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PASSAUER STADTMAGAZIN

18.10.2012 · Hannes Ringlstetter in der Redoute · mehr auf Seite 31 NEUE SERIE > VERKANNTE PERLEN GASTRO TIPP > ZI' TERESA KULTURTIPPS BÜCHER OHNE WORTE > BENEDIKT LOHR

LADENPORTRÄT > TERRA FEINKOST DVDS NEUE MEDIEN

NAHAUFNAHME > PROF. DR. MARTIN KREUZER GARTEN-EINSICHTEN

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EDITORIAL

GEHEIMTIPP

Liebe Leserinnen und Leser, vor einigen Wochen erhielten wir außerhalb der Bürozeiten den Anruf einer Passauer Leserin, der in unserer Redaktion heiß diskutiert wurde und uns nachhaltig beschäftigt. Die Nachricht, die uns auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wurde, dauerte mehrere Minuten und befasste sich sinngemäß mit der Fragestellung, ob es denn die Aufgabe eines Stadtmagazins sei, sogenannte „Geheimtipps“ zu offenbaren. Die Leserin spreche nicht nur für sich, sondern auch für viele andere Passauer, die sich an jenen Orten, die mutmaßlich nur Einheimische kennen, nicht mehr wohlfühlten. Die PASTA! sorge durch ihre GastroTipps, Ausflugsempfehlungen, Ladenportraits etc. dafür, dass man nirgendwo mehr unter sich sein könne, weil Studenten, Touristen, kurzum „Nichteinheimische“ den Frieden störten. Viele konkrete Beispiele wurden genannt: Biergärten, Badeseen, bayerische Boazn – durch die redaktionelle Berichterstattung unseres Magazins sei dort merklich mehr los, man bekäme oft kaum noch einen Platz. Zunächst hatten wir überlegt, diese ungeschminkte Resonanz unserer (am Schluss ihres Anrufes sogar aufgebrachten) Leserin als Werbung für unser Magazin einzusetzen:

Gibt es ein besseres Argument für einen kostenlosen Titel wie den unseren, wenn das, was wir schreiben, nicht nur wahrgenommen wird, sondern sogar für eine spürbare Zunahme der Frequenz sorgt? Uns drängt sich die Frage auf, was denn der Auftrag eines Stadtmagazins ist: Thematisches Einerlei? PR-BlaBla? Die Leser in die immer gleichen Lokale schicken? Wir sind anderer Meinung - und ganz offensichtlich geht das auch denen so, über die wir berichten: Fragen Sie mal bei den Friseuren, Köchen, Feinkostläden, Kaffeeröstern, Wirtshäusern u.v.m. nach, über die wir in der Vergangenheit geschrieben haben! Man kann zwar argumentieren, dass ein Geheimtipp kein Geheimtipp mehr ist, wenn über ihn berichtet wird. Für uns bleibt aber festzuhalten: Wir wollen und werden Ihnen auch in Zukunft zeigen, wo die schönen, die außergewöhnlichen Orte unserer Region sind, die einen Besuch lohnen. Das einzige, was wir Ihnen niemals verraten werden, sind unsere besten Pilzplätze. Aber das ist etwas ganz anderes. Einen goldenen Oktober und viel Spaß bei dieser Ausgabe wünscht Ihnen

cornelius lloyd martens redaktion@pastaonline.de

SCHREIBEN SIE UNS IHRE MEINUNG! OKTOBER 2012

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„AUCH WENN MAN NUR ZUM FENSTER HINAUS SCHAUT, SIEHT MAN DIE WELT.“ WILHELM RAABE


HERBERT GRANTELT

gwasch gwei! eva im paradies und die bestraften schäflein VON CHRISTIAN GÖTZ

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s brennt an verschiedenen Stellen im Haus und es werden langsam, aber beständig mehr. Zum Löschen habe ich lediglich eine kleine Kindergießkanne, es schwelt und glimmt, ich will neues Wasser holen, aber der Wasserhahn ist plötzlich unauffindbar, wo zum Teufel ist der Hahn, der Hahn – er muss doch da drüben – ein greller Ton – der Rauchmelder – warum jetzt erst, es ist doch … 6.30 Uhr. Als ich nach dem Wecker tasten will, stelle ich fest, dass dies mit der schlaffen Wurst, die von mir herabhängt, derzeit nicht möglich ist. Ich spreche von meinem rechten Arm, der sich frech seinerseits eine Mütze Schlaf genehmigte, während sein Besitzer verzweifelt kafkaeske Brandherde mit Kindergießkannen bekämpfte. Ich wanke also mit schlaffem Arm zur Kaffeemaschine und plempere mir leise fluchend mit der linken Hand mein Morgengebräu zusammen, das ich auf der Couch zu mir nehme. Ich schließe nochmal kurz die Augen. Wieder

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LIEGT AUCH MAL DANEBEN: HERBERT GRANTELT.

sehe ich Kindergießkannen – sie fliegen an mir vorbei. Eine bleibt stehen – sie neigt mir ihren blumigen Ausguss zu, grinst hämisch und – gießt mich. In den Schritt. Wie warm mir wird … „oaaaah-hoaaß! Bluadsakra!“ Die ganze Hose voller Kaffee. Als ich diese bereits etwas lauter fluchend wechsle, fällt mir endlich der Grund meines frühen Aufstehens am freien Tag ein: Mein Zahnarzttermin. „Ois nur, weil de scheiß Eva im Paradies den Opfe hod fressn miaßn – und Gott beschloss, seinen Schäflein zur Strafe glumpade Miststumpen ins Maul zu montieren und vor allem: diese auch noch zu innervieren!“. Mei, bin i grantig. Der Weg zum Zahnarzt ist erwartungsgemäß gespickt mit Vollpfosten, die eine gefühlte Viertelstunde zum Abbiegen brauchen, Ökoschnepfen, die mitten auf der Straße ihr trendiges Hollandrad spazieren fahren und diversen anderen Arschkrampen, die sich erdreisten, einen Platz im Straßenverkehr zu beanspruchen, wenn ich zum Zahnarzt muss. Ich erspähe einen Parkplatz. Ein Mann

steht mit halbem Fuß darauf, nachdem er aus seinem japanischen SUV ausgestiegen ist. „Schaug, dass‘d weidakimmst, du schiacha Deife mit deim Rentnerhowe. Gwaschgwai – wenn i des scho sig – Gwaschgwai!“ Ich lasse den Motor aufheulen und jage auf den Parkplatz zu. Er tritt zur Seite. „Is a Zeit worn, Hirndüwe.“ Er geht auf meine Fahrertür zu. „Oa foisch Wort, Manderl - und i …“. „Entschuldigung, ich wollte nur fragen, ob sie mein Parkticket brauchen können – ich habe vorhin zu viel eingeworfen und dachte …“ Mei is mir des zwiida. Er wusste wohl gar nicht wie ihm geschieht angesichts meines überschwänglichen Danks. Wie sollte er auch ahnen, dass er wohl gerade einem Zahnarzt das Leben gerettet hat.

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Ohne [Worte] name k benedikt lohr geboren k 25. februar 1980 beruf k gastronom

Deine gegenw채rtige Verfassung?

Deine Meinung zur Sperrzeitverl채ngerung?

Wer k체mmert sich eigentlich darum, wenn die Toiletten verstopft sind?

Sind alle Gastronomen Alkoholiker?

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PASTA! PASSAUER STADTMAGAZIN


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ehr oder weniger aus dem Nichts eröffnete der heute 32-Jährige zusammen mit einem Geschäftspartner im Jahr 2008 das va bene in der Großen Klingergasse. Egal ob zum entspannten Frühstück, auf einen günstigen Mittagsrenner oder abends auf ein gediegenes Glas Wein, hier

ist eigentlich immer etwas los. Anfang 2011 folgte das Beefboys - Passaus erstes Steak & Surf ‚n‘ Turf Restaurant, das sich innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Hotspot für alle Freunde der Fleischeslust entwickelt hat. Der gebürtige Würzburger, evangelisch getauft und dann

noch als Kleinkind zum Katholiken „umfirmiert“, hat an der Uni Passau European Studies und BWL studiert und parallel fast ein Jahrzehnt in der hiesigen Gastronomie an der Bar gearbeitet, bevor er 2008 mit seinem eigenen „Baby“ durchstartete.

Was machst du, wenn du mal eine Stunde Zeit hast?

... und bei einem ganzen Tag?

Zeig mal: Augenringe?

Wie schätzt du realistisch deine Lebenserwartung ein?

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KNEIPENTOUR 2012

NEUNMAL IST BREMER RECHT! S

chon längst ist die jährlich stattfindende Innstadt Kneipentour zu einer festen Institution in der Passauer Gastro-Landschaft geworden. Die neunte Runde läuft vom 23.09. bis zum 22.11.2012 und hält für die erfolgreichen Teilnehmer eine, nach der Farbenfroheit der Vorjahre, dezente Jacke in elegantem Weiß-Schwarz parat. Bereits im letzten Jahr zeigte sich die Jacke dabei im neuen Design, bei welchem der Schriftzug „Innstadt“ senkrecht zum Reisverschluss verläuft. Wie schon in den Jahren zuvor, laden die zehn Kneipentour-Wirte ein, ihre Läden und den Stadtteil rechts des Inn näher kennenzulernen. Bei dem Rundgang der etwas anderen Art sollte es aber nicht das Bestreben sein, sich an einem Abend durch alle Kneipen zu trinken, sondern sich Zeit zu nehmen, jeden einzelnen Laden des bunten Kneipenviertels besser kennenzulernen und, jenseits des Trubels, die jeweilige Location und deren Charme auf sich wirken zu lassen. Der ein oder andere wird dabei vielleicht eine angenehme Ausgehalternative für sich entdecken. Dabei wird so manch einer überrascht sein, welch gastronomische Kleinode sich in dem fast unscheinbaren Stadtteil jenseits der Marienbrücke befinden - und man wird sich fragen, wie man so lange in Passau leben konnte, ohne von diesem Laden je etwas gehört zu haben. Abseits der Club- und Barszene im Stadtzentrum haben die Innwirte über Jahrzehnte hinweg eine lebhafte Kneipenkultur geschaffen, die in ihrer bunten Vielfalt für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Innbräu, Venti Tre, Zeche14, Cantina Ensenada, Wahn`s Inn, Nixnutz, Colors, Espresso, Joe`s Garage und Bluenotes - bei der achtwöchigen Tour gilt es, diese zehn teilnehmenden Läden aufzusuchen und sich für einen Mindestverzehr von ¤ 2,50

OKTOBER 2012

einen Stempel abzuholen. In seiner Lieblingskneipe löst man dann noch einen 11. Stempel und erhält somit, gegen Vorlage des vollen Stempelheftes, die beliebte Innstadt-Jacke. Diese hat sich in den letzten Jahren zu einem populären Sammlerstück entwickelt und hilft Dir dabei, für die sympathische Ausgehmeile Flagge zu zeigen. Die erstempelte Kneipentourtrophäe kann in der Zeit vom 2.-16.12. in den im Tourheft ausgewiesenen Läden abgeholt werden. Der Stempelpass verliert aber mit der Abholung der Jacke keineswegs seine Gültigkeit! Mit der Schutzgebühr von ¤ 1,50 erhaltet Ihr viele tolle Vergünstigungen, die Ihr im ersten Halbjahr 2013 einlösen könnt. Vom Preisrabatt bis hin zum Freigetränk bieten Euch die Innstadt-Wirte noch einen Grund mehr, wiederzukommen. Gerade in diesem Jahr ist der Anwohnerschutz ein zentrales Thema. Nach den Entwicklungen der letzten Monate sind die Innwirte mehr denn je auf die Kooperation und die Rücksichtnahme der Gäste angewiesen. Eine Veranstaltung wie die Kneipentour ist nur überlebensfähig, wenn, bei aller Lockerheit und Spaß, der Respekt vor den Anwohnern gewahrt wird und man sich gerade außerhalb der Läden möglichst ruhig und rücksichtsvoll verhält! Wer den Anwohnern schadet, schadet den Wirten und im Endeffekt sich selbst! Daher werden, wie auch in den Jahren zuvor, die Spielregeln der Kneipentour von den Wirten kontrolliert und umgesetzt. So ist z.B. festgelegt, dass die Tour aufgrund des aktuellen Jugendschutzgesetzes erst ab 18 Jahren möglich bzw. ein „Mitstempeln“ für eine nicht anwesende Person ausgeschlossen ist. Die Innwirte freuen sich auf viele neue Gäste und alte Bekannte und auf eine tolle Kneipentour mit Euch – und jetzt: Auf die Jacken, fertig, los!

