Am Limit, aber voll engagiert

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Foto: Lebenshilfe Schlanders

Am Limit, aber voll engagiert NR. 09 (954) - 11.05.2022 - I.P. 27 JG | 14-tägig

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KOMMENTAR

Wo bleibt die Bremse?

INHALT

06 04 THEMA

SEPP LANER

Auch rund 40 Jahre nachher erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich an einer bestimmten Wiese vorbeifahre, an die Apfelbäume, über die wir uns damals - nach reichlich Bier und anderen guten „Säften“ - hergemacht haben. Wir rissen Äste samt Äpfeln von den Bäumen und warfen sie durch die Gegend. Im Nachhinein betrachtet waren wir höchst ungezogen, dumm und frech. Trotzdem war das irgendwie der „schlimmste“ Streich aus der Jugendzeit, an den ich mich noch gut erinnere. Ach ja, einmal haben wir auch die Kühe eines Nachbarn nachts ins Freie gelassen und auf dem Dach eines „Fiat 500“, der einem von unserer „Bande“ gehörte, haben wir auch einmal getanzt. Auch wir haben während der sogenannten dummen Jahre bisweilen über die Stränge gehauen, aber es gab doch irgendeine ungeschriebene, vielleicht anerzogene Grenze: bis hierher und nicht weiter. „Heilige“ waren wir bei Gott nicht, aber eine Bremse war immer da. Keinem von uns wäre es eingefallen, Straßenlampen zu zerstören, Flaschen gegen Häuser zu werfen, Blumen aus Beeten zu reißen, Fenster einzuschlagen, Hinweisschilder zu verbiegen oder Kanaldeckel aus der Fassung zu heben. Auffallend ist, dass sich solche und ähnliche Vorfälle in jüngster Zeit vielerorts häufen. Ein bestimmter Aggressionsstau ist nach zwei Corona-Sperr-Jahren zwar nachvollziehbar, aber eine Entschuldigung für die Zerstörung öffentlichen oder fremden Eigentums ist er sicher nicht.

Schlanders Personalmangel im Wohnhaus Slaranusa

06 GESELLSCHAFT Vinschgau Fachtagung über Trockenrasen 8

25 Graun „Der böse Weg“

Naturns „Finanzierungs-Kleeblatt“ für Erlebnisbad

36 SPEZIAL

10 Laas Viele Vorhaben im Bereich Verkehr

Alles rund ums Bauen

12 Tanas 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr

48 Goldrain Aus Alt mach Neu: Wohnen am Platzl

16 Schlanders Wasserkraft hoch drei

52 KULTUR

18 Laas Zerstörungswut 22 Latsch Hans der Sager ist zurück

Kastelbell In memorian Hans Ebensperger 56 Naturns Ausstellungen im Naturparkhaus

58 SPORT Schlanders Volleyball: Landesmeister nach spannendem Punktekrimi

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VINSCHGER THEMA

„Personalmangel bringt uns an die Grenzen“ Georg Horrer: „Es braucht verstärkt eine berufsbegleitende Ausbildung und eine höhere Entlohnung.“ Hartmut Pircher und Franca Marchetto, möchten, aufgenommen werden können.“ Im die Leiterin des Bereiches Wohnen bei der Gegenteil, „wir haben eine lange Warteliste.“ Lebenshilfe, die Tätigkeit und das Arbeiten in den Wohngruppen. „Wir geraten an die Grenzen“ Mitarbeiterteam sank von 25 auf 17 Hand in Hand mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sah sich auch das Haus Slaranusa mit teils großen Schwierigkeiten und bis dahin nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Abgesehen davon, dass sich das Virus im Zuge der zweiten Welle ab November 2020 nicht nur bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ausbreitete, sondern auch das Mitarbeiterteam erfasste, kam es später aufgrund der Impflicht zu Suspendierungen und schließlich auch zu Kündigungen. „Nun sieht es leider so aus, dass die Mitarbeiterzahl von 25 Voll- bzw. Teilzeitbeschäftigten in der Zeit vor Corona auf 17 gesunken ist“, gibt Wilfried Kaserer zu bedenken. „Wir bräuchten dringend mindestens 8 neue Kräfte“, ergänzt Georg Horrer, um die derzeit 22 Bewohnerinnen und Bewohner gut betreuen und begleiten zu können. Erschwerend dazu kommt laut Kaserer und Horrer, „dass bei weitem nicht alle Personen, die bei uns wohnen und leben Fotos: Lebenshilfe Schlanders

SCHLANDERS - Wer im Haus Slaranusa der Lebenshilfe Vinschgau in Schlanders arbeitet, hat nicht mit Geräten und Maschinen zu tun, sondern mit Menschen. Mit Personen, die unterschiedliche Beeinträchtigungen haben und für die das Wohnhaus im Haus Slaranusa sowie die Wohngemeinschaft im Holzbruggweg das Zuhause sind. „Ich lebe nicht an deinem Arbeitsplatz. Du arbeitest in meinem Zuhause!“ Diese Worte, zu lesen auf einem gemalten Bild im Wohnhaus, bringen die Wünsche und Sichtweise der betreuten Menschen klar und einfach auf den Punkt. Für das Betreuerteam sind diese Worte zugleich ein Auftrag: „Wir sind sozusagen die Familie der Bewohnerinnen und Bewohner, und zwar an 365 Tagen im Jahr, Tag und Nacht. Vieles, was auch in ‚normalen’ Familien gemacht wird, geschieht auch hier bei uns. Wir gehen ins Kino, verbringen zusammen die Freizeit, machen Ausflüge und sind auch an Wochenenden zusammen.“ So beschreiben Georg Horrer, der Bereichsleiter für Arbeit in der Lebenshilfe und Leiter des Hauses Slaranusa, der Leiter der Wohngruppen Wilfried Kaserer, der Leiter des Arbeitsverbundes Martin Nagl, die Krankenpflegerin Sieglinde Platter, die Sozialbetreuerin Claudia Dietl, der Sozialbetreuer

22 Bewohnerinnen und Bewohner werden derzeit im Wohnhaus der Lebenshilfe Schlanders und in der Wohngemeinschaft im Holzbruggweg betreut und begleitet.

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Dass sich der Mitarbeiterschwund auch negativ auf das verbliebene Team auswirkt, liegt auf der Hand. „Vor Corona waren wir noch fast wie eine große Familie, nachher wurde plötzlich vieles schwierig oder unmöglich“, blickt Claudia Dietl zurück, die seit 1996 als Betreuerin im Wohnhaus arbeitet. „Gemeinsam ins Kino gehen, eine Pizza essen oder zusammen in den Urlaub fahren war nicht mehr denkbar.“ Dass familiäre Klima habe Schaden genommen und auch die Beziehungen zwischen den Betreuten und Betreuenden hätten gelitten: „Die Bewohnerinnen und Bewohner sind uns ja ans Herz gewachsen.“ Dass der Personalmangel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Grenzen gebracht hat und nach wie vor bringt, bestätigt auch Hartmut Pircher, der seit 12 Jahren als Quereinsteiger im Wohnhaus arbeitet. Zuvor hatte er 20 Jahre während der Sommermonate als Hirte verschiedene Almen in der Schweiz und im Trentino bewirtschaftet. Arbeit und Ausbildung Zum Sozialbetreuer wurde Hartmut im Zuge einer berufsbegleitenden Ausbildung. Später unterstützte ihn die Lebenshilfe bei einer Zusatzqualifikation (Sozialpsychiatrie). „Die Kombination von Arbeit und Ausbildung empfand ich als sehr sinnvoll,“ blickt Hartmut zurück. Die unterschiedlichen Dienstzeiten im Wohnhaus, in dem 5 Wohngemeinschaften im Turnusdienst betreut werden, bezeichnet er als abwechslungsreich. Die unterschiedlichen Aufgaben, wie Kochen, Tätigkeiten bei der Freizeitgestaltung oder unterstützende Pflegemaß-


VINSCHGER THEMA

Im Bild (v.l.): Sieglinde Platter, Claudia Dietl, Hartmut Pircher, Wilfried Kaserer, Martin Nagl, Georg Horrer und Franca Marchetto.

nahmen seien fordernd und bereichernd in einem. Die Hauptarbeitszeit konzentriert sich in der Regel auf den Nachmittag. Die wesentliche Aufgabe im Wohnhaus sei es, „die Bewohnerinnen und Bewohner bei ihren alltäglichen Bedürfnissen und Wünschen in einer wertschätzenden Art und Weise zu unterstützen“ und ihnen beim „Erleben sozialer Kontakte und bei der Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben behilflich zu sein.“ Das können Konzerte sein, Theateraufführungen, Barbesuche und vieles mehr. Gefragt seien nicht so sehr „Experten“ mit Methoden und Techniken, „sondern eine feinfühlige und offene Grundhaltung.“ Der Wert des Zwischenmenschlichen Was Sieglinde Platter an ihrer Arbeit als Krankenpflegerin im Haus Slaranusa besonders schätzt, ist das Zwischenmenschliche und das Vertrauen, das sich zwischen den betreuten Menschen und den Betreuenden bildet. Der Lebenshilfe ist es gelungen, Sieglinde Platter im Juli 2021 als festangestellte Fachkraft zu gewinnen. Zuvor hatte sie im Krankenhaus und im Seniorenheim gearbeitet. „Es ist für uns eine große Stütze, eine Krankenpflegerin im Haus zu haben, man denke zum Beispiel nur daran, dass Blutabnahmen direkt im Haus erfolgen können“, sagt Georg Horrer und erinnert gleichzeitig daran, dass es eigentlich die Zuständigkeit des Sanitätsbetriebes wäre, diese Stelle zu besetzen. Was Sieglinde Platter u.a. noch in den Raum wirft, sind bestimmte, aber eigentlich nicht begründete Berührungsängste, die manche Menschen haben, wenn es darum geht,

sich für eine Arbeit mit Personen mit Beeinträchtigungen zu entscheiden: „Wer diese Hemmschwelle überwindet, merkt rasch, wie interessant, befriedigend und bereichernd eine solche Arbeit sein kann.“ Im Gegensatz zu anderen Arbeitsumfeldern „spielen hier das Zwischenmenschliche und das Vertrauen noch eine große Rolle.“ „Saugkraft“ der Schweiz Einig sind sich alle darin, dass viele Fachkräfte vom Arbeitsmarkt in der Schweiz „aufgesogen“ werden, nicht zuletzt deshalb, weil die Löhne dort viel höher sind. In einer besseren Bezahlung für Berufe im Sozialbereich sieht Georg Horrer eines der wichtigsten Anliegen. Sein Appell an die Politik ist entsprechend klar: „Die Leistungen im Sozialbereich sind total unterbezahlt. In diesem Punkt muss die Politik endlich handeln.“ Horrer bezieht sich dabei nicht nur auf die Lebenshilfe, sondern auch auf die Seniorenheime und andere soziale Einrichtungen: „Es ist mittlerweile leider so, dass wir uns gegenseitig Personal abwerben und das kann es wirklich nicht sein.“ Einen großen Handlungsbedarf sehen er und Franca Marchetto auch im Bereich der Ausbildung: „Das Ausbildungsmodell für soziale Berufe muss dringend überdacht und angepasst werden.“ Als unbedingt notwendig und zielführend erachtet Horrer eine berufsbegleitende Ausbildung. Marchetto kann sich auch verstärkt Praktika für Studentinnen und Oberschülerinnen vorstellen sowie Schnuppertage und Sommerjobs im Haus der Lebenshilfe.

Auch freiwillige Mitarbeit ist gefragt Erschwert haben die Corona-Einschränkungen auch die Mitarbeit von Freiwilligen im Wohnhaus der Lebenshilfe. Die Bereitschaft von Ehrenamtlichen, mit den betreuten Menschen spazieren zu gehen, sie ins Dorf zu begleiten oder mit ihnen die Freizeit zu verbringen, hat abgenommen. Martin Nagl hofft, dass sich auch diese Situation bald wieder bessern wird: „Unser grundsätzliches Bemühen, das Haus zu öffnen, mit den Betreuten hinaus zu gehen und Menschen von außen ins Haus zu holen, wurde infolge der Pandemie eingebremst, aber wir setzen alles daran, diesen Weg weiterzugehen.“ Nicht unerwähnt lässt Georg Horrer im Rückblick auf die zwei Corona-Jahre, „dass wir uns stets bemüht haben, all das, was nur irgendwie möglich war, in Eigenverantwortung zuzulassen.“ So habe man zum Beispiel den Betrieb im Wohnhaus immer aufrecht erhalten und den sozialen Kontakt zu den Angehörigen so weit wie möglich unterstützt. Der Arbeitsverbund im Haus Slaranusa, wo die in den Wohngemeinschaften betreuten Menschen in der Regel untertags beschäftigt sind, musste zeitweise geschlossen bleiben. Das Team des Arbeitsverbundes half in dieser schwierigen Zeit dankenswerterweise mit, fehlende Dienste im Wohnbereich abzudecken. Hilfe für selbstbestimmtes Leben An der großen und vielschichtigen Aufgabe, den betreuten Menschen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben und Wohnen zu ermöglichen, hält das gesamte Mitarbeiterteam der Lebenshilfe fest. „Besser gerecht werden könnten wir unserem Auftrag, wenn sich Leute bereit erklären, bei uns zu arbeiten und uns auf diesem Weg SEPP zu begleiten“, sagt Georg Horrer. DER VINSCHGER 09/22

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Die Trockenrasen im Vinschgau (im Bild die Laaser Leiten) und in der Terra Raetica waren das Thema einer hochkarätigen Fachtagung im Kulturhaus in Schlanders.

Die Steppe lebt Fachtagung über Trockenrasen im Vinschgau und in der Terra Raetica. Die Verbuschung ist eines der größten Probleme. SCHLANDERS - Die Trockenrasen im Vinschgau und in der Terra Raetica haben aufgrund ihrer einzigartartigen Fauna und Flora einen besonderen naturkundlichen Wert. Die Geschichte der Trockenrasen, speziell jener am trockenen Vinschger Sonnenberg, neueste Forschungserkenntnisse und Studien sowie mögliche Gefahrenpotentiale für den Weiterbestand dieser einzigartigen Lebensräume standen im Mittelpunkt einer gutbesuchten Fachtagung, die am 6. Mai im Kulturhaus in Schlanders stattgefunden hat. Renommierte Expertinnen und Experten aus Südtirol, Österreich und der Schweiz hatten sich zur ganztätigen Tagung eingefunden. Was sich wie ein roter Faden durch viele der insgesamt rund 20 Referate zog, war die Sorge um die zunehmende Verbuschung von Trockenrasen und das Gefahrenpotential, das von den Monokulturen in der Talsohle ausgeht.

Andreas Hilpold

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Georg Pircher

„Sensibilität steigern“ Bürgermeister Dieter Pinggera, Andreas Tappeiner, der Vorsitzende der Terra Raetica, Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer, David Gruber, Direktor des Naturmuseums Südtirol, und Andreas Hilpold von Eurac Research, der das Biodiversitätsmonitoring Südtirol koordiniert, stimmten in ihren Grußworten darin überein, dass die Tagung vor allem dazu dienen soll, die Sensibilität für diese besonders wertvollen Lebensräume zu steigern. Zur Eröffnung referierte Professor Jürgen Dengler (ZHAW Zürich) über das globale Vorkommen von Trockenrasen und deren Bedeutung. Dengler arbeitet im Forscher- und Naturschützer-Netzwerk „Eurasian Dry Grassland Group (EDGG)“ mit. Der Vegetationskundler Hanspeter Staffler, der an der Universität für Bodenkultur Wien studiert

Hanspeter Staffler

Gerhard Tarmann

hat, beleuchtete die Kulturgeschichte und Vegetationsentwicklung des Vinschger Sonnenbergs in den vergangenen 10.000 Jahren. Im Mittelalter habe es am Sonnenberg noch ausgedehnte Waldflächen gegeben. Als der „Hunger“ des Menschen nach Holz und Grasland wuchs, kam es zu Entwaldungen. In den 1960er Jahren setzten Aufforstungsarbeiten ein, angestoßen von den Medizinern Heinrich Flora aus Mals und Heinrich Vögele aus Schlanders. Ziel war es, die „Krebsschäden“ am Sonnenberg zu beheben. Staffler gab zu bedenken, dass die Trockenrasen dort, wo nicht mehr beweidet wird, zunehmend verbuschen und somit in einigen Jahrzehnten verschwinden könnten. Auf das Problem der Verbuschung ging auch der Amtsdirektor Georg Pircher vom Forstinspektorat Schlanders ein, der über Maßnahmen des Forstdienstes am Sonnenberg informierte. Aufgeforstet wird

Joachim Mulser

Joachim Winkler

Thomas Wilhalm


VINSCHGER GESELLSCHAFT auf Trockenrasen schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Man sei aber seit den 1990er Jahre dabei, die seinerzeit aufgeforsteten, rund 940 Hektar umfassenden Schwarzföhrenforste schrittweise in laubholzreiche Mischwälder umzustrukturieren. Auch über Weideverbesserungen, die Errichtung von Weidekoppeln und andere Maßnahmen gegen die Verbuschung informierte Pircher. Seltene Pflanzen und Tiere Mit einem geschichtlichen Abriss der botanischen Erforschung der Vinschger Trockenrasen wartete Thomas Wilhalm vom Naturmuseum Südtirol auf. In die Welt der Schmetterlingsfauna am Vinschger Sonnenberg führte Gerhard Tarmann (Tiroler Landesmuseen Ferdinandeum Innsbruck) ein. Laut Tarmann setzt die Abdrift der in der Talsohle verwendeten Pflanzenschutzmittel auch der Schmetterlingsfauna zu. Ähnlich äußerte sich auch der Biologe Joachim Winkler, der die zum Teil einzigartige Vogelwelt des Sonnenbergs vorstellte. „Auch Vögel leiden unter den Veränderungen“, mahnte Winkler. Maßnahmen gegen die Verbuschung von Trockenrasen seien ebenso notwendig wie eine Reduzierung des Spritzmitteleinsatzes im Tal und eine Ökologisierung der Landwirtschaft. Über die Erhebung, den Schutz und das Management der Trockenrasen in Südtirol referierte Joachim Mulser vom Landesamt für Natur. Die Themen weiterer Fachreferate reichten vom Mikroklima von Trockenweiden in Matsch und der Diversität der Bodenorganismen in den Trockenweiden des Vinschgaus bis hin zu Trockenrasenerhebungen im Rahmen des Biodiversitätsmonitorings Südtirol, Langzeitveränderungen der inneralpinen Trockenvegetation im Vinschgau und zu Landnutzungs- und Klimaeffekten auf die Trockenvegetation im Vinschgau von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Außerdem wurden die Evolution und der Naturschutzwert europäischer Steppenorganismen, die Trockenrasen im Unterengadin,

Die Verbuschung von Trockenrasen am Vinschger Sonnenberg nimmt stetig zu.

Oberinntal und in der Val Müstair sowie die Trockenrasen im Naturpark Kaunergrat beleuchtet. „Isoliertes inneralpines Steppengebiet“ Die Tagung hat u.a. gezeigt, dass der Vinschger Sonnenberg mit seinen steilen, sonnenexponierten Hängen und den geringen Niederschlagsmengen ein isoliertes inneralpines Steppengebiet ist. Trotz der vergleichsweise geringen Fläche ist er mit ähnlichen Tier- und Pflanzenarten ausgestattet wie der große asiatische Steppengürtel. Andreas Hilpold: „Wir haben in

Die Fachtagung war gut besucht.

unseren Studien gesehen, dass die Tier- und Pflanzenarten dieser alpinen Steppeninseln aber trotz ihrer Ähnlichkeit nicht nur Ableger von den zentralasiatischen Steppen sind, sondern genetisch ganz eigenständige Populationen entwickelt haben, die seit hunderttausenden von Jahren isoliert sind.“ Bei einigen der untersuchten Arten werde es in Zukunft nötig werden, die inneralpinen und westeuropäischen Populationen als eigene Arten zu beschreiben. „Das verdeutlicht den essentiellen Wert unserer alpinen Trockenrasengebiete für die Artenvielfalt Eurasiens. Denn wenn diese kleinflächigen Gebiete verschwinden, verschwinden ihre speziellen Arten und Unterarten von der globalen Bildfläche“, schreibt Ulrike Tappeiner, die Leiterin des Instituts für Alpine Umwelt von Eurac Research. Die Expertinnen und Experten sensibilisierten bei der Tagung für den wertvollen Lebensraum, da nicht unter Schutz stehende Trockenrasengebiete zunehmend verbuschen. Andreas Hilpold: „Ihre Existenz ist eng mit der jahrhundertealten traditionellen Bewirtschaftung verbunden; eine sanfte Beweidung wäre wichtig, um diese Gebiete zu erhalten.“ SEPP

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Baustelle Südtirol“

„Finanzierungs-Kleeblatt“

Elmar Prieth, BM Erich Wallnöfer und Vizebürgermeisterin Rosa Pichler Prieth (v.l.). GLURNS - Noch bis zum 13. Mai von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 16 bis 17 Uhr kann im Parterre des Rathauses in Glurns die Fotoausstellung „Baustelle Südtirol – Siedlungsentwicklung im Vinschgau“ besichtigt werden. Die Fotoausstellung veranschaulicht die Siedlungsentwicklung der vergangenen 100 Jahre im Vinschgau in allen ihren positiven und problematischen Aspekten. Zu sehen sind Fotos von Chronistinnen und Chronisten, die das Zeitgeschehen seit über 30 Jahren dokumentieren. Die Ausstellung in Glurns ist eine Initiative der Südtiroler Chronistinnen und Chronisten in Zusammenarbeit mit Glurns Marketing und dem Bildungsausschuss Glurns/Taufers SEPP im Münstertal.

Offene Tür und Schludernser Chronik SCHLUDERNS - Anlässlich des Internationalen Museumstages am 15. Mai können im „Vintschger Museum“ in Schluderns mehrere Ausstellungen bei freiem Eintritt besucht werden: Archäologie, WasserWosser, Schwabenkinder sowie Fahrende – Die Vintschger Korrnr. Am 21. Mai um 18 Uhr wird im Museum die Ausstellung „Baustelle Südtirol“ eröffnet. Im Rahmen der Eröffnung stellt der Schludernser Chronist Alexander Lutt die Schudernser Chronik des RED Jahres 2020 vor.

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NATURNS - Mit Investitionen und finanziellen Zusatzeinnahmen soll die Zukunft des Erlebnisbades von Naturns gesichert werden. „Wir haben lange und intensiv über alle mögliche Szenarien gesprochen“, sagte die Gemeindereferentin Astrid Pichler, die bei der jüngsten Ratssitzung die Ergebnisse der „Arbeitsgruppe Erlebnisbad“ präsentierte. „Der Jahresbetrieb wird beibehalten, die Ausgaben sollen durch eine energetische Sanierung reduziert und die Attraktivität mit der Schaffung einer ‚Erlebnistherme’ gesteigert werden,“ fasste Pichler zusammen. Außerdem setze man zur Sicherung zusätzlicher Einnahmen auf drei Schienen: Anpassung der Eintrittspreise sowie finanzielle Unterstützung seitens der Tourismusgenossenschaft und seitens der Gemeinde. Astrid Pichler gab sich überzeugt, die Zukunft des Erlebnisbades mit diesem „FinanzierungsKleeblatt“ sichern zu können. Bürgermeister Zeno Christanell hieb in dieselbe Kerbe. Die Preissteigerung soll möglichst wenig die einheimische Bevölkerung treffen. Seitens der Tourismusgenossenschaft werden jährlich 60.0000 Euro erwartet.

vorsieht, kommen für uns gerade recht“, so Pichler. Für die energetische Sanierung des Erlebnisbades sind 340.000 Euro vorgesehen. Geschöpft werden diese Mittel aus dem Verwaltungsüberschuss 2021. Insgesamt beläuft sich dieser übrigens auf ca. 2,1 Mio. Euro. Dem Vorschlag des Ausschusses, 400.000 Euro als Reserve zurückzulegen und 1,7 Mio. für verschiedene Projekte zu verwenden, die sich zum Teil schon in der Umsetzungsphase befinden, stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu. Auch Geldmittel für 6 Schritte in Richtung mehr Energie-Diversifizierung sind vorgesehen (Biomasse, Photovoltaik, Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung usw.) Das Ratsmitglied Michael Lochmann sprach im Zusammenhang mit den Finanzierungsplänen für das Erlebnisbad von „sehr viel Geld“. Seiner Ansicht nach solle eine Volksbefragung in Erwägung GIS wird angehoben gezogen werden. Evi Prader beUm zu jährlichen Zusatzein- anstandete, „dass ein externer nahmen für die Deckung der Fachmann in der Arbeitsgruppe Erlebnisbad-Führungskosten zu fehlte“ und dass das Thema GIS kommen, erhöht die Gemeinde eine „komplexe Sache“ sei. die Gemeindeimmobiliensteuer (GIS). Der Gemeinderat stimmte Neuer Präsident der Naturns einer Anhebung des Hebesatzes Kultur & Freizeit GmbH von 0,76 auf 0,96% ab dem Jahr Formell ernannt hat der Ge2023 mehrheitlich zu. „Die GISAnpassungen, wie sie das Land meinderat auch den 3-köpfigen

Die jüngste Sitzung des Gemeinderates von Naturns fand in Präsenz statt, konnte aber auch online mitverfolgt werden.

© Santer Peter

Mit mehreren „Schienen“ in die Zukunft

Verwaltungsrat der Naturns Kultur & Freizeit GmbH, die das Erlebnisbad führt. Nach dem Ausscheiden des bisherigen Präsidenten Andreas Heidegger wurde Benjamin Peer zum neuen Präsidenten ernannt. Die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Astrid Pichler und Uli Stampfer (Direktor der Tourismusgenossenschaft) wurden bestätigt. Wie der Bürgermeister informierte, erhält der Präsident künftig für seine Arbeit eine Entschädigung. Damit war Dietmar Rainer nicht einverstanden und stimmte somit dagegen. Ausweichquartier für Kindergarten Genehmigt hat der Rat das Vorprojekt für das Ausweichquartier des Kindergartens Naturns, der neu gebaut wird. Das Quartier entsteht hinter der Tennishalle. Laut Vizebürgermeister Michael Ganthaler wird für die Unterbringung von zwei Gruppen eine Fixstruktur in Holzbauweise errichtet. Diese Struktur, die insgesamt rund 900.000 Euro kostet, bleibt nach dem Umzug in den Neubau erhalten und kann für andere Zwecke genutzt werden. Für zwei weitere Kindergarten-Gruppen werden bei der fixen Holzhausstruktur 19 Container aufgestellt. Für deren Miete ist mit Gesamtkosten von ca. 190.000 Euro zu rechnen. Die Errichtung des Ausweichquartiers soll zum Schulschluss 2022 beginnen und bis Mai 2023 abgeschlossen sein, sodass das Quartier bereits als Standort für die Sommerbetreuung 2023 dienen kann. SEPP


VINSCHGER GESELLSCHAFT

Ein Knistern im Gebälk In der Zieltal-Gemeinde wird ein „Maulwurf“ gesucht. PARTSCHINS - Die Ratssitzung vom 27. April wurde mit „Reparaturen“ am Protokoll der Sitzung vom 22. Februar eröffnet. Punkt 2 der Tagesordnung betraf eine Anfrage von Sabine Zoderer und Christian Leiter (Die Freiheitlichen) nach der „Zusatzbelastung des Gemeindehaushaltes durch die stark gestiegenen Energiepreise“. Es wurden fünf Fragen gestellt von der Höhe der Stromkosten der Jahre 2020 und 2021 bis zur Überlegung, den oder die Anbieter zu wechseln. Die Fragen wurden ausführlich zu den Bereichen Strom, Gas, Heizöl beantwortet. Es folgte der Beschlussantrag von Sabine Zoderer (Anm. Fraktionskollege Leiter war krank gewesen) „Corona-Hilfen ja – Missbrauch nein“, mit dem der Rat aufgefordert wurde, alle 112 Ansuchen zur Reduzierung der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) zu kontrollieren und sich nicht nur mit den empfohlenen Stichproben an „mindestens 8 %“ zu begnügen. Es gehe immerhin um einen Gesamtbetrag von 264.898,87 Euro. Zoderer erklärte – sichtlich verärgert – dass der Beschlussantrag „nach außen gegangen sei“ und dass man sie angerufen und ihr empfohlen habe, den Antrag zurück zu ziehen, weil sie sich damit keine Freunde mache. „Ich sitze nicht im Gemeinderat, um Freunde zu finden“, erzählte Zoderer. „Es

Abstimmung über den Beschlussantrag der Freiheitlichen Rätin Sabine Zoderer

wäre auch das falsche Lager. Man müsste in der Volkspartei sitzen, denn dort finde man die Freunde im Edelweiß.“ Sie habe nicht vor, rechtliche Schritte einzuleiten, aber der oder die im Rat solle dazu stehen und sich melden. Die zahlreichen Wortmeldungen betrafen mehr die zu kontrollierende Anzahl der Antragsteller, die Berechtigung zu kontrollieren, und gingen nicht auf die „Maulwurfaktion“ ein. Auf die Bemerkung Zoderers hin „Ich bin wahnsinnig enttäuscht“, brachte Thomas Schönweger (SVP) die „Unschuldsvermutung“ ins Spiel. 265.000 Euro seien einfach keine „Peanuts“, beharrte Zoderer. „Wir Steuerzahler müssen dafür geradestehen“. Die Sprecherin der Bürgerliste, Jutta Pedri, solidarisierte sich mit der Freiheitlichen Zoderer. Der Antrag wurde mit

den Stimmen der SVP versenkt. Von der Bürgerliste enthielten sich Pedri und Monika Pföstl der Stimme. Für den Antrag stimmten Zoderer, Christian Leiter (F) und Benjamin Schupfer (BL). Mehr Erfolg hatte der Antrag der Bürgerliste Partschins Rabland Töll „Die Errichtung einer Stromgenossenschaft in der Gemeinde Partschins“. Der Rat solle den Bürgermeister als zuständigen Referent beauftragen, die „technische Umsetzbarkeit

Die Fraktion der Freiheitlichen Christian Leiter und Sabine Zoderer

einer Stromgenossenschaft auf Gemeindegebiet“ zu überprüfen. Dazu erinnerte Karl Moser (SVP) über frühere Anläufe in dieselbe Richtung, die allesamt am Personalmangel gescheitert seien. Derzeit befände man sich wieder in derselben Situation ohne Personal für Produktion oder Verteilung. Pedri (BL) meinte, Personal lasse sich finden. Adolf Erlacher (SVP) empfahl eine Studie. Zoderer (F) machte sich Gedanken über die Kosten. Einstimmig wurde der Vorschlag von Bürgermeister Forcher angenommen, einen Techniker aus dem Passeiertal kommen zu lassen. Da die Verträge mit der Edyna zu erneuern seien, käme ein Kostenvergleich Edyna oder Genossenschaft gerade recht. GÜNTHER SCHÖPF

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Viele Vorhaben im Bereich Verkehr Laaser Gemeinderat verabschiedet Liste von Vorhaben, die in der laufenden Amtsperiode verwirklicht werden sollen. LAAS - Die künftigen Vorhaben der Gemeinde Laas in Sachen Verkehr standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei wurde eine Liste von teils bereits konkreten Projekten vorgelegt, die im Laufe der Amtsperiode abgearbeitet werden soll. Die Referenten Elfi Kirmaier und Arnold Riedl stellten vor, was unter dem Titel „Verkehrsstudie“ zusammengefasst wird. Es geht um das jährliche Asphaltierungsprogramm, Schaffung von Parkplätzen für Autos und Fahrräder, die schrittweise Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung sowie Projekte zur Gestaltung von Verkehrsflächen und Straßenbauprojekte. Auf der letztgenannten Liste scheinen derzeit in Laas die Allitzstraße und die Vinschgaustraße auf sowie der Radweg durch das Dorf auf, in Eyrs die Einfahrt Ost und West sowie die Zufahrt zur Siedlung Tuchbleiche und in Tschengls die Zu- und Abfahrt der Straße nach Spondinig bei den sogenannten Beigärten. Zudem geht es um den Parallelweg zur Vinschger Straße, der von Eyrs bis Laas zum sogenannten „Weißen Bild „fortgesetzt werden soll. Bei der Allitzstraße muss in Folge eines anhängenden Rechtsstreites eine Grundstücksregelung mit allen Anrainern durchgeführt werden. Dies sei dringend erforderlich, sagte Bürgermeisterin Verena Tröger dem der Vinschger. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass dies noch im Laufe des Jahres gelingen werde.

