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Saison 2011/12

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Luis Stitzinger

Skiabfahrt von Broad Peak und K2

Lyngen Alps Epische Touren mit Boot und Ski

Rennszene Die wichtigsten Rennen 2011/12

Custom Made Tourenski im Eigenbau

Fitness-Serie Teil 1: Vorbereitung auf den Winter


Editorial

Ihr direkter Draht in die Redaktion

Saisonstart - und Sie sind dabei!

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ir brennen darauf endlich die Ski in den Schnee zu legen. Dieses ungewohnte Gefühl während der ersten 30 Minuten. Man fühlt sich, als ob man noch nie ein Skitour gegangen wäre. Vielleicht auch gleich mit einer neuen Ausrüstung oder neuen Klamotten. Hauptsache die Motivation stimmt. Um uns für die Saison zu motivieren, haben wir uns was richtig Cooles zugelegt: Einen selbstgebauten Tourenski im Magazin-Style – ein Grund mehr, endlich die ersten Schwünge zu ziehen. Wie wir das angestellt haben, erfahren Sie ab Seite 10. Im August war unser Magazin-Team auf SkiExpedition in China unterwegs. Dabei konn-

ten wir den ersten Pulverschnee bereits in vollen Zügen genießen. Dieses wunderbare Gefühl möchten wir nun auch wieder spüren und zwar über Monate! Nicht unbedingt in so großer Höhe, dafür aber mit weniger Gepäck auf den Schultern. Gleich zum Start in die neue Saison möchten wir Ihnen 20 brandaktuelle Must-Haves vorstellen. Was auf einer Tour für Sie sinnvoll ist, entscheiden Sie selbst. Begleiten Sie uns durch die Saison. Vier Ausgaben stehen wieder an. Gespickt mit interessanten Themen, die sonst niemand aufgreift. Wir sind jedenfalls motiviert, Sie hoffentlich auch. Einen guten Saisonstart wünscht Ihnen das Skitour-Magazin!

Endlich die ersten Schritte auf Skiern zurücklegen, die ersten Spuren in den Schnee zaubern...


Inhalt

News & Termine

Darüber spricht die Szene

Skitouren-Festival Berchtesgaden, E.O.F.T., Bergfilmfestival Tegernsee, Neues von La Sportiva

Custom-Made

Skibauseminar

Zu Besuch in Bad Bayersoien, um den eigenen, perfekten Tourenski zu bauen.

Nützliches für die Tour 20 Must-Haves

Zwanzig Dinge die man nicht unbedingt alle braucht, aber auf jeden Fall haben will!

Extrembergsteiger Luis Stitzinger

Er fährt die steilsten Flanken der 8000er und versuchte sich heuer am Broad Peak und K2.

Fitness

Teil 1 unserer Fitness-Serie

Damit Sie kein Debakel erleben: So bereiten Sie sich perfekt auf die erste Skitour vor.

Reisereport Lyngen Alps

Einsame und außergewöhnliche Abfahrten zum Basislager auf hoher See.

Rennszene

Weltcup- und Jedermannrennen Die wichtigsten und bedeutendsten Renntermine für die Saison 2011/12.

Ausprobiert

Praxis-Härtetest auf Skitour

Peak Performance – Black Light | Vaude – Daytour | Camp – Coral | Movement – Bond Fotos: Simon Bartl, Luis Stitzinger

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News & Termine

Aktuelles

News Darüber spricht die Szene

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Term

50 Jahre Mountain Equipment

Ein halbes Jahrhundert auf Expedition Was sich in den frühen 60er-Jahren auf der Insel herumsprach, kennt heute die ganze Welt unter Mountain Eqipment: Die britische Outdoor-Schmiede feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Bereits ein halbes Jahrhundert begleitet Outdoor-Spezialist Mountain Equipment passionierte Bergsteiger und Alpinisten auf Expeditionen rund um den Globus. Seit 1961 waren und sind die Briten direkt an vielen herausragenden Leistungen und wegweisenden Expeditionen in der Geschichte des Klettern und Bergsteigens beteiligt. Zu diesem Anlass hat sich Mountain Equipment ein besonderes Geschenk in Form einer beeindruckenden und emotionalen Dokumentation gemacht – eingebettet in der neu gestalteten Website.

Dokumentation im Internet Die 20-minütige Jubiläums-Doku lebt von imposanten Originalbildern und Filmsequenzen sowie den beeindruckenden Erzählungen von Doug Scott, Reinhold Messner, Peter Habeler oder Heinz Zak. Emotionale Erinnerungen und persönliche Momente großer Alpinisten der Vergangenheit und Gegenwart sowie deren ungebrochene Passion für die Berge machen den Kurzfilm so greifbar wie ergreifend. Kurz: Eine fesselnde Berg-Dokumentation der vergangenen 50 Jahre. Zu sehen ist der Film auf der neu gestalteten Website www.mountain-equipment.de

Manche Produkte haben sich so behauptet, dass sie schon mehrere Jahrzehnte auf dem Markt sind. Wie zum Beispiel die legendäre Annapurna Daunenjacke, die 1970 speziell für die AnnapurnaSüdwand-Expedition entwickelt wurde. 4 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Aktuelles

News & Termine

mine Bergfilmfestival Tegernsee

Bergfilmer unter sich Beim 9. Internationalen Berfilmfestival am Tegernsee drehten sich 96 Filme aus 24 Ländern rund ums Thema Berg. Wir genossen Ende Oktober vier Filme unter dem Motto „Hohe Ziele“. Ganz besonders hat es uns dabei einer angetan... Zum dritten Mal in Folge wollten wir uns das einmalige Angebot am Tegernsee nicht entgehen lassen. Wir hatten uns einen Abend mit dem Titel „Hohe Ziele“ ausgesucht, der vier Filme – vom Kletter- bis zum Skitourenfilm – bot. Vor allem zwei Filme fanden wir dabei herausragend und berichtenswert. Zum einen die Dokumentation des Bayerischen Rundfunks über die Geschwister Stitzinger. Zum anderen der vielfach ausgezeichnete „A Life Ascending“ aus den USA.

Bergsteiger-Geschwister Stitzinger Vater und Bergsteiger-Pionier Burschi Stitzinger hat seinen drei Kindern die Freude am Bergsteigen weitervermittelt. Sohn Luis ist derzeit einer der besten Höhenbergsteiger Deutschlands (Seite 32). Die Doku begleitet die drei auf „Geschwistertour“ in den bayerischen Alpen.

A Life Ascending Ruedi Beglinger ist einer der angesehensten Guides Nordamerikas. Im Winter geht er von seiner einsamen, selbst erbauten Hütte in den kanadischen Selkirk Mountains fast täglich auf Skitour. Bei einem Lawinenunglück kamen dabei 2003 sieben seiner Gäste ums Leben. Einfühlsam beleuchtet der Film das einsame und glückliche Leben des Schweizer Bergführers. Besonders der Umgang zum Trailer: Hier klicken! mit der Tragödie wird eindrücklich und authentisch geschildert und beleuchtet. Fazit: Absolut sehenswert!

Hier kann man die DVD bestellen: http://alifeascending.com/ 5 SKITOUR-MAGAZIN.DE


News & Termine

Aktuelles

News Darüber spricht die Szene

&

Term

Skitouren-Festival im Januar 2012

Für Kenner, Könner und Neulinge Vom 27.-29.Januar verwandelen sich die Skiberge des Berchtesgadener Landes zur Teststrecke: Zur ersten Auflage des Skitouren-Festivals mit Workshops, Materialtests, Touren und Events hängen sich die Macher mächtig ins Zeug. Wann bekommt man schon mal die Möglichkeit, verschiedene Tourenski im direkten Vergleich im Gelände zu testen? Bei einem Event wie dem Berchtesgadener Skitouren-Festival! Mit den Partnern ABS, Dynafit und Ortovox haben Sie an drei Tagen genügend Möglichkeiten die neueste Sicherheits- und Skitourenausrüstung zu testen. Das Programm bietet für jeden Tourengeher etwas: Mit geführten Workshops an der Technik und Taktik feilen, bekannte Berchtesgadener Touren wie den Hohen Göll oder die Kleine Reibe abhaken oder bei der „Langen Nacht des Schneeleoparden“ Höhenmeter für einen guten Zweck sammeln.

Berchtesgadener Land Skitouren-Festival Datum: 27.-29. Januar 2012 Programm: Workshops, Materialtests, Events, geführte Touren Anmeldung: www.riapsport.de oder www.grassl-eps.de Alle Infos: www.bglt.de/skitourenfestival

La Sportiva: Neue Ski und Schuhe Mit dem „Sideral“-Schuh un dem Allround-Ski „GT“ bringen die Italiener zwei heiße Eisen für die neue Saison. Der ab sofort erhältliche GT ist der vielseitigste Ski der neuen Kollektion. Gewidmet ist dieser Ski dem Allround-Skitourengeher: mit 123-89-111 mm bei 1,70 m und 1340 Gramm. Der Sideral ist ein Allround-Stiefel mit patentiertem Verschluss-System, hoher Beweglichkeit und gut isolierter Sohle. Er wird ab Februar im Laden stehen. 6 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Aktuelles

News & Termine

mine European Outdoor Film Tour 11/12

Alpine Höchstleistungen im Kino Die E.O.F.T. tourt wieder mal durchs Land: Neben der ersten 8000er-Winterbesteigung spielen in zwei weiteren Filmen Tourenski eine entscheidende Rolle. Doch auch so motiviert jeder der Filme beim Zuschauen. Die Helden der European Outdoor Film Tour 11/12 sind hart im Nehmen. Sie balancieren barfuß in 4000 Metern Höhe über eine wacklige Highline, erklimmen im frühen Morgengrauen den Gipfel eines Achttausenders und setzen freiwillig für ihre dreimonatige Arktis-Expedition eine ordentliche Portion Hüftspeck an. Sie frieren. Sie haben Angst. Sie erleben Glücksmomente. Und Ihr könnt wieder hautnah mitdabei sein. Über 150 Termine in acht Ländern stehen dieses Jahr auf dem Programm. Die E.O.F.T. bringt ein zweistündiges Filmprogramm mit ausgewählten Leckerbissen auch bei Dir in der Nähe auf die Leinwand. Ganz egal ob Skitouring, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken oder Freeriden, es ist für jeden Geschmack etwas dabei! Ganz nach dem Motto „Limits pushen, Grenzen erfahren“, müssen auch die Extremesportler aus den Filmen dabei feststellen, dass Leidenschaft und Leiden draußen in der Natur oft Hand in Hand gehen...

