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Ausgabe Dezember 2013

Jahrgang 50

D e r A u f k l ä r e r Der Aufk l ä r e r

Jahrgang 49

Ausgabe Juni 2012

Mitteilungsblatt Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ und seine Traditionsverbände Mitteilungsblatt Kameradschaft AufklBtl 6 „Holstein“ und seiner Traditionsverbände

Hochwasser-Einsatz

E U T I N E100 R Jahre B ATA I L LO N Rettberg Kaserne I S T IDas M Husarenbiwak E I N S AT Z Kameradschaftstreffen Hilgendorffpokal 2013

Lesen Sie in dieser Ausgabe

DER MILITÄRATTACHÉ Oberstleutnant i.G. Schmidt informiert

TOTE UND VERLETZTE Hermann Sott berichtet aus 1968

WIR GEHÖREN DAZU San-Bereich und Fahrausbildung


Inhalte

Schnellübersicht

Berichte und Meldungen

Frohes Fest und ein gutes Jahr 2014 Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir, das Team „Der Aufklärer“, ein besinnliches Fest und einen guten Start ins neue Jahr. Herzlichen Dank den Inserenten für ihre Treue und Verbundenheit.

Das Bataillon

Ausgabe Dezember 2013

Auf einen Blick Informationen aus der Kameradschaft Geladen 20 Generalversammlung Spießig 27 Personenbetrachtung Nachlese 21 Kameradschaftstreffen Termine 23 Veranstaltungen 2014 21 Jahre sind genug 25 Kassenwart ade Angefragt 19 Mitglieder antworten Neue Köpfe 28 Vorstandsveränderungen

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Liebe Kameraden Grußworte

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Feierlichkeiten Tag der offenen Tür

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Besonderes Husarenbiwak

Aus- & Weiterbildung 13 Aufklärerwochen

Wettkampf 15 Hilgendorffpokal

Ehrenformation 32 Großer Zapfenstreich Highttec 30 Der Fennek-Simulator Einsätze 10 Übungsräume 8

Einsatz Die Elbe als Feind

Stoppuhren 14 Eutiner Seelauf Reservisten 35 RSUKr Kompanien Hinweis 11 Das Casino

Werbepartner vor Ort Banken Volksbank, Sparkasse

Angetreten 11 Appelle und Nachrichten

Dienstleister Empfehlungen und Tipps

Patengemeinden 17 Gemeinsame Aktivitäten

Handel Angebote, Qualitäten

Ansichten 38 Eutin bei Nacht

Gastronomie Feiern und Kulinarisches 100 Jahre 12 Zur Garnisonsstadt

Der Aufklärer


Grußworte

Liebe Soldaten, liebe Freunde und Förderer der Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6!

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden! Liebe Leserinnen, und Leser!

Vor Ihnen liegt die Weihnachtsausgabe unseres Aufklärers im Jahr 2013.

Schon wieder ist ein halbes Jahr wie im Fluge vergangen und 2013 neigt sich dem Jahresende zu.

Neben den üblichen Berichten der Kompanien thematisiert dieses Heft zwei wesentliche Ereignisse, die das letzte halbe Jahr in großen Teilen geprägt haben. Im Juni hat eine große Anzahl der Soldaten des Bataillons versucht, die Bevölkerung um Magdeburg herum vor den Wassermassen der heranströmenden Elbe zu bewahren. Gemeinsam, ob mit zivilen Organisationen und/oder auch mit den zahlreichen zivilen Helfern haben wir es geschafft, in unserem Verantwortungsbereich größeren Schaden zu verhindern. Das war anstrengend und herausfordernd zugleich, aber es hat sich gelohnt und wird auch gewürdigt. Darüber hinaus haben wir nach der Sommerpause bei herrlichem Wetter und unter der Mithilfe vieler Helfer das 100 jährige Bestehen der Rettberg-Kaserne mit einem großen Tag der offenen Tür gewürdigt. Über 6000 Besucher haben uns an diesem Tag die Ehre gegeben und konnten sich ein Bild davon machen, wie sich die Truppe in den letzten 100 Jahren verändert hat. Gut 50 Jahre davon ist unser Bataillon nun schon hier in Eutin beheimatet. Auch bei uns hat sich in dieser Zeit viel verändert. Das Bataillon hat diese beiden Highlights mit Bravour bestanden und mal wieder ein hervorragendes Bild in der Öffentlichkeit abgegeben. Nicht unerwähnt bleiben dürfen der Eutiner Seelauf, der Hubertus-Hilgendorff Wettkampf und zuletzt der Große Zapfenstreich, den das Bataillon in Münster ausgerichtet hat. Ich möchte allen die dazu beigetragen haben, meinen besonderen Dank für Ihre Arbeit und Ihr Engagement aussprechen. Nur gemeinsam als Team sind wir zu solchen Leistungen in der Lage. Mit Blick auf die vor uns liegende Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen besinnliche Festtage im Kreise Ihrer Familien und einen ruhigen, aber doch fröhlichen Jahreswechsel. Gottes Segen

Der Aufklärer

Eigentlich sollte das Bataillon eine Phase der Ruhe im Standort bekommen, um die Grundfähigkeiten wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Diese haben sich nämlich in grundlegender Weise verändert und kaum noch etwas mit dem zu tun, was die „Panzeraufklärung“ einst war, außer dem „Reitergeist“. Kein Leopard, kein Luchs und kein Bergepanzer mehr. Sanitätsdienst, Instandsetzung und Verpflegung ausgegliedert. Das neue Fähigkeitsspektrum der Heeresaufklärungstruppe und ihr Auftrag im neuen Heer, soll ein Schwerpunktthema des neuen Aufklärers sein. Doch der Sommer wurde geprägt von Elbeflut und Großem Zapfenstreich, sowie Hilgendorff-Pokal. Anderes trat dafür in den Hintergrund. Für die Kameradschaft war das Jahrestreffen, verbunden mit dem Tag der offenen Tür, der erfolgreiche Höhepunkt. Diese Verbindung hat sich bewährt. Wir waren so viele Teilnehmer wie noch nie seit 1978. Von Freitagabend bis Sonntagfrüh gab es freudige Wiedersehen und intensive Gespräche. 2014 haben wir unser Jahrestreffen am 23.8. zusammen mit dem Husarenbiwak eingeplant. An der Leserumfrage haben sich leider nur wenige beteiligt, sodass die Aussagen keinen eindeutigen Trend für den Vorstand ergeben. Dieser ist deutlich verjüngt und bittet weiter um Vorschläge, mit welcher Art von Veranstaltungen die aktiven Soldatinnen und Soldaten des Bataillons zur Teilnahme gewonnen werden können. Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Neues Jahr. Mit kameradschaftlichen Grüßen aus Eutin

Ihr

Prinz zu Waldeck Oberstleutnant Bataillonskommandeur

Ihr Manfred Rath 1.Sprecher

November 2013

November 2013

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Meldungen

Kurz-Meldungen & Nachrichten Neue Strukturen erreichen auch Eutin

Generalmajor Carsten Jacobson (m.), besiegelt die Übergabe mit Handschlag (Quelle Heer/Ulrich Blume)

Kommandeurwechsel bei der Panzergrenadierbrigade 41 Der Kommandeur der 1. Panzerdivision übergibt das Kommando über die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“. Der Nachfolger des scheidenden Brigadegenerals Andreas Marlow ist Oberst Jürgen-Joachim von Sandrart. Hochrangige Vertreter aus Politik, Bundeswehr aber auch eine Vielzahl persönlicher Freunde und Weggefährten der beiden Kommandeure nahmen an der Veranstaltung teil. Acht Abordnungen der Brigade „Vorpommern“ und das Luftwaffenmusikkorps 4 sorgten für einen würdigen Rahmen zur Übergabe. Der „Alte“ geht Brigadegeneral Andreas Marlow übernahm 2011 das Kommando über die Brigade. Höhepunkte seiner Amtszeit waren der Afghanistaneinsatz 2012/13 mit rund 2.000 Soldaten seiner Brigade in Kunduz und Masar-eScharif. Weiter fiel auch der fordernde Einsatz im Rahmen des Elbehochwassers in seine Amts4

zeit. Nach einer bewegten Zeit tritt Brigadegeneral Andreas Marlow in den nächsten Tagen seine Folgeverwendung als Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster an. Hier wird er zukünftig unter anderem für die Ausbildung des Führernachwuchses und für die Weiterentwicklung der Heeresaufklärungs-, Panzergrenadier- und Panzertruppe verantwortlich sein. Der „Neue“ kommt Oberst Jürgen-Joachim von Sandrart war in seiner letzten Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung eingesetzt. Dort war er Referatsleiter für Militärpolitik und Einsatz. Für den Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Carsten Jacobson ist von Sandrart kein Unbekannter. Bereits in einer früheren Verwendung war er als Abteilungsleiter G3 im Stab der 1. Panzerdivision in Hannover eingesetzt. Autor: Jens Beier

Die 1. Panzerdivision, mit Sitz des Divisionsstabes in Hannover, ist der Großverband des Deutschen Heeres in Norddeutschland. Mit ihren rund 19.000 Soldatinnen und Soldaten ist die 1. Panzerdivision in acht Bundesländern stationiert. Neben den Standorten in Niedersachsen, befinden sich Verbände in Hessen, Nordrhein-Westfalen, SchleswigHolstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zur Durchführung ihrer vielfältigen Aufgaben ist der 1. Panzerdivision eine breite Palette an Truppenteilen unterstellt - im Kern die drei Brigaden, die Panzerlehrbrigade 9 in Munster, die Panzerbrigade 21 in Augustdorf und die Panzergrenadierbrigade 41 in Torgelow. Zum 1. Juli 2013 wurde die Panzergrenadierbrigade 41 als nunmehr dritte Brigade und das Fernmeldebataillon 610 in Prenzlau der 1. Panzerdivision unterstellt. Im neu strukturierten Heer wird die 1. Panzerdivision als eine von zwei mechanisierten Divisionen für das gesamte Spektrum heutiger und künftiger Einsätze verantwortlich sein. Zugleich leistet die 1. Panzerdivision, wenn angefordert, Nothilfe und Unterstützung im eigenen Land; das konnten bis zu 7000 Soldatinnen und Soldaten beim Hochwassereinsatz an der Donau und Elbe im Juni 2013 eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nach dem erfolgreichen Bestehen im letzten Einsatz, 2011 bis 2012, erhöht die 1. Panzerdivision nun im Jahr 2013 ihre Einsatzbereitschaft durch sorgfältige Auswertung der Einsätze, intensive Ausbildungs- und Übungstätigkeit sowie durch die Erstausbildung junger Soldatinnen und Soldaten. Parallel sind ständig einzelne Soldaten oder ganze Verbände im Einsatz, weitere halten sich bereit als Reservekräfte speziell für den Balkan oder als schnelle Eingreifkräfte für NATO und EU. Nach intensiver Vorbereitung wird die 1. Panzerdivision im Jahr 2014 erneut Verbände, einzelne Soldaten und Fähigkeiten im Rahmen der Aufgabe als „Leitdivision“ des Heeres in die Einsätze unter den dann vorliegenden Rahmenbedingungen entsenden.

Der Aufklärer


Informationen

Bundeswehr-Nachrichten aktuell Ver­teidigungs­minister dementiert CDU-Wehr­pflicht-Diskussion Ver­teidigungs­minister Thomas de Maizière hat in einem Interview mit der Zeit­schrift „Superillu“ Ende August 2013 dementiert, dass innerhalb der CDU über eine mögliche Wieder­ einführung der Wehr­pflicht diskutiert wird. Dies sei „eine reine Sommerloch-Ente.“ Die Nach­wuchs­lage für die Bundes­wehr bleibe „angesichts der demo­grafischen Ent­wicklung zwar eine Heraus­forderung, aber die Zahlen sind insgesamt gut“, so der Minister und verweist darauf, dass sich bis August 2013 „bereits 2.200 der aktuell 8.500 frei­willig Wehr­dienst­leistenden bereit erklärt“ hätten, „als Zeit­soldaten bei der Bundes­wehr zu bleiben.“ Die Offiziere müssen sich den Kaffee selber kochen Die Hamburger Führungs­akademie der Bundes­wehr hat nach der Aus­setzung der Wehr­pflicht erhebliche personelle Engpässe. Dies habe der neue Kommandeur, General­major Achim Lidsba, der „Welt am Sonntag“ gegenüber gesagt. Gut ein Drittel weni-

ger Wehr­dienst­leistende stünden für den laufenden Betrieb zur Verfügung. Die organi­satorischen, Service- und Betreuungs­arbeiten müssten „jetzt von anderen über­nommen werden“. Der Facebook-Auftritt der Bundeswehr wird größer Die Zentralredaktion der Bundeswehr übernimmt ab 1. Oktober 2013 die redaktionelle Verantwortung über die seit dem Jahr 2010 privat sehr erfolgreich betriebene Facebook-Fanseite „facebook.com/Bundeswehr“. Sie wird mit dem bisherigen Facebook-Auftritt der Bundeswehrkampagne „Wir. Dienen. Deutschland.“ zusammengeführt und bildet dann die offizielle Präsenz der Bundeswehr auf Facebook. Die Zusammenführung erfolgt im Einvernehmen und in freundlicher Kooperation mit dem bisherigen Betreiber. Gemeinsames Ziel ist eine weitere Steigerung der bislang bereits über 220.000 Fans umfassenden Nutzergemeinde durch eine noch direktere Betreuung. Dazu zählen vornehmlich schnelle und inhaltlich umfassende Information, ein erweitertes Bild- und

Videoangebot sowie – durch die Vernetzung mit anderen Medien der Bundeswehr – ein Mehr an Interaktivität für die Nutzer. Weitere Informationen sind auf www.bundeswehr.de zusammengefasst. Seit 1975: Frauen beim Bund Das Grundgesetz verbot Frauen ausdrücklich den Dienst an der Waffe und somit den Eintritt in die Streitkräfte. Diese Regelung änderte sich 1975. Die sozialliberale Regierung bestimmte, dass Ärztinnen als Sanitätsoffiziere arbeiten durften. Das änderte sich dann im Jahr 2000, als der Europäische Gerichtshof entschied, das deutsche Soldatengesetz verstoße gegen die Gleichheitsgrundsätze von Mann und Frau. Ein Jahr später ließ die Bundeswehr Frauen in sämtlichen Bereichen zu, von der Wehrpflicht blieben sie allerdings weiter ausgeschlossen. Anfang 2011 dienten 17.500 Frauen bei der Bundeswehr, das entspricht einem Anteil von 9 Prozent. Der Großteil von ihnen war im Sanitätsdienst tätig. Frauen haben bei der Bw die gleichen Rechte und Pflichten wie Männer.