Die Vinschgau-Straße soll im Abschnitt von der Pfarrkirche bis zum Despar Kofler, einschließlich des Dorfplatzes, neu gestaltet werden. Geplant ist u.a. eine Verbreitung der Gehsteige.

die Zu- und Abfahrt der Verbindung nach Spondinig neu zu gestalten. Derzeit ist sie steil und Zufahrten West und Ost in Eyrs unübersichtlich. Der Parallelweg zur Vinschgauer Staatsstraße ab Die Gemeinde wird auch in Eyrs soll zum „Weißen Bild“ in Eyrs die Zufahrten West und Ost Laas verlängert werden, damit vorantreiben, die schon seit vielen der landwirtschaftliche Verkehr Jahren ein Thema sind. Diesbe- direkt nach Laas gelangen kann, züglich laufen Gespräche mit dem ohne auf die Staatsstraße einLandesstraßendienst West, der fahren zu müssen. Der Neubau auch für die Vinschgauer Staats- der Etschbrücke in Laas wird straße verantwortlich ist. Bei der hingegen nicht auf dieser Liste Zufahrt Tuchbleiche geht es um angeführt. „Dieses Projekt wird den Bau eines Gehsteiges und auf jeden Fall so rasch wie mögdas Aufweiten einer Kurve. In lich umgesetzt, denn das ist aus Tschengls hat die Gemeinde 2 sicherheitstechnischen ErforderGärten angekauft. Deren Fläche nissen dringend anzugehen“, sagte soll nun dazu verwendet werden, Verena Tröger. Beim Land wurde schon um eine Finanzierung des 1-Million-Euro-Projektes angeNeugestaltung der Vinschgau-Straße sucht. Mit der Liste der Vorhaben im Bereich Verkehr hatte sich der Laaser Gemeinderat bereits im Nicht minder dringend ist laut der Bürgermeisterin die NeugeVorfeld der Gemeinderatssitzung staltung der Vinschgau-Straße von ausführlich befasst. Grundsätzlich der Pfarrkirche bis zum Despar waren alle damit einverstanden, Kofler, einschließlich des Dorfeinige Ratsmitglieder kritisierten platzes. Unter anderem ist eine Der Laaser Gemeinderat verabschiedete eine Liste mit Vorhaben im Bereich allerdings die Prioritätensetzung. Verbreitung der Gehsteige vorge- Verkehr, die während der laufenden Amtsperiode umgesetzt werden sollen. RED 10

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sehen, die derzeit so schmal sind, dass sie mit einem Kinderwagen oder einem Rollator nicht genutzt werden können. Um den notwendigen Platz zu schaffen, wurde angedacht, die bestehenden Parkplätze zu streichen, was wiederum Widerstand bei Geschäften und Gastbetrieben hervorgerufen hat. „Nun wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die prüfen wird, was möglich ist“, sagte die Bürgermeisterin. Bei diesem Vorhaben drängt die Zeit, denn die Gemeinde Laas hat bereits einen Landesbeitrag von insgesamt 760.000 Euro erhalten, der bei der jüngsten Sitzung im Zuge der Haushaltsänderungen verbucht wurde. Damit das Geld

nicht verloren geht, will man noch heuer mit den Arbeiten starten.


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Suche nach neuen Quellen LAAS - Andrea Perger von der

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Anfragen zu Transportfirma und Vereinshaus-Standort

„Das Trinkwasser ist laut Wasseranalysen kein Verlustwasser des Druckstollens“, sagt Bürgermeisterin Verena Tröger.

Eine Anfrage zum Thema „Transportfirma Laganda, Verkehr Enderbrugg“ hatte Marian Perfler von der Bürgerliste eingebracht. Laut der Bürgermeisterin hat es Gespräche mit der Firma gegeben, „in denen ganz explizit auf die Problematik hingewiesen wurde.“ Der Firma sei am 13. Jänner 2022 ein Termin von 90 Tagen für die Abbruchverfügung für den Zeltbau zugestellt worden. Das Transportunternehmen habe ein Projekt für die Gewerbezone in Tschengls zum Bau einer Lagerhalle eingereicht. Die Baugenehmigung wurde am 24. März 2022 erteilt. Der Bau soll innerhalb eines Jahres beginnen und innerhalb von 3 Jahren fertiggestellt sein. Zur Frage bezüglich des Standortes eines Vereinshauses in Laas schreibt die Bürgermeisterin, dass das „Koch-Zenzl-Areal“ direkt neben dem Friedhof liegt und „in Zukunft als Teil für die Erweiterung des Pfarrfriedhofes benötigt werden wird.“ Zwischenzeitlich sei angedacht, die Fläche als Parkmöglichkeit zu nutzen. Das Thema Vereinshaus sei der Gemeindeverwaltung wichtig, für 2022 gebe es aber andere Prioritäten: Abschluss Arzthaus, Baubeginn Josefshaus, Konfliktklärung Allitzstraße, Projektierung FF-Halle Eyrs, Trink- und Quellfassung Tschengls. Es sei geplant, „vor Projektbeginn Gespräche mit den Vereinen zu führen und eine aktuelle Bedarfsanalyse durchzuführen.“ Der Fokus liege, wie im Gemeinderat beschlossen, auf dem Standort in der SportSEPP zone St. Sisinius.

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Bürgerliste Laas hat zum Thema Trinkwasserversorgung eine Anfrage im Gemeinderat eingebracht. Auf die Frage, was die Gemeindeverwaltung zu unternehmen gedenkt, um die Trinkwassersicherheit für die Bevölkerung langfristig und mit der nötigen Reserve zu gewährleisten, antwortete die Bürgermeisterin Verena Tröger, dass die Verwaltung auf der Suche nach neuen Quellen sei: „Einige wurden bereits beprobt, die chemische Probe ist gut, die bakterielle Auswertung steht noch aus. Auch müssen auf das Jahr verteilt 3 Analysen gemacht werden, damit das Wasser genutzt werden kann.“ Es werde auch eine Leitung von der Enzianquelle bis zu den Valtinböden angedacht, um eine weitere Sicherheit zu haben. In der Antwort wird außerdem festgehalten, „dass das Trinkwasser laut Wasseranalysen kein Verlustwasser des Druckstollens ist.“ Man könne nicht mit Sicherheit sagen, „dass das Verlustwasser vom Stollen die Valtinquellen speist.“ Zur Frage, ob die Gemeinde bestrebt sei, die Trinkwasserversorgung auf breitere Basis zu stellen, schreibt die Bürgermeisterin, „dass bei den Valtinquellen 4 Quellen zusammenlaufen, die bei den Valtinböden gefasst werden.“ Die Schüttungen dieser Quellen waren immer ziemlich konstant, mit bis zu 40 bis 50 l/s und auch mehr. Allerdings habe es einzelne Jahre gegeben, in denen die Schüttung auf ca. 13 l/s schrumpfte, „jedoch noch nie in einem solchen Ausmaß wie in diesem Winter.“ Eingespeist werde auch Wasser von der „Zapfabadquelle“. Es werde angedacht, neue Quellen im Laaser Tal zu suchen. Zum Thema Überwasser aus Allitz hält Verena Tröger fest, „dass das Verlegen einer permanenten Leitung von Allitz nach Laas nicht sinnvoll ist, da nur eine Zuleitung von 2 l/s möglich ist. Es ist jedoch abgeklärt, dass im äußersten Notfall eine fliegende Leitung (mit Trinkwasserschläuchen der Berufsfeuerwehr) schnell gelegt werden kann.“ Eine solche fliegende Trinkwasserleitung

müsse allerdings rund um die Uhr überwacht werden. Bezüglich des Gerüchtes, wonach auch andere von der Trinkwasserquelle ableiten würden, ist es der Verwaltung und dem Gemeinderat laut Tröger selbstverständlich ein Anliegen, „diesen Sachverhalt aufzuklären.“ Ein Lokalaugenschein, wie ihn die Bürgerliste in der Anfrage gefordert hat, werde innerhalb Mai stattfinden.

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Fotos: Peter Niederfriniger

Ein großer Tag für das kleine Tanas

Beim Einzug zum Gottesdienst. TANAS - Brände löschen, zu Un- Mai gleich mehrere. So stand

fällen ausrücken und auch sonst immer zur Stelle sein, wenn der Nächste Hilfe braucht: das sind nach wie die Kernaufgaben der Freiwilligen Feuerwehren. Dass die Feuerwehren darüber hinaus aber auch ein wichtiger Teil des sozialen Lebens und der Dorfgemeinschaften sind, zeigte sich am 7. Mai im kleinen Dorf Tanas. Von den derzeit 160 Einwohnern sind 35 aktive Mitglieder der Feuerwehr. Gründe zum Feiern hatte die Tanaser Wehr am 7.

neben der Florianifeier auch das Jubiläum „Freiwillige Feuerwehr Tanas – 1912-2022“ an. „Die Neugründung der Feuerwehr Tanas erfolgte auf den Tag genau heute vor 75 Jahren, nämlich am 7. Mai 1947“, sagte der Kommandant Roman Trenkwalder bei der Jubiläumsfeier im Schulgebäude, in dem sich neben der großen „Feuerwehrfamilie“ auch zahlreiche Ehrengäste sowie ein Großteil der Tanaser Bevölkerung versammelt hatten. Genau 50

Diese Handsirene ist zwar um einige Jahrzehnte älter als der Tanaser Feuerwehrkommandant Roman Trenkwalder, aber sie funktioniert noch immer.

Die Musikkapelle Laas vor dem „großen Herrgott“ in Tanas, der nach dem Brand zweier Höfe und des Pfarrhauses (1743) errichtet wurde und für die Feuerwehr bis heute Beschützer und Fürsprecher geblieben ist.

Die Halle, wo normalerweise die 9 Grundschüler turnen, wurde am 7. Mai zu einem Festsaal.

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Jahre sind seit der Anschaffung der Feuerwehrfahne vergangen. Dass es bereits 1912, also schon vor 110 Jahren, eine Löschgruppe in Tanas gab, belegt das Protokoll der Feuerwehrbezirkstagung aus jenem Jahr. Die Entwicklung von der ersten Löscheinheit - die erste Löschpumpe und die Schläuche waren am Rinnhof bei Jakob Niederfriniger, dem damaligen Kommandanten, untergebracht bis zur Feuerwehr von heute ist in einem Fotobuch nachgezeichnet, das Ludwig Fabi federführend

Sitzt der Feuerwehrnachwuchs schon auf der Schulter?

erarbeitet hatte und bei der Feier vorstellte. Historische und aktuelle Bilder vermitteln einen guten Einblick in die Tätigkeiten und das „Innenleben“ der Feuerwehr. Neben Einsätzen - außergewöhnlich oft musste die Tanaser Wehr zu Traktor- und Transporterunfällen ausrücken - sowie Übungen wird auch die Unterbringung der Feuerwehr vom der ersten „Halle“, die nicht viel mehr als ein Keller war, bis zur heutigen modernen und gut ausgestatteten Feuerwehrhalle veranschaulicht. Nicht zu kurz kommen auch das Gesellige, Anekdoten zur „Konkurrenz“ mit der Feuerwehr Eyrs und nicht zuletzt der Kampfgeist der Tanaser Bewerbsgruppen, die schon bei zwei Feuerwehrolympiaden Gold holten: 2009 in Ostrava in Tschechien und 2017 in Villach. Glückwünsche sowie Wortes des Dankes und der Wertschätzung für den unverzichtbaren Dienst, den die Freiwillige Feuerwehr Tanas seit vielen Jahrzehnten zum Wohl der Allgemeinheit leistet, überbrachten Bürgermeisterin Verena Tröger, Feuerwehrbezirkspräsident Roman Horrer, Abschnittsinspektor Hugo Trenkwalder, der Tanaser Fraktionspräsident Raimund Niederfriniger und Johann Spechtenhauser, Obmann der Raika Laas. Begonnen hatte der Festtag mit einem Gottesdienst, den der Pfarrseelsorger P. Joseph zelebrierte. Roman Trenkwalder dankte allen früheren Kommandanten, allen Mitgliedern der Feuerwehr, den Patinnen, der Gemeinde, der Fraktion, der Raika Laas und nicht zuletzt der Musikkapelle Laas, die das Feuerwehrjubiläum mitgestaltet hat. SEPP


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Auf dass alles wachsen und leben kann SCHLANDERS - Bereits Anfang Mai 2021 wurden entlang eines Teilstückes der alten Vinschger Straße östlich des Fernheizwerks in Schlanders Hecken und Sträucher gepflanzt sowie Lesesteinhaufen errichtet. Auch ein Blühstreifen wurde entlang der Böschung angelegt. Zumal die Straße und Randflächen der Gemeinde gehören, hatte Rudi Tappeiner, einer der Anrainer, schon zuvor im Gespräch mit Gemeindeverwaltern angeregt, nicht mehr regelmäßig alles kahl zu mähen, sondern mit Bepflanzungen, Lesesteinhaufen und Insektenhotels einen artenreichen Lebensraum für Pflanzen, Insekten, Eidechsen und andere Kleinlebewesen zu schaffen. Bei Klaus Bliem von der Forststation Schlanders und der Schlanderser Gemeindeverwaltung stieß dieser Vorschlag sofort auf offenen Ohren. „Wichtig ist, dass wir die Anrainer-Bauern, die Forststation, die Imker und weitere Beteiligte mit ins Boot holen konnten“, freute sich die Gemeindereferentin Monika Wielander am vergangenen Samstag bei der Fortsetzung des Bepflanzungsprojektes in Richtung Osten. Eine stark motivierte Arbeitsgruppe

te, gehört der Bereich der alten Vinschger Straße zum Einzugsgebiet des Pilotprojekts „Schneewinkel“. Ziel dieses Projektes ist es, mit geprüften Maßnahmen die Artenvielfalt in Obstanbaugebieten zu fördern. Die Initiative, die Biodiversität entlang der alten Vinschger Straße zu fördern, ist laut Monika Wielander ein konkretes Beispiel dafür, dass auch Gruppenbild vor dem Beginn der Arbeiten seitens von Gemeinden konkrete positive Zeichen gesetzt werden machte sich daran, Hecken und holz hat eine Funktion, auch in können und sollen. Einen beSträucher zu pflanzen, auf einem den Wäldern.“ Außerdem müsse sonderen Dank zollte sie Klaus weiteren Teil der Böschung eine man der Natur auch Zeit lassen. Bliem, ihrer Kollegin im AusSaatmischung auszubringen und Im Anschluss an die erste Ak- schuss, Christine Kaaserer, die neue Lesesteinhaufen anzulegen, tion im Mai 2021 waren auch mit allen 6 Anrainern gesprochen wobei auch Totholz eingebracht zwei erste Grundschulklassen hatte, dem „Paten“ Leonhard wurde. „Es muss in der Natur aus Schlanders vor Ort, um die Wellenzohn und allen, die am nicht alles sauber aufgeräumt Bepflanzungen fortzusetzen. Wie 7. Mai gekommen sind, um die sein“, sagte Klaus Bliem, „Tot- Leonhard Wellenzohn informier- Ärmel hochzukrempeln. SEPP

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„Der Vinschgau fehlt am Tisch“ SVP-Führung neu bestellt. Philipp Achammer wünscht sich einen Vinschger Landesrat. SCHLANDERS - Trotz der internen Krisen und Wirbelstürme der vergangenen Monate richtet die SVP den Blick nach vorne. Nicht zuletzt auch deshalb, weil im nächsten Jahr Landtags- und Parlamentswahlen angesagt sind. Diese anstehenden „Verabredungen“ mit der Wählerschaft blitzten am 29. April bei der SVP-Bezirksausschusssitzung im Gamperheim in Schlanders immer wieder deutlich auf. Im Mittelpunkt standen die Neuwahlen. Albrecht Plangger hatte sich trotz einer „Frustphase“ dazu entschlossen, zum dritten Mal als Bezirksobmann zu kandidieren. Der Kammerabgeordnete war der einzige Kandidat. Alle 35 vertretenen Stimmrechte entfielen auf Albrecht Plangger. Zu seiner neuen Stellvertreterin wurde mit 33 von 35 Stimmrechten Irmgard Gamper aus Goldrain gewählt. Sie ist Gemeindereferentin in Latsch und folgt auf den bisherigen Stellvertreter Helmut Fischer. Bei der Wahl der 5 Mitglieder der Bezirksleitung wurden Alois Lechner aus Prad, Kurt Ziernhöld aus Reschen und Renate Laimer aus Schlanders bestätigt. Als neue Mitglieder kamen Harald Plörer aus Morter (Ratsmitglied in Latsch) und Martin Karl Pircher aus Kastelbell (SVP-Ortsobmann von Kastelbell) dazu. Bestätigt wurden auch die zwei bisherigen Parteiausschussmitglieder Roselinde Gunsch aus Taufers im Münstertal und Dieter Pinggera aus Schlanders. In seinem kurzen Bericht hatte Albrecht Plangger vorausgeschickt, dass auch der Bezirk Vinschgau in den

Im Bild (v.l.): Alois Lechner (Bezirksleitung), Irmgard Gamper (Bezirksobmann-Stellvertreterin), Albrecht Plangger (Bezirksobmann), Renate Laimer, Harald Plörer und Kurt Ziernhöld (alle drei Bezirksleitung), Dieter Pinggera (Parteiausschuss), Parteiobmann Philipp Achammer und Martin Karl Pircher (Bezirksleitung); Roselinde Gunsch (Parteiausschuss) fehlt im Bild.

vergangenen Jahren Mitglieder und Stimmrechte verloren hat. Es sei aber gelungen, für 22 der fast 40 Ortsgruppen neue Ortsobleute zu gewinnen. Auch auf eine Reihe offener „Baustellen“ im Vinschgau verwies Plangger. Als großen Schritt wertete er u.a. die Gründung der Gesellschaft „Stilfser Joch GmbH“, obwohl es sehr lange gedauert habe „und wir Vinschger nicht einmal zur Gründung nach Bozen eingeladen worden sind.“ Noch immer nicht wirklich weitergekommen sei man beim Schülerheim in Mals, beim Direktbus Mals-Landeck und beim Nationalparkplan, obwohl jetzt Bewegung in diese und andere Vorhaben komme. Auch für den Bau der Tiefbauhalle in Schlanders zeichne sich endlich eine positive Entwicklung ab. Zu begrüßen sei die Genehmigung der technischen Eigenschaften für den Bau einer Steinschlagschutzgalerie in der „Latschander“ seitens der Landesregierung. Für diesen Sicherungseingriff will das Land ca. 8,3 Millionen Euro investieren. Später soll auch ein ca. 900

Meter langer Tunnel folgen, wobei mit Kosten von rund 40 Mio. Euro zu rechnen sei. „Ost-West-Gefälle ist ungut“ „Wenn es um das Wesentliche geht, muss jede und jeder bereit sein, einen Schritt zur Seite zu machen“, sagte Parteiobmann Philipp Achammer in Bezug auch die parteiinternen Krisenmonate: „Wir als Partei fallen nicht um, wenn eine Person umfällt.“ Bestimmte Dinge seien intern aufzuarbeiten. „Die Verwaltung im Land ist sauber“, so Achammer, „über den Umgang miteinander ist zu reden.“ Es gehe nicht darum, „dass wir uns obermoralische Ansprüche stellen, sondern dass wir professionell zusammenarbeiten und uns im Interesse der Bevölkerung um die Sachthemen kümmern.“ Nicht der Neid habe Südtirol groß gemacht, sondern der Ausgleich. „Wir können stolz sein auf das, was die SVP seit über 70 Jahren für dieses Land geleistet hat und wir können uns damit sehen lassen.“ In diesem Sinn

Im Gamperheim in Schlanders hat sich der SVP-Bezirksausschuss zur Versammlung mit Neuwahlen getroffen.

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werde er im Sommer zusammen mit dem Landeshauptmann Arno Kompatscher in die Bezirke gehen und das direkte Gespräch mit der Bevölkerung suchen. Kein Hehl machte der Parteiobmann daraus, dass es ein politisches „Ost-West-Gefälle“ zu Ungunsten des Vinschgaus bzw. des Westens gebe, das ungut sei. „Seit dem Ausscheiden von Richard Theiner fehlt der Vinschgau am Tisch“, so Achammer. Er wünsche sich wieder einen Vinschger Vertreter in der Landesregierung. Der Landtagsvizepräsident Sepp Noggler informierte über die bestätigende Landesvolksabstimmung, die am 29. Mai stattfindet. Es gehe laut Noggler im Kern darum, „ob es zugelassen werden soll, dass 300 Personen ein Landesgesetz blockieren können oder nicht.“ Allen Haushalten werde in Kürze eine Broschüre mit allen Informationen zur Abstimmung zugesandt. Der bisherige Bezirksobmann-Stellvertreter Helmut Fischer rief eindringlich zum Zusammenhalt im Bezirk auf, vor allem bei Wahlen. SEPP

Helmut Fischer


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St. Michael mit neuem Dach BURGEIS - Das Dach der St. Michaelskapelle in Burgeis wurde in den vergangenen Monaten erneuert. Das neue Schindeldach ist ein wahrer Blickfang und fügt sich hervorragend in die Umgebung ein. Eine Neueindeckung war notwendig geworden, weil das alte Dach an vielen Stellen undicht war und bereits Feuchtigkeit ins Innere eindrang. Die Dachdeckarbeiten übernahm die Zimmerei Folie aus Mals. Das Dach und Vordach wurden mit Lärchenschindeln neu eingedeckt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro. Beiträge zur Deckung der Kosten kamen vom Landesdenkmalamt und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Der restliche Betrag

konnte mit Spenden von Handwerks- und Gastbetrieben von Burgeis und Umgebung und von ganz vielen Privatpersonen aufgebracht werden. „Hier hat sich gezeigt, dass die Burgeiser an der ‚Michlskapell’ hängen und bereit sind, dafür zu spenden“, heißt es in einer Aussendung. Der Pfarrgemeinderat spricht allen Spendern, Ämtern und Stiftungen ein großes Vergelt’s Gott aus. – Als um 1630 die Pest wütete, legten die Burgeiser, geängstigt durch den „Schwarzen Tod“, das Gelöbnis ab, eine Kapelle zu Ehren des hl. Michael zu erbauen, damit der Herr diese furchtbare Seuche von ihnen abwende. Im Burgeiser Pfarrarchiv wird eine entsprechende Urkunde verwahrt. Das

Die Präsidentin des Pfarrgemeinderates Burgeis, Ulrike Köllemann, und Pfarrer Pater Peter Perkmann vor der neu eingedeckten Michaelskapelle.

Gelöbnis war hiermit abgelegt und durch diese Urkunde verbrieft. Nachdem aber die Gefahr abgewandt war, schienen es die Burgeiser nicht eilig zu haben, dem Gelöbnis auch nachzukommen. Als nach 7 Jahren immer noch nichts geschehen war, erinnerte der damalige Pfarrer von Burgeis in einer Predigt an das abgegebene Versprechen und rief damit helle Aufregung hervor. 10 Jahre nach dem Gelöbnis schien man mit dem Bau der Kapelle endlich Ernst zu machen. Im August 1651 war es endlich soweit. Am Fest des hl. Bartholomäus wurde der Grundstein gelegt für die neue Kapelle zu Ehren der fünf Heiligen: Michael, Sebastian, Rochus, Pirmin und Zeno. RED

Steinschlagschutz: Weg frei für die Planung LATSCH/KASTELBELL - An mehreren Stellen kam es in den vergangenen Jahren am bergseitigen Hang der Staatsstraße im Bereich der „Latschander“ zu Rutschungen und Steinschlag. „Es braucht einen Eingriff, denn es geht um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf dieser wichtigsten Verkehrsader im Vinschgau“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Der Bau einer 250 Meter langen

Galerie soll die Steinschlaggefahr verringern. Die Landesregierung hat am 26. April die technischen Eigenschaften für das Bauvorhaben - das zweite von insgesamt drei Baulosen - genehmigt. „Somit können wir mit den konkreten Planungsarbeiten starten“, sagt der Landesrat. Die Schutzgalerie soll zwischen dem 2020 gebauten 290 Meter langen Steinschlagschutzdamm und den vorgesehenen

Steinschlagschutzmaßnahmen am Westprotal der Umfahrung Kastelbell-Galsaun gebaut werden. „Neben der Erhöhung der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer sollen mit dieser Maßnahme auch Sperrungen des Straßenabschnittes bei Steinschlaggefahr wegfallen. In der Vergangenheit haben diese aufgrund der fehlenden Ausweichroute immer wieder zu einem enormen Verkehrschaos

geführt“, erklärt Amtsdirektor Johannes Strimmer. Laut dem Verfahrensverantwortlichen Andreas Pider gelte es, bei der Planung ein besonderes Augenmerk auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrs zu legen. In der Prioritätenliste des Landes für Steinschlagschutzmaßnahmen steht jene an der „Latschander“ an oberster Stelle. Der Eingriff kostet ca. 8,3 Millionen Euro. LPA

BRD Schlanders: 5 junge Anwärter SCHLANDERS - Unlängst hielt der Bergrettungsdienst Schlanders seine Jahreshauptversammlung ab. Geladen hatte Rettungsstellenleiter Klaus Wellenzohn seine 21 Männer nach einer Übung. Trotz der Corona-Einschränkungen versuchte die Bergrettung, auch im vergangenen Jahr ihre monatlichen Übungen regulär abzuhalten, wenn auch der gesellige Teil leider entfiel. Trotz aller Widrigkeiten ist der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb der Rettungsstelle groß, wie Wellenzohn feststellte. Stetig im Wachsen ist die Mitgliederzahl, wobei insgesamt 5 Anwärter sind anschicken, die anspruchsvolle Ausbildung

ihre Grenzen brachte. Zum Abschluss der kurzen Sitzung ohne Gäste folgte eine lange Liste an Personen, denen der Rettungsstellenleiter Klaus Wellenzohn für ihre Zusammenarbeit und Unterstützung dankte, u.a. seiner Mannschaft und deren Familien, den Mitgliedern im Ausschuss (Patrik Gamper, Lukas Marx, Hannes Fleischmann und Herbert Im Bild (v.l.): die BRD-Anwärter Georg Perger, Andreas Thomann, Gurschler), dem BRD-BezirksFabian Tappeiner, Marcello Rainer und Reinhard Stricker vertreter Thomas Hellrigl und dem Landesverband mit Ernst zu absolvieren. Zu insgesamt 13 Unfall-Szenario vor, das den ande- Winkler, der Patin Helga Tappeiner, Einsätzen rückte der BRD 2021 ren nicht bekannt war. So wurde der AVS Sektion Schlanders, allen aus, u.a. zu 6 Mountainbike-Un- u.a. im Schlandrauntal ein Notfall Feuerwehren der Gemeinde, der fällen. Bei den 11 Monatsübungen mit einem langen Abtransport Gemeindeverwaltung und dem bereiteten stets 2 Kameraden ein simuliert, der die Mannschaft an BM Dieter Pinggera. AN DER VINSCHGER 09/22

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SCHLANDERS - Vehement widersprochen hat BM Dieter Pinggera bei der jüngsten Gemeinderatssitzung Gerüchten bzw. nicht recherchierten Berichten, wonach geplant sei, den Radweg im Abschnitt zwischen Laas und Göflan entlang der gesamten Strecke zu asphaltieren. „Das ist nur blödes Gerede“, machte Pinggera seinem Ärger Luft. Aufs Tapet gebracht hatte das Thema das Ratsmitglied Franz Winkler. Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Baukommission der Gemeinde Schlanders in der Vergangenheit schon mehrfach Asphaltierungsprojekte abgelehnt habe. Es sei das technische Amt der Bezirksgemeinschaft, das bestimmte Teilstücke aus Gründen der Sicherheit asphaltieren möchte. Auch die Fragen der Instandhaltung und Haftung bei Radunfällen spielen eine Rolle. Was die Trasse im Gemeindegebiet von Schlanders betrifft, „soll nur ein einziges steiles Teilstück asphaltiert werden, in Laas sind es mehrere.“ Der Radweg Laas-Göflan werde weiterhin zu 90 bis 95 Prozent ökologisch geschützt und somit asphaltfrei bleiben. Pinggera informierte auch über eine Aussprache am Sitz der Bezirksgemeinschaft mit Vertretern der Umweltschutzgruppe Vinschgau. Der Vorschlag von Franz Winkler, auch ein Treffen mit Vertretern des AVS Schlanders zu vereinbaren, stieß bei Pinggera auf offene Ohren. SEPP

Das Radwegteilstück HolzbruggGöflan soll laut BM Pinggera demnächst asphaltiert und für die Nutzung freigegeben werden.

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Wasserkraft hoch drei Schlanders will die Stromproduktion verdreifachen SCHLANDERS - Nach 12-jährigen Vorarbeiten, vielen Hürden, Rückschlägen, Aussprachen, Vereinbarungen und Treffen rückt die Errichtung von 7 Kraftwerken in Schlanders nun in greifbare Nähe. Eigentlich sind es 6, denn das Trinkwasserkraftwerk Priel wurde schon vor einigen Jahren gebaut. BM Dieter Pinggera holte weit aus, als er bei der Gemeinderatssitzung am 28. April die Vorgeschichte der am Schlandraunbach geplanten Wasserkraftwerke Revue passieren ließ. Viel Zeit verloren gegangen sei leider infolge von Auflagen, mit denen die Landesämter im Zuge der Wasserrechtsverfahren weit über das Ziel hinausgeschossen hätten. Erst mit Hilfe eines Rechtsgutachtens, das Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Anwaltschaft des Landes beantragt hatte, sei es gelungen, die Konzessionen von „Mängeln“ zu bereinigen. „Die Gutachten fielen am Ende in unserem Sinn aus und wir bekamen auf voller Linie Recht“, so Pinggera. Nun befinde man sich nach diesem „verwaltungsrechtlichen Leidensweg“ auf einem guten Punkt: „Es können zwei weitere kleine Trinkwasserkraftwerke sowie drei Wasserkraftwerke errichtet werden.“ Noch abzuklären sei, ob das siebte Kraftwerk vollständig unterirdisch errichtet oder ob der derzeitige Hubschrauberlandeplatz verlegt wird. Insgesamt soll die Stromproduktion durch den Bau der Kraftwerksketten in etwa verdreifacht werden, und zwar von derzeit ca. 7 auf über 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Mit technischen Daten wartete der Wasserbauingenieur Walter Gostner auf. Die Gesamtkosten bezifferte er unter der Berücksichtigung der aktuellen Preise mit ca. 15,4 Millionen Euro. Für die Ausführungsplanung dürfte es laut dem Bürgermeister rund ein halbes Jahr brauchen. Laufe alles nach Plan, könnten die Arbeiten heuer im Herbst beginnen und bereits im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Verlegt werden sollen sämtliche Leitungen entlang der Straße.