Baffin Babes Die längste Skitour ihres Lebens: 1200 Kilometer wanderten sie über arktisches Packeis entlang der kanadischen Insel Baffin Island.

Wenn Kälte sichtbar wird: Bei -46 Grad auf 8000 Metern...

Being There Zum allerersten Mal durfte ein Filmteam im norwegischen Backcountry und auf den Lofoten einen Skifilm drehen. Wahnsinns-Bilder! 7 SKITOUR-MAGAZIN.DE


News & Termine

Aktuelles

Telegramm Special: Muztagh Ata-Expedition Auf der Suche nach dem letzten Abenteuer: Unsere MiniExpedition zum 7546 Meter hohen Muztagh Ata im Westen Chinas. Lesen Sie auf 20 Seiten die Reportage zu unserem Abenteuer auf Skiern im August. Dazu die besten Bilder und alle Infos zum Vater der Eisberge. Kostenlos und online zum Durchklicken oder Herunterladen! Blättern Sie rein, vielleicht starten Sie bald Ihre eigene Expedition...

Zum Special: www.skitour-magazin.de

K2 launcht Rolling Stones-Kollektion Sowohl die Rolling Stones als auch K2 feiern 2012 ihr 50-jähriges Bestehen. Genau der richtige Anlass für eine einzigartige Zusammenarbeit! K2 hat gemeinsam mit den Rolling Stones die ultimativen Tribute-Ski entwickelt: Die K2 Rolling Stones Limited Edition Ski Collection. Der erste der vier Rolling Stones-Ski, der auf dem vielseitigen Chassis des K2 SideShow aufbaut, wird ab November 2011 erhältlich sein.

Mehr Infos: http://news.k2skis.com

Telemark-Festival Schnalstal Vom 25. bis 27. November findet auf dem Schnalstaler Gletscher das fünfte Italian Telemark Opening statt. An diesem Wochenende zeigen die bekanntesten Hersteller von Telemark-Equipment nicht nur die neuesten Entwicklungen in Sachen Skier, Bindungen und Schuhe, sondern stellen diese auch zum Ausprobieren zur Verfügung. Drei Tage Kurse, Programm, Testen und Party.

Fakten und Anmeldung: http://www.schnalstal.com 8 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Nur die Kombination aus R.A.S. Rucksack, PULSE oder ELEMENT Barryvox®, Lawinensonde und Schaufel ermöglicht im Notfall die schnelle Lokalisierung und Bergung eines Lawinenopfers.

Removable Airbag System R.A.S. Griffbereite Sicherheit Ein Airbag genügt. Ob fürs Freeriden, Ski- oder Snowboard-Touren – mit der Snowpulse Technology R.A.S. bietet Mammut das erste herausnehmbare Lawinen Airbag-System für alle R.A.S. kompatiblen Mammut Rucksäcke. Im Falle eines Lawinenabgangs gewährleistet der Airbag hervorragenden Auftrieb und erhöht dadurch entscheidend die Chancen an der Schneeoberfläche zu bleiben. Auch deine Kameraden werden dir dafür dankbar sein. www.mammut.ch/airbags


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Marke Eigenbau

Vom Mainstream abheben und einen hammergeilen Ski kreieren – das „i-Tüpfelchen“ für jeden Skifahrer! Wer seine Vorstellungen in Sachen Design und Fahreigenschaften selbst in die Tat umsetzen will, der fertigt seinen eigenen Ski einfach selbst. Wir haben unser Skitour Magazin-Custom-Modell an einem Wochenende im Allgäu gebaut. Unter professioneller Anleitung natürlich.

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Custom made

Tourenski

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nde Oktober. Die Herbstristesse ist in vollem Gange. Trübes, nasskaltes Wetter allerorts. Wann fällt endlich der erste Schnee? Das ist wohl zu dieser Zeit die bohrende Frage, die sich jeder leidenschaftliche Skitourengeher stellt. Wie wär’s, die Vorfreude auf die Tourensaison mit einer Art vorgezogenem Weihnachtsgeschenk anzureichern und einfach schon mal den eigenen Tourenski selbst bauen? Dann auf zum Skibauseminar nach Gschwendt (ab sofort in Böbing und in Innsbruck, Anm. der Red.) in der Nähe von Bad Baiersoien! Kennen Sie nicht? Zugegeben, die Anfahrt und die Lage kennen nur absolute Insider, doch was man dort dann zu sehen bekommt, ist die Anreise wert. Ist die Einfahrt zur Zieladresse erst einmal gefunden, hat man ein idyllisches Dorf und einen exklusiven Ausblick auf die Ammergauer Alpen vor sich. Unsere Werkstatt wurde aus einem alten Bauernhof zu eben dieser umfunktioniert, das Ambiente ist wahrlich gelungen.

Gesellige Runde kombiniert mit geballter Kompetenz Vor dem Eingang erwarten uns schon die beiden Chefanweiser für die kommenden zwei Tage: Matthias, Maschinenbautechniker bei einem großen Automobilunternehmen und Max, gelernter Schreiner und Student der Sportgerätetechnologie, beide angestellt für die Agentur Pepperblue, die hier den Traum vom eigenen Ski wahrmacht. Das Know-how zum Skibau ist also reichlich vorhanden, nun muss es nur noch in der Praxis funktionieren! Zusammen mit uns versuchen sich weitere sieben Skibauer – Stop: sechs Skibauer und ein Snowboarder – und zwar jeder an seinem individuellen Projekt. Hier hat jeder seine persönliche 12 SKITOUR-MAGAZIN.DE

Beziehung zu seinen Ski, zwei Teilnehmer sogar eine ganz besondere, sie sind nämlich blutige Anfänger und noch nie auf zwei „Brettln“ gestanden. Und Martin aus Wien, ein selbsternannter Freerider, angereist mit dem Ziel, einen ultimativen Freeride-Ski – er sollte diesen später auf den mysteriösen Namen „ñuflo 110“ taufen – anzufertigen. Auch der ehemalige Skisprungprofi Roland Audenrieth, der derzeit als Fachmann fürs Wachsen den deutschen Adlern Flügel verleiht, gesellt sich zu unserer gemütlichen


Ausschneiden, Kleben, Hobeln Runde. Die restlichen vier Teilnehmer waren Mitarbeiter des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES), sie hatten also eine gewisse Grundahnung von der Materie. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der jeder Teilnehmer seine Person und die Motive, warum er seinen eigenen Ski bauen möchte, zum Besten gibt, machen wir uns prompt an die Arbeit. Ein wenig Geschick, Genauigkeit und ein

Schuss Fingerspitzengefühl dürfen wir als Teilnehmer durchaus mitbringen, um die folgenden Aufgaben in ansprechender Weise zu bewältigen. Sprich: Eine Portion handwerkliches Talent schadet für die anstehende Eigenkreation auf keinen Fall. Der erste Schritt ist das Aussägen einer Schablone aus Holzpappe, die schon im Voraus von den Profis angefertigt wurde und genau den Maßen unseres Skis entspricht. Denn 13 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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Der gebürtige Oberammergauer Andreas Mück gründete 2010 zusammen mit drei anderen Gesellschaftern die Agentur Pepperblue, die unter anderem „Do-it-yourself-Skibau“ möglich macht. Während unseres Aufenthaltes im Skibauseminar hatten wir die Möglichkeit mit Andreas zu sprechen: Skitour-Magazin: Erzähl mal, wie seid ihr auf diese innovative Idee, Ski selbst zu bauen, gekommen? Andreas Mück: Vor drei Jahren hat der „Felix“ (Andreas Fehlau, Initiator und Gesellschafter, Anm. d. Red.) einfach mal, nachdem ihm seine eigenen Ski geklaut worden waren, einen Ski aufgeschnitten und das Innenleben betrachtet. Danach hat er ausprobiert selbst einen Ski zu bauen. So entwickelte sich ein eigentlich ganz spontaner Einfall zu diesem Unternehmen! Nun beschäftigen wir rund zwölf hochqualifizierte Mitarbeiter, die als Anleiter für die Seminare und bei der Weiterentwicklung tätig sind. Skitour-Magazin: Auch deine persönlichen Interessen sind für das Skibauen nicht von Nachteil, oder? Andreas Mück: Mein Maschinenbaustudium bietet natürlich ein gutes Fundament für das Know-How bei der Konstruktion eines Ski. Aber ich bin auch selbst begeisterter Alpinskifahrer und Tourengeher, so dass mich meine berufliche Materie gewissermaßen auch in meiner Freizeit beschäftigt.

