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Immer perfekt aufgedeckt.

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EDITORIAL TANJA HOLZ

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eltuntergangsszenario der Superlative: Godzilla und Co. können einpacken, denn am Meeresgrund des Pazifiks öffnen sich Spalten, die bösartige außerirdische Kaiju-Monster auf die Erdoberfläche loslassen. Um der immer stärker werdenden Bedrohung aus den Tiefen der Meere Einhalt zu gebieten, entwickelt die Menschheit Jaeger-Supermaschinen, die sich mit den Kaiju ein spannendes Battle um die Kontrolle der Erde liefern. Falls euch die Geschichte irgendwie bekannt vorkommt, seid ihr auf der richtigen Spur, denn hierbei handelt es sich um die Storyline des Kassenschlagers Pacific Rim von Guillermo del Toro aus dem Jahr 2013. Und ja, ihr wisst es wahrscheinlich schon längst: Der Kampf um das Überleben der Menschheit geht endlich in die nächste Runde! Ganze fünf Jahre sind vergangen, doch am 23. März hat das lange Warten ein Ende, denn da kommt der Nachfolger Pacific Rim: Uprising endlich in die österreichischen Kinos. Die Handlung setzt zehn Jahre nach dem Abwenden der ersten Katastrophe an, und Hauptdarsteller John Boyega und Rinko Kikuchi haben alle Hände voll zu tun, den Kaiju erneut Einhalt zu gebieten. Mit von der Partie ist außerdem Scott Eastwood, und auch altbekannte Gesichter wie Charlie Day (Kill the Boss) und Burn Gorman (The Dark Knight Rises) geben sich erneut die Ehre. Regie führte diesmal Steven S. DeKnight, der mit Pacific Rim: Uprising sein Spielfilm-Debüt hinlegt. Wieso del Torro das Regiezepter abgab? Nun, zeitgleich zu den Dreharbeiten des Pacific-Rim-Sequels stand die Produktion seines Filmes Shape of Water – Das Flüstern des Wassers auf dem Programm, und del Toro musste Prioritäten setzen. Bei ganzen dreizehn Oscarnominierungen und vier eingeheimsten Trophäen –

unter anderem für Bester Film und Beste Regie – sind wir uns aber ziemlich sicher: Del Torro bereut die Entscheidung nicht. Ganz im Stich ließ er die Pacific Rim: Uprising-Crew aber zum Glück auch nicht, arbeitete er doch immerhin am Drehbuch und als Produzent am Film mit. Weiterer Fun Fact am Rande: Für Regisseur Steven S. DeKnight und Schauspieler Nick E. Tarabay, Dustin Clare und Daniel Feuerriegel ist Pacific Rim: Uprising eine Wiedervereinigung: Die vier arbeiteten bereits in der Serie Spartacus zusammen. So, jetzt aber genug Gossip: Wer wissen möchte, wie die Schlacht der außerirdische Monster gegen die Jaeger-Maschinen diesmal ausgeht und wie sich DeKnight als Spielfilmregisseur so macht, sollte sich Pacific Rim: Uprising auf keinen Fall entgehen lassen. Das Prädikat Sehenswert vergeben wir diesen Monat auch an die Tragikomödie Lady Bird, die ab 19. April bei uns ins Kino kommt. Schauspielerin Greta Gerwigs (Frances Ha, Wiener-Dog) Regiedebüt heimste ganze vier OscarNominierungen ein – unter anderem in der Kategorie Beste Regie. Präsentieren durfte den Preis keine Geringere als Emma Stone, die just einen medialen Aufschrei auslöste, als sie es wagte, die Nominierten mit den Worten „These four men, and Greta Gerwig“ zu bezeichnen. Wieso der ganze Trubel? Nun, unter den vier nominierten Männern befanden sich zwei, die Minderheiten angehören und Stone wurde scharf dafür kritisiert, deren Leistungen außer Acht zu lassen. Apropos Auszeichnungen: Weniger harsch ging es zum Glück bei den Golden Globes zu, wo sich Lady Bird-Hauptdarstellerin Saoirse Ronan über einen Gewinn als Beste Hauptdarstellerin freuen durfte. Also, wer das preisgekrönte Meisterwerk nicht verpassen möchte: Ab ins Kino!

Monsters größter Albtraum: Scott Eastwood macht – nicht nur – auf Kaijus Jagd: Pacific Rim: Uprising

LET’S CEE Filmfestival Große cineastische Meisterwerke aus Zentralund Osteuropa gibt’s von 13. bis 22. April in Wien und von 20. bis 22. April in Graz, Salzburg und Villach zu sehen. Mehr dazu ab Seite 56.

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CONTENT MOVIE 025 Opening Credits 026 Leinwandflirren 028 ÜBERLEBEN Pacific Rim 030 A Quiet Place 034 Ready Player One 035 Unsane 036 Steig.Nicht.Aus! 038 Pio 040 Ghostland 040 Vor uns das Meer 041 BÖSE SPIELE I, Tonya 042 Verpiss dich, Schneewittchen 044 Die letzte Party deines Lebens 044 Gringo 045 BESCHÜTZERINSTINKT Midnight Sun 046 Der Sex Pakt 047 LEBENSKRISEN 3 Tage in Quiberon 048 Im Zweifel glücklich 048 Lady Bird 049 LEBENSALTER Zwei Herren im Anzug 050 Das Etruskische Lächeln 050 Lucky 051 KIDS & FAMILY Peter Hase 052 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer 054

051 ARTHAUS 056 LET‘S CEE Film Festival 2018 060 Nicht von schlechten Eltern 060 The Woman Who Left 060 Die Sch’tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen 060 Loveless 060 Jeannette – Die Kindheit der Jeanne d‘Arc 061 The Death of Stalin 061 Das Mädchen aus dem Norden 061 Der Bauer zu Nathal – Kein Film über Thomas Bernhard 061 MET Opera im Cineplexx-Kino HEIMWERK 062 Filmkost 063 Home Entertainment 064 Neue Serien 065 Cineplexx2go – Video on Demand

SCOTT EASTWOOD. AMANDA SEYFRIED. JOHN BOYEGA. EMILY BLUNT. MATT DAMON. BEN STILLER. CLAIRE FOY. COLIN FIRTH. DAVID LYNCH. MARGOT ROBBIE. RACHEL WEISZ.

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CONTENT

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STARSTYLE 009 Gossip: Lass es raus! Fashion News Vielen Dank für die Blumen! In die Schuhe, fertig, los! Beauty News Mann, riechst du gut! Kleine Schnupperstunde

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MUSIC 067 New Releases Jesper Munk Steaming Satellites Glasperlenspiel

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Zwischensequenz Devil May Cry HD Collection God of War Agony

083 PLANER 084 084 085 086 088 089 090 092

Volbeat Dance with The Dead & Daniel Deluxe Interpol Surf Worldcup 2018 Banked Air in Ischgl Argus Bike Festival am Rathausplatz Eventplaner Wien Eventplaner Bundesländer

096 Rocker: Flugsand

JESPER MUNK. GLASPERLENSPIEL. THE BASEBALLS. MARLON WILLIAMS. INTERPOL. VIECH. MIA. JOAN AS POLICE WOMAN. STEAMING SATELLITES. MIRIAM BRYANT. DAVID BYRNE.

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15 SEITEN DOT.STARSTYLE Er hat Victoria geheiratet, gewann mit Manchester United das legendäre Triple und wurde erstmals Papa – 1999 war ein prägendes Jahr für David Beckham. So prägend, dass er danach seine neue Pflegelinie benannt hat. „House 99“ bietet alles, was Mann so brauchen kann: insgesamt 18 Produkte mit den Powerwirkstoffen Quinoa- und Spirulina-Extrakt, von Bartpeeling und Rasiercreme über Shampoo und Haargel bis hin zu Feuchtigkeitscreme und Deo. Z.B. „Going Big. Thickening Daily Shampoo“ um ca. € 15,–, „Bold Statement. Tattoo Body Moisturizer SPF30“ um ca. € 25,–, „Get Groomed. Purifying Beard Scrub“ um ca. € 20,–, „Greater Look. Face Moisturizer“ um ca. € 29,95. Erhältlich in ausgewählten Müller-Filialen und Barbershops sowie online auf: www.douglas.at/house99

Gut auszusehen, wenn man ein Team um sich herum hat, das einem in jeder Lebenslage den optimalen Look verpasst – das ist wirklich nicht schwer. Trotzdem ziemlich cool, wie Rita Ora da im Flugzeug auf Vorderfrau gebracht wird. Mit Fassung und Würde trägt Helen Mirren ihr Los: Sie bekommt backstage den letzten Schliff. Wie gesagt, so sieht man schnell mal gut aus. Andererseits – der viele Stress ...

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Leichte Übung ...

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Lass es raus!

Ist doch schön, wenn man seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Das gilt für uns Normalsterbliche ebenso wie auch für all die Stars und VIPs.

Becks, altes Haus! Einfach mal gemütlich eine Runde mit dem Boot in den Sonnenuntergang cruisen. Man gönnt sich ja sonst eh nix. Da darf man ruhig ein wenig Selbstzufriedenheit zeigen.

OMG, wie süß: P!nk bringt ihrem Wonneproppen schon früh bei, wie gesunde, frische Nahrung aussieht. Andererseits – vielleicht leisten sich die beiden einfach einen Cheat Day.

© Photo Press Service

Nein, wir versuchen jetzt nicht, anhand des von Heidi Klum selbst angebrachten Zensurherzens auf die Form ihrer Brüste rückzuschließen. Sicher nicht.

Ja, genau: bisserl rauchen, bisserl Stinkefinger. Die Jugend von heute! Oops, so jung sind Norman Reedus und Jeffrey Dean Morgan von The Walking Dead gar nicht. Ihr Zombies!

Man muss sich einmal vorstellen, wie anstrengend jeder Dusch- und Badevorgang für Christina Aguilera sein muss. Sie macht das nämlich immer so, auch wenn keine Kamera in der Nähe ist. Bill Cosby auf dem Weg zum Gericht. Er hat gut lachen: Sein Tablettenvorrat reicht locker für drei Richterinnen und 12 Geschworene. Das wird easy.

AH JA, APROPOS BRÜSTE: AUCH MODELSTAR EMILY RATAJKOWSKI HAT WELCHE – SOGAR GLEICH ZWEI DAVON. UND SIE KOMMT GANZ OHNE ZENSURKLEBER AUS.

Jared Leto zensiert sein Gesicht auch lieber selbst. Dennoch: Irgendwie passt ihm das gar nicht schlecht.

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Halle Berry geht auf die 52 zu und sieht fantastisch aus. Von ihrer Fitness könnten sich auch wesentlich Jüngere ein Scheibchen abschneiden. Charli XCX zeigt uns, wie eine alternative Version von Indiana Jones aussehen könnte. Dieses Remake dürfte wohl seine Fans finden.

Tja, um Miley Cyrus ist immer ein G‘riss. Für sie sind analoge Festnetzapparate natürlich voll spannend – das war ja alles vor ihrer Geburt.

ALLES GUTE, JUSTIN: UNSER BIRTHDAY-BIEBER STELLT SICH GEPFLEGT SEIN GEBURTSTAGSESSEN INS GESICHT. SEIN HAIRSTYLIST HAT OFFENBAR SCHON AM VORTAG AUSGIEBIG GEFEIERT. ODER GEKÜNDIGT. Ha, das waren noch Zeiten, als der blutjunge Elyas M’Barek in der trashig-genialen TV-Serie Türkisch für Anfänger den Macho Cem gab. Gute zehn Jahre ist das bereits her! Doch seine Meisterprüfung in schauspielerischer Hinsicht legte er wohl mit der erfolgreichen Komödie Fack Ju Göhte ab. Der sympathische Elyas schafft stets den schwierigen Spagat zwischen Arroganz und Liebenswürdigkeit und hat sich längst einen Stammplatz vor der Kamera gesichert.

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Komm raus da aus dem Mistkübel, Sam Smith – wir finden dich und deine Musik definitiv nicht Müll. Aber der Strohhut ...

Bereits legendär: Der aktuelle Mugshot von Heather Locklear. Der Star aus Melrose Place wurde handgreiflich und legte sich mit ihrem aktuellen Lebensgefährten und ein paar Cops an.

So eine Gitarre ist schnell signiert, dachte sich Lana del Rey. Damit hat sie prinzipiell recht – ob es allerdings sinnvoll ist, auf der eigenen Klampf‘n zu unterschreiben?

Aus unserer beliebten Serie „Hätten Sie’s gewusst?”: Es ist die 14-jährige Amber Rose, die hier in die Kamera lacht. Okay, sie lächelt. Na gut, auch nicht wirklich. Blue Steel! Remington!

Nach einem Grand Prix, knapp nach der philosophischen Diskussionsrunde und dem Austausch mit Mathematikern gelüstet es Lewis Hamilton nach ein paar Akkorden am Piano. Verständlich.

© Photo Press Service

GEH, ADAM LEVINE! DAFÜR IST ES DOCH NOCH VIEL ZU FRÜH! ABER ER ZEIGT DEM SENSENMANN EH DEN FINGER. Nick Nolte holt sich morgens in Malibu seine Ration Vitamine vom Edel-Greißler. Und das ist ausnahmsweise kein Schmäh.

Nichts auf der Welt – kein Reichtum, keine Familie, keine sexuelle Erfüllung – kann einen Menschen so glücklich machen wie eine frische, heiße Pizza. Gell, Chiara Ferragni?

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Früh übt sich, wer dem anderen das Gesicht fachgerecht plätten will: Conor McGregor schult seinen Nachwuchs ein.

Alles richtig gemacht, Milla Jovovich! Ihr Gärtchen bereitet ihr wirklich Freude. Schade, dass man die fetten Blüten abseits der Kamera nicht sieht: Silver Haze, Lila Kush, Super Skunk ... I’m a Barbie girl, in a Barbie world – oops, das ist ja Jennifer Lopez! Spätestens jetzt ist sie wieder in ihrer Kindheit angelangt.

Die nächste Runde unseres beliebten Ratespiels: Ja, genau – das sind Kris Jenner und Kourtney Kardashian. Süüüüß!

Da kann man sich doch ruhig ein Törtchen oder zwei gönnen: Reese Witherspoon feiert den Erfolg ihres Lifestyle Brand Draper Jones.

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Gute Neuigkeiten für alle PiCK UP! Fans: Vier beliebte PiCK UP! Sorten in einer praktischen Box – zwei bekannte und zwei neue minis-Sorten. Unsere Freunde und Familien sind alle verschieden und haben unterschiedliche Vorlieben. Das macht sie interessant und das Leben bunt. Wenn sie zusammenkommen, soll keiner leer ausgehen. Deshalb hat der praktische PiCK UP! minis MiX viele leckere Varianten, die alle glücklich machen. In der neuen PiCK UP! minis MiX Box sind außer den bekannten minis CHOCO und CHOCO & MILK jetzt die neuen Sorten BLACK‘N WHITE und TRIPLE CHOC am Start – alle in fünffacher Ausführung. Und alle in einer coolen Box, die man einfach hinstellen und aufk lappen kann – fertig ist der knackige Vielfalt-Mix zum Teilen. Die Box

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ist auch perfekt als Mitbringsel für die nächste Geburtstagsparty, den bevorstehenden Mädelsabend, das Gaming Get-together oder den gemütlichen Fernsehabend mit Freunden. Geteilte Freude ist da doppelte Freude, oder sogar vierfache. Unter www.pickup-arena.com erwartet PiCK UP! Fans eine Auswahl an MiniGames, die die

kleinen Keksriegel-Stars zum Mittelpunkt haben. Geschicklichkeit und Tempo sind gefragt, um in den verschiedenen Levels den Highscore zu knacken. Wer sich gut eingespielt hat, kann hier um Ruhm & Ehre oder einen Eintrag in die Bestenliste fighten und attraktive Giveaways gewinnen. DOT.GOSSIP 13

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Das herzige Jungschweinderl oszilliert dank Miley emotional zwischen nackter Panik und totaler Verzückung. Wir auch.

Chiara Ferragni again: Die Pizza von der vorletzten Seite hat der innigen Beziehung zu ihrem Boyfriend jedenfalls nicht geschadet. Das Gute ist, dass man Knoblauch auf Fotos nicht sehen kann.

Ostern kommt; der Tisch will gedeckt und die Mäulchen gefüttert sein: Geri Haliwell kocht leidenschaftlich gerne!

EGAL, DANN KÜSS ICH MICH HALT SELBER, DACHTE SICH RITA ORA. SCHMATZ!

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Man kann von Camilla und Charles halten, was man will, aber irgendwie muss es wohl tatsächlich Liebe sein, wenn nach so vielen Jahren noch ein zärtliches Küsschen drin ist. Weitermachen!

Unser Kanzler hatte unlängst einen Termin mit Papst Franziskus. Angeblich herrschte eine sehr herzliche, fast schon intime Atmosphäre. Dritte Runde unseres Ratespiels! Na, schon draufgekommen, wer sich da den Nasenmann gut schmecken lässt? Genau, die kleine Bella Hadid ist es.

Einmal in unserem Leben wollen wir es auch so gemütlich haben wie der Koala im Arm von Chris Hemsworth. Perfect Match!

The Miracle of Love: Man beachte den erwartungs- und hingebungsvollen Blick von Ex-US-Senator Bob Dole, als sich D. Trump fast schon lasziv zu ihm beugt. Pure Lust! 14 DOT.GOSSIP

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Wenn das mal ihr Präsident sieht: Ist Khloe Kardashians Baby doch nur ein China-Fake? Wie sieht es dann mit Strafzöllen aus? Spannend.

DER KLEINE KANN SCHON ORDENTLICH WAS HERZEIGEN: DER SOHN VON CR7 TRAINIERT BRAV!

Irgendwie haben wir es immer schon geahnt – mit diesem Bild wird der unheimliche Verdacht nun zur spektakulären Gewissheit: Sehen Sie nun Dwayne „The Hulk“ Johnson!

Vorbildlich: Das Supermodel a. D. Christy Turlington hält sich fit mit einem gepflegten Marathon. Das finden nicht nur wir, sondern sichtlich auch die Laufkolleginnen cool.

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FASHION

IM ZEICHEN DES KRANICHS

Kooperationen stehen beim Label Q/S designed by an der Tagesordnung. Nach DJ Robin Schulz letztes Jahr ist 2018 Stefanie Giesinger dran. Noch bis Juni gibt es jeden Monat einen Lieblingslook des Social Media-Darlings. Stefanies März-Outfit steht ganz im Zeichen von Denim: Mom-Jeans mit Kranich-Stickerei plus passende Jacke. Um je € 69,99. www.qs-designedby.com

GUTE-LAUNE-BRINGER

Wenn hier wer die Bezeichnung „Eyecatcher“ verdient hat, dann ja wohl diese drei. Ananas, Funktelefon und Kaktus fungieren als Handtaschen und mischen garantiert jedes Outfit auf. Gesehen bei Peek & Cloppenburg um € 24,99 (Telefon) bzw. € 49,99 (Ananas & Kaktus). www.peek-cloppenburg.at

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Vielen Dank für die Blumen!

Wir wollen es ja nicht verschreien, aber: Langsam machen sich Frühlingsgefühle breit. Die üppig geblümten Kleider mit Vintage-Touch tragen das Ihre dazu bei.

C&A Kleid mit Kragen und Volants um € 24,90, www.c-and-a.com

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ORSAY Satinkleid mit Blumenprint um € 39,99, www.orsay.com

VERO MODA Kleid mit V-Ausschnitt um € 29,99, www.veromoda.com ONLY Wickelkleid mit Blumenranken um € 49,99, www.only.com

TOM TAILOR DENIM Rotes Flower-Kleid um € 59,99, bei www. peek-cloppenburg.at

Das beste Aushängeschild für ihr

EDC BY ESPRIT Kleid mit Ballonärmeln um € 59,99, www.esprit.at

Modelabel Draper James ist immer PIECES Geblümtes Kleid mit ¾-Ärmeln um € 39,99, www.pieces.com

noch sie selbst: Reese Witherspoon scheint sich in ihrer blumigen Kreation wohlzufühlen. DOT.STARSTYLE 17

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In die Schuhe, fertig, los!

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Schlank, zart und minimalistisch war gestern. Jetzt müssen Sneakers breit, dick und klobig sein, kurz: „ugly“. Hailey Baldwin liebt die Zeitreise in die 90er. 90’S KID „Nike Air Max 95 Premium“ um € 170,–, www.nike.com

Und was darf’s diesen Frühling sein? Schuhe im Metallic Look, Ugly Sneakers, Espadrilles oder Slipper – wer mit dem Trend gehen will, tut dies am besten darin ...

ÜBER BORDEAUX Leder-Espadrilles von Kiomi um € 59,95, bei www.zalando.at

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Alle Zeichen auf Sommer: Alessandra Ambrosio läutet mit luftigem

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GLITZERFLITZER Plateau-Slipper von Buffalo um € 79,90, www.buffalo.at

Preis: Elle Fannings Slipper von Miu Miu kosten stolze 950 Dollar. Dafür läuft es sich besonders bequem

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darin ... oder?

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Kleine Schnupperstunde Wenn die ersten Knospen blühen und der Frühling langsam zurückkehrt, ist es Zeit für einen Schichtwechsel im Parfümregal. Bye-bye, ihr schweren Winterdüfte, hallo, ihr blumigen, fruchtigen und frischen Neulinge!

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Für „Mon Guerlain Florale“ ließ sich Angelina Jolie in der französischen Provence fotografieren. Dort wächst der Carla Lavendel, der gemeinsam mit Sambac Jasmin, Pfingstrose und Vanille die Hauptrolle im

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blumig-sinnlichen Duft spielt.

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DAVID OYELOWO

CHARLIZE joel THEROn edgerton

AMANDA SEYFRIED

THANDIE NEWTON

und

SHARLTO COPLEY

ODER DIE TOTAL ABSURDE GESCHICHTE WIE AUS HAROLD „HARRY“ WURDE

Ab 6. April im Kino


41 SEITEN DOT.MOVIE Fremde Welten

Jeff Vandermeers „Auslöschung“, Teil 1 seiner „Southern-Reach-Trilogie“, war wie für die Leinwand gemacht: Der Roman erzählte von einem rätselhaft mutierten Stück Welt, das seit einem etwa 30 Jahre zurückliegenden „Ereignis“ eigenen Regeln gehorchte. Eine Anthropologin, eine Landvermesserin, eine Psychologin und eine Biologin brachen zu einer Expedition auf – die elf Expeditionen vor ihrer endeten tödlich –, um das kontaminierte Gebiet zu untersuchen. Vandermeer beschrieb eine schillernde, taktile Welt, die man unbedingt sehen wollte. Jetzt ist es so weit: Der großartige Alex Garland (Ex Machina) inszeniert. Wermutstropfen: Wir können seine Vision nicht auf der Leinwand erleben, Auslöschung – Annihilation landet direkt bei Netflix.

Bekannte Räume

© Netflix, Polyfilm

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as Filmhaus am Spittelberg – seit 1995 in der Spittelberggasse 3 in Wien zu finden – sperrt am 6. April als „Filmhaus. Kino am Spittelberg“ wieder auf. Das Filmcasino wird damit einen zweiten Standort bespielen, eröffnet wird mit Lucky und einem Tribute an den 2017 gestorbenen Hauptdarsteller Harry Dean Stanton. www.filmhaus.at

PACIFIC RIM: UPRISING. A QUIET PLACE. READY PLAYER ONE. UNSANE. JIM KNOPF. LADY BIRD. LUCKY. GRINGO. MIDNIGHT SUN. 3 TAGE QUIBERON. PETER HASE. I, TONYA. DAS ZEITRÄTSEL.

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

Opening Credits

Bestenliste In Steven Soderberghs Unsane wird Claire Foy in der geschlossenen Anstalt festgehalten. Andere Institutionen für die Ewigkeit: Einer flog über das Kuckucksnest (1975) Jack Nicholson will als R.P. McMurphy seine Haftstrafe (wegen Verführung einer Minderjährigen) auf gemütliche und interessante Weise absitzen, holt Frauen, Wetten und Rebellion in den Anstaltsalltag. Die Rechnung, die Regisseur Miloš Forman präsentiert, ist drastisch: eine Lobotomie.

„Do you remember this? Tickle Man? You used to love this!“ – Sprach der Vater und stürzte sich auf seinen Sohn im Teenageralter: Kitzelattacke. Troy erinnert sich natürlich nicht. Dass der Vater, Brad, gerade einen Angriff aufs Zwerchfell startet, kann auch als Entlastungsübung für sich selbst verstanden werden: Brad (Ben Stiller) befindet sich in Im Zweifel glücklich nicht nur auf einem Collegebesichtigungsroadtrip mit Troy, sondern vor allem in einer ausgemachten Lebenskrise: Er fühlt sich als der weltgrößte Versager, und Lachen dient be-

TRIVIA Wir sehen eine abgekämpfte Frau (Musikerin FKA Twigs) auf ihrem Heimweg. Ihre kleine Wohnung, ihre Welt vergrößert sich, als Spike Jonze (Being John Malkovich) mit seiner cleveren Werbung für den HomePod von Apple loslegt und den Raum zu dehnen beginnt: Was für ein Bühnenraum sich hier ausrollt, be-

kanntermaßen der Erleichterung. Gleichzeitig wurde Kitzeln bereits bei den alten Römern als Foltermethode eingesetzt. Ist die freundlich getarnte Attacke also auch ein unterbewusst aggressiver Akt? Wo sich der Spaß-Angreifer doch auch mit der Angst auseinandersetzt, dass er selbst auf seinen Sohn eifersüchtig sein könnte? Jedenfalls läuft die Kitzelattacke anders ab als in Brads Erinnerung: Troy kann seinen Vater inzwischen hochheben und zurückschlagen. Erleichternd für Brad, ja, aber verdammt: Er hat noch viel mehr Entlastung nötig – siehe auch Seite 48.

I’m a Cyborg, But That’s OK (2006) Park Chan-wook (Oldboy) erzählt in Pastelltönen von der Liebe: Il-sun, der glaubt, anderen Charakterzüge stehlen zu können, trifft auf Young-goon, die sich für einen Cyborg hält.

„I was loved for a minute, then I was hated. Then I was just a punch line.“ – Tonya Harding lässt sich in „I, Tonya“ erklären

© Filmladen, Apple

Euphorischer Moment: Kitzeln

Shutter Island (2010) Leonardo DiCaprio hat nach dem Verschwinden einer Patientin als ermittelnder US-Marshall einiges im Ashecliffe Hospital auf Shutter Island zu tun, Regisseur Martin Scorsese lässt ihn lange darüber im Dunkeln, weswegen er wirklich hier ist – und welche Dämonen es auszutreiben gilt.

geistert – und die charmante FKA Twigs fegt nach der deprimierten Aufforderung „Hey Siri, play me something I’d like“ zu „’Til it’s over“ von Anderson .Paak in einer euphorisierenden Choreografie durch die bunte, verschachtelte Szenerie. Das ist keine Werbung, das ist ein kleines Kunstwerk.

