Issuu on Google+

Abschied von Pater Georg

INHALT 3

AUS DEN GEMEINDESTUBEN

5

PASSEIER

6

KULTUR

11

VEREINE

24

GESUNDHEIT

26

AUS DEN SCHULEN,

29

GRATULATIONEN

VOR 100 JAHREN & GESELLSCHAFT & VERBÄNDE & SOZIALES

KINDERGÄRTEN

34

PASSEIRER

37

SPORT

& BIBLIOTHEKEN

PERSÖNLICHKEITEN

Im Oktober 1995 wurde in Gomion das neue E-Werk eingeweiht und die kirchliche Segnung nahm ein junger Kooperator aus Sarnthein vor. Verblüfft hörten die vielen Ehrengäste, wie er gekonnt über Generatoren und Turbinen sprach und verwundert fragte man sich, ob hier ein Ingenieur in die Priesterkleider geschlüpft war. Das Rätsel löste sich bald, Pater Georg hatte die Gewerbeoberschule in Bozen mit Fachrichtung Maschinenbau besucht und kannte deshalb die Materie bestens. Der Umgang mit moderner Technik und dem Computer war für ihn selbstverständlich. Pater Georg wurde am 31. März 1967 in Brixen geboren, als Zweites von drei Kindern der Eltern Walter und Helene Feichter. Nach der Volksschule in St. Lorenzen und der Mittelschule in Bruneck maturierte er 1986 in Bozen. Doch schon während der Studienzeit hatte er seinem Leben eine ganz andere Richtung gegeben und trat im Herbst 1986 dem Deutschen Orden bei. Nach dem einjährigen Noviziat in Lana legte er am 14· September 1987 die Zeitliche Profess ab und nahm das Studium der Philosophie und Theologie in Rom auf. Am 18. August 1991 band er sich durch die Feierliche Profess für immer an den Deutschen Orden. Im selben jahr noch wurde er am 1. September von Bischof Wilhelm Egger in Brixen zum Diakon und am 14. [uni 1992 von Papst johannes Paul 11. in Rom zum Priester geweiht. Mit dem 1. September 1992 begann er seinen priesterlichen Dienst als Kooperator in Sarnthein. Dort wirkte er mit großem Eifer vier jahre lang, bis er im Herbst 1996 seine zweite KooperatorensteIle in St. Leonhard und Walten in Passeier antrat. Er betreute vor allem die Seelsorge in Walten und feierte sonntags neben den anvertrauten Gemeinden auch immer wieder den Gottesdienst in den Pfarreien des Hinterpasseier. Im April 2001 wurde er Pfarrer von Siebeneich. Nach dem Tode von P.Theo Neuking kehrte er im September 2002 als Pfarrer in die ihm vertrauten Pfarrgemeinden St. Leonhard und Walten zurück. Pater Georg war als Seelsorger ein aufgeschlossener Mensch, der besonders den Kontakt zu den jugendlichen und jungen Erwachsenen suchte und pflegte. Mühelos fand er Zugang zu den Menschen jeder Altersgruppe. Er blieb nicht auf Distanz, er ging auf jeden zu und war bald mit jedem per Du. Sein Credo war, die Menschen dort aufzusuchen, wo sie leben und dort ihre Probleme und Freuden kennen zu lernen. Er ist auch als Priester Mensch geblieben. Wie Pater Theo suchte er das Gespräch in froher Runde. Er genoss den feierlichen Rahmen, trug aber auch selbst dazu bei,

>


2

>

kochte und dekorierte, unterhielt und feierte freudig mit in der Überzeugung, nur wer genießen kann, bleibt selbst genießbar. Die Gesprächsthemen waren vielfältig wie die Teilnehmerinnen. jugendliche wie Ältere, Sarner, Pseirer und Siebeneicher trafen sich mit Carabinieri und Vereinsleuten, eine bunte Gesellschaft in freundschaftlicher Atmosphäre. Auch kirchenkritische Personen mischten sich unter die Gruppe, wurden neugierig auf den Priester Georg und trafen in der Kirche auf einen Seelsorger, der weltnah und verständnisvoll wirkte. Meist leitete er seine Predigt mit einem Ereignis aus dem Alltag ein, oft mit einer lustigen Begebenheit oder einem Witz, um dann auf tiefere Hintergründe einzugehen. Schwungvoll und doch ernsthaft gestaltete er die Messen, wenn möglich von einer unserer zahlreichen Musikgruppen begleitet. Ausstrahlung und theologischer Tiefgang lockte viele in die Kirche, die dieser sonst fern standen. Neben der Arbeit als Seelsorger verwaltete Pater Georg seit 2000 als Ökonom die Güter und Besitzungen des Deutschen Ordens. Bereits beim Umbau des Pfarrhauses von St. Leonhard hat Pater Georg tatkräftig mitgeholfen und seine

Impressum Erscheintdreimonatlich. - Eingetragenbeim LandesgerichtBozenmit Dekret Nr.11/87 vom

29· 5· 1987.

Eigentümer und Herausgeber:

GemeindenMoos,5t. Leonhardund St. Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard,KonradPfitscher.

Redaktionsleitung und redaktionelle Bearbeitung: TanyaPamer Redaktion:

ElfriedeGufler,Kurt Gufler,Heinrich Hafer, Siglinde[aitner, Karl Lanthaler,Arnold Marth, RosmariePamer,TanyaPamer,Eberhard Pfitscher,Vigil Rafft,Arnold Rinner,[osefine Schwarz,Brigitte Schweigl,Gottfried Zagler Korrektur: ErnstRinner,Kurt Gufler Werbung: Arnold Marth Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetztes: OswaldWaldner

Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe ist: Samstag, 30. Oktober 2004 Text-und Bildbeiträgekönnenbei allen Redaktionsmitgliedernoder in den BibliothekenSt. Leonhardund St, Martin abgegebenwerden. Dabeigilt: digitale Fotos Mindestbreite12 cm - Auflösung300 DPI; Textbeiträge:vom Verfassergekennzeichnet und mit Adresseund Telefonnummer versehen;Werbebeiträge nur bei Arnold Marth, PapierProfi,St, Leonhard.

Fähigkeit gezeigt, Projekte im Bau- und Verwaltungsbereich durchzuführen. In den wenigen jahren seiner Tätigkeit ist er viele Vorhaben angegangen, so die Modernisierung der Obst- und Weinanlagen und die Sanierung der Kellerei in Siebeneich, den Bau eines Studentenheimes für Universitätsstudenten in Bozen mit Tiefgaragen sowie die Sanierung des Widums in Sarnthein. In St. Leonhard legte er die Basis für die Sanierung der Kirchenorgel, des Geläutes und der Friedhofserweiterung. Die vielen bürokratischen Hindernisse ließen ihn oft fast verzweifeln, aber unermüdlich kämpfte er dagegen an, bis er eine Lösung fand. Auch in neue Sachgebiete vertiefte er sich, wie die Pflanzung neuer Obstsorten und besserer Weinreben, immer darauf bedacht, die Qualität zu heben und den Ertrag zu steigern. Widerstände von Innen und Außen verstand er durch sein umgängliches Wesen abzubauen, um den Deutschen Orden eine sichere finanzielle Basis für die religiösen Aufgaben zu schaffen. Unverzichtbar für Pater Georg war der Sport als Ausgleich. Seine sportliche

Karriere begann in Sarnthein, wo ihm seine Freunde zum Abschied ein Fahrrad schenkten. Bald war kein Pass mehr zu hoch, kein Pfad zu steil und kein Weg zu weit. Besonders bergab fuhr er oft in halsbrecherischem Tempo und doch untrüglich sicher. Auch seine Ausdauer war bewundernswert, weite Strecken konnten ihn nicht abschrecken - so fuhr er mit dem Fahrrad von St. Leonhard nach Rom. 1999 bestieg er erstmals einen Dreitausender, den Seelen kogel, und von nun an ließ ihn diese Leidenschaft nicht mehr los. In den wenigen jahren hat er viele Berge unserer näheren und ferneren Heimat bestiegen wie den Ortler, die Ötztaler Wildspitze, den Großglockner und viele andere. Im Winter waren es die Skitouren, die ihn lockten und wer hat in Moos oder Stuls gemerkt, dass er unter der Soutane den Skianzug trug, um anschließend eine Skitour zu unternehmen? Oft hat er auf unkonventionelle Aufstiegshilfen zurückgegriffen. 1998 sollte das Gipfelkreuz auf der Alplerspitze hinter Walten eingeweiht werden. Wie pünktlich hinkommen, wenn vorher in St. Leonhard die Messe zu lesen war?


3 PasseirerBlatt-NR.

Kein Problem, ein Bekannter lieh ihm ein Trial-Motorrad und nach einer Probefahrt von Gomion auf direktem Weg nach Stuls begleitete er ihn zur Messe auf die Alplerspitze. Die Verwunderung der Wartenden kann man sich vorstellen, als man ihn mit dem Motorrad dort ankommen sah. Ein anderes Mal hatte er Sarner Freunden eine Bergmesse auf der Skihütte Sarntal versprochen, doch unerwartet fiel in St. Leonhard ein Priester aus und er musste die Halbelfermesse halten. Absagen? Nein, ein findiger Sarner Unternehmer fragte Graf Enzenberg, ob dieser nicht Pater Georg mit seinem Hubschrauber dorthin bringen könnte. Dieser sagte zu und brachte Pater Georg zur Bergmesse - mitten in den Kreis der wartenden Gläubigen. Und als die vierte Gruppe der Feuerwehr St. Leonhard auf dem Pfistrader Unterberg ein Gipfelkreuz errichteten, brachten sie ihn wiederum mit dem Hubschrauber zur Einweihung. Die Liebe zu den Bergen ließ Pater Georg 2003 in die Bergrettung St. Leonhard eintreten, um auch am Berg helfen zu können. Im Winter 2003 spürte Pater Georg immer öfter Schmerzen in den Knochen des Oberschenkels und Beckenbereiches.

Eine Untersuchung im Meraner Krankenhaus ergab die erschreckende Diagnose - Krebs. In der Folge pendelte er zwischen den Krankenhäusern Meran und Innsbruck hin und her, zwischen St. L.:eonhard und St. Lorenzen, wo ihm seine Mutter Kraft und Geborgenheit gab. Er erhielt unzählige Therapien und Bestrahlungen. Er hat nie geklagt, selbst nie die Hoffnung aufgegeben und sogar anderen immer wieder Hoffnung gegeben. Er hat die Krankheit nicht passiv über sich ergehen lassen, hat sich informiert, nachgeforscht und verschiedene Heilmethoden ausprobiert. Bald wurden die Ärzte in Meran und Innsbruck seine Freunde. Und doch konnten sie ihm nicht helfen - er erwachte nicht mehr von einer Operation an der Lunge und verstarb am 25. juni dieses jahres. Seine Bergrettungskameraden mussten ihn zu Grabe tragen. Die Teilnahme unzähliger Menschen aus dem Passeiertai, dem Sarntal, aus Siebeneich und dem Pustertal, aus dem ganzen Lande und über die Landesgrenzen hinaus, das wohl größte Begräbnis seit Menschengedenken in unserer Gemeinde, ließ erahnen, was wir verloren haben - einen

68, SEPTEMBER

2004

Seelsorger, vor allem aber einen guten Freund und einen Menschen, der war wie wir und unsere Freuden und Sorgen geteilt hat.

Kanrad Pfitscher,

P.

Christian Stuefer

AUS DEN GEMEINDESTUBEN MOOS

Behebung von Unwetterschäden Die Straße zum Mooserschmiedhof wurde bei den starken Regenfällen im Oktober und November 2000 arg in Mitleidenschaft gezogen. Dabei sind auf einer Länge von 90 Metern die alten bestehenden Mauern teilweise abgerutscht. Es wurde so ein wichtiger Wander- bzw. Verbindungsweg in das Naherholungsgebiet .Kohlstatt" für die Mooser Bevölkerung unterbrochen. Erst die Sperrung dieses Weges hat aufgezeigt, welche Bedeutung dieser Weg in der Freizeitgestaltung der Bürger inzwischen eingenommen hat. Ausgebaut zu einer Straße wurde der ursprüngliche Fußweg in den dreißiger jahren mit dem Bau der TimmelsjochPassstraße. Dieser Weg diente dabei zur Anlieferung von Geräten und Materialien, die dann mit einer Materialseilbahn von der "Kohlstatt" nach Rabenstein und von dort weiter über die .Klöckleitn" Richtung Timmelsjoch transportiert wurden.

Nach den Unwettern im Herbst 2000 galt es also diesen historischen Weg wieder zu sanieren. Dabei mussten neben einer Oberflächenentwässerung auch Mauern und Zäune neu errichtet werden. Besonders aufwendig gestalteten sich die Arbeiten mit der so genannten "armierten Erde" anstelle von hohen Betonmauern, um die Eingriffe in das Landschaftsbild besonders

schonend durchzuführen. Mit einem Kostenaufwand von ca. 152.000 ¤ ist auf jeden Fall eine gelungene Wiederherstellung der Straße zum Mooserschmiedhof geglückt. Die Kosten wurden zu 80% vom Amt für Zivilschutz und zu 20% von der Gemeindeverwaltung Moos getragen.

Alexander Hafer


4

Köchin ein Geschenk MOOS

Kindergartenköchin geht in Pension Vor fast genau fünfundzwanzig jahren hat Frau Hedwig Pixner ihren Dienst im Kindergarten von Moos angetreten. Nachdem sie den Beruf der Kindergartenköchin mit besonderer Hingabe im Interesse der Kindergartenkinder und der Gemeindeverwaltung fast ein Vierteljahrhundert lang ausgeübt hat, ist sie nun mit jänner dieses jahres in den verdienten Ruhestand getreten. Bei einer gemeinsamen Feier mit den Gemeindevertretern wurde ihr zum Abschied ein herzliches Dankeschön ausgesprochen und Bürgermeister Wilhelm Klotz überreichte ihr zu diesem Anlass ein kleines Abschiedsgeschenk. Er wünschte ihr im Namen der Gemeindeverwaltung Moos alles nur erdenklich Gute für die wohlverdiente Zeit im Ruhestand.

Alexander Hafer

ST.

LEONHARD

Sicherungsarbeiten unter der Rifflspitze

Die Rifflspitze oberhalb von Prantach ist zerklüftet und zerrissen und die stufenförmigen Felsschichten zeigen, dass die Bergspitze nicht zum ersten Mal teilweise

abgerutscht ist. In der langen Regenperiode des Herbstes 2000 kam es zu einem neuerlichen Felssturz, vom 12. bis 15. Oktober rutschten etwa 15.000 ml ab, stürzten talwärts und zerstörten großteils den obersten Rand des Waldstreifens. Für mehrere Tage mussten sechs Höfe in Prantach evakuiert werden, bis die Gefahr neuer Abbrüche gebannt war. Weiterhin gefährdet aber war der Europäische Wanderweg ES,welcher gesperrt blieb und Richtung Fartleis verlegt

wurde, wofür dankenswerterweise die Forstbehörde und die Forstarbeiter sorgten. Wie aber verhindern, dass Felsblöcke bis zum Talboden gelangen? Bei einem Hubschrauberflug wurde die Sturzbahn genau erhoben und in Zusammenarbeit zwischen dem geologischen Amt des Landes, dem Geologen Dr. Konrad Messner und Ing. Christoph von Pföstl wurde ein Sicherungsprojekt erarbeitet, bestehend aus drei Dämmen und einem Auffangbecken. Nach einer weiteren Überprüfung wurde das Projekt abgespeckt, ausgeschrieben und in den heurigen Sommermonaten umgesetzt. Die Firma Maier Anton grub einen Verbindungsweg zur Baustelle und errichtete einen etwa 100 m langen Damm aus so genannter "armierter Erde': der etwa fünf Meter breit und hoch ist. Bergseitig davon wurde ein Auffangbecken ausgehoben, ebenso taleinwärts davon ein zweites Becken von etwa 70 mal 50 Metern. Es bleibt zu hoffen, dass abgehende Steine hier zu liegen kommen, jedoch können die Becken im Bedarfsfall auch leer geräumt werden. Steigt ein Wanderer durch den Wald auf, steht er plötzlich vor diesen Bauwerken und bewundert deren Größe, zugleich aber erschreckt ihn der Anblick der Baumstümpfe, die bergwärts davon stehen. Es sind dies die kümmerlichen Reste des Waldes, welcher 2000 vom Felssturz zerstört wurde.

Kanrad Pfitscher


5 PosseirerBlatt-NR.

PASSE/ER

VOR

100

68, SEPTEMBER2004

JAHREN

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. Aufgelesen und kommentiert von Gottfried Zagler Übers Wetter: Oktober: 1. bis 6. schön und windstill; 7. nachts Regenund Wind; 8. und 9. stürmischer Nordwestwind, 10.nachts Regen;11.Regen;12. bis 25. fortwährend schön und windstill; 26. und 27.stürmischer Nordwestwind; 28. und 29. windig; 30. nebelig und 31.schön. Gesamtniederschlag: 21 mm. November: sehr schön; 2. erster Reif; 3- bis 5. schon eisig; 7. bis 11. schön; 12.und 13.starker Wind; danach bis zum 22. schön, aber alle Tage kalt; 23. und 24. erster Schneefall mit Regen;25. schön; 26. stürmischer Wind, abnorm kalte Tage beginnen; 29. Kälte mit - 8 Grad; 30. schön. Gesamtniederschlag. 73 mm. Dezember: 1. bis 4. schön; 5. und 6. Nebel; 7. Regen;10. Schnee 15 cm; 11.und 12.Nebel und Regen; 13.bis 16.warme Witterung; 17. bis Ende des Monats immer schön und mäßig kalt. cesamtniederschlag: 57 mm. Urenkel (??) Andreas Hofers gestorben - er war ein Revolutionär

Aus ehicago wird der kürzlich erfolgte Tod des dortigen Bürgers Andreas Franz Hafer, eines Urenkels (?) des Freiheitshelden Andreas Hofer, gemeldet. Der im 71. Lebensjahr aus dem Leben geschiedene wurde in Oensbach (Baden) geboren und nahm an den 1848er Freiheitskämpfen teil,

worauf er mit Hecker, Brentano und anderen nach Amerika flüchtete und sich als journalist eine geachtete Stellung schuf. Anmerkung: Hecker und Brentano waren die Führer der Revolution in Baden, die stark radikaldemokratische und frühsozialistische Ideen vertrat. Nach der Niederschlagung 1949 mussten die Revolutionäre ins Ausland (USA, Schweiz, England) fliehen. MZ v. 16.12.1904 Bergführer kauft Hotel

Der Bergführer Ignaz Pixner, der bisher in st. Leonhard stationiert war, hat den bekannten "salzburger Hof' in Neustift erworben. Wie es scheint, war das Bergführergewerbe damals recht einträglich. MZ v. 8.1.1905 Kurioses aus Walten

Aus Walten schreibt man uns: Hier lebt ein 81jähriger Mann, der seit 7 jahren nur uon etwas Milch und einer Kleinigkeit Kaffee lebt. Weiters befindet sich in Wans eine alte jungfrau, die trotz gänzlicher Erblindung täglich uon Wans nach Walten herausgeht, ohne uon jemandem begleitet zu sein, sowie denselben Weg uon fast einer Stunde Gehzeit zurückwandert. MZ v. 23.11.1904

St. Martin - Tod des letzten 48er Schützen

Kürzlich ist hier der 83jährige ledige Georg Verdorfer uulgo Greiter jörgl gestorben. jörgl war der letzte, weleher 1848 unter Hauptmann /lmer mit der st. Martiner Schützenkompanie an die italienische Grenze gezogen war. Es lebt wohl noch der dazumal erst lsjährige Alois Pichier,

Hotel

BERGLAN Familie Gurschier Tel. 0473 656 287 Fax 0473 656 644 www.hotel-bergland.com

0

welcher auch mit dieser Kompanie auszog, aber er funktionierte nur als Gehilfe seines Vaters Michael Pichier, der als Büchsenmacher und "Arzt" mitging. MZ v. 28.10.1904

Saltauser Wirt Ehrenmitglied des "Andreas-Hofer-Veteranen- und Kriegervereins"

Der Ausschuß des "Burggräfler" uom genannten Verein fuhr gestern in offizieller Mission nach Saltaus. Der Besuch galt Herrn Georg Kristanel/, Pächter des Schild hofes Saltaus, dem in feierlicher Form die Ehrenmitgliedschaft überreicht wurde. Bei fröhlicher Stimmung ließ man den uerdienstuollen Wirt und langjährigen Obmann des Vereins hochleben.

alpiner Ruhepunkt werden. Der Straßenbau soll binnen zwei jahren beendet sein. Auf der Sterzinger Seite hat man schon mit dem Ausstecken begonnen. Oie staatliche Bauleitung wurde dem Ing. Staff übertragen. Man erwartet uon dieser Straße auch die touristische Erschließung der bisher sehr wenig begangenen Sarntaler Alpen.