Quelle: Patscheider & Partner

„Radweg wird nur punktuell asphaltiert“

Eine schematische Darstellung aller Kraftwerksprojekte

Als willkommenen Synergieeffekt nannte Pinggera den Austausch der veralteten Trinkwasserleitung im Schlandrauntal. Zusammenfassend hielt er fest, dass es den vielen Interessentschaften und Akteuren, speziell aber der Landwirtschaft schon von Beginn an darum gegangen sei, „eine gerechte Wasseraufteilung zwischen Kortsch und Schlanders/Vetzan zu gewährleisten.“ Um die Errichtung der Kraftwerke möglichst rasch abzuwickeln und eine Direktvergabe der Arbeiten zu ermöglichen, hatte die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, eine eigene Gesellschaft zu gründen, die als Bauträger fungieren soll. Der Gemeinderat stimmte der Satzung zur Gründung der „Schlandraunbach Konsortial GmbH“ in diesem Sinn einhellig zu. Einstimmig ernannt

wurden auch die zwei Vertreter der Gemeinde für den 5-köpfigen Verwaltungsrat. Es sind dies der Bürgermeister und die Gemeindereferentin Christine Kaaserer. 3 weitere Personen, unter denen sich eine weitere Frau befinden muss, sind noch zu ernennen. Neben dem VEK soll auch das Bonifizierungskonsortium Vinschgau vertreten sein. Im Gemeinderat wird der Bau der Kraftwerke noch mehrmals Gegenstand von Beschlüssen sein. So muss u.a. auch das Ausführungsprojekt genehmigt werden. Falls es zur Umsetzung kommt, wird es in Schlandraun laut Gostner zu einer „intensiven Bautätigkeit“ kommen, und zwar von der derzeitigen Fassungsstelle für das Kraftwerk Priel bis zum Bereich des Hubschrauberlandeplatzes in der Nähe der Sportzone. SEPP


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Doch zwei provisorische Ärzte? Einhelliges Ja zur Abschlussrechnung und zum Leitfaden für das Gemeindeentwicklungsprogramm SCHLANDERS - Nach der kürz-

lich erfolgten Pensionierung des letzten fixen Gemeindearztes in Schlanders, Hansjörg Gluderer, und dem nunmehrigen Ausscheiden der zwei provisorisch angestellten Gemeindeärzte Mario Scafuro und Alexis Kodo kommt es in der ärztlichen Versorgung in Schlanders zu einer „absoluten Notsituation“, wie BM Dieter Pinggera bei der jüngsten Ratssitzung mitteilte. Die ca. 1.700 Patientinnen und Patienten von Hansjörg Gluderer seien vom Sanitätsbetrieb den 6 fixen Hausärzten im Mittelvinschgau zugewiesen worden, „was bei diesen zu Beginn freilich auf keine große Gegenliebe stieß.“ Lange dürfte diese Situation nicht andauern, „denn für Ende Mai zeichnen sich zwei provisorische Besetzungen ab.“ Demnach sei es dem Sanitätsbetrieb gelungen, eine aus Russland stammende Ärztin sowie einen Arzt aus der Ukraine, die beide schon seit längerer Zeit in Italien tätig sind, nach Schlanders zu holen. Wie berichtet (der Vinschger Nr. 8/2022), dürfte erst ab dem Winter 2022/2023 mit neuen fixen Ärzten in Schlanders zu rechnen sein. Über 20 Flüchtlinge Wie die Gemeindereferentin Monika Wielander informierte, sind in Schlanders bis zum Stichtag 28. April 24 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen worden. Beim Großteil handelt es sich um Frauen und Kinder. 12 Personen sind im Vinzenzheim untergebracht, die restlichen bei Privaten. Die Referentin dankte allen ehrenamtlich Tätigen, den involvierten Vereinen und Organisationen und nicht zuletzt den Aufnehmenden. Zumal die vom Staat angekündigte Unterstützung (300 Euro pro Monat für Erwachsene und 150 für Minderjährige) weiter auf sich warten lasse, seien die Aufnehmenden so gut wie gezwungen,

Fast 5 Stunden dauerte die jüngste Sitzung des Schlanderser Gemeinderates.

die Flüchtlinge zusätzlich auch finanziell zu unterstützen, etwa beim Einkauf von Lebensmitteln. Insgesamt gesehen funktioniere die Integration momentan gut: „Die Menschen aus der Ukraine wollen sich anpassen. Ehrenamtlich organisierte Deutschkurse haben bereits begonnen. Einige Kinder sind im Kindergarten und in der Grundschule, etliche Erwachsene haben eine Arbeit gefunden.“

Manfred Horrer und Dominik Stecher (Raumordnung und Bauwesen) zur Sitzung gekommen. Das Gemeindeentwicklungsprogramm wird den Gemeinderat

und auch die Bevölkerung noch über Jahre beschäftigen. Enden soll der komplexe Prozess mit der Festlegung der Siedlungsgrenzen. SEPP

Auf soliden Beinen Einstimmig genehmigt hat der Gemeinderat die Abschlussrechnung der Gemeinde. Mit einem bereinigten Überschuss in Höhe von ca. 2,7 Mio. Euro und einer Verschuldung, die Richtung Null geht, steht die Gemeinde finanziell auf soliden Beinen. „Der Haushalt der Gemeinde Schlanders ist einer der besten landesweit“, bestätigte der Rechnungsrevisor Andreas Wenter: „Die Gemeinde investiert viel und das Vermögen ist mit rund 126 Mio. Euro sehr groß.“ Ebenfalls einhellig genehmigt wurde der Leitfaden für die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft. Zur Vorstellung der strategischen Ziele, Grundprinzipen und weiteren Schritte waren auch der Architekt Ulrich Weger und die Serviceleiter DER VINSCHGER 09/22

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Zerstörungswut Laaser Gemeindeverwaltung appelliert an unzivilisierte Diskobesucher LAAS - Dass die Diskothek „Fix“ in Laas nach zweijähriger CoronaZwangspause Ende März endlich wieder ihre Türen aufsperren konnte, sei zwar durchaus zu begrüßen, aber was sich einige Diskobesucher seither jeden Freitag und Samstag leisten, wenn sie vom Bahnhof zur Disko gehen oder von dort zurückkehren, sei schlicht und einfach untragbar. Wie die Bürgermeisterin Verena Tröger, ihre Stellvertreterin Franziska Riedl und die Gemeindereferentin Elfi Kirmaier kürzlich bei einem Mediengespräch im Rathaus bestätigten, gibt es seit Ende März an jedem Wochenende Anrufe, E-Mails und mündliche Beschwerden verärgerter Anrainer. „Es liegt uns fern, alle Jugendlichen in einen Topf zu werfen, aber es gibt unter den Diskobesuchern leider einige, die offensichtlich keine Grenzen kennen und nicht davor zurückschrecken, privates und auch öffentliches Eigentum mutwillig zu zerstören“, hieß es unisono. Dass manchmal laut geschrien und Lärm gemacht werde, sei zwar

Im Bild (v.l.): Bürgermeisterin Verena Tröger, ihre Stellvertreterin Franziska Riedl und die Gemeindereferentin Elfi Kirmaier

noch hinnehmbar, „aber dass man Dosen und Flaschen gegen die Fenster von Privatwohnungen wirft, Teile von Gärten zerstört oder so lange an öffentlichen Straßenlampen rüttelt, bis die teuren LED-Leuchten auf den Boden fallen, ist des Guten zuviel.“ Probleme habe es zwar auch in der Zeit vor Corona gegeben, „aber ein derartiges Ausmaß aggressiver Zerstörungswut wurde damals nicht festgestellt“, geben die Gemeindeverwalterinnen zu bedenken. Dass oft auch zu viel

Alkohol mit im Spiel ist, liegt auf der Hand. Sogenannte „schwarze Schafe“ sind nicht selten mit Flaschen oder Dosen anzutreffen, speziell beim Gang vom Bahnhof in Richtung Disko. Besonders problematisch seien die späten Abendstunden, sprich der Zeitraum, während dem die letzten Züge einfahren. Viele Diskobesucher gehen außerdem nicht den regulären Weg durch die Fußgängerunterführung, um auf die andere Seite der Staatsstraße zu gelangen, sondern wählen den

Übermäßiger Alkoholkonsum dürfte bei mutwilligen Zerstörungen nicht selten mit im Spiel sein.

kürzesten Weg. Sie gehen vom Bahnhof gerade aus in Richtung Gewerbegebiet und entlang der dortigen Zufahrt, wo es keinen Gehsteig gibt, weiter. Obwohl nach Rücksprache der Gemeindeverwaltung mit der Ortspolizei und den Carabinieri in jüngster Zeit verstärkt Kontrollen durchgeführt wurden, „hat sich die Situation bis heute nicht wirklich gebessert“, so die Bürgermeisterin. Es sei der Gemeindeverwaltung daher ein großes Anliegen, an jene Diskobesucher zu appellieren, die durch ihr unzivilisiertes Verhalten nicht nur privates und öffentliches Gut beschädigen, sondern indirekt auch den vielen Jugendlichen nichts Gutes tun, die einfach nur zum Tanzen gehen und sich unterhalten wollen. Näher prüfen wolle man die Anregung, ob es vielleicht in Absprache mit dem Diskobtreiber möglich ist, die Disko-Besucher, die mit der Bahn nach Laas kommen, direkt vom Bahnhof zur Disko zu „shuttlen.“ Einig sind sich die Gemeindeverwalterinnen darin, dass es trotz der genannten Probleme höchst an der Zeit war, die Disko wieder zu öffnen. Viele Jugendliche hätten lange und hart darauf gewartet. Die Disko „Fix“ ist bekanntlich ein Teil der Immobilie, welche die Gemeinde Laas angekauft hat. Es wurde vereinbart, dass der Diskobetrieb bis Ende Juni 2023 laufen kann. Was nachher geschieht, steht derzeit noch nicht fest. Franziska Riedl: „Es sind noch alle Optionen offen.“ SEPP

Vandalenakte auch in Schlanders und anderswo SCHLANDERS - Das Phänomen Wie BM Dieter Pinggera bei der mutwilliger Zerstörungen und jüngsten Ratssitzung mitteilte, sei Vandalenakte beschränkt sich es letzthin öfters zu Vandalennicht nur auf die Gemeinde Laas, akten und auch zur Schaffung sondern ist in jüngster Zeit in „höchst gefährlicher Situationen“ vielen Gemeinden und Dörfern gekommen. Konkret bezog er vermehrt zu beobachten. So sich auf Vorfälle in der Kortscher zum Beispiel auch in Schlanders. Straße: „Wenn Schachtdeckel

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verschwinden, ist das beileibe kein Spaß mehr.“ Man brauche sich nur vor Augen zu führen, was passieren kann, wenn Radfahrer oder Fußgänger nachts in offene Schächte geraten. Pinggera appellierte nicht nur an die Vernunft jener, die solche Vandalen-

akte verüben, sondern rief die gesamte Gesellschaft zu mehr Zivilcourage auf. Es sei auch der Mut gefragt, gegen solche Untaten einzuschreiten bzw. sie bei den zuständigen Stellen zu melden. SEPP


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Südtiroler Specktag in Naturns Am Sonntag, 22. Mai feiert man im Vinschgau erstmals den Specktag NATURNS - Über den Rathaus-

platz in Naturns spazieren und dabei köstliche lokale Produkte genießen – das können Besucherinnen und Besucher beim ersten Südtiroler Specktag in Naturns. Auf Interessierte wartet von 10 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Genussmarkt, Showcooking und Live-Musik. Am Sonntag, 22. Mai 2022 findet erstmalig der Südtiroler Specktag in Naturns statt. Am Vormittag sorgt die Musikkapelle Naturns für musikalische Unterhaltung, darauf folgt der feierliche Auftakt mit der offiziellen Eröffnung. Am frühen Nachmittag tritt die vierköpfige Südtiroler Band Jimi Henndreck auf. Im Anschluss rundet das Mainfelt Duo die Veranstaltung musikalisch ab.

Die Hauptrolle spielt aber selbstverständlich der Südtiroler Speck, fein und außerordentlich zubereitet vom Naturnser Koch Fritz Martin. Dem nicht genug bietet Thomas Ortler vom Restaurant Flurin eine spannende Kocheinlage: ein Showcooking mit Südtiroler Speck, das mittags und am frühen Nachmittag stattfindet. Der Chefkoch zeigt, wie vielseitig und kreativ das Kochen mit Südtiroler Speck sein kann. Auf dem Genussmarkt haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, kulinarische Kreationen rund um den Südtiroler Speck g.g.A. an verschiedenen Ständen zu kosten. Heimische Produzenten teilen ihr Wissen über die Herstellung des Qualitätsproduktes. Der Rathausplatz in Naturns wird so zum Ort der

Südtiroler Specktag Naturns

Begegnung für Genießer und Feinschmeckerinnen. Mit der geschützten geografischen Angabe „Südtiroler Speck g.g.A.“ wird nur jener Speck ausgezeichnet, der nach traditioneller Methode hergestellt wird. Der Speck wird sehr mild gewürzt, nur leicht geräuchert und an frischer Bergluft gereift. Sein einzigartiger Geschmack macht den Südtiroler Speck g.g.A. zu einem der typischsten Qualitätsprodukten aus Südtirol. Der Specktag in Naturns lädt ein, in die köstliche Welt des Südtiroler Specks und der Südtiroler Lebensart einzutauchen. Südtiroler Speck g.g.A. reift an der Bergluft, das Dorf Naturns liegt im Vinschgau, des bekannt für seinen ganz besonderen Wind ist. Nutzen Sie im Rahmen des Südtiroler

Rathausplatz, 22.05.2022, 10–18 Uhr

Specktages die Möglichkeit, um die Umgebung von Naturns zu erkunden. Das Tal ist bekannt für seine Burgen und Schlösser wie die St. Prokulus Kirche oder Schloss Juval, das als Sommerresidenz von Reinhold Messner genutzt wird und in dem sich ein Museum der Messner Mountain Museen befindet. Alternativ können Sie auch einen Wanderoder Bikeausflug in der urigen Natur des Vinschgaus unternehmen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Tourismusgenossenschaft Naturns und dem Südtiroler Speck Konsortium und unterstützt von den lokalen Vereinen Musikkapelle, Bauernjungend und Krampusverein Naturns. Sie findet bei jeder Witterung statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

, ooking Showc arkt mit us usik, M Livem produkten a s t ä t li a Qu ol und Südtir erichte r tive G innova en Südtirole d m u rund g.g.A. Speck

www.speck.it www.naturns.it

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Die Zukunft gehört ihnen Projekttag 2022 „The future is ours“ an der Fachschule Kortsch KORTSCH - Seit dem Schuljahr 2014/15 ist es auch an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch möglich, den einjährigen maturaführenden Lehrgang zu besuchen und die staatliche Abschlussprüfung abzulegen. Ein Schwerpunkt in diesem allgemeinbildenden Schuljahr liegt im Fach Projektmanagement und fachspezifisches Projekt. Am Projekttag 2022 „The future is ours“ präsentierten die 27 Schülerinnen und drei Schüler kürzlich ihre Projekte, an denen sie im vergangenen Schuljahr gearbeitet hatten. Zu sehen dabei bekamen die Schuldirektion, die Lehrkräfte, die 21 Maturant/innen der Fürstenburg und einige Vertreterinnen der Presse lauter innovative Ideen, gut durchdachte Konzepte und sehr gut umgesetzte bzw. umsetzbare Ziele. Schulleiter Andreas Paulmichl sprach den Maturant/ innen ein großes Lob aus und dankte gleichzeitig den Lehrpersonen, die die Schüler/innen über ihren Auftrag hinaus begleitet und betreut hätten.

Menschen. Ihre Leidenschaft für Musik hat Anna Maria Fleischmann anhand von Body-Percussion und Instrumenten in der Volksschule von Schlanders ausprobiert und Kinderlieder einstudiert, während Julia Tischler Vertikalbeete für den Innen- und Außenbereich hergestellt hat. Ihr „Togwerkerhäusl“ als Ferienhaus umzugestalten hat sich eine Schülerin aus dem Schnalstal zur Projektaufgabe gemacht. Krisenkoffer für Jugendliche Lehrerin Ruth Fabi und Schulleiter Andreas Paulmichl konnten sich vom gesunden Frühstück am Bauernhof überzeugen.

mit Frischkäse, selbstgemachtem Joghurt, Müslimischungen, Zirmkernbrioches und Vollkornbrot nach altem Familienrezept. Der Pflegehelfer Simon Terza aus Brixen hat das Wortspiel Bienergie kreiert, wonach seine verschiedenen Bienenprodukte ideale Energielieferanten sind. Schüttelbrotkäse, Rotweinkäse, Camembert und Frischkäse von der Ziege gab es bei Martina Zani zu verkosten, während EveVon „Laatscher Woldgenuss“ bis„Brennsupp-Mischung“ lyn Lazzeri aus Gfrill bei Salurn eine „Brennsupp-Mischung“ soRedegewandt und verständ- wie verschiedene Roggenbrote lich präsentierte Jana Pillon ihr vorstellte. Ihr großer Einsatz gilt Maturaprojekt, ein Starterset mit dem Bürgerkomitee Gfrill zur Naturprodukten zur eigenen Her- Stärkung der Dorfgemeinschaft. stellung von Pflegeprodukten Eine Löwenzahn-Kräuterbox mit samt Anleitung und QR-Codes, die zu den Anleitungsvideos auf dem Youtube-Kanal führen. Verführerisch wurde es in der Küche der Schule: „Laatscher Woldgenuss“ nennt Annalena Telser ihre Süßspeise mit Latschenkieferfüllung, mit der sie das Angebot am Hofschank Birkenhof erweitern möchte. Ihre Projektidee lieferte Naima Götsch ausgerechnet die Coronakrise: sie nahm sich vor, für das Personal der Intensivstationen gesunde und regionale Snacks zur Kräftigung herzustellen. Silvia Berger möchte den Frühstückskorb für ihre Gäste am Unteregghof in Ulten ausbauen: Energiesnacks für die Intensivstation 20

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verschiedenen Produkten aus Löwenzahn ist das Projekt von Sepp Resch, während Alena Prantl Menschen mit Beeinträchtigung das „Einfache Backen“ näherbringen möchte. Die äußerst aktuelle Idee des Secondhand ist Inhalt von Klara Knapps Projektarbeit. Rut Kurz hat eine Schüleragenda aus handgeschöpftem Papier hergestellt und Evi Thaler kreiert eine interessante Produktpalette aus heimischem Superfood, sprich Sonnenberger Wildbeeren. Martina Pinzger beschäftigt sich mit Future Kitchen, Andrea Kostner mit der Herstellung von Birnenwein und in der „sozialen Ecke“ ging es um Malen, Sensorik und Musizieren mit demenzkranken

Allerlei Käse von Kuh und Ziege

Karin Dalla Torre aus Sterzing hat einen Krisenkoffer zusammengestellt mit hilfreichen Tipps und Ratschlägen für Jugendliche, die sich in einer persönlichen Krise befinden. Eine kindgerechte Broschüre über Mals und seine Fraktionen war der Inhalt der Projektarbeit von Lea Hölbling; Hanna Alber hat sich für ein geschichtsbezogenes Online-Quiz zur Französischen Revolution entschieden, das sie von Grund auf selbst programmiert und designt hat. Es soll als Hilfestellung für die 1. Klasse dienen. Als Umweltaktivistin hat sich Sarah Pignarelli aus Kurtatsch geoutet. Sie sieht sich als Input-Geberin für ein nachhaltiges Wirtschaften an der Schule und hat deshalb sämtliche Produkte in der Küche, in der Reinigung und im Unterricht auf ihre Nachhaltigkeit untersucht und Lösungsansätze geboten. Eine Schülerin setzte sich mit dem Thema Zucker auseinander und lieferte Tipps und Tricks für weniger Zucker im Alltag. In einem „Friday for future“ Tag an der Schule konnte sie auch ihre Mitschülerinnen für ihre Leidenschaft sensibilisieren. Am Ende des Projekttages zeigten sich alle begeistert von den vielen Ideen, Projekten und Plänen der jungen Menschen; Schulleiter Andreas Paulmichl war „überwältigt“ und sichtlich stolz auf seine Maturant/innen, denen ja schließlich die Zukunft INGE gehört.


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Foto: Süd-Tiroler Freiheit

Süd-Tiroler Freiheit: „Nein zum SVP-Maulkorb“

Die Bezirksversammlung der Süd-Tiroler Freiheit fand am 29. April in Göflan statt. GÖFLAN - Am 29. April hielt die Bezirksgruppe Vinschgau der Süd-Tiroler Freiheit ihre Bezirksversammlung ab, und zwar in Göflan, wo die Bezirksgruppe vor 15 Jahren gegründet worden ist. Nach zwei Jahren CoronaEinschränkungen konnte Bezirkssprecher Benjamin Pixner wieder an die 50 Gemeinderäte und Mitglieder der Süd-Tiroler Freiheit im Vinschgau begrüßen. Ebenso die beiden Landtagsabgeordneten der Bewegung, Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll,

sowie die Landesleitungsmitglieder Werner Thaler und Stefan Zelger. „Ob Reschenbahn, Selbstbestimmung, Recht auf Muttersprache, direkte Demokratie, Ehrenamt oder Strompreise: Viele spannende Themen kamen zur Sprache. Und auch das Gesellige kam nicht zu kurz. Die Politik sollte die Menschen zusammenbringen, und das ist uns am 29. April gelungen“, resümiert Pixner. Corona habe die Gesellschaft verändert und neue Herausforderungen mit sich

GROSSES SCHLEISER

ZELTFEST ZUM JUBILÄUM DER FEUERWEHR SCHLEIS

SAMSTAG, 28. MAI 2022 DORFEINGANG SCHLEIS

gebracht. Pixner glaubt an eine neue Lust, sich einzubringen: „Freiheitswille und Menschenrechte spielen eine große Rolle. Zwei wesentliche Leitpunkte, die sich die Süd-Tiroler Freiheit seit ihrer Gründung auf die Fahne geschrieben hat. Genau diese Ideale brachten unsere Bewegung nicht nur unbeschadet, sondern gestärkt durch die Krise.“ Und im Gegensatz zu anderen Parteien werde man weiterhin ehrlich und offen für die Menschen im Land arbeiten und aufzeigen, „dass es

auch vernünftige Alternativen zur Machtbesessenheit anderer gibt.“ In diesem Sinne wurde auch der Startschuss für die Kampagne zum Referendum zur direkten Demokratie am 29. Mai gegeben: „Dann nämlich können die Bürger entscheiden, ob die direkte Demokratie in Süd-Tirol, so wie es die SVP will, stark beschnitten werden soll.“ Die Süd-Tiroler Freiheit plädiert „klar gegen das Gesetz zur Einschränkung der Bürgerbeteiligung und sagt Nein RED zum SVP-Maulkorb!“

Aus Liebe zum gesunden Schlaf. Für die beste Regeneration im Schlaf empfehlen Schlafexperten Hüsler Nest, denn es ist Natur pur.

Jetraztetn

be n! lasse

Highlights: 9:00 Uhr Festgottesdienst mit Fahrzeugsegnung umrahmt von der MK Matsch 11:30 Uhr Festbeginn mit Speis und Trank Ab 14:00 Uhr Schauübung beim Festzelt 22:00 Uhr Wasserspiele mit der FF Reischach

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Der Sänger auf Zeit für die Ewigkeit Die hölzerne Figur von Hans dem Sager war 100 Jahre lang in Latsch zu sehen. Nun ist der Spielmann – in Bronze gegossen – wieder an seinem Platz. LATSCH - Die Figur von Hans dem Sager wurde 1921 in Latsch aufgestellt; geschnitzt hatte sie der in Latsch als Tuifele-Maler bekannte Gottfried Gamper. Die 100 Jahre hinterließen an der Figur Spuren, aufwändige Restaurierungen waren alle zehn Jahre fällig. Die Idee, den Hans für immer und ewig in Latsch zu halten, kam Bürgermeister Mauro Dalla Barba bereits, als er Kulturreferent war. Der Beschluss wurde 2021 anlässlich Hans‘ hundertjährigem Geburtstag gefasst. „Im Vergleich zu den immer wieder notwendigen Restaurierungsarbeiten der Holzfigur schneidet die Bronzeplastik sehr gut ab“, sagt die seit 2020 tätige Kulturreferentin Maria Kuppelwieser: „Die Figur hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Auch diejenigen Latscher, die die Figur bereits gesehen haben, sind begeistert“. Im Sommer dieses Jahres sei eine Einweihung angedacht, sagt die Referentin – und fügt hinzu: „Die Leihgabe des Latscher Menhirs an das Landesmuseum Zürich und der bronzene Hans zählen mit zu den besonderen kulturellen Ereignissen der schwierigen letzten zwei Jahre“. Die Marlinger Gießer Stefan (links) und Vinzenz Dirler vor der neuen Bronzefigur von Hans dem Sager

Vor dem Bronzeguss eine Grundsanierung Verantwortlich für den Bronzeguss ist Südtirols einzige Kunstgießerei Stefan Dirler aus Marling. Gemeinsam mit dem Restaurator Werner Gruber wurde beschlossen, den Guss so zu gestalten, dass die neue Plastik auf die vorhergehende Figur Bezug nehme, sagt Stefan Dirler und verweist damit auch auf das verwitterte Holz. Doch die Gießer mussten den einzigen urkundlich erwähnten Minnesänger aus dem Vinschgau erst einmal sanieren. Das Holz war morsch, lediglich Lack und Farbe hielten die Teile zusammen, etliche vorherige Restaurierungen traten zu 22

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Tage. Sie rekonstruierten anhand von Fotos den fehlenden Arm – der jedoch tauchte unvermittelt wieder auf. „Die Holzstruktur wollten wir sichtbar lassen, größere Sprünge mussten wir jedoch zusammenfügen, damit die Figur in sich stimmig wird“. Einen Winter lang arbeiteten Vater und Sohn am Zusammenfügen und Stabilisieren der Figur, bis sie im Wachsausschmelzverfahren gegossen werden konnte. Die Speziallegierung „Renaissance-Bronze“ umhüllt nun den Johanni dicto Sager de Laetsch oder Johanni Cantori de Laetsch, wie die urkundlichen Erwähnungen den Troubadour nennen. Vor dem Einsatz der Bronze, wie sie bereits im 4. Jahrtausend vor Christus

mit dem Hauptbestandteil Kupfer genutzt wurde, um Werkzeuge herzustellen, wurden zwei Negative der Figur erstellt. Mit Hilfe von Gips und Silikon, das die Originalfigur umhüllt, wird das erste Negativ erstellt. Damit wird ein Wachspositiv gegossen. Eingemauert mit Ton, Gips, Schamott und Lehm, ummantelt von Schilfrohren, fixiert mit Nägeln und Dräh-

ten, entsteht durch Brennen die Gussform; das Wachs entweicht: Cera persa. Anschließend fließt die flüssige Bronze von oben durch die ausgebrannten Schilfrohre nach unten, steigt dann wieder auf und gibt so der Figur ihre bronzene Haut. Mit der sogenannten Schwefelleber, einer Patina aus Pottasche, wird der Farbton weiter bearbeitet, eine abschließende Wachsschicht schütze dann die Patina vor schädlichen Umwelteinflüssen, erklärt Vinzenz Dirler. Übernamen, Botengänge, Zahlungen

Mauro Dalla Barba und Maria Kuppelwieser

Hermann Theiner, seit mehr als einem halben Jahrhundert in


Sachen Regionalgeschichte vom Mittelalter bis zum Barock und darüber hinaus unterwegs, sprudelt spontan einige Namen, wie jenen von Ludwig Schönach und hilft so, im spärlichen Informationsmaterial über den Hans wenigstens einen urkundlichen Eintrag zu entdecken. In den von Schönach durchforsteten Urkunden sind Zahlungen an den Sänger und Sager verbucht; z.B. „1338 Juni 23. Egno v. Galsaun, Richter zu Laas, verausgabt auf Raitung vom 25. Juni 1335 bis 25. Juni 1338: Item dedit Johanni cantori de Laetsch“ [aus: Die fahrenden Sänger und Spielleute Tirols (1250-1360), Lud-

wig Schönach, 1887]. Der Sänger kann ein Gefolgsmann der Annenberger Herren gewesen sein, erklärt Hermann Theiner: „Die Herren von Annenberg besaßen im Meraner Obermais einige Höfe, die Hagenach hießen. Der Hans hieß eigentlich „Hans von Hagenach“. Ihn wundert, dass gerade im großen Archiv der Annenberger keine Originaltexte von Hans enthalten sind. Die Ausgaben für die Spielmänner fielen laut Schönach sehr unterschiedlich aus, gemeinsam blieb ihnen bis zum 17. Jahrhundert die Tradition der Übernamen: „ … z.B. Hahnenkampf, der Fiedler Das Wachspositiv, umhüllt mit Schanprüllen, Sänger Nernsnabel… Schilfrohren, fixiert mit Nägeln.

Foto: Stefan Dirler

VINSCHGER GESELLSCHAFT … Pfeifer Hasensprung ect“. Auch ihre Verwendung als Boten an Fürsten- und Kaiserhöfe verdiene gebührende Beachtung. Sollte es in Zukunft weitere Forschungen geben, wird der bronzene Hans dafür sorgen, dass nachkommende Generationen ihn nicht vergessen. Zum runden Geburtstag des Spielmanns gesellte sich ein weiterer. Kunstgießer Vinzenz Dirler wurde am 20. April, am Tag des Aufstellens der 200 Kilogramm schweren Plastik, 70 Jahre alt. „Ein perfekter Geburtstag“, sagt er, „meine Arbeit ist mein Leben“. KATHARINA HOHENSTEIN

Zusammenarbeit zwischen BASIS und Gemeinden SCHLANDERS - Vor einiger Zeit wurden die Bürgermeister/innen des Vinschgaus in die „Palazzina Servizi“ der ehemaligen DrususKaserne in Schlanders eingeladen, um die BASIS und ihre Inhalte näher kennen zu lernen. Anwesend waren die Bürgermeister der Gemeinden Graun, Mals, Schluderns, Latsch und Martell sowie die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Laas und die Gemeindereferentin für Kultur, Schule und Bildung der Gemeinde Graun. Die Aktionsfelder, Werte und Vision der BASIS wurden von Walter Gostner, dem Vorstandspräsidenten, und Hannes Götsch, dem Gründer und Geschäftsführer der BASIS, vorgestellt. BASIS schafft eine innovative Plattform für

Vernetzung und Austausch im Vinschgau. BASIS ist ein Bindeglied zwischen Universitäten und dem ländlichen Raum, zwischen der Hauptstadt und der Peripherie, zwischen Behörden und den Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Durch interessante Arbeitsmöglichkeiten möchte BASIS dazu beitragen, der Abwanderung aus dem Tal entgegenzuwirken und die

geteilte Arbeitsbereich (Coworking), die Seminarräume, die Veranstaltungs- und Tagungsflächen, der Salotto und die Kreativräume. Im Nebengebäude, der Kreativwerkstatt, wurden die Werkund Produktionsräume gezeigt, in denen Künstler/innen und Handwerker/innen arbeiten und schaffen. Die Bürgermeister und Wahrnehmung des Vinschgaus Referentinnen zeigten sich angeals attraktiven Lebensraum zu tan über das breite Wirkungsfeld stärken. Im Anschluss an die von BASIS und die Strahlkraft für Vorstellung wurde das Potenzial den Vinschgau. Um BASIS dem der Zusammenarbeit zwischen Tal näher zu bringen, wurde als Gemeinden und BASIS in offe- nächster Schritt ein Besuch in den ner Runde besprochen und der einzelnen Gemeinden vereinbart. Frage nachgegangen, wie BASIS Alle am Treffen Beteiligten waren ihr Angebot für das Tal optimie- der Meinung, dass BASIS eine ren kann. Danach wurden die sehr wichtige Initiative für den verschiedenen Räumlichkeiten Vinschgau als Lebensraum und des Gebäudes besichtigt, wie der Wirtschaftsstandort ist. RED

50 Jahre MODE LEO LATSCH - Ursprünglich wollte der Seniorchef Leo Mechaniker werden, wurde in einer KFZ-Werkstatt vorstellig, wo der Meister meinte: das Bübchen wirkte recht geschickt, sei aber zu klein geraten. Schneider oder Friseur wurde ihm nahegelegt. Somit wählte er das kleinere Übel und wurde Friseur in Latsch. Doch schon damals lag ihm das „Krämern“ in den Genen. Mit seiner Mutter zog er von Hof zu Hof, um selbstgestrickte Schafwollsocken und vieles Andere zu verkaufen. Von da an war es ein kleiner Schritt zum

eigenen „Marktstandl“, ein schöner, intensiver Beruf, den der Seniorchef bis zur Rente ausübte. Jeden Sommer in ihrer Kindheit, waren auch seine zwei Töchter als Marktfrauen beschäftigt. Mitte der 60er Jahr heiratete Leo eine gelernte Verkäuferin aus Bruneck. Seine Frau freute sich über das ursprünglich kleine „Mode-Ladele“ im Zentrum von Latsch. Mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen vergrößerten und verfeinerten sie das Modehaus im Laufe der

immer da, um dankbar all den langjährigen (Stamm)Kunden gerecht zu werden. Allerdings sind die Herausforderungen in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Familie Leoni mit Romana, Claudia, Linda und Leo

Jahrzehnte. Freude, Fleiß und Passion sind nach 50 Jahren noch

mode galerie leo Marktstraße 12, Latsch-Zentrum Tel. 0473 623 250 Immer durchgehend geöffnet! DER VINSCHGER 09/22

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Kalkutta dankt Südtirol Erste Häuser im „Hoffnungsdorf“ übergeben. Neue Gemeinschaftstoiletten. INDIEN/SÜDTIROL - Es sind fast nur schlechte Nachrichten, mit denen uns die Medien „füttern“. Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen beherrschen schon seit Ende Februar die Schlagzeilen. Aber es gibt trotz allem auch gute Nachrichten, die Hoffnung machen. Als Beispiel dafür können die Hilfsprojekte genannt werden, die der Onlus-Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ im Großraum Kalkutta in Indien umsetzt. „Geholfen wird jenen, die sich in den schwierigsten Lebenslagen befinden. Was die Südtiroler für diese Menschen getan haben und tun, kann niemals zurückgezahlt werden”, heißt es in einem Schreiben des Projektleiters Pater George Mathew an die Vereinsgründerin und Obfrau Petra Theiner aus Prad. Mit den Spenden aus Südtirol konnten von Dezember 2021 bis April 2022 viele Projekten und Hilfsaktionen in den Orten Bagar und Dhobasole umgesetzt bzw. weitergeführt werden.

