen Katzenpölster“, sagt Peter und ja, es ist ein ganz normal-schräges Familienleben, das sich da auftut. „Ich frage sie jede Woche, ob sie einen Freund hat, und Pippi antwortet dann energisch mit: ,Papa, bitte nicht.‘“ Was geht’s ihn auch an? Pippi ist auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Der bisher zurückgelegte Weg findet sich in Ausschnitten in diesem Buch. Gedruckt. Auf Papier. Das lässt sich nicht einfach löschen. Bücher in den Müll zu werfen, ist ohnehin ein Sakrileg. Also wird das Buch die Tochter ihr ganzes Leben lang begleiten. Sie wird es ihren eigenen Kindern und Enkeln zeigen und selbst in die Situation kommen, peinlich zu sein. Das ist einfach so. Es ist ein Vater-Tochter-Buch. Gemeinsame Erlebnisse aus der Sichtweise des Vaters. Garniert mit Erinnerungen der Tochter. Subjektives Erleben. Wenn Daddy auf seinem höllenlauten Motorrad die Nachbarn nervt und durchs Land kurvt, hat Pippi da keine Angst, dass sich der Alte dabei einmal selbst überhebt? „Diese Frage habe ich ihr auch schon gestellt. Weil, man weiß ja nie …“, sagt Daddy. Konkret: „Was würdest du auf meinen Grabstein schreiben?“ Pippi braucht nicht lange nachzudenken: „Da steht dann ,Peter Draxl‘, das Datum und darunter: ,Verkackt!‘“

Textauszug Man labt sich an Schnitzel, Frankfurter, Weißbrot, an Säften und Wasser. Die Geräuschkulisse ist ohrenbetäubend, ein Rammstein-Konzert ist angenehmer. Die Kinder fetzen durch alle Räume, wo sie keinen Zutritt haben, die Erwachsenen unterhalten sich, und ich will bitte jetzt und gleich in den Golf einberufen werden. Ruhe, Frieden (?), Wüste. Auch wenn ich mit einem Hammer Landminen entschärfen muss, bitte holt mich gleich einer ab. Der Gabentisch quillt über vor lauter Mitbringsel, die kein Mensch braucht, es ist alles zu viel, im Hintergrund plärrt noch der CD-Spieler irgendwelche stumpfsinnigen Kinderlieder mit ewig gleichen Reimen und Refrains, doch bevor ich endgültig zum Handy greife und die US Navy Seals um Rekrutierung bitte, passiert etwas Wunderbares. Etwas Einzigartiges. Mein Kind schiebt einen Stuhl in die Mitte des Raums. Scheinbar hat sie etwas zu sagen. Es wird still. All eyes on her. Sie klettert auf den Stuhl, mit einem Zettel in der Hand, dem Selbstbewusstsein von Dwight D. Eisenhower und beginnt mit einem: »Bitte, alle mal herhören!« Alle Selbstmord- oder Fluchtgedanken weichen brennender Neugier. Was bitte hat dieser Stoppel jetzt vor? »Also, ich hab hier eine Liste vorbereitet und erzähle euch jetzt, wen ich mag, wen ich nicht mag, und wen ich ganz besonders mag …« In diesem Moment einen Schluck vom O-Saft zu nehmen, ist keine gute Idee, ich verschlucke mich, ich ersticke fast daran, ich pruste das Gebräu lautstark auf die Wand hinter mir. Ernst jetzt? Ja. (Aus: »Kindergeburtstag Desert Storm«)

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Basteltipp

Wandorganizer Material

Loch-Holzplatte (erhältlich im Baumarkt)  Farbige Gummikordeln (3 mm Durchmesser)  Vierkanthölzer (2 x 78 cm Länge)



 

1. Die Lochplatte auf 80 x 80 cm zuschneiden (evtl. vom Baumarkt). Planen, was wo auf dem Organizer platziert werden soll; ebenso die Anordnung der Kreuzstiche überlegen. Auf der Rückseite mit Bleistift die Löcher einzeichnen. Für ein Kreuz immer vier.

Nie wieder Unordnung am Schreibtisch. Mit dem selbst gemachten Wandorganizer hat alles seinen Platz: Schreib-, Mal- und Bastelutensilien oder kleine Erinnerungen an den letzten Urlaub.

2. Sollten die Löcher zu eng sein, kann man mit einer Ahle die Löcher ein bisschen größer machen. Ins Ende der Gummikordeln einen Knoten machen.

Kartonkistchen 2 Ringschrauben

3. Am Kordelanfang mit dem Feuerzeug den Gummi ein bisschen schmelzen, damit die Spitze schön hart wird. So lässt sich die Kordel besser durch die Löcher stechen. Los geht es im Kreuzstich!

Werkzeug Bleistift Ahle  Kontaktkleber  Feuerzeug







4. Wenn mehrere gleichfarbige Kreuze nebeneinander kommen, kann man die Gummikordel einfach weiterführen. Am Schluss hinten verknoten und vor dem Abschneiden Test-Gegenstände einspannen, um die Spannung der Gummikordel zu prüfen und zu korrigieren.

Schere

5. Damit der Organizer nicht direkt an der Wand aufliegt, werden die Vierkanthölzer mit Kontaktkleber von hinten auf die Platte geleimt, oben und unten ein bisschen nach innen versetzt. Bei der oberen Holzleiste in gleichem Abstand von den Seiten zwei Ringschrauben eindrehen. Djennat Derradj: Kinderkram. Werken, Basteln, Selbermachen für die ganze Familie; erschienen im AT Verlag um € 26,–

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Eine wahre Fundgrube für bastelwütige Familien. Über 80 kreative Selbermach-Ideen für Möbel, Spielzeug und Accessoires werden in detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt. Geordnet nach Jahreszeiten, lassen sich so wunderbare Projekte umsetzen: Von der Blumenpresse im Frühling über den Sonnenschirm im Sommer bis hin zum Sessel aus Kuscheltieren im Herbst und der Vogelfutterstelle im Winter. Am besten sofort loslegen!

© Martina Meier, AT Verlag / www.at-verlag.ch

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In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «wir eltern» und dem AT Verlag.

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Frohe Ostern! Bunte Eier und Schokohasen – schön und gut. Aber vielleicht hat im Osternest noch ein bisschen mehr Platz ...

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Freie Zeit als Erstes die Arme hochgerissen und meinen Großeltern im Publikum gewunken. Obwohl man dir vorher immer wieder erklärt, nicht zu winken. Also da war ich schon extrem aufgedreht.

Wer The Voice Kids 2018 verfolgt hat, dem wird LilyMarie aufgefallen sein: Tipi bat das junge Stimmtalent aus Klosterneuburg zum Interview. von peter zirbs Lily-Marie, wie bist du eigentlich zum Singen gekommen? Lily-Marie: Eigentlich summe ich schon immer so vor mich hin – nach und nach wurde daraus Gesang! Vor einigen Jahren lief die Disney-Serie Violetta; wie viele meiner Freundinnen habe ich die Songs rauf und runter gesungen. Und das auf Spanisch, ohne auch nur irgendwie zu verstehen, was die Texte bedeuten. Seit knapp drei Jahren bin ich jetzt in der Stimmbildung bei Annely Peebo. Singen macht mir so unendlich viel Spaß; es bedeutet mir sehr viel, Menschen mit meiner Musik zu berühren. Wie kann man sich deinen Weg zu The Voice Kids vorstellen? The Voice Kids schaue ich seit vielen Staffeln. Bereits 2017 wollte ich mich bewerben – da haben wir dann aber den Termin für die Anmeldung verpasst. Es ist dort wirklich so, wie man es sagt: Nach der Show ist vor der Show. Also kurz nachdem die Staffel vorbei ist, beginnen die Anmeldungen für das nächste Jahr. Mein Bewerbungsvideo steht noch auf meinem YouTube Kanal – es ist vom Mai 2017, also lange vor den Blind Auditions im Jänner 2018. Es gibt da mehrere Castings, bevor dann wirklich der große Tag kommt und man endlich auf die Bühne darf, um sich den Coachs zu präsentieren. 68 | f rü h l i ng 2018

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Wie ist es dir dort ergangen? Ist dir etwas besonders auf die Nerven gegangen? Haha, ach nein, wirklich nicht! (lacht) Auf die Nerven ist mir niemand gegangen. Dafür ist alles viel zu aufregend dort! Viele Talente hat man vorher schon bei einem der Castings kennengelernt. Aber wenn man endlich zusammen in Berlin ist und es wirklich losgeht, ist es wahnsinnig intensiv. Freundschaften unter den Talenten entwickeln sich schnell, und es gibt viele coole Erlebnisse: Man trifft alle möglichen Stars, also nicht nur Nena, Larissa, Marc und Max, sondern auch die anderen, die in der Show vorkommen. Da begegnet man plötzlich Matthias Schweighöfer oder Julien Bam – also da bin ich schon fast ausgerastet! Wie gehst du mit Lampenfieber um? Hast du einen Trick dagegen? Vor einem Auftritt bin ich schon immer ein bisschen nervös, aber auf der Bühne selbst dann eigentlich gar nicht mehr. Man muss sich natürlich rechtzeitig aufwärmen. Sobald ich dann auf der Bühne stehe, suche ich mir einen Punkt, versuche mich auf meine Atmung zu konzentrieren, beide Füße fest am Boden zu haben und die Schultern nach unten hängen zu lassen – also alles, was man so bei Stimmbildung lernt. Bei The Voice habe ich auf der Bühne

Wie war Nena? Nena ist super und wirklich lieb! Ich wollte ja von Anfang zu Nena und ihrer Tochter Larissa. Ich hatte ein besonderes Erlebnis im Club SO36 in Berlin: Wir haben die beiden dort getroffen, sind zusammen auf der Bühne gesessen, und Nena hat uns erzählt, wie sie zu Beginn ihrer Karriere bereits auf dieser Bühne gesungen hat! Insgesamt haben wir sicher über eine Stunde geredet. Was machst du, wenn du nicht singst? Wenn ich nicht gerade auf Insta surfe? (lacht) Apropos: @lilyintube.tvk ... lasst ein Abo da! Abgesehen davon: Wir haben viel Sport auf der Schule, das macht mir auch privat Spaß. Laufen, Klettern, Schwimmen – das ist echt toll. Aber manchmal habe ich einfach keinen Bock, dann will ich nur faulenzen und schaue meinem Zwerghamster zu, wie er im Rad seine Runden dreht. © SAT.1/André Kowalski

Starke Stimme

Halten alle Teilnehmer zusammen, oder gibt’s da schon auch Konkurrenz? Konkurrenz gab es bis jetzt gar keine. Man ist ja bereits Tage vor den Sendungen immer wieder in Berlin und bekommt extrem viel Coaching und viel Unterstützung. Um den Coach herum gibt es ein großes Team, das dich unterstützt, wie zum Beispiel beim Styling, bei Einzelproben, bei Bandproben – aber auch dabei, wie man sich zu dritt auf einer Bühne bewegt. Wenn es dann am Abend vorbei ist, wird es erst richtig lustig: Da ist eine Atmosphäre wie in einem Landschulheim mit Musikern. Auf allen Zimmern läuft Musik; es wird musiziert, und man trifft sich spontan in Gruppen, um gemeinsam zu singen. Also echt viel Spaß und überhaupt keine Konkurrenz – auch wenn natürlich jeder zeigen will, was er so kann.