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Leinwandflirren Now and then: Gary Oldman

1997

2002

HOP & DROP Traumabewältigung „This is the home stretch. Nothing could possibly go wrong now“, moderiert Jimmy Kimmel scherzend die Vergabe des Oscars für den besten Film ein, wurde im Vorjahr doch kurz La La Land bejubelt, wo eigentlich Moonlight gemeint war. Den Präsentatoren Faye Dunaway und Warren Beatty war damals das falsche Kuvert ausgehändigt worden. Heuer waren die beiden erneut geladen, nennen wir es Traumabewältigung. Sie witzelten über das Wiedersehen, ehe der Titel Shape of Water fiel. Regisseur Guillermo Del Toro bedankte sich allerdings erst, nachdem er das Gewinnerkärtchen überprüft hatte. Mit Konkurrenz wie Call Me By Your Name und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri waren dies wohl berechtigte Zweifel.

© PPS Vienna, instagram.com/amyschumer

Unter den Nominierten befand sich starke Konkurrenz wie Daniel Day Lewis (mit seiner angekündigt letzten Filmrolle in Der seidene Faden) und Daniel Kaluuya (für seine Darstellung im Rassismus thematisierenden Thriller Get Out). Und trotzdem konnte sich Gary Oldman, der kürzlich schon einen Golden Globe entgegennahm, durchsetzen. Selbst in einem Jahr, in dem auf Diversität gesetzt wurde und #metoo bzw. „Time‘s up“ omnipräsent waren, Oldman sich mit Missbrauchsvorwürfen seiner Ex-Frau konfrontiert sieht und vor ein paar Jahren mit rassistischen und sexistischen Äußerungen von sich reden machte. Oldman, der 2012 für Dame, König, As, Spion bereits nominiert war, wurde für seine Darstellung des Winston Churchill in Die dunkelste Stunde zum besten Hauptdarsteller ernannt. Er dankte seiner Mutter.

IN PRODUCTION

2008

LOVE INTEREST

Die Hochzeit kam wohl nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für die rund 80 geladenen Gäste (darunter Larry David und Jennifer Aniston) überraschend: Nach drei Monaten Beziehung sagten Comedian Amy Schumer und Küchenchef Chris Fischer Ja zueinander. Als Trauzeugin war Jennifer Lawrence im Einsatz.

2018

Matthew McConaughey wird für Harmony Korine (Spring Breakers) in The Beach Bum zum rebellischen Kiffer. Seth Rogen versucht als Titelheld Flarsky, ein unterbeschäftigter Journalist, endlich seine Jugendliebe und frühere Babysitterin (Charlize Theron) zu erobern – die allerdings inzwischen zur Außenministerin aufgestiegen ist. Lucas Hedges bzw. Ben is Back: Ein verlorener Sohn überrascht seine Familie über die Weihnachtsfeiertage – die Mutter (Julia Roberts) ahnt, dass die Heimkehr einen Haken hat. Regie führt Hedges‘ Vater Peter (Pieces of April). Anna Kendrick versucht als MamaBloggerin in A Simple Favor das Verschwinden ihrer besten Freundin (Blake Lively) aufzuklären. Regie: Paul Feig.

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COLUMBIA PICTURES UND SONY PICTURES ANIMATION PRÄSENTIMUSIKEREN IN ZUSAMMENARBEIT MIT 2.0 ENTERTAINMENT EINE ANIMAL LOGIC ENTERTAINMENT/OLIVE BRIDGE ENTERTAINMENT PRODUKTION EIN WILL GLUCK FILM „ PETER RABBIT KOSTÜMPRODUKTIONSSUPERVISION WENDE CROWLEY MUSIK DOMINIC LEWIS DESIGN LIZZY GARDINER SCHNITT CHRISTIAN GAZAL JONATHAN TAPPIN ROSE BYRNE DOMHNALL GLEESON SAM NEI L L DESIGN ROGER FORD KAMERA PETER MENZIES, JR. ACS EXECUTIVE SCREEN STORY PRODUCERS DOUG BELGRAD JODI HILDEBRAND CATHERINE BISHOP SUSAN BOLSOVER EMMA TOPPING ROB LIEBER JASON LUST JONATHAN HLUDZINSKI UND DREHBUCH ROB LIEBER UND WILL GLUCK PRODUZENTEN WILL GLUCK ZAREH NALBANDIAN REGIE WILL GLUCK #PeterHaseFilm www.sonypictures.at

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TEXT: MAX GFRERER

Grauen aus einer anderen Dimension

ÜBERLEBEN

Effektreich und bildgewaltig wird „Pacific Rim“ fortgesetzt, und die Feinde sind diesmal nicht ausschließlich Kaijus.

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ie kamen aus der Tiefe. Jeder dachte, dass der Schrecken am Meeresgrund lauerte und von dort emporstieg. Doch das Unheil hatte nichts Irdisches. Über eine Erdspalte im Pazifischen Ozean, den sogenannten „Breach“, verschafften sich die außerirdischen Kaijus Zugang von einer anderen Dimension zur Erde, um diese zu unterwerfen. Zum Glück gab es die sogenannten „Jaeger“, riesige Kampfmaschinen, die von mindestens zwei Menschen gesteuert werden müssen und den Monstern kräftig in den Arsch traten. Da aber immer wieder neue,

noch stärkere Viecher aus dem „Breach“ kletterten, musste das Plagen-Problem an der Wurzel gepackt werden. Und was tut man, wenn alle Stricke reißen? Man greift zur guten, alten Nuklearsprengkraft, lässt diese mittels heroischen Menschenopfers in der Spalte detonieren und versiegelt damit das Tor zur anderen Welt. Pacific Rim war sicher kein Fall für den Drehbuch-Oscar. Ebenso wenig verlangte der Film seinen namhaften Darstellern schauspielerische Höchstleistungen ab. Die Stars waren sowieso die gigantischen Kaijus und ihre nicht minder imposanten blechernen Widersacher. Und genau daran erfreute sich das Publikum, denn hier bekamen die Leute auf technisch sowie optisch extrem hohem Niveau zu sehen, wie sich Monster und Maschine gegenseitig die Fresse polieren. Michael Bay hat vermutlich fleißig sein Notizbuch

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malträtiert. Eine gewisse Seelenverwandtschaft mit den Transformers-Krachern ist nämlich nicht von der Hand zu weisen. Vor allem bei der Zielgruppe wird definitiv im selben Teich gefischt. Fürs Auge war bei Pacific Rim jedenfalls eine Menge Zucker dabei, schließlich inszenierte den Spaß niemand Geringerer als Guillermo del Toro (Hellboy – Die goldene Armee). GEFÄHRLICHER DENN JE Der mexikanische Ausnahmeregisseur, der sich vor Kurzem (für Shape of Water) seinen ersten Oscar abholen durfte, hat für die logische Fortsetzung Pacific Rim: Uprising die Zügel an den Langfilm-Debütanten Steven S. DeKnight übergeben, blieb dem Team jedoch als Produzent treu. De Knight hat bisher nur Erfahrung bei der Inszenierung diverser Folgen von Angel, Smallville und Marvel’s Daredevil

gesammelt, setzt aber del Toros Bildsprache aus Teil eins nahtlos fort. Ansonsten wird selbstverständlich noch eine Schippe draufgelegt. Die Monster, mit denen es die Menschheit nun zu tun bekommt, sind noch gefährlicher als alles bisher Dagewesene. Zehn Jahre nach den Ereignissen aus Teil eins hat sich das Jaeger-Programm zum wichtigsten globalen Verteidigungsmittel gegen extraterrestrische Angriffe entwickelt. Die Menschheit scheint mit einigen vielversprechenden Nachwuchspiloten wie Jake Pentecost (John Boyega, Star Wars: Die letzten Jedi) oder Nate Lambert (Scott Eastwood, Fast & Furious 8) sowie der Heldin aus dem ersten Teil, Mako Mori (Rinko Kikuchi, Nobody Wants the Night), bestens vorbereitet. Doch mit der neuen Bedrohung, DOT.MOVIE 31

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die abermals aus den Tiefen des Meeres hervordringt, hat keiner so wirklich gerechnet. Denn irgendjemand hat dieses verdammte Portal wieder geöffnet, und es war jemand auf unserer Seite. – Plötzlich befindet sich die Welt wieder im Krieg, und die Feinde sind diesmal nicht ausschließlich Kaijus. Neuer Heldenmut ist gefragt …

KEINE FALSCHEN VERSPRECHUNGEN Eine Erzählung über die Anfänge der Monster-Invasion verweigerte Guillermo del Toro im Vorfeld der Dreharbeiten. Stattdessen behandelt Pacific Rim: Uprising das Schicksal der Erde nach der ersten Vertreibung. Zudem soll der Ursprung der feindseligen Wesen aus der fremden Dimension näher beleuchtet

Guillermo del Toro, der Monsterliebhaber

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ich selbst beschreibt er als pazifistisch. Seine Sympathie für fremde, imposante und manchmal auch blutrünstige Kreaturen verleugnet er jedoch genauso wenig. Das Publikum dankt es ihm und wurde dank del Toro schon in zahllose Welten mit fantasievoll kreierten Wesen entführt. Unsere Top Five der del Toro-Monster ist natürlich rein subjektiv. 5. Die Killerschaben Ein Film, der den Titel Mimic – Angriff der Killerinsekten trägt, lässt zunächst mal alle verfügbaren Schwachsinns- und Trash-Alarmglocken läuten. Tatsächlich war der Streifen aus dem Jahr 1997 nicht nur ein solider und gut durchdachter Horrorfilm (mit zwei nicht ganz so tollen Fortsetzungen), sondern darüber hinaus auch Guillermo del Toros endgültige Eintrittskarte nach Hollywood. Schon allein deshalb haben sich die widerlichen, auf Menschengröße gewachsenen Schaben einen Platz in der Ruhmeshalle verdient.

4. Die Kaijus Sie sind riesig, sie sind gefährlich, sie sind mächtig. Man kann so einige Superlative an die außerirdischen Monster aus den Tiefen des Pazifiks dranhängen. Die Kaijus aus Pacific Rim sind das Ergebnis eines kreativen Filmemachers, der zur Abwechslung mal jeglichen einschränkenden Gedanken über Bord geworfen hat und sich völlig dem Exorbitanten, dem Gigantischen hingibt. So ungezügelt hat sich der ansonsten recht feinsinnige del Toro wohl noch nie auf der Leinwand ausgelebt. Wie schön für uns im sicheren Kinosessel Sitzenden, dass es nun zum Wiedersehen kommt. Manchmal ist mehr eben einfach mehr. 3. Pan Es handelt sich hierbei nicht um eine Figur, die del Toro höchstpersönlich erfunden hat. Pan hat seinen Ursprung in der griechischen Mythologie und ist seit Hunderten Jahren Bestandteil unzähliger Ge-

schichten. So kreativ und geheimnisvoll wie in Pans Labyrinth wurde das Wesen, das zur Hälfte Mensch und zur anderen Hälfte Ziege ist, aber noch nie in Szene gesetzt. Pluspunkte gibt es vor allem auch für die vielen anderen Wesen, die Teil dieses fantastischen Films sind. Ganz besonders für dieses schreckliche Ding, das seine Augäpfel in die Handflächen einsetzt und zum Frühstück Elfen verspeist. 2. Der Amphibienmensch Die Viecher müssen ja nicht immer durchtrieben, zwielichtig oder böse sein. Dass ein Wesen auch ein Sympathieträger sein kann, ohne dabei große Worte benutzen zu müssen, ist einmal mehr das Ergebnis des unerschöpflich kreativen Gedankenreservoirs von Guillermo del Toro. Auch deshalb, aber ganz besonders wegen der wundervoll umgesetzten Geschichte erhielt der mexikanische Regisseur nun endlich seinen längst verdienten Oscar für Shape of Water – Das Flüstern des Wassers.

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werden. Ansonsten gilt allerdings eine ähnliche Prämisse wie schon beim Vorgänger: Nicht zu lange mit der Geschichte rumeiern, lassen wir es einfach krachen! Und es kracht wie erwartet ganz gewaltig. Wer mit dem ersten Teil etwas anfangen konnte oder auch dem TransformersFranchise positiv gegenübersteht, der kann mit Pacific Rim: Uprising eigentlich

1. Hellboy Dieser Platz an der Sonne ist das Ergebnis von Gruppenarbeit. An der Spitze dieser Gefolgschaft steht der Sohn des Teufels höchstpersönlich. Der ist aber alles andere als grausam, sondern vielmehr ein großmäuliger Antiheld mit einer Coolness, die die Hölle zufrieren lässt. Gut, dass der Titelheld

nicht falsch liegen. Die Fortsetzung gibt keine Sekunde lang falsche Versprechungen ab und erfüllt stattdessen alle Erwartungen, die man an einen Monster vs. Kampfroboter-Blockbuster stellen kann. Das bedeutet jede Menge Fights, viele „Boah, krass!“-Momente und ordentlich Eye Candy. www.pacificrim.at

dahin gar nicht zurückmöchte. Der ursprünglich der Comicwelt entsprungene Hellboy ist zwar kein geistiger Sohn del Toros, dafür aber mitsamt seiner wunderbaren Kollegen wie Abe Sapien oder Liz Sherman in ein zauberhaftes Universum eingebettet. Teil zwei, Hellboy – Die goldene Armee, trägt sogar noch stärker die Handschrift

PACIFIC RIM: UPRISING KINOSTART 22.03., USA 2018, REGIE Steven S. DeKnight, MIT John Boyega, Scott Eastwood, Rinko Kikuchi, Jing Tian, Cailee Spaeny, FILMLÄNGE 112 Min., © UPI

des Ausnahmeregisseurs, und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schade, dass es keine weitere Fortsetzung mehr geben wird. Zu Unrecht floppte Beelzebubs Sohn an der Kinokasse. Eine Neuauflage um den roten Teufel ist zwar geplant, aber so gut kann die nie und nimmer werden. Da legen wir uns jetzt schon fest.

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

ÜBERLEBEN

Postapokalyptisch schweigen John Krasinski und Emily Blunt müssen leisetreten: „A Quiet Place“.

zu ihren Kindern. Krasinski ist außerdem ein drittes Mal als Spielfilmregisseur im Einsatz. Er schuf einen ungewöhnlichen, postapokalyptischen Horrorthriller, der mit Effekten umzugehen weiß. Allein das beklemmende Grundthema sorgt für Druck: Wie lebt es sich, wie bewegt man sich – wie schläft man? Schnarcht man? Was, wenn man niesen muss? –, wenn man am besten unsichtbar sein soll? Und welche Zukunft, welche Lebensfreude hat man seinen Kindern zu bieten? #AQuietPlace

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in Geräusch, wie wenn einer versucht, kein Geräusch zu machen“, versuchte in John Irvings „Witwe für ein Jahr“ (1998) ein Mädchen seinem Vater ein Geräusch zu erklären, vor dem sie sich fürchtete. Die Geschichte im Roman veröffentlichte Irving 2003 auch als Kinderbuch. „Ein Geräusch, wie wenn einer versucht, kein Geräusch zu machen“ könnte man auch das nennen, womit John Krasinski (Away We Go) und Emily Blunt (Girl on the Train) in A Quiet Place beschäftigt sind. Der Horrorthriller führt an einen merkwürdigen Ort: Marcus und seine Familie leben sehr abgeschieden ein einfaches Leben. Sie unterhalten sich nur in Gebärdensprache, denn jedes noch so leise Geräusch würde mysteriöse Kreaturen anlocken, die sich auf unserem Planeten ausgebreitet und

die Menschheit quasi ausgerottet haben. Stille bedeutet Überleben. Und die vierköpfige Familie hat das tägliche Überleben perfektioniert, sie kennen den „Sound of Silence“: Wege sind mit Sand aufgeschüttet, sie schleichen barfuß durch die ramponierte Nachbarschaft. Die „Monopoly“-Spielsteine in ihrer Farm sind aus Filz, gewürfelt wird auf weichen Unterlagen. Nur darf nie jemandem ein Missgeschick passieren wie – sagen wir mal – versehentlich eine Öllampe umzustoßen … Als Marcus (Noah Jupe) das passiert, gilt es, um das nackte Überleben zu laufen. LAUTLOS SCHNARCHEN John Krasinski und Emily Blunt – auch abseits des Sets verheiratet – spielen das Ehepaar, Millicent Simmonds (Wonderstruck) und Noah Jupe (Suburbicon) werden

A QUIET PLACE KINOSTART 12.04., USA 2018, REGIE John Krasinski, MIT John Krasinski, Emily Blunt, Millicent Simmonds, Noah Jupe FILMLÄNGE 95 Min., © Constantin Film

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Spielberg mit Virtual-Reality-Brille Steven Spielberg inszeniert einmal wieder einen Steven-Spielberg-Klassiker: „Ready Player One“ ist ein großes Spektakel mit Charme, Herz und Hirn.

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ie Generation, der Wade Watts (Tye Sheridan, X-Men: Apocalypse) angehört, wird „The Missing Millions“ genannt – nicht, weil sie irgendwohin gegangen wären, sondern weil es keinen Ort mehr gibt, an den sie hätten gehen können. Die Realität im Jahr 2045 ist nur noch schwer zu ertragen. Also gehen sie online, verlassen die Tristesse der Realität und verschwinden in das virtuelle Universum „Oasis“, das die einzige verbliebene Möglichkeit ist, etwas zu gelten: ein Ort ohne Grenzen und Gesetze; Identität ist ein Wort, das man neu aufladen kann. Man muss nur seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die künstliche Welt ersetzt alles: Man kann hier leben, arbeiten, zur Schule gehen. Und spielen. Es gibt Tausende von einzigartigen Welten. Und es steht das Versprechen von 240 Milliarden Dollar im virtuellen Raum: Man muss nur das Easter Egg des verstorbenen Game-Schöpfers (Mark Rylance) finden – dieses verspricht neben einem Vermögen die Kontrolle über das gesamte Spiel. Die Eiersuche ist schier uferlos – niemand weiß, wo die Fährte beginnt –, und sie wird zu einem tödlichen Unterfangen, als Wade Watts, ein Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Wohnwagen lebt, einen Hinweis findet.

aus übereinandergestapelten Wohnmobilen – ein Slum, der vertikal angelegt ist). Spielberg at his best: In eine Story mit Charme, Herz und Hirn hat er zahlreiche Easter Eggs gestreut und ein wahres Feuerwerk an Popkulturzitaten der 1980er- und 1990er-Jahre gestartet; hat Verfolgungsjagden von King Kong und TRex inszeniert, lässt Beetlejuice, den Giganten aus dem All und Freddy

Krüger für einen Cameo-Auftritt vorbeischauen. Dabei greift er tief in die Trickkiste der Special Effects, und das Vergnügen ist bei diesem zum Zerbersten vollen Spektakel , das beim SXSW Film Festival seine umjubelte Premiere feierte, ganz auf Seiten des Zuschauers. #ReadyPlayerOne READY PLAYER ONE KINOSTART 06.04., USA 2018, REGIE Steven Spielberg, MIT Tye Sheridan, Olivia Cooke, Mark Rylance, Ben Mendelsohn, Simon Pegg, FILMLÄNGE 140 Min., © Warner Bros.

GAME ON Videospiel-Fanboy Steven Spielberg (Indiana Jones, Jurassic Park, zuletzt: Die Verlegerin – The Post) hat den uferlosen SciFi-Bestseller von Ernest Cline umgesetzt, hat virtuelle und „reale“ Welten gebaut, Welten von außerordentlichem Schauwert, etwa explodierend wachsende Städte, die sehr fragil in die Höhe ragen (sogenannte Stacks bestehen DOT.MOVIE 35

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A Dangerous Mind

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ÜBERLEBEN

Der doch nicht pensionierte Steven Soderbergh verfolgt per iPhone Claire Foy: „Unsane“.

ou’re upset. Take these.“ Wieder ist es eine Pille mehr, die Sawyer Valentini (Claire Foy, The Crown) verabreicht wird. Aber wer wäre nicht „hysterisch“, wenn er einfach so seiner Freiheit beraubt würde? Die junge Frau hatte das Highland Creek Behavioral Center aufgesucht, nachdem sie Selbsthilfegruppen zu Stalking gegoogelt hatte. Sie wollte einfach mit jemandem über ihre Ängste sprechen, nur sieht sie sich unversehens in der psychiatrischen Einrichtung festgehalten, den unaufmerksam abgenickten Formalitäten sei Dank für mindestens sieben Tage eingewiesen, gegen ihren Willen, sie sei schließlich eine Gefahr für sich und für andere. Und damit nicht genug: Ihr Stalker, wegen dem sie ihr Leben immer wieder umkrempeln musste, hat

sich als Pfleger in die Institution eingeschleust. Oder denkt Sawyer das nur? Steven Soderbergh spielt mit den Gepflogen des Genres: Kann man dem Bild und der Erzählung trauen? Ist das Gezeigte real und bedrohlich? Oder ist der Perspektive – der sedierten, oft die Stimmung wechselnden Patientin – doch besser zu misstrauen? Da ihr niemand – manchmal nicht mal das Publikum – glaubt, muss sie die Dinge selbst in die Hand nehmen: Opfer will Sawyer keines bleiben, auch wenn sie immer wieder dazu gemacht wird. FAST & FURIOUS Soderbergh, der 2013 seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft verkündet hatte (was er aber schon mit Logan Lucky gebrochen hat), hat den beklemmenden Thriller – passend zum Thema Stalking – mit dem

iPhone gedreht: Das unsichtbare Auge ist überall, das Bild ist ungeschönt und ungefiltert, wodurch ein intimerer Blick entsteht als durch hochglanzpolierte Aufnahmen; der Blick und die Nähe sind dem YouTube- und Social Media-geschulten Auge nicht unbekannt. Manchmal erfreut Soderbergh sich an bodenloser Übertreibung. Und en passant kritisiert er noch das Gesundheitssystem, wie er sich davor mit Side Effects auch schon die PharmaIndustrie vornahm. Gedreht wurde in nur zehn Tagen – in diesen hatte auch ein alter Freund Zeit für einen CameoAuftritt: Matt Damon. www.Unsane-derFilm.de UNSANE – AUSGELIEFERT KINOSTART 30.03., USA 2018, REGIE Steven Soderbergh, MIT Claire Foy, Joshua Leonard, Juno Temple, Matt Damon, Amy Irving, FILMLÄNGE 98 Min., © 20th Century Fox

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Egal wie es passiert, wir helfen dir.

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TEXTE: MAX GFRERER

STEIG.NICHT.AUS! KINOSTART 13.04., D 2018, REGIE Christian Alvart, MIT Wotan Wilke Möhring, Paul Lux, Christiane Paul, Hannah Herzsprung, Aleksandar Jovanovic, FILMLÄNGE 109 Min., © Constantin Film

ÜBERLEBEN

Deutschland auf Speed

Ein Vater wird in „Steig.Nicht.Aus!“ zum unfreiwilligen Entführer seiner eigenen Kinder.

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mbitioniert!“, möchte man rufen. Die deutsche Blockbuster-Schmiede will es mal wieder wissen und es mit den Besten der Welt (ihr wisst schon, die da drüben über dem Großen Teich) aufnehmen. Steig.Nicht. Aus! steht handlungstechnisch dabei nicht nur in Konkurrenz zu einem, sondern gleich mehreren legendären Hollywood-Streifen, die uns die Finger in die Kinositze krallen ließen. Denn hier trifft Joel Schumachers Nicht auflegen! auf Jan de Bonts Speed. Angesichts dieser beiden Klassiker kann man eigentlich nur verlieren, sollte man meinen. Doch ein guter Actioner bleibt eben ein guter Actioner, und diesem Anspruch wird Steig.Nicht. Aus! trotz scheinbar unerreichbarer Vorbilder auf ganzer Linie gerecht.

BOMBE UNTER DEN FÜSSEN Schließlich haben sich die Produzenten für den Thriller tolle Leute vor und hinter die Kamera geholt. Allen voran Charakterdarsteller Wotan Wilke Möhring (Happy Burnout). Glaubhaft spielt er den Bauunternehmer und Familienvater Karl Brendt. Dessen Leben wird, als er Tochter und Sohn auf dem Weg zur Arbeit noch schnell in der Schule absetzen will, dramatisch auf den Kopf gestellt, um nicht zu sagen tödlich bedroht. Denn plötzlich klingelt ein fremdes Handy im Handschuhfach. Eine verzerrte Stimme spricht von einer Bombe unter den Sitzen, die sofort detoniert, sollte es auch nur einer der Insassen wagen, das Fahrzeug zu verlassen. Karl muss an eine

Menge Lösegeld kommen, um sich und seine Kinder aus der Situation zu befreien. Doch viel Zeit bleibt nicht. Zum einen ist schon die Polizei auf den Fährten des vermeintlichen Entführers seiner eigenen Nachkommen, und zum anderen ist die Stimme am anderen Ende der Leitung alles andere als geduldig. Möhring ist der eine große Bonus von Steig.Nicht.Aus! Der andere ist geballte Erfahrung auf dem Regiesessel. Christian Alvart (Antikörper) hat nicht nur einen ganzen Haufen Tatort auf der Vita stehen, er hat sich mit Pandorum sowie Fall 39 schon seine Meriten in Hollywood verdient. Der Mann weiß also, wie Thriller geht. facebook.com/steignichtaus.film

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Ein Comeback zum Fürchten

Du bist jetzt ein Mann

Mit der Milieustudie „Pio“ gestaltet Jonas Carpignano einen berührenden, eigenständigen Folgefilm auf „Mediterranea“.

U Pascal Laugier („Martyrs“) schlägt wieder zu: In „Ghostland“ traumatisiert er zwei Schwestern.

