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PASSAUER STADTMAGAZIN FÃœR GENUSSKULTUR

Holidays on Eis Aktivurlaub daheim: 9 Eisdielen - 9 Eiskreationen - 9 Wochen

UNBEZAHLBAR JULI/AUGUST

2020


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5

VORSPEISE

E

mpfanden Sie das, was wir in den letzten Monaten erlebt haben, auch als eine Art Eis-Zeit? Uns jedenfalls kam die Welt schon etwas schockgefrostet vor während jener denkwürdigen Wochen um Ostern. Aus dieser Starre, die wir als zäh und lähmend empfunden haben, tauen und tauchen wir nun allmählich wieder auf. Mit Blick auf die nächsten neun Wochen können wir Ihnen hingegen eine Eis-Zeit versprechen, die im Gegensatz zum zuletzt Erlebten garantiert Freude bereitet und Sie förmlich dahinschmelzen lassen wird. Wir konnten für die nunmehr dritte Auflage des Passauer Eiskunst-Laufs neun Eiskünstler gewinnen, was eine Rekordbeteiligung bedeutet. Jeder dieser Eiskünstler hat über viele Wochen hinweg an einer einzigartigen Eiskreation gefeilt: Es wurde probiert, verworfen, Neues gewagt. Das Ergebnis sind neun Eissorten, die es noch nie in Passau gegeben hat. Sie haben neun Wochen Zeit, alle neun fantastischen Sorten zu probieren. Und das Beste: Sie können dabei eigentlich nur gewinnen, denn abgesehen vom unvergleichlichen Genussfaktor ist der 3. Passauer Eiskunst-Lauf erneut als Tour angelegt: Holen Sie sich die Stempelkarte, die in allen teilnehmenden Betrieben und an vielen weiteren Auslagestellen der Pasta! aufliegt. Für jede Kugel Eis aus dieser Ausgabe erhalten Sie bei den Teilnehmern der Aktion einen Stempel. Schicken Sie uns die fertig gestempelte Karte bis 31.8.2020 zu und gewinnen Sie ein Wochenende in einem Luxushotel, Tagesausflüge in die Karibik nach Geinberg, ein Wochenende zu zweit in Linz, kulinarische Stadtführungen oder – noch mehr Eis!

Till Gabriel

Cornelius Lloyd Martens

HERAU SGE BE R

H E RAUSG E B E R

VORSPEISE��

Die neue Eis-Zeit

ZURÜCK ZUM GUTEN LEBEN FESTSCHMAUS MIT LIVE-MUSIK AM 11. & 12. JULI

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Pasta!-Menü

6

Juli/August 2020

20

44

TITELTHEMA

8 10 13

Holidays on Eis

BROTTEST

Laibesvisite: Woid-Urbrot Bio-Bäckerei Wagner

Aktivurlaub daheim: 9 Eisdielen - 9 Eiskreationen - 9 Wochen

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AUSLESE

Leserbriefe

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STREITBAR

Lambrusco

KURZMELDUNGEN

Aufgegabelt

Neues in Sachen Gastro & Gusto ZUSAMMENGEBRAUT

Citra-Weißbier Das etwas andere Weizen

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FIDEL GASTRO

Alte Schiffspost Fidel wirft in Obernzell den Anker aus

AUF DEN PUNKT

Pasta! macht Eis

Mascarpone-Weinbergpfirsich mit Honig und geröstetem Thymian

Gewinner

Gewinnspiel „Belle Saison“, Juni 2020 JE ZWEI FLASCHEN DES PASTA!-BIERES „BELLE SAISON“ HABEN GEWONNEN:

Barbara Koglbauer / Finn Sasse / Marianna Müller-L. / Karonlina Miodonska / Kathrin Stadler /Lukas Zitlsperger / Susanna Gold / Sarah Friedrich / Brigitte Reuter / Aylin Eryigit Herzlichen Glückwunsch! Bitte holen Sie Ihren Gewinn bis 31.07. in unserer Redaktion ab.

Impressum Herausgeber > Gabriel.Lloyd Martens.GmbH Till Gabriel & Cornelius Lloyd Martens Am Severinstor 4 94032 Passau

Redaktion > Till Gabriel, Cornelius Martens

Gestaltung > Till Gabriel

E-Mail redaktion@pastaonline.de

Fotos > Studio Weichselbaumer, Cornelius Martens

Anzeigen > Cornelius Martens

Illustrationen > Markus Jaursch

Tel

Lektorat > Schreiberei Eder

(0) 851/9 29 08 66

E-Mail anzeigenleitung@pastaonline.de

Druck > HS Druck, Ried, Österreich


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AUSLESE

8 AUSLESE

Leserbriefe

Reaktionen auf die Pasta!-Ausgabe Juni

Zum Artikel „Fidel Gastro“

Passauer Esskultur Lieber Fidel, danke für Deine Wertschätzung, den Support und allen voran Dein Gespür für Qualität und Handwerk. Es tut gut, wenn unser aller harter Einsatz und Leidenschaft erkannt und geschätzt wird. Chapeau. Das Team der Esskultur dankt von Herzen.

ANDERER MEINUNG?

ALEKS HANNIG-KOSTIC UND SIMON HANNIG

Schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihr Lob und Ihre Kritik!

Zum Artikel „Fidel Gastro“

redaktion@pastaonline.de

Einzigartig

facebook.com/ pastamagazin

Fidel, es macht immer wieder große Freude, Dich zu treffen und Dein Input mit Pasta! in Passau ist einzigartig. Danke, dass Du Dich hier so gut einbringst.

0851/9 29 08 65 Wir behalten uns sinnwahrende Kürzungen Ihrer Beiträge vor.

DR. FRITZ AUDEBERT

freude“ bin ich beim Anlass meiner Mail: Ach, was habe ich die PASTA! vermisst! Schön, dass Sie wieder werkeln – und wie Sie werkeln! Ich habe mich gekringelt vor Vergnügen darüber, wie Sie dem KerscherBrot Ihr Wohlwollen nicht versagen wollten. So etwas von pädagogisch, ähm … lieb. Das hatte was. Meine Frau hat einen Parkplatz in der Bahnhofstraße, dort, wo früher die Norma war und Atelier & Friends. Der Imbiss hat den Besitzer gewechselt, heute brutzelt dort „Lily“, eine dunkelhäutige Mamma, die afrikanische Angebote hat und, man darf staunen: Victoriaseebarsch. Und ich dachte mir: Das wäre doch mal gegen den redaktionellen Strich gebürstet, der Test der hiesigen Imbissbuden. Wie auch immer, ich bin mir sicher, Ihnen gehen auch ohne meine Bemerkungen die Themen nicht aus – und so werde ich mich weiterhin Monat für Monat auf Ihr Magazin freuen! Sie sehen: Ich bleibe Ihnen gewogen … JOHANNES FLÖRSCH

Zur Pasta!

Dano lebt! Danke, dass es wieder die Pasta! gibt. Und dann ist Ihnen der Re-Start gleich so fulminant gelungen! Ich hatte Tränen in den Augen, als ich Dano Fusarri, den legendären Wirt des Studio 11, der Caverna und vom Café San Paolo auf der Titelseite sah. Was für eine geniale Idee, ihn – und mit ihm die Ohne-Worte-Serie – wieder „auferstehen“ zu lassen. Sie sollten unbedingt damit weitermachen, die Schwarz-Weiß-Portraits sind einzigartig und eine willkommene Abwechslung bei all den genussfreudigen Inhalten Ihres Magazins. ANTONIA KOVAC Zum Artikel „Laibesvisite“

Gemeinsam stark Mit einem Schmunzeln habe ich Ihren ausführlichen Bericht über Kerschers Bauernbrot gelesen. Das ultimativ beste Brot ist für

mich persönlich das Bauernbrot mit ganzen Gewürzen von der Bäckerei Ratzinger in Passau. Das Brot ist auch mit gemahlenen Gewürzen zu haben. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und auch immer subjektiv. Würde mich sehr freuen, wenn Sie dieses außergewöhnliche Brot einmal testen würden. Bin gespannt, was Sie dazu sagen. Freue mich jetzt schon auf Ihren Bericht in der Pasta! Wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund! CHRISTIAN STROBEL Zur Pasta!

Wissen Sie denn, was Sie tun? Ich werde nicht der einzige gewesen sein, der sich ob des Dano-Fotos gefragt hat: „Ja, wissen die denn nicht, dass Dano …?“ Das Foto hat, zugegeben, den Einstieg ins Heft etwas verzögert; zumindest die Vorfreude kühlte ein wenig ab. Aber mit der „Vor-

Pasta!-Herausgeber Cornelius Martens antwortet: Das Cover mit dem Motiv des verstorbenen Dano Fusarri hat unglaublich viel Resonanz erfahren. Auch wenn es Ihnen im ersten Moment keine Vorfreude gemacht haben mag, Neugier hat es auf alle Fälle geweckt. Und das ist das, was wir mit unseren Titeln vorrangig erreichen wollen. Den Imbisstand „Lily“ kenne ich schon – der ist seit Herbst des letzten Jahres dort, wo einst Römers Würstelbude war. Die Kombination aus Currywurst und afrikanischen Gerichten erscheint abenteuerlich, aber es ist löblich, dass ein bisschen Schwung in das ewige Einerlei aus Döner, Pizza und Wurst kommt. Ich habe auch schon mehrfach darüber nachgedacht, einen Artikel über diesen ungewöhnlichen Stand zu bringen, habe es aber bisher nicht gewagt. Denn es wunderte mich, dass ausgerechnet das Produkt „Victoriaseebarschfilet“ auf den Tafeln plakativ beworben wird. Mein Gedankengang dazu lässt sich in etwa so beschreiben: Weiß man denn, dass der Victoriasee in Ostafrika liegt, also mutmaßlich in der (Nähe der) Heimat von Mme. Lily? Stellt der Kunde diese Verbindung her? Stammt dieser Fisch aus dem eigentlichen Victoriasee?


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Zur Pasta!

