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pip

ISSN: 1869-6317 Magazin für die implantologische Praxis 9. Jahrgang 2018 Heft 1 | Februar 2018 14 € • www.pipverlag.de

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik

kurz & schmerzlos: Digitaler Workflow III: Prothetik DGI-Kongress 2017 Schablonengeführte Sofortimplantation tipp in pip


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so viel vorweg

Liebe Leserin, lieber Leser, unsere Reihe der wissenschaftlichen Zusammenfassungen zum „Digitalen Workflow“ findet in dieser Ausgabe mit dem dritten Teil, „Prothetik“, ihren würdigen Abschluss. Bei aller zeitlichen und technischen Optimierung durch die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags- und Berufslebens gibt es einen großen Haken: Die Prozesse werden Fehlern gegenüber immer ungnädiger. Ebenso wie kein Auto heute mehr mit dem berühmten Damenstrumpf wieder flottgemacht werden kann, wird dereinst eine in Gang gesetzte digitale Prozesskette mit irgendwelchen einfachen Improvisationen beeinflusst werden können. Umso mehr möchte ich allen noch einmal das Werk des Pariser Oralchirurgen Dr. Franck Renouard, „The search for the weakest link“, ans Herz legen, das in deutscher Sprache unter dem Titel „Das schwächste Glied?“ im Quintessenz-Verlag erschienen ist. Dr. Renouard entlarvt, analog zu Prozessen in der Flugsicherheit, den Menschen und dessen spezifische Risiken dabei ganz klar als die Schwachstelle in einer technisch immer perfekteren Umgebung. Selbstüberschätzung, zu viel Routine, mangelndes Risikobewusstsein und falsche Strategien im Umgang mit Stress sind Fehlerquellen, die in einer digital und technisch perfekt vor sich hinschnurrenden Umgebung umso mehr Sand ins Getriebe bringen können. Dr. Renouard belässt es dankenswerterweise nicht beim Lamentieren. Mit einfachen Prüfungen lassen sich eigene Schwachpunkte sehr deutlich analysieren und viele daraus potentiell entstehende Probleme mithilfe von Checklisten und Sicherheitszwischenschritten vermeiden. Wer bereit ist, die nicht unerheblichen Investitionen in die technische Optimierung seines Umfeldes zu tätigen, sollte sich dieses menschliche Feintuning wert sein. Viele starke Ideen mit Ihrer neuen pip! Ihre

Marianne Steinbeck

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pip auf einen blick

03 so viel vorweg Editorial 05 pip auf einen Blick Inhaltsverzeichnis

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08 pip fallstudie S. M. Scherg: GBR bei einem Einzel- zahnimplantat in der Unterkieferfront 12

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pip fallstudie A. van Orten: Der unkomplizierte Fall: nice & easy

12 18 pip fallstudie U. Hafke: Schablonengeführte Sofort implantation und Sofortversorgung

26 kurz & schmerzlos Die digitale Behandlungskette in der dentalen Implantologie, Teil III: Prothetik

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52 tipp in pip Aus der Praxis für die Praxis

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54 pip fotostory P. Randelzhofer: Der besondere Fall 62 pip hat recht T. Ratajczak: Beihilfe erstattet immer restriktiver

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63 pip comic Neulich in der Praxis Drs. Gestern und Heute 64 pip fallstudie A. Brägelmann, E. Madani, R. Lemke, R. Smeets, J. Burkert: Komplexe Rehabilitation bei ektodermaler Dysplasie und Anodontie im Unterkiefer

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pip auf einen blick

80 66 pip system serie K. Höckl: Augmentation eines komplexen dreidimensionalen Kieferdefektes mittels allogenen Knochentransplantaten und autologem Knochen

pip fragt 74 K. Strauss: Z-Arena: Ein ganz neues Veranstaltungskonzept

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76 T. Braun: Viel Lärm um nichts 78 F. Müllner: Tradition trifft Moderne

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80 G. Quasigroch: Curriculum SIAO und Kongress Krakau

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pip produktreport 82 Factoring – Entlastung entlang des gesamten Patientenprozesses 84 Moderne Lösungen für das dentale Gewebs management

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86 Anspruchsvolle ästhetische Sofortversorgungen 88 Notwendigkeit der Nachsorge bei Implantaten 89 Ästhetische Konturaugmentation ohne zusätzliches Knochenersatzmaterial

pip vor ort 90 M. Hanisch: Erster nationaler Kongress für „Seltene Erkrankungen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

90

92 Biologische Konzepte für den implantologischen Erfolg 94 Wissensvermittlung von der Theorie bis zur Praxis 96 Mit Konzepten und Qualität auf die vorderen Plätze 98 Resultate und Konsequenzen

100 pip impressum Wir stehen hinter pip

98 6

100 pip experten Editorial Advisory Board

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GBR bei einem Einzelzahnimplantat in der Unterkieferfront Stefan Michael Scherg Nach Aufklärung der Patientin über alternative Behandlungsmöglichkeiten soll in diesem Fallbericht die Nichtanlage der beiden unteren lateralen Schneidezähne mittels Implantaten ausgeglichen werden. Zeitgleich wird die Technik der Guided Bone Regeneration (GBR) angewendet, um ein knöchernes Defizit am Alveolarfortsatz aufzubauen.

Einleitung Die beiden Milchzähne 71 und 81 persistierten bei der vorgestellten Patientin, daher brachen die Schneidezähne der endgültigen Dentition lateral der Milchzähne durch. Aufgrund der unterschiedlichen Größenverhältnisse war die Lücke der inzwischen gelockerten Inzisivi der Milchzähne verkleinert, sodass

Abb. 1: Nichtanlage der unteren Inzisivi und fehlende bukkale Strukturen.

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nur ein zu ersetzender Schneidezahn geplant werden konnte. Der Alveolarfortsatz war aufgrund der in diesem Bereich nie vorhandenen Wurzeln bleibender Zähne nicht ausgebildet (Abb. 1, 2). Die Lücke sollte trotz der Asymmetrie der drei Schneidezähne nur mit einer implantatgetragenen Krone versorgt werden und dabei der fehlende Kieferkamm im Bereich der bukkalen Wand zur Stütze des Weichgewebes regeneriert werden. Für den implantologischen und ästhetischen Langzeiterfolg ist eine ausreichend dimensionierte bukkale Knochenlamelle von > 1,5 mm in horizontaler Richtung eine wichtige Voraussetzung [27, 35]. Ist die bukkale Knochenwand zu dünn, kann es am Implantat langfristig zu Rezessionen und zu Weichgewebedefiziten kommen [1, 2], denen durch Wandlung des Weichgewebes von einem dünnen in einen dicken Biotyp präventiv vorgebeugt werden kann [10, 11].

Abb. 2: Der Befund im Röntgenbild.

Für die Indikation einer Sofortimplantation sprachen in diesem Fall die

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pip fallstudie fast vollständig resorbierten Wurzeln, sodass – trotz der Notwendigkeit, die fehlende bukkale Wand als Stütze für die Gingiva aufzubauen – es möglich sein sollte, eine sichere gedeckte Einheilung zu gewährleisten [3, 4]. Mittels der GBRTechnik mit einer resorbierbaren Membran sollte die bukkale Knochenlamelle mit einem Material horizontal augmentiert werden, das eine langfristige Resorption dieser Lamelle verhindert – auch wenn durch die Lippe ein relativ hoher Druck auf diese ausgeübt wird [26, 36].

Chirurgisches Vorgehen Im ersten Schritt sollte der Zahn extrahiert werden und die Insertion des Implantats mit den Maßnahmen für die Knochenregeneration am zentralen Zahn 41 erfolgen [26, 27]. Um das Weichgewebe prothetisch zu stützen und nicht unnötig durch weitere Eingriffe zu belasten, wurde das Abutment-at-one-TimeKonzept gewählt [5]. Als zweiter Schritt soll das definitive, CAD/ CAM-gefertigte individuelle Abutment bereits zum Zeitpunkt der Freilegung auf das Implantat geschraubt werden. Es übernimmt die Funktion eines individuellen Gingivaformers, um die Papille optimal auszuformen und zu stützen [5]. Das Abutment wird nicht mehr entfernt, um den Knochen [6] und vor allem das Weichgewebe zu schonen, sodass sich dieses am Abutment anlagern kann, ohne dass es durch ein weiteres Ab- und Auf-

Abb. 3: Die Zähne wurden vorsichtig extrahiert und die Präparation des Lappens erfolgte.

Abb. 4

nierend. Trotz der Vorbohrung etwas nach lingual und einer unterdimensionierten Aufbereitung mit einem Stufenbohrer 2,4/2,8 mm war die marginale Lamelle nur noch sehr dünn. Es bestand ein hohes Risiko, dass sie ohne knochenaufbauende Maßnahmen resorbiert wäre (Abb 4, 5) [28].

Implantation und Augmentation Durch das verwendete NobelActive Implantat mit dem Durchmesser 3,5 mm und der Länge 11,5 mm (Nobel Biocare, Zürich) wurde der gebotene horizontale Mindestabstand von 1,5 mm zu den Nachbarzähnen eingehalten [2]. Der sich erweiternde wurzelförmige Implantatkörper verhält sich im koronalen Drittel wie ein Osteotom und das doppelläufige Kompressionsgewinde mit den apikal weit ausladenden Gewindeflanken verdichtet den Knochen, sodass selbst in ungünstigen Knochensituationen und nach mehrfachen Korrekturen der Implantatposition die Primärstabilität erreicht werden kann. Das Implantat verfügt über eine Innen-Konus-Verbindung und ein integriertes Plattform Switching für eine verbesserte Weichgewebsanlagerung [7, 17, 18, 29]. Dieses wird durch den inversen Konusverlauf im Schulterbereich verstärkt, welches einen zu starken Druck auf die verbliebene Knochenstruktur verhindert [30, 31, 32]. Das Implantat sollte in der Horizontalen lingual der bukkalen Verbindungslinie der Nachbarzähne stehen (Abb. 6) [8].

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 4-6: Insertion des NobelActive Implantates, dabei ist der Verlust der bukkalen Lamelle deutlich zu erkennen.

schrauben von Abutments und Einheilkappen wieder abgetrennt wird. Die Patientin sollte als temporären Ersatz ein herausnehmbares Provisorium mit einem Kunststoffzahn 41 erhalten. Der Zahn wurde vorsichtig extrahiert und anschließend die Alveole sauber kürettiert. Der Verlust der bukkalen Lamelle war offensichtlich (Abb. 3). Die Lappenpräparation erfolgte ausgehend von den Extraktionsalveolen durch einen Schnitt im Bereich der Zähne 32 und 42, der in einen sulkulären Zahnfleischrandschnitt überging. Auf vertikale Inzisionen im sichtbaren Bereich wurde bewusst verzichtet, um das ästhetische Ergebnis des Weichgewebes nicht durch Narbenbildung zu gefährden. Nachdem der Lappen mobilisiert wurde, konnte der Defekt dargestellt werden. Im marginalen Bereich war noch eine dünne bukkale Knochenlamelle vorhanden, nach apikal war die konkave Einziehung aufgrund der Knochendehiszenz domiPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Abb. 7: Intraoperative Positionsübertragung.

Abb. 8: Verwendung eines Gingivaformers zur Volumenvermehrung.

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Anfertigung des Abutments Sobald das Implantat inseriert war, wurde der Abformpfosten aufgesetzt, um die Implantatposition mittels eines Autopolymerisats an den Nachbarzähnen zu erfassen (Abb. 7). Über ein vorhandenes Gipsmodell konnte der Techniker somit die Implantatposition übertragen (Abb. 13) und nach der Digitalisierung des Modells mittels der NobelDesign Software das individuelle Zirkon-Abutment kreieren sowie in einem NobelProcera Fertigungszentrum fräsen lassen. Das Implantat wurde anstatt mit einer Verschlusskappe sogleich mit einem Gingivaformer verschlossen, damit dieser das Volumen vertikal zusätzlich stabilisieren konnte (Abb. 8). Anschließend wurde die resorbierbare Kollagenmembran (creos xenoprotect, Nobel Biocare, Zürich) durch Zuschnitt auf die optimale Größe gebracht [13, 39-42]. Zur besseren Stabilisierung der Membran wurden bukkal zwei kurze Titanpins angebracht. Dabei erwies sich die Dehnbarkeit der rehydrierten Membran von Vorteil: der gesamte Defekt konnte einfach abgedeckt werden, auch wenn der Zuschnitt nicht optimal an die De-

fektgröße angepasst wurde [23, 37, 38]. Um die Resorptionszeit und die Standfestigkeit zu erhöhen, wurde die Membran doppellagig verwendet [22] (Abb. 9). Zur Regeneration der fehlenden bukkalen Lamelle wurde ein bovines Knochenregenerationsmaterial (creos xenogain 0,2-1mm, Nobel Biocare, Zürich) überfüllend eingebracht. Aufgrund seiner Zusammensetzung unterstützt das Material die Knochenneubildung und bleibt gleichzeitig volumenstabil [14] (Abb. 10-11). Für die Praxis ist das Handling mit dem Mischglas, in dem das Material angeliefert und direkt mit dem Patientenblut vermischt werden kann, sehr vorteilhaft. Aufgrund der Eigenschaften einer resorbierbaren Membran kann diese direkt im Kontakt zu den Nachbarzähnen das komplette Augmentationsgebiet abdecken [21]. Es folgte der spannungsfreie Nahtverschluss (Abb. 12) [20].

Freilegung und Versorgung mit dem definitiven Abutment Nach komplikationsloser Heilung erfolgte die Freilegung wieder mit einer nach lingual versetzten Schnittführung, die sulkulär an den Nachbarzähnen ohne vertikale Entlastung fortgesetzt wurde,

Abb. 10

Abb. 9: Zugeschnittene und doppelt gehaltene resorbierbare Kollagenmembran.

Abb. 11

Abb. 12 Wundverschluss und provisorische Versorgung.

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Abb. 10, 11: Durchführung der GBR mit bovinem KEM und einer resorbierbaren Kollagenmembran.

Abb. 13: Konstruktion des individuellen Abutments und des Provisoriums.

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Abb. 14

Abb. 15

Abb.14, 15: Freilegung, Kontrolle der Regeneration und Einsetzen des definitiven Abutments.

Definitive Versorgung

Abb. 16 Abb. 16, 17: Definitive Zementierung und Röntgenkontrolle.

um attached Mucosa nach labial zu bringen. Es zeigte sich eine bereits stabile bukkale Lamelle, der Gingivaformer war geradezu mit dem neuen Weichgewebe überwachsen [25].

Die provisorische Krone wurde nach sechs Monaten entfernt und das Abutment im Mund minimal beschliffen. Es erfolgte die konventionelle Abformung und die Herstellung der definitiven Krone (e.max, Ivoclvar Vivadent) (Abb. 24). Nach der Zementierung im Abb. 17 Mund zeigten sich noch nicht ganz ausgereifte Weichgewebeverhältnisse, die sich aber nach 18 Monaten aufgrund der geschaffenen knöchernen Strukturen vollständig regeneriert haben [12, 15, 16] (Abb. 16-18). K

Das endgültige und sterilisierte individuelle Zirkon-Abutment (NobelProcera) wurde definitiv aufgeschraubt [9] (Abb. 14) und übernahm die Funktion eines individuellen Gingivaformers, um die Papille optimal auszuformen und zu stützen [1, 34]. Es wurde auf eine konkave Ausformung des individuellen Abutments geachtet [33]. Diese Form vermeidet, dass zu viel Druck auf die bukkale Knochen-Weichgewebestruktur ausgeübt wird [19]. Die provisorische Kunststoff-Krone wurde auf das Abutment zementiert [24]. Mit einer doppelt vertikalen Naht wurde die Papille zwischen den Zähnen 32 und 42 in den Zahnzwischenraum gezogen (Abb. 15).

Abb. 18: Ergebnis 18 Monate nach dem Einsetzen.

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Zahntechnik: ZTM Harald Hlavácek, Karlstadt

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K 1990-1995 Zahnmedizinstudium an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg K 1995-1997 Vorbereitungsassistent in freier Praxis in Retzbach und Thüngen K Seit Okt. 1997 Niederlassung und Pra- xisübernahme in Thüngen K Nov. 2002 Praxisverlegung nach Dr. med. dent. Karlstadt, Praxisschwerpunkte: Paro- Stefan Michael dontologie, Implantologie, Endodon- Scherg tie, Ästhetische Zahnheilkunde K 2002 Gründung einer eigenen Firma: Fortbildungsinstitut Schöne Zähne K 2003 DGZI Zertifizierung Implantologie K Promotion zum Dr. med. dent. an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema „Stabilität der Schraubenverbindung bei konventionellen und Abutment- freien Implantatbrücken“ K praxis@zahnarzt-scherg.de K www.zahnarzt-scherg.de

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Der unkomplizierte Fall: nice & easy Andreas van Orten Im vorgestellten Patientenfall führte eine Nichtanlage des Zahnes 45 nach frühzeitigem Milchmolarenverlust zu einer Schaltlücke mit horizontal etwas reduzierter knöcherner Kieferkammbreite und reduzierter Breite an keratinisierter Schleimhaut. Die sagittale Distanz stellte sich für einen Prämolaren ausreichend dar, sodass weder kieferorthopädische noch knöcherne oder weichgewebsbetreffende augmentative Maßnahmen zwingend präimplantologisch durchgeführt werden mussten. Der Patient, ein junger, gesunder Mann ohne Risikofaktoren in seiner Einfachheit ist das Verpackungssystem „Tri Pod“ und mit guter Mundhygiene, äußerte den Wunsch nach einer des Tri-Vent Implantates, das es erlaubt, das Implantat mit ihn weder zeitlich noch physisch oder psychisch belastenden dem Instrument direkt und in einem einzigen Schritt aus der Behandlungssituation, um seiner universitären Ausbildung Sterilverpackung zu lösen, um eine Kontamination der SBAohne Zeitausfälle nachgehen zu können. Diesem Wunsch haben wir versucht, in besonderem Maße nachzukommen. Die Implantation erfolgte deshalb minimalinvasiv unter Zuhilfenahme einer auf einem 3D-Datensatz basierenden Magellan-Schablone, deren Planung und Verfügbarkeit durch ein hohes Maß an Funktionalität gekennzeichnet ist (Medentis Medical GmbH, Bad Neuenahr) (Abb. 1). Inseriert wurde ein Tri Vent-Implantat (Bone-Level) mit einer Größe von 3,75 x 8 mm (Tri Dental ImAbb. 1: Implantationsplanung regio 45 mit der Magellan-Software. plants Int. AG, Schweiz) (Abb. 2). Interessant und unkompliziert

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Abb. 2: Postoperative Röntgenkontrolle.

Abb. 3 Tri Pod.

Abb. 4: Klinischer Aspekt von lateral nach Freilegung.

Abb. 5: 2in1 Impression Abutment.

Oberfläche zu verhindern (Abb. 3). Die Implantatinsertion kann dann auf drei Arten praktiziert werden: mit der Ratsche, dem chirurgischen Handstück oder von Hand. Im dargestellten Fall erfolgte die Insertion mit einer Ratsche und einem Drehmoment von 35 Ncm.

Freilegung und Abformung Nach einer geschlossenen Einheilphase von zwei Monaten erfolgte die Freilegung mit einem grazilen Rollappen. Drei Wochen später stellten sich die periimplantären Weichgewebe

reizfrei dar (Abb. 4). Für die Abformung haben wir ein neues, innovatives prothetisches Bauteil verwendet – das 2in1 Impression Abutment (Tri Dental Implants, Schweiz), (Abb. 5). Das patentierte instrumentenfreie und einfache Handlingskonzept ermöglicht eine neuartige, schnelle und sichere Abdrucknahme mittels geschlossener Löffel-Methode, auch ein intraoraler unmittelbarer Scan ist denkbar. Im Anschluss kann der Abdruckpfosten als finales Abutment für zementierte oder adhäsiv befestigte Restaurationen verwendet werden, eine Modifikation der definitiven Zementgrenze ist extraoral möglich.

Abb. 6: Einbringung des Abutments in das Implantat.

Abb. 7: Vom Abutment gelöster Handgriff beim Erreichen des Drehmoments von 15 Ncm.

Abb. 8: Lösen der Abformschraube mit dem um 180° gedrehten Handgriff.

Abb. 9: Detailansicht des repositionierten Handgriffs.

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Abb. 11

Abb. 10

Abb. 10, 11: Repositioniertes Abutment mit Laborimplantat.

Abb. 12: Vestibuläre Detailansicht des Meistermodells.

Das 2in1 Impression Abutment wurde unter Zuhilfenahme des am Abutment fixierten integrierten Handgriffs unkompliziert und einfach in das Implantat eingeschraubt (Abb. 6) und der Handgriff beim definierten Drehmoment von 15 Ncm an der Sollbruchstelle abgedreht. Aufgrund der minimalen Gesamthöhe eignet sich sich dieses System ideal für den posterioren Bereich (Abb. 7). Die Situation war nun bereit für eine direkte Abdrucknahme, die bei gewöhnlicher Kieferform mit konfektioniertem Abformlöffel möglich ist. Im vorliegenden Fall erfolgte die Abformung mit einem individuellen Löffel in Doppelmischtechnik (Honigum Mono und Honigum Light, DMG), ein zusätzliches Abdecken des Schraubenkanals mit einer zusätzlichen Plastikkappe oder ähnlichem entfiel. Der Abformlöffel konnte nach dem Aushärten des Abformmaterials unkompliziert entfernt werden und das 2in1 Impression Abutment ebenfalls ganz einfach mit dem vorher abgedrehten Handgriff gelöst und herausgenommen werden. Hierzu musste der Handgriff umgedreht auf das 2in1 Impression Abutment aufgesteckt werden (Abb. 8, 9). Darauf wurde das 2in1 Impression Abutment mit dem Implantatanalog verschraubt. Dank des besonderen Designs konnte das

Abb. 14: Screenshot der InLab-Software.

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Abb. 13: 2in1 Impression Abutment nach Individualisierung.

2in1 Impression Abutment präzise und sicher im Abdruck repositioniert werden, um das Meistermodell herzustellen (Abb. 10, 11). Die Bauweise des 2in1 Abutments mit bereits angebrachter Einbringhilfe, Sollbruchstelle für ein definiertes Eindrehmomentum, mitgeliefertem Löseinstrument für die Abformschraube und der Möglichkeit, das Abutment auch zur definitiven prothetischen Versorgung zu nutzen, empfanden wir als pragmatisch, zeitsparend und wirtschaftlich. Für die Abformsitzung entfiel die Notwendigkeit, ein prothetisches Set oder eine Implantatkassette vorzuhalten und anschließend der Sterilisation zuzuführen – ein in unseren Augen angenehmer Effekt in Bezug auf Mitarbeiterarbeitszeit und Hygienekosten.

Herstellung der definitiven Krone Die folgenden Schritte wie die Anfertigung der Gingivamaske und die Meistermodellherstellung erfolgten nach den bekannten Verfahren (Abb. 12). Die Abdruckschraube wurde gegen die mitgelieferte Okklusalschraube ausgetauscht und das 2in1 Impression Abutment von dort an als ein finales Contour Abutment

Abb. 15: Lithiumdisilikatkrone im Artikulator.

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Abb. 16, 17: Fixierung des Abutments mit einer drehmomentbegrenzten Ratsche.

Abb. 17

Abb. 16

Abb. 19

Abb. 18

Abb. 18, 19: Finale Versorgung.

mit konischem Profil und definierter Zementgrenze genutzt, die von den Zahntechnikern geringfügig modifiziert wurde (Abb. 13). Unter Zuhilfenahme eines Laborscanners (Ineos Blue, Sirona, Bensheim) und einer CAD/CAM-Planungssoftware (Cerec InLab, Sirona) erfolgte das CAD (Abb. 14). Die Herstellung der Krone erfolgte monolithisch (e.max CAD, Ivoclar; Cerec MC XL, Sirona,) und wurde auf korrekte Passung, statische und dynamische Okklusion im konventionellen Artikulator überprüft (Abb. 15). Zur korrekten Positionierung in der Innenkonfiguration des Implantates wurde eine Übertragungshilfe aus Kaltpolymerisat durch das zahntechnische Labor hergestellt (Palapress, Kulzer GmbH). Die Fixierung des modifizierten 2in1 Impression Abutments erfolgte nach der Platzierung mit der Positionierungshilfe mit einem Drehmoment von 30 Ncm (Abb. 16, 17). Nach fünf Minuten wurde das Drehmoment erneut überprüft. Die Eingliederung der Krone erfolgte mit einem gewebeverträglichen semi-permanenten Befestigungsmaterial (Temp-Bond, Kerr Dental) (Abb. 18, 19).

Schlussfolgerung Die Anwendung des Tri 2in1 Impression Abutments kann in unkomplizierten, ästhetisch nicht sensiblen Bereichen eine zeiteffiziente und wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Prozessketten darstellen. Aufgrund des integrierten Handgriffs und der drehmomentkontrollierenden Sollbruchstelle benötigt der geübte Behandler zum Zeitpunkt der Abformung keine weiteren Instrumente außer dem Tri 2in1 Impression Abutment. Eine Desinfektion und Sterilisation der entsprechenden Prothetiksets entfällt.

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Sollte nach der Abformung im zahntechnischen Labor festgestellt werden, dass der Anfertigung eines patientenindividuellem Abutments oder einer einteiligen verschraubten Restauration der Vorzug zu gewähren ist, reduziert sich die Funktion des 2in1-Abutments auf einen verschraubten Abformpfosten für die geschlossene Abformung. K

K 1993-1998 Studium der Zahnmedizin in Münster K 1998-2005 Assistenzzahnärztliche Tätigkeit und Niederlassung in Castrop-Rauxel K Seit 2005 Niederlassung in Waltrop, seit 2016 mit Dr. Dirk Krischik, M.Sc., Andreas van Orten, als Zahnärzte Do 24 K 2013-2016 Master of Science für orale M.Sc. Chirurgie und Implantologie K 2017-2019 Master of Science für Parodontologie und Implantattherapie K Seit 2005 Tätigkeitsschwerpunkt (TSP) Implantologie K Seit 2007 TSP Paradontologie K Seit 2016 Spezialist Implantologie (DGZI) K Arbeitsschwerpunkte: Implantologie, Paradontologie, CAD/ CAM-Technologien K andreas@zahnaerzte-do24.de K www.zahnaerzte-do24.de

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pip fallstudie

Schablonengeführte Sofortimplantation und Sofortversorgung Implantation im zahnlosen Oberkiefer bei einer 80-jährigen Patientin mit systemischen Erkrankungen Ulrich Hafke Durch die gestiegene Lebenserwartung ist mit einem Anstieg der Patienten mit altersbedingten chronischen Erkrankungen zu rechnen. Diabetes mellitus und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stellen zwar Risikofaktoren dar, gelten derzeit jedoch nur als relative Kontraindikationen für Implantatversorgungen [1, 2]. Ergebnisse eines aktuellen systematischen Reviews konnten auch zeigen, dass bei entsprechender Medikation systemische Erkrankungen keinen signifikanten Einfluss auf die Implantatüberlebensraten haben und daher grundsätzlich nicht als Kontraindikationen betrachtet werden müssen [3]. Ein einzeitiges Vorgehen mit einer prothetischen Sofortversorgung auf einer reduzierten Anzahl an Implantaten stellt daher eine optimale Behandlungsoption dar, um bei älteren und multimorbiden Patienten Belastungssituationen durch mehrere operative Eingriffe zu vermeiden [4]. Minimalinvasive Eingriffe mittels schablonengeführter Implantation können zu einer deutlichen Reduktion der Risiken für eine postoperative Morbidität führen [4]. Intraoperative Komplikationen können trotz Einsatz einer Bohrschablone nicht ausgeschlossen werden, wie folgender Fallbericht zeigt. Die 80-jährige Patientin stellte sich in unserer Praxis zur prothetischen Neuversorgung im Oberkiefer vor. Sie war zirka 20 Jahre mit einer teleskopverankerten Modellguss-Teilprothese zum Ersatz aller fehlenden Seitenzähne sowie des Zahnes 22 im Frontzahnbereich versorgt gewesen (Abb. 1-3). Wegen einer Fraktur des wurzelkanalbehandelten Pfeilerzahnes 13 war der Halt der Teilprothese nicht mehr gewährleistet. Der Zahn 13 war so tief frakturiert, dass ein Erhalt nicht mehr möglich war.

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Abb. 1: Zustand vor Fraktur des Pfeilerzahnes 13.

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pip fallstudie

Anamnese Die Patientin gab an, pro Tag zehn bis 15 Zigaretten zu rauchen. Bei einem bestehenden Diabetes mellitus, einem medikamentös mit Marcumar behandelten Herzinfarkt sowie einer ausgeheilten Krebserkrankung lag bei der Patientin ein ASAScore der Klasse vier von insgesamt sechs Einstufungen vor [5]. Die allgemeingesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin waren für einen invasiven Eingriff insofern denkbar ungünstig. Mit Ausnahme der Unterkiefer-Frontzähne konnte der parodontale Zustand unter Berücksichtigung des Alters der Patientin als relativ gut eingestuft werden. In den zahnlosen Abschnitten im Oberkiefer-Frontzahnbereich betrug die Höhe des Alveolarfortsatzes zirka 11,0 mm und die Breite zirka7,0 mm. Knochendefekte waren keine vorhanden.

Abb. 2: Prothetische Situation von okklusal.

Behandlungsplanung Wir entschlossen uns in Absprache mit der Patientin dazu, die Restzähne im Oberkiefer zu extrahieren und sie minimalinvasiv und navigiert ohne Bildung eines Mukoperiostlappens nach dem SmartFix-Konzept analog zum All-onFour-Prinzip mit einer verschraubten Suprakonstruktion auf vier Implantaten zu versorgen. Die Planung der Implantatpositionen erfolgte mittels Digitaler Volumentomografie (DVT) und Simplant-Planungssoftware (Dentsply Sirona Implants) (Abb. 4).

Chirurgisches Vorgehen

Abb. 3: Prothetische Situation von vestibulär.

Als Prämedikation kam eine Stunde vor der OP prophylaktisch eine Single Shot-Antibiotikagabe mit Amoxizillin (1.000 mg) zum Einsatz. Die Antikoagulantiengabe wurde nicht umgestellt, da die Gerinnung aus allgemeinärztlicher Sicht ausreichend war. Die Abstützung der Bohrschablone für die navigierte Implantatinsertion erfolgte kombiniert zahn- und schleimhautgetragen, um die reproduzierbare Positionierung der Schablone am Patienten zu erleichtern [6]. Dazu wurden die Zähne 21 und 23 für die Implantatinsertion zunächst belassen.

Zusätzlich wurde die Schablone während der Bohrvorgänge manuell fixiert (Abb. 5). Durch die atraumatische Zangenextraktion blieb die bukkale Kortikalis im Bereich der Zähne 11 und 22 unbeschädigt. Dadurch konnten zwei Astra Tech Implant System EV (Ø 4,8 mm, Länge von 9,0 mm) in regio 12 und 21 und einem Insertionstorque von 45 Ncm primärstabil eingesetzt werden (Abb. 6, 7). In regio 15 und 25 wurden OsseoSpeed Profile EV-Implantate (Ø 4,2 mm, Länge von 13,0 mm) nach distal geneigt eingesetzt, um das prothetische Unterstützungspolygon zu vergrößern (Abb. 8, 9). Während auch das Implantat in regio 15 mit einem Insertionstorque von 45 Ncm eingesetzt werden konnte, trat in regio 25 trotz der schablonengeführten Implantation eine Perforation im Bereich der vestibulären Kortikalis ein (Abb. 10). Um den Defekt darzustellen, wurde ein Mukoperiostlappen gebildet und der Knochendefekt mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt. Anschließend erfolgte die Korrektur der Implantatbohrung ohne Bohrschablone (Abb. 11). Das postoperative DVT zeigte eine gute Abb. 4: Planung der Implantatpositionen mittels der Simplant-Planungssoftware. Positionierung der Implantate (Abb. 12).

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

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pip fallstudie

Abb. 5: Kombinierte zahn- und schleimhautgelagerte Bohrschablone.

Abb. 6: Insertion eines Astra Tech EV-Implantates in regio 11.

Abb. 7: Primärstabile Verankerung in der Extraktionsalveole.