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Ausgabe Juni 2012

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Mitteilungsblatt Kameradschaft AufklBtl 6 „Holstein“ und seiner Traditionsverbände

Der Aufklärer

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und Quads, die durch die Halle fuhren, Die Waffenschau Vor 100 Jahren begann der Bau der Im technischen Bereich bekamen die Kaserne in der holsteinischen Schweiz, eine Lasershow und eingespielte StöBesucher auf ganz besondere Art und rer im Publikum, die durch herangedessen Namensgeber der preußische Weise die Gegenwart der Aufklärungsrufene Soldaten in CRC-Ausstattung Regimentskommandeur Oberst Karl truppe zu spüren. Fennek, Fuchs und mit Stock und Schild in ihre Grenvon Rettberg (1865 - 1944) war. Heuzen verwiesen wurden. Zahlreiche Gä- Feldnachrichtenkräfte präsentierten te ist diese Kaserne die Heimat für das Gerät auf sehr anschauliche Weise. ste, unter ihnen auch viele ehemalige das, von Oberstleutnant Prinz zu WalMit von den Soldatinnen und Soldadeck geführte, Aufklärungsbataillon 6 Soldaten des Bataillons nutzten die ten, hergestellten Großpfeilen, konn„Holstein“, sowie ein Kraftfahrausbil- Gelegenheit, sich mit ehemaligen Katen die Zuschaudungszentrum, er den über eine Arztgrupdie Lautsprepe und Teile der cheransage darHeeresinstandgestellten Aufsetzungslogistik (HIL). mit dem traditionellen Husarenbiwak führungen gut folgen. Dabei durfte man feststellen, dass der Eine meraden in Eutin zu treffen. Über 6000 Besucher oder Andere recht überrascht war, welBei klassisch ostholsteinischem Wetter che Leistungsfähigkeiten die vorM48 und Leopard kamen mehr als 6000 Besucher in die geführten Fahrzeuge besitzen. Dem Rettberg Kaserne nach Eutin. Den Be- Die Bundeswehr von heute mit TechWunsch sicherlich vieler Gäste, einmal suchern aller Altersgruppen wurde ein nologien, die vor einigen Jahrzehnten auf einem Fennek oder Fuchs eine Gespannendes und vielfältiges Programm noch undenkbar waren. Die alten Beländefahrt zu machen, wurde voll und satzungen der M48 und Leopardgenegeboten. Neben der bewährten staganz entsprochen. Auf dem angrenrationen suchten allerdings vergebens tischen Waffenschau, zeigten die einzenden Übungsplatz nahmen dann die nach schwerem Gerät. Die Aufklärer satzerfahrenen Feldnachrichtenkräfte sogenannten zivilen Kommandanten einen realistischen und fesselnden Ein- von heute sind in der Materialausstattung recht übersichtlich geworden. Der das vermeindliche Aufklärungsziel in blick in einen simulierten Einsatzallneue Simulator für die FENNEK-Aus- Augenschein. Ein Erlebnis, was den tag, als bei der Kontaktaufnahme mit bildung zeigte den Besucherinnen und Bürgerinnen und Bürgern nicht jeden einem lokalen Polizeikommandanten, Tag zur Verfügung stehen kann. Besuchern die Hightec-Varianten des die deutschen Kräfte beschossen wur21. Jahrhunderts. den. Die Alten im Zelt Die Kameradschaft AufklärungsbatailToll verpflegt Große Begeisterung lon 6 „Holstein“ präsentierte sich mit Erbsensuppe, Leckeres vom Grill und Eindrucksvoll zeigten die Heeresaufeinem eigenen Zeltstand auf dem Baausreichende Angebote an Flüssigem klärer, mit welcher Handlungssichertaillonsrasen. Hier konnten die aktustellten die Gäste mehr als zufrieden heit und welchem Selbstbewußtsein ellen und auch ältere Ausgaben „Der auf einen besonderen Tag ein. Groß auf solche Situationen reagiert wird. Aufklärer“, Infomaterialien und eine Für Begeisterung sorgten auch die Ver- und Klein erfreuten sich der vielfälDVD zum 100jährigem Bestehen der tigen Möglichkeiten, den Hunger und treter der Hundestaffel, die mit ihren Kaserne gegen eine kleine SchutzgeDurst zu stillen. Der eine oder andere vierbeinigen Kameraden eindrucksRegenschauer im Laufe des Tages war bühr erworben werden. Damit spävoll die Ergebnisse jahrelangen Traiter alles noch einmal Revue erlangen bei jedoch angenehmen Temperaturen nings demonstrierten. Neben vielen kann, wurden die wesentlichen Mowenig hinderlich. Die Stimmung war kleineren Ausstellungsständen sorgte mente dieses Tages im Film festgehalangehoben und die interessierten Beein Programmpunkt einstimmig für große Begeisterung. Die sonst standar- sucher griffen gierig die zur Verfügung ten. Kontaktdaten auf Seite 7. gestellten Informationen im gesamten disierte Modenschau wurde durch die 3. Kompanie neu definiert! Motorräder Kasernenbereich auf.

Tag der offenen Tür

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Der Aufklärer


Mit weniger als zwei Stunden zwischen dem offiziellen Ende des Tages der offenen Tür und dem Beginn des Husarenbiwaks, zeigte die erste Kompanie, was sie kann und verwandelte den Bataillonsrasen in einen urigen Biwakplatz mit großer Feuerstelle. Neue Namensgebungen Der Kommandeur, Oberstleutnant Prinz zu Waldeck, eröffnete das 3. Husarenbiwak mit einer kurzen Ansprache. Dabei hob er besonders hervor, dass zwei Namensgebungen innerhalb der Kaserne ihr Fundament gefunden haben. Der Bataillonsrasen, auch Reitplatz genannt, wurde zu Ehren des 1. Kommandeurs in „Oberst Herrmannplatz“ umbenannt. Die Straße zwischen Wache und technischem Bereich erhielt den Namen des 2. Kommandeurs des Bataillons und wird zukünftig als „Oberstleutnant Anton von Mohl-Strasse“ bezeichnet. Ehemalige Kommandeure In der besonderen Begrüßungsansprache freute sich der Kommandeur über die Anwesenheit von Oberst Hammerschmidt, Oberstleutnant Rath und Oberstleutnant Henkelmann als ehemalige Kommandeure der Eutiner Aufklärer. Als personelles Inventar des Bataillons, hob er den Herzog zu Oldenburg hervor, der seit Jahren die Geschicke und Wege des Vereins „Freunde und Förderer“ leitet. Aus Politik und Verwaltung durften der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens und der Bürgermeister der Stadt Eutin, Herr Klaus-Dieter Schulz begrüßt werden. Letzterer unterstrich in seiner Ansprache die hohe Verbundenheit der Bevölkerung zur stationierten Truppe der Aufkärer in Eutin seit Beginn im Jahre 1961. Die vielfältige Verwendungsart der Kasernengebäude in der Der Aufklärer

Vergangenheit (Ende des II. Weltkriegs) wurden in der Ansprache noch einmal verdeutlicht. Gelungene Worte Ingo Gädechens, als Mitglied des Deutschen Bundestags, zeigte sich in einem Filmstatement zuversichtlich, was die Zukunft der hiesigen Kaserne anbetrifft. Der Film kann jederzeit über die informative Internetseite, www.deraufklaerer.de, aufgerufen werden. 250 Liter Freibier Damit der ganze Abend flüssig vonstatten geht, erlaubte sich die Kameradschaft, Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“, 250 Liter Freibier zur Verfügung zu stellen. Bevor es allerdings zum kostenlosen Ausschank ging, ertönten die gewaltigen Schüsse aus den Vorderladern der Schützengilde. Diese Tradition wird seit Beginn der Husarenbiwakveranstaltungen gepflegt. Selbst gebaute Grills Die Verpflegungsgruppe mit Oberfeldwebel Pischke fuhr die von dem technischen Zug gebauten Grills unter Volllast auf Temperatur. Stabsunteroffizier Rosenberg und seine Männer überzeugten die gut 300 Gäste am Abend mit Cocktails und Longdrinks. Zusammenrücken Noch bis tief in die Nacht saßen die Kameraden sowie Freunde und Förderer des Bataillons mit ihren Familien am Feuer und grillten Stockbrot, das nicht nur bei den Jüngsten großen Anklang fand. Frisch, fromm und fröhlich nahm der Abend seinen Verlauf. Das Frisch eroberte allerdings den späten Abend. Alle Gäste rückten bei zurückgehenden Temperaturen in die Nähe

der großen Feuerschale eng zusammen. Die Quintessenz Insgesamt war der Tag der offenen Tür, mit einer gelungenen Abendveranstaltung, das Zeichen für gutes Miteinander der vielen Bürger Ostholsteins und ihren Kameraden in Eutin. Für alle, die den Veranstaltungen nicht beiwohnen konnten oder einen Rückblick tätigen möchten, hat das Mitglied der Kameradschaft, Herr Wolfgang Jacubus, einen Filmbeitrag mit einer Gesamtlänge von 90 Minuten erstellt. Diese DVD kann über die Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ mit einer kleinen Schutzgebühr in Höhe von 10.00 Euro incl. der Postzustellgebüren bestellt werden. Bestellmöglichkeiten: per Postkarte an: SF a.D. Riegert Dorfstraße 10 23820 Wulfsfelde Mail: per e.Mail: info@deraufklaerer.de

Oberleutnant Moritz Unkel Wolfgang Jacubus

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Einsatz

„Sie leisten großartige Arbeit“ Für Thomas de Maizière ist der Besuch der Truppen vor Ort selbstverständlich. „Geht man nicht, heißt es, man kümmere sich nicht. Ist man da, wird es auch negativ ausgelegt. Für mich ist es wichtig, den Soldaten zu sagen, dass sie stolz auf sich sein können.

Einen Filmbericht mit Hptm Orthen erreichen Sie unter der Web-Seite: deraufklaerer.de

Hochwassereinsatz inmitten der Heeresaufklärerwoche Der Einsatzzeitraum der Eutiner Soldatinnen und Soldaten war vom 05. Juni bis 21.Juni 2013 11 Jahre war mein letzter Hochwassereinsatz her. Und nun war es wieder soweit.

Aufgeschnappt: „Es gehörte auch etwas Glück dazu – aber die Leistung der Kameraden von Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, DLRG, THW, Rettungsdiensten und der zahlreichen freiwilligen Helfer macht mich stolz! Gemeinsam haben wir viel erreicht!“

Inmitten der Heeresaufklärerwoche in Lüneburg kam der Befehl zum Sammeln und Abrücken. Das Bataillon verlegte an die Hochwasserfront. Unter Führung der beiden Hauptleute Josef Pleintinger und Christian Orthen wurden aus der 2., 3. und 4. Kp zwei Einsatzverbände gebildet; die Taskforce Ost und die Taskforce West, in welcher auch ich einge-

setzt war. Unser erstes Angriffsziel war ein bedrohter Deich zwischen den Ortschaften Glindenberg und Heinrichsberg, cirka 3 Kilometer nördlich der Autobahn A2. Auf einer Länge von 6 Kilometern musste dieser letzte schützende Deich um 3 Sandsacklagen erhöht werden, um den errechneten Pegelhöchststand abzufangen und die dahinterliegenden Ortschaften wortwörtlich vor dem „Absaufen“ zu bewahren. Souverän wurde dieser Auftrag erfüllt. Der 2. Einsatzort In Lostau, unserem 2. Einsatzort, errichteten wir mit Hilfe eines Bauunternehmers einen beeindruckenden 300 Meter langen und 5 Meter hohen Damm, der die Ortschaft Lostau nach bisher fehlgeschlagenen Maßnahmen doch noch ret8

ten sollte. Ein gewaltiger Organisationsaufwand stand uns bevor. Hunderte von Zivilisten mussten koordiniert werden. Für Verschnaufpausen war keine Zeit. Unermüdlich belieferte uns ein bunter Fuhrpark aus Handwerkerpritschen, Treckern und Lkw`s mit abertausenden Sandsäcken. Doch nach 6 Stunden war es geschafft. Aufatmen. Und endlich mal eine Flasche Bier am Abend. „Gardes du Corps“ Der krönende Abschluss zu guter Letzt. In der kleinen Gemeinde Calberwisch in der Altmark bezogen wir unseren letzten Einsatzraum. „Residiert“ haben wir im leerstehenden Schloß Calberwisch, welches im Jahre 1875 von Bernhard von Jagow, Rittmeister des Potsdamer „Gardes du Corps“, erbaut wurde. Wie auch ich, haben viele Kameraden sicherlich zum ersten Mal in ihrem Leben Biber und Waschbären in freier Natur gesehen. Unser Auftrag war es, Deichwache zu stellen und die Deichkrone zu bestreifen. Im Vergleich zu den Herausforderungen aller vorangegangenen Aufträge sicherlich ein Bonbon, aber auch verdienter Abschluss unseres Hochwassereinsatzes.

Axel Ohrt Hauptfeldwebel

Der Aufklärer


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Der Aufkl채rer

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Übungseinsatz

Wichtige Übungsräume bezogen „Haffschild I“ Nach Abschluss der Einsatznachbereitung ISAF wurde das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ vom 21. März 2013 bis zum 31. März 2013 bei der Brigadeübung „Haffschild I“ gefordert. Der Übungsraum erstreckte sich von KLIETZ über EHRA-LESSIN bis nach BERGEN/MUNSTER. Im Zuge der Brigadeübung wurden der Marsch mit Fahrzeugen und das Überwinden von Gewässern im Brigaderah-

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men geübt. Nahe dem Truppenübungsplatz KLIETZ wurde ein Brückenkopf über die ELBE, unter Berücksichtigung weiterer Truppengattungen, im Schwerpunkt Pioniere und Grenadiere, geschlagen. Die Einheiten vom Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ wurden dafür aufgeteilt in die Aufklärungskompanie 1, Taskforce 411 und die Brigadeaufklärungskompanie. Beide Einheiten klärten dem Marsch voraus auf, in Vorbereitung auf die bevorste-

hende Angriffsoperation „Haffschild II“, welche im November 2013 stattfinden soll. Das Übersetzen der Fahrzeuge erfolgte mit „Amphibien M 3“, was selbst für viele langdienende Soldaten eine neue und eindrucksvolle Erfahrung war. Redakteur Oliver Bahr Oberleutnant

Der Aufklärer


Bataillon

Appelle 2013 Am letzten Freitag im September fand der Quartalsabschlussappell wie gewohnt auf dem Bataillonsrasen statt. Nach einem Rückblick auf das vergangene und einem Ausblick auf das kommende Quartal, führte OTL Prinz zu Waldeck die Auszeichnung und Beförderungen von sieben Kameraden durch.

Fotomontage: v.l.n.r. Stabsfeldwebel Frings und Oberstabsfeldwebel Griffel beim Appell

Bataillonsantreten 27.09.2013 Als erstes wurde StFw Hecking für seinen Einsatz in Afghanistan mit der silbernen Einsatzmedaille der Bundeswehr ausgezeichnet, bevor es zu den Beförderungen kam. Die Stabsunteroffiziere Philip Fechner und Oliver Löwenberg wurden zum Feldwebel ernannt, während die Feldwebel Jamie Sickmann und Jan Winkelvos ab Oktober die Aufschiebeschlaufen der Oberfeldwebel tragen. Fähnriche der Reserve In den Dienstgrad eines Leutnants der Reserve wurden die Fähnriche der Reserve, Peter Schwarz sowie Maximiliam Voigt ernannt. Das Bataillon wünscht den beförderten Kameraden alles Gute im neuen Dienstgrad. Bataillonsantreten 30.08.2013 Beim spontanen, sonnigen Bataillons-

antreten am Freitag, den 30.08.2013 beförderte der Kommandeur Oberstleutnant Prinz zu Waldeck den Stabsfeldwebel Griffel zum Oberstabsfeldwebel und ehrte den Stabsfeldwebel Knaak für seine 25 jährige Dienstzeit als Soldat. Außerdem bedankte sich der Kommandeur noch bei den Soldaten, die während des Hochwassereinsatzes hier am Standort ihren Tagesdienst tadellos verrichtet haben.

schiedete der Kommandeur noch zwei Kameraden, den thailändischen Major Trainapakul und Hauptmann Heinrich. Wir wünschen den Beförderten und verabschiedeten Kameraden viel Soldatenglück für ihre Zukunft.

Bataillonsantreten am 21.06.2013 Beim verregneten Bataillonsantreten am Freitag, den 21.06.2013, gab es für den Kommandeur Oberstleutnant Prinz zu Waldeck einiges zu tun. Zum einen verlieh er dem Stabsfeldwebel Frings das Ehrenkreuz der Bundeswehr, zum anderen beförderte er eine Vielzahl der Reserveoffizieranwärter, die momentan im Bataillon ihren Dienst verrichten. Zum Ende des Antreten verab-

Team „Der Aufklärer“

Hinweis Casinogesellschaft Die Casinogesellschaft Eutin e.V. hat in seiner letzten Mitgliederversammlung vom 09. August 2013 eine Überarbeitung der Satzung vorgenommen. Diese kann im Casino oder beim Vorstand eingesehen werden. Ebenfalls liegen dort Mitgliedsanträge für aktive und ehemalige Soldaten aus. Wir laden zur Mitgliedschaft in der Casinogesellschaft Eutin recht herzlich ein.

