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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Konstruktiv und kritisch“ SCHLANDERS - Mit drei Männern und einer Frau tritt die SüdTiroler Freiheit bei den Gemeinderatswahlen am 20. und 21. September in Schlanders an. 2010 war die Bewegung mit zwei Gemeinderäten in das Rathaus eingezogen, seit 2015 stellt sie drei Mandate. Erhard Alber stellt sich nach 20 Jahren Gemeindearbeit nicht mehr der Wahl. Ihm spricht die Ortsgruppe der Süd-Tiroler Freiheit ein großes Vergelt’s Gott für seine geleistete Arbeit im Gemeinderat und anderen Gremien aus. Erneut der Wahl stellen sich Peter Raffeiner (Forstarbeiter) und Esther Tappeiner (Physio-

tian Tappeiner (Tischler). Die Süd-Tiroler Freiheit will laut einer Pressemitteilung erneut konstruktive Oppositionsarbeit im Gemeinderat von Schlanders leisten. Die Bewegung möchte sich weiterhin kritisch und zugleich konstruktiv zu verschiedensten Themen einbringen. Besondere Anliegen seien die Familienförderung, eine sinnvolle Energie- und Umweltpolitik, die Aufwertung des Dorflebens, eine sinnvolle Im Bild (v.l.): Oliver Wallnöfer, Esther Tappeiner, Christian Tappeiner Einwanderungs- und Integraund Peter Raffeiner. tionspolitik, die Stärkung und Entlastung des Vereinswesens therapeutin), die 2019 für Josef Außerdem kandidieren Oliver sowie die Förderung der Tiroler Rettenbacher nachgerückt ist. Wallnöfer (Monteur) und Chris- Kultur und Identität. RED

Verzicht auf BM-Kandidatur STILFS - In der Gemeinde Stilfs tritt bei den Gemeinderatswahlen am 20. und 21. September nur mehr ein SVP-Bürgermeisterkandidat an, und zwar der amtierende Vizebürgermeister Franz Heinisch aus Sulden. Sein ursprünglicher Mitbewerber Roland Brenner hatte bei der SVP-Auftaktveranstaltung für die Wahlen, die am 28. Juli stattgefunden hat, seinen Verzicht auf eine BM-Kandidatur bekannt gegeben. Bei den offenen Vorwahlen zur Ermittlung der zwei SVPBürgermeisterkandidaten am 16.

Februar hatte Franz Heinisch 219 Stimmen erhalten und Roland Benner 120. Maria Ricky Herzl war mit 55 Stimmen aus dem Rennen ausgeschieden. Als Ende Februar bekannt wurde, dass die Süd-Tiroler Freiheit in der Gemeinde Stilfs mit einer eigenen Bürgermeisterkandidatin antritt, und zwar mit Simone Platzer aus Stilfs, hat in SVP-Kreisen offensichtlich ein Umdenken stattgefunden. Dem der Vinschger gegenüber begründete Roland Brenner seinen Verzicht auf eine BM-Kandidatur damit, dass er

Nach dem Verzicht von Roland Brenner (rechts) auf eine BM-Kandidatur ist Franz Heinisch (links) der einzige SVPBürgermeisterkandidat in der Gemeinde Stilfs.

nicht die Verantwortung dafür übernehmen möchte, dass im Falle von zwei SVP-Bürgermeisterkandidaten möglicherweise die BM-Kandidatin der Süd-Tiroler Freiheit zur „lachenden Dritten“ wird. Und weil dieses Risiko in der Gemeinde Stilfs leider sehr groß sei, habe er sich für den Verzicht entschieden. Die Vorwahlen im Februar hätten relativ klar zum Ausdruck gebracht, „was die Bevölkerung haben möchte.“ Das sei Demokratie, „die zu respektieren ist.“ Brenners Kandidatur für den Gemeinderat bleibt aufrecht. S EPP

„Gerecht, vernünftig, unabhängig“ PARTSCHINS - Mit diesem Motto und mit einer eigenen Bürgermeisterkandidatin treten die Freiheitlichen bei den Gemeinderatswahlen am 20. und 21. September in Partschins an. Neben der Bürgermeisterkandidatin Sabine Zoderer stellen sich Martin Fischer und Christian Leiter der Wahl. Wie es in einer Aussendung heißt, wollen die Freiheitlichen „an die gute Ratsarbeit der letzten zehn Jahre anknüpfen und den Weg des direkten Austauschs mit den Bürgern weitergehen.“ Nur wer engen Kontakt zu den Bürgern pflege, „kann deren Anliegen und Sorgen Rechnung tragen und sich

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DER VINSCHGER 27/20

Rolle werde in der neuen Verwaltungsperiode die Umsetzung des neuen Raumordnungsgesetzes spielen. „Dabei wollen wir die künftige Wohnraumentwicklung in der Gemeinde Partschins aktiv mitgestalten, leistbares Wohnen und soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund stellen, Ensembles schützen und Spekulationen verhindern“, so die Partschinser Freiheitlichen. Weitere Anliegen seien Das Dreigespann der Freiheitlichen in Partschins (v.l.): Martin Fischer, Christian Leiter und die BM-Kandidatin Sabine Zoderer der Erhalt des Brauchtums und die Förderung von Traditionen, um Antworten bemühen. Unser machen, dabei aber stets behut- die Vertretung der Interessen der Ziel muss es sein, unsere Heimat- sam in Bestehendes eingreifen, Familien und Kinder sowie eine gemeinde nachhaltig weiterzu- ohne die Schätze unserer Ge- familiengerechte Gestaltung von entwickeln und zukunftsfit zu meinde zu zerstören.“ Eine große Gebühren und Abgaben. RED