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ascal Laugier (The Tall Man), der 2008 mit Martyrs einen völlig unberechenbaren Beitrag für das New French Extremity-Genre leistete und einen modernen Horrorklassiker schuf, ist wieder ausgezogen, sein Publikum zu schockieren: Zu seinem Hauptdarsteller wird ein detailreich ausstaffiertes Haus: Hier ziehen nach dem Tod der Tante Colleen (Mylène Farmer) und ihre Töchter Beth (Crystal Reed, Teen Wolf) und Vera (Anastasia Phillips, Grey’s Anatomy) ein. Der Einstand wird schockierend: Gleich in der ersten Nacht im neuen Heim werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das traumatisierende Ereignis wird das Leben der Schwestern prägen: Beth wird als Bewältigungsstrategie zur Horrorliteratin, während Vera quasi in Schockstarre im Haus wohnen bleibt und unter paranoiden Wahnvorstellungen leidet. 16 Jahre nach dem Überfall kehrt Beth hierher zurück. Ein gewaltiger Fehler … Ghostland wurde beim Festival international du film fantastique de Gérardmer mit dem Grand Prize, dem Publikumspreis und dem SyFy Award ausgezeichnet. www.ghostland-themovie.com GHOSTLAND KINOSTART 05.04., F/CDN 2018, REGIE Pascal Laugier, MIT Crystal Reed, Anastasia Phillips, Mylène Farmer, Emilia Jones, Taylor Hickson, FILMLÄNGE 91 Min., © Polyfilm

nbedingt möchte der 14-jährige Pio zu den Großen gehören – so wie sein Bruder Cosimo. Über Nacht wird er dann plötzlich tatsächlich der, der das Geld für die Großfamilie nach Hause bringen muss: als Cosimo und der Vater verhaftet werden. Pio Amato wächst in einer süditalienischen Roma-Community auf und spielt sich in Jonas Carpignanos neuem, 2017 in Cannes vorgestelltem Spielfilm selbst. Bereits in Mediterranea, der von zwei Flüchtlingen aus Burkina Faso erzählte (Koudous Seihon spielt auch jetzt eine wichtige Rolle), die sich in ihren neuen Alltag einzufinden versuchten, stahl er allen die Show. Im Zug Gepäck fladern und verscherbeln, Autos klauen und Lösegeld fordern: So sieht die Geldbeschaffung aus. Und so lernte der Filmemacher seinen Hauptdarsteller auch kennen: „Wenn in Gioia Tauro ein Auto verschwindet, dann ‚geht man zu den Zigeunern‘. Dort habe ich Ciambra das erste Mal gesehen. Ich habe mich sofort in diesen Ort und seine Energie verliebt.“ Genauso wie Mediterranea biografisch gefärbt war, geschieht es hier mit der Familie Amato. Carpignano kitzelt Erstaunliches aus den Laiendarstellern heraus und erzählt auf berührende Weise von Rassenkonflikten, Armut, von Strukturen des Miteinanders, einer Parallelgesellschaft. Am Ende ist Pio einer der Großen, „ein Mann“. Ob er eigentlich wusste, was er sich da wünscht, stellt die Milieustudie mit der letzten, feinen Einstellung infrage. www.filmladen.at/film/pio

PIO – A CIAMBRA KINOSTART 13.04., I 2017, REGIE Jonas Carpignano, MIT Pio Amato, Koudous Seihon, Iolanda Amato, Damiano Amato, FILMLÄNGE 118 Min., © Filmladen

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VOR UNS DAS MEER – THE MERCY KINOSTART 30.03., UK 2018, REGIE James Marsh, MIT Colin Firth, Rachel Weisz, David Thewlis, Jonathan Bailey, Ken Stott, FILMLÄNGE 103 Min., © Constantin Film

Astronaut der Meere

„Vor uns das Meer“ ist ein Biopic über das Schicksal eines Geschäftsmannes, der die Welt umsegeln wollte. Und das Meer hat bekanntermaßen kein Erbarmen.

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ie 1960er-Jahre waren von großem Pioniergeist geprägt. Während der amerikanisch-russische Wettlauf ins All den Höhepunkt erreichte, litt die stolze britische Nation unter schwindendem Selbstvertrauen. Bei diesen finanziell gigantischen Projekten konnte man halt nicht mit. Stattdessen erlebte die traditionsbewusste Seefahrernation einen Segel-Aufschwung. Wenn man schon nicht in die Vertikale aufsteigen konnte, dann sollte wenigstens der Horizont geentert werden. Das Sunday Times Golden Globe Race wurde ins Leben gerufen. Derjenige, der am schnellsten in einem Einhandsegler nonstop die Erde umrundet, soll ein stattliches Preisgeld erhalten. Das ruft den segelunerfahrenen, vor der Pleite stehenden Geschäftsmann Donald Crowhurst (Colin Firth, Kingsman: The Golden Circle) auf den Plan. Der Preis ist allerdings hoch: Das Familienhaus wird beliehen, und die Deadline für den Start nähert sich schneller, als eine seriöse Vorbereitung zulässt. So muss Crowhurst, der alles auf eine Karte gesetzt hat, nicht ausreichend vorbereitet und mangelhaft ausgerüstet in See stechen. Das

wahnwitzige Unterfangen wird rasch zur Todesfalle. Geschlagen nach Hause umkehren ist allerdings keine Option, da er dort Schande, Verhöhnung und den finanzielle Ruin befürchtet. EINSAM UND VERLASSEN „Astronauten der Meere“ nannten sich die Seefahrer, mit Seitenblick auf die zahlreich durchgeführten All-Expeditionen, in den 1960erJahren. Und tatsächlich verband die Segler einiges mit Neil Armstrong und Co. Wenn man auf der Erde so einsam und verlassen sein möchte wie im Weltraum, dann

muss man schon in die unendlichen Weiten des Ozeans aufbrechen. Donald Crowhurst wollte so ein „Astronaut“ sein, der sich ohne die erforderliche Vorbereitung in das Unbekannte und Gefährliche vorwagte und dort mehr und mehr vereinsamte. Vor uns das Meer setzt ihm ein Denkmal. Es war nicht die reine Abenteuerlust, die den von Colin Firth hervorragend gespielten Briten antrieb. Vielmehr sah Crowhurst keinen anderen Ausweg als das Unmögliche. Vor ihm lag das Meer, hinter ihm die Sintflut. #vorunsdasmeer

ÜBERLEBEN

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BÖSE SPIELE

TEXT: NICOLE ALBIEZ I, TONYA KINOSTART 23.03., USA 2017, REGIE Craig Gillespie, MIT Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, FILMLÄNGE 120 Min., © Thimfilm

Tell me which is your good side?

Die „Eishexe“ attackiert einmal mehr die „Eisprinzessin“: Margot Robbie wird zu Tonya Harding, und die hat in „I, Tonya“ einiges klarzustellen. Ein tragischer Star.

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re you lonely at night? / Do you miss all the glory / And the mythical story / Of the Olympian life?”, fragt Sufjan Stevens in seinem Ende 2017 in die Welt entlassenen Song Tonya Harding. Er fragt auch Gemeineres wie „Tell me which is your good side?“. Dass das Schicksal der Tonya Harding derzeit wieder die – wenn schon nicht Herzen, dann zumindest die – Neugier rührt, hat besonders mit Margot Robbie und Allison Janney zu tun. Neo-Filmproduzentin Robbie gleitet in der besten Rolle ihrer Karriere oscarnominiert übers Eis, und Janney wurde eben für ihre Darbietung als Tonyas harte, alkoholkranke Mutter mit einem Oscar ausgezeichnet.

„BASED ON THE INSANE TRUE STORY“ Tonya Harding war die erste Eiskunstläuferin, der es gelang, bei einem Wettbewerb den anspruchsvollsten Sprung, den dreifachen Axel, zu vollenden, und doch ging sie durch eine andere Schlagzeile in die Annalen ein: durch den Angriff auf Konkurrentin Nancy Kerrigan, der auf Tonyas (Ex-)Mann zurückzuführen war. Wie viel die impulsive Sportlerin davon wusste, dass mit einer Eisenstange aufs Knie der Konkurrentin, die sich ebenfalls für die Olympischen Spiele in Lillehammer qualifizieren wollte, eingehämmert werden sollte, spielte für die Öffentlichkeit keine zentrale Rolle: Die Medien schäumten über vor Freude über den Skandal, der alle Ingredienzien für eine gute Geschichte hatte. Die

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Rollenverteilung war schnell gefunden: Eine anmutige Eisprinzessin wird von ihrer aggressiven „White Trash“Kollegin angegriffen (auch wenn Tonya immer wieder ihre Unschuld beteuerte) – ein Traum für die Quote! Beider Auftritt in Lillehammer 1994 wurde dann auch als Showdown berichtet; die Übertragung ist bis heute eines der Sportereignisse mit den höchsten Einschaltquoten. EIN HERZ FÜR TONYA Craig Gillespie (Lars und die Frauen) inszeniert nun Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) als die Sportlerin, die niemals jemand haben wollte; die in selbst genähten Kostümen und zu Heavy Metal aufs Eis trat. „Als sie 1991 den ersten Preis gewonnen hat, dachten sich alle nur: ‚Oh Gott, DAS ist unser Champion?!‘“, so John Powers, der damals Sportreporter beim Boston Globe war. „Es steht völlig außer Frage, dass Tonya Harding absolut nicht dem Image entsprach, das im Eiskunstlauf gewollt war.“ I, Tonya erzählt aber auch ausufernd von den Geschehnissen abseits des Eises: von Tonyas Leben und den wenig erfreulichen Verhältnissen. Sowohl das Zusammenleben mit der Mutter wie auch mit ihrem Mann (Sebastian Stan) war von Gewalt geprägt. Die bissige Komödie schafft es, angemessen vom Drama häuslicher Gewalt zu erzählen. I, Tonya verfügt neben einer tollen Dynamik über einen formalen Coup: Der Titel bezieht sich (neben „Ich, Claudius“, Robert Graves’ Roman über das Römische Imperium) auf den Wortlaut einer Aussage unter Eid, also ist „alles, was wir hier sehen, wahr“; auch werden InterviewSituationen inszeniert (unvergesslich: Allison Janney mit Vogel auf den Schultern), denn: „Everyone has their own truth.“ Tonya Harding und ihr Ex-Mann haben Drehbuchautor Steven Rogers tatsächlich ausführlich Interviews gegeben. Und Tonya kann, wenn sie entschlossen das Gewehr durchzieht, das gezeigte Bild gleichzeitig unterwandern: „I never did this!“ www.itonyamovie.com

C INEPL EX X EV EN TK A LEN D ER AFTERWORK TUESDAY

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„READY PLAYER ONE“ um nur € 6,–* Das Angebot besteht aus dem perfekten Filmprogramm für den wohl verdienten Feierabend. Kinoticket + Strongbow Cider (400ml, ab 16 Jahren)+ 2x Lindt Hello Schokolade (je 10g). *exkl. möglicher Zuschläge

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26.4.2018, 20:30 Uhr* „AVENGERS: INFINITY WAR“ Für Alle Superhelden Fans im April mit Avengers: Infinity War. Genieße die perfekte Cineplexx Comic Night inkl. einem 0,33l Heineken. *exkl. möglicher Zuschläge

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12.04.2018, 20:15 Uhr, nur € 8,50* „DER SEX PAKT“ Das Paket besteht aus dem Kinoticket inkl. Martini Asti 0,2l, einer kleinen Packung M&Ms und einem WOMAN-Gutschein. *exkl. möglicher Zuschläge

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BÖSE SPIELE

Tödlicher Schulschluss

TEXTE: MAX GFRERER

Der Mann, der rocken wollte Bülent Ceylans Kinodebüt vereint Humor mit Tiefgang: „Verpiss dich, Schneewittchen“

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as lange schwarze Haar ist sein Markenzeichen. Er füllt ganze Stadien und erhielt bereits dreimal den Deutschen Comedypreis. Bülent Ceylan feiert nun mit Verpiss dich, Schneewittchen sein Debüt auf der Kinoleinwand. Als Sammy träumt er von der großen Karriere als Rockstar. Blöd nur, dass die Juroren diverser Castingshows von seinem Talent nicht überzeugt sind. Dann bietet sich doch noch eine letzte Chance, allerdings benötigt Sammy eine Band. Rasch wird ein bunter Haufen aus auf den ersten Blick mehr schrägen denn talentierten Charakteren zusammengetrommelt, und fertig ist die Gruppe „Hamam Hardrock“. Schon einige deutsche Comedians haben sich im Spielfilmgeschäft ausprobiert. Den Befürchtungen, es könnte sich bei Verpiss dich, Schneewittchen um eine rein klamaukorientierte Adaption seiner Programme handeln, erteilt Bülent Ceylan eine Absage. Natürlich steht der Humor im Vordergrund, allerdings nicht ohne Stoff zum Nachdenken. Laut eigener Aussage möchte der Mannheimer nämlich auch noch Jahre später mit Stolz auf sein Filmdebüt zurückblicken, anstatt sich dafür schämen zu müssen. www.facebook.com/verpissdichschneewittchen VERPISS DICH, SCHNEEWITTCHEN KINOSTART 30.03., D 2017, REGIE Cüneyt Kaya, MIT Bülent Ceylan, Josefine Preuß, Nilam Farooq, Paul Faßnacht, Sabrina Setlur, FILMLÄNGE 90 Min., © Constantin Film

Wenn die Maturareise zum Höllentrip wird, war es u.a. „Die letzte Party deines Lebens“.

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as Österreich Horrorkino beherrscht, weiß nicht zuletzt seit In 3 Tagen bist du tot oder Ich seh, Ich seh jeder halbwegs Interessierte. Nun hat Angriff der Lederhosenzombies-Regisseur Dominik Hartl mit Die letzte Party deines Lebens ordentlich nachgelegt. Die abgeschlossene Reifeprüfung ist für alle Schüler der Abschluss eines oft beschwerlichen Kapitels ihres Lebens. „Nun fängt das Leben richtig an“, behaupten viele. Wenn sie sich da mal nicht täuschen. Für einige Absolventen wird die Maturareise nach Kroatien nämlich die letzte Unternehmung gewesen sein. Mittendrin im Partygetümmel erspähen wir Julia (Elisabeth Wabitsch). Sie will mit ihren Freundinnen einfach nur von Sonnenunter- bis -aufgang tanzen, sich volllaufen lassen und sich den einen oder anderen Typen anlachen. Als zunächst eine Freundin verschwindet und eine andere tot aufgefunden wird, hat der Spaß endgültig ein Ende. Nach und nach wird das Partyvolk dezimiert, und keiner weiß von wem und warum. www.facebook.com/dieletztepartydeineslebens

DIE LETZTE PARTY DEINES LEBENS KINOSTART 22.03., A 2018, REGIE Dominik Hartl, MIT Elisabeth Wabitsch, Michael Glantschnig, Michael Ostrowski, Edita Malovcic, Markus Freistätter, FILMLÄNGE 92 Min. © ThimFilm

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Auf den Spuren der Coen-Brüder

„Gringo“: ein Verwirrspiel über Drogen, Macht und den Missbrauch von beidem.

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as macht ein ursprünglich aus Nigeria eingewanderter USStaatsbürger in Mexiko? In erster Linie ist er wohl einmal fehl am Platz, aber nicht aufgrund seiner Herkunft, sondern weil der Gringo überhaupt nicht so recht weiß, wie ihm gerade geschieht. Zunächst sieht Harold (David Oyelowo, Selma) noch wie ein Glückspilz aus. Er hat eine hübsche Frau (Thandie Newton, 2012), einen guten Job in der Pharmabranche und erfreut sich an seiner eigenen Naivität. Tatsächlich ist es nämlich so, dass seine Bonnie das hart erarbeitete Geld mit beiden Händen aus dem Fenster wirft, ihn obendrein noch betrügt, und der lukrative Job für das Pharmaunternehmen ist in Wahrheit ein Schleudersitz. Seine skrupellosen Bosse Elaine (Charlize Theron, Atomic Blonde) und Richard (Joel Edgerton, Der große Gatsby) planen nämlich eine große Fusion, an der die beiden zwar kräftig verdienen, Harolds Job aber in Nullkommanix wegrationalisiert sein wird. Als der Unglücksrabe auf einer Geschäftsreise nach Mexiko erfährt, dass er eigentlich von hinten bis vorne verarscht wird, macht er sich schnurstracks auf in ein Motel und täuscht seine eigene Entführung vor. Lösegeld: Fünf Millionen Dollar. IM VISIER VON ALLEN So einfach ist es halt leider nicht. Mit dieser Aktion löst der vom Schicksal Gebeutelte eine gigantische Kettenreaktion aus und befindet sich plötzlich im Visier des mexikanischen Drogenkartells, der US-Drogenfahndung und eines

skrupellosen ehemaligen Söldners (Sharlto Copley, Hardcore). Die Richtung, die Regisseur Nash Edgerton (The Square, Bruder von Darsteller Joel) mit Gringo einschlägt, ist klar. Die extrem schwarzhumorige Komödie ist witzig, verwirrend, voller überraschender Wendungen und vor allem unbarmherzig bösartig. Damit bewegt sich der Actionspaß zielsicher im Fahrwasser eines ganz bestimmten Vorbilds. Wer

GRINGO KINOSTART 06.04., USA 2018, REGIE Nash Edgerton, MIT David Oyelowo, Charlize Theron, Joel Edgerton, Sharlto Copley, Amanda Seyfried, FILMLÄNGE 110 Min., © TOBIS Film

hier nicht automatisch an einen Coen-Film denkt, der ist kein Cineast. Erste Vergleiche zwischen den Edgertons und den Meistern des schwarzen Humors sollen schon gezogen worden sein. Und eins ist sicher: Verstecken müssen sich Nash und Joel sicher nicht. www.gringo-derfilm.de DOT.MOVIE 45

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BESCHÜTZERINSTINKT

TEXT & INTERVIEW: NICOLE ALBIEZ

Romanze im Mondschein

Arnies Sohn Patrick Schwarzenegger ist in seiner ersten Hauptrolle zu sehen. Der Jungschauspieler stellte „Midnight Sun“ in Wien vor. Ein Gespräch.

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as Leben findet für die 17-jährige Katie (Bella Thorne) überwiegend vor glatten Oberflächen statt: vor ihrem Computerbildschirm und vor ihrem Fenster, an dem jeden Tag ihr Schwarm Charlie (Patrick Schwarzenegger) auf dem Skateboard vorbeirollt. Nach draußen geht sie abends: als Straußenmusikerin, begleitet von ihrer Gitarre. Katies Alltag wird durch XP verkompliziert, eine Krankheit, umgangssprachlich „Mondscheinkrankheit“ genannt, die Sonnenstrahlen zur tödlichen Gefahr machen. Als Charlie eines Abends über Katie stolpert, wird nichts bleiben wie bisher – auch wenn Katie es hinauszögert, ihrem Freund die Wahrheit über ihr Leben zu verraten. Zuerst noch ein bisschen ungetrübte Lebenslust … Der junge Mann, der Katie aus der Reserve lockt, wird von Arnold Schwarzeneggers Sohn Patrick gespielt. Am 27.02.2018 besuchte der junge Schauspieler (Scouts vs. Zombies, Kindsköpfe 2) das Heimatland seines Vaters, um den Film vorzustellen, in dem er seine erste Hauptrolle spielt. Ein Gespräch über berühmte Väter und große Pläne. DOT.: Hatte Ihr Vater einen guten Rat für die erste große Filmrolle für Sie? Patrick Schwarzenegger: Mein Vater hat so viele unterschiedliche Karrieren verfolgt, also konnte er mir immer schon – als Student, als angehender Unternehmer und jetzt als Schauspieler – mit Ratschlägen zur Seite stehen. Vor allem hat er mir beigebracht, dass man eine Liste von Zielen haben soll: Dass man wissen muss, wohin man möchte und was seine Leidenschaft ist. Und

dass man dann überlegt, was man unternehmen muss, um diese Ziele zu erreichen und die beste Version seiner selbst zu werden. Hilft Ihnen Ihr Nachname, oder ist er manchmal auch ein Hindernis? Der Name kann zwar Türen öffnen, aber wenn man sich nicht anstrengt, wird man es nicht schaffen. Das Gute an meinem Nachnamen ist, dass ich direkt von meinem Vater lernen konnte: von seiner Entschlossenheit und seinen Ambitionen; wie man seine Ziele erreicht. Der Name allein hätte aber nicht gereicht. Welcher Film Ihres Vaters ist Ihr liebster? Und könnten Sie sich vorstellen, in einem Remake davon zu spielen? Das wäre fabelhaft! Ich mag Terminator und True Lies sehr, aber auch Komödien wie Twins oder Kindergarten Cop … Sie verfolgen mit dem Schauspiel einen Karrierepfad Ihres Vaters.

Können Sie sich auch einen anderen – die Politik – für sich vorstellen? Als mein Vater Österreich für Amerika verließ, wollte er der größte Bodybuilder sein. Als er das tat, realisierte er, dass er Schauspieler und der größte Star werden möchte. Dann wollte er Kalifornien und den USA etwas zurückgeben und wurde Politiker. Aber immer, wenn er etwas tat, hat er sich haargenau darauf fokussiert. Das mache ich mit dem Schauspiel. Ich habe Hoffnungen und Ziele, und in 20, 30, 40 Jahren könnte ich vielleicht auch in die Politik gehen oder andere Wege finden, etwas zurückzugeben. War die Schauspielerei immer schon Ihr Wunsch? Ich wuchs in der Filmindustrie auf und befand mich an Sets, wenn ich meinen Vater bei der Arbeit besucht habe. Ich habe es geliebt, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen: wie aus einer Idee etwas Reales erwächst. Das wollte ich auch machen – und da sind wir heute.

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Wie nervös waren Sie am ersten Tag am Set? Sehr. Man taucht auf und hat 40, 50 Leute vor sich. Und alle warten, dass du deinen Job gut erledigst, und man will niemanden enttäuschen. Das fand ich am Anfang sehr stressig. Mit der Zeit wird es familiärer, und man weiß: Jeder hat dasselbe Ziel, nämlich den bestmöglichen Film zu kreieren. Warum haben Sie dieses Projekt für Ihre erste Hauptrolle gewählt? Mir gefielen das Script und die Idee des Films: Es ist eine epische, herzliche, innige Coming-ofAge-Liebesgeschichte, da Katie die seltene Krankheit XP hat, die Sonnenlicht tödlich werden lässt. Sie lebt seit ihrer frühen Kindheit isoliert – und Charlie holt sie aus dieser Isolation heraus und lässt sie sich normal fühlen – einen Sommer lang. Das fand ich berührend. Das Schöne an meinem Charakter ist,

dass er das Mädchen so liebt, wie es ist. Sie verlieben sich, als er nichts von ihrer Krankheit weiß, und als er davon erfährt, geht die Beziehung weiter und wird stärker. Ich hoffe, dass der Film dem Publikum vermittelt, dass alle – auch kranke Menschen – gleich und mit Respekt behandelt werden wollen. Verfolgen Sie nun weiter die romantische Linie, oder werden Sie auch ein Actionheld? Irgendwann wird’s vielleicht ein

Rettet das Jungfernhäutchen! Unvergesslich soll der Abschlussball werden. Und das wird er dank John Cena auch: „Der Sex Pakt“

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irschen, Melanzani, Bananen: Der Chatverlauf von Kayla, Sam und Julie ist sehr vitaminreich. Das Dechiffrieren von Jugendsprache war auch schon leichter, aber die Eltern wissen die Emoticons ihrer Töchter dann doch zu deuten: Ihre kleinen

Mädchen haben den Abend des Abschlussballs als D-Day auserkoren, den optimalen Tag, um die Jungfräulichkeit zu verlieren. Zumindest falls ihre Eltern (darunter John Cena) die hormonbefeuerten Pläne nicht durchkreuzen können. Wenn die Erzeuger hinter ihren flügge ge-

Actionfilm. Gerade habe ich in der Miniserie The Long Road Home einen Soldaten gespielt, da gab’s mehr Action. Ich versuche verschiedene Rollen und Genres auszuprobieren. www.midnight-sun-film.de MIDNIGHT SUN KINOSTART 22.03., USA 2018, REGIE Scott Speer, MIT Bella Thorne, Patrick Schwarzenegger, Rob Riggle, Quinn Shephard, Ken Tremblett, Jenn Griffin, Nicholas Coombe, FILMLÄNGE 91 Min., © Constantin Film

wordenen Kindern her sind, fliegen die Popkulturzitate: „WWVDD?“, fragt Hunter (Ike Barinholtz, Bad Neighbors) – und Lisa (Leslie Mann) weiß: Sie muss aufs Gaspedal steigen, kann das doch nichts anderes heißen als „What would Vin Diesel do?“ Dass dies kein Drehbuch zu einem The Fast & the Furious-Film ist, erkennen sie, als ihr Auto senkrecht in einer Grube steckt. Dass sie sehr vieles unternehmen würden, um ihre Mädchen zu „retten“, ist spätestens klar, wenn sie sich auf entwürdigende Trinkspiele einlassen … Dafür sorgt produzentenseitig u.a. Seth Rogen, und Regiedebütantin Kay Cannon hat sichtlich Spaß am komödiantischen Chaos, das sie anrichten darf. www.blockersmovie.com DER SEX PAKT – BLOCKERS KINOSTART 12.04., USA 2018, REGIE Kay Cannon, MIT Leslie Mann, Ike Barinholtz, John Cena, Kathryn Newton, Geraldine Viswanathan, Gideon Adlon, © UPI DOT.MOVIE 47

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Das Leben der anderen

Drei Tage in Extremen

Ben Stiller macht sich klein. Und vergisst, dass er doch „Im Zweifel glücklich“ ist.

S Marie Bäumer wird „3 Tage in Quiberon“ lang zu Romy Schneider.

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ch bin nicht Sissi, sondern eine unglückliche Frau von 42 Jahren.“ Diese unglückliche Frau hat am Vorabend mit dem sie interviewenden STERN-Reporter Michael Jürgs, dem Fotografen Robert Lebeck und ihrer Jugendfreundin Hilde Fritsch einige Flaschen Champagner geleert. Von der Losgelöstheit der vergangenen Nacht ist im kalten Rauch des nächsten Tages nicht mehr viel übrig, der Ton ist wieder förmlich. Romy Schneider hat sich irgendwann im Jahr 1981 in ein Luxuskurhotel zurückgezogen, um wieder auf die Beine zu kommen; ihre Freundin steht ihr zur Seite und ist nicht wenig überrascht, als plötzlich ein Journalist und ein Fotograf zur Stelle sind. Romy Schneider hat, wie wir in Emily Atefs aufwühlender Filmarbeit sehen werden, ein Abgrenzungsproblem – und zwar nicht nur von ihrem Sissi-Image. Die Fragen des Journalisten sind provozierend distanzlos, aber Romy Schneider antwortet brav und mit naiver Ehrlichkeit. Dass sie sich wieder von einem manipulativen Journalisten ausbeuten lässt, wird ihr später wieder leidtun, stellt Hilde – langsam fassungslos – fest, aber der schon wieder angeschickerte Star ist beratungsresistent. Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek und Charly Hübner spielen grandios auf, Bäumer steht die Verlorenheit der tragischen Schauspielerin Schneider ins Gesicht geschrieben. www.3-Tage-in-Quiberon.de

3 TAGE IN QUIBERON KINOSTART 13.04., D 2018, REGIE Emily Atef, MIT Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek, Charly Hübner, FILMLÄNGE 115 Min., © Filmladen

eit er einen College-Freund vom Cover von „Architectural Digest“ lächeln sah, ist Brad im Kern erschüttert: Seine Freunde von einst (darunter Luke Wilson) haben ihn längst abgehängt, sind einflussreiche, große Player – einer konnte gar bereits mit 40 in den Ruhestand treten. Und was hat er? – Allerhöchstens Mittelklassestatus. Latente Geldsorgen. Das Gefühl, der größte aller Versager zu sein. Und die Angst, selbst auf seinen Sohn eifersüchtig sein zu können, mit dem er gerade mögliche Colleges besichtigt und der vermutlich einen Studienplatz in Yale angeboten bekommt, den er gar nicht will, während Vater Brad damals alles dafür gegeben hätte. Der krisengebeutelte Familienvater hängt all den Leben nach, die er nie gehabt hat; macht sich klein und idealisiert andere – und vergisst dabei völlig, dass Glück und Erfolg unterschiedlich definiert werden, aber die selbstkritische Stimme in seinem Kopf lässt ihm keine Ruhe. Bis er mit idealistischen Studentinnen (Shazi Raja) und verlorenen Freunden (Michael Sheen) spricht. Dann wird es zumindest ein bisschen besser. Ben Stiller, dem die ernsteren Töne (Gefühlt Mitte Zwanzig) gut stehen, spielt am Rande des Nervenzusammenbruchs. Regisseur und Drehbuchautor Mike White (Year of the Dog, Enlightened) hat ihm ein feines, begeisternd ehrliches Script beschert. www.imzweifelgluecklich-film.de

IM ZWEIFEL GLÜCKLICH – BRAD’S STATUS KINOSTART 06.04., USA 2017, REGIE Mike White, MIT Ben Stiller, Austin Abrams, Jenna Fischer, Michael Sheen, Jemaine Clement, Luke Wilson, Shazi Raja, FILMLÄNGE 102 Min., © Filmladen

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LEBENS-

TEXT: NICOLE ALBIEZ

KRISEN

Erfolgreiche Hormone

Übers Erwachsenwerden, über Charakterbildung. – Greta Gerwig legt mit „Lady Bird“ ein tolles, rasend unterhaltsames Regiedebüt vor.