Rezepte gegen die Krise Es war ja fast zu erwarten, dass Sie die besten Rezepte gegen die Krise in Ihrem Heft haben würden. Und tatsächlich muss ich sagen: Nach dem Genuss von einigen der Gerichte, die Sie in Ihrer Pasta! vorstellen, geht es dem eigenen Gemüt gleich viel besser. Ob Tafelspitz im Heiliggeist, Belugalinsen im Hoffragner, Aubergine im Grünen Baum oder Nudeln auf der Terrasse der Goldenen Waage: Ausnahmslos alle der versuchten Gerichte waren exzellent. GEORG VORLÄNDER Zur Pasta!

Aufbruch Die neue Pasta! erzeugt genau die Aufbruchstimmung, die wir alle brauchen! Und Eure Online-Begleitung in der Krise: Krisenherd auf pastaonline.de! Wie gut ... Ich hoffe ganz fest, die Passauer gehen fleißig aus. Alles Gute für Euch! MARION RAUCH Zur Pasta!

Vergriffen Meldung vom Oberhaus: Fünf Tage – und die Pasta! Juniausgabe ist schon vergriffen! Sehr schön. Daran merkt man, wie sehr die Leute darauf gewartet haben ... JOSEF FEICHTINGER Zur Pasta!

Print wirkt Endlich wieder Pasta!. Auch wenn wir in einer digitalen Welt leben, nichts geht über Print! Wir halten zusammen – und gemeinsam werden wir es schaffen. CLAUDIO FONTANELLA

AUSLESE

Wird Victoriabarsch vom Kunden (bzw. von Mme. Lily) als etwas Besonderes, Begehrenswertes wahrgenommen? Ist den Konsumenten bewusst, dass am Victoriasee eine der größten Umweltzerstörungen Afrikas stattfindet und die Fischerei meist illegal betrieben wird? Klar, in fast jedem Supermarkt gibt es Victoriaseebarsch als TK-Ware – und auch bei real, Nordsee & Co. wird dieses Produkt tonnenweise verkauft – vgl. Tilapia, Pangasius und dergleichen. Kaufen sollte man diese Produkte nur dann, wenn sie aus kontrolliert nachhaltiger Fischerei stammen, idealerweise mit Öko-Zertifizierung. Ich werde die Gerichte trotzdem probieren – und irgendwann wird über Mme. Lily in der Pasta! zu lesen sein. Im Übrigen hat es schon einen Imbissbudentest gegeben in der Pasta!, und zwar in der Ausgabe des Monats Mai 2018, ab Seite 30 ff. (nachzulesen in unserer Digitalausgabe auf www.pastaonline.de). Allerdings haben wir uns bei diesem Test ausschließlich auf Currywurst beschränkt. Das Exemplar der damaligen „Römers Würstlbude“, also dem Vorgänger von „Lily“, war wirklich grausam ...

Die Natur deckt unseren Tisch! Zuhause Ruhe und Erholung finden und den Genuss und die Tischkultur neu entdecken – mit selbst zubereiteten Schmankerln der heimischen Küche und den natürlichen Stoffen von Exklusiv Wohnen aus Passau. Weitere Inspirationen findet man in den Büchern von: Ernestine Reisinger-Bürger • Sulzholzweg 1 • 94034 Passau. Telefon 0851-53521 • www.ernestine-reisinger-b.de


STREITBAR

10 STREITBAR

PRO

Lambrusco

E

s gibt weltweit keinen Wein, der so gefürchtet ist wie der Lambrusco. Auch ich hatte das Bild von der 2-Liter Korbflasche und stechenden Schmerzen am nächsten Morgen im Kopf – bis ich eines Tages bei einem Event der Fliesenfirma Süss in Vilshofen zu Gast war. Die Italiener sind die Stars der Fliesenszene, wie ich seit diesem in jeder Hinsicht denkwürdigen Abend weiß. Was mir aber wirklich die Augen öffnete: Statt Prosecco wurde Lambrusco gereicht. Und zwar in drei Varianten: trocken, halbtrocken und süß. Und ich sage Ihnen: Einer war besser als der andere! Die Lambrusco-Traube wächst vornehmlich in der Gegend um Modena. Der Billig-Ramsch wird exportiert, vor allem nach Deutschland. Was wiederum den Kreis schließt, denn bei Prosecco ist es in 90 Prozent der Fälle genauso: Hauptsache billig. Dabei bekommt man bei Lambrusco ordentliche Qualität für deutlich unter 10 Euro. Geben Sie diesem unterschätzten Perlwein eine Chance! Cornelius Martens

CONTRA

I Spritziger Genuss oder pappsüßes Pennerglück? Über Lambrusco streiten die Pasta!-Herausgeber Till Gabriel und Cornelius Martens. Illustration » MARKUS JAURSCH

st der Ruf erst ruiniert, säuft sich’s gänzlich ungeniert – das gilt sowohl für bekennende Alkoholiker als auch für Billigwein aus dem Discounter. Und unter diesem Motto lassen sich wohl auch sämtliche Komasaufpartys zusammenfassen, bei denen es ausschließlich darauf ankommt, sich mit billigem Alkohol ins Nirvana zu befördern. Gelungen ist solch ein Exzess prinzipiell nur dann, wenn man am nächsten Tag nicht mehr weiß, was genau man eigentlich getrunken hat. Deshalb finden zu solchen Anlässen, denen meist orientierungslose und randgruppenaffine Jugendliche beiwohnen, nicht nur Sangria und Wodkabowle aus dem Eimer reißenden Absatz, sondern auch Lambrusco. Kein Wunder, dass die süße, schäumende Plörre ihren schlechten Ruf nicht los wird, schließlich wird das Zeug wie Traubensaft im Tetrapack zu € 2,49 pro Liter unters Volk gemischt und sogar in Dosen abgefüllt – damit die letzte gescheiterte Existenz noch einen Strohhalm reinstecken kann! Till Gabriel


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13 FIDEL GASTRO

FIDEL GASTRO

Im Test:

Alte Schiffspost Text » CORNELIUS MARTENS

Fotos » STUDIO WEICHSELBAUMER

Der Markt Obernzell liegt nur etwa 15 Kilometer von

hat sich dort allerdings so manches spürbar zum

Passau donauabwärts entfernt. Und doch taucht

Guten verändert. Einer der Gründe für die positive

man hier in eine ganz andere Welt ein: Das schmu-

Entwicklung des Ortes sind drei junge Burschen, die

cke Örtchen war bis vor Kurzem noch ein ziemlich

die Entscheidung trafen, ein alteingesessenes Gast-

verschlafenes Nest mit sehr überschaubarem gas-

haus mit Hotel zu übernehmen. Keine Frage, dass

tronomischen Angebot. Seit dem vergangenen Jahr

Fidel Gastro sich das anschauen muss!

D

iese Geschichte beginnt an einem Winterabend an der Bar des Braven Mädchen(s). Hier sitzt Fidel Gastro regelmäßig und genießt das gute Rieder IPA, welches es nur hier vom Fass gibt. Dieser Tage sperrt dieses lebhafte Lokal nach über dreieinhalb Monaten (hoffentlich) endlich wieder auf, ich vermisse es sehr. Das liegt zum einen am stimmigen gastronomischen Angebot – andererseits an der für Passau aus meiner Sicht einzigartigen Atmosphäre. Für die wiederum zeichnet seit Jahren der Service unter Leitung von Pieter van Elburg verantwortlich. Der gebürtige Niederländer ist ein absolutes Ausnahmetalent im Service: Auch bei vollem Haus – was im Braven Mädchen eigentlich immer der Fall ist – behält er die Ruhe und gibt jedem das Gefühl, willkommen und wichtig zu sein. Fußballtrainer würden ihn wohl als Empathiemonster bezeichnen. Eben dieser Herr van Elburg unter-

hielt sich damals gerade angeregt mit Max Escherich, den wir von der Pasta! schon seit Jahren als Marketingleiter des Autohauses Mercedes-Benz Paul kennen, und der mir an der Bar zufällig schräg gegenüber saß. Ich konnte nicht anders, als ein bisschen zuzuhören: Das Gespräch drehte sich um die Alte Schiffspost in Obernzell, ein traditionsreiches Gasthaus und Hotel, das Escherich übernehmen und Pieter als Partner gewinnen wolle. Nun muss man wissen, dass Max Escherich aus Obernzell kommt, dort immer noch wohnt und bestens verdrahtet ist. Zudem arbeitet er nebenberuflich seit Jahren erfolgreich als DJ (unter anderem mit der Eventreihe Seasons, die insbesondere jüngere Semester kennen dürften). Die Alte Schiffspost kennt man als Passauer, denn sie liegt direkt an der Donau am Fähranleger. Schon seit 1808 kehrt man hier ein: Anfangs waren es vor allem Fährleute und Passagiere des Post-


Kino Vagabundo präsentiert 14 FIDEL GASTRO��

schiffs, die hier nächtigten, später entwickelt sich das Haus zum beliebten Ziel für Kurzausflügler, Radtouristen, Einheimische und Reisende entlang der Donau. Auch ich war schon mal hier zu Gast, mein letzter Besuch liegt allerdings schon 20 Jahre zurück – und so richtig ist mir das Lokal ehrlich gesagt nicht in Erinnerung geblieben. Ob sich das durch meinen heutigen Besuch ändert?