Abb. 8: Vorbereitung der Implantatinsertion in regio 15.

Abb. 9: Präparation für das geneigte distale Implantat regio 15.

Abb. 10: Perforation nach schablonengeführter Präparation des distalen Implantates in regio 25.

Abb. 11: Manuelle Korrektur der Implantatposition regio 25.

Abb. 12: Kontroll-DVT nach Implantation.

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Prothetische Versorgung Die provisorische Sofortversorgung erfolgte mit dem im Labor modifizierten alten Zahnersatz. Das Implantat in regio 25 konnte lediglich mit einem Insertionstorque von 25 Ncm eingesetzt werden. Dadurch war eine Sofortbelastung dieses Implantats nicht möglich und es wurde nicht in die Interimsversorgung integriert (Abb. 13). Postoperative Komplikationen wurden nicht beobachtet. Die Abformung wurde drei Monate später mittels Polyether offen durchgeführt (Abb. 14), um das Langzeit-Provisorium aus einem Gerüst aus Nichtedelmetall (NEM) und einer Verblendung aus Polymethylmethacrylat herzustellen. Das Provisorium ist derzeit noch erfolgreich in situ (Abb. 15, 16). Die Versorgung mit der definitiven Suprakonstruktion ist im ersten Quartal 2018 vorgesehen.

Abb. 15: Langzeitprovisorische Versorgung aus einem mit PMMA verblendeten Gerüst aus NEM, Ansicht von okklusal.

Fazit Bedingt durch die demografische Entwicklung wird es notwendig sein, sich auf Patientensituationen einzustellen, bei denen keine idealen Voraussetzungen für eine Implantatversorgung vorliegen. Die schablonengeführte Versorgung auf einer reduzierten Anzahl Implantaten stellt in solchen Fällen eine gute mikroinvasive Therapieoption dar. Dennoch konnte eine Perforation der vestibulären Kortikalis in regio 25 nicht verhindert werden. Ursachen könnten eine unzureichende Abstützung und Fixierung der Schablone oder auch Fehler beim Matchen des Modells mit dem DVT-Datensatz gewesen sein. Die im vorliegenden Fall verwendeten OsseoSpeed Profile EV-Implantate sind für solche Versorgungen gut geeignet, da die Implantate durch ihr spezielles Design mit der abgeschrägten Schulter, trotz distaler 30-Grad-Neigung, mit der Knochenoberfläche

Abb. 16: Langzeitprovisorium, Ansicht von vestibulär.

parallel abschließen und nicht subkrestal zu liegen kommen, was die weitere Handhabung im Rahmen der prothetischen Versorgung erleichtert und die Stabilität des periimplantären Knochens sichert. K

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Abb. 13: Provisorische Sofortversorgung ohne Einbeziehung des nicht ausreichend primärstabilen Implantates in regio 25.

Abb. 14: Offene Abformung der Implantate.

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K 1981-1986 Studium der Zahnheilkunde an der Medizinischen Hochschule, MHH K Ausbildung zum Sanitätsoffizier an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München K 1986 Staatsexamen Zahnmedizin K 1987-1992 Leiter verschiedener BunDr. med. dent. deswehrzahnstationen in Deutschland Ulrich Hafke und Canadian Force Base Hospital in Shilo/Kanada K 1988 Promotion zum Dr. med. dent. K 1993 Niederlassung in eigener Praxis im Zentrum von Hannover K Zertifizierter Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie K Zertifiziertes Praxislabor für Implantatprothetik K Spezialist für Implantologie der DGZI K 2008 Eröffnung des DVT-Zentrum-Hannover K praxis@drhafke.de K www.drhafke.de

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Digitaler Workflow: Teil III: Prothetik Die dritte Reihe unserer Übersichtsserie zum digitalen Workflow widmet sich der computerunterstützten Herstellung prothetischer Suprakonstruktionen. Diese ist das letzte Glied der digitalen Prozesskette der CAD/CAM-Technologie. Das Ziel CAD/CAMgestützter Herstellungsverfahren ist die passgenaue Fertigung von Einzelkronen sowie ein- oder mehrgliedriger Brückengerüste bis hin zu Vollversorgungen des zahnlosen Kiefers. Bevorzugte Materialien zur CAD/CAM-Gerüstherstellung sind Titanlegierungen und Zirkonoxid, welche mittels Schleifeinheiten aus Blöcken gefräst oder im Druckverfahren hergestellt werden. Zahlreiche Studien – die meisten davon sind In vitro-Untersuchungen – beschäftigen sich mit der Passgenauigkeit und der Belastbarkeit von prothetischen Gerüsten in Abhängigkeit von ihrem Herstellungsverfahren, der Präparationsform und/oder des verwendeten Materials. Die Passgenauigkeit äußert sich im Rand- und Innenbereich (Intaglio) der Kronen als vertikale bzw. horizontale Abweichung sowie am spannungsfreien Sitz (Passive Fit) der Restaurationen. Bei großen Brückenrekonstruktionen und Ganzkieferversorgungen kann es bei konventionellen Gussverfahren zu Spannungen im Brückengerüst kommen, die mittels CAD/CAMVerfahren umgangen werden sollen. Der so genannte Sheffieldbzw. Einschrauben-Test gibt Auskunft über den spannungsfreien Sitz der bedingt abnehmbaren auf Implantaten verschraubten prothetischen Vollversorgung im zahnlosen Kiefer. Dabei wird zur Befestigung der Suprakonstruktion nur eine Schraube im am weitesten distal liegenden Implantat angezogen, während die prothetische Rekonstruktion auf den restlichen Implantaten passiv aufliegt. Der Test gibt somit auch Informationen über die vertikale Distanz im Spaltbereich der nicht befestigten Implantate. Aussagen zum Einfluss des jeweiligen Materials auf die Passgenauigkeit sind widersprüchlich. Bei der computernumerisch gesteuerter Fertigung (CNC) konnten bei Gerüsten aus Zirkonoxid in einer In vitro-Studie geringere mittlere Spannungswerte und ein besserer Passive Fit gemessen werden als bei Titangerüsten [Abduo, et al., 2012]. Umgekehrt konnte in einer weiteren In vitro-Studie ein signifikant besserer Sitz bei Titangerüsten im Vergleich zu Gerüsten aus Zirkonoxid oder verlöteten Gerüsten aus einer Goldlegierung beobachtet werden [Katsoulis, et al., 2013]. In einem systematischen Review kommen die Autoren zum Schluss, dass das Material auf die Passform der Gerüste nur einen minimalen Einfluss hatte [Abduo, 2014]. Ein anderer systematischer Review zeigte hingegen, dass die zervikale Diskrepanz, d. h. die Randspaltbildung am Kronenrand, von der Art des Restaurationsmaterials signifikant beeinflusst wird. So wurde bei Verwendung von Kobalt-Chrom und Titan zur CAD/CAMFertigung von Brückengerüsten eine geringere mittlere zervikale Diskrepanz beobachtet als beim Einsatz von Zirkonoxid [Papadiochou und Pissiotis, 2017]. Bei CAD/CAM-gefertigten Kronenkäppchen aus leuzitverstärkten Glaskeramiken und aus Lithiumdislikat hatte das Material wiederum keinen Einfluss auf die Passform des Kronenrandes. Allerdings führte der nachfolgende Kristallisationsbrand der Keramikverblendung zu einer signifikant größeren aber dennoch klinisch akzeptablen Randspaltbildung bei den Kronen mit einem Gerüst aus Lithiumdisilikatkeramik [Gold, et al., 2017]. CAD/CAM-gefertigte Kronen aus Hybridkeramikblöcken scheinen im Randbereich ebenfalls zu besseren Ergebnissen zu führen als Kronen, die aus Lithiumdisilikatblöcken gefräst und anschließend einem Sinterungsbrand unterzogen wurden [Azar-

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bal, et al., 2017]. Interessanterweise ergab eine systematische Literaturrecherche, dass bei mittels Presstechnik hergestellten Kronen aus Lithiumdisilikatkeramik eine geringere mittlere Randspaltbildung beobachtet werden kann als bei CAD-gefertigten Kronen, die ebenfalls aus Lithiumdisilikat hergestellt wurden [Mounajjed, et al., 2016]. Allerdings gaben die Autoren dieser Übersichtsarbeit zu bedenken, dass dies lediglich Ergebnisse aus In vitro-Studien waren, die keine Aussagen zur klinischen Relevanz zuließen. Ergebnisse einer RCT zeigten, dass Kronen aus monolithischem Zirkonoxid im Vergleich zu Kronen aus Metallkeramik oder Lithiumdisilikat sowohl einen besseren Randschluss zeigten, als auch geringere okklusale Einschleifmaßnahmen notwendig machten [Batson, et al., 2014]. In einer weiteren RCT konnten zwischen konventionell abgeformten und im Labor gefertigten Keramikkronen und vier digitalen Workflow-Systemen keine signifikanten Unterschiede im Bereich der Kronenränder ermittelt werden. Die interne Passgenauigkeit der konventionellen Kronen war sogar besser, als die der digital gefertigten Kronen [Zeltner, et al., 2017]. Insgesamt jedoch scheint CAD/CAM-gefertigter Zahnersatz mittels subtraktiver (Fräsen) oder additiver Verfahren (3D-Druck) zu genaueren Ergebnissen und weniger Spannungen im Gerüst zu führen, als der konventionelle Guss von Werkstücken [de Franca, et al., 2015, de Franca, et al., 2017]. Allerdings hat die Präparationsform bzw. das Randdesign, unabhängig von der Herstellungsart des Zahnersatzes, scheinbar einen signifikanten Einfluss auf die zervikale Diskrepanz. So konnten in verschiedenen In vitro-Tests bei konventionell gegossenen Goldkäppchen auf Stümpfen mit einer Hohlkehlpräparation bessere Randschlussergebnisse erzielt werden als bei CAD/CAM-gefrästen Goldkäppchen [Johnson, et al., 2017]. Demgegenüber war bei einer Randpräparation mit Abschrägung das CAD/CAM-Verfahren genauer. Die Passgenauigkeit der Kronen konnte bei beiden Verfahren durch den zusätzlichen Einsatz eines Zahntechnikers entscheidend verbessert werden. Der positive Einfluss auf die Passgenauigkeit durch die manuelle Anpassung wird durch eine weitere In vitroStudie bestätigt. So konnten nach Fertigung von viergliedrigen Brücken mittels verschiedener CAD/CAM-Systeme signifikante systemabhängige Unterschiede der Passform durch einen erfahrenen Zahntechniker ausgeglichen werden [Buchi, et al., 2014]. Der digitale Workflow scheint zu einer Effizienzsteigerung bei der Fertigung prothetischer Suprakonstruktionen beizutragen. Diese wird in mehreren klinischen Untersuchungen bestätigt [Bidra, et al., 2016, Joda und Bragger, 2015a, Joda und Bragger, 2015b]. Die meisten Autoren stellen fest, dass trotz der teilweise sehr unterschiedlichen Passgenauigkeitswerte, die mittels CAD/CAM-Verfahren erzielte Randpassung meist im noch klinisch akzeptablen Rahmen liegt. Trotz der vielversprechenden Resultate und der Erleichterungen im Fertigungsprozess der prothetischen Restaurationen ist die derzeitige Studienlage zu CAD/CAM-gefertigten implantatgestützten prothetischen Suprakonstruktionen jedoch limitiert. Es mangelt insbesondere an Langzeitergebnissen, die eine umfassende wissenschaftliche Beurteilung der digitalen Workflows ermöglicht [Patzelt, et al., 2015]. Auch können aufgrund des Mangels an hochwertigen RCT derzeit keine evidenzbasierten Aussagen zur Verlässlichkeit digitaler Workflows sowie keine sicheren Empfehlungen für ihren klinischen Einsatz gemacht werden [Joda, et al., 2017]. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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In vitro-Studien Abduo J, Lyons K, Waddell N, Bennani V, Swain M. A comparison of fit of CNC-milled titanium and zirconiaframeworks to implants. Clin Implant Dent Relat Res. 2012 May;14 Suppl 1:e20-9. (»Der Vergleich der Passgenauigkeit von CNC gefrästen implantatgetragenen Gerüsten aus Titan- oder Zirkonoxid.«) Je fünf Gerüste aus Titan und Zirkonoxid wurden in der In vitroUntersuchung auf zwei Implantaten angefertigt, die in regio 35 und 37 auf einem Modell aus Epoxidharz eingesetzt worden waren. Im Implantatbereich wurden Spannungsmessungen durchgeführt und die Passgenauigkeit der Gerüste im Randbereich mittels eines Mikroskops bei Schraubbefestigung auf einem Implantat (Passive fit) oder auf beiden Implantaten (Vertical fit) ermittelt. Alle Gerüste erzeugten Spannungen, die bei Zirkonoxidgerüsten signifikant geringer ausfielen. Bei beiden Materialien konnten sehr gute Passungswerte ermittelt werden, wobei der Passive fit bei Zirkonoxidgerüsten signifikant besser ausfiel. Vorhandene Passungenauigkeiten waren von untergeordneter klinischer Relevanz. Al-Meraikhi H, Yilmaz B, McGlumphy E, Brantley W, Johnston WM. In vitro fit of CAD-CAM complete arch screw-retained titanium and zirconia implant prostheses fabricated on 4 implants. J Prosthet Dent. 2017 Jul 15. [Epub ahead of print] (»In vitro-Passgenauigkeit von auf vier Implantaten verschraubten vollprothetischen Versorgungen aus Titan- oder Zirkonoxid.«) In der vorliegenden In vitro-Studie sollte die marginale Passform von auf vier Implantaten verschraubten, mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellten Oberkiefer-Vollrestaurationen aus Titan (n = 5) oder Zirkonoxid (n = 5) untersucht werden. Die Lage der Implantate mit den Scanbodies in situ wurde mittels optischem Scan abgeformt. Anschließend erfolgten das CAD-Design der prothetischen Restauration und die Fräsherstellung der Gerüste. Die Gerüste wurden in situ mittels Computertomografie gescannt, um die zervikalen Diskrepanzen zwischen der Suprakonstruktion und den Implantaten an der rechten und linken Eckzahnposition sowie im Bereich des rechten ersten Molaren zu ermitteln. Das Material selbst hatte keinen signifikanten Einfluss auf die zervikale Diskrepanz, es waren gute mittlere Randspaltgrößen von < 135 Mikrometern messbar. Innerhalb beider Gruppen konnten jedoch signifikant höhere zervikale Diskrepanzen der Implantate im Bereich der rechten Molaren im Vergleich zum rechten Eckzahnbereich ermittelt werden. Ein absoluter spannungsfreier Sitz (Passive Fit) konnte bei keinem der Gerüste erzielt werden. Anadioti E, Aquilino SA, Gratton DG, Holloway JA, Denry IL, Thomas GW, Qian F. Internal fit of pressed and computer-aided design/computeraided manufacturing ceramic crowns made from digital and conventional impressions. J Prosthet Dent. 2015 Apr;113(4):304-9. (»Interne Passgenauigkeit gepresster oder mittels CAD/CAMVerfahren hergestellter Keramikkronen nach digitaler oder konventioneller Abformung.«) Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Das Ziel der In vitro-Studie war die Untersuchung der internen Passgenauigkeit gepresster oder gefräster Keramikkronen nach digitaler oder konventioneller Abformung. Von einem präparierten Dentoform-Zahn wurden 30 konventionelle PolyvinylSiloxan-Abformungen und 30 optische Scans mittels Lava COS genommen. Anschließend wurden jeweils 30 Kronen aus Lithiumdisilikat-Presskeramik (IPS e.max Press) hergestellt und 30 Kronen aus Lithiumdisilikat-Blöcken (IPS e.max CAD) gefräst. Der Dentoform-Zahn und das Intaglio der Kronen wurden gescannt, mittels eines dreidimensionalen lasergestützten Systems digitalisiert und suprapositioniert. Der interne Spalt der mittels Scan abgeformten Presskeramik war signifikant gegenüber den anderen Gruppen vergrößert. Ates SM, Yesil Duymus Z, Caglar I, Hologlu B. The effect of veneering on the marginal fit of CAD/CAM-generated, copy-milled, and cast metal copings. Clin Oral Investig. 2017 Jan 13. [Epub ahead of print] (»Der Einfluss der Verblendung auf die Randpassung CAD/ CAM-gefertigter, kopiergefräster oder gegossener Metallkäppchen.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde die zervikale Passgenauigkeit von auf Zahnstümpfen mit Schulter- bzw. Hohlkehlpräparation hergestellten Käppchen aus Metall oder Zirkonoxid nach erfolgter Verblendung gemessen. Dazu wurden je zehn Käppchen aus Metall und Zirkonoxid mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellt, kopiergefräst oder gegossen. Grundsätzlich war festzustellen, dass der Verblendungsprozess zu einer signifikanten Vergrößerung der Randspalte führte, die jedoch klinisch tolerabel war. Vor und nach dem ersten Aufbrennvorgang waren bei den kopiergefrästen Käppchen aus Zirkonoxid die höchsten Passungenauigkeiten im Randbereich zu ermitteln. Die zervikale Diskrepanz von mittels CAD/CAM hergestellten Zirkonoxidkäppchen unterschied sich vor der Verblendung nicht von den gegossenen Metallkäppchen. Nach dem ersten Aufbrennvorgang jedoch waren bei den Zirkonoxidkäppchen größere Randungenauigkeiten messbar als bei den Metallkäppchen. Der zweite Aufbrennvorgang führte in keiner der Gruppen zu einer signifikanten Verschlechterung der Randgenauigkeit mit Ausnahme der kopiergefrästen Käppchen auf Stümpfen mit Hohlkehlpräparation. Awada A, Nathanson D. Mechanical properties of resin-ceramic CAD/CAM restorative materials. J Prosthet Dent. 2015 Oct;114(4):587-93. (»Mechanische Eigenschaften von CAD/CAM-Kronen aus Hybridkeramik.«) Das Ziel der In vitro-Studie waren die Bestimmung und der Vergleich mechanischer Eigenschaften wie Biegefestigkeit, Biegemodul und Belastbarkeit sowie die marginale Passgenauigkeit von Kronen aus Hybridkeramik, Komposit oder Keramik. Dazu wurden aus Blöcken verschiedener Anbieter (Lava Ultimate Restorative, Vita Enamic, Cerasmart, IPS Empress, Vitablocs Mark II und Paradigm MZ 100) Barren und monolithische Kronen gefräst. Die Barren wurden Biegefestigkeits- und Belastbarkeitstests unterzogen, während bei den Kronen Rauigkeiten im Randbereich bestimmt wurden. Es konnten signifikante Zusammenhänge zwischen dem jeweils verwendeten Material und allen untersuchten Parametern ermittelt werden. Die mittlere Bie-

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kurz & schmerzlos gefestigkeit lag zwischen 105,0 ± 9,0 MPa (Vitablocs) und 219,0 ± 20,0 MPa (Cerasmart). Das mittlere Biegefestigkeitsmodul betrug im Minimum 8,0 ± 0,25 GPa (Cerasmart) und im Maximum 32,0 ± 1,9 GPa (IPS Empress), während das Belastbarkeitsmodul zwischen 0,21 ± 0,02 MPa (Vitablocs) und 3,07 ± 0,45 MPa (Cerasmart) lag. Rauigkeiten im Randbereich der Kronen lagen zwischen 60,0 ± 16,0 Mikrometern (Cerasmart) und 190,0 ± 15,0 Mikrometern (IPS Empress). Schlussfolgerung: Die neue Generation polymerbasierter Materialien zeigte signifikant höhere Biegefestigkeits- und Belastungswerte im Vergleich mit den Keramik- oder Hybridmaterialien. Kronen, die mittels der neuartigen Kompositmaterialien hergestellt wurden, zeigten glattere Ränder als Kronen aus Keramik. Azarbal A, Azarbal M, Engelmeier RL, Kunkel TC. Marginal Fit Comparison of CAD/CAM Crowns Milled from Two Different Materials. J Prosthodont. 2017 Nov 16. [Epub ahead of print] (»Vergleich der Passgenauigkeit im Randbereich von CAD/CAMgefrästen Kronen aus zwei unterschiedlichen Materialien.«) Ziel der Studie war die Untersuchung der Randpassgenauigkeit von CAD/CAM-gefrästen Käppchen aus Hybridkeramik- (Vita Enamic) und Lithiumdisilikat-Blöcken (IPS e.max) nach dem Kristallisationsbrand. Je 15 Käppchen aus beiden Materialien wurden auf einem standardisierten Metallstumpf mit einer 1,0 mm breiten zirkulären Schulter hergestellt. An jeweils vier Stellen (distal, mesial, bukkal und oral) wurde der Randbereich der Käppchen mit einem Macroview-Mikroskop bei 14-facher Vergrößerung untersucht. Die Messungen ergaben nach dem Kristallisationsbrand eine signifikant höhere mittlere zervikale Diskrepanz bei den Käppchen aus Lithiumdisilikat. Die Messungen vor und nach dem Brand ergaben eine signifikante mittlere Vergrößerung des Randspaltes um 62 Mikrometer. Basso GR, Moraes RR, Borba M, Duan Y, Griggs JA, Della Bona A. Reliability and failure behavior of CAD-on fixed partial dentures. Dent Mater. 2016 May;32(5):624-30. (»Zuverlässigkeit und Versagensverhalten CAD-hergestellter festsitzender Brückenrekonstruktionen.«) Mittels CAD/CAM-Verfahren wurden dreigliedrige Brückengerüste aus Y-TZP-Böcken gefräst. Anschließend wurden nach einem optischen Scan Verblendungen aus IPS e.max CAD (Ivoclar) hergestellt und mittels IPS e.max ZirCAD-Crystall./Connect mit den Gerüsten verbunden. Die Belastbarkeit und das Frakturverhalten der Restaurationen wurden mittels zyklischer Belastungsdurchläufe oder Dauerbelastung getestet. Ein Chipping der Verblendkeramik unter Dauerbelastung und Brüche im Bereich Ankerkrone/Brückenzwischenglied waren mit 60,0 % bzw. 67,0 % die häufigsten beobachteten Phänomene. Das Weibull-Modul, welches notwendig war, um ein Chipping oder Frakturen an der Brücke herbeizuführen, war bei Dauerbelastung höher als bei zyklischer Belastung. Büchi DL, Ebler S, Hämmerle CH, Sailer I. Marginal and internal fit of curved anterior CAD/CAM-milled zirconia fixed dental prostheses: an in-vitro study. Quintessence Int. 2014 Nov-Dec;45(10):837-46. (»Eine In vitro-Studie zur marginalen und internen Passgenauigkeit von CAD/CAM-gefertigten Frontzahnbrücken aus Zirkonoxid.«)

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40 viergliedrige Frontzahnbrücken aus Zirkonoxid wurden mit vier unterschiedlichen CAD/CAM-Systemen hergestellt. Die Brücken wurden mit den Systemen DCS Precident (DCS) (Kontrollgruppe), Cercon (DeguDent) (Testgruppe 1), Cerec InLab (Sirona) (Testgruppe 2) und Kavo Everest (Kavo) (Testgruppe 3) angefertigt. Das DCS-System wurde als Referenz herangezogen, weil während des Herstellungsprozesses keinerlei Schrumpfungen des Materials eintreten. Die initiale Passform wurde vor der Weiterverarbeitung der Brücken durch einen Zahntechniker überprüft und wenn nötig manuell korrigiert. Die dafür notwendige Zeitspanne wurde dokumentiert. Die Brücken wurden nach ihrer Fertigstellung auf den Modellzähnen mittels Zement befestigt, in Harz eingebettet und anschließend wurden Schnitte in mesio-distaler und bukko-oraler Richtung angefertigt. Die Breite der Zementfuge wurde anhand der Schnitte bei 50-facher Vergrößerung (interne Passform) und bei 200-facher Vergrößerung (marginale Passgenauigkeit) ermittelt. In Testgruppe 1 wurden die größten zervikalen Diskrepanzen gemessen, die jedoch nur beim Vergleich mit Testgruppe 3 statistische Signifikanz erreichten. In Testgruppe 1 musste auch die meiste Zeit aufgewendet werden, um die Passform manuell zu korrigieren. Der Zeitaufwand zur Korrektur der Passform in den Testgruppen 2 und 3 unterschied sich nicht von dem der Kontrollgruppe. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass manuelle Korrekturen am Gerüst vor Fertigstellung des Zahnersatzes durch einen erfahrenen Zahntechniker maßgeblich für die Passgenauigkeit sind. Edelhoff D, Schraml D, Eichberger M, Stawarczyk B. Comparison of fracture loads of CAD/CAM and conventionally fabricated temporary fixed dental prostheses after different aging regimens. Int J Comput Dent. 2016;19(2):101-12. (»Vergleichende Untersuchung der Belastungsfähigkeit von CAD/CAM-gefertigten und konventionell hergestellten Provisorien nach verschiedenen Alterungsprozessen.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurden je 16 dreigliedrige provisorische Brücken mittels CAD/CAM (Vita CADTemp, TelioCAD und Zeno ProFix) und konventionell chairside hergestellt (Protemp und Dentalon Plus). Die Provisorien wurden zunächst für zwei Wochen in NaCl bei einer Temperatur von 37 Grad Celsius gelagert. Je die Hälfte der Brücken pro Gruppe wurde anschließend einer mechanischen und thermischen Belastung ausgesetzt (240.000 Kauzyklen bei 50 N und je 100 thermische Zyklen bei fünf Grad Celsius bzw. 55 Grad Celsius). Bei Zeno Profix konnte unabhängig von der Alterung die höchste Belastungsfähigkeit ermittelt werden. Die niedrigsten Werte wurden bei Dentalon Plus und Telio CAD ohne thermische Belastung ermittelt, während nach thermischer Belastung bei Protemp und Vita CADTemp die geringsten Belastungswerte gemessen werden konnten. Euán R, Figueras-Álvarez O, Cabratosa-Termes J, Oliver-Parra R. Marginal adaptation of zirconium dioxide copings: influence of the CAD/CAM system and the finish line design. J Prosthet Dent. 2014 Aug;112(2):155-62. (»Der Einfluss des CAD/CAM-Systems und der Präparationsform auf die marginale Passform von Zirkonoxidkäppchen.«) Die vorliegende In vitro-Studie untersuchte den Einfluss des CAD/CAM-Systems und der Präparationsform auf die Passgenauigkeit des Kronenrandes. Zum Einsatz kamen das Lava All-Ceramic-System. Die Abformungen erfolgten entweder mitPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos tels Scan von Modellen nach konventioneller Abformung und Modellherstellung oder anhand eines direkten Scans der präparierten Zähne mittels Lava Chairside Oral Scanner. An Präparationsformen kamen eine Hohlkehl-Präparation und eine 90 Grad-Stufenpräparation zum Einsatz. Die optischen Messungen mittels Stereomikroskop ergaben bei 40-facher Vergrößerung, dass bei Verwendung des Lava Chairside Oral Scanners grundsätzlich eine signifikant geringere marginale Randspaltbildung resultierte. Die Präparationsform hatte nur bei Anwendung des All-Ceramic-Systems einen signifikanten Einfluss auf die Größe des Randspaltes. Hier konnte eine signifikant geringere zervikale Diskrepanz bei der Stufenpräparation ermittelt werden. Trotz der Unterschiede lag die Passgenauigkeit im Bereich des Kronenrandes im klinisch akzeptablen Rahmen. Fathi HM, Al-Masoody AH, El-Ghezawi N, Johnson A. The Accuracy of Fit of Crowns Made From Wax Patterns Produced Conventionally (Hand Formed) and Via CAD/CAM Technology. Eur J Prosthodont Restor Dent. 2016 Mar;24(1):10-7. (»Die Passgenauigkeit von Kronen nach konventioneller oder CAD/CAM-Herstellung in Wachs.«) Das Ziel der In vitro-Studie war die Untersuchung der Passgenauigkeit im Randbereich sowie die interne Passform von Kronen nach einer konventionellen Herstellung in Wachs, nach Wachsfräsung oder 3D-Wachsdruck-Technologie. Mittels der drei Techniken wurden je 15 Kronen in Wachs hergestellt und anschließend in Metall gegossen. Nur zwischen den konventionell aufgewachsten und den 3D-gedruckten Kronen konnten signifikante Unterschiede der marginalen und internen Passgenauigkeit ermittelt werden. Dabei war beim 3D-Wachsdruck eine höhere Passgenauigkeit messbar. de França DG, Morais MH, das Neves FD, Barbosa GA. Influence of CAD/CAM on the fit accuracy of implant-supported zirconia and cobalt-chromium fixed dental prostheses. J Prosthet Dent. 2015 Jan;113(1):22-8. (»Der Einfluss von CAD/CAM auf die Passgenauigkeit von implantatgestützten Brücken aus Zirkonoxid oder KobaltChrom.«) Um die Passgenauigkeit von CAD/CAM-gefertigtem implantatgestützten Zahnersatz zu ermitteln, wurden in dieser In vitro-Studie im Modell auf drei Implantaten verschraubbare Gerüste aus Zirkonoxid oder Kobalt-Chrom hergestellt. Acht Gerüste (vier aus Zirkonoxid und vier aus Kobalt-Chrom) wurden mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellt. Acht weitere Gerüste wurden konventionell aus Kobalt-Chrom gefertigt. Vier davon wurden auf konfektionierten und vier auf gegossenen Abutments hergestellt. Die zervikale Diskrepanz wurde mittels Elektronenmikroskopie bei Befestigung des Gerüsts entweder mit einer Schraube gemessen, um den Passive Fit zu bestimmen, oder mit allen Schrauben in situ. Bei der Befestigung aller Schrauben konnte bei den mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellten Gerüsten eine signifikant bessere marginale Passform als bei den konventionell gefertigten Gerüsten ermittelt werden. Bezüglich des Passive Fit wurden sehr gute Ergebnisse ohne signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen beobachtet. de França DG, Morais MH, das Neves FD, Carreiro AF, Barbosa GA. Precision Fit of Screw-Retained Implant-Supported Fixed

