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Nr. 2 / MAI 2014

PINK CROSS – Mitgliederzeitung – Journal des membres – Giornale per i membri

No 2 / MAI 2014

Gebündelte Kräfte für Zivilehe und gegen CVP-Initiative Erfolgreiche erste Nationalkonferenz der LGBT-Organisationen

Die erste Nationalkonferenz der Schweizer LGBT-Organisationen am 5. April in Ostermundigen war von einer Aufbruchsstimmung und dem Willen geprägt, gemeinsam wieder Fortschritte zu erzielen. Die Teilnehmenden sprachens sich klar für die Zivilehe aus. Organisiert hatten die Nationalkonferenz die Lesbenorganisation Schweiz, LOS und PINK CROSS. Anstelle der separaten Vorstandskonferenzen von Lesben- und Schwulenorganisationen in der West- und Deutschschweiz sollte ein gemeinsames Treffen aller Organisationen neue Kräfte mobilisieren. Tatsächlich war an der Tagung eine Begeisterung zu verspüren wie schon lange nicht mehr. Die erste Nationalkonferenz wird deshalb sicher nicht die letzte gewesen sein. Seydoux überzeugte Zu Beginn der Konferenz im Kirchgemeindesaal Ostermundigen stellte der Vizepräsident der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP), Laurent Seydoux, seine Partei und ihre Visionen im Bereich Partnerschaften (Ehe, eingetragenen Partnerschaften, faktische Lebenspartnerschaften) vor. Nach einer vollständigen Analyse der bestehenden Ungleichbehandlungen - lies Diskriminierungen - im Partnerschaftsgesetz entwickelte er die Vorstellungen der Partei über die weitergehende Gleichstellung aller Partnerschaften in allen Lebensbereichen. Das heisst also, Zivilehe für alle, eingetragene Partnerschaft für alle und rechtlicher Schutz von faktischen Lebenspartnerschaften. In diesem Zusammenhang räumte Seydoux ein, dass seine Partei von diesen Visionen teilweise auch noch zu überzeugen sei. Die GLP wird jedoch mit anderen Parteien klar darauf hinarbeiten, dass der diskriminierende Teil der CVP-Initiative «Gegen die Heiratsstrafe» nicht in die Verfassung aufgenommen wird. In einem nächsten Schritt werde sie sich für die Zivilehe für alle stark machen.

schaften in der Schweiz) aber auch Ernüchterndes (Vorsprung in anderen Ländern mit der Öffnung der zivilen Ehe für alle). Die Annahme der CVP-Initiative würde für die Gleichberechtigung verschiedener Partnerschaftsformen einen krassen Rückschritt bedeuten. Das würde die Schweiz in die Liga von Weissrussland, Albanien und Kroatien einreihen und hätte ausserdem Signalwirkung für weitere mögliche Rückschritte. Dies gilt es unbedingt zu verhindern.

Nadja Herz, Rechtsanwältin und aktive LOS-Mitfrau, legte im zweiten Teil des Vormittags nochmals den Werdegang des Partnerschaftsgesetzes, seine Errungenschaften und seine Mängel dar. Der Vergleich zu anderen Ländern Europas zeigte einerseits Erfreuliches (bessere Stellung der gleichgeschlechtlichen Partner-

Am Schluss der Tagung sprachen sich die Delegierten einstimmig dafür aus, vereint alle Kräfte der Gemeinschaft einzusetzen, um als Erstes die CVP-Initiative zu bekämpfen und sich parallel dazu für das Recht zur zivilen Ehe einzusetzen. Damit soll der rechtlichen Diskriminierung, welche LGBT-Menschen in der

Die Nationalkonferenz ermöglichte einen intensiven Austausch unter den Teilnehmenden.

Die angeregten Diskussionen nach den Vorträgen und in den zwei Workshops am Nachmittag zeigten viele zu berücksichtigende Aspekte auf, halfen aber auch die Geister für die anstehenden Überzeugungsarbeiten zu schärfen.

Bild: Maya Burkhalter

Schweiz als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse behandelt, endgültig ein Ende bereitet werden.  Max Krieg

Ehe für Alle: Kundgebung am 17. Mai Die erste Gelegenheit wird die Kundgebung am IDAHOT-Tag (International Day Against Homophobia and Transphobia) am 17. Mai 2014 (14 – 16 Uhr) auf dem Münsterplatz in Bern sein. Wir rufen alle unsere Mitstreiter dazu auf, zahlreich und mit Freunden und Familien an dieser Kundgebung teilzunehmen. Wir wollen hier zusammen mit den LGBT-Gruppen der Parteien ein Zeichen setzen und für unsere Rechte einstehen. Dabei wollen wir jedoch auch die in vielen Ländern der Welt äusserst bedrohliche Lage der LGBT-Menschen nicht vergessen.


PINK MAIL MAI 2014  E D I TO

Inhalt «Wir sollten immer einen Schritt voraus sein» Interview mit dem neuen Geschäftsleiter Bastian Baumann Seite 5 PINK CROSS mit neuen Leuten und neuem Elan Gute Stimmung an der Mitgliederversammlung in Biel Seite 7 Der neue Vorstand ... und seine Ziele Seite 8-9 Budget 2014/2013 und Rechnung 2013 Seite 10-11 «Als die letzte Klappe fiel, hätten wir vor Freude heulen könnene» Interview mit Ivan Madeo, Co-Autor und Co-Produzent Seite 13 Uganda: Jetzt Betroffene schützen Pink Cross in Kontakt mit den Bundesbehörden Seite 16

Contenu Mobilisation commune pour le mariage civil et contre l’initiative PDC Un grand succès pour la première conférence nationale des organisations LGBT Page 3 «Nous devrions toujours avoir une longueur d’avance» Conversation avec le nouveau secrétaire général Bastian Baumann Page 4 AG 2014 de Pink Cross: tout va Bien(ne)! Excellente ambiance a l’assemblée des membres Page 6 Le nouveau Comité ... et ses buts Seite 8-9 «Au moment du clap de fin, nous aurions pu pleurer de joie» Interview avec Ivan Madeo, Co-Auteur et Co-Producteur du Film «Der Kreis» Seite 12 Ouganda: il faut protéger les victimes! Pink Cross en contact avec les autorités fédérales Seite 16

Contenuto Va tutto B(i)en(n)e! L’assemblea generale 2014 di Pink Cross

PINK MAIL MAI 2014

Au revoir Alicia, au revoir Amal Willkommen Bastian und Sarah! Chers membres

Liebe Mitglieder

C’est avec tristesse et regret que nous nous sommes dit au revoir. Heureusement, ce n’était pas un adieu. Deux femmes aux personnalités différentes, mais avec une détermination infaillible. A nos cotés, vous vous êtes battues pour l’égalité, pendant plus de 2 ans, en y mettant toute votre énergie et votre engagement. Pour cela, au nom de toute la Communauté LGBT suisse, je vous dit MERCI. Alicia Parel ; une femme au parcours incroyable, dotée d’une force rare et inestimable, une battante qui n’a fait aucun compromis sur ce qu’elle savait juste! Que ce soit en tant que secrétaire générale de Pink Cross, en tant que présidente de TGNS ou encore, plus récemment, comme conseillère municipale de la commune de Crissier (VD), tu as fait preuve de courage, d’audace et tu as su aller là ou d’autres n’osaient pas. Nous garderons de toi l’image impérissable d’une femme de conviction qui n’a pas uniquement amené la politique à Pink Cross mais qui a porté Pink Cross et toute la communauté en politique. Amal Chaoui, avec ton idéalisme et ta générosité, tu as fait en sorte de n’oublier personne.Tu t’es battue pour les plus faibles et c’était bien cela ta force! Tu as apporté à Pink Cross ce que tu as apporté à toute la communauté durant 30 années d’engagement. Aujourd’hui, nous sommes tristes de te voir partir mais nous savons que ton engagement ne s’arrêtera pas là. Nous comptons sur ta présence rassurante dans la communauté et nous te disons à bientôt pour GAYWEST 2014. Aujourd’hui PINK CROSS prend un nouveau départ avec un nouveau comité, un nouveau secrétariat, l’air du changement souffle sur nous tous ; la relève est assurée et l’égalité plus que jamais notre priorité. Alors à vos marques, prêts et galité!