MZ v. 16.11.1904

Platt - Psairer Lehrerkonferenz

Heute hat sich das Lehrpersonal uon ganz Passeier hier in Platt zu einer Lehrerkonferenz getroffen. Es erschienen 11 Katecheten, 9 Lehrer und 8 Lehrerinnen. Nach Eröffnung seiten: des Obmanns besprach Kooperator j. Ungerer religiöse Themen und Lehrer Schwalt zeigte uns, wie die Kinder der einklassigen Schule zum Schönschreiben anzuleiten sind ...Oie nächste Konferenz findet im April in st. Martin statt. BGv. 26.10.1904

Bau der Jaufenstraße

Oie Firma Rentz & Burian hat den Auftrag zum Bau der jaufenstraße erhalten. Laut der Münchner "Allg. Zeitung" ist die Straße 34.5 km lang und 5 m breit. Bei der herrlichen Aussicht auf die Zentralalpen wird der jaufenpaß nach Fertigstellung der neuen Straße sicherlich ein beliebter

MZ v. 18.11.1904

Brandleger geständig

Vor einigen Tagen erschien beim Bezirksgericht Meran der beim Unterangerer in Tall bedienstete Knecht Alois Almberger und legte überraschenderweise das Geständnis ab, dass er den Brand, dem am 2. Nouember das Wohnhaus des Unterangererbauer fast uollständig zum Opfer gefallen war, aus Rache gelegt hat. Almberger wurde in Haft genommen. MZ v. 16.12.1904

Neubau des Becherhauses

Das der Sektion Hannouer gehörige Elisabethschutzhaus auf dem Becher wurde im jahre 1904 uon 1200 Personen besucht. Im Sommer 1905 dürfte der Neubau uollendet sein und damit manch Unannehmlichkeit aufhören. Oie Bewirtschaftung des Becherhauses wird durch den Passeirer Bergführer Vinzenz Schweigl aus St, Leonhard besorgt. MZ v. 8.1.1905

"MERANERZEITUNG"und "BURGGRÄFLER"vom Oktober, November und Dezember 1904, Jänner 1904 und 1905 BG = "Burggräfler" MZ = "Meraner Zeitung"

Ihr idealer Partner für kleine und große (bis zu 140 Personen) Feiern. wie: • Hochzeiten

• Firmenessen

• Familienessen

• Weihnachtsessen


6

KULTUR

& GESELLSCHAFT

KREUZEINWEIHUNG

NATUR

Der Wonikorspitz befindet sich im Hinterpasseier oberhalb des Oberprischerhofes auf 2600 m. Vor vier jahren hatten Paul Gufler, Sohn der Oberprischerfamilie, und seine zwei Cousins Werner und Konrad Rafft die Idee, zum Zeichen des Schutzes auf diesem "Hausberg" des Hofes ein Kreuz aufzustellen. Im juli 2001 wurde das eigenhändig aus Lärchenholz gefertigte Kreuz mühevoll auf den Gipfel getragen, ein paar Wochen später wurde es mit einem Gipfelbuch vervollständigt. Die feierliche Einweihung des Kreuzes fand schließlich fast genau drei jahre später statt: Zur Feier am Sonntag, 25. juli 2004, hatte sich ein stattliches Publikum eingefunden, um das Ereignis entsprechend zu würdigen. Das Kreuz wurde bei wunderschönem Bergwetter im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Pfarrer Siegfried pfitscher gesegnet.

Einen verendeten Greifvogel vorzufinden ist an und für sich schon eine Seltenheit. Dass es sich bei einem solchen Fund gleich um einen Wanderfalken handelt, ist schon ein besonderer Glücksfall. Der Wanderfalke zählt nämlich zu jenen Greifvögeln, der über jahrzehnte in Südtirol als ausgestorben galt. Erst seit den Boer jahren mehrten sich sporadische Feststellungen dieser Vogelart und mittlerweile kann mit drei bis vier Brutnachweisen in Südtirol gerechnet werden. Entdeckt wurde der verendete Falke (Körperlänge 45 cm ) am 21. juli 2004 von Thomas Gufler in pfelders in der Nähe des Gampenliftes. "Ich war gerade dabei auf der Wiese neben dem Schilift, Pizit genannt, das Heu zu strangen, als ich hinter einem Steinhaufen einen verendeten Greifvogel entdeckte. Das Tier hatte eine Flügelschwinge gebrochen. Da ich unmittelbar neben der Fundsteile unter einem Schießdraht ein ganzes Büschel Schwingenfedern entdeckte, dürfte wohl anzunehmen sein, dass das Tier bei seinem jagdflug auf diesen Draht aufprallte

Hausberg Wonikorspitz Ungewöhnlicher Fund

Familie Gufler Im Bild u.l.n.r. Pfarrer Siegfried Pfitscher, Konrad Raffl, Werner Raffl und Paul Gufler.

und dann verendete. Es ist nicht auszuschließen, dass der Greif im nahe gelegenen Lärchenwald, in dem seit einigen jahren regelmäßig Wildtauben brüten, auf eine dieser Tauben jagd machte", erzählt der aufmerksame Naturbeobachter Thomas Gufler. Der Wanderfalke ist mit einer Körperlänge von 40 bis 48 cm und einer Flügelspannweite von 0, 95 - 1, 15 m der größte in Südtirol lebende Falke. Im Flug ist der wendige jäger am ankerartigen Profil und am schnellen taubenartigen Flug zu erkennen. Beeindruckend ist die Flugtechnik dieses Vogels. Wenn er auf eine Beute stößt, beschleunigt er zuerst durch Flügelschläge und legt dann in der letzten Phase seines Sturzfluges die Flügel halb an, so dass er die Gestalt eines Überschalljägers annimmt und dabei eine unglaubliche jagdgeschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern erreicht. Der Wanderfalke ist damit nicht nur der schnellste aller Vögel, sondern überhaupt das schnellste Lebewesen in der Luft. Die Geschlechter sind gleich gefärbt, wobei das Weibchen beträchtlich größer ist. Auffallend und immer deutlich zu erkennen ist der dunkle Bartstreif. Im Raum Passeier gibt es bisher lediglich während der Zugzeit vereinzelte Feststellungen dieses exzellenten jägers. Brutnachweise fehlen bisher. Falken erkennt man im Allgemeinen am ziemlich großen Kopf, breiten Schultern, langen, spitzen Flügeln und am ziemlich langen Schwanz. Die bekannteste und häufigste Falkenart, die im Tale regelmäßig brütet ist der Turmfalke, auch unter dem Namen "Rittelfalke", "Stoasgeir" oder "Mausgeir" bekannt. In einigen wenigen Paaren dürfte auch der Baumfalke im Raum Passeier vorkommen.

Arnold Rinner


7 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER

2004

WORKSHOP

Singen in der Popund Jazzmusik

ST. MARTIN

- WEISSRUSSLAND

Heimkinder wieder zu Besuch Zum zweiten Mal kam im April eine Gruppe Heimkinder aus Weißrussland zu Besuch nach St. Martin. Drei Mädchen und drei Buben fanden für sieben Wochen in fünf Gastfamilien freundliche Aufnahme. Begleitet wurden sie von einer weißrussischen Lehrerin, die ihnen am Vormittag Schulunterricht erteilte. Einmal in der Woche durfte die Gruppe mit den Grundschülern von St. Martin zusammen turnen, basteln und singen. Die Gastkinder haben die freundliche Aufnahme durch die Lehrer und Schüler sehr genossen. Auch in der Freizeit waren die Kinder vollauf beschäftigt. Ein Lehrausflug zur Kläranlage Passeier, ein Ausflug auf den Hirzer, das Fußballtraining mit den einheimischen Kindern und viele andere Aktivitäten ließen wahrlich keine Kurzweil aufkommen. Auch für die "Gesundheit" der Heimkinder wurde einiges unternommen. Die ärztliche Betreuung in Weißrussland ist nämlich katastrophal. Im Gesundheitssprengel St. Leonhard besorgte Frau Siglinde Wilhelm Termine beim Zahnarzt. Alle Zähne wurden kostenlos kontrolliert und repariert. Die Augenärztin Frau Dr. Menghini untersucht die weißrussischen Kinder immer gratis. Die 12-jährige Veronika hätte schon mit drei jahren eine Brille gebraucht und ist jetzt in Folge des Versäumnisses auf einem Auge fast blind. Leider kauft den Heimkindern niemand Brillen, obwohl viele Kinder in den Waisenheimen Sehprobleme haben. Die Initiativgruppen von St. Martin und Riffian möchten deshalb Spenden sammeln, um alle Kinder in dem

Waisenheim zur Augenvisite zu schicken und ihnen bei Bedarf Brillen, die in Weißrussland nicht teuer sind, zu kaufen. Eine große Aufregung löste die Computeraktion aus. Am 3. [uni wurden 12 ausgemusterte PCs in St. Martin in Kartons verpackt, um sie zusammen mit den Kindern ins Waisenheim nach Weißrussland zu schicken. Auf dem Flughafen in Minsk wurden die PCs zum Schrecken der Lehrerinnen von der Polizei vorerst beschlagnahmt. Die Mühlen der weißrussischen Bürokratie mahlen sehr langsam; aber jetzt nach drei Monaten sind sie doch unbeschädigt im Heim eingetroffen, gerade rechtzeitig zum Schulanfang. Die Initiativgruppe hofft, dass auch im kommenden Frühjahr das Projekt "Urlaub für Waisenkinder" wieder zustande kommt. Falls eine Familie interessiert ist, ein Kind für ein paar Wochen aufzunehmen, oder eine Flugpatenschaft übernehmen möchte, möge sie sich mit Frau Angelika Schwienbacher (Tel. 0473 641353) in Verbindung setzen. Möglich geworden ist der gelungene Aufenthalt in St. Martin durch die großzügige Unterstützung vieler. Namentlich dankt die Initiativgruppe der Sparkasse St. Martin und dem Katholischen Familienverband für Geldspenden, der Gemeinde St. Martin für die Bereitstellung des Unterrichtsraumes und die unentgeltliche Mittagsverköstigung, der Grundschule, vor allem den Lehrern, für die Geduld und Mühe, Herrn Roman Raff! für Schuhe und Fußballtraining, dem Brückenwirt Florian Fontana für die Einladung zum Pizza essen, dem Wolle- und Wäscheladen für großzügige Kleiderspenden, dem Dorfkaffee St. Martin für die Einladung zum Eis.

Angelika Schwienbacher Gottfried Zagler

"Singen in der Pop- und jazzmusik" nannte sich ein Workshop, der im Mai dieses jahres einige junge Leute begeistern konnte. Unter der Leitung von judit Pixner aus St. Martin (derzeit jazzstudium in Wien) und Gernot Hofer, Leiter der Schülerband der Musikschule, erprobten die Teilnehmerinnen Atemtechnik, richtiges Singen, Improvisation und lebendige Interpretation. jede Teilnehmerin hatte die Möglichkeit, ein Lied auszuwählen, in drei Proben einzustudieren und dann bei einer Matinee in der Eisdiele vorzutragen. Zwei Lieder - Sunny und Route 66 - wurden von allen Sängerinnen gemeinsam dargeboten. Am Sonntag, den 16. Mai 2004, fand als Abschluss des Workshops in der Eisdiele Pichler in St. Leonhard eine Matinee statt. Mit Schwung und Begeisterung trugen die Sängerinnen die einstudierten Stücke vor, begleitet von der Schülerband "Unique". Unterstützt wurde das Projekt von der Musikschule Passeier und vom Bildungsausschuss der Gemeinde St. Leonhard.

Gernot Hofer

ESF - PROJEKT

Zukunftssicherung Bauernstand

Ministero dellavoro

Autonome Provinz Bozen-Südtirol

e delle Politiche Sociali UfficioCentrale perl'Orientamentoe Ia Formazione Professionale de! tavcratcn

Europäische Union Europäischer Sozialfonds

Vorgeschichte

Im Frühjahr 2003 hat eine Bauerngruppe in mehreren Sitzungen das Thema "Die Vermarktung einheimischer Produkte" durchleuchtet und dabei die Notwendigkeit der Schaffung einer genossenschaftlich geführten zentralen VermarktungssteIle im Passeiertal für unbedingt notwendig erachtet. Voraussetzung für eine solche Vermarktungsstelle ist die Erzeugung einer Vielzahl von bäuerlichen Produkten von hoher Qualität. Die Gemeinden des Passeiertales haben daraufhin beim ESF-Amt (Europäischer

>


8

>

Sozial Fond) in Bozen um eine Ko-Finanzierung der nötigen Aufbauarbeiten angesucht, damit diese Vermarktungssteile Realität werden kann. Ziel Das Projekt soll zum einen den Bäuerinnen und Bauern eine Zuerwerbsmöglichkeit am Hof bieten und zum anderen durch bra nchen übergreifende Initiativen der gesamten Bevölkerung des Tales einen Mehrwert bringen. Im Besonderen soll durch eine enge Zusammenarbeit mit Tourismus und Handwerk eine einheitliche Marketingstrategie erarbeitet werden. Projektverlauf Das Projekt besteht aus mehreren Phasen, welche sich über zwei Jahre

erstrecken. Ab Mitte September 2004 bis Ende Oktober wird mit einer Bestandserhebung begonnen, die zum Ziel hat, alle Produkte zu katalogisieren, welche die Bauern des Passeiertales für die Selbstversorgung und für den Verkauf produzieren. Weiters wird überprüft, ob es Produkte gibt, die früher hergestellt wurden und welche in Zukunft gewinnbringend wiederbelebt werden könnten. Durch Veredelungs- bzw. Weiterverarbeitungsmethoden soll in Zukunft möglichst viel Wertschöpfung im Tal bleiben. Im Zuge dieser Erhebung wird sich herauskristallisieren, welche Bäuerinnen oder Bauern Interesse haben, Produkte über die geplante Vermarktungsstelle zu verkaufen. Diese Personen werden im Rahmen des ESF-Projektes bei der Schaffung eines marktgerechten Produktes tatkräftig betreut und unterstützt. Ergebnisse Am Ende dieser Phase stellen die Bäuerinnen und Bauern des Tales eine Palette von wirtschaftlich interessanten Produkten vor, angefangen vom Anbau bis hin zu den veredelten und verarbeiteten Endprodukten. Das Tal soll in Zukunft ein möglichst breites Angebot auf dem Sektor Nahrungsmittel bieten, ganz nach dem Motto "weg von der Monokultur". Diese Vielfalt wird die Grundlage für eine funktionierende zentrale Vermarktungssteile. In einer weiteren Phase ist der Aufbau einer professionellen Internetplattform (Webseite) geplant, um einen besseren Informationstluss zwischen Angebot und Nachfrage zu erreichen.

Rahmen Möglichst alle Initiativen, welche in diese Richtung gehen, werden im Rahmen dieses ESF-Projektes unterstützt, sei es durch beratende als auch durch werbetechnische Maßnahmen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die .Psairer Bergkäserei Bio". Diese seit Ende Mai 2004 erfolgreich tätige Genossenschaft von 15 Bio-Bauern erhält auch über dieses ESFProjekt Unterstützung auf dem Gebiet der Vermarktung. Kontakte Wer an diesem ESF-Projekt aktiv mitarbeiten möchte, sollte sich umgehend beim Projektleiter Franz Schwienbacher, Tel. 0473 650 012 oder bei Dr. Wilfried Gutler, Tel 333 660 968 melden.

°

Andreas Kofler

ABGELICHTET

Kusinentreffen Am 15. Mai 2004 trafen sich insgesamt 43 Kusinen der Stuaner-Familie, um ihr Kusinentreffen zu feiern. Nach einem gemeinsamen Wortgottesdienst mit P. Christian in St. Leonhard ging es zum lustigen Kegeln in die Kegelstube und danach zum Nachtessen beim Sandwirt. Dort wurde bei Musik und Tanz bis in die späten Abendstunden gefeiert und alle waren sich einig, ein wunderschöner Tag, der unbedingt wiederholt werden muss! Eine Teilnehmerin


9 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER2004

Schuh- und Lederwaren

39010 St. Martin - Dorfplatz - Tel. 0473 641 664

für Damen, Herren und Kinder

@ Raiffeisenkasse

St. Martin

Wir bieten an:

• Eine umfassende, persönlich zugeschnittene Versicherungsberatung in allen Versicherungssparten 1111.

Ihr Vorteil:

• Wir sind immer in Ihrer Nähe und erreichbar • Schadensfälle erledigen wir schnell und zuverlässig.

Wir übernehmen • • • •

Buchhaltung Steuerwesen Schriftverkehr Verwaltungsarbeiten

für Sie

Unsere Büro-Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8.00 bis 13.00 und von 15.00 bis 16.30 Uhr Telefon: 0473 641267 - Telefax: 0473 641448


10

ALTERSHEIM

ST. MARTIN

Ein besonderer Dank Danke, Bacher Luise, sagen einige Angehörige von Gästen des Altenheims in St. Martin. Luise macht sich im Altenheim St. Benedikt zum Wohle der Heimbewohner sehr nützlich und hilft bei Aufräumarbeiten, bei der Spazierbegleitung und hilft mit bei der Essenseingabe. Luise ist die Dritte von links in der hinteren Reihe der Familie Pixner vom Egarterhof in Pi". Die Geschwister der Luise heißen Maria, Regina, Juliana, [osef Eduard, Agnes, Hannes, Franz und Alfons. Die Leser dürfen erraten, wer nun wer ist.

Di Schtott in Dorf St. Lianrt des isch a groaßis Dorf a Schtott isch mittlt drin urschteckt Des isch ganz a bsundre Schtott Kaul und Ruaß 'ho: s Dorf drschreckt.

latz obr ische renouiart in Lianrtr Dorf de Schtott. Vi Kaul und Ruaß isch sie drleast, mi wundrt, daße nou in glaichn Nomin hot Oe "KOULSCHTOTT" Anna Lanthaler

Heinrich Hafer

E~V\st P~t:tV\ste~

Uhrmacher

große .9Luswah[ an Silberschmuck, Uhren. und ~otozu6efrjjr zu günstigen Preisen. Dorfstraße 30 39010 St. Martin in Passeier Tel.+Fax 0473 64 18 38 E-Mail: ernst@dnetit PASSBILDER - BILDERRAHMEN


11

VEREINE

68, SEPTEMBER2004

& VERBÄNDE

KI N DER KREBSH I LFE

Dank den Sponsoren Am 30. juli 2004 fand in der Passerbar bei Saltaus ein Dämmerschoppen zu Gunsten der Peter Pan Kinderkrebshilfe statt. Im Bild die Scheckübergabe. Die Veranstalter danken allen Mitwirkenden und den Sponsoren: Pseirer Spatzen, Carizzma, Duo Südtirol, Trio Kristall, Getränke Zipperle, Gemischtwaren Tschöll, Sporthotels Quellenhof, Luferkeller, Kuen Martin OHG, Lustige Wanderer, Eggbar, Kellerei St. Michael, Zipperle Woscht, Friedl Rafft, Gemüse Schnitzer, Bar Hubertus, Metzgerei Gögele, Sport Schweigl, Passerbar, Brauerei Forst, Seilbahn Hirzer, Schützen Riffian, Getränke Prünster, Gasthaus Alpenhof, Kiosk Kuens, Schützen St. Martin, Kegelbar St. Martin, Kegelclub St. Martin, Florian Spiess, Bäckerei Kofler, Metzgerei Galloni.

RAIKA

PasseirerBlatt-NR.

ST. MARTIN

Mitgliederversammlung Ende April fand im Vereinssaal von St. Martin in Passeier die Mitgliederversammlung der örtlichen Raiffeisenkasse statt. Nach den Grußworten des Obmannes Albert Pichler ergriff Bürgermeister Hermann Pirpamer das Wort. Er wies auf die Bedeutung und den Stellenwert der örtlichen Raiffeisenkasse als eigenständige und unabhängige Ortsbank hin

und betonte, dass es gilt, diesen Status beizubehalten. Bürgermeister Pirpamer berichtete, dass die Raiffeisenkasse Schatzmeister der Gemeinde ist und diesen Dienst zur vollen Zufriedenheit der Gemeindeverwaltung versieht. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und dafür, dass die Raiffeisenkasse die örtlichen Vereine alljährlich in nennenswerter Weise unterstützt. In Anschluss an die Worte von Bürgermeister Pirpamer wurden die einzelnen Punkte der Tagesordnung behandelt, darunter auch die Genehmigung der Bilanz zum 31.12.2003: Die Raiffeisenkasse verwaltete zum jahresende rund 40 Millionen Euro an Einlagen und anderen Sparformen (+ 8 %); die AusIm Bild u.l.n.r. josef Raich, Direktor Walter Pichler, Rosina Marth Gögele, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Agnes Marth, Obmann Albert Pichler, Aufsichtsrat-Präsident Dr. Rudolf Raich

leihungen an Kunden betrugen rund 38 Millionen Euro (+ 22 %) und die Verpflichtungskredite im Interesse von Kunden acht Millionen Euro (+ 34 %). Die Raiffeisenkasse verwaltet zudem 1.608 Versicherungsverträge. Der erwirtschaftete Reingewinn von rund 638.000 Euro (+ 18 %) wurde zum Großteil den Reserven, zur Aufstockung des Eigenkapitals, zugeführt. Dieses beträgt nun rund neun Millionen Euro. Die zahlreichen örtlichen Vereine wurden im vergangenen jahr von der Raiffeisenkasse tatkräftig in mannigfaltiger Weise finanziell unterstützt, und zwar durch Spenden, Beiträge, Sponsorisierungen und andere Werbemaßnahmen. Die Ausgaben dafür betrugen rund 52.000 Euro. Die Anzahl der Mitglieder ist unverändert: 665 an der Zahl. Die Raiffeisenkasse beschäftigt zur Zeit 15 Mitarbeiter und eine Teilzeitkraft. Mit Genugtuung stellte der Direktor Walter Pichler fest, dass die für das jahr 2003 gesteckten Ziele erreicht und sogar überschritten werden konnten. Der Obmann dankte allen Mitgliedern und Kunden, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern für den großen Einsatz und die geleistete Mitarbeit. Im Rahmen der Versammlung wurde folgenden Mitgliedern zur 30-jährigen Mitgliedschaft gratuliert und eine Erinnerungsmedaille überreicht: Agnes Marth, Rosina Marth Gögele und josef Raich. Schließlich gratulierte die Versammlung dem Obmann Albert Pichler zu seinen 35 jahren treuen Dienstes und zu seinem Einsatz für die Raiffeisenkasse. Nach Erledigung der Tagesordnung umrahmte die bekannte "Hochwilde Böhmische" den gemütlichen Teil der Veranstaltung.