Frischer Wind zwischen alten Mauern

@kinovagabundo

www.biowirtshaus.de Tel. 08519883439 Stelzlhof 1 - Passau

Um die Vorgeschichte zu beenden: Die Überzeugungsarbeit von Escherich im Braven Mädchen an jenem Abend trug Früchte: Er, van Elburg und ein dritter Partner, Michi Scheuer, betreiben die Alte Schiffspost seit Spätsommer letzten Jahres. Geblieben sind die historische Bausubstanz und die großzügigen, atmosphärisch

unterschiedlichen Räume und Möglichkeiten: Vom feudalen Eingangsbereich mit einer langen Bar gelangt man über eine Treppe hinab in einen spektakulären Gewölbeweinkeller. Angrenzend an die das hallenartige Entrée befindet sich ein rustikaler Gastraum, an den wiederum ein separater Restaurantbereich anschließt. Es gibt aber auch einen eigenen Frühstücksraum sowie einen historischen Festsaal im ersten Stock – nahezu jede Art von Veranstaltung ist hier vorstell- und durchführbar, wenn es die Bedingungen wieder zulassen. Dazu gesellen sich über ein Dutzend Hotelzimmer verschiedener Größe, in denen man zu fairen Preisen nächtigen kann. Sahnestück ist jedoch der Biergarten mit Natursteinterrasse auf der einen und Rasenfläche auf der anderen Seite. Hier sind auch einige Liegestühle aufgestellt, die den Blick auf die gemächlich dahinfließende Donau freigeben, und in denen es sich herrlich chillen lässt. Apropos chillen: Der Außenbereich versprüht ein deutlich jüngeres Flair als die ehrwürdigen Räume


15 FIDEL GASTRO

Carpaccio von der Roten Bete


16 FIDEL GASTRO

im Innern. Überhaupt ist auffällig, wie viel junges Publikum, insbesondere aus der Damenwelt, sich an diesem herrlichen Sommerabend im Schiffspost-Biergarten tummelt. Es mag an den drei jungen Pächtern liegen, die alle so um die 30 Jahre alt sind und sich ihrer Strahl- und Zugkraft, jeder auf seine Art, sicherlich bewusst sind. Auch die Mitarbeiter im Service – ich kann hier ausschließlich Weibliche ausmachen – sind trotz Gesichtsmaske nach meiner Schätzung alle höchstens auf Mitte 20 zu taxieren. Das ist einerseits charmant und erfrischend, andererseits gibt es hier und da auch noch Erfahrungsdefizite mit der Kundigkeit der angebotenen Speisen und Getränke. Es herrscht draußen eher Strandbar- als bayerische Biergartenatmosphäre, was durch Chillout- und House-

klänge aus den Boxen noch verstärkt wird. Ich finde das eigentlich ganz lässig und fühle mich wohl in dieser jungen Umgebung. Vermutlich legt der DJ-Inhaber Max hier auch hin und wieder auf – und man kann sich gut vorstellen, wie der Sundowner im Hochsommer zu den Tunes des Meisters schmeckt.

Nahezu 50 Prozent der Gerichte sind vegetarisch, einige sogar vegan Die Speisekarte offeriert konsequenterweise auch einige Gerichte, die nicht dem bekannten Wirtshaus-Küchenkanon zu-

zuordnen sind. Auffällig ist, dass nahezu 50 Prozent der Gerichte fleischlos, einige sogar vegan daherkommen. Das ist in der ländlichen Gastronomie doch noch exotisch – und ein weiteres Indiz für das Ansinnen des Konzepts, jung und zeitgemäß zu wirken. Da wäre ein Carpaccio von der Roten Bete, das mit karamellisierter Birne und Kürbis serviert und von Rucola und Balsamicoessig gekrönt wird. Diese Vorspeise macht optisch mächtig Eindruck auf dem Teller, wie auch alle darauffolgenden Gerichte, die durch die Bank sehr ansprechend angerichtet sind; auch wenn man sich angesichts der appetitlichen Präsentation hier und da noch etwas mehr geschmackliche Raffinesse wünschen würde: So herrscht etwa beim Carpaccio ein süßliches Geschmacksbild vor, denn sowohl die


Das Fundament stimmt

Bete als auch das karamellisierte BirnenKürbisgemüse marschieren in die gleiche Richtung. Hier würde beispielsweise etwas Ziegenfrischkäse das Gericht auf eine andere, dann allerdings nicht mehr vegane Ebene, hieven. Der Balsamico gibt zwar etwas Säure, jedoch kommt die vor allem dem Rucola zugute. Angesichts von 6,90 Euro für diesen definitiv Instagram-kompatiblen Teller und einer allgemein sehr günstigen Kalkulation der Speisen und Getränke sollte man bei der Bewertung der kulinarischen Leistung jedoch fair bleiben: Die Alte Schiffspost will kein Fine-DiningTempel sein, sondern ein modernes Wirtshaus. Bei einem Preis von 2,80 Euro für die Halbe Hacklberger Hell, einem geräucherten Lachsforellentatar auf einer (zu festen) Scheibe Weißbrot zu 7,90 Euro und einem

Die Südtiroler Spinatknödel, die mit Bergkäse gefüllt sind und auf einer Art Ratatouille serviert werden, sind ihre 8,90 Euro ohne Zweifel wert. Auch hier wäre ich gerne bereit, für ein noch besseres Ergebnis etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Das Fundament stimmt, die Knödelmasse ist selbstgemacht, und auch mit der Idee des tomatigen Ratatouille liegen die Macher richtig. Beispielswiese ließe sich mit gerösteten Nüssen, etwas frischem Spinat extra und der ein oder anderen Beigabe noch mehr aus diesem Gericht herausholen, das für sich genommen gut zur Idee eines modernen Wirtshauses wie der Alten Schiffspost passt. Dieser Eindruck trifft auch auf die Falafel zu, die auf einer großen Menge Tabouleh angerichtet sind – jenem Couscoussalat mit Petersilie, Tomate, Minze und Gurke, den wir aus dem orientalischen Raum kennen und lieben. Hier passt die Balance der Texturen und Proportionen noch nicht, denn sowohl die drei mächtigen Kugeln Falafel als auch die schiere Menge an Couscous verlangen nach einer größeren Menge einer samtigflüssigen Sauce oder einem erfrischenden Dip. Der bereitgestellte Klecks Joghurt, der formschön um den Teller gezogen wird,

17 FIDEL GASTRO

Schnitzel Wiener Art zu 8,90 Euro sollte man hier, im wahrsten Sinne des Wortes, die Kirche im Dorf lassen. Schließlich handelt es sich hier um Preise, wie wir sie aus der Stadt (seit Jahren) nicht mehr kennen. Die freundliche Preisgestaltung macht sich überall, auch bei den Weinen, bemerkbar. Allerdings ergibt die Bestellung von Flaschenweinen keinen Sinn, da der Glaspreis, hochgerechnet auf den Flaschenpreis, bei nahezu allen Weinen günstiger ist. Schmecken tut der Grüne Veltliner vom Weingut Familie Hahn zu 3,00 Euro für das Viertel (!) trotzdem. Aus kulinarischer Sicht ist für mich das Backhendl der Star des Abends. Die Hendlstücke durften zuvor für einige Zeit in Buttermilch baden, wodurch das Fleisch unglaublich weich und samtig wird, kontrastiert von der wunderbar knusprigen Panade. Mehr als einen guten KartoffelGurkensalat braucht es zu diesem Gericht nicht – und 9,90 Euro sind für das gebotene Niveau und die Größe der Portion eher zu günstig. Dieses klassische Wirtshausgericht kostet in Passau im Schnitt um ein Viertel mehr.


18 FIDEL GASTRO��

schafft es nicht, gegen das trockene Mundgefühl, das sich breitmacht, anzukommen. Im Übrigen könnten ein Nusscrumble bzw. Dukkah und die Verwendung von mehr Tomate und Gurke, die in den Couscous eingearbeitet werden, dieses Gericht sicherlich noch voranbringen.

Klassische Wirtshausküche trifft auf moderne Küchenlinie Wer lieber klassisch unterwegs ist, findet auf der Karte kleine Gerichte wie einen Schweizer Wurstsalat oder eine Currywurst, bei der die selbstgemachte Sauce positiv heraussticht. Der Zwiebelrostbraten und das Cordon bleu sind weitere Vertreter bekannter Wirtshausklassiker. Schweinebraten gibt es, wie es früher üblich war, nur sonntags. Ich mag das. Tatsache ist, dass an diesem Abend um mich herum gefühlt die Hälfte der Gäste Burger bestellt, der mit 12,40 Euro eines der ganz wenigen Gerichte ist, das annähernd städtisch kalkuliert ist. Ergänzt wird die reguläre Speisekarte durch eine monatlich wechselnde Specialkarte mit einer weiteren Handvoll Speisen. Im Juli sind Amerikanische Wochen dran, bei denen US-Trendfood wie Pulled Pork, Steaks, Ribs, Burger und dergleichen zu erwarten sind. Ob den Postlern auch in diesem Zusammenhang die ein oder andere vegeta-

rische Option einfällt? Ich bin gespannt. Dem Publikum scheint dieses junge, frische Konzept gut zu gefallen, übrigens auch den zahlreichen Fahrradfahrern, die ebenso wie die Einheimischen fleißig Burger & Co. bestellen und es sich gutgehen lassen. Bei einem nicht näher bezeichneten, aber durchaus ordentlichen Marillenbrand lasse ich diesen lauen Sommerabend Revue passieren: Seit Max, Pieter und Michi die Alte Schiffspost übernommen haben, weht nicht nur hier ein frischer Wind: Ganz Obernzell scheint aufgeblüht zu sein, seit das Wirtshaus als zentraler Bezugspunkt wieder im Dorf verankert ist. Seitdem hat nicht nur ein neues vietnamesisches Restaurant, über das ich an anderer Stelle berichten werde, eröffnet; auch einige weitere neue Lokale am und um den Marktplatz laden nun zur Einkehr. Manchmal braucht es den Mut und die Unerschrockenheit junger Leute, um die Dinge nachhaltig zum Guten zu verändern. Der Anfang ist gemacht.

Gasthaus & Hotel Alte Schiffspost

Marktplatz 1 94130 Obernzell Tel. (08591) 2560 www.alte-schiffspost.de Öffnungszeiten: Mo bis So ab 12 Uhr Küchenzeiten Mo-Fr 12-14 Uhr und ab 17 Uhr Sa-So ab 12 Uhr durchgehend warme Küche


Hier brüllt der Löwe!