Interview

sagen: „Ganz egal, was andere zu euch ht mac und seid ihr Seid einfach wie habt!“ genau das, worauf ihr Lust

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COLUMBIA PICTURES UND SONY PICTURES ANIMATION PRÄSENTIMUSIKEREN IN ZUSAMMENARBEIT MIT 2.0 ENTERTAINMENT EINE ANIMAL LOGIC ENTERTAINMENT/OLIVE BRIDGE ENTERTAINMENT PRODUKTION EIN WILL GLUCK FILM „ PETER RABBIT KOSTÜMPRODUKTIONSSUPERVISION WENDE CROWLEY MUSIK DOMINIC LEWIS DESIGN LIZZY GARDINER SCHNITT CHRISTIAN GAZAL JONATHAN TAPPIN ROSE BYRNE DOMHNALL GLEESON SAM NEI L L DESIGN ROGER FORD KAMERA PETER MENZIES, JR. ACS EXECUTIVE SCREEN STORY PRODUCERS DOUG BELGRAD JODI HILDEBRAND CATHERINE BISHOP SUSAN BOLSOVER EMMA TOPPING ROB LIEBER JASON LUST JONATHAN HLUDZINSKI UND DREHBUCH ROB LIEBER UND WILL GLUCK PRODUZENTEN WILL GLUCK ZAREH NALBANDIAN REGIE WILL GLUCK #PeterHaseFilm www.sonypictures.at

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Freie Zeit

Schauen, Spielen, Lesen, Hören Bei schönem Wetter gibt’s kein Halten mehr? Doch: Diese Bücher, Spiele, Filme und Co. sind die besten Argumente, um auch mal drinnen zu bleiben – Unterhaltung garantiert.

0 – 3 Jahre

Kinderliebling Weil Enrico, der tollpatschige Clown mit dem zerdrückten Zylinder, immer schon „viel, viel lieber“ gesungen hat, gibt’s jetzt endlich seine besten Lieder auf 2 CDs. Zum Wiederhören, Kennenlernen und Mitsingen! Enrico! von Heinz Zuber, cracked anegg records. Um € 20,–, www.crackshop.at

Viel zu entdecken Vor wechselnder Kulisse stecken hier schon die Kleinsten verschiedene Spielfiguren aufs Feld und erleben ein buntes Figurentheater. Für Größere gibt’s eine lustige Merkspiel-Variante. Bauernhof-Theater von Ravensburger. Ab 1,5. Um ca. € 14,–.

Geduld gefragt Auf die Flügel des wankelmütigen Flamingos sollen so viele Küken wie möglich gesetzt werden – ohne dass sie runterfallen. Entzückendes Geschicklichkeitsspiel von Janod aus FSCzertifiziertem Holz. Ab 3. Um € 22,–, bei www.smallbut.at

Ohne Worte Ein Krokodil macht sich morgens auf den Weg, fährt mit der U-Bahn, kauft sich sein Mittagessen und kommt schließlich an seinem Arbeitsort an: dem Zoo. Großer Bilderbuchspaß, der ganz ohne Worte auskommt. Krokodrillo von G. Zoboli & M. di Giorgio, Bohem. Ab 3. Um € 17,50.

4 – 6 Jahre

60er-Klassiker Daniel liebt es, zu malen – auch an der Wand oder dem Kiosk. Doch statt einer Strafe bekommt er vom Maler die Möglichkeit, ihm bei der Kiosk-Renovierung zu helfen. Daniel und der Maler von W. & C. Küchenmeister, Beltz. Ab 5. Um € 13,40.

Teamwork gefragt Die Magier versuchen, dem fiesen Zauberer zu entwischen. Am Zaubersee halten übersinnliche Kräfte die Spielfiguren fest oder bewegen sie sogar zur Burg zurück. Merkspiel mit coolem Magneteffekt. Der geheimnisvolle Zaubersee von Drei Magier. Ab 5. Um ca. € 37,–. 70 | f rü h l i ng 2018

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Die Welt mit Kinderaugen Da wird die U-Bahn zum Karussell, die Badewanne zum Schiff im wilden Meer – nur die Erwachsenen haben immer was dran auszusetzen … Wir wollen doch Za nur spielen von Elfen, uberhaft Wölfe, Schlö Hexe B. Oppermann, 20 be sser und Co n, Tyrolia. Ab 4. idseitig .– Puzzle Um € 14,95. teile la bedruckte ssen s unzäh li ic möglic gen Kombin h in ations hkeite n fantas Märch ie e Die M n zusammen voll zu ärch setz und A en-Box von en. nne La Magm val, L a Verlag . Ab 4 aurence Kin . Um € g 15,99.

Eine Frage der Perspektive Alle sehen eine Katze – aber jeder sieht sie anders: Für den Fisch ist sie ein Monster, für das Kind ein Schmusetier, für den Hund ein Störenfried … Genial illustierter Perspektivenwechsel von Brendan Wenzel, NordSüd. Ab 4. Um € 15,50.

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Freie Zeit

7 – 9 Jahre

Anschaulich Aufwendige Lasercut-Scherenschnitte machen das Innere des Menschen sichtbar und vermitteln, wie Herz, Atmung, Augen und Co. funktionieren. Ein anatomisches „Lehrbuch“ der Extraklasse! Anatomie von H. & J.-C. Druvert, Gerstenberg. Ab 8. Um € 26,80.

Poetische Freundschaft Nach dem Tod seines Herrchens findet der Mischling Kominek in dem Postboten Janusz einen neuen Freund. Als Straßenmusikerduo gehen sie auf eine turbulente Reise. Ein Hund namens Kominek von A. Bones, Knesebeck. Ab 8. Um € 13,40.

Gedankenübertragung Das Ziel: Zahlenkarten von 1 bis 100 in der richtigen Reihenfolge ablegen. Die Schwierigkeit: Man spielt zwar zusammen, darf aber nicht miteinander kommunizeren. Spannende Sache! The Mind von Nürnberger Spielkarten. Ab 8. Um € 9,99.

Wundergarten Alle haben eine Freude am Dachgarten der 12-jährigen Henrike. Nur Frau Hux ist das blühende Paradies zwischen den Schornsteinen ein Dorn im Auge. Kunstvolle Erzählung von Mut und Lebensfreude. Henrikes Dachgarten von Albert Wendt, Jungbrunnen. Ab 9. Um € 14,–.

Zum Totlachen Der 12-jährige Miguel gerät versehentlich ins Reich der Toten, wo er u.a. die Seele seiner verstorbenen Ururgroßmutter trifft. Bildgewaltiger Animationskracher mit toller Musik und Humor. Coco – Lebendiger als das Leben von Disney•Pixar. Blu-ray um ca. € 20,–.

© Hersteller, Verlage, Verleiher, Simone Porteder (Illustration)

Ab 10 Jahren Spannende Expedition Mit passenden Karten schicken die Spieler ihre Abenteurer auf unterschiedlichen Expeditionsrouten los. Glück und Geschick sind gefragt, um die fünf untergegangenen Städte zu entdecken. Lost Cities von Kosmos. Ab 10. Um € 29,95.

Poetisch philosophisch Ein Boot mit Flüchtlingen auf offener See. Der junge Rami erzählt eine berührende Geschichte über die Erfindung seiner Geige und bringt mit seiner Musik Hoffnung in die Herzen seiner Gefährten. Der Klang der Freiheit von Gill Lewis, Ars Edition. Ab 10. Um € 10,30.

Rollenwechsel Der 14-jährige Paul kommt für ein Praktikum an eine Förderschule und wird prompt für einen neuen Schüler gehalten – samt Handicap. Unterhaltsamer Coming-ofAge-Roman zum Thema Inklusion. Scheiße bauen: sehr gut von T. Steinfeld, Thienemann. Ab 12. Um € 12,40.

Weise Worte Als ihre betagte Besitzerin schwer krank wird, ist Katze Kitty plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Eine tiefsinnige Geschichte über Werte wie Hilfsbereitschaft, Empathie & Solidarität – großartig gelesen von Andrea Sawatzki. Ich bin’s, Kitty. Aus dem Leben einer Katze von M. Pressler, DAV. Hörbuch ab 10, 4 CDs um € 19,10.