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w Juni 2011

rtn er a b e p W er

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Der Aufklärer


Bataillon

Ausbildung oder Wettkampf Die Heeres Aufklärer-Woche am Standort Lüneburg Nachdem Oberst Graf Strachwitz den Auftrag zur Durchführung der Heeresaufklärerwoche gab, stellten sich alle Beteiligten die gleiche Frage: Ist dies eine Ausbildungswoche oder ein Wettkampf? Das AufklBtl 3 in LÜNEBURG, als verantwortlicher Verband für die Durchführung, sendete allen Verbänden eine Einladung für den 02.06. - 07.06.2013. Es wurden aus jeder Teilfähigkeit der Bataillone und den eigenständigen Kompanien Teams bestellt, die an der Ausbildung teilnehmen sollten. Mit vielen Erwartungen aber auch vielen Fragen, startete in den Einheiten die Vorausbildung. Im AufklBtl 6 erhielt die 3. Kp die Führung der Abordnung des Btl und war somit verantwortlich für die Koordination von Ausbildung und Durchführung der Aufklärerwoche. Aus meiner Sicht eine große Ehre und eine große Herausforderung, das Btl in dieser Woche zu repräsentieren. Die Ausbildung begann parallel zu den bestehenden Aufträgen der Brig wie SIRA Durchgang, HAFFSCHILD 1/ 2013 und die Vollausbildung in den Einheiten. Jede Teilfähigkeit stellte einen Trp. Die 2. Kp einen SpähTrp ZIVA

Zelle Informations Verarbeitung und Auswer tung BKS Boden Kontroll Station FüInfoSysH Führungs- und Informations System Heer SIRA Simulationssystem zur Unterstützung von Rahmenübungen

FENNEK, die 3. Kp einen FNTrp und eine LeSpähGrp, die 4. Kp einen RadarTrp und eine LunaGrp, sowie der Stab die ZIVA. Erstellung „Mission Folder“ Die Teilfähigkeiten erhielten mit der Stationsbeschreibung einen groben Überblick über das geforderte Leistungsprofil und begannen in Ihren Kp die Vorausbildung. Durch den GefStd 3. Kp wurden aktuelle Lageinformationen sowie die grundsätzliche Lageeinweisung der Übungslage eingesteuert. Diese Informationen erhielten wir, nachdem die ZIVA nach der Einweisung in LÜNEBURG den Auftrag zur Erstellung der Mission Folder be-

Der Aufklärer

kam. In unserem Fall war dies relativ spät, da das Btl immer noch in der BrigÜb gebunden war und somit der einzig verfügbare Auswerter zwei Großvorhaben parallel bedienen musste. Dies gelang aber auch dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, die während der BrigÜb nach den Schießtagen jeden Abend die Arbeitsaufträge abarbeiteten. Teilfähigkeiten in die Detailplanung Am 02.06. war es dann so weit, alle Teile des AufklBtl 6 reisten in LÜNEBURG an und wurden durch das Leitungspersonal in die jeweiligen Stationen eingewiesen. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Kommandeur, AufklBtl 3 LÜNEBURG, Oberstleutnant Dr. Freuding, konnten die Teilfähigkeiten in die Detailplanung übergehen, um am Montag die ersten Stationen zu durchlaufen. Parallel wurden dann ab dem Montag die Teilfähigkeiten an den jeweiligen Stationen beübt. Hier fiel besonders die akribische Vorbereitung durch die Stationsleitenden auf, die mit Liebe zum Detail durchweg interessante und fordernde Stationen angelegt hatten. Unterschiede der Ausbildungsstufen Allgemeinmilitärische Stationen waren das Lösen vom Feind für die Feldnachrichtenkräfte, der Feuerkampf für die BKS Besatzung LUNA und ein Nachtorientierungsmarsch für die LeSpähGrp. Hier wurden aus meiner Sicht gravierende Unterschiede in den Ausbildungsstufen sichtbar. In der Nacht führten die LeSpähGrp sowie ein FernSpähTrp einen Nachtorientierungsmarsch durch, der durch alle vor Ort befindlichen Einheitsführer über FüInfoSys im Lager verfolgt werden konnte. Hier kam zum ersten Mal ein Wettkampfcharakter auf. Aber nur bei

den Einheitsführern im Lager, die ihre Soldaten auf die Distanz anfeuerten. Während der gesamten Zeit führte die ZIVA im Lager Auswertung der Meldungen und Koordination der Lageinformationen durch. Nach diesem fordernden Tag freuten sich alle Teilnehmer auf die Herausforderungen des nächsten Tages. Jedoch kommt es immer anders als man denkt. Am Dienstagmorgen wurden alle Teile AufklBtl 6 in Alarmbereitschaft zur Hochwasserhilfe gesetzt. Dies bedeutete für uns „Marschbereitschaft herstellen!“, um dann auf Befehl am Mittwoch in den frühen Morgenstunden nach MAGDEBURG zu verlegen. Dem Namen alle Ehre Zusammenfassend meiner persönlichen Eindrücke und aus den Berichten der Teilnehmer, die die Ausbildungswoche beendet haben, kann man nur feststellen, dass die Heeresaufklärerwoche ihrem Namen alle Ehre machte. Im Vordergrund standen die Ausbildung und vor allem der Erfahrungsaustausch der Soldaten im direkten Gespräch an den Stationen oder bei einem gemeinsamen Getränk am Abend. Den Ausbildungserfolg feststellen und den Leistungsstand überprüfen kann man nur durch eine gezielte Bewertung und Auswertung, jedoch kam hier nie ein Konkurrenzdenken auf.

Hauptmann Orthen

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Bataillon

Der 18. Eutiner Seelauf Der Wettkampf erfreut sich hoher Frequenz Gutes Wetter, gute Laune und ein hoch motiviertes Team, eine sehr gute Mischung und ein Garant für den Erfolg! Wieder einmal konnten unsere Soldaten im „Org-Stab Seelauf“ durch sehr gute Leistung überzeugen! Die 6er und die 4er (Stabs-Abteilungen), und die Kompanien konnten durch persönliches Einbringen an den einzelnen Stationen (am Meldekopf, am Start, an der Strecke und im Ziel, sowie in unserer Küche) mal wieder ein hervorragendes Bild abgegeben. Verstärkt durch Reservistenpower, in der Stabs-Abteilung 6, konnten wir den Eutiner Seelauf noch professioneller gestalten, sodass diesmal eine Anmeldung über unsere Homepage möglich war und in Zukunft auch sein wird. Nur durch den einzelnen Helfer, an jeder Station, in jedem Bereich, kann so ein Event gelingen und

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zu einem solchen Erfolg mutieren! Ich möchte mich diesmal, mit diesem Artikel, bei allen Helfern und Unterstützern bedanken, die durch finanzielle Unterstützung (Startnummer, Obst, Banner) oder durch kreative Vorschläge für das Gelingen des 18. Eutiner Seelauf beigetragen haben. Natürlich wurden auch wieder super Laufergebnisse erzielt, z.B. die Rekordzeit von 33:09 ist geknackt worden. Der schnellste Läufer erzielte die Wahnsinnszeit von 33:03 min, der schnellste Läufer des Bataillons war der Hptm Borchert aus der 3. Kompanie! Ich möchte hier noch mal auf die Internet-

seite: www.eutiner-seelauf.de. hinweisen, es können alle Ergebnisse und Fotos eingesehen werden! Ich freue mich schon auf den 19. Lauf am schönen Großen Eutiner-See!

Oberstabsfeldwebel Starck

Der Aufklärer


Kompanien

Hilgendorff Pokal 2013 Wettkämpfe zu Land und zu Wasser

Gruppenzusammenhalt und sportliche Herausforderungen der etwas anderen Art erwarteten die teilnehmenden Soldaten beim diesjährigen Hubertus Hilgendorff Pokal in Eutin. Jede Kompanie stellte eine Mannschaft von 6 Soldaten, welche 5 Stationen im Umfeld der Rettberg Kaserne zu durchlaufen hatten. Schon die erste Station, die Hindernisbahn, wurde zusätzlich um das sogenannte „Spinnennetz“ erweitert, welches nur im Gruppenrahmen überwunden werden konnte und endete mit einer besonderen Disziplin, dem „Kettengliedweitwurf“. An der zweiten Station konnten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten in der Kameradenrettung unter Beweis stellen. In Zusammenarbeit mit dem Sanitätszentrum Plön wurde ein Autounfall mit verletzten Kameraden gestellt, welche gerettet und versorgt werden mussten. Danach erwarteten die Gruppen eine besondere Hindernisüberquerung in Form eines Seilgartens, welcher der ganzen Gruppe volle Konzentration und Geschicklichkeit abverlangte. Das perfekte Schätzen Den Weg zwischen den Stationen hieß es außerdem nicht nur ablaufen sondern erst einmal finden. Dies gelang nur durch Erspähen der wegweisenden Schützenscheiben mit zur Hilfenahme des Fernglases (DF). Auf das perfekte Schätzen von Entfernungen kam es an der fünften Station an, denn dort sollte ein Geländefahrzeug (Wolf) mit Schneeketten bestückt und anschließend durch ein Tor gefahren werden, dessen Pfostenabstand auf 200 Metern

Der Aufklärer

Vor der Siegerehrung standen noch viele harte Prüfungen

Entfernung so zu bestimmen war, dass der Wolf gerade noch so durchpasste. Punkte gab es auf den geringsten Abstand zwischen Außenspiegel und Torpfosten. Parallel galt es ein Schiebepuzzle auf Zeit zu lösen. Extrapunkte gab es für das Benennen des auf dem Schiebepuzzle abgebildeten Panzers. Kanurennen auf Zeit Die wohl herausforderndste und zugleich letzte Station des Laufs befand sich an der militärischen Badeanstalt in Form eines Kanurennens auf Zeit und mit festen Hindernissen zum Unter- bzw. Übersteigen im Wasser, bei denen längst nicht jeder Fuß trocken blieb. Am Nachmittag fanden die Siegerehrung und der Feldgottesdienst an der militärischen Badeanstalt statt. Die 2. Kompanie siegte mit einigem Abstand zur punktgleichen 3. und 4. Kompanie, welche sich nur durch eine auf 10 Kilometern um 6 Sekunden

bessere Laufzeit der 3. Kompanie unterschieden und somit auf Platz 2 und Platz 3 kämpften. Zum Ausklingen des Wettkampftages wurde noch gemeinsam mit der Kameradschaft gegrillt und am Lagerfeuer geklönt.

Leutnant d.R. Brettschneider, Benjamin

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Kompanien

Gute Laune, Blei und Schwarzpulver Das waren die Hauptbestandteile der Veranstaltung. Traditionell lud auch im diesem Jahr wieder der Gesellige Verein Bujendorf e.V. die 1. Kompanie des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ zum Vorderladerschießen ein.

Die zum Pokalschießen angetretenen Mannschaften und die Abordnung der Kompanie haben, wie auch in den vergangenen Jahren zuvor, einen erlebnisreichen und der Patenschaft fördernden Tag erlebt, an dem sich zum Ende der Veranstaltung hin, eine der drei Mannschaften der 1. Kompanie durchsetzen konnte. Drei Mannschaften der 1. Kompanie Am 13. Juni 2013 war es wieder soweit, der Gesellige Verein Bujendorf, Bestandteil der Patengemeinde Süsel, veranstaltete sein alljähriges Pokalschießen. Neben Vereinen aus den umliegenden Gemeinden, nahmen auch Mannschaften von Polizei, Feuerwehr, Deutschen Roten Kreuz, dem Geselligen Verein Bujendorf und drei Mannschaften der 1. Kompanie teil. Dabei stand die Teilnahme der Soldaten eine Zeitlang infrage, da die Kompanie, wie auch die anderen Soldaten des Bataillon im Hochwassereinsatz standen. Umso größer die Freude bei dem ersten Vorsitzenden des Vereins Herrn Albrecht W. Dudy, dass die Teilnahme dann doch noch möglich war. Jede Mannschaft, bestehend aus fünf Teilnehmern, musste sechs Schuss auf eine ZehnerRingscheibe abgeben, wobei nur die fünf besten Schüsse gewertet worden

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Stahl(hart) im Anschlag. Die Sieger genießen den Erfolg!

sind. Neben Kameraden, welche schon mehrfach an diesen Veranstaltungen teilgenommen haben, gab es auch Soldaten, die sich dieses Jahr das erste Mal im Vorderladerschießen probiert haben. Dennoch waren sich die Soldaten einig, dass das Pokalschießen wieder mal ein sehr gelungenes, erstklassiges und auch spannendes Event gewesen ist. Die ersehnte Siegerehrung Spannung herrschte bei allen Teilnehmern während der Auswertung, bevor es dann an die ersehnte Siegerehrung ging. Neben dem vierten und zweiten Platz, konnte die 1. Kompanie sich ebenfalls den ersten Platz des Turnieres sichern. Die Siegermannschaft, bestehend aus Hauptfeldwebel Winsel, Hauptfeldwebel Trompetter, Oberfeldwebel Wolf und Feldwebel Cordts, konnte somit den schon einmal vor einigen Jahren gewonnenen Wanderpokal aus den Händen von Herrn Dudy wieder in Empfang nehmen. Beste Schützen von den acht angetretenen Mannschaften bei dieser Veranstaltung waren Herr Winkel (SG Schwartautal 50 Ringe) und Oberfeldwebel Werner (50 Ringe), welcher sich lediglich im Vergleichsschießen geschlagen geben musste. Beide Schützen erhielten einen Sachpreis.

Vorfreude auf das nächste Jahr Wie auch in den vergangenen Jahren zuvor, waren die Vorbereitung, die Organisation und die Durchführung des Schießens durch den Geselligen Verein Bujendorf, unter anderem durch den 1. Vorsitzenden Herrn Albrecht W. Dudy und Herrn Lothar Gronau, sowie vielen anderen Helfern, eine sehr gelungene Veranstaltung. Nach interessanten Gesprächen und zu diesem Zeitpunkt schon entstandene große Vorfreude auf das nächste Jahr, klang die Veranstaltung in den frühen Abendstunden aus.

Leutnant Kevin Manthei

Der Aufklärer


Kompanien

Der Schlumpf ist weg! Tolle Erlebnisse in der Patengemeinde

Unter diesem Motto stand die Ferienpassveranstaltung der Patengemeinde Lensahn mit der 3. Kompanie am 03. und 04. Juli 2013. 16 Kinder der Patengemeinde und 2 Betreuer der freiwilligen Feuerwehr Lensahn nahmen erstmalig an dieser Veranstaltung mit Übernachtung teil. Nach dem Eintreffen um 10:00 Uhr in der militärischen Badeanstalt Eutin, ging es auch gleich los für die jungen „Füchse“. Als erstes wurde eine sehr schmackhafte Suppe über dem offenen Feuer zubereitet. Alles geschah unter Aufsicht des „Spähschlumpfes“, welches das interne Maskottchen der 3. Kompanie ist. Nach dem Verzehr der Suppe, wurden die jungen „Füchse“ in zwei altersgerechte Gruppen eingeteilt, machten sich u.a. mit der Einmannration der Bundeswehr vertraut und bauten ihr Feldlager auf. Die Entführung Und plötzlich wurde der Schlumpf entführt! Die Übeltäter hinterließen aber eine kleine Schatzkarte, die den Weg zum entführten Schlumpf zeigte. Also galt es für die jungen „Füchse“ sich zu wappnen und auf den Weg zu machen. Viele Abenteuer mussten bestanden werden, sei es der Glockenturm oder die Gorillaschaukel, das „Krokotal“ oder die Schlucht des Grauens. An der Wand des Schreckens überwanden die jungen „Füchse“ eine 4 Meter hohe Kletterwand und im Geistertunnel durchquerten sie eine 15 Meter lange dunkle Röhre. An der Spinnenwand und in der Bärengrube bewiesen die jungen „Füchse“ ihre Teamfähigkeit und konnten dann gemeinsam zur Schlumpf Rettung eilen. Nach ca. 8 Km Gesamtweg konnte der Schlumpf dann auf einem Floß inmitten des Standortübungsplatzes Eutin gesichtet werden. Eine Gruppe der jungen „Füchse“ barg den Schlumpf und die Der Aufklärer

„Major Schlumpf“ war der Mittelpunkt vieler Aktionen. Den Jüngsten hat es übergroße Freude bereitet. Die Betreuer haben ganze Arbeit geleistet. andere Gruppe holte den Schatz, den der Herr „Major Schlumpf“ am Ufer „zurücklassen“ musste. Leckere Einmannrationen Nachdem der Schlumpf dann wieder im eigenen Lager war, wurde sich erst einmal kräftig gestärkt. Mit leckerem Eis und später dann mit Grillfleisch und der Verpflegung aus der Einmannration. Doch der Tag war für unsere jungen „Füchse“ noch lange nicht vorbei. Die Vorbereitung der Nachtlager stand auf dem Programm. So wurde kräftig gehämmert und gezurrt, bis die Zeltbahnen der Bundeswehr zu einem Doppelzelt verbunden waren und die Kinder hier auf freiwilliger Basis übernachten konnten. Wer nicht draußen schlafen wollte, der konnte in den Genuss der bequemen Feldbetten im Bootshaus der militärischen Badeanstalt kommen. Nachtwanderung am See Dann brach die Nacht herein und unsere jungen „Füchse“ stärkten sich mit selbstgemachtem Stockbrot, bevor sie auf eine abenteuerliche Nachtwanderung am Eutiner See gingen. Ausgestattet mit Knicklichtern und ihren verschärften Sinnen, sowie den Wachhunden „Vicky“ und „Akira“, begaben sich die Kinder auf eine lange Erkundungsreise durch die dunkle Nacht. Dabei entdeckten sie die Tiere der Nacht und lernten deren Geräuschkulisse kennen. Gegen 01:00 Uhr Nachts kehrten unsere jungen „Füchse“ völlig erschöpft in das Lager zurück und

schliefen auch sofort ein. Am nächsten Morgen wurden die jungen „Füchse“ mit einem leckeren Frühstück geweckt und begaben sich dann auch schon wieder auf den Heimweg nach Lensahn. Innere Ängste überwinden Für uns als „Betreuer“ hat es sehr viel Spaß gemacht und wir wissen, dass die Kinder ebenfalls zwei tolle Tage bei uns hatten, bei dem sie ihre inneren Ängste überwinden konnten und auch an ihre körperlichen Grenzen gegangen sind. Vielen Dank Wir möchten uns auch bei den Betreuern aus unserer Patengemeinde Lensahn recht herzlich bedanken. Wir finden, dass die Ferienpassaktion eine sehr gelungene Abwechslung für alle Beteiligten war und freuen uns auf kommendes Jahr…Major Schlumpf wartet schon…!

