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PASSAUER STADTMAGAZIN FÜR GENUSSKULTUR

Der Eis-Deal

Sieben Mal Passauer Eiskunst – jetzt probieren!

UNBEZAHLBAR J U L I /A U G U S T

2018


ENDLICH SOMMER! EIS, PIZZA, STEAKS & MEHR AUF PASSAUS SCHÖNSTER

DONAUTERRASSE!

GRILL

B A R C AF E

HÖLLGASSE 24 • PASSAU-DONAULÄNDE • TEL. 0851-96668541 • WWW.BRAVESMAEDCHEN.DE

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VORSPEISE

3 VORSPEISE

Eis ist spitze! D

A

as Thema Eis ist mit meinem Leben durch einige wirklich herausragende Erlebnisse verknüpft, die sich sprichwörtlich in meine Erinnerung eingefroren haben. Als erstes gibt es da dieses Foto von mir, das Ende der Siebziger entstand: Mein Vater hatte mir von meinem allerersten Eis am Stiel einfach ein großes Stück abgebissen und gleich darauf meine offensichtliche Verwunderung darüber, wie man so viel Eis innerhalb kürzester Zeit vernichten kann, auf Film gebannt. Meine zweite Erinnerung ist eine mehrstöckige Gelateria in Siena Ende der 80er Jahre, in der es mehr als 200 Sorten Eis gab – darunter herausragendes Basilikumeis. Die süßlichherbe Melonen-Granita, die ich einige Jahre später am Fuße des schneebedeckten Ätna serviert bekam, eröffnete ebenfalls neue kulinarische Horizonte – dicht gefolgt von einem Mandeleis mit kandierten Feigen, das den krönenden Abschluss eines Weihnachtsmenüs in der Vila Joya an der Algarve bildete. Seither gab es leider wenig Spitzeneis für meinen Gaumen – bis jetzt! Die Kreationen unserer Passauer Eis-Dealer klingen nämlich wirklich vielversprechend …

ls Kind hatte ich nur einen Berufswunsch: Eisverkäufer! Jeden Tag Eis essen, soviel man will – das war meine Vorstellung vom Paradies. Irgendwann wurde ich dann leider vernünftig, studierte Wirtschaft, und vergaß meine Passion für Eis völlig. Nicht, dass ich mit meinem heutigen Dasein als Werber, Schreiberling und selbsternannter gastronomischer Revolutionsführer Fidel Gastro unzufrieden wäre. Doch just in dem Moment, als ich begann, für diese Ausgabe zu recherchieren, war das Eisfieber plötzlich wieder da – und nicht nur bei mir: Als ich den hiesigen Eisdielen unsere Idee präsentierte, jeder möge doch bitte für diese Doppelausgabe eine neue Eissorte kreieren, sah ich dieses unbeschreibliche Blitzen in den Augen der gelatieri: jene Mischung aus Begeisterung, Respekt, Mut und der Vorfreude darauf, Neues zu wagen – unbezahlbar! Sehr wohl bezahl- und entdeckbar für Sie, liebe Leser, sind die sieben fantastischen Eissorten, die unsere Passauer Eiskünstler diesen Sommer in ihren Vitrinen verkaufen (ab Seite 16). Das Leben ist eben nicht nur Vanille, Schoko und Erdbeer. Trauen Sie sich doch mal etwas Neues!

Till Gabriel

Cornelius Lloyd Martens

H E RAUS GE BE R

HE RAUSG E B E R

Das Pasta!-Team

Lukas Musilek

Florian Weichselbaumer

Markus Jaursch

Christian Götz & Thomas Brandt

GESTALTUNG

FOTO GR A FI E

I L LU ST R AT I O N

L E K TO R AT


4 INHALT

Pasta!-Menü

Juli/August 2018 TITELTHEMA

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AUF DEN PUNKT

Der Eis-Deal Sieben Mal Passauer Eiskunst jetzt probieren!

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AUSLESE

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STREITBAR

Leserbriefe Eis am Stiel – Eine Stielfrage FIDEL GASTRO

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Im Test: Osteria del Padrone PASTA! GARTEN-ABC

„E“ wie Eis KURZMELDUNGEN

Aufgegabelt

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Pasta! macht Eis

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GRÄTCHENFRAGE

Sundowner SCHNITZELTEST

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Sophies Schnitzeljagd

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KUNST/GENUSS

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Birne Hélène GEWISSENSBISSE

Öl im Eis

Palmöl ersetzt Milch und Sahne SCHWARZE WAHRHEITEN

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Espressotest: Café Stopover

Neues in Sachen Gastro & Gusto

Impressum Herausgeber

Redaktion > Till Gabriel, Cornelius Martens

Gestaltung > Lukas Musilek

Gabriel.Lloyd Martens.GmbH Till Gabriel & Cornelius Lloyd Martens Am Severinstor 4 94032 Passau

E-Mail redaktion@pastaonline.de

Fotos > Florian Weichselbaumer, Cornelius Martens

Anzeigen > Cornelius Martens

Illustrationen > Markus Jaursch, Till Gabriel

Tel

Lektorat > Schreiberei Eder

(0) 851/9 29 08 66

E-Mail anzeigenleitung@pastaonline.de

Druck > HS Druck, Ried


das asam | Restaurant • Hotel Kulinarik & Auszeit im Kloster Aldersbach Ambiente. Kulinarik. Verlässlichkeit. Im Restaurant & Hotel das asam trifft außergewöhnliches Ambiente auf exzellente Küche und freundlichen Service. Wir machen Ihre Veranstaltung zu einem besonderen Event, an das Sie sich immer gerne erinnern werden. Sprechen Sie uns an – gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot!

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AUSLESE

7 AUSLESE

Leserbriefe Reaktionen auf die Pasta!-Ausgabe Juni 2018 Zum Artikel „Fidel Gastro testet die Cantina Ensenada“

Fuß in der Tür Vielen Dank für den Gastrotest über die Cantina Ensenada. Nach vielen Enttäuschungen und zunehmend unterirdischem Essen in den letzten Jahren hätte ich niemals mehr einen Fuß in die Cantina gesetzt. Jetzt werde ich es wieder tun – und Koriander extra bestellen! MARLENE LOBINGER

Zum Artikel „Fidel Gastro testet die Cantina Ensenada“

Neues probieren

ANDERER MEINUNG? Schreiben Sie uns, wir freuen uns über Ihre Leserbriefe!

Aufgrund Ihres Artikels waren wir neulich in der Cantina zum Essen. Anscheinend waren auch an mindestens einem Nebentisch Gäste wegen Ihnen da, denn sie haben lautstark über Koriander diskutiert. Meiner Meinung nach ist das Essen tatsächlich um einiges besser geworden (was aber wegen des vorigen Niveaus nicht schwierig ist). Die mexikanische Küche hätte aber noch soo viele weitere Möglichkeiten, die hier in Deutschland noch unbekannt sind. Aber vielleicht ermutigt der Test den Wirt ja, immer wieder mal was Neues auszuprobieren! MAXIMILIAN GUGERBAUER

Zum Artikel „Fidel Gastro testet die Cantina Ensenada“

Midlife-Crisis Meine Meinung über Fidel Gastro: Das ist die ausgewachsene Midlife-Crisis von Herrn Lloyd Martens ... Alles schlechtschreiben, weil er damals seine eigene Gastronomie an die Wand bzw. in den Inn gefahren hat! Billigstes Niveau – und so was von durchschaubar! ROBERT SPITZER

redaktion@pastaonline.de facebook.com/ pastamagazin 0851/9 29 08 65 Wir behalten uns sinnwahrende Kürzungen Ihrer Beiträge vor.

Zum Artikel „Grätchenfrage"

Servicewüste Leider habe ich den Artikel zum neuen Kaffeehaus Minoo nicht gelesen, allerdings bin ich gerade in der aktuellen Ausgabe auf die Frage gestoßen, warum der Service in machen Lokalen so zu wünschen übrig lässt. Zuerst einmal muss man sagen, dass das Minoo ein sehr hübsch eingerichtetes Lokal ist – und man merkt, dass alles mit Liebe zum Detail ausgewählt wurde. Ebenso sympathisch sind auch die Wirtsleute. Die Dinge, welche ich bisher dort konsumiert habe, waren alle geschmacklich und optisch sehr ansprechend. Aber eben genau der Service lässt mehr als zu wünschen übrig. Auch wenn es schwierig ist, gutes Personal zu finden,

müssen die Mitarbeiter darauf trainiert werden, auf Zack zu sein – und Pfiff haben. Man merkt einfach, dass sie nicht angelernt wurden. Das Café braucht zweifelsohne eine gute Organisation! Es darf nicht sein, dass Leute zuerst gar nicht bedient werden, man eine Wartezeit von über einer halben Stunde ( für Kaffee und Kuchen von der Theke) hat, danach niemand an den Tisch kommt, um zu fragen, ob alles in Ordnung ist (man könnte ja noch etwas konsumieren!) und wiederum danach auch niemand zum Kassieren kommt, ohne dass man selbst die Initiative ergreift und am Tresen zahlt. JULIA FEUCHT

Redakteur Cornelius Martens antwortet: Besten Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung zum Minoo. Dem ist wenig hinzuzufügen, ich beobachte das bei meinen Besuchen ganz ähnlich, auch wenn ich als Fidel Gastro (zu meinem Leidwesen) fast immer erkannt werde und mir mitunter sicherlich eine andere Aufmerksamkeit zuteilwird als einem normalen Gast. Viele Leser schreiben mir in dieser Sache – das ist also kein Zufall. Derzeit kann das Serviceproblem noch kompensiert werden: Der Laden ist neu, die Produkte sind von guter Qualität, die Inhaber sehr nett und bemüht. Das klappt für eine gewisse Zeit – das Minoo kann die Fehler bezahlen, weil einfach der Zulauf an Gästen immens ist. Die Frage wird sein, was passiert, wenn die erste Euphorie mal verflogen ist, jeder das Café kennt und der Neuigkeitsbonus weg ist. Genau dann wird es nämlich kritisch, wenn der Service nicht passt. Denn Service, wie er im Minoo derzeit (noch) geboten wird, kostet den Inhaber viel, viel bares Geld. Er merkt es nur noch nicht. Durch die mangelhafte Organisation verliert das Café jeden Tag Hunderte von Euro, die sie locker on top verdienen könnten, wenn der Service auf Zack wäre. Hoffen wir sehr, dass dieser sympathische Laden die Kurve kratzt!