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rstaunliche 301 Lobeshymnen und gerade mal vier Verrisse zählt Greta Gerwigs Regiedebüt Lady Bird aktuell auf der Filmplattform Rotten Tomatoes. Es hat sich – wenn wir schon bei Zahlen sind – neben 96 weiteren Preisen zwei Golden Globes geholt und war fünffach Oscar-nominiert. Man wundert sich vielleicht, wenn man den Plot liest, handelt der Film doch „nur“ vom letzten Schuljahr eines kalifornischen Teenagers mitsamt den bekannten Alltagsproblemen (Mütter, Jungs, Freundinnen). Man wundert sich aber nicht mehr, wenn man Lady Bird gesehen hat, denn der „Crowdpleaser“trifft den Ton. Gerwig (als Schauspielerin u.a. als Frances Ha zu sehen) erzählt pointiert, ausgesprochen lebhaft und amüsant von Christine, die „Lady Bird“ genannt werden will („Der Name wurde mir von mir

gegeben“). Diese (Saoirse Ronan, Brooklyn) kann es kaum erwarten, das kalifornische Sacramento für einen spannenderen Ort hinter sich zu lassen – und vor allem auch die ständigen Konflikte mit ihrer Mutter. Die Vorstellungen über die Zukunftsgestaltung driften dabei mitunter so weit auseinander, dass das impulsive Mädchen auch mal aus dem fahrenden Auto springen und in den nächsten Szenen nur noch mit Gips zu sehen sein wird. „Wenn man irgendeine zufällige Frau auf der Straße auf ihre Beziehung zu ihrer Mutter anspricht, wird die Antwort nicht einfach ausfallen. Das passiert einfach nicht“, so die Regiedebütantin. „Mir kommen eine Menge Filme, Stücke und Romane über Väter und Söhne in den Sinn – das ist ziemlich gut dokumentiert“, um die Mutter-Tochter-Beziehungen stünde es anders.

EINSTIGE TEENAGER Gerwig erzählt aber (mit toller Besetzung) weit mehr als von Müttern und Töchtern. Lady Bird selbst mag zwar sehr auf sich selbst konzentriert sein, die Regisseurin aber schaut sich aber auch die fein ausgearbeiteten Nebenfiguren genau an. Als solche kann man auch Sacramento nennen, die Stadt, in der Gerwig aufwuchs. Gerwig erzählt nicht von ihrer eigenen Jugend, wenn der Film auch im Jahr 2000 angesiedelt ist, als Gerwig 17 Jahre alt war. Das hat einen anderen Grund: „Ich glaube, mit einem Film über heutige Teenager würde ich mir schwertun, weil sie so sehr durch Geräte leben: So viel ihres Soziallebens findet auf Plattformen wie Snapchat, Instagram und WhatsApp statt und in sozialen Codes, die ich nicht verstehe. Und ich wüsste auch nicht, wie man das filmisch lösen sollte: Etwas für einen Bildschirm zu drehen und dabei einen Bildschirm abzufilmen …“ www.ladybird-film.at

LADY BIRD KINOSTART 19.04., USA 2017, REGIE Greta Gerwig, MIT Saoirse Ronan, Laurie Metcalf, Tracy Letts, Lucas Hedges, Timothée Chalamet, FILMLÄNGE 94 Min., © UPI – Mehr dazu auf Seite 62. DOT.MOVIE 49

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70 Jahre Bayern

Josef Bierbichler verfilmt seinen Roman, „Zwei Herren im Anzug“ gesellen sich dazu.

Innovation: Lächeln

Brian Cox lernt „Das Etruskische Lächeln“ kennen – und das späte Glück.

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ie letzten Gäste haben sich aus dem familieneigenen Gasthaus verabschiedet, und Vater und Sohn, die gerade ihre Frau bzw. Mutter (Martina Gedeck) zu Grabe tragen mussten, sitzen in erzwungener Gemeinschaft zusammen. Seit Jahren haben sie nicht mehr miteinander gesprochen, jetzt, im Jahr 1984, wird – anfangs noch stockend – alles aufgeholt: die Familie, das Vater-Sohn-Verhältnis, die Weltkriege, die Alliierten, die Flüchtlinge, die im Wirtshaus unterkommen, der Kalte Krieg, Studentenunruhen, glänzende Traktoren, Bayern. Wenn 70 Jahre aufgerollt werden – und anhand eines Stücks bayrischer Geschichte von der Welt erzählt wird – und sich die beiden Männer längst überfällig auseinandersetzen, gesellen sich zwei Unbekannte als Stichwortgeber dazu. Hauptdarsteller Josef Bierbichler inszeniert Teile seines kraftvollen, leicht biografisch gefärbten Romans „Mittelreich“ – eine große Saga. Er bildet mit seinem Sohn Simon Donatz das Vater-Sohn-Gespann. #zweiherrenimanzug

DAS ETRUSKISCHE LÄCHELN – THE ETRUSCAN SMILE KINOSTART 13.04., USA 2018, REGIE Mihal Brezis, Oded Binnun, MIT Brian Cox, Thora Birch, JJ Feild, Rosanna Arquette, Peter Coyote, FILMLÄNGE 107 Min., © Constantin Film

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ZWEI HERREN IM ANZUG KINOSTART 06.04., D 2017, REGIE Josef Bierbichler, MIT Josef Bierbichler, Simon Donatz, Martina Gedeck, FILMLÄNGE 139 Min., © Filmladen

olange es erträglich ist, behandelt Rory (Brian Cox, Churchill) seine Schmerzen mit Medikamenten, die er dem Tierarzt abgeschwatzt hat. Aber irgendwann muss selbst der 72-jährige Querkopf einsehen, dass es besser ist, die abgelegene schottische Insel Vallasay zu verlassen, um ärztlichen Rat einzuholen (natürlich nur, um nicht vor seinem Erzfeind zu sterben). Er stellt sich einer weiteren Herausforderung: seinem entfremdeten Sohn (JJ Feild, Captain America: The First Avenger) und dessen Familie, deren Lebensansatz er nicht versteht. Es geht vom einfachen Leben ins Hamsterrad von San Francisco. Als er jedoch sein Herz an den kleinen Rotschopf, der sein Enkelsohn ist, verliert, lernt der alte Grantler, worauf es wirklich ankommt. Frei nach dem Bestseller von José Luis Sampedro erzählen Produzent Arthur Cohn (Die Kinder des Monsieur Mathieu) und die Langfilmdebütantinnen Mihal Brezis und Oded Binnun (oscarnominiert für den Kurzfilm Aya) auf liebenswerte Weise vom späten, kleinen großen Glück. #DasEtruskischeLächeln

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

LEBENS-

ALTER

Über die Vergänglichkeit. Harry Dean Stanton hätte gar keine bessere letzte Hauptrolle finden können als die in „Lucky“.

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er Kreuzworträtsel lösende Lucky schlägt die Definition von Realismus nach, sie lautet: die Gewohnheit, mit den Dingen, wie sie sind, umzugehen. Als Lucky der Realität ins Auge sieht, kippt er um. Nach dem erlittenen Schwächeanfall beginnt er sich mit seiner Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. Der im amerikanischen Nirgendwo lebende Emerit ist 90 Jahre alt. Höchste Zeit, sich mit dem Leben und dem Danach zu beschäftigen. Der Schauspieler John Carroll Lynch hat mit seinem Regiedebüt einen bittersüßen Film gestaltet, durch den nach US-Präsidenten benannte Schildkröten und Nebendarsteller wie David Lynch krabbeln. Die Show gehört aber fraglos Harry Dean Stanton (Twin Peaks): Seine letzte Hauptrolle wurde zu seiner unvergesslichsten. Es ist sehr rührend, den hageren, betagten Mann als Atheisten und Freigeist zu sehen, der zwischen seinen jahrzehntelangen Routinen (Yoga, lautlose Quizshows) Zeit findet, die großen Fragen des Lebens zu stellen, aber immer auf dem Boden der schrulligen Tatsachen zu bleiben.

Ein Abschied

„HARRY DEAN STANTON IST LUCKY“ Die Rolle wurde Stanton von seinem Freund Logan Sparks auf den Leib geschrieben, er hat Gewohnheiten des Schauspielers für Lucky übernommen. John Carroll Lynch: „Wir empfanden es als eine große Verantwortung, für den Film aus Harrys Leben und seinen Begegnungen mit anderen Menschen zu schöpfen, die Geschichte eines Mannes, dem urplötzlich unmissverständlich klar wird, dass sein Leben eher nur noch Wochen oder Monate dauern wird und nicht mehr Jahre oder sogar Jahrzehnte. Der Film musste auch Luckys Reise von Etwas zu Nichts widerspiegeln, aber nicht durch ein Abhaken letzter Wünsche. Keine Banküberfälle, keine Sprünge aus Flugzeugen. Das sind zwar dramatische Ereignisse, sie haben aber doch nicht wirklich etwas mit den Erfahrun-

gen zu tun, wie die meisten von uns sie machen. Wir verändern uns von innen und nicht von außen heraus. Aber vor allem wollten wir Harry feiern, ihm ein Denkmal setzen. Deshalb steht im Vorspann auch ‚Harry Dean Stanton ist Lucky‘.“ Die gleichermaßen witzige und melancholische Arbeit lief bei der Viennale 2017 als Eröffnungsfilm – eine berührende Wahl. Nicht nur Hauptdarsteller Harry Dean Stanton war knapp davor gestorben, sondern auch der damalige Viennale-Leiter Hans Hurch. Lucky ist ein kleiner und doch so großer – berührender, bleibender – Film, der vom Abschied erzählt. Aber noch viel mehr vom Leben. www.lucky-derfilm.de LUCKY KINOSTART 06.04., USA 2017, REGIE John Carroll Lynch, MIT Harry Dean Stanton, David Lynch, Ron Livingston, FILMLÄNGE 88 Min., © Polyfilm DOT.MOVIE 51

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KIDS

& FAMILY

Hochsicherheitstrakt für Gemüse Der berühmte „Peter Hase“ bringt Domhnall Gleeson fast um den Verstand.

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enn Mutter Hase ihre Kinder davor warnt, in den Gemüsegarten von Mr. McGregor einzudringen, wird sie sehr plastisch: „Euer Vater hatte dort einen schlimmen Unfall. Er wurde von Mr. McGregor zu einer Pastete verarbeitet.“ Und während drei ihrer Kinder brav sind und sich nur bei den Brombeeren aufhalten, die die Straße entlangwuchern, stürzt sich der übermütige Peter natürlich sofort

ins Geschehen, schlägt sich den Magen voll und liefert sich eine unerbittliche Verfolgungsjagd mit dem Mann, vor dem die Mutter ihn so eindringlich gewarnt hat. Aber alles geht gerade noch mal gut, und am Abend wird Peter von seiner Mutter mit Kamillentee ins Bett gesteckt. – Generationen von Kindern kennen das Abenteuer von Peter Hase: 1902 ist es als Kinderbuch, erdacht von Beatrix Potter, erschienen. Heuer können wir uns durch den Haken schlagenden Protagonisten auf ganz besondere Weise auf die Ostereiersuche einstimmen: Ab 23. März traut sich Peter Hase nicht nur in McGregors Garten, sondern auch auf die Leinwand.

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mit Peter und zweitens nicht mit dem Charme von Nachbarin Bea (Rose Byrne) gerechnet. Letztere entpuppt sich nicht nur als reizend, sondern auch als große Hasenfreundin. Und bei all den Fallen, die die schlauen Säugetiere ihm stellen – umgeleiteter Strom und Angriffe von Harken inklusive –, muss McGregor wohl einsehen, dass man sich mit einem Peter Hase besser nicht anlegt. www.peterhasefilm.de

PETER HASE – PETER RABBIT KINOSTART 23.03., USA 2018, REGIE Will Gluck, MIT Domhnall Gleeson, Rose Byrne, FILMLÄNGE 95 Min., © Sony Pictures

EIN GEFUNDENES FRESSEN Regisseur Will Gluck (Freunde mit gewissen Vorzügen, Annie) erzählt auf quirlige, liebevolle und gewitzte Art von der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Tier: Sein Peter (im Original gesprochen von James Corden, die deutsche Stimme wird ihm von Christoph Maria Herbst geliehen) hält natürlich auch nicht sonderlich viel von Regeln, vielmehr steht ihm der Sinn nach Unfug und Chaos, und Mr. McGregors Gemüsegarten ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für Peter. Der genervte Zweibeiner (Domhnall Gleeson, Ex Machina) unternimmt alles in seiner Macht stehende, um den Hoppelhasen und seine Freunde fernzuhalten – nur hat er erstens nicht DOT.MOVIE 53

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JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER KINOSTART 29.03., D 2018, REGIE Dennis Gansel, MIT Henning Baum, Solomon Gordon, Annette Frier, Christoph Maria Herbst, Uwe Ochsenknecht, Milan Peschel, Rick Kavanian und der Stimme von Michael Bully Herbig, © Warner Bros.

Lummerland und die weite Welt „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ düsen mit Dampflok Emma nach Mandala und über die Leinwand: eine ungeheuer akribische Adaption von Michael Endes Bestseller.

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KINDHEITSTRÄUME Eine Insel mit nur fünf Einwohnern (einer davon der König), aber einem eigenen Eisenbahnsystem; Fusionen aus Drachen und Nilpferden, kleine Riesen, seetaugliche Lokomotiven, die bei der Jungfernfahrt gleich in einen horrenden Sturm geraten; gefährliche Schluchten, wütende Vulkane, Meerkönige, Piraten, Drachen, die die schwarze Pädagogik pflegen, und nichts Geringeres als das Ende der Welt: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer hat fabelhafte Orte, einzigartige Figuren und tolle Abenteuer zu bieten. Es ist eine der aufwendigsten Kinoproduktionen der deutschen Filmgeschichte, die nun die zeitlose Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Mut (nach 14 Jahren der Vorbereitung) wahr

rst düsen Jim Knopf, sein Freund Lukas der Lokomotivführer und die Dampflok Emma über die winzig kleine Insel Lummerland – und dann geht es hinaus in die Welt: Das große, gefährliche Abenteuer des ungleichen Gespanns sorgt seit 1960 für glänzende Kinderaugen: Da erschien der Bestseller von Michael Ende, der in Adaptionen der Augsburger Puppenkiste, einem Hörspiel und einer 1999/2000 produzierten Zeichentrickserie weiterlebte. KIDS Auch auf der Lein& FAMILY wand geht es nun endlich ins Reich des Kaisers von Mandala, wo die abenteuerliche Suche nach dessen entführter Tochter Li Si wartet; in der Stadt der Drachen kommen sie nicht nur Li Sis Spur näher, sondern vermutlich auch Antworten zu Jims Herkunft.

werden lässt, umgesetzt von einem echten Fan: Produzent Christian Becker (Wickie und die starken Männer, Hui Buh – Das Schlossgespenst) saß als Kind gebannt vor dem Fernseher, wenn aus wogender Plastikfolie das Meer wurde, das die Insel Lummerland umspülte. Er und Regisseur Dennis Gansel (Die Welle) kümmern sich liebevoll um die akribische und zeitgemäße Realverfilmung, in der Solomon Gordon und Henning Baum als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer aufspielen und in Nebenrollen Christoph Maria Herbst, Uwe Ochsenknecht, Milan Peschel und Rick Kavanian in Erscheinung treten. Michael Bully Herbig lieh dem Halb-Drachen Nepomuk seine Stimme. www.jimknopf.de

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

LET’S CEE 2018 Gefährlich gute Filme

Über 155 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Zentral- und Osteuropa wachsen zur sechsten Ausgabe von LET’S CEE zusammen. Highlights, Specials, Pflichttermine.

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efährlich gute Filme“ lautet das wenig bescheidene Motto der sechsten Ausgabe von LET’S CEE, dem Festival, das sich dem zentral- und osteuropäischen Film verschrieben hat – oder sollen wir „gesund selbstbewusst“ dazu sagen? – Denn wieder ist trotz knappem Budget ein überaus dichtes, aufregendes Programm gewachsen, das heuer noch mehr Produktionen umfasst: über 155 (!) Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Zentral- und Osteuropa – fast ausschließlich ÖsterreichPremieren, sehr viele mit Q&A’s – werden das Festivalpublikum von 13. bis 22. April in andere Welten ziehen – nicht nur in Wien, sondern vereinzelt auch in Graz, Villach und Salzburg. „Wir

haben schon immer gefährlich gute Filme gezeigt, sprich solche, die als ganz klare Signale gegen Ignoranz, Diskriminierung und Vorurteile zu verstehen sind und die oft brennende gesellschaftspolitische Themen zum Inhalt haben. Das wird nicht von allen gern gesehen, und in Zeiten wie diesen schon gar nicht. Gleichzeitig handelt es sich dabei praktisch ausnahmslos um Werke, die durch ihre künstlerische Qualität, ihre Originalität und ihre Kreativität beeindrucken“, so die Gründerin von LET’S CEE und Festivaldirektorin Magdalena Żelasko, die mit Co-Direktor Wolfgang P. Schwelle wieder ein unglaubliches Programm zusammengetragen hat. Eröffnet wird mit November (siehe Highlights), auf dem

November, Estland » Schwarze Magie in Estland im 19. Jahrhundert: Liinas Liebe für Hans wird nicht erwidert, also lässt sich das Bauernmädchen auf einen Pakt mit dem Teufel ein: Die Liebeskranke lässt sich in einen Werwolf verwandeln. Rainer Sarnet (Idioot, 2011) bringt, wenn er Andrus Kivirähks Bestseller „Rehepapp ehk November“ in starken Schwarz-Weiß-Bildern verfilmt, Liebesgeschichte, Horrorelemente und Volksmärchen unter einen Hut und führt in ein estnisches Dorf, in dem böse Geister und Seuchen wüten. Der LET’S CEE-Eröffnungsfilm wurde beim Tribeca Film Festival für seinen visuellen Stil ausgezeichnet. Hinter der Kamera: Mart Taniel. Programm stehen auch VirtualReality-Kurzfilme, die, wie alle Shorts bei LET‘S CEE, bei freiem Eintritt gezeigt werden. Neben den Filmprojektionen warten Master Classes, Get-Togethers, Partys, Industry Days und eine Talent Academy, bei der 40 junge Filmschaffende aus Österreich und der CEE-Region teilnehmen werden. DOT. hat das Programm studiert und präsentiert zur Erleichterung des Festivalgenusses Highlights, Specials, Pflichttermine. Es wird wieder eine spannende Saison! www.letsceefilmfestival.com

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BELLA THORNE

© LET’S CEE FILM FESTIVAL

SCHWERPUNKTE » Genauer betrachtet wird heuer das Filmschaffen aus Polen, Ungarn und Slowenien, zu Gast ist dabei u.a. Márta Mészáros, die aus Berlin den Goldenen Bären (1975 für Örökbefogadás – Adoption) und aus Cannes den Preis der Jury (Diary for my Children, 1984) mitbrachte und die erste Frau war, die in Ungarn einen Spielfi lm inszenierte. Zusammen mit Kira Muratowa wird sie bei LET‘S CEE mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Eine Retrospektive beschäft igt sich mit „Woman and War“, eine mit „100 Years“ (100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs). Besonders an das aus dem Ausland angereiste Publikum richtet sich die Programmschiene „Austrian Days“: Es werden heimische Produktionen wie Die beste aller Welten, Die Migrantigen und Tiere mit englischen Untertiteln und Q&As gezeigt. Die Serie „Hollywood Goes CEE“ präsentiert Hollywoodfi lme, die in Zentral- und Osteuropa gedreht und (ko-) produziert werden, den Anfang machen heuer die in Bulgarien ansässigen Nu Boyana Film Studios (Österreich-Premieren: u.a. Chuck mit Liev Schreiber und Naomi Watts sowie Bullet Head mit Adrien Brody und John Malkovich). An den Festivalsamstagen laufen 12 Kinderfi lme bei freiem Eintritt, u.a. macht sich im tschechischen Kurzfi lm The House ein Haus auf die Suche nach seinen ehemaligen Bewohnern.

PATRICK SCHWARZENEGGER

The Whiskey Bandite – A Viszkis, Ungarn » In der Reihe „Hungarian Focus“ ist u.a. diese abenteuerliche Geschichte zu erleben: Banken, Postämter, Reisebüros (!) – nichts war vor seiner Raublust sicher. Zwischen 1993 und 1999 schlug er 29-fach zu. Und da die Polizei bis auf einen Whiskey-Geruch keine Spur fand, wurde er „Whiskey-Bandit“ genannt. Nimród Antal (Predators, Kontroll) inszeniert ein Katz-undMaus-Spiel, das durch Budapest führt.

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Maya Dardel

Polen/USA

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ine Autorin, die titelgebende Maya Dardel, verkündet im Radio ihre Suizidpläne und dass sie auf der Suche nach (jungen, männlichen) Nachlassverwaltern sei, die dafür ihr Haus, ihre Besitztümer, ihr literarisches Vermächtnis, einfach alles erben. Und tatsächlich folgen ei-

nige dem Ruf und fahren zu ihrem kalifornischen Landsitz, wo sich Mayas Pläne schon ein bisschen komplizierter anhören. Zachary Cotler und Magdalena Zyzak inszenieren, Lena Olin (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins) ist als Maya und Rosanna Arquette in einer Nebenrolle zu sehen.

Secret Ingredient – Iscelitel, Mazedonien » Die behandelnden Ärzte sprechen von einem Wunder, Vele aber weiß, dass das Geheimrezept zur gesundheitlichen Erholung seines krebskranken Vaters bodenständiger bzw. erdwüchsiger ist: Der Eisenbahnarbeiter Vele bastelt aus gefundenem Marihuana Space Cakes. Gjorce Stavreski erzählt zwar komödiantisch, allerdings mit ernster Grundlage: Die medizinische Versorgung im krisengebeutelten Mazedonien krankt – sein Protagonist Vele könnte sich die Medikamente des Vaters nicht leisten.

Falling – Strimholov, Ukraine » In der postrevolutionären Ukraine stolpern Anton und Katya ineinander. Während er nach einer Entziehungskur nach Kiew zurückkehrt, ist sie gerade dabei, mit ihrem deutschen Freund das Land zu verlassen. Der Plot sei aber gar nicht so wichtig, so die Regisseurin Marina Stepanska, es sei ihr vielmehr darum gegangen, die Gefühle und die Situation einer ganzen Generation auszudrücken, die nicht nur keine Zukunft, sondern auch keine Gegenwart mehr habe: Ihre Generation sei durch die Ereignisse am Euromaidan und das politische und gesellschaftliche Nachspiel nachhaltig verstört worden.

Ultra, Ungarn/Griechenland/ Frankreich/Deutschland » Die historische Distanz von 246 km zwischen Athen und Sparta gilt es beim Spartathlon innerhalb von 36 Stunden zu bewältigen – eine Strecke, die 490 v. Chr. der Botenläufer Pheidippides lief, um Hilfe für die Athener gegen die Perser in der Schlacht bei Marathon zu erbitten. Vier Mal hat der ungarische Filmemacher Balász Simonyi den Laufbewerb selber absolviert, nun ist er mit der Kamera dabei.

Miracle – Stebuklas, Litauen » Den abrupten Wechsel vom Kommunismus zum Kapitalismus haben nicht alle gemeistert. Davon erzählt Eglė Vertelytės Komödie, die in der Reihe „Promising Debuts“ läuft und auf eine Schweinezuchtfarm im Litauen des Jahres 1992 führt. Haarscharf bevor zugesperrt werden muss, erscheint aus dem Nichts ein Hoffnungsträger: Bernardas, ein hübscher, litauischstämmiger Amerikaner, dessen Eltern einmal die Besitzer der Schweinefarm gewesen seien. Aber hat der Retter, der das ruinöse Unternehmen kurzerhand kaufen möchte, tatsächlich nur hehre Absichten und nostalgische Motive?

Spacewalker – Vremya pervych, Russland » Das Wettrüsten zu Zeiten des Kalten Krieges einmal von der „anderen Seite“ erzählt: Dmitriy Kiselev stellt den historischen Versuch der Sowjetunion, die ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken, nach: die Mission Woschod 2. Nur zwei Wochen vor dem geplanten Start explodiert das Prüfungsraumschiff. Für die Fehlersuche bleibt keine Zeit mehr. Das soll aber niemanden, auch nicht die beiden Kosmonauten, die also ihr Leben aufs Spiel setzen, davon abhalten, die Mission wie geplant stattfinden zu lassen … 58 DOT.MOVIE

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© LET’S CEE FILM FESTIVAL

Charleston, Rumänien/Frankreich » Alexandrus Trauer um seine vor wenigen Wochen tödlich verunglückte Frau Ioana wird empfindlich gestört, als unerwartet ein junger, schmächtiger Mann vor seiner Tür steht und sich nicht nur als Sebastian, sondern auch als Liebhaber der Verstorbenen vorstellt. Der erste Impuls ist, dass der Witwer den „anderen Mann“ niederschlägt, der zweite, dass er ihn in die Wohnung lässt und nicht schlecht staunt: Sebastian ist hier, um Trost zu suchen, er könne Ioanas Ableben allein nicht überwinden. Und so bringt das Kino bzw. Regisseur und Drehbuchautor Andrei Creţulescu zwei ungleiche Männer zusammen – für ein erst verhaltenes, dann feinsinniges Miteinander.

Spannende Einblicke in Zentralund Osteuropa zu gewinnen! Auf ins Festivalgetümmel! DOT. verlost zu den genannten Filmempfehlungen jeweils 5x2 Karten und – für die volle Dosis – fünf Festivalpässe! Mitspielen per Mail an gewinn@pph-media.at. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse.

ECKDATEN ZUM LET’S CEE FILM FESTIVAL LET’S CEE wird von 13. bis 22. April 2018 im (Festivalzentrum) Urania Kino, im Actor‘s Studio, im Village Cinema Wien Mitte, im Artis international und in den Breitenseer Lichtspielen sowie im Begegnungszentrum Brunnenpassage, in der VHS Urania und an der Universität Wien ausgetragen. Am zweiten Wochenende geht es außerdem ins Geidorf Kunstkino in Graz, das Stadtkino Villach und das Cineplexx Salzburg City. Es locken Filme (in Originalversion mit englischen oder deutschen Untertiteln) inkl. Wettbewerb, Master Classes, Diskussionen, Partys. Die Kurzfilme sind bei freiem Eintritt zu sehen. Am 22. April werden noch einmal alle Siegerfilme des Wettbewerbs (Preisverleihung am 20.04.) gezeigt.