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3 LOKALES

FRAGEN AN... ... MULTIGASTRONOM

1. PASTA! Es gibt aktuell kaum ein heißeres Thema als die Sperrzeit in Passau. Inwieweit bist Du davon betroffen? KÜNZEL: Von den fünf Lokalen ist im Grunde nur eines wirklich betroffen: Das Frizz. Hier wäre die Vorverlegung der Sperrzeit, so wie sie von der Stadt geplant ist, (wochentags auf 2 Uhr und am Wochenende auf 3 Uhr, Anm. d. Red.) der sichere Todesstoß für das Frizz. Aus meiner Sicht wäre niemand anders so stark betroffen, weil das FRIZZ sich in den letzten 13 Jahren eben genau zu der Bar entwickelt hat, in die man geht, wenn alles andere zumacht. Deshalb habe ich bei der Stadt Passau eine Ausnahmegenehmigung beantragt und hoffe auf einen guten Ausgang, zumal aufgrund der Lage des Frizz keinerlei Probleme mit Anwohnern bestehen.

Mario Künzel

2. PASTA! Dein neustes „Baby“ heißt Kaisergarten. Hier lief in den ersten Wochen anscheinend nicht alles rund, du hast viel Kritik einstecken müssen. Was war, was ist da los? KÜNZEL: Eigentlich sollte die Eröffnung des Kaisergartens am 15.08. so eine Art „soft opening“ werden. Wir wollten die Urlaubsund Semesterferienzeit nutzen, um uns langsam heranzutasten, auszuprobieren – um dann im kommenden Sommer richtig Gas zu geben. Leider hatte ich die Dynamik in allen Bereichen völlig unterschätzt - wir sind vom Eröffnungstag an förmlich überrannt worden: Alle wollten den Kaisergarten sehen, dazu kam die von mir viel zu niedrig eingeschätzte Frequenz durch die Laufkundschaft in der Bahnhofstraße. Dazu Personal, das eingearbeitet hätte werden müssen, aber im Grunde einen „Kaltstart“ hinlegen musste, ein neues Kassensystem – das Chaos war perfekt. Zu allem Überfluss bin ich nach der Eröffnung auch noch eine Woche im Urlaub gewesen – das mache ich bei Neueröffnungen nie wieder! Es ist also kein Wunder, dass es viel Kritik hagelte, sowohl in den sozialen Netzwerken, als auch persönlich – und zwar häufig zu Recht. Dafür muss man sich auch einfach mal

entschuldigen und darum bitten, dem Kaisergarten eine zweite Chance zu geben. Fakt ist: Wir haben uns die Beschwerden zu Herzen genommen und schon jetzt, nach wenigen Wochen, vieles deutlich verbessert. Aber wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, wir lernen noch! 3. PASTA! Pläne für die Zukunft? KÜNZEL: Ehrlich gesagt, ich muss jetzt erst mal ein bisschen durchschnaufen. Das Jahr war in vielerlei Hinsicht schon jetzt unheimlich „fordernd“. Aber natürlich schau ich immer, egal ob im Urlaub oder auf einem auswärtigen Geschäftstermin, wo neue Trends aufzuspüren sind. Ich bewundere jeden, der den Mut hat, ungewöhnliche Wege zu gehen. Zu tun gibt es gastronomisch jedenfalls noch so einiges in Passau. Vielleicht ein griechisches Konzept mit Party? MARIO KÜNZEL Jahrgang 1968, ist seit 22 Jahren selbstständig gastronomisch tätig und führt aktuell die Lokale Eataly, Café Roses, SensAsian, Frizz und seit Neuestem den Kaisergarten. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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TERRA FEINKOST Kleine Klingergasse 1 b 94032 Passau – Zentrum Tel. (0851) 49 08 43 77 Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 - 18 Uhr Sa 9 - 13 Uhr

Z

wischen Rindermarkt und der Kleinen Klingergasse finden sich auf weniger als 400 Metern gleich drei wunderbare Feinkostgeschäfte – jedes hat einen unterschiedlichen Schwerpunkt, man macht sich keine Konkurrenz, sondern ergänzt sich. Das „Terra“ steht dabei primär für die französischen Momente. Als das Geschäft 2010 einen Nachfolger suchte, überlegte Helga Cieplik, hier selbst seit Jahren Stammgast, nicht lange und baute sich neben ihrem Beruf als selbstständige Dekorateurin ein zweites

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Standbein auf. Viele pilgern allein schon der köstlichen Brote wegen in die Kleine Klingergasse; von diversen Ciabattasorten bis zum klassischen Parisienne – es wird täglich frisch gebacken. Aber nicht nur der Duft des Brotes hat magische Anziehungskraft: Es sind auch die über 60 Käsesorten, die den Kunden aus der Vitrine förmlich anlachen - die überwiegende Mehrheit stammt dabei von den französischen „Käseweltmeistern“. Dazu gesellen sich ein gutes Dutzend köstlicher Antipasti, verschiedenste Olivensorten, frische Pasta, (bezahlbare)

Weine, elsässische Edelbrände und Süßigkeiten sowie zahlreiche weitere kleine und große Geschenkideen. Apropos: Wirklich einmalig sind im Terra die Geschenkkörbe, die hier auch schon für kleines Geld gezaubert werden: Die „Dekofee“ Helga Cieplik verwandelt die kulinarischen Köstlichkeiten in kreative Kunstwerke, die zu jeder Gelegenheit richtig was hermachen! Charme, persönliche Betreuung und die exzellente Qualität machen das Terra zu einem jener Geschäfte, bei denen man sich schon vor dem Einkauf auf den Besuch freut.

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SPARTE

EINFACH & GUT: PIZZA MARGHERITA

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PASTA! PASSAUER STADTMAGAZIN


GASTRO

TIPP

echte pionierarbeit

Zu Gast im

ZI’ TERESA text > cornelius lloyd martens fotos > florian weichselbaumer

E

s müssen dunkle, für viele für uns heute kaum vorstellbare Zeiten gewesen sein, damals, Anfang der 1970er Jahre in Passau. Nicht nur, dass es noch lange keine Universität gab (die wurde erst 1978 gegründet), von der heutigen gastronomischen Vielfalt war das beschauliche Passau damals noch meilenweit entfernt: Bierschwemmen und Wirtshäuser prägten damals das Bild der Stadt. Dann kam das Jahr 1973, in dem nicht nur das legendäre (und inzwischen längst geschlossene) Lotus House in der Großen Klingergasse eröffnete, sondern auch Passaus erster Italiener, das Zi’ Teresa in der Theresienstraße. Fortan war es en vogue, „zum Tang“ (damaliger Inhaber des Lotus House) zu gehen oder aber zu Familie D’Amico ins Zi’ Teresa. Im letzteren Fall ist das bis heute so geblieben: Damals wie heute steht das Ristorante unter der Führung von Gisela und Nicola D’Amico, die „ihr“ Zi’ Teresa in den letzten fast 40 (!) Jahren zu einer echten Institution der Dreiflüssestadt gemacht haben. Inzwischen geht man schon in dritter Generation an diesen gastlichen

Ort: Viele, die als Kind schon hier waren und ihre ersten Erfahrungen mit Mozzarella, Muscheln und Mascarpone machten, sind heute mit ihren Kindern oder gar Enkelkindern da. Man hat deshalb auch vieles so gelassen, wie es schon immer war: Das rustikale Ambiente würde man heutzutage eher mit einem Wirtshaus, als mit einem Ristorante in Verbindung bringen. Alles in diesem Lokal hat diese ganz eigene Patina, die nur noch dort zu finden ist, wo es nicht alle paar Jahre die üblichen Pächterwechsel gibt. Verschiedene Nischen, in dunklem Holz vertäfelte Wände, Wandmalereien, Lampenschirme von anno dazumal: Hier ist sie noch authentisch und lebendig, die Atmosphäre der traditionellen „antica osteria“. Das gilt auch für die Ausrichtung der Küche, aber dazu später mehr. Der Patron des Hauses weiß herrliche Anekdoten zu erzählen, wenn er sich an die ersten Jahre seines Zi Teresa erinnert. „Was ist Pizza?“ war da noch eher einer der harmloseren Fragen. „Heute ist das unvorstellbar, aber wir hatten damals viele Gäste, die

SO FUNKTIONIERT DER PASTA! GASTRO Wir stellen Ihnen jeden Monat ein neues Lokal vor. Es handelt sich beim Gastro Tipp, wie der Name schon sagt, um einen „Tipp“, nicht um eine „Kritik“. Grundsätzlich gilt: Gastronomie ist immer Geschmackssache. Jeder Gast hat seine eigene Wahrnehmung.

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Zucchini für gebratene Gurken hielten“, schmunzelt D’Amico. „In den ersten Jahren haben wir Muscheln kostenlos zum Probieren ausgegeben, damit die Passauer auf den Geschmack kommen - keiner hätte Muscheln einfach so bestellt, keiner wusste, was das ist.“ Zu jedem der den Teutonen damals noch völlig unbekannten Produkte kann Nicola D’Amico eine launige Geschichte erzählen. So gesehen hat das Zi’ Teresa seit den 1970ern echte Entwicklungshilfe geleistet und den Passauern so Schritt für Schritt die italienische Küche näher gebracht. Aber nicht nur das: Auch viele Gastro-Karrieren haben hier in der Küche des Zi’ Teresa begonnen. Eine ganze Reihe von Köchen, die D’Amico aus seiner Heimat in den Abruzzen nach Passau holte, haben hier gelernt und gekocht und sind heute mit eigenen Lokalen selbstständig – auch hier in Passau. Küchenchef Remo Fiorito jedenfalls ist geblieben, seit nun schon 31 Jahren schwingt er hier den Kochlöffel. Wir starten mit „dem“ Klassiker, mit dem vermutlich alles begann - und bestel-

k

TIPP

Wir wollen die Vorzüge des jeweiligen Lokals hervorheben – PASTA! ist nicht der Gault Millau und will das auch nicht sein. Wir kennen und schätzen das Angebot der hiesigen Gastronomie seit über 15 Jahren und bringen Monat für Monat unzählige Gäste mit dem Gastro

Tipp „auf den Geschmack“. Schreiben Sie uns, ob Sie begeistert waren oder enttäuscht wurden. Sie kennen ein Lokal, welches wir unbedingt einmal vorstellen sollten? Schicken Sie uns Ihren Hinweis an redaktion@pastaonline.de

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HABEN JETZT SAISON: SPAGHETTI MIT MUSCHELN


ROTE TAGLIATELLE MIT CALAMARI

len eine Pizza Margherita. Achtung: Vermutlich als Reminiszenz an die Gründertage und das Stammpublikum, die ihre Pizza einfach so will wie „damals“, wird die Pizza mit vergleichsweise dickem Boden gebacken. Italienkenner empfinden diese Art der Teigzubereitung möglicherweise als zu kuchenartig und bestellen lieber (muss man extra dazusagen!) die „italienische Pizza“. Auch Belag mit Mozzarella ist nicht Standard, viele bevorzugen offensichtlich noch heute den im Geschmack etwas würzigeren Emmentaler. Wir jedenfalls haben alles richtig gemacht: Die knusprig-dünne Pizza mit Mozzarella, Tomate und Basilikum tut genau das, was sie soll: Einfach lecker schmecken! Glücklicherweise ist auch noch Muschelsaison: Wir ordern einen Teller dampfender Spaghetti alle Cozze. Die Muscheln sind dermaßen frisch und saftig, dass es heute unvorstellbar erscheint, dass diese wunderbaren Meeresbewohner vor 40 Jahren in Passau gänzlich unbekannt waren. Unbedingt zu empfehlen ist dazu der Hauswein, ein gehaltvoller Bianco di Custoza, der mit Euro 4,10 für das Viertel (genauso wie

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IM ZI' TERESA HERRSCHT IMMER NOCH „ANTICA OSTERIA“ - ATMOSPHÄRE

sein rotes Pendant, ein Nero d’Avola) ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Überhaupt ist die Weinkarte bemerkenswert fair kalkuliert, was sowohl für die jeweils 6 offenen Rot- und Weißweine, als auch für die Auswahl an Flaschenoptionen gilt. Der Hausherr hat ganz offensichtlich auch ein Faible für Weinraritäten: Zahlreiche Spitzengewächse, die bis zurück in die 50er Jahre gehen, erfreuen auch anspruchsvollste Genießer. Da es Mittagszeit ist und wir auch gerade keine Euro 380,00 für einen - sicher grandiosen 1969er Amarone investieren wollen, wenden wir uns lieber wieder der Küche zu. Das Zi’ Teresa ist bekannt für seine hausgemachte Pasta, die täglich frisch zubereitet wird. Wir entscheiden uns für Rote Tagliatelle mit Calamari und Pilzen, eine gewagte Kombination, die aber funktioniert. Außerdem war uns bekannt, dass drei Mal pro Woche frischer Fisch geliefert wird – auf der Karte finden sich Tintenfisch, Seeteufel, Seezunge und anderes Meeresgetier. Selten in Passau zu bekommen ist frittierter Fisch – in Italien eine Selbstverständlichkeit,

hierzulande nicht jedermanns Sache und eben auch gerade nicht sonderlich en vogue in Zeiten leichter mediterraner Kost: Das Zi’ Teresa lässt solche „Klassiker“ bewusst auf der Karte, bietet aber parallel auch leichtere, gegrillte Fischoptionen an. Unser Fazit: Das Zi’ Teresa hat es über all die Jahre geschafft, sich einen treuen Kundenstamm aufzubauen und diesen über Generationen zu erhalten. Anders gesagt: Das Publikum ist quasi mit dem Ristorante „mitgealtert“ – es schätzt Tradition, Treue und den Geschmack von damals aus der Kindheit. La vita é bella!