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Tourenski

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Skitour-Magazin: Die Nachfrage nach selbstgebastelten Ski war ja letztes Jahr enorm. Andreas Mück: In der Tat. Wir waren letzten Winter größtenteils ausgebucht, es fanden von Oktober bis April meist zwei Seminare pro Woche statt. Insgesamt haben wir nun schon weit über 1000 Paar Ski zusammen mit unseren Teilnehmern gebaut. Aber meiner Meinung nach sollte sich auch jeder, der leidenschaftlicher Skifahrer ist, einmal mit seinem Sportgerät auseinandergesetzt haben. Dafür bieten unsere Kurse natürlich die optimalen Voraussetzungen. Skitour-Magazin: Apropos Voraussetzungen: Die Location hier liefert natürlich auch einen speziellen Anreiz! Andreas Mück: Auf jeden Fall! Das Ambiente hier in Gschwendt macht das Ganze definitiv noch ein Stückchen reizvoller. Diese alte, gemütliche, umfunktionierte Werkstatt, in der die Ski gebaut werden, der Blick in die Ammergauer Alpen und das ländliche Flair bieten einen gelungenen Rahmen für unser Angebot. (Die Seminare im Winter 2011 finden ab sofort in Böbing/nähe Oberammergau und in Innsbruck statt; nähere Infos unter http://www.skibuilding.com) Skitour-Magazin: Welche Art von Ski wollen euere „Kunden“ denn vorrangig bauen? Andreas Mück: Also, gebaut haben wir schon alle möglichen Typen, sei es Slalomcarver, Freerideski oder Tourenski; die meisten Leute – da auch sehr viele Anfänger in unseren Kursen teilnehmen – bevorzugen jedoch einen klassischen Allround-Ski. Übrigens kann man bei uns auch den Traum vom eigenen Snowboard verwirklichen. Durch das zahlreiche Bauen verschie15 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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denartiger Ski entwickelt sich natürlich auch unser Erfahrungshorizont weiter. Sprich: Unsere Ausschussquote wird immer geringer und wir kommen unserem Anspruch, Fehler möglichst auf ein Minimum zu reduzieren, immer näher. Skitour-Magazin: Wenn man sich in euerem Lager hier in der Werkstatt so umsieht, kann man ja die verrücktesten Modelle entdecken! Andreas Mück: Ja klar! Dadurch, dass jeder Teilnehmer seine eigenen, individuell einzigartigen Ski bauen will, sieht man häufig ganz abgefahrene Sachen! Da werden schon mal der Tanga der Freundin, geerbte Taschentücher vom Opa oder ein Duschvorhang als Motiv für die Ski einlaminiert! Kurios war auch ein 65 Jahre alter Teilnehmer: Mit der Begründung, er sei schon sein ganzes Leben lang mit solchen Ski gefahren, baute sich dieser Herr schnurgerade zwei Meter lange Latten! Für ein anspruchvolles und individuelles Design haben wir eine Partnerfirma, die „Freaks of Fashion“. Im Voraus kann sich dort jeder Teilnehmer, falls gewünscht, ein eigenes Vlies kreieren, das dann zum Schluss als oberste Lage auf den Ski einlaminiert wird. Skitour-Magazin: Wie sieht’s mit Ski für professionellen Rennsport aus? Andreas Mück: Wir hatten hier schon den ein oder anderen DSV-Athleten zu Gast, mit dessen Hilfe wir unser Wissen erweitert und einen Slalomski gebaut haben. Aber wir selbst haben auch einen Profi im Haus: Sepp Brunner, Vizeweltmeister im Telemark, trägt mit seinem technischen Know-How maßgeblich zur Entwicklung unserer Skibautechnologie bei.

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jeder Teilnehmer muss in einer Befragung vor dem Seminar angeben, welchen Typ von Ski er haben möchte und an welches schon bestehende Modell dieser Ski angelehnt sein sollte. Zudem muss in diesem Fragebogen neben Größe und Körpergewicht auch skifahrerisches Können, Einsatzgebiet sowie Schaufellänge und Radius des Skis angegeben werden. Frischer Belag wird nun aus den Regalen geholt, dabei handelt es sich um hochwertiges Material, keinesfalls Billigware. „Hier haben wir es mit einem Sinterbelag zu tun, wie er auch bei den Profis im Rennsport verwendet wird“, erklärt Matthias und beruhigt somit die anderen Teilnehmer. Denn wer „Tanga von der Freundin in den Ski einlaminiert“ will schon nach soviel Mühe und Aufwand mit untauglichem Material am Berg unterwegs sein? Wir hingegen konzentrieren uns schon auf den nächsten Arbeitsschritt, der enorm wichtig sein wird. So gilt es nun den Belag sorgfältig auszuschneiden, um zu verhindern, dass er eine wellenartige Struktur annimmt. Die Form des Belages – wir entscheiden uns übrigens für durchsichtiges Material – wird den endgültigen Ski prägen. Anschließend werden im selben Arbeitsschritt die Kanten an den Belag mit Kleber fixiert. Daraufhin haben wir uns eine Pause verdient. Eine gute Gelegenheit um einen Blick auf ein paar „Ausstellungsstücke“ hier in der Werkstatt zu werfen. Unglaublich, wie viele verschiedene selbstgebaute Ski uns anlachen, Skiindividualität so weit das Auge reicht. Darunter befindet sich auch ein Tourenski, der an der Unterseite innerhalb des Belages mit Neonleuchten ausgestattet ist. „Der ist für Nachtauf-

stiege gedacht“, grinst uns Matthias an, der den Ski eigenhändig angefertigt hat. Danach nutzen wir die freien Minuten, um das mit einem Elektromotor betriebene Longboard – ebenfalls eine Eigenkreation von Pepperblue – auszutesten. Mittels einer pistolenartigen Fernbedienung in der Hand kann Geschwindigkeit sowie Beschleunigung und Bremsen reguliert werden. Abgefahren! Spitzengeschwindigkeiten bis zu 45 Kilometer pro Stunde kann man mit diesem Gefährt erreichen. Dies wird jedoch einem Seminarteilnehmer zum Verhängnis, was einen Sturz und böse Schürfwunden zur Folge hat. Jetzt aber zurück zur Arbeit, es gilt den Holzkern zu präparieren. Auch hier wird nicht an Qualität gespart: Ein mehrfach verleimter, hochwertiger Esche-VollholzKern wird für uns bereit gestellt. Die Hobelmaschinen starten und wir lassen diese, auf einer Schiene geführt, ganz gefühlvoll von 17 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Skispitze zu Ende laufen. Hier heißt es nicht zu stark aufdrücken und gleichmäßig abhobeln, bis wir einen relativ platten, mittig etwa zehn Millimeter dicken Holzkern vor uns haben.

Profi-Schritt: Feinjustierung der perfekten Vorspannung Wir sind also soweit: die drei Grundelemente Belag, Kanten und Kern sind zum Endfinish vorbereitet. Jetzt geht’s an die Detailarbeit! Auf einer vorgeformten Holzkonstruktion, die einer langgezogenen Halfpipe ähnelt, werden – nachdem Belag und Kern aneinander fixiert sind – unsere Skispitzen zu breiten Schaufeln aufgebogen, um

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Tourenski uns bestmöglichen Auftrieb im Powder zu verschaffen. Derweil ist auch unser Freund aus Österreich voll in seinem Element: Er erkundigt sich bei den zwei Profis nach Schaufelbreite, Rocker, positiver und negativer Vorspannung und versucht nebenbei verzweifelt – mit eigens mitgebrachtem Sand von der portugiesischen Küste – den Schriftzug „ñuflo 110“ in seinen Holzkern einzuprägen. Doch die Zeit drängt und unsere Skibaumeister sind angespannt, die Ski sollten langsam fertig laminiert und in den Ofen verfrachtet werden. Vor dem Laminieren lassen wir uns noch die Vorspannung, auch genannt das Fahrwerk des Skis, einrichten, und zwar von einem der Geschäftsführer persönlich. Andreas erklärt uns detailliert die verschiedenen Möglichkeiten, den Ski aufzubiegen und den Aufsetzpunkt zu positionieren. Um die optimale Mischung aus Tiefschneetauglichkeit und Fahreigenschaften zu gewährleisten, schiebt Andreas mittig einen etwas

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größeren Holzklotz und nähe Spitze und Skiende noch je einen weiteren Klotz unter die Ski und erklärt: „Für den Tiefschnee braucht ihr keinen Vollrocker.“

Backe, backe, Tourenski! Nun geht’s ans Eingemachte, denn es ist an der Zeit die Einzelteile zu einem fertigen Ski zu laminieren. Bei diesem Vorgang hilft jeder jedem, Schnelligkeit ist gefragt beim Aufbringen des Harzes und der Verklebung der einzelnen Schichten. Auf Belag und Holzkern – diese sind schon durch ein Glasfaser-Gewebe und Harz aneinander fixiert – wird großzügig Harz verteilt, es folgen noch mal eine Schicht Glasfaser und wieder Harz. Die Chefanweiser Matthias und Max beobachten und helfen mit, damit bei diesem wichtigen Schritt auch nichts mehr schief geht. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern werden bei uns nur zwei Lagen von den Glas19 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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Tourenski

faser-Geweben in den Ski verbaut, so Dann nichts wie ab mit dem Ski in eidass dieser auch mit relativ genen Plastiksack, an dem nur ringem Gewicht aufwarein kleines Ventil samt ten kann. Als oberste Schlauch angebracht Eigener Lage kommt das ist. An Letzterem wichtigste Detail saugt eine Pumpe -Wunsch? für uns: das eidie Luft bis UltiWer sein eigenes Ski-Design vorgens kreierte mo aus der Verab entwerfen will, wendet sich am Vlies mit dem packung herbesten ein paar Wochen vor dem SeSkitour-Magaaus, schon ist minar an Freaks of Fashion. Hier können zin-Logo ziert der Ski vakuIndividualisten unter den Skifahrern ausdie Oberfläumverpackt. gefallene Designs bestellen oder sich che des TouDer finale gleich ihr eigenes Design auf ein sperenskis. Wir Schritt ist geernten neiditan und die Ski zielles Grafikvlies transferieren lassche Blicke von kommen in den sen. Infos unter allen Seiten und – Ofen, in dem sie www.freaksoffashion.com obwohl noch nicht über Nacht bei bis ganz fertig – lässt sich zu 60 Grad schmoschon erahnen, dass der ren und ihre endgültige Ski ein „Hingucker“ wird. Form annehmen werden.