GELATERIA SEIT 1951

amaz ng STEAK & SEAFOOD

Restaurant


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HOLIDAYS ON EIS


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Aktion s uli bi J . 1 m o v ust 30. Aug

Holidays on Eis Text » CORNELIUS MARTENS Fotos » STUDIO WEICHSELBAUMER

Aller guten Dinge sind drei. Oder besser gesagt: neun. In der nunmehr dritten Auflage des Pasta! Eiskunst-Laufs präsentieren wir Ihnen zusammen mit neun Passauer Eiskünstlern auch diesen Sommer wieder Eissorten, die Sie in Ihrem Leben vermutlich noch nie gekostet haben. Kreationen, die Lust auf Urlaub machen: farbenfroh und vielseitig, von cremig-zart bis fruchtig-frisch; von Mandarine-Curcuma bis Blaubeer-Cheesecake, von Negroni bis Himbeer-Basilikum, von Schoko-Thymian bis Zitrone-Lavendel, von Bergamotte bis Anis: Neun Eissorten stehen bereit, in den nächsten neun Wochen von Ihnen verkostet zu werden. So schleckt der Sommer!

S

ollen wir heuer überhaupt eine Eisaktion in der Pasta! veranstalten? Machen die Eisdielen mit? Haben die Menschen nicht andere Sorgen? Passen kreative Eis-Experimente in diese Zeit? Wollen unsere Leser überhaupt Neues ausprobieren, wenn rundherum vieles nicht mehr so ist, wie es einmal war? Ehrlich gesagt währten die Zweifel nur kurz: Nie zuvor war das Interesse der Passauer Eismacher so groß. Nicht nur die klassischen italienischen Eisdielen wollten unbedingt dabei sein; auch Cafés, Confiserien und sogar ein Kino machen mit. Unsere neun Passauer Eiskünstler übertreffen sich gegenseitig mit tollen Ideen für neue Sorten, ungewöhnliche Kombinationen und gewagte Geschmacksbilder. Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen großer Eis-

Experimente und kreativer Tüfteleien an neuen Kreationen. Doch jetzt sind Sie am Zug! Den ganzen Sommer können Sie sich nach Herzenslust durch nie dagewesene Eissorten schlecken, die wir gemeinsam mit den Eiskünstlern entwickelt haben. Wagen Sie Neues, probieren Sie sich durch, gönnen Sie sich mit einer Kugel Eis einen kleinen Kurzurlaub direkt vor Ihrer Haustür! Bis 30. August 2020 läuft die Aktion – begleitet von unserem Holiday on EisStempelpass, der in allen teilnehmenden Eisdielen ausliegt, und mit dem Sie an unserem hochkarätigen Gewinnspiel teilnehmen können (Info auf Seite 40). Im vergangenen Jahr sind in der Pasta!-Redaktion sage und schreibe um die 500 vollständig ausgefüllte Eispässe eingegangen. Lassen Sie uns das heuer toppen!

HOLIDAYS ON EIS

3. Passauer Eiskunst-Lauf


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HOLIDAYS ON EIS


23 HOLIDAYS ON EIS

Amsl

Zitrone Lavendel Buttermilch D

ie neueste Eiskreation des Amsl in der Villa Bergeat verwöhnt uns mit frisch-fruchtigen, floralen Noten und sinnlicher Cremigkeit. Die LavendelKomponente ist nicht nur farblich ansprechend, sondern verbreitet ihr blumig-herbes Aroma sofort im ganzen Mund. Und sobald man denkt, es könnte zu viel werden, kommt genau rechtzeitig eine ausgeprägte Zitrusnote auf die Zunge, die der Blumigkeit des Lavendels Einhalt gebietet. Zuletzt rundet die Buttermilch, die aus heimischer Produktion vom Haindl-Hof aus Fürstenzell stammt, diese Komposition sanft ab und gleicht die Fruchtsüße durch den typisch säuerlichen Geschmack angenehm aus. Kurzum – ein Eis wie ein Sommer in der Provence!

Amsl in der Villa Bergeat Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 22, Passau-Neue Mitte Preis pro Kugel € 1,30


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HOLIDAYS ON EIS


25 HOLIDAYS ON EIS

Da Franco

Weiße Schokolade Thymian Orange S

chon beim ersten Schlecken haben wir das Gefühl, bei schönstem Wetter auf einer grünen Freibad-Wiese zu entspannen. Das Eis ist unglaublich cremig und die weiße Schokolade verleiht ihm eine angenehme Süße. Man schmeckt die fein-kräutrige Thymian-Note, die nicht aufdringlich, aber präsent ist. Das Orangenvariegato mit seiner süß-bitteren Note rundet dieses Meisterwerk ab. Kompliment an Gelatiere Toni Fiorentino (JuniorChef des Da Franco), der uns mit dieser Eiskreation den Sommer in der Heimat noch schöner macht.

Da Franco Bräugasse 8, Passau-Altstadt Preis pro Kugel € 1,30


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HOLIDAYS ON EIS


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Fontanella

Himbeere Basilikum W

äre der Sommer ein Eis, er wäre dieses Eis! Familie Fontanella hat heuer fruchtiges Himbeereis mit fein gehacktem Basilikum kombiniert. Letzteres ist in dieser Kreation nicht nur reichlich vorhanden, sondern bringt auch eine angenehme, herbal-aromatische Note mit – was es zur optimalen Ergänzung für das geliebte, geschmacklich aber vorhersehbare Himbeereis macht. Auf diese Weise entstand ein Fruchteis, bei dem die Kräuterbeigabe nicht etwa als Alibi fungiert; vielmehr hat man im Hause Fontanella mit jeder Menge Mut eine exzellent ausbalancierte Kreation erschaffen, die die besten Eigenschaften des Sommers in sich vereint: leicht, frisch, fruchtig, überraschend – fantastisch.

Fontanella Ludwigstraße 20, Passau-Fuzo Preis pro Kugel € 1,30


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Greindl

Mandarine Kurkuma Ingwer S

timmungsaufheller gefällig? Wir haben da einen Tipp für Sie: Bei einem Spaziergang durch die Altstadt kommt man fast automatisch beim Greindl im Steinweg 2 vorbei – und genau hier gibt’s eine Kugel Gute Laune. Nachdem uns ein intensiver, fruchtig-süßer Mandarinengeschmack betört, folgt die angenehme Schärfe von Kurkuma und Ingwer. Letzterer sorgt auch für einige Zitrusnoten, die dem insgesamt süß-scharfen Geschmack die nötige Balance verleihen. Die beiden Wurzeln sind nicht nur sehr gesund; Kurkuma sorgt außerdem für die orange Farbe, die ganz laut „Sonne!“ ruft. Eine angenehm prickelnde Kombination, die man auch noch lange nach deren Genuss auf der Zunge hat. Prädikat: außergewöhnlich!

Greindl Steinweg 2, Passau-Altstadt Preis pro Kugel € 1,30


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KaffeeWerk

Negroni S

tephan Bauer und sein KaffeeWerkTeam servieren ihren Gästen in der Innstadt neben Eiskaffee seit Neuestem auch eine kleine Auswahl an Eissorten, die in Zusammenarbeit mit der nur einen Steinwurf entfernten Confiserie Simon entstanden sind. Das KaffeeWerk mischt dieses Jahr zum ersten Mal beim Passauer Eiskunst-Lauf mit und erheitert uns mit einem Eis, bei dem es sich eigentlich um einen gefrorenen Cocktail handelt: Negroni. Dieser bitter-süße italienische Aperitiv-Klassiker, der zu gleichen Teilen aus Wermut, Gin und Campari besteht, wurde zusammen mit frischer Orange in ein frisch-spritziges Sorbet-Eis übersetzt, das wunderbar angenehm im Mund schmilzt. Achtung: Diese Kreation ist nicht jugendfrei – erst ab 18!

KaffeeWerk Kirchenplatz 2, Passau-Innstadt Preis pro Kugel € 1,50


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ProLi

Blaubeer Cheesecake Brownie-Crumble P

opcorn und Softeis – wir fühlen uns sofort in unsere Kindheit zurückversetzt! Das ProLi an der Innpromenade vereint Café und Kino und bringt uns mit süßen Verlockungen dieses unbeschwerte Gefühl zurück. Chefin Juli Vesper backt nicht nur leidenschaftlich gerne, sondern ist eine wahre Expertin an der Softeis-Maschine. So experimentiert sie gerne monatelang, um ihre Rezepte zu perfektionieren. Diese Sorte war jedoch eine Zufallskreation, die sofort alle begeistert hat. Wilde Blaubeeren sorgen für eine dezente Färbung und die feine Fruchtnote. Das Eis mit der wundervoll cremigen Konsistenz wird gekrönt von einem üppigen Topping aus – natürlich ebenfalls hausgemachten – Brownie-Krümeln. Zum Dahinschmelzen!

ProLi Unterer Sand 13, Passau-Innpromenade Preis pro Portion € 2,50


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HOLIDAYS ON EIS


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Purogelato

Anis Schokocrumble Pfirsichmarmelade M

it dieser Eissorte schenkt uns Gelatiere Andrea, der Chef des Purogelato, eine wohltuende Umarmung. Besonders fallen uns die verschiedenen Konsistenzen auf, die dieses Eis bereithält. Die samtige Eiscreme trifft auf keksiges Schokocrumble und schließlich weich-fruchtige, mit feinen Pfirsichstückchen gespickte Marmelade. Die Kreation zeigt sich angenehm würzig und weit von jeder 08/15-Eissorte entfernt. Sicher: Anis ist durchaus Geschmackssache – uns versetzt es jedenfalls in eine wohlig-entspannte Stimmung. Das Schokocrumble sorgt zudem für kleine Knusperpausen. Einfach ein Traum – trauen Sie sich!