STREITBAR

9 STREITBAR

PRO

Eis am Stiel

I

ch hatte sicher 20 Jahre kein Eis am Stiel mehr gegessen. Dann kam meine erste Tochter zur Welt; inzwischen sind es deren zwei – und der Eiskonsum unserer Familie ist in den letzten drei Jahren durch die Decke geschossen. Als Eltern bewertet man die Existenz von Eis am Stiel nämlich plötzlich völlig anders: Brauner Bär, Mini Milk, Kaktuseis und Konsorten sind schlicht und einfach schnell verfügbare Trösterchen, wenn es gerade mal nicht so läuft mit dem Nachwuchs. Dank Schöller, Langnese & Co. konnte ich so schon manch kritische Situation meistern – ganz gleich, ob im Freibad oder auf der Autobahnraststätte. Vor allem ist Eis am Stiel nämlich unheimlich praktisch: Die industrielle Fertigung (was da wirklich drin ist, will man lieber nicht so genau wissen) scheint das Eis länger in Form zu halten. Das wiederum sorgt für weniger Tropf- und Siffgefahr, also rein rechnerisch auch für weniger Waschaufwand bei der Kinderkleidung. Cornelius Martens

CONTRA

I Praktische Erfrischung oder kulturloses Naschwerk? Über Eis am Stiel streiten die Pasta!-Macher Cornelius Martens und Till Gabriel. Illustration » MARKUS JAURSCH

ch habe noch nie verstanden, wie man Eis mit den Zähnen beißen kann. Alleine das Gefühl der Eiseskälte von der Kaufläche bis zur Zahnwurzel ist so furchtbar, dass ich mein Eis lieber weich werden lasse, bevor ich es mir einverleibe. Und genau hier liegt das Problem: Eis am Stiel DARF nicht weich werden geschweige denn schmelzen – läuft man doch sonst Gefahr, die ganze Soße im Ärmel zu haben. Für mich kommen deshalb sowieso nur Tüte oder Becher infrage. Im Idealfall wird das Eis zudem im Sitzen genossen; dass die Menschen mittlerweile alles im Stehen machen müssen, ist wirklich unsittlich! Besonders die Kinder, die ja heutzutage fast alle hyperaktiv sind, können sich doch verdammt nochmal auf ihren Hosenboden setzen, um ein ordentliches Eis zu essen! Stattdessen wird herumgetollt, in der einen Hand das Smartphone, in der anderen der Ed von Schleck – kein Wunder, dass die Genusskultur den Bach runtergeht … Till Gabriel


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FIDEL GASTRO


11 FIDEL GASTRO

FIDEL GASTRO

Im Test:

Osteria del Padrone Text & Foto » CORNELIUS MARTENS Illustrationen » MARKUS JAURSCH

W

enn man in der Passauer Innstadt lebt und arbeitet, ist das schon so etwas wie ein eigener Kosmos. Man überlegt sich sehr genau, ob (und wann!) man die Marienbrücke bzw. den Fünferlsteg überquert. Das liegt zum einen an der katastrophalen Verkehrssituation, die sich in meinem Leben wohl nicht mehr ändern wird. Zum anderen ist das gastronomische Angebot, vor allem in Sachen italienische Küche, derart vielfältig, dass es wenig Gründe für mich gibt, meinen Stadtteil zu verlassen. Die Situation mit vier (!) italienischen Restaurants, die quasi in einer Straße auf weniger als einem Kilometer liegen (La Torre, Venti tre, Pasta e vino und Gallo Nero), ist wirklich einzigartig. Dabei haben sich alle vier Italiener einen ganz eigenen Charakter bewahrt und existieren schiedlich friedlich nebeneinander – jeder bedient eine andere Klientel. So kommt es auch, dass Fidel Gastro in den letzten zwei Jahrzehnten nur selten in der Osteria del Padrone zu Gast gewesen ist. In den letzten Wochen war ich für diesen Test häufiger (4 Mal) zum Essen hier als in den 20 Jahren zuvor. Genau so lange ist das Lokal übrigens nun schon an der Donaulände beheimatet. Als erste (und einzige) Osteria Passaus hat der Padrone, Francesco Bertat, offenbar vieles richtig gemacht. Zuvor war er übrigens, wie ein kurzer Blick in die gastronomischen Geschichtsbücher offenbart, der Betreiber des damaligen Dal Baffo in der Inn-

stadt – bevor es unter der Leitung von Ugo del Nero im Jahr 1999 als Gallo Nero neu eröffnete. Im Vorfeld meines Besuchs hatte ich mit vielen Menschen über die Osteria del Padrone gesprochen. Das Lokal konnte sich in den letzten beiden Jahrzehnten eine bemerkenswert treue Stammklientel aufbauen; einige schwören auf die Osteria sogar als einzig echte Bewahrerin italienischer Gastfreundschaft. Ob da etwas dran ist? Tatsächlich werden wir – ich bin in großer Gruppe angereist, um möglichst viele Gerichte der Karte testen zu können – sehr freundlich begrüßt und den Abend über mit großer Umsicht professionell bewirtet. An einem ganz normalen Mittwochabend herrscht Vollbelegung auf der Terrasse an der Donaulände. Diese liegt zwar direkt an der Straße, überraschenderweise fällt das als Gast aber gar nicht auf, denn die Rabatten ringsum schlucken einen Großteil des Lärms. Neben uns sitzt eine bekannte Passauer Geschäftsfrau, graumelierte Herren sind mit der Harley vorgefahren und werden begrüßt wie alte Freunde. Überhaupt drängt sich mir der Eindruck auf, dass überwiegend Stammgäste da sind, zumindest werden viele Gäste so behandelt. Ich persönlich bin kein großer Freund des dottore-Gehabes, der Arien-Singerei und des Händeschüttelns, aber Fakt ist auch, dass viele Gäste diese besondere Art der Umsorgung und des Entertainments zu schätzen wissen.

Überraschenderweise sind meiner Beobachtung nach kaum Touristen zu Gast, was angesichts der Lage direkt an der Donaulände auf den ersten Blick verwunderlich scheint. Vermutlich wollen die lieber den 8,90 Euro-Schweinebraten ein Stückchen weiter donauabwärts.

Der Padrone als Bewahrer italienischer Gastfreundschaft? Eine Osteria ist von der Grundidee eine Wirtschaft, die einfache, kleine Speisen zum Wein serviert. Optisch hat das del Padrone in den letzten 20 Jahren einige Patina angesetzt; diese Rustikalität passt aber zum Konzept. Das Lokal ist das einzige mir bekannte Etablissement auf zwei Stockwerken – von der ersten Etage auf andere Gäste hinunterzublicken und die Kellner bei ihrer Arbeit zu beobachten ist ein ungewöhnliches, spannendes Erlebnis.


Großer Sonntagsbrunch NEU!

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N EU E SONN ENTE RRASSE IN D ER F UZO !

Jeden Sonntag von 10-15 Uhr

Montag ist Studis Day! Bier oder Weinschorle je € 3,00

Donnerstag ist Ladies Night! Leckeres Salatbuffet | Prosecco for free!

Zu jeder Zeit • Klassiker aus Omas Küche • hausgemachte Nudeltascherl • vegane Gerichte Öffnungszeiten Mo-Sa ab 17.30 Uhr So 10-15 Uhr Brunch Ruhetag: Mittwoch

B RATFI SC HW I N K E L 6 • PA S S AU -DON AUL Ä N DE TE L . 0 8 5 1 - 2 1 3 7 2 5 75

Die Speisekarte bietet einerseits einen Rundumschlag bekannter italienischer Klassiker von Lasagne bis Bolo, von Caprese bis Carpaccio. Ergänzt werden diese Standards, die zu einem vergleichsweise günstigen Kurs angeboten werden, durch wechselnde Empfehlungen des Padrone. Wochentags werden einige vergünstigte Mittagsgerichte im wöchentlichen Wechsel offeriert und es steht – eigentlich ungewöhnlich für eine Osteria – auch Pizza auf der Karte. Der Weg über die Brücke hat sich jedenfalls schon für das erste Gericht gelohnt: Das Tintenfischcarpaccio mit marinierten Garnelen und Jakobsmuscheln habe ich in dieser Form noch nirgendwo gegessen. Das in dünne Scheiben geschnittene Carpaccio hat die Konsistenz von Presssack und erinnert auch an dessen Optik, schmeckt aber alles andere als banal, nämlich: genial! Als würde man in eine Welle beißen: wuchtig, salzig, mineralisch – einfach wunderbar. Eleganz gewinnt

diese Vorspeise durch drei auf dem Carpaccio thronende, leicht marinierte Garnelen von guter Qualität. Ein weiterer Beweis, dass hier ein vertrauenswürdiger Fischhändler frische Ware liefert, ist die in dünne Scheiben geschnittene Jakobsmuschel, die nur durch die Marinade gar zieht und ansonsten völlig unbehandelt ist. Was für ein großartiger, purer Geschmack! Dieses Gericht ist jeden Cent (14,90 Euro) wert. Weiter geht es mit einer sehr üppigen Antipastiplatte, die auch für zwei Personen locker reicht. Das Geschmacksbild ist zwar nicht sonderlich spannend, weil alle Komponenten eine praktisch identische Würzung und Textur aufweisen, qualitativ und quantitativ gibt es aber nichts auszusetzen. Etwas Säure hebt den Geschmack der Komponenten merklich. Hervorzuheben ist der noch leicht knackige Radicchio; auch wenn dessen Bitternote nicht jedermanns Sache ist, zolle ich allen Respekt, die den Mut


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Aktives Nachfragen bringt mehr Genuss

»Pronto, Franco, bring mir noch so einen TintenfischPresssack!«

Wir bestellen Wein. Die Karte bietet glasweise wenig Erbauliches, deshalb fragen wir nach Flaschenweinen. Der Kellner zaubert eine Flasche nach der anderen hervor und empfiehlt uns passgenau Weine zu unseren Hauptspeisen. Überhaupt sollte man den Mut haben, zu fragen: Es gibt nämlich noch mehr als hervorragende Flaschenweine, die nur auf Nachfrage serviert werden; ebenfalls lohnt es sich, in Sachen Fisch nachzubohren: Von Thunfisch, Schwertfisch und Dorade ist in der Speisekarte keine Rede – aber es gibt sie alle. Wir entscheiden uns für letztere und sind begeistert. Die Dorade wird am Tisch filetiert und ist ein derart frischer, wohlschmeckender Zeitgenosse, dass man dafür bereitwillig die aufgerufenen 22,90 Euro bezahlt. Was auf den ersten Blick für diesen Standardfisch hochpreisig erscheint, ist angesichts der gebotenen Qualität ein fairer Deal.