Style

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Tourenski

Fast wie unterm Weihnachtsbaum Am nächsten Morgen sind alle Teilnehmer überpünktlich in der Werkstatt anzutreffen, es heißt nämlich: Geschenke auspacken. Voller Vorfreude und Spannung öffnen wir den Ofen und holen unser Exemplar heraus. Es gleicht der jährlichen Zeremonie unterm Weihnachtsbaum, bei der die Kinder glückselig ihre Präsente in Empfang nehmen. Also schnell raus aus der Vakuumverpackung, Sicherheitsfolie heruntergerissen und schon liegt er vor uns. Sehr zufrieden mit dem Ergebnis schneiden wir den Ski an den Kanten entlang aus und übergeben ihn ein letztes Mal den Profis zum Feinschliff. Mit einer speziellen Fräse präparieren Matthias und Max die Ski bis zur Perfektion und sorgen für die Feinheiten, die mit dem Schleifen der Kanten schließlich beendet werden. Alle Teilnehmer sind sichtlich stolz auf ihre Werke und posieren daraufhin für ein Gruppenfoto vor der Werkstatt. Nur Martin ist mit seinem Modell nicht hundertprozentig einverstanden. „Ein bisschen mehr Biegehärte hätte ich mir schon gewünscht“, sagt

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der Wiener, während er andauernd seinen Ski durchbiegt und von einer Seite zur anderen schwingen lässt. Auch seine anfängliche Idee, in seiner heimatlichen Garage noch viele weitere Modelle in Eigenregie anzufertigen, legt er zu guter Letzt ad acta. Wir und die anderen Teilnehmer treten aber gut gelaunt und zufrieden mit dem jeweiligen Ski den Rückweg an. Jetzt müssen wir nur noch auf den ersten Schneefall warten. Das passende Geschenk dazu haben wir uns ja bereits selbst geliefert! Funktioniert der selbstgebaute Ski überhaupt? Wie sind seine Fahreigenschaften? Einen Testbericht über die Tauglichkeit des Selfmade-Tourenski liefern wir in der zweiten Ausgaben diesen Winter!

Interesse am Skibau? Für diesen Winter gibt es noch einige Restplätze in den Seminaren in Böging und Innsbruck. Mehr Infos und Anmeldung unter: www.skibuilding.com 21 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Must-Have

Ausrüstung

20 Must-Haves Jeden Winter das gleiche Spiel. Jeder weiß, dass es SIE gibt. Jeder will SIE kennen und bestenfalls alle haben. Wir stellen sie vor: Die 20 Must Haves für diesen Winter! Sprich: ein 20-teiliges Equipment, auf das man in der kommenden Saison kaum verzichten kann!

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Ausrüstung

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Must-Have

1 Pieps Racer Schaufel

Preis: 65,00 € | www.pieps.com Hoffentlich kommt sie nie zum Einsatz! Wenn doch, muss sie kräftig ran. Alublatt mit kleinem Packmaß und leichtem Gewicht! Gewicht: 545 g

2 Squeezy Drink Gel

Preis: 3,00 € | www.squeezy-nutrition.com Energie ohne zusätzliches Trinken. Dazu beeindrucken die einhändige Handhabung und selbsverschließende Verpackung! Füllmenge: 125 ml

3 Mammut Safety App

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Preis: Kostenlos | www.mammut.ch Hangneigung, GPS-Koordinaten mit automatischer Übermittlung an Rettungsdienste und Vieles mehr. Solange der Akku voll ist! Dwonload: www.mammut.ch/download_safetyapp

4 Marmot Zion Jacket

Preis: 350,00 € | www.marmot.de Superstylische Neo-Shell. Das neue Material mit Hard- und Softshelleigenschaften! Einziges Problem: Zu schön zum Tragen. Gewicht: 510 g

5 Black Diamond Compactor

Preis: 100,00 € | www.blackdiamondequipment.com Raffinierter, dreiteiliger Tourenstock mit einfachem Klappmechanismus. Die Aluminiumstangen nehmen im Rucksack nur 40 cm ein. Gewicht: 609 g

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6 Thermos Light & Compact

Preis: 45,00 € | www.thermos.com Konkurrenzlos heisses Teil! Keine hält länger warm als das Original. Und der Verschluss ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Gewicht: 540 g 23 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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Ausrüstung

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7 Petzl Spatha

Preis: 20,00 € | www.petzl.de Gut, besser, Messer! Bestens zu gebrauchen auf jeder Tour. Das kleine, handliche Spatha-Messer von Petzl. Am Besten immer dabei haben. Gewicht: 70 g

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8 Icebreaker Ski+ Mid

Preis: 25,00 € | www.icebreaker.com Think, dont stink! Allein aufgrund dieses Mottos ein absolutes Muss! Merino-Wolle ist ein Garant gegen Geruch und macht stets wärme Füße! Größen 35-49

9 Mountain Equipment Ultralight Bivi

Preis: 20,00 € | www.mountain-equipment.de Biwakschlafsack, der in jeden Rucksack gehört! Geringes Packmaß und Gewicht werden durch das wind- und wasserdichte Material veredelt. Gewicht: 108 g

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10 Patagonia Ultralight Down Hoody

Preis: 300,00 € | www.patagonia.com Absoluter Hingucker nicht nur in der Damenvariante! Hier stimmen Optik, ultraleichtes Gewicht sowie das geringe Packmaß perfekt überein. Gewicht: 260 g

11 X-Bionic Skitouring Pant+Shirt

Preis: 90,00 bzw. 120,00 € | www.x-bionic.de Wärmt, wenn es kalt ist, reduziert die gefühlte Temperatur, wenn es dem Körper zu warm ist. High-End-Produkt mit allem Schnickschnack. Größen: XS-XXL

12 Camp Speed

Preis: 100,00 € | www.camp.it Die einen stehen auf peppige Mützen, andere bervorzugen den Helm. Wer peppig und sicher gleichzeitig unterwegs sein möchte, bitteschön! Gewicht: 230 g

13 Skylotec 30.0

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Preis: 180,00 € | www.skylotec.de Rucksack inklusive Sitzgurt? Ja es gibt ihn! Wer nicht weiß, wo er seinen Gurt im Rucksack verstauen soll, der kommt an dem Teil nicht vorbei! Gewicht: 1300 g 25 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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Ausrüstung

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14 Ortovox 240 carbon pfa Sonde

Preis: 80,00 € | www.ortovox.de Dank Schnellverschluss blitzartig zu verwenden. Auch für Gewichtssparer die erste Wahl. Das Standardmaß bietet zudem genug Reserven! Gewicht: 200 g

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15 Pieps Vektor

Preis: 500,00 € | www.pieps.com Top of the range-Produkt. Lange genug hat‘s gedauert, ab Dezember ist das LVS endlich erhältlich. Mehr Funktionen in einem Gerät geht nicht! Gewicht: 200 g

16 Alpina R-Tec

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Preis: 140,00 | www.alpina-sports.de Infotainment mit futuristischen Eigenschaften: Ein Head-up-Display projeziert GPS-Tracks, Geschwindigkeit, Höhe und mehr vors Auge. Größe: One size

17 Garmin GPSmap 62s

Preis: 400,00 € | www.garmin.de Entdecker brauchen unverwüstliche Ausrüstung. Handlich und gut zu bedienendes GPS-Gerät. Mit den neuen AV-Karten geniale Alpenabdeckung. Gewicht: 260 g

18 Ortovox Bergtouren App

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Auf Skiern der Gr Mit seinen Skiabfahrten von Broad Peak und K2 hat Luis Stitzinger im August die 8000er-Szene aufgemischt. Warum der Bergf체hrer an allen 14 Achttausendern die Tourenski einpacken w체rde, hat uns Stitzinger nach der Doppel-Expedition erz채hlt.

32 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Luis Stitzinger

Expeditionen

rößte Fotos: Luis Stitzinger

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emessen an seinen Leistungen wäre Luis Stitzinger ein Riese. Doch im Vergleich zu Böhm, Naglich und Co. hört die BergsteigerWelt wenig von den waghalsigen Befahrungen an den höchsten Bergen der Welt. Keine Fotos, die die Abenteuer-Rubriken jedes zweitenPrint-Magazins zupflastern, keine Videos, die im Morgenmagazin, ORF oder auf jeder halbwegs Bergsteiger-affinen Website laufen. Understatement ist das Markenzeichen des kleinen, ruhigenBergführers aus dem Allgäu. Wer dem Produktmanager Expeditionen des DAV Summit Clubs zum ersten Mal begegnet, hätte sich das 42-jährige Skiass wohl etwas größer und kräftiger vorgestellt. Doch das älteste von drei Geschwistern hat einiges von Vater und Bergführer-Pionier „Burschi“ Stitzinger geerbt.

Was als Skibefahrung zählt und was nicht So zieht es Stitzinger mit seiner Lebensgefährtin Alix von Melle seit Jahren immer wieder in den Himalaya. An den höchsten Bergen der Welt nimmt Stitzinger immer wieder die Ski mit. Aus Überzeugung. „Theoretisch müsste man alle 8000er mit Ski abfahren können“, 33 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Expeditionen

Luis Stitzinger

behauptet Stitzinger ausgehend von seiner kompromisslosen Definition einer Skibefahrung: Idealerweise jeden Meter mit Ski, also ohne abzuschnallen. Nach Zielen wie Gasherbrum, Nanga Parbat und Makalu zog es den Allgäuer im Juli dieses Jahres an den Broad Peak. Mit seiner Erstbefahrung der zentralen Diamir-Flanke am Nanga Parbat hatte er bereits 2008 in Bergsteigerkreisen für Aufse-

hen gesorgt. Mit Infos zur Route von Benedikt Böhm im Hinterkopf wollte Stitzinger im Rahmen einer DAV-Expedition, die er als Leiter führte, den Broad Peak befahren. „Unser erster Gipfelversuch am 14. Juli scheiterte leider, weil es zu viel Neuschnee hatte und sich das Wetter verschlechterte“, sagt Stitzinger. Danach reiste die DAV-Gruppe ab, Stitzinger und seine Freundin blieben. Zwei Wochen hatten die beiden noch drangehängt, eigentlich um den K2 zu versuchen. Doch dann habe man die nächste überraschende Schönwetterperiode genutzt, sei mit einer international gemischten Gruppe direkt auf Lager zwei aufgestiegen. „Ganz schön schnell und hektisch lief das, aber es hat ja geklappt“, erzählt Stitzinger, der sich eigentlich auf Schlechtwettertage eingestellt hatte. Dann höher zu Lager drei, mittlerweile auf 7010 Metern.Von dort kletterten die beiden in 14 Stunden auf den Gipfel. Die Bedingungen

Beim Aufstieg bedeuten die Skier Zusatzgepäck, doch beim Bergab ersparen sie den mühseligen Abstieg.