Oberleutnant Andreas Weber

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Kameradschaft

Kameradschaft aktuell! Informationen, Berichte und Neuigkeiten WJ/ Ein recht bewegtes und ereignisreiches Jahr 2013 liegt nun fast hinter uns. Von zahlreichen Feierlichkeiten und auch schmerzhaften Momenten des Abschieds bis hin zum 100jährigen Jubiläum unserer Kaserne, wurden diese 12 Monate stark geprägt. Die Berichte, Meldungen und Schilderungen der Kameradschaft wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bataillon, den Mitgliedern und Verantwortlichen auf den folgenden Seiten dieser Ausgabe aufbereitet. Im Zentrum der Berichterstattung steht natürlich das Treffen anlässlich der 100 Jahr Feier der Rettberg Kaserne. Wechselpositionen innerhalb der Vorstandstätigkeiten, Umfrageergebnisse aus Juni 2013, Bericht des jährlichen Ausflugs, Hilgendorffpokal und der Holsteinabend, finden in Wort und Bild ihre Darstellungen. Aber, auch die Vorausschau auf das kommende Jahr mit den schon festgezurrten Terminen, die Geburtstagsliste und als zentraler Höhepunkt in 2014 wird das Grünkohlessen für die geladenen Gäste in einer Übersicht präsentiert. Damit Sie, liebe Kameradinnen und Kameraden, das fast hinter uns liegen-

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Ehren-, Bronce-, Silber- und Goldauszeichnungen für die Mitglieder

de Jahr nicht nur in gedruckten Lettern genießen können, halten wir, in Zusammenarbeit mit unserem Mitglied Wolfgang Jacubus, eine kleine Überraschung für alle Mitglieder bereit. Herr Jacubus hat an den Tagen der Feierlichkeiten viele Momente im Film festgehalten und als Gesamtvideo kostenlos aufbereitet. Die Kameradschaft hatte ausschließlich die Kosten für das Pressen der DVD zu tragen. Angefangen von Interviews mit dem 1. Sprecher und unserem Mitglied Horst Krause mit seinem ehemaligen Kameraden aus 1944 in Eutin, der Modenschau in der Sporthalle, dem Kameradschaftsabend am 9.08.2013, der Generalversammlung, der Waffenschau, Bildimpressionen aus der Stadt Eutin bis zu den Eindrücken vom Tag der offenen Tür. Alles auf einer DVD zusammengefasst. Als Besonderheit findet der Betrachter einen besonderen Einsatz des Bataillons. Am

10. September 2013 bildeten Soldatinnen und Soladaten des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ die Ehrenformation zum Großen Zapfenstreich in Münster in Westfalen. Kamerad Jacubus war vor Ort und hat die beeindruckenden Bilder im Film festgehalten. Diese DVD hat eine Gesamtspiellänge von über 90 Minuten. Die Kameradschaft hält für Interessierte eine Stückzahl von 50 Exemplaren vorrätig. Als kleine Schutzgebühr incl. Portokosten kann die DVD zum Preis von 10.00 Euro bestellt werden. per Postkarte an: SF a.D. Riegert Dorfstraße 10 23820 Wulfsfelde Mail: info@deraufklaerer.de Die Stückzahl ist begrenzt!

Der Aufklärer


Kameradschaft Umfrag

Kamerad

Stimmenauszug zur Umfrage, „Der Aufklärer“ Juni 2013

e an all e Mit

schaft Au glieder fklärung sbataillon Liebe Kam 6 „Holstei er n“ die Zeitung adinnen und Kam er „Der Aufk Die seit 35 lärer“ feier aden, Jahren be t in di esem Jahr stehende interessan se in K en 50. Geb te Zeit zu ameradsc rückblicken haft darf auf eine be urtstag. . Wir, der Vo wegte und rs Zeitung m tand, haben es uns it dem an zu r Aufgabe gegli optimal au szurichten. ederten Internet un gemacht, alle Aktiv itäten incl. d den jährli geschätzte Wir möcht de n Meinun gen einzu en diese zwei Jubiläe ch stattfindenden Ak r holen. Es würde n auch da zu nutzen tivitäten, uns sehr fre , uns Ihre ue zurücksend en. Selbstv n, wenn Sie die aufg unser einge erständlic eführten Fr h finden Si richtetes D e auch die agen beantworten okument und an Möglic auf den In Veransta te rn etseiten zu hkeit, die Fragen üb uns ltungen K er bearbeiten. ameradsc  Ich wü ha ft (bitte nu nsche mir, r eine A da  Ich kö nnte mir vo ss die Veranstaltung ntwort ankreuzen) en rstellen, da diese in Ve ss, wenn Ba an Wochenenden rbindung stattfinden taillonsver  Ich wü mit den K . an nsch ameradsc haftsvorh staltungen stattfind  Ich möc e mir, dass alles so aben orga en, hte folgen bleibt. nisiert we de Anregu rd en. ngen für zu Raum für sätzliche Ak Anmerku tivitäten ge ngen: ben: -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die Zeitu ----------------------ng „Der ----Au --fk --lä ----------- Die In -----------halte sind rer“ (mehrfache Antw sehr intere ort  Die Te ssant, jedoc en möglich) xtinhalte sind zu ku h teilweise  Die reda rz und so zu umfa kt llten meh  Es sollt ionellen Anteile üb r redaktio ngreich. er en mehr Fo nelle Tief tos darges die Kameradschaft  Die Te e aufzeigen xte aus de te sind zu ge . m Bataillon llt werden. ring.  Die Se rie: „Die Al sind mit zu ten neu be vielen Fach  Ich möc leuchtet“ be hte folgen gr iff en sollt au de Anregu ngen für zu e beibehalten werd sgestattet. + Raum für en. sätzliche In Anmerku halte gebe ngen: n: --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+ -

Im Juni 2013 rief die Kameradschaft alle Mitglieder auf, zu einzelnen Themenfeldern ihre Meinungen, Wünsche und Vorstellungen abzugeben. Leider erfolgte die Teilnahme nicht mit der Beteiligung, wie es sich der Vorstand gewünscht und es sich die Organisatoren vorgestellt hatten. Dennoch wurden alle Inhalte ausgewertet und finden in Zukunft ihre Berücksichtigung. Einen Auszug der eingegangenen Antorten haben wir abgedruckt. Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle Inhalte hier erscheinen können. Lass, Dieter: „Ich finde die Arbeit der Kameradschaft und hier im Besonderen, die Arbeit des Vorstandes, ganz hervorragend. Alle geben sich viel Mühe, sind freundlich und kameradschaftlich. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein darf.“ +

Karl-W. Prasuhn: „Die Aktivitäten der Kameradschaft und unseres Bataillons, sowie die Inhalte und Präsentation der - bis auf weiteres beizubehaltenden - Zeitschrift und im Internet, sind als eigene Truppeninformationsmedien in Form und Inhalt sehr respektabel und anerkennenswert! Weiter so und drei kräftige Horrido“ +

Stimmen zur Veranstaltung + Dördrechter, Hans-Heinrich: „Ende des Jahres einen Terminüberblick der geplanten Veranstaltungen (soweit möglich)“ Hebbeln, Hans-Otto: „Im Sinne des „Kontakt halten über Generationen“ sollte, wo immer möglich, eine Bataillonsveranstaltung mit unserer Kameradschaft verbunden werden. Wir laufen sonst Gefahr, in dieser schnelllebigen Zeit zu unbekannten „Exoten“ zu werden, zu denen kaum einer der Aktiven noch einen Bezug hat!“ +

Höpfner, Kurt: „Die Teilnahme an Veranstaltungen für einige „Ehemalige“ gestaltet sich aufgrund größerer Entfernung zum Bataillon immer schwierig. Sollten diese nur noch an Wochenenden stattfinden, täte man den aktiven Kameradinnen und Kameraden sicher keinen großen Gefallen.“ +

Stimmen zu den Fotos + Hebbeln, Hans-Otto: „Bilder sagen oft mehr als bloße Namen!“

Der Aufklärer

Krützfeldt, Wulf: „Neue Abkürzungen bei Fachbegriffen in Klammern ausschreiben.“ +

Stimmen zur Zeitung + Kruse, Jens: „Informationen vom Bataillon und Kameradschaft sind ausgewogen gut.“ Henke, Stefan: „Vielleicht könnte man jeder Kp eine Seite zur Verfügung stellen. So kann sich jede Kp immer wieder neu und aktuell präsentieren.“ +

Höpfner, Kurt: „Die momentane Machart der Zeitung ist optimal und braucht meiner Meinung nach nicht verändert werden!“ +

Lucht, Harro: „Das Erscheinungsbild ist mir zu bunt und oberflächlich geworden. Die Ausgaben aus früheren Zeiten waren sparsamer, aber informativer.“ +

Vitte, Karl-Walter: „Wenn der Aufklärer durch die Kameradschaft alleine finanziert wird, dann sollte ihn auch mehr Raum in der Zeitschrift gegeben werden.“ +

Dördrechter, Hans-Heinrich: „Aufklärer-Persönlichkeiten vorstellen z.B. OTL von Mohl (+), Hinweis auf „Gelben Kreis“. +

Unbekannt: „Zeitung ist fabelhaft, so wie sie ist.“ +

Röbke, Volker: „Geburtstage sollten wieder bekanntgegeben werden 60, 65, 70, 75, 80 Jahre – ab 80 Jahre jedes Jahr.“ +

Wollschläger, Bernd: „Ein bis zwei Seiten sollten den alten Traditionsregimentern gewidmet sein. +

Schmidt, Joachim: „Ich finde unseren Aufklärer im neuen Layout sehr gelungen. Er bietet für +

jeden etwas, ob jung oder früher mal jung! Vielleicht wäre eine Leserbrief ecke (mit Zeichenbegrenzung) eine Idee für zusätzlichen Inhalt.“ Stimmen zum Internet Unbekannt: „Ich würde mir nicht die Mühe machen den Aufklärer im Internet aufzurufen, aber wenn er per Post kommt, lese ich ihn immer mit Interesse.“ Kruse, Jens: „Beide Informationswege geben vielen Interessenten die Möglichkeit der Einsicht, auch ohne Internet.“ Bitte Rücks

eite beach ten

Schmidt, Joachim: Unabhängig der aufgeführten Fragen würde ich gerne folgende Hinweise übermitteln: Ein dickes Lob an die Print- und Onlineredaktion des Aufklärers! Was da unter der fachlichen Expertise von Wolfgang Jacubus entstanden ist, verdient großen Respekt und hohe Anerkennung. Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrtausends saß ich als nebenamtlicher Presseoffizier des PzAufklBtl 6 beim OSTHOLSTEINER und bastelte mit den Herren Bertheau und Röhling den Aufklärer mit Schere und Klebestift zusammen...! Weiterhin allen Kameraden, die am Aufklärer mitwirken, viel Freude bei dieser verdienstvollen Arbeit!“ +

Höpfner, Kurt: „Man hat übers Internet laufend aktuelle Informationen, findet dort auch immer wieder ehemalige Kameraden und kann zu denen auch Kontakt halten. Tolle Sache, sollte unbedingt beibehalten werden!“ +

Krüger, Uwe: „Mit der jetzigen Homepage ist der Auftritt der Kameradschaft m.E. okay. Auch „Ü50“ sollen navigieren können – das ist jetzt gewährleistet.“ +

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Kameradschaft

Teilnahmerekord Hohe Beiligung am Kameradschaftstreffen Das diesjährige Jahrestreffen wurde mit dem Tag der offenen Tür des Bataillons zusammengelegt und es wurde zu einem großen Erfolg. Am Freitag, den 9.8. versammelten sich ab 17.00 Uhr die angereisten Kameraden zunächst im Wintergarten und dann ab 19.00 Uhr zum gemeinsamen Abendessen im großen Saal des Casinos. Es gab freudige Wiedersehen zwischen ehemaligen Vorgesetzten und Untergebenen. Hauptmann a.D. Wilkerling wurde am Abend als neues Mitglied geworben und Stabsfeldwebel a.D. Horst Krause hatte seinen Kameraden Heinz Michalski eingeladen, mit dem er 1944 in der Rettberg Kaserne als Unteroffiziervorschüler ausgebildet wurde. Beide mussten sich den vielen Fragen stellen. Heinz Michalski und Horst Krause berichteten aus 1944 Um 21.00 Uhr führte uns Stabsfeldwebel a.D. Grammersdorf zur Brauerei auf dem Marktplatz, wo der Abend bei einem Absacker gegen 23.00 Uhr ausklang. Am Samstag begann der „Tag der offenen Tür“ des Bataillons. Mit zahlreichen und sehr interessanten Stationen im gesamten Kasernenbereich. Cirka 6.000 Menschen besuchten die sehr engagierten Soldaten auf ihren Stationen. Die Bilder belegen das deutlich. Um 14.00 Uhr begann die Generalversammlung der Kameradschaft mit 93 Teilnehmern im U-Raum der 4. Kompanie, so viele wie noch nie, seit Bestehen der Kameradschaft (1978). Als erstes trug der Kommandeur zum zurückliegenden Einsatz des Bataillons in Afghanistan und der Bekämpfung des Elbehochwassers im Juni vor. Weiter gab er einen Ausblick auf die Ausbildungsschwerpunkte-Vertiefung der Grundfähigkeiten der modernen Heeresaufklärungstruppe- und einen einzuplanenden Auslandseinsatz in 2014. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Modernisierung der Gebäude der Rettberg Kaserne sein. „Nebenbei liefen, wie immer, die Sonderaufträge wie zum Beispiel großer Zapfenstreich in Münster (s. Seite 32) Der 1. Sprecher Oberstleutnant a.D. Rath eröffnete die Versammlung mit 20

dem Verlesen der eingegangenen Grüße und gedachte der verstorbenen Kameraden, Oberstleutnant a.D. Anton von Mohl und Stabsfeldwebel a.D. Wolfgang Meyer. Als eine der Aktivitäten, hob er das Grünkohlessen im Februar mit mehr als 200 Teilnehmern und die beiden Paketaktionen zu Ostern und Weihnachten für die in Afghanistan und im Kosovo stationierten Soldatinnen und Soldaten die Unterstützung der Familienbetreuungsstelle hervor. Anschließend wurden viele Kameraden mit Ehrennadeln geehrt. Stabsfeldwebel a.D. Tilsner beantragte die Entlastung des Vorstandes und abschließend wurden einstimmig in den Vorstand gewählt: - OStFw Starck, als 2. Sprecher - StFw a.D. Riegert, als Kassenwart - OStFw a.D. Vahl, als 2. Beisitzer Herr Metzner, als ehemaliger Kassenwart, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Zusätzlich wurde auf die Möglichkeit verwiesen, Mitglied der Offiziers - und Unteroffiziersheimgesellschaft zu werden und einige traten spontan bei. (siehe Sonder-Anzeige auf Seite 11) Um 15.00 Uhr ging es zur Kaffee- und Kuchentafel in das Zelt am Stand der Kameradschaft, wo noch einmal 80 DVD der Eigenproduktion „100 Jah-

re Rettberg Kaserne“ verkauft wurden, bzw. weiter zu den Stationen innerhalb der Kaserne. Ab 18.30 Uhr versammelten wir uns zum Husarenbiwak mit ca. 300 Teilnehmern. Nach kurzen Ansprachen vom Kommandeur, Oberstleutnant Prinz zu Waldeck und dem Eutiner Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, sorgten 250 Liter, von der Kameradschaft gespendetes Bier, für einen Abend mit vielen persönlichen Begegnungen und guten Gesprächen bis gegen 23.00 Uhr. Am Sonntag wurde das Treffen bei einem Frühstück im Casino beendet. Unser Kamerad Wolfgang Jacubus hat die Stimmung per Film an den Festtagen eingefangen. Die Beiträge von ihm, die Bilder vom Kameraden Rainer Eckmayr und vielen Soldaten sagen mehr als tausend Worte. Es wird von diesem beeindruckenden Wochenende eine DVD geben, die zum Preis von 10.00 € über die Kameradschaft und im Internet unter: www.deraufklaerer.de bestellt werden kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten der Kameradschaft und dem Bataillon für die gute Vorbereitung und Durchführung. 1. Sprecher Manfred Rath