DIE ERSTE & EINZIGE GELATERIA IN DER PASSAUER ALTSTADT HANDWERKLICH HERGESTELLTES EIS ANTIPASTI & APERITIVI EXKLUSIV IN PASSAU: PINSA ROMANA - DIE UR-PIZZA

SCHROTTGASSE 12 • PASSAU-ALTSTADT

FIDEL GASTRO

aufbringen, dieses für deutsche Gaumen immer noch ungewöhnliche Gemüse auf den Teller zu bringen; mit Rotweinzwiebeln oder dergleichen hätte man es sich sicherlich leichter machen können.


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Weniger begeistert sind wir von der Pizza. Fidel Gastro glaubt zu spüren, dass Pizza nicht gerade das Fokusprodukt der Osteria del Padrone ist. Für günstige 7 Euro (Pizza Salami) erwarte ich allerdings auch keine Wunderwerke. Der Teig ist okay, die Tomatensauce für meinen Geschmack etwas zu süß. Herzblut und Leidenschaft schmeckt man wiederum eindeutig bei der Saltimbocca alla romana heraus. Selten hat die wörtliche Übersetzung von Salt‘ im bocca so gut gepasst wie bei diesem Teller: „Spring in den Mund“, genau das ist es! Ich habe diesen Klassiker der römischen Küche selten so gut gegessen: Die Kombination aus Kalbsschnitzel mit Salbei und Parmaschinken kann ja nur exzellent schmecken. Das i-Tüpfelchen ist die Soße, die das Gericht hier zu einem erhabenen Erlebnis macht.

Viel Licht, wenig Schatten Aus der Reihe tanzt der Risotto alla Milanese, der nicht viel von der so geliebten, charakteristischen Cremigkeit aufweist. Sanft fließend wie eine Welle (all’onda) soll er sein, der Reis. Hier fließt nicht viel, das Gericht erinnert eher an einen banalen Gemüsereis, da der Reis nicht die notwendige Stärke

Osteria del Padrone Bratfischwinkel 14 Passau-Donaulände Öffnungszeiten Mo–Sa 11.30–14.00 Uhr 17.30–23.00 Uhr Sonntag Ruhetag Kontakt 0851 / 9 29 05 05 www.del-padrone.de

abgegeben hat und ich auch kaum Parmesan schmecke, der das Gericht zusammenhalten würde. Auch Säure fehlt völlig. Wir haben das Risotto einige Tage später nochmals geordert: Dieses Mal war es besser, konnte aber nicht begeistern. Es scheint einen Grund zu haben, warum kaum ein italienisches Restaurant in Passau Risotto regulär auf der Speisekarte führt. Bei diesem Gericht den richtigen Punkt zu erwischen, ist immer wieder eine neue Herausforderung. Das weiß jeder, der bereits mal 20, mal 30 Minuten mit zunehmender Ungeduld im Risotto herumgerührt hat. Ein Risotto ist in Italien die klassische Beilage zu Ossobuco – und genau das bestellen wir jetzt. Für die Kalbsbeinscheiben braucht es kein Messer, so zart ist dieses viel zu selten angebotene Fleisch. Die Zitronen-Kapern-Soße könnte mehr Würze vertragen, alles in allem haben wir aber ein schönes, harmonisches Gericht auf dem Teller. Zwei Flaschen Weißwein und einige nicht ganz billige, aber hervorragende Grappe (aus dem Hause Tignanello) später ziehen wir Bilanz: Die Osteria del Padrone ist ein etabliertes Haus mit flinkem, professionellem Service. Einige Gerichte überraschen und begeistern. Für sie lohnt sich der Weg an die Donaulände. Wie hat es Ihnen geschmeckt? Schreiben Sie mir: martens@pastaonline.de


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16 TITELTHEMA

Ab 29. Juni 2018 können Sie sieben neue Eiskreationen in ausgewählten Passauer Eisdielen, Cafés und Restaurants probieren!


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Der Eis-Deal Sieben Mal Passauer Eiskunst – jetzt probieren!

Ob schwarzer Sesam, Lavendel, Curry, Chili, Meerrettich, Avocado oder Tomate – wir möchten wetten, dass Sie so etwas noch nie in Form von Eis gekostet haben.

Idee » TILL GABRIEL Texte » TILL GABRIEL & CORNELIUS MARTENS Fotos » FLORIAN WEICHSELBAUMER

A

ls wir vor ein paar Wochen Passaus Eisdealer der Reihe nach abgeklappert und gefragt haben, ob sie bereit wären, gemeinsam mit der Pasta! neue Eiskreationen zu entwickeln und diese unseren Leserinnen und Lesern exklusiv für zwei Monate anzubieten, waren alle sofort von der Idee begeistert. Und es stellte sich heraus, dass viele von ihnen schon lange den Wunsch hegten, mal etwas Besonderes zu kreieren – ein Eis abseits von Schoko, Vanille, Erdbeer und Mango. Nur getraut haben sie sich nicht – schließlich ist es immer ein Risiko, unbekannte Wege einzuschlagen. Die wichtigste Frage dabei: Werden die Leute das Eis überhaupt probieren? Wie

soll man es ihnen schmackhaft machen? So blieb man stets bei dem, was bereits jeder kennt. Die Pasta! jedoch hat sich auf die (Eis-)Fahnen geschrieben, die Genusskultur in Passau voranzubringen. Und was würde sich hierzu im Sommer besser eignen als außergewöhnliche Eiskreationen? So kam es heuer zum ersten Pasta! Eis-Deal, an dem sich sieben Eisdielen, Cafés und Restaurants beteiligen. Wenn man sich die Eistheken unserer Gelatieri in Passau ansieht, wird einem rasch bewusst, dass die Eislandschaft ähnlich standardisiert ist wie die Speisekarten italienischer Restaurants: Es finden sich viele alte Bekannte – und praktisch keine Experimente. Doch wo bleibt die Spannung?

Mit der festgefrorenen Langeweile ist jetzt erstmal vorbei! Im Juli und August haben die Passauer Schleckermäuler die Gelegenheit, revolutionäre neue Eissorten auszuprobieren. Bei den sieben neuen Kreationen spielen Kräuter, Gewürze und Gemüse die Hauptrolle: Ob schwarzer Sesam, Lavendel, Curry, Chili, Meerrettich, Avocado oder Tomate – wir möchten wetten, dass Sie so etwas noch nie in Form von Eis gekostet haben. Was war Ihr Favorit beim Pasta! EisDeal? Haben Sie eigene ausgefallene Eisrezepte? Schreiben Sie uns: redaktion@pastaonline.de


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TITELTHEMA


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CurryAnanas

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assaus erste und einzige Gelateria mit ultramodernem Ansatz. Cleane, helle Atmosphäre, alles ist in Weiß-Grün eingerichtet – im Grunde bildet das Puro Gelato den Gegenentwurf zu sämtlichen anderen Passauer Eisdielen. Wir haben die Macher Andrea und Evelin vor eine große Herausforderung gestellt: Das Curry darf nicht zu dominant sein, sonst überdeckt es alles andere. Hier wird der exotisch-warme Currygeschmack durch die Säure der Ananas aufgefangen, das Karamell wiederum unterstützt die wärmende Wirkung des Currys.

Eis-Dealer

Puro Gelato Große Klingergasse 5, Passau-Fuzo

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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AvocadoOreo

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ussten Sie, dass im Da Franco am Römerplatz schon seit 1986 Eis hergestellt wird? Uns war das neu. Noch mehr staunten wir, als uns Juniorchef Toni ein Avocadoeis vorschlug. Der satte, cremige Geschmack reifer Avocados passt hervorragend zu den knusprigen amerikanischen Oreo-Keksen und sorgt für vielschichtige Konsistenz sowie ein ganz besonderes Genusserlebnis. Von diesem Eis könnte man gleich mehrere Kugeln essen, wäre es nicht so reichhaltig – eine Kugel ist schon fast eine ganze Mahlzeit!

Eis-Dealer

Da Franco Bräugasse 8, Passau-Altstadt

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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BlaubeerLavendel

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n seinem Lebkuchenladen am Steinweg unweit des Passauer Doms bietet die traditionsreiche Konditorei Greindl nun auch einige wenige Sorten hausgemachtes Eis an – die meisten Kreationen sind aber nicht 08/15, sondern experimentell-kreativ. Auch beim Heidelbeer-Lavendeleis merkt man sofort, dass Stephan Greindl ein Konditor aus Leidenschaft ist: Die überwältigende Fruchtigkeit der Heidelbeere wird mit typischen, leicht blumigen Lavendelaromen perfekt ausbalanciert. Auf der Zunge bleibt ein runder, wunderbar weicher Geschmack, der an einen Sommer in der Provence erinnert.

Eis-Dealer

Konditorei Greindl Steinweg 16, Passau-Altstadt

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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BasilikumParmesanTomate D

ie neue Eisdiele in der Altstadt arbeitet als einzige in Passau mit der in Italien üblichen Spachteltechnik. Anna Lupu hat viele Jahre Erfahrung in der Eisherstellung, über 16 Jahre war sie allein in Neapel als gelatisti tätig. Ihre Kreation Basilikum-Parmesan-Tomate – die Tricolore Italiens – ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich: Zunächst schmeckt man die Fruchtigkeit und Säure der Tomate, dann kommt die pfeffrige Frische des Basilikums durch – und ganz zuletzt ist er plötzlich da: der klare, salzige Abgang des Parmesans. Eine faszinierende Kombination!

Eis-Dealer

Gelateria Il Monastero Schrottgasse 12, Passau-Altstadt

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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ApfelMeerrettich

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as Konditor-Eis von Walter Simon ist insgesamt weicher als italienisches Eis. In der Filiale am Rindermarkt werden etwa ein Dutzend Sorten angeboten. Bisheriger Favorit der Redaktion ist das Heidelbeer-Sorbet – jetzt kommt eine neue köstliche Sorte hinzu: Apfel-Meerrettich. Frische Apfelstücke passen perfekt zur dezenten Würze des frischen Kren, dessen Schärfe aber nie aufdringlich wird. Diese spannende Sorte wäre sicherlich auch gut in der herzhaften Küche anzuwenden – vielleicht mit Tafelspitz oder zum Rindfleischsalat?