Raiffeisenkasse

Sr,

Martin


12

Sie finden uns in den Räumlichkeiten der Sozietät RST! Gewerbezone lahne 9/h 1-39010 5t. Martin in P.IBZI Tel.: +39 0473 650132 info@konzept.it Fax: +39 0473 650913 www.konzept.it

Pseirer

Mischtkluane

Arnold Marth von Papier Profi sucht kreative Leute, die mithelfen, die Pseirer Mischtkluane im nächsten Fasching wieder aufleben zu Lassen.

Wir ersuchen Sie um redaktionelle Mitarbeit und bitten um Beiträge, Texte, Fotos, ...

Nähere Informationen bei Arnold, Papier Profi, unter 0473 656589 oder info@papierprofi.it


13 PasseirerBlatt-NR.

TOURISMUSVEREIN

ST. LEONHARD

Angebote -Info - Vorschau Willkommen im Naturparadies

SÜDTIROL

www.passeiertal-hotels.it

MERANERLAND

I

TAL

I

A

Nordic Walking - Die neue Art der gesunden Bewegung Der Tourismusverein St. Leonhard organisiert jeden Dienstag vom 6. April bis Oktober 2004 Nordic Walking. Es können sowohl Einheimische als auch Gäste teilnehmen. Eine Wanderung dauert ca. 1,5 Stunden und kostet 7,00 ¤ pro Person (Verleih der Stöcke im Preis inbegriffen). Treffpunkt ist immer beim Tourismusbüro St. Leonhard um 10.15 Uhr. Anmeldung erforderlich, immer bis spätestens Montag, 18 Uhr, Tourismusbüro St. Leonhard, Tel. 0473 656 188. Internationales Musikfest IMF 2005 in St. Leonhard Vom 5. bis 8. Mai 2005 findet in St. Leonhard ein internationales Musikfest

- mit über 1.000 Musikanten aus vielen europäischen Ländern - statt ..Das Festprogramm, bei dem 20 Musikkapellen teilnehmen werden, beinhaltet den Grand-Prix der Blasmusik, ein Galakonzert eines Spitzenorchesters, einen Marschmusikwettbewerb durch das Dorf, den TT-Wandercup 2005 und vieles andere mehr. Kursbuch Tourismus St. Leonhard Die allgemeine touristische Entwicklung ist auch im Passeiertal nicht spurlos vorübergegangen. Das Kursbuch-Leitbild soll aus einem ganzheitlichen Verständnis heraus aufzeigen, welchen Weg der Tourismus in Zukunft gehen soll und wie ein sinnvolles Miteinander möglich ist. Alle interessierten Bürger können das Kursbuch im Tourismusbüro abholen.

AVS-PASSEIER

- ORTLERBESTEIGUNG

Dem Pseirer [osele zur Ehr!

Zum jubiläumsjahr der Ortlererstbesteigung wurde die Ortlertour von der AVSSektion ausgeschrieben. Die Sektionsleitung hoffte auf rege Teilnahme; dass es schlussendlich dann aber so viele Teil-

68, SEPTEMBER 2004

nehmerinnen geworden sind, freute die Organisatoren, brachte sie aber schon vor der Tour gehörig ins Schwitzen. Martin, Emil und Paul hatten in gekonnter Manier alles bis ins Einzelne geplant und vorbereitet, sodass eigentlich nur mehr das Wetter passen musste, und auch das sollte gelingen. Am 16.juli war es für über 70 AVS-Mitglieder dann so weit. Wir machten uns auf die Fahrt in den Vinschgau, um den großen Landsmann josef Pichler, das Pseirer josele, auf unsere Weise zu feiern. Es ist nicht alltäglich, dass eine Gletschertour mit so vielen Teilnehmern unternommen wird. Voller Erwartung stapften wir den Wald und die Hänge oberhalb von Sulden hinauf in Richtung Payerhütte. Angenehm empfanden wir den Empfang und die freundliche Bewirtung seitens der Wirtsleute. Letzte Vorbereitungen für den nächsten Tag standen noch an, und während sich einige mit Kartenspielen den Abend verkürzten, kamen noch einige Nachzügler leicht durchnässt zur Hütte. Nach vorzüglichem Abendessen wurde an den Tischen noch gefachsimpelt über die Ortlerbesteigungen früher und heute, und über die Bergsteigerpioniere der Pseirer-josele-Ära. Nach kurzem und leichtem Schlaf wurde der Wecker abgewartet und von niemandem überhört. Um 4 Uhr gab es bereits Frühstück; um


14

> 5 Uhr

- im ersten Morgengrauen - setzte sich die Karawane in Bewegung. 18 Seilschaften mit je einem Tourenführer oder Bergführer trafen die letzten Vorbereitungen für den Gipfelsturm. Die Erwartung war groß, für viele von uns war es ja die persönliche Erstbesteigung. Die Teilnehmer waren bunt gemischt aus den Reihen unseres Vereins mit dem Bürgermeister im Eiltempo an der Spitze, der jüngste Teilnehmer war 11 [ahre alt, die Ältesten über 60; ebenso war eine Vertretung der Freunde aus Bayern dabei. Der übliche Stau bei der Bezwingung der Felswände tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Für die größtmögliche Sicherheit über den anspruchsvollen Felsgrat sorgte unsere Bergrettung. Am Gletscher angelangt glich dieser einer regelrechten Belagerung. je näher der Gipfel kam, umso mehr wuchs in uns auch der Stolz über den bevorstehenden Gipfelsieg und über das Gelingen des ganzen Vorhabens. Auch der scharfe Gipfelwind konnte das Glücksgefühl und die wohlverdienten Gipfelküsse nicht verhindern. Zeitgleich trafen am Kreuz auch jene Bergfreunde unseres Vereins ein, welche über den Hintergrat aufgestiegen waren. Somit war der Ortler für diesen Tag endgültig fest in Pseirer Hand. Während beim Aufstieg der Himmel wolkenverhangen war, konnten wir beim Abstieg zunehmend die Sonne genießen. Wohlbehalten erreichte jede Seilschaft wieder die Payerhütte. Man merkte allen die Erleichterung und die Freude über die gelungene Tour an. Nach kurzem Aufenthalt auf der Sonnenterrasse ging es wieder bergab nach Sulden und zurück in unser Passeiertal. Dieses Ortlererlebnis wird uns wohl immer in Erinnerung bleiben und das Pseirer [osele wird sicher stolz auf seine Pseirer sein.

AVS Passeier

AVSjUGEND

Programmvorschau Grund-und Mittelschüler/-innen: September 18.9.2004

Oktober

02.10.2004 16.10.2004

30.10.2004

Elternabend mit Fotovorstellung

Müll sammeln Wandern und Törggelen Archeopark Schnals

November

13.11.2004 27.11.2004

Dezember

12.12.2004

Klettern in der Halle Schwimmen in Naturns

Vogelfauna Schloss Tirol mit Flugvorführung

Oberschüler/-innen: Oktober

16.10.2004

November

13.11.2004

27.11.2004

Dezember

12.12.2004

Wandern

und Törggelen

Klettern in der Halle Schwimmen in Naturns

Vogelfauna Schloss Tirol mit Flugvorführung

FF ST. MARTIN

Neuen Weltrekord gepumpt Was bereits in der letzten Ausgabe des Passeirer Blattes angekündigt wurde, konnte am 7. August 2004 in die Wirklichkeit umgesetzt werden: Die Martiner Feuerwehr pumpte einen neuen Weltrekord! Aber alles der Reihe nach: Bereits im Vorjahr äußerte Klaus Gufler, Kommandant der FF St. Martin, den Vorschlag, einen Weltrekordversuch zu starten. Begeistert stimmten die Feuerwehrkameraden zu und man machte sich an die Planung. Von der Passer (580 Meter) sollte eine Schlauchleitung auf das 1580 Meter hoch gelegene Bründl gelegt werden. Mit 15 Pumpen wollte man den Höhenunterschied von 1000 Metern überwinden. Eine Probe war unmöglich, da die Pumpen (aus Graz, St. Leonhard, Platt) und das notwendige Schlauch material (Feuerwehrschule Vilpian, Bezirk Meran) erst einen Tag vor dem Rekordversuch in St. Martin eintrafen. Schon seit dem Frühjahr hatte sich die FF St. Martin gezielt und unter Berücksichtigung aller Einzelheiten auf das große Ereignis vorbereitet. Die Positionen der 15 Pumpen, sowie die jeweiligen Höhenmeter wurden genau berechnet, das Gelände wurde öfters inspiziert und sogar Bäume wurden markiert, damit die Schläuche auch in der Hektik richtig gelegt wurden. Spontan meldeten sich auch rund 30 Freiwillige - ohne die der Rekord nicht


15 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER 2004

und wurden von den Festgästen mit großem Applaus empfangen. Kommandant Klaus Gufler kündigte bei seiner Ansprache an, dass man sich um die Eintragung in das "Guiness Buch der Rekorde" bemühen wird. Im Anschluss genossen alle Beteiligten bei Musik, Speis und Trank den gelungenen Weltrekord und man feierte teilweise bis in die Morgenstunden. Abschließend möchte sich die FF St. Martin bei allen freiwilligen Mitarbeitern - sei es beim Weltrekordversuch selbst oder beim Festdienst - recht herzlich bedanken!

Kurt Gu[ler/Manfred

Raffl

Hiermit erscheint zum ersten Mal die neue RubrikAssn Psairer vverterpuacn mit Ausdrücken aus dem im Herbst erscheinenden Passeirer Wörterbuch.

mit Bürgermeister Pirpamer, als das Passerwasser schließlich sein weites Ziel erreicht zustande gekommen wäre - sodass die FF St. Martin auf 80 Mann zählen konnte. Am Vorabend traf sich die gesamte Truppe in der FF-Halle, um die letzten Details und die Einsatztaktik zu besprechen. Um 16.03 Uhr startete Kdt. Klaus Gufler am Festplatz in St. Martin den Weltrekordversuch. Dort hatten sich viele Familien und Freunde der Wehr, Schaulustige, Gäste und Feuerwehrmänner aus allen Teilen Südtirols eingefunden, um diese spektakuläre Aktion live zu erleben. Die Vizebürgermeisterin von St. Martin Rosmarie Pamer hielt die Anwesenden am Festplatz ständig über das Geschehen auf dem Laufenden. Anlässlich dieses Weltrekordversuches war auch Prominenz aus Feuerwehr und Politik zugegen: Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, der Direktor der Feuerwehrschule in Vilpian Dipl-Ing. Christoph Oberhollenzer, Bezirksinspektor Max Pollinger, die Abschnittsinspektoren Michael Schwarz und Richard Gasser, die Landtagsabgeordnete Martina Ladurner und die Bürgermeister Hermann Pirpamer und Konrad Pfitscher. Kurz vor Übungsbeginn hatte Regen eingesetzt, was das ganze Unterfangen noch erheblich erschwerte, galt es doch bis zu 200 kg schwere Pumpen an die

vorgesehenen Stellplätze zu schleppen, und es wurde ca. 4.5 km Schlauchmaterial verlegt. Trotz der Widrigkeiten stand die gesamte Leitung bereits um 17-15 Uhr. Alle atmeten auf. Es war besser gelaufen als gedacht. Sofort erfolgte der Befehl zum "Wasser marsch!". Nach 20 Min. hatte das Wasser zwei Drittel der Strecke zurückgelegt, die zehnte Pumpe war erreicht. Als das Wasser bei der 15. Pumpe eintraf, und es vom Bründl aus schon zu sehen war, zeigte sich in den Gesichtern die Vorfreunde. Doch wie im Film gab es plötzlich Probleme, und die gesamte Leitung brach zusammen. Enttäuschung und Hektik waren in den nächsten Minuten überall spürbar. Die extra angereisten Techniker der Firma Lohr begaben sich umgehend an die Behebung der Probleme und sogleich konnte ein zweiter Versuch gestartet werden. Äußerst angespannt verfolgten alle über Funk den erneuten Lauf des Wassers. Um 18.26 Uhr war es dann soweit. Untermalt von den Klängen des Pseirer Gaudi- Orchesters und umrahmt von einem glücksbringenden Regenbogen spritzte das Passerwasser aus dem letzten Schlauch. Der Jubel der Anwesenden am Bründl kannte keine Grenzen mehr. Der Weltrekord war geschafft! Nach den Aufräumarbeiten kehrten die Wehrmänner auf den Festplatz zurück

TH EMA:

FORTBEWEGUNGSARTEN

fuaßlin mit kleinen Schritten schnell gehen, trippeln griitn weitbeinig gehen nanggn sich hin und her bewegen, mit starker Hüftschwankung gehen plalln gemütlich gehen, trotten schuachn ~das Schusterhandwerk ausüben, Schuhe machen oder reparieren 2 gehen, schnell gehen mitnänder schuachn miteinander gehen, ein Paar bilden deedn schuachn schun a Wail mitruinder [die sind schon lange ein Paar) spatz gien spazieren gehen (Kindersprache) stacklin ~geziert gehen, staksen 2 mit dem Stack I bremsen strawanzn viel und lange unterwegs sein, streunen, müßig gehen tachlniem herum strolchen, faulenzen, müßig gehen taichn, gitichn schleichen, geduckt gehen isch er hintern Haus auchngitichn tschaatschn gehen, ohne die Füße zu heben, die Füße über den Boden schleifen ....;).tschärflin tschörflin schlürfend gehen, mit den Schuhen am Boden streifen tschärfl nit asout ....) tschaatschn tscheaggn schief gehen, hinken Passeirer Wörterbuch, Franz Lanthaler,

Harald Haller und verlag.Passeier, 2004


16

PASSEIRER

MUSIKKAPELLEN

Musik trifft Sport Zu einem Fußballturnier kombiniert mit Kegelrunde kamen die Musikkapellen des Tales am 24. juli 2004 in Rabenstein zusammen. Auf dem Sportplatz lud Obmann Gilbert Gufler auf Wunsch der Musikobmänner des Tales die sportlichen Teilnehmer zu einem Fußballturnier ein und die Musikkapellen Walten, Moos, Platt und Rabenstein beteiligten sich mit vollem Eifer, ebenso wie die Musikkapellen von St. Leonhard und St. Martin, die einen besonderen Fußballdress trugen. Leider fing es bereits beim Startpfiff zum ersten Spiel an zu regnen und erst gegen Abend, nachdem die Gastgeber im Endspiel bei viel Beifall und Geschrei gegen die Kollegen aus St. Leonhard mit 4:3 gewonnen hatten, ließ der Regen etwas nach. Da sich die ganze Truppe jedoch prächtig unterhielt, störte es sichtlich kaum jemanden, völlig durchnässt nach Hause zu gehen, und es wurde der Wunsch auf eine weitere Auflage im neuen jahr geäußert. Waltraud Gufler

AKTIV

- HILFE

FÜR RUMÄNIEN

Besuch aus Rumänien Aufgrund des Projektes Aktiv Hilfe für Rumänien haben sich vor einem jahr Patenschaften für ein Waisenhaus in "Temeschwar" in Rumänien entwickelt. Durch einen monatlichen Fixbetrag unterstützen die Paten ihre Kinder in Rumänien und dafür wird garantiert, dass sie Schulausbildung, Kleidung und

gesundes Essen erhalten. Dies wird von der Caritas kontrolliert. Natürlich ist diese Hilfe nur wie ein Tropfen auf einen heißen Stein. jeder Pate kann jedoch mit seinem Beitrag einem Kind in Rumänien helfen. Aufgrund der guten Kontakte wurden die Kinder im juli nach St. Leonhard eingeladen. Nach einer langen Fahrt mit einer Unterbrechung in Ungarn kamen die acht Mädchen und zwei Betreuer in St. Leonhard am 19. juli an. Zusammen mit den Paten durften sie eine tolle, erlebnisreiche Woche im Passeiertal verbringen, mit Wandern, Schwimmen und Besichtigungen. Für die Gruppe mit ihren Betreuern waren es unvergessliche Erlebnisse: die herrliche Bergwelt, das schöne Wetter, die schönen Häuser mit den Blumen und vor allem die liebevolle und fürsorgevolle Aufnahme

hier in St. Leonhard. Aber auch für die Paten war dies eine wertvolle Erfahrung: Sie erkannten, dass ihre Hilfe nicht in einem unbekannten Topf verschwunden ist, sondern an "ihren" Kindern Früchte getragen hat. Die Kinder und auch die Betreuer erlebten Herzlichkeit und Freude und waren überwältigt von der Gastfreundschaft, die ihnen hier geboten wurde. Wanderungen, ein Bauernhofbesuch, Schwimmbad, Vogelschau, Grillabend - die Woche ging viel zu schnell zu Ende. Als Höhepunkt war es der Wunsch der Gruppe noch einen Abstecher nach Venedig zu machen. Für sie war eine Stadt auf dem Wasser nicht vorstellbar. Einige der Paten haben sich bereit erklärt die Gruppe zu begleiten und sie durch Venedig zu führen. So wurde dieser Tag ein schöner Abschluss ihres Besuchs und wird den Kindern, vor allem aber auch den Paten, noch lange in Erinnerung bleiben. Der Abschied war für alle nicht leicht, jedoch haben die Kinder versprochen im nächsten jahr wiederzukommen. Ein großes Vergelt's Gott allen Spendern und Gönnern, die diese Woche mitfinanziert haben und ein großes Kompliment auch den Organisatoren, die die Gruppe hier in St. Leonhard betreut und versorgt haben. Das größte Kompliment gilt aber der Organisation Aktiv Hilfe für Rumänien mit dem Leiter Peter Lanthaler, die dieses Projekt ins Leben gerufen hat. Für die Zukunft sind weitere Patenschaftsprojekte geplant. Wer aktiv mitarbeiten will, kann sich bei der Gruppe melden. Für die Paten Ulrich Königsrainer


17 PasseirerBlatt-NR.

HEIMATPFLEGEVEREIN

68, SEPTEMBER 2004

PASSEIER

Neuer Holzzaun für Widumacker Dem Widumacker in Rabenstein einen gepflegten Zaun zu verschaffen und somit dem Dorf zu einem gepflegten Ortskern zu verhelfen, dafür scheute Siegfried Ptitscher aus Rabenstein keine Mühe. Finanziell unterstützt vom Heimatpflegeverein Passeier und beraten und unterstützt von Vizeobmann Hans Raich, begann Siegfried mit Genehmigung des Pfarrgemeinderates schon im Winter mit der zeitfüllenden Handarbeit: Die Forstbehörde hatte das nötige Holz zur Verfügung gestellt und so wurden die 300 Meter Latten von ihm erst von der Rinde befreit und dann zu einem 76 Meter langen Vierlattenzaun mit Ring zusammengefügt. Hierbei half ihm johann Lanthaler. Im juni 2004 war der Zaun schließlich fertig gestellt und schmückt nun das Zentrum von Rabenstein. Wir Rabensteiner bedanken uns! Waltraud Gufler Siegfried Pfrtscher

Zwei Künstler in Aktion ST. LEONHARD

AKTIV

Events auf der Jaufenburg Neue kulturelle Akzente zu setzen um St. Leonhard attraktiv und interessant zu präsentieren, hatte sich Arnold Marth, Vorsitzender des Vereins St. Leonhard aktiv, für den Sommer 2004 vorgenommen. Mit Unterstützung einiger privater Sponsoren,sowie der Marktgemeinde und des Bildungsausschusses St. Leonhard, wurde unter dem Motto "Kleinkunstfestival" das Areal der jaufenburg genutzt. Am Donnerstag, 22. juli 2004, gab es zur Einstimmung ein Gitarrenkonzert mit dem Meraner Gitarristen David Zipperle. Mit virtuosen Klängen begeisterte er auf der Freilichtbühne die Zuhörer mit italienischer und südamerikanischer Musikliteratur, sowie mit Eigenkompositionen. Ein unvergessliches Ereignis und gefangennehmende Klänge in einer milden Sommernacht. Der Vorhof der Burg wurde dann zum Schauplatz für Theakos, dem Wandertheater Georg Kasers, bekannter Theatermacher, Kabarettist und Schauspieler aus Brixen. Mit "Ta Pim Ta Pum" startete der mit dem Schweizer Kleinkunstpreis ausgezeichnete Ferruccio Cainero am Samstag, 31. juli 2004. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister, den Präsidenten des MuseumPasseier und Arnold Marth, startete der im Friaul geborene und jetzt im Tessin beheimatete Schauspieler mit seinem selbstgeschriebenen Stück. Er hat wie ein zum Leben zurückgekehrter Soldat Schweijk erzählt und den begeisterten Zuschauern einen Spiegel unserer Welt vor Augen gehalten. wobei die Faszination vor allem von den Wortspielen und

dem Sprachwitz des Künstlers ausging. Das Stück .Keit! zruck vom Kriag" am Dienstag, 10. August 2004 aufgeführt, beinhaltet Kriegs-erzählungen von Angelo Ruzante, wobei die Texte von Ferruccio Cainero und Georg Kaser bearbeitet und von Andreas Robatscher treffend übersetzt worden sind. Die zahlreichen Theaterbegeisterten sind dabei in mittelalterliche Welten geführt worden, genauso wurde ihnen aber auch Allzubekanntes aus unserer Welt aufgezeigt. Am Donnerstag, 19. August 2004 schließlich, brauchten die Künstler und Zuschauer die vom Präsidenten des Museumsvereins Passeier angerufenen Dienste der verstorbenen Herren von Passeier, die dafür sorgten, dass die Wetterbedingungen für alle bis zum Schlussapplaus passten. Mit dem Stück "Bombenstimmung" einer tragikomischen Comedy mit schwarzem Humor und Tiefgang - vermischt mit Plattheiten aus dem Sprüchekalendertrafen Georg Kaser und Andreas Opal Robatscher, dieser zeichnete auch für die Übersetzung, den direkten Zugang zum vorwiegend einheimischen Publikum. Für das leibliche Wohl und eine gehobene Weinkultur vor Ort sorgte jeweils die Bar Cafe Theis, zu verkosten gab es auch Produkte der Passeirer Bergkäserei. Gleichzeitig war es für manche Einheimische und Gäste auch die Möglichkeit bei den anschließenden Kurzführungen in der Burg etwas Einblick zu gewinnen und damit Geschmack auf die Geschichte der Burg und des Tales zu bekommen. Die Zuschauer haben sich jedenfalls für eine Fortsetzung ausgesprochen; das Experiment Kleinkunst auf der jaufenburg ist als gelungen zu bezeichnen und sollte daher nach Aussagen der für die Kultur Verantwortlichen im nächsten Sommer wieder aufgegriffen werden. Siglinde jaitner


18

HAFLINGER

PFERDEZUCHTVEREIN

PASSEIER

Herbst-Vorschau Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier lädt zu folgenden Veranstaltungen in den kommenden Monaten herzlich ein: Sonntag, 10. Oktober 2004 11.Pseirer Geschicklichkeits-, Reit- und Fahrkombination beim Sandhof Donnerstag, 11. November 2004 Martinsumzug mit dem Heiligen Martin in St. Martin

Information - Vorankündigung

Musikkapelle Andreas Hafer Um Terminüberschneidungen zu vermeiden, informiert die Musikkapelle Andreas Hofer alle Vereine der Gemeinden St. Leonhard, St. Martin und Moos: 150-jahrfeier

Musikkapelle Andreas Hafer beim Sandwirt

Sonntag, 14. November 2004 Martinsritt des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier Der Verein freut sich auf viele Besucher und hofft, eine gute Unterhaltung bieten zu können.