Nein, auf detaillierte Einführungen und Dokumenten-Ablagen auf dem neusten Stand könnt ihr euch bei eurem Start nicht stützen. Ihr wurdet ein bisschen ins kalte Wasser geworfen – aber wir haben uns schon beim Bewerbungsgespräch versichert, dass ihr gut schwimmen könnt. Immerhin ist da ein engagierter Vorstand mit guten Leuten und mit klaren Zielen: PINK CROSS sichtbarer, hörbarer, ja unüberhörbar zu machen und mit neuen Allianzen in Community und Politlandschaft die Gleichstellung zu erreichen. Wir haben uns für dich Bastian Baumann als Kommunikationsprofi entschieden, weil wir finden, dass PINK CROSS letztlich eine Kommunikationsdrehscheibe ist – und zwar eine, die durch und durch professionell daherkommen soll. Wir haben uns für dich Sarah Glauser als Ex-Lehrerin und Initiantin des Kulturprojektes «Der Hauptsitz» entschieden, weil wir in der Administration genau das brauchen: Initiative, selbständiges aber exaktes Arbeiten. Um Berge zu versetzen, braucht es viele. Doch Basis wird immer die Geschäftsstelle sein. Wir zählen auf euch und ihr könnt auf uns zählen: Auf einen Vorstand, der mitträgt, mitdenkt, mitarbeitet. Und wir zählen auch auf euch, liebe Mitglieder: Wir brauchen nicht nur euren Mitgliedbeitrag, sondern auch euer Feedback, euer Engagement, eure Teilnahme an Kongressen, Aktionen und Kundgebungen. CVP-Initiative, Stiefkind-Adoption: Einfach wird es in den nächsten Jahren nicht werden. Aber unser Engagement wird uns und die Gesellschaft bereichern. Vielen Dank für Eure Unterstützung!  Rolf Trechsel, Co-Präsident

 Mehdi Künzle, Co-président

Tutti uniti per il matrimonio e contro l’iniziativa del PPD La prima Conferenza nazionale delle organizzazioni LGBT è stata un successone! Pagina 15

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PINK MAIL MAI 2014  POLITIQUE

PINK MAIL MAI 2014

Pour le mariage civil et contre l’initiative PDC Un grand succès pour la première conférence nationale des organisations LGBT

La première conférence nationale des organisations LGBT à Ostermundigen a été marquée par un élan de dynamisme et par une volonté commune d’avancer, à nouveau, ensemble. Les délégués de toutes les organisations LGBT suisses se sont clairement prononcés pour le mariage civil. Cette conférence a été organisée par l’Organisation suisse des lesbiennes LOS et par PINK CROSS. Au lieu des conférences séparées des comités des organisations gays et lesbiennes ayant lieu en Romandie et en Suisse alémanique, une rencontre entre toutes les associations a été organisée avec le but de mobiliser de nouvelles forces. Et en effet, pendant cette journée, on a pu ressentir un enthousiasme comme on n’en a plus vu depuis longtemps dans la communauté. La première conférence nationale ne sera donc surement pas la dernière. Seydoux convaincant Au début de la conférence ayant lieu dans la salle paroissiale, Laurent Seydoux, viceprésident du parti des vert’libéraux suisse a présenté son parti et sa vision en matière de partenariats (mariage, partenariat enregistré, communautés de vie de fait)). Après une analyse complète des inégalités – lire des discriminations – actuelles de la Loi sur le partenariat enregistré, il a exposé les idées de son parti pour une égalité encore plus avancée entre tous les partenariats pour tous les domaines de vie. Ce qui signifie donc droit au mariage pour tous, partenariat enregistré pour tous et protection juridique pour les personnes menant de fait une vie de couple. Il a relevé à cet égard qu’également son parti n’est pas encore complètement convaincu par ces visions. Il va cependant clairement travailler avec d’autres partis politiques pour tout d’abord éviter que la partie discriminante de l’initiative PDC «Pénalisation du mariage» ne soit ancrée dans la Constitution. La prochaine étape consistera à réclamer le droit au mariage civil pour tous.

PINK MAIL Journal des Membres de Pink Cross 18e Année, parait 5 fois par année Tirage 2500 Rédaction Sandor Marazza, Mehdi Künzle, Rolf Trechsel Traductions Daniel Blaser, Sarah Glauser, Mehdi Künzle, Sandor Marazza, Laurent Paccaud, Claude Zaugg Impression CIE centre d'impression SA, Lausanne Réalisation mach-art werbung, P. Gerstmayer Pink Cross Organisation suisse des gais Case Postale 1100 3000 Bern 23 Téléphone 031 372 33 00 E-mail romoffice@pinkcross.ch Website www.pinkcross.ch

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Nadja Herz, avocate et membre active de LOS, a présenté en deuxième partie de matinée le parcours de la Loi sur le partenariat enregistré, ses réalisations et ses lacunes. La comparaison avec d’autres pays européens est d’une part réjouissante (de meilleures conditions pour les partenaires de même sexe en Suisse) mais également décevante (longueur d’avance d’autres pays avec l’ouverture au mariage pour tous). L’acceptation de l’initiative PDC représenterait un important pas en arrière pour la Suisse, la relèguerait au même niveau que des états tels que la Biélorussie, l’Albanie et la Croatie, et ouvrirait en outre la voie à toutes les remises en question possibles. Cela doit être évité absolument. Les discussions animées ayant suivi les présentations et durant les deux ateliers de l’après-midi ont révélé de nombreux autres aspects à envisager, et ont aidé à affiner les argumentaires nécessaires aux débats à venir. En fin de journée, les délégués se sont prononcés à l’unanimité pour une unification des forces de la

communauté afin de d’abord combattre l’initiative PDC et également de s’engager parallèlement pour le droit au mariage civil pour tous. Ainsi la discrimination juridique à l’encontre des personnes LGBT en Suisse devra enfin cesser, car elle leur confère aujourd’hui un statut de citoyennes et citoyens de seconde classe.  Max Krieg

Mariage pour tous: manifestation le 17 mai La prochaine occasion sera celle de la manifestation IDAHOT le 17 Mai 2014 (14h – 16h) au Münsterplatz à Berne. Nous invitons tous nos supporters, avec leurs amis et famille à participer à cette manifestation. Nous voulons ainsi, avec les groupes LGBT des différents partis, lancer un signal fort pour la prise en compte de nos droits. Nous n’oublions cependant pas les personnes LGBT qui vivent dans les nombreux pays où leur situation est des plus dangereuses.

Gruppenbild mit Torte: Barbara Lanthemann, Mehdi Künzle, Nadja Herz, Regin Moser und Max Krieg (LOS bzw. Pink Cross) auf dem Podium der Konferenz. Bild: Maya Burkhalter

PINK MAIL Mitgliederzeitschrift von Pink Cross 18. Jahrgang, erscheint 5-mal jährlich Auflage 2500 Redaktion Sandor Marazza, Mehdi Künzle, Rolf Trechsel Übersetzungen Daniel Blaser, Sarah Glauser, Mehdi Künzle, Sandor Marazza, Laurent Paccaud, Claude Zaugg Druck CIE centre d'impression SA, Lausanne Gestaltung mach-art werbung, P. Gerstmayer Pink Cross Schweizerische Schwulenorganisation Monbijoustrasse 73, Postfach 1100 3000 Bern 23 Telefon 031 372 33 00 E-Mail office@pinkcross.ch Website www.pinkcross.ch

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für Mitglieder Preis pour les membres Prix

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575.– 320.– 215.– 160.– 105.–

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Rückseite / Page dernier 210 x 290 *

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* randabfallend, Daten mit +3 mm Beschnittzugabe * franc bord, +3 mm de coupe Jahresabschluss/Rabais,: 5 Ausgaben, 5 numéros

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 I N T E RV I E W PINK MAIL MAI 2014

PINK MAIL MAI 2014

«Nous devrions toujours avoir une longueur d’avance» Conversation avec le nouveau secrétaire général Bastian Baumann

D’où vient le nouveau secrétaire général de PINK CROSS, quels sont les aspect qui l’intéressent dans ce poste, quel sont ses objectifs? Nous avons parlé avec Bastian Baumann lors de son premier jour de travail. Rolf Trechsel: Tu viens de commencer chez PINK CROSS. Peux-tu déjà nous dire quelles seront les premières tâches auxquelles tu te consacreras? Bastian Baumann: Aujourd’hui, Mehdi Künzle m’a transmis les dossiers en cours. Il y a beaucoup de choses que je dois encore clarifier pour mieux cerner où on en est. Cependant, je tiens à me mettre en contact avec les gens et comprendre les besoins qui existent. Ensuite, j’aimerais mieux prendre connaissance des dossiers politiques et des projets des commissions thématiques. Bien souvent, le poste de secrétaire général de PINK CROSS est perçu comme une mission impossible, où la charge de travail est immense, les attentes énormes et les ressources limitées. Qu’est-ce qui t’attire dans cela? J’aime justement ce défi. Je suis très content d’avoir ce poste. J’aime bien ne pas savoir dès le début tous les détails de ce que je devrai faire. Je vois ce côté indéfini comme une source de motivation. Quand je pense à l’Assemblée générale, où les membres ont exprimé leurs attentes, je ne peux que constater que ces dernières sont justes et compréhensibles, mais également très nombreuses. Je vais devoir les analyser et établir des priorités. Quels sont les atouts qui te permettent de te lancer de manière aussi optimiste dans cette mission?

Peux-tu nous en dire plus sur ton parcours professionnel?

Quelle a été jusqu’à présent ta perception de PINK CROSS et quel potentiel y vois-tu?

J’ai suivi une formation commerciale de base, puis j’ai travaillé comme chef de projet pour la ville de Berne dans le domaine des relations et de la représentation politiques. Ensuite, j’ai fait des études en communication d’entreprise et gestion d’événements et par la suite j’ai été engagé dans une agence publicitaire, où l’objectif principal était bien évidemment la promotion des ventes. Je n’étais pas satisfait de cela et je suis donc parti à l’Aide Suisse contre le Sida, où je me suis occupé de la prévention et j’ai dirigé la section HSH (hommes ayant des rapports sexuels avec des hommes).