Purogelato Große Klingergasse 5, Passau-Fuzo Preis pro Kugel € 1,30


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Joghurt Mango Passionsfrucht Gojibeere D

iese Kreation ist nicht nur ein gefrorener Obstsalat aus Südfrüchten auf Basis eines leicht säuerlichen Joghurteises, sondern enthält mit Gojibeeren eine Extra-Portion Wellness. Die Gojibeere gilt als Königin der sogenannten Superfoods und soll entsprechend super gesund sein. In dieser gewagten Eiskreation vom Rialto bildet sie auf jeden Fall das Tüpfelchen auf dem i. Zerkaut man die getrocknete Gojibeere, ist sie leicht fruchtigbitter und erinnert in ihrer Konsistenz an Rosinen. Wir sagen: Obstsalat im Sommer geht einfach immer – und in dieser gefrorenen Version schmeckt er noch besser! Übrigens: Nach 30 Jahren hat die Familie Vecellio das Rialto vor wenigen Wochen in neue Hände übergeben: Carmelina Pitta und ihr Mann Claudio, die parallel das Eis Center in Grafenau führen, schwingen jetzt das Zepter im traditionsreichen Eiscafé.

Rialto Rindermarkt 16, Passau-Fuzo Preis pro Kugel € 1,30

HOLIDAYS ON EIS

Rialto


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HOLIDAYS ON EIS


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Simon

Bergamotte Honig-Variegato Pfirsichkompott D

ie Confiserie Simon begeisterte uns letztes Jahr mit der ausgefallenen Eissorte Grapefruit-Holunder mit tasmanischem Pfeffer. Auch dieses Jahr weckt die elegante Beschreibung sofort unser Interesse. Das Aroma der Bergamotte ist einfach unverwechselbar: zitronig, herbal, duftig. Diese fruchtig-frische Masse ist von geflämmtem Pfirsich durchzogen und mit Original Passauer Wetzl-Honig verfeinert. Das Eis schmeckt durch die Bergamotte zunächst spritzig und herb, der Honig bringt Süße ins Spiel. Die Pfirsichstückchen verleihen der Komposition einige Röstnoten und eine angenehme Textur. Nach dieser süßen Sünde sollten wir vielleicht beichten gehen. Gut, dass wir dafür in Passau nicht weit gehen müssen.

Simon Filiale Rindermarkt 10, Passau-Neumarkt Filiale Stadtgalerie, Bahnhofstraße 1, Passau Preis pro Kugel € 1,10


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Tolle u Preise z ! en gewinn

Holidays on Eis

Gewinnspiel 2020 Halten Sie Ausschau nach dem Holidays on Eis-Stempelpass, der in allen neun teilnehmenden Eisdielen kostenlos ausliegt. Auf der Rückseite des Flyers befinden sich neun Stempelfelder, die beim Kauf einer Kugel der jeweiligen Eissorte von der Eisdiele abgestempelt werden. Schicken Sie uns die volle Stempelkarte an Pasta!, Passauer Stadtmagazin für Genusskultur, Am Severinstor 4, 94032 Passau (oder werfen Sie die Karte einfach in unseren Briefkasten). Einsendeschluss ist der 31. August 2020. Wir wünschen viel Spaß beim Schlecken! 1. PREIS

„SCHLECK & WEG“ Ein Wochenende mit 2 Übernachtungen für 2 Personen im Hotel Almesberger im Hochstein-Zimmer inkl. Genusspension im Wert von 775,00 Euro 2. PREIS

Ein Kurzurlaubswochenende in Linz für zwei Personen im Wert von 228,00 Euro 3. UND 4. PREIS

Tageswellness in der Therme Geinberg inkl. Nutzung der Karibiklagune mit Palmen, Sandstrand & Cocktails im Wert von 79,00 Euro 5. UND 6. PREIS

Kulinarische Stadtführung von TOPassau Tours im Wert von 29,00 Euro 7. BIS 9. PREIS

je 10 Kugeln Eis in einer der neun teilnehmenden Eisdielen

Teilnahmebedingungen unter www.pastaonline.de


GUTEN MORGEN! Frisch gebackene Croissants, saftiges Holzofenbrot, Schinken vom Wochenmarkt, dazu ein Kaffeegetränk mit Frischmilch aus dem Passauer Land. So schmeckt das perfekte regionale Frühstück bei AMSL.

SO SCHMECKT DER SOMMER Bunt wie eine sommerliche Bergwiese: Salate, Snacks, hausgemachte Smoothies, Limonaden und natürlich unsere Eisspezialitäten - das ist echter Sommergenuss!

in der Villa Bergeat, Dr. Hans-Kapfinger-Str. 22, 94032 Passau. So finden Sie uns: gleich neben dem ZOB und gegenüber dem Stadtturm.


KUNST/GENUSS

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Zi t ro n e u n d L i m o n e Bild & Text » MANFRED VON GLEHN

D

ie schönsten Zitronen, die ich bisher gesehen habe, stammen aus dem kleinen Ort Limone am Westufer des Gardasees. Limone heißt auf Italienisch Zitrone, aber möglicherweise rührt der der Name dieses Ortes gar nicht daher, sondern geht auf den lateinischen Begriff limes (Grenze) zurück. Wie auch immer: Der Name passt bestens zum dortigen Anbau von hervorragenden Zitronen. In der Italienischen Reise von Goethe habe ich folgende Eintragung gefunden: 13. 9. 1786. Heute früh um drei Uhr fuhr ich von Torbole weg mit zwei Ruderern. Anfangs war der Wind günstig, daß sie die Segel brauchen konnten. Der Morgen war herrlich, zwar wolkig, doch bei der Dämmerung still. Wir fuhren bei Limone

vorbei, dessen Berggärten, terrassenweise angelegt und mit Zitronenbäumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehen geben. Der ganze Garten besteht aus Reihen von weißen viereckigen Pfeilern, die in einer gewissen Entfernung voneinander stehen und stufenweis den Berg hinaufrücken. Über diese Pfeiler sind starke Stangen gelegt, um im Winter die dazwischen gepflanzten Bäume zu decken. Das Betrachten und Beschauen dieser angenehmen Gegenstände ward durch die langsame Fahrt begünstigt. MANFRED VON GLEHN ist ein bildender Künstler und Autor. Er wuchs in Brasilien auf und lebt heute in Hinterschmiding bei Freyung.


BROTTEST

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NEUE

Serie!

Laibesvisite: WOID-URBROT BIO-BÄCKEREI WAGNER

Die mit zerstoßenen Saaten bestreute Kruste ist elastisch und zart

Verkostet von » TILL GABRIEL

Die Porung ist fein und muffinartig

Schokoladenbraun präsentiert sich die aromatische Krume

W

er in Passau Bio kauft, kommt um die Bio-Bäckerei Wagner kaum herum. Bio-Brot von Wagner – das ist zwischen Ruderting und Passau praktisch in aller Munde. Seinen wirtschaftlichen Erfolg und auch die Anerkennung der Verbraucher hat das Familienunternehmen einer durchdachten und konsequent umgesetzten Philosophie in Sachen Backwaren und Filialgestaltung zu verdanken – und einem Markenrelaunch, in dessen Zuge das Unternehmen bis in den letzten Winkel umgekrempelt und umstrukturiert wurde. Ein schönes Beispiel dafür, wie man ein traditionelles Handwerksunternehmen zukunftsfähig machen kann. Seit 1990 ist die Bäckerei Wagner Mitglied des Biokreis Passau,

seit 2007 eine reine Bio-Bäckerei. Insofern kann man den Filialisten als echten BioPionier in unserer Region bezeichnen. Ich kenne viele Passauerinnen und Passauer, die vor allem deshalb zum Wagner gehen, weil von Haus aus klar ist, dass es hier ausschließlich Bio-Produkte gibt – während andere Betriebe sich noch nicht dazu durchringen konnten, ihr gesamtes Sortiment auf ökologische Backwaren umzustellen. Die Umstellung auf 100 % Bio – das war bei den Wagners sicherlich der ausschlaggebende Faktor für ihren Erfolg. Und auch ich gehe regelmäßig dort Brot kaufen – allerdings nicht, weil ich Bio-Jünger bin, sondern weil manche der feilgebotenen Produkte wirklich gut schmecken. Da-

bei ist Bio für mich zwar wichtig, aber als Marke dennoch nur ein Trend, eine Zeiterscheinung, eine Art Lifestyle-Label. Das sage ich nicht nur, um zu polarisieren oder zu provozieren. Ich muss kurz abschweifen: Bio als Marke (denn als solche fungieren letzten Endes nicht nur das deutsche und das EU-Bio-Logo, sondern auch das Wort an sich) dient vor allem als Marketinginstrument. Der Mechanismus, der dabei wirkt, ist einfach zu erklären: Durch die Schaffung und Verleihung eines Prüfsiegels, dem entsprechende Mindeststandards zugrunde liegen, schafft man ein Alleinstellungsmerkmal für alle Produkte, die es tragen dürfen. Die so erreichte Abgrenzung zum restlichen Markt macht das mit dem Prüfsiegel ausgezeichnete


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BROTTEST

KRUSTE GLATT

STRUKTURIERT

RUSTIKAL

KERNIG

WATTIG

KRUME KOMPAKT

PORUNG FEIN

LOCKER

Produkt zu etwas Besonderem, Wertvollem, Begehrtem. Und mit Produkten, die begehrt und möglicherweise gleichzeitig rar sind, lässt sich gutes Geld verdienen. Man stelle sich also nur vor, wie es wäre, wenn grundsätzlich alle Lebensmittel das Bio-Siegel trügen; dann wäre Bio ganz normaler Standard – und die Lebensmittelhersteller müssten sich ein anderes Alleinstellungsmerkmal suchen. Doch stammen die meisten Produkte immer noch – bezogen auf die Landwirtschaft – aus sogenannter konventioneller Produktion. Und deshalb funktioniert Bio gerade heute, in Zeiten größter Verunsicherung der Verbraucher durch scheinbar unauflösbare ökopolitische Spannungen rund um den Globus, besser denn je. Grundsätzlich können wir zwar dankbar sein für jedes nach ökologischen Richtlinien produzierte Lebensmittel – wir sollten dabei jedoch nicht vergessen, dass die Standards, die dem BioSiegel zugrunde liegen, in weiten Teilen nur Mini-Standards sind; sie hätten schon längst angehoben und angepasst werden müssen. Dass man den einmal beschrittenen BioWeg auch mit aller Konsequenz und dem Willen der stetigen Verbesserung weitergehen muss und kann, zeigt sich bei Wagners vor allem darin, dass sie mit dem Biokreis einen Partner haben, der in vielen Bereichen höhere Ansprüche an die Produktion ökologischer Lebensmittel stellt, als dies das Standard-Bio-Siegel verlangt. Nun ertappe ich mich abermals dabei, vom eigentlichen Gegenstand dieses Artikels abgekommen zu sein. Zurück also zu Wagners Bio-Brot: Bei meinem letzten Besuch

LUFTIG

der neu gestalteten Passauer Filiale am Ludwigsplatz fiel mir im Regal das WoidUrbrot auf – schön verpackt in den bekannten Holzkörbchen mit Backpapiereinlage, in denen ein Teil des Brotsortiments nicht nur verkauft, sondern vorher auch gebacken wird. Der Vorteil dieser Körbchen ist, dass die Brote länger frisch und saftig bleiben, weil sie nur auf der Oberseite direkten Luftkontakt haben.

