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Bigger than Life

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EDITORIAL TANJA HOLZ

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ueen-Fans, aufgepasst! Diesen Monat rockt Cover-Star Rami Malek in dem biografischen Filmdrama Bohemian Rhapsody die Kinoleinwände und lässt keinen Geringeren als Rocklegende Freddie Mercury wieder auferstehen. Kein einfacher Job, in die Fußstapfen des Queen-Frontmans zu treten, doch Malek, der bereits für seine Performance in der TV-Serie Mr. Robot einige Auszeichnungen einheimste, nahm die Herausforderung an und überzeugte mit seiner Performance sogar Freddie Mercurys Schwester: Bei einem Treffen begegnete sie Malek mit den Worten „That’s my Freddie“ (zu Deutsch: „Das ist mein Freddie“). Die Vorbereitungen auf die tragische Rolle des Queen-Sängers und Pianisten, der Zeit seines Lebens mit seiner sexuellen Orientierung und Vorurteilen zu kämpfen hatte und 1991 an den Folgen einer Aids-Erkrankung starb, nahm Malek sehr ernst. Neben Klavier- und Gesangsstunden stand Unterricht mit einem Bewegungscoach auf dem Programm, die freien Abende verbrachte Malek damit, sich unzählige Auftritte von Mercury auf YouTube anzusehen und vor dem Spiegel zu üben. Verantwortlich für den unverkennbaren Look des exzentrischen Sängers ist ein unglaublich engagiertes Team rund um Kostümdesigner Julian Day, und um die Verwandlung komplett zu machen, bekam Malek eine Zahnprothese verpasst. In einem Interview meinte Malek, der bereits als potenzieller Anwärter für eine Oscarnominierung gehandelt wird, dass die größte Ehre die positive Rückmeldung der Queen-Bandmitglieder war, die er mit der Interpretation seiner Rolle mehr als überzeugte. Apropos Bandmitglieder: Queen-Leadgitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor wirkten als Producer in

Bohemian Rhapsody mit und wachten mit einem strengen Auge über die Dreharbeiten. Den Regiesessel teilten sich Bryan Singer und Dexter Fletcher. In weiteren Rollen zu sehen sind unter anderem Lucy Boynton (Mord im Orient-Express) als Mercurys Lebensgefährtin Mary Austin, Ben Hardy (X-Men: Apocalypse) als Queen-Drummer Roger Taylor, Gwilym Lee (The Tourist) als Gitarrist Brian May und Joseph Mazzello (The Social Network) als Bassist John Deacon. Es wäre nicht wirklich eine Filmbiografie über Queen, hätte es nicht auch während der Dreharbeiten zu Bohemian Rhapsody einige Drama Queens und eine Menge Gossip gegeben: So wurde Regisseur Bryan Singer kurzerhand zwei Wochen vor Drehschluss vom Set geschmissen, weil er angeblich einen Gegenstand nach seinem Star Rami Malek geworfen hatte, als dieser sich über seine ständige Abwesenheit am Set beklagte. Ersetzt wurde er kurzerhand von Dexter Fletcher, der allerdings nicht einmal eine Erwähnung in den Credits des Films bekam. Für die Rolle von Freddie Mercury war zu Beginn der Dreharbeiten Sacha Baron Cohen aka, Ali G vorgesehen. Aufgrund von unüberwindbaren Differenzen mit den Bandmitgliedern Brian May und Roger Taylor verließ er das Projekt aber kurzerhand. Gemunkelt wird, dass die beiden Queen-Mitbegründer mit der Castingwahl so gar nicht zufrieden waren, da sie sich Cohen als Comedian nicht in einer ernsten Rolle vorstellen konnten. Aller Dramen zum Trotz dürfen wir uns ab 31. Oktober auf das Endergebnis freuen, oder um es mit es mit Freddie Mercurys Worten in „Another One Bites The Dust zu sagen: „Are you ready, hey, are you ready for this? Are you hanging on the edge of your seat?“

Rami Malek verwandelt sich in Superstar Freddie Mercury – und rockt mit Bohemian Rhapsody die Leinwand.

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SIMON

MOR ZÉ

BRUNO

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NACH DEM BESTSELLER VON ROBERT

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D R O G U N OVA

SEETHALER

AB 12. OKTOBER IM KINO!


CONTENT

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MOVIE 025 Opening Credits 026 Leinwandflirren 028 HÖHENFLUG Bohemian Rhapsody 030 Bohemian Rhapsody Red-Carpet-Premiere 034 Aufbruch zum Mond 036 Johnny English – Man lebt nur dreimal 037 BREAKING BAD Bad Times at the El Royale 038 Halloween 040 Operation: Overlord 041 Hunter Killer 042 Dogman 042 The Dark 043 The Happytime Murders 043 PUZZLETEILE The Guilty 044 Abgeschnitten 044 Nur ein kleiner Gefallen 045 Intrigo – Tod eines Autors 046 Rememory 047 UMGANGSFORMEN Der Vorname 048 Der Affront 048 Angelo 049

043 BEZIEHUNGSWEISE 050 Der Trafikant 050 25 km/h 051 Wuff 051 Krystal 051 Career Day mit Hindernissen KIDS & FAMILY 052 Elliot – Das kleinste Rentier 052 Wildhexe 053 Der Nussknacker und die vier Reiche 054 Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween 055 Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer ARTHAUS 056 Viennale 2018 062 Arthaus HEIMWERK 064 Filmkost 065 Home Entertainment 066 Neue Serien 067 Cineplexx2go – Video on Demand

RAMI MALEK. ANNA KENDRICK. SIR BEN KINGSLEY. MELISSA MCCARTHY. DAKOTA JOHNSON. RYAN GOSLING. JEFF BRIDGES. JON HAMM. ROWAN ATKINSON. BLAKE LIVELY. GERARD BUTLER.

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CONTENT

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STARSTYLE 009 Gossip: Indian Summer Hollywood in Vienna Gewinnspiel: Dinner mit deinem Star Fashion News Herbst Zeitlos Nicht ohne ... Happy Birthday! Beauty News Der Morgen danach

010 012 015 016 017 018 020 022 023

MUSIC 069 New Releases Muse Jess Glynne Ten Tonnes

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076 GAMES 076 077 078 080

Zwischensequenz Lego DC Super-Villains Starlink: Battle for Atlas Red Dead Redemption II

083 PLANER 084 085 086 087 088 090 092

Take That VIECC 2018 Sir the Baptist & Donald Lawrence Jeremy Loops Extremsport im Kino Eventplaner Wien Eventplaner Bundesländer

096 Rocker: Kaffeetschi

MUSE. TAKE THAT. JEREMY LOOPS. SIR THE BAPTIST & DANIEL LAWRENCE. TEN TONNES. JESS GLYNNE. THE PRODIGY. CAT POWER. CONCHITA. FOX AND BONES. DRAMAS.

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UND MUSIK

KOSTÜMDESIGN

PRÄSENTIEREN EINE SCHNITT

PRODUKTIONSDESIGN

PRODUKTION KAMERA

#GänsehautFilm

BASIEREND AUF DEN GÄNSEHAUT-BÜCHERN VON

DREHBUCH

PRODUZENTEN

REGIE

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© McDonald’s 2018

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15 SEITEN DOT.STARSTYLE Justin Timberlake hat viele Talente. Für Levi’s hat er sich neuerdings als Designer versucht. Das Ergebnis seiner „Fresh Leaves“-Kollektion: frische (fresh) Interpretationen zeitloser Teile, die man der nächsten Generation hinterlässt (leaves). Unter den 20 Stücken finden sich u.a.: Karohemd mit Denimkragen um € 80,–, kariertes Kapuzenhemd um € 100,–, blaue Trucker Jacket mit Camouflage-Muster um € 140,–, Camouflage-Trucker Jacket mit Teddykragen um € 186,–. www.levi.com

Schön schauen

© Photo Press Service (2), Levi‘s (3)

Als Celebrity muss man gewisse Qualitäten vorweisen können. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich vor der Kamera stets vorteilhaft präsentieren zu können. Die meiste Zeit klappt das eigentlich recht gut – nur manchmal gibt es dann doch Aussetzer. Sam Smith beispielsweise hat neues Make-up ausprobiert; da hat er allerdings stylewise noch Luft nach oben. Kendall und Kylie Jenner hingegen wirken hier etwas ... nennen wir es demotiviert. Was lernen wir daraus? Auch schön schauen will gelernt sein.

OLIVIA PALERMO. JESSICA ALBA. CARA DELEVINGNE. ADAM LEVINE. ALICIA VIKANDER. KATIE HOLMES. EDIE CAMPBELL. RITA ORA. VIOLA DAVIS. LADY GAGA. JOHN TRAVOLTA.

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Indian Summer

Bei uns bricht mittlerweile der Herbst aus – Zeit also, um sich einen kleinen Rückblick zu genehmigen: So haben die VIPs den Sommer verbracht. Auch Karlie Kloss – hier im Björk-Gedenkstyling – kann nicht widerstehen und beißt der Maus zwar nicht den Faden, aber die Ohren ab.

Es stimmt schon: Auf Fotos ist es wichtig, seine Vorzüge und Qualitäten zu präsentieren. Kim Kardashian gelingt das auf diesem Bild ausgezeichnet.

Alter schützt vor Eislust nicht: Larry King sieht mit seiner eleganten Handhaltung eigentlich recht distinguiert aus. Der Mann hat halt Stil.

TJA, AUF CHARLIE SHEEN KANN MAN SICH IMMER VERLASSEN. STILECHT MIT CURRYWURST ODER ÄHNLICH GESUNDEM UND IN HERAUSFORDERNDER POSE – GENAU SO LIEBEN WIR UNSEREN CHARLIE! Nach rund 60 Schönheitsoperationen hat sich „die lebende KenPuppe“ Rodrigo Alves auch einmal ein Eis verdient, oder?

Die schwangere Hilary Duff dürfte Gurkerl-Eis mampfen – und bei keiner Tätigkeit sieht man doofer aus, als wenn man von einem fremden Stanitzel kostet. 10 DOT.GOSSIP

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© Photo Press Service

Über mangelden Umsatz können sich Eisverkäufer heuer nicht beschweren – auch die Duchess of Cornwall und Dame Judi Dench stellen sich die cremige Kühle ins Gesicht.

Salma Hayek versucht erst gar nicht, damenhaft an die Sache heranzugehen, sondern wirft sich geradezu wie eine Pantherin auf die süße Beute.

Noch mal Kim Kardashian – diesmal ist aber nicht ihr Gesäß im Vordergrund, sondern ihr keineswegs unterdimensionierter Eisbecher.

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Wenn Arnie mal fünf Whey-Shakes fürs Sägewerk bestellt, dann ist nicht nur die Kacke am Dampfen: Auch der junge Cyborg hat schon Bammel.

Es muss nicht immer Eis sein; manchmal reicht auch ein Laden voller Kalorienbomben, um glücklich zu sein. Das weiß auch Ashley Tisdale. Lais Ribeiro gehört zu einer beneidenswerten Gattung: Egal, was sie isst – es verteilt sich immer gleichmäßig auf zwei Körperteile.

Ob Chiara Ferragni und ihr gepeckter Habschi brav aufgegessen haben, wagen wir angesichts der schieren Menge zu bezweifeln. Andererseits wirken sie vor Hunger schon leicht meschugge.

LEIDER GEIL: RITA ORA STÄRKT SICH FÜR DEN RELEASE IHRES ZWEITEN STUDIOALBUMS, DER FÜR NOVEMBER GEPLANT IST. MIT RITA IST NICHT GUT KIRSCHEN, DAFÜR ABER UMSO BESSER BURGER ESSEN. Viola Davis ist aus dem Bühnen-, TV- und Kinogeschehen längst nicht mehr wegzudenken; den wohl größten persönlichen Erfolg hat sie allerdings mit ihrer Rolle als Professor Annalise Keating, J.D. in How to Get Away with Murder gefeiert: Dafür bekam sie nämlich 2015 als erste afroamerikanische Schauspielerin den Emmy in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. Kein Ende des Erfolgslaufs in Sicht: Bei der Oscarverleihung 2017 erhielt sie den Oscar als Beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in Fences.

Film ab für Viola Davis Ab jetzt in Ihrem Wohnzimmer. Mit UPC On Demand.

ondemand.upc.at

„Hey, du ... willst du ein paar von meinen fluffy Space Cookies probieren? Ja, Dude, sind randvoll ... so wie ich, hehehe“, lallte Laura Prepon. DOT.GOSSIP 11

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hollywoodinvienna.com Der Mann, um den sich heuer bei „Hollywood in Vienna“ alles dreht: Hans Zimmer.

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© Hollywood in Vienna, Ludwig Schedl, Photo Press Service

enn am 18. und 19.10. im Wiener Konzerthaus die ersten Töne erklingen, sind das Melodien, die Kinogeher sofort identifizieren könnten: So klang es, als Johnny Depp zum Piraten wurde (Fluch der Karibik), so wurde der Sandalenfilm Gladiator musikalisch untermalt, durch diese Töne wurde The Da Vinci Code noch treibender und spannender. Der „Hollywood in Vienna“-Initiatorin Sandra Tomek ist es gelungen, den „Rockstar der Filmmusik“, den erfolgreichsten Filmmusikkomponisten unserer Zeit, nach Wien zu holen: Hans Zimmer. Der 61-jährige Golden Globe- und Grammy-Preisträger, der für Der König der Löwen mit einem Oscar gekrönt wurde, wird in Wien mit dem „Max Steiner Film Music Achievement Award“ ausgezeichnet; eine opulente Gala würdigt sein Schaffen. Einige seiner großartigsten orchestralen Filmkompositionen werden erstmals – und teils eigens von ihm neu arrangiert – in einem klassischen Konzertsaal zu hören sein. Musikalisch zum Leben erweckt mit Hilfe von Weggefährten (wie Sängerin Lisa Gerrard), Kollegen sowie vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien …

Hollywood in Vienna

Am 18. und 19.10. verwandelt sich das Wiener Konzerthaus wieder in einen Filmpalast: „Hollywood in Vienna“, das Festival der Filmmusik, ehrt heuer den großen Filmkomponisten Hans Zimmer.

Komponisten wie dem legendären Lalo Schifrin, bei „Hollywood in Vienna“ des Jahres 2012 geehrt, gelingt es, Filme durch Töne mit einem Charakter auszustatten – man denke nur an sein „Mission Impossible“-Motiv. – Oder Stargast James Horner (2013), der die „Titanic“ zum Klingen brachte.

Danny Elfman James Newton Howard („Die Tribute von Panem“), der Star des Jahres 2015, mit „Hollywood in Vienna“-Initiatorin und -Organisatorin Sandra Tomek.

James Horner

Lalo Schifrin

Alexandre Desplat

Howard Shore

Von der Filmgala ist man Bombast gewohnt. Wenn Größen wie Danny Elfman (2017), Alexandre Desplat (2016) oder Howard Shore (2010) in einem fein ausgewählten Programm geehrt werden, schlägt das nicht nur die Konzerthaus-Besucher in den Bann, sondern auch ein internationales Publikum per TV- und Radio-Übertragung.

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Eine resche Mami hat der Sohn von Christina Aguilera da ausgefasst. Da dürfte wohl so manchen Klassenkollegen der Neid fressen. Und uns auch.

Joaquin Phoenix tritt in große Fußstapfen: Bilder vom Set von Joker. Damit reiht er sich ein in die Liste genialer Darsteller, die den bösen Clown bislang verkörpern durften. Spooky – und das ist gut so.

© Photo Press Service

KAUM ZU ERKENNEN: JOAQUIN PHOENIX MIT KLASSISCHEM FAVORITNER FRÜHSTÜCK.

© FH OÖ/Peter Baier, iStock, bezahlte Anzeige

Drei Mal sweet Memories – und den Beginn macht die kleine ... genau, es ist Paris Hilton, die gerade einem Schwan den Hals umdreht. Ist sie nicht süß?

Oberhalb: Sie war damals noch nicht mal halb so groß, wie ihr Gesäß jetzt ist. Ganz klar, das muss dann wohl Kim Kardashian sein.

INFOTAG 07.11.2018

Strahlt wie ein Sonnenschein: Wenn man sich aktuelle Fotos ansieht, kann man es kaum glauben, dass das hier die großartige Sängerin Jessie J als Kind ist.

Wir helfen dir dabei, deine Ideen zu verwirklichen –

die, die du schon hast, und die, die wir gemeinsam entwickeln. Und das vom ersten Studientag an. Was dich dabei erwartet, kannst du vorab erleben und für einen Tag lang das Studieren probieren. Mach dir ein Bild bei unseren Infotagen in Hagenberg, Linz, Steyr und Wels. Hagenberg | Linz | Steyr | Wels

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Von wegen „netter Kerl“: Weil er angeblich blöd gegrinst hat, fing Dwayne Johnson mit dem Delfin einen Wickel an und schlug ihn brutal nieder.

Pretty fly for a white guy: Ed „Gartenzwerg“ Sheeran in guter Gesellschaft von Fiddy und Slim Shady – Letzteren kann man aber nur erahnen. Egal, coole Posse.

Solcherart bekleidet verließ Lady GaGa ihr Hotel in Paris. Ja, kann man machen – muss man aber nicht.

Von wem er das hat, diese plakative Zurschaustellung ungetrübter Langeweile? Tja, Brooklyn Beckham dürfte da wohl von beiden Elternteilen etwas abbekommen haben.

FÜR JIM PARSON SIND HUNDE DIE BESSEREN MENSCHEN. WIR KATZENFREUNDE SEHEN DAS ANDERS.

© Photo Press Service

Ein anderes „Famous Last Pic“: Was, liebe Amanda Seyfried, hast du an „flacher Hand“ nicht verstanden? Na ja, wohl bekomm‘s, Pferdinand.

Aus der Reihe „Famous Last Pics“ sehen wir wir hier Sarah Michelle Gellar, wie sie sich Snacks mit einer Giraffe teilt. Madonna reift wie alter Wein: Zuerst trüb, dann sauer, und schließlich wird Essig daraus. Äh, irgendwie hat das jetzt die falsche Wendung genommen.

John Travolta gibt hier bereitwillig Autogramme für seine Fans, die ihn nicht erkannt und für Arnold Schwarzenegger gehalten haben. Das ist bitter.

Irgendetwas an diesem Foto ist unheimlich – wir wissen allerdings noch nicht genau, was. Vielleicht können uns das Liv Tyler und Orlando Bloom erklären?

We want you for Buddhist Army: Der Dalai Lama zeigte sich bei der Eröffnung der Ausstellung Buddha‘s Life in A‘dam von seiner humorigen Seite.

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laden zum exklusiven Dinner mit Ghostbusters-Legende Ernie Hudson

That’s who we gonna call! Der Mann ist eine lebende Legende: Ernie Hudson ist ein waschechter Ghostbuster, was alle Fans des Films natürlich längst wissen. Wie wäre es also mit einem Abendessen in Wien mit dem sympathischen Star?

© Archiv, LK agency

Ernie Hudson ist spätestens seit seiner Rolle als vierter Ghostbuster Winston Zeddemore eine Legende unter Filmfans. Zahlreiche weitere Rollen in Filmen und Serien haben ihn zu einem bis heute gefragten Darsteller gemacht. So weit, so gut. Im Rahmen seines Besuchs der VIECC Vienna Comic Con kommt es nun zu einer gar nicht so kleinen Sensation: Exklusiv mit DOT. und Tipi können nämlich zehn ausgesuchte Fans ein fast privates Abendessen mit Ernie Hudson in Wien gewinnen.

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ho you gonna call? Da gibt es nicht viel zu überlegen: Ghostbusters! Die Story um das geisterjagende Quartett steht wie kaum ein anderer Film für die großartigen Komödien der 1980er-Jahre. Mitten drin im Geschehen: Ernie Hudson, der beispielsweise eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den gigantischen Marshmallow-Mann spielte. Mitten drin im Geschehen – in diesem Falle ein gediegenes Abendessen in der Wiener Innen-

stadt mit besagtem Ernie Hudson – sind aber auch die zehn Gewinner unseres exklusiven Gewinnspiels. Ach ja: Um diesen einzigartigen Abend so kommunikativ und inspiriert wie möglich zu gestalten, sind gute Kenntnisse der englischen Sprache fast schon Pflicht. Und um bei diesem Gewinnspiel mitzumachen, muss man natürlich schon ein großer Fan des Kults

um die Filme der Ghostbusters sein. Wie groß? Das musst du uns beweisen – und zwar mit einer Begründung, warum gerade du an dem Dinner mit Ernie Hudson in Wien teilnehmen möchtest. In einem Satz, bitte schön! Mitmachen geht ganz einfach: Den Satz via Mail entweder an gewinn@ pph-media.at schicken oder unter dotmagazine.at auf Facebook mitspielen. Wir wünschen jetzt schon gespenstisch-kulinarische Genüsse und einen unvergesslichen Abend!

VIECC Vienna Comic Con 17. & 18. November 2018

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SCHÖNE SILHOUETTE

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So leicht, dass man sie kaum spürt, so stylisch, dass man sie schwer übersieht: Die „Urban Neo“Kollektion vom österreichischen Brillenlabel Silhouette zeigt sich minimalistisch und cool – mit dünnen Rahmen im samtig-matten Farben von „Ink Blue“ bis „Blackberry“. Unisex- und Damenmodell um je € 289,–. www.silhouette.com

© Photo Press Service, Hersteller

FASHION

MUSTERGÜLTIG

Normalerweise landen die Muster von Morris & Co. auf Tapeten und Heimtextilien. Dank der Kollaboration mit H&M gibt es die romantischen Blütenund Pflanzendesigns der britischen Einrichtungsmarke jetzt auch auf einer Modekollektion – z.B. weite Hose um € 34,99, Maxi-Blusenkleid um € 29,99. www.hm.com

MACH MAL BLAU!

Sie steht unangefochten auf Platz eins der beliebtesten Kleidungsstücke: die Jeans. Doch die richtige Waschung und Passform für seinen Typ zu finden, ist oft gar nicht so einfach. Deshalb hat das dänische Label Jack & Jones nun das „Jeans Studio“ in der SCS eröffnet: ein Concept Store, in dem sich alles um die perfekte Jeans dreht. www.jackjones.com

SOCKENGANG

Die witzigen, handgezeichneten Charaktere vom Austrolabel Quipster kommen jetzt auch auf unsere Füße. Die Socken mit Hipster „Beard“ und Wuschelkopf „Fluffy“ gibt’s jeweils in Schwarz und Weiß. Um je € 10,90. www.quipster.eu 16 DOT.STARSTYLE

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Herbst Zeitlos

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Wenn sich die Blätter im Herbst gelb, orange und braun färben, stimmt unsere Garderobe fröhlich mit ein. Und das steht ihr ganz ausgezeichnet!

VILA Strickpullover um € 49,99, www.vila.com

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ESPRIT Cordhose um € 59,99, www.esprit.at

Mit einem eleganten Farbenspiel von Orange über Beige bis zu Braun läuREVIEW Cordkleid um € 39,99, bei www. peek-cloppenburg.at

tete Olivia Palermo bei der Rochas Fashion Show in Paris den Herbst ein.

TALLY WEIJL Faltenrock um € 25,99, www.tally-weijl.com

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Nicht ohne ... TALLY WEIJL Plüschjacke mit Leomuster um € 79,99, www.tally-weijl.com

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ONLY Kurzarmshirt mit Leoprint um € 29,99, www.only.com

Lange galt die Fashionregel: Zu Leopardenmuster ja kein anderes Muster kombinieren! Alicia Vikander beweist in Louis Vuitton, dass das sehr wohl funktionieren kann – zumindest an ihr ...

JUDITH WILLIAMS Leoparden-Bluse um € 69,98, bei www.hse24.at

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... mein Lieblingsteil! Was in diesem Herbst auf keinen Fall im Kleiderschrank fehlen darf: wilde Muster, lange Kleider und kuschelig-weiche Mäntel.

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VILA Dunkelblaues Blumenkleid um € 69,99, www.vila.com POSTYR Geblümtes Chiffonkleid um € 219,99, bei www.aboutyou.at

Blümchenkleider gehören längst nicht nur in den Sommer. Mit langen Ärmeln, fließenden Stoffen und dunklen Blumenprints haben sie sich auch im Herbst 18 DOT.STARSTYLE

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SELECTED Blusenkleid mit Volants um € 99,99, www.selected.com

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einen Ehrenplatz verdient.

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© Photo Press Service, FashionPPS, Hersteller

BERSHKA Roter Karomantel um € 69,99, www.bershka.com OBJECT COLLECTORS ITEMS Kapuzenmantel um € 129,99, www.objectci.com

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Katie Holmes lässt sich von tristen, verregneten Herbsttagen nicht die Laune verderben. Im knalligen pink-roten Karomantel Y.A.S Gelber Mantel um € 109,99, bei www. peek-cloppenburg.at

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scheint für sie immer die Sonne. BIK BOK Rosa Teddyjacke um € 59,99, www.bikbok.com

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Keine Sorge: Für diese Mäntel mussten keine Teddybären sterben! Kuschelig-weich sind sie trotzdem – und damit die perfekten Begleiter für den Herbst.

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Happy Birthday!

Auch wenn man es ihr längst nicht ansieht: Mickey Mouse wird am 18. November 90 Jahre alt. Und wir feiern kräftig mit – mit Socken, Pyjamas, Sweatern, Schmuck und Co. im kultigen Mauslook. SWAROVSKI Armband um € 69,–, www.swarovski.com

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Für ein Selfie mit Mickey steht selbst Jessica Alba Schlange. Und eines muss man der berühmten Maus lassen: Posen kann sie wie ein Profi.

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ROCK ’N’ ROLL

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Isabel Marant hat sich erstmals aufs Beauty-Terrain gewagt. Für L‘Oréal Paris hat die französische Fashion-Designerin drei künftige Lieblingsprodukte kreiert: „Matte Smile Lipstick“ in drei Nuancen (ca. € 14,95), „Amaze Lip Gloss“ für rosige Lippen und Wangen und den „Shine Highlighter“, der sich auf der Haut in ein Puder verwandelt und den Teint strahlen lässt (je ca. € 10,95). Erhältlich ab November, www.loreal-paris.de

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Für die neue Burberry-Duftkampagne ging es mit dem Bus durch London. Mit an Bord: Cara Delevingne, waschechte Londonerin, und damit aufgelegtes Testimonial für den von der Brit-Metropole inspirierten Duft. „Burberry Her“ zeigt sich lebendig und fruchtig-floral mit roten Beeren, Jasmin, Veilchen und Moschus. 50 ml EdP um € 87,95. burberry.com

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Der Morgen danach

Wenn der Abend mal wieder zu lang und die Party zu wild war, hilft nur eines: Schlaf! Wenn das nicht reicht: Diese Beautytools sorgen dafür, dass wir auch nach dem Aufstehen wieder frisch aus der Wäsche schauen. ZAUBERSTAB Kaschiert Müdigkeit, Unreinheiten oder Rötungen: „All Hours Concealer“ von Yves Saint Laurent um ca. € 33,–, yslbeauty.com

VULKANSAND Reinigt porentief und erfrischt mit Limette und Zedernholz: Volcano Peeling Seife von Mádara um € 8,95, madaracosmetics.com

Vor der Party oder nach der Party: Ohne Concealer geht hier gar nichts! Model Edie Campbell hat ihren Lieblingsbegleiter von Yves Saint Laurent daher stets

HIGHTECH Bringt den Teint zum Strahlen und strafft: mikro-magnetische EinmalMaske von Collistar um € 9,90, www.collistar.com

dabei – gegen Augenringe, Unreinheiten und Co.

FRISCHE-KICK Kühlender Soforteffekt für müde Füße: „Footner CoolActive Massageroller“ um € 22,90, www.footner.at

REGENERATION Entspannt die Haut über Nacht: Schlafmaske von Filorga, um € 67,99 bei www.marionnaud.at ENERGIE PUR Belebt müde Augen: Erfrischende Augencreme von Origins um € 23,50, www.origins.eu

BIO BOOSTER Erfrischt den Teint: „Beauty Booster“ von Pure Skin Food, um € 74,99 bei www.cosmeterie.at

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STRAHLEBLICK Mindert Augenringe und Schwellungen: „Kiehl’s Youth Dose Eye Treatment“ um € 38,–, www.kiehls.at

SCHÖNHEITSSCHLAF Beruhigt empfindliche und irritierte Haut: „Overnight Recovery Balm“ von REN um € 44,90, www.renskincare.com VITALDUSCHE Strafft und belebt mit grünem Tee, Minze und Olivenöl: Duschgel von Bioselect um € 10,90, www.calmterra.at

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MELISSA MCCARTHY

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Check in and find out In einem von Regisseur Drew Goddard kreierten Hotel checken Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Jon Hamm, Dakota Johnson und Cynthia Erivo ein – doch der Star des Films ist das Hotel selbst: Das „El Royale“ wurde – wie das „echte“ Cal Neva Resort – genau auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada errichtet – als Gast kann man also entscheiden, in welchem Bundesstaat das Zimmer liegen soll. Jon Hamm schwärmt: „Beide Seiten des Hotels haben eine eigenständige Charakteristik und repräsentieren unterschiedliche Dinge – es geschehen auch unterschiedliche Dinge in den zwei Teilen des Hotels. Hier wird ausgiebig mit Dichotomie gespielt, mit den zwei Seiten der Medaille, dem Positiven und dem Negativen.“ Mehr zu den Bad Times at the El Royale auf Seite 38.