J’ai toujours considéré PINK CROSS comme une organisation très importante, mais qui n’était pas suffisamment visible. Mon impression était qu’elle agissait toujours de manière réactive, par exemple lorsque les médias s’adressaient à elle pour des thèmes spécifiques. Si PINK CROSS se positionnait plus souvent de manière déterminée et courageuse, elle pourrait attirer l’attention de plus de gens. Nous devons nous demander qui nous sommes et qui sont les hommes auxquels nous nous adressons: pour moi, les gays en tant que tels ne sont pas un groupe cible, car nous sommes trop différents les uns des autres. Nous devons aller plus au fond de la question. Ce que nous faisons et offrons est sans doute excellent, mais il faudrait peut-être le présenter d’une manière différente.

Tu m’as jusqu’ici donné l’impression d’une personne plutôt réservée, calme et aimable. L’es-tu vraiment? Comment te décrirais-tu autrement? Oui, je suis très équilibré et réflexif. Je passe beaucoup de temps à mettre de l’ordre dans tout ce qui m’arrive, c’est pourquoi j’ai la capacité, bien souvent, de sentir ce que les gens souhaitent: qu’est-ce qui cloche? Qui a quel besoin? Mais je ne suis pas uniquement réservé: j’aime beaucoup voyager, apprendre des nouvelles choses. Il me faut toujours être stimulé pour avancer. Je suis convivial et je vais souvent prendre une bière avec mes amis. En ce moment j’habite encore à Zurich et précisément aujourd’hui je me suis rendu compte de combien de gens prennent le train pour Berne. Peut-être vais-je me trouver une chambre dans la capitale, on verra bien.

Ce n’est pas un discours nouveau: il faut être plus visibles, mieux communiquer. Quelles solutions proposes-tu? D’une part, il faut penser aux apparences, à la manière de se présenter, qui peut être améliorée assez aisément. D’autre part, le choix des thèmes et leur préparation sont tout aussi importants. PINK CROSS devrait avoir une longueur d’avance, s’attaquer aux thèmes qu’elle juge importants et les amener aux médias et au public cible. Nous devons montrer pourquoi il est important que nous soyons là. Personnellement, je donne volontiers mon argent et ma confiance aux organisations orientées vers l’avenir et par lesquelles je me sens représenté. Penser de manière prospective n’est pas facile, mais nous disposons des connaissances nécessaires et je suis certain que PINK CROSS y arrivera. Ce pourrait être une des clefs de nos succès à venir.  Interview: Rolf Trechsel

J’ai beaucoup d’expérience dans la gestion de projets et c’est surtout en cela que consiste mon nouveau travail. Je sais structurer les tâches et garder le focus sur le but à atteindre, même lorsqu’il y a plein de sources de distraction. J’ai également un bon bagage de connaissances et d’expériences dans les domaines de la communication, du marketing et de la réalisation de projets. Je trouve que dans ce poste je trouverai justement toutes ces composantes. C’est un travail de généraliste et je suis certainement la personne qu’il faut pour cela.

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«Wir sollten immer einen Schritt voraus sein» Interview mit dem neuen Geschäftsleiter Bastian Baumann

Woher kommt der neue Geschäftsleiter von PINK CROSS, was reizt ihn an der neuen Stelle und was für Ziele hat er sich gesetzt? Wir fragten Bastian Baumann an seinem ersten Arbeitstag. Rolf Trechsel: Du hattest heute die ersten Einarbeitungs-Stunden. Weisst du schon, was du als erstes bei PINK CROSS anpackst? Bastian Baumann: Mehdi Künzle hat mir heute die laufenden Arbeiten bei PINK CROSS übergeben. Vieles ist für mich noch nicht so fassbar, ich sehe mehr eine Wolke vor mir. Da muss ich mich noch einarbeiten. Vor allem aber will ich mit den Leuten in Kontakt kommen, die Bedürfnisse abklären. Und dann möchte ich die politischen Dossiers und die Arbeiten der Fachgruppen genauer kennenlernen. Bastian Baumann, 29, ist ursprünglich Thuner und lebt heute zusammen mit seinem Partner in Zürich.

Die Stelle als Geschäftsleiter PINK CROSS wird nicht selten als «Mission impossible» beschrieben, als Job mit Burn-out-Gefährdung angesichts der hohen Erwartungen und der begrenzten Ressourcen. Was reizt dich an dieser Stelle? Mich reizt eben gerade, dass viel auf mich wartet. Ich freue mich auf diese Stelle. Ich mag es, wenn nicht von Anfang an klar ist, was ich genau zu tun habe. Das Undefinierte gefällt mir und reizt mich. Wenn ich an die Mitgliederversammlung denke, wo die Teilnehmer ihre Erwartungen ausdrückten, muss ich sagen: Das sind gute Erwartungen, jedoch viele Erwartungen und diese werde ich sicher noch analysieren und Prioritäten setzen müssen. Was bringt du mit, das dich optimistisch stimmt, die Aufgabe zu packen? Ich habe sehr viel Erfahrung im Projektmanagement und ein guter Teil meiner neuen Tätigkeit sind Projekte. Es gelingt mir, Aufgaben zu strukturieren und auch bei Nebengeräuschen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Auch habe ich ein breites Wissen und viel Erfahrung in den Bereichen Kommunikation, Gestaltung oder Marketing und eben im Projektmanagement. Ich finde, die Stelle vereint das alles perfekt. Da braucht es einen Generalisten - und das bin ich. Kannst du noch etwas mehr sagen über deinen beruflichen Hintergrund? Ich habe die Kaufmännische Grundausbildung gemacht, bei der Stadt Bern als Projektleiter in der Abteilung «Beziehungspflege und Repräsentation» gearbeitet, Corporate Communications und Event-Management studiert und bin dann zu einer Werbeagentur gegangen.

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Bastian Baumann, 29 ans, est originaire de Thun. Aujourd’hui, il vit à Zurich avec son partenaire.

Dort stand natürlich ganz klassisch die Absatzförderung des Produktes im Vordergrund, was mich nicht glücklich gemacht hat. Ich wechselte schliesslich zur Aids-Hilfe Schweiz, wo ich Präventionsarbeit machte und die Abteilung MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) leitete. Du hast auf mich bisher den Eindruck eines zurückhaltenden, ruhigen freundlichen Mannes gemacht. Bist du das? Und was bist du noch? Ja, ich bin recht ausgeglichen und reflektiert – bin immer am Einordnen von Ereignissen und Leuten, kann Wünsche häufig gut herausspüren – wo krieselt es, wer hat welches Bedürfnis. Ich bin aber nicht nur zurückhaltend: Ich reise sehr gerne, lerne gerne Neues kennen, brauche Input, der mich weiterbringt. Ich bin sehr lebensfroh und gehe gerne mit Freunden ein Bier trinken. Im Moment wohne ich noch in Zürich. Gerade heute habe ich festgestellt, wie voll der Zug nach Bern ist – vielleicht schaue ich für ein Zimmer in Bern, das wird sich weisen. Wie hast du PINK CROSS bisher wahrgenommen und was für Potenziale siehst du? Ich habe PINK CROSS immer als sehr wichtig, aber für mich nicht so sichtbar, wahrgenommen. Ich erfuhr den Verband vor allem als reaktiv – etwa wenn sich

die Medien bei bestimmten Themen an PINK CROSS wandten. Wenn sich PINK CROSS häufiger selbstbewusst und mutig positionieren würde, könnte das neue Leute ansprechen. Wir müssen uns fragen, wer sind wir und welche Männer sprechen wir an - Schwule als solches sind für mich keine Zielgruppe, denn da sind wir einfach alle viel zu verschieden. Wir müssen also noch mehr in Details denken. Was wir machen und bieten ist ja sehr gut, man muss es vielleicht nur anders vermitteln. Das hört man ja hin und wieder: Sichtbarer werden, besser kommunizieren. Was meinst du damit konkret? Einerseits ist das die Hülle, das visuelle Auftreten, das lässt sich einfach verbessern. Anderseits aber auch die Themensetzung und deren Aufbereitung. PINK CROSS sollte vorangehen und eigene Themen in die Medien und an unsere Zielgruppe bringen, zeigen, warum wir wichtig sind. Ich persönlich spende mein Geld und mein Vertrauen gerne an Organisationen, die immer einen Schritt voraus sind und von denen ich mich vertreten fühle. Vorausdenken ist zwar anstrengend aber das Wissen ist hier vorhanden und ich bin sicher, PINK CROSS wird das gut gelingen. Das könnte einer der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft sein.  Interview: Rolf Trechsel

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M itgliederversammlung / l ’ assembl é e des membres

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AG 2014 de Pink Cross: tout va Bien(ne)! Excellente ambiance a l’assemblée des membres