Ristorante Zi' Teresa Familie D‘Amico Theresienstraße 26 94032 Passau-Zentrum Tel. 0851/ 21 38 www.zi-teresa.de Sonntag-Donnerstag: 11.30 bis 23.30 Uhr Freitag-Samstag: 11.30 bis 0.00 Uhr

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VERKANNTE PERLEN

Walter (56) W ir t Har t, aber he rzlich, fürsor glich, bescheid en, normal. Kennt jeden Ga st sa mt dessen Sorgen und Nö te.

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Heimspiel der Mannschaf t Small Talk II – der heutige Gegner: Die Donau Törtels

VERKANNTE

perlen 20

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s gibt sie noch, diese „echten“ Kneipen, die vereinzelt auch noch „Pils Pub“ heißen. Wer Latte Macchiato, Fancy Cocktails, Loungemusik oder gar stylisches Ambiente sucht, ist hier fehl am Platz. „Hugo“ heißt hier höchstens der Wirt, zu trinken gibt

es Rüscherl in allen Variationen, Bier aus der Flasche, oft eine Dartscheibe, zumindest aber einen Spielautomaten. Solche Orte leben durch die Menschen, die diesen Ort nicht nur als Kneipe, sondern als eine Art Zuhause betrachten. Wir erzählen ihre Geschichte. PASTA! PASSAUER STADTMAGAZIN


VERKANNTE PERLEN

Peter (56) Ingenieur Spitzname „Eimer“ ... war im Jahr 2000 eigentlich nur auf eine Halbe da. Und blieb.

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Small Talk Musik-, Dart- und Würfelkneipe Gesamt fläche: 48 Quadrat meter 4 Tische, 3 Stehtische, insgesamt ca. 30 Sitzplätze

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SPARTE GARTEN-EINSICHTEN PASSAUER

TILL GABRIEL sieht den Garten als „weiche“ Grenze zur wilden Natur. Aus diesem Grund ist er der Meinung, dass der Mensch den Garten zwar gestalten, ihn aber nicht zu stark regulieren sollte. Wo immer möglich, lässt er der Natur in seinem Garten freien Lauf. Regulierung ist schließlich der Feind der Kreativität - das weiß er auch als Herausgeber und kreativer Kopf des Passauer Stadtmagazins PASTA!, das er vor 15 Jahren mit begründet hat, als auch als Kreativchef seiner Werbeagentur. In seiner Kolumne schreibt er über Passauer Vor- und Hintergärten und die Einsichten, die er als Betrachter dieser lebendigen und fröhlichen, bisweilen aber auch trostlosen Erdenfleckchen gewinnt.

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PASTA! PASSAUER STADTMAGAZIN


SPARTE PASSAUER GARTEN-EINSICHTEN

Das Krokodil im

2 TEIL EUEN DER N IE SER

Gartenteich Von Schlossgärten, Pflanzenjägern und wildem Getier im Paradies.

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ür mich besteht die Kunst des Gärtnerns vor allem darin, einen künstlich erschaffenen Garten möglichst natürlich wirken zu lassen - ein Anspruch, der sich vor allem in den Schloss- und Landschaftsparks des 18. und 19. Jahrhunderts wiederspiegelt. Doch nicht viele Menschen können einen fürstlichen Garten ihr Eigen nennen. Das liegt zum einen daran, dass nicht jeder Max und jeder Ludwig einen Schlosspark als Spielwiese hat, zum anderen, dass Titel und Seeblick alleine noch nicht zu hoher Gartenkunst befähigen (sonst wäre Starnberg ja ein einziges Gartenparadies). Doch auch bei weniger betuchten Häuslebauern fehlt es oft an Einfühlungsvermögen, um aus einem kleinen Einfamilienhaus und einem Stadtgärtchen ein harmonisches Ganzes zu erschaffen. Dabei ist die Natur ein so genügsamer Helfer der Architektur - und oft sogar in der Lage, den einen oder anderen baulichen Schönheitsfehler zu kaschieren oder von ihm abzulenken. Man denke nur an die überbordende Blütenfülle hunderter Geranienkästen, die im Frühling und Sommer die maroden Fassaden ganzer Dörfer hinter sich verschwinden lassen. Beim Blick in diesen Garten wiederum sieht man, dass die Natur der Architektur regelrecht schmeicheln kann - die Augen schweifen über eine niedrige Mauer und durch einen hohen, schmiedeeisernen Zaun, über Rudbeckien und NeuenglandAstern hinweg, hin zu einem kleinen Teich, den gerade ein zähnefletschendes Krokodil durchquert. Je tiefer die Blicke in dieses Paradies vordringen, desto schneller vergisst man den rauschenden Verkehr hinter seinem Rücken und versinkt in der Stille und Harmonie, die dieser Garten ausstrahlt. Mit all seiner Opulenz und großzügigen Natürlichkeit wirkt er wie ein Relikt aus alter Zeit, in der die hohen Herren und Damen noch um die Aura wussten, mit der ein schöner Garten ein Schloss umgeben konnte - nehmen wir zum Beispiel die Landschaftsgärten von Fürst Pückler in Bad Muskau oder den Park von Versailles, die englischen Rosengärten in Sissinghurst oder die Schlossgärten von Herrenchiemsee oder Sanssouci. Verständlich also, dass sich große Herrscher gegenseitig in der Erschaffung künstlicher „Paradiese auf Erden“ zu überbieten versuchten. Manche Lordschaften sandten sogar Expeditionen rund um den Globus, nur um exotische Pflanzen zu erbeuten und später in ihren Gärten zu kultivieren. Man schmückte sich gerne mit fremdem Laub - mindestens genauso gerne wie mit fremden Federn. Denn nicht selten ging mit der Jagd auf seltene Pflanzen auch die Jagd auf seltenes Getier einher - Giraffen, Krokodile und Flamingos standen ebenso auf dem Bestellzettel europäischer Monarchen wie Ginkgo, Dahlie oder Kamelie. Insofern ist auch dieser Garten ein kleiner Schlosspark - voller exotischer Pflanzen und Tiere, mit schattigen und sonnigen Plätzen, mit Wasser und Wiese, hohen Bäumen und in Form geschnittenen Sträuchern. Es fehlt nur der Sonnenkönig, der mit seinem Gefolge über die Wege schlendert, verträumt die Vögel im Gezweig beobachtet und beim Blick auf sein kleines Paradies vergisst, dass eine Menge Arbeit nötig ist, um so ein gärtnerisches Meisterwerk zu erhalten. till gabriel

glossar RUDBECKIE > die landläufig „Sonnenhut“ genannte Pflanze, deren Blütenblätter wie der Rand eines Schlapphutes herunterhängen, stammt aus dem Osten der USA. Bei uns trifft man vor allem auf die Art rudbeckia fulgida, eine meist gelb blühende Form.

NEUENGLAND-ASTER > (aster novae-angliae) eine ebenfalls aus dem Osten der USA stammende Pflanzenart, die

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erst kürzlich aus der Gattung der Astern der alten Welt, die zu den Korbblütlern zählen, ausgeschlossen wurde. Zwar hat auch sie die typischen, strahlenförmig angeordneten Blütenblätter. Doch zählt sie nun genetisch zur Gattung der Raublatt-Astern (Symphyotrichum).

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KULTURTIPPS

EUROPÄISCHES JUGENDMUSIKFESTIVAL „Young Classic Europe“ - zum 15. Mal in Passau

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as Europäische Jugend Musikfestival „Young Classic Europe“ findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch bietet das Festival 17 Veranstaltungen in Passau (19.10. bis 16.11.), aber auch in Salzburg (02. u. 05.11.), Ljubljana (22. u. 24.11.) und am Comer See (07. bis 09.09.) Niederbayerische Philharmonie: Sinfoniekonzert (19.10.2012) Das Festival wird unter der Leitung von GMD Basil H. E. Coleman mit einem Sinfoniekonzert (Schubert, Beethoven, Mendelssohn) eröffnet. Der Solist Alexej Gorlatch erhielt seinen ersten Klavierunterricht bei E.G. Georgiew in Passau und wurde von Prof. KarlHeinz Kämmerling unterrichtet. Fritz Spengler: Heimspiel (21.10.2012) Geboren in Passau, studiert der Countertenor seit 2009 Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg. Begleitet von der taiwanesiBrüdern Hrachya (Violine) und Sevak (Cello) schen Pianistin Ching-Min Wang wird er ein Avanesyan sowie von Julien Libeer (Klavier) Programm mit Werken von Vivaldi, Händel, 2010 in Brüssel gegründet. Mozart, Rossini, Schumann, Mahler und Copland darbieten. Prof. Cheryl Studer: Gesangsmeisterkurs (01.-03.11.2012) Marie-Christine Klettner, Johanna Die amerikanische Sopranistin Prof. Cheryl Bufler: Neue Namen (24.10.2012) Studer, die eine Professur im Hauptfach GeDie 19-jährige Violinistin Marie-Christine sang an der Hochschule für Musik Würzburg Klettner studiert bei Prof. Igor Ozim, Johanna bekleidet, wird einen Gesangsmeisterkurs leiBufler, erst 14 Jahre alt, absolvierte ihr Klaten. Das an den Kurs anschließende Konzert vierstudium u.a. bei Prof. Kämmerling. Das mit den Kursteilnehmern (03.11.2012) findet Abendprogramm bietet Werke von Schumann, in Freudenhain statt. Chopin, Skrjabin, Moszkowski, Saint-Saens und Wieniawski. Gäste aus Ljubljana (07.11.2012) Die slowenischen Musiker Tanja Sonc (VioliPodiumsdiskussion: ne) und Jan Gricar (Saxophon) bieten ein Pro„Musik als verbindendes Element gramm, dessen Spannweite sich von Bach und in Europa“ (26.10.2012) Tschaikowsky bis L. Berio und B. Cockcroft In Zusammenarbeit mit der AEGEE an der erstreckt. Universität Passau veranstaltet das Festival erstmalig eine Podiumsdiskussion. Referenten F. Willeitner, A. Gaspar, sind GMD Basil H. E. Coleman, Prof. Gabriele V. Cajado, L. Fellner: Jazz-Programm Schellberg und Prof. Johann Graf Lambsdorff. Florian Willeitner studiert seit 2011 Violine bei Prof. Benjamin Schmidt und ist zudem als Avanesyan Klavier-Trio: Jazz-Geiger und Komponist aktiv. Es werden Brahms, Fauré und Babajanyan Werke von W. Shorter, H. Hancock, M. Davis, (27.10.2012) C. Corea, S. Rollins, aber auch eigene KompoDas Avanesyan Klavier-Trio wurde von den sitionen präsentiert.

OKTOBER 2012

„Les Eléments“: „350-Jahre Barockstadt Passau“ (14.11.2012) Mojca Gal (Barockvioline), Anne Simone Aeberhard (Blockflöte), Bruno Hurtado Gosalvez (Viola da gamba) und Eriko Wakita (Cembalo), die an der Scuola Cantorum in Basel das Fach ‚Alte Musik‘ studieren, widmen sich den Werken A. Dornels, G. F. Händels, J.-M. Hotteterres, J. de Sainte Colombes sowie des Passauer Komponisten G. Muffat. Ji Jye Jung: Schumann, Klavierkonzert a-Moll (16.11.2012) Im Abschlusskonzert des Sinfonieorchesters des Musischen Gymnasiums Salzburg unter der Leitung von Markus Obereder erklingen Werke von Mozart, Eisler, Bartok und Khatchaturyan. Höhepunkt des Abends ist das Klavierkonzert mit der koreanischen Pianistin Ji Hye Jung.