AB 6. APRIL IM KINO IN 2D, 3D UND

Das vollständige Programm, Gäste, Ticktets und alle weiteren Informationen: www.letsceefilmfestival.com DOT.MOVIE 59

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ARTHAUS

NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN – 23.03. Plötzlich funktioniert der Alltag nach anderen Regeln, die Nächte – Stichwort Schlafentzug – können zur Folter verkommen, und die innerfamiliäre Kommunikation: ist manchmal „schwierig zu deuten“. Antonin Svoboda hat die herausfordernde erste Lebensphase eines Menschen und einer Familie mit neugeborenem Zuwachs festgehalten; die Zeit vor, während und nach der Geburt. Im Lauf eines Jahres besucht er drei Familien mit ganz unterschiedlichen Problemen und schaut Familientherapeuten Thomas Harms bei der Arbeit zu. War – noch mit dem Titel Cry, Baby, Cry – auch bei der jüngsten Viennale zu sehen.

DIE SCH‘TIS IN PARIS – 23.03. Zehn Jahre ist es her, dass ein Postfilialleiter aus Marseille (Kad Merad) nach Nordfrankreich strafversetzt wurde und der Komiker Dany Boon mit Willkommen bei den Sch’tis einen kontrovers besprochenen Erfolg landete. Die französische Version des Burgenländerwitzes geht nun in die nächste Runde: Boon – auch in der „Fortsetzung“ als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller im Einsatz – ist nun als Stararchitekt Valentin zu sehen, der bei seiner Vita etwas geflunkert hat – selbst gegenüber seiner Frau und Kollegin

LOVELESS – NELYUBOV – 29.03. Boris und Zhenya sind mit ihrer Scheidung beschäftigt; mit der Auflösung des Wohnraums, der der gemeinsame war. Damit, das Leben danach zu planen – mit den neuen Partnern, die schon zur Stelle sind. Sie haben also gut zu tun und keinen Nerv für den gemeinsamen Sohn und seine Emotionen. Bis er verschwindet … Andrey Zvyagintsev (Leviathan) inszeniert ein bitteres Melodram. Preis der Jury in Cannes. 60 DOT.MOVIE

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(Laurence Arné). Just als das Glamourpaar der französischen Hauptstadt eine Retrospektive im Pariser Palais de Tokyo vorbereitet, steht Besuch aus dem Arbeitermilieu im ärmlichen Norden Frankreichs an: seine Mutter, sein bankrotter Bruder und dessen Frau. Nicht nur das ist Garant für Chaos: Nach einem Unfall entpuppt sich der Mann, der rhetorisch einwandfrei behauptet hat, Waise zu sein, für alle als der, der er ist: Valentin kann nur noch denken und sprechen wie ein „Sch’ti“. Ein Feuerwerk an mit Vorurteilen spielendem Witz ist vorprogrammiert.

© MGP (1), Filmladen (3), Grandfilm (1), Polyfilm (2), Stadtkino Wien (1)

THE WOMAN WHO LEFT – ANG BABAENG HUMAYO – 29.03. 30 Jahre verbrachte Horacia unschuldig hinter Gittern, ehe sich die wahre Mörderin stellte. Der philippinische Regisseur Lav Diaz erzählt in seinem vierstündigen, in Schwarz-Weiß gehaltenen Meisterwerk, das in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, von der Rache einer Frau, der so viel Lebenszeit gestohlen wurde; während ihrer Haft ist ihr Sohn verschollen, ihr Mann gestorben, und ihre Tochter ist eine fast Unbekannte für sie. Ein prachtvoller, fesselnder Film noir.

JEANNETTE – DIE KINDHEIT DER JEANNE D‘ARC – 06.04. Ein metaphysisches Musical erzählt von der Kindheit von Jeanne d’Arc. Auf ins Jahr 1425 im Nordosten Frankreichs. Experimentelle Musik (von Igorrr) und eigenwillige Choreografien inkl. Headbanging – Bruno Dumont (P’tit quinquin) sprengt Grenzen und Erwartungshaltungen.

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THE DEATH OF STALIN – 29.03. Stalin erleidet einen Schlaganfall, und es gilt nicht nur, seine Verabschiedung auf die Reihe zu kriegen, sondern es geht auch darum, wie es mit der UdSSR weitergeht. Durch das Machtvakuum, das sich nach fast drei Jahrzehnten der Alleinherrschaft durch das Ableben des mörderischen Diktators auftut, treten im Politbüro einige Möglichkeiten und Führungswillige in Erscheinung. Armando Iannucci (Veep) dirigiert u.a. Steve Buscemi, Jeffrey Tambor, Michael Palin, Andrea Riseborough und Rupert Friend durch eine absurde Satire frei nach Fabien Nurys und Thierry Robins Graphic Novel „The Death of Stalin“ und dessen Fortsetzung „The Funeral“. Lasset die Machtspiele beginnen!

DAS MÄDCHEN AUS DEM NORDEN – SAMEBLOD – 13.04. Das Sámi-Mädchen Elle Marja (Cecilia Sparrok) stammt von Rentierzüchtern ab und soll diese Tradition fortsetzen. Nur hat die 14-Jährige anderes mit ihrem Leben vor. Dies missfällt nicht nur ihrer Familie. Amanda Kernell entführt mit ihrem feinfühligen Drama, das bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Europa Cinemas Label Award ausgezeichnet wurde, ins Schweden der 1930er-Jahre: zu einem Kampf um Unabhängigkeit.

© MGP (1), Filmladen (3), Grandfilm (1), Polyfilm (2), Stadtkino Wien (1)

DER BAUER ZU NATHAL – KEIN FILM ÜBER THOMAS BERNHARD – 13.04. Die Journalisten Matthias Greuling und David Baldinger führen in die „familien- und kinderfreundliche Gemeinde“ Ohlsdorf – jenen Flecken von Oberösterreich, der weltberühmt ist, weil Thomas Bernhard hier einen Vierkanthof kaufte und „Landwirt“ in seinen Pass schreiben ließ. Andere Ohlsdorfer erinnern sich mehr oder weniger gern an den polarisierenden Literaten: Wie geht es ihnen mit dem literarischen Vermächtnis, in dem sie nicht besonders schmeichelhaft gezeichnet sind? Nicholas Ofczarek liest zusätzlich Bernhard-Texte ein.

MET OPERA im Cineplexx-Kino

Così Fan Tutte

Wieder gibt es die Möglichkeit, auf dem CineplexxKinosessel einen Abend in der MET Opera in New York zu verbringen: Dieses Mal geht es in Mozarts „Così Fan Tutte“ und Verdis „Luisa Miller“.

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© Martin Smith, Ken Howard

wei junge Offiziere wetten mit dem zynischen Don Alfonso um die Treue ihrer Verlobten, ziehen angeblich in den

Luisa Miller

Krieg und umschwärmen verkleidet die beiden Damen, um sie zu prüfen. Das verspricht Raserei und Eifersucht, Irrungen und Wirrungen – und eine Schmach für Mozart: Die sozialsatirische Oper Così Fan Tutte – 1790 im Wiener Burgtheater uraufgeführt – kam bei seinen Zeitgenossen nicht sonderlich gut an, wurde albern und unmoralisch genannt, erst im 20. Jahrhundert bekam die Auftragsarbeit Aufwind. Am 31.03. wird sie auf der Bühne der MET Opera zelebriert und ins

Cineplexx-Kino übertragen. Am 14.04. dirigiert am selben Ort James Levine Verdis Luisa Miller: Standesdünkel und Egoismus stehen einer romantischen Verbindung im Wege – eine Geschichte voller Tragik. Die Titelrolle singt Sonya Yoncheva, als ihr Vater ist Plácido Domingo zu sehen. www.cineplexx-opera.at DOT.MOVIE 61

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ROSENKOHL MIT MARONI VON LADY BIRDS FILMMUTTER

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KOST

Rosenkohl mit Maroni: 1 kg Rosenkohl (geputzt und halbiert), 4 EL Butter, 4 in dünne Scheiben geschnittene Schalotten, 3 EL Mehl, 2 ½ Tassen Hühnerbrühe, 2 EL Zitronensaft, 1 Tasse geröstete, geschälte Maroni (große besser halbieren), Salz, Pfeffer, Muskatnuss

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as Haus, vor dem Lady Bird (Saoirse Ronan, Brooklyn) und Danny (Lucas Hedges, jüngst: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri) oben abgebildet haltgemacht haben, ist das, in dem Lady Bird – sehr zum Leidwesen ihrer Mutter – gleich Thanksgiving feiern wird. Eigentlich ist es auch das Haus, in dem sie ihren Träumen nach wohnen sollte. Mitschülerinnen der katholischen Privatschule gegenüber gibt Lady Bird das herrschaftliche Anwesen gern als das ihrer Familie aus – während das abgewohnte Haus ihrer Eltern bevorzugt verschwiegen wird – außer in Witzen, dann wird es als „auf der falschen Seiten der Schienen“ gelegen bezeichnet. Lady Birds Leben im kalifornischen Sacramento könnte für den Teenager langweiliger und unwürdiger nicht sein – dabei bemerkt sie gar nicht, dass die Menschen um sie herum auch Gefühle haben. Wie ihre (in Lady Birds Augen) dauerkeifende Mutter oder der gebrochene Vater; wie ihre gegen jedes Kilo und gegen Melan-

cholie ankämpfende beste Freundin. Oder gar ihr scheinbar ewig ausgeglichener und beneidenswert selbstbewusster Boyfriend Danny, der mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Heute Abend aber nicht: Lady Bird wird tatsächlich im blau angestrichenen Haus dinieren, es gehört Dannys Großmutter. Lady Birds Mutter kämpft derweil mit der Ablehnung ihrer hormonell bedingt gerade nicht sonderlich liebenswürdigen Tochter, von der Greta Gerwig in ihrem pointierten Regiedebüt Lady Bird erzählt. Auf www.a24films.com haben Cast und Crew Thanksgiving-Rezepte zusammengetragen, die, wenn sie vielleicht auch nicht „die psychischen Wunden eurer Familie heilen können“, so doch zumindest für ein „FoodKoma“ sorgen sollen, um kurzzeitig jede Dysfunktion zu vergessen. Nun denn: Wir kochen heute – wo Lady Bird schon das Essen ihrer Mutter verschmäht – die Kohlsprossen von Filmmutter Laurie Metcalf nach: Den Rosenkohl etwa 10 Min. lang in Salzwasser kochen, abgießen und

abschrecken. Währenddessen die Butter in einer Pfanne zerlassen, Schalotten bei mittlerer Hitzen unter Rühren hellbraun werden lassen. Den Pfanneninhalt dann durch ein feines Sieb gießen, um die Butter in einem Topf aufzufangen. Schalotten auf einem Papierhandtuch zur Seite stellen, derweil die Butter wieder auf den Herd geben, Mehl einrühren und dann Zitronensaft und Gewürze zugeben. Rosenkohl und Maroni mit der dicken Sauce vermengen, alles in eine feuerfeste Form geben, Schalotten obendrauf. Bei 200° C eine Viertelstunde lang in den Ofen stellen. Eignet sich wohl hervorragend, um unsere Teenagerlaunen unseren Eltern gegenüber wiedergutzumachen. Ein gemeinsamer Kinobesuch könnte auch nicht schaden. LADY BIRD USA 2017, REGIE Greta Gerwig, MIT Saoirse Ronan, Laurie Metcalf, Tracy Letts, Lucas Hedges, Timothée Chalamet, FILMLÄNGE 94 Min., © UPI. Ab 19.04. im Kino. Mehr zu Lady Bird auf Seite 49.

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NEUES IM HEIMKINO

BATTLE OF THE SEXES

SUBURBICON

Als 1973 Billie Jean King, Weltranglistenzweite der Damen, und Bobby Riggs, der Ex-Champ der Herren, aufeinandertrafen, schauten 90 Mio. Menschen per Fernsehübertragung zu: Hier wurde Politik am Tenniscourt ausgetragen. Das Spiel fand im Kampf um die Gleichberechtigung statt. Nun betreten Emma Stone und Steve Carell den Platz. Ab 29.03. im Handel.

Das Leben in der Vorstadt, wissen wir aus reichlich Fiktion, ist nur in der Behauptung schön. Erst recht, wenn die Coen-Brüder und George Cloney in die 1950er-Jahre laden. Durch die biedere Familie Lodge (darunter Matt Damon und Julianne Moore) zerstören Erpressung, Betrug und Vergeltung den Reihenhausfrieden. Ab 22.03. im Handel.

The Square

© Alamode, TCFHE, Concorde Video

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as Quadrat ist ein Zufluchtsort, an dem Vertrauen und Fürsorge herrschen. Hier haben alle die gleichen Rechte und Pflichten“, steht auf der Plakette geschrieben. Sie liefert die Erklärung für das Kunstwerk, das ein Stück des Kopfsteinpflasters vor einem fiktiven Stockholmer Museum kennzeichnet. Dies sei ein Safe Space: ein Hoffnungsort eines funktionieren-

den Miteinanders, wo Hilfesuchende nicht ignoriert werden dürfen. Die Lichtinstallation thematisiere den moralischen Zustand der Gesellschaft, erläutert der weltgewandte Chefkurator des Museums (Claes Bang), dem in den kommenden 145 Filmminuten sein Leben entgleiten wird. Leichtfüßig und vielschichtig verhandelt der Regisseur, der präzise Denker und Beobachter

HEIM WERK

MORD IM ORIENT EXPRESS Glamourös und mysteriös: Es wird, nach der berühmten Vorlage von Agatha Christie, wieder gemordet. Verdächtigt werden u.a. Willem Dafoe, Judi Dench und Michelle Pfeiffer. Opulent ausgestattet, setzt Kenneth Branagh 13 Fremde in einem Zug in Szene – jeder von ihnen wird verdächtigt. Ab 22.03. im Handel.

Ruben Östlund (Turist – Höhere Gewalt), den Widerspruch zwischen moralisch hochstehendem Selbstbild und den realen Verhältnissen aus. Er testet, was die Lippenbekenntnisse des liberalen Kurators halten. Es ist schlau und hoch vergnüglich, was hier aufgetischt wird – vom übermütigen Verfassen eines folgenreichen Drohbriefs über die wortreiche Entsorgung eines Kondoms bis zur kippenden Performance eines Affenmanns. Verdientermaßen gab es neben einer Oscarnominierung dafür in Cannes die Goldene Palme. Ab 23.03. im Handel. DOT.MOVIE 63

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EUPHORIE IN SERIE: NEWS & RELEASES

THE CROSSING

BARRY

TRUST

150 Jahre in der Zukunft, es riecht nach Verschwörung: Flüchtlinge suchen in einer amerikanischen Kleinstadt Unterschlupf; sie selbst sind Amerikaner – und der Krieg, vor dem sie fliehen, hat noch nicht stattgefunden. Steve Zahn gibt den Sheriff des Fischerorts, Sandrine Holt soll als Agentin ergründen, was es mit der mysteriösen Flucht auf sich hat. Ab 02.04. bei ABC.

Saturday Night Live-Star Bill Hader (Dating Queen) gibt einen Ex-Marine, der sich nun als Auftragskiller verdingt. Die gewünschte Anerkennung findet er allerdings erst bei einer Gruppe hoffnungsvoller Theaterschauspieler, der er sich anschließt. Bloß: Wie lassen sich beide Karrierebestrebungen unter einen Hut bringen? Ab 25.03. bei HBO, ab Mai bei Sky Atlantic.

Wie Ridley Scott (Alles Geld der Welt) beschäftigt sich auch Danny Boyle (Slumdog Millionär) mit dem Geld der Getty-Familie und der Entführung, die den 16-jährigen Enkel des Öl-Tycoons John Paul Getty 1973 in Rom ein Ohr kostete. Zu Boyles Getty wird Donald Sutherland; als dessen Ex-Schwiegertochter ist Hilary Swank zu sehen. Ab 25.03. bei FX.

ALEX, INC.

SIREN

STATION 19

Alex, ein Mitdreißiger mit Frau und zwei Kindern, schmeißt einen sicheren Job hin, um ein PodcastNetwork zu starten. Den Prozess begleitet er – klar – per Podcast. Scrubs-Star Zach Braff spielt mit Alex den ehemaligen „This American Life“-Journalisten Alex Blumberg, der im Podcast „StartUp“ den Beginn seines Unternehmens Gimlet Media begleitete. Ab 28.03. bei ABC.

Die Kleinstadt Bristol Cove ist von Legenden rund um Meerjungfrauen besessen – nun kriegen die Bewohner, worüber sie ständig sprechen: Die mysteriöse Ryn (Eline Powell) entsteigt dem Wasser. Nicht ohne Absichten: Die Menschen verübten einst einen Genozid an den Nixen, nun sinnen sie auf Rache. Mittendrin: ein verknallter Meeresbiologe (Alex Roe). Ab 29.03. bei Freeform.

Die actionschwangeren Einblicke in den dramatischen Krankenhaus„alltag“ (voller Attentate, Flugzeugabstürze, Todesfälle und Panscherln), die Grey‘s Anatomy seit 14 Staffeln auftischt, sorgen für ein weiteres Spin-Off (nach Private Practice): Auf Station 19 sind aber keine Krankenbetten zu finden, es handelt sich um eine Feuerwache. Ab sofort bei ABC.

© ABC, FX, HBO, Freeform

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HAPPY DEATHDAY

GIRLS TRIP

GEOSTORM

Neben einem One-Night-Stand aufwachen. Geburtstag feiern. Ermordet werden. Repeat. Dieser Tag im Leben von Tree (Jessica Rothe) ist nicht gerade der beste, um zum „Murmeltiertag“ zu werden – jenem Tag, der sich immer wiederholt. Den Passionsweg eines Mean Girl gestalten die Produzenten von Get Out, The Purge und The Visit. Ab 17.03. als VOD zu sehen.

Vier Schulfreundinnen feiern ihr Wiedersehen und lassen es entsprechend krachen. Auf nach New Orleans! Queen Latifah, Regina Hall, Jada Pinkett Smith und Tiffany Haddish erleben als Partyqueens eine rauschende Nacht – dafür sorgt nicht nur der Absinth, sondern auch die Dynamik der allzeit zu Unsinn bereiten Freundinnen. Ab 06.04. als VOD zu sehen.

Der Mensch hat eine Antwort auf den Klimawandel gefunden: Über eine Raumstation im All können das Wetter kontrolliert und Naturkatastrophen verhindert werden. Bis die Technik ein Eigenleben entwickelt und gigantische Naturkatastrophen verursacht. Jetzt kann – no pressure – nur noch Gerald Butler die Apokalypse abwenden … Ab 13.04. als VOD zu sehen.

FACK JU GÖHTE 3 „Faust II?! – Oh Gott, es gibt mehrere Teile!“, stellt Zeki Müller (Elyas M‘Barek) entsetzt fest. Dass Fack Ju Göhte inzwischen das dritte Filmabenteuer absolviert, sorgt für weit weniger Entsetzen. Im Gegenteil: Das Zwerchfell ist

entzückt! Im dritten Schuljahr des Ex-Knackis, der aus krimineller Absicht zum Pädagogen mit eigenwilligen Methoden wurde, wird es ernst: Seine Chaostruppe soll reif fürs Abitur gemacht werden, was vor allem für Zeki, den Lehrer mit

dem dürftigsten Allgemeinwissen, eine ziemliche Herausforderung wird. „So viele Buchstaben … und Wörter!“, staunen auch die Problemschüler Chantal (Jella Haase) und Danger (Max von der Groeben), als sie wohl zum ersten Mal die Schulbibliothek betreten. Werden die Worte sich in ihren Köpfen einnisten? Reicht das Sprachniveau fürs Abi? Hat die Bildungsmisere ein Ende? Wie erlernt man den Glauben an die eigene Zukunft? Und was haben gechippte Hunde und Superman damit zu tun? Regisseur und Autor Bora Dagtekin (Türkisch für Anfänger) arbeitet mit auff älligem Betragen am Schulabschluss: nämlich politisch unkorrekt wie immer. Ab 23.03. als VOD zu sehen.

Als erste Kinokette im deutschsprachigen Raum hat Cineplexx – mit dem VOD-Anbieter CHILI – sein Angebot auf Kino in den eigenen vier Wänden erweitert. Cineplexx2go läuft ganz ohne Abopflicht, ohne Anmeldegebühr, ohne Bindungszeiten – zu Hause und unterwegs. Filme schon ab € 1,99 streamen. Ganz ohne Abo. Auf allen Endgeräten.

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Paula Augustin, Florian Plakolm, Giulia Staudacher, Paten seit 2017.

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15 SEITEN

DOT.MUSIC & GAMES Transformation Vor zehn Jahren zog es George Fitzgerald aus seiner Heimat London nach Berlin, wo er seiner Profession als DJ nachkam. Jetzt war es für ihn an der Zeit, wieder nach London zurückzukehren – und aus dem einstigen DJ ist ein Produzent an der Schnittstelle zwischen Track und Song geworden. Mit seinem zweiten Album All That Must Be legt er nun sein bislang spannendstes Werk vor, für das er sich einige großartige Stimmen und Produzenten ins fensterlose Studio im Stadtteil Bermondsey holte: Die wunderbare Tracey Thorne beispielsweise, die man von Everything But The Girl nur allzu gut kennt. Sehr atmosphärisch ist das, und andererseits geht es auch durchaus tanzbar zur Sache. george-fitzgerald.com

Traktoraktion

Der Frühling kommt, die Triebe sprießen – so auch der Spieltrieb. Eine besonders schöne symbiotische Zusammenführung stellt das neue Pure Farming 2018 (PC, PS4. Xbox One) dar: Die äußerst umfangreiche und liebevoll ausgearbeitete Landwirtschaftssimulation kann mit mitreißenden Umgebungen sowie einer Vielzahl authentischer Traktor- und sonstiger Gerätemarken begeistern. Besonders reizvoll: Die Auswahl der Anbaugebiete erstreckt sich über vier Kontinente und beinhaltet regionsspezifische Nutzpflanzen wie Hanf, Kaffeebohnen, Kirschen und Oliven. Ob Viehzucht, Obstgärten, Gewächshäuser, Feldbau oder saubere Energie – hier werden viele Aspekte berücksichtigt. purefarminggame.com

GLASPERLENSPIEL. JESPER MUNK. STEAMING SATELLITES. VIECH. MIRIAM BRYANT. C-60. CHVRCHES. SHINEDOWN. DAVID BYRNE. RIAN. SAMA DAMS. JAMES BAY. LEFT BOY.

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Neue Töne braucht das Land Und hier sind sie auch schon – zumindest ein kleiner Querschnitt. Quasi eine bunte Mischung, die den jetzt dann hoffentlich wirklich auf den Plan tretenden Frühling einläuten soll. SHINEDOWN DEVIL Sehr fett produzierter, knackiger Hardrock, der auf jegliche Metal-Plattitüden verzichtet – und deshalb um so wuchtiger und glaubwürdiger daherkommt. Mitreißend! Die Single ist übrigens der Vorreiter zum Anfang Mai erscheinenden Album. File under: Exzellenter, moderner Hardrock. CHVRCHES MY ENEMY Die bereits zweite Singleauskopplung aus dem kommenden Album: Von der britischen Presse hochgelobt, haben Chvrches wieder zur Hochform zurückgefunden und beschreiten dabei neue Pfade. Dieser Song featured Matt Berninger von The Nationa!l File under: Eingängige 80ies-Pop-Elemente treffen auf die Moderne. JAMES BAY PINK LEMONADE Interessante Mischung aus roughen Gitarren im StrokesStyle und typischen 80iesChords – und darüber eine bewusst gelangweilte Stimme, die sich dennoch in den Gehörwindungen festsetzt. Mit diesem Song macht Bay Lust auf sein Album-Comeback, das im Mai erscheinen wird. File under: Rock meets Oldschool-Pop.

„‘Cause it’s 420 24/7 where I’m at, hun Cruising down sunset, lighting up a fat one.“ Left Boy

LEFT BOY SWEET GOODBYE Im 6. Kapitel der von langer Hand geplanten FerdinandStory bleibt Left Boy den überraschend rockigen Tönen treu – natürlich nicht ohne synthetische Einsprengsel. Der Hype um das kommende Album wächst! File under: Es gibt nur einen Left Boy.

DAVID BYRNE AMERICAN UTOPIA Der Ex-Talking Head geht unbeirrbar seinen Weg; jede Albumveröffentlichung ist ein weiterer Meilenstein in seinem Werksverzeichnis. Auch diesmal kann Byrne mit seiner unterschwellig stets verstörenden Musik begeistern – wenn auch anders als gewohnt. File under: Eklektischer Stilmix voll überraschender Wendungen. C-60 FRÖHLICH UND UNVERWÜSTLICH Hey, wie cool, Neues von C-60! Auch sie bleiben ihrem Sound treu, wenn er auch etwas aufpolierter klingt – zumindest was das knallige Schlagzeug anbelangt. Anleihen an DAF werden hier genommen; Parolen und Slogans bekommen eine andere Bedeutung. File under: New Wave mit Beat, Stimme und Bassline. RIAN RIAN Der junge Kärnter legt sein selbstbetiteltes Debütalbum vor – und konnte in der letzten Zeit schon mit viel Airplay und Support-Gigs reüssieren. Sein Rezept: Er verbindet seinen genialen Elektropop mit tollem Songwriting. File under: Moderner, eingängiger Indie-Pop. SAMA DAMS SAY IT Das um spannende Drums erweiterte Duo baut zerbrechlichvertrackte Songs, die dennoch ins Ohr gehen – was nicht zuletzt an der sehr charismatischen Stimme Sam Adams liegt. Gelingt jetzt der Sprung nach vorne? File under: Erlesener Experimentalpop für Genießer.

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„Breaking ways, changing names – crashing crystal ashtrays.“ Miriam Bryant in Finders Keepers

MIRIAM BRYANT BLACK CAR Seit rund fünf Jahren warten wir auf den Durchbruch der unglaublichen Miriam Bryant; wir haben versucht, ihn herbeizuschreiben – hat bislang nicht geklappt. Immer wieder blitzen geniale Singles wie auch der aktuelle Release Black Car auf und erhöhen die Vorfreude auf das kommende Album. Es liegt also in der Luft und wir glauben noch immer fest daran: Miriam Bryant wird groß. Riesengroß. Überlebensgroß. Denn ihre mühelos starke, rauchige Stimme und die stets etwas geheimnissvollen Songs erzeugen Bilder im Kopf, die es mit jedem Hollywoodstreifen aufnehmen können.

VIECH HEUTE NACHT NACH BUDAPEST Viech kann man kaum erklären, Viech muss man hören: Die Magie lässt sich tatsächlich schwer in Worte oder Kategorien fassen – zwar verwendet das Trio recht klassische Elemente des Rock, aber irgendwie gelingt es ihnen, diese erfrischend anders zusammenzusetzen. Euphorie ist da, aber nicht jugendlich überschwänglich, sondern abgebrüht unterschwellig. Viech können wunderbar abgewrackt wirken, und auf der anderen Seite wieder voll draufhauen – siehe ihren früheren Single-Hit Oh Elise. Ihre Songs sind wie alte Freunde, mit denen man auch gern mal einen trinken geht, wenn es nichts zu feiern gibt. Kafka in Rock. We like!

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München liegt am Mississippi Das dritte Album des 25-jährigen Ausnahmetalents könnte für den endgültigen Durchbruch sorgen. Bluesliebhabern ist Jesper Munk ohnehin längst ein Begriff.

