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Magazin | Seite 13

PfäffikerIN | Juli 2014

DAS PORTRÄT Janosch Baer

DAS PORTRÄT

Feuerwerker aus Passion Seit einigen Jahren organisiert Janosch Baer am 1. August im Mühlequartier ein Feuerwerk mit Überraschungen. Für die Zukunft würde er zu gerne das Spektakel ausbauen und aufs Römerkastell ausweichen.

zeugen, dass es – auch aus Gründen der Sicherheit – doch attraktiv wäre, wenn sich die Besucher der 1.-August-Feier an einer gemeinsamen, grösseren Produktion beteiligen würden, statt dass alle ihre eigenen kleinen Vulkane mitbrächten. Die Kinder könnten ja dennoch etwas anzünden. Der VVP wollte am bisherigen Konzept jedoch nichts ändern. Und so lässt der Hobbyfeuerwerker auch dieses Jahr das Mühlequartier mit buntem Feuerwerk erleuchten. So ganz aufgegeben hat er seine Pläne allerdings noch nicht.

Foto: Michael Geyer

hjk. Da soll jemand sagen, unsere Jungen hätten keine Initiative. Janosch Baer, 19, der soeben seine Lehre als Versicherungskaufmann bei der Generali-Versicherung abgeschlossen hat, ist seit Jahren vom Feuerwerkervirus befallen und organisiert seit 2008 immer professionellere Choreografien mit frei erhältlichem Feuerwerk auf der Wiese im Mühlequartier. «Die Leute im Quartier wissen,

dass sie kein eigenes Feuerwerk kaufen müssen. Wenn ihnen das von mir Gebotene zusagt, honorieren sie das mit einem finanziellen Zustupf. Ich beziehe mein Feuerwerk von professionellen Anbietern aus der Schweiz, zum Beispiel von der Firma Hirt, die jeweils auch für das Pfäffiker Silvesterfeuerwerk verantwortlich zeichnet. Für dieses Jahr habe ich am 1. August mit Beginn um 22.30 Uhr ein rund 8½-minütiges Feuerwerk programmiert, das mich gut tausend Franken kostet. Dank dem einen oder anderen ‹Nötli›, das mir die Besucher jeweils zustecken, bekomme ich immerhin einen Teil der Unkosten zurückerstattet». Vor Jahresfrist versuchte Janosch Baer die Verantwortlichen des VVP davon zu über-

Schlussbild aus dem Silvesterfeuerwerk 2013

Aufwendige Kurse Seit diesem Jahr gelten für das Abfeuern von Feuerwerk dieselben neuen Bestimmungen wie in der EU. Feuerwerkskörper der Kategorie 4 benötigen einen Ausweis mit Prüfung. «Mit frei erhältlicher Ware kann trotzdem etwas Attraktives auf die Beine gestellt werden», weiss Janosch Baer aus Erfahrung. Er programmiert seine Feuerwerke selbst. Gezündet wird das Feuerwerk mit einer Funkzündanlage nach einem exakt definierten Plan. Die einzelnen Effekte lassen sich auf die Millisekunde genau zünden. Die Wiese wird grossräumig abgesperrt, niemand darf die Gefahrenzone betreten. «Und dann brauche ich nur noch den Startknopf zu drücken. Das Feuerwerk wird per Funk gezündet, und auch ich kann mich zurücklehnen und es geniessen.» Janosch Baers Faszination am Feuerwerk ist übrigens aus der Angst geboren, die er als kleiner Bub jeweils hatte. «Bis heute

Janosch Baer mit Zündanlage und Funkfernsteuerung habe ich vor Feuerwerk immer noch viel Respekt und achte peinlich genau auf die Sicherheit», so der 19-Jährige. Niemals würde er vor dem Abfeuern auch nur einen Schluck Alkohol trinken. Als Traum, den er sich einmal verwirklichen möchte, bezeichnet er den Kursbesuch mit Abschluss für ein grosses Feuerwerk. Damit verbunden sind Unkosten von rund 5000 Franken. Die will er sich schon bald einmal zusammensparen. Vorerst hofft er nun auf eine begeisterte Nachbarschaft im Mühlequartier.

Pfäffiker Kino Open 2014

Im Dauerregen fast ertrunken Das missliche Wetter machte den Organisatoren des Kino Open am Seequai einen «pflotschnassen» Strich durch die Erfolgsrechnung. hjk. Das haben die Organisatoren des alljährlich durchgeführten und bei vielen Pfäffikerinnen und Pfäffikern zum festen Bestandteil ihrer Ausgehgewohnheiten gewordenen Kino Open nicht verdient. Ausgerechnet Anfang Juli machte Petrus nicht mit und schickte seine dicksten Wolken en masse nach Pfäffikon. Statt allabendlich gegen tausend bestgelaunte Filmfreunde fanden sich jeweils nur wenige hundert am Seequai ein. Die meisten hatten sich frühzeitig einen Platz in den gedeckten Zeiten reserviert und genossen vor der grossen Dusche ein feines Essen. Wie Thomas Lüthi am Schlussabend kurz

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nach einem besonders heftigen Gewitter bestätigte, verfügen die Veranstalter über keine Defizitgarantie der Gemeinde. Zum Glück hat der Veranstalter aus besseren Jahren Reserven angelegt. Auch ein – kleiner – Trost: Je weniger zahlende Besucher, desto weniger muss der Veranstalter dem Verleih zahlen. Ob tatsächlich, wie von Lüthi vermutet, eine gewisse Sättigung das Interesse am Open-Air-Kino beeinträchtigt und zum Besucherrückgang beitrug, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Denn von einem Regenjahr lassen sich die Pfäffiker Organisatoren kaum abschrecken. Aber auch für die Vereine, welche die Essstände rund um die Sitzplätze betreiben, dürfte das diesjährige Kino Open kaum nachhaltig positiv in Erinnerung bleiben. Freuen wir uns also schon heute aufs nächste Mal.

Eine halbe Stunde vor Beginn dominiert noch Morast die Szene. Nur die Essenszelte rund um das Areal sind gut besetzt. Auch am letzten Abend setzte zehn Minuten nach dieser Aufnahme wieder Starkregen ein

17.07.14 13:05

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PfäffikerIN Juli 2014  

Die Informationszeitung für Pfäffikon ZH

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