RESERVIERUNGEN

0851/52575, 0179/1434542 oder per E-Mail: info@young-classic.eu www.young-classic.eu

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KULTURTIPPS

AUSSTELLUNG:

KONZERT: ROBERT BALINT

PIANOPROJEKT N° 112:

HEDWIG WOERMANN

BACH, CORELLI, VERACINI

LIENE & ANDREAS HENKEL

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edwig Woermann wurde 1879 in Hamburg geboren, ging nach Worpswede und wurde Schülerin von Fritz Mackensen. Sie lernte u.a. Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff und Rainer Maria Rilke kennen, studierte in Paris bei Antoine Bourdelle Bildhauerei und gelangte schließlich über Rom nach Dresden, wo sie 1909 im berühmten Kunstsalon Ernst Arnold ihre erste Einzelausstellung präsentierte. Die Dresdner Kunstszene (Oskar Kokoschka, Conrad Felixmüller, Otto Dix u.a.) führte sie zur Malerei auf textilen Rollbildern. Ab 1932 lebte sie für mehrere Jahre in Südamerika. Die Passauer Ausstellung präsentiert das Werk der Künstlerin und dokumentiert erstmals anhand ihrer Biografie die Künstlerkontakte, die Hedwig Woermann Zeit ihres Lebens gepflegt hat.

ie inzwischen jedes Jahr gibt Robert Balint, Geiger des Passauer Stadttheaters, ein Konzert im Festsaal des Auersperger Gymnasiums. Dazu konnte er drei hochqualifizierte Musiker gewinnen: Die bezaubernde Sopranistin Emily Fultz, den Cellisten Hartmut Caßens und den Pianisten Thomas Gerber. Zur Darbietung gebracht werden Sonaten von A. Corelli und F.M. Veracini. Außerdem gehören verschiedene Sätze aus der Partita in C-Dur für Violoncello solo und aus der Sonate in g-Moll für Violine solo von J.S. Bach zum Programm. Als musikalische Höhepunkte werden zwischen den genannten instrumentalen Werken fünf von den Neun Deutschen Arien für Sopran von G.F. Händel aufgeführt. Den Schluss bildet G.F. Händels berühmte „Passacaglia“ für Violine und Violoncello.

ie aus Lettland stammende Pianistin Liene Henkel studierte an der Musikakademie Riga in den Hauptfächern Klavier und Kammermusik und konnte im Zuge ihrer musikalischen Karriere bereits zahlreiche Auszeichnungen entgegennehmen. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie u.a. durch Lettland, Ungarn und Deutschland. Der deutsche Pianist Andreas Henkel ist bereits mehrfach sehr erfolgreich in Passau aufgetreten. Er studierte an der Hochschule für Musik Dresden und geht am dortigen Heinrich-Schütz-Konservatorium einer Lehrtätigkeit nach. Als Solist konzertiert er in Europa, den USA, Südamerika, Japan, Korea, im Libanon und in Saudi-Arabien. Henkel ist gefragter Kammermusikpartner u.a. mit Mitgliedern der Dresdner Philharmonie und der Dresdner Staatskapelle.

DAUER DER AUSSTELLUNG > 29. SEPTEMBER BIS 2. DEZEMBER ORT >

DATUM > 3. OKTOBER BEGINN > 19.30 UHR

DATUM > 4. OKTOBER BEGINN > 19.30 UHR ORT > PIANO MORA, PASSAU

MMK PASSAU EINTRITT > ¤ 5 / ¤ 3 ERM. OFFEN > DI-SO, 10-18 UHR

ORT > FESTSAAL AUERSPERG GYMNASIUM, PASSAU

EINTRITT > ¤ 15 / ¤ 10 ERM. KARTEN > 0851/9661000

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KULTURTIPPS

VOLKSTHEATER PASSAU

JAZZ: CHRISTIAN SALFELLNER

BLUESKONZERT

MIRANDOLINA – DIE WIRTIN

„ORGAN TRANSPORT“

ROGER SUTCLIFFE SOLO

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er nordenglische Bluesveteran Roger Sutcliffe, seines Zeichens Mitinitiator des Ende der 1970er Jahre erfolgten Bluesrevivals, singt vorwiegend Songs, deren Ursprünge bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreichen. Wegen seiner langen Präsenz auf der Bühne zu den sprichwörtlichen lebenden Legenden gezählt zu werden, behagt Sutcliffe nicht wirklich. Über sich selbst sagt er: „Alle Lieder, die ich singe, gehören zur Musik der Schwarzen, der Underdogs, der Unterdrückten. Und sicher, es gibt ein oder zwei Songs, die ich eindeutig wegen ihrer politischen Botschaft singe, aber im Grunde sehe ich meine Songs eher als unterschwellig humorvoll denn als politisch an! Und schließlich ist Blues von Natur aus überhaupt nicht traurig.“

n der scharfsinnigen Komödie von Carlo Goldoni (Regie: Mario Fioritto, Bearbeitung: Peter Turini) wird die selbstbewusste Wirtin Mirandolina (Brigitte Repa) in einen Wettkampf der Liebe verstrickt. Der arme Marchese von Albafiorita (Mario Fioritto) bietet ihr leidenschaftliche Anbetung, der reiche Graf von Forlinpopoli (Tony Obermayer) großzügige Geschenke und der Kellner Fabrizio (Wolfgang Stöbich) proletarischen Charme, wobei dessen Nebenbuhler von den zwei Florentiner Dirnen Dejanira (Heidi Mahler) und Ortensia (Katrin Haidl) geködert werden sollen. Mirandolina hingegen will ausgerechnet den Weiberhasser Cavaliere von Rippafrata (Karsten Dopp) für sich gewinnen, der, als sie letztlich ihre Hand einem anderen reicht, bittere Rache nimmt.

hristian Salfellner, zweifellos einer der besten österreichischen Schlagzeuger, gastiert am 12. Oktober mit Spitzenmusikern der internationalen Jazzszene (Flip Philipp, Renato Chicco, Christian Havel) in Schärding. Salfellner, der an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und am Berklee College of Music studiert hat, spielte bereits im Trio von Fritz Pauer und bei Heinrich von Kalnein, in Gruppen wie Nouvelle Cuisine, Clan Music Overdrive, dem Vienna Art Orchestra und in the long run, aber auch mit Johannes Enders, Henning Sieverts und Georg Breinschmid. Er leitete das „Concert Jazz Orchestra Vienna“, produzierte mit Martin Koller die Platte „Quasar“ und konnte 2003 den Hans-Koller-Preis als „Sideman des Jahres 2003“ entgegennehmen.

DATUM > 6.10. - 17.11. (JEW. SA.) BEGINN > 20 UHR ORT > VOLKSTHEATER

DATUM > 12.10. BEGINN > 20.30 UHR ORT > WIRTSHAUS ZUR BUMS‘N,

DATUM > 13. OKTOBER BEGINN > 20.30 UHR ORT > CAFE MUSEUM

PASSAU, KLOSTERBERG EINTRITT > ¤ 11 / ¤ 9 VVK. KARTEN > 0171/1062215

A-SCHÄRDING EINTRITT > ¤ 10 KARTEN > WWW.KUPROSAUWALD.ORG

EINTRITT > ¤ 18 / ¤ 15 ERM. KARTEN > 0851/9666888

OKTOBER 2012

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präsentiert:

die beste band der welt

Die Ärzte 24.10.12 Passau, Dreiländerhalle Tickets erhältlich unter

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KULTURTIPPS

PIANOPROJEKT N° 113:

JAZZKONZERT

LESUNG: FRIEDRICH HIRSCHL

WOLFGANG STÖFFELMAYR

DIE ROUTE 66-SWINGBAND

„FLUSSLIEBE“

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er österreichische Pianist Wolfgang Stöffelmayr hat sich sowohl als Solist als auch als Kammermusiker einen Namen gemacht. In diesem Zusammenhang seien vor allem die Projekte mit dem Grazer Philharmonischen Streichquartett und der amerikanischen Cellistin Susan Salm zu erwähnen. Zahlreiche Konzerte führten ihn in viele der bedeutenden Konzertsäle Österreichs, Deutschlands, Italiens, Englands, Frankreichs, Japans und der USA. Stöffelmayr, der zudem als Klavierpädagoge und darüber hinaus als Direktor der Landesmusikschule Schärding tätig ist, bezeichnet seine Kunst als „ein Ringen um Erkenntnisse, Reflexionen und Gefühle, denn es gilt, die komponierten Botschaften der Musik auszuhorchen und in die Erlebniswelt des modernen Menschen umzusetzen.“

ei den Mitgliedern der sechsköpfigen Band (Roland Weitze, Max Rauch, Fritz Haydn, Walter Winklhofer, Max Öller) um die Sängerin Corinna Balscher, die mitreißende Jazz- und Swingklassiker in ihrem Repertoire hat, handelt es sich ausschließlich um hochkarätige Solisten, die ihr Handwerk bei den verschiedensten Combos gelernt und in der Route 66-Swingband im Zusammenspiel wie auch in solistischer Performance mit einer unbändigen Spielfreude weiterentwickelt haben. Die Band charakterisiert sich v.a. durch ein Höchstmaß an Perfektion im Satzspiel, die furiosen Soli der beiden Bläser, die JazzStimme (und optische Augenweide) einer Corinna Balscher sowie durch eine faszinierende Mischung aus schnellen Rhythmen, ruhigen Balladen und Popklassikern.

er 1956 in Passau geborene Friedrich Hirschl lebt als freiberuflicher Schriftsteller in der Dreiflüssestadt und wurde für sein Werk bereits mehrfach ausgezeichnet. Nach „Erdzeit“ (1987) folgten einige Gedichtbände, zuletzt „Nachthaus“ im Jahr 2009. Bislang bildeten in seiner Lyrik fast ausschließlich Hervorbringungen der Natur die Projektionsfläche für Darstellungen menschlicher Befindlichkeiten. Diese tragen auch immer den Keim des Organischen und den steten Wandel der Natur (Vergänglichkeit des schönen Augenblicks, tröstliche Verheißung der Endlichkeit) in sich. Im neuen Band (Verlag Karl Stutz) haben nun technische Gegenstände in die Bilderwelt Hirschls Einzug gehalten und seine lyrische Gangart ist minimal härter, bestimmter und wacher.

DATUM > 18. OKTOBER BEGINN > 19.30 UHR ORT > PIANO MORA,

DATUM > 19. OKTOBER BEGINN > 20 UHR ORT > WIRTSHAUS ZUR BUMS‘N,

DATUM > 25. OKTOBER BEGINN > 20.30 UHR ORT > BÜCHER PUSTET,

PASSAU EINTRITT > ¤ 12 / ¤ 8 ERM. KARTEN > 0851/9661000

A-SCHÄRDING EINTRITT > AB ¤ 9 KARTEN > PNP, PAWO, PA-TICKET

PASSAU EINTRITT > ¤ 5 KARTEN > BÜCHER PUSTET

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KULTURTIPPS ANZEIGE

FREUDE ist nur ein Mangel an Information!