Freitag,

15- [ull,

bis Samstag, 17- juli

2005

Musikkapelle Andreas Hofer

Norbert Waldner, Obmann

Die Schützenkompanien der beiden Hinterpasseirer Kirchdörfer Platt und Moos feiern heuer ein jubeljahr: Platt erinnerte sich an die Fahnenweihe uor so jahren und an die Wiedergründung uor 50 jahren. In Moos wurde des 150. Todestages uon Schützenoffizier und Arzt Dr.joseph Ennemoser, dem Geheimschreiber Andreas Hofers, und an die 25-jährige Wiedergründung gedacht. Im besonderen Bild zeigt sich der Paradezug der Hinterpasseirer Standschützen aus dem jahr 1915, als sie auszogen, die Dolomitenfront siegreich zu uerteidigen.

.~crnch

l)~ t e T petS' '/ I I I' -....

~

z: u: 3 I ~ : ~1J.;(!, I

Cl.

)


•l\:iJl ~. . )TIn 118

~

. :. ,_,

19 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEM8ER

Landesversicherung St. Leonhard, die erste und einzige Hauptagentur einer Versicherungsgesellschaft im Passeiertal seit dem 01.01.1988 .

DIE IDENTITÄT UNSERES UNTERNEHMENS

Die Ursprünge der Tirolisch- Vorarlberg'schen Feuer- Versicherungs-Anstalt, die später in Landesbrandschadenanstalt umbenannt wurde und heute den Namen ITAS Mutua - ITAS Landesversicherungsanstalt Trentino-Südtirol trägt, gehen auf den 5. Oktober 1821 zurück. Dieses Datum scheint nämlich in einem Erlass von Kaiser Franz I. von Österreich auf, mit dem die Gründung einer Versicherungsgesellschaft genehmigt worden war. Bei der außerordentlichen Versammlung am 12. Juli 1949 wurde dann die neue Bezeichnung Adige per Assicurazioni" mit der dazugehörigen Abkürzung ITAS eingeführt.

"Istituto Trentino-Alto

IT AS, das älteste Versicherungsunternehmen Italiens, ist heute eine etablierte innovative Versicherungsgruppe mit über tausend Mitarbeitern, die sich alle - ganz im Sinne der historischen Wurzeln der Gesellschaft - seit jeher am Gegenseitigkeitsprinzip orientieren.

DIE STÄRKE DER ITAS VERSICHERUNGSGRUPPE

Die ITAS Gruppe, die laut Jahresbericht von Mediobanca zu den 30 Top-Versicherungsunternehmen auf dem italienischen Markt gehört, hat im Laufe der Zeit die Merkmale einer Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit beibehalten und ihre absolute Unabhängigkeit bewahrt.

Der konsolidierte Jahresabschluss zum 3l.12.2003 weist ein Prämienaufkommen Kapitalanlagen und liquide Mittel in der Höhe von 1.033.891.932 Euro aus. Der Nettogewinn betrug im Jahr 2003 16.568.000 Euro.

DIE MISSION EINER VERSICHERUNGSGESELLSCHAFT

von

334.211.341

Euro

und

AUF GEGENSEITIGKEIT

Die Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit sind weltweit ein wichtiger Faktor in der Versicherungsbranche und beanspruchen in anderen Ländern auch beträchtliche Anteile am nationalen Versicherungsmarkt für sich. Während Aktiengesellschaften die Servicequalität einfach als Mittel zur Erreichung des angestrebten Gewinnes betrachten, ist für Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit der Gewinn ein Instrument zur Stärkung der Gesellschaft und zur Erlangung des Gesellschaftszwecks: IT AS versteht darunter den bestmöglichen Service für die versicherten Mitglieder. Die MISSION DER ITAS VERSICHERUNGSGRUPPE geht daher auf ihre Wurzeln als Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit zurück: "UNTER WAHRUNG DES PRINZIPS DER GEGENSEITIGKEIT INNOV A TION IN EINKLANG ZU BRINGEN ... •

• •

2004

MIT

DEM

ZIEL,

TRADITION

UND

Mit einem gezielten transparenten Serviceangebot will IT AS die Bedürfnisse der versicherten Mitglieder und der Versicherten in den Bereichen Versicherung, Vorsorge und Vermögen umfassend abdecken. Angestrebt werden eine ausgewogene Entwicklung und die Schaffung von langfristigen wirtschaftlich-sozialen Werten. Aufwertung der Humanressourcen durch Förderung der beruflichen Kompetenz und der Ethik aller Mitarbeiter."

VORTEILE FÜR VERSICHERTE MITGLIEDER:

Humankapital mit hohem Qualifikationsniveau und geringe Personalfluktuation. Möglichkeit für versicherte Mitglieder, über die Delegierten an der Entwicklung und an den Entscheidungen der Gesellschaften mitzuwirken. Angebotspalette mit einfach und transparent gestalteten Produkten, die dem tatsächlichen Vorsorge- und Versicherungsbedarf der modernen Gesellschaft entsprechen. Individuelle Gestaltung des Serviceangebots. Berücksichtigung der Zweisprachigkeit in Südtirol durch die Bereitstellung von deutschen Vertragstexten, wobei der Wortlaut des deutschen Textes rechtsverbindlich ist. Flächendeckendes Vertriebsnetz in Trentino-Südtirol und in den Nordost-Regionen. Umfassende Beratung und Betreuung vor und nach Vertragsabschluss dank eines gut strukturierten Agenturnetzes mit hoch qualifiziertem Personal. Einfache Kontaktaufnahme zu den Liquidationsbüros. Mehr Sensibilität bei der Schadenabwicklung mit überdurchschnittlich hohen Schadensummen und folglich weniger Streitfällen. (Der Anteil der Streitfalle bei IT AS liegt z.B. bei 6,24% aller Schadenfälle, während der Marktdurchschnitt bei 14,53% liegt.) Beratungsdienst für Versicherte über eine gebührenfreie grüne Nummer und auf einer laufend aktualisierten Internetseite; außerdem wurde in der Direktion eine Beschwerdestelle mit der Aufgabe eingerichtet, alle Beschwerden von versicherten Mitgliedern und von Dritten zu bearbeiten und den Verwaltungsrat regelmäßig darüber zu informieren.


20

HG]

PASSEIER

UNTERWEGS

Volkskunde hautnah Ende April diesen jahres war es den jungen Passeirer Gastwirten möglich das MuseumPasseier und die jaufenburg unter der fachkundigen Führung von Museumspräsident Albin Pixner zu besichtigen. Was sie so über die Geschichte des Tales, das harte Leben unserer Vorfahren und die Herren von Passeier, Grafen Fuchs, bis hin zu den echten .Pselrer Sagen': erfuhren, regte sichtlich zum Nachdenken und Diskutieren an. Die HGj-Passeier bedankt sich für den aufschlussreichen Tag!

Ins Hotelleben geschnuppert Am 28. April 2004 öffnete das Hotel Wiesen hof in St. Leonhard einen Tag lang seine Türen. Interessierte MitteIschülerinnen der zweiten und dritte.n Klassen aus St. Leonhard konnten sich schon mal als Hoteliers, Köche und Kellnerinnen versuchen und Aperitife kredenzen, Tische dekorieren und tolle Fleischgerichte zubereiten. Die HGj-Passeier dankt Eigentümer Leo mit Familie und dem Wiesen hof-Team für den tollen Nachmittag! Ebenso im April waren zwanzig MitteIschülerinnen aus St. Martin zusammen mit Lehrer Stefan Oberprantacher eingeladen, das Sport- und Wellness Resort Quellenhof einmal genauer kennen zu lernen.

Vorankündigung

Zweites Pseirer Herbst-Festl am Samstag, 9. Oktober 2004 von 10 bis 15.Uhr auf dem Raiffeisenplatz in St. Leonhard Für echte "Pseirer Herbischt Stimming" sorgen Liertner Vereine, Betriebe, Handwerker und Bauern: man kann schauen, staunen, verkosten und natürlich auch einheimische Produkte kaufen. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt und die Organisatoren freuen sich auf zahlreichen Besuch. Für Speis und Trank wird auch gesorgt.

Vorgeführt und angeboten werden:

Wollprodukte

Schafschur und Wolleverarbeitung

Honig, Speck, Käse, Suser, Wein, Äpfel

werden zur Verkostung und zum Verkauf angeboten

Brot, Krapfen und gebratene Kastanien

werden von unseren Bäuerinnen aufgetischt

Blumengestecke, Coasln, Korbmacher

alte und neue Pseirer Handwerkskunst wird vorgestellt

Musikalische Untermalung durch Hausmusikanten In alle Bereiche der Gastronomie konnte hineingeschnuppert werden und man staunte über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten zwischen "altem" und "neuem" Gastgewerbe. Dem Besitzer Heinrich Dorfer und dem ganzen Quellenhof-Team an dieser Stelle ein herzlicher Dank!

Weinverkostung Auf zur Weinverkostung, hatte es Ende März geheißen, als Thomas Prünster vom Pseirer Weinladeie für die Mitglieder der HGj-Passeier einige edle Tropfen bereitstellte. Vom Glas Prosecco als Aperitif, über verschiedene Weiß- und Rotweine der jahrgänge 1996 - 2002 bis hin zu besonderen Raritäten, durften die HGj-Mitglieder alles einmal probieren. Dazu gab es von Thomas neben diversen Käsesorten und Passei rer Sch üttel brot auch jede Menge Informationen über die jeweiligen Anbaugebiete und Wissenswertes über hiesige und italienische Weine. Da man sich auf keinen Favorit unter den Rebsäften einigen konnte, würde sich die HGj-Passeier über eine erneute Einladung im nächsten jahr sehr freuen! HGJ-Passeier

Kleinanzeiger Neuwertiges Heimrad (Trainingszeit, Entfernung, Kalorienverbrauch) um 120 ¤ abzugeben. Tel. Mobil 3476 286 802


21 IMKERVEREIN

ST. LEONHARD

PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER 2004

- MOOS

aoo-jahr-Feler Der Imkerverein St. Leonhard - Moos feiert heuer sein roo-jähriges Bestehen und lädt zu diesem Anlass zu einem feierlichen Wochenende ein. Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag, den 24. September 2004, mit einem Konzertabend im Vereinshaus von St. Leonhard. Am Samstag, den 2s.september 2004, beginnt die eigentliche Eröffnung der jubiläumsveranstaltung um 9.30 Uhr durch den Vereinsobmann. Um 10.30 Uhr folgt die Prämierung des Schüler - Malwettbewerbes. Am frühen Nachmittag wird zur Besichtigung des neu angelegten Bienenlehrpfades eingeladen, wo das Leben der Honigbiene beobachtet werden kann. Am Abend unterhalten verschiedene Folkloregruppen im Vereinshaus. Am Sonntag 8.30 Uhr steht der festliche Einzug an; ausgehend vom Tourismusbüro zum Festgottesdienst im Vereinshaus, mit anschließender Ansprache der Ehrengäste und einem Fachvortrag zum Thema Honig. Danach findet die ,,7. Südtiroler Honigbewertung josef Pfeifer" mit Verteilung der Ehrendiplome statt und um ca. 14 Uhr dann die Prämierung des QU izwettbewerbes.

/ ,~

.

(1IIII!C!!)iCi)[1111/d!Jiill'l . (ies

STEFAN

Obmannes

Stefan

Wurzer, uor dem Geschäft

Delucca in St. Leonhard, Anfang des

20.

jahrhunderts.

Während der dreitägigen Veranstaltung können im Vereinshaus alte Geräte der Bienenzucht sowie historische Bilder

~URZER

.

!Pfi55EiER

besichtigt werden. Am Sonntag können außerdem bei Frühschoppen und Grillfeier, Kaffee, Kuchen und Passeirer Krapfen verkostet werden. Die Imker laden alle Bürger recht herzlich zu dieser Feier ein und weisen

Programm zur aoo-jahr-Feier

des Imkervereins St. Leonhard-Moos in Passeier vom 24. bis 26. September

Freitag, 24. September 20.00 Uhr

2004

Konzertabend am Raiffeisenplatz

Samstag, 25. September 9.30 Uhr 10.30Uhr

14.00 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr

14.00 Uhr

2004

Eröffnung der jubiläumsveranstaltung durch den Vereinsobmann im Vereinshaus Prämierung Malwettbewerb - Wachs- und Honigausstellung, Geräteschau (alt und neu) - Vorführung: von der Honiggewinnung bis zur Vermarktung - Rahmenprogramm für Interessierte und Nichtimker: Talschaftsmuseum Andreas-Hofer, Botanischer Garten Trauttmansdorff bei Meran oder Obst- und Weinbaumuseum in Lana und Freilichtmuseum pfistrad. Besichtigung Bienen-Lehrpfad Treffpunkt Vereinshaus Gelegenheit zum Abendessen im Vereinshaus Beginn des Bunten Abends im Vereinshaus

Sonntag, 26. September 8.30 Uhr

2004

2004

Festlicher Einzug, ausgehend vom Tourismusbüro zum Festgottesdienst im Vereinshaus - anschließend Ansprache der Ehrengäste im Vereinshaus von St. Leonhard - Fachvortrag zum Thema Honig - Honigprämierung mit Verteilung der Bewertungsdiplome - Mittagessen Prämierung des Quiz-Wettbewerbes

>


22

die zur Verfügungsstellung des Grundes für den Bienen-Lehrpfad an dieser Stelle recht herzlich gedankt. Dank auch an alle beteiligten Betriebe, die hier nicht namentlich genannt werden. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Broschüre ,,100 jahre Imkerverein St. Leonhard - Moos in Passeier". Sie kann beim Obmann Anton Auer, bei Christian Widmann (Raika) oder in der Bibliothek St. Leonhard kostenlos mitgenommen werden. Die Broschüre enthält alles Wissenswerte über das Naturprodukt Honig. Imkeruerein

PSEIRER

st. Leonhard

- Moos

ERLEBNISSOMMER

Alles, was Kindern Spaß macht

Gründungsprotoko/l

des Imkeruereins Passeier

uom 12. Juni 1904

>

darauf hin, dass sich jeder Bürger am Quizwettbewerb beteiligen kann. Schließlich möchte sich der Imkerverein Im Bild der Ausschuss der Ortsgruppe

noch bei den Hauptsponsoren, der Raiffeisenkasse Passeier, der Gemeinde St. Leonhard, der Gemeinde Moos und der Fraktion Latsch recht herzlich bedanken. Auch der Fam. josef Holzknecht sei für

Ein besonderes Programm zur FerienFreizeitgestaltung wurde im heurigen Sommer den Kindern in St. Leonhard geboten. Von juni bis September wurde mit einem attraktiven Sport-, Abenteuerund Kulturprogramm unter dem Motto NaturPur - erleben - beGreifen - Spaß haben! alles geboten, was die Kinderherzen höher schlagen lässt: vom Kanukurs mit Lagerfeuer an der Passer bis hin zur gruseligen Geisternacht auf der 700 jahre alten jaufenburg oberhalb von St. Leonhard. Eigentlich für den Tourismusverein St. Leonhard als Attraktion für Gästekinderl jugendliche konzipiert und im Sommer 2003 bereits erfolgreich angelaufen, konnte der Pseirer Erlebnissommer heuer mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung St. Leonhard, auch einheimischen Kindern zugänglich gemacht werden. Organisiert wurde das Projekt von Konrad Pamer, Sportwissenschaftler in Ausbildung und selbst begeisterter Sportler, der mit seinem geschulten Team bestehend aus Manuela Öttl und Daniela Pixner auch die Animation leitete und die Kinder in Gruppen von 9 - 30 Teilnehmern bei ihren kleinen und großen Abenteuern begleitet hat. Eines der wichtigsten Ziele des Pseirer Erlebnissommers ist es, für Aktivitäten vorwiegend die Strukturen des Passeiertales zu nutzten, dessen geografische Lage ja ideale Voraussetzung für jegliche sportliche Betätigung bietet. So liegen Passer und Passerdamm, ebenso wie Biotop, sowie der Naturpark Texelgruppe praktisch vor der Haustür. Auch die vielen


23 PasseirerBlatt-NR.

musealen Strukturen des Tales, wie zum Beispiel das Bergwerk am Schneeberg oder das MuseumPasseier Andreas Hofer werden ins Programm aufgenommen, um für die Kinder Unterhaltung und Spaß mit lernpädagogischen Inhalten zu verbinden. So konnten die 5 bis 14-jährigen zum Beispiel unter fachmännischer Führung an einem Nachmittag in der unberührten Natur des Naturparkes TexeIgruppe die hiesige Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben und dabei Wichtiges und Wissenswertes über richtiges Verhalten am Berg lernen. Auch die Möglichkeit eines wöchentlich angebotenen ErsteHilfe-Kurses beim Weißen Kreuz Sektion St. Leonhard bestand heuer erstmals. So einfach wurde Lernen zum Spaß! Der Pseirer Erlebnissommer hat für sportbegeisterte Kids vom nächtlichen Tauchkurs im Liartner Erlebnis-Freibad, über Bogenschießen, Rafting, Mini-Fußballcamp bis hin zum Kletterkurs u.v.m. eine breite Auswahl an Betätigungsmöglichkeiten bereitgehalten. Kulinarische Leckerbissen aus der heimischen Küche wurden beim Pizza machen in der Brauerei-Pizzeria Brückenwirt oder beim MiniKoch-Kurs im Vereinssaal geboten. Ein besonderes Highlight waren auch heuer

Was als Idee im kleinen Rahmen vor zwei Jahren entstand, hat sich mittlerweile als fester Bestandteil des Tourismus- und Kulturangebotes der Gemeinde St. Leonhard etabliert. Dem Erfolg im vergange-

68,

SEPTEMBER

Kinder viele Bekanntschaften mit Gästekindern aus ganz Europa machen, die eine oder andere Brieffreundschaft ist auf diesem Weg entstanden. Abschließend sei den finanziellen Trägern des Projektes, dem Tourismusverein St. Leonhard, der Marktgemeinde St. Leonhard und der Autonomen Provinz Bozen (Amt für Sport, Amt für Landschaftsschutz, Amt für Tourismus) ebenso gedankt, wie allen beteiligten Vereinen, Betrieben und engagierten Privatpersonen, an vorderster Front Florian Fontana, der für die Kinder als Fußballtrainer und Pizzabäcker ein fester Bestandteil des Erlebnissommers war! Auch dem mobilen Kameramann und spritzigen Filmemacher Luis Pixner (Video Luis) aus Flon-Matatz sei für seine Geduld, seinen Einsatz und seine professionelle Filmarbeit recht herzlich gedankt. Inhalte des Programms, Informationen, Fotos und vieles andere mehr ist auf der Internetseite www.erlebnissommer.info zu finden.

