Das Interview
WIE KAM ES ZUR IDEE PREMIUM-SPEZIALVERBUND STILKONCIL? Wir wissen um die Vielzahl an Einzelhänd lern, die noch nicht in Händlergemeinschaf ten orga nisiert sind, insbesondere in den urbanen Gebieten. Es gibt zwar kleinere Verbände und auch Zusammenschlüsse einiger Händler, die im Bereich Marketing unterstützen und auch für Austausch unter den Händlern sorgen. Bereiche, wie Ein kauf und Personal aber nicht berücksichtigt werden. Unser Ansatz, sowohl Händler als auch Hersteller beratend zur Seite zu stehen, ist jedoch bisher in dieser Form nicht vorhan den. Synergien mit Händlerkollegen zu er zielen, ist bereits gängiger und verbreiteter, wir sehen aber ebenso die Notwendigkeit der Markenhersteller, sich o ffener gegen über Händlergemeinschaften zu zeigen. Durch immer weniger Point of Sales verän dert sich derzeit auch das Vertriebsumfeld der Hersteller drastisch. Hierbei muss jedoch ein klarer Nutzen für die Industrie sichtbar werden, den wir als Service- und Beratungs gesellschaft Stilkoncil schaffen wollen.
interview _ oliver glinski, senior consultant stilkoncil bringt die marke zur marke
14/15
SIE WOLLEN FÜR DEN PREMIUMBEREICH IM EINRICHTUNGSMARKT EIN SPRACHROHR SEIN – WAS IST IHR ANSPRUCH DABEI? Unser Anspruch ist in der Tat hoch. Wir sehen eine dringende Notwendigkeit, dass sich die Branche ein stückweit neu erfinden muss! Wir müssen den Besuch eines Ein richtungshauses viel mehr zum Erlebnis für den Endkunden machen. Die Dienstleis tungen der Möbelhändler sollten nicht nur mehr in den Fokus gerückt werden, sondern eine kompetente Einrichtungsberatung soll vom Verbraucher wertgeschätzt werden – auch auf monetärer Ebene. Die strukturellen Herausforderungen und Veränderungen des Einzelhandels sind gravierend, darauf müssen wir reagieren und aus dem „Dorn röschenschlaf“ aufwachen, sonst über holen uns andere. Des Weiteren werden die prägnanten Themen Nachhaltigkeit und Ökologie noch zu wenig mit Qualität beim Möbelkauf verbunden. Dabei ist die Investition in ein lang lebiges und zeitlo ses Markenmöbel definitiv zeitgemäß und richtig – auch für die jüngere Generation, die wir offenbar nicht mehr erreichen.
Stilkoncil fördert die Zusammenarbeit zwischen Händlern und Herstellern Oliver Glinski erörtert das Konzept
WIR MÜSSEN REAGIEREN UND AUS DEM „DORNRÖS CHENSCHLAF“ AUFWACHEN, SONST ÜBER HOLEN UNS ANDERE SEGMENTE.
WIE SOLL DAS KOOPERATIONS MODELL ZWISCHEN HOCHWERT-, DESIGN-MÖBELHÄNDLERN MIT DER MARKENARTIKEL-INDUSTRIE AUSSEHEN? Wir wollen das Bindeglied zwischen bei den Parteien sein und als Motor und Moderator dienen. Der hochwertige Einrichtungshandel wendet sich peu à peu von den großen Markenherstellern ab, da die Rabatte und somit der mitunter man gelhafte D eckungsbeitrag existenzgefähr dend sind. Von einer Plattform für Marken möbel entwickelt sich der Einzelhandel immer mehr zur eigenen Händlermarke mit eigenem, individuellen Profil für den End kunden. Das ist natürlich schädlich für die Markenhersteller, die Warenpräsenz und Kunden verlieren. Ziel sollte es also wie der sein, Premiumhersteller mit attraktiver Marge zu verkaufen, denn nur eine Marke schafft es, absolut hochpreisige und im Design kompromisslose Produkte zu ver kaufen. Eine bekannte Marke löst in allen anderen Branchen eine Faszination und Begehrlichkeit aus, die den höheren Preis rechtfertigt. Der Mehrwert für den Kunden über Image und Status einer