Where’s the Dude? immelbücher sind für Kinder – und für Freunde von The Big Lebowski: Der Dude hat’s geschafft, in zwölf andere Filmsettings zu schlurfen. Heimgesucht werden u.a. Apocalypse Now, Titanic, Rocky und Planet der Affen. „Where’s the Dude? – The Great Movie Spotting Challenge“ ist bei Laurence King Publishing erschienen.

© 20th Century Fox , Laurence King Publishing

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BOHEMIAN RHAPSODY. AUFBRUCH ZUM MOND. BAD TIMES AT THE EL ROYALE. HALLOWEEN. THE DARK. THE HAPPYTIME MURDERS. NUR EIN KLEINER GEFALLEN. INTRIGO. DER NUSSKNACKER.

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

Opening Credits

Bestenliste Es ist einfach nur ein Vorname. Nein! Der Vorname ist falsch! – Nicht nur in Sönke Wortmanns Remake (siehe S. 48) der französischen Erfolgskomödie, sondern auch hier: Almost Famous (2000) „Penny Lane“ (Kate Hudson) in Cameron Crowes Rock-Road-Trip macht ein großes Geheimnis aus ihrem Namen. Warum, wird William (Patrick Fugit) klar, als sie ihn nach einer existenziellen Erfahrung doch noch offenbart: „Lady. Lady Goodman.“

Keiner lebte so beherzt bei Queens Meisterwerk „Bohemian Rhapsody“ mit wie Wayne, Garth und die mehr oder weniger nüchternen Dudes auf der Rückbank (Wayne’s World, 1992) – halt, doch, vielleicht noch die Muppets, 2009 ein inbrünstiges Musikvideo lang (die sich teilweise von den Lyrics nicht mehr als das Wort „Mama“ merken konnten). Und da war doch auch noch William Shatner, der eine

sehr … interessante Interpretation der Lyrics zum Besten gab. Freddie Mercurys Song aus dem Jahr 1975 ist eben auch, wie der Name schon sagt, eine Rhapsodie, eine freie Musikform. Interpretiert es doch, wie ihr es wollt. Diesem Prinzip folgte Mercury auch bei seinem sich aus sechs Teilen aufbauenden Stück: Der Text – in dem Begriffe aus dem Koran, dem Arabischen und dem Hebräischen gedroppt werden – animierte zum Rätselraten. Zufällig reimender Unsinn, wie Mercury mal sagte? Der Unsinn kam jedenfalls an: Die Single ging weltweit mehr als fünf Millionen Mal über den Ladentisch und wurde zum ersten Nummer-eins-Hit von Queen. Jetzt ist das Stück auch Titel einer Verbeugung von Bryan Singer vor Queen: Mehr zu Bohemian Rhapsody ab S. 30.

TRIVIA Der Salon „Cardamom&Nelke“ stiftet in Kooperation mit #KlappeAuf dem „Widerstandskino“ einen Filmpreis: Gesucht und prämiert werden Filme von Filmemachern/-innen, die persönlich Fluchterfahrungen machen mussten und derzeit in Österreich leben. Einsendeschluss ist der 31.01.2019, alle Eckdaten finden sich hier: www.stadtkinowien.at/news/366

Columbo (ab 1968) Wie heißt Inspektor Columbo (Peter Falk) mit Vornamen? Laut dem Spiel „Trivial Pursuit“ und einer PeugeotWerbung Philip, in einem Roman wurde er (als Columbus-Gag) Christopher genannt, laut Bildschirmzoom in den Dienstausweis: Frank. Daran seien übermotivierte Requisiteure schuld, so die Macher, die keinen Vornamen intendierten. Nennen wir ihn halt weiterhin Inspektor.

„Er ist ein Mörder – aber heute Nacht wird er ermordet.“ – Jamie Lee Curtis bekommt es zu Halloween einmal mehr mit Michael Myers zu tun. © Widerstandskino, EMI, Paramount, 2009 Walt Disney Records, Inc.

Euphorischer Moment: Bohemian Rhapsody

Lady Bird (2017) Christine verzichtet auf den Namen, den ihre Eltern für sie gewählt haben, sie will „Lady Bird“ genannt werden. („Der Name wurde mir von mir gegeben.“) – Man nennt das auch Pubertät.

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Die neuesten Blockbuster

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Weitere Top Filme und Serien unter ondemand.upc.at Jurassic World – Das Gefallene Königreich: © 2018 Universal City Studios Productions LLLP and Amblin Entertainment, Inc. All Rights Reserved. Bad Samaritan – Im Visier des Killers: 2018 Atlas Film GmbH. Goodbye, Christopher Robin © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

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Leinwandflirren Now and then: Peter Dinklage

1995

2004

HOP & DROP Mit Robe gegen Robe Die Aktivistinnen, die während Brett Kavanaughs Supreme Court Hearing protestierten, mussten keine Worte auf Schildern mit sich tragen, um ihren Protest zu transportierten: Sie kleideten sich einfach mit roten Roben und weißen Hauben. Sie weisen damit auf das repressive, frauenverachtende System hin, das in Margaret Atwoods dystopischem Roman The Handmaid‘s Tale, den Hulu zur Serie macht, vorherrscht. Rechtelose Mägde bzw. wandelnde Gebärmaschinen wie Offred (in der Serie dargestellt von Elisabeth Moss) müssen dieses züchtige Outfit tragen. „Brett Kavanaugh is an extremist ideologue who, if confirmed to the Supreme Court, will take away women‘s basic rights“, so ein Statement der Aktivistinnen.

© PPS Vienna, Hulu, Galileo Medien AG

Seine Körpergröße von 135 cm ist natürlich das augenfälligste Merkmal des 1969 in New Jersey geborenen Peter Dinklage. Viele seiner Rollen thematisierten genau das – sei es in Tom DiCillos Komödie Living in Oblivion (1995) als „launischer Zwerg“ Tito (der wütend den Einsatz von Zwergen in schlechten Filmen thematisieren wird) oder in Station Agent (2003) von Dinklages Freund Tom McCarthy (in dem er als Fin schwer genervt davon ist, dass alle Welt sich so für seine Kleinwüchsigkeit interessiert). Game of Thrones-Star Dinklage lehnte sogar am prekären Beginn seiner Karriere viele Rollen in Fantasyfilmen ab – aus Angst, nur noch als der magische Zwerg gecastet zu werden. Umso erfreulicher, dass etwa sein neuer Film Rememory (siehe S. 47) kein einziges Mal seine Körpergröße thematisiert – er ist einfach als der fabelhafte Schauspieler, der er ist, zu sehen.

IN PRODUCTION

2010

„Creative differences“ sorgen dafür, dass nicht Danny Boyle, sondern Cary Fukunaga (True Detective) sich um den 25. Filmauftritt von James Bond kümmern wird (ließ sich weiterhin breitschlagen, Bond zu spielen: Daniel Craig, der schon Ermüdungserscheinungen zeigte). Neben dem berühmten Agenten beschäftigt sich Fukunaga derzeit mit einem berühmten Komponisten: The American thematisiert das Leben von Leonard Bernstein, den Jake Gyllenhaal spielen wird. Boyle (zuletzt T2 Trainspotting und die TV-Serie Trust) hat gerade eine „musikalische Komödie“ abgedreht, deren Drehbuch von Richard Curtis (Tatsächlich… Liebe) stammt. Titel ist noch keiner bekannt, aber einige der Stars: Lily James und Ed Sheeran mischen mit.

2018

LOVE INTEREST

Liebesrochaden: Shia LaBeouf und Ehefrau Mia Goth (demnächst in „Suspiria“ zu sehen) sollen sich getrennt haben. Angeblich wegen Künstlerin FKA twigs, der Exverlobten von Robert Pattinson, mit der LaBeouf kürztlich gemeinsam den Film „Honey Boy“ gedreht hat. Pattinson seinerseits turtelt nun angeblich mit Model Suki Waterhouse.

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Mia Goth

FKA twigs

Shia LaBeouf

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BJARNE

LARS

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ÜBERSETZUNG: NICOLE ALBIEZ

He Will Rock You Bryan Singer bringt den Glamour, die Opulenz, die Welthits von Queen auf die Leinwand und widmet sich mit „Bohemian Rhapsody“ besonders dem zerrissenen Frontmann der Band. Ein Gespräch mit Rami Malek, der sich in Freddie Mercury verwandelt.

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enn Bryan Singer seinen nächsten Film vorstellt, wird es opulent – nicht etwa, weil er wieder Figuren aus dem „X-Men“Universum in Szene setzen würde, sondern weil er eine Band porträtiert, die Hit über Hit vorlegte, und erst recht ihren charismatischen Frontmann: Bryan Singer beschäftigt sich mit Queen (mehr dazu auf Seite 34 – inkl. Gewinnspiel für die Weltpremiere von Bohemian Rhapsody) – und Rami Malek (Mr. Robot) wird zu Freddie Mercury. Der fabelhafte Hauptdarsteller über den Schock, den es bedeutet, als Freddie Mercury engagiert zu werden und zum ersten Mal vor dessen Bandkollegen Brian May und Roger Taylor als Freddie Mercury aufzutreten …

BOHEMIAN RHAPSODY KINOSTART 31.10., UK/USA 2018, REGIE Bryan Singer, MIT Rami Malek, Joseph Mazzello, Mike Myers, © 20th Century Fox

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FLUG DOT.: Was bedeuten Ihnen die Songs von Queen? RAMI MALEK: Sie sind zeitlos. Sie zeigen, dass Queens Musik ein globales Phänomen ist, das generationelle und kulturelle Grenzen überschreitet. Niemand beherrscht Stadionhymnen so wie Queen … Sie haben sie praktisch erfunden. Speziell zwei Lieder – „We Are The Champions“ und „We Will Rock You“ – sind Songs, bei denen das Publikum mitmachen soll – und es gibt keine andere Band, die das auf vergleichbare Art geschafft hat. Sie spielten „We Are The Champions“ oder „We Will Rock You“ – und jeder in diesen riesigen Stadien sang und bewegte sich mit. Diese Songs bringen Leute zusammen.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet? Ich habe mir die Songs, die Freddie schrieb, genauer angeschaut – ich war auf der Suche nach seinen Themen, sodass ich ihn auch durch seine Songs verstehen würde. Ich war mir sicher: Wenn jemand so leidenschaftlich schreibt, findet man bestimmt auch große Emotionen. Haben Sie ein Thema gefunden? Ja, zweifellos die Liebe. Die Suche nach Liebe und das verzweifelte Bedürfnis, Liebe zu finden – und wie ihm das entgangen ist. Hier ist ein Mann, der sein Leben lang nach Liebe suchte. Ein weiteres Thema ist Identität. Ich habe versucht, die Figur von Grund auf anzulegen, also habe ich mir Freddies Kindheit angeschaut. Ein Junge, der in Sansibar geboren und sehr früh ins Internat nach Bombay geschickt wurde. Als er nach Sansibar zurückkommt, ist dort eine Revolution im Gange, und seine Familie sieht sich quasi gezwungen, nach England zu flüchten. Und da steht er nun mit seinem Namen Farrokh Bulsara. Er nennt seine Kindheit einen „Umbruch einer Erziehung“, also begann ich mir das zu eigen zu machen. Ich bin ein Amerikaner der ersten Generation. Meine Eltern zogen von Ägypten nach Amerika, um mir ein besseres Leben zu

© 2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Wie haben Sie reagiert – unmittelbar nachdem Sie gefragt wurden, ob Sie Freddie Mercury spielen würden? Zuerst war’s ein Schock. Es ist euphorisierend und aufregend, aber gleichzeitig sind die Größe und das Gewicht dieses legendären Mannes, der in den Herzen so vieler Menschen lebt und der als einer der talentiertesten Künstler gilt, wie ein Schlag. Man kann sich den Druck vielleicht vorstellen. Und es gibt auch diesen ambitionierten Part in einem,

der unglaublich aufgeregt ist und gleich darüber nachzudenken beginnt, wie man dieses einzigartige und großartige Lebewesen einfangen und darstellen könnte.

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ermöglichen, und als ich ihnen mitteilte, dass ich ein Künstler werden möchte, war das sehr schwierig für mich – es gab also Dinge, die ich nachempfinden konnte und welche die Aufgabe, mir den Superstar Freddie Mercury vorzunehmen, weniger beängstigend machten. Da war der Mann auf der Bühne versus diesem jungen Mann, der mit all seinem Talent und seiner Beharrlichkeit versuchte, sich in diesem neuen Land zu Hause zu fühlen. Und dann, als sich die Gelegenheit ergab, zu dem aufzusteigen, der er war. Wir sehen auf der Leinwand diese physische Transformation: Wir sehen, wie Sie sich als Freddie von einem schüchternen jungen Mann, der bei einer unbekannten Band einsteigt, in diesen unglaublichen Showman verwandeln, der mehr als eine Milliarde Zuschauer/-innen fesselte, als Queen bei „Live Aid“ spielte. War diese Körperlichkeit auch ein Weg, in die Rolle zu finden? Ich kriege allein, wenn ich daran denke, eine Gänsehaut – genauso war es: Er transformierte sich. Er ist immer Freddie, aber es gibt verschiedene Versionen von ihm, was ich wunderschön finde. Es ist nicht

so, als würde er etwas verstecken, es ist kein „Jekyll & Hyde“-Moment, er ist all diese Versionen. Er ist immer der, der er in diesem Moment oder dieser Situation sein möchte, und das finde ich so liebenswert. In einem Interview, das ich gesehen habe, sagte er: „Auf der Bühne kann ich der Macho sein, den alle von mir sehen möchten.“ Und ich glaube, man sieht das in den 1980ern – dieser Performer, der seine Faust in die Luft streckt und die Menge mit dem Heben eines Armes hält. Während er in seinen jüngeren Jahren, als er sich selbst erst finden musste, instabil und wechselhaft war. Damit arbeitete ich bei der Entwicklung des Charakters. Was wirklich unglaublich hilfreich war: dass ich ein Team an Leuten gefunden habe, die mir geholfen haben, ihn „zusammenzusetzen“. Wie das? Ich kann mich erinnern, dass ich, als wir damit begannen, das „Live Aid“-Konzert zu drehen, sagte: „Schaut mal, soweit ich weiß, hat Freddie nicht exakt geplant, was er auf der Bühne machen würde.“ Er hat nicht über die Bewegungen, die er im Laufe des Konzerts machen würde, nachgedacht – es war bei ihm mehr eine Sache des Moments, des Gefühls, es war immer inspiriert. Die Produzenten dachten darüber nach, mit einem Choreografen zu arbeiten, aber ich sagte: „Es ist nicht choreografiert.“ Nichts an ihm ist choreografiert. Das Wort „choreografiert“ passt nicht mal ansatzweise in die Nähe des Namens Freddie Mercury. Ich wollte jemanden

finden, der die Art, wie und warum er sich bewegte, wie er sich bewegte, essenziell verstand. Also fand ich einen Bewegungscoach. Eddie Redmayne in Die Entdeckung der Unendlichkeit war eine große Inspiration für mich, ich studierte genau, wie er Stephen Hawking darstellte, und ich sagte mir auch da: „Das ist nicht choreografiert, und ich glaube, Eddie arbeitete auch mit einem Bewegungscoach. Ich traf mich mit ein paar Leuten und traf dann auf Polly Bennett, einen Bewegungscoach. Die Art, wie sie arbeitete, war fantastisch. Sie wusste, wie wir es angehen mussten, und wir begannen einfach über Freddies Jugend zu sprechen und wie wir seine Schüchternheit artikulieren könnten. Inwiefern? Nun, auf die Art, wie er auf der Couch sitzen und nach einer Tasse Tee greifen würde. Oder die Art, wie er seine Zähne, die eine außergewöhnliche Größe hatten, bedecken würde. Und wie er diese Dinge zu manipulieren beginnen würde, sobald er mit sich selbst zufriedener war. Und das erklärte mir auch, warum er schon früh so eine ätherische Natur ausstrahlte und wie sich seine Bühnenpräsenz und Körperlichkeit entwickelte, als er älter wurde. Polly hat mir sehr geholfen, dies zu identifizieren. Wann haben die Queen-Mitglieder Brian May und Roger Taylor Sie das erste Mal als Freddie singen gehört? Und wie haben sie reagiert? Oh, das war eine erschütternde Erfahrung. Es war ziemlich lustig, denn ich ging ins Abbey Road Studio, um alles aufzunehmen, was ein einzigartiger Moment war. Es ist der Heilige Gral der Aufnahmestudios, es ist voller Fotografien von Legenden, die hier aufgenommen haben, es ist unglaublich erhebend. An meinem letzten Tag dort durfte ich auch ein bisschen auf dem Klavier spielen, das die Beatles verwendet hatten. Unglaublich. Dieser Film hat bei mir die ganze Bandbreite

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an Emotionen abgerufen, aber die Höhen waren höher als alles, worauf ich zu hoffen wagte. Die Aufnahmen – ein Tape, auf dem zu sehen war, wie ich Freddie nachahmte – mit Brian und Roger zu teilen, war ein heftiger Moment. Ich dachte, sie hätten sie gesehen, ehe sie ins Abbey Road Studio kamen. Aber es stellte sich heraus, dass dem nicht so war. Als ich mir also zum ersten Mal selber dabei zuschaute, wie ich Freddie interpretierte, musste ich dabei zwischen zwei Menschen stehen, die ihn besser als jeder andere kannten. Man kann sich vermutlich vorstellen, wie einschüchternd das war. Was ich gleich wusste, war: „Ich kann mich bewegen wie er. Das kann ich hinkriegen.“ Daraus versuchte ich all mein Vertrauen zu schöpfen. Ich wusste auch, dass ich seine Schüchternheit hinkriegen konnte – und auch den geselligen Showman-Aspekt. Es war der Gesang, der am schwierigsten sein würde. Was sagten Brian und Roger? Roger war charakteristisch cool und

zurückhaltend, und Brian, der mich im Stillen von Kopf bis Fuß gemustert hatte, hat mir ein Kompliment gemacht, das mich sehr bewegte. Ich hatte mich voll und ganz in die Vorbereitung gestürzt und versucht, dieser Person gerecht zu werden, sodass die Akzeptanz von Brian und Roger aufbauend und ein guter Antrieb war. Sprechen wir über Freddies Beziehung zu Mary Austin (Lucy Boynton) … Mary bedeutete ihm die Welt, und erstaunlicherweise wissen nur wenige Menschen von ihrer Bedeutung für sein Leben. Sie werden es wissen, sobald sie den Film gesehen haben. Er nannte sie die Liebe seines Lebens und schrieb auch diesen ikonischen Song („Love of My Life“) für sie. Sie war in vieler Hinsicht seine Vertraute. Sie verstand ihn wie kein anderer – und vice versa. Sie führten sechs Jahre lang eine Liebesbeziehung und waren bis zum Ende seines Lebens aneinander gebunden. Er nannte sie seine Lebensgefährtin und die Person, der er am meisten

vertraute. Ohne Mary wäre er wohl nie der Freddie Mercury geworden, den wir heute kennen. Freddie hielt seine Sexualität von der Öffentlichkeit fern. Glauben Sie, das war, weil es eine andere, weniger aufgeklärte Zeit war? Die außergewöhnlichste Sache an seiner Sexualität war, dass er niemals darüber gesprochen hat. Er überwindet all diese strengen Etiketten und Schubladen, mit denen wir die Menschen ausstatten wollen. Er hat sich nie auf diese Art beengt. Er war einfach. Und ich glaube, das macht ihn noch mehr zur Ikone, falls das überhaupt möglich ist. Das macht ihn auch für jeden so zugänglich. Was ist Ihr Lieblingssong von Queen? Es ist zu schwierig, einen Favoriten zu wählen, aber ich liebe Brians „Hammer to Fall“ (von Queens Album „The Works“) sehr. Ein großartiger Song. Aber es ist ein bisschen, als müsste man sein Lieblingskind aussuchen … BohemianRhapsodyKinoTickets.at DOT.MOVIE 33

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laden in die Wembley Arena in London – zur Weltpremiere von

Rami Malek verwandelt sich in Freddie Mercury – und rockt buchstäblich die Leinwand. Vor dem österreichischen Kinostart am 31.10. betreten zwei glückliche Gewinner/-innen die Wembley Arena – anlässlich der Weltpremiere des imposanten Band-Porträts.

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We will, we will rock you! – Und ja, die am 23.10. stattfindende Weltpremiere von Bohemian Rhapsody wird wirklich rocken, denn neben den Stars des Films werden die Queen-Mitglieder Brian May und Roger Taylor den Roten Teppich zu ihrer Bühne machen. Austragungsort ist die Wembley Arena. Live at Wembley (wie auch ein CD- und ein DVD-Release von Queen hießen) spielten Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon des Öfteren – umso passender, dass die Weltpremiere des Filmspektakels rund um die legendäre britische Rockband hier vor 6.500 Augenpaaren stattfindet. Zwei glückliche DOT.-Leser sind in London mit dabei, wenn die Filmversion von Queen die Leinwand zum Beben bringt. Es wird definitiv „A Kind of Magic“! Alle Infos auf oe3.ORF.at und www.cineplexx.at – Hitradio Ö3 hören und gewinnen!

s this the real life? Is this just fantasy? Fakt ist: Rami Malek (Mr. Robot) wird in Bohemian Rhapsody – perfekt besetzt! – zu Queens schillerndem Frontmann Freddie Mercury: Bohemian Rhapsody setzt der 1970 gegründeten Rockband Queen, die Hit über Hit schuf (wie „We Are the Champions“, „Another One Bites the Dust“, „We Will Rock You“, „Killer Queen“ oder den titelgebenden „Bohemian Rhapsody“), ein filmisches Denkmal und erzählt vom kometenhaften Aufstieg der vier Musiker, die ihren

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Sound immer weiterentwickelten; ihr charismatischer Leadsänger wuchs zu einem Entertainer von Weltformat. Neben den ikonischen Songs und dem einzigartigen, immer hitverdächtigen Sound der vierköpfigen Band beschäftigt sich Bryan Singers Spielfilm besonders mit der Zerrissenheit von Freddie Mercury, der nach seinem Platz suchen musste – und nach der Definition seiner Sexualität. Nach einem Flirt mit der Solokarriere kommen die Mitglieder von Queen rechtzeitig für das 1985 ausgetragene „Live Aid“-Benefiz-

konzert von Bob Gedolf wieder zusammen – Freddie Mercury ist bereits an Aids erkrankt. Queens 20-minütiger Auftritt wird nicht nur als Höhepunkt des insgesamt 16-stündigen Konzerts (bei dem u.a. auch David Bowie, Elton John und Bob Dylan, U2, The Beach Boys und The Who spielten) in die Geschichte eingehen, sondern auch als „bester Live-Auftritt aller Zeiten“ … Versuch dein Glück: Hitradio Ö3 hören – alle Infos dazu auch online auf oe3.ORF.at und www.cineplexx.at.

Ab 31. Oktober 2018 nur im Kino. 03.10.18 18:23


© 2018 Twentieth Century Fox

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FLUG

Ein bescheidener Schritt für einen Menschen

Das Dreamteam von „La La Land“ – Regisseur Damien Chazelle und Hauptdarsteller Ryan Gosling – hat Großes im Sinn: Neil Armstrongs „Aufbruch zum Mond“ nachzustellen. Chazelle im Gespräch. DOT.: Wie kam es zu Ihrem neuen Filmprojekt? DAMIEN CHAZELLE: Kurz nachdem ich Whiplash beendet hatte, sprach ich mit Wyck Godfrey, Marty Bowen und Isaac Klausner, den Produzenten bei Temple Hill. Sie spielten mit der Idee von Neil Armstrong und besaßen die Verfilmungsrechte von „First Man“ von James R. Hansen. Ich wusste nicht viel über Neil oder die Apollo- oder Gemini-Programme im Speziellen. Aber als ich mich mit dem Buch und mit Archivmaterial beschäftigte, eröffnete sich mir diese Welt und die Vision. Wie verrückt es war, was diese Leute taten; die Fragilität der Fahrzeuge, das Ausmaß des Unbekannten, die Inkaufnahme von Risiken. Außerdem die Last, die auf dem einen Menschen liegen würde, der diese ersten Schritte machen würde. Das faszinierte mich. Ich wollte kein Neil-ArmstrongBiopic von der Wiege bis zum Grab machen, ich wollte einfach spezifisch aus seiner Warte von der Mondmis-

sion erzählen. Der Film beginnt mit seinem Start bei der NASA im Jahr 1962 und endet mit seiner Rückkehr vom Mond. Ich wollte wissen, was er und seine Familie in diesen sieben Jahren durchmachten. Armstrong ist ein Rätsel. Einer der – aufgrund seiner Taten – berühmtesten Menschen der Geschichte, aber er war auch sehr privat und verschlossen. Ja. Er wurde zu dieser Projektionsfläche. Das erlaubte es, dass er zu diesem Symbol werden konnte. Aber als Mensch, sobald man das Symbol hinter sich lässt, versucht man ihn als Vater, als Ehemann, als Sohn, als Mensch, als Mann zu sehen – dann kommen alle möglichen Fragen auf, denn er war nicht, was man sich – gerade auch beim Wettlauf ins All – erwarten würde: Man erwartet sich vielleicht diese Teufelskerl-Attitüde, aber er war vor allem einfach ein Ingenieur. Er wurde Pilot, weil er verstehen wollte, wie Flugzeuge funktionieren. So kam er auch zur Raumfahrt. Er tat all diese todesmutigen Dinge, schien sie aber selbst nie als todesmutig zu sehen, er sah sie einfach als seinen Job an – Probleme zu lösen. Zufällig waren diese Prob-

leme welche der kosmischsten und größten unserer Geschichte. Seine Bescheidenheit und Gelassenheit finde ich faszinierend – und meiner Ansicht nach kann Ryan Gosling sie wie kein anderer Schauspieler porträtieren. Sie haben Gosling auf diesen Film angesprochen, noch ehe Sie zusammen „La La Land“ machten … Ryan war meine erste und einzige Wahl für die Rolle, ich könnte mir den Film mit keinem anderen vorstellen. Also sprach ich mit ihm über das Projekt, und er war sehr fasziniert, und trotzdem hat unsere Konversation eine Wendung in Richtung Gene Kelly und Singing in the Rain genommen – das komplett andere Ende des Spektrums. Das hat uns dann zu La La Land geführt. Aber sobald La La Land abgeschlossen war, haben wir angefangen, an Aufbruch zum Mond zu arbeiten … www.aufbruchzummond.at AUFBRUCH ZUM MOND – FIRST MAN KINOSTART 08.11., USA 2018, REGIE Damien Chazelle, MIT Ryan Gosling, Claire Foy, Jason Clarke, Kyle Chandler, Corey Stoll, Patrick Fugit, FILMLÄNGE 141 Min., © UPI

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TEXT: MAX GFRERER

Bean trifft Bond

„Johnny English“ kümmert sich im dritten Filmabenteuer um die Cyberkriminalität.

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ohnny English gehört ohne Zweifel in die Riege etablierter Helden des Kinouniversums. Wie man als Drehbuchautor bzw. Produzent auf so eine Filmfigur kommen kann? Nun, wir malen uns aus, die kreativen Köpfe saßen einst um die Jahrtausendwende beisammen und überlegten, was passieren würde, wenn man DNA von James Bond mit jener von Mr. Bean in den Mixer stecken und aus dem Ergebnis einen neuen Menschen heranzüchten würde. Zugegeben, diese Überlegung ist rein hypothetisch, passt aber sehr gut ins Schema, auf dem die zwei bisherigen Kinoerfolge Johnny English – Der Spion, der es versiebte und Johnny English – Jetzt erst recht! aufbauen. Und auch der dritte Teil knüpft stilistisch nahtlos an seine Vorgänger an.

KAMPF MIT DER UND GEGEN DIE TECHNIK Johnny English (Rowan Atkinson, Mr. Bean macht Ferien), der mittlerweile seinen Ruhestand genießt, muss reaktiviert werden. Warum? Ganz einfach weil jeder andere Agent des britischen Geheimdiensts MI7 mittels Cyberangriff enttarnt wurde. English blieb als Einziger verschont. Mit diesem neumodischen Zeug, das die Digitalisierung mit sich bringt, kommt er nämlich nicht mit, weswegen er sich bis dato auch deren Schattenseiten vom Leib hielt. Doch nun muss er seine Aversion gegenüber modernen Technologien überwinden, um dem in diesem Punkt haushoch über-

legenen Feind entgegentreten zu können. Es ist die gewohnt-gesunde Mischung aus typischer AtkinsonKörper- wie Gesichtskomik, rasanter Action und viel, viel Slapstick, die Johnny English – Man lebt nur dreimal ausmacht. Das hat schon in der Vergangenheit bestens funktioniert und trifft auch im dritten Teil, im Gegensatz zu unserem stets tollpatschigen Protagonisten, zielsicher ins Schwarze. Die Idee, den Schmalspuragenten mit dem modernen Zeitgeist, sprich: dem ganzen Internet-Zeugs, zu überfordern, erweist sich als humoristischer Goldgriff. Und so steckt in diesem Film, wenn man so will, sogar eine Botschaft: Vielleicht täte uns der eine oder andere Social MediaAccount weniger ganz gut. Wir könnten ja enttarnt werden. www.johnnyenglish.at JOHNNY ENGLISH – MAN LEBT NUR DREIMAL – JOHNNY ENGLISH STRIKES AGAIN KINOSTART 18.10., USA 2018, REGIE David Kerr, MIT Rowan Atkinson, Ben Miller, Olga Kurylenko, Emma Thompson, Jake Lacy, FILMLÄNGE 89 Min., © UPI DOT.MOVIE 37

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INTERVIEW: ELAINE LIPWORTH, ÜBERSETZUNG: NICOLE ALBIEZ

BREAKING

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„This could be heaven or this could be hell“

„Bad Times at the El Royale“ – der Titel ist Programm. Jon Hamm über das Last MinuteRollenangebot, die 1960er und eine Figur, die in etwa das Gegenteil von Don Draper ist.