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© MEIN KINDERRADIO

Freie Zeit

Radio ist ein Kinderspiel! Österreichs große Formatradios klingen alle ziemlich ähnlich und lassen kaum einen Funken auf die Hörer überspringen. Anders bei MEIN KINDERRADIO. Der Wiener Lokalsender ist seit fast vier Jahren on air und erfreut sich bei seiner jungen Hörerschaft größter Beliebtheit. Tipi hat sich nach dem Geheimnis des Erfolgs erkundigt. von markus höller Als im Jahr 2011 im Rahmen einer Projektarbeit an der Martin-Luther-Universität in Halle/Wittenberg (Deutschland) das Konzept eines Kinderradios erfunden wurde, dachte wohl noch keiner an eine tatsächliche regelmäßige Ausstrahlung. Doch das Projekt wurde von vier Idealisten hartnäckig weiterverfolgt und binnen drei Jahren zur Sendereife in Österreich gebracht. Ein steiniger Weg, galt es doch nicht nur die nötigen Genehmigungen und Finanzierungen, sondern auch Infrastruktur und vor allem motivierte Mitstreiter zu gewinnen. Als Radio für Kinder und Eltern ist MEIN KINDERRADIO das erste private Radio, das einer öffentlich-rechtlichen Philosophie folgt und sich verpflichtet sieht, ein pädagogisch wertvolles Hörangebot für Kinder zu bieten. Dazu zählt auch der Verzicht auf klassische Werbung, um die jungen Hörer keiner Werbeflut auszusetzen. 72 | f rü h l i ng 2018

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Von früh bis spät Angepasst an den Tagesrhythmus, sendet MEIN KINDERRADIO von 6 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, das primär vom Sendermaskottchen Radino, dem Radiodinosaurier, bestimmt wird. Aufwachprogramm, Hörbücher, Kurzgeschichten, Spiele- und Buchtipps und viele weitere für Kinder interessante Themen wechseln sich mit ausgewählten Nachrichten ab. Ganz wichtig dabei: Katastrophen, Kriminalität und sonstige „Bad News“ bleiben außen vor; stattdessen liegt das Schwergewicht

Im Raum Wien zu hören auf der Frequenz 103,2 Weltweit über Webstream oder per App meinkinderradio.at

auf Inhalten, die den Kleinen die Welt da draußen erklären. Am späten Nachmittag geht es etwas beschwingter mit der Kinderdisco ab, bevor dann am frühen Abend Einschlaflieder und beruhigtes Programm den Tag ausklingen lassen. In der Nacht sorgt Entspannungsmusik für sanfte Untermalung, wenn das Sandmännchen Dienst hat. Offline auch aktiv Aber auch abseits von Funkwellen bietet MEIN KINDERRADIO Unterhaltung für die Familie. Man kann Radino persönlich treffen, es gibt Veranstaltungen und Wettbewerbe sowie zahlreiche Aktivitäten auf der Homepage des dinostarken Senders. Gewisse Sendereihen sind als MP3 herunterladbar, zum Beispiel die Kooperation mit dem Sparefroh, bei der Kindern alles rund um Geld erklärt wird. Und eine eigene App ermöglicht den Empfang und Interaktivität am Smartphone oder Tablet.

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Freie Zeit

Doris „Winnie“ Wiener-Pucher bringt nicht nur 20 Jahre Radiopraxis, sondern auch geballte Erfahrung als dreifache Mama und Lehrerin mit. Sie ist als „Mama“ von Radino immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird und als Station Voice auch die akustische Visitenkarte des Senders.

Interview

Wie unterscheidet sich die Tätigkeit im Kinderradio von deiner bisherigen Tätigkeit im Rundfunk? Winnie: Rein technisch darin, dass ich nicht live auf Sendung bin wie sonst. Ich kann also zeitlich flexibel arbeiten – das ist besonders familienfreundlich, wie es bei einem Kinderradio auch sein soll. Inhaltlich darin, dass ich ein ganz neues Publikum anspreche – und zwar Kinder. Und deren Eltern. Das heißt, ich bin komplett in meiner eigenen Welt. Ich habe selbst drei Kinder (15, 13 und 4 Jahre alt), und als Mama von Radino tue und sage ich nichts anderes, als ich auch meinen eigenen Kindern sage und erzähle. Mein Kleinster hat erst kürzlich beim Zuhören gefragt: „Mama, du bist ja die Mama von Radino, oder? Bin ich also der Radino?“ Ja, in gewisser Weise ist er das wohl! Als Radino sehe ich die Welt aus Kinderaugen, und das macht besonders viel Spaß. Ein kleines Wesen zu erschaffen, das die Fantasie der Kinder anregt, das zum kleinen Freund wird, ist wundervoll. Ich habe damals selbst Dschi Dsche-i Wischer Dschunior (Anm.: Radiofigur Ende der 70er nach einer Figur von Christine Nöstlinger) erlebt, und bis heute hat diese Figur etwas ganz Besonderes und Faszinierendes.

Woher nehmt ihr die Auswahl für das Programm? Wie sieht es mit der Unterstützung durch die Musikbranche aus? Für Geschichten und Musik sind meine Kollegen Oliver und Walter zuständig. Sie hören sich ständig durch Geschichten und Lieder und entscheiden dann, was ins Programm kommt. Wir bekommen viele Hörproben zugesandt und sind auch besonders dankbar für österreichische Werke. Natürlich kommt aber ein ganz großer Teil aus dem deutschen Raum, weil es dort naturgemäß ein größeres Angebot gibt.

» Mama, du bist ja die Mama von Radino, oder? Bin ich also der Radino? « Nach welchen Gesichtspunkten wählt ihr die Nachrichten aus? Für die Nachrichten ist unser Team von „Soundlarge“ zuständig. Die Nachrichten sollen natürlich positive Inhalte haben – es gibt also keine „Bad News“ bei uns. Das Wichtigste ist eine Nähe zur Lebenswelt der Kinder. Das kann regional gemeint sein oder auch rein inhaltlich. Wir wollen unseren kleinen Hörerinnen und Hörern etwas mitgeben, ihnen ihre Welt erklären.

Ist die Mini-ZiB von vor 20 Jahren auch noch ein Vorbild? Ja, in gewisser Weise, aber die hat sich an etwas ältere Kinder gewandt. Eher die Nachrichten aus Am Dam Des. Kann man bei euch als Kind oder Jugendlicher reinschnuppern oder ein Praktikum machen? Derzeit (noch) nicht. Wir arbeiten alle dezentral, das heißt, es gibt nicht so ein großes Studio, wo alle gleichzeitig arbeiten, wie man es sonst vom Radio kennt. Kinder können sich aber gern am Programm beteiligen, indem sie uns Veranstaltungstipps oder Ideen zum Basteln, Spielen usw. schicken. Sie können außerdem mit unserem Minidisco-Moderator André telefonieren und sich danach auf Sendung hören oder Bilder malen, die in der Galerie auf unserer Homepage gezeigt werden. Was war dein bisher aufregendster Moment beim Kinderradio? Ganz sicher unser Auftritt beim Österreichischen Radiopreis 2016. MEIN KINDERRADIO hat den zweiten Platz in der Kategorie „Beste Innovation“ erreicht, und natürlich war auch Radino selbst beim Galaabend dabei. Da tummelte sich alles, was im österreichischen Radio Rang und Namen hat – und mittendrin unser zwei Meter großer Radino. Radino selbst war auch ganz fasziniert von diesem Abend voller Glitzer und Glamour, aber er war froh, dass er keine Rede auf der Bühne halten musste. Ihr müsst wissen, dass Radino hinter dem Mikro zwar ganz schön frech, vor Menschen aber doch ziemlich schüchtern ist.

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Freie Zeit

Film-Highlights Ab in den Kinosaal! Denn dort warten altbekannte Bücherlieblinge wie Jim Knopf oder Liliane Susewind ebenso wie liebenswürdige Steinzeitmenschen, drollige Aliens und ein Porzellan-Zipfelmützen-Träger namens Sherlock Gnomes. Starttermin: 29.03.2018

Irgendwo im großen Ozean liegt Lummerland, die Insel mit zwei Bergen, auf der genau vier Menschen wohnen: König Alfons (Uwe Ochsenknecht) und seine drei Untertanen: Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), Ladenbesitzerin Frau Waas (Annette Frier) und Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst). Als der Postbote eines Tages ein falsch adressiertes Paket abliefert, ist die kleine

Insel um einen Bewohner reicher – ein Kind namens Jim Knopf. Einige Jahre später macht sich König Alfons Sorgen über eine mögliche Überbevölkerung von Lummerland, weshalb Jim Knopf gemeinsam mit seinem besten Freund Lukas die Insel verlässt. Ihre Reise führt sie in das Reich des Kaisers von Mandala und auf die abenteuerliche Suche nach seiner entführ-

ten Tochter Li Si. Gemeinsam wagen sie sich in die Stadt der Drachen, um die Prinzessin zu befreien und das geheimnisvolle Rätsel um Jim Knopfs Herkunft zu lösen. Der Kinderbuchklassiker von Michael Ende wird mit höchstem Aufwand und viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt – eine zeitlose Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Mut.

© Warner Bros. (1), Constantin Film (2), Century Fox (1), Sony Pictures (1)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Luis & die Aliens

Starttermin: 25.05.2018

Als eines Tages die drei Aliens Mog, Nag und Wabo direkt vor dem 12-jährigen Luis bruchlanden, ist die Überraschung groß. Nach dem ersten Schreck merkt der Bub, dass die drei aufgedrehten Aliens alles andere als gefährlich sind – dafür umso witziger. Nun versucht er, seinen neuen Freunden bei einer wichtigen Mission zu helfen und sie dabei vor seinem übereifrigen Vater, der als Ufologe von Aliens nur so besessen ist, geheimzuhalten. Außerdem muss er verhindern, dass der Schuldirektor und die Internatsleiterin Frau Diekendaker ihn auf ein Internat schicken. Ein aufregendes Animationsabenteuer von den Produzenten der Kinohits „Niko“ und „Oops, die Arche ist weg“ – auch in 3D.

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Freie Zeit

Sherlock Gnomes

Starttermin: 11.05.2018

Starttermin: 03.05.2018

Gnomeo und Julia sind endlich ein Paar und ziehen mit Freunden und Familie nach London. Als plötzlich in der ganzen Stadt spurlos Gartenzwerge verschwinden, kann nur einer helfen: der weltberühmte Gartenzwerg-Ermittler Sherlock Gnomes. Gemeinsam mit ihm und seinem Assistenten Watson begeben sich Gnomeo & Julia auf ein bis in die Zipfelmützen spannendes Abenteuer. Witziger Animationsfilm mit neuen Elton-John-Songs – auch in 3D.

Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer Die elfjährige Liliane Susewind, genannt Lilli, kann mit Tieren sprechen. Das hat sie bis jetzt allerdings immer nur in Schwierigkeiten gebracht. Als ein Stadtfest wegen ihrer Fähigkeiten komplett im Chaos versinkt, muss sie mit ihren Eltern und ihrem Hund Bonsai umziehen. In der neuen Stadt schwört Lilli, ihr Geheimnis für sich zu behal-

ten. Doch dann macht ein gemeiner Tierdieb den städtischen Zoo unsicher – und nur Lilli kann, unterstützt vom Nachbarsjungen Jess, helfen, Babyelefant Ronni und die anderen Tiere zu retten. Tierisches Kinoabenteuer nach der weltberühmten Kinderbuchreihe von Tanya Stewner.