Möbelmarke nimmt jedoch gerade bei jüngeren Men schen immer mehr ab. Die Bekanntheit von Möbelmarken ist leider in der jüngeren Zielgruppe kaum noch vorhanden. Wenn die Industrie andere Branchen als Vorbild nimmt, kommen wir weiter. Welche Ziel gruppe will ich ganz konkret erreichen. Im Kern geht es um eine höhere Indivi dualisierung im Marketing. Wir wollen beispielsweise dabei helfen, zielgerichtet den gemeinsamen Zugang zum anvisier ten Endkunden zu organisieren. Der Fokus liegt hierbei auf GEMEINSAM. Den Dialog und die Kooperation wollen wir verbessern. WAS IST IHR ANGEBOT, WIE VERBINDEN SIE DIE PARTNER? Wir leben in einer Zeit, in der man als Ein zelhändler mit den vielfältigen Aufgaben eines Unternehmers permanent unter Druck ist. Die Veränderungen im Markt sind gravierend. Der Inhaber eines Einrich tungshauses ist jedoch in erster Linie mit der Planung von Einrichtungen beschäftigt. Oft bleibt wenig Zeit, die eigene unter nehmerische Zukunft zu überdenken und
Das Interview
WIE KAM ES ZUR IDEE PREMIUM-SPEZIALVERBUND STILKONCIL? Wir wissen um die Vielzahl an Einzelhänd lern, die noch nicht in Händlergemeinschaf ten orga nisiert sind, insbesondere in den urbanen Gebieten. Es gibt zwar kleinere Verbände und auch Zusammenschlüsse einiger Händler, die im Bereich Marketing unterstützen und auch für Austausch unter den Händlern sorgen. Bereiche, wie Ein kauf und Personal aber nicht berücksichtigt werden. Unser Ansatz, sowohl Händler als auch Hersteller beratend zur Seite zu stehen, ist jedoch bisher in dieser Form nicht vorhan den. Synergien mit Händlerkollegen zu er zielen, ist bereits gängiger und verbreiteter, wir sehen aber ebenso die Notwendigkeit der Markenhersteller, sich o ffener gegen über Händlergemeinschaften zu zeigen. Durch immer weniger Point of Sales verän dert sich derzeit auch das Vertriebsumfeld der Hersteller drastisch. Hierbei muss jedoch ein klarer Nutzen für die Industrie sichtbar werden, den wir als Service- und Beratungs gesellschaft Stilkoncil schaffen wollen.
interview _ oliver glinski, senior consultant stilkoncil bringt die marke zur marke
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SIE WOLLEN FÜR DEN PREMIUMBEREICH IM EINRICHTUNGSMARKT EIN SPRACHROHR SEIN – WAS IST IHR ANSPRUCH DABEI? Unser Anspruch ist in der Tat hoch. Wir sehen eine dringende Notwendigkeit, dass sich die Branche ein stückweit neu erfinden muss! Wir müssen den Besuch eines Ein richtungshauses viel mehr zum Erlebnis für den Endkunden machen. Die Dienstleis tungen der Möbelhändler sollten nicht nur mehr in den Fokus gerückt werden, sondern eine kompetente Einrichtungsberatung soll vom Verbraucher wertgeschätzt werden – auch auf monetärer Ebene. Die strukturellen Herausforderungen und Veränderungen des Einzelhandels sind gravierend, darauf müssen wir reagieren und aus dem „Dorn röschenschlaf“ aufwachen, sonst über holen uns andere. Des Weiteren werden die prägnanten Themen Nachhaltigkeit und Ökologie noch zu wenig mit Qualität beim Möbelkauf verbunden. Dabei ist die Investition in ein lang lebiges und zeitlo ses Markenmöbel definitiv zeitgemäß und richtig – auch für die jüngere Generation, die wir offenbar nicht mehr erreichen.
Stilkoncil fördert die Zusammenarbeit zwischen Händlern und Herstellern Oliver Glinski erörtert das Konzept
WIR MÜSSEN REAGIEREN UND AUS DEM „DORNRÖS CHENSCHLAF“ AUFWACHEN, SONST ÜBER HOLEN UNS ANDERE SEGMENTE.