Raritäten-Getreide Das Woid-Urbrot ist erst seit Anfang Juni im Sortiment und ersetzt seither das Emmer- sowie das Roggen-Dinkel-Vollkornbrot. Wie dem praktischen, von der freundlichen Verkäuferin selbstredend beigelegten Informationsblatt zu entnehmen ist, handelt es sich um ein Vollkornbrot aus den beiden Urgetreidesorten Waldstaudenroggen (60 Prozent) und Emmer (40 Prozent). Beide Getreide sind weitgehend in Vergessenheit geraten und finden in der Backindustrie praktisch gar keine Anwendung; das liegt einerseits an ihrer geringen Verfügbarkeit (es werden in Deutschland nur einige hundert Hektar Emmer angebaut), andererseits an den kleinen Erträgen. Zum Vergleich: Während Weizen rund 80 t/ha erbringt, liegt der Emmer nur bei der Hälfte. Zudem gestalten sich Ernte und Weiterverarbeitung recht aufwendig, was das Endprodukt letztlich verteuert. So wird der Emmer vermutlich auch in Zukunft ein Nischenprodukt bleiben – genauso wie der Waldstaudenroggen, der in seiner 7.000-jährigen

Geschichte in Nordeuropa (er stammt ursprünglich aus dem Orient) zwar Mensch und Tier als verlässliches Nahrungsmittel gedient hat, als Wirtschaftspflanze aber kaum interessant ist. Denn wie sein Name schon sagt: Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze (Staude), die erst im zweiten Jahr Ertrag bringt. Zudem ist die Korngröße wesentlich geringer als beispielsweise beim Winterroggen. Umso spannender ist natürlich ein Brot aus zwei so seltenen Getreidearten – zumal keinerlei Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig verwendet wurden, sondern nur Honig, der die Gärung in Gang gesetzt hat.

Ur-Wald im Brot Das Woid-Urbrot zeigt sich außen mit einer leicht glänzenden, mit zerstoßenen Saaten bestreuten Kruste, die zart und elastisch ist und sich gut schneiden lässt. Beim Anschnitt steigt bereits ein malziger, pumpernickelähnlicher Duft in die Nase; da wird wohl das in der Zutatenliste erwähnte Backmalz seinen Teil dazu beigetragen haben. Und auch die gleichmäßige, schokoladenbraune Farbe der Kruste und Krume rühren wohl nicht alleine vom verwendeten Mehl her. Die nussig-karamelligen Aromen der feinporigen und zarten, geradezu muffinartigen Krume sind warm und herzhaft; auf der Zunge entwickelt sie einen wunderbaren Schmelz. Am Gaumen leichte Rübensirup- und Honignoten, dazu Nuancen von feuchtem (Ur-)Waldboden und sonnengetrocknetem Nadelholz. Definitiv ein Fall für meine piemontesischen Haselnuss-Schokoladencreme, die sich genau wie ich nichts Schöneres vorstellen kann, als zusammen mit einer Scheibe dieses Brotes genossen zu werden. Wobei ich den Brie de Meaux auch nicht vom Schnittchen gestoßen hätte. Ob die Ur-Waldmenschen zur Erschaffung solchen Backwerks imstande waren? Man darf es bezweifeln – obwohl sie vielleicht über die Rohstoffe verfügten. Allerdings wäre dem Steinzeitbäcker diese Interpretation seiner urigen Körner sowieso viel zu modern gewesen …

Das Woid-Urbrot der Bio-Bäckerei Wagner ist in den Filialen für € 4,40 erhältlich. Sie haben einen Brot-Tipp für mich? Ich freue mich auf Ihre Anregungen: gabriel@pastaonline.de

BROTTEST

WAGNERS WOID-URBROT AUF EINEN BLICK


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KURZMELDUNGEN

KURZMELDUNGEN

Aufgegabelt Neues in Sachen Gastro & Gusto An der Gabel » CORNELIUS MARTENS

Vito’s JETZT IN VILSHOFEN! Ich habe bittere Tränen geweint, als Vito D’Elia im Sommer 2019 entschied, seine Vito’s Gustoria in der Grabengasse nach fast zehn Jahren in neue Hände zu geben. Vito hat eine ganz eigene, einfache, einzigartige Art zu kochen, die mich von jeher faszinierte. Die gute Nachricht für seine zahlreichen Fans: Vito ist wieder da, wenn auch nicht in Passau, sondern in Vilshofen. Sein neues Lokal, das bisher unter dem Namen Die Weinstube bekannt war, liegt hoch über Vilshofen und trägt wieder seinen Namen: Das Vito’s steht für unkomplizierten Genuss: Von Original Wiener Kalbsschnitzel bis Rindsbackerl, von Salaten mit seinen magischen Dressings bis hin zu sommerlich-leichten mediterranen Gaumenfreuden – Vito hat es einfach drauf – und verfügt jetzt auch über den nötigen Raum, es seinen Gästen zu beweisen: Ob im rustikalen Innern des Lokals oder auf der herrlichen Terrasse – ein kulinarischer Kurzurlaub in Vilshofen lohnt sich immer!

Vito’s, Oberer Galgenberg 4, Vilshofen a.d. Donau, www.vitos-vilshofen.de

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KURZMELDUNGEN

Roots ENTWURZELT Das Roots ist zu. Wohl für immer. Das stimmt mich sehr traurig. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Fabian Lakota um einen der besten seiner Zunft – und seine Cocktailbar war über viele Jahre eine beständige Adresse für hochwertige Drinks. Alles auf Corona zu schieben wäre zu einfach. Der Pachtvertrag war ausgelaufen, über eine Verlängerung wurde man sich offenbar nicht einig. Am Ende ist es wohl die Summe mehrerer Faktoren, die eine meiner absoluten Lieblingsbars zum Aufhören zwingt. Die nach wie vor fehlende Perspektive für Bars dieses Zuschnitts, bei denen Nähe und eine lebhaft-kommunikative Atmosphäre zum Geschäftskonzept gehören, dürfte es nicht einfacher machen, einen Nachfolger zu finden. So oder so ist das Ende des Roots für die Passauer Gastronomie ein – kommunikativ und qualitativ – nicht zu unterschätzender Verlust. Roots, Theresienstr. 24, Passau-Zentrum

Rialto GRAZIE FÜR 30 JAHRE EISKULTUR Eine Ära geht zu Ende – und zugleich wird ein neues Kapitel Passauer Eiskultur aufgeschlagen: Familie Vecellio hat ihr Eiscafé Rialto nach exakt 30 Jahren an Carmelina Pitta und ihren Mann Claudio übergeben, die parallel das Eis Center in Grafenau betreiben. Meine bisherigen Lieblingssorten im Rialto? Heidelbeer und Pistazie! Ich bin gespannt auf den neuen Schwung von Neuinhaber und Gelatiere Claudio, der ursprünglich aus Treviso stammt. Grazie an Matteo, Seniorchef Bruno, Antonio, Filippo und Ida für 30 Jahre Passauer Eiskultur. Die Familie geht zurück nach Italien und wird in der Heimat, in den Dolomiten, Ferienwohnungen bauen und diese vermieten. Ci vediamo! Eiscafé Rialto, Rindermarkt , Passau-Fuzo

Fiaba VIETNAM AT HEART

Roots ENTWURZELT

Fiaba ist italienisch und bedeutet auf Deutsch so viel wie Geschichte. Böse Zungen würden sagen, dass hier, in der Milchgasse 1 noch jeder Versuch, eine Gastronomie zum Laufen zu bringen, schnell Geschichte war: ob sardisches Spitzenrestaurant, Italiener oder Grieche – in diesem Objekt sind bislang praktisch alle gescheitert. Der letzte Pächter, ein rühriger Kroate mit einem mediterran-italienischem Konzept, hielt nicht mal eine Saison durch. Der neue vietnamesische Pächter hat zu meiner Verwunderung das Inventar inklusive Logo-gebrandeter Teller, Speisekarten u.v.m. vom Vorgänger übernommen. Zwar mutet die mediterrane Gestaltung des Lokals auf den Gast eines vietnamesischen Restaurants zwar zunächst etwas befremdlich; auf dem Teller geht es jedoch weitgehend authentisch zu – und das ist am Ende entscheidend: An den Sommerrollen ist nichts auszusetzen, die vietnamesische Fischsauce nuoc mam, die zu in Betelblättern eingewickeltem Rindfleisch gereicht wird, ist tadellos, das Kimchi ordentlich scharf. Auch der vietnamesische Kaffee schmeckt und die Bedienung ist geradezu herzlich. Entscheidend wird sein, ob es in dieser exponierten Lage am Rande des Rathausplatzes gelingt, im Sommer die Touristen und im Winter die Einheimischen für dieses kulinarisch begrüßenswerte, neue vietnamesische Restaurant zu gewinnen. Fiaba – Vietnam at heart, Milchgasse 1, Passau-Altstadt, www.fiaba-passau.de