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ieben Fremde treffen am Lake Tahoe, an der Grenze von Nevada und Kalifornien, im „El Royale“ aufeinander. Das heruntergekommene Hotel, das definitiv „kein Ort für einen Priester“ ist, hat eine düstere Vergangenheit – und auch jede der Figuren bringt ein dunkles Geheimnis mit. Beste Gelegenheit für Drew Goddard (The Cabin in the Woods), in einem stylishen Mysterythriller, angesiedelt in den späten 1960er-Jahren, alles zum Teufel gehen zu lassen … Neben Jeff Bridges (als Priester), Chris Hemsworth (als Sektenguru), Dakota Johnson (als mysteriöse Woman on a mission) und Cynthia Erivo (als Sängerin) spielt Jon Hamm als … Staubsaugervertreter auf. Wobei: Keiner ist hier, wer oder was er behauptet zu sein. Der Mad Men-Frontmann über sein jüngstes Projekt.

ist großartig. Wieso wollen sie MICH?!“ (lacht) Mir gefiel die Idee des Filmes. Es war offensichtlich, wie ausgiebig Drew über dieses Projekt nachgedacht hat, es war sehr feinsinnig. Außerdem war der Soundtrack des Films ähnlich dem, was Edgar Wright mit Baby Driver (Anm.: bei dem Hamm mitwirkte) geleistet hat. Die Songs passten nicht nur zur dargestellten Zeit, sondern auch zum Geschehen auf der Leinwand. Das ist enorm hilfreich, um eine Stimmung herzustellen. Ich habe das Script in einer Stunde gelesen, sofort zugesagt, und zwei Tage später saß ich in einem Flieger. Wie würden Sie den Plot beschreiben? Irgendwo zwischen einem Hitchcock- und einem Quentin Tarantino-Film. Der Film ist schwer festzumachen.

DOT.: Wie sind Sie zu diesem Projekt gestoßen? JON HAMM: Vor allem: sehr spät. Als mir das Script ausgehändigt wurde, hieß es, dass ich 24 Stunden Zeit hätte, es zu lesen, und wenn ich mitmachen wollte, sollte ich in 48 Stunden in einem Flieger sitzen. Normalerweise, wenn so etwas passiert, ist entweder die Rolle nicht allzu gut oder die Produktion hat Schwierigkeiten. Aber ich las es, und ich mochte all die Leute, die mitwirkten – inkl. Drew (Anm.: Goddard, den Regisseur). Ich dachte mir: „Jeff Bridges spielt mit und Cynthia Erivo. Oh Gott, das 38 DOT.MOVIE

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Die Story steckt voller interessanter Wendungen, die man nicht erwarten konnte. Die Figur, die Sie spielen, ist faszinierend … Sein Name ist Laramie Seymour Sullivan – was für ein blumiger Name! Er kleidet sich sehr auffällig und wirkt wie ein etwas gespreizter Southern Gentleman, der von Tür zu Tür geht, um Staubsauger zu verkaufen. Und dann merken wir sehr schnell, dass das wohl nicht alles ist, was er ist. Als Verkäufer hat er die ganze USA gesehen. Er war überall. Er weiß viel. Wir legten ihn als diesen überlebengroßen Charakter an, der irgendwie charmant ist, aber auch etwas Bedrohliches hat. Er ist nicht zum ersten Mal im El Royale, und er checkt in die Honeymoon Suite ein. Wir realisieren, dass er eine größere Rolle in der Geschichte des Hotels spielt. Und dann finden wir heraus, was genau das bedeutet … Was können Sie über die merkwürdigen Dinge, die in diesem Hotel geschehen, verraten? Je mehr man an der Oberfläche kratzt, desto mehr realisiert man: „Okay, das ist nicht einfach nur ein Hotel.“ Es gibt den Aspekt der Überwachung, es gibt viele Geheimnisse. Diese werden im Verlauf des Films allmählich enthüllt, es wird also auch ständig seltsamer, dunkler und unheimlicher. Sie sind durch „Mad Men“ und Ihre Rolle als Don Draper natürlich sehr mit der Ära vertraut … Sie scheinen aber auch eine Affinität zu dieser Zeitperiode zu haben? Ich glaube, sobald mich die Leute in einer bestimmten Art von Kleidung sehen, denken sie automatisch an Don Draper, und mein Charakter in diesem Film ist absolut nicht wie er. Das ist die Challenge, wenn man eine bestimmte Figur in einer bestimmten Ära etabliert. Aber die 60er sind eine Ära, die mir ganz gut passt. Die späten 1960er-Jahre sind eine sehr seltsame und interessante Zeit der amerikanischen Kultur und Geschichte. Wir haben eine Dichotomie von Dingen, die zueinander im Widerspruch stehen. Die Kultur und Gegenkultur, die Konservativen und die Hippie-Generation, die Baby Boomers. Zu diesem Zeitpunkt trieb die Jüngeren die Kultur an. Es waren turbulente Zeiten – kulturell, politisch, in allen gesellschaftlichen Bereichen. Es war eine Zeit der Umwälzung. Eine tolle Zeit für eine Geschichte über Erlösung. badtimesattheelroyale-derfilm.at BAD TIMES AT THE EL ROYALE KINOSTART 12.10., USA 2018, REGIE Drew Goddard, MIT Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Jon Hamm, Dakota Johnson, Cynthia Erivo, FILMLÄNGE 140 Min., © 20th Century Fox

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28.10.2018, 11:00 Uhr Brunch, 12:30 Uhr Start Kinofilme „HALLOWEEN“, „DER VORNAME“ oder „JOHNNY ENGLISH – MAN LEBT NUR EINMAL“ Genießen Sie einmal im Monat den ab 11 Uhr ein köstliches Brunch-Buffet (all you can eat) und erleben Sie im Anschluss einen von drei tollen Kinofilmen.

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„DER VORNAME“ um nur € 6,–* Das Angebot besteht aus dem perfekten Filmprogramm für den wohl verdienten Feierabend. Kinoticket + StrongbowCider (400ml, ab 16 Jahren)+ 2x Lindt Hello Schokolade (je 10g). *exkl. möglicher Zuschläge

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Von 12. September bis 31. Oktober „HARRY POTTER“ Haltet eure Zauberstäbe bereit, denn dieser Herbst wird magisch!

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Happy Halloween, Michael!

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Es ist wieder „Halloween“: Michael Myers ist zurück.

n Halloween, jener Nacht, in der er aufgrund des Gewusels auf den Straßen, der mehr oder weniger schaurigen Verkleidungen und der Erwartung, dass ein Unbekannter vor der Tür steht, am Unauffälligsten seinen blutigen Weg gehen kann, kehrt der wohl fleißigste Serienmörder der Horrorfilmgeschichte zurück: Michael Myers, der seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 1978 (Halloween – Die Nacht des Grauens von John Carpenter) weitere neun Mal das Kinopublikum in Schrecken versetzte. Sein Schöpfer, der Horror-Altmeister John Carpenter, verhilft ihm in beratender Funktion zu einem weiteren Ausbruch an Brutalität – und auch Jamie Lee Curtis ist zurück in der Rolle, die sie zur ungeschlagenen „Scream Queen“ machte: Sie stellt sich in ihrer berühmten Rolle als Laurie Strode einmal mehr dem blutdurstigen Psychopathen Michael Myers. – Ein Wiedersehen, das markige Sprüche erlaubt: „Er ist ein Mörder – aber heute Nacht wird er ermordet.“ 40 Jahre nachdem Myers (Nick Castle) die Kleinstadt Haddonfield mit einer brutalen Mordserie terrorisierte, entkommt der in einer

psychiatrischen Anstalt Inhaftierte und kehrt schnurstracks zurück. Ein Albtraum für die Bewohner – bis auf eine: Sie habe jede Nacht dafür gebetet, dass er aus der Psychiatrie ausbricht, erzählt die bis an die Zähne bewaffnete Laurie: Damit sie ihn umbringen könne. Sie hat sich penibel auf diesen Moment vorbereitet … ÜBERRASCHENDES ENGAGEMENT Die Geschichte, die ans Original von 1978 anknüpft und die zahlreichen Plotlines der Fortsetzungen außer Acht lässt, wird von einem überraschenden Namen in Szene gesetzt: David Gordon Green (All the Real Girls, Stronger). „Wir bei Blumhouse sind davon überzeugt, dass es keinen großartigen Horrorfilmregisseur braucht, um einen großartigen Horrofilm zu machen“, so Produzent

Jason Blum. „Man braucht einfach einen großartigen Filmregisseur. Ich bewundere David Gordon Green seit seinem ersten Film, George Washington, und ich habe ihn unzählige Male auf Zusammenarbeiten angesprochen. Bei Halloween war es nun endlich so weit.“ Während die Fortsetzungen von Halloween zum Teil den Hintergrund von Myers erarbeiten wollten, war es für die heutige Crew viel erschreckender, dies eben nicht zu wissen. Thema des Filmes sollte nichts anderes sein als Lauries finale Konfrontation mit Michael Myers. Gut so. In diesem Sinne: Happy Halloween, Michael! www.halloween-film.at HALLOWEEN KINOSTART 25.10., USA 2018, REGIE David Gordon Green, MIT Judy Greer, Jamie Lee Curtis, Virginia Gardner, Will Patton, Nick Castle, FILMLÄNGE 109 Min., © UPI

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BREAKING

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OPERATION: OVERLORD KINOSTART 08.11., USA 2018, REGIE Julius Avery, MIT Wyatt Russel, Jovan Adepo, Ben Tavassoli, Pilou Asbæk, Mathilde Ollivier, © Constantin Film

Zombies im Zweiten Weltkrieg Grauenvolle Experimente in einem französischen Dorf: „Operation: Overlord“ im Reich der Untoten.

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ie Operation: Overlord ist geschichtsinteressierten Leuten sicherlich ein Begriff. Sie betitelt nicht nur den vorliegenden Streifen, sondern war der Codename für die Landung der alliierten Streitkräfte 1944 in der Normandie. Die groß angelegte Militäroffensive eröffnete eine zweite Front gegen die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und war mitentscheidend für die Wende zugunsten der späteren Siegermächte. Im Wesentlichen erfolgte die Landung am 6. Juni, dem Tag, der vor allem im englischen Sprachgebrauch als D-Day bekannt werden sollte. Soweit der Geschichtsunterricht. Viel mehr muss dazu gar nicht gesagt werden, denn abgesehen von der historischen Ausgangslage biegt das Werk recht schnell und scharf in fiktive schaurige Horrorszenarien ab. Wähnt man sich zunächst noch in einem (Anti-)Kriegsfilm, so entwickelt sich Operation: Overlord bald in bester From Dusk Till Dawn-Manier zu einer Art ZombieStreifen.

BLUTIGE HETZJAGD Eine Gruppe alliierter Soldaten kommt in ein französisches Dorf und erfährt, wie schrecklich die ohnehin schon für grausam angesehenen Nazis tatsächlich sind. Denn um den Krieg zu gewinnen, wurden die Bewohner des besagten Dorfes für skrupellose Experimente missbraucht. Aus Unschuldigen sollen Supersoldaten werden. Herausgekommen sind grausige Untote, die es auf alles abgesehen haben, was sich bewegt. Für die Truppe US-Soldaten beginnt ein blutiger Überlebens-

kampf, der den Schrecken des realen Krieges nochmals übertrifft. In einer Kino-Landschaft, in der es immer schwieriger wird, tatsächlich etwas Neues auf die Leinwand zu bringen, kommt dieses Crossover aus Weltkriegs- und Horrorfilm tatsächlich innovativ daher. Kein Wunder, hatte doch niemand Geringerer als J.J. Abrams (Star Wars: Das Erwachen der Macht) hier seine Finger im Spiel. Der Rest des (Schlacht-)Feldes ist hierzulande eher unbekannt. Macht aber nix, solange Spannung, Action und Bodycount stimmen. Und da dem so ist, wünschen wir guten Appetit bei dieser Schlachtplatte. #Overlord

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Silent Service

Gerard Butler stellt sich in „Hunter Killer“ einem Duell unter Eis.

Die Rache der Sanften Matteo Garrone skizziert mit „Dogman“ den deslotan Zustand Italiens.

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ls Captain Joe Glass (Gerard Butler) in den Arktischen Ozean entsandt wird, ahnt er noch nicht, dass er in einen Kampf geraten wird, der zum Dritten Weltkrieg eskalieren könnte: Ein russischer General plant einen Putsch weltweiten Ausmaßes und hat den russischen Präsidenten in seiner Gewalt. Glass und eine Elite-Einheit von Navy SEALs versuchen den Entführten zu retten und den Konflikt im Griff zu behalten. Sie tauchen mit einem „Hunter Killer“, einem Marine-U-Boot, das für die Jagd und Zerstörung anderer U-Boote ausgerüstet ist, in das brisante Abenteuer ab. Sie durchfahren damit Gewässer, „die noch kein amerikanisches U-Boot durchfahren hat.“ Da dies die Produzenten von Fast & Furious und London Has Fallen eingefädelt haben, verspricht die Mission auf explosive und adrenalingeschwängerte Weise zu eskalieren – und Joe Glass ist bereit zu handeln. Butler habe das Drehbuch sofort geliebt: „Es ist eine klassische Geschichte mit verdammt viel guter Action, einer komplexen Story und einer ganzen Reihe fantastischer Figuren, die auf ihren ganz eigenen Positionen heldenhaft handeln. Es war eine aufregende Möglichkeit, den traditionellen U-Boot-Thriller für die Gegenwart neu zu erfinden. Und der Hintergrund könnte aktuell kaum relevanter sein.“ www.hunterkiller-film.de

DOGMAN KINOSTART 19.10., I/F 2018, REGIE Matteo Garrone, MIT Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Nunzia Schiano, Alida Baldari Calabria, Gianluca Gobbi, FILMLÄNGE 102 Min., © Alamode Österreich

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HUNTER KILLER KINOSTART 25.10., USA 2018, REGIE Donovan Marsh, MIT Gerard Butler, Gary Oldman, Common, Michael Nyqvist, FILMLÄNGE 122 Min., © Constantin Film

rgendwo im verfallenen Süden Italiens kümmert sich der sanftmütige und beliebte Hundefriseur Marcello ebenso liebevoll um seine vierbeinigen Kunden wie auch um seine kleine Tochter Alida. Seine Existenz beginnt sich jedoch Richtung Abgrund zu bewegen, als der ehemalige Boxer Simone (Edoardo Pesce) aus dem Gefängnis entlassen wird: Der Mafioso tyrannisiert den ganzen Ort – auch Marcello, dessen Freundlichkeit und Loyalität leicht ausgenutzt werden können. Wenn es dann aber um Marcellos Würde geht, stehen alle Zeichen auf Eskalation. Matteo Garrone (Gomorrha) erzählt von einem Guten, der dem Bösen verfällt, von „den Konsequenzen der Entscheidungen, die wir täglich treffen, um uns über Wasser zu halten; mit den Jas, die ein späteres Nein ausschließen“, vom „Verlust menschlicher Unschuld“. Sein fabelhafter Hauptdarsteller Marcello Fonte wurde als der Mann, „der sich nach einem Leben voller Demütigungen zu erlösen versucht“, beim Filmfestival in Cannes zum besten Darsteller gekürt. www.dogman-film.de

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Monster sind die anderen

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Justin P. Lange begeht sein Langfilmdebüt mit einem psychologischen Horrorfilm: „The Dark“.

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ustin P. Lange erzählt in seinem fulminanten Langfilmdebüt von Liebe und Empathie – und das auf fast undenkbare Weise: Ein untotes Mädchen trifft auf einen blinden Jungen, beide bringen große Tragödien mit: Mina (Nadia Alexander, Blame), die Wiedergängerin, hängt im Haus ihrer Kindheit fest, das sie heimsuchen muss und das kein Mensch lebend wieder verlässt – bis Alex auftaucht, ein Junge, der nicht immer blind war: Sein Entführer (Karl Markovics) hat ihm das Augenlicht genommen, um den Buben noch wehrloser zu machen. In diesem dunklen Setting, das überfrachtet klingt, aber feinsinnig inszeniert ist, erwachsen zwischen dem 15-jährigen Jungen und dem Mädchen, das 15 war, als es gestorben ist, Vertrautheit, Loyalität und Hoffnung. In ihre Zwischenwelt, ihr Miteinander soll keiner eindringen. The Dark ist ein ungewöhnlicher Film, ein entschlossener, auch wütender Horrorfilm, der mit dem Zombiegenre spielt – und bei dem der wahre Horror das ist, was den Jugendlichen angetan wurde. www.facebook.com/TheDarkFeatureFilm THE DARK KINOSTART 12.10., A 2018, REGIE Justin P. Lange, MIT Nadia Alexander, Toby Nichols, Karl Markovics, Margarete Tiesel, FILMLÄNGE 94 Min., © Lunafilm

Kein Kinderkram

Brian Henson zeigt die exzessive Unterwelt der Puppen seines Vaters Jim: „The Happytime Murders“.

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ein Sesam. Nur Straße.“ und „ACHTUNG – Dieser Film ist nur für Erwachsene!“, steht auf dem Plakatsujet geschrieben – die vielen Puppen aus dem Hause Henson, die sich rund um die menschliche Hauptdarstellerin Melissa McCarthy scharen, ließen anderes vermuten. Aber selbst der Trailer, der auf der Homepage zum Film wartet, ist mit einer Trigger-Warnung ausgestattet: „Der folgende Trailer zeigt Sex, Drogen, Gewalt und … Sex.“ Und tatsächlich kommen die plüschigen Gesellen gar nicht so daher, wie sie sich auf der „Sesamstraße“ geben. Sie sind abgeklärt, obszön, selbst ihre Stimmen scheinen nun eine Oktave tiefer zu sein. Brian Henson, Sohn des Muppets-Erfinders Jim Henson, inszeniert sie nach dem Toy Story-Prinzip: Was machen die Puppen, wenn keine Kinder zuschauen? Die Antwort ist alles andere als familientauglich, nennen die Drehbuchautoren doch David Finchers Sieben als maßgebliche Inspirationsquelle. Also schickt Henson Melissa McCarthy nun als zynische Kommissarin in die Welt der Puppen, in der ein Mörder umgeht. www.happytimemurders.de THE HAPPYTIME MURDERS KINOSTART 12.10., USA 2018, REGIE Brian Henson, MIT Melissa McCarthy, Elizabeth Banks, Maya Rudolph FILMLÄNGE 91 Min., © Tobis Film DOT.MOVIE 43

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Tödliche Schnitzeljagd

Heißer Draht

Ein beklemmendes Kammerspiel führt in die Notrufzentrale: „The Guilty“.

Der Psychothriller „Abgeschnitten“ geht im wahrsten Sinne unter die Haut.

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er Polizist Asger Holm (Jakob Cedergren, Stealing Rembrandt – Klauen für Anfänger) sitzt gelangweilt in seinem Sessel in der Notrufzentrale. Die meisten Anrufe sind schnell und routiniert abgehandelt. Doch dann klingelt der Hörer ein weiteres Mal. Eine Frauenstimme ist auf der anderen Seite der Leitung, und sie meldet sich schluchzend mit den Worten „Hey, Schatz!“. Die Dame gibt vor, mit ihrer Tochter zu telefonieren, denn die mysteriöse Person, die neben ihr im Auto sitzt, darf nicht wissen, dass sie gerade den Notruf gewählt hat – ihr Entführer. The Guilty ist das vielumjubelte Regiedebüt des schwedischen Filmemachers Gustav Möller, das beim diesjährigen Sundance Festival den Publikumspreis erringen konnte. Wohl zu Recht, denn das packende Kammerspiel bezieht perfekt inszeniert seine immense Spannung ausschließlich aus den Telefonaten des Protagonisten. Vergleiche mit dem ebenfalls gelungenen Hollywood-Streifen No Turning Back, der ausschließlich aus Telefonaten im Auto besteht, sind nicht nur angebracht, The Guilty muss sich davor auch keineswegs verstecken. www.facebook.com/TheGuiltyFilm THE GUILTY – DEN SKYLDIGE KINOSTART 01.11., DK 2018, REGIE Gustav Möller, MIT Jakob Cedergren, Jessica Dinnage, Omar Shargawi, FILMLÄNGE 85 Min., © Luna Filmverleih

er Rechtsmediziner Paul Herzfeld (Moritz Bleibtreu, Nur Gott kann mich richten) entdeckt bei der Obduktion einer Leiche im Inneren des Kopfes einen Zettel. Auf diesem steht die Telefonnummer seiner Tochter Hannah (Barbara Prakopenka, Blind ermittelt – Die toten Mädchen von Wien). Prompt ruft diese an und berichtet, dass sie entführt worden sei. Für Paul beginnt eine mörderische Suche, die ihn wahrhaftig über Leichen gehen lässt. Doch diese sind nicht durch die Hand des Mediziners zu Tode gekommen, sondern dienen vielmehr als grauenvolle Vehikel des Entführers, um seine Hinweise zu hinterlassen. Christian Alvart (Steig. Nicht. Aus!) inszeniert mit Abgeschnitten atmosphärisch-dicht den gleichnamigen Roman von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos – einen Psychothriller, der den Figuren wie Zuschauern keine Luft zum Atmen lässt. In den Rollen brillieren neben Bleibtreu unter anderem die Schweizerin Jasna Fritzi Bauer (Axolotl Overkill) und der derzeit im Kino omnipräsente Lars Eidinger (Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm). Hochspannend! #abgeschnitten

ABGESCHNITTEN KINOSTART 12.10., D 2018, REGIE Christian Alvart, MIT Moritz Bleibtreu, Jasna Fritzi Bauer, Lars Eidinger, Fahri Yardim, FILMLÄNGE 132 Min., © Warner Bros.

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Gone Mom

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Anna Kendrick versus – oder mit? – Blake Lively: Freundinnen oder Frenemies? „Nur ein kleiner Gefallen“ macht sich einen Spaß daraus, sich lange nicht in die Karten blicken zu lassen.

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er komödienerfahrene Regisseur Paul Feig (Brautalarm, Spy – Susan Cooper undercover) wagt mit der Verfilmung des Bestsellers von Darcey Bell den Sprung in ein anderes Genre: einen Psychothriller, der, na gut, auch ganz schön witzig ist und voller Überraschungen steckt. Und der vor allem eine wundervolle Bühne für Anna Kendrick (Pitch Perfect) und Blake Lively (Gossip Girl) ist, die in den Hauptrollen glänzen. Sie porträtieren ihre Figuren auf den Punkt. Kendrick spielt als Single Mom Stephanie auf, die sich mit Helikopter-Hingabe um ihren Sohn Miles (Joshua Satine) und um ihren bestenfalls semierfolgreichen MommyVlog kümmert. Das Leben der

immer hilfsbereiten grauen Maus wird ein bisschen glanzvoller, als sie auf Emily (Lively) trifft, Mutter von Miles’ Schulfreund Nicky (Ian Ho). Emily ist glamourös und geheimnisvoll, eine Meisterin darin, sich zu inszenieren, aber auch zu entziehen. Aus den beiden Frauen, die sich am Schulgelände treffen, werden Martini-geschwängert schnell Freundinnen. Oder so etwas Ähnliches. Denn ist es wirklich Freundschaft, was die beiden unterschiedlichen Frauen verbindet? Spätestens als Emily spurlos verschwindet, Stephanie videobloggend nach ihr zu suchen beginnt und sich gemeinsam mit Emilys Mann Sean (Henry Golding, Crazy Rich Asians) um Nicky kümmert, kommen die Karten nach und nach auf den Tisch. Stephanie wird

eine Reise durch Täuschen, Doppelspiele und Verfehlungen vornehmen – und damit sind auch ihre eigenen gemeint … Feig gefiel es, mit der Wahrnehmung des Publikums zu spielen. „Frauen werden oftmals in sehr spezielle Schubladen gesteckt. Da ist die ‚entzückende Ehefrau‘ und das hier das ‚herrschsüchtige Miststück‘. In diesem Film glaubt man vielleicht, dass Stephanie die ‚muntere Mutter‘ ist, über die man läsgern kann, aber irgendwann begreift man allmählich, dass dieser Eindruck nicht ganz zutrifft. Stephanie hat noch andere Seiten und einige Geheimnisse. Mir gefiel der Gedanke wahnsinnig, dass einem ständig der Boden unter den Füßen weggezogen wird.“ www.nureinkleinergefallen.de NUR EIN KLEINER GEFALLEN – A SIMPLE FAVOR KINOSTART 09.11., USA 2018, REGIE Paul Feig, MIT Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding, Rupert Friend, FILMLÄNGE 118 Min., © Constantin Film DOT.MOVIE 45

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PUZZLETEILE

Die Wahrheit steht Kopf

Benno Fürmann sieht sich in „Intrigo – Tod eines Autors“ mit Mysteriösem konfrontiert, Sir Ben Kingsley ist ihm keine große Hilfe. Schuld an all dem: Håkan Nesser.

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as ist Evas Husten, das da am Ende einer RadioKonzertaufzeichnung zu hören ist. Unverkennbar. Er ist sich ganz sicher, er würde dieses Husten unter Millionen von Hustenlauten als das ihre erkennen. Eva (Tuva Novotny) ist vor drei Jahren verschwunden und wurde längst für tot erklärt. Aber stimmt das denn gar nicht? Lebt sie noch? – Der Übersetzer David Moerk (Benno Fürmann) verarbeitet die rätselhaften Ereignisse in einem Roman und sucht den Rat des Autors Henderson (Sir Ben Kingsley), den er in seinem Haus am Meer besucht. Zeitgleich soll er den Roman des berühmten Schriftstellers Germund Rein übersetzen. Der beigelegte Brief, der besagt, dass das Manuskript keinesfalls in der Originalsprache veröffentlicht werden dürfe, ist nicht das einzige Rätsel, vor dem David steht: David erfährt, dass Germund Rein sich das Leben genommen hat. Im Text stößt er auf versteckte Hinweise – und auf Parallelen zu seinem eigenen Leben 46 DOT.MOVIE

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und zu seiner verschwundenen Frau Eva. Welchen Zusammenhang gibt es hier? Fiktion und Wirklichkeit beginnen ineinanderzugreifen, und David sieht sich gezwungen, der Wahrheit ins Auge zu sehen. DÜSTERE TRILOGIE Mit dem packend-atmosphärischen Stoff beginnt Regisseur Daniel Alfredson, der sich besonders mit zwei Teilen von Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ (Verdammnis und Vergebung) einen Namen gemacht hat, eine Trilogie, die auf Geschichten des Philosophen unter

Schwedens Krimiautoren basieren: auf Storys von Håkan Nesser. „Tod eines Autors“ ist neben vier weiteren Erzählungen im Anfang Oktober beim btb Verlag (Random House) erschienenen, 600 Seiten starken Band „Intrigo“ zu finden. Die beiden weiteren Teile der Trilogie – Intrigo: Die Wildorchidee aus Samaria und Intrigo: In Liebe Agnes – sind ebenfalls bereits abgedreht – auch sie handeln von bereits lange gärenden Geheimnissen und toten oder vielleicht auch nur totgesagten Figuren … www.intrigo-derfilm.at INTRIGO – TOD EINES AUTORS – INTRIGO: DEATH OF AN AUTHOR KINOSTART 26.10., SWE/ USA/D 2018, REGIE Daniel Alfredson, MIT Sir Ben Kingsley, Benno Fürmann, Tuva Novotny, Veronica Ferres, FILMLÄNGE 104 Min., © 20th Century Fox

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Where is my mind?

Peter Dinklage taucht in die Erinnerungen anderer ein: „Rememory“.

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nsere Erinnerungen definieren unser Leben, weiß Gordon Dunn (Martin Donovan) und tüftelt an einer Apparatur, die in der Lage ist, menschliche Erinnerungen aufzunehmen und abzuspielen. Direkt nach der Präsentation seiner Forschung wird der Wissenschaftler tot aufgefunden. Die, die geschäftliche Interessen haben, sind nicht die Einzigen, die herausfinden wollen, was geschehen ist: Ein OperationOverlord.de rätselhafter Mann (Peter Dinklage, Game of Thrones) #OperationOverlord taucht auf und stiehlt die Maschine. Er/Paramount.Pictures.Germany.Kino benutzt sie, um herauszufinden, was Dunn zugestoßen ist. Sie wird ihn an unerwartete und entlegene Orte bringen – und sie wird ihn nicht nur in fremde Erinnerungen eintauchen lassen. Das Spiel mit festgehaltenen Erinnerungen ist kein ungefährliches … Regisseur Mark Palansky ist von der Macht der Erinnerungen fasziniert, bestimmen sie doch unser Denken und unsere Entscheidungen. Welche Erinnerungen dominieren und warum? Kann man sie hinter sich lassen? Sein melancholischer psychologischer SciFiThriller führt Peter Dinklage, Julia Ormond, Martin Donovan und den 2016 verstorbenen Anton Yelchin an schmerzhafte Orte. #rememory

@Paramount_Kino

@Paramount_Pictures_Germany

AB 8. NOVEMBER NUR IM KINO!

REMEMORY KINOSTART 09.11., USA/ Kanada 2017, REGIE Mark Palansky, MIT Peter Dinklage, Julia Ormond, Anton Yelchin, Henry Ian Cusick, Martin Donovan, FILMLÄNGE 119 Min., © Kinostar

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www.constantinfilm.at

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So wird man ihn wohl noch nennen dürfen

Ein Tropfen auf dem hitzigen Kopf Eine dynamische Kettenreaktion: „Der Affront“.