Eis-Dealer

Café Simon Rindermarkt 7, Passau

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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BananeCurryChili-Schoko A

n der Donaulände, wo im Sommer täglich tausende Touristen anlegen, ist Eis-am-Stiel-Land, dachten wir. Falsch gedacht! Das Brave Mädchen bietet im Sommer rund 20 Sorten selbstgemachtes Eis an. Das für den ersten Pasta! EisDeal kreierte Bananen-Curry-Eis könnte durchaus auch Touristen ansprechen – stecken darin doch Zutaten aus aller Welt! Zunächst der liebgewonnene Geschmack der Banane – das exotische Curry bleibt im Hintergrund. Dazu eine dezente Chilischärfe und ein Hauch von dunkler Schokolade. Ein ungewöhnlicher Genuss!

Eis-Dealer

Braves Mädchen Höllgasse 28, Passau-Donaulände

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


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Schwarzer Sesam

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ie traditionsreichste und bekannteste Eisdiele Passaus ist sicherlich das Fontanella. Schon seit 1956 wird hier Eis gemacht. Die Fontanellas kommen aus einem kleinen Dorf in den Dolomiten und haben schon immer gerne mit neuen Sorten experimentiert. Für uns kreiert Claudio Fontanella ein Eis aus schwarzem Sesam, das wunderbar nussig schmeckt und zunächst an Mohn erinnert. Die Farbe allein ist schon faszinierend! Wer sich das Eis mit nach Hause nehmen möchte: Frische Himbeeren sind ein idealer Begleiter zu dieser ungewöhnlichen Kreation.

Eis-Dealer

Gelateria Fontanella Ludwigstraße 20, Passau-Fuzo

Erhältlich ab

29. Juni 2018

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Eissorte:


32 GARTEN-ABC

„E“ wie Eis Text & Illustrationen » TILL GABRIEL

MAIL — kontakt@frame-optik.de

Büchl 30

— Visuelle Gestaltung mkreuzer.de —

WEB — www.frame-optik.de

Speiseeis, sondern um Väterchen Frost. Die Erinnerung an die letzte Eisblume ist schon verblasst, so lange liegt die letzte Frostnacht zurück. Der feste Griff des Eises hat unsere Gärten heuer schon zeitig losgelassen – kein Frühling war bislang so warm wie dieser. Sogar die Eisheiligen, die oft für das vorschnelle Ende einiger Gemüsejungpflanzen auf dem Fensterbankl verantwortlich sind, konnten die Temperaturen heuer nicht ins Minus drücken. Gottseidank! Wenn ich daran denke, welche Ängste ich schon um meine liebevoll aufgezogenen Tomatenpflanzen ausgestanden habe! Auch einige meiner Kübelpflanzen sind der Kälte leider schon manchmal zum Opfer gefallen …

94065 Waldkirchen

omentan findet sich in meinem Garten keine Spur von Eis – außer, wenn ich mich mit einem großen Becher selbstgerührtem Schokoladeneis auf die Terrasse setze und den Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Taubenschwänzchen dabei zusehe, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen – genau wie ich scheinen auch sie eine Vorliebe für Süßes zu haben. Der zuckerreiche Nektar ist die Belohnung dafür, dass sie den Pollen zu anderen Blüten tragen und diese damit bestäuben; das Schokoladeneis ist meine Belohnung dafür, dass ich mir seit Jahren den Rücken verbiege, um es Pflanzen, Bienen und Co. in meinem Gartenreich so angenehm wie möglich zu machen. Doch zurück zum Eis: Mir geht es eigentlich gar nicht um

FAX — 08581 9874281

M

TEL — 08581 9874280

Bei Eis im Garten denken die meisten nur an Erdbeer, Schoko oder Vanille. An Eisblumen an den Fenstern und die letzte kalte Winternacht kann sich kaum noch jemand erinnern, so lange währt heuer nun schon unser Sommer. Doch sowohl Gärtner als auch die Natur brauchen Väterchen Frost für eine Erholungspause.


33 GARTEN-ABC

Wenn man aber als Gärtner gefragt wird, ob man unter den Jahreszeiten eher dem Sommer oder dem Winter den Vorzug geben würde, befindet man sich in einer Zwickmühle: Während der langen, warmen Tage von Ende Mai bis Ende August kann man zwar seinen Garten in vollen Zügen genießen – alles sprießt und blüht, die Erntezeit steht bevor; der Winter hingegen ist die Zeit, um Kraft zu schöpfen für die harte Arbeit im Frühling. Wann sonst soll der Gärtner eine Pause machen und sich erholen? So scheint es, dass beide Jahreszeiten für den Gärtner ihren Reiz und ihre

Notwendigkeit haben. Und auch die Natur braucht sowohl den Sommer, in dem sie ihre ganze Üppigkeit entfalten kann, als auch den Winter, der ihr, genau wie dem Gärtner, die nötige Zeit für das Sammeln neuer Kräfte schenkt. Eis und Frost verlieren außerdem schnell ihre Schrecken, wenn man bedenkt, welche Bedeutung sie als Helfer im Garten haben: Der Frost bricht zum Beispiel den Boden auf und sorgt für eine feinkrümelige Struktur (Bodengare); die tiefen Temperaturen vernichten zudem allerlei Schädlinge wie Schnecken, Mücken und andere lästige Plagegeister, die uns das Leben ansonsten

(noch) schwerer machen würden. Viele Pflanzen ziehen sich im Frühwinter in den Boden zurück, um Nährstoffe und Energie für den erneuten Austrieb im Frühling einzulagern; der Frost zerstört bald darauf ihre oberirdischen Teile, damit ihr organisches Material schnell wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden kann. Zu guter Letzt können die Samen vieler Pflanzen überhaupt nur durch eine längere Kälteperiode zum Keimen gebracht werden. Und auch wenn es um den Genuss geht, zeigt der Frost positive Wirkung: Die Blätter vieler Kohlarten, allen voran die des Grünkohls, werden durch Kälteeinwirkung erst richtig genießbar. Lassen Sie uns also hoffen, dass uns durch den Klimawandel der Winter nicht verloren geht – denn nicht nur für Gärtner ist diese Entwicklung besorgniserregend … Fragen zum Thema? Persönliche Erfahrungen? Schreiben Sie mir: gabriel@pastaonline.de


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KURZMELDUNGEN

KURZMELDUNGEN

Aufgegabelt Neues in Sachen Gastro & Gusto An der Gabel » CORNELIUS MARTENS

Tran’s Asia Imbiss TRANSIT NACH HANOI?

Auf den handgeschriebenen Tafeln des äußerlich dubios anmutenden Imbisses in der Schustergasse/Ecke Marktgasse steht (neben bekannter Asia-Imbiss-Langeweile) eine meiner Leibspeisen: die vietnamesische Reisbandnudelsuppe Pho Hanoi, die in Passau meiner Kenntnis nach nirgendwo sonst angeboten wird. Die gute Nachricht: Für 7,50 Euro bekommt man einen großen Teller sättigender Suppe mit reichlich Koriander und Chili. Die Brühe ist intensiv, es fehlt aber der charakteristische Anisgeschmack. Neben Lauchzwie-

beln sind auch handelsübliche Zwiebeln in der Suppe, die ihr aus meiner Sicht eine geschmackliche Plumpheit verleihen, die sie nicht verdient hätte. Die Qualität des Rindfleisches ist grenzwertig, bei 7,50 Euro kann man aber wohl nicht mehr erwarten. Es muss kaum verwundern, dass ich in den letzten Jahren fast noch nie jemanden in diesem Imbiss sitzen sah: Es riecht so penetrant nach Frittierfett, dass man sich bei der Frage nach dem Mitnehmen oder Hier-Essen immer kurzfristig für erstere Variante entscheidet.

Tran’s Asia Imbiss, Marktgasse 7, Passau-Altstadt

OPEN AIR 2018

KONZERT & KINO UNTERM STERNENHIMMEL AUF DER VESTE OBERHAUS

Tango trifft Gypsysoul

26. Juli, 19 Uhr Konzert: Trio Lio, Film: Gypsy Spirit - Harri Stojka - Eine Reise

Kubanisches Lebensgefühl neu interpretiert 2. August, 19 Uhr Konzert: MAKAPEO, Film: 7 Tage in Havanna

As time goes by

9. August, 19 Uhr Konzert: Christiane Öttl, Film: Casablanca Vorverkaufstickets erhältlich im Oberhausmuseum und im Cineplex sowie unter www.cineplex.de/passau.

Ge sc hic ht e t rif f t Le benslust

www.oberhausmuseum.de


KURZMELDUNGEN

35 KURZMELDUNGEN

Lukas

STERNSTUNDEN

ZWERGERLAUFSTAND Vor etwas mehr als zwei Jahren haben wir uns in einem vielbeachteten Artikel über die meist bieder-konservative Gestaltung von Passauer Bieretiketten ausgelassen. Auch wenn uns dieser kritische Artikel unseren bis dahin größten Anzeigenkunden, die Brauerei Hacklberg, gekostet hat – er scheint gefruchtet zu haben: Das vor wenigen Wochen vorgestellte Hacklzwerg ist eine gelungene Produktinnovation, erhältlich als Limebier oder Vollbier (also ein

Helles). Zwar hat man mit dem eX! schon ein junges Produkt im Portfolio, das Hacklzwerg dürfte jedoch seine Nische zwischen der normalen Linie der Brauerei und dem Partybier eX! finden. Noch spannender hätte ich gefunden, wenn man auf eine 0,25l-Flasche gegangen wäre – das hätte dem Namen noch mehr zur Ehre gereicht. Fazit bleibt trotzdem: Dieses 0,33-l-Bier ist mehr als ein Zwergerlaufstand; es wird sich bestimmt in der Passauer Bierlandschaft etablieren.