Der Aufklärer


k l ä r e r AUFGESCHNAPPT fklärer Ausgabe Juni 2012

Btl 6 „Holstein“ und seiner Traditionsverbände TREFFEN

EUTIN

2013

U T I N E R B ATA I L LO N I S T I M E I N S AT Z

Der Aufklärer

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Kameradschaft

Daten, Fakten & Termine Aktuelle Übersichten auf einen Blick Anzahl der Gesamtmitglieder Stand 15.10.2013 Altersstruktur m w 19-26 Jahre 3 1 27-40 Jahre 62 3 41-60 Jahre 154 1 61-70 Jahre 76 1 über 70 Jahre 76 4 Summe

371

Gesamt

381

Mitglieder nach Bundesland Stand 15.10.2013 Bundesland Anzahl Schleswig-Holstein 259 Hamburg 17 Mecklenburg-Vorpommern 10 Berlin 7 Niedersachsen 29 Hessen 9 Nordrhein-Westfalen 15 Rheinland-Pfalz 16 Sachsen 2 Sachsen-Anhalt 2 2 Baden-Württemberg Bayern 5 Adressen unbekannt 5

10

Rang 1 3 6 8 2 7 5 4 10 10 10 9 9

Neue Mitglieder der Kameradschaft 2013 Dördrechter, Hans-Heinrich 03.03.2013 Fischer, Sven 13.05.2013 Thomsen, Johannes 15.03.2013 Molwitz, Christoph 17.05.2013 Friederichsen, Frank 05.06.2013 Timmermann, Dirk 19.06.1962 Dr. Lutz Werner 20.07.2013 Evers, Rüdiger 30.07.2013 Pitzner, Kathrin 10.08.2013 Stahl, Michael 10.08.2013 Böge, Birger 11.08.2013 Hauschildt, Florian 09.08.2013 Wilkerling, Thomas 09.08.2013 Clasen, Uwe 10.08.2013 Reimers, Dirk 16.09.2013

Unsere Kameradschaft, die Geburtstagsliste 2014 Peter Krohn Hans Apitzsch Frank-Eckhard Brand Werner Beulen Stefan Harder Thomas Franke Wolfhard Axel Mier Reinhardt Deppe Bernhard Buhr-Bartelt Klaus-Dieter Vahl Rainer Dardemann Jürgen Beiche Erhard Hojczyk Roland Kather Hans-Peter Timpke Kurt Höpfner Gerhard Kuchel Helmut Deifuss Karl-Eberhard Peters Utz Kobe Jörn Böge Karl-Wilhelm Prasuhn Hans- Jochen Annuß Wolfgang Thalmann Rainer Hofmeister Thomas Kehrer Heinrich Höper Manfred Jöhnk Hans Boldt Hermann Benker Siegfried Nickel Gert von Kunhardt Manfred Rath Günter Tzschentke Andreas Germer Uwe Christiansen Gerhard Ponath

18.01.1964 10.06.1964 19.06.1964 05.07.1964 09.07.1964 13.07.1964

50 50 50 50 50 50

05.02.1954 16.03.1954 03.05.1954

60 60 60

03.01.1949 06.01.1949 09.01.1949 07.05.1949 17.05.1949 31.05.1949 27.06.1949 05.08.1949

65 65 65 65 65 65 65 65

03.01.1944 28.01.1944 30.01.1944 06.02.1944 12.02.1944 24.02.1944 14.03.1944 20.03.1944 22.08.1944

70 70 70 70 70 70 70 70 70

06.02.1939 11.02.1939 24.02.1939 03.05.1939 18.06.1939 18.07.1939 29.08.1939

75 75 75 75 75 75 75

20.06.1934 28.06.1934

80 80

24.08.1924

90

13.11.1919

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Strukturen der „Aktiven & Ehemaligen“ Aus dem Kreis aller Mitgliederinnen und Mitglieder der Kameradschaft werden 71 aktive Soldatinnen und Soldaten und 310 Nichtaktive geführt. 22

Der Aufklärer


Kameradschaft

Aktuelles in Wort und Bild

Berichtenswertes aus dem Umfeld

Mit dem Veranstaltungskalender 2014

Übergabe der Ehrennadel an Joachim Martens, bei der Schleppjagd der Beagle-Meute in Bad Malente.

Das Jahr ist fast vorbei. Und schon stehen die Vorhaben, für die Monate im Jahr 2014 vor der Tür. Mit der kleinen Notiz im persönlichen Kalender gerät nichts in Vergessenheit. 20. Februar 2014 Rettberg Kaserne Eutin Der Start ins Grüne! Wer sich fragt, wie das wohl in den Wintermonaten funktionieren kann, der erfährt hier die Lösung. Das traditionelle Grünkohlessen ist eine Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Bataillon für geladene Gäste organisiert wird. Zu einem echten Gästemagnet ist es innerhalb der letzten Jahre bereits angewachsen. 3. April 2014

Säbelübergabe im Dezember. Info un www.deraufkla ter: erer.de

Casino Rettberg Kaserne

Schummeln gilt nicht! Ein Ass im Ärmel zu haben, ist zwar immer mal gut, aber an diesem Abend ist Fairplay angesagt. Das Knobel und Skatspielen stehen im Vordergrund dieser Kameradschaftsinitiative. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen attraktive Preise bereit. Jedoch soll in erster Linie das gesellschaftliche Miteinander im Vordergrund stehen. 5. Juni 2014

Rettberg Kaserne Eutin

Hier brennt garantiert nichts an! Der Hilgendorffpokal, Soldatinnen und Soldaten wetteifern um die Trophäe. Der Kameradschaft bietet sich die Möglichkeit an diesem Geschehen als Zuschauer teilzunehmen. Abgerundet wird der Wettkampf-Tag mit einer gemeinsamen Grillveranstaltung am Eutiner-See, einem Feldgottesdienst und einem geselligen Miteinander.

Der 24 Stunden Sendeservice

Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Informationen. Dadurch wird dieses Magazin ein ganzes Stück Leserbriefe lebendiger! Ihre Meinung ist uns Leserinnen und Leser, wir freuen uns auf Ihre Beiträge 23. August 2014 RettbergLiebe Eutin undKaserne Informationen. Dadurch wird dieses Magazin ein ganzes sehr wichtig. Denn, der Aufklärer Stück lebendiger! Ihre Meinung ist uns sehr wichtig. Denn, der Aufklärer soll Ihnen gefallen. Wir, das Team, freuen uns soll Ihnen gefallen. Wir, das Team, Generalversammlung trifft auf Husaren schon jetzt auf Ihre(n) Brief, Karte, e.Mail oder Anruf! freuen uns schon jetzt auf Ihre(n) Wahrscheinlich ist die Teilnehmerquote aus 2013 Nach dem ersten Schritt der Modifizierung dieser ZeitKlaus Kröger Brief, Karte, e.Mail oder Anruf! schrift erreichten uns zahlreiche Darüber haben „Ich möchte mich einmal herzlich für Ihre Mitteilungen kaum noch zu toppen. Das Jahrestreffen derBriefe. Kameradwir uns sehr gefreut. Gerne veröffentlichen wir auszugsin „Der Aufklärer“ bedanken. Meine „Dienstzeit“ im weise einige Zeilen der sehr interessanten und aufPzAufklBtl von 6, begann am 04.01.1966 in der alten schaft ist angelehnt an das Husarenbiwak 2014. Ihre Leserbriefe senden Sie bitte an: Manfred Rath, Stichwort: schlussreichen Inhalte. AusbKp 11/6.“ Generalleutnant Roland Kather: „Der Aufklärer“, Oberstleutnant Velten, Braunschweig Jacob-Rehder-Straße 5 in 23701 Eutin, „Der Aufklärer ist wieder sehr gut gelungen, aktuell „Der Neue Aufklärer ist gut gemacht.“ und informativ. Bei der neuen Gestaltung ist meine Frau e.Mail: rath-eutin@t-online.de. Alternativ können Sie auch die4. Sept. 2014 ich neige eher zuEutin der alten Form.“ Die Redaktion Rettbergdafür,Kaserne „Herzlichen Dank für Ihre Einsendungen!“ se Adresse nutzen: info@deraufklaerer.de. Oder, wenn Sie eine Oberstleutnant i. G. Tim Grünewald Ihre Leserbriefe senden Sie bitte an: Manfred Rath, Stichwort: „Der Aufklärer“, „Habe vor kurzem den neuen „Aufklärer“ erhalten. Nach Information oder Nachricht ganz schnell an alle Kameradinnen Please fasten your Seatbelts! Jacob-Rehder-Straße 5 in 23701 Eutin, e.Mail: rath-eutin@t-online.de kurzer Überraschung, wegen des ungewohnten Erscheimöchte ich zu diesem Schritt gratulieren. und Kameraden versenden möchten, so steht ab sofort unser Zwar heben die Teilnehmer nungsbildes, nicht ab, aber auf Tour Das neue Layout ist gelungen und auch inhaltlich hat das Heft 47 eine bemerkenswerte Qualität erreicht.“ Online-Briefkasten als Gästebuch unter: www.deraufklaerer,de geht es dennoch. Das gemeinsame Reiseziel, welches Hauptmann d. Res. Johann Georg von Hülsen zur Verfügung. per Busfahrt in eine ausgesuchte führt, nach „HerzlichenRegion Dank für die viele Arbeit, dieist Sie sich mit der Erstellung des „Aufklärer“ machen. Gerade für uns wie vor das Herbst-Highlight für die Kameradschaft. Reservisten ist das ein regelmäßiger und interessanter Kontakt zum Bataillon.“ Interessantes für Interessierte gepaart mit Humor und Oberst Lohmann „Der neue Aufkläerer ist ein Volltreffer, nicht wiederzuerFrohsinn. kennen.“ 09. Okt. 2014

Casino Rettberg Kaserne

Der traditionelle Holsteinabend Unterfüttert mit vielen Gesprächen, bei Deftigem aus der regionalen Küche, treffen sich die Mitglieder zu einem gemütlichen Beisammensein in Eutin. Der Aufklärer

Juni 2011

D e r Au f k l ä r e r

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Kurzmeldungen Große Nachfrage Am „Tag der offenen Tür“, 10. August 2013, bot die Kameradschaft an ihrem Zeltstand, auf dem Bataillonsrasen, die neue DVD „100 Jahre Rettberg Kaserne“ zum Kauf an. Die Nachfrage war bei den vielen Besuchern des Tages überraschend groß. Wurst statt Pokal Die Kameradschaft überraschte die Sieger des Hilgendorffpokal 2013. Neben dem Pokal und den drei Kästen Bier, hatte man sich entschieden, den Gewinnern eine zünftige Beilage zu einer Soldatenbrotzeit zu überreichen. Eine originale Wurst aus einer holsteinischen Katenräucherei wurde übergeben. Mit einem Grinsen Auf der Generalversammlung der Kameradschaft gab der neue Kommandeur, Oberstleutnant Prinz zu Waldeck, eine Erklärung über ein ständiges Lächeln in seinem Gesicht ab: „Für mich ist es eine besondere Ehre und Überraschung in diesem Bataillon als Kommandeur sein zu dürfen.“ Die Kameradschaft freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem gut gelaunten Chef der Eutiner-Aufklärer.

Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ on Tour!

Impressionen eines gelungenen Ausflugs

On Tour

Kameradschaft AufklBtl 6 „Holstein“ Der Einladung zum diesjährigen September-Ausflug unserer Kameradschaft folgten 41 interessierte Mitglieder und Gäste. Ziel war, wie in der Juni-Ausgabe „Der Aufklärer“ angekündigt, die Grenzstadt Flensburg. Aufgrund der Baumaßnahmen an der Rader Hochbrücke wichen wir auf die Levensauer Hochbrücke im Zuge der B 76 aus. Dieser folgten wir zwangsläufig über Eckernförde bis Schleswig. Von dort ging es dann zügig auf der A 7 weiter. Am vereinbarten Treffpunkt angelangt, nahmen uns, nach einer kleinen Kaffeepause, zwei kompetente Stadtführer in Empfang. Unsere weibliche Gruppe wurde von einer jetzt in Flensburg lebenden Amerikanerin betreut. Unserer männlichen Gruppe brachte ein in Flens-

burg lebender Däne die bis 1864 dänische Fördestadt in anschaulicher Weise näher. Nach 1 ½ Stunden endete die Führung am Nordermarkt, wo in einem rustikalen Restaurant ein reichhaltiges Schnitzelbüfett auf uns wartete. Dem schmackhaften Mittagstisch schloss sich ein kurzer Spaziergang zum Hafen an. Bei herrlichem Wetter genossen wir die Fahrt mit dem Ausflugsdampfer „Viking“ auf der Flensburger Förde im deutsch-dänischen Grenzgebiet. Um die dänischen Ochseninseln herum - auf der einst Königin Margarethe I. ein Sommerhaus unterhielt – ging es an der altehrwürdigen Marineschule Mürwik vorbei, zum Ausgangspunkt zurück. Der Ausflug endete mit einer reibungslosen Rückfahrt in umgekehrter Reihenfolge und bei guter Stimmung. Walter Grammerstorf

Ein sehr zauberhafter Abend Auch der diesjährige Holsteinabend war ein voller Erfolg. Leider waren wir nur, oder immerhin 30 Personen, die sich, trotz der Ferienzeit in Schleswig-Holstein, im Casino der Rettberg Kaserne einfanden. Die gute organisatorische Vorbereitung wurde durch das vorzügliche Essen, die professionelle Bewirtung und der optisch schön eingedeckten Tische übertroffen. Es war ein sehr harmonischer und gelungener Abend. An allen Tischen wurde sich rege ausgetauscht, viele Teilnehmer verkündeten bereits ihre mündliche Zusage für den nächsten Holsteinabend in 2014. 24

Der Aufklärer


Finanzen

Das Motto: Kasse machen 21 Jahre als Banker unserer Kameradschaft 1978 gründete sich die Kameradschaft, damals, Panzeraufklärungsbataillon 6, in Eutin. Bis Ende 1991 lenkte Herr Gerhard Ponath, als I. Kassenwart, die Geschicke der Finanzen. Ab 1992 übernahm Ernst Metzner die Kassenschlüssel. Jetzt nach 21 Jahren macht er Schluss. Der Soldat und Kassenwart der Kameradschaft, Ernst Metzner Auf der letzten Generalversammlung, am 10. August 2013, verkündete Metzner seinen Entschluss. Kurze knappe Sätze machten klar, er kontrolliert ab sofort nur noch seinen eigenen Kassenbestand. Als Gründe benannte er die Anforderungen, die das Computerzeitalter von den Finanzverantwortlichen heute abverlangt und er ist der Auffassung, dass 21 Jahre hart am Tresor zu leben, genug seien. Seinem Nachfolger Winfried Riegert wünschte er viel Erfolg und Beharrlichkeit. Ernst Metzner wurde die Ehrenmitgliedschaft für seine guten und treuen Dienste auf der Versammlung verliehen. Schildern Sie uns doch in kurzen Sätzen ihren militärischen Werdegang. Mein Eintritt in die Bundeswehr erfolgte bereits 1957. Lingen an der Ems war der seinerzeitige Standort mit Ausbildung zum Aufklärer, leicht und schwer. Von 1964 bis 1978 diente ich im Pionierzug innerhalb der Rettberg Kaserne, begleitet von Ausbildungsstationen in München. Danach wurde ich als KpTrpFhr im Dienstgrad des Hauptfeldwebels in der 4. Kompanie PzAufklBtl 6 eingesetzt. Letzte Station vor meiner Pensionierung war Neumünster und Itzehoe als KpFw der Geräteeinheit. Dann folgte 1990 der Ruhestand. Was hat Sie an der Aufgabe der Bundeswehr motiviert - warum sind sie Soldat geworden? Zu Beginn stand ausschließlich der Faktor „Sicherheit / Arbeitsplatz! im Vordergrund. Erst nach ein paar Jahren wuchs die Überzeugung, dass

Der Aufklärer

ich die richtige Wahl getroffen hatte. Die Identifizierung hatte bei mir den richtigen Platz eingenommen. Nach ihrer aktiven Zeit haben sie sich entschlossen, als Nachfolger von Herrn Ponath, die Aufgaben des Kassenwartes innerhalb der Kameradschaft zu übernehmen. Warum? Ganz einfach; Das wurde mir durch den 1. Sprecher Herrn Herrmann quasi als Ruhestandsbefehl auferlegt. Da ich gemeinsam mit Herrn Witt, als Pensionär zur Verfügung stand, war die Auswahl schnell getroffen. „Metzner, Sie führen jetzt die Kassengeschäfte der Kameradschaft“, so der ehemalige Oberst. Wenn Sie die finanzielle Situation vor 21 Jahren, mit der heutigen vergleichen, welche Entwicklungen sind aus dieser Zeit nennenswert. Zu Beginn waren wir cirka 250 zahlende Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 15.00 DM. Einnahmen aus Werbung in der Zeitung waren recht wenig zu finden. Und die Produktion „Der Aufklärer“ war entsprechend teuer. Somit war es eine recht angespannte Finanzsituation, in der wir uns von Ausgabe zu Ausgabe hangeln mussten. Heute erfahren wir viele Werbetreibende, einen Jahresbeitrag von 20.00 Euro und Spendengelder. Auch die Produktionskosten der Zeitung haben sich verringert. Die Kameradschaft ist heute finanziell gut aufgestellt und hat entsprechende Rücklagen.