ZUSAMMENGEBRAUT

48 ZUSAMMENGEBRAUT

Citra Weißbier Zusammengebraut in der Pasta!-Redaktion Text » TILL GABRIEL Foto » FLORIAN WEICHSELBAUMER

I

soamylacetat – das ist der Stoff, der ein klassisches bayerisches Weizenbier nach Banane schmecken lässt. Es handelt sich dabei aber keineswegs um eine dem Bier zugesetzte Chemikalie, wie der Name zunächst vielleicht nahelegen mag, sondern um Essigsäure-Ester, die während des Brauvorgangs aus dem Weizenmalz gelöst werden. Dazu kommen üblicherweise Aromen von Nelken und anderen Gewürzen, deren Intensität vor allem von der unter Brauern sogenannten Ferulasäurerast abhängt. Diese Rast, also das Halten der Maische bei einer bestimmten Temperatur, findet üblicherweise bei 45 °C statt und dauert 20 – 25 Minuten. Doch am Ende des ganzen Brauprozesses steht die Vergärung mit einer echten Weißbierhefe, die das Geschmacksprofil maßgeblich beeinflusst und den Charakter eines Weißbieres ausmacht. Eine eher untergeordnete Rolle spielt beim klassischen Hefeweizen der Hopfen, der eigentlich nur zur Haltbarmachung eingesetzt wird, nicht als Geschmacksgeber. Eine intensive Hopfenblume ist beim bayerischen Weißbier also eher untypisch. So viel zum Standard. Weil wir bei der Pasta! die Dinge ja gerne mal gegen den Strich bürsten und selten ausgetretene Pfade beschreiten, haben wir

für unsere neueste Bierkreation einfach die Parameter umgedreht: Nicht die Banane, die Nelke oder die Hefe sollten im Vordergrund stehen, sondern der Hopfen. Schließlich ist Citra einer unserer Lieblings-hopfen, mit kräftigen Zitrusnoten und einem ganzen Bukett von Blumen und Früchten. Damit er seine Wirkung voll entfalten kann, wurde das Bier nach Abschluss der Hauptgärung noch für volle zehn Tage trockengestopft – was bedeutet, dass man den Hopfen in einem feinen Gewebesäckchen in den Gärtank legt; da er nicht mehr gekocht wird, gibt er nur Aroma-, aber keine Bitterstoffe mehr an das Bier ab. Auch das gesamte Maischeverfahren haben wir konsequent an dieses Ziel angepasst. Herausgekommen ist ein fruchtig-spritziges Weißbier, das beim ein oder anderen eingefleischten Andorfer-Trinker (o. ä.) sicherlich den Gaumen provoziert, aber dennoch richtig Spaß macht. Mit seinem ausgeprägten Fruchtspiel, seiner überschwänglichen Kohlensäure, einem cremigen Antrunk und allenfalls hintergründigem Hefearoma ist es ein wunderbarer Abschluss für einen heißen Sommertag – natürlich gerne auch zusammen mit einer hausgemachten Kugel Eis ...

Pasta! Gemeinschaftssud #14 STECKBRIEF BIERNAME Citra Weißbier

HOPFEN

Citra

BIERTYP Weizenbier

MALZ

Weizenmalz, Pale Ale Malz

ALKOHOL 5,2 %

HEFE

Fermentis WB-06

BITTERE

ca. 20 IBU

ETIKETT

Till Gabriel/Pasta!

FARBE

ca. 11 EBC


Jetzt gewinnen! Pasta! verlost 10 x 2 Flaschen à 0,5 l So machen Sie mit: Schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „CITRA“ an: gewinnspiel@pastaonline.de Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Einsendeschluss ist der 14.8.2020. Viel Glück!

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BIERTEST

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Innstadt-Bräu Bio Export Verkostet von » TILL GABRIEL Foto » FLORIAN WEICHSELBAUMER

ZURÜCK ZU ALTEN UFERN?

H

ier passiert was. So steht es auf der Titelseite der Mini-Broschüren, die derzeit in Passauer Getränkemärkten ausliegen. Oh! Also wenn irgendwo in Passau irgendwas passiert, dann spitze ich sofort meine Ohren und schärfe meinen Blick – besonders dann, wenn es um Bier geht. Dass sich als Absender der hübsch gestalteten Flyer auch noch eine Brauerei namens InnstadtBräu zu erkennen gibt, weckt mein besonderes Interesse: Sollte es sich dabei etwa um die ehemalige Innstadt-Brauerei handeln, die im Jahr 2012 ihre Tore für immer geschlossen hat? Tatsächlich kann man dem Text der Broschüre entnehmen, dass es um eine Wiederbelebung geht, ums Auflebenlassen und um Lebendigkeit. Offenbar möchte man zurück zu alten Ufern und anschließen an eine goldene Vergangenheit. Dafür wird derzeit das gesamte Sortiment der Marke Innstadt auf einen nost-

algisch anmutenden Look umgestellt, alte Bierdeckel aus den 70ern dienten hierfür teilweise als Blaupause. Doch Fakt ist: Die Brauerei ist tot – und damit auch ein nicht unwesentlicher Teil der Innstadt. Nach 694 Jahren Brautradition in diesem Stadtteil wurde seinerzeit die Marke Innstadt von dem vormals bedeutendsten Konkurrenten, der Brauerei Hacklberg, übernommen; die Brauerei selbst hat man inzwischen weitgehend abgerissen. Aufgrund all dieser Ereignisse fällt mir deshalb die Standortbestimmung des Hier passiert was schwer; wo genau ist denn dieses hier? Hier in der Innstadt? Oder hier in Hacklberg? Oder einfach nur hier in Passau? Vor 22 Jahren, als die Innstadt begann, zu meinem Lebensmittelpunkt zu werden, gab es noch die alte Brauerei. Mindestens zweimal in der Woche zog der intensive Duft der Biermaische durch die Gassen dieses damals noch quicklebendi-

gen Stadtteils. Seither ist es ziemlich still geworden um die ehemalige Passauer Ausgehmeile zwischen Kapuzinerplatz und Severinstor – ebenso wie um die Brauerei. Vorbei sind die Zeiten, in denen man in der Innstadt sein Bier noch ab Rampe holen konnte und dabei rundherum in Gesichter blickte, die diesem Ortsteil Herz und Charakter verliehen. Doch die Innstadt-Brauerei ist tot – und das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das neue, alte Innstadt-Logo und die druckfrischen Retro-Etiketten blicke; einerseits finde ich es gut und richtig, der Marke Innstadt ein neues (wenn auch historisches) Image zu verpassen – andererseits ist es für mich als Innstädter traurig zu wissen, dass der Absender all dieser Bemühungen seinen Sitz in Hacklberg hat. Ich wünsche dennoch viel Erfolg!

ERSTES PASSAUER BIO-BIER Offenbar finden die Worte der Pasta! auch in Hacklberg einen gewissen Widerhall – denn das Thema Bio-Bier war und ist immer wieder Bestandteil unserer Artikel rund um die Braukultur. Vielleicht hat sich die Brauerei, die dieses Bier herstellt – und das ist nicht etwa die Innstadt-Brauerei bzw. Innstadt-Bräu – auch von dem allgemeinen Trend unter Brauereien anstecken lassen, wenigstens ein Bio-Bier im Sortiment zu haben. Denn auch wenn es in der erwähnten Werbebroschüre negiert wird: Bio-Bier ist eben doch trendig und chic. Dagegen lässt sich meines Erachtens auch

gar nichts einwenden, weshalb ich mich sehr freue, dass eine heimische Brauerei ein solches Produkt auf den Markt bringt. Besonders erfreulich ist, dass mit der Einführung des neuen Innstadt-Bräu Bio Export nicht nur Passaus erstes Bio-Bier das Licht der Welt erblickt, sondern auch ein neuer Bierstil im Rahmen des InnstadtSortiments: das Exportbier. Dieser Bierstil gehört zur Gruppe der Lagerbiere und unterscheidet sich vom hierzulande typischen Hellen Bier vor allem durch einen etwas höheren Alkoholgehalt und eine kräftigere Hopfung, die es in frühe-

rer Zeit haltbarer für längere Exportwege machen sollte – daher der Name. Das neue Innstadt-Bräu Bio Export ist ein typischer Vertreter seiner Klasse, wobei der Hopfen im Vergleich zum traditionellen Dortmunder Export immer noch sehr mild ausfällt. Eine richtige Bittere ist jedenfalls nicht zu schmecken. Mit seiner goldgelben Farbe, seinen klaren Reflexen und dem wunderbar feinperligen Schaum ist das Bier im Glas sehr schön anzuschauen. Der Malzkörper zeigt sich kräftig und dominiert die feinherbe Hopfenaromatik mit einer am Gaumen deutlich wahrnehmbaren Süße.


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Die Vollmundigkeit dürfte für manchen Biertrinker ungewohnt sein – vor allem, seit sich überregionale Konzernbrauereien zuvörderst auf das Weglassen von Zutaten spezialisiert haben: Aus Doldenhopfen sind erst Pellets und dann flüssiger Extrakt geworden, die Malzmengen wurden stetig reduziert, die Sudhaus-Ausbeute muss immer neue Spitzenwerte erreichen. Am Ende steht in den Bierfabriken das sogenannte High Gravity Brewing, bei dem besonders extraktreiche Sude gebraut und später je nach Bedarf mit Wasser verdünnt werden. All das hat mit Braukultur aus meiner Sicht überhaupt nichts mehr zu tun und steht mehr für Laborarbeit als für Handwerk. Jedenfalls ist dieser Sud erfreulicherweise nicht so nah am Wasser gebraut (damit meine ich nicht den Ort der Braustätte!) wie manch anderes Bier regionaler Brauereien.