Man könnte ja meinen, im Hochsommer herrsche eher Flaute in der Spitzengastronomie – insbesondere, wenn man, wie das Lukas in Schärding, über keinen einzigen Außensitzplatz verfügt. Weit gefehlt: An einem Dienstagabend herrschte Vollbelegung. Warum das so ist, wurde beim 6-Gänge-Menü deutlich, das hervorragend, teilweise sogar magisch war. Was Lukas Kienbauer mit seinem Team aus der Mini-Küche herauszaubert, sucht in der Region seinesgleichen. Dass er dabei auch noch so erfrischend regional bleibt und die spektakulären Momente oft mit ganz banalen Zutaten entstehen lässt (etwa Kohlrabi, geräucherter Butter oder Erbsen), verdient allergrößten Respekt.

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Hacklzwerg


36 AUF DEN PUNKT

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erzeit — Garten eit — gute Ze t Unsere Empfehlung das schöne Wetter zu genießen

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AUF DEN PUNKT

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Geschüttelt oder gerührt? Wir zeigen Ihnen die beste Technik! Text » TILL GABRIEL Fotos » FLORIAN WEICHSELBAUMER

W

er träumt nicht davon, zuhause ohne viel Schnickschnack und teure Gerätschaften leckeres Eis herzustellen? Natürlich ist es einfach (sofern man es sich leisten kann), im nächsten Laden eine Eismaschine für ein paar hundert Euro zu kaufen und nur ein paar Zutaten zusammenzuschütten – in der Hoffnung, die Maschine werde daraus im Handumdrehen ein cremiges, luftiges und verführerisches Eis zaubern. Aber kann man dieses Ziel auch ohne eine Maschine erreichen?

AUF DEN PUNKT

Pasta! macht Eis


38 AUF DEN PUNKT

Die Schokolade muss langsam im heißen Wasserbad geschmolzen werden.

Schließlich verlangt eine gute Eismaschine nach einer gewissen Investition, nimmt relativ viel Platz in Anspruch (auch wenn Sie nicht in Benutzung ist) und amortisiert sich in einem Privathaushalt nur langsam. Angesichts der zahlreichen technischen Hilfsmittel, die heute in Küchenschränken auf ihren Einsatz warten, stellt sich die Frage, ob man gutes Eis auch ohne die Anschaffung eines weiteren Gerätes herstellen kann; zumal Eiscreme schon seit mindestens zweitausend Jahren hergestellt wird – und die erste industrielle Eismaschine erst 1843 ihr Patent erhielt. Vorläufer dieses von Nancy Johnson in den USA

Fragwürdig: die BeutelMethode

Die Milch-SahneZuckermischung nur in kleinen Mengen in die flüssige Schokolade geben und dabei konstant rühren.

Zehn Minuten lang muss die Eismasse in der Kältemischung gerührt werden. Im Laufe dieser Zeit bekommt die Eismischung eine Konsistenz wie dünner Pudding.

erfundenen Gerätes wurden zwar schon in den 1780er Jahren produziert – doch bis dahin war die Herstellung von Speiseeis auch ohne Maschinen möglich. Es muss also eine Methode geben, die nahezu alle Hilfsmittel verzichtbar macht. Wie sich im Zuge meiner Recherchen herausstellte, sind hier mehrere Möglichkeiten erfolgversprechend. Zentraler Aspekt ist das Rühren bzw. Schütteln der Eismasse – da sich ohne mehrmaliges Mischen der Zutaten während des Frierens kein akzeptables Eis machen lässt. Eine immer wieder beschriebene Methode sieht vor, dass man eine Mischung aus Eiswürfeln und Salz in eine Plastiktüte gibt und dann einen gut verschlossenen, mit der Eismasse befüllten Gefrierbeutel hineinlegt, bevor man das Ganze ca. zehn Minuten lang schüttelt. Im Prinzip funktioniert diese sogenannte Beutel-Methode, doch sie tendiert dazu, in eine große Sauerei auszuarten: Sollte der Beutel nicht dicht sein, vermischt sich das EiswürfelSalzwasser mit der Eismasse; das Ergebnis ist natürlich ungenießbar. Außerdem kann die Salzlake während des Schüttelns durch die Küche spritzen, weshalb die Verfechter dieser Herstellungstechnik die Durchführung im Freien empfehlen. Nach mehrmaligem Ausprobieren dieser ziemlich ineffizienten Methode begab ich mich auf die Suche nach besseren,


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Zwingend erforderlich: Kältemischung aus Eiswürfeln und Salz

Im Internet kursieren geradezu groteske Anleitungen Die besondere Herausforderung beim Rühren liegt darin, die Eismasse sehr, sehr stark abzukühlen; dies kann nur mit Hilfe einer Kältemischung aus Eiswürfeln und Salz gelingen. Durch das Vermengen von Eis und Salz können Temperaturen von bis zu -40°C entstehen – so wird die Eismasse beim Rühren bereits nach wenigen Minuten zähflüssig und so stark vorgekühlt, dass sich beim weiteren Einfrieren im Tiefkühler kaum noch größere Eiskristalle im Eis bilden können. Mit der im Folgenden beschriebenen Methode kann man alle Arten von Eiscreme herstellen. Ich habe als Rezept für Einsteiger ein verführerisches Schokoladeneis gewählt, denn jeder mag es, die Zutaten dafür sind leicht zu beschaffen – und der Wow-Effekt beim ersten Bissen ist garantiert! Das besondere Geheimnis bei diesem Rezept ist die Verwendung gesüßter Kondensmilch: Sie macht das Eis nicht nur cremiger, sondern erspart auch die Verwendung von Ei. Bei der Auswahl der richtigen Schokolade empfehle ich einen Blick auf die Inhaltsstoffe: Je weniger Zusätze aufgeführt sind, desto besser eignen sie sich für die Herstellung eines erstklassigen Schokoladeneises. So, jetzt aber ran an die Schüssel! Fragen zum Thema? Persönliche Erfahrungen? Schreiben Sie mir: gabriel@pastaonline.de

AUF DEN PUNKT

saubereren Möglichkeiten für die Eisproduktion. Im Internet kursieren viele Rezepte für die Herstellung von Eis ohne Eismaschine – mit den meisten davon erreicht das Eis allerdings höchstens die Konsistenz einer Granita oder eines mittelmäßigen Sorbets. So existieren zum Beispiel Anleitungen, die das durch mehrmaliges Umrühren bzw. Kratzen unterbrochene Einfrieren im Tiefkühler empfehlen. Für Eis ohne Fett, das nur aus Fruchtsaft oder beispielsweise Kaffee und Zucker besteht, funktioniert das ganz gut – für ein echtes Gelato aus Milch und Sahne kann ich diese Methode nicht empfehlen. Über das Ausprobieren verschiedener Rezepte und Vorgehensweisen stieß ich schließlich auf die sehr einfache Rührmethode, bei der die Zutaten mit einem elektrischen Quirl oder einem Rührbesen zweimal kalt gerührt werden. Das Rühren verhindert die Bildung großer Eiskristalle, die ein unangenehmes Mundgefühl beim Essen verursachen – wie man es etwa von mehrmals angetautem und wieder eingefrorenem Eis kennt. Deshalb stellt das Prinzip des kalten Rührens die Grundlage für die Herstellung jeder Eiscreme dar.


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Schokoladeneiscreme ohne Eismaschine Für 8–12 Portionen

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• Rührbesen • Frischhaltefolie • Kochtopf • Pfanne • Messbecher

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• 120 g ZartbitterSchokolade • 60 g VollmilchSchokolade • 480 ml Vollmilch • 240 ml Sahne • 170 g Zucker • 60 g gesüßte Kondensmilch • 3 EL Kakaopulver • 1,5–2 kg Eiswürfel • 180 g Salz


41 AUF DEN PUNKT

Zubereitung (Dauer: ca. 1 Stunde | Einfrieren: mind. 2 Stunden)

1.

Schokolade schmelzen: Die beiden Schokoladen mit dem Messer in Stücke hacken und in eine hitzebeständige Schüssel (Metall oder Glas) geben. In einem mittelgroßen Topf Wasser zum Kochen bringen, dann die Herdplatte abschalten und die Schüssel mit der Schokolade daraufstellen. Die Schokolade langsam und unter mehrmaligem Rühren schmelzen.

2.

Milch, Sahne, Zucker, Kondensmilch und Kakaopulver in einen mittelgroßen Kochtopf geben und vermischen. Aufkochen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 2 Minuten weiterköcheln, dann vom Herd nehmen.

3.

Mit dem Rührbesen die heiße Milchmischung langsam in die geschmolzene Schokolade einrühren. Die Schüssel mit der noch warmen Eismasse für ca. 15 Minuten in eine Schüssel mit Eiswasser stellen.

4.

Eine große Schüssel zu ¾ mit Eiswürfeln füllen und das Salz dazugeben. Gut durchmischen.

5.

Eine kleine Rührschüssel mit der abgekühlten Eismasse füllen, in die große Schüssel mit der Kältemischung stellen und die Mischung nun mit dem elektrischen Handrührer auf mittlerer Stufe 10 Minuten lang rühren.

6.

Schüssel mit der Eismasse mitsamt der Schüssel mit der Kältemischung abdecken und für 45 Minuten in den Tiefkühler stellen.

7.

Schüsseln aus dem Tiefkühler nehmen und die Eismasse weitere 5 Minuten rühren. Die Eismasse sollte jetzt die Konsistenz von geschmolzenem Eis haben.

8.

Eismasse mit Frischhaltefolie bedecken (die Folie sollte direkt auf der Eismasse aufliegen, um die Bildung großer Eiskristalle an der Oberfläche zu verhindern) und die Schüssel mit der Eismasse für mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Tiefkühler einfrieren. Fertig ist das selbstgemachte Schokoladeneis!


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42 GRÄTCHENFRAGE

LEBEN!