Diese Aufgabe ist als Ehrenamt deklariert. Was schätzen Sie, wie viele Stunden sind innerhalb der 21 Jahre für diese Aufgabe durch sie investiert worden? Was wäre ein Kassenwart ohne die Kenntnis von Zahlen. Grob überschlagen habe ich fast 3.000 Stunden innerhalb meiner Zeit als Kassenverantwortlicher für Abrechnungen, Beitragszahlungen und diverse Überprüfungen investiert. Die Mitglieder der Kameradschaft sind im Überwiegenden recht betagt. Glauben Sie, dass sich die inhaltliche Struktur sich mittel- und langfristig behaupten kann? Was heißt betagt? In der freien Wirtschaft wird heute die Rente mit 67 Jahren gezahlt. Unsere Mitglieder sind mit ca. 70% unter diesem Alter. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Grundgedanke, der innerhalb der Kameradschaft vorhanden ist, auch in die Zukunft trägt. Welche Ratschläge und Tipps werden Sie ihrem Nachfolger mit auf den Weg geben. Aufrichtigkeit, aus den eigenen Fehlern lernen und seinen ursprünglichen Grundprinzipien treu bleiben. Darin liegt der Wert, der diese Aufgabe auszeichnet.

Redaktion Wolfgang Jacubus 25


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w w w. d e r a u f k l a e r e r. d e

Hotline: 0 45 21 / 78 64 I M P R E S S U M

e Der Vorstand Kameradschaft: l Oberstleutnant a.D. Rath

Herausgeber: Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein”und seiner Traditionsverbände Jacob-Rehder-Straße 5 in 23701 Eutin Telefon: (0 45 21) 39 83 e.Mail: info@deraufklaerer.de Internet: www.deraufklaerer.de

l Oberstleutnant Prinz zu Waldeck l Oberstabsfeldwebel Starck l Oberstabsfeldwebel a.D. Bruhn l Stabsfeldwebel a.D. Riegert l Oberstabsfeldwebel a.D. Vahl l Stabsfeldwebel Schmidtke

V.i.S.d.P. - Kameradschafts-Beiträge: Manfred Rath V.i.S.d.P. - Bataillon - Beiträge: Stabsfeldwebel Michael Schmidtke Grafik und Fotos: PicturaMedia, Bundeswehr, Archiv, Bataillon Design und Druckherstellung: PicturaMedia, 49479 Ibbenbüren Tecklenburger Straße 120 Tel.: 0 54 82 / 92 62 95

Verantwortlich für Anzeigen: Buchverlag Rogge GmbH Sielbecker Landstraße 15 23701 Eutin verlag.rogge@web.de Tel.: 0 452 1 / 73 221 Bankverbindung Kameradschaft Sparkasse Holstein Eutin Konto-Nr.: 34 306 Bankleitzahl: 213 522 40 IBAN: DE 75 2135 2240 0000 0343 06 BIC: NOLADE 21 HOL

R e d a k t i o n s s c h l u s s f ü r d i e A u s g a b e „ D e r A u f k l ä r e r “, D e z e m b e r 2 0 1 3 , w a r d e r 1 0 . N o v e m b e r 2 0 1 3

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Der Aufklärer


Bataillon

Wir drehen den „Spieß“ mal um Wir stellen den Kompaniefeldwebeln einige Fragen zur Zeit

Mein Name ist OSFw Michael Thomas Stahl. Als gebürtiger Schleswig-Holsteiner begann meine Bundeswehrkarriere beim 2./PzBtl 183 im beschaulichen Boostedt. Nach Station in Boostedt, folgten Verwendungen in Kellinghusen, in Augustdorf als KpFw 1./PzBtl 203 und seit dem 01.01.2013 KpFw 1./AufklBtl 6 „Holstein“. In dieser Zeit durfte ich drei Einsätze durchführen, in Bosnien, im Kosovo und in Kunduz. Wie alt waren Sie, als Sie die Stelle des Kompaniefeldwebels besetzten? Ich hatte das Glück, zunächst lange Zeit als ZgFhr eingesetzt zu werden, bevor ich dann mit 36 Jahren meine erste KpFw Verwendung bei der 4./PzBtl 183 erleben durfte. Was haben Sie anders gemacht, als die Spieße, die Sie als junger Soldat erlebten? Das ist immer schwierig zu sagen. Aus Sicht der „alten“ Hasen vermutlich einiges, aus meiner Sicht und denjenigen, die es jetzt ausbaden müssen, nicht viel. Ich glaube, nicht alles „alte“ ist, bzw. war schlecht. Die Mischung macht es. Moderne Menschenführung, gepaart mit alten Tugenden, ist auch heute noch machbar. Was ist für Sie die oberste Priorität gegenüber den Soldaten? Niemanden aufgeben und jedem wird geholfen, wenn er Hilfe annimmt. Zuhören! Unabhängig vom Dienstgrad haben viele Soldaten gute Ideen und Verbesserungsvorschläge. Welches war Ihr schönstes und weniger schönes Erlebnis in Ihrer Zeit als Kompaniefeldwebel? Ich hatte eine sehr schöne Erfahrung im letzten Einsatz in Kunduz gemacht. Nachdem ich den Familien daheim versprochen hatte, mich aus dem Einsatzland mit kleinen Berichten zu melden, war ich von der Reaktion der angeschriebenen Familien mehr als überrascht. Aus Anfangs 20 E-Mail-AdresDer Aufklärer

sen sind schnell weit über 300 geworden und die Angehörigen haben die Berichte regelrecht aufgesaugt. Das „unschöne Erlebnis“ hatte ich ebenfalls im Einsatz, als ich mit meinem Geschäftszimmersoldaten dreimal Totenwache vor einem Container gestanden habe. Da geht einem vieles durch den Kopf. Verstehen Sie den Spießjob als ein Bindeglied zwischen den Dienstgraden? Auf jeden Fall. Das war schon früher so und es wird auch sicherlich so bleiben. Durch die Verlängerung der Dienstzeiten, gerade im Bereich der Mannschaften, wird dieser Punkt der Vermittlung noch wesentlich an Bedeutung gewinnen. In Zukunft wird der Stabsgefreite, 35 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, nicht ungewöhnlich sein und mit dieser Stehzeitverlängerung kommen natürlich auch ganz andere Ansprüche und Forderungen auf. Es wird also auch in Zukunft ein „Spießjob“ bleiben, innerhalb der Kompanie zwischen den Dienstgraden in beide Richtungen zu vermitteln. Welche Aufgabe ist Ihnen immer willkommen und was haben Sie verdammt? Das kann man so einfach nicht trennen. Wenn ich sagen würde, dass ich die Schreibtischarbeit verdamme, müsste ich gleichzeitig feststellen, dass die Hälfte meiner eigentlichen Aufgaben als KpFw zu verdammen sind. Ich verdamme keine Aufgaben, sie gehören halt dazu und wenn tatsächlich mal eine Aufgabe dabei ist, die man nicht so gerne mag, erhöht es doch die Wertigkeit anderer Dinge im Arbeitsalltag. Was würden Sie anderen Kompaniefeldwebeln als Ratschlag gerne mit auf den Weg geben? Jeder als KpFw eingesetzte Soldat hat im Laufe seiner Dienstzeit die Erfahrungen gesammelt, die jetzt sein Handeln bestimmen. Wenn allerdings je-

Der Spieß und garantiert nicht Stahl(hart) mand Fragen bzw. einen Ratschlag von mir haben möchte, so werde ich natürlich versuchen zu helfen. Was begeistert Sie an der Bundeswehr im besonderen Maße? Jeder Tag ist ein wenig anders und jeder Tag bringt seine kleinen Überraschungen mit sich. Auch finde ich es sehr erfrischend, mit vielen, relativ jungen Menschen zusammen arbeiten zu dürfen. Begeisterung kommt auch dann auf, wenn man sieht, wie in Situationen, in denen schnell, flexibel gehandelt werden muss, dies auch klappt, z.B. der letzte Hochwassereinsatz. Man sagt: „Einmal Spieß“ immer „Spieß“. Ist darin ein Fünkchen Wahrheit zu finden? Das muss jeder für sich entscheiden und „Einmal Spieß, immer Spieß“ würde ich daher so nicht unterschreiben. Es wird insgesamt nicht einfacher, jungen Soldaten den Begriff „Kameradschaft“ zu vermitteln. Für viele ist es zunächst ein Job wie jeder andere und es bedarf eine Menge Überzeugungsarbeit und Zeit, die Einstellung zum Soldatenberuf aufzubauen. In vielen Situationen kann und darf der „KpFw“ kein Einzelkämpfer sein. Ohne die Unterstützung der erfahrenen Dienstgrade kann er sich auch schnell aufreiben und der „Spießjob“ zur Belastung werden. Für mich persönlich ist es rückblickend gesehen, die schönste Verwendung, die ich mir vorstellen könnte. Und aus heutiger Sicht würde ich den Schritt vermutlich auch immer wieder wählen. 27


Vorstand

Stellenbesetzung Die neuen Köpfe im Vorstand

Der Vorstand der Kameradschaft hat sich auf einigen Positionen verändert. Versetzung und auch Altersbedingt, waren die Gründe dafür, dass sich die Runde ein wenig verändert hat. Metzner und Uhl werden zukünftig nicht mehr als aktive Vorstandsmitglieder fungieren. Die Neuen stellen sich in dieser Ausgabe „Der Aufklärer“ den Leserinnen und Lesern vor. w Oberstabsfeldwebel a.D. Bruhn Ich bin gebürtiger Eutiner, verheiratet und habe drei erwachsene Söhne. Zivil habe ich Berufsausbildungen zum Bürokaufmann und Personalfachkaufmann. Da ich mich beruflich verändern wollte und es für mich eine Einplanungsmöglichkeit im Stab PzAufklBtl 6 gab, habe ich mich als SaZ beworben. Am 03.07.83 trat ich als OGefr UA (im Alter von 24 Jahren) meinen Dienst bei der PzAufklAusbKp 3/6 an. Nach Versetzung in die 1. Kompanie und Ausbildung zum Feldwebel war ich vom 1. Oktober 1985 mehr als zwei Jahrzehnte S1Fw des Bataillons. Im Feldwebelanwärterdezernat Zum 1. Juni 2006 erfolgte meine Versetzung zur Stammdienststelle des Heeres (während meiner Verwendung Umgliederung zur Stammdienststelle der Bundeswehr) nach Köln, wo ich als Sachgebietsfeldwebel im Feldwebelanwärterdezernat tätig war. In einer Zwischenverwendung war ich ein Jahr Standortfeldwebel in Lütjenburg mit Dienstort Todendorf. Bis zu meiner Versetzung in den Ruhestand war ich dann beim WBK I in Kiel. Hier war ich zuständig für die Prüfung des elektronischen Personaldatenbestandes. Darüber hinaus habe ich die Aus- und Weiterbildung für 28

v.l.n.r. Stabsfeldwebel a.D. Riegert, Oberstabsfeldwebel a.D. Vahl, Stabsfeldwebel Michael Schmidtke, Oberstleutnant a.D. Rath, Oberstabsfeldwebel Starck, Oberstabsfeldwebel a.D. Bruhn das Datenverarbeitungsprogramm Personalwesen der Bundeswehr (SAP) und Personalaktenrecht sowie Fachaufsichtsprüfungen Führungsgrundgebiet 1 im unterstellten Bereich des WBK I durchgeführt. Alle Highlights meiner Dienstzeit aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Aber der erste Einsatz des Bataillons von Dez 97 bis April 98 in Bosnien war aufgrund der Eindrücke und Erfahrungen etwas ganz besonderes für mich. Das der von OStFw Frentz und mir initiierte und zehn Jahre organisierte Eutiner Seelauf auf Anhieb zur größten und wohl auch beliebtesten militärischen Laufveranstaltung in Schleswig-Holstein geworden ist, gehört natürlich auch dazu. Die Krönung Und fast 23 Jahre in einer Abteilung mit durchgehend tollem Team arbeiten zu dürfen und zudem sehr viele Jahre in der 1. Kompanie Teil eines Führerkorps gewesen zu sein, das in seiner Besetzung und Funktionalität aus meiner Sicht einzigartig war, war sicherlich die Krönung. Ich wohne seit je her mit meiner Familie in Eutin. Wie bei den meisten „Pensionären“ reicht auch bei mir die Zeit nicht aus, alle Dinge die man sich vorgenommen hat, auch umzusetzen. Aber mein größtes Hobby, der Langstreckenlauf, kommt nach wie vor nicht zu kurz, auch wenn es zurzeit noch nicht wieder für Marathonläufe reicht. Ehrenamtlich bin ich seit

vielen Jahren Kassenwart im Verband Wohneigentum, Siedlergemeinschaft Eutin. Meine Wünsche Mitglied in der Kameradschaft bin ich seit Januar 1994. Aus meiner Sicht sollte die Kameradschaft an bewährten Dingen festhalten, aber in der Zukunft die eine oder andere Veranstaltung so gestalten, dass sich noch mehr aktive Soldaten oder Ehemalige daran beteiligen. Toll wäre es auch, wenn es uns gelingen würde - wie es lange Zeit üblich war -, dass eine größere Zahl von Längerdienenden schon während ihrer Dienstzeit oder spätestens mit ihrem Ausscheiden aus dem Bataillon Mitglied der Kameradschaft wird.

w Stabsfeldwebel a.D. Riegert 1959 in Peine geboren, schloss ich eine Lehre als Elektroinstallateur ab. Später ergänzte ich den Abschnitt Beruf über den Berufsförderungsdienst mit dem Berufskraftfahrer- GüKrV und Fahrlehrer. 1981 erfolgte die Einberufung zum PzAufklLehrBtl 11 nach Munster, wo ich dann später auch zum Berufssoldaten ernannt wurde. Meine Verwendungen lagen im SP im technischen Bereich (GefechtsDer Aufklärer