Kein Schnee auf 8000 Metern? Der Gipfelgrat war ausgeapert und sparte Stitzinger und von Melle Kraft und Zeit.

spielten ihnen dabei in die Karten, der Gipfelgrat war fast komplett aper und steinig. „Statt zwei Stunden haben wir eine halbe Stunde rüber gebraucht“, sagt Sitzinger. Zurück am Col auf 7800 Metern schnallte sich Stitzinger seinen Broad Peak-Ski an. An der Schlüsselstelle – einem schmalen Colouir – habe er Glück gehabt: „Weil genügend Schnee lag, konnte ich mit einem kleinen Hüpfer direkt in die Flanke springen und alles fahren.“ Nach einer Nacht auf Lager drei ist Stitzinger bis zum Wandfuß gefahren. Im unteren Teil verlangten ihm Blankeistellen und 50 bis 55 Grad steiles Gelände noch einmal alles ab.

Umzug des Basislagers: Vom Broad Peak zum K2 Ankunft im Basislager, Freude, Erholen, Essen, Schlafen: Bereits am nächsten Tag, dem 27. Juli packten die beiden ihren ganzen

Krempel und zogen um ins 1,5 Stunden Fußmarsch entfernte Basislager des 8611 Meter hohen K2. „Als wir vom Broad Peak herunterkamen, hat sich das ganze Basislager auf den Weg gemacht: die eine Hälfte zum K2, die andere nach Hause“, sagt Stitzinger. Man habe sich mit anderen Expeditionen zusammengetan und es seien etwa ein Dutzend Leute gewesen am K2. Drei Schlechtwettertage kamen von Melle und Stitzinger gerade recht. So konnten sie sich von den Strapazen erholen. Auch die Bedingungen am Berg fand Stitzinger fast schon luxuriös: „Die Fixseile bis Lager drei waren bereits angebracht und wir waren nur zwölf Leute an einem der renommiertesten Berge der Welt.“ Aber allein das zeige schon, wie die Chancen an diesem Gipfel gesehen werden. Schließlich hatte in den vergangenen beiden Jahren kein einziger Bergsteiger den Gipfel über diese Route erreicht. 35 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Expeditionen

Luis Stitzinger

Als sich das Wetter besserte, entschied sich die internationale Allianz an Bergsteigern, den Gipfel in Angriff zu nehmen. Gute acht Stunden dauerte der Aufstieg ins zweite Hochlager auf 6300 Meter. Am nächsten Tag weiter auf Lager drei. „Dort musste ich ein Dreimann-Zelt ganz alleine hochschleppen“, klagt Stitzinger. Im vierten Lager habe man sich die 4,5 überdachten Quadratmeter dann zu viert geteilt. Ein Uhr nachts, halb zwei, zwei Uhr: Der peitschende Wind verzögerte den geplanten Aufbruch zum Gipfel immer weiter. „Als der Wind um drei Uhr immer noch nicht eingeschlafen war, haben wir abgebrochen. Dazu ist auch noch Bewölkung aufgezogen“, sagt Stitzinger.

Mit Ski auf 7900 Metern: anspruchsvoller als am Nanga Als Letzter habe er sich dann gegen 10 Uhr an die Abfahrt mit Skiern gemacht. Gestartet ist Stitzinger direkt an der Schulter auf 7900 Metern: Bis zum Lager drei im zentralen Couloir, dann der Wechsel in die KukuczkaRoute – einem anderen Grat. Dort kletterte Sitzinger im 3er/4er-Gelände eineinhalb Stunden ab, ehe er bis fast zum Basislager abgefahren ist. „Das war anspruchsvoller als am Nanga Parbat, viel langwieriger. Es gab Stellen, wo ich nicht wusste, ob es überhaupt geht!“ Auch von ganz oben – dem Gipfel des K2 – glaubt Stitzinger, dass es gehen müsste mit Skiern abzufahren. „Eine K2-Befahrung wäre der ganz große Preis“, erklärt Stitzinger. Der bescheidene Riese würde es zumindest versuchen. www.goclimbamountain.de 36 SKITOUR-MAGAZIN.DE

Bei der Abfahrt vom Broad Peak mit schwerem Rucksack. Im unteren Teil erforderten Blankeisstellen die ganze Aufmerksamkeit.

Die Abfahrtsroute am K2: Stitzinger hatte die Route mit dem Fernglas geplant.


Vorbereitung

F

Fitness Serie I

it für die

erste skiTour

Der erste Schnee lockt, die Skier lehnen frisch gewachst im Keller: Damit die erste Skitour nicht zur Qual wird, hilft Ihnen unser erster Teil der neuen Fitness-Serie. Der Sommer ist lange vorbei, der Herbst zeigte sich kurz von seiner goldenen Seite. Doch in Wirklichkeit warten wir bereits sehnsüchtig auf den nahenden Winter – und somit auf die Skitourensaison 2011/2012. Der vorbildliche Skitourengeher hat sein Material bereits am Ende der letzten Saison auf Vordermann gebracht , so dass es für den ersten Einsatz parat liegt. Die erste Skitour kann also beginnen! Aber wie sieht es dabei eigentlich mit der eigenen körperlichen Fitness aus? Befindet sich die ebenfalls auf dem richtigen Niveau? Damit die erste Skitour ein „Erlebnis“ und kein „Überlebnis“ wird, haben wir einige Tipps zur optimalen Vorbereitung für den kommenden Winter für Sie. Das Motto dabei lautet: mit minimalem zeitlichen Aufwand maximalen Trainingserfolg zu erzielen!

Früh im Winter unterwegs am Gilfert in Hochfügen. 1000 Höhenmeter sind trotzdem zu bewältigen


Fitness Serie I

Vorbereitung

Leistungsstand Bevor die Vorbereitung bzw. das Training beginnen kann, ist es wichtig festzustellen, auf welchem Fitnesslevel man sich eigentlich gerade befindet. Dies kann man am einfachsten mittels eines Leistungstests ermitteln. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: die gängigste Methode ist hierbei jedoch ein Laktatstufentest. Damit lässt sich einfach und zuverlässig die Ausdauerleistungsfähigkeit feststellen, die für das Skitourengehen neben weiteren Voraussetzungen obligatorisch ist. Außerdem erfährt man mit einer solchen Analyse seine individuellen Stoffwechselbereiche. Daraus lassen sich dann spezielle Trainigsbereiche definieren. Für diese Leistungsdiagnostiken gibt es diverse Institute oder Einrichtungen (z.B. Fitnesstudios).

Bei einer Leistungsdiagnostik auf dem Rad-Ergometer.

Anforderungsprofil - Skitourengehen Um ein sinnvolles Training durchzuführen, ist es wichtig zu wissen, was in der jeweiligen Sportart – in diesem Fall Skitourengehen – gefordert wird bzw. wie das Belastungsprofil für meinen Körper aussieht. Die Basis der Leistungsfähigkeit wird als Grundlagenausdauer definiert und stellt das Grundgerüst dar. Dieser Bereich ist wichtig dafür, dass man über längere Zeit Belastungen überstehen kann, dass man sich nach einer anstrengenden Etappe wieder gut regeneriert und dass man ökonomisch mit seinen Energiespeichern haushaltet. Ziel ist es, die Energie haupt38 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Vorbereitung sächlich aus den Fettreserven zu generieren und die Kohlenhydratspeicher einzusparen. Kraft(-ausdauer) wird verlangt, um die Anstiege über längere Zeit und die Summe der Anstiege gut bewältigen zu können. Vorwiegend sind die eben genannten Belastungsbereiche typisch für das Skitourengehen, jedoch wird spätestens beim Abfahren bei möglicherweise schlechten Schneeverhältnissen eine weitere Komponente entscheidend, nämlich der sogenannte Entwicklungsbereich oberhalb der aerob/anaeroben Schwelle. Hierbei wird der Muskulatur nach einer langen Ausdauerbelastung eine oftmals maximale Belastung zugemutet. Die ist sehr entscheidend,

Fitness Serie I

denn hat man nicht mehr genug Kraft zum Abfahren, steigt die Verletzungsgefahr um ein vielfaches. Die regenerativen Fähigkeiten sind beim Abfahren ebenfalls entscheidend, da man sich in kurzen Pausen maximal schnell erholen sollte. Die individuelle Athletik in Form von Körperspannung, Rumpfstabilität, Kraft und Beweglichkeit spielt beim Skitourengehen ebenso eine wichtige Rolle wie die koordinativen Fähigkeiten in Form von Steigtechnik in wechselndem Gelände und dem Abfahren in unwegsamen Gelände. All diese Komponenten sind wichtig, jetzt gilt es jedoch diese durch gezielte Trainingseinheiten zu verbessern.

Training Der Leistungsstand ist nun bekannt, jetzt muss das Ganze noch in ein gezieltes Training eingebettet werden. Die Grundlagenausdauer trainiert man über die sogenannte Dauermethode in kontinuierlich, niedriger Belastung über eine längere Zeit. Dies kann man beispielsweise trainieren, indem man eine längere Radtour im flachen Gelände fährt, eine Wander- oder Bergtour geht oder langsam läuft. Die Herzfrequenz ist hierbei ein hilfreicher Parameter, die in etwa bei 65 % der maximalen Herzfrequenz bleiben sollte. Der zweite wichtige Parameter ist der sogenannte Schwellenwert. Hierbei ist die Anstrengung schon deutlich höher und man kommt vermehrt ins Schwitzen und hat eine erhöhte Atemtätigkeit. Dies ist der Belastungsbereich, bei dem der Körper gerade noch ökonomisch arbeiten kann, das heißt mit genügend Sauerstoff und Energie in Form von Kohlenhydraten. Je nach Leistungsstand kann man mit ausreichender Energiezufuhr relativ lange in diesem

Lange Bergtouren im Sommer und Herbst legen die Grundlage für einen guten Winter.