© Warner Music

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ein Ton zu viel; nur pure Intensität: Wenn man Jesper Munk zum ersten Mal hört, kann es durchaus sein, dass es einen umwirft. Die musikalische Wucht, die der junge Mann mit wenigen Tönen aufzubauen imstande ist, verblüfft seine Hörerinnen und Hörer. Der Schreiber dieser Zeilen ist da keine Ausnahme und zählt sich daher seit einigen Jahren zu den Fans Jesper Munks. Dabei ist das Genre Blues eigentlich nur ein Deckmantel für die zum Teil darken Songs des Sängers und Gitarristen: Klar sind die Skalen und Sounds dem Blues entlehnt, doch Munk macht daraus ein ganz eigenes Ding, das irgendwo zwischen Soul, Postrock und Apokalypse angesiedelt ist.

Entziehen kann man sich dem jedenfalls nur sehr schwer – BluesFan hin oder her. Und beim besten Willen kann man nicht glauben, dass der Interpret ein relativ junger Bursche aus München sein soll. No f***ing way. DER HALBE DÄNE Denn die Selbstverständlichkeit, mit der Munk seine Songs bringt;

die verwirrende Abgeklärtheit in seiner Stimme trotz seines jungen Alters; die Intelligenz, die in seinen gleichzeitig sperrigen und doch so eingängigen Songs steckt – das kann doch kein deutschsprachiger Artist sein? Um ehrlich zu sein: Wir hatten bei dem Kerl die letzten Jahre eher einen skandinavischen Hintergrund vermutet, nachdem klar war, dass Jesper Munk kein Amerikaner ist. Aber man muss nur lange genug suchen, um die eigenen Vorurteile bestätigt zu sehen: Munks Mutter ist Dänin, und damit wäre die krude Ordnung des Redakteurs wiederhergestellt. In Wirklichkeit ist das ja alles komplett egal – es zeigt allerdings, wie man sich irren und welchen Ressentiments man unterliegen kann.

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VON DER STRASSE WEG ENTDECKT Die Musik wurde Jesper jedenfalls schon von seinen Eltern in die Wiege gelegt; dementsprechend früh begann er selbst, Musik zu machen. Ein paar Jahre später hatte er Abitur und trat bereits in Blues-Clubs sowie als Straßenmusiker auf. Was dann geschah, liest sich wie der feuchte Traum eines Drehbuchschreibers für hollywoodtaugliche Musikkarrieren: Genau so – nämlich auf der Straße spielend – wurde er entdeckt und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht; Musikredakteure des Bayrischen Rundfunks sahen ihn auf der Straße spielen und waren sofort äußerst angetan von dem, was sie da zu hören bekamen. DER DRITTE STREICH Mit den ersten zwei Alben For In My Way It Lies sowie Claim hat sich Munk nun über die letzten fünf Jahre eine eingefleischte und gar nicht so kleine weltweite Fangemeinde erspielt – jetzt folgt mit dem dritten Langspieler Favourite Stranger ein logischer nächster Schritt, der auch Veränderung bringt. Waren die bisherigen Arrangements spärlich und schlank, so wird am neuen Album durchaus auch mal in die Vollen gegriffen. Und das ist gut so! Denn gerade bei den seelenvolleren Songs kann Jesper neue Seiten zeigen und noch intimer werden. Und so changiert der Sound Munks zwischen lässigen Black Keys-Anklängen, souligen Streichern und bluesiger Gitarrenarbeit – ein Konglomerat, bei dem am Ende einprägsame und magische Ohrwürmer überbleiben. Anspieltipp: Die beiden Vorab-Singles Happy When I'm Blue und Stranger. jespermunk.de

„Am Ende schwingt ein Gefühl von Melancholie mit, das man auf eine Art genießt, wenn man darauf zurückblickt.“ Jesper Munk

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Ordentlich Dampf

Eine heimische Band, die in den letzten Jahren bereits für gut besuchte Clubs und interessante Songs gesorgt hat, lässt mit „Back From Space“ ihr bislang abwechslungsreichstes Werk vom Stapel.

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infach großartig, wenn sich Bands nichts pfeifen um Genres, Stile und Schubladen – und einfach ihre eigene Community heranzüchten. Dazu braucht es aber nicht nur eine Idee, sondern auch den funktionierenden Soundtrack. Und genau da liegt die Stärke der Steaming Satellites: Ihr Sound lässt sich zwar schwer zuordnen, dennoch erkennt man die Handschrift des neuen Albums Back From Space auf

Anhieb. Dafür sorgen die regelmäßig eingesetzten dicken Synths, die einen ungewohnt futuristischen Kontrast zu den eingängigen 70ies-Rockriffs bilden. Damit schaffen die Dampfsatelliten das kleine Kunststück, stellenweise gleichzeitig wie die Black Keys und Gary Numan zu klingen. Das hat sich so noch niemand getraut, und deswegen finden wir es ziemlich cool.

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„What I ever did was wrong I need to shake off the dust in my head Accept the love that I got left standing out in the rain Where should we go now?“

© The Instrument Village

Steaming Satellites – „Honey“

Rockelemente, die Drums kommen stets mit irgendeinem dann doch nicht so offensichtlichen Beat daher – und zusammengehalten wird es von einer Stimme, die ebenfalls aus der Zeit fällt und sich nicht an aktuellen Chartsounds orientiert. Das macht Spaß schon beim ersten Mal Anhören und wird mit jedem Durchgang eingängiger.

AUS EINEM GUSS Produktionstechnisch gab es bandintern ein paar Veränderungen, und die dürften maßgeblich zum aktuellen Sound der Steaming Satellites beigetragen haben: War vorher noch die komplette fünfköpfige Truppe an der Studioarbeit beteiligt, so haben sich diesmal Max Borchardt (Gesang, Gitarre), Emanuel Krimplstätter (Gitarre, Gesang) und Matthäus Weber (Schlagzeug, Keyboards, Gesang) die Produktion im Trio aufgeteilt. Und ja, das war offenbar ein smarter Move, denn die Songs wirken ausnahmslos wie aus einem Guss. Trotz der in so gut wie jedem Song wiederkehrenden Elemente gelingt es der Truppe, Ecken, Kanten und Profil zu zeigen. Spätachtziger-Synths treffen auf klassische

REFERENZHÖLLE Man kann die musikalischen Vorlieben der Band durchaus gut heraushören, die Suche nach Referenzen gestaltet sich allerdings recht kurzweilig: Fast ist man versucht, jedem Song die entsprechenden Einflüsse zuzuordnen. Denn die sind mannigfaltig: Beginnt der Opener Put It Down mit angezerrten Rave-Claps, so übernimmt bald die Gitarre mit bereits oben erwähnten Anleihen – und auch Muse schleichen sich unauffällig zum Tatort. Haben wir Disco schon erwähnt? Steckt nämlich ebenfalls drin im Gebräu. Das hätte alles ganz leicht in Beliebigkeit abrutschen können, tut es aber nicht. Stattdessen loten Steaming Satellites frech diverse Genregrenzen aus und liefern solcherart ihre ganz persönliche Vorstellung von Indiepop. Wie gut das funktioniert, kann man ab Mai übrigens auch live überprüfen – da gehen sie in Vollbesetzung auf Tour. steamingsatellites.com DOT.MUSIC 73

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© © Universal Music

Vom geilen Leben

Ihren Songs entkommt man kaum – zumindest dann nicht, wenn man hin und wieder dem Radio lauscht. Mit ihrer Mischung aus Elektronik und Pop haben sie eine ganz eigene Nische gefunden.

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as Duo Glasperlenspiel fällt nicht mit Skandälchen oder launigen Wortspenden auf, sondern so gut wie ausschließlich mit ihren Songs. Denn die sind gewaltig erfolgreich: So wird es wohl kaum jemanden geben, der ihren 2015er-Hit Geiles Leben nicht gehört und im Ohr hat. Der gar nicht so leicht zu durchschauende Song, der von den

Stimmen der Protagonisten Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg im Duett getragen wird, eroberte die deutschsprachigen Formatradios im Sturm – und bescherte den beiden eine nachhaltige Karriere. Diese Karriere kam allerdings definitiv nicht aus dem Nichts, denn Caro und Daniel, die übrigens auch privat seit nun bald 12 Jahren ein Paar sind, feilen schon seit

geraumer Zeit an ihrer Idee von tanzbarer Popmusik. Zwar trat der ursprüngliche Elektrofaktor mit den Jahren ein wenig mehr in den Hintergrund, dafür wurde Platz für eine größere musikalische Vielfalt geschaffen. Erfahrung konnten Glasperlenspiel jedenfalls reichlich sammeln, da sie bereits in den ausklingenden 2000er-Jahren an ihrer musikalischen Vision feilten.

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TEXT: PETER ZIRBS THE CHURCH OF POP Interessanterweise fiel der Startschuss für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei einem Musikprojekt, das auf den ersten Blick so rein gar nichts mit dem späteren Erfolgsduo zu tun hat – nämlich durch die Kirchenpopband Crazy Flowers aus Daniels Heimatstadt Stockach. Nach einigen weiteren Bandstationen, mit denen sie bereits erste Erfolge wie beispielsweise 2009 beim Newcomer-Wettbewerb von Radio Energy feiern konnten, war es dann so weit – Glasperlenspiel wurde gegründet. Literaturinteressierte Leserinnen und Leser wissen natürlich längst, wo der doch etwas schräge Name seinen Ursprung hat – und für alle Lesemuffel lüften wir das Geheimnis gerne: Das Glasperlenspiel ist der Titel des letzten Romans von Hermann Hesse, in dem es um eine Zukunftswelt und um die Erschaffung einer Universalsprache und einer alles verbindenden Wissenschaft geht. Auf die Band Glasperlenspiel gemünzt könnte es bedeuten, dass auch Caro und Daniel auf der Suche nach einer alles verbindenden Musik sind – einer Musik, die unterschiedliche Stile und Genres zu einem perfekten Ganzen verbinden kann. LICHT UND SCHATTEN Drei Alben und viele weitere Auszeichnungen später folgt der nächste Longplayer von Glasperlenspiel. Licht & Schatten heißt das am 20. April erscheinende neue Werk, und erneut gab sich das Duo nicht damit zufrieden, den Sound

des Vorgängers zu reproduzieren. Stattdessen wurde weiter nach der magischen, alles verbindenden musikalischen Formel gesucht – und das ist gut so, denn der songtechnische Horizont wurde auf dieser Reise auf eklektizistische Weise erweitert. Nachzuhören ist das auch auf der aktuellen Single Royals & Kings feat. Summer Cem, bei der es um die wichtigen Dinge des Lebens geht. Diese Dinge sind allerdings nicht etwa materieller Natur, sondern unverzichtbare Werte wie Freundschaft, Freiheit, Liebe, Glück und Zufriedenheit. „Im Grunde braucht man nicht viel zum Glücklichsein“, erklärt Sängerin Carolin die Aussage des Songs und feiert lieber die Schönheit des Einfachen. Um die Zukunft ihrer Karriere braucht sie sich jedenfalls keine Gedanken machen: Dank ausgedehnter Tourneen mit Glasperlenspiel als Hauptact und im Vorprogramm Helene Fischers sowie Carolins Engagement als Jurorin in der aktuellen 15. Staffel von Deutschland sucht den Superstar ist sie zumindest im deutschsprachigen Raum längst im Pop-Olymp angekommen. Ach ja, und für diejenigen, die die Band live sehen und dafür Österreich nicht verlassen wollen, haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht: Ja, Glasperlenspiel werden in Österreich auftreten – allerdings erst am 17. März 2019 in der Simm-City im Rahmen ihrer Licht & Schatten-Tour. glasperlenspiel.com

„Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.“ Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

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TEXTE: PETER ZIRBS

Zwischensequenz

DLC Runterladbare Inhalte.

Jetzt neu: Doping für Gamer Wow, wie cool: Bislang, so dachte es sich der Schreiber dieser Zeilen, verstand man unter „Doping“ bei Videospielen und eSports-Wettbewerben eher die Verwendung von SchummelSoftware. Also beispielsweise AimingHilfen, künstliche Lags, kürzere Nachladezeiten oder Wallhacks, um den Gegnern gegenüber einen entscheidenden Vorteil zu haben. Das kennt man aber schon aus der Frühzeit des Gamings; das ist nichts Neues, und wenn auch noch immer kräftig gecheated wird: Diverse Anti-Cheat-Maßnahmen sind auf der ständigen Jagd nach den aktuellen Tricks und haben diese relativ gut unter Kontrolle – zumindest was Wettbewerbe und große kommerzielle Server anbelangt. Nun aber kommt echtes Doping für die Menschen, die hinter den Mäusen und Tastaturen sitzen, nämlich die Spielerinnen und Spieler selbst. Bämm, wie geil!

Ein erstes entsprechendes Produkt namens GodMode ist bereits am Markt; es verspricht Verbesserung in so gut wie jedem Teilbereich des Gaming: Schnelligkeit, Aufmerksamkeit, Ausdauer und Präzision. Allerdings dürfte das pillenförmig dargereichte Gebräu nicht ganz die versprochene Wirkung haben – mittlerweile ist es im Abverkauf und zum Gespött der Videospieler geworden. Aber da geht noch mehr. Viel mehr! Zum Beispiel Methamphetamin: Was seinerzeit Soldaten tagelang am Stück wachhielt, wird wohl für heutige Spieler gut genug sein! Würde sich aufgrund seines ursprünglichen Einsatzzweckes vor allem für Battlefield oder Medal of Honor anbieten. LSD wäre wiederum bei Aufbausimulationen zu empfehlen, da man sich mit dieser Substanz mehr vorstellen kann. Wir ahnen schon: Da kommen noch richtig lustige Zeiten auf uns zu ...

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe | In der Erweiterung From Dusk Till Casa Bonita ist Mysterions Schwester in Gefahr: Sie hat sich den Vamp Kids aus South Park angeschlossen, die sich in Cartmans Lieblingsrestaurant, Casa Bonita, eingenistet haben. Die Spieler besuchen das berühmte Familienrestaurant, erkunden die Black Bart’s Cave, beobachten Klippenspringer, entdecken den Zauber von Mexiko und besiegen die Brut der Vampire. Die neue Netherborn-Klasse, die vier neue okkulte Kräfte besitzt, wird eingeführt – die Spieler kleiden sich in neue Gothic-Kostüme und gewinnen süße Beute.

TOOLS FÜR DIE ELITE Gar nicht mal so blöd: Sneakers, die an den Lieblingsfilm erinnern – und zwar dank typischer Farbgebung und ebenso typischen, an den jeweiligen Film erinnernden Details. Qualitativ dürften sie durchaus robust gebaut sein – aber man wird

sie dennoch eher aufgrund der Nähe zum Blockbuster erstehen. Ach ja: Neben der eindeutigen Farbgebung ist es vor allem das jeweilige Logo

auf Knöchelhöhe, das den eindeutigen Bezug zu Deadpool, Captain America, Guardians of the Galaxy und Black Panther herstellt. Gesehen haben wir sie bei thinkgeek.com, wo sie rund $ 60,– kosten. Netter Gag!

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punkt des Erscheinens atmeten die Titel noch den Geist der 90er-Jahre, und das nicht zu knapp. Grafisch sollte man also nicht mit allzu viel Glanz und Gloria rechnen; was man aber auch in der aktuellen Version bekommt, ist ein sehr flottes, actionreiches Spiel mit einem zynischen Charakter und einer fordernden Dreschorgie, die den Spielerinnen und Spielern einiges abverlangt.

Alle auf einmal

Die Legende lebt – oder sollte man besser sagen, die Legende schlägt? Der Klassiker mit den meisten Schwerthieben/Minute bekommt eine umfangreiche HD-Collection.

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rinzipiell keine blöde Idee: Um die drei betagten, aber damals zu Recht sehr erfolgreichen Devil May Cry, Devil May Cry 2 und Devil May Cry 3: Special Edition den alten Fans sowie Neuzugängen gleichermaßen zugänglich zu machen, entwickelte man eine Portierung in HD – natürlich für die neuen Konsolengeneration. Allerdings reden wir hier bereits vom Jahr 2012: Da erschien nämlich die besagte Collection. Nun sind jedoch abermals sechs Jahre vergangen, und auch die Konsolengeneration ist eine andere. Also dachte sich Capcom wohl, dass es schade wäre, diese Klassiker der Videospielgeschichte verschimmeln

zu lassen und brachte nun mit der Devil May Cry HD Collection ein re-remastered Update für PS4, Xbox One und PC auf den Markt. ONE FOR THE FANS Wer sich jetzt auf eine völlig neue Version freut, wird naturgemäß enttäuscht sein: Die Spiele sind ziemlich genau so, wie sie sich auch in den Originalversionen gespielt haben. Aber ganz ehrlich – das würde sich kaum wer erwarten. Stattdessen richtet sich die Devil May Cry HD Collection eher an die alten Connaisseure, die ihr geliebtes Spiel nun auch auf den neuen Konsolen spielen können. Denn irgendwie ist DMC schon ziemlich retro: Bereits zum Zeit-

PURE VINTAGE GAMING Was hingegen etwas skurril anmutet: Auch die Fehler und Ungereimtheiten der Originale wurden in die Gegenwart hinübergerettet. Ob das im Sinne des Erfinders ist, können und wollen wir nicht beurteilen. Das gilt beispielsweise für die gewöhnungsbedürftigen Menüs und die in den ersten Teilen verhaltensoriginelle Steuerung. Äußerst positiv hingegen ist das superstabile Update auf 60 FPS, das den Spielen wirklich guttut. So bleiben der erste und der dritte Ableger als eindeutige Highlights in Erinnerung – der zweite Teil ist wohl nur der Vollständigkeit halber mit dabei; schließlich galt er schon 2003 als – nun ja, nennen wir es „durchwachsen“. Mit Abstand am frischesten in der Sammlung wirkt erwartungsgemäß Devil May Cry 3: Special Edition, und so dürfte sich die Devil May Cry HD Collection an Sammler und diejenigen richten, die das Flair vergangener Videospielzeiten erleben wollen. Denn völlig unterschätzen sollte man den guten Dante und seine Fähigkeiten auch wieder nicht ... devilmaycry.com

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TEXT: PETER ZIRBS

Papa bleibt grantig Wenn es läuft, dann soll man es laufen lassen: Das gilt auch für erfolgreiche Titel im Gamingbiz. „God of War“ ist so ein Fall – mit entsprechend viel Freude wird der kommende neue Ableger erwartet.

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it der Reihe God of War ist PlayStation vor rund 13 Jahren etwas gelungen, womit wohl die Entwickler selbst nicht gerechnet haben – nämlich ein unglaublich populärer Spiele-Hit, der mittlerweile einige Konsolen- und Handheld-Generationen ohne auffällige Alterserscheinungen überlebt hat. Es sind ein paar Elemente, die den Titel unsterblich machen, und damit ist nicht nur der Gottstatus des stets grimmigen Hauptprotagonisten gemeint: Harte, brutale Gemetzel, die in der griechischen Antike spielen, sind eines der Hauptelemente. Dass neben expliziten Kämpfen dank knackiger Rätsel- und Geschicklichkeitsaufgaben aber auch das Hirn nicht zu kurz kommt, dürfte wohl ein nicht weniger wesentlicher Bestandteil der God of War-Reihe sein. Ach ja: Das dritte Element, das zum buchstäblich durchschlagenden Erfolg

beitrug, war die technische Umsetzung. Zum Zeitpunkt des Erscheinens des ersten Teils stellte die grafische Umsetzung nicht weniger als eine kleine Sensation dar und befeuerte den Verkauf der damaligen PS2. Klar, dass sich PlayStation die Früchte dieses Erfolgs auch längerfristig sichern wollte – folgerichtig erschienen Ableger für PS Vita und in weiterer Folge für PS3. Nebenbei heimste man Auszeichnungen ein, schlug sich mit Altersfreigaben herum und justierte an der Balance zwischen den drei Kernelementen Action, Rätsel und Geschicklichkeit. REBOOT EINER LEGENDE Doch die Zeiten haben sich geändert; die Bedürfnisse der Videospielerinnen und Videospieler sind nicht mehr dieselben wie noch vor einigen Jahren, und so muss ein neues Kapitel im Leben des grantigen

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Gottes schon deutlich mehr als nur eine Fortsetzung des Altbekannten bieten können. Und ja: God of War schafft diesen Mehrwert, indem es sich erneut auf die alten Tugenden besinnt und dementsprechend auf technische Meisterleistungen und ein rundum erneuertes Setting setzt. Denn unser lieber Kratos verlässt sein angestammtes Territorium und besucht die Welten seiner nordischen Kolleginnen und Kollegen. Das ist schon mal ein ziemlicher Knaller. Ebenfalls überraschend ist der Umstand, dass sich Kratos mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und somit auch mit seinem beständigen Ärger. So erfährt er auf seine alten Tage also doch noch so etwas wie Anger Management. Natürlich gibt es dafür einen guten Grund, und der ist ein weiterer Clou des Spiels: Kratos hat einen noch jungen Sohn, der entsprechend die schützende, erzieherische Hand seines Vaters benötigt. Ein eher ungewöhnliches Setting also, das für spürbar frischen Wind sorgt und dem Titel eine weitere narrative Dimension beschert. FRISCHER SCHWUNG Dank der neuen Umgebungen und dem Vater-Sohn-Thema ist also vom Gameplay her schon mal für Abwechslung gesorgt. Ein weiteres Highlight ist die exzellente technische Umsetzung: So detailliert und flüssig hat man Kratos noch nie gesehen und bewegt. Dazu kommt eine erfrischende Kameraperspektive, die dem Geschehen „over the shoulder“ folgt und so für noch mehr actiongeladene Bilder sorgt – das lässt die Kämpfe drastischer und unmittelbarer wirken. Clever ist auch die magische Axt

Kratos’, die nicht nur eine todbringende Waffe, sondern auch ein wertvolles und vielseitiges Werkzeug für Erkundungen ist und dem Spiel ebenfalls einen zusätzlichen Gameplay-Aspekt gibt. Und so begegnen wir in God of War einem zwar älteren, aber nicht minder wütenden Kratos, der dank seines Sohnes Atreus seine bislang härtesten Kämpfe zu bestehen hat. Atreus’ Talente als Bogenschütze und Übersetzer sorgen im Spiel für einige Überraschungen und Twists, die es ohne ihn mit Sicherheit nicht gegeben hätte. An die vielen Fans des antiken historischen Hintergrunds wurde ebenfalls gedacht: Die nordische Welt ist voller bedeutungsschwangerer Hinweise, die authentische Wurzeln haben und die sich Kratos kurzerhand zueigen macht. Damit ist die schwierige Überfahrt auf die aktuelle Konsole mehr als nur gelungen – man darf God of War daher wohl ruhigen Gewissens ein Pflichtspiel für PS4Besitzer nennen. playstation.at

„All I remember is what I have lost.“ Kratos

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TEXT: PETER ZIRBS

Zur Hölle mit dir

Na, immer schon mal Lust auf einen Besuch in der Hölle gehabt? Falls ja: Das ist nun auch ohne Katholizismus und fiesem Benehmen im Diesseits möglich. Allerdings nur für die ganz Harten.

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kay, Horror und Survival sind ein alter Hut, was Videospiele anbelangt. Forbidden Siren, Silent Hill, Resident Evil – allesamt Klassiker der Gaming-Weltliteratur. Was, zum Teufel, soll uns da also noch groß schockieren? So dachte sich das der harmlose, friedliebende Games-Redakteur. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem er über Agony stolperte. Russland gewährte Asyl, was die Sache nicht weniger kompliziert machte. Ein diplomatisches Schlamassel sondergleichen nahm seinen Lauf. Da war es dann vorbei mit dem gesegneten Schlaf, den Blümchen, Schafen und dem Osterhasen. Denn Agony ist eine Mischung aus Kunst, Wahnsinn und Videospiel. Und es ist ein Besuch in der Hölle. Kritiker nennen es das „ekelhafteste Spiel ever“; einen „Höllensimulator“ – und dürften damit gar nicht mal so falschliegen. Ekelhaft ist es in der Tat, und wenn es sich auch zumindest

anfänglich nicht um das komplexeste aller Spiele handelt: Es übt auf verstörende Weise einen seltsamen Reiz aus. Man könnte es quasi auch als Geisterbahnfahrt für hartgesottene Spielerinnen und Spieler bezeichnen. ES GEHT ABWÄRTS Verantwortlich für diesen Wahnsinn ist das Madmind Studio, und wir wollen nicht wissen, wie es den Entwicklern sonst so

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DACIA VIKINGS vs. HELSINKI ROOSTERS

(FIN)

DER NACKTE WAHNSINN Agony ist also ein recht spezielles „Spiel“; der Beginn dient eher dazu, sich in der Hölle einzuleben und nach und nach herauszufinden, was man eigentlich tun soll – und was man tunlichst unterlassen sollte. Mit seinen Anleihen an Dante, Hieronymus Bosch, Giger und was es an gut funktionierenden Schockelementen und -figuren noch so gibt, stellt der Titel eine Rarität dar und versucht erst gar nicht, allzu klassischen GameplayPrinzipien zu entsprechen. Damit wird Agony wohl eher nicht zum Blockbuster, ist aber dennoch irgendwie ein ganz besonderes Kleinod im Universum der Videospiele. Wer also das Besondere sucht und ein Fan von Horror jeglicher Art ist, wird um diesen Titel nicht herumkommen; es zahlt sich allemal aus. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass man wirklich einen guten Magen braucht, um es zu spielen – die Altersbeschränkung war noch selten so treffend eingesetzt wie hier. Agony erscheint am 30. März. Be prepared! agonygame.com

www.charitybowl.at

geht. Der Survival-Horror-Titel kommt für PC, PS4 und Xbox One, dahinter steckt mit PlayWay kein riesengroßer Publisher, und das Budget für das Spiel wurde vor rund zwei Jahren via Kickstarter ins Leben gekickt. Aber zurück zum eigentlichen Inhalt: Wir finden uns als geschundene Seele in der Hölle wieder. Dort begegnen uns derart viele Abartigkeiten, dass der Platz hier nicht ausreichen würde, um sie auch nur ansatzweise zu beschreiben. Aber lass dir gesagt sein, werte Leserschaft: Es ist wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter. Jedenfalls unterscheidet uns etwas von den Tausenden anderen kaputten Seelen: Wir können sie nämlich kontrollieren und im Falle unseres Ablebens – ja, das passiert gelegentlich – in andere Körper schlüpfen. Im Laufe des Spiels erhalten wir zudem die Fähigkeit, unterschiedliche Dämonen zu kapern, um sie mit unseren Fähigkeiten zu vereinen und für unsere Zwecke zu nutzen. Garniert ist das ganze Spektakel zusätzlich mit Rätseln und Stealth-Einlagen, die gerade zu Beginn enorm wichtig sind – da müssen wir uns nämlich hauptsächlich verstecken.