Projekt leiter Kanrad Pamer

Asou geats wieder die Abend-Kinovorstellungen in der wunderschönen Freilichtarena des MuseumPasseier Andreas Hofer beim Sandwirt, die mit freundlicher Unterstützung der Museumsverwaltung durchgeführt werden konnten und mit einer Rekordbesucherzahl von 90 Kindern jeden Rahmen sprengten.

nen Jahr ist es zu verdanken, dass das Programm heuer wiederholt und weiter ausgebaut werden konnte. So konnten die Liartner Eltern ihren Sprösslingen mit einem geringen Selbstkostenbeitrag im heurigen wetterunbeständigen Sommer die Ferien beträchtlich versüßen. Außerdem konnten die einheimischen

2004

S Psairer Jausile isch auchn afn Ortlr s Vinschgr Seppile nit. Obr olm sain miar Psairer di Gschrep{tn, di Vinschgr hobn in Praßt. Anna Lanthaler


24

GESUNDHEIT NEUES

& SOZIALES VERBRAUCH

ANGEBOT

ER BERATU NGSSTE LLE M ERAN

Verbrauchermobil im Passeiertal

Augen auf bei der Telefonrechnung

Die Verbraucherzentrale Südtirol mit Sitz in Bozen hat vor zehn Jahren mit ihrer Tätigkeit begonnen und inzwischen ein umfassendes Informationsangebot auf die Beine gestellt. Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt sich von Produktvergleichen, Budgetberatung bis hin zur Beratung bei Vertragsabschlüssen, Kauf von Autos und vieles mehr. Für die Peripherie gibt es die Möglichkeit durch das Verbrauchermobil direkt zu interessanten und wichtigen Informationen zu kommen. Herzstück des Verbrauchermobils ist eine Infothek, in der Konsumentinnen 60 Ordner mit ständig aktualisierten Tests und Informationen aus Test- und Fachzeitschriften zu den verschiedensten Produkten und Dienstleistungen erhalten. Diese helfen Kaufund Vertragsentscheidungen optimal vorzubereiten. Für persönliche Orientierungsgespräche steht ein/e Begleiter/in zur Verfügung. Interessante Tests, wie Strahlungsbelastung von Handys, UVSchutz von Sonnenbrillen u.a., ergänzen das Angebot des Verbrauchermobils. In regelmäßigen Abständen wird das fahrende Verbraucherbüro ab September auch in St. Martin und St. Leonhard den Bürgerinnen zur Verfügung stehen. Die genauen Termine werden in den Gemeindenachrichten mitgeteilt.

Wieder sind zahlungspflichtige Nummern in Umlauf, die sich über Internet in den Telefonanschluss einklicken und Rechnungen in astronomischer Höhe zur Folge haben. Anstatt der berüchtigten 70ger Nummern sind es jetzt die Zahlen 8ggX oder 8g2X, die den Telefonkunden, den Verbraucherschützern und der Postpolizei gleichermaßen zu schaffen machen. Der Trick ist immer derselbe: beim Herunterladen von Texten, Fotos, Filmen oder Musikstücken wird der User aufgefordert, ein Programm zu laden. Doch über Nummer wie 70X, ooX, 8ggXX und ähnliche klickt man sich unwissentlich in zahlungspflichtige Anschlüsse ein, deren Kosten erfahrungsgemäß bei 2,5 Euro pro Minute und mehr liegen. Daher: Achtung, beim Surfen im Internet sind unbedingt eine Reihe von Regeln zu beachten:

Verbraucherberatung: Telefonische Beratung, persönliche Beratungsgespräche und Hilfestellung bei Reklamationen und anderen Verbraucherproblemen, insbesondere Konsumentenrecht, Verbraucherverträge, Gewährleistung, Werkverträge, Kondominium, Verträge mit Freiberuflern, öffentliche Dienstleistungen, Telefonanbieter, Reisenund Urlaub, Produkthaftung, irreführende Werbung usw. Kontakt: Meran, Freiheitsstraße 62, 2. Stock Tel. 0473 270 204 (täglich) Bozen, Zwölfmalgreinerstraße 2

Tel. 0471 975 597 Fax 0471 979 914 E-Mail info@consumer.bz.it

st.

Sprengel Passeier, Leonhard Tel. 0473 659 263 1 Mal im Monat, Dienstag, mit Voranmeldung

• Die Postpolizei erinnert daran, dass die Gebrauchsanleitungen für die Programme unbedingt vor dem Herunterladen Zeile für Zeile zu lesen sind. • In vielen Fällen sind die Hinweise auf die Kostenpflichtigkeit allerdings gut versteckt oder überhaupt nicht angeführt. So gibt es Programme, die sich nur sekundenweise verbinden und pro Verbindung 6 Euro kosten. • Wenn man beschließt, das Programm nicht herunterzuladen, so ist dennoch zu überprüfen, ob sich das Modem nicht selbständig macht und sich mit besagten Nummern verbindet. • Wer sich dafür entscheidet, das Programm zu laden, sollte sich nach erfolgter Aktion vergewissern, ob das Modem nicht weiterhin die Verbindung zu den besagten Nummern herstellt. Dies kann auch Tage nachher noch geschehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte das Modem vom Netz genommen werden und überprüft werden, ob kein Zugriff von außen möglich ist. • Sollte man feststellen, dass eine der oben beschriebenen unerlaubten Verbindungen hergestellt wurden, so kann man sich auf den Art. 640 des STGB (sog. EDV-Betrug) berufen, und Klage erheben. In diesem Fall genügt es dann aber nicht, die Anzeige über ein E-Mail zu hinterlegen.

• Auch im Falle, dass in den Bedienungsanleitungen der Programme ausdrücklich auf die Kostenpflichtigkeit hingewiesen wurde, handelt es sich beim Verkauf von Dienstleistungen mit den 70gXer-Nummern dennoch um ein unerlaubtes Geschäft. Erfolgt von Seiten des Users einer Sachverhaltsdarstellung ("esposto") so kann gegen die Betreiberfirma eine Geldbuße verhängt werden (Art. 4, Komma 1, Beschluss Nr. g/o2/Cir des Garanten für das Telekommunikationswesen). Ungeachtet der vielen Anzeigen an den Garanten wurden bisher für die "neuen" Nummern nicht dieselben Maßnahmen zur Annullierung der kostenpflichtigen Verbindungen angewandt, wie für die 70gXer-N u m mern. Angesichts der hohen Zahl von Betroffenen empfiehlt die Verbraucherzentrale aber dennoch den Teil der Telefonrechnung, welchen die besagten Nummern ausmachen, nicht zu bezahlen. Konkret heißt das: • Nur die anerkannten Beträge bezahlen • Eine Anzeige bei der Postpolizei zu erstatten (der Musterbrief ist unter http://www.poliziadistato.it/pds/primapagi na/70g/i mages/q uerel a%20709.pdf herunterzuladen) • Eine schriftliche Beschwerde an Telecom Italia S.p.A. zu richten und darin auch eine Schlichtung zu fordern (die entsprechenden Vordrucke gibt es bei der Verbraucherberatung Meran, Freiheitsstr. 62, Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 9-12 Uhr, mittwochs auch nachmittags von 16-18 Uhr, Tel. 0473 270 204)

ALTERSHEIM

ST. BARBARA

Den Alltag unterbrechen Die Lust aufs Reisen ist den Senioren im Altersheim von St. Leonhard auch "auf ihre alten Tage" nicht abhanden gekommen, weshalb wir beschlossen in der Gruppe einige Ausflüge zu organisieren. Als Erstes stand ein Besuch im Altersheim St. Martin an, wo wir mit viel Liebe und Aufmerksamkeit aufgenommen und bewirtet wurden. Bei Kaffee und Kuchen traf so mancher einen guten Bekannten von früher und es wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Emil sorgte auf seiner Ziehharmonika für gute Stimmung


25 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER 2004

Bei diesen Maßnahmen geht es nicht nur um Energieeinsparung, sondern auch um Wohnqualität und gleichzeitige Vermeidung von Folgeschäden wie z. B. Schimmel. Über Fragen bei der Klima-Haus-Berechnung kann Ihnen bei den Energieberatungen in den jeweiligen Gemeindeämtern Auskunft gegeben werden.

Termine des Energieberaters

St. Martin, Gemeindeamt

Gemütliches Beisammensein im Altenheim St. Martin und auch ein gemütlicher Watter durfte nicht fehlen. Schnell ging der nette Nachmittag zu Ende. Wir alle freuen uns ganz besonders, wenn uns die Martiner Senioren besuchen kommen. Nach dem Ausflug nach St. Martin war die Reiselust geweckt und so fuhren wir bald darauf zweimal nach Rabenstein und nach Platt, wobei es für viele ein besonderes Erlebnis war, ein Stück alte Heimat wieder zu sehen. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Personal des Altersheimes und deren Angehörigen, die in ihrer Freizeit unsere Senioren begleitet und mit Kaffee und Kuchen verwöhnt haben. Ein herzliches Vergelt's Gott auch Herrn Franz Raich aus St. Martin, der uns mit seinem Auto jederzeit unentgeltlich begleitet. Ausflüge sind zwar anstrengend, bringen aber eine Abwechslung in den Alltag und man kehrt stets mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen gerne nach Hause zurück.

Christine Gantioler Freizeitgestalterin

ENERGIEBERATUNG

KlimaHaus - unsere Chance Nach langem Hin und Her hat es die l.andesregierung endlich geschafft ein Gesetz zu verabschieden, mit dem der Energieverbrauch in den Gebäuden limitiert wird, etwas das es in Deutschland und Österreich bereits seit ca. 15 jahren gibt. Somit kann ein Bauherr selbst entscheiden, wie viel er in den nächs-

ten jahren für Energie ausgeben will. Vergleichbar dazu der Autokauf: Beim Autokauf kann man seit langem selbst entscheiden, ob man ein Auto mit 10 Litern Verbrauch pro 100 km oder ein Auto mit drei Litern Verbrauch pro 100 km ankauft. Dem neuen Gesetz zufolge gibt es nun drei Stufen, das Klima Haus A, B, und C Klima Haus A: bis 30 kWh jahresenergieverbrauch/rn' Klima Haus B: bis 50 kWh [ahresenergieverbrauch/rn' Klima Haus C: bis 70 kWh [ahresenergieverbrauch/rn' Zusätzlich dazu gibt es noch ein + (Plus), was bedeutet, dass das Gebäude ausschließlich mit natürlichen Materialien gebaut wurde. Weiters gibt es für energetisch gut gebaute Gebäude, also Klima Haus A, einen Kubaturbonus. Für die Berechnung der urbanistischen Kubatur wird nur die Außenwand mit 30 cm berücksichtigt, was darüber ist, wird nicht als Kubatur gerechnet. Einige Gemeinden haben dazu noch einen weiteren Bonus hinzu gegeben: Für ein Klima Haus A werden z. B. die Bauabgaben um 10-15% reduziert. Diese Verordnung gilt für alle Wohn- und Bürogebäude, sowohl für Neubauten als auch für Abriss und Wiederaufbau. Wie vorgehen? Zusammen mit dem Antrag auf Baukonzession muss vom Antragsteller/in eine unterzeichnete Erklärung über die Einhaltung der Werte, Klima Haus A, B oder C, vorgelegt werden. Damit die Bewohnbarkeitsgenehmigung ausgestellt werden kann, dürfen die Gebäude den jahresheizwärmebedarf der Kategorie C des Klimaausweises nicht überschreiten - die entsprechende Bescheinigung wird vom Landesamt für Luft und Lärm ausgestellt.

jeden dritten Mittwoch 8-10 Uhr 15. September 20. Oktober 17. November 15. Dezember

im Monat von

St. Leonhard, Gemeindeamt

jeden dritten Dienstag im Monat von 8-10 Uhr 21. September 19. Oktober 16. November 21. Dezember Es können an diesen Tagen auch telefonisch Termine für die Zeit von 10-12 Uhr vereinbart werden, Rufnummer 338677 842 S.

Berthold Prünster

VORGESTELLT

Verein "Helferkreis: von mir zu dir" Der KVW hat im jahr 1991 eine Genossenschaft für soziale Dienste gegründet und 1993 den Auftrag der Bezirksgemeinschaft zur Führung des Hauspflegedienstes im Sprengel Passeier und in einigen anderen Gemeinden des Burggrafenamtes erhalten. Der ASOD-Hauspflegedienst hat sich schon seit jahren um die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter in den Dienst bemüht. So gibt es inzwischen circa neunzig Personen, die vor allem beim Ausfahren von Essen auf Rädern von großer Hilfe sind. Seit Oktober 1997 wird der ASOD dabei von der Bezirksgemeinschaft finanziell unterstützt. Die damals abgeschlossene Konvention sollte den sozialen Einsatz im Volontariat aufwerten und einen weiteren Auf- und Ausbau ermöglichen.

>


26

>

Im April 1999 wurde dann von den bereits ehrenamtlich Tätigen ein eigener Verein namens "Helferkreis von mir zu dir" gegründet, der sich um alle Belange der Ehrenamtlichen im ASOD kümmert. Seit der Vereinsgründung zeichnet Herr Gufler josef aus Marling als Vereinsvorsitzender. Die Mitglieder des Vereins sind in der Betreuung und Begleitung von Menschen tätig, die aufgrund ihres Alters, ihrer Krankheit, ihrer Behinderung oder ihrer familiären Situation eine Hilfe benötigen. Sie stehen im Kontakt mit dem Einsatzleiter, werden eingeführt und begleitet und führen Leistungen aus, die in der Konvention mit der Bezirksgemeinschaft verschriftlicht sind. Der Helferkreis bietet seine Leistungen auch den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft an, sofern diese die Notwendigkeit dafür erachten. Die Mitgliedschaft ist wichtig, weil so der/die freiwillige Helfer/in während seines/ihres "Einsatzes" unfall- und haftpflichtversichert ist und eventuelle Fahrtspesen rückerstattet bekommt. Der Helferkreis organisiert für alle Mitglieder, die ihre Zeit zur Verfügung stellen, ein "Danke-schön-jahresprogramm". Neugierig auf mehr? Informationen zur Mitgliedschaft und das entsprechende Antragsformular erhalten Sie vor Ort bei:

AUS DEN SCHULEN, GRUNDSCHULE

Waltraud Brugger Kuen, ASOD-Hauspflegedienst im Sprengel Passeier, Tel. 0473 659019, Siglinde jaitner, Sozialsprengel

Siglinde taitner

SPRENGEL

PASSEIER

Neues aus dem Sozialsprengel (_

/

~ ~~ /'

SPl<ENGEL

(

Abschlussfeier Heuer im juni war es soweit, die Bergschule Abi musste ihre Tore schließen. Bis zu 20 Kinder haben im Verlauf der letzten 24 jahre diese Grundschule besucht. Die stetig sinkende Schülerzahl machte eine Schließung jedoch unvermeidlich. Im Schuljahr 2004/05 werden die verbleibenden Mädchen und Buben nun die Grundschule St. Martin besuchen. Die Schul- und Ortsgemeinschaft von Abi wollte daher das abgelaufene Schuljahr nicht wie ein übliches abschließen, sondern bei einer besonderen Abschlussfeier all der jahre gedenken, in denen viele junge Menschen im kleinen Schulhaus gelebt und gelernt haben. Aus diesem Grund wurden alle Lehrpersonen, Schülerlnnen mit Familien und Direktoren, die in den letzten 24 jahren am Schul-

Gleich einen mehrfachen Personal-

wechsel gilt es aus dem I Sozialsprengel zu meIden. Die Soziologin und Sprengelleiterin Dr. Alessandra Ockl aus Bozen hat nach drei jahren mit Ende August den Sprengel Passeier endgültig verlassen und hat ab September ihren neuen Wirkungskreis in Neumarkt.

PASSEIEl< /

KINDERGÄRTEN

ABL

Passeier,

Tel. 0473 659 263, Roswita von Wohlgemuth, KVW-Genossenschaft für soziale Dienste/Helferkreis von mir zu dir, Meran, Tel. 0473 276 945

Verabschiedet hat sich auch die aus dem Pustertal stammende Sozialassistentin Maria Zimmerhofer, die jetzt im Krankenhaus Meran ihren Dienst leistet. Im Rahmen einer kleinen Feier hat der Sozialassessor Daniel Gufler die beiden Mitarbeiterinnen verabschiedet und den Dank der Gemeindeverwaltung ausgesprochen. Neu im Team sind die Sozialassistentin Pet ra Marth aus St. Martin, die schon in Meran wertvolle Erfahrungen sammeln konnte und die frischgebackene Sozialpädagogin Brigitte Kofler aus Riffian. Siglinde [aitner

Mitteilung Die Hebamme des Sprengels Passeier informiert, dass im Oktober wieder folgende Dienstleistungen angeboten werden: • Geburtsvorbereitungskurs • Beckenbodengymnastik • Beratung Vormerkungen und Informationen von 8 bis 11 Uhr unter Tel. 0473 659 512

& BIBLIOTHEKEN

leben in Abi beteiligt waren, zu einem Wortgottesdienst und einem anschließenden Grillfest im Freien eingeladen. Die Feier fand am Samstag, den 5. [uni, um 14 Uhr in der Grundschule Abi statt. Direktor Luis Gufler begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich bei allen, die irgendwie dazu beigetragen haben, dieses Fest zu veranstalten. Gedankt wurde auch der Gemeinde St. Martin und der Raiffeisenkasse St. Martin für ihre finanzielle Unterstützung. Anschließerld fand ein Wortgottesdienst mit Dekan Michael Pirpamer statt, den die Schulgemeinschaft mitgestaltete. Nach dem Wortgottesdienst wurden von Kindern und Lehrpersonen Gedichte vorgetragen, die einige Begebenheiten an der Grundschule Abi in den letzten 24 jahren nochmals in Erinnerung riefen. Bevor die Schulkinder ihren einstudierten Kindertanz "Bauernmadl" vorzeigen konnten, richteten auch die Ehrengäste Bürgermeister Hermann Pirpamer und

Kulturassessorin Rosmarie Pamer einige besinnliche Worte an die Festgemeinschaft. Zum Schluss wurde dann die Ausstellung zum Thema "Schule früher - Schule heute" eröffnet, womit der offizielle Teil der Feier beendet war und das Grillfest beginnen konnte. Fleißige Eltern hatten bereits ein üppiges Buffet gezaubert und auch für Nachspeisen war bestens gesorgt. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Eltern bedanken, die uns bei der Orga n isation dieses Festes tatkräftig unterstützt und zahlreiche Arbeiten übernommen haben. Die gelungene Abschlussfeier ließ mit leisem Wehmut an das Ende der Schulzeit in Abi denken, hat aber auch viele alte, fröhliche Erinnerungen und Ereignisse wachgerufen. Allen Schülerinnen viel Freude und Erfolg im neuen Schulhaus in St. Martin wünschen in diesem Sinne Sabine und Monika Pircher


27 PasseirerBlatt-NR.

WIR

STELLEN

68, SEPTEMBER 2004

VOR

Neue CD: Peter Santoni: "Santoni Peter's Schlaflieder", Sommer 2004, Preis 10 Euro

Drei erfolgreiche Leserinnen: Anno Gufler (links), Irene Gufler (Mitte), Gerdo Rinner (rechts), Foto: Arnold Rinner

Beim Kinderfest auf der Gompn Alm, am 4. juli 2004, präsentierte Peter Santoni aus St. Leonhard seine neue CD mit Kinderliedern. Zehn schöne, selbst komponierte Schlaflieder für kleine Nachtgeister, die der Künstler und stolze Vater seiner zweijährigen Tochter jana gewidmet hat, und die sich, wie er aus eigener Erfahrung weiß, toll als Betthupferl eignen. Die CD ist erhältlich in allen Elektrofachgeschäften des Tales oder beim Künstler selbst. Wer einen Auftritt des Musikers bei Kindergeburtstagen, Schulfeiern oder sonstigen Veranstaltungen buchen möchte, kann Peter unter Tel. mobil 328 6974290 erreichen, weitere Infos unter www.santoni-peter.com.

BIBLIOTHEK

PLATT

Glückliche Leserinnen Das Amt für Bibliothekswesen organisierte im Zeitraum vom 15. November 2003 bis zum 15. April 2004 die dritte Auflage des Arge-Alp-Leserpreises. Auch für die Bibliothek Platt bot diese Leseaktion für viele Erwachsene zusätzliche Motivation einmal öfter die Bibliothek zu besuchen. Mehr als 30 Leser/innen konnten animiert werden, ihr Votum für ihr Lieblingsbuch aus den zehn vorgeschlagenen Büchern abzugeben. Fast ausnahmslos gefielen dem Platter Leserpublikum die beiden Bücher "Die Herren des Hügels" von Nicole Ammaniti, und "Geh nicht fort" von Margaret Mazzantini, die späteren Wettbewerbsgewinner, am besten. "Starke

Gefühle" waren auch bei den Leser/innen in Platt ausschlaggebend für ihre Wahl. Die Freude war natürlich groß, als von den insgesamt 4055 in Südtirol abgegebenen Stimmen gleich drei Preisträgerinnen aus Platt kamen. Aus den Händen von Landesrätin Sabina Kaslatter Mur erhielten die Gewinnerinnen im Rahmen einer tollen Abschlussveranstaltung am 11. juni in Bozen die Preise überreicht. Die Bibliothek Platt bedankt sich bei allen, die sich an der Leseaktion beteiligten und gratuliert den drei Preisträgerinnen aufs Herzlichste.