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reude ist nur ein Mangel an Information“, wenn man Nico Semsrott Glauben schenken möchte. Mit vielen Einblicken in die unterschiedlichsten Lebenswelten der Menschen vergoldet das Scharfrichterprogramm den Oktober - und gibt dann doch den ein oder anderen Grund zur Freude.

nur aus Erzählungen und von Wochenendfahrten durch „Reihenhausfriedhöfe“. Er hat Angst davor! Doch seine Sehnsucht nach dem nie ausgelebten „Konservativen“ ist stärker ... Nepo wird 30 – und rebelliert. Er verwirklicht jetzt endlich seinen LBS-Traum! Geregelt, aufgeräumt, abgesichert! Das IKEA-Nestbaubetriebsprogramm! „Mit einer Hannes Ringlstetter: Frau, in einer Doppelhaushälfte und einem „Meine Verehrung!“ (18.10., Redoute) VW Jetta in der Garage – in Freising! Das ist Hannes Ringlstetter, Kabarettist, Komiker, mein Rock’n’Roll!“ Doch die Geister seiner Musiker, TV-Moderator und Autor, kam 1970 Ahnen holen Nepo schließlich ein: „Das ist in München zur Welt und wuchs in Nieder- nicht Deine Welt! Du musst fliehen!“ bayern auf. Wir wollen doch alle nur das Eine: anerNico Semsrott: kannt, bewundert, verehrt werden. Und es „Freude ist nur ein Mangel ist scheinbar ein Prinzip des Lebens, dass an Information“ (25.10.) das, was man verehrt, man dann gleich sehr begehrt, und dann hat man das sogar irgendwann, und das hat man dann davon. Denn dann ist man sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob man das so haben wollte, oder ob man sich ‚verehrt‘ hat. Das gilt für Reisen, Einladungen, Frauen, Vorbilder, Kindheit, Niederbayern, Land und Leute, Österreich, Politiker und sogar den lieben Gott. Ja - und sich selbst, genaugenommen. Charmant und kurzweilig lässt sich der Hannes durch diverse Verehrungen und die Liebe treiben und landet dann irgendwie doch beim Fußball. Warum er immer über Depressionen redet? Weil man sich an dem Thema so gut aufhängen kann. Woher er kommt? Aus Versehen. Wie man ihn findet? Wenn man bei Youtube „scheitern“ eingibt, ist er der erste Treffer. In seinem ersten Soloprogramm „Freude ist nur ein Mangel an Information“ stellt sich Nico Semsrott gleich der wichtigsten Frage überhaupt: Was ist Freude? Was ist das Leben? Worum geht es im Leben? Ist das Leben nur ein Investitionszeitraum? Ein Bad im Quallenschwarm? Eine nicht enden wollende Nepo Fitz: Castingshow? Oder ist das Leben doch nur „Wildwechsel & Liebestaumel“ eine Krankheit, die per Sex übertragen wird (10.10., Beilgewinner 2008) und in jedem Fall tödlich endet? Und: Gibt es Nepo ist ein Mann geworden! ... glaubt er überhaupt noch Gründe sich zu freuen? Egal. zumindest – und endlich bereit für den bay- Auf jeden Fall ist das Dasein schlimm. Sehr erischen 9-Punkte-Lebensplan: Schule, Stu- schlimm. Depression ist die Zukunft. dium, Beruf, Bausparer, Heirat, Kinder, Haus, Nico Semsrott ist somit ein Trendsetter, Hund, Tod. Doch der Apfel fällt nicht weit denn er ist sehr schlecht drauf. Warum, das vom Stamm – wie der Herr so’s G’scherr! Nepo, weiß er selbst nicht so genau. Sonst wäre er groß geworden unter Rock’n’Rollern, ist selbst ja nicht depressiv. Auf jeden Fall ist die Welt einer geworden! Er kennt Kleinbürgertum schuld.

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Ulan & Bator: „Wirrklichkeit“ (27.10., Beilgewinner 2009)

Was die beiden so ganz ohne Requisiten oder technischen Schnickschnack auf der Bühne so ablassen, mag für den einen oder anderen zwar gewöhnungsbedürftig sein, einzigartig und höchst unterhaltsam ist es aber allemal. Denn wenn die Schauspieler Sebastian Rüger und Frank Smilgies sich ihre gehäkelten Bommelmützchen überziehen, scheint die erwachsene Welt der Logik wie ausgeschaltet und eine ganz eigene Form der Absurdität zieht ein. Vielleicht am ehesten im Geiste der legendären Monty-Python-Fernsehshows zappen sich die beiden durch einen haarsträubenden Abend voller wortwitziger Kalauer, eingestreuter Werbepausen, körperbetonter Sketche, getanzter und gesungener Musikeinlagen, dadaistisch anmutendem Nonsens, hochkultureller Einlagen und Zitate aus über 2000 Jahren Theatergeschichte oder kruder Parodien. Manfred Kempinger: „Hasenschwingerl. Das Beste aus zehn Jahren Passau.“ (2. + 3.11.2012) Eine Stadt. Ein Kabarettist. Ein Jubiläum. Seit zehn Jahren zählen die Auftritte von Manfred Kempinger zu den Höhepunkten der kabarettistischen Starkbierzeit. Höchste Zeit für einen eigenwilligen Rückblick auf eine Dekade Passau. Mit seiner Kultfigur, dem Multivereinsfunktionär „Peter Hasenschwingerl“, präsentiert der Kabarettist in einem besonderen Rahmen die besten Szenen seiner bisherigen Solos und stellt dabei neue Zusammenhänge her. Auf der Bühne entsteht dabei eine schonungslose Stadtchronik. Volkskabarett aus der Seele der Dreiflüssestadt. Ein Pflichttermin für Passauer und solche, die es werden wollen.

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KULTURTIPPS

ON3-LESEREIHE

PASSAUER KONZERTWINTER

IM, UM & AUF DEM KOPF

GUSTAV UND KAMIKAZE

THE AUSTRALIAN VOICES

FASZINATION UNTERSCHIED

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m 25. Oktober ist es ist soweit: Die on3Lesereihe schlägt zum ersten Mal ihre Zelte in Passau auf. Mit dabei sind drei junge Autoren aus Bayern, die dem Publikum ihre Texte zum diesjährigen Motto „Kamikaze“ präsentieren werden. Eindringlich, poetisch und atmosphärisch verdichtet erzählen sie von inneren Ausbrüchen, dem Wunsch nach der Flucht nach vorne sowie von besonderen Freundschaften. Begleitet wird der literarische Clubabend von der österreichischen Ausnahmekünstlerin Gustav. Die Sängerin aus Wien ist nicht nur für ihre satirische Lyrik und ihre experimentellen Akustiksounds, sondern auch für quicklebendige Poparrangements bekannt, die es am Abend bei der on3-Lesereihe – neben Gustavs eigener „Kamikaze“-Geschichte – live zu hören gibt.

he Australian Voices“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, Werke australischer Komponisten mit dem höchsten internationalen Anspruch bekannt zu machen. Die hier vorgestellte Auswahl, die von sechs Mitgliedern dieses vielfach ausgezeichneten Ensembles in Passau dargeboten wird, bringt die Schönheit und den Zauber der australischen Landschaft in den Konzertsaal. Mit Titeln wie Kondalilla oder Wirindji verleiht Stephen Leek den Menschen und der Natur seines Landes eine Stimme. Das Publikum hört förmlich die Füße der Aborigine-Frauen und den Regen des Wasserfalls, während die Sea Children von Daniel Walker ein übermütiges Kinderspiel am Strand zelebrieren. In jedem der Stücke lässt sich die ureigene Energie des australischen Kontinents erspüren.

eidenschaft, Finesse und Können prägen das Schaffen der vier Köpfe, die diesen außergewöhnlichen Abend gemeinsam auf die Beine stellen. „Im, um & auf dem Kopf“ heißt es am 27. Oktober bei Spatz Hutdesign in der Passauer Theresienstraße 25. Bei einer Modenschau der ganz anderen Art geben Elisabeth Spatz-Distler, Petra Neumeier, Helmut Weisshäupl und Fabian Lakota ihr Bestes in Sachen Stil, Individualität und Genuss. Geboten werden aufregende Hutkreationen und Haarschnitte im Rahmen einer fulminanten Modenschau, persönliche Beratung, feine Cocktails und ein exklusives Beauty-Porträt für jeden Gast als Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Abend. Und – als kleines Zuckerl: Es gibt einen Überraschungsgast!

DATUM > 28. OKTOBER BEGINN > 16.30 UHR ORT > ST. MATTHÄUS-KIR-

DATUM > 27. OKTOBER BEGINN > 19 UHR ORT > SPATZ HUTDESIGN,

ORT > ZEUGHAUS, PASSAU EINTRITT > FREI

CHE, PASSAU EINTRITT > ¤ 18 / ¤ 8-14 ERM. KARTEN > BÜCHER PUSTET

THERESIENSTR. 25, PASSAU EINTRITT > VVK ¤ 28

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DATUM > 25. OKTOBER BEGINN > 20 UHR

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NEUERÖFFNUNG IM NOVEMBER 2012 // THERESIENSTRASSE PASSAU

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2 PREMIEREN:

Der neue Opel Mokka Der neue Opel Astra

WIR LADEN SIE EIN!

OKTOBERFEST SA, 6. + SO, 7. OKT. 10 – 16 Uhr

AUSG'STECKT IS! ÖSTERREICHISCHE TRADITION WIRD WIEDERBELEBT

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eider werden in Österreich die richtig typischen Heurigenlokale immer weniger, aber sie sind ein wichtiger Teil der österreichischen Kultur und Lebensart. Die Tradition des „Aussteckens“ (wörtlich „öffnen“) stammt von eben diesen österreichischen Heurigenlokalen: Ein Föhrenzweig, der am Tor steckt, zeigt an, dass der Heurige ausgeschenkt wird, also Wein der letzten Ernte. Nach Martini (11. November) wird der Heurige dann zum „alten“ Wein. „´s gelbe Eck“ in Wernstein am Inn belebt zum sechsjährigen Jubiläum diese Tradition wieder: Vom 02. bis 21. Oktober 2012 „is ausg‘steckt“ (offen) bei jungem Wein und köstlicher Jause, genau wie beim Heurigen in den Weinregionen Österreichs! Grüner Veltliner mit dem typischen Pfefferl oder ein Blauer Zweigelt, dazu verschiedene Aufstrichbrote (natürlich auch den obligatorischen Liptauer) oder einen zünftigen Jausenteller mit allerlei Schmankerln der traditionellen Heurigenküche – hier, direkt am Inn, kommt im Oktober echte Heurigenatmosphäre auf. Der Schilchersturm aus der Steiermark darf natürlich auch nicht fehlen. Tipp: Größeren Gruppen wird eine Reservierung empfohlen! INNSTRASSE 13 | A-4783 WERNSTEIN | +43 7713 4013 WWW.GELBESECK.AT

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Erleben Sie bei uns ein neues und spannendes Stück Automobilgeschichte mit dem neuen Multitalent Opel Mokka und der eleganten neuen Astra Limousine. Unser Team hat alles für ein zünftiges PremierenWochenende vorbereitet: • Bayrische Schmankerl • Carrerabahn für Groß und Klein • Live Musik • kostenloser Lichttest und Sicherheitscheck • Verlosung • viele Aktionsmodelle zu Sonderpreisen • Kinderschminken • Probe sitzen, Probe fahren und vieles mehr. Wir freuen uns auf Sie! Kraftstoffverbrauch l/100 km: innerorts 9,9-4,3 / außerorts 5,6-3,4/ kombiniert 7,2-3,7; CO2-Emission g/km: 169-99; Effizienzklasse E-A+. Außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten keine Beratung und kein Verkauf.

OKTOBER 2012

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KINOTIPPS

Klettern zur Freiheit

MESSNER

ein dokumentarfilm über den bergsteiger reinhold messner zeigt dessen wurzeln und wie er in den 70er jahren das gipfelstürmen revolutioniert hat. VON CLAUDIA KNOBLOCH

Ü

ber Reinhold Messner ist viel geschrieben und medial produziert worden. Zuletzt hat Joseph Vilsmaier die dramatische Besteigung des „Nanga Parbat“ verfilmt, bei der 1970 Reinhold Messners Bruder Günther tödlich verunglückte. Dieser neue Dokumentarfilm ist weniger auf die Sensationen aus, sondern will vielmehr den Mensch, seine Motivation und seine Ängste verstehen. In Gesprächen mit Brüdern, Klettergefährten und einer ehemaligen Freundin nähert sich der Regisseur Andreas Nickel dem Menschen hinter dem vereisten Bart, der alle Achttausender ohne Sauerstoff bestiegen und

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die Wüste Gobi sowie den Südpol durchquert hat. Neben den Interviews zeigen Fotos und Super8-Filme die Kindheit Messners, die von dem Wunsch geprägt war, dem strengen Vater und dem katholischen Internat zu entfliehen. Fluchtpunkt waren für Messner und seine Geschwister immer die Berge, die mit ihren steilen Gipfeln ihr Südtiroler Heimatdorf umstanden. Der Tod seines Bruders hat ihn schließlich zum Einzelgänger gemacht, der zahlreiche Berge mit neuer Klettertechnik im Alleingang bestiegen hat. Der Film zeigt atemberaubende Aufnahmen der Alpen und des Himalaya-Gebirges,

wo an Originalschauplätzen gedreht wurde. Einige Szenen aus der Kindheit und Jugend Messners werden von schauspielenden Bergsteigern nachgespielt, die enorme Leistungen zeigen. Darunter die Besteigung der Droites Nordwand, einer der schwierigsten Wände der Alpen – in historischer Ausrüstung!