Starttermin: 27.04.2018

Early Man – Steinzeit bereit Der gewitzte Steinzeitmensch Dug lebt zu einer Zeit, als urzeitliche Kreaturen und wollige Mammuts die Erde bevölkern. Doch seine steinzeitliche Ruhe wird gestört: Die überheblichen Bronzezeitmenschen wollen das Steinzeitalter beenden. Da Dug und sein Kumpel, das prähistorische Wildschwein Hognob, aber so gar keine Lust aufs Aussterben haben, nehmen sie den Kampf

gegen die neue Zivilisation auf. Die Entscheidung soll dabei in einem Fußballmatch fallen. Nur: Die Steinzeitmenschen haben noch nie einen Ball gekickt. Ein amüsantes Knetfiguren-Stop-Motion-Abenteuer des „Wallace & Gromit“- und „Chicken Run“-Schöpfers Nick Park, voller liebenswürdiger Figuren und mit einer Prise Monty-Python-Humor. f rü h l i ng 218 |

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Wir sind weg

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Der Dachsteinkönig ruft • Laibach, wie leiwand! • Spiel, Spaß & Abenteuer • Das große Frühlingserwachen • Abenteuerland

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Anschaulich Bastel dir die Welt bringt das Reisefieber direkt ins Kinderzimmer. Zehn berühmte Wahrzeichen – vom Eiffelturm in Paris bis zur Freiheitsstatue in New York – können aus den vorgestanzten Papierelementen gebastelt werden. Neben einer Weltkarte, auf der die Bauwerke platziert werden können, gibt es jede Menge Hintergrundinformationen. Erschienen im Moses Verlag um € 13,40.

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Wir sind weg

Der Dachsteinkönig ruft Im oberösterreichischen Gosau steht ein Hotel, das sich voll und ganz dem kindlichen Spaß verschrieben hat – und das macht auch den Eltern Freude. Wir haben dem Dachsteinkönig einen Besuch abgestattet. von alexander kords

Reise mit

Fensterfront und die Balkontür blickten wir direkt auf das Bergmassiv, das sich gegenüber dem Hotel auftürmte. Und auch drinnen gab es einiges zu sehen: außergewöhnliche Wände aus Naturholz zum Beispiel, eine großzügige Sitzecke vor dem Fenster, ein Mini-Kühlschrank und ein separates Kinderzimmer mit Stockbett. Das absolute Highlight für unsere beiden Kinder war aber eine gemütliche Höhle, in die sie sich kuscheln und in ihren Büchern blättern konnten.

Unser Urlaub im Familienhotel Dachsteinkönig fing damit an, dass wir unseren Autoschlüssel losgeworden sind. Aber keine Sorge: Den bekam ein Mitarbeiter des Hotels, der unser Auto in der Tiefgarage parkte und unser Gepäck vom Kofferraum bis ins Zimmer brachte. Statt Koffer zu tragen, checkten wir also ein und folgten anschließend der netten Mitarbeiterin auf eine kleine Tour durchs Hotel. Der Dreh- und Angelpunkt der erholsamen nächsten Tage: die Lounge mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, darunter ein riesiger Sitzsack in Form eines Lebkuchenmanns und mehrere Hängesessel, gleich neben der verglasten Wand, die einen Einblick in den Streichelzoo gewährt. An einer Bar können sich die Besucher zudem rund um die Uhr mit kalten und warmen Getränken versorgen. Links der Lounge geht es in den Buffetbereich, rechts davon zu den vielzähligen Freizeitbeschäftigungen. Aber zu denen kamen wir erst, nachdem wir uns unser Zimmer angeschaut hatten.

und einem Stier begleitet wird. Sowohl die Sage als auch die Tiere sind im Hotel sehr präsent – durch Zeichnungen an den Wänden, als Bilderbuch, am Bettzeug im Kinderzimmer und auch durch die Benennung der Stockwerke. Wir hatten unsere Räumlichkeiten im zweiten Stock, dem „Revier von Hund Liesl“, wie eine Stimme im Aufzug beim Stopp verkündete. Zimmer mit Ausblick Im Zimmer wurden wir erst einmal vom Ausblick überwältigt. Durch eine große

Spielen und essen Dann war es endlich Zeit, das Hotel zu erkunden. Und dabei kamen die Kleinen gar nicht mehr aus dem Staunen heraus: Ein Spielraum mit Tischtennisplatten, Kletterwand, Wuzzler- und Billardtisch sowie Spielkonsolen versprach stundenlange Unterhaltung, ebenso wie eine Sporthalle mit großer Auswahl an Spielbällen und eine Indoor-Kartbahn. Zu ihrem Bedauern mussten die Kinder zunächst darauf verzichten, die Badelandschaft unsicher zu machen, da uns allen der Magen knurrte. Weil es unser erstes Abendessen war, brachte uns eine Mitarbeiterin zu unserem Tisch, der während unseres ganzen Aufenthalts auch unserer bleiben sollte. Am Buffet kam jeder von uns auf seine Kosten, für die Kinder gab es sogar einen eigenen Bereich, die Greißlerei, in der sie sich ihr Essen selbst nehmen konnten.

Hund Liesl und ihre Freunde Der Dachsteinkönig ist nach einer alten Sage benannt. In der spielt ein Bub eine Rolle, der von einem Hund, einem Hahn 78 | f rü h l i ng 2018

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Die 100 Meter lange Wasserrutsche ist eines der Highlights der Badelandschaft. Und wenn die Sonne scheint, geht es raus auf den hoteleigenen Spielplatz.

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Wir sind weg

LEADING FAMILY HOTEL & RESORT DACHSTEINKÖNIG Am Hornspitz 1 4824 Gosau Tel.: +43/(0)6136/88 88 info@dachsteinkoenig.at www.dachsteinkoenig.at Das Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig (Kategorie: 5 Sterne) in Gosau in Oberösterreich liegt am Fuße des Dachsteins und gehört zu den Vorzeigebetrieben der Kinderhotels Europa. www.kinderhotels.com

Dachsteinkönig mitten im Gebirge liegt, ist die nächste Wandertour oder ein Skitag im Skigebiet Dachstein-West nur ein paar Schritte entfernt.

nicht auf die Kleinen verzichten will, der bucht einfach ein Blumen-Milchbad oder eine Schoki-Massage aus dem ElternKind-Wellnesspaket.

Spaß für Groß und Klein In den Tagen unseres Aufenthalts gingen wir weiter auf Entdeckungstour. Auf dem Programm standen natürlich mehrere Besuche des Badebereichs. Während unser einjähriger Sohn nicht müde wurde, im warmen Babybecken zu planschen und sich an kleinen Booten und Springbrunnen zu erfreuen, durfte es für unsere sechsjährige Tochter ruhig etwas abenteuerlicher zugehen. Angetan hatten es ihr vor allem die 100 Meter lange Reifenrutsche und das Schwimmbecken im Außenbereich (mit beeindruckendem Blick auf den Gosaukamm), aber auch auf dem Wasserspielplatz mit Spritzpistolen und Bauchrutsche verbrachte sie viel Zeit. Der Spaß beschränkt sich jedoch nicht auf das Innere des Hotels. Draußen warten ein Abenteuerspielplatz, eine 17 Meter lange Hüpfburg, Trampoline und Kinderfahrzeuge im Sommer, ein Rodelhügel und Zwergerlskihang im Winter. Und weil der

Elternerholung Das Besondere am Dachsteinkönig ist, dass er nicht nur Kindern eine Menge zu bieten hat, sondern auch Eltern. Von morgens bis abends kann man die Kleinen in die Hände von geschulten Betreuern geben – und das schon ab dem 7. Lebenstag! Je nach Alter verbringen die Kinder lustige Stunden im Baby-, Minioder Teenieclub. In den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten steht ihnen jede Menge Spielzeug zur Verfügung. Jeden Tag wartet außerdem ein buntes Programm mit Ausflügen, Filmvorführungen, Tanz und anderen Aktivitäten. Und während der Nachwuchs in guten Händen ist, können sich die Eltern auch mal Zeit für sich gönnen. In der großzügigen Wellness- und Saunalandschaft beispielsweise, die mit mehreren Saunen und Relaxzonen ausgestattet ist und in denen es sich Mama und Papa bei Massagen und Behandlungen so richtig gut gehen lassen können. Und wer

Abschied mit Stofftier Als die Kleinen am Abend friedlich im Bett lagen und vom aufregenden Tag träumten, konnten wir Eltern getrost das Zimmer verlassen und unseren eigenen Aktivitäten nachgehen. Sorgen um den Nachwuchs mussten wir uns dabei nicht machen, da das Telefon auf dem Zimmer eine eingebaute Babyfon-Funktion hatte. So konnten wir ein Match auf der hauseigenen Kegelbahn austragen und in der Vinothek noch ein Glas Wein genießen. Doch jeder noch so schöne Urlaub muss irgendwann ein Ende finden. Um den Abschied ein wenig erträglicher zu machen, durfte sich jedes der Kinder nach dem Auschecken ein Plüschtier aus einer Truhe nehmen. Selbstverständlich bereichert seitdem eine Stoffversion von Hund Liesl die Spielzeugsammlung bei uns zu Hause. Und sie erinnert uns an die erlebnisreichen und erholsamen Tage, die wir im Dachsteinkönig verbrachten.

© www.360perspektiven.at (8), Privat (2)

Während die gemütlichen Zimmer zum Ausruhen da sind, geht es in den abwechslungsreichen Spielräumen und der Badeanlage heiß her. Zwischendurch wird nur für die Mahlzeiten eine Pause eingelegt.

Lili und David haben die Zeit im Dachsteinkönig genossen – sei es das reichhaltige Essen am Buffet oder die vielzähligen Möglichkeiten, sich drinnen und draußen auszutoben. An der Einrichtung des Hotels hatten Groß und Klein gleichermaßen Freude.

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Wir sind weg

Laibach, wie leiwand!

Reise ohne

Oft mit dem Auto passiert, und nichts ist passiert. Diesmal halten wir an und schauen uns die Metropole Sloweniens genauer an. Eine gemütliche, überschaubare Stadt, die alles bietet, was man an einem Wochenende von einem Urlaub erwartet, sich dabei sehr charmant und kunstsinnig zeigt und mit ein paar echten Überraschungen aufwartet! von heidrun henke und kommt auch ohne Plan nie vom Weg ab bzw. findet immer wieder einen zurück. Man orientiert sich am Berg, besser gesagt am Hügel, und am namensgebenden Fluss, der sich gemächlich durch Laibach schlängelt und an dem alles zusammenläuft – vor allem die Touristen. Halbstündlich legen hier die Boote ab und bieten Rundfahrten auf der Ljubljanica an. Dabei passiert man die vielen Brücken, die das Postkarten-Stadtbild prägen, allen voran die „Drei Brücken“ (Tromostovje) und die Drachenbrücke, die vom gebürtigen Architekten Jože Plečnik stammen. Das berühmte Stadtkind hat sich hier mit zahlreichen Bauten verewigt, die oftmals dem antiken Athen nachempfunden sind. So auch die zentrale Markthalle an der Ljubljanica.