Fitness Serie I

Vorbereitung

Modus belasten. Dieser Schwellenwert ist wichtig für das Bergaufgehen, da hierbei das Steigen an sich schon beschwerlich ist und möglicherweise ein schwerer Rucksack noch zusätzlich an der Kraft zehrt. Durch ein gezieltes Training am Schwellenwert bzw. an der Kraftausdauer (Diagramm oben) erhöht sich sowohl die Leistungsfähigkeit, das heißt man kann schneller und leichter steigen, der Muskel arbeitet somit ökonomischer und man verkraftet mehrere und längere Anstiege besser. Die Methodik hierbei ist ebenfalls über die Dauer gesteuert. Der Belastungsbereich beträgt hierbei etwa 75-85 % der maximalen Herzfrequenz. Ein Training sieht beispielsweise so aus, dass man auf dem Rad am Berg mit einem niedrigen Gang fährt, oder flott bergauf geht bzw. läuft. Man kann dies auch in zwei bis drei Serien mit erhöhter Belastung aufteilen, das heißt man erhöht die Leistung für fünf bis zehn Minuten, macht dann wieder eine gleich lange Pause und wiederholt das Ganze zwei bis drei mal. Der Entwicklungsbereich liegt überhab der aerob/anaeroben Schwelle und der Belastungsbereich liegt somit deutlich über dem der vorangegangenen Trainingsmethoden, nämlich bei 85 - 92 % der maximalen Herzfrequenz. Man kann diesen Bereich opti40 SKITOUR-MAGAZIN.DE

mieren, indem man im Training gezielt und kontrolliert die Lunge fordert und reizt. Dabei hat sich das Intervalltraining bewährt, welches im Wechsel zwischen Belastung und Entlastung absolviert wird (Diagramm unten). Hierbei erhöht man beispielsweise beim Laufen oder Radfahren kurzzeitig ( 20 - 60 Sec) die Geschwindigkeit und reduziert diese dann für dieselbe Dauer. Dies kann man dann bis zu Zehn mal wiederholen und nach erholender Pause in zwei bis drei Serien absolvieren. Wichtig ist beim Intervalltraining, dass man die Belastung nicht zu niedrig aber auch nicht allzu hoch gestaltet. Es darf ruhig etwas anstrengend wirken, jedoch soll es noch kontrolliert durchgeführt werden können. Wichtig ist auch, dass man sich für ein derartiges Training genügend auf-/abwärmt. Das Athletik- und Koordinationstraining sollte ebenfalls auf dem Vorbereitungsplan stehen, um ausreichend auf eine Skitour vorbereitet zu sein. Schwimmen, Klettern, Slacklinen und Rumpfstabilisationsübungen für Bauch, Rücken und Schultern sind hierbei mögliche Methoden. Für die Beweglichkeit und Regeneration bietet sich ein Stretching in den jeweiligen Arbeitsmuskeln an.


Vorbereitung

Fitness Serie I

Dieser Plan soll ein grober Anhaltspunkt sein, wenn man dabei eine oder zwei Trainingseinheiten weniger macht ist dieser dennoch sinnvoll. Wichtig ist jedoch, dass man nicht immer im gleichen Trainingsbereich bleibt, sondern die verschiedenen Methoden im Wechsel und in der vorgegebenen Reihenfolge anwendet. Diesen Wochenplan sollte man am Besten für zwei bis drei Wochen wiederholen, und dann jeweils eine regenerative Woche einbauen, bei der man nur locker im Grundlagenbereich trainiert. Dieser Zyklus von Belastungs-/Entlastungswochen kann beliebig oft wiederholt und auch während der Skitourensaison durchgeführt werden. Die erste oder auch die darauffolgenden Skitouren werden mit Sicherheit um ein vielfaches schöner, wenn man sich körperlich fit fühlt und sich nicht am Rande des Machbaren befindet. Auch die Sicherheit spielt dabei eine große Rolle, da durch Ermüdung und körperlicher Überforderung viele Unfälle ausgelöst werden.

René Koller (27)

Sportwissenschaftler und Experte für Höhenbergsteigen bei Europeansports. Er betreut Höhenbergsteiger und Profisportler beim Training in der Höhenkammer. 41 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Reisereport

Lyngen-Alps

Powder-Wellen Vom Boot auf die Ski: F端r die einsamsten Skitouren in Norwegens Fjorden ist Hochseetauglichkeit wichtiger als Skitechnik.


Lyngen-Alps

Reisereport


Reisereport

Lyngen-Alps

Text: Stefan Loibl

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Fotos: Franz Perchtold/ Simon Bartl/ Stephan Riedl

n den trüben Scheiben der Bullaugen ziehen im klaren Morgenlicht schroffe, schwarze Felsflanken vorbei. Unterbrochen von schmalen Fjord-Zungen, die sanft von schmalen Küstenstreifen in die weiß-glänzenden Bergflanken ziehen. Dafür haben die drei über der weit ausgebreiteten Landkarte gebeugten Leute derzeit keinen Blick. Lediglich der raue Seegang lässt die Zeigefinger unkontrolliert über die Karte gleiten. Das Trio sind erfahrene Bergführer, die gerade über die nächste Skitour beraten. Der Kapitän steuert das Schiff durch den breiten Lyngen-Fjord nach Norden, irgendein Ziel außerhalb des Fjords solle es werden. „Der Wind war gestern nicht stark, Neuschnee gab es auch keinen“, sagt einer der Bergführer. Die Lawinengefahr hält sich also in

Zwei der wenigen Orte im Lyngen-Fjord sind Lyngseidet und Olderdalen.

Grenzen. Also wird es der Store Kaagtinden, mit 1226 Metern die höchste Erhebung auf der Insel Kågen. Nur eines von hunderten, skitourentauglichen Gipfelzielen dort im Osten von Tromsø. Besser bekannt ist dieses norwegische Skitouren-Revier der Superlative unter Lyngen Alps. Gemeint sind die Berge um die Halbinsel Lyngen. Das sind wilde, teils vergletscherte Berge mit Gipfelhöhen von meist 1000-1400 Metern. „Damit fällt das Höhenproblem schon mal weg, ganz anders wie in den Westalpen also“, sagt Stephan Riedl, der bereits zwei Mal eine Woche in den Lyngen-Alps verbracht hat. Nicht die Welt, doch da man alle Touren mit dem ersten Schritt vom Boot auf die Küste beginnt, muss man sich jeden Höhenmeter für die Abfahrt selbst verdienen. Das meist in einsamer, stundenlanger Spurarbeit. Denn Menschen trifft man dort fast


Lyngen-Alps

Reisereport

so selten wie in der Wüste. Die Kontakte sind sogar so rar, dass man sich freut anderen Tourengehern am Berg zu begegnen. Auch die wenigen Einheimischen trifft man nicht auf der Skitour. Die drei Bergführer sowieso nicht, denn an der Küste landet deren Schiff nur zum Ein- und Ausladen für die Skitouren. Alles andere erledigt die Gruppe an Bord: Essen, Schlafen oder das verdiente Après-Ski-Bier im Whirlpool genießen. So lassen sich auch entlegenste Flanken ansteuern, die man über das spärliche Straßennetz nie erreichen würde. Außerdem verlädt die flexible Unterkunft zu Überschreitungen: Aufstieg über die eine Seite des Berges, Abfahrt über steile Varianten zur Küste im nächstgelegenen Fjord oder zurück zum Ausgangspunkt. Ein kurzer Anruf beim Kapitän vom Gipfel genügt. Das hat was, die Wahl zwischen Jackpot oder Hauptgewinn. Den sollte man am besten auch im Geldbeutel haben, denn das exklusive Leben ist teuer im Norden Norwegens. Sieben Euro für die Halbe Bier, 16 Euro für einen Teller Spaghetti: Willkommen in der Schweiz des Nordens! Dagegen verkommen die Preise in Ischgls Après-Ski-Bunkern zur Lachnummer. Die letzten Meter ziehen steil zum Gipfel. Die Bergführer treten für Ihre Gruppe eine angenehme Spur in den frischen Pulverschnee.

Bild oben: Durch viel Wind und Neuschnee erfordert die Lawinenlage eine präzise Einschätzung. Die Planung mit der Karte ist also Pflicht. Mitte: Zum Anlanden steigt man samt Ski und Ausrüstung in ein kleines Beiboot. unten: Große Schiffe bieten deutlich mehr Platz und Komfort als kleine Segelboote. 45 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Reisereport

Lyngen-Alps

Es weht ein laues Lüftchen bei minus vier Grad. Die April-Sonne scheint bereits kräftig, die Temperaturen sind dank des Golfstroms milder als gewöhnlich. Denn die Lyngen Alps liegen auf demselben Breitengrad wie Alaska und Grönland. Ab Ende April kann man sogar rund um die Uhr am Gipfel des Store Kaagtinden stehen. Egal ob zwölf Uhr mittags oder um Mitternacht: Keiner dreht abends den Lichtschalter aus. 24 Stunden Tageslicht und perfekte FirnBedingungen laden dazu ein, steile Couloirs

und Flanken zu befahren. „Das Wetter kann auch richtig mieß sein. Die Touren stehen oder fallen mit dem Wetter“, erzählt Riedl, der selbst zwei Traumwochen erwischt hat. Da oben steht die Gruppe nun auf dem Store Kaagtinden. Nach gut 1200 Höhenmetern Spurarbeit. Bereit zur Abfahrt. Mit einem atemberaubenden Panorama über die vielen kleinen Fjord-Zungen, aus denen die Gipfel sprießen wie Champignons. Auf der einen Seite der Startpunkt. Auf der anderen liegt das

Der starke Wind klebt den Schnee wie Kaugummi an die steilen, abweisenden Felsflanken.