Arnold Rinner

GRUNDSCHULE

RABENSTEIN

Spaß beim Zelten Großen Spaß beim Zelten hatten im heurigen Sommer die GrundschülerInnen von Rabenstein. Als Standort für das

kleine Zeltlager wurde der Sportplatz am Dorfeingang gewählt und schon nach kurzer Zeit waren sechs geräumige Zelte aufgebaut. Die 21 teilnehmenden Kinder unterhielten sich anschließend mit Fußball und anderen Spielen bis zur kleinen Grillparty am Abend. Da es auf dem Sportplatz an ausreichender Beleuchtung nicht fehlte, gingen die Spiele auch nach Einbruch der Dunkelheit noch weiter. Als es dann Zeit zum Schlafengehen war, beschlossen einige der kleineren Kinder doch lieber nach Hause zur Mama zu gehen. Die anderen verkrochen sich in ihr Zelt und unterhielten sich noch prächtig im Schein der Taschenlampen. Das Frühstück am Morgen, mit frischem Brot vom Bäcker, ließen sich alle gut schmecken und hatten somit ausreichend Reserven für den anschließenden Abbau der Zelte. Den Kindern hat das kleine Zeltlager großen Spaß gemacht und alle hoffen auf eine Wiederholung im nächsten jahr.

Waltraud Gufler


28

LESETIPPS

AUS DEN

BIBLIOTHEKEN

Bosetzky, Horst: Der kalte Engel. Dokumentarischer Kriminalroman. jaron Verlag, 2003, 366 S.

Funke, Cornelia: Tintenherz. jugendbuch. Dressler Verlag, 2003, 573 S.

Berndorf jacques: Die Raffkes. Krimi. GRAFIT Verlag, 2003, 347

Deutschland in der Nachkriegszeit, der Eiserne Vorhang, Hetze und Propaganda auf beiden Seiten, Misstrauen zwischen den Menschen mit gemeinsamer Vergangenheit. Im geteilten Berlin dieser Zeit ereignet sich eine Reihe von unerklärlichen Morden, die Behörden tappen im Dunkeln, Angst und Schrecken herrscht unter den Menschen. Viele Fährten tun sich auf, doch eine Figur kristallisiert sich heraus bis das spannende Geschehen zu einem ganz unerwarteten Ende gelangt. Einfühlsam gezeichnete Bilder von Menschen, genaue Beobachtung der verworrenen Zustände in dieser Großstadt der sozialen und politischen Spannungen machen diese Epoche wieder lebendig. Die Schilderung der Schwierigkeiten, in die zu Unrecht Beschuldigte geraten, die einfühlsame Beschreibung der romantischen Beziehungen, die sich zwischen anfänglichen "Feinden" entwickeln, die unermüdliche und lange erfolglose Suche nach dem Urheber dieser Gräueltaten, lassen den Leser das Geschehen dieser Zeit miterleben und schlagen ihn bis zur letzten Seite in ihren Bann.

Maggie, ein zwölfjähriges Mädchen, liebt ihren Vater und Bücher. In diese idyllische Welt treten neue, unbekannte und dunkle Gestalten, deren Namen, ihr Tun und Handeln oft eigenartig und schwer zu verstehen ist. Oft weiß das Mädchen nicht, ob sie sich vor ihnen fürchten muss, oder ob diese eigenartigen Fremden, die sich Zauberzunge, Capricorn und Staubfinger nennen, ihr helfen wollen. Eine lange Reise, auf der Maggie eigentlich Aufschluss über den Verbleib des geliebten Vaters sucht, führt sie in ein Bergdorf in Italien und zu einem rätselhaften Buch. Ob sie dort Aufschluss über das verwirrende Geschehen finden mag? Mit ihrer schon bekannten Einfühlsamkeit lebt sich Cornelia Funke in die Gefühls- und Gedankenwelt junger Menschen ein, macht dieses Sein zwischen Phantasie und Wirklichkeit lebendig und kleidet das Geschehen . in Worte und Sprache der jungen Leser. Eine spannende und mit Können geschriebene Geschichte, die auch Erwachsenen viel Freude bereiten kann.

Ein lebhafter und spannend geschriebener Krimi für die ersten Herbsttage. Anschaulich und lebensnah handeln die Darsteller und lassen den Leser das Geschehen von der ersten bis zur letzten Seite miterleben und mitfühlen. Im Berlin unsererTage wird ein Attentat verübt und der junge Staatsanwaltjochen Mann wird Zeuge eines Bombenanschlags auf ein italienisches Restaurant. Am Schauplatz der Katastrophe lernt er Kriminalrat Ziemann kennen, der merkwürdige Andeutungen macht und wenig später tot ist: Selbstmord. Wie wir es aus den Medien gewohnt sind, richtet sich die Schuldzuweisung erst auffremde Mächte und Terroristen. Doch allmählich kristallisieren sich ganz andere Kräfte heraus, beeinflussen und bestimmen das Leben der Mitwirkenden und werfen weitreichende Schatten. So ist dieser Roman nicht nur eine prickelnde Lektüre, sondern regt auch zum Nachdenken an und lässt uns Institutionen wie zum Beispiel Bankhäuser und Unternehmen, dieja bekanntlich als unantastbar, schon fast sakrosankt gelten, einmal in einem anderen, neuen und kritischem Licht sehen.

s.

Ani, Friedrich: Gottes Tochter. Roman. Droemer Verlag, 2003, 395 S. Zwei junge Menschen im Deutschland der heutigen Zeit leben in einem Gefühl der unerschütterlichen Zusammengehörigkeit und Liebe. Doch die Wirklichkeit ist grausam: Ereignisse aus der Vergangenheit, Verbrechen, holen sie ein, eine politisch zweifelhaft Umwelt bedrängt sie, unsere moderne, aufgeklärte Gesellschaft zerstört das Gefühl des Einzelnen. So wird das oft abgegriffene, schon oft behandelte Thema von persönlicher Schuld und gesellschaftlicher Wirklichkeit - Romeo und julia - neu und lebendig wiedererweckt. Stimmungen und Gefühle werden fast poetisch lebendig, lassen den Leser das Geschehen mitempfinden, die Ereignisse entwickeln sich dramatisch. Diese Elemente in einem Roman zusammengeführt, vereinigen Gefühl und Krimi zu einer wirklichkeitsnahen, spannenden Geschichte zweier Liebenden in unserer Zeit.

Vorgestellt uon: Eberhard Pfitscher; Bibliothek st. Leonhard

Gedankensplitter Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht uiiir; wär' zwar das Auge satt, der Magen aber leer. - Friedrich Logau


29 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER 2004

GRATULATIONEN

St. Martin

GEBURTENVOM 11. MAI BIS 31. AUGUST2004

Wir gratulieren unseren Kleinsten und ihren Eltern!

15.5.2004

St. Leonhard

21.6.2004

11.5· 2004

14· 5· 2004 21.5.2004 3.6.2004 18.6.2004

24· 6.2004 25· 6.2004

9.7.2004

14.].2004 15.].2004

17.7.2004

17· 7· 2004 18.7· 2004

21.7· 2004 27.7.2004

3· 8.2004

17· 8.2004

~

39015 St. Leonhard i.P. Tel. 0473 656 201 Fax 0473 657 819

dirndlstube@dnet.it

31.5.2004

17· 6.2004 17· 6.2004 12.].2004

Laurin Defranceschi, Platzerbergweg Hannes Fauster, Passeirer Straße Nadine Zipperle, Schweinsteg Manuel Pirpamer, Prantach Katharina Kobler, Kohlstatt Felix Haller, Prantach Aleen Raich, Im Schaffeid Nadia Theiner, Glaiten Theo Hofer, Kammerland Sophie Tscholl, Walten Victoria Ennemoser, Kammerveiter Straße Sara Heel, Kammerland Magdalena Gufler, In der Kellerlahn Marie Magdalena Pixner, Mooser Straße jennifer Grassi, Schlattach Niklas Fahrner, Silbergasse Simon Pircher, Im Steinanger

Kirchweg 10

24.5.2004

13-7.2004 20.].2004

23· 7· 2004 23-7.2004 24.7.2004

Raphael Gufler, Dorfstraße Alexa Pöhl, Ritter Weg Melissa Ilmer, Trifter Weg Manuela Königsrainer, Pseirer Straße jenny Stieger, Riederbergstraße julia Ennemoser, Samer Weg Markus Pichler, Riederbergstraße Martin Pichler, Pseirer Straße Maximilian Ilmer, Peter-Mitterhofer-Straße Madlen Kofler, Mühlgasse jakob Theiner, Garberweg Manuel Pirpamer, Peter-Mitterhofer-Straße

Gemeinde Moos 20.5.2004 24.5.2004

7· 6.2004

11.6.2004 14.6.2004 25.6.2004

27· 6.2004 12.].2004

12.7.2004

14.7· 2004 23· 8.2004 27· 8.2004 30.8.2004

Devid Marth, Moos-Dorf Sara Prugger, Rabenstein Melanie Fink, Platt Raphael Gufler, Rabenstein Mirjam Thaler, Stuls Moritz Ennemoser, pfelders johannes Pöll, Ulfas Markus Prugger, Platt Viktoria Prugger, Platt Sone Pixner, Stuls Viktor Pflug, Platt Alina Reinstadler, Moos-Dorf Michael Lanthaler, Moos-Dorf

aeRBstzelt

;\~~DLstuBeNZe '.It Wir überraschen Sie aufs Neue

mit jugendlich-frecher bis traditionell-eleganter Trachten- und Landhausmode ... wie immer zu

SUPERPREISEN!


30

WIR

GRATULIEREN

Runder60er Der runde soer ist etwas Besonderes. Dieser Meinung war auch die fröhliche jahrgang 1944-Truppe, die am 3. juni 2004 vom Treffpunkt Moos aus startete, um das gemeinsame Geburtsjahr gebührend zu feiern. Die Fahrt führte zunächst zur Heiligen Messe im "Kathreinerkirchl" in Hatling, dann über den Tschögglberg zum gemütlichen Mittagessen beim Oberwirt in Vöran. Am Nachmittag ging es weiter bis nach Schermoos und von dort zu Fuß zum Domanegger-Gasthaus. Die Heimfahrt führte über jenesien, Bozen und Meran bis zum Huli, wo der heitere Tag in geselliger Runde bei einem schmackhaften Abendessen seinen Ausklang fand. Dort stieß auch Bürgermeister Willi Klotz noch zur fröhlichen Truppe und konnte eindeutig und zweifelsfrei bestätigen: Die jungen scer machten ihrem Alter bei Tanz und Musik und dem ein oder anderen Watterle alle Ehre!

Die Teilnehmer/-innen

WIR

GRATULIEREN

ROSA KARLEGGER

Katakomben-Lehrerin 90 Jahre vollendet Wer der jubilarin - einer stattlichen Erscheinung, begegnet, ahnt nicht, dass ihr Geburtsjahr in der fernen Zeit 1914

zurückliegt. Rosa Karlegger wurde auf dem Larchhof in Stuls geboren. Sie war das Zweite von acht Kindern. Würde man ihr Leben von Kindheit an beschreiben, es würde der Raum fehlen, aber das, was sie am meisten bewegte, darf zu Papier gebracht werden. Die jubilarin erbte von der Mutter die Musikalität und den Frohsinn und darum wurde jeder trübe Tag schon mit einem Lied begonnen. Ihr ältester Bruder Hans

und die älteste Schwester Maria trugen das gleiche Erbgut in sich. 1922 kam josef Lobis als Seelsorger nach Stuls. Er war ein musikalisch begnadeter Priester. Er spielte Geige, Gitarre und war ein ausgezeichneter Sänger. Daher entdeckte er bald die herrlichen Stimmen der Larcherhof-Kinder. Der Kirchenchor von Stuls erlebte eine Blütezeit. Hans, Rosa und Maria Karlegger waren das "Um und Auf" auf dem Kirchenchor. Sonntag für Sonntag haben sie mit ihren herrlichen Stimmen zur Ehre Gottes beigetragen. Rosa spielte Geige und Gitarre, Maria Zither und Gitarre, Hans ebenso Gitarre, war aber auch gleichzeitig der beste Ziehharmonikaspieler des Tales. Eine musikalische Laufbahn begann. Ihr Motto war: "Gsungen und gspielt". Das Larchhoftrio war bald einmal über das Tal hinaus bekannt. Singend und musizierend zogen sie zu jeder jahreszeit, außer der Faste, talaus talein. Ihre liebsten Ziele waren aber der Schneeberg und die Tallner Alm. Über die Stuller Mahder gings auf den Schneeberg, aber auch stets zu Fuß auf die Tallner Alm zum Wost. Es führte damals noch keine Straße und keine Bahn dorthin. An Liedern und Musikstücken fehlte es ihnen nicht. Rosa hat eine dichterische Ader und hat somit viele Lieder getextet und auch die Melodie dazu komponiert. Die bekanntesten Lieder sind wohl: Das Tallner-Olmliad, das Stullerliad, a Liadl ausn Psairertol und zwei Neujahrslieder. Neujahr ansingen gingen sie von Haus zu Haus. Des Öfteren wurden sie sogar bestellt. "Es war die schönste Zeit meines Lebens", weiß die jubilarin zu berichten.


31 PasseirerBlatt-NR.

Aber alles Schöne geht einmal zu Ende. Rosa hat dann pädagogische Kurse besucht und hat im elterlichen Stadel als Katakomben-Lehrerin unterrichtet. Als der Faschismus zusammenbrach wurde sie Lehrerin in der Volksschule von Stuls. 1942 hat Rosa dann den Tscharser Bauer Hermann Blaas das jawort gegeben und das Larenhof-Trio löste sich auf, denn auch Bruder Hans und Schwester Maria haben in jenem jahr geheiratet. Rosa hat vier Kindern das Leben geschenkt. Doch sie selbst, ein Kind der Stuller Sonnenseite, hat den Vinschgerwind nicht gut vertragen. Mit dem Beruf als Lehrerin war es aus, ihr Mann wollte eine Bäuerin und Hausfrau. Die jubilarin musste des Öfteren ein Krankenhaus aufsuchen. Ihr Mann verkaufte dann den Hof und Rosa stand vor dem Nichts. Zurück in die Schule war es zu spät. Sie arbeitete im Gastbetrieb in Sterzing und später ging sie in eine Fabrik. 1972 zog sie wieder nach Tschars zu ihrer ältesten Tochter Resi am Raslweg. Resi, musikalisch ganz die Mutter, arbeitet jetzt auf, was die jubilarin an "Gsungen und gspielt" geleistet hat. Wer die jubilarin nicht kennt, der hat Gelegenheit sie in Aufnahmen im Museum am Sand hof zu hören. Die musikalische Ader der jubilarin hat sich in all ihren Enkelkindern weiter vererbt. Ihre einstigen Schüler der Volksschule Stuls wünschen der lieben Lehrerin

Gesundheit, viel Frohsinn und dass die Erinnerung an die schöne Zeit ihrer musikalischen Laufbahn sie weiterhin begleiten möge!

Anna Lanthaler

68, SEPTEMBER

2004

Für eine große Überraschung sorgten Anna Lanthaler, Hans Pöhl und Hans Pichler, die mit zwei Einaktern noch etwas für die Lachmuskeln darboten. Erst spät in der Nacht, mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, ging dieser schöne Tag zu Ende.

Jahrgang 1934 70JAHRE

Ein Geschenk des Lebens Frauen und Männer des jahrgangs 1934 aus St. Martin und St. Leonhard beschlossen, in besinnlich-fröhlicher Runde ihren 70. Geburtstag gemeinsam zu feiern. Der Tag begann mit der vom jahrgangskollegen, Pfarrer aus Ta11,Alois Rafft und den jubilaren gestalteten Messe in der Pfarrkirche von St. Leonhard. Lesung und Fürbitten wurden von Karl Lanthaler und Notburga Öttl vorgelesen. Bei der Heiligen Messe wurde besonders an die verstorbenen jahrgangskollegen gedacht. Nach der Messe wurde ein Gruppen,foto als bleibende Erinnerung gemacht. Anschließend ging es dann nach Innerwalten, wo es bei Speis und Trank an nichts fehlte. Es wurden Erinnerungen ausgetauscht und dann wurde kräftig das Tanzbein geschwungen, wobei die Musiker jahrgang 1934 selbst aufspielten.

Leser/innen schreiben Gedichte Das Durchhalten! Schun bald ist es 50 Johr do hot die graaße Liebe ongfongen, seid her ist es mit ins zwoa im durchaus guet gongen, wir mögen anonder recht gearn hobn auch a paar mol gestritten, und noch her beade gleich darunter schwar gelitten, doch die Natur braucht unbedingt an Regn darauf den wormen Sonnenschein, ebenso ist es im Leben. Hauptsoche gsund und zufrieden sein, Probleme de gibt es woll überoll des dorf man ohne weiters sogn, man muess nur fest zusammen stien mitanonder tuat man es leichter dertragen, auf der Welt ist es dechter schien lai, de jungen Leit tien nicht mear derleidn, wenn's uan oder zwoa mol a kluans Hangile hot denkn sie gschwind schun ans scheidn, solln lieber noch an Ausweg suechn mitanonder kämpfn durch dick und dünn dann erst werdn sie glücklich spürn es ist schun olleweil nou de storke Liebe drinn. Wenn ins zwoa der Herrgott länger auf der Erde do könnt behoitn, wir tatn es grad noamol 50 Johr leicht beinonder ausderholtn. Der Name wird nicht genannt, wir sind sou schun überall bekannt.

In eigener

Sache

Für die Weihnachtsinserate in der Dezember-Ausgabe wenden Sie sich bitte rechtzeitig an Arnold Marth, Papierprofi, St. Leonhard.


32

1964-2004

EinJahrgang wird 40

Fünf jahre sind vergangen, seit sich beim "Sondwirt in der Stubn" der jahrgang 1964 zum ersten gemeinsamen Pseirer jahrgangstreffen zusammengefunden hat. 35 jahre galt es damals zu feiern. Einige hatten sich seit der Schulzeit nicht mehr gesehen und so gab es vieles zu erzählen, zu erklären und zu lachen. Manch einer konnte aus beruflichen oder familiären Gründen nicht teilnehmen und trotzdem konnten die Teilnehmer die telefonischen Glückwünsche von Lorenz aus Schottland und Barbara aus New York entgegennehmen. Dass die Pseirer keine Kinder von Traurigkeit sind, wurde bis in die Morgenstunden bei Musik, Tanz und Spaß bewiesen. Bei der Mitternachts-Herz-Blatt-Show konnte unsere Kandidatin Christine zusätzlich zu

einem strammen jungbauern aus Stuls, einen Cocktail an der Hausbar gewinnen. Für die Überraschung des Abends sorgte allerdings Uli, welcher für alle Damen Rosen organisiert hatte und damit zum Rosenwalzer bat. Schon damals haben sich gar einige gefragt, ob auch im jahre 2004 der "Vierziger" ordentlich gefeiert wird. Dass dem wieder so wird, dafür sorgt seit geraumer Zeit das bekannte Komitee mit Uli, Sepp, Rosi, Luis, Lothar, Chris, Theo und der guten Fee Wally an der Spitze. Nur soviel sei verraten: Das Treffen findet am 23.0ktober 2004 in St. Martin statt. Für einen schönen Abend in geschlossener Gesellschaft sind bereits alle Vorkehrungen getroffen. Und da der Pseirer schon seit alters her ein gemütlicher und geselliger Typ ist, wird es sicherlich wieder ein unvergessliches Fest für alle Beteiligten geben.

Theo Lanthaler

Irischer Segenswunsch \ Du mögest immer Arbeit haben, für deine Hände etwas zu tun Immer Geld in der Tasche eine Münze oder auch zwei. Das Sonnenlicht möge immer auf deinem Fenstersims schimmern und die Gewissheit in deinem Herzen, dass ein Regenbogen dem Regen folgt. Die gute Hand eines Freundes möge dir immer nahe sein, und Gott möge dir dein Herz erfüllen und dich mit Freude ermuntern.


33 PasseirerBlatt-NR.

68, SEPTEMBER

Entdecken Sie eine neue Welt in Ihrem Badezimmer

=

unser Badstu io.