Die Triple Bridge (oder Tromostovje) stammt vom slowenischen Architekten Jože Plečnik und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Wer hier nicht einmal drüberflaniert ist, war nicht in Laibach.

Ich hoffe, ihr habt bei eurer Urlaubsplanung noch nicht alle Wochenenden und Feiertage fix verplant. Denn ein spontaner Kurztrip in Sloweniens Hauptstadt könnte sich zu einem unvergesslichen Genussurlaub von hohem Erholungswert entpuppen. Aufgrund ihrer überschaubaren Dimensionen reicht ein verlängertes Wochenende völlig aus, um die Stadt in ihrer Gesamtheit zu erfassen.

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Dafür braucht es nicht allzu viel Zeit und Planung. Denn die wahre Größe von Laibach ist ihre Größe! Auf die Frage nach dem Zentrum antwortet mir der Hotel-Concierge: „Gleich vor Ihnen liegt die Altstadt, und dort hinter der Burg ist sie auch schon wieder aus.“ Und das ist gut so. Kein VerkehrsmittelSuchen, kein Umsteigen, keine StadtplanApp ... Hier spaziert man einfach drauflos

Slow-Sightseeing Überhaupt befinden sich alle touristischen Highlights in Fluss- oder Fußnähe. Eine Tour auf den Burgberg lohnt sich nicht nur für einen ersten Überblick, sondern ist zugleich auch radikaler Perspektivenwechsel zur Bootstour. In wenigen Minuten (mit der Standseilbahn oder per pedes) ist man fernab vom Stadtrummel und kann in die mittelalterliche Festung und ihre ehrwürdigen Gemächer flüchten. Wer es kulturell lieber etwas moderner hat, besucht am besten die Nationalgalerie oder das Museum für Moderne Kunst. Beide sind ganz in der Nähe des Tivoliparks, der grünen Seele der Stadt – herrlich zum Picknicken, Entspannen und Durchatmen. In Sloweniens größter Stadt ist nämlich immer was los. Gerade im Frühling und Som-

Wer nicht unter der berühmten Drachenbrücke schlafen will, dem bleibt immer noch der Knast. Im Hostel Celica, einem umgebauten Militärgefängnis, kann eine Übernachtung schnell zum Abenteuer werden.

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Wir sind weg

© slovenia.info/Jacob Riglin (2), slovenia.info/Sabina Mrak (1), Ljubljana Tourism/Ales Frelih (1), Ljubljana Tourism/Robert Kruh (1), Wikimedia/Zairon (1), Heidrun Henke (1)

mer ist Laibach voll mit Straßenmusikern, Artisten und fahrenden Händlern. An vielen Ecken finden Konzerte, Festivals, Straßentheater oder Gallery-Walks statt. Das kreative Flair der Stadt zeigt sich aber auch sehr deutlich in seinem alternativen Geschehen. Das berühmte Metelkova Mesto, ein ehemaliges Kasernengelände, wird von Künstlern und Aktivisten besetzt und ist „the place to be“ für die junge, kreative Szene. Auf dem autonomen Gelände kommen unweigerlich Vergleiche mit dem Freistaat Christiania in Kopenhagen auf. Skulpturen, Street-Art und jede Menge Graffitis ergeben ein buntes Farben- und Formengemisch inmitten alter Holzbaracken. Neben Konzerten, DJ-Gigs, Künstler-Performances und Ausstellungen finden hier auch immer wieder mehrtägi-

EMPFIEHLT LAIBACH ESSEN Allein schon wegen seiner einzigartigen Lage ist das Restaurant Ljubljana Strelec einen Besuch wert: Es befindet sich in den Gemächern des Burgturms. Aber nicht nur das malerische Ambiente beeindruckt, hier darf man sich auf das Beste aus der gehobenen slowenischen und mediterranen Küche freuen – mit typischer SlowFood-Philosophie. Grajska Planota 1, 1000 Ljubljana www.kaval-group.si

Laibach ist nicht nur grün, sondern auch bunt. Metelkova, ein ehemaliges Kasernengelände, wird von der kreativen und alternativen Szene der Stadt bespielt. Von Performances über Festivals und Konzerte – hier ist immer was los.

ge Festivals statt. Das Publikum ist bunt gemischt: Man trifft auf Studenten, Freaks, alternative Aussteiger, chinesische Touristen oder normale Stadtbesucher, die nächtliche Unterhaltung und Abwechslung suchen. Hier befindet sich auch das hippste Hotel der Stadt, das Hostel Celica. Das ehemalige Militärgefängnis ist heute beliebte Backpacker-Unterkunft und bietet Zellen aller Art (für die man auch noch zahlen muss!). Einen Steinwurf entfernt befindet sich ein weiteres, alternatives Zentrum der Stadt – ein altes Fabriksgelände wurde zu einem Underground-Kulturareal umfunktioniert. Während des Sozialismus eine Fahrradfabrik für die bekannten ROG-Räder, heute ein Ort kreativen Schaffens mit Künstlerateliers, Studios und Konzertbühnen, wo sogar Sprachkurse für Flüchtlinge und Zirkusworkshops ihren Platz haben. Über allem throhnt malerisch die Burg. Ein Spaziergang auf den Stadtberg tut gut, wenn es unten in den Gässchen mal zu sehr wuselt.

Entschleunigung & Slow Food Das generelle Tempo der Stadt ist langsam. Durch die großzügige Fußgängerzone ist Laibach entschleunigt, die Autos bleiben außerhalb der City, der Lärm und die Hektik ebenfalls. Selbst Fahrradfahrer schalten einen Gang runter. Das Tempo der Stadt bestimmen die genusswandelnden Touristen, die durch die herausgeputzten Gässchen flanieren und immer wieder in den zahlreichen, charmanten Cafés pausieren. Am besten in einem der vielen Schanigärten mit einem Lasko-Pivo in der Hand und der Sonne im Gesicht. Man genießt und lässt sich entlang des Flusses treiben, von einem Café zum nächsten. Auch das Essen ist slow, im besten Sinne. Die Slowenen sind Meister der Slow-Food-Bewegung. Der zuvor erwähnte Markt, direkt neben der bekannten Triple Bridge, bietet feinste Ware aus der Umgebung: Obst, Gemüse, Fleisch und Käse von lokalen Bauern, Holzofenbrot, hausgemachte Strudel, die sogar österreichische Connaisseure beeindrucken können. Alles frisch und regional. Zutaten, die dann am Abend von slowenischen Haubenköchen zubereitet und verfeinert werden. Laibach legt außerdem viel Wert auf Nachhaltigkeit. 2016 durfte sich Ljubljana als die „Grünste Stadt Europas“ bezeichnen. Apropos Grün. Ljubljana ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren ins slowenische Umland, wie zum Beispiel nach Bled, das bei Wassersportlern und Wanderern sehr beliebt ist, oder in den Karst zur legendären Grotte Postojna, eine der größten erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt. In jedem Fall ist die Entdeckungsreise nach dem Burgberg noch lange nicht vorbei!

In der bekannten Fußgängerzone Stari Trg (und vis-à-vis vom Café Romeo) befindet sich das Restaurant Julija. Die sehr charmante und gemütliche Einrichtung macht es zu einem absoluten Wohlfühlort. Stari trg 9, 1000 Ljubljana www.julijarestaurant.com Etwas abgelegener, bei der Brücke Zitni Most, befindet sich die vielleicht beste Adresse zum Frühstücken und Brunchen in Ljubljana: das EK Bistro. Sowohl die Karte als auch das Flair sind international: Man bestellt hier einen Café Latte, Eggs Benedict oder hausgemachte Muffins und kann dabei ganz entspannt den Lauf der Ljubljanica beobachten. Petkovskovo nabrezje 65, 1000 Ljubljana www.ek-bistro.si SOUVENIRS / SHOPPEN Wood Way, eine slowenische Kette mit nachhaltigen, hochwertigen und einzigartigen Holzaccessoires, die vor allem für ihre Holzuhren und -brillen bekannt ist. Stari trg 26, 1000 Ljubljana www.woodway-shop.com

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Wir sind weg

Spiel, Spaß und Abenteuer Freizeitparks und Kinderhotels versprechen actionreiches Treiben ohne Ende. Egal, ob wilde Achterbahnfahrten, waghalsige Klettertouren oder abenteuerliche Rutschpartien – hier kommt garantiert keine Langeweile auf! von tanja holz

© 2018 The LEGO Group (3)

LEGOLAND® Deutschland „Auf die Plätze, fertig, LEGO ® !“ – am 24. März fällt der Startschuss für die Saison 2018 im LEGOLAND ® Deutschland Resort. Gleich vier Neuheiten auf einen Streich präsentiert der Familienfreizeitpark in Günzburg: In der europaweit ersten LEGO-thematisierten Virtual Reality (VR) Achterbahn „Das Große LEGO Rennen“ dreht sich alles um wilde Wettrennen durch eine virtuelle 360 Grad-Welt komplett aus LEGO Steinen. Rein ins Rennauto, VR-Brillen auf, und los geht die spannende Verfolgungsjagd. Nur

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mach mit

einen abwechslungsreichen Spielspaß bei allen Wetterlagen. Zum Abschluss können kleine und große Besucher auf dem neuen Hein-Blöd-BarfußPfad verschiedene Untergründe wie Sand, Naturstein oder Kiefernzapfen spielerisch erkunden. www.spieleland.de

gewin n!