Schiff und erwartet die Gruppe. „Genau diese bizarre Kombination aus Wasser und Ski sind das Besondere für mich“, sagt Riedl: „Das ist schon sehr schräg.“ Die Abfahrt nimmt kein Ende. Der 35 Grad steile Hang zieht über 800 Höhenmeter bei bestem Powder zur Küste. Das zeichnet das Ziel auf der Insel Kågen zur Lieblingstour von Bergführer Franz Perchtold aus. Auch weiter unten bleiben die Schwünge ein Genuss: Kein Waldgürtel wie in den heimischen Alpen, der Touren im unteren Abschnitt zum Buschkampf ausarten lässt, die Kanten der Ski zur Machete macht. Nur lichte Birkenwälder, die bei genügend Schnee die Abfahrt bis zur Küste ermöglichen. Zurück an Bord philosophieren die drei Bergführer im warmen Whirlpool über das Ziel von morgen. Sanft schippert das Schiff ins nächste Fjord, am Himmel beleuchten diffuse, grüne Polarlichter die stille Nacht im Lyngen-Fjord.

Einfach auf das rote Schiff zu: So lautet die Abfahrts-Devise.

Die Suche nach der perfekten Abfahrt: Die Chancen stehen in den einsamen Lyngen Alps gut.

Flexibler als am Land: Mit dem Schiff oder Segelboot erreicht man auch entlegentste Berge.

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Lyngen-Alps

Alle Infos zu den Lyngen Alps Flug und Anreise

Mit Flysas oder Norwegian Air nach Tromsø. Meist über Oslo. Die nördliche Großstadt Norwegens liegt etwa zwei Autostunden westlich von den Lyngen Alps. Oder man steigt in Tromsø direkt aufs Schiff oder Segelboot.

Lage und Klima

Die Lyngen Alps liegen auf demselben Breitengrad wie Alaska und Grönland. Dank des Golfstroms ist das Klima aber deutlich milder als in diesen Regionen. Die Temperaturen sind in etwa so wie bei uns in den Alpen vier Wochen vorher. Beste Reisezeit für Skitouren ist von

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Februar bis Ende Mai, wobei die besten Verhältniss meist von Ende März bis Mitte April herrschen. Ab Ende April hat man zudem den ganzen Tag über Tageslicht.

Gipfel und Karten

Der höchste Gipfel der Lyngen-Alps ist der 1833 Meter hohe Jiekkevarre. Die meisten Gipfel liegen zwischen 1000 und 1400 Metern. Vom steilen, felsigen Kletterziel bis zum sanften, perfekt geneigten Skitourenberg ist alles dabei. Der norwegische Hersteller Mesterkart (www. mesterkart.no) bietet einige Touren- und topografische Karten für das komplette Gebiet der Lyngen Alps.


Lyngen-Alps

Reisereport

Meerengen statt Alpentäler: In den LyngenAlps sprießen die Gipfel aus dem Meer wie Tulpen aus dem Boden.

zum Video: Hier klicken

Reiseanbieter Hydroalpin Skitourenwoche vom Boot

Betreuung und Führung durch drei staatlich geprüfte Bergführer mit viel Erfahrung in den Lyngen Alps. Sieben Übernachtungen mit Vollpension auf der „Polargirl“ in 2- und 4-er Kabinen mit Sauna, Hottup an Bord. Sie steigen direkt in Tromsø aufs Schiff und unternehmen sechs Skitouren, z.B. auf der Insel Kågen, auf der Insel Uløya und im Lyngen-Fjord.

Termine

24.03. - 31.03.2012 - noch Plätze frei! 31.03. - 07.04.2012 - noch Plätze frei! 07.04. - 14.04.2012 - noch Plätze frei! 14.04. - 21.04.2012 - noch Plätze frei!

Spezialangebot für unsere Leser

Wenn Sie bei der Buchung „Skitour-Magazin“ angeben, erhalten Sie zusätzlich ein Funktions-T-Shirt von Dynafit und ein Hochglanz-Printspecial von unserer Muztagh Ata-Expedition dazu.

Kosten

2.199,00 Euro pro Person

Kontakt

Hydroalpin http://hydroalpin.de/ Tel.: +49 (0)8042 9853-0 Fax: +49 (0)8042 9853-2 info@hydroalpin.de

49 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Rennszene

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Top Rennenn 2011/12

Der Winter beginnt für die Rennläufer mit viel Training und kleinen Renen. Dann geht es schlag auf Schlag: Weltcups, Weltmeisterschaft und die Großen Wettbewerbe wie Pierra Menta und Patrouille des Glaciers. Damit sie den Durchblick behalten...

Dezember Internationales Jugend-Camp (ITA) http://www.altavaltellinaskirace.com/Index.aspx Vom 2. bis 4. Dezember treffen sich interessierte Nachwuchs-Skibergsteiger aus ganz Europa im italienischen Valtellina zu einem Nachwuchs-Camp. Renntaktik, Ausrüstung und Training stehen dabei im Vordergrund. Angeleitet werden die Jugendlichen von professionellen Trainern. Zusätzlich gibt es ein von der ISMF homologiertes Sprint-Rennen. 50 SKITOUR-MAGAZIN.DE


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Rennszene

Skitourencup 2012 – erstes Rennen www.skitourencup.at (im Aufbau) Nach dem Tod von Organisator und Webmaster Stefan Widauer wird gerade eifrig an einer Neuauflage des Tiroler Pistentourencups gearbeitet. Rennen wie der Rosshüttenaufstieg in Seefeld oder der Dragstar in der Wildschönau wird es hoffentlich auch in dieser Saison wieder geben. Leider stehen bis heute noch keine fixen Termine fest. Diese werden aber bestimmt bald unter www.skitourencup.at zu finden sein. Meist wurden die Rennen am Abend mit Stirnlampe ausgetragen.

Januar Laserz-Lauf (Ö) www.astc.at Mit dem Klassiker in den Lienzer Dolomiten startet am 6. Januar auch die zweite große Cup-Serie in Österreich – der Austria Skitourcup. Die 6,6 Kilometer lange Strecke zum Laserz Törl hat knackige 1800 Höhenmeter und jede Menge freies Skigelände.

Jennerstier Berchtesgaden www.jennerstier.de oder unter www.astc.at Mit dem Jennerstier wird am 8. Januar die Wettkampf-Saison so richtig eingeläutet und die Form auf die Probe gestellt. Zudem werden dort der Deutsche Meister im Aufstieg und der Österreichische Meister im Vertical Race gesucht. In Kooperation mit dem ASTC veranstaltet der DAV dieses als nur eines von zwei Rennen in dieser Saison.

Hochgrat Skirallye www.skirallye.de Nur eine Woche nach der DM im Vertical wird auch im Einzelrennen der beste Deutsche Skitourenrennläufer gesucht. Beim Klassiker in Oberstaufen wird bereits zum siebten Mal auf dem Hochgrat ein Rennen ausgetragen. Zudem werden auch die besten jugendlichen Rennläufer Deutschlands ermittelt.

Sprintrennen Bischofshofen (Ö) www.astc.at Sprintrennen sind spannend und sehr zuschauerfreundlich. Überzeugen Sie sich am 20. Januar in Bischofshofen davon. 51 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Rennszene

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1. Weltcup Arcalis (AND) http://www.fam.ad/content/fontblanca Der erste Weltcup steht an: am 21./22. Januar in Andorra. In der unter Radsportfans bekannten Ortschaft Arcalis trifft sich die Welt-Elite des Skibergsteigens zum ersten Kräftemessen. Die ersten WC-Punkte im Einzel und Vertical-Race werden vergeben.

Hochkönigstrophy (Ö) www.astc.at Am 22. Januar werden bei der Hochkönigstrophy in Bischofshofen die schnellsten Rennläufer am Hochkönig gesucht. Das Rennen zählt meist als Salzburger Landesmeisterschaft und zum Austria Skitourcup.

FEbruar 2. Weltcup Ätna (ITA) www.ismf-ski.org Vor dem außergewöhnlichen Ambiente am sizilianischen Vulkan wird es in dieser Saison wieder einen Weltcup geben. In Nicolosi, am Fuß des Vulkans, wissen sie, wie man einen Skitourenwettkampf dieser Größe ausrichtet. Exotische Bilder vom 24. Februar sind garantiert.

Wie im Jahr 2010 wird es auch heuer wieder einen Weltcup an den Flanken des Ätna geben.

52 SKITOUR-MAGAZIN.DE

Foto: Alfred Ruff


Foto: Chavy Jocelyn

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Rennszene

Publikumsmagnet Pierra Menta: Kein anderes Rennen kann auf so viel Zuschauer zählen wie der viertägige Wettkampf in Frankreich.

Europameisterschaft Pelvoux (FRA) http://www.ski-ecrins.com Vom 4. bis 11. Februar messen sich die besten Skibergsteiger (Jugend und Senioren) bei den Europameisterschaften im französischen Pelvoux.

Kampenwand Nachtaufstieg www.condition-steigenberger.de Das größte Hobby-Skitourenrennen in Deutschland geht in eine neue Runde: Der Nachtaufstieg auf die Sonnenalm an der Kampenwand gehört zur Snowleopard Trophy. Im vergangenen Jahr waren mehr als 300 Teilnehmer am Start. Ideal für alle Skitourengeher, um die erste Rennluft zu schnuppern! Termin ist der 2. Februar in Aschau.

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Rennszene

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März 3. Weltcup Tesino (ITA) www.cimadastaskialp.it Bei der Cima d‘Asta stehen am 3. und 4. März Sprintrennen und ein Einzelrennen im Weltcup an. In der Gesamtwertung dürften sich auch bereits die Favoriten herauskrisallisieren. Doch bis zum Ende sind noch einige Weltcup-Punkte zu vergeben.