WIE SOLL DAS KOOPERATIONS MODELL ZWISCHEN HOCHWERT-, DESIGN-MÖBELHÄNDLERN MIT DER MARKENARTIKEL-INDUSTRIE AUSSEHEN? Wir wollen das Bindeglied zwischen bei den Parteien sein und als Motor und Moderator dienen. Der hochwertige Einrichtungshandel wendet sich peu à peu von den großen Markenherstellern ab, da die Rabatte und somit der mitunter man gelhafte D eckungsbeitrag existenzgefähr dend sind. Von einer Plattform für Marken möbel entwickelt sich der Einzelhandel immer mehr zur eigenen Händlermarke mit eigenem, individuellen Profil für den End kunden. Das ist natürlich schädlich für die Markenhersteller, die Warenpräsenz und Kunden verlieren. Ziel sollte es also wie der sein, Premiumhersteller mit attraktiver Marge zu verkaufen, denn nur eine Marke schafft es, absolut hochpreisige und im Design kompromisslose Produkte zu ver kaufen. Eine bekannte Marke löst in allen anderen Branchen eine Faszination und Begehrlichkeit aus, die den höheren Preis rechtfertigt. Der Mehrwert für den Kunden über Image und Status einer Möbelmarke nimmt jedoch gerade bei jüngeren Men schen immer mehr ab. Die Bekanntheit von Möbelmarken ist leider in der jüngeren Zielgruppe kaum noch vorhanden. Wenn die Industrie andere Branchen als Vorbild nimmt, kommen wir weiter. Welche Ziel gruppe will ich ganz konkret erreichen. Im Kern geht es um eine höhere Indivi dualisierung im Marketing. Wir wollen beispielsweise dabei helfen, zielgerichtet den gemeinsamen Zugang zum anvisier ten Endkunden zu organisieren. Der Fokus liegt hierbei auf GEMEINSAM. Den Dialog und die Kooperation wollen wir verbessern. WAS IST IHR ANGEBOT, WIE VERBINDEN SIE DIE PARTNER? Wir leben in einer Zeit, in der man als Ein zelhändler mit den vielfältigen Aufgaben eines Unternehmers permanent unter Druck ist. Die Veränderungen im Markt sind gravierend. Der Inhaber eines Einrich tungshauses ist jedoch in erster Linie mit der Planung von Einrichtungen beschäftigt. Oft bleibt wenig Zeit, die eigene unter nehmerische Zukunft zu überdenken und
Das Interview
Wir bringen zusammen, was zusammen gehört. Das Premium segment im Einrichtungsmarkt hat mit Stilkoncil den perfekten Ansprechpartner.
sich der aktuellen Probleme anzunehmen. Hierzu braucht es Austausch, Beratung und Anregung. Wir w ollen als kompetenter Ansprechpartner und Netzwerker fungieren. Daraus e rgeben sich Synergien. Und aus Synergie entsteht Effizienz und Nutzen. Die Vorteile sind dadurch sowohl wirtschaftlich, als auch auf menschlicher Ebene zu sehen. Wir kümmern uns ganz individuell um unsere Mitglieder. WIE HOCH IST DER BEDARF AN SO EINEM VERBUND WIE STILKONCIL? Die Branche muss sich der Themenfelder Frequenz, Rentabilität und Personal flächen deckend annehmen, um sich den Veränderungen in der Branche und in unserer Gesellschaft zu stellen und K onzepte zu entwickeln, die den Fort bestand des Premiumeinzelhandels in der Zukunft gewährleistet. Hierbei sollten alle ge meinsam agieren und in einigen Bereichen auch radikal umdenken. Unserer Meinung nach nimmt sich dieser Aufgaben derzeit niemand vollständig an, sondern bedient höchstens punktuell einzelne Bereiche. Wir haben den ganzheitlichen Ansatz im Auge. Das ist sicher von Pioniergeist geprägt, aber unsere Motivation ist hoch.
16/17
WIR HABEN EINEN GANZ HEITLICHEN AN SATZ IM AUGE. DAS IST SICHER VON HOHEM PIONIERGEIST GEPRÄGT, ABER UNSERE MO TIVATION IST HOCH.
HINTER STILKONCIL STEHT DER EMV – WIE BEFRUCHTET SICH DAS GANZE? Selbstverständlich wäre ein solches Projekt ohne den EMV gar nicht möglich. Das Know-how und die Marktbedeutung ist natürlich ein immenser Vorteil für Stilkoncil. Was der EMV heute für seine Gesellschafter ist, nämlich Dienstleister und An sprechpartner auf allen relevanten Ebenen, wollen wir in Zukunft für das Premiumsegment sein. Der Geschäftsleitung des EMV war jedoch von vorn herein klar, dass es eines anderen Umfelds und auch anderer Personen bedarf. Daher auch die Trennung der Gesellschaften. Synergien zwischen beiden sind jedoch von größtem Nutzen für alle Beteiligten. KOMMEN WIR NOCHMALS ZU DEN PREMIUM-MARKENHERSTELLERN IM EINRICHTUNGSBEREICH. WELCHE SYNERGIEEFFEKTE BIETEN SICH FÜR DIE INDUSTRIE? Um gemeinsam den bestmöglichen Zugang zum Endkunden zu organisieren, braucht es schlicht weg eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler. Die Lösung ist es, die Ziele zu synchronisieren. Wir wollen daher als Binde glied zwischen beiden Parteien fungieren, denn beide sollten das Ziele haben, dem Endkunden das bestmögliche Produkt mit starker Service leistung ertragsorientiert zu verkaufen. Im Marken umfeld ist das heute aber immer weniger der Fall. Der Händler verliert durch Rabatte an Deckungs beitrag und der Hersteller mittelfristig Kunden und Ausstellungspräsenz. Da gilt es, g emeinsame Lösungen zu entwickeln und genau dabei, wollen wir als neutrale Instanz helfen.