Anlage „Wilder Hühnerstall“ bietet kleinen Action-Tigern eine Wellenrutsche, Zickzack-Parcours, Bungee-Schlangen, Riesen-Sprungbälle und vieles mehr für

ein paar Schritte weiter sorgt ein gigantisches LEGO Modell für Aufsehen: Mit fünf Metern Länge ist es das längste seiner Art im MINILAND. Aus über 350.000 Steinen wurde das Raumschiff erbaut, und wird alle Sternenkrieger und LEGO Fans vollkommen begeistern. Großes Kino gibt es auch in den LEGO Studios: Die LEGO NINJAGO® Helden Lloyd, Kai, Nya und Co. stellen sich in einem neuen 4DFilmabenteuer großen Aufgaben, und auch das Feriendorf wartet mit tollen Neuerungen auf: Deutschlands erstes Pirateninsel-Hotel ist einer Insel mit Piratenquartieren nachempfunden und komplett im LEGO Piraten-Look designt. Nach einem leckeren Seeräuber-Menü im neuen Restaurant „Piraten Taverne“ bieten die liebevoll eingerichteten Themenzimmer mit coolen Schlafschiffchen Erholung pur für kleine Schatzsucher. www.LEGOLAND.de

MACH MIT & GEWINN! Wir verlosen 4 Eintrittskarten für einen Familienbesuch im Ravensburger Spieleland! E-Mail mit Kennwort „Ravensburger Spieleland“ bis 15.05.2018 an gewinn@tipimagazin.at

© Ravensburger Spieleland

Ravensburger Spieleland Happy Birthday, Ravensburger Spieleland! Der Freizeitpark am Bodensee feiert sein 20-jähriges Jubiläum und wartet mit tollen Geburtstagsüberraschungen auf: Im neuen Themenbereich BRIO World erleben Klein und Groß spannende Abenteuer in der Welt des schwedischen Holzspielzeugherstellers. Egal, ob eine wilde Fahrt durch den Hafen auf dem BRIO Wellenreiter oder klettern und toben auf dem BRIO Spielzug – hier ist für jeden was dabei. Am Fahrzeug-Parcour „Auf dem Bauernhof“ lernen Kids ab zwei Jahren die Welt der Landwirtschaft und des Bauernhofs kennen. Die Softplay-

Der offizielle Reiseveranstalter LEGOLAND Holidays bietet günstige Übernachtungspakete im LEGOLAND Feriendorf und bei ausgewählten Hotelpartnern. Bei jeder Paketbuchung gibt es den 2. Tag Parkeintritt geschenkt. Buchung unter LEGOLANDHolidays.de

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In the spirit of Moulin Rouge® Paris

© Europa-Park (1)

Wir sind weg

Europa-Park Für alle, die nicht genug Action bekommen können, bietet der Europa-Park in Rust auf 95 Hektar über 100 spannende Attraktionen in 15 europäischen Themenbereichen. Tolle Neuerungen verspricht heuer der Französische Themenbereich: Der „Eurosat – CanCan Coaster“ begrüßt seine Fahrgäste im Laufe der Saison 2018 mit komfortableren Fahrzeugen und einem nagelneuen Virtual Reality-Erlebnis mit dem „Eurosat Coastiality“. Auch der Eingangsbereich wird 2018 komplett umgebaut und wartet bald mit einem originalgetreuen Nachbau des Varieté-Theaters „Moulin Rouge“ auf. Im Deutschen Themenbereich

überrascht zudem das beliebte ehemalige Fahrgeschäft „Old 99“ mit neuer Thematisierung: Passend zum Kinostart von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ können sich die Jüngsten mit Michael Endes „Jim Knopf – Reise durch Lummerland“ auf ein großes Abenteuer begeben. Auch für alle Paddington-Fans gibt es tolle Neuigkeiten, denn die süße Kinderbuchfigur ist auf dem „Alpenexpress Coastiality“ in Österreich unterwegs. Darüber hinaus lässt es sich im Englischen Themenbereich im eigenen Paddington-Shop herrlich nach kleinen Mitbringseln Ausschau halten. Dem nicht genug, begrüßt der beliebte Bär die Besucher als Hauptfigur in der neuen inter-

aktiven Eisshow „Paddington on Ice – The Marmalade Mission“ im Griechischen Themenbereich. Nachdem Klein und Groß ein Paradies aus Fahrtwind, Zuckerwatte und Showspektakel erkundet haben, laden die fünf parkeigenen 4-Sterne-Erlebnishotels zum Erholen und Relaxen ein. www.europapark.de

© Hotel Brennseehof (2), Hotel Bär (3)

Hotel Löwe & Bär Hoch hinaus Am 16. Juni startet das 4-SterneSuperior-Hotel Bär in Serfaus in Tirol in die Sommersaison und lockt Groß und Klein mit einem vielfältigen OutdoorProgramm in die Natur: Von Rafting über Abseilen bis hin zu Reiten und Canyoning – hier kommt garantiert keine Langeweile auf. Hauptattraktion des Hotel Bär ist die Clip’n ClimbKletterhalle: Kinder ab vier Jahren und auch Erwachsene lernen hier an zwölf neun Meter hohen Klettermodulen die Wände hinaufzukraxeln und schulen Motorik, Körpergefühl und Konzentrationsfähigkeit. www.loewebaer.com

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Für Wasserratten und Co. Ein Paradies für sportbegeisterte Familien ist das Hotel Brennseehof in Feld am See in Kärnten. Zehn verschiedene Sportarten können kleine und große Gäste hier erlernen und ausüben, denn direkt am Hotelareal befindet sich die Dipl. Sportschule W. Krainer. Egal, ob Segeln, Surfen, Biken, Tennisspielen oder Inlineskaten – hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. www.brennseehof.com

Kinder-Sporthotel „Brennseehof“

Beide Hotels sind Mitglied der Kinderhotels Europa – ein Zusammenschluss von mehreren Kinderhotels in den schönsten Ferienregionen. Mehr Infos unter www.kinderhotels.com

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Wir sind weg

Das große Frühlingserwachen Interessante Veranstaltungen in Österreich und Südtirol Der eisige Winter ist überstanden, und längst ist die Natur aus ihrem langen Schlaf erwacht. Klar, dass es nun besonders viel Spaß macht, spannende Events zu besuchen und sehenswerte Orte zu entdecken. von alexander kords

© Klemens König (3), Spielzeug Museum (2)

Bikepark Leogang

SalzburgerLand Eine Sonderausstellung im Spielzeug Museum in Salzburg widmet sich derzeit ganz ausführlich dem Thema Märchen. Dafür wurden die Ausstellungsräume in einen Wald verwandelt, in dem sich insgesamt fünf Häuschen befinden. Jedes widmet sich einem Märchen und enthält

passende Objekte aus der Sammlung des Museums. Außerdem können die Kinder verschiedene charakteristische Aktionen selbst ausprobieren und beispielsweise auf dem Bett der Prinzessin auf der Erbse liegen. Es ist noch kein Bike-Meister vom Himmel gefallen. Deshalb gibt es im Bikepark Leogang den Riders Play-

ground, mit rund 10.000 Quadratmetern eine der größten Einsteiger-Anlagen Europas. Schon Sechsjährige lernen auf einfachen Strecken, wie man richtig in Kurven fährt, bremst und Hindernisse überwindet. Der Transport nach oben erfolgt auf Förderbändern. www.spielzeugmuseum.at bikepark.saalfelden-leogang.com

Spielzeug Museum in Salzburg 84 | f rü h l i ng 2018

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Wir sind weg

Niederösterreich

© Museumsdorf (1), MAMUZ (1)

Manche Kinderspiele sind so alt, dass sie fast in Vergessenheit geraten sind. Beim Kinder- und Spielefest am 10. Juni im Museumsdorf Niedersulz werden diese Klassiker zum Leben erweckt. Unter Anleitung können die Besucher Zehnerln und Versteinern, aber auch Evergreens wie Blinde Kuh und Tempelhüpfen spielen. Zwei Naturspielplätze und typische Bauernhof-Tiere bieten weitere Abenteuer. Mehr als 4.600 Jahre alt sind die Pyramiden in Ägypten, und noch immer üben sie eine unbändige Faszination aus. Im MAMUZ Museum in Mistelbach erfahren große und kleine Besucher alles über die riesigen Bauwerke und kriegen sogar eine originalgetreue Grabkammer zu sehen. Workshops für Kinder behandeln außerdem Themen wie die Götterwelt im Alten Ägypten (28. April) und die Hieroglyphenschrift (5. Mai). www.museumsdorf.at www.mamuz.at

Zauberer von Oz

Burgenland Am Neusiedler See wimmelt es von sehenswerten Vögeln. In Rahmen der Messe BirdExperience werden von 14. bis 22. April zahlreiche Exkursionen zur Vogelbeobachtung in der Umgebung des Sees angeboten. Zudem gibt es ein spezielles Programm für Kinder, bei dem spielerisch Wissen über die gefiederten Tiere vermittelt wird. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Am 8. Juni wird der Himmel von Bad Tatzmannsdorf von zahlreichen Heißluftballons bevölkert. Schon ab 17 Uhr erfreuen sich die Besucher am Rahmenprogramm mit Musik, einer Modellflugschau und einem DrohnenRennen. Bei Anbruch der Dunkelheit geht es dann mit der „Nacht der Ballone“ los, die schließlich mit einem Feuerwerk endet. Abhängig vom Wetter, lassen sich auch Ballonfahrten buchen. birdexperience.org bad.tatzmannsdorf.at

BirdExperience

MAMUZ Museum in Mistelbach

© Volksoper Wien (1), Architekturzentrum Wien (1)

Museumsdorf Niedersulz

Wien Das Mädchen Dorothy läuft von zu Hause weg und landet wegen eines Wirbelsturms in einer verzauberten Welt, in der sie sich mit einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem Löwen anfreundet. Die Geschichte vom „Zauberer von Oz“ unterhält seit Generationen und wird nun als Musical in der Volksoper aufgeführt. Die erste Vorstellung findet am 29. April statt, sieben weitere Termine gibt es bis zum 8. Juni. Empfohlen ist das Stück für Kinder ab sechs Jahren. Kann man ein Hochhaus aus Holz bauen? Und welches ist das beste Material für ein Dach? Fragen wie diese bekommen die kleinen Teilnehmer der WorkshopReihe Archikids, die das Architekturzentrum Wien monatlich abhält, altersgerecht beantwortet. Am 14. April geht es beispielsweise um begrünte Fassaden. www.volksoper.at www.azw.at

Archikids Nacht der Ballone f rü h l i ng 2018 |

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© Günther Ippisch (1), BirdExperience (1)

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Wir sind weg

Storytelling Festival

Steiermark Bei warmen Temperaturen lässt sich so gut wie jeder gerne ein Eis schmecken. In der Erlebniswelt Valentino in Deutschlandsberg kann man sogar einen Blick hinter die Kulissen der Eisherstellung werfen. Die Besucher erfahren, aus welchen Zutaten Eis gemacht wird und dürfen natürlich auch verkosten. Führungen sind von Mittwoch bis Freitag um 10 und 12 Uhr nach Voranmeldung möglich. Geschichten gewähren uns auf unterhaltsame Weise Einblicke in eine fremde Kultur. Das Internationale Storytelling Festival, das von 4. Mai bis 2. Juni in Graz und Vorau stattfindet, bietet viele Gelegenheiten, allein durchs Zuhören die Welt zu bereisen. Erzähler aus Österreich, Deutschland, den USA, Argentinien und anderen Ländern fesseln nur mit der Kraft ihrer Worte. www.valentinoeis.at www.storytellingfestival.at