MĂśbelhaus

Bortolotti

bortolotti@rolmail.net

Zahnärztin

u

DDr. Maria Luise Pichler Pinggera

Lahne 9C,St. Martin in Passeier

T 0473650143

Montag bis Freitag von 9 bis 12'30 Uhr Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr

2004


34

PASSEIRER

PERSÖNLICHKEITEN

1787 - 1854

Dr. Joseph Ennemoser

- Teil 11

Da staunten die Freunde und Bekannten aus Rabenstein nicht schlecht, als 1819 die Nachricht eintraf, der junge Mediziner und Freiheitskämpfer joseph Ennemoser sei vom preußischen König Friedrich Wilhelm zum außerordentlichen Professor an der Universität in Bonn berufen worden. Mit seinen 32 [ahren und einer langen Kette von Freiheitskampferfahrung in Tirol, Preußen und Belgien gegen Napoleon sollte joseph Anthropologie, psychische Heilkunde und Pathologie lehren. Von woher nahm Ennemoser das geistige Rüstzeug für seine neue Aufgabe? Nach den Kämpfen in Tirol1809 zog joseph nach Berlin und besuchte auf der Universität die Vorlesungen und Übungen berühmter Professoren. Der Philosoph johann Gottlieb Fichte war damals Rektor der Universität und josephs Philosophielehrer. Prof. Karl Christian Wolfart führte den wissbegierigen Rabensteiner Medizinstudenten in die Geheimnisse der Tiefenpsychologie und der Psychotherapie ein und setzte dadurch das Heilkonzept des Wiener Arztes Franz Anton Mesmer fort. Handauflegen, Hypnose und Suggestion wurden dadurch Hilfsmittel der Medizin. joseph Ennemoser wurde auf dem Lehrstuhl in Bonn neben den Autoritäten in Berlin der namhafteste akademische Ansprechpartner Deutschlands im Bereich des "tierischen Magnetismus", wie man damals die esoteriknahe Lehre hieß. "Unter thierischem Magnetismus

uersteht man jene eigentümlichen physischen und psychischen Erscheinungen, welche durch eine bewusste und neue künstliche Einwirkung auf Andere uorzüglich zur Heilung uon Krankheiten heruorgebracht werden" schreibt Enne-

moser und wird so neben Mesmer und Wolfart zum Vorläufer der Psychoanalyse von Sigmund Freud. Heute würden wir diesen Bereich der Parapsychologie zuordnen und den PSI-Phänomenen zuschreiben. Ennemoser beginnt schon in seinen jungen jahren als Universitätslehrer Bücher zu schreiben. Bei Bonn lebte damals ein berüchtigter Mörder, Adolph Moll, der zum Tode verurteil wurde. Die Begegnung mit diesem Mörder war für den Mediziner ein willkommener Anlass, um

"über die nähere Wechselwirkung des Leibes und der Seele mit anthropologischen Untersuchungen über den Mörder Adolph Moll" nachzudenken, zu forschen und zu

schreiben. In der betreffenden Publikation von 182S vergleicht Ennemoser den Verbrecher mit einem Stein am Hang und schreibt folgende gesellschaftskritische Meinung nieder, die mit einer Kritik am Vollzugssystem endete: "es

uerrät noch wenig zum wahren Nutzen gediehene Klugheit, wenn man den Gefahr drohenden und zum Fall geneigten Stein zertrümmert, statt ihn mit behutsamer Arbeit an einer festen Stelle zu uerwahren,

Das Denkmal joseph Ennemoser am Rathausplatz in Moos wurde 2003/04 uon der Gemeindeuerwaltung Moos umgestaltet. Die 1so-jahrfeier für joseph Ennemoser findet am 19. September 2004 am Friedhof in RottachEgern statt, wo auch Passeirer Schützen und Heimatpfleger teilnehmen werden.

oder anderwärts als nützliches Material zu gebrauchen! ...sollte endlich nicht überhaupt dem Sittenuerderbnisse mehr abgeholfen werden durch eine bessere und zweckmäßigere Einrichtung der Gefängnisse, wohin jetzt Menschen geringerer Vergehen halber so ungesondert, wie das Vieh uersetzt und aufbewahrt werden, und wo so mancher zum wahren Mörder erst reif wurde?"

Neben dem Kampf um bessere Gefängnisse bemühte sich Ennemoser auch um eine menschenwürdige Behandlung psychisch Kranker, die damals noch unter entsetzlichen Umständen dahinvegetieren mussten. Statt der damals üblichen "Irrenhäuser" forderte der sozial aufgeschlossene Rabensteiner Arzt "Heilanstalten" für diese Ärmsten der Armen.

Ein besonderes Anliegen war dem Gelehrten die Darstellung der Geschichte der Magie. Er durchleuchtete die Welt der Visionen, der Träume und des Wahrsagens und endete seine Vorstellungen mit der Untersuchung der Zauberei des Hexenwesens, des Besessenseins und der epidemischen Krämpfe. Unmut hat sich der Professor eingehandelt, als er die Seherin Maria von Mörl in Kaltern besuchte und dabei andeutete, dass Maria von Mörl nicht unbedingt Wunder wirken müsse, nur weil die Leute noch die Gesetze der Natur nicht voll durchschauten. Graf Reisach von Innsbruck

hat daraufhin den tiefgläubigen Forscher sogar als "glaubenslosen Dr.Ennemoser" hingestellt. Das Fazit seines Lebens hat der wissende Arzt und Forscher Ennemoser im 1849 erschienenen Buch "Der Geist des

Menschen in der Natur, oder die Psychologie in Übereinstimmung mit der Naturkunde" niedergeschrieben. Ausgehend

vom Weltall beschreibt er das Leben der Mineralien, der Pflanzen, der Tiere und des Menschen. Den zweiten Teil des Werkes widmet er dem Geist des Menschen, der menschlichen Seele, den Empfindungen und den Sinnen. Breiten Raum nehmen wieder die Beobachtungen von der Wechselwirkung des Leibes' und der Seele ein, dem Lieblingsthema Ennemosers. Ennemoser war fest davon überzeugt, dass der menschliche Embryo schon ab dem Moment der Zeugung mit einer unsterblichen Seele ausgestattet wird. Während Ennemoser in Bonn politisch kaum tätig war, änderte sich dies ab


35 PasseirerBlatt-NR.

seinem Aufenthalt in Innsbruck und München, wo er ab dem juli 1848 die .innsbrucner Zeitung" herausgab, die sich voll in die politischen Turbulenzen der Zeit warf und seitens der Ultramontanen (katholisch aktive Gruppe) heftig angegriffen wurde. Besonders gestört hat den Menschenfreund Ennemoser die unwürdige wirtschaftliche Situation der Lehrer und der einfachen Landgeistlichen von damals und er ist so in das Schussfeld der höheren Geistlichkeit geraten, was ihm persönlich noch über seinen Tod hinaus sehr geschadet hat. Den letzten Lebensabschnitt hat Ennemoser als praktischer Arzt in München verlebt, wo er in Ausübung seiner überdurchschnittlichen Ärztekunst einen europaweiten Kundenkreis betreuen konnte. Allgemein galt der weltoffene Arzt und Wissenschaftler als sehr gelehrt, charakterfest und rechtlich gesinnt. Bereits mit 67 jahren verstarb er infolge eines Milzleidens; er wollte dort begraben sein, wo die heimischen Berge, die Alpen, auf sein Grab niedersahen: im Dorffriedhof von Rottach/Egern, wo er sich auf Kuraufenthalt befand. Um ihn trauerten die Gattin Marianne Hochmuth aus Rattenberg in Tirol und die zwei Töchter josephine und Wilhelmine. Es wurde bald still um den berühmten Professor. Tirol vergaß den Freiheitskämpfer von einst, die gebildete Welt ignorierte die Produkte seines weit gefächerten Wissens: sein an Goethe anlehnendes entwickl u ngsgesch ichtliches Denken war den Anhängern des aufkommenden Materialismus zu mystisch, den katholischen Mystikern wie Görres zu wissenschaftsgläubig. Erst am Ende des 20. jahrhunderts wurde die Zeit für die Bedeutung joseph Ennemosers reif: 1980 schrieben die Herausgeber Karl Boegner und Renate Riemeck über ihn: "Im Rahmen dieser goetheanischen,

phänomenologischen Erkenntnishaltung entwickelten bedeutende Forscher des 19. jahrhunderts im Gegenzug zum heraufkommenden Materialismus Ansätze und Impulse zu einer spirituellen, lebendigen Natur- und Weltauffassung, die bis heute als eine wissenschaftliche ernst zu nehmende Alternative zum gegenwärtigen Wissenschaftsbetrieb eine inhaltlich und methodisch fruchtbare Fortsetzung und Ausarbeitung erfahren hat."

Die Passeirer Schützen hielten das Andenken an den Schützenoffizier joseph Ennemoser wach und waren bisweilen einsame Besucher seines Grabsteins in Egern, liebevoll betreut von den Schützenkameraden der Tegernseer Gebirgsschützen-Kom pa nie.

Die gedruckten Werke von Dr. joseph Ennemoser werden von Mitgliedern des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier gesammelt, wobei zu erwähnen ist, dass Ennemosers Nachlass wahrscheinlich üblen Umständen zum Opfer gefallen ist.

Heinrich Hofer

WAS, EIN MOOSER?

Pseirer [osele

In den Berichten über die Erstbesteigung des Ortlers 1804 heißt es: Der Erstbesteiger des Ortler, josef Pichler, Pseirer josele genannt, ist 1765 in St. Leonhard in Passeier geboren. Aber weder in den Matrikeln der Pfarre St. Leonhard noch einer anderen Pfarre in Passeier scheint ein josef Pichler dieses jahrganges auf. Nachforschungen im Landesarchiv in Bozen und in den Matrikeln der Pfarre Schluderns haben folgendes ergeben: 'S Pseirer josele wurde am 9. Februar Zur zoo-tahrieter der Ortler-Erstbesteigung wurde auf Anregung des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier und unter der Koordination des Alpenuereines Südtirol das Denkmal uom Erstbesteiger Pseirerjosele am Weißen Knott an der Stilfserjoch Straße saniert.

~ :;~ ..... ~-

68, SEPTEMBER 2004

1767 als Sohn des johann Pichler und der Maria Plattnerin in Satl zu Moos geboren. Vermutlich trieb ihn das karge Leben am Steinhof in Satl schon früh zur jagd. Als bekannter, tüchtiger jäger kam er Ende des 18. jahrhunderts als herrschaftlicher Gamsjäger und Schlosswart der Familie Trapp auf die Churburg. Wie bekannt erstieg er am 27. September 1804 mit den Zillertalern Klausner und Leitner als erster den Ortler. Dr. Gebhart schickte am 1. Oktober 1804 an Erzherzog johann einen ausführlichen Bericht über die gelungene Erstbesteigung des Ortler, über den Wegverlauf und die Strapazen und Gefahren, denen die Bergsteiger ausgesetzt waren. Über das josele schrieb er: "josef Pichler, der

kleine Passeirer, ist in der ganzen Gegend als ein die Wahrheit liebender Mensch bekannt, nicht ruhmsüchtig, nicht prahlerisch, sondern ernst und still; er spricht nichts, was er nicht hält ... Pichler ist ein lieber guter Mensch, klein von Person; ein Gämsenjäger, der seinesgleichen sucht."

Er war ein hervorragender Mensch. Seine bergsteigerischen Leistungen mit der damaligen Ausrüstung sind aus heutiger Sicht nur zu bewundern. Er wird allgemein als kleiner, untersetzter Mann mit blitzenden, scharfen Augen und einer Hakennase beschrieben. 'S josele heiratete 1809 in Moos Anna Ennemoser (geb. 1779), Bauerstochter des jakob und der Maria Holzknecht in Gspell zu Moos. Die Familie wohnte dann in Schluderns, wo 1810 die Tochter Kreszenz geboren wurde. Im November 1814 wurde der Sohn Felix josef geboren, der bei der Ortlerbesteigung 1834 dabei war. Er war wie sein Vater ein ausgezeichneter jäger und diente in den Kriegsjahren 1848/49 als Oberleutnant der 3. Schützenkompanie des Gerichtes Glurns am Stilfserjoch. Doch am 12. jänner 1850 kam er auf der Gämsenjagd auf der Uppiaalm (Bauhofera1m) im Matschertal durch eine Lawine ums Leben. Im jahre 1816 wurde die Tochter Elisabeth und 1818 der Sohn Silvester geboren. In Schluderns gibt es nur eine Familie Pichler, die aber nicht Nachkommen des Pseirer josele sind. Ein freundschaftliches Verhältnis bestand zwischen dem josele und dem Erzherzog johann, worüber der ehemalige Benefiziat von Schluderns, josef Stecher, in der Pfarrchronik (Seite 396) berichtet, der zufällig eine Begegnung der beiden Herren miterlebte. Demnach redete 's josele den Herzog mit .Hannesle" an. Der Herzog war es, der dem josele zu einer monatlichen Rente von 16,48 fI verhalf, die zu drei Monaten von Wien ausbezahlt wurde. >


36

T

IROL

BAU

OHRER IMMOBI

sr.

LI

lEONHARD

E

/ PASSEIER

N

MAIRHOF

- Einfamilienhaus - Zweifamilienhaus - 1/2/3/4 Zimmerwohnung - Wohnanlage .Feldbauer" - in St. Martin, Ritterweg

8AIJ IJND VERKAIJF VIJN: - 1ZWEIFAMlllENHAIJS - 1/2/3/f ZIMMERWIJHNIJNGEN

i

i

!'lI!t.._.

Wohnanlage

Feldbauer

Bau und Verkauf von Immobilien

Tel. 0473 210422 / 335 608 8080 Information: Robert Haniger / St. Leonhard Pass. Tel. 348 7752 629 / Email: robert@hani.it


37 PasseirerBlatt-NR.

)

68, SEPTEMBER 2004

Aus den Verfachbüchern des Landesarchivs geht hervor, dass 's [osele von 1827 bis 1830 einen kleinen Hof in Passeier in Pacht hatte. Da dieser wenig trug und er aus der Rente noch beisteuern musste, ersuchte er am 1. Februar 1830 wieder um Anstellung auf der Churburg. Doch der Schlossschreiber Thuile scheint ihm nicht gut gesinnt gewesen zu sein, denn er riet von der Wiedereinstellung ab mit der Begründung: Durch das [osele besteht die Gefahr der endgültigen Ausrottung der Gämsen im Matschertal, und für die Gartenarbeit sei er nicht geeignet. Das Pseirer josele verlebte seinen geruhsamen Lebensabend in Schluderns im Angesicht des Ortlers, wo er am 1. Mai 1854 an Altersschwäche starb. Im Friedhof von Schluderns befindet sich unter den kleinen Arkaden links vom Kriegerdenkmal eine von der Sektion Vinschgau des D.u.Oe.AV gewidmeten Gedenktafel an den kleinen großen Ortlerbezwinger.

KarlLanthaler

SPORT TRIATHLON

Stefan Lanthaler 1. Passeirer "Ironman" Der Triathlon ist in Südtirol eine wenig bekannte Wettkampfdisziplin. Nur wenige Athleten haben sich bisher dieser faszinierenden Sportart verschrieben. Triathlon ist ein Ausdauermehrkampf mit Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es gibt verschiedene Wettkampfdistanzen, wobei der .Jronrnan" - 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen - als die allergrößte Herausforderung gilt. Nur topp vorbereitete Athleten mit ungeheuerem Fleiß beim Training können solch mörderische Distanzen bewältigen, wo schon die Besten - alles Profis - mehr als acht Stunden unterwegs sind. Gewertet wird beim Triathlon übrigens die Gesamtzeit der nacheinander ohne Unterbrechung absolvierten Disziplinen. Vor nunmehr 20 jahren wurde in Hawaii der erste .Jronman" ausgetragen, mittlerweile gibt es weltweit 15 solche Veranstaltungen, mit in jedem jahr steigenden Teilnehmerzahlen. Auch einen Passeirer, Stefan Lanthaler aus Platt, hat vor fünf jahren das Triathlonfieber gepackt. Nachdem er Kurz- und Mitteldistanzentriathlons bisher gut

"durchgestanden" hatte, wollte er es dieses jahr wissen und hat sich zum 6. Kärnten Ironman Austria angemeldet. Neun Monate lang hatte er sich mindesErschöpft,

aber überglücklich:

tens 20 Stunden in der Woche auf das Ereignis vorbereitet. Nicht weniger als 500 km Schwimm-, 1500 Lauf- und 5000 Radkilometer hat er dabei im Training absolviert. Am 4. juli um Punkt 7 Uhr morgens machte sich das Rekordstarterfeld mit 1.892 Athletinnen und Athleten vom Klagenfurter Strandbad in der Ostbucht des Wörthersees auf die 220 km lange Reise. Die Verhältnisse waren ideal - 20 Grad Wassertemperatur, Windstille - und deshalb kaum Wellengang. Stefan: "Die ersten 800 Meter waren ein

Alptraum. jeder versuchte im brodelnden Wasser; das einem Becken voll Piranhas glich, sich einen Platz zu erkämpfen und im wahrsten Sinne des Wortes zu überleben. Dann wurde es zum Glück ruhiger um mich herum. Ich konnte natürlich nicht vorne mithalten, meine Strategie war ganz auf Ankommen ausgerichtet. Ich teilte mir die Kräfte gut ein und welch eine Erleichterung als ich nach gut einer Stunde und 10 Minuten wieder festen Boden unter mir spürte. Die folgende Radstrecke - es war dreimal eine 60 km Schleife im Süden des Wörtersee zu befahren - war durch den starken Gegenwind und einige saftige Anstiege (1260 Höhenmeter insgesamt) nicht leicht zu bewältigen. Ich fuhr wiederum sehr zurückhaltend um meine Kräfte zu ~a~~

>


38

> Nach fünf Stunden und 50 Minuten stieg ich vom Rad ohne eine Ahnung zu haben, wie weit ich von der Spitze entfernt war. Das Schild, das anzeigt, dass noch 42 km zu laufen sind, wirkte erschreckend. Ich fühlte mich wie vor einem unendlich hohen Berg, war aber zuversichtlich, ihn doch bezwingen zu können. Die ersten 10 km lief ich verkrampft, da sich die Muskeln erst an die ungewohnte Belastung anpassen und ich meinen Rhythmus finden musste. In dieser Phase fängt man an jeden Kilometer zu zählen. Unmögliche Gedanken schießen einem durch den Kopf.Ab Kilometer 20 traf ich immer mehr Läufer, die nur mehr zu Fuß gingen und manch einer wurde gar mit dem Rettungswagen abtransportiert. DieAngst, dass mir dasselbe passieren könnte, begleitete mich von da an ständig': Ein sehr großes Problem während eines solchen Triathlons ist die Verpflegung.

"Beim Radfahren alle 20 Kilometer und beim Laufen alle drei Kilometer': berichtet Stefan, "gibt es eine Verpf1egungsstelle und nach dem Schwimmen muss man sich ständig zum Trinken und zum Essen zwingen. Wenn erst einmal Hungergefühl aufkommt, ist es nämlich zu spät. Allein an Flüssigkeit sollte jeder mindestens zehn Liter trinken. Um die Flüssigkeit nicht zu verschütten, kann man an den Verpf1egungsstellen nur langsam gehen und auf den letzten Kilometern fällt es dem müden Körper unendlich schwer wieder

los zu laufen. Nur der Wille es unbedingt zu schaffen, treibt jetzt noch vorwärts. Jetzt ist entscheidend, wie man sich das Rennen eingeteilt hat. Für viele, die sich schon zuviel verausgabt haben, werden die letzten Kilometer wahrlich zur Hölle. Auch für mich zählten diese zu den härtesten meiner Sportlerlaufbahn. Die Oberschenkel waren völlig verkrampft, an den Fußsohlen hatten sich Blasen gebildet und ein Fußnagel blutete ständig. Als ich jedoch die letzten Meter durch die Menschenmenge dem Ziel entgegenlief, war das alles vergessen. Hunderte von Händen streckten sich mir entgegen und überglücklich überlief ich nach 11 Stunden und 39 Minuten die Ziellinie. Ein Lebenstraum war für mich wahr geworden, die langen Strapazen der Vorbereitung hatten sich gelohnt. In diesem Moment dachte ich voll Dankbarkeit an meine Familie. Sie hatte mich in letzter Zeit oft entbehren müssen und trotzdem konnte ich immer auf ihr Verständnis bauen': Die Zeit, die Stefan erzielt hatte, war hervorragend. Er hatte viele, viele Topsportler hinter sich gelassen. Inzwischen ist Stefan, der von seinen Leistungen nur wenig Aufhebens macht, schon wieder im Training und die Teilnahme an einem .Jronrnan" im nächsten jahr scheint fix zu sein. Auf weitere Erfolge können wir also gespannt sein.

Gottfried Zagler

Vom olympischen Gedanken getragen: Die Gemeindeangestellten des Passeiertales

ST. LEONHARD

- ST. MARTIN

- MOOS

Gemeindeolympiade 2004

Am 22. juli 2004 fand bei herrlichem Sonnenschein die diesjährige .Passeirer Gemeindeolympiade" statt. Diese Veranstaltung gibt es bereits seit 14 jahren. Dabei treffen sich die Angestellten der drei Passeirer Gemeinden und verbringen bei Spiel, Spaß und gutem Essen einen Nachmittag zusammen. Veranstaltet wird die Olympiade abwechselnd von den Gemeindeangestellten der drei Gemeinden. Im Vordergrund steht natürlich die persönliche Pflege des sonst ausschließlich beruflichen Kontaktes, denn es kommt schon einmal vor, dass man einen Angestellten der Nachbargemeinde ansonsten nur per Telefon kennt. Um der Veranstaltung eine besondere Note zu verleihen, werden auch Geschicklichkeitsund Denkspiele durchgeführt. Dieses jahr wurde die Olympiade von der Gemeinde St. Leonhard veranstaltet. Bei herrlichem Sommerwetter haben wir nach einem kleinen Spaziergang vom .Prantl" in Walten zum Wanserhof dort ein köstliches Mittagessen genossen. Anschließend wurden die Geschicklichkeit und Denkfähigkeit der "Gemeindeler" getestet. Alljährlicher Höhepunkt ist das Kuchenbuffet. Da lassen es sich


39 PasseirerBlatt-NR.

die Angestellten nicht nehmen ihre persönlichen Spezialitäten zuzubereiten. Gestärkt konnten die Spiele weitergehen. Als Sieger ging diesmal die Gemeinde St. Leonhard hervor, die natürlich entsprechend prämiert wurde. Ausgeklungen ist der Nachmittag mit einem flotten Tänzchen zur Musik von Ander und Karl aus Pfelders. Dieses alljährliche Fest kann nur dank der Unterstützung von Sponsoren durchgeführt werden. Wir danken an dieser Stelle herzlich den diesjährigen Sponsoren: Fa. De.Co. Bau GmbH, Fa. Maier Anton & Co. OHG, Ingenieurgemeinschaft von Pföstl & Helfer, Profil Bau OHG, Haller Bau OHG sowie unserem Bürgermeister Konrad Pfitscher. Alle Angestellten freuen sich schon auf die nächste Olympiade, die 2005 von der Gemeinde Moos veranstaltet wird.