29. 4. 2018, 12:00 SONNENSEESTADION RITZING KARTENVORVERKAUF ÜBER WIEN TICKET DOT.GAMES 81

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13 SEITEN DOT.PLANER Herbert Grönemeyer Viele seiner Songs bewegen die Zuhörer auch Jahre später immer noch so wie am ersten Tag. Dass Herbert Grönemeyer auch nach knapp vierzig Jahren im Musikbusiness noch nicht müde ist, wird „Gröni“ am 22. März 2019 bei seinem Konzert in der Wiener Stadthalle unter Beweis stellen. www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle, Dr.-Roland-RainerPlatz 1, 1150 Wien, 22. März 2019, 20:00 Uhr, VVK: ab € 60,20

Während der White Pearl Mountain Days von 16. März bis 1. April 2018 wird der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn bei freiem Eintritt zum absoluten Lifestyle-Hotspot in den Alpen. Dafür werden internationale Top-DJs und Live-Acts auf den verschiedensten Hütten einkehren und zum Sonnenskilaufen mit E-Violine, Drums, Saxofon, Guitars und Vocals groß aufspielen. Ein chillig-sportlicher Saisonausklang, bei dem man es sich auch mit Kulinarik von Spitzenköchen inklusive Wow-Aussicht einfach mal gut gehen lassen kann. www.saalbach.com

© saalbach.com, Daniel Roos

Perfekter Einkehrschwung

JOAN AS POLICE WOMAN. THE BASEBALLS. INTERPOL. DANCE WITH THE DEAD. KRAFTWERK. DANIEL DELUXE. MONEY BOY. VOLBEAT. BOB DYLAN. TOCOTRONIC. MARLON WILLIAMS. MIA.

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Volbeat

Frisches Songmaterial führt die dänische Metal-Band im Frühsommer wieder in die Alpenrepublik.

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m Jahr 2001 in Kopenhagen gegründet, haben die Jungs rund um ihren Fontmann Michael Poulsen bisher fünf Studioalben und zwei Live-Werke veröffentlicht, die es weltweit in die obersten Regionen der Charts schaffen konnten. Mit ihrem unverwechselbaren Sound und der Kombination aus den Genres Metal und Rock ’n’ Roll hat sich die Gruppe international wie auch hierzulande eine immer größer werdende Fanschar erspielt. Derzeit arbeiten die Dänen bereits fleißig an einem Nachfolger ihres letzten Erfolgsalbums „Seal The Deal & Let’s Boogie“, das bereits

nächstes Jahr auf den Markt kommen soll. Erste Auszüge aus dem neuen Werk geben Volbeat bei ihrer bevorstehenden Tour zum Besten, die sie im Juni auch wieder nach Österreich führen wird. Mit im Gepäck haben sie dabei Klas-

www.messedornbirn.at, Messe Dornbirn, Messeplatz 1, 6854 Dornbirn, 13. Juni, 20:00 Uhr, VVK: ab € 59,99

siker wie „Heaven Nor Hell“ und Rockperlen wie „Black Rose“ und „Dead But Rising“.

Dance with The Dead & Daniel Deluxe

Daniel Deluxe Zwei Synthwave-Hochkaräter nehmen Kurs auf Wien, um im Frühjahr die Grelle Forelle unsicher zu machen.

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it ihrem einzigartigen Stilmix aus Dark Synth, 80s und Metal haben Dance With The Dead aus Kalifornien die internationale SynthwaveSzene im Sturm erobert. Das Zweiergespann rund um Justin Pointer

und Tony Kim wird mittlerweile in einem Atemzug mit Szenegrößen wie Perturbator und Carpenter Brut genannt und kommt nach mehreren Touren und ausverkauften Shows in Amerika nun endlich am 12. April für ein exklusives Österreichkonzert in die Grelle Forelle. Dazu gesellt sich Daniel Deluxe, der bereits bei seinem letzten Wien-Konzert mit düsteren und atmosphärischen Sounds überzeugen konnte. Der Däne mit russischen Wurzeln wird sein brandneues Album „Instruments of Retribution“ vorstellen und gemeinsam mit Dance With The Dead für ein einzigartiges Konzertereignis sorgen, das sich Synthwave-Connaisseure nicht entgehen lassen sollten. www.sbtixx.net, Grelle Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien, 12. April, 19:00 Uhr, VVK: € 19,–

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Interpol

Nach einem gewitterbedingten Konzertabbruch im vergangenen Jahr holen die New Yorker im Juni ihr Wien-Konzert nach.

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s sollte ein unvergesslicher Konzertabend werden, der jedoch in einem schweren Unwetter endete. Vergangenen August musste die US-amerikanische Gruppe Interpol ihr Arena Open Air bereits nach einer halben Stunde beenden. Anlass des Konzerts war das 15-jährige Jubiläum des richtungsweisenden Debütalbums der Band „Turn On the Bright Lights“, mit dem der Gruppe im Jahr 2002 der internationale Durchbruch gelang und das in Wien in voller Länge gegeben

werden sollte. Am 25. Juni gibt sich die Gruppe nun erneut ein Stelldichein in der Arena, um mit ihrem Wiener Publikum das Werk gebührend zu zelebrieren. Das gefeierte „Turn On The Bright Lights“ enthält einige der berühmtesten Songs von Interpol, wie „Obstacle I“, „Stella Was A Driver And She Was Always Down“ und „PDA“ und ist zu einem der einflussreichsten Alben des Post-Punk-Revivals und der Dekade geworden. Ein großer Erfolg, den die Gruppe mit mehr als einer Million vekauften Kopien untermauern konnte. Bis heute produzierte die Gruppe noch vier

weitere Alben – zuletzt „El Pintor“ im Jahr 2014. Danach wurde es ruhig um Interpol – untätig waren die Mitglieder der Band aber nicht. So brachte Frontmann Paul Banks gemeinsam mit RZA vom Wu-Tang Clan unter dem Namen Banks & Steelz das Crossover-Album „Anything But Words“ heraus. Neben ihrer Jubiläumstournee arbeiten Interpol nun auch endlich wieder an frischem Songmaterial für ein neues Studioalbum, das noch in diesem Jahr über Matador Records veröffentlicht werden soll.

www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 25. Juni, 20:00 Uhr, VVK: € 41,50 DOT.PLANER 85

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SURF WORLDCUP 2018

20 Jahre Surf Worldcup

Seit 1998 zeigen die weltbesten Stars der Windsurfszene am Neusiedler See ihre Tricks und feiern die besten Beach-Partys.

© Martin Reiter, Colin Cyruz / www.goodlifecrew.at,Frederick Nilsson - Good Life Crew

Rider: Tonky Frans NB-7 / Bonaire

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on 26. April bis 01. Mai 2018 wird in Neusiedl am See zum 20-jährigen Jubiläum des Surf Worldcups garantiert wieder ordentlich gefeiert. Der gesamte Event steigt dabei wie in den guten alten Zeiten direkt am Strand. Mit den ersten warmen Sonnentagen des Jahres können die Besucher daher zum Sommerbeginn chilligen Beach-Lifestyle mit Sport, gutem Essen und lässiger Musik genießen. Auch die Nacht wird am Strand beim Flutlicht-Surfen zum Tag gemacht. Gemeinsam mit den SurfPros werden danach die BeachPartys bis in den Morgen gefeiert. 20 JAHRE FREESTYLE 1998 fand der erste FreestyleWorldcup-Bewerb der Welt statt –

SURF WORLDCUP – FACTS Ort: Neusiedl am See / Neusiedler See / Burgenland Datum: 26. April bis 01. Mai 2018 Website: www.surfworldcup.at Facebook: facebook.com/surfworldcup Tickets auf ntry.at, in allen Raiffeisenbanken und auf www.ticketbox.at Ermäßigung für Raiffeisen ClubMitglieder

WINDSURF-BEWERBE EFPT Freestyle Windsurf: 27. April bis 01. Mai 2018 Tow-In Night Show: 27. April bis 01. Mai 2018

und das ausgerechnet in Österreich! Gestartet als kleiner Event für die Szene, hat sich der Surf Worldcup schnell zum Lieblingscontest der

Surf-Pros entwickelt. Ab 27. April tricksen die Weltstars im Freestyle wieder, was das Zeug hält und werden die Zuseher mit ihren neuesten Moves begeistern. Aus österreichischer Sicht ruhen alle Augen auf Max Matissek und Max Brinnich, die in Neusiedl ihren Heimvorteil nutzen wollen. Vor allem bei der Tow-In Night Show, die zur 20-Jahre-Feier unter Flutlicht ausgetragen wird, dürfen die Österreicher auf gute Chancen hoffen. VOLLE KONZENTRATION Das vielfältige Programm hat es heuer in sich: Konzentriert auf ein verlängertes Wochenende, ist jede Menge Abwechslung in die fünf Veranstaltungstage gepackt. Neben dem EFPT Freestyle Windsurf-

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Bewerb wird auf der KRONEHIT Seebühne und dem 88.6 Singer-/ Songwriter Festival direkt am Seeufer Stimmung gemacht. Die Shoppingmeile lädt zum Flanieren und Probieren ein. Im Playground geht es mit rollendem Skate-Testmaterial auf zwei oder vier Rollen über jede Menge Obstacles rund. Auf einer speziellen Wellenkonstruktion kann man bei der neuesten Generation der Carver Boards sogar das Wellenreiten im Trockentraining üben. Wer lieber am Wasser Surf-Feeling erleben will, schnappt sich einfach ein StandUp Paddeling Board – gemeinsam mit Freunden bietet sich dafür die XXL-Variante an. Richtig romantisch wird ein Paddelausflug in der Vollmondnacht am 30. April. An Land wird bei den Beach Summer Games im Bubble Football, RasenVolleyball und Beach-Volleyball groß aufgespielt.

SURF WORLDCUP PARTYS Fr., 27. April: Surf Worldcup Party #1 – TYO & Friends So., 30. April: Surf Worldcup Party #2 – 20 Jahre Surf Worldcup Geburtstagsparty Mo., 30. April: Surf Worldcup Party #3 – Grande Finale

HAPPY PEOPLE Der Surf Worldcup ist vor allem für seine entspannte Atmosphäre bekannt und beliebt. Das Beach Life mit Freunden zu cooler Musik zu genießen, mal auszuspannen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen, ist durch die chillige Stimmung ganz easy. Also – komm runter! BEACH & BOAT PARTYS Für das richtige Partyurlaubsfeeling sorgt der Strongbow Sunset Cruiser: An vier Abenden geht es mit dem Partyschiff und feinstem Sound hinaus auf den See. Natürlich hat auch das Ufer am Abend jede Menge zu bieten. Die sagenumwobene CASA BACARDÍ zieht mit ihren vier Floors direkt an den Strand. Die Partylocation ist heuer nicht mehr vom Tagesgelände getrennt und hat für jeden Geschmack etwas Passendes dabei. Aber Vorsicht: Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr begrenzten Kapazität wird das Sichern von Eintrittstickets zum Night Areal mit der CASA BACARDÍ empfohlen!

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TEXTE: WOLFGANG HECKEL

© SMatt McHattie, Kai Marks

In Ischgl feiert man mit Max Giesinger und dem „Banked Air“ auf sehr hohem Niveau die Osterzeit.

Hohe Ostern! In Ischgl weiß man, wie man feiert – dieses Jahr gibt es gleich zwei TopEvents auf den Höhen der Silvretta. BANKED AIR 25 Jahre nach den 1. ISF Snowboard-Weltmeisterschaften in Ischgl trifft sich die Szene zu einem Wiedersehen. Von 3. bis 8. April feiern „SPC Skate ’n’ Snowboard Camps“, „Die Ästhetiker“ und Ischgl mit den ISF World Championships gemeinsam beim „BANKED AIR“ 25. Geburtstag. Der Contest im Retro-Format ist eine Hommage an die Anfänge des Snowboardens und an die Zeit, als die Sportart den Lifestyle einer ganzen Generation beeinflusste. Er besteht aus dem „The 90s Invitational Banked Air“ mit geladenen Snowboardprofis aus den glorreichen 90ern sowie einem für alle Snowboarder offenen „Open Crew Banked Air“, der internationale Snowboard-Größen und Nachwuchsfahrer zusammenbringt. Gleichzeitig messen sich Snow-

board Pioniere im „Salty Dogs Match“: Hier heißt es Europa versus Nordamerika, wobei die Snowboardpioniere jeweils für ihren Kontinent um Ruhm, Ehre und Preisgeld kämpfen. Ischgl hat sich mit der Snowboard-EM’91 und WM’93 einen Namen gemacht und für den Event gemeinsam mit den legendären SnowboardCrews der „Ästhetiker“ und „SPC“ einen Kurs entstehen lassen, der an Beton-Skatebowls erinnert, die in den 80ern erstmals aufkamen. Dort messen sich die Athleten auf verschiedenen Hips, Banks, Bowls und Kickern um Speed, Airtime und Style. banked-air.com TOP OF THE MOUNTAIN EASTER CONCERT MTV Europe Music Award Winner Max Giesinger gibt am Ostersonntag sein Ischgl-Debüt. Der charmante Sänger wurde in der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ 2011 unter Coach Xa-

Max Giesinger

vier Naidoo im Finale Vierter. Den Durchbruch schaffte er mit seinem Album „Der Junge, der rennt“, das unter anderem durch die Songs „80 Millionen“, „Wenn sie tanzt“ und „Roulette“ in aller Munde ist. Sein Hit „80 Millionen“ ging nicht nur auf YouTube mit über 30 Millionen Klicks durch die Decke, sondern erlangte mit mehr als 200.000 abgesetzten Exemplaren Gold-Status. Wintersportler dürfen sich daher am 1. April auf der weltbekannten Idalp-Bühne in 2.320 Metern Höhe freuen, wenn der Chartstürmer mit seiner Stimme für Stimmung sorgen wird. Der Eintritt zum Open-Air-Konzert ist mit gültigem Skipass übrigens frei. www.ischgl.com

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Jubiläumsausgabe © Jan Faßbender, Peter Provaznik/ bikefestival.at

Seit 20 Jahren geht es am Rathausplatz beim Argus Bike Festival rund.

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ur Eröffnung der Bike -Saison wird der Rathausplatz am 14. und 15. April wieder in den „Radhausplatz“ verwandelt. Neben den neuesten Trends kann man auch die E-Bikes der aktuellen Saison testen und die Show-Highlights bewundern: DIRT-BATTLE VIENNA Zum 20-jährigen Jubiläum messen sich einige der besten Fahrer aus der FMBA-World-Pro-Tour bei einem Highjump- und einem Best-Trick-Contest mitten auf dem Rathausplatz. Kids, die dabei Lust bekommen, ebenfalls solche Stunts sicher zu lernen, können Senad’s School2Rock besuchen. Das Wiener BMX-Urgestein Senad Grosic war beim Bikefestival von Anfang an mit tollen Shows dabei und will nun etwas an junge Nachwuchstalente weitergeben. MINIDROME-CONTEST Letztes Jahr erstmals in Österreich, wird es auch heuer wieder ein Minidrome am Rathausplatz geben. Die kleinste Rad-Rennbahn der Welt ist nur 40 Meter lang. Gefahren wird wie in den großen Radstadien mit Bahnrädern ohne Freilauf – also Fixies. Wer damit Erfahrung hat, kann das Minidrome am Rathausplatz testen und natürlich auch am Rennen teilnehmen: Zwei Biker treten dabei gegeneinander an, gewonnen hat, wer den Gegner einholen kann. TRIAL-SHOW Dominik Raab verwandelt jede Stadt zu einem Hindernisparcours und zeigt wieder seine spektakuläre Street-Trial-Show. Dazu gibt es Trial-Workshops vom Profi, bei denen jeder mitmachen kann. Auch

Dirt-Battle Vienna Minidrome-Contest

Trial-Show

Mr. Marcus muss auf seinem 3 m hohen Einrad gut ausbalanciert sein. Er ist buchstäblich eines der Highlights des Argus Bike Festivals. WIENER RADPARADE Die RADpaRADe ist längst zu einem Großereignis geworden, der

Zug rollt abgasfrei quer durch die Stadt und ist zu einem beliebten Familienausflug geworden. Über 12.000 Teilnehmer rollten 2017 durch die Stadt, und am 15. April 2018 sollen es noch mehr werden. www.bikefestival.at www.radparade.at DOT.PLANER 89

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WIEN

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MYNTH Mit seinem zweiten Studioalbum „Parallels“ und seinen melancholischen Melodien beehrt das Salzburger Geschwisterpaar Ende März das Porgy & Bess. INFO: www.porgy.at, Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien, 24. März, 20:00 Uhr, VVK: € 16,50

5/8ERL IN EHR’N Ihr neues Album „Duft der Männer“ führt die Erfinder des Wiener Soul und 3-fachen Amadeus-Award-Gewinner zurück in ihre Heimat Wien.

THE BASEBALLS Z

m 10-jährigen Bandbestehen hat die deutsche Gruppe The Baseballs ihr neues Album „The Sun Sessions“ am Start. Dass ihr Jubiläum gebührend gefeiert werden muss, war den Jungs der Truppe klar, jedoch authentisch sollte es sein und möglichst dicht am Thema Rock ’n’ Roll – und plötzlich lag die Erfüllung eines lang ersehnten Traums ganz nah. Aufgenommen wurde das neue Werk nämlich im legendären Sun Studio in Memphis, in dem bereits Elvis Presley im Aufnahmeraum stand. Auf den 16 Tracks des Albums gesellen sich zu bekannten Neuinterpretationen von Songs wie „Umrella“ oder „... Baby One More

Time“ auch vier neue Cover-Songs, die im speziellen Baseballs-Stil performt werden. Darunter „Thinking Out Loud“ von Ed Sheeran, „Love Yourself “ von Justin Bieber und „Bad“ von Michael Jackson. Jetzt, da die Sun Studio Session im Kasten ist, gehen The Baseballs natürlich mit ihrem Programm wieder auf ausgedehnte Tournee und lassen es sich nicht nehmen, auch wieder in Wien vorbeizuschauen. Ganz nach dem Motto: Rock den Petticoat, roll die Tolle, The Baseballs übernehmen die Party-Kontrolle! INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1110 Wien, 13. April, 20:00 Uhr, VVK: € 39,20

JOAN AS POLICE WOMAN

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INFO: www.ottakringerbrauerei.at, Ottakringer Brauerei, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien, 31. März, 20:00 Uhr, VVK: € 35,–

euer kehrt die begnadete SingerSongwriterin mit ihrem neuen Album „Damned Devotion“ zurück und lieferte damit ihr bisher bestes Werk ab. Joan Wasser alias Joan As Police Woman hat mit ihrer siebten Platte nun auch die internationale Musikwelt auf sich aufmerksam gemacht: R ’n’ B, Trip-Hop und Soul bilden das Fundament ihrer modernen wie zeitlosen Soundlandschaft, die Fans und Kritiker gleichermaßen begeistert. Während sie auf „The Deep Field“ aus dem Jahr 2011 den elementaren Geist des Soul mit ihrer ganz eigenen Koloratur versah und ihr 2014er-Album „The Classic“ eine gefühlvolle Feier des Lebens darstellte, kehrt die Künstlerin mit der neuen Veröffentlichung zu ihren Wurzeln zurück. Auf „Damned Devotion“ verbindet die US-Amerikanerin gedankenvolle Lyrics mit ihrer bisher zugänglichsten Musik. Wiener Fans dürfen sich darauf freuen, die neuen Stücke von Joan As Police Woman bald im Liveformat zu hören. Auf der Albumtour hat die Künstlerin nämlich auch einen Tourstopp in Wien eingeplant und wird am 31. März ihr Songmaterial bei einem abendfüllenden Konzert in der Ottakringer Brauerei zum Besten geben.

INFO: www.stadtsaal.com, Stadtsaal, Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien, 26. März, 20:00 Uhr, VVK: ab € 30,60

ROLO TOMASSI Die britische Jazzcore-Band aus Sheffield überzeugt mit einem energetischen Mix aus Hardcore Punk, Post-Rock, Ambient, Metal, Rock und Jazz. INFO: www.chelsea.co.at, Chelsea, Stadtbahnbogen 29–31, 1080 Wien, 28. März, 20:00 Uhr, VVK: € 19,90

MYLES KENNEDY Myles Kennedy ist die unverwechselbare Stimme der Guppe Alter Bridge. Auf Solopfaden präsentiert der US-Amerikaner nun sein erstes Werk „Year Of The Tiger“. INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 01. April, 20:00 Uhr, VVK: € 36,50

BRAIDS Art Rock vom Feinsten bringt die kanadische Formation Braids Anfang April auf die Grelle-Forelle-Bühne. Aktuelles Album: „Deep In The Iris“. INFO: www.grelleforelle.com, Grelle Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien, 03. April, 20:00 Uhr, VVK: € 23,–

ALMA Seit 2011 begeistern Alma ihr Publikum mit komplexen Welt-Arrangements und traditioneller Volksmusik, die sie um moderne Sounds erweitern. INFO: www.sargfabrik.at, Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien, 05. April, 19:30 Uhr, VVK: € 24,80

LETZTE INSTANZ Seit fast 20 Jahren ist die Formation mit ihrem einzigartigen Musikstil der „Brachialromantik“ eine feste Größe in der deutschsprachigen Rockmusik. Neues Studioalbum: „Morgenland“. INFO: www.planet.tt, Szene Wien, Hauffgasse 26, 1110 Wien, 07. April, 20:00 Uhr, VVK: € 25,70

GENGAHR Gengahr, die bereits als Support-Act für die angesagte Gruppe Alt-J brillieren konnten, kommen mit ihrem zweiten Werk „Where Wildness Grows“ in die Grelle Forelle. INFO: www.grelleforelle.com, Grelle Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien, 09. April, 20:00 Uhr, VVK: € 22,40

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DIE STROTTERN & WANJO BANJO Das Wienerlied-Duo begibt sich auf eine Reise in die amerikanischen Berge. Denn ihre Gäste Wanjo Banjo verbinden traditionelle amerikanische Folkmusik mit Mundarttexten. INFO: www.sargfabrik.at, Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien, 10. April, 19:30 Uhr, VVK: € 29,–

GOST Gost aus Schweden schlägt eine musikalische Brücke zwischen Syntwave, Darkwave und Dance, die der Künstler mit Metal-Klängen verbindet. INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80 1030 Wien, 11. April, 20:00 Uhr, VVK: € 15,90

THE WOMBATS The Wombats stehen mit ihrem vierten Album „Beautiful People Will Ruin Your Life“ in den Startlöchern, das die Gruppe im April in die Wiener Arena führen wird. INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 12. April, 20:00 Uhr, VVK: € 31,70

OF MICE & MEN Der Bandname der Post-Hardcore-Band aus Kalifornien stammt von der Novelle „Of Mice and Men” des Nobelpreisträgers John Steinbeck. Mit ihrem Album „Defy“ kommt die Gruppe im April nach Wien.

MARLON WILLIAMS

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arlon Williams kann man eigentlich gar nicht mehr als Newcomer bezeichnen. Hierzulande zwar noch einigermaßen unbekannt, ist in seiner Heimat Neuseeland genau das Gegenteil der Fall. Dort wurde der junge Singer-Songwriter nämlich bereits vor drei Jahren bei den New Zealand Music Awards mit dem Award „Best Male and Breakthrough Artist“ ausgezeichnet. Anfang 2016 veröffentlichte der Künstler sein Album „Marlon Williams“ und konnte seither auf ausverkauften Shows und einigen Festivals in Nordamerika und Europa brillieren. Vergangenes Jahr stand außerdem das heimische Festival Out Of The Woods auf seinem Tourplan, wo Marlon Williams im Handumdrehen auch das österreichische Publikum von seinen Qualitäten überzeugen konnte. Im Frühjahr kommt der talentierte Singer-Songwriter nun auch endlich für ein Konzert in die Bundeshauptstadt, um da anzuschließen, wo er in Wiesen aufgehört hat. Mit im Gepäck hat er dabei sein neues Album „Make Way For Love“ und als Support seinen Musikerfreund De-

laney Davidson. Gemeinsam werden sie das Publikum mit einem Mix aus Blues, Country und Folk verzaubern. INFO: www.chelsea.co.at, Chelsea, Stadtbahnbogen 29-31, 1080 Wien, 22. April, 21:00 Uhr, VVK: € 15,90

INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 13. April, 20:00 Uhr, VVK: € 31,99

MOGLI Nachdem ihre erste Tour bereits Monate im Vorfeld ausverkauft war, setzt die Berliner Sängerin mit ihrem neuen Album „Wanderer“ ihre Europatournee fort. INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien, 18. April, 20:00 Uhr, VVK: € 22,90

MACHINE HEAD Nach einer wohlverdienten Schaffenspause meldet sich die amerikanische Metal-Truppe rund um Mastermind Robb Flynn mit ihrem neuen Album „Catharsis“ zurück.

MIA.

INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1110 Wien, 19. April, 20:00 Uhr, VVK: € 41,99

KREISKY Nach vier Jahren Pause feiert die heimische Formation Kreisky ihr fulminantes Comeback mit ihrem fünften und sehnlichst erwarteten Studioalbum „Blitz“. INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien, 19. April, 20:00 Uhr, VVK: € 22,–

ALEXANDER MARCUS Der King of Electrolore, Alexander Marcus, präsentiert zu seinem 10-jährigen Bühnenjubiläum eine Show, die all seine bisherigen legendären Konzerte toppen soll. INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1110 Wien, 20. April, 20:00 Uhr, VVK: € 40,55

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ergangenes Jahr feierte die deutsche Elektropop-Gruppe ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Alles begann bereits im Jahre 1997, als sich in Berlin eine Schülerband gründete, um den deutschsprachigen Musikkosmos auf den Kopf zu stellen. Das Konzept ging auf: Zum Erstaunen der Musikindustrie kam der eingängige Popsound der Band beim Publikum an, wie sich Frontfrau Mietze erinnert: „Als wir damals einen Plattenvertrag bekommen hatten, sagten viele: Na dann, viel Glück. Aber Geld verdienen könnt ihr damit nicht. Damals gab es keine deutschsprachige Band mit Sängerin als Frontfrau.“ Mittlerweile können MIA.

auf unzählige Meilensteine in ihrer langen Karriere zurückblicken. Zum Beispiel die erste Single aus dem Debütalbum mit dem aus heutiger Sicht geradezu programmatischen Titel „Alles neu“ und natürlich ihrem Überhit „Tanz der Moleküle“, der sich ganze vierzig Wochen in den deutschen Albumcharts hielt. Wer sich die größten Hits der Truppe nicht entgehen lassen will, sollte sich rasch Tickets für das MIA.-Konzert Mitte April in der Ottakringer Brauerei sichern. INFO: www.ottakringerbrauerei.at, Ottakringer Brauerei, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien, 27. April, 20:00 Uhr, VVK: € 36,40

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PUSZTABEATZ Die Veranstaltungsreihe bringt die Künstler Next Level ft. Dossa & Locuzzed ins Bergwerk Neusiedl.

BURGENLAND THOMAS STIPSITS KABARETT

INFO: www.bergwerk-neusiedl.at, Bergwerk Neusiedl, Kellergasse 2, 7100 Neusiedl am See, 31. März, 21:00 Uhr, AK: TBA

Grandios, spannend und mit einem großen schauspielerischen Talent bei der Darbietung verschiedener Charaktere überzeugt der Kabarettist Thomas Stipsits in seinen Programmen voll skurriler Storys und Beobachtungen der heutigen Gesellschaft. Mit seinem brandneuen Stück „Stinatzer Delikatessen“ nimmt Thomas Stipsits Mitte April Kurs auf das Kuga in Großwarasdorf.