START > 27.9. GENRE > DOKUMENTARFILM IMDB > --DARSTELLER > REINHOLD MESSNER, HORST FANKHAUSER, DR. URSULA GRETHER-ENDRES

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KINOTIPPS

3 ZIMMER/ KÜCHE/BAD

MANN TUT, WAS MANN KANN

ROBOT & FRANK

P

V

ier Jahreszeiten, acht Freunde, mehr als zwanzig Umzüge quer durch Deutschland und innerhalb von Berlin. Hinter jedem Umzug steht eine große Veränderung, mal freiwilliger Natur, mal gezwungenermaßen, mal ein glücklicher Grund, mal ein betrüblicher. „3 Zimmer/Küche/Bad“ ist das Portrait einer Generation, die ständig unterwegs ist, weil das Leben sich schnell dreht. Neue Jobs, neue Lieben, neue WGs – gute Gründe, um die Umzugskisten zu packen. Und dabei sind Freunde oft die neue Familie – und „einen Tag beim Kisten- und Möbelschleppen zu helfen, ist der grundlegendste Freundschaftsbeweis, den man sich denken kann“, meint der Regisseur Dietrich Brüggemann.

aul Schuberth genießt sein Junggesellendasein in vollen Zügen. Um seinem Leben Sinn zu verleihen, verbringt er seine Freizeit mit Fred, einem Rottweiler-Mix aus dem Tierheim. Auf diese Weise lernt Paul die Tierärztin Dr. Jasper kennen – und weiß sofort: Sie ist seine Traumfrau. Das Dumme ist nur: Sie ist so gut wie verheiratet. Gemeinsam mit drei Freunden, die sich alle in schwierigen Liebeslagen befinden, schmiedet Paul einen Plan. In Marc Rothemunds („Groupies bleiben nicht zum Frühstück“) romantischer Komödie liefert die deutsche Schauspielerelite den weiblichen Zuschauern einen interessanten Blick in die männliche Psyche und Männern großen Kinospaß. START > 11.10. GENRE > KOMÖDIE IMDB > --MIT > WOTAN WILKE MÖHRING, JASMIN GERAT, JAN JOSEF LIEFERS

F

ranks große Zeiten als berühmter Juwelendieb sind lange vorbei. Heute klaut er höchstens eine Seife im Drogeriemarkt, Höhepunkte seines Alltags sind Besuche in der örtlichen Bibliothek. Zurückgezogen lebt er in einem kleinen Haus, das verkommt, weil Frank schusselig wird. Um Frank das Leben zu erleichtern, schenkt sein Sohn ihm einen Haushaltsroboter, den Frank widerwillig annimmt. Erst als er feststellt, dass sich der Roboter auch als Einbruchskomplize eignet, freunden sich die beiden an. Der Film von Jake Schreier ist ein Blick in die nahe Zukunft und eine unterhaltsame Science-Fiction-Komödie, die von Frank Langellas großer Schauspielleistung lebt.

START > 04.10. GENRE > KOMÖDIE IMDB > 6,9

START > 25.10. GENRE > KOMÖDIE IMDB > 7,5

MIT > ANNA BRÜGGEMANN, JACOB MATSCHENZ, CORINNA HARFOUCH

MIT > FRANK LANGELLA, SUSAN SARANDON, LIV TYLER

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BUCHTIPPS

ZWISCHEN GLAUBE UND POPMUSIK

christoph peters

Wir in Kahlenbeck Der Autor Christoph Peters besuchte als Jugendlicher ein katholisches Internat am Niederrhein, das er zum Schauplatz seines neuen Romans gemacht hat. Seine bisherigen Werke sind vielfach preisgekrönt. Auch „Wir in Kahlenbeck“ steht dem in nichts nach: Es wurde u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert.

WIR IN KAHLENBECK

KUNST, DIE SIE NIE SEHEN WERDEN

H

GENRE VERLAG AUTOR ISBN PREIS

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> BELLETRISTIK > LUCHTERHAND > CHRISTOPH PETERS > 978-3-630-87321-3 > ¤ 22,99

inter den Mauern des katholischen Knabeninternats Kahlenbeck herrschen strenge Regeln und klassische Moralvorstellungen. Die Welt der 1980er dringt nur in Form von Popmusik in die Zimmer der Jungen. So ist der 15-jährige Carl hin- und hergerissen zwischen dem gepredigten rechten Weg und den körperlichen Verlockungen der ersten Liebe. Es dauert einige Seiten, bis man sich in Christoph Peters Sprache eingelesen hat, die durchzogen ist von religiösen Zitaten. Dann aber ist der Roman nicht mehr düster-katholisch, sondern die unterhaltsame Entwicklung eines Jugendlichen, der im Glauben und der Liebe Orientierung sucht.

GENRE VERLAG AUTOR ISBN PREIS

> SACHBUCH > PRESTEL > CÉLINE DELAVAUX > 978-3-351-02753-7 > ¤ 24,95

Museen präsentieren Kunst aus allen Epochen. Dass sie erhalten ist, ist eher glückliche Fügung als der Normalfall. Mit dem Schicksal der anderen Kunstwerke beschäftigt sich dieses Buch: Es stellt Werke vor, die gestohlen, zerstört oder verborgen sind. Die Auswahl reicht von Ölgemälden Leonardo da Vincis über die Klöster auf dem Berg Atos hin zu übermalten Fresken von Diego Rivera. „Kunst, die sie nie sehen werden“ ist ein aufwändig gestaltetes „Coffee Table Book“, das durch die hohe Qualität der Fotos besticht. Leider sind die Texte pro Kunstwerk kurz und oberflächlich – für Kunstkenner weniger empfehlenswert!

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HÖRBUCHTIPPS

angelika schwarzhuber

juli zeh

LIEBESSCHMARRN UND ERDBEERBLUES

NULLZEIT

D

E

ine Regional-Romanze in Passau! Lene wird von ihrem Freund Michi mit einem „I hob mi fei sakrisch in di valiabt“ überrascht - und flüchtet daraufhin entsetzt. Sie stellt die These auf, dass es im Bayerischen keinen Ausdruck für „Ich liebe Dich“ gibt – was wiederum den Sprachforscher Karl Huber provoziert. Der Debütroman von Angelika Schwarzhuber ist eine kurzweilige Geschichte, die für Passauer nett anzuhören ist, weil die Schauplätze einfach vor dem inneren Auge auftauchen. Die Münchner Schauspielerin Rosalie Thomass („Eine ganz heiße Nummer“) beherrscht die bayerische Sprache fließend, liest den Rest des Hörbuchs jedoch leider etwas eintönig. VON > ANGELIKA SCHWARZHUBER LABEL > DER HÖRVERLAG ISBN > 978-3-86717-889-1 AUDIO-CDs > 4 PREIS > ¤ 14,99

ellen jacobi

FRAU SCHICK RÄUMT AUF

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er Jakobsweg. Wie viele vor ihr will auch Frau Schick auf der Pilgerstraße einen Neuanfang wagen. Damit es nicht zu anstrengend wird, hat sie ihren Jaguar samt neuem Chauffeur im Schlepptau. Doch die Reise hält Überraschungen bereit: Was hat der Chauffeur zu verbergen? Wie konnte sich Nelly jemals Hoffnungen auf eine echte Liebe mit der Internetbekanntschaft Javier machen? Fast vergisst Frau Schick, ihr eigenes Leben aufzuräumen. Die fiktive Reise beginnt wie viele Jakobswegerzählungen, entwickelt aber über die Zeit viel Charme und Witz. Die Sprecherin Irina Scholz trifft den richtigen Ton und unterhält die Zuhörer mühelos über 6 CDs hinweg.

er ehrgeizige Soapstar Jola will unbedingt diese eine Filmrolle. Dafür muss sie tauchen lernen. Kurzerhand engagieren sie und ihr Freund Theo auf Lanzarote den deutschen Tauchlehrer Sven, der seit Jahrzehnten als Aussteiger auf der Insel lebt. Zwischen Jola und Sven kommt es schon bald zu einer Annäherung, die über das Tauchen hinausgeht. Schon früh macht das intelligent strukturierte Buch klar, dass es sich nicht um eine idyllische Ferienerzählung handelt. Gleiche Situationen werden aus den Augen der beiden Hauptfiguren geschildert – meist mit sich komplett widersprechenden Inhalten. Wem kann man trauen? Eigentlich niemanden. VON > JULI ZEH LABEL > DAV ISBN > 978-3-86231-221-4 AUDIO-CDs > 4 PREIS > ¤ 19,99

VON > ELLEN JACOBI LABEL > LÜBBE AUDIO ISBN > 978-3-7857-4664-6 AUDIO-CDs > 6 PREIS > ¤ 16,99

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DVDTIPPS

DAS BESSERE LEBEN

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Foto: Alexander Janetzko

GENRE > DRAMA REGIE > MALGOSAK SZUMOWSKA FSK > AB 16 JAHREN MIT > JULIETTE BINOCHE, ANAÏS DEMOUSTIER, JOANNA KULIG SPIELDAUER > 96 MIN

ie Pariser Journalistin Anna arbeitet an einem Artikel über zwei Studentinnen, die ihr Geld als Prostituierte verdienen. In langen Gesprächen erklären die Mädchen ungeschminkt und ohne romantische Verklärung ihre „Jobs“ und reden über ihre Kunden, was Anna eine neue Sicht auf ihr gutbürgerliches, wohlhabendes Familienleben gibt. Die polnische Regisseurin setzt die Lebensentwürfe von drei Frauen nebeneinander, ohne zu (ver)urteilen. Es bleibt vielmehr dem Zuschauer überlassen, aus dem sinnlich gefilmten und interessant montierten Werk Schlüsse zu ziehen.

FILMSZENE AUS «KRIEGERIN »

KRIEGERIN

50/50

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GENRE > DRAMA REGIE > DAVID WNENDT FSK > AB 12 JAHREN MIT > ALINA LEVSHIN, JELLA HAASE, GERDY ZINT SPIELDAUER > 102 MIN

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arisa ist Neonazi. Sie ist gewalttätig und hasst Ausländer, Politiker und die Polizei, die sie dafür verantwortlich macht, dass in der ostdeutschen Provinz alles schief läuft. Als Svenja neu in die rechtsradikale Clique kommt und zwei Asylbewerber sich den gleichen Badesee aussuchen, eskaliert die Situation. Das preisgekrönte Drama „Kriegerin“ will aufklären ohne pädagogisch zu sein, erklärt der Regisseur David Wnendt. Seine genaue Darstellung der rechten Szene entlarvt viele Mythen und versucht, die Motivationen der Jugendlichen zu verstehen, ohne zu entschuldigen.

A

GENRE > TRAGIKOMÖDIE REGIE > JONATHAN LEVINE FSK > AB 12 JAHREN MIT > JOSPEH GORDON-LEVITT, SETH ROGEN, ANNA KENDRICK SPIELDAUER > 96 MIN

dam führt ein sorgloses Leben - bis ihn eine schockierende Diagnose erreicht: Er hat Krebs. Eine Form, die zu 50% tödlich endet. Sein Umfeld reagiert unterschiedlich: Seine Mutter will bei ihm einziehen, seine Freundin knutscht andere Männer und sein bester Freund nutzt das Mitleid, um Frauen ins Bett zu bekommen. So hält sich Adam an seine Therapeutin, deren dritter Fall er ist. Aber was hat er zu verlieren? „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“ ist trotz des schweren Themas ein unterhaltsamer Film, der vor allem wegen der hervorragenden Schauspieler sehenswert ist.

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WEB, APPS UND CO.

NEUE MEDIEN

MAL EBEN INS PERGAMONMUSEUM

FAST BEAUTIFUL PHOTOSHARING

GOOGLEARTHPROJECT.COM

INSTAGRAM.COM

Dieses Jahr wurden in New York wieder die „Webby Awards“ verliehen. Der Preis wird von der Internationalen Akademie der digitalen Künste und Wissenschaften verliehen. Ausgezeichnet

KATEGORIE

C

Fotografie

KOSTEN

¤

Kostenlos!

werden die besten Arbeiten in den Bereichen Websites, interaktive Werbung, Online-Videos und Mobile Apps.

A

ls Nominierter der Kategorie „Kunst“ ging Google mit seiner neusten Idee an den Start. Die Besucher der Internetseite können einen virtuellen Spaziergang durch die bekanntesten internationalen Museen unternehmen, ohne dabei den heimischen Schreibtisch verlassen zu müsKATEGORIE

C

Virtuelles Museum

sen. Auf der digitalen Plattform sind bereits über 500 verschiedene Künstler mit knapp 11.000 Kunstwerken in hochauflösendem Format vertreten. Kunst von allen Kontinenten, per Mausklick direkt nach Hause - und das auch noch umsonst! Wir sagen: Danke, Google! KOSTEN

¤

Kostenlos!