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Dental Prostheses Fabricated by CAD/CAM, Copy-Milling, and Conventional Methods. Int J Oral Maxillofac Implants. 2017 May/June;32(3):507–513. (»Passgenauigkeit verschraubten implantatgestützten Zahnersatzes nach Herstellung mittels CAD/CAM, Kopierfräsung oder konventionellen Methoden.«) Um die Passgenauigkeit von implantatgetragenen, veschraubten dreigliedrigen Brücken nach verschiedenen Herstellungsverfahren zu ermitteln, wurden acht Gerüste mittels CAD/ CAM-Verfahren hergestellt (vier aus Zirkonoxid und vier aus Kobalt-Chrom). Vier weitere wurden aus Zirkonoxid mittels Kopierfräsung gefertigt und vier weitere auf konventionellem Weg aus Kobalt-Chrom auf konfektionierten Abutments gegossen. Die vertikale und horizontale Passform wurde mittels Elektronenmikroskopie bestimmt. Es konnten signifikant geringere zervikale Diskrepanzen bei den mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellten Gerüsten ermittelt werden. Der Anteil der Gerüste mit horizontalen Passungenauigkeiten war am höchsten bei kopiergefrästen Gerüsten aus Zirkonoxid (83,3 %), gefolgt von CAD/ CAM-gefertigten Gerüsten aus Kobalt-Chrom (66,7 %) und gegossenen Kobalt-Chrom-Gerüsten (58,3 %). Mit 33,3 % konnte bei CAD/CAM-gefertigten Zirkonoxidgerüsten der geringste Anteil zervikaler Passungenauigkeiten beobachtet wurden. Gold SA, Ferracane JL, da Costa J. Effect of Crystallization Firing on Marginal Gap of CAD/CAM Fabricated Lithium Disilicate Crowns. J Prosthodont. 2017 May 17. [Epub ahead of print] (»Der Einfluss des Kristallisationsbrands auf die Randspaltbildung bei CAD/CAM-gefertigten Kronen aus Lithiumdisilikat.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde die Randspaltbildung CAD/CAM-produzierter Kronen (Cerec 3) aus Blöcken leuzitverstärkter Glaskeramik (IPS Empress CAD) und Lithiumdisilikatkeramik (IPS e.max CAD) vor und nach dem Kristallisationsbrand untersucht. Dazu wurde in einem Phantomkopf ein Typodont-Zahn für eine vollkeramische Krone beschliffen, um eine klinische Situation zu simulieren. Die Kronen wurden auf Grundlage eines Intraoralscans des beschliffenen Zahnes hergestellt und die Randspalte vor und nach dem Kristallisationsbrand mit einem Mikroskop bei 500-facher Vergrößerung gemessen. Das Material hatte keinen signifikanten Einfluss auf die zervikale Diskrepanz. Der Kristallisationsbrand führte lediglich bei den Kronen aus Lithiumdisilikatkeramik zu einer signifikanten Zunahme des Randspaltes. Dennoch lag die Randspaltbildung innerhalb klinisch akzeptabler Grenzen. Hamza TA, Sherif RM. In vitro evaluation of marginal discrepancy of monolithic zirconia restorations fabricated with different CAD-CAM systems. J Prosthet Dent. 2017 Jun;117(6):762-766. (»In vitro-Untersuchung der zervikalen Diskrepanz von monolithischen Restaurationen aus Zirkonoxid nach Herstellung mit unterschiedlichen CAD/CAM-Systemen.«) Dentallabore verwenden unterschiedliche CAD/CAM-Systeme zur Herstellung festsitzenden Zahnersatzes. Unklar ist bislang, welches dieser Systeme die besten Ergebnisse im Kronenrandbereich erzielt. Um diese Fragestellung zu untersuchen, wurden auf einem Stahlzylinder mittels fünf verschiedener CAD/CAM-Systeme monolithische Zirkonoxidkronen hergestellt. Der Stahlzylinder sollte schematisch einen präparierten Zahn mit einer zirkulären Stufe reproduzieren. Die monolithischen Zirkonoxidkronen Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos wurden aus folgenden Blöcken mit den entsprechenden CAD/ CAM-Systemen hergestellt. Es handelte sich um TZ Incoris TZIBlöcke, bearbeitet mit einer MCXL Schleifeinheit (TZ-Gruppe), Ceramill Zolid white-Blöcke, bearbeitet mit der Ceramill motionSchleifeinheit (CZ-Gruppe), Zenostar Zirkonblöcke, bearbeitet mit einer Wieland-Schleifeinheit (ZZ-Gruppe), Prettau Zirkonblöcke, bearbeitet mit einer Zirkonzahn-Schleifeinheit (PZ) und Bruxzir solid zirconia, bearbeitet mit einer S1-Schleifeinheit (BZGruppe). Die zervikale Diskrepanz wurde mit einem Mikroskop bei 100-facher Vergrößerung gemessen. Die zervikale Diskrepanz wurde in signifikanter Weise durch das jeweilige CAD/CAMSystem beeinflusst. In der TZ-Gruppe konnte die größte mittlere Randspaltbildung ermittelt werden, während in der BZ-Gruppe mit der fünfachsigen Schleifeinheit die kleinste mittlere zervikale Diskrepanz produziert wurde. Trotz der Unterschiede lagen alle Randspalte innerhalb der klinisch akzeptablen Grenzen. Han W, Li Y, Zhang Y, Lv Y, Zhang Y, Hu P, Liu H, Ma Z, Shen Y. Design and fabrication of complete dentures using CAD/CAM technology. Medicine (Baltimore). 2017 Jan;96(1):e5435. (»Konstruktion und Herstellung totalen Zahnersatzes mittels der CAD/CAM-Technologie.«) Um die Machbarkeit der CAD/CAM-Herstellung totalen Zahnersatzes zu ermitteln, wurden auf einem zahnlosen Ober- und Unterkiefermodell, das anhand einer realen klinischen Patientensituation hergestellt wurde, mittels eines digitalen Workflows entsprechende Vollprothesen angefertigt. Der digitale Workflow bestand aus einem Laserscan der Modelle und der virtuellen Konstruktion der Ober- und Unterkiefer-Vollprothesen mittels 3Shape. Die so designten Prothesen wurden in die CAM-Software Wieland V2.0.049 exportiert, um die Schleifeinheit Wieland Zenotec T1 für die CAD/CAM-Fertigung der Prothesen anzusteuern. Dabei wurden die Prothesenbasis und die zahntragenden Bereiche getrennt voneinander gefräst und anschließend miteinander verklebt. Die experimentelle In vitro-Untersuchung konnte zeigen, dass eine komplett virtuelle Konstruktion und Herstellung vollprothetischen Zahnersatzes mittels eines aufeinander abgestimmten digitalen Workflows möglich ist. Ji MK, Park JH, Park SW, Yun KD, Oh GJ, Lim HP. Evaluation of marginal fit of 2 CAD-CAM anatomic contour zirconia crown systems and lithium disilicate glass-ceramic crowns. J Adv Prosthodont. 2015 Aug;7(4):271-7. (»Untersuchung der marginalen Passgenauigkeit von zwei CAD/ CAM-Systemen zur Herstellung von Kronen aus Zirkonoxid im Vergleich zu Kronen aus Lithiumdisilikat-Glaskeramik.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurden die marginalen Passgenauigkeiten von zwei CAD/CAM-Systemen für Kronen aus Zirkonoxid (Prettau Zirkon und Zenostar ZR) und für Kronen aus Lithiumdisilikat-Glaskeramik (IPS e.max) auf einem Kunstharzmodell eines präparierten ersten Oberkiefer-Prämolaren untersucht. Die zervikale Diskrepanz wurde lichtmikroskopisch bei einer 100-fachen Vergrößerung bestimmt. Die mittlere Randspaltgröße war bei den Kronen aus IPS e.max-Glaskeramik signifikant niedriger als bei Zirkonoxidkronen, die mittels der Prettau Zirkon-Schleifeinheit hergestellt worden waren. Bei den Kronen, die anhand der Zenostar-Einheit geschliffen worden waren, konnten unterextendierte Kronenränder ermittelt werden, während die Kronenränder bei Prettau Zirkon und IPS e.max überextendiert waren.

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Johnson R, Verrett R, Haney S, Mansueto M, Challa S. Marginal Gap of Milled versus Cast Gold Restorations. J Prosthodont. 2017 Jan;26(1):56-63. (»Marginale Randspaltbildung bei gefrästen gegenüber gegossenen Restaurationen aus Gold.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde die zervikale Diskrepanz von gefrästen und gegossenen Goldrestaurationen der gleichen Legierung auf gegossenen Stumpfmodellen aus einer Nickel-Chrom-Legierung mit einer Hohlkehle oder einer Hohlkehle mit Anschrägung als Präparationsform untersucht. Die gegossenen Goldkäppchen wurden nach der Abformung mit einem additionsvernetzten Silikon (Aquasil) auf Modellen aus Typ IV-Gips aufgewachst und anschließend gegossen. Für die gefrästen Goldkäppchen wurden die Zahnstümpfe mittels 3Shape D900-Scanner optisch abgeformt, virtuell geplant und anschließend in einem Schleifzentrum anhand der 3D-Daten hergestellt. Bevor die fertigen Goldkäppchen auf den Gipsmodellen angepasst wurden, wurde die zervikale Diskrepanz mittels Lichtmikroskop bei 90-facher Vergrößerung ermittelt. Danach erfolgte die manuelle Anpassung der Käppchen auf den Gipsmodellen, wobei die Anzahl der Anpassungszyklen dokumentiert wurde. Anschließend wurde die zervikale Diskrepanz erneut bestimmt. Auf Stümpfen mit angeschrägter Hohlkehlpräparation zeigten gefräste Käppchen nach manueller Anpassung einen signifikant geringeren Randspalt als gegossene Käppchen. Auf Stümpfen mit einer einfachen Hohlkehlpräparation waren bei gegossenen Käppchen signifikant geringere zervikale Diskrepanzen als bei gefrästen Käppchen messbar. Mittels manueller Anpassung konnte, unabhängig von der jeweiligen Präparationsform, bei den gegossenen Käppchen eine signifikante Reduktion der zervikalen Diskrepanz erreicht werden. Bei den gefrästen Käppchen konnte eine signifikante Reduktion der zervikalen Diskrepanz nur bei der abgeschrägten Präparation ermittelt werden. Katsoulis J, Mericske-Stern R, Enkling N, Katsoulis K, Blatz MB. In vitro precision of fit of computer-aided designed and computer-aided manufactured titanium screw-retained fixed dental prostheses before and after ceramic veneering. Clin Oral Implants Res. 2015;26(1):44-9. (»In vitro-Bestimmung der Passgenauigkeit von CAD/CAMgefertigten verschraubten Titan-Restaurationen vor und nach Keramikverblendung.«) Das Ziel der In vitro-Studie war die Untersuchung der Passgenauigkeit von Ganzkieferversorgungen mittels CAD/CAM-gefertigten, auf sechs Implantaten verschraubten Titangerüsten vor und nach ihrer Verblendung mittels Keramik. Die Gerüste wurden auf Grundlage eines Laserscans der Modelle mittels des Cares Scan CS2-Scanners hergestellt. Der Keramikbrand erfolgte in verschiedenen Zwischenschritten nach Herstellerangaben (Vita Titankeramik). Die Passform der Gerüste wurde vor und nach dem Aufbrennvorgang ermittelt, indem die Gerüste nur auf dem Implantat in regio 25 mit einer Schraube befestigt wurden (Einschraubentest). Die Spalten zwischen Suprastruktur und Implantat wurden mittels Elektronenmikroskop gemessen. Es konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede der Passform vor und nach der Verblendung mit Aufbrennkeramik ermittelt werden. Alle vertikalen Randspalte lagen im klinisch akzeptablen Rahmen. Schlussfolgerung: Die guten klinischen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die einzelnen Arbeitsschritte des Workflows Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos zur Herstellung der keramikverblendeten Titangerüste geringe Fehlerquellen aufweisen. Katsoulis J, Mericske-Stern R, Rotkina L, Zbären C, Enkling N, Blatz MB. Precision of fit of implant-supported screw-retained 10-unit computer-aided-designed and computer-aided-manufactured frameworks made from zirconium dioxide and titanium: an in vitro study. Clin Oral Implants Res. 2014 Feb;25(2):165-74. (»Passgenauigkeit von implantatgetragenen, CAD/CAM-gefertigten, verschraubten zehngliedrigen Gerüsten aus Zirkonoxid oder Titan.«) In der In vitro-Studie wurden zehngliedrige Gerüste aus Zirkonoxid mittels CAD/CAM-Verfahren auf sechs Implantaten hergestellt. Die Abformung der Modellsituation erfolgte mit einem Laserscanner (n = 5) oder einem optischen Scanner (n = 5). Als Kontrollen dienten je fünf CAD/CAM-gefertigte Gerüste aus Titan und gegossene Gerüste aus einer Kobalt-Chrom-Wolfram-Legierung. Die Messung der Passgenauigkeit der Gerüste erfolgte mittels des Einschraubentests, indem sie lediglich am Implantat in regio 25 verschraubt wurden. Zwischen den mittels CAD/CAMVerfahren hergestellten Zirkonoxidgerüsten und den Titangerüsten konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich ihrer Passgenauigkeit ermittelt werden. Bei den gegossenen Gerüsten waren im Vergleich zu den mittels CAD/CAM-Verfahren gefertigten Gerüsten signifikant größere Passungenauigkeiten feststellbar. In allen Gruppen konnte eine aufsteigende Passungenauigkeit der Gerüste in Abhängigkeit von der Implantatregion (regio 23 < regio 15) beobachtet werden. Die Passform der gegossenen Gerüste wurde als klinisch nicht akzeptabel eingestuft. Katsoulis J, Mericske-Stern R, Yates DM, Izutani N, Enkling N, Blatz MB. In vitro precision of fit of computer-aided design and computer-aided manufacturing titanium and zirconium dioxide bars. Dent Mater. 2013 Sep;29(9):945-53. (»In vitro-Passgenauigkeit von CAD/CAM-gefertigten Stegen aus Zirkonoxid oder Titan.«) Auf einem Modell mit sechs Implantaten wurden in der vorliegenden In vitro-Untersuchung je fünf Steggerüste aus Titan mittels Fotogrammetrie oder Laserscanner hergestellt. Als Kontrollen dienten je fünf Steggerüste aus Zirkonoxid und einer Goldlegierung. Die Messung der Passgenauigkeit der Gerüste erfolgte mittels des Einschraubentests, indem sie lediglich am Implantat in regio 25 verschraubt wurden. In der Gruppe der Steggerüste aus Titan konnten keine signifikanten Unterschiede in der vertikalen Passgenauigkeit beobachtet werden. Bei den Steggerüsten aus Gold waren signifikant größere Passungenauigkeiten als bei allen Steggerüsten aus Titan messbar. Steggerüste aus Zirkonoxid zeigten signifikant größere mittlere Passungenauigkeiten als Steggerüste aus Titan, die mittels Fotogrammetrie abgeformt worden waren. Trotz der Passungenauigkeiten wurde die Passform aller Steggerüste, unabhängig vom jeweiligen Material, als klinisch akzeptabel eingestuft. Katsoulis J, Müller P, Mericske-Stern R, Blatz MB. CAD/CAM fabrication accuracy of long- vs. short-span implantsupported FDPs. Clin Oral Implants Res. 2015 Mar;26(3):245-9.

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(»Passgenauigkeit CAD/CAM-gefertigter implantatgetragener Gerüste mit kurzer oder langer Spanne.«) In der vorliegenden In vitro-Untersuchung wurden mittels Laserscanner und CAD/CAM je sechs fünfgliedrige Gerüste aus Titan auf drei Implantaten und je sechs zehngliedrige Gerüste aus Titan auf sechs Implantaten hergestellt. Nach dem Fräsprozess wurden die Gerüste mit Keramik verblendet. Die vertikale Distanz zwischen Implantatplattform und Gerüst wurde mittels Einschraubentest (Befestigung der Gerüste am Implantat in regio 25) elektronenmikroskopisch bestimmt. Alle Messungen ergaben Werte von < 40,0 Mikrometer im Randbereich der Rekonstruktionen. Die Randspalte lagen somit im klinisch akzeptablen Bereich. Statistisch signifikante Gruppenunterschiede konnten an den Implantatpositionen 21 und 23 ermittelt werden. Bei kurzspannigen Gerüsten war eine signifikant geringere mittlere Randspaltbildung erkennbar. Kelvin Khng KY, Ettinger RL, Armstrong SR, Lindquist T, Gratton DG, Qian F. In vitro evaluation of the marginal integrity of CAD/CAM interim crowns. J Prosthet Dent. 2016 May;115(5):617-23. (»In vitro-Untersuchung der Passgenauigkeit von CAD/CAMgefertigten provisorischen Kronen.«) Das Ziel der Studie war die Untersuchung der Passgenauigkeit von Einzelkronen aus Polymethylmethacrylat. Aus einem mit einer Hohlkehle präparierten Dentoform-Zahn wurden auf Grundlage eines optischen Scans mittels CAD/CAM 60 stereolithografische Modelle aus Kunstharz hergestellt. Auf den Kunstharzmodellen erfolgte die Herstellung von je 15 Kronen nach einem weiteren Scan mittels Cerec 3 mit dem Telio CAD-CerecSystem. 15 weitere Kronen wurden nach einem Scan mittels E4D mit dem Paradigm MZ100-E4D-System angefertigt. Als Referenz dienten je 15 konventionell hergestellte Provisorien aus zwei verschiedenen Materialien (Caulk und Jet). Alle provisorischen Kronen wurden provisorisch auf die Stümpfe zementiert und anschließend einem Thermocycling-Verfahren mit 1.000 Zyklen unterzogen. Anschließend wurden die Stümpfe in Fuchsin-Lösung eingelegt, um anhand der Penetration des Färbemittels die Randdichtigkeit zu bestimmen. Nach 24 Stunden Lagerung in der Färbelösung wurden die Kronen in Epoxidharz eingebettet, Schnitte angefertigt und die Penetration mikroskopisch ausgewertet. Die mittlere zervikale Diskrepanz war bei den konventionell gefertigten Provisorien im Vergleich zu den CAD/CAM-Kronen signifikant erhöht. Die konventionell hergestellten Kronen aus Caulk-Kunststoff zeigten im Vergleich zu den anderen drei Gruppen eine signifikant erhöhte zervikale Diskrepanz im vestibulären Bereich. Die mittlere Eindringtiefe des Färbemittels war bei den MZ100-E4D-Kronen im Vergleich zu den anderen drei Herstellungsarten signifikant erhöht und bei den Jet-Kronen im Vergleich zu den anderen drei Herstellungsarten signifikant reduziert. Bei der horizontalen Passgenauigkeit wurden keine Unterschiede zwischen den konventionell und CAD/CAM-gefertigten Kronen festgestellt. Die Eindringtiefe des Färbemittels korrelierte in signifikanter Weise mit den vertikalen und horizontalen Passungenauigkeiten. Kim JH, Lee SJ, Park JS, Ryu JJ. Fracture load of monolithic CAD/CAM lithium disilicate ceramic crowns and veneered zirconia crowns as a posterior implant restoration. Implant Dent. 2013 Feb;22(1):66-70. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos (»Bruchbelastbarkeit von CAD/CAM-gefertigten Kronen aus monolithischem Lithiumdisilikat oder verblendeten Kronen aus Zirkonoxid auf Implantaten im Seitenzahnbereich.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde das Bruchverhalten implantatgetragener monolithischer Lithiumdisilikatkronen (IPS e.max) im Vergleich zu keramikverblendeten Zirkonoxidkäppchen im Seitenzahnbereich untersucht. Sowohl die monolithischen Kronen aus Lithiumdisilikat als auch die Zirkonoxidkäppchen wurden mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellt. Die Zirkonoxidkäppchen wurden anschließend entweder mit Schicht- oder mit Presskeramik verblendet. Die Zirkonoxidkronen mit Presskeramikverblendung zeigten den höchsten Frakturwiderstand. Alle Frakturen in der Gruppe der Zirkonoxidkronen mit geschichteter Verblendung ereigneten sich innerhalb der Verblendschicht. Lalande D, Hodd JA, Brousseau JS, Ramos V, Dunham D, Rueggeberg F. Marginal discrepancy dimensions of single unit metal crowns fabricated by using CAD-CAM-milled acrylate resin polymer blocks or a conventional waxing technique. J Prosthet Dent. 2017 Oct 14. [Epub ahead of print] (»Zervikale Diskrepanz bei Metallkronen nach CAD/CAM-Fertigung aus einem Acrylharz-Block oder nach konventioneller Aufwachstechnik.«) Ziel der In vitro-Studie war der Vergleich der zervikalen Diskrepanz von metallischen Kronen aus einer Goldlegierung. Die Vorlage für die Kronen wurde entweder aufgewachst oder aus einem ausbrennbarem Acrylharz CAD/CAM-gefräst. Nach Gussfertigung der Kronen wurden diese mittels Glasionomer-Zement auf die präparierten Stümpfe eingesetzt, in Kunstharz eingebettet und es wurden Schnitte in oro-vestibulärer Richtung angefertigt. Die Messung der zervikalen Diskrepanz erfolgte mikroskopisch bei 50-facher Vergrößerung. Die Herstellungstechnik hatte keinen signifikanten Einfluss auf die mittlere zervikale Diskrepanz. Allerdings konnten bei den CAD/CAM-gefertigten Kronen signifikant geringere Diskrepanzen auf der oralen im Vergleich zur vestibulären Seite beobachtet werden. Lee WS, Lee DH, Lee KB. Evaluation of internal fit of interim crown fabricated with CAD/ CAM milling and 3D printing system. J Adv Prosthodont. 2017 Aug;9(4):265-270. (»Untersuchung der internen Passgenauigkeit von provisorischen Kronen nach CAD/CAM-Fräsung oder 3D-Druck.«) Von einem präparierten Zahnmodell aus Stahl wurden Polyvinylsiloxan-Abformungen genommen. Aus diesen wurden Arbeitsmodelle aus Typ IV-Gips hergestellt. Die Herstellung der Provisorien erfolgte nach einem 3D-Scan entweder mittels einer CAD/CAM-Schleifeinheit oder mit zwei verschiedenen 3D-Druckmethoden. Bei den gedruckten Provisorien konnten statistisch signifikant geringere Passungenauigkeiten ermittelt werden, als in der Gruppe mit CAD/CAM-Fertigung. Lins L, Bemfica V, Queiroz C, Canabarro A. In vitro evaluation of the internal and marginal misfit of CAD/ CAM zirconia copings. J Prosthet Dent. 2015 Mar;113(3):205-11. (»Eine in vitro-Untersuchung interner und zervikaler Passungenauigkeiten von CAD/CAM-gefertigten Käppchen aus Zirkonoxid.«)

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In der vorliegenden In vitro-Studie wurden interne und zervikale Passungenauigkeiten von Zirkonoxidkäppchen gemessen, die mit den drei CAD/CAM-Systemen Ceramill, Lava und Neoshape auf Neodent-Zahnstümpfen hergestellt worden waren. Die Käppchen wurden auf den Stümpfen zementiert und anschließend wurden Schnitte angefertigt. Die Messungen erfolgten anhand von Digitalbildern bei 100- bzw. 200-facher Vergrößerung. Alle drei CAD/CAM-Systeme führten zu klinisch akzeptablen Ergebnissen. Das Lava-System zeigte die signifikant geringsten internen Passungenauigkeiten. Bezüglich der zervikalen Diskrepanz konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Systemen festgestellt werden. Mai HN, Lee KB, Lee DH. Fit of interim crowns fabricated using photopolymerjetting 3D printing. J Prosthet Dent. 2017 Aug;118(2):208-215. (»Passform von provisorischen Kronen, hergestellt mittels 3DDruck flüssiger Fotopolymere.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurden auf dem Modell eines für eine Vollkrone beschliffenen ersten Unterkiefermolaren provisorische Kronen auf drei verschiedene Arten hergestellt. Je zwölf Provisorien wurden entweder mit einem konventionellen Formteil hergestellt (Gruppe 1), mit einer fünfachsigen CAD/CAMSchleifeinheit gefräst (Gruppe 2) oder mit einem 3D-Drucker aus Fotopolymer mittels der Fotopolymer-Jetting-Methode (Polyjet) ausgedruckt (Gruppe 3). In den Gruppen 2 und 3 konnten signifikant bessere Approximalkontakte hergestellt werden, als mit der konventionellen Methode in Gruppe 1. In Gruppe 3 war die geringste zervikale Diskrepanz zu beobachten. Auch in den okklusalen Anteilen innerhalb der provisorischen Kronen waren in Gruppe 3 die geringsten Passungenauigkeiten vorhanden. Munoz S, Ramos V Jr, Dickinson DP. Comparison of margin discrepancy of complete gold crowns fabricated using printed, milled, and conventional hand-waxed patterns. J Prosthet Dent. 2017 Jul;118(1):89-94. (»Vergleich der zervikalen Diskrepanz bei Vollkronen aus einer Goldlegierung nach Herstellung in Wachs mittels Druck, Fräsen oder konventionellem Aufwachsen.«) Je zehn Kronen wurden auf drei unterschiedliche Arten in Wachs hergestellt. Sie wurden entweder mittels ProJet DP 300 gedruckt, mittels Lava CNC 500 gefräst oder konventionell per Hand aufgewachst. Anschließend wurden die Wachsmodellationen eingebettet und es wurden Kronen aus einer Goldlegierung gegossen. Die zervikale Diskrepanz wurde nach dem Einbetten der Kronen und der Herstellung von Schnitten mit einem Mikroskop bei 50-facher Vergrößerung gemessen. Kronen, die auf Grundlage einer gedruckten Wachsmodellation hergestellt wurden, wiesen die signifikant größte mittlere zervikale Diskrepanz auf und waren auch klinisch nicht akzeptabel. Bei der zervikalen Diskrepanz von gefrästen und konventionell aufgewachsten Kronen konnten keine signifikanten Unterschiede beobachtet werden. Neves FD, Prado CJ, Prudente MS, Carneiro TA, Zancopé K, Davi LR, Mendonça G, Cooper LF, Soares CJ. Micro-computed tomography evaluation of marginal fit of lithium disilicate crowns fabricated by using chairside CAD/CAM systems or the heat-pressing technique. J Prosthet Dent. 2014 Nov;112(5):1134-40. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos (»Mikrocomputertomografische Untersuchung der marginalen Passgenauigkeit von Kronen aus Lithiumdisilikat nach chairside CAD/CAM-Fertigung oder Kronen aus Presskeramik.«) Auf einem beschliffenen Prämolaren eines Typodont-Modells wurden je fünf Kronen nach drei verschiedenen Methoden hergestellt. Gruppe 1: Scan mit einem Cerec 3D Bluecam-Scanner und Titandioxidpuder und Kronenherstellung mit einer IPS e.max Cerec CAD-Schleifeinheit. Gruppe 2: Scan ohne Puder mit einem E4D Laserscanner und Kronenherstellung mit einer IPS e.max E4D CAD-Schleifeinheit. Gruppe 3: Konventionelle Kronenherstellung mittels IPS e.max Presskeramik. Jede Krone wurde mittels Mikrocomputertomografie auf ihre horizontale und vertikale Passform überprüft. Die signifikant höchsten vertikalen und horizontalen Passungenauigkeiten wurden in Gruppe 2 gemessen. Zwischen Gruppe 1 und Gruppe 3 bestanden keine signifikanten Unterschiede. Park JY, Jeong ID, Lee JJ, Bae SY, Kim JH, Kim WC. In vitro assessment of the marginal and internal fits of interim implant restorations fabricated with different methods. J Prosthet Dent. 2016 Oct;116(4):536-542. (»In vitro-Untersuchung der marginalen und internen Passgenauigkeit von provisorischen implantatgetragenen Restaurationen nach Herstellung mittels unterschiedlicher Methoden.«) Auf teilbezahnten Modellen mit Implantat-Abutments wurden drei verschiedene Methoden angewendet, um provisorische Versorgungen herzustellen. In Gruppe 1 wurden konventionelle Provisorien aus Polymethylmethacrylat hergestellt. In Gruppe 2 erfolgte eine Herstellung der Provisorien subtraktiv mittels einer vierachsigen Fräseinheit und in Gruppe 3 wurden die Provisorien mit einem 3D-Drucker gedruckt. Die Passgenauigkeit der Provisorien aus Gruppe 3 war gegenüber den beiden anderen Gruppen signifikant erhöht. In allen drei Gruppen lagen die Ergebnisse bezüglich der zervikalen Diskrepanz in einem klinisch akzeptablen Rahmen. Rosentritt M, Raab P, Hahnel S, Stöckle M, Preis V. In-vitro performance of CAD/CAM-fabricated implant-supported temporary crowns. Clin Oral Investig. 2017 Jan 21. [Epub ahead of print] (»In vitro-Verhalten von CAD/CAM-gefertigten, implantatgetragenen provisorischen Kronen.«) In der vorliegenden In vitro-Untersuchung wurden CAD/CAMgefertigte Provisorien aus Polymethylmethacrylat mittels verschiedener Methoden auf Implantaten oder Zähnen hergestellt. Insgesamt 64 provisorische Kronen wurden auf Implantaten/ Zähnen mit folgenden Verfahren hergestellt: a) provisorische Krone auf TiBase im Labor geklebt und chairside auf Implantat verschraubt (TiBase); b) provisorische Krone im Labor auf Standardabutment geklebt und chairside auf Implantat verschraubt (LAB); c) provisorische Krone chairside auf Implantatabutment geklebt (CHAIR); d) provisorische Kronen auf natürlichen Zähnen (TOOTH) (Referenz). Alle provisorischen Kronen wurden mittels CAD/CAM-PMMA (TelioCAD, IvoclarVivadent) angefertigt. Um den Einfluss der Befestigungsart zu testen, wurden pro Gruppe die Hälfte der Provisorien temporär (T) und die andere Hälfte definitiv eingesetzt (D). Um eine klinische Situation nach fünfjähriger Belastungsdauer zu simulieren, wurden kombinierte thermische und mechanische Belastungszyklen durchgeführt. Alle Restaurationen überstanden die Zyklen ohne sichtbare Schäden. Frakturwerte schwankten zwi-

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schen 3034,3 N (TOOTH-D) und 1602,9 N (TOOTH-T), 1510,5 N (TiBase-D) und 963,6 N (TiBase-T), 2691,1 N (LAB-D) und 2064,5 N (LAB-T) sowie 1609,4 N (CHAIR-D) und 1253,0 N (CHAIR-T). Grundsätzlich waren keine Unterschiede im In vitro-Verhalten der verschiedenen Provisorien festzustellen, allerdings variierten die Frakturarten in Abhängigkeit von der Art der Zementierung, dem Vorhandensein eines Schraubenkanals und der Art des Abutments. Shamseddine L, Mortada R, Rifai K, Chidiac JJ. Fit of pressed crowns fabricated from two CAD-CAM wax pattern process plans: A comparative in vitro study. J Prosthet Dent. 2017 Jul;118(1):49-54. (»In vitro-Untersuchung zur Passgenauigkeit von Presskeramikkronen nach zwei verschiedenen CAD/CAM-Herstellungsmethoden in Wachs.«) Von einem präparierten Eckzahn in einem Typodont-Modell wurden zehn Silikonabformungen genommen und mittels Typ IVGips weitere zehn Modelle hergestellt. Auf den Modellen wurden entweder Wachskäppchen aus einem Wachsblock gefräst oder mittels Mikrostereolithografie auf additivem Weg hergestellt. Anschließend wurden daraus Lithiumdisilikatkronen mittels Pressverfahren angefertigt (IPS e.max). Zwischen den beiden Herstellungsmethoden konnten keine signifikanten Unterschiede in der Passgenauigkeit ermittelt werden. Su TS, Sun J. Comparison of marginal and internal fit of 3-unit ceramic fixed dental prostheses made with either a conventional or digital impression. J Prosthet Dent. 2016 Sep;116(3):362-7. (»Vergleich der marginalen und internen Passform von dreigliedrigen Keramikbrücken nach konventioneller oder digitaler Abformung.«) Ein Standardmodell mit einem fehlenden ersten Oberkieferprämolaren und präparierten lückenbegrenzenden Zähnen wurde mit einem Intraoralscanner zehnmal gescannt (Testgruppe). In der Kontrollgruppe wurden von dem Modell zehn Polyvinylsiloxan-Abformungen genommen und zehn Gipsmodelle hergestellt, die mit einem Extraoralscanner gescannt wurden. Auf dieser Grundlage wurden für beide Untersuchungsgruppen Brücken aus Zirkonoxid angefertigt. In beiden Gruppen konnten akzeptable klinische Resultate hinsichtlich der zervikalen und internen Passgenauigkeit erzielt werden. In der experimentellen Gruppe konnte eine signifikant bessere zervikale und interne Passgenauigkeit der Restaurationen beobachtet werden als bei den konventionell hergestellten Brücken.