Pierra Menta (FRA) www.pierramenta.com Vier Tage, die besten Athleten der Welt und das beste Publikum der Welt: Bei der Pierra Menta in den französischen Rhone-Alpen geht es im Modus eines Etappenrennens an den Start. Vom 15. bis 18. März werden die besten Zweierteams gesucht, die Wertung zählt auch zum Grande Course.

Zum Grande Course-Trailer

Achensee Xtreme (Ö) www.astc.at Beim Achensee Xtreme wird am 18. März der Österreichische Meister im Einzelrennen gesucht. Die anspruchsvolle Strecke im Rofan-Gebirge zählt zudem zum Austria Skitourcup und ist die letzte Station davon.

4. Weltcup Martelltal (ITA) http://www.marmotta-trophy.it/marmotta_tropy/de Wie im Vorjahr wird es wieder ein Weltcup-Rennen im hinteren Martelltal in Südtirol geben. Am 25. März werden sich die besten internationalen Rennläufer vor Zufallspitze und Cevedale um Weltcup-Punkte streiten. Die Jugend und die Erwachsenen werden jeweils ein Einzelrennen austragen. 54 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Vorschau

Rennszene

Die Mutter aller Skitourenrennen: Die vom Schweizer Militär veranstaltete PDG zählt als DER Klassiker.

April Tour du Rutor (ITA) http://www.tourdurutor.com/ Dreitägiges Etappenrennen (31.3.-2.4.) im italienischen Arvier, das zum Grand Course zählt.

5. Weltcup Tromsö (Nor) http://www.arcticrace.no/ Erstmals zieht der Weltcup-Zirkus zum Saisonabschluss ins norwegische Tromsö. Am 14. und 15. April stehen dort die Weltcup-Gesamtsieger fest. Premiere als WC-Standort.

Patrouille des Glaciers (CH) www.pdg.ch Die lange Strecke mit über 50 Kilometern und mehr als 4000 Höhenmetern zählt zum Härtesten und Besten, was man als Skibergsteiger bewältigen kann. Termin: 25.-28. April 55 SKITOUR-MAGAZIN.DE


Ausprobiert

Materialcheck

Ausprobiert Härtetest auf Skitour

Hose/Jacke: Peak Performance – Black Light 3L/4S > 500/550 € < www.peakperformance.com

Ein Hauch von „Bogner“ für Tourengeher In Sachen Auffallen und Trendfarbe liegt man mit der Black Light-Kollektion von Peak Performance ganz vorne. Die Outdoor-Linie –wir hatten Jacke und Hose – kommt mit dem dünnen und superleichten Dreilagen-Material Pro Shell von Gore Tex daher. Die beiden Teile gibt es in diesem schmutzanfälligen, knalligem Türkis und in Schwarz. Die Jacke überzeugte mit abgeklebten Nähten, guten verstellbaren Bündchen am Arm und hochwertigen Reißverschlüssen. Mit den großen Belüftungsöffnungen unter den Achseln ließen uns auch mit Primaloft-Jacke drunter nicht schwitzen. Bei der Hose gefielen uns die guten, abnehmbaren Hoseträger. Doch bereits während unseres Tests mussten wir feststellen: Das dünne Material der Hose hat Löcher vom Skischuh! Da hilft innen die ganze Verstärkung nichts, wenn die Hose außen einfach aufreißt. Das sollte bei diesem Preis nicht nach wenigen Einsätzen vorkommen!

Unsere Bewertung: Fazit: Lassen Sie bei der schwachen Qualität und dem hohen Preis lieber die Finger von den Style-Klamotten!


Materialcheck

Ausprobiert

Rucksack: Vaude – Daytour 30 > 110,00 € < www.vaude.com

Cleanes Design mit Öko-Siegel Welche Farbe darfs denn sein? Grün, Rot oder Schwarz? In Sachen Farbgebung ist der Daytour kein großer Wurf. Das Beladesystem folgt dem aktuellen Trend und ist ein Frontloader mit klassischer Ausstattung. Außergewöhnlich war das Safety-Fach an der Außenseite. Dort finden kleine Schaufeln und Sonden ihren Platz. Mit zwei Reissverschlüssen lässt es sich eigentlich schnell öffnen, wenn nicht gerade der Pickel den Zugang blockiert. Der wird mit einer Schlaufe am Griff gehalten, die mit einem kleinen Haken verschlossen wird. Kein Klett, kein Knopf und auch kein Klipsen notwendig. Am Tragesystem gab es nichts zu meckern. Als 24 oder 30 Liter Variante erhältlich. Zudem wird der Daytour höchst umweltfreundlich hergestellt – mit bluesign®-zertifizierten Materialien!

Unsere Bewertung: Fazit: Einfacher Frontloader ohne außergewöhnliche Features. Auffällige Farbe und ökologische Herstellung.


Ausprobiert

Materialcheck

Ausprobiert Härtetest auf Skitour

Hüftgurt: Camp – Coral > 55,00 € < www.camp.it

Anziehen ohne ausziehen! Einer der innovativsten Hersteller in Sachen “Weniger geht immer“ ist seit einigen Jahren Camp aus Italien. Nicht der leichteste Gurt in deren Programm ist der Coral. Dafür lässt er sich aber ohne Fußfädelei einfach an- und ausziehen. Der Gurt kann nämlich komplett geöffnet werden, ohne die Ski oder Steigeisen ausziehen zu müssen. Auch optisch macht er nicht den Eindruck als würde er bei Belastung gleich an seine Grenzen kommen. Die 317 Gram fallen dabei nicht groß ins Gewicht. Wie ein klassischer Klettergurt wird er optimal auf den eigenen Hüftumfang eingestellt. Da der Coral nicht viel aufträgt, fühlte er sich sogar mit geschlossenem Beckengurt eines schweren Rucksack angenehm an. Eine vernähte Materialschlaufe auf jeder Seite hält Karabiner, Prusik & Co. Erhältlich ist er in drei verschiedenen Größen.

Unsere Bewertung: Fazit: Optimaler Gurt für Gletscherund Hochtouren. Super Verarbeitung und ausgezeichneter Tragekomfort.


Materialcheck

Ausprobiert

Ski: Movement – Bond > 600,00 € < www.movementskis.ch

Den Schweizer 007 am Fuß Während unserer viertägigen Tour im Ortlergebiet hatten wir außgiebig Zeit, diese Kombination aus Rocker- und klassischem Camber-Ski zu testen. Der 1300 Gramm schwere Ski läuft in der Kategorie klassische Tourenski. Mit Maßen von 119 Millimetern an der Schaufel und 84 unter der Bindung bei 1,69 Meter Länge fühlt sich der Bond in fast jedem Schnee zuhause und ist ein guter Kompromiss zwischen breiter Freeride-Latte und leichtem Schmalspurski. Ob Powder oder harter Frühjahrsschnee: Auf dem steifen Ski steht man immer sicher. Zwar gibt es leichter zu fahrende Ski für Anfänger, aber der versierte Skifahrer wird mit dem Bond in jedem Fall glücklich werden. Wer es leichter und klassischer mag, greift zum schmaleren und 200 Gramm leichteren Random.

Unsere Bewertung: Fazit: Mit Freeride-Genen ausgestatteter klassischer Tourenski zu Schweizer Preisen!


Skitour-Magazin 5.11, ab 22. Dezember Werkstatt-Spezial Was benötige ich für den eigenen Ski-Service? So erledigen Sie die wichtigsten Handgriffe selbst!

Wochenend-Tipps

Revierguide Tirol: Wir zeigen die besten Ecken rund um Kitzbühel, im Großarltal und dem Alpbachtal.

Skibefahrung des Lhotse (8516 m) Immer den Everest im Blick: Drei junge Bergsteiger wollten im Juni die Westwand des 8516 m hohen Lhotse mit Ski abfahren. Der Expeditions-Bericht.

Test: Tourenstöcke

Carbon oder Aluminum? Viele verschiedene Klemmsysteme. Klappbar oder Teleskop-System? Leicht oder eher platzsparend. Was sich wirklich lohnt!

Links in diesem Magazin http://alifeascending.com/watch-the-trailer/

http://www.bergfilm-festival-tegernsee.de http://www.bglt.de/skitourenfestival/skitourenfestival/skitourenfestival/

http://www.mammut.ch/de/productDetail/261000011_v_0067_30/Ride+R.A.S..html

Profitraining

Wie trainieren Weltcup-Stars wie Toni Palzer, Kilian Jornet oder Alexander Fasser. Wir zeigen´s!

http://www.schnalstal.com/de/service/aktuelles/telemark-ski-opening-italien-27102011/

http://news.k2skis.com/2011/10/18/photo-and-video-recap-of-the-global-unveiling-of-the-rolling-stones-edition-sideshow-skis/

http://www.skibuilding.com http://www.freaksoffashion.com http://www.pieps.com http://www.squeezy-nutrition.com

Impressum Ausgabe 9 - November 2011 Skitour-Magazin Kellnauweg 7 a 93326 Abensberg Erscheinungsweise Das Skitour-Magazin erscheint während der Tourensaison alle vier bis sechs Wochen, kostenfrei, mindestens vier Mal!

http://www.marmot.de http://www.mammut.ch http://www.mammut.ch/download_safetyapp

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http://www.skylotec.de http://www.ortovox.de http://www.garmin.de

Redaktion Andreas Poschenrieder a.poschenrieder@skitour-magazin.de +49 (0) 174 - 3220675 Stefan Loibl s.loibl@skitour-magazin.de Skitour-Magazin im Web http://skitour-magazin.de http://skitour-magazin.com www.twitter.com/Skitour_Magazin www.facebook.com/skitourmagazin Fotos Namentlich nicht aufgeführte Fotos wurden vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt Mitwirkende dieser Ausgabe Stefan Loibl Andreas Poschenrieder René Koller Thomas Meier

http://www.alpina-sports.de http://www.suunto.com http://www.dynafit.de http://www.youtube.com/user/DYNAFITspeedup#p/u/0/QoaQyXgvEt0

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