Renouveau au sein de PINK CROSS: à l’assemblée des membres le 29 mars à Bienne, une nouvelle présidence a été élue et un nouveau secrétaire général s’est présenté. Les priorités de 2014 sont la lutte contre l’initiative du PDC et l’extension aux homosexuels de la loi antidiscriminatoire. À l’assemblée des membres de Pink Cross du 29 mars à Bienne, Cédric Némitz a prononcé le discours de bienvenue. Ce politicien est l’un des Conseillers municipaux qui ont défrayé l’actualité lors des dernières élections communales ; ils ont fait de cette ville bilingue la première commune de Suisse (et même au delà) avec une majorité d’homosexuels siégeant à l’exécutif. L’excellente ambiance qui s’est établie parmi la soixantaine de participants nous a permis de terminer en un temps record la plupart des points de l’ordre du jour. Les décisions ont presque toutes été prises à l’unanimité ; signe que le travail de Pink Cross en 2013 a été apprécié. Les défis de 2013 et les personnes qui les ont relevés Les comptes ont été clos avec un déficit de 9935.- au lieu de l’équilibre projeté, mais les membres se sont montrés très compréhensifs puisque ce résultat est dû à la réalisation de plusieurs activités qui n’étaient pas prévues au départ. Les personnes suivantes ont été remerciées pour leurs services au sein de Pink Cross: • Alicia Parel et Amal Chaoui, qui ont été contraintes, plus ou moins en même temps, à renoncer à leurs postes respectifs de secrétaire générale et de responsable administrative pour des raisons de santé. Le comité leur a souhaité de tout cœur un prompt rétablissement ; • Claude Bregnard et Patrick Lebet, qui ont été membres du Comité durant une partie de l’année 2013 ; • Sandor Marazza et Christoph Stutz, lesquels, après plusieurs années d’activité soutenue au Comité ainsi qu’à la Présidence, ont décidé de faire de la place à d’autres personnes ; • Mehdi «Superman» Künzle, notre comitard qui s’est mis à disposition avec une générosité et une compétence inégalables, non seulement pour organiser le jubilé des 20 ans de Pink Cross, plusieurs autres manifestations et événements d’envergure, mais aussi en sauvant par son engagement personnel le bureau lorsqu’il a risqué l’implosion en raison de l’absence simultanée d’Alicia et d’Amal; • l’infatigable Christian Iten pour l’immense travail qu’il fournit dans nos différents projets sur les thèmes liés à l’éducation ; • les bénévoles sans lesquels Pink Cross ne pourrait pas fonctionner: Hansruedi Völkle, qui assure chaque

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année la traduction simultanée aux AG, tous ceux qui nous aident lors des envois du Pink Mail, ceux qui le traduisent, ceux qui s’engagent dans les groupes de travail, ceux qui nous donnent un coup de main aux différents événements, ceux qui marchent avec nous aux manifestations et tous les autres qui contribuent d’une manière ou d’une autre au bon fonctionnement de Pink Cross. Des nouveaux visages au bureau et dans le Comité Le nouveau Comité (élu presqu’à l’unanimité) est, comme on peut le voir sur les photos, encore plus beau et formidable que le précédent, avec un large spectre de compétences qui ne peut que bénéficier au futur de Pink Cross. Avec Rolf et Mehdi, nous avons rétabli une co-présidence transcendant les frontières linguistiques, qui va certainement se révéler très dynamique, efficace et motivée. Les sortants: Mehdi Künzle (27 ans), notre Superman et co-président; Rolf Trechsel (56 ans), notre force polyvalente et co-président ; Bernhard Grossenbacher (33 ans), notre Mr. Monde du travail ; Adrian Möri (35 ans), notre médiateur des conflits; Filippo Rivola (29 ans), notre politicien de gauche

depuis avril notre nouveau secrétaire général, un poste dont il rêve depuis des années et pour lequel tout le monde lui souhaite beaucoup de succès. Une année 2014 qui s’annonce emballante Parmi les points les plus importants du programme d’activité 2014: • la lutte contre l’initiative fiscale du PDC qui entant empêcher toute évolution vers un mariage pour tous ; • l’extension de l’article constitutionnel contre les discriminations ; • la préparation au référendum sur les adoptions ; • la participation, en tant que partenaire politique principal, à la Pride de Zurich (qui se déroule cette année en collaboration avec la Pride romande) ; • et plein de projets au sein de nos commissions thématiques. De plus, Pink Cross a un nouveau site web qui nous aidera à redynamiser notre stratégie de communication et marketing pour nous rendre plus visibles, plus forts et pour étendre notre base d’adhérents. Le budget 2014, également approuvé à l’unanimité, vise non seulement un équilibre, mais même un petit bénéfice. Cette fois-ci nous tâcherons d’y arriver, tout en ne renonçant pas à la réalisation de nombreux projets! Les membres ont le dernier mot

Les nouveaux: Max Krieg (68 ans), notre grand sage; George-Dan Marin (39 ans), notre expert social; Laurent Paccaud (25 ans), notre champion de judo ; Michel Rudin (28 ans), notre politicien du camps libéral ; Elias Toledo (34 ans), notre syndicaliste Notre bureau: Bastian Baumann (29 ans), secrétaire général de Pink Cross à partir du 1er avril 2014; S arah Glauser (29 ans), responsable administrative à partir du 1er février 2014 Nous avons également deux nouveaux réviseurs des comptes – Kassem Belkalem et Konstantin Moser

Avant la magnifique performance d’Angélique Boudeville, avec ses arias d’opéra «à la sauce queer» qui nous ont fait frissonner et avant un exquis et joyeux dîner en commun, les participants à l’AG se sont réunis dans deux salles pour des workshops lors desquels ils ont pu exprimer directement leurs souhaits, leurs opinions, leurs suggestions. Donnant ainsi une contribution personnelle concrète au travail de Pink Cross. Les précieux apports de ces discussions, sur les thèmes du mariage pour tous et des attentes et disponibilités des membres envers Pink Cross, seront repris par le Comité tout au long de l’année pour agir dans le sens de ce que désire notre communauté.  Sandor Marazza

Ainsi que deux nouveaux collaborateurs au bureau – beaux, jeunes et compétents – dont nous sommes extrêmement fiers. Nous avons encore le plaisir d’accueillir une nouvelle collaboratrice ainsi qu’un nouveau collaborateur au bureau – charmant-e-s, jeunes et compétent-e-s –) Nous avons: Sarah Glauser qui s’occupe avec une énergie rayonnante de la gestion administrative depuis février et Bastian Baumann, ancien collaborateur de l’Aide Suisse Sida, qui est

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M itgliederversammlung / l ’ assembl é e des membres

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PINK CROSS mit neuen Leuten und neuem Elan Gute Stimmung an der Mitgliederversammlung in Biel

Bei Pink Cross weht ein frischer Wind: An der Mitgliederversammlung vom 29. März 2014 in Biel wird nicht nur ein neues Präsidium gewählt, sondern auch der neue Geschäftsleiter vorgestellt. Schwerpunkte des neuen Jahres sind der Kampf gegen die CVP-Initiative und der Einsatz für eine Ergänzung des Anti-Diskriminierungsgesetzes für LGBTI.

simultan übersetzt - Die Versandhelfer der Pink Mail und deren Übersetzer - Jene, die sich in den verschiedenen Arbeitsgruppen engagieren - Freiwillige, welche an Anlässen helfen, bei Veranstaltungen mitmarschieren und auf zahlreche Weise Hand anlegen

Den Willkommensgruss der Stadt Biel überbringt uns Cédric Némitz, der von sich reden machte, als er dem Bieler Gemeinderat mit seiner Wahl zu einer homosexuellen Mehrheit verhalf. Die zweisprachige Stadt ist also die erste Schweizer Gemeinde, welche über eine mehrheitlich homosexuelle Exekutive verfügt.

Neue Gesichter im Büro und im Vorstand von Pink Cross

Die ausgezeichnete Stimmung unter den gut sechzig Teilnehmenden erlaubt es, die Traktanden in einer Rekordzeit abzuhaken und die Entscheidungen fallen fast alle einstimmig aus, ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit von Pink Cross im Jahr 2013. Die Herausforderungen von 2013 und die Leute, die sich ihnen gestellt haben. Statt ausgeglichen schliesst die Rechnung mit einem Defizit von CHF 9935.-. Dafür bringen die Mitglieder aber Verständnis auf, da verschiedene unvorhergesehene Tätigkeiten das Budget zusätzlich belasteten. Ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz für Pink Cross geht an folgende Personen: • Alicia Parel und Amal Chaoui, die beide praktisch zur selben Zeit gezwungen waren, ihre Stelle als Geschäftsleiterin bzw. Sekretärin aus gesundheitlichen Gründen aufzugeben. Der Vorstand wünscht ihnen gute Besserung. • Claude Bregnard und Patrick Lebet für die während einer gewissen Zeit im Jahr 2013 geleistete Arbeit im Vorstand. • Sandor Marazza und Christoph Stutz, die nach mehrjährigem grossem Einsatz im Vorstand und im Präsidium anderen Platz machen wollen. • Mehdi «Superman» Künzle aus dem Vorstand, der sich sehr grosszügig und kompetent für die Organisation des 20-Jahr-Jubiläums von Pink Cross zur Verfügung gestellt, andere Veranstaltungen und wichtige Anlässe durchgeführt und nicht zuletzt durch seinen Einsatz die schlimmsten Implosion der Geschäftsstelle während der gleichzeitigen Abwesenheit von Alicia und Amal verhindert hat. • Christian Iten, den Unermüdlichen, für seine grosse Arbeit auf dem Gebiet unserer verschiedenen Schulund Bildungsprojekte. • Die Freiwilligen, ohne die Pink Cross nicht funktionieren könnte: - Hansruedi Völkle, der jedes Jahr die Voten der MV

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Der neue Vorstand (praktisch einstimmig gewählt) ist, wie man ihn auf dem Foto sehen kann, noch schöner und toller als der vorherige, ausgestattet mit einer breiten Palette von Kompetenzen, die nur zum Vorteil von Pink Cross gereichen werden. Mit Rolf und Mehdi haben wir ein Co-Präsidium, das die Sprachgrenzen überschreitet und sich als dynamisch, effizient und motiviert erweisen wird.