CA MUSIC EXPERIENCE Soul, Funk, Rare Groove, Jazzrock und Dance servieren an diesem Abend die originalen Club Camera DJs Rolando 007 und DJ Romero. INFO: www.jazzpub.at, Jazzpub Wiesen, Hauptstraße 140, 7203 Wiesen, 01. April, 21:00 Uhr, AK: € 10,–

INFO: www.kuga.at, Kuga, Parkgasse 3, 7304 Großwarasdorf, 14. April, 20:00 Uhr, VVK: € 21,–

EASTER SPECIAL PARTY Ein bunter Mix aus Alternative, Metal, Rock, Pop und Indie erwartet das Publikum Anfang April bei der Easter Special Party in der Cselley Mühle.

KRAFTWERK ELEKTRONIK

MARKUS HAUPTMANN Mit seinem neuen Programm „#Kidz“ wird der Kabarettist Markus Hauptmann die Lachmuskeln seines Publikums strapazieren.

Ihre Kompositionen aus innovativen Techniken, synthetischen Stimmen und computerisierten Rhythmen hatten einen großen Einfluss auf eine Vielzahl von Musikgenres. Von Electro bis Hip-Hop und Techno bis Synth-Pop. Nach dem weltweiten Erfolg ihrer 3D-Konzerttour kommen die Elektro-Pioniere Ende Juli in den Steinbruch St. Margarethen, um ihr Publikum zu begeistern.

INFO: www.cselley-muehle.at, Cselley Mühle, Sachsenweg 63, 7064 Oslip, 13. April, 20:00 Uhr, VVK: € 23,–

INFO: www.arenaria.at, Steinbruch St. Margarethen, Römersteinbruch 1, 7062 St. Margartethen, 22. Juli, 20:30 Uhr, VVK: ab € 49,–

INFO: www.cselley-muehle.at, Cselley Mühle, Sachsenweg 63, 7064 Oslip, 01. April, 20:00 Uhr, VVK: € 10,–

KÄRNTEN MONEY BOY HIP-HOP Mit seiner Single „Monte Carlo“ aus dem Oktober letzten Jahres konnte der heimische Rapper die 3-Millionen-Marke auf YouTube knacken – und seither verging kaum eine Woche, in der er nicht mit neuem Videomaterial für Furore sorgte. Mit seinem Kumpel der Glo Up Dinero-Gang Hustensaft Jüngling kommt Money Boy mit neuem Songgut und seinen größten Hits in den Klagenfurter Stereoclub. INFO: www.stereoclub.at, Stereoclub, Viktringer Ring 37, 9020 Klagenfurt, 27. April, 20:00 Uhr, VVK: € 21,40

GERALD GRADWOHL GROUP JAZZ Beschreibt man die Musik der Gruppe, ergibt sich ein weites Spektrum zwischen Jazz und Fusion, das von moderner Jazzharmonik mit Rockeinflüssen gekennzeichnet ist. Mit dynamischen Eigenkompositionen und spannender Musik, die nicht nur Hörer des Jazz- und Fusion-Genres ansprechen, kommt die Gruppe rund um den talentierten Künstler Gerald Gradwohl ins Bluesiana. INFO: www.bluesiana.at, Bluesiana, Franzosenallee 9, 9020 Velden am Wörthersee, 13. April, 20:30 Uhr, VVK: € 20,–

SOTT HENDERSON TRIO Scott Henderson kombiniert Blues-Einflüsse mit Akkordfolgen aus dem Bebop und dem Jazzrock der 1970er-Jahre. INFO: www.bluesiana.at, Bluesiana, Franzosenallee 9, 9020 Velden am Wörthersee, 24. März, 20:30 Uhr, VVK: € 37,–

HONKY TONK FESTIVAL Das Festival bespielt 13 Lokale der Villacher Altstadt mit 15 Bands und Künstlern unterschiedlicher Musikgenres. Mit Bands wie Flaschl, New Vintage und Edwin Kimmler. INFO: www.honky-tonk.de/villach_a, Altstadtlokale der Villacher Innenstadt, 9500 Villach, 14. April, 20:00 Uhr, VVK: € 11,–

HARDBREAK Eine neue Ausgabe von Hardbreak kehrt im April nach Klagenfurt zurück. Mit von der Partie sind diesmal Gunz for Hire, Existenze und Beatbreakazz. INFO: www.kaerntnermessen.at, Messehalle 4, Messeplatz 1, 9020 Klagenfurt, 21. April, 19:00 Uhr, VVK: € 30,50

SAMA DAMS Das Experimental-Pop-Duo Sama Dams hat seinen vierten Longplayer „Say It“ am Start und beehrt damit im April das Klagenfurter Lendhafen Café. INFO: www.lendhafen.at, Lendhafen Café, Villacher Straße 18, 9020 Klagenfurt, 20. April, 20:00 Uhr, AK: 7,–

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ALMA Alma spielen traditionelle Volksmusik in lässig-modernem Gewand und beweisen stets ihr vituoses Können und ihr intuitives musikalisches Verständnis.

NIEDERÖSTERREICH NEUSCHNEE CROSSOVER

LISA SIMONE Die Tochter der US-amerikanischen Jazzund Bluessängerin hat mit ihrem neuen Album „My World“ endgültig ihre eigene Stimme gefunden.

War ihr drittes Album „Schneckenkönig“ aus dem Jahr 2016 ein eher düsteres, philosophisches Popmärchen, ist ihr viertes Studiowerk mit dem Titel „Okay“ ihr leichtfüßigstes. Die Musiker rund um Mastermind und Sänger Hans Wagner spielen eine druckvolle Kombination aus Groove, Melancholie und unaufdringlicher Finesse, die jegliche musikalische Genregrenzen sprengt.

INFO: www.festspielhaus.at, Festspielhaus St. Pölten, großer Saal, 15. April, 19:00 Uhr, VVK: ab € 13,50

INFO: www.cinema-paradiso.at, Cinema Paradiso, Rathausplatz 13, 3100 St. Pölten, 05. April, 20:30 Uhr, VVK: € 14,20

NORBERT SCHNEIDER & BAND Mit seinem außergewöhnlichen Mix aus Pop, Austropop, Blues, Funk und Jazz kommt Norbert Schneider in die Tischlerei Melk.

5/8ERL IN EHR’N

INFO: www.cinema-paradiso.at, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, 3100 St. Pölten, 11. April, 20:00 Uhr, VVK: € 19,60

AUSTROPOP

CAFE DRECHSLER Die wichtigsten Protagonisten der akustischen Club Music haben sich wieder zusammengetan, um gemeinsam zu musizieren.

Die 3-fachen Amadeus-Award-Gewinner und Begründer des Wiener Soul haben ihren neuen Longplayer „Duft der Männer“ im Gepäck, der die Gruppe wieder auf ausgedehnte Österreich-Tour führen wird. Mit dem neuen Studiowerk hat das Quintett wieder seine ganz eigene Soundnische im Musikuniversum gezimmert: irgendwo zwischen Soul, Wienerlied und Jazz.

INFO: www.syrnau.at, Kulturkeller Zwettl Syrnau, Syrnauerstraße 9, 3910 Zwettl, 21. April, 20:15 Uhr, VVK: € 18,–

INFO: www.bih.at, Bühne im Hof, Julius-RaabPromenade 37, 3100 St. Pölten, 21. April, 19:30 Uhr, VVK: € 28,90

INFO: www.wachaukulturmelk.at, Tischlerei Melk, Abt-Karl-Straße 27a, 3390 Melk, 20. April, 20:00 Uhr, VVK: € 27,–

OBERÖSTERREICH MYNTH ELECTROPOP Mynths Zweitlingswerk „Parallels“ spielt mit unterschiedlichen Facetten der Melancholie. Während am Vorgänger „Plaat II“ die Schwermut regierte, versucht „Parallels“ die düstere Stimmung, die ihren Songs immer noch zugrunde liegt, mit Optimismus und Galgenhumor aufzulösen. Das neue Studioalbum geben die Newcomer Anfang April im Linzer Posthof zum Besten. INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 07. April, 20:00 Uhr, VVK: € 18,70

SHOUT OUT LOUDS INDIE Mit „Oh Oh“ feierte die großartige schwedische Indie-Band im vergangenen Frühjahr ihren Einstand bei Columbia Records. Es war der erste neue Song der Formation seit vier Jahren und stammt aus dem im Herbst veröffentlichten, fünften Shout Out Louds-Album „Ease My Mind“. Damit kehren die Stockholmer zu ihren musikalischen Wurzeln des warmen, melancholischen Indie-Pop zurück. INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 21. April, 20:00 Uhr, VVK: € 31,90

KVELERTAK Mit ihrem Album „Meir“ aus dem Jahr 2013 hat die Gruppe ihren internationalen Durchbruch gefeiert. Ihr neues Werk „Nattersferd“ führt die Band nun wieder nach Linz. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 06. April, 20:00 Uhr, VVK: € 25,30

ESKIMO CALLBOY Vergangenen August veröffentlichten Eskimo Callboy ihr mit Spannung erwartetes neues Album „The Scene“, das die Band Anfang April im Posthof vorstellen wird. INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 06. April, 20:00 Uhr, VVK: € 26,60

MOSAIK Die Kammermusikreihe des Bruckner Orchesters gewährt Einblicke in das Schaffen der einzelnen Orchestermitglieder. INFO: www.brucknerhaus.at, Brucknerhaus, mittlerer Saal, Untere Donaulände 7, 4010 Linz, 11. April, 19:30 Uhr, VVK: ab € 27,20

THE BASEBALLS Sein 10-jähriges Jubiläum zelebriert das deutsche Rockabilly-Trio mit seiner „The Sun Sessions Tour“ und ist im April mit neuem Songgut im Posthof zu sehen. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 14. April, 20:00 Uhr, VVK: € 38,70

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DAKH DAUGHTERS Zwischen Theater und Aktivismus, Kabarett und Punk. Die Dakh Daughters aus Kiew singen über Utopie und postsowjetische Depression. Aktuelles Werk: „IF“.

SALZBURG TOCOTRONIC INDIE Im Jahr 1995 erschien ihr erstes Album „Digital ist besser“, das damals tiefe Spuren in der damaligen Indie-Szene hinterließ. Sangen sie anfangs davon, neu in der Hamburger Schule zu sein, wurden Tocotronic im Laufe ihrer Karriere immer mehr zum Aushängeschild der deutschsprachigen Popkultur und schafften es 2012 mit „Schall & Wahn“ auch erstmals in die deutschen Albumcharts.

INFO: www.jazzit.at, Jazzit Musik Club, Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg, 04. April, 19:30 Uhr, VVK: € 19,80

ISOLATION BERLIN Coole Pop-Sounds treffen auf Beat-Chansons der 1960er-Jahre und psychotischen Noiserock. INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 05. April, 20:00 Uhr, VVK: € 17,60

INFO: www.republic.at, Republic, Anton-Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg, 13. April, 20:00 Uhr, VVK: € 36,–

EAMONN MCCORMACK & THE GARY MOORE BAND Eamonn McCormack gilt als große Hoffnung des Irish-Blues-Rock und wird mit seiner Band das Salzburger Rockhouse unsicher machen.

BOB DYLAN SINGER-SONGWRITER

VEGA Neue Musik, alte Klassiker und vor allem ihre unvergleichliche Energie, Dynamik und Emotion bringen Vega auf die Rockhouse-Bühne.

Vergangenes Jahr erschien mit „Triplicate“ das erste Dreifach-Studioalbum der SingerSongwriter-Koryphäe. Der Longplayer enthält dreißig neue Aufnahmen von Songs aus dem American Songbook, das herausragende Titel der amerikanischen Unterhaltungsmusik von den 1930er- bis 1960er-Jahre enthält. Live gibt Bob Dylan die Neuauflage der Songs im April in der Salzburgarena zum Besten.

INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 20. April, 20:00 Uhr, VVK: € 19,90

INFO: www.salzburgarena.at, Salzburgarena, Am Messezentrum 1, 5020 Salzburg, 13. April, 20:00 Uhr, VVK: ab € 71,99

INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 09. April, 20:30 Uhr, VVK: € 18,70

STEIERMARK JOAN AS POLICE WOMAN SINGER-SONGWRITER Hinreißender Pop, Soul, Blues, komplexe Rhythmen und eine Wahnsinnsstimme – all das vereint die New Yorker Künstlerin Joan Wasser. Nun meldet sich die begnadete Künstlerin mit ihrem fünften und neuen Album „Damned Devotion“ zurück. Damit knüpft die Künstlerin an ihre Erfolgsplatte „The Classic“ aus dem Jahr 2014 an. Eine hörenswerte Platte, die man unbedingt auch im Liveformat erleben sollte. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 30. März, 20:00 Uhr, VVK: € 26,–

KREISKY INDIE Nach ihrem vierjährigem Sabbatical meldet sich die heimische Gruppe Kreisky mit ihrem fünften Studioalbum „Blitz“ zurück. Das Werk bildet die Essenz aus zwölf Jahren Kreisky – in strahlend hellen energetischen Pop gegossen. Davon, wie sich das neue Werk und Songs wie „Bauch Bein Po“ oder „Ein Depp des 20. Jahrhunderts“ der Gruppe live anhört, können sich Fans bei ihrem Auftritt im Grazer PPZ überzeugen. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 12. April, 19:00 Uhr, VVK: € 19,–

KENSINGTON Die holländischen Alternative-Rocker gehen auf Tour und gastieren mit ihren eingängigen Rocksongs live im PPC. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 09. April, 19:00 Uhr, VVK: € 23,–

DRUMATICAL THEATRE Drumatical Theatre zählt zu den derzeit international besten Drum-Formationen und besteht aus sieben Solisten und einem 45-köpfigen Ensemble. INFO: www.spielstaetten.at, Dom im Berg, Schlossbergplatz 1, 8010 Graz, 12. April, 20:00 Uhr, VVK: € 21,–

SELIG Für die Aufnahmen zu ihrem neuen Album „Kashmir Karma“ hat sich die Band in die Abgeschiedenheit der schwedischen Westküste zurückgezogen. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 18. April, 19:00 Uhr, VVK: € 35,–

DICHT & ERGREIFEND Die Gruppe rund um Michael Huber und Fabian Frischmann spielt bayrischen Mundart-Rap, bei dem bestimmt kein Tanzbein ruhig bleibt. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 20. April, 19:00 Uhr, VVK: € 19,–

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SCHEIBSTA & DIE BUBEN Von Jazz bis Hip-Hop und von Politik über persönliche Erfahrungen werden alle Musikstile und Themen aufgegriffen, die den Künstlern gerade in den Sinn kommen.

TIROL THREE FOR SILVER FOLK

BLACK RAINBOWS Seit ihrem Debütwerk „Twilight in the Desert“ aus dem Jahr 2007 hat sich die Gruppe zu einem der wichtigsten Acts des Heavy Metal-Genres etabliert.

Lucas Warford, Willo Sertain und Greg Allison bilden das Herzstück des Trios Three For Silver, das in der US-amerikanischen Folk-Rock-Indie-Schmiede Portland beheimatet ist. Gitarren und Keyboards sucht man bei der Formation jedoch vergebens – vielmehr zieht es das Dreiergespann vor, neue musikalische Apparate, Instrumente und Klangdimensionen zu erschaffen.

INFO: www.pmk.or.at, p.m.k., Viaduktbögen 19–20, 6020 Innsbruck, 06. April, 21:00 Uhr, VVK: € 11,–

INFO: www.spielraumfueralle.at, Der Spielraum Innsbruck, Franz-Fischer-Straße 12, 6020 Innsbruck, 28. März, 20:00 Uhr, AK: 7,–

KREISKY Mit ihrem brandneuen Werk „Blitz“ ist die heimische Gruppe auch im Innsbrucker p.m.k. zu Gast.

WANDA

INFO: www.hafen.cc, VAZ Hafen Innsbruck, Innrain 149, 6020 Innsbruck, 06. April, 20:00 Uhr, VVK: € 16,90

INDIE Kaum eine andere deutschsprachige Band legt bei der Veröffentlichung ihrer Alben eine derartige Schlagzahl vor und ist zudem fast pausenlos auf Tour. Auch heuer dürfen sich Fans der Gruppe wieder auf eine unvergessliche Liveshow freuen, wenn Wanda mit „Niente“ bereits das dritte Studioalbum, das sie innerhalb von vier Jahren veröffentlicht haben, in der Olympiahalle Innsbruck vorstellen.

INFO: www.pmk.or.at, p.m.k., Viaduktbögen 19–20, 6020 Innsbruck, 13. April, 21:30 Uhr, VVK: € 14,–

LONELY KAMEL Ende April bringen die Norweger ihre krude Mischung aus Stoner Rock, Blues, Psychedelic und Doom nach Innsbruck.

INFO: www.olympiaworld.at, Olympiahalle, Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck, 14. April, 20:00 Uhr, VVK: € 47,50

INFO: www.pmk.or.at, p.m.k., Viaduktbögen 19–20, 6020 Innsbruck, 21. April, 21:00 Uhr, VVK: € 11,–

VORARLBERG DYNAMO FESTIVAL

Die Bodenseeregion kann sich heuer auf die vierte Auflage des Dynamo Festivals freuen. Von 5. bis 7. April wird der Spielboden Dornbirn erneut zum Umschlagplatz für Musikliebhaber. Auf zwei Bühnen – Open Air und Indoor – geben sich Künstler wie Ankathie Koi, Farewell Dear Ghost, Onk Lou & The Better Life Inc, Fiva x Jrbb, Leoniden, Cari Cari und mehr die Klinke in die Hand. INFO: www.dynamofestival.at, Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn, 05. April, 19:00 Uhr, Festivalpass: € 46,40

ESKIMO CALLBOY METAL Ihre letzten beiden Alben landeten in den Top Ten der deutschen Albumcharts. Darauf folgten Tourneen durch ganz Europa mit Bands wie Callejon, Papa Roach, Asking Alexandria und Five Finger Death Punch. Im letzten August veröffentlichten Eskimo Callboy nun ihr neues Album „The Scene“, das die deutsche Gruppe Anfang April auch wieder nach Dornbirn führen wird. INFO: www.conradsohm.com, Conrad Sohm, Boden 1, 6850 Dornbirn, 07. April, 20:00 Uhr, VVK: € 27,40

ANKATHIE KOI

INSOMNIUM Mit ihrem siebten Studioalbum „Winter‘s Gate“ sorgen die finnischen Melodic-MetalZauberer von Insomnium aktuell für Furore. INFO: www.conradsohm.com, Conrad Sohm, Boden 1, 6850 Dornbirn, 03. April, 20:00 Uhr, VVK: € 30,50

BONNIE TYLER Ihre unverkennbar heisere Stimme ist seit vierzig Jahren das Markenzeichen der britischen Popsängerin. Mit ihren größten Hits kommt Bonnie Tyler Anfang April nach Bregenz. INFO: www.kongresskultur.com, Festspiel- und Kongresshaus, Platz der Wiener Symphoniker 1, 6900 Bregenz, 08. April, 19:00 Uhr, VVK: ab € 67,90

SOUL KITCHEN 2018 Ein Abend voll Rhythmus, Musik und Kulinarik erwartet das Publikum bei der diesjährigen Ausgabe der Veranstaltungsreihe Soul Kitchen. INFO: www.oeticket.com, Eventschiff MS Sonnenkönigin, Bregenzer Hafen, 6900 Bregenz, 14. April, 20:00 Uhr, VVK: € 109,–

ENISFERUM Spricht man von den wahren Größen des Folk Metal, kommt man nicht an Ensiferum vorbei. Neues Album: „Two Paths“. INFO: www.conradsohm.com, Conrad Sohm, Boden 1, 6850 Dornbirn, 17. April, 20:00 Uhr, VVK: € 36,50

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INTERVIEW: TANJA HOLZ AM 6. MÄRZ 2018

Schmuck mit Tiefgang Was die neuseeländische Maori-Kultur, die Welt des Surfens und Schmuckanhänger gemeinsam haben? Das Label Flugsand vereint genau diese drei Welten, und heraus kommen außergewöhnliche, handgefertigte Designs aus Holz mit jeder Menge Bedeutung.

A

n die hundert Jahre hat das Eichenholz bereits auf dem Rücken, aus dem Schmucklabelgründer Stefan Übermasser seine Anhänger in präziser Handarbeit fertigt. Noch viele Hunderte Jahre älter ist das Maori-Handwerk, auf dem die meditative Kunstfertigkeit beruht. Jedes Design hat eine ganz besondere Symbolik, jedes Schmuckstück ist ein Unikat und erzählt eine außergewöhnliche Geschichte. Welche Motive besonders schwer herzustellen sind, wo es die Anhänger zu kaufen gibt und worauf man bei der Handhabung der besonderen Stücke achten sollte, erzählt Stefan Übermasser im Interview mit DOT.magazine. DOT.: Was hat dich zur Gründung von Flugsand bewegt? Stefan Übermasser: Angefangen hat alles 2011, als ich bei einer Reise durch Neuseeland auf einen Bone Carving-Workshop gestoßen bin. Bone Carving ist ein traditionelles MaoriHandwerk, bei dem aus Knochen Anhänger mit einer starken Symbolik für den Träger hergestellt werden. Der Kurs war so faszinierend, dass ich zurück in Österreich angefangen habe, für Freunde und Familie persönliche Anhänger herzustellen. Die Rückmeldung war durch die Bank positiv, und mittlerweile gibt es die Anhänger online und auf diversen Märkten zu erwerben wie z.B. demnächst beim SurfWorldCup in Neusiedl. Was bedeutet der Name „Flugsand“? Für mich spiegelt der Name einerseits den Surf- und Beach-Flair wider, andererseits verbinde ich ihn auch mit dem Produktionsprozess: Wenn ich die Anhänger schleife, habe

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ich den Staub auch überall, genau wie Surfer den Sand. Die etwas philosophischere Sichtweise ist, dass Sand etwas völlig Gewöhnliches und Allgegenwärtiges ist, Fliegen auf der anderen Seite ist etwas Faszinierendes. In Flugsand verbindet sich somit das Banale mit dem Außergewöhnlichen. Dieser Kontrast bzw. diese Dualität fasziniert mich. Aus welchen Materialien bestehen deine Anhänger? Angefangen habe ich mit Knochen, mittlerweile arbeite ich aber hauptsächlich mit Holz. Die Anhänger werden aus Mostfäsern aus Eichenholz hergestellt, die ich bei meiner Familie am Dachboden gefunden habe. Durch das Alter und die Zuckerablagerungen des Mosts hat das Holz eine ganz besondere Maserung bekommen, und es ist spannend, damit zu arbeiten, weil man nie sagen kann, wie das fertige Stück am Ende aussieht. Wie funktioniert der Herstellungsprozess? Als Erstes gilt es, die Idee des Designs aufzuzeichnen. Je nach Komplexität des Designs wird das Stück mit einer Bandoder Dekupiersäge ausgeschnitten und mit der Schleifmaschine auf einen groben Rohling zugeschliffen. Dieser wird dann mit Handfräser, Dekupiersäge, Bohrer, Feilen oder der Laubsäge weiter bearbeitet. Der Rest wird mit dem Schleifpapier abgetragen, bis sich das Werkstück fertig anfühlt. Als Abschluss wird die Oberfläche poliert, der Markenname oder ein Gravurdesign mittels Laser eingebrannt und das Holz mit Öl zum Strahlen gebracht.

Was ist dein Lieblingsmotiv? Ich persönlich mag Anfertigungen auf Wunsch am liebsten. Dafür eignen sich besonders die Surfboards, da hier die Gravurfläche sehr groß ist. Von Nametags über Leitsprüche bis hin zu Festivallogos war schon alles dabei. Auch gerne arbeite ich am Möbius Triple. Das ist eine Möbiusschleife, die sich dreifach umschlägt. Das Motiv ist eine spannende Herausforderung, da die Herstellung sehr schwierig und aufwendig ist, und auch die philosophische Bedeutung gefällt mir gut: Fährt man mit dem Finger an der Oberfläche entlang, gelangt man ohne abzusetzen wieder amn den Ausgangspunkt. Ich sehe hier die Verbindung zum Leben, das aus guten und schlechten Dingen besteht, die eine Einheit bilden.

www.flugsand.at Instagram: @flugsand.at

Wir verlosen 2 Surfboard-Anhänger mit Gravur deiner Wahl. Mach mit auf facebook.com/dotmagazine.at

© Nina Rechnitzer

Wofür steht das Motto „Gain it, love it & let loose“?

„Gain it“ bezieht sich auf das erste Anlegen des Anhängers. Es ist wichtig, den Anhänger nicht selbst umzuhängen, sondern ihn von einer nahestehenden Person umlegen zu lassen. „Love it“ steht dafür, dass dich der Anhänger durch die Zeit begleitet, du daran persönliche Spuren hinterlässt und so immer mehr Teil des Anhängers wirst. „Let loose“ ist für den Zeitpunkt, an dem du den Anhänger weitergibst, damit er neue Spuren und Abenteuer erlebt und Teil einer anderen Person wird.

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DAS 50. DOT.

erscheint am 19. April 2018

Thanos schlägt im Marvel-Spektakel Avengers: Infinity War auf der Erde auf, also ist ein Who’s who der Superstars und Superhelden fällig. Leiser geht es in Christian Petzolds Transit zu, wenn zwei auf eine Fluchtmöglichkeit aus Europa hoffen. Im April erscheint Anne-Maries Debütalbum Speak Your Mind – und auch das lange erwartete neue Werk von Left Boy wird kommen.

Impressum Coverfoto © 2017 Universal Studios. DOT.magazine erscheint 11 x p.a. mit einer Auflage von 190.000 Exemplaren österreichweit in der PPH Media Verlag GmbH, Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 Wien Telefon: +43 1 235 13 66-800 Fax: +43 1 235 13 66-999 E-Mail: office@pph-media.at Distribution: Österreichweit in allen Constantin- & Cineplexx-Kinos, 125 McDonald’s-Restaurants und allen Star Movie Kinos. Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak Marketing & Mediaberatung: Michael Martinek Chefredaktion & Chefin vom Dienst: Nicole Albiez Redaktion- und Mediaberatung: Daniela Horvath, Tanja Holz & Georg Peter Film: Nicole Albiez, Max Gfrerer, Sandra Wobrazek Musik & Games: Peter Zirbs Fashion & Beauty: Kim Sztrakati Eventplaner: Daniela Horvath Sport: Wolfgang Heckel-Moehle Assistentin der Redaktion: Natascha Holba Lektorat: Gudrun Likar Vertriebsleitung: Georg Peter Produktion: Die Stadtdrucker Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Veranstalter, Fotoagenturen und diverse Fotografen. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Fotocredits im Eventkapitel werden durch den Vermerk „Veranstalter” im Impressum abgegolten. Einzelne Fotocredits im Eventbereich werden nur auf ausdrücklichen schriftlichen Wunsch des Urhebers abgedruckt. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt.

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ARCH ENEMY · OK KID · LIFE OF AGONY · MAD CADDIES · ANTI-FLAG

EISBRECHER · NOTHING BUT THIEVES · KRAUTSCHÄDL · THE STRUTS · BEAST IN BLACK

SAMSTAG, 16. JUNI

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SEILER & SPEER · KRAFTKLUB · STONE SOUR · PARKWAY DRIVE RISE AGAINST · GENTLEMAN · BAD RELIGION · JONATHAN DAVIS

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Effektreich und bildgewaltig wird „Pacific Rim“ fortgesetzt, und die Feinde sind diesmal nicht ausschließlich Kaijus | Margot Robbie wird zu...

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