6 Häuser im „Hoffnungsdorf“ übergeben So wurden z.B. in Dhobasole in einer sehr kurzen Bauzeit bereits 6 Häuser im „Don Bosco Hoffnungsdorf“ errichtet und an obdachlose Familien übergeben. „Es wurden die ärmsten Familien ausgesucht, die bisher unter Plastikplanen gewohnt haben. Die Bevölkerung vor Ort muss bei der Umsetzung des Projektes

Die ersten Häuser im „Hoffnungsdorf“ konnten gesegnet und übergeben werden.

aktiv mitarbeiten. Das heißt: sie müssen ihr Dorf mit den eigenen Händen aufbauen. Das ist der wichtigste Faktor, damit ein Projekt überhaupt finanziert wird“, sagt Petra. In den nächsten Jahren sollen weitere Häuser gebaut werden. Dringend notwendig war auch die Errichtung von Gemeinschaftstoiletten in Bagar, der größten Müllhalde in Kalkutta. Der Monsun hatte im Vorjahr die Toiletten komplett zerstört. Bei der Übergabe von 21 neuen Toiletten (11 für Frauen und 10 für Männer) am 1. Mai wurde der Südtiroler Bevölkerung in besonderer Weise gedankt. Im April wieder angelaufen sind in Bagar viermonatige Schneiderkurse für Frauen. Rund 150 Frauen haben sich angemeldet, um das Schneiderhandwerk zu lernen. In Dhobasole läuft zurzeit ein Ausbildungsprogramm für junge Menschen. Eine Motor-

rad-Fahrschule und ein Computerzentrum konnten bereits mit Spendenhilfen aus Südtirol eröffnet werden. Nahtlos weitergeführt werden das Ernährungsprogramm in Bagar für Babys und ihre Mütter, der Apothekendienst für die Armen und Kranken in den Dörfern rund um Dhobasole sowie Unterrichts-, Schulungsund Ausbildungsprogramme. Im März konnten in 4 Dörfern Unterrichtszentren für fast 350 schulpflichtige Kinder eingerichtet werden. Petra Theiners Projektleiters bedankt sich „für all die großartige Unterstützung und Hilfe aus Südtirol.“ Petra gibt diese Dankesworte aus Kalkutta an alle Spenderinnen und Spender weiter. Schulung zu „Artemisia annua“ Ein besonderes Anliegen von Petra ist es seit jeher, dass arme

Menschen in Kalkutta selbstständig und unabhängig werden. Ganz in diesem Sinn hatte sie die Idee, eine Schulung zur Heilpflanze „Artemisia annua“ durchzuführen. Eine dreitägige Ausbildung zur Verwendung der Heilpflanze fand im April 2022 in Dhobasole statt. 26 Personen nahmen teil. Sie wurden in der Zubereitung von Medikamenten für verschiedene Krankheiten geschult. Weitere Schulungen sollen folgen. Dank dieser Ausbildung haben die Ärmsten der Armen - sobald sie im „Don Bosco Hoffnungsdorf“ leben - die Möglichkeit, diese wertvolle Heilpflanze selbst anzubauen und zu verkaufen. Damit können sie Krankheiten vorbeugen und mit dem erzielten Gewinn ihre Familien selbst ernähren. Der Grund zum Anbau der Heilpflanze wird vom Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ finanziert. S EPP

5‰ IRPEF Steuernummer Codice fiscale

91063910219

Petra Theiner

St. Antonweg 69 I-39026 Prad am Stj. (BZ) Tel. +39 339 886 2240 petratheiner@hotmail.com www.petratheiner.org

Der Gemeinschaftsbrunnen im „Hoffnungsdorf“

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Die neuen Gemeinschaftstoiletten in Bagar konnten am 1. Mai offiziell übergeben werden.


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GRAUN - „Der böse Weg. Die europäische Verkehrsader über den Reschen und die Bahnprojekte in der Terra Raetica“ heißt der Titel der Wanderausstellung, die am 23. April im Museum Vinschger Oberland in Graun eröffnet wurde. Die Ausstellung wurde im Euregio-Museumsjahr 2021 unter dem Motto „Transport - Transit Mobilität“ im Auftrag von RegioL (Regionalmanagement Landeck) und der Arge Alp gemeinsam mit der Abteilung Mobilitätsplanung des Landes Tirol konzipiert und war bereits in Landeck, Altfinstermünz und Imst zu sehen. Zur Eröffnung in Graun, die auf dem Alfred-Rieper-Platz vor dem Museum stattfand, sind ca. 40 Personen gekommen. Wolfgang Thöni konnte im Namen des Bildungsausschusses und des Museumsvereins viele Vertreter aus Kultur, Politik und Tourismus sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der Nordtiroler Wirtschaftslandesrat Anton Mattle und der Kammerabgeordnete und frühere Grauner Bürgermeister Albrecht Plangger erzählten von den gemeinsamen Treffen und Bemühungen zum Austausch diesseits und jenseits des Reschenpasses, als beide noch Bürgermeister waren. Sie hoben die Bedeutung des Passes für die Wirtschaft und den Tourismus hervor und sprachen über die Vision einer Reschenbahn. Gabriele Juen berichtete von den Tätigkeiten von RegioL und vom Zustandekommen der Ausstel-

Foto: Wolfgang Thöni

„Der böse Weg“

Im Bild (v.l.): Albrecht Plangger, Sylvia Mader, Anton Mattle, die Gemeindereferentinnen Andrea Maas, Hannah Waldner und Manuela Wallnöfer sowie Bürgermeister Franz Prieth

lung. Sabine Schuchter, die Museumsdirektorin des Museums im Ballhaus Imst, „übergab“ die Ausstellung an Peter Pircher vom Museum Vinschger Oberland. Die Kuratorin Sylvia Mader wartete mit „Blicken in die Ausstellung“ auf. Diese zeigt, wie Belastungen durch stark befahrene Straßen und dürftige Straßenzustände bereits vor Jahrhunderten die Öffentlichkeit beschäftigten. So bezeichnete der Innsbrucker Hofbaumeister Jörg Kölderer im Jahr 1524 die Reschenstraße anlässlich einer Inspektion als „den bösen Weg“. Quasi als Nachfolgerin der antiken Via Claudia Augusta besteht diese Straße mit einigen Abänderungen bis heute. Parallel dazu gibt es seit dem 19. Jahrhundert Bahnprojekte, die nie realisiert wurden. Zu sehen gibt es im Museum Vinschger Oberland u.a. historische Plä-

ne der Finstermünzbahn (1891) und der Vinschgaubahn, Pläne von der Reschenscheideckbahn (1918), Fotos vom Bahnbau sowie Modelle von der „Vinschgerbahn“. Wie Syliva Mader ausführte, verbreitete sich entlang der Verkehrsader auch die Pest: „Grassierte die Pandemie im Juni noch in Trient, berichtete Prior Goswin im September 1348 schon vom Sterben der Mönche in Marienberg.“ Anders als die heutigen FFP2-Masken waren die spitzschnabeligen Masken der Pestärzte mit wohlriechenden Kräutern gefüllt. Der in Ried im Oberinntal beheimatete Künstler Christoph Mathoy verwendete eine Pestmaske aus dem 17. Jahrhundert als Vorlage für sein Gemälde „Pandemic Selfie“, das u.a. die Isolation des Menschen in Zeiten von Pest und Covid-19 veranschaulicht. Die Straße bot

laut Mader aber auch Möglichkeiten zur Kommunikation: „Ideen nahmen ihren Weg von Süd nach Nord und umgekehrt. Künstler aus Deutschland ließen sich in Italien nieder. Manch einer gründete eine Werkstatt und blieb, wie Hans Schnatterpeck, in Meran.“ - Ein Dankeschön gebührt Sylvia Mader, ihrem Mann Wolfgang, den Mitarbeitern der Gemeinde Imst sowie Valentin Paulmichl vom Museum in Graun. Sie haben die Ausstellung von Imst nach Graun transportiert und im Museum in die Dauerausstellung zur Geschichte der Seestauung eingefügt. „Der böse Weg“ kann noch bis 21. Mai jeden Freitag und Samstag von 16 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 348 0609560) besichtigt werden. Auch Schulklassen sind zu einem Besuch eingeladen. RED

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Die Bio-Pioniere

Gemüse und Kräuter werden mit großer Freude im heimischen Garten von den Gastgebern selbst angebaut. Fleisch, Eier und Milchprodukte für die traditionellen sowie kreativen

Köstlichkeiten der Bio Küche bezieht das Hotel von verschiedenen BIO-zertifizierten Bauern aus der nahen Umgebung. Auch nach vielen Jahrzehnten setzt man immer wieder auf neue Ideen und Innovationen. Im neuen Kleid erstrahlt seit kurzem der Speisesaal, der mit viel Hingabe aufgewertet wurde. Die gemütliche Atmosphäre lädt zum Genießen ein. Ob zum Frühstücken, zum Abendessen oder Sonntag mittags. Das 20-jährige Bio-Jubiläum wird am kommenden Sonntag, 15. Mai gefeiert. AM

Staatsstraße 5, Mals Tel. 0473 831 186 info@biohotel-panorama.it www.biohotel-panorama.it Öffnungszeiten Restaurant Abends: 18 bis 21 Uhr Sonntagmittag: 12 bis 14 Uhr DER VINSCHGER 09/22

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Produzenten über Kontinente hinweg verbinden Das hat sich der Latscher Weltladen vorgenommen. LATSCH - Fairer Handel verbindet die ganze Welt. Dieses Motto hat sich der Weltladen Latsch auf die Fahnen geschrieben. Vom lokalen Produkt aus dem eigenen Dorf bis hin zu Fair Trade mit der Bevölkerung von Townships in Südafrika. 2015 wurde der Weltladen als Sozialgenossenschaft ohne Gewinnabsicht gegründet. „Produzenten über Kontinente hinweg zu verbinden und die Geschichte hinter den Produkten zu erzählen ist eine wesentliche Aufgabe des Weltladens “, erklärt Obmann Richard Theiner gegenüber dem der Vinschger. So entstanden bereits die Eigenkreationen „Malaya“ und „Juanita“. Bei „Malaya“ handelt es sich um einen Apfel-Mango-Saft, der Latscher Bio-Äpfel mit Mangos aus den Philippinen verbindet. In Zusammenarbeit zwischen Weltladen, Irmi Oberhofer von eva bio Apfelsaft und dem Urvolk der Aeta, welches die Mangos auf den Philippen anbaut, entstand dieses außergewöhnliche Produkt. Mit dem Verkauf unterstützt der Weltladen Latsch die Kinderrechtsorganisation Preda, die sich für missbrauchte Kinder auf den Philippinen einsetzt. Der philippinische Mädchenname Malaya steht für die neue Perspektive der Kinder. Und der Saft, der seit Anfang 2021 erhältlich ist, kommt an. Dies wurde bei einer Verkostung im vergangenen Jahr klar. Christine Mayr, Präsidentin der Südtiroler Sommeliervereinigung, lobte das Getränk in höchsten Tönen.

vertreter und Gemeindesekretäre sowie Präsidenten und Direktoren von Altersheimen waren vor Ort. Unter anderem ging es um die Möglichkeiten der Direktvergaben für faire und regionale Produkte. Armin Mathà, Gemeindesekretär und Of Counsel der Rechtsanwaltskanzlei Baur&Tappeiner (Lana/Schlanders-Vetzan) erläuterte in einem Vortrag die gesetzlichen Grundlagen bei Direktvergaben. Vortrag im CulturForum sowie faires und regionales Frühstück auf dem Lacusplatz Dolores Stecher und Richard Theiner mit den beiden Eigenkreationen.

einer Höhe von 700 Metern an, in erster Linie aber in höheren Lagen auf 1200 Metern unter schwierigen Bedingungen an – chemiefrei und nachhaltig. Im Biospährenreservat Rio Platano leben heute noch rund 6000 Pech Indios. Diesen soll geholfen werden – und gleichzeitig herausragender Kaffee entstehen. „Der Grundgedanke von der Vernetzung über die Kontinente hinweg war hier der treibende Punkt“, erinnert sich Theiner. Der Weltladen Latsch und Rablander Kaffeerösterei Alps Cofee Schreyögg agieren als Partner auf Augenhöhe mit den Pech. „Als kräftige Niederschläge die Sonnentrocknung des Kaffees erschwerten, baute Alps Coffee zum Beispiel die ersten zehn Solartrockner im Indio Dorf,

womit die Qualität des Kaffees erhöht wurde“, erzählt Theiner. „Juanita“ wird bereits in mehreren Vinschger Geschäften vertrieben. Direktvergabe: Modelle für faire und regionale Produkte Ohnehin sei das Bewusstsein für faire und regionale Produkte in den vergangenen Jahren bereits gestiegen. „Und es geht darum, dieses Bewusstsein weiter auszubauen und die Chancen zu nutzen“, so Theiner. So veranstaltete der Weltladen Latsch kürzlich auch in Zusammenarbeit mit der Bürgergenossenschaft Obervinschgau und der Bezirksgemeinschaft Vinschgau ein Frühstücksgespräch auf Kloster Marienberg. Zahlreiche Bürgermeister, Gemeinde-

Von Honduras in den Vinschgau Die Geschichte von „Juanita“ begann bereits etwas früher. Der Kaffee aus den Honduras ist seit 2020 im Weltladen erhältlich. Die Pech (gesprochen Petch), ein Stamm von Ureinwohnern in Honduras, bauen ihren Kaffee, Arabica-Kaffee, teils im Tal auf Beim Vortrag auf Kloster Marienberg zum Thema Direktvergabe. 26

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Auch weiterhin setzt der Weltladen Latsch auf Vorträge und Sensibilisierung. Am Dienstag, 24. Mai, referiert Thomas Hoyer im Fraktionssaal im CulturForum. Hoyer von der WeltPartner eG, war mehrmals auf den Philippinen und kennt das Kinderschutzzentrum Preda aus nächster Nähe. Er berichtet über Preda und erzählt die Geschichten hinter den fairen Mango-Produkten. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr. Am Samstag, den 25. Juni 2022 von 8.30 Uhr bis 12 Uhr organisiert der Weltladen auf dem Lacusplatz in Latsch wiederum ein faires und regionales Frühstück. Mit dem Reinerlös der Veranstaltung wird ein Ausbildungsprojekt für 15 Mädchen auf den Philippinen finanziert. MICHAEL ANDRES


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Am Vorabend des Jubiläums Damit die FF Latsch 2027 das 150. Bestandsjahr feiern kann, begann die Vorbereitung am Floriani-Tag 2022.

Der Tag begann für die FF Latsch und den Zug St. Martin mit dem Gruppenbild vor der Bichlkirche. LATSCH - Es war ein bemerkenswerter 1. Mai 2022. Er fiel auf einen Sonntag und war als Floriani der wichtigste Tag der Feuerwehr. Aber er war auch „Tag der Arbeit“ und passend dazu mussten Wehrfrauen und Wehrmänner, Bürgermeister, Patinnen, Ehrenmitglieder und Jugendgruppe in den Morgenstunden zum Gruppenbild antreten. Genauer, sie wurden von Kommandant Werner Linser und seinem Stellvertreter Lukas Rizzi nach einem bewährten

Die erste Ehrung wieder in Präsenz: (v.l.) Alexander Mantinger (15 Jahre), Kdt. Werner Linser, Manuel Mitterer (15 Jahre), Kdt-Stellvertreter Lukas Rizzi, Herbert Kaserer (25 Jahre), Bürgermeister Mauro Dalla Barba, Andreas Weitgruber (25 Jahre), Abschnittsinspektor Stefan Tscholl

Schema vor der Kirche Unsere Liebe Frau auf dem Bichl zusammengestellt. Im 5-Jahresrhythmus lässt die FF Latsch solche Aufnahmen erstellen. Alles im Hinblick auf die 150-Jahrfeier, zu der eine ausgiebige Dokumentation erscheinen soll. Der nächste Akt der Floriani-Feier war der Einzug der Wehr in die Pfarrkirche mit klingendem Spiel der Bürgerkapelle unter Kapellmeister Wolfgang Schrötter. Nach der Messfeier mit Pfarrer Johann Lanbacher bedankte sich der

Kommandant bei allen „Feuerwehrkameradinnen und –kameraden für den pflichtbewussten, freiwilligen Einsatz bei der FF Latsch“. Es folgte die Ehrung von vier verdienten und langjährigen Mitgliedern. Die jeweilige Laufbahn innerhalb der Wehr trug Kommandant Linser vor, den Urkundentext verlas Bürgermeister Mauro Dalla Barba, die Ehrennadel heftete Abschnittskommandant Stefan Tscholl an die Brust. Das Verdienstkreuz in Bronze für 15 Jahre aktiven

Dienst erhielten Alexander Mantinger und Fähnrich Manuel Mitterer. Versilbert war das Verdienstkreuz für Jugendbetreuer und Bezirksausschussmitglied Herbert Kaserer, der auf 25 Dienstjahre kam. Mit dem Verdienstkreuz in Gold wurde Andreas Weitgruber ausgezeichnet. In seinen 40 Jahren hatte er es vom Gruppenkommandanten zum Kommandantenstellvertreter gebracht. GÜNTHER SCHÖPF

ELMARS BLICK AUF DIE DINGE (21)

Mensch Menschn gibs an Haufn af der Welt. Ausschaugn tean olle gleich. Di oane sein holt schworz und di ondre weiß. Di Weißn kemmen ausn Morgenlond. Dia mit di Schlitzaugn sein di Chinesn. Pa di Menschn gibs zwoa poor Gottungen: Frauen und Mander. Zu wela Gottung i derzua keahr, woaß i nit genau. Oftramol mecht i lieber a Weibats sein und oftramol a Monnats. Gfahrliche Menschn gibs ah. Di selme mögn di Gweihrer gearn. I honn nou nia gschossn, lei oftramol hintn außi. Geizige Menschen gibs ah, di selme welln nicht he tean. Di selme steckn in, ober mit Geld ruckn sie it außer. Als Mensch wearsch gebourn und in gachschtn wearsch hin. Mir gfollt schun a Mensch sein. Wenn i ah Viech war, selm hat i Pech kopp. Wenn der Mensch olt weart, nocher gibs a Gebiss. Pa die Gebisser muasch aufpassn, daß sie nit pan Essen in Taller

innikuglen. Oft hot der Mensch a Hirn wia Stroha. Selm fahlts groub wenn Stroha in Hirn drin isch. Der Mensch bleib an liebschtn do wo ers gwöhnt isch. Umgwöhnen isch olm zach. I bins in Taufers drin gwöhnt. In Taufers kenn i olle, sagor olle Schof und Goaß. Manche Menschn tean flüchtn ah. Ober noch Taufers flüchtn sie nit hin. Gott isch koa Mensch, a wenn er an Bort hot. Di Engl sein a koane Menschn, weil a Mensch it flieg. Ober manche Leit fliegn schun, wenn sie int Schual nicht kennen. Jeder Mensch hot a Seal. Di Seal geat in Himml aue, und di Boaner bleibm untn. Wenn a Mensch an Haufn Sündn hot, norr weart die Seal schworz. Selm hilfts ohruasn norr ah nicht mea. Rückmeldungen: werkstattprad@bzgvin.it

Elmar Rufinatscha Taufers im Münstertal

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Neue Projekte, neue Beiträge? Latscher Gemeinderat über neue Projekte und Kritik aus Bürgerbefragung an Organisation in Ärztepraxis.

In Latsch wurde eifrig diskutiert. LATSCH - „Viele Projekte konnten in den letzten Jahren erfolgreich auf den Weg gebracht werden. Es gilt nun, neue Fördermaßnahmen abzugreifen“, betonte Bürgermeister Mauro Dalla Barba. Bei der Gemeinderatssitzung am 28. April galt es, um etwaige neue Gelder des Staates in Anspruch zu nehmen, eine „Vereinbarung über die gemeinsame Verwaltung der durch das Gesetz Nr. 234/2021 finanzierten Maßnahmen zur Dorferneuerung zwischen den Gemeinden von Kastelbell/Tschars, Latsch, Schlanders und Schnals“ zu genehmigen. Einstimmig ging dieser Punkt schlussendlich durch. „Damit können wir starten. Einen Versuch ist es wert“, berichtete BM Dalla Barba. Worum geht es? „Es gibt einen neuen staatlichen Fördertopf für Dorferneuerungsprojekte für Gebiete mit mehr als 15.000 Einwohner“, erklärte der Bürgermeister. Dabei können sich auch mehrere Gemeinden zusammenschließen. So erarbeitete man im Vinschgau den Plan, dass sich mehrere Gemeinden zusammentun, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Latsch ist dabei in einer Zone mit Schnals, Kastelbell/Tschars und Schlanders. Letztere kümmere sich als „Mastergemeinde“ um die Ansuchen. Dabei sollen von den jeweiligen Gemeinden drei

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Projekte vorgeschlagen werden, die aber noch nicht in Planung sind. „Es gibt klare Richtlinien, wozu die Gelder verwendet werden dürfen, ich denke wir hätten hierfür drei starke und passende Projekte“, so Dalla Barba. Drei Bereiche, drei Projekte Laut Vorgaben können sich die Arten der zulässigen Arbeiten auf diese drei Bereiche beziehen: Einerseits die Instandhaltung und Umfunktionierung öffentlicher Flächen und bestehender öffentlicher Gebäude zu Zwecken des öffentlichen Interesses, weiters die Verbesserung der Qualität des Ortsbildes und des sozialen und ökologischen Gefüges und zudem die nachhaltige Mobilität. Im Bereich Mobilität wolle man das Projekt einer Unterführung der Staatsstraße bei der Tisser Brücke einreichen. Fußgänger und Radfahrer sollen hier einen sicheren Weg finden. Was die Verbesserung der Qualität des Ortsbildes betrifft setze man auf ein Projekt für die Straßenneugestaltung beim CulturForum bis zum Bahnhof, in Sachen Umfunktionierung öffentlicher Flächen wäre der Vorschlag, den Kirchplatz Latsch neu zu gestalten. „Der Kirchplatz als Ort der Begegnung. Das wäre die Idee“, erklärte Dalla Barba. Für jedes Projekt wären 375.000 Euro an

reinen Baukosten vorgesehen, mit Steuern und Planung würden sich die Kosten auf etwa 590.000 belaufen. 500.000 könne man an Förderungen erhalten, 90.000 wären Eigenmittel. „Es ist so gewollt, dass nicht 100 Prozent vom Staat finanziert werden, sondern auch Eigenmittel eingebracht werden“, so der Bürgermeister. Der Tagesordnungspunkt wurde schließlich einstimmig genehmigt. Kompetente Ärzte, Organisation aber zu verbessern Diskutiert wurde bei der Gemeinderatssitzung auch ein in Latsch derzeit pikantes Thema: Die organisatorische Abwicklung in der Gemeinschaftspraxis. Zur Erinnerung: Bei einer Bürgerbefragung in Latsch war Kritik aufgekommen, dass die Arbeit oft nicht effizient sei in Sachen Organisation. Bürgermeister Mauro Dalla Barba und der Gemeinderat wiesen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Qualität und Fachkompetenz in der Gemeinschaftspraxis exzellent sei. Aber: Es gebe durchaus organisatorische Defizite, an denen man arbeiten müsse, wie sich aus der Bürgerbefragung ergab. Abwicklungen seien oft nicht mehr zeitgemäß, heißt es in der Latscher Bevölkerung. Auf diese Kritik solle man eingehen, so die Gemeinderäte.

Viele Beiträge für Kindergarten Behandelt wurde im Rahmen der Sitzung auch eine Anfrage von Gemeinderatsmitglied Josef Kofler (Bürgerliste Mitanond), betreffend der Gesamtkosten des Neubaus Kindergarten Latsch. Wie Bürgermeister Dalla Barba mitteilte, waren im Projekt Kosten von 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Schlussendlich habe der Kindergarten 4 Millionen gekostet, inklusive sämtlicher Steuern und Planungen. Zudem seien im Ausführungsprojekt noch keine Mensa und Küche vorgesehen gewesen, da man zum Zeitpunkt des Projekts noch die Machbarkeit einer gemeinsamen Küche von Seniorenwohnheim und Kindergarten geprüft habe. Für den Kindergarten habe es insgesamt durchaus großzügige Landesbeiträge gegeben. So habe man 2.885.000 Euro für den Bau und zusätzlich rund 184.000 für die Einrichtung erhalten, rund 1,1 Millionen waren Eigenmittel, Steuern nicht inbegriffen. „Die Anfrage sollte keine Kritik sein und es passt. Mir waren die Kosten aber selbst nicht bekannt und einige Latscher fragten danach. Es ist wichtig, dass der Kindergarten gemacht wurde und jeder investierte Euro in die Bildung ist gut“, lobte Kofler. MICHAEL ANDRES


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Es wird einige Jahre dauern SCHLANDERS - Das Teilstück des Lärmschutzdammes im Bereich zwischen der Staatsstraße und der Grüblstraße in Schlanders, unter dem kürzlich die Weißwasserleitung ausgetauscht wurde, ist zwar aufgeschüttet und „bepflanzt“ worden, aber bis der Lärmschutz wieder richtig zum Tragen kommt, werden einige Jahre vergehen. Seitens von Anrainern wird beanstandet, dass die derzeitige „Begrünung“ noch in keiner Weise mit einer ordentlichen Bepflanzung gegen den Verkehrslärm zu vergleichen ist, der von der Straße kommt. Laut dem Gemeindereferenten Thomas Oberegelsbacher werde sich die Verwaltung bemühen, zusätzlich zur durchgeführten Bepflanzung auch noch größere Sträucher bzw. Pflanzen einzubringen. Weiterhin im Auge behalten wolle man die eventuelle Errichtung von Lärmschutzwänden, wobei allerdings nicht zu vergessen sei, dass die Weißwasserleitung in Zukunft entlang weiterer Teilstücke des

Es wird etliche Jahre dauern, bis dieser derzeit noch „nackte“ Abschnitt des neu aufgeschütteten Lärmschutzdammes wieder dicht bewachsen sein wird.

Dammes auszutauschen ist und dass beim Bau von Lärmschutzwänden auch die Frage der Kosten bzw. Finanzierung eine Rolle spiele. – In noch viel weiterer Ferne liegt derzeit - wenn überhaupt - eine Unterflurtrasse. In den Leitlinien für die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogram-

mes wird zwar festgehalten, „dass die Gemeinde die Errichtung einer Unterflurtrasse im Bereich der Staatsstraße zwischen der Zone Grüblwiesen und der Wielanderkurve zum Zwecke der engen Vernetzung des Bahnhofs- und Kaserenareals mit dem historischen Ortskern von Schlanders, dem

Oberschulzentrum und der Fraktion Kortsch prüft“, aber greifbar ist dieses Vorhaben noch nicht. „Wir reden hier von vielen Millionen von Euro“, sagte BM Dieter Pinggera bei der jüngsten Ratssitzung. Er sehe die Unterflurtrasse als Vision und „tolle Herausforderung für die Zukunft.“ SEPP

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Jetzt wurde der Elfenbeinturm tatsächlich verlassen Die Projektreihe „Schule und Region – neue Zeiten, neue Lernformen“ 2022 wurde in Schlanders vorgestellt und abgeschlossen. MALS / SCHLANDERS - Die Projektreihe war im Schuljahr 2013/2014 ausgebrütet und geboren und im Oberschulzentrum Mals mit den 4. und 5. Klassen der Fachoberschule für Wirtschaft (FOWI) umgesetzt worden. Der Bericht im Jänner 2014 war mit einem Sager des damaligen Direktors Gustav Tschenett übertitelt: „Eine Schule verlässt den Elfenbeinturm“. Damals hatte man sich in der Region Obervinschgau umgesehen und mit fünf Betrieben vernetzt. Die heurige 7. Auflage hat über diesen Raum hinausgegriffen. Der Untere Vinschgau wurde eingebunden und die Abschlussveranstaltung in die „Basis Vinschgau Venosta“ nach Schlanders verlegt. Getreu dem Basis-Motto „Hebe deine Events von der Masse ab“ haben Direktor Werner Oberthaler, Koordinator Mirko Stocker und die betreuenden Lehrer sich in Mals für den „Social Activation Hub“, auf gut Deutsch für den „Mittelpunkt sozialer Aktivierung“ in der ehemaligen Schlanderser Alpini-Kaserne entschieden. Basis Vinschgau selbst wurde als Projektpartner integriert und vorgestellt. Der Standortwechsel hat unter Beteiligten und Zuschauern, sprich Angehörigen, großen Anklang gefunden und wurde als Bereicherung be-

Vertreter des Oberschulzentrums, der Partnerbetriebe und Moderatorinnen von links: Hildegard Spiess (HOPPE AG), Markus Moriggl (Raika Obervinschgau), Paul Jörg (Recla AG), Reinhilde Mayr (KVW Bildung), Werner Platzer (Raika Prad-Taufers), Werner Oberthaler (Direktor OSZ Mals), Mirko Stocker (Koordinator FOWI Mals), Selina Prieth (Reschen, 5A FOWI), Eva Theiner (Mals, 5A FOWI), Andreas Tappeiner (VEK/VION), Alexander Telser (VEK/VION), Manfred Tappeiner (FC Südtirol)

zeichnet. Basis-Geschäftsführer Hannes Götsch meinte in seiner Begrüßung: „Es freut mich, dass wir mit den Schulen Theorie und Praxis, also Theorie und das grelle Leben unter einen Hut bringen.“ Direktor Oberthaler sprach von einer „neuen Öffentlichkeit“ und fand anerkennende Worte für Koordinator Mirko Stocker. Geld, Aluminium, Speck und Tradition Das erste Referat war ein Blick in den Spiegel. Julia Habicher, Lena Gander und Nadine Frank durften in Begleitung ihres Leh-

Paul Jörg, Recla (rechts), und das Projektteam mit (v.l.) Aaron Platzgummer (Staben), Nico Lösch (Naturns), Jonathan Schönthaler (Laas), Vladalin Tataru (Lichtenberg) und Denny Wieser (Petersberg)

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rers Jonas Marseiler die FOWI als Betrieb vorstellen. Auf hohem Niveau und in brennender Aktualität haben sich Maria Ohrwalder, Denise Schöpf und Eva Gander mit Betreuer Felix Thöni in der Weltfirma HOPPE mit „Preissteigerungen und Lieferknappheit von Industriestoffen. Fokus auf Aluminium“ befasst. HOPPE-Schatzmeisterin Hildegard Spiess dazu: „Es ging uns nicht um Lösungen, sondern darum, gemeinsam mit den Schülerinnen Zusammenhänge zu verstehen.“ „Gar nicht so leicht“ fand Direktor Werner Platzer, Raika Prad-Taufers, die Fragestel-

lung „Welche Dienstleistungen und Produkte erwarten junge Menschen von einem Kreditinstitut“. Platzer betonte den Mut von Lukas Pobitzer, Andreas Lösch, Marcel Holzknecht, David Raggl und Ivan Kaserer mit Betreuer Heinrich Noggler. Mit dem global vernetzten Lebensmittelproduzenten Recla in Vetzan, dem größten Speckproduzenten Südtirols, hatten sich Aaron Platzgummer, Nico Lösch, Jonathan Schönthaler, Vladalin Tataru, Denny Wieser und Betreuer Felix Thöni befasst. „Recla und das Thema Nachhaltigkeit“ lautete der Projekttitel. Kontaktperson Paul Jörg, Verkaufslei-

Traditionsreich: Nora Reiner (Mals), Lena Wiesler (Taufers), Anna Sofie De March (Mals), Tabea Klotz (Schluderns), alle 4A FOWI, (v.l.) moderierten „Almwirtschaft als Symbiose zwischen Landwirtschaft und Tourismus“.