E Sönke Wortmann diskutiert den Namen Adolf: im deutschen Remake von „Der Vorname“.

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in Name wie Pumuckl wäre in Ordnung …?“ – „Pumuckl hat nicht halb Europa ausgelöscht!“ – Es hätte ein feuchtfröhliches Abendessen werden können, aber seit Thomas verkündete, dass er und seine schwangere Freundin Anna ihren Sohn Adolf nennen wollen, stehen ein wütend gefauchter Schlagabtausch und als Beleidigungen ausgesprochene Wahrheiten auf dem Speiseplan. Sönke Wortmann (Frau Müller muss weg) hat sich den Spaß erlaubt, Le Prénom, den französischen Komödienhit (sowohl auf der Bühne als auch im Kino) von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte, neu zu inszenieren. Bei Deutschen wiegt es ja noch mal schwerer, einen Adolf in die Welt zu schicken. Nach der bourgeoisen Pariser Gesellschaft des Originals erleben wir nun das Pendant, das in einer „deutschen sozialen und politischen Welt“ spielt, geografisch verortet in Bonn, in das „möglichst viele Bezüge zur deutschen Gegenwart“ eingebaut wurden, so Produzent Tom Spieß. An der scharfzüngigen Eskalation beteiligt: Florian David Fitz, Christoph Maria Herbst, Justus von Dohnányi, Caroline Peters, Janina Uhse und in einer Nebenrolle Iris Berben. #DerVorname

DER VORNAME KINOSTART 19.10., D 2018, REGIE Sönke Wortmann, MIT Florian David Fitz, Christoph Maria Herbst, Justus von Dohnányi, Iris Berben, Caroline Peters, Janina Uhse, FILMLÄNGE 91 Min., © Constantin Film

s sind nur ein paar Tropfen Wasser, die aus einem Abflussrohr an Tonis Balkon auf die Straße tropfen, sie reichen aber für einen handfesten Streit, der eine Kettenreaktion auslöst und die Beteiligten bis vor Gericht und in die Medien bringen wird. Denn Toni (Adel Karam), ein Mechaniker, Christ und gebürtiger Libanese, ist hitzköpfig, und die Entschuldigung von Yasser (Kamel El Basha), einem Vorarbeiter am Bau und palästinensischen Flüchtling, zu halbherzig vorgetragen. Ziad Doueiri (The Attack) erzählt vom Beirut der Gegenwart, von verletzter Ehre und religiösem Eifer, von Reaktion und Gegenreaktion, von Traumata eines Landes und seiner Bewohner. Er schöpft aus eigener Erfahrung: „Die Geschichte ist mir vor ein paar Jahren in Beirut passiert – jedenfalls der Anfang davon. Ich hatte Streit mit meinem Klempner, und wir verloren beide die Beherrschung.“ Die filmische Bearbeitung war 2018 für den Oscar nominiert (Bester fremdsprachiger Film), und Hauptdarsteller Kamel El Basha wurde in Venedig mit dem „Coppa Volpi“ als Bester Darsteller ausgezeichnet. www.deraffront-film.de

DER AFFRONT – THE INSULT KINOSTART 19.10., Libanon/ BE/F/Zypern/USA 2017, REGIE Ziad Doueiri, MIT Adel Karam, Kamel El Basha, Rita Hayek, Diamand Bou Abboud, Camille Salameh, FILMLÄNGE 113 Min., © Filmladen

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UMGANGSFORMEN

Überlegenheitsgeste

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Markus Schleinzers neue Arbeit „Angelo“ stellt Fragen der Identität, erzählt von Kolonialismus und wüster Vereinnahmung.

ie Amerikaner seien Kannibalen, die Afrikaner glichen fast Affen, sie seien unfähig zur Kreation. Im schönen, hochgebildeten Europa werden allerhand Vorurteile ausgesprochen, wenn ein verschlepptes Kind den Weg der „Menschwerdung“ absolvieren – und aktuell Flöte spielen und französisch parlieren lernen soll: Angelo, wie der (am Beginn der 1720er-Jahre geborene) Junge getauft wird, gilt als lebendes Exempel, ein wandelndes Experiment, das hier wie ein Prinz leben werde. Eine pointierte, inhaltlich wie formal durchdachte Arbeit legt Markus Schleinzer vor, der sich beim österreichischen Film als Casting-Direktor (u.a. für Michael Haneke und Ulrich Seidl) einen Namen machte, ehe er 2011 sein Regiedebüt Michael vorstellte: Er beschäftigt sich mit einem Jungen aus Nigeria, der versklavt und gegen ein Pferd an Europäer verkauft und später nach Messina verschifft wurde. Dort wurde er für eine Marquise als Geschenk gekauft. Er sollte in seinem Leben zum Kammerdiener, zum Geschenk an einen Fürsten, zum Chef der Dienerschaft, Gesellschafter von Kaiser Josef II.,

unerlaubt zum Ehemann und Vater einer Tochter und zum Freimaurer werden – und nach seinem Tod im Jahr 1796 als Exponat im Kaiserlichen Naturalienkabinett als halbnackter Wilder ausgestellt werden. DEINE ROLLE Markus Schleinzer beschäftigt sich mit einem Stück europäischer Geschichte, mit dem berühmten „Hofmohren“ Angelo Soliman. Angelo, mehr Objekt als Subjekt. Forschungsobjekt, exotische Kuriosität, über die man spricht, ein amüsantes Geschenk, mit dem man spielen kann, ein sprechender Gegenstand, der der Deutungshoheit anderer, Mächtiger ausgesetzt ist – ein Mensch, der vereinnahmt und zur verkleideten Puppe gemacht wurde. Wer ist man, wenn man immer eine Rolle, die andere für einen erdacht haben, auszufüllen hat? Was ist Heimat, wenn man ihr als Kind entrissen wurde und kaum etwas anderes kennt als diese neue Welt? Aus den historisch überlieferten biografischen Fakten gestaltet Schleinzer eine freie Filmarbeit, die der Grausamkeit der Geschichte wirkungsvoll Raum gibt. In die historisch anmutende Ausstattung

streut er hauchzart Störfaktoren – zum Beispiel flackern in der Lagerhalle, in welcher der Bub, der zu Angelo wird, inspiziert und auserwählt wird, Neonröhren: ein Brückenschlag ins Heute, das Alltagsrassismen ja gut kennt. www.amourfoufilm.com

ANGELO KINOSTART 09.11., A/LU 2018, REGIE Markus Schleinzer, MIT Makita Samba, Alba Rohrwacher, Gerti Drassl, Lukas Miko, Christian Friedel, FILMLÄNGE 111 Min., © Filmladen DOT.MOVIE 49

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Roadtrip durch Deutschland

Freud und Leid Die Romanverfilmung zeigt eine besondere Freundschaft in einer dunklen Zeit.

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er von seiner Mutter behütete, aber ohne Vater aufgewachsene Franz Huchel (Simon Morzé, Einer von uns) zieht in den 1930erJahren aus Oberösterreich nach Wien, um eine Lehre als Trafikant anzutreten. Sein vielleicht bedeutendster Kunde ist der berühmte Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud (Bruno Ganz, Der Untergang). Die beiden kommen ins Gespräch, und auf Freuds Rat hin, Franz solle sich ein Mädchen suchen, verliebt sich dieser in die etwas ältere und viel erfahrenere Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova, Vielmachglas). Diese recht unglückliche Verliebtheit bringt Franz und den gealterten Freud einander näher. Über Wien braut sich jedoch etwas noch viel Düstereres zusammen: Hitler steht kurz vor dem Einmarsch in Österreich. Der Trafikant ist eine Romanverfilmung des gleichnamigen gefeierten Bestsellers von Robert Seethaler. Einmal mehr sehen wir den grandiosen Iffland-Ring-Träger Bruno Ganz, der gewohnt gekonnt sein Darstellerportfolio um eine weitere historisch bedeutende Persönlichkeit erweitert. www.dertrafikant.de

Zwei Brüder zuckeln auf ihren Mofas nach Norden. „25 km/h“ ist das langsamste Roadmovie aller Zeiten.

25 KM/H KINOSTART 01.11., D 2018, REGIE Markus Goller, MIT Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Sandra Hüller, FILMLÄNGE 117 Min., © Sony Pictures

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DER TRAFIKANT KINOSTART 12.10., D 2018, REGIE Nikolaus Leytner, MIT Simon Morzé, Bruno Ganz, Emma Drogunova, Johannes Krisch, Regina Fritsch, FILMLÄNGE 114 Min., © Constantin Film

egisseur Markus Goller (Friendship!) erzählt, im Alter von 15 Jahren total verliebt gewesen zu sein. Er kaufte sich eine Zündapp ZD25, ein Mofa mit langer Sitzbank, und stellte sich vor, dass er damit jeden Tag mit seiner Herzensdame hinten drauf zur Schule fahren würde. Mitgefahren ist die Angebetete nie, dafür dient die damalige Situation nun als Grundidee für 25 km/h, das langsamste Roadmovie aller Zeiten. Die Brüder Schneider sehen sich nach langer Zeit bei der Beerdigung ihres Vaters wieder. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Der eine, Christian (Lars Eidinger, Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm), ist ein stattlicher, in Singapur lebender Topmanager. Der andere, Georg (Bjarne Mädel, 1000 Arten Regen zu beschreiben), ist dem Heimatort Löchingen im Schwarzwald treu geblieben und hat sich um den kranken Vater gekümmert. Beide eint der Jugendtraum, auf ihren maximal 25 Stundenkilometer schnellen Mofas durch Deutschland bis hinauf zur Ostsee zu fahren. Eine alkoholgeschwängerte Nacht lässt sie schließlich spontan aufbrechen. www.25kmh-film.de

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BEZIEHUNGSWEISE

Hündisches Chaos

Mit Hundeblick zum Liebesglück: Detlev Buck lässt in „Wuff“ den Hund nachhelfen.

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etlev Buck (Asphaltgorillas) ist auf den Hund gekommen: In der Romantic Comedy mischt der beste Freund des Menschen

kräftig mit, Wuff eben. Das Leben von vier besten Freundinnen wird auf den Kopf gestellt. Die Hundenasen haben ein Gespür für neues

Liebesglück, Ehekrisen, Familienfrieden und dafür, wie man Katzenypen bekehrt. Menschen wie Emily Cox, Kostja Ullmann, Johanna Wokalek, Frederick Lau, Marie Burchard und Maite Kelly sowie Harald Martenstein, Ferdinand von Schirach, Milan Peschel und Katharina Thalbach versuchen sich dabei nicht die Show stehlen zu lassen. www.facebook.com/wuff.film WUFF KINOSTART 25.10., D 2018, REGIE Detlev Buck, MIT Emily Cox, Kostja Ullmann, Johanna Wokalek, FILMLÄNGE 104 Min., © Filmladen

Herzliche Verbote

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Nick Robinson trifft in William H. Macys Regiedebüt auf Rosario Dawson aka „Krystal“.

eine überfürsorglichen Eltern (William H. Macy, Felicity Huffman) halten nicht viel davon, dass ihr Sohn Sport treibt, ins Kino geht oder sich – Gott bewahre! – verliebt. Taylor (Nick Robinson) hat eine Herzerkrankung, und oben genannte Dinge machen zwar Spaß, können aber auch Stress bedeuten, also, so die Eltern, für Taylor gefährlich sein. Klar, dass sich der Teenager

Hals über Kopf in Krystal (Rosario Dawson) verliebt – eine Frau, die 20 Jahre älter als er und ein ehemaliges Escort-Girl ist und neben einem Suchtproblem einen Sohn in Taylors Alter hat. Leinwand frei für William H. Macys Regiedebüt – und ein gewitztes, wenn auch übervolles Coming-of-Age-KomödienDrama. facebook.com/KrystalMovie/

Geistige Fehlstunde

Judy Greer trommelt zum „Career Day mit Hindernissen“.

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as Regiedebüt der Schauspielerin Judy Greer beschert ihren Figuren einen anstrengenden Tag: Es ist „Career Day“ an der Grundschule, die Daniels Tochter (Storm Reid) besucht – und niemand ist hier ganz bei der Sache. Weder Account Manager Daniel (Rapper Common), der sich mit dem Ende einer Büroromanze (Jennifer Garner) und einem fiesen neuen Chef (Bradley Whitford) auseinandersetzen muss, noch der Sohn des neuen Chefs, der sich in

KRYSTAL KINOSTART 19.10., USA 2017, REGIE William H. Macy, MIT Nick Robinson, Rosario Dawson, Grant Gustin, William H. Macy, Kathy Bates, FILMLÄNGE 93 Min., © Kinostar

Daniels Tochter verknallt und auf den Rat des Lehrpersonals (John Cho, Anders Holm) hofft. Und schon gar nicht ist die Rektorin (Allison Janney) auf den Karrieretag eingestellt – zu sehr ist sie an diesem turbulenten Schultag damit beschäftigt, den toten Gärtner vor dem Personal, den Schülern und deren Eltern zu verstecken … www.cineplexx.at CAREER DAY MIT HINDERNISSEN – A HAPPENING OF MONUMENTAL PROPORTIONS KINOSTART 25.10., USA 2017, REGIE Judy Greer, MIT Allison Janney, Bradley Whitford, Common, Jennifer Garner, Storm Reid, FILMLÄNGE 82 Min., © Kinostar DOT.MOVIE 51

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TEXTE: MAX GFRERER

Rentier gesucht

Wächterin der Wildnis

Das Miniaturpferd „Elliott“ möchte Geschenke ausliefern.

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an merkt es zwar noch nicht wirklich, aber Weihnachten steht vor der Tür. Oder zumindest ist es bereits in unserer Gasse. Oder wenigstens schon auf dem Weg. Egal. Grund genug, die ersten Weihnachtsfilme über die weiße Tuchent flimmern zu lassen. Je animierter, desto besser. So lernen wir Elliott kennen. Elliott ist ein Miniaturpferd und lebt in einem Streichelzoo, in dem er auf die Ziegen aufpasst. Von seinem Leben gelangweilt, träumt er davon, eines Tages in den Dienst des Weihnachtsmannes zu treten und gemeinsam mit den stolzen Rentieren den Schlitten zu ziehen. Als dann am 21. Dezember das Rentier Blitzen überraschend seinen Ruhestand verkündet, sieht Elliott seine große Chance gekommen. In der Not setzt Santa Claus nämlich einen Wettstreit der Rentiere an, um die vakante Position nachzubesetzen. Dumm nur, dass Elliott als Minipferd seinen Mitstreitern nicht nur körperlich unterlegen ist, sondern auch generell etwas anderes als Rentiere überhaupt nicht für den Job im Schlittengespann vorgesehen ist. Dennoch klaubt das kleine Huftier unbeirrt an seinen großen Traum … www.welan.co.at/elliot-das-kleinste-rentier

ELLIOTT, DAS KLEINSTE RENTIER – ELLIOTT THE LITTLEST REINDEER KINOSTART 08.11., CAN 2018, REGIE Jennifer Westcott, MIT Josh Hutcherson, Samantha Bee, Morena Baccarin, John Cleese, Martin Short, FILMLÄNGE 90 Min., © Einhorn Film

„Wildhexe“ ist die Verfilmung eines beliebten dänischen Fantasy-Kinderbuchs.

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eues aus Dänemark. Dort erfreut sich nämlich eine ganz besondere Kinderbuchreihe der geschätzten Autorin Lene Kaaberbøl großer Beliebtheit, die nun mit einer ersten und hoffentlich nicht letzten Verfilmung in die österreichischen Lichtspielhäuser kommt. Wildhexe ist die Adaption des ersten von sechs Bänden, der den Titel Wildhexe – Die Feuerprobe trägt. Die 12-jährige Clara (Kinodebütantin Gerda Lie Kaas) ist ein ganz normales Mädchen, das eines Tages von einer schwarzen Katze gebissen wird. Fortan ist sie dazu in der Lage, mit Tieren zu kommunizieren. Doch dem nicht genug, findet sie heraus, dass sie eine Wildhexe ist und sogar zur Wächterin der Wildnis auserkoren wurde. Eine lehrreiche, aber auch gefährliche Aufgabe, denn die unheilvolle Chimära (May Simón Lifschitz) führt nichts Gutes im Schilde. Ein Roman/ Film mit einer achtbaren Botschaft, die auch bei den Jüngeren ankommt. Die Natur gehört nun mal beschützt. Es sei denn, die Wildhexe passt auch auf unsere Welt auf. facebook.com/WildhexeFilm

WILDHEXE – VILDHEKS KINOSTART 25.10., DK 2018, REGIE Kaspar Munk, MIT Gerda Lie Kaas, Sonja Richter, May Simón Lifschitz, FILMLÄNGE 101 Min., © Polyfilm

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KIDS

& FAMILY

Bildgewaltiges Märchen

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Die Neuverfilmung des berühmten Stoffs beschreitet eigene Wege: „Der Nussknacker und die vier Reiche“.

nspiriert von der Literatur von E.T.A. Hoffmann und dem berühmten Ballett von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, erschienen bereits zahlreiche Verfilmungen zur Erzählung vom Nussknacker, die zu den beliebtesten Geschichten zur Weihnachtszeit gehört. Schon etwas früher, nämlich am 1. November, kommt mit Der Nussknacker und die vier Reiche der neueste Film ins Kino, der auf diesem Stoff beruht. Die Handlung schlängelt sich dabei geschickt zwischen Hoffmann und Tschaikowski hindurch, ohne dass sich einer der beiden im Grab umdrehen müsste. Ohnehin gilt die Vorlage dieser großen Namen

bloß als Ausgangspunkt für eine fantastische eigene Geschichte, die von Lasse Hallström (Bailey – Ein Freund fürs Leben) bildgewaltig auf die Leinwand projiziert wurde. Clara (Mackenzie Foy, Interstellar) landet auf der Suche nach einem geheimnisvollen Schlüssel, der ihr Zugang zu einem besonderen Geschenk ihrer verstorbenen Mutter gewähren soll, in einer mysteriösen Parallelwelt. Drei Reiche, das Land der Schneeflocken, das Land der Blumen und das Land der Süßigkeiten, sehen sich der Bedrohung durch das unheilvolle „Vierte Reich“ gegenüber. In diesem hat die despotische Mutter Gigoen (Helen Mirren, Das

Leuchten der Erinnerung) das Sagen. Für Clara bleibt der Trip durch die magische Welt nicht eine bloße Schlüsselsuchaktion, sondern wird zur Rettungsmission. Denn die Harmonie in der Parallelwelt ist durch Gigoens Treiben massiv bedroht … BURTON’SCHES FAHRWASSER Nicht nur Hoffmann und Tschaikowski dürften als Inspirationsquellen für Der Nussknacker und die vier Reiche gedient haben: Während wir Clara durch die vier Reiche mit all den skurrilen Bewohnern und Eigenheiten begleiten, sind auch Anklänge an Filme wie Alice im Wunderland oder Charlie und die Schokoladenfabrik nicht von der Hand zu weisen. Wer sich also schon durch Tim Burtons Fantasy-Epen verzaubern ließ, dessen Augen werden auch in dieser geheimnisvollen Parallelwelt groß werden. #DerNussknacker DER NUSSKNACKER UND DIE VIER REICHE – THE NUTCRACKER AND THE FOUR REALMS KINOSTART 01.11., USA 2018, REGIE Lasse Hallström, MIT Mackenzie Foy, Helen Mirren, Keira Knightley, Matthew Macfadyen, Morgan Freeman, © The Walt Disney Company DOT.MOVIE 53

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GÄNSEHAUT 2: GRUSELIGES HALLOWEEN – GOOSEBUMPS 2: HAUNTED HALLOWEEN KINOSTART 26.10., USA 2018, REGIE Ari Sandel, MIT Jeremy Ray Taylor, Madison Iseman, Ben O’Brien, Caleel Harris, Wendi McLendon-Covey, FILMLÄNGE 83 Min., © Sony Pictures Filmverleih

Monster-Apokalypse

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„Gänsehaut 2“: Wenn Fiktion zur bedrohlichen Wahrheit wird.

ie schreibt man ein ebenso spannendes wie erfolgreiches Kinder-/ Jugendbuch? Fantasievolle Geschichten sind das eine, doch eine gute Idee hat schnell jemand. Bei all der darin enthaltenen Kreativität wären J.K. Rowlings „Harry Potter“-Romane nicht so erfolgreich geworden, wenn auf die liebevolle und lebensnahe Charakterzeichnung der Figuren verzichtet worden wäre. Schon Jahre bevor der erste Band über den berühmten Zauberlehrling das Licht der Welt erblickte, hatte der amerikanische Autor R.L. Stine dieses Prinzip verinnerlicht und veröffentlichte seinen ersten „Gänsehaut“-Roman. Die Mischung aus kindgerechten, übersinnlichen Gruselelementen und der Erzählung über das Heranwachsen ganz normaler Jugendlicher, begeisterte weltweit Millionen von Lesern und krönte Stine kurzerhand zu einem der beliebtesten Kinderbuchautoren des Planeten. 2015 startete die erste Kinoverfilmung, bei der die Macher (Stine war selbst mitbeteiligt und hatte auch einen Cameo-Auftritt) mit einer ähnlichen Kreativität eine verschachtelte Geschichte erzählten, in der die reale Figur

des R.L. Stine eine tragende Rolle (dargestellt von Jack Black) spielte. Seine unzähligen Monster, die er im Zuge seines Schaffens erdacht hatte, wurden durch ein Missgeschick des Nachbarsjungen auf die reale Welt losgelassen. Nur durch das zu Ende Schreiben von Geschichten konnten diese letztlich erfolgreich wieder in die Bücher eingesperrt werden, aus denen sie gekommen waren. DIE MONSTER KEHREN ZURÜCK In der lang erwarteten Fortsetzung Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween haben sich die Drehbuchautoren

einmal mehr von R.L. Stines Werken inspirieren lassen und daraus eine eigene Geschichte gebastelt. Die Freunde (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris) stoßen zu Halloween auf einen alten „Gänsehaut“Roman. Als sie diesen aufblättern, springt ihnen die Romanfigur Slappy entgegen – eine Puppe, die auf den ersten Blick harmlos erscheint, sich jedoch in der Folge als äußerst durchtrieben erweist und die anderen Monster befreit, die R.L. Stines Fantasie bisher entsprungen sind. Ziel: eine wahre MonsterApokalypse zu entfesseln … www.gaensehaut-film.de

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TEXTE: MAX GFRERER

KIDS

& FAMILY

Kleine Füße

Der Animationsspaß „Smallfoot“ lüftet Geheimnisse der schneebedeckten Berge.

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as Monster von Loch Ness? Gibt’s nicht. Yeti, Bigfoot, Sasquatch oder wie man ihn auch nennen mag? Gibt’s auch nicht. Stopp, ihr Ignoranten! Den Yeti gibt’s definitiv. Der zottelige Riese lebt gemeinsam mit seinen Artgenossen in einem verschneiten Dorf im tiefwinterlichen Gebirge. Abgeschnitten von der Außenwelt, haben diese mythischen Wesen ihren eigenen, in sich geschlossenen Kosmos gebildet. Und jetzt kommt’s: Die Yetis halten den Menschen für ein ebenso irrationales Hirngespinst, wie es umgekehrt der Fall ist. So staunt der junge Schneemensch Migo (im Original gesprochen von Channing Tatum, Hail, Caesar!) nicht schlecht, als auf einem Streifzug plötzlich ein sogenannter „Smallfoot“ vor ihm steht. Dieser hört auf den Namen Percy (James Corden, Ocean’s 8) und ist ein ehemals angesehener, heute jedoch

erfolgloser Tierfilmer. Das Staunen beruht auf Gegenseitigkeit. Ins Yeti-Dorf zurückgekehrt, berichtet Migo seinen Kollegen von der sensationellen Entdeckung, doch nur wenige wollen ihm Glauben schenken – ganz besonders nicht der Steinbewahrer (Common, John Wick: Kapitel 2), seines Zeichens Ober-Yeti im Ort. Solche Verschwörungstheorien sorgen doch nur für Ärger. MORALISCH EINWANDFREI Die bisher größten Erfolge konnte Sony Pictures Animation durch gelungene Streifen wie Könige der Wellen, Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen und Hotel Trans-

silvanien erzielen. Mit Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer haben die Macher ein weiteres heißes Eisen im Feuer, das an die genannten Highlights zumindest anknüpfen könnte. Natürlich geht es auch hier um Freundschaft, Toleranz und den Mut zur Überwindung von physischen und psychischen Grenzen. Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer spart nicht mit moralisch einwandfreien Botschaften, und das ist auch gut so. Für uns als Fans von witzigen, familiengerechten Leinwandabenteuern ist es ohnehin eine Freude zu sehen, dass nicht nur Pixar Animationsfilm kann. facebook.com/SMALLFOOTMovie

SMALLFOOT – EIN EISIGARTIGES ABENTEUER KINOSTART 12.10., USA 2018, REGIE Karey Kirpatrick, Jason Reisig, MIT Channing Tatum, James Corden, Danny DeVito, Common, Zendaya, © Warner Bros. DOT.MOVIE 55

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TEXT: NICOLE ALBIEZ

DIE VIENNALE 2018

Von LSD in der Pfirsichbowle zu verschleppten Kindern, gemalter Jugend und Gesprächen mit Altpolitikern: ausgewählte Höhepunkte der diesjährigen Viennale, die die erste der neuen Festivaldirektorin Eva Sangiorgi ist.

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eine zeitliche Verortung – mit Auftakt Ende Oktober – hat das Wiener Filmfestival immer schon als Gelegenheit wahrgenommen, Rückschau auf das Film- und Festivalgeschehen der vergangenen Monate zu halten. Und die Früchte der Saison einzusammeln. So ist es

auch heuer. Die neue Festivaldirektorin – die gebürtige Italienerin Eva Sangiorgi, die bis dato das von ihr gegründete Festival FICUNAM in Mexiko-Stadt begleitete – hat spannende Positionen und ein vielfältiges Programm zusammengetragen; Filme ausgewählt, die bei Festi-

vals von Cannes bis Buenos Aires ihre Premieren feierten. Ein Blick auf die kommende Viennale, die am 25.10. ihren Auftakt mit Alice Rohrwachers Lazzaro felice begeht und bis 08.11. per Kinoleinwand in berauschende, überraschende Welten entführt.

EMPFEHLUNGEN AUS DEM HAUPTPROGRAMM First Reformed (Regie: Paul Schrader, USA 2017) Daran, dass Paul Schrader das Drehbuch zu Martin Scorseses Taxi Driver geschrieben hat, wird man erinnert, wenn man der Hauptfigur in Schraders konsequentem Drama First Reformed begegnet: Der ehemalige Militärpriester Ernst Toller ist ein zerrissener, melancholischer Mann, der zu gern ins Glas schaut und eine Kirche vertritt, die mehr eine Touristenattraktion denn ein spiritueller Ort ist (er nennt sie „den Souvenirshop“). Toller ist mit seinem Glauben am Ende. In der Hauptrolle glänzt Ethan Hawke. Meeting Gorbachev (Werner Herzog, André Singer, GB/USA/D 2018) Der Titel ist Programm: Werner Herzog trifft Michail Gorbatschow und spricht mit dem Friedensnobelpreisträger und einstigen Staatspräsidenten der ehemaligen Sowjetunion über die Wiedervereinigung Deutschlands, politische Fehler und das aktuelle Verhältnis Russlands zu den USA. 56 DOT.MOVIE

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© Viennale, Filmverleiher

Ang panahon ng halimaw – Season of the Devil (Lav Diaz, Philippinen 2018 Lav Diaz ist bei der Viennale nicht nur mit dem diesjährigen Festival-Trailer vertreten, zu dem alljährlich ein Filmschaffender beauftragt wird; er bringt auch Ang panahon ng halimaw zur Viennale mit: ein außergewöhnlich langer Film (234 Min.) mit außergewöhnlicher Form. Er lässt

Lieder sprechen, ist mal Musical, mal Oper, mal Singspiel frei nach Jacques Demy. Die Liedtexte erzählen von den Folgen von Ferdinand Marcos’ Präsidialdekret, das zur Gründung der irregulären paramilitärischen Gruppierung CHDF führte. Zehntausende Menschen ermordete die Terrormiliz – Menschen wie die, von denen in den Liedern und diesem Film die Rede ist.

Les Unwanted de Europa (Fabrizio Ferraro, E/I 2017) Portbou sollte zum letzten Aufenthaltsort von Walter Benjamin werden. Er strandete im spanischen Küstenörtchen auf der Flucht vor dem NS-Regime: Der herzkranke deutsche Philosoph versuchte unter großer Anstrengung über die Pyrenäen von Frankreich nach Spanien zu gelangen, die Einreise wurde ihm jedoch verweigert. In der Nacht zum 26. September 1940 nahm er sich in seinem Hotelzimmer in Portbou das Leben – für den nächsten Tag drohte die Abschiebung nach Frankreich … Ferraro rekapituliert in ruhigen Schwarzweißbildern seine letzten Tage.

Ray & Liz (Richard Billingham, GB 2018) Der britische Künstler Richard Billingham erzählt vom Verfall, wenn er den Trinker Ray und die übergewichtige Kettenraucherin Liz in Szene setzt. Die Figuren Ray und Liz sind nicht frei erfunden, sondern seinen Eltern nachempfunden, und der Handlungsort atmet den Mief seiner Jugend – in einer Sozialwohnung in der Peripherie von Birmingham. Spielfilm als unverblümte Form der Abarbeitung.