• Erweiterung des Antidiskriminierungsgesetzes. • Vorbereitung auf ein allfälliges Referendum zum Adoptionsgesetz. • Teilnahme als politischer Hauptpartner an der Zürich Pride, die heuer in Zusammenarbeit mit der Pride Romande stattfindet. Viele andere Projekte aus den diversen Arbeits- und Themengruppen. Darüber hinaus hat Pink Cross eine neue Website, die unserer Kommunikations- und Marketingstrategie neuen Elan geben, uns sichtbarer machen und näher an den Puls unserer Mitglieder bringen soll. Das einstimmig angenommene Budget für 2014 soll nicht nur ausgeglichen sein, sondern auch einen kleinen Überschuss aufweisen. Diesmal werden wir versuchen, dieses Ziel zu erreichen, ohne Abstriche an unseren Projekten vorzunehmen. Die Mitglieder haben das letzte Wort

Die Bisherigen: Mehdi Künzle (27), unser Superman und Co-Präsident; Rolf Trechsel (56), unsere polyvalente Kraft und Co-Präsident; Bernhard Grossenbacher (33), unser Mr. Arbeitswelt ; Adrian Möri (35), unser Vermittler in Konfliktsituationen ; Filippo Rivola (29), unser linker Politiker Die Neuen: Max Krieg (68), unser grosser Weiser ; George-Dan Marin (39), unser Experte für Soziales ;LaurentPaccaud (25), unser Judo-Champion; Michel Rudin (28), unser liberaler Politiker ; Elias Toledo (34), unser Gewerkschafter Unser Büro: Bastian Baumann (29), Geschäftsleiter ab 1. April 2014; Sarah Glauser (29), Administration seit 1. Februar 2014

Vor der wunderbaren Darbietung von Angélique Boudeville, die uns mit ihren Arien mit «queerem» Unterton erschauern lässt und vor dem exquisiten und fröhlichen gemeinsamen Nachtessen, nehmen die Mitglieder in zwei Sälen an Workshops teil, in welchen sie ihre Wünsche, ihre Meinungen und ihre Anregungen direkt äussern und so einen persönlichen Beitrag zur Arbeit von Pink Cross leisten können. Die wertvollen Inputs zu den Themen «Ehe für alle» und «Erwartungen und Verfügbarkeit der Mitglieder gegenüber Pink Cross» werden vom Vorstand im Lauf des Jahres aufgenommen und wir hoffen auf diese Weise, im Sinne unserer Vereinigung zu handeln.  Sandor Marazza

Wir haben zwei neue Rechnungsrevisoren: Kassem Belkalem und Konstantin Moser. Die beiden jungen kompetenten Büroleute, auf die wir sehr stolz sind, heissen Sarah Glauser - sie setzt ihre strahlende Energie seit Februar in der Administration ein - und Bastien Baumann – ehemaliger Mitarbeiter der Aids- Hilfe Schweiz und neuer Geschäftsleiter (für ihn seit Jahren ein «Traumjob») ab 1. April 2014. Wir wünschen ihnen viel Erfolg. 2014 – ein spannendes Jahr Aus unserem Tätigkeitsprogramm für 2014: • Einsatz gegen die CVP- Familieninitiative, die jegliche Öffnung der Ehe für alle verhindern will.

Angélique Boudeville zog mit Arien die Mitgliederversammlung in ihren Bann. Bild: Adrian Möri

7


PINK MAIL MAI 2014

M itgliederversammlung /

Der neue Vorstand – Le nouveau Comit ... und seine Ziele – ... et ses buts

1 Bernhard Grossenbacher (bisher) Ressort: Fachgruppe Arbeitswelt

1

4

2

5

3

Alter: 33 Beruf: Ingenieur Wohnort: Lausanne

7 6

Vielfalt schafft Mehrwert- auch in der Arbeitswelt!

2 Sarah Glauser Mitarbeiterin Sekretariat

3 Michel Rudin (neu im Vorstand) Ressort: Fachgruppe Politik Alter: 28 Beruf: Geschäftsführer Konsumentenforum Wohnort: Lyss Mein Ziel 2014: Durch mein Netzwerk, meine Erfahrung im NPO Bereich und im Umgang mit Medien möchte ich die Bekanntheit von Pink Cross weiter ausbauen, sowie die strategische und die finanzielle Entwicklung positiv beeinflussen. Wenn ich auf eine einsame Insel müsste, dann mit? Ich kann nicht ohne Bücher... Das mag ich überhaupt gar nicht? Pessimismus ist mir fremd. Was braucht die Gay-Community heute ganz besonders? Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu einem Leben, das ausgesucht ist. Da ist Pink Cross stark. Wir haben eine Mission: Egalität. Davon kann Pink Cross von mir profitieren. Meine Erfahrung sowie Vernetzung im Verbandswesen und der Umgang mit Medien.

8

4 Rolf Trechsel (bisher) Ressort: Co-Präsident, GLA, Fachgruppe Politikk

5 Toledo Elias (neu im Vorstand) Ressort: Politik, Arbeit

Alter: 56 Beruf: Hotelier Wohnort: Solothurn

Alter: 35 Beruf: Gewerkschaftssekretät Wohnort: Bern

Mein Ziel 2014: Bereinigung der organisatorischen Altlasten und Aufbau einer effizienten, schlagkräftigen Organisation. Mehr sichtbare, breit abgestützte Aktivitäten, bei denen wir Mitglieder und Communitiy einbeziehen und mobilisieren.

Mein Ziel 2014: Ich bin überzeugt, dass die vollständige gesetzliche Gleichstellung und die vollständige Akzeptanz von Schwulen nur erreicht werden kann, wenn wir uns organisieren und mit einer Stimme sprechen. Hierfür braucht es einen starken Dachverband, der alle Kräfte vereint, koordiniert und nach aussen vertritt. Ich will mit Pink Cross erreichen, dass es Pink Cross in Zukunft nicht mehr brauchen wird.


PINK MAIL MAI 2014

l ’ assembl é e des membres

té 9 8

0

7 Adrian Möri (bisher) Ressort: Beratung/Bildung GLA Alter: 35 Beruf: Sozialpädagoge FH Körperpsychotherapeut i. A. Wohnort: Schlieren bei Zürich Mein Ziel 2014: Politischer Widerstand gegen die diskriminierende CVP Initiative, Bekanntmachung der RainbowLine

9 Max Krieg (neu im Vorstand)

Alter: 39 Beruf: Dipl. Pflegefachmann Wohnort: Windisch

Mein Ziel 2014: 2014 will ich die Fachgruppe Alter wiederbeleben und Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Ideen in meinem Kopf und weitere zu definierende Aufgaben finden. Unsere Generation muss sich (nochmals) aufraffen, um den Schwung der 1968/1970-Jahre in der Lesben- und Schwulenbewegung (heute LGBTI) auch im dritten Lebensalter nicht versanden zu lassen – wir sind und werden in vielen Bereichen Vorkämpfer und Bewahrer.

Age: 27 Profession: Event Manager Domicile: Berne Mon but 2014: En cette année 2014, PINK CROSS a connu un souffle tout nouveau avec la diversité, l’éclectisme des personnes aux différentes compétences qui nous ont rejoint au secrétariat comme au comité. Dans mon nouveau rôle de co-président j’espère mettre à profit ces énergies et nous donné tous les moyens pour évoluer avec notre temps et défendre nos droits de manière efficace et forte face aux futurs challenges de notre société.

Ce dont Pink Cross profite de moi. Mon énergie, mes convictions, mon encrage dans le monde sportif.

George-Dan Marin (neu im Vorstand, nicht im Bild) Ressort: Fachgruppe Gesundheit

Alter: 68 Beruf: Eigentlich pensioniert, Übersetzer Wohnort: Bern

Ressort: Co-président, GLA, Politique et International

Ceci est la force de Pink Cross La pluralité de profil de ses membres.

8 Bastian Baumann, Geschäftsleiter

Ressort: Fachgruppe Alter

6 Mehdi Künzle (bisher)

Quelles besoins spéciaux a la communauté gay? Le respect, l’acceptation totale et sans compromis, inculant également l’acceptation des différences internes à la «communauté».

0 Laurent Paccaud (neu im Vorstand) Ressort: Fachgruppe Sport

Mein Ziel 2014: Die Vorstandsmitglieder näher kennen zu lernen und so schnell wie möglich mich im Vorstand und im Ablauf der Organisation zu integrieren. Wenn ich auf eine einsame Insel müsste, dann mit? Mit einem Schweizer Taschenmesser Das mag ich überhaupt gar nicht? Intrigen, Lügen, Misstrauen Was braucht die Gay-Community heute ganz besonders? Bessere transparente gesundheitliche Aufklärung, wie Prävention von geschlechtlich übertragenen Krankheiten und dessen Verantwortung gegenüber Mitmenschen.