Oswald von Wolkenstein war ein dichtender Ritter, der im 15. Jahrhundert in Südtirol gelebt hat. Ihm zu Ehren findet auch in diesem Jahr von 25. bis 27. Mai in den Gemeinden Kastelruth, Seis und Völs am Schlern der Oswald von Wolkenstein-Ritt statt. Mannschaften aus vier Reitern müssen zu Pferd vier Spiele absolvieren, um die Sieger zu ermitteln. Ein Festumzug und Livemusik unterhalten die Besucher zusätzlich. Eine Parade eröffnet am 8. Juni das Straßenkunstfestival Asfaltart in Meran. Bis zum 10. Juni bieten Akrobaten, Magier, Jongleure, Feuerschlucker und Clowns bei mehr als 200 Aufführungen ihr ganzes Können auf, um die Passanten zu unterhalten. Daneben gibt es einen Kunsthandwerksmarkt und einen Gastronomiestand an der Passerpromenade www.ovwritt.com, www.asfaltart.it

Straßenkunstfestival Asfaltart

Swarovski Kristallwelten in Wattens

Tirol Noch bis zum 11. April liegt bei der Mittelstation Komperdell in Serfaus die Liebe in der Luft. Getreu dem Motto „Love is in the Air“ zeigen Artisten und Skifahrer jeden Mittwochabend ihre erstaunlichen Tricks und Stunts. Dazu gibt es bei der Adventure Night die passende Musik zu hören und Feuerwerke zu sehen – ein Spaß für die ganze Familie! Jede Menge Aktivitäten für Groß und Klein hat auch heuer wieder der Familientag im Reich der Riesen zu bieten. In den Swarovski Kristallwelten in Wattens können sich Kinder auf Hüpfburgen und an Kletterwänden austoben, riesige Seifenblasen machen und im Kristallatelier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Aber auch für die Eltern sind verschiedene Highlights geplant. www.serfaus-fiss-ladis.at kristallwelten.swarovski.com

Love is in the Air

Oswald von Wolkenstein © Kirschner Andreas (1), warovski Kristallwelten (2)

Erlebniswelt Valentino

© Simonmoestl.com (1), Bernd Gruber (1)

Südtirol

© Asfaltart (1), FotoArmin.com (1)

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Science-Museum in Wels

Oberösterreich

Ein abwechslungsreiches Programm verspricht das Hohenemser Kulturfest Emsiana, das von 11. bis 14. Mai stattfindet. Neben Konzerten, Ausstellungen und Lesungen gibt es auch zwei Veranstaltungen, die sich besonders an Kinder richten. Am 12. Mai können die Kleinen bei der Theateraufführung von „Pinocchio“ selbst auf der Bühne stehen, und das Konzert der Groovetrotters am 13. Mai entführt sie in eine faszinierende musikalische Welt. Entlang eines drei Kilometer langen Wanderwegs von Matschwitz nach Latschau, dem Waldrutschenpark Golm, befinden sich nicht weniger als sieben Rutschen. Sie sind zwischen 30 und 80 Meter lang und haben unterschiedlich steile Kurven. Zwischen den Rutschen gibt es Plätze zum Ausruhen. Und auch bei leichtem Regen lohnt sich ein Besuch, da alle Rutschen geschlossen sind. www.emsiana.at www.golm.at

Kärnten Pünktlich zu Ostern hat die Walderlebniswelt in St. Kanzian nach der Winterpause wieder ihre Pforten geöffnet. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern warten auf die Besucher mehr als 75 Attraktionen, darunter ein Baumwipfelpfad auf einer Höhe von 25 Metern, ein unterirdischer Fuchsbau und ein Riesenhüpfkissen. Außerdem können Tiere gestreichelt und Ponys geritten werden. Im ersten Stock des Gerngroß City Centers in Spittal an der Drau befindet sich eine Außenstelle des Museums für Volkskultur: die größte Modelleisenbahn-Anlage Österreichs. Auf 300 Quadratmetern ist eine 600 Meter lange Gleisanlage aufgebaut, auf der Dutzende Zuggarnituren unterwegs sind. Auf ihrer Reise passieren sie Städte und Landschaften, Burgen, Schlösser und Sehenswürdigkeiten. www.walderlebniswelt.at www.museum-spittal.com

Waldrutschenpark Golm

Wassererlebnis Donau-Welt Hohenemser Kulturfest Emsiana © Nicole Vogt (1), Erlebniswelt Eisenbahn (1)

© WGD Donau OÖ Tourismus GmbH-Erber (1), Wels Marketing & Touristik GmbH (1)

Welios, das erste Science-Museum Österreichs in Wels, lädt kleine Entdecker ein, die Themen Naturwissenschaft und Technik zu erforschen. An mehr als 120 Stationen können sie Experimente durchführen und spielerisch lernen. Momentan können Kinder ab acht Jahren in einer Sonderausstellung ab acht Jahren das „Abenteuer Informatik“ erleben. Verschiedene Rätsel und Spiele führen in die Welt des Programmierens ein. Die Donau ist für zahllose Tiere und Pflanzen ein lebensnotwendiger Wohnraum. In Engelhartszell gibt es eine Nachbildung des Flusses im Kleinformat. Aus sechs Stationen besteht das Wassererlebnis Donau-Welt: Vom Ursprung über ihr Dasein als Gebirgsfluss in den Alpen bis hin zur Mündung ins Schwarze Meer lässt sich der Lauf der Donau nachvollziehen und hautnah miterleben. www.welios.at www.donau-welt.at

Walderlebniswelt in St. Kanzian

Vorarlberg

Museum Spittal

© KulturkreisHohenems (1), Philipp Schilcher (1)

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Wir sind weg

Abenteuerland

Tipps

Wenn die Vögel zwitschern und alles blüht und sprießt, kann das nur eines bedeuten: Der Frühling ist da! Ebenso bunt wie der Frühling sind die Freizeittipps, die wir für euch gesammelt haben. von theres arnold VORARLBERG 1) Marmot Family Camp Zelten, Alpennatur genießen und Spaß haben – Familien mit Kindern von 3 bis 13 Jahren können hier jede Menge erleben. Wo: Metzler Käse-Molke Gmbh, Bruggan 1025, 6863 Egg Wann: 18.–21. Mai Wie viel: Erw. € 329,–, Kinder € 229,– www.kleinwalsertal.com TIROL 2) Spielturm, Spielplatz & Labyrinth Drinnen können Kinder ab 4 auf übereinander angeordneten Ebenen verschiedenste Spielerlebnisse entdecken. Draußen gibt es einen riesigen ausgeklügelten Spielplatz und ein Labyrinth in Form einer Hand von André Heller zu erkunden. Wo: Swarovski Kristallwelten, Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens Wann: bis Juni tägl. 8:30–19:30 Uhr, ab Juni tägl. 8:30–21 Uhr Wie viel: Erw. € 19,–, Kinder (6–14) € 7,50, Kinder bis 5 gratis www.kristallwelten.swarovski.com 3) Happyhopp Spaß und Spiel im Indoorspielplatz mit Klettervulkan, Wellen-Rollenrutsche, IndoorFußballfeld, Funshooter Park, Trampolin, Hüpfburg, Go-Kart-Bahn, Rodeo-Bullen, Riesenkletterlabyrinth, Bällebecken, Riesenbausteinen und eigenem Kleinkinderbereich. Wo: Happyhopp, Mooswinkl 7, 6134 Vomp Wann: Di–Fr 13:30–18:30 Uhr, Sa, So und Ftg 10:30–18:30 Uhr Wie viel: Erw. € 4,50, Kinder (2–14) € 9,–, Kinder bis 2 gratis www.happyhopp.at SALZBURG 4) Keltenmuseum Hallein In einem der größten Museen für keltische Geschichte und Kunst in Europa gibt es viel zu entdecken: Begehbare Stollen, Einblicke in Grabkammern, kunstvoller Goldschmuck, seltene Kunstgegenstände und Kulturgüter. Wo: Pflegerplatz 5, 5400 Hallein Wann: tägl. 9–17 Uhr Wie viel: Erw. (ab 27) € 7,50, Kinder (ab 7) € 2,50, Kinder bis 2 gratis www.keltenmuseum.at

5) Schloss und Wasserspiele Die Hellbrunner Wasserspiele sind ein wahres Spektakel, das heute noch genauso erlebt werden kann wie vor über 400 Jahren: mystische Grotten, wasserbetriebene Figuren, tückische Spritzbrunnen und so manche (nasse) Überraschung. Wo: Schloss Hellbrunn & Wasserspiele, Fürstenweg 37, 5020 Salzburg Wann: bis 30. April 9–16:30 Uhr, ab 1. Mai 9–17:30 Uhr Wie viel: Erw. € 12,50, Kinder (4–18) € 5,50, Kinder bis 3 gratis www.hellbrunn.at OBERÖSTERREICH 6) Wildpark Grünau Ein Stück Natur Pur inklusive ungefähr 500 Tieren. Kinder können bei WildparkRätsel-Rallyes für verschiedene Altersstufen ihr Wissen über die heimische Tierwelt unter Beweis stellen. Wo: Fischerau 12, 4645 Grünau im Almtal Wann: ab 1. April 10–16 Uhr Wie viel: Erw. € 9,–, Kinder (6–14) € 6,–, Kinder bis 5 gratis www.wildparkgruenau.at 7) St. Thomas am Blasenstein In dem kleinen Burg-Kirchen-Ort gibt es viel zu entdecken: den Oberen Burgstall,

den luftig’selchten Pfarrer, die Kirche und die Bucklwehluck’, ein Spalt in einem riesigen Granitblock. Wo: Marktgemeindeamt, 4364 St. Thomas am Blasenstein Wann: Führungen ab 1. April, Anmeldung erforderlich +43/7265/54 55 Wie viel: Erw. € 4,–, Kinder (6–15) € 2,–, Kinder bis 5 gratis www.st-thomas.at STEIERMARK 8) Haulyfahrt mit Sprengung Auf dem Hauly, einem 860 PS starken Schwerlastkraftwagen, geht es vorbei an den Hotspots der aktiven Montanindustrie. Höhepunkt: eine Tagbausprengung. Wo: Abenteuer Erzberg, Erzberg 1, 8790 Eisenerz Wann: ab 28. April jeden Do 8:30 Uhr, Anmeldung erforderlich +43/3848/3200 Wie viel: Erw. € 27,–, Jugendliche (15–18) € 23,–, Kinder (4–15) € 15,– www.abenteuer-erzberg.at 9) Lama Picknicktour Nach einer kurzen Lama-Einschulung beim Gehege geht es mit dem eigenen Lama auf eine gemütliche Wanderung inklusive