Fallstudien

Arcuri L, Lorenzi C, Cecchetti F, Germano F, Spuntarelli M, Barlattani A.rkflow for implant-prosthetic rehabilitations: a case report. Oral Implantol (Rome). 2016 Jul 23;8(4):114-121. (»Volldigitalisierter Workflow zur Herstellung implantatgetragener prothetischer Restaurationen: Ein Fallbericht.«) Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos Eine 55-jährige Frau mit beidseitigen Freiendlücken der Kennedy Klasse III im Unterkiefer wurde nach dem Smart FusionKonzept (NobelBiocare) behandelt. Das Behandlungskonzept besteht aus einer mittels Bohrschablone navigierten Implantatinsertion mit anschließender Sofortbelastung auf temporären konischen QuickTemp-Abutments mit zementierten Provisorien. Zwei Monate später erfolgte mittels 3Shape-Scanner ein Intraoralscan mit den Provisorien in situ, der die Grundlage für die Herstellung des definitiven Zahnersatzes bildete. Das hier vorgestellte volldigitalisierte Behandlungskonzept stellt eine elegante und komplikationslose Behandlungsoption und Alternative zu konventionellen Behandlungsmethoden dar. Papaspyridakos P, Rajput N, Kudara Y, Weber HP. Digital Workflow for Fixed Implant Rehabilitation of an Extremely Atrophic Edentulous Mandible in Three Appointments. J Esthet Restor Dent. 2017 May 6;29(3):178-188. (»Digitaler Workflow zur Versorgung des extrem atrophierten Unterkiefers mit festsitzendem implantatgetragenen Zahnersatz in drei Behandlungssitzungen.«) Bei einem 76-jährigen männlichen Patienten mit extremer Atrophie des Unterkiefers wurde ein neuartiges Behandlungsprotokoll getestet, welches eine implantatgetragene Komplettversorgung in drei Behandlungssitzungen ermöglicht. In der ersten Sitzung erfolgten eine schablonengeführte Implantatinsertion ohne Bildung eines Mukoperiostlappens nach dem All on Four-Konzept und eine Sofortversorgung mit einer festsitzenden Interimsprothese. In der gleichen Sitzung wurde die definitive Abformung genommen und eine Kieferrelationsbestimmung durchgeführt. In der zweiten Sitzung erfolgten die Gerüstanprobe und eine Pick up-Überabformung. In der dritten und letzten Sitzung wurde die definitive, bedingt herausnehmbare (verschraubte) Restauration eingesetzt. Rinke S, Ziebolz D. Fabrication of an implant-supported overdenture using CAD/ CAM technology: a clinical report. Quintessence Int. 2013 Feb;44(2):127-34. (»Ein klinischer Bericht zur Versorgung des zahnlosen Oberkiefers mit einer implantatgetragenen, CAD/CAM-gefertigten Prothese.«) Im vorliegenden Fallbericht wird die Versorgung des zahnlosen Oberkiefers einer 60-jährigen Patientin mit sechs Implantaten und einer Prothese mit einem CAD/CAM-gefrästen Titangerüst beschrieben. Das Gerüst mit den Sekundärkronen konnte auf gefrästen Abutments mit einem Präparationswinkel

von sechs Grad spannungsfrei verschraubt werden. Die Patientin war zufrieden mit dem ästhetischen Ergebnis. Während der zwölfmonatigen Nachbeobachtungsphase traten keine Komplikationen auf.

Einfache klinische Studien

Bidra AS, Farrell K, Burnham D, Dhingra A, Taylor TD, Kuo CL Prospective cohort pilot study of 2-visit CAD/CAM monolithic complete dentures and implant-retained overdentures: Clinical and patient-centered outcomes. J Prosthet Dent. 2016 May;115(5):578-586.e1. (»Eine prospektive Kohortenstudie zur Versorgung mit monolithischen CAD/CAM-gefertigten Totalprothesen und implantatgetragenen Prothesen in zwei Behandlungssitzungen: Klinische und patientenbezogene Ergebnisse.«) 20 Patienten mit Totalprothesen im Oberkiefer und Totalprothesen bzw. implantatgetragenen Deckprothesen im Unterkiefer wurden in die Studie einbezogen. Innerhalb von zwei Behandlungssitzungen wurden neue monolithische Restaurationen hergestellt und eingesetzt. Die Patientenzufriedenheit wurde in der letzten Behandlungssitzung und ein Jahr später mittels der Visuellen Analogskala (VAS) ermittelt. Die klinischen Ergebnisse wurden ebenfalls in der letzten Behandlungssitzung und ein Jahr später von zwei erfahrenen Prothetikern unabhängig voneinander evaluiert. Drei Patienten gingen während des einjährigen Follow up verloren und drei weitere waren mit dem Ergebnis unzufrieden und nahmen nicht weiter an der Studie teil. Von den verbliebenen 14 Patienten waren neun im Unterkiefer mit implantatgetragenen Deckprothesen und fünf mit konventionellen schleimhautgelagerten Vollprothesen versorgt. Alle prothetischen Versorgungen wurden nach einem Jahr Tragezeit klinisch als gut eingestuft. Die Patienten beurteilten die kurze Behandlungsdauer und die Abwesenheit von Druckstellen als positiv. Bei fünf Teilnehmern konnten kleinere Komplikationen in Form von Retentionsverlusten oder Abrasionen an Prothesenzähnen beobachtet werden. Die Patienten schätzten das Ergebnis deutlich positiver ein als die Behandler. Dolcini GA, Colombo M, Mangano C. From Guided Surgery to Final Prosthesis with a Fully Digital

Die bisher veröffentlichten Abstracts und Exzerpte der wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind für pip-Leser jederzeit in den E-Papers der pip auf www.pipverlag.de nachzulesen und im YouVivo Store im DGINet und im Mitgliederbereich der DGOI als PDF-Download erhältlich. Bisher erschienen: All on Four (04/2012), Biologische Breite (02/2012), Bisphosphonate und orale Implantologie (03/2011), Computergesteuerte Implantologie – Nutzen und Risiken (03/2014), Digitaler Workflow: Teil I Diagnostik (05/2017), Teil II Chirurgie (06/2017), Teil III Prothetik (01/2018), Der unbezahnte Kiefer (04/2017), Einteilige Implantatsysteme (04/2014), Extraktionsalveole und Kammerhalt: Teil I (04/2016), Teil II (01/2017), Teil III (02/2017), Keramik in der Implantologie (01/2013), Knochenaugmentationen – Techniken (02/2013), Knochenaugmentationen – Materialien (03/2013), Knochenaugmentationen – Tissue Engineering (04/2013), Kurze Implantate (02/2016), Mini-Implantate (03/2017), Periimplantitis – Ätiologie, Häufigkeit und Diagnostik (01/2015), Periimplantitis – Prävention und Therapie (02/2015), Piezochirurgie (02/2014), Platform Switching (01/2014), PRP, PRGF und PRF in der Implantologie (01/2016), Risiken und Komplikationen (04/2015), Sinusboden-Elevationen (04/2011), Sofortbelastung und Sofortversorgung (03/2015), Systemische Erkrankungen (03/2012), Weichgewebsmanagement (02/2011).

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos Procedure: A Prospective Clinical Study on 15 Partially Edentulous Patients. Int J Dent. 2016;2016:7358423. (»Von der schablonengeführten Chirurgie zum fertigen Zahnersatz mittels einer voll digitalisierten Vorgehensweise: Eine prospektive klinische Studie mit 15 teilbezahnten Patienten.«) 15 Patienten wurden im Oberkiefer-Seitenzahnbereich mit implantatgetragenem Zahnersatz versorgt. Anhand einer digitalen Superimposition eines Intraoralscans und einer Computertomografie wurden die Implantatpositionen geplant sowie Bohrschablonen und provisorischer Zahnersatz aus Polymethylmethacrylat für eine schablonengeführte Implantatinsertion und prothetische Sofortversorgung hergestellt. Nach drei Monaten Belastungszeit wurde anhand von Intraoralscans der definitive Zahnersatz aus Zirkonoxid gefräst und mit Keramik verblendet. Sechs Monate nach Inkorporierung des definitiven Zahnersatzes konnten bei keinem der 15 Patienten biologische oder technische Komplikationen beobachtet werden. Hey J, Beuer F, Bensel T, Boeckler AF. Single crowns with CAD/CAM-fabricated copings from titanium: 6-year clinical results. J Prosthet Dent. 2014 Aug;112(2):150-4. (»Einzelkronen aus CAD/CAM-gefertigten Titankäppchen: Klinische Ergebnisse nach sechs Jahren.«) 21 Patienten wurden mit insgesamt 41 CAD/CAM-gefertigten, keramikverblendeten Einzelkronen auf einem Titangerüst versorgt. Nach sechs Jahren Tragedauer traten zwölf mechanische und eine biologische Komplikation ein, was einer Erfolgsrate von 67,8 % entsprach. Die kumulative Überlebensrate der Kronen lag bei 91,3 %. Insbesondere Probleme mit der Keramikverblendung führten dazu, dass die Autoren der Studie diese Versorgungsoption als mängelbehaftet einschätzten. Joda T, Ferrari M, Brägger U. Monolithic implant-supported lithium disilicate (LS2) crowns in a complete digital workflow: A prospective clinical trial with a 2-year follow-up. Clin Implant Dent Relat Res. 2017 Jun;19(3):505-511. (»Ein volldigitalisierter Workflow zur Versorgung von Implantaten mit monolithischen Lithiumdisilikatkronen (LS2): Eine prospektive klinische Studie mit einem zweijährigen Follow up.«) 40 Patienten wurden im Molaren- und Prämolarenbereich mit insgesamt 50 verschraubten monolithischen LS2-Kronen versorgt, die auf präfabrizierten Titanabutments verklebt worden waren. Die Kronen waren nach Intraoralscans der Implantate und CAD/CAM-Fertigung ohne Labormodelle hergestellt worden. Die Kronen konnten leicht und ohne okklusale oder approximale Nachjustierung am Patienten eingesetzt werden. Nach zwei Jahren Tragezeit betrug die Überlebensrate der Implantate und der Kronen 100,0 %. Joda T, Brägger U. Complete digital workflow for the production of implant-supported single-unit monolithic crowns. Clin Oral Implants Res. 2014 Nov;25(11):1304-6. (»Ein kompletter digitaler Workflow zur Herstellung von implantatgestützten einteiligen monolithischen Kronen.«) Sechs Patienten wurden mit implantatgetragenen monolithischen Einzelkronen aus Resin Nano Ceramic (RNC) versorgt.

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Die Herstellung der Kronen erfolgte auf Grundlage eines Intraoralscans mittels CAD/CAM. Die Kronen wurden entweder auf ein neuartiges präfabriziertes Titanabutment (Gruppe A) oder auf ein CAD/CAM-gefertigtes, individualisiertes Titanabutment (Gruppe B) geklebt. Keine der RNC-Kronen musste manuell angepasst werden. In Gruppe A war die mittlere Herstellungszeit auf den präfabrizierten Abutments signifikant geringer (65,3 Minuten) als in Gruppe B (86,5 Minuten). Auch die Analyse der Ästhetik ergab in Gruppe A bessere Ergebnisse als in Gruppe B. Katsoulis J, Wälchli J, Kobel S, Gholami H, Mericske-Stern R. Complications with computer-aided designed/computer-assisted manufactured titanium and soldered gold bars for mandibular implant-overdentures: short-term observations. Clin Implant Dent Relat Res. 2015 Jan;17 Suppl 1:e75-85. (»Erste Erkenntnisse zu Komplikationen bei CAD/CAM-Fertigung von Titanstegen und gelöteten Stegen aus Gold zur Fixierung von implantatgetragenen Unterkiefer-Deckprothesen.«) Bei gelöteten Goldstegen zur Stabilisierung und Fixierung implantatgetragener Unterkieferprothesen werden häufig Frakturen im Bereich der Lötstellen sowie Schraubenlockerungen beobachtet. CAD/CAM-gefertigte Stege aus Titan könnten zu einer Reduzierung der technischen Komplikationen beitragen. Dazu wurden 101 Patienten (231 Implantate) mit Titanstegen versorgt und bei 112 Patienten (246 Implantate) erfolgte die Versorgung mit Goldstegen. In der Gruppe der Patienten, die mit Titanstegen versorgt worden waren, konnten signifikant weniger technische Komplikationen beobachtet werden, als in der Gruppe, die mit gelöteten Stegen aus einer Goldlegierung versorgt wurden. Papaspyridakos P, Kang K, DeFuria C, Amin S, Kudara Y, Weber HP. Digital workflow in full-arch implant rehabilitation with segmented minimally veneered monolithic zirconia fixed dental prostheses: 2-year clinical follow-up. J Esthet Restor Dent. 2017 Aug 9. [Epub ahead of print] (»Ein digitaler Workflow zur Rehabilitation des zahnlosen Kiefers mit einer implantatgetragenen Prothese aus einem minimal verblendeten monolithischen Zirkonoxidgerüst.«) Drei Patienten mit fünf zahnlosen Kiefern wurden im Rahmen eines digitalen Workflow mit implantatgetragenen und vestibulär keramikverblendeten Gerüsten aus monolithischem Zirkonoxid versorgt. Die Inzisalkanten und Okklusalflächen wurden nicht verblendet, sondern im Zirkonoxidgerüst gefräst, um ein Chipping zu verhindern. Nach zwei Jahren Tragezeit betrug die Überlebensrate der prothetischen Versorgungen 100,0 %. Technische Komplikationen traten nur bei einem Patienten auf. Papaspyridakos P, Lal K. Computer-assisted design/computer-assisted manufacturing zirconia implant fixed complete prostheses: clinical results and technical complications up to 4 years of function. Clin Oral Implants Res. 2013 Jun;24(6):659-65. (»Klinische Ergebnisse und technische Komplikationen bei CAD/CAM-gefertigten implantatgetragenen Vollprothesen aus Zirkonoxid.«) 14 Patienten mit 16 zahnlosen Kiefern wurden in die Studie eingeschlossen. Es wurden zehn keramikverblendete Zirkonoxidprothesen im Unterkiefer und sechs im Oberkiefer auf Implantaten befestigt. Nach einer vierjährigen Tragezeit lag die prothetische Überlebensrate bei 100,0 %. Elf der 16 prothetiPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


kurz & schmerzlos schen Versorgungen waren strukturell intakt, zeigten eine gute Ästhetik sowie gute Weichgewebsverhältnisse und es konnte eine hohe Patientenzufriedenheit festgestellt werden. Bei fünf prothetischen Rekonstruktionen war ein Chipping der Verblendkeramik eingetreten. Dieses war in drei der Fälle gering ausgeprägt und die Bruchstellen konnten intraoral mittels Politur ausgebessert werden. Der mittlere krestale Knochenverlust lag bei 0,1 mm. Pozzi A, Holst S, Fabbri G, Tallarico M. Clinical reliability of CAD/CAM cross-arch zirconia bridges on immediately loaded implants placed with computer-assisted/ template-guided surgery: a retrospective study with a followup between 3 and 5 years. Clin Implant Dent Relat Res. 2015 Jan;17 Suppl 1:e86-96. (»Eine retrospektive Studie zur klinischen Zuverlässigkeit CAD/CAM-gefertigter implantatgetragener Vollversorgungen aus Zirkonoxid und Sofortbelastung nach schablonengestützter Implantatinsertion: Ein Follow up nach drei und fünf Jahren.«) 22 Patienten waren mit insgesamt 26 Vollversorgungen aus Zirkonoxid auf Sofortimplantaten unmittelbar nach Implantatinsertion versorgt worden. Keiner der Patienten schied während der Nachbeobachtungszeit aus der Studie aus. Die Überlebensraten der Implantate und der prothetischen Suprakonstruktionen betrugen nach fünf Jahren 100,0 %. Bei drei der 26 Restaurationen war ein Chipping an den Keramikverblendungen eingetreten. Alle 22 Patienten waren mit dem funktionellen und ästhetischen Ergebnis sehr zufrieden. Pozzi A, Tallarico M, Barlattani A. Monolithic Lithium Disilicate Full-Contour Crowns Bonded on CAD/CAM Zirconia Complete-Arch Implant Bridges With 3 to 5 Years of Follow-Up. J Oral Implantol. 2015 Aug;41(4):450-8. (»Implantatgetragene prothetische Vollversorgung des zahnlosen Kiefers mit monolithischen Kronen aus Lithiumdisilikat auf CAD/CAM-gefertigten Zirkonoxidgerüsten: Ein Follow up nach drei und fünf Jahren.«) In der vorliegenden klinischen Studie wurde ein neuartiges Restaurationskonzept zur Versorgung mit implantatgetragenem Zahnersatz getestet. Die prothetische Versorgung bestand aus einem CAD/CAM-gefertigten Gerüst aus Zirkonoxid, auf welchem Einzelkronen aus monolithischer Lithiumdisilikatkeramik aufgeklebt wurden, um ein Chipping, wie es häufig bei gängiger Keramikverblendung von Zirkonoxidgerüsten beobachtet wird, zu verhindern. 16 Patienten wurden mit 18 dieser neuartigen implantatgetragenen prothetischen Rekonstruktionen versorgt. Alle Patienten nahmen am klinischen Follow up nach drei und nach fünf Jahren teil. Die Überlebensrate der Implantate und der prothetischen Suprakonstruktionen betrug nach fünf Jahren 100,0 %. Bei einer Restauration war ein Chipping eingetreten, das jedoch intraoral mittels Politur korrigiert werden konnte. Alle Patienten waren mit dem funktionellen und ästhetischen Ergebnis zufrieden. Spies BC, Pieralli S, Vach K, Kohal RJ. CAD/CAM-fabricated ceramic implant-supported single crowns made from lithium disilicate: Final results of a 5-year prospective cohort study. Clin Implant Dent Relat Res. 2017 Oct;19(5):876-883. (»CAD/CAM-gefertigte Einzelkronen aus Lithiumdisilikat-Keramik auf Keramikimplantaten: Klinische Endergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie nach fünf Jahren.«)

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Vollkeramische Restaurationen, die mit Keramik verblendet wurden, sind sehr techniksensitiv und resultieren häufig in technischen Komplikationen. Monolithische Restaurationen mit einem einfacheren digitalen Workflow könnten dazu führen, dass diese Komplikationen vermieden werden. 24 Patienten mit einem Keramikimplantat im Front- oder Seitenzahnbereich wurden mit CAD/CAM-gefertigten Lithiumdisilikatkronen versorgt. Nach einer mittleren Tragedauer von 55,2 Monaten standen 22 Kronen für eine endgültige Analyse zur Verfügung. Die Überlebensdauer der Implantate und der Kronen betrug 100,0 %. Bei zwei Kronen mussten Rauigkeiten wegpoliert werden, was zu einer Erfolgsrate von 91,7 % führte. Tamac E, Toksavul S, Toman M. Clinical marginal and internal adaptation of CAD/CAM milling, laser sintering, and cast metal ceramic crowns. J Prosthet Dent. 2014 Oct;112(4):909-13. (»Klinische Untersuchung der marginalen und internen Passgenauigkeit von CAD/CAM-gefrästen, lasergesinterten und gegossenen Kronen aus Metallkeramik.«) 42 Patienten wurden mit je 20 CAD/CAM-gefrästen, lasergesinterten oder gegossenen Metallkeramikkronen versorgt. Vor dem Einsetzen der Kronen wurden Replika aus Silikon hergestellt, um zervikale Diskrepanzen und interne Passungenauigkeiten zu ermitteln. Die Messungen wurden mittels Stereomikroskop bei 20-facher Vergrößerung durchgeführt. Hinsichtlich der zervikalen Diskrepanz konnten keine signifikanten Gruppenunterschiede beobachtet werden. Bei lasergesinterten Kronen waren signifikant höhere interne Passungenauigkeiten im axio-okklusalen Bereich der Kronen zu beobachten als in den anderen beiden Gruppen.

Kontrollierte Klinische Studien

Joda T, Brägger U. Time-Efficiency Analysis Comparing Digital and Conventional Workflows for Implant Crowns: A Prospective Clinical Crossover Trial. Int J Oral Maxillofac Implants. 2015 Sep-Oct;30(5):1047-53. (»Eine prospektive Crossover-Analyse des Wirkungsgrades digitaler und konventioneller Workflows zur Herstellung implantatgetragener Kronen.«) Alle 20 an der Studie teilnehmenden Patienten wurden sowohl mit einer CAD/CAM-gefertigten Zirkonoxidkrone auf einem individuellen Titanabutment als auch mit einer konventionell hergestellten Metallkeramikkrone auf einem Standardabutment aus Titan versorgt. Alle Kronen konnten unabhängig von der Herstellungsmethode in zwei Sitzungen bei den Patienten eingesetzt werden. Die mittlere Gesamtherstellungszeit war bei den konventionell hergestellten Kronen mit 223,0 Minuten signifikant länger als bei der Kronenherstellung im digitalen Workflow (185,4 Minuten). Die zahnärztlichen Behandlungssitzungen/Laborsitzungen dauerten im digitalen Workflow im Mittel 27,3 Minuten/158,1 Minuten und im konventionellen Workflow 33,2 Minuten/189,8 Minuten. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos Joda T, Brägger U. Digital vs. conventional implant prosthetic workflows: a cost/ time analysis. Clin Oral Implants Res. 2015 Dec;26(12):1430-5. (»Eine Zeit-/Kostenanalyse digitaler gegenüber konventioneller Workflows in der Implantatprothetik.«) Das Ziel der prospektiven Kohortenstudie war die Durchführung einer Zeit-/Kostenanalyse bei Versorgung von Implantaten mit Einzelkronen auf konventionelle Weise oder anhand eines digitalen Workflows. Dazu wurden 20 Patienten in die Studie eingeschlossen, die jeweils mit zwei Implantaten versorgt worden waren. Diese wurden in einem digitalen Workflow mit einer CAD/CAM-gefertigten Zirkonoxidkrone auf einem individuellen Titanabutment (Testgruppe) und mit einer konventionell hergestellten Metallkeramikkrone auf einem Standardabutment aus Titan versorgt (Kontrollgruppe). Beide Herstellungsprotokolle führten zu einer erfolgreichen Versorgung der Patienten. Für den digitalen Workflow konnten signifikant geringere mittlere direkte Herstellungskosten von 1.815,35 Schweizer Franken (CHF) ermittelt werden, als bei konventioneller Kronenherstellung (2.119,65 CHF). Auch die Laborkosten lagen mit 941,95 CHF deutlich niedriger als bei der konventionellen Methode mit 1.245,65 CHF. Die zahnärztliche Produktivitätsrate lag bei der digitalen Methode mit 29,64 CHF/Minute signifikant höher als bei der konventionellen Herstellung mit 24,37 CHF/Minute. Die digitale Fertigung des Zahnersatzes führte zu einer Kostenreduktion von 18,0 %. Tian JH, Di P, Lin Y, Zhang Y, Wei DH, Cui HY. [A pilot clinical study of immediate provisionalization with a chairside computer aided design and computer aided manufacture monolithic crown for single tooth immediate implant placement]. Zhonghua Kou Qiang Yi Xue Za Zhi. 2017 Jan 9;52(1):3-9. [Article in Chinese] (»Eine klinische Pilotstudie zur Sofortimplantation und provisorischen Sofortversorgung mit einer monolithischen Krone mit einem chairside CAD/CAM-System.«) 13 Patienten wurden nach atraumatischer Extraktion eines Frontzahnes oder Prämolaren sofort mit einem Implantat versorgt. Die anschließende provisorische Sofortversorgung erfolgte mit verschraubten monolithischen Lithiumdisilikatkronen, die sowohl konventionell als auch mittels eines digitalen Workflows mit einem chairside CAD/CAM-System (Cerec) hergestellt worden waren. Die Patienten waren gegenüber der Herstellung der Versorgung verblindet, sodass ihnen nicht bekannt war, auf welche Weise die jeweilige Krone hergestellt worden war. Beide Kronen wurden angepasst und die Patienten mussten ihren jeweiligen Grad der Zufriedenheit angeben und sich für eine der beiden Kronen entscheiden, die dann eingesetzt wurde. Beide Interimskronen konnten ohne oder mit leichten Korrekturen am Patienten eingesetzt werden. Eine leichte Mehrheit der Patien-

ten hatte sich für die digital hergestellte Krone entschieden. Bezüglich des White Esthetic Score gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Kronen. In der Gruppe mit dem digitalen Workflow musste signifikant weniger Gesamtzeit für die Herstellung der Krone aufgewendet werden (131,9 Minuten vs. 205,2 Minuten). Der hauptsächliche Unterschied lag dabei in der Laborzeit, die für den digitalen Workflow 113,5 Minuten betrug und bei der konventionellen Herstellung bei 185,6 Minuten lag. Auch die digitale Abformung konnte in signifikant geringerer Zeit durchgeführt werden, als die konventionelle Abformung (7,5 Minuten vs. 11,7 Minuten). Für das Einsetzen der digital hergestellten Kronen musste jedoch signifikant mehr Zeit aufgewendet werden, als für die konventionellen Kronen (11,0 Minuten vs. 8,0 Minuten).

RCT Batson ER, Cooper LF, Duqum I, Mendonça G. Clinical outcomes of three different crown systems with CAD/ CAM technology. J Prosthet Dent. 2014 Oct;112(4):770-7. (»Klinische Ergebnisse von drei verschiedenen Systemen zur Herstellung von Kronen mittels der CAD/CAM-Technologie.«) Das Ziel der klinischen Studie war die Untersuchung drei verschiedener CAD/CAM-Systeme zur Herstellung von Seitenzahnkronen auf ihre prothetische Qualität und ihre Wirkung auf die Gingiva. Dazu wurden 22 Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder mit Kronen aus Metallkeramik, Lithiumdisilikat oder monolithischem Zirkonoxid versorgt. Zur Herstellung der Metallkeramik- und Zirkonoxidkronen wurde ein Intraoralscan mit dem iTero-Scanner durchgeführt. Die Zähne für die LithiumdisilikatKronen wurden mit dem E4D-Intraoralscanner optisch abgeformt und die 3D-Daten an eine E4D-Schleifeinheit übermittelt. Die Kronen aus Metallkeramik und aus Zirkonoxid wurden mittels der 3Shape-Software designt. Die Vorlagen für die gegossenen Metallkäppchen wurden mittels Rapid Prototyping von fotopolymerisierendem Kunststoff hergestellt. Die Restaurationen aus Zirkonoxid wurden gefräst. Zur Bestimmung der zervikalen Diskrepanz wurden Abformungen der einzementierten Kronen aus Polyvinylsiloxan genommen. Die Analyse erfolgte mittels Mikrocomputertomografie. Bei 80,0 % der Restaurationen aus Zirkonoxid mussten keine okklusalen Einschleifmaßnahmen durchgeführt werden, was zu signifikanten Unterschieden zu den beiden anderen Restaurationsarten führte. Bezüglich des Einflusses auf die gingivale Gesundheit konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen beobachtet werden. Zirkonoxidkronen wiesen eine signifikant geringere zervikale Diskrepanz auf als Kronen aus Lithiumdisilikat.

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kurz & schmerzlos Joda T, Brägger U. Time-efficiency analysis of the treatment with monolithic implant crowns in a digital workflow: a randomized controlled trial. Clin Oral Implants Res. 2016 Nov;27(11):1401-1406. (»Eine randomisiert kontrollierte Studie zur Analyse des Wirkungsgrades bei Versorgung mit monolithischen implantatgetragenen Kronen in einem digitalen Workflow.«) Das Ziel der randomisierten Studie war die Analyse der Zeiteffizienz bei Behandlung mit implantatgetragenen Kronen, die aus monolithischer Lithiumdisilikatkeramik (LS2) auf einer Titanbase erfolgte oder mittels keramikverblendeten Zirkonoxidkronen bei 20 Patienten nach dem Zufallsprinzip durchgeführt wurde. Beide Versorgungen wurden in einem digitalen Workflow hergestellt und auf dem Implantat verschraubt. Die Herstellung der LS2-Kronen erfolgte nach einem Intraoralscan ohne Modellherstellung, während die Zirkonoxidkronen auf einem gefrästen Modell angefertigt wurden. Für beide Systeme waren zwei Behandlungssitzungen notwendig. Die mittlere Gesamtdauer zur Herstellung der Kronen war bei LS2-Kronen signifikant reduziert (75,3 Minuten vs. 156,6 Minuten). Für den digitalen Workflow wurde ebenfalls eine signifikant geringere Zeit am Behandlungsstuhl benötigt (20,8 Minuten vs. 24,1 Minuten). Insbesondere die Laborzeit war bei der LS2-Herstellung signifikant reduziert (54,4 Minuten vs. 132,5 Minuten). Sailer I, Benic GI, Fehmer V, Hämmerle CHF, Mühlemann S. Randomized controlled within-subject evaluation of digital and conventional workflows for the fabrication of lithium disilicate single crowns. Part II: CAD-CAM versus conventional laboratory procedures. J Prosthet Dent. 2017 Jul;118(1):43-48. (»Eine randomisiert kontrollierte Within-Subject-Untersuchung digitaler und konventioneller Workflows zur Herstellung von Kronen aus Lithiumdisilikat. Teil II: CAD/CAM vs. konventioneller Laborabläufe.«) In der vorliegenden Untersuchung wurden LithiumdisilikatKronen mit den CAD/CAM-Systemen Lava C.O.S. CAD mit zentralisierter CAM-Prozedur (Gruppe 1), Cares CAD mit zentralisierter CAM-Prozedur (Gruppe 2), Cerec Connect CAD mit laborseitiger CAM-Prozedur (Gruppe 3) und Cerec Connect CAD mit zentralisierter CAM-Prozedur (Gruppe 4) hergestellt. Als Kontrollen (Gruppe K) dienten konventionell hergestellte Kronen aus Presskeramik (IPS e.max Press). Die mittleren Gesamtzeiten zur Herstellung betrugen in Gruppe 1 88,0 Minuten, in Gruppe 2 74,0 Minuten, in Gruppe 3 74,0 Minuten, in Gruppe 4 92,0 Minuten und in Gruppe K 148,0 Minuten. Der konventionelle Workflow dauerte im Vergleich signifikant länger als die digitalen Workflows. Zwischen den Gruppen 1 und 4 sowie 2 und 3 waren keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Zeitdauer zu ermitteln. Hinsichtlich der klinischen Parameter konnten zwischen allen Gruppen keine signifikanten Unterschiede beobachtet werden. Vigolo P, Mutinelli S. Evaluation of zirconium-oxide-based ceramic single-unit posterior fixed dental prostheses (FDPs) generated with two CAD/ CAM systems compared to porcelain-fused-to-metal single-unit posterior FDPs: a 5-year clinical prospective study. J Prosthodont. 2012 Jun;21(4):265-9. (»Eine prospektive Studie über fünf Jahre zu Einzelkronen aus Zirkonoxid nach Herstellung mittels zwei verschiedener

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CAD/CAM-Systeme oder aus Metallkeramik auf Implantaten im Seitenzahnbereich.«) Das Ziel der Studie war der Vergleich der Erfolgsraten nach Herstellung von Seitenzahnkronen aus einem Zirkonoxidgerüst mittels zweier verschiedener CAD/CAM-Systeme (Procera- und Lava-System) oder aus Metallkeramik. Nach fünf Jahren Tragezeit konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Erfolgsraten zwischen den drei Herstellungsarten beobachtet werden. Allerdings waren in der Gruppe der CAD/CAM-gefertigten Einzelkronen mehr technische Komplikationen wie insbesondere ein Chipping des Verblendmaterials zu beobachten. Eine statistische Signifikanz bezüglich erhöhter technischer Komplikationen konnte nur beim direkten Vergleich der Procera-Gruppe und der Metallkeramik-Gruppe ermittelt werden. Zeltner M, Sailer I, Mühlemann S, Özcan M, Hämmerle CH, Benic GI. Randomized controlled within-subject evaluation of digital and conventional workflows for the fabrication of lithium disilicate single crowns. Part III: marginal and internal fit. J Prosthet Dent. 2017 Mar;117(3):354-362. (»Eine randomisierte kontrollierte Within-Subject-Untersuchung digitaler und konventioneller Workflows zur Herstellung von Kronen aus Lithiumdisilikat. Teil III: Marginale und interne Passgenauigkeit.«) Fünf monolithische Kronen aus Lithiumdisilikat wurden für jeden der zehn Studienteilnehmer nach einer zufällig ermittelten Reihenfolge hergestellt. Vier der Kronen wurden mittels der digitalen Workflows der Systeme Lava, iTero, Cerec inLab und Cerec infinident hergestellt. Die Herstellung der fünften Krone aus Keramik erfolgte mittels konventionellem Workflow anhand einer Abformung aus Polyvinylsiloxan, einer Wachsmodellation und Presstechnik. Die vertikale Diskrepanz und die interne Passform wurden mit der Replika-Methode mittels Polyvinylsiloxan lichtmikroskopisch untersucht. In Bezug auf die zervikale Passform konnten zwischen dem konventionellen und dem digitalen Workflow keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Im Okklusalbereich war die interne Passgenauigkeit bei den konventionell hergestellten Kronen besser als die der digital hergestellten Kronen. Eine Herstellung der Kronen mit einer Chairside-Schleifeinheit ergab eine schlechtere Passform der Kronen als bei Herstellung in einem Schleifzentrum.