Da ist Pink Cross stark. Age: 25 Transparenz der Pflichten und Rechte der Gay-ComProfession: en recherche d’emplois dans le domaine munity de la sociologie du sport/serveur Domicile: Berne Davon kann Pink Cross von mir profitieren. Von meinen Erfahrungen als Gay-Vater Mon but 2014: A travers mon action au sein de Pink cross, j’aimerais développer un groupe de travail dédié au sport. Je Filippo Rivola (bisher, nicht im Bild) suis également motivé à m’investir dans l’organisation Ressort: Commission Politique de divers projets culturels et politiques. Alter: 29 Beruf: Géographe Si j’allais sur une île solitaire - avec qui? Wohnort: Lausanne Mon compagnon + un roman de Yukio Mishima ça je n’aime absolument pas. Lorsqu’un unique point de vue est imposé à tous et toutes. Le non-respect de la diversité d’opinion

Mon but 2014: Continuer à nous battre pour une Suisse sans discriminations.

9


 PINK MAIL MAI 2014

M itgliederversammlung / l ’ assembl é e des membres

PINK MAIL MAI 2014

Budget 14/13 et Rechnung Compte d’exploitation 13 Budget 2014 Aufwand / Charge

1

A: Aufwand / Erträge Dienste Charge/Revenue Services

Rechnung/Compte d'exploitation 2013

Ertrag / Revenue

Aufwand / Charge

Ertrag / Revenue

Budget 2013 Aufwand / Charge

Ertrag / Revenue

298'100.00

326'300.00

299'394.96

307'866.20

298'446.33

335'200.00

2 3

1. Erträge / Revenue

0.00

302'300.00

4'759.70

296'672.95

10'000.00

319'000.00

4

1.1 Mitgliederbeiträge / Cotisation membres

0.00

272'800.00

0.00

266'217.35

0.00

283'000.00

11

1.2 übrige Erträge / autres revenues

0.00

29'500.00

4'759.70

30'455.60

10'000.00

36'000.00

17

2. Sekretariat / Secrétariat

253'100.00

12'650.00

248'404.67

9'757.50

241'236.33

13'200.00

18

2.1 Lohnaufwand / Charges de personnel

167'200.00

0.00

163'417.34

0.00

167'036.33

0.00

24

2.2 Büro- u. Verwaltungsaufwand / Charges de bureau et d'administration

45'900.00

500.00

44'851.07

0.00

41'200.00

500.00

35

2.3 Operative Kommunikation / Communications opérationnelle

40'000.00

12'150.00

40'136.26

9'757.50

33'000.00

12'700.00

36

2.3.1 Pink Mail

29'000.00

5'000.00

29'384.06

4'192.50

22'000.00

4'300.00

39

2.3.2 Revue de presse

11'000.00

7'000.00

10'752.20

5'420.00

11'000.00

8'000.00

43

2.3.3 Publiktionen / Publications

47

3. Finanzen / Finances

0.00

150.00

0.00

145.00

0.00

400.00

500.00

500.00

481.25

415.75

800.00

800.00 2'200.00

52

4. Marketing / Communication

40'500.00

8'850.00

41'407.04

1'020.00

41'110.00

53

4.1 Sponsoring/ Werbung / Publicité

15'500.00

0.00

13'477.45

0.00

15'500.00

0.00

56

4.2 Internet

10'000.00

1'000.00

2'025.50

0.00

3'110.00

200.00

61

4.3 Veranstaltungen / Manifestations

6'000.00

6'100.00

17'890.39

0.00

9'000.00

0.00

65

4.4 Mitgliederversammlung / Assemblées des membres

4'000.00

0.00

4'033.70

1'020.00

8'500.00

0.00

69

4.5 Mitgliederausweise / Carte de membre

72

4.6 Drucksachen / Imprimés

77

5. Comité/Comité directeur

B: Ressorts mit Fachgruppen / Ressorts avec 82 commissions

5'000.00

1'750.00

3'980.00

0.00

5'000.00

2'000.00

4'000.00

2'000.00

4'342.30

0.00

5'300.00

0.00

43'700.00

16'220.00

31'445.65

13'038.97

56'550.00

19'500.00

83 84

6. Jugend / Jeunesse

90

7. Bildung / Formation

91

7.1 Bildung / Formation

96

7.2 SPORT

0.00

1'000.00

2'047.80

9'548.97

11'850.00

8'000.00

1'800.00

630.00

1'230.20

30.00

1'500.00

0.00

600.00

210.00

996.95

30.00

500.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

100 7.2 SLEP (Pädagogoen / Pédagogues)

600.00

210.00

87.25

0.00

1'000.00

0.00

104 7.3 GLL

600.00

210.00

146.00

0.00

0.00

0.00

2'000.00

710.00

323.60

500.00

2'500.00

500.00

1'500.00

210.00

0.00

0.00

1'500.00

0.00

500.00

500.00

323.60

500.00

1'000.00

500.00

109 8. Arbeitswelt / Monde du travail 110 8.1 Arbeit / Travail 114 8.2 Pink Rail 119 9. Alter / Séniores (Mr Silver - alt Religion / anciennement religion) 124 10. Gesundheit / Santé 125 10.1 Gesundheit / Santé 129 10.2 Medigay 133 10.3 Rainbow Line

2'000.00

700.00

0.00

0.00

250.00

0.00

11'300.00

10'870.00

9'941.85

2'760.00

13'700.00

11'000.00

600.00

0.00

1'080.00

120.00

250.00

0.00

0.00

0.00

618.00

0.00

250.00

0.00

10'700.00

10'870.00

8'243.85

2'640.00

13'200.00

11'000.00

145 11. Recht, Politik / Droits, Politique

26'000.00

2'100.00

17'902.20

200.00

26'250.00

0.00

146 11.1 Rechtsberatung / Conseil juridique

18'000.00

0.00

16'512.50

0.00

15'750.00

0.00

152 11.2 Politik / Politique

6'000.00

1'400.00

216.00

200.00

6'500.00

0.00

156 11.3 International

2'000.00

700.00

1'173.70

0.00

2'000.00

0.00

11.4 2012 = DV Regenbogenfamilien / AF Familles arc-en-ciel (ehemals 160 Fam.Chance / anciennement chance pour familles), 2013 = TGNS

0.00

0.00

0.00

0.00

1'500.00

0.00

164 11.5 SLAP

0.00

0.00

0.00

0.00

500.00

0.00

600.00

210.00

0.00

0.00

500.00

0.00

600.00

210.00

0.00

0.00

500.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

0.00

298'100.00

326'300.00

299'394.96

307'866.20

298'446.33

335'200.00

43'700.00

16'220.00

31'445.65

13'038.97

56'550.00

19'500.00

Zwischentotal / Total intermédiaire Überschuss/Defizit / Bénéfice/Perte

341'800.00

342'520.00

330'840.61

320'905.17

354'996.33

354'700.00

TOTAL

342'520.00

342'520.00

330'840.61

310'969.73

354'996.33

354'996.33

169 12. Kultur, Sport, Freiteit (KSF) / Culture, sport, loisir (CSL) 170 12.1 Sport 175 13. Activités communes avec LOS

Zusammenfassung / Récapitulations

A: Aufwand/Erträge Dienste / Charges/Revenue Services B: Ressorts mit Fachgruppen / Ressorts avec commissions

10

720.00

-9'935.44

296.33

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PINK MAIL MAI 2014

M itgliederversammlung / l ’ assembl é e des membres

PINK MAIL MAI 2014

Pink Cross: Bilanz/Bilan 2013 AKTIVEN / ACTIVES Umlaufvermögen / Actives circulants Flüssige Mittel / Liquidités Forderungen aus Leistungen und Lieferungen / Créances résultant de ventes et de prestations de services Sonstige Forderungen / Autres créances à court terme Anlagen / Equipements Aktive Rechnungsabgrenzungen / Actifs de régularisation Total Umlaufsvermögen / Total Actifs circulants Total Aktiven / Actifs PASSIVEN / PASSIFS Vereinsvermögen / Capital de l'association Rückstellungen / Fonds de réserve Eigenkapital / Capital propre Überschuss/Verlust / Bénéfice/Perte Total Vereinsvermögen / Capital de l'association Fremdkapital / Capital financier Kreditoren / Créditeurs Pssive Rechnungsabgrenzungen / Passifs de régularisation Total Fremdkapital / Capital financier Total Passiven / Passifs

156'114.06 1'320.00 152.15 5'700.00 47'447.50 210'733.71 210'733.71

54'699.62 131'463.66 -13'158.67 173'004.61 20'458.57 17'270.53 Stauffacherstrasse 26, 8004 Zürich, Tel 044 241 10 50, Fax 044 291 33 19 37'729.10 Die Übergabe: Ex-Präsident Christoph Stutz gratuliert 210'733.71 Kräuter, Gewürze und Naturheilmittel Co-Präsident Mehdi Künzle zur Wahl.