Kräftig eingebraut, aromatisch, vollmundig, süffig In drei Punkten muss ich der Brauerei allerdings widersprechen: In der neuen Hauszeitung der Innstadt-Bräu, genannt Der Innstädter, wird das Bio Export als frech, spritzig, frisch beschrieben. Keiner der drei Begriffe, die man ansonsten eigentlich nur von zwielichtigen Supermarkt-Perlweinen kennt, trifft meines Erachtens auf das Produkt zu. Vielmehr ist es so, dass dieses Bier ein richtiges Statement ist – kräftig eingebraut, vollaromatisch, vollmundig, süffig. Dazu sollte man einfach stehen! Alles andere würde sowohl dem Bierstil als auch der Intention des Braumeisters widersprechen. Letzterem muss ich aber wirklich Respekt zollen – für mich ist das Innstadt Bio Export jetzt schon gleichauf mit dem guten alten Edelsud, den ich bislang für das beste Bier aus dem Hause Innstadt gehalten habe. Kompliment!

Das Bio Export der Innstadt-Bräu ist in Kürze im ausgewählten Getränkefachhandel erhältlich. Wie hat es Ihnen geschmeckt? Ich freue mich auf Ihre Kritik und Anregungen! gabriel@pastaonline.de

BIERTEST

Ungewohnt, aber gut


KURZURLAUB BEIM WALDBAUER

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AUF DEN PUNKT

Pasta! macht Eis

Mascarpone-Weinbergpfirsich mit Honig und geröstetem Thymian

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Idee & Text » ANGELIKA REITER & TILL GABRIEL Fotos » FLORIAN WEICHSELBAUMER

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us Käse macht man doch kein Eis, oder? Dass Sahne einen wesentlichen Bestandteil praktisch jeder cremigen Eiskreation darstellt, war uns bewusst; aber dass auch Frischkäse (was Mascarpone letztlich ist) zu Eis verarbeitet wird – davon hatten wir noch nicht gehört. Schaut man sich allerdings genauer an, woraus Mascarpone eigentlich besteht, liegt die Verwendung dieser ursprünglich italienischen Spezialität bei der Eisbereitung natürlich

PASTA! MACHT EIS

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Ein verführerisches Eis mit durch und durch italienischer Seele“ nahe. Denn Mascarpone stammt ursprünglich aus der Lombardei, wo Sahne bzw. Rahm im dortigen Dialekt als Mascarpia bezeichnet wird. Mascarpone ist also nichts anderes als Sahne, die mit Essig, Weinsäure oder Zitronensaft dickgelegt (also entwässert) wird. Doch nicht nur wegen des verwendeten Mascarpone hat diese Eiskreation eine italienische Seele: Im Veneto wachsen auf riesigen Planta-

gen die plattrunden Weinbergpfirsiche, die – langsam und schonend geröstet und anschließend püriert – dem Eis eine zarte, blumige Fruchtigkeit verleihen. Der Thymian, ein in der italienischen Küche häufig verwendetes Gewürz, bietet der Frucht mit markanten herbal-würzigen Noten Paroli. Etwas aromatischer Waldhonig rundet das Geschmacksprofil ab. Das Rezept finden Sie auf Seite 56!

Die Weinbergpfirsiche werden im Ofen schonend geröstet.

Erst nach dem Rösten sollte man die Kerne der Früchte entfernen.


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Mascarpone-Weinbergpfirsich mit Honig und geröstetem Thymian könnt Ihr während der Aktion Holidays on Eis bis Ende August exklusiv im KaffeeWerk am Innstädter Kirchenplatz probieren!


56 PASTA! MACHT EIS

Rezept für hausgemachtes Eis

MascarponeWeinbergpfirsich

mit Honig und geröstetem Thymian

Die Eigelbe müssen sauber vom Eiweiß getrennt werden.

Ausrüstung • Eismaschine

• Schüssel

• Pürier-/Mixstab

• Schneebesen

• 5 Liter Kochtopf

• Backblech m. Backpapier

Zutaten • 10 Plattpfirsiche

• 75 ml Glukosesirup*

• 10 Stängel frischer Thymian

• 6 Eigelb

• 625 ml Vollmilch

• 4 EL Honig

• 500 g Mascarpone

• 1 Prise Salz

• 200 g Zucker

1. Die Weinbergpfirsiche waDie kalte Mascarpone in die noch heiße, schaumig geschlagene Basismasse einrühren.

schen und halbieren, auf ein Backblech mit Backpapier legen mit der Schnittseite nach oben, diese mit Honig bestreichen, circa 5 Stängel des Thymians auf den Pfirsichhälften verteilen und im Ofen bei Umluft 180 Grad ungefähr 20 min backen.

2. Das Backblech aus dem

5. Die Masse in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen, kurz bevor sie aufkocht wieder vom Herd nehmen, ein wenig abkühlen lassen und nun die Mascarpone unterrühren.

Ofen nehmen, abkühlen lassen, die Pfirsiche entkernen und in einem hohen Gefäß pürieren. Im Kühlschrank kalt stellen.

6. Die fertige Masse im Kühl-

3. Die Milch mit dem restli-

8. Nach dem Abschalten der

chen Thymian kurz aufkochen und danach wieder vollständig abkühlen lassen. Erst die vollständig durchgekühlte Masse in den Behälter der Eismaschine geben!

rühren; langsam die Thymianmilch dazugeben und nochmal gründlich vermischen.

4. Das Eigelb, den Zucker, die Prise Salz und den (abgekühlten) Glukosesirup schaumig

schrank für ein paar Stunden gut durchkühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben.

Eismaschine das Weinbergpfirsichpüree vorsichtig unter das fertige Eis mischen und im Gefrierschank durchfrieren lassen.

9. Losschlecken!

*selber herstellen: 100 g Traubenzucker und 50 g Wasser unter Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen


PASSAUER NACHTGASTRONOMIE

LOST PLACES GEGEN DAS VERGESSEN

Wir von KAPS haben schon viele Krisen kommen und gehen sehen – schließlich gibt es uns schon seit 170 Jahren. Doch diese Krise ist anders: Sie kam unvorbereitet für alle. Auch wenn in vielen Branchen erfreulicherweise Schritt für Schritt wieder Leben einkehrt: von Normalität sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Gerade die Nachtgastronomie, also Bars, Kneipen, Clubs und Diskotheken leiden – Ihre Zukunft ist oft ungewiss; viele stehen ohne konkrete Perspektive da. Wann geht es weiter? Geht es überhaupt weiter? Um die Aufmerksamkeit auf die Passauer Lokale zu lenken, die zuerst geschlossen wurden und wohl zu den letzten gehören, die wieder öffnen dürfen, waren die Fotografen von KAPS in den letzten Wochen unterwegs in der Nachtgastronomie. Dabei sind die eindrucksvollen Stimmungsbilder von den „Lost Places“ entstanden. Die Botschaft von KAPS an alle da draußen ist: Wir haben Euch nicht vergessen! Wir denken an Euch. Wir stehen an Eurer Seite. Wir freuen uns, wenn es mit den Veranstaltungsorten, den Nachtlokalen, den wichtigen Orten der Kommunikation, Kultur und des Miteinanders endlich weitergeht.

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Genuss in der Innenstadt, Kultur in den Museen und Zeit an der Donau machen Linz in Oberösterreich zur vielseitigen Urlaubsdestination

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Ein Wochenende in Linz

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ine Stadt, so bunt wie die Menschen: Den Blick in die Zukunft gerichtet, mit einer bewegten Geschichte und gleichzeitig weltoffen präsentiert sich Linz an der Donau. Oberösterreichs Landeshauptstadt hat Charakter. Allein die Donau, die mitten durch das Zentrum fließt, ist eine Kraftquelle für Bewohner und Besucher. An den Ufern können Sonnenhungrige in der Strandbar relaxen, mit Blick auf den Fluss speisen oder am Strand liegen und baden.

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Lebendige Innenstadt erleben Ein unvergessliches Erlebnis ist die Fahrt mit der steilsten Adhäsionsbahn auf den Pöstlingberg. Auf der Aussichtsplattform reicht der Blick an schönen Tagen bis in die Alpen. Wie vielseitig die Stadt ist, zeigen auch die Museen: Denn während die voestalpine Stahlwelt die Industrieanlagen der Stadt zum Erlebnis macht und das Lentos Kunstmuseum für seine zeitgenössische Sammlung bekannt ist, geht das Schlossmuseum neue Wege, derzeit mit einer Outdoor-Ausstellung. Farbenfroh ist auch die GraffitiGalerie „Mural Harbor“ im Hafen, die bei Führungen zu Fuß erkundet wird. Zurück in der Innenstadt finden Besucher bei einem Shoppingbummel ihre neuen Lieblingsstücke und lassen den Tag in einem der zahlreichen Restaurants ausklingen.

Endlich wieder Musik und Kultur Der Kultursommer in Linz startet mit neuen Ausstellungen und macht Gusto auf den Herbst. Die Höhenrausch-Freifläche am Dach des OÖ Kulturquartiers wird täglich für Besucher geöffnet: Mit der Ausstellung „Auf ins Wolkenkuckucksheim!“ erleben Interessierte neben künstlerischen Werken auch entspannte Abende in Hängematten und Spaziergänge durch den Kirschgarten. Ab 4. September zeigt die Ausstellung „Graffiti & Bananas“ im Nordico Stadtmuseum die „Kunst der Straße“ und präsentiert aktuelle Street-Art-Werke der Stadt. Mit dem Internationalen Brucknerfest von 4. September bis 11. Oktober startet der Linzer Kulturherbst mit zahlreichen Konzerten von und um Anton Bruckner. Musikalische Highlights wird es auch im Musiktheater ab Herbst geben – wie zum Beispiel die Oper „Fidelio“. Linz hat viele Facetten, die entdeckt werden wollen. Wer abseits ausgetretener Pfade eine interessante Stadt erleben will, ist hier richtig. Mitzubringen sind etwas Neugierde, Interesse an besonderen Kulturerlebnissen und Mut zum Genuss. Denn ein Kurztrip nach Linz wird neue Erfahrungen bringen und eine Freundschaft begründen, die diese Reise unvergesslich macht.


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Pasta! Passauer Stadtmagazin für Genusskultur | Ausgabe Juli-August 2020  

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