Angelo (Regie: Markus Schleinzer, A/LUX 2018) Markus Schleinzer (Michael) exerziert eine europäische bzw. österreichische Geschichte des Kolonialismus und der Vereinnahmung durch: Ein kleiner Junge aus Nigeria

wird geraubt, versklavt und zum „Hofmohren“ gemacht. Schleinzer erzählt pointiert von der Überlegenheitsgeste, die im 18. Jahrhundert die Triebfeder für diese fremdbestimmte Vita war – inkl. schauderhaftem Schlussakt. Mehr dazu auf Seite 49. DOT.MOVIE 57

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Matangi / Maya / M.I.A. (Steve Loveridge, USA/GB/Sri Lanka 2018) Wenn sich Steve Loveridge mit der Musikerin M.I.A. beschäft igt, dann geschieht das nicht im Rahmen eines gewöhnlichen Biopics. Aus 700 Stunden Footage-Material, das ihm von der Künstlerin ausgehändigt wurde, gestaltet er ein vielschichtiges Porträt der provokativen Rap-/Hip-Hop-Stimme von Matangi „Maya“ Arulpragasam, die aus Sri Lanka stammt und in Großbritannien aufgewachsen ist, die den Starruhm lebt, aber auch Politaktivistin und Stimme Unterprivilegierter ist; ikonische Selbstdarstellung trifft auf Selbstzweifel, aus Gegensätzen wächst eine feine, vielschichtige fi lmische Collage.

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Leave No Trace (Debra Granik, USA 2018) Will (Ben Foster), Kriegsveteran und Witwer, lebt mit seiner 13-jährigen Tochter Tom (Thomasin McKenzie) in den Wäldern des Forest Park in Portland, Oregon. Sie ernähren sich von dem, was die Natur ihnen bietet, in die Stadt begibt sich Will nur, wenn es sein muss – für Schmerzmittel vielleicht. Das gesellschaftsabgewandte Leben findet ein Ende, als Vater und Tochter von einem Jogger entdeckt werden, der sie den

Behörden meldet. Ein Wiedereingliederungsprozess nimmt seinen Lauf, mit dem nicht beide gleichermaßen gut klarkommen. „Ich war schon immer an Menschen interessiert, die nicht konform sind, die einen Lebensstil finden, der nicht völlig konform mit der übrigen Gesellschaft ist“, so Regisseurin Debra Granik, die dieses Interesse auch schon mit den Spielfilmen Down to the Bone und Winter’s Bone zum Ausdruck brachte.

© Viennale, Filmverleiher

Climax (Gaspar Noé, F 2018) Die Pfirsichbowle ist mit LSD versetzt, also eskaliert der Workshop- und Partyabend einer Tanzkompanie, dazu hämmert Clubmusik der 1990er-Jahre: Den einen wird übel, andere werden fordernder, das Miteinander gleitet zunehmend ins Unangemessene ab. Erregung, Ekstase und ihre Schattenseiten; pulsierende bis schwindelerregende Exploitation von Gaspar Noé (Irréversible, Love).

Lazzaro felice (Alice Rohrwacher, I/ CH/F/D 2018) Der Eröff nungsfi lm der Viennale stammt heuer von Alice Rohrwacher: Ihre Variation des heiligen Lazarus heißt Lazzaro, ist ein ausgebeuteter Landarbeiter im italienischen Nirgendwo und der Protagonist eines märchenhaften, überraschenden Sozialdramas, das vom Italien der letzten 50 Jahre erzählt und in Cannes fürs „Beste Drehbuch“ ausgezeichnet wurde. Rohrwacher ist bei der Eröff nungsgala am 25.10. im Gartenbaukino anwesend.

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Roma (Alfonso Cuarón, Mexiko/USA 2018) Alfonso Cuarón führt preisgekrönt (Goldener Löwe in Venedig 2018) nach Mexiko-Stadt der 1970er-Jahre und visiert im Stadtteil Roma eine vierfache Mutter an, die von einem Kindermädchen unterstützt wird. In ihren Alltag brechen politische Grausamkeiten ein: das Massaker von Corpus Christi. Joy (Sudabeh Mortezai, A 2018) Die neue Arbeit der österreichischen Filmemacherin Sudabeh Mortezai (Macondo, Im Bazar der Geschlechter), die in Venedig zweifach ausgezeichnet wurde, nennt sich frei nach ihrer Protagonistin Joy – Grund zur Freude hat diese aber wenig: Sie kommt aus Nigeria nach Wien – und tritt hier in die Dienste einer autoritären Zuhälterin. Eine triste Situation, aus der Joy, die mit dem Geld ihre Familie in Nigeria unterstützt, kaum ausbrechen kann.

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Virus Tropical (Santiago Caicedo, Kolumbien 2017) Eine Coming-of-Age-Geschichte, fiebrig erzählt in animierten SchwarzWeiß-Bildern: Paolo – die jüngste von drei Schwestern – nimmt uns mit in ihre Kindheit und Jugend in Quito, Ecuador. Das bedeutet: Familienalltag inkl. Dramen, emanzipatorische Haltung, Liebe, die kommt und geht, inspirierendes Chaos. Santiago Caicedo setzt Powerpaolos Graphic Novel stimmig auf der Leinwand um.

DOT. verlost neben vier 5er-Ticket-Blöcken fürs Festival zehn Festivalpackages: In der heiß begehrten ViennaleTasche finden sich Kataloge, Plakate und andere feine Goodies. Mitspielen per Mail an gewinn@pph-media.at.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse.

Mit DOT. zur Viennale

Thunder Road (Jim Cummings, USA 2018) Jim Arnaud fühlte sich schon als Kind völlig wertlos – und auch jetzt als Kleinstadtpolizist ist es kaum anders, scheint er doch nichts richtig zu machen. Dass bei der Beerdigung seiner Mutter der Kassettenrekorder Bruce Springsteens „Thunder Road“ nicht abspielen will, ist dabei noch das geringste Problem. Jim Cummings inszeniert die lange Version seines Kurzfilms von 2016 und übernimmt auch gleich die Hauptrolle.

Diamantino (Gabriel Abrantes, Daniel Schmidt, P/F/Brasilien 2018) Was sieht ein Weltfußballer beim Einsatz auf dem Rasen? – Flurrige Wolken und Riesenpekinesen natürlich. Als Diamanto (mehr oder weniger

frei nach dem portugiesischen Starspieler) eines Tages – just während der WM – von dieser rosaroten Brille verlassen wird, ist dies der Anfang einer

experimentellen Fantasie-Satire, bei der es u.a. dunkle Mächte auf sein Blut abgesehen haben, um die Europäische Union zu zerstören. Klar.

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© Viennale, Filmverleiher

SPECIALS UND RETROSPEKTIVE Die Retrospektive setzt sich mit dem „B-Film“ auseinander, genauer: mit Hollywoods LowBudget-Kino zwischen 1935 und 1959. Also jener Weise des Low-Budget-Filmemachens, das innerhalb des HollywoodStudiosystems erfunden wurde und das auch lange danach Regisseure wie Jean-Luc Godard oder Martin Scorsese als Ideal ansahen, schuf dieser B-Film doch „pures Kino“, das zum Beispiel AvantgardeStrömungen verfolgen konnte. Zu sehen sind u.a. William

McGanns Krimikomödie Sh! The Octopus (1937) und Joseph H. Lewis’ Film Noir So Dark The Night (1946). Spezialprogramme beschäftigen sich mit dem unkonventionellen italienischen Regisseur Roberto Minervini, einem vergessenen Namen des argentinischen Films (Jorge Acha), mit den drei Regiearbeiten des Schauspielers Jean-François Stévenin; mit Restaurierungen und mit jüdischen Lebenswelten im deutschsprachigen Stummfilm („Surviving Images“).

FACE BEHIND THE MASK (1941, Robert Florey)

GUN CRAZY (1950, Joseph H. Lewis)

MURDER BY CONTRACT (1958, Irving Lerner)

Festivalzentrum (mit Besuch von Hailu Mergia) Das Festivalzentrum – frisch in die Halle 2 des MuseumsQuartiers übersiedelt – erfreut mit umfassenderem Angebot: Es stehen vermehrt Gespräche und Lectures auf dem Programm, die Gelegenheit zum Austausch mit den Filmschaffenden geben sollen. Abends locken wie gewohnt Partys, DJ-Lines und Konzerte – wie das Highlight am 05.11., wenn die ganze Aufmerksamkeit Hailu Mergia gehört:

Der äthiopische Jazzmusiker, der durch ein diktatorisches Regime ins Exil gezwungen wurde und fast 30 Jahre lang in den USA Taxi fuhr, begann Ende 2013 wieder öffentlich aufzutreten – 2018 ist sein fulminantes Comeback-Album „Lala Belu“ erschienen. Das einzige Österreichkonzert des Pioniers des verträumt-verwunschenen Ethio-Jazz wird bei der Viennale stattfinden!

ECKDATEN ZUR VIENNALE 25.10.–08.11.2018 Retrospektive „The B-Film – Hollywoods Low-Budget-Kino 1935–1959“: 26.10.–05.12.2018 im Österreichischen Filmmuseum, www.filmmuseum.at. Das gesamte Programm ist ab 16.10., 20 Uhr, auf der Viennale-Website abrufbar, Tickets sind ab 20.10., 10 Uhr, zu haben. Das vielfältige Filmprogramm wird in den gewohnten Spielstätten des Festivals (Gartenbaukino, Urania, Stadtkino im Künstlerhaus und Metro Kinokulturhaus) gezeigt – und als Neuzugang auch im Österreichischen Filmmuseum, das nicht – wie bisher – nur die Retrospektive beheimatet, sondern auch als zusätzliches Festivalkino bespielt wird. Rund ums Bewegtbild wartet natürlich auch ein umfangreiches Rahmenprogramm: Diskussionen, Lectures, Konzerte, Partys. Neues Festivalzentrum: in der Halle 2 im MuseumsQuartier. Alle Infos auf www.viennale.at DOT.MOVIE 61

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UM GOTTES WILLEN – SE DIO VUOLE – 12.10. Ein Herzchirurg hat Großes für seinen Sohn Andrea vor – er möge in seine Fußstapfen treten. Doch der Spross offenbart, dass er sein Leben Jesus weihen und

Priester werden möchte. Ein Schlag für Papa, den Atheisten. Also setzt er alles daran, die Gehirnwäsche wieder rückgängig zu machen. Edoardo Maria Falcones Komödie war in Italien ein Hit.

TOUCH ME NOT – 09.11. Adina Pintilie gewann mit ihrem Film – an der Grenze zwischen Realität und Fiktion – bei der Berlinale den Goldenen Bären, was kontroverse Reaktionen hervorrief. Sie begeht mit ihren Protagonisten Laura, Tómas und Christian ein filmisches Experiment, bei dem Intimität und Sexualität erforscht und etwa Angststörungen überwunden werden sollen.

CHAMPAGNER & MACARONS – EIN UNVERGESSLICHES GARTENFEST – PLACE PUBLIQUE – 19.10. Eine Fernsehproduzentin schmeißt vor den Toren von Paris eine Gartenparty, und dem Ruf in ihre Villa folgen allerhand Selbstdarsteller – darunter Jean-Pierre Bacri als verglühender Star-Moderator und Regisseurin Agnès Jaoui als dessen Exfrau.

GLÜCKLICH WIE LAZZARO – LAZZARO FELICE – 01.11. Alice Rohrwachers Film, der in Cannes fürs beste Drehbuch ausgezeichnet wurde, wird heuer die Viennale eröffnen und knapp darauf den Weg ins reguläre Kinoprogramm finden. Zu sehen ist ein aus der Zeit gefallener Heiliger – eine Variation des Lazarus. Das verspielte, märchenhafte Sozialdrama, das den Landarbeiter Lazzaro im Nirgendwo anvisiert, erzählt vom Italien der letzten 50 Jahre.

© Filmladen (2), Polyfilm (4), Thimfilm (3), Stadtkino Filmverleih (1), Docs (1), Viennatainment (1), Cinestar (1), MET Opera (3)

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ARTHAUS

EX LIBRIS: DIE PUBLIC LIBRARY VON NEW YORK – 24.10. Dokumentarfilmlegende Frederick Wiseman lässt sich zum Glück immer immens viel Zeit, um eine Institution (etwa National Gallery, At Berkeley oder die Pariser Oper in La Dance) von Grund auf zu verstehen. Jetzt nimmt er sich eine der größten Bibliotheken der Welt vor.

LE LIVRE D‘IMAGE – 07.11. Wie steht es um die arabische Welt? Die Frauen? Den Film? Die Umwelt? Der nimmermüde Altmeister Jean-Luc Godard gestaltet eine experimentelle Collage in fünf Kapiteln. THE OTHER SIDE OF EVERYTHING – DRUGA STRANA SVEGA – 09.11. In einer Belgrader Wohnung ist eine Tür versperrt – sie trennt eine Familie von ihrer Vergangenheit. Mila Turajlić beginnt ihre Mutter zu befragen und gestaltet anhand der Chronik einer einzelnen Familie in Serbien ein politisches Porträt.

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DAS KLEINE VERGNÜGEN – 12.10. Emmas Mann möchte sich auf die Suche nach „sexueller Erweckung“ begeben. Ohne Emma (Petra Kleinert). Also steht ihr Leben – zwei Kinder, Haus, Garten, Ehemann – kopf bzw. beginnt im örtlichen Sexshop stattzufinden, wo Emma als Geschäftsführerin anheuert. Komödiantisches aus Österreich – von Regisseurin Julia Frick.

ITZHAK PERLMAN – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK – 01.11. Alison Chernick hört mit ihrer bezaubernden Doku dem Geigenvirtuosen Itzhak Perlman zu – nicht nur, wenn er musiziert, sondern auch, wenn er – der Polio-Überlebende und Emigrant – von seinem Leben erzählt. Mitreißend und warmherzig.

UNSER SAATGUT – WIR ERNTEN, WAS WIR SÄEN – 12.10. 94 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden, Konzerne wie Monsanto kontrollieren den Markt mit genetisch veränderten Monokulturen. Den Kampf David gegen Goliath um die Zukunft der Samenvielfalt nehmen Bauern, Wissenschaftler, Saatgutbesitzer und Anwälte auf, und Taggart Siegel und Jon Betz halten mit ihrer wichtigen, vielfach prämierten Dokumentation diese leidenschaftlichen Bemühungen fest. – Ein schlauer, gewitzter, spielerischer Film.

BACK TO THE FATHERLAND – 12.10. Das Regieduo Kat Rohrer und Gil Levanon ist seit Collegezeiten in New York befreundet. Kat stammt aus Österreich und ist die Enkelin eines NaziOffiziers, Gil, Enkelin eines HolocaustÜberlebenden, kommt aus Israel. Auf Gils Überlegung, nach Berlin zu ziehen, folgen tiefgreifende Gespräche – vor allem mit Gils Großvater Yonachan …

CIAO CHÉRIE – 19.10. Nina Kusturicas neue Filmarbeit handelt von Telefonkabeln. Sie verbinden die Porträtierten mit ihren Liebsten. Im Bild: ein Callshop in Wien. Per Ton: auf Weltreise.

MET OPERA

Wieder führen Cineplexx-Tickets live in die New Yorker MET Opera.

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as Starduo – Mezzosopranistin Elīna Garanča und Tenor Roberto Alagna – begeisterte an der MET schon bei einer Neuinszenierung von „Carmen“. Nun sind sie in Saint-Saëns’ biblischem Epos „Samson et Dalila“ (20.10.) zurück. Dirigiert wird dieses Meisterwerk von Sir Mark Elder. – Am 27.10. steht Puccinis Epos aus dem Wilden Westen auf dem

NO MAN‘S LAND: EXPEDITION ANTARCTICA – 13. UND 16.10. Am zwei Tagen im Oktober zieht eine Unmöglichkeit ins Kino ein: Zwei Freerider und Abenteurer – Matthias Haunholder und Matthias Mayr – begeben sich auf Expedition. Sie wollen am kältesten, trockensten, windigsten und höchsten Kontinent der Erde Ski fahren: in der Antarktis.

Programm: „La Fanciulla del West“. Als revolverschwingende Heldin: Sopran Eva-Maria Westbroek. – Mysteriös wir es am 10.11., wenn Winston Grahams Roman „Marnie“ auf dem Programm steht,

Samson et Dalila

aus dem bereits Hitchcock einen berühmten Film machte: Es geht um eine Frau, die verschiedene Persönlichkeiten annimmt. Es singt Mezzosopran Isabel Leonard. www.cineplexx-opera.at

La Fanciulla del West

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MÜLL FÜR DIE HUNDE AUF DER ISLE OF DOGS

FILM

KOST

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in zivilisierter Vorschlag: Man könne doch erst einmal die eben auf der Insel abgeladene Tüte Müll öffnen und schauen, was sich darin befindet, ehe man darum zu raufen beginnt: „It might not even be worth the trouble!“ – Die beiden konkurrierenden Hunde-Gangs finden darin Reste von Gemüsescheiben, Bananen- und Eierschalen, Gräten von Dosensardellen und Fleischreste, über die sich bereits eine Großfamilie Maden hermacht. Es ist zwar ein hübsch in Stop-MotionAnimationstechnik gestaltetes, aber trotzdem kein sonderlich einladendes Bild. – Auch nicht für einen Hund, schon gar nicht für die anwesenden Vierbeiner, die nicht für ein Leben auf der Straße gemacht sind, sondern früher – ehe sie nach Aufbranden einer Hundegrippe aus Megasaki City verbannt wurden – auf Lammfelldecken gebettet wurden, Werbestars oder Sportmaskottchen waren. Und trotzdem heißt es „Okay, it’s worth it!“, ehe die inzwischen recht räudigen Tiere, die nun schon seit einem halben Jahr im Exil auf Trash Island leben, in einer Staubwolke des Kampfes verschwinden. Eine Staubwolke, die aus Watte kreiert wurde, wohlbemerkt. Was nach dem Kampf übrig bleibt, ist ein abgebissenes Ohr. Dieses wird gleich zum gefundenen

Fressen für ein paar ausgemergelte Ratten. Wes Anderson (The Royal Tenenbaums, The Life Aquatic, Grand Budapest Hotel) erzählt von Rassismus, von einer Politik des Ausschlusses und Scheindemokratie und von Rebellion. Die Hundegrippe dient dem herrschenden Bürgermeister – dem korrupt und populistisch agierenden Kobayashi – als Vorwand für den Erlass, alle Hunde zu verbannen. Sein 12-jähriger Ziehsohn macht sich auf nach Trash Island, um seinen geliebten Hund Spot zu finden, und eine kleine Gruppe Rebellen übt sich im Befreiungskampf. Die animierte Fabel ist Anderson-typisch an ausufernden dramaturgischen Umwegen und Fußnoten interessiert, an stilistischen Fingerübungen. Die Bilder sind prall gefüllt mit Ideen und Witz, triefen vor Einflüssen und sind ungeheuer detailliert ausgeführt.

Wenn der Wissenschaftler, der an einem Gegenmittel der grassierenden Hundeseuche tüftelt, vergiftet werden soll, dann geschieht das per Sushi-Lieferung. Fein säuberlich wird Fisch filetiert, werden Krebse und Oktopoden verarbeitet und das Gift anstelle von Wasabi aufgetragen – über zwei Monate lang hielt diese kurze Szene ein vierköpfiges Animationsteam beschäftigt: „Es handelt sich teilweise um erfundene Sushis, sie haben durchaus eine gewisse fantastisches Anmutung“, erklärt Anderson, „Zugleich aber hatte ich das Gefühl, dass ich das Treiben der Puppen als albern und uninteressant empfinden würde, wenn sie die Messer nicht genauso benutzen, den Fisch nicht mit der gleichen Akribie behandeln wie ein wirklicher Sushi-Koch.“ So gibt es in dieser perfektionistischen Filmarbeit unendlich viel zu entdecken – natürlich über den Tellerrand hinaus. ISLE OF DOGS – ATARIS REISE USA/D 2018, REGIE Wes Anderson, MIT Bryan Cranston, Koyu Rankin, Edward Norton, Bill Murray, Jeff Goldblum, Greta Gerwig, Frances McDormand, Scarlett Johansson, Harvey Keitel, Yoko Ono, Tilda Swinton, Ken Watanabe, Liev Schreiber, FILMLÄNGE 100 Min., © 20th Century Fox Home Entertainment. Ab 25.10. als DVD, Blu-ray und VOD erhältlich.

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NEUES IM HEIMKINO

ZOE

THE WATCHER

LOVE, SIMON

Zoe und Cole beschäftigen sich wissenschaftlich damit, menschliche Beziehungen zu optimieren. Liebe wird zum Spiel mit Zahlen, systematisiert. Errechnet man etwa Zoes und Coles gemeinsame Chance auf Glück, ergibt das niederschmetternde 0 %. Das will Cole so nicht stehen lassen. In den Hauptrollen: Léa Seydoux und Ewan McGregor. Ab 02.11. im Handel.

Die traumatisierten Eheleute Ray (Nicolas Cage) und Maggie pachten das „Motor Way Motel“. Eine schlechte Entscheidung: Absonderliche Dinge gehen hier vor, die Geschichte des Hauses ist blutig, und als Ray einen Spionspiegel in einem der Zimmer entdeckt, ahnt er nicht, dass bald sein Leben auf dem Spiel stehen wird … Ab 18.10. im Handel.

Seit er begann, vom Daniel Radcliffe der Harry Potter-Ära zu träumen, weiß Simon (Nick Robinson), dass er schwul ist. Nun scheint das Outing zu nahen: Nicht nur aufgrund der Mailfreundschaft mit einem Gleichgesinnten, sondern auch, weil ein Mitschüler davon Wind kriegt … Warmherzig, pointiert und sehr amüsant. Ab 08.11. im Handel.

Hereditary – Das Vermächtnis

© Splendid, TCFHE, Constantin Film, Concorde Video

HEIM WERK

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ls ihre Mutter Ellen stirbt, fragt sich Annie (Toni Collette), ob sie mehr empfinden, trauriger sein sollte. Auch bei der Trauerrede erwähnt die Tochter der Verstorbenen, dass Ellen eine distanzierte, die Privatsphäre hochhaltende Frau gewesen sei. Außer der Enkeltochter Charlie (Milly Shapiro) empfindet keiner der Familie Graham den Verlust als einen

maßgeblichen, und doch stürzt er die Familie ins Verderben. Ellens Tod wird nicht der letzte sein, und die Hinterbliebenen müssen sich mit dem Erbe auseinandersetzen, das Ellen ihnen hinterlassen hat. Hereditary ist ein furioser Film, der durch Genre-Zitate und Andeutungen ständig mit Erwartungshaltungen spielt und den Zuschauer in Spannung zu halten weiß. Die

Erwartungshaltungen sind überhaupt hoch, seit der Psychothriller beim Sundance Film Festival für Superlative sorgte. Dies sei der „Exorzist dieser Generation“, hieß es. Vom gruseligsten Horrorfilm aller Zeiten war die Rede. Vieles wird angeschnitten, angedeutet, fast genauso oft wird dem Publikum der Boden unter den Füßen weggezogen. So entsteht eine intensive, ungeheuerliche Stimmung, die sich nicht so leicht abschütteln lässt. Der Score von AvantgardeKomponist Colin Stetson tut das Seine dazu. Dass dies ein Langfilmdebüt ist, ist kaum zu glauben: Ari Aster verfügt über eine ausgereifte filmische Handschrift – er hat seine Inspirationsquellen, die von Familiendramen (In the Bedroom) bis zu Horrorklassikern (Rosemary’s Baby) reichen, genau studiert und dennoch etwas Neuartiges gestaltet. Ab 26.10. im Handel. DOT.MOVIE 65

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EUPHORIE IN SERIE: NEWS & RELEASES

CAMPING

THE ROMANOFFS

THE CONNERS

Lena Dunham und Jenni Konner kehren der Großstadt nach Girls den Rücken: Sie schicken Jennifer Garner zum Camping. Als Kontrollfreak Kathryn nötigt sie Familie (darunter David Tennant, Doctor Who) und Freunde zu einem Campingwochenende, bei dem die Mücken noch das geringste Problem sind. Adaption der britischen Serie von Julia Davis. Ab 14.10. bei HBO.

Matthew Weiner (Mad Men) beschäftigt sich auf drei Kontinenten mit acht Storys, die alle eines gemeinsam haben: Die Figuren glauben alle, Nachfahren der legendären russischen Zarenfamilie zu sein. Das Ensemble kann sich sehen lassen: U.a. wirken Isabelle Huppert, Diane Lane, Aaron Eckhart, Corey Stoll und Christina Hendricks mit. Ab 12.10. bei Amazon Prime.

Nachdem abc nach ihren rassistischen Tweets die Reißleine zog und Serienmutter Roseanne Barr aus der White-Trash-Familie Connor kickte, machen die anderen Figuren – Dan (John Goodman), Jackie, Darlene (Sara Gilbert), Becky und DJ – ohne die laute, polternde Matriarchin weiter. Auf Roseanne folgt also das Spin-off The Conners. ab 16.10. bei abc.

LIGHT AS A FEATHER

THE HAUNTING OF HILL HOUSE

THE KIDS ARE ALRIGHT

„Leicht wie eine Feder, steif wie ein Brett“ spielen ein paar Teenagerinnen bei einer Pyjamaparty – und murmeln allerhand Gruseliges bei ihrer Magie. Nur beginnt hier wirklich ein Mädchen nach dem anderen zu sterben – und zwar genau so, wie es ihre Mitspielerinnen prophezeit haben. Wie konnte das passieren? Und wie stoppt man das Ungreifbare wieder? Ab 12.10. bei Hulu.

Shirley Jacksons klassischer Horrorroman „The Haunting of Hill House“, der es schon zwei Mal ins Kino schaffte (Bis das Blut gefriert von 1963 und 1999 als Das Geisterschloss mit Catherine Zeta-Jones und Liam Neeson), wird durch Paramount TV und Mike Flanagan (Ouija, Oculus) zur zehnteiligen Netflix-Serie mit Michiel Huisman. Ab 12.10. bei Netflix.

Es geht in die 1970er-Jahre und in einen weniger noblen Vorort von L.A. – Hier lebt eine ziemlich große und ziemlich traditionelle irisch-katholische Familie: Die Clearys (Mary McCormack und Michael Cudlitz) haben acht Söhne. Der älteste (Sam Straley) hat eben die Priesterschule abgebrochen und will die Welt retten – und zwar von zu Hause aus. Ab 16.10. bei abc.

© HBO, Amazon Prime, Hulu, Netflix, abc

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WWW.

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DEIN PERFEKTES VOD-SERVICE FÜR ZU HAUSE – NEUES IM OKTOBER

Alle Filme sind als

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verfügbar.

SOLO: A STAR WARS STORY Ron Howard (Im Herzen der See) inszeniert einen rasanten intergalaktischen Western, wenn er den wohl größten Macho der weit entfernten Galaxie ins Zentrum rückt: Wie ist der Schmuggler Han Solo (cool: Alden Ehrenreich) zu dem geworden, der mehr als zehn Jahre später mit Luke Skywalker gegen das Imperium kämpfen sollte? Ehe die Leinwand 2016 ganz ihm gehörte, hatte Deadpool bereits in X-Men Origins: Wolverine (2009) einen Auftritt: Als beeindruckender Kämpfer zwar, aber von seinem aus den Marvel-Comics bekannten zynischen Plappermaul war so gut wie nichts zu hören. Ryan Reynolds spielte ihn da bereits, und er wusste, dass die Figur noch viel, viel mehr hergibt. So setzte er sich unermüdlich für einen Solofilm mit dem fluchenden Antihelden ein. Als Deadpool dann 2016 im Kino lief, übertraf er alle Erwartungen: Das Startwochenende war das erfolgreichste aller Filme ab 18, insgesamt nahm er 750 Mio. US-Dollar ein. Reynolds ermöglichte dem Antisuperhelden endlich die Show, die er verdiente. Dass die Quas-

RAMPAGE Dwayne Johnson verirrt sich erneut (Jumanji) in ein Videospiel: den Arcade-Klassiker „Rampage“ (1986). 768 Levels lang sollten „Häuser zerstört“ werden. Die Spielfiguren glichen King Kong, Godzilla und einem Werwolf. Wen davon spielt nun Johnson? Keinen: Er ist als Primatenforscher zu sehen, dessen Freund George, ein Silberrückengorilla, zum rasenden Monster wird …

WAHRHEIT ODER PFLICHT Wenn die Horror-Experten von Blumhouse (u.a. Happy Deathday, Get Out und The Purge) „Wahrheit oder Pflicht“ spielen, bleibt es natürlich nicht beim harmlosen Partyspiel: Aussteigen gilt nicht, Olivia (Lucy Hale, Pretty Little Liars) und ihre Freunde (u.a. Tyler Posey, Teen Wolf) müssen immer weiterspielen, um zu überleben …

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selstrippe unter Marvels Söldnern sich einen zweiten Film erkämpft hat, ist also keine große Überraschung. Wieder wirft Deadpool mit popkulturellen Anspielungen um sich, während er in seine Heldenrolle zu finden versucht (wie ein

Superheldenoutfit optimalerweise ausschauen sollte, hat er in Film Nr. 1 schon gelernt). Er wird ein Team schräger Antisuperhelden um sich scharen, um es recht und schlecht gegen den knallharten Cable aufzunehmen …

Als erste Kinokette im deutschsprachigen Raum hat Cineplexx – mit dem VOD-Anbieter CHILI – sein Angebot auf Kino in den eigenen vier Wänden erweitert. Cineplexx2go läuft ganz ohne Abopflicht, ohne Anmeldegebühr, ohne Bindungszeiten – zu Hause und unterwegs. Filme schon ab € 1,99 streamen. Ganz ohne Abo. Auf allen Endgeräten.

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FIRST CLASS KINO FÜR EINE FIRST CLASS ZEIT.