BERG-APOTHEKE mitten in Zürich beim Stauffacher:

die grösste Apotheke der Schweiz für Kräuter, Gewürze und Naturheilmittel Ausserdem sind wir spezialisiert auf HIV-Therapien sowohl im schulmedizinischen Bereich (Trippeltherapien) Stauffacherstrasse 26, 8004 Zürich, Tel 044 241 10 50, Fax 044 291 33 19 als auch für Komplementärmedizin (Kräuter- und VitalKräuter, Gewürze und Naturheilmittel stoffmischungen). mitten in Zürich beim Stauffacher: Unsere Öffnungszeiten: die grösste Apotheke der Schweiz für Montag–Freitag: 7.00–19.00 Uhr Kräuter, Gewürze und Naturheilmittel Samstag: 7.00–16.00 Uhr Weitere Informationen nden sich unter Ausserdem sind wir spezialisiert auf HIV-Therapien sowww.berg-apotheke.ch wohl im schulmedizinischen Bereich (Trippeltherapien) Dr. Andreas Lenherr als auch für Komplementärmedizin (Kräuter- und VitalAusserdem sind wir spezialisiert auf HIV-Therapien sowohl im schulmedizinischen Bereich stoffmischungen). (Trippeltherapien) als auch für Komplementärmedizin (Kräuter- uind Vitalstoffmischungen). Unsere Öffnungszeiten: Dr. Andreas Lenherr Montag–Freitag: 7.00–19.00 Uhr Samstag: 7.00–16.00 Uhr Weitere Informationen nden sich unter www.berg-apotheke.ch Dr. Andreas Lenherr

BERG-APOTHEKE

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 I N T E RV I E W PINK MAIL MAI 2014

PINK MAIL MAI 2014

«Au moment du clap de fin, nous aurions pu pleurer de joie» Interview avec Ivan Madeo, Co-Auteur et Co-Producteur du Film «Der Kreis»

Le film suisse «Der Kreis» sur le magazine et l’organisation gays du même nom a gagné le prix du public lors de la 64ème Berlinale. Mehdi Künzle a rencontré Ivan Madeo, co-auteur et co-producteur, au Piazza Bar de Berne entre deux business lunchs. Mehdi Künzle: Bonjour Ivan et merci d’avoir répondu à mon invitation. Tout d’abord, d’où est venue l’idée de ce film? Ivan Madeo: Bonjour, merci à toi. La rencontre avec Ernst Ostertag a été déterminante. J’ai fait sa connaissance en privé, il m’a parlé de lui et a abordé le sujet du Kreis. Malgré mon réseau et ma connaissance du milieu gay à Zurich et dans toute la Suisse, jamais je n’avais entendu parler du Kreis. C’était le point de départ d’une longue recherche. C’est incroyable d’avoir une histoire aussi riche et que les gens ne la connaissent pas.

Ce prix en poche, quels sont tes projets? Avec «Der Kreis», le prochain grand rendez-vous sera la tournée mondiale des festivals d’été. En même temps, le film sera doublé et présenté au public. La première mondiale aura lieu le 18 Septembre 2014 à Zurich. Quant à moi, je travaille sur différents projets de films et de documentaires qui seront réalisés cette année ou qui sont encore en phase de négociations. On se réjouit et on vous tient les pouces pour de futurs prix! Un mot de la fin? Rendez-vous le 18 Septembre à Zurich!

«Der Kreis» «Der Kreis» a été fondé en 1943 à Zurich par Karl Meier et Anna Vock. Durant la deuxième guerre mondiale et encore durant quelques années après sa fin (1945), « der Kreis » a été la seule publication homosexuelle au monde. Il a donc pu gagner de nouveaux lecteurs notamment en Allemagne, en France, en Grande-Bretagne et aux USA. Ivan Madeo, co-auteur et co-producteur raconte l‘histoire de cette association, à travers le regard d‘Ernst Ostertag, un activiste qui a vécu cet âge d’or où la Suisse avait encore une petite longueur d’avance.

 Interview: Mehdi Künzle

Comment s’est passé le tournage du film? Le tournage en lui même s’est très bien passé. Par contre la période avant le tournage a été plus longue que prévu. En tout il a fallu 8 ans pour terminer le film. Nous avons rencontré beaucoup de problèmes dus au thème de l’homosexualité, surtout dans la recherche de fonds. Mais à partir du moment où les moyens financiers ont été disponibles, nous étions tellement contents de nous lancer que tout s’est enchainé d’une manière naturelle et sans entraves. Quel a été le plus beau moment du tournage? Je pense que le plus beau moment a été celui du clap de fin. Nous avions peur de voir nouveaux problèmes surgir, nous étions en soucis pour la santé de l’équipe et pour celle de nos 257 figurants, et aussi pour l’état de nos ressources déjà bien maigres. Ce projet nous tient tellement à cœur que toutes les choses qui auraient pu le compromettre étaient une source d’angoisse. À la fin, quand le film a été en boite, on aurait pu pleurer de joie! Le film «Der Kreis» a remporté le prix du public de la 64ème Berlinale en Allemagne quelle a été votre réaction? Tout d’abord très étonnés et il a fallu un moment pour réaliser que notre «petit film suisse» avait gagné, devant des grosses productions et des grands noms du cinéma. De la fierté aussi car le film n’a pas uniquement remporté le prix du public mais aussi le Teddy Award (prix du meilleur film LGTB attribué depuis 1987). 12

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 I N T E RV I E W PINK MAIL MAI 2014

PINK MAIL MAI 2014

«Als die letzte Klappe fiel, hätten wir vor Freude heulen können» Interview mit Ivan Madeo, Co-Autor und Co-Produzent des Films «Der Kreis»

Der Schweizer Film «Der Kreis» über die 1943 gegründete gleichnamige Schwulenzeitschrift und -organisation gewann den Publikumspreis an der 64. Berlinale. Mehdi Künzle hat Ivan Madeo, Co-Autor und Co-Produzent zwischen zwei Business Lunches in der Berner Piazza Bar getroffen. Mehdi Künzle: Guten Tag Ivan und danke, dass du die Einladung angenommen hast. Zu allererst, woher stammte die Idee zu diesem Film? Ivan Madeo: Guten Tag und danke dir. Ausschlaggebend war die Begegnung mit Ernst Ostertag. Ich lernte ihn privat kennen, er erzählte mir seine Geschichte und kam auf den Kreis zu sprechen. Trotz meines Netzes und meiner Kenntnisse des Milieus in Zürich und der gesamten Schweiz hatte ich nie vom «Kreis» gehört. Dies war der Auftakt zu langen Recherchen. Es ist unglaublich, eine so reichhaltige Geschichte zu haben und die Leute kennen sie einfach nicht. Wie verliefen die Dreharbeiten? Die eigentlichen Dreharbeiten verliefen sehr gut. Hingegen dauerten die Vorbereitungsarbeiten länger als geplant. Insgesamt benötigten wir acht Jahre, um den Film fertig zu stellen. Wir stiessen auf viele Probleme aufgrund des Themas Homosexualität, vor allem bei der Geldbeschaffung. Als jedoch die Finanzierung gesichert war, waren wir so zufrieden darüber, dass wir endlich loslegen konnten und dann verlief alles wie am Schnürchen, ganz natürlich und ohne Hindernisse.

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Welches war der schönste Moment während der Dreharbeiten? Ich denke der schönste Moment ist dann, wenn die letzte Klappe fällt. Wir fürchteten, es könnten neue Probleme auftauchen, sorgten uns um die Gesundheit des Teams und der 257 Statisten aber auch um unsere an sich schon mageren Ressourcen. Das Projekt ist uns dermassen ans Herz gewachsen, dass uns alles Angst machte, was es hätte gefährden können. Als der Film schliesslich im Kasten war, hätten wir vor Freude heulen können!

ist am 18. September 2014 in Zürich. Ich persönlich arbeite an verschiedenen Film- und Dokumentarprojekten, welche dieses Jahr realisiert werden oder sich noch in der Verhandlungsphase befinden. Wir freuen uns und drücken die Daumen für künftige Filmpreise! Ein Wort zum Schluss? Rendez-vous am 18. September in Zürich!  Interview: Mehdi Künzle

Der Film «Der Kreis» erhielt den Publikumspreis an der 64. Berlinale in Deutschland. Wie war eure Reaktion? Zuerst völlig erstaunt, wir benötigten einen Moment um zu realisieren, dass unser «kleiner Schweizer Film» den Preis vor grossen Produktionen und bekannten Namen des Kinos gewonnen hatte. Wir sind aber auch stolz, dass der Film nicht bloss den Publikumspreis, sondern auch den Teddy Award gewonnen hat (seit 1987 verliehener Filmpreis für Filme mit LGBTI-Hintergrund). Mit diesem Preis in der Tasche, was hast du für Projekte? Der nächste grosse Termin mit «Der Kreis» ist die Tournee rund um die Welt an die verschiedenen Sommer-Festivals. Gleichzeitig wird der Film übersetzt und dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Welt-Kinopremiere

«Der Kreis» Der Kreis wurde 1943 in Zürich durch Karl Meier und Anna Vock gegründet. Während und noch einige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945) war der Kreis die einzige Homosexuellenzeitschrift weltweit. Er konnte daher neue Leser namentlich in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den USA dazugewinnen. Ivan Madeo, Co-Autor und Co-Produzent, erzählt die Geschichte dieser Vereinigung aus dem Blickwinkel von Ernst Ostertag, einem Aktivisten in jenem Goldenen Zeitalter, als die Schweiz der Zeit noch ein klein wenig voraus war.