DER „MENSCHLICHE FAKTOR“ SPIELT IM STATIONÄREN HANDEL DIE ZENTRALE ROLLE. DER BERATER SOLLTE, GERADE IM PREMIUM-BEREICH, AUF AUGEN HÖHE ZUM KUNDEN SEIN. GIBT ES DA AUCH ÜBERLEGUNGEN FÜR PERSONAL- QUALIFIZIERUNGEN? Der Mensch ist das entscheidende Kriterium der Zukunft, ob sich ein hochwertiges Markenmöbel verkauft oder nicht. Daher müssen wir das Defizit an qualifiziertem Personal angehen. Hierzu reicht es unserer Meinung nach nicht, punktuell zu agie ren. Die Branche muss als Arbeitgeber schlichtweg wieder attraktiver werden. Das kreative Umfeld stimmt zwar, aber Arbeitszeiten und Entlohnung sind doch eher unattraktiv für junge Menschen. Daher muss eben auch mehr Geld verdient wer den und das geht nur mit einer besseren Renta bilität, die im Markenbereich jedoch durch Trans parenz des Marktes rapide abgenommen hat. Es muss also auch die Markenindustrie bereit sein, sich dabei zu engagieren, denn nur Kompetenz und Persönlichkeit – im besten Fall „auf Augenhö he“ – verkauft hochpreisig. Vielleicht müssen klas sische Unternehmensstrukturen daher überdacht werden. Beim EMV gibt es bereits diverse inno vative Aktivitäten zur Qualifizierung und Schulung von Verkaufspersonal. Projektbezogen werden wir bedarfsgerecht für unsere Mitglieder Schulungen anbieten, die maßgeschneidert für den Verkauf hochwertiger Einrichtungen sind. Wir wollen darü ber hinaus ein Netzwerk und einen Pool an qualifi zierten Innenarchitekten und Einrichtungsberatern schaffen und enger mit Hochschulen und der Fach schule des Möbelhandels (MöFa) kooperieren. DAS STIKONCIL NENNT SEIN ENGAGEMENT „MISSION MIT TELSTAND“ – WAS VERSTEHEN SIE DARUNTER? Tatsache ist, dass immer mehr Händler ihre Tore schließen, weil es Nachfolgeprobleme gibt oder sich das Geschäft einfach nicht mehr rechnet. Auf der anderen Seite gibt es so gut wie keine Neu gründungen mehr. Das hat zur Folge, dass der Premiumkunde in einigen Regionen weit fahren muss, um hochwertige Produkte erleben zu kön nen. Diesem Händlersterben gilt es entgegen zu wirken, denn daraus wächst parallel die mittel fristige Gefährdung der Herstellerindustrie. Allen Beteiligten muss klar sein, dass der exklusive Ein richtungshandel nur weiterhin erfolgreich flächen deckend existiert, wenn Industrie und Handel an
einem Strang ziehen und auch mal gemeinsam neue Wege gehen. Wir wollen das organisieren und dabei behilflich sein! Als Initiator und Impuls geber wollen wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen und Lösungsansätze kreieren. Wir wollen die Marke werden, die Händler- und Her stellermarken bewegt!
STRATEGI SCHES, UNTER NEHMERISCHES HANDELN SCHLIESST DIE LIEBE ZUR GUTEN GESTAL TUNG NICHT AUS.