Zu einem erstklassigen Kinoerlebnis gehört mehr als gute Filme, brillante Bilder und bester Sound. Darum bietet Star Movie Entertainment mit 5-Sterne-Service. Angenehm und freundlich, von der Ticketbuchung bis zum Kinobuffet, von der Bar bis zum Restaurant. Da bleibt man gern den ganzen Abend! Wenn’s richtig klass’ sein soll, dann Star Movie.

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13 SEITEN

DOT.MUSIC & GAMES Rhythmisches Gespür Dero & Klumzy muss man heimischen Hip-Hop-Fans wohl nicht mehr vorstellen. Sehr wohl vorstellen darf man allerdings das am 19. Oktober erscheinende neue Album For The Records der österreich-englischen Freundschaft: Was Mr. Dero da mit dem Londoner Rapper Klumzy zaubert, fährt direkt in den Groove-Muskel. Rauchig, jazzig, soulful und mit intelligenten Reggae-Moods gewürzt, klingt das Teil einerseits angenehm nach der Zeit, als Rap mehr Inhalte als Hoes, Coca, Guns und Cars kannte – und ist andererseits trotzdem zeitgemäß und modern. Das haben in der Vergangenheit nicht nur Sender wie BBC Radio 1 erkannt, sondern auch die vielen Kollaborateure; darunter Afrika Baby Bam von den Jungle Brothers, Beardyman, DJ Vadim und Dub-Gott Mad Professor. deroandklumzy.com

Partykracher

Soeben erschienen ist Super Mario Party für Switch, und wie man sich bei dem großen Namen erwarten darf, bleibt bei diesem Titel kein Auge trocken. Ganz in der Tradition der klassischen Mario Party-Titel können hier bis zu vier Spielerinnen und Spieler in einer Vielfalt von Spielen gegeneinander antreten; clever ist, dass man nur einen Joy-Con benötigt und daher zwei Spieler mit einem Standard-Setup loslegen können. Der Star-Rush-Modus, bei dem man in Zweierteams zusammen spielt, ist auch wieder dabei, und dank Local Wireless sind auch Matches mit mehreren Konsolen möglich. Auch sehr lustig: Erstmals gibt es die Möglichkeit, online in MultiplayerModi zu spielen – nämlich die 80 Minigames des Spiels. Selbstverständlich trifft man auch so ziemlich alle Bekannten aus dem Mario-Universum wieder. nintendo.at

MUSE. TEN TONNES. JESS GLYNNE. THE PRODIGY. CAT POWER. CONCHITA. OFENBACH. FOX AND BONES. DRAMAS. ERISY WATT. GO BY OCEAN. THORSTEINN EINARSSON.

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Der schönste Herbst des Jahres

Okay, es gibt ja nur einen Herbst pro Jahr – also machen wir das Beste daraus. Zum Beispiel mit den vielen neuen Songs, die uns das Ende des Sommers versüßen und uns wärmen. ERISY WATT NEVER KNOW Wer mit Joni Mitchell und Norah Jones verglichen wird, hat wohl einiges richtig gemacht – und wohin die Fahrtrichtung geht, ist damit auch klar. Erisy Watt schafft es dabei sogar, nicht übermäßig kitschig zu werden. Sie ist übrigens heuer noch in Österreich zu hören und sehen. Das Album kommt im Frühjahr! File under: Intimer Folk und Soul.

„Gern geschehen.“ Conchita nach dem ESC-Sieg

CAT POWER WANDERER Auf ihrem zehnten Album zieht Chan Marshall a.k.a Cat Power alle Register und verarbeitet ihre bewegte jüngere Vergangenheit. Auf ihrem stärksten Release seit geraumer Zeit ist auch eine wunderschöne Coverversion von RiRis Klassiker Stay zu finden – sensationell. File under: Soulful Songwriting.

GO BY OCEAN FADED PHOTOGRAPHS Eigentlich, so munkelt man, ist Leadgitarrist und Songwriter Ryan McCaffrey alles andere als ein Sonnenschein. Doch die bösen Geister dürfte er mittlerweile abgeschüttelt haben: Die aktuelle EP klingt so sonnig wie noch nie zuvor. Und manchmal schauen sogar die Smiths vorbei. File under: Singer/Songwriter mit Zug nach vorne.

CONCHITA FROM VIENNA WITH LOVE Conchita veröffentlicht nicht oft etwas, aber wenn, dann gleich richtig: Hier wagt sich Conchita an große Songs und wird dabei von den Wiener Symphonikern unterstützt: – das ist natürlich ein „match made in heaven“. Zum Einstieg kommt die Single Für mich soll‘s rote Rosen regnen von der unsterblichen Knef. File under: Beseelte Coverversionen der schöneren Art.

OFENBACH FEAT BENJAMIN INGROSSO PARADISE Wie man klassischen ElectroSound um einige spannende Facetten wie Rock und Vintage erweitern kann, zeigen die beiden jungen Pariser auch mit diesem Track. Sie gelten ohnehin mittlerweile als Hoffnungsträger und Hitlieferanten. File under: Deep Electro mit zahlreichen Einflüssen.

FOX AND BONES BETTER LAND Wenn Pärchen sich nicht nur musikalisch, sondern auch in Liebesangelegenheiten nahestehen, dann muss das nicht immer gut gehen. In diesem Falle klappt das aber ganz ausgezeichnet: Auch auf dem neuen Album leben sie ihr 60er- und 70er-Jahre-Faible aus. File under: Folk as Folk can – mit feinem Retrofaktor.

THORSTEINN EINARSSON GENESIS Der isländische Ösi kommt mit neuem Material und schickt vorab eine Single: Er bleibt sich treu und hat sich dennoch weitereintwickelt – sanft und dramatisch zugleich. File under: Singer/Songwriter mit Herz.

WALDECK ATLANTIC BALLROOM Nach seinen musikalischen Ausflügen kehrt Waldeck wieder an seine Roots zurück – und dann auch wieder nicht. Cool, denn er hat sich neu erfunden! File under: Jazz meets Swing meets Latin meets Wien.

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„All Prodigy music is raw, and that will never change, the production is raw, the sounds are dirty. Take it or leave it.“ Liam Howlett/The Prodigy

DRAMAS MIDNIGHT SUN Das charismatische Duo aus Wien schickt sich an, Europa zu erobern und bis jetzt läuft alles nach Plan: Einladungen zu großen Festivals, Airplay von FM4 bis Berlin – das sieht also mehr als nur gut aus. Die aktuelle Single heißt Midnight Sun und lebt von einem verdammt lässigen Beat und der nicht minder verdammt lässigen Stimme von Vik Winter. Lustiges Detail am Rande: Mario Wienerroither, der zweite Teil des Duos, ist längst kein Unbekannter mehr – Stichwort Musicless Musicvideo. Dieser Song ebnet übrigens den Weg für das am 26. Oktober erscheinende Debütalbum Nothing Is Permanent. THE PRODIGY NO TOURISTS Das hätte sich damals, ganz früh am Anfang der 90er-Jahre, wohl auch niemand gedacht. Nämlich dass ein paar durchgeknallte Typen, die mit dem Track Out of Space erstmals durchstarteten, das Musikgeschehen um ein ganzes Genre erweitern und bis ins Jahr 2018 (halbwegs) relevant bleiben würden. Ist aber so: Die knalligen Jungle-Blockbeats, genialen Chordprogressionen und angezerrten Rockinstrumente sind immer noch ihr Markenzeichen, und mit ihrem siebenten Album geht es wieder zurück zu den Wurzeln. Ein Anspieltipp, der einen sofort 23 Jahre zurückkatapultiert, ist Light Up the Sky.

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Wen die Muse küsst

Unglaublich, aber mit ihrem achten Album geht die Band bereits ins 20. Jahr ihres Bestehens. Sie gelten live als eine Macht, aber auch die weltweiten Charts sind vor ihnen immer noch nicht sicher.

IST DENN DAS NOCH ROCK?! Klar, die Follower der Frühzeit, als man sich noch eher bei Metal und nicht bei Rachmaninow bediente, gelten heute eher weniger als die typischen Vertreter von Muse-Jüngern. Aber wer sind denn eigentlich diese typischen Fans? Das kann man eigentlich nicht so einfach festlegen: Einerseits stehen sehr wohl Rock- und Prog-Fans auf den Sound – aber eben nicht nur, denn auch Clubber und Pop-Hörer können mit Muse einiges anfangen. Woran das liegt? Höchstwahr-

© Warner Music

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ls 1999 das noch ziemlich unspektakulär produzierte erste Album Showbiz von Muse erschien, rechnete wohl niemand mit einer Karriere, die locker zwei Jahrzehnte dauern würde. Es zeichnete sich damals aber auch noch nicht wirklich ab, dass die Band eines Tages als fixe Größe in den Charts gelten würde; noch dazu mit Songs, die zum Teil wenig mit dem Sound der Anfangszeit zu tun haben. Aber die Geschichte von Muse ist generell eine widersprüchliche: Lange Zeit wurde zu Beginn ein passender Sänger gesucht – und nicht gefunden. Was tat also Mastermind Matthew Bellamy? Er beschloss, vorübergehend selbst das Mikro in die Hand zu nehmen. „Vorübergehend“ dauert nun eben schon rund 20 Jahre, und wohl niemand wünscht sich einen anderen Sänger für die Band. Schließlich gehört Matthews fast schon opernhafte Rockstimme, die auch vor wunderbar cheesy Interpretation nicht zurückschreckt, zur Band wie auch der bewusst überproduzierte Sound und die ebenso überdeutlichen Referenzen an die klassische Musik.

scheinlich an der Vielfältigkeit der Einflüsse und nicht zuletzt an den unleugbaren Songwriting-Talenten der Band. Denn ob Retro-Rock, energetische Bombast-Power oder Disco-Reminiszenzen – die Songs von Muse bleiben im Ohr picken wie die alten Tutti-Frutti-Zuckerl; mit dem Unterschied, dass beim Anhören von Muse keine Plomben in Gefahr sind. Nicht einmal dann, wenn Matthew sein berühmtberüchtigtes Falsett auspackt. Und so vermischt Muse Hartes, Glam, Synth, Klassik und Pop zu einer einzigartigen Melange, die zwar mittlerweile oft kopiert, aber eben nie erreicht wurde. ENDLICH IN DEN EIGHTIES Mit ihrem am 9. November erscheinenden Album Simulation Theory sind sie nun in den 1980er-Jahren angekommen – zumindest optisch, denn das Cover der regulären Edition wurde von Kyle Lambert entworfen, und der ist auch für das Artwork von Stranger Things und Jurassic Park verantwortlich. Musikalisch hört man diesen Einfluss zwar ebenfalls heraus, aber ehrlich gesagt: Welchen Einfluss hört man bei Muse denn nicht? Eben. Und dennoch klingen Songs wie das aktuelle The Dark Side so eindeutig nach der Band, dass es eine wahre Freude ist; auch wenn

der Track ebenso gut vor 30 Jahren erschienen sein könnte. Nach knapp vier Wochen steht das Video bei geschmeidigen fünf Millionen Views; das Interesse ist also ungebrochen. Weitere Anspieltipps sind die bereits veröffentlichten Singles Dig Down und Something Human – und wer sich für eine der Deluxe-Versionen von Simulation Theory interessiert, wird mit den äußerst abgefahrenen Gospel- und Marching Band-Interpretationen einiger Songs seine helle Freude haben. SIND GEIL, BLEIBEN GEIL So bleibt nur zu konstatieren, dass Muse weiterhin ein Faktor im Musikgeschehen bleiben, und das nicht nur, was ihre LivePerformances anbelangt. Da wird sogar die Frage müßig, wer denn nun genau was auf der Bühne spielt und wie Matthew es schafft, seine Gitarrenläufe runterzunudeln und stimmlich dennoch stets Perfektion abliefert – es ist egal, denn die Show ist geil, und die Songs sind mittlerweile längst Hymnen, die im Stadion kein Auge trocken lassen. Produziert wurde übrigens von Muse selbst; allerdings stand ihnen dabei eine ausgewählte Schar an Koryphäen zur Seite: Hand angelegt haben beispielsweise Rich Costey, Mike Elizondo, Shellback und – man höre und staune! – Timbaland. Was dabei herauskommt, ist eine gewohnt abwechslungsreiche, bunte und bizarre Fahrt mit der psychedelischen Hochschaubahn, mit dem gewissen Extra an Euphorie-Einspritzung. Da wird vielleicht nichts völlig neu erfunden; sehr, sehr geil ist diese Fahrt aber trotzdem. muse.mu

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„In the long term, artificial intelligence and automation are going to be taking over so much of what gives humans a feeling of purpose.“ Matthew Bellamy/Muse

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Bei uns ist der Name eher den interessierteren Musikhörerinnen und -hörern bekannt – obwohl sie in ihrer Heimat bereits Rekorde gebrochen hat. Nun kommt das zweite Album.

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ess Glynne? Da war doch was! Ja, da war ganz sicher was – zum Beispiel ihr erster riesiger Hit im Jahr 2014: Rather Be heißt das Stück von Clean Bandit, das damals der am häufigsten gestreamte Song war. Damit nicht genug gab’s einen Grammy obendrein; eine Ausbeute, die sich sehen lassen kann. Aber nur allzu oft verschwinden talentierte Stimmen nach dem großen Koop-Hit wieder in der Versenkung. Nicht so bei Jess Glynne: Sie verpasste den Anschluss nicht, sondern konnte im Gegenteil noch einige Hits landen – genauer gesagt bis heute sieben Nummer-eins-Hits in UK. Und damit hat sie auch gleich den oben erwähnten Rekord gebrochen und gilt als die britische Künstlerin mit den meisten Number Ones. Ihr bislang einziges Album stammt mittlerweile auch schon wieder aus dem Jahr 2015; nun wurde es also auch schon wirklich Zeit für Nachschub – und der folgt in Gestalt eines neuen Wurfes und heißt Always In Between. Die Insiderin Nun ist es aber so, dass Jess Glynne, die mit vollem Namen Jessica Hannah Glynne heißt, musikalisch keineswegs unvorbereitet auf die Musikszene traf: Ihre Mutter arbeitete nämlich in der A&R-Abteilung von Atlantic Records, und Jess bekam dadurch schon recht früh eine erste Einführung ins Musicbiz.

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Außerdem versuchte sie, über Musiktheater und Talentshows in der Szene Fuß zu fassen – was allerdings interessanterweise überhaupt nicht funktionierte. Also suchte sich die am 20. Oktober ihren 29. Geburtstag feiernde Glynne einen Job, und zwar im Musikmanagement. Spätestens da dürfte sie dann die notwendigen Kontakte geknüpft haben, denn ein paar Jahre später, genauer gesagt 2013, schmiss sie ihren Job hin und unterschrieb einen Vertrag bei Atlantic Records – und der Rest fällt unter Musikgeschichte, denn bereits ein Jahr danach startete Jess ihren bunten Hit-Reigen. Das zweite Album Drei Jahre hat sich die Künstlerin für ihr zweites Werk Always In Between Zeit gelassen – Jahre, die sie gut genützt hat: Bereits die erste Auskopplung I’ll Be There

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schaffte es auf den ersten Platz der UK-Charts, was ihr den besagten Rekord sicherte; die Folge-Single All I Am ist bereits in den Top Ten. Ihr eingängiger, aber stets Grenzen auslotender Mix aus Pop, Soul, R&B und House kommt eben gut an. Dass der Weg bis hierher allerdings nicht immer einfach war, verraten Jess’ eigene Worte: „Früher dachte ich immer, du bist niemand, bis dich jemand liebt“, sagt sie. „Jetzt weiß ich, dass du selbst diese Person sein musst.“ Und noch etwas sagt sie: „Es war eine ganz schöne Reise bis hierhin, das kann ich euch sagen.“ Das glauben wir gerne. jessglynne.co.uk


Mit seinen knapp 21 Jahren ist der junge Brite in der letzten Zeit ziemlich in der Weltgeschichte herumgekommen – schuld daran ist sein erfrischender Sound.

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en Tonnes nennt er sich, und eigentlich ließe der Name auf einen gewichtigen Kerl schließen, doch mit solchen Äußerlichkeiten gibt sich der eher schmächtige Ethan Barnett, wie er mit richtigem Namen heißt, nicht ab. Stattdessen pfeffert er roughe, eingängige Songs heraus, die irgendwie so gar nicht in das aktuelle Musikgeschehen zu passen scheinen – und dennoch erreichen sie ein riesiges Publikum. Dass er das auch live vermitteln kann, davon konnte man sich im vergangenen Jahr bei vielen großen Festivals und OpenerGigs überzeugen. Ach ja, und wem der Nachname bekannt vorkommt: Richtig, es handelt sich um den jüngeren Bruder von George Ezra. Doch musikalisch gibt es bei den beiden kaum Überschneidungen, von der erwähnten Eingängigkeit abgesehen. Bemerkenswert: Im Studio spielt er die meisten Instrumente selbst. Im Rahmen des Waves-Festival war Ten Tonnes soeben erstmals in Wien, und wir nützten die kurze Pause nach seinem Soundcheck für eine schnelle Plauderei.

INTERVIEW VON PETER ZIRBS AM 28. SEPTEMBER 2018 werde ich relativ bald wieder hier sein und dann hoffentlich mehr von Wien sehen – sowohl die Museen und Architektur, als auch ein bisschen das Nachtleben!

DOT.: Du bist das erste Mal in Wien – hast du schon irgendwas von der Stadt gesehen? TEN TONNES: Ja, wir sind heute zeitig in der Früh angekommen. Leider war nur eine halbe Stunde Zeit für einen kleinen Spaziergang, aber was ich da gesehen habe, hat mir schon sehr gut gefallen.

Es ist schräg: Obwohl du so jung bist, klingt deine Musik ein bisschen wie das Zeug, das ich in meiner Jugend gehört habe: The Police, Blondie, The Cure ... Brillant! Ja, die mag ich auch alle gern. Ich höre an und für sich sehr viel verschiedene Musik, und ich wollte etwas finden, was jetzt frisch klingt. Und die Musik dieser Dekade hat viele Besonderheiten, die man jetzt ruhig wieder mal auspacken kann. Durch meinen Vater hab ich Paul Simon, die Beatles und Bob Dylan mitbekommen, das ist sozusagen meine musikalische Basis gewesen. Ich bin aber wie gesagt ein großer Fan unterschiedlichster Musik, ich habe eine massive Sammlung und kaufe auch immer noch CDs. Es gibt so viele coole Musik aus der damaligen Zeit.

Hast du morgen Zeit für eine kleine Stadtrundfahrt? Leider nein, wir müssen gleich weiter. Aber im Rahmen meiner Tour

Deine Musik hört sich angenehm unbehandelt an, was die Produktion anbelangt: Da wirkt nicht jeder Ton zurechtgerückt und

hingetrimmt. Das ist heutzutage ungewöhnlich. Ja, der Produzent, mit dem ich bis zu den jetzigen Albumaufnahmen gearbeitet habe, hat mich quasi live aufgenommen und bewusst darauf verzichtet, es zu stark zu bearbeiten. Für das kommende Album haben wir allerdings mit einem anderen Produzenten aufgenommen, da der andere Familienzuwachs bekommen hat. Deshalb wird das Album auch etwas anders klingen. Das heißt, wir dürfen schon verraten, wann das Album kommt? Genau kann ich das noch nicht sagen, aber vermutlich so gegen Ende Jänner wird es so weit sein. Wir sind jetzt vor ein paar Tagen gerade erst mit den Aufnahmen fertig geworden. Eigentlich arbeite ich ja schon seit fast eineinhalb Jahren daran; dazwischen kam einiges auf EPs heraus, aber am Album werden rund 12 Songs aus diesen 18 Monaten sein. Jetzt wird noch fertig abgemischt und gemastert, aber von meiner Seite her ist es erledigt. Hast du darauf schon angestoßen? Da kannst du dir sicher sein! tentonnes.com DOT.MUSIC 75


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TEXTE: PETER ZIRBS

Zwischensequenz

Alte Heldinnen und Helden Das soll jetzt kein Gemeckere sein; es ist nur ein wenig auff ällig und deshalb überhaupt eine Erwähnung wert: Kommt es nur mir so vor oder ist der Hang zu Vintage und die allgemeine Retrowelle auch oder gerade bei Videospielen besonders stark zu spüren? Wenn man sich die Game-Charts und neuen Releases so ansieht, hat man manchmal das Gefühl, in einem anderen Jahrzehnt festzustecken. Lara Croft, Mario, Fifa, Sims – das sind Namen, die zum Teil seit mehr als zwei

TOOLS FÜR DIE ELITE Auch darauf hat die Welt gewartet, nun ist es so weit! Ganz nach dem Motto „Rock out with your Spock out“ heißt es jetzt beim Musikhören und Telefonieren: Ohren spitzen. Und wenn es um spitze Ohren geht, kann es nur einen geben, nämlich Mr. Spock. Diese an sich kabellosen Kopfhörer Star Trek Wireless Vulcan Earbuds sind mit Mikro und einem

Runterladbare Inhalte.

Jahrzehnten präsent sind. Von der Flut an neu aufgelegten Konsolen aus grauer Vorzeit, die nach kurzer Zeit ausverkauft sind, noch gar nicht zu sprechen. Dagegen ist ja auch überhaupt nichts einzuwenden, aber interessant ist es dennoch. Und klar, es gibt haufenweise tolle neue Konzepte und Namen; vor allem bei den sogenannten Indie-Games findet man häufig frische, originelle Ideen. Wobei auch hier immer wieder Referenzen an klassische OldschoolGames ins Auge springen – sei es in Form von Roguelike-Gameplay oder einfach auch nur grafische Zitate aus einer Zeit, in der es Pixel noch nicht zum Säue füttern gab und man mit 8 Bit sein Auslangen finden musste. Und ja, mir als Kind der 1980er-Jahre taugt das ja auch; mir kann es zum Teil gar nicht retro genug sein. Aber wenn ich mir die Top-Seller so ansehe, da frag ich mich, warum viele moderne Titel so starke Anleihen an den Spielen des Golden Age of Gaming nehmen. War damals wirklich alles besser? Braucht es mal wieder komplett neue Ansätze, quasi eine „New Wave of Gaming“? Kill your Idols? Ich frage für einen Freund.

Steep | Der X Games Pass verwandelt das beliebte Wintersportspiel Steep in das X Games-Dorf Alaskas, wo es recht spektakulär zugeht: Dort lernen und meistern angehende WintersportLegenden Disziplinen wie Big Air, Super Pipe und Slopestyle. Nachdem Spieler diese speziellen X Games-Events abgeschlossen haben, schalten sie eine Reihe weiterer Freestyle-Herausforderungen frei und können sich mit anderen Spielern messen, um die Spitze der Rangliste zu erobern. Außerdem kann die gigantische Bergspielwelt auf zwei ganz neue Arten erlebt werden; nämlich mit einem 90er-Jahre-Flashback-Filter und den vollkommen neuen Rocket-Wings-Herausforderungen. Ab 30. Oktober geht’s los.

Knopf ausgestattet, mit dem man Anrufe annimmt sowie die Musik und Lautstärke steuert. Klar ist auch, dass man sich auf keinen Fall blöd vorkommen darf, wenn man damit durch die Gegend läuft. Unser Lieblingsfeature: Der Pantone-Farbton des Produkts ist exakt auf die Originalfarbe von Spocks vulkanischer Schminke angepasst. Ziemlich geil – und kostet rund $45,– bei thinkgeek.com.

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Böse Klötzchen

Endlich mal eine Aufgabe ganz nach unserem Geschmack: Das neue Lego DC SuperVillains gibt uns die Möglichkeit, der schurkischste Schurke aller Zeiten zu werden.

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ormalerweise ist es ja so, dass man in Videospielen gegen das Böse kämpft – im neuen Lego DC Super-Villains wird diese goldene Regel allerdings auf den Kopf gestellt. Ja, was ist denn das? Super ist das! Denn wer die Geschichte der Lego-Games über die vergangenen Jahre verfolgt hat, dem wird sofort klar sein: Das ist mit ganz viel Witz, Ironie und Unterhaltung verbunden. Denn wie auch schon vorangegangene Lego-Titel richtet sich auch dieser nicht nur an junge Spielerinnen und Spieler, sondern auch an die Junggebliebenen; die haben nämlich mindestens genauso viel Spaß damit. Der bislang vierte Lego-Titel im DC-Universum ist ein ActionAdventure, das sich ganz auf die Bösewichte von DC konzentriert. Erstmals hat man dabei die Möglichkeit, selbst seinen Character zu entwerfen und im Laufe des Spiels immer mehr Möglichkeiten zum Upgrade und zur persönlichen Gestaltung freizuschalten. Das ist geradezu eine kleine Sensation und dürfte mit ziemlicher Sicherheit für einen noch höheren Fun-Faktor sorgen.

RÄTSEL UND ACTION Wie erwartet liefert Lego DC Super-Villains eine abwechslungsreiche Mischung aus actionreichen Sequenzen, kniffligen Rätselaufgaben und allerlei Schabernack. Das wäre an sich schon ausreichend, doch für echte Fans gibt es zusätzliche Inhalte aus diversen DC-Welten: So sind in der DeluxeVersion einige Heldinnen und Helden sowie Levels aus dem Umfeld von The Flash, Arrow, Supergirl und andere Charaktere aus dem DC Extended Universe bereits fix

eingeplant und via Season Pass erhältlich. Der Grund für diese überraschende schurkische Zusammenkunft ist übrigens schnell erklärt: Die Helden eines anderen Universums müssen bekämpft werden – und so werden die Bösen zu den Guten. Ein Garant für noch mehr Spielspaß ist auch der Koop-Multiplayer-Modus für zwei Spieler, mit dem man sich gemeinsam mit einem Freund der Bedrohung stellt. Wer jetzt schon Appetit auf das Spiel hat, sollte weiterlesen, denn wir verlosen zusammen mit Warner Interactive zwei superfette Bundles von Lego DC Super-Villains! chaos-is-coming.wbgames.com MITMACHEN UND SCHURKE WERDEN! Wir verlosen jeweils ein Bundle für Xbox One und eines für PlayStation 4. Mit dabei sind jeweils eine Version des Spiels sowie eine Telefonhülle, ein T-Shirt, ein Turnbeutel sowie ein Schlüsselanhänger – alle natürlich mit Motiven des Spiels! Mitmachen ist super easy, vor allem für g’standene Schurken: Schickt uns einfach ein kurzes Mail, mit wem ihr den Koop-Modus von Lego DC Super-Villains spielen wollt und warum ihr die besten Schurken seid. Mit ein bisschen Glück gehört eines der Bundles euch! Ach ja, eine Mailadresse gibt es dafür natürlich auch – hier ist sie: gewinn@pph-media.at DOT.GAMES 77

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TEXT: PETER ZIRBS

Von Sternen, Kämpfen und Piloten Mit Starlink: Battle for Atlas legt Ubisoft einen Titel vor, der echtes Spielzeug mit dem Geschehen am Bildschirm verknüpft. Das funktioniert aus mehreren Gründen überraschend gut.

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ut, erfunden hat Ubisoft dieses System zwar nicht komplett – doch die Umsetzung ist jedenfalls absolut gelungen: Dank einiger cleverer Gameplay-Mechanismen und einer exzellenten Ausführung ist Starlink: Battle for Atlas ein echter Hit für junge und jung gebliebene Gamer geworden. Aber worum geht es denn eigentlich? Was hebt das Spiel von der Masse ab? Zum einen ist es wohl das außergewöhnliche Konzept mit den modularen Bestandteilen, mit deren Hilfe man seinen Piloten und sein Raumschiff zusammenbaut. Denn dabei geht es keineswegs nur um die coole Optik, sondern vor allem um die Fähigkeiten des jeweiligen Piloten sowie um die unterschiedlichen Eigenschaften des Raumschiffs und seiner Bewaffnung. So kann man sich also aussuchen, ob man diese oder jene Waffen kombiniert, sein Schiff wendiger oder widerstandsfähiger macht – und welche spezielle Fähigkeit der Pilot besitzt. Einfach

das modulare Spielzeug an den Controller stecken und in Echtzeit mitverfolgen, wie diese im Spiel zum Leben erwachen. Das ist schon mal einer der spannenden und erfolgversprechenden Aspekte von Starlink: Battle for Atlas. MITREISSENDE INSZENIERUNG Zum anderen dürfte wohl der Umstand dem Spiel zum Kultstatus verhelfen, dass bei der Umsetzung keine Mühen und Kosten gescheut wurden: Das Geschehen auf dem Screen ist mitreißend und aufwendig in Szene gesetzt; so wurde für die diversen

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Angelegenheit, da ihre Fähigkeiten in Verbindung mit den Raumschiffen und Waffen wieder andere Fähigkeiten erzeugen. Auch cool: Wer sich die Teile nicht an den Controller klammern mag, kann auch ohne Toys die entsprechenden Settings anwählen. RIESIGE SPIELEWELT Sogar an einen Zwei-Spieler-Couch-KoopModus (was für ein Wort!) wurde gedacht; wer also seine Spacefights mit dem besten Freund offline auf einem geteilten Bildschirm absolvieren will, kann dies ganz komfortabel tun. Gespielt wird übrigens in einer riesigen offenen Spielewelt mit verschiedenen Planeten, die über eigene Ökosysteme, Tierwelten und Geheimnisse verfügen. Das Action-Adventure Starlink: Battle for Atlas ist nicht nur ambitioniert, sondern auch tatsächlich gelungen: Gute Spiele für ein junges Publikum sind rar; hier wird hingegen nicht mit toller Optik und intelligenten Gameplay-Mechanismen gegeizt. Das Spiel erscheint am 16. Oktober für Nintendo Switch, Xbox One und PlayStation 4. starlink.ubisoft.com

Mit ein bisschen Glück gewinnst du eines von drei Starlink: Battle for Atlas für PS4! Einfach die folgende Gewinnfrage beantworten und unter cineplexx.at teilnehmen. Frage: Wo spielt Starlink: Battle for Atlas? A: Im Weltall B: Im Kühlschrank C: Im Kopf deiner Katze Wir wünschen jetzt schon viel Spaß mit deinem Starlink: Battle for Atlas!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse.