Vorstand

Die Neuen sind da Wissenwertes rund um die Personen Der erste Vorstand der Kameradschaft stellte sich dem Fotgrafen. Herr Rath (7.v.l.), als Kommandeur des Bataillons, ist bis zum heutigen Tag aktiv in der Runde der Verantwortlichen tätig. Der Gründungsvorstand im Jahr 1978 als das Fundament feldradar, Truppenfernmeldedienst, Fahrlehrer Rad und Kette) aber auch bei den Infanteristen der 5./-. 1997 durfte ich als erster KpFw die PzAufklKp 400 in Lüneburg mit aufstellen um dann in 2002 mit ihr nach Eutin verlegt zu werden. Hier wechselte ich in die 3./ PzAufklBtl 6 und leistete bis Januar 2011 als KpFw Dienst. Für die letzten zwei Jahre diente ich als StDstFw „Einsatz“ im Stab unseres Bataillons und vertrat parallel für ca. 14 Monate den KpFw 1./-. Das PzAufklLehrBtl 11 Militärisch geprägt wurde ich im Wesentlichen in den ersten 16 Jahren durch Vorgesetzte im PzAufklLehrBtl 11 bzw. in der PzLehrBrig 9 sowie durch die militärischen Regeln und Gepflogenheiten am Standort Munster. Eindrücke von Kameraden Besondere positive Eindrücke hinterließen immer wieder das sehr hohe Können, Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit von Kameraden, deren Identifikation mit dem militärischen Auftrag/ der militärischen Notwendigkeit, Vertrauen und Handlungsspielraum durch Vorgesetzte, Lehrübungen und Gefechtsschießen mit verbundener Operation im scharfen Schuss. Tagtäglicher Kommunikationspunkt Der Kameradschaft gehöre ich seit 2002 an, übernehme zum Jahresende die Aufgaben des Kassenwartes von Ernst Metzner, der dies 21 Jahre tat. Wenn Sie fragen, was mir fehlte, dann ist es immer wieder die UHG/ das Casino als tagtäglicher, vorbehaltloser Kommunikationspunkt aller Unteroffiziere im Zentrum des Bataillons und ein zum Jahresende stattfindender „UHG- Ball“ oder das Oktoberfest der Der Aufklärer

Unteroffiziere. Meine Frau und ich leben 26 km südlich Eutin. Der Umzug in Richtung Eutin ist fest vorgesehen. Meine (neue) Zeit fülle ich mit einem Minijob, Lesen, Bewegung, Freunde, Veranstaltungen, Moped, Ehrenamt und Umzugsplanung. Schön ist, immer noch Platz zu haben, gesund zu sein und im Bataillon stets ein begrüßendes Lächeln zu erhalten.. w Oberstabsfeldwebel Starck Ich bin gebürtiger Ostholsteiner und habe meine Kindheit und Jugend auf dem schönen Trakenergestüt „Hirschfelde“ in Grammdorf, mitten im Wald, verbracht. Gelernt habe ich den Beruf eines Kunst- und Bauschlossers und bin quasi nach meiner Lehre zum Grundwehrdienst eingezogen worden. Ich bin verheiratet und habe eine Tochter und einen Sohn, mit denen wir gemeinsam in Lübeck leben. Dienstlich bin ich Eutiner Aufklärer, hier kurz und knapp mein militärischer Werdegang: Eingezogen 01.04.1985 in Boostedt als Militärkraftfahrer Leopard 1, Spezialgrundausbildung in der 2./6, ab 07/86 Boeselagerzug (bis 1994) in der 4./6 und Panzeraufklärungskompanie 70. Wenn kein Boeselagertraining stattgefunden hat, war ich SpähFw oder PatrFhr in der 4./6, dann in der Panzeraufklärungskompanie 70, ab 01/2001 ZgFhr und ab 01/2003 Kompanietruppführer in der 2./6, ab 10/2007 Zugführer im Feldwebelanwärterlehrgang Ausbildungszentrum Munster und ab 09/2011 S3Fw im AufklBtl 6 „Holstein“! Unterstützung durch die Familie

Im Einsatz war ich auch, als stellvPatrFhr in Bosnien, PatrFhr im Kosovo und Bosnien, und Kompanietruppführer in Kunduz und Mazar el Sharif. Highlights: Die Unterstützung meiner Familie in den Einsätzen und die gelebte Kameradschaft in den verschiedenen Verwendungen, u.a. 1. Platz beim Boeselagerwettbewerb 1987!! Meine Hobbys sind Sport, Camping und mein Haus in Lübeck. Mitglied, in der Kameradschaft bin ich geworden, weil mein Spieß gesagt hat: Hier!!! Ausfüllen und Unterschreiben, das ist eine gute Sache! Danke Tilli!!! Ausfüllen und unterschreiben Ich habe es bis heute nicht bereut und kann nur jedem weitersagen: Hier . . . ausfüllen und unterschreiben, das ist eine gute Sache! Die Soldaten des AufklBtl 6“Holstein“ haben nur Vorteile durch diese Kameradschaft! Sicherlich sind Knobelabende nicht jedermanns Sache, dennoch ist das Interesse vorhanden und das ist gut so. Mitglied sein tut nicht weh! Und hat auch Vorteile! Jedes Mitglied bekommt die Zeitschrift „Der Aufklärer“ frei Haus für einen geringen Kostenbeitrag. Überschuss wird zur Unterstützung von Projekten der Soldaten genutzt, z.B. Eutiner Seelauf (Obst, Startnummern usw., Geschenke für Soldatinnen/Soldaten im Auslandseinsatz). Ich, als zweiter Sprecher der Kameradschaft, würde mich sehr über den einen oder anderen Vorschlag für eine „andere“ Veranstaltung freuen! Ich stehe jedem, als Ansprechpartner, zur Verfügung. Die Verfasser erfasser der Artikel 29


Technik Bundeswehr

A G L S

Spähtrupp im virtuellen Einsatz Der Simulator ist endlich da! Nach Jahren der Vorbereitung und Planung ist nun endlich am 16. Mai 2013 der Gefechtssimulator für den Spähtrupp Fennek in der Rettberg Kaserne eingetroffen und im technischen Bereich aufgebaut worden. Die offizielle Übergabe Das Ausbildungsgerät Gefechtssimulator leichter Spähtrupp, kurz AGLS, ist die Zukunft der simulationsgestützten Gefechtsausbildung in der Heeresaufklärungstruppe. Das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ ist mit dem ersten ausgelieferten Seriengerät einmal wieder die Speerspitze. Grund genug, an dieser Stelle das System und den Nutzen für die Gefechtsausbildung darzustellen. Interaktive Ausbildung Der AGLS ist ein hochleistungsfähiges Simulationssystem zur Ausbildung des Spähtrupps Fennek. Er ermöglicht die interaktive Ausbildung des Kommandanten, Systembedieners und Kraftfahrers im Systemverbund, den ein moderner Spähtrupp abbildet. Dieses in realistisch abgebildeten Einsatzszenarien, die theoretisch jede nur erdenkliche Einsatzregion abbilden können. Die Darstellung erfolgt über hochauflösende Projektoren und Bildschirme, die bei dem Kommandanten eine 360° Sicht und dem Fahrer eine Sicht von über 200° zulassen. Umgebungsgeräusche werden über moderne THX Soundanlagen wiedergegeben. Eine Technik, die ansonsten in modernen Kinos verwendet wird, Geräusche aus verschiedenen Richtungen kommen lässt und Geräuschquellen damit lokalisierbar macht. Detailgetreu nachgebildet Der Gefechtssimulator bildet die für die Ausbildung notwendigen Funktionen des Spähtrupps ab: wie z.B. verschiedene lafettierte Waffen wie das 30

MG3 oder die Granatmaschinenwaffe, Kommunikationssysteme, Bildverstärkerbrillen, Fernrohre, GPS, Handwaffen und viele mehr. Hierzu ist die Besatzungskabine des Spähwagen Fennek zweimal detailgetreu nachgebildet. Hohe Detailschärfe Das System stellt auch den „Abgesessenen Einsatz“ (AE) ohne Fahrzeug in einer hohen Detailschärfe dar. Hier können neben dem Einsatz der Handfeuerwaffen klassische abgesessene Aufklärungsaufträge durchgeführt werden, wie Brückenerkundung, Beobachten auf eine Ortschaft oder ähnliches. Dazu können dort auch die modernen Subsysteme des Spähtrupps, wie der Einsatz von Bodensensoren oder kleinen Aufklärungsdrohnen in nahezu allen Funktion durchgeführt werden. Systemverbund von Subsystemen Wie diese kleine Aufstellung deutlich macht, ist der Betrieb und die Ausbildung des modernen Spähtrupps sehr komplex. Hier hilft es, den Spähtrupp nicht mehr nur als die Einheit von 2 oder 3 Gefechtsfahrzeugen zu begreifen, sondern als Systemverbund von vielen Subsystemen, die sich einander ergänzen und z.T. übergreifende Aufklärungsleistungen erbringen. Das Beherrschen dieses Systemverbundes stellt eine besondere Herausforderung für unsere hier eingesetzten Soldaten dar und gebietet uns eine hochintensive Ausbildung am Gerät und im System durchzuführen. Der Ausbildung

im freien Übungsgelände und der Schießausbildung auf Truppenübungsplätzen sind aus nachvollziehbaren Umweltschutz-, Sicherheitstechnischen und finanzpolitischen Gründen immer enger werdende Grenzen gesetzt. Der Gefechtssimulator bietet hier eine kostenbewusste, umweltschonende und dabei qualitativ hochwertige Alternative. Dazu kommt der deutlich verminderte Zeitaufwand im Vergleich zu z.B. konventioneller Schießausbildung. Im Gefechtssimulator können Taktiken und Verfahren einfacher, verständlicher und isolierter dargestellt, ausgebildet und geübt werden, als bei jeder Gefechtsausbildung auf dem Übungsplatz. Komplexes Systemverständnis Gefährliche Einsätze können ohne Risiko wiederholbar trainiert werden. Die Simulationen lassen diverse Varianten der Ausbildung zu. Klassisch kann von der Einweisung bis hin zum komplexen Systemverständnis jedes Besatzungsmitglied auf seiner Position ausgebildet werden. Die Zusammenarbeit und Kommunikation auf dem Spähwagen und innerhalb des Spähtrupps kann bei sämtlichen Schieß- und Gefechtsübungen trainiert werden. In komplexen Lagen können ganze Aufklärungsoperationen in Zusammenarbeit mit anderen Kräften wie z.B. Kampftruppe, Luftwaffe und Artillerie dargestellt werden. Dieses alles bei allen Tages- und Nachtzeiten sowie Der Aufklärer


Technik Bundeswehr

AGLS derzeit ohne Vergleich Gewinn für die Ausbildung im AufklBtl 6 „Holstein“

auch bei allen Witterungszuständen. Die Detailschärfe geht hier soweit, dass die Straßen bei Schnee glatt werden… Die Übungen können aus einem Leitungs- und Kontrollstand angelegt, überwacht und geleitet werden. Hier wird das Verhalten der Besatzungen komplett überwacht und aufgezeichnet. So kann eine Übungsnachbesprechung mit Bildern aus der Übung viel verständlicher erfolgen und der Lerneffekt deutlich verstärkt werden. Realistische „grüne“ Ausbildung Die Leistungsfähigkeit des AGLS schlägt alte Simulationssysteme für Ausbildung und Übung um Längen und ist im Deutschen Heer derzeit ohne Vergleich. Dennoch kann ein Simulator realistische „grüne“ Ausbildung im freien Übungsgebiet und auf Truppenübungsplätzen natürlich nicht gänzlich ersetzen. Es ist etwas anderes, ob man sich nach dem Frühstückskaffee im leichten Feldanzug satt und ausgeschlafen in einen vollklimatisierten Simulator setzt, oder ob man nach vier Tagen draußen mit Wachschichten und Feldverpflegung, bei Kälte oder Hitze seine Leistung abrufen muss. Der Simulator bietet uns allerdings die Möglichkeit, die Truppe auf Aus-

Der Aufklärer

bildungsabschnitte, Truppenübungsplatzaufenthalte und Einsätze optimal vorzubereiten.

Höchste technische Ausrüstung im Simulator

Ein Klick im Computer Wer eine Übung im Simulator 10-mal geschossen und erfüllt hat, wird mit einem anderen Gefühl auf die Schießbahn fahren, als der Soldat, der zum ersten mal die Waffe auf ein Ziel richtet. Eine vorher nie dagewesene Detailschärfe und Flexibilität gibt uns die Möglichkeiten Operationen zu trainieren, die sonst nicht darstellbar wären. Wir können einen Angriff auf ein Fahrzeug und anschließendem Feuergefecht in einer belebten Stadt auf einem Übungsplatz nicht nachstellen. Die Zusammenarbeit des Spähtrupps mit Artillerie und Luftwaffe, inklusive Wirkung im Ziel, wird aufgrund der hohen Kosten selten im scharfen Schuss geübt - im Simulator ist das ein Klick im Computer. Ein Schießen auf dem Truppenübungsplatz bedingt wochenlange Planung und Anforderungen, Vorbereiten der Fahrzeuge und

der Waffen, Packen der Ausrüstung, Marsch auf den Übungsplatz, Belehrungen, Nachbereitungen usw. - zum Simulator können die Soldaten in 5 Minuten laufen. Unser Fazit Der Simulator AGLS ist ein echter Gewinn für die Truppenausbildung im Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ und ein echtes Stück Zukunft und Hochtechnologie in unserer Rettberg-Kaserne. Erstellt durch das Redaktionsteam:

Hauptmann Vargas v. Rentzell, Stabsfeldwebel Wolfgang Delz, Stabsfelwebel Dirk Frings

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Bataillon

Ehrenformation der Eutiner Aufklärer in Münster Eutiner brillierten beim Großen Zapfenstreich im September diesen Jahres Im Frühsommer diesen Jahres ereilte das Bataillon ein für die heutige Zeit eher ungewöhnlicher Auftrag. Mangels Verfügbarkeit und aufgrund großer Termindichte des Wachbataillons der Bundeswehr aus Berlin, hatte unser Bataillon den ehrenvollen Auftrag erhalten, zwei sogenannte Truppenzapfenstreiche durchzuführen. Zunächst zur Verabschiedung des Deutschen Heeres aus Koblenz am 11. September 2013 und vierzehn Tage später am 25. September zur Zuruhesetzung des kommandierenden Generals des Deutsch- Niederländischen Korps in Münster. Knappe Vorbereitungszeit Durch den Hochwassereinsatz an der Elbe und den anschließenden Sommerurlaubszeitraum, reduzierte sich die reine Vorbereitungszeit auf knapp fünf Wochen Ausbildung. Um alle beteiligten Soldaten mit der Bedeutung und der Geschichte des Zapfenstreichs vertraut zu machen, wurde der Beginn der praktischen Ausbildung durch Einweisungsunterrichte eingeleitet. Daher auch an dieser Stelle für die interessierten Leser ein kurzer Exkurs in die Geschichte des Zapfenstreichs. Zurück in die Vergangenheit Die erste nachweislich bekannte Erwähnung führt in die Zeit der Landsknechte ins späte 15. und 16. Jahrhundert zurück.Wenn die Landsknechte zur befohlenen Zeit in die Lager zurückkehren sollten, gingen Offiziere 32

in Begleitung eines Trommlers und Pfeifers durch die Wirtshäuser und schlugen mit einem Stock den Streich (= Schlag) auf den Zapfen des Fasses. Dies bedeutete das Ende des Ausschankes für die Soldaten. Dieser musikalische Befehl wurde von den Landsknechten Zapfenstreich genannt. Fehlverhalten wurde hart bestraft. Durch den sächsischen Oberstleutnant Johann Friedrich v. Flemming wurde dieser militärische Brauch 1726 erstmals in seinem Buch „Der vollkommene deutsche Soldat“ beschrieben. „Ich bete an die Macht der Liebe“ Im Laufe der Militärgeschichte wurde der Zapfenstreich ständig weiterentwickelt und entstand in seiner heutigen Form in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. Er ließ während der Zeit der Befreiungskriege 1813 den Zapfenstreich um das Präsentieren des Gewehrs, das Spielen eines Militärliedes und ein stilles Gebet erweitern. Dabei setzte sich schon bald der noch heute gespielte Choral, „Ich bete an die Macht der Liebe“, durch. Reichsgründung 1871 Der spätere Musikdirektor des preußischen Gardekorps, Wilhelm Wieprecht, stellte den Großen Zapfenstreich als militärisches Zeremoniell zusammen und führte diesen erstmalig am 12. Mai 1838 in Berlin zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus I. auf. Nach der Reichsgründung 1871 wurde, bei Anwesenheit des Kaisers, vor dem Gebet die Kaiserhymne „Heil dir

im Siegerkranz“ intoniert. Seit 1922 erfolgt zum Abschluss des Zapfenstreiches das Abspielen der Nationalhymne. Inzwischen wird bei Anwesenheit hoher ausländischer Gäste oder Truppenteile auch deren Nationalhymne gespielt. Höchstes militärisches Zeremoniell Der Große Zapfenstreich ist Teil, der in der Bundeswehr gepflegten Militärtradition und wird heute als das höchste militärische Zeremoniell, insbesondere zur Ehrung von Persönlichkeiten vorgenommen. Grundsätzlich wird der Große Zapfenstreich durch das Wachbataillon der Bundeswehr durchgeführt. Wenn ein anderer Truppenteil der Bundeswehr einen Zapfenstreich durchführt, spricht man von einem Truppenzapfenstreich. Dies soll als kurzer Hintergrund genügen. 144 Soldaten des Bataillon Die Ausbildung im Bataillon begann mit einer Einweisung der Ausbilder beim Wachbataillon in Berlin. Dort wurden die Grundlagen der Fackelträger und für die Waffenzüge gelegt. Unter der Federführung der 2./- und 4./- Kompanie wurden je ein Waffenzug aufgestellt und die 1./- Kompanie zeichnete sich für die Fackelträger verantwortlich. Summa summarum waren 144 Soldaten des Bataillon in der Formation gebunden. Zusätzlich waren noch sogenannte Fackelnachreicher im Einsatz, um das stimmungsvolle Bild der Formation bei Nacht am Leben zu erhalten. Auf dem Exerzierplatz der Der Aufklärer