GRÄTCHENFRAGE

Sommerzeit »Wo trinken Sie am liebsten Ihren Sundowner?« PASTA!-LESER KLAUS-PETER BACHMEIER

Antwort » CORNELIUS MARTENS

Ü

ber das Wetter brauchen wir uns in Passau heuer nun wirklich nicht beschweren. Im Grunde können wir seit Anfang April bis zum Sonnenuntergang draußen sitzen. Jetzt, im Sommer, bevorzuge ich Außenterrassen, wo die Sonne am Abend noch lange scheint, oder Orte, an denen sich die Wärme des Tages besonders lange hält. Ob man es nun Sundowner, Blaue Stunde oder After Work nennt – für die letzten Sonnenstrahlen des Tages empfehle ich das Il Nostro unweit der Innbrücke. Hier blitzt die Sonne noch lange auf die schöne Terrasse, bevor sie dann über dem Dom verschwindet. Bei einem eiskalten Hellen oder einem Aperol Spritz sitzt es sich in dieser Location ganz hervorragend. Ebenso schön ist die gerade eröffnete Terrasse des Minoo am Residenzplatz. Vor dem Marschall-Haus ist ein lauschiger, etwas erhöhter Freisitz entstanden, von dem aus man wunderbar auf das Gewusel dieses herrlichen Platzes hinunterblicken kann. Hier stehen auch ausgefallene Sundowner auf der Karte (wie etwa das persische Erfrischungsgetränk Sharbat). Aber Achtung: Das Minoo hat derzeit nur bis 18 Uhr geöffnet! Die Küche am Fünferlsteg ist mein weiterer Favorit für ein frühabend-

Fragen Sie mich!

liches Kaltgetränk. Insbesondere die große Eckbank direkt vor dem kleinen Café eignet sich ideal für die lauen Abendstunden – hier scheint einem die Sonne lange ins Gesicht, zudem liegt der Tisch weitgehend windgeschützt. Ein Glaserl Weißwein (die Weine sind oberhalb bekannter Standardware), eine hausgemachte Limonade ... so schmeckt der Feierabend.

Passau bietet viele Plätze für bayerisches Dolce-Vita-Feeling.“ Lauschig ist es auch in der Café-Bar 7Sinne ganz am Ende der Wittgasse – etwas versteckt und doch mittendrin sitzt es sich ganz wunderbar auf dem kleinen Platz am Rande der Fußgängerzone. Hat man das Café einmal gefunden, wird man von der etwas schrillen, sehr freundlichen Besitzerin Ruth Richter bestens umsorgt. Zum Kaltgetränk empfehle ich eine der kleinen hausgemachten Schweinereien, wie zum Beispiel eine Tafelspitzsulz im Glas. Wenn's richtig heiß ist und Sie ein schattiges Plätzchen suchen: Hacklberger Biergarten geht immer!

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SCHNITZELTEST

43 SCHNITZELTEST

Idee & Test » SOPHIE

Hier hab ich Schnitzel gegessen:

Hotel-Restaurant-Café Am Paulusbogen Passau, Altstadt

So sah es aus:

Das Ketchup wird in einem schönen Töpfchen serviert, die Pommes sind golden, auf dem Schnitzel liegt etwas Petersilie.

So hat es geschmeckt:

Das Ketchup schmeckt cremig und fruchtig, Schnitzel und Pommes sind super, die Panade knuspert und ist gleichmäßig gebraten.

Note:

Außerdem: Das Gericht kam sehr schnell - und die Portion war recht groß. Für Kinder ist das Gasthaus vielleicht etwas eng und altmodisch.

Soviel hat es gekostet:

6,90 Euro

2

U

nser neues Redaktionsmitglied heißt Sophie und ist elf Jahre alt. Sie wohnt in Franken, ihre Großeltern leben in Passau, wo sie gern ihre Ferien verbringt. Sophie liebt Schnitzel. Sie testet sich für uns durch Wirtshäuser in Stadt und Land, immer auf der Suche nach dem besten Kinderschnitzel. Wenn Sophie ausnahmsweise mal keine Lust auf Schnitzel hat, geht sie gerne zum Burgeressen. Pizza, Wassermelone und Marmorkuchen sind weitere Favoriten.


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KUNST/GENUSS

45 KUNST/GENUSS

Po i r e B e l l e H é l è n e Bild & Text » MANFRED VON GLEHN

In der Nase intensiv gewobene Frucht mit deutlichen Anklängen an Vanille und Schokolade. Die zurückhaltende Süße wird von eleganter Säure belebt. Beeindruckend auch die Balance von delikater Frische und Dichte, die im Finale zunächst gezügelt wirkt, sich dann aber großzügig öffnet. Dieses klassische Dessert wurde 1870 von Auguste Escoffier in Paris kreiert – anlässlich einer Aufführung der skandalösen Operette La belle Hélène von Jacques Offenbach.

MANFRED VON GLEHN ist ein bildender Künstler und Autor. Er wuchs in Brasilien auf und lebt heute in Hinterschmiding bei Freyung.


46 GEWISSENSBISSE

Öl im Eis

Palmöl statt Sahne: Warum für unser Eis der Urwald gerodet wird

A

nders als der Titel vielleicht vermuten lässt, geht es in diesem Artikel nicht um die Erschließung neuer Erdölvorkommen in der Arktis, sondern um Palmöl – das mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags ist. Das pflanzliche Fett findet sich heute auch in industriell hergestelltem Speiseeis, vor allem in billigem Discounter- und Supermarkteis kommt Palmöl statt Milch und Sahne zum Einsatz. Richtige Eiscreme muss laut deutschem Lebensmittelrecht mindestens einen Milchfettanteil von 10 Prozent haben; doch solche Produkte tauchen in den Kühltheken der Lebensmitteleinzelhändler nur selten auf. Viele Her-

Text & Illustrationen » TILL GABRIEL steller substituieren die vergleichsweise teuren Milchprodukte mit billigem Kokosoder Palmfett. So gesehen befindet sich in vielen der bunten Eiswannen einfach nur gefrorene Margarine; mit Eiscreme hat das wenig gemein. Schlimmer noch: Der Verbraucher wird über den Anteil von Palmöl im Speiseeis im Unklaren gelassen; in der Zutatenliste vieler Produkte findet man es oft nur als Pflanzenfett deklariert.

Was treibt die Industrie? Palmöl ist aus mehreren Gründen bei der Industrie beliebt: Zum einen erbringt die Ölpalme von allen Öl-liefernden Pflan-

zen mit durchschnittlich 3,4 t Öl pro Hektar Fläche den höchsten Ertrag. Zum Vergleich: Soja hat im Schnitt einen Ertrag von 0,36 t Öl pro Hektar und Raps von 0,68 t Öl pro Hektar. Zum anderen ist Palmöl aufgrund seiner Eigenschaften universell einsetzbar, wodurch sich mit seiner Produktion mehr Geld verdienen lässt als mit qualitativ vergleichbaren Ölen. Die Lebensmittelhersteller können durch die Verwendung von Palmöl viel Geld einsparen, was ihnen nicht nur einen höheren Gewinn beschert, sondern sie auch in die Lage versetzt, ihre Produkte günstiger und damit konkurrenzfähiger auf den Markt bringen können. Bei der Herstel-


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in Südamerika und Südostasien. Die wärmeliebende Ölpalme gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad; außerdem benötigt sie einen monatlichen Niederschlag von mindestens 100 mm/ m² und 50 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Fruchtstände bestehen aus ölhaltigem Fruchtfleisch sowie einem ölhaltigen Kern und müssen aufgrund ihrer hohen Verderblichkeit direkt nach der Ernte weiterverarbeitet werden. Während Palmöl aus dem stark carotinhaltigen Fruchtfleisch der Palmfrüchte gewonnen wird, extrahiert man das Palmkernöl aus den von der Schale befreiten Fruchtkernen.

Für die Pflanzung der bis zu 30 Meter hohen Ölpalmen werden in den Anbaugebieten riesige Flächen Regenwald zerstört – größtenteils durch illegale Brandrodung. In Indonesien gibt es die meisten Ölpalmplantagen: 2014 wurden hier auf einer Fläche von 7,4 Mio. Hektar 33 Mio. Tonnen Öl produziert. Malaysia folgte auf Platz zwei der Weltrangliste mit 19,8 Mio. Tonnen. Damit entfallen 86 Prozent der weltweiten Palmölproduktion auf diese beiden Länder. Weitere wichtige Anbaugebiete für Palmöl finden sich in Afrika und Lateinamerika. Einer Analyse von Vegetationskarten des indonesischen Forst-

Für die Plantagen muss der Regenwald weichen“

GEWISSENSBISSE

lung vieler Lebensmittel wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte hochwertige tierische Fette durch Palmöl ersetzt; mit Blick auf den Tierschutz, die Gesundheit der Konsumenten und die schlechte Klimabilanz der (Massen-)Tierhaltung scheint dieser Schritt zunächst begrüßenswert. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass die ökonomischen, sozialen und ökologischen Konsequenzen der Palmölproduktion katastrophal und vor allem irreversibel sind – denn Ökosysteme wie Regenwälder können nicht einfach wiederhergestellt oder aufgeforstet werden. Es gibt zwar mittlerweile zertifiziertes Palmöl aus angeblich nachhaltigem Anbau – doch auch diese wird immer noch unter Bedingungen angebaut, die Bodenqualität und Biodiversität beeinträchtigen und die Rodung des Regenwaldes nicht gänzlich ausschließen. Die anfänglich rein für Ernährungszwecke genutzten Rohstoffe Palmöl und Palmkernöl finden sich mittlerweile in einer Vielzahl von Produkten des täglichen Gebrauchs. Nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in Bio-Diesel, Reinigungs-, Wasch- und Körperpflegemitteln, Pharmazeutika oder Futtermitteln – ihre Verwendung erstreckt sich heute über die gesamte Produktion von Verbrauchsgütern. In der Lebensmittelherstellung wird das billige Fett wegen seines Schmelzverhaltens und der guten Streicheigenschaften vor allem in Back- und Süßwaren, Tütensuppen oder Margarine verarbeitet. Der Verbrauch von Palmöl steigt weltweit stetig an: Rund 70 Millionen Tonnen werden weltweit auf einer Fläche von 17 Millionen Hektar produziert. Neben Indien und China ist auch Europa ein wichtiger Importeur: Europa hat 2016 rund sechs Millionen Tonnen Palmöl eingeführt. Mit jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen und einem Pro-Kopf-Verbrauch von 18,5 kg zählt Deutschland zu den größten Palmöl-Verbrauchern Europas. Der weltweite Durchschnitt lag 2013 bei 8,9 kg. Laut einer aktuellen Erhebung von Greenpeace ist in Deutschland in beinahe jedem zweiten Supermarktprodukt Palmöl enthalten. Ursprünglich stammt die Ölpalme (Elaeis guineensis) aus Westafrika. Heute ist sie in allen tropischen Regionen der Erde zu finden, besonders


48 GEWISSENSBISSE

Was kann man als Verbraucher tun?“

ministeriums durch Greenpeace zufolge wurden in dem Inselstaat allein für Palmöl jährlich um die 150.000 Hektar Regenwald gerodet. Mit ihm wird zugleich der wertvolle Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten vernichtet. So berichtet Greenpeace von Schätzungen, dass in den letzten Jahren der Bestand der Sumatra-Tiger in Indonesien auf rund 400 Tiere, der des Borneo-Zwergelefanten auf 1.500 und der des Sumatra-Orang-Utans auf 7.300 gesunken ist. Auch die Gesundheit und das Leben der Einheimischen werden durch die Schaffung neuer Großplantagen gefährdet: In Indonesien nutzen Palmölhersteller die natürlichen Waldbrände während der Trockenzeit, um möglichst unentdeckt mit gezielt gelegten Bränden Regenwälder für neue Plantagen urbar zu machen. Der beißende Rauch der Brände, der selbst

den Nachbarstaat Singapur erreicht, führt zu Atemwegserkrankungen, an denen Berichten der NASA zufolge allein im letzten Jahr 19 Menschen starben – über 500.000 mussten zudem ärztlich behandelt werden. Während bereits 300 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft für den Menschen als höchst gesundheitsgefährdend eingestuft werden, wurden in Indonesien zeitweise Werte von über 2.000 Mikrogramm gemessen.