VINSCHGER GESELLSCHAFT ter bei Recla, sprach ebenfalls von „mutigen Jungs“ und von der gemeinsamen Überzeugung, dass es für alle wichtig sei, die Umwelt zu schützen und zu erhalten. Noch vor der Pause wurde es farbig auf der Basis-Bühne. Es ging um die „Almwirtschaft als Symbiose zwischen Landwirtschaft und Tourismus“. Betreut von Christiane Patscheider präsentierten Tabea Klotz, Lena Wiesler, Anna Sofie De March und Nora Reiner im Dirndl-Look und mit traumhaften Landschaftseindrücken das Südtirol-Thema schlechthin. Ideengeber Markus Moriggl, Direktor der Raika Obervinschgau, war „paff“, wie professionell, statistisch abgesichert und trotzdem stimmig die Mädchen das Thema bearbeitet hatten. Elektromobilität und Fortbildung Der 2. Teil der Vorstellung begann elektrisierend mit „Elektromobilität im Vinschgau – Wo stehen wir? Wo geht die Reise hin?“ Partnerunternehmen waren das Vinschgauer Energiekonsortium (VKE) und der Stromanbieter VION. Betreut wurde das ProjektTeam Elias Fleischmann, Elias Bertoldin und Mathias de Stefani von Mirko Stocker. Beispielhaft wurde die Entstehung der Betriebe dokumentiert; ausführlich wurden über Interviews die Landeseinrichtung „Green Mobiliy“ und der Ladesäulen-Vertreiber „Alpitronic“ durchleuchtet. Es wurden die Vorteile von Car Sharing analysiert, die Meinung des obersten Bezirkspolitikers eingeholt, ein kaufmännischer Leiter befragt und der Institutsleiter

Beim Fußball war „der Sportler“ Projektpartner des Teams Noah Oberegger, Amir Bacha, Daniel Marsoner, Yuri Mattei, Armin Platter.

von EURAC Research, Wolfram Sparber, um seine Meinung zum Thema Elektromobilität gebeten. Sekunden absoluter Stille im Saal verursachte die Tabelle mit der Gesamtzahl der E-Autos und Hybridfahrzeuge pro Vinschger Gemeinde. VEK-Geschäftsführer Alexander Telser war „überwältigt“. „Eltern können sich glücklich schätzen“, meinte er, „und euren Film möchten wir haben“. Mit dem Projekt „Übungsfirma für Erwachsene – Onlinefortbildung“ wagten Marian Blaas, Lukas Bochet, Noah Fliri, Katharina Moriggl, Aaron Nutzinger, Jonas Plaskacz, Judith Maria Polin, Selina Maria Prieth, Simon Pritzi und Greta Thaler mit dem begleitendem Betriebswirtschaftslehrer Mirko Stocker und dem Mathematiker Jonas Marseiler gleich mehrere Schritte hinaus ins wirkliche Leben. Durch das Projekt „Übungsfirma“ und die Zusammenarbeit mit „KVW Bildung“ kamen analoge Rückmeldungen über Weiterbildung, Fortbildung und Umschulung online ins Oberschulzentrum. Der Lohn für ihren Einsatz kam über begeisterte Rückmeldungen aus Interviews mit den Teilnehmern. Durch die Präsentation in der

Basis führten gekonnt Katharina Moriggl und Greta Thaler. KVWKontaktperson Reinhilde Mayr meinte in ihrem Statement in Richtung Schüler: „Betriebe, die euch bekommen, können sich glücklich schätzen.“ Sportlich, kreativ und divers Lebensnah und aktuell in jeder Beziehung war dann auch das Projekt „Verletzungsprävention im Fußball“, ausgearbeitet von den jungen Fußballern Noah Oberegger, Amir Bacha, Daniel Marsoner, Yuri Mattei, Armin Platter und dem begleitenden Lehrer Helmuth Tschenett. Zum besseren Verständnis: In der Sportoberschule Mals ist es möglich, den

Das letzte Wort hatte Gastgeber Hannes Götsch, Verein Basis Vinschgau Venosta.

Schwerpunkt Fußball zu wählen. Der einzige Profi-Club des Landes übernahm die Schirmherrschaft und garantiert eine professionelle Betreuung. Das Schlusswort durfte Manfred Tappeiner als Fußballexperte, Fußballtrainer und Fußballfan sprechen. Der Naturnser hielt ein leidenschaftliches Plädoyer über die Werte des Fußballs, über den „historischen Erfolg des FC Südtirol“ (Aufstieg in die Serie B) und fand Lobesworte für Ausarbeitung und Strukturierung des Projektthemas. Der Abschluss der Präsentation wurde dem Gastgeber, dem Verein Basis Vinschgau, gewidmet. Fabian Wolf, Laurin Stecher, Julian Seelos und Julian Plangger arbeiteten gemeinsam mit Tutorin Marylin Egger und dem Partnerbetrieb Basis am Projektauftrag „Kreativwirtschaft und Diversifikation als Chance im Vinschgau“. Sie stellten sich die Frage: „Wie können wir Vinschger Jugendliche die Basis als ‚Social Activation Hub‘ (Mittelpunkt sozialer Aktivierung) zur Förderung der regionalen und gesellschaftlichen Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung und Soziales kennenlernen?“ Einblick erhielten sie durch Treffen und Besuche in der Basis und in deren Außenstelle, der ehemaligen Weberei Salut in Mals. Hannes Götsch, vorgestellt als „Founder und Unternehmer, Strategieentwickler und Umsetzer der Basis“, dankte für „ungewöhnliche Blickwinkel“ und stellte fest: „Ich habe nicht gewusst, dass die Malser Oberschule so bärig aufgestellt ist.“ GÜNTHER SCHÖPF

PR-INFO

Pizzas, regionale Küche und mehr durstig – und hungrig. Umso besser, wenn man gleich neben dem Badespaß die Möglichkeit zu bester Verkostung vorfindet. Und dies mit großer Auswahl. Der Reihe nach: Seit Oktober 2021 befindet sich das Restaurant/Pizzeria Erlebnisbad Naturns unter neuer Führung. Inhaber Danny Lechthaler und Co. setzen dabei auf leckere Pizzas aller Art und eine regionale Küche. Wo möglich werden lokale Produkte

Von Donnerstag bis Sonntag (17 bis 21.30 Uhr) wird ein Lieferdienst angeboten. Der Kiosk im Freibad ist auch für externe Gäste zugänglich, ein neuer Loungebereich weiß zu begeistern. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Parkplätze. AM

Foto: Fotonah

NATURNS - Schwimmen macht

verwendet. Zudem findet man eine große Auswahl an ausgewählten Weinen und verschiedene Biere.

Nach einer kurzen Pause bis 13. Mai bleibt das Lokal ab 14. Mai bis September ohne Ruhetag geöffnet.

Restaurant Pizzeria Erlebnisbad Feldgasse 5, Naturns Tel. 0473 868 003 - 338 38 99 754 restaurant@erlebnisbad.it DER VINSCHGER 09/22

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Foto: Peter Zischg

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Gebietsschau zieht wie ein Magnet

Im Bild links die Gesamtsiegerin der Kategorie Kalbinnen aus dem Stall von Andreas Heinisch (Matsch), rechts die Reservesiegerin, die Christian Stillebacher aus Prad gehört.

Die Lebensleistungskühe mit über 100.000 kg Milch (v.l.): „Lina“ von Franz Kaserer (Martell), „Sara“ von Nikolaus Spechtenhauser (Burgeis) und „Selly“ von Werner Stocker (Plawenn).

LICHTENBERG - Sehr gut besucht war die Brauviehschau „125 Jahre Gebietsausstellung Vinschgau“, die am 30. April in Lichtenberg stattgefunden hat. Über 80 Züchter aus dem ganzen Tal waren mit insgesamt über 180 Tieren vertreten. Vorgeführt und bewertet wurde vorwiegend Braunvieh, aber auch Jersey und Original Braunvieh waren zur Ausstellung gebracht worden. Hauptorganisator war Andreas Jäger aus Martell, der zusammen mit Anton Wallnöfer aus Lichtenberg und Alois Hellrigl aus Taufers im Münstertal den Vinschgau im Vorstand des Südtiroler Braunviehzuchtverbandes vertritt. Nicht unerwähnt ließ Jäger in seinen Eröffnungsworten die von der Landesregierung kürzlich

ter lobte. Die Tiersegnung hatte Pfarrer Florian Öttl vorgenommen. Einen besonderen Dank zollte der OK-Obmann Andreas Jäger der Fraktion Lichtenberg mit dem Präsidenten Bernhard Wallnöfer an der Spitze, der Fraktion Prad für die Unterstützung beim Aufbau des Ausstellungsgeländes und nicht zuletzt allen Gönnern und Spendern von Preisen. Den Ehrenschutz hatten der Kammerabgeordnete Albrecht Plangger und der Landtagsvizepräsident Sepp Noggler übernommen. Es waren Bauern aus dem Vinschgau, die sich vor über 125 Jahren als erste im damaligen Tirol in Zuchtgenossenschaften organisierten. Die Braunviehzuchtgenossenschaft Langtaufers wurde 1895 gegründet. Zucht-

beschlossene Unterstützung der Südtiroler Milchwirtschaftsbetriebe mit insgesamt 15 Millionen Euro. Diese Unterstützung sei wegen der hohen Produktionskosten, des niedrigen Milchpreises und der stark gestiegenen Futtermittel- und Energiekosten gerechtfertigt. Es handle sich aber nur um einen Tropfen auf den heißen Stein. „Wir möchten nicht als Bittsteller dastehen, sondern für unsere Produkte angemessene Preise bekommen, denn nur so lässt sich das Problem wirklich lösen“, sagte Andreas Jäger dem der Vinschger. Mit Grußworten an die Aussteller warteten u.a. der Prader Bürgermeister Rafael Alber und der Verbandsobmann Jakob Huber auf, der die Arbeit und den Einsatz der Vinschger Züch-

Rechts die Gesamtsiegerin bei den Mehrmelkkühen (Stefan Stocker, Plawenn), links die Reservesiegerin (Franz Kaserer, Martell).

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Rechts die Jersey-Gesamtsiegerin (Urban Telser, Burgeis), links die Reservesiegerin (Simone Sagmeister, Schlanders).

Foto: Peter Zischg

OK-Obmann Andreas Jäger (links) und Verbandsobmann Jakob Huber

Foto: Peter Zischg

Kurt Klotz aus Schluderns mit „Ramona“, Siegerin der Kategorie „Drittmelkkühe in Laktation“.

Foto: Peter Zischg

Das Braunvieh aus dem Vinschgau ist weit über Südtirol hinaus bekannt und geschätzt.

vieh aus dem Vinschgau ist weit über Südtirol hinaus bekannt und geschätzt. Wie im Ausstellungskatalog nachzulesen ist, hat sich das Braunvieh von einer Dreinutzungskuh (Milch, Fleisch, Arbeitsleistung) zu einer milchbetonten Zweinutzungskuh gewandelt. In den 1970er Jahren kam es zur Einkreuzung mit amerikanischen Brown Swiss Stieren. Das ursprüngliche Original Braunvieh verschwand fast gänzlich, „erfährt in den letzten Jahren aber auch im Vinschgau wieder einen Aufschwung.“ Die Jersey-Rasse hat im Vinschgau vor über 20 Jahren Einzug gehalten. Heute stehen im Vinschgau fast 4.500 Braunvieh-Kontrollkühe sowie über 80 Jersey-Kontrollkühe. SEPP

Original Braunvieh-Kühe, rechts die Gesamtsiegerin (Franz Kneisl, Sonnenberg/Schlanders).


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Vollversammlung mit Spendenübergabe UNTERVINSCHGAU - Am 29. April fand die Vollversammlung der Raiffeisenkasse Untervinschgau im Hauptsitz in Naturns statt. Es war dies bereits die vierte Vollversammlung, die pandemiebedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden musste. Anwesend waren neben dem Obmann Wolfram Gapp und dem Direktor Manfred Leimgruber die Verwaltungs- und Aufsichtsräte, die Bürgermeister bzw. Vizebürgermeister der Gemeinden Naturns, Kastelbell-Tschars, Plaus und Schnals als Mitgliedervertreter sowie zwei Mitarbeiter/ innen. Die Mitglieder konnten wieder mittels Vollmacht ihre Stimme abgeben. Laut dem Obmann war das Geschäftsjahr 2021 aufgrund der der anhaltenden Covid-Pandemie sehr intensiv und herausfordernd. Die Kundeneinlagen betrugen 440 Mio. Euro (+4,9%) und die Kundenausleihungen 274 Mio. Euro (+4,4%). Das Eigenkapital betrug zum Jahresende 79 Mio. Euro. Das steigende Eigenkapital und die

Weiße Kreuz für die Menschen in der Ukraine übergeben werden. Entgegengenommen hat den symbolischen Scheck Barbara Siri, die Präsidentin des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz, die sehr erfreut war von der Großzügigkeit und sich bei allen Kunden und Mitgliedern sowie bei der Raika Untervinschgau bedankte. Der Betrag wird für die Finanzierung der Flüchtlingsbetreuung an der Bei der Spendenübergabe (v.l.): Manfred Leimgruber (Direktor der Grenze zwischen Slowenien und Raiffeisenkasse Untervinschgau), Barbara Siri (Präsidentin des der Ukraine sowie für die drinLandesrettungsvereines Weißes Kreuz) und Wolfram Gapp gend notwendige medizinische Versorgung und die wichtigen (Obmann der Raiffeisenkasse Untervinschgau). Notfalltransporte innerhalb der hohe Eigenkapitalquote (Verhält- die Menschen in der Ukraine zu Ukraine verwendet. „Wir sind nis Eigenkapital zu Bilanzsumme) spenden. Die Spendenbereitschaft überwältigt von der Spendenbevon 15,6 Prozent garantieren die der Kunden und Mitglieder in reitschaft in unseren Gemeinden Stabilität der Bank und damit den vier Gemeinden (Naturns, und bedanken uns hiermit bei die Sicherheit der Kundeneinla- Kastelbell-Tschars, Schnals, Plaus) allen Spendern für die Großzügiggen. Somit konnte das Geschäfts- war sehr groß. Es wurde mit über keit und die Bereitschaft zu helfen. jahr 2021 positiv abgeschlossen 270 Spenden eine Summe von So etwas ist nicht selbstverständwerden. Anfang März hatte die über 45.000 Euro erreicht. Bei lich und wir freuen uns deshalb Raiffeisenkasse Untervinschgau der Vollversammlung wurde der umso mehr, einen beträchtlichen die Kunden und Mitglieder auf- Betrag um 15.000 Euro erhöht. Spendenbetrag an den Landesretgerufen, gemeinsam mit den Insgesamt konnte somit im An- tungsdienst Weißes Kreuz überVerwaltungs- und Aufsichts- schluss an die Vollversammlung geben zu können“, sagte Wolfram räten und den Mitarbeitern für ein Betrag von 60.000 Euro an das Gapp. RED

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Über 3 Mio. Euro Überschuss Gemeinde Mals wirtschaftet gut. Kein Darlehen für Gemeinschaftspraxis notwendig. MALS - Mit 1,1 Millionen Euro unterstützt das Landesressort für Gesundheitswesen die Errichtung der Gemeinschaftspraxis im Martinsheim in Mals. Die Arbeiten sind derzeit voll im Gang. „Dank dieses Beitrages ist es nicht mehr notwendig, ein Darlehen aufzunehmen“, freute sich Bürgermeister Josef Thurner bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Das Finanzjahr 2021 konnte die Gemeinde mit einem Verwaltungsüberschuss in Höhe von über 3 Mio. Euro abschließen. „Das zeigt, dass die Gemeinde gut gewirtschaftet hat“, so Thurner. Dem Vorschlag des Gemeindeausschusses für die Verwendung des Überschusses stimmte der Gemeinderat einhellig zu. Der größte Brocken fließt in die Gemeinschaftspraxis. Aber auch für viele weitere Vorhaben wurden Geldmittel vorgesehen, so etwa 320.000 Euro für das Projekt „Lagerraum/Kühlzellen“ für das Jagdrevier Matsch und über 400.000 Euro für Arbeiten am Trinkwasser- und Abwassernetz.

Geldmittel für Unterführung?

Im Haus „Marolles“ sollen Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine eine Bleibe finden.

betraut werden. Die Gemeinde hatte das Haus schon vor einiger Zeit zusammen mit der dazugehörigen Grundfläche im Zuge eines Tauschgeschäftes erworben. Als Gegenleistung hatte sie eine Grundfläche im Dorfzentrum an die „Wema Bau“ abgetreten. Ankurbeln will die Gemeinde die Nutzung von E-Bikes. 50.000 Euro sind für den Ankauf von E-Bikes vorgesehen. Die Bikes sollen in erster Linie jenen Personen zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, die beabsichtigen, mit E-Bikes zur Wohnungen für Flüchtlinge Arbeit zu fahren und die Autos 50.000 Euro sind für Instand- zuhause zu lassen. Das genaue setzungsarbeiten (Heizanlage Reglement wird der Gemeinderat usw.) im Haus „Marolles“ in noch festlegen. Mals vorgesehen. In den dortigen Wohnungen sollen bei Be- Alleinverwalter für E-AG darf Flüchtlingsfamilien aus der Bei einer Enthaltung zugeUkraine eine Bleibe finden. Mit der Führung sollen die Sozial- stimmt hat der Gemeinderat dem dienste der Bezirksgemeinschaft Vorschlag, dass die gemeinde-

eigene E-AG weiterhin von einem Alleinverwalter geführt wird. Bis Ende April war der frühere Bürgermeister Ulrich Veith Alleinverwalter. Ab jetzt bis 2024 wird Dominik Telser die E-AG als geschäftsführender Alleinverwalter führen. Er war seit 6 Jahren angestellter Geschäftsführer. Seine Aufgabe als geschäftsführender Alleinverwalter wird mit 104.000 Euro brutto im Jahr vergütet. Laut dem Bürgermeister hatte es im Vorfeld dieses Vorschlages viele Aussprachen und Sitzungen gegeben, auch mit den Aufsichtsräten der AG. Die Zuständigkeitsfelder der E-AG reichen von den Bereichen Fernwärme, Glasfaser und Photovoltaik bis hin zur Wasserkraft, den Sportanlagen und das Skizentrum in Schlinig. „Die Führung der E-AG als geschäftsführender Alleinverwalter ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte Josef Thurner.

Zugestimmt hat der Gemeinderat auch einer Vereinbarung zwischen den Gemeinden Mals, Glurns, Graun, Martell, Prad am Stilfserjoch, Schluderns und Taufers bezüglich der gemeinsamen Vorlage von Projekten zur Dorferneuerung bzw. zur nachhaltigen Mobilität. Für die Umsetzung derartiger Maßnahmen kann um Geldmittel des Staates (Gesetz 234/2021) bzw. der EU angesucht werden. Zumal höchstens mit 5 Mio. Euro für ein Gebiet mit mindestens 15.000 Einwohnern zu rechnen ist, haben sich die genannten Gemeinden zusammengeschlossen. Federführend bei der Abwicklung ist die Gemeinde Mals. Zu einer ähnlichen Vereinbarung ist es auch zwischen Gemeinden im mittleren und unteren Vinschgau gekommen. Konkret erhofft sich die Gemeinde Mals einen Beitrag in Höhe von etwas mehr als einer Mio. Euro für die Unterführung der Schleiser Kreuzung. „Das ist ein sehr wichtiges Projekt, das es endlich anzugehen gilt“, sagte das Ratsmitglied Andreas Bernhart im Anschluss an die Ratssitzung dem der Vinschger. Als neues SVP-Ratsmitglied willkommen geheißen wurde übrigens Fabian Pircher. Er folgt auf Günther Kreidl, der sein Mandat aus persönlichen, sprich Arbeitsgründen zurückgelegt hat. SEPP

Einen Verwaltungsüberschuss in Höhe von über 3 Mio. Euro konnte der Malser Gemeinderat für verschiedene Projekte und Vorhaben zweckbinden.

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Dickes Dankeschön an das Weiße Kreuz Sulden

Gruppenbild mit einem Teil der Geehrten (v.l.): Hubert Horrer (Ausschuss), Dienstleiter Fabian Paulmichl, Anna Reinstadler, Vizebürgermeister Armin Angerer, Katherina Horrer, Andreas Zeidler, Klaus Schöpf, Alex Mazzone und Sektionsleiter Franz Heinisch. SULDEN - Nach zweijähriger Corona-Zwangspause konnte die Sektion Sulden des Weißen Kreuzes am 30. April wieder zu einer Jahreshauptversammlung in Präsenz einladen. Den Auftakt der Versammlung, die im Zivilschutzgebäude stattfand, bildeten die Neuwahlen. Der langjährige Sektionsleiter Franz Heinisch, Bürgermeister der Gemeinde Stilfs, hatte sich bereit erklärt, diese Aufgabe für eine weitere Periode zu übernehmen. Er wurde ebenso einhellig gewählt wie der 5-köpfige Ausschuss. Diesem gehören weiterhin Jakob Hofer, Hubert Horrer und Katherina Horrer an. Sarah Crazzolara und Matthias Abler sind neu im Ausschuss. Den bisherigen Ausschussmitgliedern Sandra Paulmichl und Paul Moser wurde für ihre Mitarbeit gedankt. Einstimmig bestätigt

wurde auch die Jugendleiterin Anna Reinstadler. Derzeit zählt die Sektion über 40 Freiwillige, 4 Festangestellte sowie 20 Jugendliche und 8 Betreuer. 2021 wurde zu 204 Einsätzen ausgerückt. Die Zahl der Transporte belief sich auf 1.225, jene der freiwillig geleisteten Stunden bei Transporten und Einsätzen auch 15.723. Der WK-Bezirksleiter Daniel Volpi (Burggrafenamt/Vinschgau) und Gottlieb Oberprantacher vom WK-Landesvorstand lobten die Tätigkeit der Sektion und freuten sich im Besonderen über die starke Jugendgruppe. Im Namen der Gemeinde bedankte sich Vizebürgermeister Armin Angerer beim gesamten Team des Weißes Kreuzes Sulden. Er kündigte an, dass das Zivilschutzgebäude, in dem neben dem Weißen Kreuz auch die Feuerwehr und die Bergeret-

Mit Gesamtkosten von ca. 1,3 Millionen Euro soll das Zivilschutzgebäude in Sulden außen und zum Teil auch innen saniert und komfortabler gestaltet werden.

tung unterbracht sind, saniert und zum Teil neu eingerichtet und komfortabler gestaltet werden soll. Das Gebäude wurde zwar erst 2002 bezogen, doch es wurden schon zu Beginn Baumängel festgestellt. Dem Bürgermeister und Vizebürgermeister war es im Herbst 2021 gelungen, binnen kürzester Zeit ein Sanierungsprojekt auf den Weg zu bringen, um in den Genuss von Geldmitteln zu kommen, die über den Nationalpark ausgeschüttet werden. Die Sanierung kostet insgesamt ca. 1,3 Millionen Euro. „80 Prozent werden über den Nationalpark finanziert und 20 Prozent übernimmt die Gemeinde“, so Angerer. Heuer soll die Planung erfolgen. Den Baubeginn stellte der Vizebürgermeister für 2023 in Aussicht. Mit Gruß- und Dankesworten warteten auch Feuerwehrkomman-

dant Oliver Mattivi sowie Klaus Reinstadler im Namen der Bergrettung und der Fraktion Sulden auf. Franz Heinisch bedankte sich beim gesamten Team der Sektion, bei den Mitgliedern, der Patin Christine Dosser sowie bei allen anderen Rettungsorganisationen für die gute Zusammenarbeit. Beim abschließenden Abendessen im „Panorama“ wurden Freiwillige geehrt. 6 davon hätten die Urkunden schon 2020 bekommen sollen, was pandemiebedingt aber nicht möglich war: Ivana Gutwenger (25 Jahre), Alexander Angerer und Andreas Zeidler (jeweils 15) sowie Alex Mazzone, Dominik Hell und Katherina Horrer (jeweils 10). Die für das Jahr 2021 Geehrten heißen Edmund Wolfgang Paulmichl (35), Klaus Schöpf (15) und Anna Reinstadler (10). SEPP

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (84)

Heute Transportwesen, gestern Stechuhren Das SAD-Enthüllungsbuch, das in Südtirol derzeit in aller Munde ist, wird in manchen Medien selten mit seinem Titel erwähnt. Auch die Autorennamen werden gerne verschwiegen. Es erinnert ein wenig an Harry Potter und seinen Widersacher, dessen Namen nicht ausgesprochen werden darf. In Anlehnung daran könnte man von „Du weiß schon welches Buch“ oder „Das Buch, dessen Name nicht genannt werden darf“ sprechen. Der Skandal um abgehörte Telefongespräche und mutmaßliche politische Mauscheleien beschäftigt die Öffentlichkeit sehr, dabei haben wir in den vergangenen Jahrzehnten schon einiges serviert bekommen: die Affäre um die Landesenergiegesellschaft SEL, die verfälschten Urinproben von Alex Schwazer, der gekreuzigte Frosch im Museion, die Rentenreform mit den üppigen Vorauszahlungen, die Millionenverluste der Südtiroler Sparkasse, und, und, und. Auch „schön“, aber etwas in Vergessenheit geraten, ist der Rechnungshofskandal. Im Herbst des Jahres 2000 wurden dort acht Angestellte suspendiert und in den Hausarrest versetzt. Was war passiert? Zunächst hatten sie mit ad absurdum geführten Interpretationen des Dienst-

rechts ein effizientes Arbeiten boykottiert. Nach dem Motto: Briefmarken aufkleben? Nein danke. Dafür sind wir überqualifiziert. Hinzu kam noch, dass sie systematisch die Stechuhr manipulierten, um sich zum Beispiel in Venedig mit Fischessen zu vergnügen. Als sie vom Leiter der Kontrollsektion darauf aufmerksam gemacht worden waren, dass sie die Pflicht hätten, am Arbeitsplatz zu sein, wenn sie dafür bezahlt werden, endete das in einer Beschimpfung. Einer der Beschuldigten rechtfertigte die außertourlichen Vergnüglichkeiten später mit dem „Argument“, am Rechnungshof gäbe es „eh nichts zu tun“. Ende des Jahres wurde die Suspendierung von sechs der acht Beschuldigten allerdings wieder aufgehoben. Die restliche Aufregung ist dann recht schnell verflogen – wie immer bei medienZ wirksamen Skandalen.

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Die eigenen vier Wände Damit der Wohntraum nicht zum Albtraum wird. Das sagt der „Baufuchs“. VINSCHGAU - Den Traum von den eigenen vier Wänden träumen viele. Und es soll meist kein Traum bleiben. Aber freilich, Albtraum soll es auch keiner werden. „Deshalb gibt es einiges zu beachten. An erster Stelle kommt die Planung. Dabei geht es nicht nur um die technischen Aspekte, sondern auch um die Finanzierung“, erklärt Florian Gamper im Gespräch mit dem der Vinschger. Gamper ist jemand, der es wissen muss. Gamper, Publizist und diplomierter Agrartechniker, ist nicht nur Leiter des Pflegezentrums für Vogelfauna auf Schloss Tirol sondern auch Herausgeber von Südtirols bekanntem Bau-, Wohn- und Energiehandbuch, dem „Baufuchs“. Für jeden der Neues errichtet oder Altes saniert sozusagen eine Pflichtlektüre. Zahlreiche Fachartikel geben unabhängige Orientierung, um den oft beschwerlichen Weg zum Eigenheim problemlos zu meistern.