Bataillon

Soldaten aus Eutin, so gut wie das Wachbataillon Vor eindrucksvoller Kulisse war der Einsatz für das Batallion ein großer Erfolg Rettberg Kaserne wurden die Örtlichkeiten der Aufführungsorte nachgezeichnet, um unter realistischen Größenordnungen zu üben. Kein Bart, kein Bauch, keine Brille Nach der nicht ganz so strengen Auswahl des Personals wie beim Wachbataillon (kein Bart, kein Bauch, keine Brille) und der individuellen Herstellung von Anzug und körperlicher Fitness, konnte bereits in der zweiten Woche mit der Ausbildung in der großen Formation begonnen werden. Der geneigte Leser mag sich fragen, warum so ein verhältnismäßig langer Zeitraum für eine solche Ausbildung notwendig ist? Legt man jedoch die Ausbildungszeit des Wachbataillons von mehreren Monaten zugrunde und schaut man sich die Ergebnisse an, erscheinen fünf Wochen gar nicht mehr so lang. Leider kein Einsatz in Koblenz Absolute Disziplin und Konzentration sind genauso von jedem Einzelnen gefordert, wie das Standhalten in extremen Witterungsverhältnissen bei Tag und Nacht. So gestaltete

Der Aufklärer

sich die Ausbildung im Wesentlichen in Marschausbildung und der Durchführung des Großen Zapfenstreiches. Die Abnahme durch ein Ausbilderteam des Wachbataillons verlief daher auch sehr erfolgreich und ohne größere Korrekturen. Unsere Ausbilder hatten gute Arbeit geleistet. Bei den abschließenden Ausbildungen bei eingeschränkter Sicht unter Fackelschein, konnten sich sowohl Angehörige von Soldaten, als auch einige Kameradschaftsmitglieder einen Eindruck von der guten Vorbereitung machen. Die kurzfristige Absage eines Auftrages für das Wachbataillon verhinderte leider unseren Einsatz in Koblenz beim Abschied des Deutschen Heeres aus der Garnisonsstadt. Das Wachbataillon konnte diesen Auftrag selbst wahrnehmen. Der Große Zapfenstreich in Münster vor der eindrucksvollen Kulisse des Schlosses, wurde für das Bataillon jedoch zu einem herausragenden Erfolg und fand sowohl bei nationalen wie bei internationalen Gästen höchste Anerkennung. Ohne Zwischen- und Ausfälle Die musikalische Durchführung lag

beim Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster, mit denen wir vor Ort die abschließende Stellprobe und die Generalprobe absolvierten. Die wenigen anwesenden Gegendemonstranten konnten zwar durch eine permanente Geräuschkulisse den Großen Zapfenstreich akustisch stören, haben durch ihr Verhalten aber auch gezeigt, dass es leider in unserer Gesellschaft Gruppierungen gibt, für die offensichtlich Geschichte, Tradition und Ehre offenbar Fremdwörter zu sein scheinen. Nichtsdestotrotz verlief der Große Zapfenstreich ohne Zwischen- und Ausfälle. Für alle Beteiligten des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“, die an der Vorbereitung und Durchführung des Großen Zapfenstreiches beteiligt gewesen sind, war es eine besondere Ehre dabei gewesen zu sein.

Major Christoph von Freymann

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2. Kompanie

Gewalttat als Inszenierung der 2. Kompanie Die vermeintliche Leiche war allerdings nur eine nette Puppe Ein grausames Bild bot sich gestern auf der Panzerwaschanlage der Rettberg Kaserne: Eine blutüberströmte Leiche liegt auf dem Boden. Offensichtlich wurde der Mann das Opfer einer Gewalttat. Wer ist er? Wer hat ihn umgebracht? Dem Mörder auf der Spur Die vermeintliche Leiche war freilich eine Puppe und der Tatort mit zahlreichen Artefakten dekoriert. Die Szene bildete den Auftakt für eine Mördersuche, auf die sich gestern die Soldaten der 2. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 begaben. „Teamfähigkeit trainieren“ lautete das Ziel für diesen ungewöhnlichen Aktionstag, den die Soldaten der Einsatzkompanie in Zivil absolvieren durften. Und die Mörderjagd in jeweils zehn Soldaten starken Gruppen war eine moderne Form der Schnitzeljagd, in der auch der „Ostholsteiner Anzeiger“ eine Rolle spielte.

Foto des Mordopfers Den Tatort verließen die Gruppen mit mehreren wichtige Hinweisen: Ein Foto sagte ihnen, wie das Mordopfer aussah, daneben ließen Utensilien den Schluss zu, dass hier zwei Männer geangelt und erheblich Alkohol getrunken haben mussten, bevor es zu einer 34

Gewalttat kam. Leere Packungen und ein Kassenbon brachten die Ermittler als erstes darauf, in einem Schnellrestaurant im Gewerbegebiet nachzuforschen. Dort wartete auf die Gruppen, die jeweils von einem „Schiedsrichter“ begleitet wurden, ein Rätsel. Dessen Lösung brachte den Hinweis, dass sich eine weitere Spur im aktuellen Ostholsteiner Anzeiger finden lasse. Spuren im Ostholsteiner Anzeiger Also auf in die Stadt, eine Zeitung kaufen, lautete die nächste Aufgabe. Und auf Seite 3 des OHA stand eine Anzeige: „Ja, wir trauen uns“ verriet dort ein Paar. Das Foto zeigte sowohl das Mordopfer als auch eine junge Frau vor einem Sonnenstudio, womit die nächste Anlaufstation klar war. In dem Solarium am Rehhorst erfuhren die Fahnder von der jungen Frau „Anja“, dass der Ermordete ihr Verlobter gewesen sei und Peter geheißen habe. Der habe sich am Tag zuvor mit seinem Freund Klaus Mustermann zum Angeln getroffen. Eutiner Polizeistation Mit diesem Klaus Mustermann habe sie allerdings auch eine Beziehung gehabt, und Peter habe bei diesem Treffen seinem Freund „reinen Wein“ über die geplante Hochzeit einschenken wollen. Den Wohnort von Klaus Mustermann kenne sie nicht, aber er sei der Polizei kein Unbekannter. In der Eutiner Polizeistation, dem nächsten Etappenziel, erfuhren die Fahnder, dass sich Klaus Mustermann vermutlich in einem Gebäude in der Oldenburger Landstraße aufhalte. Im Dachgeschoss des Offizierscasinos stießen die Gruppen schließlich auf Klaus Mustermann, der gestand, Peter aus Eifersucht umgebracht zu haben.

Janina Smith freute sich Alle sechs Gruppen schafften es, die Mördersuche erfolgreich abzuschließen, wobei das schnellste Team zweieinhalb Stunden brauchte. Die Gruppe, die am längsten unterwegs war, brauchte nur knapp 30 Minuten mehr. Ihren Spaß hatten mit dieser Aktionstag nicht nur die Soldaten, sondern auch Janina Smith vom Sonnenstudio, die in die Rolle von Anja geschlüpft war. Gab es irgendwelche Reaktionen nach der Veröffentlichung der eigens für dieses Spiel konstruierten Anzeige? „Es gab einen Anruf: Der Vater meines echten Freundes wollte wissen, was denn jetzt los sei?“ Der Mann konnte beruhigt werden, auch per Facebook waren die Freunde des Geschäftes über dieses Spiel aufgeklärt worden. Die 27-jährige Janina Smith erzählt weiter: „Ein Soldat der Kompanie, der zu unseren Kunden gehört, hatte mich gefragt, ob ich mitmachen würde. Klar, wir sind für jeden Spaß zu haben.“ Geselligkeit nach dem Mord Teil des Aktionstages, den Sebastian Scholz, Christian Both, Stefan Hansen und Kevin Huuk vorbereitet hatten, war ein geselliger Ausklang mit Siegerehrung. Da durfte natürlich auch „der Mörder“ Kay K. teilnehmen. Wie wird man „der Böse“ in einem solchen Spiel, wurde nach Freiwilligen gesucht oder ein Befehl erteilt? „Nein. Ich wurde gefragt, ob die Rolle übernehmen würde und habe Ja gesagt.“ Redaktion Achim Krauskopf / OHA

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RSUKr Holstein

RSU-Kompanie H

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Die beiden Kompanien der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKp) in unserem Bundesland, SCHLESWIG und HOLSTEIN, wurden am 24.05.2013 auf dem Gelände des Marinestützpunktes Kiel feierlich in den Dienst gestellt. Rechts: Vizeadmiral Nielson, Ministerpräsident Albig, Oberst i.G. Wendroth Links: Übergabe Fahne d. Oberst i.G. Wendroth, Oberstleutnant Fischer Oben: Übergabe der Patenschaftsurkunden an Oberstleutnant d.R. Lehmann (RSU SCHLESWIG/ links), und Oberstleutnant d.R. Fischer (RSU HOLSTEIN / rechts)

RSU-Kompanien Begleitet von großem Interesse aus Politik und Gesellschaft des Landes Schleswig-Holstein und regem Medieninteresse, schritten der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst i.G. Wendroth und der Inspekteur der Streitekräftebasis, Vizeadmiral Nielson, zusammen mit dem Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Thorsten Albig, die Front der angetretenen RSU-Kompanien und der Ehrenzüge ab. Übergabe der Truppenfahnen Höhepunkte der Veranstaltungen waren die Übergabe der Truppenfahnen an die beiden Kompaniechefs und die Übergabe der Patenschaftsurkunden durch die beiden Patenverbände. Das FlaRakG1 aus Husum ist Patenverband der Kompanie SCHLESWIG und das AufklBtl 6 „Holstein“ ist Patenverband der Kompanie HOLSTEIN. Die RSU-Kompanien über-

Der Aufklärer

nehmen bei Bedarf beispielsweise Sicherungsaufgaben. Zudem stehen sie bei Katastrophen und schweren Unglücken für Hilfseinsätze zur Verfügung. Dabei kommt den Soldaten der RSU-Kräfte ihre Ortskenntnis besonders zugute, denn die Einheiten wurden flächendeckend in ganz Deutschland aufgestellt. Seite an Seite Die ersten Kontakte zwischen den Verbänden spiegeln bereits das Erleben von Kameradschaft und Unterstützung wieder. So waren mehrere Kameraden der RSUKp HOLSTEIN zu Gast beim diesjährigen „Tag der offenen Tür“ des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ und einige Kameraden haben auch Seite an Seite mit den Kameraden des Bataillons am Lauf um den Eutiner See teilgenommen. Beim ersten größeren

Übungsvorhaben der RSUKp HOLSTEIN auf dem Truppenübungsplatz PUTLOS, kann diese auf die tatkräftige und wichtige Unterstützung der Aufklärer-Kameraden zurückgreifen. Kameradschaftliche Erlebnisse Alle Beteiligten sind hoch motiviert bei der Mitarbeit in der RSU-Kompanie und freuen sich auf viele kameradschaftliche Erlebnisse und Herausforderungen in der neuen Einheit.

Gerrit Grupe, OLt d.R.

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Patengemeinden

Bungsberg - Patengemeinde in Schönwalde Die 2. Kompanie beobachtet das Geschehen rund um dem Turm Seit Jahrzehnten ist die 2./6 eng verbunden mit Schönwalde. Das jährliche Biwak und gemeinsame Veranstaltungen haben ein enges Band der Freundschaft zu dieser Gemeinde geknüpft. Nun steht das Geschehen am Bungsberg im Focus der Ereignisse. Gespannt verfolgt die Rote Zwote die Entwicklungen. Erlebnis Bungsberg nimmt Gestalt an Grundsteinlegung auf dem Bungsberg. Der lange Winter hat den Start der Bauarbeiten für das Erlebnis Bungsberg zwar etwas verzögert, aber nun freuen sich die Gemeinde Schönwalde und der Kreis Ostholstein, die den Zweckverband Bungsberg bilden, sowie die Sparkassen-Stiftung Ostholstein über den Baubeginn. „Für die Gemeinde Schönwalde geht mit dem heutigen Tag ein langer Weg zu Ende mit dem Ziel, den Bungsberg wiederzubeleben“ sagte Bürgermeister Alfred Plötner. Geplant sind am Bungsberg der Wiederaufbau der dort ehemals vorhandenen Waldschänke, der Bau eines Bildungsspaßgebäudes und zahlreiche Aktionsräume und Spielplätze. Interessantes Freizeitziel Landrat Reinhard Sager betonte anlässlich der Grundsteinlegung, dass der Bungsberg wieder „das“ Erlebnis und ein interessantes Freizeitziel für die ganze Familie werden soll. „Ich bedanke mich für den Zweckverband besonders bei der SparkassenStiftung Ostholstein für die große Unterstützung und freue mich auch über die Förderung als Leuchtturmprojekt durch die AktivRegion SchwentineHolsteinische Schweiz und die Landesregierung“ unterstrich der Landrat. Fünf Millionen Investment Insgesamt investieren der Zweckverband und die Sparkassen-Stiftung Ostholstein in den nächsten Jahren ca. 5 Mio. Euro in die Gebäude und das gesamte Umfeld. Im Rahmen des Projektes „BildungsSpass Ostholstein“ will die Sparkassen-Stiftung Ostholstein den Bungsberg als außerschulischen Lernort etablieren. Dazu wird ein BildungsSpass-Gebäude errichtet, das für Kindergartenkinder und Grundschüler hervorragende BedinDer Aufklärer

gungen bietet. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Holstein, Dr. Martin Lüdiger, erklärte hierzu, dass das Engagement der Sparkassen-Stiftung Ostholstein es den Kindern im Kreis Ostholstein ermögliche, einmal im Jahr kostenlos eine Einrichtung wie hier am Bungsberg zu besuchen. „Es wird den Kindern hier viel Interessantes und neue Zusammenhänge geboten, die den Unterricht bereichern und ein ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand ermöglichen, so Dr. Lüdiger. Wiederbelebungskonzepte In der Vergangenheit hatte es schon viele Konzepte und Überlegungen zur Wiederbelebung des Bungsbergs gegeben. Erst durch das Engagement der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, die Förderung durch die AktivRegion und die konzentrierte Arbeit in der Lenkungsgruppe des Zweckverbandes konnten die vielen Probleme, die mit dem Standort in der Vergangenheit verbunden waren, gelöst werden. Dank gilt auch den vielen Begleitern des Projektes, wie dem Förderverein Bungsberg, der Kirche, dem Museumsverein der Kirche oder der Schule, die sich positiv eingebracht haben. Pädagogische Konzepte „Den Landesforsten Schleswig-Holstein, sei an dieser Stelle ebenfalls gedankt, denn mit ihnen kann das pädagogische Konzept für die Kindergärten und Schulen am Bungsberg erst aktiv umgesetzt werden“ so Dr. Lüdiger. Auch wenn das BildungsSpass-

Fotos: Weppler, Horst Gebäude noch nicht zur Verfügung steht, startete am 14. Mai bereits die erste Testphase des pädagogischen Konzeptes mit einer Schulklasse der Grundschule aus Schönwalde, da die meisten Aktivitäten im Freien stattfinden und das Gebäude auch zukünftig nur als Ausweichmöglichkeit und Ergänzung bei schlechtem Wetter eingebunden werden soll. Das BildungsSpass-Gebäude wird außerdem für Ausstellungen zur Verfügung stehen. Das Frühjahr 2014 Bis zur Fertigstellung des Bildungsgebäudes wird diese Pilotphase mit wöchentlich zwei Schulklassen durchgeführt werden. Die Baufertigstellung des Bildungsgebäudes wird nach den Herbstferien 2013 erwartet. Die Fertigstellung und die Inbetriebnahme der Gastronomie wird für das Frühjahr 2014 geplant. Horst Weppler Fachdienst regionale Planung des Kreises Ostholstein 37


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