EINE SPEZIELLE FRAGE ZUM SCHLUSS: SIE KENNEN SICH AUS IHREN VORIGEN TÄTIG KEITEN BESTENS MIT PREMIUM AUS . WAS IST IHRE PERSÖN LICHE BOTSCHAFT FÜR DIE ZUKUNFT AN HANDEL UND INDUSTRIE? Ich persönlich bin vor über 25 Jahren in die Bran che gekommen, weil es eine besondere Branche war. Diese Anziehungskraft von Design und Quali tät in einem schönen Arbeitsumfeld hat mich fas ziniert. Mittlerweile habe ich viel erlebt und Erfah rungen auf allen Seiten des Geschäfts gesammelt. Mit meiner Tätigkeit für Stilkoncil will ich dazu bei tragen, dass die Branche wieder so attraktiv für Konsumenten und als Arbeitgeber ist, wie sie es einmal war, denn wir haben Potenzial, das schlum mert. Strategisches, unternehmerisches Handeln schließt die Liebe zur guten Gestaltung nicht aus. Es braucht im Premiumsegment jedoch mehr Syn ergien, bessere Kommunikation und ein Kompe tenz-Upgrade, um erfolgreich in der Zukunft zu bestehen!
Das Interview
Wir bringen zusammen, was zusammen gehört. Das Premium segment im Einrichtungsmarkt hat mit Stilkoncil den perfekten Ansprechpartner.
sich der aktuellen Probleme anzunehmen. Hierzu braucht es Austausch, Beratung und Anregung. Wir w ollen als kompetenter Ansprechpartner und Netzwerker fungieren. Daraus e rgeben sich Synergien. Und aus Synergie entsteht Effizienz und Nutzen. Die Vorteile sind dadurch sowohl wirtschaftlich, als auch auf menschlicher Ebene zu sehen. Wir kümmern uns ganz individuell um unsere Mitglieder. WIE HOCH IST DER BEDARF AN SO EINEM VERBUND WIE STILKONCIL? Die Branche muss sich der Themenfelder Frequenz, Rentabilität und Personal flächen deckend annehmen, um sich den Veränderungen in der Branche und in unserer Gesellschaft zu stellen und K onzepte zu entwickeln, die den Fort bestand des Premiumeinzelhandels in der Zukunft gewährleistet. Hierbei sollten alle ge meinsam agieren und in einigen Bereichen auch radikal umdenken. Unserer Meinung nach nimmt sich dieser Aufgaben derzeit niemand vollständig an, sondern bedient höchstens punktuell einzelne Bereiche. Wir haben den ganzheitlichen Ansatz im Auge. Das ist sicher von Pioniergeist geprägt, aber unsere Motivation ist hoch.
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WIR HABEN EINEN GANZ HEITLICHEN AN SATZ IM AUGE. DAS IST SICHER VON HOHEM PIONIERGEIST GEPRÄGT, ABER UNSERE MO TIVATION IST HOCH.
HINTER STILKONCIL STEHT DER EMV – WIE BEFRUCHTET SICH DAS GANZE? Selbstverständlich wäre ein solches Projekt ohne den EMV gar nicht möglich. Das Know-how und die Marktbedeutung ist natürlich ein immenser Vorteil für Stilkoncil. Was der EMV heute für seine Gesellschafter ist, nämlich Dienstleister und An sprechpartner auf allen relevanten Ebenen, wollen wir in Zukunft für das Premiumsegment sein. Der Geschäftsleitung des EMV war jedoch von vorn herein klar, dass es eines anderen Umfelds und auch anderer Personen bedarf. Daher auch die Trennung der Gesellschaften. Synergien zwischen beiden sind jedoch von größtem Nutzen für alle Beteiligten. KOMMEN WIR NOCHMALS ZU DEN PREMIUM-MARKENHERSTELLERN IM EINRICHTUNGSBEREICH. WELCHE SYNERGIEEFFEKTE BIETEN SICH FÜR DIE INDUSTRIE? Um gemeinsam den bestmöglichen Zugang zum Endkunden zu organisieren, braucht es schlicht weg eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler. Die Lösung ist es, die Ziele zu synchronisieren. Wir wollen daher als Binde glied zwischen beiden Parteien fungieren, denn beide sollten das Ziele haben, dem Endkunden das bestmögliche Produkt mit starker Service leistung ertragsorientiert zu verkaufen. Im Marken umfeld ist das heute aber immer weniger der Fall. Der Händler verliert durch Rabatte an Deckungs beitrag und der Hersteller mittelfristig Kunden und Ausstellungspräsenz. Da gilt es, g emeinsame Lösungen zu entwickeln und genau dabei, wollen wir als neutrale Instanz helfen.