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Sie helfen bei allen wichtigen Entscheidungen rund ums Bauen und Wohnen und natürlich auch dabei, den finanziellen Rahmen nicht aus den Augen zu verlieren. Im der Vinschger gibt Florian Gamper einige Tipps dazu. „In der Regel macht man sich mit viel positiver Energie daran, ein neues Eigenheim zu verwirklichen“, weiß Gamper. Jedoch fehlen dabei oft wichtige Erfahrungs- und Vergleichswerte. „Man sollte sich einige Punkte vorab durch den Kopf gehen lassen, sonst endet der Traum von den eigenen vier Wänden oft in einem Albtraum“, so „Baufuchs“ Gamper. In erster Linie spielt die Finanzierung eine Rolle. „Unbegrenzte Geldmittel, um ein Eigenheim zu verwirklichen, stehen nur sehr wenigen Menschen zur Verfügung“, weiß Gamper. Für den Großteil heißt es genauestens auf die Finanzen zu achten und zu sparen. Hierfür gilt es Möglichkeiten und Bedingungen mit den Banken

abzuklären. Diese beraten gerne und professionell. Selbst „mitbauen“? Was es zu bedenken gilt Viele versuchen zu sparen indem sie selbst am Bau Hand anlegen. Hierzu erklärt Gamper: „Das ist gut gemeint, bringt aber nur in seltenen Fällen eine Ersparnis. Selbst wenn handwerkliches Geschick da ist“. Die Eigenleistung beim Hausbau ist vor allem im organisatorischen Bereich wichtig. „Dieser wird oft fahrlässig unterschätzt“, erklärt Gamper. Er liefert gleich eine Art Faustformel für den Zeitaufwand: „Hier können 0,0008 Prozent der Baukosten als benötigte Zeit für die Erledigung der vielfältigen Aufgaben berechnet werden: So ergeben 300.000 Euro multipliziert mit 0,0008 einen Zeitaufwand von 240 Stunden. Somit müssen in diesem Fall rund 30 Tage mit

jeweils acht Stunden eingeplant werden, um allfällige Arbeiten zu erledigen. Das ist eine ganze Menge“. Nur wer dieses Pensum neben seinem Beruf schafft, sollte über andere Eigenleistungen nachdenken. Dabei sollte man auch nie vergessen, dass man alle Arbeiten mit weniger Erfahrung und Fachkenntnissen durchführt als wenn es ein Fachmann mit professionellen Geräten macht. „Man sollte Eigenleistungen nur dann einplanen, wenn auch die notwendige Zeit dafür vorhanden ist und die Arbeiten fachlich ausgeführt werden können“, empfiehlt Gamper. Nicht zuletzt sei die Mitarbeit aus rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Experten wissen Rat Ein weiterer Tipp in der frühen Bauphase ist es, Experten um Rat zu fragen. „Gut geplant ist halb gebaut“, betont der „Baufuchs“. Meist werden Experten


VINSCHGER SPEZIAL erst dann zu Rate gezogen, wenn irgendetwas nicht passe. „Aber dann ist es oft zu spät“. Sowohl bei finanziellen, bautechnischen, rechtlichen Fragen sowie in Sachen Steuerangelegenheiten ist eine frühzeitige Beratung durch Experten sinnvoll. „Und gut angelegtes Geld“, weiß Gamper. Insbesondere beim Planen sollte man nicht auf professionelle Hilfe verzichten. „Der Verzicht auf die Leistungen eines versierten Technikers birgt nur auf den ersten Blick Sparpotenzial“, mahnt Gamper. Schlussendlich wird dies vielen Bauherren teuer zu stehen kommen. „Wird auf einen kompetenten Planer verzichtet, dann fallen die entsprechenden Kosten anderswo an und werden dort auch verrechnet, direkt oder indirekt“. Planung in Eigenregie: Vorsicht Insbesondere „Eigenregie“ kann oft ein fatales Ende nehmen. „Viele Menschen sind von ihren Fähigkeiten in Sachen Gestaltung und Planung überzeugt, überschätzen sich dabei aber meist selbst“, so Gamper. Aufgrund der fehlenden Ausbildung im jeweiligen Bereich fehlt es vielen aber schon an den Grundkenntnissen. Hierbei kann es zu Baufehlern und auch steigenden Kosten kommen. Mit einem kompetenten Techniker zu bauen ist daher ein weiterer elementarer Schritt zum eigenen Traumhaus. Er sollte dabei ausschließlich die Interessen des Bauherren vertreten, auch gegenüber den am Bau beteiligten Firmen. Der Planer kann freilich auch helfen, rechtzeitig Reserven einzuplanen,

Beträge oder Termine“, erklärt Gamper und empfiehlt: „Alles dokumentieren, was wichtig sein kann“. Dies könne auf dem Computer, am Smartphone oder traditionell schriftlich im Notizbuch erfolgen. Zudem können schriftliche Aufzeichnungen im Zweifelsfall nachträglich bei etwaigen Unklarheiten als Beweise dienen. Qualität ist Trumpf Der Baufuchs ist Südtirols

„Baufuchs“ Florian Gamper ist unter anderem Leiter des Pflegezentrums für Vogelfauna auf Schloss Tirol.

sprich, das Budget richtig einzuteilen. „Der Mensch neigt dazu, zu vergessen. Oft werden bestimmte Dinge einfach nicht bedacht. Problematisch wird dies insbesondere, wenn Geld im Spiel ist“, weiß „Baufuchs“ Florian Gamper. Typische Beispiele sind etwa, dass bei Fertigstellung des Baus längst schon kein Geld mehr für eine Einrichtung da ist. „Um im Haus leben zu können, braucht es nicht nur Möbelstücke sondern auch andere Einrichtungsgegenstände“, erinnert Gamper. Vorhänge, Teppiche, Küchengeräte und viele weitere Alltagsgegenstände müssen angeschafft werden, daran sollte man frühzeitig denken. „Trotz genauer Planung können die tatsächlichen Kosten oft schon vor der Fertigstellung des Hauses die Vorgaben übertreffen“, weiß Gamper. Für Einrichtung oder etwa Gartengestaltung fehlt dann das nötige Geld. Auch die Anschlussgebühren für Strom und Wasser-

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netz etc. sowie Gemeindeabgaben dürfen nicht unterschätzt werden und müssen rechtzeitig eingeplant werden. Das sinnvolle Protokoll Im Laufe eines Bauvorhabens lohnt es sich, „mitzudenken“. Nicht immer einfach, bedenkt man, an wie viele Dinge und Erledigungen während eines Baus zu denken ist. Viele Entscheidungen sind zu treffen. „Meist geschieht dies neben dem eigentlichen Beruf des Bauherren. Da kann es schon mal passieren, dass man sich im Nachhinein etwa nicht mehr an alle Details eines Gespräches erinnern kann, seien es Vereinbarungen,

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Qualität statt Quantität lautet ein weiterer Tipp des Experten. „Es gilt von Anfang an bewusst zu planen“, erklärt Florian Gamper. Bei begrenzten Ressourcen solle man etwas kleiner planen, dafür aber auf hochwertige Materialien – und natürlich auch immer auf kompetente Handwerker, wie es sie ganz Südtirol zuhauf gibt – setzen. „In vielen Bereichen ist auch später noch eine technische Nachrüstung möglich, sofern diese beim Bau vorgesehen wird“, so der „Baufuchs“. Gemeinsam bauen: Das gilt es zu beachten Meist kommt es vor, dass Paare zusammen bauen. „Die Errichtung eines gemeinsamen Eigenheimes stellt einen großen Prüfstein für eine Beziehung dar“, warnt Florian Gamper. Viele Paare unterschätzen die große Belastung, die ein Bauvorhaben mit sich bringt. Und siehe da: „Es kann schon oft vorkommen, dass Beziehungen dieses gemeinsame Projekt nicht überstehen“, so Gamper. Ein Bruch während – aber selbstverständlich auch nach der Bau-

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phase – kann oft unangenehme Folgen haben, was die Planung und die Finanzierung betrifft. „Insbesondere zwei Ursachen für die zwischenmenschlichen Probleme sind immer wieder feststellbar: Der benötigte Zeitaufwand wird unterschätzt und das Geld oft zu knapp bemessen“, erklärt Gamper. Gemeinsame Aktivitäten kommen zu kurz, Gespräche werden immer rarer. „Auch die bei einem Bauvorhaben angespannte Finanzlage führt

zu Spannungen, die sich nicht selten in Streitigkeiten entladen“. Regelmäßige Gespräche mit dem Partner können daher ein wichtiger Beitrag für das gute Gelingen des gemeinsamen Projektes sein, so der Tipp des Experten. Nachhaltig bauen: Eine Selbstverständlichkeit Die Baubranche boomte in den vergangenen Jahren, auch im Vinschgau, keine Frage. In

Zeitungen und vielen weiteren Medien, auf Messen und bei Tagungen, fällt wenn es ums Bauen geht auch immer wieder das Schlagwort „Nachhaltigkeit“. Nachhaltig bauen solle man. Denn, gerade wenn es um das Thema Bauen geht, gilt es, längerfristige Ziele ins Auge zu fassen. Gebäude werden für eine jahrzehntelange Nutzung gebaut. Dementsprechend wird heute vor allem auch auf einen niedrigen Energieverbrauch gesetzt, in

Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je. „Nachhaltig bauen ist heute eine Selbstverständlichkeit“, betont auch „Baufuchs“ Florian Gamper. Klimahäuser sind in ihren verschiedenen Versionen quasi Standard, auch bei Sanierungen. Nachhaltig bauen bedeutet vor allem auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen. Auch hier spielt wiederum von Beginn an eine gute – energieeffiziente – Planung eine wichtige Rolle.

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Die Herausforderungen Boomt die Branche derzeit, könnte es in den kommenden Jahren durchaus einige Herausforderungen geben – nicht nur aufgrund der mangelnden Rohstoffe. Wie in so gut wie allen anderen Branchen derzeit auch, gibt es im Handwerk einen Arbeitskräftemangel. „Es herrscht ein großer Handwerkermangel, dies wird in den kommenden Jahren bald zu spüren sein, wenn

sich hier nichts tut“, erklärt Florian Gamper. Immer weniger Jugendliche entscheiden sich für Handwerksberufe, immer mehr kompetente Fachkräfte werden benötigt. Aber: Blickt man auf den Stellenwert welches das Handwerk in Südtirol genießt und die Möglichkeiten die es bietet, dürfte wohl auch diese Herausforderung mittelfristig bewältigt werden.

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Diskussion um Superbonus Noch gilt auch der Superbonus. Aber wie lange?

VINSCHGAU - Das Baugewerbe

boomte in den vergangenen Jahren. Trotz Corona. So gut wie überall wurde gebaut. Auch im Vinschgau entstanden und entstehen zahlreiche Eigenheime und Mehrfamilienhäuser. Wie wichtig eine Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden ist, haben die Südtiroler freilich vor allem in der Pandemie-Zeit gemerkt, als es hieß: Bitte daheim bleiben. Unter anderem zahlreiche Fördermaßnahmen sind für diesen Bauboom der letzten Jahre mitverantwortlich. In aller Munde war zuletzt der Superbonus von 110 Prozent. Zur Erinnerung: Mit dem Gesetzesdekret „Rilancio“ hat die italienische Regierung den Superbonus im Sommer 2020 auf den Weg gebracht. Damit wird eine Steuererleichterung

in Höhe von 110 Prozent gewährt, und zwar für Arbeiten zur energetischen Sanierung. Die Voraussetzung für den Zugang zum Superbonus ist die Notwendigkeit einer Verbesserung der Energieklasse. Das bedeutet: Ein im Dekret vorgesehener Sprung von zwei Klassen. Zuletzt wurde die Frist für den Zugang zum Superbonus für Einzelhäuser vom 30. Juni auf den 30. September verlängert. Kürzlich äußerte sich Italiens Premierminister Mario Draghi durchaus kritisch über den Bonus. Die Fördermaßnahmen seien zwar generell sinnvolle Maßnahmen gewesen, haben aber auch zu Problemen geführt. So haben sich die Preise für Renovierungen mehr als verdreifacht. Dabei sei unter anderem der Superbonus

mitschuldig. Dieser mindere sogenannten „Grünen Bonus“ für nämlich den Anreiz für Preisver- die Begrünung von Gärten, Terhandlungen. rassen und Balkonen mit einem Steuerabzug in Höhe von 36 ProViele weitere Fördermaßnahmen zent auf maximal 5.000 Euro gibt es noch. Neben dem Superbonus gibt Die Bedingungen um die veres aber seit jeher viele Hilfen für schiedenen Bonusse in Anspruch Häuslebauer und Sanierer unter zu nehmen, sind dabei natüranderem für barrierefreie Um- lich auch oft zahlreich. Aber: Es bauten (Steuervorteile von bis zu funktioniert. Es zahlt sich aus, 75 Prozent), einen Fassadenbonus, sich durch den „Dschungel“ der den Steuerabzug von 50 Prozent Fördermaßnahmen zu kämpfen. für herkömmliche Sanierungs- Auch wenn dabei oft professiomaßnahmen, den Möbelbonus nelle Hilfe nötig ist. Denn: Den und mehr. Neben den staatlichen Überblick zu bewahren ist größFörderungen gibt es auch Hilfen tenteils nicht immer so einfach, vonseiten des Landes Südtirol, unter anderem Banken, Planer vom Kauf einer Erstwohnung bis oder andere Experten können bei hin zu Energiesparmaßnahmen der Beratung und den Ansuchen und den Einsatz erneuerbarer helfen. Energiequellen, wie Wärmedämmung und dergleichen. Auch den MICHAEL ANDRES

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Einrichten im Jahr 2022 VINSCHGAU - Wie der gesamte Bau,

so lässt sich auch die Einrichtung klug planen. Und wer dies macht, hat die Qual der Wahl. Noch nie war das Angebot in puncto Einrichtungsmöglichkeiten so groß wie heute. Die Trends 2022, die sich in modernen Wohnkonzepten und in der Inneneinrichtung abzeichnen, sind stark vom Gedanken der Nachhaltigkeit und Natürlichkeit geprägt. Das große Revival der Holzmöbel hat sich eigentlich schon in den vergangenen Jahren entwickelt. Dabei wird der Fokus vor allem auf regionale Holzarten gerichtet, ebenso wie auf nachhaltige Herstellungsverfahren; es wird wieder großer Wert auf handwerkliche Qualität gelegt. Dabei sind die Designs der Möbelstücke aus Echtholz oder Massivholz ruhig und klar, frisch und modern. Auch am Boden ist Holz ein wahrer Alleskönner und daher sehr beliebt, genauso wie Natursteinplatten in allen Varianten und großflächige Fliesen. Dass der Boden insgesamt wie aus einem Guss erscheint,

ist Bauherren und Wohnungsinhabern dabei besonders wichtig. Umgesetzt wird dies, indem man die ebenen Flächen mit möglichst wenig Fugen versieht. Übrigens gelingt es durch diese Optik auch, aus zwei Räumen einen werden zu lassen. Immer öfter verschmelzen nämlich Küche mit Wohnraum oder Schlafzimmer mit Badezimmer. Besonders die Küche gilt schon lange nicht mehr

als reiner Arbeitsraum – beinahe schon ist sie zum neuen Wohnzimmer avanciert. Schränke und Arbeitsplatten mit matten Fronten und in angenehmen Beigeoder Brauntönen sorgen für diesen Eindruck. Küchengeräte verschwinden dezent und praktisch hinter geschlossenen Türen, und in vielen Neubauten bleiben die Räume überhaupt offen oder werden maximal durch Schiebe-

türen abgetrennt. Der Übergang zur „guten Stube“ ist dann fließend. Interessant ist auch, dass grüne Zimmerpflanzen derzeit zu den Lieblings-Mitbewohnern in vielen Haushalten avancieren. Lange spielten Zimmerpflanzen lediglich eine Nebenrolle, nun rücken Sie immer mehr in den Vordergrund. Statt in der Ecke einen leeren Platz zu füllen, scheinen sie jetzt tatsächlich wichtige Elemente im Wohnraumkonzept. Besonders Hängepflanzen, deren Töpfe von der Decke hängen, werden immer beliebter. Ob luftreinigend, feuchtigkeitsverliebt oder eher Trockenheit-affin, Pflanzen kommen in diesem Jahr in tatsächlich allen Varianten daher. Sie werten jeden Raum auf und haben eine positive und entspannende Wirkung auf Körper und Seele. Zudem steigern sie unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration. Eigentlich kein Wunder, dass während der Corona-Lockdowns viele Menschen ihren grünen Daumen entdeckt haben.

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VINSCHGER SPEZIAL MORIGGL

Energiekonzepte vom Komplettanbieter GLURNS - Steigende Strom- und Energiepreise - Klimawandel Umweltschutz. Themen die aktueller denn je sind. Die MORIGGL GmbH ist für seine Energie- und Wassertechnik seit Jahrzehnten im In- und Ausland bekannt. Doch das Familienunternehmen in 3. Generation bietet weit mehr. Elektroinstallationen oder ausgeklügelte Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersysteme, Elektro-Ladestationen, Beleuchtungskonzepte mit neuester LED-Technologie, Thermische Solaranlagen, Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung, Regelungstechnik und Gebäudeautomation, sowie innovative Heizungs- und Sanitärtechnik zählen zum breiten Dienstleistungsspektrum von MORIGGL. Die komplette Haustechnik kann auf Wunsch auf Computer oder Smartphone überwacht und gesteuert werden. “Die Bereiche Heizung, Elektro, Energieeinsparung und nachhaltiges Wohnen werden im Gebäude immer vernetzter und komplexer.

Durch jahrzehntelange Erfahrung können wir unsere Kunden umfassend beraten und effiziente Komplettlösungen realisieren”, so Thomas Moriggl, Geschäftsführer der MORIGGL GmbH. „Zudem profitieren unsere Kunden von einem Kundenservice, der seinen Namen verdient – schnell vor Ort, und mit nur einem Ansprechpartner für die komplette Gebäudetechnik“, so Moriggl weiter. Abgerundet wird das Dienstleistungspaket von MORIGGL durch Wartungsangebote für Kunden im privaten und gewerb-

lichen Bereich. Damit die Energietechnik auch nach dem Kauf störungsfrei, kostensparend und effizient funktioniert. Ebenfalls seit Jahren bietet das Familienunternehmen mit Sitz in Glurns schlüsselfertige Badsanierungen an. Alles aus einer Hand - von der ersten Fliese bis zum letzten Lichtschalter. Mit einem Ansprechpartner von der Planung bis zur Fertigstellung aller Gewerke. „Das Badezimmer gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Räumen im Haus. Leider werden gerade dort sehr

oft Planungsfehler gemacht, oder unnötige Kompromisse eingegangen“, erklärt Thomas Moriggl. MORIGGL plant und realisiert Traumbäder. Dabei werden Budgetvorgaben, Ästhetik und Tauglichkeit des Wunschbadezimmers genauestens analysiert. Die Beratung erfolgt durch die erfahrenen Techniker, die das zukünftige Bad bis ins kleinste Detail planen. Egal ob für private Bauherren, für Hoteliers oder für Bauträger. Zu guter Letzt kommen die Kunden bei zahlreichen Dienstleistungen von MORIGGL in den Genuss einer Steuerbegünstigung von 50 - 110%! MORIGGL bietet laufend Arbeitsstellen für Lehrlinge und technisch qualifizierte Mitarbeiter an, die am Ende des Monats nicht nur ein überdurchschnittliches Gehalt versprechen, sondern vor allem auch ein gutes Gefühl garantieren, durch eine sinnstiftende und nachhaltige Tätigkeit in einer nachhaltig orientierten Unternehmensfamilie.

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VINSCHGER SPEZIAL FLIRI DIELEN

Tischlerei seit mehr als 30 Jahren TAUFERS IM MÜNSTERTAL - Die Tischlerei Fliri wurde im Mai 1991 von Valentin Fliri gegründet und hat sich damals auf die Produktion von Massivholzmöbeln spezialisiert. 2008 entstand daraus mit seinem damaligen Mitarbeiter Wolfgang Alber die Fliri Tischlerei GmbH. Als Anspruch etwas Neues und Unverwechselbares zu produzieren, wurde die FLIRI DIELE geschaffen. Die Bäume der Alpenregion sind der Rohstoff für die Dreischicht- Dielen, die mit viel Handarbeit und größter Sorgfalt bis zu einer Länge von 12 Metern nachhaltig in der Produktionshalle in Taufers i. M. gefertigt werden. Die Werkstatt ist ein Ort der Innovation, wo mit Hilfe eines modern eingerichteten Maschinenparks dauernd das Produkt verbessert und neue Verarbeitungsmethoden und Oberflächentechniken entwickelt werden. Im laufe der Jahre hat sich die FLIRI DIELE zu einer etablierten

Marke in der Parkettwelt entwickelt. Jede FLIRI DIELE ist ein Unikat und erzählt ihre eigene Geschichte. Sie zeigt stolz all ihre Wunden und Spuren eines ganz langen Baumlebens und das macht sie so einzigartig.

Durch das Beteiligen an internationalen Messen konnte ein großer Kundenstamm im In- und Ausland aufgebaut werden, welcher gerade in der Coronakrise ein sehr wichtiges Fundament für die besonders gute Auftragslage

ist. Das Fliri Team hat gerade in dieser Krise zusammengehalten und es so auch geschafft, diese besonders schwierige Situation gut zu meistern.

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VINSCHGER SPEZIAL VOLKSBANK

Volksbank: Ein Job, viele Möglichkeiten Als eine der führenden Regionalbanken im Nordosten Italiens ist die Volksbank ein wichtiger Arbeitgeber. Ein breit gestreutes Filialnetz, spezialisierte Beratungszentren sowie verschiedene Aufgabenbereiche im Hauptsitz bieten ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld für junge und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jean Gufler ist einer von ihnen. In den letzten Jahren hat die Finanzbranche massive Veränderungen erfahren und längst geht es in einer Bank um mehr als nur Geld. Eine hohe Diversifizierung von Dienstleistungen hat neue Berufsbilder und Aufgaben entstehen lassen. Täglich werden technologische Anwendungen weiterentwickelt, die den Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Lösungen für ihre finanziellen Anliegen bieten sollen. „Als ich im Oktober 2020 meinen Dienst als Auszubildender in der Filiale Mals begonnen habe, konnte ich erstmals hinter die Fassade einer erfolgreichen Regionalbank blicken. Ich durfte verschiedene Abteilungen kennenlernen so-

dazu, wie der Anspruch, nachhaltig zu handeln und beziehungsstark aufzutreten. „Beim Aufbau ihrer Professionalität und Kompetenz werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkret unterstützt. In meinem Fall bedeutet dies, dass ich im Herbst am MCI Management Center Innsbruck berufsbegleitend mein Studium der Betriebswirtschaft antreten werde und die Volksbank fördert mein Vorhaben mit flexiblen Lösungen, damit ich meine Fachkenntnisse auch außerhalb der Bank vertiefen kann. Ein Job in diesem traditionsreichen sowie zukunftsträchtigen UnterJean Gufler nehmen ist für Maturanten wie für wie Wissen und Erfahrungen für lichen, Spielräume zu erkennen Studienabgänger oder Quereinmeinen Arbeitsalltag sammeln. und diese auszuschöpfen. „In re- steiger gleichermaßen interessant. Zurzeit bin ich in der Hauptfi- gelmäßigen Fortbildungen kann Ich schätze es, individuell geförliale Schlanders als Privatkun- ich mich intensiv weiterbilden und dert zu werden, mich meinen Intedenberater in den Bereichen Ver- immer wieder Neues dazulernen. ressen entsprechend entfalten zu sicherungen und Anlagen tätig. Zudem schätze ich das kollegiale können und ich sehe auch meine Es erfüllt mich mit Genugtuung, Miteinander und dass der Ausbau weitere Zukunft in der Volksbank“, meine Kundschaft kompetent be- der Kenntnisse der Mitarbeiter in bestätigt Jean Gufler. raten und in den verschiedenen ihren jeweiligen Fachbereichen Lebensabschnitten unterstützen großgeschrieben wird“, betont zu können“, sagt Jean Gufler, 23 Gufler. Attraktive und familienJahre jung und stolz, sich in einem freundliche Arbeitsbedingungen modernen Umfeld zu verwirk- gehören bei der Volksbank ebenso

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Unsere Gärten Lasset die Gartensaison beginnen. VINSCHGAU - Wir lieben unsere Gärten. Sie sind Orte für den Rückzug, Orte für Erholung, Orte an denen man sich einfach wohl fühlt, Orte für Feiern und auch Orte für den Anbau von Gemüse und Obst. Egal, welche Zweckbestimmung Gärten haben, ein schöner Garten ist das Um und Auf. Glücklich dürfen sich jene schätzen, die Platz für einen Garten „vor der eigenen Haustür“ haben. Aber: Es gibt auch reichlich zu tun, keine Frage. Wer sich in den Sommermonaten über einen schönen Garten freuen will, sollte im Frühjahr die richtigen Vorkehrungen treffen. Grundlage ist dabei die Erde. Stimmen in der Erde die Bedingungen nicht, wächst auch nichts grün und saftig. Im vorherigen Sommer haben die Pflanzen nämlich sämtliche Nährstoffe aus

dem Boden gezogen. Es gilt also, den Boden auf die anstehende Saison gut vorzubereiten. Wann man mit der Gartenarbeit beginnt, hängt vom Wetter ab. Als Faustregel gilt, dass der Boden soweit abgetrocknet sein sollte, dass er nicht mehr an den Geräten hängen bleibt. Die Garten-

darf. Ein großer Vorteil besteht außerdem auch darin, dass solche spezialisierten Unternehmen die entsprechenden Geräte, Fahrzeuge und Werkzeuge haben, um die Arbeiten auch deutlich effizienter und besser zu erledigen. Will man selbst ebenfalls Hand anlegen, ist das richtige Werkzeug natürlich seit jeher das Um und Auf. Das Angebot an Gartengeräten ist reichhaltig. Sich hier einen Überblick zu verschaffen ist daher durchaus manchmal schwierig. Beim Fachhändler arbeiten kann man freilich auch kann man sich Tipps einholen von Profis machen lassen. Das und erhält eine professionelle Beist sinnvoll. Eine professionelle ratung. Viele elektrische GartenGartenbaufirma bzw. ein erfah- geräte erleichtern heutzutage die rener Gärtner können sämtliche Gartenarbeit. Für einen kleinen Arbeiten im Garten überneh- Garten benötigt man andere Gemen. Sie wissen was zu tun ist, räte als für einen großen Garten damit man sich auch langfristig über einen tollen Garten freuen MICHAEL ANDRES

GARDENBEAUTY

Erholung und Entspannung im eigenen Garten

MARLING - Ein Lifestyle-Trend, der auch Südtirol erreicht. Bislang galt es eher als Ausnahme, den eigenen Garten fachmännisch planen und gestalten zu lassen. Die letzten Jahre haben aber auch hierzulande das Bedürfnis nach einem individuellen Rückzugsort stark wachsen lassen. Die eigene Gartenanlage soll die Lebensqualität steigern und rückt daher ins Zentrum der Work-Life-Balance. Diesen Trend bemerkt auch Alexander Mair, Gartenplaner und Geschäftsführer des Unternehmens

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Gardenbeauty in Marling: „Bis vor kurzem war es die Tourismusbranche, die besondere Ansprüche bei der Planung von Gartenanlagen hatte. Heute sind es vermehrt auch Privatkunden. Erwünscht sind vor allem ästhetisch ansprechende und pflegeleichte Gartenanlagen mit Extras wie Holzterrassen und Outdoor-Küchen bis hin zum Bioschwimmbad und Stechmückenabwehrsystemen.“ Das zeigt, welche wichtige Rolle, der eigene Garten im täglichen Leben eingenommen hat.


TIPP

TIPPS

ANN

VOM GÄRTNER-OBM

Am 18. November 1965 ist die Südtiroler Gärtnervereinigung aus der Taufe gehoben worden. Der Landesobmann der Gärtnervereinigung, Valtl Raffeiner verrät einige Tipps und Trends:

TIPP

„Nachhaltig gärtnern“ das Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es gilt deshalb auch im Garten auf Bienen – und Schmetterlingsfreundliche Pflanzen zu achten. Damit sich Mensch und Tier gleichermaßen am Garten erfreuen. Der eigene Garten hat vor allem in Pandemiezeiten noch mehr an Bedeutung gewonnen. Jeder wünscht sich einen ruhigen Ort, an dem Körper und Seele Erholung finden und der Kraft und Energie spendet. Der eigene Garten ist so ein Ort.

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Gleich zu Beginn muss der Rasen gedüngt werden. Dürre Äste und vertrocknete Stauden müssen kräftig zurückgeschnitten werden. Sobald das Wetter frostfrei und trocken ist, sollte man Beete für Neupflanzungen vorbereiten. Dazu den Boden gründlich und tief lockern und Unkraut sorgfältig entfernen. Im Gemüsegarten können Salate gepflanzt und die ersten Tomaten vorgezogen werden.

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TIPP

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Gute Gartengeräte erleichtern wesentlich die Arbeit rund ums Haus und im Garten. Es zahlt sich aus, auf hochwertiges Werkzeug und gute Geräte zu setzen. Sie haben eine lange Lebensdauer, sind zuverlässig und damit sie immer einsatzbereit sind, bedarf es aber regelmäßiger Pflege und Reinigung.

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Aus Alt mach Neu Wohnen am Platzl in Goldrain. Beispiel einer vorbildlichen Sanierung. GOLDRAIN - Nicht nur Goldrainer kennen den sogenannten Gamperhof. Zentral gelegen, neben dem Bruggenwirt, gehörte er quasi schon immer zum Dorfleben. Unter anderem befand sich seit jeher ein Geschäft im Gebäude, darüber und daneben die Ferienwohnungen des Gamperhofs. Das Haus bedurfte einer Sanierung. Bauherr Markus Gamper entschloss sich schließlich für eine Umwidmung mit einem Umbau und einer energetischen Sanierung des Gebäudes. Das Projekt „Wohnen am Platzl“ war gebo-

ren. Für Planung und Bauleitung wurde das Team hs-architects um Arch. Florian Holzknecht und Arch. Thomas Stecher engagiert. Im Herbst 2020 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, welche vor einigen Wochen abgeschlossen wurden. Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen und können sich ein Bild vom neuen Schmuckstück im Herzen von Goldrain machen. Auch ein kleines Geschäft ist in Betrieb – ohnehin achtete man in der Bauphase darauf, dass dieses größtenteils offen bleiben konnte.

„Der ehemalige Residenceanbau am Gamperhof wurde von Grund auf saniert und vom Haupthaus abgetrennt“, erklärt Holzknecht im Gespräch mit dem der Vinschger. Helle und behagliche Eigentumswohnungen im Zentrum von Goldrain entstanden. Eine Tiefgarage, Stellplätze im Freien, Kellerräume, eine große Terrasse, Balkone oder Gartenflächen ergänzen den Wohnkomfort. Die Wohnungen garantieren gleichzeitig ausreichend Privatsphäre und ein hohes Maß an Komfort und Wohlbefinden. Alle

Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Ein Teil des ehemaligen Gamperhofes, welcher ursprünglich als Residence diente, wurde somit in ein Kondominium mit acht Wohnungen umgebaut und dafür etwas erweitert. „Dieser Gebäudeteil wurde mit einem Flachdach versehen. Der schlichte Entwurf mit klaren Formen und starken Kontrasten wirkt modern und wohnlich zugleich“, so Holzknecht. Der westseitige Gebäudeteil wurde kernsaniert. Das Dach blieb bestehen wie auch die Wohnung im zweiten

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Obergeschoss dieses Gebäudeteils. Hier finden insgesamt drei Wohnungen und drei Lokale - ein Kosmetikstudio, ein Architekturbüro sowie ein kleines Geschäft Platz.

die neu entstehenden Wohnungen zu errichten. „Es wurde ein zusätzliches Treppenhaus für die ostseitige Haushälfte errichtet, damit dieser Teil eigenständig funktioniert“, so Stecher. Der geplante Aufzug wurde zentral gelegen angedacht, sodass dieser von Eine Sanierung nach Maß beiden Haushälften nutzbar ist. Die Sanierung verlief dabei vorDer bestehende große Gebildlich. Das bestehende Keller- schäftsraum im Erdgeschoss geschoss wurde in Richtung Osten wurde in ein Büro und in einen erweitert, um eine Tiefgarage für Geschäftsraum unterteilt. Durch

NEU

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den neuen Eingang der ostseitigen Haushälfte wurden im Erdgeschoss zwei Wohnungen mit Zugang zum Garten, erschlossen. In der westseitigen Haushälfte im ersten Obergeschoss wurde eine bestehende Wohnung umgebaut, sodass nun zwei Wohnungen zur Verfügung stehen. Über das neu errichtete Treppenhaus ostseitig wurden drei Wohnungen mit großzügigen Terrassen errichtet. Beim zweiten Obergeschoss wur-

de die westseitige Haushälfte nicht verändert. Die Veränderungen an der Ostseite sind in den Grundrissen dieselben wie im ersten Obergeschoss. Hierfür wurde ein neues Flachdach errichtet. Fügt sich in Umgebung ein Das Gebäude fügt sich optimal in die Umgebung im Zentrum von Goldrain ein. „Glas sowie weißer und braungrauer Silikon-

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harzputz sind die Hauptmaterialien des Gebäudes. Der Eingriff in der ostseitigen Haushälfte wurde in der farblichen Ausführung an die westseitige angepasst“, sagt Holzknecht. Da auch die gesamte bestehend bleibende Außenfassade gedämmt wurde, entstand hier eine einheitliche Fassade. Des Weiteren wurden auch die Balkonund Terrassenbrüstungen an der Südseite weitergeführt, wodurch ein einheitliches Fassadenbild entstanden ist. In jeder Bauphase wurde auf hochwertige Materialien geachtet. „Dies war dem Bauherrn ein großes Anliegen“, weiß Stecher.

sprechanlage und automatisches Garagentor gehören zur Grundausstattung. Die Wohnungen besitzen großzügige Badezimmer zum Wohlfühlen. „Das war der Grundgedanke bei der Planung“, erinnert Holzknecht. Stil, Komfort und die Bedürfnisse von morgen wurden dabei mit einkalkuliert. Durch die Größe der Badezimmer ist ein Um- oder Nachrüsten in jeder Lebenslage ohne große Eingriffe zu bewerkstelligen. Zur Ausstattung gehören eine Badewanne und / oder eine große Dusche, WC und Bidet, Waschbecken und ein Badheizkörper. Jede WohViel Qualität, viel Komfort nung weist eine großzügige und lichtdurchflutete Wohnküche Thermostatgesteuerte Zentral- vor. Kein Wunder, dass bereits heizung (Bodenheizung), Tür- sämtliche acht Wohnungen mit

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einer Größe von 60 Quadratmetern bis 105 Quadratmetern verkauft sind. Neben den Eigentumswohnungen werden auch Gewerbeflächen vermietet. Diese eignen sich ideal als Büroräume, Verkaufsflächen, Studios oder Praxisräume.

in den Obergeschossen erhielten große Balkone und Terrassen. Der hohe Ausbaustandard in Kombination mit großzügigen Grundrisskonzepten gewährleistete einen hohen Wohnstandard. Im Untergeschoss befindet sich die Tiefgarage, private Kellerräume, ein Gemeinschaftsraum für Sparsamer Flächenverbrauch Fahrräder und der Technikraum. Ein Aufzug über die insgesamt Bei der Sanierung des Bau- vier Stockwerke und eine Rampe körpers wurde auf einen sparsa- zum Haupteingang ermöglichen men Flächenverbrauch geachtet. zudem ein Bewohnen im Alter Trotzdem wurden großzügige oder mit körperlichen EinschränWohnflächen mit hoher und kungen. Ein wichtiges Anliegen, moderner Wohnqualität für die war es, das Gebäude so gut wie Bewohner ermöglicht“, erklärt möglich von der nördlich geleStecher. genen Staatsstraße abzuwenden. An die beiden Wohnungen im Daher richtet sich das Gebäude Parterre schließt direkt ein eige- hauptsächlich nach Süden und ner Garten an, die Wohnungen Osten aus.