P

reisträger in der Kategorie „Breakout of the Year“ bei den diesjährigen „Webby Awards“ wurde die Foto-Sharing-App Instagram. Für das iPhone und alle gängigen Android-Geräte ist die Software unter WWW.INSTAGRAM.COM erhältlich. Es geht wirklich schnell, ist kostenlos und macht

OKTOBER 2012

Spaß! Einfach mit der Handykamera ein Bild aufnehmen, den gewünschten Filter drüberlegen und dann auf Twitter oder Facebook & Co. hochladen. Weltweit haben sich bereits mehr als 30 Millionen Menschen über diesen Dienst miteinander vernetzt und täglich kommen neue hinzu.

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WEB, APPS UND CO.

NEUE MEDIEN

WEBBYAWARDS SIEGER „ESSEN“

192,196,833 ERKENNTNISSE FREI HAUS

FOODILY.COM

I

ch mag: Pizza. Ich mag nicht: Pilze, Artischocken, Ananas. Egal für welchen Geschmack, „foodily.com“ liefert ständig neue Rezeptvorschläge aus der größten Rezept-Datenbank weltweit. Das Ziel ist, den Besucher seine Liebe zum Essen wiederentdecken zu lassen. Die kostenlosen Rezeptideen können leicht gesucht, gespeichert und bei

Bedarf auf Facebook hochgeladen werden. Dem eigenen Gusto freien Lauf zu lassen und zu schauen, wonach den Freunden der Sinn steht, ist die Idee hinter diesem Konzept. Egal ob traditioneller deutscher Apfelkuchen oder feurig scharfes Chicken Vindaloo, hier ist garantiert für jeden etwas dabei. Food(ily), I love you!

KATEGORIE

C

KHANACADEMY.ORG

WebbyAwards Sieger „Essen“

KOSTEN

KATEGORIE

C

WebbyAwards Sieger „Bildung“

Kostenlos

KOSTEN

¤

Kostenlos

G

ewinner der Kategorie „Bildung“ wurde die Kahn Academy, die mit einer interaktiven Website und kostenlosen Videos ihren Usern beim Lernen unter die Arme greift. Das Lehrmaterial stammt aus den Rubriken Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und erstreckt sich dabei über ein Themenspektrum, das von A wie Algebra bis Z wie

40

¤

Zellteilung reicht. Aktuell stehen bereits über 3.300 Videos mit den entsprechenden Übungsaufgaben zum Abruf bereit. Bei der Bearbeitung der Übungsaufgaben werden übrigens Daten erhoben, durch die sich nachher genau ausfindig machen lässt, wo die individuellen Stärken und Schwächen liegen. Ein wirklich gelungene Idee, die uns alle vielleicht noch ein bisschen schlauer werden lässt!

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SPARTE

„man darf nicht immer alles so bierernst nehmen“

interview > nino schata foto > florian weichselbaumer

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SPARTE CAMPUS

NAHAUFNAHME D

ekan Martin Kreuzer stammt aus Ihrlerstein bei Kelheim und ist wohl als waschechter Niederbayer zu bezeichnen. Seit 2007 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik mit Schwerpunkt Symbolic Computation an der Universität Passau. Er gilt unter anderem als Spezialist für industrielle Anwendungsgebiete der Computer-Algebra und kooperierte in diesem Zusammenhang bereits mit einem der größten Ölkonzerne weltweit.

PROF. DR. KREUZER

Man weiß aus geologischer Sicht nicht, ob die einzelnen Ölförderzonen miteinander verbunden sind, und auch aus der Mathematik liegt dazu noch keine Theorie vor. Oft wird deshalb dieselbe Technik genutzt wie bei den Ölbaronen vor 100 Jahren, das heißt Hahn auf und laufen lassen. Die sogenannte ultimative Ausbeute liegt dann aber bei gerade einmal 30% und da setzen wir mit unseren Modellen an. Wir versuchen anhand der Daten, die wir messen - Strömungsgeschwindigkeiten, Druck und PASTA! Sind Sie ein grüner Mensch, dergleichen - zu berechnen, wie die unterirdiHerr Prof. Dr. Kreuzer? schen Verbindungen sind. Ziel ist es, eine mögKREUZER Ein konservativer Grüner lichst gleichmäßige Ölförderung zu erreichen. (lacht)! Ich finde, man muss immer beide Seiten der Medaille betrachten. Man sieht es PASTA! Warum investieren wir eigentlich beim Energieausstieg der Bundesregierung, weiter in den Abbau fossiler Brennstoffe? der die privaten Haushalte einen Haufen Geld KREUZER Primär muss mit den fossilen kosten wird. Insofern muss man sich Wege Brennstoffen, die noch in der Erdoberfläche überlegen, wie die ganze Sache bezahlbar enthalten sind, sorgfältig umgegangen werbleibt. Ich arbeite in diesem Zusammenhang den. Wir dürfen sie nicht verschwenden. Es zusammen mit dem Lehrstuhl von Herrn Prof. dreht sich außerdem nicht nur um die Verde Meeran einem interessanten Projekt. sorgung von Autos, da sehe ich sowieso die Notwendigkeit der Entwicklung alternativer PASTA! Wie können wir uns das genau Brennstoffe, aber gerade in Bezug auf die Hervorstellen? stellung von Kunststoffen werden wir längerKREUZER Wir vermuten, dass ein Strom- fristig vom Erdöl abhängig sein. Ich sehe dernetz instabiler wird, je mehr regenerative zeit noch keine effiziente Alternative, mit der Energien man einspeist. Der Wind weht nicht man sich komplett davon lösen könnte. immer gleichmäßig, genauso wie die Sonne auch nicht ständig scheint - das Netz will aber PASTA! Wissen Sie noch, wie Sie ihre Liebe trotzdem stabil gehalten werden. Das sind zur Mathematik entdeckt haben? Modellierungsprobleme, bei denen Methoden KREUZER Eine gewisse Begabung war der Computer-Algebra eine Rolle spielen kön- wahrscheinlich schon immer da, so habe ich nen. Zumindest wollen wir das mal genauer zum Beispiel in der vierten Klasse mal die untersuchen und schauen, ob sich vielleicht Zahlen der Sekunden eines Jahres im Kopf derartige Systeme modellieren lassen. ausmultipliziert. In der sechsten oder siebMan kann überhaupt mit Mathematik so ten Klasse habe ich dann die binomischen viele verschiedene Sachen machen, auf die Formeln kennengelernt (x+y)². Sie erinnern man erst einmal kommen muss. Das ist wirk- sich (lacht)? Da habe ich mir natürlich gleich lich faszinierend! die Frage gestellt, was passiert, wenn man da hoch Drei, hoch Vier, hoch Fünf einsetzt. IrPASTA! Erzählen Sie uns bitte mehr über gendwann habe ich dann das Gesetz dahinter Ihre Projekte aus diesem Bereich, insbeson- erkannt, das natürlich schon seit mehreren dere über die Kooperation mit Shell. Jahrhunderten bekannt ist, aber das wussKREUZER Bei dem Projekt „Algebraic Oil“ te ja ich nicht. Ich habe die Binominalkoefgeht es um die Verbesserung von Ölförde- fizienten sozusagen nacherfunden. Meine rungssystemen. Sie sehen hier den typischen Mathelehrerin meinte daraufhin nur: „Du, Aufbau solcher Systeme (zeigt auf ein Plakat). wennst mal net Mathe studierst!“

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PASTA! Gibt es vielleicht Laster, von denen wir nichts wissen dürften? KREUZER Wenn man das überhaupt nennen kann, dann wohl das intensive Schachspielen während meiner Jugend. Ich war das ganze Wochenende über im besten Hotel von Kelheim beim Schachspielen und übrigens bekannt dafür, dass ich bei meiner Partie immer einen halben Liter Milch getrunken habe. Damals gab es 3 Mark Taschengeld und 1,80 waren immer für die Milch fällig, das weiß ich noch genau! PASTA! Mal angenommen, Zeit und Geld spielten keine Rolle, welche Idee würden Sie sofort in die Tat umzusetzen? KREUZER Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich freue mich aber schon sehr auf das kommende Forschungssemester. Es gibt durchaus schon einige Projekte, über die ich gerne wieder mehr nachdenken möchte. PASTA! Zum Beispiel? Oder können Sie es uns nicht verraten? KREUZER Meine geheimen Vermutungen werde ich hier natürlich nicht preisgeben. Aber es geht um Themen, mit denen sich Leute schon sehr lange beschäftigen. Da mal wieder nachzuforschen und vielleicht etwas herauszufinden reizt mich schon sehr. Ansonsten habe ich auch noch ein paar Buchideen, das ist immer spannend und läuft gut. PASTA! Wie wichtig ist für Sie das Gewinnen? KREUZER Klar, zu gewinnen gehört für mich dazu. Das ist wahrscheinlich die alte Schachspielermentalität in mir. Der Humor darf aber trotzdem nicht auf der Strecke bleiben. Wissen Sie zum Beispiel, was nach Fredl Fesl das Gegenteil einer Zitrone ist? Nein? Die Drück-Biene, ist doch logisch (lacht)! Sehen Sie, man darf nicht immer alles so bierernst nehmen. PASTA! Vielen Dank, Herr Prof. Dr. Kreuzer, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

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HALLO, WER BIST DENN DU?

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HALLO, WER BIST DENN DU?

„HALLO, WER BIST DENN

DU?“

OKTOBER 2012

Vordergrund stellt, dann klappt das auch. Nette Leute gibt es überall.“ Während des Semesters jobbte der Jura-Student regelmäßig in einer Kneipe im Unteren Sand und auch in der vorlesungsfreien Zeit fuhr er nach Hause nach Helgoland, um dort zu arbeiten. Im Nachhinein betrachtet, fehlten ihm diese sechs Monate im Jahr für die Prüfungsvorbereitung. Trotzdem musste er sein Studium irgendwie finanzieren. In den Rechtswissenschaften wurden lernbegleitende Leistungskontrollen erst ab 1985 eingeführt, verbindliche Zwischenprüfungen in der Anfangsphase gibt es erst seit 2002 und auch sonst war der Ablauf viel weniger geregelt, als dies heute der Fall ist. Die Freiheiten, die damit verbunden waren, sind wahrscheinlich auch ein Grund, warum Jörg nie zu Ende studiert hat. „Erst nach dem siebten oder achten Semester hast du gerafft, was mit dir eigentlich passiert ist, was dir überhaupt noch alles fehlt.“ Einige seiner damaligen Weggefährten haben Karriere gemacht und sind heute Richter oder Staatsanwalt – andere sind schon tot. Jörg wird sehr nachdenklich, wenn er darüber spricht. Nach dem Studium kehrte Jörg zunächst nach Norddeutschland zurück, doch seit fast zehn Jahren lebt er wieder in Passau. „Das ist doch eine Traumstadt hier.“ 18 Jahre seines Lebens hat er hier mittlerweile verbracht. Vieles ist nicht so gelaufen, wie er es sich gewünscht hätte, manche Entscheidung bereut er regelrecht. Doch eine Einstellung hat sich Jörg über all die Jahre bewahrt: „Die Entwicklung eines Menschen ist immer offen, solange man selbst an sich glaubt und Visionen und Träume hat. Es ist alles möglich.“

Text: Dominik Strobl // Foto: Florian Weichselbaumer

Gemütlich war es an der Uni, als Jörg zum ersten Mal nach Passau kam. Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen verfrachtete den damals 23-jährigen von der Nordseeinsel Helgoland nach Niederbayern, wo er 1984 sein Jurastudium aufnahm. Die Universität war gerade mal sechs Jahre alt, das WiWi-Gebäude frisch errichtet - und auch die anderen Gebäude innaufwärts wurden erst viel später gebaut. Jörg sitzt auf einer Bank am Inn und löst Kreuzworträtsel. In seinem Job muss er häufig Nachtschichten schieben, weshalb er sich tagsüber gerne entspannt. Er besucht Fußballspiele, liest Zeitung oder fährt mit seinem Rad durch die Gegend. An die Studienzeit erinnert er sich gerne zurück. „Wir haben es uns richtig gut gehen lassen“ sagt er und manchmal schwingt ein wenig Wehmut mit. Das Angebot war mit Jura, BWL, Theologie und Lehramt recht überschaubar, die Matrikelnummern vierstellig und man kannte sich untereinander. Die Cafeteria war der Dreh- und Angelpunkt, an dem sich das Leben hauptsächlich abspielte und wo die Studenten zwischen den Vorlesungen zusammen saßen und Karten spielten. Jörg hatte ein Zimmer im Kapfinger-Wohnheim, am Wochenende wurde im Soda Pur oder in der Camera gefeiert und auch sonst ist vieles gleich geblieben. „Vorurteile hat es immer schon auf beiden Seiten gegeben.“ Die arroganten Studenten kämen hier nur zum Feiern und zum Geldausgeben her und die Einheimischen seien ein wenig zurückgeblieben - so die alten Klischees. Aber Jörg ist hier immer gut aufgenommen worden. „Wenn man sich selbst nicht so wichtig nimmt und nicht die Unterschiede in den

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LIEBSTE CLARA! CLARA!