WIE FUNKTIONIERT DAS MIT DEN TOYS? Eigentlich ist das System watscheneinfach – aber eben ohne Watsche: In der klassischen Version, also dem Starter-Set, wird das Spiel bereits mit einer Grundausstattung geliefert, die ein Schiff, einen Pilot sowie drei Waffen enthält. Bei der Version für Switch ist das zwar ein wenig anders, aber ähnlich: Hier sind zwei Piloten sowie exklusive Missionen enthalten. Mit dieser Grundausstattung lässt sich laut den Entwicklern das ganze Spiel durchzocken. Wer dennoch andere Kombinationen bevorzugt, kann durch Booster-Packs aufstocken. Denn jede Kombi ergibt andere Möglichkeiten, die weitere Boni zur Folge haben. Wie schon erwähnt, ist auch die Wahl der Piloten eine spielentscheidende

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Charaktere Motion Capture eingesetzt, und auch bei der Sprachausgabe hat man sich nicht lumpen lassen. Das Ergebnis ist ein Spiel, das also Blockbuster-Optik liefert und mit modularen Toys verknüpft – aber klappt’s auch mit dem so wichtigen Spaßund Action-Faktor? Um es kurz zu machen: Ja, das klappt sogar sehr gut. Das liegt an der gelungenen Balance der unterschiedlichen Tools und Skills, aber auch an den rasanten Fights und Aufgaben, die der Spieler erfolgreich zu bewältigen hat. Zu tun gibt es immer etwas – und wenn man nicht gerade in einem erbitterten Kampf steckt oder eine Mission zu erledigen hat, dann lässt es sich noch immer im Tiefflug über einen Planeten nach Zusatzaufgaben Ausschau halten. Langeweile kommt jedenfalls keine auf, im Gegenteil: Die Kombi aus cineastischer Grafik und abwechslungsreichem Gameplay sorgt für Stimmung und einen hohen Spielspaßfaktor.

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Im Westen viel Neues

Red Dead Redemption II kann man getrost als eines der am meisten antizipierten Spiele des Jahres bezeichnen. Eines sei auch gleich verraten: Der Hype um den Titel ist absolut gerechtfertigt.

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or rund 14 Jahren begann mit Red Dead Revolver der Beginn der Red Dead-Serie. Zwar war der Start durchaus beachtenswert; so richtig in Schwung kam die Chose allerdings im Jahre 2010 – da erschien nämlich mit Red Dead Redemption die Fortsetzung des begonnenen Western-Themas, was gleichzeitig einen Wandel im Gameplay und in der Spieltiefe signalisierte. Das Spiel ein GTA in Westernumgebung zu nennen, greift zu kurz: Klar, mit den Haupt- und Nebenmissionen, dem saftigen Humor und der von Rockstar Games bekannten akribischen Umsetzung könnte sich ein Vergleich durchaus aufdrängen. Dennoch ist Red Dead Redemption II alles andere als ein GTA-Klon: RDRII ist ein unglaublich detailliertes Westernspiel, das mit so ziemlich allen Klischees und

Referenzen des Genres spielt. Das beginnt bereits bei der Story und hört bei korrekter Flora und Fauna noch lange nicht auf. Was sich allerdings schon vergleichen lässt, ist die Spieltiefe, denn bei RDRII gibt es immer etwas zu tun – auch fernab der Main Story lässt es sich hervorragend auf Entdeckungsreise gehen; was hier zum Zeitvertreib auf die Spielerinnen und Spieler wartet, wäre anderswo schon fast ein ganzes Game. EPISCHES PREQUEL Die Story von Red Dead Redemption II ist ungefähr 12 Jahre vor den Ereignissen von RDR angesiedelt. Die bereits im Vorgänger erwähnte Bande von Dutch van der Linde hat nun eine tragende Rolle: Wir spielen den Outlaw Arthur Morgan, der Teil dieser Gang ist und sich ebenfalls von Überfällen, anderen Verbrechen

und Tierjagd ernährt. Doch wenn es nach den Gesetzeshütern und Politikern ginge, hätte das letzte Stündlein für alle Gunmen und Gesetzlosen geschlagen – und genau das will die Bande von Dutch van der Linde verhindern. Red Dead Redemption II ist nach Aussagen der Hersteller der bislang größte und detailreichste Ableger der Serie; das ist nach so einem langen Abstand zwischen den Titeln zwar kein Wunder, es wäre aber nicht Rockstar Games, wenn man hier nicht ohnehin versucht hätte, eine riesige plausible Spielewelt zu erschaffen. Mit der schieren Größe geben viele Spiele an – diese Fläche aber auch sinnvoll mit Leben zu erfüllen und den Spielern ein packendes Abenteuer zu bieten, ist wieder eine ganz andere Kunst. Eine Kunst, auf die sich Rockstar Games versteht, denn sie haben früh erkannt, dass sich eine gute Geschichte nicht nur mit der Handlung, sondern auch

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durch viele liebevolle Details erzählt. Genau das passiert in RDRII, wie man beispielsweise anhand der NPCs bemerkt: Sie besitzen – wie auch jedes Dorf und jedes Tier – ihre eigene Routine; das heißt, sie verhalten sich einzigartig und kontextbezogen. Das erzeugt eine erzählerische Dichte, wie sie selten vorkommt, und schon gar nicht in einem Spiel dieser Größe. EIN EIGENER MIKROKOSMOS Auch diesmal versteht es Rockstar Games, mit einigen cleveren Ideen für maximale Immersion zu sorgen. Da wäre zum Beispiel der Umstand, dass unserem Helden in Echtzeit Bart und Haare wachsen. Wer also nach einiger Zeit nicht wie Rübezahl aussehen will, geht zum Barbier, um sich wieder ein zivilisierteres Äußeres verpassen zu lassen. Auch ein nettes Detail: In der Hitze des Gefechts oder auch durch den Wind kann schon mal

der Hut des Protagonisten verlustig gehen. Also hebt man ihn wieder auf – oder pfeift drauf und schreibt den Hut ab. Auch die finanziell einträgliche Jagd auf manche der 200 im Spiel vorkommenden Tiere ist nun noch realistischer geworden; die Beute muss nun entweder korrekt gehäutet oder zumindest flott ins Lager zur weiteren Verarbeitung gebracht werden, sonst beginnt sie zu faulen und Fliegen anzuziehen. Und auch bei den Überfällen kehrt mehr Realismus ein; wer unerkannt bleiben und sich Shoot-outs ersparen will, arbeitet leise und gewissenhaft. Alle anderen dürfen sich Schießereien mit den versammelten Gesetzeshütern liefern.

Wir könnten uns noch stundenlang in den wunderbaren Details – Die Pferde! Das Reiten! – verlieren, aber uns läuft bereits jetzt der Platz davon. Um es kurz zu machen: Das am 26. Oktober für PS4 und Xbox One erscheinende Red Dead Redemption II ist nicht nur eines der ultimativen Highlights des Jahres, sondern auch ein Pflichtspiel für Westernfans und Liebhaber von großen Open-World-Abenteuern. rockstargames.com

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13 SEITEN DOT.PLANER Metallica

Seit seiner Gründung im Jahr 1981 ist das Metal-Quartett nicht mehr aus der internationalen Musikszene wegzudenken. Dass die Band noch immer die Massen begeistern kann, werden die vier Herren im August nächsten Jahres bei einem WienKonzert im Ernst-Happel-Stadion unter Beweis stellen.

www.oeticket.com, Ernst-Happel-Stadion, Meiereistraße 7, 1020 Wien, 16. August 2019, 18:00 Uhr, VVK: ab € 83,–

WOW Glacier Love

© Matthias Leitner (WOW Event GmbH)

Von 2. bis 4. November wird der kleine alpine Ort Kaprun in die Partyhochburg der Alpen verwandelt, um den offiziellen Start der Wintersaison in Zell am See – Kaprun zu feiern. Neben Nicky Romero dürfen sich Festivalbegeisterte über Österreichs Nummer-eins-DJ Rene Rodrigezz, Wunderkind Toby Romeo, das Aufsteiger-DJ -Duo der internationalen Szene Zootah und über den talentierten Levex freuen. Die Wintersportliebhaber können beim Cash4Tricks im frisch geshapten Glacierpark für Bares ihre besten Tricks zeigen und die neuesten Skis und Boards der heißesten Wintersportmarken auf den frisch verschneiten Gletscherhängen des Kitzsteinhorns testen. www.wowglacierlove.at

KIM WILDE. JASON DERULO. CLUESO. DER NINO AUS WIEN. NADA SURF. JEREMY LOOPS. CŒUR DE PIRATE. TAKE THAT. SIR THE BAPTIST & DANIEL LAWRENCE. VOODOO JÜRGENS.

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Take That

Greatest Hits-Tournee und neues Album: Take That feiern ihr 30-jähriges Jubiläum mit einer Hommage an ihr musikalisches Gesamtwerk.

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www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle, Halle F, Dr.-RolandRainer-Platz 1, 1150 Wien, 26. Juni 2019, 20:00 Uhr, VVK: ab € 65,90

as für eine Band! 1990 in Manchester von Nigel MartinSmith, dem Besitzer einer kleinen Casting- und Modelagentur gegründet, starteten Take That eine sensationelle, völlig beispiellose Karriere, die ihresgleichen sucht und die Band zu Recht als eine der erfolgreichsten Boygroups aller Zeiten in die Musikgeschichte eingehen ließ. Heute können Take That auf 56 internationale Nummer-eins-Hits und eine bewegte Geschichte zurückblicken: Grund genug für ein neues Album und eine damit verknüpfte Greatest-Hits-Tournee. Das Werk „Odyssey“ zelebriert die letzten 30 Jahre und versteht sich als eine Hommage und als Reise durch all die Phasen

und Neuerfindungen der Band. Darauf finden sich neben drei brandneuen Songs auch Neuinterpretationen der größten Hits: „Wir haben die Songs überarbeitet, aber ohne ihnen zu nehmen, wofür die Fans sie lieben“, meint Gary Barlow. „Man muss respektvoll damit umgehen, aber gleichzeitig möchte man die Songs auffrischen und erneuern.“ Gary Barlow bildet zusammen mit Howard Donald und Mark Owen Take That der Gegenwart. 2006 und 2010 kehrte Robbie Williams für zwei Alben kurz zur Bandformation zurück. Mit Hits wie „Back for Good“, „These Days“ und „The Flood“ werden die drei Herren im Juni nächsten Jahres die Wiener Stadthalle unsicher machen.

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VIECC 2018

Wer seinen Helden aus Film, Fernsehen, Comic und Cosplay ganz nahe kommen will, darf die heurige Ausgabe der VIECC Vienna Comic Con nicht verpassen.

Wandelbar: Die britische Cosplayerin und Gamerin Tabitha Lyons ist erstmals in Österreich zu Gast und wird in ihrem Workshop wertvolle Tipps geben.

ZUM VIERTEN MAL IN FOLGE GEHT AM 17. UND 18. NOVEMBER DIE VIECC VIENNA COMIC CON ÜBER DIE BÜHNE – NATÜRLICH WIEDER MIT EINEM BUNTEN RAHMENPROGRAMM UND VIELEN STARS UND HIGHLIGHTS. Auch an Bord: Ghostbusters-Schauspieler Ernie Hudson (oben) und John Ross Bowie, bekannt aus der Erfolgsserie The Big Bang Theory. © Alle abgebildeten Künstler und Künstlerinnen

Mit der Rolle als Denethor II. in der Herr der Ringe-Trilogie spielte sich der australische Schauspieler John Noble in die Herzen seiner Fans.

Serienbösewicht und The Walking Dead-Star David Morrissey wird sich heuer unter die Fans der VIECC Vienna Comic Con mischen.

Game of Thrones-Fans dürfen sich freuen: Eugene Simon, der in der Fantasy-Serie den Charakter Lancel Lennister verkörpert, stattet Wien heuer einen Besuch ab. DOT.PLANER 85

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Sir the Baptist & Donald Lawrence

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nde November kommen der Hip-Hop-Künstler Sir the Baptist und der Grammy-prämierte Gospel-Sänger Donald Lawrence mit ihrer Show „Church In The Wild“ in die Grelle Forelle – und liefern damit ein einzigartiges Konzertereignis, das die Kirche in den Club holt. Die beiden Chicagoer nehmen darin Bezug auf viele Musikgrößen der Stadt. Darunter Louis Armstrong, Kanye West und Thomas Dorsey, der getrost als Mitbegründer der Gospelmusik bezeichnet werden kann. ARCADIA LIVE und DOT. magazine verlosen 2x2 Tickets für das WienKonzert. Einfach die folgende Gewinnspielfrage beantworten und unter www.cineplexx.at teilnehmen. GEWINNSPIELFRAGE Wie lautet die aktuelle Show von Sir the Baptist und Donald Lawrence? A) Music In The Wilderness B) Church In The Wild C) Church In The Club

www.grelleforelle.com, Grelle Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien, 28. November, 20:00 Uhr, VVK: € 22,90

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Jeremy Loops Im Frühjahr kommenden Jahres beehrt der fesche Südafrikaner Wien und hat dabei neues Songmaterial und sein Album „Critical As Water“ im Gepäck.

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enn man dem langhaarigen Singer-Songwirter und Umweltaktivisten Jeremy Loops gegenübersteht, kann man sich kaum vorstellen, dass der Südafrikaner eigentlich auf dem Finanzmarkt Karriere machen wollte. Zum Glück seiner Fans hat Loops nach dem Wirtschaftsstudium die soliden Zukunftspläne über Bord geworfen, um seine musikalische Karriere zu starten. Bereut hat der Singer-Songwriter diesen Schritt bestimmt nicht: Bereits mit seiner Debütplatte „Trading Change“ gelang ihm in seiner Heimat eine Platzierung an der Spitze der Charts.

Darüber hinaus wurde das Werk bei den „MTV Africa Awards“ zum besten Popund Alternative-Album gekürt. Jetzt hat der blonde Surfer-Boy nachgelegt: Mit „Waves“ erschien die erste Songauskopplung des Nachfolgers „Critical As Water“, das im Frühjahr dieses Jahres erschien. Musikalisch macht Jeremy Loops dort weiter, wo er mit seinem Debütalbum aufgehört hat: fette Beats, Reggae-Rhythmen, Jazz-Anklänge und viel zurückgelehnter Pop vermischen sich zu einer ausgeglichenen Melange. Live kann man Loops kommendes Frühjahr in der Arena Wien bestaunen.

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DRAUSSEN IM KINO

Die besten Sport- und Outdoor-Filme im Kino zeigen auf großer Leinwand, was draußen alles zu erleben ist und holen die Zuseher mitten in das Abenteuer! in sportliches Jahr voller Erlebnisse geht zu Ende, und der gemütliche Spätherbst eignet sich perfekt, um es fi lmtechnisch Revue passieren zu lassen.

Alp-Con CinemaTour © Steel City Media & Creative Concept – GAMBLE, Rider: Sam Blenkinsop

© Psycho-Vertical-Lightshedpictures, Andy Kirkpatrick

Mountainfilm-Festival 250 Filme aus 32 Ländern wurden für das internationale Mountainfilm-Festival im Congress Graz eingesendet. Von 13. bis 17. November sind dann die Besten im Filmbewerb um den „Grand Prix Graz“ und die Kategorienpreise „Kamera Alpin in Gold“ auch zu sehen. Für das Festivalpublikum ergibt sich daraus eine große Bandbreite an Themen, tollen Geschichten und Aufnahmen aus den unterschiedlichsten Gegenden unseres Planeten. Die Zahl an Möglichkeiten, sich am Berg und in der Natur fortzubewegen, ist in den letzten Jahrzehnten förmlich explodiert,

DOT.magazine stellt euch die besten Sport- und Outdoor-Filme vor, die mit beeindruckenden Bildern wieder Lust auf spannende Abenteuer machen.

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ie internationale Filmtour zeigt bereits zum achten Mal in über 60 Städten eine Trilogie der Themen Bike, Mountain und Snow. Die unterschiedlichen Filmblöcke bieten den einzelnen Abenteuern genug Zeit und Raum, sich zu entfalten und die Besucher in ihren Bann zu ziehen. Das Programm aus insgesamt zehn Filmen ist eine gelungene Mischung aus internationalen Top-Produktionen, kreativen einheimischen Kompositionen und den besten Online-Clips, die mehr als nur einen „Klick“ verdient haben. Nicht das „Höher, schneller, weiter“ steht im Vordergrund, sondern die Erlebnisse, Botschaften und Charaktere, die bewegen, faszinieren und motivieren. Auf www. facebook.com/dotmagazine.at habt ihr die Möglichkeit, für die Cineplexx-Kinos Leoben, Spittal und Villach 1x2 Karten zu gewinnen! www.alp-con.net

denn die Sportler nutzen alle Elemente, um Spaß und Erfolg zu erleben. Im Bühnengespräch oder nach den Vorführungen nehmen sich auch Kletterstars wie „Huberbua“ Alexander Huber oder das österreichische Mount- Everest Erstbesteigungsteam rund um Prof. Wolfgang Nairz Zeit für einen Gedankenaustausch. www.mountainfilm.com

© HennaTaylor, Alain Lusignan

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Andy Irons – Kissed by God

ufgewachsen in armen Verhältnissen auf Hawaiis Insel Kauai, wurde er nach seinem Umzug an O’ahus North Shore und die Übernahme der Pipe- und BackdoorLineups durch seine gefürchtete „Wolfpak“-Gang zum besten Surfer der frühen 2000er. Er gewann drei Weltmeistertitel und dominierte sogar Kelly Slater. Doch mit dem Erfolg kamen auch die Probleme: Drogenkonsum, Partys, Größenwahn und Selbstzweifel. Das Leben als Superstar nagte zunehmend an einem Surfer, der eigentlich für seine Aggressivität und Furchtlosigkeit bekannt war. Im Oktober 2010 wurde er tot in einem Hotelzimmer in Texas gefunden. Die Umstände seines Todes wurden jedoch geheim gehalten. Der Film erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Rock ’n’ roll-Lebens und des Todes eines der größten Surfer aller Zeiten. Bruce Irons, Kelly Slater, An-

© PhilippBecker, www.MirjaGeh.com

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dys Witwe Lyndie und viele weitere Wegbegleiter bringen die Wahrheit ans Licht und durchbrechen das Schweigegelübde, das acht Jahre lang gehalten hat. Nach der gefeierten Weltpremiere in Los Angeles zeigt Cineplexx den meistdiskutierten Surf-Film des Jahrzehnts. www.surffilmnacht.de

© Teton Gravity Research

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13.11. – Cineplexx Hohenems 13.11. – Cineplexx Linz 13.11. – Cineplexx Salzburg City 14.11. – Geidorf Kunstkino 14.11. – Stadtkino Villach 15.11. – Urania Kino

Freeride Filmfestival

as Freeride Filmfestival ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz wieder mit den neuesten Filmen aus der Ski- und Snowboardszene unterwegs. Das Besondere dabei ist, dass auch eine Auswahl an Athleten und Filmemachern im Tour-Bus die Runde fahren und

bei jedem Stopp über ihre Erlebnisse und Erfahrungen live auf der Bühne berichten. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr sind einzigartige Filmprojekte von insgesamt fünf FreerideWeltmeisterinnen, die ihren Beruf auf ganz unterschiedliche Weise auf der Leinwand beleuchten. Dazu rückt auch hochalpines Skibergsteigen in den Fokus. Gewürzt wird das Ganze mit einer Prise Slapstick und Augenzwinkern, wie etwa mit dem Projekt „Daddies on Skis“. Hier zeigen die beiden Abenteurer Matthias Haunholder und Bernd Krainbucher, wie sie ihr Leben als Väter mit ihrer Leidenschaft für den Sport unter einen Hut bringen. Nach den Vorführungen können die Fans ganz ungezwungen mit

den Movie-Stars plaudern und feiern. Für die Protagonisten des Festivals heißt es danach Boarding Time für die Fahrt im schicken Nightliner, der sie in die nächste Stadt bringt. DOT.-Tipp ist das Special im Stadtkino Villach am 19.11., bei dem nicht nur alle neun Filme gezeigt werden! www.freeride-filmfestival.com DOT.PLANER 89

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FORTNITE COMMUNITY CLASH Beim größten Fortnite-Happening Österreichs können Game-Fans auf einer großen Leinwand im Cineplexx Donauplex mit den Profis mitfiebern. INFO: www.esports-festival.com, Donauplex, Wagramer Straße 81, 1220 Wien, 12. Oktober, ab 15:00 Uhr, VVK: Free Entry

THE AMITY AFFLICTION Gemeinsam mit den Bands The Plot In You, Endless Heights und Dream State, kommt die australische Post-Hardcore-Band wieder in die Arena Wien.

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JASON DERULO S

uperstar Jason Derulo stellt klar, was ihn antreibt: „Tanz steht im Zentrum von allem, woran ich glaube.“ Der Multi-PlatinKünstler wird nicht müde, hochgradig ansteckende, temporeiche Hits abzuliefern. Der Tanz ist aber auch die Basis für Derulos neuestes Projekt: Zusammen mit dem internationalen Fitness-Programm „Zumba“ hat er eine Choreografie entwickelt, die nun an über 200.000 Zumba-Locations von den dortigen Trainern weltweit angeboten wird. Mit seinen aktuellen Hits „If I’m lucky“, dessen offizielles Video bisher mehr als 47 Millionen mal angesehen wurde, und „Tip Toe“ liefert

der Superstar auch gleich die passende musikalische Basis dafür. Ein Gesamtpaket, das man guten Gewissens als Garant für die Fortsetzung des unglaublichen Erfolges von Derulo bezeichnen kann – bisher konnte der Künstler viermal Platz eins der US-Singlecharts erobern, dazu gesellen sich Streamingzahlen, die bereits die 6-Milliarden-Marke knacken konnten. Live ist der talentierte Künstler Ende Oktober mit seinen größten Hits im Wiener Gasometer zu Gast. INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1030 Wien, 22. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 51,99

KIM WILDE

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ie Aliens kommen nach Wien! Kim Wilde, die „Queen of Pop“, reist im Oktober mit ihrer „Here come the Aliens Tour“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im Gepäck hat sie die lang erwarteten Live-Songs des im Frühjahr erschienenen, gleichnamigen Albums sowie ihre größten Hits der letzten 30 Jahre. Kim Wilde erobert bereits seit 1981 die Tanzflächen: Ihr damals erschienener Hit „Kids in America“ ebnete den Weg für eine atemberaubende Karriere mit über 30 Millionen verkauften Alben. Songs wie „Chequered Love“, „Cambodia“, „You Keep Me Hangin’ On“ und „Four Letter Word“ sind nur einige Beispiele für ihre großen Hits der 80er-Jahre, die heute aktueller denn je klingen. Auch an LiveErfahrung mangelt es Kim Wilde nicht: Anfang der 90er-Jahre begleitete sie David Bowie bei seinen legendären „Greatest Hits“-Konzerten, zudem trat sie bei Michael Jacksons gigantischer „Bad“-Tournee in Europa innerhalb von fünf Monaten vor zwei Millionen Menschen auf. Kim Wilde versteht es, mit ihrer Show und ihrer großartigen Liveband ihren Fans ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten: Die „Here come the Aliens“-Tour ist somit ein Muss für Fans von zeitloser Popmusik. INFO: www.ottakringerbrauerei.at, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien, 19. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 51,90

INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 16. Oktober, 19:00 Uhr, VVK: € 34,90

THE MAGIC GANG Mit ihrem Debütalbum, das einen musikalischen Bogen zwischen Beach Boys, The Kinks, Weezer und Pavement spannt, kommt The Magic Gang im Herbst ins Wiener Chelsea. INFO: www.chelsea.co.at, Chelsea, Stadtbahnbogen 29–31, 1080 Wien, 16. Oktober, 21:00 Uhr, VVK: € 17,30

KODALINE Für das irische Quartett ist Musik eine Art Therapie. So haben auch die epischen und aufwühlenden Songs der Gruppe eine therapeutische Wirkung auf den Hörer. INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1110 Wien, 17. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 33,70

FIDDLER’S GREEN Nach zweieinhalb Jahrzehnten Bandgeschichte und 13 veröffentlichten Alben schaffen es die Iren noch immer, ihre Fans mit mitreißenden Songs zu begeistern. INFO: www.planet.tt, Szene Wien, Hauffgasse 26, 1110 Wien, 18. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 31,10

THREE DAYS GRACE Aktuell begeistert die kanadische Post-Grunge-Band mit ihrer Single „The Mountain“, die bereits mit über 13 Millionen YouTubeKlicks aufwarten kann. INFO: www.planet.tt, Gasometer Wien, Guglgasse 8, 1110 Wien, 18. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 35,50

PETER BJORN AND JOHN Vor rund fünf Jahren eroberten Peter Bjorn and John die Musikwelt im Sturm. Seither hat die Band ständig an ihrem einzigartigen Pop-Sound gefeilt. INFO: www.flex.at, Flex, Donaukanal/Augartenbrücke, 1010 Wien, 18. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 29,90

THE VINTAGE CARAVAN Rock made in Island: The Vintage Caravan vereinen klassische Rockmusik mit Metal, Progressive Rock und Boogie-Woogie. Neues Album: „Gateways“. INFO: www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien, 19. Oktober, 19:00 Uhr, VVK: € 20,30

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SLAVES Slaves lassen sich in keine musikalische Schublade stecken und bewegen sich in ihren Songs zwischen harten und ruhigen Klängen. Neues Album: „Acts Of Fear And Love“. INFO: www.planet.tt, Szene Wien, Hauffgasse 26, 1110 Wien, 20. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 25,20

THE PARLOTONES Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat die Band massive Erfolge in ihrem Heimatland Südafrika verbuchen können. Mit ihrem neuen Album „China“ möchte die Gruppe nun auch international durchstarten. INFO: www.chelsea.co.at, Chelsea, Stadtbahnbogen 29–31, 1080 Wien, 21. Oktober, 21:00 Uhr, VVK: € 23,50

NES Nesrine Belmokh, Sängerin und Herz von Nes, entführt das Publikum mit ihrer verletzlichen Stimme und ihrem virtuos-charismatischen Cellospiel in ferne Klangwelten. INFO: www.sargfabrik.com, Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien, 23. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: € 30,10

THE BAD PLUS Mit dem Pianisten Orrin Evans tritt das JazzTrio erstmals in neuer Besetzung auf. Im Gepäck haben die US-Amerikaner dabei ihr neues Album „Never Stop II“. INFO: www.porgy.at, Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien, 23. Oktober, 20:30 Uhr, VVK: € 22,50

SCHMIEDS PULS Mit ihrem neuen Studiowerk „Run“ schlagen Schmieds Puls, das Wiener Trio rund um Sängerin Mira Lu Kovacs, ein neues Kapitel in ihrer Bandkarriere auf. INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien, 25. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 19,70

ROOSEVELT Der 27-jährige Kölner kann auf zwei sehr erfolgreiche Jahre zurückblicken. Sein 2016er-Debüt „Roosevelt“ landete auf Anhieb in den Charts und gilt seither als eines der wichtigsten deutschen Pop-Alben. INFO: www.flex.at, Flex, Donaukanal/Augartenbrücke, 1010 Wien, 27. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 23,–

AVEC Ihr aktuelles Werk „Heaven/Hell“ führt die oberösterreichische Sängerin Avec Ende Oktober ins Wiener WUK. INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien, 30. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 19,20

DRANGSAL Auf sein Debütalbum „Harieschaim“ aus dem Jahr 2016 folgt nun das neue Werk „Zores“, mit dem der deutsche New Wave-Musiker Anfang November ins Wiener Flex kommt. INFO: www.flex.at, Flex, Donaukanal/Augartenbrücke, 1010 Wien, 04. November, 20:00 Uhr, VVK: € 21,20

CŒUR DE PIRATE

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it ihrem vierten Studiowerk „En cas de tempête, ce jardin sera fermé“ feiert die kanadische SingerSongwriterin Cœur de Pirate nicht nur ihre fulminante Rückkehr aus der wohlverdienten Babypause, sondern besinnt sich damit auch auf ihre Chanson-Wurzeln zurück. Das neue Werk, das im Gegensatz zum Vorgängerwerk „Roses“ komplett in Französisch gehalten ist, überzeugt mit einer Bandbreite aus radiotauglichen Hooklines und lyrisch-schwelgerischen Balladen. Die leicht schwermütige und dramatische Stimmung des Vorgängers ist einem lebhaften Grundton voller Energie gewichen. Über das gesamte Werk, das Béatrice Martin im Alleingang getextet und komponiert hat, zeigt die Künstlerin, dass sie wie selbstverständlich ambivalente Gefühlslagen und Spannungen in Liedform Gestalt werden lässt. Bald transferiert die Kanadierin ihre neuen Songs auch ins Liveformat: Im Rahmen ihrer bevorstehenden Tournee nimmt Cœur de Pirate Anfang November Kurs auf Wien und wird mit einem Konzert im Theater Akzent ihr Publikum begeistern.