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entschieden sich selbst, hier ihre neuen Büroräumlichkeiten zu „Eine Sanierung ist immer eine beziehen. Das Geschäft mit TaHerausforderung. Jedoch klappte bakwaren, Lotto und Getränke alles reibungslos, auch dank des sorgt für weitere Nahversorgung guten Zusammenspiels der einzel- im Ort und mit dem Cosmetic nen Unternehmen. Die Firmen Studio Rinner findet man hier und Handwerker, bei denen es auch eine Wohlfühloase. „Mit den sich so gut wie ausschließlich um neuen Geschäftsflächen konnten lokale Betriebe handelte, waren wieder mehr Dienstleistungen in erfahren, zuverlässig und effizi- das Dorfzentrum von Goldrain ent“, bestätigen die Architekten gebracht werden“, freut sich Bauund Gamper unisono. Freilich, herr Markus Gamper. unter anderem aufgrund der Coronavirus-Maßnahmen – fiel Info: Eine Zweizimmer-Mietdie Bauzeit ja größtenteils in die wohnung mit Wohnraum-KüPandemie – sei es nicht immer che und einem Schlafzimmer einfach gewesen. „Aber auch hier ist noch frei (Größe ca. 55 m2). präsentierten sich alle Akteure Informationen unter www. professionell und geduldig“, blickt wohnenamplatzl.it das Team von hs-architects zurück. Holzknecht und Stecher MICHAEL ANDRES

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VINSCHGER KULTUR

Der Prader Hans Ebensberger ist mit „Ohne Titel“ in Öl auf Leinwand, 1958, neben dem Malser Karl Plattner mit „Mutter“, 1960/61, im 1. Saal vertreten.

Seine Realität war die Bergwelt In memoriam Hans Ebensperger. Gedächtnisausstellung zum 50. Todestag auf Schloss Kastelbell. KASTELBELL - Hans Ebensperger ist 42-jährig am 11. Dezember 1971 verstorben. 2001 30 Jahre nach seinem Tod und 50 Jahre nach seiner ersten Personalausstellung in Meran - widmete ihm das Kuratorium Schloss Kastelbell damals unter Obmann Gustav Tappeiner eine große Werksschau. Damit wurde der Prader Künstler auch im Vinschgau bekannt gemacht. 2019 ergriff die Raiffeisenkasse Prad die Gelegenheit, zu Hans Ebenspergers 90. Geburtstag eine kleine, aber feine Ausstellung zu gestalten. Seit langem geplant war im Kuratorium Schloss Kastelbell für 2021 die Gedächtnisausstellung zum 50. Todesjahr. Corona kam wie so oft dazwischen und erzwang eine Verschiebung. So wurde die Werkschau Hans Ebensperger zur Frühjahrsausstellung. Kuratorium-Obmann Gerold Tappeiner und Kurator Andreas Hapkemeyer, Kunsthistoriker aus Bozen, hatten mehr Zeit und Möglichkeiten, wegweisende Werke aus den Beständen des Museions, des Eccel-Kreuzer Museums, der Raika Prad-Taufers, der Galerien Thomas Morandell und Alessandro Casciaro und aus privaten Beständen ins Schloss zu bringen. In 5 Sälen sind bis 26. Juni thematisch angeordnet an die 50 Werke zu bewundern. Die Begrüßung und Eröffnung durch Gerold Tappeiner wurde musikalisch umrahmt von Lisa Maria Gor-

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Eröffnung durch Obmann Gerold Tappeiner

Einführung durch Kunsthistoriker Andreas Hapkemeyer

fer und Anna Weithaler. Obmann Tappeiner siedelte Ebenspergers Werk „zwischen Realitätsbezogenheit und Abstraktion“ an. Man könne von einer „innovativen Leistung der modernen Kunst in Südtirol“ sprechen. Kurator Hapkemeyer führte in seinen Ausführungen von Saal zu Saal, von Ebenspergers Schaffen im Kreis der Zeitgenossen über die Auseinandersetzung mit gegenständlich und abstrakt bis zur Beschäftigung mit der

heimischen Landschaft und Bergwelt in den beiden letzten Lebensjahren. Die Ausstellung ist bis einschließlich 26. Juni 2022 zugänglich. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr; sonn- und feiertags von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Montag Ruhetag, ausgenommen Feiertage. GÜNTHER SCHÖPF


VINSCHGER KULTUR

AVS Laas: mehr Mitglieder trotz Pandemie LAAS - Die Reihen der Alpenvereinler in der Feuerwehrhalle waren zwar durch parallele Sitzungen gelichtet, aber die Stimmung war gut – trotz der Diskussion über bürokratische Auflagen und über den Status der Oberen Alm. Erträglich machte dies einmal die Erfolgsmeldung, dass auch die Pandemie eine Steigerung der Mitgliederzahl auf derzeit 877 nicht verhindern konnte, aber vor allem der Rückblick auf ein überraschend erfolgreiches Tätigkeitsjahr und die vielversprechenden Vorschauen von Sektionsleiter Markus Tröger und Jugendführer Manuel Gurschler. Tröger machte für Mai auf die Familienwanderung im Passeirer Schluchtenweg aufmerksam. Im Juni sind Klettern für alle Interessierte – mit angedachtem Kletterfest an der Nesselwand am 12. Juni - und das Herz JesuFeuern vorgesehen. Im Juli stehen die Hochtour „Ötzi Glacier“

Martin Muther (2. Vorsitzender, links) und Markus Tröger (1. Vorsitzender, rechts) überreichten Diplome und Geschenke an (v.l.) Hans Hauser, Walter Verdross (50 Jahre), Alvaro Raffi (50 Jahre), Gottfried Alber (50 Jahre), Roswitha Waschgler (25 Jahre) und Monika Hauser (40 Jahre).

Sinngemäß meinte Monika Hauser: „Es ist fast nicht vorstellbar, was der Hauser Hansl alles für die Alpenvereinssektion Laas geleistet hat.“

und eine historische Wanderung im Stilfser Joch-Gebiet auf dem Programm. Als Schwerpunkte im August sind die Klettersteig-Tage in den Sextener Dolomiten und eine nicht näher definierte Wanderung angeführt. Im September sollen eine Bergtour im Eisacktal und der Plattkofel Klettersteig angegangen werden. Das Jahr klingt

genwanderung werde man sich ab Mai im Klettergarten umsehen, mit der Familie auf Wanderschaft gehen, sich am Kletterfest im Laaser Tal am 12. Juni und mit Übernachtung in der Wasserfallhütte am Herz Jesu-Feuern beteiligen. Nach dem Hüttenlager in Landro, stehe der Spiel- und Spaß-Tag am Tarscher See, das Begehen des Schluchtenwegs und Murmele Klettersteigs in Martell und ein Wochenende am Gardasee auf dem Programm. Mit Törggelen in heimischen Gefilden, mit Klettern in der Halle, mit Adventskranzwinden und Lagerfeuer mit Stockbrot werde das Jahr zu Ende gehen. Bevor man an die Ehrung langjähriger Mitglieder schritt, zollte Markus Tröger den Wegepatinnen und – paten Respekt und Anerkennung.

mit einer Wanderung zur „Jürgen Prigl Friedensstele“ (zwischen Weißwand und Laaser Spitze) und einer Lawinenübung aus. Das Beste aus den Corona-Einschränkungen gemacht hätten auch die Jugendführer, wie Manuel Gurschler berichtete. Nach zwei Winterwanderungen, der Müllsammelaktion und der Sa-

Klettersteigfeeling für Erfahrene und Spiel im Gelände um St. Sisinius für Jugendliche

GÜNTHER SCHÖPF

In memoriam Walter P. Auer NATURNS - In Erinnerung an den im Vorjahr plötzlich verstorbenen Naturnser Künstler Walter P. Auer laden die Bibliothek Naturs und „Kultur Naturns“ zu zwei Ausstellungen ein. Die Ausstellung, die am 13. Mai um 19 Uhr in der Rathausgalerie eröffnet wird, trägt den Titel „Malen als Lebensspur“ und läuft bis zum 27. Mai. Die zweite Ausstellung mit dem Titel „Ein Leben in Farbe“ wird am 20. Mai um 19.00 Uhr in der Bibliothek Naturns eröffnet und bleibt bis zum 10. Juni zugänglich. „Der Naturnser Künstler Walter P. Auer hat

in seiner Kunst stets die Welt und dessen Menschen zu thematisieren versucht. Er hat die aktuellen Weltgeschehnisse kritisch hinterfragt, seine Umgebung erkundet, Dinge in Frage gestellt und all dies durch seine gezielt ausgewählten Medien künstlerisch ausgedrückt. Dabei entstanden spannende Gegensätze, kontroverse Perspektiven und neue Ansichtsweisen, die die Betrachter/innen in den Bann ziehen,“ schreibt Nicole Abler, die Kuratorin der Ausstellungen. Beide Ausstellungen „zeigen eindrucksvoll eine große Bandbreite

aus dem Oeuvre des Künstlers. Es sind verschiedenste Arbeiten aus den 1980er, 1990er, 2000er Jahren und aktuelle Werke, die

kurz vor dem frühzeitigen Tod des Künstlers 2021 entstanden sind.“ Zu sehen sein werden u.a. nie ausgestellte Werke, von kleinund großformatigen Malereien bis hin zu Skulpturen aus verschiedensten Materialien. Nicole Abler: „Es sollen die Vielseitigkeit, der Ideenreichtum und die unbändige Schöpfungskraft eines Künstlers zum Ausdruck gebracht werden, einem Maler, der die Kunst als Versuch sah, dem Leben einen Sinn zu geben - ganz nach den Worten des deutschen Malers Otto Dix: ‚Der Maler ist das Auge der Welt’.“ RED DER VINSCHGER 09/22

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VINSCHGER KULTUR

„So wie immer – Ihr Franz Wimmer“ Franz Wimmers Buch „Ein Leben in Bewegung“ ist weit mehr als eine Autobiographie. KARTHAUS - Mit „Jo Franz, jo Franz, wos mochschn denn für Tanz‘“ eröffnete Sepp Messner Windschnur die Buchvorstellung in der Goldenen Rose. Es wurde eine besondere Veranstaltung in Karthaus. Der Salzburger Bergbauernbub Franz Wimmer, der froh war, kein Nordtiroler zu sein, hatte zum 70. einen dicken Strich unter sein Leben gezogen und zwischen die Buchdeckel 263 Seiten zu 21 Kapiteln und mit 180 Fotos aus seinem Leben gepresst. Das merkten die vielen „Mander, Weiber und Schnalser“ – wie es Skipionier Leo Gurschler auf S. 65 des Buches ausdrückte – aber erst, als sie es erworben hatten und darin zu lesen begannen. Erst dann schwante ihnen, dass sie eine Kulturgeschichte der Südtiroler Medienlandschaft in den Händen hielten. Zuvor hatten sie sich in Stube und Speisesaal der Rose köstlich amüsiert. Es schmunzelten und lachten mit Wirt Paul und Wirtin Stefania Grüner, Bürgermeister

Franz Wimmer (links) erzählte und Sepp Messmer Windschnur kommentierte singend.

Karl Josef Rainer und Frau Maria, erlaubt, alles zu schreiben, was aus Kurzras Giuliana und Martina drin steht. Es folgte eine Episode Gurschler, Johanna Niederkofler nach der anderen, eine schräge vom Archeoparc, Benjamin Santer Geschichte nach der nächsten. vom Kulturverein, Franz Fliri, der Franz Wimmer kam in Form. An Heimatpfleger aus Naturns. Es Geschichten und Pointen gab es lachten nach Herzenslust ganz keinen Mangel. Zum Teil hätten junge und viele betagte Schnalser. sie sich so zugetragen, zum Teil Es war ein typischer Wimmer-Satz, habe er sie als Wortspiele ausals Franz in Richtung Giuliana gestaltet. So die Schwierigkeit der Gurschler erklärte, sie habe ihm Südtiroler mit dem Nachnamen

Giuliana Gurschler (links) und Tochter Martina aus Kurzras mit Franz Wimmer beim Signieren

Zur Erinnerung an den Schnalser Bürgermeister Karl Josef Rainer mit Frau Maria

Wimmer. Zu fest saßen die Namen Rinner und Sinner im Kopf, bis man nachhakte: „also Wimmer wie Klauber?“, Traubenpflücker natürlich. Darauf stellte sich Franz Wimmer mit „Wimmer wie Klauber und Franz wie Klammer“ vor. Schwerpunkt der Lesung in Karthaus waren die Kapitel „Kurzras, 2011 Meter – 9 Monate Winter, 3 Monate kalt“ und „Leo Gurschlers Aufstieg und tragisches Ende“. Beeindruckend war, wie Wimmer auch daraus das Positive betonte. Für jedes verkaufte Buch gingen 5 Euros an die Initiative „Parkinson aktiv“. Durch die Erinnerungen einer „Hotelzimmermatratze“ aus Zimmer 208 und vielen weiteren Gesangseinlagen von Sepp Messner – darunter der Ohrwurm „Mi son Beppo del Trentin“ – blieben vorwiegend die Lachmuskeln in Bewegung. Die Mahnung im Buchtitel „ein Leben lang in Bewegung zu bleiben“ gehört zu Franz Wimmers wichtigsten Erkenntnissen im Ringen mit der bis heute unheilbaren Krankheit Parkinson. Sepp Windschnur reagierte ironisch mit „Zi was bergsteign? Zi was do auisteign und umanondasteign…“. Nicht mit seinem Abschied als Radiomoderator „So wie immer – Ihr Franz Wimmer“ beendete Wimmer den Abend, sondern mit „Schön, dass so viele gekommen sind und Mahlzeit“. Er ließ eine Gulaschsuppe servieren. GÜNTHER SCHÖPF

Filmfreunde Prad & Stilfs starten wieder PRAD - Nach einer pandemiebedingten Zwangspause nehmen die Filmfreunde Prad & Stilfs ihre Tätigkeit wieder auf. Über zwei Jahre mussten die „Fans“ auf die nächste Darbietung warten. Am Freitag, 20. Mai, ist es wieder so

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weit. Gezeigt wird die überarbeitete Fassung des Films von Roland Rieder „Spuren der Vergangenheit“, der bereits 2019 uraufgeführt wurde. Wegen

des „grausigen“ Wetters kamen damals nur wenige Kinobesucher in den Genuss dieses Leckerbissens. Die Vorführung findet wie gewohnt in der

Mittelschule von Prad mit Beginn um 19:30 Uhr statt. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Filmfreunde Prad & Stilfs freuen sich auf zahlreiches Publikum. RED


VINSCHGER KULTUR

Long live the King! Anlehnung an die Musiklegende, mit viel Esprit und wunderbar interpretiert durch den Hauptdarsteller Sebastian Griegel. Zwischen ungefähr 25 Songs lernte das Schlanderser Publikum die Ikone von seiner „privaten“ Seite kennen: seine ersten musikalischen Schritte als Kind im Gospel-Gottesdienst mit seiner geliebten Mutter, seine erste Demo-Platte für achteinhalb Dollar in Memphis und den Beginn seiner Karriere mit dem Rockabilly-Sound. Mitreißend waren die allseits bekannten Songs allemal: „Blue Suede Shoes“ und „Love me Tender“ aus den Jahren 1956, „Return to Sender“, „A Little Less Conversation“, „Peace in the Val-

rung in Deutschland, seine ersten Kontakte mit Amphetaminen und seine junge Liebe Prescilla. Zurück in den USA wurde Elvis ein Star, der seine Shows in Las Vegas nur mehr mit Drogen bewältigen konnte. In den Zugaben bewiesen die beiden Gäste noch einmal ihr außergewöhnliches musikalisches Talent: Sebastian Griegel in drei der bekanntesten Rock`n Rolls und den zwei unter Sehr sympathisch und hoch talentiert: die Haut gehenden Balladen „In Sebastian Griegel (rechts) und the Ghetto“ und „Falling in Love Andreas Lenz von Ungern-Sternberg with you“ und Andreas Lenz von Ungern-Sternberg als exzellenley“ oder „Let me be your Teddy ter Virtuose am Steinway-Flügel. Bear“ begeisterten das Publikum. Standing Ovations waren der Nicht unerwähnt ließ Sebastian Dank des Publikums an die zwei Griegel Elvis Presleys Stationie- Interpreten. INGE Foto: Metropoltheater München/Fotograf: Jean-Marc Turmes

SCHLANDERS - Der weltweit erfolgreichste Solokünstler Elvis Presley ging als „King of Rock`n Roll“ in die Geschichte ein. Die 1935 in Mississippi geborene Musiklegende stand Ende April im Mittelpunkt eines Gastspiels des Metropoltheaters München im Kulturhaus von Schlanders, veranstaltet vom Südtiroler Kulturinstitut. Sebastian Griegel und Andreas Lenz von Ungern-Sternberg brachten in der Hommage „Burning Love“ vergessene Hits und Dauerbrenner, aber auch Anekdoten aus dem Leben von Elvis Presley auf die Bühne. Bewusst setzte das Metropoltheater dabei nicht auf ein Double von Elvis Presley, sondern auf eine

„Venusta Musica“ lädt ein VINSCHGAU - Am Samstag, 21. Mai um 19 Uhr lädt „Venusta Musica“ zur Online-Mitgliederversammlung ein. Willkommen

sind nicht nur Mitglieder, sondern auch Unterstützende sowie Musikinteressierte. Auf dem Programm steht u.a. ein Rück-

Musikalische Raritäten aus dem Stift Marienberg

SAMSTAG, 14. Mai 2022, 19.00 Uhr Stiftskirche Marienberg

blick auf die Tätigkeiten 2021 und eine Vorschau auf 2022 und 2023. Interessierte können ihre Teilnahme innerhalb 20. Mai per

E-Mail (venusta.musica2019@ gmail.com) oder Nachricht (347 RED 0906463) bestätigen.

DER THEATERVEREIN SCHLANDERS SPIELT HORST SALLER

WERKE P.Alphons, Anonymus, Johannes Martin (P.Laurentius), Fr.Joseph (später P.Marian) Stecher AUSFÜHRENDE AthesisVocal Stiftsorchester Marienberg Orgel und Leitung: Lukas Punter

VERANSTALTER musica viva Vinschgau

EINTRITT frei

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VINSCHGER KULTUR

Wo bleibt der Respekt vor der Natur? Ausstellungen in Naturns wollen sensibilisieren – ohne erhobenen Zeigefinger. NATURNS - Wie Mensch mit Natur und Umwelt umgeht, welcher Raubbau betrieben wird, wie sorglos wir den Müll in den Bergen entsorgen: Dies sind die Themen, um die es bei den aktuellen Sonderausstellungen im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns geht. „Wir Menschen zerstören unsere eigene Umwelt, das ist verrückt“, brachte es der Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Freitag, 6. Mai, auf den Punkt. Annamaria Gapp, die Zuständige für das Naturparkhaus, hatte zur Eröffnungsfeier geladen. Die drei Kuratoren Fabian Haspinger, Stephan Ilmer und Lorenz Hofer stellten ihre Werke und Ideen vor. Ilmer ist der kreative Kopf der „Neobiota – Artenvielfalt von Menschenhand“. Die Ausstellung vom Alpenverein Südtirol (AVS) ist Teil einer Sensibilisierungskampagne zum Gebirgsmüll. „Aus unseren Bergen werden langsam Müllberge“, so Ilmer. Die neuen Arten seien etwa die Lagona Plasticae als Plastikflasche, Dosen und viele andere. „Auch Gegenstände, wo man anfangs nicht mal genau weiß, worum es sich handelt“, erklärt der AVS-Vertreter. Auf die Idee gekommen für so eine Ausstellung sei er, „weil wir immer wieder teils den selben Müll von den Wanderwegen wegräumen mussten“, so Ilmer. Der Pusterer Fotokünstler Fabian Haspinger

will mit der Sonderausstellung „Die Welt ist nicht genug“ zum Nachdenken anregen. Seine Bilder zeigen vor allem Berglandschaften, die von Eingriffen durch den Menschen geprägt sind: Panorama-Plattformen am Gipfel, Unterhaltungsparcours in den Bergen, Fahrzeuge in alpiner Höhe, Parkplätze mitten in der Natur und vieles mehr. „Wir nehmen den Besuchern die Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren“, erklärt der Fotograf. Die Möblierung und „Eventisierung“ der Natur sei kritisch zu hinterfragen. Relativ spontan war die Ausstellung „Fundstücke“ von Lorenz Hofer hinzugekommen. Die Holzskulpturen befinden sich außerhalb des Naturparkhauses

Der Fotokünstler Fabian Haspinger.

Lorenz Hofer präsentiert Holzskulpturen.

Freuten sich über eine gelungene Eröffnung (v.l.): Vize-Bürgermeister Michael Ganthaler, Annamaria Gapp und Bürgermeister Zeno Christanell.

der Veranstaltung ging es auch um das neue Naturparkhaus Texelgruppe. Dazu waren kurz vor Eröffnung der Ausstellung auch die Landesräte Massimo Bessone und Maria Hochgruber Kuenzer bei einem Lokalaugenschein. Wie Bürgermeister Zeno Christanell und Vize-Bürgermeister Michael Ganthaler betonten, habe die Gemeinde Naturns ihre „Hausaufgaben gemacht“. Der Bau sei fertig, es fehle noch an der Einrichtung, hierfür ist das Land Südtirol zuständig. Man sei zuversichtlich, dass die Eröffnung im Mai 2023 stattfinden könne, und peile den „Internationalen Tag der Biodiversität“ am 22. Mai 2023 als passenden Eröffnungstermin an. MICHAEL ANDRES Foto: LPA/Virna Bussadori

und weisen sozusagen den Weg dorthin. Der Künstler präsentiert „Wegwerfobjekte“ aus Holz. „Ich habe überlegt was ich schnitzen kann und fand aufgrund des vielen Mülls dieses Thema passend. Nun haben wir einen guten Platz für die Skulpturen gefunden“, so der Künstler. Man erkenne dabei nicht gleich, um welche Objekte es sich handelt. „Man bleibt stehen und überlegt. Dann kommt der Aha-Effekt“, so Hofer über seine Werke. „Es sind drei Ausstellungen, die gut zusammenpassen und sensibilisieren, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu zeigen“, erklärte Annamaria Gapp. Die Ausstellung, die bereits seit 12. April zugänglich ist, ist noch bis zum 29. Oktober zu sehen. Im Rahmen

Inmitten gebietsfremder Arten: Stephan Ilmer.

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Die Landesräte Maria Hochgruber Kuenzer und Massimo Bessone beim Ortsaugenschein im neuen Naturparkhaus, das im Frühjahr 2023 eröffnet werden soll.


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Eine Vitrine gestalten NATURNS - An der Mittelschule Naturns lernen und arbeiten Schüler und Schülerinnen an fünf Nachmittagen pro Semester an einem Thema im Wahlpflichtfach. Eine Gruppe, bestehend aus Schülern und Schülerinnen der Klassen 1C und 1B, gestalteten im Rahmen dieses Unterrichts eine Vitrine. Das Geschäft Athesia Naturns stellte dafür ein Schaufenster zur Verfügung. Am ersten Nachmittag besuchte die Schülergruppe das Geschäft. Dort erwartete sie die

Filialleiterin Elisabeth Mair mit einem netten Geschenk und einer kurzen Einführung. Anschließend nahmen die Schüler*innen das Geschäft genau unter die Lupe, um das Angebot besser kennenzulernen. Bei einem kurzen Rundgang durchs Dorf erkundeten sie Schaufenster verschiedener Geschäfte. Zurück in der Schule gab es eine kurze theoretische Einführung zum Thema „Ein Schaufenster gestalten“. An den vier darauffolgenden Nachmittagen

machten sich die Schüler*innnen an die Arbeit im Kunstraum der Mittelschule Naturns. Passend zum Geschäft und den Angeboten von Athesia arbeiteten sie mit

dem Material Papier, und zwar mit alten Zeitungen und alten Büchern. Die Kunstlehrerin Heike Haller zeigte ihnen, wie man aus Altpapier kleine Kunstwerke schaffen kann. Beteiligt waren folgende Schüler*rinnen: Larissa Hauser, Anna Ladurner, Simon Niederfriniger, Sarah Rainer, Bastian Spechtenhauser, Manuel Staffler, Niklas Staffler, Raphael Fliri, Martin Naval Leiter, Jasmin Mayr, Lena Marie Pircher und Dominik Rainer. RED

Kulturehrenzeichen für Peter Waldner INNSBRUCK/MALS - Acht verdiente Personen wurden am 28. April von der Stadt Innsbruck geehrt. Verliehen wurden an diesem Ehrungstag auch zwei Kulturehrenzeichen. Mit einem davon wurde der aus Mals stammende Peter Waldner für seine Verdienste um die Alte Musik (Konzertreihe Alte Musik und Innsbrucker Abend-

musik) ausgezeichnet. Waldner ist Professor am Tiroler Landeskonservatorium, Dozent an der Innsbrucker Expositur der Universität Mozarteum Salzburg sowie Künstlerischer Leiter der Konzertreihe für Alte Musik „Innsbrucker Abendmusik“ und des Tiroler Ensembles für Alte Musik vita & anima. Außerdem

ist er Cembalist, Spezialist für historische Tasteninstrumente & Musikwissenschaftler, Organist und Kirchenmusiker der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf. Bekannt geworden ist Peter Waldner u.a. auch mit seiner CDReihe „Tastenfreuden“. Detail am Rande: In Erinnerung an den Geburtstag von Johann Sebas-

tian Bach (21. März 1685) hat Sara Schneider in Austin in den USA eine Rundfunksendung über Waldners CD-Einspielung der Goldberg-Variationen BWV 988 am Berliner Silbermann-Cembalo gestaltet, die in der letzten Märzwoche 2022 von über 200 amerikanischen Rundfunksendern ausgestrahlt wurde. SEPP

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Der Naturnser Sonnenberg lädt ein Unterstell mit spektakulärem Panorama – vom Meraner Talkessel bis zu den Bergen der Ortlergruppe - ist ebenfalls nur wenige Gehminuten von der Bergstation entfernt. Am Felsen, auf dem die Plattform verankert ist, findet man den Übungs- und Familienklettersteig „Knott“. Auch der weitum bekannte Klettersteig „Hoachwool“ ist von hier aus zu erreichen. In unmittelbarer Nähe der Bergstation findet man Einkehrmöglichkeiten, Gasthäuser und Buschenschänke. AM

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04.05.2022 10:15:50


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Eroberten sich den Landesmeistertitel: (hinten v.l.): Trainerin Giorgia Pazzaglia, Anna, Lia, Vanessa, Karin, Maria, Giulia, Nadja, Stefanie und Co-Trainer Federico Fredro; (vorne v.l.): Katrin, Sophia, Lena, Andrea, Verena und Claudia

Landesmeister nach spannendem Punktekrimi Sektion Volleyball des ASC Schlanders Raiffeisen schafft erneut den Sprung in die Serie D SCHLANDERS - Nachdem die in der Meis-

terrunde ungeschlagene Mannschaft aus Schlanders im Viertelfinale den SV Lana mit 3:0 besiegte hatte, traf sie am 1. Mai bei den in der heimischen Großraumturnhalle organisierten Finalspielen am Vormittag im Halbfinale auf den SC Neugries. Die junge gegnerische Mannschaft hatte trotz Kampfgeist den von Beginn an voll konzentrierten und angriffslustigen Schlanderserinnen und ihrer lautstarken Unterstützung im Publikum nicht viel entgegenzusetzen. Diese holten sich den Sieg in 3 Sätzen (25:11, 25:9, 25:21) und qualifizierten sich somit fürs Finale am Nachmittag. Um 17.15 Uhr, vor 300 Volleyballbegeisterten, starteten die Schlanderserinnen mit der Unterstützung des Trainerduos Giorgia Pazzaglia und Federico Fredro gegen die starke, erfahrene Mannschaft vom Volleyteam St. Jakob das wohl wichtigste Spiel der Saison. Trotz vieler schöner Spielzüge war die Gastmannschaft immer einen kleinen Schritt voraus und holte sich den 1. Satz (22:25). Der 2. Satz war ein Kopf an Kopf Rennen, bevor sich St. Jakob mit 14:18 58

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Maria, Karin und Andrea Wielander beenden mit ihrem 2. Landesmeistertitel ihre über 20-jährige sportliche Karriere in der Sektion Volleyball Schlanders.

wieder etwas absetzen konnte. Obwohl Schlanders es schaffte auf 19:19 auszugleichen, musste es trotz hart umkämpfter letzter Punkte auch den 2. Satz mit 26:28 an St. Jakob abgeben. Nun begann der wohl spannendste Teil des gesamten Finales. Die Lokalmatadore hatten nichts mehr zu verlieren, die Gegnerinnen hingegen wollten das Spiel auf keinen Fall aus den Händen geben. Wiederum startete St. Jakob besser ins Spiel und ging mit 6:11 in Führung. Angetrieben von Fangesängen und Trommeln, liefen die Damen aus Schlanders zu Topform auf, glichen aus und konnten sogar auf 21:17 bzw. 23:20 vorziehen, bevor sich St. Jakob das Spiel wieder zurück holte und mit 24:25 den alles entscheidenden Matchball in der Hand hatte. Mit Nervenstärke, Teamgeist und Siegeswillen wehrten die Schlanderserinnen diesen ab und holten sich den hart verdienten Sieg in diesem Satz (29:27). Besonders hervorzuheben sind hier die Nerven aus Stahl von Opposto Karin Wielander, die mit ihren Angriffen die letzten 4 Punkte dieses Satzes auf das Konto ihrer Mannschaft holte.


