Handwerk sucht helle Köpfe!

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Der Gast ist König PARTSCHINS - Freundlicher, offener und einladender: So präsentieren sich jetzt die umgestalteten und neu eingerichteten Räume des Tourismusvereins im Ortskern von Partschins. Zur offiziellen Eröffnung konnte Präsident Hans Weiss am 23. März viele Mitglieder, Freunde und Ehrengäste begrüßen, darunter auch das langjährige Ehrenmitglied Hubert Eisenkeil. Weiss würdigte Eisenkeil als Pionier des Tourismus in Partschins und überreichte ihm eine Urkunde. Der Geehrte, der den Verein von 1973 bis 1994 als Präsident

Im Bild (v.l.): TV-Präsident Hans Weiss, Sieglinde und Hubert Eisenkeil sowie TV-Geschäftsführerin Karin Thaler.

geleitet hatte, blickte kurz auf die Geschichte des Tourismusvereins zurück. Aus dem damaligen Verschönerungsverein wurde der Verkehrsverein und später der Tourismusverein Partschins mit Rabland und Töll. Gleich geblieben ist laut Eisenkeil der Grundsatz: „Der Gast ist König.“ Weiss dankte allen, die bei der Planung und den Arbeiten mitgewirkt haben. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Josef Schwienbacher. Zusätzlich zum starken Frauen-Team, bestehend aus der Geschäftsführerin Karin Thaler sowie aus Evelyn Taber, Manuela Aichner, Anna Götsch und Miriam Haller, die in der Außenstelle Rabland arbeitet, ist auch Patrik Laimer beim Tourismusverein beschäftigt, und zwar als Wegewart. Die bisherige Mitarbeiterin Maria Nischler scheidet aus dem TV-Verein aus, weil sie in das Pustertal zieht. SEPP

Im Bild (v.l.): Evelyn Taber, Miriam Haller, Manuela Aichner und Anna Götsch; Maria Nischler fehlt im Bild.

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DER VINSCHGER 11/19

Wie kann jemand nur so etwas tun? SCHLUDERNS - Diese Frage stellen

sich David Lechner und seine Tochter Leonie aus Schluderns seit dem 18. März immer wieder. Eine Antwort gibt es bislang nicht. Am Morgen jenes Tages war ihr Hund „Rambo“ nicht mehr so wie sonst immer. Er schleppte sich zum Bett von Dave, trug den Kopf unten, wirkte apathisch und ohne Lebenskraft. Dort, wo er seine Schlafstätte hatte, wurde Erbrochenes gefunden. Dave hatte den erst 9 Monate alten Dobermann am Abend zuvor, es war gegen 23 Uhr, noch auf die Straße geführt. Hinter dem Haus im Matscher Winkel Nr. 2 hat der Rüde etwas vom Boden aufgeschnappt und geschluckt. Laut Lechner könnte es sich um ein Stück Wurst gehandelt haben. Bei der tierärztlichen Untersuchung am Tag danach stellte die Tierärztin Karoline Schwalt in ihrer Praxis in Mals fest, dass der Rüde Symptome einer Vergiftung aufwies. Er zitterte, die Schleimhäute waren dunkelrot bis violett, er hatte Fieber und befand sich in einem Zustand

psychischer und motorischer Erstarrung. Die Verdachtsdiagnose der Tierärztin: Vergiftung mit einem Nervengift. Trotz der sofortigen Einleitung einer Intensivtherapie und einer zweitägigen intensiven Behandlung musste der Hund am 20. März eingeschläfert werden. Für Dave und Leonie brach eine Welt zusammen, „denn Rambo war für uns wie ein Familienmitglied.“ Dave hatte den Hund, der aus Köln stammt, für 1.000 Euro gekauft. Sein Plan war es, ihn als Diensthund auszubilden und dann mit zur Arbeit zu nehmen. Dave ist im Security-Bereich (Objektschutz) in der Schweiz tätig. Er hat die Vergiftung des Hundes bei der Ortspolizei und auch beim Bürgermeister gemeldet. Auch Plakate wurden im Dorf ausge-

Dave Lechner und seine Tochter Leonie.

hängt. Demnach werden Augenzeugen gesucht. Wer Hinweise hat, kann sich bei Dave melden (Tel. +41 791372069). Für ihn und seine Tochter ist es unvorstellbar und unerklärlich, wie jemand imstande sein kann, einem unschuldigen Tier derartige Leiden und Schmerzen zuzufügen. Dave: „Wenn jemand ein Problem hat und meinen Hund gezielt vergiftet hat, soll er sich bei mir melden.“ SEPP

Im Bild links der Rüde „Rambo“ im gesunden Zustand, rechts nach der Vergiftung.

LESERBRIEFE

Gleiches Recht für alle?! Am vergangenen Montag hat ein Treffen der öffentlich Bediensteten mit Landtagsabgeordnetem Hanspeter Staffler und Vertretern der Gewerkschaften des ASGB, AGO und Sgb-Cisl im Sitzungssaal der Gemeinde Partschins stattgefunden. Die Bediensteten wurden ausführlich über den derzeitigen Stand bzw. Stillstand der Gehaltsverhandlungen (BÜKV) informiert. Entrüstet zeigten sich die Bediensteten über das Abstimmungsverhalten der SVP Arbeitnehmervertreter im Landtag, welches zur Ablehnung des Beschlussantrages der Grünen Fraktion bzgl. der Kollektivvertragsverhandlungen auf bereichsübergreifender Ebene beigetragen hat. Politischer Wille vor Wählerauftrag ist ein Armutszeugnis für Südtirol. In den letzten Jahren wurden die

den öffentlich Bediensteten zustehenden Gehaltsanpassungen der geschwächten Wirtschaft zugeführt. Nun, da die Wirtschaft floriert, müssen endlich die Gelder dem öffentlichen Sektor zur Verfügung gestellt werden. In den Nachbarländern Österreich und Deutschland wurden für den öffentlichen Dienst Gehaltserhöhungen von 15% und 23% im Laufe der letzten 10 Jahre gewährt, während es hierzulande 2016 und 2017 insgesamt € 80 brutto für denselben Zeitraum waren. Die öffentlich Bediensteten stellen weiters fest: in den letzten 10 Jahren gab es keine inflationsangepassten Gehaltserhöhungen, die Dienstaltersvorrückungen sind keine Gehaltserhöhungen, die Lebenshaltungskosten sind in Südtirol 20 % höher als im restlichen Italien, die fehlenden Gehaltsanpassungen wirken sich negativ auf die Pensionsbe-

rechnung (Beitragssystem) aus, die vom Land mitverursachte Bürokratiezunahme führt zu erheblicher Mehrarbeit, eine Verhandlungsagentur kostet Zeit und Geld …Sie fordern deshalb die sofortige Aufnahme der Verhandlungen zur Erneuerung des BÜKV und die unverzügliche Bereitstellung der Geldmittel für eine Lohnerhöhung von mindestens 10 % ab 01.01.2019. Schließlich gingen die Lohnerhöhungen für die Führungskräfte innerhalb kürzester Zeit und ohne Diskussionen über die Bühne. Gleiches Recht für alle? Um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen, sind alle öffentlich Bediensteten aufgerufen, geschlossen an der von den Gewerkschaften geplanten Protestkundgebung Anfang April in Bozen teilzunehmen. FÜR DIE BEDIENSTETEN: CHRISTINE SCHÖNWEGER, PARTSCHINS, 20.03.2019