INFO: www.akzent.at, Theater Akzent, Theresianumgasse 18, 1040 Wien, 03. November, 20:00 Uhr, VVK: ab € 29,90

PER GESSLE’S ROXETTE

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nvergessliche Erfolgssongs wie „The Look“ und „Listen To Your Heart“ ebneten dem schwedischen Zweiergespann Roxette den Weg für eine aufsehenerregende Karriere. Darauf folgten insgesamt 31 Chartplatzierungen – eine eindrucksvolle Bilanz, die sich im Verkauf von 75 Millionen Alben widerspiegelt. Im Frühjahr 2016 zog sich die charismatische Sängerin der Gruppe, Marie Fredriksson, wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Musikbusiness zurück. Daraufhin formierte Per Gessle, seines Zeichens Gitarrist und Komponist des Zweiergespanns, aus Mitgliedern der originalen Touring-Band eine neue Gruppe, um den Songklassikern frischen Wind zu verleihen. „Natürlich ist und bleibt Marie unersetzlich, aber sie begleitet uns mit ihren besten Wünschen. Wir beide denken, dass dies eine großartige Chance ist, unseren Songs mit einem leicht veränderten Twist neuen Glanz zu verleihen“, betont Per. Wer sich ein Wiedersehen mit Hits wie „It Must Have Been Love“, „Sleeping In my Car“ und „Joyride“ nicht entgehen lassen will, hat jetzt die Chance sich Tickets für das Konzert in der Wiener Stadthalle zu sichern. INFO: www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle, Halle F, Dr.-Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien, 18. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: ab € 67,40

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IN A BLUE ROOM Erst 2017 gegründet, präsentiert die AcousticBand rund um Harry Fischer bereits eigene Kompositionen im Blues- und Americana-Stil.

BURGENLAND 11TH SCOTTISH COLORS FESTIVAL

INFO: www.storchennest-event.at, Storchennest Breitenbrunn, Prangerstraße 1, 7091 Breitenbrunn, 18. Oktober, 19:00 Uhr, VVK: € 12,–

Die elfte Ausgabe der renommierten Festivalreihe legt diesmal Augenmerk auf den Karrierebeginn zweier junger Ensembles. Zum einen das der jungen schottischen Sängerin Iona Fyfe und des Ensembles Ben Miller & Anita MacDonald aus Kanada. Für eine gebührende Eröffnung wird die Gruppe Buddy MacDonald sorgen, die ebenfalls aus dem kanadischen Cape Breton stammt.

PUSZTABEATZ Die Veranstaltungsreihe bringt die Acts Next Level und Unglued des angesagten Labels Hospital Records ins Bergwerk Neusiedl. INFO: www.bergwerk-neusiedl.at, Bergwerk Neusiedl, Kellergasse 2, 7100 Neusiedl am See, 20. Oktober, 21:00 Uhr, VVK: € 10,–

HANS SÖLLNER Seit 20 Jahren begeistert Hans Söllner seine Fans mit einem musikalischen Mix aus Bob Dylan und Johnny Cash, den er durch seine eigenen bayrischen Einflüsse erweitert.

BEN MILLER & ANITA MACDONALD

INFO: www.cselley-muehle.at, Cselley Mühle, Sachsenweg 63, 7064 Oslip, 20. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 23,–

MADAME BAHEUX POP

DIE MAYERIN Ihre erste Single „Guade Söh“ läuft im Radio derzeit auf Hochtouren, und die Sängerin hat bereits ihren nächsten Ohrwurm „Zwischen Himmel und Erden“ am Start.

Jung, witzig, frech: Jelena Popržan aus Serbien, Ljubinka Jokić aus Bosnien, Maria Petrova aus Bulgarien und Lina Neuner aus Klosterneuburg bilden die Gruppe Madame Baheux. Das Frauen-Quartett mit Balkan-Background ist seinem politischen Anspruch seit dem 2014er-Debüt treu geblieben und beweist mit dem neuen Werk „Too Big to Fail“, dass es sich allen stilistischen Grenzen widersetzt.

INFO: www.kulturbetriebe.at, Kulturzentrum Güssing, Schulstraße 6, 7540 Güssing, 25. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: € 21,–

INFO: www.oho.at, Offenes Haus Oberwart, Lisztgasse 12, 7400 Oberwart, 10. November, 20:00 Uhr, VVK: € 16,–

INFO: www.cselley-muehle.at, Cselley Mühle, Sachsenweg 63, 7064 Oslip, 21. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 25,–

KÄRNTEN AVEC POP Mit 22 Jahren zählt die junge oberösterreichische Sängerin Avec bereits zu den vielversprechendsten Songwritern Österreichs. In ihren Songs wandert die Vöcklabruckerin zwischen fröhlichen, düsteren und berührenden Themen. Ihr neues Album „Heaven/Hell“ offenbart sich als die musikalische Weiterentwicklung, die man der schüchtern wirkenden Sängerin mit der rauen Stimme immer zugetraut hat. INFO: www.stereoclub.at, Stereoclub, Viktringer Ring 37, 9020 Klagenfurt, 26. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 19,10

DER NINO AUS WIEN AUSTROPOP Oftmals wird Der Nino aus Wien mit dem jungen André Heller verglichen und beweist in seiner Musik auch immer wieder seine große Leidenschaft für die Poesie. Nach den beiden grandiosen Alben „Träume“ und „Bäume“ legte der Singer-Songwriter vergangenes Jahr das neue Studiowerk „Wach“ nach, für das der erfolgreiche Wanda-Produzent Paul Gallister neue Sounds beigesteuert hat. INFO: www.stereoclub.at, Stereoclub, Viktringer Ring 37, 9020 Klagenfurt, 15. November, 19:00 Uhr, VVK: € 18,30

ARMENIAN SPIRIT Das Ensemble aus Asatrian präsentiert zeitgenössische Arrangements und jazzige Erkundungsreisen in die Welt orientalischer Melodik und abendländischer Harmonik. INFO: www.stadttheater-klagenfurt.at, Stadttheater Klagenfurt, Theaterplatz 4, 9020 Klagenfurt, 27. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: ab € 12,–

TONY MACALPINE Im Laufe seiner 29-jährigen Karriere hat der talentierte Musiker Tony MacAlpine Instrumental Hard Rock, Jazz-Fusion und Heavy Metal neu definiert. INFO: www.bluesiana.net, Bluesiana, Franzosenallee 9, 9020 Velden am Wörthersee, 30. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 35,–

LORDI Bekannt wurden die Finnen durch ihre auffälligen Monster-Outfits und durch Horrorelemente, die sie in ihren Bühnenshows einsetzen. Neues Album: „Sexorcism“. INFO: www.stereoclub.at, Stereoclub, Viktringer Ring 37, 9020 Klagenfurt, 01. November, 19:30 Uhr, VVK: € 32,40

DICHT & ERGREIFEND Die Bayern Michael Huber und Fabian Frischmann machen unter dem Namen Dicht & Ergreifend bayrischen Mundart-Rap. INFO: www.stereoclub.at, Stereoclub, Viktringer Ring 37, 9020 Klagenfurt, 09. November 20:00 Uhr, VVK: € 20,20

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ERWIN & EDWIN Erwin & Edwin liefern mit feinen Electrobeats, die sie mit stimmiger Blasmusik erweitern, die Tanzmusik der neuen Stunde.

NIEDERÖSTERREICH BEATPATROL FESTIVAL

INFO: www.cinema-paradiso.at, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, 3100 St. Pölten, 19. Oktober, 20:30 Uhr, VVK: € 15,30

Ein Abend, 5 Stages und mehr als 50 Artists: Bei der zehnten Auflage des Beatpatrol Festivals stehen Szenegrößen der Electronic- und Drum’n’Bass-Szene an den Turntables. Mit an Bord ist diesmal der Headliner Marshmello, die Local Heroes Camo & Krooked, der deutsche Musikproduzent Fritz Kalkbrenner sowie die Band NOISIA und viele weitere spannende Bands der Electronic-Szene.

SCOTTISH COLORS Drei Spitzenbands aus Kanada und Schottland verzaubern hier das Publikum. Mit Buddy MacDonald, Ben Miller & Anita MacDonald und Iona Fyfe. INFO: www.cinema-paradiso.at, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, 3100 St. Pölten, 23. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 18,50

MARSHMELLO

MUNDWERKK CREW In ihrem Hybrid aus Funk und Hip-Hop kombinieren Tobias Klauser und Sebastian Riepp clever getexteten Wortfluss mit Anglizismen und bayrischem Dialekt.

INFO: www.vaz.at, VAZ St. Pölten, Kelsengasse 9, 3100 St. Pölten, 25. Oktober, 18:00 Uhr, VVK: € 71,90

VOODOO JÜRGENS INDIE

FEDERSPIEL Die siebenköpfige Band verbindet heimische Volksmusik und weltmusikalische Elemente zu zeitgenössischen Kompositionen.

Mit viel Respekt vor dem Interpreten Ludwig Hirsch bringt Voodoo Jürgens Ende Oktober die großen Hits von der „Omama“ bis hin zu „I lieg am Ruckn“ und viele weitere Austropop-Songs nach St. Pölten. Schon immer ein großer Verehrer von Ludwig Hirsch, gehen auch die musikalischen Wurzeln von Voodoo Jürgens auf den heimischen Liedermacher und Austropop-Begründer zurück.

INFO: www.cinema-paradiso.at, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, 3100 St. Pölten, 08. November, 20:00 Uhr, VVK: € 24,–

INFO: www.bih.at, Bühne im Hof, Julius-RaabPromenade 37, 3100 St. Pölten, 31. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: € 35,40

INFO: www.festspielhaus.at, Festpielhaus St. Pölten, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, 25. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 24,50

OBERÖSTERREICH CLUESO SINGER-SONGWRITER Während seiner Reisen hat Clueso schon immer Lieder geschrieben und Ideen festgehalten. So entstanden auch die Songs, die der deutsche Rapper und Singer-Songwriter auf dem neuen Album „Handgepäck“ präsentiert. Clueso hat das Album selbst aufgenommen, die meisten Instrumente eingespielt, alles arrangiert, produziert und selbst abgemischt. Das Ergebnis gibt es Ende Oktober live im Posthof zu erleben. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 27. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 44,20

NADA SURF INDIE Ihren Durchbruch schaffte die US-Band mit ihrem dritten 2002er-Werk „Let Go“, das Indie-Klassiker wie „Inside of Love“, „Blonde on Blonde“ und „Hi-Speed Soul“ enthält – insgesamt ein Dutzend perfekter Popsongs, die ihresgleichen suchen. An diesen Erfolg möchte die Gruppe nun mit ihrem aktuellen Album „You Know Who You Are“ anknüpfen, das sie im November nach Linz führen wird. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 15. November, 20:00 Uhr, VVK: € 31,70

OLAFUR ARNALDS Der isländische Komponist mit Metal-Vergangenheit kommt mit seinem brandneuen Solowerk „Re:member“ nach Linz. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 15. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 43,80

SALTATIO MORTIS Zwei Nummer-eins-Alben in Folge sowie ausverkaufte Tourneen: Die deutsche Mittelalter-Rockband schwimmt auf einer unaufhaltsamen Erfolgswelle. Neues Album: „Brot und Spiele“. INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 19. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 33,80

JÜTZ: HIN & ÜBER Auf ihrem zweiten Album „hin & über“ transferieren Jütz die alpenländische Volksmusik von der Vergangenheit in die Gegenwart. INFO: www.brucknerhaus.at, Brucknerhaus, Mittlerer Saal, Untere Donaulände 7, 4010 Linz, 21. Oktober, 11:00 Uhr, VVK: € 55,80

MONO & NIKITAMAN Die 13 neuen Songs des Werkes „Guten Morgen es brennt“ sind sozialkritisch wie nie zuvor und kommen zugleich mit einer wunderbaren Leichtigkeit daher. INFO: www.posthof.at, Posthof, großer Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 01. November, 20:00 Uhr, VVK: € 37,20

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ARIA PRIMITIVA Das neue musikalische Projekt von Thierry Zaboitzeff bewegt sich zwischen Post-Rock, Tribal und zeitgenössischer Musik.

SALZBURG HAZE HIP-HOP

INFO: www.argekultur.at, ARGEkultur, UlrikeGschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg, 02. November, 20:30 Uhr, VVK: € 17,60

Raus aus dem Zwielicht, rein ins Rampenlicht: Der Karlsruher Rapper Haze belegt in den offiziellen deutschen Hip-Hop-Charts Platz eins und markiert damit einen neuen Höhepunkt in seiner kometenhaften Karriere. Mit jeder Menge 90er-Jahre Old-SchoolBeats im Gepäck geht es für den Karlsruher Rapper im November im Rahmen seiner „Die Zwielicht Tour“ nach Salzburg.

WILL WILDE Will Wilde, seines Zeichens Mundharmonika-Meister, kombiniert in seiner Musik die Leidenschaft und Liebe für die Genres Blues und Rock. INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 05. November, 20:15 Uhr, VVK: € 17,60

INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 14. November, 20:00 Uhr, VVK: € 21,60

AVEC Mit ihrem neuen Studiowerk „Heaven/Hell“ hat die heimische Sängerin auch einen Halt im Rockhouse Salzburg eingeplant.

LEONIDEN INDIE

ELEKTRO GUZZI & POLYBRASS Elektro Guzzi bieten eine musikalische Bandbreite, die nur die drei Wiener so einzigartig umsetzen können. Mit Polybrass ist die Gruppe Anfang November im Jazzit zu Gast.

Aus ihrer Heimatstadt Kiel startete die IndieGruppe im vergangenen Jahr auf die Bühnen der Sommerfestivals und spielte ausverkaufte Konzert von Berlin bis Wolfsburg. Und das, obwohl die Band bereits seit 2014 zusammen unterwegs ist. Schuld daran ist ihr aktuelles Debütwerk „Leoniden (Two Peace Signs)“, mit dem die deutsche Band Mitte November Kurs auf das Salzburger Rockhouse nehmen wird.

INFO: www.jazzit.at, Jazzit Musik Cub, Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg, 09. November, 21:00 Uhr, VVK: € 16,50

INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 15. November, 20:30 Uhr, VVK: € 17,–

INFO: www.rockhouse.at, Rockhouse Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, 07. November, 20:00 Uhr, VVK: € 18,70

STEIERMARK DIE NERVEN INDIE Drei Jahre mit unzähligen Konzerten, einer Theaterarbeit und einigen Songwritingsessions lagen zwischen den Aufnahmen zu dem Vorgänger „Out“ und dem neuen Album „Fake“. „Mit Abstand hat uns kein Album so viel abverlangt wie dieses hier, und wir können kaum erwarten, es auf euch loszulassen“, so die Band selbst über das neue Album, das sie bald im Grazer Orpheum präsentieren wird. INFO: www.spielstaetten.at, Orpheum Graz, Orpheumgasse 8, 8020 Graz, 01. November, 20:30 Uhr, VVK: € 18,–

FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS Mit „Songbook“ hat Frank Turner ein neues Werk am Start. Eine Retrospektive auf Turners über 10-jährige Karriere, die Highlights aus seinen mittlerweile sechs Studioalben sowie neu interpretierte und akustische Versionen enthält. Gemeinsam mit seiner talentierten Band The Sleeping Souls nimmt der britische Singer-Songwriter im Oktober wieder Kurs auf die Alpenrepublik. INFO: www.helmut-list-halle.com, Helmut-ListHalle, Waagner-Biro-Straße 98a, 8020 Graz, 27. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: € 35,10

ANDREAS KÜMMERT Nach dem Werk „Here I Am“ und dem Nachfolger „Recovery Case“ macht Andreas Kümmert nun den Weg frei für seinen nächsten Schaffensabschnitt. INFO: www.spielstaetten.at, Dom im Berg, Schlossbergplatz 1, 8010 Graz, 24. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 24,–

MOTHER’S CAKE Seit ihrer 2008er-Gründung haben die beiden Studioalben „Creation‘s Finest“ und „Love The Filth“ schon eine Menge Staub aufgewirbelt. Neues Werk: „No Rhyme No Reason“. INFO: www.popculture.at, PPC, Neubaugasse 6, 8020 Graz, 09. November, 19:00 Uhr, VVK: € 19,70

AUTUMN LEAVES 2018 Das Festival bringt an drei Tagen Bands wie Enno Bunger, Der Nino aus Wien, Kingswood und Madeline Kenney auf die Bühne des Grazer Orpheums. INFO: www.spielstaetten.at, Orpheum Graz, Orpheumgasse 8, 8020 Graz, 15.–17. November, 20:00 Uhr, Festivalpass: € 51,50

LUKAS RIEGER Lukas Rieger wurde bekannt durch Coverversionen von Welthits, die er auf YouTube stellte und damit ein Millionenpublikum erreichte. INFO: www.popculture.at, Orpheum Graz, Orpheumgasse 8, 8020 Graz, 16. November, 19:00 Uhr, VVK: € 40,60

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REFLECTIVE DIMENSIONS Angeführt von den Headlinern Agrypnie und Totalselfhatred liefert die Show Reflective Dimensions harte Riffs und Metalklänge.

TIROL TAGTRAEUMER POP

INFO: www.pmk.or.at, p.m.k., Viaduktbögen 19–20, 6020 Innsbruck, 18. Oktober, 19:00 Uhr, VVK: € 17,–

Mit einer Hitsingle 38 Wochen lang in den Charts zu verharren – darauf hoffen zigtausende Musiker auf der ganzen Welt. Für die österreichische Band Tagtraeumer war das 2015 Realität. Drei Jahre später hat die fünfköpfige Band fast 8 Millionen Aufrufe auf ihrem YouTube-Kanal. Die Erfolgsstory möchte die Band nun mit ihrem Studioalbum „Unendlich eins“ fortführen.

A NORDIC SYMPHONY Bei der Veranstaltungsreihe begeistern MetalGrößen wie Tarja Turunen und Stratovarius das Innsbrucker Publikum. INFO: www.music-hall.at, Music Hall, Grabenweg 74, 6020 Innsbruck, 20. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 42,70

INFO: www.oeticket.com, Metropol Kino Innsbruck, Innstraße 5, 6020 Innsbruck, 24. Oktober, 19:30 Uhr, VVK: ab € 29,–

MIA. Die Berliner Elektropunk-Band feierte vergangenes Jahr ihr 20-jähriges Bandbestehen. Mit ihren größten Hits ist die Formation Ende Oktober im VAZ Hafen Innsbruck zu Gast.

AKUA NARU HIP-HOP Die US-Amerikanerin und Wahl-Kölnerin Akua Naru liefert Musik, die von politischer Dringlichkeit und feministischer, intellektueller Poesie zeugt. Unter den Jazz- und Soul-infizierten Sounds der First Lady des Hip-Hop mischen sich auf dem neuen Studioalbum „The Blackest Joy“ aber auch ganz neue Klänge, die von afrikanischer Musik und Lebensfreude inspiriert sind.

INFO: www.vaz.at, VAZ Hafen Innsbruck, Innrain 149, 6020 Innsbruck, 25. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 36,–

STONED JESUS & SOMALI YACHT CLUB Stoned Jesus stammen aus der Ukraine und gelten als Vorreiter der osteuropäischen Doom-Szene. Mit der Stoner-Kombo Somali Yacht Club kommt die Band nach Innsbruck.

INFO: www.treibhaus.at, Treibhaus Innsbruck, Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck, 31. Oktober, 20:00 Uhr, VVK: € 24,90

INFO: www.pmk.or.at, p.m.k., Viaduktbögen 19–20, 6020 Innsbruck, 07. November, 20:30 Uhr, VVK: € 18,10

VORARLBERG CATASTROPHE & CURE INDIE Mit ihrem Debütwerk „Like Crazy Doves“ sind Catastrophe & Cure zu einer Fixgröße der heimischen Indie-Szene geworden. Das hochgelobte zweite Album „Undeniable/ Irresistible“ konnte die Erfolgsgeschichte der sechsköpfigen Band fortführen. Nun legte die Band die aktuelle Single „On the Internet“ nach – ein Vorbote auf das dritte Studioalbum, das kommendes Jahr erscheinen soll. INFO: www.kammgarn.at, Kammgarn Kulturwerkstatt, Spinnereistraße 10, 6971 Hard, 27. Oktober, 20:30 Uhr, VVK: € 18,–

DRANGSAL INDIE Gut zwei Jahre nach dem Debütwerk „Harieschaim“, das auf Platz 29 in die deutschen Charts einstieg und den „Preis für Popkultur“ als Newcomer des Jahres sowie eine Nominierung für den „Kritiker-Echo“ nach sich zog, legt Max Gruber alias Drangsal jetzt sein neues Studioalbum „Zores“ nach. Erste Kostproben daraus gibt der Künstler Anfang November im Conrad Sohm zum Besten. INFO: www.conradsohm.com, Conrad Sohm, Boden 1, 6850 Dornbirn, 02. November, 20:00 Uhr, VVK: € 21,90

TIMMY TRUMPET Mit diversen Awards gekrönt, erreichten die Erscheinungen des australischen Star-DJs Timmy Trumpet Multi-Platin-Status. INFO: www.kongresskultur.com, Werkstattbühne Bregenz, Platz-der-Wiener-Symphoniker 1, 6900 Bregenz, 03. November, 20:00 Uhr, VVK: € 41,99

CARI CARI Das Duo wird aktuell als eine der spannendsten Neuentdeckungen Europas gehandelt. Aktuelles Werk: „Amerippindunkler“. INFO: www.kammgarn.at, Kammgarn Kulturwerkstatt, Spinnereistraße 10, 6971 Hard, 03. November, 20:30 Uhr, VVK: € 18,–

MAX RAABE & PALAST ORCHESTER Max Raabe ist ein versiertes Multitalent, das den Chansons und Liedern der 1920er- und 1930er-Jahre neues Leben einhaucht. INFO: www.kongresskultur.com, Festspiel- und Kongresshaus, Platz-der-Wiener-Symphoniker 1, 6900 Bregenz, 11. November, 18:00 Uhr, VVK: ab € 57,95

KATIE MELUA Mit ihrem ganz eigenen Sound spielte sich Katie Melua in die oberste Pop-Liga und ruft mit ihrem Gesang Erinnerungen an Künstlerinnen wie Edith Piaf und Eartha Kitt wach. INFO: www.kongresskultur.com, Festspiel- und Kongresshaus, Platz-der-Wiener-Symphoniker 1, 6900 Bregenz, 18. November, 19:00 Uhr, VVK: ab € 58,10

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© Cecilia-Capri-Pavillon-Studio

INTERVIEW VON TANJA HOLZ AM 28. SEPTEMBER 2018

Addicted to Kaffeetschi

Kaffeegenuss in Perfektion, ganz ohne Zusatzstoffe und viel Schnickschnack, am besten noch zum Mitnehmen? Ja, das geht! Die junge Wiener Marke Kaffeetschi bietet trinkfertigen Premium-Kaffee ohne Zucker und Co. in nachhaltigen Glasflaschen.

W

ien, 2017. Nach jahrelanger Tüftelei gelingt es Amar Cavic mithilfe der Cold-BrewMethode den Geschmack von frisch geröstetem Kaffee in Flaschen einzufangen. Damit bringt er eine neue Kaffeekultur in die österreichischen Supermärkte. Der Kaffeetschi Original, 100 % purer Cold Brew Kaffee, wird bereits österreichweit an über 1500 Standorten verkauft und überzeugt nicht nur wahre Baristi. Wie alles angefangen hat, welche neuen Produkte es gibt und was Kaffeetschi zum Verkaufsschlager macht, haben uns die beiden Kaffeetschi-Gründer Amar Cavic und Svenja Schroeder im DOT.-Interview verraten. DOT.: Wie hat eure Erfolgsgeschichte begonnen? AMAR: Mein Vater Sunny Cavic eröffnete 2004 die Kaffeerösterei Accademia del Caffe in Wien, und so kam ich schon früh mit dem Thema Kaffee in Berührung. Als ich alt genug war, übernahm

ich im Unternehmen meines Vaters die Verantwortung für die Kaffeequalität und beschäftigte mich viel mit Innovationen und der Frage nach der Standardisierung von Qualität. Richtig guter Kaffee kann noch so gut sein, es besteht immer die Abhängigkeit von mehreren Variablen: den Baristi, die den Kaffee schlussendlich zubereiten, der Maschine und der Wasserqualität. Dementsprechend begeistert war ich, als ich 2013 in New York auf die Cold-Brew-Methode stieß, die es erlaubt, die Variablen zu kontrollieren und alles in einer Flasche einzufangen, sodass jedes Produkt überall gleich schmeckt. Zurück in Wien probierte ich die Methode gleich aus und tüftelte zwei Jahre herum, bis ich mit dem fertigen Produkt zufrieden war. SVENJA: Das war dann der Zeitpunkt, als ich dazustieß. Ich hatte ein fertiges Wirtschaftsstudium mit Masterarbeit zum Thema Kaffeehandel in der Tasche, und Amar hatte ein Praktikum ausgeschrieben, für das ich mich bewarb. Anfangs machten wir viele Verkostungen,

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um uns Feedback zu holen und arbeiteten an einem Businessplan. 2017 wagte Amar dann den Schritt und gründete gemeinsam mit Hermann Schützinger, Co-Founder von Kaffeetschi und Head of Business Development, die Firma. Was können wir Laien uns unter der Cold-Brew-Methode vorstellen? AMAR: Bei der Cold-Brew-Methode wird eine spezielle Kaffee-Röstung kalt im Wasser gezogen. Man kann sich das wie einen riesigen Teebeutel gefüllt mit gemahlenen Kaffeebohnen vorstellen, der für ca. 20 Stunden im kalten Wasser zieht. Danach wird das Resultat tiefengefiltert, bis eine klare Flüssigkeit entsteht. Klingt einfach, es sind aber viele Aspekte zu beachten: Die Röstung, der Mahlgrad sowie die Temperatur, der Härtegrad und der Magnesiumgehalt des Wassers haben einen großen Einfluss auf das fertige Resultat. Das Besondere an der Cold-Brew-Methode ist der Verzicht auf Hitze und Druck, wodurch bis zu 70 % weniger Bitterstoffe und Säuren freigesetzt werden.

www.kaffeetschi.at

Zuckerzusatz oder sonstige Zusatzstoffe. Kaffeetschi gibt es mittlerweile in mehr als 1500 Geschäften in ganz Österreich. Dazu zählen Spar, Merkur, BP, Shell und DM. Welche Ziele habt ihr euch für die Zukunft gesetzt? SVENJA: Es passiert gerade sehr viel , und uns wird auf keinen Fall langweilig. Bei DM gibt es ab November alle drei Sorten Kaffeetschi, und derzeit sind wir mitten im Umzug in ein neues Büro. In den nächsten Jahren möchten wir den Export in die Schweiz und nach Deutschland aufbauen, neue Sorten entwickeln, unser Team vergrößern und Kaffeetschi so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen.

© Kaffeetschi Cold Brew GmbH

Was habt ihr im Sortiment? SVENJA: Derzeit gibt es drei Sorten Kaffeetschi: Unser Original, der zu 100 % pure Cold-Brew-Kaffee ohne Zucker und Zusatzstoffe, hat einen leicht nussigen Geschmack, der sogar schon militante Kaffeeverachter bekehrt hat. Neu im Sortiment sind seit Juni dieses Jahres die Sorten Kaffeetschi Mandel Latte und Kaffeetschi Kokos Latte. Die zwei neuen Sorten sind eine Mischung aus Cold-Brew-Kaffee und veganer Nussmilch bzw. Kokosmilch. Alle Sorten sind 100 % bio und ganz ohne

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DAS 56. DOT.

erscheint am 15. November 2018

Johnny Depp geht in Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen finsteren Plänen nach. Auch Luca Guadagnino mag es übernatürlich: Er kreiert ein Remake von Dario Argentos stilbildendem Hexen-Horrorfilm Suspiria. Ein klein wenig gruselig sieht auch Gröni aus – von ihm und Rita Ora kommen jeweils neue Alben.

Impressum Coverfoto © Photos by Mark Seliger Courtesy of Twentieth Century Fox. DOT.magazine erscheint 11 x p.a. mit einer Auflage von 190.000 Exemplaren österreichweit in der PPH Media Verlag GmbH, Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 Wien Telefon: +43 1 235 13 66-800 Fax: +43 1 235 13 66-999 E-Mail: office@pph-media.at Distribution: Österreichweit in allen Constantin Film- & Cineplexx-Kinos, 125 McDonald’s-Restaurants und allen Star Movie Kinos. Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak Verlagsleitung: Georg Peter Senior Account Manager & Marketing: Michael Martinek Chefredaktion & Chefin vom Dienst: Nicole Albiez Senior Account Manager: Daniela Horvath, Junior Account Manager: Tanja Holz, Natascha Holba Film: Nicole Albiez, Max Gfrerer, Sandra Wobrazek Musik & Games: Peter Zirbs Fashion & Beauty: Kim Sztrakati Eventplaner: Daniela Horvath Sport: Wolfgang Heckel-Moehle Assistentin der Redaktion: Natascha Holba Lektorat: Gudrun Likar Produktion: Die Stadtdrucker Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Veranstalter, Fotoagenturen und diverse Fotografen. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Fotocredits im Eventkapitel werden durch den Vermerk „Veranstalter” im Impressum abgegolten. Einzelne Fotocredits im Eventbereich werden nur auf ausdrücklichen schriftlichen Wunsch des Urhebers abgedruckt. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt.

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Egal wie es passiert, wir helfen dir.

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oeamtc Ein gutes Gefühl, beim Club zu sein.

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DOT.magazine 055  

Rami Malek verwandelt sich in Freddie Mercury – und rockt in „Bohemian Rhapsody“ buchstäblich die Leinwand. Tickets für die Weltpremiere in...

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