VINSCHGER SPORT Im 4. Satz überzeugte die Leistung der gesamten Mannschaft und Schlanders gab die Führung nie aus der Hand (25:19). Im alles entscheidenden Tie-Break starteten beide Mannschaften von Beginn an voll durch, bevor Schlanders beim Punktestand von 7:7 davon zog. 2 Mal Monsterblock und starke Angriffe über die Mittelangreifer, ermöglicht durch die präzise Arbeit in Annahme und Verteidigung und das exakte Aufspiel von Verena Tasser, führten die Schlanderserinnen vor tobendem Publikum zum 3:2 Sieg (15:8) in einem Spiel, das an Spannung,

Kampfgeist und Einsatz auf beiden Seiten Tavernini. Die gesamte Mannschaft mit des Netzes nicht zu überbieten war. Nach Trainerin Giorgia Pazzaglia und Co-Trainer minutenlangen Standing Ovations und Federico Fredro bedanken sich recht herzSiegesgesängen der Fans, wurde Schlanders lich beim Ausschuss und bei allen fleißigen nach 2016 (ebenfalls im Finale gegen St. Helfern für die Ausrichtung des Finaltages Jakob) vom Präsidenten der Fipav Cristian und für die Möglichkeit in den eigenen 4 Tomei zum Landesmeister der 1. Division Wänden spielen zu dürfen. Ein riesengroßes gekürt und schafft den direkten Aufstieg in Dankeschön gilt außerdem allen Fans, angedie Serie D. Zur besten Spielerin des Turniers führt von Max Tassiello und Hannes Tumler, wählten die Trainer der 8 anwesenden Teams die die Mannschaft das ganze Jahr bei allen Kapitänin Katrin Lechthaler. Außerdem Heim- und Auswärtsspielen, aber vor allem schafften es in die Top 7 als bester Centrale am Finaltag so tatkräftig unterstützt und Claudia Stark und als bester Libero Stefanie letztendlich zum Sieg getragen haben. RED

Herzlichen Glückwunsch, Direttore! LATSCH - Klaus Höllrigl, Jahrgang 1980, wird Rennsportleiter (Direttore tecnico) im italienischen Biathlon-Verband. Der Latscher folgt auf Fabrizio Curtaz. Die Bezirkszeitung der Vinschger gratuliert und wünscht viel Erfolg! Klaus wird nicht mehr hinterm Fernglas stehen und Schießbilder vom Schießstand an die Strecke funken. Er wird den Verband um Dorothea Wierer und Lukas Hofer als Gesamtes sehen müssen. „Mir obliegt die Zusammenstellung des Betreuerteams sowie die gesamte Strukturierung und Organisation von den Jugendteams bis in den Weltcup“, teilte er dem der Vinschger mit. Klaus

seiner Seite seine damals wichtigste Bezugsperson, als Betreuer und Begleiter sein Opa Hans Mitterer. Als man einem Betreuer vorwarf, die Zwischenzeit nicht durchgegeben zu haben, verteidigte sich dieser: „Ich habe Klaus nicht erwartet, er war zu schnell!“ Es wurde Klaus Höllrigls erste Goldmedaille. Sein erstes Biathlon-Rennen bestritt Klaus 1994 in Antholz. Im selben 1994: Klaus Höllrigl ziert die 2021: Weltcupsaison mit Cheftrainer Jahr wurde die Sportoberschule Titelseite des DolomitenAndreas Zingerle und Klaus Höllrigl in Mals eröffnet. Klaus gehörte Magazins im schwedischen Östersund zu den ersten Schülern. Sein Trainer war Veit Angerer aus Höllrigl ist als 12-Jähriger in die sei er ohne Erwartungen erst- Schlinig. Skilanglaufwelt gerutscht. Hier mals bei einem Volksbankrennen eine kleine Episode dazu. 1992 in Rein in Taufers gestartet. An GÜNTHER SCHÖPF

Erfolgreiche Biathlonsaison LAAS - Jonas Tscholl aus Laas blickt auf eine erfolgreiche Biathlonsaison zurück: beim Finalrennen der Hubert-Leitgeb-Trophäe in Anthloz beendete Jonas die Saison mit dem dritten Rang im Massenstart. Bei den Italienmeisterschaften in Aosta belegte er beim Sprint den siebten Rang und platzierte sich am nächsten Tag in der Verfolgung auf dem erfolgreichen 2. Platz. Bei der Gesamtwertung der Italienmeisterschaften erreichte Jonas den dritten Rang. In Rupolding beim Drei-LänderWettkampf, wo jeweils die ersten 5 Bestplatzierten der teilnehmenden Länder Tirol, Südtirol, Bayern und der Schweiz an den Start gehen durften, wobei die Athleten aus der Schweiz nicht für die Gesamtwertung zählen, erreichte Jonas im Sprint den hervorragenden

zweiten Platz. Jonas qualifizierte sich für den Landeskader für die kommende Saison und wird ab dem Sommer am Training teilnehmen. An wettkampffreien Wochenenden nahm Jonas auch an den Langlaufrennen teil und siegte gleich beim ersten Raiffeisencup in Toblach im Klassikstil. In Schlinig bei den Landesmeisterschaften

der Langläufer belegte er an den zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils den zweiten Platz: am ersten Tag beim Hindernissprint und am zweiten Tag beim Massenstart. Er qualifizierte sich somit auch für die Italienmeisterschaften im Langlaufen und platzierte sich beim Sprint auf dem vierten Platz. Beim Finalrennen der Langläufer

in Langtaufers verfehlte Jonas am ersten Tag im Klassikstil um ein Zehntel den ersten Platz und musste sich mit dem zweiten Rang begnügen. Am nächsten Tag erreichte er in der Staffel mit seinen Teamkollegen Raffael Santer (Ulten) und Lisa Weiss (Latsch, ASV Martell) den hervorragenden zweiten Platz. RED DER VINSCHGER 09/22

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B wie Badminton, Brescia und Bozen Die einen wurden in Bozen flügge, die anderen zeigten in Brescia, dass sie noch flügge sind. BOZEN/BRESCIA - Der „Bozner Frühling 2022“ sollte sich in der Talfer-Stadt zu einem festen Termin für junge und jüngere Badminton-Spieler entwickeln. Die „Nation Mals“ war neben den Nationen Deutschland, Slowenien, Dänemark, Österreich, Kroatien und Malta vertreten. 20 junge Malser waren im Einsatz. Das Ergebnis im Medaillenspiegel kann sich sehen lassen. Es gab 12 Mal den obersten Podestplatz, 8 Mal wurde Silber eingeheimst und 11 Mal ein dritter Platz belegt. Erfolgreichste Spielerin war Anna Sofie De March, die sich ein „Triple“ sicherte und somit ihren „100 Percento“ treu bleiben konnte. Nicht weniger erfolgreich waren auch die Kleinen, wie Anton Gurschler, Franzi Hellrigl und Patrick Horrer, die sich mit je zwei Titeln krönen konnten. Für je eine Goldmedaille sorgten Noah Thöni, Emilia Ziernheld, Lena Kobler, Matthias De Stefani, Carolin Rauner, Anna Hohenegger, Samar Dhahri und Sebastian Tataru. Hinzu kamen die vielen Silber und Bronzemedaillen. Begleitet und betreut wurden unsere Spieler

Junge Malser sorgten mit Tom Scholz (hintere Reihe 2.v.l) und Roy Mulder (hintere Reihe ganz rechts) für einen Malser Frühling in Bozen.

von den Trainern Roy Mulder und Tom Scholz, die alle Hände voll zu tun hatten, aber mit den Resultaten zufrieden waren. Wichtige Stützen, Betreuer und fleißige Fahrer waren die Eltern. Ohne Eltern, aber mit dem Willen, sich ins Zeug zu legen, reisten die „Oldies“ zur „Master Italienmeisterschaft“ nach Brescia. Mit von der Partie waren Stefan De March, Hannes Mair, Tom Habicher, Markus Stocker, Maria Luisa Mur, Claudia Nista, Monika Nista, Claudia Theiner und Alena De Stefani. Für Markus und Monika war es die erste Turniererfahrung. Insgesamt waren über 100 Athle-

Erfolgreich in Brescia (v.l.) Maria Luise Mur, Claudia Nista, Monika Nista, Hannes Mair, Claudia Theiner, Alena De Stefani, Markus Stocker, Thomas Habicher, Stefan De March

ten am Start und sorgten für viele interessante und faire Spiele. Dass es zu einem regelrechten Medaillenregen kam und auch noch zum Mannschaftspokal reichte, war sensationell und könnte auch damit zu tun haben, dass man sich in der „netten und freundlichen Stadt“ auf Anhieb sehr wohl fühlte. Malser „Frauen-Power“ drückte dem Turnier auch dieses Jahr seinen Stempel auf, denn Luise und Claudia konnten ihre jeweils drei Titel (Einzel, Mixed mit ihren Partnern Klaus Raffeiner und Konrad Hofer aus Meran, gemeinsam im Doppel) verteidigen. Hinzu kam heuer der Titel unserer beiden

Funktionäre Stefan und Hannes, die in einem „mega spannenden“ Finale gegen Dennis Passador und Edvidio Milani vom BC Lecco die Oberhand behielten. Es wurde ein Herzschlagfinale, da die Partie mit 22:20 zu Gunsten der Malser endete, die im 3. Satz noch mit 13:18 zurücklagen. Einfach nur spektakulär und nervenaufreibend fürs Publikum! Nicht nervenaufreibend, aber doch spektakulär waren die „Limoncello Runden“ nach dem Abendessen, zu dem die Italiener nicht „Cena“ sagen würden, sondern „Cenone“. GÜNTHER SCHÖPF

So spannend war es noch nie MORTER - Wenn’s nur spannend wär, es ist gerade hochdramatisch. Drei Spiele vor Meisterschaftsende bangen, zittern, hoffen gleich drei Mannschaften in der 2. Amateurliga auf den Aufstieg: Kastelbell-Tschars aus dem unteren Vinschgau auf Platz 2 und Prad im oberen Vinschgau punktegleich auf Platz 3. Schon am vergangenen Wochenende (6., 7. und 8. Mai) hatte sich die Situation zugespitzt. Der ASV Prad musste zum „Angstgegner“ Morter ins Plima-Stadion. Der ASV Goldrain auf Platz 10 spielte gegen den Tabellenersten Girlan.

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Verblüffend parallel ereilte beide Vinschger Mannschaften ein ähnliches Schicksal. Goldrain spielte eines seiner besten Spiele, verlor in der 84. Minute einen Spieler durch Rot, glich in der 85. Minute aus und musste in den letzten Sekunden eine 2:1 Niederlage hinnehmen. Nervenkrieg auch in Morter – „traditionell ein heißes Pflaster für Prad“ wie Sektionsleiter Marco Hoffer (Prad) meinte. Die Heimmannschaft verlor schon in der 29. Minute einen Spieler durch Rot und „spielte trotzdem unverdrossen auf Sieg“ -so ASV Morter-Prä-

Archivbild: 2019 schaffte der ASV Morter (in Rot) den Aufstieg durch einen Sieg über den ASV Prad; im Mai 2022 drehte Prad den Spieß um und blieb im Titelrennen durch die 3 Punkte gegen Morter.

sident Steve Trenkwalder. „Wir gingen durch einen Elfmeter von Johannes Höllrigl in Führung.“ Sieben Minuten später kam der Umschwung. Der Prader Bernd Schwienbacher glich per Kopf aus einem Eckball aus. Die Unterzahl bei Morter zeigte zunehmend Wirkung. Philipp Dellasega erlöste Prad mit seinem Treffer in der 65. Minute und hielt seine Mannschaft auf dem 3.Tabellenplatz – bereit zum Mitmischen um den Aufstieg mit KastelbellTschars und Girlan. GÜNTHER SCHÖPF


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VADA/MALS - Vom 15. bis zum 17. April fand die erste Etappe der italienischen Meisterschaft im Kitefoilen in Vada in der Toskana statt. Mitten drin: der 18-jährige Vinschger Flavio Marx aus Mals. Der erste Tag begann mit leichtem Wind, der von den 26 Teilnehmern viel Technik abverlangte. An insgesamt drei Durchgängen gab es einige Wendungen, die die Karten für die folgenden Tage mit sehr interessanten Platzierungen mischten. Am darauffolgenden Samstag herrschte starker, aber auch sehr böiger Wind. Nach drei weiteren hart umkämpften Durchgängen lag Mario Calbucci aus Riccione (Rimini) auf Platz 1. Der letzte Renntag wurde wegen zu starken Windes auf die frühen Nachmittagsstunden verschoben, als die Windgeschwindigkeit abnahm. Einige der Athleten haben daher an den letzten zwei der insgesamt acht Rennen nicht mehr teilgenommen. Diese erste

Fotos: Lorenzo Rossi

Ein Vinschger auf dem Kitefoil-Podium

Flavio Marx zeigte bei der ersten Etappe der italienischen Meisterschaft im Kitefoilen in Vada, was in ihm steckt und erreichte den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Etappe der italienischen Meisterschaft endete für Flavio Marx mit starken Platzierungen. In der Kategorie U21 gewann er die Goldmedaille. In der Gesamtwertung erreichte der junge Römer Flavio Ferrone den ersten Platz, gefolgt von Flavio Marx auf dem zweiten Platz und Alessandro Giannini aus Neapel auf dem dritten Platz. Die zweite der ins-

gesamt fünf Etappen der italienischen Meisterschaft im Kitefoil Open wird vom 28. bis zum 29. Mai 2022 in Rimini stattfinden. „Lieber Flavio, deine Familie und Freunde sowie deine Caramba Kiteschool freuen sich mit dir und wünschen dir weiterhin viel Erfolg“, heißt es in einer Mitteilung. - Als Kitefoilen bezeichnet man übrigens eine Unterart des

„Kitesurfens“. An einem Board befestigt man mittels eines Masts eine Fuselage, an der wiederum zwei Flügel fixiert werden, die für den Auftrieb sorgen. Beim „Internationalen Snowkite Open 2022“ im Februar 2022 am Reschensee hatte Flavio Marx den 2. Platz im international stark besetzten Wettkampf über die Langstrecke (Long Distance) erreicht. RED

Fotos: Ebner Media Group/Roman Knopf

Super-Testbedingungen in Sulden

Tester und Mitarbeiter fanden ideale Bedingungen. SULDEN - Ende April war das Ski-

gebiet Sulden einmal mehr das Mekka für Skitester. Insgesamt 140 Skier von 14 verschiedenen Herstellern wurden diesmal beim SkiMAGAZIN-Supertest auf Herz und Nieren geprüft. 45 Tester und 30 Mitarbeiter aus der Skiindustrie hielten sich bei der Skitestwoche in Sulden auf. Testberichte erscheinen dann im deutschen SkiMAGAZIN. Die Zeitschrift

Freuten sich über eine gelungene Testwoche (v.l.): „Dr. Ski“ Ralf Kühlkamp, Werner Kiem, Timo Böckenhüser und Thorsten Böhl.

hat eine Auflage von rund 130.000 Stück. Sulden darf sich somit einmal mehr über einen gelungenen Werbeeffekt freuen. Die Skitestwoche ins Leben gerufen hatte Paul Hanny im Jahre 1978 mit dem damaligen SkiMAGAZINChefredakteur Heinrich Körner. 20 Jahre fand die Testwoche kontinuierlich in Sulden statt, dann für einige Jahre in Sölden, am Kronplatz und auch in St. Moritz.

Viele Jahre hatten Paul Hanny und Heinrich Gapp als damaliger Präsident der Ferienregion Ortlergebiet dafür gekämpft, die Testwoche zurückzuholen, 2011 war es schließlich soweit. Seitdem findet die Testwoche wieder regelmäßig in Sulden statt. Diesmal wurden neun verschiedene Ski-Kategorien getestet, vom Riesenslalom bis hin zum Allmountain Ski. Zudem gab es zwei weitere Kategorien, die

sich mit Innovationen aus der Skiwelt beschäftigten. Fünf Tage lang wurde ausgiebig getestet. „Die Bedingungen in Sulden waren ideal, die Pisten waren super präpariert“, lobt der SkiMAGAZIN-Testleiter Thorsten Böhl. Mitverantwortlich für Organisation und Koordination war auch wiederum der Latscher Werner Kiem. „Alles klappte reibungslos“, freute sich der ehemalige Biathlet. AM DER VINSCHGER 09/22

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Mechatroniker/Automatisierungstechniker Als Mechatroniker bzw. Automatisierungstechniker bist du für die Instandhaltung und die Optimierung der hochmodernen Verpackungsanlagen verantwortlich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden ist der Abschluss einer techn. Fachschule oder ähnliches erforderlich. Gerne bieten wir für beide Stellen unverbindlich bei einem Rundgang Einblick in unseren Betrieb. Wenn du interessiert bist, dann schreibe einfach kurz an den Abteilungsleiter Technik kurt.wellenzohn@vip.coop oder per Whatsapp an Tel. 347 88 19 788 Sollten wir dein Interesse geweckt haben, dann schicke eine aussagekräftige Bewerbung innerhalb 31.05. an jobs.mivor@vip.coop MIVOR Obstgenossenschaft MIVO-ORTLER Industriezone 7 - I - 39021 Latsch (BZ) - Italy

Bist du auf der Suche nach Neuem in den Bereichen Physiotherapie, Schönheitspflege oder Wellnesstraining-Therapie? Sehen dich deine Familie und Freunde als eine aufgestellte, verantwortungsvolle, engagierte Persönlichkeit mit Herz, Humor und Freude am Beruf? Dann nichts wie los, bewirb dich noch heute, verstärke unser Team mit deiner Einzigartigkeit und deinem fachlichen Wissen an unseren wachsenden Standorten in Scuol, Samnaun und La Punt Chamues-ch im wunderschönen Engadin (CH).

Per sofort oder nach Vereinbarung öffnen wir die Türen für dich und sind gespannt, was du dir einfallen lässt, damit wir uns genau für dich als neues fisiomedica Teammitglied entscheiden.

PHYSIOTHERAPEUTIN 60-100% SCHÖNHEITSPFLEGERIN 40-100% WELLNESSTRAINERIN-THERAPEUTIN 40-100% An unseren Patienten und Kunden arbeiten wir gerne «hands-on», vor allem in den Bereichen Physiotherapie, Sportphysiotherapie, Faszientherapie, Osteopathie, Individualität, Massage, Wellbeing, aber auch «hands-off» in kleinen Gruppen von Pilates, Fisiotraining, Fisiofit bis MedizinischeTrainingstherapie (MTT). Alles mit Professionalität und Empathie. Wenn dein Beruf, Berufung und Leidenschaft ist und du neugierig bist, fördern wir dich mit Freude im Team und mit externen Weiterbildungen – so entwickeln wir uns gemeinsam weiter. Wir freuen uns auf deine Bewerbungsunterlagen Via E-Mail annatina.taisch@fisiomedica.ch und darauf, dich persönlich kennenzulernen. DER VINSCHGER 09/22

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VINSCHGER MARKT

Mitarbeiter für unseren Radverleih in Mals gesucht!

Beregnung Mals-Tartsch sucht Beregnungswart

für heurige Saison.

Teilzeit oder Vollzeit

Samstag Nachmittag und Sonntag frei.

BEWIRB DICH JETZT!!

Bewerbungen an Josef Thanei: Tel. 349 31 83 096 Tel. 0473 730 032 info@sonnenheimhof.it

info@papinsport.com Tel. 0474 913 450

Wir suchen dich! Malerei und Restaurierung

Es erwarten dich bei uns: · · · · ·

5-Tage-Woche Ideale Arbeitszeiten junges und dynamisches Team kostenloser Mittagstisch leistungsgerechte Entlohnung

· Maler (m/w) · Malerlehrling (m/w) · Sommerpraktikant (m/w) Tel. 0473 830 183 info@steck.bz

Das Hochalpine Institut Ftan (www.hif.ch) ist ein traditionsreiches Bildungsinstitut mit internationalem Flair. Die Schüler werden in einzigartigen Programmen unterstützt, selbstständig zu forschen, kritisch zu denken und teamorientiert zu arbeiten.

Wir suchen einen flexiblen, analysenstarken und unternehmerisch denkenden Teamplayer als

BUCHHALTER 80% - 100% (M/W) Ihr Aufgabengebiet umfasst: · Allgemeine Buchführungsaufgaben · Ansprechpartner für Banken · Personaladministration · Verschiedenen Abrechnungen wie z.B. MWST · Mitwirkung Lohnabwicklung in SAGE 50 · Korrespondenz in Deutsch und Englisch · Mithilfe in der Organisation der Generalversammlung Ihr Profil: · Kaufmännische Ausbildung · Berufserfahrung im Rechnungswesen · Erfahrung in der Administration eines KMU · Umgang mit gängigen Microsoft Office-Programmen und Kenntnisse im SAGE 50 Rechnungswesen und Lohn · Stilsicherheit im Schriftverkehr in Deutsch und Englisch · Initiative, selbständige, mitdenkende Persönlichkeit mit Organisationstalent · Überzeugendes Auftreten und kommunikative Fähigkeiten Ihre Benefits: · Es erwarten Sie attraktive Anstellungsbedingungen und abwechslungsreiche Aufgaben · Sie arbeiten in hohem Masse eigenverantwortlich und können sich persönlich und fachlich entwickeln · Im kollegialen Umfeld können Sie Ihre Ideen einbringen und Initiativen umsetzen Herr Dr. Christoph Hendrickx, Co-Director, freut sich auf Ihre Bewerbung. Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte elektronisch an c.hendrickx@hif.ch oder per Post an Herrn Dr. Christoph Hendrickx, Hochalpines Institut Ftan, Chalchera 154, CH-7551 Ftan Hochalpines Institut Ftan AG • Institut Otalpin Ftan SA CH-7551 Ftan • www.hif.ch • info@hif.ch

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DER VINSCHGER 09/22

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Kochcommis (m/w) und einen

Servicemitarbeiter (m/w) in Voll- oder Teilzeit.

Hotel Sand Nähe Naturns in Tschars www.hotel-sand.com Bewerbungen bitte an Familie Bernhart: info@hotel-sand.com oder Tel. 0473 624 130

Wir suchen ein

Zimmermädchen

für 2 x 4 Stunden pro Woche. Stundenausmaß auch gerne nach Absprache. Wir freuen uns auf deine Bewerbung gerne telefonisch oder auch per E-Mail. Tel.: +43 (0) 547 387 445 E-Mail: hausbarbara@aon.at

NATÜRLICH MEINS.

Zur Verstäkung unseres Teams suchen wir ab 01. Juni 2022

eine Rezeptionistin in Vollzeit. Wir freuen uns auf deine Bewerbung. Hotel Mein Matillhof****s Latsch Tel. 0473 623 444 info@hotelmatillhof.com www.hotelmatillhof.com

Baustoffe R.Terzer GmbH sucht ab sofort in Schluderns einen Magazineur (m/w) mit Staplerführerschein. Deutsch- und Italienischkenntnisse von Vorteil. Vollzeitstelle. Wir freuen uns über deine Bewerbung an jobs@terzer.it www.terzer.it/jobs

Die Touristik und Freizeit GmbH sucht: GESCHÄFTSFÜHRER/IN

in verantwortungsvoller Position

Entsprechende Ausbildung und Berufserfahrung von Vorteil Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit garantiert ASSISTENZ DER GESCHÄFTSLEITUNG (m/w/d) Bewerbungen bitte an Info@watles.net

Die Fiber Plast GmbH ist seit über 30 Jahren im Bereich der Wasseraufbereitung tätig. Für die Herstellung von Filterbehältern aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) suchen wir Verstärkung.

Zum sofortigen Einstieg suchen wir

Facharbeiter für die Halb- und Endfertigung

Aufgabengebiet: » Eigenständige Herstellung und Bearbeitung von GFK Produkten » Mitarbeit bei der Endfertigung Abgeschlossene Berufsausbildung von Vorteil. Interessiert? Dann melde dich! Fiber Plast GmbH Industriezone 5b - 39021 Latsch Tel.: 0473 622 230 Mail: info@fiberplast-bz.it

GMBH SRL


VINSCHGER MARKT Pizzeria Katrin in St. Valentin sucht ab Mai bis Oktober

Wir suchen für Bar und Verkauf

Mitarbeiter/in in Teil- oder Vollzeit oder Sommerjob. vinschger@bauernladen.it Tel. 0473 667 723

»Pizzabäcker oder Hilfspizzabäcker (m/w)

Seriöse und zuverlässige Leute haben bei uns immer Arbeit!

auch in Teilzeit Arbeitszeit ab 16:00 Uhr » freundliche Bedienung (m/w) auch in Teilzeit Arbeitszeit ab 17:00 Uhr

Für den Bereich Bau, Holzbau und Gartenbau suche ich motivierte: • Landschaftsgärtner • Zimmerer/Holzbauer • Dachdecker • Qualifizierte Handwerker • Vielseite Hilfsarbeiter Warten Sie nicht – rufen Sie mich noch heute an!

Tel. 349 00 74 012

Top Temporär Steiner | CH 9220 Bischofszell | Tel. +41 71 430 01 90 info@toptemporaer.ch | www.toptemporaer.ch

Zur Verstärkung unseres Teams im Bildungshaus Schloss Goldrain suchen wir eine/n:

Mitarbeiter/in im Service Restaurant vor allem für die Abendstunden

Wenn Sie Freude am Kontakt mit Menschen haben, verlässlich und flexibel sind, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Weitere Informationen unter Tel. 0473 742 433

NEUERÖFFNUNG IM JUNI 2022 Wir vergrößern unser Team!

Besondere Orte brauchen besondere Menschen - im Weissen Kreuz soll es in Zukunft noch mehr davon geben. Ja es ist richtig, wir stellen einige Ansprüche an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Qualitätsbewusstsein zum Beispiel, Motivation und Wille am Erlernen von Neuem.

DOCH WIR HABEN AUCH EINIGES ZU BIETEN: - Eine 5 Tage Woche - Einen unbefristeten Arbeitsvertrag - Eine kostenlose Unterkunft im neuen Mitarbeiterhaus - Sehr gute Entlohnung

Wir sind auf der Suche nach Teamplayern und Charakteren, die Freude daran haben neue Ziel zu erreichen und unsere Gäste begeistern wollen!

FOLGENDE STELLEN SIND ZU VERGEBEN:

» SPA MITARBEITER TEILZEIT » HAUSMEISTER

» CHEF DE RANG » SERVICELEHRLING

Bitte sende uns Deine Bewerbung an mara@weisseskreuz.it oder telefonisch an Tel. 0473 831 307 Wirf einen Blick auf unsere Jobseite www.weisseskreuz.it/service/job und finde alle weiteren Details zu den einzelnen Stellen. Verschaff Dir einen Eindruck auf Instagram @weisseskreuz.it und entdecke das Storyhighlight Teamgefühl.

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Despar Naturns Als kantonal und eidgenössisch anerkannte Mittelschule mit Internat im Unterengadin führen wir ein Gymnasium sowie die internationalen Lehrgänge IGCSE und das IB Diploma Programm. Gleichzeitig ist unsere Schule mit seiner «Sports Academy» auch offizieller Trainingsstützpunkt der regionalen Sportförderung. Zur Ergänzung unseres Lehrkörpers suchen wir per 1. August 2022 eine

LEHRPERSON FÜR DEUTSCH UND/ODER DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE 100% Wir richten uns an engagierte, kooperative und innovative Persönlichkeiten, die sich für pädagogische Aufgaben begeistern. Ihr Interesse an der Gestaltung einer modernen, lebendigen Schule und nachhaltiger Schulentwicklung setzen wir voraus. Ebenso bringen Sie Lehrerfahrung mit der entsprechenden Lehrbefähigung mit oder sind daran interessiert, sich auf der jeweiligen Unterrichtsstufe weiterzubilden. Sie verfügen über sehr gute Kenntnisse in den Sprachen Deutsch und Englisch und sind bereit, diese in einem bilingualen Arbeitsumfeld einzubringen.

Verkäufer/in in Vollzeit und Lehrling gesucht Wir suchen eine

Reinigungsfrau

Mo-Sa (So frei): 5.30-7.30 Uhr & Mo+Di+Sa: 12.00-16.00 Uhr Bewirb Dich, wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch! Camping Sägemühle Tel. 0473 864 410 verwaltung@saegemuehle.it

Wir bieten ein innovatives Arbeitsumfeld mit vielfältigen Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, eine sympathische Schülerschaft und ein motiviertes Team. Für weitere Auskünfte steht Ihnen Stefanie Aichholz, Co-Director und Schulleiterin, gerne zur Verfügung: s.aichholz@hif.ch / Tel. +41 (0)81 861 22 03. Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte elektronisch bis spätestens Ende Juni 2022 an s.aichholz@hif.ch. Hochalpines Institut Ftan AG • Institut Otalpin Ftan SA CH-7551 Ftan • www.hif.ch • info@hif.ch

IM GEDENKEN Der Weg des Lebens ist begrenzt, aber die Erinnerung ist unendlich.

D - für jedes liebevolle und tröstende Wort gesprochen oder geschrieben

A - für Blumen, Kerzen und Gedächtnisspenden N

Franz Gruber Sprenghofer

* 24.09.1941 † 02.04.2022

- für die schöne Gestaltung der Trauerfeier von Pfarrer Öttl - für die Gebete

besonderer Dank gilt dem gesamten K - Ein Team vom Pflegeheim St. Antonius Prad,

E

dem Altersheim Mals und dem Krankenhaus Schlanders für die liebevolle Betreuung.

Vegelt’s Gott allen, die unseren lieben Franz

in guter Erinnerung behalten und für ihn beten. Die Trauerfamilie

Die Erinnerung an einen lieben Menschen geht nie verloren, wenn man ihn im Herzen behält. Schon 6 Jahre ohne Dich! Tata du fehlst! 6. Jahrestag

Herbert Kofler Ortl- Hof Freiberg *02.05.1957 †21.05.2016

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Wir denken ganz besonders bei der Hl. Messe am 22. Mai um 8:30 Uhr in der Pfarrkirche von Tarsch an Dich. Ein herzliches Danke an alle, die daran teilnehmen, Dich am Grab besuchen und in lieber Erinnerung behalten. In Liebe, Deine Familie

Du hast Freude im Umgang mit Lebensmitteln & Feinkost, bist kontaktfreudig und beherrschst beide Landessprachen? Wir bieten: · Abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz · Jahresstelle · Tolles Arbeitsklima · Gerechte Entlohnung Dann bewirb dich unter: Tel. 349 73 98 669 oder proventasrl@yahoo.com

Wir suchen ab sofort:

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen

Elektriker und Elektrikergesellen Prad a. Stj. Tel. 0473 427 046 Mobil: 334 54 24 524 info@pirmatek.it

ServiceMitarbeiter/In

in Voll-oder Teilzeit evtl. auch Jahresstelle möglich

Praktikant/in

und über die Sommermonate

Wir freuen uns auf deinen Anruf Tel. 0473 835 488 oder 333 81 69 390

VINSCHGER VERANSTALTUNGEN 15. MAI VON 10.00 BIS 17.30 UHR ST. PROKULUS UND MUSEUM IN NATURNS: OFFENE TÜR Internationaler Museumstag „The Power of Museums“; durchgehende Öffnungszeit mit kostenlosen Führungen; 13.30 bis 15.30 Uhr: Schatzsuche für Kinder; 16.00 Uhr: Familienführung mit Heike Vigl „Auf Spurensuche: Was Knochen, Spinnwirtel & Co erzählen“. 15. MAI, 17.00 UHR K.U.K. TRILOGIE IM SCHREIBMASCHINENMUSEUM Der Meraner Autor Helmut Luther stellt den 3. und letzten Teil seiner K.u.K. Trilogie im Schreibmaschinenmuseum in Partschins vor; musikalisch umrahmt wir die Vorstellung des Buches „Immer der Küste nach – Eine Nostalgiereise entlang der kroatischen Adria “ vom Bläserquintett Philomusía; Anton Gallmetzer moderiert; das Museum ist anlässlich des Internationalen Museumstages bereits ab 10 Uhr frei zugänglich. 17. MAI, 20.00 UHR „LIEBEVOLL UND BESTIMMT GRENZEN SETZEN“ Vortrag für Eltern und Interessierte zu diesem Thema mit Katharina Swoboda und Deborah Visintainer (Pädagoginnen & FamilienTeam© Trainerinnen) im Bürgersaal der Gemeinde Prad. VOM 27. MAI BIS ZUM 31. MAI TIEF VERWURZELT - HOCH HINAUS Wanderxerzitien mit Prior P. Philipp und Wanderführer Gerhard Malloth; in diesen Tagen werden 12 ausgewählte Tugenden betrachtet, die für ein erfülltes Leben zentral sind; die Tugenden sollen helfen, Wurzeln zu schlagen, um gefestigt wachsen zu können. Infos und Anmeldung (bis 13. Mai) im Kloster Marienberg: Tel. 0473 843 980; info@marienberg.it; www.marienberg.it


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geographischen Bezirkes Vinschgau: Euro 40,00 | restl. Italien und Auslandsabonnement: Euro 120,00 (inkl. Porto) | Schweiz: Sfr. 140,Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Ges. Nr. 903 vom 9.2.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschger“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und Disketten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH - Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/1993; Eintragung in ROC 3226/1994

39028 Schlanders | Grüblstraße 142 | Tel.: 0473/62 17 15 Fax: 0473/62 17 16 | info@dervinschger.it Bürozeiten: Mo. - Fr., 8.30 – 12.30 Uhr und 13.30 – 17.30 Uhr

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Wir genießen und feiern den Sommer. Wer ist dabei?

Almsommer Events 2022 Biker & Wanderer trifft Musik auf der Alm Freitags Mitte Juni bis Mitte September

Bergfrühstück für Gipfeltouren Jeden Samstag & Sonntag im Monat Juli & August auf Vorbestellung

ALMFEST mit VOLXROCK am 10. Juli Törggelen auf der Alm Anfang Oktober bis Anfang November

Michaelis Ente Mitte bis Ende Oktober

Latscher Alm Valtneidweg 140 39021 Latsch info@latscheralm.com www.latscheralm.com Tel: 0039 340 5478949