Systematische Reviews, Metaanalysen Abduo J. Fit of CAD/CAM implant frameworks: a comprehensive review. J Oral Implantol. 2014 Dec;40(6):758-66. (»Ein ausführlicher Review zur Passgenauigkeit CAD/CAMgefertigter implantatgetragener Gerüste.«) In der Implantatprothetik werden vermehrt CAD/CAM-Verfahren zur Herstellung prothetischen Ersatzes aus den verschiedensten Materialien eingesetzt. Die vorliegende Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit der Passgenauigkeit CAD/CAM-gefertigter, festsitzender implantatgetragener Gerüste. Dazu wurde eine Pubmed-Recherche durchgeführt, mittels der 14 relevante PubPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos likationen identifiziert wurden. Die Ergebnisse zeigen eine bessere Passgenauigkeit von CAD/CAM-Gerüsten im Vergleich zu lasergeschweißten Gerüsten. Vergleichbare Ergebnisse zur Passgenauigkeit wurden zwischen einer reinen CAD/CAM-Fertigung und der Klebeverbindung von CAD/CAM-Gerüsten mit präfabrizierten Zylindern gefunden. Das Material selber hatte einen geringen Einfluss auf die Passform. Bidra AS, Taylor TD, Agar JR. Computer-aided technology for fabricating complete dentures: systematic review of historical background, current status, and future perspectives. J Prosthet Dent. 2013 Jun;109(6):361-6. (»Ein systematischer Review zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft computergestützter Technologien zur Herstellung vollprothetischen Zahnersatzes.«) Das Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war die Analyse der zur Verfügung stehenden Literatur zur historischen Entwicklung, dem gegenwärtigen Stand und den Zukunftsperspektiven computergestützter Technologien zur Herstellung von totalem Zahnersatz. Dazu wurde eine elektronische Schlagwortsuche in der Datenbank Pubmed durchgeführt. Insgesamt acht Artikel erfüllten die Einschlusskriterien und wurden in die Analyse einbezogen. Seit 1994 werden in der Literatur verschiedene theoretische Modelle und Protokolle zur Herstellung von vollprothetischem Zahnersatz mittels CAD/CAM beschrieben. Klinische experimentelle Studien und klinische Erfahrungsberichte konnten in der wissenschaftlichen Literatur nicht identifiziert werden. Mit einer Recherche über die Suchmaschine Google wurden zwei kommerzielle Anbieter gefunden, die Vollprothesen mittels CAD/CAM herstellen. Die dortigen Herstellungsprotokolle erlauben die Inkorporierung des Zahnersatzes in nur zwei Praxissitzungen und stehen im Kontrast zu derzeit bestehenden Protokollen. Bilgin MS, Baytaroglu EN, Erdem A, Dilber E. A review of computer-aided design/computer-aided manufacture techniques for removable denture fabrication. Eur J Dent. 2016 Apr-Jun;10(2):286-91 (»Eine Übersicht zu CAD/CAM-Technologien zur Herstellung herausnehmbaren Zahnersatzes.«) Das Ziel der Übersichtsarbeit war die Untersuchung von CAD/ CAM-Technologien wie beispielsweise Fräsverfahren oder Rapid Prototyping zur Herstellung herausnehmbaren Zahnersatzes. Dazu wurde eine Recherche in den elektronischen Datenbanken Pubmed, ScienceDirect, Google Scholar und Web of Science durchgeführt. Insgesamt 40 Publikationen zu verschiedenen CAD/CAM-Techniken standen für eine Analyse zur Verfügung. Derzeit ist es möglich, trotz gewisser Limitationen herausnehmbaren Zahnersatz in einem kompletten Workflow von der Planung bis hin zur Umsetzung mittels CAD/CAM herzustellen. Joda T, Zarone F, Ferrari M. The complete digital workflow in fixed prosthodontics: a systematic review. BMC Oral Health. 2017 Sep 19;17(1):124. (»Ein systematischer Review zum kompletten digitalen Workflow bei festsitzenden prothetischen Versorgungen.«) Das Ziel der Übersichtsarbeit war die Untersuchung der Herstellung zahn- oder implantatgetragener prothetischer Restaurationen mittels eines volldigitalisierten Workflow in einem virtuellen Umfeld im Vergleich zu konventionellen bzw. der Kom-

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bination von analogen/digitalen Methoden. Zielparameter der elektronischen Recherche in den Datenbanken Pubmed, Embase und Google Scholar waren neben den technischen Aspekten ästhetische und patientenzentrierte Ergebnisse und Überlebens-/ Erfolgsraten nach einem Jahr unter Funktion. Von insgesamt 67 Studien wurden nur drei RCT in die Analyse eingeschlossen. In der ersten Studie wurde die Machbarkeit eines volldigitalisierten Workflows zur Herstellung von Einzelkronen dargestellt. Die ebenfalls untersuchte Herstellungsgenauigkeit der Kronen im Randbereich ergab signifikant niedrigere Präzisionswerte bei Kronen aus Lithiumdisilikat im Vergleich zu konventionellen Metallkeramikkronen und Kronen aus Zirkonoxid. Die zweite Studie ergab, dass leuzitverstärkte Kronen aus Glaskeramik in ästhetischer Hinsicht von Patienten und Behandlern gleichermaßen favorisiert werden. In der dritten Studie wurde festgestellt, dass implantatgetragene Einzelkronen mittels der volldigitalisierten Methode doppelt so schnell hergestellt werden konnten wie Kronen, die kombiniert analog/digital hergestellt worden waren. Kapos T, Evans C. CAD/CAM technology for implant abutments, crowns, and superstructures. Int J Oral Maxillofac Implants. 2014;29 Suppl:117-36. (»Die CAD/CAM-Technologie zur Herstellung von Implantatabutments, Kronen und Suprastrukturen.«) Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war der Vergleich von konventionell hergestelltem im Vergleich zu CAD/CAM-gefertigtem implantatgetragenen Zahnersatz hinsichtlich ästhetischer Parameter, ökonomischer Faktoren, der Patientenzufriedenheit sowie mechanischer und biologischer Komplikationen. Zu diesem Zweck wurde eine systematische Recherche in den Literaturdatenbanken Pubmed und Ovid durchgeführt. Insgesamt 18 Artikel erfüllten die Einschlusskriterien. Die mittlere Überlebensrate CAD/CAM-gefertigter Kronen betrug 98,85 %, die für Abutments 100,0 % und die für Suprastrukturen 95,98 %. Schlussfolgerung: Auf Grundlage der verfügbaren Literatur sind bei CAD/CAM-Fertigung ähnliche Überlebensraten wie bei konventioneller Fertigung zu erwarten. Lang LA, Tulunoglu I. A critically appraised topic review of computer-aided design/ computer-aided machining of removable partial denture frameworks. Dent Clin North Am. 2014 Jan;58(1):247-55. (»Eine kritische Übersicht zur CAD/CAM-Gerüstherstellung für partiellen herausnehmbaren Zahnersatz.«) Die systematische Literaturrecherche in der Datenbank Pubmed ergab, dass es derzeit keine randomisiert kontrollierte klinische Studien zu CAD/CAM-Gerüstherstellung für partiellen herausnehmbaren Zahnersatz gibt. Die in die Analyse einbezogenen neun Studien hatten ein niedriges Evidenzlevel und enthielten keinerlei Information zu klinischen Ergebnissen. Mounajjed R, M Layton D, Azar B. The marginal fit of E.max Press and E.max CAD lithium disilicate restorations: A critical review. Dent Mater J. 2016 Dec 1;35(6):835-844. (»Ein kritischer Überblick zur marginalen Passgenauigkeit von e.max Press und e.max CAD-Restaurationen aus Lithiumdisilikat.«) Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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kurz & schmerzlos In die Übersichtsarbeit wurden nach einer elektronischen Datenbankrecherche in Pubmed und einer Handsuche in relevanten Fachjournalen In vitro-Untersuchungen zur marginalen Passgenauigkeit von e.max Press und e.max CAD-Restaurationen aus Lithiumdisilikat einbezogen und analysiert. Die Analyse ergab einen signifikant besseren Randschluss von Kronen aus Presskeramik im Vergleich zu CAD-hergestellten Kronen. Das Randspaltverhalten wurde jedoch, unabhängig von der Herstellungsmethode, als in klinischer Hinsicht akzeptabel eingestuft. Papadiochou S, Pissiotis AL. Marginal adaptation and CAD-CAM technology: A systematic review of restorative material and fabrication techniques. J Prosthet Dent. 2017 Sep 27. pii: S0022-3913(17)30488-2. [Epub ahead of print] (»Ein systematischer Review zur marginalen Passgenauigkeit CAD/CAM-hergestellter festsitzender Restaurationen in Abhängigkeit von Material und Herstellungsmethode.«) Das Ziel der Übersichtsarbeit war der Vergleich der Randgenauigkeit festsitzender zahn- oder implantatgetragener prothetischer Restaurationen in Abhängigkeit von ihrer Herstellungsmethode (CAD/CAM oder konventionell) und des Materials. Dazu wurde eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank Pubmed durchgeführt. Von den in die Analyse eingeschlossenen 55 Vergleichsstudien wurden in 28 Studien die CAD/CAMFertigung mit konventionellen Methoden verglichen und in zwölf erfolgte der Vergleich der CAD/CAM-Fertigung mit Kopierfräsen. In vier Studien wurde die CAD/CAM-Frästechnologie mit dem direkten Metalllaser-Sinterverfahren verglichen. In 22 Studien wurde die marginale Passform mittels CAD/CAM-Fertigung bei verschiedenen Materialien untersucht. Die meisten CAD/CAMgefertigten Restaurationen zeigen klinisch akzeptable zervikale Diskrepanzen. Dabei wurde ein starker Einfluss des Materials auf die Randspaltbildung festgestellt. Bei Kronen aus Lithiumdisilikat-Presskeramik und mittels Schlickerguss gefertigten Keramikkronen konnten im Vergleich zu CAD/CAM-gefertigten Kronen ähnlich große und sogar geringere Randspalte gemessen werden. CAD/CAM-gefertigte Kronen aus Kobalt-Chrom oder Titan zeigten bessere Ergebnisse im Randbereich als Kronen aus Zirkonoxid. Bei der Mehrzahl der Kronen aus Kobalt-Chrom, die mittels des direkten Metalllaser-Sinterverfahrens hergestellt wurden, war ein besseres Randspaltverhalten festzustellen als bei gegossenen Restaurationen aus dem gleichen Material. Kopiergefräste Kronen aus Zirkonoxid zeigten schlechtere Ergebnisse im Randbereich, als Kronen die mittels CAD/CAM-Fräsverfahren hergestellt wurden. Auf Grundlage der verfügbaren Literatur waren keine eindeutigen Vorteile von CAD/CAM-Verfahren im

Vergleich zu konventionellen Guss- oder direktem MetalllaserSinterverfahren auf die marginale Adaptation von prothetischen Restaurationen feststellbar. Patzelt SB, Spies BC, Kohal RJ. CAD/CAM-fabricated implant-supported restorations: a systematic review. Clin Oral Implants Res. 2015 Sep;26 Suppl 11:77-85. (»Ein systematischer Review zu CAD/CAM-hergestellten implantatgetragenen Restaurationen.«) Das Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war die Analyse der derzeit verfügbaren Literatur zu implantatgetragenen Restaurationen, die mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellt wurden. Dazu wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Cochrane, US Library of Medicine und Pubmed durchgeführt. Zwölf der insgesamt 3.484 Veröffentlichungen erfüllten die Einschlusskriterien und wurden in die Analyse einbezogen. Eine Publikation beinhaltete Ergebnisse nach der Versorgung mit CAD/CAM-gefertigten Einzelkronen, eine nach der Versorgung mit partiellem festsitzenden Zahnersatz und zehn beschriebenen Ergebnissen nach der Versorgung mit bedingt abnehmbarem (verschraubtem) totalen Zahnersatz. Es wurden Überlebensraten beschrieben, die je nach Tragedauer (ein bis zehn Jahre) zwischen 92,0 % und 100,0 % variierten. Tsirogiannis P, Reissmann DR, Heydecke G. Evaluation of the marginal fit of single-unit, completecoverage ceramic restorations fabricated after digital and conventional impressions: A systematic review and meta-analysis. J Prosthet Dent. 2016 Sep;116(3):328-335.e2. (»Untersuchung der marginalen Passgenauigkeit von Einzelkronen aus Keramik nach digitaler oder konventioneller Fertigung: Ein systematischer Review und eine Metaanalyse.«) Zur Beantwortung der Fragestellung, welche Herstellungsmethode zu präziseren Ergebnissen im Randbereich von Keramikkronen führt, wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Für eine Analyse standen insgesamt zwölf Studien zur Verfügung. Die Ergebnisse der In vitro-Studien ergaben nach konventioneller Abformung eine mittlere zervikale Diskrepanz von 58,9 Mikrometern, während nach digitaler Abformung eine mittlere zervikale Diskrepanz von 63,3 Mikrometern ermittelt werden konnte. In klinischen Studien waren bei der konventionellen Methode mittlere Randspalte von 79,2 Mikrometern messbar und nach digitaler Abformung 56,1 Mikrometer. Es konnten keine signifikanten Unterschiede der zervikalen Diskrepanz in Abhängigkeit von der jeweiligen Methode ermittelt werden. K _

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

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pip fotostory

Der spezielle Fall Implantation und Augmentation in der ästhetischen Zone Peter Randelzhofer Die 40 Jahre junge Patientin hatte Ihren Zahn 21 drei Monate vor ihrem Termin in unserer Praxis durch ein Frontzahntrauma verloren. Sie wünschte sich, dass das Aussehen und die Funktion ihrer Frontzahnreihe wiederhergestellt werden würden. Die Ergebnisse der klinischen (Abb. 1-6) und diagnostischen Analyse wurden dokumentiert. Die Patientin verfügt über ein gutes dickes Weichgewebe im Operationsgebiet. Bei der Analyse des Knochenbettes fällt der horizontale Knochenverlust im Zuge des Traumas auf – auch ein durch Attachmentverlust entstandener vertikaler und horizontaler Volumenverlust im Bereich der distalen Papille. Nach Aufklärung der Patientin über ihre therapeutischen Möglichkeiten entschied diese sich für ein Einzelzahnimplantat. In der Regel versuchen wir bei Patienten mit der Indikation für ein Frontzahnimplantat möglichst schnell zu handeln. Je nach Situation implantieren wir entweder sofort oder verzögert und

Abb. 2

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Abb. 3

augmentieren, um den zu erwartenden Volumenmangel am Kieferkamm auszugleichen. Bei dieser Patientin war zunächst eine leichte Augmentation des Hartgewebes notwendig. Diese sollte zeitgleich mit der Implantation erfolgen. Nach Einheilung und bei Freilegung sollte das fehlende Weichgewebsvolumen mit einer bei uns etablierten Technik augmentiert werden.

Anamnese Die Patientin war gesund, sie nahm keine Medikamente, jedoch rauchte sie am Tag etwa 15 Zigaretten. Bei Vorliegen einer regelrechten 25(OH)Vitamin-D3-Konzentration im Blut (bei Erwachsenen zwischen 20-60 ng/ml) ist die

Abb. 4 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


pip fotostory Prognose für eine knochenchirurgische Maßnahme bei gesunden Rauchern gut. Ein zu niedriger Vitamin-D-Serumspiegel steigert hingegen das perioperative Operationsrisiko. Niedrige Vitamin-D-Werte sind mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen (Infektionen und schwere kardiovaskuläre Komplikationen) nach nicht-kardialen Operationen assoziiert. Die vorgestellte Patientin verfügte laut hausärztlicher Blutanalyse über eine ausreichende Konzentration von Vitamin D. Die Prognose für den weichgewebschirurgischen Eingriff war hingegen durch das Rauchen mit einem erhöhten Risiko für Wundheilungsstörungen assoziiert. Abb. 5

Die Patientin wurde über diese Zusammenhänge aufgeklärt und gebeten, ihren Konsum an Zigaretten während der Behandlungsphase deutlich einzuschränken.

Behandlungsplan 1. Implantation und Augmentation von Hartgewebe 2. Freilegung und Weichgewebsaugmentation 3. LZP-Versorgung des Implantates regio 21 zur Ausformung des Emergenzprofils 4. Provisorische Versorgung auf definitivem Abutment des Im- plantates regio 21 in ZnO2 und des Zahns 22 5. Definitive Versorgung des Implantates regio 21 und Kronen- versorgung des wurzelgefüllten Zahns 22 Abb. 6

Chirurgisches Vorgehen Nach Eröffnung der Implantationsregion (Abb. 5, 6) wurde ein V3-Implantat (MIS) in regio 21 in dreidimensional optimaler Position als verzögertes Sofortimplantat mit einem Abstand von je zwei Millimetern nach labial, medial und distal inseriert. Die spezielle Beschichtung dieses Implantates, die aus monomolekularen Multi-Phosphonaten besteht, welche chemisch fest mit der Implantatoberfläche verbunden sind, wird laut anerkannter wissenschaftlicher Untersuchungen vom Organismus als knochenähnlich wahrgenommen. Der BIC (bone to implant contact) wird dadurch verbessert. Die Implantatschulter wurde drei Millimeter unterhalb des späteren Verlaufs des Sulkus positioniert. Die durch das System vorgegebene im HalsAbb. 7 bereich bestehende Dreiecksform verband die Implantatschulter ohne Druck mit dem krestalen Knochen. Der Knochendefekt lag günstig, das Implantat konnte innerhalb des sogenannten Bone Envelopes inseriert werden (Abb. 7, 8). Die labial freiliegenden Gewindegänge wurden mit autologem Knochen der Patientin, die während des Bohrvorganges ohne Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Wasserkühlung gesammelt wurden, bedeckt. Für den weiteren hartgewebigen Volumenzuwachs sorgte eine Mischung aus

Abb. 8

I-PRF / A-PRF (Mectron) und Ersatzmaterial The Graft (Regedent) (Abb. 9a-c). Das Eigenblut der Patientin wurde hierfür vor Ort entnommen, zentrifugiert und aufbereitet. A-PRF sorgt für eineschnellere Differenzierung der Knochenzellen und der Blutgefäße im Augmentat. Mithilfe von I-PRF verkleben die Augmentats-Bestandteile zu einem festen Augmentat (sticky bone) (Abb. 9d).

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pip fotostory Mit dem optimierten Knochenmaterial wurde der Bereich labial vom Implantat in regio 21 überaugmentiert. Als Abdeckung diente eine stabile (sechs Monate) Kollagenmembran (Ossix, Regedent) (Abb. 10). Abschließend wurde eine PRF-Membran für eine verbesserte Weichgewebsheilung aufgebracht. Mittels Spaltlappen und Haltenähten wurde die Wunde spannungsfrei verschlossen (Abb. 11, 12). Während der Implantation wurde über die Bohrschablone eine Registrierung der Implantatposition durchgeführt, somit war es möglich bei oder kurz nach der Freilegung sofort eine provisorische Krone einzusetzen.

Abb. 9b

Abb.9c

Abb. 10

Abb. 11

Abb. 9a

Abb.9d

Abb. 12

Freilegung und Verbesserung des Emergenzprofils Drei Monate postoperativ konnte das mit einer den BIC fördernde, mit einer speziellen Beschichtung versehene (B +) regelrecht eingeheilte (siehe Abb. 13: Röntgenkontrolle) Implantat unter besonderer Berücksichtigung der Weichgewebsarchitektur freigelegt werden (Abb. 14-16). B+-Moleküle bilden eine hydrophile Oberfläche, die besonders für eine kompromittierte Knochenheilung geeignet ist. Wie vorab geplant wurde im Sinne einer volumenoptimierten Weichgewebsgestaltung ein freies Bindegewebe-Transplantat (BGT) aus dem Gaumen entnommen. Anschließend zogen wir es in den inzidierten Pouch, platzierten es und fixierten es mit Nähten (Abb. 17-22).

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Abb. 13

Abb. 14 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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Abb. 16

Abb. 15

Abb. 17

Abb. 19

Abb. 18

Abb.20

Abb. 21

LZP und definitive Abformung Eine Woche nach Freilegung und Insertion des BGT wurde das LZP aus Komposit in das mit CHX-Gel gesäuberte Implantat eingeschraubt (Abb. 23a-c). Das Emergenzprofil wurde auf dem Gipsmodell so geplant, dass der krestale Anteil in Idealform aufbereitet wurde sowie der mittlere und apikale Bereich so schmal wie möglich gehalten wurden. Das Röntgenbild zeigt neben der regelrechten Wurzelfüllung an Zahn 22 eine ungewöhnlich gute Osseointegration (Abb. 24). Das klinische Bild veranschaulicht bereits zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Einfügung der Komposit-Krone in das umliegende Weichgewebe (siehe Abb. 23a-c).

Abb. 22

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Nach einer Tragedauer von vier Monaten formten wir das Implantat und den mit einer Stufenpräparation versehenen Zahn 22 in Doppelfadentechnik und mit individualisiertem Abformpfosten ab (Impregum, 3 M Espe). Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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Abb. 23a

Abb. 23b

Abb. 23c

Einsetzen des definitiven Abutments Das definitive CAD/CAM-gefertigte ZnO2-Abutment wurde mithilfe eines Positionierungsschlüssels und CHX-Gel definitiv festgesetzt (Abb. 25-30). Der leicht aufgeraute innere Randbereich sorgte für eine verbesserte Weichgewebsintegration. Abschließend wurden im Labor neu angefertigte Kunststoffarbeitskronen auf dem Implantat 21 und dem beschliffenen Zahn 22 aufgebracht. Abb. 24

Abb. 25

Abb. 28

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Abb. 27

Abb. 29

Abb. 30

Einsetzen der prothetischen Versorgung Der Herstellung der finalen Kronen erfolgte im zahntechnischen Labor von ZT Uwe Gehringer. Das Kontrollröntgenbild (Abb. 31) und die klinische Ansicht der Frontzahnreihe mit den Kunststoffarbeitskronen (Abb. 32) zeigen ein erfolgreich knöchern integriertes Implantat mit einer optimalen Weichgewebsintegration der Suprastruktur. Abb. 31 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Abb. 32

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Abb. 34

Abb. 33

Die Bilder der Patientin vorher (Abb. 33, 35) und der sehr zufriedenen und glücklichen Patientin nach dem Einsetzen der definitiven Versorgung (Abb. 34, 36-40) sprechen für eine exzellente Ausführung durch ZT Uwe Gehringer und sein Team, die mit ihrer Arbeit der Patientin zu einem ästhetisch ansehnlichem und unbeschwerten Lachen verholfen haben.

Abb. 35

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Abb. 40

Fazit Die genaue Planung des therapeutischen Vorgehens mit den Möglichkeiten der modernen Implantologie – wie etwa mit spannungsfrei zu inserierenden, beschichteten und hydrophilen Implantaten, den modernen, mit PRF verbesserten Augmentationsverfahren sowie mit stabilen Membranen – ermöglichen dem geübten Chirurgen auch bei Patienten mit erhöhtem Komplikationsrisiko sehr gute Ergebnisse. Die Einflüsse des Rauchens auf die Heilungsphase sind sicherlich nicht von Vorteil, stellen nach genauer Risikoanalyse, Aufklärung der Patienten über Risiken und gesundheitsförderndem Verhalten, einem detaillierten chirurgischen Protokoll sowie festgelegten Recallintervallen jedoch keine Kontraindikation in unserer Praxis dar. K

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Wir bedanken uns für die gute und kollegiale Zusammenarbeit mit der Zahnarztpraxis Dr. Claudia Schütte und Dr. Robert Jais, Garmisch-Partenkrichen.

Dr. Peter Randelzhofer, München, www.icc-m.de, Zahntechnik: ZT Uwe Gehringer, München, www. madeby-ug.com Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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Beihilfe erstattet immer restriktiver Es tut sich was in der Beihilfe. Immer mehr Beihilfestellen verweigern die Erstattung von mehr als dem 2,3-fachen Steigerungsfaktor und berufen sich dabei auf Entscheidungen u.a. des VG Düsseldorf vom 13.12.2016 – 26 K 4790/15 –. Ausgangspunkt des VG Düsseldorf ist folgender Punkt: „Wird eine Schwellenwertüberschreitung mit einem überdurchschnittlichen Aufwand begründet, ist dies für einen medizinischen Laien aber nur dann nachvollziehbar, wenn der Aufwand der erbrachten Leistung in Verhältnis gesetzt wird zum durchschnittlichen Aufwand vergleichbarer Leistungen. Diesen minimalen Begründungsaufwand muss die Rechnungsbegründung leisten, um die Fälligkeit einer mit einem oberhalb des Schwellenwertes abgerechneten Leistung auszulösen.“ (Rz. 34) Um diesen „minimalen“ Begründungsaufwand zu leisten, verlangt das VG Düsseldorf: „dass die Verhältnisse des konkret zu beurteilenden Falles mit den Verhältnissen der vom Gebührentatbestand erfassten (normalen) Fälle verglichen werden (können).“ Dazu fordert es (unter Bezugnahme auf ein nicht veröffentlichtes Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen vom 09.12.1993 – 6 A 511/92 –) O eine Darlegung des behandelnden Zahnarztes, welchen zeitli chen Rahmen (vom einfachen Fall bis hin zu den schwierigs ten Fällen) der vorgenommene Eingriff in der zahnärztlichen Praxis in Anspruch nimmt und O inwieweit sich der Fall des konkreten Patienten unter Berück sichtigung der Schwierigkeit sowie der Umstände bei der Ausführung von einem normalen Fall unterscheidet, O ferner eine Darstellung, wie sich der konkrete Fall im Ver gleich mit anderen Fällen verhält und O wieso er sich deutlich vom Durchschnitt unterscheidet und abhebt (Rz. 35). Weiter heißt es im Urteil: „Jedenfalls ist es durchaus möglich, dass der Spagat zwischen einer Begründung, an die zum einen keine übersteigerten Anforderungen gestellt werden, die aber zum anderen für einen medizinischen Laien verständlich und zugleich geeignet ist, eine Schwellenwertüberschreitung zu rechtfertigen, gelingt, indem etwa bei einer zeitaufwandsbezogenen Begründung zumindest stichwortartig der zeitliche Rahmen und der durchschnittliche Zeitaufwand der erbrachten Leistung in der Berufspraxis des behandelnden Zahnarztes einerseits und der konkrete Zeitaufwand der erbrachten Leistung im Einzelfall andererseits dargelegt werden, etwa nach folgendem beispielhaften Muster: ’Zeitlicher Rahmen für die erbrachte Leistung 30 min bis 120 min, durchschnittlicher Zeitaufwand 50 min, konkreter Zeitaufwand 90 min‘, wobei mit einer derartigen zeitlichen Darlegung die zumindest stichwortartige Benennung der den konkreten Zeitaufwand verursachenden individuellen Besonderheiten zu verbinden ist. Dabei liegen übersteigerte Anforderungen insbesondere auch nicht im dem Erfordernis begründet, überhaupt konkrete Zeitwerte zu benennen.“ (Rz. 43).

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Und sonst geht’s gut? Die Vorstellung, dass der Zahnarzt den konkreten Zeitaufwand in Relation zum durchschnittlichen Zeitaufwand stellen soll, verlangt Unmögliches. Zunächst müsste man wissen, welcher Zeitaufwand der Gebührenkalkulation der GOZ bzw. der GOÄ zugrunde gelegt wurde. 1. Daten, die das nachvollziehen ließen, sind nicht vorhanden. Niemandem ist bekannt, auf welcher Zeitbasis die einzelnen Gebührenpositionen durch das BMG kalkuliert wurden. Jedenfalls gibt es dazu keine Veröffentlichungen. Der „zeitliche Rahmen“, der dem VG Düsseldorf vorschwebt, ist also auf Makroebene nicht bekannt. 2. Es gibt keine plausible Methode, in der Einzelpraxis den Zeitaufwand darzustellen, sofern man nicht verlangt, dass die Behandlungszeiten der einzelnen Leistungen mit der Stoppuhr festgehalten werden. Das hat dann aber mit angewandter Statistik zunächst einmal gar nichts zu tun und ist von Objektivierbarkeit weit entfernt. 3. Der Zeitaufwand hängt in aller Regel direkt vom Können des Behandlers ab. 4. Der vom VG Düsseldorf auch erwartete durchschnittliche Zeitaufwand berechnet sich aus der Gesamtzahl aller erfassten Leistungen, ändert sich also von Mal zu Mal, bis nach dem Gesetz der großen Zahl Änderungen keine Rolle mehr spielen. 5. Wie wird das Ganze eigentlich belegt? Das bekümmert die Beihilfebehörden derzeit nicht. Man wird sich also darauf einstellen müssen, dass es hier zu einer Prozesswelle kommt, bis dieser Unfug durch obergerichtliche Entscheidungen abgestellt wird. Ausführlich werde ich mich mit diesem Thema in einem Beitrag für BDIZ EDI konkret befassen. K

Prof. Dr. Thomas Ratajczak

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Sozialrecht, Justiziar des BDIZ EDI Kanzlei RATAJCZAK & PARTNER Rechtsanwälte mbB Berlin · Essen · Freiburg i. Br. · Köln · Meißen · München · Sindelfingen Posener Str. 1, 71065 Sindelfingen Tel.: 07031-9505-18 (Sybill Ratajczak) Fax: 07031-9505-99 K ratajczak@rpmed.de K Facebook: ProfRatajczak K www.rpmed.de

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pip fallstudie

Abb. 1: Post-operative Panoramaschichtaufnahme nach dem Einbringen der Mini-Implantate. Darstellung der atrophischen Kiefer und Zapfenzähne mit Multiband-Apparatur.

Komplexe Rehabilitation bei ektodermaler Dysplasie und Anodontie im Unterkiefer Anna Brägelmann, Elika Madani, Rüdiger Lemke, Ralf Smeets, Jens Burkert Ein 17-jähriger Patient stellte sich elektiv in dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zur Beratung und Therapie in Hinblick auf prothetische Rehabilitation bei zugrundeliegender ektodermaler Dysplasie und Anodontie im Unterkiefer vor. Intraoral lagen zum einen atrophierte Kieferkämme im Ober- und Unterkiefer entsprechend dem Grad III-IV nach Cawood und Howell, zum anderen vier Zapfenzähne in regio 13-23 vor.

Kombinierte kieferorthopädischkieferchirurgische Therapie Zunächst erfolgte ein Wax up zur Evaluation einer prächirurgischen kieferorthopädischen Therapie mit einer strategisch sinnvollen Pfeilerverteilung der Oberkieferzähne 13-23. 1,5 Jahre später wies der Patient bei der Wiedervorstellung im MKGTeam des UKE eine bis dahin erfolgreiche kieferorthopädische Therapie mit einer Multibandapparatur von Zahn

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13-23 in situ auf. Da das Wachstum noch nicht abgeschlossen war, wurde der Entschluss gefasst, den Oberkiefer mittels einer vorläufigen provisorischen teleskopierenden Prothese und den Unterkiefer mit einer implantatgestützten Prothese zu versorgen. Aufgrund des geringen Knochenangebotes im Unterkiefer erfolgte die Implantation von zwei Mini-Implantaten (MDI, Condent) in regio 33 und regio 43 unter Lokalanästhesie (Abb. 1). Der Wundverschluss wurde mit Serafit 5-0 und Seralon 5-0 Adaptationsnähten erreicht.

Definitive chirurgische Versorgung

Abb. 2: Portrait des 17-jährigen Patienten.

Aus prothetischer Indikation wurde im Rahmen der Nachsorge das Lippenbändchen im Oberkiefer durch eine VY-Plastik in Lokalanästhesie verlängert. Nach zeitgerechter Wundheilung erfolgte bei reizlosen Wundverhältnissen die Entfernung aller nicht-resorbierbaren Nähte. Die provisorische prothetische Versorgung wurde in Zusammenarbeit mit der Zahnklinik im UKE angefertigt. Wegen prothetischer Überbelastung und periimPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


pip fallstudie

Abb. 3: Bien-Air ermöglicht präzises Arbeiten durch exakte Steuerung des Drehmoments in jedem Arbeitsschritt. Zusätzlich wird automatisch ein Protokoll der einzelnen Arbeitsschritte erstellt.

Abb. 4: Implantation in Lokalanästhesie.

Abb. 5: In der DVT- Aufnahme dargestelltes reizlos eingeheiltes Becken-Transplantat mit Mini-Schrauben in situ.

plantärer Infektionen entwickelten sich periimplantäre Knochenverluste in regio 33 sowie 43 bei Beschwerdefreiheit. Nach Spontanverlust des Implantates regio 33 und nach Explantation des Implantates regio 43 erfolgte die definitive chirurgische Versorgung über eine Augmentation des Unterkiefers mittels freiem Beckenkammtransplantat und die anschließende plastische Deckung in Intubationsnarkose und stationärem Setting. Postoperative Verlaufskontrollen zeigten sich stadiengerecht, sodass nach einer fünfmonatigen Einheilphase unter Analgosedierung mit Dormicum und perioperativer Antibiotikaprophylaxe mit Unacid PD Oral (375mg 1-0-1 für

Abb. 7: Zustand nach Implantation.