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Va tutto B(i)en(n)e! L’assemblea generale 2014 di Pink Cross

L’assemblea generale di Pink Cross si è tenuta il 29 marzo a Bienne – l’unica città svizzera con un municipio a maggioranza LGBT – ed é stata aperta dal municipale Cédric Nemitz. L’atmosfera era allegra e rilassata, e tutti i punti dell’ordine del giorno sono stati approvati all’unanimità o quasi. Ufficio e Comitato più giovani e multilingui che mai

2014: un nuovo sito, tante lotte politiche Oltre al nuovo sito internet (che presto sarà disponibile anche con contenuti in italiano), il 2014 è carico di progetti sia a livello organizzativo sia a livello operativo. Tra i punti più scottanti, ci sarà la lotta contro l’iniziativa del PPD che vuole impedire il matrimonio per tutti, l’impegno per estendere l’articolo costituzionale

contro le discriminazioni alle persone omosessuali e la preparazione al referendum sulle adozioni. Non essendoci quest’anno una Pride romanda, tutta la Svizzera LGBT festeggerà insieme il 14 giugno alla Pride di Zurigo!  Sandor Marazza

Purtroppo, nel 2013 ci hanno lasciato per ragioni di salute Alicia Parel e Amal Chaoui. Il posto del segretario generale è ora occupato da Bastian Baumann (29 anni, precedentemente collaboratore dell’Aiuto Aids Svizzera), mentre Sarah Glauser è la nuova responsabile dell’amministrazione. Auguriamo a chi ci ha aiutati con immenso impegno negli ultimi anni una pronta guarigione, mentre al nuovo e giovanissimo team auguriamo un ottimo ed entusiasmante inizio. Parecchi i cambiamenti anche nel Comitato, che è ora più giovane, dinamico e variato che mai. Rimangono gli uscenti Filippo Rivola, Bernhard Grossenbacher, Mehdi Künzle, Adrian Möri e Rolf Trechsel, a cui si aggiungono George-Dan Marin, Michel Rudin, Elias Toledo, Laurent Paccaud e Max Krieg. Filippo, Elias e Max sono le voci italofone. La nuova co-presidenza (bilingue) è costituita da Rolf e Mehdi, un duo super affiatato e pieno d’energia.

Tutti uniti per il matrimonio e contro l’iniziativa del PPD La prima Conferenza nazionale delle organizzazioni LGBT è stata un successone!

Al grande incontro del 5 aprile sono venuti delegati da tutta la Svizzera. Questa volta, anche dal Ticino qualcuno ha osato attraversare la temibile barriera delle Alpi per discutere a livello nazionale dell’apertura del matrimonio a tutti. Se le tradizionali riunioni semestrali delle associazioni LGBT della Svizzera tedesca e della Svizzera latina (nel 2011 ne ha ospitata una memorabile anche Imbarco Immediato sul Ceneri) non devono cessare di esistere, l’idea di una Conferenza nazionale multilingue sarà certamente ripresa, visto l’entusiasmo con cui è stato accolto l’invito di LOS e PINK CROSS il 5 aprile scorso a Ostermundigen. Dopo la presentazione da parte del presidente dei Verdi liberali Laurent Seydoux delle riflessioni in

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seno al suo partito sull’apertura a tutti – a prescindere dall’orientamento sessuale – sia del matrimonio sia delle unioni domestiche registrate, l’avvocato e militante della LOS Nadja Herz ha spiegato dettagliatamente in che misura le unioni registrate svizzere contengano più diritti di quelle in vigore in altri paesi europei, ricordando però che negli ultimi anni la Svizzera si è fatta superare da parecchi Stati che hanno introdotto una parità (quasi) completa tra omo- ed eterosessuali aprendo il matrimonio indistintamente a tutte le coppie. Se l’iniziativa del PPD contro gli svantaggi fiscali per le coppie sposate passasse, il nostro paese farebbe un grave balzo indietro, poiché il testo proposto ancorerebbe nella Costituzione federale una definizione retrograda del matrimonio. La discussione

è proseguita durante i workshop in cui i partecipanti hanno espresso i loro pareri e hanno contribuito con le loro idee. Dopo questo scambio intenso, la giornata si è conclusa con la decisione unanime che la priorità va ora data a combattere l’iniziativa dei popolari democratici, ma in parallelo non va perso tempo nel promuovere attivamente il nostro diritto al matrimonio civile per eliminare anche nel nostro paese le discriminazioni legali a cui le persone omosessuali sono ingiustamente soggette: non possiamo tollerare di rimanere cittadine e cittadini di seconda classe!  Max Krieg

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Uganda: Jetzt Betroffene schützen Pink Cross in Kontakt mit den Bundesbehörden

SiegesKolumne Ein PinkCrossler in Berlin

Die prekäre Lage von Lesben und Schwulen in Uganda stand im Zentrum des Treffens von PINK CROSS, Lesbenorganisation Schweiz LOS und Amnesty International Schweiz mit dem Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA am Donnerstag, 27. März. In der Unterredung wurde erörtert, was die Schweiz tun kann, um Leben und Unversehrtheit von Lesben, Schwulen und Transmenschen rasch, unbürokratisch und wirkungsvoll zu sichern. Anwesend waren seitens des EDA unter anderem der Stellvertretende Staatssekretär George-Dan Martin und Peter Aeberhard, Leiter Dienst Horn von Afrika-Strategien. Das ugandische Gesetz, das auf Homosexualität lebenslange Strafen vorsieht, hat eine Pogromstimmung

in der Ugandischen Bevölkerung ausgelöst. Diese entlädt sich unmittelbar in massiver Gewalt gegen die Betroffenen. Angesichts dieser brisanten Lage steht für die vertretenen Organisationen eine Art «Safe Place» für verfolgte Lesben, Schwule und Transsexuelle in Uganda im Vordergrund. Da die Schweiz in Uganda keine eigene Botschaft besitzt, wird das EDA nun Kontakt mit Norwegen aufnehmen, das die Schweiz in Uganda vertritt. PINK CROSS, LOS und Amnesty International Schweiz haben zudem Kontakt mit dem Eidg. Justizdepartment aufgenommen, um die Frage der Asylgewährung zu besprechen. Bis Redaktionschluss stand eine Antwort aus.

Ouganda: il faut protéger les victimes! Pink Cross en contact avec les autorités fédérales

Anfangs 2014 fuhr der Tessiner Homosexuelle Foeniculum (Deckname) aus seinem sozialkonservativen Heimatkanton zu einem renommierten deutschen Kurort für Andersliebende: die Bundes- und europäische Schwulenhauptstadt Berlin. Damit er sich richtig entspannen und von seinen Homophobieschmerzen gelindert werden kann, hat ihm Dr. Gay eine ziemlich lange Kur verschrieben. Daher hat Foeniculum entschieden, für die Pink Mail eine regelmäßige Kolumne aus Berlin zu schreiben: Sie heisst SiegesKolumne, zu Ehren des berühmten Berliner LGBT-Magazins Siegessäule. Warum ist Berlin heute die Hauptstadt des Schwulenlebens in Europa und eines der grössten heiligen Orte des Schwulentums weltweit? Was bedeutet dieser Ruhm überhaupt? Welche Risiken und Nebenwirkungen trägt er mit sich? Über dies und noch mehr werde ich in den kommenden Ausgaben der Pink Mail berichten. Tschüssi und bis bald!  Euer Foeniculum

La situation précaire des lesbiennes et des gays en Ouganda était au centre des discussions qui se sont tenues le 27 mars entre le Département fédéral des affaires étrangères et une délégation représentant PINK CROSS, LOS et Amnesty International Suisse. Pendant la rencontre nous avons discuté sur les possibilités que la Suisse a d’aider à protéger les lesbiennes, les gays et les personnes trans* de manière efficace et rapide dans ce pays africain. Du côté du DFAE, étaient présents, entre autres, le vice-secrétaire d’État George-Dan Martin ainsi que Peter Aeberhard, chef du Service Stratégie Corne de l’Afrique. Par la nouvelle loi qui prévoit des peines allant jusqu’à

la détention à vie pour le crime d’homosexualité, en Ouganda s’est établi un climat de pogrom avec une violence populaire se déchaînant massivement contre les personnes visées. Au vu de la gravité de la situation, l’idée est surgie de créer des « lieux sûrs », où les citoyens LGBT puissent trouver refuge. La Suisse n’ayant pas d’ambassade en Ouganda, le DFAE collaborera avec la Norvège, pays qui représente les intérêts de la Confédération sur place. PINK CROSS, LOS et Amnesty International Suisse se sont par ailleurs adressés au Département fédéral de justice et police pour discuter de la possibilité d’octroyer l’asile à des personnes persécutées. Au moment de la clôture de la rédaction, nous n’avions pas encore reçu de réponse.

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