Die Angestellten der Gemeinde st. Leonhard

VOLLEYBALL

Saltaus erneut erfolgreich Wie schon in den vergangenen jahren nahm die Grundschule Saltaus auch heuer an den VSS-Landesmeisterschaften Im Bild die Meistermannschaft der 2. Altersstufe u.l.n.r. Sabrina Kofler, Annalisa Kofler, Alexander

im Volleyball teil. In den drei verschiedenen Kategorien war man mit je einer Mannschaft im Bewerb um den Südtiroler Meistertitel dabei. Nachdem man in den Vorrunden die Weichen für die Erfolge gestellt hatte, kämpften die Saltauser Teams am 2. juni 2004 in Kastelbell beim Finalturnier erneut um die vordersten Plätze mit. Und es gab abermals viel Grund zum jubeln, denn nach harten, anspannenden Kämpfen gingen erneut zwei von drei möglichen Meistertiteln nach Saltaus! Man war in der 2. Altersstufe (wo die jüngsten Volleyballer teilnehmen) und in der Kategorie Buben erfolgreich. Besonders bei den jungs gab es in einem rein Passeirer Finale gegen St. Leonhard ein für diese Altersklasse absolut auf höchstem Niveau stehendes Spiel mit tollen Ballwechseln, das letztendlich die glücklichere Mannschaft in drei Sätzen für sich entschied. Dabei brachten die talentierten Spieler Manfred Königsrainer und David Pixner das einmalige Kunststück zustande im vierten jahr in Folge den Südtiroler Meistertitel zu erringen! Pech hatten die Mädchen in der 1. Altersstufe, die bei gleich viel gewonnenen Spielen wie die Zweitplatzierten auf Grund der weniger erzielten Punkte "nur" den 5. Platz erreichten. Die Finalveranstaltung war erneut ein Volleyballfest und auch heuer wurde mit 110 teilnehmenden Mannschaften ein neuer Teilnahmerekord verzeichnet. Deshalb ist es für die Saltauser Spieler, Eltern und Trainer besonders toll, ganz vorne im Südtiroler jugendvolleyball mitzumischen und man freut sich darauf, dass

68, SEPTEMBER 2004

man in absehbarer Zeit endlich eine eigene Turnhalle erhält, wo man natürlich noch effektiver trainieren kann!

Grundschule Saltaus

ST. LEONHARD

1. Andreas-Hofer-

Viertelmarathon

Am Sonntag, den 3. Oktober um 10 Uhr, fällt der Startschuss zum 1. AndreasHofer-Viertelmarathon über eine Strecke von 12,5 km. Es gilt: Dabei sein ist alles! Ob mit oder ohne Stöcke, dieser Lauf soll ganz im Zeichen der Gesundheit und Freude an der Bewegung stehen. Beginnend am Raiffeisenplatz in St. Leonhard zieht sich der Rundlauf über Happergweg, Pfeiftal, Bucher, Passerdamm und Wiesenweg zurück nach St. Leonhard. jeder Teilnehmer/in, der das Ziel erreicht, wird mit einer Urkunde und einem Teller Nudeln "belohnt". Im Vereinshaus findet gleichzeitig eine Sportmesse statt, wo verschiedene Geschäfte Sportartikel vorstellen, testen und verkaufen. Eine gute Gelegenheit Spitzensportler hautnah zu erleben, bieten die Autogrammstunden. Die Skinationalfahrer Michael Gufler, Werner Heel und Kurt Sulzenbacher, der KickBox-Weltmeister Christian Kobler und die Triathlon-Europameisterin Edith Niederfriniger werden anwesend sein und sind sicherlich gerne zu einem "Schwätzchen" bereit sein. Ein eigens aufgebautes Extremsportkino zeigt die anwesenden und weitere Extremsportier in Aktion. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Der Tourismusverein St. Leonhard als Veranstalter hofft auf eine rege Teilnahme. Anmeldung und Informationen können im Tourismusbüro St. Leonhard, Tel. 0473 656188 und im Geschäft Sportland, Tel. 0473656780, eingeholt werden.

Alois Schwienbacher

Gedankensplitter Eine Freundschaft, die geknüpft worden ist, um einem Zweck zu dienen, wird nicht von Dauer sein. Francis QuarIes


40

6. SALEWA-CU

Ergebnisliste

P

Sieg für Michael Fischer

Am 8. August 2004 hat der Berglauf von pfelders auf die Stettiner-Hütte mit einer neuen Rekordbeteiligung stattgefunden. Es haben heuer 144 Personen am Berglauf teilgenommen, darunter 22 Frauen. Neben den Südtiroler Spitzenläufern und vielen Freizeitläufern haben sich insgesamt 32 Frauen und Männer aus dem Trentino und dem Veneto, vier Personen aus den Niederlanden und sechs Personen aus Deutschland und Österreich am 6. Salewa-Cup beteiligt. Viele Teilnehmer haben das Hinterpasseier zum ersten Mal gesehen und waren von der einzigartigen Landschaft tief beeindruckt. Für die Veranstalter hatte sich schon bereits sehr früh ein neuer Teilnehmerrekord abgezeichnet, denn 2.000 Werbehefte waren gedruckt und in ganz Südtirol verteilt worden. Man konnte außerdem auf eine gediegene Aufbauarbeit in den vergangenen jahren zurückblicken und hatte heuer zusätzlich noch das Glück, dass sich keine anderen Wettbewerbe terminiich mit dem Berglauf überschnitten. Dennoch hatte niemand mit einer so großen Teilnehmerzahl gerechnet. Auch der Ausgang des Rennens war höchst erfreulich: Den Gesamtsieg holte sich der Mooser Michael Fischer (1.04,09), der für den S.V.Mölten gestartet war. Sein Teamkollege Peter pfitscher (1.10,24) aus St. Martin gewann ebenfalls in seiner Kategorie. Die jüngste Teilnehmerin Sonja Ladurner aus Latsch, [ahrgang 1993, erreichte das Ziel mit eiger Zeit von 1.47,22. Der älteste Teilnehmer Franz Hosp vom LG Schiern, jahrgang 1932, beendete das Rennen mit einer Zeit von 1.5°,21. Die Bergrettung Moos bedankt sich bei allen Freunden und Sponsoren, den Hüttenwirten, den Ehrengästen und bei den Helfern (Zeitnehmung, Strecken posten und anderen) für die gute Zusammenarbeit und das gute Gelingen dieser Veranstaltung. Bergrettung Moos

Beteiligung

Gemeldete Teilnehmer/-innen: Gewertete Teilnehmer/-innen: Ausgeschiedene Teilnehmer/-innen:

147 136 11

Frauen

1-

Allg. Klasse

Rang

Teilnehmerin

01

Brigitte

02

jahrgang

Zeit

Verein

1:21:45,58

1972

SV Mölten

Brigitte Vasselai

1962

Lauffreunde

Sarntal

1:25:06,89

03

Gertraud

1955

Lauffreunde

Sarntal

1:26:25,26

04

Irene Senfter

1971

Fullsport

05

Edeltraud Thaler

1966

SV Lana

Leitner

Rungger

Naturafit

1:28:00,84 1:28:38,35

Männer 1 - 1975 und jünger jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Michael Fischer

1980

SV Mölten

02

Freddi Schwienbacher

1975

Fullsport

Naturafit

1:°7:35,69

03

Ettore Girardi

1979

Triathlon

Trentinol

1:10:°3,84

04

Gabriel Karnutsch

1976

SV Mölten

1:12:46,35

05

Alexander

1978

Rennerclub Vinschgau

1:15:09,24

Erhard

1:04:09,04

Männer 2 - 1965 - - - 1974 jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Harald Gamper

1972

SV jenesien

1:06:42,51

02

Silvano Fedel

1966

Triathlon

1:07:20,80

03

Roland Osele

1970

SC Meran

04

Paul Innerhofer

1974

SV Mölten

05

Günther Angerer

1970

Rennerclub Vinschgau

Trentino

1:07:21,91 1:08:20,00 1:08:31,53

Männer 3 - 1953 - 1964 jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Peter pfitscher

1959

SV Mölten

02

Franz Bergmeister

1963

SV Mölten

03

[osef Aichner

1961

SV Mölten

1:11:28,89

04

Gaetano Cimenti

1956

Carnia Atletica

1:11:59,09

05

Maurizio

1962

GS Alpini

1:l2:09,11

Rivato

:

1:10:24,80 1:11:17,51

Männer 4 - 1952 und älter jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Albert Rungger

1952

Südtiroler

02

johann

1948

SV Mölten

03

Hermann Aichner

1950

Lauffreunde

5arntal

1:22:32,14

04

Robert Knoll

1952

Lauffreunde

5arntal

1:23:31,37

05

Giancarlo Pedrazza

1938

Fullsport

Niederkofler

Laufverein

1:10:32,51 1:20:51,93

Naturafit

1:28:27,83

I


41

Mannschaftswertung

jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Michael Fischer

1980

SV Mölten

1:04:09,04

02

Paul Innerhofer

1974

SV Mölten

1:08:20,00

03

Ulrich Gross

1972

SV Mölten

1:° 9:53,44

: 3:34:18,19 jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Freddi Schwienbacher

1975

Fullsport

Naturafit

1:07:35,69

02

Reinhold Schwienbacher

1972

Fullsport

Naturafit

1:12:4° ,46

03

Heinrich Huber

1966

Fullsport

Naturafit

1:14:02,04

-

Triathlon Trentino : 3:38:38,03 jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Silvano Fedel

1966

Triathlon

Trentino

1:07:20,80

02

Ettore Girardi

1979

Triathlon

Trentino

1:10:03,84

03

Andrea Gottardi

1971

Triathlon

Trentino

1:21:13.39

Rennerclub Vinschgau : 3:40:16,42 -

jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Günther Angerer

1970

Rennerclub Vinschgau

1:08:31,53

02

Alexander Erhard

1978

Rennerclub Vinschgau

1:15:09,24

03

Kurt Fliri

1956

Rennerclub Vinschgau

1:16:35,65

Lauffreunde Sarntal : 3:52:19,36 jahrgang

Zeit

Verein

Rang

Teilnehmer

01

Richard Gross

1967

Lauffreunde

Sarntal

1:10:58,17

02

Christian

1974

Lauffreunde

Sarntal

1:18:49,05

03

Hermann Aichner

1950

Lauffreunde

Sarntal

1:22:32,14

Moser

68, SEPTEMBER 2004

Segen zu neuem Mut

1. SV Mölten : 3:22:22,48

2. Fullsport Naturafit

PasseirerBlatt-NR.

Ich wünsche euch gute Schuhe die euch sicheren Tritt geben auch in neuem, unwegsamen Gelände, die euch hinausgehen lassen aus den engen Stuben, fort von den Filzpantoffeln der bequem-frommen Denkungsart. Ich wünsche euch den Mut unbe-dacht zu sein in eurer Zu-neigung, Freundschaft und Liebe. Ich wünsche euch die Demut, Mauern zu erklettern, Berge zu bezwingen, Schluchten zu überspringen und Täler zu durchwandern in der Lebendigkeit, die Gott euch schenkt. Ich wünsche euch die Anmut einer Kirschblüte, die zur süßen Frucht wird, durch Sonne und Regen und WiTJd in der wachsenden Geduld eines weisen Baumes und dem summenden Liebestanz unzähliger Bienen. Ich wünsche euch die Armut, mit leeren Händen bereit zu sein, sich beschenken zu lassen und eine offene Hand zu drücken. Zeugnis von Zartheit und Zärtlichkeit so zu ersinnen. Ich wünsche euch Segen. Segen Gottes Muttervater Bruderfreund und Heilige Ruach. Segen uns und aller Welt. Karin E. Leiter

Gedankensplitter Der ist am reichsten und glücklichsten, der die Kräfte des eigenen Lebens am höchsten entwickelt hat john Ruskin Wo es Liebe regnet, wünscht sich keiner einen Schirm Dänisches Sprichwort


Iv~ bin dö.s ne.ue. PSe.ire.r-h'lö.lll-md:_ollv~e.n' isl

Ho\Sf -- LOl"ri

Ge.ze.iv~ne.l ~ö.l roiv~ Gundulö. Piv~le.r. 7 Jö.~re.. ö.us sl. l.e.on~ö.!'d. Iv~ we.rde. e.uv~ ö.b Je.lzl ö.ut Je.de.!' Kinde.rse.ile. be.S!''iiße.n und e.uv~ Intos und Tipps ZUr se.ile. Se.be.n.

le.ide.r bin iv~ SÖ.nz lrö.uriS' we.il iv~ iro Sororoe.r so we.niS Posl Von e.uv~ be.Kororoe.n~ö.be.' Dö.roil die. Kinde.rse.ile. ble.ibl. ~ö.be. iv~ die. Kinde.r Voro "[rUnissororoe.r" in sl. l.e.on~ö.rd e.lwö.s 'iibe.r i~re. Sororoe.rö.K[;Vila.le.nZU e.rza.~le.n. Kie.r e.ine. wö.~l i~re.r lusliSsle.n Ge.div~le. und sv~önsle.n h'ilde.r...

~.

'l.1E&l~()~M,.J

~~.

Mv~~~.ww:l~

~0JYrvSe&,~ ~iwm:-~iA1l:J~

~~

~.Jvrr.~~}){Wl~

~\,u;w;l~

..Iv\/\'\.CL

• ••

.• • ~

~~ DoroihiK D~"""lz

~'Y'v_

...

I

\


-

-

\

p~~jUfG~-

oAA'~R ~'RAfbEL

be.i de.n eibliolke.~e.n, Sowie. P<1pie.r Profi

w. ~

inne.rk<11b Es we.rde.n unle.r de.n Einse.ndunSe.n 7> Sie.Se.r Se.zOSe.nl

<1bSe.be.n.

in de.r niivksle.n ClusS<1be. e.rw<1l'le. ivk S<1nz vie.l Posl Von e.Uvk. \/;e.lle.ivkl NlรถSl ikr J<1 e.ure. l..e.kre.r/inne.n [r<1Se.n, ob Sie. e.lW<1s Nlil e.Uvk Se.sl<11le.n? Ode.r ikr k<1bl se.lbe.r e.ine. Sule. Ide.e.? D<1 d<11111nivkls Wie. losl Ge.bl e.Ur'e. Ge.Svkivkle.n, Ze.ivknunSe.n, Ge.divkle., KOvkre.Ze.ple., l..ie.de.r... e.in[<1vk in e.Ure.r eibliolke.~ <1b. ein svkon se.kr Se.sp<1nnU

...

./

~

-~


44

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen

Öffnungszeiten Das Gemeindeamt ist Montag bis Freitagvon 8 bis 12Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12Uhr und montags außerdem von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitagvon 8 bis 12Uhr geöffnet und mittwochs von 15bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Nr. 28, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienstgeöffnet und freitags nach der Schülermesse.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12und von 15bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30Uhr und Samstag von 9 bis 12Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 - 12 und von 15-18 Uhr, Dienstag von 15-18 Uhr, Mittwoch von 9 -12 Uhr, Donnerstagvon 15-18 Uhr und Freitag von 9 -12 und von 15-18 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12Uhr und Dienstag von 15bis 19Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitag nachmittags von 15bis 16 Uhr geöffnet.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13Uhr und samstags von 9 bis 12Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12und 15bis 18 Uhr, Donnerstag von 17bis 19 Uhr, Freitag von 15bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.Innerhefer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg 1, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Garberweg 1,ist donnerstags von 8 -12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Garberweg 1,ist nur mit Vormerkung (Mi und Do von 9 -12 Uhr, Tel: 0473/659620) geöffnet.

Der Verwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7· 30 bis 12.30Uhr und Dienstag von 14.30bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch und Donnerstag von 7.30bis 8-45 Uhr geöffnet. Ohne Vormerkung. Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 9· 30 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bis 12Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Mittwoch von 9 bis 12und von 13bis 15Uhr geöffnet, donnerstags von 9 -12.30 Uhr. Das Zahnarztambulatorium ist Mittwoch von 9 bis 12.30Uhr und Donnerstag von 9 bis 12.30und 13-30-16.30 Uhr geöffnet. Vormerkung unter Tel.0473/ 65..2502,von 7.30..,:9.00 Uhr, montags.

Start Winteröffnungszeiten Bibliothek St. Leonhard, Bibliothek St, Martin

13. Schulanfang 19. -Kjnderfest, MuseUl~ Sandhof, ab 14.~2.Yhr,~ath. Familienverband 24. -Start ,,100-Jahr-Feier" (3 Tage), Imkerverbaiid 25. Konzert, Vereinshaus st. Martin, 20 Uhr, The Other 28. Konzert, Vereinshaus St. Leonhard, 20.30 Uhr, Tourismusverein 29. Kommunikationssemin~r, Mlfteischule St. Martin, 19.30Uhr, Bildungsaus. St, Martin

1. 3. 5. 9.

Diavortrag, Vereinshaus St, Leonhard, 19 Uhr, AVS 1.Andrells-Hofer-Walki~.[illld Nor'1!.c-Walking-Viertelmarathon, Tourismusverein UnterhältungSäbe'ld, VereinshausSt. Leoniiard, 20.30 Uhr, Tourismusverein Passeirer Herbststimmung. 9 Uhr, Musikkapelle St. Leonhard 11. Beginn Ba-st:fkurs (4~~ Mittelschule St.-Martin,~20 Uhr, Bildungsaus. St. Martin 12~Konzert, Vereinsha~~St.~onhard, 20.30 Uhr, To~r~musverein 14. Vortrag "Hyperaktive Kinder -I", Mittelschule St. Martin, 20 Uhr, Schulsprengel st. Martin 16. Taufelterntag, vereinsh"aus St. Leonhard,14 Uhr, KathJ:rauenbewegung 17. Jugend-Grand-Prix-Schach, Vereinshaus St. Martin, ganztägig, Schachclub 19. Unterhaltungsabend, Vereinshaus St. Leonhard, 20.30 Uhr, Tourismusverein 28. V;rtrag "Hyperaktive Kinder-II~Mittelschule St. Martin, 20 Uhr, Bildungsausschuss St. Martin 30. Ball, Vereinshaus St. Leonhard, 20 Uhr, Bauernjugend Passeier

B~gi.!1nLeonhards'!.!!l'stellung (1llUl.1_!:l,Verei.!:1shausSt. Leonhard, Pfarrei Preiswatten, Vereinshaus St. Martin,13 Uhr, Katii.'"Frauenbewegung 9. Schnupperkurs "Faszination Wein", 20'Uhr, Bildungsausschuss St. Martin 9. Start Tanzkurs, Vereinshaus St, Martin, 19.30Uhr, Frauen im Handwerk 11. K.!:.~pfe-nba~kkuTs, Vereinshaus St;Marti!:', 19 Uhr, I<rippenverein 14. TheaterilUff..Qhrung,Vereinshaus St. Martin, 15u. 20 Uhr, Theaterverein 15. OrientalisciierTanz, Vereinshaus St, Martin, 19.30Uhr, KFS 18. Start Semin-; "Intuitiv-Koch~'~ereinshaus St. Martin, 19 Uhr, Bildungsausschuss st, Martin 19. Vortrag "Rund um die Kastanie", Vereinshaus St. Martin, 16.30Uhr, Hildegard Grullp'e 20. KamPfsportabeil( Vereinshaus SLLeonhard, Sport und Fitness Passeier 20. lheät~ufführung, Verein~h;lUs St. Martin, 15u. 20 Uhr, Theaterverein 21. Theateraufführung, Vereinshaus St. Martin, 15.u. 20 Uhr, Theaterverein 27.+28. Weihnachtsmarkt, Arbeit~emeinschaft für B~hinderte 28. Seniorenfeier "Goldener Herbst", Vereinshaus St, Leonhard, 14 Uhr, !$.ath.~i~e.!)~~anr!_ _ _ _ 28. Preiswa'tten:Verelnsh"äüs Si. Martin, 13-19 "Uhr,KVW 29. Bastelkurs, Mittels~ule St. Martin, 2() Uhr, Bildungsausschuss st. Martin

Preiswatten, Vereinshaus St, Leonhard, Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard !Krip'penausstellu~g, Vereinshaus St. Martin, ganztägig, Krippenverein 12. Kripp~ena~sst~ung, Vereinshau~St. Martin, g:nztägig~ Krippenverein 11.


Passeirer Blatt