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Abb. 6: Die post-operative Bildgebung zeigt neben den parallel eingebrachten Implantaten den reizlos eingeheilten Beckenknochen.

drei Tage) die Osteosynthese-Schrauben komplikationslos entfernt und nach lokaler Knochenglättung vier Implantate (Screwline, Camlog) in regio 34, 32, 42 und 44 mittels Bien-Air-Technologie eingebracht werden konnten (Abb. 2-5). Abbildung 6 zeigt die inserierten Implantate. Vier Monate später erfolgte die Freilegung über eine Kazanjianvestibulumplastik. Der definitive prothetische Aufbau erfolgte in der Zahnklinik des UKE. K

K 2011 Approbation als Zahnärztin K 2012-2015 Ausbildungsassistentin, Implantologische Tagesklinik Dr. Hentschel, Paulun, Herdick, Essen K 2013 Promotion an der WWU Münster zum Dr. med. dent. K 2014 Doktorandin am Institut für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Dr. med. dent. Essen Anna Brägelmann K 2016 Approbation als Ärztin K 2017 Beginn der Facharztausbildung a. d. Klinik und Poli- klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Univer- sitätsklinikums Hamburg-Eppendorf K a.braegelmann@uke.de K www.uke.de

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pip system serie

Augmentation eines komplexen dreidimensionalen Kieferdefektes mittels allogenen Knochentransplantaten und autologem Knochen Kai Höckl Komplexe Kieferdefekte und steigende Ansprüche der Patienten an Ästhetik und Funktion implantatgetragener Rekonstruktionen stellen immer größere Ansprüche sowohl an Behandler als auch die verwendeten Materialien. Um unsere Patienten bestmöglich zu versorgen, sollten nur Techniken verwendet werden, die eine hohe Aussicht auf langfristigen Erfolg bieten. Das „biologische Konzept“ nach Prof. Khoury zeigt hervorragende Ergebnisse, jedoch ergibt sich durch die Entnahme eines kortikalen Knochenblockes aus dem Retromolarbereich eine deutlich ausgeprägtere Entnahmemorbidität als durch die Gewinnung von autologen „Knochenchips“ mittels Safescraper. Im nachfolgenden Fallbericht soll die Augmentation eines komplexen dreidimensionalen Kieferdefektes mittels einer Kombination aus allogenen Knochentransplantaten in Plattenform und von der Linea obliqua gewonnen Knochenchips gezeigt werden.

Informationen zum Patienten und zur Behandlung Die Patientin stellte sich mit einem nach einem Frontzahntrauma vor vielen Jahren apikal beherdeten Zahn 11 Anfang des Jahres 2015 erstmalig vor. Trotz mehrfacher alio loco durchgeführter endodontischer Behandlungen sowie anschließender Wurzelspitzenresektion konnte der Zahn 11 nicht erhalten werden. Er musste extrahiert werden.

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Die Anamnese der Nichtraucherin war unauffällig. Zehn Wochen nach der Zahnentfernung wurde zur Planung der implantologischen Rehabilitation eine digitale Volumentomografie angefertigt. Diese verdeutlicht die Komplexität des knöchernen Einbruchs dreidimensional und stellt den palatinal perforierten Defekt dar (Abb. 1a, b). Zahlreiche Studien haben belegt, dass ein ausreichendes bukkales Knochenvolumen einen großen Einfluss auf die Langzeitstabilität einer implantatgetragenen Restauration hat. Eine Mindestdicke von zwei Millimetern Restknochen wird von vielen Autoren als Voraussetzung für eine erfolgreiche Versorgung angegeben [3]. Nach ausführlicher Aufklärung und Erläuterung der Risiken entschieden wir uns zusammen mit der Patientin für eine Augmentation mittels allogenen Platten –kombiniert mit Eigenknochen vom rechten Ramus [1]. Der Eingriff sollte mit einer Sedierung mittels Midazolam i. V. vorgenommen werden.

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Abb. 1a: Klinische Ausgangssituation.

Vorgehensweise Nach präoperativer intra- und extraoraler Desinfektion mittels 0,2 % CHX und unter perioperativer oraler Antibiotikaprophylaxe mit Amoxicillin (2 Gramm) eine Stunde präoperativ wurde die Entnahme der Knochenchips regio 48 durchgeführt. Diese wurden nach marginaler Inzision mit mesialer und distaler Entlastung mittels Safescraper Twist (Meta) (Abb. 2, 3) gewonnen und in venösem Eigenblut zwischengelagert (Abb. 4.). Der Nahtverschluss erfolgte mit 4/0 ePTFE-Nähten (Keydent, American Dental Systems) (Abb. 5). Im geplanten Augmentationsbereich stellten sich reizlose Weichteilverhältnisse dar (Abb. 6). Mit einer Mikroskalpellklinge (Keydent) wurde die intrasulkuläre Präparation durchgeführt. Um einen ausreichenden Zugang zum Defektbereich zu erhalten,

Abb. 2: Darstellung der Entnahmestelle.

Abb. 4: Zwischenlagerung der gewonnenen „Knochenchips“ in venösem Eigenblut.

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Abb. 1b: DVT präoperativ.

wurde eine horizontale Entlastung zum Zahn 11 und eine vertikale Entlastung am Line Angle des Zahnes 13 ausgeführt (Abb. 7). So konnte der Defekt ausreichend dargestellt werden (Abb. 12). Eine Periostschlitzung mit dem Ziel eines spannungsfreien Wundverschlusses wurde bereits im frühen Stadium der Operation durchgeführt, um ein Einbluten nach Lappenverschluss zu verhindern. Dieses würde zu einer ausgeprägten Schwellung führen, was mit einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Wundheilung einherginge. Nach Entfernung aller Bindegewebsfasern im Defektbereich wurden die gefriergetrockneten Human-Corticalis-Platten (CHB, botiss biomaterials) an den Defekt angepasst und in Doppellagentechnik mittels 1,2 mm Titanschrauben von bukkal und

Abb. 3: Entnahme des autologen Knochens mittels Safescraper.

Abb. 5: Nahtverschluss der Spenderregion.

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pip system serie

Abb. 6: Sulkuläre Inzision mittels Mikroskalpellklinge.

Abb. 7: Inzision 90° zur Oberfläche am „Line Angle“ des Zahnes 13.

Abb. 8: Mikrochirurgische Lappenpräparation.

Abb. 9: Spaltlappenpräparation.

Abb. 10: Anpassen der maxgraft cortico Platte an den Defekt.

Abb. 11: Vorbohrung für die Fixation mittels Osteosyntheseschrauben.

Abb. 12: Dargestellte Defektregion.

Abb. 13: Fixierung je eines maxgraft cortico-Plättchens fazial und palatinal.

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pip system serie

Abb. 14: Sorgfältige Entfernung aller spitzen Knochenkanten.

Abb. 15: Einbringen der zweiten Osteosynthese-Schraube.

Abb. 16: Auffüllen des Defekts mit autogenen Knochenspänen und Abdecken der Augmentation mit Jason membrane.

Abb. 17: Postoperative klinische Situation.

Der gesamte Bereich wurde mit einer resorbierbaren Kollagenmembran (Jason membrane, botiss biomaterials) abgedeckt (Abb. 16). Der Wundbereich wurde spannungsfrei mit einer Kombination aus tiefen horizontalen Matratzennähten (4/0 ePTFE, Keydent) und mikrochirurgischen Einzelknopfnähten (6/0 Seralene, Serag Wiessner) spannungsfrei verschlossen (Abb. 17). Zur Schwellungsprophylaxe wurden der Patientin acht Milligramm Fortecortin i. V. gegeben. Der Heilungsverlauf gestaltete sich komplikationslos, sodass die Nähte nach zehn Tagen bei reizlosen Wundverhältnissen entfernt werden konnten (Abb. 18).

Implantatinsertion

Abb. 18: Situation vor der Nahtentfernung nach zehn Tagen.

palatinal fixiert (Abb. 10-15). Zuerst wurde die mesiale Osteosynthese-Schraube fixiert. Anschließend erfolgte die finale Anpassung der Platten an die Defektgeometrie. Die distale Osteosynthese-Schraube wurde eingebracht, um eine komplette Fixation des „biologischen-Containers“ zu erreichen. Mittels Kugelfräse wurden alle Kanten geglättet. Die Hohlräume wurden mit dem zuvor gewonnenen autologen Knochen aufgefüllt [2]. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Nach vier Monaten komplikationsloser Heilung wurde eine DVT angefertigt, um die Knochenneubildung im Augmentationsbereich im Hinblick auf den Implantationszeitpunkt beurteilen zu können. Diese zeigte eine knöcherne Durchbauung des augmentierten Bereiches, was insbesondere an der entstandenen „Knochenbrücke" vom allogenen Material zum nativen Knochen zu erkennen ist (Abb. 19). Die Implantation erfolgte auf Wunsch der Patientin erneut in Conscious Sedation (5 mg Midazolam i. V.). Die Schnittführung wurde analog des Ersteingriffes gewählt, um eine weitere Narbenbildung zu vermeiden. Es wurde ein Mukoperiostlappen im koronalen Anteil präpariert. Dieser wurde,

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pip system serie

Abb. 19: DVT nach einer Einheilzeit von vier Monaten. Man erkennt deutlich die Ausbildung einer „knöchernen Brücke“ im apikalen Bereich der Platte.

Abb. 20: Re-Entry nach fünf Monaten.

Abb. 21: Situation nach der Entfernung der Osteosyntheseschrauben.

Abb. 22: Solide Integration von maxgraft cortico und Achskontrolle mit Positionsindikatoren.

Abb. 23: Einbringen des Implantates.

um einen spannungsfreien Wundverschluss zu ermöglichen, im apikalen Anteil als Split-Flap fortgeführt. Die Abbildungen 20 und 21 zeigen das knöchern integrierte Augmentationsmaterial vor und nach der Entfernung der Osteosyntheseschrauben. Die Primärpräparation des Implantatstollens konnte mit Positionsindikatoren, die eigentlich für die Verwendung mit Pure Keramikimplantaten designed wurden, kontrolliert werden (Abb. 22). Nun konnte, wie präoperativ geplant, ein Bone Level Tapered Implantat mit Regular Cross Fit-Verbindung und SLActive-Oberfläche von 4,1 mm Ø und zehn Millimeter Länge (Straumann) primärstabil (RFA 64/64) inseriert werden (Abb. 23). Abb. 24: Entnommenes Bindegewebstransplantat vom harten Gaumen.

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Um das Defizit an bukkalem Weichgewebe zu kompensieren, wurde in Single-Incision-Technik ein BindegewebstransplanPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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Abb. 25: Fixation und Positionierung des BGT mittels resorbierbarer Nähte.

tat vom rechten Gaumen entnommen und bukkal und palatinal mit resorbierbaren Nähten (Glycolon 5/0, Resorba) fixiert (Abb. 24, 25) [4]. Der Verschluss der Gaumenwunden erfolgte mittels Kreuznähten (4/0 ePTFE, Keydent). Nach Blutstillung konnten die Wundränder im Sinne eines primären Wundverschlusses mikrochirurgisch vernäht werden (Abb. 26).

Prothetische Versorgung Nach vier Monaten komplikationsloser Einheilung erfolgte die Freilegung bei ausreichender Dicke der bukkalen Weichgewebe. Die Patientin wurde mit einer verschraubten, provisorischen Restauration versorgt. Diese soll ca. ein Jahr in situ verbleiben und zur Ausformung des Emergenzprofils regelmäßig angepasst werden. Bei der Zwischenkontrolle nach sechs Monaten stellte sich die Patientin mit reizlosen stabilen Weich- und Hartgewebsverhältnissen bei der versorgenden zahnärztlichen Kollegin vor.

Schlussfolgerung Der hier vorgestellte Patientenfall zeigt, dass in bestimmten Fällen auf die invasive Entnahme eines kortikalen autologen Blockes verzichtet werden kann und dieser durch allogene Plattentransplantate, die sich in diesem Fall analog zum autologen Material verarbeiten ließen und während des Heilungsverlaufes eine vergleichbare Volumenstabilität aufwiesen, ersetzt werden kann. Aufgrund einer verminderten Entnahmemorbidität und einer Verminderung des Risikos einer Schädigung des N. alveolaris inf., stellt das vorgestellte Verfahren bei vergleichbaren klinischen Ergebnissen eine Alternative zu einer Knochenblockentnahme dar. Im vorgestellten Fall entschied sich die Patientin nach Aufklärung über eine theoretische Nervschädigung des N. alveolaris inf. für den Verzicht auf eine Knochenblockentnahme. Allogene Knochenersatzmaterialien stellen in bestimmten Indikationen aufgrund der dokumentierten Evidenz eine Alter-

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Abb. 26: Wundverschluss.

native zu xenogenen und alloplastischen Materialien dar und erweitern das Spektrum zur Regeneration verloren gegangener Knochensubstanz [5]. Die Einsatzmöglichkeiten dieser partikulierten Ersatzmaterialien zur evidenzbasierten Regeneration sind jedoch auf Augmentationen im „Envelope“ beschränkt, sodass durch formstabile, allogene Transplantate Möglichkeiten eröffnet werden, die bisher nur durch autologe Transplante abzudecken waren. K

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K 2001-2007 Studium der Zahn- medizin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg K 2011 Promotion zum Dr. med. dent. K 2014 Anerkennung als Fachzahnarzt für Oralchirurgie K 2015 Zertifizierung für Implantologie (Konsensuskonferenz) Dr. med. dent. K 2008-2013 Ausbildungsassistent Kai Höckl bei Dres. Wierzbitzki & Willen, Lörrach K 2010-2013 Weiterbildungsassistent in MKG-Chirurgische Praxis Prof. Dr. Dr. Stoll & Partner, Freiburg K 2013-2014 Weiterbildungsassistent / angestellter Oral- chirurg in Oralchirurgische Praxisklinik Dres. Kehrer Jeggle, Backnang K 2o15 Angestellter Oralchirurg in MKG-Chirurgischer Praxis Prof. Dr. Dr. Stoll & Partner, Freiburg K Seit 2o17 niedergelassen in der Praxisgemeinschaft für Oralchirurgie und Endodontie Dr. Höckl & Dr. Miehe in Bad Krozingen K info@hoeckl-miehe.de K www.hoeckl-miehe.de

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Z-Arena: Ein ganz neues Veranstaltungskonzept Nach der abgeschlossenen Fusion der Unternehmen Biomet 3i und Zimmer Dental präsentiert sich Zimmer Biomet mit einem abgerundeten Produktportfolio und einer Vielzahl bewährter implantologischer Konzepte. Ganz neue Wege geht man hingegen im Bereich der begleitenden Veranstaltungen. Hier hat man anders gelagerte Interessen der Anwender von heute beobachtet, denen man mit völlig neuen Fortbildungsformaten entsprechen will. pip sprach mit Geschäftsführerin Krista Strauss.

und Antworten für alle sichtbar gemacht und die Verteilung der gewählten Antworten grafisch dargestellt. Das regt die Diskussion an und gibt jedem die Möglichkeit, aktiv dabei zu sein. Für uns als Entwickler und Anbieter von Lösungen ist es entscheidend, mitzudiskutieren und zu erfahren, welche Themen unsere Kunden und Anwender beschäftigen, und wie wir sie bestmöglich bei der Behandlung ihrer Patienten unterstützen können. Ergebnisoffen und spannend, so soll die Z-Arena sein.

pip: Wir haben Zimmer Biomet im vergangenen Jahr auf zahlreichen Veranstaltungen mit neuen Produkten und interessanten Vorträgen erlebt. Was dürfen wir 2018 erwarten?

pip: Welche Referenten werden in die Arena steigen?

Praktiker aus den Bereichen Implantologie, MKG, Oralchirurgie und Parodontologie sind eingeladen zwei Tage lang interaktiv mitzudiskutieren, sich in den praktischen Workshops gegenseitig über die Schulter zu schauen, zu kommentieren, Fragen zu stellen und Fragen zu beantworten. Daher auch der Name „Arena“. Denn in einer Arena gibt es einen Blickkontakt aller Teilnehmer untereinander.

pip: Wie kam es zu diesem neuen Veranstaltungskonzept? Haben Sie Agenturen involviert?

Frau Strauss: Wir haben unseren Kunden zugehört und verstanden, was sie von einer herausragenden Veranstaltung erwarten. Frau Strauss: Seit der Fusion zu Zimmer Biomet haben wir die In den letzten Jahren haben sie auf Kongressen, Symposien und Möglichkeit, unsere gemeinsame Technologieplattform für Fortbildungsveranstaltungen viel zu oft die immer gleichen Gedie Entwicklung neuer Produkte zu nutzen und unser Portfolio sichter gesehen und austauschbare Vorträge gehört. Das spiegelt sich auch in den Teilnehmerzahlen der grodeutlich auszuweiten. Mittlerweile ist ßen Kongresse. Es gibt ein großes Angebot, Zimmer Biomet ein Komplettanbieter aber es gibt nicht wirklich viel Neues. In der im Bereich Implantologie, Oralchirurgie Z-Arena setzen wir auf einen Mix aus bekannund Parodontologie. Wir entwickeln unten Experten und unbekannteren Referenten sere Produkte auch in 2018 weiter und mit frischen Ideen. Außerdem wollen wir werden ein umfassendes Portfolio mit zum Beispiel mit unserem Keynotespeaker verschiedenen Implantatsystemen, zahlganz bewusst einen Referenten außerhalb reichen Verbindungen, einem großen reder Zahnmedizin präsentieren. Matthias generativen Produktsortiment und BioHorx gilt als einflussreichster Trend- und Zumaterialien anbieten. Außerdem haben kunftsforscher im deutschsprachigen Raum. wir auch unser Veranstaltungskonzept 1998 gründete er das Zukunftsinstitut (ZI) weiterentwickelt und freuen uns auf ein mit Sitz in Frankfurt und Wien, das heute echtes Highlight als Auftakt. Am 13. und zahlreiche Unternehmen und Institutionen 14. April werden wir in Salzburg die ersberät. Als Gast-Dozent lehrt er Prognostik te „Z-Arena“ veranstalten. und Früherkennung an verschiedenen Hochschulen. Seine Bücher wie „Anleitung zum pip: Ist das die Nachfolge der Zimmer Zukunftsoptimismus” oder „Das Buch des Implantologie Tage? Was haben wir uns Krista Strauss, Geschäftsführerin von Wandels” wurden Bestseller. In der Z-Arena unter der „Z-Arena“ vorzustellen? Zimmer Biomet. wird er zum Thema Megatrends sprechen. Da sie unsere Zivilisationsformen, Technologie, Frau Strauss: Von einer Nachfolge kann man nicht sprechen. Wir haben vielmehr ein komplett neues Ver- Ökonomie und Wertesysteme verändern, müssen wir auch in der anstaltungsformat entworfen. Das „Z“ steht für Zimmer Biomet Zahnmedizin den Blick schärfen, um Trends und die dadurch verund die „Arena“ für das Format. Wir gehen bewusst weg vom klas- änderten Bedürfnisse früh wahrzunehmen und unsere Entwicksischen Frontalvortrag und setzen auf eine echte Interaktion von lungen darauf anzupassen. Der Vortrag von Matthias Horx wird uns dazu viele wichtige Impulse geben. Referenten und Teilnehmern mit- und untereinander.

pip: Wie stellen Sie eine Interaktion unter den Teilnehmern her? Frau Strauss: Wir arbeiten mit Mentimeter, einem Kommunikationstool, das über das Smartphone läuft. Jeder Teilnehmer kann während einer Diskussion oder einem Vortrag Fragen stellen und beantworten. Jeder kann per Multiple Choice seine Antwort oder Meinung in die Runde stellen. Über einen Beamer werden Fragen

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Frau Strauss: Wir haben uns die Wünsche unserer Kunden angehört und uns mit Prof. Dr. Stefan Fickl einen sehr erfahrenen Praktiker und Referenten ins Boot geholt. Prof. Fickl ist wissenschaftlicher Leiter unseres neuen Veranstaltungsprogramms. Er hat uns inhaltlich und fachlich bei der Gesamtkonzeption der Z-Arena hervorragend beraten. Wir sind überzeugt, dass wir mit der Veranstaltung viele Wünsche und Ansprüche unserer Kunden an eine herausragende Fortbildungsveranstaltung erfüllen können. Wir freuen uns, im April sowohl bekannte als auch neue Gesichter in Salzburg begrüßen zu dürfen. pip: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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pip fragt

Viel Lärm um nichts Um die Jahrtausendwende sah man in den Medien fast täglich Bilder von hilflos torkelnden Kühen, brennenden Tierkadavern und löchrigen Gehirnen. Mit der BSEKrise fragten sich auch Anwender boviner Augmentationsmaterialien, welchen eventuellen Risiken Patienten ausgesetzt sein könnten. Im Jahr 2009 wurden zum bislang letzten Mal zwei Tiere in Deutschland positiv getestet. Dennoch flammt aktuell wieder die Diskussion um eine Prionen-Übertragung über bovine Materialien und die Gefahr der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung beim Menschen auf. pip stellte Dr. Thomas Braun, Geschäftsführer der Geistlich Biomaterialien Deutschland, zur Rede. pip: Es gibt inzwischen sehr gute synthetische Alternativen zu bovinem Material – wieso sollte ich da überhaupt noch ein Risiko eingehen?

Dr. Thomas Braun, Geschäftsführer Geistlich Biomaterialien Deutschland.

Dr. Braun: Die Frage ist zunächst, worauf Sie die Aussage, dass es sehr gute synthetische Alternativen gibt, stützen? In Hochglanz-Marketingbroschüren finden Sie das natürlich bestätigt, in wissenschaftlichen Datenbanken wird das schon schwieriger. Es ist immer noch erstaunlich, dass viele Materialien, die schon jahrelang auf dem Markt sind, keine klinischen Studien nachweisen können – von Langzeitergebnissen ganz zu schweigen. Die nächste Frage, die sich stellt, ist: Alternative für welche Indikation? Es ist ja durchaus so, dass nicht alle Materialien bei allen Indikationen funktionieren. Und dann bleibt noch die Frage, welches Risiko Sie sehen? Die Formel synthetisch = sicher, biologisch = riskant ist sicherlich zu einfach. Jedes Material durchläuft seinen eigenen Herstellungsprozess. Die unterscheiden sich zum Teil erheblich, sodass allgemeine Aussagen kaum zutreffen. pip: Aber kein Rauch ohne Feuer. Derzeit kursieren wieder jene beiden Reviews von Kim et al. aus den Jahren 2011 und 2016, daneben soll es eine aktuelle neurologische Studie geben, die klar ein infektiöses Potenzial nachweist … Dr. Braun: Zu diesen als „Systematic Review“ bezeichneten Artikeln gibt es einen von elf namhaften Wissenschaftlern verfassten ‚Letter to the Editor’. Diese Wissenschaftler weisen nach, dass die Autoren des Reviews etablierte Richtlinien für evidenzbasierte Medizin (EBM) nicht eingehalten haben. In insgesamt sechs Punkten zeigen sie auf, dass bei diesem Review fehlerhaft gearbeitet wurde. Den Autoren gelingt es weder, irgendeine Evidenz für die Kontamination von bovinen Knochenersatzmaterialien mit Prionen nachzuweisen, noch die Übertragung von Prionen durch bovines Knochenersatzmaterial auf einen einzigen

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Menschen nachzuweisen. Auch eine von der WHO eingeführte Klassifikation bezüglich Herkunft und Ausgangsmaterial findet keinerlei Berücksichtigung. Wenn man sich die Historie der BSE-Fälle anschaut, dann gab es einen Peak im Jahr 1992 mit 37.000 BSE-Fällen weltweit, davon 97 % in England. 2011 wurde noch von 15 Fällen weltweit berichtet. Das heißt, die Maßnahmen, die ergriffen wurden, waren sehr wirksam und effektiv. Selbst wenn man eine lange Inkubationszeit in Betracht zieht, wären die Fälle aus der Phase der BSEEpidemie heute sichtbar. Hinzu kommt die enorme Verbreitung boviner Knochenersatzmaterialien, ohne dass eine Häufung von CJK feststellbar ist. pip: Hat es jemals eine nachgewiesene Prionen-Übertragung oder gar einen vCJK-Fall nach Anwendung von Bio-Oss gegeben? Dr. Braun: Geistlich Bio-Oss ist seit 30 Jahren auf dem Markt und es gibt keinen nachgewiesenen Fall einer Prionenübertragung. Es handelt sich bei CJK um eine meldepflichtige Erkrankung, sodass hier auch ein dichtes Monitoring stattfindet. Wir stellen aber schon im Produktionsprozess sicher, dass Proteine zerstört und entfernt werden. Diese Verfahren werden permanent streng auditiert und basieren auf etablierten Verfahren. Ich finde es nicht nur unseriös, sondern unverantwortlich, wenn im Wettbewerb mit solchen Artikeln „Angstwerbung“ betrieben wird. Wer das Review zitiert, muss auch den Letter to the Editor mit den aufgezeigten Mängeln zitieren. Dann bleibt allerdings wirklich nur viel Lärm um Nichts übrig. pip: Besten Dank, Herr Dr. Braun, für dieses Gespräch

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Tradition trifft Moderne Unter dem beschaulichen Namen „Zahnärzte am Riedergarten“ finden sich im pittoresken oberbayerischen Rosenheim in der Gemeinschaftspraxis Dr. Florian Müllner und Dr. Andrea HaasMüllner implantologische Erfahrungen aus über 30 Jahren. Nach Übernahme der Praxis 1996 hat diese in großzügigen und modernen Räumlichkeiten rasch den Anschluss an das digitale Zeitalter geschafft. pip sprach mit Dr. Florian Müllner über sein Prothetikkonzept.

ben daher vor sieben Jahren unser Praxislabor aufgegeben und arbeiten seitdem mit ortsansässigen gewerblichen Zahntechniklabors, v. a. aber mit Permadental. Da spart der Patient ohne Einbußen an Qualität und Sicherheit und bekommt bis zu fünf Jahre Garantie auf die Arbeiten.

pip: Sie betonen auf Ihrer Website die Individualität Ihrer Patienten – was wünscht sich Ihr Patient heute von Ihnen?

Dr. Müllner: Die Patienten sehen nur den Gesamtpreis. Was also an Laborkosten eingespart wird, eröffnet uns mehr Spielraum beim Honorar. So können wir öfter mal eine gleichartige oder andersartige statt der Regelversorgung oder die Implantatvariante statt der Brücke machen. Private Kostenerstatter bezahlen bei Laborleistungen immer öfter nur nach einer eigens herausgegebenen Höchstpreisliste. Da hatten wir zu Zeiten des Praxislabors bisweilen Diskussionen mit PKV-Patienten, was sich nun erübrigt. Die Qualität der Arbeiten ist auf einem hervorragenden Niveau, speziell die Implantatversorgungen. Die Zusammenarbeit mit Permadental ist wirklich sehr angenehm. Vom Kostenvoranschlag innerhalb weniger Minuten bis zur Lösung von kniffligen zahntechnischen Problemen.

Dr. Müllner: Die Patienten sind heute oft sehr gut informiert, viele nutzen das Internet, es wird mehr – auch Preise – verglichen als früher und das Ästhetikbewusstsein ist gestiegen. Wir haben heute mehr Versorgungsmöglichkeiten als je zuvor. Gleichzeitig ist aber nicht für jeden immer die Maximalbehandlung die sinnvollste Variante. Aus der Vielzahl der verschiedenen Möglichkeiten das Optimum für jeden einzelnen Patienten herauszufiltern, das ist heute eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. pip: Unter welchen Kriterien haben Sie eine traditionsreiche Praxis ins digitale Zeitalter geführt?

pip: Wo sind neben den Vorteilen für Patienten ihre Vorteile als Prothetiker bei Auslandszahnersatz?

pip: Wie wichtig ist bei dieser Zusammenarbeit ein funktioneller digitaler Arbeitsablauf und was sind Ihre Erfahrungen?

Dr. Müllner: Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran, ob wir wollen Dr. Müllner: Bei Permadental bekommen oder nicht. Kommunikation, Abrechnung, wir alles aus einer Hand, vom Inlay bis zum der Aufbau der Telematik, Bildgebung, individuellen Implantatabutment kann alPlanung, ZE-Fertigung usw. Investitionen les produziert werden. Außerdem haben müssen aber fachlich und wirtschaftlich wir sehr kompetente und gut erreichbare sinnvoll sein und echte Vorteile für die Dr. Florian Müllner aus Rosenheim. Ansprechpartner für alle Belange der ZahnPatienten bringen. Vor über fünf Jahren technik sowie für den Themenbereich Inhaben wir unser Röntgen auf digital umtraoralscanner, wo wir sehr gut betreut gestellt. Danach war der Schritt zu einem Intraoralscanner mit breitem Einsatzbereich nur logisch, werden. Im Vergleich zum konventionellen Verfahren sparen wir um den gesamten Workflow konsequent digital zu gestalten, einen Transportweg und damit wieder Zeit und Geld ein. Beim Veranstatt Abdrücke zu nehmen, damit dann im Labor Gipsmo- schicken der Scan-Daten spielt die Entfernung ja keine Rolle mehr. delle eingescannt werden. Gerade in der Implantatprothetik sind die Vorteile des Intraoralscanners besonders spürbar. Wir pip: Wie problematisch gestalten sich bei Auslandszahnersatz sparen Zeit und Kosten, erhöhen die Genauigkeit und machen patientenindividuelle Schritte wie z. B. die Farbnahme und wie den Ablauf für die Patienten und uns erheblich angenehmer. schnell werden Komplikationen oder Reparaturen behandelt? pip: Oberbayern gilt gemeinhin als finanzkräftige Region – welche Bedeutung haben die Kosten für Zahnersatz für Ihre Patienten? Dr. Müllner: Die Stadt Rosenheim ist nicht der Tegernsee oder Starnberg. Wir haben eine sehr gemischte Patientenstruktur. Patienten holen sich oft mehrere Angebote ein. pip: … und wie reagieren Sie darauf? Dr. Müllner: Wir legen Wert auf ein optimales Preis-LeistungsVerhältnis. Im Zahnersatzbereich geht das am einfachsten über den Laboranteil, weil das oft der größte Kostenblock ist. Wir ha-

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Dr. Müllner: Eigentlich erstaunlich unproblematisch. Für die Farbnahme arbeiten wir mit Farbmessgeräten wie Vita easyshade und v. a. dem SpectroShade-Gerät von MHT, das neben der Farbe auch noch Bilder übermittelt. So hat auch der Zahntechniker im fernen Hong Kong einen visuellen Eindruck. Sollten wirklich einmal Korrekturen erforderlich sein, werden diese innerhalb von drei bis vier Tagen durchgeführt. Das absolute Highlight ist aber der Vor-Ort-Service durch einen sehr erfahrenen ZTM, der bei schwierigen Fällen direkt in der Praxis Unterstützung bietet. Damit haben wir außerordentlich positive Erfahrungen gemacht. pip: Besten Dank für Ihre Zeit und dieses Gespräch.