Passau, 14. Oktober 1936

Liebste Clara! Alles ist in VerSo viel Neues gibt es wieder zu berichten! erufen und muss änderung begriffen: Franz wurde gestern einb egiment 62 nach schon Ende des Monats mit dem Infanterie-R t vorstellig Landshut. Und auch Hans soll bei der Wehrmach die Männer wegnehwerden. Ist es wieder soweit, dass sie uns Hans bin ich guter men? Das darf doch nicht sein! Im Falle von ng findet und er im Hoffnung, dass sein Vetter für ihn Verwendu wird aus Franz? Büro des Gauleiters bleiben darf. Aber was n Krieg anzetIch habe große Angst, dass Hitler einen neue müssen. All diese telt und wir alle wieder große Opfer bringen aganda für neuen Aussagen von Macht und Stärke, all die Prop führen außer zum Lebensraum im Osten - wohin soll das sonst ich, weil Vater Krieg? Vater und Hans streiten sich fast tägl weißt ja, was er die Nazis als Kriegstreiber bezeichnet - Du anhöre, was in der von den Braunhemden hält. Und wenn ich mir n geredet wird, Nibelungenhalle bei den Parteiveranstaltunge mache mir so viedann muss ich ihm rechtgeben. Ach Clara, ich le Sorgen und vermisse Dich arg! n Deinen guten Heute morgen habe ich übrigens beim Einkaufe t als Fahrbote alten Freund Max getroffen. Er arbeitet jetz kaum, aber es gibt bei Kaiser’s Kaffeegeschäft. Man glaubt es nsmittel mit dem jetzt einen Kundendienst, der uns die Lebe sehr praktisch, Fahrrad nach Hause bringt! Das ist wirklich Hand sind, um die vor allem wenn meine Männer nicht mehr zur nicht eigenartig, schweren Kisten herauf zu schleppen. Ist es anderen uns weldass uns die einen die Männer wegnehmen, die füllen, die erstere che zur Verfügung stellen, um die Lücke zu ellung aufgegeben. hinterlassen? Ich habe sogleich meine Best Die Zeiten sind wirklich sonderbar. Es grüßt Dich in Gedanken Deine

Margarete

Margarete ist eine fiktive Passauerin, die die turbulente Zeit

zwischen

nde 1945 miterlebt Hitlers Machtergreifung im Jahre 1933 und dem Kriegse en zu den VorGedank ihre und ihrer alten Schulfreundin Clara in Briefen schildert, Briefen ihren in sie die sse, gängen in Passau mitteilt. Die Ereigni auf immer sich n beziehe und Fakten orientieren sich an dokumentierten

aterial

historische Originaldokumente wie zum Beispiel Archivm

frei erfunden. Jede oder Dachbodenfunde. Die Personen wiederum sind n ist rein zufällig. Persone enen verstorb oder n Ähnlichkeit mit lebende Recherchiert und verfasst von Till Gabriel


LIEBSTE LIEBSTECLARA! CLARA!

Passsauer Dachbodenfund: Brief an die Kunden von Kaiser’s Kaffeegeschäft. In der Passauer Innstadt befand sich die Filiale seinerzeit im Hau s Mariahilfstr. 1.


GLOSSE

BROOW, BRÖÖÖH, BRRRT, PLOPP, KLAPP

M

Vom postmodernen Zauberlehrling – oder wie ich lernte, die E-Mail zu hassen.

ein Kopf ist schwer. Wo sich sonst zumindest zeitweise der ein oder andere klare Gedanke hinverirrt, herrscht heute nur noch dumpfes Rauschen - ungefähr so: „Broooowwww“ oder „Bröööööh“ (ich finde, mein Artikel gewinnt durch diesen Einsatz onomatopoetischer Elemente entscheidend an Dynamik). Aus dem fiktiven Stimmengewirr vieler Menschen wird ohrenbetäubender Lärm - dabei sitze ich gerade ganz alleine am Schreibtisch. Es sind die Stimmen all derer, mit denen ich mich am heutigen Tag in Kommunikation befand. Virtuell. Früher Morgen, den Laptop aufgeklappt und - der bange Klick auf das Outlook-Programm. Warum bang? Weil ich einen entscheidenden Fehler begehe: Ich lese an manchen Tagen schlicht meine E-Mails nicht.

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Zudem verfüge ich noch über ein Mobiltelefon, das sich in wahrlich schamloser Manier die Frechheit erlaubt, sich nicht für meine EMails zu interessieren. Aber ich sehe es ihm nach, hat es doch mit seinen vier Jahren ein wahrhaft gnädiges Alter erreicht - und einem Greis verzeiht man schließlich so manche Allüren, ob er nun Helmut Schmidt oder Sony Ericsson Cyber Dings heißt. Wie dem auch sei, ein Klick auf „Senden/Empfangen“ - und das kleine elektronische Fegefeuer, die Strafe für zwei Tage E-Mail-Ignoranz, bricht mit einem leise fauchenden „brrrt, brrrt, brrrt“ über mich herein. Es ist mittlerweile schon so weit gekommen, dass ich mich über die „Shanaya vollbusig und behaart - wartet auf Dich“ oder „Ihr Konto wurde gesperrt“- Spams schon re-

gelrecht freue – erwarten deren Absender doch zumindest nicht zwingend Antwort von jedem ihrer Adressaten. Doch was ist mit den 21 EMails meiner Studenten? Die muss ich alle lesen. „Hallo, herr Gotz, ich wollt nur sagen, das ich morgen nicht zum Seminar kommen kann, weil meiner Oma geht’s nicht gut und da kann ich daheim nicht weg. Ich hoffe, das ist für sie ok. Liebe Grüsse.“ „Lieber Herr Götz, könnten sie mir bitte für mein Referat nächste Woche noch ein paar Bücher aufschreiben, weil in der Bibliothek sind alle vergriffen, die zu meinem Thema passen. Danke schonmal, T.“ Während ich mich noch frage, wie heftig es bei diesen beiden Studis wohl einst in den Kinderwagen gehagelt haben muss oder ob die zweifellos degenerierende Wirkung jahrelanger Handy-

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GLOSSE

bestrahlung auch für jene Defekte im Bereich sozialer Kompetenz verantwortlich zeichnen könnte, ploppen munter weitere Mails auf („plopp, plopp, plopp“) - vom Chef, vom Handyvertrag, vom Homepageanbieter, Terminanfragen, Terminvorschläge, Anfragen wegen Verschiebung eines Termins, Anfragen wegen Verschiebung eines verschobenen Termins, Erinnerung an die Hautkrebsvorsorge, Anfrage bezüglich Erreichbarkeit wegen Heizzählerablesung, Ihre Stromrechnung - oh, war nur ein Spam, hoffentlich kein Virus - nochmal der Chef, ich solle bitte in sein Büro kommen, oh, war gestern. Es dauert geschlagene zwei Stunden, zwei Stunden meines wer weiß wie sehr begrenzten Erdendaseins, bis ich diesen ganzen Schrott beantwortet habe. Dabei gehöre ich nicht einmal zu den Wichtigen unserer Gesellschaft. Ich bin ein kleines Licht, eine Funzel, ja wenn nicht gar ein Glühwurm. Wie muss es da erst den großen Leuchttürmen gehen? Da mir dies jedoch fürchterlich wurscht ist, frage ich mich erst einmal, warum die Studenten nicht in meine Sprechstunde kommen, warum der Chef nicht einfach kurz durchklingelt? Trotz meiner Funzilität ist die Antwort schnell gefunden: Es wäre einfach viel zu verbindlich. Da könnte man sich doch eventuell eine kritische Bemerkung einfangen, denkt sich die Studentin. Doch auch für den Chef ist die E-Mail das perfekte Medium: Bäte er mich telefonisch ins Büro, würde dies in jedem Fall auch klappen. Doch vielleicht will er das ja gar nicht unbedingt; vielmehr weiß er genau, dass ich meine E-Mails in unregelmäßigen Abständen lese - und die Chance ist groß, dass ich auf diesem Wege seiner Aufforderung nicht oder

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zu spät nachkomme. A bissi schlechtes Gewissen, a bissi Defizit hier und da kann schließlich helfen, eventuelle Übermutsavancen im Keim zu ersticken. Während ich so vor mich hin sinniere, ereilt mich der unvermeidliche Ruf aus der Pragmatismus-Abteilung meines Gehirns: ‚Geh weida, Loamsiada‚ stäi di ned so o - that‘s postmodern life.‘ Oh nein, jetzt nicht. ‚Hoit dei Fotzn, Ratio, und versau ma mei Melancholie

der Rucksack, den jeder von uns täglich mit sich herumträgt, doch noch nicht groß genug? Ein Freund erzählte mir neuerdings stolz, er entziehe sich ab jetzt dem E-Mail-Terror, indem er seine Mails nur noch unter der Woche öffne und dies auch nur bis 18 Uhr ... Na dann, willkommen im Club der postmodernen Zauberlehrlinge; und auch dich wird er wieder einholen, der Besen, um nur noch größere

„Es ist mittlerweile schon so weit gekommen, dass ich mich über Spam-Mails wie «Shanaya – vollbusig und behaart – wartet auf Dich» oder «Ihr Konto wurde gesperrt» regelrecht freue.“ ned, sonst staubt‘s!‘ Ich sitze vor diesem komischen Gerät, dessen Bildschirm mich fahl anleuchtet, milchig trostlos. Worin haben wir uns da nur hineinmanövriert? War es denn wirklich so schrecklich, heimzukommen und mit der Arbeit des Tages fertig zu sein? War

Mengen an Mails über dir auszuschütten - bis auch du einst flehend klagst: „Die ich rief, die Geister, werd‘ ich nun nicht los.“ Außer durch Kündigung. Per Mail natürlich. Klapp. TEXT > CHRISTIAN GÖTZ

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ZEITVERTREIB

PASSAUER BILDERRÄTSEL

BUCHVERLOSUNG

HEY, I JUST MET YOU, AND THIS IS CRAZY.

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edem geht das Herz auf, wenn er an diesem Wahrzeichen der Stadt vorbeifährt. Das Objekt vereint nostalgisches Flair mit hohem praktischem Nutzen. Vor allem aber sieht es einfach stylisch aus – ein echtes Unikum und das einzige seiner Art weit und breit! Wenn Sie die oben abgebildete Örtlichkeit kennen, schreiben Sie die Lösung an: gewinnspiel@pastaonline.de oder schicken Sie uns eine Postkarte an PASTA! Redaktion, Römerstraße 3, 94032 Passau. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir gemeinsam mit Bücher Pustet drei Exemplare der Buch-Neuerscheinung „Zeit der Raubtiere“ von Liza Klaussmann. Auflösung des letzten Fotos: Lampenschirme im Dultstadl.

GEWINNER! Jeweils 1 Exemplar des Buches „Smokeheads“ von Doug Johnstone aus der Septemberverlosung haben gewonnen: Veronika Löcker, Passau Kirsten Zeisler, Aldersbach Petra Kuhn, Passau Herzlichen Glückwunsch! Bitte holen Sie Ihren Buchgewinn bis Ende des Monats in unserer Redaktion, Römerstraße 3, Passau-Innstadt nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. +49 (0)851/9290865 ab. Vielen Dank!

er Schein trügt, auch im vornehmen Anwesen Tiger House auf Martha’s Vineyard, einer Insel vor der amerikanischen Ostküste bei Boston. Hier haben die beiden Cousinen Nick und Helena die Sommer ihrer Kindheit verbracht, eingehüllt in den verblassenden Glamour der ‚Goldenen Zwanziger Jahre‘. Nun, am Ende des zweiten Weltkriegs, fiebern die beiden frisch verheirateten Frauen dem „richtigen“ Leben entgegen. Aufregend und wild soll es sein, und voller Abenteuer, Liebe und Glück. Jahre später ist davon kaum noch etwas übrig – als ein Ereignis die Familie erschüttert und mit einem Schlag die halb vergessenen Sehnsüchte und Leidenschaften wieder aufflammen. Ein großer amerikanischer Roman über das seltsame Gefüge »Familie« und all die Liebe und den Hass, die sie bestimmen.“ „Zeit der Raubtiere“ von Liza Klaussmann ist im Droemer Verlag erschienen (ISBN 978-3-426-19951-0) und kostet 19,99 EUR.

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