Atemwegserkrankungen durch Brandrodung Die Probleme werden durch die Tatsache weiter verschärft, dass die Errichtung der großen Monokulturplantagen im Regenwald zunehmend auf Torfmoorböden erfolgt. Diese riesigen Kohlenstoffspeicher setzen bei der Trockenlegung große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid frei. In der EU liegt der Richtwert für CO2Emissionen bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – in Indonesien wurden im Jahr 2015 Medienberichten zufolge Werte über 350 Mikrogramm erreicht. Immer häufiger wird unter den ernährungsbewussten Verbrauchern der Ruf

nach einem kompletten Verbot von Palmöl laut. Doch wäre das der richtige Schritt? Wir sollten bei dieser Diskussion nicht vergessen, einen Blick auf die möglichen Alternativen zu werfen: Der Vorteil von Ölpalmen ist, dass sie im Vergleich zu anderen Ölpflanzen einen wesentlich höheren Ertrag pro Fläche bringen. Um Palmöl in unseren Lebensmitteln durch andere Öle zu ersetzen, müssten Ölpflanzen wie Soja, Sonnenblumen, Kokospalmen oder Raps angebaut werden. Dafür würde wesentlich mehr Fläche verbraucht als bisher. Wer etwas gegen die steigende Produktion von Palmöl und die damit einhergehenden Schäden tun will, sollte durch sein Konsumverhalten den Markt beeinflussen. Durch den bewussten Verzicht auf Produkte, die Palmöl enthalten, sowie das Kochen mit frischen, regionalen Lebensmitteln kann man einen Beitrag zu Reduzierung des Palmölverbrauchs leisten. Für den Eis-Genuss mit gutem Gewissen bieten sich vor allem die hausgemachten Kreationen von der Gelateria um die Ecke an: In handwerklich hergestelltem Eis kommt nämlich fast nie Palmöl zum Einsatz …

Fragen zum Thema? Persönliche Erfahrungen? Schreiben Sie mir: gabriel@pastaonline.de


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JazzCanDanceFestival 2018

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3.–5. August in Eholfing

J

azzCanDance ist ein Festival für improvisierte Musik, Jazz und Artverwandtes. Mitten im Grünen gelegen, auf einer Wiese zwischen dem Fluss Rott und einem Baggersee in den Eholfinger Rottauen, bietet das Festival 2018 bereits zum siebten Mal Raum für musikalische Begegnungen. Ein fein ausgewähltes Kollektiv von etwa 30 Musikerinnen und Musikern erschafft drei Tage lang Musik. Feste Acts, die im herkömmlichen Sinne ihr Konzert-Programm spielen, gibt es nur zwischendurch. Der Großteil der erklingenden Musik ist spontan komponiert und improvisiert. Stilistisch sind keine Grenzen gesetzt: Von HipHop bis Jazz, House bis Funk und brasilianischer bis indischer Weltmusik zählt der Moment – die Freiheit, die Musik zu jeder Zeit weiter formen zu können. Das ist wohl das Einzigartige – die Musik auf dem JazzCanDance-Festival entsteht erst im Moment des Zusammenspiels. Es entsteht eine nie da gewesene, sich ständig weiterspinnende Fusion – von virtuos kommunizierenden Musikerinnen und Musikern auf höchstem Niveau gespielt und ge-

lebt. Irgendwo dort, im niederbayerischen Nirgendwo, unter einem riesigen Sternenzelt neben dem Weizenfeld am Fluss – drei Tage und Nächte lang. Die Gäste lassen sich anstecken von diesem besonderen Spirit: Sie tanzen ihn, den Zauber dieses schöpferischen Miteinanders. Die Künstlerinnen und Künstler, sie leben dieses Miteinander – und zaubern mit hohen und tiefen Tönen Musik, die den Moment einfängt.

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as INNs HOLZ Natur- & Vitalhotel**** und Chaletdorf Böhmerwald empfängt seine Gäste im Herzen des Mühlviertels mit einzigartiger Alm-Romantik und einer Fülle an Outdoor-Aktivitäten wie Mountainbiken, Wandern, Trailrunning u v.m. Wer einen Familienurlaub der besonderen Art genießen möchte, entscheidet sich für eines der elf luxuriösen und gleichzeitig herrlich gemütlichen Chalets. Freistehende Lifestylebadewanne, Kamin, eigene Sauna mit geschütztem Frischluftbereich – was will man mehr? Jedes Refugium verfügt außerdem über eine heimelige Küche samt Essecke, Kaffee- und Teebar, zwei Badezimmer, zwei Schlafzimmer und zwei HD-Fernseher. Zum gewünschten Zeitpunkt serviert der Hüttenwirt ein köstliches Gourmet-Frühstück – und abends lassen sich Feinschmecker im eigenen Chalet leckere Hüttengerichte auf der Zunge zergehen. Das Vier-Sterne Natur- & Vitalhotel ist mit 27 bestehenden sowie 18 neuen, top-ausgestatteten und geräumigen Doppelzimmern eine der besten Hoteladressen des Mühlviertels. Die Inklusivleistungen sind überdurchschnittlich und reichen von einer umfangreichen Halbpension samt feinen Mehlspeisen sowie Kaffee und Tee am Nachmittag bis zum kostenlosen Sommer-

2 Nächte im INNs HOLZ Natur- & Vitalhotel**** inklusive INNs HOLZ Verwöhn-Package Wellness- und Beautybehandlungen nach Wahl im Wert von 50 € AKTIV all inclusive: Kostenloses tägliches Aktivprogramm mit Rafting, Bogenschießen, Ausflügen mit dem E-Bike u. v. m. Erholung im Wellnessbereich, Benutzung des Fitness-Studios, Outdoor-Aktivprogramm buchbar von 13.7. bis 9.9.2018

ab NUR € 306,– p. P.

Aktivprogramm AKTIV all inclusive (von 29.6. bis 9.9.2018). Was auch immer an einem Tag der Woche auf dem Programm steht: Von der Anfahrt bis zur Ausrüstung wird Tag für Tag alles vom INNs HOLZ AKTIV-Team organisiert. Sogar Eintritte und Verleihgebühren werden vom Hotel übernommen. Ab Juli 2018 erwartet das INNs HOLZ seine Gäste nach dem großen Um- und Neubau mit einem einzigartigen Panorama-Hallenbad inklusive Blick auf den Böhmerwald und großer Sonnenterrasse, einem erweiterten Wellness- und Spabereich u. v. m. Einladende Ruheräume, Saunen, Infrarotkabinen und wohltuende Kosmetik- und Körperbehandlungen relaxen den Geist und geben der Seele frische Energie – NEU auch als gemeinsame Treatments für Pärchen und Paare.

INNs HOLZ Natur- & Vitalhotel**** und Chaletdorf Böhmerwald Gruber Hotel GmbH Schöneben 10 A-4161 Ulrichsberg Tel. +43 / 7288 70 600 info@innsholz.at www.innsholz.at


PASSAUER WOCHENMARKT Dienstag und Freitag 7 bis 12.30 Uhr im Klostergarten Samstag 7 bis 14 Uhr am Domplatz

OLIVEN KÄSE

HIMBEEREN

KOPFSALAT TEE

ÄPFEL KRÄUTER

HONIG

RÄUCHERFISCH NUDELN KIRSCHEN EIER

WEINTRAUBEN

MARMELADE

SÜSSKARTOFFELN

SPARGEL

TOMATEN

SCHNITTBLUMEN

ERDBEEREN

... UND VIELES MEHR !

Wo Kultur und L e be nslust zusamme nflie ße n @ passaugefaelltmir


19. Kunstnacht Passau

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20. Juli 2018 Melissa Muther spielt mit ihrem Trio im Café Museum

„Symphonie aus Licht und Klang“ Lichtinstallation, projiziert auf die Domfassade

b Ateliers, Galerien oder Museen: Über 70 Aussteller in der Altstadt öffnen ab 18 Uhr ihre Räume für Kunst in allen Formaten.

O

denzplatz glänzende Besonderheiten und zeigt nebenbei die bewegende Malerei ihres Vaters Franz Zanella, der ebenfalls aus dem Bayerischen Wald stammt.

Das Programm vereint zeitgenössische Kunst aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Performance und Darstellung. Musikalisch geben verschiedene akustische Besonderheiten Gelegenheit zum Lauschen und Tanzen. Die BalkanbrassCombo Skolka spielt vor dem ScharfrichterHaus, das Melissa Muther Trio beim Café Museum und die Betty Hartmann Band im Rathausinnenhof.

Großes hat sich Hubert Huber mit der Lichtshow Symphonie aus Licht und Klang am Dom vorgenommen. Bei der Gemeinschaftsarbeit mit Dompropst Dr. Michael Bär und Domvikar Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner wird eine von geistlicher Musik begleitete Projektion auf der Westfassade des Doms die 1.500 Jahre der Glaubensgeschichte des Bistums Passau in nur 20 famosen Minuten erlebbar machen.