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Curriculum SIAO und Kongress Krakau 2010 wurde der „Verein innovativ-praktizierender Zahnmediziner/innen“ als eine neue wissenschaftliche und politische Interessenvertretung der Zahnmediziner in Deutschland gegründet. Dieser erlebt seitdem einen regen Mitgliederzuwachs von Zahnmedizinerinnen und Zahnmedizinern, die sich in vielen Verbänden nicht mehr ausreichend wahrgenommen fühlen und auch auf angeboteten Veranstaltungen nicht mehr die für ihren Praxisalltag brennenden Fragen beantwortet sehen. pip sprach mit dem VIP-ZM-Wissenschafts- und Fortbildungsleiter Zahnarzt Gerhard Quasigroch aus Oldenburg über die Ziele des Vereins und den anstehenden internationalen Kongress. pip: In Deutschland gibt es auf dem Implantat-Sektor bereits eine ganze Anzahl etablierter Fachgesellschaften.

auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand zu versorgen! Los geht es Mitte Februar in 20 Städten zu maximal sechs Teilnehmern pro Region. pip: Worin unterscheidet sich der VIP-ZM und die SIAO im Vergleich zu anderen Fachgesellschaften? ZA Quasigroch: Die dentale Implantologie dient als erstes dem Patienten! Und eine gute Fachgesellschaft dient der individuellen Praxis und den Kolleginnen und Kollegen, die darin arbeiten. Angefangen bei der Planung und Forensik: viel industriell-technische Hochaufrüstung dient nur den Geldbeuteln der Industrie, nicht den Interessen der Patienten oder der Praxen. Die SIAO unterstützt z. B. die deutsche Leitlinie, dass ein DVT nur in seltenen Fällen indiziert sei. Hinzu kommt noch ein wichtiger Aspekt von Prof. Bernard: Implantologie ist kein ,zu mystifizierendes Monstrum‘, sondern im Gegenteil ein spezielles Fach unter vielen interessanten Aspekten moderner Zahnmedizin. Dementsprechend muss Implantologie auch einfach gehalten werden: ohne großes Investment und mit einfachen, aber effizienten Instrumenten sollte jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt – auch nur halbtags arbeitend – in der Lage sein, moderne Implantologie in der Praxis anbieten und selbst durchführen zu können.

ZA Quasigroch: Ja, ich war ebenfalls Mitglied in einigen Verbänden, doch immer mehr praktizierende Zahnärzte wenden sich auch von denen wieder ab. Wir Praktizierende nehmen von vielen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen fast gar nichts mehr für unseren Praxisalltag mit, deshalb fusionieren bereits manche Kongresse diverser Fachgesellschaften oder werden gar kurzfristig abgesagt. Unsere Fortbildungen, Kongresse und Veranstaltungen sind ganz anders strukturiert und werden auch pip: Warum findet der VIP-ZM Kongress im entsprechend positiv von den TeilnehMai 2018 denn im polnischen Krakau statt? mern wahrgenommen. Es bringt wieder frischen Wind in die Segel … Themen ZA Quasigroch: Im Zuge meiner ehrenamtwie ,Socket Shield‘, ,Smart Grinder‘, lichen Tätigkeit beim VIP-ZM bin ich sehr Sofortimplantationen, ,All-on-4‘, ,Magic oft an polnischen Universitäten zu FachAir‘ – Lachgasbehandlungen und das kongressen eingeladen worden und kenne deutsche, ,eminenz-basierte‘ Gutachdaher unser Nachbarland recht gut. Als terwesen mit interessanten GerichtsurFortbildungsleiter Zahnarzt Gerhard VIP-ZM schauen wir auch sehr gerne über teilen auf dem Gebiet der Zahnmedizin Quasigroch. den Tellerrand. Es wird für viele höchst ersind aktuell brandheiße Themenschwerstaunlich werden, auf welch hohem Niveau punkte, die sowohl kritisch als auch auf Praxistauglichkeit hin beleuchtet werden. Da gibt es auch in Polen sowohl in den Praxen als auch an den Universitäten gearbeitet wird. Ich bin übrigens der Meinung, dass uns manche Länmanchmal richtig Zoff … der inzwischen sogar überholt haben, was Aus- und Weiterbildung der neuen Zahnärzte-Generation und der Behandlungsstandards pip: Was hat es mit dem neuen „Curriculum Implantologie & Imanbelangt. Dort gibt es eben weniger politische Bremsklötze als plantatprothetik SIAO“ auf sich? bei uns. Krakau selbst gehört zu den schönsten Städten Europas ZA Quasigroch: Der VIP-ZM ist seit diesem Jahr auch Repräsentant überhaupt und bietet auch im Rahmenprogramm äußerst viel, zuder Schweizer Internationalen Gesellschaft für Osseointegration, mal wir den VIP-ZM-Kongress vom Oktober auf das HimmelfahrtsWissenschaft und Forschung. Diese Zusammenarbeit fruchtete in wochenende im Mai gelegt haben. einer engen Kooperation mit Prof. Dr. Jean-Pierre Bernard von der Universität Genf, dessen seit 15 Jahren etabliertes CITC – Clinical- Wir haben tolle, frische und namhafte Referenten, die alleImplantology-Training-Concept grandios und einzigartig ist. Die samt auch in der Praxis tätig sind. Kurssprache ist deutsch, Kursteilnehmer selbst führen – unterstützt durch kollegiale SIAO- es wird aber simultan ins Englische, Französische und PolDiplomaten – die Aufklärung, Planung, Implantation und Implan- nische übersetzt. Auch Streitgespräche wird es geben, tat-Prothetik innerhalb einer kleinen Gruppe in ihrer Praxis bei und natürlich am Freitagabend eine tolle Live-Band mit ihren eigenen Patienten durch! Ich kenne etliche Kollegeninnen fetziger Musik und gutem Essen! Es wird also kein Galaund Kollegen, die ein Curriculum oder gar einen Master gemacht Abend mit Schlips. Das vorläufige Programm kann man ja behaben, aber, praktisch gesehen, überhaupt keine Erfahrungen ge- reits auf der VIP-ZM Homepage www.vip-zm.de einsehen. sammelt haben. Dabei ist jeder chirurgisch-arbeitende Zahnarzt K in der Lage, gut 95 % seiner Patienten selbst implantologisch und pip: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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Factoring – Entlastung entlang des gesamten Patientenprozesses Anforderung und Komplexität nehmen im Praxisalltag von Jahr zu Jahr zu. Viele Prozesse sind für den Praxiserfolg notwendig, aber auch zeitaufwendig und nervenraubend. Denn der Kern Ihrer Tätigkeit liegt nicht in der Erstellung von Abrechnungen, Mahnungen oder Einsprüchen gegenüber privaten Kostenträgern bei verminderter Erstattung, sondern in der Behandlung Ihrer Patienten. Die Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) bieten Ihnen genau für diese Prozesse eine umfassende und direkt spürbare Entlastung – vom ersten Praxisbesuch des Patienten bis zum Begleichen der Rechnung. Profitieren Sie im Praxisalltag von umfangreichen Leistungen und Services eines modernen Factoring-Unternehmens. Kern der zahnärztlichen Tätigkeit ist nach wie vor die medizinische Versorgung der Patienten. Dies wird auch so bleiben. Jedoch ist zu beobachten, dass die Belastung durch beispielsweise Verwaltungsaufgaben, wie die Zahlungseingangskontrolle und das Mahnwesen, immer mehr Zeit innerhalb der Praxisorganisation einnimmt. Auch ist eine Steigerung der Kürzungen in privaten Therapieplänen durch (private) Kostenträger festzustellen. Schlimmstenfalls kann der Patient in solch einem Fall von der medizinisch notwendigen Behandlung Abstand nehmen. Wird nach erfolgter Behandlung kostenträgerseitig in der Erstattung der Rechnung gekürzt, kann es dazu führen, dass ein Patient im ersten Schritt nur den Anteil der Praxis gegenüber begleichen kann, welcher ihm durch den Kostenträger erstattet wurde. Sowohl die übermäßige Bindung von Arbeitszeit in administrativen Tätigkeiten als auch die Zunahme von Kürzungen durch Kostenträger belasten den reibungslosen (Behandlungs-)Ablauf in einer Praxis. Genau bei diesen Prozessen findet eine Praxis schnelle und professionelle Hilfe bei einem modernen Factoring-Unternehmen wie den DZR. Was machen die DZR als Factoring-Unternehmen genau? Factoring bedeutet, dass die Forderung einer Praxis gegenüber einem Patienten an ein Factoring-Unternehmen verkauft wird. Die Praxis erhält für die abgetretene Forderung in der Regel innerhalb 24 Stunden das Honorar aus der Forderung abzüglich einer Bearbeitungsgebühr ausbezahlt. Im Zuge des Ankaufs wird beim echten Factoring zusätzlich das Ausfallrisiko zu 100 % von den DZR übernommen. Die Praxis erhält somit nicht nur Liquiditäts-, Planungs- und Investitionssicherheit, sondern auch eine Risikominimierung um 100 %, was den möglichen Ausfall von Forderungen gegenüber dem Patienten angeht. Doch die DZR bieten ihnen noch viel mehr. Neben der Entlastung in der Verwaltung z. B. durch Übernahme der Rechnungsweiterleitung an den Patienten, der Zahlungseingangskontrolle samt Mahnwesen etc. unterstützen wir Sie auch darüber hinaus entlang Ihres gesamten Patientenprozesses. Durch spezielle Zusatzleistungen, den DZR PerformancePro-Modulen (kostenlos 30 Tage testen unter www.dzr-testen.de), wird die Praxis beispielsweise bereits bei Besuch des Patienten durch mehrsprachige Formulare und Dokumente unterstützt, die jederzeit online abrufbar sind. Geht es um die Einreichung eines privaten Therapieplans bei einem Kostenträger, bedarf es häufig einer gebührenrechtlichen Stellungnahme. Hier gibt es seitens der DZR Hilfestellung in Form des intelligenten Online-Tools ArgumentationsProfi. Mittels diesem sind individuelle und editierbare gebührenrechtliche Stellungnahmen innerhalb weniger Minu-

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Die Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) unterstützen Sie entlang des gesamten Patientenprozesses – damit Sie sich voll und ganz auf die zahnmedizinische Versorgung konzentrieren können.

ten erstellt. Fällt durch Krankheit, Unfall oder Schwangerschaft einmal die eigene Abrechnungsfachkraft aus, entsteht in jeder Praxis eine schwierige Situation. Denn ohne Abrechnung ist die Liquidität der Praxis gefährdet. Hier helfen die DZR der Praxis durch das DanPro Abrechnungsnetzwerk. Mit einer deutschlandweiten Abdeckung hat jede Praxis in schwierigen Situationen immer Zugriff auf temporäre Unterstützung im Bereich der Abrechnung (GOZ, GOÄ und Spezialthemen). Bei den Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) steht immer der Erfolg Ihrer Praxis im Mittelpunkt. Aus diesem Grund orientieren wir uns bei der Entwicklung neuer Leistungen und Services immer am Patientenprozess und den Hürden im Praxisalltag. Nur so können wir garantieren, dass Sie durch unsere Dienstleistung auch tatsächlich entlastet werden. Testen Sie unsere Module 30 Tage kostenlos unter www.dzr-testen.de im Praxisalltag! Sie sind noch unschlüssig, ob sich ein Factoring-Unternehmen für Sie lohnt? Dann hilft Ihnen das neutrale Kalkulationstool FactoringMatrix (www.factoringmatrix.de) bei einer Vergleichsrechnung basierend auf Branchendurchschnittsdaten. K Weitere Informationen unter: www.dzr.de. Bei allen weiteren Fragen steht Ihnen Ihr persönlicher Gebietsmanager gerne jederzeit zur Verfügung. DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH Tel: 0711 96000-240 · E-Mail: vertrieb@dzr.de · www.dzr.de

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Moderne Lösungen für das dentale Gewebsmanagement Resorba steht nicht nur für traditionellen Wundverschluss, sondern auch für moderne Lösungen im Bereich der Wundklebung und in der Entwicklung von High-End-Kollagenen für die chirurgische Wundversorgung und einer Auswahl chirurgischer Nahtmaterialien. Im täglichen Austausch mit Anwendern tragen die Medizinprodukteberater des Unternehmens die Bedürfnisse des Marktes in wissenschaftliche Forschungsprojekte und Produktentwicklungen.

Die Kollagenmatrix Parasorb Fleece.

Die hochdichten Resorba-Dentalkollagene zeichnen sich durch ein individuelles Resorptionsmuster aus. Die Kollagenmatrices wirken als Platzhalter und werden von peripher nach zentral langsam durch Eigengewebe ersetzt. Die hochdichte Kollagenmatrix erlaubt einen langsamen, natürlichen Abbau des Platzhalters. Der Aufbau des körpereigenen Gewebes erfolgt zeitnah und ohne Entzündungsreaktionen, was Schmerzen und Komplikationen vorbeugt. Sowohl Parasorb Fleece als auch Cone sind für eine zusätzliche Sicherheit bei multimorbiden Patienten oder bei erhöhter Infektionsgefahr mit einem additiven Antibiotikaschutz erhältlich. Neben dem in der MKG-Chirurgie oft verwendeten 70 x 30 mm Kollagenschwamm ist das Fleece nun auch in der für die Dentalchirurgie idealen Größe 18 x 36 mm verfügbar.

Die Membran Parasorb Resodont Forte

Auch die Parasorb Resodont Forte-Membran ist nun in der für kleinere Defekte sparsamen Größe 16 x 25 mm zu haben. Barrieremembranen erfüllen eine wesentliche Rolle in der gesteuerten Geweberegeneration. Ihre Funktion sollte dem natürlichen Heilungsverlauf möglichst weitgehend entsprechen. Mit der rekonstituierenden Parasorb Resodont Forte-Membran, mit erhöhter Standzeit und einer sehr guten Gewebeverträglichkeit, bietet sich eine ideale Lösung für den Parodontologen und Implantologen.

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Der Kollagenkegel Parasorb Cone.

Aus der Kombination des Kollagenkegels Parasorb Cone und der Resodont-Barrieremembran zum Parasorb Sombrero entsteht ein Membran-Kegel zur raschen und heilungsfreundlichen Behandlung von Extraktionsalveolen. Mit Einsetzen des Sombrero erfolgt eine rasche und komplikationslose Knochenneubildung im Alveolenfach und gleichzeitig eine unkomplizierte Heilung des Weichgewebes über der Extraktionsstelle.

Neu in der dentalen Resorba-Familie ist mit Dentofil ein nicht resorbierbares, sehr geschmeidiges Nahtmaterial aus Polytetrafluorethylen (PTFE). Es zeichnet sich über eine besonders gute Knüpfbarkeit, eine hohe Fadenstabilität und gute Weichgewebsverträglichkeit aus. Die hohe Geschmeidigkeit und der sehr geringe Reibungskoeffizient sind nicht nur gewebeschonend, sondern auch für den Patienten subjektiv sehr angenehm. Die Geschmeidigkeit und die monofile Beschaffenheit verhindern ein Eindringen von Bakterien in die Operationswunde und beugen einer bakteriellen Durchwirkung von Anfang an vor. So besitzt der Faden auch eine gute Plaqueresistenz, was ihn zum idealen Nahtmaterial in der MKG- und Implantatchirurgie macht. K Weitere Informationen erhalten Sie unter www.resorba.com. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


DENTOFIL

PTFE Nahtmaterial

Nicht resorbierbar. Sehr geschmeidig. Sehr reißfest. Gut knüpfbar. Biologisch neutral.

Eigenschaften Besonders hervorzuheben ist die Geschmeidigkeit von DENTOFIL™, die dem Patientenkomfort sehr zuträglich ist. Das Material hat einen sehr geringen Reibungskoeffizienten, d. h. im Vergleich zu anderen Materialien gleitet es leicht durch das Gewebe und minimiert dadurch die Wahrscheinlichkeit von Gewebeschäden. Diese Eigenschaft und die monofile Beschaffenheit verhindern die Möglichkeit des Eindringens von Bakterien in die Operationswunde. Anwendungsgebiete DENTOFIL™ ist ein ideales Nahtmaterial für den Wundverschluss in der MKG-Chirurgie, z. B. nach augmentativen Verfahren und anderen implantologischen Eingriffen, bei denen die Verwendung eines weichen monofilen Fadens von Vorteil ist.

2018-01 A18_01

DENTOFIL™ wird mit silbernen 3/8-Kreis schneidenden oder mit silbernen 1/2-Kreis-Rundkörpernadeln angeboten.

RESORBA Medical GmbH, Am Flachmoor 16, 90475 Nürnberg, Germany Tel. +49 9128 / 91 15 0, Fax +49 9128 / 91 15 91, www.resorba.com Hersteller: Osteogenics Biomedical, Inc. · 4620 71st Street, Bldg 78-79 · Lubbock, TX 79424 USA


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Anspruchsvolle ästhetische Sofortimplantationen

Bildquelle: Dr. Reinhardt

Im November wurde das Portfolio der medentis durch das ICX-Active Master-Implantat konsequent erweitert. Das neue Implantat bietet eine wesentliche Vereinfachung bei Sofortimplantation und Sofortfunktion und in allen klinischen Situationen mit einem qualitativ und quantitativ geminderten Knochenangebot.

In situ-Verlauf der Behandlung mit dem ICX-ActiveMaster-Implantat in den Stadien Extraktionsalveole – Provisorische Versorgung – Finale Restauration.

Immer häufiger wird der Patientenwunsch einer sofortigen Versorgung oder sogar -belastung vor allem in der ästhetischen Zone an den Behandler herangetragen. Gleichzeitig steigt mit höherem Alter, Multimedikationen und -morbiditäten die Zahl der Patienten mit einem unzureichenden oder qualitativ mangelhaften Knochenangebot. Sowohl hinsichtlich der Insertion als auch der prothetischen Versorgungen bietet das ICX-ActiveMaster-Implantat dem Zahnarzt eine hohe Flexibilität auch in der Behandlung problematischer Fälle.

Ausgereifte technische Eigenschaften Das Implantat zeichnet sich durch ein doppelläufiges Kompressionsgewinde, einen konischen Implantatkern, schneidende Gewindeflächen im Bereich des Apex, weit ausladende Gewindeflanken und eine Kammer für eventuelle Rückwärtsschraubungen aus. Durch den erweiterten Gewindedurchmesser führt jede Drehung beim ICX-Active-Master zu einer progressiven Knochenverdichtung. Zusammen mit den apikalen Bohrschneiden erlaubt dieses Verfahren, so erforderlich, direkt während der Insertion kleinere Anpassungen an die ImplantatausrichDas neue Mitglied der ICX-Familie: ICXtung vorzunehmen Active-Master. und die endgültige

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Position für die prothetische Versorgung zu optimieren, ohne dabei die Primärstabilität zu gefährden. Besonders bei der direkten Implantation in Extraktionsalveolen zeigt das Design seine Stärken. Speziell im weichen oder extrem schmalen Knochen bietet das Implantatdesign bei unterdimensionierter Aufbereitung einen substanzerhaltenden Osteotom-Effekt. Die hohe Primärstabilität bietet sehr günstige Voraussetzungen für eine kombinierte Vorgehensweise mit Implantation und simultaner Augmentation. Sofortimplantationen und Immediate Function werden so in Situationen möglich, die bislang als besonders schwierig galten.

Prothetische Flexibilität Im Anschlussbereich ist das Implantat mit einem Innenkonus versehen, der eine sichere und bakteriendichte Verbindung mit diversen Einzelaufbauten ermöglicht. Mit einer tief liegenden Rotationssicherung und der Möglichkeit eines Platform Switchings lässt sich das Knochen- und Weichgewebsvolumen gut abstützen und damit die finale Ästhetik verbessern. Damit stehen dem Prothetiker viele Optionen zur Verfügung, um das für seinen Patienten angestrebte natürliche, aber ästhetisch ansprechende Ergebnis zu erreichen. Das ICX-Active-MasterImplantat ist in den Durchmessern 3,75, 4,1 und 4,8 mm und in vier unterschiedlichen Längen erhältlich. K

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Live-OP-Präsentation u. 2-Tages-Seminar 23.-24.02.2018 Dr. Stefan Reinhardt, Implantat-Zentrum Münster www.medentis.de

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


DAS NEUE FAIRE ICX-IMPLANTAT ZUR SOFORT-IMPLANTATION.

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Notwendigkeit der Nachsorge bei Implantaten „Ein Tsunami rollt in Deutschland auf uns zu!“, so die Professorin für Parodontologie Dr. Nicole Arweiler in einem von EMS Dental organisierten Webinar im November letzten Jahres mit Blick auf den zukünftigen Behandlungsbedarf periimplantärer Entzündungen. Schaut man zurück auf die wissenschaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (DGZMK) »Lebenserwartung von Implantaten« aus dem Jahre 2000, nach deren damaliger Aussage pro Jahr ca. 200.000 Implantate gesetzt werden und bringt dies in Verbindung mit der 2010 gemachten Feststellung des VDDI, dass jährlich rund 900.000 Implantate verkauft werden, dann lässt sich einschließlich des Jahres 2017 rückblickend auf den linearen Anstieg eine Zahl von nahezu zehn Millionen inserierter Implantate kalkulieren. Nicht von Ungefähr veröffentlichte deshalb die DGZMK im Jahre 2016 die »S3-Leitlinie „Periimplantitis“«. Die Langversion gibt auf 19 Seiten inklusive Nennung von 85 wichtigen Literaturquellen einen hervorragenden wissenschaftlichen Überblick über alle Belange rund um Ursache, Prävention und Therapie periimplantärer Erkrankungen. Praktische Anleitungen und konkrete Hinweise für zielgerichtete klinische Maßnahmen zur differenzierten Erkennung, zuverlässigen Vorbeugung und effektiven Behandlung der periimplantären Mukositis sowie Periimplantitis kann diese für die Zahnarztpraxis sehr nützliche Darstellung konzeptionell bedingt selbstverständlich nicht geben. Das in Anlehnung an besagte DGZMK-S3-Leitlinie „Periimplantitis“ erstellte Fortbildungskompendium „Nachsorge bei Implantaten“ stellt eine praktisch umsetzbare Anleitung für klinisch hilfreiche und nützliche Protokolle zur langfristigen Erhaltung von Zahnimplantaten dar. Vom didaktischen wie auch methodischen Ansatz her stellt dieses an sich für Zahnärzte und Zahnärztinnen gedachte E-Learning-Programm von AkkreDidakt Prelum zum interaktiven, internetbasierten Selbststudium allerdings ebenso eine ausgezeichnete informative Schulung für alle Praxismitarbeiter/innen dar, die in Verbindung mit den zahnärztlichen Leistungen professionell in die p r ä ve n t i ve , n ich tinvasive Behandlung zwei Erkrankungen mit einbezogen sind. ‚Nachsorge bei Implantaten‘, beinhaltet wie alle Fortbildungsp r og r a mme d i es e r Reihe zwei Schulungs-

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teile. Deren Lerninhalte können im Rahmen einer per Internetzugang zu www.akkredidakt.de abzulegenden Prüfung (jeweils zehn Fragen zu den beiden Schulungsteilen) laut offizieller CME-Prüfungsregularien mit vier Fortbildungspunkten gewürdigt werden. Auf der Basis einer grundlegenden Beschreibung von zielgerichteten Nachsorgeprotokollen wird ein umfassender Überblick über die Ursachen sowie die unterschiedlichen Ausprägungen periimplantärer Entzündungen gegeben. Ebenso genau wird über allgemeine, technische und lokale Risikofaktoren berichtet, die anfänglich zu einer das marginale Implantatlager befallenden Mukositis und in schließlicher Konsequenz zu einer manifesten Periimplantitis führen. Da die Nachsorge direkte Parallelen zur Parodontitis-Prävention sowie -Therapie aufweist, werden diagnostische Hilfsmittel und Parameter erläutert, die es erlauben, ein Risikoprofil hinsichtlich zu vermeidender bzw. zu beseitigender periimplantärer Erkrankungen zu erstellen. Demgemäß sind die Lernziele des Teil 1: O Kenntnis über die Bedeutung einer regelmäßigen Kontrolle implantatgetragener Strukturen und Erläuterung, wie sie in stand gehalten werden sollen O Erkennen, wann eine Überbelastung eines Implantates vorliegt O Erklären, wie periimplantäre Entzündungen entstehen und verlaufen O Beschreibung der Rolle des Biofilms auf der Implantatober fläche O Benennung der Risikofaktoren von Mukositis und Periimplan titis O Auswahl der korrekten Hilfsmittel, mit denen periimplantäre Erkrankungen klinisch und radiologisch diagnostiziert werden können Lernziele von Teil 2: O Unterscheidung der verschiedenen Nachsorgeprotokolle O Beschreibung, wie und mit welchen Instrumenten die Implan tatoberfläche professionell gereinigt werden kann O Angaben, wie Patienten mit implantatgetragenen Strukturen ihre Mundhygiene selbst auf dem erforderlichen Niveau halten können Somit liegen die Schwerpunkte der behandelten Themen hier auf der effektiven Reinigung und den klinischen Protokollen für die Nachsorge von Implantaten. K

Fordern Sie ihr kostenloses Exemplar an unter kundendienst@akkredidakt.de oder persönlich unter Tel: 030 / 30808019 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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Augmentation eines ausgeprägten horizontalen Gewebedefekts mit doppellagiger Ossix Volumax ohne Knochenersatzmaterial.

Ästhetische Konturaugmentation ohne zusätzliches Knochenersatzmaterial Aufgrund resorptiver Prozesse nach Zahnverlust zeigt sich bei der Implantation häufig ein nach bukkal limitiertes Hart- und Weichgewebeangebot. Um das Risiko des Auftretens von periimplantären Infektionen zu verringern werden augmentative Maßnahmen zur Verbesserung der Gewebesituation empfohlen [1, 2]. Mit Ossix Volumax sind Chirurgin und Chirurg in der Lage, solche ästhetischen Konturaugmentationen ohne jegliche Verwendung von partikulärem Knochenersatzmaterial zu behandeln. Im CT zeigt sich neu gebildeter Knochen bukkal um das Implantat. Teile des Ossix Volumax Matrixkörpers sind mineralisiert, insbesondere im krestalen Aspekt.

Okklusalansicht der finalen Versorgung sechs Monate postoperativ: stabile bukkale Kontur und ein gesundes periimplantäres Weichgewebe.

Ossix Volumax ist eine zwei Millimeter dicke, volumenstabile Matrix auf Basis von Ribose-kreuzvernetztem, hoch aufgereinigtem porcinen Kollagen. Sie fördert einen schnellen Gewebeeinbau und ermöglicht einen kontrollierten Umbau zu körpereigenem Gewebe [3, 4]. Weitere Informationen finden Sie unter www.regedent.de. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Die volumenstabile Ossix Volumax.

Scan mich – Literatur oder Tel.: 08025/5785 E-Mail: leser@pipverlag.de

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© Michael Richter

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MÜNSTER

Über 300 Teilnehmer zeigten das große Interesse am Thema „Seltene Erkrankungen“ in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Erster nationaler Kongress für „Seltene Erkrankungen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ Am 25. November 2017 fand im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland der bislang erste nationale Kongress für „Seltene Erkrankungen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ statt. Unter den über 300 Teilnehmern im bis auf den letzten Sitzplatz gefüllten Veranstaltungssaal befanden sich dabei neben Medizinern und Zahnmedizinern auch zahlreiche Betroffene und Vertreter von Selbsthilfegruppen. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz, dem Leiter der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Münster, wurde der Kongress durch Frau Professorin Dr. Agnes Bloch-Zupan von der Universität Straßburg mit einem Vortrag zu den genetischen Hintergründen der Amelogenesis imperfecta eröffnet. Im Anschluss folgten Vorträge von Prof. Dr. Ariane Hohoff über die kieferorthopädische Behandlung von Patienten mit Kraniosynostosen und Prof. Dr. Petra Scheutzel über die prothetischen Versorgungsstrategien bei Patienten mit seltenen Erkrankungen. Nach der ersten Pause zeigte Prof. Dr. Jochen Jackowski von der Universität Witten/Herdecke Fallbeispiele zu den orofazialen Veränderungen bei Kollagenosen, insbesondere der Sklerodermie.

Im anschließenden Beitrag präsentierte der Kongressorganisator Dr. Marcel Hanisch Fallbeispiele aus seiner Spezialsprechstunde „Seltene Erkrankungen mit oraler Beteiligung“, welche seit knapp zwei Jahren am Universitätsklinikum Münster angeboten wird. Beeindruckende Fälle zeigte auch der nachfolgende Referent und Neuropädiater Prof. Dr. Gerhard Kurlemann in seinem Vortrag zum Thema „Vom Zahn zum ZNS – wie geht das?“. Das Nachmittagsprogramm wurde mit einem gemeinsamen Vortrag von Jürgen Grunert, dem Vorsitzenden der Deutschen Ehlers-Danlos Initiative e. V., und Karina Sturm eröffnet, die selbst vom EhlersDanlos Syndrom betroffen ist. Die junge Karina Sturm stellte dabei ergreifend dar, dass die meisten Menschen ihr die schwere Erkrankung nicht ansehen, da die Symptome des Ehlers-Danlos Syndroms unsichtbar sind, was letztlich die Ursache dafür war,

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Nächster Kongress im Jahr 2019

© Dr. Lale Hanisch

Patienten-Spezialsprechstunde

dass sie vier Jahre lang falsch diagnostiziert wurde. Außerdem zeigte sie auf, dass auch Zahnärzte die Symptome kennen sollten, da diese potentiell auch die Ersten sein können, die einen noch nicht diagnostizierten EDS-Patienten vor sich haben. Dies gelte übrigens für eine Vielzahl von weiteren seltenen Erkrankungen, wie die Moderatoren Prof. Kleinheinz und Dr. Hanisch in der anschließenden Diskussion ergänzten. In den anschließenden Vorträgen berichtete zunächst der Münsteraner Humangenetiker Dr. Axel Bohring über die genetischen Ursachen von Veränderungen der Zahnanzahl sowie der zukünftigen Bedeutung in der individualisierten Medizin gefolgt von Dr. Christine Mundlos, Lotsin der ACHSE e. V. (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen), die über europäische Initiativen zu den seltenen Erkrankungen referierte.

Dr. Marcel Hanisch erzählt von den Sorgen seiner Patienten aus der Spezialsprechstunde am Klinikum Münster.

Im letzten Vortragsblock des Kongresses berichtete Katharina Heuing vom aktuellen Stand des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Seltenen Erkrankungen – NAMSE – und dessen Umsetzung, gefolgt von Dr. sc. hum. Holger Storf zum „seatlas“ (Versorgungsatlas für Menschen mit Seltenen Erkrankungen). Beendet wurde der Kongress nach dem abschließenden Vortrag von Bernd Hüsges, dem Vorsitzenden der Deutschen Syringomyelie und Chiari Malformation e. V., durch Dr. Hanisch und Prof. Kleinheinz mit einem Ausblick in die Zukunft: Aufgrund des großen Zuspruchs und des regen Interesses soll der Kongress nun regelmäßig alle zwei Jahre in Münster stattfinden. K Marcel Hanisch

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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FRANKFURT

Eine fröhliche Referentenriege freut sich über den großen Zuspruch des 4. Bti Day: (v. l.) Dr. Eduardo Anitua, Dr. Jörg Brachwitz, Dr. Dirk Duddeck, Dr. Aintzane Torre, Dr. Christoph Wenninger, Andreas Nowak, Prof. Dr. Joachim S. Hermann, Prof. Dr. Dr. Ralf Schön.

Biologische Konzepte für den implantologischen Erfolg Sichtlich erfreut durften das spanische Unternehmen Bti und sein Country Manager D/A/CH Andreas Nowak Mitte November über 170 Teilnehmer zum 4. Bti Day im Frankfurter Hilton „The Squaire“ begrüßen. Damit setzte sich der Erfolg der Veranstaltungsreihe fort, die 2013 mit 50 Teilnehmern begonnen hatte. Mit dem Titel „Die Biologie der Geweberegeneration” griff der Kongress genau die Themen auf, die Praktiker täglich als Herausforderungen in der dentalen Implantologie erleben. Den ersten Höhepunkt setzte nach der Einführung von Moderator Dr. Jörg Brachwitz aus dem nordrhein-westfälischen Schwelm sofort Dr. Eduardo Anitua, Leiter des Bti-Forschungsinstitutes im baskischen Vitoria, mit einem ausführlichen Vortrag zu minimalinvasiven Konzepten bei schwer atrophen Verhältnissen und horizontalen Defekten. „Vergewissern Sie sich immer zuallererst der Qualität Ihres Knochens“, betonte Dr. Anitua den biologischen Ansatz. Dr. Anitua zeigte diverse Kammerweiterungs- und Weichgewebsverdickungstechniken und betonte stets einen biologischen und biomechanischen Ansatz. Minimalinvasive Methoden und reversible Konzepte seien die Forderungen von heute.