DER „MENSCHLICHE FAKTOR“ SPIELT IM STATIONÄREN HANDEL DIE ZENTRALE ROLLE. DER BERATER SOLLTE, GERADE IM PREMIUM-BEREICH, AUF AUGEN HÖHE ZUM KUNDEN SEIN. GIBT ES DA AUCH ÜBERLEGUNGEN FÜR PERSONAL- QUALIFIZIERUNGEN? Der Mensch ist das entscheidende Kriterium der Zukunft, ob sich ein hochwertiges Markenmöbel verkauft oder nicht. Daher müssen wir das Defizit an qualifiziertem Personal angehen. Hierzu reicht es unserer Meinung nach nicht, punktuell zu agie ren. Die Branche muss als Arbeitgeber schlichtweg wieder attraktiver werden. Das kreative Umfeld stimmt zwar, aber Arbeitszeiten und Entlohnung sind doch eher unattraktiv für junge Menschen. Daher muss eben auch mehr Geld verdient wer den und das geht nur mit einer besseren Renta bilität, die im Markenbereich jedoch durch Trans parenz des Marktes rapide abgenommen hat. Es muss also auch die Markenindustrie bereit sein, sich dabei zu engagieren, denn nur Kompetenz und Persönlichkeit – im besten Fall „auf Augenhö he“ – verkauft hochpreisig. Vielleicht müssen klas sische Unternehmensstrukturen daher überdacht werden. Beim EMV gibt es bereits diverse inno vative Aktivitäten zur Qualifizierung und Schulung von Verkaufspersonal. Projektbezogen werden wir bedarfsgerecht für unsere Mitglieder Schulungen anbieten, die maßgeschneidert für den Verkauf hochwertiger Einrichtungen sind. Wir wollen darü ber hinaus ein Netzwerk und einen Pool an qualifi zierten Innenarchitekten und Einrichtungsberatern schaffen und enger mit Hochschulen und der Fach schule des Möbelhandels (MöFa) kooperieren. DAS STIKONCIL NENNT SEIN ENGAGEMENT „MISSION MIT TELSTAND“ – WAS VERSTEHEN SIE DARUNTER? Tatsache ist, dass immer mehr Händler ihre Tore schließen, weil es Nachfolgeprobleme gibt oder sich das Geschäft einfach nicht mehr rechnet. Auf der anderen Seite gibt es so gut wie keine Neu gründungen mehr. Das hat zur Folge, dass der Premiumkunde in einigen Regionen weit fahren muss, um hochwertige Produkte erleben zu kön nen. Diesem Händlersterben gilt es entgegen zu wirken, denn daraus wächst parallel die mittel fristige Gefährdung der Herstellerindustrie. Allen Beteiligten muss klar sein, dass der exklusive Ein richtungshandel nur weiterhin erfolgreich flächen deckend existiert, wenn Industrie und Handel an
einem Strang ziehen und auch mal gemeinsam neue Wege gehen. Wir wollen das organisieren und dabei behilflich sein! Als Initiator und Impuls geber wollen wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen und Lösungsansätze kreieren. Wir wollen die Marke werden, die Händler- und Her stellermarken bewegt!
STRATEGI SCHES, UNTER NEHMERISCHES HANDELN SCHLIESST DIE LIEBE ZUR GUTEN GESTAL TUNG NICHT AUS.
EINE SPEZIELLE FRAGE ZUM SCHLUSS: SIE KENNEN SICH AUS IHREN VORIGEN TÄTIG KEITEN BESTENS MIT PREMIUM AUS . WAS IST IHRE PERSÖN LICHE BOTSCHAFT FÜR DIE ZUKUNFT AN HANDEL UND INDUSTRIE? Ich persönlich bin vor über 25 Jahren in die Bran che gekommen, weil es eine besondere Branche war. Diese Anziehungskraft von Design und Quali tät in einem schönen Arbeitsumfeld hat mich fas ziniert. Mittlerweile habe ich viel erlebt und Erfah rungen auf allen Seiten des Geschäfts gesammelt. Mit meiner Tätigkeit für Stilkoncil will ich dazu bei tragen, dass die Branche wieder so attraktiv für Konsumenten und als Arbeitgeber ist, wie sie es einmal war, denn wir haben Potenzial, das schlum mert. Strategisches, unternehmerisches Handeln schließt die Liebe zur guten Gestaltung nicht aus. Es braucht im Premiumsegment jedoch mehr Syn ergien, bessere Kommunikation und ein Kompe tenz-Upgrade, um erfolgreich in der Zukunft zu bestehen!