Für Kinder gibt es eine Mitmalaktion auf dem Residenzplatz. Wer sich an diesem (sicherlich sommerlichen) Abend besonders bereichern lassen möchte, kann zum Beispiel im Museum Moderner Kunst eine Heinz Theuerjahr-Sonderausstellung besuchen. Elegante Bronzetiere, minimalistische Tierzeichnungen und geniale Malereien des zwischen Waldhäuser im Bayerwald und überall in der Welt beheimateten Künstlers zeugen von der hohen Kunst der Konzentration aufs Wesentliche. Auf kleinstem Format modelliert Julia Zanella in ihrer Schmuckwerkstatt am Resi-

Kleinkunst findet man bei Und… mit Alfred Dorfer gegen geringen Ablass beim Eulenspiegel Zeltfest an der Ortspitze.

Georg A.Thuringer: Archetyp V (oben), Photomontage; Galerie Eva Priller

Außerdem werden versteckte Hinterhöfe und Gewölbe exklusiv und nur für die Kunstnacht geöffnet. Mitunter besteht die seltene Gelegenheit, direkt mit den Künstlern vor Ort in Kontakt zu treten.

Alle Programminfos: www.passau-kunstnacht.de

sorenVANDEGAARD


GRANADA

Mi 11.7. WM HALBFINALE Do 12.7. MICHAEL MITTERMEIER Lucky Punch –

Die Todes-Wuchtl schlägt zurück Fr 13.7. SIEGFRIED Götterschweiss und Heldenblut – Ein Germanical Sa 14.7. VIENNA VIENNA Der Nino aus Wien u.a.

So 15.7. Mo 16.7. Di 17.7. Mi 18.7. Do 19.7. Fr 20.7. Fr 20.7. Sa 21.7. So 22.7.

WM FINALE GRANADA Baff Tour (Support: Bärenheld) BENEFIZ KINDERSCHUTZBUND EULENSPIEGEL POETRY SLAM VOL. 4 STEPHAN ZINNER Relativ Simpel ALFRED DORFER und ... KUNSTNACHT CLAUDIA KORECK Holodeck SEILER UND SPEER und weida?

ALFRED DORFER

CLAUDIA KORECK

(Support: Zitronenpüppies) Mo 23.7. GÜNTER GRÜNWALD Deppenmagnet

Di 24.7. SÜDEN - SCHMIDBAUER • POLLINA • KÄLBERER Mi 25.7. Do Fr Sa Sa So

26.7. 27.7. 28.7. 28.7. 29.7.

TOCOTRONIC Ritorniamo! Do samma wieda! RINGLSTETTER & BAND Fürcht Euch nicht Tour 2018 (Support: Pam Pam Ida) HELMUT SCHLEICH Kauf, du Sau! SCHANDMAUL Leuchtfeuer 2018 WILLY ASTOR Kindischer Ozean (15 Uhr) WILLY ASTOR Best of TOCOTRONIC Die Unendlichkeit Live

TICKETS: TICKETSERVICE DER PNP, OPTIK SOMMER, BÜCHER PUSTET, CAFÉ HORNSTEINER, WWW.RESERVIX.DE UND WWW.EVENTIM.DE VERANSTALTER: EULENSPIEGEL CONCERTS, TILL HOFMANN - WWW.EULENSPIEGEL-PASSAU.DE


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3. Passauer Bierfest 15. August 2018 am Rathausplatz


So funktioniert das Bierfest Zum Eintritt bekommt man ein passendes Verkostungsglas und verschiedene 1-Euro-Gutscheine, die zu einem Probierbier ausgewählter teilnehmender Brauereien berechtigen. Das Glas im Wert von 5 Euro gehört dem Gast und darf – als schönes Andenken an das Passauer Bierfest – mit nach Hause genommen werden. Zuvor gilt es natürlich, zu den Ständen der Brauereien zu laufen und deren Biere zu verkosten: Dafür entweder Gutscheine verwenden (gebunden an die jeweiligen Brauereien, die die Gutscheine zur Verfügung stellen) oder pro Bier 1 Euro bezahlen. Manch rare Spezialbiere können auch etwas mehr kosten. Die Ausschankgröße ist jeweils 10 cl/0,1 l.

Biere aus ganz Niederbayern Das Bierfest ist bei Weitem nicht auf die Passauer Biere beschränkt – aus ganz Niederbayern präsentieren Brauereien ihre Kreationen. Das Fest ist bewusst als Genussfest und nicht als Party gedacht. In der entspannten Umgebung des Rathausplatzes tauscht man sich über die Bierkreationen der hiesigen Brauereien aus, saugt das Altstadt-Flair auf und genießt einfach einen entspannten Sommertag. Neben Klassikern wie Hellem und Weißbier haben die teilnehmenden Brauereien noch wesentlich mehr zu bieten: Viele Braumeister experimentieren mit ungewöhnlichen Hopfensorten und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Von Zwicklbier bis IPA, von Rotbier bis Stout – erlaubt ist, was gefällt. Das Passauer Bierfest ist ein Pflichttermin für alle Freunde des Bieres – und solche, die es werden wollen!

LEBEN!

Von 12–23 Uhr kann in der einzigartigen Atmosphäre des Passauer Rathausplatzes mit Blick auf Donau und Veste Oberhaus nach Herzenslust probiert und genossen werden.

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A

ller guten Dinge sind drei: Am Mittwoch, 15. August (Feiertag!), steigt die bereits dritte Auflage des Passauer Bierfestes. Bewusst wurde dieser Termin mitten in den bayerischen Ferien gewählt, um sowohl den Daheimgebliebenen als auch den vielen Besuchern unserer schönen Stadt ein hochsommerliches Highlight zu bieten.

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58 SCHWARZE WAHRHEITEN

SCHWARZE WAHRHEITEN

Espressotest: CAFÉ STOPOVER Text » CORNELIUS MARTENS

W

as bin ich schon an den Kaffeevollautomaten an der Uni verzweifelt! Das ist zwar schon sehr lange her, aber diese traurige braune Brühe vergisst man einfach nicht. Damals hatte ich keine Wahl, es gab weit und breit kein Café in direkter Uninähe. Ehrlichgesagt war die italienische Kaffeekultur auch noch gar nicht in Passau angekommen, damals, Ende der 1990er. Seit einigen Jahren gibt es direkt gegenüber des WiWi-Gebäudes das Café Stopover, das wir uns für diesen Espressotest vorgenommen haben.

Ich steigere den Altersdurchschnitt durch meine Anwesenheit auf einen Schlag um mehrere Jahre; hier gehen praktisch nur Studenten ein und aus, es herrscht ein buntes, lautes, leicht chaotisches Treiben. Alles schaut wild, zusammengewürfelt und auch ein bisschen abgerockt aus. Die Preise sind studentisch kalkuliert, Amtssprache ist Englisch, das kenne ich in Passau sonst nur aus dem Shamrock. Kurz: Genau so stellt man sich ein Studentencafé vor! In Sachen Kaffee fällt bei den Testbesuchen auf, dass – neben mir – ausschließlich

meine beiden Kaffeetanten Helmuth Weiss und Alex Weikelsdorfer im Café Stopover Espresso bestellen. Ansonsten gehen hier hauptsächlich diverse Kaffee-Milchmischgetränke über den Tresen: Soja-Latte, Caramel-Macchiato, Cappuccino Double Dark Chocolate, White Mocca und wie sie noch alle heißen. Es werden zwei verschiedene Kaffeebohnen angeboten: eine milde brasilianische Bohne, die zu 100 Prozent aus Arabica besteht, sowie eine kräftigere Americano- Bohne, die einen hohen RobustaAnteil aufweist.

CREMA (ZUCKERPROBE)

TESTOBJEKT

Café Stopover Innstraße 50 PASSAU / UNI

AUSRÜSTUNG

Maschine: Faema Emblema Mühle: Mazzer Vorratsmühle

PREIS

1,60 Euro

GETRUNKENE TASSEN

13

FAZIT Sollte man bei einem Kampfpreis von 1,60 Euro andere Maßstäbe ansetzen als in anderen Cafébars, wo der Espresso oft schon jenseits der 2,00 Euro liegt? Die Antwort lautet: Nein! Es bringt nichts, wenn der Kaffee nicht schmeckt. Dieser Espresso schaut auf den ersten Blick durchaus trinkanimierend aus: Crema, Füllmenge und Präsentation passen. Leider weist der Espresso eine Adstringenz auf, die den Mund austrocknet und ein pelziges Gefühl hinterlässt. Wir vermuten, dass der Mahlgrad zu fein eingestellt ist. Es bleibt nichts als ein bitterer Nachgeschmack, der Griff zum Wasserglas ist unausweichlich. Auch wenn zwei verschiedene Bohnen angeboten werden: Für Kaffee-Milchmischgetränke mag das funktionieren, für die Zubereitung von Espresso scheinen uns die Bohnen allerdings nicht geeignet.

keine Crema

ideal

Bauschaum

Zucker sinkt sofort

Zucker sinkt nach 1–3 Sek.

Zucker sinkt gar nicht

FÜLLMENGE EINFACHER ESPRESSO

zu wenig

ideal

zu viel

< 25 ml

25–30 ml

> 30 ml

SERVIERTEMPERATUR

zu kalt

ideal

verbrannt

Unter 68° Celsius

68°–72° Celsius

Über 72° Celsius

Wo trinken Sie Ihren Espresso? Schreiben Sie mir: martens@pastaonline.de


MEINE

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DAY SPA WELLNESS & GOURMET • • • • • • • • •

Check-In im Vitalzentrum Zutritt zur Therme und Saunawelt Garantierte Teilnahme an einem Lieblingsaufguss Leih-Bademantel und Leih-Badetuch (auf Wunsch) Reservierte Liege in einem Ruhebereich Refreshments (Wasser-/Obstbar) Relax! Snack am Vormittag und am Nachmittag Kopf-Nacken-Schulter-Massage (25 min) 3-Gänge Abendessen im Haubenrestaurant AQARIUM

ab € 107,00 p.P. +43 7723 8501 2551 vitaltherapie@therme-geinberg.at Gültig von Sonntag bis Donnerstag (ausgenommen Feiertage) und nach Verfügbarkeit buchbar. Wir empfehlen Ihnen eine möglichst frühzeitige Reservierung Ihres Wunschtermins im Vitalzentrum.

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Pasta! Juli/August 2018 - Passauer Stadtmagazin für Genusskultur  

Der Eis-Deal | Sieben Mal Passauer Eiskunst – jetzt probieren!

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