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© Artur Bodenstein

Wie viel: Erw. € 11,–, Kinder (6–15) € 6,50, Kinder bis 5 gratis www.sonnenwelt.at

reichhaltigem Picknick. Wo: Lama-Touren Rudolf Reiter, 8584 Hirschegg 165 Wann: 12. Mai, 2.+23. Juni jeweils ab 10 Uhr, Anmeldung erforderlich +43/680/212 57 69 Wie viel: Pro Person € 34,– www.lama-touren.at KÄRNTEN 10) Haus des Staunens Wasserorgel, Harfe mit Dopplereffekt, Pendelgeige, Bogenharfe oder das Klangfahrrad regen zum Ausprobieren, Entdecken und interaktiven Spiel an. Auch der Klang-Kunst-Garten mit seinen Soundskulpturen und das harmonikale Licht-Labyrinth können einen ganz schön in Staunen versetzen. Wo: Pankratium Gmünd, Hintere Gasse 60, 9853 Gmünd in Kärnten Wann: ab 5. Mai tägl. 10–17 Uhr Wie viel: Erw. € 9,50, Kinder (15–18) € 6,90, Kinder € 5,90 www.pankratium.at

BURGENLAND 11) Geheimnisvolles Morgenland Hier wird der Mythos Morgenland wieder lebendig: mit über 600 wertvollen Exponaten aus allen Bereichen morgenländischer Kunst und Kultur, originalgetreuen Installationen und großformatigen Fotos. Wo: Schloss Halbturn, 7131 Halbturn Wann: ab 27. April, Di–So und Ftg Wie viel: Erw. € 9,–, Kinder bis 15 € 6,– www.schlosshalbturn.com NIEDERÖSTERREICH 12) Erlebniswelt Sonnenwelt In einer Reise durch die Sonnenwelt kann man sich auf die Spuren der Menschheitsgeschichte begeben, mit eigener Körperkraft Energie erzeugen und Wissen von Jahrtausenden be-greifend entdecken. Die diesjährige Sonderausstellung stellt dar, auf welche Weise erneuerbare Energie gewonnen und genutzt werden kann. Wo: Sonnenplatz 1, 3922 Großschönau Wann: Di–So 9–17 Uhr, Führungen jeweils um 10 und 14 Uhr

13) Kinderbuchhaus Schneiderhäusl Das Kinderbuchhaus ist ein toller Ausstellungs-, Begegnungs- und Entdeckungsort. Neben über 2.000 Büchern zum Schmökern gibt es die Mitmach-Ausstellung „Klipp-klapp: Pop-up“, bei der nicht nur geschaut, sondern auch selbst Hand angelegt werden darf. Wo: Unterer Gries 23, 3281 Oberndorf/Melk Wann: bis Mitte Juni jeden Sa 14–18 Uhr Wie viel: gratis www.kinderbuchhaus.at WIEN 14) Chocolate Museum Vienna Auf einer über 2.000 m² großen Fläche kann hier alles über die Geschichte und Herstellung der Schokolade in Erfahrung gebracht werden. Interaktiv wird ermittelt, wer welcher Schokoladentyp ist. Für besonders interessierte Schoko-Fans gibt es auch Schoko-Workshops. Wo: Wiener Prater, Riesenradplatz 5, 1020 Wien Wann: bis Mai Mo–So 10–18 Uhr, ab Mai Mo–So 10–20 Uhr, letzter Einlass: 1 Stunde vor Schließzeit Wie viel: Erw. € 14,–, Kinder (5–14) € 7,–, Kinder bis 4 gratis www.chocolate-museum.wien f rü h l i ng 2018 |

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© Wikimedia

Pro und Kontra

Kinderzimmer. Aufräumen oder nicht?

PRO Von Peter Draxl

Chaos im Kinderzimmer. Eigentlich entspricht diese Art von Unordnung nicht dem Chaosprinzip. Ein Charakteristikum chaotischer Systeme ist ihre Empfindlichkeit gegenüber der Veränderung der Anfangs- oder Rahmenbedingungen. Somit kann es passieren, dass ein regelmäßiges Verhalten plötzlich in ein unregelmäßiges Verhalten umschlägt. Im Kinderzimmer ist das so was von NICHT der Fall. Das Zimmer ist berechenbar, das Verhalten regelmäßig. Mit dem Eintritt eines pubertierenden Teenagers verändert sich der Raum: von aufgeräumt und sauber in Chaos. Wie diese kleinen Menschen das schaffen, ist mir ein Rätsel. Ich müsste mir einen Plan, ein Konzept erstellen, einen Ablauf erfinden, um binnen dieser wenigen Sekunden einen ganzen Raum in Omaha Beach zu verwandeln. Wir erinnern uns. 6. Juni 1944. Die Landung in der Normandie. Erst schien alles friedlich, der Germane glotzte gelangweilt aus dem Bunker, und urplötzlich verwandelte sich der Strand in ein Chaos sondergleichen. Kinder können das. Es fliegen die Schulsachen, es fliegt die Kleidung, es fliegt das verhasste Hausübungsheft in eine Ecke, es fliegen Jacke, Weste, Socken in eine andere Ecke. Die Schultasche wird auf dem Boden entleert und offenbart fünf Tage alte Pizzareste geschmückt mit stinkendem Turngewand, und wenn ein toter Vogel auch noch dort läge, würde es mich nicht wundern. Goldlöckchen betritt nicht einfach nur ihr Zimmer, sie detoniert darin. Auf die Frage, ob es nicht vielleicht übersichtlicher wäre, hier Ordnung zu halten, ernte ich ein mildes Lächeln. Natürlich muss man hier eingreifen! Was soll man bitte mit einem Teenager über Ordnung und Schmutzwäschetrennung diskutieren? Ich könnte mich auch mit einem Hydranten unterhalten, er würde wahrscheinlich mehr Mitgefühl zeigen. Wenn das Kind morgens in die Schule trottet, erstaunlicherweise sogar äußerst manierlich bekleidet, frage ich mich: Wie macht sie das? Aus diesem Berg an Wäsche und Zeug das rauszufiltern, was noch tragbar ist? Ist das Instinkt? Der Nase nach? Wie findet der junge Mensch bitte ein paar gleiche Socken in dem Chaos? Ich sehe nicht mal mehr das Bett! Also räume ich auf. Jeden Tag. Jeden Morgen. Wie eine Maschine. Sisyphos gleich. Obwohl ich Gottvater Zeus niemals verraten habe, zumindest nicht wissentlich, rolle ich den Stein am Morgen auf den Berg hinauf und sehe am Nachmittag zu, wie er wieder hinunterrollt. Demolition Woman kehrt heim. Fünf Sekunden. Und meine ganze Arbeit ist dahin. Warum mach ich das eigentlich? Um zumindest ein paar Stunden das Gefühl zu haben, irgendetwas unter Kontrolle zu haben. Also bitte, liebe Eltern, räumt auf. Mit einem Hydranten zu diskutieren ist noch frustrierender als Sisyphos zu mimen. Die paar Stunden sind eine schöne Illusion. Ich will sie nicht mehr missen.

KONTRA Von Tanja Werdan

Kinderzimmer aufräumen? Sicher nicht! Warum? Nun, jetzt muss ich weiter ausholen. Ich bin mit einer sehr, sehr, sehr freudigen Aufräumerin aufgewachsen. Es wurden sogar Unterhosen gebügelt und der Schrank sorgfältig nach Farben abgestimmt eingeräumt, geputzt, gewedelt und gesaugt, bis auch das letzte Staubkorn begriffen hatte, dass es bei uns kein Zuhause haben wird, und das Geschirr vor dem Geschirrspüler mit (!) Spülmittel gewaschen. Kurzum: Bei uns war es immer picobello, und wir Kinder, also mein Bruder und ich, waren praktischerweise wegen mangelnder Zufriedenstellung unserer Aufräumdienste von sämtlichen Hausarbeitsdiensten ausgeklammert. Bis zu meiner Pubertät war alles gut, dann kam das übliche Teenagerchaos im Zimmer, und die Beziehung zu meiner Mama wurde auf eine harte Probe gestellt. Gefühlte 100 Hausarreste und mühsame Diskussionen später war noch immer klar, dass der Begriff von Ordnung bei uns so verschieden wie Kuschelrock und Heavy Metal ist. Mit 21 wurde ich Mutter, und plötzlich war da ein kleiner Mensch, der mein Chaos noch potenzierte. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als ordnungsliebender zu werden, wobei meine Tochter in ihrer „schlimmen“ Teenagerzeit meine Mutter/Tochter-Erfahrungswerte zu diesem Thema ordentlich auf die Probe stellte. Nicht nur einmal hat sie erzürnt gefragt, warum ich ihr Lieblingsleiberl oder ihre Lieblingsjean nicht gewaschen habe. „Schatz, weil ich in der Fülle der schmutzigen Kleidung am Boden nicht wühlen wollte, und außerdem müsste ich zuerst einen Parcours mit hohem Schwierigkeitsgrad überwinden, um überhaupt zu deinem Kleiderhaufen zu kommen.“ Manchmal habe ich mich aber schon gefragt, ob ihr System patentfähig werden könnte, denn suchte sie im letzten Moment Schularbeiten zum Unterschreiben oder einen Minischmuckanhänger, wurde alles sekundenschnell gefunden. Klar hatten wir auch Streit, wenn das Chaos sogar für mein Empfinden zu extrem war. Aber ich hatte immer im Hinterkopf, dass meine Tochter panische Angst vor Kleinviechern hat – somit war klar, dass mein kleiner Aufräumrebell es nie bis auf die Spitze treiben würde. Als sie mit 21 beschloss, in eine WG zu ziehen, prognostizierte meine Mama, dass ihr Enkelkind mit Sicherheit ein Problem mit ihren Mitbewohnern wegen ihrer Ordnung bekommen wird. Aber nichts passierte – außer, dass ich plötzlich von Putzplänen und praktischen Ordnungssystemen hörte. Sie hatte offenbar gelernt, ihr Chaos auf ein sozial verträgliches Maß zu reduzieren. Oder wie ich meine: Sie ist einfach erwachsen geworden.

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