„Trusted Quality“ für UnicCa-Oberfläche Als Überraschungsredner stellte Dr. Jörg Brachwitz nun Dr. Dirk Duddeck von der CleanImplant Foundation aus Berlin vor. In aufwendigen Untersuchungen gemeinsam mit der Charité Berlin hat die Non-Profit Organisation bei über zehn Prozent der geprüften Implantate Verunreinigungen festgestellt. „Genau dort, wo Sie eigentlich eine komplikationsfreie Osseointegration brauchen, kann es durch diese Partikel zu unerwünschten Fremdkörperreaktionen mit Knochenabbau und letztlich zu Implantatverlust kommen“, warnte Dr. Duddeck und zitierte Prof. Dr. Tomas Albrektsson als Mitglied des Scientific Advisory Boards der CleanImplant Foundation: „Wir sollten nicht hoffen, sondern sicher sein, dass die von uns eingesetzten Implantate unseren Patienten keinen Schaden zufügen.“ Das Bti UnicCa-Implantat, auf dem keinerlei Verunreinigungen gefunden wurden, erhielt soeben an der EAO in Madrid das „Trusted Quality“-Zertifikat. Warm eingeführt von Dr. Brachwitz ließ nun Prof. Dr. Dr. Ralf Schön, in niedergelassener MKG-Gemeinschaftspraxis in Hagen tätig, die Teilnehmer an seinen zum Teil dramatischen Fällen,

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Behandlungskonzepten und innovativen Rekonstruktionsverfahren teilhaben, bei denen er auch in hoch komplexen Situationen gern PRGF einsetzt, um die körpereigenen Regenerationsmechanismen anzuregen und zu unterstützen. Kieferchirurgin Dr. Aintzane Torre leitet die Fortbildungen in Vitoria und beschloss den Vormittag mit neuartigen Ansätzen zur Behandlung des oralen Lichen planus und des Pemphigus der Schleimhaut mittels Immunomodulation durch PRGF-Infiltration. Als besonders herausragend nannte sie bei der Präsentation überzeugender Heilungserfolge die bereits nach kurzer Zeit eintretende Schmerzverbesserung beim Patienten, die in der Schmerzskala von zehn auf eins bis zwei sank.

Biologisch gestützte Konzepte Mit dem adjuvanten Perio-Healing stellte Prof. Dr. Joachim S. Hermann aus Stuttgart einen neuartigen Behandlungsansatz für Parodontitis- und Periimplantitis-Patienten vor. Aus einer Hochrisikotherapie wird durch seinen gemischten Ansatz aus pharmazeutischer Diagnostik, Therapie und mechanischer Reinigung ein neues, vielversprechendes Konzept in der Zahnmedizin. Dr. Christoph Wenninger aus der Münchner Maxvorstadt präsentierte seine von aufwendigen Literaturanalysen gestützte Behandlungsstrategie zur Sofortimplantation mit dem Bti-System, dem Unit Abutment, zur Membranabdeckung und unter Einsatz von PRGF im Alveolenmanagement. Sehr anschaulich bebildert, praxisbezogen und klar strukturiert führte er die Teilnehmer durch seine zunehmend digital gestützte Diagnostik und Planung und den durchdachten chirurgischen Ablauf. Einen letzten Höhepunkt setzte Dr. Anitua mit einer umfassenden Übersicht zu Sofortbelastungskonzepten, deren Indikationen und Ausschlusskriterien. Mit heutigen Bohrprotokollen und Implantatdesigns sind Sofortbelastungen in Situationen möglich, die einst ausgeschlossen waren. Komplexe Fälle von Schlafapnoe und deren Behandlung mit dem Apnia-Gerät von Bti beschlossen einen runden und dichten Fortbildungstag. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


Die Evolution hat einen Namen:

unicCa®

Bildung eines Blutkoagulums um ein unicCa®-Implantat

DIE OBERFLÄCHE DER NEUEN BTI-IMPLANTATSERIE UNICCA® WURDE CHEMISCH MIT CALCIUMIONEN MODIFIZIERT. Hohe Adhäsion und Thrombozytenaktivierung

Reduziert die Regenerationszeit Osteogen

Induziert die Bildung von Knochengewebe Prokoagulatorisch

Bietet sofortige Stabilität Antibakteriell

Signifikante Minimierung des Risikos einer Periimplantitis Elektropositiv, sauber und aktiv

Aufrechterhaltung der superhydrophilen Eigenschaften Drei verschiedene Oberflächenrauigkeiten

Optimale Anpassung an verschiedene Gewebearten und begünstigte Osseointegration

CALCIUM IST DIE EVOLUTION Calciumionen spielen eine wesentliche Rolle bei allen biologischen Prozessen der Knochenregeneration. Wissenschaftliche Referenzen

Für weitere Informationen zur Oberfläche unicCa® von BTI scannen Sie diesen QR-Code ein.

www.bti-biotechnologyinstitute.de info@bti-implant.de

· Tejero R, Rossbach P, Keller B, Anitua E, Reviakine I. Time-of-flight secondary ion mass spectrometry with principal component analysis of titania-blood plasma interfaces. Langmuir 2013;29:902–12. · Anitua E, Prado R, Orive G, Tejero R. Effects of calcium-modified titanium implant surfaces on platelet activation, clot formation, and osseointegration. J Biomed Mater Res A 2014;20072018:1–12. · Sánchez-Ilárduya MB, Trouche E, Tejero R, Orive G, Reviakine I, Anitua E. Time-dependent release of growth factors from implant surfaces treated with plasma rich in growth factors. J Biomed Mater Res A 2012:1–11. · Anitua E, Tejero R, Zalduendo MM, Orive G. Plasma Rich in Growth Factors (PRGF-Endoret) Promotes Bone Tissue Regeneration by Stimulating Proliferation, Migration and Autocrine Secretion on Primary Human Osteoblasts. J Periodontol 2013;84:1180–90.


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JENA

Wissensvermittlung von der Theorie bis zur Praxis In „heimischer Atmosphäre“ fand an der größten Universität Thüringens der 3. Fachtag Implantologie statt. Über 120 Teilnehmer waren begeistert von erstklassigen Vorträgen namhafter Referenten, tiefgehenden Fachgesprächen und nicht zuletzt von der berühmten Präparateausstellung.

Fesselnde Vorträge in der Implantologie Oberärztin Dr. Rosemarie Fröber eröffnete den 3. Fachtag und nahm die Teilnehmer mit Skalpell und Spiritus mit auf die Spuren der Geschichte der Jenenser Anatomie. Sogar Goethe selbst war einst in Jena tätig und suchte seinerzeit nach dem Zwischenkiefer. Eigens nach ihm benannt sind noch heute einige seiner Arbeiten im „Goethe-Saal“ zu finden.

Über Maxilla, Mandibula und Mini-Implantate Dr. Joachim Hoffmann und Dr. Gudrun Stoya begeisterten die Teilnehmer mit einem Themenmix aus Implantatchirurgie und topografischer Anatomie. Das Hauptaugenmerk zielte auf die Unterschiede bei der Entwicklung, der funktionellen Belastung sowie der Blutversorgung von Maxilla und Mandibula. ZA Siegfried Hoelzer stellte die Möglich-

keiten der Prothesenfixierung auf Mini-Implantaten vor. Mit Mini-Implantaten können neue Patientenzielgruppen erschlossen werden – sie stellen eine systemunabhängige Ergänzung zu bestehenden Behandlungstherapien dar. Das Baukastensystem von Cito mini (Dentaurum) sei einfach und ohne Risiko in jede Praxis zu integrieren. Die hohe Patientenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit sprächen für sich.

3D-Diagnostik und interdisziplinäre Behandlung Über „Innenansichten – 3D-Diagnostik in der Implantologie” referierte Dr. Edgar Hirsch. Er führte die Teilnehmer direkt durch die Planungssoftware und veranschaulichte anhand zahlreicher Patientenfälle die Möglichkeiten der 2D-Planung sowie die Notwendigkeit der 3D-Diagnostik. Gerade bei schwierigen Situationen oder nach Augmentation sei eine 3D-Planung empfehlenswert. Auch der Einsatz von Bohrschablonen sei, speziell bei geringem Knochenangebot, hilfreich zur Vermeidung von Fehlpositionierungen. Dr. Martin Gunga vollendete den Fachtag mit seinem Vortrag zu „Mund und Zähne als gemeinsames Problemfeld von Psychiater und Zahnarzt – Strategien zur Vermeidung von Behandlungskarrieren“. Er stellte viele Patientenfälle vor, bei denen die Symptome nicht nur psychischer Natur waren, sondern darüber hinaus auch mundgesundheitliche Beeinträchtigungen zeigten. Bei problematischen Krankheitsbildern sei ein interdisziplinärer Umgang empfehlenswert, bevor unüberlegte Therapiemaßnahmen ergriffen werden. K

Erfolgskonzept Fachtage Implantologie 2018 Save the date!

Ein Mix von Themen aus der Implantatchirurgie und der topografischen Anatomie präsentierten Dr. Hoffmann und Dr. Stoya.

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am 15. September in Lübeck, am 03. November in Bonn, am 15. November in Jena Weitere Informationen unter info@dentaurum.com, www.dentaurum.com Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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WARNEMÜNDE

Mit Konzepten und Qualität auf die vorderen Plätze Allein die Anfahrt zur Yachthafenresidenz „Hohe Düne“ in Warnemünde lässt Großes erwarten, und der 7. Dental-Gipfel von Dental Balance zum traditionellen und etablierten Auftakt der dentalen Fortbildungsveranstaltungen Anfang Januar in Warnemünde blieb hinter den hohen Erwartungen nicht zurück. Ein umfassendes Angebot von zahntechnischen, zahnmedizinischen und ganzheitlichen Praxis- und Personalorganisationsthemen begeisterte über 300 Teilnehmer. Es lag so auch nicht nur am alltäglich ausgelobten „DentalGipfel-Pünktlichkeitspreis“, dass bereits frühmorgens der Saal wohl gefüllt war. Launig moderiert von dem Berliner Lokalmatador Prof. Dr. Klaus-Peter Lange und dem Leipziger ZTM Carsten Müller begann nach herzlichen Begrüßungsworten von Helge Vollbrecht, Geschäftsführer Dental Balance, das Programm am Freitag mit den interdisziplinären Ausführungen zur Orthostatik von Lydia Aich aus Neuhaus am Inn. Zwischen Kiefergelenk und Hüfte besteht eine Reziprozität, die oft übersehen wird. Fehlstellungen können sich vom Kiefergelenk über die Wirbelsäule und Hüfte bis zum Knie oder den Fußgelenken auswirken. Selbst geringfügig erscheinende okklusale Fehlpositionen können sich durch Ausweichreaktionen in einer deutlichen funktionalen Beinlängendifferenz niederschlagen. Reziprok kann sich nach einer Endoprothetik die vormals komplikationslose prothetische Versorgung verändern. Eine einseitige Erhöhung im Schuh kann die Stellung des Kiefergelenks so maßgeblich beeinflussen, dass die Frage nach solchen orthopädischen Korrekturen zur Standard-Anamnese vor einer prothetischen Versorgung

Der Dental Balance-Geschäftsführer Helge Vollbrecht begrüßte neben vielen alten Bekannten auch neue Gesichter.

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gehören sollte. Thematisch passend schlossen Dres. Stephan Gutschow und Matthias Müller aus Potsdam mit einem Teamvortrag zu häufig auftretenden Problemen des Bewegungs- und Stützapparates und den dazugehörenden Okklusionsmustern an. „Modellanalysen sollten zu Ihrem Alltag gehören“, so Dr. Müller. Krönenden Abschluss bildete Prof. Dr. Peter Pospiech von der Charité Berlin mit der Einstellung bzw. Neueinstellung der Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer als Basis für den prothetischen Erfolg. „Das Einstellen der Modelle in den Artikulator ist Aufgabe des Zahnarztes, nicht des Zahntechnikers“, forderte er.

Zahn und Medizin Den zweiten Vortragsblock eröffnete Dr. Babak Saidi, Neuss, mit dem Einsatz von Wachstumsfaktoren zur Vereinfachung der chirurgischen Therapie. Besondere Implantatoberflächen wie die Bti UniCa und Wachstumsfaktorenkonzentrate wie PRGF Endoret böten messbare Vorteile bei der Heilungszeit und -qualität sowohl beim Weich- als auch Hartgewebe, bei Extraktionsalveolen, im Sinus und auch bei größeren Knochendefekten und in der Parodontalchirurgie. Daneben berichten Patienten messbar über verringerte postoperative Schmerzen und Schwellungen. Dr. Saidi untermauerte seine Ausführungen mit fundierten und aktuellen Studien. Im selben Geiste schloss nun Dr. Peter Randelzhofer aus München an, der neben seinen biologischen Ansätzen die unabdingbare Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit seinen Zahntechnikern hervorhob und damit den Teamgedanken des Dental-Gipfels verkörperte. Mit „Implantologie 2020“ gab er einen Ausblick auf neue und nachhaltige Ästhetik-Konzepte und neue Technologien zur Periimplantitis-Prävention. Mit dem Präventionspass und dem chairside durchzuführenden Implant-Safe MMP-8-Test stellte er ein neues Patientenbindungs- und Prophylaxe-Tool zur kontinuierlichen Periimplantitis-Diagnostik vor. Auch bei einer klinisch noch unauffälligen Situation lassen sich eventuelle Probleme damit frühzeitig abfangen. Über 15 Jahre Praxiserfahrung mit Keramikimplantaten referierten Johan Feith Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


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(Wolfratshausen) und Dr. Wolfgang Winges (Bad Hersfeld) und beantworteten damit die aktuellen Forderungen nach Langzeitbeobachtungen und -ergebnissen für diesen Bereich. Außergewöhnlich und vielversprechend waren die Ausführungen sowohl unter werkstoffkundlichen als auch klinischen Aspekten. Mit zwei zahntechnischen Highlights schlossen ZTM Volker Hamm aus dem sauerländischen Meschede zur „Kieferrelationsbestimmung im Alltag – was tun, damit man die Arbeit nicht zweimal macht?“ und ZTM Christian Petri aus Rumänien zur Synergie von Zahntechnik und digitaler CAD/CAM-Fertigung den ersten Veranstaltungstag.“ Wir sehen in unserem Labor auf unseren Modellen zu 60 % gestörte Funktionen”, rief Hamm zu einer verbesserten CMD-Diagnostik auf. Petri beeindruckte mit modernster digitaler Fertigung und beruhigte die zahntechnischen Teilnehmer, die CAD/CAM-Fertigung mache keinen Zahntechniker arbeitslos, im

Am Zahn hängt der Mensch: Dres. Gutschow und Müller gaben Einblicke in das Zusammenspiel von Bisslage und einer Vielzahl korrelierender Beschwerden.

Gegenteil arbeiteten in ihrem Labor inzwischen seit Einrichtung der Einheiten zehn Kollegen mehr. Am Nachmittag konnten in den praktischen Workshops der einzelnen Referenten neue Erkenntnisse ausprobiert und persönlich diskutiert werden.

Materialien und Methoden von heute Prof. Dr. Florian Beuer von der Berliner Charité lockte am zweiten Tag die Teilnehmer früh auf die Plätze mit einem Update zu vollkeramischen Versorgungen. Er betonte die Wichtigkeit des kompetenten zahntechnischen Partners und präsentierte eine umfassende Übersicht der aktuellen Leitlinien und Studienlage zum klinischen Einsatz der verschiedenen Keramiken in den einzelnen Indikationsbereichen. Moderne Zirkonoxide zeigen sich effizient, ästhetisch und vielversprechend auch in Hinsicht auf eine minimalinvasive Zahnmedizin. Den Ball griff Priv.-Doz. Dr. Bogna Stawarczyk aus München mit einem werkstoffkundlichen Exkurs zu dentalen Keramiken und Zirkonoxid auf – aus den Eigenschaften der Materialien ergeben sich ganz natürlich die Besonderheiten im klinischen Umgang. Ebenfalls aus dem Süden angereist war Dr. Alexandra Bodmann aus Schongau, die temperamentvoll mit der Einbeziehung der Haltung und der Optik des Patienten in ihre zahnmedizinischen und kieferorthopädischen Therapieansätze an die Vorträge des Vortages anknüpfte. Rechtsanwalt Dr. Ralf Großbölting aus Berlin folgte mit hilfreichen Ausführungen zu Wachstumsund Abgabestrategien für Praxis und Labor. Dr. Ramona Schweyen und Priv.-Doz. Dr. Jeremias Hey von der Universitätsklinik Halle gaben einen animierenden Überblick über den Einsatz des intraoralen TRIOS Scanners in der Praxis. An der Technologie führe kein Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

Dr. Peter Randelzhofer teilte seine Erfahrungen mit modernen Behandlungstechniken.

Weg mehr vorbei, man könne die Kollegen nur ermuntern, sich die Vorteile in der Diagnostik und der Prozesskette zunutze zu machen. Den Vormittag beschloss ein zahntechnisches Themen-Feuerwerk: ZTM Simon Schömer aus Bayreuth gab Einblicke in die Zukunft der Zahntechnik, Urgestein ZTM Hans-Joachim Lotz aus Weikersheim schilderte launig die Problematik bei der Farbbestimmung der Prothetik zwischen Praxis und Labor und präsentierte moderne Abstimmungssysteme und ZTM Sebastian Schuldes aus Eisenach zeigte die heutigen digitalen Wege zur implantatgetragenen Sofortversorgung. Den Theorieteil beschloss Dr. Josef Vizkelety von der Paracelsus-Klinik Lustmühle (CH) mit Ausführungen zum zweiteiligen Ceralog-Keramikimplantat und Praxiserfahrungen aus fünf Jahren. Auch an diesem Tag konnten die theoretischen Ausführungen in den praktischen Workshops der einzelnen Referenten am Nachmittag vertieft werden, ehe der 7. Dental-Gipfel von Dental Balance in einer fröhlichen Party feierlich ausklang. „Bei dieser Veranstaltung lernt man immer wieder, dass Zahnmedizin und -technik nicht nur Zahn-, sondern auch Medizin sind“, lud Prof. Lange die Teilnehmer auf, diesen Gedanken und die vielen neuen Erfahrungen und Erkenntnisse des 7. Dentalgipfels mit in die Praxis zu tragen. K

Den erfogreichen Einsatz von Wachstumsfaktoren zeigte Dr. Babak Saidi.

Fotos: Annett Kieschnick

Save the date! 8. Dental-Gipfel 2019 11.-12.01.2019 www.dental-balance.eu

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pip vor ort


Fotoquelle: Dr. Petrakakis

pip vor ort te Halle

DÜSSELDORF

Resultate und Konsequenzen Mit über 8.400 Mitgliedern gilt die DGI als größte wissenschaftliche implantologische Fachgesellschaft in Europa und größte zahnmedizinische Fachgesellschaft innerhalb der DGZMK. Auch die Verjüngung läuft erfolgreich: Inzwischen ist fast ein Drittel der Mitglieder unter 30 Jahren, und dem zunehmenden Anteil weiblicher Studierender wird die DGI mit einem Mitgliederinnen-Anteil von 32 %, in den jüngeren Jahrgängen sogar mit beachtlichen 42 %, gerecht. Rund 2.000 Teilnehmer, darunter mehr als 60 Referenten aus neun Ländern, zog es Ende November nach Düsseldorf zum 31. Jahreskongress. „Die kontinuierliche und kritische Überprüfung der aktuellen implantologischen Konzepte, Materialien und Methoden ist nicht nur stetes Credo der DGI, sondern auch Themenschwerpunkt dieses Kongresses“, so Kongresspräsident Priv.-Doz. Dr. Gerhard M. Iglhaut aus Memmingen. Die implantologische Therapie sei meist elektiver Natur, umso höher müsse der Anspruch an den Erfolg des Eingriffs sein. Über 60 Referenten beleuchteten die aktuelle Studienlage zu allen Bereichen der Implantologie – von der Diagnostik über die Behandlungsplanung und Chirurgie bis hin zur prothetischen Versorgung. Wo wird eine aktuelle Vorgehensweise bestätigt und wo entsteht die Forderung nach Veränderung und Weiterentwicklung? Letztlich lässt sich die Relevanz einer Erkenntnis an der Konsequenz ablesen, die aus ihr gezogen wird. Außerhalb des zahnmedizinischen Einflussbereiches liegen die spezifischen Bedingungen eines Patienten – die Entscheidungsfindung der jeweils individuell besten Therapie aber und

die Fundierung dieser Entscheidung auf solider Studienlage obliegt dem Behandler. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde der von DGI-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz, Düsseldorf, angekündigte Paradigmenwechsel in der Periimplantitis. Erstmals hatte am Klassifikationsworkshop der AAP – American Academy of Periodontology und der EFP – European Federation of Periodontology eine Arbeitsgruppe Implantate und periimplantäre Erkrankungen diskutiert und sich auf eine klare Periimplantitis-Definition geeinigt, nach der international immer häufiger verlangt wurde. Wie Dr. Jan Derks aus Göteborg berichtete, rücke nun der Inflammationsgedanke in den Vordergrund, statt die einstige Unterscheidung zwischen periimplantärer Mukositis und Periimplantitis. Mit der neuen Definition handelt es sich bei einer Periimplantitis um einen pathologischen Prozess in den Geweben um Zahnimplantate, der von einer Entzündung des Weichgewebes und progredientem Knochenabbau geprägt ist. Letzterer grenzt die Periimplantitis klar von der Mukositis ab, bei der es zwar zu Blutungen, aber zu keinem Verlust marginalen Knochengewebes kommt.

Der Vorstand der DGI tritt zusammen: Prof. Dr. G. Gomez-Roman (Tübingen), Prof. Dr. Dr. B. Al-Nawas (Mainz), Past-Präsident Priv.-Doz. Dr. G. Iglhaut (Memmingen), Präsident Prof. Dr. F. Schwarz (Düsseldorf), Vizepräsident Prof. Dr. K. A. Grötz (Wiesbaden), Dr. K-L. Ackermann (Filderstadt) und Prof. Dr. F. Beuer (Berlin) (v. l.).

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Hinsichtlich implantologischer Risikofaktoren verzeichnet DGI-Vizepräsident Prof. Dr. Knut A. Grötz, Wiesbaden, inzwischen kaum noch absolute Kontraindikationen, allerdings müsse sich die Praxis bedingt durch den demografischen Wandel und damit einhergehende komplexe begleitende Therapien darauf vorbereiten,

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018


pip vor ort gnostischen und prothetischen Ansätze gerecht.

Gefüllte Hallen bei der 31. DGI in den Räumen des Düsseldorfer CCD Kongresscenters.

Erstmals wurden auch am Kongress die Moderatorinnen und Moderatoren stärker in die Pflicht genommen, indem sie die gesamte Session nicht nur ankündigten und leiteten, sondern bereits im Vorfeld mit den Referenten die Abläufe detailliert erarbeiteten und mit einer Übersicht der aktuellen Literatur in das Thema einführten. In der Schlussdiskussion galt es,

künftig bei einem Drittel des potentiell für eine Implantattherapie infrage kommenden Bevölkerungsanteils mit Risikopatienten zu rechnen. Bei den Keramikimplantaten mahnte Prof. Dr. Kai-Hendrik Bormann, Hamburg, eine nötige Entemotionalisierung der Debatte an. Für eine bestimmte Personengruppe zeige sich hier eine sinnvolle Alternative, und Studien zeigten hervorragende Gewebeverträglichkeit und Ästhetik sowie eine mit Titan vergleichbare Osseointegration, allerdings sei die Datenlage bei den klinischen Erfolgen noch sehr heterogen und eine baldige Totalverdrängung von Titankonzepten daher weder realistisch noch wünschenswert. In einer Meta-Analyse hatte ein Team um Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake, Göttingen, die klinische Der Präsident der DGI, Prof. Dr. F. Schwarz neben dem Past-Präsidenten der SEPA, Wirksamkeit verschiedener KnochenaugmentationsDr. David Herrera Gonzalez, (l.) und dem Präsidenten der SEPA, Dr. Adrián Guerrero, materialien bewertet. Biologie und Geometrie des sowie Javier García Gómez-Die (v. l.). Defektes zeigten sich als entscheidend für die Wahl des geeigneten Materials. Vestibuläre Defekte innerhalb der Kieferkontur könne man zu 80 % mit Ersatzmaterialien gemeinsam mit den Referenten eine solide Take-Home-Message aufbauen, während man bei lateralen und vertikalen Defekten für die Umsetzung in die Praxis zu formulieren. Diese neue Form außerhalb der Kontur eine Augmentationshöhe und -breite von wurde vom Publikum erfreut aufgenommen und wird auch 2018 durchschnittlich 3,5 mm erwarten dürfe. Neue Verfahren wie in Wiesbaden mit dem Thema „Implantologie für alle? PersonaTitan-Meshes oder Schalentechniken hätten die Möglichkeiten lisierte Implantologie“ unter der Kongressleitung von Prof. Dr. der vertikalen Augmentationsdimensionen deutlich verbessert. Grötz weitergeführt. Das Thema dieses Kongresses ist übrigens durchaus doppelsinnig, zielt es doch nicht nur auf den Patienten, Erneut bot der Kongress ein Forum International, um dem sondern auch auf den Behandler ab: Was kann der Generalist bespürbaren Zusammenwachsen in Europa und auch dem Interes- wältigen – und wo braucht es den Spezialisten? Ziel wird sein, se anderer internationaler Gesellschaften gerecht zu werden. Die in der Zukunft die breite Anwendung der dentalen Implantologie weltweit größte implantologische Fachgesellschaft in Japan ist beim niedergelassenen Zahnarzt mit einem Netzwerk von Speziinzwischen wichtigster internationaler Kooperationspartner der alisten für den kompromittierten Patienten und besondere diagDGI, in Südkorea entsteht ein gemeinsam entwickeltes Curricu- nostische, chirurgische und prothetische Herausforderungen zu lum und das im Springer Verlag publizierte erste internationale ergänzen. K Free Access-Fachmagazin „International Journal of Implant Dentistry“ weist inzwischen einen beeindruckenden Impact Factor Save the date! von nahezu zwei aus. Mit der Fachgesellschaft für Zahntechnik wurde am Kongress ein Kooperationsvertrag vorbereitet, um ein 28.11.-01.12.2018 gemeinsam entwickeltes spezifisches Zahntechnik-Curriculum anzubieten. Hiermit wird man dem Stellenwert digitaler ArbeitsWiesbaden prozesse und der immer häufiger in Teamarbeit entwickelten dia-

32. DGI-Kongress

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 1 | 2018

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pip Editorial Advisory Board Prof. Dr. Marcus Abboud Bonn und Lexington, Kentucky, USA Associate Dean for Digital Dentistry

Dr. Michael Claar Kassel Implantologie, Oralchirurgie

Dr. Pantelis Petrakakis Düsseldorf Fachzahnarzt für ÖGW, Fachjournalist, Epidemiologie, Statistik, Dental Public Health

Dr. Önder Solakoglu Hamburg MCD, M.Sc. Implantologie, Parodontologie

Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas Mainz MKG-Chirurgie, Knochenund Weichgewebsmanagement, EBM, Hygiene und Infektiologie

Dr. Bernhard Giesenhagen Kassel Implantologie, Augmentation

Dr. Volker Rabald Mengkofen Hart- und Weichgewebschirurgie, Implantologie

ZTM Gerhard Stachulla Mühlhausen Galvano-Kombitechnik, CAD/CAM-Techniken, Implantatprothetik

Dr. Dr. Eduardo Anitua Vitoria (Alava)/Spanien Regenerative Medizin, Implantologie, Prothetik

Dr. Sven Görrissen M.Sc. Kaltenkirchen Implantologie, Knochenregeneration, Implantatprothetik, Vorstandsmitglied DGOI

Dr. Peter Randelzhofer München Implantologie, Prothetik

Dr. Thomas Staudt Frankfurt/Main Implantologie, Laserzahnheilkunde

ZA Tobias Bauer Singen Allgemeinzahnarzt, Parodontologie, Fachjournalist

Prof. Dr. Joachim S. Hermann Stuttgart Implantologie, Parodontologie, Ästhetische Zahnmedizin

Prof. Dr. Thomas Ratajczak Sindelfingen, Ulm Medizinrecht, Sozialrecht

Dr. Marius Steigmann Neckargemünd Adjunct Clinical Associate Professor University of Michigan

Dr. Georg Bayer Landsberg Implantologie, Knochenregeneration, Prothetik, Past Präsident DGOI

Dr. Oliver Hugo Schweinfurt Implantatchirurgie, Implantatprothetik M.Sc. Parodontologie, M.Sc. Implantattherapie

Dr. Stefan Ries Wertheim Implantologie

Dr. Dr. Alexander Steiner Berlin Implantologie, Epithetik

Dr. Angela Bergmann Düsseldorf Fachzahnärztin für ÖGW, Fachjournalistin, Infektionshygiene

Dr. Doreen Jaeschke Sangershausen Fachzahnärztin für KFO, Freie Journalistin für Medizin und Zahnmedizin

Prof. Dr. Georgios Romanos Stony Brook, New York, USA Professor School of Dental Medicine Dept. of Periodontology

Priv.-Doz. Dr. Dr. Philipp Streckbein Limburg und Gießen Mund-, Kiefer und Gesichts­ chirurgie, Implantologie, Knochenmanagement

Dr. Fred Bergmann, Viernheim Oralchirurgie, Implantologie, PA Präsident DGOI, ICOI

Dr. Mario Kirste Frankfurt/Oder Implantologie, Bone-Management

Prof. Dr. Dr. Daniel Rothamel Mönchengladbach Implantologie, Augmentationen, Biomaterialien, MKG-Chirurgie

Dr. Georg Taffet Rielasingen-Worblingen M.Sc. Implantologie und Orale Chirurgie

Dr. Sven Marcus Beschnidt Baden-Baden Implantologie, Spezialist für Prothetik

Dr. Christian Köneke Bremen CMD-Therapie, Implantologie, Parodontologie

Priv.-Doz. Dr. Dr. Markus Schlee Forchheim Implantologie, Parodontologie

Dipl. ZT Olaf van Iperen Wachtberg Implantologie, Ästhetik

Dr. Peter Bongard Moers Behandlungsplanung (funktionell/ästhetisch), Implantologie, Parodontologie

Dr. Henriette Lerner Baden-Baden Implantologie, Parodontologie und Ästhetische Zahnheilkunde

Dr. Doris Seiz Kelsterbach Implantologie, Oralchirurgie

Dr. Bastian Wessing Aachen Implantologie, Implantatprothetik, Hart- und Weichgewebsmanagement, GBR, Sofortimplantationen

Dr. Claudio Cacaci München Implantologie, Implantatprothetik

Dr. Wolf-Ullrich Mehmke Chemnitz Implantologie, Laserzahnheilkunde

Univ.-Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets Hamburg, MKG-Chirurgie, Implantologie, Hart- und Weichgewebsmanagement, Biomaterialien

Dr. Dr. Bijan Zahedi Ratingen Implantologie

Haben Sie eine Anregung oder Frage? Wünschen Sie ein spezielles Thema in pip, oder möchten Sie mit einem Mitglied des pip EA – Editorial Advisory Boards Kontakt aufnehmen? Schreiben Sie einfach an: ea@pipverlag.de

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Chefredakteur Wissenschaft International: Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis pp@pipverlag.de Abo-/Leserservice: leser@pipverlag.de Recherche & Archiv: Christa Partenhauser cp@pipverlag.de Webdesign und OnlineSupport: Sandra Guggenbichler sg@pipverlag.de Anzeigen & PR: Gisela Feldmann gf@pipverlag.de

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9. Jahrgang 2018 Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 9, gültig ab 25.08.2017 Druckauflage: ............................15.020 Expl. Verbreit. Auflage:........................15.000 Expl. IVW-geprüft IV. Quartal 2017 Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Diese Ausgabe enthält Beilagen von: Condent GmbH/ MDI Sendax, Mectron Deutschland Vertriebs GmbH, medentis medical GmbH, Natural Dental Implants AG, Nobel Biocare Deutschland GmbH. Termine: pip Ausgabe April 2018 Redaktionelle Beiträge:................23.02.2018 Anzeigenbuchungen:.. ..........2018 ausgebucht Beilagen:.............................2018 ausgebucht

Praktische PraktischeImplantologie Implantologieund undImplantatprothetik Implantatprothetik| |pip pip11| |2018 2018


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Unsere Reihe der wissenschaftlichen Zusammenfassungen zum „Digitalen Workflow“ findet in dieser Ausgabe mit dem dritten Teil, „Prothetik“, i...

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